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Getreidemail

17.04.2018 08:31

Aussichten auf Niederschläge in den US-Plains und Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die SRW-Weizenfutures gestern in Chicago den viertenTag in Folge mit kräftigen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 483.058 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA die wöchentlichen Ratings zum US-Winterweizen. 31% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent", Vorwoche: 30%. Analystenschätzungen rangierten in einer Spanne von 28-31%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen. In Westeuropa wird nach dem nasskalten Start ins Frühjahr in dieser Woche trockenes und warmes Wetter erwartet. Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April stieg laut IKAR vergangene Woche um $2 auf $212/Tonne FOB. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein um 0,50 Cent auf 3,50 Euro über Paris Mai 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg stiegen um 1 Euro auf 179 Euro.

US-Crop-Conditions: Zustand der Winterweizenbestände stabil

17.04.2018 07:17

Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche nicht signifikant verändert. 31% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". Analystenschätzungen rangierten in einer Spanne von 28-31% - durchschnittliche Erwartung: 30%; Vorwoche: 30%.

Die Sommerweizen-Aussaat in den Vereinigten Staaten ist auf 5% der geplanten Flächen erfolgt (Vorwoche: 2%). Schätzungen rangierten in einer Spanne von 4-6% (5-Jahres-Durchschnitt 15%).

Mais ist ebenfalls auf 5% der geplanten Flächen ausgesät (Vorwoche: 2%). Erwartet wurde ein Fortschritt von 4-12%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 5%.

Ein Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen von 20-40 Zentimertern in den nördlichen Regionen der Central Plains und im Nordwesten des Mittleren Westen führte zu einer Unterbrechung der Sommerweizen- und Maisaussaat.

Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters


 

Etwas bessere Ratings für US-Winterweizen

17.04.2018 06:54

Nach vier Handelstagen mit Verlusten steigen die Kurse des CBoT-Weizenfutures heute Morgen leicht an. Das USDA hatte gestern mitgeteilt, dass sich die Zustände der Feldbestände verbessert hätten.
Nach dem Durchzug eines Tiefdruckgebietes in den US-Anbauregionen mit Schnee und Regen, verflüchtigt sich Furcht vor noch größeren Ertragsausfällen beim Wintergetreide.
Den Regierungsexperten zufolge sind jetzt 31 % der Winterweizen-Feldbestände in gutem bis sehr gutem Zustand. Vor einer Woche waren es 30 %. Marktteilnehmer hatten weniger gute Bedingungen erwartet.
Winterweizen musste in den US-Plains eine langen Trockenheit und späte Fröste ertragen. Beobachter hatten schon erwartet, dass jetzt mehr Sommergetreide angebaut wird, um die Nachfrage bedienen zu können. Die Aussaat von Sommergetreide hat begonnen und ist jetzt erst zu 3 % erledigt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader


Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Lots CBoT Mais

17.04.2018 06:43

Europäische Union - Nasskalter Start ins Frühjahr sorgt für Verzögerungen

16.04.2018 18:12

Der nasskalte Start ins Frühjahr in Europa sorgt für Verzögerungen bei der Sommergetreideaussaat in der EU. Die Verzögerungen sind allerdings noch nicht so fortgeschritten, dass sich Verluste seriös beziffern ließen. Frost und starke Niederschläge im März führten auch beim Wintergetreide für ein verzögertes Wachstum. Beim Weizen werden aber nur geringe Schäden erwartet. An den Rapssaatbeständen in Polen könnten möglicherweise etwas größere Schäden entstanden sein.
Im monatlichen Bericht der EU-Kommission weisen die Verfasser auch auf die wärmeren Temperaturen in dieser Woche in Europa hin, die die Aussaat und die Pflanzenentwicklung begünstigen können.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, lag die Aussaat von Sommergerste und Zuckerrüben aufgrund der feuchten Wetterbedingungen rund zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück und könnte sich negativ auf die Erträge auswirken. Das Ertragspotenzial für die Winterkulturen in Frankreich scheint jedoch nicht wesentlich durch die kühlen Temperaturen, wenig Sonnenschein und häufigen Regen beeinflusst worden zu sein.
Auch in Deutschland haben die feuchten Bedingungen zu einem verzögerten Beginn der Frühjahrsaussaat geführt. Seit Anfang April hat das wärmere Wetter die Feldarbeit forciert. Die Entwicklung der Wintergetreidebestände im Norden Deutschlands hinkt dem Zeitplan aber weiter hinterher.
In Spanien und in Portugal konnten die Niederschläge in der ersten Märzhälfte die Wasserreserven im Boden nach dem trockenen Winter wieder aufbauen und die Bedingungen für die Sommergetreidebestände verbessern.
Die durchschnittliche Ertragsprognose für die EU-Weichweizenerträge wurde von 6,20 t/ha im letzten Monat auf 6,23 Tonnen pro Hektar (t / ha) angehoben, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2017.
Die Prognose für die Gerstenerträge in der EU wurde von 5,02 t/ha auf 5,03 t/ha angehoben. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein geringfügiger Anstieg um 2,8%. Die neueste Schätzung spiegelt einen leichten Anstieg des Wintergerstenausblicks und eine unveränderte Sommergerstenprojektion wider.
Bei den Ölsaaten wurde der durchschnittliche EU-Rapsertrag von 3,28 t/ha auf 3,33 t/ha erhöht, was gegenüber 2017 einem Anstieg von 2,6% entspricht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

US-Export-Inspections ohne Überraschungen

16.04.2018 17:36

Irische Börse jetzt auch im Euronext-Verbund

16.04.2018 16:36

Euronext, den größte Pan-Europäische Börsenverbund, teilte soeben mit, dass sie jetzt die Irische Börse in Dublin als Tochter hat. In einer Presserklärung heißt es: „Diese Transaktion ist für den Börsenverbund ein Meilenstein“, da man sich daraus ein signifikantes Wachstumspotential verspricht.
Mit der irischen Börse in Dublin, sind jetzt sechs Börsen in dem zentraleuropäischen Verbund. Die anderen Standorte sind Frankreich (Matif), den Niederlanden, Belgien, Portugal und Großbritannien.
Die Gruppe repräsentiert zusammen das größte Handelszentrum für Fonds der Welt mit mehr als 37.000 gelisteten Anleihen und 5.600 Staatspapieren. Des Weiteren ist die Gruppe ein bedeutender Anbieter von ETF´s (Börsengehandelte Funds) mit 1.050 Produkten. Damit sind gute Voraussetzungen für die Aktionäre des Börsenverbund geschaffen, eine gute Dividende zu erhalten, heißt es weiter.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Euronext

Russland: Weizenpreise stiegen in der vergangenen Woche

16.04.2018 15:45

Die Preise für Weizen aus Russland sind vergangene Woche gestiegen, da sich die Landwirtschaft nach der starken Abschwächung des Rubels mit Verkäufen zurückhielt und zuvor vereinbarte Verträge zurückzog.
In der vergangenen Woche verlor der Rubel wertmäßig 6% zum US-Dollar. Eine neue Runde von US-Sanktionen gegenüber Russland sorgte für massive Verkäufe auf dem russischen Währungs- und Aktienmarkt.
Russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April kostete vergangene Woche $212 auf Basis FOB, das ist ein Anstieg um $2 zur Vorwoche, berichtet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preis von $211,00/Tonne FOB (+$3,00), während Gerste stabil blieb bei $217/Tonne. Mais stieg um $2 auf $202/Tonne.
Die starke Abwertung des Rubels in der vergangenen Woche führte zu einem kurzfristigen Anstieg der Profitabilität Exporte, so SovEcon. Weitere Folgen waren Stornos bereits abgeschlossener Vereinbarungen.
Per 11. April exportierte Russland 40,8 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18, davon 31,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Getreideexporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit um 39,4%.
Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stieg sprunghaft um 275 Rubel auf 9.050 Rubel ($145) auf Basis ex works.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

16.04.2018 15:22

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat heute einen Tender zum Kauf von 125.000 Tonnen Weichweizen und 25.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet morgen.

Gesucht werden 5 x 25.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Zeitraum 15. Mai bis 15. Juli und 25.000 Tonnen Futtergerste zur Lieferung im Zeitraum 5. Juni bis 25. Juni.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Insektenfarmen könnten 5 % bis 10 % des weltweiten Proteinbedarfs decken

16.04.2018 14:11

Fast-Food Giganten wie McDonalds untersuchen die Möglichkeit Insekten mit hohem Proteingehalt als Hühner- oder Fischfutter einzusetzen.
Dafür eignen sich besonders die Larven der schwarzen Soldatenfliege. Sie wird mit altem Brot oder verrottetem Obst- und Gemüse gefüttert.
Es gibt weltweit bereits Farmen, die damit experimentieren. In Holland hat im Jahr 2017 die Firma Buhler 50 Mio. Euro investiert und hat die Marke „fiendly Salmon“ (sympathischer Lachs) entwickelt. In Aquakulturen sollen mit Insekten Fische gefüttert werden. Man ersetz damit Fischmehl oder Sojamehl.
Das Einsparpotential für pflanzliches Protein wird auf 5 bis 10 % geschätzt.


Larven von Hermetia illucens sind, aufgrund ihrer Ernährung von organischen Abfallstoffen aller möglichen Art, von hohem Interesse für den Einsatz als Futtermittel in der Tierzucht, da sie sowohl billig produziert werden können als auch einen Beitrag zur Abfallverwertung leisten könnten. Der hohe Protein- und Fettanteil und die weiche Konsistenz der Larven machen sie insbesondere als Ersatz für Fischmehl und Fischöl interessant, dessen Produktion aufgrund von zurückgehenden Fangmengen und darauf folgenden rechtlichen Beschränkungen stagniert, was zu steigenden Preisen führt. Nach Nahrungsversuchen sind die Larven besser als Fischfutter geeignet als mögliche Ersatzprodukte auf pflanzlicher Basis. Nach entsprechenden Vorversuchen ist auch ein Einsatz in der Geflügelproduktion denkbar. Gegenüber anderen Insektenlarven günstige Eigenschaften sind der längere Lebenszyklus (gut drei Wochen, gegenüber etwa fünf Tagen bei Stubenfliegen) und das damit erreichbare größere Endgewicht sowie die Tatsache, dass die Maden zur Verpuppung das Nahrungssubtrat verlassen, was die Ernte deutlich erleichtert. In der Geflügelproduktion könnten sie von den Abfällen der Produktion selbst ernährt werden, was zu teilweise geschlossenen Nährstoffzyklen führen würde. Ungünstige Eigenschaften sind das Fettsäureprofil mit sehr viel gesättigten Fettsäuren, die auch das Profil des Endprodukts beeinflussen; ein hoher Anteil gesättigter Fettsäuren in der Nahrung gilt ernährungsphysiologisch als möglicherweise bedenklich. Bei der Nutzung von Abfallstoffen als Zuchtbasis bestehen außerdem hygienische Bedenken.
Eine mögliche Nutzung der Larven der schwarzen Soldatenfliege als Speiseinsekt ist geprüft worden, kam aber bisher kaum über Vorversuche hinaus. Eine traditionelle Nutzung als Nahrungsmittel ist weltweit nur bei einem Volk, den Kadazan-Dusun in Sabah (Malaysia, Ostasien) nachgewiesen. Sie ist auch hier rückläufig und wird von der jüngeren Bevölkerung mit Armut und Rückständigkeit assoziiert. Probleme bei der Nutzung in der menschlichen Ernährung sind die Ernährung aus Abfällen, die für das Image bei der Vermarktung hoch problematisch ist, und das ungünstige Fettsäurenprofil. Die Soldatenfliegen-Larven sind weich und ähneln in der Konsistenz dadurch nicht Fleischprodukten, sondern ähneln eher fetten Ölen. Es wird über einen eher unangenehmen Geruch berichtet, während die geschmacklichen Eigenschaften unterschiedlich bewertet werden, aber zumindest von Einigen als akzeptabel eingeschätzt werden. Durch die genannten Probleme erscheint insgesamt ein Einsatz in der Tierzucht weitaus wahrscheinlicher als ein solcher für die direkte menschliche Ernährung. Sie wird auch von der FAO nur als mögliche Alternative in extrem ungünstigen Ernährungsszenarien für die Menschheit erwogen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quellen: Wikipedia / Reuters


Nur wenig Nachfrage nach brasilianischem Weißzucker

16.04.2018 13:07

Die Warteschlange von Schiffen, die in Brasilien Zucker laden wollen, ist derzeit 60 % kürzer als in der gleichen Zeit im Vorjahr aufgrund einer geringeren Produktion und einer verhaltenen ausländischen Nachfrage.
10 Schiffe waren in brasilianischen Häfen für die erste April-Woche angemeldet, um 393.500 Tonnen Zucker zu laden. Vor einem Jahr waren es 23 Schiffe, die 950.400 Tonnen Zucker aufnahmen.
Der Hauptgrund dafür ist für die Analysten die kleinere Zuckerproduktion Brasilien. Brasiliens Mühlen erzeugen zu Beginn der diesjährigen Zuckerrohrernte mehr Ethanol als im Vorjahr. Biotreibstoff zu produzieren ist aktuell lukrativer und die Zuckernachfrage ist schwach.
Die Zuckerrohrmüller halten sich derzeit vom Exportmarkt fern, da die Zuckerpreise wohl auch niedrig bleiben. Brasilien ist weltweit der größte Zuckerexporteur und bekommt seit letztem Jahr mehr Konkurrenz aus der Europäischen Union. Außerdem mindern höhere Importzölle in China seit letztem Jahr die Handelsspannen.
Brasiliens Zuckerrohr-Industrieverband Unica rechnet vor, dass China im vergangenen Jahr rund sechs Mio. Tonnen Zucker importierte in 2018 aufgrund dieser Restriktionen bisher nur 115.000 Tonnen einführte.
Seit Mai 2017 kassiert China einen Importzoll von insgesamt 95 %, sofern die Importquote von 1,94 Mio. Tonnen, die sich viele Lieferländer aufteilen, überschritten wird.
Die höhere Weißzuckerproduktion in Europa belastet ebenfalls die Preise und führt zu einer schwächeren Nachfrage.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters


Äthiopien: Günstigste Weizen-Offerte entsprach nicht den Bedingungen

16.04.2018 13:06

Äthiopiens staatliche Getreideagentur hat darum gebeten, die Offerten für die internationale Ausschreibung zum Kauf von 400.000 Tonnen Weizen für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Ursprünglich endete die Angebotsfrist am 13. März und die Lieferung sollte zwei Monate später erfolgen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die ursprünglich günstigste Offerte nicht den Ausschreibungsbedingungen entsprach. Sie lag bei $250,15/Tonne c&f für die Anlieferung an einen Äthiopischen Hafen. Die Preise sollten auch den Transport im Inland beinhalten. Das niedrigste Angebot, das die Ausschreibungsbedingungen erfüllte, lag bei $269,00 /Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen

16.04.2018 11:50

   


   


Bahnstreik in Frankreich behindert Getreideexporte und -Verarbeiter

16.04.2018 11:10

Die Bahnstreiks in Frankreich stören am Ende der laufenden Vermarktungsperiode die Getreideverladungen beim größten Produzenten der EU. Exporteure befürchten, dass verhinderte Verladungen nicht nachgeholt werden können, wenn der Bahnstreik anhält.
Gewerkschaften haben letzte Woche mit ab-und-zu-Streiks begonnen, um damit gegen die geplanten Reformen im staatlichen Bahnkonzern SNCF zu protestieren.
Die Bahn wird von der französischen Getreidewirtschaft sehr unterschiedlich in Anspruch genommen. Einige Firmen, wie die Ölsaatengruppe Avril sagt, dass der Bahntransport für sie eine untergeordnete Rolle spielt. Andere Firmen hingegen nutzen eigens dafür vorgehaltene Bahnstrecken und die Unterbrechungen führen zu einer verschärften Konkurrenz um LKW oder Frachtkähne.
Getreidehändler betonen, dass die Bahnstreiks die sich erholende Exportaktivität nach einer bisher schwachen Saison ausbremst, zumal die Schifffahrt auch nur bedingt entlastet, das die Flüsse Hochwasser führen oder in den Kanäle Wartungsarbeiten durchgeführt werden.
Das erhöht das Risiko für Schiffsverladungen in den Exporthäfen, möglicherweise werden deshalb die Exportaufträge an andere EU-Länder übertragen. Das Unternehmen Senalia, das zu 15-20 % auf Bahnfrachten angewiesen ist und nördlich des Getreidehotspots Rouen operiert, hatte seit der vergangenen Woche nur die Hälfte der bestellten Waggons zur Verfügung. Die Firma hat aber noch Vorräte in den Silos im Hafen, um damit den Verlust auszugleichen. Den Rest versucht man durch LKW oder Binnenschiffen zu kompensieren.
In Hafen von Dünkirchen greift der Silobetreiber Nord Cereales ebenfalls auf LKW und Schuten zurück und versucht damit die 120.000 Tonnen Gerste für den Export von zwei Schiffen, die Ende April auf den Weg nach Saudi-Arabien gebracht werden sollen, zusammen zu bekommen.
Soufflet, einer der größten französischen Getreidehändler und –Exporteure, sagte dass man in der ersten April-Woche nur einen von vier Ganzzügen gestellt bekommen hat.
Unternehmen, die in Frankreich Getreide verarbeiten, waren ebenfalls betroffen. In der Bretagne, hängt die Versorgung der dortigen Futtermittelhersteller besonders stark vom Bahntransport ab. Die Prämien für prompte Getreidelieferungen stiegen aber nicht nur dort.
Am stärksten sind wohl die Stärkefabriken betroffen. Das Unternehmen Tereos spricht von einer zusätzlichen Frachtkostenbelastung in Höhe von 1 Mio. Euro pro Monat, da 200.000 LKW die fehlenden Waggons ersetzen müssen. Der Zuckerhandel des Unternehmens war allerdings gar nicht betroffen.
Französische Stärkeproduzenten, die Weizen und Mais verarbeiten, beziehen die Hälfte ihrer Rohstoffe per Bahn. Da die Fabriken im 24-Stunden-Betrieb arbeiten, könnten ab Mitte Mai einige Werke wegen Rohstoffmangel geschlossen werden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

Getreidemail

16.04.2018 08:20

Technische Verkäufe vor dem Wochenende und Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in den südlichen US-Plains, die Wetterdienste für diese Woche erwarten, sorgten am vergangenen Freitag in Chicago den dritten Tag in Folge für Verluste. Der Frontmonat Mai beendete die Woche jedoch nahezu unverändert mit einem Anstieg von 25 US-Cent. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen abermals mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Mai 2,25 Euro. FranceAgriMer beließ die Ratings der französischen Winterweizenbestände unverändert. 78% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, vor einem Jahr waren es 89%. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR erhöhte die Prognose der russischen Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein um 0,50 Cent auf 3 Euro über Paris Mai 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg blieben unverändert bei 178 Euro.

CBoT-Weizenkurse sinken auf 10-Tages-Tief

16.04.2018 06:57

In Chicago handelt der Weizenfuture heute Morgen auf einem 10 Tage-Tief. Die Vorhersage für dringend benötigte Regenfälle in den US-Winterweizenregionen lassen darauf hoffen, dass die Erträge trotz der bisherigen Trockenheit besser ausfallen als befürchtet. Der Frontmonat Mai-18 verliert in der Nachtbörse zur Stunde ca. 1 %.
Zu dem Kursrückgang trägt auch bei, dass die Nachfrage nach US-Weizen enttäuscht. Am vergangenen Donnerstag berichtete das USDA, dass in den Sieben Tagen zuvor nur 188.700 Tonnen Weizen ausgeführt wurden. Das ist weit weniger als die Marktbeobachter erwartet hatten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader


Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 11.000 Lots CBoT Mais

16.04.2018 06:45

Ausblick für die EU-Rapsernte 2018

13.04.2018 17:57

Ergiebige Regenfälle und Kälte haben die Rapssaat auf den Feldern den Winter sehr unterschiedlich überstehen lassen. Eigentlich gibt es kaum Auswinterungen und Analysten gehen derzeit von zumindest durchschnittlichen Erträgen aus. Das sagte heute Benoit Fayaud von Strategie Grains.
Die Pflanzenentwicklung ist zwar spät aber mit Aussicht auf wärmere Temperaturen, werden sich die Feldbestände jetzt gut entwickeln können. In Frankreich werden die ersten Bestände in der kommenden Woche bereits blühen. Einige Bestände leiden aber unter dem Rapserdfloh, da der letzte Herbst sehr milde und der Winter nass war. Im Frühjahr fielen in Frankreich 60 % mehr Niederschläge als üblich, sodass viele Felder zu nass sind.
Frankreichs Rapsernte wird von den Experten ähnlich gut sein, wie im Vorjahr als 5,3 Mio. Tonnen zusammen kamen.
In Deutschland erwartet man, dass die Ernte besser ausfällt als im Vorjahr. Der Winter brachte zumindest kaum Frostschäden. Im Norden und im Osten sieht man den Feldern an, dass es kurzzeitig zu kalt war. Es wird aber keine Rekorderträge geben, man wird sich mit gut durchschnittlichen Erträgen abfinden müssen. Der deutsche Genossenschaftsverband schätzt die Rapsernte 2018 in Deutschland auf 4,67 Mio. Tonnen, das sind 9,5 % mehr als im Vorjahr aber der Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt bei 5,2 Mio. Tonnen.
Für Polen schätzt man, dass die Ernte um 19 % kleiner ausfallen wird, als im Vorjahr. Die Ernte wird jetzt auf 2,26 Mio. Tonnen geschätzt, da die Anbaufläche eingeschränkt wurde und im Norden und in Zentral-Polen der Winter zu kalt war. Auswinterungen haben regional 20 bis 25 % Ausfall beschert. Im Süden und Südosten Polens sieht es dagegen sehr viel besser aus.
Kaltes Wetter in Großbritannien war für die dortigen Rapsflächen ein Risiko. Man ist gut einen Monat hinter dem üblichen Zeitplan zurück und das dürfte sich auch auf die Erträge auswirken. Die Felder sind viel zu nass und das hat die Ausbringung von Mineraldünger behindert. Die Pflanzen sind sehr empfindlich. Die Anbaufläche wurde für diese Ernte um 11 % auf 622.000 Hektar ausgeweitet. Damit endete der Anbaurückgang, der fünf Jahren anhielt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters


EU Milchmarkt-Übersicht

13.04.2018 15:43

EU Oilseed-Dashboard

13.04.2018 15:24

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