Matif: Rapssaat Februar 2020

28.02.2020 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeirums den Verkauf von 135.000 Tonnen Sojamehl- und Kuchen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an die Philippinen.

28.02.2020 Shell plant größtes Wasserstoff-Projekt Europas

In den Niederlanden soll die bisher größte Wasserstoffproduktion Europas entstehen. Die Idee: Strom speicherbar machen. Von dem Plan könnte auch Deutschland profitieren.

Schon einmal haben die Niederländer die europäische Energielandschaft neu sortiert. Damals war es die Entdeckung der unterirdischen Erdgasreserven in dem nördlich gelegenen Groningen, die das kleine EU-Land auf einmal in die Liga der ganz Großen katapultierte. Jetzt könnte das Land die nächste Energierevolution anstoßen.
Gemeinsam mit dem niederländischen Gasnetzbetreiber Gasunie und dem Hafen Groningen Seaports plant der Ölkonzern Shell den Bau des bis dato größten Wasserstoff-Projekts Europas. Innerhalb von zehn Jahren soll vor der Küste Nordhollands für das NortH2 genannte Projekt ein Mega-Windpark von einer Größe zwischen drei und vier Gigawatt entstehen. „Wir glauben an die Bedeutung von Wasserstoff und sind überzeugt, dass sich die Investition rechnet“, sagte Marjan van Loon, Niederlande-Chefin von Shell im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Der Windstrom solle direkt von einem Elektrolyseur in Eemshaven zu grünem Wasserstoff verarbeitet, gespeichert und anschließend über die Gas-Infrastruktur von Gasunie verteilt werden. „Gemeinsam haben wir den Ehrgeiz, die Niederlande weltweit an die Spitze von Wasserstoff zu bringen“, betont van Loon, Niederlande-Chefin. Aber um die Kosten für die Technologie zu reduzieren, brauche es mehr von solchen Großprojekten.
Hauptkunde soll zunächst zwar die Industrie sein, aber auch Verbraucher könnten später mit dem grünen Wasserstoff beliefert werden, heißt es bei Shell. 2027 sollen die ersten Anlagen stehen, aber das niederländische Trio denkt jetzt schon weiter: Bis 2040 plane man, den Windpark auf zehn Gigawatt zu vergrößern.
Quelle: Handelsblatt

28.02.2020 Ölsaaten: USA und Ukraine dominieren EU-Importe

Die Ukraine wird für die Rapsversorgung der Gemeinschaft immer wichtiger. Aus den USA kamen in den vergangenen Monaten große Sojamengen. Im bisherigen Saisonverlauf 2019/20 erhielt die EU-28 rund 8,7 Mio. t Sojabohnen aus Übersee und damit fast 6 % weniger als im Vorjahreszeitraum.
Dabei zeichnet sich eine Verschiebung der Warenströme ab. So lieferten die USA seit Wirtschaftsjahresbeginn am 01.07.2019 mit 52 % der Gesamtimporte den größten Anteil. Das war zwar auch im Vorjahreszeitraum 2017/18 so, aber mit 79 % bzw. 7,1 Mio. t war der Anteil bzw. die absolute Menge seinerzeit noch deutlich größer.
Beim Raps ist die Ukraine Hauptlieferant der EU-28, in der laufenden Saison wurden rund 2,8 Mio. t importiert. Das entspricht gegenüber Vorjahreszeitraum eine Steigerung von knapp einem Drittel. Mehr Bedeutung hat in diesem Wirtschaftsjahr auch Kanada, das seine Liefermenge sogar auf über 1 Mio. t mehr als vervierfacht und damit Australien auf Rang drei abgedrängt hat.

Quelle: EU Komission

28.02.2020 Frankreich: Schwächere Weizenratings

Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich hat sich in der vergangenen Woche moderat verschlechtert, berichtet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Update. 64% der Bestände erhielten per 24. Febraur die höchste Bewertungsstufe „gut bis exzellent“. In der Vorwoche lag der Anteil noch bei 65%. Vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt waren 85% der Bestände in Top-Verfassung. Die Sommergerstenaussaat ist per 24. Februar auf 32% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 20%, Vorjahr: 66%)

28.02.2020 Ölpreise im Sinkflug - Druck auf Opec steigt

Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent fällt um 1,71 Dollar im Vergleich zum Vortag und liegt derzeit bei 50,47 US-Dollar. Auch der WTI-Preis fällt.

Die Ölpreise haben am Freitag ihren Sinkflug infolge der Corona-Krise fortgesetzt. Mit einem Wochenverlust von aktuell rund 14 Prozent zeichnen sich die schärfsten Preisabschläge seit mehreren Jahren ab. Der Druck auf die großen Ölfördernationen, ihre Produktion weiter zurückzufahren, nimmt damit rapide zu.
Am Freitagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 50,47 US-Dollar. Das waren 1,73 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,47 Dollar auf 45,62 Dollar. Zurzeit notieren die Rohölpreise auf ihren tiefsten Ständen seit der Jahreswende 2018/2019.

28.02.2020 Philippinen kaufen 275.000 Tonnen Futterweizen

Importeure von den Philippinen kauften rund 275.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zur Lieferung zwischen Mai und Juli, melden europäische Händler. Insgesamt 5 Käufe mit jeweils rund 55.000 Tonnen wurden getätigt. Marktkenner glauben, dass der Weizen hauptsächlich aus der Schwarzmeer-Region geliefert wird.

28.02.2020 Institutionelle Anleger erhöhten Weizen Netto-Long-Bestand zum 10. Mal in Folge

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) erhöhten ihren Netto-Long-Bestand beim Matif Weizen zum zehnten Mal in Folge. Der Bestand von 83.653 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 21. Februar auf 97.515 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 21. Februar von 105.339 Kontrakten auf 104.073 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,3% während Non Commercial Participants 23,7% am Open Interest repräsentieren.
95,0% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 93,9).

28.02.2020 CBoT-Weizen verbucht größten Wochenverlust seit Juli 2019

Die Weizenkurse am CBoT sinken nun schon drei Tage in Folge. Diese Woche wird wohl der größte Verlust verbucht seit Juli 2019. Die rasche Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas weitet sich zu einer Pandemie aus.
Investoren fliehen aus den Rohstoffen und damit auch aus ihren Weizen-Long-Positionen. Das drückt die Weizenkurse. In diesem Monat ist der Wert des meistgehandelten Weizenfutures bereits um 5,4% gesunken.
Auch die Aktienmärkte stehen unter massivem Druck. Das ist bereits vergleichbar mit der Finanzkrise in 2008. Die Weltwirtschaft könnte großen Schaden nehmen. Die Hoffnungen, dass sich alles wieder normalisiert, wenn erst China sein Corona-Problem im Griff hat, hat sich nicht bestätigt.
Zudem kamen gestern zwei bärische Meldungen zu der weltweiten Versorgungslage mit Weizen. Das IGC erwartet für 2020/21 eine um zwei Mio. Tonnen größere Produktion, weil die Anbaufläche ausgeweitet wird. Außerdem wurde die Schätzung zum aktuellen Vorrat ebenfalls um zwei Mio. Tonnen angehoben.

28.02.2020 Getreidemail

Die weitere Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas, schwache Finanzmärkte sowie fallende Rohölnotierungen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Mit insgesamt 449.900 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Auch heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Die weitere Erholung des Euro gegenüber dem Dollar bremste die Weizenkurse an der Euronext, da westeuropäisches Getreide dadurch für den Export weniger wettbewerbsfähig ist. Vor dem Hintergrund der anhaltenden internationalen Nachfrage blieben Exportaussichten für europäischen Weizen aber gut. Das International Grains Council schätzt die globale Weizenproduktion 2020/21 auf die Rekordmenge von 769 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Anbaufläche wurde um 2% erhöht. Zudem hob die regierungsunabhängige Organisation die Ernteschätzung für 2019/20 um zwei Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen an.

28.02.2020 Instituionelle Anleger verkauften gestern 24.000 Kontrakte CBoT Mais

27.02.2020 EU-Milchmarkt-Dashboard

27.02.2020 US-Export-Sales: Schwache Sojabohnenexporte

27.02.2020 IGC hebt Ernte- und Vorratsschätzungen für Weizen und Mais

Die Welt-Weizenproduktion 2020/21 wird vom IGC (International Grains Council) auf die Rekordmenge von 769 Mio. Tonnen geschätzt. Die Anbaufläche wird um 2% ausgeweitet.
In ihrem monatlichen Update hat die Regierungsunabhängige Organisation zudem die Ernteschätzung für 2019/20 um zwei Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen angehoben.
Der IGC geht davon aus, dass die Weizenvorräte in Indien und in China steigen werden. Sowohl das Angebot als auch die Nachfrage nach Weizen der Ernte 2020/21 werden ein Allzeit-Hoch erreichen.
Die höhere Schätzung der globalen Weizenproduktion resultiert aus der Erwartung einer besseren Ernte in Indien, wo 103,6 Mio. Tonnen Weizen geerntet werden sollen. Im Vorjahr waren es 99,7 Mio. Tonnen. Bisher ging man für die neue Ernte noch von 102,2 Mio. Tonnen aus.
Indiens eigene Ernteschätzung liegt sogar bei 106,21 Mio. Tonnen, nachdem die letzte Monsunzeit so nass war wie seit 25 Jahren nicht.
Der IGC erwartet auch eine 1% größere Maisanbaufläche auf der Welt. Die Maisernte 2019/20 wurde von den Experten um 1 Mio. Tonnen höher auf 1,112 Mrd. Tonnen geschätzt als im letzten Monat. Im Vorjahr waren es 1,13 Mrd. Tonnen.
Die Welt-Sojabohnenernte 2019/20 wird vom IGC 5% kleiner geschätzt, da in den USA weniger von der Ölsaat angebaut wurde. In 2020/21 wird die Anbaufläche in den USA aber wieder um 4% ausgeweitet.

27.02.2020 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die Furcht vor einer Coronavirus-Pandemie setzt nun auch den Agrarmärkten zu. Das bekommen auch die Landwirte hierzulande zu spüren, denn die Kurse der Rapssaat-Terminmarktkurse am Pariser Matif sind seit einer Woche deutlich gesunken. Das lähmt allerdings den ohnehin ruhigen Markt. Neugeschäfte kommen so gut wie gar nicht mehr zustande. Alterntige Ware ist am freien Markt ohnehin kaum noch vorhanden und die Verarbeiter sind bis zum Anschluss der neuen Ernte gut versorgt. Für die neue Ernte wäre Kaufinteresse vorhanden, die Landwirte zögern aber mit dem weiteren Verkauf, denn die Unsicherheit über die Entwicklung der Feldbestände ist groß.
Auch am Markt für Futterschrote ist wenig los. Mischfutterbetriebe hatten sich in den Wochen zuvor – jahreszeitlich üblich - gut eingedeckt. Aber auch hier kam es zu einem Preisdruck bei Rapsschrot und beim Sojaschrot. Wegen der Ausbreitung des Coronavirus waren die Kurse für Sojaschrot schwächer. Das Angebot am deutschen Markt ist aber nicht sonderlich groß, da Argentinien weniger Sojaschrot lieferte, weil dort ein großer Anbieter schon seit Wochen in Konkurs ging und nicht mehr liefern kann.
Der Markt für Pflanzenöle gab ebenfalls nach, da man wegen der befürchteten Pandemie eine wirtschaftliche Schwächephase erwartet. Die Nachfrage nach Rapsöl für die Herstellung von Biodiesel hat schon nachgelassen. Preise für Rapsöl reagieren darauf aber nicht so heftig, wie die anderer Pflanzenöle, da man in der kommenden Saison in Europa erneut eine kleine Rapssaaternte erwartet; Käufer sind dann also wieder verstärkt auf Importe angewiesen.

27.02.2020 Nasses Wetter in West- und Süd-Australien vorhergesagt

Für West- und Süd-Australien sind in den kommenden drei Monaten kühle und nasse Wetterbedingungen vorhergesagt. Das könnte die Bedingungen für den Weizenanbau deutlich verbessern.
Das australische Meteorologische Institut BOM sieht für die kommenden drei Monate eine 70%-Chance für überdurchschnittlich hohe Niederschläge in Western Australia, Süd-Australien und dem Bundesstaat Victoria. Die Bundesstaaten New South Wales und Queensland sollen durchschnittlich hohe Niederschläge erhalten. Dort wird im April der Winterweizen für die Ernte 2020/21 gesät. Das ist der lukrativste Agrarexport des Kontinents.
Sollte die Wettervorhersage zutreffen, so wäre das für die Farmer eine gute Nachricht.
Die Weizenernte 2019/20, die erst kürzlich eingefahren wurde, sank auf ein 12-Jahres-(Rekord-)Tief was die Kurse an den Terminmärkten auf ein 18-Moante-Hoch brachte.
Dieses grottenschlechte Ergebnis folgte einer 3-Jahre andauernden Trockenheit, die kaum noch einen Tropfen Wasser im Boden ließ. Die Bedingungen änderten sich erst im Monat Januar 2020 als es an der Ostküste vier Tage lang ununterbrochen regnete. Die Farmer sagen aber, dass das noch nicht reicht.
Der oberste Rohstoffanalyst der Regierung wird seine erste Ernteschätzung für 2020/21 im März veröffentlichen.

27.02.2020 Argentinien: Aktuell keine weitere Registrierung von Agrarausfuhren möglich

Argentiniens Landwirtschaftsminister setzte gestern die Registrierung für Agrarexporte bis auf weiteres aus. Händler erwarten jetzt, dass die Ausfuhrzölle jetzt ordentlich steigen werden.
Im Dezember 2019 gewann der Peronist Alberto Fernandez die Präsidentschaftswahlen. Er ist ein linker Politiker, der die Einnahmen aus den Agrarexporten für die Sanierung der 100 Mrd. USD hohen Staatsverschuldung nutzen will.
Marktbeobachter erwarten einen Anstieg der Ausfuhrzölle von 3% was zur Folge hätte, dass die Farmer sehr hohe Einkommensverluste hätten.

27.02.2020 Getreidemail

Der feste Wechselkurs des US-Dollar sowie die Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee von ihren Anfangsverlusten erholen und schlossen am Abend uneinheitlich. Die gute internationale Nachfrage am Weizenmarkt, insbesondere die Ausschreibung Saudi Arabiens und Tunesiens, stützen den europäischen Markt. FranceAgriMer sieht derzeit keine Anzeichen für eine Störung der Weizennachfrage Chinas aufgrund der Corona-Krise. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit französischen Weizenexporten außerhalb der EU von 12,6 Mio. Tonnen. Der jüngste Preisverfall in Russland und der Rückgang des Rubels in dieser Woche hatten den russischen Weizen jedoch wettbewerbsfähiger gemacht und den Aufwärtstrend für westeuropäische Preise begrenzt.

27.02.2020 Corona Pandemie drückt die Weizenkurse weiter

Im Zuge der allgemeinen Schwäche der Rohstoff- und Aktienmärkte aufgrund der fortschreitenden Pandemie geben die CBoT-Weizenkurse auch heute Morgen wieder nach. Das wird sich kurzfristig wohl kaum ändern, da sich die Agrarrohstoffe der negativen Marktstimmung nicht entziehen können.
Heute Morgen verlieren die Kurse für Rohöl und der asiatischen Aktien, weil sich das Coronavirus weltweit rasch verbreitet. Investoren flüchten in Gold und Staatsanleihen. Gestern wurden erstmals außerhalb Chinas mehr Neu-Infektionen mit dem Virus gemeldet, als in dem Ursprungsland China. Epizentren sind Süd-Korea, Italien und der Iran.
Nachdem der Virus Ende 2019 in der chinesischen Stadt Wuhan entdeckt wurde, sind jetzt weltweit rund 80.000 Menschen infiziert. Es gab bereits 2.700 Tote die an einer Lungenkrankheit gestorben sind. Darunter auch in den Getreide-importierenden Ländern Japan und Süd-Korea.
Das argentinische Landwirtschaftsministerium hatte gestern bis auf weiteres alle Getreideausfuhren gestoppt. Man vermutet, dass jetzt die Ausfuhrzölle angehoben werden.

27.02.2020 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

27.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.500 Kontrakte CBoT Mais

26.02.2020 US-Export-Meldung: Südkorea kauft 123.000 Tonnen Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 123.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 am Südkorea.

26.02.2020 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 2,02 €/kg SG (+6 ct)

Wie schon in den vergangenen Wochen entwickelt sich das Aufkommen an schlachtreifen Schweinen in dieser Woche in Deutschland rückläufig. Die Nachfrage der Schlachtereien ist trotz der schwierigen Fleischgeschäfte oftmals größer, als das zur Verfügung stehende Angebot. Von Anfang des Jahres bis jetzt sank die Anzahl der Schweineschlachtungen in Deutschland um 4% zum Vorjahr. Die knappe Angebotssituation begründet somit den erneuten Anstieg des Vereinigungspreises. Auf Seiten der Fleischvermarktung bereitet der Preisanstieg den Händlern Sorgen. Höhere Abgabepreise lassen sich nicht in allen Bereichen umsetzen. Nacken und Bäuche sind dieser Tage noch am ehesten gefragt, für das restliche Sortiment ist die Nachfrage schwach. Der Handel mit China bleibt weiterhin hinter den Erwartungen und der Handel mit Südkorea ist nahezu zum Erliegen gekommen.

26.02.2020 Indiens Palmölimporte gefährden auskömmliche Rapspreise

Indiens Verarbeiter von Pflanzenölen fordern ihre Regierung dazu auf, weitere Importlizenzen für Palmolein zu vermeiden, um zu verhindern, dass am lokalen Markt die Preise für Rapssaat unter Druck geraten.
Der Subkontinent Indien ist der weltweit größte Importeur von Palmöl. Das ist eine Alternative zu Rapssaat-Öl, das von lokalen Landwirten hergestellt wird. Letzte Woche vergab die Regierung Importlizenzen für 1,1 Mio. Tonnen raffiniertem Palmöl aus Indonesien obwohl vor einigen Wochen diese Importen noch von der Regierung in Neu-Delhi geächtet wurden. Der Regierungschef von Malaysia hatte sich kritisch über Indiens Einwanderungspolitik geäußert.
Die Rapssaaternte in Indien beginnt im März. Der Branchenverband Solvent Extractors bat gestern den Wirtschaftsminister die Importe von Palmolein zu beschränken, da sonst die Rapssaatbauern finanzielle Verluste mit ihrer Rapsernte erleiden würden.
Die Regierung von Indien hatte in den letzten Jahren die heimische Pflanzenölproduktion gefördert, um die Abhängigkeit von Importen zu senken. Indiens Palmölimporte sanken im Januar um 27% gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr, teils durch politisch motivierte Restriktionen der Importe.
Im Vermarktungsjahr 2018/19, das im Oktober endete, importierte Indien 9,4 Mio. Tonnen Palmöl, darunter waren 2,72 Mio. Tonnen Palmolein. Diese Importe machen bis zu 2/3 der Pflanzenölimporte Indiens aus. Palmöl für Indien kommt fast ausschließlich aus den Ländern Malaysia und Indonesien, den weltweit Top-Produzenten dieses Pflanzenöls.

26.02.2020 Ukraine: Getreideexporte 2019/20 könnten 40 Mio. Tonnen übersteigen

Ukraines Getreideexporte in der laufenden Saison 2019/20 (Juli – Juni) erreichten bisher ein Volumen von 40,1 Mio. Tonnen. Sie liegen damit 23% über den Exporten zum selben Zeitpunkt in der Saison 2018/19. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 16,5 Mio. Tonnen. Außerdem exportierte die Ukraine bisher über 4 Mio. Tonnen Gerste und 19,1 Mio. Tonnen Mais.
Geerntet wurde im vergangenen Jahr 75,1 Mio. Tonnen Getreide, 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.
Im Vermarktungsjahr 2018/19 wurden insgesamt 49,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 15,6 Mio. Tonnen Weizen, 3,7 Mio. Tonnen Gerste und 29,8 Mio. Tonnen Mais. Für die laufende Saison erwartet das Landwirtschaftsministerium Weizenexporte von bis zu 20 Mio. Tonnen.

26.02.2020 Tunesien sucht Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 75.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Gesucht wird Gerste optionaler Herkunft (3 x 25.000 Tonnen) zur Lieferung im April. Die Angebotsfrist endet am 27. Februar.

26.02.2020 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago. Technische Verkäufe und die Erwartung großer Ernten belasteten die Kurse, während Short-Positionen-Abdeckungen nach Mehr-Monats-Tiefs für Kursauftrieb sorgten. Die Sorge um die Ausbreitung des Coronavirus lastet weiterhin auf dem Markt. Das US-Landwirtschaftsministerium erhöhte am Montag die Winterweizen-Ratings in bedeutenden Anbaustaaten wie Oklahoma, Kansas und Illinois. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse wieder schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beendeten den Handelstag aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee ebenfalls uneinheitlich. Belastend wirkte zudem der schwächere Wechselkurs des russischen Rubels, der russischen Weizen für ausländische Käufer verbilligt. In Deutschland hoffen Marktteilnehmer darauf, bei der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 715.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft maßgeblich berücksichtigt zu werden. Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 125.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 15. März und 25. Mai. Die Ukraine könnte 2020 dank des günstigen Wetters in diesem Winter eine weitere große Getreideernte einfahren.

26.02.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT Sojabohnen

26.02.2020 CBoT-Weizenkurse erneut unter Druck

Die Weizenkurse am CBoT geben heute Morgen erneut nach. Es ist bereits die fünfte von sechs Handelssitzungen mit fallenden Kursen. Da das Coronavirus nun offensichtlich auch in anderen Ländern außerhalb Chinas um sich greift, fürchtet man um die Weltwirtschaft.
Alle Hoffnungen auf eine baldige Erholung der Rohstoffmärkte sind verflogen. Dabei waren die Coronavirus-Einflüsse auf den Weizenmarkt bisher nicht groß. Sollte jetzt, nachdem die Infektionen in Ländern wie Süd-Korea, Italien und dem Iran sprunghaft zunehmen, die Weltwirtschaft ins Straucheln kommen, wie es sich bereits an den Aktienmärkten abzeichnet, dann kann sich der Weizenpreis nicht verbessern.
Wetterdienst in der Ukraine rechnen mit einer guten Ernte in 2020. Rohstofffonds kauften gestern Weizenfutures.

25.02.2020 Tunesien kauft 125.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 125.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 15. März und 25. Mai (je nach Herkunft) gekauft, melden europäische Händler. Es wurden 5 Vereinbarungen zum Kauf von jeweils 25.000 Tonnen getroffen. Der niedrigste Preis lag bei $232,92/Tonne c&f.

25.02.2020 Am Kartoffelmarkt keine Preisphantasie mehr

Der Markt für Industriekartoffeln ist ausgesprochen ruhig. Die Fabriken verarbeiten fast ausschließlich Vertragsware. Bei viel zu milden Temperaturen nimmt aber das Kartoffelangebot zu; teils kommt es zu Überhängen, die auch nicht im Export platziert werden konnten. Auch wenn die Notierungen für Frittenrohstoff stabil bleiben, haben die Forderungen für Exporte jetzt nachgegeben. Dies in der Hoffnung, dass sich die Nachfrage dadurch nach den Karnevalstagen wieder belebt. Zumindest war das in den Jahren zuvor im März so. Die Kurse des April-20 Terminkontrakts sind inzwischen aus dem aktuelle Kassamarktniveau angekommen. Eine Phantasie auf steigende Preise gibt es derzeit unter den Teilnehmern der Terminbörse nicht.

25.02.2020 Ukraine erwartet erneut gute Getreideernte

Die Ukraine könnte 2020 dank des günstigen Wetters in diesem Winter eine weitere große Getreideernte einfahren. Die Auswinterungsverluste liegen derzeit nahe Null, so Tetyana Adamenko vom staatlichen Wetterdienst gegenüber Reuters.
Die für die Wintergetreideernte 2020 in der Ukraine ausgesäte Fläche stieg um 0,2% auf 7,6 Mio. Hektar. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Winterweizen, 0,6% weniger, als ein Jahr zuvor.
Winterweizen dominiert die Weizenernte in der Ukraine und macht mehr als 95% der Weizenproduktion des Landes aus.
Adamenko sagte, dass es keine Risiken mehr für ukrainische Pflanzen gebe und dass das derzeitige und für die nahe Zukunft prognostizierte milde Wetter den Pflanzen helfen würde, mit der Vegetation zu beginnen.
"Das Feuchtigkeitsvolumen im Boden ist kleiner als vor einem Jahr, aber es reicht immer noch aus, damit sich Pflanzen entwickeln können", so Adamenko.
Die Ukraine erntete 2019 die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide gegenüber 70 Mio. Tonnen im Jahr 2018. Die Weizenernte umfasste 28,1 Mio. Tonnen gegenüber 24,6 Mio. Tonnen im Jahr 2018.

25.02.2020 Getreidemail

Die Ausbreitung des Coronavirus und die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft führten gestern zu großen Verlusten an den Rohstoff-, Energie- und Aktienmärkten. Technische Verkäufe belasteten zudem die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 411.523 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls deutlich schwächer. Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 erreichten per 23. Februar ein Volumen von 18,72 Mio. Tonnen (+64% zum Vorjahr). Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein, verladen an Schwarzmeerhäfen, lag Ende letzter Woche bei $218/Tonne FOB und damit $2 niedriger, als in der Vorwoche. Saudi Arabiens Getreideeinkäufer SAGO kaufte im Rahmen einer Ausschreibung 715.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April und Juni. Europäische Händler hoffen, dass sie einen großen Anteil der Menge, die aus 12 Teilmengen mit 55.000 -60.000 Tonnen besteht, liefern dürfen.

25.02.2020 CBoT-Sojabohnenkurse auf 3-Wochen-Tief

Der Kurs der CBoT-Sojabohnen erholt sich zur Stunde leicht von seinen starken Verlusten von gestern obwohl die Angst vor den Auswirkungen der Coronavirus-Krise die Nachfrage Chinas nach Sojabohnen schwächt und die Preise auf einem Drei-Wochen-Tief hält.
Es gibt eine große Verunsicherung wegen dem Coronavirus, was eine Vorhersage zum weiteren Marktverlauf erschwert. Händler in Fernost gehen aber davon aus, dass die chinesische Sojabohnennachfrage wegen dem Coronavirus und dem Afrikanischen Schweinefieber (ASF) begrenzt bleibt.
Eine Pandemie mit dem Coronavirus hätte ernste Konsequenzen für den Weltmarkt. Infektionen in Süd-Korea, Italien und dem Iran sowie erste Fälle im Kuwait, Bahrain und dem Irak unterstützen diese These.
Außerdem hat das ASF Chinas Schweinebestand um 40% reduziert, weshalb weniger Futtermittel benötigt werden. Das USDA schätzte letzte Woche hohe US-Maisvorräte aber kleinere Sojabohnenbestände auf einem Vier-Jahres-Tief.

25.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern auf breiter Basis Agar-Commodities

24.02.2020 Welt-Kartoffelproduktion stagniert

In 2019 stagnierte die weltweite Kartoffelproduktion. Das zeigen Daten, die jetzt von der UN Food & Agriculture Organisation veröffentlicht wurden. Demnach sank die Produktion in 2018 um 1,5% auf 368,247 Mio. Tonnen. Das ist aber immer noch die Drittgrößte Menge nach den Jahren 2014 und 2017.
Mehr dazu finden Sie hier

24.02.2020 US-Export-Inspections: Sojabohnen-Verladungen geringer, als erwartet

24.02.2020 EU-Weizenexporte 64% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 erreichten per 23. Februar ein Volumen von 18,72 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um 64%.
Die Gerstenexporte stiegen um 53% im Vergleich zum Vorjahr und erreichten ein Volumen von 4,73 Mio. Tonnen.
Rückläufig waren hingegen die Maisimporte per 23. Februar. Sie sanken um 11% auf 13,99 Mio. Tonnen.

24.02.2020 Beruhigungsversuche bei Corona-Epidemie

Während die Welt eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus fürchtet, werden in China kaum noch weitere Infektionen gemeldet. Die WHO spricht von einem Wendepunkt im Epizentrum Wuhan.
In mehr als 20 Provinzstädten Chinas, darunter Peking und Shanghai, stagniert die Zahl der Infizierten. Das ist das beste Ergebnis seit dem Ausbruch der Krankheit.
Außerhalb des chinesischen Festlands wurden inzwischen in 29 Ländern und Region zwei Dutzend Tote registriert, die an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben sind. Die Zahl der Infizierten steigt dort weiter.
Für China erwartet der Staatspräsident Xi Jinping kurzfristig keinen besonders großen Einfluss auf die Wirtschaftsleistung seines Landes. Der US-Finanzminister Steven Mnuchin sagte, dass die Epidemie keinen Einfluss auf die Umsetzung des mit Peking am 15.01. Handelsabkommen haben werde.

24.02.2020 Agrarministerium in Kiew senkt Ernteerwartung für Getreide

Das Ministerium für Handel und Landwirtschaft in Kiew erwartet, dass die Getreideernte 2020 in der Ukraine zwischen 65 und 71 Mio. Tonnen ausfallen wird, in 2019 waren es 75,1 Mio. Tonnen.
Anfang Februar hatte der Agrarmarktanalyst ProAgro die Getreideernte der Ukraine 2020 noch auf 72,673 Mio. Tonnen geschätzt. Die Weizenernte werde demnach auf 28,3 Mio. Tonnen kommen und die Maisernte werde so groß ausfallen wie in 2019.
Die Ukraine ist einer der führenden Getreideproduzenten und-Exporteure der Welt. Auf zirka sieben Millionen Hektar wurden Wintersaaten für die Ernte 2020 gelegt. Wo die Saat aufgegangen ist, ist der Zustand der Feldbestände befriedigend bis gut. Für die Ernte 2019 war die Anbaufläche 7,1 Mio. Hektar groß.

24.02.2020 Mexiko kauft Sojabohnen in den Vereinigten Staaten

US-Exporteure melden den Verkauf von 163.290 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

24.02.2020 Tunesien sucht Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht per internationaler Ausschreibung 125.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 25. Februar.

24.02.2020 Russland: Weizen-Exportpreis erneut rückläufig

Russischer Exportweizen registrierte aufgrund des starken Wettbewerbs mit bedeutenden Exportnationen in der vergangenen Woche den vierten wöchentlichen Preisrückgang in Folge. Das Tempo des Kursrückgangs hat sich allerdings verlangsamt, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die globalen Rohstoffmärkte gerieten aufgrund der mit dem Coronavirus-Ausbruch verbundenen Risiken unter Druck.
Für die diesjährige Schwarzmeerernte sind die Aussichten in Russland bisher gut. SovEcon erwartet eine Erntemenge von 83 – 87 Mio. Tonnen Weizen, was einen Anstieg zum Vorjahr bedeuten würde. In der Ukraine wird die Weizenernte in einem Volumen von 26 – 28 Mio. Tonnen erwartet.
Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein, verladen an Schwarzmeerhäfen, lag Ende letzter Woche bei $218/Tonne FOB und damit $2 niedriger, als in der Vorwoche. Gerste sank ebenfalls um $2 auf $190/Tonne.
Der Rückgang des Preises hat sich in Russland jedoch verlangsamt, weil russischer Weizen wieder an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen konnte, nachdem in der Vorwoche Preis um $6 fiel.
In Chicago sanken die Weizenfutures am Montag zum vierten Mal in Folge, weil die schnelle Ausbreitung des Coronavirus auch außerhalb Chinas die Rohstoff- und Aktienmärkte unter Druck setze.
Russland, die Ukraine und Rumänien konkurrieren untereinander um den Markt in Nordafrika, dem Mittleren Osten und Asien via Schwarzes Meer.
Die Wetterbedingungen in Russland für die 2020er Ernte sind gut mit überdurchschnittlichen Temperaturen, meldet SovEcon. In Zentralrussland, der Wolga-Region und Teilen Südrusslands hat es in der vergangenen Woche geregnet. Weitere Niederschläge werden innerhalb der kommenden zwei Wochen erwartet.
Seit Beginn der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) exportierte Russland bisher 27 Mio. Tonnen Getreide, davon 23,3 Mio. Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 19%.

24.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 18.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (45.940 Kontrakte) auf 64.715 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 10.623 Kontrakte auf 61.461 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.409 Kontrakte auf 89.763 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 18. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
24.02.2020 China-Kanada: Coronavirus-Krise verzögert Beilegung von Streitigkeiten

Die Corona-Krise in China verzögert die Aufnahme der Gespräche zwischen Peking und Ottawa über die Beilegung von politischen Streitigkeiten, in deren Folge kanadisches Canola von China geblockt wird.
China ist darüber verärgert, dass Kanada im Dezember 2018 die Finanzchefin des Huawei-Konzerns auf Bitten der USA verhaftet hat. In den folgenden Monaten entschied Peking, dass kein kanadisches Canola (Rapssaat) mehr importiert werden darf. Angeblich wegen einem zu hohen Gehalt an Unkrautsamen. Außerdem wurden zwei kanadische Bürger inhaftiert. Man wirft ihnen vor, dass sie die Sicherheit China gefährdet hätten.
Jetzt, wo China mit den Folgen der Coronavirus-Krise zu kämpfen hat, verzögern sich die Gespräche über eine Beilegung des Konflikts.

24.02.2020 Weizen aus der EU für Saudi-Arabien?

Der Saudische Getreideeinkäufer SAGO teilte heute Morgen mit, dass er in einer Ausschreibung 715.000 Tonnen Weizen gekauft hat.
Der Durchschnittspreis liegt bei 247,46 c&f USD/Tonne. Die Lieferung erfolgt im April und Juni.
Die Verkäufer Holbud Limited (GB) und Glencore (CH) entscheiden, woher sie den Weizen beziehen wollen. Europäische Händler hoffen, dass sie einen großen Anteil der Menge, die aus 12 Teilmengen mit 55.000 -60.000 Tonnenbesteht, liefern dürfen.

24.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Gewinnmitnahmen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat März 20 allerdings um 1,8% an Wert zu. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 406.400 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoTmit weiteren Abschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten ihre Anfangsgewinne aufgrund der Kursverluste aus Übersee nicht halten und beendeten den letzten Handelstag der Woche uneinheitlich. Der Wechselkurs des Euro stabilisierte sich nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Wochen, beendete die Woche allerdings in der Nähe eines 3-Jahres-Tief. In Frankreich blieb der Zustand der französischen Winterweizenbestände im Vergleich zur Vorwoche stabil. 65% der Pflanzen erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Händler warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Weizen-Ausschreibung Saudi Arabiens.

24.02.2020 CBoT-Weizenkurse heute schon 1,3% im Verlust

Seit vier Handelstagen sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures. Die rasche Verbreitung des Coronavirus außerhalb Chinas drückt die Preise von Rohstoffen und Aktien.
Der Covid-19 Virus bleibt im Fokus der ganzen Weltwirtschaft. Immer mehr Fälle werden in immer mehr Ländern gemeldet. Der Wechselkurs des US-Dollar steigt. Mittlerweile sprechen Wissenschaftler schon von einer Pandemie, da in Ländern wie Süd-Korea, Italien und dem Iran die Ansteckung mit dem Virus um sich greift.
Dass jetzt Länder außerhalb Chinas betroffen sind, bringt die Aktienmärkte in Asien und an der Wall Street unter Druck, da Investoren in Gold als vermeintlich sicheren Hafen flüchten. Die Kurse von Rohöl geraten dagegen unter Druck und der Koreanische Won sinkt auf den tiefsten Stand seit August.
Der aktuelle Druck auf CBoT-Weizen wird noch dadurch verstärkt, dass Spekulanten sich von ihrer äußerst großen Anzahl von Long-Positionen Weizenfutures trennen und teils auch auf fallende Kurse setzen.

24.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 8.000 Kontrakte CBoT Sojabohnen

21.02.2020 US-Export-Sales: Maisexporte höher, als erwartet

21.02.2020 Algerien: Gesunkene Importe

Algeriens Ausgaben für Importe von Getreide-, Grieß- und Mehlimporte sanken im vergangenen Jahr um 11,7% zum Vorjahr, zeigen offizielle Daten.
Algerien gehört zu den weltweit größten Getreideimporteuren. Aufgrund sinkender Einnahmen im Energiesektor hat man versucht, die Ausgaben für Importgetreide und weitere Produkte zu senken.
Der Wert der Importe für Durum-Weizen, Weichweizen, Grieß und Mehl erreichte 2019 ein Wert von 2,71 Mrd. US-Dollar. 2018 lagen die Ausgaben bei 3,06 Mrd. US-Dollar.
Die Gesamtausgaben für Importgüter sanken um 6% auf 8,07 US-Dollar.

21.02.2020 Coronavirus und die Weltwirtschaft

Leergefegte Straßen, geschlossene Geschäfte und stockende Fließbänder. Das Coronavirus legt Chinas Volkswirtschaft lahm. Die Folgen bekommt die gesamte Weltwirtschaft zu spüren. Besonders betroffen sind deutsche Unternehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten ihr China-Geschäft massiv ausgebaut haben. Die Coronakrise zeigt gerade die Schattenseite der Globalisierung.

Gabriel Felbermayr, der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, ist kein Wirtschaftswissenschaftler, der zu Alarmismus neigt. Umso nachdenklicher sollte uns seine Einschätzung zu den möglichen Folgen des Coronavirus machen. „Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass das Virus sich als Lehman-Moment erweisen könnte“, sagte Felbermayr im Interview mit dem Handelsblatt. Wie die Pleite der US-Investmentbank Lehman-Brothers im Jahr 2008 könne die aktuelle Krise der Beginn einer weniger globalisierten Weltwirtschaft sein.

Quelle: Handelsblatt

21.02.2020 Frankreich: Winterweizenratings stabil

In Frankreich blieb der Zustand der französischen Winterweizenbestände im Vergleich zur Vorwoche per 17. Februar stabil. 65% der Pflanzen erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Ebenfalls unverändert zur Vorwoche blieben die Ratings der Wintergersten-Bestände. Hier liegt der Anteil der Pflanzen mit Top-Rating bei 67%.
Die Sommergerstenaussaat ist per 17. Februar auf 20% der dafür geplanten Flächen erfolgt. In der Vorwoche lag der Anteil bei 16%.

21.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe und der feste Wechselkurs des US-Dollar, der US-Weizen am Weltmarkt für ausländische Käufer verteuert, sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago erneut für Verluste. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 700.000 Tonnen. Die US-Weizenanbaufläche 2020 bleibt aktuellen Schätzungen des USDA zufolge mit 45 Mio. Acres nahezu stabil zum Vorjahr (45,2 Mio. Acres). Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
Bei vergleichsweise schwachen Umsätzen in einer engen Spanne beendeten die Weizenfutures in Paris den Handelstag uneinheitlich. Der eurpopäische Getreidehandelsverband Coceral erwartet einen Rückgang der EU-Weichweizenernte 2020 von 145,7 Mio. Tonnen in 2019 auf 137,9 Mio. Tonnen. Für positive Stimmung sorgte die Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 715.000 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum April bis Juni. Saudi Arabien gehört zu den wichtigsten Exportmärkten für deutschen Weizen. Händler beobachten mit Spannung, ob Russland auf dem saudischen Markt Fuß fassen kann.

21.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern Agrar-Commodities

21.02.2020 CBoT-Weizenkurse diese Woche bisher 3,2% im Plus

Diese Woche wird der CBoT-Weizenfuture wohl mit seinem größten Kursanstieg seit fast drei Monaten beenden. Eine kleinere Weizenernte in Australien lässt daran zweifeln, dass die Versorgungslage auf der Welt so üppig ist, wie im letzten USDA-Report beschrieben.
Das sorgte für steigende Kurse bei den Weizenfutures an den Terminbörsen in Chicago und in Paris. Am Wochenanfang wurde bekannt, dass in Down-under die Ernte noch kleiner ausfiel als zuvor erwartet. Außerdem gibt es Gerüchte, dass China bald US-Weizen kaufen werde.
Kurse des CBoT-Weizenfuture stiegen in dieser Woche bisher um 3,2%. Eine so große Steigerung gab es zuletzt im November 2019.
Chinas Verpflichtung, mehr US-Agrarrohstoffe abzunehmen, wird wegen der Coronavirus-Krise immer unwahrscheinlicher. Zwar steigt die Zahl der an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit erkrankten Menschen weiter, aber nicht mehr so rasch wie vorher. Die WHO schöpft daraus Hoffnung, dass die Krise nun beherrscht werden kann. Bisher sind an der Krankheit 2.236 Menschen gestorben, die meisten davon in der chinesischen Provinz Hubei.

20.02.2020 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

20.02.2020 Mehr Mais- und Sojabohnenanbau in den USA

US-Farmer wollen in diesem Jahr 94 Mio. acres Mais anbauen. Im Vorjahr waren es 89,7 Mio. acres. Der Anbau von Sojabohnen steigt von 76,1 Mio. acres auf 85 Mio. acres. Das teilte das USDA soeben mit.
Der Weizenanbau in den USA bleibt mit 45 Mio. acres nahezu stabil (Vj.: 45,2 Mio. acres).
Die USA sind der weltweit größte Exporteur von Mais und die Nummer zwei bei den Sojabohnenexporten.
Beim Futtergetreide Mais wäre das die größte Anbaufläche seit 2016. Der Sojabohnenanbau stiege um 12% gegenüber 2019 als schwieriges Wetter die Aussaat behinderte.
Man hatte sich im Vorfeld dieser ersten Schätzung zur Flächennutzung gefragt, welche Feldfrucht die im Vorjahr nicht angebauten Flächen erobern wird. Heute wird deutlich, dass es wohl der Mais und die Sojabohnen sind. Der US-Weizenanbau bleibt bei der kleinsten Anbaufläche seit 1919.
Das USDA hatte schon im Januar die US-Winterweizenanbaufläche auf den zweit-niedrigsten Stand seit der Erfassung von Anbaudaten geschätzt.

20.02.2020 EEX-Kartoffel-Index sinkt heute um 20 Cent

Dem Markt für Veredelungskartoffeln in West- und Mitteleuropa fehlen seit einigen Wochen Impulse. Die Frittenfabriken sind vorerst gut mit Vertragskartoffeln versorgt und Käufer im Ausland bedienen sich erst einmal mit der heimischen Ernte. Käufer in Osteuropa signalisieren dem Westen zwar weiter Interesse für spätere Lieferungen, sie sind dabei aber sehr preissensibel. Das Angebot aus der Landwirtschaft kommt stetig, sodass sich ein kleines Überangebot aufgebaut hat.
Der Marktzeiger der Derivatebörse EEX in Leipzig wurde heute mit 15,1 berechnet, 20 Cent weniger als in den drei Wochen zuvor. Maßgeblich für den Rückgang waren hauptsächlich die Notierungen aus Holland (16,21 €/dt – 0,32) und Frankreich (14,80 €/dt – 0,25), die 30 respektive 20 Cent/100 kg nachgaben.

20.02.2020 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

2020 könnte die EU-Rapsernte etwas besser werden als im äußerst schwachen Vorjahr. Da die Anbaufläche aber kleiner ist, kann man davon ausgehen, dass die Inlandsversorgung knapp bleibt. Kein Wunder also, dass die Ölmühlen rechtzeitig ihr Interesse an Vorkontrakten bekunden. Die Verkaufsbereitschaft der Landwirte hält sich aber noch in Grenzen. Je näher die Ernte rückt, desto mehr wird aber wohl angeboten. Schon jetzt sind vergleichsweise viele Vorverträge getätigt worden. Es könnte dann aber noch einmal interessant werden, wenn es Spätfröste gibt, die die Erträge mindern würden. Rapspreise stiegen in der letzten Woche analog zu den Terminmarktnotierungen um ca. vier Euro/Tonne.
Die Preise für Rapsschrot werden in einem ruhigen Markt von den Notierungen für Rapssaat am Pariser Matif und Sojaschrot an der CBoT gestützt. In Südamerika ist die Sojabohnenernte angelaufen und Brasilien erwartet eine Rekordernte.
Preise für Rapsöl werden durch die niedrigen Rapssaatvorräte gestützt. Die von dem Coronavirus verunsicherte Weltwirtschaft dürfte die Befestigung der Preise für unser lokal erzeugtes Pflanzenöl aber in Schach halten. Sojaöl und Palmöl werden schon schwächer bewertet und ein Rückgang der Biodieselnachfrage in den USA belastet außerdem.

20.02.2020 Überraschung: Indien erteilt Importlizenzen für 1,1 Mio. Tonnen Palmöl

Indien hat seinen Händlern zum Erstaunen der Lebensmittelindustrie für 1,1 Mio. Tonnen raffiniertes Palmöl Importlizenzen erteilt. Im Januar hieß es noch, dass die Einfuhr dieses Pflanzenöls beschränkt werden soll.
Eine Einschränkung der Importe durch Indien, dem weltweit größten Palmölimporteur, hat bereits durch die Ankündigung Kurse des Palmöl-Futures an der Derivatebörse in Malaysia unter Druck gesetzt. Jetzt korrigieren sich die Kurse aber wieder.
Indien hatte Palmöl und Palmolein auf seine Liste geächteter Importe gesetzt, nachdem Malaysia die Einwanderungspolitik Neu-Delhis kritisiert hat. Daraufhin haben Händler beim Direktorat für Außenhandel (DGFT) mindestens 100 Importlizenzen für raffiniertes Palmolein beantragt.
Heute wurde nun bekannt, dass das GDFT für 1,1 Mio. Tonnen Importgenehmigungen erteilte. Interessanterweise lauteten die Anträge alle auf Herkunft aus Indonesien. In der zweiten Januar-Woche hatte die Regierung in Neu-Delhi zu einem Boykott von Palmölprodukten aus Malaysia aufgerufen, nachdem Malaysias Premierminister Matathir Mohamad Indiens Einwanderungesetzt für die Kaschmir-Region kritisiert hatte.
Der große Umfang der Importgenehmigungen für Indonesisches Palmöl überraschte nicht nur Industrievertreter, sondern auch Mitarbeiter des Handelsministeriums. Sie äußerten ihr Missfallen und forderten das DGFT dazu auf, vorerst keine weiteren Genehmigungen zu erteilen.
Marktteilnehmer werten den Sinneswandel in der Importpolitik mit stark steigenden Preisen für Pflanzenöle in Indien, die sich auch in den Börsenkursen widerspiegelten. Neu-Delhis Palmölimporte sanken im Januar um 27% gegenüber dem Januar 2019 auf jetzt 594.804 Tonnen.
Im vorherigen Vermarktungsjahr, das im Oktober 2019 endete, importierte Indien 9,4 Mio. Tonnen Palmöl, darin enthalten sind auch 2,72 Mio. Tonnen raffiniertes Palmöl. Nahezu 2/3 aller Pflanzenölimporte Indiens entfallen auf Palmöl. Die weltweit beiden größten Produzenten und Exporteure sind Malaysia und Indonesien.

20.02.2020 China: Sauenbestand wächst zum vierten Mal in Folge

Chinas Sauenbestand wuchs im Januar im Vergleich zum Vormonat Dezember um 1,2%, teilte das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten am heutigen Donnerstag mit. Das war der vierte Anstieg des Herdenbestands in Folge.
Das Ministerium gab keine Gesamtzahl für die Größe der Herde an, die im September nach einer Epidemie der afrikanischen Schweinepest gegenüber dem Vorjahr um fast 40% geschrumpft war.

20.02.2020 Coceral erwartet in 2020 kleinere EU-Weichweizenernte

Die Weichweizenernte 2020 in der Europäischen Union wird von 145,7 Mio. Tonnen in 2019 auf 137,9 Mio. Tonnen sinken, das meldete soeben der Europäische Getreidehandelsverband Coceral.
Es ist die erste Prognose des Verbandes für die diesjährige Getreideernte. In den Ländern Frankreich, Deutschland, Dänemark und Großbritannien konnten aufgrund ergiebiger Regenfälle im letzten Herbst längst nicht alle geplanten Flächen mit Wintergetreide bestellt werden.
Coceral hat außerdem eine weitere Ernteschätzung für die EU-27 abgegeben, denn Großbritannien hat die Gemeinschaft am 31. 01. verlassen. Diese lautet für 2020 auf 125,5 Mio. Tonnen Weichweizen gegenüber 129,7 Mio. Tonnen im Vorjahr.

20.02.2020 EU-Milchmarkt-Dashboard

20.02.2020 Malaysia will B20-Programm bis Mitte 2021 umsetzen

Die Regierung von Malaysia erwartet, dass ihr B20-Biodieselprogramm bis Mitte 2021 an allen 3.400 Tankstellen des Landes ankommt.
Biodiesel mit einem Gehalt von 20% Palmöldiesel soll jährlich zusätzlich 534.000 Tonnen Palmöl verbrauchen, so das Wirtschaftsministerium in Kuala Lumpur. Insgesamt würden dann jährlich 1,06 Mio. Tonnen des Pflanzenöls für Personentransport verbraucht. Zählt man noch das B7-Programm für den Schwertransport dazu, kommt man auf 1,3 Mio. Tonnen p.a.
Das südasiatische Land will ab Juni mit der Testphase zu einem B30-Programm starten.

20.02.2020 Paraguay könnte über 10 Mio. Tonnen Sojabohnen ernten

Paraguay, weltweit Nummer 4 unter den Getreideexporteuren, könnte in der laufenden Sojabohnenernte für die Vermarktungsperiode 2019/20 mehr als 10 Mio. Tonnen Sojabohnen ernten. Aktuell wurde bereits etwa die Hälfte der im Oktober und November ausgesäten Bestände von insgesamt 3,5 Mio. Hektar (8,7 Mio. Acres) geerntet, teilte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Mario Leon dem Nachrichtendienst Reuters mit. Der Start nach der Aussaat war aufgrund trockener Wetterbedingungen nicht optimal. Im Laufe der Zeit haben Niederschläge allerdings die Lage normalisiert und die Ernte liefert gute Ergebnisse. Die Durchschnittserträge liegen in den Top-Lagen bei über 5.000 kg pro Hektar. Im Durchschnitt liegen die Durchschnittserträge bei 2.700 kg pro Hektar. Im vergangenen Jahr wurden 8,5 Mio. Tonnen Sojabohnen in Paraguay geerntet.

20.02.2020 Regionaler Starkregen dürfte die argentinische Sojaernte kaum beeinflussen

In einigen Sojaanbauregionen Argentiniens hat es an zwei Tagen im Februar mehr geregnet als üblicherweise im ganzen Monat. Die Ertragsverluste werden aber wohl nur wenig Einfluss aus die nationale Sojabohnenernte nehmen, so Beobachter vor Ort.
Am 14. und 15. Februar fielen in der Provinz Chaco 150 – 300 Liter Regen auf den Quadratmeter. Felder wurden überflutet und Straßen sind dort seither unpassierbar. Das trifft die betroffenen Farmer hart; auf die argentinische Sojabohnenernte insgesamt hat es aber wohl keine großen Auswirkungen, da Chaco nur 2-3% der Sojabohnen des Landes wachsen.
An den kommenden Tagen soll das Wetter sich aber beruhigen. Im März beginnt dort die Sojabohnenernte. Laut der Buenos Aires Grains Exchange wird das Südamerikanische Land bis Ende Juni 53,1 Mio. Tonnen Sojabohnen ernten. Die Hauptanbauregionen sind der Großraum von Buenos Aires, Santa Fe und Cordoba. Argentinien ist einer der größten Exporteure von Mais und Sojabohnen weltweit und die Nummer Eins bei den Ausfuhren von dem Tierfutter Sojaschrot.

20.02.2020 Saudi-Arabien: 715.000 to-Weizentender für April bis Juni

Der staatliche Getreideeinkäufer Saudi-Arabiens, die SAGO, teilt heute Morgen mit, dass man 715.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen April und Juni 2020 sucht. Es wurde eine internationale Ausschreibung auf den Weg gebracht.
Es sollen zwölf Lieferungen in die Häfen Jeddah, Jazin und Dammam erfolgen. Die Ausschreibung endet am 21. Februar.

20.02.2020 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Gewinnen am Dienstag, der erneut festere Wechselkurs des US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit moderaten Verlusten.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen. Anzeichen einer sich abschwächenden Exportnachfrage belasteten den Markt zusätzlich. Händler melden, dass die Nachfrage nach deutschem Weizen in der laufenden Woche schwächer ausfällt. Begrenzt wurden die Verluste durch den schwachen Wechselkurs des Euros, der auf den tiefsten Stand seit fast drei Jahren sank. Den Rückgang der russischen Exportpreise konnte der schwächere Euro-Wechselkurs allerdings nicht ausreichend kompensieren. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei 4 Euro über Paris März 20. Institutionelle Anleger erhöhten in der vergangenen Woche erneut ihren Bestand an Netto-Long-Positionen auf Weizen an der Euronext.

20.02.2020 CBoT-Sojabohnenkurse stabilisieren sich auf 4-Wochen-Hoch

Die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures sinken heute Morgen leicht. In den letzten vier Handelstagen sanken die Kurse dreimal wegen dem schwindenden Bedarf der Chinesen aufgrund der Coronavirus-Krise.
Viele Teile Chinas sind nun bereits seit mehr als 20 Tagen abgesperrt, der Konsum in den Regionen ist stark zurückgegangen. Das bekommen auch die Verarbeiter von Sojabohnen zu spüren. Die Regierung in Peking kämpft darum, die Wirtschaft in Schwung zu halten nachdem vielerorts Einschränkungen beim Transport und der Bewegungsfreiheit der Menschen angeordnet wurden. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden, dem bereits mehr als 2.000 Menschen erlegen sind und mehr als 74.000 Menschen sich angesteckt haben.
Über der Verpflichtung Chinas gegenüber den USA mehr US-Agrarrohstoffe abnehmen zu müssen, hängen düstere Wolken. Heute und Morgen hält das USDA eine Konferenz ab, in der mehr Klarheit über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft erwartet wird. Auch die Trends beim Anbau von Mais und Sojabohnen sollen besprochen werden.
Im Norden Argentiniens hat es mehr als zu dieser Jahreszeit üblich geregnet. Bisher sind aber noch keine Ertragsverlust gemeldet worden. Die Sojabohnenernte beginnt dort im März.

20.02.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 9.000 Kontrakte Sojabohnen

19.02.2020 Institutionelle Anleger bauen Weizen Netto-Long-Bestand aus

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 67.401 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 14. Februar auf 83.653 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 14. Februar von 95.152 Kontrakten auf 105.339 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,2% während Non Commercial Participants 22,7% am Open Interest repräsentieren.
93,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (unverändert zur Vorwoche).

19.02.2020 Iran sucht 200.000 Tonnen Mais

Irans staatlicher Futtermittelimporteur SLAL sucht per internationaler Ausschreibung bis zu 200.000 Tonnen Mais zur Lieferung im März, melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 25. Februar. 

19.02.2020 Tunesien sucht Futtergerste
Tunsesiens staatliche Getreideagentur sucht per internationaler Ausschreibung rund 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet bereits morgen, am 20. Februar.
Gesucht wird Futtergerste (3 x 25.000 Tonnen) je nach Herkunft zur Lieferung im März und im April.
19.02.2020 Schlachtschweinepreis steigt um 5 Cent auf 1.96 €/kg SG

Das Aufkommen an schlachtreifen Schweinen fällt in dieser Woche in Deutschland erneut geringer aus. Trotz der schwierigen Geschäfte im In- und Ausland werden Schweine gesucht. Das Angebot reicht vielerorts nicht aus, um den Bedarf gänzlich zu decken. Daher einigten sich die Preismelder heute auf einen Anstieg des Vereinigungspreises um 5 Cent auf 1,96 € pro kg Schlachtgewicht. Wie schon in den vergangenen Wochen bleibt der Handel mit Schweinefleisch lustlos. Im Inlandsgeschäft fehlen in der Karnevalszeit die notwendigen Impulse und im Export warten Vermarkter auf stimulierende Effekte insbesondere aus China. Insgesamt wirkt der Fleischmarkt hierzulande allerdings preisstabilisierend. Bei unseren europäischen Nachbarn dominiert das knappe Angebot an Schweinen und die durchschnittlichen Schlachtgewichte entwickelten sich rückläufig. Anders in Deutschland, dort stiegen die Schlachtgewichte um 1kg auf durchschnittlich 98kg.

19.02.2020 Russlands Weizenernte 2020 könnte um 3-5% steigen

Russlands Landwirtschaftsministerium teilt heute mit, dass die russische Weizenernte 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 3-5% steigen könnte. Das meldet die Nachrichtenagentur TASS und zitiert dabei den ersten stellvertretenden Landwirtschaftsminister Dzhambulat Khatuow.

19.02.2020 Prognose zu Ukraines Getreideernte 2020 sinkt

Die Getreideernte 2020 wird in der Ukraine jetzt auf 72,673 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 3,19% weniger als die Erntemenge in 2019 (75,1 Mio. to). Die Anbaufläche der Wintersaaten wurde eingeschränkt und teilweise waren die Wetterbedingungen schlecht, so das Beratungsunternehmen ProAgro.
Die Winterweizenernte soll sogar um 7,31% auf 26,234 Mio. Tonnen sinken (2019: 28,3 Mio.to). Die Maisernte wird auf dem Vorjahresniveau (35,849 Mio.to) bleiben, so die Fachleute.
Da im letzten Herbst nicht alle geplanten Wintersaaten in die Erde kamen, wird die Anbaufläche der Sommerungen ausgeweitet. Davon profitiert Sommergerste, die in wärmeren Gebieten bereits gesät wird.

19.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago legten gestern um 4,5% zu und damit so stark, wie zuletzt im Mai vergangenen Jahres. US-Weizen könnte nach Ansicht von Analysten von der schwachen Weizenernte in Australien profitieren. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 501.990 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 14.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stiegen gestern in Folge der festen Vorgaben aus Übersee und des anhaltend schwachen Euro-Wechselkurses auf ein 3-Wochen-Hoch. Zudem sorgte die Anfang der Woche veröffentlichte Meldung der Weizenernte Australiens auf ein 12-Jahres-Tief für Kursauftrieb. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März auf 4,00 Euro über Paris März 20. Die türkische Getreidebörse TMO kaufte in einer Serie von Ausschreibungen insgesamt über 250.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 5. – 20. März. Indiens Weizenproduktion im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 wird voraussichtlich den Rekordwert 106,21 Mio. Tonnen erreichen. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 2,5%.

19.02.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT Mais

19.02.2020 Weizen: Von Australiens Missernte profitieren Nordamerikanische Anbieter

Nach dem gestrigen größten Tagesplus seit acht Monaten beim CBoT-Weizen, geben die Kurse heute Morgen wieder nach. Gestern reagierte die Börse auf eine nochmals kleinere Ernteschätzung in Australien.
Händler in Singapur teilen Ihren Kunden heute Morgen mit, dass wohl US- und Kanada-Weizen davon profitieren könnten.
In Australien schätzt man die Weizenernte 2019/20 nun auf den niedrigsten Stand seit 12 Jahren. Dort gab es an der Ostküste eine verheerende Trockenheit.
Gestern teile China mit, dass man seinen Importeuren Ausnahmenbewilligung bei den Importzöllen auf US-Güter gewähren will. Damit kommt Peking seinen vertraglichen Verpflichtungen aus den Phase-1-Deal vom 15. Januar nach. Marktteilnehmer erwarten aber, dass der chinesische Importbedarf aufgrund der Coronavirus-Krise sinken wird. Heute Morgen melden die Presseagenturen, dass inzwischen 2.004 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben sind und 74.000 Chinesen sich mit dem Virus angesteckt haben.

18.02.2020 Türkei kauft 250.000 Tonnen Weizen

Die türkische Getreidebörse TMO hat in einer Serie von Ausschreibungen (20.000 – 50.000 Tonnen) insgesamt über 250.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 5. – 20. März gekauft, melden europäische Händler. Die Käufe sind vorläufig und müssen in den kommenden Tagen bestätigt werden. Der niedrigste gezahlte Preis liegt Händlern zufolge bei 222,75 USD pro Tonne C & F.

18.02.2020 US-Export-Inspections im Rahmen der Erwartungen

18.02.2020 Global_Dairy_Trade - Index sinkt heute um 2,9%

18.02.2020 Gedämpfte Stimmung am Kartoffelmarkt

Die Stimmung am Kartoffelmarkt ist derzeit gedämpft. Insbesondere der Markt für Speisekartoffeln hat an Schwung verloren. Am Markt für Verarbeitungsrohstoff sieht es dagegen nicht ganz so düster aus. Statistiker haben in den letzten Wochen ihre Schätzungen zu den Kartoffelvorräten veröffentlicht, diese sind im West- und Mitteleuropa deutlich größer als im Vorjahr und auf einem Fünf-Jahres-Niveau. Dabei muss man berücksichtigen, dass in den letzten Jahren die Nachfrage nach Kartoffelprodukten weltweit kontinuierlich um 5% p.a. sprunghaft angestiegen ist. Die Fabriken haben darauf mit Kapazitätsausweitungen reagiert. Belgien muss bei einer Erntemenge von 4 Mio. Tonnen seither den Großteil seines 5 Mio. Tonnen Rohstoffbedarfs aus dem benachbarten Ausland beziehen. Aktuell stehen aber die Notierungen für Verarbeitungskartoffeln selbst in Holland etwas unter Druck, weil die Nachfrage aus dem Ausland noch ruhig ist.

18.02.2020 Indien erwartet Rekord-Weizenernte

Indiens Weizenproduktion im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 wird voraussichtlich den Rekordwert 106,21 Mio. Tonnen erreichen. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 2,5%. Indiens Bauern profitierten vom nassesten Monsun seit 25 Jahren, der es erlaubte, die Anbaufläche für Wintergetreide auszuweiten, so die Regierung am heutigen Dienstag.

18.02.2020 US-Weizenfutures weiter sehr fest

Die Weizenfutures in Chicago steigen heute Vormittag um über 2% aufgrund der reduzierten Prognose der australischen Weizenernte. Australiens Weizenernte 2019/20 wird neusten Prognosen zufolge die kleinste seit 2008 sein, weil eine schwere Dürre die Weizenbestände schädigt.

18.02.2020 Mildes Wetter in Teilen Europas verringert Frosttoleranz

Das anhaltend milde Wetter in weiten Teilen Europas verringert die Fähigkeit von Getreidepflanzen, potenziellen Kälteeinbrüchen standzuhalten, teilte der Pflanzenüberwachungsdienst der Europäischen Union, Mars gestern mit.
Für große Teile Frankreichs, Regionen rund um die Nord- und Ostsee sowie Osteuropa war der Zeitraum zwischen dem 1. Januar und dem 10. Februar der Wärmste seit 1979 hieß es in dem monatlichen Erntebericht.
Das ungewöhnlich warme Wetter führt dazu, dass die Frosttoleranz in Ländern wie Deutschland, Polen und den baltischen Staaten viel schwächer als gewöhnlich ist und die Winterhärte in einigen Gebieten sogar noch geringer ist, als vor einem Monat.
In der Regel sind die Pflanzen im Winter widerstandsfähig gegen Kälte und können so auch frostige Temperaturen standhalten. Laut MARS wird erwartet, dass das relativ milde Wetter mindestens bis zum 21. Februar andauert und in diesem Zeitraum keine Frostschäden zu erwarten sind.

18.02.2020 China plant weitere Importzoll-Senkungen für US-Produkte

Einen Monat nach dem Abschluss des „Phase-1-Deals“ mit den USA will China jetzt für weitere 696 Produkte aus den USA die Importzölle senken. Darunter auch für Agrar- und Energieprodukte wie Schweinefleisch, Rindfleisch, Sojabohnen, Flüssiggas und Rohöl.
Es ist die dritte Gruppe von US-Gütern, für die seit dem ersten Teil des Handelsabkommens, das am 15.01. unterzeichnet wurde, nun die Importzölle wieder gesenkt werden. China hat versprochen innerhalb der nächsten zwei Jahre, für US-Importe (Güter und Dienstleistungen) im Wert von 200 Mio. USD zu importieren.
Die Importzölle wurden während des jahrelangen Handelsstreits angehoben.
Importerleichterungen kommen in einer Zeit, in der Chinas Wirtschaft unter den Auswirkungen der Coronavirus-Krise leidet. Die Behörden des Landes verordneten Reise- und Transportverbote, um die Ausbreitung des Virus zu begrenzen. Bis gestern sind an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit fast 1.900 Menschen in China gestorben und mindestens 70.000 sollen infiziert sein.
In der US-Regierung fragt man sich, ob China seine Importzusagen jetzt überhaupt noch einhalten kann.

18.02.2020 Brasiliens Sojabohnenernte 10 Mio. Tonnen größer als im Vorjahr 

Brasiliens Sojabohnenproduktion 2019/20 wird mit 125,6 Mio. Tonnen einen neuen Rekord erreichen, das meldete gestern das Beratungsunternehmen AgRural. Ein Fünftel der Anbaufläche ist inzwischen abgeerntet.
Die vorherige Schätzung lag noch bei 123,9 Mio. Tonnen.
Sollte sich die neueste Schätzung bestätigen, wäre die Erntemenge um mindestens 10 Mio. Tonnen größer als im Jahr zuvor. Brasilien ist ohnehin schon der größte Sojabohnenproduzent der Welt und auch der größte Exporteur der Ölsaat.

18.02.2020 Getreidemail

Die Börsen in den Vereinigten Staaten blieben gestern aufgrund des US-Feiertags Presidents-Day geschlossen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit kräftigen Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag mit Kursverlusten. Das Handelsvolumen war aufgrund der fehlenden Vorgaben aus Übersee gering. Der Wechselkurs des Euro sank gestern auf ein 3-Jahres-Tief und verbessert damit weiter die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum. Russlands Weizenexportpreise sanken in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge aufgrund des starken globalen Wettbewerbs und der zuletzt rückläufigen Weltmarktpreise. Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 16. Februar ein Volumen von 18,01 Mio. Tonnen. Damit liegt das Exportvolumen 70% über dem Niveau, das vor einem Jahr am 10. Februar 2019 erreicht wurde. Das anhaltend milde Wetter in weiten Teilen Europas verringert die Fähigkeit der Getreidekulturen, potenziellen Kälteeinbrüchen standzuhalten. In den kommenden Tagen sind jedoch keine Frostgefahren zu beobachten, so der EU-Dienst zur Überwachung von Kulturpflanzen.

18.02.2020 CBoT-Weizenkurse steigen um mehr als 2%

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen um mehr als 2% auf ein Acht-Tage-Hoch. Die weltweite Versorgungslage ist vielleicht doch nicht so üppig, wie im letzten USDA-Report berichtet, denn Australien gibt jetzt bekannt, dass die Ernte dort die kleinste ist, seit 2008.
Dort hatte eine ernste Trockenheit die Ernte an der Ostküste verdorren lassen.
Der Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro ist auf ein Drei-Jahres-Tief verfallen. Für einen Euro gibt es aktuell 1,08 US-Dollar. Weil Europas größte Volkswirtschaft in Deutschland schwächelt. Das verbessert die Exportaussichten für Weizen aus dem Euro-Raum.

17.02.2020 Marokko sucht Durum-Weizen

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Import von über 354.000 Tonnen Durum-Weizen aus den Vereinigten Staaten zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben. Das Ergebnis der Ausschreibung soll am 5. März bekanntgegeben werden. Die Ausschreibung sieht vor, dass Sendungen bis zum 31. Mai in marokkanischen Häfen eintreffen, teilten Händler mit. Die marokkanische Regierung hat am 26. Dezember ein Dekret zur Aussetzung des Zolls für Weichweizen vom 2. Januar bis 30. April verabschiedet, um eine regelmäßige Versorgung sicherzustellen und Preiserhöhungen auf dem Inlandsmarkt zu verhindern.

17.02.2020 Russland: Weizenexportpreise erneut gesunken

Russlands Weizenexportpreise sanken in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge aufgrund des starken globalen Wettbewerbs und der rückläufigen Weizenfuturekurse an der Chicago Board of Trade.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte vergangene Woche 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft. Ägypten ist nach der Türkei der zweitgrößte Käufer von russischem Weizen.
Der Preis für Exportweizen mit 12,5% Protein an russischen Seehäfen sank in der vergangenen Woche um $6,00 auf $220/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Gerste blieb stabil beim $192/Tonne.
IKAR, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet beim Weizen einen Rückgang um $3 auf $220/Tonne.
Russland exportierte in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 per 13. Februar 26,5 Mio. Tonnen Getreide, davon 22,5 Mio. Tonnen Weizen. Insgesamt sanken die russischen Getreideexporte damit in der laufenden Saison um 19% zum Vorjahr.
SovEcon erwartete, dass das Exporttempo im Februar zulegen werden, bisher ist das allerdings noch nicht der Fall. Die Dinge könnten sich in den nächsten Wochen noch verbessern, da sich die Margen der Händler allmählich erholen, so das Unternehmen.
SovEcon sagte auch, dass die Inlandspreise im europäischen Teil Russlands unter zusätzlichen Druck geraten könnten, weil die Regierung letzte Woche Subventionen für den Transport von 2,1 Millionen Tonnen Getreide per Eisenbahn von Sibirien und Ural zu südlichen Häfen und anderen Regionen genehmigt hatte. In einigen Regionen des europäischen Teils Russlands sind die Temperaturen letzte Woche gesunken, aber der Kälteeinbruch war kurz und hatte wohl keinen negativen Einfluss auf die Wintergetreidebestände.

17.02.2020 EU-Weizenexporte 70% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) erreichten per 16. Februar ein Volumen von 18,01 Mio. Tonnen, das zeigen amtliche Daten der EU-Kommission.
Damit liegt das Exportvolumen 70% über dem Niveau, dass am 10. Februar 2019 erreicht wurde. Mit 4,63 Mio. Tonnen lag der Anstieg der Gestenexporte 52% über Vorjahr. Die Mais-Importe hingegen sanken um 10% auf 13,65 Mio. Tonnen.

17.02.2020 Ukraine: APK-Inform erhöht Prognose der Getreideernte 2019

Der Analyst APK-Inform hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2019 um 1,6% von 73,9 Mio. Tonnen auf 75,08 Mio. Tonnen erhöht. Die Exportprognose für Getreide wurde um 1,9% auf 52,8 Mio. Tonnen erhöht. Um 3,6% erhöhte das Unternehmen die Prognose der ukrainischen Maisernte 2019. Sie liegt nun bei 35,8 Mio. Tonnen. Die Mais-Exportprognose erhöhte APK-Inform um 3,6% von 27,5 Mio. Tonnen auf 28,5 Mio. Tonnen.

17.02.2020 Australien: Weizenernte 2019/20 auf 12-Jahres-Tief

Australiens Weizenernte 2019/20 wird nach Schätzungen von ABARES die kleinste Ernte in den letzten 12 Jahren sein. Im Dezember gab ABARES bekannt, dass sie ein Volumen von 15,17 Mio. Tonnen erreichte. Die schwere Dürre an der Ostküste belastete die Weizenbestände sehr und führte zu der kleinsten Ernte seit dem Jahr 2008. Am 22. Januar erreichten die Weizenfutures in Chicago ein neues 18-Monats-Hoch. Australien gehört zu den zehn größten Getreideexporteuren der Welt. In der Regel tragen die Weizenexporte zu etwa 2% zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei.

17.02.2020 Ölpreise stabilisieren sich

Die Ölpreise haben heute Morgen an die Stabilisierung der vergangenen Handelstage angeknüpft. Starke Impulse blieben im frühen Handel jedoch aus. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 57,25 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI stieg dagegen geringfügig auf 52,09 Dollar.
In den vergangenen Tagen haben sich die Erdölpreise etwas von ihren deutlichen Verlusten seit Jahresbeginn erholt. Ein wichtiger Grund ist, dass der chinesische Coronavirus an den Finanzmärkten etwas von seinem Schrecken eingebüßt hat. Mit dazu beigetragen haben Gegenmaßnahmen der chinesischen Regierung. Zuletzt gab die chinesische Notenbank am Montag zusätzliches Zentralbankgeld an die Banken zu einem geringeren Zins aus.
Unterdessen scheint sich abzuzeichnen, dass die großen Ölförderer ihre für Anfang März geplante Sitzung nicht vorziehen. Der Verbund Opec+, dem neben den Opec-Ländern weitere Ölriesen wie Russland angehören, sieht sich mit einer wesentlich schwächeren Rohölnachfrage konfrontiert. Ausschlaggebend ist der Coronavirus, der den Ölverbrauch insbesondere in China stark fallen lässt.
Quelle: Onvista

17.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 11.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (52.161 Kontrakte) auf 45.940 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 16.094 Kontrakte auf 72.084 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 9.814 Kontrakte auf 92.172 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
17.02.2020 Getreidemail

Rückläufige globale Weizenpreise, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie der gestiegene Wechselkurs des US-Dollar belasteten am Freitag die Weizennotierungen in Chicago. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat März 2,9% bzw. 16 Cent an Wert. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund des Feiertags Washington's Birthday bzw. Presidents' Day geschlossen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich von den negativen Vorgaben aus Übersee lösen und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der schwache Euro/Dollar Wechselkurs, der auf das niedrigste Niveau seit April 2017 sank, verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus Westeuropa und verleiht den hiesigen Exporteuren Optimismus. Schwächere Preise in Russland und die Erwartung einer großen russischen Weizenernte in diesem Jahr begrenzten jedoch den Kursanstieg. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei 5 Euro über Paris März 20. In Polen wurden die Preise ebenfalls durch die regen Exportaktivitäten gestützt.

17.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 13.000 Kontrakte CBoT Mais

14.02.2020 China kaufte in dieser Woche ukrainischen Mais

Chinesische Käufer haben in dieser Woche 200.000 Tonnen Mais aus der Ukraine bezogen. Bereits letzte Woche hatte China Weizen in Frankreich Weizen gekauft, ein ungewöhnlicher Vorgang, wie Händler in Europa melden.
Sie gehen davon aus, dass die Ukraine insgesamt 500.000 Tonnen Mais nach China liefern soll. Zwar kauft China regelmäßig Mais in der Ukraine, aber das Coronavirus und der Phase-1-Deal mit den USA lassen Händler über die neuerlichen Abschlüsse mit europäischen Anbietern staunen.
Der Mais aus der Ukraine kostet zirka 180-182 USD/to fob oder 212-215 USD/to c&f für Lieferungen im Februar und März. China ist der größte Kunde für ukrainischen Mais und auch für Sonnenblumenöl. Ende Januar gingen von dort bereits 208.000 Tonnen Mais nach China.
Der Bezug von Weizen aus Frankreich zur Lieferung in der ersten Jahreshälfte 2020 hingegen, ist ein ungewöhnliches Geschäft. China hatte sich vor einem Monat zudem den USA gegenüber verpflichtet, deutlich mehr US-Agrarrohstoffe abzunehmen.

14.02.2020 Marktkommentar Kartoffeln

Wenn sich die großen Fabriken vom freien Kartoffelmarkt fernhalten und auch die Exportnachfrage ruhig ist, dann sinken die Kartoffelpreise. Die Furch vor negativen Auswirkungen der ...

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14.02.2020 Kleinere EU-Weizenernte erwartet

Europa steht in Folge der heftigen Niederschläge im Herbst vor einer kleineren Weizenernte. Der bemerkenswert warme Winter hat in einigen Regionen die Kulturen allerdings gestärkt, so Experten am Freitag.
Der größte EU-Weizenproduzent Frankreich steht in diesem Jahr vor einer deutlich kleineren Weizenernte, nachdem heftiger Regen die Aussaatfläche verringerte und die Bestände schwächer sind, als im Vorjahr. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenanbaufläche für die diesjährige Ernte auf 4,70 Mio. Hektar, was einem Rückgang von 5,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die kleinere Winterweizenanbaufläche im Vergleich zu den ursprünglichen Absichten wird in Westeuropa deutlicher, wo die Ertragspotenziale zudem durch die späte Aussaat beeinträchtigt werden, so Strategie Grains.
Trotz guter Aussichten in Deutschland, den baltischen Ländern, Mittel- und Osteuropa wird die Weizenproduktion in der EU aufgrund der erwarteten Ergebnisse in Frankreich und Großbritannien voraussichtlich erheblich niedriger sein, als im Vorjahr. Strategie Grains prognostiziert für Frankreich eine Ernte von 33,8 Mio. Tonnen nach 39,5 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Laut offiziellen Schätzungen hat sich die deutsche Winterweizenanbaufläche im Vergleich zu 2019 um 7,1% auf rund 2,83 Mio. Hektar verringert. Derzeit ist Weizen in gutem bis sehr guten Zustand. Die größte Sorge ist, dass das warme Wetter einen weit verbreiteten Mangel an Winterhärte bedeutet und Weizen anfällig sein könnte, wenn plötzlich harter Frost Einzug hält.
Laut Wojtek Sabaranski von Analysten Sparks Polska ist die Weizensaat in Polen um 2-3% gestiegen (2019: 2 Mio. Hektar). Die Winterkulturen sehen im Moment ziemlich gut aus, so Sabaranski. Weizen hat manchmal ein übermäßiges Wachstum und ist bei ungewöhnlich hohen Temperaturen verschiedenen Krankheiten ausgesetzt.
Es wird erwartet, dass die britische Weizenfläche stark zurückgeht, da die Regenfälle viele Landwirte dazu zwingen, auf Frühjahrskulturen umzusteigen. "Wir schätzen, dass die Anbaufläche für Winterweizen in Großbritannien gegenüber dem Vorjahr um mindestens 20% zurückgehen wird", sagte Ben Bodart von CRM AgriCommodities. Bodart prognostizierte, dass die diesjährige britische Weizenernte von 16,2 Mio. Tonnen im Jahr 2019 auf 10,6 Mio. Tonnen sinken könnte. Dies wird Großbritannien nach seinem Austritt aus der Europäischen Union zu einem Nettoimporteur machen.

14.02.2020 Frankreich: Sommergerste ist auf 16% der geplanten Flächen ausgesät

Frankreichs Landwirte haben per 10. Februar 16% der für die Sommergerstenaussaat geplanten Flächen bestellt, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 14% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt bei 12%. FranceAgriMer meldet weiter, dass 65% der französischen Winterweizenbestände in Top-Verfassung sind. Der Wert ist stabil zur Vorwoche, liegt allerdings deutlich niedriger, als vor einem Jahr (85%).

14.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie der starke Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Zudem belastet der starke Anstieg der Todesopfer durch den Coronavirus die globalen Aktienmärkte. Mit insgesamt 687.100 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am oberen Rand der Markterwartungen von 300.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris wurden die Weizenfutures in einer engen Handelsspanne gehandelt und schlossen uneinheitlich. Der erneut schwächere Euro in dieser Woche verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum und begrenzte gestern das Abwärtspotenzial. Das Beratungsunternehmen Strategie Grains reduzierte seine Prognose der Weizenproduktion 2020 in der Europäischen Union. Die neue Prognose liegt mit 138,6 Mio. Tonnen nun 1,3 Mio. Tonnen unter der Vormonatschätzung von 139,8 Mio. Tonnen.

14.02.2020 Zweites Wochenplus bei den CBoT-Sojabohnenfutures zu erwarten

Auch wenn die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures heute Morgen nachgeben, so erwarte ich heute doch ein Wochenplus. Es wäre das zweite Wochenplus in Folge. Man erwartet, dass China nun bald damit beginnt, vermehrt US-Sojabohnen zu kaufen.
Aktuell unterbrechen die Verwerfungen am Markt durch das Coronavirus noch einen geordneten Gang, aber Experten gehen davon aus, dass spätestens 30 Tage nach dem „Phase-1“-Abkommen zwischen Peking und Washington, das am 15.01. unterschrieben wurde, die Bestellungen eintrudeln werden.
Nachdem das Virus in China ausbrach, sanken US-Sojabohnenverkäufe an China auf den tiefsten Stand seit zehn Monaten. Es gab sogar Befürchtungen, dass der weltweit größte Sojabohnenimporteur viel weniger von der Ölsaat kaufen würde.
In der Woche zum 6. Februar verluden US-Exporteure gerade einmal 69.000 Tonnen Sojabohnen, eine derart kleine Menge wurde zuletzt in der Woche zum 18. April 2019 nach China ausgeführt.
Die Getreidebörse im argentinischen Rosario hob gestern ihre Prognose für die bevorstehende Sojabohnenernte um 1 Mio. Tonnen auf 55 Mio. Tonnen an.

13.02.2020 Ölsaaten_Dashboard

13.02.2020 Alles über den Getreidemarkt

13.02.2020 April-Basis beim Frittenfuture nur noch 60 Cent

Der Abstand zwischen den Kartoffelpreisen am Kassamarkt und den Börsenkursen hat sich in den letzten Tagen deutlich verkleinert. Dabei blieben die Preise am Kassamarkt seit 14 Tagen stabil aber die Phantasie auf weiter steigende Preise ist geschwunden.
Der Marktzeiger, auch EEX-Kartoffelindex genannt, blieb heute bei 15,3 €/dt stabil und am Terminmarkt wird im Frontmonat mit der Fälligkeit April 2020 nur noch 60 Cent höher gehandelt.
Aktuell ist die Nachfrage nach Konsumkartoffeln aus dem Ausland zum Erliegen gekommen und die Frittenfabriken bedienen sich in erster Linie aus Vorverträgen. Frei Ware wird fast nur noch zugekauft, wenn sie dringend weg muss, wenn die Knollen sich nicht mehr bis zum Frühjahr halten.

13.02.2020 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Nachdem die alte Rapsernte in der EU fast ausverkauft ist, konzentrieren sich die Teilnehmer am Kassamarkt auf die Ernte 2020. Während alterntiger Raps spürbar nachgab, konnten sich in der zurückliegenden Woche die Preise für Vorkontrakte um zwei Euro/to verbessern. Die Landwirte sind aber mit Abschlüssen noch zögerlich obwohl sich die Feldbestände gut entwickelt haben. Scheinbar zu gut, denn die Kulturen haben während des milden Winters keine Frostresistenzen aufgebaut. Bei Spätfrösten könnte es also noch zu Schäden und Ertragseinbußen kommen. Die Bauern gehen meist auf Nummer sicher und verpflichten sich noch nicht allzu oft einem Käufer gegenüber.
Am Markt für Futterschrote waren zuletzt mehr Preisbewegungen. Argentinisches Sojaschrot war knapp, weil im Südamerikanischen Land schon vor Wochen eine große Ölmühle ausgefallen war und keine Sojabohnen mehr verarbeiten konnte. Das belebte hierzulande die Nachfrage nach Rapsschrot und in den kommenden Monaten sind dafür festere Preise zu erwarten.
Auch die Preise für Pflanzenöle konnten sich letzte Woche stabilisieren. Da gilt für Soja-, Palm – und Rapsöle gleichermaßen. In der EU hat die Nachfrage nach Biodiesel zugenommen und dafür benötigt man zuerst Rapsmethylester. Rohes Rapsöl ist knapp und wird gesucht. Die Erwartung an die Rapsernte 2020 sind zudem nicht groß und der Rohstoff Raps dürfte knapp bleiben. Sojaölpreise waren zuletzt sehr volatil. Die Panik wegen der Ausbreitung des Coronavirus schickte die Kurse zunächst auf Talfahrt und nun wieder aufwärts.

13.02.2020 US-Export-Sales: Weizenexporte am oberen Rand der Markterwartungen

13.02.2020 EU-Weizenpreise könnten ab dem Frühjahr sinken

Die Weizenpreise in der Europäischen Union könnten ab dem Frühjahr sinken, weil die Aussicht auf eine große Ernte in Russland und eine reichliche Versorgung mit Futtergetreide den erwarteten Rückgang der Weizenproduktion in der EU ausgleichen könnte, teilte das Beratungsunternehmen Strategie Grains mit.
In dem monatlichen Bericht senkte das französische Unternehmen seine Prognose für die diesjährige Weichweizenernte in der EU von 139,8 Mio. Tonnen auf 138,6 Mio. Tonnen, da die Aussaat in Teilen Westeuropas weiterhin durch Regen gestört wurde.
Die neue Prognose sieht für 2020 einen Rückgang um 5,1% unter dem Vorjahresniveau vor.
Die Terminpreise für die Ernte 2020 werden bereits unter dem Niveau der alten Ernte gehandelt, und der EU-Markt könnte einen allgemeinen Preisverfall erleben, wenn sich die Erntesaison auf der Nordhalbkugel nähert, so Strategie Grains.
"Trotz der geringeren geplanten Ernte und der schwachen Bilanzposition gehen wir davon aus, dass die Weizenpreise für Europa 2020 im Sommer und Herbst weiter sinken werden, da sie dem von Russland ausgehenden Erntedruck in diesem Sommer nicht standhalten können", hieß es.
Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass Russland im Jahr 2020 eine Ernte von 82 Mio. Tonnen erzielen wird, warnt jedoch davor, dass sich die Witterungsbedingungen in den kommenden Monaten noch ändern könnten.
Andere Analysten rechnen aufgrund der Rekordaussaat von Winterweizen und des milden Winterwetters ebenfalls mit einer starken russischen Ernte.
Der Angebotsdruck beim Weizen könnte auch von großen globalen Gersten- und Maisernten ausgehen, was die Nachfrage nach Weizen als Futtermittel verringern würde, so Strategie Grains.
Der am Euronext-Terminmarkt gehandelte Weizenfuture BL2H0 erreichte im Januar aufgrund der regen Exportnachfrage ein 1 ½ Jahres-Hoch.
Das Unternehmen erhöhte seine Prognose für die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 30,5 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 30,6 Mio. Tonnen.
Die Ausfuhren dürften im Jahr 2020/21 angesichts des geringeren EU-Angebots auf 26,2 Mio. Tonnen zurückgehen.
Strategie Grains kündigte an, Großbritannien in der Übergangszeit, die nach dem offiziellen Austritt Großbritanniens aus dem Block am 31. Januar begann, weiterhin in seine EU-Schätzungen aufzunehmen.

13.02.2020 Getreidemail

Feste Finanzmärkte, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie Hoffnungen über eine Eingrenzung des Coronavirus gaben den Weizennotierungen gestern in Chicago Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 300.000 - 650.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee nur bedingt und schlossen unverändert bis moderat fester. Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison von 12,4 Mio. Tonnen auf 12,6 Mio. Tonnen. Es ist der fünfte Anstieg in Folge, in der die Prognose der Nicht-EU-Exporte erhöht wurde. Nahezu unverändert auf 2,4 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Saison. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €0,50 auf €4,50 über Paris März 19. Die britischen Weizenexporte stiegen im Dezember aufgrund einer Lieferung in die Vereinigten Staaten und liegen deutlich über dem Tempo der letzten Saison.

13.02.2020 CBoT-Sojabohnenkurse unterbrechen Aufwärtstrend

Die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures unterbrechen heute Morgen ihren acht Tage anhaltenden Aufwärtstrend, weil die Anzahl an dem Coronavirus erkrankten Menschen sprunghaft zugenommen hat. Die Angst vor einem chinesischen Nachfrageeinbruch von Sojabohnen geht um.
Händler in Singapur stellen heute Morgen fest, dass das Potential für höhere Preise auf Agrarprodukte wegen dem Coronavirus nur noch gering ist.
In der chinesischen Provinz Hubei stieg gestern die Zahl der an der vom Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit inzwischen auf 1.310, so die offiziellen Zahlen.
Auch das Weiße Haus in Washington bestätigt, dass die Nachfrage nach US-Agrarrohstoffen eingeschränkt sein werde. Die chinesische Regierung hat bisher die USA noch nicht über eine Reduktion der geplanten und vertraglich vereinbarten Einfuhren von US-Agrarrohstoffen informiert.

13.02.2020 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

13.02.2020 Institutionelle Anleger waren gestern Käufer von Agrar Commodities

12.02.2020 Ukraine: Wintergetreide in Top-Verfassung

Das Gros der Wintergetreidebestände in der Ukraine ist trotz des Mangels an Bodenfeuchtigkeit während der Aussaat in einem hervorragenden Zustand, meldet ein hochrangiger Beamter des staatlichen Wetterdienstes. Das Beratungsunternehmen APK-Inform meldet, dass 80% des Wintergetreides in Top-Verfassung ist. Die Anbaufläche für Wintergetreide in der Ukraine zur Ernte 2020 stieg um 0,2% zum Vorjahr auf 7,6 Mio. Hektar. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Winterweizen, ein Rückgang um 0,6%. Im letzten Monat gab es keine signifikanten Wetterrisiken für das ukrainische Wintergetreide. Demnach ist derzeit eine große Wintergetreideernte zu erwarten. Die Ukraine erntete 2019 die Rekordmenge von 75,1 Mio. Tonnen Getreide, verglichen mit 70 Mio. Tonnen im Jahr 2018.

12.02.2020 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,91 €/kg SG (+6 ct)

Am deutschen Schlachtschweinemarkt ist das Aufkommen an schlachtreifen Schweinen erneut rückläufig. Zudem scheinen es auch weiter abzunehmen. Der Fleischhandel klagt zwar über schwierige Geschäfte, dennoch werden Schweine derzeit zügig nachgefragt und die Nachfrage übertrifft das zur Verfügung stehende Angebot. Daher einigten sich die Preismelder heute auf einen Anstieg des Vereinigungspreises um 6 Cent auf 1,91 € pro kg Schlachtgewicht. Der Handel mit Schweinefleisch ist auch weiterhin schwierig. Im Inlandsgeschäft fehlen kurz vor Karneval die entsprechenden Impulse und auch der Handel mit Fernost bleibt weiter hinter den Erwartungen zurück. Vermarkter äußern sich insgesamt allerdings eher zufrieden über die vermarkteten Mengen. Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 919.239 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 946.155; Vorjahr: 901.721). Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sanken um 200 Gramm zur Vorwoche auf 97,0 kg.

12.02.2020 Brasilien will mehr Mais zu Ethanol verarbeiten und Export einschränken

Gestern meldete der weltweit größte Zuckerrohr-Verarbeiter in Pradopolis im brasilianischen Bundesstaat Sao Paulo, dass man wohl zukünftig auch Mais zur Herstellung von Ethanol einsetzen müsse.
Auch andere Zuckerrohrfabriken rüsten ihre Anlagen jetzt um, damit man neben Zuckerrohr auch Mais verarbeiten kann. Das ist aus zweierlei Gründen sinnvoll: zum einen kann man Abfallprodukte aus der Zuckerrohrverarbeitung in den Verarbeitungsprozess von Mais einsetzen. Zum anderen würde das die Produktionsperiode auf ein volles Jahr ausweiten können. Bisher arbeiten Zuckerfabriken nur von April bis Dezember.
Damit würde die Ethanolproduktion in Brasilien deutlich zunehmen. Nun prüft man, ob die Logistik dafür zur Verfügung steht, den Mais aus dem Center-West zu den Fabriken zu verbringen. Sollte die Wirtschaftlichkeit ebenfalls gegeben sein, sollen die Vorstände die Entscheidung für diese weitreichende Maßnahme fällen.
In den großen Maisanbaugebieten Brasilien Mato Grosso und Goias im Center-West beobachtet man ebenfalls diverse Investitionen für die Herstellung von Ethanol aus Mais. Analysten hatten dazu geraten, mehr Mais und Zuckerrohr im eigenen Land zu verarbeiten, statt zu exportieren.

12.02.2020 FranceAgriMer veröffentlicht Exportschätzungen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt die französischen Weizenexporte an China in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 auf 1,0 – 1,2 Mio. Tonnen.
Die französischen Weizenexporte an Ägypten schätzt FranceAgriMer auf 0,9 – 1,0 Mio. Tonnen.

12.02.2020 FranceAgriMer erhöht Exportprognose für Weizen an Nicht-EU-Destinationen

Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison von 12,4 Mio. Tonnen auf 12,6 Mio. Tonnen erhöht. Das ist der fünfte Anstieg in Folge, in der die Prognose der Nicht-EU-Exporte erhöht wurde.
Nahezu unverändert auf 2,4 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Saison, da die erwarteten Exporte innerhalb der EU aufgrund der gestiegenen Prognose für Lieferungen außerhalb des Blocks geringer ausfielen.
Zudem erhöhte FranceAgriMer seine monatliche Schätzung der französischen Gerstenbestände für 2019/20 von 1,8 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 2,0 Mio. Tonnen und die Schätzung der französischen Maisbestände von 2,1 Mio. Tonnen im letzten Monat auf 2,2 Mio. Tonnen.

12.02.2020 Großbritanniens Weizenexporte steigen im Dezember

Die britischen Weizenexporte stiegen im Dezember aufgrund einer Lieferung in die Vereinigten Staaten und sie liegen deutlich über dem Tempo der letzten Saison, wie Zolldaten am Dienstag zeigten. Die Weizenexporte beliefen sich im Berichtsmonat auf 96.111 Tonnen nach 71.463 Tonnen im Vormonat.
Die Ausfuhren an Länder innerhalb der EU gingen auf 34.763 Tonnen zurück, die niedrigste monatliche Menge in der Saison 2019/20 (Juli / Juni), während die Lieferungen an Länder außerhalb der EU ein Saisonhoch von 61.328 Tonnen erreichten. Die Vereinigten Staaten waren mit 53.000 Tonnen das wichtigste Zielland im Dezember, gefolgt von 20.742 Tonnen (Irland). Die kumulierten Weizenexporte für die Saison 2019/20 betrugen 841.414 Tonnen nach 176.114 Tonnen im Vorjahreszeitraum. Es wird erwartet, dass die Weizenexporte in dieser Saison zunehmen und die Produktion um fast 20% auf ein Vierjahreshoch von 16,22 Mio. Tonnen steigen wird. Die britischen Weizenimporte im Dezember beliefen sich auf 116.065 Tonnen nach 58.242 Tonnen im Vormonat. Die kumulierten Weizenimporte für die Saison beliefen sich auf 551.807 Tonnen, ein deutlicher Rückgang gegenüber 1,2 Mio. Tonnen im Vorjahreszeitraum.

12.02.2020 An alle Nutzer unserer online-Börsenkurse

Der Anbieter unserer Börsenkurse führt morgen früh in der Zeit von 08:00 Uhr bis 10:00 Uhr Wartungsarbeiten an den IFrames durch. Deshalb werden auf unserer Homepage in dieser Zeit keine Börsenkurse zur Verfügung stehen.
Wir bitten das zu entschuldigen.

Ihr Team vom HANSA Teminhandel GmbH

12.02.2020 Getreidemail

Die offenbar ausreichende weltweite Versorgungslage mit Weizen, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Positionsauflösungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Im gestrigen WASDE-Report beließ das USDA die Schätzung der weltweiten Weizenendbestände 2019/20 fast unverändert zur vorherigen Schätzung bei 288,03 Mio.Tonnen (Vormonat 288,08). Analysten rechneten jedoch mit einer Reduzierung auf 287,44 Mio.Tonnen. Die Schätzung der US-Weizenendbestände wurde hingegen nach unten korrigiert und liegt nun bei 940 Mio.Bushel (Vormonat 965 Mio.Bushel; Analystenschätzung 954 Mio.Bushel). Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. März. Weizen aus Frankreich wurde nicht angeboten. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte seinerseits 540.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft.

12.02.2020 Coronavirus: Behinderungen bei Getreidelieferungen nach China

Seit drei Handelstagen sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures und erreichen heute Morgen den tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Die USDA-Zahlen über Weizenvorräte in den USA und auf der Welt insgesamt waren gestern höher als erwartet.
Im Januar gab es bei den Weizenfutures am CBoT eine Rally aber die großen Vorräte lassen es nicht zu, höhere Preise am Weltmarkt durchzusetzen. Zudem gibt es Behinderungen beim Getreidehandel mit China wegen dem Coronavirus, was sich auch auf die Preisfindung auswirkt. Man fragt sich schon, wie lange China sein Importprogramm noch aufrechterhalten kann.
Der nationale Sicherheitsberater im Weißen Haus in Washington Robert O´Brien sagte gestern, dass der Ausbruch des Coronavirus in China geplante Lieferungen von Agrarrohstoffen wohl verzögern wird.

12.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT Mais

11.02.2020 Ägypten kauft 360.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte Händlern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 180.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft und 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. März.

11.02.2020 USDA-Analyse

Unsere erste Analyse des USDA-Reports ist ab sofort über diesen Link verfügbar!

11.02.2020 USDA-Report - erste Ergebnisse

11.02.2020 Milch - Spotmarkt

11.02.2020 Patt am Kartoffelmarkt

Während die Kartoffelvorräte in Großbritannien kleiner ausfallen, sollen in Deutschland mehr Kartoffeln in den Scheunen lagern. Diese Ergebnisse dazu wurden von den Statistikern zwar erst in dieser Woche veröffentlicht, offensichtlich sind sie aber schon eingepreist. An der Terminbörse EEX in Leipzig gaben die Kurse für Veredelungskartoffeln auf dem Erfüllungstermin April 2020 seit Jahresbeginn um 10% nach.
Mit den Erkenntnissen der Statistiker erklären sich viele Marktteilnehmer nicht einverstanden. Gerade die Größe der Anbaufläche in NRW sowie die Höhe der Erträge können von den Praktikern nicht nachvollzogen werden. Offiziell soll die deutsche Kartoffelernte 2019 nun 10,6 Mio. Tonnen groß sein. Der Markt geht aber noch von knapp 10 Mio. Tonnen aus.
Da die Nachfrage aus dem In- und Ausland zuletzt nachgelassen hat und die Börsenkurse eingebrochen sind, wird am freien Markt nicht viel umgeschlagen. Frittenfabriken sind gut mit Vertragskartoffeln versorgt und Käufer im Osten hoffen auf günstigere Einkaufspreise. Das Angebot aus der Landwirtschaft ist aber auch nicht da. Es sei denn die Lagerkartoffeln wollen sich nicht länger halten.

11.02.2020 Ägypten: Günstigste Weizenofferte bei $228,29
Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die Ausschreibung zum Kauf von Mahlweizen in ungenannter Höhe erhielt, liegt bei $228,29/Tonne c&f und bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien vom Handelshaus Ameropa.
Die günstigsten Offerten auf Basis c&f lauten wie folgt:
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.29 and $11.68 freight equating to $239.97
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.29 and $11.68 freight equating to $239.97
Ameropa: 60,000 tonnes of Romanian wheat at $228.54 and $11.68 freight equating to $240.22
Agro AST: 60,000 tonnes of Russian wheat at $228.99 and $12.00 freight equating to $240.99
Solaris: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.75 freight equating to $241.74
Solaris: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.75 freight equating to $241.74
Garant Logistics: 60,000 tonnes of Russian wheat at $229.99 and $11.98 freight equating $241.97
11.02.2020 Frankreich senkt Prognose für Winterweizenanbaufläche 2020

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der Winterweizenanbaufläche 2020 von 4,73 Mio. Hektar (Dezember-Schätzung) auf 4,70 Mio. Hektar reduziert. Zur Anbaufläche 2019 wäre das ein Rückgang um 5,6%.
Das Landwirtschaftsministerium erhöhte die Schätzung der Wintergerste-Anbaufläche von 1,25 Mio. Hektar auf 1,31 Mio. Hektar und die Schätzung der Durum-Anbaufläche von 225.000 Hektar auf 239.000 Hektar. Sie wären damit stabil zum Vorjahr.
Erhöht wurde auch die Schätzung der Rapssaat-Anbaufläche von 1,05 auf 1,08 Mio. Hektar.
Starker Regen hat die Herbstaussaat von Weizen und Gerste in Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, gestört. Analysten erwarten einen starken Rückgang der Anbaufläche.

11.02.2020 Algerien: Staatlicher Einkäufer OAIC kauft 540.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat europäischen Händlern zufolge rund 540.000 Tonnen Mahlweizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahren gekauft.
Einige Händler glauben, dass eine noch größere Menge Weizen gekauft wurde, weitere Details werden im Laufe des Tages erwartet. Ersten Annahmen zufolge wurde ein Preis zwischen $237,50 und $237,75 pro Tonne c&f gezahlt.
Algerien selbst veröffentlicht keine Details seiner Ausschreibungen.
Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 15. April und 16. – 30. April. Sollte Weizen aus Südamerika den Zuschlag erhalten, wäre der Lieferzeitraum 1. – 15. März und 16. – 31. März.
Zuletzt kaufte Algerien am 22. Januar rund 400.000 Tonnen Mahlweizen zum Preis von über $245,00/Tonne c&f.

11.02.2020 Getreidemail

Technische Verkäufe und fallende Maisnotierungen belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 523.713 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21. - 31. März stattfinden. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDE den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die e-CBoT moderat schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Der schwache Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar und die gute Nachfrage nach europäischem Weizen am Exportmarkt stützen derzeit die Preise in Europa. Die Exportpreise für russischen Weizen sind letzte Woche zum zweiten Mal in Folge gefallen, da der Wettbewerb mit anderen großen Weizenexporteuren zugenommen hat und mildes russisches Winterwetter die Aussaat begünstigte.

11.02.2020 Vor dem USDA-Report: Sojabohnenkurse steigen weiter

Der Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures steigen weiter – seit nunmehr sieben Handelstagen in Folge. Und das obwohl die Furcht vor den Auswirkungen des Coronavirus auf die chinesische Wirtschaft sowie einer riesigen bevorstehenden Sojabohnenernte in Brasilien.
Die Präsidenten der USA und China sowie andere Offizielle in China betonen aber fast schon gebetsmühlenartig, dass man sich an das Abnahmeversprechen vom 15. Januar halten werde. Das Coronavirus hängt aber über dem Markt wie eine dunkle Wolke. Es gibt viele Geschichten, die an den Bedarf der Chinesen nach so großen Mengen Sojabohnen aus den USA zweifeln lassen.
Unterdessen warten die Marktteilnehmer sehnsüchtig auf konkrete Zahlen über Bestellungen Chinas. In dem Abkommen mit dem Namen „Phase-1“ hatte China den USA versprochen, mindestens 12,5 Mrd. US-Dollar mehr für US-Sojabohnen ausgeben zu wollen, als im Jahr 2017 und im Jahr 2021 mindestens 19,5 Mrd. USD über dem Ausgangswert von 2017.
Heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das USDA seinen WASDE-Monatsbericht abgeben. Analysten erwarten, dass die Behörde berichten wird, dass die US-Bestände an Mais, Sojabohnen und Weizen kleiner ausfallen werden als im Vormonat.

11.02.2020 USDA-Report: Analystenschätzungen

11.02.2020 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21. - 31. März stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen aufgeschlüsselt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

11.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.000 Kontrakte CBoT Mais

10.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 04.02.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (48.469 Kontrakte) auf 52.161 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.

10.02.2020 Algerien sucht wieder Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat am Samstag eine Ausschreibung für den Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen aufgelegt.
In der Regel wird deutlich mehr Weizen erworben.
Die Offerten sollen bis heute Abend vorliegen, sie sollen bis zum 11. Februar gültig sein.
Lieferzeiten sind der 1.-15. April und der 16.-30 April. Sollte der Weizen aus Südamerika geliefert werden, so wären es jeweils einen Tag früher.

10.02.2020 Schweinebestand auf den Philippinen hochgradig durch ASF gefährdet

Am Samstag bestätigten die Philippinen, dass das Afrikanische Schweinefieber (ASF) nun auch im Süden des Inselstaates aufgetaucht ist. Dort werden rund ein Drittel aller Schweine des Landes gehalten. Insgesamt wird der Schweinebestand Indonesiens mit 12,8 Mio. Tieren geschätzt.
Auch aus dem Norden wurden am Wochenende weitere ASF-Fälle gemeldet.
Die Philippinen sind weltweit der zehnt-größte Konsument von Schweinefleisch und der siebt-größte Schweinefleischimporteur. Im September 2019 wurde der erste ASF-Fall auf einem Hinterhofbetrieb nähe der Hauptstadt Manila festgestellt.
Nun mussten die Behörden im Süden in zwei Dörfern 407 Tiere keulen lassen. Auf der betroffenen Insel wurden am 1. Januar 3,7 Mio. Mastschweine registriert, das entspricht 29% des gesamten Schweinebestands. Vermutlich wurde das Virus durch Lebensmittelreste übertragen.

10.02.2020 GASC verlängert Importgenehmigung für Weizen mit 13,5% Feuchtigkeit

Ägypten verlängert seine Genehmigung für den Weizenimport mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 13,5% um ein weiteres Jahr bis April 2021. Das teilte das Handelsministerium in Kairo am Samstag mit.
Damit soll erreicht werden, dass stets genügend Anbieter Getreide offerieren.
An den Ausschreibungen des staatlichen Einkäufers GASC zum Kauf von Weizen dürfen teilnehmen: Die USA, Kanada, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Kasachstan, die Ukraine, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Paraguay und Serbien.
Die letzte Ausschreibung das GASC bedienst Frankreich mit 180.000 Tonnen.

10.02.2020 Coronavirus behindert Wiederaufbau der chinesischen Schweineindustrie

Die Coronavirus-Krise verzögert den Bau mehrerer Ferkelaufzuchtstationen in China und erhöht damit den Engpass bei Ferkeln und damit auch auf absehbare Zeit beim Schweinefleisch. Das wurde gestern vom Landwirtschaftsministerium in Peking bekannt gegeben.
Es gibt Versorgungsengpässe bei Futtermitteln und Tiermedizin und viele Landarbeiter erscheinen gar nicht erst zur Arbeit. Um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden, ist die Bewegungsfreiheit der Menschen in Wuhan, dem Epicenter des Virus in der Provinz Hubei, eingeschränkt, ähnliches gilt auch für andere Regionen des Landes.
Das führt dazu, dass es an vielen Stellen in China Versorgungsengpässe gibt und die Preise steigen. Das Angebot an Schweinefleisch hatte sich offiziellen Zahlen zufolge in 2019 wegen dem Afrikanischen Schweinefieber schon um 21,3% verringert. Die Coronavirus-Krise behindert jetzt den staatlich verordneten Wiederaufbau der Schweineindustrie Chinas.
Peking hat jüngst 10.000 Tonnen Schweinefleisch aus der staatlichen Reserve für Hubei freigegeben und will nun wieder mehr Schweinefleisch am Weltmarkt kaufen.

10.02.2020 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat März um 5 Cent bzw. 0,9% zu. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee auf den vorderen Terminen folgen und legten auf den Terminen der alten Ernte moderat zu. Die Termine der neuen Ernte schlossen uneinheitlich. Der schwache Wechelkurs des Euro und die starke Weizennachfrage aus Übersee sorgten für Auftrieb. Frankreich exportierte im Dezember 1,2 Mio. Tonnen Weichweizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Es ist damit das höchste monatliche Volumen seit Beginn der Saison 2019/20 (Juli bis Juni). Russland könnte in dieser Saison aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus in China weniger als 32 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland exportieren. Der Inlandsabsatz ist derzeit eine bessere Option für die Landwirte, so das Agrarberatungsunternehmen IKAR. Algerien erteilte russischem Weizen als mögliche Herkunft für Importe eine vorläufige Genehmigung, meldete die dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor.

10.02.2020 Sojabohnen: Chinesische Regierung will zu Abnahmeverpflichtung stehen

Weil China verspricht, sich an seine vertraglichen Verpflichtungen aus dem Phase-1-Deals vom 15.01. halten zu wollen, können sich die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures heute Morgen erneut befestigen – zum sechsten Mal in Folge.
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat diese Zusage dem US-Präsidenten Donald Trump gegeben, obwohl es Risiken wegen der Coronavirus-Krise in China gibt. Das sagte der Präsidentenberaten Larry Kudlow dem Nachrichtendienst Bloomberg.
Auch an anderer Stelle wurde diese Vereinbarungen von den Chinesen immer wieder bestätigt. Bisher sind mehr als 900 Menschen in China an der Lungenkrankheit gestorben, die vom Coronavirus ausgelöst wird.
Marktanalysten in Fernostasien melden aber Bedenken an: Die Sojabohnen in Chinas Häfen zu bringen sei das eine, schwierig wird es, wenn man die Ölsaat mit LKW zu den Bestimmungsorten ins Landesinnere bringen will.
Andere Händler verweisen darauf, dass die Konkurrenz aus Brasilien jetzt von Tag zu Tag größer wird, weil dort eine Rekordernte eingebracht wird.

10.02.2020 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 20.000 Kontrakte CBoT Mais

07.02.2020 Türkei sucht 250.000 Tonnen Weizen

Der türkische Getreideeinkäufer TMO sucht im Rahmen einer Serie von internationalen Ausschreibungen rund 250.000 Tonnen Weizen und 50.000 Tonnen Durum zur Lieferung im März. Die Angebotsfrist endet am 18. Februar.

07.02.2020 Marktkommentar Kartoffeln: Ruhige Auslandsnachfrage

Eine ruhige Auslandsnachfrage nach Konsumkartoffeln aus West- und Mitteleuropa
sowie die ausreichende Versorgung der Frittenfabriken mit Vertragskartoffeln entmutigt die Optimisten am Kartoffelmarkt. Zwar blieb der EEX-Index für Veredelungskartoffeln in dieser Woche bei 15,30 €/dt stabil, schwache Qualitäten ...

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07.02.2020 Russland: IKAR senkt Exportprognose für Weizen

Russland könnte in dieser Saison aufgrund des Ausbruchs des Corona-Virus in China weniger als 32 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland exportieren. Der Inlandsabsatz ist derzeit eine bessere Option für die Landwirte, so das Agrarberatungsunternehmen IKAR am heutigen Freitag.
Der Ausbruch des neuen Coronavirus, bei dem mehr als 600 Menschen ums Leben gekommen sind, hat zu Unsicherheiten über die Nachfrage und die Wachstumsaussichten auf den Weltmärkten geführt und die Preise für Rohstoffe unter Druck gesetzt.
Infolge des Handelskrieges mit den Vereinigten Staaten hat Peking begonnen, das Angebot an Agrarerzeugnissen zu diversifizieren und die Einfuhren von Soft Commodities einschließlich Weizen, aus Russland zu erhöhen.
Seit dem Ausbruch des Virus hat Russland die Überfahrten von Personenkraftwagen von und nach China beschränkt, direkte Züge ausgesetzt und eine Reihe von Fluggesellschaften, die dorthin fliegen, eingeschränkt, aber Frachttransporte bisher nicht berührt.
"Wir haben es mit einer schwierigen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus zu tun", sagte Dmitry Rylko, Leiter der russischen IKAR-Beratung, auf einer Moskauer Konferenz. "Es hat die Weltmarktpreise ernsthaft gedämpft."
Rylko sagte, die russischen Weizenpreise seien in den letzten Wochen "drastisch gesunken" und hätten für die Lieferung der neuen Ernte ab August einen Preis von $200 bis $201pro erreicht.
Er fügte hinzu, dass die Margen auf dem Inlandsmarkt derzeit besser seien als auf dem Exportmarkt, so dass die Händler im Ausland weniger Weizen anböten. Rylko prognostiziert, dass die gesamten Weizenexporte in der aktuellen Saison 2019/20 unter 32 Mio. Tonnen liegen könnten.
Ein russischer Händler, der mit Getreide aus Sibirien handelt, teilte Reuters mit, dass einige Verkäufer Lieferungen nach China zurückhalten, aus Angst, dass die Grenzen zu Russland aufgrund des Coronavirus irgendwann geschlossen werden könnten.
"Niemand möchte Risiken im Zusammenhang mit Sendungen eingehen: Sie senden eine Fracht, dann werden die Grenzen geschlossen und die Fracht bleibt dort hängen. Es gibt keine Garantie (dass dies nicht passieren wird)", sagte der Händler.
Yulia Korolyova, Leiterin der Abteilung für Qualitätsbewertung bei Rosselkhoznadzor erklärte gegenüber Reuters, dass Russland weiterhin Getreide ohne Einschränkungen nach China exportiere.
Rylko sagte später, dass die offizielle Exportprognose der IKAR für Russland für die Saison 2019/20 von 33,5 Mio. Tonnen auf 32,9 Mio. Tonnen gesenkt wurde. Russland hat zwischen dem 1. Juli und dem 30. Januar 22,1 Mio. Tonnen Weizen verschifft.
In der Saison 2018/19 exportierte Russland 35,2 Mio. Tonnen Weizen, wobei der Nahe Osten und Nordafrika die Hauptabnehmer waren.

07.02.2020 Algerien: Russischer Weizen erhält vorläufige Genehmigung

Algerien hat russischen Weizen als mögliche Herkunft für Importe eine vorläufige Genehmigung erteilt, meldet die dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor am heutigen Freitag.
Russland plant zudem noch in diesem Monat, Testchargen von russischem Getreide an den Irak zu schicken, so Julia Korolijowa, Leiterin der Abteilung für Qualitätbewertung.

07.02.2020 Französische Weizenexporte erreichten im Dezember Saisonhoch

Frankreich exportierte im Dezember 1,2 Mio. Tonnen Weichweizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Es ist damit das höchste monatliche Volumen seit Beginn der Saison 2019/20 (Juli bis Juni), wie Zolldaten zeigen.
Bisher stellten Weizenexporte von 1,0 Mio. Tonnen außerhalb der EU das höchste monatliche Volumen der Saison dar. Das war im Vormonat November.
Einschließlich der Lieferungen innerhalb der EU exportierte Frankreich im Dezember 1,8 Mio. Tonnen Weichweizen und erzielte damit das höchste monatliche Volumen seit Saisonbeginn.
Frankreich wird nach allgemeiner Einschätzung die Weizenexporte in dieser Saison steigern, nachdem die zweitgrößte Ernte seit Bestehen erzielt wurde. FranceAgriMer erwartet eine Steigerung der Weichweizenexporte an Nicht-EU-Länder auf 12,4 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um mehr als ¼ zu den Exporten im Vermarktungsjahr 2018/19.
Die Lieferungen im Dezember erhöhten die französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU seit Beginn des Wirtschaftsjahres 2019/20 um 19% auf 5,2 Mio. Tonnen.
Algerien blieb im Dezember mit 504.000 Tonnen das größte Zielland für französischen Weichweizen, gefolgt von China mit 233.000 Tonnen.
Frankreich hat ungewöhnlich viel Weizen nach China ausgeführt, und die Lieferungen im Dezember erhöhten das Volumen in dieser Saison auf 640.000 Tonnen.
Von Juli bis Dezember beliefen sich die gesamten Weichweizenlieferungen an alle Bestimmungsorte auf 8,9 Millionen Tonnen, ein Plus von 16% gegenüber dem Vorjahr.
Im Januar blieben die Weizenexporte Frankreichs trotz der Streiks, die den Schienengüterverkehr und die Hafenaktivitäten störten, auf einem ähnlichen Niveau wie im Dezember.

07.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago fielen gestern auf das niedrigste Niveau seit drei Wochen. Technische Verkäufe und der festere Wechselkurs des US-Dollars, der die Exportchancen von US-Weizen auf dem Weltmarkt verschlechtert, belasteten den Markt. Mit 338.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal schwächer.
An der Euonext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag ebenfalls mit Verlusten. Diese waren aufgrund des schwachen Euros allerdings begrenzt. Die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein am Kassamarkt in Hamburg zur Lieferung im Februar blieben mit 5 Euro über Paris März 19 stabil zum Vortag. In Dollar ausgedrückt sind die Preise für deutschen Weizen und Weizen aus der Schwarzmeerregion ungefähr gleich, so ein deutscher Händler. Berichtet wird von regelmäßigen Kaufanfragen zu deutschem Weizen. Ein eintägiger Streik der französischen Hafenarbeiter am Donnerstag dürfte die Verladetätigkeit an großen Getreideterminals wie Rouen und La Pallice eingestellt haben, melden Händler.

07.02.2020 Seitwärtshandel bei den CBoT-Sojabohnen

Auch heute, am fünften Handelstag in Folge, steigen die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures. Es scheint sich, nach drei Wochen mit starken Verlusten, eine Trendwende abzuzeichnen, die man mit der schwächeren chinesischen Nachfrage nach Sojabohnen wegen dem Coronavirus erwartet.
Zurzeit sieht es aber eher nach einem Seitwärts-Handel aus bis China zeigt, was es tatsächlich braucht.
Gestern meldete das USDA, dass in der Woche zum 30. Januar, die USA mit 31.532 Tonnen so wenig Sojabohnen exportierte, wie in den letzten fünf Monaten nicht. Gestern berichteten chinesische Medien aber auch, dass Peking damit beginnt, die Strafzölle auf einige Tausend US-Güter zu senken, darunter auch Agrarrohstoffe. Daran soll man wohl erkennen, dass Peking es ernst meint mit der Erfüllung des Handelsabkommens vom 15. Januar.

07.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.500 Kontrakte CBoT Mais

06.02.2020 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Am deutschen Markt für Rapssaat ist es in dieser Woche nochmals ruhiger geworden. Zum einen sind vermutlich kaum noch größere Vorräte aus der letzten Ernte in den Lägen der Bauern, zum anderen fragen Ölmühlen nur noch wenig nach.
Die Matif-Kurse für Rapssaat gaben in der letzten Woche kräftig nach. Sie folgten damit den schwachen Vorgaben aus der CBoT, der Leitbörse für Agrarrohstoffe in Chicago.
Während der Hochpreisphase zu Jahresbeginn hatten viele Landwirte nicht nur ihre letzte Ernte verkauft, sondern auch Verträge für die neue Ernte abgeschlossen.
Auch der Markt für Futterschrote reagierte auf die Baisse an der Derivatebörse in den USA. Diese wurde durch die rasche Ausbreitung des Coronavirus in Wuhan ausgelöst, die nicht nur die chinesische Wirtschaft, sondern gleich die ganze Weltwirtschaft ins Straucheln bringen kann. Beim Rapsschrot gab es allerdings eine Besonderheit, denn in Nordostdeutschland musste eine Ölmühle ihre Produktion stoppen und Rapsschrot war plötzlich knapp. Inzwischen haben andere Mühlen diese Lücke aber schließen können, was einen Preisauftrieb ausbremste.
Die allgemeine Stimmung am Pflanzenölmarkt ist ebenfalls gedämpft. Die Nachfrage nach Biodiesel war im Januar zudem kräftig gesunken. Die Kurse für Sojaöl sanken kräftig, weil China weniger kauft. Rapsölpreise konnten sich in der letzten Woche aber vergleichsweise gut halten.

06.02.2020 Algerien kauft 150.000 Tonnen Futtergerste

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat europäischen Händlern zufolge im Rahmen einer Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Futtergerste rund 150.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft zum Preis von $214 bis $216 pro Tonne c&f gekauft. Der Versand soll demnach in der zweiten Februarhälfte erfolgen. Die Angebotsfrist endete am 30. Januar.

06.02.2020 US-Export-Sales ohne Überraschungen

06.02.2020 EU-Milchmarkt-Dashboard

06.02.2020 FAO-Lebensmittelindex stieg im Januar auf 182,5 Punkte

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sind im Januar erneut angestiegen. Unterstützung kam von den Pflanzenölen, vom Zucker und vom Weizen. So die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO heute in einer Meldung.
Ein Index, der jeden Monat aus den Preisen für Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker errechnet wird, wird heute mit 182,5 Punkten angegeben, das waren 0,7 Punkte mehr als im Vormonat.
Die FAO schätzte, dass die Getreideproduktion der Welt in 2019 einen neuen Rekord erreichte und 2,3% höher lag als in 2018. Der FAO-Getreidepreisindex stieg gegenüber dem Januar um 2,9% auf den höchsten Stand seit Mai 2018, da die Preise für alle Getreidearten höher waren.
Preise für Pflanzenöle stiegen sogar um 7% auf ein Drei-Jahres-Hoch, die Zuckerpreise um 5,5% und die Milchpreise um 0,9%. Im Gegensatz dazu sanken die Preise für Fleisch um 4%, nachdem sie elf Monate in Folge gestiegen waren. China hatte zuletzt weniger Fleisch am Weltmarkt nachgefragt.
Die FAO gab auch eine neue Prognose für die Getreideproduktion ab. Demnach sollen auf der Welt in diesem Jahr 2,175 Mrd. Tonnen Getreide erzeugt werden. Gegenüber der vorherigen Schätzung veränderte sich also nur wenig. Es gab eine kleine Anpassung nach unten für Weizen und Reis und eine etwas höhere Produktion von Mais und Gerste.

06.02.2020 Peking beginnt mit Absenkung von Zollsätzen auf US-Importe

Aus Peking wird heute berichtet, dass die Regierung für 1.717 Güter aus den USA die seit dem 1. September 2019 geltenden Importzölle halbiert hat. Am 15. Januar hatten die USA und China einen ersten Teil eines bilateralen Handelsabkommens unterzeichnet. Darin wurden Handelserleichterung vereinbart.
Konkret bedeutet das, dass ab dem 14. Februar für einige US-Importe die am 1. September 2019 verhängten zusätzlichen Strafzölle von 10% auf jetzt 5% abgesenkt werden. Weitere Anpassungen sollen von der weiteren Zusammenarbeit mit den USA abhängig gemacht werden.
Betrachtet man die gesamten Abgaben z.B. auf US-Sojabohnenimporte, die bei 30% liegen, so reduziert sich der Zollsatz jetzt nur auf 27,5%. Ein Basiszollsatz von 15% bleibt bestehen.
Wie es mit den chinesischen Einfuhren weitergeht, hängt auch von der Corona-Krise ab. In dem Abkommen vom 15. Januar ist nämlich eine Ausstiegsklausel enthalten, die besagt, dass im Falle einer natürlichen Katstrophe oder eines unvorhergesehenen Ereignisses, die gegenseitigen Verpflichtungen verschoben werden.

06.02.2020 Algerien kauft 150.000 Tonnen Futtergerste

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat vermutlich 150.000 Tonnen Futtergerste gekauft. Die Ausschreibung aus der letzten Woche lautete auf nominal 50.000 Tonnen.
Von Marktbeteiligten wird heute berichtet, dass die Preise bei rund 214 – 216 USD/to c&f liegen.
Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 16.-29. Februar erfolgen.

06.02.2020 Gute US-Wirtschaftsdaten stützen CBoT-Sojabohnenkurse

Gute US-Wirtschaftsdaten sorgen heute Morgen für festere Kurse für Agrarrohstoffe. Allerdings verhindert das sich rasch ausbreitenden Coronavirus einen sprunghaften Anstieg.
Händler an den Börsen besinnen sich so langsam wieder auf die fundamentalen Daten der Agrarmärkte.

06.02.2020 Getreidemail

Technische Käufe und Short-Positionen-Abdeckungen inmitten eines Mangels an neuen marktbewegenden Nachrichten sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge.Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 bis 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut moderat fester.
An der Euronext in Paris kletterten die Weizenfutures aufgrund der guten Exportnachfrage und der breiten Erholung der Aktien- und Rohstoffmärkte nach den jüngsten Verlusten durch den Coronavirus auf ein 1-Wochen-Hoch. Am Montag sank der Frontmonat März auf ein 3-Wochen-Tief, weil Investoren Auswirkungen des Virus auf die Weltwirtschaft fürchten. Die französischen Weizenexporte erreichten im Januar trotz der logistischen Auswirkungen durch die Streiks in Frankreich ein 6-Jahres-Hoch. Institutionelle Anleger sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 60.154 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 31. Januar auf 65.791 Kontrakte erhöht. Es ist die siebte wöchentliche Erhöhung der Netto-Long-Positionen in Folge.

06.02.2020 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

06.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

05.02.2020 Institutionelle Anleger bauen Weizen Netto-Long-Bestand aus

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 60.154 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 31. Januar auf 65.791 Netto-Long-Positionen erhöht. Es ist die siebte wöchentliche Erhöhung der Netto-Long-Positionen in Folge. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 31. Januar von 90.215 Kontrakten auf 95.091 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 68,0% während Non Commercial Participants 25,4% am Open Interest repräsentieren.
93,4% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 94,0%).

05.02.2020 Weniger Canola und Weizen in Kanada im Lager

In Kanada waren die Vorräte von Hafer, Gerste und getrockneten Erbsen Ende Dezember 2019 höher als ein Jahr zuvor, die Vorräte an Weizen, Canola (Rapssaat) und Körnermais, Linsen und Sojabohnen im Jahresvergleich aber kleiner.
Das ergab eine Umfrage des kanadischen Statistikamts Statistics Canada die gestern veröffentlicht wurde.
Ein Behördensprecher begründete die Veränderungen durch schwierige Erntebedingen und mit Flächen, die gar nicht geerntet werden konnten. Falls doch noch etwas davon eingebracht werden kann, findet das in späteren Umfragen noch Berücksichtigung.
An der Umfrage nahmen im Zeitraum 13. Dezember bis 15. Januar ungefähr 8.600 kanadische Farmer teil.

05.02.2020 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,85 €/kg SG (+/-0 ct)

In der laufenden Woche entwickelt das Angebot an schlachtreifen Schweinen in Deutschland rückläufig und auch die durchschnittlichen Schlachtgewichte fallen geringer aus, so dass sich die angebotenen Mengen problemlos absetzen lassen. Zuletzt wurden von Seiten der Schlachtunternehmen Hauspreise gezahlt, insgesamt wird der Markt aber als ausgeglichen beschrieben. Trotz des gestiegenen Vereinigungspreises in der vergangenen Woche blieben die Fleischpreise nahezu unverändert. Die Fleischgeschäfte laufen derzeit saisonbedingt ruhig. Im Export fehlen auch Anfang Februar noch belebende Impulse. Auf dem europäischen Fleischmarkt berichten Händler ebenfalls von einem rückläufigen Aufkommen schlachtreifer Schweine, so dass sich das Angebot auf europaweit problemlos und zügig absetzen lässt. Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 946.155 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 956.553; Vorjahr: 932.334). Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sanken um 300 Gramm zur Vorwoche auf 97,2 kg.

05.02.2020 Pekings Strategie zur Erlangung der Versorgungssicherheit

Heute berichten staatliche Mediendienste in China über die Strategie der Regierung in Peking für die nationale Ernährungssicherung.
In den Berichten heißt es, dass man Lieferkanäle diversifizieren will, Importe von Agrarprodukten, die man nicht selber erzeugen kann und im Inland nachgefragt werden, will man erhöhen und die Erträge der lokalen Ernten sollen gesteigert werden.
Nach den Erfahrungen mit dem Handelsstreit mit den USA ist die Steigerung lokaler Ernten sowie zusätzliche Lieferanten aus anderen Ländern erklärtermaßen jetzt oberstes Ziel.
Die Garantiepreise für heimische Agrarprodukte wie Weizen und Reis sollen jetzt angepasst werden. Außerdem soll die nationale Schweineproduktion schnellstmöglich wieder den Stand von vor dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinegrippe kommen. Ende 2020 soll dieses Ziel schon erreicht werden.

05.02.2020 Japan sucht Futterweizen- und Gerste per SBS-Auktion

Japans Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (MAFF) sucht per per SBS-Auktion 120.000 Tonnen Futterweizen und 200.000 Tonnen Futtergerste zur Verladung am 31. Mai und zur Ankunft am 30. Juli. Die Angebotsfrist endet am 12. Februar.
Japan kauft eine kleine Mengen Futterweizen und Gerste über sogenannte SBS-Auktionen, in denen Endverbraucher und Importeure Herkunft, Preis und Menge des Getreides angeben und die Müller ihren unterschiedlichen Bedarf an Futtergetreide decken können.

05.02.2020 Ukraine glaubt, dass Nachfrage aus China anhält

Händler in der Ukraine erwarten nicht, dass die Coronavirus-Epidemie einen negativen Einfluss auf die Agrarausfuhren nach China haben werden. Auch wenn es derzeit ein paar Verzögerungen durch Störungen in der Logistik gibt.
China ist einer der größten Käufer für Mais und Sonnenblumenöl aus der Ukraine.
Die Nachfrage aus China wird anhalten, allerdings sind die Preise von Konkurrenzprodukten aus den USA inzwischen wettbewerbsfähig. Zudem gibt es bei der Verteilung der Rohstoffe in die Regionen und zu den Verbrauchern in China Schwierigkeiten.
Auch aus der Sicht Chinas ist die Ukraine ein bedeutender Handelspartner beim Bezug von Agrarprodukten. 6,1% seiner Getreideeinfuhren kommen aus dem Land am Schwarzen Meer und 7,5% der Sonnenblumenimporte.
In dem laufenden Vermarktungsjahr exportierte die Ukraine bisher 30,4% mehr Getreide als im Vorjahr.

05.02.2020 Jetzt auch ASF auf Ferieninsel Bali?

Veterinärbehörden in Indonesien versuchen derzeit zu verstehen, woran auf der auch für Touristen aus Europa beliebten Ferieninsel Bali, 880 Schweine verendeten. Eine mögliche Ursache ist das Afrikanische Schweinefieber (ASF).
Die Schweine verendeten in den Monaten Dezember und Januar. In der indonesischen Provinz Sumatra waren zuvor schon 43.000 Schweine an ASF verendet. Die betroffenen Regionen wurden isoliert. Aber auf Bali gab es noch keinen ASF-Vorfall.
ASF hatte sich seit 2018 von China ausgehend über viele Länder in Südostasien ausgebreitet. Der Schweinebestand in China verkleinerte sich um mindestens 40%. Seit Dezember 2019 verbot China den Import von Schweinen aus Indonesien. Alle Produkte die aus Schweinefleisch hergestellt wurden, sollen durch Sicherheitskontrollen gehen.

05.02.2020 Malaysias Palmölvorräte 12% kleiner als vor einem Jahr

Malaysias Palmölvorräte sinken auf ihren niedrigsten Stand seit 2017, weil es zu trocken ist und weniger Düngemittel zum Einsatz kamen, nachdem im letzten Jahr die Preise auf ein Vier-Jahres-Tief gesunken waren.
Einer Reuters-Umfrage zufolge werden die Bestände mit 1,76 Mio. Tonnen um 12% kleiner ausfallen als im Vorjahr. Die Produktion sinkt um 9% auf 1,21 Mio. Tonnen im Jahr, das wäre der niedrigste Stand seit dem Jahr 2016.
Die Ausfuhren des zweitgrößten Palmölproduzenten der Welt sind im Januar allerdings um 8,2% zurückgegangen, da Kunden in Indien Malaysia-Palmöl aus politischen Verwerfungen meiden. Im Januar 2019 kaufte Indien noch 201.450 Tonnen Palmöl, in diesem Jahr wurden lediglich 40.500 Tonnen dorthin ausgeführt. Die Regierung in Indien hatte wegen unterschiedlichen Standpunkten zur Einwanderungspolitik die Empfehlung gegeben, Malaysia-Palmölimporte zu meiden.
Nun will Pakistan Malaysia bei den Ausfuhren zu unterstützen. Das kann den Ausfall aber nicht komplett kompensieren. Pakistan konsumiert 4,5 Mio. Tonnen von dem Pflanzenöl und Indien 24 Mio. Tonnen.
Die Palmölexporte aus Malaysia nach China leiden zudem auch unter der aktuellen Coronavirus-Krise sowie veränderten Verzehrgewohnheiten im Land der Mitte.
Trotzdem sind Kenner des Palmölmarktes mehr über einen weiteren Engpass als über eine Nachfrageschwäche besorgt.

05.02.2020 Staatsreserven sollen Futtermittelversorgung in China sicherstellen

China wird ab dem 7. Februar damit beginnen, 2,96 Mio. Tonnen Mais aus seinen staatlichen Reserven auf den Markt zu geben, um Engpässen mit Futtermitteln in Süden des Landes entgegenzuwirken.
Alle Futtermittelhersteller außerhalb der Provinzen Heilongjiang, Jilin, Liaoning und der inneren Mongolei sind dazu berechtigt, Gebote abzugeben.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, haben einige Bezirksregierungen Anordnungen verfügt, die die Transporte von Futtermitteln und Tiertransporte unterbunden haben.

05.02.2020 Getreidemail

Short-Positionen-Abdeckungen und positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie von den US-Aktienmärkten gaben den Weizenfutures in Chicago gestern Auftrieb. Begrenzt war der Anstieg jedoch durch die erstmals seit November rückläufigen Weizen-Exportpreise in Russland. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Kursgewinnen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten von den positiven Vorgaben aus Übersee und legten ebenfalls zu. Technische Unterstützung und die breite Erholung auf den Rohstoffmärkten nach den Verlusten im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus in China begünstigten die Entwicklung. Der Coronavirus, der in China bereits zu Hunderten Toten und zu Reisebeschränkungen im In- und Ausland geführt hat, verunsichert Marktteilnehmer, weil er sich negativ aus die Weltwirtschaft auswirken könnte. Händler und Analysten gehen jedoch davon aus, dass die Weizenpreise weiterhin von einer regen Exportnachfrage gestützt werden. Die EU-Weichweizenexporte in der Saison 2019/20 erreichten per 2. Februar 16,36 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 65% zum Vergleichszeitraum in der Saison 2018/19.

05.02.2020 CBoT-Sojabohnenkurse erholen sich von ihrem 2-Monats-Tief

Auch heute Morgen, am dritten Handelstag in Folge, steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures. Der Markt erholt sich von seinem Zwei-Monats-Tief, das er an Montagmorgen erreichte. Die Furcht davor, dass das Coronavirus die Nachfrage bremst, wird aber vorerst wohl den Kursanstieg begrenzen.
Gestützt wird der festere Futures-Kurs durch den Aktienmarkt, der sich ebenfalls erholt. An den Börsen in Asien kaufen die Anleger wieder Aktien in der Hoffnung, dass es alles nicht so schlimm kommt, wie befürchtet. Die Krankheit breitet sich aber weiter aus.
Inzwischen werden schon mehr als 490 Todesfälle nach der Virusbedingten Lungenkrankheit gemeldet. Der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses in Washington Larry Kudlow erwartet, dass Chinas Importe von US-Agrarrohstoffen sich wohl verzögern werden. Ein erster Teil eines bilateralen Handelsabkommens, die Phase-1, wurde am 15. Januar unterzeichnet, darin verpflichtete sich China, mehr Agrarrohstoffe, Energie und Industriegüter sowie Dienstleistungen aus den USA zu beziehen.
In Brasilien kommt jetzt eine rekordverdächtige Sojabohnenernte in Gang. Die Ernteschätzungen liegen bei 124 Mio. Tonnen. Die Anbaufläche wurde ausgeweitet und die Erträge sind hoch. Gegenüber dem letzten Jahr wird die Ernte dann wohl um 8% größer ausfallen.

05.02.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 9.000 Kontrakte CBoT Mais

04.02.2020 Global Dairy trade - Index sinkt heute um 4,7%

04.02.2020 Ukraine exportierte 30,4% mehr Getreide als in der vorherigen Saison

Die Ukrainischen Getreideexporte sind in diesem Wirtschaftsjahr bereits 30,4% höher als vor einem Jahr. In der Zeit vom 01. Juli 2019 bis jetzt wurden 36,8 Mio. Tonnen ausgeführt, so das Ministerium für Handel und Landwirtschaft in Kiew.
Die Weizenexporte verbesserten sich um 4,3 Mio. Tonnen auf jetzt 15,9 Mio. Tonnen. Außerdem wurden 3,9 Mio. Tonnen Gerste und 16,5 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Im Jahr 2019 wurde in der Ukraine eine Getreideernte von 75,1 Mio. Tonnen eingefahren (Vj.: 70 Mio.to).

04.02.2020 Briten und Niederländer von Kartoffelimporten abhängig

In der letzten Woche gab es einige Updates für die Ernteschätzungen in Großbritannien und Holland. In beiden Ländern fiel die Ernte 2019 unterdurchschnittlich aus.
Die Briten ernteten mit 5,1 Mio. Tonnen 7% weniger als im 5-Jahres-Mittel und die Lagereignung der Knollen ist oftmals schlecht. Deshalb ist bis jetzt immer genügend Angebot am Markt gewesen. Bessere Qualitäten werden von den Landwirten zurückgehalten.
In Holland erntete man in 2019 vom Hektar durchschnittlich 47,9 to und rechnet sich so eine Erntemenge von 3,716 Mio. Tonnen aus. Allerdings konnten bisher 1,7% der Anbaufläche nicht abgeerntet werden. Da die Chips-Industrie jährlich einen Rohstoffbedarf von 3,8-4 Mio. Tonnen hat, sowie für den Speisekartoffel- und Exportmarkt noch 1,3 Mio. Tonnen benötigt werden, müssen die Nachbarländer zur Marktversorgung beitragen.

04.02.2020 Gesundheits- und Sicherheitsproblem Chinas begünstigt Brasiliens Fleischexporte

Für Brasiliens Fleischindustrieverband fühlt sich das Gesundheits- und Sicherheitsproblem der Chinesen wie ein „perfekter Sturm“ an. Die Aktien der Fleischverarbeiter und -Exporteure sind gestern deutlich gestiegen.
Gestern berichtete China einen weiteren Ausbruch von Vogelgrippe und wegen dem Coronavirus werden ganze Städte abgeriegelt. Außerdem hat Chinas Fleischindustrie noch mit den Auswirkungen des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) zu tun, das einen Großteil der nationalen Schweinebestände vernichtete.
ASF, Coronavirus und Vogelgrippe beeinflussen das Verbraucherverhalten sodass Chinas Nachfrage nach importiertem Fleisch aus Südamerika steigt. Der gestiegene Importbedarf Chinas kann durch Kapazitätsausweitungen in Brasilien gedeckt werden. Im Jahr 2019 wurden hier mehr als 6 Mrd. Vögel verarbeitet. Die Aktien des größten Geflügelfleischexporteurs BRF stiegen gestern an der Börse in Sao Paulo um 6%, die von JBS um 3,4%.
Da Futtermittel in der chinesischen Provinz Hubei knapp sind, können dort 300.000 Hühner und anderes Geflügel nicht ausgemästet werden. Man hatte die Gelflügelzucht dort ausgeweitet, da es nach dem ASF-Ausbruch in 2018 an Schweinefleisch mangelt. Die Produktion in China sollte in diesem Jahr auf 12 Mio. Tonnen Geflügelfleisch ansteigen. Brasilien will in diesem Jahr 14 Mio. Tonnen erzeugen.
Im letzten Jahr importierte China 34% mehr Geflügelfleisch aus Brasilien und 61% mehr Schweinefleisch.

04.02.2020 Januar-Weizenexporte aus Frankreich auf 6-Jahres-Hoch

Trotz der Hafenarbeiterstreiks und dadurch bedingte Verzögerungen von bis zu drei Wochen konnte Frankreich im Januar soviel Weizen exportieren, wie seit sechs Jahren nicht mehr.
1,33 Mio. Tonnen Weichweizen verließen im Januar französische Häfen. Im Jahr 2014 waren es im Januar 1,66 Mio. Tonnen. Und es waren nur 10.000 Tonnen weniger als im Dezember 2019, als ebenfalls ein 6-Jahres-Hoch beim Getreideexport erreicht wurde.
Hafenstreiks und Transportbehinderungen wegen den Demonstrationen gegen die französische Rentenreform sind für die Getreidehändler und -Exporteure eine Herausforderung. Um einen Lieferengpass durch fehlende Eisenbahnwaggons zu verhindern, wurde das Getreide vermehrt durch teurere LKW-Frachten herangeschafft. Einige Exportaufträge wurden auch aus anderen EU-Ländern durchgeführt.
Frankreichs Weizenexporte im Januar in das EU-Ausland werden mit 1,21 Mio. Tonnen angegeben. Seit dem 1. Juli 2019, als dem Beginn der aktuelle Vermarktungssaison kommt damit jetzt auf 6,37 Mio. Tonnen. Die Prognose von FranceAgriMer für die Exporte des gesamten Wirtschaftsjahrs liegt derzeit bei 12,4 Mio. Tonnen.
Die gesamten Getreideexporte aus Frankreich im Januar mit Weizen, Gerste, Braugerste, Mais und Durum kommen mit 1,57 Mio. Tonnen auf ein vier-Jahres-Hoch. Im Dezember waren es mit 1,7 Mio. Tonnen noch mehr. Im Gegensatz zu den hohen Weizenausfuhren wurden im Januar aber mit 86.600 Tonnen so wenig Gerste ausgeführt wie seit vier Jahren nicht mehr. Auch die Braugerstenausfuhren lagen mit 41.300 Tonnen auf einem Drei-Jahres-Tief.
Im Dezember gingen 432.000 Tonnen Weizen nach Algerien und 420.000 Tonnen nach Marokko. Es wurden im Januar 96 Schiffe beladen (im Januar 2014 waren es 137).

04.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit moderaten Kursaufschlägen. Im Handelsverlauf fielen sie jedoch auf den niedrigsten Stand seit dem 8. Januar. Kaufaktivitäten institutioneller Anleger und Short-Abdeckungen sorgten gegen Ende der Sitzung für Kursauftrieb. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 413.984 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionellle Anleger kauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert zum Vortag. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag mit Verlusten und fielen auf ein 3-Wochen-Tief. Die Weichweizenexporte aus französischen Häfen blieben im Januar auf einem 6-Jahres-Hoch, obwohl die Lieferungen zeitweise um bis zu drei Wochen verzögert wurden. Zum ersten Mal seit November sind die Exportpreise für russischen Weizen in der vergangenen Woche gesunken, was auf den starken Wettbewerb und die wachsenden Befürchtungen über die Ausbreitung des chinesischen Coronavirus zurückzuführen ist. Bärische Faktoren haben auf dem Weizenmarkt die Oberhand gewonnen und den Aufwärtstrend der letzten Wochen und Monate gebrochen, so die Unternehmensberatung Agritel. Die jüngsten Exportdaten bestätigten allerdings die starke Nachfrage nach europäischem Weizen.

04.02.2020 US-Sojabohnenexporte besser als erwartet.

Seit gestern steigen die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures wieder, weil die US-Exporte besser ausfallen, als vom Markt erwartet worden war. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Nachfrage nach Agrarrohstoffen verhindert aber höhere Kursausschläge.
Gestern meldete das USDA, dass in der letzten Woche 1,36 Mio. Tonnen US-Sojabohnen ausgeführt wurden. Erwartet waren 550.000 to bis 1,2 Mio. to. Zusätzlich wurden gestern 130.000 Tonnen US-Sojabohnen an Ägypten verkauft.
Die Coronavirus-Epidemie dürfte aber Chinas Sojabohnenbedarf einschränken, was die Preise belastet. Bis heute Morgen wurden 425 Sterbefälle durch die vom Virus ausgelöste Lungenkrankheit gemeldet. Die Absperrung ganzer Städte und Metropolen in China lassen die Nachfrage zusammenbrechen.
Außerdem kommt nun bald eine Rekordernte aus Südamerika auf den Markt. Wie im letzten Jahr, werden bereits im Februar die ersten Sojabohnen aus der aktuellen Ernte exportiert. Von bis zu sieben Millionen Tonnen sollen Brasiliens Häfen in diesem Monat verlassen.

04.02.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT Mais

03.02.2020 US-Export-Inspections: Sojabohnenverladungen höher, als erwartet

03.02.2020 Ölproduzenten berufen Krisentreffen ein

In Folge des Coronavirus dürfte Chinas Ölbedarf deutlich sinken - entsprechend rutschen die Preise ab. Ein Expertenrat der 25 wichtigsten Ölproduzenten will nun über Gegenmaßnahmen entscheiden.
Als Reaktion auf den Preisrutsch beim Rohöl will offenbar ein Fachkomitee aus Opec- und Nicht-Opec-Staaten die Lage auf dem Weltmarkt beraten. Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa soll das sogenannte Joint Technical Committee (JTC) am Dienstag und Mittwoch in Wien zusammenkommen. Es geht darum, ob das Komitee dem Ölkartell und seinen Verbündeten eine Drosselung der Ölproduktion empfiehlt oder sie gar veranlasst.

Quelle: Der Spiegel

03.02.2020 Russland: Weizenexportpreise sinken erstmals seit November

Die Exportpreise für russischen Weizen sanken in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit November. Gründe dafür sind der starke globale Wettbewerb und die Sorgen um eine Ausbreitung des in China ausgebrochenen Coronavirus.
Im Januar erreichten die Preise das höchste Niveau seit 11 Monaten.
Russischer Exportweizen mit 12,5% Proteingehalt, verladen an Schwarzmeerhäfen zur Lieferung im Februar, sank um $0,50 auf $230,5/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Der Preis für Gerste stieg um $4,00 auf $191,00/Tonne.
Ikar, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet einen Rückgang beim Weizen von $6,00 auf $226,00/Tonne.
Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur. Im laufenden Vermarktungsjahr exportierte Russland bis zum 30. Januar 25,7 Mio. Tonnen Getreide, davon 22,1 Mio. Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 18%.
Die Weizenpreise sind aufgrund der zuletzt rückläufigen Weizenfutures und dem großen globalen Wettbewerb unter Druck, so SovEcon.
Russlands Winterwetter ist ungewöhnlich warm, aber die Bedingungen sind generell gut, weil der Boden in den meisten Regionen nicht gefroren ist und gut Wasser aufnehmen kann, so SovEcon.

03.02.2020 Alles über den Zuckermarkt

03.02.2020 Polen muss Kartoffeln importieren

Polens Kartoffelernte 2019 wird jetzt auf 6,84 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 9% wenige als in 2018 und die Qualität ist viel schlechter als im Jahr zuvor.
Dabei wurde die Anbaufläche um 2,2% auf 304.000 Hektar ausgeweitet. Durch eine Trockenheit in Zentralpolen und dem Westen des Landes wurden im Durchschnitt nur 22,5 to/Hektar geerntet.
Polens Kartoffeln verarbeitende Industrie wird nur unzureichend mit Rohstoff aus dem eigenen Land versorgt. Aus Deutschland und anderen Ländern in Westeuropa wurden bereits große Menge Konsumkartoffeln importiert.

03.02.2020 Kartoffelprodukt-Vorräte in den USA reichen nur noch für 32 Tage

In ihrem letzten USDA-Report schätzt die Regierungsbehörde in Washington die 2019er Kartoffelernte auf 19,2 Mio. Tonnen. Die Prognose liegt zwar etwas höher als zuvor, es sind aber immer noch 2,1% weniger Kartoffeln geerntet worden als in 2018.
Kartoffelfertigprodukte in den Lägern der Frittenfabriken per Ende November können den Markt nur 32 Tage lang versorgen. Dieser Wert ist der so genannte „stock-to-use Ratio“, der die Vorräte ins Verhältnis zum Verbrauch setzt. Das ist ein neuer Niedrigrekord für dieses Saison und zwingt die Fabriken zu einer weiterhin hohen Auslastung der Anlagen.
Im Dezember wurden 3,4% weniger Kartoffelprodukte in den Lägern gemeldet als vor einem Jahr. Im Mehrjahresvergleich ist die Fehlmenge sogar noch größer. Dabei verarbeiteten die Fabriken in den Monaten Juli bis November 2019 13,4% mehr Rohstoff als vor einem Jahr. Bis zum Ende der diesjährigen Saison ist es wohl unmöglich, das Manko auszugleichen.

03.02.2020 Strategie Grains senkt die Prognose der EU-Rapsernte 2020

Strategie Grains hat seine Prognose der Rapsproduktion 2020 in der Europäischen Union reduziert.
In dem EU-Bericht über Ölsaaten prognostizierte das französische Unternehmen die Ernte 2020 auf 18,05 Mio. Tonnen, verglichen mit dem ursprünglichen Ausblick von 18,46 Mio. Tonnen im Dezember.
Die neue Prognose liegt 7,0% über der Ernte des Vorjahres, die Strategie Grains mit 16,86 Mio. Tonnen bezifferte, aber immer noch die zweitniedrigste Produktion seit 2006.
Das Beratungsunternehmen hat seine Schätzung der Rapsfläche in der EU für dieses Jahr auf 5,55 Mio. Hektar gesenkt, verglichen mit 5,68 Mio. gesenkt, die zuvor und jetzt auf dem Niveau der letztjährigen Erntefläche erwartet wurde.
Wie im Vorjahr wurden die Rapsbestände im vergangenen Jahr durch die Auswirkungen einer sommerlichen Dürre beeinträchtigt.
Strategie Grains hat seine Prognose für den diesjährigen EU-Rapsertrag von 3,05 Tonnen pro Hektar im Jahr 2019 auf 3,25 Tonnen pro Hektar erhöht.
Die EU-Projektionen von Strategie Grains umfassen weiterhin Großbritannien, bis die Verhandlungen über die neuen Beziehungen des Landes zum Block nach dessen offiziellem Ausscheiden am 31. Januar abgeschlossen sind.

03.02.2020 Deutsche Landwirte fürchten ASF-Fall im Grenzgebiet zu Polen

Brandenburg hat einen etwa 120 km langen Elektrozaun erreichtet, um Wildschweine daran zu hindern, die Grenze von Polen zu Deutschland zu überwinden und die Afrikanische Schweinepest nach Deutschland zu tragen.
Hans-Christian Daniels glaubt nicht, dass die Barriere funktionieren wird. "Es sieht ziemlich unvermeidlich aus, dass die Schweinepest kommen wird", sagte Daniels, auf dessen Bauernhof in der Nähe von Tauche, nahe der polnischen Grenze, 11.000 Schweine leben. "Dies könnte zu einem dramatischen Preisverfall führen." ASF ist gefährlich nah an Deutschland, Europas größtem Schweinefleischproduzenten, gerückt. In China wurden aufgrund des ASF ¼ der weltweiten Schweinebestände aufgrund des ASF gekeuelt. Die
Ein Fall der Viruserkrankung wurde letzten Monat bei einem Wildschwein in Polen, nur 12 km von der deutschen Grenze entfernt, entdeckt.
Ein bestätigter Fall in Deutschland könnte ein Importverbot auslösen und die Boomzeiten für lokale Schweinezüchter beenden, deren Exporte nach China, dem weltweit größten Schweinefleischkonsumenten, aufgrund von ASF-Ausbrüchen in Asien gestiegen sind. Auch in den Niederlanden und in Dänemark, wo die Hauptlieferanten von Ferkeln für Deutschland ansässig sind, könnte dies zu Folgeschäden führen.
Landwirte wie Daniels haben strenge Maßnahmen ergriffen, um die Krankheit abzuwehren. Der größte Risikofaktor sind jedoch Wildschweine, die die Felder und Wälder entlang der deutsch-polnischen Grenze durchstreifen und sich von Nüssen und Eicheln ernähren. Sie haben bereits dazu beigetragen, etwa 10 Länder in Osteuropa zu infizieren, wobei Polen allein im Dezember 55 ASF-Ausbrüche bei Wildschweinen verzeichnete.
"Wir wissen nicht genau, wie viele Wildschweine wir in Brandenburg haben, aber ihre Zahl hat in den letzten Jahren zugenommen", sagte Anja Semmele vom brandenburgischen Jagdverband. "Unsere Region ist ein Paradies für Wildschweine mit einer Mischung aus Wäldern und Landwirtschaft."
ASF ist eine hoch ansteckende Viruserkrankung, die fast alle von ihr infizierten Schweine tötet, Menschen jedoch keinen Schaden zufügt. Es hat sich in ganz Osteuropa verbreitet, richtet jedoch in Asien den größten Schaden an. China ist am Stärksten vom ASF betroffen. ASF hat den globalen Fleischhandel verändert und führt zu stark gestiegenen Preisen.
Chinas Schweinefleischproduktion ist auf ein 16-Jahres-Tief gesunken. Viele Herden wurden zur Ausrottung der Krankheit getötet, was zu einem drastischen Anstieg der Importe von Schweinefleisch, Rindfleisch und Huhn führte, um die Lücke zu füllen.
Die deutschen Schweinefleischexporte nach China stiegen in den ersten sieben Monaten des Jahres 2019 gegenüber dem Vorjahr um 43% und es war Deutschlands größter Einzelauslandsmarkt.
Asiatische Länder, einschließlich China, verhängen regelmäßig Einfuhrverbote für Schweinefleisch aus Regionen, in denen ASF entdeckt wurde, und deutsche Schweinezüchter könnten enorme Verluste sowohl durch den Rückgang der Exporte als auch durch die Kosten für Methoden zur Bekämpfung der Krankheit erleiden, wenn in Deutschland ein ASF-Fall nachgewiesen wird, so der Bauernverband DBV.
"Es ist schwer abzuschätzen, wie hoch der Schaden für die deutschen Schweinehalter sein wird", sagte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken. "Wir schätzen aber mindestens einen dreistelligen Millionenbetrag."
Ein Exportverbot für deutsches Schweinefleisch hätte auch Auswirkungen auf andere europäische Länder.
„Die Hauptlieferanten von Ferkeln für Deutschland in der EU sind Dänemark und die Niederlande. Das bedeutet, dass es sehr bald Auswirkungen auf den niederländischen und dänischen Markt geben wird ", sagte Thomas Sanchez, politischer Berater für Schweinefleisch bei der EU-Bauerngruppe Copa Cogeca.
Um der Bedrohung durch ASF entgegenzuwirken, erwägen die deutschen und polnischen Landwirtschaftsministerien, auf beiden Seiten ihrer Grenze einen umzäunten Korridor einzurichten und die Zahl der Wildschweine durch Lockerung der Fangregeln "drastisch" zu senken.
Der Brandenburger Zaun wurde im Dezember erbaut und ist temporär angelegt. Ein weiterer Zaun wird im sächsischen Grenzgebiet errichtet.
"Wir haben keine Anzeichen dafür gefunden, dass der Zaun von Wildschweinen durchbrochen wurde, und es wurden keine kranken Eber entlang des Zauns gefunden", sagte Gabriel Hesse vom Ministerium für Gesundheit und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.
"Es gibt Hoffnungen, dass der Zaun effektiv ist, aber diese Tiere sind bemerkenswert stark."

03.02.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 28.01.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (41.671 Kontrakte) auf 48.469 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 38.328 Kontrakte auf 29.476 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 37.220 Kontrakte auf 50.955 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 28. Januar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
03.02.2020 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago mussten am vergangenen Freitag Verluste hinnehmen. Investoren halten nach dem Ausbruch des sich schnell ausbreitenden Coronavirus und der damit verbundenen globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten Ausschau nach sichereren Investitionsmöglichkeiten und trennten sich von Long-Positionen. Im Januar verlor der Frontmonat des SRW-Weizenfutures März 20 0,9% an Wert. Institutionelle Anleger verkauften 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachbörse erneut mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls nach. Zudem belastete der gestiegene Wechelskurs des Euro die Weizenkurse in Paris. Die Europäische Kommission hat ihre Prognose für die EU-Weizenexporte in dieser Saison unverändert bei 28 Mio. Tonnen belassen. Russlands Weizenproduktion könnte aufgrund der Rekord-Aussaatfläche in diesem Jahr 79,5 Mio. Tonnen erreichen, meldet der Analyst IKAR. In Hamburg blieben die Prämien für Exportweizen aufgrund des anhaltenden Exportoptimismus fest. Die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar stiegen um 0,50 € auf 5,00 € über Paris März 20.

03.02.2020 CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen auf 4-Wochen-Tief

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures verlieren auch heute Morgen wieder - am siebten Handelstag in Folge. Damit erreichen sie jetzt ein Vier-Wochen-Tief, während ein fester Wechselkurs des US-Dollars die Exporte aus den USA erschwert.
US-Weizen konkurriert mit Weizen aus der Schwarzmeerregion und der Europäischen Union bei Käufern in Nordafrika und Asien.
Um die chinesische Wirtschaft zu stützen hat die Zentralbank in Peking unerwartet die Zinssätze um zehn Basispunkte gesenkt. Die Regierung tut derzeit alles, um ihr Wirtschaftswachstum zu erhalten. Trotzdem wird der heutige Handelstag für chinesische Märkte schwierig. Es ist der erste Handelstag an der Börse in Dalian nach dem verlängerten Neujahrsfest.
Inzwischen sind in der chinesischen Provinz Hubei 350 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben.

03.02.2020 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 11.000 Kontrakte CBoT Mais

31.01.2020 ROUNDUP: US-Umweltbehörde stützt Bayer weiter im Glyphosat-Konflikt

Die US-Umweltbehörde EPA hält das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat im Gegensatz zu einigen Gerichtsurteilen weiterhin nicht für krebserregend. Die Behörde teilte am Donnerstag mit, eine neue Überprüfung abgeschlossen zu haben und das Pestizid bei vorschriftsgemäßem Gebrauch nicht als Gesundheitsrisiko für Menschen einzustufen. Die Bayer-Aktien gewannen heute mehr als ein Prozent hinzu.

Quelle: Handelsblatt

31.01.2020 Nordafrika hat noch erheblichen Weizen-Importbedarf

Algerien muss Schätzuungen zufolge in den letzten drei Monaten der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) noch etwa 1,5 Mio. Tonnen Weizen kaufen. Der Bedarf Marokkos liegt bei 600.000 Tonnen. Tunesiens Bedarf liegt laut Jean-Philippe Everling, Gründer und Direktor von Transgrains Frankeich, bei 200.000 Tonnen.
Es wird erwartet, dass Frankreich davon profitieren kann. Die geografische Nähe und damit geringere Frachtkosten, die Qualität, die den Spezifikationen der Länder entsprechen, und die Sprachfunktionalität sprechen für Frankreich

31.01.2020 Russland: Getreideexporte sinken

Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 vom 1. Juli bis zum 2. Januar 22,4 Mio. Tonnen Weizen. 14,3% weniger, als im Jahr zuvor, meldet das Center of Agricultural Analytics, einer Abteilung des Landwirtschaftsministeriums. Die Exporte für Gerste sanken um 31,2% auf 2,3 Mio. Tonnen. Um 8,7% sanken die Maisexporte auf 1,3 Mio. Tonnen und um 59,6% auf 0,17 Mio. Tonnen sanken weitere Agrargüter.
Der größte Abnehmer von russischen Agrargütern im laufenden Vermarktungsjahr ist die Türkei mit 5,8 Mio. Tonnen (22,8% der gesamten russischen Exporte). Es folgen Ägypten mit 4,3 Mio. Tonnen (16%), Bangladesch mit 2 Mio. Tonnen (8%), Aserbaidschan mit 1,1 Mio. Tonnen (4%) und Saudi Arabien mit 1,0 Mio. Tonnen (4%).
Die Getreideexporte im fraglichen Zeitraum sanken um 16,6% auf 26,1 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 31,3 Mio. Tonnen).
Zwischen dem 17. Januar und dem 23. Januar exportierte Russland 798.400 Tonnen Getreide (+0,9%). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 619.700 Tonnen (+2,2%). Rückläufig waren die Maisexporte mit 47.800 Tonnen (-24,3%). Die Gersteexporte kamen auf 125.000 Tonnen (+5,8%). Der größte Käufer war in diesem Zeitraum Ägypten mit 231.100 Tonnen. Es folgten die Türkei mit 83.900 Tonnen und Bangladesch mit 59.000 Tonnen.
Dem Zentrum für Agraranalytik zufolge dürften die Exporte von Januar bis Juni steigen. "Die Exportraten von Weizen und Gerste der Hauptkonkurrenten Russlands liegen deutlich über ihrem Exportpotenzial, während die aktuellen Exporte in Russland unter dem Potenzial liegen", heißt es in dem Bericht.

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