Matif: Milling Wheat Nr. 2 Dezember 2019

30.12.2019 Russland: Weizen-Exportpreise steigen zum siebten Mal in Folge
Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche zum siebten Mal in Folge aufgrund der gestiegenen Börsenkurse in Chicago und Paris, des festeren Rubels und Bedenken über die Schwarzmeer-Weizenbestände zur Ernte 2020.
Russischer Exportweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Verladung im Januar stieg Ende letzter Woche um $2 auf $218/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Der Exportpreis für Gerste sank demnach um $1,50 auf $185/Tonne.
Ikar, ein weiteres bedeutendes russisches Agrarberatungsunternehmen meldet einen stabilen Preis zur Vorwoche von ebenfalls $218/Tonne. Russland ist der weltweit größte Weizenexporteur.
Nach dem trockenen Dezember bleiben die Bodenfeuchtigkeitsreserven für die Aussaat von russischem Wintergetreide niedrig, und Regen wird dringend benötigt, sobald der Winter vorbei ist, sagte SovEcon.
Zwischen 5 – 9 Grad Celsius liegen die Temperaturen in den russischen Anbaugebieten und sind damit deutlich wärmer als normal, so SovEcon. Dieser Faktor erhöht die Gefahr von Frostschäden, wenn in den kommenden Wochen kalte Temperaturen eintreffen. In den nächsten zwei Wochen werden allerdings Temperaturen von 2 – 5 Grad Celsius erwartet.
In Russland ist das Wetter trockner, als gewöhnlich, während Niederschläge in der vergangenen Woche in der Ukraine halfen, die Situation zu verbessern.
Russland erntete 2019 etwas weniger Weizen als erwartet, zeigten vorläufige Daten aus der letzten Woche. Der russische Rubel stieg gegenüber dem US-Dollar auf das höchste Niveau seit Mai 2018.
Russland exportierte seit Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli bis zum 26. Dezember 23 Millionen Tonnen Getreide, darunter 20 Millionen Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte gingen gegenüber dem Vorjahr um 18% zurück.
Die Inlandspreise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands blieben Ende letzter Woche bei 11.650 Rubel pro Tonne auf Basis ex Works, so SovEcon.
Russlands Neujahrsferien sind vom 1. - 8. Januar. Die nächste Exportpreis-Meldung wird am 13. Januar erwartet.
30.12.2019 Ägypten: Weizenreserven reichen für fünf Monate

Die staatlichen strategischen Weizenreserven Ägyptens haben nach Meldungen des Handelsministeriums eine Reichweite von fünf Monaten. Die Zuckerreserven haben demnach eine Reichweite von sechs Monaten und die Reisreserven eine Reichweite von drei Monaten.

30.12.2019 Ukraine exportiert in der Saison 2019/20 32,5% mehr Getreide

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Getreideexporte aus dem Land in der Saison 2019/20 (Juli-Juni) um 32,5% auf 30 Mio. Tonnen steigen werden. Insbesondere die Mais- und Weizenexporte legen deutlich zu.
Die Weizenexporte werden demnach 4,2 Mio. Tonnen umfangreicher sein und 14,6 Mio. Tonnen erreichen. Außerdem werden 3,7 Mio. Tonnen Gerste und 11,4 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Die Ukraine erntete in 2019 74 Mio. Tonnen Getreide. In 2018 waren es 70 Mio. Tonnen.

30.12.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago erreichten am Freitag ihr höchstes Preisniveau seit Sommer 2018 aufgrund der Hoffnung, dass die Vereinigten Staaten nach der Einigung und der Unterzeichnung des "Phase-One-Deals" mit China ihre Weizenexporte steigern werden. Unvorteilhafte Wetterbedingungen in Russland, der Ukraine und Australien sorgten zudem für Kursauftrieb. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 714.900 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 900.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 8.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures auf allen Terminen den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und erreichten den höchsten Kurs seit sechs Monaten. Der deutliche Kursanstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar verhinderte jedoch höhere Aufschläge. In Westeuropa erwarten Analysten einen starken Flächenrückgang bei den Top-Produzenten Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Das Statistikamt der Ukraine erwartet einen Rückgang der Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2020 um 0,6%, der Analyst APK-Inform prognostizierte hingegen einen Rückgang um 10%.

30.12.2019 China kauft EU-Weizen – Kurse weiter im Aufwind

Die CBoT-Kurse der Weizen- und Sojabohnenfutures steigen heute Morgen weiter an. US-Marktteilnehmer erwarten, dass China bald den Bezug von US-Agrargütern steigert, wenn erst der „Phase-One“-Deal unterzeichnet ist.
Die Weizenkurse werden zudem von einer guten Nachfrage am Weltmarkt gestützt. Der Iran kaufte 1 Mio. Tonnen Weizen, hauptsächlich aus Russland, während Marokko seine Importe steigern muss und dafür die Importzölle senken will. China kaufte aus der EU bis zu 1 Mio. Tonnen. Das meiste davon kommt aus Frankreich.
China ist zwar weltweit der größte Weizenproduzent, muss aber dennoch mehrere Millionen Tonnen importieren, um den nationalen Bedarf zu erfüllen. Dass die EU nach China Weizen liefert ist aber eher selten, da die Frachtkosten so hoch sind. In diesem Jahr waren aber die Spannungen zu den USA, Australien und Kanada so drückend, dass man sich für Weizen aus der EU entschied.

30.12.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 8.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen

27.12.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT Weizen

27.12.2019 Getreidemail

Technische Käufe, der steigende Weizenbedarf am Weltmarkt und Positionierungen zum Jahresende ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentichen US-Export-Sales. Marktanalysten erwarten Exporte in einer Spanne von 200.000 - 900.0000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse erneut fester.
An der Euronext in Paris wurde zuletzt am Heiligabend gehandelt. Die Weizenfutures konnten sich dabei auf den vorderen Fälligkeiten minimal befestigen. Das Handelsvolumen war erwartungsgemäß sehr gering. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovECon senkte seine Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 um 200.000 Tonnen auf 33,1 Mio. Tonnen. Marokko wird vom 2. Januar bis zum 30. April den Zoll für Weichweizen aussetzen, um eine regelmäßige Versorgung und stabile Preise auf dem Inlandsmarkt zu gewährleisten.

25.12.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 1.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen

23.12.2019 EU-Kommission erwartet EU Mais-Importe von 10,2 Mio. Tonnen

Die Weichweizenexporte der EU 2019/20 erreichten per 22. Dezember ein Volumen von 13,4 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es per 16. Dezember 8,0 Mio. Tonnen (+67%).
Weitere Schätzungen:
EU-Gerstenexporte 2019/20: 3,75 Mio. Tonnen (+49% zum Vorjahr)
EU-Maisimporte 2019/20: 10,2 Mio. Tonnen (+2% zum Vorjahr)

23.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 17.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (11.603 Kontrakte) auf 24.742 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der am Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 19.964 Kontrakte auf 94.837 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 33.353 Kontrakte auf 79.275 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 17. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
23.12.2019 Russland: Weizen-Exportpreise steigen die sechste Woche in Folge

Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche aufgrund des festeren Wechselkurses des Rubels und der starken Nachfrage vor den russischen Neujahrsferien zum sechsten Mal in Folge.
Schwarzmeerweizen russischer Herkunft mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Januar stieg um $6 auf $218/Tonne auf Basis FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon, ein weiteres bedeutendes Agrarberatungsunternehmen meldet einen Preisanstieg um $3 auf $216/Tonne.
Russland exportierte seit dem Start der Vermarktungsperiode 2019/20 22,4 Mio. Tonnen Getreide inkl. 19,6 Mio. Tonnen Weizen. Die gesamten Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 15%.
Das Wetter in Russland ist laut SovEcon trockener und deutlich wärmer, als gewöhnlich. In den kommenden Wochen werden kältere Temperaturen erwartet, aber man rechnet bisher nicht mit Schäden an den noch jungen Getreidepflanzen.
Der Inlandspreis für Weizen der Klasse 3 fiel im europäischen Teil Russlands vergangene Woche um 100 Rubel auf 11.650 Rubel ($187) /Tonne auf Basis ex works.
Russlands Getreideernte 2019 (nach Reinigung und Trocknung) erreichte ein Volumen von 120,6 Mio. Tonnen, meldet die staatliche Statistikbehörde. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr (113,3 Mio. Tonnen) von 7,3 Mio. Tonnen. SovEcon erwartet, dass die Behörde die Schätzung später in der Saison um 100.000 – 300.000 Tonnen erhöhen wird.

23.12.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und entfernten sich weiter vom jüngsten 5 1/2 Monats-Hoch, das Anfang der Woche erreicht wurde. Gewinnmitnahmen und Positionierungen über die Weihnachtsfeiertage und zum Jahresende sowie der festere Wechselkurs des US-Dollar übten Druck auf die Kurse aus. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT minimal fester.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen uneinheitlich. Über die letzte Woche legten die Notierungen um 3 Euro zu. Gestützt wurde der Markt durch die geringe Verkaufsbereitschaft in der Landwirtschaft und Sorgen, dass der Streik über die Rentenreform in Frankeich in Zeiten einer konstanten Exportnachfrage zu logistischen Engpässen führen wird. Der Iran kaufte in den vergangenen Wochen über 1 Mio. Tonnen Weizen auf dem internationalen Markt. Die Ware stammt Händlern zufolge aus Russland und einigen Ländern der EU incl. Deutschland. Aufgrund der Handelsspannungen zwischen Peking und üblichen Weizenlieferanten wie den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien dürften die Weizenexporte der Europäischen Union nach China, hauptsächlich aus Frankreich, eine Million Tonnen erreichen.

20.12.2019 JCI-Prognose: China wird sein Versprechen einhalten

Chinas Top Agrarmarkt-Beratungsunter JCI teilt heute mit, dass die Regierung in Peking gut daran tut, den USA den Kauf von Agrarrohstoffen im Wert von mindestens 40 Mrd. USD p.a. zu versprechen. Das soll in einem ersten Abkommen für eine Handelsabkommen zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten Anfang Januar vertraglich geregelt werden.
Darin heißt es, dass China sich den USA gegenüber verpflichtet, in den kommenden beiden Jahren Agrargüter im Wert von 40 – 50 Mrd. USD p.a. zu kaufen. Damit soll der lang andauernde Handelskonflikt deeskaliert werden.
Viele Marktbeobachter bezweifeln, dass China überhaupt einen derart hohen Importbedarf an Agrargütern hat.
Das in Shanghai ansässige Beratungsunternehmen JCI, das auch die Regierung in Peking berät, ist aber fest davon überzeugt, dass China nicht nur die Möglichkeit hat, so viele Agrargüter zu kaufen, sondern auch die feste Absicht, die Verträge voll umfänglich zu erfüllen.
JCI kalkuliert, dass China für rund 41,3 Mrd. USD US-Agrargüter kaufen wird. Darunter auch 45 Mio. Tonnen Sojabohnen im Wert von 18,7 Mrd. USD. Im letzten Jahr hatten sich die Sojabohnenimporte aus den USA gegenüber dem Jahr 2017 halbiert, weil China die Kaufzurückhaltung als Druckmittel im Handelskonflikt einsetzte.
Die Prognose basiert auf einer vorsichtigen Einschätzung und die Experten unterstellen dabei normale Wetterbedingungen und durchschnittliche Preise, heißt es. Dann könnte China die Importe aus dem Jahr 2016, als eine Rekordmenge von 33,66 Mio. Tonnen Sojabohnen aus den USA eingeführt wurden, sogar noch deutlich übersteigen.
Weitere Produkte wären 1 Mio. Schweinefleisch und Innereien im Wert von 2,1 Mrd. USD, Sorghum, Mais und DDGs, die jeweils 1,8 Mrd. USD kosten würden. Mengen wurden dafür nicht genannt.
Auch US-Weizen im Wert von 1,4 Mrd. USD stehen auf der Liste, des Weiteren Hähnchenkeulen im Wert von 1,1 Mrd. USD und Nüsse im Wert von 2,5 Mrd. Bei den zuletzt genannten Produkten wurden derart große Mengen bisher noch nicht erreicht.

20.12.2019 Iran kaufte zuletzt über 1 Mio. Tonnen Weizen

Der Iran hat in den vergangenen Wochen über eine Mio. Tonnen Weizen auf dem internationalen Markt gekauft, melden ungenannte Quellen.
Die Ware stammt demnach aus Russland und einigen Ländern der EU incl. Deutschland.
Zwei Panamax-Massengutfrachter beladen mit Weizen aus Russland, werden in der kommenden Woche einen russischen Hafen in Richtung Iran verlassen.

20.12.2019 EU-Kommission erhöht Prognose für Weizenexporte um 2 Mio. Tonnen

Gestern hat die EU-Kommission ihre monatliche Prognose für die Weizenernte im Wirtschaftsjahr 2019/20 von 146,8 auf jetzt 147,2 Mio. Tonnen angehoben.
Das wären dann 14,5% mehr als in der letzten Saison. Damals war die Ernte in der EU durch Hitze und Trockenheit stark dezimiert und es wurden nur 128,5 Mio. Tonnen geerntet.
Nun erwarten die Fachleute in Brüssel, dass die EU in der Vermarktungssaison 2019/20 auch mehr exportiert, nämlich 28 Mio. Tonnen. Im letzten Monat ging man noch von 26 Mio. Tonnen aus.
Die Maisernte in der EU wird jetzt auf 67,8 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 67,1). Es müssen jetzt wohl 19 Mio. Tonnen importiert werden (Vm.:17).

20.12.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen und Positionierungen zum Jahresende belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 868.600 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 600.000 Tonnen. The Taiwan Flour Millers Association kaufte gestern 104.600 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten zur Lieferung im Februar und März 2020. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen Gewinne verzeichnen. Die EU-Kommission erhöhte gestern ihre Schätzung der Weizenproduktion 2019/20 in der EU von 146,8 Mio. Tonnen auf 147,2 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (128,5 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 14,5%. Die Schätzung der EU-Weizenexporte 2019/20 erhöhte die Kommission von 26 Mio. Tonnen auf 28 Mio. Tonnen. Deutschlands Anbaufläche 2020 für Winterweizen wird dem Statistikamt zufolge um 7,1% gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Anbaufläche für Raps steigt um 11,8%. Der Iran kaufte Händlern zufolge in den vergangenen Wochen insgesamt bis zu 1 Mio. Tonnen Weizen aus Russland und der EU incl. Deutschland.

19.12.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der EU Mais-Importe um 2 Mio. Tonnen

Die EU-Kommission erhöhte heute ihre Schätzung der Weizenproduktion 2019/20 in der Union von 146,8 Mio. Tonnen auf 147,2 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (128,5 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 14,5%. Die Schätzung der EU-Weizenexporte 2019/20 erhöhte die Kommission von 26 Mio. Tonnen auf 28 Mio. Tonnen.
Weitere Schätzungen:
EU-Maisproduktion 2019/20: 67,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 67,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisimporte 2019/20: 19 Mio. Tonnen (Vormonat: 17 Mio. Tonnen)

19.12.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte über den Erwartungen

19.12.2019 Gute Weizenernte in Großbritannien

In diesem Jahr stieg die britische Weizenproduktion um 19,7% gegenüber dem Vorjahr auf 16,22 Mio. Tonnen. Bei einer ausgeweiteten Anbaufläche waren die Erträge auch noch gut.
Dieses endgültige Ernteergebnis ist fast identisch mit dem vorläufigen Ergebnis, das im Oktober mit 16,28 Mio. Tonnen angegeben wurde.
Die Weizenerträge stiegen um 15.2% auf ein Durchschnittsergebnis von 8,9 Tonnen pro Hektar. Die Anbaufläche wird mit 1,82 Mio. Hektar angegeben; ein Anstieg um 3,9% gegenüber 2018.
Die Produktion von Gerste stieg sogar noch deutlicher an. Es wurden in Großbritannien 8,05 Mio. Tonnen erzeugt und geerntet, was einem Anstieg um 23,6% entspricht.
Die Produktion von Rapssaat sank dagegen um 12,9% auf ein 15-Jahres-Tief und erreichte nur 1,75 Mio. Tonnen.

19.12.2019 Deutschland: Höhere Rapsanbaufläche 2020 zu Lasten von Weizen

Deutschlands Anbaufläche 2020 für Winterweizen wird dem Statistikamt zufolge um 7,1% gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Landwirte hätten sich für andere Feldfrüchte wie Raps entschieden, hieß es.
Winterraps zur Ernte 2020 wird auf einer Fläche von 952.000 Hektar angebaut. Das ist ein Flächenzuwachs von 11,8%. Die Anbaufläche für Rapssaat für die Ernte 2019 war die Kleinste seit 22 Jahren, und die Ernte litt unter der sommerlichen Hitzewelle, die zu geringeren Erträgen und einem verringerten den Ölgehalt führten. Die Rapsernte 2018 hatte ebenfalls unter einer Hitzewelle gelitten.
"Trotz der Tatsache, dass die deutsche Rapsernte aufgrund von Hitzewellen und Dürren zwei Ernteausfälle in Folge erleidet, scheinen sich viele Landwirte entschlossen zu haben, erneut die Chance auf Raps zu nutzen", sagte ein deutscher Getreidehändler.
Die Aussaatbedingungen im Herbst waren im Allgemeinen gut. Deutschland war dem wiederholten Regen in anderen westeuropäischen Ländern weitgehend entkommen, der die Landwirte in anderen Gebieten daran hinderte, ihre Pflanzabsichten umzusetzen.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent der Europäischen Union und ein bedeutender Exporteur. Es ist einer der größten Rapserzeuger der EU, Europas wichtigster Ölsaat für die Speiseöl- und Biodieselproduktion.
Die deutsche Wintergerstensaat, die als Tierfutter verwendet wird, sei um 1,0% auf 1,33 Millionen Hektar zurückgegangen, teilte die Agentur mit.
Der Anbau von Roggen und anderen kleinen Wintergetreidepflanzen wurde um 5,6% auf 670.000 Hektar erhöht. Die für das Futtergetreide Triticale genutzte Fläche wurde um 3,8% auf 344.000 Hektar reduziert.

19.12.2019 Taiwan kauft 104.600 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 104.600 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten zur Lieferung im Februar und März 2020 gekauft, melden europäische Handler. Der Kauf umfasste eine Reihe unterschiedlicher Weizen-Typen.

19.12.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Technische Verkäufe sowie Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Gewinnen der letzten Tage belasteten den Markt. Der Markt reagierte gestern zudem skeptisch auf den kürzlich geschlossenen Deal zwischen den USA und China. Man befürchtet, dass die getroffenen Aussagen der US-Regierung zu hoch gegriffen sind. Begrenzt wurden die Verluste durch die Ankündigung Argentiniens, die Exportzölle auf Weizen zu erhöhen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach. Die Weizenprämien in den französischen Häfen blieben wegen des Streiks der Transportbranche fest. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 4,00 Euro über Paris März 20. Britische Mühlen kauften nach den erheblichen Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat in Folge schwerer und anhaltender Niederschläge in diesem Winter mehr deutschen Weizen, als das in üblichen Jahren der Fall ist.

18.12.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Long

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 12.614 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 13. Dezember allerdings auf 9.121 Netto-Long-Positionen reduziert. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 13. Dezember von 22.745 Kontrakten auf 20.793 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 72,6% während Non Commercial Participants 21,1% am Open Interest repräsentieren.
93,7% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 95,2%).

18.12.2019 Britische Mühlen kaufen nach Aussaatverzögerungen mehr deutschen Weizen

Britische Mühlen haben nach den erheblichen Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat in Folge schwerer und anhaltender Niederschläge in diesem Winter mehr deutschen Weizen gekauft, als das in üblichen Jahren der Fall ist.
Starker Regen im Oktober und November hat die Getreidesaat in Teilen der Europäischen Union verzögert, wobei die Situation in Großbritannien besonders gravierend war und eine erhebliche Verlagerung auf Frühjahrspflanzen auslösen könnte.
Frühjahrskulturen haben weniger Zeit, sich zu entwickeln als Winterkulturen, was die Gefahr einer kleineren Ernte erhöht.
"Zu dieser Jahreszeit wurde mehr britischer Weizen gekauft als normal", sagte ein deutscher Händler.
Bei den britischen Weizenkäufen in Deutschland handelte es sich hauptsächlich um hochwertige Qualitäten mit einem Proteingehalt von 13% und 14% für die Lieferung im Jahr 2020, so die Händler. Die Mengen wurden anfangs als relativ gering bezeichnet, möglicherweise etwa 30.000 bis 40.000 Tonnen. "Das sind Sorten, die zum Mischen mit Weizen von geringerer Qualität verwendet werden, um Mehl von guter Qualität zu erhalten", sagte ein Händler.
Traditionell kaufen britische Mühlen in Deutschland jährlich bis zu 275.000 bis 300.000 Tonnen, hauptsächlich von hochwertigen Weizensorten. Die britischen Käufe waren in den vergangenen Jahren erheblich größer, aber die gestiegene Qualität der jüngsten britischen Weizenernte hat den Importbedarf verringert.
Händler sagten, sie glaubten nicht, dass die jüngsten Käufe mit dem Brexit zusammenhängen.

18.12.2019 Gewinnmitnahmen beim CBoT-Weizen nach kräftigem Kursanstieg

Die CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen um 1%, weil Händler Gewinne aus den vorangegangenen Kurssteigerungen mitnehmen. Die Hoffnung von besseren Absatzchancen für US-Weizen besteht aber weiterhin, da die neue Regierung in Argentinien die Exportzölle erhöht hat.
So steigt die Chance für US-Weizen am Weltmarkt. Händler am Weltmarkt suchen bereits nach einer Alternative zu argentinischem Weizen, berichtet ein Makler in Australien.
Weizen und Maisexporte aus Argentinien sollen ab dem 1. Januar mit 15 statt 12% Exportzoll belegt werden. Auch die Sojabohnenausfuhren von dort werden teurer.

18.12.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago beendeten den Handelstag gestern den vierten Tag in Folge mit Gewinnen. Hoffnungen auf neue US-Weizen-Exportgeschäfte sowie die Ankündigung Argentiniens, seine Exportsteuer auf Weizen von 12% auf 15% zu erhöhen, gaben dem Markt Auftrieb. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen belasten Gewinnmitnahmen die Weizenkurse und die elektronische Nachtbörse handelt mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen auf den vorderen Fälligkeiten mit moderaten Verlusten. Der Kursrückgang ist für viele Händler aufgrund des kräftigen Anstiegs am Montag auf das höchste Niveau seit 4 1/2 Monaten nicht überraschend. Die europäischen Wettervorhersagen sind für die kommenden Tage relativ günstig. In Frankreich erwarten Händler weiterhin logistische Probleme wegen des Streiks um die Rentenreform. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 4,00 Euro über Paris März 20.

17.12.2019 Getreidemail

Die Einigung zwischen den USA und China im Handelsstreit, die Ankündigung Argentiniens, die Exportzölle zu erhöhen und deutliche Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Mit 506.291 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris fielen die Kursgewinne moderater aus, da sich der Markt weniger auf das Abkommen zwischen den USA und China konzentrierte. Gleichzeitig begrenzte der feste Kurs des Euro zum US-Dollar, der auf ein 4-Monats-Hoch stieg, das Aufwärtspotenzial. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 15. Dezember ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen versus 7,7 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr (plus 66%). In Frankreich blieben die Prämien am Kassamarkt stabil. Händler sind jedoch besorgt über die Auswirkungen des Streiks, der die Getreidelogistik zum Jahresende kräftig stören könnte. Die Frosttoleranz für Wintergetreide in der EU ist in diesem Jahr aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen viel geringer als gewöhnlich, meldet der Monitoringdienst der EU MARS.

16.12.2019 EU: Geringe Frosttoleranz ein Risiko für spät ausgesäte Winterkulturen

Die Frosttoleranz für Wintergetreide in der Europäischen Union ist in diesem Jahr aufgrund der überdurchschnittlichen Temperaturen viel geringer als gewöhnlich, teilte der Monitoringdienst der EU MARS heute mit.
Die Herbstsaat in Europa wurde durch heftige Regenfälle in den westlichen Ländern und Trockenheit in einigen östlichen Regionen gestört, wodurch die Bestände wie Weizen ihr übliches Wachstumstempo vor dem Winter eingebüßt haben.
"Die thermischen Bedingungen waren in Mittel-, Ost- und Südosteuropa viel milder als gewöhnlich", heißt es in einem monatlichen Bericht von MARS.
"Die derzeitige Situation ist heikel, da die Winterkulturen in vielen dieser Regionen aufgrund verzögerter Aussaat und unzureichender Bodenfeuchtigkeit unterentwickelt sind, was sie in Verbindung mit einer verringerten Kältetoleranz besonders anfällig für Frostschäden macht", heißt es weiter.
Wintergetreide entwickelt eine Toleranz für niedrige Temperaturen in einem Prozess, der als Aushärten bekannt ist, um Frost während der Winterruhezeit zu überstehen.
Es wird erwartet, dass die wärmeren Temperaturen in den meisten Teilen der EU bis zum 20. Dezember anhalten werden, was die Verhärtung der Pflanzen einschränken und in einigen Regionen eine Enthärtung verursachen würde.
Während dieser Zeit sind keine Frostschäden zu erwarten, fügte MARS hinzu.
Gleichzeitig hätten sich niedrigere Temperaturen in Nordosteuropa positiv ausgewirkt, indem sie den Aushärtungsprozess in den baltischen Staaten beschleunigten.
Spanien, Portugal und Rumänien haben im vergangenen Monat die saisonale Bodenfeuchtigkeit wieder erreicht, nachdem in den vergangenen Monaten dürreähnliche Bedingungen herrschten. In Nordwestitalien, Südwestfrankreich, Schottland und Griechenland gab es weiterhin übermäßige Niederschläge.

16.12.2019 EU-Weichweizenexporte 66% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 15. Dezember ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen versus 7,7 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,7 Mio. Tonnen 50% über Vorjahr. 4% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 9,7 Mio. Tonnen.

16.12.2019 US-Export-Inspections für Weizen und Mais über den Erwartungen

16.12.2019 Russland: Steigende Weizenexportpreise seit fünf Wochen

Die Exportpreise für Weizen aus Russland stiegen in der vergangenen Woche aufgrund des festen Rubels sowie steigender Inlandspreise und entsprechender Verkaufszurückhaltung in der Landwirtschaft.
Die Exportnachfrage blieb in der vergangenen Woche stark. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Dienstag im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 115.000 Tonnen Weizen in Russland. Syrien kaufte 200.000 Tonnen Weizen. Russland ist derzeit der weltweit größte Exporteur von Weizen, Ägypten ist der größte Abnehmer Russlands.
Der Preis für russischen Weizen mit einem Proteingehalt von 12% zur Lieferung im Dezember stieg Ende letzter Woche um $2 auf $212/Tonne FOB, meldet das russische Analystenhaus IKAR. SovEcon meldet einen Anstieg um $0,50 auf $213/Tonne. Der Preis für Gerste blieb unverändert bei $188,50/Tonne.
Am lokalen Markt stiegen die Preise für Weizen der Klasse III um 100 Rubel/Tonnen auf 11.750 Rubel/Tonne. Das entspricht 184,07 USD/Tonnen ab Verladestation.
Russland exportierte seit dem Saisonstart im Juli 2019 und bis zum 12. Dezember 21,7 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten waren 18,9 Mio. Tonnen Weizen. Im Jahresvergleich sanken die Exporte um 15%.
Für den Monat Dezember erwartet SovEcon Getreideexporte von 2,6 Mio. Tonnen (incl. 2,2 Mio. Tonnen Weizen). Das wäre ein Rückgang zum Vormonat von 12%.

16.12.2019 Klein guter Start: Argentinien erhöht Exportzölle für Soja und andere

Die neue Regierung in Argentinien hat die Exportabgaben für Soja, Weizen und Mais am letzten Wochenende angehoben und verärgerte damit die Farmer des Landes. Der Staat will damit seine Steuereinnahmen erhöhen, um die enorme Zinslast für seinen riesigen Schuldenberg schultern zu können.
Die Mitte-Rechts-Regierung von Alberto Fernandez, die am Donnerstag ihre Amtsgeschäfte aufnahm, erhöhte die Exportzölle für Sojabohnen, Sojaöl und Sojaschrot von 25% auf 30%. Die Abgaben für Mais- und Weizenausfuhren steigen von 7% auf 12% und die für Rindfleisch von 7 auf 9%.
Argentiniens Farmer klagen bereits über hohe Kosten für Betriebsmittel, eine hohe Inflationsrate und einer Trockenheit. Nun schrumpfen ihre Erlöse aus den Exporten auch noch durch den Fiskus. Der Südamerikanische Staat hat mehr als 100 Mrd. Schulden und will seine Lasten nun mit den Geldgebern neu verhandeln.
Argentinien ist am Weltmarkt die Nr. 3 beim Export von Mais und Sojabohnen und die Nr. 1 beim Sojaschrot. Die Bauern hatten schon im Vorfeld mit einer Steuererhöhung gerechnet und sind nun über die Höhe der Anhebung enttäuscht. Im Wahlkampf hatte der neue Regierungschef noch versprochen mit den Bauern zu sprechen bevor Entscheidungen getroffen werden.
Die Farmerlobby ist über die Vorgehensweise entsetzt. Das war kein guter Start für die Regierung, heißt es in einer Verlautbarung.

16.12.2019 Extreme Trockenheit: 10% weniger Winterweizen in der Ukraine

Extreme Trockenheit in der Ukraine hat dort die Aussaat von Winterweizen um 10% reduziert. Die Anbaufläche wird aktuell auf 5,93 Mio. Tonnen geschätzt; im letzten Jahr waren es 6,64 Mio. Hektar.
In einigen Regionen sinkt die Anbaufläche sogar um 22-25%, im Umland von Kiew sogar um 39%.
Die Aussaat in den meisten Landesteilen fand praktisch im ausgetrockneten Boden statt. Lediglich Morgennebel verbesserte die Lage ein wenig. Das Beratungsunternehmen APK-Consult stuft nur 50% der Wintersaaten als gut bis sehr gut ein, 38% seien in einem mittelguten Entwicklungsstand, während 14% schlecht aufgelaufen sind.
In 2019 erntete die Ukraine 28,1 Mio. Tonnen Weizen, im 2018 waren es 24,6 Mio. Tonnen.

16.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche bis zum 10.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (20.567 Kontrakte) auf 11.603 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen immer noch moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 29.664 Kontrakte auf 114.801 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 13.509 Kontrakte auf 112.528 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 10. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
16.12.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago konnten sich am Freitag im Zuge der positiven Vorgaben beim Soja- und Maiskomplex ebenfalls leicht befestigen. Die Entspannung im Handelsstreit zwischen China und den USA und der schwächere US-Dollar gaben dem Markt Unterstützung. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures nur bedingt den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen unverändert bis leicht fester. Im Handelsverlauf erreichte der Frontmonat März 2020 ein neues 1-Wochen-Hoch. Der deutlich gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete die Kurse. Am Kassamarkt in Frankreich blieben die Prämien für Weizen zur zeitnahen Lieferung trotz der anhaltenden Exportnachfrage stabil. Sorgen bereiten dort nach wie vor der Streik gegen die Rentenreform und die ungünstigen Wetterbedingungen, die die Maisernte und die Wintergetreideaussaat verzögern. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar auf 3,50 Euro über Paris März 20. Die Nachfrage ist hoch, weil Lieferungen zum Beladen von Schiffen abgerufen werden. Zudem schließen viele Händler ihre Bücher und Handelspositionen vor Weihnachten und Neujahr.

13.12.2019 Russland sucht nach neuen Wegen, Getreideexporte wenn nötig zu beschränken

Russland ist auf der Suche nach neuen Wegen, unter bestimmten Marktbedingungen die Getreideexporte des Landes wenn nötig zu beschränken. Das meldet die Tageszeitung Kommersant und beruft dich auf ein Interview mit Landwirtschaftsminister Dmitri Patruschew.
Im Jahr 2010 hat Russland die Weltmärkte mit einem vollständigen Verbot der Getreideexporte nach einer schlechten Ernte geschockt. Im Jahr 2015 wurden informelle Interventionen zur Begrenzung der Exporte eingesetzt, was es den Händlern erschwerte, ihre Lieferverpflichtungen zu erfüllen.
Seitdem das Land der weltweit größte Weizenexporteur ist, hat es weniger dramatische Instrumente wie eine Getreideexportsteuer eingesetzt, die jetzt bei Null liegt, aber bei Bedarf von der Regierung schnell angehoben werden kann.
Die Priorität des Landwirtschaftsministeriums sind die Bedürfnisse des heimischen Marktes und die Ernährungssicherheit des Landes, sagte Patrushev in einem Interview mit Kommersant, das am heutigen Freitag veröffentlicht wurde.
"Wir können nicht zulassen, dass die inländischen Getreidepreise erheblich fallen oder steigen oder dass der inländische Markt für Viehzüchter oder Mühlenbetriebe knapp an Getreide ist. Da wir in einer Marktwirtschaft leben, möchten unsere geschätzten Exporteure unter bestimmten Bedingungen möglicherweise alles exportieren. Das können wir natürlich nicht zulassen. "
Der neue Mechanismus, an dem gearbeitet werde, biete eine Grundlage zur Beschränkung der Getreideexporte, werde jedoch nur dann aktiviert, wenn dies unbedingt erforderlich sei, so der Minister.
Er gab keine weiteren Details darüber, wie der Mechanismus funktionieren würde.
Patruschew sagte auch, er unterstütze eine Idee des stellvertretenden Ministerpräsidenten Alexei Gordejew, eines Veteranen des russischen Agrarsektors, eine globale Getreideorganisation nach dem Vorbild der Organisation der Erdölexportländer (OPEC) zu schaffen.
Gordejew hat sich regelmäßig für eine "Getreide-OPEC" eingesetzt, die darauf abzielt, Stabilität auf dem Getreidemarkt zu gewährleisten, die Preispolitik zu koordinieren und die Hungerprobleme der Welt zu lösen. Dazu könnten unter anderem Russland, die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Kanada und Argentinien gehören.
"Ich glaube, dass sich die wichtigsten Getreideproduzenten zusammen setzen und verhandeln und der Zusammenarbeit bei der Gewährleistung der Stabilität des Getreidemarktes und der Gestaltung der Preispolitik mehr Aufmerksamkeit schenken sollten", sagte Patrushev.
Das Thema "erfordert eindeutig zusätzliche Arbeit, zum Beispiel bei der nächsten Sitzung des International Grains Council", fügte er hinzu.
Russland ist einer der weltweit größten Ölproduzenten, aber kein Mitglied der OPEC. Es ist jedoch Mitglied der Welthandelsorganisation (WTO).

13.12.2019 Getreidemail

Gute US-Exporte in dieser Woche sowie ein scheinbar bevorstehender Handelsdeal mit China ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 502.700 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 7.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen fester. Anzeichen einer weiterhin gesunden Exportnachfrage unterstützen die positive Stimmung. Begrenzt wurde der Anstieg durch den festeren Wechselkurs des Euro. Tunesien legte eine Ausschreibung zum Kauf von Durum- und Weichweizen sowie Futtergerste optionaler Herkunft auf. FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU zum dritten Mal in Folge auf 12,2 Mio. Tonnen. Der Streik in Frankreich gegen die Rentenreform könnte die Export-Verladungen im Dezember stark behindern. Strategie Grains schätzt die EU Weizenexporte in 2019/20 auf knapp 29 Mio. Tonnen. Die Weizenproduktion der EU in 2020 schätzt der Analyst auf nur 140,5 Mio. Tonnen und damit deutlich kleiner, als im Vorjahr (145,8 Mio. Tonnen).

12.12.2019 US-Export-Sales: Weizen-, Mais- und Sojabohnenexporte höher, als erwartet

12.12.2019 Tunesien sucht Durum, Weichweizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Durum-Weizen, 92.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13. Dezember.

12.12.2019 Strategie Grains erwartet in 2020 kleinere EU-Weizenernte

Der französische Agrarmarkt-Analyst Strategie Grains erwartet, dass die Weichweizenernte 2020 in der EU kleiner ausfällt als in diesem Jahr. Ernten von Durum-Weizen und Gerste können dagegen größer ausfallen.
Die Weichweizenernte 2020 wird von den Fachleuten auf 140,5 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 5,3 Mio. Tonnen oder 3,6% weniger als in diesem Jahr. Als Grund wird eine kleinere Anbaufläche angegeben.
Ergiebige Regenfälle in den vergangenen Monaten unterbrachen hauptsächlich in Frankreich und Großbritannien die Feldarbeiten.
Im Gegenteil dazu erwarten die Fachleute in 2020 eine größere Maisernte von 67,1 Mio. Tonnen nach 63,5 Mio. Tonnen in diesem Jahr. Man geht davon aus, dass sich die Trockenheit und Hitze der letzten beiden Jahre nicht wiederholen.
Die Durum-Ernte 2020 könnte demnach auf 8 Mio. Tonnen steigen (Vj.:7,6), auch die Gerstenernte würde mit 62,2 Mio. Tonne etwas größer ausfallen.
Die gesamte Getreideproduktion in der EU in 2020 würde also, mit 310,1 Mio. Tonnen gegenüber 309,8 Mio. Tonnen in diesem Jahr, geringfügig größer ausfallen.

12.12.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Long

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen wieder Netto-Long. Der Bestand von 9.018 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 6. Dezember auf 12.614 Netto-Long-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.

Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 6. Dezember von 21.528 Kontrakten auf 22.745 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,7% während Non Commercial Participants 17,6% am Open Interest repräsentieren.

95,2% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 97%).

12.12.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen nach. Die jüngsten Ernteprognosen bestätigen im Großen und Ganzen den Trend einer guten weltweiten Versorgung und einer gesunden Exportnachfrage. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 12,0 auf 12,2 Mio. Tonnen. Die Exporte lägen damit 26% über dem Niveau der Saison 2018/19. Im September lag die initiale Prognose bei 11 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenvorräte zum Ende der Saison sank von 2,5 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger an der Euronext in Paris erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen in der Woche bis zum 6. Dezember von 9.018 auf 12.614 Kontrakte.

12.12.2019 CBoT-Weizen auf 3-Wochen-Tief

Die CBoT-Weizenfutures handeln heute Morgen auf ihrem Drei-Wochen-Tief. Ein großes Weizenangebot am Weltmarkt sorgt für heftige Konkurrenz unter den Anbietern aus den Überschussregionen. Das belastet die Preise.
Heute zieht eine Ausschreibung für Weizenlieferungen nach Syrien die Aufmerksamkeit der Marktbeteiligten auf sich. Man erhofft, davon die weitere Preisentwicklung zu erkennen. Es geht um 200.000 Tonnen Brotweizen, die aus Russland geliefert werden sollen.
In dem letzten Ägypten-Tender war kein US-Weizen offeriert. 350.000 Tonnen Weizen werden aus Russland, Rumänien, der Ukraine und Frankreich geliefert.

11.12.2019 Frankreich: FranceAgriMer erhöht Exportprognose für Weizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU in der laufenden Saison 2019/20 von 12,0 auf 12,2 Mio. Tonnen erhöht. Die Exporte lägen damit 26% über dem Niveau der Saison 2018/19. Im September lag die initiale Prognose bei 11 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weichweizenvorräte zum Ende der Saison sank von 2,5 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen.
FranceAgriMer senkte auch seine Prognose für die französischen Maisbestände zum Ende der Saison von 2,2 Mio. Tonnen im Vormonat auf 2,1 Mio. Tonnen.
Die Schätzung für den französischen Gerstenbestand wurden unverändert bei 2,1 Mio. Tonnen belassen.

11.12.2019 Getreidemail

Geringere US-Weizenbestände zum Ende der Saison 2019/20 ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Das USDA senkte die Prognose der US-Weizen-Endbestände 2019/20 von 1,014 Mrd. Bushel auf nur noch 0,974 Mrd. Bushel. Die Prognose der globalen Weizen-Endbestände 2019/20 wurde hingegen auf 289,50 Mio. Tonnen erhöht. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris gerieten die Weizenfutures im Handelsverlauf aufgrund der zunächst negativen Vorgaben aus Übersee unter Druck und die März-Fälligkeit handelte auf einem 2-Wochen-Tief. Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die Weizenanbaufläche zur Ernte 2020 auf 4,73 Mio. Hektar und damit 4,8% geringer, als die Anbaufläche im Vorjahr. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 3 Euro über Paris März 20. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 355.000 Tonnen Weizen. Davon kommen 60.000 Tonnen aus der Ukraine, 60.000 Tonnen aus Rumänien, 115.000 Tonnen aus Russland und 120.000 Tonnen aus Frankreich. 

11.12.2019 Ägyptens kaufte gestern 355.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 355.000 Tonnen Weizen. Davon kommen 60.000 Tonnen aus der Ukraine, 60.000 Tonnen auf Rumänien, 115.000 Tonnen aus Russland und 120.000 Tonnen aus Frankreich. 

 

10.12.2019 Ägypten: Günstigste Offerte kommt aus Frankreich
Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die gestern Abend veröffentlichte Ausschreibung zum Kauf von Mahlweizen optionaler Herkunft erhielt, lag bei $220,86/Tonne FOB für Weizen französischer Herkunft. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 5. bis 15. Februar 2020.
Auf Basis c&f (einschließlich Frachtkosten) lag die günstigste Offerte bei $237,52 für Weizen aus der Ukraine. Bisher wurde noch kein Kaufabschluss gemeldet. Ergebnisse werden ab dem frühen Abend erwartet.
10.12.2019 Frankreich: Winterweizen-Anbaufläche sinkt um 4,8%

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat heute die initiale Schätzung für die Winterweizenanbaufläche 2020 veröffentlicht. Sie liegt bei 4,73 Mio. Hektar und ist damit 4,8% geringer, als die Anbaufläche zur Ernte 2019. Die Schätzung der Wintergerste-Anbaufläche liegt bei 1,25 Mio. Hektar (-4,3%).
Heftige Niederschläge hinderten Frankreichs Landwirte an der Aussaat und an der Ernte der Maisflächen. Viele Flächen waren aufgrund der Nässe nicht befahrbar und geplante Flächen konnten nicht bestellt werden.
Die Schätzung der Anbaufläche für Winterraps liegt bei 1,05 Mio. Hektar und wäre damit 4,9% geringer als 2019 und 26,8% geringer, als der 5-Jahres-Durchschnitt.

10.12.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage und eine schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Mit 313.810 Tonnen Weizen lagen die wöchenltichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen. Heute veröffentlicht das USDA um 18 Uhr den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit moderaten Verlusten. Bei geringen Umsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern insgesamt fester. Händler warten zunächst auf neue Impulse vom WASDE-Report. In Frankreich verzögern Regenschauer erneut die Wintergetreideaussaat. Zudem sind Händler besorgt wegen des anhaltenden Streiks gegen die Rentenreform. Die physischen Prämien am Kassamarkt in Frankreich blieben stabil. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen sie hingegen. Standard-Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar wird in Hamburg mit Prämien von 3,00 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 5. - 15. Februar stattfinden.

10.12.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 5. - 15. Februar stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 3. -Dezember 395.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zur Lieferung Ende Januar.

09.12.2019 EU-Weichweizenexporte 63% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 8. Dezember ein Volumen von 11,95 Mio. Tonnen versus 7,3 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,6 Mio. Tonnen 48% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 9,2 Mio. Tonnen.

09.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 03.12.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (10.475 Kontrakte) auf 20.567 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 30.935 Kontrakte auf 85.137 Netto-Short-Positionen reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 56.078 Kontrakte auf 99.019 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 03. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.12.2019 Russland:Hohe Exportnachfrage und von Mühlen im Land lassen Weizenpreise steigen

Seit vier Wochen steigen die Preise für russischen Exportweizen. Die Exportnachfrage danach ist gut und auch die lokalen Verarbeiter versorgen sich noch mit Weizen bevor sich der Markt Ende Dezember zu den bevorstehenden Feiertagen beruhigt. Letzte Woche kaufte der staatliche Getreideeinkäufer Ägyptens GASC 295.000 Tonnen russischen Weizen.
Die Preise für russischen Weizen mit 12,5% Protein und zur Verladung im Dezember stiegen bis letzten Freitag um 1,5 USD auf 210 USD/Tonne fob.
Marktbeteiligte erwarten, dass sich die Weizenpreise in Russland auf dem gegenwärtigen Niveau stabilisieren. Ein Versuch, die Exportpreise zu drücken, dürfte an einen festeren Wechselkurs des Rubels sowie steigenden Kursen am lokalen Markt scheitern.
Am lokalen Markt stiegen die Preise für Weizen der Klasse III um 250 Rubel/Tonnen auf 11.650 Rubel/Tonne. Das entspricht 182,5 USD/Tonnen ab Verladestation. Viele Bauern hätten bereits ihre geplante Menge aus der Ernte 2019 verkauft und haben sich deshalb zurückgezogen. Auch der Preis für russischen Weizen in den Zentralregionen stieg letzte Woche um 200-300 Rubel/Tonnen und ist damit für den Export zu teuer geworden.
Russland exportierte seit dem Saisonstart im Juli 2019 und bis zum 5. Dezember 20,8 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten waren 18,2 Mio. Tonnen Weizen. Im Jahresvergleich sanken die Exporte um 15%.

09.12.2019 FCStone senkt Prognose für australischen Weizen erneut

Der Rohstoffbroker FCStone schätzt die australische Weizenernte in diesem Jahr heute nur noch auf 14,97 Mio. Tonnen. Das sind 5,6% weniger als die offizielle Regierungsschätzung aus der letzten Woche. Damals hieß es, dass die Ernte auf einem 11-Jahres-Tief auskommen würde.
Die kleiner als erwartete Erntemenge lähmt die wirtschaftliche Entwicklung bei Landwirten und Getreidehändlern. Außerdem gefährdet es das Wirtschaftswachstum Australiens, das ohnehin kaum noch vorhanden ist.
Australien, eigentlich einer der größten Weizenexporteure der Welt, wird nun wohl weitere Marktanteile verlieren. Länder wie Indonesien und Südkorea kaufen ihr Getreide jetzt von Schwarzmeeranrainern.

09.12.2019 Getreidemail

In einer ruhigen Sitzung schlossen die Weizenfutures am Freitag in Chicago auf nahezu unverändertem Niveau. Marktteilnehmer warten auf neue Impulse vom USDA-Report am morgigen Dienstag. Institutionelle Anleger verkauften 1.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit leichten Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen sich dem ruhigen Handel aus Übersee an und beendeten den Tag mit moderaten Aufschlägen. Gemischte Exportnachrichten, die Verzögerung der Winterweizenaussaat in Frankreich sowie die Streiks in Frankreich beeinflußten die Kursentwicklung. Frankreichs Landwirte konnten in der vergangenen Woche nur kleine Fortschritte in der Winterweizen-Aussaat und bei der Maisernte verzeichnen. Per 2. Dezember wurde auf 83% der geplanten Flächen die Winterweizenaussaat abgeschlossen. Analysten gehen davon aus, dass die Verzögerungen zu einem Rückgang der Aussaat von Weizen und Wintergerste führen werden. Russlands Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Weizenernte jetzt auf 75 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 72 Mio. Tonnen. Die gesamte Getreideernte 2019 wird auf 120 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vergleich dazu waren es in 2018 113 Mio. Tonnen. Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg zur Lieferung im Januar wird mit Prämien von 2,25 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten.

06.12.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen um 31%

Die Ukraine konnte ihre Getreideexporte in der Saison 2019/20 (Juli bis Juni) um 31% auf 26 Mio. Tonnen steigern, unterstützt durch höhere Weizen- und Maisexporte, teilte das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft heute mit.
Die Weizenexporte stiegen von 9,5 Mio. Tonnen auf 13,7 Mio. Tonnen, teilte das Ministerium mit und fügte hinzu, dass zudem 3,5 Mio.Tonnen Gerste und 8,4 Mio. Tonnen Mais exportiert wurden.

06.12.2019 Peking lenkt Flächennutzung hin zur Sojabohnen und weg vom Mais und Weizen

Im Jahr 2019 ernteten Chinas Bauern 13% mehr Sojabohnen als im Vorjahr, das zeigt die offizielle chinesischen Statistik von heute.
Die Produktion ist demnach auf 18,1 Mio. Tonnen gestiegen. Die Anbaufläche wurde um 11% ausgeweitet nachdem Peking großzügige Subventionen für den Bohnenanbau versprach. Die im Inland angebauten Sojabohnen werden fast ausschließlich für den menschlichen Konsum verwendet. Sojaimporte werden im Gegenteil dazu nur als Futtermittel verbraucht.
Dafür führte China in den 10 Monaten 70,69 Mio. Tonnen Sojabohnen in. Der Großteil davon kommt mittlerweile aus Brasilien, was zu Lasten von US-Exporteure geht.
Die gesamten Lebensmittelernten für den menschlichen Konsum konnte China in 2019 um 0,9% auf 664 Mio. Tonnen steigern.
Neben Sojabohnen förderte China auch den Anbau von Rapssaat, Erdnüssen und Gemüse. Die Anbauflächen für Mais, Weizen und Reis sollen beschränkt werden, da die staatlichen Läger damit gut gefüllt sind. Die Regierung in Peking will diese Feldfrüchte auch von ungeeigneten Anbauflächen im Norden Chinas verbannen, wo mit dem Grundwasser Raubbau betrieben wird.
Die Mais-Anbaufläche Chinas sank im letzten Jahr um 2%, die Erntemenge stieg aber um 1,4% auf 260,77 Mio. Tonnen. Die Weizenernte ist 1,6% größer ausgefallen als im Vorjahr. Dabei ist mehr Qualitätsgetreide geerntet worden.
Die Reisproduktion Chinas sank in 2019 um 1,2% unter anderem deshalb, weil in vielen Regionen nur noch eine Reisernte im Jahr zustande kommt.

06.12.2019 Russlands Getreideernte 6,2% größer als im Vorjahr

Russlands Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Weizenernte jetzt auf 75 Mio. Tonnen. Die Menge gibt das Gewicht nach der Reinigung und Trocknung an. Im Vorjahr waren es 72 Mio. Tonnen.
Die gesamte Getreideernte 2019 wird auf 120 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vergleich dazu waren es in 2018 113 Mio. Tonnen.

06.12.2019 Weizenernte in Argentinien ist fast zur Hälfte eingebracht

Argentiniens Hauptanbauregionen profitieren aktuell von den Niederschlägen der letzten Woche. Das meldete gestern die Buenos Aires Grains Exchange. Außerdem teilen die Experten mit, dass die Weizenernte 2019/20 zu 46 % abgeerntet ist.
Die Farmer dort werden für die nächste Ernte ca. 17,7 Mio. Hektar Ackerland mit Sojabohnen bestellen. 49% der Flächen davon sind bereits eingesät. Die Bodenbedingungen sind im größten Anbaugebiet optimal bis zufrieden stellend.
Die Maisanbaufläche 2019/20 wird von der Börse weiterhin auf 6,3 Mio. Hektar geschätzt. Davon sind 48,7% eingesät.
Unterdessen kommt die Weizenernte zügig voran. Bis gestern waren 46% der Anbauflächen abgeerntet. Die Ernteschätzung ließ die Börse unverändert bei. 18,5 Mio. Tonnen.

06.12.2019 Frankreich: Winterweizenaussaat auf 83% der geplanten Flächen abgeschlossen
Frankreichs Landwirte konnten in der vergangenen Woche kleine Fortschritte in der Winterweizen-Aussaat und der Maisernte verzeichnen. Per 2. Dezember wurde auf 83% der geplanten Flächen die Winterweizenaussaat abgeschlossen. Das lag weit unter dem Stand von 99% vor einem Jahr und zeigt, dass die Aussaat eine Woche hinter dem Durchschnittstempo der letzten fünf Jahre zurückblieb. 
Die Wintergerste-Aussaat wurde per 2. Dezember auf 91% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 89%). Ebenso wie beim Weizen liegt der Fortschritt eine Woche hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt, so FranceAgriMer.
Ebenfalls stark verzögert ist die Maisernte in Frankreich. 94% der Bestände waren per 2. Dezember geerntet (Vorwoche: 92%). Der Fortschritt der Maisernte liegt damit 6 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Niederschläge in Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, lagen im November um 80% über dem saisonalen Normalwert. Es war damit der viertnasseste November in den letzten 60 Jahren, so der Wetterdienst Meteo France.
Nach dem bereits sehr nassen Oktober hinderten die Niederschläge die Landwirte daran, die Felder mit den Erntemaschinen zu befahren. 
Analysten gehen davon aus, dass die Regenverzögerungen zu einem Rückgang der Aussaat von Weizen und Wintergerste führen werden. Für Mais erwarten Händler, dass die Ernte auf einigen Beständen möglicherweise erst im neuen Jahr abgeschlossen werden kann, und einige Gebiete von der Mykotoxin-Pilzkrankheit betroffen sein könnten.
Kaltes und größtenteils trockenes Wetter in dieser Woche brachte leichte Fröste mit sich, was die Befahrbarkeit einiger Flächen zur Folge hatte. Schauer am Wochenende könnten die Befahrbarkeit allerdings wieder erschweren.
Der Zustand des bereits gesäten Weizens und der Gerste ist in der vergangenen Woche erneut zurückgegangen, was darauf schließen lässt, dass auch die jungen Pflanzen durch das feuchte Wetter geschädigt werden.
Bei Weichweizen wurden 73% der Kulturen als "gut bis excellent" eingestuft, gegenüber 75% vor einer Woche und 82% vor einem Jahr.
Wintergerste verlor einen Punkt und hat einen Anteil von 74% "gut bis exzellent".
Der heutige Erntebericht ist der letzte bis Mitte Februar, da FranceAgriMer seine wöchentlichen Aktualisierungen während der Winterruhezeit unterbricht.
06.12.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt mit enttäuschenden US-Exporten belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Mit nur 228.100 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales unter den Markterwartungen von 300.000 - 700.000 Tonnen. Das war das niedrigste wöchentliche Exportvolumen seit Mitte Juni. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT kann sich heute Morgen etwas erholen und handelt moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Belastend wirkten die negativen Vorgaben aus Übersee, der steigende Wettbewerb am Weltmarkt sowie der gestiegene Wechselkurs des Euro. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens Schätzungen zufolge zwischen 480.000  und 510.000 Tonnen Weizen. Händler glauben, dass Weizen aus Frankreich und aus Argentinien den Zuschlag erhalten haben. Ägypten kaufte diese Woche 295.000 Tonnen Weizen in Russland. Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg zur Lieferung im Januar wird unverändert zum Vortag mit Prämien von 2,50 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten.

06.12.2019 CBoT-Weizenfutures: Größter Wochenverlust in 4 Monaten

Auch wenn der CBoT-Weizenfuture zur Stunde etwas fester notiert, werden die Kurse heute wohl ihren größten Wochenverlust in fast vier Monaten beschließen. Damit gibt er einen Teil der November-Gewinne wieder ab, da die Weizenvorräte auf der Welt groß sind und es aus in den Überschussregionen einen Angebotsdruck gibt.
Die Rally im November wurde von Händlern in Singapur als überzogen angesehen; die schlechte Ernte in Australien ist längst eingepreist und wie sich der US-Weizen entwickelt, erfahren wir erst, wenn dort der Schnee im März weg ist. Der Kursanstieg im November erfolgte in seiner letzten Phase allein durch Short-Abdeckungen wegen der kleineren Produktion in Australien.
Die US-Weizenexporte in der letzten Woche waren mit 228.100 Tonnen die kleinste Menge seit Mitte Juni und lagen damit unter den Markterwartungen. Gestern waren institutionelle Anleger Netto-Verkäufer von Weizenfutures und übten damit Druck auf die Kurse aus.

05.12.2019 FAO-Lebensmittel-Index steigt stark an

Die Weltmarktpreise für Lebensmittel sind im November stark gestiegen. Angeführt werden die Preissteigerungen durch den Fleischmarkt und Pflanzenöle. Schwächelnde Getreidepreise konnten den Anstieg nicht verhindern, so die United Nations food agency U.N. FAO in einem Bericht von heute.
Der FAO-Index setzt sich zusammen aus einem Korb von Getreide- und Ölsaaten, Milch- und Milchprodukten, Fleisch und Zucker. Der Marktzeiger wird jeden Monat veröffentlicht. Im November erreichte er sein 26-Monats-Hoch mit 177,2 Punkten. Das waren 2,7% mehr als im Oktober und 9,5% mehr als vor einem Jahr.
Die FAO schätzt, dass die Welt-Getreideproduktion mit 2,714 Mrd. Tonnen ein Allzeit-Hoch erreicht. Das sind 0,4% mehr als noch im Oktober angenommen.
Der Getreidepreis-Index sank um 1,2% auf 162,4 Punkten. Es gibt ein großes Angebot am Weltmarkt, wo sich die Anbieter starke Konkurrenz liefern. Das belastet die Preisentwicklung.
Der Index für Pflanzenöle stieg dagegen um 10,4% auf 150,6 Punkte auf den höchsten Stand seit 2018. Angeführt wird die Entwicklung durch festere Palmölpreise. Eine robuste Importnachfrage von Biodieselherstellern auf der ganzen Welt lässt erwarten, dass es bald einen Angebotsengpass gibt.
Der Fleischpreisindex verzeichnete mit 4,6% seinen stärksten Anstieg seit Mai 2009 auf 190,5 Punkten. Rind- und Schaffleischpreise stiegen am stärksten, weil China sich zu seinem Neujahrsfest am Weltmarkt mit proteinreichen Lebensmitteln eindeckt.
Die Zuckerpreise stiegen seit Oktober im Durchschnitt um 1,8% auf 181,6 Punkte, weil erwartet wird, dass die Nachfrage steigt. Der Milchpreisindex konnte nach zwei Monaten mit Verlusten jetzt marginal zulegen.
Die FAO hob ihre Prognose für die Welt-Getreideproduktion für 2019 im Jahresvergleich um 0,4% an. Die Welt-Getreideernte käme dann auf 2,714 Mrd. Tonnen. Die Weizenproduktion wird auf 766,4 Mio. Tonnen geschätzt, was einem Plus von 4,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

05.12.2019 Unerbittliche Trockenheit in Australien hält noch mindestens 3 Monate an

Australien verzeichnete im November die geringsten Regenfälle in diesem Monat überhaupt. Das teilte heute Morgen der nationale Wetterdienst mit. Eine unerbittliche Trockenheit lässt immer wieder Buschfeuer aufflammen.
In ganz Australien fielen im November weniger als 55 mm Regen, in Teilen der Westküste sogar weniger als 1 mm. Damit nimmt die Trockenheit zu, die an der Ostküste bereits drei Jahre anhält und die bevölkerungsreichste Region des Kontinents zum Pulverfass macht.
Den Buschfeuer fielen mindestens vier Menschenleben zum Opfer und 400 Häuser verbrannten seit Anfang November. Die Feuer lodern immer noch in den Bundesstaaten New South Wales, Victoria, South Australia und Queensland. Die Feuer werden wohl auch noch weitere drei Monate anhalten.
Aktuell bekämpfen die Feuerwehren an der Ostküste mehr als 100 Brandherde, die durch Starkwinde immer wieder angefacht werden. Die Behörden befürchten eine weitere Ausbreitung.
Die Krise setze Premierminister Scott Morrison unter Druck, denn Kritiker meinen, er unternehme zu wenig gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Meteorologen behaupten, dass dadurch die Buschbrände den gesamten Sommer anhalten.
Neben den Buschbränden hat die Trockenheit auch verheerende Auswirkungen auf Australiens Landwirtschaft. Australiens Ökonomen schätzen, dass die diesjährige Weizenproduktion mit 15,85 Mio. Tonnen ca. 20% kleiner als im Vorjahr ausfällt und damit ein 11-Jahres-Tief erreicht. Im September ging man noch von einer Ernte in Höhe von 19,2 Mio. Tonnen aus.

05.12.2019 US-Export-Sales: Weizen und Sojabohnen geringer, als erwartet

05.12.2019 Algerien kauft mindestens 480.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens ersten unbestätigten Schätzungen zufolge zwischen 480.000  und 510.000 Tonnen Weizen gekauft. Der Preis liegt demnach zwischen $227 und $228 pro Tonne c & f. Algerien gibt die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht bekannt, die Berichte beruhen auf Handelsbewertungen. Der Weizen wurde für den Versand im Februar ausgeschrieben. Für Weizen südamerikanischer Herkunft wäre die Lieferung im Januar. Sollte Weizen aus Südamerika den Zuschlag zur Lieferung des Löwenanteils erhalten, würde das die Notierungen hierzulande möglicherweise unter Druck setzen, zumal französischer Weizen in der Ausschreibung Ägyptens nicht den Zuschlag erhielt.
Update:
Händler glauben, dass Weizen aus Frankreich und möglicherweise aus Argentinien am wahrscheinlichsten berücksichtigt werden. Zuletzt kaufte Algerien am 21. November über 500.000 Tonnen Weizen für den Liefermonat Januar bzw. Dezenber (bei südamerikanischer Herkunft).
05.12.2019 Getreidemail

Technische Käufe nach den deutlichen Verlusten der letzten zwei Tage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 300.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit leichten Verlusten. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis des Algerien Tenders. Die Annahme, dass argentinischer Weizen einen beträchtlichen Anteil eines algerischen Kaufs ausmachen könnte, sowie die Tatsache, dass Ägypten zuletzt wieder Weizen in Russland kaufte, drückte die Stimmung. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standard-Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert zum Vortag mit Prämien von 2,50 €/to über dem Matif-März-Termin. Der gestern veröffentlichte wöchentliche COT-Report der Euronext zeigt, dass Institutionelle Anleger beim Matif Weizen wieder Netto-Long sind. Der Bestand von 10.619 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 1. Dezember auf 9.018 Netto-Long-Positionen gedreht.

04.12.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen wieder Netto-Long
Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen wieder Netto-Long. Der Bestand von 10.619 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 1. Dezember gedreht. Diese Gruppe hält nun 9.018 Netto-Long-Positionen. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 1. Dezember von 6.884 Kontrakten auf 21.528 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 79,3% während Non Commercial Participants 16,2% am Open Interest repräsentieren.
95,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 97%).
04.12.2019 Ägypten sichert sich Liquidität für Weizenimporte

Die Islamische Handels- und Finanzkooperation (ITFC) wird Ägypten 1,1 Mrd. USD Finanzhilfe für den Import von Energie und Agrarrohstoffen in 2020 zur Verfügung stellen. Das teilte heute das ägyptische Versorgungsministerium gegenüber der Presse mit.
Die Gelder sind Teil eines 3 Mrd. USD Pakets zwischen Ägypten und dem ITFC.
Im letzten Jahr hatte Ägyptens staatlicher Getreidehändler GASC akute Probleme, seine Weizenimporte fristgerecht zu zahlen. Das verärgerte internationale Anbieter und die Weizenofferten wurden dadurch teuer.
Die Finanzierung durch den ITFC stellt in 2020 nun die Bezahlung der Importe sicher.
Kairo zahlt jährlich 1,5 Mrd. USD für Getreide mit dem ein Subventionsprogramm für ca. 100 Mio. bedürftige Menschen. Ägypten ist der größte Weizenimporteur der Welt.

04.12.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen sowie die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. Januar. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde mit weiteren Abschlägen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach. Nur der auslaufende Frontmonat Dezember 2019 zeigte sich stabil.
Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Ausschreibung Algeriens um zu sehen, ob sich Weizen aus Frankreich gegen die Konkurrenz aus Argentinien durchsetzen kann. Die Exportnachfrage nach deutschem Weizen von traditionellen Kunden wie Afrika und Saudi-Arabien ist nach wie vor gut. Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg zur Lieferung im Januar wird unverändert zum Vortag mit Prämien von 2,50 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten. Durch den jüngsten Kursanstieg hat die Wettbewerbsfähigkeit von EU-Weizen etwas gelitten.

04.12.2019 Weizenangebot am Weltmarkt ist noch groß

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen am dritten Tag in Folge und erreichen damit ein Wochen-Tief. Das Angebot am Weltmarkt ist groß.
Analysten des Rohstoffbrokers IKON Commodities in Sydney Australien meinen, dass die Rally seit Mitte November überzogen war und den Weltmarkt nicht richtig widerspiegelt. Trotz der Trockenheit in Australien seien die Weizenanagebote ausreichend. Derzeit versorgen sich die Käufer noch mit den großen Ernten der Nordhalbkugel.
So leiden die US-Weizenexporteure unter dem großen Angebot aus der Schwarzmeerregion. Gestern kaufte der Ägyptische staatliche Getreidehändler GASC 295.000 Tonnen russischen Weizen.

04.12.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen

03.12.2019 Ägypten kauft 295.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideinkäufer GASC kaufte heute Händlern zufolge 295.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 31. Januar.

03.12.2019 Ägypten: Günstigste Offerte kommt aus Russland

Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die gestern Abend veröffentlichte Ausschreibung zum Kauf von Mahlweizen optionaler Herkunft erhielt, lag bei $221,49/Tonne FOB. Angeboten wurden darin 55.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. An zweiter Stelle folgte Weizen aus Frankreich. Das Handelshaus Glencore bot 60.000 Tonnen Weizen zum Preis von $221,86/Tonne FOB an. Darüber erhielt GASC weitere Offerten aus Russland, der Ukraine, Rumänien und Frankreich.
Wer letztendlich den Zuschlag erhält, hängt immer auch von den Frachtkosten ab. Bisher wurde noch kein Kaufabschluss gemeldet. Ergebnisse werden ab dem frühen Abend erwartet.

03.12.2019 Mauritius sucht 95.000 Tonnen Weizenmehl

Der Inselstaat Mauritius sucht per internationaler Ausschreibung 95.000 Tonnen Weizenmehl zur Lieferung zwischen dem 1. Juli 2020 und 20. Juni 2021 in einer Reihe von Sendungen. Das Land im Indischen Ozean kauft traditionell einen Großteil seines Mehlbedarfs weit im Voraus. Die Angebotsfrist endet am 10. Januar 2020.

03.12.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)

 Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 26.11.19 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (2.049 Kontrakte) auf 10.475 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 7.458 Kontrakte auf 116.072 Netto-Short-Positionen reduziert. Außerden drehten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand (18.452 Kontrakte) bei den Sojabohnen auf 42.941 Netto-Short-Positionen. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 26. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

03.12.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinmitnahmen nach dem Erreichen eines neuen 6-Monats-Hochs am vergangenen Freitag sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für Kursverluste. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und sehr niedrige Export-Verladungen belasteten den Markt zudem. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit nur 246.968 Tonnen Weizen unter den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben nach. Nur der auslaufende Frontmonat Dezember 2019 schloss fester. Der gestiegene Wechselkurs des Euro verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum Zeitraum 21. - 31. Januar. Auch Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC ist aktiv und sucht Weizen am Weltmarkt zur Lieferung im Februar 2020. Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge gestiegen. Grund dafür sind die höhere Exportnachfrage und die gestiegene Binnennachfrage der Verarbeiter.

03.12.2019 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Februar 2020 ausgeschrieben.
Gesucht werden zwar 50.000 Tonnen, oftmals kauft Algerien aber deutlich größere Mengen, als ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 4. Dezember.
Der Schritt, bei dem die Behörden vor dem Hintergrund der Proteste der Bevölkerung auf Korruption im subventionierten Brotsystem abzielen, sorgte auf dem internationalen Markt für Unsicherheit über einen Nachfragerückgang, insbesondere für Frankreich.
OAIC kaufte jedoch bei seiner letzten Ausschreibung im November ein typisches monatliches Volumen von rund 500.000 Tonnen, und einige Händler bezweifeln, dass das Land die Weizenimporte drastisch reduzieren kann.
03.12.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21. - 31. Januar stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

02.12.2019 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen enttäuschend schwach

02.12.2019 EU-Weichweizenexporte 58% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 1. Dezember ein Volumen von 11,1 Mio. Tonnen versus 7,0 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,4 Mio. Tonnen 44% über Vorjahr. 12% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,7 Mio. Tonnen.

02.12.2019 Ergiebiger Herbstregen in F und GB senkt Wintergetreideanbau

Ergiebiger Herbstregen in Frankreich und Großbritannien führte dazu, dass dort die Wintergetreidefläche sinkt. Anfängliche optimistischen Ernteschätzungen müssen deshalb schon wieder revidiert werden.
Nachdem im Spätsommer zunächst Trockenheit die Aussaat der Rapssaaten behinderte, gab es seit Oktober überwiegend nasse Wetterbedingungen. In Frankreich und Großbritannien war es zuletzt so nass, dass die Farmer ihre Felder nicht mehr bestellen konnten. Auch Flächen, die eingesät wurden stehen unter Wasser, was sich negativ auf die Ertragserwartungen auswirken dürfte.
In Frankreich fielen im Oktober und November 70% mehr Regen als üblich. Dort waren laut FranceAgriMer bis zum 25. November erst 80% der geplanten Weizenflächen für die Ernte in 2020 bestellt. Die Bewertung der Feldbestände (das Rating) sinkt seit zwei Wochen deutlich.
Die nassen Bedingungen haben auch die Wintergerstenflächen reduziert sowie die Maisernte erneut verzögert. In einigen Regionen verschlechtert sich die Qualität des Ernteguts bereits durch Pilzbefall.
In Großbritannien wurden 9% der für Wintersaaten geplanten Flächen nicht bestellt. Die Anbaufläche sinkt auf ein 7-Jahres-Tief. Bei Gerste sind es sogar 12% weniger. Das könnte sich durch einen Anstieg von 28% bei Sommergerste teils kompensieren.
Hierzulande stellte der Regen im Herbst keine besondere Herausforderung dar. Das Wintergetreide kam rechtzeitig in die Erde und die Maisernte ist bereits abschlossen. Unter den Marktbeteiligten herrscht derzeit eine gute Stimmung. Die Anbauflächen für Weizen und Gerste bleiben in Deutschland stabil.
Ein ähnliches Bild in Polen. Dort ist es aber auf einigen Standorten noch zu trocken. Warme Temperaturen im Oktober und November förderten die Vegetation. Etwas mehr Regen wäre wünschenswert.

02.12.2019 Australien: ABARES erwartet Rückgang der Weizenproduktion um fast 20%

Australien senkt die Prognose der Weizenproduktion um nahezu 20% aufgrund der anhaltenden Dürre an der Ostküste des Landes. Sie wird voraussichtlich auf ein 11-Jahres-Tief sinken.
Das australische Institut für Agrar- du Ressourcenökonomie- und Wissenschaften ABARES erwartet einen Rückgang der nationalen Weizenernte um fast 18% auf 15,85 Mio. Tonnen. Die September-Schätzung lag bei 19,2 Mio. Tonnen und die Prognose liegt damit fast 35% unter dem 10-Jahres-Durchschnitt. Zum dritten Mal in Folge fährt Australien damit eine unterdurchschnittliche Ernte ein.
Unter dem Rückgang leidet die Landwirtschaft ebenso wie Exportunternehmen. Niedrige Weizenexporte dürften auch Australiens stotternde Wirtschaft schädigen.
Australien gehört zu den zehn größten Getreideexporteuren der Welt und die Getreideexporte tragen in der Regel etwa 2% zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Da viele Landwirte gegen die Insolvenz kämpfen, hat die konservative australische Regierung mehr finanzielle Hilfe angeboten.
Das trockene Land hat auch zu Australiens Buschbrandkrise beigetragen.
Bei Buschbränden sind seit Anfang November mindestens vier Menschen ums Leben gekommen und mehr als 400 Häuser zerstört worden. In den Bundesstaaten New South Wales, Victoria, South Australia und Queensland lodern immer noch Brände.
Buschfeuer sind in Australien weit verbreitet, aber die Feuersaison hat viel früher als gewöhnlich begonnen. Die Temperaturen steigen weit vor dem Beginn des südlichen Sommers auf über 40 ° C, und die dürrebedürftige Landschaft wird von starken Winden heimgesucht.

02.12.2019 Russland: Weizenpreise steigen zum dritten Mal in Folge

Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche zum dritten Mal in Folge gestiegen. Grund dafür sind die höhere Exportnachfrage und die gestiegene Binnennachfrage der Verarbeiter. Russischer Schwarzmeerweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Dezember stieg per Ende letzter Woche um $0,50 auf $208,50 Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet sogar einen Anstieg um $1,00 auf $210,50/Tonne. Der Preis für Gerste stieg demnach um $0,50 auf $188,50.
Die Wetterbedingungen haben sich vergangene Woche verbessert. Dringend erwartete und benötigte Niederschläge haben die südlichen Regionen Russlands und die Ukraine erreicht. Weitere Niederschläge werden zudem in den nächsten 2 Wochen erwartet.
Der Zustand der Wintergetreidebestände in Russland ist besser, als zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet der staatliche russische Wetterdienst.
Russlands Landwirte haben die Wintergetreideaussaat auf 104% der geplanten Flächen bzw. 18,2 Mio. Hektar abgeschlossen. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 17,6 Mio. Hektar.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) exportierte Russland bis zum 28. November 20,3 Mio. Tonnen Getreide, davon 17,8 Mio. Tonnen Weizen. Insgesamt sanken die Getreideexporte Russlands im laufenden Vermarktungsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 15%.
Angesichts der steigenden Nachfrage der Verarbeiter stiegen die Inlandspreise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands bis Ende letzter Woche um 50 Rubel auf 11.400 Rubel (179 USD) pro Tonne auf Basis ex Works.

02.12.2019 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, weltweit gestiegene Kassamarktpreise, unvorteilhafte Wetterbedingungen in Europa und Australien sowie enttäuschende Weizenerträge in Teilen Argentiniens ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago auf ein 5-Monats-Hoch steigen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 612.700 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 11.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen gut zulegen. Frankreichs Landwirte haben die Winterweizenaussaat per 25. November auf nun 80% der ursprünglich geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 74%). Der Aussaatfortschritt ist damit weiterhin deutlich hinter dem Stand vor einem Jahr, als bereits 99% der Flächen bestellt waren. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich zudem der Zustand der Winterweizenbestände verschlechtert. 75% der Pflanzen befinden sich in Frankreich in Top-Verfassung. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche (78%) um 3%. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 82%. Die EU-Kommission hat ihre monatliche Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der EU moderat reduziert, von 147 Mio. Tonnen auf 146,8 Mio. Tonnen.

02.12.2019 CBoT-Weizen auf 5-Monats-Hoch

Die CBoT-Weizenfutures handeln seit Freitag auf einem Fünf-Monats-Hoch. Die Marktteilnehmer erwarten, dass weniger Weizen am Weltmarkt angeboten wird und stellen deshalb vermehrt ihre Short-Positionen am Terminmarkt glatt.
Selbst die US-Weizenexporte laufen jetzt besser als von Analysten im Vorfeld erwartet. Käufer realisieren, dass die argentinische Weizenernte längst nicht so gut auskommt, wie erwartet. In einigen Regionen des Südamerikanischen Landes erntet man wohl nur 2/3 des Durchschnittsertrages.
Dabei hatten Mühlen in Asien darauf gehofft, dass Argentinien den Ernteausfall in Australien kompensieren kann. Die Meldung, dass die Aussaat von Wintergetreide in Frankreich und Großbritannien durch ergiebige Niederschläge im Herbst behindert wurde, lässt auch die Weizenkurse am Pariser Matif steigen.
Allerdings sind die Wintergetreidebestände in Russland in besserer Verfassung als im letzten Jahr.
Rohstofffonds waren am Freitag Käufer von Weizenfutures und trieben damit die Rally an.

29.11.2019 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der EU moderat reduziert von 147 Mio. Tonnen auf 146,8 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte 2020 immer noch um 14% größer, als die von Trockenheit betroffene Ernte des Vorjahres (128,5 Mio. Tonnen). Unverändert zur vorherigen Prognose bei 26 Mio. Tonnen beließ die Kommission die Exportschätzung.
Erhöht wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion von 66,6 Mio. Tonnen auf 67,1 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Mais-Importprognose mit 17 Mio. Tonnen.
Beim Raps wurde die Prognose zum Vormonat reduziert von 16,77 Mio. Tonnen auf 16,65 Mio. Tonnen. Auch die Importprognose für Rapssaat blieb unverändert bei 6,0 Mio. Tonnen.

29.11.2019 Russland: Wintergetreide in guter Verfassung

Russlands Wintergetreidebestände befinden sich in besserer Verfassung, als vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt und auch im Vergleich der Vorjahre. Das berichtet eine hochrangige Beamte des russischen Wetterdienstes Hydrometcentre.
Russland und die Ukraine, wichtige globale Weizenexporteure via Schwarzes Meer und Asowsches Meer, säten Wintergetreide für die Ernte 2020 im Herbst bei trockenem Wetter aus. Nachfolgende Niederschläge und warmes Wetter verbesserten anschließend jedoch Aussichten für die kommende Ernte.
Lediglich 4% der Wintergetreidebestände sind in schlechter Verfassung versus 8% zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr.
Russische Landwirte haben Wintergetreide bereits auf 104% bzw. 18,2 Mio. Hektar der ursprünglich geplanten Flächen ausgesät. Im vergangenen Jahr waren es 17,6 Mio. Hektar.
Das Niveau Bodenfeuchtigkeit ist im Allgemeinen gut, mit Ausnahme einiger Teile der südlichen Regionen, in der die Aussaat noch nicht abgeschlossen ist. Etwa 5% der Bestände befinden sich derzeit in einem schlechten Zustand im Süden Russlands, wo sich die Hauptanbau- und Exportregionen für Weizen befinden.
Der Schneemangel in den zentralen Regionen wirkte sich nicht negativ auf die Aussaat aus, da das Wetter für diesen Teil der Saison noch warm ist. Schneefälle werden vorrausichtlich an diesem Wochenende erwartet.

29.11.2019 Erneut Weizen-Rekordernte in Indien – Ein Dilemma für die Regierung

In Indien könnte die Weizenproduktion in 2020 zum zweiten Mal in Folge Rekordhöhen erreichen. Der nasseste Monsun in 25 Jahren half den Bauern, ihre Anbaufläche für Wintersaaten auszuweiten, zudem werden hohe Erträge erwartet.
Eine große Ernte wird dazu beitragen, dass die staatlichen Vorräte weiter anschwellen, da das Aufkaufprogramm der Regierung zur Stützung der lokalen Preise ein wichtiges Absatzventil für die Bauern ist. Indien ist weltweit der zweitgrößte Weizenproduzent.
Die Weizenernte 2020 könnte den Rekord des Vorjahres noch überschreiten. In 2019 wurden 102,19 Mio. Tonnen erzeugt.
In der Monsunzeit (Juni-September) fiel 10% mehr Regen als im Durchschnitt. Die Bodenfeuchte war damit für die Wintersaaten optimal. Zudem sind nun die wichtigsten Reservoirs zu 86% gefüllt, im Vergleich zu 61% vor einem Jahr und 64% im Zehn-Jahres-Mittel.
In Indien wird eine Weizenernte im Jahr erzeugt. Im Oktober wird gesät und die Ernte ist im März. Stabile Preise und das staatliche Aufkaufprogramm macht den Weizenanbau für die Bauern attraktiv.
Die Regierung in Neu-Delhi hat für zwei Dutzend Feldfrüchte Mindestpreise festgelegt aber die Bauern nutzen die staatliche Intervention nur für Weizen und Reis. Ab dem Jahr 2020 gelten 4,6% höhere Mindestpreise für Weizen. Dann kostet die Tonne Weizen umgerechnet zirka 268 USD.
Aktuell wäre dieser Preis am Weltmarkt aber rund 50 USD/Tonne zu hoch.
Indien kann ohne Probleme jährlich 100 Mio. Tonnen Weizen erzeugen, derzeit aber noch nicht einmal 1 Mio. Tonnen exportieren; es sei denn die Regierung bezuschusst die Ausfuhren.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 exportierte Indien 226.255 Tonnen Weizen und im Jahr 2012/13 sogar 6,5 Mio. Tonnen. Die hohe Produktionsmenge und vernachlässigbare Exporte sind für die Regierung ein Dilemma.
Die staatlichen Weizenvorräte in Indien wurden am 1. November 2019 auf 37,4 Mio. Tonnen geschätzt. Das waren 13% mehr als im Jahr zuvor.

29.11.2019 Frankreich: Weizenratings erneut rückläufig

Frankreichs Landwirte haben die Winterweizenaussaat zur Ernte im kommenden Jahr per 25. November auf nun 80% der ursprünglich geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 74%). Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Bericht.
Der Aussaatfortschritt ist damit weiterhin deutlich hinter dem Stand, der zur selben Zeit im vergangenen Jahr erreicht wurde, als bereits 99% der Flächen bestellt waren. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich zudem der Zustand der Winterweizenbestände verschlechtert. 75% der Pflanzen befinden sich in Top-Verfassung. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche (78%) um 3%. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 82%.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, hatte bislang einen sehr feuchten Herbst und die Daten von FranceAgriMer deuten darauf hin, dass die Landwirte, die versuchen, die Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte auf feuchten Feldern zu beenden, in der vergangenen Woche nur eine begrenzte Erleichterung verspürten. Die Aussaat von Wintergerste ist zu 89% abgeschlossen (Vorwoche: 86%) und genauso wie Weizen weit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Der Zustand der Wintergerste sank von 79% auf 75% "gut bis exzellent", Vorjahr: 76%. Die Maisernte ist jetzt auf 92% der Flächen abgeschlossen damit 6 Tage hinter dem Durchschnitt der vergangenen 5 Tage. Vor einer Woche waren es 88%. In dieser Woche kehrten Regenschauer in große Teile Frankreichs zurück, was die Feldarbeit möglicherweise weiterhin behindern wird. In der kommenden Woche werden trockenere Bedingungen und leichter Frost erwartet.

29.11.2019 Getreidemail

Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen.
An der CBoT startet der Tageshandel mit Agrar-Commodities heute Nachmittag um 15.30 Uhr.
Mit einem Tag Verzögerung aufgrund des Feiertags veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium heute um 14:30 Uhr die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit US-Weizenexporten in einer Spanne von 300.000 - 600.000 Tonnen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich auch ohne Impulse aus Übersee befestigen. Der feste Kassamarkt und die anhaltende Exportnachfrage am Weltmarkt lassen derzeit wenig Spielraum für sinkende Preise. Zudem sorgen Glattstellungen von Short-Positionen beim auslaufenden Dezember-Kontrakt und charttechnische Effekte für Kursauftrieb. Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft ist aufgrund der stetigen Exportnachfrage gering. Zudem behindert nasses Wetter die Wintergetreideaussaat in Teilen Westeuropas inklusive Frankreich. Händler in Frankreich berichten Tag für Tag von mindestens stabilen Prämien.

28.11.2019 CBoT-Sojabohnen auf 2-Monats-Tief

Gestern sanken die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures auf ein Zwei-Monats-Tief. Technische Verkäufe und die Erwartung von Regen in den Anbaugebieten Südamerikas waren dafür die Begründung.
Auch die Mais- und Weizenfutures gerieten unter Druck, weil Händler ihre Positionen vor dem heutigen Feiertag Thanksgiving justierten. Die CBoT startet ihren Handel morgen um 15:30 Uhr deutscher Zeit wieder.
Zuletzt gerieten die Kurse der CBoT-Agrarrohstoffe wieder unter Druck, weil es bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China nicht vorangeht. Die US-Agrarexporte leiden darunter besonders.
China ist weltweit und mit großem Abstand der bedeutendste Käufer von Sojabohnen. Bis zum letzten Jahr und noch vor dem Handelsstreit kaufte man US-Sojabohnen im Wert von mehr als 12 Mrd. USD. Seit Beginn des Handelsstreits kauft China nun mehr Sojabohnen in Brasilien.
In der kommenden Woche wird in den brasilianischen Anbauregionen Regen erwartet. Das dürfte die Aussicht auf eine erneut große Ernte verbessern. Kriegen Washington und Peking kein Abkommen hin, so dürfte Brasilien erneut profitieren.

28.11.2019 Auch im Sommer Buschfeuer und Hitzewellen im Osten Australiens

Der Osten Australiens, der bereits jetzt unter Buschfeuern und Hitzewellen leidet, wird Meteorologen zufolge auch noch den ganzen Sommer über zu heiß und trocken sein. Es drohen weitere schlimme Wetterereignisse.
Die Wetterdienste warnen vor weiteren Hitzewellen und erwarten im Sommer, der dort von Dezember bis Februar andauert, nur wenige Niederschläge. Der Frühling war so trocken wie niemals zuvor.
Ein heißer und trockener Frühling eröffnete die jährliche Buschfeuer-Saison früher als üblich. Es gab diverse Todesfälle und seit September verbrannten mehr als 500 Häuser. Es könnte noch schlimmer kommen.
Diese Vorhersage bedroht auch die dortige Landwirtschaft und damit die Weizenernte. Drei Jahre in Folge war es zu trocken und die diesjährige Ernte wird wohl noch schlechter ausfallen.
Australiens unzuverlässige Energieversorger litten im letzten Sommer immer wieder unter Blackouts, sobald der Stromverbrauch durch die Klimaanlagen stark stieg.
Die beschriebene Wetterlage im Osten Australiens wird durch überdurchschnittlich warmes Oberflächenwasser im Indischen Ozean vor Afrika in Kombination mit kühleren Oberflächenwasser-Temperaturen vor Indonesien begründet. Solch starke Dipole im Indischen Ozean begünstigen Wetterextreme.

28.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die CBoT- Weizennotierungen gestern schwächer schließen. Institutionelle Anleger verkauften 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Es war für viele Händler der letzte Handelstag vor einem langen Wochenende. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen.
Weizenfutures am Pariser Matif schlossen, unabhängig von den Vorgaben aus Übersee, unverändert bis leicht schwächer. Ein schwacher Euro-Wechselkurs zum US-Dollar sowie weltweit festere Kassamarktpreise stützen. Außerdem stellen viele Halter von Short-Positionen im bald fälligen Dezember-19-Termin ihre Futures glatt. Ein für den 5. Dezember geplanter Eisenbahnerstreik in Frankreich wird die Logistik dort herausfordern. Zudem bieten die französischen Lagerhalter ihren Weizen nur zögerlich an. Eine lange Warteliste der Schiffe in den Exporthäfen könnte dann noch länger werden. Die Prämien am französischen Kassamarkt steigen bereits. Auch in Deutschland wird von einem emsigen Exportprogramm berichtet. Der Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg wird mit Prämien von 3 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten.

28.11.2019 Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von CBoT Mais, Sojabohnen und Weizen

27.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg (3%) am Montag sorgten gestern in Chicago für Kursverluste. Das US-Landwirtschaftsministerium bewertete den Zustand der US-Winterweizenbestände unverändert bei 52% "gut bis exzellent". Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 51%. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert
Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris profitierten die Termine der alten Ernte von den festen US-Vorgaben des Vortages. Händler reagierten darauf mit Glattstellungen von Short-Positionen. Mit einem Kurs von € 183,75 erreichte die liquideste März-Fälligkeit im Handelsverlauf ein neues 4-Wochen-Hoch. Die Termine der neuen Ernte schlossen mit moderaten Verlusten. Am Kassamarkt in Frankreich blieben die Prämien aufgrund der stetigen Nachfrage nach Exportweizen und der mangelnden Abgabebereitschaft der Landwirtschaft stabil. Stabil bei 3 Euro über März 2020 blieben auch am Kassamarkt in Hamburg die Prämien für Exportweizen mit 12% Eiweißgehalt zur Lieferung im Januar.

26.11.2019 US-Winterweizen: Unveränderte Ratings

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten blieb in der Woche bis zum 24. November unverändert. Nach wie vor 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt 55% der Bestände das Top-Rating.

26.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und stiegen gestern auf ein 1-Monats-Hoch aufgrund des festen inländischen Kassamarktes, steigender russischer Weizen-Export-Preise sowie wetterbedingter Risiken in Russland und in Teilen Europas. Der Saatenzustandsbericht des USDA blieb zur Vorwoche unverändert. 52% der US-Winterweizenbestände erhielten die Bewertung "gut bis exzellent". Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 420.813 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, meldet der Marktanalyst MARS.
Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission.

25.11.2019 EU-Weichweizenexporte 59% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,1 Mio. Tonnen 41% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,1 Mio. Tonnen.

25.11.2019 Wintergetreideanbau wird in Teilen Europas durch Regen eingeschränkt

Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Das meldet heute der Marktanalyst der Europäischen Union MARS.
Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, wird im Monatsbericht festgestellt.
Der Süden Frankreichs und Norditalien waren in der Zeit vom 1. Oktober bis 20. November am stärksten von den heftigen Niederschlägen betroffen und verschlechtert damit auch die schwierigen Saat- und Erntebedingungen.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, wird deshalb eine kleinere Anbaufläche ausweisen, auch wenn die meisten Wintergetreideflächen bereits bestellt waren. Die Startbedingungen vieler neuen Saaten sind schwierig. Lediglich die früh gesäten Bestände entwickeln sich gut. Auf später angesäten Flächen verzögert sich das Wachstum.
Im August und September klagten die Bauern noch über zu trockene Bedingungen. Die Aussaat von Winterraps wurde in Frankreich, Ungarn und Teilen Deutschlands sogar durch Trockenheit verhindert. Der Oktoberregen hat danach aber die Startbedingungen beim Raps verbessert.
Die häufigen Niederschläge hat auch die Maisernte in Deutschland und in Frankreich verzögert. Außerdem die Kartoffel- und Zuckerrübenernte in Großbritannien, was zu Folge hat, dass einige Kartoffeläcker dort erst im kommenden Frühjahr geerntet werden können.

25.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 19.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (391 Kontrakte) auf 2.049 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 12.609 Kontrakte auf 123.530 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 12.598 Kontrakte auf 18.452 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
25.11.2019 Russland: Steigende Weizenpreise aufgrund großer Nachfrage und Wetterrisiken
Russlands Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund der gestiegenen Exportnachfrage und der Bedenken über die Ernte 2020 in Russland und der Ukraine.
Die Aussaat von Wintergetreide ist mit 104% der ursprünglich geplanten Flächen bereits höher, als ursprünglich geplant.
Schwarzmeer-Export-Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Dezember stieg Ende vergangener Woche um $1 auf $208/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet ebenfalls einen Preisanstieg um $1 auf $209,50/Tonne FOB. Der Gersten-Preis stieg um $1 auf $188/Tonne.
Sowohl in Russland als auch in der Ukraine herrscht ein großer Feuchtigkeitsmangel. Die meisten Regionen werden jedoch mit ausreichend Niederschlag versorgt, so SovEcon.
Im Allgemeinen war der Zustand der Wintergetreidebestände in Russland nahezu durchschnittlich, in einigen Fällen jedoch etwas schlechter als vor einem Jahr.
Regen und Schnee dürften in dieser Woche in Russland und der Ukraine eintreffen. Die Temperaturen im europäischen Teil Russlands sind für diese Jahreszeit niedriger als gewöhnlich, liegen jedoch über dem Niveau, das die Aussaat bedrohen würde.
Russlands Landwirte sind derzeit eher nicht gewillt, zu aktuellen Preisen zu verkaufen und ziehen es vor, den Weizen einzulagern, während einige Exporteure nicht mehr genügend Zeit haben, um Weizen für zuvor unterzeichnete Verträge zu beschaffen, so SovEcon.
Russland exportierte seit dem Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli bis zum 21. November 19,4 Mio. Tonnen Getreide, davon 17,0 Mio. Tonnen Weizen, so SovEcon. Die gesamten Getreideexporte gingen gegenüber dem Vorjahr um 16% zurück.
Angesichts der steigenden Nachfrage von Verarbeitern stiegen die Inlandspreise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands bis Ende letzter Woche um 125 Rubel auf 11.350 Rubel (177,8 USD) pro Tonne auf Basis ex Works.
In den Regionen Süd- und Wolga verzeichneten die aserbaidschanischen Käufer eine steigende Nachfrage, während in Sibirien der Weizen der dritten Klasse aufgrund der starken Nachfrage aus Kasachstan um 300 Rubel auf 11.000 Rubel pro Tonne stieg, so SovEcon.
25.11.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Befürchtungen über eine reduzierte US-Weizenanbaufläche 2020 aufgrund der stockenden US-Mais- und Sojabohnenernte ließen die Weizennfutures am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Gewinnen. Zudem stützte der gesunkene Wechselkurs des Euro den Markt. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen von FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt. Die Winterweizenaussaat liegt per 18. November mit einem Fortschritt von 74% 5 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Händler glauben, dass der Löwenanteil der von Algerien gekauften 500.000 Tonnen Weizen aus Frankreich stammt. Dort gingen die Prämien am Kassamarkt wieder zurück, nachdem sie aufgrund der Ausschreibung Algeriens kräftig zulegten.

25.11.2019 CBoT-Weizenkurse heute Morgen erneut fester

Die Chicago-Weizenfutures steigen heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge nachdem bekannt wurde, dass die Weizenanbaufläche in den USA kleiner ausfällt als bisher erwartet und weil die Schätzung der Produktion in Australien weiter sinkt.
Die Weizenkurse an der CBoT werden gestützt durch Glattstellungen von Verkaufskontrakten durch institutionelle Anleger sowie den non-commercial traders. Das ist das so genannte short-covering.
In den USA wurden für die Ernte 2020 45,2 Mio. acres angebaut; das ist die kleinste Anbaufläche seit dem Jahr 1919.

22.11.2019 „Eiweißlücke“ in der EU: Importe sind rentabler

Für den heimischen Agrarsektor ist es rentabler, kostengünstige Proteinträger wie Soja zu importieren und auf den eigenen Flächen profitablere Feldfrüchte wie Weizen, Mais oder Kartoffeln anzubauen. Der niedrige Selbstversorgungsgrad an Eiweißfuttermitteln in Deutschland ergebe sich aus den am Markt bestehenden Preis- und Kostenrelationen von heimischen und importierten Proteinträgern, stellt die Bundesregierung in einer Antwort (19/14521) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13835) zum Import und heimischer Anbau von Eiweißpflanzen fest.
Aus Sicht der Bundesregierung deute ein niedriger Selbstversorgungsgrad nicht pauschal auf ein Risiko hin. Weiter heißt es, dass es zusätzlich mindestens 1,8 Mio. ha Ackerfläche für den Anbau mit Eiweißpflanzen bedürfe, um die derzeitigen Importe von rund 2,33 Mio. t Eiweiß für Futterzwecke zu ersetzen. Der Anbau müsste außerdem auf vorhandenem Ackerland erfolgen und würde andere Kulturen verdrängen.

22.11.2019 Frankreich: Weizenratings stark rückläufig

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt.
78% der Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, das ist ein Rückgang zur Vorwoche (84%) um 6%. Zudem liegt der Wert unter dem des vergangenen Jahres (82%) zum selben Zeitpunkt.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich auf 74% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 71%, vor einem Jahr waren es bereits 97%.
Weiterhin stark verzögert ist auch die Maisernte in Frankreich. 88% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 84%.

22.11.2019 Argentiniens Farmer säen in letzter Minute mehr Sojabohnen

Agrarexperten der argentinischen Regierung und die größte Getreidebörse des Südamerikanischen Landes hoben gestern ihre Schätzungen zur Sojabohnenanbaufläche an, da Farmer sich, wegen politischen Unsicherheit, durch die Ölsaat, die weniger Einsatz von Betriebsmitteln verlangt, gegen den teureren Maisanbau entscheiden.
Am 10. Dezember beginnt die Amtszeit des neuen Präsidenten Alberto Fernandez, der bisher wenig über seine Agrarpolitik durchblicken ließ. Farmer und Exporteure erwarten aber, dass der Mitte-links Politiker die Exportzölle für Sojabohnen und Mais anheben wird.
Die Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft Cristina Fernandez war während ihrer Amtszeit als Präsidentin in den Jahren 2007-2015 mit der Agrarbranche ständig im Streit. Sie erließ strenge Exportrestriktionen für Weizen, Mais und Sojabohnen mit Exportzöllen von bis zu 35%.
Um das Risiko zukünftiger Exportkontrollen zu begrenzen, entscheiden sich viele Farmer in letzter Minute für den Anbau von Sojabohnen und damit gegen den teureren Maisanbau. Bisher wurden in Argentinien für die nächste Ernte 31,3% der geplanten Sojabohnenflächen bestellt. Die Getreidebörse schätzt die Sojabohnenfläche jetzt auf 17,7 Mio. Hektar und damit 100.000 Hektar mehr als zuletzt erwartet. Die Maisanbaufläche wird aber auch wegen widrigen Wetterbedingungen eingeschränkt. Die Wasserreserven in den Provinzen Cordoba und Buenos Aires sind nur mittelmäßig. Die Maisanbaufläche wird um 100.000 Hektar kleiner ausfallen als im Oktober erwartet. Bis gestern waren 45,7% der geplanten Flächen mit Mais bestellt.
Der Landwirtschaftsminister gab in seinem jüngsten Monatsbericht bekannt, dass die Sojabohnenanbaufläche auf 17,2 Mio. Hektar kommt (Vormonat: 17,1).
Die Weizenernte 2019/20 schätzt er auf 19 Mio. Tonnen. Die Ernte dazu ist bereits in Gang und wird noch bis Ende Januar anhalten.

22.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die US-Export-Sales lagen mit 437.700 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den gestrigen Tag mit Verlusten. Algerien kaufte 500.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Mit gewisser Sorge wurde die Nachricht Algeriens aufgenommen, die Weizenimporte von jährlich 6 Mio. Tonnen auf 4 Mio. Tonnen reduzieren zu wollen um die Kosten für Fremdwährungen zu sparen und Korruption einzudämmen. Händler sind jedoch skeptisch, ob sich die Weizenimporte angesichts des großen Bedarfs erheblich reduzieren lassen. Algerien kauft traditionell große Mengen seines Weizens in Frankreich. Das IGC erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar. Institutionelle Anleger sind beim Matif Weizen weiter Netto-Short. Der Bestand von 2.748 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 15. November auf 10.619 Kontrakte erhöht.

21.11.2019 IGC erwartet globales Mais-Defizit

Das International Grains Council erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar.
Im monatlichen Update schätzt das Unternehmen die weltweite Anbaufläche für Weizen auf 218 Mio. Hektar. Erwartet wird eine Zunahme der Weizen-Anbaufläche in Russland. Dagegen habe das nasse Wetter die Feldarbeiten im Herbst in Teilen der Europäischen Union unterbrochen und die Trockenheit in der Ukraine zu einem erheblichen Rückgang der Weizenanbaufläche geführt habe.
Beim Mais wurde die Prognose um 5 Mio. Tonnen auf 1,103 Mrd. Tonnen erhöht aufgrund der größeren Produktion in den Vereinigten Staaten und Afrika.
Der Forecast-Output für die Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Maisproduzenten, erhöhte das IGC um 3 Mio. Tonnen auf 345 Mio. Tonnen aufgrund guter Erträge.
Damit gäbe es im dritten Jahr in Folge in 2019/20 ein globales Mais-Defizit, das vom IGC auf 39 Mio. Tonnen geschätzt wurde.

21.11.2019 Asien kauft in Q1/20 Weizen in Argentinien

Argentinien wird wohl auch in dieser Saison den Getreideimport in Asien dominieren. Handelshäuser haben bereits nennenswerte Volumen zur Lieferung im Q1/20 gekauft. Der traditionelle Lieferant Australien leidet erneut unter einer Trockenheit, die die Getreideernte dort beschränkt.
Weizenexporte aus Südamerika nach Indonesien, dem zweitgrößten Weizenimporteur der Welt, haben in den letzten 12 Monaten Rekordmengen erreicht. Ebenso nach Bangladesch, Malaysia und Vietnam.
Mehr als 30% des globalen Weizenhandels gehen in Länder in Südostasien. Da Australien derzeit kein Getreide am Weltmarkt anbietet, kommt Argentinien im zweiten Jahr in Folge umfangreich zum Zug. Die meisten Mühlenbetriebe sind mit der argentinischen Weizenqualität zufrieden und ordern mindestens so viel wie in der letzten Saison.
Experten der Buenos Aires Grains Exchange hatten letzte Woche ihre Prognose für die Weizenernte 2019/20 von 18,8 auf jetzt 18,5 Mio. Tonnen gesenkt, weil eine gefährliche Pilzkrankheit die Erträge im Land reduziert. Damit kann Argentinien in den kommenden Monaten aber immer noch einen Überschuss von 12 Mio. Tonnen exportieren. Davon sollen aber schon acht Mio. Tonnen verkauft sein, die größte Menge nach Südostasien.
Müller in Nordafrika und dem Mittleren Osten werden sich deshalb wohl weiter im Schwarzmeerraum bedienen oder in Frankreich. Die Asiaten kaufen in Argentinien.
Argentinien war bereits in der vorherigen Saison in den Monaten Januar bis Juni Indonesiens größter Weizenlieferant mit einem Marktanteil von 30%, so die Aussage von Händler im Kassamarkt, die diese Geschäfte abwickeln.
Indonesien importierte in den Monaten Januar-Juni 2019 rund 1,9 Mio. Tonnen Weizen aus Argentinien. Im Vergleich dazu war die Menge in der vorherigen Saison nur knapp 700.000 Tonnen und in dem Jahr davor 150.000 Tonnen.
Dem Brokerhaus FCStone zufolge wird Australien in der Saison 2019/20 nur eine Weizenernte von 15,54 Mio. Tonnen einfahren. Das wären 19% weniger als die letzte offizielle Schätzung, die noch bei 19,2 Mio. Tonnen liegt. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 erntete man dort unten noch 32 Mio. Tonnen Weizen. Australien kann demnach in den kommenden 10 Monaten nur 7-8 Mio. Tonnen Weizen ausführen.
Der Weizen aus Argentinien wird aktuell mit 232 USD/Tonnen c&f in Asien angeboten. Weizen aus dem Schwarzmeerraum kostet dort zurzeit zwischen 240 und 250 USD Tonne.

21.11.2019 Algerien kauft über 500.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 500.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Sellers-Option) zum Preis von $223 - $224/Tonne c&f gekauft, melden soeben europäische Händler über den Nachrichtendienst Reuters.
Insgesamt fünf Handelshäuser erhielten den Zuschlag. Algerien veröffentlicht grundsätzlich nicht die Ergebnisse seiner Ausschreibungen, Händler glauben jedoch, dass der Löwenanteil aus Frankreich stammen wird.
Gesucht wurde demnach Weizen für zwei Lieferperioden:
1. – 15. Januar und 16. – 31. Januar
Bei Weizen aus Südamerika gelten abweichende Lieferperioden:
1. – 15. Dezember und 16. – 31. -Dezember.
Mit gewisser Sorge wurde die Nachricht Algeriens aufgenommen, dass die algerische Regierung plant, die Weizenimporte von jährlich 6 Mio. Tonnen auf 4 Mio. Tonnen zu reduzieren. Dies solle geschehen um die Kosten für Fremdwährungen zu sparen. Händler sind jedoch skeptisch, ob sich die Weizenimporte erheblich reduzieren lassen.
21.11.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Short

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Short. Der Bestand von 2.748 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 15. November erhöht. Diese Gruppe hält nun 10.619 Netto-Short-Positionen. Das zeigt der am gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten per 15. November den Netto-Long-Bestand von 2.850 Kontrakten auf 6.884 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 81,8% während Non Commercial Participants 15,2% am Open Interest repräsentieren.

21.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern den dritten Tag in Folge zulegen und waren somit auch das stärkste Glied im Agarkomplex. Technische Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit Exporten in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konsolidierten sich Nahe eines Drei-Wochen-Hochs und schlossen kaum verändert zum Vortag. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Weizenausschreibung Algeriens. In Frankreich half der trockene Start in die Woche, die regenverzögerte Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte voranzutreiben. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November um €0,50 auf €4,00 über Paris Dezember 19. In Polen stiegen die Kassamarktpreise aufgrund der guten Exportnachfrage und der zurückhaltenden Abgabebereitschaft der Landwirte.

20.11.2019 Syrien sucht Weizen aus Russland

Syriens staatlicher Getreideinkäufer (Hoboob) hat eine internationale Ausschreibung zum Kauf und Import von 150.000 Tonnen Weichweizen für die Herstellung von Brot ausgeschrieben. Gesucht wird lediglich Weizen russischer Herkunft, melden europäische Händler.
Die Angebotsfrist endet am 18. Dezember und der Versand soll 45 Tage nach Bestätigung der Bestellung erfolgen. Die Preise sollten nur in US-Dollar lauten und die Zahlung erfolgt ebenfalls in US-Dollar.
Die neue Ausschreibung wurde erwartet, nachdem das Land in seiner vorherigen Ausschreibung für 150.000 Tonnen Anfang November keinen Kauf getätigt hatte.
Syriens Weizen- und Gerstenernte verbesserte sich in diesem Jahr dank guter Niederschläge und höherer Sicherheit, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen im September. Die Ernährungssicherheit bleibt jedoch eine Herausforderung.
Der UN-Bericht schätzt die Weizenproduktion Syriens für die Saison 2019 auf 2,2 Mio. Tonnen, nach dem 29-Jahrestief von 1,2 Millionen Tonnen im Vorjahr.
Die 4 Millionen Tonnen, die Syrien vor dem Bürgerkrieg produzieren konnte, werden jedoch immer noch weit unterschritten, und die Einfuhren wurden durch finanzielle Sanktionen erschwert.

20.11.2019 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Nachwirkungen aus dem US-Saatenzustandsbericht vom Montag ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Zustand der Winterweizenbestände in den USA hat sich in der Woche bis zum 17. November erneut verschlechtert. Nur noch 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 54% Zu trockene Wetterbedingungen in weiten Teilen Argentiniens und Australiens gaben zudem Unterstützung. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert.
Die Weizenfutures in Paris stiegen gestern im Fahrwasser des Kursanstiegs in Chicago und der Erwartung, dass Weizen aus Frankreich von der Ausschreibung Algeriens am stärksten profitieren könnte. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei €4,50 über Paris Dezember 19. Die gestiegenen Kassamarktpreise in der Schwarzmeer-Region inklusive Russland pushen derzeit die Nachfrage nach deutschem Weizen. Deutsche Händler erwarten Ende 2019 Anfang 2020 aus dem Nahen Osten und dem afrikanischen Kontinent eine größere Nachfrage.

20.11.2019 CBoT-Weizenkurse steigen am 3. Tag in Folge

Heute Morgen steigen die Weizenkurse am CBoT am dritten Tag in Folge und erreichen damit ein Ein-Wochen-Hoch. Grund dafür sind schlechtere Bewertungen der US-Feldbestände für Wintersaaten sowie das kleinere Weizenangebot von der Südhalbkugel.
Das USDA hatte am Montagabend nur noch 52% US-Winterweizenbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft (Vorwoche: 54%).
Die Weizenernte in Australien wird immer kleiner eingeschätzt und nun sinken auch die Prognosen für die Weizenernte in Argentinien. Das melden Getreidehändler in Singapur.
Argentiniens Weizenernte 2019/20 wird jetzt nur noch auf 18,5 Mio. Tonnen geschätzt. Dort soll ein gefährliches Fusarium die Erträge mindern.
Der Marktanalyst FCStone hatte bereits zu Beginn dieses Monats seine Prognose für die Australische Weizenernte 2019/20 rund 20% kleiner eingeschätzt als die letzte offizielle Schätzung.

19.11.2019 Tunesiens kauft Weizen, Durum-Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 75.000 Tonnen Weichweizen, 92.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Beim Weichweizen wurde nicht ausgeschriebene Menge (92.000 Tonnen) gekauft. Händlern zufolge war der Preis zu hoch.

19.11.2019 Kanadas Eisenbahner streiken

Rund 3.000 Mitarbeiter der Canadian Railway, Kanadas größter Eisenbahnbetreiber, sind heute in Streik getreten nachdem die Gespräche mit dem Arbeitgeber über eine Gehaltserhöhung und sichere Arbeitsplätze gescheitert ist.
Schaffner, Zugpersonal und Gleisarbeiter sind jetzt offiziell im Streik heißt es in einem Tweet der Gewerkschaft.
Kanada, einer der weltweit größten Exporteure von Agrarrohstoffen, ist von zwei großen Eisenbahngesellschaften abhängig, die Canola (Rapssaat) und Weizen aus dem weiten Westen des Landes zu den Pazifik-Hafenstädten transportieren. Auch für die Rohöltransporte aus Alberta wurden immer öfter die Eisenbahn als Alternative zu den überlasteten Pipelines für den Transport zu den Raffinerien genutzt.
Die Gewerkschaft Teamsters hat den Streik zunächst auf 72 Stunden befristet. Die Mitarbeiter des Unternehmens klagen über eine große Belastung der Gesundheit und über mangelnde Sicherheitsmaßnahmen. Es ist der erste Ausstand der Eisenbahner der Canadian National in einem Jahrzehnt.
Der vorherige Tarifvertrag endete am 23. Juli.

19.11.2019 US-Winterweizenaussaat auf 95% der Flächen erledigt

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich in der Woche bis zum 17. November erneut verschlechtert. Nur noch 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 54%. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt 56% der Bestände das Top-Rating. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 53%.
Die Winterweizenaussaat ist auf 95% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 92%; Vorjahr: 92%; 5-Jahres-Durchschnitt: 95%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Aussaatfortschritt von 95%.

19.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrakomplex und konnten moderate Gewinne verzeichnen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften nach den Verlusten der letzten Tage gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 449.304 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Beim gestrigen Saatenzustandsbericht des USDA erhielten nur noch 52% der US-Winterweizenbestände das Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 54%). Analysten erwarteten einen Anteil von 53%. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen leicht zu. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 17. November ein Volumen von 10,3 Mio. Tonnen versus 6,6 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr. Algerien und Tunesien haben gestern Weizenausschreibungen aufgelegt. In Rouen stiegen die physischen Prämien nach Bekanntgabe der Ausschreibungen.

18.11.2019 Russland: Weizen-Exportpreise stiegen um $1

Die russischen Weizen-Exportpreise stiegen in der vergangenen Woche, hauptsächlich, weil Ägypten in der letzten Ausschreibung den Löwenanteil in Russland kaufte. 465.000 Tonnen Weizen kaufte Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC vergangene Woche. 345.000 Tonnen Weizen stammen davon aus Russland und 120.000 Tonnen aus der Ukraine. In Sibirien löste die große Nachfrage aus Kasachstan eine ungewöhnliche Preisspitze aus.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg Ende der Woche um $1 auf $201/Tonne FOB meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet einen Preisanstieg um $1 auf 208,50/Tonne. Die Gersten-Preise blieben stabil bei $187/Tonne.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 exportierte Russland bis zum 7. November 19,0 Mio. Tonnen Getreide, ein Rückgang um 15% verglichen mit den Exporten vor einem Jahr zur selben Zeit. Die Weizenexporte erreichen ein Volumen von 16,6 Mio. Tonnen.
Der Inlandspreis für Weizen der Klasse 3 stieg vergangene Woche im europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 11.225 Rubel ($176,00) pro Tonne auf Basis ex Works. In Sibirien stiegen die Preise aufgrund der Verkäufe an Kasachstan um 200 Rubel und erreichten ein Niveau von 10.700 Rubel pro Tonne. Marktteilnehmer erwarten weitere Käufe Kasachstans. Die Länder Kasachstan und Russland bilden eine Freihandelszone.
Per 14. November wurde in Russland Wintergetreide auf einer Fläche von 18,2 Mio. Hektar ausgesät (103,9% der ursprünglich geplanten Anbaufläche).
Trotz der jüngsten Trockenheit sind die Bedingungen dank einiger Regenfälle und warmer Temperaturen, die die Entwicklung der Ernte vor dem Winter begünstigten, im Allgemeinen gut, so SovEcon. Die derzeit geringen Feuchtigkeitsreserven bedeuten jedoch, dass die Felder im Winter und Frühling mehr Niederschläge benötigen.

18.11.2019 EU-Weichweizenexporte 56% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 17. November ein Volumen von 10,3 Mio. Tonnen versus 6,6 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,0 Mio. Tonnen 42% über Vorjahr (2,1 Mio. Tonnen). 14% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 7,7 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 6,7 Mio. Tonnen).

18.11.2019 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar 2020 ausgeschrieben.
Gesucht werden zwar 50.000 Tonnen, oftmals kauft Algerien aber deutlich größere Mengen, als ausgeschrieben.
Die Angebotsfrist endet am 20 November.
18.11.2019 Tunesien sucht Weizen und Gerste am Weltmarkt
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Durum-Weizen, 92.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 19. November.
Zuletzt kaufte Tunesien am 23. Oktober 75.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft.
18.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 12.11.19 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (654 Kontrakte) auf 391 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 6.075 Kontrakte auf 110.921 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 27.379 Kontrakte auf 31.050 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.11.2019 Weniger Winterweizen, mehr Sommergerste wegen Nässe im Westen der EU

Strategie Grains senkte heute seine Prognose für die Wintergetreide-Anbaufläche der Europäischen Union, weil ergiebige Regenfälle die Feldarbeiten in Westeuropa unterbrachen.
In dem Monatsbericht des französischen Marktanalysten geht das Unternehmen davon aus, dass der Weizenanbau in der EU für die Ernte im Jahr 2020 auf einer Fläche von 23,7 Mio. Hektar stattfindet. Das sind 200.000 Hektar weniger als in der Oktoberprognose und auch weniger als die Anbaufläche des Vorjahres als der Weizen auf 23,8 Mio. Hektar angebaut wurde.
Die Reduzierung beim Wintergetreide wird in erster Linie in Großbritannien verursacht und zu einem geringeren Anteil in Frankreich wo die Felder für die Aussaat jetzt zu nass sind. Im Oktober gingen die Experten noch von einer stabilen Anbaufläche für Weizen und einer um 3% kleineren Gerstenanbaufläche aus. Auch die Sommergerstenfläche würde demnach um 4% sinken während die Prognose für den Maisanbau in 2020 um 2% steigt.
Heute wird die Erwartung für den Gerstenanbau aber angehoben, weil Landwirte aktuell nicht alle Flächen mit Winterweizen bestellen können.

18.11.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt sowie trockenes Wetter in den US-Plains, das die dortige Winterweizenaussaat begünstigt, ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Mit 238.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections am unteren Rand der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den letzten Handelstag der Woche mit moderaten Verlusten. Der am Donnerstag getätigte Kauf von 465.000 Tonnen Weizen durch Ägypten, bei dem französischer Weizen gebenüber Weizen aus Russland und der Ukraine preislich das Nachsehen hatte, belastete die Stimmung. Zudem stiegt der Wechelkurs des Euros, was die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus der EU am Weltmarkt verschlechtert. Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 72% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 67% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 92%. Die Entwicklung beim Winterweizen ist im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt 10 Tage verzögert. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November auf €4,50 über Paris Dezember 19.

15.11.2019 Argentinien: Fusarien-Pilze belasten Weizenbestände

Der Ausbruch von Fusarien-Pilzen beim Weizen in Argentinien führt dazu, dass die Buenos Aires Grains Exchange die Weizenernte 2020 nun auf 18,5 Mio. Tonnen schätzt und damit geringer, als die vorangegangene Prognose von 18,8 Mio. Tonnen.

15.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 85% komplett
Französische Landwirte haben bis zum 11. November 2019 85% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 6% zur Vorwoche, als 79% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 99%. Frankreichs Maisernte ist damit im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre acht Tage im Verzug. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar 20 Tage Verzug.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 72% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 67% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 92%. Die Entwicklung beim Winterweizen ist im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt 10 Tage verzögert. Außerdem sind 83% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 81%). Im Vergleich zu den vergangenen 5 Jahres ist die Wintergersten-Entwicklung acht Tage verzögert. 85% der Wintergerstenbestände sind in Top-Verfassung (Vorjahr: 77%).
Das nasse Wetter hat Sorgen geweckt, dass die Landwirte möglicherweise Schwierigkeiten bekommen, die Wintergetreide-Aussaat abzuschließen, insbesondere in Großbritannien.
Laut Meteo France lag der landesweite Niederschlag in Frankreich im Oktober um 40% über dem Durchschnitt. Im November gab es neben Stürmen auch häufiger Schauer und jetzt auch Schnee in den südlichen Regionen.
Die Niederschläge könnten jedoch den Böden zugutekommen, die unter Dürre und Hitze im Sommer litten. Laut Meteo France hat der starke Regen im vergangenen Monat die Bodenfeuchtigkeit wieder normalisiert.
Der Niederschlag hatte auch dazu beigetragen, dass sich die Grundwasserreserven im letzten Monat stabilisierten oder erhöhten, nachdem sie in den meisten Regionen dieses Jahr auf ein niedriges Niveau gefallen waren.
15.11.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie die derzeit schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt belasteten gestern erneut die Weizenfutures in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures mehrheitlich den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf fast allen Terminen mit Verlusten. Da sich der europäische Weizen in diesem Wirtschaftsjahr sehr gut im Wettbewerb behaupten kann, hebt das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains seine Prognose für die Exporte aus der Union erneut an. In seinem Monatsbericht gehen die Experten des Unternehmens davon aus, dass in der Saison 2019/20 bis zu 28,8 Mio. Tonnen Weizen aus der EU ausgeführt werden. Im Oktober ging man noch von 27,3 Mio. Tonnen aus; seit Juli wurde die Prognose um 7 Mio. Tonnen angehoben. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC kaufte gestern 465.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland und Ukraine. Weizen aus Frankreich konnte sich in der Ausschreibung dieses Mal nicht gegen die Schwarzmeer-Konkurrenz durchsetzen.

15.11.2019 US-Weizenkurse seit 4 Wochen auf Talfahrt

Heute werden die CBoT-Weizenfutures wohl ihren vierten Wochenverlust in Folge verbuchen. Die Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum und der EU ist für US-Anbiete zu stark.
Russland hatte einen schwachen Saisonstart beim Export, jetzt wollen die Russen ihren Rückstand wieder aufholen und bieten aggressiver an. Gestern kaufte der ägyptische Getreideeinkäufer GASC 450.000 Tonnen russischen Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 5.-15. Januar 2020.
US-Weizen ist in den meisten Empfangsregionen der Welt dagegen nicht wettbewerbsfähig, so die Aussage eines Maklers in Singapur. Nur wenige Länder kaufen noch US-Weizen, weil sie immer US-Weizen gekauft haben.
Inzwischen kommen positive Signale von den Gesprächen zwischen Washington und Peking. Der Verhandlungsführer der USA Larry Kudlow spricht von konstruktiven Diskussionen. Eine Vereinbarung über die Lieferung von US-Agrarrohstoffen nach China scheint greifbar nahe.

15.11.2019 Ägypten kaufte gestern 465.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 465.000 Tonnen Weizen. 120.000 Tonnen wurden in der Ukraine gekauft und die restlichen 345.000 Tonnen in Russland.

14.11.2019 Strategie Grains hebt Exportprognose für die EU erneut an

Da der europäische Weizen in diesem Wirtschaftsjahr sich sehr gut im Wettbewerb behaupten kann, hebt das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains seine Prognose für die Exporte aus der Union heute erneut an.
In seinem Monatsbericht gehen die Experten des Unternehmens davon aus, dass in der Saison 2019/20 bis zu 28,8 Mio. Tonnen Weizen aus der EU ausgeführt werden. Im Oktober ging man noch von 27,3 Mio. Tonnen aus; seit Juli wurde die Prognose sogar um 7 Mio. Tonnen angehoben. Gegenüber dem letzten Wirtschaftsjahr ist das eine Steigerung von 40%. Das Rekordergebnis aus der Saison 2015/16 wird aber nicht erreicht.
Die Länder des Baltikums, Deutschland und Polen verkaufen viel Mahlweizen und Frankreich, Rumänien und Bulgarien bedienen das mittlere Qualitätssegment.
Gestern hob bereits der Marktanalyst FranceAgriMer seine Prognose für die französischen Weizenexporte an – zum zweiten Mal in Folge. Frankreich hatte eine große Ernte eingefahren und die Konkurrenz in Russland hat am Weltmarkt in diesem Jahr nicht so gute Karten.
Als Ergebnis daraus senkt Strategie Grains auch seine Prognose für den Endbestand von 12,7 Mio. Tonnen im Oktober auf jetzt 11,9 Mio. Tonnen.
Auch die Gerstenexporte wurden in diesem Monat um 400.000 Tonnen auf fast 6,8 Mio. Tonnen höher geschätzt. Das wären auch 40% mehr als in der Saison 2018/19. Trotzdem werden die Endbestände höher geschätzt, da in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Skandinavien mehr Gerste geerntet wurde.

14.11.2019 Matif Paris will Futures auf Durum und Futtergerste einführen

Die Euronext in Paris plant im kommenden Jahr die Einführung von Terminkontrakten auf Durum-Weizen und Futtergerste. Damit soll das Paket der Agrarfutures an der Börse in Paris ausgeweitet werden.
Nicholas Kennedy, Leiter des Agrar-Rohstoff-Teams der Derivatebörse, teilte mit, dass die neuen Kontrakte keine physische Erfüllung, sondern nur mit Bar-Ausgleich gegen einen Index abgerechnet werden sollen. Diese so genannten cash Settlement-Futures seien schneller zu entwickeln und weil die Börse dann keine Lieferstätten vorhalten muss, für Börse und Händler auch kostengünstiger.
Ein Termin zu Einführung der Kontrakte steht noch nicht fest. Außerdem wollte die Börse noch nicht mitteilen, wie die Indices errechnet werden.
Die Euronext hatte in den Vorjahren einen Future auf Braugerste eingeführt, der vom Markt aber nicht angenommen wurde. Der erfolgreichste Terminkontrakt der Pariser Börse ist der Weizenfuture.

14.11.2019 Getreidemail

Nachlassende Befürchtungen über Schäden in den zuletzt von starkem Frost heimgesuchten US-Plains, die weltweit gute Versorgungslage, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Der Wechselkurs des Euro hat gestern erneut gegenüber dem US-Dollar nachgegeben und stützte den Markt. FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Weizenexporte an Kunden außerhalb der EU zum zweiten Mal in Folge auf nun 12,0 Mio. Tonnen. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05. - 15. Januar stattfinden. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern auf €2,50 über Paris Dezember 19. Händler meldeten kürzlich ungewöhnliche Lieferungen von deutschem Weizen nach Marokko.

14.11.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05. - 15. Januar stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

13.11.2019 FranceAgriMer erhöht Weizen-Export-Prognose für Frankreich

FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenexporte zum zweiten Mal in Folge erhöht. Das Unternehmen rechnet damit, dass Frankreich aufgrund der großen Ernte Marktanteile in Übersee gewinnen wird.
In der monatlich veröffentlichten Angebots- und Nachfrageschätzung für die wichtigsten Getreidearten hat FranceAgriMer den Ausblick für die Weizenexporte außerhalb der EU von 11,7 Mio. Tonnen auf 12 Mio. Tonnen angehoben (+24% zum Vorjahr). Im September lag die die Prognose noch bei 11 Mio. Tonnen. Wettbewerbsfähige französische Preise gepaart mit ungewöhnlich hohen Preisen in Russland haben die Exportstimmung in Frankreich aufgehellt und zuletzt zu mehreren Verkäufen an Ägypten geführt.
Einige Händler warnen jedoch dafor, dass Frankreich im Rest der Saison mit Gegenwind konfrontiert sein könnte, wenn die russischen Exporte an Fahrt gewinnen und Argentiniens bevorstehende Ernte wettbewerbsfähig ist.
Die erhöhte Exportprognose hätte Saison-Endbestände von nur noch 2,54 Mio. Tonnen Weizen zur Folge gegenüber 2,9 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden. Im vergangenen Jahr lag der Endbestand bei 2,49 Mio. Tonnen, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt jedoch bei 2,8 Mio. Tonnen.
Mit 35,5 Mio. Tonnen Weizen wäre die Weizenernte in Frankreich die zweitgrößte Ernte aller Zeiten.
Die Mais-Endbestände 2019/20 erreichen nach aktuellen Schätzungen ein Volumen von 2,1 Mio. Tonnen (Vormonats-Prosnose: 2,2 Mio. Tonnen). Unverändert mit 2,1 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Gersten-Endbestände

13.11.2019 US-Winterweizenaussaat auf 93% der Flächen erledigt

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich in der Woche bis zum 10. November etwas verschlechtert. Nur noch 54% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 57%. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt ebenfalls 54% der Bestände das Top-Rating. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 57%.
Die Winterweizenaussaat ist auf 92% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 89%; Vorjahr: 88%; 5-Jahres-Durchschnitt: 92%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Aussaatfortschritt von 93%.

13.11.2019 Getreidemail

Der Kälteeinbruch in den US-Plains mit Temperaturen von bis zu Minus 18 Grad Celsius und Sorgen über Schäden an den noch jungen Winterweizenbeständen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Kursgewinnen schließen. Nur noch 54% der US-Winterweizenbestände erhielten im gestrigen Saatenstandsbericht das Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 57%). Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 528.875 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 8.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer. An der Euronext in Paris legten die Weizenfutures ebenfalls auf allen Terminen zu. Der schwächere Wechselkurs des Euro gab zusätzlichen Auftrieb. Frankreichs Landwirtschaftsministerium senkte seine Schätzung der Weichweizenernte 2019 von 39,7 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen. Damit läge das Ergebnis immer noch 16,0% über dem Vorjahresergebnis und 11,8% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Die Prämien am Kassamarkt in den französischen Häfen blieben gestern stabil aufgrund der konstanten Exportnachfrage und der zurückhaltenden Abgabebereitschaft der Landwirtschaft. In dieser Woche werden in Frankreich Regenschauer und kalte Temperaturen erwartet, die die Feldarbeiten weiter behindern könnten.

12.11.2019 US-Export-Inspections: Weizenverladungen höher, als erwartet

12.11.2019 Frankreich senkt Ernteschätzung für Weizen

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der französischen Weichweizenernte 2019 von 39,7 Mio. Tonnen (Oktober-Schätzung) auf 39,5 Mio. Tonnen gesenkt. Damit läge das Ergebnis 2019 immer noch 16,0% über dem Vorjahresergebnis und 11,8% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Körnermaisernte könnte mit 12,6 Mio. Tonnen um 100.000 Tonnen höher ausfallen es noch im Oktober erwartet wurde. Auf 37,2 Mio. Tonnen schätzt das Landwirtschaftsministerium aktuell die Schätzung der Zuckerrübenernte (Vormonat: 36,9 Mio. Tonnen).

12.11.2019 Ukraine: Getreideernte 2019 könnte Rekordniveau erreichen

Die ukrainische Getreideernte 2019 wird nach Schätzungen des Ministers für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft ein Rekordvolumen von 74 Mio. Tonnen erreichen (2018: 70 Mio. Tonnen). Demnach wird die Weizenernte auf 28,1 Mio. Tonnen ansteigen, während die Maisernte auf dem Vorjahresniveau stabil bleibt. Die Gerstenernte könne 8,9 Mio. Tonnen einbringen. Weitere Schätzungen:
Sommenblumenernte: 14,2 Mio. Tonnen
Zuckerrübenernte: 9,8 Mio. Tonnen
Sojabohnenernte: 3,6 Mio. Tonnen
Rapsaaternte: 3,2 Mio. Tonnen
Per 11. November wurde Getreide auf 95% der Aussaatfläche geerntet mit einem Ergebnis von 70,2 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 70,1 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Weizen: Ernteschätzung in Frankreich leicht nach unten korrigiert

Das französische Landwirtschaftsministerium senkte heute seine Ernteprognose für den 2019er Weizen von 39,7 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen.
Das sind aber immer noch 16% mehr als im Jahr 2018 geerntet wurden und 11,8% der Durchschnittsernten der vergangenen fünf Jahre.
Die noch andauernde Maisernte in Frankreich wird heute auf 12,6 Mio. geschätzt nach 12,5 Mio. Tonnen im letzten Monat.
Die Zuckerrübenernte soll 37,2 Mio. Tonnen betragen. Die Vormonatsschätzung lag noch bei 36,9 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit weiteren Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls auf allen Terminen nach. Der Preis für russischen Exportweizen sank in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt. Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% sank Ende der Woche um $1 auf $206/Tonne FOB, meldete das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar erholte sich gestern und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Weltmarkt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern stabil bei €2,00 über Paris Dezember 19.

11.11.2019 Russland: Weizen-Export-Preise steigen zum zweiten Mal in Folge

Der Preis für russischen Exportweizen sank in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt, melden Analysten.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% sank Ende der Woche um $1 auf $206/Tonne FOB meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preisrückgang um $2 auf 207,50/Tonne. Die Gersten-Preise stiegen demnach um $2 auf $187/Tonne.
Vergangene Woche kaufte Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen aus Frankreich und Russland. Lediglich 55.000 Tonnen Weizen wurden in Russland gekauft. Weizen aus Frankreich bekam mit 120.000 Tonnen den Löwenanteil.
Marktteilnehmer „schielen“ mit einem Auge weiter auf die Wetterbedingungen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien, wo es für die Winterweizenaussaat zum Teil zu nass ist. Zudem ist die Winterweizenaussaat in den Vereinigten Staaten flächenmäßig die Geringste seit 110 Jahren.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 exportierte Russland bis zum 7. November 18,1 Mio. Tonnen Getreide, ein Rückgang um 15% verglichen mit den Exporten vor einem Jahr zur selben Zeit. Die Weizenexporte erreichen ein Volumen von 15,8 Mio. Tonnen (-13% zum Vorjahr) und die Gersten-Exporte sanken um 34%, so SovEcon.
SocEcon bewertet das aktuelle Tempo der russischen Exporte als „zu langsam“. Das Unternehmen schätzt die Oktober-Exporte auf 4,0 Mio. Tonnen Getreide, davon 3,6 Mio. Tonnen Weizen. Für den Monat November werden noch geringere Exporte erwartet.
Die Getreideernte in Russland ist nahezu abgeschlossen. Russlands Landwirte haben etwa 123,9 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Der Inlandspreis für Weizen der Klasse 3 stieg vergangene Woche im europäischen Teil Russlands um 25 Rubel auf 11.175 Rubel ($175,11) pro Tonne auf Basis ex Works.
Per 7. November wurde in Russland Wintergetreide auf einer Fläche von 18,1 Mio. Hektar ausgesät. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 17,6 Mio. Hektar. Das Aussaat-Tempo ist weiter auf Rekordniveau und für die kommenden zwei Wochen werden gute Wetterbedingungen ohne Regen erwartet.

11.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 05.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (5.042 Kontrakte) auf 654 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 19.509 Kontrakte auf 104.846 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 13.896 Kontrakte auf 58.429 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.11.2019 Ägypten will bis zu 6,2 Mio. Tonnen Weizen importieren

Ägypten plant in diesem Fiskaljahr 6 – 6,2 Mio. Tonnen Weizen zu importieren. Das teilte heute der Versorgungsminister Ali Moselhy gegenüber der Presse mit.
Man habe aktuell bis zum 6. März 2020 genügend strategische Getreidereserven. Ein Fiskaljahr in Ägypten läuft von Juli bis Juni.

11.11.2019 Weizen- und Maisexporte aus der Ukraine verlangsamen sich

In der Woche vom 2.-8.11. exportierte die Ukraine 1,039 Mio. Tonnen Getreide über seine Seehäfen. In der Woche davor waren es noch 1,468 Mio. Tonnen.
Sowohl der Weizen- als auch der Maisexport verlangsamt sich nun.
Die Weizenexporte sanken von 639.000 Tonnen auf 480.000 Tonnen und die Maisausfuhren von 746.000 Tonnen auf 552.000 Tonnen.
Die größten Mengen kauften Importeure in Spanien, China und der Türkei.
In dieser Vermarktungssaison seit dem 1. Juli exportierte die Ukraine bisher 20,8 Mio. Tonnen Getreide. Zu diesem Zeitpunkt waren es im Vorjahr erst 12,5 Mio. Tonnen.

11.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie höher als erwartete globale Weizenendbestände 2019/20 ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Verlusten schließen. Das USDA erhöhte die Prognose der weltweiten Weizenendbestände von 287,80 Mio. Tonnen auf 288,28 Mio.Tonnen (Erwartung 287,03 Mio. Tonnen) Die Prognose der US-Weizenendbestände 2019/20 wurde hingegen auf 1,014 Mrd. Bushel reduziert. Im Vormonat rechnete man mit Beständen von 1,043 Mrd. Bushel. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Abschlägen.
An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures eher lustlos und schlossen uneinheitlich. Frankreich exportierte laut FranceAgriMer im September 1,34 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vormonat waren es 1,25 Mio. Tonnen. An Länder außerhalb der EU wurden 706.000 Tonnen Weizen exportiert. Algerien war mit 378.000 Tonnen der größte Abnehmer (Vormonat: 449.000 Tonnen). Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten Frankreichs Exporte 4,02 Mio. Tonnen (+2,3% zum Vorjahr). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November am Freitag auf €2,00 über Paris Dezember 19.

08.11.2019 Frankreich: Weizenexporte legten im September zu

Frankreich exportierte laut FranceAgriMer im September 1,34 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vormonat waren es 1,25 Mio. Tonnen. An Länder außerhalb der EU wurden 706.000 Tonnen Weizen exportiert. Algerien war mit 378.000 Tonnen der größte Abnehmer (Vormonat: 449.000 Tonnen). Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten Frankreichs Exporte 4,02 Mio. Tonnen (+2,3% zum Vorjahr). Der Gesamtanstieg war auf einen Anstieg der Ausfuhren innerhalb der EU um 10,9% auf 1,94 Mio. Tonnen zurückzuführen, der einen Rückgang der Lieferungen außerhalb der EU um 4,7% auf 2,08 Mio. Tonnen ausglich.

08.11.2019 Heftige Niederschläge verzögern in Teilen der EU die Wintergetreideaussaat

Starke Regenfälle haben die Getreidesaat in Teilen der Europäischen Union verzögert. Besonders gravierend ist die Situation in Großbritannien, wo sie zu einer deutlichen Verlagerung auf Frühjahrskulturen führen könnten.
Der Regen führt auch zu Unterbrechungen bei der Mais- und Zuckerrübenernte und stellt ebenfalls eine Herausforderung bei der Wintergetreideaussaat dar.
Insgesamt wird geschätzt, dass die Winterweizenaussaat in Großbritannien nur zu 40-50% abgeschlossen ist. Es sei zwar noch etwas Zeit, aber die Wettervorhersage ist alles andere als ideal, so Ben Bodart, Director bei CRM AgriCommodities.
Großbritannien hatte zum letzten Mal erhebliche Probleme bei der Winterweizenaussaat in der Saison 2013/14, als die Anbaufläche um fast 19% abnahm.
Einige Landwirte erwägen bereits, ihre Ernte 2019 zu einzulagern, um sie in der nächsten Saison zu verkaufen, so Bodart.
In Frankreich ist Wintergerste am stärksten vom Flächenverlust bedroht. Die größte Bedrohung durch Regen bestand jedoch für die laufende Maisernte.
Der Regen hat die Aussaat von Wintergerste in Frankreich und Großbritannien erheblich behindert, und es werden nicht alle geplanten Flächen bestellt werden können, so Benoit Fayaud von Strategie Grains.
Auch bei der Weichweizenaussaat kommt es zu Verzögerungen, es gibt aber ein längeres Zeitfenster als für Wintergerste.
Die französischen Landwirte hatten am 4. November 67% der erwarteten Weichweizenfläche ausgesät, wobei die Aussaat nach Angaben von FranceAgriMer nun acht Tage hinter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag.
Die Aussaat von Wintergerste war zu 81% abgeschlossen und lag ebenfalls acht Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Auch die Aussaat von deutschem Wintergetreide hat sich verzögert.
Betroffen ist die Aussaat auf den abgeernteten Mais- und Zuckerrübenschlägen, die sich verzögert. Derzeit gibt es kein sehr ernstes Problem, aber es erschwert Schätzungen der Winterweizenanbaufläche für die Ernte im kommenden Sommer, da nicht klar ist, ob alle Flächen mit Wintergetreide bestellt werden können oder ob umgeschwenkt werden muss auf Sommerkulturen.
Polen hatte auch einen regnerischen Herbst, jedoch mit genügend Sonnentagen. Die ermöglichten es den Bauern, das Wintergetreide auszusäen, so Wojtek Sabaranski von Sparks Polska.

08.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 79% komplett

Französische Landwirte haben bis zum 4. November 2019 79% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 14% zur Vorwoche, als gerade einmal 65% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 98%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 67% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 54% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 85%. Außerdem sind 81% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 71%; Vorjahr: 90%).

 

08.11.2019 USDA berichtet von enttäuschenden US-Maisausfuhren

Die Kurse der CBoT-Maisfutures sind auf bestem Weg ihren größten Wochenverlust seit zwei Monaten einzufahren. Eine schwache Nachfrage nach US-Mais belastet den Markt.
Die Exporte von US-Mais und auch US-Weizen waren gestern in dem wöchentlichen USDA-Bericht niedriger als vom Markt erwartet worden war. Unter normalen Umständen müssten in dieser Saison bis jetzt vier Mio. Tonnen mehr Mais ausgeführt sein, rechnet der Direktor der Agrarstragegie-Abteilung der Commenwealth Bank of Australia Tobin Gorey vor.

08.11.2019 Getreidemail

Positionierungen im Vorfeld des WASDE-Reports heute um 18:00 Uhr und technische Verkäufe ließen die Weizenfutures in Chicago gestern mit Kursverlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 360.500 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und mussten ebenfalls Verluste hinnehmen. Das Handelsvolumen war aufgrund des bevorstehenden WASDE-Reports gering. Marktteilnehmer warten mit Spannung insbesondere auf die neuesten USDA-Schätzungen für die von Trockenheit betroffenen Ernten in Australien und Argentinien. Die Prämien auf dem französischen Kassamarkt stiegen zuletzt aufgrund der stabilen Exportnachfrage und wegen der Verzögerung bei der Winterweizenaussaat. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern auf €1,50 über Paris Dezember 19.

07.11.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Long

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 7.574 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 1. November erhöht. Diese Gruppe hält nun 8.096 Netto-Long-Positionen. Das zeigt der am gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten per 1. November den Netto-Short-Bestand von 3.470 Kontrakten auf 3.803 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 81,15% während Non Commercial Participants 14,4% am Open Interest repräsentieren.

07.11.2019 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe sowie unvorteilhafte Wetterbedingungen in Australien sorgten bei den Weizenfutures in Chicago gestern für Kursgewinne. Institutionelle Anleger kauften 2.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 - 600.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die e-CBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee, den guten Exportaussichten und vom schwachen Wechelkurs des Euros, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert, profitieren. Die EU-Kommission erhöhte ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 145 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 147 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte 14% über dem Ergebnis der von Trockenheit geplagten Saison 2018/19 von 128,5 Mio. Tonnen. Auch die Schätzung der Weizenexporte 2019/20 wurde erhöht von 25,5 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Positionenbestand beim Euronext-Weizen von 7.574 auf 8.096 Netto-Long-Positionen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern unverändert bei €0,50 über Paris Dezember 19.

06.11.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der EU-Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 145 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 147 Mio. Tonnen erhöht. Damit wäre die Ernte 14% über dem Ergebnis der von Trockenheit geplagten Saison 2018/19 von 128,5 Mio. Tonnen. Auch die Schätzung der Weizenexporte 2019/20 wurde erhöht von 25,5 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen.
Beim Raps senkte die Kommission die Ernteschätzung von 16,9 Mio. Tonnen auf 16,8 Mio. Tonnen. Die Raps-Import-Prognose erhöhte man von 5,5 Mio. Tonnen auf 6,0 Mio. Tonnen.

06.11.2019 Australien: FCStone schätzt Weizenproduktion auf nur 15,54 Mio. Tonnen

Das Brokerunternehmen FC Stone erwartet, dass die Weizenproduktion in Australien um 20% geringer ausfällt als offizielle Schätzung.
Dem Ergebnis einer Umfrage unter einer nicht genannten Anzahl an Kunden zufolge, könnte die Weizenproduktion lediglich ein Volumen von 15,54 Mio. Tonnen bringen. Offizielle Schätzungen liegen bei 19,2 Mio. Tonnen.
Bei geringerer Produktion wird Australien - normalerweise einer der größten Exporteure weltweit - in Zeiten fallender Preise wahrscheinlich auch größere Marktanteile in lukrativen Märkten wie Indonesien und Südkorea verlieren.
Eine geringere Produktion kann einige Müller zu seltenen Importen zwingen. Australien genehmigte im Mai den ersten Import von Weizen seit mehr als 10 Jahren.
Laut einer Umfrage von FCStone lag die australische Rapserzeugung mit 1,82 Mio. Tonnen und damit unter den offiziellen Prognosen von 2,3 Mio. Tonnen.

06.11.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe und der verhaltene Fortschritt bei der US-Winterweizenaussaat ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche moderat verbessert und die Winterweizenaussaat schreitet voran. 89% der geplanten Flächen sind bestellt, meldete das USDA. Analysten erwarteten allerdings einen Fortschritt von 91%. US-Weizen ist am Weltmarkt einem harten Wettbewerb gegenüber Weizen aus der Schwarzmeer-Region und Europa ausgesetzt Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures vom 4-Wochen-Tief erholen und legten moderat zu. Der kräftige Rückgang des Euros, der Ägypten-Tender und charttechnische Effekte sorgten für Auftrieb. Ägypten kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen Weizen aus Frankreich (120.000 Tonnen) und Russland (55.000 Tonnen) für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember. Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche erstmals seit Anfang September, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sank Ende letzter Woche um $1 auf $207/Tonne FOB.

05.11.2019 Ägypten kauft Weizen aus Frankreich und Russland

Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen Weizen aus Frankreich (120.000 Tonnen) und Russland (55.000 Tonnen) für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember.

05.11.2019 Russland: Weizenexportpreise sinken erstmals seit Anfang September

Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche erstmals seit Anfang September. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sank Ende letzter Woche um $1 auf $207/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet einen Preis von $209,50 (ebenfalls Minus $ 1,00). Der Preisrückgang der russischen Weizenpreise folgt der Bewegung am Futures-Markt, so SovEcon.
Es scheint, als würden die Preise jetzt die Erwartungen niedriger Weizenernten auf der Südhalbkugel widerspiegeln, so SovEcon. „Den Bullen scheinen die Ideen ausgegangen zu sein“, so die Analysten.
Bei der letzten Ausschreibung durch Ägyptens staatlichem Getreideeinkäufer GASC wurde Weizen aus Russland nicht berücksichtigt. Das war ein Hinweis auf zu hohe Preise, so SovEcon. Russischer Weizen war etwa $1 teurer, als Weizen aus Frankreich, der Ukraine und Rumänien.
Daten des russischen Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass Russland seit dem Beginn der Vermarktungsperiode 2019/20 (ab 1. Juli) bis 30. Oktober 17,3 Mio. Tonnen Getreide exportierte. Darin enthalten sind 15,2 Mio. Tonnen Weizen (-13% zum Vorjahr) und 1,5 Mio. Tonnen Gerste (-32% zum Vorjahr). Die Getreideexporte im Oktober lagen nach Schätzungen SovEcon´s bei 3,8 Mio. Tonnen incl. 3,4 Mio. Tonnen Weizen.
Die Getreideernte 2019 in Russland ist nahezu abgeschlossen mit 112,5 Mio. Tonnen, die auf 95,4% der gesamten Aussaatfläche geerntet wurden.
Der Inlandspreis für russischen Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stieg um 100 Rubel auf 11.150 Rubel pro Tonne ($176,06) auf Basis ex Works.
SovEcon teilte mit, dass per 31. Oktober Winterweizen auf 18 Mio. Hektar ausgesät wurde, im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 17,5 Mio. Hektar. Das stellt einen Rekord dar. In den meisten Regionen waren die Wetterbedingungen gut. Nur in einigen wenigen Regionen im Süden war es trockener, als normal.

05.11.2019 Ägypten:Günstigste Offerte kommt erneut aus Frankreich
Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die Weizenausschreibung von gestern Abend erhielt, lag wie schon bei der letzten Ausschreibung Ende Oktober bei einem Preis von $214,86/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft. Die Offerte wurde vom Handelshaus Glencore erteilt.
Zuletzt kaufte Ägypten am 29. Oktober 235.000 Tonnen Weizen aus Rumänien, Frankreich und der Ukraine für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember
05.11.2019 US-Winterweizenaussaat langsamer, als erwartet

Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche moderat verbessert. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete gestern Abend, dass 57% der Bestände in Top-Verfassung sind (Vorwoche: 56%). Analysten erwarteten unveränderte Ratings.
Die Winterweizenaussaat schreitet voran, liegt jedoch hinter den Erwartungen. 89% der geplanten Flächen sind ausgesät, Analysten erwarteten bereits einen Fortschritt von 91%.

05.11.2019 Getreidemail

Mit Kursverlusten beendeten die Weizenfutures den Handelstag gestern an der Chicago Board of Trade. Technische Verkäufe und enttäuschende US-Exporte belasteten den Markt. Mit 293.360 Tonnen Weizen lagen die US-Export-Inspections deutlich unterhalb der Analystenschätzungen von 450.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Kontrake CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde moderat fester.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den ersten Handelstag der Woche ebenfalls mit Kursverlusten. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 3. November ein Volumen von 8,8 Mio. Tonnen versus 5,9 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission. Die ukrainischen Getreideexporte sind im laufenden Vermarktungsjahr um 43% auf 19,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind die hohen Weizenexporte. Sie stiegen auf 11,67 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 7,68 Mio. Tonnen). Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember.

05.11.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 15. - 25. Dezember stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 29. Oktober kaufte Ägypten 235.000 Tonnen Weizen aus Rumänien, Frankreich und der Ukrainezur Lieferung vom 5. - 15. Dezember.

04.11.2019 US-Export-Inspections für Weizen und Mais schwach

04.11.2019 EU-Weichweizenexporte weiter 50% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 3. November ein Volumen von 8,8 Mio. Tonnen versus 5,9 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 2,6 Mio. Tonnen 37% über Vorjahr (1,9 Mio. Tonnen). 19% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 6,8 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,7 Mio. Tonnen).

04.11.2019 Ukraine: Getreideexporte +43% zum Vorjahr

Die ukrainischen Getreideexporte sind im laufenden Vermarktungsjahr um 43% auf 19,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind die hohen Weizenexporte. Sie stiegen auf 11,67 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 7,68 Mio. Tonnen). Außerdem exportierte die Ukraine bisher 3,34 Mio. Tonnen Gerste und 4,39 Mio. Tonnen Mais, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.

04.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 22.10.19 bis zum 29.10.19 den Netto-Long-Bestand beim SRW-Weizen um 7.057 Kontrakte auf 5.042 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit immer noch überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.282 Kontrakte auf 85.337 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 3.503 auf 72.325 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
04.11.2019 Getreidemail

Mit Kursaufschlägen beendeten die Weizenfutures in Chicago den ersten Handelstag im November. Technische Käufe und der schwächere US-Dollar stützen den Markt. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT schwächer. Die Weizenfutures an der Euronex in Paris beendeten den Handelstag uneinheitlich. Leicht zulegen konnten die Termine der alten Ernte 2019. Sie wurden gestützt von der Besorgnis über den schlechten Zustand der Weizenbestände konkurrierender Exportländer incl. Australien und Argentinien sowie der stabil anhaltenden Wettbewerbsfähigkeit von EU-Weizen am Weltmarkt. Die Handelsmonate der neuen Ernte 2020 gaben hingegen etwas nach. Ein gesetzlicher Feiertag in Frankreich und Teilen Deutschlands beschränkte die Handelsaktivitäten. In Teilen Osteuropas incl. Rumänien ist es zu trocken und Marktteilnehmer sorgen sich um die Winterweizenaussaat. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November am Freitag bei €0,50 über Paris Dezember 19. In Polen stiegen die Exportpreise für Weizen mit 12,5% Protein vergangene Woche aufgrund der starken Exportnachfrage um 10 Zloty auf 750 Zloty/Tonne (€176,30). Im Oktober exportierte Polen über 200.000 Tonnen Weizen zumeist an Länder außerhalb der EU, für den Monat November wird ein ähnliches Niveau erwartet.

01.11.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Long

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 8.479 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde allerdings in der Woche bis zum 25. Oktober reduziert. Diese Gruppe hält nun 7.574 Netto-Long-Positionen. Das zeigt der am Mittwoch von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.

Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger. Erhöhten per 25. Oktober den Netto-Short-Bestand von 634 Kontrakten auf 3.470 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 80,8% während Non Commercial Participants 14,9% am Open Interest repräsentieren.

01.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 65% komplett

Französische Landwirte haben bis zum 28. Oktober 2019 65% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 19% zur Vorwoche, als gerade einmal 46% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 96%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 54% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 29% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 70%. Außerdem sind 71% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 50%; Vorjahr: 75%).
Häufige Schauer bremsten im Oktober die Feldarbeit in Frankreich.
Heute wird u.a. in Frankreich und auch in einigen deutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) „Allerheiligen“ gefeiert.

01.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 493.700 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. US-Weizen ist derzeit am Weltmarkt vor allem der Konkurrenz von Weizen aus der Schwarzmeer-Region und Frankreich ausgesetzt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Der gestiegene Wechselkurs des Euro belastete den Markt, weil der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Marktteilnehmer befürchten, dass sich die EU-Weizenexporte in den kommenden Wochen etwas verlangsamen könnten. Sie liegen derzeit aber weit über denen im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. Händler melden, dass die Winterweizenaussaat in Großbritannien durch anhaltende Regenfälle verzögert wird und weitere Schauer für das Wochenende und Anfang nächster Woche erwartet werden.

31.10.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag gestern aufgrund des Mangels an neuen kursbeeinflussenden Nachrichten und vorteilhafter Bodenfeuchtigkeit in den US-Winterweizenanbauregionen mit Verlusten. Der jüngste Temperaturückgang in den US-Plains stellt nach Ansicht einiger Analysten nur eine begrenzte Gefahr dar. Gestützt wird der Markt jedoch von der guten weltweiten Weizennachfrage. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit leichten Kursgewinnen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee nicht entziehen und beendeten den Handelstag ebenfalls mit moderaten Kursverlusten. Russlands Landwirtschaftsministerium meldete gestern, dass von den 36 Mio. Tonnen Weizen, die in der aktuellen Saison exportiert werden sollen, bisher 14 Mio. Tonnen verladen wurden. Die laufenden Exporte liegen demnach 11% hinter den Exporten im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen auf Weizen in der vergangenen Woche von 8.479 auf 7.574 Kontrakte.

30.10.2019 Russland: Zurückhaltende Weizenexporte

Russlands Landwirte galten lange Zeit als verschuldet und waren bestrebt, ihr Getreide schnell zu verkaufen. Das könnte sich aber ändern. Zuletzt verdiente die russische Landwirtschaft sehr gut und konnte dabei auch in neue Maschinen, Technologien und Lagerkapazitäten investieren, so der stellvertretende Leiter des russischen Fleischwarenherstellers Prodo. Der Preis für russischen Schwarzmeer-Export-Weizen mit 12,5% Protein stieg seit Mitte September um 12% auf $208/Tonne FOB. Das ist das höchste Niveau seit Ende April, meldet Ikar.
50% des in dieser Saison verfügbaren Exportüberschusses wurden in den ersten 4 Monaten des laufenden Vermarktungsjahres bereits verkauft, schätzte ein Händler. Das Landwirtschaftsministerium meldete, dass von den 36 Mio. Tonnen Weizen, die in der aktuellen Saison exportiert werden sollen, bisher 14 Mio. Tonnen verladen wurden. Die laufenden Exporte liegen demnach 11% hinter den Exporten im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. Aufgrund der geringeren Exporte in der ersten Saisonhälfte wird Russland wohl von Januar bis Juni auf den globalen Weizenmärkten aktiver als gewöhnlich sein.
Letztes Jahr gab es die Besonderheit, dass die Landwirte aus Angst vor Exportverboten / -steuern sehr früh viel Getreide verkauften. In der jüngsten Ausschreibung Ägyptens fand russischer Weizen unterdessen keine Berücksichtigung. Ägypten kaufte ukrainischen, französischen und rumänischen Weizen.

30.10.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe zum Ende der Sitzung ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Unterstützung bekam der Markt im Tagesverlauf von den weltweit gestiegenen Kassamarktpreisen und der weltweit hohen Exportnachfrage. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte nach eigenen Angaben im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 235.000 Tonnen Weizen. 115.000 Tonnen stammen aus der Ukraine, 60.000 Tonnen aus Frankreich und weitere 60.000 Tonnen aus Rumänien. Der Lieferzeitraum ist der 5. - 15. Dezember. US-Weizen ist preislich nicht wettbewerbsfähig und wurde gar nicht erst angeboten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde minimal fester.
An der Euronext in Paris handelten die Weizenfutures gestern im Tagesverlauf mit Kursgewinnen, konnten diese jedoch nicht halten und schlossen unverändert bis minimal fester. Einige Händler waren enttäuscht, dass lediglich eine Offerte im Ägypten-Tender aus Frankreich kam. In Frankreich sind die Prämien für Weizen in Dünkirchen nach der Ausschreibung Ägyptens gestiegen.

29.10.2019 Ägypten kauft 235.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer hat nach eigenen Angaben im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 235.000 Tonnen Weizen gekauft. 115.000 Tonnen stammen aus der Ukraine, 60.000 Tonnen stammen aus Frankreich und weitere 60.000 Tonnen aus Rumänien. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 5. - 15. Dezember stattfinden.

29.10.2019 Ägypten:Günstigste Offerte kommt aus Frankreich

Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die Weizenausschreibung von gestern Abend erhielt, lag bei einem Preis von $214,86/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft. Die Offerte wurde vom Handelshaus Glencore erteilt.

29.10.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, hervorragende Wetterbedingungen in weiten Teilen der US-Weizenanbaugebiete sowie die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt sorgten bei den Weizennotierungen gestern in Chicago für Verluste. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 523.262 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 450.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee ebenfalls Verluste hinnehmen. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 27. Oktober ein Volumen von 8,55 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 50% zu den Exporten zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Die russischen Weizenexportpreise sind in der vergangenen Woche dank der guten Exportnachfrage und der Hoffnung, dass russischer Weizen bei der Ausschreibung Saudi Arabiens berücksichtigt wird, erneut gestiegen. Der Preis für Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5% Protein stieg vergangene Woche um $1 auf $208/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.

29.10.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 5. - 15. Dezember stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 16. Oktober kaufte Ägypten 405.000 Tonnen Weizen aus Russland, der Ukraine und Frankreich zur Lieferung vom 21. - 30. November.

28.10.2019 EU-Weichweizenexporte 50% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 27. Oktober ein Volumen von 8,55 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 50% zu den Exporten zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Die Gersten-Exporte liegen mit 2,5 Mio. Tonnen 47% über Vorjahr. 26% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 6,5 Mio. Tonnen.

28.10.2019 Trockenes Wetter behindert EU-Rapsaussaat

Die Anbaufläche von Raps in der EU für die Ernte im kommenden Jahr wird voraussichtlich sinken, weil das trockene Wetter die Aussaat in einer Reihe von Ländern gestört hat, teilte die EU-Pflanzenüberwachungseinheit MARS am Montag mit. Wintergetreide ist ebenfalls betroffen, jedoch weniger gefährdet, da die Aussaat-Fenster noch offen ist, hieß es auch in einem Monatsbericht.
Die Aussaat von Raps wurde nach Angaben von MARS hauptsächlich in Nordfrankreich, Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Spanien durch geringe Bodenfeuchtigkeit und ein Niederschlagsdefizit im August und Anfang Septembers behindert.
In den meisten dieser Regionen ist der Regen zu spät gekommen, um die Kampagne im optimalen Zeitfenster abzuschließen. Infolgedessen wird in diesen Ländern eine erhebliche Verringerung der Aussaatfläche für Raps erwartet, hieß es.
Trockenes Wetter verursachte auch Verzögerungen bei der Entwicklung der Wintergetreide-Pflanzen (Weichweizen und Wintergerste) in mehreren Ländern, einschließlich der großen Produzenten Rumänien und Bulgarien, sagte MARS.
Die Verzögerung in diesen Regionen kann immer noch als beherrschbar angesehen werden, da das Aussaatfenster für Wintergetreide immer noch offen ist. Es wird jedoch mehr Regen benötigt, um eine angemessene Bestandsbildung aufrechtzuerhalten", sagte MARS.
Im Gegensatz dazu hätten häufige Niederschläge seit Ende September die Aussaat von Wintergetreide in Irland, Großbritannien, den Benelux-Ländern und Norddeutschland verzögert.
Diese Regionen könnten Schwierigkeiten haben, die Aussaat in den kommenden Wochen abzuschließen, wenn die nassen Bedingungen anhalten.

28.10.2019 Russland: Weizenexportpreise weiter im Aufwind

Die russischen Weizenexportpreise sind in der vergangenen Woche dank der guten Exportnachfrage und der Hoffnung, dass russischer Weizen bei der Ausschreibung Saudi Arabiens berücksichtigt wird, erneut gestiegen.
Der Preis für Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5% Protein stieg vergangene Woche um $1 auf $208/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preisanstieg um $5,50 auf $210,50/Tonne. Für Gerste stieg der Preis demnach um $4 auf $185/Tonne.
Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO kaufte vergangene Woche 605.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (EU, Nordamerika - ohne Kanada -, Südamerika und Australien) zur Lieferung im Februar und März. SovEcon erwartet, dass russischer Weizen einen erheblichen Anteil daran haben wird.
In der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 (Juli bis Juni) per 21. Oktober exportierte Russland bisher 16 Mio. Tonnen Getreide. Separate Informationen über die Weizenexporte standen nicht zur Verfügung.
Der Preis für Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stieg Ende letzter Woche um 350 Rubel auf 10.925 Rubel ($172) auf Basis ex Works.
Die Wintergetreideaussaat ist auf 101,4% bzw. 17,7 Mio. Hektar der ursprünglich geplanten Flächen abgeschlossen. Der Winterweizenanteil könnte von 15,95 Mio. Hektar auf 16,3 Mio. Hektar steigen.

28.10.2019 EU: Mars senkt Prognose der Maisernte

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU (MARS) hat seine Prognose für die EU-Maisernte gesenkt.
In dem heute veröffentlichten monatlich erscheinenden Report wurde liegt die Prognose der EU-Maiserträge jetzt bei 7,57 Tonnen pro Hektar (Vormonat: 7,63). Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 9,3%. Zudem liegt der Wert marginal unter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der Weichweizen-Erträge wurde minimal reduziert von 6,03 auf 6,01 Tonnen pro Hektar (1,1% über dem 5-Jahres-Durchschnitt).

28.10.2019 Ukraine: Getreideexporte letzte Woche stark gestiegen

Die Getreideexporte der Ukraine via Seehafen haben sich in der Woche vom 19. – 25. Oktober im Vergleich zur Vorwoche von 776.000 Tonnen auf 1,865 Mio. Tonnen mehr als verdoppelt. Daten des Agrarberatungsunternehmen APK-Inform belegen das.
Die Weizenexporte stiegen von 386.000 Tonnen auf 814.000 Tonnen, während die Maisexporte von 220.000 Tonnen auf 934.000 Tonnen stiegen.
Bisher wurden im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 18,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Vergleichswert Vorjahr 10,4 Mio. Tonnen).

28.10.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Zeit vom 15.10.19 bis zum 22.10.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen auf 12.099 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit erstmals seit Mitte August wieder überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.914 Kontrakte auf 76.055 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 19.793 auf 68.822 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 22. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
28.10.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften zum Wochenende sowie Hoffnungen auf aufkeimende Exportgeschäfte, insbesondere im sich gegenwärtig positiv entwickelnden Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China, ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Dezember allerdings 2,7% an Wert. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beenden die Handelswoche mit einem minimalen Wochenverlust. Der fiel mit einem Minus von 0,8% jedoch bescheiden aus, weil der Markt weiterhin mit hohen russischen Exportpreisen rechnet. Außerdem stützen die schlechten Ernteaussichten in Australien und Argentinien die Kurse. Im Handelsverlauf rutschte der Frontmonat Dezember auf den niedrigsten Kurs seit Mitte Oktober. Marktteilnehmer meldeten, dass das Überschreiten des 180 Euro Widerstands einige Verkäufe auslöste. Die Marktstimmung ist immer noch positiv, ein dramatischer Kursanstieg wird jedoch nicht erwartet. In Frankreich ist die Winterweizenaussaat zu 29% abgeschlossen.

28.10.2019 Sojabohen profitieren von positiver Stimmung im Handelsstreit
Heute Morgen handeln die Sojabohnenfutures in Chicago wieder mit moderaten Aufschlägen. Auftrieb bekommen Sie von der guten Stimmung aufgrund der positiven Signale im Handelsstreit zwischen Peking und Washington. Am Freitag mussten sie Verluste hinnehmen und handelten auf einem 2-Wochen-Tief. US-amerikanische und chinesische Vertreter "stehen kurz vor dem Abschluss" einiger Teile des Handelsabkommens nach telefonischen Beratungen, teilten beide Ministerien mit. Zudem würden die Gespräche fortgesetzt.
Analysten weisen auch auf die Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Änderung der Exportsteuerpolitik Argentiniens nach der Wahl des linken Alberto Fernández zum nächsten Präsidenten des Landes hin. Argentinien ist ein bedeutender weltweiter Lieferant von Sojabohnen, Mais und Weizen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 11.000 Kontrakte Sojabohnen.
25.10.2019 Ukraine: Getreideexporte 39% über Vorjahr

Die Ukraine hat die Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) bisher um 39% auf 17,6 Mio. Tonnen gesteigert, meldet das Landwirtschaftsministerium der Ukraine.
Die Menge beinhaltet 10,67 Mio. Tonnen Weizen (Vorjahr: 7,17 Mio. Tonnen) und 3,2 Mio. Tonnen Gerste und 3,4 Mio. Tonnen Mais.

25.10.2019 Frankreich: Fortschritte bei der Maisernte

Frankreichs Landwirte haben weitere Fortschritte bei der Maisernte erzielt. Per 21. Oktober wurden 46% der Bestände geerntet, meldet heute Vormittag das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. In der Woche zuvor lag der Erntefortschritt bei 30%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist demnach zu 29% komplett. In der Vorwoche waren es 21% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 50%. Zu 50% abgeschlossen ist die Wintergerstenaussaat (Vorwoche: 40%; Vorjahr: 61%). Häufige Schauer bremsten in diesem Monat die Feldarbeit in Frankreich.

25.10.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten Verluste hinnehmen. Schwache Weizenexporte sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 262.400 Tonnen US-Weizen unter den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Der Internationale Getreiderat reduzierte gestern seine Prognose für die globale Weizenproduktion der Saison 2019/20 um 2 Mio. Tonnen auf 762 Mrd. Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. In Frankreichs Häfen hat sich das Tempo der Verladetätigkeit etwas verlangsamt und die Besorgnis über eine Flaute geweckt. In Deutschland hoffen Exporteure auf Weizengeschäfte an den Iran. Das Land hat einen Importbedarf von 3 Mio. Tonnen. US-Sanktionen führten allerdings seit dem vergangenen Jahr zu Zahlungsproblemen. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern bei €2,00 unter Paris Dezember 19.

24.10.2019 IGC senkt globale Mais- und Weizenprognosen

Der Internationale Getreiderat (IGC) reduzierte heute seine Prognose für die globalen Mais- und Weizenproduktion der Saison 2019/20. In seiner monatlichen Aktualisierung senkte der IGC die Prognose für die weltweite Maisernte um 1 Mio. Tonnen auf 1,098 Mrd. Tonnen und ihre Prognose für die Weizenproduktion um 2 Mio. Tonnen auf 762 Mrd. Tonnen.

24.10.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe und die derzeit rege weltweite Nachfrage nach Weizen am Exportmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Heute Nachmittag um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 – 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures für keine klare Richtung entscheiden und schlossen fast unverändert. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens ersten unbestätigten Schätzungen zufolge über 600.000 Tonnen Weizen zum Preis von ca. $228 bis $229 pro Tonne c & f. Ausgeschrieben wurde Weizen optionaler Herkunft und Händler vermuten, dass Weizen aus Frankreich den Zuschlag erhalten hat. Institutionelle Anleger sind beim Euronext Weizen wieder Netto-Long. Der Bestand von 788 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 18. Oktober gedreht. Diese Gruppe hält nun 8.479 Netto-Long-Positionen.

24.10.2019 Weizen: Kräftige Nachfrage unterstützt Weizenkurse
Die kräftige weltweite Nachfrage aus dem Nahen Osten und die geringe Weizenproduktion in Australien und Argentinien sorgen heute Morgen für Kursaufschläge beim Weizen. Analysten meinen jedoch, dass der Markt immer noch relativ gut versorgt. Die australische Weizenproduktion wird voraussichtlich auf 15,5 Millionen Tonnen sinken, meldete kürzlich die australische Nationalbank, zuvor erwartete man noch 19 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Nachmittag veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 – 600.000 Tonnen.
23.10.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen wieder Netto-Long
Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen wieder Netto-Long. Der Bestand von 788 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 18. Oktober gedreht. Diese Gruppe hält nun 8.479 Netto-Long-Positionen. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 18. Oktober von 10.165 Kontrakten auf 634 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 79,8% während Non Commercial Participants 15,9% am Open Interest repräsentieren.
95,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt.
23.10.2019 Tunesien: Niedrigste Weizen-Offerte bei $225,92

Die niedrigste Offerte im internationalen Tenderverfahren Tunesiens zum Kauf von bis zu 50.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft lag Händlern zufolge bei $225,92/Tonne c&f für 25.000 Tonnen Weizen. Es folgten Offerten zu $229,75, $229,98 und $231,89 pro Tonne c&f, ebenfalls für jeweils 25.000 Tonnen. Bisher wurde noch kein Kaufabschluss gemeldet, Ergebnisse werden heute am späten Nachmittag erwartet.

23.10.2019 Algerien kauft 600.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens ersten unbestätigten Schätzungen zufolge über 600.000 Tonnen Weizen gekauft. Der Preis liegt demnach zwischen $228 und $229 pro Tonne c & f. Ein französischer Händler bezifferte den Preis auf $227 bis $229. Ausgeschrieben wurde Weizen optionaler Herkunft, aber Händler vermuten, dass Weizen aus Frankreich den Zuschlag erhalten hat, weil u.a. die Frachtkosten den Weizen des Konkurrenten Argentinien zu teuer machen. Algerien gibt die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht bekannt, die Berichte beruhen auf Handelsbewertungen. Der Weizen wurde für den Versand in zwei Zeiträumen gesucht, 1.-15. Dezember und 16.-31. Dezember. In seiner letzten am 18. September gemeldeten Ausschreibung kaufte die OAIC rund 600.000 Tonnen Mahlweizen zu einem Preis von rund 211 US-Dollar pro Tonne c & f.

23.10.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen sorgten gestern in Chicago für Kursverluste bei den Weizenfutures. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete am Montagabend, dass die Winterweizenaussaat in den USA auf 77% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. Instutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Eurnext in Paris bewegten sich gestern in der Nähe des 3-Montas-Hochs auf nahezu unverändertem Niveau. Die Ausschreibung Algeriens kurbelt die Exportnachfrage an und Frankreich verspricht sich davon neue Verkäufe. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Ausschreibung. Zudem sorgen die widrigen Wetterbedingungen auf der Südhalbkugel für Unterstützung. Im Handelsverlauf stieg der Dezember 19 Kontrakt auf das 3-Monats-Hoch von € 182,25, das bereits am Montag gehandelt wurde. Neben Algerien sind auch die Türkei (190.000 Tonnen) und Tunesien (50.000 Tonnen) mit Ausschreibungen am Markt. Saudi Arabien kaufte zudem am Montag 605.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Die steigenden russischen Weizen-Exportpreise verbessern die Chancen für Weizen aus dem Euroraum.

22.10.2019 Tunesien sucht Mahlweizen am Weltmarkt

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen (2 x 25.000 Tonnen) Weichweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 20. November bis 15. Dezember ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 23. Oktober.

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