Matif: Mais November 2019

04.11.2019 Brasilien: Sojabohnenaussaat unter 5-Jahres-Durchschnitt

Brasiliens Landwirte haben aktuell auf 46% der für die Sojabohnenaussaat 2019/20 geplanten Flächen bestellt, meldet das Agrarberatungsunternehmen AgRural. Die Aussaat startete im September und der Aussaatfortschritt liegt hinter dem im vergangenen Jahr (60%). Trotz des im Vergleich zu 2018 langsameren Tempos der Aussaat liegt sie für diese Jahreszeit jedoch über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 43%, so AgRural.
Brasilien wird in dieser Saison die geschätzte Rekordmenge von 121 Millionen Tonnen Sojabohnen ernten. Die Anbaufläche stieg um 1,3% auf 36,4 Mio. Hektar (90 Millionen Acres), so AgRural.
Mit 84% der Anbaufläche in Mato Grosso, Brasiliens größtem Getreidestaat, und einem Anstieg der Niederschlagsmenge in Paraná, wo Sojabohnen auf 60% der Anbaufläche ausgesäät wurden, sind nach Angaben der Unternehmensberatung nun alle Augen auf Mato Grosso do Sul gerichtet.
Obwohl die Aussaat in der vergangenen Woche auf 58% der Fläche im Bundesstaat Mato Grosso do Sul gut vorangekommen ist, hat diese Region nur sehr wenig Niederschlag erhalten, was einige Landwirte zur Umwidmung der Flächen gezwungen hat, so AgRural.
Es gebe auch Bedenken im Zusammenhang mit dem Anbau der zweiten Maisernte Brasiliens, die nach der Ernte von Sojabohnen getätigt werde, so das Beratungsunternehmen in Bezug auf die Lage in Mato Grosso do Sul.
Wenn sich die für diese Woche erwarteten Regenfälle bestätigen, wird die Aussaat von Sojabohnen im Süden von Mato Grosso do Sul in der ersten Novemberhälfte enden, so dass Mais innerhalb des normalen Fensters der Region, das bis Mitte März läuft, angebaut werden kann, sagte AgRural.

04.11.2019 US-Export-Inspections für Weizen und Mais schwach

04.11.2019 EU-Weichweizenexporte weiter 50% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 3. November ein Volumen von 8,8 Mio. Tonnen versus 5,9 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 2,6 Mio. Tonnen 37% über Vorjahr (1,9 Mio. Tonnen). 19% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 6,8 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,7 Mio. Tonnen).

04.11.2019 Ukraine erntet bis dato 67,5 Mio. Tonnen Getreide

Die Ukraine hat per 4. November 67,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Auf den bisher geernteten Flächen von 14,2 Mio. Hektar (= 93% der Aussaatfläche) wurde ein Durchschnittsertrag von 4,74 Tonnen pro Hektar erzielt. Geerntet wurden u.a. 27,6 Mio. Tonnen Mais auf 81% der ukrainischen Maisanbaufläche. Der Durchschnittsertrag beim Mais liegt bei 6,89 Tonnen pro Hektar.

04.11.2019 Ukraine: Getreideexporte +43% zum Vorjahr

Die ukrainischen Getreideexporte sind im laufenden Vermarktungsjahr um 43% auf 19,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind die hohen Weizenexporte. Sie stiegen auf 11,67 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 7,68 Mio. Tonnen). Außerdem exportierte die Ukraine bisher 3,34 Mio. Tonnen Gerste und 4,39 Mio. Tonnen Mais, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.

04.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 22.10.19 bis zum 29.10.19 den Netto-Long-Bestand beim SRW-Weizen um 7.057 Kontrakte auf 5.042 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit immer noch überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.282 Kontrakte auf 85.337 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 3.503 auf 72.325 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
01.11.2019 Regen und Schneestürme verzögern US-Mais- und Sojabohnenernte

Übermäßige Regenfälle und ein Schneesturm im Oktober haben die Ernte im nördlichen Teil des US-Getreidegürtels zum Erliegen gebracht. Dies ist ein weiterer Schlag für die Landwirte, die bereits mit den Auswirkungen der verzögerten Aussaat und einem Handelskrieg zu kämpfen haben, der die Rohstoffpreise unter Druck setzt.
Die Sojabohnen- und Maisernten verzögern sich in North Dakota und Minnesota besonders - genau die Staaten, die am stärksten unter dem Handelskrieg zwischen den USA und China leiden, weil sie darauf angewiesen sind, über die Häfen der Westküste nach Asien zu exportieren.
In Minnesota, dem US-amerikanischen Sojabohnenproduzenten Nr. 3, ernteten die Landwirte bis zum 27. Oktober 62% ihrer Sojabohnen, verglichen mit dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 93%. In North Dakota, dem Soja-Bundesstaat Nr. 8, ernteten die Landwirte nur 29% ihrer Sojabohnen und 6% ihres Getreides. Sie mussten dabei gegen die sehr feuchten Bedingungen ankämpften. Der Boden war zu weich, um die Ernteausrüstung zu tragen.
Die Erzeuger in den Vereinigten Staaten - der weltweit größte Maislieferant und zweitgrößte Sojaexporteur - rechnen mit einer späten Ernte nach Regenfällen, die die Aussaat im Mittleren Westen im vergangenen Frühjahr verzögerten.
In diesem Herbst kam es erneut zu Stürmen, die die nördliche Ebene des Maisgürtels zu einer Zeit heimsuchten, in der kürzere, kühlere Tage die Verdunstung einschränkten. Grand Forks, North Dakota, an der Grenze zu Minnesota, erhielt vom 1. September bis 24. Oktober 11,6 Zoll (29,4 cm) Regen, das Fünffache des Durchschnitts, teilte der National Weather Service mit.
Bundesweit wurde die Maisernte am Sonntag zu 41% abgeschlossen, und nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums wurden 62% der Sojabohnen geerntet. Das ist das langsamste Tempo seit einem Jahrzehnt und liegt unter dem Fünfjahresdurchschnitt von 61% für Mais und 78% für Sojabohnen.
Neben den schon jetzt engen Gewinnspannen werden die Landwirte mit zusätzlichen Kosten für die Reparatur von Maschinen, Dieselkraftstoff und Propan zum Trocknen von gelagertem Getreide konfrontiert, das auf dem Feld nicht ausreichend getrocknet werden konnte. Der finanzielle Engpass könnte ausreichen, um noch mehr Landwirte aus dem Geschäft zu drängen.

01.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 65% komplett

Französische Landwirte haben bis zum 28. Oktober 2019 65% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 19% zur Vorwoche, als gerade einmal 46% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 96%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 54% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 29% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 70%. Außerdem sind 71% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 50%; Vorjahr: 75%).
Häufige Schauer bremsten im Oktober die Feldarbeit in Frankreich.
Heute wird u.a. in Frankreich und auch in einigen deutschen Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) „Allerheiligen“ gefeiert.

01.11.2019 CBoT Mais: Erster Wochengewinn seit 3 Wochen
Die Mais-Futures in Chicago handeln heute Morgen etwas schwächer, in dieser Woche steht jedoch der erste Wochengewinn seit drei Wochen an. Marktteilnehmer hoffen auf weitere Anzeichen einer Entspannung im Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China, der die US-Exporte von landwirtschaftlichen Produkten nach China seit Monaten stark beeinträchtigt. US-Präsident Donald Trump sagte, China könne im Rahmen eines Zwischenhandelsabkommens US-amerikanische Agrarprodukte im Wert von bis zu 50 Milliarden US-Dollar kaufen. Die Forderung hat sich jedoch zu einem zentralen Problem bei den Gesprächen zur Beendigung des Handelskrieges entwickelt, so mehrere in den Verhandlungen unterrichtete Personen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 549.100 Tonnen Mais im Rahmen der Erwartungen von 300.000 – 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Kontrakte CBoT Mais.
31.10.2019 CBoT Mais sinkt von 1-Wochen-Hoch
Im frühen Handel mussten die Maisfutures in Chicago heute minimale Verluste hinnehmen, nachdem sie in der vorherigen Sitzung ein 1-Wochen-Hoch erreichten. Sorgen über mögliche Ernteverzögerungen begrenzen jedoch das Verlustpotenzial. Analysten meinen, das langsame Erntetempo stütze derzeit die Preise. In Teilen des US-Maisgürtels wird mit Schnee und Regen gerechnet, gefolgt von kühlen Temperaturen. Das Wetter könnte die Ernten im Herbst weiter verzögern, nachdem Regenfälle und historische Überschwemmungen im Frühjahr die Aussaat verzögerten. Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Kontrakte CBoT Mais. Heute um 13:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Maisexporte in einer Spanne zwischen 300.000 und 800.000 Tonnen.
31.10.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Kontrakte CBoT Mais

30.10.2019 Langsame US-Maisernte sorgt für Kursaufschläge
Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen den zweiten Tag in Folge mit Kursgewinnen, weil die Ernte in den Vereinigten Staaten zu langsam vorankommt. Prognosen für Schneefälle in weiten Teilen des Mittleren Westens könnten die Ernteaktivitäten weiter verzögern. Günstige Wettervorhersagen für Südamerika begrenzen jedoch das Aufwärtspotenzial. Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais.
30.10.2019 Institutionelle Anlager kauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

29.10.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

29.10.2019 US-Sojabohnenernte schreitet voran.
Die US-Sojabohnenfutures handeln heute Morgen minimal fester. Das US-Landwirtschaftsministerium teilte in dem gestern Abend nach Handelsschluss veröffentlichten Crop-Progress-Report, dass 62% der US-Sojabohnenbestände geerntet sind, der Vorwochenfortschritt lag bei 46% und der 5 Jahres-Durchschnitt bei 78%. Teile von North Dakota kämpfen jedoch weiterhin unter nassen Bedingungen, die verhindern, dass Erntemaschinen auf die Felder gelangen. Es wird aber insgesamt erwartet, dass die Mais- und Sojabohnenernte in den kommenden Tagen rasch voranschreitet aufgrund günstiger Wettervorhersagen für den US-amerikanischen Getreidegürtel. Der Markt beobachtet zudem Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT Sojabohnen.
28.10.2019 EU-Weichweizenexporte 50% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 27. Oktober ein Volumen von 8,55 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 50% zu den Exporten zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Die Gersten-Exporte liegen mit 2,5 Mio. Tonnen 47% über Vorjahr. 26% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 6,5 Mio. Tonnen.

28.10.2019 EU: Mars senkt Prognose der Maisernte

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU (MARS) hat seine Prognose für die EU-Maisernte gesenkt.
In dem heute veröffentlichten monatlich erscheinenden Report wurde liegt die Prognose der EU-Maiserträge jetzt bei 7,57 Tonnen pro Hektar (Vormonat: 7,63). Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 9,3%. Zudem liegt der Wert marginal unter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der Weichweizen-Erträge wurde minimal reduziert von 6,03 auf 6,01 Tonnen pro Hektar (1,1% über dem 5-Jahres-Durchschnitt).

28.10.2019 Ukraine: Getreideexporte letzte Woche stark gestiegen

Die Getreideexporte der Ukraine via Seehafen haben sich in der Woche vom 19. – 25. Oktober im Vergleich zur Vorwoche von 776.000 Tonnen auf 1,865 Mio. Tonnen mehr als verdoppelt. Daten des Agrarberatungsunternehmen APK-Inform belegen das.
Die Weizenexporte stiegen von 386.000 Tonnen auf 814.000 Tonnen, während die Maisexporte von 220.000 Tonnen auf 934.000 Tonnen stiegen.
Bisher wurden im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 18,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Vergleichswert Vorjahr 10,4 Mio. Tonnen).

28.10.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Zeit vom 15.10.19 bis zum 22.10.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen auf 12.099 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit erstmals seit Mitte August wieder überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.914 Kontrakte auf 76.055 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 19.793 auf 68.822 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 22. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
28.10.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT Mais

28.10.2019 Sojabohen profitieren von positiver Stimmung im Handelsstreit
Heute Morgen handeln die Sojabohnenfutures in Chicago wieder mit moderaten Aufschlägen. Auftrieb bekommen Sie von der guten Stimmung aufgrund der positiven Signale im Handelsstreit zwischen Peking und Washington. Am Freitag mussten sie Verluste hinnehmen und handelten auf einem 2-Wochen-Tief. US-amerikanische und chinesische Vertreter "stehen kurz vor dem Abschluss" einiger Teile des Handelsabkommens nach telefonischen Beratungen, teilten beide Ministerien mit. Zudem würden die Gespräche fortgesetzt.
Analysten weisen auch auf die Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Änderung der Exportsteuerpolitik Argentiniens nach der Wahl des linken Alberto Fernández zum nächsten Präsidenten des Landes hin. Argentinien ist ein bedeutender weltweiter Lieferant von Sojabohnen, Mais und Weizen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 11.000 Kontrakte Sojabohnen.
25.10.2019 Ukraine: Getreideexporte 39% über Vorjahr

Die Ukraine hat die Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli bis Juni) bisher um 39% auf 17,6 Mio. Tonnen gesteigert, meldet das Landwirtschaftsministerium der Ukraine.
Die Menge beinhaltet 10,67 Mio. Tonnen Weizen (Vorjahr: 7,17 Mio. Tonnen) und 3,2 Mio. Tonnen Gerste und 3,4 Mio. Tonnen Mais.

25.10.2019 Frankreich: Fortschritte bei der Maisernte

Frankreichs Landwirte haben weitere Fortschritte bei der Maisernte erzielt. Per 21. Oktober wurden 46% der Bestände geerntet, meldet heute Vormittag das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. In der Woche zuvor lag der Erntefortschritt bei 30%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist demnach zu 29% komplett. In der Vorwoche waren es 21% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 50%. Zu 50% abgeschlossen ist die Wintergerstenaussaat (Vorwoche: 40%; Vorjahr: 61%). Häufige Schauer bremsten in diesem Monat die Feldarbeit in Frankreich.

25.10.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten Verluste hinnehmen. Schwache Weizenexporte sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 262.400 Tonnen US-Weizen unter den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Der Internationale Getreiderat reduzierte gestern seine Prognose für die globale Weizenproduktion der Saison 2019/20 um 2 Mio. Tonnen auf 762 Mrd. Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. In Frankreichs Häfen hat sich das Tempo der Verladetätigkeit etwas verlangsamt und die Besorgnis über eine Flaute geweckt. In Deutschland hoffen Exporteure auf Weizengeschäfte an den Iran. Das Land hat einen Importbedarf von 3 Mio. Tonnen. US-Sanktionen führten allerdings seit dem vergangenen Jahr zu Zahlungsproblemen. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern bei €2,00 unter Paris Dezember 19.

25.10.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT Mais

24.10.2019 IGC senkt globale Mais- und Weizenprognosen

Der Internationale Getreiderat (IGC) reduzierte heute seine Prognose für die globalen Mais- und Weizenproduktion der Saison 2019/20. In seiner monatlichen Aktualisierung senkte der IGC die Prognose für die weltweite Maisernte um 1 Mio. Tonnen auf 1,098 Mrd. Tonnen und ihre Prognose für die Weizenproduktion um 2 Mio. Tonnen auf 762 Mrd. Tonnen.

22.10.2019 Ukraine: Landwirtschaftsministerium erwartet Rekord-Getreideernte

Die ukrainische Getreideernte 2019 wird wahrscheinlich auf ein Rekordergebnis von 71,8 Mio. Tonnen ansteigen (nach 70,1 Mio. Tonnen 2018), aufgrund größerer Weizen- und Gersten-Ernten, meldet das Landwirtschaftsministerium. Erwartet wird eine Weizenernte von 28,1 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24,6 Mio. Tonnen. Die Gersten-Ernte wird nun auf 8,9 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 7,3 Mio. Tonnen. Allerdings wird bei der Maisernte ein Rückgang zum Vorjahr auf 32,8 Mio. Tonnen erwartet (2018: 35,8 Mio. Tonnen).

22.10.2019 US-Erntefortschritt belastet Maiskurse
Heute Morgen handeln die Maisfutures in Chicago aufgrund der fortschreitenden Ernte in den Vereinigten Staaten mit Verlusten. Die Verluste sind jedoch aufgrund der Sorge um Ertragsverluste begrenzt. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete gestern, dass 30% der Maisbestände geerntet sind, in der Vorwoche waren es 22%. Im Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre lag der Erntefortschritt bei 47%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT Mais.
22.10.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT Mais

21.10.2019 EU-Weichweizenexporte 51% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Wirtschaftsjahr 2019/20 erreichten per 20. Oktober ein Volumen von 8,1 Mio. Tonnen und liegen damit 51% über den Exporten im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. Um 45% höher im Vergleich zum Vorjahr sind die Gerste-Exporte, die bisher ein Volumen von 2,4 Mio. Tonnen erreichten.
Die Maisimporte legten im Vergleich zum Vorjahr um 27% zu.

21.10.2019 CFTC: Institutionelle Anleger bauten Sojabohnen-Positionen letzte Woche aus
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 08.10.19 bis zum 15.10.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 8.574 Kontrakte auf 10.564 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 24.527 Kontrakte auf 66.141 Netto-Short-Positionen reduziert. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 25.836 Kontrakte reduziert, es wurden jedoch auch die Short-Positionen um 50.363 Kontrakte reduziert.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 6.501 auf 49.029 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 15. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.10.2019 Frankreichs Maisernte nimmt an Fahrt auf

Die Landwirte in Frankreich haben per 14. Oktober 30% der Maisbestände geerntet, das ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur Vorwoche (14%), meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer heute Vormittag. Der Ernteprozess ist damit aber weit hinter dem des vergangenen Jahres zum selben Zeitpunkt, als bereits 81% der Maisflächen geerntet waren. Nach dem verregneten Start geht es jetzt aber voran.
Die Wintergetreideaussaat nimmt ebenfalls an Fahrt auf. Per 14. Oktober wurde Winterweizen auf 21% der geplanten Flächen ausgesät, gegenüber 4% in der Vorwoche und 40% der Wintergerstenfläche gegenüber 9% in der Vorwoche.

18.10.2019 Institutonelle Anleger verkauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais

17.10.2019 Strategie Grains erwartet stabile Weizenanbaufläche in der EU

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains erwartet für die Ernte 2020 in der Europäischen Union eine stabile Weizenanbaufläche zum Vorjahr.
In der ersten Schätzung für die EU-Maisanbaufläche 2020 erwartet das Unternehmen einen Zuwachs um 2%. Eine rückläufige Entwicklung wird hingegen bei der Gerste erwartet. Bei der Wintergerste liegt der erwartete Rückgang bei 3%, bei der Sommergerste sind es 4%.
Für die diesjährige Ernte liegt die Weizenanbaufläche bei 23,8 Mio. Hektar, die Gerste-Anbaufläche (Winter- und Sommergerste) bei 12,2 Mio. Hektar und die Maisanbaufläche bei 8,7 Mio. Hektar.

16.10.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 226.000 Tonnen Mais an Mexiko. 137.160 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 und 91.440 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21.

16.10.2019 US-Crop-Progress-Report: Sojabohnenernte weiterhin stark verzögert

Gestern Abend aktualisierte das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlich erscheinenden Crop-Progress-Report. Demnach befinden sich 54% der US-Sojabohnenbestände in Top-Verfassung (+1% zur Vorwoche). Rückläufig um 1% fielen die Ratings der US-Maisbestände aus. Per 13. Oktober erhielten 55% der Bestände eine Top-Bewertung. Die Winterweizenaussaat ist auf 65% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 52%; Vorjahr: 64%; 5-Jahres-Durchschnitt: 65%).
Die Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist zu 26% abgeschlossen (Vorwoche: 14%; Vorjahr: 37%; 5-Jahres-Durchschnitt: 49%) und ist damit weiterhin stark verzögert. Ebenfalls verzögert ist die Maisernte in den Vereinigten Staaten. 22% der Flächen sind geräumt (Vorwoche: 15%; Vorjahr: 38%; 5-Jahres-Durchschnitt: 36%).

16.10.2019 Weitere Lieferpunkte für die physische Erfüllung des Matif-Maisfutures

Die Euronext in Paris erinnert daran, dass ab November 2019 in Dünkirchen und Gent weitere Umschlagplätze für Mais zur physischen Erfüllung von Terminkontrakten verfügbar sind. Erste Mitteilungen dazu erfolgten bereits im Juni 2018.
Die nächste Fälligkeit „November 2019“ des Matif-Futures kann also erstmals in Dunkirk Sica Nord Céréales und im Ghent Euro-Silo mit physischem Mais bedient werden.

16.10.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 462.651 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht schwächer.
Die Weizenfutures in Paris folgten gestern den negativen Vorgaben aus Übersee und entfernten sich vom 2 ½ Monats Hoch. Am Montag stieg der Dezember 19 Future in Paris zwischenzeitlich auf 181 Euro/Tonne und damit auf den höchsten Stand seit Ende Juli. Französische Landwirte nutzten die jüngste Rally und verkauften Weizen. Der Optimismus über ein Rahmenabkommen zwischen Washington und Peking sowie die stetige Exportnachfrage nach französischem Weizen gaben dem Markt Auftrieb. Das Augenmerk richtet sich gegenwärtig auch auf die bevorstehenden Weizenernten auf der Südhalbkugel. In Teilen Australiens und Argentiniens belastet der Mangel an Regen die Ernte weiterhin. Händler beobachten ebenfalls die Entwicklung der Gespräche zwischen der EU und Großbritannien im Ringen um eine Einigung und der Abwendung eines ungeregelten Brexits.

16.10.2019 CBoT-Maiskurse verlieren am zweiten Tag in Folge

Seit zwei Handelstagen geben die Kurse des CBoT-Maisfutures wieder nach. Die Verluste bleiben aber noch begrenzt, da sich die Ernte im Mittleren Westen der USA verzögert.
Der wöchentliche Report über den Erntefortschritt des USDA zeigte gestern, dass 22% der US-Maisernte eingebraucht ist. Das war weniger als vom Markt erwartet worden war.
US-Präsident Donald Trump teilte gestern mit, dass China in der ersten Phase eines Abschlusses zur Beilegung des Handelskonflikts zugesagt hätte, US-Agrarrohstoffe im Wert von 40 – 50 Mrd. US-Dollar zu kaufen. China will diese Käufe aber nur machen, wenn die US-Regierung ihre Importzölle auf chinesische Güter zurücknehmen. China hatte kürzlich bereits 20 Mio. Tonnen US-Sojabohnen und andere US-Agrarrohstoffe gekauft, sagte ein Sprecher der chinesischen Verhandlungsdelegation.

16.10.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 11.000 Kontrakte CBoT Mais

14.10.2019 EU-Weichweizenexporte 48% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 13. Oktober ein Volumen von 7,5 Mio. Tonnen. Damit liegen die Exporte 48% über dem Niveau am 7. Oktober vergangenen Jahres. Das zeigen offizielle Zahlen der EU. Die Gerste-Exporte lagen mit 2,3 Mio. Tonnen 52% über Vorjahr und die Maisimporte mit 5,7 Mio. Tonnen 26% über Vorjahr.

14.10.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 01.10.19 bis zum 08.10.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 2.376 Kontrakte auf 19.138 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 35.506 Kontrakte auf 90.668 Netto-Short-Positionen reduziert. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 10.285 Kontrakte erhöht und die Short-Positionen um 25.221 Kontrakte reduziert.
Außerden drehten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand der Vorwoche bei den Sojabohnen in 6.501 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 8. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
14.10.2019 Russsland: IKAR erhöht Prognose der Weizenernte 2019

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 um 200.000 Tonnen auf 75,6 Mio. Tonnen erhöht. Um 700.000 Tonnen auf 122,7 Mio. Tonnen erhöhte IKAR die Prognose der gesamten Getreideernte Russlands. Eine Begründung für die Erhöhung der Prognosen wurde nicht mitgeteilt. Die Schätzung der Gerste- und Maisernte liegt bei 20,6 Mio. Tonnen respektive 14,1 Mio. Tonnen.

14.10.2019 Euronext plant Agrarfutures gegen Bar-Ausgleich

Der Börsenverbund Euronext plant die Entwicklung von Cash-Settlement Kontrakten auch für Kontrakte die bisher nur physisch lieferbar waren. Dazu gehört auch der Terminkontrakt auf Weizen.
In einer Präsentation am letzten Freitag wurde Investoren die Wachstumsstrategie 2022 vorgestellt. In bar abgerechnete (cash-Settlement-) Terminkontrakte könne man schneller listen. Es gäbe auch genügend zuverlässige Kassamarktnotierungen die als Referenzpreise herangezogen werden können.
Welche Kontrakte nun konkret geplant seien, wurde noch nicht mitgeteilt. Das Euronext-Rohstoff-Geschäft wird vom Weizenfuture dominiert, der in auf physische Lieferung von in Frankreich angebautem Mahlweizen angelegt ist. Der Future bildet für fast alle physischen Abschlüsse in der Europäischen Union den Referenzmarkt.
Die Euronext hat in diesem Jahr die Osloer Terminbörse Oslo Bors für 700 Mio. Euro gekauft und kontrolliert dort nun auch den Markt für Lachs, für den es dort einen cash-gesettelten Future gibt.
Um einen Referenzpreis aus dem Kassamarkt zu erhalten, greift die Börse auf Notierungen und Abrechnungspreise zurück. Man benötigt dann keine Spezifikation für eine physische Lieferung mehr.
Die CME in Chicago bietet cash-Settlement-Futures auf russischen Weizen und ukrainischen Mais an, nachdem ein lieferbarer Kontrakt für Weizen aus der Schwarzmeerregion scheiterte.
Die EEX in Leipzig handelt alle ihre Agrarfutures (Kartoffeln und Milchprodukte) gegen Bar- Abrechnung.
Die Euronext zielt auf neue Kunden in den USA und Osteuropa. Gleichzeitig will man weiterhin Bestandteil des Netzwerks des Mittel- und Westeuropäischen Agrarwirtschaft bleiben.

14.10.2019 Getreidemail

Neue Hoffnungen auf eine Lösung im Handelsstreit mit China sowie deutliche Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kaufen am Freitag 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die e-CBoT fast unverändert.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und stiegen auf ein 2-Monats-Hoch. Zu der Rally trug auch der Wintereinbruch im US-Corn-Belt bei. Die Verluste des Vortages werden damit überkompensiert. Der Markt preist jetzt die Wetterrisiken in den USA mit ein. Zwar sind in den US-Bundesstaaten Iowa, Minnesota und Dakota nur Mais und Sojabohnen betrroffen, das hätte am Markt aber auch einen Einfluss auf die Weizenpreise. Die Welt-Endbestände für Mais und Weizen (ohne China) werden sich nach Berechnungen französischer Analysten spürbar verkleinern. Tunesien hat am Freitag eine Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Weizen aufgelegt. Französische Exporteure hoffen auf einen Zuschlag. Der Wechselkurs des Euro spielt dabei aber ein große Rolle.

14.10.2019 Kurse der CBoT-Sojabohnen erreichen 16-Monats-Hoch

Heute Morgen erreichen die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures ein 16-Monats-Hoch. In den Gesprächen zur Beilegung des Handelskonflikts zwischen Washington und Peking gibt es offenbar Fortschritte.
US-Präsident Donald Trump erläuterte am Freitag die erste Phase eines Deals um den Handelskrieg mit China zu beenden und nahm seine Drohung weiterer Strafzölle zurück. Verhandlungsteilnehmer beider Seiten warnen aber von zu viel Optimismus, es sei noch ein weiter Weg bis zu einem Abschluss.
Der sich abzeichnende Kompromiss beinhaltet auch die Lieferung von US-Agrarrohstoffen. Das wäre der erste Schrott in einem seit 15 Monaten andauernden Konflikt, der die ganze Weltwirtschaft lähmt.
Analysten in Australen schreiben heute Morgen, dass sie den Eindruck hätten, dass beide Seiten den Abschluss wollen aber eine Übereinstimmung sei noch in weiter Ferne.
Um die Stimmung bei den Verhandlungen zu verbessern, hatte China zuletzt große Mengen US-Sojabohnen gekauft, am Donnerstag wurden noch weitere 398.000 Tonnen bestellt.
Marktteilnehmer in den USA beobachten die Wettermeldungen für den Norden US-Corn-Belts genau. Ein Frosteinbruch in Minnesota und Iowa sowie ein Blizzard in Dakota könnte zu Ernteschäden beim Mais und den Sojabohnen führen.

11.10.2019 Frankreich: Feldarbeiten kommen wegen Regenfällen kaum voran

Frankreichs Farmer haben bis zum 7. Oktober 4% der geplanten Weichweizenflächen bestellt. Das war nur 1% mehr als im letzten Jahr zu diesem Termin. 15% waren es im letzten Jahr am 7.10..
Die Wintergerstenfläche war zu 9% bestellt, letzte Woche waren es 3%, vor einem Jahr 20%.
Die Körnermaisernte in Frankreich ist zu 14% eingebracht. (Vorwoche: 6%, Vorjahr 65%).
Die Feldarbeiten werden seit Ende September immer wieder von Regenfällen unterbrochen, zuvor war es zu trocken.
Quelle: FranceAgriMer

11.10.2019 USDA kürzt Maisernteschätzung weniger als Analysten es erwarteten

Das USDA senkte gestern seine Erwartungen für die US-Maisernte weniger stark als die meisten Analysten erwartet hatten. Die Experten des Ministeriums bewerteten die Erträge gegenüber ihrer September-Schätzung stabil, da die Vegetationsbedingungen der letzten sechs Wochen gut waren.
Eine sinkende Nachfrage nach Mais und ein weltweit großes Angebot würden auch dafür sorgen, dass die Vorräte in den USA hoch bleiben. Die Kurse der CBoT-Maisfutures sanken gestern um 3,5%. Zur Stunde steigen die Kurse aber schon wider um 1,12%.
Die US-Regierung senkte auch ihre Erwartung für die Sojabohnenproduktion, allerdings hier auf ein Niveau das unter den Markterwartungen liegt. Die Anbaufläche und die Erträge lagen beide unter den Schätzungen im September. So stiegen nach Veröffentlichung des Reports die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures um 3-4 Cent per Bushel auf $9,27. Zur Stunde notiert der Frontmonat sogar auf $9,33 per Bushel.
Die US-Maisernte 2019/20 wurde auf 13,779 Mrd. Bushel geschätzt. Dem liegt ein durchschnittlicher Ertrag von 168,4 Bushel per acre (bpa) zugrunde. Die Sojabohnenproduktion der USA wird auf 3,55 Mrd. Bushel geschätzt, mit einem durchschnittlichen Ertrag von 46,9 bpa.
Einige Marktteilnehmer und Analysten hatten im Vorfeld des USDA-Berichts niedrigere acres-Erträge erwartet; diese Erwartung haben sie nun für den November-Report, da aktuell widrige Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA für Ernteschäden sorgen.
Auch viele US-Farmer sagen, dass die USDA-Prognose zu hoch gegriffen ist, die Analysten der Regierungsbeamten hätten nicht ausreichend berücksichtigt, dass während der gesamten Vegetationsbedingungen schwierige Wetterverhältnisse herrschten.
Endbestände beim US-Mais wurden gegenüber dem Vormonat um 11,9% auf 1,929 Mrd. Bushel gesenkt, da die Anfangsbestände niedriger angesetzt wurden.

11.10.2019 Getreidemail

Ein für Weizen und Mais bärischer USDA-Report sorgte an der CBoT für kräftige Kursverluste. Die US-Weizenendbestände 2019/20 schätzte das USDA auf 1,043 Mio.bu (Erwartung 1,015 Mio.bu; Vormonat 1,014 Mio.bu). Erhöht wurde auch die Schätzung der globalen Weizenendbestände 2019/20 auf 287,80 Mio.to. Sie lag damit über den Markterwartungen von 285,17 Mio.to. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 521.900 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt den Weizenfuture zur Stunde wieder fester.
Die Weizenkurse in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee. Ein deutlicher Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar übte zudem Druck aus. Investoren suchen in der US-Währung einen sicheren Hafen. Eine Einigung im Handelsstreit mit China und ein geordneter Brexit scheinen möglich. Die Weizenkurse an der Pariser Euronext hatten sich seit Anfang September stetig verbessert, die gute Nachfrage aus Nordafrika sowie ein schwacher Euro-Wechselkurs stützten. Die letzte Ausschreibung der ägyptischen GASC zeigte aber, dass die Preise für Weizen aus dem Euro-Raum inzwischen zu hoch sind. Die Korrektur kam gestern mit einem Minus von 1,75 auf 177 €/to für den Dezember-19-Termin.

11.10.2019 Kurse der CBoT-Maisfutures vor erstem Wochenverlust seit einem Monat

Nachdem das USDA gestern die Maisernte höher schätzte als vom Markt erwartet wurde, sieht es so aus, dass die Kurse der CBoT-Maisfutures ihren ersten Wochenverlust seit einem Monat hinnehmen müssen. Allerdings steigen die Kurse heute Morgen schon wieder.
Gestern sanken die Maiskurse in Chicago um 13 Cent per Bushel und der Wochenverlust lag am Handelsschluss bei 1%.
Das USDA schätzte gestern in seinem USDA Report den US-Maisertrag auf 168,4 Bushel per acre (bpa), im September gingen die Experten noch von 168,2 bpa aus. Marktteilnehmer hatten im Vorfelddarauf gewettet, dass der Ertrag nur 167,5 bpa sein werde.
Der Wechselkurs des US-Dollar stand zudem gestern unter Druck, da viele Anleger diese Währung als sicheren Hafen ansehen. Die Verhandlungen zur Beilegung des Handelskonflikts mit China stimmen optimistisch und auch ein geordneter Brexit scheint möglich.
Der Kurs der Rohölpreis steigt, da die OPEC ankündigte, die Fördermengen in ihrer Dezember-Sitzung so festzulegen, dass Angebot und Nachfrage wieder ausgeglichen sind.

11.10.2019 Fonds trennen sich in großem Umfang von Maisfutures

10.10.2019 US-Agrarexporte brummen

Das USDA berichtete heute über die wöchentlichen Getreide- und Ölsaatenverkäufe der zurückliegenden Woche.
Demnach verkaufte die USA 521.900 Tonnen Weizen im laufenden Wirtschaftsjahr und 582.400 Tonnen für das kommende Wirtschaftsjahr. Analysten waren im Vorfeld von 300.000 – 600.000 Tonnen Exporten ausgegangen.
Außerdem wurden in der zurückliegenden Woche 2,092 Mio. Tonnen Sojabohnen für das laufenden Wirtschaftsjahr und 2,1788 Mio. Tonnen für das nächste Wirtschaftsjahr verkauft.
Die Maisexporte belaufen sich auf 284.000 Tonnen für aktuell und 319.000 Tonnen für neu.
Auffällig groß waren die Exporte von US-Schweinfleisch. Die USA konnten in der Woche bis zum 03. Oktober 142.172 Tonnen Schweinefleisch ausführen. Das ist die größte Menge die in einer Woche aus den USA überhaupt verkauft wurde.

Heute konnte das Ministerium in Washington zudem noch einen Sojabohnenexport nach China 398,000 Soybeans für das Wirtschaftsjahr 2019/20 vermelden.

10.10.2019 Politik verunsichert Argentiniens Farmer

Die Analysten der Rosario Grains Exchange in Buenos Aires erwarten für ihr Land in diesem Jahr eine Maisernte von 47,5 Mio. Tonnen. Die vorherige Schätzung lag noch bei 50 Mio. Tonnen. Die Erträge leiden unter trockenem Wetter und Farmer unter politischen Unsicherheiten, wodurch statt Mais mehr Sojabohnen angebaut werden.
Präsident Mauricio Macri, seit 2015 im Amt und Befürworter von freien Märkten, wird die nächste Präsidentschaftswahl am 27. Oktober wohl verlieren. Aussichtsreichster Kandidat ist der linke Alberto Fernandez, der mehr Eingriffe in die Wirtschaft plant.
Farmer befürchten, dass die Exportzölle für Agrarrohstoffe steigen werden und sie werden deshalb mehr Sojabohnen anbauen, bei denen die Produktionskosten geringer sind. Wegen der Furcht vor einem Verfall des Wechselkurses der Landeswährung horten sie jetzt ihre Vorräte, da diese in US-Dollar bezahlt werden.
Die Aussaat von Mais startet in Argentinien in diesen Tagen. Wegen der Trockenheit in einigen Landesteilen warten viele Bauern aber noch mit den Feldarbeiten ab; sie hoffen auf mehr Regen Ende Oktober oder säen gleich mehr Sojabohnen.
Wegen der Trockenheit senkten die Experten der Börse auch ihre Prognose für die Weizenernte auf jetzt 20 Mio. Tonnen um 7% gegenüber der vorherigen Schätzung. Die argentinische Sojabohnenernte 2019/20 wird auf 51 Mio. Tonnen geschätzt.
Argentinien ist einer der größten Anbieter von Mais, Weizen und Sojabohnen am Weltmarkt. Außerdem weltweit die Nummer 1 beim Export von Sojaschrot. Die Exportzölle für Getreide und Ölsaaten tragen 55% zum Staatshaushalt des von Rezession und Inflation geschüttelten Landes bei.
Alberto Fernandez wird wohl als seine erste Amtshandlung die Exportzölle für Getreide und Ölsaaten erhöhen, weil das eine einfache und effektivste Weise ist, an Geld zu kommen.

10.10.2019 Chinesische Sojabohnenkäufe in den USA stützen CBoT-Kurse

Die CBoT-Sojabohnen können heute Morgen ihren Gewinn der letzten Tage halten. Chinas Käufe von US-Sojabohnen unterstützen dabei.
Die heute beginnenden Spitzengespräche zwischen Peking und Washington werden von den Agrarfachleuten aufmerksam verfolgt. Es gibt aber keine großen Erwartungen an einen Durchbruch im Handelsstreits zwischen den Supermächten.
Die Sojabohnenkurse wurden gestern durch ein Gerücht gestützt, das Chinas Handelsbeauftragter angeblich angeboten hatte, dass man zukünftig jährlich 30 Mio. Tonnen Sojabohnen aus den USA abnehmen wolle. Derzeit sind es 20 Mio. Tonnen.
Ein Wintersturm in den nördlichen Plains der USA könnte die Ernte von Mais und Sojabohnen in den US-Bundesstaaten Nord- und Süd-Dakota, Nebraska sowie Teile von Minnesota und Iowa verzögern und Ernteschäden verursachen.
Vor dem heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlichten monatlichen USDA-Report erwarten Analysten, dass die Fachleute der Regierung ihre Schätzung der Erträge und damit auch die Prognose für die Produktion und Endbestände senken wird.

10.10.2019 Fonds waren gestern Verkäufer beim CBoT-Mais und kauften Sojabohnen

09.10.2019 Weizen: 14% mehr Drittlandexporte aus Frankreich

Der französische Agrarmarkt Analyst FranceAgriMer hebt heute seine Prognose für Weichweizenexporte aus Frankreich in Länder außerhalb der EU von 11 auf 11,7 Mio. Tonnen an.
Damit wären die Drittlandexporte 14% größer als in der letzten Vermarktungssaison und erreichten dann ein Vier-Jahres-Hoch. Die Exportbedingungen für französischen Weizen sind derzeit hervorragend. Auch mit den Konkurrenten aus dem Schwarzmeerraum kann man gut mithalten.
Französische Exporteure haben zuletzt diverse Schiffsladungen für Marokko verladen und die Nachfrage aus dem Nordafrikanischen Land wird wohl noch weiter steigen. Selbst nach Ägypten konnte man schon liefern obwohl die Konkurrenz aus Russland und der Ukraine stark ist.
Die um 700.000 Tonnen höhere Exportprognose kompensiert den Druck aufgrund einer höheren Ernteschätzung. Die Bestände am Ende der laufenden Vermarktungssaison werden von FranceAgriMer nur noch auf 2,9 Mio. Tonnen geschätzt; im letzten Monat ging man noch von 3,3 Mio. Tonnen aus. Trotzdem wären das noch 32% mehr als in der Saison 2018/19 und es wäre ein Drei-Jahres-Hoch.
Frankreich hat in diesem Jahr seine zweit-größte Weichweizenernte eingefahren. Das Landwirtschaftsministerium schätzte die Erntemenge jetzt auf 39,7 Mio. Tonnen. Das waren 17% mehr als in 2018.
Die Analysten reduzierten auch ihre Schätzung zu den Gerstenbeständen von 2,2 auf 2,1 Mio. Tonnen. Die Exporte in Drittländer sollen demnach auf 3,6 Mio. Tonnen kommen (Vormonatsschätzung:3,4). Das wären 50% mehr Drittlandausfuhren als in der Saison 2018/19.
Die Endbestände beim Mais in der Saison 2019/20 werden nun auf 2,1 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat 2,3). Das Landwirtschaftsministerium in Paris hatte am Dienstag seine Ernteschätzung entsprechend gesenkt.

09.10.2019 Weitere Verzögerungen der US-Sojabohnenernte zu erwarten

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen steigen am zweiten Tag in Folge auf ein Drei-Monats-Hoch. Im Mittleren Westen der USA droht ein Schneesturm und das Angebot an Agrarrohstoffen aus dem Erfassungshandel nimmt ab.
Das winterliche Wetter könnte Schäden auf den Feldern verursachen und die Ernte weiter verzögern. Die Bergung von Mais und Sojabohnen hinkt ohnehin weit hinter dem üblichen Fortschritt früherer Jahre zurück. Der Schneesturm soll in den Bundesstaaten North Dakota, Minnesota und South Dakota 15-30 cm Schnee bringen.
In dem Wochenbericht des USDA am Montag hieß es, dass bis zum 6. Oktober die Maisernte erst zu 15% und die Sojabohnenernte zu 14% eingebracht war.

08.10.2019 Mit 39,7 Mio. Tonnen größte französische Weizenernte

Das französische Landwirtschaftsministerium hob heute seine Schätzung für die Weizenernte 2019 auf 39,7 Mio. Tonnen an. Vor einem Monat ging man noch von 39,45 Mio. Tonnen aus. Das wäre dann die bisher größte Weizenernte Frankreichs überhaupt.
Diese Menge ist 16,8% größer als im letzten Jahr und 12,6% mehr als im Fünf-Jahres-Mittel.
Die Prognose für die Maisernte 2019 liegt jetzt bei 12,5 Mio. Tonnen; im Vormonat ging man noch von 12,8 Mio. Tonnen aus. Das wäre genauso viel wie im Vorjahr. Die Anbaufläche wurde zwar ausgeweitet aber die Erträge waren kleiner. Die französische Maisernte 2019 wäre dann 10,5 % kleiner als das Fünf-Jahres-Mittel.

08.10.2019 US-Handelsabkommen mit Japan ähnelt bei Agrargütern am Ende dem TPP-Deal

Im neuen Handelsabkommen zwischen den USA und Japan werden stufenweise die Importzölle für US-Agrarprodukte im Wert von 2 Mrd. US-Dollar gesenkt. Damit wird erreicht, dass die Zölle für US-Produkte dann auf dem Niveau der anderen 11 Trans-Pacific Partnership (TPP)-Länder liegen werden.
Das Abkommen wurde gestern im Weißen Haus von Donald Trump unterzeichnet; 2 ½ Jahre nachdem der US-Präsident sich aus einem insgesamt viel weiter reichenden TPP verabschiedet hatte.
Die Kündigung aus dem TPP brachte den USA gegenüber seinen Konkurrenten Australien, Neu Seeland und Kanada im Handel mit Japan Nachteile. Der Japan-Deal gleicht diese Nachteile nun für US-Agrarprodukte wieder aus.
Für folgende US-Produkte im Wert von 1,3 Mrd. US-Dollar im Jahr entfallen die Importzölle ab sofort komplett: Mandeln, Blaubeeren, Walnüsse, süßer Mais, Laktose, Milcheiweiß, Hirse, Lebensmittezusätze, Brokkoli und Pflaumen.
Für folgende US-Produkte werden die Importzölle in Stufen reduziert bis sie auf dem Niveau des TTP-Abkommen mit anderen Ländern sind: Verarbeitetes Schweinefleisch, Innereien vom Rind, gefrorenes Gelflügelfleisch, Wein, tiefgekühlte Kartoffelprodukte, frische Kirschen, Käse und Molke, Ethanol, Eierprodukte sowie Tomatenmark.
In dem Abkommen wird zudem das Zollfrei-Kontingent für US-Weizen für 150.000 Tonnen für sechs Jahre festgeschrieben. Japan wird seinen Importzoll für US-Weizen um 45% senken bis die Abgabe das Niveau von Japans TPP-Partnerländern erreicht.
Für Gerste aus den USA soll die 45%-Reduktion für acht Jahre gelten. Auf Braugerstenimporte soll es ebenfalls für die USA eine Zollfrei-Quote geben.

08.10.2019 CBoT-Maiskurse steigen am zweiten Handelstag in Folge

In dieser Woche steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures bereits am zweiten Handelstag. Die US-Maisernte kommt nicht so zügig voran wie gewünscht und im nordwestlichen Teil des US-Getreidegürtels wird Frost angekündigt. Beides stützt die Kurse.
Die Marktteilnehmer sind gespannt, ob das USDA am Donnerstag die Schätzung der Maiserträge erneut senkt, wie von Analysten erwartet wird.
Aktuell sind nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Washington 15% der US-Maisflächen abgeerntet, das sind weniger als vom Markt erwartet. Im Durchschnitt der letzten Jahre waren es zu diesem Termin bereits 27%.
56% der Maisbestände sind in der Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft worden, ebenfalls weniger als man erwartet hatte.

07.10.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders) von Freitagabend

Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 24.09.19 bis zum 01.10.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen auf 21.514 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen auf 126.174 Netto-Short-Positionen reduziert. Außerdem reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen auf 8.730 Kontrakte.
Der Bericht wird immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir Börsentäglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".

07.10.2019 Getreidefarmer in Argentinien warten dringend auf Regen

Getreidefarmer in Argentinien warten dringend auf Regen. Die Weizenfelder in der Pampa sind kurz vor der Ernte völlig ausgetrocknet.
Der Weltmarktführer bei Sojaschrot und bedeutender Spieler am Weltmarkt bei Weizen und Mais musste letzte Saison Missernten einfahren. In diesem Jahr lief es von Beginn der Vegetationszeit an aber besser.
Der im Juni gesäte Winterweizen färbt seine Blätter schon jetzt gelb; eine Mangelerscheinung, denn es war zuletzt zu trocken. In den Monaten Juli und August hatte es so gut wie nicht geregnet. Der September brachte auch noch keine Entlastung. Sollte es jetzt nicht bald regnen, dann wird es aber keinen guten Ertrag mehr geben.
Bisher hatte die Buenos Aires Grains Exchange die Weizenernte 2019/20 noch auf 21 Mio. Tonnen geschätzt. Diese Prognose muss jetzt aber wohl bald in Frage gestellt werden.
Die Wetterdienste rechnen damit, dass sich die Wettermuster nun aber wieder normalisieren. Im Oktober fiel bereits 10 Millimeter Regen, man braucht für eine normale Ernte aber mehr.

07.10.2019 US-Maiserträge niedriger geschätzt

Die Kurse des CBoT-Maisfutures steigen heute Morgen und können damit ihre Verluste der letzten Handelstage wett machen. Man erwartet niedrigere Maiserträge in den USA und damit ein kleineres Angebot am Weltmarkt.
Händler in Australien berichten darüber, dass es unter Marktteilnehmern die Befürchtung gibt, dass die US-Maisernte kleiner ausfällt, als zuletzt erwartet. Bereits im letzten USDA-Report wurden die Vorräte in den USA und am Weltmarkt kleiner geschätzt.
Der private Marktanalyst IEG Vantage (vorher: Informa Economics IEG) senkte am Freitag seine Prognose zu den US-Maiserträgen von 169,6 Bushel per acre (bpa) auf 167,5 bpa. Am kommenden Donnerstag wird das USDA seinen Oktober-WASDE-Bericht veröffentlichen.
Am Freitag stellte die Trump-Regierung auch ihre Pläne zur Stützung des Marktes für Bio-Treibstoffe vor. Sie sollen im kommenden Jahr umgesetzt werden. Die Rohölindustrie protestiert dagegen.

04.10.2019 Optimale Bedingungen im argentinischen Frühjahr für Mais und Weizen

In Argentinien sind jetzt 20,6% der geplanten Maisflächen bestellt. Außerdem hat in den nördlichen Landesteilen die Winterweizenernte begonnen. Das teilte gestern die Buenos Aires Grains Exchange in ihrem Wochenreport mit.
Insgesamt wollen die Farmer in dem Südamerikanischen Land auf 6,4 Mio. Hektar Mais anbauen. In der zurückliegenden Woche wurden 4,6% der geplanten Flächen bestellt. In der südlichen Hemisphäre beginnt der Frühling am 21. September. Das aktuell warme Wetter ist für die Feldarbeiten optimal. Experten rechnen mit einer Erntemenge von 50 Mio. Tonnen Mais (Vorjahr: 50,6).
Auf einer geringfügig ausgeweiteten Weizen Anbaufläche hat nun in den nördlichen Landesteilen die Winterweizenernte begonnen. Die Erträge sollen bei 1,5 – 1,8 Tonnen per Hektar liegen. Die Getreidebörse in Buenos Aires rechnet mit einer Weizenernte von 21 Mio. Tonnen gegenüber 19 Mio. Tonnen im Vorjahr.

04.10.2019 Erst 6% der französischen Körnermaisernte geborgen

Frankreichs Farmer hatten bis zum 30.09. bisher 6% ihrer Körnermaisernte gedroschen. (Vorwoche: 3%). Im Vorjahr waren es zu diesem Termin 42%. Das meldete soeben der Nachrichtendienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums FranceAgriMer.
Auch die Aussaat von Wintergetreide für die Ernte 2020 kommt nur schleppend voran. Da aktuell nasse Wetter verzögert die Feldarbeiten. Es wurden bisher nur 1% der geplanten Winterweizenflächen und 3% der Wintergerste eingesät.

04.10.2019 CBoT-Maisfutures vor größten Wochengewinn seit 4 Monaten

Am CBoT werden die Kurse der Maisfutures in dieser Woche wohl den größten Anstieg seit vier Monaten besiegeln. Zur Stunde gegeben die Kurse aber gegenüber gestern leicht nach. Der Markt verdaut noch an dem Quartalsbericht des USDA, der am Montag dieser Woche kleinere Vorräte für die USA prognostizierte.
Um 4% stiegen die Maiskurse in dieser Woche an und damit so viel wie in keiner Woche seit Juni.
Für die Marktteilnehmer völlig überraschend schätzten die Experten des US-Landwirtschaftsministeriums die acres-Erträge für US-Mais kleiner ein als zuvor sodass das Angebot ebenfalls kleiner erwartet wird.
Am kommenden Donnerstag werden diese Schätzungen in den monatlichen WASDE-Report einfließen (World Supply and Demand Estimates), also dem zu erwarteten Angebot am Weltmarkt.
Die wöchentlichen Maisexporte der USA waren mit 565.000 Tonnen im Rahmen der Erwartungen, die in der Spanne von 400.000 bis 8000.000 Tonnen lagen.

02.10.2019 Getreidemal

Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen gestern auch die Weizenfutures in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen und die weltweit gute Versorgungslage begrenzten jedoch das Aufwärtspotenzial. Institutionelle Anleger verkaufen gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen leicht zu. Zudem sorgten der schwache Wechselkurs des Euro, globale Wetterrisiken und die jüngste Quartals-Bestandsschätzung des USDA, die niedriger ausfiel, als das Analysten erwarteten, für Aufwärtspotenzial. Charttechnisch liegt der nächste Widerstand auf der Dezember-Fälligkeit bei ca. 177 - 178 Euro. Ägyptens GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 5. - 15. November und/oder 15. – 25. November gestartet. Zudem warten Händler mit Spannung auf das Ergebnis der Weizenausschreibung Marokkos.

02.10.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 20.000 Kontrakte CBoT Mais

01.10.2019 Algerien sucht Mais

Algeriens staatlicher Einkaufsagentur ONAB hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mais aus Argentinien ausgeschrieben, melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 2. Oktober. Gesucht wird Mais zur Lieferung 1. – 15. November.

01.10.2019 In Brasilien verzögert Trockenheit die Sojabohnenaussaat

In Brasilien, dem weltweit größten Produzenten und Exporteur von Sojabohnen, verzögert sich die Aussaat der Ölsaat im Vergleich zum letzten Jahr deutlich und inzwischen liegen die Farmer damit auch hinter dem Fortschritt früherer Jahre zurück.
In den Ackerbauregionen im Süden und im Zentrum des Landes herrscht vielfach eine extreme Trockenheit und die Feldarbeiten für die Ernte 2019/20 kommen nicht voran. Das gefährdet auch die Aussaat der Folgefrucht Mais, die gleich nach der Sojabohne gesät werden müsste.
Bis zum 27.09. waren in Brasilien erst 0,8% der geplanten Sojabohnen gesät. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 4,9% und 2,3% im %-Jahres-Mittel. Im Bundesstaat Paraná waren 4% der Flächen bestellt, im Vergleich zu 21% im Vorjahr. In Mato Grosso, dem Bundesstaat mit der größten Sojabohnenanbaufläche des südamerikanischen Landes waren 1% der Sojabohnen gelegt im Vergleich zu 5% im Vorjahr.

01.10.2019 US Crop-Progress-Report: Leichte Erholung der US-Sojabohnenbestände

Der Zustand der Maisbestände in den Vereinigten Staaten blieb in der Woche bis zum 30. September stabil. Wie schon in der Woche zuvor und entsprechend der Markterwartungen lag der Anteil der Bestände mit dem Top-Rating „gut bis exzellent“ bei 57%. Geerntet sind 11% der Bestände (Vorwoche: 7%, Vorjahr: 25%, 5-Jahres-Durchschnitt: 19%).
Leicht verbessert hat sich der Zustand der US-Sojabohnenbestände. 55% erhielten das Top-Rating “gut bis exzellent“, in der Vorwoche waren es 54% und auch Analysten erwarteten unveränderte Ratings. Geerntet sind bereits 7% der Bestände (Vorjahr: 12%, 5-Jahres-Durchschnitt: 20%).

01.10.2019 Getreidemail

Kräftige Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Frontmonat Dezember erreichte den höchsten Kurs seit dem 12. August. Mit 2,385 Mrd. Bushel Weizen lagen die US-Quartalsbestände zwar leicht über den Markterwartungen von 2,318 Mrd.Bushel, allerdings fielen die Mais- und Sojabohnenbestände deutlich niedriger aus, als Analysten das im Vorfeld erwarteten. Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoThandelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der Euro sank gestern auf ein 28-Monats-Tief und erhöht damit die Exportchancen für Weizen aus Westeuropa. Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Kurssteigerungen in Chicago und Paris. Trotz des starken Wettbewerbs aus der Schwarzmeer-Region exportierten Deuschland, die Baltischen Länder und Polen im September fast 200.000 Tonnen Weizen nach Ägypten (private Käufer), Saudi Arabien und Kuba.

01.10.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 55.000 Kontrakte CBoT Mais

30.09.2019 Russland: Die Preise für Exportweizen stiegen vergangene Woche

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund der Kurssteigerungen der Weizenfutures in Chicago und Paris, melden Analysten heute. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am 25. September 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen Weizen französische Herkunft. Ägypten ist traditionell der größte Käufer von russischem Weizen.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein stieg vergangene Woche um $1,00 auf $188,00/Tonne auf Basis FOB meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Der Preis für Gerste stieg demnach um $2,00 auf $179,00/Tonne FOB.
Russland exportierte seit dem Start der aktuellen Vermarktungsperiode 2019/20 12,8 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten sind 11,1 Mio. Tonnen Weizen.
Brasilien beabsichtigt die Einführung einer zollfreien Importquote für 750.000 Tonnen Weizen aus Ländern außerhalb des Mercosur-Blocs, teilte vergangene Woche ein Regierungsmitarbeiter mit. Russland könnte einen Teil seines Weizens im Rahmen der Quote nach Brasilien verkaufen.
Das russische Landwirtschaftsministerium erhöhte zuletzt seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 um 3 Mio. Tonnen auf 78 Mio. Tonnen. Die Schätzung der gesamten Getreideernte blieb unverändert. Zu den Gründen für die gestiegene Prognose gab das Ministerium keine Erklärung ab.
SoEcon erwartet weiterhin eine Ernte von 74,9 Mio. Tonnen Weizen und sieht keine Veranlassung, die Schätzung zum gegenwärtigen Zeitpunkt zu erhöhen.
Der Preis für Weizen der Klasse III kostete vergangene Woche im europäischen Teil Russlands 10.325 Rubel pro Tonne (ex Works) und damit 25 Rubel mehr, als in der vorherigen Woche.
In der vergangenen Woche fielen im europäischen Teil des Landes einige Niederschläge, die sich voraussichtlich in den kommenden Wochen fortsetzen werden, so SovEcon. Die Wetterbedingungen für Winterweizen verbessern sich jedoch, fügte das Unternehmen hinzu.
Russische Landwirte haben bereits Wintergetreide für die Ernte im nächsten Jahr auf 66% der geplanten Fläche oder 11,6 Mio. Hektar ausgesät.
Mit der späten Ernte beginnen einige Landwirte, Mais und Sonnenblumen anzubieten und den Verkauf von Weizen einzustellen.

30.09.2019 ASF in Südostasien bedroht US-Sojabohnen- und Maisexporte

Im letzten Jahr waren Käufer in Südostasien für US-Agrarexporte der Retter in der Not. Denn nachdem in China das Afrikanische Schweinefieber (ASF) ausbracht, brachen die Sojabohnenumsätze im China-Geschäft ein. Die Länder Vietnam, die Philippinen und Thailand steigerten dagegen ihren Bezug des proteinreichen Futtermittels aus den USA drastisch.
Inzwischen ist die Seuche auch in diesen Ländern angekommen und Millionen von Tieren müssen auch dort gekeult werden.
US-Futtermittelexporte in Länder wie Vietnam, Myanmar und den Philippinen stiegen im letzten Jahr um fast 50% auf 12,3 Mio. Tonnen. Damit konnte ein Teil des Absatzverlusts nach China kompensiert werden, der auch durch hohe Strafzölle im Handelsstreit der beiden Handelsmächte verursacht wurde.
Sollte der Handelskonflikt nicht bald beendet werden, droht den USA aber auch in Süostasien großes Ungemach. Dann würden US-Farmer auf ihren großen Ernten sitzen bleiben, wofür es kaum noch Lagerräume gibt.
Obwohl das ASF für die Gesundheit von Menschen keine Gefahr darstellt, verläuft die Seuche für Schweine stets tödlich. Im Sommer 2018 wurde das Virus erstmals in China entdeckt und insgesamt hat die World Health Organisation (WHO) ASF in mehr als 50 Ländern registriert. Darunter befinden sich Länder, die zusammen 75% aller Schweine weltweit halten.
Südostasien vereint eine große Bevölkerung in rasch wachsenden Städten mit prosperierendem Wirtschaftswachstum und begrenzten Ernten. Das führte dazu, dass Importe von Mais und Sojabohnen in den letzten fünf Jahren um 25% zulegten.
Die Region wurde damit zum drittgrößten Absatzmarkt für diese Agrarrohstoffe. Durch das ASF kommt es jetzt zu einem drastischen Umsatzeinbruch, was die Anbieter alarmiert. Das rapide Umsatzwachstum entfachte unter den Anbietern einen Wettbewerb um Marktanteile. Lobbyisten in den USA eröffneten nach dem ASF-Ausbruch in China einen Kampf um neue Kunden in Chinas Nachbarstaaten. Damit wollte man sich über Jahre von der dominanten chinesischen Nachfrage unabhängiger werden.
Das Resultat, eine Steigerung um 50% in einem Jahr überstieg in 2018 sogar erstmals die Futtermittelabsatzmenge nach China. Seither belaufen sich die schwer ergatterten Marktanteile nach Südostasien auf 15% aller US-Mais- und Sojabohnenexporte. Seitdem nun auch dort die Auswirkungen des ASF spürbar wird, geht der Futterabsatz dorthin wieder drastisch zurück. Alleine der Sojaschrotabsatz nach Vietnam wird in diesem und im kommenden Jahr um jeweils 1 Mio. Tonnen zurück gehen, erwarten Fachleute.
In Vietnam, dem weltweit sechst-größtem Mäster von Schweinen, wurden bereits 4,7 Mio. Schweine gekeult. Alle Provinzen des Landes sind verseucht. Die nationale Herde schrumpfte um 18,5% auf 22,2 Mio. Tiere.
Die ASF-Seuche breitete sich zudem auch auf die Philippinen und Süd-Korea aus. Auch das sind für US-Getreideexporteure schlechte Nachrichten.

30.09.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 17.09.19 bis zum 24.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 6.202 Kontrakte auf 18.779 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 10.736 Kontrakte auf 159.890 Netto-Short-Positionen reduziert. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 2.280 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 13.616 Kontrakte.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 6.493 Kontrakte auf 41.688 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 24. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
30.09.2019 Weizen- und Maiserträge in Argentinien in Gefahr

Eine Trockenheit in Argentinien senkt die Chance für einen gute Getreideernte in dem Südamerikanischen Land.
Zwar sind die meisten Felder in der argentinischen Pampa noch in guter Verfassung, aber ein fünftel der Anbaufläche leidet aktuell unter der Trockenheit, die sich in den letzten Wochen besonders auswirkt. Ein Berater der Buenos Aires Grains Exchange hat bereits seine Ernteprognose für Weizen von ursprünglich 20 Mio. Tonnen auf jetzt 17 Mio. Tonnen gesenkt. Die Prognose für die Maisernte senkte er sogar von 50 auf 40 Mio. Tonnen.
20% der Feldbestände befinden sich in mittlerem bis schlechten Zustand. Trockenheit hat bereits die Weizenerträge verringert und die Aussaat von Mais verzögert.
Zudem lagern immer mehr Farmer ihre Sojabohnenernte ein, da sie fürchten, dass bei der Präsidentschaftswahl Ende Oktober eine linke Regierung die Macht übernehmen könnte. Mit den in US-Dollar gehandelten Sojabohnen versichert man sich gegen das Inflationsrisiko.

27.09.2019 EU-Kommission senkt Prognose für EU-Maisproduktion

Die EU-Kommission hat heute ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion für die Vermarktungsperiode 2019/20 von 142,7 Mio. Tonnen auf 145 Mio. Tonnen erhöht.
Damit läge die Ernte 12% über dem Ergebnis der Vorjahresernte, die aufgrund der Trockenheit nur ein Volumen von 128,8 Mio. Tonnen erreichte.
Die Prognose der EU-Weizenexporte für die Vermarktungsperiode 2019/20 blieb unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde die Prognose der EU-Maisproduktion von 68,5 Mio. Tonnen auf 66,5 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Maisimporte erhöhte die EU-Kommission von 15,5 Mio. Tonnen auf 17,0 Mio. Tonnen.

27.09.2019 Frankreich hat 3% Körnermais geerntet

Französische Bauern hatten bis zum 23. September 3% ihres Körnermais geerntet. In der letzten Woche waren es 1% und im Vorjahr waren es zu diesem Termin 21%. Das meldet soeben das Büro des FranceAgriMer.
Außerdem kommt die Aussaat von Wintergetreide in Frankreich nun auch in Gang. 1% der geplanten Anbaufläche von Winterweizen und 2% Wintergerste waren bis zum 23.09. in der Erde.

26.09.2019 US-Maisernte kommt zügig voran

Die Kurse der CBoT-Maisfutures stehen auch heute Morgen unter Druck da die Erntearbeiten in den USA zügig voranschreiten.
Händler in Asien wollen gerne wissen, welche Erträge in den USA eingefahren werden. Im Oktober sollte die Ernte ihren Höhepunkt erreichen. Bisher sind 7-11% der Anbauflächen geräumt. Da spät gesät wurde, könnte sich der Abschluss der Ernte gegenüber früheren Jahren verzögern.

25.09.2019 CBoT-Sojabohnenkurse steigen seit drei Handelstagen

Seit drei Handelstagen steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnen unterstützt davon, dass Peking einigen Importeuren die Strafzölle auf US-Importe erlassen will. Die anhaltenden Verhandlungen zwischen den beiden Supermächten belasten aber weiterhin den gesamten Markt für Agrarrohstoffe.
So wird die Good-Will-Geste der Chinesen auch nur als kurzfristig wirksames Ereignis bewertet.
Die Zollvergünstigungen könnten dazu führen, dass 5 bis 6 Mio. Tonnen US-Bohnen von den Chinesen gekauft werden.
Erste Fröste im nördlichen US-Corn-Belt, die für nächste Woche angekündigt werden, stellen für 10 bis 15% der Mais- und Sojabohnenernte eine „begrenzte Gefahr“ dar.

25.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Kontrakte CBoT Mais

24.09.2019 Wenige Soja- dafür mehr Maisexporte aus Brasilien

Der chinesische Rohstoffhändler COFCO erwartet einen deutlich kleineren Import von Sojabohnen aus Brasilien, da chinesische Bauern wegen den Folgen des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) weniger Futtermittel benötigen.
In einem Reuters-Interview mit zwei COFCO Managern in Brasilien, wird erwartet, dass die brasilianischen Exporteure den schwachen Absatz von Sojabohnen mit deutlich größeren Maisausfuhren kompensieren können.
COFCO Brasil erwartet, dass man in 2019 nur noch fünf Mio. Tonnen Sojabohnen ausführt nach sieben Mio. Tonnen im Vorjahr. Der Maisexport wird von 2,5 auf 3,8 Mio. Tonnen ansteigen.
Der ASF-Ausbruch kostete Millionen Schweinen in China das Leben und das Schrot der Sojabohne ist ein wesentlicher Bestandteil der Futtermischungen. Brasilianische Fleischproduzenten profitieren von der Misere in China und Getreideexporte leiden darunter.
Die gesamte Getreidewirtschaft bekommt die Folgen der ASF-Seuche in Asien zu spüren. Sollte die brasilianische Maisernte erfolgreich sein und die Preise für Mais weiterhin hoch, dann werden die Farmer und Händler mehr Mais anbauen und exportieren.
COFCO Brasil ist die Heimat von 7.500 der weltweit 11.000 Mitarbeiter des chinesischen Staatskonzerns. Man besitzt im Land große Getreideannahmestationen, Ölmühlen und Exportterminals in den Überseehäfen. Außerdem Zuckerraffinerien und Ethanol-Anlagen.
Die CEO von COFCO Brasil schätzen die Sojabohnenernte in diesem Jahr auf 122 Mio. Tonnen (Vj.: 118 to), die Maisernte dürfte erneut die Marke von 100 Mio. Tonnen übersteigen. Es sei denn, die aktuelle Trockenheit hält länger an und die Folgefrucht Mais kann nicht mehr überall gesät werden.
Eine mögliche Einigung zwischen den USA und China dürften die brasilianischen Agrarexporte nicht wesentlich beeinflussen. Lediglich die hohen Spreads zu den CBoT-Kursen würden kleiner. Brasilien kann mit den USA sehr gut konkurrieren. Sollte der Handelsstreit weiter anhalten, würden die Prognosen für brasilianische Agrarexporte noch höher ausfallen.

24.09.2019 Mexiko kauft 200.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 200.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

24.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Bessere Maisratings

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Daraus ist zu entnehmen, dass sich der Zustand der Maisbestände in der vergangenen Woche verbessert hat. 57% der Bestände erhielten das Top-Rating g/e (gut bis exzellent). In der Vorwoche lag der Anteil bei 55%. Die Erwartung der im Vorfeld befragten Analysten lag unverändert bei 55%. Vor einem Jahr waren es 69%. Geerntet waren per 22. September 7% der US-Maisbestände (Vorwoche 4%). Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 9%.
Unverändert zur Vorwoche mit 54% in Top-Verfassung fielen die Ratings der Sojabohnenbestände in den Vereinigten Staaten aus. Analysten erwarteten ebenfalls 54%.

23.09.2019 US-Export-Inspections: Sojabohnen-Verladungen höher, als erwartet; Mais schwach

23.09.2019 Bisher 5,65 Mio. Tonnen EU-Weichweizen-Exporte

Die Weichweizenexporte aus der EU in der Saison 2019/20, die am 1. Juli begann, beliefen sich bis zum 22. September auf 5,65 Mio. Tonnen.
Das waren 36% mehr als bis zum 16.09.2018.
Die EU-Gerstenexporte erreichten in diesem Zeitraum 1,8 Mio. Tonnen (+37%).
Die EU-Maisimporte kommen bisher auf 4,8 Mio. Tonnen, was 54% mehr sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

23.09.2019 Ukraine: Ein Update der Getreideernte
Die Ukraine hat per 23. September Getreide in einem Volumen von 43,3 Mio. Tonnen geerntet. Das meldet das Landwirtschaftsministeirum am heutigen Montag. Insgesamt erwartet man die Ernte auf Vorjahresniveau von 71 Mio. Tonnen.
Geerntet wurde bisher Getreide auf einer Fläche von 10,8 Mio. Hektar. Das sind 70% der Gesamtfläche. Die duchschnittlichen Erträge liegen bei 4,03 Tonnen pro Hektar. 
Die Geamtmenge beinhaltet 3,6 Mio. Tonnen Mais, die auf 12% der Flächen bereits geerntet wurden mit einem Durchschnittsertrag von 5,97 Tonnen pro Hektar.
Abgeschlossen ist bereits die Weizen- und die Gersteernte.
23.09.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 10.09.19 bis zum 17.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 1.812 Kontrakte auf 12.577 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen ein weiteres Mal erhöht um 34.227 Kontrakte auf 170.626 Netto-Short-Positionen. Dabei wurden die Long-Positionen um 11.580 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 22.647 Kontrakte erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 43.556 Lots auf 48.181 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 17. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
20.09.2019 Wetter und Politik - doppeltes Dilemma für Argentiniens Farmer

Ungewöhnlich trockenes Wetter beunruhigt die Farmer in Argentinien; sie hoffen auf Regen im Oktober. Außerdem herrscht in dem südamerikanischen Land eine große Unsicherheit über die zukünftigen politischen Verhältnisse, denn im Oktober werden dort Präsidentschaftswahlen abgehalten. Der wirtschaftsfreundliche Präsident Mauricio Macri könnte sein Amt verlieren.
Während am 27. Oktober die Linken an die Macht kommen könnten, beginnt auch die Aussaat von Mais. Dafür ist es derzeit aber noch viel zu trocken. Darunter leiden bereits die Weizenbestände.
Die Farmer trauen den Peronisten nicht über den Weg, denn Macris Vorgängerin Cristina Fernandez der Kirchner hatte während ihrer Regierungszeit die Agrarexporte durch hohe Zölle und Ausfuhrbeschränkungen eingeschränkt. Nachdem sich in einer Vorwahl im August ein möglicher Regierungswechsel zu Gunsten der Linken abzeichnet, verfiel der Wechselkurs der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar deutlich.
Das veranlasst viele Farmer, mehr Sojabohnen als Mais anzubauen. Zum einen, weil der Maisanbau mehr Betriebsmittel benötigt, die in (teuren) US-Dollar bezahlt werden. Zum anderen, weil es derzeit zu trocken ist. Die Sojabohne wird erst Ende Oktober gelegt, bis dahin ist Wahrscheinlichkeit für Regen größer.
Die Farmer befürchten aber wieder eine Politik, die ihnen die Gewinne nimmt, sofern Macri nicht wiedergewählt wird.
Bei vielen Bauern liegen die Nerven jetzt blank, weil das Wetter und die Politik gegen sie spielen. Inzwischen kommt der Winterweizen dort in die Blühphase und er braucht bis Mitte Oktober dringend Regen.
Am trockensten ist es in den Regionen La Pampa, Cordoba und Buenos Aires sowie in Santa Fe, wo insgesamt 60-70% des nationalen Maisanbaus stattfindet. Ausgerechnet jetzt, wo die Chance besteht, mehr Agrarrohstoffe nach China zu exportieren, ist es in Argentinien und Brasilien zu trocken.

20.09.2019 Frankreichs Körnermais-Ernte hat begonnen

Der staatliche französische Marktanalyst FranceAgriMer hat in seinem heutigen Wochenbericht die Maisbestände im Land zu 59% in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. Letzte Wochen waren es noch 60% und im Vorjahr zu diesem Termin 58%.
Inzwischen ist dort die Körnermaisernte in Gang. 1% der Flächen sind schon gedroschen. Die Ertragsaussichten sind gemischt. Während im eigentlichen Maisgürtel Frankreichs die Erträge vielversprechend sind, enttäuschen die Erträge in anderen Regionen, die im Sommer wiederholt von Hitzewellen heimgesucht wurden.

20.09.2019 CBoT-Maisfutures seit 2 Wochen im Aufwind

In den letzten beiden Wochen stiegen die Kurse des CBoT-Maisfutures um 4,6%. Die Nachfrage nach US-Mais ist gestiegen. Heute Morgen sinken die Kurse, was aber wohl nicht verhindern wird, dass auch die zweite Woche in Folge die Kurse steigen. Die US-Exporte waren in beiden Wochen besser als erwartet.
Händler in Singapur meinen, dass sich der Kursanstieg nicht weiter fortsetzt, es sei denn, es gibt Probleme mit der Ernte. Danach sieht es aktuell aber nicht aus, denn für die kommenden 14 Tage ist im US-Corn-Belt mildes Herbstwetter angesagt.
Rohstofffonds haben gestern Maisfutures gekauft.

20.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Kontrakte CBoT Mais

19.09.2019 Strategie Grains erhöht Prognosen für EU-Weizenernte- und Exporte

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognosen für die EU Weichweizenernte und die Exporte wegen guter Ernteergebnisse in Frankreich und Großbritannien und hoher Exporte in Rumänien und Bulgarien zum zweiten Mal in Folge erhöht.
Die Prognose der Weichweizenernte 2019/20 in der EU 28 wurde jetzt auf 144,5 Mio. Tonnen angehoben. Das wäre 14% über dem Ergebnis des vergangenen Jahres, als im Sommer eine schwere Trockenheit die Bestände belastete. Im August lag die Prognose noch bei 142,9 Mio. Tonnen.
Strategie Grains untermauert damit den Konsens am Markt, dass die Weizenernte in der EU in diesem Sommer den Schäden der rekordverdächtigen Hitzewelle größtenteils entgangen ist.
Für den Export bezifferte Strategie Grains die Weichweizenlieferungen der EU in dieser Saison auf 25,7 Mio. Tonnen, nach 24,8 Millionen, von denen man noch im vergangenen Monat ausging. Im Vermarktungsjahr 2018/19 wurden 21 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Es wird allerdings erwartet, dass die Weizenvorräte in der EU im Jahr 2019/20 zunehmen werden, da Mais und Gerste als Substitut zur Verwendung als Tierfutter und Weizen anderer Herkunft auf den Exportmärkten die Nachfrage dämpfen könnten, so Strategie Grains.

19.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Lots CBoT Mais

18.09.2019 Ukraines Getreidehändler wollen 1 Mio. Tonnen mehr Weizen ausführen

Getreidehändler in der Ukraine bitten ihre Regierung darum, in der Vermarktungsperiode 2019/20 das Exportvolumen für Weizen von 19 auf 20 Mio. Tonnen anzuheben.
Die Regierung in Kiew und die großen Händler des Landes am Schwarzen Meer vereinbaren jährlich eine Exportmenge für Weizen, die vom Handel möglichst nicht überschritten werden soll. Im Gegenzug verspricht die Regierung, die Exportbedingungen nicht zu ändern.
Die Ukraine erntete in 2018 ca. 27 Mio. Tonnen Weizen.
Der Wirtschaftsminister hatte bereits letzte Woche mitgeteilt, dass es wohl eine Übereinstimmung mit den Händlern geben werde.
Seit dem 1. Juli, dem Beginn dieser Vermarktungssaison, exportierte die Ukraine bereits 11,1 Mio. Tonnen Getreide, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es zu diesem Termin 7,3 Mio. Tonnen. Darin enthalten sind 6,75 Mio. Tonnen Weizen und 2,45 Mio. Tonnen Gerste sowie 1,88 Mio. Tonnen Mais.
Im letzten Jahr erntete das Land 70 Mio. Tonnen Getreide, soviel sollen es in diesem Jahr auch werden. Insgesamt sollen 50 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt werden.

18.09.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg am Montag, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie deutlich gefallene Rohölnotierungen sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für Kursverluste. Rohöl verlor an der Börse gestern 6% an Wert, nachdem es am Montag um 12% zulegte. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den schwächeren Vorgaben aus Übersee und verzeichneten bei schwachen Umsätzen ebenfalls Verluste. Die starke Konkurrenz am Exportmarkt belastet zudem die Kurse. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis er algerischen Weizen-Ausschreibung, Weizen aus Frankreich wird als wettbewerbsfähigster Ursprung erachtet. In Deutschland bleibt die Nachfrage schwach, der schwächere Wechselkurs des Euro könnte jedoch die Exportaussichten ankurbeln. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21.-31. Oktober stattfinden. Marokko plant den Importzoll auf Weizen ab dem 1. Okt. von 135% auf 35% zu senken. Erwartet wird, dass das Land die Importsaison nach der schwachen einheimischen Ernte in Kürze eröffnet.

18.09.2019 CBoT-Maiskurse steigen heute Morgen wieder

Die Kurse des Chicago-Maisfutures notieren heute Morgen fester. Sie erholen sich damit von den Verlusten der Vortage, weil Käufer das niedrige Kursniveau nutzen. Die Wetterbedingungen im US-Corn-Belt sind allerdings für die Ernteentwicklung gut.
Mais und Sojabohnen blieben während der bisherigen Vegetationsperiode nach dem nassen Frühjahr, das die Aussaat verzögerte, stets hinter der Entwicklung der Vorjahre zurück. Nun begünstigt warmes Wetter die Abreife. Händler und Käufer erwarten keinen Lieferengpass mehr.
Am Montag hatte das USDA 55% der US-Mais-Feldbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. 1%-Punkt besser als vom Markt erwartet worden war. Inzwischen hat in den USA die Maisernte begonnen.
Am Montag stiegen die Maiskurse, weil die Rohölkurse eine Rally hinlegten, nachdem in Saudi-Arabien Ölfelder von Terroristen in Brand geschossen wurden. Marktteilnehmer erwarten nun, dass die Nachfrage nach Ethanol, das aus Mais hergestellt wird, von den höheren Energiekosten profitiert.

18.09.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Lots CBoT Mais

17.09.2019 B10-Projekt der chinesischen Regierung in Gefahr

Chinas Pläne für die landesweite Einführung von B10 sind ernsthaft in Gefahr. Mit einer höheren Produktion von Ethanol sollten die hohen staatlichen Maisvorräte abgebaut werden. Inzwischen sind die Maisvorräte aber kleiner und es gibt auch noch nicht genügend Ethanol-Anlagen.
Der Rohstoff Mais, der hauptsächlich für die Ethanol-Produktion eingesetzt wird, ist auf 56 Mio. Tonnen von 200 Mio. Tonnen im Jahr 2017 geschrumpft, so die Aussagen eines Regierungssprechers.
Pekings Pläne für die landesweite Einführung von Benzin mit einer Ethanol-Beimischung von 10% (B10) würden jährlich 15 Mio. Tonnen Ethanol gebraucht für die 45 Mio. Tonnen Mais oder 16% des derzeitigen nationalen Maiskonsums benötigt werden.
Bei den viel kleineren Maisvorräten müsste man mehr Mais anbauen, wenn man die Regierungspläne umsetzen wolle. Trotzdem würde dann der Maispreis steigen. Die staatliche Rohstoffverwaltung in China hatte jahrelang in regelmäßigen Auktionen Mais verkauft und damit das Einkommen der ländlichen Bevölkerung gefördert. Seit 2017 hat sich aber viel geändert und es scheint unsicher, dass die Ethanol-Pläne der Regierung weiterverfolgt werden sollen.
Es gibt bereits in diesem Jahr ein Versorgungsdefizit mit Mais von 20 Mio. Tonnen. Der Maispreis übersteigt deshalb schon das Niveau des Jahres 2018.
Für die Verarbeitung von Mais zu Ethanol gibt es zudem nicht genügend Kapazitäten. Die existierenden Fabriken haben im Jahr 2018 3,18 Mio. Tonnen Ethanol erzeugt. Würde man die Regierungspläne umsetzen, bräuchte man in 2020 aber 10 Mio. Tonnen Ethanol. Also mehr als das 3-fache.
Große staatlichen Entwicklungs- und Investmentgesellschaften in China haben Pläne zum Bau von Ethanol-Anlagen ihren Büchern. Sie würden Milliarden investieren und mit Ethanol den weltweit größten Automarkt bedienen. Da das Wirtschaftswachstum in China aber schwächelt und der Rohstoff Mais fehlt, bleiben die Pläne vorerst wohl in den Schubladen.
In den nördlichen Provinzen Chinas wird man die Regierungspläne aber wohl zum Teil umsetzen. Am 1. Juni begann ein Pilotprojekt in Hebei. Auch in Shanxi soll eine neue Ethanol-Anlage entstehen. Die Anlagen haben einen Rohstoffbedarf von 500.000 und 375.000 Tonnen Mais im Jahr.
Wegen dem stark geschrumpften Schweinebestand in Folge der ASF-Krise, müssen Maisanbauer aber damit rechnen, dass sie ihre Ernte nicht mehr so zügig als Futtermittel verkaufen können. Der Maisbedarf sank bereits um 20 Mio. Tonnen auch wenn die Nachfrage für andere Tiere um 10 Mio. Tonnen stieg.
China erntet seinen Mais in den kommenden Wochen. Das Landwirtschaftsministerium schätzte die Erntemenge auf 255,5 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 257 Mio. Tonnen.

17.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Stabile Maisratings

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Daraus ist zu entnehmen, dass der Zustand der Maisbestände in der vergangenen Woche stabil blieb. 55% der Bestände erhielten das Top-Rating g/e (gut bis exzellent). Die Erwartung der im Vorfeld befragten Analysten lag bei 54%. Vor einem Jahr allerdings waren es 68%. Geerntet waren per 15. September 4% der US-Maisbestände. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 2-6%.
Moderat schwächer zur Vorwoche mit 54% in Top-Verfassung fielen die Ratings der Sojabohnenbestände in den Vereinigten Staaten aus. Analysten erwarteten ebenfalls 54%.

17.09.2019 CBoT-Maiskurse geben einen Teil der gestrigen Gewinne wieder ab

Die Crop-Conditions beim US-Mais fielen gestern besser aus, als vom Markt erwartet. Die Verluste an der Börse halten sich aber in Grenzen, da man erwartet, dass die Nachfrage nach Mais für die Ethanol-Produktion steigt, weil Rohölpreise gestern sprunghaft anstiegen.
Sollten die Rohölpreise dieses höhere Niveau halten, würde die
Beimischung von Ethanol zum Benzin sich besser lohnen. Außerdem wird in Europa eine kleinere Maisernte erwartet.
Das USDA hatte gestern 55% der US-Maisfeldbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. Das war 1%-Punkt besser als vom Markt erwartet worden war.

17.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.000 Lots CBoT Mais

16.09.2019 EU-Kommission senkt Prognose der Maiserträge

Der Crop-Monitoring-Service der EU hat seine Prognose der EU-weiten Maiserträge 2019 aufgrund des anhaltend trockenen Wetters in Südosteuropa reduziert. Die aktuelle Prognose liegt bei 7,63 Tonnen pro Hektar (t/ha). Sie liegt knapp über dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahre. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch bei 7,93 t/ha. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 8,6%.
Die Schätzungen für die bereits geernteten Weizenkulturen blieben unverändert bei 6,03 t/ha (1,5% über dem 5-Jahres-Durchschnitt), während Raps bei 3,09 t/ha liegt.

16.09.2019 Ukraine: APK-Inform senkt Prognose der Getreideernte 2019
Der ukrainische Analyst APK-Inform hat seine Prognose der Getreidernte 2019 um 0,4% auf 71,514 Mio. Tonnen reduziert.
Weitere Prognosen aus dem heute veröffentlichten Bericht:
Maisernte 2019: 33,535 Mio. Tonnen (-0,8%)
Weizenernte 2019: 27,307 Mio. Tonnen (-0,8%)
Getreideexporte 2018/19: 50,007 Mio. Tonnen
16.09.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 03.09.19 bis zum 10.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 6.648 Kontrakte auf 14.389 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen erneut ausgebaut um 17.028 Kontrakte auf 136.399 Netto-Short-Positionen. Dabei wurden die Long-Positionen zwar um 6.816 Kontrakte erhöht, die Short-Positionen wurden allerdings ebenfalls erhöht um 23.844 Kontrakte.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 18.610 Lots auf 91.737 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 10. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt! 

16.09.2019 Getreidemail

Auf nahezu unverändertem Niveau beendeten die Weizenfutures am Freitag den Handel in Chicago. Leichte Unterstützung erhielten sie durch die Kursteigerungen beim Soja- und Maiskomplex, während Gewinnmitnahmen und eine weltweit gute Versorgungslage beim Weizen den Markt belasteten. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat Dezember um 4,3% zu, der höchste Wochengewinn seit drei Monaten. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den Anfangsgewinnen aus Übersee folgen und schlossen mit leichten Aufschlägen. In Deutschland drückte die schwache Inlands- und Exportnachfrage die Preise. Die Nachfrage ist allgemein unzureichend, da die deutschen Mühlen anscheinend bis Ende 2019 gut eingedeckt sind und die Exporte aufgrund der Konkurrenz aus dem Ostseeraum und der Schwarzmeer-Region voraussichtlich auf einem niedrigen Niveau bleiben, so ein Händler. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €2,00 unter Paris Dezember 19.

16.09.2019 CBoT-Maiskurse profitieren von einer Rohölrally

Die Kurse des CBoT-Maisfutures steigen heute Morgen auf ein17-Tages-Hoch, da ein deutlich höherer Rohölpreis erwarten lässt, dass jetzt Rohstoffe für das Öl-Substitut Ethanol wohl besser nachgefragt werden.
Davon ist dann auch Mais betroffen. Mais ist ein großer Ethanol-Spieler; wie lange diese Rally anhält, ist aber ungewiss. Vorerst hilft die Rally am Rohölmarkt den Maiskursen aber auf die Sprünge.
Der Intraday-Rohölpreis stieg heute Morgen an den asiatischen Derivatebörsen um mindestens 10% und damit so stark wie seit dem Golf-Krieg im Jahr 1991 nicht mehr, nachdem am Samstag in Saudi-Arabien mehrere Ölbohrstationen in Brand geschossen wurden und nun 5% des Angebots am Weltmarkt ausfällt.

13.09.2019 Frankreich: Mais-Ratings wieder etwas schwächer

In seinem derzeit wöchentlichen Update über den Zustand der französischen Getreidebestände hat das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer heute die Ratings der Maisbestände zurückgenommen. 60% erhielten das Top Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor erhielten 61% der Bestände die höchste Bewertung. Vor einem Jahr lag der Anteil mit 59% allerdings noch niedriger. Insgesamt stabilisierte sich der Zustand in den vergangenen Wochen.

13.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago folgten gestern den kräftigen Gewinnen beim Soja- und Maiskomplex, profitierten von der optimistischen Stimmung in den Gesprächen mit China und schlossen auf einem 1-Monats-Hoch. Mit 602.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales zudem über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Der monatliche WASDE-Report wurde dagegen als neutral bewertet. Die US-Weizenendbestände 2019/20 schätzt das USDA unverändert zum Vormonat auf 1,014 Mio.Bushel (Erwartung 1,016 Mio.Bushel). Erhöht wurde die Schätzung der globalen Weizenendbestände 2019/20 auf 286,51 Mio.Tonnen. Sie lag damit über den Markterwartungen von 285,71 Mio.Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoTetwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den guten Vorgaben aus Übersee nur bedingt folgen und schlossen uneinheitlich. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 um 500.000 Tonnen auf 74,9 Mio. Tonnen. Die neue Prognose basiert auf aktuellen Ernteergebnisse, die höher ausfielen, als erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €1,50 unter Paris Dezember 19.

13.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 19.000 Lots CBoT Mais

12.09.2019 Getreidemail

Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 Uhr) sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach. Der schwächere Wechselkurs des Euro verhinderte jedoch höhere Verluste. Frankreichs Weizenexporte 2019/20 außerhalb der EU schätzt FranceAgriMer jetzt auf 11 Mio. Tonnen (5-Jahres-Hoch). Der starke Wettbewerb aus der Schwarzmeer-Region (derzeit insbesondere aus der Ukraine) und später auch aus Argentinien begrenzt jedoch das Exportpotenzial Frankreichs, so FranceAgriMer. Der ukrainische Verband der Getreidehändler UZA erhöhte seine Prognose der Weizenernte 2019 um 600.000 Tonnen auf 28,3 Mio. Tonnen. Händler glauben, dass im Saudi Arabien Tender Weizen aus dem Baltikum einen großen Anteil am EU-Weizen haben wird. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

12.09.2019 Sojabohnenkurse vor USDA-Bericht fest

Vor dem USDA-Bericht, der heute Abend um 18 Uhr deutscher Zeit erscheint, zeigen sich die Kurse der CBoT-Sojabohnen fest.
Marktteilnehmer erwarten in dem Bericht Prognosen für eine kleinere Ernte von Mais und Sojabohnen. Der August-Bericht überraschte die Marktbeteiligten allerdings mit höheren Ertragsschätzungen als erwartet. Das könnte heute wieder korrigiert werden.
Die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA lassen die spät gesäten Sojabohnen nun rasch reifen, was das Risiko von Ertragsverlusten von frühen Frösten reduziert.
Außerdem hoffen US-Exporteure darauf, dass China vor den geplanten Spitzengesprächen zur Beilegung des Handelskonflikts als Good-Will-Aktion wieder den Import von US-Agrarrohstoffen erlaubt. Gestern wurde eine Liste bekannt, auf der einige Agrargüter vermerkt sind, wo Ausnahmen für Importzölle aufgeführt sind. Die großen Produkte Mais und Sojabohnen waren allerdings nicht dabei.
Mittelfristig erwarten Marktteilnehmer aber, dass China sich von US-Sojabohnen weiter abwendet, weil man nun in Argentinien auch Sojaschrot kaufen will. Das wird aber erst im nächsten Jahr passieren, weil vorher noch einige Formalität zu erledigen sind.

12.09.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT Mais

11.09.2019 Brasilien: Verzögerte Aussaat von Sojabohnen mit weitreichenden Folgen

In den für den Sojabohnenanbau großen Brasilianischen Bundesstaaten Paraná und Mato Grosso verzögert sich die Aussaat der Bohne wegen Trockenheit. Im letzten Jahr kam die Saat frühzeitig in die Erde.
Bis zum 17. September 2018 waren bereits 9% der geplanten Sojabohnenflächen bestellt. In diesem Jahr sagen die Meteorologen aber mindestens bis zum 20. September keinen Regen voraus, der für die Aussaat benötigt wird.
Ein früher Start der Vegetation erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Sojabohne auch noch Mais gesät werden kann. Zwischen der Ernte und einer neuen Aussaat der gleichen Frucht müssen wegen der Pflanzenhygiene mindestens 60 Tage vergehen, da man sonst die Pflanzenkrankheit Soja-Rost in die nächste Ernte übertragen würde. Deshalb werden die Farmer in Paraná auch nicht vor dem 15. September mit der Aussaat von Sojabohnen beginnen.
Das alles lief im Vorjahr optimal und es wurde nach einer guten Sojabohnenernte (115 Mio. Tonnen - -3,4% zum Vorjahr) auch noch eine Mais-Rekordernte von 100 Mio. Tonnen eingefahren. Im Bundesstaat Center-West wird erst in der zweiten September-Hälfte Regen erwartet. Bis Anfang Oktober soll es dort in einigen Regionen aber für die Aussaat zu trocken sein.
Neben der Trockenheit, die die Feldbestellung verzögert, sorgen auch hohe Temperaturen dafür, dass der Aufgang der Saat behindert wird, was die Sojapflanzen schwächt.
Erst im November sind in Brasilien nennenswerte Niederschläge zu erwarten, die dann die Sojabohnenerträge bestimmen und wie groß die Maisanbaufläche wird.

11.09.2019 Getreidemail

Positionierungen vor dem morgigen monatlichen USDA-Report sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago zum zweiten Mal in Folge mit guten Gewinnen schließen. Die trockenen Bedingungen in Australien und Argentinien unterstützen die Kurse in Chicago. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse schwächer.
An der Euronext in Paris folgten auch die Weizenfutures auf allen Terminen den verbesserten Vorgaben aus Übersee und kletterten auf den höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Das französische Landwirtschaftsministerium hat gestern seine monatliche Schätzung der diesjährigen Weichweizenernte 2019 von 38,2 Mio. Tonnen auf 39,45 Mio. Tonnen erhöht. Die aktualisierte Schätzung liegt knapp 16% über dem Ergebnis des Vorjahres und wäre die zweitgrößte Ernte seit 2015. In Rouen sind die Weizensilos Händlern zufolge gut gefüllt. In Kürze werden Ausschreibungen aus Algerien und Marokko erwartet. Die Preise in Polen gingen vergangene Woche aufgrund der starken Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region und dem Baltikum zurück.

11.09.2019 Maispreise profitieren von schwachem Crop-Rating

Heute steigen die Kurse des CBoT-Maisfutures am zweiten Tag in Folge auf ein Wochenhoch. Ursache dafür ist die unerwartet schwache Bewertung der „Crop-Conditions“ vom Montag.
Weil die Kurse so niedrig sind, braucht es nicht viel, um ein wenig Bewegung nach oben zu drücken.
Am morgigen Donnerstag wird das USDA ihren WASDE-Monatsbericht abgeben. Darin wird die Behörde ihre Einschätzung zu Mais- und Sojabohnenernte in den USA senken, so die Meinung vieler Marktteilnehmer. Im August-Bericht überraschte man mit einer höheren Prognose als allgemein erwartet.
Am Montag wurden die US-Mais Feldbestände nur zu 55% in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. 3% weniger als in der Woche zuvor.

10.09.2019 Frankreich erhöht Prognose der Weizenernte 2019

Das französische Landwirtschaftsministerium hat heute seine monatliche Schätzung der diesjährigen Weichweizenernte 2019 von 38,2 Mio. Tonnen auf 39,45 Mio. Tonnen erhöht. Damit bestätigt sich, dass Frankreich, der größte Getreideproduzent der EU, in diesem Jahr eine seiner größten Weizenernten jemals eingefahren hat. Die aktualisierte Schätzung der Weichweizenproduktion liegt knapp 16% über dem Ergebnis des Vorjahres und wäre die zweitgrößte Ernte seit 2015. Erhöht wurde auch die Schätzung der Sommergersteernte von 13,4 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 13,6 Mio. Tonnen. Für Körnermais wurde die Prognose des Ministeriums von 13,1 Mio. Tonnen auf 12,8 Mio. Tonnen gesenkt. Das wären 2% mehr als im Vorjahr, wobei eine Ausweitung der Anbaufläche einen erwarteten Rückgang der Erträge nach Hitzewellen und Dürre in diesem Sommer ausgleichen würde, so das Ministerium.

10.09.2019 Crop-Progress-Report: Rückläufige Mais-Ratings

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Daraus ist zu entnehmen, dass sich der Zustand der Maisbestände in der vergangenen Woche verschlechtert hat. 55% der Bestände erhielten das Top-Rating g/e (gut bis exzellent). Die Erwartung der im Vorfeld befragten Analysten lag bei 58%. In der Vorwoche lag der Anteil bei 58%, vor einem Jahr allerdings bei 68%. Erneut stabil zur Vorwoche mit 55% in Top-Verfassung blieben die Ratings der Sojabohnenbestände in den Vereinigten Staaten. Analysten erwarteten ebenfalls 55%.

10.09.2019 US-Mais Feldbestände 3% schlechter als in der letzten Woche

Heute Morgen unternehmen die Kurse des CBoT-Maisfutures einen neuen Versuch, sich aus ihrem Vier-Monats-Tief zu lösen. Die Kurse steigen um 1%. Diesmal ist es eine Meldung des USDA nachdem der Zustand der Mais Feldbestände in den zentralen Anbauregionen im Mittleren Westen der USA sich verschlechtert hat.
Die Experten haben festgestellt, dass nur noch 55% der Feldbestände beim Mais in der Top-Kategorie good-to-exzellent befinden. (Vorwoche: 58%) Das ist schlechter als vom Markt erwartet worden war.
Zwar hatten die Marktbeteiligten während der gesamten Vegetationsperiode schlechte Werte erwartet, weil spät gepflanzt wurde und über lange Zeit niedriger Temperaturen vorherrschten. Zum Ende der Wachstumsperiode wird nun aber wüchsiges Wetter benötigt, damit der Mais reifen kann. Die Wetterdienste sagen genau dies jetzt voraus.
Deshalb dürfte der Markt in den kommenden Wochen sehr Wetterfühlig sein, schreiben Händler in Singapur heute Morgen in ihren Tagesberichten.

09.09.2019 Mexiko kauft 651.670 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 651.670 Tonnen Mais an Mexiko. 590.820 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 und 60.850 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2020/21.

09.09.2019 Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Short-Bestand beim Weizen und Mais
Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 27.08.19 bis zum 03.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 17.981 Kontrakte auf 21.037 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen erneut ausgebaut um 25.234 Kontrakte auf 119.371 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 2.827 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 22.407 Kontrakte erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.920 Lots auf 73.127 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 3. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.09.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie schwache US-Weizenexporte ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 312.100 Tonnen US-Weizen unterhalb der Markterwartungen von 400.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf den Terminen der alten Ernte 2019 den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Die Termine der neuen Ernte 2020 konnten hingegen etwas zulegen. Frankreichs Weichweizenexporte stiegen im Juli, dem ersten Monat der Saison 2019/20, gegenüber dem Vorjahresmonat um 8% auf 1,4 Mio. Tonnen. Die Gesamtmenge umfasste 722.000 Tonnen, die außerhalb der Europäischen Union verschifft wurden (+16%). Heute wird das Ergebnis der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 595.000 Tonnen Weizen erwartet. Es ist die erste Ausschreibung, in der Offerten aus der Schwarzmeer-Region zugelassen sind. Außerdem rechnen Händler in Kürze mit einer Ausschreibung des staatlichen algerischen Getreideeinkäufers OAIC.

09.09.2019 CBoT-Maiskurse erholen sich vom 4-Monats-Tief

Heute Morgen stützen erneut die Schnäppchenkäufer den Kurs des CBoT-Maisfutures. Die Kurse waren am Freitag auf den niedrigsten Stand seit fast vier Monaten gesunken, weil das Wetter im US-Corn-Belt zurzeit für die Vegetation hervorragend ist.
Dadurch entsteht am Kassamarkt ein Preisdruck. Dem eigentlich saisonüblichen Trend stehen Käufer gegenüber, die das niedrige Kursniveau nutzen.
Die Wetterdienste sagen für den Mittleren Westen der USA einige Regenfälle voraus, die die Feldbestände noch vor der Abreife benötigen. Aktuell werden auch noch keine Fröste angesagt, die die Vegetationszeit beenden könnten.
Am Freitag hob auch das private Analyseinstitut IEG seine Prognose für den durchschnittlichen Maisertrag in den USA von 167,8 Bushel per acre (bpa) auf 169,6 bpa an. Das entspricht fast der letzten Prognose des USDA von 169,5 bpa.
Der Preisdruck wird zudem noch durch eine schwache Nachfrage erhöht. Letzte Woche berichtete das USDA von nur 250.800 Tonnen Maisausfuhren. Der Markt erwartete 500.000 – 900.000 Tonnen.

06.09.2019 IEG Vantage: US-Maiserträge 2019 bei 169,6 Mrd. Bushel

Der Analyst IEG Vantage hat heute seine Prognose der US-Sojabohnenproduktion 2019 von 3,823 Mrd. Bushel auf 3,671 Mrd. Bushel reduziert. Die Schätzung der Durchschnittserträge wurde allerdings von 48,2 auf 48,4 Bushel pro Acre (bpa) erhöht.

Beim Mais erhöht das Unternehmen die Prognose von 13,857 auf 13,906 Mrd. Bushel. Erwartet werden Durchschnittserträge von 167,8 auf 169,6 bpa.

06.09.2019 Getreideexporte aus der Ukraine bereits bei knapp 10 Mio. Tonnen

Seit dem 1. Juli 2019 und bis heute hat die Ukraine 9,79 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 6,3 Mio. Tonnen.
Darin enthalten sind 5,63 Mio. Tonnen Weizen, 2,28 Mio. Tonnen Gerste und 1,86 Mio. Tonnen Mais.
In der Vermarktungssaison 2018/19 hatte die Ukraine die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Über die Menge, die in dieser Saison exportiert werden kann, hält sich das Ministerium noch bedeckt.
Das Schwarzmeerland gehört zu den führenden Getreideexportnationen der Welt.
Bis zum 2. September wurden dort 39,4 Mio. Tonnen Getreide von 66% der Anbaufläche geerntet. Die Ernteschätzung des Ministeriums liegt derzeit bei 71,1 Mio. Tonnen (Vj.: 69,8 Mio. Tonnen).

06.09.2019 Neue US-Chinesische Verhandlungen stützen CBoT-Agrar-Börsenkurse

Die Kurse der Chicago-Maisfutures können heute Morgen zwar erneut ein wenig zulegen, werden aber ein dickes Wochenminus hinlegen. Das Vegetationsfreundliche Wetter im US-Corn-Belt lastet auf den Kursen.
Das ist der wesentliche Faktor, der aktuell die Maispreise drückt. Allerdings stützen die positiven Nachrichten zum Fortgang der Verhandlungen um ein Handelsabkommen zwischen den USA und China insgesamt die Börsenkurse für US-Agrarrohstoffe.
Anfang Oktober sollen die Verhandlungen auf höchster politischer Ebene fortgesetzt werden, was die Hoffnungen auf eine Lösung des Konflikts schürt.

05.09.2019 Beendet der CBoT-Mais nun seine Talfahrt?

Die Kurse der CBoT-Maisfutures unternehmen zur Stunde einen weiteren Versuch, ihre Verluststrecke, die seit drei Tagen anhält, zu beenden. Der Markt will sich von einen vier-Monats-Tief durch „Schnäppchenkäufe“ lösen. Allerdings sind die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA jetzt für die Vegetation optimal.
Zur Überraschung vieler Marktbeteiligten entwickelt sich im US-Corn-Belt eine gute Maisernte. Man muss aber mit der abschließenden Beurteilung vorsichtig sein, denn die Ernte ist noch nicht im Silo. Am vergangenen Dienstag bewertete das USDA die Feldbestände beim US-Mais zu 58% in gutem bis exzellenten Zustand. Einen %-Punkt besser als in der Woche zuvor.
Die Pflanzenentwicklung hinkt allerdings immer noch hinter der jahreszeitlich üblichen zurück, da die Aussaat durch massive Nässe im Frühjahr verzögert wurde. Nun werden die Temperaturen im ganzen September als normal vorhergesagt, sodass der Mais sein Wachstum wohl normal abschließen kann.
Der Rohstoffbroker FCStone hob gestern seine Prognose für den durchschnittlichen Hektarertrag für die US-Ernte 2019 auf 168,4 Bushel per acre (bpa) an. Am ersten August gingen die Experten noch von 167,4 bpa aus.
Einen weiteren Einfluss auf die Verfügbarkeit der Welt-Maisbestände könnte der Anbau in Argentinien haben. Wegen einem möglichen Regierungswechsel vor Mauricio Macris wirtschaftsfreundliche Partei auf die Linkspartei fürchten die Farmer dort wieder Exportbeschränklungen und die Verschärfung der Wirtschaftskrise. Daher entscheiden sich viele Farmer mehr Sojabohnen statt Mais anzubauen, weil die Produktionskosten hier niedriger sind.

05.09.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Lots CBoT Mais

04.09.2019 Politische Unruhen in Argentinien - Weniger Mais und mehr Sojabohnen

Farmer in Argentinien blicken mit Furcht in die nahe Zukunft ihres Landes, da die politische Landschaft sich am Jahresende aus ihrer Sicht zum Schlechten verändern wird und weil es schon jetzt wirtschaftliche Unruhen gibt. Viele von ihnen werden mehr Sojabohnen und weniger Mais anbauen, da die Kosten für die Produktion der Ölsaat niedriger sind. Das südamerikanische Land ist eines der weltweit größten Getreide- und Ölsaatenexporteure.
In Vorwahlen zeichnete sich im August bereits ab, dass die rechte Regierung Macri von der linken Oppositionspartei abgelöst werden könnte. Für die Farmer ist der Anbau von Sojabohnen weniger riskant.
Die Kosten für den Maisanbau belaufen sich dort auf ca. 500 USD/Hektar. Das sind 70% mehr als für Sojabohnen, so die Berechnungen von lokalen Beratern. Mais benötigt mehr Dünger und jedes Jahr neue Saat. Farmer wollen in der politischen unsicheren Zeit ihre Dollars nicht im Acker begraben.
Diese Vorsichtsmaßnahme könnte Argentiniens Maisernte 2019/20 begrenzen und die Sojabohnenernte spürbar steigern. Da die Saaten jetzt gelegt werden hätte das einen Einfluss auf das Angebot am Weltmarkt, wo die Maisexporte Argentiniens gleich hinter denen aus Brasilien und der USA liegen.
Die Furcht vor einem Regierungswechsel vom wirtschaftsfreundlichen Mauricio Macri zum linken Peronisten Alberto Fernandez bewegt die Märkte des Landes schon jetzt. Die vorherige Regierungschefin Cristina Fernandez de Kirchner hatte in ihrer Regierungszeit 2007-2015 die Agrarexporte begrenzt und die Exporte von Agrargütern hoch besteuert. Die nächsten Präsidentschaftswahlen finden dort am 27. Oktober statt.
Der Maisanbau in Argentinien könnte um mindestens 200.000 Hektar auf 6 Mio. Hektar beschränkt werden, die Anbaufläche für Sojabohnen würden dann auf 17,7 Mio. Hektar steigen.
Seit der Vorwahl im August, in der Fernandez als Sieger hervorging, verlor der Wechselkurs des Peso um 20% gegenüber dem US-Dollar. Die Regierung Macri hat daraufhin Verkehrskontrollen für die Währung erlassen, um den Abfluss von Fremdwährungen zu verhindern. Das alles erinnert an die Zeiten von Cristina Fernandez de Kirchner. Der Direktor der Rosario Grains Exchange sieht schon die Investitionen der Farmer insgesamt schwinden, was die Qualität und Erträge der Ernte negativ beeinflussen dürfte.

04.09.2019 Crop-Progress-Report: Verbesserte Mais-Ratings

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Daraus ist zu entnehmen, dass sich der Zustand der Maisbestände in der vergangenen Woche moderat verbessert hat. 58% der Bestände erhielten das Top-Rating g/e (gut bis exzellent). In der Vorwoche lag der Anteil bei 57%, vor einem Jahr allerdings bei 67%. Stabil zur Vorwoche mit 55% in Top-Verfassung blieben die Ratings der Sojabohnenbestände in den Vereinigten Staaten. Analysten erwarteten eine moderate Verbesserung auf 56%.

04.09.2019 Gute Getreideerträge in den USA zu erwarten

Heute Morgen steigen die CBoT-Kurse der Maisfutures leicht an und erholen sich damit von den niedrigsten Kursen seit Mitte Mai. Diese werden mit der Erwartung einer guten Ernte begründet.
Das Weizenangebot auf der Welt ist groß und die aktuellen Wetterbedingungen lassen nun auch hohe Maiserträge erwarten. Deshalb ist die Nachfrage am Weltmarkt ruhig was die Kurse an den Terminbörsen in den Keller trieb.
Das USDA hat gestern 58% der US-Mais-Feldbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. Das war für Marktbeteiligte auch keine Überraschung. Letzte Woche waren es noch 57%. Es sind bisher aber nur 6% der Felder reif. Im Fünf-Jahres-Mittel waren es zu diesem Termin 13%. Nun ist mehr Wärme erforderlich, damit die Abreife zügig vorankommt.

04.09.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 25.000 Lots CBoT Mais

03.09.2019 Brasilien exportiert Mais in rauen Mengen

Brasilien exportierte im August so viel Mais wie noch nie in einem Monat. Damit steigt die Exportmenge in diesem Jahr auf 23 Mio. Tonnen. Händler nutzten ihre Rekordernte und die für den Export günstigen niedrigen Wechselkurse ihrer Inlandswährung.
Damit überstiegen die Ausfuhren im August die Menge des Vormonats, der auch schon eine Rekordausfuhrmenge brachte. Die Augustausfuhren beim Mais konnten sich gegenüber dem August 2018 mehr als verdoppeln.
Der Verband der brasilianischen Getreideexporteure ANEC schätzt, dass die Maisausfuhren in diesem Jahr 35-37 Mio. Tonnen erreichen. Das wäre auch ein neuer Rekord. Das stellt zudem das Volum bei den Ausfuhren der brasilianischen Sojabohnen in den Schatten, die aber immer noch die größten Dollar-Bringer sind. Im August sanken deren Ausfuhren auf 5,33 Mio. Tonnen; das waren weniger als die Ausfuhren des Vormonats und deutlich weniger als die 8 Mio. Tonnen im August 2018, als Brasiliens Farmer noch von dem Handelsstreit zwischen den USA und China profitierten.
Bis August exportierte Brasilien 57,23 Mio. Tonnen; 11,4% weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Geringere Sojaexporte machen in den Exporthäfen Kapazitäten für größere Maisausfuhren frei.
Auch die Ethanol-Exporte Brasiliens waren mit 314 Mio. Liter im August stark und die größte Menge seit Oktober 2013. Brasiliens Ethanol Hersteller produzierten seit letzten Jahr Rekordmengen des Energieträgers. Der überlastete Zuckermarkt leitet mehr Zuckerrohr in die Ethanol Fabriken statt in die Zuckerproduktion. Dagegen ist der Ethanol Verkauf lukrativ und der niedrige Wechselkurs der Landeswährung Real begünstigt die Ausfuhren.

03.09.2019 Getreidemail

Gestern blieben die Börsen in den Vereinigten Staaten aufrund des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. Ohne Vorgaben von der CBoT handelten die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern auf Sparflamme. Die negativen Vorgaben vom Freitag und die vergleichsweise geringen Handelsumsätze sorgten auf allen Terminen für Verluste. Im Handelsverlauf wurde ein neues Kurstief markiert. Der schwache Wechselkurs des Euro begrenzte aber das Abwärtspotenzial, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die EU-Weichweizenexporte in der laufenden Saison 2019/20 (1. Juli bis 30. Juni) erreichten per 1. September ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 20%. Um 5% gesunken sind die Gersteexporte, die ein Volumen von 1,1 Mio. Tonnen erreichten. Gestiegen sind auch die Maisimporte, sie erreichten ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen (+74%).  Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19. Das Exporttempo muss sich angesichts der großen westeuropäischen Ernte und der starken Konkurrenz aus dem Baltikum und dem Schwarzmeerraum noch erhöhen.

02.09.2019 EU-Maisimporte per 1. September 74% gestiegen

Die EU-Weichweizenexporte in der laufenden Saison 2019/20 (1. Juli bis 30. Juni) haben per 1. September ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen erreicht Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 20%. Um 5% gesunken sind die Gersteexporte, die ein Volumen von 1,1 Mio. Tonnen erreichten. Gestiegen sind auch die Maisimporte, sie erreichten ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen (+74%).

02.09.2019 COT-Bericht: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Positionen weiter aus
Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 20.08.19 bis zum 27.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 1.807 Kontrakte auf 3.056 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen kräftig ausgebaut um 37.696 auf 94.137 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 9.963 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 27.733 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 3.615 Lots auf 76.047 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 27. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
02.09.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.000 Lots CBoT Mais

30.08.2019 Linkskandidat will Argentiniens Agrarausfuhren nicht beschränken

Der nach Umfragen wahrscheinlich nächste Präsident Argentiniens Alberto Fernandez bittet die Farmer um einen Neustart der Beziehungen zu seiner Linken Partei.
Er hat vier große Agrarverbände in die Parteizentrale nach Buenos Aires geladen, die zu der früheren Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ein gespanntes Verhältnis hatten. Ihre Exportrestriktionen für Agrarrohstoffe will der Präsidentschaftskandidat im Falle seiner Wahl im Oktober nicht wieder einführen. Ausfuhrbeschränkungen für Mais und Weizen sowie steigende Exportzölle für Sojabohnen führten im Jahr 2018 zu wochenlangen Streiks und Protesten.
Der Kandidat bittet darum, diese Zeit zu vergessen und fordert einen Neustart. Fernandez wurde in Vorwahlen am 11. August von einer großen Mehrheit zum Präsidentschaftskandidaten gekürt und wird seither als Nachfolger von Mauricio Macri, dem Wirtschaftskonservativen amtierenden Präsidenten Argentiniens, gehandelt.
Investoren befürchten, dass die Wirtschaft des südamerikanischen Landes wieder den Bach runter geht und beginnen schon ihre Gelder außer Landes zu bringen.

Argentinien steckt seit den Vorwahlen für das Präsidentenamt Mitte August in der Krise. Oppositionsführer Alberto Fernández, der mit der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner als Vizepräsidentin antritt, hatte deutlich mehr Stimmen geholt als der konservative Amtsinhaber Mauricio Macri. Nun fürchten Investoren, dass Fernández im Oktober die Macht übernimmt und die marktfreundliche Politik seines Vorgängers zurückdreht.

30.08.2019 Frankreich: Maisrating wieder rückläufig

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Update 61% der französischen Maisbestände eine Top-Verfassung bescheinigt. Der Wert lag in der vergangenen Woche noch bei 62% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt bei 60%.

30.08.2019 CBoT-Maisfutures vor größten Monatsverlust seit 4 Jahren

Auch wenn die CBoT-Maiskurse heute Morgen fester notieren, so wird dieser Monat mit dem größten Verlust seit vier Jahren enden. Nahezu perfektes Wetter fördert die Vegetation in US-Corn-Belt.
Seit einigen Tagen diskutieren die Marktteilnehmer öfter den Zustand der Feldbestände. Am Mittwoch sanken die CBoT-Maiskurse noch, weil sich die Mais-Feldbestände in den USA von den Folgen der Starkregenfälle im Frühjahr bis jetzt gut erholt haben.
Das veranlasste gestern auch den International Grains Council (IGC) seine Prognose für die Welt-Maisernte 2019/20 um 8 Mio. Tonnen auf 1,1 Mrd. Tonnen anzuheben.
Der US-Präsident Donald Trump teilte gestern mit, dass seine Regierung ein „gigantisches Paket“ für die Ethanol-Produktion plane. Damit reagiert er darauf, dass die US-Farmer sauer darüber sind, dass Raffinerien von der Verpflichtung entbunden wurden, den Mais-basierten Treibstoff beizumischen.
Rohstoff-Fonds kauften gestern Maisfutures und trieben damit die Kurse in die Höhe.

30.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 8.000 Lots CBoT Mais

29.08.2019 IGC hebt heute Prognose zur Welt-Maisernte an

Das International Grains Council (IGC) hob heute seine Prognose für die globale Maisproduktion in der Saison 2019/20 an. Maßgeblich dafür sind die besseren Wachstumsbedingungen der US-Maisernte.
Die Regierungsunabhängige Organisation schätzt die Welt-Maisernte nun auf 1,1 Mrd. Tonnen und damit 8 Mio. Tonnen größer als zuvor. Die US-Ernte wird auf 341,5 Mio. Tonnen geschätzt, zuvor wurden 333,5 Mio. Tonnen erwartet.
Die IGC-Schätzung liegt deutlich unter der des USDA, das von 353,1 Mio. Tonnen ausgeht. US-Farmer meinen, dass diese Prognose nicht den Einfluss der vielen Regenfälle im Frühjahr berücksichtigt. Die Teilnehmer der Pro-Farmer-Feldbesichtigung kommen auf eine Schätzung von 339,3 Mio. Tonnen.
Die Experten der IGC sind sich bezüglich ihrer Prognose auch nicht sicher, denn die Vegetationsbedingungen waren vielerorts nicht so gut wie erwartet.
Das Schätzung zur Weizenernte 2019/20 wurde heute vom IGC um 1 Mio. Tonnen nach oben korrigiert. In Frankreich, den USA, der Ukraine und Argentinien erwartet man mehr, was durch kleinere Erträge in Russland und Kasachstan nicht komplett kompensiert wird.
Die globale Produktion von Sojabohnen in 2019/20 wurde heute vom IGC um vier Mio. Tonnen auf 344 Mio. Tonnen gesenkt, weil die US-Anbaufläche um 14% kleiner ausfiel.

29.08.2019 Deutschland: Winterweizenernte um 15,9% gestiegen

Deutschland hat in 2019 eine um 15,9% größere Winterweizenernte einfahren, als im Vorjahr. Das meldet heute das Landwirtschaftsministerium. Sie erreicht demnach ein Volumen von 22,71 Mio. Tonnen. Die Weizenernte über alle Typen kommt auf 23,03 Mio. Tonnen, was einen Anstieg um 13,7% bedeutet. Deutschlands Getreideernte für 2019 (ohne Mais) wird gegenüber dem Vorjahr um 17,8% auf 44,70 Tonnen steigen, teilte das Ministerium mit.

29.08.2019 CBoT-Maiskurse steigen nach 3-Monats-Tief auf ein Wochen-Hoch

Am heutigen Donnerstag steigen die die Kurse des CBoT-Maisfutures am zweiten Tag in Folge und erreichen damit ihr Ein-Wochen-Hoch. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass im US-Corn-Belt spät gelegte Saaten bald vom Frost bedroht werden.
Die US-Wetterdienste melden für den Mittleren Westen der USA in den kommenden sechs Wochen die ersten Fröste. Im Vorfeld dazu baut der Markt eine Prämie für Wetterrisiken auf. Ob die ersten Fröste tatsächlich ein Ertragsrisiko darstellen, wird von Fachleuten bezweifelt.
Die Kurse der Maisfutures fielen gestern auf das niedrigste Niveau seit drei Monaten nachdem das USDA die Crop-Ratings für Mais zur Überraschung einiger Marktteilnehmer verbesserten.

28.08.2019 Frankreich muss 20 Mio. Tonnen Weizen exportieren

Frankreich muss in der laufenden Saison 2019/20 20 Mio Tonnen Weichweizen exportieren. Der größte Weizenproduzent- und Exporteur der EU hat mit 39,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte der Geschichte eingefahren wurde. Das meldet heute das französische Agrarberatungsunternehmen Agritel. Das Exportniveau (innerhalb und außerhalb der EU) wurde bisher nur dreimal erreicht, so Agritel.

Mehr als die Hälfte der französischen Weizenexporte bzw. 11,3 Mio. Tonnen müsssen in diesem Jahr an Länder außerhalb der EU exportiert werden. Der Wettbewerb ist allerdings hart. Um das Ziel erreichen zu können, müssen bis zum Ende der Saison gute Rahmenbedingungen vorherrschen. Dazu gehören neben einer guten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mais auch ein niedriger Euro/Dollar-Kurs.
Die Haupt-Export-Märkte für französischen Weizen sind Algerien, Marokko und Ägypten.
Am gestrigen Mittwoch meldete FranceAgriMer, dass 86% der französishen Weichweizenernte einen Mindestproteingehalt von 11% aufweist. Damit werden die geforderten Qualitätsbedingungen vieler Exportmärkte erfüllt. Auch beim Spezifischen Gewicht sind die Werte gut. Bei 65% der Ernte wird ein Gewicht von 79kg/hl erreicht. Außerdem wird bei 100% der Ernte eine Fallzahl von 240 Sekunden erreicht.
Für die gesamte EU erwartet Agritel ein Weizenexporte von 26 Mio. Tonnen. Das wäre das höchste Ergebnis seit drei Jahren. Damit steht die EU in der Reihe der größten Exporteure auf Platz 3 hinter Russland und den Vereinigten Staaten.
EU-weit wurden in diesem Jahr 12,8 Weizen mehr geerntet, als im Vorjahr.  Enttäuscht haben jedoch Ernten auf der Iberischen Halbinsel und in einigen osteuropäischen Ländern. Die Ernten der großen Mitbewerber aus dem Schwarzmeerraum bleiben stabil bei über 60 Mio. Tonnen. In der Ukraine rechnet man mit einem Rekordergebnis von 28,2 Mio. Tonnen, während man in Russland mit 75,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte erwartet, die jemals eingefahren wurde.
Kasachstan erntet in diesem Jahr mit ca. 13,3 Mio. Tonnen die wohl die kleinste Menge seit 5 Jahren. Vor dem Hintergrund global steigender Importe bietet das anderen Exporteuren wie Frankreich die Chance, die Exporte zu steigern.
27.08.2019 EU exportierte in 2019/20 bisher 6% mehr Weizen

Die Weichweizenexporte aus der EU seit dem 1. Juli kommen bis zum 25. August auf 2,81 Mio. Tonnen. Das sind 6% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Gerstenexporte kommen den Informationen der EU-Kommission zufolge auf 1,05 Mio. Tonnen, was 10% weniger sind als im Referenzzeitraum im Vorjahr.
Die Maisimporte werden dort mit 3,16 Mio. Tonnen angegeben und sind 77% höher als im Vorjahr.

27.08.2019 Ratings für US-Mais gestiegen

Das USDA hat in seinem gestern veröffentlichten Crop-Progress-Report das Rating für die US-Maisbestände angehoben. 57% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, 1% mehr, als in der Vorwoche. Analysten erwarteten die Verbesserung der Ratings in genau dieser Höhe.

27.08.2019 Chinas Schweinefleischimporte werden sich bis 2020 verdoppeln

Chinas Schweinefleischimporte werden, der Einschätzung von Renato Rasmussen (FC Stone) zufolge, im Jahr 2019 auf 3,3 Mio. Tonnen und im Jahr 2020 auf 4,2 Mio. Tonnen steigen. Im Jahr 2018 wurden 2,1 Mio. Tonnen eingeführt.
Der Marktanalyst erwartet, dass Chinas Schweinefleischproduktion in 2019 auf 38 Mio. Tonnen sinkt; in 2018 waren es noch 54 Mio. Tonnen. Im Jahr 2020 soll demnach die Produktion weiter sinken, nämlich auf 34 Mio. Tonnen. Begründet wird das mit den Folgen des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF); die Seuche ist mehr als ein Jahr nach dem ersten Fund immer noch nicht im Griff. Fachleute schätzen, dass der Reinigungsprozess bis zu sieben Jahre andauern kann, bevor die Produktion wieder bei rund 50 Mio. Tonnen ankommt. Das ermöglicht Fleischanbietern gute Chancen auf Exportgeschäfte.
Neben Schweinefleischeinfuhren profitieren auch Anbieter von Rindfleisch und Geflügelfleisch von der Notlage in China. Exporteure aus der Europäischen Union und einigen asiatischen Ländern wie Japan und Südkorea werden die größten Mengen liefern können.
Hohe chinesische Zölle auf US-Agrarprodukte begrenzen die Möglichkeiten für Schweinfleisch aus den USA. China hatte letzte Woche angekündigt, weitere 10% Vergeltungszölle auf US-Agrargüter erheben zu wollen. Damit wäre US-Schweinefleisch in China mit 72% Zoll belastet.
Auch Brasilien werde von dieser besonderen Marktlage profitieren. Alle Fleischarten, Schwein, Rind und Geflügel könnten in großem Umfang in den Export nach China gehen. Rindfleisch würde daran wohl den größten Anteil haben.
Auch wenn die Fleischexporteure profitieren, so werden die Getreideausfuhren leiden, da in China weniger Schweine gemästet werden. FC Stone erwartet, dass die Schweinefleischproduktion in China um 40% sinken wird, gleichzeitig sinkt in China der Verbrauch von Futtermitteln um 37 Mio. Tonnen p.a. Der darin enthaltene Maisverbrauch sinkt um 23 Mio. Tonnen und der Sojaschrotverbrauch um 10 Mio. Tonnen.
Der Experte meint, dass China die Lage meistern kann, das werde aber Zeit kosten. Die chinesische Schweinefleischproduktion müsse komplett modernisiert werden.

27.08.2019 CBoT-Weizenkurse sinken am zweiten Handelstag in Folge

Die Chicago-Weizenfutures sinken heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge, da die Marktstimmung vom weltweiten Überangebot getrübt ist. In den Top-Exportnationen wurden große Ernten eingefahren.
Der Wettbewerb unter den globalen Anbietern nimmt zu. Der Weizenmarkt gerät daher immer mehr unter einen Angebotsdruck, insbesondere aus Russland. Dort wächst bei guten Wetterbedingungen auch eine große Maisernte heran.
Die Weizenexportpreise in Russland sanken letzte Woche analog zu den Kursverlusten an den großen Agrarterminbörsen der Welt. Für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zahlte man am vergangenen Freitag 190 USD/Tonne fob in den Schwarzmeerhäfen.
Nun warten die Marktteilnehmer auf die Ergebnisse einer Ausschreibung zum Kauf einer unbestimmten Weizenmenge, die der ägyptische Importeur GASC aufgelegt hatte. Die Verladungen dazu sollen vom 1. – 10. Oktober stattfinden.
In den US-Maisanbauregionen im Mittleren Westen fiel letzte Woche so viel Regen, wie in der gesamten Vegetationsperiode nicht. Das ist für die Ertragsbildung gut. Die Schätzungen liegen dennoch nur leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

26.08.2019 EU-Kommission senkt Ernteprognosen

Der Ernte-Überwachungsdienst der EU-Kommission „Mars“ hat seine Prognose der Maiserträge 2019 reduziert von 8,08 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 7,93 Tonnen pro Hektar.
Minimal reduziert wurde auch die Prognose der Weizenerträge 2019 von 6,04 auf 6,03 Tonnen pro Hektar sowie die Prognose der Rapssaaterträge von 3,10 auf 3,09 Tonnen pro Hektar.

26.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger drehten im Zeitraum 13.08.19 bis 20.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 5.337 Kontrakte auf 1.249 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen wieder mehrheitlich minimal bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen ebenfalls gedreht auf 56.441 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden einerseits die Long-Positionen um 30.726 Kontrakte reduziert und andererseits die Short-Positionen um 70.228 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 5.982 Lots auf 72.432 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 20. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

26.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 11.000 Lots CBoT Mais

23.08.2019 FranceAgriMer: Mais profitiert von milderem Wetter

Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 62% der französischen Maisbestände per 19. August mit dem Rating „gut bis exzellent“ (g/e). Zur Vorwoche (60%) ist das ein Anstieg um 2%. Die Maisbestände konnten von den Niederschlägen und den milderen Temperaturen profitieren und sich erholen. Insgesamt haben sie sich damit stabilisiert, nachdem sie in der vergangenen Woche erstmals nach sechs Wochen mit rückläufigen Ratings unverändert blieben. Im vergangenen Jahr erhielten 61% der Maisbestände das höchste Rating.

23.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der Chicago Board of Trade waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Technische Käufe sowie überraschend gute Exporte gaben dem Markt Unterstützung. Mit insgesamt 599.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse nahezu unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag bei dünnen Umsätzen mit moderaten Aufschlägen. Der schwächere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sorgte zudem für Unterstützung, weil er die Exportaussichten von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die große Ernte auf der Nordhalbkugel und die starke Konkurrenz der Lieferanten aus dem Schwarzmeer-Raum halten die Preise unter Kontrolle. Zudem warten Marktteilnehmer noch auf ein klareres Bild der bevorstehenden Maisernte in den USA.

23.08.2019 CBoT-Maiskurse werden diese Woche erneut schwächer abschließen

Zur Stunde geben die Maiskurse am CBoT leicht nach und der Markt wird diese Woche wohl die zweite Woche in Folge schwächer schließen. Die Erwartung höherer Erträge belasten die Kurse.
Insgesamt sind die Erträge auf den Feldern im US-Corn-Belt größer als bisher vom Markt erwartet und insbesondere die Maiserträge können sich im Kerngebiet des US-Maisanbaus im Westen und Zentralen Iowa noch gut weiterentwickeln. Folgt man den Erkenntnissen der Teilnehmer einer Crop Tour werden die Erträge aber unterdurchschnittlich ausfallen.
Heute soll dazu noch ein Bericht erscheinen, der die Ergebnisse der Probennahmen zusammenfasst.
In Argentinien kommt die Maisernte aktuell zügig voran. 94,5% der Flächen sind bereits geräumt. Die letzte Ernteschätzung der Buenos Aires Grains Exchange, die uns vorliegt, lautet auf 48 Mio. Tonnen.

22.08.2019 Morgen gibt es die Ergebnisse der Pro-Farmer Crop Tour – Maiskurse stabil

Heute Morgen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures am zweiten Tag in Folge, diesmal werden sie unterstützt von einer starken Nachfrage. Außerdem von der noch weiter anhaltenden Crop-Tour Pro-Farmer, die am Ende der Woche ihr Ergebnis veröffentlichen wird.
Gestern meldete das USDA einen Verkauf von 328.000 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung in der Saison 2019/20, die am 1. September beginnt.
Pro Farmer -Scouts haben im Norden Iowas 184,88 Bushel per acre (bpa) gemessen, das ist etwas mehr als im 5-Jahres-Mittel (184,12) aber weniger als im Vorjahr (186,87).
Im US-Bundesstaat Illinois hat man 171,17 bpa vorgefunden, in 2018 waren es 192,63 und im Drei-Jahres-Mittel 188,95 bpa.
Die Tour endet heute in Minnesota, wo man morgen dann die Ergebnisse der Feld-Beprobungen von Mais und Sojabohnen in einem Newsletter zusammenfassen und veröffentlichen will.
Im weiteren Verlauf werden die Maiserträge durch das Wetter im Mittleren Westen der USA beeinflusst, wo sich die Aussaat des Grobgetreides im Frühjahr lange verzögerte.
Aus Sicht der Agrarmarktstrategen in Australien ist der CBoT-Maismarkt immer noch unsicher. Zunächst soll es im US-Corn Belt Vegetationsfreundliches Wetter geben, trotzdem erwarten die Analysten keine Wiederholung der Tiefstpreise, die wir im Mai gesehen haben. Sollte es bald kälter als üblich werden, könnte sich die Ertragsbildung verlangsamen.
Fondsgesellschaften kauften gestern unter anderem CBoT-Maisfutures und stützen damit die Kurse.

21.08.2019 Mexiko kauft 328.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 328.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

21.08.2019 Neuer Versuch, Maiskurse anzuheben

Heute Morgen unternehmen die CBoT-Maisfutures einen neuen Versuch sich von ihrem Drei-Monats-Tief zu lösen. Unterstützung kommt von den Beobachtungen auf der Crop-Tour im Mittleren Westen der USA.
Gestern gerieten die Kurse erneut unter Druck, da die Wettervorhersagen im US-Corn-Belt sich verbessern und ein gutes Wachstum der spät gesäten Feldfrüchte fördern. Die Probenahmen auf den Mais- und Sojabohnenfeldern zeigen aber geringe Erträge und man muss befürchten, dass es bei einem frühen Frost auf den spät bestellten Feldern höhere Ertragsrisiken geben kann.

21.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 18.000 Lots CBoT Mais

20.08.2019 Ratings für US-Mais rückläufig

Die Ratings der US-Maisbestände in den Vereinigten Staaten sind in dieser Woche leicht rückläufig . 56% der Bestände erhielten das Top Rating "gut bis exzellent". (Vorwoche 57%;Vorjahr: 68%). 

20.08.2019 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 488.905 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwächeren Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Während der Frontmonat September ein neues Kontrakttief markierte, schloss der liquidere Folgemonat Dezember 25 Cent über dem Tiefststand von 170,75 Euro/Tonne. Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte. Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonne auf 193 USD/Tonne FOB. Eine große argentinische Ernte könnte eine neue Wettbewerbswelle in der zweiten Saisonhälfte auslösen.

20.08.2019 CBoT-Maiskurse werden durch Feldtour-Ergebnisse gestützt

Heute Morgen steigen die Maiskurse am CBoT wieder und kompensieren damit einen Teil des Verlusts von gestern. Auf einer Feldtour der „Pro-Farmers“ im Mittleren Westen der USA wurden niedrigere Erträge geschätzt. Begründet wird das mit dem späteren Pflanztermin.
Das könnte auf längere Sicht die Preise stützen. Broker in den USA gehen von einem Kursanstieg in den kommenden 6-8 Wochen aus.
Das USDA hatte letzte Woche für die Ernte 2019/20 eine US-Erntemenge von 13,901 Mrd. Bushel geschätzt, dem liegt ein durchschnittlicher Ertrag von 169,5 Bushel per acre (bpa) zugrunde. Auf der Feldtour haben die Scouts gestern unterdurchschnittliche Erträge ermittelt. In Ohio lagen sie bei 154,35 bpa, in South Dakota bei 154,08 bpa (Vorjahr 178,01 bpa). Das Drei-Jahres-Mittel liegt in den USA bei 158,59 bpa.
Gestern bewerteten die Experten des USDA 56% der US-Maisbestände mit der Bestnote good-to-exzellent. Das war 1%-Punkt niedriger als in der Woche zuvor. Der Markt war von einem unveränderten Rating ausgegangen.

19.08.2019 Russlands Weizenpreise folgen Kursen internationaler Derivatebörsen

Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte.
Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonnen auf 193 USD/Tonnen fob. Die Preise für Gerste stiegen allerdings um 2 USD/Tonnen auf 181 USD/Tonne.
Die Exporte aus Russland gingen im Wochenvergleich deutlich zurück. Die Ausfuhren im August von Weizen, Mais und Gerste kamen zusammen auf 4,2 Mio. Tonnen, was für diese Jahreszeit relativ wenig ist. Die Zeit zwischen August und Oktober ist üblicherweise die aktivste Exportzeit für Getreide aus Russland.
Seit dem 1. Juli, dem Beginn der Vermarktungssaison 2019/20, exportierte Russland 6 Mio. Tonnen Getreide und damit 12% weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. 4,9 Mio. Tonnen davon waren Weizen.
Die russische Getreideernte neigt sich wegen guten Erntebedingungen inzwischen dem Ende zu. In der Altai-Region in Sibirien kommt die Aussaat von Wintergetreide zügig voran.

19.08.2019 COT-Bericht: Netto-Long-Positionen beim CBoT SRW-Weizen weiter reduziert

Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 06.08.19 bis 13.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.131 auf 4.088 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 34.994 Kontrakte auf 44.513 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 6.363 Lots auf 66.450 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 13. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

19.08.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Der feste Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro verhinderte jedoch einen höheren Anstieg, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt schwächt. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat September 5,9% an Wert. Das war der vierte Wochenrückgang in den vergangenen fünf Wochen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen relativ ruhigen Tag und schlossen uneinheitlich. Auf den vorderen Terminen sorgte der schwache Euro für Auftrieb. Die wachsenden Erwartungen an eine große Weizenernte in der Europäischen Union und die begrenzten Schäden durch die Trockenheit in diesem Sommer belasteten hingegen die Preise. Auf dem Inlandsmarkt in Deutschland haben Mühlen in den vergangenen Tagen große Mengen Weizen gekauft, melden Händler. Schätzungen rangieren zwischen 100.000 und 250.000 Tonnen.

19.08.2019 CBoT-Maiskurse geben wieder nach

Heute Morgen gaben die Kurse des CBoT-Maisfutures einen Teil ihrer Gewinne der vorherigen zwei Handelstage wieder ab. In Teilen des Mittleren Westens der USA verbesserte vegetationsfreundliches Wetter die Wachstumsbedingungen und lässt auf gute Erträge hoffen.
In der letzten Woche waren die Kurse stark unter Druck geraten, weil die Prognosen des USDA für die kommende Ernte sehr viel höher ausfielen, als erwartet. Alle Erntebeobachter in den USA hoben inzwischen ihre Erwartungen für die nächste Mais- und Sojabohnenerträge an, nachdem dringend erwarteter Regen fiel.
Auch die Temperaturen waren allgemein mild und für das Pflanzenwachstum von Vorteil. Höhere Temperaturen würde die Erträge aber noch mehr verbessern, da im US- Corn-Belt das Pflanzenwachstum hinter dem üblichen Zeitplan zurück liegt.
Am Wochenende hatten der US-Präsident Donald Trump und seine Berater im Weißen Haus bestritten, dass die US-Wirtschaft an Schwung verliert. Für eine Rezession gäbe es keine Anzeichen, auch wenn die Märkte dies durch volatile Kurse anzeigten. Der Handelsstreit mit China würde der US-Wirtschaft also keinen Schaden zufügen. Deshalb ist er auch noch nicht bereit, mit China einen Kompromiss anzustreben.
Große Spekulanten kürzten in der Woche zum 13. August ihre netto-Long-Positionen beim CBoT-Maisfuture.

19.08.2019 Institutionelle Anleger kauften am vergangenen Freitag 12.000 Lots CBoT Mais

16.08.2019 Frankreich: Weizenernte ist abgeschlossen

In Frankreich ist die Weizenernte 2019 in der Woche bis zum 12. August abgeschlossen, meldet heute Vormittag das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Demnach sind 100% der Flächen geräumt versus 80% in der Woche zuvor.
Der Zustand der Körnermaisbestände blieb im Vergleich zur Vorwoche stabil. 60% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Damit ist die Serie von sechs aufeinander folgenden Wochen mit rückläufigen Ratings gestoppt. Die Trockenheit aufgrund der Hitzewelle in weiten Teilen Frankreichs in diesem Sommer hat die Bestände stark belastet.

16.08.2019 CBoT-Mais: Größter Wochenverlust seit 3 Jahren

Auch wenn die Chicago-Futures auf Mais heute Morgen erneut etwas fester notieren so wird der Future heute wohl seinen größten Wochenverlust seit drei Jahren verbuchen. Der USDA-Bericht vom Montag prognostiziert eine größere US-Ernte als erwartet.
Diese Meldung war für den Markt eine große Überraschung, zumal sich im Frühjahr die Aussaat doch massiv verzögerte. Da die Wetterdienste für die kommende Woche eine wachstumsfreundliche Vegetation erwarten, drückt das die Kurse zudem.
Viele Marktteilnehmer wollen die Einschätzung der US-Behörde aber nicht glauben. Die Erträge können ihrer Meinung nach wegen der späten Aussaat nicht so gut ausfallen, wie von den Fachleuten des Ministeriums geschätzt. Händler in Fernostasien sagen, dass der Kursrückgang in dieser Woche überzogen war.
Gestern berichtete das USDA, dass die Exporte von Mais aus der alten US-Ernte in der Woche bis zum 8. Juli auf 56.200 Tonnen kamen, das war deutlich weniger als die 307.600 Tonnen, die vom Markt erwartet waren.

15.08.2019 Strategie Grains: EU-Weizen am Weltmarkt sehr wettbewerbsfähig

Der Französische Agrarmarktanalyst Strategie Grains hat heute seine vorherige Ernteprognose für die EU deutlich hoch gesetzt genauso die Exporte für Weichweizen. Begründet wird das mit besseren Ernteerwartungen in Frankreich und Großbritannien und sehr wettbewerbsfähigen Exportpreisen.
Demnach sieht Strategie Grains die EU-Weichweizenproduktion 2019/20 bei 142,9 Mio. Tonnen. Im Juli ging man noch von 140,6 Mio. Tonnen aus. Dies wären jetzt 12% mehr als im letzten Jahr. Die Korrektur nach oben folgt einer gesunkenen Ernteschätzung im Juli, die noch unter dem Eindruck der rekordverdächtigen Hitze stand.
Die Getreideproduktion in Bulgarien sinkt aber sehr gute Resultate in Frankreich und höhere Ernteschätzungen für Großbritannien überkompensieren kleinere Ernten in Südosteuropa. In dem Monatsbericht des Analysten sind nun auch die höheren Ernteschätzungen in Frankreich von 39 Mio. Tonnen Weichweizen enthalten.
Die Gerstenernte 2019 in der EU soll nun 60,5 Mio. Tonnen betragen (Vormonat 59,3 Mio. Tonnen) und liegt damit 9% über der Ernte 2018. Auch hier tragen Frankreich und Großbritannien zur höheren Prognose bei.
Auch beim Mais ist die Ernteprognose in diesem Monat 500.000 Tonnen höher als zuletzt. Die EU-Ernte soll demnach auf 63,2 Mio. Tonnen kommen. Hohe Erträge in Südosteuropa überkompensieren Verluste in Frankreich. Auch die Erträge in Deutschland und Polen wurden höher angesetzt.
Strategie Grains erwartet in 2019/20 nun Exporte von 24,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Schätzung im Juli lag noch bei 21,9 Mio. Tonnen und damit deutlich höher als die 21 Mio. Tonnen in der Saison 2018/19.
Die gesunkenen Preise für EU-Weizen haben die Wettbewerbsfähigkeit unseres Weizens gegenüber dem Getreide aus dem Schwarzmeerraum verbessert. Das hat zweierlei Konsequenzen: Weizen aus der Ukraine ist in der EU nicht mehr wettbewerbsfähig und EU-Weizen ist für Käufer am Weltmarkt interessanter als Russenweizen.
Bisher ist davon am Markt aber noch nichts zu spüren: Die Weizenexporte aus der EU waren seit dem 1. Juli 30% niedriger als in der vergangenen Vermarktungssaison. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Zollbehörden noch nicht alle Ausfuhren registriert haben.
Zu den aktuell niedrigen Preisen wird wohl auch mehr Weizen in unsere Futtermischungen fließen, so die Erwartung der Fachleute von Strategie Grains.

15.08.2019 Ukraine: APK-Inform erhöht Progtnose der Getreideernte 2019

Das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform hat seine monatliche Prognose für die ukrainische Getreideernte 2019 erhöht von 71,8 Mio. Tonnen auf 72,5 Mio. Tonnen (+0,9%). Gute Wetterbedingungen wurden als Grund hierfür genannt. Gesenkt wurde die Prognose der Weizenernte 2019 um 0,8% auf 27,3 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisernte 2019 wurde erhöht von 33,8 Mio. Tonnen auf 34,5 Mio. Tonnen. Erhöht wurde auch die Prognose der Maisexporte 2019/20von 26,8 Mio. Tonnen auf 27,5 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Getreideexporte 2019/20 erhöhte APK-Inform von 49,9 Mio. Tonnen auf 50,7 Mio. Tonnen (+1,5%).

15.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten sich gestern dem allgemeinen Abwärtstrend am Getreidemarkt entziehen und zogen aufgrund technischer Käufe moderat an. Der Frontmonat September fand Unterstützung am unteren Ende des 20-Tage Bollinger Bandes. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne zwischen 200.000 und 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ebenfalls zulegen. Am Dienstag sank die Dezember-Fälligkeit auf ein Kontrakttief von 170,75€/Tonne, weil Analysten von der hohen US-Mais-Anbauflächen- und Ertragsschätzung im WASDE-Report überrascht wurden. Institutionelle Anleger an der Euronext bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen auf Weizen in der vergangenen Woche weiter aus. Frankreich exportierte in der abgelaufenen Saison 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Das ist ein Anstieg um 20% im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (8,1 Mio. Tonnen).

15.08.2019 CBoT-Mais: 11% Verlust in drei Tagen – der Markt stabilisiert sich jetzt wieder

Die Kurse der Chicago-Maisfutures können sich nach vier Handelstagen mit kräftigen Verlusten heute Morgen stabilisieren. Die Steigerungen dürften aber begrenzt bleiben, da sich die Wetterbedingungen im US-Corn-Belt wieder verbessern.
Die Vorhersage von Regen im Kerngebiet des US-Maisanbaus trägt zu dem Kursdruck bei, der bereits am Montag vom letzten USDA-Bericht ausgelöst wurde. Die Behörde schätzte die Erträge höher als vom Markt erwartet.
Die Maiskurse sanken gestern auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai. In den letzten drei Sitzungen verlor der Future 11% an Wert. Das USDA hatte am Montag überraschenderweise die Maisproduktion in den USA hoch geschoben und das hängt jetzt über dem Markt.
Analysten warnen aber und erinnern daran, dass die Ernte durch den späten Pflanztermin immer noch verletzbar ist. Die Entwicklung der Feldbestände hängt hinter der normalen Entwicklung zurück. Jede Wetteränderung stellt also eine Gefahr dar. Zu heißes Wetter und/oder Phasen von kühlerem Wetter hätten unmittelbar einen Einfluss auf die Erträge.

15.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 23.000 Lots CBoT Mais

14.08.2019 Getreidemail

Uneinheitlich und wenig verändert beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handelstag. Technische Käufe sowie Shorteindeckungen gaben dem Markt positive Impulse, während nochmals kräftige Verluste beim Mais und negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen den Markt belasteten. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris standen noch unter dem Einfluss des bärischen USDA-Reports vom Montag und schlossen nochmals mit Verlusten. Das Handelsvolumen war erfreulich hoch. Der Abstand zwischen den Mais- und den Weizenkursen ist derzeit ungewöhnlich gering. Die Weizen- und Maispreise beeinflussen sich gegenseitig, da sie bei Viehfutter und anderen industriellen Verwendungen miteinander konkurrieren. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern auf €1,75 unter Paris Dezember 19. Am Montag waren es €1,50 unter Paris Dezember 19.

14.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 27.500 Lots CBoT Mais

13.08.2019 Wechselkurs-Schock in Argentinien

Argentiniens Agrarsektor ist gestern mit einem Schlag am Weltmarkt viel wettbewerbsfähiger geworden, denn die Landeswährung der Peso verlor 15% gegenüber dem US-Dollar. Die Farmer wollen aber mit dem Verkauf ihrer Produkte erst einmal abwarten bis sich die Wechselkurse ihre Parität gefunden haben.
Einige Analysten sagen nämlich einen noch viel schwächeren Peso voraus und Farmer fürchten schon, dass die Linkspartei der Peronisten wieder an die Macht kommt. Bei einem Test für die Präsidentschaftswahl erlitt der amtierende Mauricio Macri am Sonntag eine schmerzliche Niederlage gegenüber seinem Herausforderer Alberto Fernandez. Am 27. Oktober findet dann die generelle Wahl statt.
Eine schwache argentinische Währung würde den lokalen Bauern helfen, denn im Export erhält man für seine Agrarrohstoffe US-Dollar, während man seine Betriebsmittel in der Landeswährung kaufen kann. Da die Währungskurse stark schwanken ist die Verunsicherung unter den Farmern sehr groß.
Macri gewann im Jahr 2015 das Regierungsamt mit der Unterstützung der Farmer. Jetzt verlor er 15% Zustimmung. Macri ist ein Verteidiger offener Märkte; er büßte die Wählergunst ein als er die Subventionen für die Versorgungsunternehmen kürzte. Dadurch stiegen die Kosten für Strom und Gas.
Am Montag sank der Wechselkurs des Peso zunächst um 30% auf 65 Peso für einen US-Dollar. Am Ende des gestrigen Handelstages musste man 53,5 Peso für einen US-Dollar bezahlen. Dadurch erlangten die Getreideexporte Argentiniens einen unverhofften Wettbewerbsvorteil am Weltmarkt.
2015 startete Macri seine Regierungszeit für die Farmer als Held. Die vorherige Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hatte jahrelang Agrarexporte wie für Mais und Weizen begrenzt. In den letzten Jahren unter Macri wurde Argentinien dann einer der bedeutendsten Exporteure bei diesen Rohstoffen. Die Bewerber einer möglichen Linksregierung sprechen sich im Wahlkampf nun wieder für eine aktivere Wirtschafts- und Exportkontrolle aus. Vom Ausgang der Wahlen im Oktober hängt dann wohl auch maßgeblich die zukünftige Rolle Argentiniens am Weltmarkt ab.

13.08.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report sorgte bei den Weizenfutures in Chicago gestern für kräftige Verluste. Der Frontmonat September 19 verlor 5,4% an Wert nach der Veröffentlichung der Zahlen. Dabei wurden diverse charttechnische Widerstände durchbrochen. Limit-Down bei den Maisnotierungen sorgte für zusätzlichen Kursdruck. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report gestern Abend den US-Weizenbestand zum Ende der Saison 2019/20 auf 1,014 Mrd. Bushel (Erwartung: 999 Mio. Bushel). Den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2019/20 schätzte das USDA auf 285,40 Mio. Tonnen und damit ebenfalls höher, als von Analysten erwartet (284,08 Mio. Tonnen). Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 688.978 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 13.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT leicht fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris mussten nach der Veröffentlichung des Reports ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen. Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahres 2018/19, meldet die EU-Kommission.

13.08.2019 CBoT-Maiskurse geben weiter nach – Sojabohnenkurse notieren fester

Die Kurse des Chicago-Maisfutures geben heute Morgen weiter nach und erreichen fast ihr Dreimonats-Tief nachdem das USDA gestern seine Prognose für die Ernteschätzung höher setzte als vom Markt erwartet worden war.
Die Sojabohnenkurse hingegen steigen heute Morgen um bis zu 1%, da man dafür eine kleinere Ernte erwartet.
Der Markt wurde von den USDA-Schätzungen bei der Flächennutzung und den Ertragserwartungen überrascht. Um die größere US-Maisernte unterzubringen muss mehr gemahlen, destilliert und exportiert werden als erwartet.
Die US-Maisernte 2019/20 sollte demnach 13,901 Mrd. Bushel übersteigen, dem liegt eine Ertragserwartung von 169,5 Bushel per acre zugrunde. Dem entgegen steht eine niedrigere Ernteschätzung für Sojabohnen von 3,680 Mrd. Bushel. Im Juli war man noch von 3,845 Mrd. Bushel ausgegangen.
Chinas Landwirtschaftsministerium hatte am Montag seine Importschätzung für Sojabohnen um 1,5 Mio. Tonnen auf 83,5 Mio. Tonnen gesenkt, da im Juli weniger importiert wurde. Außerdem werde man 700.000 Tonnen mehr Mais und damit ca. 4 Mio. Tonnen importieren, weil die Hirse Importe aus den USA wegbrechen.

13.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 60.000 Kontrakte CBoT Mais

12.08.2019 EU-Weichweizenexporte 30% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahr 2018/19, meldet die EU-Kommission. 59% hinter Vorjahr liegen die Gersteexporte mit 389.00 Tonnen. Die Maisimporte in die EU stiegen hingegen um 83% auf 2,5 Mio. Tonnen.

12.08.2019 China senkt Prognose für Sojabohnenimporte

Der chinesische Landwirtschaftsminister hat heute seine vorherige Prognose für Sojabohnenimporte im Wj. 2018/19 auf 83,5 Mio. Tonnen gesenkt. Das sind 1,5 Mio. Tonnen weniger als im Juli geschätzt.
Die Prognose für Maisimporte im Wj. 2018/19 wurde dagegen auf 4 Mio. Tonnen um 700.000 Tonnen angehoben. Das liegt an der deutlich geringeren Einfuhrt von US-Sorghum (Hirse).
Der Verbrauch von Baumwolle wird nun auf 8,25 Mio. Tonnen geschätzt und die Prognose für dessen Import auf 2,05 Mio. Tonnen gesenkt, da sich die Exportmöglichkeiten für Textilien verschlechtert haben.
Chinas Importschätzung von pflanzlichen Speiseölen wurde nun um 560.000 Tonnen auf 7,11 Mio. Tonnen angehoben. Hauptsächlich weil weniger Sojabohnen importiert werden, die durch Sojaöl- und Rapsölimporte ersetzt werden. Außerdem durch Palmöle und andere Pflanzenölimporte.
Chinas Rapssaatimporte aus Russland, der Ukraine, Kasachstan und anderen Ländern haben sich spürbar erhöht. Der Rapssaat-Ölimport wird 2018/19 um 930.000 Tonnen auf 1,25 Mio. Tonnen steigen.

12.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 30.07.19 bis 06.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 8.391 auf 6.219 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 32.445 Kontrakte auf 79.507 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 19.241 Lots auf 72.813 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 06. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
12.08.2019 Mais- und Sojabohnenkurse vor USDA-Report unter Druck

Vor dem heutigen USDA Report (um 18:00 Uhr deutscher Zeit) geben die Kurse der Sojabohnenfutures und der Maisfutures nach. Die Verluste sind aber überschaubar, da in Teilen des Mittleren Westens der USA Trockenheit die Erträge der Feldfrüchte begrenzt.
Die Händler konzentrieren heute ihr Interesse aber auf den USDA-Report, der auch die Flächennutzung in den Blick nimmt. Analysten erwarten, dass der Bericht sowohl die Anbaufläche von Mais als auch von Sojabohnen reduziert und damit auch die Ernteschätzungen für beide Feldfrüchte.
Händler in Fernostasien haben das Gefühl, dass die Börsen in den letzten Wochen bereits die Risikoprämie aus dem Markt genommen hat. Vor einigen Wochen hatten Händler eine positive Markterwartung, die inzwischen verschwunden ist. Heute könnte der USDA diese positive Erwartung bestätigen, was die Kurse wieder auf das Niveau von Mitte Juli bringen könnte.
Insgesamt wurden die Getreidemärkte letzte Woche durch das trockene Wetter im US-Corn-Belt beeinflusst, wodurch die Ertragserwartungen gesunken sind. Bereits im Frühling waren die Vegetationsbedingungen nicht optimal. Damals litten die Feldfrüchte unter zu viel Regen, der die Aussaat verzögerte.
Marktteilnehmer beobachten zudem die Entwicklung im Handelsstreit zwischen Peking und Washington genau. Von dessen Ausgang hängen die Exportaussichten der USA wesentlich ab. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Wochenende, dass er aktuell nicht bereit wäre, mit China einen Deal zu machen. Der Konflikt geht jetzt also in sein zweites Jahr.

09.08.2019 Frankreich: Erneut schwächere Maisratings

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der vergangenen Woche erneut leicht verschlechtert, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer heute Vormittag. Per 5. August erhielten nur noch 60% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 61% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 62%. Frankreichs Maisbestände leiden unter der extremen Trockenheit. 
Die Weichweizenernte in Frankreich ist laut FranceAgriMer nahezu abgeschlossen. 98% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 87%. Nahezu abgeschlossen ist mitterweile auch die Sommergersteernte. FranceAgriMer schätzt den Erntefortschritt auf 100% versus 92% in der vergangenen Woche. 

09.08.2019 Händler justieren ihre Terminmarktpositionen vor USDA-Report

Die Kurse der CBoT-Mais- und Sojabohnenfutures handeln heute Morgen gegenüber gestern leicht fester. Händler liquidieren oder justieren ihre Terminmarktpositionen vor dem am Montag kommenden nächsten USDA-Report. Darin sollte sich klären, wie die Anbauflächen in den USA nun tatsächlich genutzt wurden. Beide Märkte konnten in dieser Woche zulegen.
Nach dem Bericht der US-Behörde am Montag werden dann wohl alle Ernteschätzungen noch einmal überprüft. Regen und Überflutungen hatten im April und Mai, während der dortigen Feldbestellungen, die Aussaat im US-Corn-Belt verzögert. Viele Farmer konnten nicht die geplante Frucht aussäen.
Außerdem wartet der Markt darauf, wie sich der Handelskrieg zwischen Washington und Peking weiter entwickelt. Vor der jüngsten Eskalation der Gespräche hatte China noch einige kleinere Mengen US-Sojabohnen, Weizen, Hirse sowie Schweinfleisch gekauft. Das könnten vorerst die letzten Käufe Chinas von US-Agrarrohstoffen gewesen sein. Chinas Handelsministerium hatte nach dem Abbruch der Gespräche erklärt, dass chinesische Firmen vom Kauf von US-Agrarrohstoffen ausgeschlossen seien.
Ein kräftiger Anstieg der Sojabohnenpreise in Brasilien hält die Chinesen in diesen Tagen aber auch davon ab, dort Sojabohnen zu kaufen. Südamerika profitiert von dem seit mehr als einem Jahr anhaltenden Handelskrieg der beiden Supermächte.

08.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge. Die schwache Exportnachfrage und die fortschreitende Winterweizenernte belasteten aber den Markt und begrenzten das Aufwärtspotenzial. Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun immer mehr auf den USDA-Bericht am kommenden Montag und erwarten insbesondere aktualisierte Schätzungen der US-Mais- und Sojabohnenanbauflächen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 150.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit leichten Verlusten. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures auf allen Terminen mit Verlusten. Frankreichs Landwirtschaftsministerium erhöhte die Schätzung der Weizenernte 2019 auf ein4-Jahres-Hoch von 38,2 Mio. Tonnen. Die jüngste Ausschreibung Ägyptens in dieser Woche hat gezeigt, dass Weizen aus Frankreich am Weltmarkt noch nicht ausreichend wettbewerbsfähig ist. Niederschläge in Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg -Vorpommerns führen immer wieder zu Unterbrechungen bei der deutschen Weizenernte.

08.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT Mais

07.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Lots CBoT Mais

07.08.2019 Stabile Maiskurse trotz verschärftem Handelskonflikt

Die Kurse der CBoT-Maisfutures können sich auch heute Morgen mit leichten Gewinnen behaupten, obwohl die Vorhersage von vegetationsfreundlichen Bedingungen und der US-Sino-Handelskonflikt den Anstieg begrenzen.
In einigen Maisanbauregionen der USA soll in den kommenden zwei Wochen eine trockene Wetterphase kommen. So könnten die Böden abtrocknen, bevor danach wieder mehr Regen kommt. Generell ist es im Mittleren Westen der USA aber zu nass.
Die Furcht vor einer globalen Rezession belastet den Markt zudem, obwohl der US-Präsident versucht, die Märkte zu beruhigen. Trump blendet die Bedenken über einen fortschreitenden Handelskrieg mit China aus und warnt Peking davor, die Finanzmärkte in ein Chaos zu stürzen.
Am Montag hatte das USDA seine Crop-ratings für Mais um einen Punkt auf 57% g/e gesenkt.

06.08.2019 Frankreich erwartet große Weizenernte

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine monatliche Schätzung der Weizenernte von 37 Mio. Tonnen auf 38,2 Mio. Tonnen erhöht und begründete, dass sich die Hitzewelle nicht mehr negativ auf die Erträge ausgewirkt hat. Im Vergleich Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 12%.
In seiner ersten Prognose für die diesjährige Maisernte prognostizierte das Ministerium ein Volumen von 13,1 Mio. Tonnen, was einer Steigerung von 4,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Anbaufläche gleicht demnach den erwarteten Ertragsrückgang aufgrund der extremen Trockenheit aus. Die Aussichten für die Maisernte seien jedoch aufgrund der Trockenheit besonders ungewiss.

06.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Maisfutures ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 395.136 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 500.000 Tonnen. Beim gestrigen Saatenzustandsbericht des USDA erhielten 73% der US-Sommerweizenbestände das Rating "gut bis exzellent", unverändert zur Vorwoche. Analysten erwarteten im Vorfeld eine Reduzierung auf 72%. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht profitieren und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete den Markt zudem. Frankreich erntet nach Schätzungen des Analysten Agritel 39 Mio. Tonnen Weizen und steht angesichts der verhaltenen Nachfrage und der großen Konkurrenz am Exportmarkt vor der Herausforderung, 10 Mio. Tonnen Weizen an Ziele außerhalb der EU zu exportieren. In Deutschland wurden die Erntearbeiten am Wochenende in den bedeutenden Anbauregionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg -Vorpommern wiederholt durch Niederschläge unterbrochen.

06.08.2019 Wetterbedingungen im US-Corn-Belt verschlechtern sich schon wieder

Seit drei Handelstagen steigen die CBoT-Kurse für Mais wieder. Die bullische Stimmung kommt mal wieder vom Wetter, denn im Mittleren Westen der USA erwartet man widrige Wetterverhältnisse, die möglicherweise die Erträge negativ beeinflussen könnten.
Gestern bewertete das USDA die US-Maisbestände auf den Feldern zu 57% in guter bis exzellenter Verfassung. Das entsprach auch den Erwartungen der Marktteilnehmer, liegt aber deutlich unter dem Rating im Vorjahr als zu diesem Temin 71% der Feldbestände in der Top-Kategorie eingestuft wurden.
Die Vorhersage von kühlerem und nassem Wetter im US-Corn-Belt könnte die Verluste beim Mais und den Sojabohnen erhöhen, wenn es zu nass wird. Seit Börsenhändler die Aussaatverzögerungen diskutierten, sind die Börsenkurse um 50 Cent angestiegen. Nun verschlechtern sich die Wetterbedingungen schon wieder.

06.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 16.000 Lots CBoT Mais

05.08.2019 COFCO will Investitionen in Brasilien steigern

Chinas staatlicher Rohstoffhändler COFCO plant, seine Investitionen in Brasilien zu steigern, da die Bedingungen dafür sich verbessert hätten, nachdem die Regierung wichtige Wirtschaftsreformen umgesetzt hat.
Der CEO von COFCO, Johnny Chi, möchte in Lagerhäuser und ins Transportsystem des südamerikanischen Landes investieren. Die Rendite solcher Investitionen sei gut vorhersehbar und sicher. Das wird die bisher schon gute Partnerschaft beider Länder weiter verbessern.
China ist Brasiliens größter Handelspartner und auch die Nummer 1 brasilianischer Rohstoffe. COFCO ist einer der bedeutendsten Händler von Sojabohnen und Mais, sowie ein wichtiger Produzent von Zucker und Ethanol.
Die Regierung in Brasilien will noch weitere Wirtschaftsreformen umsetzen, darunter eine Renten- und Steuerreform. So werde die Haushaltsbilanz verbessert und das Interesse von Investoren gesteigert.
Chi sagte, dass seine Firma, die bereits im Jahr 2014 Konkurrenzunternehmen Nidera und Noble Agri gekauft hatte, weiter nach interessanten Beteiligungsmöglichkeiten sucht. Genauere Projekte wurden aber nicht genannt. Es wurde aber betont, dass die Geschäftsbeziehungen zu der brasilianischen Landwirtschaft in den kommenden Jahren weiter verbessert werden sollen.
COFCO hat die Menge von Sojabohnen, die in Brasilien für den Export gekauft wurde, inzwischen auf 11 Mio. Tonnen gesteigert. Das waren fast 20% mehr als im Jahr 2017. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China trug dazu maßgeblich bei.

05.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 23.07.19 bis 30.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.831 auf 14.610 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit immer noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 41.264 Kontrakte auf 111.952 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 15.083 Lots auf 53.572 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 30. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
05.08.2019 CBoT-Sojabohnenkurse seit Tagen unter Druck

An vier der letzten fünf Handelstage sanken die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures, da der Handelskrieg zwischen den USA und China wieder eskaliert. Zusätzlichen Druck gibt es wegen besseren Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA.
Die Erträge der Sommerfrüchte in den USA könnten besser ausfallen als man zunächst erwartete. Wegen der unübersichtlichen Gemengelage, neutralisieren einige Händler ihre Terminmarktpositionen, da es beim USDA-Bericht heute in einer Woche mehr Klarheit über die tatsächliche Anbaufläche für Mais und Sojabohnen geben sollte. Das könnte Kurskorrekturen nach sich ziehen. In welche Richtung ist völlig ungewiss.
Der Wechselkurs des chinesischen Yuan gegenüber dem US-Dollar gerät heute Morgen massiv unter Druck. Für einen US-Dollar gibt es sieben Yuan; so viel wie seit mehr als 10 Jahren nicht. US-Präsident Donald Trump kündigte an, ab dem 1. September auf chinesische Importe weitere 10% Strafzölle erheben zu wollen, sollten die Gespräche zur Beilegung des Handelskonflikts nicht endlich Fortschritte machen.

05.08.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 15.000 Lots CBoT Mais

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