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Getreidemail

12.05.2020 07:49

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Technische Verkäufe, Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report sowie schwache Exporte belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit nur 340.310 Tonnen Weizen hinter den Markterwartungen von 400.000 - 650.000 Tonnen. Das USDA senkte gestern die Crop-Ratings für Weizen auf 53% good-to-exzellent (Vorwoche 55%). Heute Abend um 18 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das USDA seinen Mai-WASDE-Bericht. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. Schwache Vorgaben aus Übersee und verbesserte Ernteaussichten in weiten Teilen Europas in Folge der jüngsten Niederschläge ließen die Weizennotierungen gestern an der Euronext in Paris mit leichten Abschlägen schließen. Die EU-Weichweizenexporte 2019/20 erreichten per 10. Mai ein Volumen von 29,15 Mio. Tonnen. Der Wert liegt damit 61% über dem Vorjahreswert. Für die kommenden zwei Wochen erwarten russische Wetterdienste etwas trockeneres Wetter als normal in den Regionen Krasnodar, Stavropol und Rostov. Algerien hat eine Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft aufgelegt.

Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT Sojabohnen

12.05.2020 07:23

Weizenangebot bleibt wohl üppig

12.05.2020 06:48

Am CBoT sind die Kurse des Weizenfutures heute Morgen auf ihr Wochen-Tief gesunken, da in den Weizenanbauregionen auf der Nordhalbkugel gute Vegetationsbedingungen herrschen und erwarten lassen, dass das Angebot üppig bleibt.
Seit einigen Tagen schwindet die Furcht vor einem zu trockenen Frühjahr, was nicht bedeutet, dass das Thema Trockenheit bereits vom Tisch wäre. Das USDA hatte gestern die Crop-Ratings für Weizen nun auf 53% good-to-exzellent gesenkt (von 55%). In der Schwarzmeerregion und in Europa haben sich die Wetterbedingungen aber verbessert.
Heute Abend um 18 Uhr deutscher Zeit wird das USDA seinen Mai-WASDE-Bericht veröffentlichen. Rohstofffonds waren gestern netto-Verkäufer von Weizenfutures.


EU-Weizenexporte 61% über Vorjahr

11.05.2020 18:30

Die EU-Weichweizenexporte 2019/20 erreichten per 10. Mai ein Volumen von 29,15 Mio. Tonnen. Der Wert liegt damit 61% über dem Wert, der im vergangenen Jahr am 5. Mai erreicht wurde.  

Die Gerstenexporte erreichten ein Volumen von 6,37 Mio. Tonnen (+61% zum Vorjahr) und die Maisimporte 17,73 Mio. Tonnen (-15%). Die Werte beinhalten bis auf Weiteres die Exporte und die Importe Großbritanniens.

US-Export-Inspections: Weizenverladungen geringer, als erwartet

11.05.2020 18:22

Russland: Niederschläge kommen in einigen Regionen zu spät

11.05.2020 13:50

Die Weizenexportpreise der alten Ernte in Russland blieben in der abgelaufenen Woche stabil und das Handelsvolumen war aufgrund der Maifeiertage begrenzt. Begrenzt war auch die Exportnachfrage. Niederschläge erreichten zudem den Süden Russlands.
Russland erlebte einen zu trockenen April und wartet sehnlichst auf weitere Niederschläge. Der Analyst SovEcon glaubt, dass die Niederschläge für einige Bestände zu spät kommen und erwartet Ertragseinbußen. In der Region Stavropol und in Teilen der Region Krasnodar können die Niederschläge demnach nicht mehr verhindern, dass die Erträge in diesem Sommer geringer ausfallen.
SovEcon teilte mit, dass die Prognose für Russlands Getreideernte 2020 reduziert wurde, eine neue Schätzung wurde jedoch noch nicht veröffentlicht.
Für die kommenden zwei Wochen erwarten Wetterdienste etwas trockeneres Wetter als normal in den Regionen Krasnodar, Stavropol und Rostov (im Süden), die Hauptanbauregionen für die Weizenproduktion und den Export. Die Bedingungen in den Anbauregionen Central Black Earth und der Wolga-Region werden für die kommenden zwei Wochen als durchschnittlich oder besser erwartet.
Russlands Export-Preise für Weizen mit 12,5% Protein zur sofortigen Lieferung blieben per Ende letzter Woche stabil bei $228/Tonne FOB. Für die neue Ernte werden Weizenpreise in einer Spanne von $198 -$200 pro Tonne und Gerstenpreise in einer Spanne von $160 – 162 pro Tonne genannt. Aufgrund des Mangels an Offerten werden die Preise der alten Ernte ab sofort nicht mehr gemeldet.
Die Inlandspreise fielen aufgrund der sinkenden Exportnachfrage in Folge des von der Regierung beschlossenen Exportstopps aufgrund der Coronavirus-Krise um 125 Rubel auf 14.125 Rubel ($192,15).

In Russland waren/sind vom 1. - 5. Mai und vom 9. - 11. Mai Ferien.

Erhebt China 30% Strafzoll für Gerste aus Australien?

11.05.2020 13:14

Der australische Premierminister Scott Morrison sagte heute, dass er erwartet, dass China seine Entscheidung über Gerstenkäufe nicht von der politischen Großwetterlage abhängig macht. Australien fordert eine Untersuchung zur Herkunft des neuen Coronavirus.
Aus verschiedenen Quellen des australischen Getreidehandels war gestern zu hören, dass China überlegt, für Gerste aus Australien Strafzölle zu erheben. Offiziell wird das mit einer 18-Monate andauernden Untersuchung, ob Australische Gerste zu unfairen Konditionen angeboten wurde.
Angeblich will das Wirtschaftsministerium in Peking einen Strafzoll von 73,6% einfordern.
Diese Androhung kommt zwei Wochen nachdem Chinas Botschafter in Australien wirtschaftliche Konsequenzen angedroht hat, weil Australien die Herkunft des Coronavirus aus chinesischen Laboren vermutet. Morrison sieht da einen Zusammenhang zu den Strafzöllen auf Gerste.
Eine Zollbelastung von 80% würde den Gerstenhandel mit China zu Stillstand bringen. Australien müsste sich dann nach alternativen Absatzmärkten umsehen. Bisher war China der größte Abnehmer von Gerste aus Australien. Rund die Hälfte der gesamten Gerstenexporte kaufte China.
Nun hoffen US-Exporteure, in die Lücke vorstoßen zu können. Das Phase-1-Abkommen mit China sieht vor, große Mengen Agrargüter aus den USA zu liefern. Australien hatte sich allerdings lediglich der Forderung der USA angeschlossen, zu der Herkunft des Coronavirus eine Untersuchung einzuleiten.
China sieht die Vorwürfe als unbegründet an und sei für eine transparente Aufklärung in der Sache.

EU-Ölsaaten – 10% weniger Raps als im 5-Jahres-Mittel

11.05.2020 12:33

Fläche nimmt leicht zu Die Ölsaatenfläche der EU-27 zur Ernte 2020 wird von der EU-Kommission auf 10,6 Mio. ha geschätzt. Das wäre ein Zuwachs von 1,4 % gegenüber dem Vorjahr, aber rund 4,3 % weniger als im fünfjährigen Durchschnitt.
Das Flächenplus geht auf eine Steigerung der Soja- und Rapsfläche zurück. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) berichtet weiterhin: Raps hat nach Angaben der EU-Kommission wie in den Vorjahren den größten Anteil an der Ölsaatenfläche. Auf ihn sollen 5,3 Mio. ha entfallen und damit etwa 2,7 % mehr als im Vorjahr. Der fünfjährige Durchschnitt wird dennoch um rund 10 % verfehlt.
Ungünstige Witterungsbedingungen hatten die Aussaat von Raps im Herbst 2019 besonders in Frankreich erschwert, wo einige Flächen umgebrochen werden mussten.
Der Sojaanbau in der EU-27 soll um rund 0,1 auf 1 Mio. ha steigen, während die Sonnenblumenfläche um 0,1 auf 4,2 Mio. ha schrumpfen dürfte. Die EU-Kommission veranschlagt steigende Erträgen in der EU-27. Diese könnten in Verbindung mit dem erwarteten Flächenzuwachs im Ergebnis zu einer Ölsaatenernte von 29,5 Mio. t führen. Im Vorjahr waren es 1,5 Mio. t weniger. Mit 2,95 Mio. t dürften rund 11 % mehr Sojabohnen gedroschen werden und mit 16,5 Mio. t etwa 8 % mehr Raps. Die Sonnenblumenernte könnte mit 10 Mio. t so groß ausfallen wie im Vorjahr.


COT-Bericht (Commitments of Traders)

11.05.2020 11:53

Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 05.05.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (15.975 Kontrakte) auf 3.840 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber immer noch überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 29.177 Kontrakte auf 190.152 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 4.392 Kontrakten auf 8.908 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 5. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!


Algerien sucht wieder Weizen

11.05.2020 11:51

Gestern hat das algerische staatliche Getreideunternehmen OAIC eine Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen vom Weltmarkt aufgelegt.
In der Regel kauft die OAIC dann deutlich mehr als die angegebene Menge.
Die Offerten dafür müssen bis Morgen vorliegen und sollen eine Gültigkeit bis zum 13. Mai haben. Das Getreide aus beliebigen Überschussregionen soll in der Zeit vom 16.-31. Juli und vom 1.-15. August verladen werden. Sollten Lieferungen aus Südamerika zum Zuge kommen, wäre die Verladezeit der 16.-30. Juli und 1.-15. Juli.
Algerien ist ein Großkunde für Weizen aus Frankreich.

Marktkommentar Kartoffeln

Dunkle Schatten über Saison 2020/21

11.05.2020 10:55

Die aktuelle Misere am Markt für Frittenrohstoff, ausgelöst von der Coronakrise, wirft bereits dunkle Schatten auf die nächste Saison. Die Verarbeitung von Kartoffeln der alten Ernte wird einen, vielleicht sogar zwei Monate länger in Anspruch nehmen als üblich. Das hängt von der Qualität der Lagerkartoffeln ab. Außerdem wurden viel größere Mengen von Kartoffelprodukten in Tiefkühllägern eingelagert, die auch erst ...


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Donald Trump aktiviert "Defense Production Act" und wird dafür massiv kritisiert

11.05.2020 10:24

Donald Trump hat letzte Woche angeordnet, dass Schlachthöfe in den USA geöffnet bleiben müssen, um die nationale Lebensmittelversorgung aufrecht zu erhaltet, auch wenn Arbeiter krank sind und an den Folgen des Coronavirus sterben.
Dabei beruft sich der Präsident auf das „Defense Production Act“ aus dem Jahr 1950. Juristen und Abgeordnete, Konsumenten und Schlachthofmitarbeiter kritisieren die Maßnahme, da mit der Anordnung Menschleben gefährdet werden und die Produkte aus die Exporte nach China sicherstellen.
In den USA hatten die großen Schlachtunternehmen wie Smithfield, JBS und Tyson Foods vorübergehend rund 20 Schlachthöfe geschlossen, da tausende Arbeiter und Angestellte am Virus erkrankt sind. Das hat zur Folge, dass Ende Mai 30% weniger Fleisch in den US-Supermärkten angeboten wird und die Preise für den Verbraucher um 20% steigen. Mitte März wurden 40% weniger Schweine geschlachtet, gleichzeitig lieferten die USA im Jahresvergleich viermal so viel Schweinefleisch nach China.
Smithfield, der größte Schweineschlachter der USA ist in Besitz der chinesischen WH-Gruppe, war in den Monaten Januar bis März der größte Exporteur. Allein im März verlud man 13.680 Tonnen nach China. Die Logistik wurde bis zum Anschlag ausgelastet.
Als im Januar der erste Teil eines Handelsabkommens mit China unterzeichnet wurde, war noch nicht abzusehen, dass es in den USA evtl. zu einem Engpass mit der Lebensmittelversorgung kommen könnte. In dem Abkommen verpflichtete China sich im Jahr 2020 Agrargüter aus den USA im Wert von 12,5 Mrd. USD und 2021 im Wert von 19,5 Mrd. USD über den Importen des Jahres 2017 abzunehmen. Damals wurden für 24 Mrd. US-Agrargüter von China gekauft.
China muss seinen erhöhten Bedarf an Proteinhaltigen Lebensmitteln in den kommenden zwei Jahren wieder auffüllen, das mehr als die Hälfte der nationalen Schweinherde am Afrikanischen Schweinefieber (ASF) verendet oder mussten gekeult werden.

3 Mrd. USD für Notversorgung der US-Bevölkerung

11.05.2020 09:39

Der US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass ab nächster Woche Milchprodukte, Fleisch und andere Agrarrohstoffe im Wert von 3 Mrd. USD für die Notversorgung seiner Landsleute bereitgestellt werden.
Im April verloren 20,5 Mio. Arbeiter in den USA ihre Jobs und die Arbeitslosenzahl stieg auf 14,7%. Lebensmittelvorräte für Bedürftige sind leer und der Hunger in der Bevölkerung wächst. Die Corona Pandemie hat Lieferketten zerstört und Farmer mussten ihre Erzeugnisse vernichten, weil die Lebensmittelverarbeiter ihre Werke schließen, da die Arbeiter am Virus erkrankt oder sich vor einer Ansteckung fürchten und deshalb nicht zur Arbeit erscheinen.

Getreidemail

11.05.2020 08:03

Auf nahezu unverändertem Niveau beendeten die Weizenfutures in Chicago den Handel am vergangenen Freitag. Befürchtungen eines Einbruchs der weltweiten Nachfrage auf der einen Seite und die Sorge vor Frost im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten auf der anderen Seite neutralisierten sich letztendlich nahezu. Im Wochenvergleich stieg der liquideste Kontrakt Juli 2020 um 1,1%. Es war der erste Wochengewinn seit dem 10. April. Institutionelle Anleger verkauften 1.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse fester.
Bei vergleichsweise sehr schwachen Umsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris unverändert bis etwas schwächer. Der auslaufende Maitermin 2020 gab hingegen kräftig nach. Ukraines Landwirte haben bisher 13,3 Mio. Hektar mit Sommergetreide bzw. 86% der geplanten Flächen von 15,5 Mio. Hektar bestellt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Für Frankreich stuft FranceAgriMer nur 57% der Weizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-exzellent“ ein. Das ist der niedrigste Wert seit vier Jahren. Die Weichweizenfläche in Frankreich sank auf den niedrigsten Wert seit 17 Jahren.

Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.500 Kontrakte Sojabohnen

11.05.2020 07:24

CBoT-Sojabohnenkurse steigen seit drei Handelstagen

11.05.2020 07:02

Seit drei Handelstagen steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures und erreichen nun ihr Monats-Hoch.
Die Preise für US-Sojabohnen und Mais werden durch die erwarteten Käufe der Chinesen gestützt. Morgen wird das USDA seine erste Prognose für Angebot- und Nachfrage des Wirtschaftsjahres 2020/21 abgeben. Experten erwarten, dass dann die bullische Stimmung kippt, weil die Nachfrage weltweit zurückgeht. Als Folge dürften die Schätzungen der US- und weltweiten Vorräte von Weizen, Mais und Sojabohnen hoch bleiben.
China hat damit begonnen, seine Abnahmeverpflichtungen aus dem Phase-1-Deal zum US-Chino Handelsabkommen, zu erfüllen. China steht weiter zu seinen Verpflichtungen; das bestätigten Abgeordnete aus Peking am vergangenen Donnerstag.
Das USDA meldete am Freitag den Verkauf von 120.000 Tonnen Sojabohnen an „unbekannte“ Käufer für das Wirtschaftsjahr 2019/20. Außerdem will die US-Regierung nächste Woche mit einem Aufkaufprogramm Milchprodukte, Fleisch und andere Agrarprodukte im Wert von 3 Mrd. USD erwerben, um damit die Nahrungssicherheit für Bedürftige und Arbeitslose zu gewährleisten.


WASDE-Report: Analystenschätzungen

08.05.2020 17:07

Ukraine: Sommergetreide ist auf 86% der Flächen ausgesät

08.05.2020 16:54

Die ukrainischen Landwirte haben bisher 13,3 Mio. Hektar mit Sommergetreide bzw. 86% der geplanten Flächen von 15,5 Mio. Hektar bestellt, teilte das Wirtschaftsministerium heute mit.
Die Aussaatfläche umfasst 1,5 Mio. Hektar Gerste, 184.300 Hektar Sommerweizen und 4,6 Mio. Hektar Mais, heißt es in der Erklärung des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft.
Außerdem wurden 206.600 Hektar Zuckerrüben, 5,3 Millionen Hektar Sonnenblumen und 942.600 Hektar Sojabohnen ausgesät.
2019 wurde die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In diesem Jahr kündigte das Ministerium an, dass die Ernte auf rund 60 Mio. Tonnen sinken könnte.

US-Export-Meldung

08.05.2020 15:09

US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 an eine unbekannte Destination.

Analyst warnt vor großem Weizenüberschuss in 2020

08.05.2020 11:14

Das USDA hatte in seinem April-Report bereits die Prognose für den Konsum von Weizen im Jahr 2020 gesenkt. Allerdings geht man aktuell davon aus, dass durch den Zusammenbruch des Tourismus der Weizenkonsum um 10 bis 12 Mio. Tonnen zurückgehen wird. Die Ernteprognose ist aber weiterhin gut.
Das könnte sich bereits in den Mai-Bericht der US-Behörde widerspiegeln. Getreidemarktanalysten befürchten nun, dass man wegen den Folgen der Coronakrise in Getreidemengen ertrinken wird.
Die Einschätzung von 10 Mio. Tonnen geringerem Konsum sei eine viel zu konservative Zahl, es könnten auch 30-40 Mio. Tonnen weniger Weizen verbraucht werden. Das entspräche 5% weniger als im letzten Jahr auf der Welt verbraucht worden sind. So ein Bericht von Ole Houe, der Direktor von IKON Commodities von heute.
Asien konsumiert 40% der Weltweizenernte und dort erwartet man von April bis Juni einen 15-20%tigen Nachfrageeinbruch. Das war zuletzt der am schnellsten wachsende Weizenmarkt der Welt. Die Müller dort halten sich bereits mit Käufen für die Sommermonate zurück.


EU Weizenernte noch immer von Trockenheit bedroht

08.05.2020 10:41

Die Regenfälle der letzten Tage in weiten Teilen Europas verhinderten einen deutlichen Ertragsausfall beim Weizen, aber mehr Regen ist nötig, wenn die Feldbestände ihre nächste Wachstumsphase meistern müssen.
Der sehr trockene Start in diesem Frühjahr stresste die Weizenbestände hierzulande und ließ bereits befürchten, dass in der EU in diesem Jahr eine kleinere Ernte zusammenkommt. Bereits die Aussaat im letzten Herbst war wegen Starkregenfällen problematisch.
Regen in den letzten Tagen drückte die Kurse der Matif-Weizenkurse auf ein Sechs-Wochen-Tief, da sich die Furcht vor Trockenschäden in Frankreich und Deutschland als unbegründet erwies. Jetzt muss aber mehr Regen fallen, insbesondere in Norddeutschland, Zentraleuropa und auf dem Balkan, sonst gibt es dort nur kleine Weizenerträge. Deshalb stiegen die Kurse am Pariser Matif wieder.
Für Frankreich stuft FranceAgriMer nur 57% der Weizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-exzellent“ ein. Da ist der niedrigste Wert seit vier Jahren. Dort wurde die Anbaufläche eingeschränkt. Es ist die kleinste Weichweizenfläche seit 17 Jahren für Frankreich. Dort spricht man kaum über Trockenheit, sondern mehr über die schwierigen Startbedingungen im letzten Herbst.
In weiten Teilen Deutschlands verhinderte der Regen der letzten Tage ein drittes Trockenjahr in Folge. Jetzt geht man hierzulande von einer durchschnittlichen Weizenernte ohne Spitzenerträge aus. Die Ernteschätzungen werden aktuell leicht reduziert und man erwartet noch 22,3 Mio. Tonnen Weizen.
Auch in Polen war es im April bis Anfang Mai außergewöhnlich trocken. Deshalb erwartet man dort eine Erntemenge von gut 11 Mio. Tonnen Weizen. Ähnlich wie im trockenen Vorjahr. Das hängt aber von der weiteren Wetterentwicklung im Mai ab.


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