Matif: Milling Wheat Nr. 2 März 2020

30.03.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 24.03.20 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (5.659 Kontrakte) auf 17.670 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit wieder überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 16.703 Kontrakte auf 108.549 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 28.202 Kontrakte auf 2.444 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 24. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
30.03.2020 Russland: Weizenpreise stiegen vergangene Woche

Die Exportpreise für russischen Weizen und auch die Inlandspreise stiegen in der vergangenen Woche. Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der aus Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, stieg Ende letzter Woche um 10 USD auf 217 USD pro Tonne frei an Bord (FOB), so SovEcon. Die Gerste lag unverändert bei 177 USD pro Tonne.
IKAR bezifferte Weizen auf 222 USD pro Tonne, ein Plus von 15 USD. Die Preise für die neue Ernte stiegen leicht auf 198 USD pro Tonne.
Das russische Landwirtschaftsministerium hat am Freitag eine Quote von 7 Millionen Tonnen für die russischen Getreideexporte für das zweite Quartal vorgeschlagen. Die Genehmigung der Quote durch die Regierung könnte schnell erfolgen, so SovEcon und fügte hinzu, dass die Grenze angemessen sei und wahrscheinlich nicht erreicht werde.
Russland könnte jedoch später andere Schritte unternehmen, um die Exporte zu verlangsamen, da die Inlandspreise immer noch steigen.
Die Käufer üben mehr Druck auf die Behörden aus und fordern sie auf, den Markt zu regulieren, so SovEcon. Die inländischen Mehlpreise stiegen letzte Woche um 700 Rubel auf 18.875 Rubel pro Tonne. Einige Händler teilten SovEcon letzte Woche mit, dass es für sie schwierig sei, pflanzengesundheitliche Exportzertifikate für Weizen, Erbsen und Ölsaaten zu erhalten.
Russland exportierte seit dem Beginn der Saison 2019/20 und dem 26. März 30,2 Mio. Tonnen Getreide, was einem Rückgang von 17% gegenüber dem Vorjahr entspricht, so SovEcon unter Berufung auf Zolldaten. Davon entfielen 25,9 Mio. Tonnen auf Weizenexporte.
Das Landwirtschaftsministerium teilte letzte Woche mit, es bereite sich darauf vor, Getreide aus staatlichen Lagerbeständen zu verkaufen. Es lagert 1,8 Mio. Tonnen Getreide, hauptsächlich in Sibirien.
Das Wetter blieb in den südlichen Regionen Russlands trocken, mit Ausnahme von etwas Regen in einem Teil der Regionen Stawropol und Rostow, so SovEcon. Die Wolga und die Zentralregionen hatten letzte Woche wieder etwas Regen.
SovEcon fügte hinzu, dass es in den nächsten zwei Wochen relativ trocken sein wird, was gut für die Aussaat von Sommergetreide sei, aber das Risiko für die Ernte 2020 in den südlichen Regionen erhöht.

30.03.2020 Ukraines Getreideexporte sinken jetzt drastisch

Getreideexporte aus der Ukraine sanken in der Woche vom 21.-27 März deutlich. Es wurden noch 774.000 Tonnen ausgeführt, nach 1,264 Mio. Tonnen in der Woche zuvor.
Die Weizenausfuhren sanken von 319.000 Tonnen in der Vorwoche auf 303.000 Tonnen. Beim Mais war der Rückgang noch deutlicher: 871.000 Tonnen in der Woche zuvor und jetzt waren es 412.000 Tonnen.
Das meiste kauften der Iran, Ägypten und die Türkei.
In der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20, die am 30. Juni endet, stiegen die Exporte bereits auf 44,2 Mio. Tonnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es zu diesem Termin 32,7 Mio. Tonnen.

30.03.2020 Algerien legt schon wieder einen Weizentender auf

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat gestern eine internationale Ausschreibung zum Kauf von Weizen aufgelegt.
Man fragt nach Offerten für nominell 50.000 Tonnen, kauft in der Regel aber ein Vielfaches dieser Menge. Die Angebote sollen bis zum 31. März vorgelegt werden und bis zum 1. April gültig sein.
Der Weizen soll dann in der Zeit vom 1.-15. Juni und vom 16.-30 Juni verschifft werden. Wenn das Getreide aus Südamerika kommt, dann wären die Verladezeiten 1.-15 Mai und 16.-31. Mai.
Algerien kauft üblicherweise Weizen in der Europäischen Union, meist aus Frankreich.
Diese Ausschreibung war von Marktbeobachtern erwartet worden, da im letzten Tender vom 25. März nur 240.000 Tonnen erworben wurden.

30.03.2020 Getreidemail

Mögliche Exportbeschränkungen Russlands und der Ukraine für den Rest der Saison ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich stieg der Frontmonat Mai um 5,9%. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse erneut mit Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee und von der sehr starken Exportnachfrage profitieren und schlossen auf den ersten vier Fälligkeiten mit Kursaufschlägen. Russlands Landwirtschaftsministerium schlug der Regierung vor, die Getreideexporte von April bis Juni auf eine Quote von 7 Millionen Tonnen zu begrenzen, um die heimische Versorgung zu schützen. Das Wirtschaftsministerium der Ukraine gab bekannt, dass es die Getreideexporte überwache und bei Bedarf Maßmahmen ergreifen werde. In Frankreich sorgte ein umfangreiches Exportprogramm für den Rest der Saison für Besorgnis über logistische Probleme, weil das Coronavirus die Lieferketten verlangsamt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April unverändert bei 5 Euro über Paris Mai 20.

30.03.2020 Auch Großkunden und Regierungen hamstern Getreide

Heute Morgen steigen die Kurse des CBoT-Weizenfutures, weil Russland erwägt, seine Weizenexporte zu begrenzen, da sich auch dort das Corona-Virus rasch ausbreitet und befürchtet wird, dass es jetzt Angebotsengpässe geben wird.
Russlands Landwirtschaftsminister schlug am Freitag vor, in den kommenden drei Monaten die Weizenausfuhren einzuschränken. Händler fürchten aber, dass es nicht nur bei den drei Monaten bleibt.
Hamsterkäufe von Grundnahrungsmittel haben den Müllern weltweit volle Auftragsbücher besorgt. Auch Großkunden und Regierungen kaufen mehr Getreide als üblich.
Morgen wird das USDA einen Bericht über die Flächennutzung in den USA herausgeben, zusätzlich werden von der Behörde die Vorräte im letzten Quartal veröffentlicht.
Analysten erwarten, einer Reuters-Umfrage zufolge, dass in den USA auf 94,3 Mio. acres Mais angebaut wird (Vj.: 89,7). Und Sojabohnen auf 84,9 Mio. acres (Vj.: 76,1). Letztes Jahr begrenzten schwierige Wetterbedingungen die Feldarbeiten in Nordamerika.

27.03.2020 Ukraine erwägt Exportbeschränkungen für Weizen

Das ukrainische Wirtschaftsministerium hat vorgeschlagen, die Weizenexporte für die Saison Juli 2019 bis Juni 2020 auf 20,2 Millionen Tonnen begrenzen, sagte der Analyst APK-Inform am Freitag.
Die Ukraine hat bereits 17,73 Millionen Tonnen Weizen exportiert, wie die Daten des Ministeriums zeigen.
Am Freitag zuvor hatte das Ministerium angekündigt, dass staatliche Unternehmen 128.000 Tonnen Weizenmehl auf dem lokalen Markt verkaufen würden, um einen Preissprung einzudämmen, der durch die Befürchtungen über die rasche Ausbreitung des Coronavirus verursacht wird.

27.03.2020 Russland beschränkt Getreideexporte

Russland Landwirtschaftsminister hat soeben verkündet, dass sein Land in der laufenden Saison 2019/20 seine Getreideexporte auf 39,7 Mio. Tonnen beschränken will.
Er will damit erreichen, dass der Anfangsbestand an Getreide (Weizen, Mais, Gerste und Roggen) 17,5 Mio. Tonnen ist, um die Versorgung mit Lebensmitteln sicher zu stellen.

Quelle: TASS

Am 05. März hatte Russland bereits 28,1 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt.

27.03.2020 Russland: Landwirtschaftsministerium schlägt Getreideexport-Quote vor

Russlands Landwirtschaftsministerium hat der Regierung vorgeschlagen, eine Exportquote von 7 Millionen Tonnen Getreide für den Zeitraum April-Juni bestimmen.
Diese Maßnahme würde, wenn sie von der Regierung genehmigt wird, die Hauptgetreidearten abdecken, einschließlich Weizen, Roggen, Gerste und Mais. Die Quote würde dazu beitragen, die Stabilität auf dem heimischen Lebensmittelmarkt zu gewährleisten, so das Ministerium in seiner Erklärung.

27.03.2020 Frankreich: Große Fortschritte bei der Sommergerstenaussaat

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche stabilisiert. Per 23. März erhielten 63% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“, unverändert zur Vorwoche. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem heute veröffentlichten Wochenbericht. Die Sommergerstenaussaat ist sehr stark fortgeschritten. 72% der dafür geplanten Flächen waren per 23. März bestellt. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt noch bei 40%. Bei der Wintergerste stieg der Anteil der Bestände in Top-Verfassung von 62% auf 63%.

27.03.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten deutliche Verluste hinnehmen. Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Aufschlägen vom Vortag belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 1,1 Mio. Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 950.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen deutlich schwächer. Der gestiegene Wechselkurs des Euro belastete den Markt zusätzlich. Das International Grains Council hob seine Prognose der globalen Getreideproduktion 2020/21 im Vergleich zum Vorjahr um 2% auf 2,22 Mrd. Tonnen an. Die Maisproduktion steigt demnach von 1,12 Mrd. Tonnen auf 1,16 Mrd. Tonnen, während die Weizenproduktion von 763 Mio. Tonnen auf 768 Mio. Tonnen steigen könnte. Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet mit einer Stabilisierung der heimischen Getreidepreise in naher Zukunft und erwartet keine mangelhafte Mehlversorgung in Russland. Der jüngste starke Wertverlust der polnischen Währung Zloty macht polnischen Weizen für Mühlen in Ostdeutschland attraktiv.

26.03.2020 IGC erhöht Prognose für weltweite Getreideproduktion

Das IGC (International Grains Council) hat seine Prognose der globalen Getreideproduktion 2020/21 im Vergleich zum Vorjahr um 2% auf 2,22 Mrd. Tonnen angehoben.
Die Maisproduktion steigt demnach von 1,12 Mrd. Tonnen auf 1,16 Mrd. Tonnen, während die Weizenproduktion von 763 Mio. Tonnen auf 768 Mio. Tonnen steigen könnte.

26.03.2020 Ukraine: Weizenpreise steigen

Ein Anstieg der Nachfrage von Importeuren aus Angst vor einem Mangel an Weizen aufgrund möglicher Beschränkungen durch einige Lieferanten hat zu einem Anstieg der Exportpreise für Mahlweizen in der Ukraine geführt, teilte das Beratungsunternehmen APK-Inform am Donnerstag mit.
Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus hat einige Nationen dazu veranlasst, Beschränkungen aufzuerlegen. Das benachbarte Russland erwägt, den Verkauf von Sonnenblumensamen zu begrenzen.
"Der Preisanstieg wird auch durch die Notwendigkeit begünstigt, dass Händler Exportverträge vor dem Hintergrund der Einschränkung der Verkäufe durch Landwirte und einer ähnlichen Preisdynamik auf dem russischen Markt erfüllen müssen", heißt es in einem Bericht des Beratungsunternehmens.
Mahlweizen aus der Ukraine mit 12,5% Eiweiß ist seit Anfang dieser Woche um 7 USD pro Tonne gestiegen und hat einen Preis von 207 bis 211 USD pro Tonne FOB Black Sea erreicht.
Weizen mit 11,5% Eiweiß wird mit 205 bis 209 US-Dollar pro Tonne gehandelt.
Die Ukraine, ein bedeutender globaler Weizenexporteur, hat in der Saison 2019/20 bislang 17,5 Mio. Tonnen des Rohstoffs exportiert, 4,4 Mio. mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Saison 2018/19, wie Daten des Wirtschaftsministeriums zeigen.
Die Ukraine plant, in der Saison 2019/20 (Juli-Juni) 20 Mio. Tonnen Weizen zu exportieren, gegenüber 15,6 Mio. Tonnen in der Saison 2018/19.

26.03.2020 Getreidemail

Ein Mix aus technischen Käufen und der gestiegenen weltweiten Nachfrage nach Mehlprodukten ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 350.000 - 950.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Algerien kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 240.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Das relativ geringe Volumen könnte eine Folge der Coronavirus-Epidemie sein, insbesondere logistische Schwierigkeiten in Frankreich, Algeriens wichtigstem Weizenlieferanten. Berichte über mögliche Exportbeschränkungen für Lebensmittel in einigen Ländern, einschließlich Russland, machten den Markt ebenfalls nervös. Iraks Handelsminister teilte mit, dass sein Land 1 Mio. Tonnen Weizen und 250.000 Tonnen Reis für das staatliche Lebensmittel-Hilfsprogramm sowie zur Aufstockung staatlicher Reserven benötigt. Man müsse sich auf einen steigenden Bedarf während der Corona-Krise vorbereiten.

26.03.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 10.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen

26.03.2020 Gewinnmitnahmen drücken CBoT-Weizenkurse

Nach dem Erreichen eines Zwei-Monats-Hochs, das die CBoT-Weizenfutures gestern handelten, geben sie heute Morgen einen Teil ihrer spektakulären Gewinne wieder ab. Beobachter bewerten das als Gewinnmitnahme. Weltweit steigt während der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Weizen.
Die Weizenkurse in Chicago haben in dieser Woche bereits um 6% zugelegt, weil die Menschen in der aktuellen und beispiellosen Krise Grundnahrungsmittel hamstern. Sie sind fast überall dazu verpflichtet, zu Hause zu bleiben. Zudem gibt es Befürchtungen, dass das Getreideangebot aus dem Schwarzmeerraum und anderen Überschussregionen knapp wird; das unterstützte die Rally ebenfalls.

25.03.2020 Irak braucht in der Corona-Krise mehr Weizen

Iraks Handelsminister teilte heute dem Kabinett in Bagdad mit, dass sein Land 1 Mio. Tonnen Weizen und 250.000 Tonnen Reis für das staatliche Lebensmitte-Hilfsprogramm sowie zur Aufstockung staatlicher Reserven benötigt. Man müsse sich auf einen steigenden Bedarf während der Corona-Krise vorbereiten.
Dafür beantragte er die nötigen finanziellen Mittel.
Im letzten Herbst lag die Planung für Importe noch bei 750.000 Tonnen Weizen. Die Vorräte im Land würden dann bis Mitte Juni reichen.
Das Land im Mittleren Osten hat einen Importbedarf von 4,5 bis 5 Mio. Tonnen Weizen im Jahr. Die Importe kommen üblicherweise aus Australien, Kanada und den USA.

25.03.2020 Algerien kauft 240.000 Tonnen Mahlweizen

Algerien staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 240.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft, melden europäische Händler am heutigen Mittwoch.
Nach ersten Einschätzungen lagen die gezahlten Preise bei 242,50 bis 243 US-Dollar pro Tonne Kosten und Fracht (c & f).
Das relativ geringe Volumen könnte eine Folge der Coronavirus-Epidemie sein, insbesondere logistische Schwierigkeiten in Frankreich, Algeriens wichtigstem Weizenlieferanten, sagten die Händler.
Algerien gibt die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht bekannt und Berichte basieren auf Handelsschätzungen.
Die Weizenpreise sind in der vergangenen Woche gestiegen, da die durch die Coronavirus-Krise ausgelöste Panikkaufe von Grundnahrungsmitteln die Nachfrage in einer Zeit steigerte, in der die europäischen Weizenexporte sich lebhaft entwickelten.
"Die Euronext-Preise sind seit Mitte März stark gestiegen, und dies hat den letzten Kauf viel teurer gemacht als den letzten, was meiner Meinung nach der Hauptgrund für den diesmal relativ geringen Kauf durch Algerien ist", sagte ein Händler.
Logistische Bedenken in Frankreich, das in dieser Saison voraussichtlich ein nahezu rekordverdächtiges Weizenvolumen außerhalb der Europäischen Union liefern wird, könnten auch dazu geführt haben, dass Handelsunternehmen nicht bereit waren, im Rahmen der Ausschreibung am Dienstag große Mengen anzubieten, fügten Händler hinzu.
Shutdown-Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Frankreich haben die Transportschwierigkeiten für Getreidefirmen erhöht. Trotzdem wird erwartet, dass französischer Weizen ausgewählt wird, um den letzten Kauf in Algerien zu erfüllen, sagten Händler.
In der Ausschreibung wurde der Versand aus den Hauptversorgungsländern in zwei Zeiträumen - vom 1. bis 15. Juni und vom 16. bis 30. Juni - gefordert. Bei Versand aus Südamerika erfolgt der Versand zwischen dem 1. und 15. Mai sowie zwischen dem 16. und 31. Mai.
In ihrer letzten Ausschreibung am 12. März kaufte die OAIC rund 680.000 Tonnen Mahlweizen für 226 bis 227 US-Dollar pro Tonne c & f.

25.03.2020 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den Kursgewinnen am Montag ließen die Weizenfutures gestern in Chicago uneinheitlich schließen. Der wöchentiche Getreidezustandsbericht des US-Landwirtschaftsministeriums zeigt eine moderate Verbesserung des Zustands der US-Winterweizenbestände. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro belastete zudem den europäischen Weizenmarkt. Nachtfrost in den nördlichen und zentralen Regionen der Ukraine könnte zu Schäden an den Wintergetreidebeständen in den schneefreien Gebieten führen, meldete APK-Inform. Mühlen in Deutschland sehen in dieser Woche noch keine größere Nachfrage, so ein Händler. Nachdem die Nachfrage nach Brot und Nudeln kurzfristig stark gestiegen ist, beobachten Marktteilnehmer nun, wie sich die weitere Nachfrage entwickelt. Durch die Schließung von Restaurants und Hotels ist die Mehlnachfrage aus diesen Sektoren auf praktisch Null gesunken, was die höhere Nachfrage der privaten Haushalte ausgleicht. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April unverändert bei 6,50 Euro über Paris Mai 20.

24.03.2020 Ukraine: Frost könnte Getreidebestände schädigen

Nachtfrost in den nördlichen und zentralen Regionen der Ukraine könnte zu Schäden an den Wintergetreidebeständen in den schneefreien Gebieten führen, meldet der Analyst APK-Inform am Dienstag. Die Nachttemperatur fiel am Montag und Dienstag auf etwa 5 Grad Celsius unter Null und Wettervorhersagen sagen mindestens eine weitere frostige Nacht voraus. Die Ukraine, die bereits mit der Sommergetreideaussaat 2020 begonnen hat, hat Wintergetreide auf einer Fläche von 7,6 Mio. Hektar ausgesät. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Winterweizen, 0,6% weniger, als ein Jahr zuvor. Winterweizen dominiert die Weizenernte in der Ukraine und macht mehr als 95 Prozent der Weizenproduktion des Landes aus. Der stellvertretende Landwirtschaftsminister teilte Reuters in diesem Monat mit, dass die Getreideernte in der Ukraine in diesem Jahr von 75 Mio. Tonnen (2019) auf rund 65 Mio. Tonnen sinken könnte, da die Aussaatfläche geringer ist. Die Weizenernte 2020 könnte von 28 Mio. Tonnen (2019) auf rund 23 Mio. Tonnen fallen.

24.03.2020 Taiwan sucht 99.450 Tonnen Mahlweizen

The Taiwan Flour Millers' Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 99.450 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 27. März.

24.03.2020 Thailand kauft 120.000 Tonnen Futterweizen

Zwei Importeure aus Thailand kauften gemeinsam rund 120.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft, melden europäische Händler. 60.000 Tonnen wurden zum Preis von etwa $210,50/Tonne c&f zur Lieferung im August gekauft. Weitere 60.000 Tonnen wurden zum geschätzten Preis von $214,90/Tonne c&f zur Lieferung im September gekauft. Über die Herkunft des Weizens wurden keine weiteren Angaben gemacht.

24.03.2020 Getreidemail

Kräftige Kursgewinne konnten gestern die Weizenfutures in Chicago verzeichnen. Die internationale Nachfrage sowie die gestiegene Inlandsnachfrage der Mühlen gaben dem Markt Auftrieb. Mit nur 349.369 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections jedoch hinter den Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen deutlich zulegen. Der Frontmonat Mai erreichte im Handelsverlauf aufgrund der guten Export-Nachfrage und derzeit schwierigen Logistik ein Zwei-Monats-Hoch. Exporteure erwarten eine gute Nachfrage aus Nordafrika. Marokko plant, den Zoll auf Weizenimporte um weitere 45 Tage auszusetzen. Die Exportpreise für russischen Weizen stabilisierten sich in der vergangenen Woche erstmals nach sieben aufeinander folgenden Wochen mit fallenden Preisen, meldet SovEcon. Der fallende Wechselkurs des Rubels gab den Weizenexporten Auftrieb. Unterdessen stiegen die Inlandspreise und es ist die Rede von möglichen Exportbeschränkungen. Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der an Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, blieb Ende letzter Woche unverändert bei 207 USD pro Tonne FOB, so SovEcon.

24.03.2020 CBoT-Weizenkurse geben einen Teil ihrer gestrigen Gewinne wieder ab

Heute Morgen geben die Kurse des CBoT-Weizenfutures 1% nach. Damit geben die Kontrakte einen kleinen Teil ihrer Gewinne der letzten Woche wieder ab. Der starke Anstieg der weltweiten Weizennachfrage aufgrund der Corona-Pandemie verhindert einen stärkeren Kursverfall.
Die großen Agrarrohstoffe verzeichneten in den letzten Tagen eine sehr gute Nachfrage, einige Analysten sprechen von Panikkäufen. Die Welt ist zwar mit Weizen gut versorgt, es gibt aber logistische Hindernisse.
Die Weizenkurse am CBoT legten gestern eine Rally hin nachdem US-Müller viel mehr Weizen kauften als sonst üblich, da auch die Verbraucher in den USA ihre privaten Lagervorräte aufstockten. Auch die weltweite Nachfrage nach US-Weizen stieg signifikant an. So kaufte China letzte Woche 340.000 Tonnen US-Weizen. Das war der erste Weizenkauf aus den USA von China seit Ende 2017.
Russland setzte den Export von Buchweizen, Reis und Hafer seit dem 20. März für 10 Tage aus.
Die Corona-Krise behindert auch die Agrarexporte aus Südamerika.

23.03.2020 US-Export-Inspections: Weizenverladungen geringer, als erwartet

23.03.2020 Ukraine: Getreideexporte rauf um 21,8% auf 44,2 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine sind in der laufenden Saison 2019/20 (1. Juli bis 30. Juni) um rund 21,8% auf 44,2 Mio. Tonnen gestiegen, teilte das Ministerium für Entwicklung von Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft heute mit.
Die Weizenexporte stiegen auf 17,4 Mio. Tonnen. Darüber hinaus exportierte die Ukraine etwa 22 Mio. Tonnen Mais und 4,2 Mio. Tonnen Gerste.
Das Land erntete 2019 die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide, gegenüber 70 Mio. Tonnen im Jahr 2018.
Der stellvertretende Minister Taras Vysotskiy sagte im März, die Ukraine könne 52 bis 55 Mio. Tonnen Getreide in dieser Saison exportieren, darunter 19 bis 20 Mio. Tonnen Weizen.
Für 2020/21 sagte er, die Ukraine könne 65-70 Mio. Tonnen Getreide ernten und rund 40 Mio. Tonnen exportieren.

23.03.2020 Droht der Welt eine Versorgungskrise mit Getreide und Ölsaaten?

Mit mehr als 270.000 infizierten Personen und 11.000 Toten lähmt die Corona-Pandemie die Weltwirtschaft. Es werden Vergleiche dem zweiten Weltkrieg gezogen oder der Spanischen Grippe im Jahr 19918.
Der Chef-Ökonom der FAO Abdolreza Abbassian stellt in einem Interview mit Reuters fest, dass große Importeure und Müller und sogar Regierungen mit ihrem Einkaufverhalten eine Panik stützen. Es gibt zwar keinen Angebotsengpass beim Getreide und bei den Ölsaaten aber das veränderte Einkaufverhalten von Konsumenten und Regierungen könnte die Versorgungssicherheit von Lebensmitteln in Frage stellen.
Im FAO-Headquarter in Rom stellt man sich die Frage, was wäre, wenn die großen Käufergruppen glauben, dass sie im Mai oder Juni nicht genügend Weizen oder Reis bekommen. Das könnte zu einer Versorgungskrise führen.
Am Terminmarkt in Chicago stiegen die Weizenkurse in der letzten Woche um 6%; es war der größte Wochengewinn seit neun Monaten. Heute kommen weitere 3% hinzu. Die Reispreise in Thailand, dem zweitgrößten Reisimporteur der Welt, sind derzeit so hoch wie seit 13 Jahren nicht.
Französische Getreidehändler haben große Not, genügend Frachtraum für ihr Getreide zu bekommen, das sie exportieren wollen oder zu den Verbrauchern im Inland zu transportieren.

23.03.2020 Russland: Weizenexportpreise stabil

Die Exportpreise für russischen Weizen stabilisierten sich in der vergangenen Woche erstmals nach sieben aufeinander folgende Wochen mit fallenden Preisen, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Der fallende Wechselkurs des Rubels gab den Weizenexporten Auftrieb. Unterdessen stiegen die Inlandspreise und es ist die Rede von möglichen Exportbeschränkungen.
Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der an Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, blieb Ende letzter Woche unverändert bei 207 USD pro Tonne FOB, so SovEcon. Gerste fiel um 4 USD bei 177 USD pro Tonne.
Die Getreideexporte aus Russland, dem weltweit größten Weizenexporteur, sind in den letzten zwei Wochen gestiegen, da der Rubel angesichts der Ausbreitung des Coronavirus und der schwachen Ölpreise gegenüber dem Dollar stark gefallen war.
Die russische Regierung hat das Landwirtschaftsministerium und andere Beamte gebeten, Vorschläge auszuarbeiten, ob der Export von Lebensmitteln, essentiellen Produkten oder Medikamenten begrenzt werden sollte. Die Vorschläge sollten bis zum 25. März fertig sein und dann wöchentlich aktualisiert werden.
Es war nicht klar, was das Landwirtschaftsministerium vorschlagen würde. Letzte Woche gab es in Russland genügend Vorräte an landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln, einschließlich Getreide, und es wurde kein Defizit erwartet, bevor die neue Ernte im Sommer eintrifft.
„Es gibt immer noch viele Spekulationen und Gerüchte über mögliche Einschränkungen, insbesondere nachdem der Rubel geschwächt wurde“, so SovEcon letzte vergangene Woche.
„Zu diesem Zeitpunkt haben wir noch keine Pläne zur Begrenzung der Exporte gehört. In naher Zukunft könnten wir einige verbale Maßnahmen ergreifen, um den Markt abzukühlen oder die Exporte zu verlangsamen", hieß es weiter.
Das Risiko von Beschränkungen stieg jedoch aus Sicht von SovEcon an, nachdem die inländischen Rubelpreise in der vergangenen Woche stark gestiegen waren, und einige Landwirte zuvor vereinbarte Angebote ablehnten und den Verkäufern Vorauszahlungen zurückerstatteten.
"Im Gegensatz zu früheren Fällen sind viele Getreidebesitzer jedoch bereit, zu relativ vernünftigen Preisen zu verkaufen", so SovEcon, da sie Mittel benötigen, um das Getreide für die Sommeraussaat bezahlen zu können und die Läger zu räumen, bevor die neue Ernte im Sommer eintrifft .

23.03.2020 MARS erwartet für die EU kleinere Weizen- und Gersten-Erträge in 2020

Der EU-Monitoring-Service MARS hat heute seine erste Ertragsschätzung für Getreide in diesem Jahr veröffentlicht.
Danach würden die Winterweizenerträge auf 5,88 Tonnen per Hektar kommen, was 2,1% weniger als im Vorjahr sein würden. Die Wintergerstenerträge kämen auf 4,85 Tonnen/Hektar (-2,8%) und die Rapserträge würden um 6,8% höher ausfallen und kämen auf 3,18 Tonnen/Hektar.

23.03.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 17.03.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (16.682 Kontrakte) auf 5.659 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit erstmals seit Ende November 19 wieder überwiegend bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 31.476 Kontrakte auf 91.846 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 4.172 Kontrakte auf 30.646 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 17. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
23.03.2020 Getreidemail

Die gestiegene Nachfrage nach US-Weizen sorgte am Freitag bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge. Im Wochenvergleich stieg der Frontmonat Mai um 6,7%. Chinesische Importeure kauften 340.000 Tonnen HRW-Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21. Institutionelle Anleger kauften 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen erneut fester.
An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee, vom schwachen Euro und der gestiegenen Nachfrage aufgrund der Coronavirus-Pandemie und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Kursgewinnen. SovEcon erwartet einen Anstieg der russischen Getreideernte 2020 um 8,6 Mio. Tonnen auf 129,8 Mio. Tonnen. Die Weizenernte könnte um 9,9 Mio. Tonnen auf 84,4 Mio. Tonnen steigen. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände war in der Woche bis zum 16. März laut FranceAgriMer stabil. 63% der Pflanzen wurden als gut oder ausgezeichnet bewertet (Vorjahreswert: 85%). Der Zustand war so schwach wie zuletzt vor vier Jahren. Deutsche Mühlen sind derzeit aufgrund des großen Bedarfs von Brot, Mehl und Nudeln voll ausgelastet. Sie sind jedoch besorgt, dass die enorme Nachfrage in den nächsten vier bis sechs Wochen plötzlich sinken könnte, wenn sich die Verbraucher an den Ausnahmezustand gewöhnen und die gekauften Vorräte verbrauchen.

23.03.2020 Weltweite Hamsterkäufe – Weizenangebot nur noch knapp ausreichend

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen auf ein Vier-Wochen-Hoch da China wieder kauft und die weltweite Weizen-Nachfrage gestiegen ist. Es ist bereits der fünfte Handelstag in Folge an dem die Kurse der CBoT-Agrarrohstoffe steigen.
Verbraucher horten lagerbare Lebensmittel, wozu auch Mehl und Nudeln gehören, das macht sich inzwischen an den Märkten auf der ganzen Welt bemerkbar. Das weltweite Weizenangebot ist für die gestiegene Nachfrage jetzt nur noch knapp ausreichend, so die Einschätzung der Australischen Commonwealth Bank.
Panische Lebensmittelkäufe wegen der Corona-Pandemie suggerieren eine Knappheit obwohl es dafür keine Begründung gibt. Schließlich melden laut den FAO-Ökonomen alle großen Getreide- und Ölsaaten-exportierenden Länder hohen Lagerbestände.
Nach dem Abschluss des ersten Teils eines Handelsabkommens im Januar zwischen China und den USA hat China jetzt damit begonnen, größere Mengen US-Agrargüter zu kaufen. Am Freitag meldete das USDA den Verkauf von 756.000 US-Mais zur Lieferung in der laufenden Vermarktungssaison sowie 340.000 Tonnen Hard-Red-Winter-Weizen zur Lieferung in der Saison 2020/21. Außerdem gab es Abschlüsse mit „unbekannten Käufern“ (i.d.R. sind es Chinesen), die 110.000 Tonnen US-Sojabohnen kauften.
Da sich das Virus auch in Südamerika ausbreitet, wird befürchtet, dass die Sojaschrot-Verschiffungen von dort ins Stocken geraten.

20.03.2020 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von:

756.000 Tonnen Mais zur Lieferung an einen Unbekannten Empfänger im Vermarktungsjahr 2019/20
110.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung an einen Unbekannten Empfänger im Vermarktungsjahr 2019/20
340.000 Tonnen HRW-Weizen zur Lieferung an China im Vermarktungsjahr 2020/21
20.03.2020 SovEcon erwartet Anstieg der Getreideernte 2020

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon erwartet einen Anstieg der russischen Getreideernte 2020 um 8,6 Mio. Tonnen zum Vorjahr auf 129,8 Mio. Tonnen. Die Weizenernte könnte demnach um 9,9 Mio. Tonnen auf 84,4 Mio. Tonnen steigen. 

20.03.2020 China importiert erstmals seit 2017 US-HRW-Weizen

US-Exporteure haben diese Woche mindestens zwei Ladungen HRW-Weizen und zwei Ladungen Sojabohnen bzw. mindestens jeweils 120.000 Tonnen an chinesische Importeure verkauft, meldeten gestern zwei Handelsquellen mit Kenntnis der Geschäfte.
Die Weizengeschäfte, die Anfang dieser Woche abgeschlossen wurden und für den Versand von der Golfküste von Texas geplant sind, waren nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums Chinas die ersten US-HRW-Weizenkäufe seit Ende 2017.
Der Sojabohnenkauf, der am Donnerstag getätigt wurde, soll voraussichtlich vor Ende April von der US-Pazifik-Nordwestküste verschickt werden.
China hat sehr wenig US-Getreide gekauft, seit die Coronavirus-Epidemie das Land Anfang dieses Jahres heimgesucht hat, obwohl es mit den Vereinigten Staaten ein Phase-1-Handelsabkommen unterzeichnet hat, das die Zusage enthält, die US-Agrarkäufe anzukurbeln.

20.03.2020 Frankreich: Sommergerstenaussaat kommt nur langsam voran

Frankreichs Landwirte haben letzte Woche trotz des einsetzenden trockeneren Wetters erneut nur geringe Fortschritte bei der Aussaat von Sommergerste erzielt. Dies zeigten Daten von FranceAgriMer. Per 16. April wurde Sommergerste auf 40% der dafür geplanten Flächen ausgesät. Das ist ein Fortschritt um 6% zur Vorwoche. Vor zwei Wochen lag der Aussaatfortschritt gerade einmal bei 2%. Im vergangenen Jahr war die Sommergerste zum selben Zeitpunkt bereits auf 97% der dafür geplanten Flächen ausgesät. Ein nasses Ende des Winters, in dem Teile Nordfrankreichs im Februar Rekordniederschläge verzeichneten, überschwemmte einige Felder, die nach dem strömenden Herbstregen noch viel zu nass waren. Einige Landwirte erwägen, auf später gesäte Frühlingsfrüchte wie Sonnenblumen und Mais umzusteigen.
Der Zustand von Weichweizen war in der Woche bis zum 16. März stabil. 63% der Pflanzen wurden als gut oder ausgezeichnet bewertet, so FranceAgriMer. Die Bewertung lag deutlich unter dem Wert von 85% in derselben Woche des letzten Jahres und auf dem niedrigsten Wert seit mindestens vier Jahren. Bei der Wintergerste sank der der Anteil der Bestände in Top-Verfassung von 63% in der Woche zuvor auf 62% gegenüber 81% zur gleichen Zeit im Vorjahr.

20.03.2020 Getreidemail

Die Erwartung einer weltweit größeren Nachfrage nach Nudelprodukten und Mehl aufgrund der Coronavirus-Pandemi sowie technische Käufe und positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für kräftige Kursgewinne. China kaufte gestern Händlern zufolge mindestens 120.000 Tonnen HRW-Weizen in den Vereinigten Staaten. Das war der erste Weizenkauf Chinas in den USA seit Ende 2017. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 482.000 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 14.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT uneinheitlich. Im Zuge der positiven Vorgaben aus Übersee sowie des erneut kräftig gefallenen Wechselkurs des Euro, der die Wettbewebsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert, konnten sich auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris behaupten und schlossen auf allen Terminen mit kräftigen Aufschlägen. Grenzkontrollen mit langen Wartezeiten und Störungen in der Logistik, die Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen europäischen Ländern und der Ansturm auf bestimmte Lebensmittel sorgen derzeit für eine große Verunsicherung vieler Verbraucher.

20.03.2020 CBoT-Weizenfutures mit größtem Wochengewinn seit 9 Monaten

Seit vier Handelstagen steigen die Kurse des CBoT-Weizenfutures. Der Wochengewinn war seit neun Monaten nicht so groß wie jetzt. Händler hoffen darauf, dass der Weizenkonsum in der Corona-Epidemie steigt.
Haltbare Lebensmittel werden jetzt gehortet, weil viele Menschen Versorgungsengpässe befürchten. Eine bessere Bevorratung der privaten Haushalte ist in dieser Krise zwar nachvollziehbar, aber wenn die Versorgungslage gut bleibt, dann dürfte die Nachfrage wieder sinken.
In Asien stagnieren die Aktienkurse nachdem gestern bereits die Wall Street erneut höhere Aktienkurse zeigte. Die Flucht vieler Anleger in den US-Dollar zeigt aber, dass die Krise längst nicht überwunden ist.
Grenzkontrollen einiger EU-Staaten unterbrechen in Europa den freien Warenverkehr. Das USDA meldete gestern den Verkauf von 482.000 Tonnen Weizen in der Woche zum 12. März. Müller in Süd-Korea kauften 136.000 Mahlweizen aus den USA.
Rohstofffonds investierten gestern in Futures aller drei großen Agrarprodukte Weizen, Mais und Sojabohnen.

19.03.2020 Euronext: Weizenfutures steigt auf 3-Wochen-Hoch

Der Mai-Future des Euronext Weizenkontraktes steigt zu Handelsbeginn aufgrund der festen Vorgaben aus Chicago und der guten Nachfrage auf ein 3-Wochenhoch von 186,75 Euro.

19.03.2020 Getreidemail

Ein deutlicher Kursanstieg beim Kansas-City-Weizen sorgte gestern bei den Weizenfutures in Chicago für kräftige Gewinne. Die globalen Weizenvorräte sind zwar reichlich, Händler stellten jedoch fest, dass die Angebote für proteinreichen Weizen knapp sind. Einheimische Mühlen suchen Weizen als Reaktion auf geräumte Brot- und Nudelregale in Folge der Corona-Krise. Verbraucher sind gezwungen, wieder mehr zu Hause zu essen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 250.000 - 700.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen fester. Am kräftigsten legte dabei der alterntige Maitermin zu. Unterstützung erhielten die Kurse zudem vom schwachen Euro der die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen auf dem Weltmarkt erhöht. Die Rohölpreise stürzten gestern abermals an den Börsen ab und handelten auf einem 18-Jahres-Tief. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April unverändert bei 7 Euro über Paris Mai 20.

18.03.2020 Algerien kauft 400.000 Tonnen Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte europäischen Händlern zufolge heute über 400.000 Tonnen Durum-Weizen. Erste Schätzungen zufolge liegt der dafür gezahlte Preis auf Basis c & f zwischen 333 und 335 USD pro Tonne. Gesucht wurde Durum-Weizen optionaler Herkunft, es wird aber erwartet, dass die Kaufquellen Mexiko, Kanada und möglicherweise die Vereinigten Staaten sind. Die Lieferung soll im Zeitraum 1. bis 15. April und 16. bis 30. April erfolgen.
Algerien gibt die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht bekannt und Berichte basieren auf Schätzungen von Marktkennern.

18.03.2020 Institutionelle Anleger senkten Weizen Netto-Long-Bestand erneut kräftig

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) senkten ihren Netto-Long-Bestand beim Matif Weizen erneut kräftig. Der Bestand von 40.922 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 13. März auf 17.704 Netto-Long-Positionen gekürzt. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 13. März von 51.522 Kontrakten auf 29.864 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 69,6% während Non Commercial Participants 22,1% am Open Interest repräsentieren.
91,7% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 94%).

18.03.2020 Preisanstieg beim Euronext Mai-Future
Der Mai-Kontrakt des Euronext Weizenfuture steigt im Handelsverlauf um über 2% getrieben durch Vorsorgekäufe.
18.03.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago verzeichneten gestern Kursgewinne auf den vorderen Fälligkeiten. Kaufaktivitäten von Schnäppchenjägern unterstützten den Kursanstieg, nachdem die Weizenfutures am Montag auf ein 5-Monats-Tief abstürzten. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den verbesserten Vorgaben aus Übersee, dem schwachen Euro-Wechselkurs und der leichten Erholung an den Finanzmärkten profitieren und legten auf allen Terminen deutlich zu. Für Weizen besteht in Deutschland weiterhin eine gute Exportnachfrage im laufenden Monat März. Wie sich die Nachfrage angesichts der Corona-Kriese in den Monaten April bis Juni entwickelt, ist jedoch schwer vorherzusagen. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Prämien für Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April auf 7 Euro über Paris Mai 20. Die Rapsfutures, die am Montag unter dem Druck der fallenden Ölpreise die Hauptlast der Verluste bei den Agrarcommodities an der Euronext trugen, erholten sich gestern ebenfalls.

17.03.2020 Tunesien kauft mindestens 67.000 Tonnen Durum-Weizen

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat heute im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens mindestens 67.000 Tonnen Durum-Weizen gekauft, melden heute europäische Händler. Die endgültige Bestätigung der gekauften Tonnage wird noch erwartet. Es wird angenommen, dass der niedrigste Preis etwa 326,00 USD pro Tonne c & f beträgt. Tunesien kaufte am Dienstag zudem im Rahmen einer Ausschreibung rund 25.000 Tonnen Weichweizen.

17.03.2020 Rückläufige Weizenratings in Kansas

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern in seinem wöchentlichen Report über den Zustand der Getreidebestände informiert.
Demnach befinden sich 46% der Winterweizenbestände im Bundesstaat Kansas in „guter bis exzellenter“ Verfassung. Das ist ein Rückgang um 1% zur Vorwoche. Der Feuchtigkeitsüberschuss in den oberen Bodenschichten liegt bei 18% gegenüber 7% in der Vorwoche.
Für Texas, der Bundesstaat mit der zweitgrößten Winterweizenanbaufläche, bewertete das USDA 36% der Ernte als „gut bis ausgezeichnet“, gegenüber 26% in der Vorwoche.
Im Bundesstaat Texas ist die Maisaussaat auf 29% der dafür geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 28%). Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 16%.
Für Oklahoma bewertete das USDA 67% der Winterweizenbestände in „guter bis ausgezeichneter Verfassung“, gegenüber 58% in der Woche zuvor.
Für Colorado bewertete das USDA 46% des Winterweizens als „gut bis ausgezeichnet“, ein Rückgang von 59% im vorherigen Bericht, der Ende Februar veröffentlicht wurde.

17.03.2020 Getreidemail

In Chicago schlossen die Weizenfutures gestern auf einem 5 Monats-Tief. Kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex, fallende Rohölnotierungen und abstürzende Finanzmärkte in Folge der Coronavirus-Pandemie belasteten gestern den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 449.653 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit moderaten Verlusten.
Bei etwas schwächerem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures gestern den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Händler befürchten zunehmend eine Rezession. Die EU-Weichweizenexporte 2019/20 erreichten per 10. März ein Volumen von 22,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 72% im Vergleich zu den Exporten per 10. März 2019. Russlands Weizenexporte aus Häfen stiegen gegenüber der Vorwoche um 30% auf 725.000 Tonnen, meldet SovEcon. Für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April in Hamburg fordern Verkäufer eine Prämie von 6 €/to über dem Matif Mai-Future. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer schrieb gestern einen internationalen Tender zum Kauf von 67.000 Tonnen Durum-Weizen und 25.000 Tonnen Weichweizen aus.

16.03.2020 EU-Weizenexporte 72% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte 2019/20 erreichten per 10. März ein Volumen von 22,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 72% im Vergleich zu den Exporten per 10. März 2019. Die Gerstenexporte erreichten ein Volumen von 5,15 Mio. Tonnen (+62%), während die Maisimporte um 14% auf 14,83 Mio. Tonnen sanken.

16.03.2020 Tunesien sucht Weizen

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 67.000 Tonnen Durum-Weizen und 25.000 Tonnen Weichweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 17. März. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Apirl.

16.03.2020 Russlands Weizenexporte stiegen letzte Woche um 30%

Die Getreideexporte aus Russland, dem gegenwärtig weltweit größten Getreideexporteur, stiegen in der vergangenen Woche stark an aufgrund des schwachen Wechselkurses des Rubels, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon.
Die russischen Weizenexportpreise in Dollar fielen stark und zum siebten Mal in Folge in der vergangenen Woche, nachdem ein Einbruch der globalen Ölpreise und Bedenken hinsichtlich der Ausbreitung des Coronavirus den Rubel gegenüber dem Dollar auf ein Vierjahrestief gedrückt hatten.
Russlands Weizenexporte aus Häfen stiegen gegenüber der Vorwoche um 30% auf 725.000 Tonnen, so SovEcon. Die Schätzung für die russischen Getreideexporte im März hob das Unternehmen von 2,1 Mio. Tonnen auf 3,4 Mio. Tonnen an.
Welche Destinationen mehr Weizen aus Russland kauften, war zunächst unklar. Die Türkei, Ägypten und Bangladesch sind traditionell die größten Abnehmer von russischem Weizen.
Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der aus Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, fiel Ende letzter Woche um 6 USD auf 207 USD pro Tonne FOB, so SovEcon. Gerste lag konstant bei 181 USD pro Tonne.
IKAR, ein weiteres Beratungsunternehmen in Moskau, nannte für Weizen ebenfalls einen Preis von 207 USD pro Tonne, was einem Rückgang von 5 USD entspricht.
Russland sieht keine Notwendigkeit, einen Getreideexportzoll (derzeit bei Null) auszulösen, so das Landwirtschaftsministerium letzte Woche.
"Wir erwarten vom Landwirtschaftsministerium zumindest kurzfristig keine ernsthaften Maßnahmen, aber wir nehmen mehr verbale Interventionen wahr, die darauf abzielen, den Markt abzukühlen oder die Exporte zu verlangsamen", sagte SovEcon.
Die Rubelpreise auf dem heimischen Weizenmarkt stiegen laut SovEcon stark an, und das Angebot war begrenzt, da die Landwirte sich beim Verkauf zurückhielten.
Wintergetreide ist in Russland in guter Verfassung. Nur 2-4% der Bestände sind in einem schlechten Zustand, verglichen mit 5% im Jahr 2019, so SovEcon unter Berufung auf Daten des staatlichen Wetterdienstes. Trockenes Wetter in Teilen Russlands bedeutet jedoch, dass Regen benötigt wird.

16.03.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 10.03.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (15.404 Kontrakte) auf 16.682 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 24.569 Kontrakte auf 60.370 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 9.294 Kontrakte auf 26.474 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 10. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
16.03.2020 DRV: Deutsche Weizenernte 2020 schwächer

Die deutsche Weizenernte wird gegenüber dem Vorjahr um 1,2% auf 22,79 Mio. Tonnen sinken, so der Deutsche Raiffeisenverband in seiner am Freitag veröffentlichten ersten Ernteschätzung.
Der Hauptgrund sei eine Reduzierung der Weizenanbaufläche um 6,1% gegenüber dem Vorjahr auf 2,9 Mio. Hektar.
Der Verband prognostiziert, dass die deutsche Winterrapsernte gegenüber der besonders schlechten Ernte des letzten Sommers um 21,9% auf 3,44 Mio. Tonnen steigen wird.
Die deutschen Bestände entwickeln sich nach dem warmen Winter im Allgemeinen gut, aber wiederholter Regen in den letzten Wochen verzögert die Aussaat von Sommergetreide, so der Verband.

16.03.2020 Coceral senkt Prognose der EU-Weizenproduktion

Der Getreidehandelsverband Coceral hat seine Prognose der Weichweizenproduktion in diesem Jahr in der Europäischen Union und in Großbritannien auf 136,5 Mio. Tonnen gesenkt. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch bei 137,9 Mio. Tonnen. 2019 wurden laut Coceral 145,7 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Im Gegensatz dazu wurden die Aussichten für die Gerstenproduktion in der EU und in Großbritannien von 60,8 Mio. Tonnen auf 61,8 Mio. Tonnen angehoben.

16.03.2020 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften (Short-Coverings) sowie die leichte Beruhigung an den Finanzmärkten ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago auf den vorderen Terminen etwas fester schließen. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an
Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Heute
Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beendeten den letzten Handelstag der Woche uneinheitlich. Im Handelsverlauf stieg der Frontmonat Mai auf ein Wochenhoch von 180,50 Euro. Der schwächere Wechselkurs des Euro sorgte für eine Erholung vom Sechs-Monats-Tief (174,25), das noch am Vortag gehandelt wurde. Die Gewinne konnten
jedoch nicht gehalten werden, weil die Finanzmärkte wieder unter Druck gerieten, nachdem bekannt wurde, dass Präsident Trump plant, die Corona-Kriese zu einem nationalen Notfall zu erklären. Wöchentliche Daten von FranceAgriMer zeigen, dass der Zustand der französischen
Winterweizenbestände letzte Woche leicht zurückging. 63% der Pflanzen wurden bis zum 9. März als gut oder ausgezeichnet bewertet, gegenüber 64% vor einer Woche und 85% vor einem Jahr.

13.03.2020 Frankreich: Weizeneratings rückläufig

Der Zustand der Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche in Frankreich verschlechtert, meldet das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. 63% der Bestände erhielten per 9. März die Top-Bewertung „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 1%. Im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt 85% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung.
Die Sommergerstenaussaat ist auf 34% der geplanten Flächen abgeschlossen und mit einem Prozentpunkt zur Vorwoche (34%) nur marginal vorangekommen. Im Vergleich dazu waren im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt bereits 96% der geplanten Flächen bestellt.

13.03.2020 Getreidemail

Mit kräftigen Verlusten beendeten gestern die Weizenfutures in Chicgao den Handelstag. Die Angst vor dem Coronavirus, schwache Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie kräftige Verluste im Finanzsektor übten Druck aus. Mit 480.808 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 225.000 - 675.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT moderat schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der Verluste aus Übersee von den Tagestiefstkursen erholen und schlossen uneinheitlich. Für Unterstützung sorgte der kräftige Rückgang des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum am Weltmarkt verbessert. Die von der EZB angekündigten Konjunkturmaßnahmen enttäuschten viele Anleger und belasteten die Gemeinschaftswährung. Zudem sorgten die günstigen Ernteaussichten Russlands und der starke Rückgang der russischen Weizenexportpreise für Kursdruck. Algerien kaufte gestern 680.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Erwartet wird, dass der Löwenanteil aus Frankreich geliefert wird. Strategie Grains erhöhte seine Schätzung für die Weichweizenexporte der Europäischen Union in dieser Saison um 600.000 Tonnen auf 31,2 Mio. Tonnen.

12.03.2020 Euro-Wechselkurs stürzt ab

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sinkt in diesen Minuten um mehr als 2 Cent auf aktuell 1,10683.
Dadurch verbessert sich offensichtlich der Weizenexport aus dem Euro-Raum. Die Weizenkurse drehen ins Positive. Nachdem der Mai-20-Termin am Pariser Matif mit 174,25 €/Tonnen sein tiefsten Stand seit September 2019 erreichte, notiert dieser Termin nun mit 178,50 €/Tonne im Positiven Bereich.

12.03.2020 Keine Exportzölle für russischen Weizen

Russland plant aktuell nicht, Zölle für Weizenexporte einzuführen. Das berichtet der Nachrichtendienst Interfax und beruft sich dabei auf den Landwirtschaftsminister Dmitry Patrushev. Die Zölle sind derzeit auf „0“ gesetzt.
Als letzte Woche der Wechselkurs des russischen Rubel gegenüber dem US-Dollar sank, hatten Marktteilnehmer Sorge, dass die in Rubel notierten Weizenpreise steigen würden. Um die Inflation in Russland nicht anzuheizen, gab es Vorschläge, die Exporte zu beschränken in dem man einen Ausfuhrzoll einführt.
Dafür gibt es bisher aber keine Anzeichen.

12.03.2020 Strategie Grains erhöht Prognose der Weichweizenexporte 2019/20

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains erhöhte heute seine Prognose der EU-Weichweizenexporte für die laufende Saison. Grund dafür sind die kräftigen Weizenexporte Deutschlands. Die Prognose für Frankreichs Weizenexporte wurde aufgrund der schlechteren Wettbewerbsfähigkeit zurückgenommen.
In dem monatlichen Angebots- und Nachfragereport schätzt Strategie Grains die Weichweizenexporte 2019/20 (inkl. Großbritannien) außerhalb der EU auf 31,2 Mio. Tonnen. Das sind 600.000 Tonnen mehr, als in der Schätzung des Vormonats. Für Deutschland wurde die Prognose von 3,4 Mio. Tonnen auf 4,2 Mio. Tonnen erhöht, während Frankreichs Weichweizenexporte aktuell auf 12,8 Mio. Tonnen geschätzt wird (Vormonat: 13,3 Mio. Tonnen).

12.03.2020 Institutionelle Anleger halbierten nahezu Weizen Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) halbierten nahezu ihren Netto-Long-Bestand beim Matif Weizen. Der Bestand von 70.190 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 6. März auf 40.922 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 6. März von 76.100 Kontrakten auf 51.522 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70,9% während Non Commercial Participants 23,0% am Open Interest repräsentieren.
93,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 93,9).

12.03.2020 Algerien kaufte gestern 600.000 Tonnen Mahlweizen

Algeriens staatlicher Getreidehändler OAIC kaufte gestern rund 600.000 Tonnen Weizen mit einer internationalen Ausschreibung.
Es werden Preise von 226-227 USD/Tonne c&f genannt. Genaueres soll heute bekannt werden. Allerdings sind die Angaben nur Schätzungen, da Algerien selber keine Details bekannt gibt.
Die Ausschreibung galt für den Lieferzeitraum 1. - 15. Mai und 16. – 31. Mai sowie 1.-15.April und 16.-30. April falls das Getreide aus Südamerika kommen sollte.
Algerien kauft bevorzugt in Europa und dann meist aus Frankreich.
Mit dem letzten Tender vom 11. Februar kaufte die OAIC rund 600.000 Tonnen Mahlweizen für einen Preis von 237,5 und 237,75 USD/Tonne.

12.03.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe, schwache Finanzmärkte sowie die weitere Ausbreitung des Coronavirus ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 225.000 - 675.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Auch heute Morgen geben die Weizenkurse an der elektronischen Nachtbörse weiter nach. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Im Handelsverlauf sank der Frontmonat Mai auf das niedrigste Niveau seit dem 13. September. FranceAgriMer erhöhte seine Prognose der französischen Weichweizenexporte an Ziele außerhalb der Europäischen Union von 12,6 Mio. Tonnen auf 12,7 Mio. Tonnen. Es war der sechste monatliche Anstieg in Folge. Die Prognose der Weizenbestände zum Ende der Saison 2019/20 beließ FranceAgriMer unverändert zum Vormonat auf 2,4 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten in der zweiten Woche in Folge ihren Bestand an Netto-Long-Positionen. Europäische Händler warten mit Spannung auf die Ergebnisse einer Ausschreibung Algeriens, dem größten ausländischen Käufer von französischem Weizen.

12.03.2020 Corona Pandemie drückt Aktien- und Rohstoffkurse weiter

Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures sinken heute Morgen auf ein Sechs-Monats-Tief, da die Corona-Krise schlimmere wirtschaftliche Schäden anrichtet, als bisher erwartet. Die Kurse an allen Aktienbörsen der Welt stehen ebenfalls unter Druck nachdem die WHO erklärte, dass sich die Krise zu einer Pandemie entwickelt hat.
Kurse aller Agrarrohstoffe verlieren und Rohöl- und Industriegüterpreise geben am stärksten nach. Dagegen erwartet man beim Weizen keinen Nachfrageeinbruch. FranceAgriMer hob sogar seine Prognose für Weizenexporte in Drittstaaten an, da kein unmittelbarer negativer Einfluss aus der Corona-Krise zu erwarten sei.
Heute Nacht hat Donald Trump vorübergehend die Einreise in die USA aus Europa verboten um die Einschleppung des Virus zu unterbinden. Dadurch könnte die Weltwirtschaft noch weiter an Schwung verlieren. Der Ölpreis verlor seit dieser Ankündigung weitere 6%.
In ganz Italien sind inzwischen fast alle Schulen und Geschäfte geschlossen und Dänemark hat ebenfalls seine Schulen und Universitäten dicht gemacht.

11.03.2020 Tunesien kauft 125.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat europäischen Händlern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 125.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft. Ausgeschrieben wurden auch 75.000 Tonnen Gerste. Es wird angenommen, dass der niedrigste Preis für Weichweizen 206,74 USD pro Tonne c & f beträgt.

11.03.2020 Russland: Weizen-Exportpreis sank zum sechsten Mal in Folge

Russlands Weizenexportpreise fielen in der vergangenen Woche zum sechsten Mal in Folge aufgrund der schwachen globalen Rohstoffmärkte und des fallenden Rubels.
Russischer Exportweizen mit 12,5% Protein, geladen in Schwarzmeerhäfen, sank Ende vergangener Woche um $1 auf $213/Tonne FOB, meldete gestern SovEcon. Der Preis für Exportgerste sank demnach um $4 auf $181/Tonne.
IKAR meldete ebenfalls einen Preisrückgang um $1 auf $212/Tonne.
Die Preise für Weizen aus der neuen Ernte liegen laut IKAR in Verhandlungen zwischen 192 und 193 US-Dollar pro Tonne. Russland exportierte seit dem Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli bis zum 5. März 28,1 Mio. Tonnen Getreide, was einem Rückgang von 19% gegenüber dem Vorjahr entspricht, so SovEcon unter Berufung auf Zolldaten. Davon entfielen 24,2 Mio. Tonnen auf Weizenexporte.
SovEcon sieht Russlands Getreideexporte im März bei 2,1 Mio. Tonnen.
Der russische Binnenmarkt war letzte Woche relativ stabil, aber SovEcon erwartet, dass die auf Rubel lautenden Getreidepreise diese Woche aufgrund des schwächeren Rubels steigen werden.
Ein schnelles Wachstum der inländischen Getreidepreise bereitet russischen Beamten in der Regel Kopfschmerzen wegen der steigenden Kosten für Mühlenbetriebe oder Fleischproduzenten. In den vergangenen Jahren hat der Trend sie dazu veranlasst, offizielle oder nicht offizielle Maßnahmen zur Verlangsamung der Exporte einzuleiten.
Schnell steigende Getreidepreise könnten in Zukunft zu Exportbeschränkungen führen, so SovEcon in einem separaten Hinweis. Dies könnte sowohl die Einführung eines Zolltarifs (derzeit gleich Null) als auch informelle Beschränkungen sein. Beispielsweise könnte die Regierung die Erlangung der für den Export erforderlichen Pflanzengesundheitsbescheinigungen erschweren.
Landwirte in Russland und der Ukraine warten auf Regen, da sie nach dem warmen und trockenen Winter früher als gewöhnlich mit der Aussaat von Frühlingskorn beginnen, sagten Analysten und Beamte letzte Woche.

11.03.2020 FranceAgriMer erhöht Weizen-Export-Prognose

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weichweizenexporte an Ziele außerhalb der Europäischen Union im vergangenen Monat von 12,6 Mio. Tonnen auf 12,7 Mio. Tonnen erhöht. Es war der sechste monatliche Anstieg in Folge. Die Prognose der Weizenbestände zum Ende der Saison 2019/20 beließ FranceAgriMer unverändert zum Vormonat auf 2,4 Mio. Tonnen, denn die reduzierte Prognose des Futterweizenverbrauchs kompensiert die höheren Exporte.
Die Prognose der Gersten-Endbestände 2019/20 reduzierte das Unternehmen im Monatsvergleich von 2,0 Mio. Tonnen auf 1,8 Mio. Tonnen aufgrund reduzierter Erwartungen an die Gerstenexporte innerhalb der EU. Erhöht wurde die Erwartung der Maisbestände zum Ende der Saison von 2,2 Mio. Tonnen auf 2,3 Mio. Tonnen.

11.03.2020 Getreidemail

Technische Käufe sowie die moderate Rücknahme der Prognose der globalen Weizenendbestände im gestrigen WASDE-Report ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Das USDA senkte gestern Abend die Prognose der globalen Weizenbestände zum Ende der laufenden Saison 2019/20 von 288,03 Mio.Tonnen auf 287,14 Mio.Tonnen (Erwartung 288,47 Mio. Tonnen). Die Prognose der US-Weizenendbestände 2019/20 blieb mit 940 Mio. Bushel (Erwartung 944 Mio. Bushel) unverändert zum Vormonat. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit minimalen Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der Ernte 2020 den positiven Vorgaben aus Übersee und konnten Kursgewinne verzeichnen. Russlands Weizenexportpreise fielen vergangene Woche zum sechsten Mal in Folge aufgrund der jüngsten globalen Kursschwäche beim Weizen und des schwachen Rubels. Der Anstieg der Aktien- und Ölpreise nach einem dramatischen Ausverkauf am Montag, der mit Befürchtungen über ein sich schnell ausbreitendes Coronavirus und einem Ölpreiskrieg zwischen Saudi-Arabien und Russland verbunden war, unterstützte die Getreidemärkte, obwohl die Aktien später ihre Gewinne aufgaben.

10.03.2020 Australiens Farmer wollen Weizenanbau massiv ausweiten

Australiens Farmer im Osten des Kontinents sichern sich Weizensaat lange bevor die Feldarbeiten für das Wintergetreide los gehen denn sie hoffen, dass die drei Jahre andauernde Trockenheit nun endgültig endet.
Zum ersten Mal seit Jahren sind die Felder dort wieder grün und die Prognose für die nächste Getreideernte des siebt-größten Weizenexporteurs der Welt wurden bereits angehoben. Auch wenn in Australien im April und Mai erst das Wintergetreide gesät wird, ist die Nachfrage nach dem Saatgut bereit jetzt sehr groß. Man fragt sich jetzt, wie groß die Anbaufläche sein wird. Sollte dann noch Ende April Regen fallen, wären die Bedingungen in den Bundesstaaten Queensland und New South Wales für die nächste Getreidesaison ideal.
Im letzten Jahr sank die Australische Weizenproduktion mit 15,2 Mio. Tonnen auf ein 12-Jahres-Tief. Inzwischen geht der Rohstoffexperte der Regierung davon aus, dass die nächste Weizenernte dort unten 40% größer ausfallen dürfte, das wären dann 21,3 Mio. Tonnen. Private Marktanalysten erwarten sogar bis zu 28 Mio. Tonnen. Das wären dann fast doppelt so viel wie zuletzt.
In dem Jahr 2016, also vor der drei-Jahre andauernden Trockenheit, war Australien der weltweit viert-größte Weizenexporteur der Welt. Inzwischen beliefert aber die Schwarzmeerregion die Kundschaft in Asien und der Wettbewerb am Weltmarkt hat zugenommen.

10.03.2020 Tunesien sucht Weizen und Gerste

Tunesiens sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Mahlweizen und 75.000 Tonnen Gerste. Die Angebotsfrist endet morgen, am 11. März.

10.03.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Short-Positionen-Abdeckungen, Gewinnmitnahmen durch Spreads gegenüber Mais und Soja (Kauf Weizen; Verkauf Mais/Soja) sowie der schwächere Wechselkurs des US-Dollar gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 415.548 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Heute um 17 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT etwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht mehr profitieren und gaben auf allen Terminen nach. Der sehr feste Wechselkurs des Euro, schwache Finanzmärkte und fallende Rohölnotierungen belasteten den Markt und provozierten Long-Positionen-Schließungen. Zudem trübt der schwächere Rubel, der die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt stärkt, die Exportaussichten für Weizen aus Westeuropa. Algeriens staatliche Einkaufsagentur OAIC schrieb einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April/Mai aus.

09.03.2020 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatliche Einkaufsagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April/Mai ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 11. März. Gewöhnlich kauft das staatliche Unternehmen größere Mengen als es ausschreibt.

09.03.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 03.03.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (41.987 Kontrakte) auf 15.404 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 10.571 Kontrakte auf 84.939 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 39.362 Kontrakte auf 35.768 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 03. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.03.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago verzeichneten am vergangenen Freitag erneut Verluste. Schwache Finanzmärkte und fallende Rohölnotierungen in Folge der Ausbreitung des Coronavirus belasteten den Markt mit Agrarrohstoffen. China hat einigen Importeuren Zollbefreiungen für den Kauf von US-Weizen sowie Sorghum, getrocknetem Getreide und anderen Produkten gewährt. Händler warten zudem auf Anzeichen, dass China seine Zusagen im Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten umsetzt und US-Agarrohstoffe in großem Umfang einkauft. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren deutlichen Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der starke Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete den Markt ebenso wie der schwächere Wechselkurs des Rubels, der die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen verbessert. Frankreichs Landwirte haben aufgrund der nassen Wetterbedingungen in der vergangenen Woche keinen nennenswerten Fortschritte bei der Sommergerstenaussaat verzeichnen können. Für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April in Hamburg fordern Verkäufer eine Prämie von 5 €/to über dem Matif Mai-Future.

09.03.2020 Der Ölpreis-Crash zieht Kurse von Agrarfutures in den Keller

Heute Nacht brachen die Kurse des Rohöl-Futures dramatisch ein und ziehen damit auch die Kurse der CBoT-Weizen, Mais- und Sojabohnenfutures mit in den Abgrund. Begründet wird das mit der Furcht vor einem Ökonomischen Kollaps wegen dem sich rasch ausbreitenden Corona-Virus.
Die Weizenkurse sinken auf den tiefsten Stand seit fast vier Monaten, weil Anleger aus ihrem Engagement in Rohstoffen aussteigen. Deshalb verlieren auch die Kurse von Mais (-2%) und Sojabohnen (-2,1%) in der Derivatebörse in Chicago.
In Panik verkaufen die Anleger auch ihre Aktien und Geldanalgen in Fonds. Der Kurs des Nordseeöls Brent verliert seit Freitag inzwischen 27% !! weil Saudi-Arabien seine offiziellen Verkaufspreise senkt.
Die Anzahl von mit dem Coronavirus infizierten Personen übersteigt weltweit jetzt 107.000. Immer mehr Länder melden den Ausbruch und stürzt dann die Wirtschaft in eine Krise.
Chinas Sojabohnenimporte in den ersten beiden Monaten dieses Jahres stiegen im Vergleich zum selben Zeitraum in 2019 um 14,2%. Sojaexporte aus Brasilien verzögerten sich im Februar, weil im Süden des Landes Regen die Ernte- und Verladearbeiten behinderte.
Die Weizenexporte aus der Ukraine stiegen in dieser Saison bereits um 24%.

06.03.2020 Ukraine exportiert 24% mehr Getreide

Die Getreideexporte aus der Ukraine werden in diesem Wirtschaftsjahr seit dem 1. Juli 2019 bis heute mit 41,7 Mio. Tonnen angegeben. Das sind 24% mehr als in der Saison zuvor.
Die Weizenausfuhren kommen nach Aussagen des Wirtschaftsministeriums in Kiew auf 16,7 Mio. Tonnen, die Maisausfuhren auf 20,4 Mio. Tonnen und die Gerste-Exporte auf vier Mio. Tonnen.
In 2019 wurden in der Ukraine 75,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet, in 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.
Der Schwarzmeeranrainer könnte im gesamten Wirtschaftsjahr 52-55 Mio. Tonnen Getreide exportieren, davon 19-20 Mio. Tonnen Weizen. In 2020 wird eine Ernte von 65-70 Mio. Tonnen erwartet, davon würden dann 40 Mio. Tonnen ausgeführt, so die Einschätzung der Regierung.

06.03.2020 FranceAgriMer: Kaum Fortschritte bei der Sommergestenaussaat

Frankreichs Landwirte haben in der vergangenen Woche keinen nennenswerten Fortschritte bei der Sommergerstenaussaat verzeichnen können, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer und ergänzt, dass die heftigen Niederschläge die Feldbarbeiten beim größten Getreideproduzenten der Europäischen Union zum Erliegen brachten.
Per 2. März war Sommergerste in Frankreich auf 33% der geplanten Flächen ausgesät, zur Vorwoche war das ein Fortschritt um gerade einmal 1%. Vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt war die Aussaat der Sommergerste bereits auf 88% der geplanten Flächen abgeschlossen. Das Aussaattempo ist in diesem Jahr unter den 5-Jahres-Durchschnitt gerutscht.
Die Sommergersten-Aussaat begann Ende Januar und verzeichnete zu Beginn schnelle Fortschritte aufgrund der ungewöhnlich milden Temperaturen. Häufige Schauer im Februar, in denen Teile Nordfrankreichs Rekordniederschläge für diesen Monat verzeichneten, haben jedoch einige Felder überschwemmt, die nach heftigen Regenfällen im Herbst noch sehr nass waren.
In der nördlichen Region Hauts-de-France war die Sommergerstensussaat bis zum 2. März zu 7% abgeschlossen, unverändert gegenüber der Vorwoche und verglichen mit 82% vor einem Jahr, während die Aussaat in Lothringen im Nordosten mit 2% zum Stillstand gekommen war gegenüber 85% ein Jahr zuvor, so FranceAgriMer.
Nach weiteren Schauern in dieser Woche und auch in der nächsten Woche erwarten Händler zunehmend, dass die beabsichtigte Aussaat von Sommergerste auf später gepflanzten Mais umgestellt wird.
Bei Weichweizen, Frankreichs wichtigstem Getreide, blieb der Zustand der Pflanzen in der Woche bis zum 2. März unverändert. 64% der Pflanzen wurden von FranceAgriMer als gut oder exzellent bewertet.
Die Bewertung blieb deutlich unter dem Niveau der letzten Saison, als 86% des Weichweizens im gleichen Stadium als gut/exzellent bewertet wurde.
Die Wintergerstenbewertung ging von 66% auf 65% zurück, weit unter dem Vorjahreswert von 80%.
Winterweizen und Wintergerste waren im sehr feuchten Herbst in Frankreich mit schwierigen Aussaatbedingungen konfrontiert. Analysten gehen davon aus, dass die Weizenfläche für die diesjährige Ernte stark zurückgehen wird.

06.03.2020 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den Handelstag. Während sich die Frontmonate aufgrund von Shortabdeckungen und Spreadaktivitäten gegenüber Mais und Soja leicht behaupten konnten, schlossen die späten Monate etwas schwächer. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus und Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt. Mit insgesamt 570.400 Tonnen Weizen (alte und neue Ernte) lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 375.000 - 675.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit Kursaufschlägen. Wir befinden uns in einem ruhigen, aber nervösen Markt, der von den Finanzmärkten beeinflusst wird. Der gestiegene Wechselkurs des Euro verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Währenddessen bleibt der Winter in Deutschland bemerkenswert warm und Frostschäden an den Pflanzen sind kaum zu sehen. Die Aussichten für die neue Ernte sind derzeit gut. Die Niederschläge im Februar haben die Wasserreserven im Boden nach dem trockenen Sommer erhöht.

06.03.2020 2% - Wochenverlust beim CBoT-Weizen

Heute werden die Kurse des CBoT-Weizenfutures wohl zum zweiten Mal in Folge einen Wochenverlust hinnehmen müssen. Die Corona-Krise drückt die Stimmung nachdem sich das Virus außerhalb Chinas inzwischen rasend schnell verbreitet.
In Asien sinken die Kurse an den Aktienmärkten heute Morgen schon wieder, sie folgen damit den Verlusten gestern an der Wall Street in New York. Die Furcht vor einer längeren Wirtschaftskrise geht um. Weltweit sind bereits mehr als 3.200 Menschen an den Folgen der Coronavirus-bedingten Lungenkrankheit gestorben.
Der Kurs des CBoT-Weizenfutures sank in dieser Woche bereits um 2%.

05.03.2020 Im Schwarzmeerraum ist es zu trocken

Bevor in den kommenden Wochen im Schwarzmeerraum das Sommergetreide gesät wird, muss es dort noch regnen. Der Winter war zu warm und zu trocken, so die Meinung von Analysten und Regierungsvertretern.
Die Länder Russland, die Ukraine und Kasachstan konkurrieren im Getreidehandel um die Gunst der Käufer in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien. Die Erträge haben sich in den Überschussregionen in den vergangenen Jahren stetig verbessert, weil die Anbaumethoden sich verbessert haben. Nun hängt aber alles am Wetter.
Auf den ersten Blick sehen die Feldbestände dort sehr gut aus, aber die Wasserreserven sind niedrig und es gibt kaum Möglichkeiten der Beregnung. Die Ertragsentwicklung hängt nun von den Niederschlägen der kommenden Wochen ab. Die Wetterdienste sagen aber für die kommenden zwei Wochen keine Niederschläge voraus.
Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, erwartet in 2020 eine Getreideernte von 125 Mio. Tonnen. Das sind 4 Mio. Tonnen mehr als im Vorjahr. Weil die Nachfrage am Weltmarkt nach russischen Sojabohnen gut ist, wollen Farmer den Anbau ausweiten. Das geht zu Lasten der Sommer-Getreideanbaufläche. Beim Maisexport hat die Ukraine die Nase vorn.
Die Feldbestände beim Wintergetreide in Russland sehen aktuell sehr gut aus. Nur 6% der Flächen sind in einem schlechten Zustand. In der Ukraine ist es nicht ganz so optimal. Die Farmer dort wollen den Nachteil durch Sommergetreide wie Gerste und Mais ausgleichen. Hier sind die Böden aber trockener als im Vorjahr. Die Ernteschätzungen liegen 5-10 Mio. Tonnen niedriger als im Vorjahr.
Kasachstan produziert mehr Sommergetreide als Russland und die Ukraine. Abnehmer dafür sind Käufer in Zentralasien, Afghanistan sowie der Iran. Die Anbaufläche für Getreide wird in diesem Jahr aber wohl eingeschränkt. Dafür sollen mehr Sonnenblumen angebaut werden.

05.03.2020 Preise für Schwarzmeerweizen sind für Asiens Müller attraktiv

Getreidemühlen in Asien werden in naher Zukunft ihre Weizenimporte steigern, da die Preise in der Schwarzmeerregion niedrig sind.
Alterntiger Weizen ab russischem Schwarzmeerhafen wird derzeit mit 245 USD/Tonne c&f Asien notiert. Letzte Wochen lagen die Preise noch bei 250 USD/Tonne c&f Asien. Weizen der nächsten Ernte wird aktuell mit 225 USD/Tonnen c&f Asien angeboten nach 230 USD in der Vorwoche.
Man erwartet in der Schwarzmeerregion einen frühen Erntestart im Juni, sodass bereits ab Juli das Getreide zur Verschiffung bereitsteht. Die Weizenernte in der Ukraine wird wohl kleiner ausfallen, die in Russland dagegen größer als im Vorjahr.
Nach 28,2 Mio. Tonnen im Vorjahr erntet die Ukraine wohl nur 25,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Produktion in Russland könnte sich von 73,5 Mio. Tonnen im Erntejahr 2019 auf 81-82 Mio. Tonnen in 2020 steigern.

05.03.2020 Getreidemail

Gestern setzten die CBoT-Weizenkurse ihren Abwärtstrend fort nachdem sie am Vortag durch diverse Finanzhilfen vieler Regierungen etwas Optimismus verbreiteten. Technische Verkäufe sorgten dafür, dass Investoren ihre großen Longpositionen weiter reduzierten. Gute weltweite Ernteaussichten sowie die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt führten zu deutlichen Verlusten. Heute um 14.30 Uhr erscheinen in den USA die wöchentlichen Exportzahlen. Marktanalysten rechnen mit Ausfuhren in einer Spanne von 375.000 - 675.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Tag und schlossen kaum verändert. Marktteilnehmer warten die weitere Entwicklung der Corona-Krise ab. Landwirte zögern mit dem Verkauf ihrer Vorräte zu dem aktuellen - aus ihrer Sicht - unattraktiven Preisniveau. Die Weizenkurse an der Euronext sind in den letzten 10 Tagen rund 10 Euro gefallen. Für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April in Hamburg fordern Verkäufer eine Prämie von 5 €/to über dem Matif Mai-Future.

04.03.2020 Ukraines Getreideernte 2020 könnte 10 Mio. Tonnen kleiner ausfallen

Die Getreideernte 2020 in der Ukraine könnte rund 10 Mio. Tonnen kleiner ausfallen als im Vorjahr, weil die Weizen-Anbaufläche eingeschränkt wurde. Das schätzte heute der stellvertretenden Landwirtschaftsminister in Kiew.
Wegen dem milden Winterwetter seien die meisten Feldfrüchte derzeit in gutem bis sehr guten Zustand. Trotzdem müssen wohl 800.000 Hektar neu angesät werden, davon 700.000 Tonnen Weizen.
Die Weizenernte 2020 könnte so auf 23 Mio. Tonnen kommen. Im Vorjahr waren es 28 Mio. Tonnen. Aus der letzten Ernte seien bisher 40 Mio. Tonnen Getreide exportiert worden, bis zum Ende des Wirtschaftsjahres könnte es die Rekordmenge von 52-55 Mio. Tonnen werden. Darin enthalten wären dann 19-20 Mio. Tonnen Weizen.
In der nächsten Vermarktungsperiode würden die Getreideexporte aber auf 40-45 Mio. Tonnen sinken, weil die Ernte kleiner ausfällt.
Die Maisausfuhren werden auch in 2020 die Exporte der Ukraine dominieren. Die Anbaufläche dieses Getreides werde um 200.000 Hektar auf 5,2 Mio. Hektar ausgeweitet. Die Anbaufläche von Gerste wird auf 2,8 Mio. Hektar geschätzt nach 2,6 mio. Hektar in 2019.

04.03.2020 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 5. März.  Der Weizen wird zur Lieferung im Zeitraum März bis Mai gesucht, die Gerste im Zeitaum Mai/Juni. Zuletzt kaufte Tunesien am 25. Februar 125.000 Tonnen Weizen. Der niedrigdste Preis dafür lag bei $232,92/c&f. Gerste wurde zuletzt am 27. Februar (75.000 Tonnen) zum Preis von $204,29/Tonne c&f gekauft.

04.03.2020 Getreidemail

Technische Käufe, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie der schwächere Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der US-Dollar fiel, nachdem die US-Notenbank ankündigte, den Leitzins zu senken um die Wirtschaft so vor den Auswirkungen des Coronavirus zu schützen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat schwächer. Im Zuge der verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Gewinne verzeichnen. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar stieg gestern erneut und verschlechtert so die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Händler wiesen auf die starken Weizenexporte aus Frankreich im letzten Monat hin. Einige erwarten, dass sich das hohe Volumen in diesem Monat fortsetzt oder sogar beschleunigt, aber es gab Zweifel an der Nachfrage in den letzten Monaten der laufenden Saison 2019/20 (Juli-Juni). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um 0,50 Euro auf 5,00 Euro über Paris Mai 20. Das warme Wetter in Westeuropa und in der Schwarzmeerregion begünstigt eine bärische Preisentwicklung.

03.03.2020 Frankreich: Weizenexporte im Februar auf Rekordniveau
Frankreichs Weichweizenexporte an Ziele außerhalb der EU erreichten im vergangenen Monat das höchste Level, das in den vergangenen 10 Jahren im Februar erreicht wurde.
Die Lockerung der Streiks gegen die Rentenreform halfen den Exporteuren, die Exportaufträge abzuwickeln.
Die Weichweizenexporte an Ziele außerhalb der Europäischen Union beliefen sich auf 1,46 Mio. Tonnen. Exporte in dieser Höhe wurden seit mindestens der Saison 2009/10 nicht mehr erreicht. Dies ergab eine erste Schätzung auf der Grundlage der Refinitiv-Verladedaten.
Die Lieferungen im Februar an Nicht-EU-Ziele erreichten ebenfalls das bislang größte monatliche Volumen seit der Saison 2019/20 (Juli bis Juni). Sowohl im Januar als auch im Dezember überstiegen die Exporte ein Volumen 1,2 Mio. Tonnen.
Durch die Exporte des letzten Monats wurden seit Anfang 2019/20 insgesamt 7,82 Mio. Tonnen an Nicht-EU-Ziele verschifft.
Damit müssten in den vier verbleibenden Monaten der Saison 4,78 Mio. Tonnen oder etwa 1,2 Mio. Tonnen pro Monat verschifft werden, um die Prognose von FranceAgriMer von 12,6 Mio. Tonnen zu erfüllen.
Wettbewerbsfähige Preise und große Lieferungen aus einer großen Ernte 2019 führten in den letzten Monaten zu einer starken Nachfrage nach französischem Weizen in Übersee.
Während der Bahn- und Hafenstreiks wegen einer geplanten Rentenreform gelang es den Exporteuren, im Dezember und Januar ein hohes Ladetempo aufrechtzuerhalten, obwohl die Händler sagen, dass die Kosten in die Höhe geschossen sind und bestimmte Exportladungen in andere europäische Länder verlagert wurden.
Die Arbeitskampfmaßnahmen ließen Ende Januar nach, und Getreidehändler meldeten eine Wiederaufnahme des Schienengüterverkehrs, nachdem sie in den vergangenen Wochen auf teurere LKW-Transporte zurückgegriffen hatten.
Die Weizenexporte aus Frankreich im Februar umfassten rund 122.000 Tonnen, die nach China verschifft wurden, was darauf hinweist, dass die Exporte in dieser Saison fortgesetzt wurden, nachdem im Januar keine Schiffe verladen worden waren.
Weitere 65.000 Tonnen Weizen sowie 65.700 Tonnen Braugerste sollen Anfang März nach China verschifft werden. Die Schiffe warten derzeit auf ihre Verladung.
China war nach Algerien mit 578.000 Tonnen und Marokko mit 322.000 Tonnen das drittgrößte Exportziel für französischen Weizen.
Einschließlich einer kleinen Menge, die auf dem Seeweg in andere EU-Länder verschifft wurde, wurden im vergangenen Monat 1,55 Mio. Tonnen Weichweizen aus französischen Häfen verschifft, ebenfalls der höchste Wert im Februar seit mindestens 10 Jahren.
Das meiste in die EU exportierte französische Getreide wird auf nicht-maritimen Wegen wie Straße, Schiene oder Wasserstraßen transportiert.
Die gesamten Getreidetransporte aus französischen Häfen im Februar - darunter Gerste, Malzgerste, Mais und Hartweizen - erreichten mit 2,05 Mio. Tonnen ebenfalls den höchsten Stand seit mindestens einem Jahrzehnt.
03.03.2020 Gute Startbedingungen für Australiens Getreideernte 2010/21

Agrarmarktanalysten in Australien erwarten eine um 40% größere Weizenernte im kommenden Jahr. Die Regenfälle der letzten Wochen würden viele Farmer dazu animieren, mehr Getreide anzubauen.
Das Analysebüro ABARES schätzt, dass die Weizenernte 2020/21 auf 21,3 Mio. Tonnen kommt. Die letzte Ernte war nur 15,17 Mio. Tonnen groß, weil mehrere Jahre mit Dürre und Trockenheit die Ostküste des Kontinents heimsuchten.
Farmer werden wohl 12 Mio. Hektar Getreide anbauen, nach 10,1 Mio. Hektar im Vorjahr. Allerdings sei es noch zu früh, konkrete Zahlen zu präsentieren auch weil man nicht weiß wie das Wetter mitspielt.
Sollte sich die Prognose von ABARES bestätigen, würde das sicher die Getreidepreise auf der Welt drücken. Diese waren im Februar auf ein Zwei-Monats-Hoch gestiegen, nachdem ABARES seine Ernteschätzung erneut reduzierte. Australien gehört zu den zehn größten Getreideexporteuren der Welt.

03.03.2020 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicgao waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten leichte Verluste hinnehmen. Spreadaktivitäten gegenüber Soja und Mais belasteten den Markt. Unterstützung kam hingegen von steigenden Finanzmärkten und dem deutlich schwächeren Euro/Dollar Wechselkurs. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 654.097 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Abschlägen. Der stark gestiegene Euro belastete zudem den Markt, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Die Exportpreise für Weizen in Russland sanken vergangene Woche zum fünften Mal in Folge aufgrund der Kursrückgänge in Chicago und des schwachen Wechselkurses des Rubels. Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der in Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, sank Ende letzter Woche um $4 auf $214 pro Tonne FOB, teilte SovEcon mit. Die EU-Weichweizenexporte erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 ein Volumen von 19,11 Mio. Tonnen (+60% zum Vorjahr).

02.03.2020 Türkei sucht 305.000 Tonnen Weizen

Die Türkei sucht in einer Reihe von Weizenausschreibungen insgesamt 305.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 11. März. Gesucht wird Weizen für den Lieferzeitraum 20. März bis 7. April. Der Weizen wird zum Entladen in acht türkischen Häfen in einer Reihe von Sendungen zwischen 60.000 und 25.000 Tonnen gesucht.
Das TMO behält sich das Recht vor, nach eigenem Ermessen bis zu 5% mehr oder weniger als die angebotene Menge zu kaufen. Angebote können in US-Dollar, russischen Rubel oder türkischer Lira gemacht werden. Die Annahme von Angeboten in Rubel zielt darauf ab, die Beteiligung russischer Exporteure zu erhöhen. In seiner letzten gemeldeten Weizenausschreibung am 18. Februar kaufte TMO rund 250.000 Tonnen.

02.03.2020 US-Export-Inspections: Weizenverladungen größer, als erwartet

02.03.2020 Russland: Weizenexportpreis zum fünften Mal in Folge rückläufig

Die Exportpreise für Weizen in Russland sanken vergangene Woche zum fünften Mal in Folge aufgrund der Kursrückgänge am Leitmarkt in Chicago und des schwachen Wechselkurses des Rubels.
Die Angst für den Folgen des Coronavirus auf die globale Wirtschaft brachte den Rubel gegenüber dem Dollar auf den schwächsten Stand seit Anfang 2019 und verursachte einen Rückgang der Weizenpreise in Chicago.
Russischer Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%, der in Häfen am Schwarzen Meer geladen wurde, sank Ende letzter Woche um $4 auf $214 pro Tonne FOB, teilte das Agrarberatungsunternehmen SovEcon mit. Gerste fiel um $5 bis $185 Dollar pro Tonne.
Der russische Markt steht aufgrund des starken Wettbewerbs mit anderen Herkunftsländern weiterhin unter Druck. Eine starke Abschwächung der Rubelwährung hilft den Exporteuren, die Preise zu senken, so SovEcon.
IKAR, ein weiteres landwirtschaftliches Beratungsunternehmen mit Sitz in Moskau, bezifferte den Exportpreis für Weizen auf $213 pro Tonne.
Russland exportierte in der laufenden Saison 2019/20 im Zeitraum 1. Juli 19 bis 27. Februar 20 28,6 Mio. Tonnen Getreide, 18% weniger als ein Jahr zuvor, teilte das Landwirtschaftsministerium unter Berufung auf Zolldaten mit. Der russische Zolldienst hat letzte Woche seine Daten für die Vormonate überarbeitet und aktualisiert. Infolgedessen erhöhte SovEcon seine Exportschätzung für Februar gegenüber einer Woche zuvor um 500.000 Tonnen. Zudem informierte man darüber, dass man keine wöchentlichen Zolldaten mehr für die monatlichen Schätzungen verwenden würden, da es keine Daten über Lieferungen in den Iran gibt.
SovEcon gab bekannt, seine Prognose für die russischen Getreideexporte 2019/20 aufgrund des schwachen Exporttempos um 300.000 Tonnen auf 41,2 Mio. Tonnen gesenkt zu haben. Die Schätzung für Weizen wurde 100.000 Tonnen auf 32,1 Millionen Tonnen reduziert.
Die Bedingungen für die neue Weizenernte bleiben bei warmem Wetter und gesunden Niederschlägen gut, so SovEcon. In den kommenden Wochen wird trockneres Wetter als normal in den südlichen Regionen Russlands erwartet.
Eine starke Abschwächung des Rubels veranlasst traditionell einige Landwirte, den Verkauf an Exporteure zu unterbinden, aber diesmal sind sie wahrscheinlich immer noch bereit, ihre verbleibenden Lagerbestände zu verkaufen, da sie Mittel für die Sommergetreideaussaat benötigen, sagte SovEcon.

02.03.2020 Ukraine: Verband der Getreidehändler senkt Ernteprognosen

Der Verband der ukrainischen Getreidehändler schätzt die diesjährige Weizenernte in der Ukraine auf 25,8 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 2,4 Mio. Tonnen zum Vorjahr, als 28,2 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden.
Die Prognose der Gerstenernte schätzt der Verband auf 7,96 Mio. Tonnen (Vorjahr: 9,0 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
Rapssaaternte 2020: 3,15 Mio. Tonnen (Vorjahr: 3,31 Mio. Tonnen)
Maisernte 2020: 34,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 35,2 Mio. Tonnen)
Sonnenblumenernte 2020: 14,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 16,3 Mio. Tonnen)

02.03.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 25.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (64.715 Kontrakte) auf 41.987 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 34.049 Kontrakte auf 95.510 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 14.633 Kontrakte auf 75.130 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 25. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
02.03.2020 Getreidemail

Die US-Weizenfutures beendeten den Handelstag am Freitag in Folge der globalen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft mit Verlusten. Kräftige Verluste verzeichneten auch die Rohölfutures und die weltweiten Aktienmärkte. Der liquideste Weizenfuture Mai 20 sank auf den niedrigsten Stand seit dem 18. November. Der Wochenverlust betrug 4,9%. Begrenzt wurde der Kursrückgang durch Short-Abdeckungen und Schnäppchenkäufe zum Ende der Woche und des Monats. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 2.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT minimal schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der Ausverkauf an den Finanzmärkten hat den Fokus von der lebhaften Exportnachfrage nach westeuropäischem Weizen genommen, die die Preise in den letzten Wochen stützte. Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich verschlechterte sich moderat. 64% der Bestände erhielten per 24. Februar die höchste Bewertungsstufe „gut bis exzellent“. In der Vorwoche lag der Anteil noch bei 65% und vor einem Jahr bei 85%. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um 1,00 Euro auf 4,50 Euro über Paris Mai 20.

28.02.2020 Frankreich: Schwächere Weizenratings

Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich hat sich in der vergangenen Woche moderat verschlechtert, berichtet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Update. 64% der Bestände erhielten per 24. Febraur die höchste Bewertungsstufe „gut bis exzellent“. In der Vorwoche lag der Anteil noch bei 65%. Vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt waren 85% der Bestände in Top-Verfassung. Die Sommergerstenaussaat ist per 24. Februar auf 32% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 20%, Vorjahr: 66%)

28.02.2020 Philippinen kaufen 275.000 Tonnen Futterweizen

Importeure von den Philippinen kauften rund 275.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zur Lieferung zwischen Mai und Juli, melden europäische Händler. Insgesamt 5 Käufe mit jeweils rund 55.000 Tonnen wurden getätigt. Marktkenner glauben, dass der Weizen hauptsächlich aus der Schwarzmeer-Region geliefert wird.

28.02.2020 Institutionelle Anleger erhöhten Weizen Netto-Long-Bestand zum 10. Mal in Folge

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) erhöhten ihren Netto-Long-Bestand beim Matif Weizen zum zehnten Mal in Folge. Der Bestand von 83.653 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 21. Februar auf 97.515 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 21. Februar von 105.339 Kontrakten auf 104.073 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,3% während Non Commercial Participants 23,7% am Open Interest repräsentieren.
95,0% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 93,9).

28.02.2020 CBoT-Weizen verbucht größten Wochenverlust seit Juli 2019

Die Weizenkurse am CBoT sinken nun schon drei Tage in Folge. Diese Woche wird wohl der größte Verlust verbucht seit Juli 2019. Die rasche Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas weitet sich zu einer Pandemie aus.
Investoren fliehen aus den Rohstoffen und damit auch aus ihren Weizen-Long-Positionen. Das drückt die Weizenkurse. In diesem Monat ist der Wert des meistgehandelten Weizenfutures bereits um 5,4% gesunken.
Auch die Aktienmärkte stehen unter massivem Druck. Das ist bereits vergleichbar mit der Finanzkrise in 2008. Die Weltwirtschaft könnte großen Schaden nehmen. Die Hoffnungen, dass sich alles wieder normalisiert, wenn erst China sein Corona-Problem im Griff hat, hat sich nicht bestätigt.
Zudem kamen gestern zwei bärische Meldungen zu der weltweiten Versorgungslage mit Weizen. Das IGC erwartet für 2020/21 eine um zwei Mio. Tonnen größere Produktion, weil die Anbaufläche ausgeweitet wird. Außerdem wurde die Schätzung zum aktuellen Vorrat ebenfalls um zwei Mio. Tonnen angehoben.

28.02.2020 Getreidemail

Die weitere Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas, schwache Finanzmärkte sowie fallende Rohölnotierungen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Mit insgesamt 449.900 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Auch heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Die weitere Erholung des Euro gegenüber dem Dollar bremste die Weizenkurse an der Euronext, da westeuropäisches Getreide dadurch für den Export weniger wettbewerbsfähig ist. Vor dem Hintergrund der anhaltenden internationalen Nachfrage blieben Exportaussichten für europäischen Weizen aber gut. Das International Grains Council schätzt die globale Weizenproduktion 2020/21 auf die Rekordmenge von 769 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Anbaufläche wurde um 2% erhöht. Zudem hob die regierungsunabhängige Organisation die Ernteschätzung für 2019/20 um zwei Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen an.

27.02.2020 IGC hebt Ernte- und Vorratsschätzungen für Weizen und Mais

Die Welt-Weizenproduktion 2020/21 wird vom IGC (International Grains Council) auf die Rekordmenge von 769 Mio. Tonnen geschätzt. Die Anbaufläche wird um 2% ausgeweitet.
In ihrem monatlichen Update hat die Regierungsunabhängige Organisation zudem die Ernteschätzung für 2019/20 um zwei Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen angehoben.
Der IGC geht davon aus, dass die Weizenvorräte in Indien und in China steigen werden. Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Weizen der Ernte 2020/21 werden ein Allzeit-Hoch erreichen.
Die höhere Schätzung der globalen Weizenproduktion resultiert aus der Erwartung einer besseren Ernte in Indien, wo 103,6 Mio. Tonnen Weizen geerntet werden sollen. Im Vorjahr waren es 99,7 Mio. Tonnen. Bisher ging man für die neue Ernte noch von 102,2 Mio. Tonnen aus.
Indiens eigene Ernteschätzung liegt sogar bei 106,21 Mio. Tonnen, nachdem die letzte Monsunzeit so nass war wie seit 25 Jahren nicht.
Der IGC erwartet auch eine 1% größere Maisanbaufläche auf der Welt. Die Maisernte 2019/20 wurde von den Experten um 1 Mio. Tonnen höher auf 1,112 Mrd. Tonnen geschätzt als im letzten Monat. Im Vorjahr waren es 1,13 Mrd. Tonnen.
Die Welt-Sojabohnenernte 2019/20 wird vom IGC 5% kleiner geschätzt, da in den USA weniger von der Ölsaat angebaut wurde. In 2020/21 wird die Anbaufläche in den USA aber wieder um 4% ausgeweitet.

27.02.2020 Nasses Wetter in West- und Süd-Australien vorhergesagt

Für West- und Süd-Australien sind in den kommenden drei Monaten kühle und nasse Wetterbedingungen vorhergesagt. Das könnte die Bedingungen für den Weizenanbau deutlich verbessern.
Das australische Meteorologische Institut BOM sieht für die kommenden drei Monate eine 70%-Chance für überdurchschnittlich hohe Niederschläge in Western Australia, Süd-Australien und dem Bundesstaat Victoria. Die Bundesstaaten New South Wales und Queensland sollen durchschnittlich hohe Niederschläge erhalten. Dort wird im April der Winterweizen für die Ernte 2020/21 gesät. Das ist der lukrativste Agrarexport des Kontinents.
Sollte die Wettervorhersage zutreffen, so wäre das für die Farmer eine gute Nachricht.
Die Weizenernte 2019/20, die erst kürzlich eingefahren wurde, sank auf ein 12-Jahres-(Rekord-)Tief was die Kurse an den Terminmärkten auf ein 18-Moante-Hoch brachte.
Dieses grottenschlechte Ergebnis folgte einer 3-Jahre andauernden Trockenheit, die kaum noch einen Tropfen Wasser im Boden ließ. Die Bedingungen änderten sich erst im Monat Januar 2020 als es an der Ostküste vier Tage lang ununterbrochen regnete. Die Farmer sagen aber, dass das noch nicht reicht.
Der oberste Rohstoffanalyst der Regierung wird seine erste Ernteschätzung für 2020/21 im März veröffentlichen.

27.02.2020 Getreidemail

Der feste Wechselkurs des US-Dollar sowie die Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee von ihren Anfangsverlusten erholen und schlossen am Abend uneinheitlich. Die gute internationale Nachfrage am Weizenmarkt, insbesondere die Ausschreibung Saudi Arabiens und Tunesiens, stützen den europäischen Markt. FranceAgriMer sieht derzeit keine Anzeichen für eine Störung der Weizennachfrage Chinas aufgrund der Corona-Krise. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit französischen Weizenexporten außerhalb der EU von 12,6 Mio. Tonnen. Der jüngste Preisverfall in Russland und der Rückgang des Rubels in dieser Woche hatten den russischen Weizen jedoch wettbewerbsfähiger gemacht und den Aufwärtstrend für westeuropäische Preise begrenzt.

27.02.2020 Corona Pandemie drückt die Weizenkurse weiter

Im Zuge der allgemeinen Schwäche der Rohstoff- und Aktienmärkte aufgrund der fortschreitenden Pandemie geben die CBoT-Weizenkurse auch heute Morgen wieder nach. Das wird sich kurzfristig wohl kaum ändern, da sich die Agrarrohstoffe der negativen Marktstimmung nicht entziehen können.
Heute Morgen verlieren die Kurse für Rohöl und der asiatischen Aktien, weil sich das Coronavirus weltweit rasch verbreitet. Investoren flüchten in Gold und Staatsanleihen. Gestern wurden erstmals außerhalb Chinas mehr Neu-Infektionen mit dem Virus gemeldet, als in dem Ursprungsland China. Epizentren sind Süd-Korea, Italien und der Iran.
Nachdem der Virus Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt wurde, sind jetzt weltweit rund 80.000 Menschen infiziert. Es gab bereits 2.700 Tote die an einer Lungenkrankheit gestorben sind. Darunter auch in den Getreide-importierenden Ländern Japan und Süd-Korea.
Das argentinische Landwirtschaftsministerium hatte gestern bis auf weiteres alle Getreideausfuhren gestoppt. Man vermutet, dass jetzt die Ausfuhrzölle angehoben werden.

26.02.2020 Ukraine: Getreideexporte 2019/20 könnten 40 Mio. Tonnen übersteigen

Ukraines Getreideexporte in der laufenden Saison 2019/20 (Juli – Juni) erreichten bisher ein Volumen von 40,1 Mio. Tonnen. Sie liegen damit 23% über den Exporten zum selben Zeitpunkt in der Saison 2018/19. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 16,5 Mio. Tonnen. Außerdem exportierte die Ukraine bisher über 4 Mio. Tonnen Gerste und 19,1 Mio. Tonnen Mais.
Geerntet wurde im vergangenen Jahr 75,1 Mio. Tonnen Getreide, 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.
Im Vermarktungsjahr 2018/19 wurden insgesamt 49,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 15,6 Mio. Tonnen Weizen, 3,7 Mio. Tonnen Gerste und 29,8 Mio. Tonnen Mais. Für die laufende Saison erwartet das Landwirtschaftsministerium Weizenexporte von bis zu 20 Mio. Tonnen.

26.02.2020 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago. Technische Verkäufe und die Erwartung großer Ernten belasteten die Kurse, während Short-Positionen-Abdeckungen nach Mehr-Monats-Tiefs für Kursauftrieb sorgten. Die Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus lastet weiterhin auf dem Markt. Das US-Landwirtschaftsministerium erhöhte am Montag die Winterweizen-Ratings in bedeutenden Anbaustaaten wie Oklahoma, Kansas und Illinois. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse wieder schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beendeten den Handelstag aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee ebenfalls uneinheitlich. Belastend wirkte zudem der schwächere Wechselkurs des russischen Rubels, der russischen Weizen für ausländische Käufer verbilligt. In Deutschland hoffen Marktteilnehmer darauf, bei der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 715.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft maßgeblich berücksichtigt zu werden. Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 125.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 15. März und 25. Mai. Die Ukraine könnte 2020 dank des günstigen Wetters in diesem Winter eine weitere große Getreideernte einfahren.

26.02.2020 CBoT-Weizenkurse erneut unter Druck

Die Weizenkurse am CBoT geben heute Morgen erneut nach. Es ist bereits die fünfte von sechs Handelssitzungen mit fallenden Kursen. Da das Coronavirus nun offensichtlich auch in anderen Ländern außerhalb Chinas um sich greift, fürchtet man um die Weltwirtschaft.
Alle Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Rohstoffmärkte sind verflogen. Dabei waren die Coronavirus-Einflüsse auf den Weizenmarkt bisher nicht groß. Sollte jetzt, nachdem die Infektionen in Ländern wie Süd-Korea, Italien und dem Iran sprunghaft zunehmen, die Weltwirtschaft ins Straucheln kommen, wie es sich bereits an den Aktienmärkten abzeichnet, dann kann sich der Weizenpreis nicht verbessern.
Wetterdienst in der Ukraine rechnen mit einer guten Ernte in 2020. Rohstofffonds kauften gestern Weizenfutures.

25.02.2020 Tunesien kauft 125.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 125.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 15. März und 25. Mai (je nach Herkunft) gekauft, melden europäische Händler. Es wurden 5 Vereinbarungen zum Kauf von jeweils 25.000 Tonnen getroffen. Der niedrigste Preis lag bei $232,92/Tonne c&f.

25.02.2020 Ukraine erwartet erneut gute Getreideernte

Die Ukraine könnte 2020 dank des günstigen Wetters in diesem Winter eine weitere große Getreideernte einfahren. Die Auswinterungsverluste liegen derzeit nahe Null, so Tetyana Adamenko vom staatlichen Wetterdienst gegenüber Reuters.
Die für die Wintergetreideernte 2020 in der Ukraine ausgesäte Fläche stieg um 0,2% auf 7,6 Mio. Hektar. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Winterweizen, 0,6% weniger, als ein Jahr zuvor.
Winterweizen dominiert die Weizenernte in der Ukraine und macht mehr als 95% der Weizenproduktion des Landes aus.
Adamenko sagte, dass es keine Risiken mehr für ukrainische Pflanzen gebe und dass das derzeitige und für die nahe Zukunft prognostizierte milde Wetter den Pflanzen helfen würde, mit der Vegetation zu beginnen.
"Das Feuchtigkeitsvolumen im Boden ist kleiner als vor einem Jahr, aber es reicht immer noch aus, damit sich Pflanzen entwickeln können", so Adamenko.
Die Ukraine erntete 2019 die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide gegenüber 70 Mio. Tonnen im Jahr 2018. Die Weizenernte umfasste 28,1 Mio. Tonnen gegenüber 24,6 Mio. Tonnen im Jahr 2018.

25.02.2020 Getreidemail

Die Ausbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft führten gestern zu großen Verlusten an den Rohstoff-, Energie- und Aktienmärkten. Technische Verkäufe belasteten zudem die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 411.523 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls deutlich schwächer. Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 erreichten per 23. Februar ein Volumen von 18,72 Mio. Tonnen (+64% zum Vorjahr). Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein, verladen an Schwarzmeerhäfen, lag Ende letzter Woche bei $218/Tonne FOB und damit $2 niedriger, als in der Vorwoche. Saudi Arabiens Getreideeinkäufer SAGO kaufte im Rahmen einer Ausschreibung 715.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April und Juni. Europäische Händler hoffen, dass sie einen großen Anteil der Menge, die aus 12 Teilmengen mit 55.000 -60.000 Tonnen besteht, liefern dürfen.

24.02.2020 EU-Weizenexporte 64% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 erreichten per 23. Februar ein Volumen von 18,72 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 64%.
Die Gerstenexporte stiegen um 53% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten ein Volumen von 4,73 Mio. Tonnen.
Rückläufig waren hingegen die Maisimporte per 23. Februar. Sie sanken um 11% auf 13,99 Mio. Tonnen.

24.02.2020 Agrarministerium in Kiew senkt Ernteerwartung für Getreide

Das Ministerium für Handel und Landwirtschaft in Kiew erwartet, dass die Getreideernte 2020 in der Ukraine zwischen 65 und 71 Mio. Tonnen ausfallen wird, in 2019 waren es 75,1 Mio. Tonnen.
Anfang Februar hatte der Agrarmarktanalyst ProAgro die Getreideernte der Ukraine 2020 noch auf 72,673 Mio. Tonnen geschätzt. Die Weizenernte werde demnach auf 28,3 Mio. Tonnen kommen und die Maisernte werde so groß ausfallen wie in 2019.
Die Ukraine ist einer der führenden Getreideproduzenten und-Exporteure der Welt. Auf zirka sieben Millionen Hektar wurden Wintersaaten für die Ernte 2020 gelegt. Wo die Saat aufgegangen ist, ist der Zustand der Feldbestände befriedigend bis gut. Für die Ernte 2019 war die Anbaufläche 7,1 Mio. Hektar groß.

24.02.2020 Tunesien sucht Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht per internationaler Ausschreibung 125.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 25. Februar.

24.02.2020 Russland: Weizen-Exportpreis erneut rückläufig

Russischer Exportweizen registrierte aufgrund des starken Wettbewerbs mit bedeutenden Exportnationen in der vergangenen Woche den vierten wöchentlichen Preisrückgang in Folge. Das Tempo des Kursrückgangs hat sich allerdings verlangsamt, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die globalen Rohstoffmärkte gerieten aufgrund der mit dem Coronavirus-Ausbruch verbundenen Risiken unter Druck.
Für die diesjährige Schwarzmeerernte sind die Aussichten in Russland bisher gut. SovEcon erwartet eine Erntemenge von 83 – 87 Mio. Tonnen Weizen, was einen Anstieg zum Vorjahr bedeuten würde. In der Ukraine wird die Weizenernte in einem Volumen von 26 – 28 Mio. Tonnen erwartet.
Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein, verladen an Schwarzmeerhäfen, lag Ende letzter Woche bei $218/Tonne FOB und damit $2 niedriger, als in der Vorwoche. Gerste sank ebenfalls um $2 auf $190/Tonne.
Der Rückgang des Preises hat sich in Russland jedoch verlangsamt, weil russischer Weizen wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen konnte, nachdem in der Vorwoche Preis um $6 fiel.
In Chicago sanken die Weizenfutures am Montag zum vierten Mal in Folge, weil die schnelle Ausbreitung des Coronavirus auch außerhalb Chinas die Rohstoff- und Aktienmärkte unter Druck setze.
Russland, die Ukraine und Rumänien konkurrieren untereinander um den Markt in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Asien via Schwarzes Meer.
Die Wetterbedingungen in Russland für die 2020er Ernte sind gut mit überdurchschnittlichen Temperaturen, meldet SovEcon. In Zentralrussland, der Wolga-Region und Teilen Südrusslands hat es in der vergangenen Woche geregnet. Weitere Niederschläge werden innerhalb der kommenden zwei Wochen erwartet.
Seit Beginn der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) exportierte Russland bisher 27 Mio. Tonnen Getreide, davon 23,3 Mio. Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 19%.

24.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 18.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (45.940 Kontrakte) auf 64.715 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 10.623 Kontrakte auf 61.461 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.409 Kontrakte auf 89.763 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 18. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
24.02.2020 Weizen aus der EU für Saudi-Arabien?

Der Saudische Getreideeinkäufer SAGO teilte heute Morgen mit, dass er in einer Ausschreibung 715.000 Tonnen Weizen gekauft hat.
Der Durchschnittspreis liegt bei 247,46 c&f USD/Tonne. Die Lieferung erfolgt im April und Juni.
Die Verkäufer Holbud Limited (GB) und Glencore (CH) entscheiden, woher sie den Weizen beziehen wollen. Europäische Händler hoffen, dass sie einen großen Anteil der Menge, die aus 12 Teilmengen mit 55.000 -60.000 Tonnenbesteht, liefern dürfen.

24.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Gewinnmitnahmen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat März 20 allerdings um 1,8% an Wert zu. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 406.400 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoTmit weiteren Abschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten ihre Anfangsgewinne aufgrund der Kursverluste aus Übersee nicht halten und beendeten den letzten Handelstag der Woche uneinheitlich. Der Wechselkurs des Euro stabilisierte sich nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Wochen, beendete die Woche allerdings in der Nähe eines 3-Jahres-Tief. In Frankreich blieb der Zustand der französischen Winterweizenbestände im Vergleich zur Vorwoche stabil. 65% der Pflanzen erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Händler warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Weizen-Ausschreibung Saudi Arabiens.

24.02.2020 CBoT-Weizenkurse heute schon 1,3% im Verlust

Seit vier Handelstagen sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures. Die rasche Verbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas drückt die Preise von Rohstoffen und Aktien.
Der Covid-19 Virus bleibt im Fokus der ganzen Weltwirtschaft. Immer mehr Fälle werden in immer mehr Ländern gemeldet. Der Wechselkurs des US-Dollar steigt. Mittlerweile sprechen Wissenschaftler schon von einer Pandemie, da in Ländern wie Süd-Korea, Italien und dem Iran die Ansteckung mit dem Virus um sich greift.
Dass jetzt Länder außerhalb Chinas betroffen sind, bringt die Aktienmärkte in Asien und an der Wall Street unter Druck, da Investoren in Gold als vermeintlich sicheren Hafen flüchten. Die Kurse von Rohöl geraten dagegen unter Druck und der Koreanische Won sinkt auf den tiefsten Stand seit August.
Der aktuelle Druck auf CBoT-Weizen wird noch dadurch verstärkt, dass Spekulanten sich von ihrer äußerst großen Anzahl von Long-Positionen Weizenfutures trennen und teils auch auf fallende Kurse setzen.

21.02.2020 Algerien: Gesunkene Importe

Algeriens Ausgaben für Importe von Getreide-, Grieß- und Mehlimporte sanken im vergangenen Jahr um 11,7% zum Vorjahr, zeigen offizielle Daten.
Algerien gehört zu den weltweit größten Getreideimporteuren. Aufgrund sinkender Einnahmen im Energiesektor hat man versucht, die Ausgaben für Importgetreide und weitere Produkte zu senken.
Der Wert der Importe für Durum-Weizen, Weichweizen, Grieß und Mehl erreichte 2019 ein Wert von 2,71 Mrd. US-Dollar. 2018 lagen die Ausgaben bei 3,06 Mrd. US-Dollar.
Die Gesamtausgaben für Importgüter sanken um 6% auf 8,07 US-Dollar.

21.02.2020 Frankreich: Winterweizenratings stabil

In Frankreich blieb der Zustand der französischen Winterweizenbestände im Vergleich zur Vorwoche per 17. Februar stabil. 65% der Pflanzen erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Ebenfalls unverändert zur Vorwoche blieben die Ratings der Wintergersten-Bestände. Hier liegt der Anteil der Pflanzen mit Top-Rating bei 67%.
Die Sommergerstenaussaat ist per 17. Februar auf 20% der dafür geplanten Flächen erfolgt. In der Vorwoche lag der Anteil bei 16%.

21.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe und der feste Wechselkurs des US-Dollar, der US-Weizen am Weltmarkt für ausländische Käufer verteuert, sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago erneut für Verluste. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 700.000 Tonnen. Die US-Weizenanbaufläche 2020 bleibt aktuellen Schätzungen des USDA zufolge mit 45 Mio. Acres nahezu stabil zum Vorjahr (45,2 Mio. Acres). Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
Bei vergleichsweise schwachen Umsätzen in einer engen Spanne beendeten die Weizenfutures in Paris den Handelstag uneinheitlich. Der eurpopäische Getreidehandelsverband Coceral erwartet einen Rückgang der EU-Weichweizenernte 2020 von 145,7 Mio. Tonnen in 2019 auf 137,9 Mio. Tonnen. Für positive Stimmung sorgte die Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 715.000 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum April bis Juni. Saudi Arabien gehört zu den wichtigsten Exportmärkten für deutschen Weizen. Händler beobachten mit Spannung, ob Russland auf dem saudischen Markt Fuß fassen kann.

21.02.2020 CBoT-Weizenkurse diese Woche bisher 3,2% im Plus

Diese Woche wird der CBoT-Weizenfuture wohl mit seinem größten Kursanstieg seit fast drei Monaten beenden. Eine kleinere Weizenernte in Australien lässt daran zweifeln, dass die Versorgungslage auf der Welt so üppig ist, wie im letzten USDA-Report beschrieben.
Das sorgte für steigende Kurse bei den Weizenfutures an den Terminbörsen in Chicago und in Paris. Am Wochenanfang wurde bekannt, dass in Down-under die Ernte noch kleiner ausfiel als zuvor erwartet. Außerdem gibt es Gerüchte, dass China bald US-Weizen kaufen werde.
Kurse des CBoT-Weizenfuture stiegen in dieser Woche bisher um 3,2%. Eine so große Steigerung gab es zuletzt im November 2019.
Chinas Verpflichtung, mehr US-Agrarrohstoffe abzunehmen, wird wegen der Coronavirus-Krise immer unwahrscheinlicher. Zwar steigt die Zahl der an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit erkrankten Menschen weiter, aber nicht mehr so rasch wie vorher. Die WHO schöpft daraus Hoffnung, dass die Krise nun beherrscht werden kann. Bisher sind an der Krankheit 2.236 Menschen gestorben, die meisten davon in der chinesischen Provinz Hubei.

20.02.2020 Mehr Mais- und Sojabohnenanbau in den USA

US-Farmer wollen in diesem Jahr 94 Mio. acres Mais anbauen. Im Vorjahr waren es 89,7 Mio. acres. Der Anbau von Sojabohnen steigt von 76,1 Mio. acres auf 85 Mio. acres. Das teilte das USDA soeben mit.
Der Weizenanbau in den USA bleibt mit 45 Mio. acres nahezu stabil (Vj.: 45,2 Mio. acres).
Die USA sind der weltweit größte Exporteur von Mais und die Nummer zwei bei den Sojabohnenexporten.
Beim Futtergetreide Mais wäre das die größte Anbaufläche seit 2016. Der Sojabohnenanbau stiege um 12% gegenüber 2019 als schwieriges Wetter die Aussaat behinderte.
Man hatte sich im Vorfeld dieser ersten Schätzung zur Flächennutzung gefragt, welche Feldfrucht die im Vorjahr nicht angebauten Flächen erobern wird. Heute wird deutlich, dass es wohl der Mais und die Sojabohnen sind. Der US-Weizenanbau bleibt bei der kleinsten Anbaufläche seit 1919.
Das USDA hatte schon im Januar die US-Winterweizenanbaufläche auf den zweit-niedrigsten Stand seit der Erfassung von Anbaudaten geschätzt.

20.02.2020 Coceral erwartet in 2020 kleinere EU-Weichweizenernte

Die Weichweizenernte 2020 in der Europäischen Union wird von 145,7 Mio. Tonnen in 2019 auf 137,9 Mio. Tonnen sinken, das meldete soeben der Europäische Getreidehandelsverband Coceral.
Es ist die erste Prognose des Verbandes für die diesjährige Getreideernte. In den Ländern Frankreich, Deutschland, Dänemark und Großbritannien konnten aufgrund ergiebiger Regenfälle im letzten Herbst längst nicht alle geplanten Flächen mit Wintergetreide bestellt werden.
Coceral hat außerdem eine weitere Ernteschätzung für die EU-27 abgegeben, denn Großbritannien hat die Gemeinschaft am 31. 01. verlassen. Diese lautet für 2020 auf 125,5 Mio. Tonnen Weichweizen gegenüber 129,7 Mio. Tonnen im Vorjahr.

20.02.2020 Saudi-Arabien: 715.000 to-Weizentender für April bis Juni

Der staatliche Getreideeinkäufer Saudi-Arabiens, die SAGO, teilt heute Morgen mit, dass man 715.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen April und Juni 2020 sucht. Es wurde eine internationale Ausschreibung auf den Weg gebracht.
Es sollen zwölf Lieferungen in die Häfen Jeddah, Jazin und Dammam erfolgen. Die Ausschreibung endet am 21. Februar.

20.02.2020 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Gewinnen am Dienstag, der erneut festere Wechselkurs des US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit moderaten Verlusten.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen. Anzeichen einer sich abschwächenden Exportnachfrage belasteten den Markt zusätzlich. Händler melden, dass die Nachfrage nach deutschem Weizen in der laufenden Woche schwächer ausfällt. Begrenzt wurden die Verluste durch den schwachen Wechselkurs des Euros, der auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren sank. Den Rückgang der russischen Exportpreise konnte der schwächere Euro-Wechselkurs allerdings nicht ausreichend kompensieren. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei 4 Euro über Paris März 20. Institutionelle Anleger erhöhten in der vergangenen Woche erneut ihren Bestand an Netto-Long-Positionen auf Weizen an der Euronext.

19.02.2020 Institutionelle Anleger bauen Weizen Netto-Long-Bestand aus

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 67.401 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 14. Februar auf 83.653 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 14. Februar von 95.152 Kontrakten auf 105.339 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,2% während Non Commercial Participants 22,7% am Open Interest repräsentieren.
93,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (unverändert zur Vorwoche).

19.02.2020 Russlands Weizenernte 2020 könnte um 3-5% steigen

Russlands Landwirtschaftsministerium teilt heute mit, dass die russische Weizenernte 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 3-5% steigen könnte. Das meldet die Nachrichtenagentur TASS und zitiert dabei den ersten stellvertretenden Landwirtschaftsminister Dzhambulat Khatuow.

19.02.2020 Prognose zu Ukraines Getreideernte 2020 sinkt

Die Getreideernte 2020 wird in der Ukraine jetzt auf 72,673 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 3,19% weniger als die Erntemenge in 2019 (75,1 Mio. to). Die Anbaufläche der Wintersaaten wurde eingeschränkt und teilweise waren die Wetterbedingungen schlecht, so das Beratungsunternehmen ProAgro.
Die Winterweizenernte soll sogar um 7,31% auf 26,234 Mio. Tonnen sinken (2019: 28,3 Mio.to). Die Maisernte wird auf dem Vorjahresniveau (35,849 Mio.to) bleiben, so die Fachleute.
Da im letzten Herbst nicht alle geplanten Wintersaaten in die Erde kamen, wird die Anbaufläche der Sommerungen ausgeweitet. Davon profitiert Sommergerste, die in wärmeren Gebieten bereits gesät wird.

19.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago legten gestern um 4,5% zu und damit so stark, wie zuletzt im Mai vergangenen Jahres. US-Weizen könnte nach Ansicht von Analysten von der schwachen Weizenernte in Australien profitieren. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 501.990 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 14.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stiegen gestern in Folge der festen Vorgaben aus Übersee und des anhaltend schwachen Euro-Wechselkurses auf ein 3-Wochen-Hoch. Zudem sorgte die Anfang der Woche veröffentlichte Meldung der Weizenernte Australiens auf ein 12-Jahres-Tief für Kursauftrieb. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März auf 4,00 Euro über Paris März 20. Die türkische Getreidebörse TMO kaufte in einer Serie von Ausschreibungen insgesamt über 250.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 5. – 20. März. Indiens Weizenproduktion im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 wird voraussichtlich den Rekordwert 106,21 Mio. Tonnen erreichen. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 2,5%.

19.02.2020 Weizen: Von Australiens Missernte profitieren Nordamerikanische Anbieter

Nach dem gestrigen größten Tagesplus seit acht Monaten beim CBoT-Weizen, geben die Kurse heute Morgen wieder nach. Gestern reagierte die Börse auf eine nochmals kleinere Ernteschätzung in Australien.
Händler in Singapur teilen Ihren Kunden heute Morgen mit, dass wohl US- und Kanada-Weizen davon profitieren könnten.
In Australien schätzt man die Weizenernte 2019/20 nun auf den niedrigsten Stand seit 12 Jahren. Dort gab es an der Ostküste eine verheerende Trockenheit.
Gestern teile China mit, dass man seinen Importeuren Ausnahmenbewilligung bei den Importzöllen auf US-Güter gewähren will. Damit kommt Peking seinen vertraglichen Verpflichtungen aus den Phase-1-Deal vom 15. Januar nach. Marktteilnehmer erwarten aber, dass der chinesische Importbedarf aufgrund der Coronavirus-Krise sinken wird. Heute Morgen melden die Presseagenturen, dass inzwischen 2.004 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben sind und 74.000 Chinesen sich mit dem Virus angesteckt haben.

18.02.2020 Türkei kauft 250.000 Tonnen Weizen

Die türkische Getreidebörse TMO hat in einer Serie von Ausschreibungen (20.000 – 50.000 Tonnen) insgesamt über 250.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 5. – 20. März gekauft, melden europäische Händler. Die Käufe sind vorläufig und müssen in den kommenden Tagen bestätigt werden. Der niedrigste gezahlte Preis liegt Händlern zufolge bei 222,75 USD pro Tonne C & F.

18.02.2020 Indien erwartet Rekord-Weizenernte

Indiens Weizenproduktion im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 wird voraussichtlich den Rekordwert 106,21 Mio. Tonnen erreichen. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 2,5%. Indiens Bauern profitierten vom nassesten Monsun seit 25 Jahren, der es erlaubte, die Anbaufläche für Wintergetreide auszuweiten, so die Regierung am heutigen Dienstag.

18.02.2020 US-Weizenfutures weiter sehr fest

Die Weizenfutures in Chicago steigen heute Vormittag um über 2% aufgrund der reduzierten Prognose der australischen Weizenernte. Australiens Weizenernte 2019/20 wird neusten Prognosen zufolge die kleinste seit 2008 sein, weil eine schwere Dürre die Weizenbestände schädigt.

18.02.2020 Getreidemail

Die Börsen in den Vereinigten Staaten blieben gestern aufgrund des US-Feiertags Presidents-Day geschlossen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit kräftigen Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag mit Kursverlusten. Das Handelsvolumen war aufgrund der fehlenden Vorgaben aus Übersee gering. Der Wechselkurs des Euro sank gestern auf ein 3-Jahres-Tief und verbessert damit weiter die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum. Russlands Weizenexportpreise sanken in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge aufgrund des starken globalen Wettbewerbs und der zuletzt rückläufigen Weltmarktpreise. Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 16. Februar ein Volumen von 18,01 Mio. Tonnen. Damit liegt das Exportvolumen 70% über dem Niveau, das vor einem Jahr am 10. Februar 2019 erreicht wurde. Das anhaltend milde Wetter in weiten Teilen Europas verringert die Fähigkeit der Getreidekulturen, potenziellen Kälteeinbrüchen standzuhalten. In den kommenden Tagen sind jedoch keine Frostgefahren zu beobachten, so der EU-Dienst zur Überwachung von Kulturpflanzen.

18.02.2020 CBoT-Weizenkurse steigen um mehr als 2%

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen um mehr als 2% auf ein Acht-Tage-Hoch. Die weltweite Versorgungslage ist vielleicht doch nicht so üppig, wie im letzten USDA-Report berichtet, denn Australien gibt jetzt bekannt, dass die Ernte dort die kleinste ist, seit 2008.
Dort hatte eine ernste Trockenheit die Ernte an der Ostküste verdorren lassen.
Der Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro ist auf ein Drei-Jahres-Tief verfallen. Für einen Euro gibt es aktuell 1,08 US-Dollar. Weil Europas größte Volkswirtschaft in Deutschland schwächelt. Das verbessert die Exportaussichten für Weizen aus dem Euro-Raum.

17.02.2020 Marokko sucht Durum-Weizen

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Import von über 354.000 Tonnen Durum-Weizen aus den Vereinigten Staaten zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben. Das Ergebnis der Ausschreibung soll am 5. März bekanntgegeben werden. Die Ausschreibung sieht vor, dass Sendungen bis zum 31. Mai in marokkanischen Häfen eintreffen, teilten Händler mit. Die marokkanische Regierung hat am 26. Dezember ein Dekret zur Aussetzung des Zolls für Weichweizen vom 2. Januar bis 30. April verabschiedet, um eine regelmäßige Versorgung sicherzustellen und Preiserhöhungen auf dem Inlandsmarkt zu verhindern.

17.02.2020 Russland: Weizenexportpreise erneut gesunken

Russlands Weizenexportpreise sanken in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge aufgrund des starken globalen Wettbewerbs und der rückläufigen Weizenfuturekurse an der Chicago Board of Trade.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte vergangene Woche 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft. Ägypten ist nach der Türkei der zweitgrößte Käufer von russischem Weizen.
Der Preis für Exportweizen mit 12,5% Protein an russischen Seehäfen sank in der vergangenen Woche um $6,00 auf $220/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Gerste blieb stabil beim $192/Tonne.
IKAR, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet beim Weizen einen Rückgang um $3 auf $220/Tonne.
Russland exportierte in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 per 13. Februar 26,5 Mio. Tonnen Getreide, davon 22,5 Mio. Tonnen Weizen. Insgesamt sanken die russischen Getreideexporte damit in der laufenden Saison um 19% zum Vorjahr.
SovEcon erwartete, dass das Exporttempo im Februar zulegen werden, bisher ist das allerdings noch nicht der Fall. Die Dinge könnten sich in den nächsten Wochen noch verbessern, da sich die Margen der Händler allmählich erholen, so das Unternehmen.
SovEcon sagte auch, dass die Inlandspreise im europäischen Teil Russlands unter zusätzlichen Druck geraten könnten, weil die Regierung letzte Woche Subventionen für den Transport von 2,1 Millionen Tonnen Getreide per Eisenbahn von Sibirien und Ural zu südlichen Häfen und anderen Regionen genehmigt hatte. In einigen Regionen des europäischen Teils Russlands sind die Temperaturen letzte Woche gesunken, aber der Kälteeinbruch war kurz und hatte wohl keinen negativen Einfluss auf die Wintergetreidebestände.

17.02.2020 EU-Weizenexporte 70% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) erreichten per 16. Februar ein Volumen von 18,01 Mio. Tonnen, das zeigen amtliche Daten der EU-Kommission.
Damit liegt das Exportvolumen 70% über dem Niveau, dass am 10. Februar 2019 erreicht wurde. Mit 4,63 Mio. Tonnen lag der Anstieg der Gestenexporte 52% über Vorjahr. Die Mais-Importe hingegen sanken um 10% auf 13,65 Mio. Tonnen.

17.02.2020 Australien: Weizenernte 2019/20 auf 12-Jahres-Tief

Australiens Weizenernte 2019/20 wird nach Schätzungen von ABARES die kleinste Ernte in den letzten 12 Jahren sein. Im Dezember gab ABARES bekannt, dass sie ein Volumen von 15,17 Mio. Tonnen erreichte. Die schwere Dürre an der Ostküste belastete die Weizenbestände sehr und führte zu der kleinsten Ernte seit dem Jahr 2008. Am 22. Januar erreichten die Weizenfutures in Chicago ein neues 18-Monats-Hoch. Australien gehört zu den zehn größten Getreideexporteuren der Welt. In der Regel tragen die Weizenexporte zu etwa 2% zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei.

17.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 11.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (52.161 Kontrakte) auf 45.940 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 16.094 Kontrakte auf 72.084 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 9.814 Kontrakte auf 92.172 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
17.02.2020 Getreidemail

Rückläufige globale Weizenpreise, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie der gestiegene Wechselkurs des US-Dollar belasteten am Freitag die Weizennotierungen in Chicago. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat März 2,9% bzw. 16 Cent an Wert. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund des Feiertags Washington's Birthday bzw. Presidents' Day geschlossen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich von den negativen Vorgaben aus Übersee lösen und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der schwache Euro/Dollar Wechselkurs, der auf das niedrigste Niveau seit April 2017 sank, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus Westeuropa und verleiht den hiesigen Exporteuren Optimismus. Schwächere Preise in Russland und die Erwartung einer großen russischen Weizenernte in diesem Jahr begrenzten jedoch den Kursanstieg. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei 5 Euro über Paris März 20. In Polen wurden die Preise ebenfalls durch die regen Exportaktivitäten gestützt.

14.02.2020 China kaufte in dieser Woche ukrainischen Mais

Chinesische Käufer haben in dieser Woche 200.000 Tonnen Mais aus der Ukraine bezogen. Bereits letzte Woche hatte China Weizen in Frankreich Weizen gekauft, ein ungewöhnlicher Vorgang, wie Händler in Europa melden.
Sie gehen davon aus, dass die Ukraine insgesamt 500.000 Tonnen Mais nach China liefern soll. Zwar kauft China regelmäßig Mais in der Ukraine, aber das Coronavirus und der Phase-1-Deal mit den USA lassen Händler über die neuerlichen Abschlüsse mit europäischen Anbietern staunen.
Der Mais aus der Ukraine kostet zirka 180-182 USD/to fob oder 212-215 USD/to c&f für Lieferungen im Februar und März. China ist der größte Kunde für ukrainischen Mais und auch für Sonnenblumenöl. Ende Januar gingen von dort bereits 208.000 Tonnen Mais nach China.
Der Bezug von Weizen aus Frankreich zur Lieferung in der ersten Jahreshälfte 2020 hingegen, ist ein ungewöhnliches Geschäft. China hatte sich vor einem Monat zudem den USA gegenüber verpflichtet, deutlich mehr US-Agrarrohstoffe abzunehmen.

14.02.2020 Kleinere EU-Weizenernte erwartet

Europa steht in Folge der heftigen Niederschläge im Herbst vor einer kleineren Weizenernte. Der bemerkenswert warme Winter hat in einigen Regionen die Kulturen allerdings gestärkt, so Experten am Freitag.
Der größte EU-Weizenproduzent Frankreich steht in diesem Jahr vor einer deutlich kleineren Weizenernte, nachdem heftiger Regen die Aussaatfläche verringerte und die Bestände schwächer sind, als im Vorjahr. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenanbaufläche für die diesjährige Ernte auf 4,70 Mio. Hektar, was einem Rückgang von 5,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die kleinere Winterweizenanbaufläche im Vergleich zu den ursprünglichen Absichten wird in Westeuropa deutlicher, wo die Ertragspotenziale zudem durch die späte Aussaat beeinträchtigt werden, so Strategie Grains.
Trotz guter Aussichten in Deutschland, den baltischen Ländern, Mittel- und Osteuropa wird die Weizenproduktion in der EU aufgrund der erwarteten Ergebnisse in Frankreich und Großbritannien voraussichtlich erheblich niedriger sein, als im Vorjahr. Strategie Grains prognostiziert für Frankreich eine Ernte von 33,8 Mio. Tonnen nach 39,5 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Laut offiziellen Schätzungen hat sich die deutsche Winterweizenanbaufläche im Vergleich zu 2019 um 7,1% auf rund 2,83 Mio. Hektar verringert. Derzeit ist Weizen in gutem bis sehr guten Zustand. Die größte Sorge ist, dass das warme Wetter einen weit verbreiteten Mangel an Winterhärte bedeutet und Weizen anfällig sein könnte, wenn plötzlich harter Frost Einzug hält.
Laut Wojtek Sabaranski von Analysten Sparks Polska ist die Weizensaat in Polen um 2-3% gestiegen (2019: 2 Mio. Hektar). Die Winterkulturen sehen im Moment ziemlich gut aus, so Sabaranski. Weizen hat manchmal ein übermäßiges Wachstum und ist bei ungewöhnlich hohen Temperaturen verschiedenen Krankheiten ausgesetzt.
Es wird erwartet, dass die britische Weizenfläche stark zurückgeht, da die Regenfälle viele Landwirte dazu zwingen, auf Frühjahrskulturen umzusteigen. "Wir schätzen, dass die Anbaufläche für Winterweizen in Großbritannien gegenüber dem Vorjahr um mindestens 20% zurückgehen wird", sagte Ben Bodart von CRM AgriCommodities. Bodart prognostizierte, dass die diesjährige britische Weizenernte von 16,2 Mio. Tonnen im Jahr 2019 auf 10,6 Mio. Tonnen sinken könnte. Dies wird Großbritannien nach seinem Austritt aus der Europäischen Union zu einem Nettoimporteur machen.

14.02.2020 Frankreich: Sommergerste ist auf 16% der geplanten Flächen ausgesät

Frankreichs Landwirte haben per 10. Februar 16% der für die Sommergerstenaussaat geplanten Flächen bestellt, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 14% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt bei 12%. FranceAgriMer meldet weiter, dass 65% der französischen Winterweizenbestände in Top-Verfassung sind. Der Wert ist stabil zur Vorwoche, liegt allerdings deutlich niedriger, als vor einem Jahr (85%).

14.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie der starke Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Zudem belastet der starke Anstieg der Todesopfer durch den Coronavirus die globalen Aktienmärkte. Mit insgesamt 687.100 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am oberen Rand der Markterwartungen von 300.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris wurden die Weizenfutures in einer engen Handelsspanne gehandelt und schlossen uneinheitlich. Der erneut schwächere Euro in dieser Woche verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum und begrenzte gestern das Abwärtspotenzial. Das Beratungsunternehmen Strategie Grains reduzierte seine Prognose der Weizenproduktion 2020 in der Europäischen Union. Die neue Prognose liegt mit 138,6 Mio. Tonnen nun 1,3 Mio. Tonnen unter der Vormonatschätzung von 139,8 Mio. Tonnen.

13.02.2020 US-Export-Sales: Weizenexporte am oberen Rand der Markterwartungen

13.02.2020 EU-Weizenpreise könnten ab dem Frühjahr sinken

Die Weizenpreise in der Europäischen Union könnten ab dem Frühjahr sinken, weil die Aussicht auf eine große Ernte in Russland und eine reichliche Versorgung mit Futtergetreide den erwarteten Rückgang der Weizenproduktion in der EU ausgleichen könnte, teilte das Beratungsunternehmen Strategie Grains mit.
In dem monatlichen Bericht senkte das französische Unternehmen seine Prognose für die diesjährige Weichweizenernte in der EU von 139,8 Mio. Tonnen auf 138,6 Mio. Tonnen, da die Aussaat in Teilen Westeuropas weiterhin durch Regen gestört wurde.
Die neue Prognose sieht für 2020 einen Rückgang um 5,1% unter dem Vorjahresniveau vor.
Die Terminpreise für die Ernte 2020 werden bereits unter dem Niveau der alten Ernte gehandelt, und der EU-Markt könnte einen allgemeinen Preisverfall erleben, wenn sich die Erntesaison auf der Nordhalbkugel nähert, so Strategie Grains.
"Trotz der geringeren geplanten Ernte und der schwachen Bilanzposition gehen wir davon aus, dass die Weizenpreise für Europa 2020 im Sommer und Herbst weiter sinken werden, da sie dem von Russland ausgehenden Erntedruck in diesem Sommer nicht standhalten können", hieß es.
Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass Russland im Jahr 2020 eine Ernte von 82 Mio. Tonnen erzielen wird, warnt jedoch davor, dass sich die Witterungsbedingungen in den kommenden Monaten noch ändern könnten.
Andere Analysten rechnen aufgrund der Rekordaussaat von Winterweizen und des milden Winterwetters ebenfalls mit einer starken russischen Ernte.
Der Angebotsdruck beim Weizen könnte auch von großen globalen Gersten- und Maisernten ausgehen, was die Nachfrage nach Weizen als Futtermittel verringern würde, so Strategie Grains.
Der am Euronext-Terminmarkt gehandelte Weizenfuture BL2H0 erreichte im Januar aufgrund der regen Exportnachfrage ein 1 ½ Jahres-Hoch.
Das Unternehmen erhöhte seine Prognose für die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 30,5 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 30,6 Mio. Tonnen.
Die Ausfuhren dürften im Jahr 2020/21 angesichts des geringeren EU-Angebots auf 26,2 Mio. Tonnen zurückgehen.
Strategie Grains kündigte an, Großbritannien in der Übergangszeit, die nach dem offiziellen Austritt Großbritanniens aus dem Block am 31. Januar begann, weiterhin in seine EU-Schätzungen aufzunehmen.

13.02.2020 Getreidemail

Feste Finanzmärkte, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie Hoffnungen über eine Eingrenzung des Coronavirus gaben den Weizennotierungen gestern in Chicago Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 300.000 - 650.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee nur bedingt und schlossen unverändert bis moderat fester. Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison von 12,4 Mio. Tonnen auf 12,6 Mio. Tonnen. Es ist der fünfte Anstieg in Folge, in der die Prognose der Nicht-EU-Exporte erhöht wurde. Nahezu unverändert auf 2,4 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Saison. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €0,50 auf €4,50 über Paris März 19. Die britischen Weizenexporte stiegen im Dezember aufgrund einer Lieferung in die Vereinigten Staaten und liegen deutlich über dem Tempo der letzten Saison.

12.02.2020 Ukraine: Wintergetreide in Top-Verfassung

Das Gros der Wintergetreidebestände in der Ukraine ist trotz des Mangels an Bodenfeuchtigkeit während der Aussaat in einem hervorragenden Zustand, meldet ein hochrangiger Beamter des staatlichen Wetterdienstes. Das Beratungsunternehmen APK-Inform meldet, dass 80% des Wintergetreides in Top-Verfassung ist. Die Anbaufläche für Wintergetreide in der Ukraine zur Ernte 2020 stieg um 0,2% zum Vorjahr auf 7,6 Mio. Hektar. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Winterweizen, ein Rückgang um 0,6%. Im letzten Monat gab es keine signifikanten Wetterrisiken für das ukrainische Wintergetreide. Demnach ist derzeit eine große Wintergetreideernte zu erwarten. Die Ukraine erntete 2019 die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide, verglichen mit 70 Mio. Tonnen im Jahr 2018.

12.02.2020 FranceAgriMer veröffentlicht Exportschätzungen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt die französischen Weizenexporte an China in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 auf 1,0 – 1,2 Mio. Tonnen.
Die französischen Weizenexporte an Ägypten schätzt FranceAgriMer auf 0,9 – 1,0 Mio. Tonnen.

12.02.2020 FranceAgriMer erhöht Exportprognose für Weizen an Nicht-EU-Destinationen

Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison von 12,4 Mio. Tonnen auf 12,6 Mio. Tonnen erhöht. Das ist der fünfte Anstieg in Folge, in der die Prognose der Nicht-EU-Exporte erhöht wurde.
Nahezu unverändert auf 2,4 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Saison, da die erwarteten Exporte innerhalb der EU aufgrund der gestiegenen Prognose für Lieferungen außerhalb des Blocks geringer ausfielen.
Zudem erhöhte FranceAgriMer seine monatliche Schätzung der französischen Gerstenbestände für 2019/20 von 1,8 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 2,0 Mio. Tonnen und die Schätzung der französischen Maisbestände von 2,1 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 2,2 Mio. Tonnen.

12.02.2020 Großbritanniens Weizenexporte steigen im Dezember

Die britischen Weizenexporte stiegen im Dezember aufgrund einer Lieferung in die Vereinigten Staaten und sie liegen deutlich über dem Tempo der letzten Saison, wie Zolldaten am Dienstag zeigten. Die Weizenexporte beliefen sich im Berichtsmonat auf 96.111 Tonnen nach 71.463 Tonnen im Vormonat.
Die Ausfuhren an Länder innerhalb der EU gingen auf 34.763 Tonnen zurück, die niedrigste monatliche Menge in der Saison 2019/20 (Juli / Juni), während die Lieferungen an Länder außerhalb der EU ein Saisonhoch von 61.328 Tonnen erreichten. Die Vereinigten Staaten waren mit 53.000 Tonnen das wichtigste Zielland im Dezember, gefolgt von 20.742 Tonnen (Irland). Die kumulierten Weizenexporte für die Saison 2019/20 betrugen 841.414 Tonnen nach 176.114 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Es wird erwartet, dass die Weizenexporte in dieser Saison zunehmen und die Produktion um fast 20% auf ein Vierjahreshoch von 16,22 Mio. Tonnen steigen wird. Die britischen Weizenimporte im Dezember beliefen sich auf 116.065 Tonnen nach 58.242 Tonnen im Vormonat. Die kumulierten Weizenimporte für die Saison beliefen sich auf 551.807 Tonnen, ein deutlicher Rückgang gegenüber 1,2 Mio. Tonnen im Vorjahreszeitraum.

12.02.2020 Getreidemail

Die offenbar ausreichende weltweite Versorgungslage mit Weizen, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Positionsauflösungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Im gestrigen WASDE-Report beließ das USDA die Schätzung der weltweiten Weizenendbestände 2019/20 fast unverändert zur vorherigen Schätzung bei 288,03 Mio.Tonnen (Vormonat 288,08). Analysten rechneten jedoch mit einer Reduzierung auf 287,44 Mio.Tonnen. Die Schätzung der US-Weizenendbestände wurde hingegen nach unten korrigiert und liegt nun bei 940 Mio.Bushel (Vormonat 965 Mio.Bushel; Analystenschätzung 954 Mio.Bushel). Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. März. Weizen aus Frankreich wurde nicht angeboten. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte seinerseits 540.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft.

12.02.2020 Coronavirus: Behinderungen bei Getreidelieferungen nach China

Seit drei Handelstagen sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures und erreichen heute Morgen den tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Die USDA-Zahlen über Weizenvorräte in den USA und auf der Welt insgesamt waren gestern höher als erwartet.
Im Januar gab es bei den Weizenfutures am CBoT eine Rally aber die großen Vorräte lassen es nicht zu, höhere Preise am Weltmarkt durchzusetzen. Zudem gibt es Behinderungen beim Getreidehandel mit China wegen dem Coronavirus, was sich auch auf die Preisfindung auswirkt. Man fragt sich schon, wie lange China sein Importprogramm noch aufrechterhalten kann.
Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus in Washington Robert O´Brien sagte gestern, dass der Ausbruch des Coronavirus in China geplante Lieferungen von Agrarrohstoffen wohl verzögern wird.

11.02.2020 Ägypten kauft 360.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte Händlern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. März.

11.02.2020 Ägypten: Günstigste Weizenofferte bei $228,29
Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die Ausschreibung zum Kauf von Mahlweizen in ungenannter Höhe erhielt, liegt bei $228,29/Tonne c&f und bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien vom Handelshaus Ameropa.
Die günstigsten Offerten auf Basis c&f lauten wie folgt:
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.29 and $11.68 freight equating to $239.97
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.29 and $11.68 freight equating to $239.97
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.54 and $11.68 freight equating to $240.22
Agro AST: 60,000 tonnes of Russian wheat at $228.99 and $12.00 freight equating to $240.99
Solaris: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.75 freight equating to $241.74
Solaris: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.75 freight equating to $241.74
Garant Logistics: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.98 freight equating $241.97
11.02.2020 Frankreich senkt Prognose für Winterweizenanbaufläche 2020

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der Winterweizenanbaufläche 2020 von 4,73 Mio. Hektar (Dezember-Schätzung) auf 4,70 Mio. Hektar reduziert. Zur Anbaufläche 2019 wäre das ein Rückgang um 5,6%.
Das Landwirtschaftsministerium erhöhte die Schätzung der Wintergerste-Anbaufläche von 1,25 Mio. Hektar auf 1,31 Mio. Hektar und die Schätzung der Durum-Anbaufläche von 225.000 Hektar auf 239.000 Hektar. Sie wären damit stabil zum Vorjahr.
Erhöht wurde auch die Schätzung der Rapssaat-Anbaufläche von 1,05 auf 1,08 Mio. Hektar.
Starker Regen hat die Herbstaussaat von Weizen und Gerste in Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, gestört. Analysten erwarten einen starken Rückgang der Anbaufläche.

11.02.2020 Algerien: Staatlicher Einkäufer OAIC kauft 540.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat europäischen Händlern zufolge rund 540.000 Tonnen Mahlweizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahren gekauft.
Einige Händler glauben, dass eine noch größere Menge Weizen gekauft wurde, weitere Details werden im Laufe des Tages erwartet. Ersten Annahmen zufolge wurde ein Preis zwischen $237,50 und $237,75 pro Tonne c&f gezahlt.
Algerien selbst veröffentlicht keine Details seiner Ausschreibungen.
Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 15. April und 16. – 30. April. Sollte Weizen aus Südamerika den Zuschlag erhalten, wäre der Lieferzeitraum 1. – 15. März und 16. – 31. März.
Zuletzt kaufte Algerien am 22. Januar rund 400.000 Tonnen Mahlweizen zum Preis von über $245,00/Tonne c&f.

11.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe und fallende Maisnotierungen belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 523.713 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21. - 31. März stattfinden. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDE den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die e-CBoT moderat schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Der schwache Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar und die gute Nachfrage nach europäischem Weizen am Exportmarkt stützen derzeit die Preise in Europa. Die Exportpreise für russischen Weizen sind letzte Woche zum zweiten Mal in Folge gefallen, da der Wettbewerb mit anderen großen Weizenexporteuren zugenommen hat und mildes russisches Winterwetter die Aussaat begünstigte.

11.02.2020 Vor dem USDA-Report: Sojabohnenkurse steigen weiter

Der Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures steigen weiter – seit nunmehr sieben Handelstagen in Folge. Und das obwohl die Furcht vor den Auswirkungen des Coronavirus auf die chinesische Wirtschaft sowie einer riesigen bevorstehenden Sojabohnenernte in Brasilien.
Die Präsidenten der USA und China sowie andere Offizielle in China betonen aber fast schon gebetsmühlenartig, dass man sich an das Abnahmeversprechen vom 15. Januar halten werde. Das Coronavirus hängt aber über dem Markt wie eine dunkle Wolke. Es gibt viele Geschichten, die an den Bedarf der Chinesen nach so großen Mengen Sojabohnen aus den USA zweifeln lassen.
Unterdessen warten die Marktteilnehmer sehnsüchtig auf konkrete Zahlen über Bestellungen Chinas. In dem Abkommen mit dem Namen „Phase-1“ hatte China den USA versprochen, mindestens 12,5 Mrd. US-Dollar mehr für US-Sojabohnen ausgeben zu wollen, als im Jahr 2017 und im Jahr 2021 mindestens 19,5 Mrd. USD über dem Ausgangswert von 2017.
Heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das USDA seinen WASDE-Monatsbericht abgeben. Analysten erwarten, dass die Behörde berichten wird, dass die US-Bestände an Mais, Sojabohnen und Weizen kleiner ausfallen werden als im Vormonat.

11.02.2020 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21. - 31. März stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen aufgeschlüsselt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

10.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 04.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (48.469 Kontrakte) auf 52.161 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.

10.02.2020 Algerien sucht wieder Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat am Samstag eine Ausschreibung für den Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen aufgelegt.
In der Regel wird deutlich mehr Weizen erworben.
Die Offerten sollen bis heute Abend vorliegen, sie sollen bis zum 11. Februar gültig sein.
Lieferzeiten sind der 1.-15. April und der 16.-30 April. Sollte der Weizen aus Südamerika geliefert werden, so wären es jeweils einen Tag früher.

10.02.2020 GASC verlängert Importgenehmigung für Weizen mit 13,5% Feuchtigkeit

Ägypten verlängert seine Genehmigung für den Weizenimport mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 13,5% um ein weiteres Jahr bis April 2021. Das teilte das Handelsministerium in Kairo am Samstag mit.
Damit soll erreicht werden, dass stets genügend Anbieter Getreide offerieren.
An den Ausschreibungen des staatlichen Einkäufers GASC zum Kauf von Weizen dürfen teilnehmen: Die USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Kasachstan, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Paraguay und Serbien.
Die letzte Ausschreibung das GASC bedienst Frankreich mit 180.000 Tonnen.

10.02.2020 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat März um 5 Cent bzw. 0,9% zu. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee auf den vorderen Terminen folgen und legten auf den Terminen der alten Ernte moderat zu. Die Termine der neuen Ernte schlossen uneinheitlich. Der schwache Wechelkurs des Euro und die starke Weizennachfrage aus Übersee sorgten für Auftrieb. Frankreich exportierte im Dezember 1,2 Mio. Tonnen Weichweizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Es ist damit das höchste monatliche Volumen seit Beginn der Saison 2019/20 (Juli bis Juni). Russland könnte in dieser Saison aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus in China weniger als 32 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland exportieren. Der Inlandsabsatz ist derzeit eine bessere Option für die Landwirte, so das Agrarberatungsunternehmen IKAR. Algerien erteilte russischem Weizen als mögliche Herkunft für Importe eine vorläufige Genehmigung, meldete die dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor.

07.02.2020 Türkei sucht 250.000 Tonnen Weizen

Der türkische Getreideeinkäufer TMO sucht im Rahmen einer Serie von internationalen Ausschreibungen rund 250.000 Tonnen Weizen und 50.000 Tonnen Durum zur Lieferung im März. Die Angebotsfrist endet am 18. Februar.

07.02.2020 Russland: IKAR senkt Exportprognose für Weizen

Russland könnte in dieser Saison aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus in China weniger als 32 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland exportieren. Der Inlandsabsatz ist derzeit eine bessere Option für die Landwirte, so das Agrarberatungsunternehmen IKAR am heutigen Freitag.
Der Ausbruch des neuen Coronavirus, bei dem mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen sind, hat zu Unsicherheiten über die Nachfrage und die Wachstumsaussichten auf den Weltmärkten geführt und die Preise für Rohstoffe unter Druck gesetzt.
Infolge des Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten hat Peking begonnen, das Angebot an Agrarerzeugnissen zu diversifizieren und die Einfuhren von Soft Commodities einschließlich Weizen, aus Russland zu erhöhen.
Seit dem Ausbruch des Virus hat Russland die Überfahrten von Personenkraftwagen von und nach China beschränkt, direkte Züge ausgesetzt und eine Reihe von Fluggesellschaften, die dorthin fliegen, eingeschränkt, aber Frachttransporte bisher nicht berührt.
"Wir haben es mit einer schwierigen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu tun", sagte Dmitry Rylko, Leiter der russischen IKAR-Beratung, auf einer Moskauer Konferenz. "Es hat die Weltmarktpreise ernsthaft gedämpft."
Rylko sagte, die russischen Weizenpreise seien in den letzten Wochen "drastisch gesunken" und hätten für die Lieferung der neuen Ernte ab August einen Preis von $200 bis $201pro erreicht.
Er fügte hinzu, dass die Margen auf dem Inlandsmarkt derzeit besser seien als auf dem Exportmarkt, so dass die Händler im Ausland weniger Weizen anböten. Rylko prognostiziert, dass die gesamten Weizenexporte in der aktuellen Saison 2019/20 unter 32 Mio. Tonnen liegen könnten.
Ein russischer Händler, der mit Getreide aus Sibirien handelt, teilte Reuters mit, dass einige Verkäufer Lieferungen nach China zurückhalten, aus Angst, dass die Grenzen zu Russland aufgrund des Coronavirus irgendwann geschlossen werden könnten.
"Niemand möchte Risiken im Zusammenhang mit Sendungen eingehen: Sie senden eine Fracht, dann werden die Grenzen geschlossen und die Fracht bleibt dort hängen. Es gibt keine Garantie (dass dies nicht passieren wird)", sagte der Händler.
Yulia Korolyova, Leiterin der Abteilung für Qualitätsbewertung bei Rosselkhoznadzor erklärte gegenüber Reuters, dass Russland weiterhin Getreide ohne Einschränkungen nach China exportiere.
Rylko sagte später, dass die offizielle Exportprognose der IKAR für Russland für die Saison 2019/20 von 33,5 Mio. Tonnen auf 32,9 Mio. Tonnen gesenkt wurde. Russland hat zwischen dem 1. Juli und dem 30. Januar 22,1 Mio. Tonnen Weizen verschifft.
In der Saison 2018/19 exportierte Russland 35,2 Mio. Tonnen Weizen, wobei der Nahe Osten und Nordafrika die Hauptabnehmer waren.

07.02.2020 Algerien: Russischer Weizen erhält vorläufige Genehmigung

Algerien hat russischen Weizen als mögliche Herkunft für Importe eine vorläufige Genehmigung erteilt, meldet die dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor am heutigen Freitag.
Russland plant zudem noch in diesem Monat, Testchargen von russischem Getreide an den Irak zu schicken, so Julia Korolijowa, Leiterin der Abteilung für Qualitätbewertung.

07.02.2020 Französische Weizenexporte erreichten im Dezember Saisonhoch

Frankreich exportierte im Dezember 1,2 Mio. Tonnen Weichweizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Es ist damit das höchste monatliche Volumen seit Beginn der Saison 2019/20 (Juli bis Juni), wie Zolldaten zeigen.
Bisher stellten Weizenexporte von 1,0 Mio. Tonnen außerhalb der EU das höchste monatliche Volumen der Saison dar. Das war im Vormonat November.
Einschließlich der Lieferungen innerhalb der EU exportierte Frankreich im Dezember 1,8 Mio. Tonnen Weichweizen und erzielte damit das höchste monatliche Volumen seit Saisonbeginn.
Frankreich wird nach allgemeiner Einschätzung die Weizenexporte in dieser Saison steigern, nachdem die zweitgrößte Ernte seit Bestehen erzielt wurde. FranceAgriMer erwartet eine Steigerung der Weichweizenexporte an Nicht-EU-Länder auf 12,4 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um mehr als ¼ zu den Exporten im Vermarktungsjahr 2018/19.
Die Lieferungen im Dezember erhöhten die französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/20 um 19% auf 5,2 Mio. Tonnen.
Algerien blieb im Dezember mit 504.000 Tonnen das größte Zielland für französischen Weichweizen, gefolgt von China mit 233.000 Tonnen.
Frankreich hat ungewöhnlich viel Weizen nach China ausgeführt, und die Lieferungen im Dezember erhöhten das Volumen in dieser Saison auf 640.000 Tonnen.
Von Juli bis Dezember beliefen sich die gesamten Weichweizenlieferungen an alle Bestimmungsorte auf 8,9 Millionen Tonnen, ein Plus von 16% gegenüber dem Vorjahr.
Im Januar blieben die Weizenexporte Frankreichs trotz der Streiks, die den Schienengüterverkehr und die Hafenaktivitäten störten, auf einem ähnlichen Niveau wie im Dezember.

07.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago fielen gestern auf das niedrigste Niveau seit drei Wochen. Technische Verkäufe und der festere Wechselkurs des US-Dollars, der die Exportchancen von US-Weizen auf dem Weltmarkt verschlechtert, belasteten den Markt. Mit 338.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal schwächer.
An der Euonext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag ebenfalls mit Verlusten. Diese waren aufgrund des schwachen Euros allerdings begrenzt. Die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein am Kassamarkt in Hamburg zur Lieferung im Februar blieben mit 5 Euro über Paris März 19 stabil zum Vortag. In Dollar ausgedrückt sind die Preise für deutschen Weizen und Weizen aus der Schwarzmeerregion ungefähr gleich, so ein deutscher Händler. Berichtet wird von regelmäßigen Kaufanfragen zu deutschem Weizen. Ein eintägiger Streik der französischen Hafenarbeiter am Donnerstag dürfte die Verladetätigkeit an großen Getreideterminals wie Rouen und La Pallice eingestellt haben, melden Händler.

06.02.2020 FAO-Lebensmittelindex stieg im Januar auf 182,5 Punkte

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sind im Januar erneut angestiegen. Unterstützung kam von den Pflanzenölen, vom Zucker und vom Weizen. So die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO heute in einer Meldung.
Ein Index, der jeden Monat aus den Preisen für Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker errechnet wird, wird heute mit 182,5 Punkten angegeben, das waren 0,7 Punkte mehr als im Vormonat.
Die FAO schätzte, dass die Getreideproduktion der Welt in 2019 einen neuen Rekord erreichte und 2,3% höher lag als in 2018. Der FAO-Getreidepreisindex stieg gegenüber dem Januar um 2,9% auf den höchsten Stand seit Mai 2018, da die Preise für alle Getreidearten höher waren.
Preise für Pflanzenöle stiegen sogar um 7% auf ein Drei-Jahres-Hoch, die Zuckerpreise um 5,5% und die Milchpreise um 0,9%. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Fleisch um 4%, nachdem sie elf Monate in Folge gestiegen waren. China hatte zuletzt weniger Fleisch am Weltmarkt nachgefragt.
Die FAO gab auch eine neue Prognose für die Getreideproduktion ab. Demnach sollen auf der Welt in diesem Jahr 2,175 Mrd. Tonnen Getreide erzeugt werden. Gegenüber der vorherigen Schätzung veränderte sich also nur wenig. Es gab eine kleine Anpassung nach unten für Weizen und Reis und eine etwas höhere Produktion von Mais und Gerste.

06.02.2020 Getreidemail

Technische Käufe und Short-Positionen-Abdeckungen inmitten eines Mangels an neuen marktbewegenden Nachrichten sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge.Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 bis 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut moderat fester.
An der Euronext in Paris kletterten die Weizenfutures aufgrund der guten Exportnachfrage und der breiten Erholung der Aktien- und Rohstoffmärkte nach den jüngsten Verlusten durch den Coronavirus auf ein 1-Wochen-Hoch. Am Montag sank der Frontmonat März auf ein 3-Wochen-Tief, weil Investoren Auswirkungen des Virus auf die Weltwirtschaft fürchten. Die französischen Weizenexporte erreichten im Januar trotz der logistischen Auswirkungen durch die Streiks in Frankreich ein 6-Jahres-Hoch. Institutionelle Anleger sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 60.154 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 31. Januar auf 65.791 Kontrakte erhöht. Es ist die siebte wöchentliche Erhöhung der Netto-Long-Positionen in Folge.

05.02.2020 Institutionelle Anleger bauen Weizen Netto-Long-Bestand aus

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 60.154 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 31. Januar auf 65.791 Netto-Long-Positionen erhöht. Es ist die siebte wöchentliche Erhöhung der Netto-Long-Positionen in Folge. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 31. Januar von 90.215 Kontrakten auf 95.091 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 68,0% während Non Commercial Participants 25,4% am Open Interest repräsentieren.
93,4% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 94,0%).

05.02.2020 Weniger Canola und Weizen in Kanada im Lager

In Kanada waren die Vorräte von Hafer, Gerste und getrockneten Erbsen Ende Dezember 2019 höher als ein Jahr zuvor, die Vorräte an Weizen, Canola (Rapssaat) und Körnermais, Linsen und Sojabohnen im Jahresvergleich aber kleiner.
Das ergab eine Umfrage des kanadischen Statistikamts Statistics Canada die gestern veröffentlicht wurde.
Ein Behördensprecher begründete die Veränderungen durch schwierige Erntebedingen und mit Flächen, die gar nicht geerntet werden konnten. Falls doch noch etwas davon eingebracht werden kann, findet das in späteren Umfragen noch Berücksichtigung.
An der Umfrage nahmen im Zeitraum 13. Dezember bis 15. Januar ungefähr 8.600 kanadische Farmer teil.

05.02.2020 Pekings Strategie zur Erlangung der Versorgungssicherheit

Heute berichten staatliche Mediendienste in China über die Strategie der Regierung in Peking für die nationale Ernährungssicherung.
In den Berichten heißt es, dass man Lieferkanäle diversifizieren will, Importe von Agrarprodukten, die man nicht selber erzeugen kann und im Inland nachgefragt werden, will man erhöhen und die Erträge der lokalen Ernten sollen gesteigert werden.
Nach den Erfahrungen mit dem Handelsstreit mit den USA ist die Steigerung lokaler Ernten sowie zusätzliche Lieferanten aus anderen Ländern erklärtermaßen jetzt oberstes Ziel.
Die Garantiepreise für heimische Agrarprodukte wie Weizen und Reis sollen jetzt angepasst werden. Außerdem soll die nationale Schweineproduktion schnellstmöglich wieder den Stand von vor dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinegrippe kommen. Ende 2020 soll dieses Ziel schon erreicht werden.

05.02.2020 Japan sucht Futterweizen- und Gerste per SBS-Auktion

Japans Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (MAFF) sucht per per SBS-Auktion 120.000 Tonnen Futterweizen und 200.000 Tonnen Futtergerste zur Verladung am 31. Mai und zur Ankunft am 30. Juli. Die Angebotsfrist endet am 12. Februar.
Japan kauft eine kleine Mengen Futterweizen und Gerste über sogenannte SBS-Auktionen, in denen Endverbraucher und Importeure Herkunft, Preis und Menge des Getreides angeben und die Müller ihren unterschiedlichen Bedarf an Futtergetreide decken können.

05.02.2020 Getreidemail

Short-Positionen-Abdeckungen und positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie von den US-Aktienmärkten gaben den Weizenfutures in Chicago gestern Auftrieb. Begrenzt war der Anstieg jedoch durch die erstmals seit November rückläufigen Weizen-Exportpreise in Russland. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Kursgewinnen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten von den positiven Vorgaben aus Übersee und legten ebenfalls zu. Technische Unterstützung und die breite Erholung auf den Rohstoffmärkten nach den Verlusten im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus in China begünstigten die Entwicklung. Der Coronavirus, der in China bereits zu Hunderten Toten und zu Reisebeschränkungen im In- und Ausland geführt hat, verunsichert Marktteilnehmer, weil er sich negativ aus die Weltwirtschaft auswirken könnte. Händler und Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Weizenpreise weiterhin von einer regen Exportnachfrage gestützt werden. Die EU-Weichweizenexporte in der Saison 2019/20 erreichten per 2. Februar 16,36 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 65% zum Vergleichszeitraum in der Saison 2018/19.

04.02.2020 Ukraine exportierte 30,4% mehr Getreide als in der vorherigen Saison

Die Ukrainischen Getreideexporte sind in diesem Wirtschaftsjahr bereits 30,4% höher als vor einem Jahr. In der Zeit vom 01. Juli 2019 bis jetzt wurden 36,8 Mio. Tonnen ausgeführt, so das Ministerium für Handel und Landwirtschaft in Kiew.
Die Weizenexporte verbesserten sich um 4,3 Mio. Tonnen auf jetzt 15,9 Mio. Tonnen. Außerdem wurden 3,9 Mio. Tonnen Gerste und 16,5 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Im Jahr 2019 wurde in der Ukraine eine Getreideernte von 75,1 Mio. Tonnen eingefahren (Vj.: 70 Mio.to).

04.02.2020 Januar-Weizenexporte aus Frankreich auf 6-Jahres-Hoch

Trotz der Hafenarbeiterstreiks und dadurch bedingte Verzögerungen von bis zu drei Wochen konnte Frankreich im Januar soviel Weizen exportieren, wie seit sechs Jahren nicht mehr.
1,33 Mio. Tonnen Weichweizen verließen im Januar französische Häfen. Im Jahr 2014 waren es im Januar 1,66 Mio. Tonnen. Und es waren nur 10.000 Tonnen weniger als im Dezember 2019, als ebenfalls ein 6-Jahres-Hoch beim Getreideexport erreicht wurde.
Hafenstreiks und Transportbehinderungen wegen den Demonstrationen gegen die französische Rentenreform sind für die Getreidehändler und -Exporteure eine Herausforderung. Um einen Lieferengpass durch fehlende Eisenbahnwaggons zu verhindern, wurde das Getreide vermehrt durch teurere LKW-Frachten herangeschafft. Einige Exportaufträge wurden auch aus anderen EU-Ländern durchgeführt.
Frankreichs Weizenexporte im Januar in das EU-Ausland werden mit 1,21 Mio. Tonnen angegeben. Seit dem 1. Juli 2019, als dem Beginn der aktuelle Vermarktungssaison kommt damit jetzt auf 6,37 Mio. Tonnen. Die Prognose von FranceAgriMer für die Exporte des gesamten Wirtschaftsjahrs liegt derzeit bei 12,4 Mio. Tonnen.
Die gesamten Getreideexporte aus Frankreich im Januar mit Weizen, Gerste, Braugerste, Mais und Durum kommen mit 1,57 Mio. Tonnen auf ein vier-Jahres-Hoch. Im Dezember waren es mit 1,7 Mio. Tonnen noch mehr. Im Gegensatz zu den hohen Weizenausfuhren wurden im Januar aber mit 86.600 Tonnen so wenig Gerste ausgeführt wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch die Braugerstenausfuhren lagen mit 41.300 Tonnen auf einem Drei-Jahres-Tief.
Im Dezember gingen 432.000 Tonnen Weizen nach Algerien und 420.000 Tonnen nach Marokko. Es wurden im Januar 96 Schiffe beladen (im Januar 2014 waren es 137).

04.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit moderaten Kursaufschlägen. Im Handelsverlauf fielen sie jedoch auf den niedrigsten Stand seit dem 8. Januar. Kaufaktivitäten institutioneller Anleger und Short-Abdeckungen sorgten gegen Ende der Sitzung für Kursauftrieb. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 413.984 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionellle Anleger kauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert zum Vortag. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag mit Verlusten und fielen auf ein 3-Wochen-Tief. Die Weichweizenexporte aus französischen Häfen blieben im Januar auf einem 6-Jahres-Hoch, obwohl die Lieferungen zeitweise um bis zu drei Wochen verzögert wurden. Zum ersten Mal seit November sind die Exportpreise für russischen Weizen in der vergangenen Woche gesunken, was auf den starken Wettbewerb und die wachsenden Befürchtungen über die Ausbreitung des chinesischen Coronavirus zurückzuführen ist. Bärische Faktoren haben auf dem Weizenmarkt die Oberhand gewonnen und den Aufwärtstrend der letzten Wochen und Monate gebrochen, so die Unternehmensberatung Agritel. Die jüngsten Exportdaten bestätigten allerdings die starke Nachfrage nach europäischem Weizen.

03.02.2020 Russland: Weizenexportpreise sinken erstmals seit November

Die Exportpreise für russischen Weizen sanken in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit November. Gründe dafür sind der starke globale Wettbewerb und die Sorgen um eine Ausbreitung des in China ausgebrochenen Coronavirus.
Im Januar erreichten die Preise das höchste Niveau seit 11 Monaten.
Russischer Exportweizen mit 12,5% Proteingehalt, verladen an Schwarzmeerhäfen zur Lieferung im Februar, sank um $0,50 auf $230,5/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Der Preis für Gerste stieg um $4,00 auf $191,00/Tonne.
Ikar, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet einen Rückgang beim Weizen von $6,00 auf $226,00/Tonne.
Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur. Im laufenden Vermarktungsjahr exportierte Russland bis zum 30. Januar 25,7 Mio. Tonnen Getreide, davon 22,1 Mio. Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 18%.
Die Weizenpreise sind aufgrund der zuletzt rückläufigen Weizenfutures und dem großen globalen Wettbewerb unter Druck, so SovEcon.
Russlands Winterwetter ist ungewöhnlich warm, aber die Bedingungen sind generell gut, weil der Boden in den meisten Regionen nicht gefroren ist und gut Wasser aufnehmen kann, so SovEcon.

03.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 28.01.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (41.671 Kontrakte) auf 48.469 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 38.328 Kontrakte auf 29.476 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 37.220 Kontrakte auf 50.955 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 28. Januar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
03.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago mussten am vergangenen Freitag Verluste hinnehmen. Investoren halten nach dem Ausbruch des sich schnell ausbreitenden Coronavirus und der damit verbundenen globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten Ausschau nach sichereren Investitionsmöglichkeiten und trennten sich von Long-Positionen. Im Januar verlor der Frontmonat des SRW-Weizenfutures März 20 0,9% an Wert. Institutionelle Anleger verkauften 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachbörse erneut mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls nach. Zudem belastete der gestiegene Wechelskurs des Euro die Weizenkurse in Paris. Die Europäische Kommission hat ihre Prognose für die EU-Weizenexporte in dieser Saison unverändert bei 28 Mio. Tonnen belassen. Russlands Weizenproduktion könnte aufgrund der Rekord-Aussaatfläche in diesem Jahr 79,5 Mio. Tonnen erreichen, meldet der Analyst IKAR. In Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen aufgrund des anhaltenden Exportoptimismus fest. Die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar stiegen um 0,50 € auf 5,00 € über Paris März 20.

03.02.2020 CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen auf 4-Wochen-Tief

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures verlieren auch heute Morgen wieder - am siebten Handelstag in Folge. Damit erreichen sie jetzt ein Vier-Wochen-Tief, während ein fester Wechselkurs des US-Dollars die Exporte aus den USA erschwert.
US-Weizen konkurriert mit Weizen aus der Schwarzmeerregion und der Europäischen Union bei Käufern in Nordafrika und Asien.
Um die chinesische Wirtschaft zu stützen hat die Zentralbank in Peking unerwartet die Zinssätze um zehn Basispunkte gesenkt. Die Regierung tut derzeit alles, um ihr Wirtschaftswachstum zu erhalten. Trotzdem wird der heutige Handelstag für chinesische Märkte schwierig. Es ist der erste Handelstag an der Börse in Dalian nach dem verlängerten Neujahrsfest.
Inzwischen sind in der chinesischen Provinz Hubei 350 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.

31.01.2020 Nordafrika hat noch erheblichen Weizen-Importbedarf

Algerien muss Schätzuungen zufolge in den letzten drei Monaten der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) noch etwa 1,5 Mio. Tonnen Weizen kaufen. Der Bedarf Marokkos liegt bei 600.000 Tonnen. Tunesiens Bedarf liegt laut Jean-Philippe Everling, Gründer und Direktor von Transgrains Frankeich, bei 200.000 Tonnen.
Es wird erwartet, dass Frankreich davon profitieren kann. Die geografische Nähe und damit geringere Frachtkosten, die Qualität, die den Spezifikationen der Länder entsprechen, und die Sprachfunktionalität sprechen für Frankreich

31.01.2020 Russland: Getreideexporte sinken

Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 vom 1. Juli bis zum 2. Januar 22,4 Mio. Tonnen Weizen. 14,3% weniger, als im Jahr zuvor, meldet das Center of Agricultural Analytics, einer Abteilung des Landwirtschaftsministeriums. Die Exporte für Gerste sanken um 31,2% auf 2,3 Mio. Tonnen. Um 8,7% sanken die Maisexporte auf 1,3 Mio. Tonnen und um 59,6% auf 0,17 Mio. Tonnen sanken weitere Agrargüter.
Der größte Abnehmer von russischen Agrargütern im laufenden Vermarktungsjahr ist die Türkei mit 5,8 Mio. Tonnen (22,8% der gesamten russischen Exporte). Es folgen Ägypten mit 4,3 Mio. Tonnen (16%), Bangladesch mit 2 Mio. Tonnen (8%), Aserbaidschan mit 1,1 Mio. Tonnen (4%) und Saudi Arabien mit 1,0 Mio. Tonnen (4%).
Die Getreideexporte im fraglichen Zeitraum sanken um 16,6% auf 26,1 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 31,3 Mio. Tonnen).
Zwischen dem 17. Januar und dem 23. Januar exportierte Russland 798.400 Tonnen Getreide (+0,9%). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 619.700 Tonnen (+2,2%). Rückläufig waren die Maisexporte mit 47.800 Tonnen (-24,3%). Die Gersteexporte kamen auf 125.000 Tonnen (+5,8%). Der größte Käufer war in diesem Zeitraum Ägypten mit 231.100 Tonnen. Es folgten die Türkei mit 83.900 Tonnen und Bangladesch mit 59.000 Tonnen.
Dem Zentrum für Agraranalytik zufolge dürften die Exporte von Januar bis Juni steigen. "Die Exportraten von Weizen und Gerste der Hauptkonkurrenten Russlands liegen deutlich über ihrem Exportpotenzial, während die aktuellen Exporte in Russland unter dem Potenzial liegen", heißt es in dem Bericht.

31.01.2020 Ukraine: Getreideernte 2019 erreicht Rekordhoch

Die ukranische Getreidernte 2019 erreicht nach Meldungen der staatlichen Statistikbehörde das Rekordniveau von 75,1 Mio. Tonnen. 2018 wurden 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Im einzelnen wurden 28,3 Mio. Tonnen Weizen, 35,8 Mio. Tonnen Mais und 8,9 Mio. Tonnen Gerste geerntet. Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Getreideexporteuren und hofft für die laufende Vermarktungsperiode 2019/20 auf Getreideexporte in einem Volumen von rund 50 Mio. Tonnen.

31.01.2020 Russland: IKAR erwartet Rekord-Weizenernte

Die russische Weizenproduktion schätzt das Agrarberatungsunternehmen IKAR für die kommende Ernte auf 79,5 Mio. Tonnen. Es könnte aufgrund der Rekord-Winterweizen-Anbaufläche eine der größten Ernten werden, die Russland jemals eingefahren hat. Beim Sommerweizen erwartet das Unternehmen eine zum Vorjahr stabile bis etwas größere Anbaufläche.

31.01.2020 EU-Kommission erhöht Mais-Importprognose

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Prognose der EU-Maisimporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) um 1 Mio. Tonnen auf 20 Mio. Tonnen erhöht. In dem monatlich erscheinenden Report beließ die Kommission ihre Prognose der EU-Weizenexporte für die laufende Saison unverändert bei 28 Mio. Tonnen.

31.01.2020 Getreidemail

Auswirkungen des Coronavirus, die sich am gesamten Finanzmarkt negativ auswirken, gefallene Kassamarktpreise in Russland sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Heute wird der CBoT-Weizenfuture wohl zum ersten Mal seit vier Wochen einen Wochenverlust von 2% verbuchen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 647.000 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 700.000 to. Zur Stunde handelt die eCBoT den Weizen fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwächeren Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Verlusten. Ägyptens staatlicher Getreidehändler GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft für den Lieferzeitraum 11. - 25. März. Das trug dazu bei, dass die anfänglichen Kursverluste am Pariser Matif wieder aufgehoben wurden. Die Weizennachfrage am Weltmarkt ist weiter gut. Der Zuschlag für französischen Weizen wirft allerdings Fragen auf. So wurde eine günstigere Offerte aus Rumänien nicht berücksichtigt und russischer Weizen scheinbar gar nicht angeboten.

30.01.2020 Ägypten kauft 180.000 Tonnen Weizen in Frankreich

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte heute 180.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft für den Lieferzeitraum 11. - 25. März. Die Teilmenge von 60.000 Tonnen wurden zum Preis von $231,10/Tonne FOB zzgl. $15,00 Fracht = $246,10/Tonne c&f. gekauft.

30.01.2020 Ägypten-Tender: Günstigste Offerte kam aus Frankreich

Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer auf seine Weizen-Ausschreibung erhielt, lag bei $231,50/Tonne für 60.000 Tonnen Weizen französische Herkunft. Die Offerte kam vom Handelshaus Glencore.

30.01.2020 Kann China seine Importzusage gegenüber den USA überhaupt noch einhalten?

Jetzt äußert auch der US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue seine Zweifel, ob China seine Zusage für mehr Agrarimporte aus den USA einhalten kann. Erst vor wenigen Tagen hatte China sich dazu verpflichtet, in den kommenden zwei Jahren deutlich mehr US-Agrarrohstoffe importieren zu wollen.
Inzwischen hat sich insbesondere in China das Corona-Virus rasend schnell ausgebreitet, was bereits die Kurse der CBoT-Sojabohnen-, Mais- und Weizenfutures unter Druck setzte. Die Kurse der Palmöl-Futures an der Bursa Malaysia brachen sogar um 10% ein.
In früheren Jahren stellten die US-Sojabohnenexporte wertmäßig mehr als die Hälfte der Agrarexporte nach China. Nach dem Phase-1-Abkommen vom 15.01.2020 gingen Chinas Orders für US-Sojabohnen sogar zurück.
Brasilien steht außerdem kurz davor, seine größte Sojabohnenernte überhaupt einzufahren.

30.01.2020 Getreidemail

Nach der Korrektur am Mittwoch gaben die Weizenfutures in Chicago gestern erneut nach. Schwache Exportgeschäfte aufgrund nicht wettbewerbsfähiger Preise sowie der feste Wechselkurs des US-Dollar belasteten den Markt. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT moderat schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Händler befürchten, dass der Coronavirus Auswirkungen auf die globale Wirtschaft hat. In Frankreich stören die Streiks der Hafenarbeiter weiterhin die Verladetätigkeiten. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer bat einen seiner wichtigsten Getreidelieferanten, den Import von französischem Weizen aufgrund der jüngsten Streiks in französischen Häfen zu vermeiden. Russlands Landwirtschaftsministerium plant eine generelle Quote für Getreideexporte dauerhaft einzurichten. Das Ministerium sieht laut Interfax keine Notwendigkeit, die Prognose für die Getreideexporte 2019/20 von derzeit 45 Mio. Tonnen, darunter 36 Mio. Tonnen Weizen, herabzusetzen.

30.01.2020 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 11. - 25. März stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen aufgeschlüsselt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 14. Januar 240.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer Herkunft zur Lieferung Anfang März.

29.01.2020 Institutionelle Anleger bauen Weizen Netto-Long-Bestand aus

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 50.508 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 24. Januar auf 60.154 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 24. Januar von 70.710 Kontrakten auf 90.215 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70,6% während Non Commercial Participants 23,4% am Open Interest repräsentieren.
94,0% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 93,6%).

29.01.2020 Russland plant generelle Getreide-Exportquote

Das russische Landwirtschaftsministerium plant eine Quote für Russlands Getreideexporte für zukünftige Vermarktungsperioden dauerhaft einzurichten, meldet die Nachrichtenagentur Interfax.
Das Ministerium sieht keine Notwendigkeit, die Prognose für die Getreideexporte 2019/20 von derzeit 45 Mio. Tonnen, darunter 36 Mio. Tonnen Weizen, herabzusetzen, so Interfax.

29.01.2020 Tunesien bittet Getreidelieferanten, auf französischen Weizen zu verzichten

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen seiner wichtigsten Getreidelieferanten gebeten, den Import von französischem Weizen aufgrund der jüngsten Streiks in französischen Häfen zu vermeiden.
Aufgrund von Streiks im öffentlichen Verkehr, die den Schienenverkehr lahmgelegt und die Arbeit im Hafen zum Erliegen gebracht haben, haben die Getreideexporteure in Frankreich, dem größten Getreideerzeuger der Europäischen Union, Probleme, ihre Lieferungen in die Häfen zu bringen.
Die französische Getreideindustrie warnte letzte Woche vor gravierenden Auswirkungen auf den Getreidesektor, falls die Streiks wegen der Rentenreform andauern sollten.
In einem Fax an das Handelsunternehmen Casillo Commodities Italia, das auf Twitter veröffentlicht wurde, forderte das tunesische Office des Cereales (ODC) das Handelshaus auf, Frankreich als Herkunftsquelle bei der Abwicklung seines Verkaufs von Weizen aus Westeuropa zu meiden.
ODC kauft große Mengen Getreide in internationalen Ausschreibungen für das Land ein, spezifiziert jedoch Regionen, aus denen das Getreide geliefert werden soll, wie Westeuropa oder die Schwarzmeerregion, und nicht einzelne Länder.

29.01.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Zudem setzte die schwache weltweite Nachfrage nach US-Weizen die Kurse unter Druck. Der jüngste Kursanstieg hat die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt verschlechtert. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris erlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Tag mit geringen Handelsumsätzen und schlossen minimal schwächer. Nur der Frontmonat März konnte sich etwas befestigen. Viele Marktteilnehmer befürchten, dass der Ausbruch des Coronavirus Chinas Wirtschaftswachstum beeinträchtigen könnte. Zudem belasten die Streiks in Frankreich weiter die Logistik in den Häfen. Es wurde berichtet, dass mehrere Exportaufträge von Frankreich nach Deutschland umgeleitet wurden. Die Gewerkschaft CGT hat ihre Mitglieder für den heutigen Mittwoch zu einem 24-stündigen Hafenstreik aufgerufen. Angesichts der hohen russischen Exportpreise und der anhaltenden französischen Transportstreiks sind die Aussichten für mehr deutsche Exportverkäufe positiv. Die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar blieben unverändert bei 4,50 € über Paris März 20.

28.01.2020 Ukraine: Getreideexporte um 29% gestiegen

Die ukrainischen Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) stiegen per 27. Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 29% auf 35 Mio. Tonnen. Gestiegene Weizen- und Maisexporte sind dem Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung, Handel und Landwirtschaft die Gründe.
Die Weizenexporte stiegen um 4,2 Mio. Tonnen auf 15,6 Mio. Tonnen. Darüber hinaus wurden 3,85 Mio. Tonnen Gerste und 15,1 Mio. Tonnen Mais exportiert.
Im vergangenen Jahr ergab die Ernte das Rekordergebnis von 75 Mio. Tonnen Getreide versus 70 Mio. Tonnen in 2018.

28.01.2020 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie die Ausbreitung des Coronavirus belasteten gestern die Weizenkurse in Chicago am Ende nur leicht. Zuvor waren die Kurse um bis zu 2 % eingebrochen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 223.994 to Weizen unter den Markterwartungen von 400.000-600.000 to. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. Die sehr große Anzahl von Longpositionen in den Büchern der Fondsgesellschaften hängen wie ein Damokles-Schwert über dem Weizenmarkt. Der Einfluss einer schwächelnden chinesischen Wirtschaft auf den Weltmarkt ist groß.
Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten gestern den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben zwar nach, jedoch konnten auch Sie sich von ihren Tagestiefstständen wieder erholen. Dazu trug bei, dass die russischen Weizenexportpreise vergangene Woche das höchste Niveau seit Ende Februar 2019 erreichten. Die starke globale Nachfrage nach Weizen und die hohen Inlandspreise sorgten für den Preisanstieg. Russischer Exportweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Februar stieg per Ende letzter Woche um $5 auf $231/Tonne FOB.

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