Verlauf Veredelungskartoffeln Juni 2016 - 2018

01.12.2022 "Grüner"N-Dünger von Yara senkt CO2–Fußabdruck bei Kartoffelchips in Argentinien

Das norwegische Unternehmen Yara hat mit Argentiniens größtem Kartoffelbauern El Parque Papas eine Absichtserklärung über Lieferungen von Düngemitteln unterzeichnet, die ohne Verwendung fossiler Brennstoffe hergestellt werden, teilte die Pressestelle von Yara heute mit.
Der Deal ist Yaras erster seiner Art außerhalb Europas, mit dem ersten kommerziellen Abkommen, das im vergangenen Jahr mit dem schwedischen Unternehmen Lantmaennen unterzeichnet wurde, hieß es.
Die meisten Kartoffeln von El Parque Papas sind für die Chipsproduktion vorgesehen, die durch die Verwendung von Yaras „grünem“ Dünger, der mit erneuerbarem Strom anstelle von Erdgas hergestellt wird, einen geringeren CO2-Fußabdruck haben.
„Die Düngemittel, die nächstes Jahr auf den Markt kommen, werden entscheidend für die Dekarbonisierung der Kartoffelproduktion sein“, sagte Yara in einer Erklärung.

29.11.2022 Belgiens kleine Kartoffelvorräte erzwingen höhere Rohstoffimporte

Da seit Jahren die Produktionskapazitäten der belgischen Kartoffelverarbeiter steigen, muss das Land immer mehr Verarbeitungsrohstoff importieren. Die diesjährige Ernte erscheint in diesem Jahr und vor diesem Hintergrund viel zu klein. In den Nachbarländern wuchsen aber ganz ordentliche Mengen heran; insbesondere in Holland. Auch die Ernte in Norddeutschland war ganz ordentlich. In Frankreich klagen die Bauern aber über unterdurchschnittliche Erträge. Bislang kaufen die belgischen Verarbeiter angesichts des hohen Preisniveaus aber nur mit „angezogener Handbremse“ ein. Experten meinen, dass in dieser Saison alle in West- und Mitteleuropa erzeugten Frittenkartoffeln benötigt werden. Man fragt sich nur, wie sich die Kartoffeln im Lager verhalten und wie sich die Kosten der Einlagerung entwickeln.

28.11.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Export von Kartoffelprodukten erreicht Rekordniveau

Der Marktanalyst World Potato Market berichtet, dass die Exporte von Kartoffelprodukten aus der EU im September 7% größer waren als im Vorjahr. Sechs Monate in Folge waren die Preise dafür …
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22.11.2022 Veredelungskartoffeln: Festpreisverträge der Saison 2023/24

In Belgien geben die Fabriken nun ihre ersten Kontraktpreise für die kommende Saison bekannt. Es wird darüber spekuliert, wie hoch die Preise ausfallen könnten. Wegen der stark gestiegenen Kosten sollen die Gebote 3 bis 5 €/dt höher ausfallen als im letzten Jahr. Auch in Frankreich hatten die Verarbeiter höhere Preise an die Bauern herausgehalten. Für Lieferungen im September und Oktober 2023 bietet man jetzt 15,75 €/dt. Für Lieferungen im April 2024 steigen sie dann auf 23 €/dt und im Juni 2024 sogar auf 24 €/dt. Berechnungen von Erzeugerorganisationen zeigen, dass die Produktionskosten um 10 % gestiegen sind. Auch die Gewinnspanne müsste wegen der Inflation um 15 % steigen. Die Empfehlung ist deshalb, Lagerkartoffeln der nächsten Ernte nicht unter 25,2 €/dt zu verkaufen.

21.11.2022 6% weniger Kartoffeln in der Eurozone
In ihrer Novembersitzung hat die Versammlung der North-Western European Potato Growers (NEPG) eine Prognose für die Konsumkartoffelproduktion dieses Jahres in den vier Mitgliedsländern Belgien, Deutschland, Frankreich und Holland abgegeben. Demnach war …

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15.11.2022 Kartoffelernte 2022 ist in Nordeuropa abgeschlossen

Kurz bevor es kälter und nasser wird, konnte die diesjährige Kartoffelernte in Nordeuropa bei nahezu optimalen Witterungsverhältnissen abgeschlossen werden. Lediglich in einem kleinen Gebiet im Norden Hollands werden noch Kartoffeln gerodet, die zügig von den dortigen Fabriken aufgenommen werden. Ansonsten halten sich die Fabriken weiter vom freien Markt fern und hoffen so, dass sich ein Angebotsdruck aufbaut. Das käme den anstehenden Preisverhandlungen für die nächste Saison entgegen, da belgische Fabriken Ende November ihre Aufträge für die kommende Saison vergeben. Preisstützend wirken aber die etwas lebhafteren Exportgeschäfte nach Osteuropa und Spanien. Im Speisekartoffelmarkt hält die Novemberflaute aber bei stabilen Preisen an. Auch die Bestätigung einer kleinen Kartoffelernte in Belgien bekräftigt viele Landwirte bei ihrer abwartenden Haltung.

08.11.2022 Preisschwäche bei Frittenrohstoff scheint überwunden

Die Preisschwäche bei Frittenrohstoff in Belgien, Holland und Deutschland scheint überwunden. Heute stieg der Kurs des April-23-Terminkontrakts für Veredelungskartoffeln an der Derivatebörse in Leipzig um bis zu 5%. Nach Abschluss der Erntearbeiten boten einige Landwirte am freien Markt noch Kartoffeln an, deren Haltbarkeit problematisch schien. Da sich die Einkäufer der Frittenfabriken konsequent vom freien Markt fern hielten und auch die Exporte aus Europas Überschussregionen nicht liefen, weil die Forderungen zu hoch waren, gerieten die Preise am Kassamarkt vorübergehend unter Druck. Das zeigte sich auch an der Terminbörse mit einer Delle beim Kursverlauf. Inzwischen nimmt das Angebot aus der Landwirtschaft ab und die Einkäufer signalisieren Kaufinteresse für spätere Lieferungen im Frühjahr 2023.

03.11.2022 Überschwemmungen in Australiens wichtigsten Weizeanbauregion

Überschwemmungen und übermäßige Regenfälle in wichtigen Teilen der australischen Weizenanbaugebiete haben zu umfangreichen Schäden an einer Ernte von hoher Qualität geführt, von der noch vor wenigen Wochen erwartet wurde, dass sie eine Rekordernte wäre. Nun verschärft sich das Problem der Welternährung wieder.
Eine minderwertige Ernte in Australien, dem weltweit zweitgrößten Getreidelieferanten, kommt hinzu, während die Trockenheit in Nordamerika und der Krieg zwischen Russland und der Ukraine die weltweiten Lieferungen einschränken und die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben.
Während Australien immer noch auf dem Weg zu einem dritten Jahr der Rekordernte ist, wird etwa die Hälfte der auf seinem östlichen Getreidegürtel angebauten Ernte – bekannt für erstklassigen Hartweizen – wahrscheinlich auf Tierfutter reduziert, obwohl das Ausmaß des Schadens bekannt sein wird nachdem das Wasser zurückgegangen ist, sagten Händler, Analysten und Landwirte.
„Es gab einige Erzeuger, die einen Totalverlust erlitten haben … für viele Menschen ist es immer noch ziemlich roh“, sagte Brett Hosking, ein Getreidebauer im südlichen Bundesstaat Victoria, der auch Vorsitzender der Bauernvereinigung GrainGrowers ist. "In den nächsten zwei Wochen werden wir ein sehr klares Bild haben."
Einwohner in großen regionalen Städten im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Australiens werden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen, da sich langsam bewegende Hochwasser stromabwärts drängen und die vierte große Hochwasserkrise des Landes in diesem Jahr in einen zweiten Monat übergeht.
Große Teile von Ackerland in den australischen Bundesstaaten New South Wales, Queensland und Victoria wurden mit Hochwasser überschwemmt, was Weizen und andere Feldfrüchte, einschließlich Kartoffeln, beschädigte und den Anbau von Sorghum verzögerte.
„Überschwemmungen sind zur schlimmsten Zeit gekommen - kurz vor der Weizenernte“, sagte Ole Houe, Leiter der Beratungsdienste beim Agrarmakler IKON Commodities in Sydney.
"Erste Schätzungen gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Ernte oder etwa 8 Millionen Tonnen an der Ostküste reduziert wurden, um Weizenqualität zu verfüttern", fügte Houe hinzu.
Die Welt steuert trotz der Wiederaufnahme der Exporte aus der Ukraine auf die engsten Getreidevorräte seit Jahren zu, da die Lieferungen gering und die Ernten bei den großen Produzenten geringer sind.
Ungünstiges Wetter in wichtigen landwirtschaftlichen Zentren von den Vereinigten Staaten bis Frankreich und China lässt bereits Ernten schrumpfen und Lagerbestände abbauen, was das Risiko einer Hungersnot in einigen der ärmsten Länder der Welt erhöht.
Australiens Produktion wird voraussichtlich bis Juni 2023 ein Allzeithoch von rund 40 Millionen Tonnen erreichen, sagen Händler und Analysten.

03.11.2022 Starkregen im Südosten Australiens reduziert Angebot von Grundnahrungsmitteln

Der führende australische Lebensmittelhändler Woolworths Group sagte, dass starker Regen das Angebot an landwirtschaftlichen Grundnahrungsmitteln, einschließlich Kartoffeln, weiter unterdrücken könnte, da steigende Verbraucherpreise zu einem Rückgang der Lebensmittelverkäufe im ersten Quartal beitrugen. Die Aktien von Woolworth verloren deutlich.
Das Handelsupdate heute Morgen beschreibt die Auswirkungen eines dritten La Nina-Wettermusters in drei Jahren, das die Inflation bei Woolworths und dem kleineren Konkurrenten Coles Group Ltd COL.AX angeheizt hat. Beide Unternehmen vereinen zwei Drittel der australischen Lebensmittelverkäufe unter sich.
Der Bericht zeigt auch, dass die Dominanz von Woolworths im Lebensmittelhandel in Frage gestellt wird: Die Verkäufe im Q3/22 zeigen eine höhere Inflation als bei Coles, das am 26. Oktober Ergebnisse veröffentlichte, während die Lebensmittelverkäufe von Woolworths im Vergleich zu höheren Verkäufen beim Discounter Coles rückläufig waren.
„Es ist eine bewegende und ziemlich dynamische Situation“, sagte Brad Banducci, CEO von Woolworths. Die Ernten an der Ostküste Australiens seien in Gefahr und wegen ergiebiger Starkregenfälle mussten tausende Menschen evakuiert werden.
Die jüngsten Überschwemmungen im Inselstaat Tasmanien mit kühlerem Klima hätten zu einer „sehr schlechten Anbausaison“ für Kartoffeln geführt, was „einige Herausforderungen in der Tiefkühlkategorie verursacht“, fügte Banducci hinzu.
Die australischen Lebensmittelverkäufe gingen in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % zurück. Die Supermärkte machen bei steigenden Umsätzen kaum noch Gewinne. Im gleichen Zeitraum stiegen die australischen Lebensmittelpreise für Woolworths um 7,3 %, verglichen mit 7,1 % bei Coles.

01.11.2022 Außergewöhnlich gute Kartoffelernte in den Niederlanden

Nördlich der großen Flüsse war die Kartoffelernte in Holland in diesem Jahr außergewöhnlich gut. Zum einen wurde dort die Anbaufläche um mehr als 5.000 Hektar auf 76.670 Hektar ausgeweitet, weil der Bedarf an Verarbeitungskartoffeln in Westeuropa zu Pflanzzeitpunkt im Frühjahr als hoch angesehen wurde. Zum anderen waren die Wetterbedingungen an Hollands Küste wesentlich besser als im restlichen Teil Europas. Die schweren Löß-Lehmböden konnten die Bodenfeuchte gut halten und die Temperaturen waren in Wassernähe auch nicht so extrem hoch wie anderswo. Mit 512 dt/ha war der durchschnittliche Kartoffelertrag fast so hoch, wie im Rekordjahr 2017. Das niederländische Statistikamt schätzt die diesjährige Kartoffelernte bei unseren Nachbarn auf 7,3 Mio. Tonnen. 3,9 Mio. Tonnen davon sind Speise- und Verarbeitungskartoffeln, der Rest sind Pflanz- und Stärkekartoffeln. Diese Meldung drückte die Börsenkurse auf aktuell unter 24 €/dt.

26.10.2022 Ukraine braucht keine Kartoffeln aus Russland oder Weißrussland

Die Ukraine wird in diesem Winter trotz ihrer Weigerung, Kartoffeln aus Russland und Weißrussland zu importieren, keinen Mangel an Kartoffeln haben, teilte das Landwirtschaftsministerium heute Vormittag mit.
Die Ukraine importiert traditionell einige Kartoffeln aus den beiden Nachbarstaaten, stellte jedoch alle Importe nach der russischen Invasion am 24. Februar ein. Weißrussland ist Moskaus wichtigster Verbündeter in dem Konflikt und erlaubte den russischen Streitkräften, sein Territorium zum Angriff auf die Ukraine zu nutzen.
Das Ministerium sagte in einer Erklärung, dass bis zum 25. Oktober bereits rund 12 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet worden seien, oder 73 % einer erwarteten Ernte von rund 16,6 Mio. Tonnen. Für die Ernte 2021 wurden keine Daten veröffentlicht.
Die Kartoffelanbaufläche 2022 sei aufgrund von Feindseligkeiten in vielen Regionen um 36 % zurückgegangen.
„Wir haben eine ausreichende Menge dieses Produkts, das den Inlandsverbrauch und die Ernährungssicherheit vollständig befriedigt. Es wird keinen Mangel an Kartoffeln geben“, sagte das Ministerium.
Kartoffeln sind das am Häufigsten konsumierte Gemüse in der Ukraine. Fast alle Kartoffeln in der Ukraine werden von kleinen Haushalten geerntet.

11.10.2022 Hohe Preise für Konsumkartoffeln – Ernte hat Höhepunkt überschritten

Die deutsche Ernte von Speisekartoffeln geht inzwischen – auch in den Überschussregionen im Norden – zügig ihrem Ende zu. Noch ist der Markt dafür ausgeglichen. Einige Anbieter halten ihre Kartoffeln zurück. Bevorratungsaktionen des LEH haben die Verbraucher gut versorgt, sodass das Geschäft mit Kleinpackungen aktuell etwas schwächer ist.
Kartoffelbauern im Westen, die in erster Linie Frittenrohstoff anbauen, bieten indes ihre Feldware etwas drängender an. Im Süden Hollands könnte die Einlagerung Probleme bereiten, weil nach dem Regen der letzten Wochen vereinzelt Knollenfäule auftritt und die Ware nach dem heißen Sommer physiologisch älter ist, als um diese Jahreszeit üblich. Die hohen Preisforderungen sowie Qualitätsrisiken halten die Einkäufer der Fabriken aber davon ab, freie Ware hinzuzukaufen. Offensichtlich sind sie mit vorab gekauften Kartoffeln bis Ende Oktober noch gut versorgt.
Hohe Preise und teure Energie- und Logistikkosten hält auch den Export in Richtung südeuropäische Länder in engen Grenzen. Dabei sind beispielsweise Spanien und Portugal bereits in wenigen Wochen auf Importe aus dem Norden dringend angewiesen.

10.10.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Angebotsdruck lässt nach
Wegen der stark gestiegenen Kosten für Strom und Gas wollten viele Bauern bereits aus der Ernte heraus einen Teil ihrer Kartoffeln am freien Markt verkaufen. Anders als in früheren Jahren zeigen Händler in den Zuschussregionen aber nur wenig Interesse daran. Auch sie fürchten die Kostensteigerungen für Energie. Außerdem sind die Ex-Feld-Kartoffelpreise so hoch wie fast …
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04.10.2022 Kartoffeln: Angebotsdruck und trotzdem stabile Preise

Auf dem Höhepunkt der Kartoffel-Haupternte versuchen immer mehr Landwirte schnellstmöglich einen Teil ihrer Knollen zu verkaufen. Zum einen sind die Preise, je nach Verwendungszweck, mit 25-30 €/dt für die Jahreszeit sehr hoch und zum anderen sind die Lagerkosten in diesem Jahr außerordentlich hoch. Allerdings ist das Kaufinteresse dagegen gering; eben aus den gleichen Gründen. Käufer haben zudem noch Transportkosten zu tragen. In Jahren mit „normalen“ Erntemengen würden in so einer Situation die Preise unter Druck geraten, bis das Verkaufsinteresse sinkt. Das ist aktuell aber nicht der Fall. Angesichts der bedrohlich niedrigen Erträge bleiben die Preise stabil. Nach dem Abschluss der Einlagerung könnten sie sogar weiter steigen. In Belgien spricht man schon von einer Missernte. Es fehlen 20% gegenüber dem Vorjahr und der Übergrößenanteil ist mit 30 t/ha 8 t niedriger als in Durchschnittsjahren. Die Qualität ist sehr gut. Es wird kaum etwas beanstandet.

26.09.2022 Deutsche Kartoffelernte 2022 größer als 10 Mio. Tonnen

Das statistische Bundesamt hat am Freitag ein vorläufiges Ergebnis der deutschen Kartoffelernte veröffentlicht. Demnach wuchsen in diesem Jahr 10,3 Mio. Tonnen Kartoffeln aller Verwertungsrichtungen heran. Das ist mehr als im Vorfeld von vielen Experten erwartet worden war. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 9% weniger und zum 5-Jahres-Mittel 5% weniger. Der bundesdeutsche Durchschnittsertrag wird mit 38 Tonnen pro Hektar angegeben, was einem Minus von 12% zum langjährigen Mittel entspricht. Eine um 8.000 Hektar größere Anbaufläche konnte die schwachen Erträge nicht ausgleichen. Es fehlen im Vergleich zum Vorjahr 1 Mio. Tonnen.
Niedersachsen erzeugt in diesem Jahr auf 46 % der bundesdeutschen Anbaufläche mit 5,2 Mio. Tonnen erstmals mehr als die Hälfte der deutschen Kartoffelernte. Die Statistik gibt keinen Aufschluss über die beabsichtigte Verwertungsrichtung der Knollen. Beobachter gehen aber davon aus, dass erneut wenige Speisekartoffeln geerntet werden, die von Käufern aus dem In- und Ausland stark umworben werden. Der Handel steht nun vor der Herausforderung mit Qualitätsstandards, Exportmengen, Packungsgrößen und Doppelnutzungssorten den Markt zu bedienen und den Landwirten faire Preise und Handelsbedingungen zu bieten.

26.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Einlagerung ins Winterlager hat begonnen
Nachdem sich die Rodebedingungen fast überall in Mittel- und Westeuropa verbessert haben und die Temperaturen zu einem normalen Niveau zurückgekehrt sind, hat die Einlagerung von Kartoffeln ins Winterlager begonnen. Viele Partien sind bereits jetzt in …
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20.09.2022 Viel zu wenige Kartoffeln in Polen

Am Freitag ist Herbstanfang und schon früher als in anderen Jahren hat die Einlagerung von Kartoffeln begonnen. Regenfälle der letzten Tage haben die Rodebedingungen verbessert. Jetzt ist auch die Zeit, in der die Marktanalysten Ernteprognosen veröffentlichen. Neben den vier NEPG-Ländern B,NL,F,D gehört auch Polen zu den großen Kartoffeln anbauenden Nationen. Dort wurde die Anbaufläche in diesem Jahr massiv eingeschränkt und die Erträge sind unterdurchschnittlich. Auf einer Anbaufläche von unter 200.000 ha (Vj.: 236.000 ha) wuchsen den Schätzungen der Marktbeobachter nur 5 Mio. Tonnen Kartoffeln heran. Im letzten Jahr waren es 7,1 Mio. Tonnen. Das könnte im weiteren Marktverlauf zu einem heftigen Preisanstieg führen. Aktuell liegt das Preisniveau für Konsumkartoffeln mit 15-16 €/dt noch unter dem von Deutschland. Frittenfabriken versorgen sich bereits jetzt mit Rohstoff von Mehrnutzungssorten. Da die Bauern nur über wenige qualifizierte winterfeste Lagermöglichkeiten verfügen und hohe Energiekosten die Lagerung verteuern, sind sie nicht so spekulationsfreudig wie ihre Kollegen im Westen. Trotz der bullischen Aussichten werden auch Exportanfragen aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn bedient. Im späteren Marktverlauf könnte Polens Kartoffelversorgung sehr eng werden.

19.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Stabile Kartoffelpreise aufgrund von Exportchancen
Seit Wochen halten sich die Preise für Veredelungskartoffeln auf 25 €/dt. Zwar gibt es nur wenig Interesse an Kartoffeln vom freien Markt, denn die Fabriken können immer noch auf vertragsgebundene Frühkartoffeln zurückgreifen, aber ein steigendes Interesse von Exporteuren zur Belieferung südeuropäischer Länder hält die …
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13.09.2022 Kartoffel-Ernteschätzungen in Westeuropa mit großen regionalen Unterschieden

Die belgische Kartoffelernte 2022 enttäuscht. Anhaltende Trockenheit macht die Hoffnung auf spätes Wachstum zunichte. Die Experten von PCA schätzen den die Erntemenge 15-25% kleiner als das mehrjährige Mittel ein. Die Sorte Fontane bringt nur 39 to/ha und damit rund 9 to/ha weniger als im letzten Jahr. So könnten in diesem Jahr nur 3 Mio. Tonnen Konsumkartoffeln zusammenkommen. Im letzten Dürrejahr 2018 waren es ähnlich „viel“. Seither wurden 1.700 ha mehr angebaut. Es fehlt insbesondere an Übergrößen.
Nördlich der großen Flüsse in Holland waren die Kartoffelerträge viel besser als im Süden oder in Belgien. Trotzdem wird die Ernte bei unseren Nachbarn als klein bezeichnet. Das Ergebnis kommt dem der Jahre 2019 und 2020 nah. Wegen der Trockenheit ist aber der Übergrößenanteil mit 81% ähnlich dem des Dürrejahres 2018. Die Unter-Wasser-Gewichte sind auf Rekordniveau.
Die deutsche Kartoffelernte wird nach Einschätzung der AMI kleiner als 10 Mio. Tonnen sein. Die Dürre im August verhinderte auch hier den späten Zuwachs. Die Menge dürfte für die Eigenversorgung reichen. Mit hohen Preisen dürfte aber das Interesse ausländischer Kunden klein halten. Mit Mehrnutzungssorten wird die Kartoffeln verarbeitende Industrie ihren Bedarf ergänzen und der zeitige Import von Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum soll das Angebot an Speisekartoffeln vervollständigen. Der Bedarf liegt hierzulande bei 10 bis 11 Mio. Tonnen.

12.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Regen verbessert die Rodebedingungen
Ergiebige Regenfälle in ganz Nordeuropa verbessern die Erntebedingungen von Kartoffeln. Das hat bisher aber noch nicht dazu geführt, dass das Angebot die Nachfrage übersteigt. Vielleicht ändert sich das Anbieterverhalten in den kommenden Tagen noch. Aktuell ist der Markt aber ausgeglichen. Bislang versorgen sich die …
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02.09.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Müssen Lieferverträge nachverhandelt werden?
Lieferverträge sind in der Kartoffelbranche die bevorzugte Form des Risikomanagements. Landwirte sichern sich damit bereits ab der Anbauplanung den Absatz ihrer zu erwartenden Ernte. Neben der Liefermenge werden Qualitätsparameter und oft auch Preise fest vereinbart. Nach dem letzten Dürrejahr 2018 mussten die Verträge nachverhandelt werden, da …

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30.08.2022 Knappe Kartoffeln und hohe Preise

Hitze und Dürre haben auch den Kartoffeln in West- und Mitteleuropa ordentlich zugesetzt. Aktuell melden sich die Marktanalysten zu Wort und geben ihre Ernteprognosen zum Besten. Der allgemeine Tenor ist, dass die diesjährige Kartoffelernte zwar klein aber dennoch größer sein wird, als im letzten Dürrejahr 2018. Auf dem Weuthen-Kartoffeltag am 26.08. in der Köln-Aachener Bucht schätzt der Geschäftsführer des Kartoffelhandels-Unternehmens Ferdi Buffen die deutsche Kartoffelernte auf 9,25 – 9,5 Mio. Tonnen und die EU 5 -Ernte auf 24,25 – 25 Mio. Tonnen. Da die Ernte damit den Bedarf nur knapp bedienen kann, wird die gesamte Wertschöpfungskette dazu aufgefordert, den Rohstoff schonend einzusetzen. Die Speisekartoffelpreise werden nach Buffens Einschätzung zunächst 30 € ab Hoflager kosten und ab dem neuen Jahr noch teurer werden. Industrierohstoff sollten aus dem Winterlager dann 27 – 32 €/dt kosten. Andere Experten erwarten eine etwas größere Ernte und nicht ganz so hohe Preise.

29.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - AMI schätzt dt. Kartoffelernte auf unter 10 Mio. to.
Der Hitze- und Dürresommer 2022 verhindert eine gute Kartoffelernte. Diese wird aber nicht so schlecht, wie so manch einer befürchtet hat, denn eine größere Anbaufläche und eine rasche Pflanzenentwicklung im Frühjahr ließen genügend Kartoffeln heranwachsen; auch wenn die Erträge unterdurchschnittlich ausfallen. Trifft die Ernteschätzung der AMI von …
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23.08.2022 Deutscher Bauernverband erwartet größere Winterweizenernte

Deutschlands Winterweizenernte 2022 wird von 21,0 Mio. Tonnen im Vorjahr auf rund 21,8 Mio. Tonnen steigen, teilte der Deutsche Bauernverband heute Vormittag mit.
Obwohl einige Ernten unter der Hitzewelle und Dürre gelitten haben, die diesen Sommer Deutschland und einige andere europäische Länder getroffen hat, waren die Ernteschäden nicht so schlimm wie befürchtet.
Das heiße Wetter war in einigen Gebieten ein Vorteil und ermöglichte einen schnellen Abschluss der Ernte von bis zu drei Wochen früher als gewöhnlich, so der Verband.
Die Ernte von Getreide aller Art wird voraussichtlich auf etwa 43 Mio. Tonnen steigen, was einem Anstieg von etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht, hieß es weiter.
„Ernteerträge und -qualität sind je nach Regenmenge regional sehr unterschiedlich“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied.
Deutschland ist normalerweise der zweitgrößte Weizenproduzent der Europäischen Union hinter Frankreich und in den meisten Jahren der größte Rapsproduzent der EU, Europas wichtigste Ölsaat für die Produktion von Speiseöl, Biodiesel und Tierfuttermehl.
Wintergerste, die in der Regel als Tierfutter verwendet wird, war im Allgemeinen vor der aktuellen Hitzewelle voll entwickelt. Die Wintergerstenernte soll gegenüber dem Vorjahr um etwa 5 % auf etwa 9,3 Mio. Tonnen steigen, so der Verband.
Es wird erwartet, dass die Winterrapsernte von 3,4 Mio. Tonnen im letzten Jahr auf etwa 4 Mio. Tonnen steigen wird, was durch eine Zunahme der Anbaufläche um 9 % unterstützt wird.
Das trockene Wetter bereitet jedoch weiterhin Sorgen. Pflanzen für die Herbsternte, einschließlich Mais, Kartoffeln und Zuckerrüben, könnten massive Verluste durch die Dürre erleiden, und es wird mit erheblichen Verringerungen der Erntegröße gerechnet, sagte der Verband.

23.08.2022 Außergewöhnlich schlechte Kartoffelernte in Belgien zu erwarten

Belgische Erzeuger machen sich auf eine außergewöhnlich schlechte Kartoffelernte gefasst, da eine schwere Dürre und hohe Temperaturen die Felder verwüstet haben. Der Juli war der trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1885, als im ganzen Land durchschnittlich nur fünf Millimeter Niederschlag fielen. Wenn die Ernte Mitte September beginnt, erwartet Wallonien einen Ertrag zwischen 35-40 Bruttotonnen pro Hektar. Typischerweise sollte ein Hektar 44,5 Tonnen ergeben. Ein guter Ertrag liegt typischerweise bei 45 Tonnen pro Hektar, ein ausgezeichneter bei 50 Tonnen.
Allerdings ist (das Fehlen von) Niederschlägen in ganz Belgien nicht einheitlich, und einige Kartoffelanbaugebiete in Belgien haben bis zu 20 Millimeter Regen abbekommen.
In diesem Jahr leiden die belgischen Kartoffeln unter der längsten Dürreperiode in der jüngeren Geschichte. Spät wachsende Kartoffeln haben sich abgesenkt und warten auf die Rückkehr des Regens, sagte Lebrun. Bei Frühkartoffeln hat die Ernte bereits begonnen und die Erträge liegen nur leicht unter dem Durchschnitt.

22.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Wie reagieren die Feldbestände auf den Wetterwechsel
Stürme teils mit Starkregen von 25 bis 60 Liter auf den Quadratmeter in Frankreich, Deutschland und dem Osten und der Mitte Hollands geben den Agrariern Hoffnung, dass die Dürreschäden für die Haupternte 2022 nicht gar zu arg werden. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie ...
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16.08.2022 Regen dürfte noch die Rodebedingungen verbessern, nicht aber die Erträge

Selbst wenn es in den nächsten Tagen in den Kartoffelanbauregionen West- und Mitteleuropas regnen sollte, dürften die meisten Kartoffelerträge enttäuschen. Der Regen dürfte aber dafür sorgen, dass sich die Rodebedingungen verbessern. Viele Kartoffeln weisen nämlich hohe Stärkegehalte auf und sind sehr empfindlich. Da der Reifeprozess der meisten Kulturen weiter fortgeschritten ist, als zu dieser Zeit üblich, ist fraglich, ob Regen im September oder Oktober noch ertragswirksam sein kann. In Holland sind Proberodungs-Ernteergebnisse bei den nicht beregneten Parzellen weit unter dem Durchschnitt. Die Chance auf eine auskömmliche Ernte im Zentrum des europäischen Kartoffelanbaus (NL,B, F,D,GB) sinkt.

12.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Gewinnmitnahmen drücken Kurse
In dieser Woche waren die Kurse der Terminkontrakte auf EEX-Veredelungskartoffeln extrem volatil. Am Montag wurde auf dem April-23-Termin mit 29,9 €/dt der bisher höchste Kurs gehandelt. Der Tag
endete aber mit 28,5 und am Dienstag gab er sogar bis ...
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09.08.2022 Handel beschränkt das Angebot für den Kartoffelexport

Nachdem die Belgapom letzten Freitag ihre Notierung für Frittenrohstoff auf 25 €/dt anhob, haben es die Packbetriebe und die Exporteure Schwierigkeiten Kartoffeln von den Landwirten zu bekommen. Das trockene und heiße Wetter dürfte dafür sorgen, dass die Erträge von Anschluss- und Lagersorten schwächer ausfallen. Die bisherigen Proberodungen bei frühreifen Sorten waren zwar noch durchschnittlich, die Tests der späteren Sorten zeigen uns aber, dass es am Kartoffelmarkt bald knapp werden kann. Händler in deutschen Zuschussregionen wollen die in ihrer Region gewachsenen Knollen zwischenzulagern, damit sie nicht in den Export gehen. Kunden im Ausland melden einen größeren Bedarf an, weil der Sommer in ganz Europa ähnlich verläuft, wie im Hochpreisjahr 2018. Am Terminmarkt wurde der April-23-Terminkontrakt gestern in der Spitze schon mit 29,9 €/dt gehandelt. Weil der deutsche Kartoffelanbau in diesem Jahr mit 3% deutlicher zunahm, als bisher erwartet, sanken die Kurse an der EEX heute wieder.

08.08.2022 Marktkommentar Kartoffeln – Kaum noch Zuwachs auf unberegneten Kartoffeläckern
Kaum noch Zuwachs auf unberegneten Kartoffeläckern Belgapom-Notierung steigt auf 25 €/dt In Nach dem außergewöhnlich trockenen Juli bleibt Regen auch im August Mangelware. Heute ziehen zwar Gewitter auf, diese treffen aber längst nicht jeden und bringen nur lokal Regenfälle. Mitunter gibt es auch Starkregen, der aber meist oberflächlich abfließt und dem Boden nicht zugutekommt. Es ist in diesen Tagen kühler, aber in der kommenden Woche steigen die Temperaturen voraussichtlich wieder an, abgesehen von ...
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05.08.2022 Russland könnte Saatgutimporte einschränken
Russlands Landwirtschaftsministerium hat vorgeschlagen, dass die Regierung Saatgutimporte durch die Einrichtung von Quoten begrenzt, um die heimische Produktion anzukurbeln, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax.
Russland, der größte Weizenexporteur der Welt, strebt seit langem danach, die Abhängigkeit von importiertem Saatgut für eine Reihe von Feldfrüchten zu verringern, aber es ist immer noch auf ausländisches Saatgut für Zuckerrüben, Sonnenblumenkerne und Kartoffeln angewiesen.
„Wir haben die ganze Zeit von ausländischem Saatgut gelebt. Selbst die Lieferanten, die uns sagten, dass sie niemals gehen würden, könnten irgendeine Art von Bestellung aus unfreundlichen Ländern bekommen, und 90% des Saatguts stammen aus unfreundlichen Ländern“, berichtete Interfax unter Berufung auf die erste stellvertretende Landwirtschaftsministerin Oksana Lut.
Russland hat einen Exodus ausländischer Unternehmen und Lieferanten von seinem Markt erlebt, seit es am 24. Februar Tausende von Truppen in die Ukraine entsandt hat.
Corteva, ein bedeutender Saatgutlieferant, gab im Mai seine Entscheidung bekannt, sich aus Russland zurückzuziehen.
„Da dies ein Element der Ernährungssicherheit ist, können wir es uns nicht leisten, also werden wir zu einem Quotensystem für importiertes Saatgut übergehen, die Quoten schrittweise senken und erkennen, dass wir uns mit Saatgut absichern“, fügte Lut laut Interfax hinzu.
Die Begrenzung der Saatgutimporte wird sich negativ auf die russische Agrarproduktion auswirken, sagte Andrey Sizov von der Landwirtschaftsberatung Sovecon.
"Unter den Hauptkulturen könnten Mais und Sonnenblumen die ersten sein, die darunter leiden. Einige Landwirte könnten sie durch andere Feldfrüchte wie Weizen ersetzen", fügte Sizov hinzu.
02.08.2022 Frittenrohstoff: Umstieg auf neue Kartoffelernte könnte problematisch werden

Kurz bevor die Frittenfabriken vollständig auf den Verarbeitungsrohstoff der neuen Ernte umsteigen, werden noch einmal viele Produktionsanlagen überholt. Diese liefen in den vergangenen Wochen meist unter Volllast und so wurden auch die Reste der alten Ernte noch veredelt. Dafür wurden Preise zwischen 22 und 28 €/dt bezahlt. Die Umstellung auf die neue Ernte könnte problematisch werden. Zwar brachten die Frühkartoffeln gute Erträge und Qualitäten hervor, bei den Anschlusssorten sieht das aber schon ganz anders aus. So könnte sich bereits ab der 2. Augusthälfte zeigen, ob genügend Angebot für eine volle Auslastung der Anlagen zustande kommt. Es zeichnet sich ab, dass das Angebot an freiem Frittenrohstoff nicht üppig wird. Der Sommer 2022 könnte als einer der trockensten in der Geschichte unserer Breitegrade eingehen. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen wieder und die Regenwahrscheinlichkeit bleibt gering.

26.07.2022 Frühkartoffeln: Kein Preissturz trotz Überangebot

Die sommerlichen Temperaturen sowie die Schulferien begrenzen die Nachfrage nach Frischkartoffeln. Außerdem gibt es ein reichliches Angebot an Frühkartoffeln in allen Regionen der Republik. Der Firschkartoffelmarkt ist also überversorgt. Trotzdem gibt es keinen Preissturz wie in anderen Jahren bei einer derartigen Lage. Die Erzeugergemeinschaften halten den Preisrückgang in engen Grenzen. Die extrem hohen Kosten können durch die Erlöse bisher noch aufgefangen werden. Zur Marktdisziplin tragen auch die anhaltende Dürre und die Hitze bei. Man muss damit rechnen, dass die Erträge der Haupternte niedriger ausfallen, wenn es im August keine nachhaltigen Niederschläge gibt.

25.07.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Die Trockenheit bleibt
Nach den außergewöhnlich hohen Temperaturen in weiten Teil Europas hat es sich zumindest an den Küsten, wo die meisten Kartoffeln angebaut werden, auf angenehme 20-25°C abgekühlt. Es hat auch geregnet, aber um die Trockenheit abzulösen, war das bisher zu wenig. Temperaturen
von bis zu 40°C im Süden Hollands und sogar in Großbritannien schädigten in der ...
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18.07.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Komplizierte Lage am Kartoffelmarkt
Das Frühkartoffelangebot steigt von Tag zu Tag. Nicht nur in den klassischen Überschussregionen staut sich der Absatz, sondern fast alle Regionen können sich aus der unmittelbaren Umgebung selber versorgen. Gleichzeitig droht eine Nachfrageflaute der privaten Haushalte, weil
vom Süden her eine ...
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12.07.2022 Komplizierte Lage am Kartoffelmarkt

Das Frühkartoffelangebot steigt von Tag zu Tag. Nicht nur in den klassischen Überschussregionen staut sich der Absatz, sondern fast alle Regionen können sich aus der unmittelbaren Region versorgen. Gleichzeit droht eine Nachfrageflaute der privaten Haushalte, weil es sehr heiß werden soll und dann weniger Kartoffeln gegessen werden. In diesem Jahr entwickelten sich die Frühkartoffeln so gut, dass sie durchschnittlich 10 Tage früher angeboten wurden. Zu Beginn mussten aber erst die Importkartoffeln aus den Regalen der Supermärkte verschwinden. Inzwischen drückt das zu große Angebot ordentlich auf die Preise.
Die Hitzewelle könnte dazu führen, dass es in vielen Regionen Europas zu Ertragseinbußen bei Anschluss- und spät reifenden Sorten kommt. Bisher stehen aber auch diese Feldbestände gut; insbesondere, wenn sie unter Beregnung stehen. Erste Prognosen sehen bereits eine zu kleine Gesamtmenge. Das spiegeln seit einigen Tagen auch die Kurse der EEX-Kartoffelfutures wider, die gestern im April-23-Termnikontrakt mit 22,5 €/dt den höchsten Kurs seit Ende Mai gehandelt haben.
Hiesige Verarbeiter sind unterdessen gut mit Verarbeitungsrohstoff versorgt. Sie tauschen schon Übermengen aus dem Vertragsanbau untereinander aus. In Holland haben sich die Notierungen für freien Frittenrohstoff binnen weniger Wochen halbiert. Die gesamtwirtschaftliche Gemengelage mit Kostensteigerungen, Inflation, Konsumlaune lässt die Disponenten vorsichtig agieren. Schließlich könnte auch eine Nachfrageflaute vor uns stehen.

30.06.2022 Ägypten kaufte gestern 815.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreidekäufer, die General Authority for Supply Commodities (GASC), kaufte gestern 815.000 Tonnen hauptsächlich französischen Weizens in einer Ausschreibung und markierte damit den größten Einzelkauf seit Jahren, da die Preise zuletzt leicht nachgaben.
Der Kauf umfasste 350.000 Tonnen französischen Weizens, 240.000 Tonnen rumänischen Weizens, 175.000 Tonnen russischen Weizens und 50.000 Tonnen bulgarischen Weizens, sagte GASC. Handelsschätzungen beziffern die Gesamtmenge etwas höher auf etwa 825.000 Tonnen.
Die Menge wird im August, September und Oktober 2022 versendet.
Das niedrigste Kosten- und Frachtangebot war für rumänischen Weizen mit 429,90 USD pro Tonne, sagten Händler, ein Rückgang von 10 % gegenüber dem niedrigsten Angebot, das bei der letzten Ausschreibung von GASC im Juni gekauft wurde, aber immer noch ein Anstieg von 58 % gegenüber einem rumänischen Kauf, der etwa im gleichen Zeitraum des Vorjahres getätigt wurde.
Der Kauf erfolgt Tage, nachdem der ägyptische Versorgungsminister sagte, die Regierung suche nach Möglichkeiten, ihre Importe zu reduzieren, indem sie den Extraktionsprozentsatz für Mehl, das für subventioniertes Brot verwendet wird, von 82 % auf 87,5 % erhöht und sogar Kartoffeln zur Brotherstellung verwendet werden.
Ägypten strebe an, rund 500.000 Tonnen importierten Weizens einzusparen, wobei für das Geschäftsjahr 2022/23 5 bis 5,5 Millionen Tonnen importierter Weizen angestrebt würden, fügte er hinzu.
Zuvor teilte die Weltbank mit, sie habe zugestimmt, Ägypten 500 Millionen Dollar zur Finanzierung seiner Weizenkäufe zur Verfügung zu stellen.
Ägypten ist hauptsächlich auf importierten Weizen angewiesen, um stark subventioniertes Brot für mehr als 70 Millionen seiner 103 Millionen Einwohner bereitzustellen.
Die Ausschreibung gestern umfasste auch russische Lieferungen aus dem Hafen Kavkaz, nachdem der staatliche Käufer Änderungen an seinem Ausschreibungsbuch vorgenommen hatte, um allen russischen Häfen die Teilnahme zu ermöglichen.
Händler sagten zuvor, dass die Genehmigung von Kavkaz wettbewerbsfähigere Versandangebote bedeuten könnte.
Der Käufer erlaubte auch 50.000 Tonnen Ladung statt der üblichen 55.000 und 60.000.

28.06.2022 Hervorragende Wachstumsbedingungen für frühen Frittenrohstoff in Belgien

In Belgien ist es am Markt für Frittenrohstoff ruhig. Neue Abschlüsse mit noch unbepreisten Partien gibt es kaum. Die Einkäufer der Fabriken halten sich vom Markt fern; es werden lediglich vorab gekaufte Kartoffeln und sogenannte Mitlieferkartoffeln verarbeitet. Hervorragende Wachstumsbedingungen lassen darauf hoffen, dass schon in der KW28 – also heute in 14 Tagen - die ersten frühen Sorten für die industrielle Verarbeitung zur Verfügung stehen. Dann dürften die Knollengrößen genügend ausgebildet sein und auch das Unter-Wasser-Gewicht für eine befriedigende Backeignung sorgen. Sollten dann noch alterntige Kartoffeln auf den Markt drängen, ließen sich die aktuellen Notierungen von 20 €/dt für Fontane nicht mehr halten.

21.06.2022 Die belgische Kartoffelanbaufläche steigt um mehr als 4 %

Vorläufige Zahlen aus dem belgischen Sammelantrag zeigen eine Zunahme der Kartoffelanbaufläche. Demnach wurden dort auf 51.708 ha (+4,2 %) Kartoffel angebaut, berichtet das belgische Forschungszentrum für Kartoffelproduktion (PCA).
Es scheint, dass höhere Vertragspreise ein Anreiz waren, weiterhin Kartoffeln anzubauen. Als die Geschäfte im Januar abgeschlossen wurden, gab es schließlich keine Anzeichen dafür, dass die Kosten der Betriebsmittel im Jahr 2022 weiter deutlich steigen würden. Die Ausweitung des Anbaus könnte zudem auf bessere Preise auf dem freien Markt zurückzuführen sein.
Ab diesem Jahr wird die belgische Pflanzkartoffelanbaufläche in zertifizierte (1.052 ha) und landwirtschaftliche Pflanzkartoffelanbaufläche (371 ha) unterteilt. Zusammen ergibt dies eine Steigerung der Saatkartoffelproduktion um zwei Prozent.

14.06.2022 Konsumkartoffeln: Preisverfall vorerst gestoppt

Der Preisverfall bei Konsumkartoffeln konnte vorerst gestoppt worden. Alterntige Speisekartoffeln sind nahezu ausverkauft, sodass die Notierungskommission in der Lüneburger Heide ihre Preisfeststellung bis August pausiert. Auch Veredelungskartoffeln konnten sich in diesen Tagen in ganz West- und Mitteleuropa preislich behaupten. Jetzt notiert man in den Niederlanden den Frittenrohstoff mit 25 bis 28 €/dt, das sind 1,5 € weniger als in der letzten Woche. Das hohe Preisniveau hält das Kaufinteresse der Kunden im Ausland gering; genauso wie das der Einkäufer der Fabriken. Vor dem Saisonende könnte von Letzteren noch eine Einkaufsrunde erfolgen. In diesen Tagen pokern sowohl Anbieter als auch Käufer; beide Seiten halten sich zurück. Das geile Wachstum der Frühkartoffeln spielt dabei den Fabriken in die Hände. Sollte das so bleiben, wird die Saison 2021/22 nicht mit Höchstpreisen enden.

13.06.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Trend zur Regionalität und Sparsamkeit
Der Speisekartoffelmarkt ist aktuell überversorgt. Vor dem Pfingstfest deckten sich die privaten Haushalte noch umfangreich mit Kartoffeln ein. In vielen Teilen Deutschlands dominierten Lagerkartoffeln das Angebot im LEH. Gleichzeitig bieten die …
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10.06.2022 FAO: Kartoffeln sind drittwichtigste Nahrungspflanze der Welt

Kartoffeln könnten laut dem Generaldirektor der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) der Vereinten Nationen (UN) einen größeren Beitrag zur globalen Ernährungssicherung leisten. In einer Grundsatzrede von Qu Dongyu auf dem 11. Weltkartoffelkongress (WPC) in Dublin am 30. Mai, wurde dargelegt, dass sich die Gesamtproduktion der Ernte in den nächsten zehn Jahren verdoppeln könnte.
Kartoffeln sind die drittwichtigste Nahrungspflanze der Welt und werden regelmäßig von Milliarden von Menschen verzehrt, stellte der FAO-Generaldirektor fest.
Zu Beginn seiner Karriere half Qu bei der Organisation des WPC 2015 in China und war Treuhänder des International Potato Centre. Den Konferenzteilnehmern sagte er, dass Kartoffeln im Vergleich zu anderen wichtigen Feldfrüchten weniger Treibhausgasemissionen (THG) verursachen und gleichzeitig ein Einkommen für Kleinproduzenten bieten.
Im Jahr 2020 wurde das aus Südamerika stammende Gemüse auf mehr als 20 Millionen Hektar in 150 Ländern für eine weltweite Gesamtproduktion von 359 Millionen Tonnen angebaut.
Asien und Afrika seien die Regionen mit dem schnellsten Wachstum der Kartoffelproduktion, während die Produktion in Europa und Nordamerika rückläufig sei, hieß es auf der Konferenz.
Durch die Konzentration auf die Verbesserung der Erträge und die vollständige Nutzung historischer Kartoffelanbaugebiete könne die weltweite Produktion auf 500 Millionen Tonnen im Jahr 2025 und 750 Millionen Tonnen im Jahr 2030 gesteigert werden, sagte der Generaldirektor der FAO.
„Die Kartoffel wird zu einer der Vorteilspflanzen im globalen Ernährungssicherheitssystem, wenn der Ertrag anderer Getreidekulturen nahe an der Grenze liegt.“
Er erklärte, dass der relativ geringe Bedarf an natürlichen Ressourcen Kartoffeln zu einer wichtigen Nahrungspflanze für Menschen macht, um während Hungersnöten und Katastrophenhilfe zu überleben. Der Generaldirektor forderte mehrere Partner auf, dabei zu helfen, die landwirtschaftlichen Lebensmittelsysteme für Kartoffeln auf nationaler, regionaler und globaler Ebene „stark zu verbessern“.
Dazu gehörte die zunehmende Unterstützung für genetische Verbesserungen und kürzere Züchtungszyklen für Kartoffelsorten und der potenzielle Wert virusfreier Kartoffelsaatsysteme.

07.06.2022 Hohe Speisekartoffelpreise dürften sich nicht mehr lange halten

Der Speisekartoffelmarkt ist aktuell überversorgt. Vor dem Pfingstfest deckten sich die privaten Haushalte noch umfangreich mit Kartoffeln ein. In vielen Teilen Deutschlands dominierten Lagerkartoffeln das Angebot im LEH. Gleichzeitig bieten die Supermärkte Importe aus verschiedenen Ländern im Süden an. Neben Ägypten und Israel, deren Kartoffeln sich nicht wirklich von heimischen Lagerkartoffeln unterscheiden, weil sie schon vor einigen Monaten gerodet wurden, drängt inzwischen auch das von Importeuren vertraglich gesicherte Angebot aus Spanien auf den Markt. Der LEH und die Packstationen versuchen derzeit das bisherige hohe Preisniveau zu verteidigen; es wird aber immer öfter von Beanstandungen berichtet; die Kartoffeln werden aber meist gegen hohe Zugeständnisse entladen. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Preise nicht mehr lange zu halten sind. Die Verbraucher versorgen sich in diesen Tagen offensichtlich lieber mit den ganz frischen Kartoffeln aus der Region. Der Absatz über Wochenmärkte und direkt vom Hof boomt derzeit.

31.05.2022 Am Ende der Saison schwächeln Preise für Frittenrohstoff

Die Saison für Frittenrohstoff neigt sich dem Ende zu. Die Fabriken rufen hauptsächlich Vertragsware ab; am freien Markt verfügbare Kartoffeln werden vorerst nicht mehr gesucht. Dabei sind die Anlagen der Pommes frites Produzenten weiter voll ausgelastet. Ob die Einkäufer noch eine weitere Runde starten müssen, um alterntigen Verarbeitungsrohstoff zu beschaffen, oder ob die vorgekauften Mengen ausreichen, bis die neue Ernte verfügbar ist, ist offen. In Holland notiert freier Rohstoff seit einer Woche schwächer und nähert sich damit dem Preisgefüge in den Nachbarländern an. Am Donnerstag ist auch der letzte Handelstag für den Juni-22-Terminkontrakt an der EEX. Dann werden die verbliebenen knapp 700 Lots mit dem Index der Leipziger Derivatebörse abgerechnet. Der Future handelt heute mit 24,1 €/dt während letzte Woche der Index noch mit 25,3 € festgestellt wurde. Die Börsenhändler haben offensichtlich das aktuell schwäche Kassamarkt-Preisniveau bereits eingepreist.

30.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Hohe Kartoffelpreise hemmen die Nachfrage
Nachdem es in den meisten Kartoffel-Anbauregionen im Norden der EU geregnet hat, entwickeln sich auch die Frühkartoffeln wieder ordentlich. In den letzten 10 Tagen fielen 10 bis 40 Liter Regen und weitere Regenfälle sind von den Wetterdiensten angekündigt. Landwirte bieten seit einer Woche wieder mehr …
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25.05.2022 Die Auswirkungen des russischen Krieges auf die Kartoffelindustrie der Ukraine

Der 24. Februar 2022 war ein Wendepunkt sowohl für die Ukraine als auch für den Rest der Welt, da die russische Invasion in der Ukraine zweifellos die Weltordnung auf den Kopf gestellt hat.
Die Ukraine und ihre Bürger leiden auf vielfältige Weise direkt und indirekt unter dem Krieg. Dies gilt natürlich für die ukrainische Wirtschaft und wirkt sich auch ernsthaft auf den Kartoffelsektor des Landes aus. Der Markt für Konsumkartoffeln wird auf 370 bis 750 Mio. Euro geschätzt.
Im Jahr 2020 war die Ukraine der drittgrößte Kartoffelproduzent der Welt, als das Land nach Angaben der FAO 20,8 Millionen Tonnen produzierte. Trotzdem reicht die heimische Produktion des Landes nicht aus, um die lokale Marktnachfrage zu befriedigen, und die Ukraine importiert jährlich Hunderttausende Tonnen.
Bis heute sind mehrere Gebiete in der Ukraine entweder immer noch von russischen Truppen besetzt oder durch aktive Kämpfe der gegnerischen Militärs beeinträchtigt. Russische Truppen besetzen nach wie vor das Gebiet Cherson und einen bedeutenden Teil des Gebiets Saporischschja im Süden des Landes sowie die Gebiete Donezk, Luhansk und Charkiw im Osten.
Unterdessen zwang die jüngste Gegenoffensive der Ukraine die russischen Truppen, sich aus den Regionen Schytomyr, Kiew, Tschernihiw und Sumy aus dem Norden des Landes zurückzuziehen. Doch trotz ihres Rückzugs sind viele Felder der Bauern immer noch vermint und viele Kartoffellager wurden vom russischen Militär zerstört.
Besonders kritisch ist die Lage in den Regionen Tschernihiw und Sumy. Diese Kartoffelanbaugebiete machen etwa 10 % der gesamten Kartoffelanbaufläche der Ukraine aus, und viele moderne Kartoffellager befinden sich dort – einige davon werden auch von Kartoffelbauern aus anderen Regionen des Landes genutzt.
Unterdessen ist die vollständige Besetzung der Region Cherson in diesem Jahr ein schrecklicher Schlag für die Produktion von Frühkartoffeln, da sie bisher die wichtigste Region in der Ukraine für den Anbau der frühreifen Kartoffelsorten war.
Normalerweise verschiffen die Chersoner Bauern ihre Frühkartoffeln lieber in die größeren Städte der Ukraine (Kiew, Dnipro, Charkiw, Lemberg) oder zum Export nach Weißrussland.
Die jüngste Strategie der russischen Truppen, Raketenangriffe auf Treibstoffbasen durchzuführen, ist eine ernsthafte Bedrohung für den normalen Betrieb sowohl der ukrainischen Armee als auch der Landwirte, wobei erstere natürlich Priorität haben.
Engpässe bedeuten höhere Preise und trotz der Entscheidung der ukrainischen Regierung, die Kraftstoffsteuern zu senken, zahlen die Landwirte höhere Preise als zuvor.
Darüber hinaus führen steigende Kraftstoffpreise auch zu höheren Transportkosten für alle landwirtschaftlichen Betriebsmittel, einschließlich Düngemittel, Pflanzenschutzmittel, Saatgut und mehrerer anderer Betriebsmittel, die aufgrund der jüngsten Energiekrise und globaler Logistikschwierigkeiten weltweit bereits teurer geworden sind.
Für die ukrainischen Kartoffelbauern bedeuten Engpässe und der steile Anstieg der Produktionskosten einen Rückgang sowohl der Anbaufläche als auch der erwarteten Kartoffelerträge, was unweigerlich zu einer geringeren Produktion und Preiserhöhungen für Kartoffeln für die Ukrainer führen wird, deren Einkommen ebenfalls aufgrund des Krieges gesunken ist.
Besetzung und aktive Kämpfe in vielen Regionen der Ukraine haben sich unmittelbar auf die Kartoffelpreise im Land ausgewirkt, die seit dem frühen Beginn der laufenden Saison eher niedrig sind.
Erstens wurden mehrere große Kartoffellager im Norden der Ukraine einfach zerstört oder beschädigt, was zu einer geringeren Marktversorgung der Bestände des letzten Jahres führte.
Zweitens führten die zerstörerischen Auswirkungen des Krieges auf ukrainische Straßen zu Preisverzerrungen in verschiedenen ukrainischen Regionen.
Infolgedessen unterscheiden sich die Kartoffelpreise inzwischen stark von Region zu Region. Unmittelbar nach Beginn der russischen Aggression verdoppelten sich die Kartoffelpreise in Kiew von 0,17 USD/kg auf 0,34 USD/kg, und die aktuellen Preise in der Ukraine sind im Jahresvergleich mindestens 25-30 % höher.
Darüber hinaus befinden sich viele Bestände an Pflanzkartoffeln in Regionen, die am stärksten vom Krieg betroffen waren, und Landwirte aus anderen Regionen der Ukraine haben einfach keinen Zugang zu diesen Beständen.
Dadurch wird der gesamte Kartoffelanbau für die nächste Saison ernsthaft gefährdet, was zu einer geringeren Anbaufläche und potenziell niedrigeren Erträgen führt.
Unterdessen gefährdete die vollständige Besetzung des Gebiets Cherson die frühe Kartoffelsaison in der Ukraine erheblich.
Des Weiteren wird das Angebot an Frühkartoffeln aus heimischem Anbau durch die Besetzung der Hauptanbaugebiete geringer sein.

24.05.2022 Letzter Preisanstieg bremst Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff aus

Der Markt für Konsumkartoffeln ist auch in den Niederlanden ausgeglichen. Der mit Abstand größte Konsument ist die dortige Kartoffelverarbeitende Industrie. Im April wurden mit 335.000 Rohstoff so viel Kartoffeln eingesetzt, um edle Produkte herzustellen, wie noch niemals zuvor. Im gesamten Wirtschaftsjahr waren es knapp 4 Mio. Tonnen. Außerdem exportierte Holland bis Ende April schon knapp 400.000 Tonnen Konsumkartoffeln in andere EU-Länder. Den größten Teil davon erhielten belgische Frittenhersteller. Der letzte Preisanstieg auf 25 €/dt bremst aktuell aber das Kaufinteresse aus dem Ausland aus. Die Internationale Nachfrage nach Kartoffelprodukten bleibt aber gut.

23.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Bisher noch zu wenig Niederschlag
Gewitter über dem Norden Europas haben sich mäßigend auf die Terminmarktkurse für Veredelungskartoffeln ausgewirkt. Der Juni-22-Terminkontrakt gab in den letzten 10 Tagen um 6% nach. 10-30 Liter Regen fielen auch in den bisher zu trockenen ...

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19.05.2022 Veredelungskartoffeln Index steigt um 0,60 Euro

17.05.2022 Angebot von Frittenrohstoff steigt bei Preisen von 25 €/dt

Preise um 25 €/dt haben in Holland die Bereitschaft der Bauern, Kartoffeln auszulagern, deutlich erhöht. Ein Sprecher des Anbauverbands VTA rechnet vorerst nicht mehr mit weiter steigenden Preisen für den Rohstoff zur Herstellung von Pommes frites. Erst Ende Juni könnte es mit der Verfügbarkeit des Rohstoffs wieder knapp werden. Die Verarbeiter kündigten an, dass sie Vertragskartoffeln, die sie zur Lieferung im Juli erworben haben, schon im Juni abrufen wollen. Ob im Juli dann die Neue Ernte zur Verfügung steht, ist noch unsicher, denn die kühle und trockene Witterung der letzten Wochen hat die Entwicklung der Frühkartoffeln verzögert. Die weltweite Nachfrage nach edlen Kartoffelprodukten ist ungebrochen gut.

16.05.2022 Kartoffelvorräte in Belgien und Holland 10% unter Vorjahr
Die Kartoffeln verarbeitende Industrie in Belgien ist einer der größten Exporteure von tief gekühlten Kartoffelprodukten am Weltmarkt. Unser kleines Nachbarland ist auf Rohstoffimporte aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland angewiesen. Die jüngsten Vorratsschätzungen in Belgien und den ...
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12.05.2022 Landwirtschaftliche Erzeugerpreise mit Rekordanstieg von 35 Prozent

Die Erzeuger landwirtschaftlicher Produkte haben ihre Preise im ersten Monat nach Kriegsbeginn in der Ukraine im Rekordtempo angehoben. Sie stiegen im März um durchschnittlich 34,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. "Dies ist der höchste Preisanstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1961", hieß es dazu. "Allein gegenüber Februar 2022 stiegen die Preise um 15,1 Prozent." Pflanzliche Produkte verteuerten sich mit 42,1 Prozent besonders stark, tierische Erzeugnisse mit 29,5 Prozent etwas weniger kräftig.

Der Rekordpreisanstieg ist unter anderem auf die bereits seit Juli 2020 nach oben schießenden Getreidepreise zurückzuführen: Diese lagen im März um 70,2 Prozent über dem Vorjahresmonat. "Ausschlaggebend für die enorme Preissteigerung bei Getreide ist die Verknappung des Angebots infolge des Kriegs in der Ukraine", erklärten die Statistiker. "Dadurch hat sich die bereits zuvor angespannte Situation auf dem Weltmarkt mit einer hohen Nachfrage im In- und Ausland noch einmal deutlich verschärft."

Für Speisekartoffeln wurden 91,7 Prozent mehr verlangt. Das wird vor allem auf witterungsbedingt geringe Erntemengen sowie ein relativ niedriges Preisniveau im März 2021 zurückgeführt: Damals gab es aufgrund großer Erntemengen und fehlender Absatzmöglichkeiten durch Corona in der Gastronomie einen Preiseinbruch von mehr als 50 Prozent. Die Erzeugerpreise für Obst fielen dagegen diesmal um 12,4 Prozent, wobei sich etwa Tafeläpfel um 8,4 Prozent verbilligten.

Die Preise für das Handelsgewächs Raps zogen um 70,1 Prozent an. Dieser Aufschlag liegt vor allem an der knappen Versorgungslage bei gleichzeitig hoher Nachfrage, beispielsweise für Herstellung von Biogas oder die Verwendung von Raps als Treibstoff (Biodiesel). Bei den tierischen Produkten kletterte etwa der Milchpreis mit 33,3 Prozent sehr stark. "Grund hierfür ist weiterhin vor allem ein knappes Rohmilchangebot", so die Statistiker. Bei Schlachtschweinen zogen die Preise um 21,1 Prozent an, die für Rinder um 47,5 Prozent.

Reuters News

10.05.2022 Malaysia will mehr Weltmarktanteile von Palmöl und dafür Steuern senken

Das malaysische Rohstoffministerium hat vorgeschlagen, die Exportsteuer auf Palmöl um die Hälfte zu senken, um einen globalen Mangel an Speiseöl zu beheben und den Marktanteil des zweitgrößten Palmölproduzenten der Welt zu steigern.
Die Ministerin für Plantagenindustrie und Rohstoffe, Zuraida Kamaruddin, sagte heute in einem Interview mit Reuters, ihr Ministerium habe die Kürzung dem Finanzministerium vorgeschlagen. Es wird jetzt einen Ausschuss geben, um die Einzelheiten zu prüfen.
Malaysia könnte die Steuer, wahrscheinlich eine vorübergehende Maßnahme, von derzeit 8 % auf 4 % bis 6 % senken, sagte Zuraida. Eine Entscheidung könne bereits im Juni getroffen werden.
Malaysia versucht, seinen Anteil am Speiseölmarkt zu steigern, nachdem die russische Invasion in der Ukraine die Lieferungen von Sonnenblumenöl unterbrochen und Indonesiens Schritt, Palmölexporte zu verbieten, die weltweiten Lieferungen weiter verknappt hat.
„In diesen Krisenzeiten können wir uns wahrscheinlich etwas entspannen, damit mehr Palmöl exportiert werden kann“, sagte Zuraida.
Der Vorschlag forderte das Finanzministerium auch auf, die Steuersenkung für den staatlich verbundenen Palmölproduzenten FGV Holdings – Malaysias größten – und Unternehmen mit oleochemischer Produktion im Ausland zu beschleunigen, sagte sie.
Malaysia werde auch die Umsetzung seines B30-Biodiesel-Mandats verlangsamen, das vorschreibt, dass ein Teil des landesweiten Biodiesels mit 30 % Palmöl gemischt werden muss, um die Versorgung der globalen und einheimischen Lebensmittelindustrie zu priorisieren, sagte sie.
„Wir müssen Prioritäten setzen, um der Welt zuerst Nahrung zu geben“, so Zuraida.
Palmöl – das in allem von Kuchen bis hin zu Waschmitteln verwendet wird – macht fast 60 % der weltweiten Pflanzenöllieferungen aus, und das Fehlen des Spitzenproduzenten Indonesien hat den Markt durcheinandergebracht.
Der Benchmark-Palmölkontrakt c3 fiel heute in der Morgensitzung um bis zu 2,3 % und reduzierte einige Verluste nach dem Reuters-Bericht über eine mögliche Senkung der Exportsteuer.
Zuraida teilte Reuters mit, dass Importländer Malaysia gebeten hätten, seine Exportsteuern zu senken.
„Sie halten es für zu hoch wegen der hohen Kosten in der gesamten Lieferkette, wegen des Speiseölpreises“.
Rohpalmöl-Futures sind in diesem Jahr bisher um etwa 35 % auf Allzeithochs gestiegen, was die globale Lebensmittelinflation weiter verschlimmert.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation hat davor gewarnt, dass die Lebensmittelpreise, die im März ein Rekordhoch erreichten, infolge des Krieges zwischen Russland und der Ukraine um bis zu 20 % steigen könnten, was das Risiko einer zunehmenden Unterernährung erhöht.
Zuraida sagte, die Käufer Indien, Iran und Bangladesch schlagen vor, landwirtschaftliche Produkte wie Reis, Weizen, Obst und Kartoffeln gegen malaysisches Palmöl einzutauschen.
Malaysias Produktion ist seit mehr als zwei Jahren aufgrund einer schweren Arbeitskrise nach Grenzbeschränkungen durch das Coronavirus, die die Einreise von Wanderarbeitern stoppten, angespannt.
Da die Reisebeschränkungen jetzt gelockert werden, werden ausländische Arbeiter ab Mitte Mai eintreffen, sagte Zuraida gegenüber Reuters vor ihrem Besuch in den Vereinigten Staaten Ende dieser Woche.
Die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde hat zwei malaysischen Palmölproduzenten – FGV und Sime Darby Plantation SIPL.KL – Einfuhrverbote auferlegt, weil ihnen vorgeworfen wird, dass sie Zwangsarbeiter im Produktionsprozess einsetzen.
Beide Unternehmen haben unabhängige Audits in Auftrag gegeben, um die Vorwürfe zu untersuchen, und erklärt, dass sie mit den US-Behörden zusammenarbeiten werden.
Zuraida sagte, dass sie während ihres Besuchs den US-Zoll auffordern werde, ihre Feststellungen zu mutmaßlichem Arbeitsmissbrauch zu erläutern und malaysischen Firmen Zeit zu geben, das Problem zu beheben, bevor sie Sanktionen verhängt.
„Wir schließen die Möglichkeit nicht aus, dass dies passiert, aber Sie sollten uns Zeit geben, dies zu korrigieren“, sagte sie.

02.05.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelpflanzungen vor dem Abschluss

Zum Monatsende April dürften die Pflanzarbeiten in West- und Mitteleuropa abgeschlossen sein. Jetzt macht man sich Sorgen über die Wasserversorgung. Insbesondere in ...

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26.04.2022 Frittenrohstoff wird zum Ende hin noch teurer

Die Frittenfabriken steigerten ihre Pommes-Produktion im März noch einmal deutlich. Inzwischen ist der Rohstoff so knapp, dass die Preise – insbesondere für spätere Liefertermine – weiter steigen. Die letzten Preissteigerungen konnten das Angebot aus der Landwirtschaft kaum verbessern, weil die Feldarbeiten nun Vorrang haben. Die Pflanzarbeiten laufen nun auf Hochtouren. Bisher war es auf den schweren Böden noch zu nass und zu kalt. Das hat sich inzwischen aber geändert. In Holland sollen bis jetzt 40 bis 60 % der geplanten Anbauflächen bestellt worden sein. Bis Monatsende sollte dann das Pflanzgut überall in West- und Mitteleuropa in der Erde sein. Tendenziell steigen die Preise für freien Frittenrohstoff weiter. VTA Holland notiert Preise in der Spanne von 20,50 bis 30 €/dt. Der EEX-Index für Veredelungskartoffeln wird am Donnerstag sicher weiter steigen. Mit dieser Fixierung werden dann auch die noch offenen Futures auf April-22 abgerechnet.

25.04.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelbauern in Cherson droht der Bankrott
Yevhen Kuzin ist Marktanalyst bei FruitInform. Er analysiert zudem den ukrainischen Kartoffelmarkt für die FAO. In seinem Bericht von gestern beschreibt er den Einfluss von Putins Krieg auf …
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12.04.2022 Lebhafte Nachfrage nach Frittenrohstoff vom Spotmarkt

Die Erzeugerpreise für Frittenrohstoff vom Spotmarkt haben in Holland die 20 €-Marke wieder überschritten. Für beste Partien der Sorte Agria wird in Holland sogar schon 25 €/dt geboten. Grund dafür ist die wieder belebte Nachfrage der Pommes-Fabriken. Das Angebot ist aktuell kleiner als die Nachfrage. Dabei tun sich die Käufer in Übersee mit den im Zentrum der europäischen Kartoffelländer höheren Preisen schwerer. Exportkartoffeln konnten den jüngsten Preisanstieg bisher nicht mitmachen und so nutzen die Einkäufer der Fabriken das überschaubare Angebot. Das deutsche Tiefkühlinstitut teilte mit, dass im Jahr 2021 hierzulande mit 466.000 Tonnen so viele TK-Kartoffelprodukte verkauft werden konnten wie noch zuvor. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg auf 5,36 kg; den größten Anteil daran haben Pommes frites mit 4,18 kg/Kopf.

11.04.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Winterliche Temperaturen zwingen zum Umdenken
Nasskaltes Wetter verzögert das Pflanzen von Verarbeitungskartoffeln. Einige Einkäufer von Frittenfabriken hatten sich Ende März bei damals noch frühlingshaftem Wetter schon auf einen frühen Einstieg in die nächste Ernte gefreut. Nach dem Wetterumschwung vor einer Woche wird das aber wohl …
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05.04.2022 Nasses Winterwetter verzögert das Pflanzen von Verarbeitungskartoffeln

Zum Kartoffelpflanzen ist es nach dem jüngsten Wintereinbruch viel zu kühl und zu nass. Einige Verarbeiter hatten Ende März bei Frühlingshaftem Wetter schon auf einen frühen Einstieg in die nächste Ernte gefreut. Daraus wird aber jetzt nichts mehr. Folglich stieg inzwischen wieder das Interesse an Lagerkartoffeln, die noch frei verfügbar sind. Bereits die Vorhersage von Nachfrösten und Schneefall ließ die Börsenkurse steigen. Bisher haben sich die Preise am Kassamarkt aber nur wenig befestigt. Das könnte sich ab dieser Woche ändern. Börsianer rechnen damit, dass bis Ende April die Notierungen für Frittenrohstoff in den vier großen Anbauländern der EU (NL,B, F,D) um mehr als zwei Euro pro 100 kg steigen.

28.03.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Exportpreise für Pommes frites steigen um 12%
Der britische PotatoCall berichtet, dass die Exportpreise für Standard-Fritten aktuell
bei umgerechnet 620 €/to liegen. Seit Januar sind das 71 €/to oder rund 12% mehr.
Das sei eine gute Voraussetzung für die Exporteure in Europa …
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22.03.2022 Frittenabsatz boomt weiter

Wenn die Produktion von Pommes frites weiter so gut läuft, müssten die Rohstoffeinkäufer bald wieder auf das Angebot am freien Markt zurückgreifen. Der globale Frittenabsatz boomt nämlich unverändert und das trotz Krieg und explodierenden Produktionskosten. Seit Anfang März war die Nachfrage nach Veredlungskartoffeln am freien Markt allerdings so ruhig, dass die Notierungen in West- und Mitteleuropa von 20,90 auf jetzt 19,2 €/dt zurückgingen. Die AMI wundert sich über die Ungereimtheiten am holländischen Markt und vermutet eine „strategische Rohstoff-Abstinenz“ niederländischer Kartoffelverarbeiter. In dieser Woche haben sich die Kurse für den April-22-Terminkontrakt, der bereits in 37 Tagen ausläuft, leicht verbessert.

21.03.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Extrem hohe Produktionskosten

Das Magazin World Potato Markets berichtet, dass die stark gestiegenen Produktionskosten bald einen Einfluss auf das Kartoffelangebot nehmen. Bauern hätten den Kauf ganzer Ladungen von Saatkartoffeln storniert, um andere weniger …

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15.03.2022 Kartoffelanbau wird in 2022 wohl erneut kleiner ausfallen

Viele Kartoffelbauern schwenken in letzter Minute noch auf risikoärmere Feldfrüchte um. Insbesondere in Polen wird das deutlich, denn steigende Betriebsmittelkosten sowie hohe Preise für Getreide und Ölsaaten stehen schlechte Vertragsangebote der Kartoffelverarbeiter gegenüber. Experten gehen deshalb davon aus, dass der Anbauumfang von Kartoffeln im zweiten Jahr in Folge schrumpfen wird. Manche Frittenfabrik soll erst 50% ihrer sonst üblichen Mengen unter Dach und Fach haben. Das bekommen zu allererst die Anbieter von Pflanzkartoffeln zu spüren.

14.03.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Fracht erheblicher Faktor für Kostensteigerungen

Vor dem Hintergrund allgemein steigender Rohstoffpreise haben sich auch die Vertragsparteien der Kartoffelindustrie auf höhere Vertragspreise für Vorverkäufe geeinigt. Ausgelöst durch den Ukrainekrieg steigen aber die Energiekosten überproportional. Die fast täglich …

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11.03.2022 Veredelungskartoffeln Index sinkt um 0,40 Euro

03.03.2022 Veredelungskartoffeln Index steigt um 0,30 Euro

01.03.2022 Kartoffeln verarbeitenden Industrie wegen Auswirkungen des Ukrainekriegs besorgt

Während der Speisekartoffelmarkt noch nicht auf die aktuelle Lage in der Ukraine reagiert, ist die Kartoffeln verarbeitende Industrie in Sorge. Zum einen kommt der Absatz von Pommes frites in die Ukraine zum Erliegen, zum anderen steigen die Energie- und Transportkosten weiter. Das könnte sich auf das Anbauverhalten auswirken. Hohe Preise für Getreide- und Ölsaaten machen dem Kartoffelbau Konkurrenz. Das Russland aus dem internationalen Bankenkommunikationssystem SWIFT ausgeschlossen ist, sind die Lieferungen von ägyptischen Kartoffeln gefährdet. Das könnte dazu führen, dass die Preise für Frühkartoffeln aus dem Land am Nil in der EU nicht so hoch ausfallen, wie bisher befürchtet.

24.02.2022 Veredelungskartoffeln Index sinkt um 0,20 Euro

22.02.2022 Belgische Kartoffelvorräte überraschend hoch

In Belgien waren per 1. Februar noch insgesamt 2,5 Mio. Tonnen Verarbeitungskartoffeln im Lager der Landwirte. 1,3 Mio. Tonnen waren aus der letztjährigen Ernte verbraucht. Die derzeitigen unerwartet hohen Vorräte entsprechen dem Mittelwert den letzten beiden Jahren und deuten darauf hin, dass die Frittenfabriken den heimischen Rohstoff geschont und mehr Kartoffeln importiert haben. Zwar müssen die Belgier schon seit Jahren Frittenrohstoff aus ihren Nachbarländern Frankreich und Deutschland importieren, das geschah früher aber meist erst zum Ende der Saison.
Anfang Februar hoben die Einkäufer ihre Gebote für freien Verarbeitungsrohstoff und mobilisierten daraufhin ein größeres Angebot aus der Landwirtschaft. Neben klassischem Frittenrohstoff wurden auch Mehrnutzungssorten und frittiergeeignete Speisekartoffeln angeboten. Das Angebot übersteigt offenbar die Nachfrage, sodass nun aus Holland gemeldet wird, dass die Erzeugerpreise wieder sinken.

21.02.2022 Marktkommentar Karfoffeln - Preisniveau für Osteuropa zu hoch
In Belgien lagerten zum Jahresbeginn 100.000 Tonnen Kartoffeln weniger, als vor einem Jahr aber 250.000 Tonne mehr als im 3-Jahres-Mittel. Nach einer Reihe von bullischen Meldungen über die außerordentlich gute Nachfrage nach Kartoffelprodukten, von der in erster Linie die belgischen und holländischen Frittenfabriken profitierten, nahm die Veröffentlichung der Bestandszahlen des ...
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15.02.2022 Nachfrage nach Frittenrohstoff ist sehr groß

Die Nachfrage nach dem Verarbeitungsrohstoff Kartoffeln ist ungebrochen. In dieser Woche steigen die Preise dafür im Benelux-Raum weiter. Neben einer guten Nachfrage nach Pommes frites am heimischen Markt, verschärft sich der Versorgungsengpass Weltmarkt weiter. Die Gründe dafür liegen weit zurück. Im November wurde das Hinterland von Vancouver in Kanadas Pazifikküste durch Starkregenfälle so sehr überschwemmt, dass der Transport zu den dortigen Häfen die Verschiffung von US-Pommes nach Asien behinderte. Der Nachfragestau hat sich bisher nicht vollständig aufgelöst. Außerdem blockieren derzeit LKW-Fahrer den Grenzübergang von Kanada in die USA, wodurch der Warenfluss in Nordamerika erneut behindert wird. Davon profitieren die Exporteure in der EU, denn Holland und Belgien sind jederzeit aus ihren Tiefseehäfen am Weltmarkt lieferfähig.

14.02.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Verhandlungen für Vertragslieferungen vor Abschluss
Es gibt Anzeichen dafür, dass einige Speisekartoffelbauern jetzt zu Verarbeitungskartoffeln wechseln. Die Nachfrage nach Kartoffelprodukten ist in Europa und am Weltmarkt fast wieder so gut, wie vor der Pandemie. In Nordamerika ist der Vorrat an TK-Produkten auf einem Allzeit-Tief angelangt. Insofern...
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07.02.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Belgapom-Notierung springt auf 20 €/dt
In unserer Kartoffelbranche vollzieht sich nach Ansicht des NEPG gerade ein Wandel grundlegender Rahmenbedingungen. Die letzte Pressemeldung des Verbands der Kartoffelbauern in Europa hat den Charakter eines Brandbriefs. Ein solcher ist…
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01.02.2022 CBS reduziert Prognose zu Hollands Konsumkartoffelernte um 200.000 Tonnen

Das niederländische Statistikamt CBS senkte am vergangenen Freitag seine Prognose zur Konsumkartoffelernte von 3,5 auf jetzt 3,3 Mio. Tonnen. Das sind 10,7% weniger als im letzten Jahr. Die Anbaufläche wurde um 6,9% verkleinert und der Ertrag sank leicht auf durchschnittliche 46,7 dt/Hektar. Stärke- und Pflanzkartoffeln sind in gleichem Umfang wie in den Vorjahren geerntet worden.
Die Verarbeitung von Kartoffeln zu Pommes frites boomte im 2021 und benötigte 3,8 Mio. Tonnen Rohware. Gegenüber dem Jahr zuvor wurden 400.000 Tonnen mehr eingesetzt. Der Anbauverband VTA rechnet damit, dass in 2022 zwischen 3,9 und 4 Mio. Tonnen Kartoffeln zu Produkten verarbeitet werden. Im Dezember importierte Holland 47% der verarbeiteten Menge aus seinen Nachbarländern. Wegen der hohen Weltmarkt-Nachfrage nach EU-Pommes frites haben die Einkäufer der Frittenfabriken Mühe, genügend freien Rohstoff zusammen zu bekommen. Die Preise dafür steigen weiter.

21.01.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Belgapom und EEX notieren Kartoffeln auf 17 €/dt
In Nordwesteuropa mussten alle Händler in den vergangenen zwei Wochen höhere Preise für freien Frittenrohstoff zahlen. Das zeigt sich sehr eindrücklich in den Notierungen der Belgapom und am Index der Derivatebörse EEX in Leipzig. Beide Organisationen teilten mit, dass …
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18.01.2022 Nun steigen auch die Speisekartoffelpreise

Nachdem die Preise für Verarbeitungsrohstoff Kartoffeln bereits seit Mitte November steigen, bereitet sich nun auch der Kartoffelhandel auf höhere Speisekartoffelpreise vor. Anfang November kostete der Frittenrohstoff noch rund 14 €/dt, inzwischen liegt der Durchschnittspreis in Deutschland, Holland, Frankreich und Belgien bei über 16 €/dt. Tendenziell steigen die Preise hierfür weiter. Ein Grund für die höhere Erzeugerpreise ist die sehr guten Nachfrage nach Kartoffelprodukten am Weltmarkt. Die Vorräte in den Scheunen der Landwirte werden als relativ niedrig eingeschätzt.
Anders bei Speisekartoffeln. In Norddeutschland versorgen sich die Packstationen immer noch aus Flächenlägern. Damit wird der LEH bedient, der die Nachfrage immer wieder durch Werbeaktionen anstößt. Der Absatz nach Ost- und Südeuropa floriert aber auch, sodass bereits in anderen Bundesländern Kartoffeln aus klimatisierten Kistenlägern benötigt werden. Diese Lagerung ist aufwendig und wegen der höheren Energiepreise auch teurer. Nun müssen die Einkäufer dafür 2 €/dt mehr bezahlen. Bei besonders schönen Partien hat man die höheren Preise auch schon durchgesetzt.

14.01.2022 Marktkommentar Kartoffeln - UNPT benennt Risiken für den Kartoffelanbau
Neben allgemein steigenden Produktionskosten und strengeren Auflagen im Pflanzenschutz hat sich der Kartoffelsektor noch mit der Konkurrenz anderer Agrarrohstoffe wie Rapssaat, Weizen oder Sonnenblumen auseinanderzusetzen. Der französische Verband der Kartoffelbauern
UNPT warnte in einer ...
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11.01.2022 Vorteil für Frittenrohstoff

Das Neue Jahr beginnt am Kartoffelmarkt mit höheren Preisen für Frittenrohstoff. Bei Speisekartoffeln müssen sich die Lagerhalter aber noch etwas gedulden. Scheinbar gibt es noch genügend Angebot aus Flächenlägern, die für die saisonüblich ruhige Nachfrage nach Frischkartoffeln aus dem LEH ausreichen. Dagegen verbessert sich die Verhandlungsposition für Verarbeitungsrohstoff, weil die Nachfrage nach TK-Pommes frites sowohl in der Gastronomie als auch beim Absatz über den LEH boomt. Weil in absehbarer Zeit Frittenrohstoff knapp werden dürfte, zieht die Industrie für Qualitätsmängel nur die Mengen ab, die gar nicht verwertbar sind. Im Gegensatz dazu dürfen Speisekartoffeln noch nicht einmal optische Mängel haben. Höhere Preise für Verarbeitungskartoffeln und kulantere Abnahmebedingungen lassen die Speisekartoffelanbieter schier verzweifeln.

10.01.2022 Marktkommentar Kartoffeln - Deutsche Kartoffelexporte nach Osteuropa nehmen zu
Maßnahmen zur Verhinderung strengerer Lockdowns in vielen Ländern Europas wirken sich positiv auf den Verkauf von Tiefkühlpommes aus. Abgesehen von …
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04.01.2022 Pommes frites am Weltmarkt händeringend gesucht

An der weltweit sehr guten Nachfrage nach Kartoffelprodukten kann auch die COVID-19- Pandemie nichts ändern. Im Gegenteil, die durch Corona begründeten Logistikprobleme verschärfen die knappe Versorgungslage erst richtig. Gleich mehrere Fast-Food-Ketten, wie McDonald oder KFC berichten von Versorgungsengpässen mit Pommes frites. Im Japan rationieren sie die goldenen Stäbchen bereits, weil der Nachschub aus den USA und Kanada ausbleibt. Erst fehlten Container, dann hatten Starkregenereignisse vor der Westküste Kanadas die Verschiffung von Rohstoffen nach Asien wochenlang verzögert. Über die Weihnachtsfeiertage mussten sogar 1.000 Tonnen Pommes frites per Luftfracht die Engpässe in Japan verhindern. Von alledem profitieren inzwischen auch Pommes-Fabriken in der EU. In Holland kommt sogar schon eine Art Goldgräberstimmung auf. Wenn die Anlagen dort nach den Feiertagen wieder hochgefahren werden, dürften die Forderungen nach höheren Erzeugerpreisen für den Rohstoff Kartoffeln lauter werden.

31.12.2021 Kanadas Kartoffelwirtschaft in Not - Marktkommentar Kartoffeln 01/22

2021 war für die kanadischen Kartoffelbauern eigentlich sehr gut. Die Anbaufläche und die Erträge lagen über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Neben den Herausforderungen durch extreme Wetterlagen muss man sich nun aber mit einer Quarantäne beschäftigen. Auf der Atlantik-insel Prince Edward Island (P.E.I.) wurde die Pilzkrankheit ......

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28.12.2021 Kanadas Kartoffelernte soll zum Teil vernichtet werden

Ende November verboten die USA Kartoffelimporte von Price Edward Island (P.E.I.) weil auf den Feldern dort zum ersten Mal seit 21 Jahren wieder Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum) entdeckt wurde. Das ist eine Pilzkrankheit an Kartoffeln, die unter Quarantäne zu stellen ist. Auf der Atlantikinsel P.E.I. wachsen 20% der kanadischen Kartoffelernte und der Großteil davon geht üblicherweise in die USA, um dort zu Pommes frites verarbeitet zu werden. Da die Grenze für Kartoffellieferungen dicht bleibt, droht jetzt die Vernichtung der Vorräte. Das meldete in dieser Woche der Landwirtschaftsminister von P.E.I., die Farmer sollen eine Kompensation erhalten, die Mengen werden aber am Markt fehlen.
Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Nachrichtenticker.

27.12.2021 Kartoffelkrebs: US-Lebensmittelbehörde fordert mehr Sicherheiten von Kanada

Kanada hat einen wichtigen Schritt getan, um den Export von Frischkartoffeln aus der Provinz Prince Edward Island (P.E.I.) in die Vereinigten Staaten wieder aufzunehmen, teilte die kanadische Lebensmittelaufsichtsbehörde am Freitag mit.
Kanada stoppte im November einseitig die Lieferungen aus der Provinz, nachdem der Kartoffelwarzenpilz (Kartoffelkrebs Synchytrium endobioticum) im Oktober auf zwei Farmen gefunden worden war, dem ersten seit 21 Jahren.
Die Vereinigten Staaten hatten daraufhin, alle Einfuhren von Frischkartoffeln aus der Provinz verboten und gefordert, dass Kanada weitere Maßnahmen ergreifen muss, um sicher zu stellen, dass die Krankheit nicht exportiert wird.
Eine US-Forderung bestand darin, dass Kanada in Saatkartoffelfeldern nach Warzen sucht. Saatkartoffeln werden exportiert und das Ansteckungsrisiko wäre größer, wenn sie die Warze hätten.
Die CFIA führte inzwischen eine nationale Erhebung durch, bei der keine Warzen in Saatkartoffeln auf Feldern entdeckt wurden. Dies seien Informationen, die Washington wollte.
"(Dies) wurde dem U.S. Animal and Plant Health Inspection Service am 24.12. zur Verfügung gestellt und sollte dazu dienen, die nötige Sicherheit zu geben, heißt es in einer Erklärung des CFIA.
"Wir gehen nicht davon aus, dass dies zu einer sofortigen Änderung des derzeitigen Verbots führen wird", fügte es hinzu und sagte, Washington suche nach anderen Informationen. Dies, so die CFIA, könnte Monate dauern.
Der US-amerikanische Tier- und Pflanzengesundheitsinspektionsdienst reagierte nicht auf eine Bitte um Stellungnahme. Freitag ist in den USA ein Feiertag.
Kartoffelwarze kann die Erträge verringern, stellt jedoch keine Bedrohung für die menschliche Gesundheit oder die Lebensmittelsicherheit dar, sagt die CFIA.
Auf Prince Edward Island wuchsen im Jahr 2020 etwa 20 % der nationalen kanadischen Ernte. Die Ernte hat einen Wert von mehr als 1 Mrd. kanadischen Dollar (781 Mio. Dollar).

27.12.2021 Exportverbot von Kanadas Kartoffeln in die USA

Es war ein gutes Jahr für Kanadas Kartoffelbauern im Jahr 2021. Die Ernte hatte nach Schätzungen von Statistics Canada ein Niveau, das seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr erreicht wurde. Es bleiben jedoch erhebliche Herausforderungen. Auf Prince Edward Island (P.E.I.), dem größten Produzenten des Landes, muss man mit einem Exportverbot fertig werden, während im Westen des Landes die Folgen schwieriger Wetterbedingungen im Sommer dazu führen könnten, dass die Industrie nicht in der Lage sein wird, die Nachfrage für eine höhere Verarbeitungskapazität zu bedienen.
Kevin MacIsaac, General Manager von Potato Growers of Canada, sagte, dass sich die ersten Anzeichen für eine gute Ernte in diesem Jahr als richtig erwiesen haben, obwohl sich das Wetter in einigen Gebieten in den westlichen Provinzen auf die Produzenten auswirkte. Im Vergleich zu 2020, in dem die Produktion zurückging, habe sich 2021 zu einem Erholungsjahr für die Erzeuger entwickelt, sagte er.
Aber Herausforderungen in Form von übermäßiger Hitze in den Prärien in diesem Sommer und einem bundesstaatlichen Exportverbot für P.E.I. Kartoffeln in die Vereinigten Staaten aufgrund von Kartoffelwarzen (Pilzkrankheit) auf zwei Feldern auf der Insel könnten das diesjährige Endergebnis beeinträchtigen.

13.12.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Aviko zahlt Aufpreis für Vertragskartoffeln

Der World Potato Market Report berichtet, dass der niederländische Kartoffelverarbeiter Aviko für die bereits eingekauften Vertragskartoffeln einen Aufpreis von 2,5 €/dt zahlt. Andere Verarbeiter sollen sogar bis zu …

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10.12.2021 Aviko zahlt Aufpreis für Vertragskartoffeln
07.12.2021 Frittenfabriken wollen mehr Flexibilität in der Rohstoffbeschaffung

Zurzeit laufen die Verhandlungen zwischen den Produzenten von Verarbeitungsrohstoff und den Frittenfabriken. Konkrete Ergebnisse wurden noch nicht bekannt. Die Einkäufer sind an einem frühen Saisonstart ab KW 29 in 2022 interessiert, was ein Hinweis darauf sein kann, dass die Ernte dieses Jahres früh verbraucht sein könnte. Außerdem möchten die Fabriken eine größere Flexibilität in den Verträgen, beispielsweise bei der Wahl des Anteils vertragsgebundener freier Mengen. Das sind sogenannte „Mitliefer-Kartoffeln“ aus den Händen von Vertragslieferanten, die in der Regel mit den Notierungen oder dem EEX-Kartoffelindex abgerechnet werden. Die Erzeugergemeinschaften verweisen auf die höheren Produktionskosten und den Wettbewerb zwischen Kartoffeln und anderen Feldfrüchten wie Weizen und Raps. Der Kurs des EEX-April-22-Terminkontrakts strebt wieder in Richtung 20 €.

03.12.2021 Marktkommentar Kartoffeln: ein europäischer Marktüberblick

Die 10 größten Exporteure von Pommes frites haben im 2. Quartal (Q2) 2021 Rekordmengen ihrer Produkte im Außenhandel verkauft. Es wurden 51,4% mehr Fritten exportiert als im Q2 2020. Das berichtet der britische PotatoCall in seinem November Monatsbericht. Die großen Mengenbewegungen mussten in einem schwierigen Logistik-Umfeld gemeistert werden: Container waren knapp und die Energiepreise hoch. Trotzdem bleiben die Chancen auf weiterhin gute Geschäfte mit Drittländern hervorragend.....

Den kompletten Marktkommentar von Joachim Tietjen können Sie bei uns abonnieren.

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30.11.2021 Kartoffelmarkt reagiert noch nicht auf Lockdown-Forderungen

In Belgien sind die Kartoffelvorräte ähnlich groß, wie in den letzten fünf Jahren. Per 15. November sollen noch 3,26 Mio. Tonnen in den Scheunen der Landwirte lagern. Seit Beginn der diesjährigen Ernte wurden 980.000 Tonnen verwertet. Die Gesamternte war durchschnittlich. Das melden die Beratungsverbände Fiwap und PCA. Da die Kartoffelverarbeitung in den Jahren 2014 bis 2020 um rund 700.000 Tonnen gewachsen ist, müssen in diesem Jahr mehr Kartoffeln aus den Niederlanden und Nordfrankreich importiert werden. Ob das so kommt, bestimmt die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie. Bislang reagiert der Kartoffelmarkt noch gelassen. Im Gegensatz dazu sind die anderen Rohstoff- und auch Aktienmärkte seit Freitag letzter Woche unter Druck, weil die Forderungen nach Kontaktbeschränkungen lauter werden.

29.11.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Feste Kartoffelpreise
Wenn die Frittenfabriken in dem hohen Tempo wie derzeit weiter produzieren, dann müssen die Einkäufer bald mehr Verarbeitungsrohstoff dem freien Markt einkaufen. In Holland wurde im Oktober die ...
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23.11.2021 Lebhafter Frischkartoffelexport -Gastro disponiert Kartoffeleinkauf vorsichtiger

Die europäischen Frittenproduzenten arbeiten weiter mit hoher Auslastung ihrer Anlagen. Im Grunde genommen ist die Verarbeitungsindustrie wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie, schreibt heute die AMI in ihrem Wochenbericht. Auch der Export von Frischkartoffeln aus Holland hat sich verbessert. Der Mangel an Transportraum hindert daran, noch mehr aus der EU auszuführen. Auf dem heimischen Markt spüren die Anbieter allerdings erste Einbrüche beim Absatz in Richtung Gastronomie. Zuerst merken das die Kartoffelschälbetriebe, denn viele Gastronomen leiden unter den angeordnete Bewegungseinschränkungen bei der Bekämpfung der COVID-19 Pandemie. Angesichts einer guten Eigenversorgung mit Kartoffeln fallen die Importe nach Deutschland spürbar zurück.

22.11.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Kassapreise für Frittenrohstoff bleiben fest
Vertragslieferanten bleiben umworben Letzte Wochen brachen die EEX-Kurse der Futures auf Frittenrohstoff ein, weil in Europa wieder das Gespenst von Lockdowns umgeht. Erinnerung an das letzte Jahr wurden wach. Damals wurden …
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15.11.2021 Marktkommentar Kartoffeln - COVID ist wieder auf der Tagesordnung
Trotz ermutigender Zahlen im Export und der Produktion von Pommes frites mit sehr guten Auslastungen der Fabriken fürchten sich die Akteure am Markt vor möglichen Restriktionen bis hin zu …
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08.11.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Holland erntet nur 3,5 Mio. Tonnen Kartoffeln

Die staatliche Statistikbehörde in Holland (CBS) meldete letzte Woche, dass die Kartoffelernte dort auf 3,5 Mio. Tonnen geschätzt wird. Das sind zirka 200.000 Tonnen weniger als im letzten Jahr. Da mit massiven Qualitätsproblemen gerechnet wird, dürfte die …

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02.11.2021 Holland erntet nur 3,5 Mio. Tonnen Kartoffeln

Auch in Holland ist die Kartoffelernte jetzt abgeschlossen. Es liegt inzwischen auch eine vorläufige Ernteschätzung vom CBS vor. Demnach wurden 3,5 Mio. Tonnen Kartoffeln geerntet. Da sind 200.000 Tonnen weniger als im letzten Jahr. Der Ertrag je Hektar ist um 0,4 to auf 49 to gestiegen. Wegen massiver Qualitätsprobleme ist damit zu rechnen, dass die Nettoerträge geringer ausfallen. Die Anbaufläche wurde mit 71.388 Hektar um knapp 7% eingeschränkt. Der Anbauverband VTA schreibt, dass die eigene Erntemenge für die Kartoffelverarbeiter wichtig ist, denn man rechnet damit, dass in dieser Saison 4 Mio. Tonnen Kartoffeln in Holland verarbeitet werden. Man ist also auf umfangreiche Importe angewiesen.

01.11.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Holland erntet nur 3,5 Mio. Tonnen Kartoffeln
Die staatliche Statistikbehörde in Holland (CBS) meldete letzte Woche, dass die Kartoffelernte dort auf 3,5 Mio. Tonnen geschätzt wird. Das sind zirka 200.000 Tonnen weniger als im letzten Jahr. Da mit massiven Qualitätsproblemen gerechnet wird, dürfte die …
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26.10.2021 Beste Stimmung am Markt für Frittenrohstoff

Die Stimmung am Markt für Frittenrohstoff ist sehr gut. Verarbeiter kaufen zurzeit, was angeboten wird; außerdem sind sie weniger qualitätskritisch. Neben den Vertragskartoffeln werden in großem Umfang auch freie Kartoffeln verarbeitet. In den letzten Jahren wurden die Verarbeitungslinien ausgeweitet und können jetzt erstmals voll ausgelastet werden. Getrieben wird die Nachfrage in erster Linie von einer guten Nachfrage nach Fritten am Weltmarkt.
Holländische Bauern kommen inzwischen mit ihrer Kartoffelernte zügig voran. Der Kartoffelexport ist träge und die Einfuhren haben sich deutlich erhöht.

25.10.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Einlagerung in Deutschland nahezu abgeschlossen

Die Einlagerung der deutschen Kartoffelernte ist nahezu abgeschlossen. Kartoffeln für die Bedarfsdeckung kommen aber noch direkt vom Feld. Angesichts des nassen Herbstwetters gibt es aktuell …
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18.10.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Herausfordernde Makrofaktoren erhöhen Kosten

Der Handel mit Tiefkühlprodukten in der Europäischen Union war im Juni umfangreicher als im Jahr 2019 also vor der Pandemie. Auch der Export von Kartoffelprodukten weist eine Steigerung von …
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12.10.2021 Ordentliche Preise für Frittenrohstoff – Exporte laufen an

Während die Ernte von Speisekartoffeln in Deutschland dem Ende zugeht, wird es noch einige Tage dauern, bis im Nordwesten der Frittenrohstoff vom Acker kommt. In der Lüneburger Heide enttäuschen die Erträge von Speisekartoffeln; trotzdem übersteigt das Angebot die aktuell schwache Nachfrage sodass die Preise etwas unter Druck stehen. Der Export nach Südosteuropa nimmt nun aber Fahrt auf.
Am Markt für Verarbeitungsrohstoff können sich die für die Jahreszeit recht ordentlichen Preise halten. Das regnerische Wetter der letzten Tage sorgte sogar für einen weiteren Kursanstieg bei den Terminkontrakten auf Veredelungskartoffeln auf bis zu 21,2 €/dt. In den Niederlanden sind nämlich erst 20% der Kartoffeläcker geräumt. Das Angebot reicht aber aus, um die Lieferverträge mit der Industrie zu bedienen. Freie Ware wird fast ausschließlich von Exporteuren gekauft.
Frittenfabriken in Belgien versorgen sich derzeit mit freier Ware aus dem benachbarten Ausland. Deutsche und französische Bauern liefern frisch geerntete Partien, die sich wohlmöglich nicht für die Langzeitlagerung eignen.

28.09.2021 Konsumkartoffeln: Bullische Holländer und besorgte Niedersachsen

Der Verband der Kartoffelbauern in Holland VTA rechnet damit, dass die Erträge dort 10% kleiner ausfallen als 2020. Berücksichtigt man dann noch eine kleinere Anbaufläche, so kommen die Experten auf eine Erntemenge, die kleiner als im Dürrejahr 2018 wäre. Damals waren die Preise für Konsumkartoffeln in Holland doppelt so hoch wie derzeit. Nun wird es spannend, ob sich die Prognose bestätigt. Entweder muss die Ernteschätzung noch korrigiert werden, oder es steigen die Preise.
In Deutschland sind die Analysten nicht so bullisch gestimmt. Eine amtliche Statistik von letzter Woche, nachdem unsere Gesamternte nur 10,6 Mio. Tonnen umfassen soll (1,1 Mio. Tonnen weniger als im letzten Jahr), wird von fast allen Marktteilnehmern angezweifelt. Die in der BMEL-Prognose unterstellten Erträge seien viel zu niedrig. Im Osten Niedersachsens sind erst 40% der Ernte eingelagert. Die Einlagerungsbedingungen sind nicht optimal. Man fürchtet Haltbarkeitsprobleme. Der Absatz in Großküchen, Kantinen und Gaststätten pandemiebedingt hapert und auch der Export ist noch zu ruhig.

27.09.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Neuste Trends bei TK-Kartoffelprodukten
In Zentraleuropa hat Kartoffel-Haupternte 2021 begonnen und die bisherigen Erträge sind bestenfalls durchschnittlich. Wegen der schwierigen Wachstumsbedingungen zeigen sich in vielen Partien zudem Qualitätsprobleme. Trotz einem ganz ordentlichen …
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21.09.2021 Qualitätsprobleme bei Lagerkartoffeln

In Holland und auch in anderen Ländern in unseren Breiten gibt es Probleme mit den Kartoffeln die bald ins Winterlager kommen sollen. Landwirte müssen jetzt die Krautabtötung sehr sorgsam umsetzen, damit keine mit Fäulnis behafteten Partien eigelagert werden. Der niederländische Anbauverband VTA schreibt, dass die Knollen viel häufiger als in durchschnittlichen Jahren Probleme aufweisen. Es war über lange Zeiträume zu nass und die Sonne hat zu wenig geschienen. Die Folgen sind jetzt Nassfäule aufgrund von Phytophthora, Wachstumsrisse und Hohlherzigkeit.
Da jetzt nur noch wenig zuwächst, beginnen die Landwirte mit der Sikkation. Die ersten Ergebnisse weisen durchschnittliche Erträge auf. Unterwassergewichte sind meist gut bis überdurchschnittlich.
VTA berichtet davon, dass nun mehr Kartoffeln auf den markt drängen. Die Preise konnten bisher aber noch gehalten werden, auch wenn man aktuell nur wenig Nachfrage aus dem Ausland hat. Die Kurse für Futures auf Veredelungskartoffeln stiegen heute auf den höchsten Stand in der Laufzeit April 2022 (FAPPJ2).

20.09.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Hohe Kartoffelerträge in Belgien
Trotz einer um 7% eingeschränkten Kartoffelanbaufläche wird Belgien in diesem Jahr
mindestens die gleiche Kartoffelmenge ernten, wie im Vorjahr. Das nationale Statistikamt in Belgien StatBel gibt die Erntemenge für ...
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13.09.2021 Marktkommentar Kartoffeln-Nasser Sommer bringt Kartoffelbauern Qualitätsprobleme
Nord-West-Europa hatte einen seiner nassesten Sommer der letzten Jahrzehnte. In Belgien und West-Deutschland fiel Mitte Juli Regen in historischem …

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07.09.2021 Nasser Sommer bringt Kartoffelbauern Qualitätsprobleme

Nord-West-Europa hatte einen seiner nassesten Sommer der letzten Jahrzehnte. In Belgien und West-Deutschland fiel Mitte Juli Regen in historischem Ausmaß, schreibt die NEPG in seiner Pressemitteilung am letzten Freitag. Seither häufen sich die Meldungen über Krautfäule; die Kosten der Bekämpfungsmaßnahmen steigen deutlich. Durch das aktuell trockene September-Wetter sind die Bestände nun wohl unter Kontrolle, einen Einfluss auf die weitere Vermarktungssaison dürfte es aber wohl geben. So könnten die Erträge vielerorts kleiner ausfallen und immer wieder Haltbarkeitsprobleme auftauchen.
In den vier Mitgliedsländern der NEPG F, NL, B, F (EU-4) werden die durchschnittlichen Kartoffelerträge auf 45 to/ha geschätzt und damit etwas mehr als das 5-Jahres-Mittel. Die Experten glauben aber, dass es große Unterschiede zwischen der Brutto- und der Nettomenge geben wird. Als mögliche Probleme werden Fäulen, Hohlherzigkeit, Trockenrisse und in einigen Fällen auch niedrige Unter-Wasser-Gewichte genannt.
In den vier genannten Ländern wird die Erntemenge vom NEPG auf 22,4 Mio. Tonnen geschätzt, die Anbaufläche ist hier 497.700 Hektar. Das sind weniger als im Vorjahr aber immer noch auf dem 5-Jahres-Mittel.
Der Kartoffelanbau wird immer teurer, alleine schon, weil die Kosten die die Pflanzenschutzmittel, Energie und Lagerung in dieser Saison kräftig zunehmen. Die steigenden Kosten für den Kartoffelanbau und attraktive Preise für Getreide und Rapssaat dürften sich auf die Kartoffelanbaufläche in 2022 negativ auswirken.
Die NEPG-Experten erwarten zudem, dass sich die COVID-19 Pandemie noch über Monate negativ auf den Kartoffelmarkt auswirken wird. Nichtsdestotrotz hätten die Pommes-Fabriken in der EU wieder eine volle Auslastung. Im Juni wurden 63% mehr Rohstoff verarbeitet, als im gleichen Monat des Vorjahres. Der Verkauf von Kartoffelprodukten boomt wieder (+13% zum Vj.). Es gibt zudem große Veränderungen unter den Empfängerländern. Weil Südeuropa und Nordafrika sowie der Nahe Osten so trocken waren, ist die Nachfrage nach Kartoffelprodukten und frischen Kartoffeln jetzt besonders gut.

06.09.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelernte könnte Erntemenge von 2020 erreichen
Die Gemeinsame Forschungsstelle der EUKommission gibt in ihrer monatlichen Ertragsprognose für Deutschland einen erwarteten Hektartag an, der das Vorjahresniveau um 4,6% übertreffen und das hohe Ertragsniveau der benachbarten Kartoffelproduzenten Belgien und …
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31.08.2021 Peking will seine Treibhausemissionen durch Ernährungsumstellung senken

Laut einer neuen Studie könnte eine Ernährungsumstellung von Reis zu Kartoffeln die Klima- und Umweltauswirkungen in China „erheblich reduzieren“. Wie Giuliana Vigloine für Eco-Business berichtet, untersucht die in Nature Food veröffentlichte Studie die Landnutzung, den Wasserverbrauch und die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit dem Anbau von vier Grundnahrungsmitteln: Reis, Weizen, Mais und Kartoffeln.
Darin kommt man zu dem Ergebnis, dass eine groß angelegte Ernährungsumstellung hin zu Kartoffeln in Kombination mit besseren Anbaumethoden die Treibhausgasemissionen dieser Grundnahrungsmittel um bis zu 25 Prozent senken könnte.
Zusätzlich zu den Emissionsreduktionen stellen die Forscher fest, dass die Aufnahme von mehr Kartoffeln in die Ernährung die gesamte für den Anbau von Grundnahrungsmitteln genutzte Fläche bis 2030 um etwa 17 Prozent reduzieren würde – selbst wenn man den wachsenden Kalorienbedarf des Landes berücksichtigt.
Die Autoren weisen jedoch darauf hin, dass abzuwarten bleibt, ob eine solch große Ernährungsumstellung in großem Maßstab durchgeführt werden kann.
2015 setzte die chinesische Regierung eine nationale Strategie um, die als „Kartoffel als Grundnahrungsmittel“ bekannt wurde. Ihr erklärtes Ziel ist es, die Ernährungssicherheit – die Fähigkeit des Landes, die eigene Bevölkerung ohne Importe zu ernähren – zu verbessern, indem sowohl die Produktion als auch der Verbrauch von Kartoffeln in ganz China gesteigert werden.

30.08.2021 EU-Kommission schätzt deutsche Kartoffelernte auf 11,7 Mio. Tonnen

Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission gibt in ihrer monatlichen Ertragsprognose für Deutschland einen erwarteten Hektartag an, der das Vorjahresniveau um 4,6% übertreffen und das hohe Ertragsniveau der benachbarten Kartoffelproduzenten Belgien und Niederlande übertreffen würde. Wenn dieses Ertragsniveau realisiert werden kann, könnte die Ernte fast das Ergebnis der Kartoffelernte 2020 von 11,7 Mio. Tonnen erreichen.
Nach vorläufigen Ergebnissen der Flächennutzungshaupterhebung wurden in diesem Jahr rund 259.300 Hektar mit Kartoffeln bepflanzt, was 2,2 % der Ackerfläche entspricht. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Anbaufläche um 5,2 % reduziert; im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt ergibt sich jedoch immer noch ein Flächenzuwachs von knapp 2 %.
Die Abwicklung von Handelsaufträgen gestaltete sich angesichts des anhaltend unruhigen Wetters schwierig. Insbesondere im Süden und Westen führten Nässe zu Erntehindernissen, da die Felder unpassierbar waren. In der zweiten Julihälfte waren die Wachstumsbedingungen für Kartoffelkulturen zwischen der Nordost- und der Südwesthälfte weiterhin völlig gegensätzlich. Anhaltende Nässe erhöhte den Krautfäuledruck, was vor allem bei Biokulturen große Probleme aufwarf.
Bei der Konsumnachfrage setzte sich der Corona-Effekt, also die Zunahme der Haushaltskartoffelkäufe aufgrund eingeschränkter Außer-Haus-Verzehrmöglichkeiten, in den ersten Monaten des Jahres fort. Von Februar 2020 bis März 2021 übertrafen die Kartoffeleinkäufe das Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats jeweils zum Teil um gut ein Viertel. Dieser Trend endete im April 2021, wobei die Nachfrage im Juni 2021 im Einklang mit der Lockerung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung um 10,7 % gegenüber dem Vorjahr zurückging.
Die Erzeugerpreise für Frühkartoffeln lagen zu Saisonbeginn mit rund 69 EUR pro Dezitonne leicht unter dem Vorjahresniveau von rund 72 EUR, blieben aber aufgrund deutlich geringerer Rodungsmengen stabiler als im Vorjahr. Ab Mitte Juni lagen die Preise konstant über dem Vorjahresniveau. Am 10. August lagen die Preise im Durchschnitt noch bei knapp 30 Euro pro Dezitonne, ein Plus von 29 % gegenüber dem Vorjahr. In der 33. Kalenderwoche lag der Erzeugerpreis für festkochende Sorten in Deutschland mit durchschnittlich 26,25 Euro pro Dezitonne um 32 % über dem Vorjahresniveau.
Die Preisentwicklung an der Leipzig European Energy Exchange spiegelt die weiteren Ernteerwartungen für das Segment Verarbeitungskartoffeln wider. Die Mindestgröße von Handelskontrakten beträgt 25 Tonnen. Ausgehend von einem Kurs von knapp 15 Euro zu Jahresbeginn erreichte die Notierung am 9. Juni 2021 einen vorläufigen Höchststand von 19,50 Euro, bevor sie in den folgenden vier Wochen wieder auf rund 16 Euro zurückfiel. Am 20. August 2021 lag der Schlusskurs für den April-Kontrakt bei 17,50 Euro je Tonne.

30.08.2021 Marktkommentar Kartoffeln - AMI traut sich eine erste Ernteschätzung zu

Der Bonner Marktanalyst AMI hat in dieser Woche eine erste Schätzung zur EU-Kartoffelernte vorgelegt. Demnach könnte in diesem Jahr in der EU-27 eine Menge von knapp …

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25.08.2021 Landwirte in Niedersachsen von der Getreideernte 2021 enttäuscht
Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) ermittelte, beträgt die vorläufige Getreideernte 2021 (ohne Körnermais) in Niedersachsen rund 5,4 Mio. Tonnen.
Frei nach der Bauernregel 'Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheun' und Fass' hatte die Landwirtschaft in diesem Jahr eine gute Getreideernte erwartet, mit ähnlichen Ergebnissen wie in den Jahren 2013 bis 2017 mit über 6 Mio. Tonnen.
Anfang Juni 2021 präsentierten sich die Getreidefelder üppig, aber als die Mähdrescher Anfang Juli die erste Wintergerste schnitten, schlug die Stimmung um. Statt der erwartet bauchigen Körner gab es schlanke Ware, die oft das Qualitätskriterium 'Hektolitergewicht' nicht erfüllte. Viele Spelzen und wenig Mehlkörper. Diese Beobachtung setzte sich im Durchschnitt bei den späteren Getreidearten fort. Nach den geringen Ernten in den Trockenjahren 2018 bis 2020 fällt die Getreideernte 2021 abermals schlechter aus als erhofft, auch wenn die Getreidepreise dieses Jahr unerwartet hoch sind. Da viele niedersächsische Landwirtinnen und Landwirte Getreide für ihr Vieh zukaufen müssen, sind hohe Getreidepreise vor allem für die Schweinefleischerzeugung nachteilig.
Warum Körner und Ähren dieses Jahr so ungewöhnlich klein sind, ist unklar. Als wahrscheinlichster Grund wird der Temperaturverlauf des Juni 2021 angesehen. In dem bis dahin kühlen Jahr hing das Wachstum hinterher, aber mit dem Juni sprang die Tagesmitteltemperatur plötzlich von 10°C auf 20°C und vom 16.6. bis 19.6. sogar auf über 25°C (Werte für Hannover) bei maximal möglicher Sonnenscheindauer. In der Zeit sollten die Körner dick werden. Diese Wetterumstellung war wohl zu schnell für die Getreidearten, die in der 'Kornfüllungsphase' waren. Statt weiter Mehl zu produzieren, schaltete das 'Wachstumsprogramm' auf 'schnelle Reife' um.
Gut gefüllt sind bisher nur die Scheunen für die Heuvorräte und Grassilagelager. Das regenreiche Jahr ließ das Gras kontinuierlich wachsen.

Methodischer Hinweis:
Die Daten stammen aus der Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung (BEE) mit Stand 20.08.2021, die durch Schätzungen aus der Ernteberichterstattung (EBE) mit Stand Ende Juli / Anfang August 2021 ergänzt wurden. Bei den Ergebnissen der BEE handelt es sich um gemessene Ergebnisse repräsentativ ausgewählter Flächen in Niedersachsen. Von 850 Probeschnitt- und Volldruschflächen für Getreide und Raps wurden zum 20.08.2021 insgesamt 688 Flächen ausgewertet. Beim Getreide nahmen 1124 Landwirtinnen und Landwirte an der Umfrage der EBE teil, beim Winterweizen beruht das Ergebnis auf Angaben von 752 Betrieben.
Daten zu den Erträgen und Erntemengen von Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben und Grünland sind derzeit noch nicht verfügbar. Ergebnisse zu diesen Fruchtarten werden in der letzten Septemberwoche veröffentlicht.
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen
24.08.2021 EU-27 Kartoffelernte ähnlich groß wie im Vorjahr?

Die Frittenfabriken sind inzwischen wieder gut mit Vertragskartoffeln eingedeckt. Trotzdem behaupten sich Kartoffeln vom freien Markt im Preis. Laut dem Kartoffel Anbauverband VTA in Holland fordern die Bauern für freien Frittenrohstoff das Preisniveau, das auch die Vertragsbauern erhalten. Ob sie damit durchkommen, liegt an dem Zuwachs auf den Feldern. Zurzeit liegen die in Proberodungen festgestellten Erträge noch unter dem mehrjährigen Durchschnitt. Bei einem raschen Zuwachs könnte sich das aber bald ändern. Die Feldbestände von Lagerkartoffeln sind noch vital und haben noch Potential.
Der Erntemonitor der EU MARS erwartet für dieses Jahr in der Gemeinschaft einen durchschnittlichen Kartoffelertrag von 34,8 to/ha, im Vorjahr lag der Ertrag bei 33,6 to/ha. Multipliziert man diesen Wert mit der reduzierten Anbaufläche wäre die Ernte in der EU-27 nur 1 Mio. Tonnen kleiner als letztes Jahr.

23.08.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Ordentliche Zuwächse beim Frittenrohstoff
Man sagt, dass der August für den Ertrag von europäischen Verarbeitungskartoffeln maßgeblich ist. Da die Vegetationsbedingungen hierzulande in den letzten Wochen gut waren, verwundert es nicht, dass …
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17.08.2021 Wachstumsrückstände beim Frittenrohstoff werden rasch aufgeholt

Weil die meisten Kartoffelfelder Mitte April bis Ende Mai, in diesem Jahr also später bestellt wurden, gabt es bisher einen Rückstand in der Pflanzenentwicklung. Das zeigte sich auch in den ersten Proberodungen. Inzwischen gibt es aber einen raschen Fortschritt. Die Wachstumsrückstände werden wohl in den kommenden Tagen aufgeholt sein. Da die Bestände der spätreifen Frittensorten meist noch sehr vital sind, ist weiteres Ertragspotential vorhanden. Wenn das Wetter mitspielt, kann die Kartoffelernte in diesem Jahr sehr gut werden.
Die Einkäufer der Frittenfabriken rufen nun fast nur noch Vertragskartoffeln ab, deren Abnahme sich wegen zu niedrigen Stärkegehalten verzögert hatte. Der Aufwärtstrend der Preise am Kassamarkt ist zu Ende, teils zahlt man sogar weniger. Der Markt muss sich jetzt ein neues Gleichgewicht suchen, schreibt der Bonner Marktanalyst AMI heute.

16.08.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Viel Kraut und wenige Knollen stimmt das wirklich?

Ausschlaggebend für eine gute Ernte sind zu allererst die Erträge, die Anbaufläche kommt an zweiter Stelle. Diese Binsenweisheit der Kartoffelbranche wurde kürzlich noch einmal von dem Verband der Kartoffelbauern in Europa (NEPG) zum Besten gegeben. Sie zitieren damit viele Bauern, die sagen, dass ...

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03.08.2021 Letzter Frittenrohstoff der alten Ernte im Einsatz

Die Frittenfabriken verarbeiten in diesen Tagen den letzten Rohstoff aus der letzten Saison. Inzwischen verarbeiten alle großen holländischen Fabriken Frühkartoffeln, für die recht hohe Preise bezahlt werden müssen. Der Anbauverband VTA in Holland berichtet, dass in der neuen Saison weniger Festpreisverträge zwischen den Bauern und den Verarbeitern geschlossen wurden. Gleichwohl haben sich beide Seiten Absatz- und Liefermengen gesichert. Für diese sogenannten Optionsmengen muss bis zum Lieferzeitraum noch ein Preis fixiert werden. Das könnte bedeuten, dass sich mehr Marktteilnehmer ihre Preise an der Terminbörse absichern müssen.

30.07.2021 Marktkommentar Kartoffeln

Früher Frittenrohstoff entwickelt sich langsam....

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27.07.2021 Kartoffelsaison 2020/21 ist nun definitiv zu Ende

In diesen Tagen endet die Kartoffelsaison 2020/21, da es kein Angebot mehr gibt. Wer hätte gedacht, dass alle eingelagerten Kartoffeln, von den Einkäufern der Pommes-Fabriken noch so umworben werden. Weil sich das Frühkartoffelangebot verspätet, mussten fast alle Fabriken vom freien Markt alles kaufen, was noch verfügbar war. Jetzt ist der Markt selbst in Holland leergefegt. Die letzten Partien aus Kühllägern wurden zu Preisen von 17 – 22 €/dt gekauft. Trotz alledem klafft eine Lücke zwischen der alten und der neuen Ernte. In den Frühkartoffelgebieten gibt es eine Menge Probleme, sodass die Marktversorgung erst in der ersten oder zweiten Augustwoche gewährleistet werden kann.

20.07.2021 Weniger Unwetterschäden bei Kartoffeln als zu befürchten war

Jüngste Proberodungen bestätigen beim Frittenrohstoff am Deutschen Niederrhein bisher nur mäßige Erträge. Der Knollenansatz ist zwar hoch aber gibt es zu viele kleine Kartoffeln, die zudem noch mehr Stärke einlagern müssen. Währenddessen haben die Frittenfabriken wieder voll zu tun. Die Produktionsanlagen in den Niederlanden melden für Juni einen Rohstoffeinsatz von 331.100 Tonnen. Im Juli dürften es aber nicht ganz so viele sein, denn die neue Ernte verspätet sich. Die Einkäufer mussten deshalb mehr Kartoffeln vom freien Markt zukaufen, die zur Überraschung der Marktteilnehmer jetzt knapp werden und zuletzt sogar teurer wurden. Außerdem läuft der Kartoffelexport aus Holland gut und die Akteure konnten kaum Produktvorräte aufbauen. In der kommenden Woche steigt aber das Rohstoffangebot aus der neuen Ernte, denn die Starkregenereignisse haben auf den Kartoffeläckern nicht so viele Schäden hinterlassen, wie befürchtet. In den Überschwemmungsgebieten und in Flussnähe werden kaum Kartoffeln angebaut. Mäßige Temperaturen und Sonne bringen das Wachstum nun gut voran.

13.07.2021 Frühkartoffelbauern in doppeltem Pech

Proberodungen bei frühem Frittenrohstoff in Belgien zeigen Erträge von 20-30% unter denen des Vorjahres. Das Unter-Wasser-Gewicht ist zudem noch zu niedrig und es fehlt noch an Übergrößen. Die Industrie versorgt ich weiterhin aus vorab geschlossenen Verträgen der alten Ernte und kauft auch am freien Markt die letzten Partien aus der Ernte in 2020 auf. Die Preise dafür bewegen sich kaum.
Weil die Landwirte jetzt noch keine Frühkartoffeln liefern können, erleiden sie einen erheblich finanziellen Verlust, denn einerseits fehlt die Masse wenn es bald mit der Ernte losgeht, andererseits sind in den Vorverträgen Preisanpassungen nach unten vereinbart, je später die Kartoffeln abgerufen werden.
Analysten sehen aber für die diesjährige Haupternte immer noch ein gutes Ertragspotential. Deshalb darf man sich darüber wundern, dass die Kurse der April-22-Futures auf Veredelungskartoffeln an der Derivatebörse EEX aktuell wieder auf 18 €/dt gestiegen sind.

29.06.2021 LEH stellt sein Speisekartoffelangebot auf deutschen Anbau um

In diesen Tagen beginnt die Vermarktung der ersten festschaligen deutschen Frühkartoffeln. Die Nachfrage danach ist gut und das Angebot aus allen Anbaugebieten sichert eine gute Marktversorgung. Wenn Angebot und Nachfrage weiter ausgeglichen bleiben, sichern reifegeförderte Flächen eine stetige Versorgung. Über Erträge und den weiteren Witterungsverlauf kann man freilich noch keine gültigen Aussagen machen. Bauern und Händler sind derzeit aber mit der aktuellen Lage am Frühkartoffelmarkt zufrieden. Verhältnismäßig hochpreisige Kartoffellieferungen aus dem Ausland klingen bereits ab und der LEH übernimmt in diesem Jahr relativ früh den Rohstoff aus deutschem Anbau.

22.06.2021 Frittenfabriken arbeiten unter Volllast

In den Monaten Mai und Juni arbeiten die Frittenfabriken üblicherweise mit voller Kapazität der Anlagen. So auch in diesem Jahr. Der Rohstoff wurde aber fast in vollem Umfang vorab gekauft, sodass am freien Markt nicht sonderlich viele Geschäfte zustande kommen. Kurzfristig sind die Fabriken gut mit Rohstoff versorgt, mittelfristig dürfte die Nachfrage nach Lagerkartoffeln noch steigen, dafür soll es aber wohl noch ein ausreichendes Angebot in den Scheunen der Bauern geben. Bei einer sich abflachenden Nachfrage für den Export, lassen sich derzeit kaum noch Lageraufschläge durchsetzen.

15.06.2021 EEX – Kartoffeln (April-22) fast 2 €/dt unter den bisherigen Höchstkursen

In dieser Woche zieht eine Hitzewelle über Westeuropa, die mit Gewitterschauern ein Ende finden soll. Sollte der Sommer dann weiter wechselhaft bleiben, käme das den Kartoffelbeständen zugute. Alles deutet daraufhin, dass es zumindest durchschnittlich hohe Erträge möglich werden. Eine um 3-5% kleinere Anbaufläche sollte eigentlich das Angebot von Lagerkartoffeln auf ein Maß reduzieren, das wieder kostendeckende Preise ermöglicht. Ob das auch bei hohen Erträgen gelingt, muss sich noch zeigen. An der Derivatebörse EEX in Leipzig gerieten die Kurse des April-22-Terminkontrakts inzwischen schon unter Druck. Die Kurse an der Börse liegen allerdings immer noch zirka 5 €/dt höher als die von den großen Kartoffelfabriken angebotenen Festpreisverträgen.

08.06.2021 Markt für TK-Produkte erholt sich erstaunlich schnell – hohe Preise am Weltmarkt

Laut einem Bericht des Magazins World-Potato-Markets hat sich der Handel mit tief gefrorenen Produkten (TK), wozu auch Pommes frites gehören, viel schneller erholt, als erwartet. Dem Bericht zufolge wird in den USA der Vorrat an TK-Produkten aktuell auf 26.000 Tonnen geschätzt. Im 5-Jahres-Durchschnitt waren es bisher 69.000 Tonnen. Die Preise der Produkte sind sehr fest, was für die Exporteure in der EU von großem Vorteil ist. Fabriken in Europa exportierten im März die Rekordmenge von 184.000 Tonnen TK-Produkte. Hauptsächlich in den Mittleren Osten aber auch nach Nordamerika.

Der April-20-Terminkontrakt für Veredelungskartoffeln an der EEX scheiterte heute an der 20-€-Marke.

01.06.2021 3-5% kleinere Anbaufläche bei Konsumkartoffeln in West- und Mitteleuropa

Der Verband der Nordeuropäischen Kartoffelbauern (NEPG) rechnet mit einer um 3-5% kleineren Anbaufläche für Konsumkartoffeln. Am Markt herrscht eine optimistische Stimmung vor und die Kartoffeln der alten Ernte werden gut nachgefragt. Das soll in den kommenden Wochen wohl auch noch so bleiben. Die Bauern sind davon überzeugt, dass die neue Ernte sich wegen dem nassen und kalten Wetter seit April um bis zu 14 Tage verzögern wird. Das hat aber auch die Vorräte in den klimatisierten Lägern in gute Qualität gehalten. Inzwischen soll das Angebot frei verfügbarer Kartoffeln kleiner sein, als zu dieser Jahreszeit üblich.
Der PotatoCall berichtet, dass der Handel mit Pommes frites am Weltmarkt im März 2021 um 13,6% größer war als im März 2020.

27.05.2021 Frittenrohstoff: Übergang in die neue Saison wird spannend

Die Frühkartoffeln wachsen in West- und Mitteleuropa bei dem nassen und kühlen Wetter zu langsam. Der Zuwachs ist weit hinter dem 5-Jahres-Mittel zurück.
Wenn es zu trocken ist, kann man beregnen; aber bei Nordwind, der kühle Temperaturen bringt, können die Bauern wenig machen. Zum Glück ist der Markt noch gut mit Kartoffeln der alten Ernte versorgt. Anfang Juli könnte es aber zu Versorgungsengpässen mit Verarbeitungsrohstoff kommen.
Die Einkäufer der großen Fabriken sind derzeit nur wenig an zusätzlichen Verträgen interessiert, weshalb der Preis für frei verfügbare Kartoffeln noch immer unterhalb der Preise in Vorverträgen liegt. Aber das Wetter bringt jetzt die richtigen Argumente für eine Wende. Spätestens Anfang Juli könnte es dann zu einem Preissprung kommen. Bis dahin sind die Vorräte aus der alten Ernte sehr übersichtlich und neuer Rohstoff noch nicht verfügbar.
Im Juni werden die Preise wohl noch nicht so spektakulär steigen. Aber auch das wird das Wetter zeigen. Bei kühlen Außentemperaturen behält die Lagerware ihre bisher noch gute Qualität. Nachdem das Keimhemmmittel Chlorpropham nicht mehr eingesetzt werden darf, weiß man nicht, was mit den Kartoffeln passiert, wenn die Temperaturen deutlicher steigen.
Der Übergang zur neuen Saison kann also noch spannend werden.

25.05.2021 Pommes Fabriken produzieren wieder unter Volllast – Rohstoffpreise steigen

Das lange Zeit zu kühle und inzwischen zu nasse Wetter hat die Entwicklung der Frühkartoffeln um mindestens ein paar Wochen zurückgeworfen. Gleichzeitig hat sich mit den Öffnungsschritten die Nachfrage nach Pommes frites der Gastronomie verbessert. Aus Holland ist zu hören, dass die Frittenfabriken dort wieder unter Volllast produzieren. Es wird wieder Rohstoff am freien Markt gesucht und je nach Qualität und Lieferzeitraum sind die Preise dafür stark gestiegen. Auf den vorderen Lieferterminen halten sich Angebot und Nachfrage aber noch die Waage und im Durchschnitt zahlen die Einkäufer dafür 10 €/dt. Für Liefertermine im Juni und Juli hört man schon von 16 €/dt und mehr. Erstklassige Partien bevorzugter Sorten aus Scheunen mit mechanischer Kühlung und Kistenlagerung kosten zwischen 16 und 19 €/dt. Dabei trägt auch eine gute Nachfrage der Exporteure bei.

18.05.2021 Alterntige Lagerkartoffeln profitieren vom nasskalten Wetter

Weil es hierzulande zu nass und immer noch zu kalt ist, entwickeln sich die Feldbestände der Frühkartoffeln nur sehr langsam. Der Einzug von deutschen Speisekartoffeln der neuen Ernte in die Regale der Supermärkte wird sich sicherlich um ein bis zwei Wochen auf Anfang Juni verspäten. Davon profitieren in erster Linie alterntige Lagerkartoffeln, die es reichlich gibt; aber auch Importe aus dem südöstlichen Mittelmeerraum und die ganz frischen Frühkartoffeln aus Spanien, die nun eintreffen. Die Preise für Importkartoffeln sind mit 50 bis 70 €/dt hoch.
Verarbeitungsrohstoff zur Herstellung von Pommes frites wird inzwischen von den Fabriken auch wieder gut nachgefragt; zumindest in Belgien. Schließlich verspäten sich auch die frühen Frittensorten am Deutschen Niederrhein und in Belgien.

11.05.2021 Anschluss an neue Kartoffelernte erfolgt wohl später

Der Preisanstieg für Veredelungskartoffeln hält auch in dieser Woche noch an. Belgische Fabriken kaufen Mitlieferkartoffeln und am freien Markt, weil Gaststätten und Restaurants wieder aufmachen und die Nachfrage nach Pommes frites beflügeln. Das bisher kalte Frühlingswetter verursachte eine langsamere Entwicklung von Frühkartoffeln, sodass damit gerechnet wird, dass der Anschluss an die neue Ernte später erfolgt. Auch die Preise am Exportmarkt konnten sich verbessern. Dabei ist die Verkaufsbereitschaft unter den Landwirten nicht sonderlich hoch. Im Belgien sollen nur noch übersichtliche Mengen an freier Ware verfügbar sein. Außerdem sind die Lagerkosten höher als in früheren Jahren.

30.04.2021 Marktkommentar Kartoffeln - April-21-Abrechnungspreis auf 8,1 €/dt festgelegt
In der vergangenen Woche stieg der Preis für Veredelungskartoffeln in Mittel- und Westeuropa im Durchschnitt um 1,2 €/dt an. Mit 8,10 €/dt wird die Derivatebörse EEX in Leipzig heute ...
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27.04.2021 Freundlichen Stimmung am Kartoffelmarkt

Die freundliche Stimmung am Markt für Verarbeitungsrohstoff in West- und Mitteleuropa hält an. Aufgrund der bisher noch kalten Witterung werden wohl mehr Lagerkartoffeln benötigt. Außerdem erwarten die Einkäufer baldige Lockerungen der Bewegungseinschränkungen. Da für die Landwirte in diesen Tagen Feldarbeiten Priorität haben, ist das Rohstoffangebot übersichtlich. Disponenten der Fabriken nutzen ihre Optionen für den Bezug von Mitlieferkartoffeln; das sind Übermengen der Vertragslieferanten. Dafür zahlen sie Preise der Notierungskommissionen, die in Holland in dieser Woche kräftig ansteigen. Der EEX-Index für Veredelungskartoffeln, mit dem am Freitag die verbleibenden April-21-Futures abgerechnet werden, dürfte deshalb einen deutlich Sprung nach oben machen. Heute wurde mit 8 €/dt der höchste Kurs seit Anfang März 2021 gehandelt. Letzte Woche wurde noch ein Index von 6,9 €/dt festgestellt.

26.04.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Mehr Dynamik bei der Nachfrage
Der Markt für Kartoffeln zur Verarbeitung ist in diesen Tagen sehr fest, obwohl nicht alle Fabriken am Markt sind. Beobachter berichten, dass der Export aus Belgien nach England, Italien, Spanien, Portugal und osteuropäische Länder beachtlich ist. Einige Einkäufer von Fabriken aber auch Zwischenhändler sind wieder ...
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20.04.2021 Börsenkurse signalisieren: Kartoffelbau lohnt sich wieder

Eine um 6-10% kleinere Anbaufläche für Konsumkartoffeln, ein zu kaltes Frühjahr sowie die Hoffnung auf die Rückkehr zu einem normalen Leben nach der Corona-Krise wirken sich positiv auf die Stimmung am Kartoffelmarkt aus. Die Kurse des April-22-Terminkontrakts der EEX in Leipzig stiegen heute auf ihr vorerst höchstes Niveau. Damit dürfte sich der Kartoffelanbau in diesem Jahr wieder lohnen. Selbst wenn die Produktions- und Lagerkosten steigen. Bei den Frühkartoffeln war die Einschränkung der Anbaufläche in Westeuropa wohl am größten. Frankreich hat nach Angaben des dortigen Statistikamts Agreste den Konsumkartoffelanbau um 6,7% eingeschränkt. In Belgien sind es fast 10% weniger. Die Auspflanzungen der Hauptsorten haben sich wegen der Kälte verzögert.

19.04.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Zügiger Bestandsabbau in Belgien
Am Festland-europäischen Kartoffelmarkt konnten sich in der zurückliegenden Woche die Preise am Kassamarkt leicht befestigen. Das gilt sowohl für ...
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15.04.2021 Vorräte vom Frittenrohstoff Fontane in Belgien auf Rekordhöhe

In den letzten Wochen hat sich das Tempo der Kartoffelverarbeitung in West- und Mitteleuropa erheblich beschleunigt. Das ist auch dringend nötig, denn in Belgien und Frankreich sind die Rohstoffvorräte auf Rekordhöhe. Der Bestandsabbau läuft derzeit aber je nach Sorte unterschiedlich. Sorten mit geringerer Lagereignung wie Challenger und Innovator werden zuerst geräumt. Von der Sorte Fontane sind aber noch fast die Hälfte der im Herbst eingelagerten Kartoffeln im Lager. Die Corona bedingte Absatzflaute zwang die meisten Fabriken zwischenzeitlich zum Stillstand. In Belgien müssen nun noch 450.000 Tonnen verkauft werden. Und die Nachfrage nach Kartoffelprodukten ist geringer als in früheren Jahren, da Restaurants und Gaststätten weiterhin im Lockdown verharren.
Der EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt heute auf 6,60 €/dt, also gegenüber der Vorwoche um 20 Cent. Für viele Bauern stehen jetzt die Feldarbeiten im Vordergrund. In zwei Wochen läuft der April-21-Terminkontrakt aus, der heute mit 7 €/dt gehandelt wird.

06.04.2021 Im Westen der EU wartet noch viel Frittenrohstoff auf Absatz

Weitere Lockdowns drosseln die Nachfrage nach Pommes frites und die großen Fabriken halten sich fast ausschließlich an ihre Abnahme- und Lieferverträge. Ohne Käufer für frei Ware auf Seiten der Verarbeiter tauschen Vertragslieferanten Rohstoff aus, der zu den notierten Preisen vergütet wird. Hierzulande ist auch der Markt für Verarbeitungsrohstoff einigermaßen ausgeglichen, in Westeuropa liegt aber noch einiges in den Scheunen und wartet auf Absatz. Die Reka Rheinland hat deshalb letzte Woche ihre Notierungen gesenkt, die aber immer noch über den Preisen im Westen liegen. Dort nimmt jetzt der Auslagerungsdruck für Kartoffeln minderer Qualität zu. Da die Feldarbeiten für fast alle Bauern jetzt im Vordergrund stehen, ist das Angebot aus der Landwirtschaft im Westen aber noch auszuhalten.

29.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Ruhiger Markt beim Verarbeitungsrohstoff
Bei geringem Angebot aufgrund der niedrigen Preise ist die Nachfrage nach Frittenrohstoff in Holland und Belgien kaum vorhanden. Auch die Exporteure hatten zuletzt nur …
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23.03.2021 Für Kartoffelpflanzungen ist es noch zu kalt

Bisher gibt es in Mittel- und Westeuropa nur wenige Auspflanzungen von Frühkartoffeln, es war bisher noch zu kalt. In größerem Umfang kommen die Feldarbeiten wohl erst in den kommenden Tagen voran. Und dann werden nennenswerte Flächen mit frühem Frittenrohstoff bestellt.
Unterdessen ist das Angebot von Konsumkartoffeln aus Frankreich und auch aus Niedersachsen besonders groß. Aus Frankreich wird berichtet, dass sich viele Partien nicht länger halten und deshalb jetzt auf den Markt drängen. Aus der deutschen Überschussregion Niedersachsen fließt das größere Angebot in einen aufnahmefähigen Markt mit stabilen Preisen. Unsere Supermärkte werden in diesen Tagen zusätzlich mit Importen aus Ägypten und Israel versorgt.
Die Preise für Frittenrohstoff stehen in Holland und Deutschland leicht unter Druck, in Belgien wurde die Belgapom-Notierung letzte Woche aber deutlich und 2,5 €/dt auf 5 €/dt zurückgenommen. Auch in Frankreich notiert man die Frittensorten jetzt 1 €/dt schwächer als in der Vorwoche. Der EEX-Kartoffelindex sank letzten Donnerstag ebenfalls um 1 €/dt auf 6,8 €/dt.

22.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - EEX-Kartoffelindex verliert 1 €/dt

Der Marktzeiger für Veredelungskartoffeln der Derivatebörse in Leipzig gab gestern 1€/dt ab und steht nun auf 6,8 €/dt. Die stärksten Rückgänge sind bei den Meldungen aus Frankreich und …

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16.03.2021 Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff vorerst vorbei

Die Nachfrage nach freien Verarbeitungskartoffeln ist vorerst vorbei. Wer jetzt noch Frittenrohstoff verkaufen muss, muss wohl noch einen langen Atem haben. Die Fabriken sind für die kommenden Wochen gut eingedeckt und haben scheinbar auch schon für April und Mai ihre Lücken geschlossen. Bei ruhigem Tagesgeschäft tendieren die Preise schwächer. Das dürfte sich am Donnerstag auch im EEX-Index für Veredelungskartoffeln zeigen. Der Marktzeiger und die Kurse im Frontmonat April-21 gleichen sich immer mehr an. In der letzten Woche war die April-Basis sogar negativ, was eher selten ist. Die Börsianer erwarten scheinbar in den kommenden fünf Wochen keine besseren Kartoffelpreise.

02.03.2021 Lücken bei der Versorgung mit Frittenrohstoff geschlossen –

In den ersten Wochen dieses Jahres hatten die Frittenfabriken durch Zukäufe am freien Markt ihre Lücken bei der Rohstoffversorgung geschlossen und damit für steigende Preise und bei den Bauern für gute Stimmung gesorgt. Scheinbar sind die Käufer nun für die nächsten Wochen, oder gar für den Rest der Saison mit Verträgen versorgt. Da es aber immer noch freie Vorräte bei den Bauern gibt, stagnieren nun die Preise am Kassamarkt oder gehen sogar leicht zurück. Da auch der Export noch nicht für die nötige Marktentlastung sorgt und niemand weiß, ob die kleineren Schälbetriebe bald wieder mehr Konsumkartoffeln nachfragen, sind die Erzeugerpreise in den letzten Tagen wieder unter Druck geraten. Das spiegeln auch die Kurse für Veredelungskartoffel an der Derivatebörse in Leipzig wider. Die Basis zwischen dem Börsenkurs und dem letzten Kartoffelindex, der die Marktphantasie für die kommenden Wochen in Zahlen ausrückt, schrumpft heute auf 1,1 €/dt.

01.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Kasse und Börse nähern sich an

In den Scheunen Mittel- und Westeuropas beginnen die Lagerkartoffeln nun zu keimen. Wo das Regime mit den neuen Keimhemmmitteln nicht optimal geklappt hat, gerät die Situation jetzt außer Kontrolle und ...

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23.02.2021 Preise für Frittenrohstoff ziehen weiter an

Seit Januar werden in Holland wieder mehr Kartoffeln zu Produkten verarbeitet. Seither ziehen die Preise für Kartoffeln zur Herstellung von Pommes frites wieder an. Am Kassamarkt in Holland und Belgien zahlt man für freien Frittenrohstoff für die sofortige Lieferung zwischen 7 und 8 €/dt, vereinzelt sogar 10 €/dt. Lieferungen im Zeitraum April bis Juni sollen mit 9-13 €/dt vergütet werden. Das Angebot von Verarbeitungsrohstoff ist kleiner als die Nachfrage. Die unerwartet gute Nachfrage der Fabriken sorgt für einen 100%ige Auslastung der Produktionslinien.
Da die Kartoffelexporte noch nicht wieder so gut laufen wie in früheren Jahren stagnieren die Preise für Speisekartoffeln.
Nach Einschätzung von VTA sind bisher weniger Anbau- und Lieferverträge zwischen Landwirten und Frittenfabriken abgeschlossen worden. Vermutlich wird die Anbaufläche in den vier bedeutendsten Kartoffeln produzierenden EU-Ländern schrumpfen.

22.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Mühsame Verhandlungen über Lieferverträge
Der Preis für Frittenrohstoff steigt fast überall in Europa weiter. Zwar halten sich die Einkäufer der Fabriken mit höheren Geboten zurück, Preistreiber sind nämlich Landwirte, die im Herbst einen zu großen Anteil ihrer Ernte verfüttert haben und nun …

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18.02.2021 USDA veröffentlicht am Wochenende Flächennutzungspläne

Es ist drei Jahre her, seit US-amerikanische Landwirte eine normale Frühlingspflanzsaison erlebten, da extreme Überschwemmungen im Jahr 2019 und eine Pandemie im Jahr 2020 die ursprünglichen Pläne zunichtemachten und zu einem dramatisch geringeren Versorgungsniveau als ursprünglich prognostiziert führten.
Die außergewöhnliche Knappheit von Mais und Sojabohnen in den letzten beiden Saisons hat dazu beigetragen, dass in Chicago gehandelte Futures mehrjährige Höchststände erreichten und damit die prognostizierte Rentabilität für die Ernte 2021 erhöht. Mais und Sojabohnen sind in den Augen der Landwirte keine "heißen Kartoffeln" mehr wie in den letzten Niedrigpreisjahren.
Die Erzeuger werden dem US-Landwirtschaftsministerium Anfang März ihre Flächennutzungspläne melden. Diese Zahlen werden Ende März veröffentlicht und so lange in den Bilanzen und Statistiken berücksichtigt, bis die Ergebnisse der nächsten Flächenerhebung Ende Juni bekannt gegeben werden.
Das USDA wird jedoch bereits morgen inoffizielle Angebots- und Nachfrageschätzungen für 2021-22 veröffentlichen. Dazu gehören die ersten Flächenprojektionen des Jahres.
Analysten, die vor den Zahlen dieser Woche befragt wurden, bezifferten Mais und Sojabohnen auf 92,9 Mio. bzw. 89,4 Mio. acres. Wenn dies so kommt, wäre dies die größte jemals gesäte Ackerfläche mit Mais und Soja, dass sogar die Anbaufläche des Jahres 2017 um 2 Mio. acres übertrifft.
USDA hatte im Oktober vorläufig 2021 US-Mais- und Sojabohnenanbau auf 90 Mio. bzw. 89 Mio. veranschlagt. Diese Prognosen dienten Haushaltszwecken und sind nicht unbedingt dazu geeignet, die nächste Ernte vorherzusagen.

16.02.2021 Der Kartoffelpreis strebt weiter nordwärts

Nachdem in den letzten Wochen, im Widerspruch zu den Bestanderhebungen und zur Überraschung vieler Marktteilnehmer, die Preise für freien Frittenrohstoff kräftig anzogen, bewegen sich nun auch die Preise für Speisekartoffeln mach oben. Nach Ende der Frostperiode steigt die Nachfrage nach guten Qualitätskartoffeln was die Lagerhalter mit Kisten- und Kühllagerung zu nutzen wissen. Das immer noch günstige Kartoffelangebot aus den Überschussregionen kann nach der Wiedereröffnung von Kitas und Schulen bei Schälbetrieben untergebracht werden und stört den Absatz zum LEH nicht mehr. Dort verlangt man die besten Qualitäten und muss dafür demnächst mehr zahlen.
In Westeuropa wundert man sich darüber, dass das Angebot von frei verfügbarem Frittenrohstoff so gering ausfällt. Angebot- und Nachfrage sind aktuell ausgeglichen und höhere Forderungen lassen sich nun auch in Holland dursetzen.

16.02.2021 Corona-Krise drückt Preise der Bauern

Schweinebauern in Deutschland mussten zum Ende des Corona-Jahrs 2020 einen massiven Preisverfall wegstecken. Im Dezember lagen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 9,1% unter dem Vorjahresmonat und sanken damit etwa so stark wie seit Mitte 2015 nicht mehr, teilte das Statistische Bundesamt heute mit.
Die Preise für tierische Produkte gingen um 15,5% zurück, da die seit Monaten sinkenden Preise für Schlachtschweine allein im Dezember um 39,9 Prozent purzelten.
Der Hauptgrund liegt in den reduzierten Schlachtkapazitäten wegen der Corona-Auflagen in den Schlachthöfen. Dadurch konnte das erhöhte Angebot an schlachtreifen Schweinen nicht vollständig abgenommen werden, erklären Analysten und sprechen in diesem Zusammenhang vom sog. „Schweinestau".
Auch der Wegfall von Absatzmöglichkeiten durch geschlossene Restaurants und fehlende Großereignisse habe die Nachfrage gedämpft. Zudem stocke aufgrund der Afrikanischen Schweinepest der deutsche Export in Drittstaaten.
Im Gegensatz zu tierischen Erzeugnissen stiegen die Preise für pflanzliche Produkte Ende 2020 um 2,2%, allein beim Gemüse um zehn Prozent.
Für Kartoffeln hingegen sinken die Preise bereits seit einigen Monaten. Im Dezember 2020 waren sie rund 51% billiger als vor Jahresfrist. "Hierfür dürften vor allem die große Erntemenge und die fehlende Nachfrage von Gastronomie und Großküchen ausschlaggebend sein." Zudem gebe es kaum Exporte.

15.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln
Kaum noch ein Preisunterschied zwischen Speise- und Verarbeitungskartoffeln
In Holland und Belgien wurden bis Ende letzten Jahres möglicherweise schon zu viele Kartoffeln in alternativen Absatzkanälen gegeben. Jetzt meldet Fiwap/PCA, dass viele Landwirte Probleme damit haben, ihren …
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09.02.2021 Zwischenhandel auf der Suche nach frei verfügbarem Frittenrohstoff

Laut der Einschätzung des holländischen Anbauverbands VTA hat sich der Markt für Pommes frites Rohstoff bereinigt. Überschüsse und schwache Qualitäten wurden frühzeitig alternativen Verwertungen zugeführt, heißt es. Inzwischen suchen Zwischenhändler in Holland, Belgien und Deutschland größere Mengen und bieten dafür feste Preise. Liefertermine im März sollen mit 7 € und im Juni mit 12 €/dt vergütet werden.
Da sich aber die Verkäufe ins Ausland nicht beleben, haben Exporteure Probleme zu Preisen an der Unterkante Kartoffeln einkaufen zu können. Packstation zahlen weiterhin stabile Preise, wobei bei den Landwirten auch nur maximal 6,5 €/dt ankommt. Für Kartoffeln aus Kisten- und Kühllagerung wurden im Westen Deutschlands aber schon höhere Preise durchgesetzt. Das winterliche Wetter mit Nachttemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt könnte das Angebot in den kommenden Tagen begrenzen.

02.02.2021 Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff zieht an

Produzenten von Pommes frites bereiten sich offenbar auf baldige Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen vor. Sie orderten zuletzt wieder freien Verarbeitungsrohstoff. Es scheint, dass die Produktläger nicht mehr so voll sind, wie noch im letzten Herbst. Und weil man nicht weiß, wie Lagerkartoffeln durch den Winter gekommen sind, produzieren die Fabriken jetzt soviel wie möglich ins Tiefkühllager. Außerdem hatte sich die Konsumnachfrage während des Lockdowns auf den LEH verlagert, wo die Verkaufszahlen für Kartoffelprodukte teils deutliche Zuwächse verzeichnen. Auch deshalb waren in Holland die Produktionsmengen im Januar erfreulich hoch.
Während in den Niederlanden und in Belgien die Rohstoffvorräte im Vergleich zu den Vorjahren normal sind, sollen in Frankreich noch riesige Mengen Pommes frites Rohstoff lagern. Das einzige was knapp wird, ist Chips-Rohstoff, weil die Verbraucher mehr Knabber-Artikel kaufen.

01.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Speisekartoffelabsatz läuft gut
Die Bewegungseinschränkungen zur Begrenzung der Corona-Pandemie ermöglichen dem Frischkartoffelmarkt Absatzmöglichkeiten, die vor einem Jahr noch undenkbar schienen. Das begann im März 2020 mit Hamsterkäufen und hielt ...
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25.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Stimmung am Kartoffelmarkt hellt sich auf
Der Preisanstieg bei Veredelungskartoffeln hat sich in Westeuropa bestätigt. Unter dem Einfluss einer besseren Nachfrage hellt sich die Stimmung unter den Marktbeteiligten auf. In den ersten Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres waren Angebot und Nachfrage ausgesprochen ruhig. Große Mengen an Verarbeitungsrohstoff wurden zu fast …
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19.01.2021 Einkäufer von Frittenrohstoff werben für Kartoffelanbau

Das festere Preisniveau für Verarbeitungskartoffeln, das seit Jahresbeginn gilt und zumindest in Holland auch angewandt wird, soll dazu beitragen, dass nicht mehr Vorräte als dringend nötig in alternative Verwertungsrichtungen abfließen. Inzwischen kostet freier Rohstoff ein- bis zwei Euro/dt mehr als Futterkartoffeln. Die Pommes frites Produzenten hoffen auf eine bessere Nachfrage ihrer Produkte sobald es Lockerungen in der Pandemiebekämpfung gibt und Gaststätten und Restaurants wieder öffnen dürfen. Sie werben auch dafür, den Kartoffelanbau nicht mehr als nötig einzuschränken. Trotzdem bietet man für Rohstofflieferungen im Frühjahr 2022 weniger als in dieser Saison. Die Nachfrage nach Pflanzkartoffeln ist allerdings auf einem erschreckend niedrigen Niveau.

18.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln - EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt
EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt um 2€ auf 5,1€/dt Festpreisverträge nicht attraktiv genug. In der ersten Berechnung des Marktzeigers für Veredelungskartoffeln der Derivatebörse EEX in Leipzig stieg der Index seit Ende Dezember um 2 €/dt auf 5,1 €/dt an. Grund dafür sind ...
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11.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln

Seit dem 01.01.2021, mit den endgültigen Austritt Großbritanniens aus der EU, verlieren Schottische Pflanzkartoffelerzeuger wichtige Absatzmärkte. Kunden mit Sitz in Nordirland und der gesamten EU dürfen nicht mehr …

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29.12.2020 Kartoffeln: Keimfreudige Lagerbestände

Die Umstände während der Kartoffelernte in 2020 waren in vielen Teilen Westeuropas ungünstig. Es war oft zu nass und das Erntegut musste viel gelüftet werden, um es abzutrocknen. Für die Maßnahmen gegen die Keimhemmung war das kontraproduktiv. Einige neue Mittel müssen vor Beginn der Keimung angewendet werden, sodass 2-3 Wochen nach der ersten Behandlung schon wieder andere Mittel eingesetzt werden mussten. Danach waren aber die Außentemperaturen zu hoch, sodass erst in diesen Tagen die Lagertemperaturen nahe ihrem Optimum kommen. Experten rechnen damit, dass der Qualitätserhalt der Lagerbestände nicht nur teurer als bisher kommt, sondern der Auslagerungsdruck im ersten Quartal 2021 hoch bleibt. Die Preise für freien Frittenrohstoff können sich unter diesen Umständen vorerst nicht verbessern. Der Juni-21-Terminkontrakt hingegen verbesserte sich wieder auf das Niveau von Anfang Oktober.

22.12.2020 Nur eine Anbaueinschränkung kann Krise am Kartoffelmarkt beenden

Während das Geschäft mit Speisekartoffeln zum Weihnachtsfest sehr gut lief und sich die geforderten Preise durchsetzen ließen, bleibt dieser Bereich des Kartoffelmarktes ausgeglichen. Ganz anders sieht es beim Verarbeitungsrohstoff aus. Seit Beginn der Coronakrise im März dieses Jahres kann man am freien Markt kaum noch Kartoffeln für diesen Verwendungszweck absetzen. Das niederländische Potato Info Centre teilte heute mit, dass die Kartoffelverarbeiter dort in den vergangenen 12 Monaten 400.000 Tonnen weniger Rohstoff verarbeitet haben. Die Fabriken haben aktuell eine Auslastung von nur 70-80%, wobei selbst jetzt noch ein Teil der Kartoffelprodukte immer noch ins Lager produziert wird, weil die Gastronomie Europaweit geschlossen ist. Lagerhalter setzen ihre unverkauften Vorräte seit Monaten vorrangig in „alternativen Absatzkanälen“ ab. Sie verkaufen an Futterbauern, Biogasbetreibern oder Stärkeproduzenten. Die Anbaufläche muss im kommenden Jahr um 15-20% verkleinert werden, um aus dieser Misere wieder herauszukommen. Das fordern nicht nur die Erzeugerverbände, sondern auch die Einkäufer der Frittenfabriken.

21.12.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Besorgnisrregende Lage am Kartoffelmarkt

In ihrem Monatsbericht vom 16.12. hat der Verband der Kartoffelerzeuger in Westeuropa (NEPG) noch einmal auf die dramatische Lage am Kartoffelmarkt hingewiesen. Die Kartoffelverarbeiter in den fünf führenden Kartoffelanbaunationen in der EU wollen die unverkauften Kartoffeln noch nicht ...

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15.12.2020 Mehr Schatten als Licht am Kartoffelmarkt

Die zu den Festtagen steigende Nachfrage nach Speisekartoffeln ist eine gute Nachricht, dennoch überwiegen die Schattenseiten der diesjährigen schwierigen Lage am europäischen Kartoffelmarkt. Speisekartoffelnotierungen von 12 €/dt klingen zunächst einmal gut, die schwierige Qualitätslage zwingt die Aufkäufer und Packstationen aber zu hohen Absortierungen, sodass die Erlössituation für den Landwirt schon jetzt schlechter ist, als sie scheint.
Die jüngste Pressemitteilung der NEPG zeigt uns aber auf, welche Unsicherheiten die Kartoffelbranche in den kommenden Monaten noch zu überstehen hat. Da ist zunächst die schlechte Nachfrage nach Verarbeitungsrohstoff aufgrund der Covid-19-Pandemie, dann die mangelnde Keimruhe bei Lagerkartoffeln in allen fünf Mitgliedsländern des Verbandes. Außerdem wollen die meisten Verarbeiter für das kommende Jahr nur noch 80% der bisher üblichen Vertragsmengen zu günstigen Preisen einkaufen. Und zu guter Letzt sind da die Forderungen der Gesellschaft nach einer nachhaltigen Produktion und Lagerung von Kartoffeln, die zusätzliche Kosten verursachen.
Die technischen und wirtschaftlichen Risiken für den Produzenten von Kartoffeln sind also enorm.

08.12.2020 Nachfrage nach freien Veredelungskartoffeln geht gegen Null

Es gibt fast keine Nachfrage nach Veredelungskartoffeln vom freien Markt. Die Fabriken verarbeiten nahezu exklusiv Kontraktkartoffeln. Die sogenannten „alternativen Absatzmärkte“ Tierfutter, Energie und Stärke zahlen vergleichbare Preise zu den Notierungen für überschüssige Mengen. Es gibt außerdem ein Angebot von Partien, die zu keimen und sogar einige wenige Partien, die zu rotten beginnen. Diese werden umgehend von den Käufern zurückgewiesen.
In Belgien arbeiten die Kartoffeln verarbeitenden Fabriken durchschnittlich zu 75-85% ihrer Kapazitäten. Typische Sorten, die zu Produkten in Fast-Food-Restaurants verarbeitet werden, werden noch deutlicher vernachlässigt, als andere Sorten. Es gibt aber auch Verarbeiter, die absolut fehlerfreie Partien suchen. Einige belgische Fabriken wollen vom 18. Dezember bis 4. Januar ihre Produktion einstellen. Das hat es bisher noch nicht gegeben, da Weihnachten bisher immer einen guten Absatz mit Nachbestellungen bescherte.
Die Sorten Fontane, Challenger und Bintje werden mit 2-2,5 €/dt notiert. Der Schwerpunkt liegt bei 2 €/dt.

07.12.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Iren fürchten Verlust britischer Kartoffeln
Viele der in Irland konsumierten Kartoffeln stammen aus Großbritannien, und einige Iren befürchten, dass diese Lieferkette durch den Brexit beeinträchtigt wird. Diese Befürchtung wird auch durch die Warnung des irischen Landwirtschaftsministeriums bekräftigt, wonach alle ...
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01.12.2020 Belgien kann sich dieses Saison lange mit eigenem Frittenrohstoff versorgen

Die Stimmung am Markt für Frittenrohstoff bleibt gedrückt. Bei einer gleich großen belgischen Ernte wie im Vorjahr war der Lagervorrat am 15. November mit 3,25 Mio. Tonnen 4% größer als im 5-Jahres-Schnitt. 26% oder 800.000 Tonnen davon wären noch frei verkäuflich. Da die Fabriken im Zentrum der europäischen Frittenproduktion wegen den Folgen der Corona-Krise nur eine Auslastung von 70-75% haben, reicht ihnen die Menge der vorab gekauften Kartoffeln aus. Belgien wird aber im Laufe der Saison wohl die freien Kartoffeln seiner inländischen Stammlieferanten abnehmen. Dafür wird man aber weniger aus dem benachbarten Ausland einführen. Das betrifft dann französische, holländische und deutsche Lieferanten. Die Fabriken werden wohl auch keine Fritten mehr auf Halde produzieren, wie sie es nach dem ersten Lock-Down gemacht haben, da nicht absehbar ist, wann Weltmarktnachfrage nach Kartoffelprodukten wieder anspringt. Eine längere Lagerung von TK-Produkten ist wegen dem hohen Energieaufwand zu teuer.

30.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Kann ein Brexit-Chaos noch vermieden werden?

Auf die Kartoffelbranche in Großbritannien (GB) dürfte dann erhebliche Schwierigkeiten zukommen. Schottland exportiert große Mengen Pflanzkartoffeln nach ...

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24.11.2020 Großes Angebot von Konsumkartoffeln bleibt

Der Markt mit Konsumkartoffeln bleibt vorerst so gut versorgt, sodass es unmöglich scheint, Lageraufschläge durchzusetzen. Nach anfänglichen Befürchtungen ist die Kartoffelernte nun auch in Holland und in Großbritannien fast abgeschlossen. Zuletzt geborgenen Partien mussten sofort verarbeitet werden, weil Lagerdruckstellen und andere Beschädigungen eine längere Lagerung verbietet. In Großbritannien ist die Kartoffelernte größer als im Vorjahr obwohl die Anbaufläche kleiner war. Da der Preisunterscheid zwischen freiem Verarbeitungsrohstoff und Futterkartoffeln gering ist, fließen immer noch große Mengen Kartoffeln, insbesondere solche, die Qualitätsmängel aufweisen, in alternative Verwendungsrichtungen. Diese Absatzmöglichkeiten wie der Futtertrog, Biogasanlagen sowie Stärkefabriken wird es in diesem Umfang aber nicht mehr lange geben. Deshalb steigt der Wettbewerb um den Absatz zu den verbleibenden Verwertungsrichtungen.

23.11.2020 Stabiler Frischkartoffelmarkt
Der Absatz von Frischkartoffeln über den Lebensmitteleinzelhandel, die Discounter und die Wochenmärkte bleibt gut. Zwar konnten sich die Verkäufe nicht weiter steigern, wie es beim ersten Lock-Down im Frühjahr war, denn die Furcht vor …

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17.11.2020 Einige Frittenfabriken können ihren Abnahmeverpflichtungen nicht mehr nachkommen

Bei einer Lock-Down-bedingten Auslastung von 70 - 80% der Verarbeitungsmengen im Vorjahresvergleich können die meisten Frittenhersteller in West- und Mitteleuropa aktuell kaum ihre vorab gekauften Rohstoffmengen abnehmen. Im Schnitt sind die Fabriken in Holland nämlich zu 80% ihres üblichen Bedarfs mit Vertragsware eingedeckt. Jetzt kommen die Fabriken also mit ihrer Abnahmeverpflichtung in Verzug und die Aussicht, in absehbarer Zeit noch freien Rohstoff in den Fabriken abladen zu dürfen, schwindet immer weiter. Auch die Exporte von Kartoffeln der verschiedenen Verwertungsrichtungen bleiben hinter den Erwartungen zurück. So wundert es nicht, dass die Kartoffelpreise weiter unter Druck geraten. Man kann wohl davon ausgehen, dass der zweite EEX-Kartoffelindex dieser Saison Übermorgen niedriger ausfällt, als die 3,2 €/dt aus der Vorwoche. Am Donnerstag in der kommenden Woche wird dann schon der November-20-Terminkontrakt mit dem Index abgerechnet.

16.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / EEX-Kartoffelindex startet mit 3,2 €/dt

Gestern wurde von der Leipziger Derivatebörse EEX der erste Kartoffelindex dieser Saison veröffentlicht. Dieser Durchschnittspreis für Veredelungskartoffeln in den Ländern Belgien, Holland, Frankreich und Deutschland ist seit …
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10.11.2020 Kein Ende der schwierigen Lage am Kartoffelmarkt in Sicht

Das Preisniveau am Markt für Frittenrohstoff hat sich in der letzten Woche nicht verändert. Kartoffel, die über den Gastrobereich verbraucht würden, werden derzeit kaum gebraucht. Während die Produktion von Tiefkühl-Pommes weitgehend aufrechterhalten wird, stehen Frischelinien still. Grund dafür sind die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ein guter Absatz von Frischkartoffeln über den LEH kann den Rückgang der Nachfrage in Großküchen nicht kompensieren. Rohstoff, der nicht aus dem Vertragsanbau kommt, findet seinen Absatz nur selten in den Fabriken und landet fortwährend in Biogasanlagen oder in Futtertrögen. Da die Aussichten auf baldige Änderung der schwierigen Lage schlecht sind und Keimhemmmittel teurer und nicht so wirksam sind als zuvor, trennen sich immer mehr Landwirte von ihren überschüssigen Kartoffeln in alternativen Verwendungsmöglichkeiten.

09.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelmarkt phantasie- und ratlos

Freie Verarbeitungskartoffeln werden weiter nur von Futterbauern und Biogas-Anlagenbetreibern sowie der Flockenindustrie nachgefragt. Gleichzeitig fahren die Fritten-Hersteller ihre Produktionslinien runter, solange im Lock-Down die Großküchen geschlossen bleiben. Selbst die Preise für ...

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03.11.2020 Stimmung am Markt für Frittenrohstoff verschlechtert sich

Die Stimmung am Markt für Frittenrohstoff hat sich mit der Ankündigung von erneuten Lock-Downs deutlich verschlechtert. Das zeigt auch die Kursentwicklung für Veredelungskartoffeln an der EEX in Leipzig. In den letzten Wochen wurden die Terminkontrakte auf den Monat Apri-21 auf ihrem bisherigen Tiefststand von 4,8 €/dt gehandelt, der heutige Handelstag endet mit einem Kurs von 5,7 €/dt. Die Nachfrage nach Verarbeitungsrohstoff sei um 25% eingebrochen meldet den holländische Anbauverband VTA. In fast allen Ländern in Europa wurden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung beschlossen. Davon sind in erster Linie Restaurants und Kantinen betroffen, in denen mehr Kartoffelprodukte gegessen werden, als in privaten Haushalten. Zwar ist die Nachfrage nach frischen Speisekartoffeln wieder spürbar angezogen, das kompensiert aber nicht den Absatzverlust von Kartoffelprodukten.

02.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / NEPG: Kartoffelanbau soll um 15% abnehmen

Die NEPG (North-Western European Potato Growers) schätzt, dass die Gesamternte in dieser Saison 27,9 Mio. Tonnen betragen wird, wenn tatsächlich alle Kartoffeln die noch im Boden sind geerntet werden. Die
Ernte erfolgt in Teilen Europas später alsgewöhnlich, mit allen damit verbundenenRisiken. So stehen immer noch …

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27.10.2020 Genügend Vertragskartoffeln verfügbar 

Wegen guten Erntebedingungen in Holland geben die Kurse für Veredelungskartoffeln an der EEX nach. Der meistgehandelte Kontrakt mit der Fälligkeit April-21 hatte sich in den letzten Wochen bei geringen Umsätzen an der 7-Euro-Marke festgebissen, heute endete der Börsenhandel mit einem Kurs von 6 €/dt. Nun, da die Ernte in Holland kurz vor dem Abschluss steht, muss man nicht mehr mit dem Ausfall von größeren Mengen rechnen. 80% der Kartoffelflächen sind in Holland jetzt geräumt. Das Kartoffelangebot wäre in Europa ohnehin groß genug gewesen, jetzt können aber wohl alle Bauern ihre eingegangenen Lieferverpflichtungen erfüllen. Somit spricht vieles dafür, dass vorerst kein freier Frittenrohstoff benötigt wird und weiter in alternativen Absatzwegen verschwinden müssen. Vertragslandwirte werden mit ihren Übermengen aber von den Frittenfabriken bevorzugt. Man hört, dass Übermengen aus dem Vertragsanbau zu den von PotatoNL notierten Konditionen übernommen werden.

26.10.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Grünes Licht für temporären Rückstandshöchstgehalt
Das Keimhemmmittel Chlorpropham (CIPC) wurde im Sommer 2019 EU-weit verboten. Die Zulassung endete damit im Juli 2019. Das Mittel durfte nur noch bis ...

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21.10.2020 Brexit: Irische Farmer sollen Saatkartoffelimporte vor dem 1. Januar abwickeln

Das irische Landwirtschaftsministerium hat in dieser Woche an die Kartoffelhändler seines Landes appelliert, die geplanten Saatkartoffelimporte aus Großbritannien bis zum 31.12. 2020 abzuwickeln. Danach werde es ein Importverbot geben, weil Großbritannien die EU verlässt.
In der Meldung heißt es, dass alle Saatkartoffelimporte vor dem 1. Januar erfolgt sein müssen.
Irland pflanzt im Frühjahr 8.500 Hektar Kartoffeln, die durchschnittliche Erntemenge wird auf 350.000 – 400.000 Tonnen geschätzt.
Für den Anbau importiert das Land jährlich 5.500 – 6.000 Tonnen zertifiziertes Saatgut aus Großbritannien. Außerdem 80.000 bis 100.000 Tonnen Konsumkartoffeln hauptsächlich für die Herstellung von Pommes frites. Einige Mengen sind auch für den Frischkartoffelkonsum und geschälte Kartoffeln für Großküchen.
Schottland lieferte rund 60% der Saatkartoffeln, 18% kamen aus Nordirland und weitere 10% aus England. Der Rest kommt vom Europäischen Festland.
Weitere 4.000 – 4.500 Tonnen Saatkartoffeln produzieren irische Farmer für den Eigenverbrauch.

20.10.2020 Erfreulich gute Kartoffelexporte

Hollands Export von Frischkartoffeln läuft auf erfreulich hohem Niveau. Sowohl Speisekartoffeln als auch Verarbeitungsrohstoff gehen wegen den niedrigen Preisen in ganz ordentlichen Mengen nach Afrika. Auch Deutschlands Kartoffelexporteure äußern sich über eine gute Auftragslage zufrieden. Das zeigen auch die Zahlen unserer Ausfuhrstatistik. Im August gingen 240.000 Tonnen aus den deutschen Hauptanbaugebieten in die Niederlande und nach Belgien. Dabei handelt es sich allerdings um vorab gekaufte Mengen für die Kartoffeln verarbeitenden Industrie. Aber auch Drittlänger in Asien nahmen verhältnismäßig viele Kartoffeln von uns auf. Zudem konnten deutsche Fritten-Hersteller mehr Pommes frites im August nach Italien, Osteuropa und Großbritannien so viel exportieren wie noch niemals zuvor. Insgesamt waren es 25.300 Tonnen. Auch der Export von Kartoffelstärke nahm mit 7% gegenüber 2019 gut zu. Die Kartoffelprodukte sind in diesem Jahr sehr viel billiger, als in den beiden Vorjahren. Der Weltmarkt für Kartoffelprodukte verzeichnete in den letzten Jahren durchschnittliche Wachstumsraten von 3,9%.

19.10.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Covid-19 - wie geht es im Gastrobereich weiter?
Kartoffelverarbeiter in Mittel- und Westeuropa versorgen sich seit dem Ausbruch der Corona-Krise im März dieses Jahres fast ausschließlich mit Verarbeitungsrohstoff, den sie vorab vertraglich gesichert hatten. Am freien Markt wird seither nur ...
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13.10.2020 Kartoffelernte im Westen Europas verzögert sich

Während die Kartoffelernte hierzulande bereits fast abgeschlossen ist, dauert es im Westen Europas noch eine Weile, bis alle Kartoffeln aus dem Boden geholt sind. Die vielen Regenschauer der letzten Wochen bereiten der Ernte auf den bindigen Böden Probleme. In Hollands Küstenregionen war in den vergangenen Wochen rund 150 Liter Regen gefallen. Die Einlagerung von Kartoffeln ist gegenüber den Vorjahren weit zurück. In Belgien ist die Lage noch dramatischer. Dort waren bis zum 09. Oktober erst 10% der Haupternte geerntet, so die FIWAP. Der Verband warnt vor einer Ernte, die Qualitätsprobleme verursachen würde. Schließlich steht jetzt das Keimhemmmittel CIPC nicht mehr zur Verfügung und Kartoffeln in minderer Qualität müssten wahrscheinlich ohnehin entsorgt werden, da die diesjährige Ernte in Europa den Bedarf überschreitet. Sollten in Holland und Belgien die Kartoffeln allerdings nicht alle aus dem Boden kommen, könnte sich die Lage am Ende doch noch entspannen. Schwankende Kurse an der Terminbörse spiegeln die Gemütslage der Bauern wider.

29.09.2020 Kartoffelernte startet nun auch auf schweren Böden

Nun ist auch in den Kartoffelanbauregionen Mittel- und Westeuropas endlich Regen gefallen und es soll in den kommenden zwei Wochen unbeständig bleiben. Das ermöglicht jetzt in den trockenen Regionen im Südosten Hollands und in Belgien ein aufweichen der Böden. Die Kartoffelernte kann auch dort endlich fortschreiten.
Das hat zwar noch keinen Einfluss auf die Kartoffelpreise und die Marktlage wird sich auch vorerst nicht ändern. Kartoffeln, die nicht in Vorverträgen verkauft wurden, werden weiterhin in alternativen Verwertungsmöglichkeiten „entsorgt“. Das bestimmt den Preis für Verarbeitungsrohstoff.
Speisekartoffeln werden inzwischen in sehr vielen Werbekampagnen beworben, was den Absatz beflügelt. Daneben fließen auch erste Lieferungen ins EU-Ausland, insbesondere nach Afrika.

28.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - AMI-Schätzung wurde bestätigt

Gestern hat das Bundeslandwirtschaftsministerium seine vorläufige Schätzung zur diesjährigen deutschen Kartoffelernte abgegeben. Die Experten erwarten eine Erntemenge von …

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25.09.2020 Zwei neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest wurden bei Wildschweinen im Bundesland Brandenburg bestätigt, meldet die Landesregierung am heutigen Freitag. Damit steig die Anzahl der bestätigten Fälle bei Wildschweinen seit dem ersten Fund am 10. September auf 34. Alle Tiere wurden in der Region der ersten Entdeckung in Brandenburg gefunden. Das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut habe bestätigt, dass die Tiere ASF hätten, teilte die brandenburgische Landesregierung mit. China und eine Reihe anderer Schweinefleischkäufer haben diesen Monat die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch verboten, nachdem der erste Fall bestätigt worden war, was zu einem Anstieg der chinesischen Schweinefleischpreise führte. Die Krankheit ist nicht gefährlich für den Menschen, aber für Schweine tödlich. Ein massiver Ausbruch in China, dem weltweit größten Schweinefleischproduzenten, hat dazu geführt, dass Hunderte Millionen Schweine gekeult wurden. Die Bundesregierung erwägt finanzielle Hilfe für Landwirte, nachdem die Preise nach der Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest gefallen waren, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kloeckner am Freitag. Die brandenburgische Landesregierung sagte auch, dass sie einige Beschränkungen in dem betroffenen Gebiet lockere, vorausgesetzt, die Felder seien auf tote Wildschweine untersucht worden. Dies beinhaltete die Ernte von Zuckerrüben, Kartoffeln und Obst sowie die Aussaat von Wintergetreide. Die Ernte war gestoppt worden, weil befürchtet wurde, dass Wildschweine, die sich auf Feldern verstecken, vor landwirtschaftlichen Fahrzeugen davonlaufen und die Krankheit schneller verbreiten würden.

22.09.2020 Deutschland und Frankreich auf Kartoffelexporte angewiesen

Unter Zugrundelegung aller bisher verfügbaren Ernteschätzungen wird die diesjährige Kartoffelernte in der Europäischen Union 54,8 Mio. Tonnen groß werden. Das wären fast 3,5 Mio. Tonnen mehr als im Vorjahr und 7,4 Mio. Tonnen mehr als in 2018. Auffällig bei der Zusammenstellung verschiedener Quellen, zu denen auch der Beobachtungsdienst der EU „MARS“ sowie erste nationale Ernteschätzungen gehören, weist Frankreich eine besonders große Kartoffelernte gegenüber den Vorjahren aus. Dort wird in diesem Jahr mit 8,9 Mio. Tonnen herangewachsen, weil die Anbaufläche deutlich ausgeweitet wurde. 6,9 Mio. Tonnen davon sind Konsumkartoffeln. Vor zehn Jahren wurden in Frankreich zwei Mio. Tonnen Konsumkartoffeln weniger geerntet. Für Deutschland wird bis zum Vorliegen der offiziellen Ernteschätzung des BMVEL noch eine Schätzung der AMI verwendet, die von 11,8 Mio. Tonnen ausgeht und damit rund zwei Mio. Tonnen mehr als üblicherweise benötigt wird. Frankreich und Deutschland profitierten in den zurückliegenden Jahren von Exporten in andere EU-Länder. Kartoffelexporte dürften in dieser Saison nur mit Preiszugeständnissen funktionieren.

21.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Belgapom sagt: Die Saison wird katastrophal

Letzte Woche gab der Verband der nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) seine Ernteschätzung für die Saison 2020/2021 bekannt. Die Experte rechnen in den fünf wichtigsten Kartoffelanbauländer in Nordwesteuropa („Big 5“) mit einer Kartoffelernte zwischen …

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15.09.2020 Trockener Altweibersommer behindert Kartoffelernte

Das trockene und heiße Herbstwetter behindert hierzulande die Kartoffelernte. Trotzdem ist das Angebot groß genug, um die ruhige Nachfrage für Frischkartoffeln bedienen zu können. Für die Einlagerung in Winterläger ist es nachts nicht mehr kalt genug. Wer jetzt von schweren Böden Kartoffeln ernten will, muss vorher beregnen, um Beschädigungen zu vermeiden. In den kommenden Wochen will der LEH wieder Werbeaktionen mit Kartoffeln starten. Das könnte den Absatz beleben.
Im Westen Europas sind die Kartoffelerträge bei Speiseware nur durchschnittlich, bei Stärkekartoffeln in Frankreich sogar schlecht. Deshalb nehmen die Stärkefabriken dort inzwischen auch Speisekartoffeln mit genügend hohen Stärkegehalten auf. Das könnte dort den Überschuss an Konsumkartoffeln lindern.

14.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - NEPG drängt Mitglieder zur Anbaueinschränkung

Um wieder die Kontrolle über ihren Markt zu bekommen, müssen Kartoffelbauern in Europa unbedingt die Anbaufläche einschränken. Dazu fordert der Verband der Kartoffelerzeuger in Europa (NEPG) in seinem Rundschreiben vom 07.09. auf. Es mache keinen Sinn, Kartoffeln anzubauen, die dann ...

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08.09.2020 In „Big-5“ 1 Mio. Tonnen Kartoffeln mehr als im Vorjahr

Nach Schätzungen des europäischen Verbands der Kartoffelerzeuger ist die diesjährige deutsche Kartoffelernte 7% größer als im Vorjahr. In den Mitgliedsländern des Verbands (D,F,B,NL+GB) wird die Ernte in den „Big-5“ in diesem Jahr mit 27,9 Mio. Tonnen um eine Mio. Tonnen größer als im Vorjahr. Das Rekordergebnis aus dem Jahre 2017, als 29,6 Mio. Tonnen geerntet wurden, wird damit weit verfehlt.
Dennoch herrscht ein großes Ungleichgewicht am Markt für Kartoffelprodukte. Die großen Kartoffel-Verarbeiter sind immer noch nicht zu ihrer Vor-Corona-Verarbeitungsmenge zurück. Es wird seit März 2020 kaum noch frei verfügbarer Frittenrohstoff ihrem eigentlichen Verwendungszweck gemäß eingesetzt. Stattdessen hat sich ein Sekundärmarkt entwickelt, der den überschüssigen Rohstoff in Futtertröge, Biogasanlagen oder der Trocken-Industrie lenkt. An dieser für Kartoffelbauern unbefriedigenden Situation wird sich wohl vorerst auch nichts ändern.

04.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Überschüsse müssen weg
Während die großen Frittenfabriken weiterhin fast ausschließlich ihre vorab gekauften Kartoffeln verarbeiten, müssen überschüssige Mengen andere Verwertungen suchen. Dafür gibt es ein großes Interesse von Futterbauern oder Betreibern von Biogasanlagen. Das wird …
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01.09.2020 Marktgleichgewicht am Kartoffelmarkt lange nicht in Sicht

Kühlere Nachttemperaturen ermöglichen nun die Verbringung von Kartoffeln in Langzeitläger. Bei sinkenden Preisen für Speisekartoffeln und der nicht vorhandenen Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff nutzen viele Landwirte das günstige Wetter zur Ernte und füllen ihre Läger. Vor dem Ende der diesjährigen Kartoffelernte wird das Kartoffelangebot aber wohl die Nachfrage übersteigen. Um den Mengenüberschuss in Holland abzubauen, wird freier Frittenrohstoff fast ausschließlich in den Sekundärmarkt (Futter, Flocken, Stärke) geliefert. Diese „neuen Kunden“ können noch eine lange Zeit mit umfangreichen Lieferungen rechnen. Die Frittenfabriken haben seit dem Ende des Lockdowns zwar die Auslastung ihrer Kapazitäten wieder sukzessive gesteigert, ein Marktgleichgewicht ist aber bis zum Ende der Ernte nicht in Sicht. Die weitere Marktentwicklung dürfte dann davon abhängen, wie sich die Pandemie weiter entwickelt.

31.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Analyse und Empfehlung der UNPT

Wäre die Covid-19 Krise in diesem Jahr nicht gekommen, wäre die Saison 2020/21, was Angebot- und Nachfrage betrifft, ausgeglichen gewesen. Das ist die nüchterne Feststellung der National Union of French Potato Producers UNPT in einer Presseerklärung aus dieser Woche. Aber in der aktuellen Lage leidet insbesondere ...

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27.08.2020 Niedersächsische Getreideanbaufläche auf historischem Tiefststand
HANNOVER. Die geringe Getreidefläche ist das auffälligste Merkmal des diesjährigen Getreidejahres. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, hat die Getreideanbaufläche (ohne Körner-Mais) in Niedersachsen im Jahr 2020 mit 744.000 Hektar den geringsten Umfang seit 1948 erreicht. Auch der Hektarertrag des Getreides ist 2020 in vielen Regionen des Landes geringer ausgefallen.
In einem typischen Jahr mit Frühjahrstrockenheit sind die Erträge auf den guten Böden der Marsch in Niedersachsen in den früheren Jahren immer sehr gut gewesen, aber die Marschen haben dieses Jahr die Getreidebilanz des Landes nicht aufbessern können. In diesen Regionen war es ausgerechnet der nasse Herbst 2019, der die Weizenbestellung auf einigen Marschböden erschwerte oder gar unmöglich machte. Als Folge wurde in manchen Marschgebieten auf die weniger ertragreichen Sommergetreidearten ausgewichen oder es wurden lückige Winterweizenbestände mit Sommerweizen oder Sommergerste ausgebessert. Die geringeren Flächen mit frischen Saaten zogen Wildgänse an, was ebenfalls Ertrag kostete und Mehrarbeit verursachte.
Auf den guten Lehmböden im südlichen Niedersachsen war auch im Jahr 2020 der Ertrag meist erfreulich. Gegenüber dem Durchschnitt von sechs 'Normaljahren' (2012 bis 2017) mit 81 bis 90 dt/ha wurden in Salzgitter, Goslar, Northeim, Hameln-Pyrmont und Holzminden sogar Zuwächse bei den Hektarerträgen verzeichnet.
Der breite 'Sandgürtel' zwischen Marschen und Bördeböden konnte hingegen nur über die Getreideberegnung gute Erträge erzielen. Die Landwirte beregnen bei knapper Beregnungskapazität aber bevorzugt die 'Cash-Crops', also Kartoffeln, Braugerste und Rüben. Das Jahr 2020 ist nun das dritte Jahr in Folge mit sehr geringen Erträgen speziell auf den Sandböden. Auf diesen schwachen Böden dürfte es bei dem sich abzeichnenden Klimawandel und neuen Düngerestriktionen immer schwieriger werden auskömmliche Erträge zu ernten.
 
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© 2020 Landesamt für Statistik Niedersachsen
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25.08.2020 Deutsche Kartoffelernte übersteigt den Bedarf deutlich

Die Kartoffelernte in Deutschland steuert auf eine Rekordmenge zu. Die AMI rechnete heute vor, dass aufgrund einer Flächenausweitung und gut Durchschnittlichen Erträgen in Deutschland in diesem Jahr 11,8 Mio. Tonnen Kartoffeln herangewachsen sind. Außerdem belasten derzeit Überhänge von Frühkartoffeln die Preise und Frittenfabriken sollen ihre Produktläger voll haben. Der Absatz von Speisekartoffeln an private deutsche Haushalte ist seit Januar im Durchschnitt um 16% gestiegen. Die Ernte von Stärkekartoffeln soll, entgegen der Ernte von Konsumkartoffeln, eher unterdurchschnittlich ausfallen. Nun hofft man, dass der riesige Kartoffelberg in der Saison 2020/21 zum Teil auch in den Stärkefabriken Verwendung finden könnte. Dagegen sperren sich aber bisher die Mitglieder im Stärkekartoffelverband; schließlich würde man sich über einen längeren Zeitraum den Markt für Kartoffelstärke oder Kartoffelproteine kaputtmachen. Angesichts der trostlosen Aussichten für Kartoffelbauern mit unverkauften Übermengen wundert es nicht, dass mit der Verwendung im Futtertrog und Biogasanlagen eine weit verbreitete Absatzmöglichkeit genutzt wird.

21.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln
In Belgien registrieren die Ernte-Scouts bei den Proberodungen auf den Kartoffeläckern meist nur einen niedrigen Knollenansatz. Bei der Sorte Fontane sollen es im Durchschnitt aller Proben nur zwölf
Knollen pro Pflanze sein. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre waren es ...
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19.08.2020 EFSA bewertet Risiken durch Glycoalkaloide – Kartoffelkonsum im Fokus

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Glycoalkaloiden in Lebensmitteln und Futtermitteln, insbesondere in Kartoffeln und Kartoffelprodukten, bewertet.
Glycoalkaloide sind natürlich vorkommende Verbindungen aus der Pflanzenfamilie der Solanaceae, zu denen Kartoffeln, Tomaten und Auberginen gehören.
Experten identifizierten ein Gesundheitsproblem für Säuglinge und Kleinkinder, wobei sowohl auch Verbraucher mittleren Alters und Ältere berücksichtigt wurden. Bei Erwachsenen besteht ein gesundheitliches Problem nur für ältere Menschen. Eine Vergiftung mit Glycoalkaloiden kann akute gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.
Basierend auf den neuesten verfügbaren Erkenntnissen hat die EFSA einen niedrigsten beobachteten Nebenwirkungsgrad von 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ermittelt. Dies entspricht der niedrigsten Dosis, bei der unerwünschte Wirkungen beobachtet werden.
Durch Schälen, Kochen und Braten kann der Gehalt an Glycoalkaloiden in Lebensmitteln verringert werden. Zum Beispiel kann das Schälen von Kartoffeln ihren Gehalt um 25 bis 75% reduzieren, in Wasser zwischen 5 und 65% kochen und in Öl zwischen 20 und 90% braten.

11.08.2020 Nachfrage nach Kartoffeln am Boden

Sowohl im Speise- als auch im Verarbeitungskartoffelmarkt gibt es derzeit kaum eine Nachfrage. Bei den tropischen Temperaturen reifen viele Partien frühzeitig ab. Nach dem Ende der Getreideernte drängen mehr Kartoffeln auf den Markt. Gleichzeitig bremst die Hitze den Hunger auf Frischkartoffeln. Verarbeitungsrohstoff wird nur im Rahmen von Vorverträgen verarbeitet. Selbst hier werden immer noch keine Übermengen abgenommen.
Das Wetter schürte aber in den letzten Tagen die Spekulation an der Terminbörse. Am Donnerstag der letzten Woche wurden Terminkontrakte mit der Fälligkeit April-21 mit neun Euro/100 kg gehandelt. Das war doppelt soviel wie in den letzten Juli-Tagen. Bis heute sind die Terminmarktpreise wieder um 2,5 €/dt gesunken. Ob die Kartoffeln der Haupternte noch hohe Erträge bringen können, die man vor einem Monat erwartet hatte, ist unsicher. Das hochsommerliche extrem trockene Wetter in den großen Kartoffelbauregionen West- und Mitteleuropas hat die Grundwasserreserven weiter gesenkt. Es gibt in einigen Regionen schon wieder Beregnungsverbote. Ertragszuwächse sind bei den Proberodungen aktuell kaum noch festzustellen.

10.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln

Proberodungen mit begrenzter Aussagekraft
Das Wetter im August ist für die Ertragsbildung von Verarbeitungsrohstoff von
entscheidender Bedeutung. Diese Binsenweisheit also eine allgemein bekannte Information, die laut Wikipedia-Definition keinen Wissenszuwachs bringt sorgte seit Ende Juli für eine Trendwende zumindest bei der Stimmung unter den Kartoffelleuten in Mittel- und Westeuropa. Die Ankündigung einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 33°C in Europas Kartoffelgürtel ließ die Börsenkurse ...

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04.08.2020 Kartoffelkurse steigen im Wettermarkt

Die Börsenkurse der Veredelungskartoffel-Futures sind seit Freitag letzter Woche kräftig gestiegen. Das Handelsvolumen an der Derivatebörse in Leipzig war mit über 450 Lots auf dem April-21-Teminkontrakt gestern besonders hoch. Nachdem Ende Juli die vorerst niedrigsten Kurse in dieser Fälligkeit unter 5 €/dt gehandelt wurden, stiegen die Kurse gestern und heute wieder auf bis zu 8,7 €/dt.
Als Grund dafür muss vermutlich die angekündigte Hitzewelle her halten, die ab Morgen auch den Norden West- und Mitteleuropas erreichen soll. Die Monate Juli und August sind im Kartoffelfuture typische Monate mit starken Wettermärkten. Tatsächlich sind die Niederschläge oder Temperaturen im Monat August maßgeblich für die Erträge von Lagerkartoffeln.

28.07.2020 Frittenbuden in Holland nicht an neuem Verarbeitungsrohstoff interessiert

Weil in Holland aus der alten Ernte noch relativ viele Kartoffeln für die Verarbeitung zu Pommes frites verfügbar sind, haben dort die großen Kartoffelverarbeiter kaum Bedarf an neuem Verarbeitungsrohstoff. Nun werden die Lagerkartoffeln auch noch billiger. Die Preise hatten sich nach dem Corona-bedingten Lockdown mit geschlossenen Imbissbuden und Restaurants lange Zeit zwischen 2 und 3 €/dt bewegt. Nun geben sie noch um 50 Cent/dt weiter nach. Auch wenn in Belgien, Frankreich und Deutschland schon die neue Ernte verarbeitet wird, so bevorzugen holländische Frittenbuden noch die alte Ernte. Das hat nun zur Folge, dass Kartoffeln der neuen Ernte inzwischen optimale Erträge hervorbringen, was den Angebotsdruck weiter erhöht. In Belgien notiert die Sorte Premiere mit 3 €/dt fast so niedrig wie die alte Ernte obwohl die Ausbeute der „neuen“ besser ist. Viele Fabriken machen entweder noch Werksferien oder haben nur eine Auslastung von 70-80% ihrer Vor-Corona-Mengen.

21.07.2020 Seit Anfang März wurden knapp 25% weniger Kartoffeln zu Fritten verarbeitet

Ein steigendes Angebot an neuerntigem Frittenrohstoff stößt auf ein nur geringes Interesse der Kartoffeln verarbeitenden Industrie. Einige Mengen an Verarbeitungsrohstoff aus der Vorjahresernte könnnen noch zu Kartoffelprodukten veredelt werden und die Einkäufer suchen sich die besten Partien aus. Viele Kartoffeln aus der Ernte 2019 mussten schon und werden noch anderen Verwertungsrichtigen zugeführt. Die großen Fabriken werden wohl noch lange alte und neue Ernte parallel verarbeiten. Inzwischen sind aber wohl die meisten Werksferien der Frittenbuden abgeschlossen, sodass fast alle Anlagen wieder laufen. Nach Beginn der Coronakrise im März haben holländische Frittenfabriken fast ein Viertel weniger Kartoffeln verarbeitet.
Das enttäuschende Ende der Saison 2019/20 und eine verhaltene Nachfrage nach neuerntigem Frittenrohstoff drückt die Erwartungen für das gesamte Vermarktungsjahr 2020/21. Das signalisieren zumindest die Kurse von Futures auf Veredelungskartoffeln an der Derivatebörse in Leipzig, wo heute im April-21-Terminkontrakt mit 5,7 €/dt ein neues Kurstief gehandelt wurde. Vor der Coronakrise notierte dieser Kontrakt noch über 15 €/dt.

17.07.2020 Marktkommentar Kartoffeln - McCain Foods plant Fritten-Fabrik in Russland
Einem Bericht in der russischen Tageszeitung Kommersant zufolge, soll 180 km südlich von Moskau eine riesige Frittenfabrik gebaut werden. Investor ist das Kanadische Unternehmen McCain Foods. Im
Industriegebiet der Tula-Region ist bereits die erste ...
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16.07.2020 McCain Foods plant Frittenfabrik in Russland

Einem Bericht in der russischen Tageszeitung Kommersant zufolge, soll 180 km südlich von Moskau eine riesige Frittenfabrik gebaut werden. Investor ist das Kanadische Unternehmen McCain Foods. Im Industriegebiet der Tula-Region ist bereits eine Fabrikhalle in Planung.

Eine lokale Pommes frites Produktion scheint finanziell lohnenswert, weil man in dieser Region Russlands auf billigen Rohstoff zurückgreifen kann und hohe Transportkosten entfallen. Dass McCain der Bauherr der Anlage ist, geht aus einem Eintrag im Unternehmensregister der Russi-schen Föderation hervor. Im Juni gründeten McCain Foods Holland B.V. und McCain Europa BV das Unternehmen McCain Foods RUS LLC in der Stadt Uzlovaya, die in der Bezirk Tula liegt. Das Unternehmen will lauft Firmeneintrag Lebensmittelfertigprodukte und verarbeitete Kartoffeln anbieten.
Marktteilnehmer bestätigten, dass McCain an einer großen neuen Anlage zur Pommes frites Produktion arbeitet, die in der SEZ Uzlovaya angesiedelt werden soll. Die Investoren erhalten von der Regionalregierung langfristig Vorzüge. Zum Beispiel zollfreie Importe und einen Mehrwertsteu-ersatz von 0% bis zum Jahr 2026. In der ersten zehn Jahren werden nur 2% Einkommenssteuer erhoben. Das europäische Büro von McCain Foods regiert aktuell auf Anfragen zu diesem Projekt nicht.

14.07.2020 Ertragsschätzungen 2020 für Lagerkartoffeln noch spekulativ

Trockenheit im Frühjahr, gepaart mit einigen Frostnächten hatte zwar die Erträge von Speise-Frühkartoffeln eingeschränkt, aber die Erträge der Haupternte hat das wohl kaum noch Auswirkungen. Immer mehr Analysten wagen sich an Hochrechnungen zur Kartoffelernte 2020 heran. Ertragsschätzungen sind zwar noch höchst spekulativ, aber die Regenfälle der letzten Wochen lassen erwarten, dass zumindest Durchschnittserträge, die in Holland bei 450 dt/Hektar liegen, erwartet werden können. Diese unterstellt, würde die Ernte 2020 in der „Big-5“-Ländern (B, F, GB,NL,D) 5% größer ausfallen als im Vorjahr, rechnet heute die AMI in Bonn vor. Von einer Rekordernte kann man deshalb aber noch nicht sprechen, heißt es dort. An der Terminbörse gaben die Kurse der Apri-21-Futures auf Veredelungskartoffeln heute erneut nach und beendeten den Handelstag auf dem vorläufig niedrigsten Kursniveau in dieser Laufzeit bei 6,4 €/dt. Vor der Coronakrise Anfang März wurde dieser Terminkontrakt noch mit 15 €/dt gehandelt.

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