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Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 2,05 €/kg SG (+/- 0ct)

31.08.2022 14:26

Der deutsche Schlachtschweinemarkt zeigt sich zur Wochenmitte ausgeglichen. Das zur Verfügung stehende Angebot trifft auf eine zügige Nachfrage, so dass die Lage derzeit annähernd ausgeglichen ist. Bereits im Vorfeld der Notierung forderte die rote Seite bezüglich des Vereinigungspreises eine Verschnaufpause, auf die sich letztlich beide Seiten einigten. Begründet hat die rote Seite ihre Forderung damit, dass sich höhere Preise am Fleischmarkt gegenwärtig nicht durchsetzen lassen. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der gestiegenen Preise für Futtermittel und Energie, die nach Aussage der Erzeuger keine rentable Ferkel- und Schweineerzeugung zulassen, werden beide Seiten mit der Einigung nicht glücklich sein.

Deutsche Bundesregierung: Mehr Flächen für zusätzliches Getreide

31.08.2022 13:55

Durch das Aussetzen des Fruchtswechsels etwa können Ackerflächen im nächsten Jahr erneut für Weizen genutzt werden.

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat zur Verknappung vor allem von Weizen sowie Preissteigerungen auf den internationalen Agrarmärkten geführt. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission den Mitgliedsstaaten einmalig für das Jahr 2023 die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der EU-Agrarförderung Umweltauflagen für den Ackerbau zu lockern und damit zur Steigerung der Nahrungsmittelproduktion beizutragen.

Fruchtwechsel- und Stilllegungspflicht aussetzen
Zum einen werden 2023 die Vorgaben zum jährlichen Fruchtwechsel auf Ackerflächen ausgesetzt. So ist zum Beispiel der Anbau von Weizen zwei Jahre hintereinander möglich. In den Vorjahren war dies auf etwa 380.000 Hektar der Fall. Nach wissenschaftlichen Berechnungen könnten damit bis zu 3,4 Millionen Tonnen mehr Weizen erzeugt werden.

Zum anderen wird die ab 2023 vorgesehene Stilllegung von vier Prozent der Ackerflächen ausgesetzt. Auf diesen Flächen können Betriebe Getreide (außer Mais), Sonnenblumen und Hülsenfrüchte (außer Soja) anbauen. Berechnungen gehen davon aus, dass damit etwa 100.000 bis 180.000 Hektar Acker weiterhin für die Getreideproduktion zur Verfügung stehen. Damit können etwa 600.000 bis eine Million Tonnen Getreide zusätzlich produziert werden.

Kompromiss für mehr Getreideproduktion und Biodiversität
Mehrjährige Brachflächen dürfen jedoch weiterhin nicht ackerbaulich genutzt werden. Sie sind von der Ausnahme ausgeschlossen. Da sie für Artenvielfalt und Klimaschutz besonders wertvoll sind, sollen sie gezielt geschützt werden. Auch dürfen wertvolle Landschaftselemente, wie beispielsweise Hecken, weiterhin nicht beseitigt werden.

Mit diesen Regelungen soll in bestmöglicher Güterabwägung eine kurz- und mittelfristige Steigerung der Nahrungsmittelproduktion bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Belangen der Biodiversität und des Klimaschutzes ermöglicht werden. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir: "Ich schließe diesen Kompromiss für den Teller, nicht damit Getreide im Tank oder Trog landet - und unsere Ausnahme gilt ausdrücklich nur für 2023."

Die Ausnahmeregelungen sind nicht verbindlich. Landwirtinnen und Landwirte können für ihren Betrieb entscheiden, ob sie von den Ausnahmeregelungen Gebrauch machen.

Weiterführende Fragen und Antworten zu den Ausnahmeregelungen sind zu finden auf der Seite des Bundeslandwirtschaftsministeriums.

Algerien kaufte Weizen

Händler glauben, dass russischer Weizen den Zuschlag erhalten hat

31.08.2022 12:02

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen einer internationalen Ausschreibung, die gestern endete, eine unbekannte Menge Mahlweizen gekauft, die auf den Versand an zwei algerische Häfen beschränkt war, sagten europäische Händler am Mittwoch.
Man glaubt, dass der Weizen aus Russland bezogen wird, obwohl technisch gesehen Lieferungen optionaler Herkunft möglich sind, hieß es weiter.
Die Schätzungen des Kaufpreises liegen bei etwa 364 bis 365 USD/Tonne c&f inklusive, das gleiche Niveau wie ursprünglich am Dienstagabend geschätzt.
„Ich glaube, russischer Weizen wurde für etwa 10 bis 15 Dollar pro Tonne billiger angeboten als EU-Weizen“, sagte ein Händler. „Ich würde nicht erwarten, dass die EU diesmal eine Chance hat.“
Händler sagten, das gekaufte Volumen sei noch unklar, obwohl es angeblich relativ gering sei. Ein Händler sagte, es seien weniger als 100.000 Tonnen gekauft worden, bei der Ausschreibung seien nominell 50.000 Tonnen angestrebt worden.
Die Anforderung, nur zu den algerischen Häfen Mostaganem und/oder Tenes zu liefern, habe darauf hingedeutet, dass nur ein kleiner Kauf geplant sei, sagten Händler. Genauere Einschätzungen zu Preisen und gekaufter Tonnage sind später noch möglich.
Der Weizen wurde in vier Perioden aus den Hauptlieferregionen einschließlich Europa zum Versand angefordert: 21. bis 30. September, 1. bis 10. Oktober, 11. bis 20. Oktober und 21. bis 31. Oktober. Bei Bezug aus Südamerika oder Australien erfolgt der Versand einen Monat früher.
Algerien ist ein wichtiger Abnehmer für Weizen aus der Europäischen Union, insbesondere aus Frankreich. Algerien veröffentlicht keine Ergebnisse seiner Ausschreibungen und Berichte basieren auf Handelsschätzungen.

Englands Weizenanbaufläche gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % gestiegen

31.08.2022 11:40

Die Weizenfläche in England für die diesjährige Ernte stieg im Vergleich zu 2021 um 0,8 % auf 1,67 Mio. Hektar, teilte das britische Landwirtschaftsministerium am Mittwoch mit und veröffentlichte die Ergebnisse seiner Juni-Umfrage.
Das Ministerium stellte fest, dass die Weizenernte in England eine der frühesten seit Beginn der Aufzeichnungen war und am 16. August zu 92 % abgeschlossen war.
„Die Weizenerträge schwanken aufgrund trockener Bedingungen zwischen gut und durchschnittlich“, sagte das Ministerium und fügte hinzu, dass die erste Produktionsschätzung im Oktober veröffentlicht werde.
Nach Schätzungen des Ministeriums ist der Rapsanbau in England um 20 % auf 322.786 Hektar gestiegen, obwohl er weit unter dem Höchststand von 712.671 aus dem Jahr 2012 bleibt.
Das Ministerium sagte, dass die Rapserträge zwischen den Regionen mit schlechter Etablierung, Wasserknappheit und Schädlings- und Krankheitsbefall, der die Ernte beeinträchtigte, unterschiedlich waren.
Die Sommergerstenfläche in England ging um 13 % auf 410.000 Hektar zurück, während der Wintergerstenanbau um 7,7 % auf 372.000 Hektar stieg.

Getreidemail

31.08.2022 07:21

Am CBoT beendeten die Weizenfutures den gestrigen Handelstag mit schwächeren Kursen. Gleichzeitig sanken die Kurse in anderen Rohstoffderivaten und an den Aktienmärkten weil Händler sich über den Zustand der Weltwirtschaft Gedanken machen. Inzwischen verließen nach Wiederaufnahme der Ausfuhren 61 Frachtschiffe mit 1,5 Mio. Tonnen Agrarrohstoffen die Schwarzmeerhäfen der Ukraine. Das französische Beratungsunternehmen Agritel hoib gestern seine Ernteschätzung für Weizen an, warnte aber davor, dass Frankreich die kleinste Maisernte in diesem Jahrzehnt ernten wird. In der Chicago-Nachtbörse steigen die Weizenkurse zur Stunde um 0,5%.
Am Pariser Matif sanken die Weizenkurse erneut, nachdem zum Beginn der Woche ein 4-Wochen-Hoch gehandelt wurde. Der Kursrückgang zeigt, dass die Marktteilnehmer erwarten, dass die Nachfrage nach Weeizen aus der EU zurückgehen wird.Auch die CBoT-Maiskurse gaben gestern nach und wirkten bärisch auf die Weizenfutures, weil die Furcht vor einer gliobalen Rezession umgeht und zwischen Taiwn und China die Krise eskaliert. Die zunehmende Zahl von Getreideexporten aus der Ukraine und sinkende Getreidepreise in Russland überschattet die Exportaussichten aus der EU. Deutsche Händler berichten schon davon, dass neue Aufträge für Weizen ausbleiben.

Geschätzte Positionsveränderungen der Fonds in CBoT-Agrarfutures

31.08.2022 06:57

CBoT-Mais vor größtem Monatsgewinn seit 6 Monaten

31.08.2022 06:55

Kurse des CBoT-Maisfutures sinken heute Morgen inmitten eines breiten Rückgangs der Weltmärkte, obwohl sich das Derivat auf den größten monatlichen Anstieg seit sechs Monaten vorbereitet, da die schwächere Ernteprognosen in den USA und Europa die Preise stützen.
Weizen und Sojabohnen stagnieren zur Stunde auf dem gestrigen Schlusskurs.
„Der Markt ist dabei, einen potenziell schlechten Ertrag für die Saison einzupreisen“, heißt es in einem Hightower-Bericht, der sich auf Mais bezieht.
Die Aktien der Welt stürzten gestern zum dritten Mal in Folge ab, da sich die Anleger Sorgen über weitere Zinserhöhungen in den USA und Europa machen, nachdem Daten auf eine anhaltende Inflation in beiden Regionen hindeuteten, und das trotz der bisherigen Straffung der Zentralbankpolitik.
Die Agrarmärkte machen sich Gedanken über die Versorgungsaussichten, da Mais und Sojabohnen in den USA bald geerntet werden. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bewertete am späten Montag lediglich 54 % der US-Maisernte als gut bis ausgezeichnet, gegenüber 55 % in der Woche zuvor.
Insgesamt 61 Frachtschiffe mit rund 1,5 Millionen Tonnen Lebensmitteln haben die Ukraine im Rahmen eines von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelten Abkommens zur Freigabe ukrainischer Seehäfen verlassen, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium am Dienstag mit.
Gestern waren es noch einmal sechs Schiffe mit 183.000 Tonnen landwirtschaftlichen Produkten.
Die argentinischen Produzenten haben bisher 51,6 % der Sojabohnenernte 2021/22 verkauft, so das dortige Landwirtschaftsministerium in einem Bericht von gestern und blieb damit hinter der Verkaufsrate von 62 % zurück, die zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison gemeldet wurde.
Die argentinische Sojabohnenproduktion im Zyklus 2021/22 betrug laut Regierungsdaten 44 Millionen Tonnen gegenüber 46 Millionen Tonnen im vorherigen Zyklus, wobei das Land als weltweit führender Exporteur von aus der Ölsaat gewonnenem Mehl fungiert.
Das Beratungsunternehmen Agritel erhöhte gestern seine Schätzung der diesjährigen französischen Weichweizenernte leicht, warnte jedoch davor, dass der führende Getreideproduzent der Europäischen Union auf die schlimmste Maisernte dieses Jahrhunderts zusteuert.
In einem Getreidemarkt-Update bezifferte es die Weichweizenernte 2022 auf 33,63 Millionen Tonnen, gegenüber 33,44 Millionen, die vor einem Monat prognostiziert wurden, aber immer noch unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.


Pariser Weizenfutures geraten unter Druck

30.08.2022 18:29

Die europäischen Weizen-Futures rutschen heute Nachmittag von dem jüngsten Vier-Wochen-Hoch ab, unter Druck gesetzt durch den Chartwiderstand, dem Kursrückgang in Chicago und die Unsicherheit über die weitere Nachfrage, sagten Händler.

US-Export-Meldung

30.08.2022 15:03

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 264.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2022/23 an eine unbekannte Destination.

Knappe Kartoffeln und hohe Preise

30.08.2022 14:30

Hitze und Dürre haben auch den Kartoffeln in West- und Mitteleuropa ordentlich zugesetzt. Aktuell melden sich die Marktanalysten zu Wort und geben ihre Ernteprognosen zum Besten. Der allgemeine Tenor ist, dass die diesjährige Kartoffelernte zwar klein aber dennoch größer sein wird, als im letzten Dürrejahr 2018. Auf dem Weuthen-Kartoffeltag am 26.08. in der Köln-Aachener Bucht schätzt der Geschäftsführer des Kartoffelhandels-Unternehmens Ferdi Buffen die deutsche Kartoffelernte auf 9,25 – 9,5 Mio. Tonnen und die EU 5 -Ernte auf 24,25 – 25 Mio. Tonnen. Da die Ernte damit den Bedarf nur knapp bedienen kann, wird die gesamte Wertschöpfungskette dazu aufgefordert, den Rohstoff schonend einzusetzen. Die Speisekartoffelpreise werden nach Buffens Einschätzung zunächst 30 € ab Hoflager kosten und ab dem neuen Jahr noch teurer werden. Industrierohstoff sollten aus dem Winterlager dann 27 – 32 €/dt kosten. Andere Experten erwarten eine etwas größere Ernte und nicht ganz so hohe Preise.

Erster Weizenfrachter aus Ukraine seit Kriegsbeginn in Ostafrika angekommen

30.08.2022 13:56

Rund sechs Wochen nach einer Vereinbarung mit Russland zur Wiederaufnahme von Getreideexporten haben 61 Frachter mit 1,5 Millionen Tonnen Agrargütern an Bord Schwarzmeerhäfen der Ukraine verlassen. Allein sechs Schiffe mit einer Ladung von 183.000 Tonnen seien am Dienstag ausgelaufen, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium mit. Dazu gehört nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) auch die "Brave Commander", die als erster Frachter nach Beginn der russischen Ukraine-Invasion das Horn von Afrika erreicht hat. Das Schiff ging in Dschi­bu­ti vor Anker und hat dringend benötigten Weizen für Äthiopien an Bord. Die Lieferung reiche aus, um 1,5 Millionen Menschen in dem ostafrikanischen Land einen Monat lang zu ernähren, erklärten die UN.

Die Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen durch die russischen Streitkräfte hatte zu einer Nahrungsmittelknappheit geführt, durch die Millionen Menschen vor allem in ärmeren Ländern von Hunger bedroht sind. Nach Angaben des ukrainischen Getreidehändlerverbands UGA bestanden die bisherigen Exporte zu 62 Prozent aus Mais, zu 17 Prozent aus Weizen und zu sechs Prozent aus Gerste.

Unter Vermittlung der UN und der Türkei hatten sich Ukraine und Russland im Juli darauf verständigt, dass Schiffslieferungen aus ukrainischen Häfen wieder aufgenommen werden können. Das Abkommen ist einer der wenigen diplomatischen Durchbrüche, die es seit Kriegsbeginn gab.

Quelle: Reuters

1,5 Mio. to. Lebensmittel haben Ukraine im Rahmen des Exportabkommens verlassen

30.08.2022 11:38

Insgesamt 61 Frachtschiffe mit rund 1,5 Mio. Tonnen Lebensmitteln haben die Ukraine im Rahmen des von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelten Abkommens zur Freigabe ukrainischer Seehäfen verlassen, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium am Dienstag mit.
Das Ministerium sagte, sechs Schiffe mit 183.000 Tonnen landwirtschaftlichen Produkten hätten am Dienstag ukrainische Häfen am Schwarzen Meer verlassen.
Die ukrainische Getreidehandelsverband UGA teilte heute Vormittag in einer separaten Erklärung mit, dass Mais das Gesamtexportvolumen dominiert und 62 % ausmacht.
Weizen machte 17 % und Gerste 6 % aus. Die Ukraine hat auch Raps, Sonnenblumenkerne, Sojabohnen und andere Rohstoffe exportiert.
Die Getreideexporte der Ukraine brachen ein, nachdem Russland am 24. Februar in das Land einmarschierte und seine Schwarzmeerhäfen blockierte, was die weltweiten Lebensmittelpreise in die Höhe trieb und Ängste vor Engpässen in Afrika und im Nahen Osten schürte.
Drei Schwarzmeerhäfen wurden im Rahmen eines am 22. Juli von Moskau und Kiew unterzeichneten Abkommens wiedereröffnet, und das Ministerium sagte, dass diese Häfen in der Lage sind, 100-150 Frachtschiffe pro Monat zu laden und ins Ausland zu schicken.
Der ukrainische Landwirtschaftsminister Mykola Solsky sagte am Montag gegenüber Reuters, dass die landwirtschaftlichen Exporte des Landes im Oktober auf 6 bis 6,5 Mio. Tonnen steigen könnten, doppelt so viel wie im Juli, da die Seehäfen nach und nach wieder geöffnet werden.

Agritel erhöht Ernteprognose für Weichweizen in Frankreich

Land steuert auf schlechteste Maisernte in diesem Jahrhundert zu

30.08.2022 11:27

Das Beratungsunternehmen Agritel erhöhte heute seine Schätzung der diesjährigen französischen Weichweizenernte leicht, warnte jedoch, dass der führende Getreideproduzent der Europäischen Union auf seine schlechteste Maisernte in diesem Jahrhundert zusteuere.
In seinem Getreidemarkt-Update bezifferte das Unternehmen die Weichweizenernte 2022 auf 33,63 Mio. Tonnen, gegenüber 33,44 Mio. Tonnen, die vor einem Monat prognostiziert wurden, aber immer noch unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.
Die französischen Weichweizenexporte liefen ungewöhnlich schnell, mit 2,5 Mio. Tonnen, die im Juli-August verladen wurden, oder etwa 25 % des Exportpotenzials des Landes für die Saison, hieß es.
Dem stehen etwa 14 % der Weichweizenexporte gegenüber, die normalerweise bis Ende August verladen wurden, hieß es weiter.
Die Auslandsnachfrage nach französischem Weizen wurde durch kriegsbedingte Störungen des Handels im Schwarzen Meer angeheizt, aber Agritel sagte, dass das derzeitige Exporttempo angesichts der relativ kleinen Ernte Frankreichs nicht nachhaltig sei.
Es schätzt, dass Frankreich, der größte Weizenlieferant der Europäischen Union, das Potenzial hat, in der Saison Juli-Juni 2022/23 10,2 Mio. Tonnen Weichweizen außerhalb der EU zu exportieren.
Das lag unter einer früheren Prognose von 10,95 Mio. Tonnen, die das Beratungsunternehmen Ende Juli abgegeben hatte.
Die relativ kleine Ernte und die lebhaften Exporte dürften Frankreich am Ende der Saison mit Lagerbeständen von 2,2 Mio. Tonnen Weichweizen belassen, was „ein sehr niedriges Niveau“ wäre, sagte Agritel.
Für Mais sei die bevorstehende Ernte in Frankreich „katastrophal“ und mit prognostizierten 10,8 Mio. Tonnen die bisher kleinste Menge im 21. Jahrhundert .
Mais hat unter Hitzewellen und Frankreichs schlimmster Dürre seit Beginn der Aufzeichnungen gelitten.
Für die EU prognostizierte Agritel die Maisproduktion auf einem 15-Jahres-Tief von 53,8 Mio. Tonnen, was anderen Marktschätzungen entspricht.

Getreidemail

30.08.2022 07:13

Am CBoT stiegen die Weizenkurse gestern aufgrund von Short-Abdeckungen und technischen Käufen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA ihren Wochenreport mit dem Crop-Rating für Sommerweizen. Demnach waren 64% der Feldbestände in gutem bis excellentem Zustand. Die Ernte ist jetzt zu 52% abgeschlossen. Die Ukraine könnte ihre Weizen- und Maisexporte im Oktober auf 6 bis 6,5 Mio.to steigern, teilte das dortige Landwirtschaftsministerium mit. Das wäre doppelt soviel wie im Juli. Der russische Agrarberater SovEcon hob seine Prognose für Weizenexporte der Saison 2022/23 um 1 Mio.to auf 43,1 Mio.to an. Die CBoT-Nachtböse handelt den Weizen zur Stunde 1% schwächer.
Der Pariser Weizenfuture folgte den Vorgaben aus Chicago. Berichte über eine Gegenoffensive der Ukraine gegen die russischen Besetzer stützen die Kurse zusätzlich. Für den Getreidemarkt bedeutet das erneute Unsicherheiten oder gar die Unterbrechung der Getreidelieferungen beider Schwarzmeeranrainer. Der gesamte Getreidekomplex erfährt zudem Unterstützung durch eine von Dürre und Hitze betroffende US-Maisernte. Im- und Exportdaten der EU zeigen, dass Pakistan der viertgrößte Empfänger von EU-Weizen geworden ist, nachdem Lieferungen aus der Schwarzmeerraum begrenzt sind.

Fonds treiben Mais- und Weizenkurse in die Höhe

30.08.2022 06:48

CBoT-Mais: Verschnaufpause nach 2-Monats-Hoch

30.08.2022 06:45

Die Kurse der CBoT Mais-Futures gegen heute Morgen um mehr als 1 % ab. Die Anleger legen offensichtlich eine Verschnaufpause ein, nachdem die Preise in der vorangegangenen Sitzung aufgrund der sich verschlechternden Bedingungen der US-Ernte ein mehr als zweimonatiges Hoch erreicht hatten.
Der Weizenkurs sinkt ebenfalls, wird aber immer noch nahe an einem Sieben-Wochen-Hoch gehandelt, das in der vorherigen Sitzung markiert wurde, während die Sojabohnenkurse in einer zweiten Sitzung in Folge abrutschen.
„Der Markt absorbiert immer noch die wahrscheinlich niedrigere US-Maisernte, nachdem die Erntetour von Pro Farmer letzte Woche eine niedrige Ertragsschätzung ergeben hat“, sagte Tobin Gorey, Direktor für Agrarstrategie bei der Commonwealth Bank of Australia.
"Das USDA veröffentlichte seine wöchentliche Ernteerhebung gestern nach Handelsschluss. Die Umfrage zeigte einen weiteren Rückgang des Top-Ratings um einen Prozentpunkt auf 54 %. Der Rückgang ist zwar gering, setzt aber den Trend der schlechten Nachrichten und wahrscheinliche Unterstützungspreise fort."
Die Bewertungen für die Sojaernte blieben unverändert bei 57 % gut-ausgezeichnet, bei 56 % über den Erwartungen.
Der Beratungsdienst Pro Farmer schätzte am Freitag die US-Maisernte auf 13,759 Milliarden Scheffel, die kleinste seit 2019 und unter der USDA-Prognose von 14,359 Milliarden Scheffel. Cropfinder auf einer Pro Farmer-Tour überprüften letzte Woche die Ernte auf Hunderten von Feldern im Mittleren Westen.
Für Sojabohnen prognostizierte Pro Farmer eine Ernte von 4,535 Milliarden Scheffel, leicht über der USDA-Prognose von 4,531 Milliarden Scheffel.
Die Gewinne bei Mais-Futures spiegelten die Bemühungen des Marktes wider, Landwirte in Südamerika dazu zu bewegen, in einer Zeit der Versorgungsprobleme mehr Hektar Getreide anzubauen, sagten Analysten.
Die Agrarexporte der Ukraine könnten im Oktober auf 6 bis 6,5 Millionen Tonnen steigen, doppelt so viel wie im Juli, da die Seehäfen allmählich wieder geöffnet werden, sagte der Landwirtschaftsminister des Landes am Montag.
Das auf Russland fokussierte Beratungsunternehmen SovEcon sagte, es habe seine Prognose für Russlands Weizenexporte in der Marketingsaison 2022/23, die am 1. Juli begann, um 200.000 Tonnen auf 43,1 Millionen Tonnen angehoben.
Kanadische Landwirte werden mehr Weizen ernten als erwartet und die größte Rapsernte seit drei Jahren, wie ein Bericht mit den ersten offiziellen Ernteschätzungen der Regierung zeigte.
Statistics Canada schätzte die Weizenproduktion auf 34,6 Millionen Tonnen, 55 % mehr als im Vorjahr, und übertraf damit die durchschnittliche Schätzung der Branche von 34 Millionen.
Chinas Landwirtschaftsminister äußerte sich laut einer Erklärung des Ministeriums von gestern besorgt über die Getreideproduktion des Landes und sagte, hohe Temperaturen und Dürre hätten die Reisproduktion in den östlichen Provinzen Jiangsu und Anhui beeinträchtigt.


Russische Weizenpreise fallen mit steigendem Erntedruck

29.08.2022 18:02

Die russischen Exportpreise für Weizen fielen letzte Woche unter dem Druck der Ankunft der neuen Ernte, berichten Analysten heute Nachimittag und fügen hinzu, dass die Exporte schleppend blieben.

Die russischen Preise für Weizen mit 12,5 % Proteingehalt und für Lieferungen aus Schwarzmeerhäfen fielen Ende letzter Woche um 10 US-Dollar  auf 315 US-Dollar pro Tonne FOB, teilte das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR in einer Mitteilung mit.

Russland exportierte letzte Woche 660.000 Tonnen Getreide, verglichen mit 850.000 Tonnen in der Vorwoche, sagte das Beratungsunternehmen Sovecon unter Berufung auf Hafendaten. Es erwartet, dass sich die Lieferungen in den kommenden Wochen beschleunigen werden.

Sovecon sieht die Weizenpreise für die sofortige Lieferung bei 312-318 $ pro Tonne, verglichen mit 334-337 $ vor einer Woche.

Russland blieb letzte Woche größtenteils trocken und wird voraussichtlich diese Woche trocen und heißer als gewöhnlich sein, sagte Sovecon und fügte hinzu, dass die Landwirte bereits Wintergetreide für die Ernte 2023 auf einer Fläche von 928.000 Hektar ausgesät haben, verglichen mit 1,0 Millionen Hektar etwa zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2021.

US-Export-Inspections: Sojabohnen-Verladungen niedriger, als erwartet

29.08.2022 17:08

EU-Weizenexporte nahezu auf Niveau des Vorjahres

Technische Probleme könnten noch zu Korrektur führen

29.08.2022 16:32

Die Weichweizenexporte aus der Europäischen Union in der Saison 2022/23, die am 1. Juli begann, erreichten bis zum 28. August 4,86 Mio. Tonnen, wie von der Europäischen Kommission heute Nachmittag veröffentlichte vorläufige Daten zeigen. Im Vergleich zu 4,88 Mio. Tonnen in derselben Woche im Jahr 2021/22.
Die EU-Gerstenexporte beliefen sich 2022/23 bisher auf 1,52 Mio. Tonnen gegenüber 2,67 Mio. Tonnen vor einem Jahr, während die EU-Maisimporte bei 3,87 Mio. Tonnen gegenüber 2,60 Mio. Tonnen lagen.
Die Kommission, die in den vergangenen Wochen wiederholt technische Probleme gemeldet hatte, sagte, die Daten könnten erneut unvollständig sein.

Russland: SovEcon erhöht Weizenexport-Prognose

29.08.2022 16:28

Das auf Russland ausgerichtete Beratungsunternehmen Sovecon teilt mit, dass es seine Prognose für Russlands Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2022/23 (bis Juni 2023) um 200.000 Tonnen auf 43,1 Millionen Tonnen angehoben hat.

Der Anstieg ist bescheiden im Vergleich zu Sovecons jüngster Hochstufung der Weizenernteschätzung 2022/23 von 90,9 Millionen auf 94,7 Millionen Tonnen. Es hieß, das Tempo der Exporte aus Russland sei im Juli-August schleppend geblieben.

Kanadas Weizen-, Raps-, Hafer- und Gerstenproduktion steigt laut StatsCan

29.08.2022 14:45

Die Weizenproduktion in Kanada wuchs im Jahr 2022 um 55,1 % im Vergleich zu 2021, während die Rapsproduktion um 41,7 % gestiegen ist, so eine am Freitag veröffentlichte Statistik  von StatsCan, die teilweise auf Satelliten- und agroklimatischen Daten basiert.

Die Haferproduktion in Kanada wuchs im Jahr 2022 um 59,2 % im Vergleich zu 2021, und die Gerstenproduktion stieg um 34,3 %. Die Durum-Produktion, also Weizen, der zur Herstellung von Teigwaren verwendet wird, wurde auf 6,6 Millionen Tonnen festgesetzt.

Laut Statscan haben überdurchschnittlich hohe Niederschläge und gemäßigtere Temperaturen zu besseren Erntebedingungen in den Prärien als im Jahr 2021 geführt, obwohl trockene Bedingungen für einen Großteil von Saskatchewan weiterhin ein Problem darstellen. In weiten Teilen Südontarios herrschten überdurchschnittlich trockene Bedingungen, während in Ostontario und dem größten Teil von Quebec überdurchschnittlich viel Regen fiel.

Produktionsschätzungen für Quebec, Ontario, Manitoba, Saskatchewan und Alberta werden anhand von modellbasierten Erträgen berechnet. Die Schätzungen für Prince Edward Island, Nova Scotia, New Brunswick und British Columbia wurden alle von den Juli-Schätzungen der wichtigsten Feldfruchtproduktion übernommen.


 

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