nächste Seite

Neue Rekorde bei Mais- und Weizenexporte aus der Ukraine zu erwarten

18.10.2021 18:12

Nach einem enttäuschenden Jahr für die Mais- und Weizenproduktion und den Export wird erwartet, dass die Ukraine im Wirtschaftsjahr 2021-22 neue Rekorde in diesen Kategorien aufstellen wird, so ein kürzlich veröffentlichter Bericht des Global Agricultural Information Network des Foreign Agricultural Service des US-Landwirtschaftsministeriums ( USDA).
Die Ernte 2020-21 wurde von schlechtem Wetter geplagt, das zu einer kleineren Anbaufläche und geringeren Erträgen führte. Die Maisproduktion soll 2021-22 um 29 % auf 39 Mio. Tonnen steigen, während die Maisexporte um 41 % auf 34 Mio. Tonnen steigen sollen, teilte das USDA mit.
Die Weizenproduktion soll in diesem Jahr um 27 % auf 32,1 Mio. Tonnen steigen, während die Weizenexporte auf 23,8 Mio. Tonnen geschätzt werden, was einem Anstieg von 41 % entspricht.
Das USDA sagte, dass die Ukraine in den Jahren 2020-21 erhebliche Fortschritte als Lieferant von Gerste und Mais gemacht habe. Etwa 70 % der gesamten Gersteexporte gingen nach China. Unterdessen stiegen die Maisexporte nach China um 67 %, obwohl die gesamten Getreideexporte von Oktober 2020 bis Juni 2021 um 21 % zurückgingen.
„Dies geschah hauptsächlich aufgrund eines starken Rückgangs der Exporte in die EU um 33% im gleichen Zeitraum“, sagte das USDA.
Der Bericht stellte auch fest, dass die Weizenmehlexporte im Zeitraum 2020-21 im Vergleich zum Vorjahr um 57 % eingebrochen sind, hauptsächlich weil lokale Müller aufgrund der steigenden Getreidepreise aus der Konkurrenz mit Getreideexporteuren gedrängt wurden. Für den Rückgang spielt auch eine Rolle, dass die Ukraine mehr als die Hälfte ihres Weizenmehlvolumens in tendenziell preissensible Märkte exportiert.

Chinas Weizenimporte brachen im September gegenüber dem Vorjahr ein

18.10.2021 15:34

Chinas Weizenimporte brachen im September gegenüber dem Vorjahr ein, wie Zolldaten von heute zeigen. Hohe internationale Weizenpreise und fallende inländische Maispreise dämpfen die Nachfrage nach Importen.
China führte im September 640.000 Tonnen Weizen ein, 44,8% weniger als im Vorjahr. Hohe Internationale Frachten stehen gegen einen Preisvorteil, sagten Händler.
"Der Wert von (Importen) ist nicht mehr so deutlich, während die Qualität schlechter wird", sagte ein Händler.
Außerdem seien die inländischen Maispreise gefallen, was auch die Nachfrage verringerte. China hatte die Weizenimporte vor allem als Ersatz für Mais als Futtermittel erhöht, fügte der Händler hinzu.
Weizen aus Frankreich, einem bedeutenden Lieferanten für China, wurde in dieser Saison von Regenfällen heimgesucht.
Chinas Importe verschiedener Futtergetreidearten wie Mais und Gerste waren im vergangenen Jahr stark gestiegen, da die Preise für einheimischen Mais aufgrund sinkender Lagerbestände und Produktion in die Höhe schossen.
Chinesischer Mais ist in letzter Zeit jedoch billiger geworden, was einige Futtermittelhersteller dazu veranlasst, wieder mehr gelbes Getreide (Mais) zu verwenden, während der Anteil anderer Ersatzstoffe, einschließlich Weizen, reduziert wurde.
Die internationalen Weizenpreise erreichten unterdessen im August ein Achtjahreshoch und halten noch das hohe Niveau.
Chinas Getreideimporte lagen laut Zolldaten insgesamt bei 13,75 Mio. Tonnen, 3,6% weniger als im Vorjahr.

Äthiopien braucht weitere 400.000 Tonnen Weizen vom Weltmarkt

18.10.2021 15:25

Eine äthiopische Regierungsbehörde hat eine neue internationale Ausschreibung zum Kauf von rund 400.000 Tonnen Mahlweizen veröffentlicht, teilten europäische Händler heute mit.
Die Frist für die Abgabe von Preisangeboten in der Ausschreibung ist der 30. November.
Eine separate Ausschreibung über 200.000 Tonnen Weizen für Äthiopien, die in Zusammenarbeit mit einer Organisation der Vereinten Nationen durchgeführt wurde, endet am 9. November.
Äthiopien kämpft mit den Auswirkungen extremer Wetterbedingungen von Dürre bis hin zu Überschwemmungen sowie politischen Konflikten im Norden des Landes.
Nach Schätzungen des Welternährungsprogramms sind mehr als 13,6 Mio. Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen, aber Äthiopien hatte in den letzten Monaten Schwierigkeiten, Weizen auf den internationalen Märkten zu kaufen.
Händler gaben an, dass Käufe durch mangelnde Beteiligung von Handelshäusern behindert wurden, teilweise aufgrund der Unsicherheit über Ausschreibungsverfahren und Spezifikationen.

Russland: Stabile Weizen-Exportpreise

18.10.2021 14:09

Die russischen Weizenexportpreise waren letzte Woche stabil, nachdem sie in den vergangenen 13 Wochen stiegen, teilte das Agrarberatungsunternehmen IKAR heute mit.
Russischer Weizen mit 12,5% Protein, geladen an Schwarzmeerhäfen zur Lieferung Anfang November, kostete demnach Ende letzter Woche 310 US-Dollar/Tonne FOB, unverändert zur Vorwoche. Sovecon, ein weiteres Beratungsunternehmen mit Sitz in Moskau, gab an, dass Weizen um 1 USD auf 313 USD pro Tonne stieg und Gerste um 2 USD auf 271 USD pro Tonne stieg.
Die Exportpreise für russischen Weizen werden noch immer von der Verkaufs-Zurückhaltung der Landwirte und von dem Anstieg des Rubel gestützt, der russische exportorientierte Produkte auf dem Weltmarkt weniger wettbewerbsfähig macht, sagte Sovecon. Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur.
Die russischen Weizenexporte sind seit Beginn der Vermarktungssaison 2021/22 (1. Juli) um 26% zurückgegangen, auch wegen der staatlichen Exportsteuer, die diese Woche weiter ansteigen wird.
Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums hatten die Landwirte per Ende letzter Woche auf 15,3 Mio. Hektar Wintergetreide für die Ernte im nächsten Jahr ausgesät, gegenüber 16,6 Mio. Hektar zur selben Zeit vor einem Jahr. Für Winterweizen liegen keine öffentlich verfügbaren Daten vor.
Russlands gesamte Winterweizen-Aussaatfläche könnte in diesem Herbst um 0,8-1,2 Mio. Hektar gegenüber dem Vorjahr sinken, sagte Sovecon. Zuvor ging man von einem Rückgang von 0,7 bis 1,2 Millionen Hektar aus.

Äthiopien sucht 400.000 Tonnen Weizen

18.10.2021 13:48

Eine äthiopische Regierungsbehörde hat eine neue internationale Ausschreibung zum Kauf von rund 400.000 Tonnen Mahlweizen veröffentlicht, berichten europäische Händler heute Mittag. Die Angebotsfrist endet am 30. November.
Eine separate Ausschreibung über 200.000 Tonnen Weizen für Äthiopien, die in Zusammenarbeit mit einer Organisation der Vereinten Nationen durchgeführt wurde, endet am 9. November.
Äthiopien kämpft mit den Auswirkungen extremer Wetterbedingungen von Dürre bis hin zu Überschwemmungen sowie Konflikten im Norden des Landes.
Schätzungen zufolge sind mehr als 13,6 Mio. Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen. Äthiopien hatte in den letzten Monaten Schwierigkeiten, Weizen auf den internationalen Märkten zu kaufen.
Händler gaben an, dass Käufe mangels Beteiligung von Handelshäusern behindert wurden, teilweise aufgrund der Unsicherheit über Ausschreibungsverfahren und Spezifikationen.

Marktkommentar Kartoffeln - Herausfordernde Makrofaktoren erhöhen Kosten

Attraktive Preise in Langfristverträgen sichern Rohstoffversorgung

18.10.2021 13:31

Der Handel mit Tiefkühlprodukten in der Europäischen Union war im Juni umfangreicher als im Jahr 2019 also vor der Pandemie. Auch der Export von Kartoffelprodukten weist eine Steigerung von …
Sie möchten den gesamten Marktkommentar lesen? Abonnieren Sie unseren "Marktkommentar Kartoffeln"

Ukraine: Landwirtschaftsministerium erwartet Rekordernte

18.10.2021 13:14

Die Ukraine hat in der laufenden Saison 2021/22 (Juli bis Juni) bisher 16,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert, gegenüber 14,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit ein Jahr zuvor, wie Daten des Landwirtschaftsministeriums zeigen.
Darin enthalten sind 10,7 Mio. Tonnen Weizen, 4,0 Mio. Tonnen Gerste und 1,5 Mio. Tonnen Mais.
Die Ukraine erwartet ein Rekord-Ernteergebnis 2021 von 80,3 Mio. Tonnen Getreide, gegenüber 65 Mio. Tonnen im Jahr 2020.
Die Exporte könnten von 44,7 Mio. Tonnen im Jahr 2020/21 auf 61,5 Mio. Tonnen ansteigen. Erwartet werden Exporte von 24,5 Mio. Tonnen Weizen, 30,9 Mio. Tonnen Mais und 5,2 Mio. Tonnen Gerste. In der letzten Saison wurden 23,1 Mio. Tonnen Mais, 16,6 Mio. Tonnen Weizen und 4,2 Mio. Tonnen Gerste exportiert.
Das Ministerium sagte, dass die Betriebe bis zum 13. Oktober 52 Mio. Tonnen Getreide von 72,9% der Aussaatfläche mit einem durchschnittlichen Ertrag von 4,48 Tonnen pro Hektar geerntet haben.

Update COT-Bericht (Commitments of Traders)

18.10.2021 11:57

Institutionelle Anleger drehten ihren SRW-Weizen-Netto-Long-Bestand per 05.10.21 (5.212 Kontrakte) in der Woche bis zum 12.10.21 auf 8.546 Netto-Short-Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist somit beim Weizen wieder überwiegend bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitagabend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht auf 227.931 Kontrakte (+22.665 Kontrakte).
Außerdem reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand der Sojabohnen um 20.385 Kontrakte auf 29.068 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger". Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!


Chinas Schweinefleischproduktion steigt wieder deutlich

18.10.2021 11:11

Chinas Schweinefleischproduktion stieg im 3. Quartal 2021 auf den höchsten Stand seit drei Jahren, wie offizielle Daten von heute zeigen. Chinesische Agrarkonzerne haben im vergangenen Jahr Tausende große Zuchtfarmen gebaut, um eine durch die afrikanische Schweinepest dezimierte Schweineherde wieder aufzubauen.
Die Schweinefleischproduktion betrug von Juli bis September 12,02 Mio. Tonnen, ein Anstieg von 43 % gegenüber dem Vorjahr, laut Berechnungen von Reuters auf der Grundlage offizieller Daten. Das war der höchste Anstieg seit dem dritten Quartal 2018, bevor China die Auswirkungen der Schweinepest zu spüren bekam.
Chinas Schweinefleischproduktion stieg in den ersten drei Quartalen 2021 gegenüber dem Vorjahr um 38 % auf 39,17 Mio. Tonnen, teilte das Statistikamt mit.
Das dritte Quartal lag jedoch unter den 13,46 Mio. Tonnen des zweiten Quartals, was den Erwartungen einiger Analysten widersprach.
"Ich dachte, es wäre größer als im zweiten Quartal, weil es im dritten Quartal viele Konkurse gab", sagte Pan Chenjun, leitender Analyst bei der Rabobank.
Der Anstieg der Schweinefleischproduktion wurde von den größten Produzenten angeführt, die im Jahr 2020 Mrd. Yuan in neue Farmen investierten, um nach der Schweinepest-Epidemie ihre Marktanteile zu steigern.
Aber die Preise sind in diesem Jahr bisher um 65 % gefallen, was einige Landwirte dazu veranlasste, ihre Bestände zu verkaufen und auszusteigen, während andere die Gelegenheit nutzten, weniger produktive Sauen loszuwerden.
Chinas Sauenherde schrumpfte im Juli gegenüber Juni um 0,5% und im August gegenüber dem Vormonat um weitere 0,9%, wie aus Daten des Ministeriums für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten hervorgeht.
"Im zweiten Quartal hatten viele kleine Produzenten noch Hoffnung, dass sich die Preise erholen würden. Aber im dritten Quartal waren die Verluste so groß, dass sie aus Geldmangel ausstiegen."
Einige hätten im vergangenen Monat bis zu 1.000 Yuan (155,32 US-Dollar) pro Tier verloren. Damals fielen die Preise für lebende Schweine auf unter 11 Yuan pro Kilogramm. Die Preise liegen derzeit bei 13,08 Yuan.
Das Statistikamt sagte, Chinas Schweinebestand sei Ende September auf 437,64 Mio. Stück geschrumpft, von 439,11 Mio. Stück Ende Juni.
China schlachtete in den ersten neun Monaten des Jahres 491,93 Mio. Schweine, 35,9% mehr als im Vorjahr.

Mielke rechnet mit sinkenden Preisen für Pflanzenöle

18.10.2021 09:46

Die weltweiten Pflanzenölpreise, die in den letzten Monaten mehrjährige Höchststände erreicht haben, werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2022 aufgrund einer starken Erholung von Produktion und Lagerbeständen sinken, prognostizierte der führende Analyst Thomas Mielke.
Der Rückgang werde voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen beginnen und 2022 an Fahrt gewinnen, angeführt von Sonnenöl, Palm- und Sojaöl, sagte der Chef des Hamburger Analystenhauses Oil World heute in einem Online-Seminar.
Die Benchmark-Preise für rohes Palmöl, das billigste und am weitesten verbreitete Speiseöl der Welt, sind in diesem Jahr bereits um 37 % auf Rekordhöhen von über 5.000 Ringgit ($1.202,79) pro Tonne gestiegen, da der Arbeitskräftemangel die Produktion begrenzt hat.
„Die hohen Preise sind nicht nachhaltig, die Voraussetzungen für eine beträchtliche Erholung der Produktion und eine Erholung der Lagerbestände (von globalen Pflanzenölen) unter der Annahme normaler Wetterbedingungen sind geschaffen und dass der jüngste Rückgang der malaysischen Palmölproduktion rückgängig gemacht werden kann ," er sagte.
Die hohen Preise haben Landwirte weltweit dazu ermutigt, den Ölsaatenanbau in diesem Jahr anzukurbeln, was zu einem weltweiten Produktionsüberschuss bei Ölsaaten führen wird, sagte Mielke.
"Nach zwei Jahren der Enge wird die Weltproduktion von Ölen und Fetten 2021/22 um etwa 8 Mio. Tonnen steigen, was ein Vierjahreshoch ist", sagte er. Der größte Teil des Wachstums wird in Palmöl, Sonnenöl und Sojaöl erwartet.
Mielke prognostiziert für das Erntejahr 2021/22 einen Anstieg der weltweiten Palmölproduktion um 3,5-4 Mio. Tonnen auf knapp 80 Mio. Tonnen.
Die Produktion des Spitzenproduzenten Indonesien werde um 1,7-2 Mio. Tonnen steigen, während Malaysia - der zweitgrößte Produzent - ein Wachstum von 1-1,2 Mio. Tonnen verzeichnen werde, sagte er.
Mielke prognostiziert jedoch, dass die Produktion Malaysias im Jahr 2021 auf 18,2 Mio. Tonnen oder weniger sinken wird, verglichen mit 19,1 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Aufgrund des Produktionsausfalls hat der malaysische Palm Oil Council den durchschnittlichen Rohpalmölpreis 2021 auf 4.131 Ringgit (994,82 US-Dollar) pro Tonne festgelegt, gegenüber 2.685,50 Ringgit im Jahr 2020.
"Die Preise werden mindestens bis Ende 2021 über 4.600 Ringgit pro Tonne bleiben", sagte Wan Zawawi Wan Ismail, CEO von MPOC.

Getreidemail

18.10.2021 07:26

Am Freitag stiegen die Kurse der CBoT-Weizenfutures und erholten sich damit von den Verlusten der Vortage. Eine Rally am EU-Weizenmarkt, die durch starke Exporte begründet ist, sowie die Furcht vor einer engen Versorgungslage treiben die Preise in die Höhe. Die CBoT-Nachtbörse handelt den Weizen zur Stunde erneut fester. Am Pariser Matif erreichten die Weizenfutures am Freitag ein neues Kontrakthoch. Gerüchte, dass Frankreich erneut Aufträge aus China erhält, zeigen an, dass das Angebot in Europa eng bleiben dürfte. In der zurückliegenden Woche stiegen die Kurse auf dem Frontmonat EBMZ1 um 2,4%. Zur Wochenmitte, als auch die Maiskurse unter Druck gerieten, sah es so aus, als wollte die Hausse eine Pause einlegen. Als aber am Donnerstag Gerüchte, dass China wieder Futterweizen in Frankreich kauft, die Runde machten, stiegen die Kurse wieder an. Schon vor diesen neuen Aufträgen hatte Frankreich in der Saison 2021/22 mehr als eine Mio. Tonnen Weizen an chinesiche Käufer zugesagt. Jetzt schätzen Beobachter, dass es sogar zwei Mio. Tonnen werden können. Die Verladungen laufen seit September auf Hochtouren. Auch die Verzögerungen der französischen Maisernte hat die Nachfrage nach Weizen beflügelt. Bis zum 11.Oktober waren dort erst 15% Körnermais geerntet, vor einem Jahr waren es zu diesem Termin 62%.

Geschätzte Positionsveränderungen der Fonds in CBoT-Agrarfutures

18.10.2021 06:47

Am CBoT nur wenige Kursveränderungen bei Agrarfutures zum Wochenstart

18.10.2021 06:44

Die Kurse der US-Sojabohnen-Futures starten mit leichten Verlusten in diese Handelswoche. An den letzten beiden Handelstagen untermauerte eine starke Nachfrage nach US-Sojabohnen aber die Preise.
Auch die Maiskurse notieren zur Stunde etwas schwächer, während die CBoT-Weizenkurse ihre Gewinne der letzten Tage weiter ausbauen.
US-Exporteure verkauften am Freitag am dritten Tag in Folge Sojabohnen entweder nach China oder an "unbekannte Ziele". US-Exporteure verkauften für das Wirtschaftsjahr 2021/2022 bereits 132.000 Tonnen Sojabohnen nach China, teilte das USDA am Freitag mit.
Der US-Sojabohnen-Crush erreichte im September ein Dreimonatstief und fiel unter den Durchschnitt der Handelsschätzungen, während die Sojaöl-Futures den dritten Monat in Folge gestiegen sind, so die am Freitag von der National Oilseed Processors Association veröffentlichten Daten.
Der Wechselkurs des Dollar gab am Freitag gegenüber einem Korb wichtiger Währungen nach und könnte jetzt seine fünfwöchige Siegesserie beenden, da sich die Nachfrage nach der Safe-Hafen-Währung verringerte.
Die Ölpreise haben sich auf einem Dreijahreshoch von über 85 USD pro Barrel eingependelt, was durch die Prognosen eines Angebotsdefizits in den nächsten Monaten begründet ist.


US-Export-Meldungen vom 15.10.2021

15.10.2021 17:37

US-Exporteure melden über das tätliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von:

396.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2021/22 an "Unbekannt"

326.750 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2021/22 an "Unbekannt"

132.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2021/22 an "Unbekannt"

US-Export-Sales im Rahmen der Erwartungen

15.10.2021 17:22

Zoll auf russischen Weizenexport steigt nächste Woche auf 61,3 USD/Tonne

15.10.2021 14:44

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums beträgt der Zoll auf Weizenexporte aus Russland ab dem 20. Oktober 61,3 USD pro Tonne gegenüber 58,7 USD pro Tonne eine Woche zuvor.
Der Zoll auf den Export von Gerste wird von 49,4 auf 45,9 US-Dollar pro Tonne sinken, während er für Mais von 47,2 auf 48,4 US-Dollar pro Tonne steigen wird.
Der Ausfuhrzollsatz für Weizen und Meslin (eine Mischung aus Weizen und Roggen) wird auf der Grundlage eines indikativen Preises von 287,6 USD pro Tonne für Gerste berechnet – bei einem Preis von 250,6 USD pro Tonne für Mais – 254,2 USD pro Tonne. Die Tarife gelten ab dem dritten Werktag nach ihrer Veröffentlichung und sind gültig, bis nachfolgende Zollsätze gelten.
Am 1. April 2021 begann das russische Landwirtschaftsministerium mit der Erprobung des Mechanismus zur Berechnung des „floating“ Zolls auf Getreideexporte, der am 2. Juni 2021 in Kraft trat. Ab 5. Februar übermitteln Marktteilnehmer Daten zu Verträgen an die Moskauer Börse um den indikativen Preis zu berechnen. Auf Grundlage dieser Informationen legt das Landwirtschaftsministerium die Höhe der Abgabe für einen Zeitraum von einer Woche fest. Die berechneten Gebühren werden wöchentlich auf der Website des Ministeriums veröffentlicht.

Frankreichs Getreideexporte im September

15.10.2021 14:37

Die französischen Weichweizenexporte in Länder außerhalb der Europäischen Union gingen im September nach einem starken August zurück.
Die Exporte von Weichweizen in Ziele außerhalb des 27-Länder-Blocks beliefen sich im September, dem dritten Monat der Saison 2021/22, auf insgesamt 695.400 Tonnen, wie eine erste Schätzung basierend auf Verladedaten des Nachrichtendienstes Refinitiv ergab.
China war im vergangenen Monat mit einer ersten Schätzung von 185.200 Tonnen das größte Nicht-EU-Ziel für französischen Weichweizen, dicht gefolgt von Algerien mit 184.000 Tonnen.
Die Weizenexporte nach China dürften sich im Oktober aber weiter beschleunigen, wie die geplanten Verladungen vermuten lassen.
Algerien hatte im August die französischen Weizenlieferungen angeführt, teilweise aufgrund eines Rückstands aus dem Juli, als sich die Verladungen durch eine regenbedingte französische Ernte verzögerten.
Die französischen Gerstenexporte außerhalb der EU erreichten im letzten Monat 372.600 Tonnen, ein deutlicher Rückgang gegenüber den 909.900 im August, wobei China erneut den Warenstrom dominierte.
Die Lieferungen im September umfassten 225.500 Tonnen Futtergerste und 105.300 Tonnen Braugerste für China. Weitere 5.800 Tonnen Futtergerste wurden nach Marokko und 36.000 Tonnen Braugerste an drei weitere Bestimmungsorte verschifft.
Laut der Landwirtschaftsbehörde FranceAgriMer werden die französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU während der gesamten Saison von Juli bis Juni 2021/22 voraussichtlich um 2 Mio. Tonnen höher sein als in der letzten Saison als 9,6 Mio. Tonnen in Drittländer ausgeführt wurden.
Bei den Seeexporten innerhalb der EU beliefen sich die Lieferungen von Weichweizen im letzten Monat auf 131.100 Tonnen, während sich die gesamten Getreideexporte auf 222.400 Tonnen beliefen.
Das meiste französische Getreide, das innerhalb der EU exportiert wird, wird nicht auf Wasserstraßen transportiert.
Die gesamten Getreidelieferungen von französischen Häfen zu allen Zielen im September – darunter Gerste, Braugerste, Mais, Wachsmais, Malz und Hartweizen – waren mit 1,31 Mio. Tonnen auf dem höchsten Stand seit der Saison 2015/16.
Die Verladedaten unterliegen Änderungen und können von den monatlichen Zollzahlen abweichen, je nachdem, wann Schiffe als aus Frankreich auslaufend gezählt werden.

Regen begünstigt Maisanbau in Argentinien

15.10.2021 14:25

Regen in Zentralargentinien hat die Aussaat von Mais für die Ernte 2021/22 begünstigt. Bisher wurden 23,2% der erwarteten Fläche gesät, teilte die Getreidebörse von Buenos gestern Nachmittag mit. Die Farmer sind verärgert über eine neue Exportpolitik ihrer Regierung. Sie werden jetzt wohlmöglich weniger Mais pflanzen.
Die wichtigsten Maisanbauprovinzen San Luis und Cordoba erfreuen sich einer guten Bodenfeuchtigkeit, heißt es in ihrem Wochenbericht. Argentinien ist nach den USA der zweitgrößte Maisexporteur der Welt.
Maisexporte bleiben "offen", obwohl diese Woche eine Politik angekündigt wurde, die bereits geernteten Ernten Vorrang vor dem Verkauf der kommenden Ernte einräumt, teilte das Landwirtschaftsministerium in Buenos Aires am Dienstag mit.
Von den 55 Mio. Tonnen Mais, die in dieser Saison geerntet werden sollen, wurden 38,5 Mio. Tonnen verkauft, da die Erzeuger die hohen internationalen Preise festzuschreiben, weil die Produktionskosten durch die hohe Inflation in die Höhe getrieben werden.
Landwirte bezeichnen die neue Politik einen unnötigen Eingriff in den Markt. Sie sagen, dass es darauf abzielt, den Anstieg der inländischen Lebensmittelpreise vor den Kongresswahlen im November zu verlangsamen, nachdem die regierenden Peronisten in den Vorwahlen im letzten Monat schlecht aussahen.
Bauernverbände sagten, dass die Politik die Maisaussaat in dieser Saison unter Druck setzen wird. Esteban Copati, Chefanalyst der Börse von Buenos Aires, sagte jedoch, dass viele Farmer bereits ihre Pflanzentscheidungen für 2021/22 getroffen hätten. "Für eine Meinungsänderung ist es jetzt ein bisschen spät", sagte er.
Die Inflation liegt in Argentinien bei 52,5% pro Jahr. Allein im September stiegen die Verbraucherpreise um 3,5%.
In der Zwischenzeit verbesserten Regenfälle, die diesen Monat fielen, die Feuchtigkeitsreserven in den Anbauregionen. "Und sie haben die Oberflächenfeuchtigkeit in Gebieten, die mit Mais in den Provinzen Cordoba, Santa Fe und Entre Ríos angebaut werden sollen, wieder aufgefüllt", heißt es.
In den nördlichen und südlichen Teilen des wichtigsten Farmgürtels Argentiniens ist der Maisanbau in der Frühsaison in der Endphase.
„In den Provinzen Cordoba und San Luis haben die Regenfälle der letzten Woche die Wasservorräte wieder aufgefüllt, was eine weitere Feldbestellung begünstigt“, fügte sie hinzu. "In der zentral-nordischen Provinz Santa Fe übersteigt die Aussaat bereits 32 % der geplanten Fläche."

Französische Maisernte kommt nur langsam voran

15.10.2021 11:02

Die Maisernte in Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, kommt weiterhin nur langsam voran, wie Daten von FranceAgriMer zeigen.
Schätzungsweise 15% der Körnermais-Anbaufläche waren bis zum 11. Oktober geräumt, gegenüber 7% eine Woche zuvor, aber deutlich hinter dem Stand vor einem Jahr, als 62% der Flächen bereits geräumt waren.
Das Wachstum der Maiskulturen wurde in diesem Jahr durch kühle Perioden im Frühjahr und Sommer gebremst, während starke Regenfälle seit Ende September die frühen Erntearbeiten erschwerten.
Weiterhin liegen die Erntearbeiten 10 Tage hinter dem durchschnittlichen Tempo der letzten fünf Jahre zurück, sagte FranceAgriMer.
Laut Händlern hat die langsame Maisernte in Frankreich und anderen europäischen Ländern, einschließlich der Ukraine, die Maiskurse in diesem Jahr in die Höhe getrieben und gleichzeitig die Nachfrage nach Weizen als Ersatz für Viehfutter erhöht.
Eine sonnige Phase in dieser Woche in Frankreich wird voraussichtlich dazu beitragen, dass die Felder trocknen und die Landwirte ihre Arbeit aufnehmen können.
Die Aussaat von Wintergetreide für die Ernte im nächsten Jahr lag leicht über dem Tempo vor einem Jahr, wie die Daten von FranceAgriMer zeigen.
Das Büro teilte mit, dass bis zum 11. Oktober 13% der erwarteten Weichweizenfläche ausgesät waren, verglichen mit 4% eine Woche zuvor und einem Fortschritt von 11% im Vorjahr.
Die Aussaat von Wintergerste war zu 24% abgeschlossen, gegenüber 9% in der Vorwoche und 15% ein Jahr zuvor.

US-Export-Sales: Analystenschätzungen zum heutigen Bericht um 14:30 Uhr

15.10.2021 10:29

nächste Seite