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EU-Handelskomitee votiert für mehr Rindfleischimporte aus den USA

26.11.2019 11:51

Die Europäische Union will eine Importerlaubnis für Rindfleisch aus den USA erweitern, um damit eine Hauptforderung der USA in den fortlaufenden Handelsgesprächen zu erfüllen. Das könnte die Spannungen in den Transatlantik-Beziehungen abmildern.
Mitglieder des internationalen Handelskomitees des EU Parlaments votierten gestern mit 26 zu 7 Stimmen bei vier Enthaltungen für eine abgewandelte Form der Importerlaubnis von bis zu 45.000 Tonnen Rindfleisch. Am kommenden Donnerstag wird das EU-Parlament über den Vorschlag abstimmen. Die Abgeordneten folgen in der Regel den Vorschlägen des Komitees. Sollte die Zustimmung erfolgen, könnten ab Anfang 2020 die USA zusätzliche Fleischlieferungen in die EU bringen.
Die Botschaft der Vereinbarung ist eindeutig: Es geht um De-Eskalation mit den USA. Nun erwarten die EU-Parlamentarier das gleiche von der US-Regierung. Streitfälle gibt es genug, wie die Subventionen der Flugzeugbauer Airbus und Boing sowie US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU.
Im Jahr 1981 hatte die EU Importe von mit Wachstumshormonen belastetem US-Rindfleisch verboten. Im Jahr 2009 hatte die EU dann den USA eine Importquote für hormonfreies Rindfleisch von 45.000 Tonnen erteilt. Durch ein WTO-Gerichtsurteil musste die EU diese Quote auch für andere Ländern öffnen, weshalb inzwischen Australien, Uruguay und Argentinien den Löwenanteil von 70% der Quote erfüllen und die USA nur noch 30%.
Der jetzt verhandelte Deal mit den USA, dem die anderen Länder ebenfalls zustimmen mussten, sorgt dafür, dass die USA von derzeit 18.500 Tonnen in sieben Jahren auf 35.000 Tonnen kommen können.

US-Winterweizen: Unveränderte Ratings

26.11.2019 11:02

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten blieb in der Woche bis zum 24. November unverändert. Nach wie vor 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt 55% der Bestände das Top-Rating.

US-Maisernte weiter deutlich verzögert

26.11.2019 10:58

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 24. November auf 94% der Flächen abgeschlossen. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 94%. Der 5-Jahres-Durchschnitt bei 97%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt weiter deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 84% der Flächen sind geräumt. Vor einem Jahr waren es bereits 93% und im 5-Jahres-Durchschnitt 96%.

Getreidemail

26.11.2019 08:40

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und stiegen gestern auf ein 1-Monats-Hoch aufgrund des festen inländischen Kassamarktes, steigender russischer Weizen-Export-Preise sowie wetterbedingter Risiken in Russland und in Teilen Europas. Der Saatenzustandsbericht des USDA blieb zur Vorwoche unverändert. 52% der US-Winterweizenbestände erhielten die Bewertung "gut bis exzellent". Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 420.813 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, meldet der Marktanalyst MARS.
Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission.

CBoT Sojabohnenkurse handeln zur Stunde im positiven Bereich

26.11.2019 07:18

Nach vier aufeinander folgenden Handelstagen mit Kursverlusten bei den CBoT Sojabohnen keimt heute Morgen ein wenig Optimismus durch. Die Kurse notieren im positiven Bereich, weil es bei dem Handelsgesprächen zwischen Peking und Washington vorangeht.
Zwar gibt es neue Hoffnung an der Gesprächsfront, es ist aber schwer vorherzusagen, wohin das führt. Händler am Markt verlagern sich darauf abzuwarten. Chinesische Staatsmedien berichten, dass sich für die Phase 1 ein Ergebnis abzeichnet.
Ob und in welchem Maße die gegenseitigen Strafzölle zurückgeführt werden, darüber habe man aber noch keine Übereinstimmung.
Unterdessen haben Käufer in China letzte Woche mindestens 20 Schiffsladungen Sojabohnen in Brasilien gekauft.


Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Kontrakte CBoT Mais

26.11.2019 06:41

US-Export-Inspections: Sojabohnenverladungen höher, als erwartet

25.11.2019 17:02

HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

25.11.2019 16:49

Mit etwas Zeitverzögerung sind nun auch die Erzeugerpreise für Rapssaat gestiegen. In der letzten Woche stiegen die Preise am Kassamarkt noch einmal um 2 €/Tonne auf 375 €/Tonnen im Bundesdurchschnitt.
Eine steigende Nachfrage der Ölmühlen und die Aussicht auf nachlassende Rapsimporte aus der Ukraine sowie ausbleibende Importe aus Australien ließen die Preise steigen und förderten damit die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft. Das ist ein für diese Jahreszeit eher unübliches Verhalten der Landwirte. Sinkende Börsenkurse förderten aber das Angebot obwohl bereits 2/3 der Ernte bereits verkauft worden sein sollen. Während einige Landwirte bereit sind, noch mehr zu verkaufen, halten andere aber an ihren Vorräten fest und spekulieren auf weitere Preissteigerungen im kommenden Jahr.
Am Markt für Rapsschrot war die Nachfrage in der letzten Woche erneut lebhaft. Ausschlaggebend dafür waren Meldungen über Anbauflächenentwicklungen der Sojabohnen in Südamerika und der Vegetationsverlauf dort. Die Rapsschrotnotierungen stiegen, weil die Verkäufer nur noch verhalten anbieten. Bei schwacher Nachfrage der Mischfutterbetriebe bleibt der Markt aktuell aber ausgeglichen. Weitere Preisimpulse kommen wohl von den Sojaschrotkursen am CBoT.
Die Preise von Rapsöl gaben in der letzten Woche nach. Der Preisanstieg in der Woche davor kam von festeren Palmölkursen, schwächere Sojaölkurse belasteten die Preise aber wieder. Das Hin- und Her bei den Verhandlungen im US-chinesischen Handelsstreit verschlechterte die Stimmung.


EU-Weichweizenexporte 59% über Vorjahr

25.11.2019 16:36

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,1 Mio. Tonnen 41% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,1 Mio. Tonnen.

Wintergetreideanbau wird in Teilen Europas durch Regen eingeschränkt

25.11.2019 16:25

Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Das meldet heute der Marktanalyst der Europäischen Union MARS.
Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, wird im Monatsbericht festgestellt.
Der Süden Frankreichs und Norditalien waren in der Zeit vom 1. Oktober bis 20. November am stärksten von den heftigen Niederschlägen betroffen und verschlechtert damit auch die schwierigen Saat- und Erntebedingungen.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, wird deshalb eine kleinere Anbaufläche ausweisen, auch wenn die meisten Wintergetreideflächen bereits bestellt waren. Die Startbedingungen vieler neuen Saaten sind schwierig. Lediglich die früh gesäten Bestände entwickeln sich gut. Auf später angesäten Flächen verzögert sich das Wachstum.
Im August und September klagten die Bauern noch über zu trockene Bedingungen. Die Aussaat von Winterraps wurde in Frankreich, Ungarn und Teilen Deutschlands sogar durch Trockenheit verhindert. Der Oktoberregen hat danach aber die Startbedingungen beim Raps verbessert.
Die häufigen Niederschläge hat auch die Maisernte in Deutschland und in Frankreich verzögert. Außerdem die Kartoffel- und Zuckerrübenernte in Großbritannien, was zu Folge hat, dass einige Kartoffeläcker dort erst im kommenden Frühjahr geerntet werden können.

COT-Bericht (Commitments of Traders)

25.11.2019 11:50

Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 19.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (391 Kontrakte) auf 2.049 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 12.609 Kontrakte auf 123.530 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 12.598 Kontrakte auf 18.452 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!


Russland: Steigende Weizenpreise aufgrund großer Nachfrage und Wetterrisiken

25.11.2019 11:30

Russlands Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund der gestiegenen Exportnachfrage und der Bedenken über die Ernte 2020 in Russland und der Ukraine.
Die Aussaat von Wintergetreide ist mit 104% der ursprünglich geplanten Flächen bereits höher, als ursprünglich geplant.
Schwarzmeer-Export-Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Dezember stieg Ende vergangener Woche um $1 auf $208/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet ebenfalls einen Preisanstieg um $1 auf $209,50/Tonne FOB. Der Gersten-Preis stieg um $1 auf $188/Tonne.
Sowohl in Russland als auch in der Ukraine herrscht ein großer Feuchtigkeitsmangel. Die meisten Regionen werden jedoch mit ausreichend Niederschlag versorgt, so SovEcon.
Im Allgemeinen war der Zustand der Wintergetreidebestände in Russland nahezu durchschnittlich, in einigen Fällen jedoch etwas schlechter als vor einem Jahr.
Regen und Schnee dürften in dieser Woche in Russland und der Ukraine eintreffen. Die Temperaturen im europäischen Teil Russlands sind für diese Jahreszeit niedriger als gewöhnlich, liegen jedoch über dem Niveau, das die Aussaat bedrohen würde.
Russlands Landwirte sind derzeit eher nicht gewillt, zu aktuellen Preisen zu verkaufen und ziehen es vor, den Weizen einzulagern, während einige Exporteure nicht mehr genügend Zeit haben, um Weizen für zuvor unterzeichnete Verträge zu beschaffen, so SovEcon.
Russland exportierte seit dem Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli bis zum 21. November 19,4 Mio. Tonnen Getreide, davon 17,0 Mio. Tonnen Weizen, so SovEcon. Die gesamten Getreideexporte gingen gegenüber dem Vorjahr um 16% zurück.
Angesichts der steigenden Nachfrage von Verarbeitern stiegen die Inlandspreise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands bis Ende letzter Woche um 125 Rubel auf 11.350 Rubel (177,8 USD) pro Tonne auf Basis ex Works.

In den Regionen Süd- und Wolga verzeichneten die aserbaidschanischen Käufer eine steigende Nachfrage, während in Sibirien der Weizen der dritten Klasse aufgrund der starken Nachfrage aus Kasachstan um 300 Rubel auf 11.000 Rubel pro Tonne stieg, so SovEcon.

Getreide-OPEC soll auf Grüner Woche auf die Agenda

25.11.2019 10:50

Der russische Landwirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Alexei Gordeyev wiederholt seine Idee, die Getreide exportierenden Staaten der Welt in einer Art Grain-OPEC zusammen zu schließen.
Das sollte auf der Agrarministerkonferenz am Rande der „Grünen Woche“ im Januar 2020 auf die Agenda, so Gordeyev gegenüber Journalisten auf dem 19. Kongress der vereinigten Partei Russlands.
Der russische Minister hatte der deutschen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sein Anliegen bereits im Oktober in Köln vorgetragen.
Der „Getreide-OPEC“ sollten neben Russland, die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Argentinien und andere Länder angehören.

Getreidemail

25.11.2019 08:09

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Befürchtungen über eine reduzierte US-Weizenanbaufläche 2020 aufgrund der stockenden US-Mais- und Sojabohnenernte ließen die Weizennfutures am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Gewinnen. Zudem stützte der gesunkene Wechselkurs des Euro den Markt. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen von FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt. Die Winterweizenaussaat liegt per 18. November mit einem Fortschritt von 74% 5 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Händler glauben, dass der Löwenanteil der von Algerien gekauften 500.000 Tonnen Weizen aus Frankreich stammt. Dort gingen die Prämien am Kassamarkt wieder zurück, nachdem sie aufgrund der Ausschreibung Algeriens kräftig zulegten.

CBoT-Weizenkurse heute Morgen erneut fester

25.11.2019 07:43

Die Chicago-Weizenfutures steigen heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge nachdem bekannt wurde, dass die Weizenanbaufläche in den USA kleiner ausfällt als bisher erwartet und weil die Schätzung der Produktion in Australien weiter sinkt.
Die Weizenkurse an der CBoT werden gestützt durch Glattstellungen von Verkaufskontrakten durch institutionelle Anleger sowie den non-commercial traders. Das ist das so genannte short-covering.
In den USA wurden für die Ernte 2020 45,2 Mio. acres angebaut; das ist die kleinste Anbaufläche seit dem Jahr 1919.


Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Kontrakte Sojabohnen

25.11.2019 06:41

„Eiweißlücke“ in der EU: Importe sind rentabler

22.11.2019 13:49

Für den heimischen Agrarsektor ist es rentabler, kostengünstige Proteinträger wie Soja zu importieren und auf den eigenen Flächen profitablere Feldfrüchte wie Weizen, Mais oder Kartoffeln anzubauen. Der niedrige Selbstversorgungsgrad an Eiweißfuttermitteln in Deutschland ergebe sich aus den am Markt bestehenden Preis- und Kostenrelationen von heimischen und importierten Proteinträgern, stellt die Bundesregierung in einer Antwort (19/14521) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13835) zum Import und heimischer Anbau von Eiweißpflanzen fest.
Aus Sicht der Bundesregierung deute ein niedriger Selbstversorgungsgrad nicht pauschal auf ein Risiko hin. Weiter heißt es, dass es zusätzlich mindestens 1,8 Mio. ha Ackerfläche für den Anbau mit Eiweißpflanzen bedürfe, um die derzeitigen Importe von rund 2,33 Mio. t Eiweiß für Futterzwecke zu ersetzen. Der Anbau müsste außerdem auf vorhandenem Ackerland erfolgen und würde andere Kulturen verdrängen.

Frankreich: Weizenratings stark rückläufig

22.11.2019 10:49

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt.
78% der Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, das ist ein Rückgang zur Vorwoche (84%) um 6%. Zudem liegt der Wert unter dem des vergangenen Jahres (82%) zum selben Zeitpunkt.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich auf 74% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 71%, vor einem Jahr waren es bereits 97%.
Weiterhin stark verzögert ist auch die Maisernte in Frankreich. 88% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 84%.

Argentiniens Farmer säen in letzter Minute mehr Sojabohnen

22.11.2019 09:54

Agrarexperten der argentinischen Regierung und die größte Getreidebörse des Südamerikanischen Landes hoben gestern ihre Schätzungen zur Sojabohnenanbaufläche an, da Farmer sich, wegen politischen Unsicherheit, durch die Ölsaat, die weniger Einsatz von Betriebsmitteln verlangt, gegen den teureren Maisanbau entscheiden.
Am 10. Dezember beginnt die Amtszeit des neuen Präsidenten Alberto Fernandez, der bisher wenig über seine Agrarpolitik durchblicken ließ. Farmer und Exporteure erwarten aber, dass der Mitte-links Politiker die Exportzölle für Sojabohnen und Mais anheben wird.
Die Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft Cristina Fernandez war während ihrer Amtszeit als Präsidentin in den Jahren 2007-2015 mit der Agrarbranche ständig im Streit. Sie erließ strenge Exportrestriktionen für Weizen, Mais und Sojabohnen mit Exportzöllen von bis zu 35%.
Um das Risiko zukünftiger Exportkontrollen zu begrenzen, entscheiden sich viele Farmer in letzter Minute für den Anbau von Sojabohnen und damit gegen den teureren Maisanbau. Bisher wurden in Argentinien für die nächste Ernte 31,3% der geplanten Sojabohnenflächen bestellt. Die Getreidebörse schätzt die Sojabohnenfläche jetzt auf 17,7 Mio. Hektar und damit 100.000 Hektar mehr als zuletzt erwartet. Die Maisanbaufläche wird aber auch wegen widrigen Wetterbedingungen eingeschränkt. Die Wasserreserven in den Provinzen Cordoba und Buenos Aires sind nur mittelmäßig. Die Maisanbaufläche wird um 100.000 Hektar kleiner ausfallen als im Oktober erwartet. Bis gestern waren 45,7% der geplanten Flächen mit Mais bestellt.
Der Landwirtschaftsminister gab in seinem jüngsten Monatsbericht bekannt, dass die Sojabohnenanbaufläche auf 17,2 Mio. Hektar kommt (Vormonat: 17,1).
Die Weizenernte 2019/20 schätzt er auf 19 Mio. Tonnen. Die Ernte dazu ist bereits in Gang und wird noch bis Ende Januar anhalten.

Getreidemail

22.11.2019 07:51

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die US-Export-Sales lagen mit 437.700 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den gestrigen Tag mit Verlusten. Algerien kaufte 500.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Mit gewisser Sorge wurde die Nachricht Algeriens aufgenommen, die Weizenimporte von jährlich 6 Mio. Tonnen auf 4 Mio. Tonnen reduzieren zu wollen um die Kosten für Fremdwährungen zu sparen und Korruption einzudämmen. Händler sind jedoch skeptisch, ob sich die Weizenimporte angesichts des großen Bedarfs erheblich reduzieren lassen. Algerien kauft traditionell große Mengen seines Weizens in Frankreich. Das IGC erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar. Institutionelle Anleger sind beim Matif Weizen weiter Netto-Short. Der Bestand von 2.748 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 15. November auf 10.619 Kontrakte erhöht.

Im Handelsstreit kein Ende in Sicht – Sojabohnenkurse sinken seit drei Wochen

22.11.2019 06:55

Heute werden die Kurse der Sojabohnenfutures wohl ihren dritten Wochenverlust in Folge verbuchen. Der US-chinesische Handelsstreit wird sich wohl noch bis ins nächste Jahr ziehen und belastet insbesondere die Preise für US-Sojabohnen.
Mit einem baldigen Abschluss dieses leidigen Kapitels rechnen auch die Händler in Fernostasien nicht. Auch die erste Phase in der die Rücknahme chinesischer Strafzölle auf US-Agrarrohstoffe erfolgen soll, wird wohl erst im kommenden Jahr weiter verhandelt.
Zwar wollen beide Seiten ihre Kommunikation aufrechterhalten, aus Kreisen der beteiligten Personen heißt es aber, dass die Gespräche an einem Punkt sind, wo es nicht weiter geht. Die Probleme scheinen unlösbar.
China bezieht aber auch mit den hohen Strafzöllen Sojabohnen, Schweinefleisch und Rindfleisch aus den USA.


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