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Am Agrarterminmarkt dreht sich zurzeit alles ums Wetter

20.02.2018 18:04

Am Terminmarkt für Mais und Sojabohnen dreht sich zurzeit alles ums Wetter in Argentinien. In Argentinien in den Regionen um Buenos Aires und Entre Rios gab es seit dem Wochenende ganz ordentliche Niederschläge; allerdings erhielten die bisher trockensten Gegenden in Cordoba und Santa Fe fast nichts ab. In den kommenden zwei Wochen werden dort auch kaum Niederschläge erwartet. In den vergangenen drei Jahren haben die Regionen Cordoba und Santa Fe 47 % aller argentinischen Sojabohnen erzeugt.
Währenddessen, so berichtet der Marktbeobachter Safras & Mercado, sind in Brasilien 16 % der Sojabohnen geerntet worden, In der Vorwoche waren es erst 9 %; der Durschnitt liegt zu diesem Termin bei 20 % und im letzten Jahr waren es bereits 25 %.
Die Sommer-Maisernte ist zu 25 % eingebracht, aber die zweite Maisernte (Safrinha) ist erst zu 33 % ausgesät. Die starken Regenfälle der letzten Wochen hatten die Sojabohnenernte verzögert und die Flächen werden für die Maisaussaat erst später geräumt.

Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: R.J. O´Brien

Warum der US-Maisgürtel dem Klimawandel trotzt

20.02.2018 16:56

Große Teile der Erde erwärmen sich rapide. Doch der Mittlere Westen der USA macht davon eine Ausnahme. Das liegt an der Landwirtschaft.
Die Erderwärmung schreitet voran; manche Regionen wie die Arktis oder die Antarktische Halbinsel heizen sich schneller auf als der Planet im Ganzen. Andere Regionen wie Teile der Tropen erwärmen sich dagegen langsamer. Aber nur ganz wenige Gebiete der Erde haben sich in den letzten Jahrzehnten gegen den Trend sogar abgekühlt – wie der Mittlere Westen und Nordwesten der USA, wo die Durchschnittstemperaturen während der letzten Jahrzehnte sogar um ein Grad Celsius zurückgegangen sind, während die Niederschläge um 35 Prozent zugenommen haben. Den wahrscheinlichen Grund dafür erläutern Ross Alter vom Massachusetts Institute of Technology und sein Team in den "Geophysical Research Letters": die veränderte Landnutzung, die seit den 1980er Jahren verstärkt eingesetzt hat.
Die Region ist traditionell von Landwirtschaft und Viehzucht geprägt, doch hat sich ihr Charakter grundlegend gewandelt. Auf Kosten von Weizen und Viehweiden hat der Maisanbau einen beträchtlichen Aufschwung erfahren. Der "Brotkorb Nordamerikas" erzeugt heute 400 Prozent mehr Mais als vor einem halben Jahrhundert – jährlich fast 400 Millionen Tonnen. Und dieser Mais macht sich laut den Modellierungen von Alter und Co mittlerweile einen Teil des Klimas selbst: Die großen Blätter der Maispflanzen verdunsten sehr viel Wasser, das letztlich kondensiert und abregnet. Gleichzeitig hat dieser Prozess eine kühlende Wirkung. Ohne diesen Einfluss hätte sich die Region ebenfalls erwärmen müssen, schließen die Geowissenschaftler aus ihren Berechnungen. Ebenfalls zu beobachten sei das Phänomen im Osten Chinas, das gleichermaßen von sehr intensiver Landwirtschaft geprägt ist, so die Autoren.
Der Effekt könnte allerdings mit großen Problemen erkauft sein: Mais ist eine bewässerungsintensive Kultur und wird in Teilen des Mittleren Westens mit Grundwasser versorgt. Der Regen stammt dann aus jahrtausendealtem Wasser, das nach oben gepumpt wird – während gleichzeitig die Vorräte im Untergrund schrumpfen.
Text: Daniel Lingenhöhl / Quelle: Spektrum der Wissenschaft

Global Dairy Trade: Preis Index fällt um 0,5%

20.02.2018 16:05

Pommes aus der EU am Weltmarkt begehrt

20.02.2018 15:42

Pommes frites Exporte aus der EU waren mit 1,45 Mio. Tonnen auch in 2017 am Weltmarkt sehr erfolgreich. Der Absatz in Drittländer konnte gegenüber 2016 um 100.000 Tonnen gesteigert werden; das belegen die neuesten Zahlen von Eurostat. Bei der Reihenfolge der bedeutendsten Destinationen bleibt Saudi-Arabien mit über 210.000 Tonnen an erster Stelle, gefolgt von Brasilien mit 180.000 Tonnen. Alle anderen Empfangsländer bezogen jeweils weniger als 100.000 Tonnen: Chile (91.000 to), Japan (62.000 to), Australien (61.000 to), Russland (59.000 to), VAE (53.000 to), Jordanien (43.000 to)… Die Liste ist lang. Auffällig ist, dass unter den Empfangsländern auch die USA mit 34.000 to sind. Die Anti-Dumping-Zölle von Brasilien gegen Pommes Frites aus der EU zeigten nur wenig Wirkung. Lediglich deutsche Fabriken konnten dorthin spürbar weniger absetzen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Eurostat


17 % kleinere Maisernte in Brasilien

20.02.2018 12:06

Das private Analystenhaus Safras & Mercado schätzt am Montag die brasilianische Maisernte in dieser Saison auf 89,46 Mio. Tonnen. Das sind 17 % weniger als im letzten Jahr.
Die Anbaufläche wurde um 11 % eingeschränkt und die Ertragserwartungen liegen unter denen des Vorjahres. Die Farmer haben sich dazu entschlossen, weniger in Mais zu investieren, da die Preise dafür zu niedrig sind. Dadurch sinkt der Hektarertrag.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

Getreidemail

20.02.2018 08:41

Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund des Presidents Day geschlossen. Heute morgen handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. Das private Analystenhaus Informa Economics hat einer unbestätigten Meldung zufolge seine Prognose der US-Winterweizen-Produktion 2018 reduziert. Sie wurde demnach von 1,292 Mrd. Bushel auf 1,231 Mrd. Bushel gesenkt bei Durchschnittserträgen von 47,7 Bushel per Acre (vorher: 49,3 Bushel per Acre). Die anhaltende Trockenheit in den Southern Plains belastet die Bestände. Russlands Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche deutlich. Unterstützung fanden sie in dem Anstieg der Weizenfutures in Chicago in der vergangenen Woche und aufgrund der starken Nachfrage aus dem asiatischen Raum. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lag laut IKAR Ende letzter Woche bei $202/Tonne auf Basis FOB. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um $5,00.  An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben vom Freitag in Chicago auf allen Terminen behaupten. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Preise für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar unverändert bei 5,50 Euro über Paris März 18. Algerien hat gestern einen Weizentender ausgeschrieben.

CBoT-Sojabohnen auf 7-Monats-Hoch

20.02.2018 07:29

In den letzten fünf von sechs Handelssitzungen sind die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures gestiegen. Heute Morgen erklimmen sie eine Sieben-Monats-Hoch, da es am Wochenende in Argentiniens Sojabohnenanbauregionen zu wenig geregnet hat.
Die Trockenheit in Argentinien hat seit November die Sojabohnen auf den Feldern so sehr vertrocknen lassen, dass Analysten und Farmer jetzt davon ausgehen, dass mindestens 10 Mio. Tonnen weniger Bohnen geerntet werden. Die argentinischen Ernteschätzungen liegen bereits unter 50 Mio. Tonnen.
Die Regenfälle am Wochenende sollten eine Linderung bringen, aber es gab nicht genug, um die Erträge zu verbessern. Die Vorhersage lautet, dass es in dieser Woche weiter nur geringe Niederschläge geben soll. Damit werden die niedrigen Ertragserwartungen fortgeschrieben.
In Brasilien erwartet man dagegen, eine weitere Rekordernte, die die Ausfälle in Argentinien kompensieren dürfte. Das Beratungsunternehmen Safras & Mercado schätzte gestern die brasilianische Sojabohnenernte auf 115,6 Mio. Tonnen, das sind 1,2 % mehr als die Rekordernte des Vorjahres.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader


Ukraines Wintergetreide meist in gutem Zustand

19.02.2018 16:53

Der größte Teil des ukrainischen Getreidebestands ist bis heute in gutem bis zufriedenstellendem Zustand, da die Wetterverhältnisse im Land am Schwarzen Meer vorteilhaft für die Entwicklung des Wintergetreides waren. Das sagte heute der Landwirtschaftsminister Maksim Martyniuk in Kiew.
Der Prozentsatz der Feldbestände in gutem und zufriedenstellendem Zustand ist mit 87 % oder 6,3 Mio. Hektar erfreulich hoch. Nur 13 % der Bestände erhielten die Note unbefriedigend.
Der Minister gab keine Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.
Die Ukraine hat 7,3 Mio. Hektar Wintergetreide ausgesät. Davon sind 6,3 Mio. Hektar Weizen und 813.000 Hektar Gerste und 150.000 Hektar Roggen.
Das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult schätzt die Getreideernte 2018 der Ukraine auf 61,1 Mio. Tonnen, das sind 2 % weniger als in 2017. Die Weizenernte werde kleiner ausfallen, so die Experten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

Russland: Weizenpreise steigen krätig

19.02.2018 15:59

Die russischen Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche deutlich. Unterstützung fanden sie in dem Anstieg der Weizenfutures in Chicago, die auf dem Frontmonat März 18 ein 6-Monats-Hoch erreichten und in der kräftigen Nachfrage aus dem asiatischen Raum
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lag laut IKAR bei $202/Tonne auf Basis FOB. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um $5,00.
SovEcon meldet einen Anstieg beim Weizen um $2,00 auf $200/Tonne FOB. Das ist das höchste Niveau seit Mitte 2017. Die Preise für Gerste stiegen um $2,50 auf $201,50, für Mais stiegen sie um $3,00 auf$ 182/Tonne.
Per 14. Februar exportierte Russland 32,5 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18, davon 25,4 Mio. Tonnen Weizen. Die Getreideexporte liegen damit 39% über denen im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Inlandspreise für Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stiegen um 25 Rubel auf 8.600 Rubel ($152)/Tonne auf Basis ex works.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Argentinien: Analysten erwarten Sojabohnenernte von weniger als 50 Mio. Tonnen

19.02.2018 15:14

Die Trockenheit, die die Sojabohnenbestände in Argentinien seit November plagt, veranlasst Analysten und Farmer mittlerweile dazu, die Prognose der Erntemenge um 10 Mio. Tonnen auf unter 50 Mio. Tonnen zu senken. Zu Beginn der Saison wurde noch mit einer Sojabohnenernte von 57 Mio. Tonnen gerechnet. Mittlerweile rechnet der Analyst Agripac mit einem Ergebnis von 47 Mio. Tonnen.
Auch die Maisernte in Argentinien ist stark betroffen von der Trockenheit. Der Analyst Adreani hat seine ursprüngliche Prognose von 42 Mio. Tonnen für die Maisernte 2017/18 auf 37 Mio. Tonnen reduziert.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Trockenheit auch dazu führt, dass Farmer ihre Aussaataktivitäten stoppen. 800.000 Hektar, die für die Aussaat von Sojabohnen geplant waren und 500.000 Hektar, die für die Maisaussaat geplant waren, werden nicht bestellt.
Die Trockenheit hat auch zu einem Anstieg der globalen Nahrungsmittelpreise geführt. An der Chicago Board of Trade schossen die Sojabohnenfutures in der vergangenen Woche in die Höhe, nachdem die Rosario Grains Exchange meldete, dass sie mit einer Sojabohnenernte von 50 Mio. Tonnen und weniger rechnet.
Die dringend benötigten Niederschläge in der Pampas Region im Februar haben keine nennenswerten Mengen gebracht und konnten die Lage nicht entspannen.
In seinem letzten WASDE-Report am 8. Februar rechnete das US-Landwirtschaftsministerium noch mit einer Menge von über 50 Mio. Tonnen – nämlich 54 Mio. Tonnen (vorher: 56 Mio. Tonnen). Die Buenos Aires Grains Exchange reduzierte ihre Prognose in diesem Monat von 51 Mio. Tonnen auf 50 Mio. Tonnen.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Iran will Mehl an den Irak exportieren – Russischer Weizen als Rohstoffbasis

19.02.2018 15:00

Der Iran verhandelt derzeit mit Russland einen Vertrag zum Import von Weizen. Das Land will seine Mehlexporte ins Nachbarland Irak steigern. Das teilte heute ein Sprecher des Iranischen Lebensmittelverbandes gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters mit.
Ein solcher Vertrag würde privaten Müllern den Import von 100.000 Tonnen Weizen aus Russland erlauben, die daraus Mehl herstellen, um es zu exportieren. Der Verbandssprecher geht davon aus, dass dieser Vertrag in den kommenden Monaten abgeschlossen wird. Im Grundsatz ist man sich bereits einig, es müssen aber noch ein paar finanzielle Fragen geklärt werden.
Die Kommission der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft, die mit Russland in einer Freihandelszone operiert, leitet die Verhandlungen.
Russland könnte nach Angaben des Präsidenten der russischen Getreideunion Arkady Zlockevsky mit den Lieferungen sofort beginnen. Die Frage ist aber eher, wann die iranischen Müller die Verarbeitung aufnehmen können. Iranische Müller dürfen keine Weizen aus der inländischen Erzeugung für den Mehlexport verwenden.
Die Irakischen Mehlimporte werden derzeit von Lieferungen aus der Türkei dominiert. Für die iranischen Mühlen dürfte es aber schwer werden, mit der guten Qualität des türkischen Mehls konkurrieren zu können. Deshalb muss man aus Russland Weizen mit hohen Proteinwerten kaufen.
Aus der großen lokalen Durum-Ernte konnte der Iran die Länder Oman, Italien und den Irak beliefern. Daraus kann man aber keinen Trend ableiten. Die Politik des Iran ist es eigentlich nicht mehr zu exportieren, man will hauptsächlich die Eigenversorgung sicherstellen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH – Quelle: Reuters

Pakistan verkaufte bereits 750.000 Tonnen Weizen für den Export

19.02.2018 14:20

Pakistan hat bereits 750.000 Tonnen Weizen für den Export innerhalb der Bandbreite von 188 bis 200 USD/Tonne fob verkauft. Einiges geht als Futterweizen und andere Partien als Mahlweizen außer Landes. Lieferungen nach Afghanistan gehen über die Straße.
Bisher ist Pakistan äußerst selten als Exporteur von Weizen in Erscheinung getreten. Es wurden lediglich einige Partien nach Afghanistan verladen. Eine große Ernte im vergangenen Jahr und große Vorräte veranlasste die Regierung im Januar, Exportsubventionen zu vergeben. Seither kommt es zu großen Ausfuhren.
Insgesamt sollen bis zu zwei Mio. Tonnen Weizen für den Export subventioniert werden.
Neben Afghanistan wurde auch Weizen nach Taiwan und Myanmar verkauft.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

Informa reduziert Prognose der US-Winterweizen-Produktion 2018

19.02.2018 13:51

Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US-Winterweizen-Produktion 2018 reduziert. Das geht aus einer unbestätigten Notiz hervor, die dem Nachrichtendienst Reuters vorliegt.

Die Prognose der Winterweizen-Produktion wurde demnach von 1,292 Mrd. Bushel (Schätzung vom 23. Januar) auf 1,231 Mrd. Bushel reduziert bei geschätzten Erträgen von 47,7 Bushel per Acre (vorher: 49,3 Bushel per Acre).

Eine monatelang anhaltende Trockenheit in den Southern Plains, der Hauptanbauregion für HRW-Weizen, belastet die Bestände.

Bei den Sojabohnen rechnet das Unternehmen mit einer Anbaufläche von 91,197 Mio. Acres, beim Mais mit 89,179 Mio. Acres. Die Prognose der gesamten Weizenanbaufläche in den Vereinigten Staaten liegt bei 46,117 Mio. Acres. Davon 32,608 Mio. Acres Winterweizen, 11,255 Mio. Acres Sommerweizen und 2,254 Mio. Acres Durum-Weizen.

Quelle: Reuters 

 

Brasiliens nördliche Häfen exportieren gegenüber dem Vorjahr 80 % mehr Getreide

19.02.2018 13:26

Die Menge an Getreide und Ölsaaten, die durch die nordbrasilianischen Exporthäfen abgewickelt werden erreichte in 2017 51,2 Mio. Tonnen. Das sind 80 % mehr als im Jahr zuvor. Händler nutzen diese Häfen mehr, da sie näher am Kunden sind.
Laut der Exportstatistik, die die brasilianische Regierung am vergangenen Donnerstag veröffentlicht hat, expandieren die Exporte aus den Häfen Barcarena, Itaqui und Santarém sehr schnell und ihr Anteil am brasilianischen Gesamtexport steigt gegenüber den traditionellen Häfen wie Santos und Paranaguá im Süden des Landes.
Die neuen Terminals im Norden sind den Kunden in Zentral Amerika, Asien und Europa näher. Das senkt die Transportkosten und erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von Sojabohnen, die im Bundesstaat Mato Grosso, Tocantins und Pará wachsen.
Der Hafen Itaqui im Bundesstaat Maranhao ist bereits die Nr. 3 beim Getreideexport unter den brasilianischen Ausfuhrhäfen. In 2017 wurden von dort acht Mio. Tonnen Sojabohnen und Mais exportiert. Aus Santos wurden 26,6 Mio. Tonnen und Paranaguá 15 Mio. Tonnen Getreide in die Welt verschifft.
Die nördlichen Hafenstädte hatten in 2010 noch einen Anteil von 23 % aller Soja- und Maisexporte, in 2017 waren es 41 %. In diesen Jahren stieg der Anteil von Maisexporten aus Brasilien stetig. In absoluten Zahlen stieg die Exportmenge seit 2010 um 356 %.
Viele der Terminals werden von privaten Firmen wie Amaggi, Bunge und ADM betrieben.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

USA verlieren bald Weltmarktführerschaft beim Maisexport

19.02.2018 12:41

Mit 33,8 % des globalen Maishandels bleiben die USA im Wirtschaftsjahr 2017/18 Weltmarktführer. Der Abstand zu Brasilien schrumpft allerdings rasant. Vor 10 Jahren führte die USA das weltweite Maisangebot noch unumstritten mit 62,6 % an.
Vor 20 Jahren exportierte Brasilien gerade mal 6 Mio. Tonnen Mais und damit weniger als 1 % der Menge, die damals am Weltmarkt verkauft wurde. In diesem Wirtschaftsjahr sind es bereits 35 Mio. Tonnen, die aus Brasilien kommen. Das entspricht 22,7 %.
Das USDA geht davon aus, dass der Abstand zwischen den beiden rivalisierenden Exportnationen innerhalb der nächsten fünf Jahre weiter schrumpft und dass Brasilien dann endgültig die Marktführerschaft auch beim Mais übernehmen wird.
Bereits im Jahr 2012/13 hat Brasilien den USA die Marktführerschaft beim Sojabohnenexport abgenommen. Drei Jahre später exportierte Russland erstmals mehr Weizen als die USA am Weltmarkt.
Brasilien hat unendlich viel mehr Land, das noch in die Produktion gehen kann. Außerdem haben sie ideales Wetter und können zum Teil zwei Ernten im Jahr einfahren. Sie haben auch das Knowhow, um das alles zu organisieren.
In Brasiliens Häfen wurden in den Bau viele Milliarden US-Dollar investiert. Nachdem die Häfen im Norden des Landes ebenfalls erschlossen sind, gibt es auch kaum noch so extrem lange Ladezeiten, wie vor wenigen Jahren.
Inzwischen ist Brasilien nicht nur Weltmarktführer von Sojabohnen, sondern auch von Rindfleisch und Zucker. Zwar gibt es immer noch Probleme mit der Straßenanbindung zu den Exporthäfen, aber auch daran wird auch mit Hochdruck gearbeitet.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

EU-Weizenexporte hängen an der Futtermittelnachfrage

19.02.2018 11:41

Während die Weizenexporte aus der EU wegen der unbeugsamen billigen russischen Konkurrenz dahinsiechen und die Bauern hierzulande nicht bereit sind, ihre Ernte abzugeben, ist die Nachfrage nach Futtergetreide hoch. Erst am Ende der Saison entscheidet sich, wie groß die Überhänge sein werden.
Analysten haben in den letzten Wochen immer wieder ihre Exporterwartungen für die EU gesenkt, weil das weltweite Weizenangebot riesig ist und der hohe Wechselkurs des Euro die Kalkulation für Exporte in viele Empfangsregionen erschwert hat.
Am vergangenen Donnerstag senkte der private Marktanalyst Strategie Grains seine monatliche Exportschätzung zu vierte Mal in Folge. Jetzt gehen die Experten nur noch von 21,4 Mio. Tonnen Ausfuhren aus. Im Vorjahr waren es 24,1, obwohl die letzte Ernte größer ausfiel. Die Konkurrenz aus Russland und Argentinien drängen Frankreich, wo es eine große Ernte in guter Qualität gab, aus vielen Aufträgen. FranceAgriMer glaubt, dass Frankreichs Exporte von Standardweizen in Länder außerhalb der EU nur noch 9 Mio. Tonnen kommen, im Vergleich mit 10,2 Mio. Tonnen im Jahr zuvor.
Dabei hat Frankreich einen Durchbruch bei den Ausfuhren nach Saudi Arabien erzielt. Der Kunde kauft in der Regel nur Qualitätsweizen und schließt deshalb den Anbieter Russland aus. Das könnte später in der Saison auch noch Deutschland und Polen zugute kommen.
Außerdem hat die Nachfrage aus anderen EU-Staaten etwas von der Flaute genommen. So hat Frankreich in Deutschland Käufer für seinen Weizen in bester Qualität gefunden. Hierzulande litt die Qualität der Ernte, weil es im Sommer viel zu oft regnete. Diese schwächere Qualität findet andererseits guten Absatz im Mischfutter. Futterweizen notiert seit Wochen höher als Mahlweizen. Auch Spanien, wo es im letzten Sommer eine große Trockenheit gab, kauft mehr Futtergetreide. Außerdem stützt auch die Nachfrage nach Futtergetreide aus Großbritannien die Getreidepreise.
Am Ende der Vermarktungsperiode könnte es beim Export aber noch eine Belebung geben, ähnlich wie im letzten Jahr. Dazu müssten die Preise aber wettbewerbsfähiger werden. Das hängt auch davon ab, ob die Bauern in Frankreich, Deutschland und Polen ihre Ernte auch zu unattraktiven Preisen hergeben. Es hängst also nicht alleine an der Größe der Ernte, sondern wann die Bauern zu verkaufen beginnen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

Saudi Arabien kauft 960.000 Tonnen Futtergerste

19.02.2018 11:30

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO informierte heute Vormittag über den Kauf von 960.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens.

Der Durchschnittspreis lag bei $243,47/Tonne c&f. Die Wahl der Herkunft liegt beim Verkäufer: Angeboten wurde Gerste aus der EU, Australien, Nordamerika, Südamerika und der Schwarzmeer-Region zur Ankunft in Saudi Arabien im April und im Mai.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt

19.02.2018 10:58

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens Mahlweizen optionaler Herkunft in nicht bekannter Menge. Das melden europäische Händler heute Vormittag. Die Angebotsfrist endet morgen, am 20. Februar. Gesucht wird Weizen für die Versndung zwichen April und Ende Mai. Zuletzt kaufte Algeiren am 25. Januar mindestens 500.000 Tonnen Weizen. Außerdem über 150.000 Tonnen Durum im Februar.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

Getreidemail

19.02.2018 10:41

Gewinnmitnahmen von Investoren vor dem verlängerten Wochenende und nachdem die Weizennotierungen im Laufe der Woche ein 6-Monats-Hoch erreichten, belasteten die Weizennotierungen am Freitag in Chicago. Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex und der Anstieg des US-Dollar zum Euro im Tagesverlauf sorgten zudem für Verluste. Im Wochenvergleich stieg der Frontmonat März jedoch um 2%. In den US-Plains ist es weiterhin zu trocken. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund eines Feiertages (Presidents Day) geschlossen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. FranceAgriMer hat sein erstes Rating in diesem Jahr für die Winterweizenbestände in Frankreich veröffentlicht. 84% der Weizenbestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 92% der Bestände das Top-Rating. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Preise für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar unverändert bei rund 5,50 Euro über Paris März 17.


 

CFTC: Einzelgrafiken für Weizen, Mais und Sojabohnen (Commitments of Traders)

19.02.2018 07:07



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