Matif: Rapssaat November 2019

29.11.2019 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der EU moderat reduziert von 147 Mio. Tonnen auf 146,8 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte 2020 immer noch um 14% größer, als die von Trockenheit betroffene Ernte des Vorjahres (128,5 Mio. Tonnen). Unverändert zur vorherigen Prognose bei 26 Mio. Tonnen beließ die Kommission die Exportschätzung.
Erhöht wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion von 66,6 Mio. Tonnen auf 67,1 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Mais-Importprognose mit 17 Mio. Tonnen.
Beim Raps wurde die Prognose zum Vormonat reduziert von 16,77 Mio. Tonnen auf 16,65 Mio. Tonnen. Auch die Importprognose für Rapssaat blieb unverändert bei 6,0 Mio. Tonnen.

29.11.2019 US-Export-Sales: Sojabohnenexporte höher, als erwartet

29.11.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

29.11.2019 Russland: Wintergetreide in guter Verfassung

Russlands Wintergetreidebestände befinden sich in besserer Verfassung, als vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt und auch im Vergleich der Vorjahre. Das berichtet eine hochrangige Beamte des russischen Wetterdienstes Hydrometcentre.
Russland und die Ukraine, wichtige globale Weizenexporteure via Schwarzes Meer und Asowsches Meer, säten Wintergetreide für die Ernte 2020 im Herbst bei trockenem Wetter aus. Nachfolgende Niederschläge und warmes Wetter verbesserten anschließend jedoch Aussichten für die kommende Ernte.
Lediglich 4% der Wintergetreidebestände sind in schlechter Verfassung versus 8% zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr.
Russische Landwirte haben Wintergetreide bereits auf 104% bzw. 18,2 Mio. Hektar der ursprünglich geplanten Flächen ausgesät. Im vergangenen Jahr waren es 17,6 Mio. Hektar.
Das Niveau Bodenfeuchtigkeit ist im Allgemeinen gut, mit Ausnahme einiger Teile der südlichen Regionen, in der die Aussaat noch nicht abgeschlossen ist. Etwa 5% der Bestände befinden sich derzeit in einem schlechten Zustand im Süden Russlands, wo sich die Hauptanbau- und Exportregionen für Weizen befinden.
Der Schneemangel in den zentralen Regionen wirkte sich nicht negativ auf die Aussaat aus, da das Wetter für diesen Teil der Saison noch warm ist. Schneefälle werden vorrausichtlich an diesem Wochenende erwartet.

29.11.2019 Erneut Weizen-Rekordernte in Indien – Ein Dilemma für die Regierung

In Indien könnte die Weizenproduktion in 2020 zum zweiten Mal in Folge Rekordhöhen erreichen. Der nasseste Monsun in 25 Jahren half den Bauern, ihre Anbaufläche für Wintersaaten auszuweiten, zudem werden hohe Erträge erwartet.
Eine große Ernte wird dazu beitragen, dass die staatlichen Vorräte weiter anschwellen, da das Aufkaufprogramm der Regierung zur Stützung der lokalen Preise ein wichtiges Absatzventil für die Bauern ist. Indien ist weltweit der zweitgrößte Weizenproduzent.
Die Weizenernte 2020 könnte den Rekord des Vorjahres noch überschreiten. In 2019 wurden 102,19 Mio. Tonnen erzeugt.
In der Monsunzeit (Juni-September) fiel 10% mehr Regen als im Durchschnitt. Die Bodenfeuchte war damit für die Wintersaaten optimal. Zudem sind nun die wichtigsten Reservoirs zu 86% gefüllt, im Vergleich zu 61% vor einem Jahr und 64% im Zehn-Jahres-Mittel.
In Indien wird eine Weizenernte im Jahr erzeugt. Im Oktober wird gesät und die Ernte ist im März. Stabile Preise und das staatliche Aufkaufprogramm macht den Weizenanbau für die Bauern attraktiv.
Die Regierung in Neu-Delhi hat für zwei Dutzend Feldfrüchte Mindestpreise festgelegt aber die Bauern nutzen die staatliche Intervention nur für Weizen und Reis. Ab dem Jahr 2020 gelten 4,6% höhere Mindestpreise für Weizen. Dann kostet die Tonne Weizen umgerechnet zirka 268 USD.
Aktuell wäre dieser Preis am Weltmarkt aber rund 50 USD/Tonne zu hoch.
Indien kann ohne Probleme jährlich 100 Mio. Tonnen Weizen erzeugen, derzeit aber noch nicht einmal 1 Mio. Tonnen exportieren; es sei denn die Regierung bezuschusst die Ausfuhren.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 exportierte Indien 226.255 Tonnen Weizen und im Jahr 2012/13 sogar 6,5 Mio. Tonnen. Die hohe Produktionsmenge und vernachlässigbare Exporte sind für die Regierung ein Dilemma.
Die staatlichen Weizenvorräte in Indien wurden am 1. November 2019 auf 37,4 Mio. Tonnen geschätzt. Das waren 13% mehr als im Jahr zuvor.

29.11.2019 Frankreich: Weizenratings erneut rückläufig

Frankreichs Landwirte haben die Winterweizenaussaat zur Ernte im kommenden Jahr per 25. November auf nun 80% der ursprünglich geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 74%). Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Bericht.
Der Aussaatfortschritt ist damit weiterhin deutlich hinter dem Stand, der zur selben Zeit im vergangenen Jahr erreicht wurde, als bereits 99% der Flächen bestellt waren. Bereits zum zweiten Mal in Folge hat sich zudem der Zustand der Winterweizenbestände verschlechtert. 75% der Pflanzen befinden sich in Top-Verfassung. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche (78%) um 3%. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 82%.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, hatte bislang einen sehr feuchten Herbst und die Daten von FranceAgriMer deuten darauf hin, dass die Landwirte, die versuchen, die Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte auf feuchten Feldern zu beenden, in der vergangenen Woche nur eine begrenzte Erleichterung verspürten. Die Aussaat von Wintergerste ist zu 89% abgeschlossen (Vorwoche: 86%) und genauso wie Weizen weit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Der Zustand der Wintergerste sank von 79% auf 75% "gut bis exzellent", Vorjahr: 76%. Die Maisernte ist jetzt auf 92% der Flächen abgeschlossen damit 6 Tage hinter dem Durchschnitt der vergangenen 5 Tage. Vor einer Woche waren es 88%. In dieser Woche kehrten Regenschauer in große Teile Frankreichs zurück, was die Feldarbeit möglicherweise weiterhin behindern wird. In der kommenden Woche werden trockenere Bedingungen und leichter Frost erwartet.

29.11.2019 Inlandsverbrauch von Mais steigt in Brasilien in 2020 stark an

Die Inlandsnachfrage nach Mais wird in Brasilien im Jahr 2020 um 6% steigen. Getrieben wird das durch einen höhere Ethanol-Produktion und mehr Nachfrage aus der Fleischindustrie, die das Getreide als Futtermittel nutzt. Das sind die Erwartungen der niederländischen Rabobank.
Dadurch würden sich im kommenden Jahr die Maisexporte aus Brasilien verringern, was für die USA und andere Überschussregionen der Welt von Vorteil wäre.
Alleine die Ethanol-Industrie Brasiliens würde 2,5 Mio. Tonnen mehr Mais kaufen, weil gleich mehrere neue Anlagen in Betrieb genommen werden. Der Inlandsbedarf für Mais in Brasilien würde dann 68 Mio. Tonnen erreichen. Für den Export blieben dann nur noch 30 Mio. Tonnen. In diesem Jahr waren es noch 40 Mio. Tonnen.
Die Maispreise sind aufgrund der positiven Vorhersagen bereits gestiegen, was von den Farmern zu mehr Vorverkäufen genutzt wurde.
Die zweite Maisernte ist für Brasilien die Haupternte und würde auf 13,4 Mio. Hektar steigen. Im 2019 waren es 12,5 Mio. Hektar. Die gesamte Anbaufläche (erste und zweite Ernte) wird um 5% steigen und 18,4 Mio. Hektar erreichen. Die Gesamternte würde dann, wie im Vorjahr, wieder die 100 Mio. Tonnen-Marke übersteigen.

29.11.2019 Getreidemail

Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen.
An der CBoT startet der Tageshandel mit Agrar-Commodities heute Nachmittag um 15.30 Uhr.
Mit einem Tag Verzögerung aufgrund des Feiertags veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium heute um 14:30 Uhr die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit US-Weizenexporten in einer Spanne von 300.000 - 600.000 Tonnen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich auch ohne Impulse aus Übersee befestigen. Der feste Kassamarkt und die anhaltende Exportnachfrage am Weltmarkt lassen derzeit wenig Spielraum für sinkende Preise. Zudem sorgen Glattstellungen von Short-Positionen beim auslaufenden Dezember-Kontrakt und charttechnische Effekte für Kursauftrieb. Die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft ist aufgrund der stetigen Exportnachfrage gering. Zudem behindert nasses Wetter die Wintergetreideaussaat in Teilen Westeuropas inklusive Frankreich. Händler in Frankreich berichten Tag für Tag von mindestens stabilen Prämien.

28.11.2019 Getreidemarkt_Dashboard

28.11.2019 Ölsaaten_Dashboard

28.11.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Am deutschen Kassamarkt mit Rapssaat hat sich die Lage wieder etwas beruhigt, nachdem die Ölmühlen ihr Kaufinteresse zurückschraubten. Mit sinkenden Börsenkursen verschlechterten sich ihre Margen. Da die Vorräte der Lagerhalter hierzulande aber stark geschrumpft sind, dürfte sich diese Abkühlung schon bald wieder auflösen. Man erwartet nämlich, dass zu Beginn des nächsten Jahres die Importe aus der Ukraine versiegen. Von Angebotsengpässen ist sogar die Rede.
Das Kaufinteresse der Mischfutterbetriebe nach Sojaschrot hat sich unterdessen belebt, weil die Kurse außergewöhnlich niedrig sind. Begründet wird das durch den niedrigen Wechselkurs des brasilianischen Reals gegenüber dem US-Dollar. Brasilien hat nicht nur in die EU günstig Sojaschrot verkauft, sondern auch nach China große Mengen Sojabohnen. Das Angebot von dort könnte bald zur Neige gehen und deshalb versorgt sich der Markt jetzt mit diesen günstigen Offerten.
Rapsschrot profitiert auch von dieser besseren Nachfrage, die sich auf Liefertermine Dezember/Januar konzentrieren.
Mit sinkenden Börsenkursen für Rapssaat gaben auch die Preise für Rapsöl in Hamburg nach.

28.11.2019 CBoT-Sojabohnen auf 2-Monats-Tief

Gestern sanken die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures auf ein Zwei-Monats-Tief. Technische Verkäufe und die Erwartung von Regen in den Anbaugebieten Südamerikas waren dafür die Begründung.
Auch die Mais- und Weizenfutures gerieten unter Druck, weil Händler ihre Positionen vor dem heutigen Feiertag Thanksgiving justierten. Die CBoT startet ihren Handel morgen um 15:30 Uhr deutscher Zeit wieder.
Zuletzt gerieten die Kurse der CBoT-Agrarrohstoffe wieder unter Druck, weil es bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China nicht vorangeht. Die US-Agrarexporte leiden darunter besonders.
China ist weltweit und mit großem Abstand der bedeutendste Käufer von Sojabohnen. Bis zum letzten Jahr und noch vor dem Handelsstreit kaufte man US-Sojabohnen im Wert von mehr als 12 Mrd. USD. Seit Beginn des Handelsstreits kauft China nun mehr Sojabohnen in Brasilien.
In der kommenden Woche wird in den brasilianischen Anbauregionen Regen erwartet. Das dürfte die Aussicht auf eine erneut große Ernte verbessern. Kriegen Washington und Peking kein Abkommen hin, so dürfte Brasilien erneut profitieren.

28.11.2019 Auch im Sommer Buschfeuer und Hitzewellen im Osten Australiens

Der Osten Australiens, der bereits jetzt unter Buschfeuern und Hitzewellen leidet, wird Meteorologen zufolge auch noch den ganzen Sommer über zu heiß und trocken sein. Es drohen weitere schlimme Wetterereignisse.
Die Wetterdienste warnen vor weiteren Hitzewellen und erwarten im Sommer, der dort von Dezember bis Februar andauert, nur wenige Niederschläge. Der Frühling war so trocken wie niemals zuvor.
Ein heißer und trockener Frühling eröffnete die jährliche Buschfeuer-Saison früher als üblich. Es gab diverse Todesfälle und seit September verbrannten mehr als 500 Häuser. Es könnte noch schlimmer kommen.
Diese Vorhersage bedroht auch die dortige Landwirtschaft und damit die Weizenernte. Drei Jahre in Folge war es zu trocken und die diesjährige Ernte wird wohl noch schlechter ausfallen.
Australiens unzuverlässige Energieversorger litten im letzten Sommer immer wieder unter Blackouts, sobald der Stromverbrauch durch die Klimaanlagen stark stieg.
Die beschriebene Wetterlage im Osten Australiens wird durch überdurchschnittlich warmes Oberflächenwasser im Indischen Ozean vor Afrika in Kombination mit kühleren Oberflächenwasser-Temperaturen vor Indonesien begründet. Solch starke Dipole im Indischen Ozean begünstigen Wetterextreme.

28.11.2019 Pigmeat_Dashboard

28.11.2019 Indonesiens B30-Programm erspart dem Land 165.000 bpd Dieselimporte

Indonesiens Plan, Biodiesel mit 30% Palmöl-Bestandteil einzuführen, würde dem Land 165.000 Barrel (bpd) Diesel aus fossilem Rohöl pro Tag ersparen. Das teilte ein Abteilungsleiter des Energieministeriums in Jakarta heute mit.
Indonesien ist weltweit der größte Palmölerzeuger und will im Januar 2020 mit seinem Programm B30 starten. Bisher werden die Raffinerien dazu verpflichtet, dem Treibstoff 20% Biodiesel beizumischen.
Im kommenden Jahr sollen 9,6 Mio. Kiloliter sogenannte fatty acid methyl ester (FAME) oder Fettsäuremethylester in dem B30-Programm verwendet werden. Das entspricht 165.000 bpd Dieselkraftstoff.
Der Präsident Indonesiens Joko Widodo drängt auf die Umsetzung des B30-Programms um Energieimporte zu reduzieren. Er plant sogar Treibstoffe zu entwickeln, die 50 oder gar 100% Nachwachsende Rohstoffe verwenden. Solche Treibstoffe sowie seltene Erden sollen exportiert werden um den defizitären Staathaushalt innerhalb von drei Jahren wieder auszugleichen.
Das B30-Programm sorgte in den letzten Wochen dafür, dass die Palmölkurse kräftig stiegen, weil weniger Palmöl exportiert werden muss.

28.11.2019 China importiert in 2019 mehr als 3 Mio. Tonnen Schweinefleisch

Chinas Wirtschaftsministerium erwartet, dass das Land in diesem Jahr mehr als drei Mio. Tonnen Schweinefleisch und -Nebenprodukte importieren wird. Insgesamt werden die Fleischimporte mehr als sechs Mio. Tonnen übersteigen.
Diese Einschätzung teilt auch die Rabobank.
Die Importe sind nach dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinbefiebers in 2018 drastisch gestiegen, weil die nationale Schweineherde um 50% einbrach.

28.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die CBoT- Weizennotierungen gestern schwächer schließen. Institutionelle Anleger verkauften 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Es war für viele Händler der letzte Handelstag vor einem langen Wochenende. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen.
Weizenfutures am Pariser Matif schlossen, unabhängig von den Vorgaben aus Übersee, unverändert bis leicht schwächer. Ein schwacher Euro-Wechselkurs zum US-Dollar sowie weltweit festere Kassamarktpreise stützen. Außerdem stellen viele Halter von Short-Positionen im bald fälligen Dezember-19-Termin ihre Futures glatt. Ein für den 5. Dezember geplanter Eisenbahnerstreik in Frankreich wird die Logistik dort herausfordern. Zudem bieten die französischen Lagerhalter ihren Weizen nur zögerlich an. Eine lange Warteliste der Schiffe in den Exporthäfen könnte dann noch länger werden. Die Prämien am französischen Kassamarkt steigen bereits. Auch in Deutschland wird von einem emsigen Exportprogramm berichtet. Der Standard-Weizen mit 12% Protein aus Hamburg wird mit Prämien von 3 €/to über dem Matif-März-Termin angeboten.

28.11.2019 Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von CBoT Mais, Sojabohnen und Weizen

27.11.2019
27.11.2019 Getreideernte in der Ukraine fast abgeschlossen

In der Ukraine sind die Bauern mit der diesjährigen Getreideernte fast durch. Von 98,7% der Anbaufläche wurde die Rekordmenge von 74,3 Mio. Tonnen Getreide gedroschen. Das teile heute das Landwirtschaftsministerium in Kiew mit.
Der durchschnittliche Hektarertrag wird mit 4,93 Tonnen angegeben.
Im Jahr 2018 erntete die Ukraine 70 Mio. Tonnen Getreide.

27.11.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 2,00 €/kg SG (+5 ct)

Auch in dieser Woche steigt der Vereinigungspreis kräftig an. Mit einem Plus von 5 Cent kackt er diese Woche die 2 Euro Marke. Das alles beherrschende Thema ist die riesige Nachfrage Chinas. Das Land der Mitte mit seinem extrem großen Importbedarf aufgrund der dortigen ASF-Problematik bestimmt das Marktgeschehen. China kauft scheinbar fast im Alleingang den europäischen Fleischmarkt leer. Das Angebot an schlachtreifen Schweinen in Deutschland wie bei den europäischen Nachbarn ist kleiner, als die Nachfrage. Zudem sind Mäster derzeit auch nicht gewillt, Partien vorzeitig auszustallen. Analysten erwarten so schnell nicht, dass sich die Lage signifikant ändert.
Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 957.057 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 963.227; Vorjahr: 1.012.360). Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sanken um 300 Gramm zur Vorwoche auf 97,1 kg.

27.11.2019 Kanadas Eisenbahnstreik endet nach 8 Tagen – hohe Folgekosten

Der längste Eisenbahnerstreik Kanadas in diesem Jahrzehnt wurde gestern vorläufig beigelegt. Die Canadian National Railway Company und die Arbeitervertretung einigten sich nach einem acht Tage dauernden Streik darauf, die Arbeit wieder aufzunehmen.
Es wird Wochen dauern, bis der Betrieb wieder normal läuft.
Die Industrievertreter feierten das Ende des Streiks bei der größten kanadischen Eisenbahn, der einige Aufträge verloren ging und die Kosten stark stiegen. Die Vereinbarung muss innerhalb von acht Wochen noch von den Gewerkschaftsmitgliedern genehmigt werden. Aktien der Eisenbahngesellschaft stiegen um 2%.
Bis der Versorgungsengpass beispielsweise mit Energieträgern wie Propangas behoben sein wird, kann es noch Wochen dauern. Der Verband der kanadischen Propanversorger sagt, dass die Krise für sie noch längst nicht vorbei ist.
Viele Betriebe mussten während des Streiks ihre Produktion drosseln, beklagt ein Vertreter der chemischen Industrie. Man hofft, dass der Betrieb nun schnell wieder rund läuft.
Auch viele Landwirte beklagen den Verlust von Aufträgen und Mehrkosten. Die Erntearbeiten wurden unterbrochen und das Getreide ist jetzt zu nass und muss getrocknet werden. Dafür fehlt es aber noch an Propangas. Alternative Energie sei zu teuer.

27.11.2019 Brasilien exportiert in 2019 80% mehr Mais als im Vorjahr – neuer Rekord

Brasiliens Maisexporte in 2019 werden vom Getreideexportverband Anec auf die Rekordmenge von 41 Mio. Tonnen geschätzt. Der Erfolg begründet sich mit einem schwachen Wechselkurs der brasilianischen Währung Real und festeren Börsenkursen an der Chicagoer Derivatebörse CBoT nachdem schlechte Wetterbedingungen in den USA dort die Erntearbeiten erschwerten.
Sollte sich die Prognose des Verbands bestätigen, so wären die Maisausfuhren 80% größer als die 22,8 Mio. Tonnen im Jahr 2018. Der bisherige brasilianische Exportrekord beim Mais war in 2015 mit 30,7 Mio. Tonnen.

27.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg (3%) am Montag sorgten gestern in Chicago für Kursverluste. Das US-Landwirtschaftsministerium bewertete den Zustand der US-Winterweizenbestände unverändert bei 52% "gut bis exzellent". Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 51%. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert
Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris profitierten die Termine der alten Ernte von den festen US-Vorgaben des Vortages. Händler reagierten darauf mit Glattstellungen von Short-Positionen. Mit einem Kurs von € 183,75 erreichte die liquideste März-Fälligkeit im Handelsverlauf ein neues 4-Wochen-Hoch. Die Termine der neuen Ernte schlossen mit moderaten Verlusten. Am Kassamarkt in Frankreich blieben die Prämien aufgrund der stetigen Nachfrage nach Exportweizen und der mangelnden Abgabebereitschaft der Landwirtschaft stabil. Stabil bei 3 Euro über März 2020 blieben auch am Kassamarkt in Hamburg die Prämien für Exportweizen mit 12% Eiweißgehalt zur Lieferung im Januar.

27.11.2019 CBoT-Sojabohnenkurse unterbrechen Verluststrecke

Die CBoT-Sojabohnenkurse unterbrechen heute Morgen ihre Verluststrecke. Es kommt zu Schnäppchenkäufen nachdem es fünf Handelstage nur bergab ging und ein Zwei-Monats-Tief erreicht wurde. Die scharfe Konkurrenz aus Südamerika lässt einen Trendwechsel allerdings wenig wahrscheinlich erscheinen.
Chinesische Käufer sicherten sich letzte Woche bis zu 20 Schiffsladungen Sojabohnen aus Brasilien. Die Unsicherheit über den Ausgang der Handelsgespräche mit den USA machen die weitere Entwicklung der Exportzölle für US-Bohnen unkalkulierbar.
Bessere Wetterbedingungen in Südamerika belasteten die Kurse der Feldfrüchte von dort.
Gestern sagte der US-Präsident Donald Trump noch vor der Presse, dass man einem Abschluss der Phase Eins in den Handelsgesprächen mit China nähergekommen sei. Hochrangige Vertreter beider Seiten hatten eine Telefonkonferenz.
China ist weltweit und mit großem Abstand der bedeutendste Sojabohnenimporteur. Die USA haben seit Beginn des Handelsstreits im letzten Jahr einen Großteil ihres Sojabohnenabsatzes verloren. Ein Abschluss der Handelsgespräche wäre für die Exporteure in den USA eine große Chance.

27.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 11.000 Kontrakte CBoT Mais

26.11.2019 Briten importieren schon jetzt viele Kartoffeln vom EU-Festland

In Großbritannien steigen die Kartoffelpreise nachdem eine erste Ernteschätzung des AHDB aus letzter Woche nur 5,1 Mio. Tonnen ausweist und immer noch gut 10% der Kartoffeln geerntet werden müssen. Zwar war die Ernte im letzten Jahr mit 4,9 Mio. Tonnen noch kleiner, aber damals konnten die Verarbeiter, anders als in diesem Jahr, noch auf hohe Restbestände des Vorjahres zurückgreifen. Die Farmer auf der Insel halten aktuell ihre im Winterlager befindlichen Kartoffeln in der Hoffnung auf weitere Preissteigerungen zurück. Vertragskartoffeln werden von den Fabriken dagegen vorzeitig abgerufen und man beginnt bereits mit nennenswerten Importen aus Belgien, Holland und Deutschland. Das ist für diese Jahreszeit ungewöhnlich.
Unterdessen läuft in Holland die Verarbeitung zu Kartoffelfertigprodukten auf Hochtouren. In den Monaten Juli bis September wurden 960.000 Tonnen rohe Kartoffeln verarbeitet; so viele wie noch nie im ersten Quartal. Die rollende 12-Monatssumme wird mit 3,85 Mio. Tonnen angegeben und bleibt damit noch hinter den 4,02 Mio. Tonnen im Vorjahr. Es muss auch in Holland also noch ein Rückstand aufgeholt werden.

26.11.2019 EU-Handelskomitee votiert für mehr Rindfleischimporte aus den USA

Die Europäische Union will eine Importerlaubnis für Rindfleisch aus den USA erweitern, um damit eine Hauptforderung der USA in den fortlaufenden Handelsgesprächen zu erfüllen. Das könnte die Spannungen in den Transatlantik-Beziehungen abmildern.
Mitglieder des internationalen Handelskomitees des EU Parlaments votierten gestern mit 26 zu 7 Stimmen bei vier Enthaltungen für eine abgewandelte Form der Importerlaubnis von bis zu 45.000 Tonnen Rindfleisch. Am kommenden Donnerstag wird das EU-Parlament über den Vorschlag abstimmen. Die Abgeordneten folgen in der Regel den Vorschlägen des Komitees. Sollte die Zustimmung erfolgen, könnten ab Anfang 2020 die USA zusätzliche Fleischlieferungen in die EU bringen.
Die Botschaft der Vereinbarung ist eindeutig: Es geht um De-Eskalation mit den USA. Nun erwarten die EU-Parlamentarier das gleiche von der US-Regierung. Streitfälle gibt es genug, wie die Subventionen der Flugzeugbauer Airbus und Boing sowie US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU.
Im Jahr 1981 hatte die EU Importe von mit Wachstumshormonen belastetem US-Rindfleisch verboten. Im Jahr 2009 hatte die EU dann den USA eine Importquote für hormonfreies Rindfleisch von 45.000 Tonnen erteilt. Durch ein WTO-Gerichtsurteil musste die EU diese Quote auch für andere Ländern öffnen, weshalb inzwischen Australien, Uruguay und Argentinien den Löwenanteil von 70% der Quote erfüllen und die USA nur noch 30%.
Der jetzt verhandelte Deal mit den USA, dem die anderen Länder ebenfalls zustimmen mussten, sorgt dafür, dass die USA von derzeit 18.500 Tonnen in sieben Jahren auf 35.000 Tonnen kommen können.

26.11.2019 US-Winterweizen: Unveränderte Ratings

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten blieb in der Woche bis zum 24. November unverändert. Nach wie vor 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt 55% der Bestände das Top-Rating.

26.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 24. November auf 94% der Flächen abgeschlossen. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 94%. Der 5-Jahres-Durchschnitt bei 97%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt weiter deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 84% der Flächen sind geräumt. Vor einem Jahr waren es bereits 93% und im 5-Jahres-Durchschnitt 96%.

26.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und stiegen gestern auf ein 1-Monats-Hoch aufgrund des festen inländischen Kassamarktes, steigender russischer Weizen-Export-Preise sowie wetterbedingter Risiken in Russland und in Teilen Europas. Der Saatenzustandsbericht des USDA blieb zur Vorwoche unverändert. 52% der US-Winterweizenbestände erhielten die Bewertung "gut bis exzellent". Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 420.813 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, meldet der Marktanalyst MARS.
Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission.

26.11.2019 CBoT Sojabohnenkurse handeln zur Stunde im positiven Bereich

Nach vier aufeinander folgenden Handelstagen mit Kursverlusten bei den CBoT Sojabohnen keimt heute Morgen ein wenig Optimismus durch. Die Kurse notieren im positiven Bereich, weil es bei dem Handelsgesprächen zwischen Peking und Washington vorangeht.
Zwar gibt es neue Hoffnung an der Gesprächsfront, es ist aber schwer vorherzusagen, wohin das führt. Händler am Markt verlagern sich darauf abzuwarten. Chinesische Staatsmedien berichten, dass sich für die Phase 1 ein Ergebnis abzeichnet.
Ob und in welchem Maße die gegenseitigen Strafzölle zurückgeführt werden, darüber habe man aber noch keine Übereinstimmung.
Unterdessen haben Käufer in China letzte Woche mindestens 20 Schiffsladungen Sojabohnen in Brasilien gekauft.

26.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Kontrakte CBoT Mais

25.11.2019 US-Export-Inspections: Sojabohnenverladungen höher, als erwartet

25.11.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Mit etwas Zeitverzögerung sind nun auch die Erzeugerpreise für Rapssaat gestiegen. In der letzten Woche stiegen die Preise am Kassamarkt noch einmal um 2 €/Tonne auf 375 €/Tonnen im Bundesdurchschnitt.
Eine steigende Nachfrage der Ölmühlen und die Aussicht auf nachlassende Rapsimporte aus der Ukraine sowie ausbleibende Importe aus Australien ließen die Preise steigen und förderten damit die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft. Das ist ein für diese Jahreszeit eher unübliches Verhalten der Landwirte. Sinkende Börsenkurse förderten aber das Angebot obwohl bereits 2/3 der Ernte bereits verkauft worden sein sollen. Während einige Landwirte bereit sind, noch mehr zu verkaufen, halten andere aber an ihren Vorräten fest und spekulieren auf weitere Preissteigerungen im kommenden Jahr.
Am Markt für Rapsschrot war die Nachfrage in der letzten Woche erneut lebhaft. Ausschlaggebend dafür waren Meldungen über Anbauflächenentwicklungen der Sojabohnen in Südamerika und der Vegetationsverlauf dort. Die Rapsschrotnotierungen stiegen, weil die Verkäufer nur noch verhalten anbieten. Bei schwacher Nachfrage der Mischfutterbetriebe bleibt der Markt aktuell aber ausgeglichen. Weitere Preisimpulse kommen wohl von den Sojaschrotkursen am CBoT.
Die Preise von Rapsöl gaben in der letzten Woche nach. Der Preisanstieg in der Woche davor kam von festeren Palmölkursen, schwächere Sojaölkurse belasteten die Preise aber wieder. Das Hin- und Her bei den Verhandlungen im US-chinesischen Handelsstreit verschlechterte die Stimmung.

25.11.2019 EU-Weichweizenexporte 59% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 24. November ein Volumen von 10,8 Mio. Tonnen versus 6,8 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,1 Mio. Tonnen 41% über Vorjahr. 10% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 8,1 Mio. Tonnen.

25.11.2019 Wintergetreideanbau wird in Teilen Europas durch Regen eingeschränkt

Ergiebige Regenfälle werden in Teilen Europas den Anbau von Wintergetreide einschränken. Das meldet heute der Marktanalyst der Europäischen Union MARS.
Die Winterweizenfläche für die Ernte in 2020 wird in Großbritannien, Irland und den Beneluxländern sinken, wird im Monatsbericht festgestellt.
Der Süden Frankreichs und Norditalien waren in der Zeit vom 1. Oktober bis 20. November am stärksten von den heftigen Niederschlägen betroffen und verschlechtert damit auch die schwierigen Saat- und Erntebedingungen.
Frankreich, der größte Getreideproduzent der Europäischen Union, wird deshalb eine kleinere Anbaufläche ausweisen, auch wenn die meisten Wintergetreideflächen bereits bestellt waren. Die Startbedingungen vieler neuen Saaten sind schwierig. Lediglich die früh gesäten Bestände entwickeln sich gut. Auf später angesäten Flächen verzögert sich das Wachstum.
Im August und September klagten die Bauern noch über zu trockene Bedingungen. Die Aussaat von Winterraps wurde in Frankreich, Ungarn und Teilen Deutschlands sogar durch Trockenheit verhindert. Der Oktoberregen hat danach aber die Startbedingungen beim Raps verbessert.
Die häufigen Niederschläge hat auch die Maisernte in Deutschland und in Frankreich verzögert. Außerdem die Kartoffel- und Zuckerrübenernte in Großbritannien, was zu Folge hat, dass einige Kartoffeläcker dort erst im kommenden Frühjahr geerntet werden können.

25.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 19.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (391 Kontrakte) auf 2.049 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen moderat bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 12.609 Kontrakte auf 123.530 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 12.598 Kontrakte auf 18.452 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
25.11.2019 Russland: Steigende Weizenpreise aufgrund großer Nachfrage und Wetterrisiken
Russlands Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund der gestiegenen Exportnachfrage und der Bedenken über die Ernte 2020 in Russland und der Ukraine.
Die Aussaat von Wintergetreide ist mit 104% der ursprünglich geplanten Flächen bereits höher, als ursprünglich geplant.
Schwarzmeer-Export-Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Dezember stieg Ende vergangener Woche um $1 auf $208/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet ebenfalls einen Preisanstieg um $1 auf $209,50/Tonne FOB. Der Gersten-Preis stieg um $1 auf $188/Tonne.
Sowohl in Russland als auch in der Ukraine herrscht ein großer Feuchtigkeitsmangel. Die meisten Regionen werden jedoch mit ausreichend Niederschlag versorgt, so SovEcon.
Im Allgemeinen war der Zustand der Wintergetreidebestände in Russland nahezu durchschnittlich, in einigen Fällen jedoch etwas schlechter als vor einem Jahr.
Regen und Schnee dürften in dieser Woche in Russland und der Ukraine eintreffen. Die Temperaturen im europäischen Teil Russlands sind für diese Jahreszeit niedriger als gewöhnlich, liegen jedoch über dem Niveau, das die Aussaat bedrohen würde.
Russlands Landwirte sind derzeit eher nicht gewillt, zu aktuellen Preisen zu verkaufen und ziehen es vor, den Weizen einzulagern, während einige Exporteure nicht mehr genügend Zeit haben, um Weizen für zuvor unterzeichnete Verträge zu beschaffen, so SovEcon.
Russland exportierte seit dem Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli bis zum 21. November 19,4 Mio. Tonnen Getreide, davon 17,0 Mio. Tonnen Weizen, so SovEcon. Die gesamten Getreideexporte gingen gegenüber dem Vorjahr um 16% zurück.
Angesichts der steigenden Nachfrage von Verarbeitern stiegen die Inlandspreise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands bis Ende letzter Woche um 125 Rubel auf 11.350 Rubel (177,8 USD) pro Tonne auf Basis ex Works.
In den Regionen Süd- und Wolga verzeichneten die aserbaidschanischen Käufer eine steigende Nachfrage, während in Sibirien der Weizen der dritten Klasse aufgrund der starken Nachfrage aus Kasachstan um 300 Rubel auf 11.000 Rubel pro Tonne stieg, so SovEcon.
25.11.2019 Getreide-OPEC soll auf Grüner Woche auf die Agenda

Der russische Landwirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Alexei Gordeyev wiederholt seine Idee, die Getreide exportierenden Staaten der Welt in einer Art Grain-OPEC zusammen zu schließen.
Das sollte auf der Agrarministerkonferenz am Rande der „Grünen Woche“ im Januar 2020 auf die Agenda, so Gordeyev gegenüber Journalisten auf dem 19. Kongress der vereinigten Partei Russlands.
Der russische Minister hatte der deutschen Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner sein Anliegen bereits im Oktober in Köln vorgetragen.
Der „Getreide-OPEC“ sollten neben Russland, die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Argentinien und andere Länder angehören.

25.11.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Befürchtungen über eine reduzierte US-Weizenanbaufläche 2020 aufgrund der stockenden US-Mais- und Sojabohnenernte ließen die Weizennfutures am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Gewinnen. Zudem stützte der gesunkene Wechselkurs des Euro den Markt. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen von FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt. Die Winterweizenaussaat liegt per 18. November mit einem Fortschritt von 74% 5 Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Händler glauben, dass der Löwenanteil der von Algerien gekauften 500.000 Tonnen Weizen aus Frankreich stammt. Dort gingen die Prämien am Kassamarkt wieder zurück, nachdem sie aufgrund der Ausschreibung Algeriens kräftig zulegten.

25.11.2019 CBoT-Weizenkurse heute Morgen erneut fester

Die Chicago-Weizenfutures steigen heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge nachdem bekannt wurde, dass die Weizenanbaufläche in den USA kleiner ausfällt als bisher erwartet und weil die Schätzung der Produktion in Australien weiter sinkt.
Die Weizenkurse an der CBoT werden gestützt durch Glattstellungen von Verkaufskontrakten durch institutionelle Anleger sowie den non-commercial traders. Das ist das so genannte short-covering.
In den USA wurden für die Ernte 2020 45,2 Mio. acres angebaut; das ist die kleinste Anbaufläche seit dem Jahr 1919.

25.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Kontrakte Sojabohnen

22.11.2019 „Eiweißlücke“ in der EU: Importe sind rentabler

Für den heimischen Agrarsektor ist es rentabler, kostengünstige Proteinträger wie Soja zu importieren und auf den eigenen Flächen profitablere Feldfrüchte wie Weizen, Mais oder Kartoffeln anzubauen. Der niedrige Selbstversorgungsgrad an Eiweißfuttermitteln in Deutschland ergebe sich aus den am Markt bestehenden Preis- und Kostenrelationen von heimischen und importierten Proteinträgern, stellt die Bundesregierung in einer Antwort (19/14521) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/13835) zum Import und heimischer Anbau von Eiweißpflanzen fest.
Aus Sicht der Bundesregierung deute ein niedriger Selbstversorgungsgrad nicht pauschal auf ein Risiko hin. Weiter heißt es, dass es zusätzlich mindestens 1,8 Mio. ha Ackerfläche für den Anbau mit Eiweißpflanzen bedürfe, um die derzeitigen Importe von rund 2,33 Mio. t Eiweiß für Futterzwecke zu ersetzen. Der Anbau müsste außerdem auf vorhandenem Ackerland erfolgen und würde andere Kulturen verdrängen.

22.11.2019 Frankreich: Weizenratings stark rückläufig

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände zur Ernte 2020 hat sich in der Woche bis zum 18. November signifikant verschlechtert, zeigen die wöchentlichen Erhebungen des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer. Heftige Niederschläge haben sich offenbar negativ auf den Pflanzenzustand ausgewirkt.
78% der Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, das ist ein Rückgang zur Vorwoche (84%) um 6%. Zudem liegt der Wert unter dem des vergangenen Jahres (82%) zum selben Zeitpunkt.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich auf 74% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 71%, vor einem Jahr waren es bereits 97%.
Weiterhin stark verzögert ist auch die Maisernte in Frankreich. 88% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 84%.

22.11.2019 Argentiniens Farmer säen in letzter Minute mehr Sojabohnen

Agrarexperten der argentinischen Regierung und die größte Getreidebörse des Südamerikanischen Landes hoben gestern ihre Schätzungen zur Sojabohnenanbaufläche an, da Farmer sich, wegen politischen Unsicherheit, durch die Ölsaat, die weniger Einsatz von Betriebsmitteln verlangt, gegen den teureren Maisanbau entscheiden.
Am 10. Dezember beginnt die Amtszeit des neuen Präsidenten Alberto Fernandez, der bisher wenig über seine Agrarpolitik durchblicken ließ. Farmer und Exporteure erwarten aber, dass der Mitte-links Politiker die Exportzölle für Sojabohnen und Mais anheben wird.
Die Kandidatin für die Vize-Präsidentschaft Cristina Fernandez war während ihrer Amtszeit als Präsidentin in den Jahren 2007-2015 mit der Agrarbranche ständig im Streit. Sie erließ strenge Exportrestriktionen für Weizen, Mais und Sojabohnen mit Exportzöllen von bis zu 35%.
Um das Risiko zukünftiger Exportkontrollen zu begrenzen, entscheiden sich viele Farmer in letzter Minute für den Anbau von Sojabohnen und damit gegen den teureren Maisanbau. Bisher wurden in Argentinien für die nächste Ernte 31,3% der geplanten Sojabohnenflächen bestellt. Die Getreidebörse schätzt die Sojabohnenfläche jetzt auf 17,7 Mio. Hektar und damit 100.000 Hektar mehr als zuletzt erwartet. Die Maisanbaufläche wird aber auch wegen widrigen Wetterbedingungen eingeschränkt. Die Wasserreserven in den Provinzen Cordoba und Buenos Aires sind nur mittelmäßig. Die Maisanbaufläche wird um 100.000 Hektar kleiner ausfallen als im Oktober erwartet. Bis gestern waren 45,7% der geplanten Flächen mit Mais bestellt.
Der Landwirtschaftsminister gab in seinem jüngsten Monatsbericht bekannt, dass die Sojabohnenanbaufläche auf 17,2 Mio. Hektar kommt (Vormonat: 17,1).
Die Weizenernte 2019/20 schätzt er auf 19 Mio. Tonnen. Die Ernte dazu ist bereits in Gang und wird noch bis Ende Januar anhalten.

22.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die US-Export-Sales lagen mit 437.700 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den gestrigen Tag mit Verlusten. Algerien kaufte 500.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Mit gewisser Sorge wurde die Nachricht Algeriens aufgenommen, die Weizenimporte von jährlich 6 Mio. Tonnen auf 4 Mio. Tonnen reduzieren zu wollen um die Kosten für Fremdwährungen zu sparen und Korruption einzudämmen. Händler sind jedoch skeptisch, ob sich die Weizenimporte angesichts des großen Bedarfs erheblich reduzieren lassen. Algerien kauft traditionell große Mengen seines Weizens in Frankreich. Das IGC erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar. Institutionelle Anleger sind beim Matif Weizen weiter Netto-Short. Der Bestand von 2.748 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 15. November auf 10.619 Kontrakte erhöht.

22.11.2019 Im Handelsstreit kein Ende in Sicht – Sojabohnenkurse sinken seit drei Wochen

Heute werden die Kurse der Sojabohnenfutures wohl ihren dritten Wochenverlust in Folge verbuchen. Der US-chinesische Handelsstreit wird sich wohl noch bis ins nächste Jahr ziehen und belastet insbesondere die Preise für US-Sojabohnen.
Mit einem baldigen Abschluss dieses leidigen Kapitels rechnen auch die Händler in Fernostasien nicht. Auch die erste Phase in der die Rücknahme chinesischer Strafzölle auf US-Agrarrohstoffe erfolgen soll, wird wohl erst im kommenden Jahr weiter verhandelt.
Zwar wollen beide Seiten ihre Kommunikation aufrechterhalten, aus Kreisen der beteiligten Personen heißt es aber, dass die Gespräche an einem Punkt sind, wo es nicht weiter geht. Die Probleme scheinen unlösbar.
China bezieht aber auch mit den hohen Strafzöllen Sojabohnen, Schweinefleisch und Rindfleisch aus den USA.

22.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Kontrakte Sojabohnen

21.11.2019 Ölsaaten_Dashboard

21.11.2019 Getreidemarkt_Übersichtstafel

21.11.2019 Fry: Angebotsdefizit bei Palmöl beeinflusst bald auch Preise anderer Pflanzenöle

Das Wachstum der Palmölproduktion wird sich in den kommenden Jahren verlangsamen. Dadurch werden die Vorräte kleiner und die Preise für das Pflanzenöl steigen. Das ist die Analyse das führenden Pflanzenölspezialisten James Fry.
Trockenes Wetter und ein geringer Düngemitteleinsatz um kosten einzusparen, sorgen dafür, dass die Erträge in Malaysia und Indonesien niedrig ausfallen. Hinzu kommt ein unbarmherziger Druck von Nicht-Regierungs-Organisationen (NGO), die Palmölproduktion zu stoppen. Zu Zeiten niedriger Erzeugerpreise war das besonders Wirkungsvoll.
Alles zusammen führt unweigerlich zu einer kleineren Palmölproduktion sowie zum Abbau der Vorräte und zu steigenden Preisen.
Umweltschützer machen die Palmölplantagen verantwortlich für die Abholzung von Tropenwäldern sowie die Ausrottung von Tier- und Pflanzenarten.
Die Analysen von James Fry, dem Vorsitzenden der Beratungsgesellschaft LMC International, finden in der Branche große Beachtung. Gestern sagte er auf einer Industriekonferenz in Kuala Lumpur, dass die Produktion des Pflanzenöls in Malaysia und Indonesien im kommenden Jahr zwar ein wenig wachsen wird, dass aber trotzdem ein Angebotsdefizit entsteht, weil in beiden Ländern die Nachfrage nach Biodiesel steigt, das aus Palmöl hegestellt wird.
Nach der Analyse von Fry stiegen die Kurse der Palmölfutures an der Derivatebörse in Malaysia auf ein Zwei-Jahres-Hoch. Die Kurse stiegen heute weiter.
Das Angebotsdefizit von Palmöl wird in den kommenden Jahren unweigerlich größer, was bald auch die Preise anderer Pflanzenöle beeinflussen könnte, so Fry.

21.11.2019 IGC erwartet globales Mais-Defizit

Das International Grains Council erwartet eine Ausweitung der globalen Weizenanbaufläche für 2020/21 um 1%. Die Weizenanbaufläche für 2019/20 beließ das IGC unverändert bei 762 Mio. Hektar.
Im monatlichen Update schätzt das Unternehmen die weltweite Anbaufläche für Weizen auf 218 Mio. Hektar. Erwartet wird eine Zunahme der Weizen-Anbaufläche in Russland. Dagegen habe das nasse Wetter die Feldarbeiten im Herbst in Teilen der Europäischen Union unterbrochen und die Trockenheit in der Ukraine zu einem erheblichen Rückgang der Weizenanbaufläche geführt habe.
Beim Mais wurde die Prognose um 5 Mio. Tonnen auf 1,103 Mrd. Tonnen erhöht aufgrund der größeren Produktion in den Vereinigten Staaten und Afrika.
Der Forecast-Output für die Vereinigten Staaten, dem weltweit größten Maisproduzenten, erhöhte das IGC um 3 Mio. Tonnen auf 345 Mio. Tonnen aufgrund guter Erträge.
Damit gäbe es im dritten Jahr in Folge in 2019/20 ein globales Mais-Defizit, das vom IGC auf 39 Mio. Tonnen geschätzt wurde.

21.11.2019 US-Export-Meldung: Unbekannter Käufer kauft 106.000 Tonnen Mais

Private US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 106.000 Tonnen Mais an einen Käufer mit unbekannter Herkunft.

21.11.2019 US-Export-Sales: Sojabohnen-Exporte über den Erwartungen

21.11.2019 VTB baut Getreidesilo im Schwarzmeerhafen Taman

Russlands staatliche VTB-Bank hat heute ein Abkommen mit dem russischen Öl- und Mayonnaise-Hersteller EFKO geschlossen um im Schwarzmeerhafen Taman gemeinsam einen Getreideterminal mit einer Umschlagskapazität von 12,5 Mio. Tonnen zu bauen.
Dort sollen auch mindestens 3 Mio. Tonnen Rohstoffe und Nebenprodukte der Pflanzenölindustrie gelagert und umgeschlagen werden.

21.11.2019 Asien kauft in Q1/20 Weizen in Argentinien

Argentinien wird wohl auch in dieser Saison den Getreideimport in Asien dominieren. Handelshäuser haben bereits nennenswerte Volumen zur Lieferung im Q1/20 gekauft. Der traditionelle Lieferant Australien leidet erneut unter einer Trockenheit, die die Getreideernte dort beschränkt.
Weizenexporte aus Südamerika nach Indonesien, dem zweitgrößten Weizenimporteur der Welt, haben in den letzten 12 Monaten Rekordmengen erreicht. Ebenso nach Bangladesch, Malaysia und Vietnam.
Mehr als 30% des globalen Weizenhandels gehen in Länder in Südostasien. Da Australien derzeit kein Getreide am Weltmarkt anbietet, kommt Argentinien im zweiten Jahr in Folge umfangreich zum Zug. Die meisten Mühlenbetriebe sind mit der argentinischen Weizenqualität zufrieden und ordern mindestens so viel wie in der letzten Saison.
Experten der Buenos Aires Grains Exchange hatten letzte Woche ihre Prognose für die Weizenernte 2019/20 von 18,8 auf jetzt 18,5 Mio. Tonnen gesenkt, weil eine gefährliche Pilzkrankheit die Erträge im Land reduziert. Damit kann Argentinien in den kommenden Monaten aber immer noch einen Überschuss von 12 Mio. Tonnen exportieren. Davon sollen aber schon acht Mio. Tonnen verkauft sein, die größte Menge nach Südostasien.
Müller in Nordafrika und dem Mittleren Osten werden sich deshalb wohl weiter im Schwarzmeerraum bedienen oder in Frankreich. Die Asiaten kaufen in Argentinien.
Argentinien war bereits in der vorherigen Saison in den Monaten Januar bis Juni Indonesiens größter Weizenlieferant mit einem Marktanteil von 30%, so die Aussage von Händler im Kassamarkt, die diese Geschäfte abwickeln.
Indonesien importierte in den Monaten Januar-Juni 2019 rund 1,9 Mio. Tonnen Weizen aus Argentinien. Im Vergleich dazu war die Menge in der vorherigen Saison nur knapp 700.000 Tonnen und in dem Jahr davor 150.000 Tonnen.
Dem Brokerhaus FCStone zufolge wird Australien in der Saison 2019/20 nur eine Weizenernte von 15,54 Mio. Tonnen einfahren. Das wären 19% weniger als die letzte offizielle Schätzung, die noch bei 19,2 Mio. Tonnen liegt. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 erntete man dort unten noch 32 Mio. Tonnen Weizen. Australien kann demnach in den kommenden 10 Monaten nur 7-8 Mio. Tonnen Weizen ausführen.
Der Weizen aus Argentinien wird aktuell mit 232 USD/Tonnen c&f in Asien angeboten. Weizen aus dem Schwarzmeerraum kostet dort zurzeit zwischen 240 und 250 USD Tonne.

21.11.2019 Russland: Landwirtschaftsministerium schätzt Getreideernte auf 120 Mio. Tonnen

Das russische Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Getreideernte Russlands auf 120 Mio. Tonnen.

21.11.2019 Algerien kauft über 500.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 500.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Sellers-Option) zum Preis von $223 - $224/Tonne c&f gekauft, melden soeben europäische Händler über den Nachrichtendienst Reuters.
Insgesamt fünf Handelshäuser erhielten den Zuschlag. Algerien veröffentlicht grundsätzlich nicht die Ergebnisse seiner Ausschreibungen, Händler glauben jedoch, dass der Löwenanteil aus Frankreich stammen wird.
Gesucht wurde demnach Weizen für zwei Lieferperioden:
1. – 15. Januar und 16. – 31. Januar
Bei Weizen aus Südamerika gelten abweichende Lieferperioden:
1. – 15. Dezember und 16. – 31. -Dezember.
Mit gewisser Sorge wurde die Nachricht Algeriens aufgenommen, dass die algerische Regierung plant, die Weizenimporte von jährlich 6 Mio. Tonnen auf 4 Mio. Tonnen zu reduzieren. Dies solle geschehen um die Kosten für Fremdwährungen zu sparen. Händler sind jedoch skeptisch, ob sich die Weizenimporte erheblich reduzieren lassen.
21.11.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Short

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Short. Der Bestand von 2.748 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 15. November erhöht. Diese Gruppe hält nun 10.619 Netto-Short-Positionen. Das zeigt der am gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten per 15. November den Netto-Long-Bestand von 2.850 Kontrakten auf 6.884 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 81,8% während Non Commercial Participants 15,2% am Open Interest repräsentieren.

21.11.2019 Pigmeat_Dashboard

21.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern den dritten Tag in Folge zulegen und waren somit auch das stärkste Glied im Agarkomplex. Technische Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit Exporten in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konsolidierten sich Nahe eines Drei-Wochen-Hochs und schlossen kaum verändert zum Vortag. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Weizenausschreibung Algeriens. In Frankreich half der trockene Start in die Woche, die regenverzögerte Aussaat von Wintergetreide und die Maisernte voranzutreiben. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November um €0,50 auf €4,00 über Paris Dezember 19. In Polen stiegen die Kassamarktpreise aufgrund der guten Exportnachfrage und der zurückhaltenden Abgabebereitschaft der Landwirte.

21.11.2019 US-China-Handelsstreit geht wohl ins Neue Jahr und belastet Sojabohnenkurse

Zur Stunde erholen sich die Kurse der CBoT-Sojabohnen ein wenig von ihrem fast-Zwei-Monats-Tief, das gestern gehandelt wurde. Da der Handelsstreit zwischen Washington und Peking wohl noch bis ins nächste Jahr anhält, bleiben die Aussichten auf höhere Kurse eher unwahrscheinlich.
Prognosen darüber, wie es mit dem Deal weiter gehen könnte sind reines Lotteriespiel. Jedenfalls sind die Kurse der Sojabohnen unter Druck, weil der US-Präsident am Dienstag wieder damit drohte, dass er die Importzölle gegen China weiter anheben will, sollte es nicht bald zu einem Ergebnis kommen. Auch die „Phase One“ könnte erst im kommenden Jahr wirksam werden, weil Peking darauf drängt, dass die diskutierte Rücksetzung der Strafzölle zu niedrig sei.
Unruhen in Hong Kong und die Gerüchte darüber, dass Washington die Proteste dort auch mit Geld unterstützt, sowie Mahnungen gegen Peking, die Menschenrechte einzuhalten sind alles Gründe dafür, dass die Verhandlungen verzögert werden.
Teilnehmer am Ölsaatenmarkt blicken jetzt auch nach Südamerika, wo die Wetterdienste für die Vegetation günstige Regenfälle vorhersagen. Davon dürften auch die Sojabohnen in Brasilien und Argentinien profitieren.

21.11.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

21.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 14.500 Kontrakte CBoT Mais

20.11.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,95 €/kg SG (+6 ct)

Aufgrund des deutlich kleineren Aufkommens an schlachtreifen Schweinen bei gleichzeitig reger Nachfrage seitens der Schlachtunternehmen steigt die Preisempfehlung der VEZG zum zweiten Mal in Folge. Insgesamt stieg der Preis damit um 10 Cent in zwei Wochen. Auch für die kommenden Tage erwarten Marktteilnehmer eine rege Nachfrage, die die angebotenen Mengen übersteigen dürften.
Im inländischen Fleischhandel steigen die Abgabepreise der Schlachtereien und der Zerleger. Auf die Endverbraucher dürfte sich der jüngste Preisanstieg in Kürze ebenfalls deutlich bemerkbar machen. Die regen Geschäfte im Handel mit Schweineteilen nach China entlasten den europäischen Fleischmarkt spürbar und es wird von einer knappen Verfügbarkeit an zerlegter Ware berichtet.

20.11.2019 Syrien sucht Weizen aus Russland

Syriens staatlicher Getreideinkäufer (Hoboob) hat eine internationale Ausschreibung zum Kauf und Import von 150.000 Tonnen Weichweizen für die Herstellung von Brot ausgeschrieben. Gesucht wird lediglich Weizen russischer Herkunft, melden europäische Händler.
Die Angebotsfrist endet am 18. Dezember und der Versand soll 45 Tage nach Bestätigung der Bestellung erfolgen. Die Preise sollten nur in US-Dollar lauten und die Zahlung erfolgt ebenfalls in US-Dollar.
Die neue Ausschreibung wurde erwartet, nachdem das Land in seiner vorherigen Ausschreibung für 150.000 Tonnen Anfang November keinen Kauf getätigt hatte.
Syriens Weizen- und Gerstenernte verbesserte sich in diesem Jahr dank guter Niederschläge und höherer Sicherheit, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen im September. Die Ernährungssicherheit bleibt jedoch eine Herausforderung.
Der UN-Bericht schätzt die Weizenproduktion Syriens für die Saison 2019 auf 2,2 Mio. Tonnen, nach dem 29-Jahrestief von 1,2 Millionen Tonnen im Vorjahr.
Die 4 Millionen Tonnen, die Syrien vor dem Bürgerkrieg produzieren konnte, werden jedoch immer noch weit unterschritten, und die Einfuhren wurden durch finanzielle Sanktionen erschwert.

20.11.2019 Indien sucht ukrainischen GMO-freien Mais für den menschlichen Konsum

Der indische Getreidehändler NAFED hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 100.000 Tonnen Mais aus der Ukraine aufgelegt. Die Offerten sollen bis zum 3. Dezember vorliegen und sollen bis zum 24. Dezember gültig bleiben.
NAFED ist eine nationale Agrargenossenschaft in Indien. Das Unternehmen sucht Mais für den menschlichen Konsum, der nicht gen-modifiziert ist.
Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 10. Januar bis 31. Januar 2020 in zwei Teilmengen von jeweils 50.000 Tonnen geliefert werden. Empfangshäfen sind Mangalore und Tuticorin.
Die Offerten sollen c&f free out – Bedingungen erfüllen, was bedeutet, dass auch die Entladung der Schiffe Sache der Verkäufer ist.
Indien hat in diesem Jahr bereits eine Reihe von Maisimporten getätigt aber der Importbedarf war zuletzt ruhiger. Dies ist jetzt die erste Anfrage seit August.

20.11.2019 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Nachwirkungen aus dem US-Saatenzustandsbericht vom Montag ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Zustand der Winterweizenbestände in den USA hat sich in der Woche bis zum 17. November erneut verschlechtert. Nur noch 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 54% Zu trockene Wetterbedingungen in weiten Teilen Argentiniens und Australiens gaben zudem Unterstützung. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert.
Die Weizenfutures in Paris stiegen gestern im Fahrwasser des Kursanstiegs in Chicago und der Erwartung, dass Weizen aus Frankreich von der Ausschreibung Algeriens am stärksten profitieren könnte. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei €4,50 über Paris Dezember 19. Die gestiegenen Kassamarktpreise in der Schwarzmeer-Region inklusive Russland pushen derzeit die Nachfrage nach deutschem Weizen. Deutsche Händler erwarten Ende 2019 Anfang 2020 aus dem Nahen Osten und dem afrikanischen Kontinent eine größere Nachfrage.

20.11.2019 CBoT-Weizenkurse steigen am 3. Tag in Folge

Heute Morgen steigen die Weizenkurse am CBoT am dritten Tag in Folge und erreichen damit ein Ein-Wochen-Hoch. Grund dafür sind schlechtere Bewertungen der US-Feldbestände für Wintersaaten sowie das kleinere Weizenangebot von der Südhalbkugel.
Das USDA hatte am Montagabend nur noch 52% US-Winterweizenbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft (Vorwoche: 54%).
Die Weizenernte in Australien wird immer kleiner eingeschätzt und nun sinken auch die Prognosen für die Weizenernte in Argentinien. Das melden Getreidehändler in Singapur.
Argentiniens Weizenernte 2019/20 wird jetzt nur noch auf 18,5 Mio. Tonnen geschätzt. Dort soll ein gefährliches Fusarium die Erträge mindern.
Der Marktanalyst FCStone hatte bereits zu Beginn dieses Monats seine Prognose für die Australische Weizenernte 2019/20 rund 20% kleiner eingeschätzt als die letzte offizielle Schätzung.

20.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.000 Kontrakte CBoT Mais

19.11.2019 Tunesiens kauft Weizen, Durum-Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 75.000 Tonnen Weichweizen, 92.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Beim Weichweizen wurde nicht ausgeschriebene Menge (92.000 Tonnen) gekauft. Händlern zufolge war der Preis zu hoch.

19.11.2019 Kanadas Eisenbahner streiken

Rund 3.000 Mitarbeiter der Canadian Railway, Kanadas größter Eisenbahnbetreiber, sind heute in Streik getreten nachdem die Gespräche mit dem Arbeitgeber über eine Gehaltserhöhung und sichere Arbeitsplätze gescheitert ist.
Schaffner, Zugpersonal und Gleisarbeiter sind jetzt offiziell im Streik heißt es in einem Tweet der Gewerkschaft.
Kanada, einer der weltweit größten Exporteure von Agrarrohstoffen, ist von zwei großen Eisenbahngesellschaften abhängig, die Canola (Rapssaat) und Weizen aus dem weiten Westen des Landes zu den Pazifik-Hafenstädten transportieren. Auch für die Rohöltransporte aus Alberta wurden immer öfter die Eisenbahn als Alternative zu den überlasteten Pipelines für den Transport zu den Raffinerien genutzt.
Die Gewerkschaft Teamsters hat den Streik zunächst auf 72 Stunden befristet. Die Mitarbeiter des Unternehmens klagen über eine große Belastung der Gesundheit und über mangelnde Sicherheitsmaßnahmen. Es ist der erste Ausstand der Eisenbahner der Canadian National in einem Jahrzehnt.
Der vorherige Tarifvertrag endete am 23. Juli.

19.11.2019 Global Dairy-Index steigt um 1,7%

19.11.2019 Kein Angebotsdruck am Markt für Konsumkartoffeln

Die Kassapreise für Konsumkartoffeln in West- und Mitteleuropa sind aktuell stabil. Angebot und Nachfrage halten sich die Waage. Letzte Woche wurde erstmals in dieser Saison von der Leipziger Terminbörse EEX der Index für Veredelungskartoffeln mit 13,7 €/dt ermittelt. Die vier Ländernotierungen liegen relativ nahe beieinander. Bis auf einige lagerkritische Partien und Reste vom Feld gibt es neben Vertragskartoffeln kaum ein freies Angebot für die Kartoffelverarbeiter. In den Niederlanden kommt die Kartoffelernte wegen ständig neuer Niederschläge weiter nur langsam voran. Noch rechnet aber noch niemand mit Verlusten. Exporteure aus den Überschussregionen nehmen das verfügbare Angebot für ihre Kunden im Ausland zeitnah auf, sodass – anders als in anderen Jahren zu dieser Zeit - kein Angebotsdruck aufkommt.

19.11.2019 Malaysia will bis 2021 mit Palmöl neue EU Lebensmittelstandards erfüllen

Malaysia, der nach Indonesien zweitgrößte Palmölproduzent und -Exporteur der Welt, will bis zum Jahr 2021 durchsetzen, dass die Palmölindustrie des Landes die geplanten neuen EU-Standards einhält, das teilte der Industrieminister heute mit.
Die EU plant zu einem noch nicht genau benannten Datum neue Kontaminationslimite für raffinierte Fette und Öle und diskutiert darüber, für so genannte 3-MCPD Ester, die im Palmöl vorgefunden werden, Sicherheitsgrenzen einzuziehen.
Diese Ester erhöhen das Gesundheitsrisiko, so die Europäische Lebensmittelbehörde.
Deshalb werden in Malaysia nun neue Regulierungen zur Sicherstellung der Produktqualität erlassen. Die EU-Regeln könnten nämlich die Nachfrage nach Palmöl verschlechtern. Palmöl, das 70% der weltweiten Pflanzenöle stellt, wird in vielen Lebensmittel wie Brot und Schokolade verarbeitet.
Die Palmölbranche hat ein Volumen von 60 Mrd. USD und wird für den Schwund von tropischen Regenwäldern verantwortlich gemacht. Deshalb hat die EU in diesem Jahr entschieden, dass in der Gemeinschaft erneuerbare Treibstoffe ab dem Jahr 2030 nicht mehr als Palmöl hergestellt werden sollen. Gegen diesen Beschluss klagen die Länder Malaysia und Indonesien vor einem Gericht der Welthandelsorganisation WTO.
Der Biodieselmarkt in der EU hat einen Umsatz von neun Mrd. Euro pro Jahr.
In Malaysia haben 60% der Anbauflächen das Zertifikat für eine nachhaltige Palmölproduktion (MSPO). Anbauer müssen damit bestimmte Umweltstandards erfüllen sowie Arbeiterrechte garantieren. Bis Februar 2020 sollen 70% der Palmölflächen diesen Standard erfüllen. Plantagen mit mehr als 100 Hektar und mehr müssen mit dem Entzug ihrer Anbaulizenz rechnen, wenn sie nicht bis zum 1. Januar 2020 zertifiziert sind.
Für kleinere Bauern, die rund 40% der malaysischen Gesamtproduktion bestreiten, ist es enorm schwer, die hohen Kosten für die Audits wieder einzuspielen.

19.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 17. November auf 91% der Flächen abgeschlossen. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 91% und vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 91%. Der 5-Jahres-Durchschnitt bei 95%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 76% der Flächen sind geräumt, Analysten erwarteten 77%. Vor einem Jahr waren es bereits 928% und im 5-Jahres-Durchschnitt 92%.

19.11.2019 US-Winterweizenaussaat auf 95% der Flächen erledigt

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich in der Woche bis zum 17. November erneut verschlechtert. Nur noch 52% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 54%. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt 56% der Bestände das Top-Rating. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 53%.
Die Winterweizenaussaat ist auf 95% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 92%; Vorjahr: 92%; 5-Jahres-Durchschnitt: 95%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Aussaatfortschritt von 95%.

19.11.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrakomplex und konnten moderate Gewinne verzeichnen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften nach den Verlusten der letzten Tage gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 449.304 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Beim gestrigen Saatenzustandsbericht des USDA erhielten nur noch 52% der US-Winterweizenbestände das Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 54%). Analysten erwarteten einen Anteil von 53%. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen leicht zu. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 17. November ein Volumen von 10,3 Mio. Tonnen versus 6,6 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr. Algerien und Tunesien haben gestern Weizenausschreibungen aufgelegt. In Rouen stiegen die physischen Prämien nach Bekanntgabe der Ausschreibungen.

19.11.2019 CBoT-Maiskurse heben sich vom 2-Monats-Tief ab

Die Kurse des CBoT-Maisfutures heben sich heute Morgen von ihrem gestrigen Zwei-Monats-Tief ab. Die US-Ernte geht nur schleppend voran und stützt damit die Preise.
Die US-Maisernte ist jetzt zu 76% eingebracht. Das Fünf-Jahres-Mittel liegt im Vergleich dazu bei 92%.
Allerdings kommen immer mehr Zweifel auf, dass das Handelsabkommen zwischen Peking und Washington bald zustande kommt. Das verhindert einen Preisanstieg bei US-Agrarrohstoffen.
In den Medien in Peking wird berichtet, dass Donald Trump sich damit sehr zurück hält, die Strafzölle für China-Importe zurück zu nehmen. Marktbeobachter sind dieses Auf- und Ab bei den Verhandlungen leid. Die Preise für US-Agrargüter werden wohl erst wieder steigen können wenn tatsächlich ein Abschluss zustande gekommen ist.

19.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.000 Kontrakte CBoT Mais

18.11.2019 Russland: Weizen-Exportpreise stiegen um $1

Die russischen Weizen-Exportpreise stiegen in der vergangenen Woche, hauptsächlich, weil Ägypten in der letzten Ausschreibung den Löwenanteil in Russland kaufte. 465.000 Tonnen Weizen kaufte Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC vergangene Woche. 345.000 Tonnen Weizen stammen davon aus Russland und 120.000 Tonnen aus der Ukraine. In Sibirien löste die große Nachfrage aus Kasachstan eine ungewöhnliche Preisspitze aus.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg Ende der Woche um $1 auf $201/Tonne FOB meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet einen Preisanstieg um $1 auf 208,50/Tonne. Die Gersten-Preise blieben stabil bei $187/Tonne.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 exportierte Russland bis zum 7. November 19,0 Mio. Tonnen Getreide, ein Rückgang um 15% verglichen mit den Exporten vor einem Jahr zur selben Zeit. Die Weizenexporte erreichen ein Volumen von 16,6 Mio. Tonnen.
Der Inlandspreis für Weizen der Klasse 3 stieg vergangene Woche im europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 11.225 Rubel ($176,00) pro Tonne auf Basis ex Works. In Sibirien stiegen die Preise aufgrund der Verkäufe an Kasachstan um 200 Rubel und erreichten ein Niveau von 10.700 Rubel pro Tonne. Marktteilnehmer erwarten weitere Käufe Kasachstans. Die Länder Kasachstan und Russland bilden eine Freihandelszone.
Per 14. November wurde in Russland Wintergetreide auf einer Fläche von 18,2 Mio. Hektar ausgesät (103,9% der ursprünglich geplanten Anbaufläche).
Trotz der jüngsten Trockenheit sind die Bedingungen dank einiger Regenfälle und warmer Temperaturen, die die Entwicklung der Ernte vor dem Winter begünstigten, im Allgemeinen gut, so SovEcon. Die derzeit geringen Feuchtigkeitsreserven bedeuten jedoch, dass die Felder im Winter und Frühling mehr Niederschläge benötigen.

18.11.2019 US-Export-Inspections: Sojabohnen-Verladungen größer, als erwartet

18.11.2019 EU-Weichweizenexporte 56% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 17. November ein Volumen von 10,3 Mio. Tonnen versus 6,6 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 3,0 Mio. Tonnen 42% über Vorjahr (2,1 Mio. Tonnen). 14% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 7,7 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 6,7 Mio. Tonnen).

18.11.2019 Unbekannter Käufer kauft 132.000 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 132.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an eine unbekannte Destination.

18.11.2019 Frankreich: Steuererleichterung für Palmölimporte bleiben vorerst

Am vergangenen Freitag hat sich das französische Parlament für die Fortsetzung von Steuererleichterungen für Palmölimporte zur Herstellung von Biotreibstoffen ausgesprochen, was unmittelbar zu Protesten von Umweltschützern führte.
Mit einer großen Mehrheit votierten die Abgeordneten gegen den Vorschlag der Regierung, die Steuererleichterungen bis zum Jahr 2016 auszusetzen. Dann enden ohnehin die Steuervergünstigungen für Unternehmen wie Total, die aus Palmöl Biodiesel herstellen.
Bereits seit Donnerstagabend diskutierte die Volksvertretung, also Frankreichs Gesetzgeber, darüber, ob die Steuervergünstigungen fortgesetzt werden sollen. Die Regierungspartei hatte die Aussetzung empfohlen. Das Unterhaus hatte darüber aber eine Aussprache und Abstimmung gefordert.
Mit einer deutlichen Mehrheit von 58 zu zwei Stimmen wurde der Regierungsvorschlag vom Unterhaus abgelehnt. Bis zum Jahresende soll über den Vorschlag noch einmal abgestimmt werden.
Greenpeace ist über den Beschluss schockiert. Man kritisiert, dass die Produktion von Palmöl Abholzungen von tropischen Urwäldern begünstigt und damit auch die Artenvielfalt gefährdet.
Das gesteigerte Umweltbewusstsein in Europa hat zwischen den Ländern Malaysia und Indonesien einerseits und der EU andererseits bereits zu politischen Spannungen geführt.

18.11.2019 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar 2020 ausgeschrieben.
Gesucht werden zwar 50.000 Tonnen, oftmals kauft Algerien aber deutlich größere Mengen, als ausgeschrieben.
Die Angebotsfrist endet am 20 November.
18.11.2019 Tunesien sucht Weizen und Gerste am Weltmarkt
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Durum-Weizen, 92.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 19. November.
Zuletzt kaufte Tunesien am 23. Oktober 75.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft.
18.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 12.11.19 den SRW-Weizen Netto-Short-Bestand aus der Vorwoche (654 Kontrakte) auf 391 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 6.075 Kontrakte auf 110.921 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 27.379 Kontrakte auf 31.050 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. November in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.11.2019 Saudi Arabien kauft 1,02 Mio. Tonnen Gerste

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO meldete heute den Kauf von 1,02 Mio. Tonnen Gerste zum Preis von $216,62/Tonne. Über die Herkunft wurde keine Auskunft gegeben.

18.11.2019 Weniger Winterweizen, mehr Sommergerste wegen Nässe im Westen der EU

Strategie Grains senkte heute seine Prognose für die Wintergetreide-Anbaufläche der Europäischen Union, weil ergiebige Regenfälle die Feldarbeiten in Westeuropa unterbrachen.
In dem Monatsbericht des französischen Marktanalysten geht das Unternehmen davon aus, dass der Weizenanbau in der EU für die Ernte im Jahr 2020 auf einer Fläche von 23,7 Mio. Hektar stattfindet. Das sind 200.000 Hektar weniger als in der Oktoberprognose und auch weniger als die Anbaufläche des Vorjahres als der Weizen auf 23,8 Mio. Hektar angebaut wurde.
Die Reduzierung beim Wintergetreide wird in erster Linie in Großbritannien verursacht und zu einem geringeren Anteil in Frankreich wo die Felder für die Aussaat jetzt zu nass sind. Im Oktober gingen die Experten noch von einer stabilen Anbaufläche für Weizen und einer um 3% kleineren Gerstenanbaufläche aus. Auch die Sommergerstenfläche würde demnach um 4% sinken während die Prognose für den Maisanbau in 2020 um 2% steigt.
Heute wird die Erwartung für den Gerstenanbau aber angehoben, weil Landwirte aktuell nicht alle Flächen mit Winterweizen bestellen können.

18.11.2019 Marktkommentar Kartoffeln

Im größten Kartoffelanbaugebiet der USA in den Bundesstaaten Idaho, Washington und
Oregon, wo ca. 60% der US-amerikanischen Kartoffelernte wächst, rechnen Experten mit
einer gegenüber dem Vorjahr um  4% kleineren Ernte. Von dem was gewachsen ist muss
man aber noch ...

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18.11.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt sowie trockenes Wetter in den US-Plains, das die dortige Winterweizenaussaat begünstigt, ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Mit 238.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections am unteren Rand der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den letzten Handelstag der Woche mit moderaten Verlusten. Der am Donnerstag getätigte Kauf von 465.000 Tonnen Weizen durch Ägypten, bei dem französischer Weizen gebenüber Weizen aus Russland und der Ukraine preislich das Nachsehen hatte, belastete die Stimmung. Zudem stiegt der Wechelkurs des Euros, was die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus der EU am Weltmarkt verschlechtert. Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 72% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 67% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 92%. Die Entwicklung beim Winterweizen ist im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt 10 Tage verzögert. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November auf €4,50 über Paris Dezember 19.

18.11.2019 Hoffnung auf einen Deal lässt Sojabohnenkurse steigen

Seit drei Sitzungen steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures nun wieder. Man hofft, dass die Handelsgespräche zwischen Washington und Peking nun endlich zum Erfolg führen.
Aus Kreisen der Verhandler kommen dazu positive Zeichen. Medien in Peking sprechen von „konstruktiven Gesprächen“. Alleine die Tatsache, dass die Parteien noch zusammen am Tisch sitzen sei ein gutes Zeichen, so Analysten in Australien. In Washington heißt es, dass man dem Ziel näher gekommen sei.
Händler und Farmer in den USA hatten zuletzt extrem darunter gelitten, dass Agrarrohstoffe seit Monaten ein Spielball in den hoch politischen Gesprächen waren.
China hat in den letzten Tagen seine Käufe von US-Agrargütern wieder aufgenommen. Bei den US-Sojabohnen war Peking in der letzten Woche wieder der Top-Käufer.
Auch in den USA wurden im Oktober Rekordmengen an Sojabohnen verarbeitet.

18.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 12.500 Kontrakte CBoT Mais

15.11.2019 US-Export-Sales: Keine Überraschungen

15.11.2019 USDA meldet umfangreiche Exporte von Sojabohnen

Das USDA meldete heute, dass China 129.000 Tonnen US-Sojabohnen zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr gekauft hat. Dabei handelt es sich um zwei Schiffsladungen. Es ist der erste Exportdeal von US Agrarrohstoffen in dieser Woche. Außerdem wurden 376.000 Tonnen an einen unbekannten Abnehmer verkauft.
Chinesische private Ölmühlen hatten in dieser Woche bis zu sieben Schiffsladungen (ca. 2 Mio. Tonnen) US-Sojabohnen bestellt. Da die US-Bohnen gegenüber den aus Südamerika billiger sind, verbesserten sich in China die Crush-margins.
Aktuell verhandeln die USA mit China die Senkung oder Abschaffung von Importzöllen unter anderem auch auf US-Agrarrohstoffe.

15.11.2019 Ukraine: APK-Inform erhöht Getreide-Export-Prognose 2019

Der Analyst APK-Inform hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2019 um 0,1% auf 71,97 Mio. Tonnen erhöht. Ausschlaggebend waren die Maiserträge, die höher ausfielen, als erwartet. Erhöht wurde auch die Exportprognose für Getreide um 0,3% auf jetzt 50,68 Mio. Tonnen.

15.11.2019 Argentinien: Fusarien-Pilze belasten Weizenbestände

Der Ausbruch von Fusarien-Pilzen beim Weizen in Argentinien führt dazu, dass die Buenos Aires Grains Exchange die Weizenernte 2020 nun auf 18,5 Mio. Tonnen schätzt und damit geringer, als die vorangegangene Prognose von 18,8 Mio. Tonnen.

15.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 85% komplett
Französische Landwirte haben bis zum 11. November 2019 85% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 6% zur Vorwoche, als 79% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 99%. Frankreichs Maisernte ist damit im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre acht Tage im Verzug. Im Vergleich zum Vorjahr sind es sogar 20 Tage Verzug.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 72% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 67% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 92%. Die Entwicklung beim Winterweizen ist im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt 10 Tage verzögert. Außerdem sind 83% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 81%). Im Vergleich zu den vergangenen 5 Jahres ist die Wintergersten-Entwicklung acht Tage verzögert. 85% der Wintergerstenbestände sind in Top-Verfassung (Vorjahr: 77%).
Das nasse Wetter hat Sorgen geweckt, dass die Landwirte möglicherweise Schwierigkeiten bekommen, die Wintergetreide-Aussaat abzuschließen, insbesondere in Großbritannien.
Laut Meteo France lag der landesweite Niederschlag in Frankreich im Oktober um 40% über dem Durchschnitt. Im November gab es neben Stürmen auch häufiger Schauer und jetzt auch Schnee in den südlichen Regionen.
Die Niederschläge könnten jedoch den Böden zugutekommen, die unter Dürre und Hitze im Sommer litten. Laut Meteo France hat der starke Regen im vergangenen Monat die Bodenfeuchtigkeit wieder normalisiert.
Der Niederschlag hatte auch dazu beigetragen, dass sich die Grundwasserreserven im letzten Monat stabilisierten oder erhöhten, nachdem sie in den meisten Regionen dieses Jahr auf ein niedriges Niveau gefallen waren.
15.11.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

15.11.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie die derzeit schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt belasteten gestern erneut die Weizenfutures in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures mehrheitlich den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf fast allen Terminen mit Verlusten. Da sich der europäische Weizen in diesem Wirtschaftsjahr sehr gut im Wettbewerb behaupten kann, hebt das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains seine Prognose für die Exporte aus der Union erneut an. In seinem Monatsbericht gehen die Experten des Unternehmens davon aus, dass in der Saison 2019/20 bis zu 28,8 Mio. Tonnen Weizen aus der EU ausgeführt werden. Im Oktober ging man noch von 27,3 Mio. Tonnen aus; seit Juli wurde die Prognose um 7 Mio. Tonnen angehoben. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC kaufte gestern 465.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland und Ukraine. Weizen aus Frankreich konnte sich in der Ausschreibung dieses Mal nicht gegen die Schwarzmeer-Konkurrenz durchsetzen.

15.11.2019 US-Weizenkurse seit 4 Wochen auf Talfahrt

Heute werden die CBoT-Weizenfutures wohl ihren vierten Wochenverlust in Folge verbuchen. Die Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum und der EU ist für US-Anbiete zu stark.
Russland hatte einen schwachen Saisonstart beim Export, jetzt wollen die Russen ihren Rückstand wieder aufholen und bieten aggressiver an. Gestern kaufte der ägyptische Getreideeinkäufer GASC 450.000 Tonnen russischen Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 5.-15. Januar 2020.
US-Weizen ist in den meisten Empfangsregionen der Welt dagegen nicht wettbewerbsfähig, so die Aussage eines Maklers in Singapur. Nur wenige Länder kaufen noch US-Weizen, weil sie immer US-Weizen gekauft haben.
Inzwischen kommen positive Signale von den Gesprächen zwischen Washington und Peking. Der Verhandlungsführer der USA Larry Kudlow spricht von konstruktiven Diskussionen. Eine Vereinbarung über die Lieferung von US-Agrarrohstoffen nach China scheint greifbar nahe.

15.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT Sojabohnen

15.11.2019 Ägypten kaufte gestern 465.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 465.000 Tonnen Weizen. 120.000 Tonnen wurden in der Ukraine gekauft und die restlichen 345.000 Tonnen in Russland.

14.11.2019 HANSA Teminhandel - Ölsaatenmail

Die knappe Inlandsversorgung mit Rapssaat konnte bisher noch durch umfangreiche Importe vor allen aus der Ukraine ergänzt werden. Da nun aber auch Australien eine kleine Rapsernte erwartet, rechnet man damit, dass die Importe weniger werden. In der zweiten Saisonhälfte, also ab Januar 2020 müssen die Ölmühlen dann verstärkt auf das Inlandsangebot zurückgreifen.
Am Terminmarkt in Paris stiegen die Kurse für Rapssaat zu Beginn dieser Woche auf den höchsten Stand seit 2017 und die Erzeugerpreise sind in dieser Woche um 6 €/to auch kräftig gestiegen.
Der Markt für Rapsschrot hat sich ebenfalls belebt. Scheinbar sind die Druckpartien inzwischen verkauft, die Preise für das Futtermittel waren zu Beginn in dieser Woche noch gesunken, nun rechnen Marktbeobachter mit steigenden Preisen. Ein ähnliches Bild beim Sojaschrot: Eine bessere Nachfrage mit bisher noch stabilen Preisen.
Die festen Kurse für Rapssaaten ließen in dieser Woche die Rapsölpreise in dieser Woche um 18 €/to steigen. Auch Sojaöl wurde teurer, obwohl die Kurse für Sojabohnen – aus politischen Gründen – in dieser Woche kräftig verloren.

14.11.2019 Strategie Grains hebt Exportprognose für die EU erneut an

Da der europäische Weizen in diesem Wirtschaftsjahr sich sehr gut im Wettbewerb behaupten kann, hebt das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains seine Prognose für die Exporte aus der Union heute erneut an.
In seinem Monatsbericht gehen die Experten des Unternehmens davon aus, dass in der Saison 2019/20 bis zu 28,8 Mio. Tonnen Weizen aus der EU ausgeführt werden. Im Oktober ging man noch von 27,3 Mio. Tonnen aus; seit Juli wurde die Prognose sogar um 7 Mio. Tonnen angehoben. Gegenüber dem letzten Wirtschaftsjahr ist das eine Steigerung von 40%. Das Rekordergebnis aus der Saison 2015/16 wird aber nicht erreicht.
Die Länder des Baltikums, Deutschland und Polen verkaufen viel Mahlweizen und Frankreich, Rumänien und Bulgarien bedienen das mittlere Qualitätssegment.
Gestern hob bereits der Marktanalyst FranceAgriMer seine Prognose für die französischen Weizenexporte an – zum zweiten Mal in Folge. Frankreich hatte eine große Ernte eingefahren und die Konkurrenz in Russland hat am Weltmarkt in diesem Jahr nicht so gute Karten.
Als Ergebnis daraus senkt Strategie Grains auch seine Prognose für den Endbestand von 12,7 Mio. Tonnen im Oktober auf jetzt 11,9 Mio. Tonnen.
Auch die Gerstenexporte wurden in diesem Monat um 400.000 Tonnen auf fast 6,8 Mio. Tonnen höher geschätzt. Das wären auch 40% mehr als in der Saison 2018/19. Trotzdem werden die Endbestände höher geschätzt, da in Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Skandinavien mehr Gerste geerntet wurde.

14.11.2019 Matif Paris will Futures auf Durum und Futtergerste einführen

Die Euronext in Paris plant im kommenden Jahr die Einführung von Terminkontrakten auf Durum-Weizen und Futtergerste. Damit soll das Paket der Agrarfutures an der Börse in Paris ausgeweitet werden.
Nicholas Kennedy, Leiter des Agrar-Rohstoff-Teams der Derivatebörse, teilte mit, dass die neuen Kontrakte keine physische Erfüllung, sondern nur mit Bar-Ausgleich gegen einen Index abgerechnet werden sollen. Diese so genannten cash Settlement-Futures seien schneller zu entwickeln und weil die Börse dann keine Lieferstätten vorhalten muss, für Börse und Händler auch kostengünstiger.
Ein Termin zu Einführung der Kontrakte steht noch nicht fest. Außerdem wollte die Börse noch nicht mitteilen, wie die Indices errechnet werden.
Die Euronext hatte in den Vorjahren einen Future auf Braugerste eingeführt, der vom Markt aber nicht angenommen wurde. Der erfolgreichste Terminkontrakt der Pariser Börse ist der Weizenfuture.

14.11.2019 Saudi-Arabien sucht 1,02 Mio. Tonnen Gerste

Saudi-Arabiens staatlicher Getreidehändler SAGO will 1,02 Mio. Tonnen Futtergerste in einer internationalen Ausschreibung kaufen. Das wurde heute bekannt.
Die Lieferung soll in den Monaten Februar bis März 2020 stattfinden. Am morgigen Freitag sollen dafür die Offerten vorliegen.
Vermutlich ist das die letzte Gersten-Ausschreibung in 2019. Es sollen 17 Teillieferungen erfolgen, 780.000 Tonnen werden dann in Häfen am Roten Meer und 240.000 in Golf-Häfen erwartet.
In der vorherigen Gerstenausschreibung am 30. September kaufte die SAGO ebenfalls 1,02 Mio. Tonnen. Der Verkäufer hat dann das Recht, die Herkunft der Gerste zu bestimmen.

14.11.2019 Pigmeat_Dashboard

14.11.2019 Getreidemail

Nachlassende Befürchtungen über Schäden in den zuletzt von starkem Frost heimgesuchten US-Plains, die weltweit gute Versorgungslage, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Der Wechselkurs des Euro hat gestern erneut gegenüber dem US-Dollar nachgegeben und stützte den Markt. FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Weizenexporte an Kunden außerhalb der EU zum zweiten Mal in Folge auf nun 12,0 Mio. Tonnen. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05. - 15. Januar stattfinden. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern auf €2,50 über Paris Dezember 19. Händler meldeten kürzlich ungewöhnliche Lieferungen von deutschem Weizen nach Marokko.

14.11.2019 Verunsicherung über Abschluss des Handelsabkommen zwischen Washington und Peking

Börsenhändler nutzen das niedrige Kursniveau der CBoT-Sojabohnen und stützen mit ihren Käufen den Terminmarkt. Die Kurse waren gestern auf ein Ein-Monats-Tief gesunken, da mittlerweile wieder Zweifel aufkommen, dass eine Einigung im US-chinesischen Handelsabkommen möglich ist.
Darüber gibt es eine große Unsicherheit. Außerdem ist der chinesische Bedarf für Sojabohnenimporte wegen der ASF-Seuche gesunken. Die Verhandlungen über den Bezug von US-Agrarrohstoffen stoßen auf Schwierigkeiten da China befürchtet, einen für die USA einseitig günstigen Deal abzuschließen.

14.11.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05. - 15. Januar stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

14.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Kontrakte CBoT Mais

13.11.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 106.000 Tonnen US-Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an "Unbekannt".

13.11.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,89 €/kg SG (+4 ct)

Nach 12 Wochen unveränderter VEZG-Preisempfehlung wurde sie heute um 4 Cent angehoben. Das Aufkommen an schlachtreifen Scheinen ist sehr groß und steht einer regen Nachfrage seitens der Schlachtereien gegenüber. Analysten erwarten auch für die kommenden Tage eine große Nachfrage. Die Schlacht- und Zerlegebetriebe, die ihren Schwerpunkt hauptsächlich am Inlandsmarkt haben, sehen die Preisentwicklung kritisch. Zwar konnten die Preise für Lachse, Schultern und Filets zuletzt etwas angehoben werden, sie werden jedoch bereits durch die höheren Einkaufspreise aufgefressen. Auch europaweit ist die Nachfrage nach Schlachtschweinen aufgrund der florierendenn Weihnachtproduktion und der regen Nachfrage aus Asien sehr umfangreich.

13.11.2019 FranceAgriMer erhöht Weizen-Export-Prognose für Frankreich

FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenexporte zum zweiten Mal in Folge erhöht. Das Unternehmen rechnet damit, dass Frankreich aufgrund der großen Ernte Marktanteile in Übersee gewinnen wird.
In der monatlich veröffentlichten Angebots- und Nachfrageschätzung für die wichtigsten Getreidearten hat FranceAgriMer den Ausblick für die Weizenexporte außerhalb der EU von 11,7 Mio. Tonnen auf 12 Mio. Tonnen angehoben (+24% zum Vorjahr). Im September lag die die Prognose noch bei 11 Mio. Tonnen. Wettbewerbsfähige französische Preise gepaart mit ungewöhnlich hohen Preisen in Russland haben die Exportstimmung in Frankreich aufgehellt und zuletzt zu mehreren Verkäufen an Ägypten geführt.
Einige Händler warnen jedoch dafor, dass Frankreich im Rest der Saison mit Gegenwind konfrontiert sein könnte, wenn die russischen Exporte an Fahrt gewinnen und Argentiniens bevorstehende Ernte wettbewerbsfähig ist.
Die erhöhte Exportprognose hätte Saison-Endbestände von nur noch 2,54 Mio. Tonnen Weizen zur Folge gegenüber 2,9 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden. Im vergangenen Jahr lag der Endbestand bei 2,49 Mio. Tonnen, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt jedoch bei 2,8 Mio. Tonnen.
Mit 35,5 Mio. Tonnen Weizen wäre die Weizenernte in Frankreich die zweitgrößte Ernte aller Zeiten.
Die Mais-Endbestände 2019/20 erreichen nach aktuellen Schätzungen ein Volumen von 2,1 Mio. Tonnen (Vormonats-Prosnose: 2,2 Mio. Tonnen). Unverändert mit 2,1 Mio. Tonnen beließ FranceAgriMer die Prognose der Gersten-Endbestände

13.11.2019 China: Private Importeure kaufen 2 Mio. Tonnen US-Sojabohnen

In dieser Woche kauften private chinesische Importeure bis zu zwei Mio. Tonnen US-Sojabohnen. Unterdessen warten vor den Häfen in China einige Schiffe auf ihre Entladung und sind auf der Suche nach Lagerplatz.
Bis zu sieben Teillieferungen mit US-Sojabohnen sollen in dieser Woche von privaten Käufern gebucht worden sein. Die Preise für US-Sojabohnen sind derzeit günstiger als die in Südamerika und ermöglichen den Ölmühlen in China bessere Margen.
2 bis 5 Schiffe sollen bereits im Dezember und Januar verladen werden. Dabei gibt es derzeit einige Unsicherheiten über angebliche extra-Zölle für US-Sojabohnen, die eigentlich im Rahmen eines Zollfrei-Kontingents gekauft wurden. Lokale Behörden wussten offensichtlich nichts von der Befreiung der Zölle.
Die teils seit einem Monat auf Reede liegenden Schiffe wurde allesamt vom staatlichen chinesischen Getreidehändler COFCO gechartert und die Bohnen sollen in die staatliche Reserve. Lagerraum für die staatliche Reserve ist begrenzt und die Erlaubnis zur Verarbeitung der Reserven muss vorab von der Partei genehmigt werden.
China kaufte seit Dezember 2018 rund 14 Mio. Tonnen US-Sojabohnen. Meist als Teil eines Waffenstillstands bei den Handelsgesprächen zur Beilegung eines Konflikts zwischen den USA und China. 7 Mio. Tonnen davon sollen in die chinesische staatliche Reserve gehen.
Auch wenn Lagerraum für die staatliche Reserve knapp ist, müssen Ölmühlen ihre Werke wegen Rohstoffmangels einstellen.

13.11.2019 Ungewöhnlicher Preisanstieg für US-Schlachtschweine

In den vergangenen Wochen stiegen die Preise für Schlachtschweine in den USA zu einer Zeit, wenn sie üblicherweise sinken würden. Hintergrund sind die Auswirkungen des Afrikanische Schweinefiebers (ASF) in China das seit 1 ½ Jahren dort die Schweinebestände halbiert hat.
Dass die Preise in den USA erst jetzt reagieren, liegt zudem daran, dass sich eine Lösung im US-chinesischen Handelskonflikt abzeichnet.
Der Preisanstieg zu diesem Termin ist für die USA extrem unüblich zumal derzeit in den USA so viele Schweine gehalten werden wie noch nie zuvor. Aktuell werden dort pro Woche 2,7 Mio. Schweine geschlachtet (Vj.:2,6).
Aber das ASF in China verändert den Weltmarkt für Fleisch. Inzwischen sind auch andere Länder im Südosten Asien betroffen: Auch in Vietnam und auf den Philippinen ist die Seuche ausgebrochen und es werden Millionen Tiere gekeult, um sie einzudämmen.
In den Monaten Januar bis September 2019 exportierten die USA 47% mehr Fleisch nach China und Hong Kong als im Vorjahr. Nach Einschätzung von Experten wird die Menge weiter steigen.

13.11.2019 Brasiliens Sojabohnenexporte nach China könnten um 3- 7 Mio. Tonnen sinken

Sollten die USA und China sich auf ein bilaterales Handelsabkommen einigen, so dürften die Brasilianischen Sojabohnenexporte nach China von 60 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 53 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2019/20 sinken. Das meint das brasilianische Beratungsunternehmen Agroconsult.
Wenn der Abschluss aber nicht zustande kommt, könnten es 57 Mio. Tonnen werden, die Brasilien nach China liefern kann. Da das Afrikanische Schweinefieber (ASF) der chinesische Schweineherde stark dezimierte, sinkt der Importbedarf Chinas.
Auch wenn es zu keinem Abschluss im Handelsstreit kommen sollte, werden die USA ihre Sojabohnenexporte nach China wieder deutlich steigern, nämlich von 14 Mio. Tonnen in 2018/19 auf 20 Mio. Tonnen in 2019/20. Bei einem erfolgreichen Abschluss könnten es sogar 27 Mio. Tonnen werden. Es wurden bereits Lieferungen für 7 Mio. Tonnen vereinbart. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin erst 2 Mio. Tonnen.
Die brasilianische Sojabohnenernte 2019/20 wird von den Experten auf 124 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vorjahr waren es 118 Mio. Tonnen. Sowohl die Erträge werden höher geschätzt als vor einem Jahr und auch die Anbaufläche wurde ausgeweitet.
China wird in dem gerade begonnen Wirtschaftsjahr 84 Mio. Tonnen Sojabohnen importieren, das ist nahezu die gleiche Menge wie im Vorjahr. Das Land erholt sich nun aber wieder von der ASF-Krise. Vor der Epidemie wurden 94 Mio. Tonnen Sojabohnen von China importiert.
Brasilien könnte in 2019/20 insgesamt 76,4 Mio. Tonnen Sojabohnen ausführen, im Vorjahr waren es 72,1 Mio. Tonnen. Solle der US-chinesische Handelsstreit beendet werden, wären die brasilianische Exporte der Ölsaat aber nur 74,9 Mio. Tonnen.

13.11.2019 Weitere 13 brasilianische Fleischverarbeiter für Export nach China autorisiert

Gestern haben die chinesischen Behörden weitere Fleischexporteure in Brasilien für Lieferungen nach China autorisiert. Beide Länder wollen ihre Handelsbeziehungen stärken.
China sucht weltweit Fleischlieferanten nachdem im letzten Jahr das Afrikanische Schweinefiber (ASF) die Hälfte des nationalen Schweinebestands dahinraffte. Brasilien gehörte schon vorher zu den größten Fleischlieferanten Chinas.
In den ersten 10 Monates dieses Jahres exportierten Brasilianische Fleischverarbeiter Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch sowie Nebenprodukte im Wert von 3 Mrd. USD an das Land in Asien. (Quelle: der Industrieverband Abiec).
Gestern erhielten weitere 13 brasilianische Unternehmen die Erlaubnis für Fleischexporte. Fünf Verarbeiter von Schweinefleisch, fünf Rindfleischverarbeiter sowie drei Geflügelfleischexporteure. Damit sind jetzt 16 brasilianische Schweinefleischexporteure für den Export nach China autorisiert. Brasilien ist Chinas größter Lieferant für Geflügelfleisch, jetzt will man auch die Schweinefleischexporte steigern. 37 Unternehmen dürfe zudem Rindfleisch nach China liefern.
In diesem Jahr wurden aus Brasilien von Januar bis Oktober 183.100 Tonnen Schweinfleisch (+40%) im Wert von 429,8 Mio. USD nach China exportiert. Außerdem 444.700 Tonnen Geflügelfleisch (+22%) im Wert von 931,7 Mio. USD. Die Rindfleischexporte stiegen bis Oktober gegenüber dem Vorjahr um 23,3% auf 319.000 Tonnen.
Der Dachverband ABPA äußerte sich wie folgt: Die Partnerschaft Brasilien und China sei ein Garant für die Lebensmittelversorgung Chinas und für Wirtschaftswachstum in den BRICS-Ländern. Das ist ein Verbund der großen fünf Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

13.11.2019 US-Maisernte weiter stark verzögert

Die US-Sojabohnenernte in den Vereinigten Staaten ist per 10. November auf 85% der Flächen abgeschlossen. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 87%. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt bei 87% und im 5-Jahres-Durchschnitt bei 92%.
Bei der Maisernte ist der Erntefortschritt deutlich hinter dem der vergangenen Jahre. Lediglich 66% der Flächen sind geräumt, Analysten erwarteten 68%. Vor einem Jahr waren es bereits 83% und im 5-Jahres-Durchschnitt 85%.

13.11.2019 US-Winterweizenaussaat auf 93% der Flächen erledigt

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich in der Woche bis zum 10. November etwas verschlechtert. Nur noch 54% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es noch 57%. Vor einem Jahr erhielten zum selben Zeitpunkt ebenfalls 54% der Bestände das Top-Rating. Die Erwartungen der Analysten lagen bei 57%.
Die Winterweizenaussaat ist auf 92% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 89%; Vorjahr: 88%; 5-Jahres-Durchschnitt: 92%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Aussaatfortschritt von 93%.

13.11.2019 Getreidemail

Der Kälteeinbruch in den US-Plains mit Temperaturen von bis zu Minus 18 Grad Celsius und Sorgen über Schäden an den noch jungen Winterweizenbeständen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Kursgewinnen schließen. Nur noch 54% der US-Winterweizenbestände erhielten im gestrigen Saatenstandsbericht das Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 57%). Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 528.875 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 8.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer. An der Euronext in Paris legten die Weizenfutures ebenfalls auf allen Terminen zu. Der schwächere Wechselkurs des Euro gab zusätzlichen Auftrieb. Frankreichs Landwirtschaftsministerium senkte seine Schätzung der Weichweizenernte 2019 von 39,7 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen. Damit läge das Ergebnis immer noch 16,0% über dem Vorjahresergebnis und 11,8% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Die Prämien am Kassamarkt in den französischen Häfen blieben gestern stabil aufgrund der konstanten Exportnachfrage und der zurückhaltenden Abgabebereitschaft der Landwirtschaft. In dieser Woche werden in Frankreich Regenschauer und kalte Temperaturen erwartet, die die Feldarbeiten weiter behindern könnten.

13.11.2019 US-Sojabohnenernte kommt nur schleppend voran

Die Sojabohnenkurse in Chicago notieren zur Stunde im positiven Bereich, da die Ernte in den USA nur schleppend vorankommt. Befürchtungen, dass die US-chinesischen Handelsgespräche nicht vorankommen, belasten den Markt erneut.
Verzögerungen sind bei der US-Sojabohnenernte ernster als beim Mais. Das US-Landwirtschaftsministerium USDA teilte am Montag mit, dass erst 85% der US-Sojabohnen geerntet sind. Analysten waren davon ausgegangen, dass es 92% sind.

13.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 16.000 Kontrakte CBoT Mais

12.11.2019 Gute Kartoffelernte in Holland – Massive Ernteausfälle in Nordamerika

In den Niederlanden wird – im Gegensatz zum Rest von Westeuropa – eine gute Kartoffelernte eingefahren. Das niederländische Statistikamt CBS rechnet mit 7,1 Mio. Tonnen. Das sind 900.000 Tonnen mehr als in 2018 und ist nicht weit entfernt von den großen Ernten in 2017,2014 und 2011. Allerdings sind erst 90% der Flächen geräumt. Zu dem guten Gesamtergebnis hat maßgeblich die Anbauflächenausweitung beigetragen. Die Erträge sind nur unterdurchschnittlich.
In Großbritannien müssen sogar einige Kartoffeln auf dem Feld überwintern, weil es dort zu nass ist. Von Ernteverlusten berichtet auch die US-amerikanische Statistikbehörde im Hauptanbaugebiet an der kanadischen Grenze in Idaho sollen 3.600 Hektar verloren gegangen sein, weil es erst Frost und später Starkregen gab. Die Flächen standen längere Zeit unter Wasser. Auch in anderen Anbauregionen der USA und Kanada gab es Probleme mit frühem Frost.
In dieser Saison bleibt der Verarbeitungsrohstoff also erneut knapp.

12.11.2019 US-Export-Inspections: Weizenverladungen höher, als erwartet

12.11.2019 UFOP: Deutsche Rapssaatanbaufläche steigt um 1,9%

Die deutsche Winterrapsanbaufläche für die Ernte 2020 wird nach Schätzungen des UFOP (Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen e.V.) auf rund 873.000 Hektar steigen. Zur Ernte 2019, in der die Anbaufläche aufgrund des trockenen Herbstes stark reduziert wurde, ist das ein moderater Anstieg um 1,9%.
Die Umfrage der UFOP ist traditionell das erste detaillierte Indiz für kommende Rapssaaternte in Deutschland, das mit Frankreich um die Position als Europas größter Rapsproduzent konkurriert.

12.11.2019 Frankreich senkt Ernteschätzung für Weizen

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der französischen Weichweizenernte 2019 von 39,7 Mio. Tonnen (Oktober-Schätzung) auf 39,5 Mio. Tonnen gesenkt. Damit läge das Ergebnis 2019 immer noch 16,0% über dem Vorjahresergebnis und 11,8% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Körnermaisernte könnte mit 12,6 Mio. Tonnen um 100.000 Tonnen höher ausfallen es noch im Oktober erwartet wurde. Auf 37,2 Mio. Tonnen schätzt das Landwirtschaftsministerium aktuell die Schätzung der Zuckerrübenernte (Vormonat: 36,9 Mio. Tonnen).

12.11.2019 Ukraine: Getreideernte 2019 könnte Rekordniveau erreichen

Die ukrainische Getreideernte 2019 wird nach Schätzungen des Ministers für Wirtschaft, Handel und Landwirtschaft ein Rekordvolumen von 74 Mio. Tonnen erreichen (2018: 70 Mio. Tonnen). Demnach wird die Weizenernte auf 28,1 Mio. Tonnen ansteigen, während die Maisernte auf dem Vorjahresniveau stabil bleibt. Die Gerstenernte könne 8,9 Mio. Tonnen einbringen. Weitere Schätzungen:
Sommenblumenernte: 14,2 Mio. Tonnen
Zuckerrübenernte: 9,8 Mio. Tonnen
Sojabohnenernte: 3,6 Mio. Tonnen
Rapsaaternte: 3,2 Mio. Tonnen
Per 11. November wurde Getreide auf 95% der Aussaatfläche geerntet mit einem Ergebnis von 70,2 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 70,1 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Abiove kritisiert Kündigung des Umweltschutz-Memorandums durch Farmer

Der brasilianische Händlerverband Abiove verurteilt, dass einige Farmer das so genannte Soja-Memorandum kündigen wollen. Die Vereinbarung verbietet den Handel mit Sojabohnen, die auf Ackerflächen angebaut wurden, die nach 2008 aus dem Regenwald urbar gemacht wurden.
In der letzten Woche hatte eine Gruppe von Farmern angekündigt, das Memorandum aufzukündigen, nachdem der derzeitige Präsident Jair Bolsonaro sie dazu ermuntert hat.
Brasilianische Getreidehändler, die den Weltmarkt bedienen, verpflichteten sich im Jahr 2008 freiwillig, von neu gerodeten Urwaldflächen keine Sojabohnen zu vermarkten. Eine Gruppe von Landwirten beklagt, dass diese Selbstverpflichtung viel weitreichender sei, als der von der Regierung vorgegebene Brasil Forst Code, dem zufolge Farmer bis zu 20% der neu gerodeten Ackerflächen für den Anbau von Exportgetreide nutzen können.
Abioves Präsident Andre Nassar erklärte gegenüber der Presse, dass das Memorandum das einzige Dokument für Rohstoffhändler sei, mit dem man dem Welthandel glaubhaft mach könne, dass der Getreideanbau in Brasilien keine Urwälder vernichtet. Das vom Gesetzgeber in Brasilia entwickelte Rural Environmental Registry (CAR) sei noch nicht vollständig implementiert. Es sei nicht Aufgabe der Rohstoffhändler ein System zu entwickeln, das müsse schon die Regierung tun. So lange es aber nichts besseres gibt, sei das Memorandum aus dem Jahr 2008 unersetzlich.
Diese Diskussion findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem die Weltgemeinschaft Brasiliens Urwaldrodungen untersucht.

12.11.2019 Weizen: Ernteschätzung in Frankreich leicht nach unten korrigiert

Das französische Landwirtschaftsministerium senkte heute seine Ernteprognose für den 2019er Weizen von 39,7 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen.
Das sind aber immer noch 16% mehr als im Jahr 2018 geerntet wurden und 11,8% der Durchschnittsernten der vergangenen fünf Jahre.
Die noch andauernde Maisernte in Frankreich wird heute auf 12,6 Mio. geschätzt nach 12,5 Mio. Tonnen im letzten Monat.
Die Zuckerrübenernte soll 37,2 Mio. Tonnen betragen. Die Vormonatsschätzung lag noch bei 36,9 Mio. Tonnen.

12.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit weiteren Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls auf allen Terminen nach. Der Preis für russischen Exportweizen sank in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt. Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% sank Ende der Woche um $1 auf $206/Tonne FOB, meldete das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar erholte sich gestern und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Weltmarkt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern stabil bei €2,00 über Paris Dezember 19.

12.11.2019 Steht der CBoT-Maisfuture vor einer Trendumkehr?

Heute Morgen erholen sich die CBoT-Maiskurse ein wenig von ihrem 1 ½ - Monatstief, das sie gestern getriggert haben. Ob es schon eine Trendumkehr gibt, ist ungewiss denn die Maisexporte aus den USA sind schwach.
Das zeigte auch der letzte USDA-Report vom Freitag, der eher unspektakulär daherkam. Marktteilnehmer fokussieren sich deshalb auf die Exportzahlen. Am Kassamarkt wird der Preisdruck wohl noch solange anhalten, bis die Exporte wieder besser laufen.
Die US-Behörde hatte am Freitag ihre Ernteschätzung für Mais gesenkt und dem zufolge dann auch niedrigere Endbestände prognostiziert.

12.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 14.500 Kontrakte CBoT Mais

11.11.2019 Russland: Weizen-Export-Preise steigen zum zweiten Mal in Folge

Der Preis für russischen Exportweizen sank in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge und erhöht so die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt, melden Analysten.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% sank Ende der Woche um $1 auf $206/Tonne FOB meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preisrückgang um $2 auf 207,50/Tonne. Die Gersten-Preise stiegen demnach um $2 auf $187/Tonne.
Vergangene Woche kaufte Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen aus Frankreich und Russland. Lediglich 55.000 Tonnen Weizen wurden in Russland gekauft. Weizen aus Frankreich bekam mit 120.000 Tonnen den Löwenanteil.
Marktteilnehmer „schielen“ mit einem Auge weiter auf die Wetterbedingungen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien, wo es für die Winterweizenaussaat zum Teil zu nass ist. Zudem ist die Winterweizenaussaat in den Vereinigten Staaten flächenmäßig die Geringste seit 110 Jahren.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 exportierte Russland bis zum 7. November 18,1 Mio. Tonnen Getreide, ein Rückgang um 15% verglichen mit den Exporten vor einem Jahr zur selben Zeit. Die Weizenexporte erreichen ein Volumen von 15,8 Mio. Tonnen (-13% zum Vorjahr) und die Gersten-Exporte sanken um 34%, so SovEcon.
SocEcon bewertet das aktuelle Tempo der russischen Exporte als „zu langsam“. Das Unternehmen schätzt die Oktober-Exporte auf 4,0 Mio. Tonnen Getreide, davon 3,6 Mio. Tonnen Weizen. Für den Monat November werden noch geringere Exporte erwartet.
Die Getreideernte in Russland ist nahezu abgeschlossen. Russlands Landwirte haben etwa 123,9 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Der Inlandspreis für Weizen der Klasse 3 stieg vergangene Woche im europäischen Teil Russlands um 25 Rubel auf 11.175 Rubel ($175,11) pro Tonne auf Basis ex Works.
Per 7. November wurde in Russland Wintergetreide auf einer Fläche von 18,1 Mio. Hektar ausgesät. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 17,6 Mio. Hektar. Das Aussaat-Tempo ist weiter auf Rekordniveau und für die kommenden zwei Wochen werden gute Wetterbedingungen ohne Regen erwartet.

11.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten in der Woche bis zum 05.11.19 den SRW-Weizen Netto-Long-Bestand aus der Vorwoche (5.042 Kontrakte) auf 654 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen relativ neutral positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 19.509 Kontrakte auf 104.846 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen um 13.896 Kontrakte auf 58.429 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.11.2019 Ägypten will bis zu 6,2 Mio. Tonnen Weizen importieren

Ägypten plant in diesem Fiskaljahr 6 – 6,2 Mio. Tonnen Weizen zu importieren. Das teilte heute der Versorgungsminister Ali Moselhy gegenüber der Presse mit.
Man habe aktuell bis zum 6. März 2020 genügend strategische Getreidereserven. Ein Fiskaljahr in Ägypten läuft von Juli bis Juni.

11.11.2019 Weizen- und Maisexporte aus der Ukraine verlangsamen sich

In der Woche vom 2.-8.11. exportierte die Ukraine 1,039 Mio. Tonnen Getreide über seine Seehäfen. In der Woche davor waren es noch 1,468 Mio. Tonnen.
Sowohl der Weizen- als auch der Maisexport verlangsamt sich nun.
Die Weizenexporte sanken von 639.000 Tonnen auf 480.000 Tonnen und die Maisausfuhren von 746.000 Tonnen auf 552.000 Tonnen.
Die größten Mengen kauften Importeure in Spanien, China und der Türkei.
In dieser Vermarktungssaison seit dem 1. Juli exportierte die Ukraine bisher 20,8 Mio. Tonnen Getreide. Zu diesem Zeitpunkt waren es im Vorjahr erst 12,5 Mio. Tonnen.

11.11.2019 Argentiniens Farmer beschleunigen Vorverkäufe

Die Vorverkäufe durch argentinische Farmer von Mais und Sojabohnenhaben sich nach dem Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den Südamerikanischen Land beschleunigt und übersteigen mittlerweile den Stand von vor einem Jahr deutlich. Der frisch gewählte neue Präsident Alberto Fernandez wird am 10. Dezember sein neues Amt einnehmen.
Fast die Hälfte der geplanten Mais- und Sojabohnenfelder waren bis zum Wochenende gesät. Von der erwarteten Ernte haben die Farmer bisher schon 12,4 Mio. Tonnen Mais und 7,2 Mio. Tonnen Sojabohnen verkauft. Zu diesem Termin im Vorjahr waren es 4,6 und 2,9 Mio. Tonnen.
Der Peronist Fernandez siegte in der Oktober-Wahl um das Amt des Staatoberhaupts gegen den wirtschaftsfreundlichen Mauricio Macri. Die Linken in Argentinien hatten bisher stets in die Wirtschaft eingegriffen und auch die Agrarexporte stark reguliert. Die Ausfuhrzölle könnten jetzt wieder erhöht werden.
Exportzölle werden von den Exporteuren abgeführt, die dann auf Kosten der Erzeugerpreise bei der Rohwarenbeschaffung umgelegt werden. Derzeit werden auf Sojabohnenexporte 25% und auf Maisausfuhren 6,7% Zölle erhoben. Als die Peronisten vor Macri an der Macht waren, betrugen die Exportzölle für Sojabohnen 35% und für Mais 20%.
Exporteure drängen die Bauern dazu, jetzt mehr aus der kommenden Ernte zu verkaufen, da man damit rechnet, dass die Zölle angehoben werden. Damit rechnen auch die Farmer und bieten deshalb mehr von ihrem Getreide an.
Das Bruttosozialprodukt Argentiniens sinkt aufgrund einer galoppierenden Inflation von 53% in diesem Jahr. Die Stimmung unter den Farmern ist ausgesprochen schlecht, da man nicht weiß wie es mit der neunen Regierung weiter gehen wird.
Die Rosario Grains Exchange in Buenos Aires rechnet damit, dass die nächste Ernte 51 Mio. Tonnen Sojabohnen und 47,5 Mio. Tonnen Mais einbringen wird.

11.11.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie höher als erwartete globale Weizenendbestände 2019/20 ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Verlusten schließen. Das USDA erhöhte die Prognose der weltweiten Weizenendbestände von 287,80 Mio. Tonnen auf 288,28 Mio.Tonnen (Erwartung 287,03 Mio. Tonnen) Die Prognose der US-Weizenendbestände 2019/20 wurde hingegen auf 1,014 Mrd. Bushel reduziert. Im Vormonat rechnete man mit Beständen von 1,043 Mrd. Bushel. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Abschlägen.
An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures eher lustlos und schlossen uneinheitlich. Frankreich exportierte laut FranceAgriMer im September 1,34 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vormonat waren es 1,25 Mio. Tonnen. An Länder außerhalb der EU wurden 706.000 Tonnen Weizen exportiert. Algerien war mit 378.000 Tonnen der größte Abnehmer (Vormonat: 449.000 Tonnen). Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten Frankreichs Exporte 4,02 Mio. Tonnen (+2,3% zum Vorjahr). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November am Freitag auf €2,00 über Paris Dezember 19.

11.11.2019 CBoT-Maisfutures geben Gewinne vom Freitag wieder ab

Die CBoT-Corn-Futures geben heute Morgen ihren Vortagesgewinn wieder ab. Ein fester US-Dollar und die schwache Nachfrage nach US-Mais drücken die Preise. Die Verluste dürften sich aber in Grenzen halten, da die US-Maisproduktion in diesem Jahr kleiner ausfällt als erwartet.
Außerdem stellt die vorläufige Vereinbarung im US-chinesischen Handelsabkommen noch ein Risiko für die Maispreise dar. Am Freitag hat der US-Präsident Donald Trump klar gemacht, dass er bisher noch keine Zustimmung für die Senkung von US-Importzöllen auf chinesische Einfuhren erteilt hat.
Ebenfalls am Freitag hatte der USDA-Bericht den CBoT-Maiskursen noch einen Pusch gegeben, nachdem bekannt wurde, dass die US-Maisernte kleiner ausfallen soll als bisher erwartet. Die Erträge pro acre wurden niedriger eingeschätzt. Das hat zur Folge, dass der prognostizierte US-Endbestand mit 1,91 Mrd. Bushel zwar kleiner ausfällt, aber die US-Exporte wurden ebenfalls um 50 Mio. Buschel gesenkt.
Währenddessen können die argentinischen Farmer mehr Mais am Weltmarkt in Vorverträgen absetzen. Das Angebot von dort steigt, weil der zukünftige Präsident Alberto Fernandez, der das Amt des Regierungspräsidenten am 10. Dezember übernimmt, sie Exportzölle anheben will.

11.11.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.500 Kontrakte CBoT Mais

08.11.2019 USDA-Analyse

Unsere erste Analyse des USDA-Reports ist ab sofort über diesen Link verfügbar!

08.11.2019 USDA-Report - erste Ergebnisse

08.11.2019 Technische Probleme beim USDA verzögern Veröffentlichung des WASDE-Reports
08.11.2019 Frankreich: Weizenexporte legten im September zu

Frankreich exportierte laut FranceAgriMer im September 1,34 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vormonat waren es 1,25 Mio. Tonnen. An Länder außerhalb der EU wurden 706.000 Tonnen Weizen exportiert. Algerien war mit 378.000 Tonnen der größte Abnehmer (Vormonat: 449.000 Tonnen). Im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten Frankreichs Exporte 4,02 Mio. Tonnen (+2,3% zum Vorjahr). Der Gesamtanstieg war auf einen Anstieg der Ausfuhren innerhalb der EU um 10,9% auf 1,94 Mio. Tonnen zurückzuführen, der einen Rückgang der Lieferungen außerhalb der EU um 4,7% auf 2,08 Mio. Tonnen ausglich.

08.11.2019 USDA-Report heute 18:00 Uhr - Analystenschätzungen

08.11.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 270.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an einen unbekannten Empfänger und 217.040 Tonnen US-Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20, ebenfalls an "Unbekannt".

08.11.2019 Heftige Niederschläge verzögern in Teilen der EU die Wintergetreideaussaat

Starke Regenfälle haben die Getreidesaat in Teilen der Europäischen Union verzögert. Besonders gravierend ist die Situation in Großbritannien, wo sie zu einer deutlichen Verlagerung auf Frühjahrskulturen führen könnten.
Der Regen führt auch zu Unterbrechungen bei der Mais- und Zuckerrübenernte und stellt ebenfalls eine Herausforderung bei der Wintergetreideaussaat dar.
Insgesamt wird geschätzt, dass die Winterweizenaussaat in Großbritannien nur zu 40-50% abgeschlossen ist. Es sei zwar noch etwas Zeit, aber die Wettervorhersage ist alles andere als ideal, so Ben Bodart, Director bei CRM AgriCommodities.
Großbritannien hatte zum letzten Mal erhebliche Probleme bei der Winterweizenaussaat in der Saison 2013/14, als die Anbaufläche um fast 19% abnahm.
Einige Landwirte erwägen bereits, ihre Ernte 2019 zu einzulagern, um sie in der nächsten Saison zu verkaufen, so Bodart.
In Frankreich ist Wintergerste am stärksten vom Flächenverlust bedroht. Die größte Bedrohung durch Regen bestand jedoch für die laufende Maisernte.
Der Regen hat die Aussaat von Wintergerste in Frankreich und Großbritannien erheblich behindert, und es werden nicht alle geplanten Flächen bestellt werden können, so Benoit Fayaud von Strategie Grains.
Auch bei der Weichweizenaussaat kommt es zu Verzögerungen, es gibt aber ein längeres Zeitfenster als für Wintergerste.
Die französischen Landwirte hatten am 4. November 67% der erwarteten Weichweizenfläche ausgesät, wobei die Aussaat nach Angaben von FranceAgriMer nun acht Tage hinter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag.
Die Aussaat von Wintergerste war zu 81% abgeschlossen und lag ebenfalls acht Tage hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Auch die Aussaat von deutschem Wintergetreide hat sich verzögert.
Betroffen ist die Aussaat auf den abgeernteten Mais- und Zuckerrübenschlägen, die sich verzögert. Derzeit gibt es kein sehr ernstes Problem, aber es erschwert Schätzungen der Winterweizenanbaufläche für die Ernte im kommenden Sommer, da nicht klar ist, ob alle Flächen mit Wintergetreide bestellt werden können oder ob umgeschwenkt werden muss auf Sommerkulturen.
Polen hatte auch einen regnerischen Herbst, jedoch mit genügend Sonnentagen. Die ermöglichten es den Bauern, das Wintergetreide auszusäen, so Wojtek Sabaranski von Sparks Polska.

08.11.2019 Ukraine: Analyst ProAgro senkt Ernteprognose für Mais

Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen ProAgro hat seine Prognose der ukrainischen Maisernte reduziert von 37,37 Mio. Tonnen auf 35,68 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Maisexporte 2019/20 liegt bei 30,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 31,3 Mio. Tonnen). 2018 erntete die Ukraine laut ProAgro 36 Mio. Tonnen Mais.

08.11.2019 Frankreich: Maisernte zu 79% komplett

Französische Landwirte haben bis zum 4. November 2019 79% der Körnermaisbestände geerntet. Das ist ein Fortschritt um 14% zur Vorwoche, als gerade einmal 65% der Bestände geerntet waren. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt bereits 98%.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 67% der Flächen fertiggestellt. In der Vorwoche waren es 54% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 85%. Außerdem sind 81% der Wintergestenbestände ausgesät (Vorwoche: 71%; Vorjahr: 90%).

 

08.11.2019 Fleisch-Weltmarkt formt sich neu

Seit China sich nach dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) vor mehr als einem Jahr in großem Umfang am Weltmarkt Schweinfleisch besorgen muss, formen sich die Warenströme bei Schweinefleisch, Rind- und Geflügelfleisch neu. Davon profitieren in erster Linie europäische und südamerikanische Schlachtbetriebe.
Die Europäische Union ist nach China der zweitgrößte Produzent von Schweinefleisch der Welt. Von hier kann der zusätzliche Bedarf in China aber nicht vollständig bedient werden. In Argentinien und Brasilien haben Chinas Behörden deshalb weitere Schlachtbetriebe für Lieferungen nach China zugelassen. US-Produzenten waren wegen hohen Strafzöllen aufgrund des Handelsstreits mit China dagegen ins Hintertreffen geraten.
Auch in anderen asiatischen Ländern wie Vietnam, die Philippinen, Nord- und Südkorea, Laos, Myanmar und Kambodscha brach das ASF aus und Millionen Schweine verendeten oder mussten gekeult werden. Das ist für die Lieferanten am Weltmarkt die Garantie für eine weiterhin gute Fleischnachfrage.
Die Versorgungslage wird durch das bevorstehende chinesische Neujahrsfest Ende Januar noch enger. Die Nachfrage dafür kommt derzeit bei den großen europäischen Schlachtunternehmen Danish Crown, die Tönnies-Gruppe und Vion an. Chinas Agrarrohstoffkonzern COFCO hat in dieser Woche für das Jahr 2020 bei Danish Crown für 100 Mio. USD Schweinfleisch eingekauft.

08.11.2019 China importierte im Oktober 6,18 Mio. Tonnen Sojabohnen

China, der weltweit größte Sojabohnenkäufer, importierte im Oktober 6,18 Mio. Tonnen der Ölsaat. Das sind 24,6 % weniger als die 8,2 Mio. Tonnen im September, so die chinesische Zollstatistik von heute.
Der Import von Pflanzenölen betrug im Oktober 912.000 Tonnen (+8,6% zum Vormonat).

08.11.2019 Entspannung im Handelskrieg

der Handelskrieg zwischen den USA und China hält die Weltwirtschaft seit mehr als einem Jahr in Atem. Nun gibt es ernst zu nehmende Hinweise auf Entspannung: Führende Regierungsvertreter beider Länder haben sich darauf verständigt, die Strafzölle bei Fortschritten in den Verhandlungen zu einem Handelsabkommen schrittweise zu senken. Das ist noch kein Durchbruch, aber ein großer Schritt nach vorn. Im Handelskonflikt kehrt endlich die Vernunft zurück.

Quelle: Handelsblatt

08.11.2019 USDA berichtet von enttäuschenden US-Maisausfuhren

Die Kurse der CBoT-Maisfutures sind auf bestem Weg ihren größten Wochenverlust seit zwei Monaten einzufahren. Eine schwache Nachfrage nach US-Mais belastet den Markt.
Die Exporte von US-Mais und auch US-Weizen waren gestern in dem wöchentlichen USDA-Bericht niedriger als vom Markt erwartet worden war. Unter normalen Umständen müssten in dieser Saison bis jetzt vier Mio. Tonnen mehr Mais ausgeführt sein, rechnet der Direktor der Agrarstragegie-Abteilung der Commenwealth Bank of Australia Tobin Gorey vor.

08.11.2019 Getreidemail

Positionierungen im Vorfeld des WASDE-Reports heute um 18:00 Uhr und technische Verkäufe ließen die Weizenfutures in Chicago gestern mit Kursverlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 360.500 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und mussten ebenfalls Verluste hinnehmen. Das Handelsvolumen war aufgrund des bevorstehenden WASDE-Reports gering. Marktteilnehmer warten mit Spannung insbesondere auf die neuesten USDA-Schätzungen für die von Trockenheit betroffenen Ernten in Australien und Argentinien. Die Prämien auf dem französischen Kassamarkt stiegen zuletzt aufgrund der stabilen Exportnachfrage und wegen der Verzögerung bei der Winterweizenaussaat. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern auf €1,50 über Paris Dezember 19.

08.11.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 9.500 Kontrakte Sojabohnen

07.11.2019 Getreidemarkt_Dashboard

07.11.2019 Ölsaaten_Dashboard

07.11.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die Spekulation darüber, ob die EU ihren Importbedarf für 5,5 Mio. Tonnen Rapssaat decken kann oder nicht, sorgt seit Ende Oktober in Paris für steigende Terminmarktkurse. Im aktuellen Kassamarkt ist davon aber noch nicht viel zu spüren, denn bis zum Jahresende sind die Ölmühlen noch gut bis sehr gut mit Importware versorgt. Landwirte, die bereits mehr als die Hälfte ihrer letzten Ernte verkauft haben, halten sich derzeit aber mit weiterem Angebot zurück. Falls der Importfluss im Frühjahr tatsächlich versiegt, müssen die Ölmühlen dann wohl für Inlandsraps mehr bezahlen.
Unterdessen drängen die Ölmühlen auf den vorderen Terminen mir Rapsschrot auf den Markt, was die Preise dafür unter Druck setzt. Die Mischfutterbetriebe sind bis zum Jahreswechsel offenbar gut versorgt. Ab Januar könnte sich auch hier die Lage ändern.
Dagegen sind die Preise für Rapsöl weiter gestiegen. Die Unterstützung kommt von festeren Rohstoffnotierungen an der Terminbörse, einer lebhaften Nachfrage nach Biodiesel sowie deutlich festeren Palmölpreisen. Letztere ziehen die Preise aller anderen Pflanzenöle mit nach oben.

07.11.2019 EU-Pigmeat-Dashboard

07.11.2019 US-Export-Meldungen

US-Exporteure melden den Verkauf von 133.000 Tonnen Sojabohnen-Schrot zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an die Philippinen und 136.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an China.

07.11.2019 US-Export-Sales: Sojabohnenexporte deutlich über den Erwartungen

07.11.2019 Ukraine senkt Prognose der Getreideernte 2019

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat dem stellvertretenen Landwirtschaftsministers Olha Tromfimtseva zufolge die Prognose der Getreideernte 2019 von 71,8 Mio. Tonnen auf 71 Mio. Tonnen reduziert. Per 6. November wurden 68,8 Mio. Tonnen Getreide auf einer Fläche von 14,4 Mio. Hektar mit einem Durchschnittsertrag von 4,78 Tonnen/Hektar geerntet.

07.11.2019 EU-Milchmarkt-Dashboard

07.11.2019 FAO-Food-Price-Index steigt im Oktober erstmals seit 5 Monaten

Die globalen Lebensmittelpreise sind im Oktober erstmals seit 5 Monaten wieder gestiegen, meldet die FAO und ergänzt, dass insbesondere die gestiegenen Preise für Zucker und für Getreide dafür verantwortlich sind.
Der Food-Price-Index der FAO, der monatlich die Preisveränderungen für einen Korb festgelegter Produkte aus den Bereichen Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker misst, lag im Oktober im Durchschnitt bei 172,7 Punkten. Das ist ein Anstieg um 1,7% zum Vormonat und um 6% zum Oktober 2018.
Der FAO Zucker-Price-Index stieg um 5,8% zum Vormonat. Außerdem stieg der Cereal-Price-Index um 4,2% und der Vegetable-Oil-Price-Index um 0,5%. Im Kontrast dazu sank der Milk-Price-Index um 0,7%
Die Getreideproduktion schätzt die FAO in 2019 auf 2,704 Mrd. Tonnen, das sind 2 Mio. Tonnen weniger, als in der September-Prognose, aber immer noch 1,8% mehr, als 2018.
Die Grobgetreideproduktion 2019 wurde auf 1,425 Mio. Tonnen geschätzt (-1,3 Mio. Tonnen zur September-Prognose.

07.11.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiter Netto-Long

Institutionelle Anleger (Non Commercial-Participants) sind beim Matif Weizen weiter Netto-Long. Der Bestand von 7.574 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 1. November erhöht. Diese Gruppe hält nun 8.096 Netto-Long-Positionen. Das zeigt der am gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten per 1. November den Netto-Short-Bestand von 3.470 Kontrakten auf 3.803 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 81,15% während Non Commercial Participants 14,4% am Open Interest repräsentieren.

07.11.2019 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe sowie unvorteilhafte Wetterbedingungen in Australien sorgten bei den Weizenfutures in Chicago gestern für Kursgewinne. Institutionelle Anleger kauften 2.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 - 600.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die e-CBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee, den guten Exportaussichten und vom schwachen Wechelkurs des Euros, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert, profitieren. Die EU-Kommission erhöhte ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 145 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 147 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte 14% über dem Ergebnis der von Trockenheit geplagten Saison 2018/19 von 128,5 Mio. Tonnen. Auch die Schätzung der Weizenexporte 2019/20 wurde erhöht von 25,5 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Positionenbestand beim Euronext-Weizen von 7.574 auf 8.096 Netto-Long-Positionen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November gestern unverändert bei €0,50 über Paris Dezember 19.

07.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte Sojabohnen

07.11.2019 CBoT Maisfutures seit 6 Sitzungen ohne Kursgewinne
Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen kaum verändert zum Vortag. In der sechsten Sitzung in Folge können Sie nun schon keine Kursgewinne mehr realisieren. Die Stimmung am Markt wurde als schlecht bezeichnet, nachdem ein hochrangiger Beamter der Trump-Administration Reuters am Mittwoch mitteilte, dass ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zur Unterzeichnung eines lang erwarteten Interimshandelsabkommens wohl auf den Dezember verschoben wird. Institutionelle Anleger verkauften gestern 15.500 Kontrakte CBoT Mais. Heute Nachmittag werden die wöchentlichen US-Export-Sales veröffentlicht. Analysten erwarten Maisexporte in einer Spanne von 300.000 – 650.000 Tonnen.
06.11.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

06.11.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der EU-Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 145 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 147 Mio. Tonnen erhöht. Damit wäre die Ernte 14% über dem Ergebnis der von Trockenheit geplagten Saison 2018/19 von 128,5 Mio. Tonnen. Auch die Schätzung der Weizenexporte 2019/20 wurde erhöht von 25,5 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen.
Beim Raps senkte die Kommission die Ernteschätzung von 16,9 Mio. Tonnen auf 16,8 Mio. Tonnen. Die Raps-Import-Prognose erhöhte man von 5,5 Mio. Tonnen auf 6,0 Mio. Tonnen.

06.11.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,85 €/kg SG (+/-0 ct)

Ein umfangreiches Angebot an schlachtreifen Schweinen und steigende Schlachtgewichte stehen am deutschen Schlachtschweinemarkt einer stabilen Nachfrage gegenüber. Die Schlachtereien arbeiten an der Auslastungsgrenze, so dass sich weitere Tiere nicht bzw. nur schwer platzieren lassen. Daher bleibt der Preisempfehlung der VEZG zum zwölften Mal in Folge unverändert bei €1,85/kg Schlachtgewicht. Im inländischen Fleischhandel bleiben die Umsätze weiter hinter den Erwartungen. Nach den erhöhten Verkäufen zu den Feiertagen wird es aktuell wieder ruhiger. Der Motor ist nach wie vor der Export mit China. Importeure berichten von einer ungebremst hohen Nachfrage, die erst zum chinesischen Neujahrsfest deutlich abflauen dürfte.

06.11.2019 Australien: FCStone schätzt Weizenproduktion auf nur 15,54 Mio. Tonnen

Das Brokerunternehmen FC Stone erwartet, dass die Weizenproduktion in Australien um 20% geringer ausfällt als offizielle Schätzung.
Dem Ergebnis einer Umfrage unter einer nicht genannten Anzahl an Kunden zufolge, könnte die Weizenproduktion lediglich ein Volumen von 15,54 Mio. Tonnen bringen. Offizielle Schätzungen liegen bei 19,2 Mio. Tonnen.
Bei geringerer Produktion wird Australien - normalerweise einer der größten Exporteure weltweit - in Zeiten fallender Preise wahrscheinlich auch größere Marktanteile in lukrativen Märkten wie Indonesien und Südkorea verlieren.
Eine geringere Produktion kann einige Müller zu seltenen Importen zwingen. Australien genehmigte im Mai den ersten Import von Weizen seit mehr als 10 Jahren.
Laut einer Umfrage von FCStone lag die australische Rapserzeugung mit 1,82 Mio. Tonnen und damit unter den offiziellen Prognosen von 2,3 Mio. Tonnen.

06.11.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe und der verhaltene Fortschritt bei der US-Winterweizenaussaat ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche moderat verbessert und die Winterweizenaussaat schreitet voran. 89% der geplanten Flächen sind bestellt, meldete das USDA. Analysten erwarteten allerdings einen Fortschritt von 91%. US-Weizen ist am Weltmarkt einem harten Wettbewerb gegenüber Weizen aus der Schwarzmeer-Region und Europa ausgesetzt Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures vom 4-Wochen-Tief erholen und legten moderat zu. Der kräftige Rückgang des Euros, der Ägypten-Tender und charttechnische Effekte sorgten für Auftrieb. Ägypten kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen Weizen aus Frankreich (120.000 Tonnen) und Russland (55.000 Tonnen) für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember. Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche erstmals seit Anfang September, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sank Ende letzter Woche um $1 auf $207/Tonne FOB.

06.11.2019 Kursgewinne beim CBoT Mais
Die Mais-Futures in Chicago handeln heute Morgen erstmals nach fünf Sitzungen wieder mit Kursaufschlägen aufgrund technischer Käufe. Begrenzt wird das Aufwärtspotenzial durch das trockene Wetter, das für die kommenden Tage erwartet wird und die Erntearbeiten im Mittleren Westen ankurbeln dürfte. Kommende Woche werden zwar einige Niederschläge erwartet, die jedoch nicht zu wesentlichen Verzögerungen führen werden. Das USDA teilte zuletzt mit, dass 52% der US-Maisbestände geerntet sind, Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 54%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Kontrakte CBoT Mais.

06.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Kontrakte CBoT Mais

05.11.2019 Ägypten kauft Weizen aus Frankreich und Russland

Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen Weizen aus Frankreich (120.000 Tonnen) und Russland (55.000 Tonnen) für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember.

05.11.2019 GTD-Index steigt um 3,7%

05.11.2019 USDA-Report am 08.11.19 - Analystenschätzungen

05.11.2019 Russland: Weizenexportpreise sinken erstmals seit Anfang September

Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche erstmals seit Anfang September. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sank Ende letzter Woche um $1 auf $207/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, meldet einen Preis von $209,50 (ebenfalls Minus $ 1,00). Der Preisrückgang der russischen Weizenpreise folgt der Bewegung am Futures-Markt, so SovEcon.
Es scheint, als würden die Preise jetzt die Erwartungen niedriger Weizenernten auf der Südhalbkugel widerspiegeln, so SovEcon. „Den Bullen scheinen die Ideen ausgegangen zu sein“, so die Analysten.
Bei der letzten Ausschreibung durch Ägyptens staatlichem Getreideeinkäufer GASC wurde Weizen aus Russland nicht berücksichtigt. Das war ein Hinweis auf zu hohe Preise, so SovEcon. Russischer Weizen war etwa $1 teurer, als Weizen aus Frankreich, der Ukraine und Rumänien.
Daten des russischen Landwirtschaftsministeriums zeigen, dass Russland seit dem Beginn der Vermarktungsperiode 2019/20 (ab 1. Juli) bis 30. Oktober 17,3 Mio. Tonnen Getreide exportierte. Darin enthalten sind 15,2 Mio. Tonnen Weizen (-13% zum Vorjahr) und 1,5 Mio. Tonnen Gerste (-32% zum Vorjahr). Die Getreideexporte im Oktober lagen nach Schätzungen SovEcon´s bei 3,8 Mio. Tonnen incl. 3,4 Mio. Tonnen Weizen.
Die Getreideernte 2019 in Russland ist nahezu abgeschlossen mit 112,5 Mio. Tonnen, die auf 95,4% der gesamten Aussaatfläche geerntet wurden.
Der Inlandspreis für russischen Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stieg um 100 Rubel auf 11.150 Rubel pro Tonne ($176,06) auf Basis ex Works.
SovEcon teilte mit, dass per 31. Oktober Winterweizen auf 18 Mio. Hektar ausgesät wurde, im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 17,5 Mio. Hektar. Das stellt einen Rekord dar. In den meisten Regionen waren die Wetterbedingungen gut. Nur in einigen wenigen Regionen im Süden war es trockener, als normal.

05.11.2019 Ägypten:Günstigste Offerte kommt erneut aus Frankreich
Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC auf die Weizenausschreibung von gestern Abend erhielt, lag wie schon bei der letzten Ausschreibung Ende Oktober bei einem Preis von $214,86/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft. Die Offerte wurde vom Handelshaus Glencore erteilt.
Zuletzt kaufte Ägypten am 29. Oktober 235.000 Tonnen Weizen aus Rumänien, Frankreich und der Ukraine für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember
05.11.2019 Verzögerte US-Sojabohnenernte

In den Vereinigten Staaten ist die Sojabohnenernte zu 75% abgeschlossen. Damit liegt der Erntefortschritt hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 87%. Analysten überraschte die Bewertung nicht, sie rechneten ebenfalls mit einem Erntefortschritt von 75%.

05.11.2019 US-Maisernte weiter deutlich hinter 5-Jahres-Durchschnitt

Die Maisernte in den Vereinigten Staaten ist zu 52 abgeschlossen, meldet das US-Landwirtschaftsministerium. Der Erntefortschritt liegt damit weit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 75%. Analysten erwarteten einen Fortschritt von 54%. Der Zustand der Maisbestände ist unterdessen unverändert. 58% der Bestände sind in Top-Verfassung.

05.11.2019 US-Winterweizenaussaat langsamer, als erwartet

Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche moderat verbessert. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete gestern Abend, dass 57% der Bestände in Top-Verfassung sind (Vorwoche: 56%). Analysten erwarteten unveränderte Ratings.
Die Winterweizenaussaat schreitet voran, liegt jedoch hinter den Erwartungen. 89% der geplanten Flächen sind ausgesät, Analysten erwarteten bereits einen Fortschritt von 91%.

05.11.2019 Getreidemail

Mit Kursverlusten beendeten die Weizenfutures den Handelstag gestern an der Chicago Board of Trade. Technische Verkäufe und enttäuschende US-Exporte belasteten den Markt. Mit 293.360 Tonnen Weizen lagen die US-Export-Inspections deutlich unterhalb der Analystenschätzungen von 450.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Kontrake CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde moderat fester.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den ersten Handelstag der Woche ebenfalls mit Kursverlusten. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 3. November ein Volumen von 8,8 Mio. Tonnen versus 5,9 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission. Die ukrainischen Getreideexporte sind im laufenden Vermarktungsjahr um 43% auf 19,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind die hohen Weizenexporte. Sie stiegen auf 11,67 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 7,68 Mio. Tonnen). Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 15. - 25. Dezember.

05.11.2019 Maisfutures in Chicago erholen sich heute Morgen
Die Maisfutures an der CBoT erholen sich heute Morgen von ihrem Wochentief aufgrund der langsam voranschreitenden US-Maisernte. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete gestern, dass 52% der US-Maisbestände geerntet sind. Analysten erwarteten mit einem Erntefortschritt von 54%. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 275.575 Tonnen Mais hinter den Markterwartungen von 400.000 – 650.000 Tonnen. Sie sind im Vergleich zur Vorwoche um 62% gesunken. Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais.
05.11.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 15. - 25. Dezember stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 29. Oktober kaufte Ägypten 235.000 Tonnen Weizen aus Rumänien, Frankreich und der Ukrainezur Lieferung vom 5. - 15. Dezember.

05.11.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Kontrakte CBoT Mais

04.11.2019 Brasilien: Sojabohnenaussaat unter 5-Jahres-Durchschnitt

Brasiliens Landwirte haben aktuell auf 46% der für die Sojabohnenaussaat 2019/20 geplanten Flächen bestellt, meldet das Agrarberatungsunternehmen AgRural. Die Aussaat startete im September und der Aussaatfortschritt liegt hinter dem im vergangenen Jahr (60%). Trotz des im Vergleich zu 2018 langsameren Tempos der Aussaat liegt sie für diese Jahreszeit jedoch über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt von 43%, so AgRural.
Brasilien wird in dieser Saison die geschätzte Rekordmenge von 121 Millionen Tonnen Sojabohnen ernten. Die Anbaufläche stieg um 1,3% auf 36,4 Mio. Hektar (90 Millionen Acres), so AgRural.
Mit 84% der Anbaufläche in Mato Grosso, Brasiliens größtem Getreidestaat, und einem Anstieg der Niederschlagsmenge in Paraná, wo Sojabohnen auf 60% der Anbaufläche ausgesäät wurden, sind nach Angaben der Unternehmensberatung nun alle Augen auf Mato Grosso do Sul gerichtet.
Obwohl die Aussaat in der vergangenen Woche auf 58% der Fläche im Bundesstaat Mato Grosso do Sul gut vorangekommen ist, hat diese Region nur sehr wenig Niederschlag erhalten, was einige Landwirte zur Umwidmung der Flächen gezwungen hat, so AgRural.
Es gebe auch Bedenken im Zusammenhang mit dem Anbau der zweiten Maisernte Brasiliens, die nach der Ernte von Sojabohnen getätigt werde, so das Beratungsunternehmen in Bezug auf die Lage in Mato Grosso do Sul.
Wenn sich die für diese Woche erwarteten Regenfälle bestätigen, wird die Aussaat von Sojabohnen im Süden von Mato Grosso do Sul in der ersten Novemberhälfte enden, so dass Mais innerhalb des normalen Fensters der Region, das bis Mitte März läuft, angebaut werden kann, sagte AgRural.

04.11.2019 US-Export-Inspections für Weizen und Mais schwach

04.11.2019 EU-Weichweizenexporte weiter 50% über Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 erreichten per 3. November ein Volumen von 8,8 Mio. Tonnen versus 5,9 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet die EU-Kommission heute. Die Gersten-Exporte liegen mit 2,6 Mio. Tonnen 37% über Vorjahr (1,9 Mio. Tonnen). 19% über Vorjahr sind die Mais-Importe mit aktuell 6,8 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,7 Mio. Tonnen).

04.11.2019 Ukraine erntet bis dato 67,5 Mio. Tonnen Getreide

Die Ukraine hat per 4. November 67,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Auf den bisher geernteten Flächen von 14,2 Mio. Hektar (= 93% der Aussaatfläche) wurde ein Durchschnittsertrag von 4,74 Tonnen pro Hektar erzielt. Geerntet wurden u.a. 27,6 Mio. Tonnen Mais auf 81% der ukrainischen Maisanbaufläche. Der Durchschnittsertrag beim Mais liegt bei 6,89 Tonnen pro Hektar.

04.11.2019 Ukraine: Getreideexporte +43% zum Vorjahr

Die ukrainischen Getreideexporte sind im laufenden Vermarktungsjahr um 43% auf 19,6 Mio. Tonnen gestiegen. Der Hauptgrund dafür sind die hohen Weizenexporte. Sie stiegen auf 11,67 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 7,68 Mio. Tonnen). Außerdem exportierte die Ukraine bisher 3,34 Mio. Tonnen Gerste und 4,39 Mio. Tonnen Mais, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.

04.11.2019 Strategie Grains erwartet EU-Rapssaaternte 2020 von nur 19 Mio. Tonnen

Die EU-Rapssaatproduktion könnte Schätzungen des Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains zufolge ein Volumen von 19 Mio. Tonnen erreichen und sich damit unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts bewegen. Grund dafür ist die reduzierte Anbaufläche aufgrund der trockenen Wetterbedingungen. Die schlechten Erträge in den vergangenen Jahren führten dazu, dass sich Landwirte gegen den Anbau von Raps entschieden. Im Jahr 2019 lag die Ernte bei 16,9 Mio. Tonnen, 2018 waren es 20 Mio. Tonnen.
Außergewöhnlich trockenes Wetter zum Zeitpunkt der Aussaat in vielen EU-Ländern, Schädlingsbefall und trockenes Wetter am Ende des Zyklus haben die EU-Rapsernte in diesem Sommer auf ein 13-Jahrestief gedrückt.
MARS teilte mit, dass die Aussaat von Raps in der vergangenen Woche hauptsächlich in Nordfrankreich, Deutschland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn und Spanien aufgrund niedriger Bodenfeuchtigkeit und eines Niederschlagsdefizits in den Monaten August und September beeinträchtigt wurde.
Angesichts eines zu erwartenden Anstiegs der Nachfrage nach Rapsöl für die Biodiesel-Produktion wird die EU 2020/21 sehr hohe Rapsmengen einführen müssen, so Strategie Grains.
Dies dürfte dazu beitragen, die Raps-Preise weltweit bis zum Frühjahr 2020 zu stabilisieren, wenn die Aussaat in Kanada und Australien beginnt.

04.11.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 22.10.19 bis zum 29.10.19 den Netto-Long-Bestand beim SRW-Weizen um 7.057 Kontrakte auf 5.042 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit immer noch überwiegend bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen um 9.282 Kontrakte auf 85.337 Netto-Short-Positionen erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Long-Bestand bei den Sojabohnen von 3.503 auf 72.325 Netto-Long-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 29. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
04.11.2019 Getreidemail

Mit Kursaufschlägen beendeten die Weizenfutures in Chicago den ersten Handelstag im November. Technische Käufe und der schwächere US-Dollar stützen den Markt. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT schwächer. Die Weizenfutures an der Euronex in Paris beendeten den Handelstag uneinheitlich. Leicht zulegen konnten die Termine der alten Ernte 2019. Sie wurden gestützt von der Besorgnis über den schlechten Zustand der Weizenbestände konkurrierender Exportländer incl. Australien und Argentinien sowie der stabil anhaltenden Wettbewerbsfähigkeit von EU-Weizen am Weltmarkt. Die Handelsmonate der neuen Ernte 2020 gaben hingegen etwas nach. Ein gesetzlicher Feiertag in Frankreich und Teilen Deutschlands beschränkte die Handelsaktivitäten. In Teilen Osteuropas incl. Rumänien ist es zu trocken und Marktteilnehmer sorgen sich um die Winterweizenaussaat. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November am Freitag bei €0,50 über Paris Dezember 19. In Polen stiegen die Exportpreise für Weizen mit 12,5% Protein vergangene Woche aufgrund der starken Exportnachfrage um 10 Zloty auf 750 Zloty/Tonne (€176,30). Im Oktober exportierte Polen über 200.000 Tonnen Weizen zumeist an Länder außerhalb der EU, für den Monat November wird ein ähnliches Niveau erwartet.

04.11.2019 Sojabohnen: Händler hoffen auf Lösung im Handelsstreit

Die Sojabohnenfutures in Chicago handeln heute Morgen mit Kursaufschlägen aufgrund der gestiegenen Hoffnungen, dass die Vereinigten Staaten und China eine Lösung im Handelsstreit finden. Händler fürchten jedoch, dass die asiatische Tierfutternachfrage sinken könnte. Die Afrikanische Schweinepest hat die Nachfrage Asiens nach Tierfutter deutlich verlangsamt. Private US-Exporteure meldeten am Freitag den Verkauf von 132.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.500 Kontrate CBoT Sojabohnen.

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