Verlauf Veredelungskartoffeln Juni 2021 - 2023

01.12.2022 "Grüner"N-Dünger von Yara senkt CO2–Fußabdruck bei Kartoffelchips in Argentinien

Das norwegische Unternehmen Yara hat mit Argentiniens größtem Kartoffelbauern El Parque Papas eine Absichtserklärung über Lieferungen von Düngemitteln unterzeichnet, die ohne Verwendung fossiler Brennstoffe hergestellt werden, teilte die Pressestelle von Yara heute mit.
Der Deal ist Yaras erster seiner Art außerhalb Europas, mit dem ersten kommerziellen Abkommen, das im vergangenen Jahr mit dem schwedischen Unternehmen Lantmaennen unterzeichnet wurde, hieß es.
Die meisten Kartoffeln von El Parque Papas sind für die Chipsproduktion vorgesehen, die durch die Verwendung von Yaras „grünem“ Dünger, der mit erneuerbarem Strom anstelle von Erdgas hergestellt wird, einen geringeren CO2-Fußabdruck haben.
„Die Düngemittel, die nächstes Jahr auf den Markt kommen, werden entscheidend für die Dekarbonisierung der Kartoffelproduktion sein“, sagte Yara in einer Erklärung.

29.11.2022 Belgiens kleine Kartoffelvorräte erzwingen höhere Rohstoffimporte

Da seit Jahren die Produktionskapazitäten der belgischen Kartoffelverarbeiter steigen, muss das Land immer mehr Verarbeitungsrohstoff importieren. Die diesjährige Ernte erscheint in diesem Jahr und vor diesem Hintergrund viel zu klein. In den Nachbarländern wuchsen aber ganz ordentliche Mengen heran; insbesondere in Holland. Auch die Ernte in Norddeutschland war ganz ordentlich. In Frankreich klagen die Bauern aber über unterdurchschnittliche Erträge. Bislang kaufen die belgischen Verarbeiter angesichts des hohen Preisniveaus aber nur mit „angezogener Handbremse“ ein. Experten meinen, dass in dieser Saison alle in West- und Mitteleuropa erzeugten Frittenkartoffeln benötigt werden. Man fragt sich nur, wie sich die Kartoffeln im Lager verhalten und wie sich die Kosten der Einlagerung entwickeln.

28.11.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Export von Kartoffelprodukten erreicht Rekordniveau

Der Marktanalyst World Potato Market berichtet, dass die Exporte von Kartoffelprodukten aus der EU im September 7% größer waren als im Vorjahr. Sechs Monate in Folge waren die Preise dafür …
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22.11.2022 Veredelungskartoffeln: Festpreisverträge der Saison 2023/24

In Belgien geben die Fabriken nun ihre ersten Kontraktpreise für die kommende Saison bekannt. Es wird darüber spekuliert, wie hoch die Preise ausfallen könnten. Wegen der stark gestiegenen Kosten sollen die Gebote 3 bis 5 €/dt höher ausfallen als im letzten Jahr. Auch in Frankreich hatten die Verarbeiter höhere Preise an die Bauern herausgehalten. Für Lieferungen im September und Oktober 2023 bietet man jetzt 15,75 €/dt. Für Lieferungen im April 2024 steigen sie dann auf 23 €/dt und im Juni 2024 sogar auf 24 €/dt. Berechnungen von Erzeugerorganisationen zeigen, dass die Produktionskosten um 10 % gestiegen sind. Auch die Gewinnspanne müsste wegen der Inflation um 15 % steigen. Die Empfehlung ist deshalb, Lagerkartoffeln der nächsten Ernte nicht unter 25,2 €/dt zu verkaufen.

21.11.2022 6% weniger Kartoffeln in der Eurozone
In ihrer Novembersitzung hat die Versammlung der North-Western European Potato Growers (NEPG) eine Prognose für die Konsumkartoffelproduktion dieses Jahres in den vier Mitgliedsländern Belgien, Deutschland, Frankreich und Holland abgegeben. Demnach war …

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15.11.2022 Kartoffelernte 2022 ist in Nordeuropa abgeschlossen

Kurz bevor es kälter und nasser wird, konnte die diesjährige Kartoffelernte in Nordeuropa bei nahezu optimalen Witterungsverhältnissen abgeschlossen werden. Lediglich in einem kleinen Gebiet im Norden Hollands werden noch Kartoffeln gerodet, die zügig von den dortigen Fabriken aufgenommen werden. Ansonsten halten sich die Fabriken weiter vom freien Markt fern und hoffen so, dass sich ein Angebotsdruck aufbaut. Das käme den anstehenden Preisverhandlungen für die nächste Saison entgegen, da belgische Fabriken Ende November ihre Aufträge für die kommende Saison vergeben. Preisstützend wirken aber die etwas lebhafteren Exportgeschäfte nach Osteuropa und Spanien. Im Speisekartoffelmarkt hält die Novemberflaute aber bei stabilen Preisen an. Auch die Bestätigung einer kleinen Kartoffelernte in Belgien bekräftigt viele Landwirte bei ihrer abwartenden Haltung.

08.11.2022 Preisschwäche bei Frittenrohstoff scheint überwunden

Die Preisschwäche bei Frittenrohstoff in Belgien, Holland und Deutschland scheint überwunden. Heute stieg der Kurs des April-23-Terminkontrakts für Veredelungskartoffeln an der Derivatebörse in Leipzig um bis zu 5%. Nach Abschluss der Erntearbeiten boten einige Landwirte am freien Markt noch Kartoffeln an, deren Haltbarkeit problematisch schien. Da sich die Einkäufer der Frittenfabriken konsequent vom freien Markt fern hielten und auch die Exporte aus Europas Überschussregionen nicht liefen, weil die Forderungen zu hoch waren, gerieten die Preise am Kassamarkt vorübergehend unter Druck. Das zeigte sich auch an der Terminbörse mit einer Delle beim Kursverlauf. Inzwischen nimmt das Angebot aus der Landwirtschaft ab und die Einkäufer signalisieren Kaufinteresse für spätere Lieferungen im Frühjahr 2023.

03.11.2022 Überschwemmungen in Australiens wichtigsten Weizeanbauregion

Überschwemmungen und übermäßige Regenfälle in wichtigen Teilen der australischen Weizenanbaugebiete haben zu umfangreichen Schäden an einer Ernte von hoher Qualität geführt, von der noch vor wenigen Wochen erwartet wurde, dass sie eine Rekordernte wäre. Nun verschärft sich das Problem der Welternährung wieder.
Eine minderwertige Ernte in Australien, dem weltweit zweitgrößten Getreidelieferanten, kommt hinzu, während die Trockenheit in Nordamerika und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die weltweiten Lieferungen einschränken und die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben.
Während Australien immer noch auf dem Weg zu einem dritten Jahr der Rekordernte ist, wird etwa die Hälfte der auf seinem östlichen Getreidegürtel angebauten Ernte – bekannt für erstklassigen Hartweizen – wahrscheinlich auf Tierfutter reduziert, obwohl das Ausmaß des Schadens bekannt sein wird nachdem das Wasser zurückgegangen ist, sagten Händler, Analysten und Landwirte.
„Es gab einige Erzeuger, die einen Totalverlust erlitten haben … für viele Menschen ist es immer noch ziemlich roh“, sagte Brett Hosking, ein Getreidebauer im südlichen Bundesstaat Victoria, der auch Vorsitzender der Bauernvereinigung GrainGrowers ist. "In den nächsten zwei Wochen werden wir ein sehr klares Bild haben."
Einwohner in großen regionalen Städten im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Australiens werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da sich langsam bewegende Hochwasser stromabwärts drängen und die vierte große Hochwasserkrise des Landes in diesem Jahr in einen zweiten Monat übergeht.
Große Teile von Ackerland in den australischen Bundesstaaten New South Wales, Queensland und Victoria wurden mit Hochwasser überschwemmt, was Weizen und andere Feldfrüchte, einschließlich Kartoffeln, beschädigte und den Anbau von Sorghum verzögerte.
„Überschwemmungen sind zur schlimmsten Zeit gekommen - kurz vor der Weizenernte“, sagte Ole Houe, Leiter der Beratungsdienste beim Agrarmakler IKON Commodities in Sydney.
"Erste Schätzungen gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Ernte oder etwa 8 Millionen Tonnen an der Ostküste reduziert wurden, um Weizenqualität zu verfüttern", fügte Houe hinzu.
Die Welt steuert trotz der Wiederaufnahme der Exporte aus der Ukraine auf die engsten Getreidevorräte seit Jahren zu, da die Lieferungen gering und die Ernten bei den großen Produzenten geringer sind.
Ungünstiges Wetter in wichtigen landwirtschaftlichen Zentren von den Vereinigten Staaten bis Frankreich und China lässt bereits Ernten schrumpfen und Lagerbestände abbauen, was das Risiko einer Hungersnot in einigen der ärmsten Länder der Welt erhöht.
Australiens Produktion wird voraussichtlich bis Juni 2023 ein Allzeithoch von rund 40 Millionen Tonnen erreichen, sagen Händler und Analysten.

03.11.2022 Starkregen im Südosten Australiens reduziert Angebot von Grundnahrungsmitteln

Der führende australische Lebensmittelhändler Woolworths Group sagte, dass starker Regen das Angebot an landwirtschaftlichen Grundnahrungsmitteln, einschließlich Kartoffeln, weiter unterdrücken könnte, da steigende Verbraucherpreise zu einem Rückgang der Lebensmittelverkäufe im ersten Quartal beitrugen. Die Aktien von Woolworth verloren deutlich.
Das Handelsupdate heute Morgen beschreibt die Auswirkungen eines dritten La Nina-Wettermusters in drei Jahren, das die Inflation bei Woolworths und dem kleineren Konkurrenten Coles Group Ltd COL.AX angeheizt hat. Beide Unternehmen vereinen zwei Drittel der australischen Lebensmittelverkäufe unter sich.
Der Bericht zeigt auch, dass die Dominanz von Woolworths im Lebensmittelhandel in Frage gestellt wird: Die Verkäufe im Q3/22 zeigen eine höhere Inflation als bei Coles, das am 26. Oktober Ergebnisse veröffentlichte, während die Lebensmittelverkäufe von Woolworths im Vergleich zu höheren Verkäufen beim Discounter Coles rückläufig waren.
„Es ist eine bewegende und ziemlich dynamische Situation“, sagte Brad Banducci, CEO von Woolworths. Die Ernten an der Ostküste Australiens seien in Gefahr und wegen ergiebiger Starkregenfälle mussten tausende Menschen evakuiert werden.
Die jüngsten Überschwemmungen im Inselstaat Tasmanien mit kühlerem Klima hätten zu einer „sehr schlechten Anbausaison“ für Kartoffeln geführt, was „einige Herausforderungen in der Tiefkühlkategorie verursacht“, fügte Banducci hinzu.
Die australischen Lebensmittelverkäufe gingen in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % zurück. Die Supermärkte machen bei steigenden Umsätzen kaum noch Gewinne. Im gleichen Zeitraum stiegen die australischen Lebensmittelpreise für Woolworths um 7,3 %, verglichen mit 7,1 % bei Coles.

01.11.2022 Außergewöhnlich gute Kartoffelernte in den Niederlanden

Nördlich der großen Flüsse war die Kartoffelernte in Holland in diesem Jahr außergewöhnlich gut. Zum einen wurde dort die Anbaufläche um mehr als 5.000 Hektar auf 76.670 Hektar ausgeweitet, weil der Bedarf an Verarbeitungskartoffeln in Westeuropa zu Pflanzzeitpunkt im Frühjahr als hoch angesehen wurde. Zum anderen waren die Wetterbedingungen an Hollands Küste wesentlich besser als im restlichen Teil Europas. Die schweren Löß-Lehmböden konnten die Bodenfeuchte gut halten und die Temperaturen waren in Wassernähe auch nicht so extrem hoch wie anderswo. Mit 512 dt/ha war der durchschnittliche Kartoffelertrag fast so hoch, wie im Rekordjahr 2017. Das niederländische Statistikamt schätzt die diesjährige Kartoffelernte bei unseren Nachbarn auf 7,3 Mio. Tonnen. 3,9 Mio. Tonnen davon sind Speise- und Verarbeitungskartoffeln, der Rest sind Pflanz- und Stärkekartoffeln. Diese Meldung drückte die Börsenkurse auf aktuell unter 24 €/dt.

26.10.2022 Ukraine braucht keine Kartoffeln aus Russland oder Weißrussland

Die Ukraine wird in diesem Winter trotz ihrer Weigerung, Kartoffeln aus Russland und Weißrussland zu importieren, keinen Mangel an Kartoffeln haben, teilte das Landwirtschaftsministerium heute Vormittag mit.
Die Ukraine importiert traditionell einige Kartoffeln aus den beiden Nachbarstaaten, stellte jedoch alle Importe nach der russischen Invasion am 24. Februar ein. Weißrussland ist Moskaus wichtigster Verbündeter in dem Konflikt und erlaubte den russischen Streitkräften, sein Territorium zum Angriff auf die Ukraine zu nutzen.
Das Ministerium sagte in einer Erklärung, dass bis zum 25. Oktober bereits rund 12 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet worden seien, oder 73 % einer erwarteten Ernte von rund 16,6 Mio. Tonnen. Für die Ernte 2021 wurden keine Daten veröffentlicht.
Die Kartoffelanbaufläche 2022 sei aufgrund von Feindseligkeiten in vielen Regionen um 36 % zurückgegangen.
„Wir haben eine ausreichende Menge dieses Produkts, das den Inlandsverbrauch und die Ernährungssicherheit vollständig befriedigt. Es wird keinen Mangel an Kartoffeln geben“, sagte das Ministerium.
Kartoffeln sind das am Häufigsten konsumierte Gemüse in der Ukraine. Fast alle Kartoffeln in der Ukraine werden von kleinen Haushalten geerntet.

11.10.2022 Hohe Preise für Konsumkartoffeln – Ernte hat Höhepunkt überschritten

Die deutsche Ernte von Speisekartoffeln geht inzwischen – auch in den Überschussregionen im Norden – zügig ihrem Ende zu. Noch ist der Markt dafür ausgeglichen. Einige Anbieter halten ihre Kartoffeln zurück. Bevorratungsaktionen des LEH haben die Verbraucher gut versorgt, sodass das Geschäft mit Kleinpackungen aktuell etwas schwächer ist.
Kartoffelbauern im Westen, die in erster Linie Frittenrohstoff anbauen, bieten indes ihre Feldware etwas drängender an. Im Süden Hollands könnte die Einlagerung Probleme bereiten, weil nach dem Regen der letzten Wochen vereinzelt Knollenfäule auftritt und die Ware nach dem heißen Sommer physiologisch älter ist, als um diese Jahreszeit üblich. Die hohen Preisforderungen sowie Qualitätsrisiken halten die Einkäufer der Fabriken aber davon ab, freie Ware hinzuzukaufen. Offensichtlich sind sie mit vorab gekauften Kartoffeln bis Ende Oktober noch gut versorgt.
Hohe Preise und teure Energie- und Logistikkosten hält auch den Export in Richtung südeuropäische Länder in engen Grenzen. Dabei sind beispielsweise Spanien und Portugal bereits in wenigen Wochen auf Importe aus dem Norden dringend angewiesen.

10.10.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Angebotsdruck lässt nach
Wegen der stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas wollten viele Bauern bereits aus der Ernte heraus einen Teil ihrer Kartoffeln am freien Markt verkaufen. Anders als in früheren Jahren zeigen Händler in den Zuschussregionen aber nur wenig Interesse daran. Auch sie fürchten die Kostensteigerungen für Energie. Außerdem sind die Ex-Feld-Kartoffelpreise so hoch wie fast …
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04.10.2022 Kartoffeln: Angebotsdruck und trotzdem stabile Preise

Auf dem Höhepunkt der Kartoffel-Haupternte versuchen immer mehr Landwirte schnellstmöglich einen Teil ihrer Knollen zu verkaufen. Zum einen sind die Preise, je nach Verwendungszweck, mit 25-30 €/dt für die Jahreszeit sehr hoch und zum anderen sind die Lagerkosten in diesem Jahr außerordentlich hoch. Allerdings ist das Kaufinteresse dagegen gering; eben aus den gleichen Gründen. Käufer haben zudem noch Transportkosten zu tragen. In Jahren mit „normalen“ Erntemengen würden in so einer Situation die Preise unter Druck geraten, bis das Verkaufsinteresse sinkt. Das ist aktuell aber nicht der Fall. Angesichts der bedrohlich niedrigen Erträge bleiben die Preise stabil. Nach dem Abschluss der Einlagerung könnten sie sogar weiter steigen. In Belgien spricht man schon von einer Missernte. Es fehlen 20% gegenüber dem Vorjahr und der Übergrößenanteil ist mit 30 t/ha 8 t niedriger als in Durchschnittsjahren. Die Qualität ist sehr gut. Es wird kaum etwas beanstandet.

26.09.2022 Deutsche Kartoffelernte 2022 größer als 10 Mio. Tonnen

Das statistische Bundesamt hat am Freitag ein vorläufiges Ergebnis der deutschen Kartoffelernte veröffentlicht. Demnach wuchsen in diesem Jahr 10,3 Mio. Tonnen Kartoffeln aller Verwertungsrichtungen heran. Das ist mehr als im Vorfeld von vielen Experten erwartet worden war. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 9% weniger und zum 5-Jahres-Mittel 5% weniger. Der bundesdeutsche Durchschnittsertrag wird mit 38 Tonnen pro Hektar angegeben, was einem Minus von 12% zum langjährigen Mittel entspricht. Eine um 8.000 Hektar größere Anbaufläche konnte die schwachen Erträge nicht ausgleichen. Es fehlen im Vergleich zum Vorjahr 1 Mio. Tonnen.
Niedersachsen erzeugt in diesem Jahr auf 46 % der bundesdeutschen Anbaufläche mit 5,2 Mio. Tonnen erstmals mehr als die Hälfte der deutschen Kartoffelernte. Die Statistik gibt keinen Aufschluss über die beabsichtigte Verwertungsrichtung der Knollen. Beobachter gehen aber davon aus, dass erneut wenige Speisekartoffeln geerntet werden, die von Käufern aus dem In- und Ausland stark umworben werden. Der Handel steht nun vor der Herausforderung mit Qualitätsstandards, Exportmengen, Packungsgrößen und Doppelnutzungssorten den Markt zu bedienen und den Landwirten faire Preise und Handelsbedingungen zu bieten.

26.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Einlagerung ins Winterlager hat begonnen
Nachdem sich die Rodebedingungen fast überall in Mittel- und Westeuropa verbessert haben und die Temperaturen zu einem normalen Niveau zurückgekehrt sind, hat die Einlagerung von Kartoffeln ins Winterlager begonnen. Viele Partien sind bereits jetzt in …
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20.09.2022 Viel zu wenige Kartoffeln in Polen

Am Freitag ist Herbstanfang und schon früher als in anderen Jahren hat die Einlagerung von Kartoffeln begonnen. Regenfälle der letzten Tage haben die Rodebedingungen verbessert. Jetzt ist auch die Zeit, in der die Marktanalysten Ernteprognosen veröffentlichen. Neben den vier NEPG-Ländern B,NL,F,D gehört auch Polen zu den großen Kartoffeln anbauenden Nationen. Dort wurde die Anbaufläche in diesem Jahr massiv eingeschränkt und die Erträge sind unterdurchschnittlich. Auf einer Anbaufläche von unter 200.000 ha (Vj.: 236.000 ha) wuchsen den Schätzungen der Marktbeobachter nur 5 Mio. Tonnen Kartoffeln heran. Im letzten Jahr waren es 7,1 Mio. Tonnen. Das könnte im weiteren Marktverlauf zu einem heftigen Preisanstieg führen. Aktuell liegt das Preisniveau für Konsumkartoffeln mit 15-16 €/dt noch unter dem von Deutschland. Frittenfabriken versorgen sich bereits jetzt mit Rohstoff von Mehrnutzungssorten. Da die Bauern nur über wenige qualifizierte winterfeste Lagermöglichkeiten verfügen und hohe Energiekosten die Lagerung verteuern, sind sie nicht so spekulationsfreudig wie ihre Kollegen im Westen. Trotz der bullischen Aussichten werden auch Exportanfragen aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn bedient. Im späteren Marktverlauf könnte Polens Kartoffelversorgung sehr eng werden.

19.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Stabile Kartoffelpreise aufgrund von Exportchancen
Seit Wochen halten sich die Preise für Veredelungskartoffeln auf 25 €/dt. Zwar gibt es nur wenig Interesse an Kartoffeln vom freien Markt, denn die Fabriken können immer noch auf vertragsgebundene Frühkartoffeln zurückgreifen, aber ein steigendes Interesse von Exporteuren zur Belieferung südeuropäischer Länder hält die …
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13.09.2022 Kartoffel-Ernteschätzungen in Westeuropa mit großen regionalen Unterschieden

Die belgische Kartoffelernte 2022 enttäuscht. Anhaltende Trockenheit macht die Hoffnung auf spätes Wachstum zunichte. Die Experten von PCA schätzen den die Erntemenge 15-25% kleiner als das mehrjährige Mittel ein. Die Sorte Fontane bringt nur 39 to/ha und damit rund 9 to/ha weniger als im letzten Jahr. So könnten in diesem Jahr nur 3 Mio. Tonnen Konsumkartoffeln zusammenkommen. Im letzten Dürrejahr 2018 waren es ähnlich „viel“. Seither wurden 1.700 ha mehr angebaut. Es fehlt insbesondere an Übergrößen.
Nördlich der großen Flüsse in Holland waren die Kartoffelerträge viel besser als im Süden oder in Belgien. Trotzdem wird die Ernte bei unseren Nachbarn als klein bezeichnet. Das Ergebnis kommt dem der Jahre 2019 und 2020 nah. Wegen der Trockenheit ist aber der Übergrößenanteil mit 81% ähnlich dem des Dürrejahres 2018. Die Unter-Wasser-Gewichte sind auf Rekordniveau.
Die deutsche Kartoffelernte wird nach Einschätzung der AMI kleiner als 10 Mio. Tonnen sein. Die Dürre im August verhinderte auch hier den späten Zuwachs. Die Menge dürfte für die Eigenversorgung reichen. Mit hohen Preisen dürfte aber das Interesse ausländischer Kunden klein halten. Mit Mehrnutzungssorten wird die Kartoffeln verarbeitende Industrie ihren Bedarf ergänzen und der zeitige Import von Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum soll das Angebot an Speisekartoffeln vervollständigen. Der Bedarf liegt hierzulande bei 10 bis 11 Mio. Tonnen.

12.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Regen verbessert die Rodebedingungen
Ergiebige Regenfälle in ganz Nordeuropa verbessern die Erntebedingungen von Kartoffeln. Das hat bisher aber noch nicht dazu geführt, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt. Vielleicht ändert sich das Anbieterverhalten in den kommenden Tagen noch. Aktuell ist der Markt aber ausgeglichen. Bislang versorgen sich die …
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02.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Müssen Lieferverträge nachverhandelt werden?
Lieferverträge sind in der Kartoffelbranche die bevorzugte Form des Risikomanagements. Landwirte sichern sich damit bereits ab der Anbauplanung den Absatz ihrer zu erwartenden Ernte. Neben der Liefermenge werden Qualitätsparameter und oft auch Preise fest vereinbart. Nach dem letzten Dürrejahr 2018 mussten die Verträge nachverhandelt werden, da …

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30.08.2022 Knappe Kartoffeln und hohe Preise

Hitze und Dürre haben auch den Kartoffeln in West- und Mitteleuropa ordentlich zugesetzt. Aktuell melden sich die Marktanalysten zu Wort und geben ihre Ernteprognosen zum Besten. Der allgemeine Tenor ist, dass die diesjährige Kartoffelernte zwar klein aber dennoch größer sein wird, als im letzten Dürrejahr 2018. Auf dem Weuthen-Kartoffeltag am 26.08. in der Köln-Aachener Bucht schätzt der Geschäftsführer des Kartoffelhandels-Unternehmens Ferdi Buffen die deutsche Kartoffelernte auf 9,25 – 9,5 Mio. Tonnen und die EU 5 -Ernte auf 24,25 – 25 Mio. Tonnen. Da die Ernte damit den Bedarf nur knapp bedienen kann, wird die gesamte Wertschöpfungskette dazu aufgefordert, den Rohstoff schonend einzusetzen. Die Speisekartoffelpreise werden nach Buffens Einschätzung zunächst 30 € ab Hoflager kosten und ab dem neuen Jahr noch teurer werden. Industrierohstoff sollten aus dem Winterlager dann 27 – 32 €/dt kosten. Andere Experten erwarten eine etwas größere Ernte und nicht ganz so hohe Preise.

29.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - AMI schätzt dt. Kartoffelernte auf unter 10 Mio. to.
Der Hitze- und Dürresommer 2022 verhindert eine gute Kartoffelernte. Diese wird aber nicht so schlecht, wie so manch einer befürchtet hat, denn eine größere Anbaufläche und eine rasche Pflanzenentwicklung im Frühjahr ließen genügend Kartoffeln heranwachsen; auch wenn die Erträge unterdurchschnittlich ausfallen. Trifft die Ernteschätzung der AMI von …
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23.08.2022 Deutscher Bauernverband erwartet größere Winterweizenernte

Deutschlands Winterweizenernte 2022 wird von 21,0 Mio. Tonnen im Vorjahr auf rund 21,8 Mio. Tonnen steigen, teilte der Deutsche Bauernverband heute Vormittag mit.
Obwohl einige Ernten unter der Hitzewelle und Dürre gelitten haben, die diesen Sommer Deutschland und einige andere europäische Länder getroffen hat, waren die Ernteschäden nicht so schlimm wie befürchtet.
Das heiße Wetter war in einigen Gebieten ein Vorteil und ermöglichte einen schnellen Abschluss der Ernte von bis zu drei Wochen früher als gewöhnlich, so der Verband.
Die Ernte von Getreide aller Art wird voraussichtlich auf etwa 43 Mio. Tonnen steigen, was einem Anstieg von etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, hieß es weiter.
„Ernteerträge und -qualität sind je nach Regenmenge regional sehr unterschiedlich“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied.
Deutschland ist normalerweise der zweitgrößte Weizenproduzent der Europäischen Union hinter Frankreich und in den meisten Jahren der größte Rapsproduzent der EU, Europas wichtigste Ölsaat für die Produktion von Speiseöl, Biodiesel und Tierfuttermehl.
Wintergerste, die in der Regel als Tierfutter verwendet wird, war im Allgemeinen vor der aktuellen Hitzewelle voll entwickelt. Die Wintergerstenernte soll gegenüber dem Vorjahr um etwa 5 % auf etwa 9,3 Mio. Tonnen steigen, so der Verband.
Es wird erwartet, dass die Winterrapsernte von 3,4 Mio. Tonnen im letzten Jahr auf etwa 4 Mio. Tonnen steigen wird, was durch eine Zunahme der Anbaufläche um 9 % unterstützt wird.
Das trockene Wetter bereitet jedoch weiterhin Sorgen. Pflanzen für die Herbsternte, einschließlich Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben, könnten massive Verluste durch die Dürre erleiden, und es wird mit erheblichen Verringerungen der Erntegröße gerechnet, sagte der Verband.

23.08.2022 Außergewöhnlich schlechte Kartoffelernte in Belgien zu erwarten

Belgische Erzeuger machen sich auf eine außergewöhnlich schlechte Kartoffelernte gefasst, da eine schwere Dürre und hohe Temperaturen die Felder verwüstet haben. Der Juli war der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885, als im ganzen Land durchschnittlich nur fünf Millimeter Niederschlag fielen. Wenn die Ernte Mitte September beginnt, erwartet Wallonien einen Ertrag zwischen 35-40 Bruttotonnen pro Hektar. Typischerweise sollte ein Hektar 44,5 Tonnen ergeben. Ein guter Ertrag liegt typischerweise bei 45 Tonnen pro Hektar, ein ausgezeichneter bei 50 Tonnen.
Allerdings ist (das Fehlen von) Niederschlägen in ganz Belgien nicht einheitlich, und einige Kartoffelanbaugebiete in Belgien haben bis zu 20 Millimeter Regen abbekommen.
In diesem Jahr leiden die belgischen Kartoffeln unter der längsten Dürreperiode in der jüngeren Geschichte. Spät wachsende Kartoffeln haben sich abgesenkt und warten auf die Rückkehr des Regens, sagte Lebrun. Bei Frühkartoffeln hat die Ernte bereits begonnen und die Erträge liegen nur leicht unter dem Durchschnitt.

22.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Wie reagieren die Feldbestände auf den Wetterwechsel
Stürme teils mit Starkregen von 25 bis 60 Liter auf den Quadratmeter in Frankreich, Deutschland und dem Osten und der Mitte Hollands geben den Agrariern Hoffnung, dass die Dürreschäden für die Haupternte 2022 nicht gar zu arg werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie ...
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16.08.2022 Regen dürfte noch die Rodebedingungen verbessern, nicht aber die Erträge

Selbst wenn es in den nächsten Tagen in den Kartoffelanbauregionen West- und Mitteleuropas regnen sollte, dürften die meisten Kartoffelerträge enttäuschen. Der Regen dürfte aber dafür sorgen, dass sich die Rodebedingungen verbessern. Viele Kartoffeln weisen nämlich hohe Stärkegehalte auf und sind sehr empfindlich. Da der Reifeprozess der meisten Kulturen weiter fortgeschritten ist, als zu dieser Zeit üblich, ist fraglich, ob Regen im September oder Oktober noch ertragswirksam sein kann. In Holland sind Proberodungs-Ernteergebnisse bei den nicht beregneten Parzellen weit unter dem Durchschnitt. Die Chance auf eine auskömmliche Ernte im Zentrum des europäischen Kartoffelanbaus (NL,B, F,D,GB) sinkt.

12.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Gewinnmitnahmen drücken Kurse
In dieser Woche waren die Kurse der Terminkontrakte auf EEX-Veredelungskartoffeln extrem volatil. Am Montag wurde auf dem April-23-Termin mit 29,9 €/dt der bisher höchste Kurs gehandelt. Der Tag
endete aber mit 28,5 und am Dienstag gab er sogar bis ...
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09.08.2022 Handel beschränkt das Angebot für den Kartoffelexport

Nachdem die Belgapom letzten Freitag ihre Notierung für Frittenrohstoff auf 25 €/dt anhob, haben es die Packbetriebe und die Exporteure Schwierigkeiten Kartoffeln von den Landwirten zu bekommen. Das trockene und heiße Wetter dürfte dafür sorgen, dass die Erträge von Anschluss- und Lagersorten schwächer ausfallen. Die bisherigen Proberodungen bei frühreifen Sorten waren zwar noch durchschnittlich, die Tests der späteren Sorten zeigen uns aber, dass es am Kartoffelmarkt bald knapp werden kann. Händler in deutschen Zuschussregionen wollen die in ihrer Region gewachsenen Knollen zwischenzulagern, damit sie nicht in den Export gehen. Kunden im Ausland melden einen größeren Bedarf an, weil der Sommer in ganz Europa ähnlich verläuft, wie im Hochpreisjahr 2018. Am Terminmarkt wurde der April-23-Terminkontrakt gestern in der Spitze schon mit 29,9 €/dt gehandelt. Weil der deutsche Kartoffelanbau in diesem Jahr mit 3% deutlicher zunahm, als bisher erwartet, sanken die Kurse an der EEX heute wieder.

08.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln – Kaum noch Zuwachs auf unberegneten Kartoffeläckern
Kaum noch Zuwachs auf unberegneten Kartoffeläckern Belgapom-Notierung steigt auf 25 €/dt In Nach dem außergewöhnlich trockenen Juli bleibt Regen auch im August Mangelware. Heute ziehen zwar Gewitter auf, diese treffen aber längst nicht jeden und bringen nur lokal Regenfälle. Mitunter gibt es auch Starkregen, der aber meist oberflächlich abfließt und dem Boden nicht zugutekommt. Es ist in diesen Tagen kühler, aber in der kommenden Woche steigen die Temperaturen voraussichtlich wieder an, abgesehen von ...
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05.08.2022 Russland könnte Saatgutimporte einschränken
Russlands Landwirtschaftsministerium hat vorgeschlagen, dass die Regierung Saatgutimporte durch die Einrichtung von Quoten begrenzt, um die heimische Produktion anzukurbeln, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax.
Russland, der größte Weizenexporteur der Welt, strebt seit langem danach, die Abhängigkeit von importiertem Saatgut für eine Reihe von Feldfrüchten zu verringern, aber es ist immer noch auf ausländisches Saatgut für Zuckerrüben, Sonnenblumenkerne und Kartoffeln angewiesen.
„Wir haben die ganze Zeit von ausländischem Saatgut gelebt. Selbst die Lieferanten, die uns sagten, dass sie niemals gehen würden, könnten irgendeine Art von Bestellung aus unfreundlichen Ländern bekommen, und 90% des Saatguts stammen aus unfreundlichen Ländern“, berichtete Interfax unter Berufung auf die erste stellvertretende Landwirtschaftsministerin Oksana Lut.
Russland hat einen Exodus ausländischer Unternehmen und Lieferanten von seinem Markt erlebt, seit es am 24. Februar Tausende von Truppen in die Ukraine entsandt hat.
Corteva, ein bedeutender Saatgutlieferant, gab im Mai seine Entscheidung bekannt, sich aus Russland zurückzuziehen.
„Da dies ein Element der Ernährungssicherheit ist, können wir es uns nicht leisten, also werden wir zu einem Quotensystem für importiertes Saatgut übergehen, die Quoten schrittweise senken und erkennen, dass wir uns mit Saatgut absichern“, fügte Lut laut Interfax hinzu.
Die Begrenzung der Saatgutimporte wird sich negativ auf die russische Agrarproduktion auswirken, sagte Andrey Sizov von der Landwirtschaftsberatung Sovecon.
"Unter den Hauptkulturen könnten Mais und Sonnenblumen die ersten sein, die darunter leiden. Einige Landwirte könnten sie durch andere Feldfrüchte wie Weizen ersetzen", fügte Sizov hinzu.
02.08.2022 Frittenrohstoff: Umstieg auf neue Kartoffelernte könnte problematisch werden

Kurz bevor die Frittenfabriken vollständig auf den Verarbeitungsrohstoff der neuen Ernte umsteigen, werden noch einmal viele Produktionsanlagen überholt. Diese liefen in den vergangenen Wochen meist unter Volllast und so wurden auch die Reste der alten Ernte noch veredelt. Dafür wurden Preise zwischen 22 und 28 €/dt bezahlt. Die Umstellung auf die neue Ernte könnte problematisch werden. Zwar brachten die Frühkartoffeln gute Erträge und Qualitäten hervor, bei den Anschlusssorten sieht das aber schon ganz anders aus. So könnte sich bereits ab der 2. Augusthälfte zeigen, ob genügend Angebot für eine volle Auslastung der Anlagen zustande kommt. Es zeichnet sich ab, dass das Angebot an freiem Frittenrohstoff nicht üppig wird. Der Sommer 2022 könnte als einer der trockensten in der Geschichte unserer Breitegrade eingehen. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen wieder und die Regenwahrscheinlichkeit bleibt gering.

26.07.2022 Frühkartoffeln: Kein Preissturz trotz Überangebot

Die sommerlichen Temperaturen sowie die Schulferien begrenzen die Nachfrage nach Frischkartoffeln. Außerdem gibt es ein reichliches Angebot an Frühkartoffeln in allen Regionen der Republik. Der Firschkartoffelmarkt ist also überversorgt. Trotzdem gibt es keinen Preissturz wie in anderen Jahren bei einer derartigen Lage. Die Erzeugergemeinschaften halten den Preisrückgang in engen Grenzen. Die extrem hohen Kosten können durch die Erlöse bisher noch aufgefangen werden. Zur Marktdisziplin tragen auch die anhaltende Dürre und die Hitze bei. Man muss damit rechnen, dass die Erträge der Haupternte niedriger ausfallen, wenn es im August keine nachhaltigen Niederschläge gibt.

25.07.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Die Trockenheit bleibt
Nach den außergewöhnlich hohen Temperaturen in weiten Teil Europas hat es sich zumindest an den Küsten, wo die meisten Kartoffeln angebaut werden, auf angenehme 20-25°C abgekühlt. Es hat auch geregnet, aber um die Trockenheit abzulösen, war das bisher zu wenig. Temperaturen
von bis zu 40°C im Süden Hollands und sogar in Großbritannien schädigten in der ...
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18.07.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Komplizierte Lage am Kartoffelmarkt
Das Frühkartoffelangebot steigt von Tag zu Tag. Nicht nur in den klassischen Überschussregionen staut sich der Absatz, sondern fast alle Regionen können sich aus der unmittelbaren Umgebung selber versorgen. Gleichzeitig droht eine Nachfrageflaute der privaten Haushalte, weil
vom Süden her eine ...
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12.07.2022 Komplizierte Lage am Kartoffelmarkt

Das Frühkartoffelangebot steigt von Tag zu Tag. Nicht nur in den klassischen Überschussregionen staut sich der Absatz, sondern fast alle Regionen können sich aus der unmittelbaren Region versorgen. Gleichzeit droht eine Nachfrageflaute der privaten Haushalte, weil es sehr heiß werden soll und dann weniger Kartoffeln gegessen werden. In diesem Jahr entwickelten sich die Frühkartoffeln so gut, dass sie durchschnittlich 10 Tage früher angeboten wurden. Zu Beginn mussten aber erst die Importkartoffeln aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Inzwischen drückt das zu große Angebot ordentlich auf die Preise.
Die Hitzewelle könnte dazu führen, dass es in vielen Regionen Europas zu Ertragseinbußen bei Anschluss- und spät reifenden Sorten kommt. Bisher stehen aber auch diese Feldbestände gut; insbesondere, wenn sie unter Beregnung stehen. Erste Prognosen sehen bereits eine zu kleine Gesamtmenge. Das spiegeln seit einigen Tagen auch die Kurse der EEX-Kartoffelfutures wider, die gestern im April-23-Termnikontrakt mit 22,5 €/dt den höchsten Kurs seit Ende Mai gehandelt haben.
Hiesige Verarbeiter sind unterdessen gut mit Verarbeitungsrohstoff versorgt. Sie tauschen schon Übermengen aus dem Vertragsanbau untereinander aus. In Holland haben sich die Notierungen für freien Frittenrohstoff binnen weniger Wochen halbiert. Die gesamtwirtschaftliche Gemengelage mit Kostensteigerungen, Inflation, Konsumlaune lässt die Disponenten vorsichtig agieren. Schließlich könnte auch eine Nachfrageflaute vor uns stehen.

30.06.2022 Ägypten kaufte gestern 815.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreidekäufer, die General Authority for Supply Commodities (GASC), kaufte gestern 815.000 Tonnen hauptsächlich französischen Weizens in einer Ausschreibung und markierte damit den größten Einzelkauf seit Jahren, da die Preise zuletzt leicht nachgaben.
Der Kauf umfasste 350.000 Tonnen französischen Weizens, 240.000 Tonnen rumänischen Weizens, 175.000 Tonnen russischen Weizens und 50.000 Tonnen bulgarischen Weizens, sagte GASC. Handelsschätzungen beziffern die Gesamtmenge etwas höher auf etwa 825.000 Tonnen.
Die Menge wird im August, September und Oktober 2022 versendet.
Das niedrigste Kosten- und Frachtangebot war für rumänischen Weizen mit 429,90 USD pro Tonne, sagten Händler, ein Rückgang von 10 % gegenüber dem niedrigsten Angebot, das bei der letzten Ausschreibung von GASC im Juni gekauft wurde, aber immer noch ein Anstieg von 58 % gegenüber einem rumänischen Kauf, der etwa im gleichen Zeitraum des Vorjahres getätigt wurde.
Der Kauf erfolgt Tage, nachdem der ägyptische Versorgungsminister sagte, die Regierung suche nach Möglichkeiten, ihre Importe zu reduzieren, indem sie den Extraktionsprozentsatz für Mehl, das für subventioniertes Brot verwendet wird, von 82 % auf 87,5 % erhöht und sogar Kartoffeln zur Brotherstellung verwendet werden.
Ägypten strebe an, rund 500.000 Tonnen importierten Weizens einzusparen, wobei für das Geschäftsjahr 2022/23 5 bis 5,5 Millionen Tonnen importierter Weizen angestrebt würden, fügte er hinzu.
Zuvor teilte die Weltbank mit, sie habe zugestimmt, Ägypten 500 Millionen Dollar zur Finanzierung seiner Weizenkäufe zur Verfügung zu stellen.
Ägypten ist hauptsächlich auf importierten Weizen angewiesen, um stark subventioniertes Brot für mehr als 70 Millionen seiner 103 Millionen Einwohner bereitzustellen.
Die Ausschreibung gestern umfasste auch russische Lieferungen aus dem Hafen Kavkaz, nachdem der staatliche Käufer Änderungen an seinem Ausschreibungsbuch vorgenommen hatte, um allen russischen Häfen die Teilnahme zu ermöglichen.
Händler sagten zuvor, dass die Genehmigung von Kavkaz wettbewerbsfähigere Versandangebote bedeuten könnte.
Der Käufer erlaubte auch 50.000 Tonnen Ladung statt der üblichen 55.000 und 60.000.

28.06.2022 Hervorragende Wachstumsbedingungen für frühen Frittenrohstoff in Belgien

In Belgien ist es am Markt für Frittenrohstoff ruhig. Neue Abschlüsse mit noch unbepreisten Partien gibt es kaum. Die Einkäufer der Fabriken halten sich vom Markt fern; es werden lediglich vorab gekaufte Kartoffeln und sogenannte Mitlieferkartoffeln verarbeitet. Hervorragende Wachstumsbedingungen lassen darauf hoffen, dass schon in der KW28 – also heute in 14 Tagen - die ersten frühen Sorten für die industrielle Verarbeitung zur Verfügung stehen. Dann dürften die Knollengrößen genügend ausgebildet sein und auch das Unter-Wasser-Gewicht für eine befriedigende Backeignung sorgen. Sollten dann noch alterntige Kartoffeln auf den Markt drängen, ließen sich die aktuellen Notierungen von 20 €/dt für Fontane nicht mehr halten.

21.06.2022 Die belgische Kartoffelanbaufläche steigt um mehr als 4 %

Vorläufige Zahlen aus dem belgischen Sammelantrag zeigen eine Zunahme der Kartoffelanbaufläche. Demnach wurden dort auf 51.708 ha (+4,2 %) Kartoffel angebaut, berichtet das belgische Forschungszentrum für Kartoffelproduktion (PCA).
Es scheint, dass höhere Vertragspreise ein Anreiz waren, weiterhin Kartoffeln anzubauen. Als die Geschäfte im Januar abgeschlossen wurden, gab es schließlich keine Anzeichen dafür, dass die Kosten der Betriebsmittel im Jahr 2022 weiter deutlich steigen würden. Die Ausweitung des Anbaus könnte zudem auf bessere Preise auf dem freien Markt zurückzuführen sein.
Ab diesem Jahr wird die belgische Pflanzkartoffelanbaufläche in zertifizierte (1.052 ha) und landwirtschaftliche Pflanzkartoffelanbaufläche (371 ha) unterteilt. Zusammen ergibt dies eine Steigerung der Saatkartoffelproduktion um zwei Prozent.

14.06.2022 Konsumkartoffeln: Preisverfall vorerst gestoppt

Der Preisverfall bei Konsumkartoffeln konnte vorerst gestoppt worden. Alterntige Speisekartoffeln sind nahezu ausverkauft, sodass die Notierungskommission in der Lüneburger Heide ihre Preisfeststellung bis August pausiert. Auch Veredelungskartoffeln konnten sich in diesen Tagen in ganz West- und Mitteleuropa preislich behaupten. Jetzt notiert man in den Niederlanden den Frittenrohstoff mit 25 bis 28 €/dt, das sind 1,5 € weniger als in der letzten Woche. Das hohe Preisniveau hält das Kaufinteresse der Kunden im Ausland gering; genauso wie das der Einkäufer der Fabriken. Vor dem Saisonende könnte von Letzteren noch eine Einkaufsrunde erfolgen. In diesen Tagen pokern sowohl Anbieter als auch Käufer; beide Seiten halten sich zurück. Das geile Wachstum der Frühkartoffeln spielt dabei den Fabriken in die Hände. Sollte das so bleiben, wird die Saison 2021/22 nicht mit Höchstpreisen enden.

13.06.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Trend zur Regionalität und Sparsamkeit
Der Speisekartoffelmarkt ist aktuell überversorgt. Vor dem Pfingstfest deckten sich die privaten Haushalte noch umfangreich mit Kartoffeln ein. In vielen Teilen Deutschlands dominierten Lagerkartoffeln das Angebot im LEH. Gleichzeitig bieten die …
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10.06.2022 FAO: Kartoffeln sind drittwichtigste Nahrungspflanze der Welt

Kartoffeln könnten laut dem Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) einen größeren Beitrag zur globalen Ernährungssicherung leisten. In einer Grundsatzrede von Qu Dongyu auf dem 11. Weltkartoffelkongress (WPC) in Dublin am 30. Mai, wurde dargelegt, dass sich die Gesamtproduktion der Ernte in den nächsten zehn Jahren verdoppeln könnte.
Kartoffeln sind die drittwichtigste Nahrungspflanze der Welt und werden regelmäßig von Milliarden von Menschen verzehrt, stellte der FAO-Generaldirektor fest.
Zu Beginn seiner Karriere half Qu bei der Organisation des WPC 2015 in China und war Treuhänder des International Potato Centre. Den Konferenzteilnehmern sagte er, dass Kartoffeln im Vergleich zu anderen wichtigen Feldfrüchten weniger Treibhausgasemissionen (THG) verursachen und gleichzeitig ein Einkommen für Kleinproduzenten bieten.
Im Jahr 2020 wurde das aus Südamerika stammende Gemüse auf mehr als 20 Millionen Hektar in 150 Ländern für eine weltweite Gesamtproduktion von 359 Millionen Tonnen angebaut.
Asien und Afrika seien die Regionen mit dem schnellsten Wachstum der Kartoffelproduktion, während die Produktion in Europa und Nordamerika rückläufig sei, hieß es auf der Konferenz.
Durch die Konzentration auf die Verbesserung der Erträge und die vollständige Nutzung historischer Kartoffelanbaugebiete könne die weltweite Produktion auf 500 Millionen Tonnen im Jahr 2025 und 750 Millionen Tonnen im Jahr 2030 gesteigert werden, sagte der Generaldirektor der FAO.
„Die Kartoffel wird zu einer der Vorteilspflanzen im globalen Ernährungssicherheitssystem, wenn der Ertrag anderer Getreidekulturen nahe an der Grenze liegt.“
Er erklärte, dass der relativ geringe Bedarf an natürlichen Ressourcen Kartoffeln zu einer wichtigen Nahrungspflanze für Menschen macht, um während Hungersnöten und Katastrophenhilfe zu überleben. Der Generaldirektor forderte mehrere Partner auf, dabei zu helfen, die landwirtschaftlichen Lebensmittelsysteme für Kartoffeln auf nationaler, regionaler und globaler Ebene „stark zu verbessern“.
Dazu gehörte die zunehmende Unterstützung für genetische Verbesserungen und kürzere Züchtungszyklen für Kartoffelsorten und der potenzielle Wert virusfreier Kartoffelsaatsysteme.

07.06.2022 Hohe Speisekartoffelpreise dürften sich nicht mehr lange halten

Der Speisekartoffelmarkt ist aktuell überversorgt. Vor dem Pfingstfest deckten sich die privaten Haushalte noch umfangreich mit Kartoffeln ein. In vielen Teilen Deutschlands dominierten Lagerkartoffeln das Angebot im LEH. Gleichzeitig bieten die Supermärkte Importe aus verschiedenen Ländern im Süden an. Neben Ägypten und Israel, deren Kartoffeln sich nicht wirklich von heimischen Lagerkartoffeln unterscheiden, weil sie schon vor einigen Monaten gerodet wurden, drängt inzwischen auch das von Importeuren vertraglich gesicherte Angebot aus Spanien auf den Markt. Der LEH und die Packstationen versuchen derzeit das bisherige hohe Preisniveau zu verteidigen; es wird aber immer öfter von Beanstandungen berichtet; die Kartoffeln werden aber meist gegen hohe Zugeständnisse entladen. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Preise nicht mehr lange zu halten sind. Die Verbraucher versorgen sich in diesen Tagen offensichtlich lieber mit den ganz frischen Kartoffeln aus der Region. Der Absatz über Wochenmärkte und direkt vom Hof boomt derzeit.

31.05.2022 Am Ende der Saison schwächeln Preise für Frittenrohstoff

Die Saison für Frittenrohstoff neigt sich dem Ende zu. Die Fabriken rufen hauptsächlich Vertragsware ab; am freien Markt verfügbare Kartoffeln werden vorerst nicht mehr gesucht. Dabei sind die Anlagen der Pommes frites Produzenten weiter voll ausgelastet. Ob die Einkäufer noch eine weitere Runde starten müssen, um alterntigen Verarbeitungsrohstoff zu beschaffen, oder ob die vorgekauften Mengen ausreichen, bis die neue Ernte verfügbar ist, ist offen. In Holland notiert freier Rohstoff seit einer Woche schwächer und nähert sich damit dem Preisgefüge in den Nachbarländern an. Am Donnerstag ist auch der letzte Handelstag für den Juni-22-Terminkontrakt an der EEX. Dann werden die verbliebenen knapp 700 Lots mit dem Index der Leipziger Derivatebörse abgerechnet. Der Future handelt heute mit 24,1 €/dt während letzte Woche der Index noch mit 25,3 € festgestellt wurde. Die Börsenhändler haben offensichtlich das aktuell schwäche Kassamarkt-Preisniveau bereits eingepreist.

30.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Hohe Kartoffelpreise hemmen die Nachfrage
Nachdem es in den meisten Kartoffel-Anbauregionen im Norden der EU geregnet hat, entwickeln sich auch die Frühkartoffeln wieder ordentlich. In den letzten 10 Tagen fielen 10 bis 40 Liter Regen und weitere Regenfälle sind von den Wetterdiensten angekündigt. Landwirte bieten seit einer Woche wieder mehr …
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25.05.2022 Die Auswirkungen des russischen Krieges auf die Kartoffelindustrie der Ukraine

Der 24. Februar 2022 war ein Wendepunkt sowohl für die Ukraine als auch für den Rest der Welt, da die russische Invasion in der Ukraine zweifellos die Weltordnung auf den Kopf gestellt hat.
Die Ukraine und ihre Bürger leiden auf vielfältige Weise direkt und indirekt unter dem Krieg. Dies gilt natürlich für die ukrainische Wirtschaft und wirkt sich auch ernsthaft auf den Kartoffelsektor des Landes aus. Der Markt für Konsumkartoffeln wird auf 370 bis 750 Mio. Euro geschätzt.
Im Jahr 2020 war die Ukraine der drittgrößte Kartoffelproduzent der Welt, als das Land nach Angaben der FAO 20,8 Millionen Tonnen produzierte. Trotzdem reicht die heimische Produktion des Landes nicht aus, um die lokale Marktnachfrage zu befriedigen, und die Ukraine importiert jährlich Hunderttausende Tonnen.
Bis heute sind mehrere Gebiete in der Ukraine entweder immer noch von russischen Truppen besetzt oder durch aktive Kämpfe der gegnerischen Militärs beeinträchtigt. Russische Truppen besetzen nach wie vor das Gebiet Cherson und einen bedeutenden Teil des Gebiets Saporischschja im Süden des Landes sowie die Gebiete Donezk, Luhansk und Charkiw im Osten.
Unterdessen zwang die jüngste Gegenoffensive der Ukraine die russischen Truppen, sich aus den Regionen Schytomyr, Kiew, Tschernihiw und Sumy aus dem Norden des Landes zurückzuziehen. Doch trotz ihres Rückzugs sind viele Felder der Bauern immer noch vermint und viele Kartoffellager wurden vom russischen Militär zerstört.
Besonders kritisch ist die Lage in den Regionen Tschernihiw und Sumy. Diese Kartoffelanbaugebiete machen etwa 10 % der gesamten Kartoffelanbaufläche der Ukraine aus, und viele moderne Kartoffellager befinden sich dort – einige davon werden auch von Kartoffelbauern aus anderen Regionen des Landes genutzt.
Unterdessen ist die vollständige Besetzung der Region Cherson in diesem Jahr ein schrecklicher Schlag für die Produktion von Frühkartoffeln, da sie bisher die wichtigste Region in der Ukraine für den Anbau der frühreifen Kartoffelsorten war.
Normalerweise verschiffen die Chersoner Bauern ihre Frühkartoffeln lieber in die größeren Städte der Ukraine (Kiew, Dnipro, Charkiw, Lemberg) oder zum Export nach Weißrussland.
Die jüngste Strategie der russischen Truppen, Raketenangriffe auf Treibstoffbasen durchzuführen, ist eine ernsthafte Bedrohung für den normalen Betrieb sowohl der ukrainischen Armee als auch der Landwirte, wobei erstere natürlich Priorität haben.
Engpässe bedeuten höhere Preise und trotz der Entscheidung der ukrainischen Regierung, die Kraftstoffsteuern zu senken, zahlen die Landwirte höhere Preise als zuvor.
Darüber hinaus führen steigende Kraftstoffpreise auch zu höheren Transportkosten für alle landwirtschaftlichen Betriebsmittel, einschließlich Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und mehrerer anderer Betriebsmittel, die aufgrund der jüngsten Energiekrise und globaler Logistikschwierigkeiten weltweit bereits teurer geworden sind.
Für die ukrainischen Kartoffelbauern bedeuten Engpässe und der steile Anstieg der Produktionskosten einen Rückgang sowohl der Anbaufläche als auch der erwarteten Kartoffelerträge, was unweigerlich zu einer geringeren Produktion und Preiserhöhungen für Kartoffeln für die Ukrainer führen wird, deren Einkommen ebenfalls aufgrund des Krieges gesunken ist.
Besetzung und aktive Kämpfe in vielen Regionen der Ukraine haben sich unmittelbar auf die Kartoffelpreise im Land ausgewirkt, die seit dem frühen Beginn der laufenden Saison eher niedrig sind.
Erstens wurden mehrere große Kartoffellager im Norden der Ukraine einfach zerstört oder beschädigt, was zu einer geringeren Marktversorgung der Bestände des letzten Jahres führte.
Zweitens führten die zerstörerischen Auswirkungen des Krieges auf ukrainische Straßen zu Preisverzerrungen in verschiedenen ukrainischen Regionen.
Infolgedessen unterscheiden sich die Kartoffelpreise inzwischen stark von Region zu Region. Unmittelbar nach Beginn der russischen Aggression verdoppelten sich die Kartoffelpreise in Kiew von 0,17 USD/kg auf 0,34 USD/kg, und die aktuellen Preise in der Ukraine sind im Jahresvergleich mindestens 25-30 % höher.
Darüber hinaus befinden sich viele Bestände an Pflanzkartoffeln in Regionen, die am stärksten vom Krieg betroffen waren, und Landwirte aus anderen Regionen der Ukraine haben einfach keinen Zugang zu diesen Beständen.
Dadurch wird der gesamte Kartoffelanbau für die nächste Saison ernsthaft gefährdet, was zu einer geringeren Anbaufläche und potenziell niedrigeren Erträgen führt.
Unterdessen gefährdete die vollständige Besetzung des Gebiets Cherson die frühe Kartoffelsaison in der Ukraine erheblich.
Des Weiteren wird das Angebot an Frühkartoffeln aus heimischem Anbau durch die Besetzung der Hauptanbaugebiete geringer sein.

24.05.2022 Letzter Preisanstieg bremst Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff aus

Der Markt für Konsumkartoffeln ist auch in den Niederlanden ausgeglichen. Der mit Abstand größte Konsument ist die dortige Kartoffelverarbeitende Industrie. Im April wurden mit 335.000 Rohstoff so viel Kartoffeln eingesetzt, um edle Produkte herzustellen, wie noch niemals zuvor. Im gesamten Wirtschaftsjahr waren es knapp 4 Mio. Tonnen. Außerdem exportierte Holland bis Ende April schon knapp 400.000 Tonnen Konsumkartoffeln in andere EU-Länder. Den größten Teil davon erhielten belgische Frittenhersteller. Der letzte Preisanstieg auf 25 €/dt bremst aktuell aber das Kaufinteresse aus dem Ausland aus. Die Internationale Nachfrage nach Kartoffelprodukten bleibt aber gut.

23.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Bisher noch zu wenig Niederschlag
Gewitter über dem Norden Europas haben sich mäßigend auf die Terminmarktkurse für Veredelungskartoffeln ausgewirkt. Der Juni-22-Terminkontrakt gab in den letzten 10 Tagen um 6% nach. 10-30 Liter Regen fielen auch in den bisher zu trockenen ...

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19.05.2022 Veredelungskartoffeln Index steigt um 0,60 Euro

17.05.2022 Angebot von Frittenrohstoff steigt bei Preisen von 25 €/dt

Preise um 25 €/dt haben in Holland die Bereitschaft der Bauern, Kartoffeln auszulagern, deutlich erhöht. Ein Sprecher des Anbauverbands VTA rechnet vorerst nicht mehr mit weiter steigenden Preisen für den Rohstoff zur Herstellung von Pommes frites. Erst Ende Juni könnte es mit der Verfügbarkeit des Rohstoffs wieder knapp werden. Die Verarbeiter kündigten an, dass sie Vertragskartoffeln, die sie zur Lieferung im Juli erworben haben, schon im Juni abrufen wollen. Ob im Juli dann die Neue Ernte zur Verfügung steht, ist noch unsicher, denn die kühle und trockene Witterung der letzten Wochen hat die Entwicklung der Frühkartoffeln verzögert. Die weltweite Nachfrage nach edlen Kartoffelprodukten ist ungebrochen gut.

16.05.2022 Kartoffelvorräte in Belgien und Holland 10% unter Vorjahr
Die Kartoffeln verarbeitende Industrie in Belgien ist einer der größten Exporteure von tief gekühlten Kartoffelprodukten am Weltmarkt. Unser kleines Nachbarland ist auf Rohstoffimporte aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland angewiesen. Die jüngsten Vorratsschätzungen in Belgien und den ...
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12.05.2022 Landwirtschaftliche Erzeugerpreise mit Rekordanstieg von 35 Prozent

Die Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte haben ihre Preise im ersten Monat nach Kriegsbeginn in der Ukraine im Rekordtempo angehoben. Sie stiegen im März um durchschnittlich 34,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. "Dies ist der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1961", hieß es dazu. "Allein gegenüber Februar 2022 stiegen die Preise um 15,1 Prozent." Pflanzliche Produkte verteuerten sich mit 42,1 Prozent besonders stark, tierische Erzeugnisse mit 29,5 Prozent etwas weniger kräftig.

Der Rekordpreisanstieg ist unter anderem auf die bereits seit Juli 2020 nach oben schießenden Getreidepreise zurückzuführen: Diese lagen im März um 70,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. "Ausschlaggebend für die enorme Preissteigerung bei Getreide ist die Verknappung des Angebots infolge des Kriegs in der Ukraine", erklärten die Statistiker. "Dadurch hat sich die bereits zuvor angespannte Situation auf dem Weltmarkt mit einer hohen Nachfrage im In- und Ausland noch einmal deutlich verschärft."

Für Speisekartoffeln wurden 91,7 Prozent mehr verlangt. Das wird vor allem auf witterungsbedingt geringe Erntemengen sowie ein relativ niedriges Preisniveau im März 2021 zurückgeführt: Damals gab es aufgrund großer Erntemengen und fehlender Absatzmöglichkeiten durch Corona in der Gastronomie einen Preiseinbruch von mehr als 50 Prozent. Die Erzeugerpreise für Obst fielen dagegen diesmal um 12,4 Prozent, wobei sich etwa Tafeläpfel um 8,4 Prozent verbilligten.

Die Preise für das Handelsgewächs Raps zogen um 70,1 Prozent an. Dieser Aufschlag liegt vor allem an der knappen Versorgungslage bei gleichzeitig hoher Nachfrage, beispielsweise für Herstellung von Biogas oder die Verwendung von Raps als Treibstoff (Biodiesel). Bei den tierischen Produkten kletterte etwa der Milchpreis mit 33,3 Prozent sehr stark. "Grund hierfür ist weiterhin vor allem ein knappes Rohmilchangebot", so die Statistiker. Bei Schlachtschweinen zogen die Preise um 21,1 Prozent an, die für Rinder um 47,5 Prozent.

Reuters News

10.05.2022 Malaysia will mehr Weltmarktanteile von Palmöl und dafür Steuern senken

Das malaysische Rohstoffministerium hat vorgeschlagen, die Exportsteuer auf Palmöl um die Hälfte zu senken, um einen globalen Mangel an Speiseöl zu beheben und den Marktanteil des zweitgrößten Palmölproduzenten der Welt zu steigern.
Die Ministerin für Plantagenindustrie und Rohstoffe, Zuraida Kamaruddin, sagte heute in einem Interview mit Reuters, ihr Ministerium habe die Kürzung dem Finanzministerium vorgeschlagen. Es wird jetzt einen Ausschuss geben, um die Einzelheiten zu prüfen.
Malaysia könnte die Steuer, wahrscheinlich eine vorübergehende Maßnahme, von derzeit 8 % auf 4 % bis 6 % senken, sagte Zuraida. Eine Entscheidung könne bereits im Juni getroffen werden.
Malaysia versucht, seinen Anteil am Speiseölmarkt zu steigern, nachdem die russische Invasion in der Ukraine die Lieferungen von Sonnenblumenöl unterbrochen und Indonesiens Schritt, Palmölexporte zu verbieten, die weltweiten Lieferungen weiter verknappt hat.
„In diesen Krisenzeiten können wir uns wahrscheinlich etwas entspannen, damit mehr Palmöl exportiert werden kann“, sagte Zuraida.
Der Vorschlag forderte das Finanzministerium auch auf, die Steuersenkung für den staatlich verbundenen Palmölproduzenten FGV Holdings – Malaysias größten – und Unternehmen mit oleochemischer Produktion im Ausland zu beschleunigen, sagte sie.
Malaysia werde auch die Umsetzung seines B30-Biodiesel-Mandats verlangsamen, das vorschreibt, dass ein Teil des landesweiten Biodiesels mit 30 % Palmöl gemischt werden muss, um die Versorgung der globalen und einheimischen Lebensmittelindustrie zu priorisieren, sagte sie.
„Wir müssen Prioritäten setzen, um der Welt zuerst Nahrung zu geben“, so Zuraida.
Palmöl – das in allem von Kuchen bis hin zu Waschmitteln verwendet wird – macht fast 60 % der weltweiten Pflanzenöllieferungen aus, und das Fehlen des Spitzenproduzenten Indonesien hat den Markt durcheinandergebracht.
Der Benchmark-Palmölkontrakt c3 fiel heute in der Morgensitzung um bis zu 2,3 % und reduzierte einige Verluste nach dem Reuters-Bericht über eine mögliche Senkung der Exportsteuer.
Zuraida teilte Reuters mit, dass Importländer Malaysia gebeten hätten, seine Exportsteuern zu senken.
„Sie halten es für zu hoch wegen der hohen Kosten in der gesamten Lieferkette, wegen des Speiseölpreises“.
Rohpalmöl-Futures sind in diesem Jahr bisher um etwa 35 % auf Allzeithochs gestiegen, was die globale Lebensmittelinflation weiter verschlimmert.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation hat davor gewarnt, dass die Lebensmittelpreise, die im März ein Rekordhoch erreichten, infolge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine um bis zu 20 % steigen könnten, was das Risiko einer zunehmenden Unterernährung erhöht.
Zuraida sagte, die Käufer Indien, Iran und Bangladesch schlagen vor, landwirtschaftliche Produkte wie Reis, Weizen, Obst und Kartoffeln gegen malaysisches Palmöl einzutauschen.
Malaysias Produktion ist seit mehr als zwei Jahren aufgrund einer schweren Arbeitskrise nach Grenzbeschränkungen durch das Coronavirus, die die Einreise von Wanderarbeitern stoppten, angespannt.
Da die Reisebeschränkungen jetzt gelockert werden, werden ausländische Arbeiter ab Mitte Mai eintreffen, sagte Zuraida gegenüber Reuters vor ihrem Besuch in den Vereinigten Staaten Ende dieser Woche.
Die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde hat zwei malaysischen Palmölproduzenten – FGV und Sime Darby Plantation SIPL.KL – Einfuhrverbote auferlegt, weil ihnen vorgeworfen wird, dass sie Zwangsarbeiter im Produktionsprozess einsetzen.
Beide Unternehmen haben unabhängige Audits in Auftrag gegeben, um die Vorwürfe zu untersuchen, und erklärt, dass sie mit den US-Behörden zusammenarbeiten werden.
Zuraida sagte, dass sie während ihres Besuchs den US-Zoll auffordern werde, ihre Feststellungen zu mutmaßlichem Arbeitsmissbrauch zu erläutern und malaysischen Firmen Zeit zu geben, das Problem zu beheben, bevor sie Sanktionen verhängt.
„Wir schließen die Möglichkeit nicht aus, dass dies passiert, aber Sie sollten uns Zeit geben, dies zu korrigieren“, sagte sie.

02.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelpflanzungen vor dem Abschluss

Zum Monatsende April dürften die Pflanzarbeiten in West- und Mitteleuropa abgeschlossen sein. Jetzt macht man sich Sorgen über die Wasserversorgung. Insbesondere in ...

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26.04.2022 Frittenrohstoff wird zum Ende hin noch teurer

Die Frittenfabriken steigerten ihre Pommes-Produktion im März noch einmal deutlich. Inzwischen ist der Rohstoff so knapp, dass die Preise – insbesondere für spätere Liefertermine – weiter steigen. Die letzten Preissteigerungen konnten das Angebot aus der Landwirtschaft kaum verbessern, weil die Feldarbeiten nun Vorrang haben. Die Pflanzarbeiten laufen nun auf Hochtouren. Bisher war es auf den schweren Böden noch zu nass und zu kalt. Das hat sich inzwischen aber geändert. In Holland sollen bis jetzt 40 bis 60 % der geplanten Anbauflächen bestellt worden sein. Bis Monatsende sollte dann das Pflanzgut überall in West- und Mitteleuropa in der Erde sein. Tendenziell steigen die Preise für freien Frittenrohstoff weiter. VTA Holland notiert Preise in der Spanne von 20,50 bis 30 €/dt. Der EEX-Index für Veredelungskartoffeln wird am Donnerstag sicher weiter steigen. Mit dieser Fixierung werden dann auch die noch offenen Futures auf April-22 abgerechnet.

25.04.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelbauern in Cherson droht der Bankrott
Yevhen Kuzin ist Marktanalyst bei FruitInform. Er analysiert zudem den ukrainischen Kartoffelmarkt für die FAO. In seinem Bericht von gestern beschreibt er den Einfluss von Putins Krieg auf …
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12.04.2022 Lebhafte Nachfrage nach Frittenrohstoff vom Spotmarkt

Die Erzeugerpreise für Frittenrohstoff vom Spotmarkt haben in Holland die 20 €-Marke wieder überschritten. Für beste Partien der Sorte Agria wird in Holland sogar schon 25 €/dt geboten. Grund dafür ist die wieder belebte Nachfrage der Pommes-Fabriken. Das Angebot ist aktuell kleiner als die Nachfrage. Dabei tun sich die Käufer in Übersee mit den im Zentrum der europäischen Kartoffelländer höheren Preisen schwerer. Exportkartoffeln konnten den jüngsten Preisanstieg bisher nicht mitmachen und so nutzen die Einkäufer der Fabriken das überschaubare Angebot. Das deutsche Tiefkühlinstitut teilte mit, dass im Jahr 2021 hierzulande mit 466.000 Tonnen so viele TK-Kartoffelprodukte verkauft werden konnten wie noch zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg auf 5,36 kg; den größten Anteil daran haben Pommes frites mit 4,18 kg/Kopf.

11.04.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Winterliche Temperaturen zwingen zum Umdenken
Nasskaltes Wetter verzögert das Pflanzen von Verarbeitungskartoffeln. Einige Einkäufer von Frittenfabriken hatten sich Ende März bei damals noch frühlingshaftem Wetter schon auf einen frühen Einstieg in die nächste Ernte gefreut. Nach dem Wetterumschwung vor einer Woche wird das aber wohl …
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05.04.2022 Nasses Winterwetter verzögert das Pflanzen von Verarbeitungskartoffeln

Zum Kartoffelpflanzen ist es nach dem jüngsten Wintereinbruch viel zu kühl und zu nass. Einige Verarbeiter hatten Ende März bei Frühlingshaftem Wetter schon auf einen frühen Einstieg in die nächste Ernte gefreut. Daraus wird aber jetzt nichts mehr. Folglich stieg inzwischen wieder das Interesse an Lagerkartoffeln, die noch frei verfügbar sind. Bereits die Vorhersage von Nachfrösten und Schneefall ließ die Börsenkurse steigen. Bisher haben sich die Preise am Kassamarkt aber nur wenig befestigt. Das könnte sich ab dieser Woche ändern. Börsianer rechnen damit, dass bis Ende April die Notierungen für Frittenrohstoff in den vier großen Anbauländern der EU (NL,B, F,D) um mehr als zwei Euro pro 100 kg steigen.

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