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US-Export-Meldung

06.03.2020 15:57

US-Exporteure melden den Verkauf von 234.688 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Japan sowie 211.336 Tonnnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an eine unbekannte Destination.

China gewährt Importzoll-Ausnahmen für Sojabohnenimporte

06.03.2020 15:08

Das wurde bereits Anfang Februar so angekündigt. Die Maßnahmen steht im Zusammenhang mit dem „Phase-1“-Deal von Mitte Januar, in dem China den USA versprach, deutlich mehr Agrarrohstoffe aus den Staaten zu importieren.
Die Ausnahmegenehmigung tritt mit der Veröffentlichung auf der Internetseite des chinesischen Wirtschaftsministeriums in Kraft. Marktteilnehmer in China bestätigen, dass die Antragsstellung unkompliziert sei.
Bereits Ende Februar hatte China Importzoll-Ausnahmen für 696 US-Güter genehmigt, darunter auch US-Sojabohnen und US-Getreide. Aktuell ist der Importzoll für US-Sojabohnen bei 27,5%, nachdem es am 14. Februar eine kleine Zollsatz-Absenkung gab. Derzeit kauft China aber mehr Sojabohnen aus der aktuellen Ernte in Brasilien zu Preisen von 382 USD/to c&f. Im Vergleich dazu kosten US-Sojabohnen 395 USD/to c&f.
In dieser Woche hatten Futtermittelhersteller in China eine größere Menge Sorghum (Hirse) aus den USA gekauft. Sojabohnen aus den USA sind derzeit zu teuer. Das könnte sich ab Juni ändern, wenn der Großteil der brasilianischen Sojabohnen verschifft ist.

Ukraine exportiert 24% mehr Getreide

06.03.2020 14:51

Die Getreideexporte aus der Ukraine werden in diesem Wirtschaftsjahr seit dem 1. Juli 2019 bis heute mit 41,7 Mio. Tonnen angegeben. Das sind 24% mehr als in der Saison zuvor.
Die Weizenausfuhren kommen nach Aussagen des Wirtschaftsministeriums in Kiew auf 16,7 Mio. Tonnen, die Maisausfuhren auf 20,4 Mio. Tonnen und die Gerste-Exporte auf vier Mio. Tonnen.
In 2019 wurden in der Ukraine 75,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet, in 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.
Der Schwarzmeeranrainer könnte im gesamten Wirtschaftsjahr 52-55 Mio. Tonnen Getreide exportieren, davon 19-20 Mio. Tonnen Weizen. In 2020 wird eine Ernte von 65-70 Mio. Tonnen erwartet, davon würden dann 40 Mio. Tonnen ausgeführt, so die Einschätzung der Regierung.

Tönnies profitiert von der asiatischen Nachfrage nach Schweinefleisch

06.03.2020 13:36

Der führende deutsche Fleischverarbeiter Tönnies hat seinen ausgewiesenen Umsatz aufgrund der steigenden Nachfrage aus Asien, vor allem aus China, kräftig erhöht.
Der Umsatz des in Privatbesitz befindlichen Unternehmens stieg 2019 gegenüber dem Vorjahr um 9,8% auf 7,3 Mrd. Euro (8,24 Mrd. US-Dollar).
„Seit Herbst 2019 sind die Schweinepreise vor allem aufgrund der hohen Nachfrage aus Asien sehr stark gestiegen“, sagte Geschäftsführer Andres Ruff in einer Erklärung.
Die Afrikanische Schweinepest hat Chinas Schweineherde seit August 2018 kräftig dezimiert, die chinesischen Schweinefleischpreise auf Rekordhöhen getrieben und gleichzeitig die globalen Fleisch- und Futtermittelmärkte verändert, da China und andere asiatische Verbraucher die Importe erhöhten.
Laut Toennies bleiben die Fleischmärkte stabil und es wird eine positive Entwicklung für 2020 erwartet.
"Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigem Fleisch aus Asien, insbesondere aus China, wirkt sich positiv auf (Verkaufs-) Mengen und Preise aus", so das Unternehmen.
Aber asiatische Länder, einschließlich China, verhängen regelmäßig Importverbote für Schweinefleisch aus Regionen, in denen die Afrikanische Schweinepest entdeckt wurde, und deutsche Schweinezüchter befürchten, dass China ein Verbot für deutsches Schweinefleisch verhängen könnte, selbst wenn die Krankheit nur bei Wildschweinen und nicht bei Nutztieren auftritt.
Ein Fall dieser Viruserkrankung wurde im Januar bei einem Wildschwein in Polen, nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt, entdeckt.

FranceAgriMer: Kaum Fortschritte bei der Sommergestenaussaat

06.03.2020 11:03

Frankreichs Landwirte haben in der vergangenen Woche keinen nennenswerten Fortschritte bei der Sommergerstenaussaat verzeichnen können, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer und ergänzt, dass die heftigen Niederschläge die Feldbarbeiten beim größten Getreideproduzenten der Europäischen Union zum Erliegen brachten.
Per 2. März war Sommergerste in Frankreich auf 33% der geplanten Flächen ausgesät, zur Vorwoche war das ein Fortschritt um gerade einmal 1%. Vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt war die Aussaat der Sommergerste bereits auf 88% der geplanten Flächen abgeschlossen. Das Aussaattempo ist in diesem Jahr unter den 5-Jahres-Durchschnitt gerutscht.
Die Sommergersten-Aussaat begann Ende Januar und verzeichnete zu Beginn schnelle Fortschritte aufgrund der ungewöhnlich milden Temperaturen. Häufige Schauer im Februar, in denen Teile Nordfrankreichs Rekordniederschläge für diesen Monat verzeichneten, haben jedoch einige Felder überschwemmt, die nach heftigen Regenfällen im Herbst noch sehr nass waren.
In der nördlichen Region Hauts-de-France war die Sommergerstensussaat bis zum 2. März zu 7% abgeschlossen, unverändert gegenüber der Vorwoche und verglichen mit 82% vor einem Jahr, während die Aussaat in Lothringen im Nordosten mit 2% zum Stillstand gekommen war gegenüber 85% ein Jahr zuvor, so FranceAgriMer.
Nach weiteren Schauern in dieser Woche und auch in der nächsten Woche erwarten Händler zunehmend, dass die beabsichtigte Aussaat von Sommergerste auf später gepflanzten Mais umgestellt wird.
Bei Weichweizen, Frankreichs wichtigstem Getreide, blieb der Zustand der Pflanzen in der Woche bis zum 2. März unverändert. 64% der Pflanzen wurden von FranceAgriMer als gut oder exzellent bewertet.
Die Bewertung blieb deutlich unter dem Niveau der letzten Saison, als 86% des Weichweizens im gleichen Stadium als gut/exzellent bewertet wurde.
Die Wintergerstenbewertung ging von 66% auf 65% zurück, weit unter dem Vorjahreswert von 80%.
Winterweizen und Wintergerste waren im sehr feuchten Herbst in Frankreich mit schwierigen Aussaatbedingungen konfrontiert. Analysten gehen davon aus, dass die Weizenfläche für die diesjährige Ernte stark zurückgehen wird.

Getreidemail

06.03.2020 08:21

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den Handelstag. Während sich die Frontmonate aufgrund von Shortabdeckungen und Spreadaktivitäten gegenüber Mais und Soja leicht behaupten konnten, schlossen die späten Monate etwas schwächer. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus und Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt. Mit insgesamt 570.400 Tonnen Weizen (alte und neue Ernte) lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 375.000 - 675.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit Kursaufschlägen. Wir befinden uns in einem ruhigen, aber nervösen Markt, der von den Finanzmärkten beeinflusst wird. Der gestiegene Wechselkurs des Euro verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Währenddessen bleibt der Winter in Deutschland bemerkenswert warm und Frostschäden an den Pflanzen sind kaum zu sehen. Die Aussichten für die neue Ernte sind derzeit gut. Die Niederschläge im Februar haben die Wasserreserven im Boden nach dem trockenen Sommer erhöht.

2% - Wochenverlust beim CBoT-Weizen

06.03.2020 07:10

Heute werden die Kurse des CBoT-Weizenfutures wohl zum zweiten Mal in Folge einen Wochenverlust hinnehmen müssen. Die Corona-Krise drückt die Stimmung nachdem sich das Virus außerhalb Chinas inzwischen rasend schnell verbreitet.
In Asien sinken die Kurse an den Aktienmärkten heute Morgen schon wieder, sie folgen damit den Verlusten gestern an der Wall Street in New York. Die Furcht vor einer längeren Wirtschaftskrise geht um. Weltweit sind bereits mehr als 3.200 Menschen an den Folgen der Coronavirus-bedingten Lungenkrankheit gestorben.
Der Kurs des CBoT-Weizenfutures sank in dieser Woche bereits um 2%.


Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Kontrakte CBoT Sojabohnen

06.03.2020 07:06

Ölsaaten_Dashboard

05.03.2020 17:52

Alles über den Getreidemarkt

05.03.2020 17:42

Im Schwarzmeerraum ist es zu trocken

05.03.2020 16:27

Bevor in den kommenden Wochen im Schwarzmeerraum das Sommergetreide gesät wird, muss es dort noch regnen. Der Winter war zu warm und zu trocken, so die Meinung von Analysten und Regierungsvertretern.
Die Länder Russland, die Ukraine und Kasachstan konkurrieren im Getreidehandel um die Gunst der Käufer in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien. Die Erträge haben sich in den Überschussregionen in den vergangenen Jahren stetig verbessert, weil die Anbaumethoden sich verbessert haben. Nun hängt aber alles am Wetter.
Auf den ersten Blick sehen die Feldbestände dort sehr gut aus, aber die Wasserreserven sind niedrig und es gibt kaum Möglichkeiten der Beregnung. Die Ertragsentwicklung hängt nun von den Niederschlägen der kommenden Wochen ab. Die Wetterdienste sagen aber für die kommenden zwei Wochen keine Niederschläge voraus.
Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, erwartet in 2020 eine Getreideernte von 125 Mio. Tonnen. Das sind 4 Mio. Tonnen mehr als im Vorjahr. Weil die Nachfrage am Weltmarkt nach russischen Sojabohnen gut ist, wollen Farmer den Anbau ausweiten. Das geht zu Lasten der Sommer-Getreideanbaufläche. Beim Maisexport hat die Ukraine die Nase vorn.
Die Feldbestände beim Wintergetreide in Russland sehen aktuell sehr gut aus. Nur 6% der Flächen sind in einem schlechten Zustand. In der Ukraine ist es nicht ganz so optimal. Die Farmer dort wollen den Nachteil durch Sommergetreide wie Gerste und Mais ausgleichen. Hier sind die Böden aber trockener als im Vorjahr. Die Ernteschätzungen liegen 5-10 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr.
Kasachstan produziert mehr Sommergetreide als Russland und die Ukraine. Abnehmer dafür sind Käufer in Zentralasien, Afghanistan sowie der Iran. Die Anbaufläche für Getreide wird in diesem Jahr aber wohl eingeschränkt. Dafür sollen mehr Sonnenblumen angebaut werden.

EU-Milchmarkt-Dashboard

05.03.2020 16:12

Opec verständigt sich auf deutliche Drosselung der Ölproduktion

Die Opec reagiert auf das Coronavirus und will die Rohölpreise stabilisieren.

05.03.2020 15:28

Ob das Kartell tatsächlich Erfolg hat, hängt jedoch von Russland ab. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hat sich darauf verständigt, ihre Ölproduktion massiv zu drosseln. Die 13 Opec-Staaten seien sich einig, eine Millionen Barrel (rund 159 Liter) Öl am Tag weniger zu produzieren, wie die Opec am Donnerstag mitteilte. Zudem sollen die zehn verbündeten Staaten der Opec+-Allianz ihre Förderung um 500.000 Barrel reduzieren. In der Opec+-Allianz sind neben den klassischen Opec-Staaten zusätzlich Länder, die zwar viel Erdöl fördern, aber nicht in der Opec sind, beispielsweise Russland.


Die nun beschlossenen Förderkürzungen sollen bis mindestens Juni in Kraft bleiben. Sie übersteigen die Markterwartungen deutlich. Damit dürfte die von der Opec geförderten Ölmenge auf den tiefsten Stand seit 2003 fallen. Ein Expertengremium der Opec hatte den Mitgliedsstaaten empfohlen, wegen der Ausbreitung des Coronavirus und der dadurch sinkenden Ölnachfrage die Produktion um 600.000 bis eine Millionen Barrel zu senken.
Dennoch reagierten die Ölpreise am Donnerstag kaum auf die Entscheidung: Der Preis für Nordseesorte Brent stagnierte bei unter 52 Dollar pro Barrel. Denn noch ist unklar, ob Russland, neben Saudi-Arabien das wichtigste Mitglied der Opec+, dem Deal zustimmt. Der russische Ölminister Alexander Nowak war am Mittwochabend nach Beratungen mit Saudi-Arabien und anderen Opec-Staaten in Wien abgereist, ohne seine Unterstützung für neue Förderkürzungen zu signalisieren.
Der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh sagte jedoch am Donnerstag vor Medienvertretern, er rechne fest damit, dass auch Russland neuen Förderkürzungen zustimmt – wenn auch in aller letzter Sekunde.
Einbruch der Ölnachfrage
Die Opec trifft sich in Wien, um über eine Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus zu beraten. Mohammed Arkab, Opec-Präsident und Energieminister von Algerien, sagte, der Coronavirus habe einen „deutlichen gegensätzlichen Effekt“ auf die globale Ölnachfrage. Die Auswirkungen könne kein Land alleine bewältigen. Der Ölpreis war allein in der vergangenen Woche um 16 Prozent eingebrochen. Derzeit notiert er knapp 25 Prozent unterhalb des Jahreshochs von Ende Januar.
Am Freitag trifft sich schließlich die erweiterte Opec+-Allianz, um eine gemeinsame Linie der 23 Ölstaaten zu finden. Dann kehrt auch der russische Ölminister Nowak für die Verhandlungen zurück nach Wien. Von dem Gesprächen am Freitag wird abhängen, ob es der Allianz tatsächlich gelingt, den Ölmarkt zu stabilisieren.
Die Virusepidemie hat die Ölnachfrage weltweit einbrechen lassen. Besonders stark war der Rückgang der Ölnachfrage in China. Das Land ist mit einem Konsum von 14 Millionen Barrel pro Tag der mit Abstand wichtigste Ölimporteur der Welt.
Daher gehen mittlerweile die meisten Experten davon aus, dass die Ölnachfrage 2020 nur noch leicht wächst oder gar stagniert. Die Opec selbst hat ihre Prognose zum Wachstum der weltweiten Ölnachfrage mehr als halbiert.
Um Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht zu halten und die Preise zu stabilisieren, sieht sich die Opec daher gezwungen, ihre Förderung zu drosseln und überschüssiges Öl vom Markt zu nehmen. Das Kartell hat in der Vergangenheit wiederholt auf Preisschwächen mit Förderkürzungen reagiert, zuletzt im Dezember 2019. Doch die Strategie ist für die Opec schmerzhaft, da ihr Marktanteil an der globalen Ölproduktion seit Jahren fällt.
Quelle: Handelsblatt

EEX Kartoffelindex sinkt um 70 Cent auf 14,30 €/dt

05.03.2020 15:12

Für die 10. Kalenderwoche wurde heute von der EEX der Kartoffelindex mit 14,30 €/dt berechnet; das sind 70 Cent weniger als in der Vorwoche.
Maßgeblich für den deutlichen Rückgang waren die Notierungen in Belgien, wo der Frittenrohstoff nur noch mit 13,38 €/dt bewertet wird. Auch in Deutschland (13,78) und Frankreich (13,72) notierte man den Frittenrohstoff um 79 respektive 83 Cent schwächer. In Holland blieben die Preise aber auf dem Vorwochenniveau von gut 16 €/dt.
An der Derivatebörse in Leipzig wird der Frontmonat April-20 aktuell noch niedriger gehandelt. Zur Stunde liegt der Kurs bei 12,1 €/dt. Börsenhändler gehen also davon aus, dass die Preise am Kassamarkt in den kommenden sieben Wochen weiter fallen.


US-Export-Sales: Schwache Sojabohnenexporte

05.03.2020 14:32

HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

05.03.2020 11:38

Börsenkurse der Matif-Rapsfutures standen in der zurückliegenden Woche wegen der Corona-Krise stark unter Druck. Den Lagerhaltern alterntiger Ware sind die Preise am Kassamarkt, die sich an den Börsenkursen orientieren, längt nicht mehr attraktiv genug. Deshalb kamen zuletzt kaum noch Geschäfte zustande. Marktteilnehmern zufolge sind die Ölmühlen bis zur neuen Ernte gut mit Rohstoffen versorgt.
Das viel zu milde Winterwetter mit starken Niederschlägen macht die Böden unbefahrbar. Raps Feldbestände sind aber viel weiter als in vorherigen Jahren zu diesem Termin. Während Händler auf weitere Preisnachlässe spekulieren, bieten Landwirte derzeit keine Verträge für ihre neue Ernte mehr an.
Preise für Futterschrote wurden zuletzt von den Terminmarktkursen in Chicago gestützt. Eine Anhebung der Exportzölle auf Sojabohnen und -Schrot durch die neue Regierung in Argentinien sowie geringere Anlandungen von Schrot von dort haben das Angebot aus Südamerika verringert. Preise für Rapsschrot blieben aber nur stabil, da die Nachfrage der Mischfutterhersteller gering ist. Marktteilnehmer sind ebenfalls wegen der Corona-Krise verunsichert.
Analog zu sinkenden Rohölpreisen gaben auch die Preise für Pflanzenöle in der EU nach. Am stärksten verloren die Kurse des Palmöls, gefolgt von Sojaöl und Sonnenblumenöl. Rapsölpreise konnten sich dagegen einigermaßen behaupten und gaben nur 2,5% nach. Ein festerer Wechselkurs des Euros gegenüber dem US-Dollar erhöht die Kaufkrankt hiesiger Importeure.


FAO Food Price Index zum vierten mal in Folge rückläufig

05.03.2020 11:05

Die globalen Nahrungsmittelpreise sanken im Februar den vierten Monat in Folge, was auf Preisrückgänge beim Pflanzenöl, Fleisch und Getreide zurückzuführen ist, teilte die die FAO heute mit.
Der Lebensmittelpreisindex der Food and Agriculture Organization, der die monatlichen Änderungen für einen repräsentativen Korb gefüllt mit Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker misst, lag im vergangenen Monat im Durchschnitt bei 180,5 Punkten, was einem Rückgang von 1,0% gegenüber dem Vormonat Januar entspricht.
Die FAO hat ihre Prognose für die Getreideproduktion leicht angehoben und prognostiziert für 2019 eine Ernte von rund 2,719 Mrd. Tonnen, verglichen mit einer früheren Prognose von 2,715 Mrd. Tonnen. Zur Ernte 2018 ist das ein Anstieg um rund 2,3%.

Der Pflanzenölpreisindex fiel ab Januar um 10,3%, hauptsächlich wegen des Einbruchs der Palmölpreise, während der Getreidepreisindex um 0,9% nachgab, wobei die internationalen Preise aller wichtigen Getreideprodukte mit Ausnahme von Reis zurückgingen.
Die FAO sagte, die Verbreitung des Coronavirus habe zum Preisverfall in beiden Indizes beigetragen, da befürchtet wurde, dass der Ausbruch eine globale Rezession auslösen würde.
Das Coronavirus erreichte auch den Fleischpreisindex, der im Monatsvergleich um 2% zurückging, da die Importe nach China, dem Epizentrum des Ausbruchs, zurückgingen. Bisher wurden weltweit mindestens 95.300 Menschen infiziert und der Virus verursachte mehr als 3.200 Todesfälle
Der Milchpreisindex stieg um 4,6%, was auf einen Anstieg des Käses zurückzuführen war, der durch die Verschärfung der Exportlieferungen aus Neuseeland und Australien ausgelöst wurde.
Die Angebote für Milchpulver gingen jedoch aufgrund einer Verlangsamung der Einkäufe von China, dem weltweit größten Importeur, aufgrund von Verzögerungen beim Frachtumschlag in Häfen zurück, die von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen waren, so die FAO.

Preise für Schwarzmeerweizen sind für Asiens Müller attraktiv

05.03.2020 09:56

Getreidemühlen in Asien werden in naher Zukunft ihre Weizenimporte steigern, da die Preise in der Schwarzmeerregion niedrig sind.
Alterntiger Weizen ab russischem Schwarzmeerhafen wird derzeit mit 245 USD/Tonne c&f Asien notiert. Letzte Wochen lagen die Preise noch bei 250 USD/Tonne c&f Asien. Weizen der nächsten Ernte wird aktuell mit 225 USD/Tonnen c&f Asien angeboten nach 230 USD in der Vorwoche.
Man erwartet in der Schwarzmeerregion einen frühen Erntestart im Juni, sodass bereits ab Juli das Getreide zur Verschiffung bereitsteht. Die Weizenernte in der Ukraine wird wohl kleiner ausfallen, die in Russland dagegen größer als im Vorjahr.
Nach 28,2 Mio. Tonnen im Vorjahr erntet die Ukraine wohl nur 25,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Produktion in Russland könnte sich von 73,5 Mio. Tonnen im Erntejahr 2019 auf 81-82 Mio. Tonnen in 2020 steigern.

Getreidemail

05.03.2020 07:55

Gestern setzten die CBoT-Weizenkurse ihren Abwärtstrend fort nachdem sie am Vortag durch diverse Finanzhilfen vieler Regierungen etwas Optimismus verbreiteten. Technische Verkäufe sorgten dafür, dass Investoren ihre großen Longpositionen weiter reduzierten. Gute weltweite Ernteaussichten sowie die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt führten zu deutlichen Verlusten. Heute um 14.30 Uhr erscheinen in den USA die wöchentlichen Exportzahlen. Marktanalysten rechnen mit Ausfuhren in einer Spanne von 375.000 - 675.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Tag und schlossen kaum verändert. Marktteilnehmer warten die weitere Entwicklung der Corona-Krise ab. Landwirte zögern mit dem Verkauf ihrer Vorräte zu dem aktuellen - aus ihrer Sicht - unattraktiven Preisniveau. Die Weizenkurse an der Euronext sind in den letzten 10 Tagen rund 10 Euro gefallen. Für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April in Hamburg fordern Verkäufer eine Prämie von 5 €/to über dem Matif Mai-Future.

Gute Nachfrage nach US-Sojabohnen stützt CBoT-Kurse

05.03.2020 07:22

Seit vier Handelstagen in Folge steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnen. Händler erwarten eine höhere Nachfrage nach US-Sojabohnen, weil die Regierung in Argentinien die Exportsteuer angehoben hat.
Während das Coronavirus den Welthandel lähmt und auch den Handel mit Agrarrohstoffen verlangsamt, nehmen die Preisschwankungen dafür zu. US-Exporteure vermelden aber eine recht gute Nachfrage nach der Ölsaat, da sich Argentinien mit der Anhebung der Exportsteuer ins Abseits manövriert.
Dort gilt ab sofort eine Ausfuhrabgabe von 33%, also 3% mehr als zuvor. Mit den Mehreinnahmen will man die Staatsfinanzierung verbessern. Farmer in dem Südamerikanischen Land werden aber wohl ihre Investitionen senken, was unmittelbar zu einer kleineren Erntemenge führen dürfte.
Alle Agrarrohstoffe profitieren zudem von einer Erholung der Kapitalmärkte. In Asien stiegen die Aktienkurse seit Beginn dieser Woche. Viele Regierungen und Zentralbanken wollen das Wirtschaftswachstum mit finanziellen Anreizen stimulieren. So hat auch die Federal Reserve in den USA am Dienstag unter anderem ihre Leitzinsen gesenkt. Das alles soll negative Auswirkungen der Coronavirus-Krise abmildern.
Zu dieser Zeit im Jahr kauft China üblicherweise Sojabohnen in Brasilien. Später im Frühjahr und im Sommer will man aber wieder mehr US-Sojabohnen einführen. Das versprach der US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue gestern dem Congress in Washington.


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