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Ukraine: Getreidebestände höher, als vor einem Jahr

23.06.2021 11:53

Die ukrainischen Getreidebestände erreichten per 1. Juni ein Volumen von 6,9 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr von 830.000 Tonnen.
2,4 Mio. t Weizen waren bei großen und mittelständischen Agrarbetrieben vorrätig. In den Daten ist Getreide nicht enthalten, das auf Hunderten kleiner ukrainischer Farmen gelagert wird.
Die Getreideernte der Ukraine im Jahr 2020 fiel aufgrund des schlechten Wetters von einem Rekordwert von 75 Mio. Tonnen im Jahr 2019 auf etwa 65 Mio. Tonnen.

Trockenheit in Brasilien senkt Exportpotential für Mais von 10 Mio. Tonnen

23.06.2021 10:11

Brasilianische Landwirte werden in dieser Saison knapp 94 Mio. Tonnen Mais ernten, wie eine Reuters-Umfrage von zehn Prognostikern am Dienstag ergab, aufgrund einer schweren Dürre ist das ein Rückgang um 8,5% gegenüber dem letzten Jahr.
Ernteausfälle werden zu höheren Importen und geringeren Exporten des Getreides führen, vermuteten die Analysten, da Brasilien, der Sitz der größten Fleischverarbeiter der Welt, mehr Mais selber für die Herstellung von Viehfutter benötigt.
Daniely Santos, Analystin bei der Agrarberatung Celeres, senkte ihre Prognose für den Maisexport für 2021 von 32 Mio. Tonnen auf 22,5 Mio. Tonnen und sagte Reuters, dass sie die brasilianischen Maisimporte auf 4 Mio. Tonnen schätzt.
Wenn das trockene Wetter anhält, könnten die Maiserträge in Staaten wie Mato Grosso, Goias und Minas Gerais weiter sinken, sagte ein Wetterspezialist.
Im vergangenen Jahr ernteten brasilianische Bauern nach Schätzungen der Regierung 102,58 Mio. Tonnen Mais.
Im April zeigte eine Reuters-Umfrage unter 11 Experten die Möglichkeit einer Rekordernte von 107 Mio. Tonnen, aber schlechtes Wetter während der Entwicklungsphase lässt das jetzt nicht mehr erwarten. Brasiliens zweite Maisernte, die nach der Sojaernte am Ende des Sommers des Landes angebaut wird, war am stärksten von ausbleibenden Niederschlägen betroffen.
Die Agrarberatung Safras & Mercado hatte Brasiliens zweite Maisernte zunächst auf 84 Mio. Tonnen festgelegt, um diese Prognose einige Wochen nach Beginn der Saison auf unter 71 Mio. Tonnen zu senken.

Argentinische Farmer verkauften 22,5 Mio. Tonnen Sojabohnen aus neuer Ernte

23.06.2021 10:02

Argentinische Landwirte haben bis zum 16. Juni 22,5 Mio. Tonnen Sojabohnen aus der gerade abgeschlossenen Ernte 2020/21 verkauft, teilte das Landwirtschaftsministerium gestern in einem Bericht mit.
Der Fortschritt der argentinischen Sojabohnenverkäufe ist langsamer als im Vorjahr, als zu diesem Zeitpunkt der Saison nach offiziellen Angaben 25,2 bis zum 16. Juni Ölsaaten verkauft wurden.
Argentiniens Sojaernte 2020/21 wird laut der Buenos Aires Grains Exchange auf 43,5 Mio. Tonnen erwartet, gegenüber geschätzten 49 Mio. Tonnen im Erntejahr 2019/20.
Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojamehl, das zur Mast von Schweinen und Geflügel hautsächlich in Europa und Südostasien verwendet wird.

Getreidemail

23.06.2021 08:19

Die fortschreitende Winterweizenernte in den US-Plains und im Mittleren Westen belastete gestern die SRW-Weizenfutures in Chicago. Begrenzt wurden die Verluste durch die von Trockenheit belasteten Anbauregionen für Sommerweizen. Der Sommerweizen stieg gestern auf das höchste Niveau seit dem 7. Juni. Das US-Landwirtschaftsministerium teilte am Montag nach Handelsschluss mit, dass sich nur 27% der US-Sommerweizenbestände in Top-Verfassung befinden und somit 10% weniger, als noch vor einer Woche. Analysten rechneten mit einem Rückgang auf 35%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag mit moderaten Verlusten. Das Handelsvolumen war insgesamt schwach. In der EU27 werden die Erträge der diesjährigen Ernte inzwischen für Wintergetreide sowie für Raps deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt erwartet, teilte die EU-Ernteüberwachungseinheit MARS am Montag mit. Russland, einer der größten Weizenexporteure der Welt, hat Anfang dieser Woche 28.000 Tonnen Weizen nach Algerien geschickt - die erste solche Lieferung seit mehr als vier Jahren.

Regen im Mittleren Westen der USA bringt dringend benötigte Entlastung

23.06.2021 07:01

Die Kurse der US-Weizen-Futures steigen zur Stunde um 0,8%, obwohl die Gewinne aufgrund der Vorhersage, dass Regen in einer wichtigen Anbauregion voraussichtlich die dringend benötigte Feuchtigkeit bereitstellen wird, begrenzen.
Am Wochenende wurden von Regenfällen berichtet, die die Vegetation im Mittleren Westen der USA ankurbelt. Zur gab es einen Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA), der den Zustand der Feldbestände unter den Marktprognosen festlegte und Bedenken hinsichtlich der weltweiten Versorgung schürte.
Der Wechselkurs des US-Dollar bleibt heute schwach, nachdem Beamte der US-Notenbank, darunter der Vorsitzende Jerome Powell, bekräftigten, dass eine straffere Geldpolitik noch in weiter Ferne liegt.
Die Aktienkurse an der Wall Street erholten sich gestern, weil der Vorsitzende der Federal Reserve Jerome Powell, versprach, die Zinsen nicht zu schnell anzuheben. Danach gaben der Dollar und das Öl frühere Gewinne wieder ab.


Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte Mais

23.06.2021 06:43

1 Mio. Tonnen russischen Weizen für Algerien?

22.06.2021 15:58

Russland könnte seine Weizenlieferungen an Algerien in der Vermarktungssaison 2021/22, die am 1. Juli beginnt, auf bis zu 1 Mio. Tonnen Weizen steigern, sagte heute Eduard Zernin, der den russischen Verband der Getreideexporteure leitet, gegenüber Reuters.
Russland, einer der größten Weizenexporteure der Welt, hat Anfang dieser Woche 28.000 Tonnen Weizen nach Algerien geschickt - die erste solche Lieferung seit mehr als vier Jahren.
"Obwohl dies die einzige Lieferung (von russischem Weizen) in dieser Saison nach Algerien ist, sind wir zuversichtlich, dass wir in der Saison 2021/22 die Exportmengen in das Land, das zu den Top 10 der Getreidekäufer der Welt gehört, deutlich steigern werden. « sagte Zernin.
Moskau hat sich für den Zugang zum algerischen Markt eingesetzt, einem der wenigen großen Importeure, zu dem das Land bis Oktober keinen Zugang hatte, nachem Algerien seine Bedingungen für Insektenschäden im letzten Jahr lockerte und es ermöglichte, russischen Qualitätsweizen anzubieten.
Händler sehen russische Lieferungen als langfristige Bedrohung für die Dominanz von Weizen aus Frankreich und anderen EU-Ländern.
Händler warten jetzt darauf, wie die russische Fracht von Algerien angenommen wird.
In der neuen Saison sieht sich Russland aufgrund der guten Aussichten für die diesjährige Ernte einem härteren Wettbewerb mit der Europäischen Union um die Belieferung seiner Kunden in Afrika und im Nahen Osten ausgesetzt.

Frittenfabriken arbeiten unter Volllast

22.06.2021 15:35

In den Monaten Mai und Juni arbeiten die Frittenfabriken üblicherweise mit voller Kapazität der Anlagen. So auch in diesem Jahr. Der Rohstoff wurde aber fast in vollem Umfang vorab gekauft, sodass am freien Markt nicht sonderlich viele Geschäfte zustande kommen. Kurzfristig sind die Fabriken gut mit Rohstoff versorgt, mittelfristig dürfte die Nachfrage nach Lagerkartoffeln noch steigen, dafür soll es aber wohl noch ein ausreichendes Angebot in den Scheunen der Bauern geben. Bei einer sich abflachenden Nachfrage für den Export, lassen sich derzeit kaum noch Lageraufschläge durchsetzen.

US-Crop-Progress-Report: Mais

22.06.2021 13:27

Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete gestern Abend nach Handelsschluss, dass sich der Zustand der Maisbestände in den Vereinigten Staaten verschlechtert hat. 65% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Vorwoche waren es 68% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 15%. Analysten rechneten mit einem Anteil von 66%.

US-Crop-Progress-Report: Sojabohnen

22.06.2021 13:14

Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete gestern Abend nach Handelsschluss, dass sich der Zustand der Sojabohnenbestände in den Vereinigten Staaten verschlechtert hat. 60% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Vorwoche waren es 62%. Analysten rechneten mit einem Anteil von 60%.
Die Sojabohnenaussaat ist auf 97% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 94%). Vor einem Jahr lag der Aussaatfortschritt bei 96%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 94%. Die Analystenerwartung lag bei 60%.

US-Crop-Progress-Report: Weizen

22.06.2021 11:23

US-Landwirtschaftsministerium berichtete gestern nach Handelsschluss, dass sich 49% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung befinden. Das ist ein Anstieg um einen Prozentpunkt zur Vorwoche, als 48% der Bestände das Top-Rating "gut bis exzellent" erhielten. Die Analystenerwartung lag bei 48%. Im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt 52% der Bestände in Top-Verfassung. Die Winterweizenernte ist in vollem Gange und 17% der Bestände sind geerntet (Vorwoche: 4%). Zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr lag der Erntefortschritt bei 27%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 26%.
Der Zustand der Sommerweizenbestände hat sich im Vergleich zur Vorwoche signifikant verschlechtert. Demnach befinden sich nur 27% der Pflanzen in Top-Verfassung. In der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 37% und vor einem Jahr bei 75%. Die Erwartung der Analysten lag bei 35%.

Update COT-Bericht (Commitments of Traders)

22.06.2021 10:58

Institutionelle Anleger erhöhten ihren SRW-Weizen-Netto-Short-Bestand per 08.06.21 (1.374 Kontrakte) in der Woche bis zum 15.06.21 auf 8.396 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiter bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert auf 252.730 Kontrakte (- 22.869 Kontrakte).
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand der Sojabohnen um 33.991 Kontrakte auf 107.492 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 15. Juni in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger". Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!


Gute Vegetationsbedingungen drücken Weizenexportpreise der Ukraine

22.06.2021 10:54

Die Geldkurse für den ukrainischen Weizenexport verloren in der vergangenen Woche 8 USD pro Tonne. Die Wetterbedingungen in wichtigen Produktionsländern hätten sich verbessert, teilte die Landwirtschaftsberatung APK-Inform als Begründung heute mit.
Weichweizen mit 12,5% Protein wurde zu 252 bis 258 US-Dollar fob Schwarzmeer gehandelt, während Futterweizen, der ebenfalls 8 US-Dollar pro Tonne verlor, bei 248 bis 253 US-Dollar fob lag.
Die Ukraine hat in der Saison 2019/20 rund 57 Mio. Tonnen Getreide an ausländische Käufer geliefert. Die Regierung hat angekündigt, dass die Exporte aufgrund einer schwächeren Ernte 2020/21 auf 45,8 Mio. Tonnen zurückgehen könnten.
APK-Inform sagte, die Gebotspreise für Qualitätsweizen mit 11,5% Protein für die Ernte 2021 lagen bei 244 bis 252 US-Dollar pro Tonne fob Schwarzes Meer und 228 bis 233 US-Dollar fob Schwarzes Meer für Futterweizen.
Die Ukraine hat angekündigt, in diesem Jahr bis zu 30 Mio. Tonnen Weizen ernten zu können, gegenüber 25 Mio. Tonnen im Jahr 2020.
APK-Inform sagte, dass die Exportpreise für Mais in der vergangenen Woche um 8 USD auf 282 bis 292 USD FOB gesunken sind, während die Angebotspreise für Gerste ukrainischer Herkunft 4 bis 240 USD bis 246 USD pro Tonne fob Schwarzes Meer verloren haben.
Das Beratungsunternehmen sagte, dass neuerntige Gerste zwischen 240 und 245 US-Dollar pro Tonne fob Schwarzes Meer mit der Lieferung im Juli gehandelt wurde.

Mais und Zucker ist für Ethanolproduktion zu teuer geworden

22.06.2021 09:33

Die Vereinigten Staaten und Brasilien, die beiden größten Ethanolproduzenten der Welt, werden ihre Produktion in den kommenden Monaten voraussichtlich wegen der steigenden Kosten für Mais und Zucker beschränken.
Knappe Mais- und Zuckervorräte wirken sich auf die Produktionskosten für Ethanol aus. Die Hersteller waren bisher gezwungen, ihre Produktion zu erhöhen, wenn die Benzinpreise steigen. Die Vereinigten Staaten und Brasilien sind die Dreh- und Angelpunkte der weltweiten Ethanolversorgung, die laut S&P Global Platts Analytics im vergangenen Jahr 75 % der weltweiten Ethanolexporte ausmachten.
Die US-Benzinpreise liegen im Durchschnitt zum ersten Mal seit 2014 über 3 US-Dollar pro Gallone, während die Preise in Brasilien im Juni im Bundesstaat Sao Paulo bei 5,40 Reais pro Liter (4,06 US-Dollar pro Gallone) nahe Allzeithochs liegen.
Ethanol hilft normalerweise, die Benzinpreise zu senken, sagte Scott Irwin, Professor an der University of Illinois, da es in der Regel eine kostengünstige Quelle für die benötigte Oktanzahl für Benzin ist. Bei den aktuellen Marktpreisen erhöht Ethanol jedoch tatsächlich die Kosten von Benzin.
Die US-Mais-Futures erreichten kürzlich Höchststände wie seit 2013 nicht mehr gesehen, während die Ethanolpreise ihren höchsten Stand seit 2014 erreichten.
Die US-Ethanolproduktion hat sich von einem Tiefststand von 537.000 Barrel pro Tag im April auf etwa 1 Mio. bpd erholt, wie Daten der Energy Information Administration zeigen, aber die Marktsignale deuten auf ein langsames weiteres Wachstum hin.
Die Gebote für Mais gingen im Mai in Ethanolfabriken im Mittleren Westen der USA zurück, und die Preise, die Händler in den Sommermonaten für die Lieferung anboten, waren noch niedriger.
„Wir gehen davon aus, dass die Ethanolproduktion in diesem Sommer leicht hinter den Produktionsraten der Sommer 2019 und 2018 zurückbleiben werden. Dafür sind hohe Maispreise und regional knappe Maislieferungen ein Hauptgrund“, sagte Geoff Cooper, Präsident von Renewable Fuels Association, einem US-amerikanischen Biokraftstoff-Handelskonzern.
Es wird erwartet, dass Ethanolproduzenten für das kommende Jahr 5,2 Mrd. Scheffel Mais kaufen, was laut USDA-Daten der niedrigste Wert in einem nicht von Pandemie betroffenen Jahr seit 2013-2014 wäre.
Große Exportmengen werden die Maislieferungen wahrscheinlich in den kommenden Monaten knapp halten, hauptsächlich aufgrund der Nachfrage aus China. Die US-Maisvorräte werden voraussichtlich vor der kommenden Ernte im September auf ein Achtjahrestief fallen, teilte das US-Landwirtschaftsministerium mit.
Die Margen für die Ethanolproduktion im US-amerikanischen Maisgürtel sind mit 13 Cent pro Gallone relativ gesund, da die Kraftstoffnachfrage nach der Pandemie zurückkehrt. Aber viele Produzentenwerden die Produktion wegen der Maiskosten wahrscheinlich nicht steigern, sagte Cooper.
Brasilianische Ethanolhersteller haben es unterdessen mit einer von Dürre betroffenen Zuckerrohrernte zu tun. Die Ethanolpreise in Brasiliens Mühlen sind nach Angaben der Universität von Sao Paulo mit über 3,40 Reais pro Liter (2,55 USD pro Gallone) so hoch wie nie zuvor. Da die Kraftstoffverteiler dem Benzin 27 % Ethanol beifügen müssen. Das hat die Preise in die Höhe getrieben.
Von den Verbrauchern wird erwartet, dass sie mehr Benzin mit weniger verfügbarem Ethanol auf Zuckerbasis kaufen wollen, da viele Autos dort alternative Kraftstoffe verwenden können.
Brasiliens Zuckerrohrernte wird in diesem Jahr aufgrund von Dürren voraussichtlich um 7 % schrumpfen. Mit weniger Zuckerrohr werden die Mühlen in ihrem Produktionsmix Zucker gegenüber Ethanol bevorzugen, sagen Analysten.
Kraftstoffeinzelhändler haben die Regierung bereits dazu aufgefordert, die Anforderungen an die Ethanolbeimischung zu senken, um die Produktionskosten zu senken.

Getreidemail

22.06.2021 08:25

Die US-Weizenfutures beendeten den ersten Handelstag der neuen Woche uneinheitlich. Während die Winterweizenfutures aufgrund der fortschreitenden Ernte unter Druck gerieten, legte der Sommerweizen in Folge der Trockenheit moderat zu. Im Vorfeld zur Veröffentlichung der wöchentlichen US-Crop-Conditions schätzten Analysten den Erntefortschritt beim Winterweizen auf 16%. Zudem rechnen sie mit unveränderten Winterweizen-Ratings und mit einer Senkung der Sommerweizenbewertung um 2 Prozentpunkte. Weit verbreitete Regenfälle im gesamten US-Farmgürtel boten den von der Trockenheit belasteten Sommerweizenbeständen eine gewisse Erleichterung. Getreidehändler befürchten jedoch, dass ein Großteil der Schäden durch trockenes Wetter irreversibel sein könnte. Institutionelle Anleger kauften gestern 500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit kräftigen Aufschlägen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures gestern uneinheitlich. Die russischen Exportpreise für neuerntigen Weizen standen letzte Woche unter dem Druck einer sich nähernden guten Ernte im Schwarzmeerraum, berichten Analysten. Russischer Weizen mit 12,5% Protein aus Häfen am Schwarzen Meer und für Lieferungen im Juli lage Ende letzter Woche bei 248 USD pro Tonne fob, 7 USD weniger als in der Vorwoche.

Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Kontrakte Sojabohnen

22.06.2021 06:53

Zustand der US-Feldbestände zum Teil deutlich unter den Markterwartungen

22.06.2021 06:30

Die Kurse der US-Weizen-Futures steigen heute bisher um 1,6% nachdem das US-Landwirtschaftsministerium den Zustand der Ernten unter den Markterwartungen feststellte, was die Besorgnis über die globale Versorgung schürte.
Die Erntebewertungen für Sommerweizen, der in den von Dürre betroffenen nördlichen US-Plains angebaut wird, gingen in der vergangenen Woche stark zurück, bevor Gewitter am Wochenende etwas Erleichterung brachten. Laut USDA befanden sich nur 27 % der Feldbestände in einem guten bis ausgezeichneten Zustand. Im Vergleich zur letzten Woche ist das ein Rückgang um 10 Punkte, der deutlich unter den Erwartungen lag.
Die Feldbestände des US-Mais wurden am Sonntag mit 65% in einem guten bis ausgezeichneten Zustand bewertet, 3 Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor und einen Punkt niedriger als die durchschnittliche Schätzung in einer Reuters-Umfrage unter 11 Analysten vor dem Bericht.
Sojabohnen wurden mit 60 % „gut bis ausgezeichnet“ bewertet, was den Erwartungen der Analysten entspricht, jedoch 2 Punkte weniger als eine Woche zuvor. Das USDA sagte auch, dass in den USA 97% der geplanten Flächen mit Sojabohnenernte bestellt wurden, was den Handelserwartungen entspricht.
Sojabohnen-Futures wurden auch von der USDA-Bestätigung am Montag über erneute Käufe durch China unterstützt, die erstmals am Freitag von Reuters gemeldet wurden, die größten Käufe des Landes seit 4 1/2 Monaten.


EU-Rechnungsprüfer: GAP hat bisher falsche Signale gesetzt

21.06.2021 17:51

Das riesige Subventionsprogramm der Europäischen Union für die Landwirtschaft schafft es nicht, die Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft einzudämmen, obwohl 100 Milliarden Euro Subventionen seit 2014 als Klimaausgaben gekennzeichnet sind, sagten Wirtschaftsprüfer. Die Umweltauswirkungen der Landwirtschaft werden verstärkt geprüft, da die EU bestrebt ist, ihre Nettoemissionen bis 2050 zu beseitigen – einschließlich der 10 % der Emissionen, die aus der Landwirtschaft stammen.
Die EU-Verhandlungsführer werden diese Woche versuchen, neue Regeln für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zu vereinbaren, das Subventionssystem für die Landwirtschaft, für das 387 Milliarden Euro ausgegeben werden entspricht ein Drittel des EU-Haushalts für 2021-2027. Ein wesentlicher Knackpunkt ist, ob das Geld dem Umweltschutz dienen soll.
In einem Bericht des Europäischen Rechnungshofs vom heute heißt es, bisher habe die GAP es versäumt, eine klimafreundlichere Landwirtschaft zu unterstützen.
„Die 100 Milliarden Euro an GAP-Mitteln, die im Zeitraum 2014-2020 für den Klimaschutz bereitgestellt wurden, hatten nur geringe Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Emissionen“, sagte der Autor des Berichts, Viorel Stefan.
Die Prüfer sagten, die neue GAP sollte Anreize für Emissionsreduktionen in der Viehhaltung und beim Einsatz von Düngemitteln schaffen und Landwirte dafür bezahlen, drainiertes Land wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückzuführen, damit es CO2 absorbieren und speichern kann.
Die Prüfer sagten, dass die Europäische Kommission in Zukunft die Pläne der Länder besser überprüfen sollten, wie man das GAP-Geld.
Die Prüfer sagten, die GAP habe die Tierproduktion gefördert und Landwirte ermutigt, ihren Viehbestand aufzubauen, weil sie sonst weniger Geld erhalten würden. Die Emissionen aus der Viehzucht, hauptsächlich von Rindern, machen die Hälfte der Emissionen aus der Landwirtschaft aus. Sie sind seit 2010 nicht zurückgegangen.
EU-Subventionen haben Praktiken zur Reduzierung des Düngemittelverbrauchs unterstützt, wie zum Beispiel durch den ökologischen Landbau. Aber es sei nicht klar, ob dies die Maßnahmen Emissionen reduziert hat, heißt es in dem Bericht. Chemische Düngemittel und Gülle verursachen fast ein Drittel der landwirtschaftlichen Emissionen.
Außerdem haben GAP-Fonds klimaschädliche Praktiken unterstützt, indem Landwirte bezahlt wurden, entwässerte Moore zu bewirtschaften, die 20 % der landwirtschaftlichen Emissionen der EU ausstoßen.

Mars erhöht Prognose der EU-Weizenerträge

21.06.2021 17:51

Der Crop-Monitoring Service der EU (MARS) schätzt den diesjährigen durchschnittlichen Weizenertrag in der EU aktuell auf 6,01 Tonnen pro Hektar und damit höher, als im vergangenen Monat (5,91 t/ha). Das wäre zudem 5,6% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Mars erhöhte darüber hinaus seine Prognose der EU-Gerstenerträge 2021 (Sommer- und Wintergerste) von 4,89 t/ha auf 4,97 t/ha. Die Sommergerstenerträge werden nun auf 4,29 t/ha geschätzt (Vormonat: 4,17). Ebenfalls erhöht wurden die Prognosen der EU-Maiserträge von 7,81 auf 7,84 t/ha und der EU-Rapssaaterträge von 3,21 auf 3,23 t/ha.
Im Gegensatz dazu senkte Mars die Prognose der EU-Zuckerrübenerträge von 75,5 auf 73,6 t/ha.

Erste russische Weizenlieferung nach Algerien seit 2016

21.06.2021 17:08

Russland wird voraussichtlich 28.000 Tonnen Weizen nach Algerien liefern. Das sagte heute der Leiter des Analysezentrums des Bahnbetreibers Rusagrotrans. Das ist die erste Lieferung dieser Art seit mehr als vier Jahren.
Russland, einer der größten Weizenexporteure der Welt, hat sich um den Zugang zum algerischen Markt bemüht. Das Nordafrikanische Land ist einer der wenigen großen Importeure, zu dem die Russen bis vor kurzem keinen Zugang hatten.
Russischer Weizen nach Algerien werde in einem der Schwarzmeerhäfen verladen, sagte Igor Pavensky von Rusagrotrans gegenüber Reuters und fügte hinzu, es sei die erste Lieferung von russischem Weizen an das nordafrikanische Land seit Dezember 2016.
Zwei Branchenquellen, die mit der Situation direkt vertraut sind, bestätigten Reuters die Größe des bevorstehenden Angebots. Eine weitere Lieferung aus Russland nach Algerien sei vorerst nicht geplant, fügten sie hinzu.
Händler in der EU sehen russische Lieferungen als langfristige Bedrohung für die Dominanz von Weizen aus Frankreich und anderen EU-Ländern.
Im vergangenen Oktober hat Algerien seine Bedingungen in Bezug auf Insektenschäden gelockert, wodurch es möglich wurde, russischen und anderen Schwarzmeerweizen mit höherem Proteingehalt anzubieten.
Gleichzeitig legte die algerische staatliche Getreidebehörde OAIC jedoch einen strengen Standard für eine weitere Qualitätsspezifikation fest, die laut Händlern die Lieferanten beim Angebot von russischem Weizen abschrecken könnten.
Außerdem hat eine in den letzten Monaten von Moskau eingeführte Exportsteuer zur Senkung der inländischen Getreidepreise auch die Preisgestaltung von russischem Weizen für den Export erschwert.
Die Händler warteten nun darauf, wie das russische Getreide von der OAIC bewertet wird. Die Einkaufbehörde hatte kürzlich Lieferungen von französischem Mahlweizen und kanadischem Hartweizen aus Qualitätsgründen abgelehnt.
Zwischen Algeriens Weigerung der französischen Fracht in der vergangenen Woche, in der nach Angaben der Behörden zwei tote Tiere gefunden wurden und der bereits geplanten russischen Weizenlieferung gebe es keinen offensichtlichen Zusammenhang, fügten Händler hinzu.

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