Matif: Mais Januar 2020

30.01.2020 US-Export-Sales: Maisexporte größer, als erwartet

30.01.2020 Kann China seine Importzusage gegenüber den USA überhaupt noch einhalten?

Jetzt äußert auch der US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue seine Zweifel, ob China seine Zusage für mehr Agrarimporte aus den USA einhalten kann. Erst vor wenigen Tagen hatte China sich dazu verpflichtet, in den kommenden zwei Jahren deutlich mehr US-Agrarrohstoffe importieren zu wollen.
Inzwischen hat sich insbesondere in China das Corona-Virus rasend schnell ausgebreitet, was bereits die Kurse der CBoT-Sojabohnen-, Mais- und Weizenfutures unter Druck setzte. Die Kurse der Palmöl-Futures an der Bursa Malaysia brachen sogar um 10% ein.
In früheren Jahren stellten die US-Sojabohnenexporte wertmäßig mehr als die Hälfte der Agrarexporte nach China. Nach dem Phase-1-Abkommen vom 15.01.2020 gingen Chinas Orders für US-Sojabohnen sogar zurück.
Brasilien steht außerdem kurz davor, seine größte Sojabohnenernte überhaupt einzufahren.

30.01.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

29.01.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 21.000 Kontrakte CBoT Mais

28.01.2020 US-Export-Meldung: Mexiko kauft 124.355 Tonnen Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 124.355 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

28.01.2020 Ukraine: Getreideexporte um 29% gestiegen

Die ukrainischen Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) stiegen per 27. Januar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 29% auf 35 Mio. Tonnen. Gestiegene Weizen- und Maisexporte sind dem Ministerium für Wirtschaftliche Entwicklung, Handel und Landwirtschaft die Gründe.
Die Weizenexporte stiegen um 4,2 Mio. Tonnen auf 15,6 Mio. Tonnen. Darüber hinaus wurden 3,85 Mio. Tonnen Gerste und 15,1 Mio. Tonnen Mais exportiert.
Im vergangenen Jahr ergab die Ernte das Rekordergebnis von 75 Mio. Tonnen Getreide versus 70 Mio. Tonnen in 2018.

27.01.2020 EU-Weizenexporte 69% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli – Juni) erreichten per 26. Januar ein Volumen von 15,94 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 69% im Vergleich zu den Exporten 2018/19 per 20. Januar 2019.
54% über dem Vorjahresergebnis mit einem Volumen von 4,32 Mio. Tonnen liegen die Gerstenexporte der EU. Die Maisimporte erreichen ein Volumen von 12,59 Mio. Tonnen (-7%).

27.01.2020 US-Export-Meldung: Japan kauft 111.252 Tonnen Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 111.252 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21 an Japan.

27.01.2020 CBoT COT-Report: Institutionelle Anleger erhöhten Weizen-Netto-Long-Bestand
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 21.01.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (29.787 Kontrakte) auf 41.671 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 10.638 Kontrakte auf 67.804 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden drehten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um in 13.735 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 21. Januar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
 
27.01.2020 Corona-Virus lähmt Chinas Wirtschaft - CBoT-Weizenfutures verlieren bis zu 2%

Heute Morgen verlieren die CBoT-Weizenfutures bis zu 2% an Wert und auch die Mais- und Sojabohnenkurse geben spürbar nach. Grund dafür ist die Ausbreitung des Corona-Virus in China und in anderen Teilen der Welt, die mögliche wirtschaftliche Risiken mit sich bringt.
Auch an den Aktienmärkten reagieren die Investoren ängstlich. Der japanische Jen gilt für viele Anleger als sicherer Hafen, ebenso viele Staatsanleihen.
Der Ausbruch der Krankheit wird als sehr ernst eingestuft und zeigt sich sowohl an Aktien- als auch an Rohstoffmärkten, schreibt heute Morgen der Direktor des Anlageberaters IKON in Sydney. Das Virus könnte sich während des chinesischen Neujahrsfestes schnell ausbreiten, da dort viele Menschen unterwegs sind.
Heute Morgen heißt es aus chinesischen Pressemeldungen, dass in der Provinz Hubei, wo die Krankheit ihren Ursprung hatte, bereits 76 Menschen an dem neuen Corona-Virus gestorben seien. In China haben sich mehr als 2.744 Menschen angesteckt. Weltweit sind die Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft.
Das Virus wird das Wirtschaftswachstum in China einschränken. Das Land ist der mit Abstand größte Sojabohnenimporteur der Welt sowie auch der wichtigste Importeur anderer Agrarrohstoffe. Die chinesische Wirtschaft hatte in den letzten beiden Jahren schon extrem unter den Auswirkungen des Handelskriegs zwischen Washington und Peking gelitten.
Nachdem am 15. Januar ein erster Teil eines bilateralen Handelsabkommens unterzeichnet wurde, warten US-Agrarexporteure auf einen signifikanten Auftragseingang aus China.

24.01.2020 Asiatische Futtermittelproduzenten setzen auf ukrainischen Mais
Einige der größten asiatischen Futtermittelproduzenten schwenken mittlerweile auf höherwertigen Mais aus der Ukraine um, anstatt Mais vom traditionellen Hauptlieferanten Vereinigte Staaten zu beziehen. US-Mais litt im vergangenen Jahr unter ungünstigen Wetterbedingungen.
China, Südkorea und Bangladesch haben sich an die Ukraine gewandt, um einen Teil ihrer Nachfrage nach Futtermais für die Ankunft im Februar zu decken, wie aus drei Handelsquellen und Versanddaten hervorgeht.
"Die Ukraine hat reichlich Vorräte, aber die Preise sind gestiegen, da eine starke asiatische Nachfrage besteht", sagte ein in Singapur ansässiger Händler eines internationalen Handelsunternehmens.
Mais aus der Ukraine, einer der wenigen Ursprünge der Welt, die noch über erstklassige Maisreserven verfügt, wird mit 220 USD pro Tonne, einschließlich Kosten und Fracht für die Lieferung im Februar in Südkorea angegeben.
24.01.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 14.000 Kontrakte CBoT Mais

23.01.2020 IGC erhöht Prognose der globalen Maisproduktion 2019/20

Das International Grains Council (IGC) erhöhte seine Prognose der globalen Maisproduktion für die Vermarktungsperiode 2019/20 aufgrund gestiegener Prognosen für China und für die Vereinigten Staaten. Die Prognose stieg um 8 Mio. Tonnen auf 1,111 Mrd. Tonnen und liegt damit weiter unter dem Ergebnis der vorherigen Saison von 1,129 Mrd. Tonnen.
Chinas Maisernte wurde auf 260,8 Mio. Tonnen geschätzt (vorher: 255,4 Mio. Tonnen). Damit würde die chinesische Maisernte 2019/20 das Ergebnis von 2018/19 (257,3 Mio. Tonnen) übertreffen.
Die US-Maisproduktion wurde von 344,7 Mio. Tonnen auf 347,8 Mio. Tonnen nach oben revidiert, es wird jedoch erwartet, dass sie gegenüber der Rekordernte 2016/17 von 384,8 Millionen Tonnen zum dritten Mal in Folge sinken wird.
Die weltweiten Maisvorräte zum Ende der Saison 2019/20 wurden auf 283 Mio. Tonnen prognostiziert und wären nach dem Höchststand von 367 Mio. Tonnen am Ende der Vermarktungsperiode 2016/17 ebenfalls zum dritten Mal in Folge rückläufig.

23.01.2020 US-Export-Meldung
US-Exporteure melden den Verkauf von:
114.224 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Guatemala
29.724 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21 an Guatemala
141.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an einen unbekannten Empfänger
23.01.2020 Hohe Sojabohnenerträge in Mato Grosso

Zu Beginn der Sojabohnenernte in Brasiliens Bundesstaat Mato Grosso freuen sich Farmer über erfreulich hohe Erträge, so das Ergebnis einer Feldrundfahrt organisiert vom Beratungsunternehmen Agroconsult.
Von 10-15% mehr als in der letzten Saison ist die Rede. Das Wetter war während der gesamten Vegetationszeit vorteilhaft. Agroconsult schätzt die Ernte in Mato Grosso von fast 10 Mio. Hektar auf 34 Mio. Tonnen. Sofern sich die ersten Ergebnisse bestätigen, wird die Schätzung noch angehoben.
Die Ernteschätzung für ganz Brasilien lag vor der Feldtour bei 124,3 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden 119 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet.
Bis letzten Donnerstag waren 1,8% der Soja-Anbaufläche in Brasilien abgeerntet. Gegenüber den Vorjahren ist das wenig und so verkleinert sich das Zeitfenster für den optimalen Aussaattermin für die Anschlussfrucht Mais. Die Erntebedingungen sind jetzt aber ideal, sodass Rückstand wieder aufgeholt werden kann.
Viele Farmer haben bereits 80% ihrer anstehenden Ernte verkauft.

23.01.2020 Asiens Futtermittelhersteller klagen über Qualität von US-Mais

Einige Futtermittelproduzenten in Asien haben Probleme mit der Maisqualität aus den USA. Dort war es Frühjahr 2019 bei der Feldbestellung zu nass und auch die Ernte litt unter zu vielen Niederschlägen. Deshalb kaufen sie jetzt mehr Mais in der Ukraine und müssen dafür mehr bezahlen.
Zu den Käuferländern gehören China, Süd-Korea und Bangladesch. Ukraine verfügt noch über große Mengen an Mais aus einer sehr großen Ernte in 2019 aber die Nachfrage aus Asien nimmt jetzt spürbar zu.
Die besten Maisqualitäten der Welt kommen jetzt aus der Ukraine und kosten im Februar frachtfrei Süd-Korea 220 USD/Tonnen c&f. Pro Monat wird ein Aufschlag von bis zu 10 USD/Tonnen verlangt.
Händler in Singapur beschreiben den Maismarkt für Asien als Verkäufer-freundlich.
Die Ukraine exportierte in der Saison 2029/20 bis zum 20. Januar 14,2 Mio. Tonnen Mais; im gleichen Zeitraum der vorherigen Saison waren es 11,2 Mio. Tonnen. Rund 13 Mio. Tonnen sollen in dieser Saison noch ausgeführt werden.

21.01.2020 US-Export-Inspections: Maisverladungen geringer, als erwartet

21.01.2020 Spätere Sojabohnenernte in Brasilien engt Zeitfenster für Maisaussaat ein

Bis jetzt haben die brasilianischen Sojabohnenfarmer erst 1,8% ihre diesjährigen Sojabohnen geerntet. Da sich die Ernte verzögert, verkleinert sich das Fenster, in dem die Aussaat für die zweite Maisernte vorgenommen werden kann.
Im letzten Jahr hatte Brasilien zu diesem Termin bereits 6,1% der Sojabohnenflächen abgeerntet.
Marktbeobachter in Brasilien rechnen bis Ende April mit einer Rekordernte bei den Sojabohnen, das ideale Zeitfenster für die Aussaat von Mais verkleinert sich aber und damit die Ertragsaussichten. Derzeit ist die Nachfrage nach Sojabohnen und Mais am Weltmarkt aber besonders gut.

21.01.2020 Nach Phase-1-Deal bestimmt China in den Agrarfutures das Marktgeschehen

Nach dem spektakulären Kursanstieg vom Freitag sinken die Kurse des CBoT Maisfutures heute Morgen wieder. Chinas höhere Nachfrage bestimmt aktuell das Marktgeschehen.
Es gibt Gerüchte darüber, dass Käufer aus China am Freitag große Mengen US-Getreide gekauft haben. Darauf hatte der Markt seit längerem gewartet.
Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund eines Feiertages geschlossen. In dem ersten Teil eines Handelsabkommens zwischen China und den USA bestätigte China letzte Woche, in den nächsten beiden Jahren US-Agrargüter im Wert von 32 Mrd. USD kaufen zu wollen. Das wären 12,5 Mrd. USD mehr als im Jahr 2017. Die Einkäufe erfolgen aber zu Marktbedingungen, was Marktteilnehmer rätseln lässt, um welche Mengen es sich letztendlich handeln wird.
Aus einem USDA-Report über die Maisausfuhren in der Woche zum 9. Januar wird jetzt bekannt, dass insgesamt 784.700 Tonnen Mais zur Auslieferung in der laufenden Saison kommen sollen. Das sind mehr als vom Markt erwartet worden war.
Die großen professionellen Anleger erhöhten in der Woche zum 14. Januar ihre Long-Positionen im CBoT-Maisfuture.

20.01.2020 EU-Weizenexporte 71% über Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli – Juni) erreichten per 19. Januar ein Volumen von 15,7 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 71% im Vergleich zu den Exporten 2018/19 per 13. Januar 2019. 50% über dem Vorjahresergebnis mit einem Volumen von 4,2 Mio. Tonnen liegen die Gerstenexporte der EU. Die Maisimporte erreichen ein Volumen von 12,2 Mio. Tonnen (-6%). In den vergangenen zwei Wochen veröffentlichte die EU-Kommission aufgrund technischer Probleme keine Import-Export-Daten.

20.01.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 14.01.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (27.687 Kontrakte) auf 29.787 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 2.445 Kontrakte auf 78.442 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 5.131 Kontrakte auf 6.290 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 14. Januar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
20.01.2020 Getreidemail

Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex, technische Käufe sowie die auflebende weltweite Exportnachfrage ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Aufschlägen schließen. In der vergangenen Woche stieg der Frontmonat März 20 um 6 US-Cent bzw. 1,1%. Es war der fünfte Wochenanstieg in den letzten sechs Wochen. Institutionelle Anleger kauften 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund des "Martin Luther King Day" geschlossen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen fester. Der schwächere Wechselkurs des Euro gab dem Markt zudem Unterstützung. Die Winterweizen-Anbaufläche in Frankreich sinkt einer Umfrage des Marktanalyseinstituts Sigma Conseil unter französischen Getreideverarbeitern in diesem Jahr um 10% zum Vorjahr auf 4,47 Mio. Hektar (Vorjahr: 4,97 Mio. Hektar) und liegt damit auf dem niedrigsten Stand seit 19 Jahren. In Frankreich führen logistische Engpässe, die durch Streiks wegen der Rentenreform verursacht wurden, zu einem Anstieg der physischen Prämien. Französische Häfen waren am Freitag in Betrieb, nachdem sie von Dienstag bis Donnerstag praktisch stillstanden. Die Arbeitskämpfe der Schlepperarbeiter verhinderten jedoch, dass beladene Schiffe am Freitag die Häfen verlassen konnten.

20.01.2020 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 38.000 Kontrakte CBoT Mais

17.01.2020 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex und Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Höchstständen belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 710.200 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Marktteilnehmer befürchten in Frankreich weitere Störungen in der Getreidelogistik aufgrund des Streiks wegen der Rentenreform. In der kommenden Woche werden weitere Hafenstreiks erwartet. Strategie Grains hob die Prognose für die Weizenausfuhren der Europäischen Union in dieser Saison deutlich an. Die EU profitiert von der starken Nachfrage in Übersee und von der gesunkenen Verfügbarkeit in einigen anderen Exportregionen. Strategie Grains erwartet nun, dass die EU-Ausfuhren von Weichweizen in der Saison 2019/20 bis zum 30. Juni 30,5 Mio. Tonnen erreichen werden, in der Dezember-Prognose ging das Unternehmen noch von 28,7 Mio. Tonnen aus. Institutionelle Anleger an der Euronext erhöhten den Bestand auf Weizenfutures und Optionen per 10. Januar auf 32.883 Netto-Long-Positionen.

17.01.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 40.000 Kontrakte CBoT Mais

15.01.2020 FranceAgriMer erhöht Weizen-Exportprognose

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU zum fünften Mal in Folge erhöht. Sie stieg von 12,2 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 12,4 Mio. Tonnen. Die zweitgrößte französische Weichweizenernte seit Bestehen, weniger Wettbewerb als gewöhnlich aus Russland und eine ungewöhnliche Anzahl französischer Weizenverkäufe nach China stützten die Exporte in der Saison 2019/20 bisher.
Die revidierte Weizenexportprognose für 2019/20 liegt nun um 28% über der letzten Saison. FranceAgriMer hob die Prognose seit September jeden Monat an von ursprünglich 11 Mio. Tonnen.
Bei den monatlichen Schätzungen zu Angebot und Nachfrage für wichtige Getreidearten hat FranceAgriMer seine Schätzung der Weichweizenbestände zum Ende der Saison am 30. Juni mit 2,4 Mio. Tonnen unverändert gelassen, da die Erwartung an Exporte innerhalb der EU die gestiegenen Prognosen für Lieferungen außerhalb der EU kompensieren.
Um 100.000 Tonnen auf 5,3 Mio. Tonnen senkte FranceAgriMer zudem die Prognose des Weichweizenverbrauchs für den Futtermittelsektor.
Die Prognose des Gerstenbestands senkte FranceAgriMer von 2,15 Mio. Tonnen im Dezember auf 1,8 Mio. Tonnen, was hauptsächlich auf einen Anstieg der prognostizierten Ausfuhren innerhalb der EU auf 3,8 Mio. Tonnen zurückzuführen war (gegenüber 3,6 Mio. Tonnen im Vormonat).
Die geschätzten Maisvorräte blieben unverändert bei 2,1 Mio. Tonnen.

15.01.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT Mais

14.01.2020 Institutionelle Anleger kauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais

13.01.2020 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 137.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Südkorea.

13.01.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 07.01.20 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (27.270 Kontrakte) auf 27.687 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 1.569 Kontrakte auf 80.887 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden drehten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen (-3.159) auf 1.159 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 07. Januar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
13.01.2020 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.500 Kontrakte CBoT Mais

10.01.2020 US-Maisfutures handeln heute Morgen mit Aufschlägen
Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen mit Kursgewinnen, weil Analysten eine geringere US-Maisproduktion erwarten. Ungünstige Wetterbedingungen im Mittleren Western im vergangenen Jahr begrenzten die Erträge. In dieser Woche sanken die Maisfutures jedoch bisher um 0,6%. Heute um 18:00 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den WASDE-Report und die US-Quartalsbestände. Erwartet wird, dass für 2019 kleinere Mais- und Sojabohnenernten sowie eine kleinere Winterweizenaussaat ausgewiesen werden. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT Mais.
10.01.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT Mais

09.01.2020 Chinas E10-Programm liegt vorerst wieder auf Eis

China hat sich von seinen Plänen verabschiedet, noch in diesem Jahr für das ganze Land eine 10%ige Ethanol-Beimischung beim Benzin vorzuschreiben. Das berichten Quellen, die mit dem Thema befasst sind. Grund dafür ist ein drastischer Abbau von Maisvorräten sowie begrenzte Produktionskapazitäten zur Herstellung von Biotreibstoffen.
Dieser Sinneswandel der Regierung in Peking schockt die Betreiber von Ethanolanlagen, die jetzt noch im Bau sind sowie die Exporteure von Biotreibstoffen in den USA und Brasilien. Letztere hatten bereits damit gerechnet, dass die Nachfrage aus China steigt, was ja auch im Phase1-Deal mit den USA vertraglich vereinbart werden soll.
Bereits im Jahr 2017 kündigte Peking an, dass ab dem Jahr 2020 die Beimischung von Ethanol zum Benzin auf 10% verbindlich festgeschrieben wird. Damit wollte man die damals noch massiven staatlichen Maisvorräte abbauen.
In einem Meeting Ende Dezember der Ethanolproduzenten mit Chinas National Development and Reform Commission (NDRC) wurde verkündet, dass man die Pläne nur noch in einer Handvoll Provinzen einhalten werde. Jetzt spricht man nur noch eine einem E10-Ziel. Es ist also inzwischen unwahrscheinlich, dass man ohne eine staatliche Einfuhrkontrolle noch Ethanol einführen wird.
In einer Studie wird angeregt, dass die Ethanolproduktion nur dann noch gesteigert werden soll, wenn die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sichergestellt ist. Vieles deutet daraufhin, dass die staatlichen Getreidereserven in China schrumpfen.
Im Jahr 2016 hatten die USA rund 20% ihrer Ethanolproduktion mit einem Wert von 300 Mio. USD p.a. nach China exportiert. Seither waren die Lieferungen nur noch ein Rinnsal. Mit dem Phase1-Deal, der in der kommenden Woche in Washington unterschrieben werden soll, sollte sich das wieder ändern, so die Hoffnung der US-Exporteure.
In Jahr 2017 forderte China von den USA 30% Importzölle auf Ethanol, in 2018 kamen im Zuge des Handelskonflikts noch einmal 40% hinzu. Was jetzt passiert, ist für die USA definitiv ein Schritt in die falsche Richtung. Aber auch wenn sich das E10-Programm in China verzögert, muss China Maßnahmen ergreifen, um seine Umweltbelastung zu verringern.

09.01.2020 Deeskalation im Mittleren Osten stützen die Kurse von CBoT-Agrarfutures

Seit gestern können sich die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures wieder befestigen, da es Anzeichen dafür gibt, dass Spannungen zwischen den USA und dem Iran im Mittleren Osten deeskalieren. Die hohen Ernteerwartungen in Brasilien verhindern aber stärkere Kursgewinne.
Auch die Kurse von Mais und Weizen am CBoT können sich wieder befestigen.
Die Getreide- und Ölsaatenmärkte konzentrieren sich nun auf den USDA-Report über Angebot Nachfrage in den USA und am Weltmarkt, der am Freitag um 18:00 Uhr unserer Zeit veröffentlich wird. Darin könnte sich die Einschätzung für die US-Maisernte ändern, da die Wetterbedingungen in Nordamerika während der Ernte schlecht waren und einiges nicht geerntet wurde.
Chinas Nachfrage nach Sojabohnen dürfte in 2020 deutlich steigen, da die Auswirkungen des Afrikanischen Schweinefiebers in 2019 ihren Tiefstand hatten. In der kommenden Woche soll zudem ein erster Vertrag zum bilateralen Handelsabkommen zwischen Peking und Washington unterzeichnet werden. Darin verpflichtet China sich, mehr US-Agrarrohstoffe zu kaufen.
In Brasilien wird die nächste Sojabohnenernte einen neuen Rekord bringen, das Südamerikanische Land wird aber wohl einen Teil der zugewonnenen Weltmarktanteile wieder abgeben, wenn China mehr in den USA kaufen muss.

08.01.2020 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 207.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21 an eine nicht genannte Destination.

08.01.2020 Institutonelle Anleger verkauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT Mais

07.01.2020 Phase-One-Deal: Furcht vor Überangebot in China

China muss aktuell einen schwierigen Drahtseilakt überstehen. Einerseits will sich die Regierung in Peking gegenüber den USA zu umfangreichen Agrarimporten verpflichten, andererseits muss man die ländliche Bevölkerung bei Laune halten, die einen Preisverfall für ihre Produkte befürchtet, wenn der Markt mit Importen überflutet wird.
Der Verhandlungsführer der USA für das bilaterale Handelsabkommen mit Peking Robert Lighthizer sagte im Dezember, dass China in den kommenden beiden Jahren zusätzliche Agrarimporte aus den USA im Wert von 32 Mrd. USD vornehmen wird. Das wären rundweg 16 Mrd. USD pro Jahr mehr als im Jahr 2017.
Der stellvertretende Landwirtschaftsminister in China Han, der ebenfalls an den Verhandlungen beteiligt war, bestätigte, dass man mehr US-Weizen, Reis und Mais kaufen werde. Dazu sollen die Importquoten genutzt werden, die einen Einfuhrzoll von 1% haben. Diese Quoten werden aber für alle Lieferländer gelten und nicht nur für die USA.
Im Jahr 2017, also im Jahr vor dem Handelsstreit, bezog China aus den USA diese drei genannten Agrarrohstoffe im Wert von 534 Mio. USD. Am lokalen Markt spekulieren nun die Bauern, dass die Importe so stark steigen müssen, dass der lokale Markt zusammenbrechen würde.

07.01.2020 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 31.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (19.149 Kontrakte) auf 27.270 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Dienstag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 2.121 Kontrakte auf 82.456 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 29.997 Kontrakte auf 3.159 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 31. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
07.01.2020 Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT Mais

06.01.2020 Ukraine: Getreideexporte um 34% gestiegen
Die Getreideexporte der Ukraine erhöhten sich in der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli-Juni) aktuell um 34% auf 31,1 Mio. Tonnen, meldete das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Agrar am vergangenen Freitag. Maßgeblich dazu beigetragen haben die gestiegenen Weizen- und Maisexporte. Die Weizenexporte stiegen demnach um 4,5 Mio. Tonnen auf 14,99 Mio. Tonnen. Außerdem stiegen die Gerstenexporte auf 3,7 Mio. Tonnen und die Maisexporte auf 12 Mio. Tonnen.
2019 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 74 Mio. Tonnen Getreide versus 70 Mio. Tonnen in 2018.
03.01.2020 Brasiliens Rohstoffexporte mit neuen Rekorden

Das Südamerikanische Land konnte im Dezember 2019 seine Exporte von Rohöl, Baumwolle und Schweinefleisch signifikant steigern. Der Rohstoffhunger Chinas und das dortige Defizit von tierischem Eiweiß nach dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers sind Gründe für die Exportrekorde Brasiliens.
Im Dezember führte Brasilien 8,72 Mio. Tonnen Rohöl aus. Das waren mehr als doppelt so viel wie im Dezember vor einem Jahr und es war der größte Monatsabsatz überhaupt. Im gesamten Jahr 2019 exportierte das Land 64,6 Mio. Tonnen Rohöl und damit 9% mehr als in 2018. Die Förderung aus dem Ölfeld unterhalb einer riesigen Salzschicht im Atlantik in mehr als 2000 Metern Wassertiefe nimmt jetzt richtig Fahrt auf.
Während die herkömmliche Ölförderung stabil läuft, sorgt die Förderung des sogenannten Pre-Salt“-Öls jetzt fast in jedem Monat für neue Exportrekorde. Ein Verbandsvertreter meint, dass ein großer Teil der weltweiten Ölnachfrage zukünftig aus Brasilien bedient wird. Am Ende dieses Jahrzehnts werde Brasilien zu den größten fünf Ölfördernationen der Welt gehören.

Schweinfleisch, Baumwolle und Mais
Die brasilianischen Ausfuhren von Schweinefleisch erreichten im Dezember 65.900 Tonnen und stiegen im gesamten Jahr 2019 um 15% im Vergleich zu 2018. Auch die Ausfuhren von Rindfleisch profitierten von der Versorgungskrise in China. Sie stiegen in 2019 um 12% auf 1,52 Mio. Tonnen.
Auch die Baumwollexporte Brasiliens verzeichneten im Dezember und im gesamten Jahr 2019 neue Rekorde. 278.000 Tonnen der Textilfasern verließen das Land im Dezember und 1.55 Mio. Tonnen im gesamten Jahr. In den letzten beiden Jahren stieg die Produktion. Während China Baumwolle aus den USA mit Strafzöllen belegt hatte, profitierte Brasilien davon.
Die Maisexporte Brasiliens erreichten in 2019 mit 44,9 Mio. Tonnen ein Allzeithoch.

03.01.2020 CBoT-Sojabohnenkurse seit 5 Wochen in Folge im Aufwind

Seit fünf aufeinander folgende Wochen steigen die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures, weil man erwartet, dass China bald mehr US-Bohnen kaufen wird. Zur Stunde kommt es zu einigen Gewinnmitnahmen, die die Kurse in den roten Bereich drücken.
Am 15. Januar wollen US-Präsident Donald Trump und der Vizepräsident Chinas in Washington den ersten Teil eines bilateralen Handelsabkommens unterzeichnen, in dem Peking sich verpflichtet, deutlich mehr US-Agrargüter einzukaufen. Mehr Details sind allerdings noch nicht bekannt.
In 2019 legten die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures um 6,8% zu, die Weizenkurse stiegen um 11% und Maiskurse um 3,4%.
Um die Abhängigkeit von US-Agrargütern nicht zu groß werden zu lassen, hat China auch mit anderen Exportüberschussregionen der Welt Vereinbarungen zur Erleichterung der Handelsbeziehungen beschlossen. Seit Jahresbeginn sollen die Grenzformalitäten zu Kasachstan und Russland erleichtert worden sein, davon könnte auch die Ukraine profitieren.

02.01.2020 Institutionelle Anleger kauften heute 11.000 Kontrakte CBoT Mais

02.01.2020 COT-Bericht der US-Agrarfutures per 24.12.19

Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 24.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (24.742 Kontrakte) auf 19.149 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Dienstag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.931 Kontrakte auf 84.906 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 46.119 Kontrakte auf 33.156 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 24. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

02.01.2020 Grafik: Preisentwicklung Euronext Agrar-Futures
Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Preise für Weizen (gelbe Linie), Mais (grüne Linie) und Rapssaat (lilafarbene Linie) im Jahresverlauf entwickelten.
Während die Preise für Weizen (-7,13%) und Mais (-5,6%) sanken, stieg der Preis für Rapssaat um 12,89%.
31.12.2019 Argentinien exportierte in 2019 17% mehr Agrarrohstoffe

Der Verband der Agrarrohstoffexporteure in Argentinien CIARA-CEC teilte gestern mit, dass seine Mitglieder in 2019 für 23,719 Mrd. USD Agrarrohstoffe ausgeführt haben. Das waren 17% mehr als im Jahr zuvor und das obwohl das Südamerikanische Land in einer Wirtschaftskrise steckt.
Zu den Verbandsmitgliedern zählen auch Weltmarktführer wie Cargill und Bunge, die 45% der argentinischen Getreideexporte auf sich vereinen.
In diesem Jahr waren es soviel wie in den letzten 17 Jahren nicht mehr und das obwohl die Preise am Weltmarkt niedrig waren. Argentinien gehört zu den großen Sojabohnen, Sojaschrot- und Maisexporteuren der Welt. Das Land wurde in 2019 von einer steigenden Inflation heimgesucht, was auch den Wechselkurs des Peso schwächte. Damit konnten die Produzenten im November und Dezember ihre Exporte nach einer erfolgreichen Ernte steigern.
Die Exporte im Dezember hatten einen Wert von 2,223 Mrd. USD, der höchste Stand seit 2002. Der Verband verweist darauf, dass es nötig ist, dieses Exporttempo beizubehalten, um die großen Erntemengen abzusetzen. Dafür benötigt man aber stabile Wechselkurse und verlässliche Exportregeln der Regierung.
Im Dezember trat der neue linke Regierungschef Alberto Fernandez sein Amt an und erhöhte sofort die Exportzölle für Sojabohnen, Weizen und Mais. Nun sollen die Farmer mit einer großen Entfernung zum Exporthafen aber Steuernachlässe erhalten.
Getreide ist Argentiniens wichtigstes Exportgut.

30.12.2019 Ukraine exportiert in der Saison 2019/20 32,5% mehr Getreide

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Getreideexporte aus dem Land in der Saison 2019/20 (Juli-Juni) um 32,5% auf 30 Mio. Tonnen steigen werden. Insbesondere die Mais- und Weizenexporte legen deutlich zu.
Die Weizenexporte werden demnach 4,2 Mio. Tonnen umfangreicher sein und 14,6 Mio. Tonnen erreichen. Außerdem werden 3,7 Mio. Tonnen Gerste und 11,4 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Die Ukraine erntete in 2019 74 Mio. Tonnen Getreide. In 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.

23.12.2019 US-Export-Inspections: Maisexporte schwächer, als erwartet

23.12.2019 EU-Kommission erwartet EU Mais-Importe von 10,2 Mio. Tonnen

Die Weichweizenexporte der EU 2019/20 erreichten per 22. Dezember ein Volumen von 13,4 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es per 16. Dezember 8,0 Mio. Tonnen (+67%).
Weitere Schätzungen:
EU-Gerstenexporte 2019/20: 3,75 Mio. Tonnen (+49% zum Vorjahr)
EU-Maisimporte 2019/20: 10,2 Mio. Tonnen (+2% zum Vorjahr)

23.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 17.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (11.603 Kontrakte) auf 24.742 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 19.964 Kontrakte auf 94.837 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 33.353 Kontrakte auf 79.275 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 17. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
23.12.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.000 Kontrakte CBoT Mais

20.12.2019 JCI-Prognose: China wird sein Versprechen einhalten

Chinas Top Agrarmarkt-Beratungsunter JCI teilt heute mit, dass die Regierung in Peking gut daran tut, den USA den Kauf von Agrarrohstoffen im Wert von mindestens 40 Mrd. USD p.a. zu versprechen. Das soll in einem ersten Abkommen für eine Handelsabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten Anfang Januar vertraglich geregelt werden.
Darin heißt es, dass China sich den USA gegenüber verpflichtet, in den kommenden beiden Jahren Agrargüter im Wert von 40 – 50 Mrd. USD p.a. zu kaufen. Damit soll der lang andauernde Handelskonflikt deeskaliert werden.
Viele Marktbeobachter bezweifeln, dass China überhaupt einen derart hohen Importbedarf an Agrargütern hat.
Das in Shanghai ansässige Beratungsunternehmen JCI, das auch die Regierung in Peking berät, ist aber fest davon überzeugt, dass China nicht nur die Möglichkeit hat, so viele Agrargüter zu kaufen, sondern auch die feste Absicht, die Verträge voll umfänglich zu erfüllen.
JCI kalkuliert, dass China für rund 41,3 Mrd. USD US-Agrargüter kaufen wird. Darunter auch 45 Mio. Tonnen Sojabohnen im Wert von 18,7 Mrd. USD. Im letzten Jahr hatten sich die Sojabohnenimporte aus den USA gegenüber dem Jahr 2017 halbiert, weil China die Kaufzurückhaltung als Druckmittel im Handelskonflikt einsetzte.
Die Prognose basiert auf einer vorsichtigen Einschätzung und die Experten unterstellen dabei normale Wetterbedingungen und durchschnittliche Preise, heißt es. Dann könnte China die Importe aus dem Jahr 2016, als eine Rekordmenge von 33,66 Mio. Tonnen Sojabohnen aus den USA eingeführt wurden, sogar noch deutlich übersteigen.
Weitere Produkte wären 1 Mio. Schweinefleisch und Innereien im Wert von 2,1 Mrd. USD, Sorghum, Mais und DDGs, die jeweils 1,8 Mrd. USD kosten würden. Mengen wurden dafür nicht genannt.
Auch US-Weizen im Wert von 1,4 Mrd. USD stehen auf der Liste, des Weiteren Hähnchenkeulen im Wert von 1,1 Mrd. USD und Nüsse im Wert von 2,5 Mrd. Bei den zuletzt genannten Produkten wurden derart große Mengen bisher noch nicht erreicht.

20.12.2019 EU-Kommission erhöht Prognose für Weizenexporte um 2 Mio. Tonnen

Gestern hat die EU-Kommission ihre monatliche Prognose für die Weizenernte im Wirtschaftsjahr 2019/20 von 146,8 auf jetzt 147,2 Mio. Tonnen angehoben.
Das wären dann 14,5% mehr als in der letzten Saison. Damals war die Ernte in der EU durch Hitze und Trockenheit stark dezimiert und es wurden nur 128,5 Mio. Tonnen geerntet.
Nun erwarten die Fachleute in Brüssel, dass die EU in der Vermarktungssaison 2019/20 auch mehr exportiert, nämlich 28 Mio. Tonnen. Im letzten Monat ging man noch von 26 Mio. Tonnen aus.
Die Maisernte in der EU wird jetzt auf 67,8 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 67,1). Es müssen jetzt wohl 19 Mio. Tonnen importiert werden (Vm.:17).

19.12.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der EU Mais-Importe um 2 Mio. Tonnen

Die EU-Kommission erhöhte heute ihre Schätzung der Weizenproduktion 2019/20 in der Union von 146,8 Mio. Tonnen auf 147,2 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (128,5 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 14,5%. Die Schätzung der EU-Weizenexporte 2019/20 erhöhte die Kommission von 26 Mio. Tonnen auf 28 Mio. Tonnen.
Weitere Schätzungen:
EU-Maisproduktion 2019/20: 67,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 67,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisimporte 2019/20: 19 Mio. Tonnen (Vormonat: 17 Mio. Tonnen)

19.12.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

18.12.2019 Gewinnmitnahmen beim CBoT-Weizen nach kräftigem Kursanstieg

Die CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen um 1%, weil Händler Gewinne aus den vorangegangenen Kurssteigerungen mitnehmen. Die Hoffnung von besseren Absatzchancen für US-Weizen besteht aber weiterhin, da die neue Regierung in Argentinien die Exportzölle erhöht hat.
So steigt die Chance für US-Weizen am Weltmarkt. Händler am Weltmarkt suchen bereits nach einer Alternative zu argentinischem Weizen, berichtet ein Makler in Australien.
Weizen und Maisexporte aus Argentinien sollen ab dem 1. Januar mit 15 statt 12% Exportzoll belegt werden. Auch die Sojabohnenausfuhren von dort werden teurer.

17.12.2019 Argentinien: Hohe Exportzölle - Der Schuss geht nach hinten los

Der Anstieg von Exportzöllen auf Agrar-Rohstoffen aus Argentinien könnte dafür sorgen, dass das Südamerikanische Land weniger exportiert. Farmer müssen hohe Produktionskosten mit weniger
Einnahmen decken.
Agrarverbände beklagen, dass mit den höheren Abgaben der für Argentinien bedeutendste Wirtschaftszweig in eine Krise geschoben wird. Der Schuss könnte für die Regierung nach hinten los gehen.
Der große Rohstoffhunger Chinas dürfte zukünftig wieder mehr aus den USA bedient werden.
In Argentinien werden die Farmer zukünftig weniger investieren; insbesondere teuer zu produzierende Feldfrüchte wie Mais würden weniger angebaut. Es kommen bald weniger US-Dollar ins krisengeschüttelte Land und Steuereinnahmen von Farmern dürften versiegen.
Die Landeswährung Peso hat in den letzten vier Jahren 83% an Kaufkraft verloren. Die Inflationsrate stieg auf 50%.

17.12.2019 Getreidemail

Die Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit, die Ankündigung Argentiniens, die Exportzölle zu erhöhen und deutliche Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Mit 506.291 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris fielen die Kursgewinne moderater aus, da sich der Markt weniger auf das Abkommen zwischen den USA und China konzentrierte. Gleichzeitig begrenzte der feste Kurs des Euro zum US-Dollar, der auf ein 4-Monats-Hoch stieg, das Aufwärtspotenzial. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 15. Dezember ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen versus 7,7 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr (plus 66%). In Frankreich blieben die Prämien am Kassamarkt stabil. Händler sind jedoch besorgt über die Auswirkungen des Streiks, der die Getreidelogistik zum Jahresende kräftig stören könnte. Die Frosttoleranz für Wintergetreide in der EU ist in diesem Jahr aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen viel geringer als gewöhnlich, meldet der Monitoringdienst der EU MARS.

16.12.2019 EU-Weichweizenexporte 66% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 15. Dezember ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen versus 7,7 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,7 Mio. Tonnen 50% über Vorjahr. 4% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 9,7 Mio. Tonnen.

16.12.2019 US-Export-Inspections für Weizen und Mais über den Erwartungen

16.12.2019 Klein guter Start: Argentinien erhöht Exportzölle für Soja und andere

Die neue Regierung in Argentinien hat die Exportabgaben für Soja, Weizen und Mais am letzten Wochenende angehoben und verärgerte damit die Farmer des Landes. Der Staat will damit seine Steuereinnahmen erhöhen, um die enorme Zinslast für seinen riesigen Schuldenberg schultern zu können.
Die Mitte-Rechts-Regierung von Alberto Fernandez, die am Donnerstag ihre Amtsgeschäfte aufnahm, erhöhte die Exportzölle für Sojabohnen, Sojaöl und Sojaschrot von 25% auf 30%. Die Abgaben für Mais- und Weizenausfuhren steigen von 7% auf 12% und die für Rindfleisch von 7 auf 9%.
Argentiniens Farmer klagen bereits über hohe Kosten für Betriebsmittel, eine hohe Inflationsrate und einer Trockenheit. Nun schrumpfen ihre Erlöse aus den Exporten auch noch durch den Fiskus. Der Südamerikanische Staat hat mehr als 100 Mrd. Schulden und will seine Lasten nun mit den Geldgebern neu verhandeln.
Argentinien ist am Weltmarkt die Nr. 3 beim Export von Mais und Sojabohnen und die Nr. 1 beim Sojaschrot. Die Bauern hatten schon im Vorfeld mit einer Steuererhöhung gerechnet und sind nun über die Höhe der Anhebung enttäuscht. Im Wahlkampf hatte der neue Regierungschef noch versprochen mit den Bauern zu sprechen bevor Entscheidungen getroffen werden.
Die Farmerlobby ist über die Vorgehensweise entsetzt. Das war kein guter Start für die Regierung, heißt es in einer Verlautbarung.

16.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 10.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (20.567 Kontrakte) auf 11.603 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen immer noch moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 29.664 Kontrakte auf 114.801 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 13.509 Kontrakte auf 112.528 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 10. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
16.12.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago konnten sich am Freitag im Zuge der positiven Vorgaben beim Soja- und Maiskomplex ebenfalls leicht befestigen. Die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA und der schwächere US-Dollar gaben dem Markt Unterstützung. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures nur bedingt den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen unverändert bis leicht fester. Im Handelsverlauf erreichte der Frontmonat März 2020 ein neues 1-Wochen-Hoch. Der deutlich gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete die Kurse. Am Kassamarkt in Frankreich blieben die Prämien für Weizen zur zeitnahen Lieferung trotz der anhaltenden Exportnachfrage stabil. Sorgen bereiten dort nach wie vor der Streik gegen die Rentenreform und die ungünstigen Wetterbedingungen, die die Maisernte und die Wintergetreideaussaat verzögern. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar auf 3,50 Euro über Paris März 20. Die Nachfrage ist hoch, weil Lieferungen zum Beladen von Schiffen abgerufen werden. Zudem schließen viele Händler ihre Bücher und Handelspositionen vor Weihnachten und Neujahr.

16.12.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.000 Kontrakte CBoT Mais

13.12.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 19.000 Kontrakte CBoT Mais

12.12.2019 US-Export-Meldung: Mexiko kauft über 1,6 Mio. Tonnen Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 1.6 Mio. Tonnen Mais an Mexiko. 1,074 Mio. Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 und 525.780 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21.

12.12.2019 US-Export-Sales: Weizen-, Mais- und Sojabohnenexporte höher, als erwartet

12.12.2019 Strategie Grains erwartet in 2020 kleinere EU-Weizenernte

Der französische Agrarmarkt-Analyst Strategie Grains erwartet, dass die Weichweizenernte 2020 in der EU kleiner ausfällt als in diesem Jahr. Ernten von Durum-Weizen und Gerste können dagegen größer ausfallen.
Die Weichweizenernte 2020 wird von den Fachleuten auf 140,5 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 5,3 Mio. Tonnen oder 3,6% weniger als in diesem Jahr. Als Grund wird eine kleinere Anbaufläche angegeben.
Ergiebige Regenfälle in den vergangenen Monaten unterbrachen hauptsächlich in Frankreich und Großbritannien die Feldarbeiten.
Im Gegenteil dazu erwarten die Fachleute in 2020 eine größere Maisernte von 67,1 Mio. Tonnen nach 63,5 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Man geht davon aus, dass sich die Trockenheit und Hitze der letzten beiden Jahre nicht wiederholen.
Die Durum-Ernte 2020 könnte demnach auf 8 Mio. Tonnen steigen (Vj.:7,6), auch die Gerstenernte würde mit 62,2 Mio. Tonne etwas größer ausfallen.
Die gesamte Getreideproduktion in der EU in 2020 würde also, mit 310,1 Mio. Tonnen gegenüber 309,8 Mio. Tonnen in diesem Jahr, geringfügig größer ausfallen.

12.12.2019 Brasiliens JBS will Mais importieren

Der brasilianische Fleischhändler JBS bemüht sich derzeit um den Import von 200.000 Tonnen Mais aus dem Ausland. Am lokalen Markt sind die Preise für das Futtergetreide deutlich gestiegen.
Die Lieferungen werden wohl Anfang 2020 ankommen, wenn die eigene Marktversorgung abnimmt. Woher der Importmais kommen soll, wurde von JBS nicht mitgeteilt. Üblicherweise liefern Firmen aus Argentinien und Paraguay.
Die Maispreise sind im seit September in Brasilien um mehr als 30% gestiegen. Für seine Mastanlagen im Süden des Landes orderte JBS bereits früher in diesem Jahr Mais aus Argentinien.

12.12.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen nach. Die jüngsten Ernteprognosen bestätigen im Großen und Ganzen den Trend einer guten weltweiten Versorgung und einer gesunden Exportnachfrage. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 12,0 auf 12,2 Mio. Tonnen. Die Exporte lägen damit 26% über dem Niveau der Saison 2018/19. Im September lag die initiale Prognose bei 11 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenvorräte zum Ende der Saison sank von 2,5 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger an der Euronext in Paris erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen in der Woche bis zum 6. Dezember von 9.018 auf 12.614 Kontrakte.

12.12.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 16.000 Kontratke CBoT Mais

11.12.2019 Frankreich: FranceAgriMer erhöht Exportprognose für Weizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 12,0 auf 12,2 Mio. Tonnen erhöht. Die Exporte lägen damit 26% über dem Niveau der Saison 2018/19. Im September lag die initiale Prognose bei 11 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weichweizenvorräte zum Ende der Saison sank von 2,5 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen.
FranceAgriMer senkte auch seine Prognose für die französischen Maisbestände zum Ende der Saison von 2,2 Mio. Tonnen im Vormonat auf 2,1 Mio. Tonnen.
Die Schätzung für den französischen Gerstenbestand wurden unverändert bei 2,1 Mio. Tonnen belassen.

11.12.2019 Marktanalysten sind optimistisch für Ernte 2019/20 in Argentinien

In Argentiniens Getreidegürtel ist es derzeit zu trocken; aber auch wenn vorerst kein Regen mehr fällt, können die Mais- und Sojabohnenbestände noch große Ernten hervorbringen. Vieles hängt dort von den Entwicklungen der Temperaturen des Oberflächenwassers im äquatorialen Pazifik ab und diese weisen in diesem Jahr noch keine Besonderheiten auf.
Im Jahr 2018/19 hat Argentinien eine Maisernte von 51 Mio. Tonnen und eine Sojabohnenernte von 55,3 Mio. Tonnen eingefahren. Das war die drittgrößte Ernte in dem Südamerikanischen Land, welches die Nr. 3 unter den größten Exporteuren dieser Feldfrüchte ist. Bei Sojaprodukten ist es sogar Weltmarktführer.
Die Regenfälle in den Monaten Januar bis März sind für die Entwicklung der Mais- und Sojabohnenfeldbestände entscheidend. In den kommenden 10-14 Tagen bleibt es dort aber trocken. Wenn die Oberflächentemperaturen im äquatorialen Pazifik mehr als 0,5°C über Normal steigen, steigt auch die Wahrscheinlichkeit für genügend Regenfälle in Argentinien. Seit 22 Jahren gab es nur ein Jahr, in dem diese Regel nicht eintraf.
Am 5. Dezember berichtete das argentinische Landwirtschaftsministerium für die Saaten, die bereits im Boden sind, beste Startbedingungen. Die Aussaat von Sojabohnen hat sich allerdings um einige Tage verzögert.

11.12.2019 CBoT-Sojabohnenkurse unter Druck, weil die Nachfrage aus Asien sinken dürfte

Nach sechs Handelstagen mit Kurssteigerungen geben die Futures der CBoT-Sojabohnen zur Stunde einen kleinen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Einige Marktteilnehmer bezweifeln, dass China noch sehr viele Sojabohnen importieren muss und sehen, dass in Brasilien eine große Ernte heranwächst.
Wegen der ASF-Krise in China sinkt der Importbedarf in China und anderen Ländern in Südostasien. Das ASF-Problem in China ist wohl viel größer als man ursprünglich dachte; Futtermittelhersteller spüren das erst jetzt, da die Aufträge der Mäster ausbleiben. Sie bestellen weniger Rohstoffkomponenten wie Sojabohnen und Mais.
Getreidehändler fokussieren ihr Interesse nun auf den 15. Dezember und fragen sich ob Donald Trump seine Drohung wahr macht und auf weitere chinesische Importe im Wert von 160 Mrd. USD die Strafzölle anheben will. Das könnte die Spannungen zwischen den beiden Supermächten wieder erhöhen. Der Handelsstreit geht bereits in den 17. Monat.
Im gestrigen USDA Report beließen die Regierungsexperten ihre Prognose für US-Endbestände beim Mais und Sojabohnen gegenüber der vorherigen Schätzung unverändert. Auch die Ernteschätzungen für Brasilien und Argentinien wurden gegenüber ihrer November-Prognose nicht verändert.

10.12.2019 Frankreich: Winterweizen-Anbaufläche sinkt um 4,8%

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat heute die initiale Schätzung für die Winterweizenanbaufläche 2020 veröffentlicht. Sie liegt bei 4,73 Mio. Hektar und ist damit 4,8% geringer, als die Anbaufläche zur Ernte 2019. Die Schätzung der Wintergerste-Anbaufläche liegt bei 1,25 Mio. Hektar (-4,3%).
Heftige Niederschläge hinderten Frankreichs Landwirte an der Aussaat und an der Ernte der Maisflächen. Viele Flächen waren aufgrund der Nässe nicht befahrbar und geplante Flächen konnten nicht bestellt werden.
Die Schätzung der Anbaufläche für Winterraps liegt bei 1,05 Mio. Hektar und wäre damit 4,9% geringer als 2019 und 26,8% geringer, als der 5-Jahres-Durchschnitt.

10.12.2019 US-Crop-Progress-Report: 92% der Maisbestände sind geerntet

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern seinen wöchentlichen Crop-Progress-Report.
Die Maisernte ist demnach weiter stark verzögert. 92% der Bestände sind per 8.12.19 geerntet. In der Vorwoche waren es 89% und vor einem Jahr 100%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt ebenfalls bei 100%.

09.12.2019 EU-Weichweizenexporte 63% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 8. Dezember ein Volumen von 11,95 Mio. Tonnen versus 7,3 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,6 Mio. Tonnen 48% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 9,2 Mio. Tonnen.

09.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 03.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (10.475 Kontrakte) auf 20.567 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 30.935 Kontrakte auf 85.137 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 56.078 Kontrakte auf 99.019 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 03. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.12.2019 Getreidemail

In einer ruhigen Sitzung schlossen die Weizenfutures am Freitag in Chicago auf nahezu unverändertem Niveau. Marktteilnehmer warten auf neue Impulse vom USDA-Report am morgigen Dienstag. Institutionelle Anleger verkauften 1.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit leichten Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen sich dem ruhigen Handel aus Übersee an und beendeten den Tag mit moderaten Aufschlägen. Gemischte Exportnachrichten, die Verzögerung der Winterweizenaussaat in Frankreich sowie die Streiks in Frankreich beeinflußten die Kursentwicklung. Frankreichs Landwirte konnten in der vergangenen Woche nur kleine Fortschritte in der Winterweizen-Aussaat und bei der Maisernte verzeichnen. Per 2. Dezember wurde auf 83% der geplanten Flächen die Winterweizenaussaat abgeschlossen. Analysten gehen davon aus, dass die Verzögerungen zu einem Rückgang der Aussaat von Weizen und Wintergerste führen werden. Russlands Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Weizenernte jetzt auf 75 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 72 Mio. Tonnen. Die gesamte Getreideernte 2019 wird auf 120 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vergleich dazu waren es in 2018 113 Mio. Tonnen. Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg zur Lieferung im Januar wird mit Prämien von 2,25 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten.

06.12.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen um 31%

Die Ukraine konnte ihre Getreideexporte in der Saison 2019/20 (Juli bis Juni) um 31% auf 26 Mio. Tonnen steigern, unterstützt durch höhere Weizen- und Maisexporte, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft heute mit.
Die Weizenexporte stiegen von 9,5 Mio. Tonnen auf 13,7 Mio. Tonnen, teilte das Ministerium mit und fügte hinzu, dass zudem 3,5 Mio.Tonnen Gerste und 8,4 Mio. Tonnen Mais exportiert wurden.

06.12.2019 Peking lenkt Flächennutzung hin zur Sojabohnen und weg vom Mais und Weizen

Im Jahr 2019 ernteten Chinas Bauern 13% mehr Sojabohnen als im Vorjahr, das zeigt die offizielle chinesischen Statistik von heute.
Die Produktion ist demnach auf 18,1 Mio. Tonnen gestiegen. Die Anbaufläche wurde um 11% ausgeweitet nachdem Peking großzügige Subventionen für den Bohnenanbau versprach. Die im Inland angebauten Sojabohnen werden fast ausschließlich für den menschlichen Konsum verwendet. Sojaimporte werden im Gegenteil dazu nur als Futtermittel verbraucht.
Dafür führte China in den 10 Monaten 70,69 Mio. Tonnen Sojabohnen in. Der Großteil davon kommt mittlerweile aus Brasilien, was zu Lasten von US-Exporteure geht.
Die gesamten Lebensmittelernten für den menschlichen Konsum konnte China in 2019 um 0,9% auf 664 Mio. Tonnen steigern.
Neben Sojabohnen förderte China auch den Anbau von Rapssaat, Erdnüssen und Gemüse. Die Anbauflächen für Mais, Weizen und Reis sollen beschränkt werden, da die staatlichen Läger damit gut gefüllt sind. Die Regierung in Peking will diese Feldfrüchte auch von ungeeigneten Anbauflächen im Norden Chinas verbannen, wo mit dem Grundwasser Raubbau betrieben wird.
Die Mais-Anbaufläche Chinas sank im letzten Jahr um 2%, die Erntemenge stieg aber um 1,4% auf 260,77 Mio. Tonnen. Die Weizenernte ist 1,6% größer ausgefallen als im Vorjahr. Dabei ist mehr Qualitätsgetreide geerntet worden.
Die Reisproduktion Chinas sank in 2019 um 1,2% unter anderem deshalb, weil in vielen Regionen nur noch eine Reisernte im Jahr zustande kommt.

06.12.2019 Weizenernte in Argentinien ist fast zur Hälfte eingebracht

Argentiniens Hauptanbauregionen profitieren aktuell von den Niederschlägen der letzten Woche. Das meldete gestern die Buenos Aires Grains Exchange. Außerdem teilen die Experten mit, dass die Weizenernte 2019/20 zu 46 % abgeerntet ist.
Die Farmer dort werden für die nächste Ernte ca. 17,7 Mio. Hektar Ackerland mit Sojabohnen bestellen. 49% der Flächen davon sind bereits eingesät. Die Bodenbedingungen sind im größten Anbaugebiet optimal bis zufrieden stellend.
Die Maisanbaufläche 2019/20 wird von der Börse weiterhin auf 6,3 Mio. Hektar geschätzt. Davon sind 48,7% eingesät.
Unterdessen kommt die Weizenernte zügig voran. Bis gestern waren 46% der Anbauflächen abgeerntet. Die Ernteschätzung ließ die Börse unverändert bei. 18,5 Mio. Tonnen.

06.12.2019 Frankreich: Winterweizenaussaat auf 83% der geplanten Flächen abgeschlossen
Frankreichs Landwirte konnten in der vergangenen Woche kleine Fortschritte in der Winterweizen-Aussaat und der Maisernte verzeichnen. Per 2. Dezember wurde auf 83% der geplanten Flächen die Winterweizenaussaat abgeschlossen. Das lag weit unter dem Stand von 99% vor einem Jahr und zeigt, dass die Aussaat eine Woche hinter dem Durchschnittstempo der letzten fünf Jahre zurückblieb. 
Die Wintergerste-Aussaat wurde per 2. Dezember auf 91% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 89%). Ebenso wie beim Weizen liegt der Fortschritt eine Woche hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt, so FranceAgriMer.
Ebenfalls stark verzögert ist die Maisernte in Frankreich. 94% der Bestände waren per 2. Dezember geerntet (Vorwoche: 92%). Der Fortschritt der Maisernte liegt damit 6 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Niederschläge in Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, lagen im November um 80% über dem saisonalen Normalwert. Es war damit der viertnasseste November in den letzten 60 Jahren, so der Wetterdienst Meteo France.
Nach dem bereits sehr nassen Oktober hinderten die Niederschläge die Landwirte daran, die Felder mit den Erntemaschinen zu befahren. 
Analysten gehen davon aus, dass die Regenverzögerungen zu einem Rückgang der Aussaat von Weizen und Wintergerste führen werden. Für Mais erwarten Händler, dass die Ernte auf einigen Beständen möglicherweise erst im neuen Jahr abgeschlossen werden kann, und einige Gebiete von der Mykotoxin-Pilzkrankheit betroffen sein könnten.
Kaltes und größtenteils trockenes Wetter in dieser Woche brachte leichte Fröste mit sich, was die Befahrbarkeit einiger Flächen zur Folge hatte. Schauer am Wochenende könnten die Befahrbarkeit allerdings wieder erschweren.
Der Zustand des bereits gesäten Weizens und der Gerste ist in der vergangenen Woche erneut zurückgegangen, was darauf schließen lässt, dass auch die jungen Pflanzen durch das feuchte Wetter geschädigt werden.
Bei Weichweizen wurden 73% der Kulturen als "gut bis excellent" eingestuft, gegenüber 75% vor einer Woche und 82% vor einem Jahr.
Wintergerste verlor einen Punkt und hat einen Anteil von 74% "gut bis exzellent".
Der heutige Erntebericht ist der letzte bis Mitte Februar, da FranceAgriMer seine wöchentlichen Aktualisierungen während der Winterruhezeit unterbricht.
05.12.2019 In 2020 3% mehr Agrarerzeugnisse in Brasilien

Die Agrarproduktion in Brasilien wird in Jahr 2020 um 3% zunehmen und damit dreimal schneller als in diesem Jahr. Ursachen dafür sind ein rascher Anstieg der Fleischexporte sowie Rekord-Getreideernten. Das gab gestern der Bauernverband CNA bekannt.
In diesem Jahr erhöhte China seine Lebensmittelimporte aus Brasilien drastisch, da dort das Afrikanische Schweinefieber (ASF) dazu zwingt, mehr proteinreiche Lebensmittel zu importieren.
In Geldwert umgerechnet, wird der Export von Rindfleisch aus Brasilien in 2020 gegenüber diesem Jahr um 22% steigen.
Der Export von Sojabohnen ist traditionell der wertmäßig größte Agrar-Exportartikel Brasiliens und dürfte den Wert von 23,2 Mrd. USD aus diesem Jahr im kommenden Jahr noch übersteigen. Sollten die Wetterphänomene El Nino und La Nina keinen Strich durch die Rechnung machen, werden in dieser Saison wieder große Ernten eingefahren. CNA warnt aber vor steigen Kosten für Betriebsmittel wie Düngemittel, die importiert und mit US-Dollar bezahlt werden müssen. Der Wechselkurs des brasilianischen Reals ist schwach.
Brasilien bemüht sich auch um Exporte von frischen Früchten und Milchprodukten nach China und Ägypten. Die größte Hürde dabei sei der lange Transport aus dem Binnenland zu den Seehäfen. Die Infrastrukturprojekte werden aber unter dem Präsidenten Jair Bolsonaro zügig ausgebaut.
Der Verband richtet aktuell in Shanghai und Singapur Büros ein, die brasilianische Agrarprodukte in Asien bewerben sollen. Ein wichtiges Thema sei, die Konsumenten auf der Welt davon zu überzeugen, dass der Mais- und Sojabohnenanbau sowie die Rindermast nicht zur Abholzung von Urwäldern beiträgt.

05.12.2019 Brasilianischer Verband der Getreidebauern warnt vor zu viel Maisexporten

Aprosoja, der brasilianische Verband der Getreidebauern, warnt davor, zu viel Mais ins Ausland zu verkaufen, da die Fleischvorräte im Land ausgesprochen niedrig sind und im Frühjahr 2020 Engpässe drohen.
Insbesondere für Geflügel- und Schweinfleischerzeuger könnten die Versorgung mit Futtermitteln eng werden. Wenn sie sich nicht rechtzeitig Ware sichern, geht der Mais in den Export. Brasilianische Fleischhändler konnten ihre Exporte nach China und andere Länder in Südostasien sprunghaft steigern, weil dort das Afrikanische Schweinefieber (ASF) die Schweinebestände dahinrafft. Das Futtermittel Mais wird im Land benötigt; darauf müsse man sich jetzt vorbereiten.
Mais und Sojabohnen sind die Hauptbestandteile der Futtermischungen in Mastbetrieben. Die Maisvorräte im brasilianischen Bundesstaat Center South sind aktuell auf einem Drei-Jahres-Tief. Der Großteil der Maisfelder sind jetzt bestellt und die Ernte beginnt im Juni. Die Aussaat der zweiten Maisernte, die 75% der Gesamternte ausmacht, verzögerte sich aber wetterbedingt.
Wenn die Fleischindustrie jetzt nicht aufpasst, gibt es im weiteren Verlauf des Vermarktungsjahres Engpässe bei Futtermitteln und die Chancen, Fleisch zu exportieren können nicht mehr voll umfänglich genutzt werden, weil es vom Weltmarkt eine gute Nachfrage nach Mais besteht, so Aprosoja.

05.12.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Kontrakte CBoT Mais

04.12.2019 Brasilien vor größter Maisernte überhaupt

Brasiliens Bauern werden in der Saison 2019/20 wohl mehr als 18 Mio. Hektar Mais anbauen; ein Anstieg gegenüber der letzten Saison um 3,5% und bisher die größte Maisanbaufläche des Landes überhaupt. Das ist die Erwartung aus einer Expertenbefragung durch den Nachrichtendienst Reuters.
Trotz der Wetterrisiken, die den Aussaattermin der zweiten Ernte verzögern, rechnen die zwölf befragten Fachleute mit einer Gesamternte von 101 Mio. Tonnen in dieser Saison. Sollte sich diese Prognose bestätigen, so wäre die Erntemenge 1% größer als die Schätzung der Regierung und auch die größte Maisernte Brasiliens überhaupt.
Die zweite Maisaussaat erfolgt nach der Sojabohnenernte und wird sich in dieser Saison weit in den März verzögern, weil die Sojabohnen später als üblich geerntet werden. Hohe Maispreise ermutigen die Farmer aber, mehr Mais anzubauen auch wenn die Wetterrisiken bei einem späteren Saattermin steigen. Die zweite Maisernte trägt rund 75 % zur gesamten Maisernte Brasiliens bei.
Sollte es im Februar und März regnen, wie es derzeit erwartet wird, werden die Farmer mehr Mais anbauen, so die Meinung der Analysten. Eine starke Exportnachfrage für brasilianischen Mais, sowie von Fleisch- und Biotreibstoffproduzenten verbessert die Absatzchancen für das Getreide.

03.12.2019 Brasilien: Sind Anfang 2020 Maisimporte notwendig?

Brasiliens Maisvorräte werden zu Beginn des Jahres 2020 knapp sein oder möglicherweise nicht ausreichen, um die lokale Nachfrage zu befriedigen, da die hohen Exportverkäufe im Laufe des Jahres 2019 und die vermehrten Einkäufe von Mais durch lokale Fleischproduzenten die Lagerbestände verringern, so Analysten.
Die Menge an Mais, die im mittleren Süden Brasiliens verfügbar ist, dürfte nach Angaben des Agrar-Beratungsunternehmens Agroconsult auf ein Dreijahrestief fallen.
Der Stock-to-Use-Ratio, ein Indikator, der das Verhältnis der Maisvorräte zum Verbrauch misst, soll bis Mai 2020 auf 23% sinken, den niedrigsten Stand seit 2017.
Die Prognose der Maisexporte Brasiliens liegt für 2019 bei 41 Mio. Tonnen, ein Anstieg um 80% zum Vorjahr. Grund dafür sind die Verzögerungen der US-Maisernte und der schwache Wechselkurs des Real.
Die verspätete Sommerernte und Verzögerungen bei der zweiten Maisernte könnten zudem zu einer geringeren Produktion führen und zur Notwendigkeit, Mais Anfang nächsten Jahres zu importieren, so Analysten.
Die niedrigen Maisbestände in Brasilien spiegeln die verstärkten Käufe lokaler Fleischhändler zur Beschaffung von Viehfutter und zur Steigerung der Fleischexporte nach China wider, dessen Lebensmittelimporte gestiegen sind, nachdem die Afrikanische Schweinepest die Herden dort dezimiert hatte.
Die Nachfrage der lokalen Ethanolproduzenten ist ebenfalls gestiegen, da laut Analysten neue brasilianische Mais-Ethanol-Anlagen ans Netz gehen.
Paulo Molinari, ein Berater von Safras & Mercado, schätzt den Überhang in Brasilien auf bestenfalls 11 Mio. Tonnen.
Mit einem Maisverbrauch von 37 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr ist dies ein sehr enges Szenario, sagte er und fügte hinzu, dass die brasilianische erste Maisernte voraussichtlich 25 Millionen Tonnen betragen wird.
Es wird erwartet, dass brasilianische Landwirte trotz Verzögerungen beim Anbau von Sojabohnen eine weitere große Maisernte einfahren.
Die Landwirte haben bis zum 28. November 87% der brasilianischen Sojabohnenanbaufläche ausgesät, was unter dem Vorjahresniveau von 93% liegt, und nach Angaben des Beratungsunternehmens AgRural dem Fünfjahresdurchschnitt entspricht.
Angesichts der Tatsache, dass der Anbau von Sojabohnen in diesem Jahr sehr spät ist, wird die Aussaat der zweiten Maisernte bis März dauern.
Das ist zwar nicht ganz ungewöhnlich, birgt jedoch Risiken im Zusammenhang mit geringen Niederschlägen, kürzeren Tagen und Frost in Südbrasilien. Die zweite Maisernte macht 75% der brasilianischen Produktion aus.
Trotz aller Risiken wird die gesamte Maisfläche in Brasilien im Zeitraum 2019/20 um 3,9% wachsen, und die Produktion wird in dieser Saison voraussichtlich 102,4 Mio. Tonnen erreichen, wie Agroconsult-Daten belegen.

03.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)

 Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 26.11.19 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (2.049 Kontrakte) auf 10.475 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 7.458 Kontrakte auf 116.072 Netto-Short-Positionen reduziert. Außerden drehten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand (18.452 Kontrakte) bei den Sojabohnen auf 42.941 Netto-Short-Positionen. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 26. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

03.12.2019 US-Crop-Progress-Report

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern seinen wöchentlichen Crop-Progress-Report. Demnach ist die Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten zu 96% abgeschlossen (Vorwoche: 94%; Vorjahr: 97%; 5-Jahres-Durchschnitt: 99%).
Die Maisernte hängt immer noch deutlich hinterher. 89% der Bestände sind geerntet. In der Vorwoche waren es 84% und vor einem Jahr 97%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 98%.

03.12.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 9.000 Kontratke CBoT Mais

02.12.2019 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen enttäuschend schwach

02.12.2019 EU-Weichweizenexporte 58% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 1. Dezember ein Volumen von 11,1 Mio. Tonnen versus 7,0 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,4 Mio. Tonnen 44% über Vorjahr. 12% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,7 Mio. Tonnen.

02.12.2019 Ergiebiger Herbstregen in F und GB senkt Wintergetreideanbau

Ergiebiger Herbstregen in Frankreich und Großbritannien führte dazu, dass dort die Wintergetreidefläche sinkt. Anfängliche optimistischen Ernteschätzungen müssen deshalb schon wieder revidiert werden.
Nachdem im Spätsommer zunächst Trockenheit die Aussaat der Rapssaaten behinderte, gab es seit Oktober überwiegend nasse Wetterbedingungen. In Frankreich und Großbritannien war es zuletzt so nass, dass die Farmer ihre Felder nicht mehr bestellen konnten. Auch Flächen, die eingesät wurden stehen unter Wasser, was sich negativ auf die Ertragserwartungen auswirken dürfte.
In Frankreich fielen im Oktober und November 70% mehr Regen als üblich. Dort waren laut FranceAgriMer bis zum 25. November erst 80% der geplanten Weizenflächen für die Ernte in 2020 bestellt. Die Bewertung der Feldbestände (das Rating) sinkt seit zwei Wochen deutlich.
Die nassen Bedingungen haben auch die Wintergerstenflächen reduziert sowie die Maisernte erneut verzögert. In einigen Regionen verschlechtert sich die Qualität des Ernteguts bereits durch Pilzbefall.
In Großbritannien wurden 9% der für Wintersaaten geplanten Flächen nicht bestellt. Die Anbaufläche sinkt auf ein 7-Jahres-Tief. Bei Gerste sind es sogar 12% weniger. Das könnte sich durch einen Anstieg von 28% bei Sommergerste teils kompensieren.
Hierzulande stellte der Regen im Herbst keine besondere Herausforderung dar. Das Wintergetreide kam rechtzeitig in die Erde und die Maisernte ist bereits abschlossen. Unter den Marktbeteiligten herrscht derzeit eine gute Stimmung. Die Anbauflächen für Weizen und Gerste bleiben in Deutschland stabil.
Ein ähnliches Bild in Polen. Dort ist es aber auf einigen Standorten noch zu trocken. Warme Temperaturen im Oktober und November förderten die Vegetation. Etwas mehr Regen wäre wünschenswert.

02.12.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 20.000 Kontrakte CBoT Mais

29.11.2019 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der EU moderat reduziert von 147 Mio. Tonnen auf 146,8 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte 2020 immer noch um 14% größer, als die von Trockenheit betroffene Ernte des Vorjahres (128,5 Mio. Tonnen). Unverändert zur vorherigen Prognose bei 26 Mio. Tonnen beließ die Kommission die Exportschätzung.
Erhöht wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion von 66,6 Mio. Tonnen auf 67,1 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Mais-Importprognose mit 17 Mio. Tonnen.
Beim Raps wurde die Prognose zum Vormonat reduziert von 16,77 Mio. Tonnen auf 16,65 Mio. Tonnen. Auch die Importprognose für Rapssaat blieb unverändert bei 6,0 Mio. Tonnen.

29.11.2019 Frankreich: Weizenratings erneut rückläufig

Frankreichs Landwirte haben die Winterweizenaussaat zur Ernte im kommenden Jahr per 25. November auf nun 80% der ursprünglich geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 74%). Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Bericht.
Der Aussaatfortschritt ist damit weiterhin deutlich hinter dem Stand, der zur selben Zeit im vergangenen Jahr erreicht wurde, als bereits 99% der Flächen bestellt waren. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich zudem der Zustand der Winterweizenbestände verschlechtert. 75% der Pflanzen befinden sich in Top-Verfassung. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche (78%) um 3%. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 82%.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, hatte bislang einen sehr feuchten Herbst und die Daten von FranceAgriMer deuten darauf hin, dass die Landwirte, die versuchen, die Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte auf feuchten Feldern zu beenden, in der vergangenen Woche nur eine begrenzte Erleichterung verspürten. Die Aussaat von Wintergerste ist zu 89% abgeschlossen (Vorwoche: 86%) und genauso wie Weizen weit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Der Zustand der Wintergerste sank von 79% auf 75% "gut bis exzellent", Vorjahr: 76%. Die Maisernte ist jetzt auf 92% der Flächen abgeschlossen damit 6 Tage hinter dem Durchschnitt der vergangenen 5 Tage. Vor einer Woche waren es 88%. In dieser Woche kehrten Regenschauer in große Teile Frankreichs zurück, was die Feldarbeit möglicherweise weiterhin behindern wird. In der kommenden Woche werden trockenere Bedingungen und leichter Frost erwartet.

29.11.2019 Inlandsverbrauch von Mais steigt in Brasilien in 2020 stark an

Die Inlandsnachfrage nach Mais wird in Brasilien im Jahr 2020 um 6% steigen. Getrieben wird das durch einen höhere Ethanol-Produktion und mehr Nachfrage aus der Fleischindustrie, die das Getreide als Futtermittel nutzt. Das sind die Erwartungen der niederländischen Rabobank.
Dadurch würden sich im kommenden Jahr die Maisexporte aus Brasilien verringern, was für die USA und andere Überschussregionen der Welt von Vorteil wäre.
Alleine die Ethanol-Industrie Brasiliens würde 2,5 Mio. Tonnen mehr Mais kaufen, weil gleich mehrere neue Anlagen in Betrieb genommen werden. Der Inlandsbedarf für Mais in Brasilien würde dann 68 Mio. Tonnen erreichen. Für den Export blieben dann nur noch 30 Mio. Tonnen. In diesem Jahr waren es noch 40 Mio. Tonnen.
Die Maispreise sind aufgrund der positiven Vorhersagen bereits gestiegen, was von den Farmern zu mehr Vorverkäufen genutzt wurde.
Die zweite Maisernte ist für Brasilien die Haupternte und würde auf 13,4 Mio. Hektar steigen. Im 2019 waren es 12,5 Mio. Hektar. Die gesamte Anbaufläche (erste und zweite Ernte) wird um 5% steigen und 18,4 Mio. Hektar erreichen. Die Gesamternte würde dann, wie im Vorjahr, wieder die 100 Mio. Tonnen-Marke übersteigen.

28.11.2019 CBoT-Sojabohnen auf 2-Monats-Tief

Gestern sanken die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures auf ein Zwei-Monats-Tief. Technische Verkäufe und die Erwartung von Regen in den Anbaugebieten Südamerikas waren dafür die Begründung.
Auch die Mais- und Weizenfutures gerieten unter Druck, weil Händler ihre Positionen vor dem heutigen Feiertag Thanksgiving justierten. Die CBoT startet ihren Handel morgen um 15:30 Uhr deutscher Zeit wieder.
Zuletzt gerieten die Kurse der CBoT-Agrarrohstoffe wieder unter Druck, weil es bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China nicht vorangeht. Die US-Agrarexporte leiden darunter besonders.
China ist weltweit und mit großem Abstand der bedeutendste Käufer von Sojabohnen. Bis zum letzten Jahr und noch vor dem Handelsstreit kaufte man US-Sojabohnen im Wert von mehr als 12 Mrd. USD. Seit Beginn des Handelsstreits kauft China nun mehr Sojabohnen in Brasilien.
In der kommenden Woche wird in den brasilianischen Anbauregionen Regen erwartet. Das dürfte die Aussicht auf eine erneut große Ernte verbessern. Kriegen Washington und Peking kein Abkommen hin, so dürfte Brasilien erneut profitieren.

28.11.2019 Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von CBoT Mais, Sojabohnen und Weizen

27.11.2019 Brasilien exportiert in 2019 80% mehr Mais als im Vorjahr – neuer Rekord

Brasiliens Maisexporte in 2019 werden vom Getreideexportverband Anec auf die Rekordmenge von 41 Mio. Tonnen geschätzt. Der Erfolg begründet sich mit einem schwachen Wechselkurs der brasilianischen Währung Real und festeren Börsenkursen an der Chicagoer Derivatebörse CBoT nachdem schlechte Wetterbedingungen in den USA dort die Erntearbeiten erschwerten.
Sollte sich die Prognose des Verbands bestätigen, so wären die Maisausfuhren 80% größer als die 22,8 Mio. Tonnen im Jahr 2018. Der bisherige brasilianische Exportrekord beim Mais war in 2015 mit 30,7 Mio. Tonnen.

27.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 11.000 Kontrakte CBoT Mais

26.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 24. November auf 94% der Flächen abgeschlossen. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 94%. Der 5-Jahres-Durchschnitt bei 97%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt weiter deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 84% der Flächen sind geräumt. Vor einem Jahr waren es bereits 93% und im 5-Jahres-Durchschnitt 96%.

26.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Kontrakte CBoT Mais

25.11.2019 EU-Weichweizenexporte 59% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,1 Mio. Tonnen 41% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,1 Mio. Tonnen.

25.11.2019 Wintergetreideanbau wird in Teilen Europas durch Regen eingeschränkt

Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Das meldet heute der Marktanalyst der Europäischen Union MARS.
Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, wird im Monatsbericht festgestellt.
Der Süden Frankreichs und Norditalien waren in der Zeit vom 1. Oktober bis 20. November am stärksten von den heftigen Niederschlägen betroffen und verschlechtert damit auch die schwierigen Saat- und Erntebedingungen.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, wird deshalb eine kleinere Anbaufläche ausweisen, auch wenn die meisten Wintergetreideflächen bereits bestellt waren. Die Startbedingungen vieler neuen Saaten sind schwierig. Lediglich die früh gesäten Bestände entwickeln sich gut. Auf später angesäten Flächen verzögert sich das Wachstum.
Im August und September klagten die Bauern noch über zu trockene Bedingungen. Die Aussaat von Winterraps wurde in Frankreich, Ungarn und Teilen Deutschlands sogar durch Trockenheit verhindert. Der Oktoberregen hat danach aber die Startbedingungen beim Raps verbessert.
Die häufigen Niederschläge hat auch die Maisernte in Deutschland und in Frankreich verzögert. Außerdem die Kartoffel- und Zuckerrübenernte in Großbritannien, was zu Folge hat, dass einige Kartoffeläcker dort erst im kommenden Frühjahr geerntet werden können.

25.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 19.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (391 Kontrakte) auf 2.049 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 12.609 Kontrakte auf 123.530 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 12.598 Kontrakte auf 18.452 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
25.11.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Befürchtungen über eine reduzierte US-Weizenanbaufläche 2020 aufgrund der stockenden US-Mais- und Sojabohnenernte ließen die Weizennfutures am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Gewinnen. Zudem stützte der gesunkene Wechselkurs des Euro den Markt. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen von FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt. Die Winterweizenaussaat liegt per 18. November mit einem Fortschritt von 74% 5 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Händler glauben, dass der Löwenanteil der von Algerien gekauften 500.000 Tonnen Weizen aus Frankreich stammt. Dort gingen die Prämien am Kassamarkt wieder zurück, nachdem sie aufgrund der Ausschreibung Algeriens kräftig zulegten.

22.11.2019 „Eiweißlücke“ in der EU: Importe sind rentabler

Für den heimischen Agrarsektor ist es rentabler, kostengünstige Proteinträger wie Soja zu importieren und auf den eigenen Flächen profitablere Feldfrüchte wie Weizen, Mais oder Kartoffeln anzubauen. Der niedrige Selbstversorgungsgrad an Eiweißfuttermitteln in Deutschland ergebe sich aus den am Markt bestehenden Preis- und Kostenrelationen von heimischen und importierten Proteinträgern, stellt die Bundesregierung in einer Antwort (19/14521) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13835) zum Import und heimischer Anbau von Eiweißpflanzen fest.
Aus Sicht der Bundesregierung deute ein niedriger Selbstversorgungsgrad nicht pauschal auf ein Risiko hin. Weiter heißt es, dass es zusätzlich mindestens 1,8 Mio. ha Ackerfläche für den Anbau mit Eiweißpflanzen bedürfe, um die derzeitigen Importe von rund 2,33 Mio. t Eiweiß für Futterzwecke zu ersetzen. Der Anbau müsste außerdem auf vorhandenem Ackerland erfolgen und würde andere Kulturen verdrängen.

22.11.2019 Frankreich: Weizenratings stark rückläufig

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt.
78% der Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, das ist ein Rückgang zur Vorwoche (84%) um 6%. Zudem liegt der Wert unter dem des vergangenen Jahres (82%) zum selben Zeitpunkt.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich auf 74% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 71%, vor einem Jahr waren es bereits 97%.
Weiterhin stark verzögert ist auch die Maisernte in Frankreich. 88% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 84%.

22.11.2019 Argentiniens Farmer säen in letzter Minute mehr Sojabohnen

Agrarexperten der argentinischen Regierung und die größte Getreidebörse des Südamerikanischen Landes hoben gestern ihre Schätzungen zur Sojabohnenanbaufläche an, da Farmer sich, wegen politischen Unsicherheit, durch die Ölsaat, die weniger Einsatz von Betriebsmitteln verlangt, gegen den teureren Maisanbau entscheiden.
Am 10. Dezember beginnt die Amtszeit des neuen Präsidenten Alberto Fernandez, der bisher wenig über seine Agrarpolitik durchblicken ließ. Farmer und Exporteure erwarten aber, dass der Mitte-links Politiker die Exportzölle für Sojabohnen und Mais anheben wird.
Die Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft Cristina Fernandez war während ihrer Amtszeit als Präsidentin in den Jahren 2007-2015 mit der Agrarbranche ständig im Streit. Sie erließ strenge Exportrestriktionen für Weizen, Mais und Sojabohnen mit Exportzöllen von bis zu 35%.
Um das Risiko zukünftiger Exportkontrollen zu begrenzen, entscheiden sich viele Farmer in letzter Minute für den Anbau von Sojabohnen und damit gegen den teureren Maisanbau. Bisher wurden in Argentinien für die nächste Ernte 31,3% der geplanten Sojabohnenflächen bestellt. Die Getreidebörse schätzt die Sojabohnenfläche jetzt auf 17,7 Mio. Hektar und damit 100.000 Hektar mehr als zuletzt erwartet. Die Maisanbaufläche wird aber auch wegen widrigen Wetterbedingungen eingeschränkt. Die Wasserreserven in den Provinzen Cordoba und Buenos Aires sind nur mittelmäßig. Die Maisanbaufläche wird um 100.000 Hektar kleiner ausfallen als im Oktober erwartet. Bis gestern waren 45,7% der geplanten Flächen mit Mais bestellt.
Der Landwirtschaftsminister gab in seinem jüngsten Monatsbericht bekannt, dass die Sojabohnenanbaufläche auf 17,2 Mio. Hektar kommt (Vormonat: 17,1).
Die Weizenernte 2019/20 schätzt er auf 19 Mio. Tonnen. Die Ernte dazu ist bereits in Gang und wird noch bis Ende Januar anhalten.

21.11.2019 IGC erwartet globales Mais-Defizit

Das International Grains Council erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar.
Im monatlichen Update schätzt das Unternehmen die weltweite Anbaufläche für Weizen auf 218 Mio. Hektar. Erwartet wird eine Zunahme der Weizen-Anbaufläche in Russland. Dagegen habe das nasse Wetter die Feldarbeiten im Herbst in Teilen der Europäischen Union unterbrochen und die Trockenheit in der Ukraine zu einem erheblichen Rückgang der Weizenanbaufläche geführt habe.
Beim Mais wurde die Prognose um 5 Mio. Tonnen auf 1,103 Mrd. Tonnen erhöht aufgrund der größeren Produktion in den Vereinigten Staaten und Afrika.
Der Forecast-Output für die Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Maisproduzenten, erhöhte das IGC um 3 Mio. Tonnen auf 345 Mio. Tonnen aufgrund guter Erträge.
Damit gäbe es im dritten Jahr in Folge in 2019/20 ein globales Mais-Defizit, das vom IGC auf 39 Mio. Tonnen geschätzt wurde.

21.11.2019 US-Export-Meldung: Unbekannter Käufer kauft 106.000 Tonnen Mais

Private US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 106.000 Tonnen Mais an einen Käufer mit unbekannter Herkunft.

21.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern den dritten Tag in Folge zulegen und waren somit auch das stärkste Glied im Agarkomplex. Technische Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit Exporten in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konsolidierten sich Nahe eines Drei-Wochen-Hochs und schlossen kaum verändert zum Vortag. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Weizenausschreibung Algeriens. In Frankreich half der trockene Start in die Woche, die regenverzögerte Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte voranzutreiben. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November um €0,50 auf €4,00 über Paris Dezember 19. In Polen stiegen die Kassamarktpreise aufgrund der guten Exportnachfrage und der zurückhaltenden Abgabebereitschaft der Landwirte.

21.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 14.500 Kontrakte CBoT Mais

20.11.2019 Indien sucht ukrainischen GMO-freien Mais für den menschlichen Konsum

Der indische Getreidehändler NAFED hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 100.000 Tonnen Mais aus der Ukraine aufgelegt. Die Offerten sollen bis zum 3. Dezember vorliegen und sollen bis zum 24. Dezember gültig bleiben.
NAFED ist eine nationale Agrargenossenschaft in Indien. Das Unternehmen sucht Mais für den menschlichen Konsum, der nicht gen-modifiziert ist.
Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 10. Januar bis 31. Januar 2020 in zwei Teilmengen von jeweils 50.000 Tonnen geliefert werden. Empfangshäfen sind Mangalore und Tuticorin.
Die Offerten sollen c&f free out – Bedingungen erfüllen, was bedeutet, dass auch die Entladung der Schiffe Sache der Verkäufer ist.
Indien hat in diesem Jahr bereits eine Reihe von Maisimporten getätigt aber der Importbedarf war zuletzt ruhiger. Dies ist jetzt die erste Anfrage seit August.

20.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.000 Kontrakte CBoT Mais

19.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 17. November auf 91% der Flächen abgeschlossen. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 91% und vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 91%. Der 5-Jahres-Durchschnitt bei 95%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 76% der Flächen sind geräumt, Analysten erwarteten 77%. Vor einem Jahr waren es bereits 928% und im 5-Jahres-Durchschnitt 92%.

19.11.2019 CBoT-Maiskurse heben sich vom 2-Monats-Tief ab

Die Kurse des CBoT-Maisfutures heben sich heute Morgen von ihrem gestrigen Zwei-Monats-Tief ab. Die US-Ernte geht nur schleppend voran und stützt damit die Preise.
Die US-Maisernte ist jetzt zu 76% eingebracht. Das Fünf-Jahres-Mittel liegt im Vergleich dazu bei 92%.
Allerdings kommen immer mehr Zweifel auf, dass das Handelsabkommen zwischen Peking und Washington bald zustande kommt. Das verhindert einen Preisanstieg bei US-Agrarrohstoffen.
In den Medien in Peking wird berichtet, dass Donald Trump sich damit sehr zurück hält, die Strafzölle für China-Importe zurück zu nehmen. Marktbeobachter sind dieses Auf- und Ab bei den Verhandlungen leid. Die Preise für US-Agrargüter werden wohl erst wieder steigen können wenn tatsächlich ein Abschluss zustande gekommen ist.

19.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT Mais

18.11.2019 EU-Weichweizenexporte 56% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 17. November ein Volumen von 10,3 Mio. Tonnen versus 6,6 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,0 Mio. Tonnen 42% über Vorjahr (2,1 Mio. Tonnen). 14% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 7,7 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 6,7 Mio. Tonnen).

18.11.2019 Unbekannter Käufer kauft 132.000 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 132.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an eine unbekannte Destination.

18.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 12.11.19 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (654 Kontrakte) auf 391 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 6.075 Kontrakte auf 110.921 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 27.379 Kontrakte auf 31.050 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.11.2019 Weniger Winterweizen, mehr Sommergerste wegen Nässe im Westen der EU

Strategie Grains senkte heute seine Prognose für die Wintergetreide-Anbaufläche der Europäischen Union, weil ergiebige Regenfälle die Feldarbeiten in Westeuropa unterbrachen.
In dem Monatsbericht des französischen Marktanalysten geht das Unternehmen davon aus, dass der Weizenanbau in der EU für die Ernte im Jahr 2020 auf einer Fläche von 23,7 Mio. Hektar stattfindet. Das sind 200.000 Hektar weniger als in der Oktoberprognose und auch weniger als die Anbaufläche des Vorjahres als der Weizen auf 23,8 Mio. Hektar angebaut wurde.
Die Reduzierung beim Wintergetreide wird in erster Linie in Großbritannien verursacht und zu einem geringeren Anteil in Frankreich wo die Felder für die Aussaat jetzt zu nass sind. Im Oktober gingen die Experten noch von einer stabilen Anbaufläche für Weizen und einer um 3% kleineren Gerstenanbaufläche aus. Auch die Sommergerstenfläche würde demnach um 4% sinken während die Prognose für den Maisanbau in 2020 um 2% steigt.
Heute wird die Erwartung für den Gerstenanbau aber angehoben, weil Landwirte aktuell nicht alle Flächen mit Winterweizen bestellen können.

18.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 12.500 Kontrakte CBoT Mais

15.11.2019 Ukraine: APK-Inform erhöht Getreide-Export-Prognose 2019

Der Analyst APK-Inform hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2019 um 0,1% auf 71,97 Mio. Tonnen erhöht. Ausschlaggebend waren die Maiserträge, die höher ausfielen, als erwartet. Erhöht wurde auch die Exportprognose für Getreide um 0,3% auf jetzt 50,68 Mio. Tonnen.

15.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 85% komplett
Französische Landwirte haben bis zum 11. November 2019 85% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 6% zur Vorwoche, als 79% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 99%. Frankreichs Maisernte ist damit im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre acht Tage im Verzug. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar 20 Tage Verzug.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 72% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 67% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 92%. Die Entwicklung beim Winterweizen ist im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt 10 Tage verzögert. Außerdem sind 83% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 81%). Im Vergleich zu den vergangenen 5 Jahres ist die Wintergersten-Entwicklung acht Tage verzögert. 85% der Wintergerstenbestände sind in Top-Verfassung (Vorjahr: 77%).
Das nasse Wetter hat Sorgen geweckt, dass die Landwirte möglicherweise Schwierigkeiten bekommen, die Wintergetreide-Aussaat abzuschließen, insbesondere in Großbritannien.
Laut Meteo France lag der landesweite Niederschlag in Frankreich im Oktober um 40% über dem Durchschnitt. Im November gab es neben Stürmen auch häufiger Schauer und jetzt auch Schnee in den südlichen Regionen.
Die Niederschläge könnten jedoch den Böden zugutekommen, die unter Dürre und Hitze im Sommer litten. Laut Meteo France hat der starke Regen im vergangenen Monat die Bodenfeuchtigkeit wieder normalisiert.
Der Niederschlag hatte auch dazu beigetragen, dass sich die Grundwasserreserven im letzten Monat stabilisierten oder erhöhten, nachdem sie in den meisten Regionen dieses Jahr auf ein niedriges Niveau gefallen waren.
14.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Kontrakte CBoT Mais

13.11.2019 FranceAgriMer erhöht Weizen-Export-Prognose für Frankreich

FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenexporte zum zweiten Mal in Folge erhöht. Das Unternehmen rechnet damit, dass Frankreich aufgrund der großen Ernte Marktanteile in Übersee gewinnen wird.
In der monatlich veröffentlichten Angebots- und Nachfrageschätzung für die wichtigsten Getreidearten hat FranceAgriMer den Ausblick für die Weizenexporte außerhalb der EU von 11,7 Mio. Tonnen auf 12 Mio. Tonnen angehoben (+24% zum Vorjahr). Im September lag die die Prognose noch bei 11 Mio. Tonnen. Wettbewerbsfähige französische Preise gepaart mit ungewöhnlich hohen Preisen in Russland haben die Exportstimmung in Frankreich aufgehellt und zuletzt zu mehreren Verkäufen an Ägypten geführt.
Einige Händler warnen jedoch dafor, dass Frankreich im Rest der Saison mit Gegenwind konfrontiert sein könnte, wenn die russischen Exporte an Fahrt gewinnen und Argentiniens bevorstehende Ernte wettbewerbsfähig ist.
Die erhöhte Exportprognose hätte Saison-Endbestände von nur noch 2,54 Mio. Tonnen Weizen zur Folge gegenüber 2,9 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden. Im vergangenen Jahr lag der Endbestand bei 2,49 Mio. Tonnen, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt jedoch bei 2,8 Mio. Tonnen.
Mit 35,5 Mio. Tonnen Weizen wäre die Weizenernte in Frankreich die zweitgrößte Ernte aller Zeiten.
Die Mais-Endbestände 2019/20 erreichen nach aktuellen Schätzungen ein Volumen von 2,1 Mio. Tonnen (Vormonats-Prosnose: 2,2 Mio. Tonnen). Unverändert mit 2,1 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Gersten-Endbestände

13.11.2019 US-Maisernte weiter stark verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 10. November auf 85% der Flächen abgeschlossen. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 87%. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt bei 87% und im 5-Jahres-Durchschnitt bei 92%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 66% der Flächen sind geräumt, Analysten erwarteten 68%. Vor einem Jahr waren es bereits 83% und im 5-Jahres-Durchschnitt 85%.

13.11.2019 US-Sojabohnenernte kommt nur schleppend voran

Die Sojabohnenkurse in Chicago notieren zur Stunde im positiven Bereich, da die Ernte in den USA nur schleppend vorankommt. Befürchtungen, dass die US-chinesischen Handelsgespräche nicht vorankommen, belasten den Markt erneut.
Verzögerungen sind bei der US-Sojabohnenernte ernster als beim Mais. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA teilte am Montag mit, dass erst 85% der US-Sojabohnen geerntet sind. Analysten waren davon ausgegangen, dass es 92% sind.

13.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 16.000 Kontrakte CBoT Mais

12.11.2019 Frankreich senkt Ernteschätzung für Weizen

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der französischen Weichweizenernte 2019 von 39,7 Mio. Tonnen (Oktober-Schätzung) auf 39,5 Mio. Tonnen gesenkt. Damit läge das Ergebnis 2019 immer noch 16,0% über dem Vorjahresergebnis und 11,8% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Körnermaisernte könnte mit 12,6 Mio. Tonnen um 100.000 Tonnen höher ausfallen es noch im Oktober erwartet wurde. Auf 37,2 Mio. Tonnen schätzt das Landwirtschaftsministerium aktuell die Schätzung der Zuckerrübenernte (Vormonat: 36,9 Mio. Tonnen).

12.11.2019 Ukraine: Getreideernte 2019 könnte Rekordniveau erreichen

Die ukrainische Getreideernte 2019 wird nach Schätzungen des Ministers für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft ein Rekordvolumen von 74 Mio. Tonnen erreichen (2018: 70 Mio. Tonnen). Demnach wird die Weizenernte auf 28,1 Mio. Tonnen ansteigen, während die Maisernte auf dem Vorjahresniveau stabil bleibt. Die Gerstenernte könne 8,9 Mio. Tonnen einbringen. Weitere Schätzungen:
Sommenblumenernte: 14,2 Mio. Tonnen
Zuckerrübenernte: 9,8 Mio. Tonnen
Sojabohnenernte: 3,6 Mio. Tonnen
Rapsaaternte: 3,2 Mio. Tonnen
Per 11. November wurde Getreide auf 95% der Aussaatfläche geerntet mit einem Ergebnis von 70,2 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 70,1 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Weizen: Ernteschätzung in Frankreich leicht nach unten korrigiert

Das französische Landwirtschaftsministerium senkte heute seine Ernteprognose für den 2019er Weizen von 39,7 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen.
Das sind aber immer noch 16% mehr als im Jahr 2018 geerntet wurden und 11,8% der Durchschnittsernten der vergangenen fünf Jahre.
Die noch andauernde Maisernte in Frankreich wird heute auf 12,6 Mio. geschätzt nach 12,5 Mio. Tonnen im letzten Monat.
Die Zuckerrübenernte soll 37,2 Mio. Tonnen betragen. Die Vormonatsschätzung lag noch bei 36,9 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit weiteren Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls auf allen Terminen nach. Der Preis für russischen Exportweizen sank in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt. Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% sank Ende der Woche um $1 auf $206/Tonne FOB, meldete das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar erholte sich gestern und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Weltmarkt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern stabil bei €2,00 über Paris Dezember 19.

12.11.2019 Steht der CBoT-Maisfuture vor einer Trendumkehr?

Heute Morgen erholen sich die CBoT-Maiskurse ein wenig von ihrem 1 ½ - Monatstief, das sie gestern getriggert haben. Ob es schon eine Trendumkehr gibt, ist ungewiss denn die Maisexporte aus den USA sind schwach.
Das zeigte auch der letzte USDA-Report vom Freitag, der eher unspektakulär daherkam. Marktteilnehmer fokussieren sich deshalb auf die Exportzahlen. Am Kassamarkt wird der Preisdruck wohl noch solange anhalten, bis die Exporte wieder besser laufen.
Die US-Behörde hatte am Freitag ihre Ernteschätzung für Mais gesenkt und dem zufolge dann auch niedrigere Endbestände prognostiziert.

12.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 14.500 Kontrakte CBoT Mais

11.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 05.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (5.042 Kontrakte) auf 654 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 19.509 Kontrakte auf 104.846 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 13.896 Kontrakte auf 58.429 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.11.2019 Weizen- und Maisexporte aus der Ukraine verlangsamen sich

In der Woche vom 2.-8.11. exportierte die Ukraine 1,039 Mio. Tonnen Getreide über seine Seehäfen. In der Woche davor waren es noch 1,468 Mio. Tonnen.
Sowohl der Weizen- als auch der Maisexport verlangsamt sich nun.
Die Weizenexporte sanken von 639.000 Tonnen auf 480.000 Tonnen und die Maisausfuhren von 746.000 Tonnen auf 552.000 Tonnen.
Die größten Mengen kauften Importeure in Spanien, China und der Türkei.
In dieser Vermarktungssaison seit dem 1. Juli exportierte die Ukraine bisher 20,8 Mio. Tonnen Getreide. Zu diesem Zeitpunkt waren es im Vorjahr erst 12,5 Mio. Tonnen.

11.11.2019 Argentiniens Farmer beschleunigen Vorverkäufe

Die Vorverkäufe durch argentinische Farmer von Mais und Sojabohnenhaben sich nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den Südamerikanischen Land beschleunigt und übersteigen mittlerweile den Stand von vor einem Jahr deutlich. Der frisch gewählte neue Präsident Alberto Fernandez wird am 10. Dezember sein neues Amt einnehmen.
Fast die Hälfte der geplanten Mais- und Sojabohnenfelder waren bis zum Wochenende gesät. Von der erwarteten Ernte haben die Farmer bisher schon 12,4 Mio. Tonnen Mais und 7,2 Mio. Tonnen Sojabohnen verkauft. Zu diesem Termin im Vorjahr waren es 4,6 und 2,9 Mio. Tonnen.
Der Peronist Fernandez siegte in der Oktober-Wahl um das Amt des Staatoberhaupts gegen den wirtschaftsfreundlichen Mauricio Macri. Die Linken in Argentinien hatten bisher stets in die Wirtschaft eingegriffen und auch die Agrarexporte stark reguliert. Die Ausfuhrzölle könnten jetzt wieder erhöht werden.
Exportzölle werden von den Exporteuren abgeführt, die dann auf Kosten der Erzeugerpreise bei der Rohwarenbeschaffung umgelegt werden. Derzeit werden auf Sojabohnenexporte 25% und auf Maisausfuhren 6,7% Zölle erhoben. Als die Peronisten vor Macri an der Macht waren, betrugen die Exportzölle für Sojabohnen 35% und für Mais 20%.
Exporteure drängen die Bauern dazu, jetzt mehr aus der kommenden Ernte zu verkaufen, da man damit rechnet, dass die Zölle angehoben werden. Damit rechnen auch die Farmer und bieten deshalb mehr von ihrem Getreide an.
Das Bruttosozialprodukt Argentiniens sinkt aufgrund einer galoppierenden Inflation von 53% in diesem Jahr. Die Stimmung unter den Farmern ist ausgesprochen schlecht, da man nicht weiß wie es mit der neunen Regierung weiter gehen wird.
Die Rosario Grains Exchange in Buenos Aires rechnet damit, dass die nächste Ernte 51 Mio. Tonnen Sojabohnen und 47,5 Mio. Tonnen Mais einbringen wird.

11.11.2019 CBoT-Maisfutures geben Gewinne vom Freitag wieder ab

Die CBoT-Corn-Futures geben heute Morgen ihren Vortagesgewinn wieder ab. Ein fester US-Dollar und die schwache Nachfrage nach US-Mais drücken die Preise. Die Verluste dürften sich aber in Grenzen halten, da die US-Maisproduktion in diesem Jahr kleiner ausfällt als erwartet.
Außerdem stellt die vorläufige Vereinbarung im US-chinesischen Handelsabkommen noch ein Risiko für die Maispreise dar. Am Freitag hat der US-Präsident Donald Trump klar gemacht, dass er bisher noch keine Zustimmung für die Senkung von US-Importzöllen auf chinesische Einfuhren erteilt hat.
Ebenfalls am Freitag hatte der USDA-Bericht den CBoT-Maiskursen noch einen Pusch gegeben, nachdem bekannt wurde, dass die US-Maisernte kleiner ausfallen soll als bisher erwartet. Die Erträge pro acre wurden niedriger eingeschätzt. Das hat zur Folge, dass der prognostizierte US-Endbestand mit 1,91 Mrd. Bushel zwar kleiner ausfällt, aber die US-Exporte wurden ebenfalls um 50 Mio. Buschel gesenkt.
Währenddessen können die argentinischen Farmer mehr Mais am Weltmarkt in Vorverträgen absetzen. Das Angebot von dort steigt, weil der zukünftige Präsident Alberto Fernandez, der das Amt des Regierungspräsidenten am 10. Dezember übernimmt, sie Exportzölle anheben will.

11.11.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.500 Kontrakte CBoT Mais

08.11.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 270.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an einen unbekannten Empfänger und 217.040 Tonnen US-Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20, ebenfalls an "Unbekannt".

08.11.2019 Heftige Niederschläge verzögern in Teilen der EU die Wintergetreideaussaat

Starke Regenfälle haben die Getreidesaat in Teilen der Europäischen Union verzögert. Besonders gravierend ist die Situation in Großbritannien, wo sie zu einer deutlichen Verlagerung auf Frühjahrskulturen führen könnten.
Der Regen führt auch zu Unterbrechungen bei der Mais- und Zuckerrübenernte und stellt ebenfalls eine Herausforderung bei der Wintergetreideaussaat dar.
Insgesamt wird geschätzt, dass die Winterweizenaussaat in Großbritannien nur zu 40-50% abgeschlossen ist. Es sei zwar noch etwas Zeit, aber die Wettervorhersage ist alles andere als ideal, so Ben Bodart, Director bei CRM AgriCommodities.
Großbritannien hatte zum letzten Mal erhebliche Probleme bei der Winterweizenaussaat in der Saison 2013/14, als die Anbaufläche um fast 19% abnahm.
Einige Landwirte erwägen bereits, ihre Ernte 2019 zu einzulagern, um sie in der nächsten Saison zu verkaufen, so Bodart.
In Frankreich ist Wintergerste am stärksten vom Flächenverlust bedroht. Die größte Bedrohung durch Regen bestand jedoch für die laufende Maisernte.
Der Regen hat die Aussaat von Wintergerste in Frankreich und Großbritannien erheblich behindert, und es werden nicht alle geplanten Flächen bestellt werden können, so Benoit Fayaud von Strategie Grains.
Auch bei der Weichweizenaussaat kommt es zu Verzögerungen, es gibt aber ein längeres Zeitfenster als für Wintergerste.
Die französischen Landwirte hatten am 4. November 67% der erwarteten Weichweizenfläche ausgesät, wobei die Aussaat nach Angaben von FranceAgriMer nun acht Tage hinter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag.
Die Aussaat von Wintergerste war zu 81% abgeschlossen und lag ebenfalls acht Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Auch die Aussaat von deutschem Wintergetreide hat sich verzögert.
Betroffen ist die Aussaat auf den abgeernteten Mais- und Zuckerrübenschlägen, die sich verzögert. Derzeit gibt es kein sehr ernstes Problem, aber es erschwert Schätzungen der Winterweizenanbaufläche für die Ernte im kommenden Sommer, da nicht klar ist, ob alle Flächen mit Wintergetreide bestellt werden können oder ob umgeschwenkt werden muss auf Sommerkulturen.
Polen hatte auch einen regnerischen Herbst, jedoch mit genügend Sonnentagen. Die ermöglichten es den Bauern, das Wintergetreide auszusäen, so Wojtek Sabaranski von Sparks Polska.

08.11.2019 Ukraine: Analyst ProAgro senkt Ernteprognose für Mais

Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen ProAgro hat seine Prognose der ukrainischen Maisernte reduziert von 37,37 Mio. Tonnen auf 35,68 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Maisexporte 2019/20 liegt bei 30,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 31,3 Mio. Tonnen). 2018 erntete die Ukraine laut ProAgro 36 Mio. Tonnen Mais.

08.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 79% komplett

Französische Landwirte haben bis zum 4. November 2019 79% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 14% zur Vorwoche, als gerade einmal 65% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 98%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 67% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 54% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 85%. Außerdem sind 81% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 71%; Vorjahr: 90%).

 

08.11.2019 USDA berichtet von enttäuschenden US-Maisausfuhren

Die Kurse der CBoT-Maisfutures sind auf bestem Weg ihren größten Wochenverlust seit zwei Monaten einzufahren. Eine schwache Nachfrage nach US-Mais belastet den Markt.
Die Exporte von US-Mais und auch US-Weizen waren gestern in dem wöchentlichen USDA-Bericht niedriger als vom Markt erwartet worden war. Unter normalen Umständen müssten in dieser Saison bis jetzt vier Mio. Tonnen mehr Mais ausgeführt sein, rechnet der Direktor der Agrarstragegie-Abteilung der Commenwealth Bank of Australia Tobin Gorey vor.

07.11.2019 CBoT Maisfutures seit 6 Sitzungen ohne Kursgewinne
Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen kaum verändert zum Vortag. In der sechsten Sitzung in Folge können Sie nun schon keine Kursgewinne mehr realisieren. Die Stimmung am Markt wurde als schlecht bezeichnet, nachdem ein hochrangiger Beamter der Trump-Administration Reuters am Mittwoch mitteilte, dass ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Unterzeichnung eines lang erwarteten Interimshandelsabkommens wohl auf den Dezember verschoben wird. Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.500 Kontrakte CBoT Mais. Heute Nachmittag werden die wöchentlichen US-Export-Sales veröffentlicht. Analysten erwarten Maisexporte in einer Spanne von 300.000 – 650.000 Tonnen.
06.11.2019 Kursgewinne beim CBoT Mais
Die Mais-Futures in Chicago handeln heute Morgen erstmals nach fünf Sitzungen wieder mit Kursaufschlägen aufgrund technischer Käufe. Begrenzt wird das Aufwärtspotenzial durch das trockene Wetter, das für die kommenden Tage erwartet wird und die Erntearbeiten im Mittleren Westen ankurbeln dürfte. Kommende Woche werden zwar einige Niederschläge erwartet, die jedoch nicht zu wesentlichen Verzögerungen führen werden. Das USDA teilte zuletzt mit, dass 52% der US-Maisbestände geerntet sind, Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 54%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Kontrakte CBoT Mais.

06.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Kontrakte CBoT Mais

05.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich hinter 5-Jahres-Durchschnitt

Die Maisernte in den Vereinigten Staaten ist zu 52 abgeschlossen, meldet das US-Landwirtschaftsministerium. Der Erntefortschritt liegt damit weit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 75%. Analysten erwarteten einen Fortschritt von 54%. Der Zustand der Maisbestände ist unterdessen unverändert. 58% der Bestände sind in Top-Verfassung.

05.11.2019 Maisfutures in Chicago erholen sich heute Morgen
Die Maisfutures an der CBoT erholen sich heute Morgen von ihrem Wochentief aufgrund der langsam voranschreitenden US-Maisernte. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete gestern, dass 52% der US-Maisbestände geerntet sind. Analysten erwarteten mit einem Erntefortschritt von 54%. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 275.575 Tonnen Mais hinter den Markterwartungen von 400.000 – 650.000 Tonnen. Sie sind im Vergleich zur Vorwoche um 62% gesunken. Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais.
05.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais

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