Matif: Milling Wheat Nr. 2 September 2019

27.09.2019 EU-Kommission senkt Prognose für EU-Maisproduktion

Die EU-Kommission hat heute ihre monatliche Schätzung der EU-Weizenproduktion für die Vermarktungsperiode 2019/20 von 142,7 Mio. Tonnen auf 145 Mio. Tonnen erhöht.
Damit läge die Ernte 12% über dem Ergebnis der Vorjahresernte, die aufgrund der Trockenheit nur ein Volumen von 128,8 Mio. Tonnen erreichte.
Die Prognose der EU-Weizenexporte für die Vermarktungsperiode 2019/20 blieb unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde die Prognose der EU-Maisproduktion von 68,5 Mio. Tonnen auf 66,5 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Maisimporte erhöhte die EU-Kommission von 15,5 Mio. Tonnen auf 17,0 Mio. Tonnen.

27.09.2019 Frankreich hat 3% Körnermais geerntet

Französische Bauern hatten bis zum 23. September 3% ihres Körnermais geerntet. In der letzten Woche waren es 1% und im Vorjahr waren es zu diesem Termin 21%. Das meldet soeben das Büro des FranceAgriMer.
Außerdem kommt die Aussaat von Wintergetreide in Frankreich nun auch in Gang. 1% der geplanten Anbaufläche von Winterweizen und 2% Wintergerste waren bis zum 23.09. in der Erde.

27.09.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und konnten gut zulegen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften nach den jüngsten Kursrückgängen sowie technische Käufe und der Kursanstieg beim Minneapolis-Sommerweizen gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 283.100 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kaufen gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fast unverändert.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Der gefallene Wechselkurs des Euro auf ein 28-Monats-Tief sorgte zudem für Auftrieb. Saudi Arabien sucht per Ausschreibung 1 Mio. Tonnen Futtergerste. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Oktober unverändert bei 2 Euro unter Paris Dezember 19. Die australische Ostküste muss wohl noch weitere drei Monate wegen dem heißen, trockenen Wetter schmachten. Das Bureau of Meteorology teilte mit, dass es in der Zeit vom 30. September bis 1. Dezember nur eine 25%-Chance für Niederschläge gibt.

27.09.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Kontrakte CBoT SRW-Weizen

26.09.2019 Drei weitere Monate Trockenheit in Down-Under

Die australische Ostküste muss wohl noch weitere drei Monate wegen dem heißen, trockenen Wetter schmachten, so der dortige Wetterdienst. Eine fatale Vorhersage für den ohnehin geschwächten Agrarsektor auf dem Kontinent.
Australiens größte und lukrativste Feldfrucht, der Weizen, steht nach drei Jahren Trockenheit vor seinem größten Schaden. Das Bureau of Meteorology teilte heute mit, dass es in der Zeit vom 30. September bis 1. Dezember nur eine 25%-Chance für Niederschläge gibt.
Neben der Trockenheit im Osten wird für den gesamten Kontinent heißeres Wetter als üblich vorhergesagt. Die Durchschnittstemperaturen werden in den kommenden drei Monaten mit einer Chance von 80% höher ausfallen als üblich.
Diese Vorhersage ist für den Agrarsektor ein schwerer Schlag zumal die Rohstoffanalysten des Landes bereits letzten Monat beklagten, dass die landwirtschaftliche Produktion Australien ein 4-Jahres-Tief erreichen dürfte. Landwirte verkaufen ihre Vorräte, um gerade mal überleben zu können und so könnten die Folgen der Dürre sich weitere vier Jahre auswirken.
Am 10. September senkte Australien seine Ernteschätzung für Weizen um fast 10%. Mit einer kleineren Produktionsmenge verliert der Kontinent nun die Rolle eines der größten Weizenexporteure der Welt zu sein. Die kleinere Produktionsmenge dort ist einer der wenigen Gründe dafür, dass die Weizenpreise am Weltmarkt ihr Vier-Monats-Tief überwunden haben.
Seit dem Ende der letzten Vermarktungsperiode Ende Juni ist Australien nur noch die Nr. 7 unter dem großen Weizenexporteuren der Welt. In 2016/17 exportierte man von hier noch 35,1 Mio. Tonnen Weizen und war damit die Nr. 3 im Ranking.

26.09.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Short-Bestand beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" reduzierten erneut ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche moderat, wetten jedoch weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand von 45.767 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 20. September auf 38.124 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 20. September von 75.109 Kontrakte auf 44.978 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 74% während Non Commercial Participants 20,3% am Open Interest repräsentieren. 94,3% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 93,6%).

26.09.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie eine starke Konkurrenz am Exportmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Der in Minneapolis gehandelte Sommerweizen legte hingegen aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen erneut zu und erreichte das höchste Niveau seit dem 28. Juni. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC kaufte gestern Abend insgesamt 300.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland (240.000 Tonnen) und Frankreich (60.000 Tonnen). Institutionelle Anleger verkaufen gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Termine mit leichten Aufschlägen. Der schwächere Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert sowie der Ägypten-Tender gaben dem Markt Unterstützung. Das russische Landwirtschaftsministerium erhöhte gestern seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 75 Mio. Tonnen auf nun 78 Mio. Tonnen, mit 118 Mio. Tonnen blieb die Prognose der Getreideernte in Russland unverändert. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten in der vergangenen Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen.

26.09.2019 Ägypten kaufte gestern 300.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen französischer Herkunft. Gekauft wurde der Weizen zu Preisen zwischen $193,75 (Frankreich) und $197,75 pro Tonne FOB bzw. $212,87 und $214,95 zur Lieferung zwischen dem 26. Oktober und dem 5. November.

25.09.2019 Ägypten: Niedrigste Offerte kommt aus Frankreich
Weizen aus Frankreich wurde im gestern Abend ausgeschriebenen Tender am günstigsten angeboten.
Die Offerte vom Handelshaus Glencore lautet über 60.000 Tonnen zum Preis von $194,40/Tonne FOB. 
25.09.2019 Russland: Landwirtschaftsministerium erhöht Prognose der Weizenernte

Das russische Landwirtschaftsministerium hat heute seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 75 Mio. Tonnen auf nun 78 Mio. Tonnen erhöht, meldet die Nachrichtgenagentur Interfax und beruft sich auf Landwirtschaftsminister Dmitry Patrushev. Die Prognose der Getreideernte in Russland bleibt demnach unverändert bei 118 Mio. Tonnen.

25.09.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie die zügig voranschreitende US-Winterweizenaussaat belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Winterweizen zur Ernte 2020 ist auf 22% der geplanten Flächen ausgesät. Analysten erwarteten einen Aussaatfortschritt von lediglich 18%. Für Unterstützung sorgte hingegen der kräftige Anstieg der Sommerweizenfutures in Minneapolis aufgrund der nassen Wetterbedingungen während der Ernte. In der vergangenen Woche legten die Futures dort 7,6% zu. Institutionelle Anleger verkaufen gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde unverändert bis leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den Kursverlusten aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Zudem belastet weiterhin die große EU-Weizenernte den Markt. Der schwache Wechselkurs des Euro und die gestiegene Nachfrage traditionell großer Importländer inkl. Marokko und Ägypten begrenzten jedoch das Abwärtspotenzial. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC startete gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 26. Oktober - 5. November.

25.09.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 26. Oktober - 5. November stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 18. September kaufte Ägypten 180.000 Tonnen Weizen aus Russland zur Lieferung vom 21. -31. Oktober.

24.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Winterweizenaussaat schreitet voran

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Danach waren per 22. September 87% der Sommerweizenbestände geerntet.
In der Vorwoche lag der Anteil bei 76%. Deutlich fortgeschrittener waren die Ernteaktivitäten vor einem Jahr, als bereits 99% der Bestände geerntet waren. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 97%. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 83%.
Winterweizen zur Ernte 2020 ist auf 22% der geplanten Flächen ausgesät (Vorwoche: 8%; Vorjahr: 26%; 5-Jahres-Durchschnitt: 24%). Analysten erwarteten einen Aussaatfortschritt von lediglich 18%.

24.09.2019 Winterweizenaussaat in der Ukraine verzögert sich

Eine Trockenheit in der Ukraine behindert die Aussaat von Wintergetreide. Die Aussaat von Winterweizen erfolgt nun erst im Oktober. In einigen Regionen des Landes hatte es seit Mitte August nicht mehr geregnet. Nun sagen die Wetterdienste für Anfang Oktober die nächsten Niederschläge voraus.
Die Ukraine gehört zu den führenden Weizenproduzenten und -Exporteuren der Welt. Winterweizen stellt 95% der gesamten Weizenproduktion dar.

24.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und beendeten den Handelstag mit moderaten Verlusten. Technische Verkäufe belasteten den Markt. Begrenzt wurde der Rückgang durch die anhaltend feuchten Wetterbedingungen in den Anbauregionen für Sommerweizen in den Vereinigten Staaten und in Kanada. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 476.173 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkaufen gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde erneut schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen auf den Terminen der alten Ernte mit moderaten Aufschlägen, während die Termine der neuen Ernte den Handelstag uneinheitlich beendeten. Für Unterstützung sorgte der schwächere Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit acht Wochen aufgrund des festeren Rubels, des Anstiegs der Weizenfutures in Chicago und der schwächeren Abgabebereitschaft der russischen Landwirtschaft. In Deutschland drückt weiterhin die geringe Exportnachfrage in Verbindung mit der mangelnden Verkaufsbereitschaft aus der Landwirtschaft auf die Stimmung.

23.09.2019 Russland: Exportpreise für Weizen steigen zum ersten Mals seit 8 Wochen

Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit acht Wochen aufgrund des festeren Rubels, des Anstiegs der Weizenfutures in Chicago und der schwächeren Abgabebereitschaft der russischen Landwirtschaft.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein stieg vergangene Woche um $2 auf $187/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Gerste blieb stabil bei $177/Tonne.
IKAR, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau meldet einen Preis von $186/Tonne, ein Anstieg um $2. „Der Markt hat seinen saisonalen Boden erreicht“, so SovEcon. „Der Abwärtstrend ist beendet“.
Die Aufwertung des Rubels gegenüber dem US-Dollar wurde in den letzten Tagen durch höhere Ölpreise unterstützt.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC schloss vergangene Woche einen Kauf von 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens ab. Ägypten ist traditionell der größte Käufer von russischen Weizen.
In der laufenden Vermarktungsperiode 2019/20 exportierte Russland 11,5 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Rückgang um 12% im Vergleich zum Vorjahr. In der Menge enthalten sind 10 Mio. Tonnen Weizen.
Der Preis für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands auf dem Inlandsmarkt fiel um 100 Rubel auf 10.400 Rubel ($162,60) auf Basis ex Works.
Für die Ernte 2020 wurde Getreide in Russland bisher auf einer Fläche von 10,2 Mio. Hektar ausgesät. Dabei erreicht der Aussaat-Fortschritt ein Rekordtempo aufgrund des frühen Starts in den südlichen Teilen der Region Rostov.
Das trockene Wetter in großen Teilen der Ukraine führt zu Verzögerungen bei der Wintergetreideaussaat. Sowohl die Ukraine als auch Russland hoffen auf Niederschläge in den kommenden Wochen bis Anfang/Mitte Oktober.
In Russland hat es in einigen Regionen geregnet, es ist aber immer noch zu trocken für eine gute Entwicklung des Wintergetreides.

23.09.2019 Bisher 5,65 Mio. Tonnen EU-Weichweizen-Exporte

Die Weichweizenexporte aus der EU in der Saison 2019/20, die am 1. Juli begann, beliefen sich bis zum 22. September auf 5,65 Mio. Tonnen.
Das waren 36% mehr als bis zum 16.09.2018.
Die EU-Gerstenexporte erreichten in diesem Zeitraum 1,8 Mio. Tonnen (+37%).
Die EU-Maisimporte kommen bisher auf 4,8 Mio. Tonnen, was 54% mehr sind als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

23.09.2019 Ukraine: Ein Update der Getreideernte
Die Ukraine hat per 23. September Getreide in einem Volumen von 43,3 Mio. Tonnen geerntet. Das meldet das Landwirtschaftsministeirum am heutigen Montag. Insgesamt erwartet man die Ernte auf Vorjahresniveau von 71 Mio. Tonnen.
Geerntet wurde bisher Getreide auf einer Fläche von 10,8 Mio. Hektar. Das sind 70% der Gesamtfläche. Die duchschnittlichen Erträge liegen bei 4,03 Tonnen pro Hektar. 
Die Geamtmenge beinhaltet 3,6 Mio. Tonnen Mais, die auf 12% der Flächen bereits geerntet wurden mit einem Durchschnittsertrag von 5,97 Tonnen pro Hektar.
Abgeschlossen ist bereits die Weizen- und die Gersteernte.
23.09.2019 Äthiopen sucht Mahlwiezen am Weltmarkt

Äthiopien sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 200.000 Tonnen Mahlweizen berichten europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am 29. Oktober.

23.09.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 10.09.19 bis zum 17.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 1.812 Kontrakte auf 12.577 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen aber weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen ein weiteres Mal erhöht um 34.227 Kontrakte auf 170.626 Netto-Short-Positionen. Dabei wurden die Long-Positionen um 11.580 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 22.647 Kontrakte erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 43.556 Lots auf 48.181 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 17. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
23.09.2019 Erstmals seit 6 Jahren überdurchschnittlich viel Monsunregen in Indien

Indien wird in diesem Jahr wohl überdurchschnittlich viel Monsunregen abbekommen. Zum ersten Mal seit sechs Jahren. Das ist die Erwartung von zwei Wetterdiensten, die sich gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters äußerten. Das würde sich günstig auf die schwächelnde Wirtschaft des Subkontinents auswirken.
So könne der Anbau von Wintersaaten wie Weizen, Reis, Rapssaat sowie Kichererbsen ausgeweitet werden, wovon die alle Marktbeteiligten im ländlichen Raum profitieren würden und die Wirtschaftskraft damit gestärkt werden.
Der länger anhaltende Monsunregen füllt auch die Reservoirs und das Grundwasser in dem Land in dem es für seine 1,3 Mrd. Menschen zuletzt Engpässe mit der Wasserversorgung gab.
Schwere und ergiebige Regenfälle könnten sich aber bei den Feldbeständen von Baumwolle, Sojabohnen und Hülsenfrüchten, die kurz vor der Ernte stehen, negativ auswirken.
Der Monsun liefert rund 70% der jährlichen Regenfälle in Indien und bestimmt damit die Erträge von Reis, Weizen, Zuckerrohr und Ölsaaten wie Raps und Sojabohnen. Die Landwirtschaft Indiens trägt mit 15% zur 2,5 Billionen Wirtschaftsleistung bei. Mehr als die Hälfte der 1,3 Mrd. Menschen in Indien leben von und mit der Landwirtschaft.

23.09.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach dem 1-Monats-Hoch zu Beginn der Woche belasteten am Freitag die Weizenfutures in Chicago. Begrenzt wurden die Verluste allerdings durch die anhaltenden Niederschläge in den Anbauregionen für US-Sommerweizen, die Ernteverzögerungen und Qualitätsprobleme zur Folge haben sowie durch die Trockenheit auf der Südhalbkugel. Institutionelle Anleger verkaufen am Freitag 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit Verlusten. Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee schlossen auch die Weizennotierungen an der Euronext in Paris auf allen Terminen mit moderaten Verlusten. Der Frontmonat Dezember erreichte das Monatshoch von 172,50 Euro vom Donnerstag nicht erneut und beendete den Handelstag unterhalb des starken Chartwiderstands von 172 Euro. Die Weizenmärkte erhielten in der abgelaufenen Woche Unterstützung durch eine Reihe von Käufen bedeutender Importländer. In Deutschland belastet weiterhin die schwache Nachfrage aus dem In- und Ausland den Markt. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR beließ in seinem am Freitag veröffentlichten Update die Prognose der russischen Weizenernte 2019 unverändert bei 75 Mio. Tonnen. IKAR merkte jedoch an, dass das Ergebnis möglicherweise noch höher ausfallen könnte.

20.09.2019 Weizenmarkt

Die Weizenfutures in Chicago handeln gegenwärtig mit moderaten Aufschlägen und werden die Handelswoche mit Kursgewinnen von etwa 1,4% beenden. Unterstützt werden sie durch die jüngsten Nachfrageimpulse und durch ungünstige Wetterbedingungen in einigen wichtigen Anbauregionen. Algerien und Ägypten haben in dieser Woche Weizen am Weltmarkt gekauft. Das führte zu steigenden Preisen, nachdem die Kurse Anfang des Monats auf ein 3 ½ Monats-Tief rutschen. Anhaltende Niederschläge bremsen die Sommerweizenernte in den Vereinigten Staaten, die nun zu 76% abgeschlossen ist. Auch Kanada´s Provinzen Alberta und Manitouba sind betroffen. Aufgrund des feuchten Wetters treten zunehmend Qualitätsprobleme auf. Auf der Südhalbkugel läuft es ebenfalls nicht rund. In Australien und in Argentinien begrenzt die Trockenheit das Angebot.

20.09.2019 Wetter und Politik - doppeltes Dilemma für Argentiniens Farmer

Ungewöhnlich trockenes Wetter beunruhigt die Farmer in Argentinien; sie hoffen auf Regen im Oktober. Außerdem herrscht in dem südamerikanischen Land eine große Unsicherheit über die zukünftigen politischen Verhältnisse, denn im Oktober werden dort Präsidentschaftswahlen abgehalten. Der wirtschaftsfreundliche Präsident Mauricio Macri könnte sein Amt verlieren.
Während am 27. Oktober die Linken an die Macht kommen könnten, beginnt auch die Aussaat von Mais. Dafür ist es derzeit aber noch viel zu trocken. Darunter leiden bereits die Weizenbestände.
Die Farmer trauen den Peronisten nicht über den Weg, denn Macris Vorgängerin Cristina Fernandez der Kirchner hatte während ihrer Regierungszeit die Agrarexporte durch hohe Zölle und Ausfuhrbeschränkungen eingeschränkt. Nachdem sich in einer Vorwahl im August ein möglicher Regierungswechsel zu Gunsten der Linken abzeichnet, verfiel der Wechselkurs der Landeswährung gegenüber dem US-Dollar deutlich.
Das veranlasst viele Farmer, mehr Sojabohnen als Mais anzubauen. Zum einen, weil der Maisanbau mehr Betriebsmittel benötigt, die in (teuren) US-Dollar bezahlt werden. Zum anderen, weil es derzeit zu trocken ist. Die Sojabohne wird erst Ende Oktober gelegt, bis dahin ist Wahrscheinlichkeit für Regen größer.
Die Farmer befürchten aber wieder eine Politik, die ihnen die Gewinne nimmt, sofern Macri nicht wiedergewählt wird.
Bei vielen Bauern liegen die Nerven jetzt blank, weil das Wetter und die Politik gegen sie spielen. Inzwischen kommt der Winterweizen dort in die Blühphase und er braucht bis Mitte Oktober dringend Regen.
Am trockensten ist es in den Regionen La Pampa, Cordoba und Buenos Aires sowie in Santa Fe, wo insgesamt 60-70% des nationalen Maisanbaus stattfindet. Ausgerechnet jetzt, wo die Chance besteht, mehr Agrarrohstoffe nach China zu exportieren, ist es in Argentinien und Brasilien zu trocken.

20.09.2019 Russland: IKAR belässt Weizenernte-Prognose unverändert

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat in seinem heute veröffentlichten Update die Prognose der Weizenernte 2019 unverändert bei 75 Mio. Tonnen belassen. IKAR merkte jedoch an, dass das Ergebnis möglicherweise noch höher ausfallen könnten. Die Prognose der gesamten Getreideernte in Russland liegt bei 122 Mio. Tonnen.

20.09.2019 Getreidevorräte in der Ukraine wie im Vorjahr

Am 1. September lagerten in der Ukraine 21,1 Mio. Tonnen Getreide, ähnlich viel wie im Vorjahr (21 Mio. to). Das geben die Zahlen des Statistik-Service von AKP-Inform von heute her.
Diese Bestände in großen und Mittelgroßen Unternehmen des Landes beinhalten auch 15,3 Mio. Tonnen Weizen. Nicht eingeschlossen sind Getreidevorräte in hunderten von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben.
Die Ernteprognose für dieses Jahr liegt bei 71 Mio. Tonnen Getreide.

20.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten leichte Verluste hinnehmen. Gewinnmitnahmen nach dem Erreichen eines 1-Monats-Hoch´s belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 286.600 Tonnen US-Weizen unter den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde moderat schwächer. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag unverändert bis minimal fester. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine Prognosen für die EU Weichweizenernte und die Exporte wegen guter Ernteergebnisse in Frankreich und Großbritannien und hoher rumänischer und bulgarischer Exporte zum zweiten Mal in Folge. Die Prognose der Weichweizenernte 2019/20 in der EU 28 wurde jetzt auf 144,5 Mio. Tonnen angehoben. Das wäre 14% über dem Ergebnis des vergangenen Jahres. Im August lag die Prognose noch bei 142,9 Mio. Tonnen. Nach dem für Frankreich enttäuschenden Ergebnis des Algerien-Tenders hoffen Händler nun auf Verkäufe an Marokko. Das Land hat in dieser Woche angekündigt, den Importzoll auf Weizen ab dem 1. Oktober von 135% auf 35% zu senken.

19.09.2019 Wintergetreide Aussaat in der Ukraine verzögert sich

Die Aussaat von Wintergetreide für die Ernte 2020 verzögert sich in der Ukraine und in Teilen Russlands. Das meldeten soeben die Wetterdienste beider Länder.
Die Ukraine und Russland, sein Konkurrent beim Weizenexport aus dem Schwarzmeerraum, warten dringend auf Regen. In Russland ist die Feldbestellung allerdings immer noch weiter als im Vorjahr zu diesem Termin.
Ukrainische Farmer haben bisher erst 17% der geplanten Wintergetreidesaat in der Erde. Das ist eine Fläche von 1,3 Mio. Hektar. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin 1,4 Mio. Hektar. Die Gesamtanbaufläche war im Vorjahr 7,2 Mio. Hektar.
In den letzten 10 Jahren war es in der Ukraine im Herbst 7 x zu trocken. Nun hofft man auf ergiebige Regenfälle im Oktober. In den nächsten Tagen soll es aber noch trocken bleiben.
In Russland ist es in der südlichen Region um Krasnodar ebenfalls zu trocken. Das ist die bedeutendste Anbauregion für russischen Exportweizen. Dort erfolgte die Aussaat aber zum optimalen Zeitpunkt. Wenn es bis Mitte Oktober zu regnen beginnt, würde es die Startbedingungen für das Getreide noch verbessern. Danach könnte es aber eng werden.
Bis zum 18. September hatten russische Farmer 56% ihrer geplanten Anbaufläche mit Winterungen bestellt. Es sind also bisher schon 9,8 Mio. Hektar bestellt, gegenüber 9,2 Mio. Hektar zum diesem Termin im Vorjahr. Die Wetterdienste bestätigen, dass bisher die Bedingungen für den Wintergetreideanbau normal bis zufrieden stellend waren. In einigen Regionen Russlands wird es jetzt aber schon winterlich, was aber für das Getreide noch keine Gefahr darstellt.

19.09.2019 Strategie Grains erhöht Prognosen für EU-Weizenernte- und Exporte

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognosen für die EU Weichweizenernte und die Exporte wegen guter Ernteergebnisse in Frankreich und Großbritannien und hoher Exporte in Rumänien und Bulgarien zum zweiten Mal in Folge erhöht.
Die Prognose der Weichweizenernte 2019/20 in der EU 28 wurde jetzt auf 144,5 Mio. Tonnen angehoben. Das wäre 14% über dem Ergebnis des vergangenen Jahres, als im Sommer eine schwere Trockenheit die Bestände belastete. Im August lag die Prognose noch bei 142,9 Mio. Tonnen.
Strategie Grains untermauert damit den Konsens am Markt, dass die Weizenernte in der EU in diesem Sommer den Schäden der rekordverdächtigen Hitzewelle größtenteils entgangen ist.
Für den Export bezifferte Strategie Grains die Weichweizenlieferungen der EU in dieser Saison auf 25,7 Mio. Tonnen, nach 24,8 Millionen, von denen man noch im vergangenen Monat ausging. Im Vermarktungsjahr 2018/19 wurden 21 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Es wird allerdings erwartet, dass die Weizenvorräte in der EU im Jahr 2019/20 zunehmen werden, da Mais und Gerste als Substitut zur Verwendung als Tierfutter und Weizen anderer Herkunft auf den Exportmärkten die Nachfrage dämpfen könnten, so Strategie Grains.

19.09.2019 Tunesien erhält Offerten auf Weizenausschreibung

Die günstigste Offerte in der Ausschreibung Tunesiens zum Kauf von bis zu 42.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft lag bei $210,68/Tonne c&f. Es folgten Offerten von $212,50 und $212,97/Tonne. Ein Kaufabschluss wurde noch nicht gemeldet. Weitere Details wurden bisher noch nicht gemeldet.

19.09.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Short-Bestand beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche moderat, wetten jedoch weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand von 49.515 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 13. September auf 45.767 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 13. September von 55.649 Kontrakte auf 75.109 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70,4% während Non Commercial Participants 23,2% am Open Interest repräsentieren. 93,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 94,5%).

19.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern aufgrund der gegenwärtig guten weltweiten Nachfrage, kleinerer Ernten auf der Südhalbkugel, technischer Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften Kursaufschläge verzeichnen. Weizen aus den Vereinigten Staaten hat bei internationalen Ausschreibungen derzeit allerdings oftmals das Nachsehen. Heute um 14.30 Uhr unserer Zeit veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen im Vorfeld mit Weizenexporten in einer Spanne zwischen 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kaufen gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen zu. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Algerien kaufte Händlern zufolge bis zu 600.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft und Tunesien schrieb einen Tender zum Kauf von 42.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste aus. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim Weizen in der vergangenen Woche moderat.

19.09.2019 CBoT-Weizenfutures verlassen 5-Wochen-Hoch

Die CBoT-Weizenkurse verlassen heute Morgen ihr 5-Wochen-Hoch obwohl Berichte über ein kleineres Angebot von der Südhalbkugel einen stärkeren Rückgang verhindern.
Trockenes Wetter in Australien und Argentinien wird dort die Getreideerträge senken. In Australien wurden die Ernteschätzungen schon mehrfach gesenkt. In Argentinien erwarten Marktteilnehmer ebenfalls niedrigere Ernteprognosen.
Am Markt wartet man heute auf die US-Exportzahlen. Einer Reuters-Umfrage zufolge dürften Weizen- und Sojabohnen in dieser Woche enttäuschen. In der vergangenen Woche überraschten dagegen höhere Ausfuhren als erwartet.

19.09.2019 Ägypten kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis zwischen $194,13 und $194,60 pro Tonne FOB bzw. $210,73 und $211,20 pro Tonne c&f für den Lieferzeitraum 21. – 31. Oktober. Die Ausschreibung lautete über die Lieferzeiträume 21. – 31. Oktober und 1. – 10. November.

18.09.2019 (Korrektur!)Ägypten: Günstigste Weizen-Offerten aus Russland
Die günstigste Offerte in der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Weizen in ungenannter Höhe lag bei $194,13/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. – 31. Oktober.
Für den Lieferzeitraum 1. – 10. November lag die günstige Offerte bei $197,95/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Ursprünglich berichtete der Nachrichtendienst Reuters, dass Offerten aus Frankreich und der Ukraine für den zweiten Lieferzeitraum am Günstigsten waren.
 
18.09.2019 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 42.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Die Herkunft ist optional und die Angebotsfrist endet am 19. September.

18.09.2019 Algerien kauft bis zu 600.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat Händlern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zwischen 420.000 und 600.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Der Preis dafür lag demnach bei etwa $211/Tonne c&f. Einige Händler schätzen den Preis in einer Spanne zwischen $211 - $213 /Tonne c&f. Erwartet wird, dass der Weizen aus Frankreich und dem Baltikum stammt. Algerien veröffentlicht traditionell nicht die Ergebnisse seiner Ausschreibungen.
Gesucht wurde Weizen für die Lieferperioden 1. – 15 November und 16. – 30. November. Einige Händler waren überrascht, weil damit der Oktober-Lieferzeitraum übersprungen wurde.
Zuletzt kaufte Algerien am 31. Juli 570.000 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum September.

18.09.2019 Ukraines Getreidehändler wollen 1 Mio. Tonnen mehr Weizen ausführen

Getreidehändler in der Ukraine bitten ihre Regierung darum, in der Vermarktungsperiode 2019/20 das Exportvolumen für Weizen von 19 auf 20 Mio. Tonnen anzuheben.
Die Regierung in Kiew und die großen Händler des Landes am Schwarzen Meer vereinbaren jährlich eine Exportmenge für Weizen, die vom Handel möglichst nicht überschritten werden soll. Im Gegenzug verspricht die Regierung, die Exportbedingungen nicht zu ändern.
Die Ukraine erntete in 2018 ca. 27 Mio. Tonnen Weizen.
Der Wirtschaftsminister hatte bereits letzte Woche mitgeteilt, dass es wohl eine Übereinstimmung mit den Händlern geben werde.
Seit dem 1. Juli, dem Beginn dieser Vermarktungssaison, exportierte die Ukraine bereits 11,1 Mio. Tonnen Getreide, im selben Zeitraum des Vorjahres waren es zu diesem Termin 7,3 Mio. Tonnen. Darin enthalten sind 6,75 Mio. Tonnen Weizen und 2,45 Mio. Tonnen Gerste sowie 1,88 Mio. Tonnen Mais.
Im letzten Jahr erntete das Land 70 Mio. Tonnen Getreide, soviel sollen es in diesem Jahr auch werden. Insgesamt sollen 50 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt werden.

18.09.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg am Montag, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie deutlich gefallene Rohölnotierungen sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für Kursverluste. Rohöl verlor an der Börse gestern 6% an Wert, nachdem es am Montag um 12% zulegte. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den schwächeren Vorgaben aus Übersee und verzeichneten bei schwachen Umsätzen ebenfalls Verluste. Die starke Konkurrenz am Exportmarkt belastet zudem die Kurse. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis er algerischen Weizen-Ausschreibung, Weizen aus Frankreich wird als wettbewerbsfähigster Ursprung erachtet. In Deutschland bleibt die Nachfrage schwach, der schwächere Wechselkurs des Euro könnte jedoch die Exportaussichten ankurbeln. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21.-31. Oktober stattfinden. Marokko plant den Importzoll auf Weizen ab dem 1. Okt. von 135% auf 35% zu senken. Erwartet wird, dass das Land die Importsaison nach der schwachen einheimischen Ernte in Kürze eröffnet.

18.09.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 21.-31. Oktober und/oder 1. - 10. November stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 27. August kaufte Ägypten 350.000 Tonnen Weizen aus Russland der Ukraine und Frankreich zur Lieferung vom 1. -10. Oktober.

17.09.2019 Äthiopien sucht 400.000 Tonnen Weizen

Die staatliche Getreideagentur Äthiopiens hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von rund 400.000 Tonnen Mahlweizen aufgelegt. Das teilten soeben europäische Händler mit.

17.09.2019 Marokko bereitet sich auf Getreideimporte vor

Marokko will seinen Importzoll für Weichweizen ab dem 1. Oktober von 135% auf 35% senken. Damit soll erreicht werden, dass die Getreidepreise im Land stabil bleiben und der lokale Markt regulär versorgt wird.
Das Nordafrikanische Land hat Ende September nur noch eine Weizenreserve von 1,5 Mio. Tonnen. Damit wären die Mühlenbetriebe des Landes nur noch 2,7 Monate versorgt.
Die diesjährige Getreideernte war mit 5,2 Mio. Tonnen nur knapp halb so groß wie in 2018. Es war zu trocken. Die diesjährige Ernte beinhaltet 2,68 Mio. Tonnen Weichweizen und 1,34 Mio. Tonnen Durum, sowie 1,16 Mio. Tonnen Gerste.

17.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Die Winterweizenaussaat hat begonnen

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Danach waren per 15. September 76% der Sommerweizenbestände geerntet.
In der Vorwoche lag der Anteil bei 71%. Deutlich fortgeschrittener waren die Ernteaktiviäten vor einem Jahr, als bereits 96% der Bestände geerntet waren. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 93%. Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 82%.
Winterweizen zur Ernte 2020 ist, wie von Analysten erwartet, auf 8% der geplanten Flächen ausgesät (Vorwoche: 0%; Vorjahr: 12%; 5-Jahres-Durchschnitt: 12%).

17.09.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe, feste Rohölnotierungen sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 459.258 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und beendeten den Handelstag nahe dem Drei-Wochen-Hoch vom vergangenen Freitag. Der schwächere Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum am Exportmarkt verbessert, gab dem Markt zudem Auftrieb und könnte das Zünglein an der Waage in der Weizen-Ausschreibung Algeriens sein. Australiens oberster Rohstoffschätzer senkte gestern seine Prognose für den Weichweizenexport in der Vermarktungssaison 2019/20 um 7,7%. Die Trockenheit begrenzt das Angebot. Die EU-Weichweizenexporte 2019/20 erreichten per 15. September 5,1 Mio. Tonnen (+34% zum Vorjahr).

16.09.2019 Australien senkt Exportprognose für Weizen um 7,7%

Australiens oberster Rohstoffschätzer senkte heute seine Prognose für den Weichweizenexport in der Vermarktungssaison 2019/20 um 7,7%. Trockenheit begrenzt das Angebot.
Diese Reaktion erfolgt, nachdem in der letzten Woche bereits die Ernteschätzung 2019/20 um fast 10% gesenkt wurde. Die vor kurzem gelegte Saat kämpft ums Überleben, weil es zu trocken ist.
Das Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics and Science (ABARES) schätzte letzte Woche Dienstag die nächste Weizenernte nur noch auf 10,8 Mio. Tonnen. Die vorherige Schätzung lag noch bei 11,7 Mio. Tonnen.
Eine kleinere Ernte in Australien stützt die Getreidepreise am Weltmarkt. Börsenkurse für Weizen notieren seit letzter Woche auf einem Monats-Hoch, da man von einem kleineren Angebot ausgeht.
Das zu erwartende kleinere Weizenangebot in Australien sorgte inzwischen dafür, dass Käufer auf dem südlichen Kontinent bereits 300.000 Tonnen kanadischen Weizen kauften. Es ist ein äußerst seltener Fall, dass Australien Getreide importieren muss.

16.09.2019 EU-Kommission senkt Prognose der Maiserträge

Der Crop-Monitoring-Service der EU hat seine Prognose der EU-weiten Maiserträge 2019 aufgrund des anhaltend trockenen Wetters in Südosteuropa reduziert. Die aktuelle Prognose liegt bei 7,63 Tonnen pro Hektar (t/ha). Sie liegt knapp über dem Durchschnittsertrag der vergangenen fünf Jahre. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch bei 7,93 t/ha. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 8,6%.
Die Schätzungen für die bereits geernteten Weizenkulturen blieben unverändert bei 6,03 t/ha (1,5% über dem 5-Jahres-Durchschnitt), während Raps bei 3,09 t/ha liegt.

16.09.2019 Ukraine: APK-Inform senkt Prognose der Getreideernte 2019
Der ukrainische Analyst APK-Inform hat seine Prognose der Getreidernte 2019 um 0,4% auf 71,514 Mio. Tonnen reduziert.
Weitere Prognosen aus dem heute veröffentlichten Bericht:
Maisernte 2019: 33,535 Mio. Tonnen (-0,8%)
Weizenernte 2019: 27,307 Mio. Tonnen (-0,8%)
Getreideexporte 2018/19: 50,007 Mio. Tonnen
16.09.2019 Ukraine: Schwache Weizenexporte

Die ukrainischen Getreideexporte aus Seehäfen gingen in der Woche vom 7. bis 13. September von 1,6 Mio. Tonnen auf rund 881.000 Tonnen zurück, was auf kleinere Weizenexporte zurückzuführen war, zeigen vorläufige Daten von APK-Inform die heute veröffentlicht wurden.
Die Weizenexporte gingen von 1,28 Mio. Tonnen in der Vorwoche auf 621.000 Tonnen zurück, während die Gerstenexporte von 227.000 Tonnen auf 253.000 Tonnen stiegen, so das Beratungsunternehmen.
Die meisten Getreidexporte der Ukraine gingen letzte Woche in die Türkei, nach Ägypten und Saudi-Arabien.

16.09.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Zeit vom 03.09.19 bis zum 10.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 6.648 Kontrakte auf 14.389 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen erneut ausgebaut um 17.028 Kontrakte auf 136.399 Netto-Short-Positionen. Dabei wurden die Long-Positionen zwar um 6.816 Kontrakte erhöht, die Short-Positionen wurden allerdings ebenfalls erhöht um 23.844 Kontrakte.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 18.610 Lots auf 91.737 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 10. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt! 

16.09.2019 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 17. September und die Offerten sollen eine Gültigkeit bis zum 18. September haben. Gesucht wird Weizen zur Lieferung 1. - 15. November und 16. - 30. November. Zuletzt kaufte Algerien am 31. Juli 570.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Die Ausschreibung lautet über die Menge von 50.000 Tonnen, doch Algerien kauft bei seinen Ausschreibungen häufig erheblich mehr. Algerien ist ein wichtiger Exportkunde für Weizen aus Westeuropa, insbesondere für Frankreich.

 

16.09.2019 Getreidemail

Auf nahezu unverändertem Niveau beendeten die Weizenfutures am Freitag den Handel in Chicago. Leichte Unterstützung erhielten sie durch die Kursteigerungen beim Soja- und Maiskomplex, während Gewinnmitnahmen und eine weltweit gute Versorgungslage beim Weizen den Markt belasteten. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat Dezember um 4,3% zu, der höchste Wochengewinn seit drei Monaten. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den Anfangsgewinnen aus Übersee folgen und schlossen mit leichten Aufschlägen. In Deutschland drückte die schwache Inlands- und Exportnachfrage die Preise. Die Nachfrage ist allgemein unzureichend, da die deutschen Mühlen anscheinend bis Ende 2019 gut eingedeckt sind und die Exporte aufgrund der Konkurrenz aus dem Ostseeraum und der Schwarzmeer-Region voraussichtlich auf einem niedrigen Niveau bleiben, so ein Händler. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €2,00 unter Paris Dezember 19.

13.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago folgten gestern den kräftigen Gewinnen beim Soja- und Maiskomplex, profitierten von der optimistischen Stimmung in den Gesprächen mit China und schlossen auf einem 1-Monats-Hoch. Mit 602.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales zudem über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Der monatliche WASDE-Report wurde dagegen als neutral bewertet. Die US-Weizenendbestände 2019/20 schätzt das USDA unverändert zum Vormonat auf 1,014 Mio.Bushel (Erwartung 1,016 Mio.Bushel). Erhöht wurde die Schätzung der globalen Weizenendbestände 2019/20 auf 286,51 Mio.Tonnen. Sie lag damit über den Markterwartungen von 285,71 Mio.Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoTetwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den guten Vorgaben aus Übersee nur bedingt folgen und schlossen uneinheitlich. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 um 500.000 Tonnen auf 74,9 Mio. Tonnen. Die neue Prognose basiert auf aktuellen Ernteergebnisse, die höher ausfielen, als erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €1,50 unter Paris Dezember 19.

12.09.2019 Russland: SovEcon erhöht Ernteprognose

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Prognose der russischen Getreideernte 2019 um 1,4 Mio. Tonnen auf 118,2 Mio. Tonnen. Die Prognose der russischen Weizenernte wurde um 500.000 Tonnen auf 74,9 Mio. Tonnen erhöht. Die neuen Prognosen basieren auf aktuelle Ernteergebnisse, die höher ausfielen, als erwartet.

12.09.2019 Getreidemail

Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 Uhr) sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach. Der schwächere Wechselkurs des Euro verhinderte jedoch höhere Verluste. Frankreichs Weizenexporte 2019/20 außerhalb der EU schätzt FranceAgriMer jetzt auf 11 Mio. Tonnen (5-Jahres-Hoch). Der starke Wettbewerb aus der Schwarzmeer-Region (derzeit insbesondere aus der Ukraine) und später auch aus Argentinien begrenzt jedoch das Exportpotenzial Frankreichs, so FranceAgriMer. Der ukrainische Verband der Getreidehändler UZA erhöhte seine Prognose der Weizenernte 2019 um 600.000 Tonnen auf 28,3 Mio. Tonnen. Händler glauben, dass im Saudi Arabien Tender Weizen aus dem Baltikum einen großen Anteil am EU-Weizen haben wird. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

11.09.2019 Importeur aus Thailand kauft 70.000 Tonnen Weizen

Ein Import-Unternehmen aus Thailand hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 70.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft gekauft, melden heute Mittag europäische Händler.
Die Thai Feed Mill Association (TFMA) kaufte den Weizen für rund $220,50/Tonne c&f zur Lieferung im Dezember. Verkäufer ist demnach Agrocorp.

11.09.2019 Getreidemail

Positionierungen vor dem morgigen monatlichen USDA-Report sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago zum zweiten Mal in Folge mit guten Gewinnen schließen. Die trockenen Bedingungen in Australien und Argentinien unterstützen die Kurse in Chicago. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse schwächer.
An der Euronext in Paris folgten auch die Weizenfutures auf allen Terminen den verbesserten Vorgaben aus Übersee und kletterten auf den höchsten Stand seit fast zwei Wochen. Das französische Landwirtschaftsministerium hat gestern seine monatliche Schätzung der diesjährigen Weichweizenernte 2019 von 38,2 Mio. Tonnen auf 39,45 Mio. Tonnen erhöht. Die aktualisierte Schätzung liegt knapp 16% über dem Ergebnis des Vorjahres und wäre die zweitgrößte Ernte seit 2015. In Rouen sind die Weizensilos Händlern zufolge gut gefüllt. In Kürze werden Ausschreibungen aus Algerien und Marokko erwartet. Die Preise in Polen gingen vergangene Woche aufgrund der starken Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region und dem Baltikum zurück.

10.09.2019 Frankreich erhöht Prognose der Weizenernte 2019

Das französische Landwirtschaftsministerium hat heute seine monatliche Schätzung der diesjährigen Weichweizenernte 2019 von 38,2 Mio. Tonnen auf 39,45 Mio. Tonnen erhöht. Damit bestätigt sich, dass Frankreich, der größte Getreideproduzent der EU, in diesem Jahr eine seiner größten Weizenernten jemals eingefahren hat. Die aktualisierte Schätzung der Weichweizenproduktion liegt knapp 16% über dem Ergebnis des Vorjahres und wäre die zweitgrößte Ernte seit 2015. Erhöht wurde auch die Schätzung der Sommergersteernte von 13,4 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 13,6 Mio. Tonnen. Für Körnermais wurde die Prognose des Ministeriums von 13,1 Mio. Tonnen auf 12,8 Mio. Tonnen gesenkt. Das wären 2% mehr als im Vorjahr, wobei eine Ausweitung der Anbaufläche einen erwarteten Rückgang der Erträge nach Hitzewellen und Dürre in diesem Sommer ausgleichen würde, so das Ministerium.

10.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Sommerweizen zu 71% geerntet

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Danach wurden per 8.9.19 71% der Flächen geerntet (Vorwoche: 55%; Vorjahr: 92%; 5-Jahres-Durchschnitt: 87%). Erwartet wurde ein Erntefortschritt von 69%.

10.09.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Positionierungen vor dem WASDE-Report sowie zu trockene Wetterbedingungen in Australien und Argentinien ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 402.486 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Australiens Statistikbehörde ABARES senkte die Prognose der Weizenproduktion in Australien in der Vermarktungsperiode 2019/20 um fast 10% auf 19,2 Mio. Tonnen, weil die anhaltende Trockenheit die Produktion an der Ostküste beeinträchtigt. Sollte die Prognose eintreten, würde sie mehr als 22% unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 24,7 Mio. Tonnen liegen und im dritten Jahr in Folge eine unterdurchschnittliche Produktion bedeuten. Auch in Argentinien belastet trockenes Wetter im westlichen Teil des Landes die Weizenbestände und damit die Ertragsaussichten. Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Terminen zu. Nur der auslaufende Septembertermin 2019 gab deutlich nach. Saudi Arabiens SAGO kaufte gestern 780.000 Tonnen Weizen. Händler glauben, dass 60% davon aus der Schwarzmeer-Region bedient werden und 40% aus der nördlichen EU.

10.09.2019 Institutionelle kauften gestern 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen

09.09.2019 Australien: ABARES senkt Weizenprognose um fast 10%

Die australische Statistikbehörde ABARES senkt ihre Prognose der Weizenproduktion in Australien in der Vermarktungsperiode 2019/20 um fast 10%, weil die anhaltende Trockenheit die Produktion an der Ostküste beeinträchtigt.
Das australische Amt für Agrar- und Ressourcenökonomie und -wissenschaften (ABARES) bezifferte die Produktionsmenge auf 19,2 Mio. Tonnen, verglichen mit seiner vorherigen Schätzung im Juni (21,9 Mio. Tonnen). Sollte die Prognose eintreten, würde sie mehr als 22% unter dem 10-Jahres-Durchschnitt von 24,7 Mio. Tonnen liegen und im dritten Jahr in Folge eine unterdurchschnittliche Produktion bedeuten.
Die Aussichten für die australische Wintergetreideproduktion in der Saison 2019/20 verschlechterten sich im Winter in einigen Regionen aufgrund ungünstiger Wachstumsbedingungen, insbesondere in New South Wales und Queensland, so ABARES in seinem Quartalsbericht.
In Australien wird Weizen im April/Mai ausgesät und im Dezember geerntet. Das Frühjahr auf der Südhalbkugel (ab September), ist die wichtigste Phase in der Entwicklung der Weizenpflanzen.
Bei geringerer Produktion wird Australien - normalerweise einer der größten Exporteure der Welt - in Zeiten fallender Preise wahrscheinlich auch größere Marktanteile auf lukrativen Märkten wie Indonesien und Korea verlieren.
Die kleinere Ernte in Australien ist derzeit einer der größten Faktoren, der die Preise an der CBoT stützt. In diesem Jahr sind die Preise an der CBoT allerdings bereits um 8% gesunken aufgrund der insgesamt weltweit guten Versorgungslage.
Niedrigere Weizenexporte wirken sich auch auf Australiens stotternde Wirtschaft negativ aus. Weizen ist das lukrativste Exportgut auf dem Agrarsektor mit einem Wert von etwa 50 Mrd. AUD.
Im Jahr bis Juni 2019 fiel Australiens Rang unter den Top-Exporteuren von Weizen auf Platz 7 - nachdem es 2016/17 der drittgrößte Exporteur war und die Produktion einen Rekordwert von 35,1 Mio. Tonnen erreichte. Eine geringere Produktion kann einige Müller zu selten vorkommenden Importen zwingen. Australien genehmigte im Mai die erste Importsendung von Weizen in das Land seit mehr als zehn Jahren.

09.09.2019 Russland Exportpreise für Weizen sinken seit 6 Wochen

Seit nunmehr sechs Wochen sinken die Weizenexportpreise in Russland und sie erreichen nun das Niveau vom Oktober 2017. Die Konkurrenz aus anderen Überschussregionen der Welt ist sehr groß.
Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5% kostete am vergangenen Freitag 186,5 USD/Tonnen fob und damit 2,5 USD/Tonnen weniger als eine Woche zuvor. Der Preis für Gerste blieb auf 177 USD/Tonnen stabil.
Mit großer Aufmerksamkeit hat der Markt die Ausschreibung Saudi-Arabiens verfolgt, in der erstmals auch Russen-Weizen zugelassen war. Bisher konnte der Weizen von dort nicht die hohen Ansprüche der Käufer in Bezug auf Insektenfraß erfüllen. Die Bedingungen dafür wurden aber im August gelockert. Das russische Beratungsunternehmen SovEcon hofft darauf, dass zumindest ein Teil der Ausschreibung aus Russland bedient werden kann. Im Süden weisen die Getreideproben im Durchschnitt 0,6% Insektenfraß aus, 0,5% sind für Saudi-Arabien erlaubt.
Russland hat seit dem Start der Vermarktungssaison 2019/20 am 1. Juli und bis zu diesem Wochenende 9,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das waren 12% weniger als zum selben Termin im Vorjahr. Darin waren 8,5 Mio. Tonnen Weizen enthalten.
Auf 29% der geplanten Anbaufläche haben russische Farmer bereits das Wintergetreide für die Ernte 2020 in trockene Böden gesät. Da jetzt Regen vorhergesagt wird, sind die Startbedingungen nahezu optimal.

09.09.2019 Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Short-Bestand beim Weizen und Mais
Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 27.08.19 bis zum 03.09.19 den Netto-Short-Bestand beim SRW-Weizen um 17.981 Kontrakte auf 21.037 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen erneut ausgebaut um 25.234 Kontrakte auf 119.371 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 2.827 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 22.407 Kontrakte erhöht.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.920 Lots auf 73.127 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 3. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.09.2019 Saudi-Arabien kauft 780.000 Tonnen Weizen

Saudi-Arabien kaufte am Wochenende 780.000 Tonnen Weizen. Es war die erste Ausschreibung in der man 0,5% Wurmfraß tolerieren würde, sodass auch Schwarzmeerweizen geliefert werden könnte.
Der Durchschnittspreis für die Käufe lag bei 217,79 USD/Tonne c&f im Zeitraum 10. November 2019 bis 10. Januar 2020. Die Verkäufer haben die Freiheit, das Herkunftsland zu bestimmen.
Im August hatte Saudi-Arabien die Spezifikation für seine internationalen Ausschreibungen bezüglich des Insektenfraß von 0% auf 0,5% gelockert. Russland sucht schon seit geraumer Zeit den Zugang nach Saudi-Arabien und will auch einen noch größeren Marktanteil im Mittleren Osten und Nordafrika. Das könnte die Anbieter aus der EU und aus den USA bedrängen.
Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob in dieser Ausschreibung noch kein russischer Weizen dabei ist. Die traditionellen Anbieter aus dem Baltischen Raum werden zumindest den Großteil der Menge liefern. Für Russland ist nämlich auch die 0,5%-Toleranz Insektenfraß eine große Herausforderung.

09.09.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie schwache US-Weizenexporte ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 312.100 Tonnen US-Weizen unterhalb der Markterwartungen von 400.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf den Terminen der alten Ernte 2019 den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Die Termine der neuen Ernte 2020 konnten hingegen etwas zulegen. Frankreichs Weichweizenexporte stiegen im Juli, dem ersten Monat der Saison 2019/20, gegenüber dem Vorjahresmonat um 8% auf 1,4 Mio. Tonnen. Die Gesamtmenge umfasste 722.000 Tonnen, die außerhalb der Europäischen Union verschifft wurden (+16%). Heute wird das Ergebnis der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 595.000 Tonnen Weizen erwartet. Es ist die erste Ausschreibung, in der Offerten aus der Schwarzmeer-Region zugelassen sind. Außerdem rechnen Händler in Kürze mit einer Ausschreibung des staatlichen algerischen Getreideeinkäufers OAIC.

06.09.2019 Frankreich: Weizenexporte im Juli 8% über Vorjahr

Die französischen Weichweizenexporte stiegen im Juli, dem ersten Monat der Vermarktungssaison 2019/20, gegenüber dem Vorjahresmonat um 8% auf 1,4 Mio. Tonnen, das zeigen Zolldaten die heute veröffentlicht wurden.
Die Gesamtmenge umfasste 722.000 Tonnen, die außerhalb der Europäischen Union verschifft wurden. Dies entspricht einer Steigerung von 16% gegenüber Juli letzten Jahres.
Algerien behauptete seine Position als führender Bestimmungsort für französischen Weizen mit rund 495.000 Tonnen (+4% zum Vorjar).

06.09.2019 Getreideexporte aus der Ukraine bereits bei knapp 10 Mio. Tonnen

Seit dem 1. Juli 2019 und bis heute hat die Ukraine 9,79 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 6,3 Mio. Tonnen.
Darin enthalten sind 5,63 Mio. Tonnen Weizen, 2,28 Mio. Tonnen Gerste und 1,86 Mio. Tonnen Mais.
In der Vermarktungssaison 2018/19 hatte die Ukraine die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Über die Menge, die in dieser Saison exportiert werden kann, hält sich das Ministerium noch bedeckt.
Das Schwarzmeerland gehört zu den führenden Getreideexportnationen der Welt.
Bis zum 2. September wurden dort 39,4 Mio. Tonnen Getreide von 66% der Anbaufläche geerntet. Die Ernteschätzung des Ministeriums liegt derzeit bei 71,1 Mio. Tonnen (Vj.: 69,8 Mio. Tonnen).

06.09.2019 Russischer Weizen bald auch nach China?

Der russische Landwirtschaftsminister erwartet, dass China innerhalb der nächsten 12 Monate für Weizenlieferungen aus Russland öffnet. Das ist eine Meldung des Nachrichtendienstes RIA von heute.

06.09.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und konnten zulegen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie zu trockene Wetterbedingungen in Australien gaben dem Markt Auftrieb. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten im Vorfeld Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren, legten auf allen Terminen leicht zu und erholten sich dabei von den Kontrakttiefs in dieser Woche. Trotz des export-freundlichen schwachen Wechselkurs des Euro wird die Stimmung am Markt hauptsächlich durch die gute Versorgungslage und die Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region beeinflußt. Im Mittelpunkt des Interesses steht die Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 595.000 Tonnen Weizen. Die Öffnung des saudischen Marktes für Weizen aus der Schwarzmeer-Region führt in Deutschland zu der Sorge, dass der deutsche Absatz auf seinem größten Exportmarkt sinken könnte.

05.09.2019 Saudi Arabien sucht 595.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 595.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Es ist die erste Ausschreibung, in der auch Offerten aus der Schwarzmeer-Region zugelassen sind. Anfang August teilte das Unternehmen mit, dass es die hohen Qualitätsparameter in Bezug auf Insektenfraß senkt. Damit erhalten Produzenten aus dem Schwarzmeerraum die Möglichkeit, sich an Ausschreibungen zu beteiligen.
Russland strebt seit langem den Zugang zum Weizenmarkt in Saudi-Arabien an und beabsichtigt, seine Bedeutung im Nahen Osten und in Nordafrika auszubauen.
Weizen aus dem Schwarzen Meer erfüllte bisher nicht die saudischen Spezifikationen für schädlingsfreie Ware. Das letzte vom Nachrichtendienst Reuters am Donnerstag veröffentlichte Ausschreibungsdokument zeigte jedoch, dass das Unternehmen einen Schaden von bis zu 0,5% akzeptieren würde.
Die Lieferung des Weizens soll zwischen November und Januar erfolgen, heißt es in einer Erklärung. Am Freitag endet die Angebotsfrist, die Ergebnisse werden voraussichtlich am Montag bekannt gegeben.
Der russische Landwirtschaftsminister Dmitry Patrushev, dessen Land sich stark für die Lockerung der Weizenspezifikationen eingesetzt hat, ist am Donnerstag in Saudi-Arabien und wird mit dem saudischen Energieminister Khalid al-Falih über bilaterale Beziehungen sprechen.

05.09.2019 Euronext: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Bestand beim Weizen aus

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche erneut aus und wetten somit weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand der 38.988 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 30. August auf 42.479 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 30. August von 48.225 Kontrakte auf 51.176 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 74,6% während Non Commercial Participants 20,0% am Open Interest repräsentieren. 94,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 95,6%).

05.09.2019 Getreidemail

Gelegenheitseinkäufe nach vier Sitzungen mit Kursverlusten, der schwächere Wechselkurs des US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt verbessert und positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die starke Konkurrenz am Weltmarkt belastet die Weizenpreise. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Während der in Kürze auslaufende September-Fronttermin erneut nachgab, konnten die Folgemonate moderat zulegen. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar verhinderte dabei höhere Aufschläge. Aktuell sucht der Markt nach Orientierung und neuen Impulsen. Am 12. September veröffentlicht das USDA den monatlichen WASDE-Report. In den kommenden Tagen wird eine Ausschreibung des großen Weizenimporteurs Algerien erwartet. Instutitionelle Anleger an der Euronext erhöhten in der vergangenen Woche das Engagement der Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen von 38.988 auf 42.479 Kontrakte.

04.09.2019 Australiens Ernteprognose für Weizen um weitere 10% gesenkt

Die bereits drei Jahre andauernde Trockenheit in Australien sowie die Aussicht auf unterdurchschnittlich geringe Niederschläge während des dortigen Frühlings führt zu einer um 10% niedrigeren Ernteprognose von Industrievertretern.
Die düsteren Aussichten für die Weizenernte in Australien, das früher schon mal der weltweit größte Anbieter des Getreides war, ist für die Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum, also Russland und die Ukraine, ein Silberstreif am Horizont. Diese Länder suchen für ihre Getreideüberschüsse Käufer in rasch wachsenden Absatzmärkten in Asien.
Die Weizenproduktion in Australien könnte laut Industrievertretern nun unter 19 Mio. Tonnen sinken. Die australische Statistikbehörde ABARES ging im Juni noch von einer Erntemenge von 21,2 Mio. Tonnen aus.
Die australische Ernte schrumpft auch, weil viele Getreidefelder vorzeitig zur Gewinnung von Rauhfutter umgewidmet werden. Sollte es in den nächsten zwei bis drei Wochen keine nennenswerten Niederschläge geben, würde die Ernteprognose für Weizen sogar unter 19 Mio. Tonnen sinken.
In Australien wird der Weizen von April bis Mai gesät und im Dezember geerntet. Das Wetter im dortigen Frühjahr, das im September beginnt, ist für die Ernte von entscheidender Bedeutung. Allerdings war der dortige letzte Winter so trocken wie noch nie zuvor und das Frühjahr soll auch wärmer und trockener als üblich werden, so die Meteorologen. Diese Horrorbotschaften für Australiens Farmer sind auch für die Viehalter ein großes Problem.
Im Jahr 2019 wird Australien unter den Weizenanbietern der Welt auf den Platz sieben abrutschen, in 2018 war der Kontinent noch auf Platz drei und im Wirtschaftsjahr 2016/17 mit einer Rekordproduktion von 35,1 Mio. Tonnen die Nummer Eins.
Während Australien unter den trockenen Bedingungen leidet, steigt die weltweite Weizenproduktion 2019/20 mit 768,1 Mio. Tonnen auf eine neues Rekordhoch, so die Schätzung des USDA. Die Produktion am Schwarzen Meer wächst dabei am stärksten.
Mühlenbetriebe in Asien schauen derzeit gar nicht mehr nach Australien, wie es bisher üblich war. Die Preise für Schwarzmeerweizen sind aktuell so attraktiv und die Getreidequalität hat sich in den letzten Jahren auch stetig verbessert. Die Abwesenheit von Australien am Weltmarkt ist kein sonderlich großes Problem.
Die Premiumsorte „Australian Premium White“ kostet für Dezember-Lieferung frachtfrei Südostasien 250 USD/Tonne, während eine vergleichbare Qualität aus dem Schwarzmeerraum für 225 USD/Tonnen angeboten wird.

04.09.2019 US-Crop-Progress-Report: Rückläufige Sommerweizen-Ratings

Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend sein wöchentliches Update des Crop-Progress-Report. Danach befinden sich nur noch 67% der Sommerweizenbestände in Top-Verfassung. In der Vorwoche lag der Anteil bei 69%. Analysten erwarteten unverändert stabile Ratings. Geerntet sind 55% der Flächen (Vorwoche: 38%; Vorjahr: 86%; 5-Jahres-Durchschnitt: 78%). Erwartet wurde ein Erntefortschritt von 57%.

04.09.2019 Preise für Russlands Exportweizen sinken seit fünf Wochen

In der letzten Woche fielen die Preise für russischen Exportweizen zum fünften Mal in Folge. Die Konkurrenz zu Anbietern aus der Ukraine und anderen Ländern verschärft sich.
In den ersten Wochen des neuen Wirtschaftsjahres, das am 1. Juli startete, waren die Weizenexporte aus Russland verhältnismäßig schwach. Davon profitierten Anbieter aus der Ukraine.
Russischer Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5% Protein wurde in der letzten Woche um 1 USD/Tonnen billiger und kostete am Freitag 189 USD/Tonnen fob.
In der Saison 2019/20 exportierte Russland bis Freitag 8,7 Mio. Tonnen Getreide und damit 7% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Davon waren 7,3 mio. Tonnen Weizen.

04.09.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage und die starke Konkurrenz am Exportmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Mit 526.049 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Brasilien wird voraussichtlich ab 2020 ein zollfreies Weizenimportkontingent von 750.000 Tonnen pro Jahr einführen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der in Kürze auslaufende Frontmonat September musste dabei die deutlichsten Verluste hinnehmen. Ein neues Kontrakttief markierte die Dezember-Fälligkeit mit einem Kurs von €165,75/Tonne. Der erneut gesunkene Wechselkurs des Euro konnte die Stimmung nicht nachhaltig verbessern. Die Händler konzentrieren sich derzeit primär auf die hohen Erntevorräte und die große Konkurrenz. Die Exportpreise für russischen Weizen sanken in der vergangenen Woche aufgrund des großen Wettbewerbs am Exportmarkt zum fünften Mal in Folge. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19.

04.09.2019 Gute Getreideerträge in den USA zu erwarten

Heute Morgen steigen die CBoT-Kurse der Maisfutures leicht an und erholen sich damit von den niedrigsten Kursen seit Mitte Mai. Diese werden mit der Erwartung einer guten Ernte begründet.
Das Weizenangebot auf der Welt ist groß und die aktuellen Wetterbedingungen lassen nun auch hohe Maiserträge erwarten. Deshalb ist die Nachfrage am Weltmarkt ruhig was die Kurse an den Terminbörsen in den Keller trieb.
Das USDA hat gestern 58% der US-Mais-Feldbestände in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. Das war für Marktbeteiligte auch keine Überraschung. Letzte Woche waren es noch 57%. Es sind bisher aber nur 6% der Felder reif. Im Fünf-Jahres-Mittel waren es zu diesem Termin 13%. Nun ist mehr Wärme erforderlich, damit die Abreife zügig vorankommt.

03.09.2019 Kasachstan senkt Ernte- und Exportprognose für Weizen

Kasachstan hat seine Exportprognose für Weizen und Mehl von ursprünglich neun Mio. Tonnen auf jetzt 7 Mio. Tonnen gesenkt.
Der Landwirtschaftsminister teilte heute Vormittag mit, dass die diesjährige Erntemenge kleiner als erwartet ausfällt, weil der Getreideanbau in einigen Regionen des Landes von extremer Hitze und Trockenheit betroffen war.
Zudem hätten die Nachbarländer, die üblicherweise kasachischen Weizen kaufen, selber gute Getreideernte eingefahren.

03.09.2019 Russlands VTB will Getreideabsatz nach Afrika, Mittlerem Osten, Asien ausweiten

Die von der russischen Regierung kontrollierte VTB-Bank, die inzwischen auch Getreidegeschäfte betreibt, plant die Märkte in Afrika, dem Mittleren Osten und Asien für sich zu erschließen. Das teilte heute ein Vorstandsmitglied der Bank Reporten mit.
VTB ist Russlands zweitgrößtes Geldinstitut und betreibt seit Kurzem die größte Getreidevermarktungs-Infrastruktur des Landes. Nun baut man eine Exportabteilung aus und hat dafür im August die am lokalen Getreidemarkt gut etablierte Mirogruppe gekauft.
Ziel der VTB sei es, beim Getreidegeschäft im Inland und bei Russlands Exporten nennenswerte Marktanteile zu erlangen. Aktuell teilen einige Zwischenhändler und Handelshäuser, darunter auch international operierende Unternehmen, den russischen Getreidemarkt unter sich auf.
In den ersten zwei Monaten der Vermarktungssaison 2019/20 war die Mirogruppe der VTB der viertgrößte Getreideexporteure Russlands, die über Verladeeinrichtungen in den Schwarzmeerhäfen und im Asowschen Meer verfügt. Die größeren Wettbewerber sind zurzeit der lokale Händler RIF, Aston und das Schweizer Unternehmen Glencore.
Diese Häfen zusammen exportierten seit dem 1. Juli und bis zum 25. August 6,1 Mio. Tonnen Getreide. Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, hat seit dem 1. Juli 8,7 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Das waren 7% weniger als im gleichen Zeitraum. Darin enthalten waren 7,3 Mio. Tonnen Weizen.
VTB versucht derzeit auch in anderen Exporthäfen des Landes Dienstleistungen für die Getreidelogistik einzukaufen.

03.09.2019 Getreidemail

Gestern blieben die Börsen in den Vereinigten Staaten aufrund des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. Ohne Vorgaben von der CBoT handelten die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern auf Sparflamme. Die negativen Vorgaben vom Freitag und die vergleichsweise geringen Handelsumsätze sorgten auf allen Terminen für Verluste. Im Handelsverlauf wurde ein neues Kurstief markiert. Der schwache Wechselkurs des Euro begrenzte aber das Abwärtspotenzial, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die EU-Weichweizenexporte in der laufenden Saison 2019/20 (1. Juli bis 30. Juni) erreichten per 1. September ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 20%. Um 5% gesunken sind die Gersteexporte, die ein Volumen von 1,1 Mio. Tonnen erreichten. Gestiegen sind auch die Maisimporte, sie erreichten ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen (+74%).  Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19. Das Exporttempo muss sich angesichts der großen westeuropäischen Ernte und der starken Konkurrenz aus dem Baltikum und dem Schwarzmeerraum noch erhöhen.

03.09.2019 CBoT-Weizenkurse nahe 4-Monats-Tief

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures stehen heute Morgen nach einem verlängerten Wochenende in den USA, deutlich unter Druck. Ein großes Angebot am Weltmarkt drückt die Preise nahezu auf ein Vier-Monats-Tief.
Australische Marktanalysten gehen davon aus, dass auch die russischen Weizenerträge gut sind und dass Bedenken über die Wetterentwicklung im US-Corn-Belt bald vorbei sind. Russland hat nach Angaben des dortigen Landwirtschaftsministeriums bisher eine Getreideernte von 84,6 Mio. Tonnen von 61,1% der Anbaufläche geborgen. Damit ist der Durchschnittsertrag bei 2,96 Tonnen/Hektar. Vor einem Jahr war die Ernte zu diesem Termin 78,6 Mio. Tonnen groß und hatte einen Durchschnittsertrag von 2,9 Tonnen/Hektar.
Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking geht in die nächste Runde, die Hoffnung auf eine Besserung am Weltmarkt ist damit also wieder in weite Ferne gerückt.

02.09.2019 EU-Maisimporte per 1. September 74% gestiegen

Die EU-Weichweizenexporte in der laufenden Saison 2019/20 (1. Juli bis 30. Juni) haben per 1. September ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen erreicht Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 20%. Um 5% gesunken sind die Gersteexporte, die ein Volumen von 1,1 Mio. Tonnen erreichten. Gestiegen sind auch die Maisimporte, sie erreichten ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen (+74%).

02.09.2019 COT-Bericht: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Positionen weiter aus
Institutionelle Anleger erhöhten in der Zeit vom 20.08.19 bis zum 27.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 1.807 Kontrakte auf 3.056 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen kräftig ausgebaut um 37.696 auf 94.137 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden die Long-Positionen um 9.963 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 27.733 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 3.615 Lots auf 76.047 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 27. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
02.09.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und sackten im Handelsverlauf auf das niedrigste Niveau seit Mitte Mai. Belastend wirkten die weltweit gute Versorgungslage sowie die überraschend hohe Anzahl an Andienungen auf den September-Kontrakt. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund eines Feiertags (Labour Day) geschlossen.
Die europäischen Weizenpreise erreichten nach dem starken Rückgang in Chicago neue Tiefststände. Auf beiden Seiten des Atlantiks belastet neben der mangelnden Exportnachfrage die gute weltweite Versorgungslage die Stimmung. Der jüngste Verkauf von 60.000 Tonnen Weizen aus Frankreich an Ägypten konnte die Stimmung in Westeuropa nicht nachhaltig aufhellen.
In Deutschland besteht die Hoffnung, dass der schwache Wechelkurs des Euro die Exportchancen verbessert. Das Exporttempo ist allerdings immer noch deutlich zu gering. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September von €1,00 unter Paris Dezember 19 auf €0,50 unter Paris Dezember 19.

30.08.2019 Linkskandidat will Argentiniens Agrarausfuhren nicht beschränken

Der nach Umfragen wahrscheinlich nächste Präsident Argentiniens Alberto Fernandez bittet die Farmer um einen Neustart der Beziehungen zu seiner Linken Partei.
Er hat vier große Agrarverbände in die Parteizentrale nach Buenos Aires geladen, die zu der früheren Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ein gespanntes Verhältnis hatten. Ihre Exportrestriktionen für Agrarrohstoffe will der Präsidentschaftskandidat im Falle seiner Wahl im Oktober nicht wieder einführen. Ausfuhrbeschränkungen für Mais und Weizen sowie steigende Exportzölle für Sojabohnen führten im Jahr 2018 zu wochenlangen Streiks und Protesten.
Der Kandidat bittet darum, diese Zeit zu vergessen und fordert einen Neustart. Fernandez wurde in Vorwahlen am 11. August von einer großen Mehrheit zum Präsidentschaftskandidaten gekürt und wird seither als Nachfolger von Mauricio Macri, dem Wirtschaftskonservativen amtierenden Präsidenten Argentiniens, gehandelt.
Investoren befürchten, dass die Wirtschaft des südamerikanischen Landes wieder den Bach runter geht und beginnen schon ihre Gelder außer Landes zu bringen.

Argentinien steckt seit den Vorwahlen für das Präsidentenamt Mitte August in der Krise. Oppositionsführer Alberto Fernández, der mit der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner als Vizepräsidentin antritt, hatte deutlich mehr Stimmen geholt als der konservative Amtsinhaber Mauricio Macri. Nun fürchten Investoren, dass Fernández im Oktober die Macht übernimmt und die marktfreundliche Politik seines Vorgängers zurückdreht.

30.08.2019 Ruhiger Start in Exportsaison für russischen Weizen

Bisher hatte Russland einen ruhigen Start in die Weizen-Exportsaison, was dem Export aus der Ukraine zugutekommt.
Russland, die Ukraine, Rumänien und Kasachstan stehen im Wettbewerb, wenn es um den Weizenabsatz aus den Schwarzmeerhäfen nach Nordafrika und dem Mittleren Osten geht. Russland ist dabei der größte Spieler und gleichzeitig auch der weltweit größte Weizenexporteur. Das Land dominiert die Märkte regelmäßig in der Zeit von August bis November.
In der aktuellen Saison, die am 1. Juli begann, exportierte Russland bisher 6,3 Mio. Tonnen Weizen. Das waren 1,4% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang wird mit einer kleineren Erntemenge und den für russische Farmer zu niedrigen Weltmarktpreisen begründet.
Im Gegenteil dazu hat die Ukraine im gleichen Zeitraum schon 4,1 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 55%. Hier wurde die Ernteprognose in den letzten Tagen noch einmal angehoben. Einige der Käufe kamen zustande, weil Russland nicht liefern konnte. Zum einen, weil russische Bauern mehr Geld verlangten und weil die Handelsspannen der Exporteure wegen einem schärferen Wettbewerb untereinander sinken. Die staatliche russische Bank VBT kommt als neuer Dienstleister hinzu, der allerdings anders als viele andere Käufer, über eigene Verladeterminals verfügt.

30.08.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage und Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Mit 661.700 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 700.000 Tonnen. Das IGC hob gestern seine Prognose der globalen Weizenproduktion für die Saison 2019/20 um 1 Mio.Tonnen auf 764 Mio.Tonnen an. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit leichten Verlusten. Im Tagesverlauf wurden neue Kontrakttiefststände markiert. Händler befürchten, dass der starke Rückgang des Pesos nach Argentiniens Ankündigung eines neuen Schuldenplans den Wettbewerb mit französischem Weizen auf Märkten wie Algerien verschärfen wird. Deutschland hat in 2019 22,71 Mio. Tonnen Winterweizen geerntet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 15,9%, meldet das Landwirtschaftsministerium. Die Ernte liegt jedoch 6,6% unter dem Sechs-Jahres-Durchschnitt.

29.08.2019 IGC hebt heute Prognose zur Welt-Maisernte an

Das International Grains Council (IGC) hob heute seine Prognose für die globale Maisproduktion in der Saison 2019/20 an. Maßgeblich dafür sind die besseren Wachstumsbedingungen der US-Maisernte.
Die Regierungsunabhängige Organisation schätzt die Welt-Maisernte nun auf 1,1 Mrd. Tonnen und damit 8 Mio. Tonnen größer als zuvor. Die US-Ernte wird auf 341,5 Mio. Tonnen geschätzt, zuvor wurden 333,5 Mio. Tonnen erwartet.
Die IGC-Schätzung liegt deutlich unter der des USDA, das von 353,1 Mio. Tonnen ausgeht. US-Farmer meinen, dass diese Prognose nicht den Einfluss der vielen Regenfälle im Frühjahr berücksichtigt. Die Teilnehmer der Pro-Farmer-Feldbesichtigung kommen auf eine Schätzung von 339,3 Mio. Tonnen.
Die Experten der IGC sind sich bezüglich ihrer Prognose auch nicht sicher, denn die Vegetationsbedingungen waren vielerorts nicht so gut wie erwartet.
Das Schätzung zur Weizenernte 2019/20 wurde heute vom IGC um 1 Mio. Tonnen nach oben korrigiert. In Frankreich, den USA, der Ukraine und Argentinien erwartet man mehr, was durch kleinere Erträge in Russland und Kasachstan nicht komplett kompensiert wird.
Die globale Produktion von Sojabohnen in 2019/20 wurde heute vom IGC um vier Mio. Tonnen auf 344 Mio. Tonnen gesenkt, weil die US-Anbaufläche um 14% kleiner ausfiel.

29.08.2019 Deutschland: Winterweizenernte um 15,9% gestiegen

Deutschland hat in 2019 eine um 15,9% größere Winterweizenernte einfahren, als im Vorjahr. Das meldet heute das Landwirtschaftsministerium. Sie erreicht demnach ein Volumen von 22,71 Mio. Tonnen. Die Weizenernte über alle Typen kommt auf 23,03 Mio. Tonnen, was einen Anstieg um 13,7% bedeutet. Deutschlands Getreideernte für 2019 (ohne Mais) wird gegenüber dem Vorjahr um 17,8% auf 44,70 Tonnen steigen, teilte das Ministerium mit.

29.08.2019 Ukraine: Landwirtschaftsministerium erwartet Anstieg der Weizenernte um 13%

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat heute seine erste Prognose der ukrainischen Weizenernte 2019 veröffentlicht. Es rechnet mit einer Erntemenge von 27,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24,6 Mio. Tonnen). Dem Bericht zufolge wird die gesamte Getreideernte von 69,8 Mio. Tonnen in 2018 auf 71,11 Mio. Tonnen steigen.
Per 27. August wurden in der Ukraine 39,2 Mio. Tonnen Getreide auf 66% der Anbaufläche geerntet. Davon sind 28 Mio. Tonnen Weizen.
Das Ministerium gab keine Prognose über die Getreideexporte in laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli – Juni) ab. Im vergangenen Vermarktungsjahr wurde die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Am 28.08. meldete das Ministerium, dass bisher 7,6 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr exportiert wurden, davon 4 Mio. Tonnen Weizen.
Getreide, Speiseöl und Ölsaaten dominieren die ukrainischen Agrarexporte.
Einer ungenannten Quelle zufolge hat das Landwirtschaftsministerium vorgeschlagen, Weizenexporte im Volumen von 19 Mio. Tonnen zu erlauben. Darin enthalten sind demnach 11 Mio. Tonnen Weizen (Vorjahr: 8 Mio. Tonnen). Im vergangenen Jahr lag das mögliche Exportvolumen bei 16 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium und die großen Getreidehändler unterzeichnen jährlich ein Memorandum, in der eine Prognose und die zulässige Exportobergrenze in der Vermarktungsperiode festgelegt wird. In dem Dokument verpflichten sich die Händler, an die Exportgrenzen zu halten. Das Ministerium verpflichtet sich im Gegenzug, die Exportregeln unverändert zu belassen. Das Memorandum soll noch im September unterzeichnet werden.

29.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago gerieten gestern aufgrund großer globaler Vorräte etwas unter Druck und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester. An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures ebenfalls Verluste hinnehmen. Die mangelnde Nachfrage nach Weizen aus Westeuropa und die hohen Bestände, insbesondere in Frankreich, belasteten den Markt. Frankreich muss in der laufenden Saison 2019/20 20 Mio Tonnen Weichweizen exportieren. Dort hat man mit 39,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte der Geschichte eingefahren. Mehr als die Hälfte der französischen Weizenexporte bzw. 11,3 Mio. Tonnen müsssen in diesem Jahr an Länder außerhalb der EU exportiert werden. Die Weizenernte in Deutschland ist mittlerweile abgeschlossen. In den nördlichen Regionen Schleswig Holsteins hat der Weizen einen Proteingehalt von 11,5%, normalerweise sind es 12%. Traditionell exportiert Deutschland hochwertigen Weizen mit 12% Eiweiß und mehr. Für die Ausschreibungen Tunesiens und Algeriens reichen 11,5% Eiweiß, so dass Händler erwarten, dass deutscher Weizen in Ausschreibungen dieser Länder aktiver angeboten wird. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19.

28.08.2019 Frankreich muss 20 Mio. Tonnen Weizen exportieren

Frankreich muss in der laufenden Saison 2019/20 20 Mio Tonnen Weichweizen exportieren. Der größte Weizenproduzent- und Exporteur der EU hat mit 39,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte der Geschichte eingefahren wurde. Das meldet heute das französische Agrarberatungsunternehmen Agritel. Das Exportniveau (innerhalb und außerhalb der EU) wurde bisher nur dreimal erreicht, so Agritel.

Mehr als die Hälfte der französischen Weizenexporte bzw. 11,3 Mio. Tonnen müsssen in diesem Jahr an Länder außerhalb der EU exportiert werden. Der Wettbewerb ist allerdings hart. Um das Ziel erreichen zu können, müssen bis zum Ende der Saison gute Rahmenbedingungen vorherrschen. Dazu gehören neben einer guten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mais auch ein niedriger Euro/Dollar-Kurs.
Die Haupt-Export-Märkte für französischen Weizen sind Algerien, Marokko und Ägypten.
Am gestrigen Mittwoch meldete FranceAgriMer, dass 86% der französishen Weichweizenernte einen Mindestproteingehalt von 11% aufweist. Damit werden die geforderten Qualitätsbedingungen vieler Exportmärkte erfüllt. Auch beim Spezifischen Gewicht sind die Werte gut. Bei 65% der Ernte wird ein Gewicht von 79kg/hl erreicht. Außerdem wird bei 100% der Ernte eine Fallzahl von 240 Sekunden erreicht.
Für die gesamte EU erwartet Agritel ein Weizenexporte von 26 Mio. Tonnen. Das wäre das höchste Ergebnis seit drei Jahren. Damit steht die EU in der Reihe der größten Exporteure auf Platz 3 hinter Russland und den Vereinigten Staaten.
EU-weit wurden in diesem Jahr 12,8 Weizen mehr geerntet, als im Vorjahr.  Enttäuscht haben jedoch Ernten auf der Iberischen Halbinsel und in einigen osteuropäischen Ländern. Die Ernten der großen Mitbewerber aus dem Schwarzmeerraum bleiben stabil bei über 60 Mio. Tonnen. In der Ukraine rechnet man mit einem Rekordergebnis von 28,2 Mio. Tonnen, während man in Russland mit 75,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte erwartet, die jemals eingefahren wurde.
Kasachstan erntet in diesem Jahr mit ca. 13,3 Mio. Tonnen die wohl die kleinste Menge seit 5 Jahren. Vor dem Hintergrund global steigender Importe bietet das anderen Exporteuren wie Frankreich die Chance, die Exporte zu steigern.
28.08.2019 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den Handelstag. Die Fronttermine konnten dabei von technischen Käufen profitieren, während die späteren Termine moderate Verluste hinnehmen mussten. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom Ägyptentender sowie vom schwächeren Wechselkurs des Euro profitieren und beendeten den Handelstag mit Gewinnen. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte gestern 350.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland, Ukraine und Frankreich. Weizen aus Frankreich war dabei auf Basis FOB günstiger, als die Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region. Die anfängliche Begeisterung über das wettbewerbsfähige Angebot aus Frankreich wurde durch das Gefühl gedämpft, dass das französische Angebot aggressiv niedrig war. Die Weichweizenexporte aus der EU seit dem 1. Juli erreichten bis zum 25. August ein Volumen von 2,81 Mio. Tonnen. Das sind 6% mehr, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19.

28.08.2019 Ägypten kaufte gestern 350.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 350.000 Tonnen Weizen. 230.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und jeweils 60.000 Tonnen aus der Ukraine und aus Frankreich. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. Oktober. 
Händler meldeten folgende Einzelheiten:
60.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $16.85 Fracht = $216.25 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zum Preis von $198.35/Tonne FOB und $18.25 Fracht = 216.60 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus Frankreich zum Preis von $193.60/Tonne FOB und $21.49 Fracht = 215.09 C&F
55.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $17.90 Fracht = $217.30 C&F
55.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $17.22 Fracht = $216.62 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $16.47 Fracht = $215.87 C&F
27.08.2019 EU exportierte in 2019/20 bisher 6% mehr Weizen

Die Weichweizenexporte aus der EU seit dem 1. Juli kommen bis zum 25. August auf 2,81 Mio. Tonnen. Das sind 6% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Gerstenexporte kommen den Informationen der EU-Kommission zufolge auf 1,05 Mio. Tonnen, was 10% weniger sind als im Referenzzeitraum im Vorjahr.
Die Maisimporte werden dort mit 3,16 Mio. Tonnen angegeben und sind 77% höher als im Vorjahr.

27.08.2019 Südkoreanisches Mühlenunternehmen kauft 30.500 Tonnen Weizen

Das südkoreanische Mühlenunternehmen SPC Samlip hat Händlern zufolge 30.500 Tonnen Weizen in den USA und Kanada gekauft. Verkäufer ist das Handelshaus Itochu und die Lieferung ist für November geplant. Gekauft wurden 20.000 Tonnen US-Weizen (Hard Red Winter , Northern Spring und Soft White Wheat) und 10.500 Tonnen Canadian Wheat mit einem Proteingehalt von 13,5%.

27.08.2019 Ägypten Tender: Günstigste Offerte aus Frankreich

Die günstigste Offerte auf die Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizens lag bei $193,86/Tonne auf FOB-Basis für 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft und kam vom Handelshaus Glencore.

27.08.2019 Ratings für US-Sommerweizen gesunken

Das USDA hat in seinem gestern veröffentlichten Crop-Progress-Report das Rating für die US-Sommerweizenbestände reduziert. 69% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, 1% weniger, als in der Vorwoche. Analysten erwarteten unveränderte Ratings mit einem Anteil von 70% in Top-Verfassung.

27.08.2019 Ukrainische Getreideexporte bleiben weiter hoch

Die Getreideexporte aus Ukrainische Seehäfen blieben mit 1,4 Mio. Tonnen auch in der Woche vom 17.-23. August hoch.
Der Weizenexport stieg auf 1,16 Mio. Tonnen (Vorwoche 1,09). Die Gestenverladung sank von 161.000 in der Vorwoche auf jetzt 181.000 Tonnen in der Berichtswoche.
Die größten Mengen davon gingen nach Spanien, die Türkei und Bangladesch.

27.08.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage belastete gestern die Weizenfutures in Chicago. Mit 492.998 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Erwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Das USDA meldete gestern Abend, dass die US-Winterweizenernte zu 96% abgeschlossen ist, beim Sommerweizen sind 38% der Bestände geerntet. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures trotz negativer Vorgaben aus Übersee minimal fester. Die Exportpreise für russischen Weizen sanken letzte Woche analog zu schwächeren Kursen an den Getreidebörsen. Der Wettbewerb unter den Anbietern am Weltmarkt ist hart. Schwarzmeer-Exportpreise für Weizen mit 12,5% Protein notierten am Freitag mit 190 USD/Tonnen fob und damit 3 USD schwächer, als in der Woche zuvor. In dieser Woche nahmen die Exporte aus Russland spürbar zu. Seit dem Saisonstart am 1. Juli führte Russland 7,5 Mio. Tonnen Getreide aus. Das waren 3% weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Darin enthalten waren 6,3 Mio. Tonnen Weizen. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC hat gestern Abend einen Weizentender für den Lieferzeitraum 1. - 10. Oktober aufgelegt. Die Ergebnisse werden heute ab dem späten Nachmittag erwartet.

27.08.2019 CBoT-Weizenkurse sinken am zweiten Handelstag in Folge

Die Chicago-Weizenfutures sinken heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge, da die Marktstimmung vom weltweiten Überangebot getrübt ist. In den Top-Exportnationen wurden große Ernten eingefahren.
Der Wettbewerb unter den globalen Anbietern nimmt zu. Der Weizenmarkt gerät daher immer mehr unter einen Angebotsdruck, insbesondere aus Russland. Dort wächst bei guten Wetterbedingungen auch eine große Maisernte heran.
Die Weizenexportpreise in Russland sanken letzte Woche analog zu den Kursverlusten an den großen Agrarterminbörsen der Welt. Für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zahlte man am vergangenen Freitag 190 USD/Tonne fob in den Schwarzmeerhäfen.
Nun warten die Marktteilnehmer auf die Ergebnisse einer Ausschreibung zum Kauf einer unbestimmten Weizenmenge, die der ägyptische Importeur GASC aufgelegt hatte. Die Verladungen dazu sollen vom 1. – 10. Oktober stattfinden.
In den US-Maisanbauregionen im Mittleren Westen fiel letzte Woche so viel Regen, wie in der gesamten Vegetationsperiode nicht. Das ist für die Ertragsbildung gut. Die Schätzungen liegen dennoch nur leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

27.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Anfang Oktober

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 1.-10. Oktober stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 15. August kaufte Ägypten 295.000 Tonnen Weizen aus Russland und der Ukraine zur Lieferung vom 15. -30. September.

26.08.2019 Preise für russischen Exportweizen unter Druck

Die Exportpreise für russischen Weizen sanken letzte Woche analog zu schwächeren Kursen an den Getreidebörsen. Der Wettbewerb unter den Anbietern am Weltmarkt ist hart.
Schwarzmeer-Exportpreise mit 12,5% Protein notierten am Freitag mit 190 USD/Tonnen fob 3 USD schwächer als in der Woche zuvor. In dieser Woche nahmen die Exporte aus Russland spürbar zu. Seit dem Saisonstart am 1. Juli führte Russland 7,5 Mio. Tonnen Getreide aus. Das waren 3% weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Darin enthalten waren 6,3 Mio. Tonnen Weizen.
Der Marktanalyst SovEcon senkte seine Prognose für russische Getreideexporte in der Saison 2019/20 um 200.000 Tonnen auf jetzt 41,7 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weizenexporte wurde aber um 200.000 Tonnen auf 31,6 Mio. Tonnen angehoben.
Während die Nachfrage der Exporteure schwächelt, sind die nationalen Getreide-Verarbeiter in Russland dabei, Vorräte aufzustocken. Unterdessen erfüllen die Exporteure ihre vorher geschlossen Verträge.

26.08.2019 EU-Kommission senkt Ernteprognosen

Der Ernte-Überwachungsdienst der EU-Kommission „Mars“ hat seine Prognose der Maiserträge 2019 reduziert von 8,08 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 7,93 Tonnen pro Hektar.
Minimal reduziert wurde auch die Prognose der Weizenerträge 2019 von 6,04 auf 6,03 Tonnen pro Hektar sowie die Prognose der Rapssaaterträge von 3,10 auf 3,09 Tonnen pro Hektar.

26.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger drehten im Zeitraum 13.08.19 bis 20.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 5.337 Kontrakte auf 1.249 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen wieder mehrheitlich minimal bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen ebenfalls gedreht auf 56.441 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden einerseits die Long-Positionen um 30.726 Kontrakte reduziert und andererseits die Short-Positionen um 70.228 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 5.982 Lots auf 72.432 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 20. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

26.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und beendeten die Handelssitzung mit Gewinnen. Technische Käufe und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt verbessert, gaben dem Markt Auftrieb. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. Bei vergleichsweise schwachen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen mit moderaten Verlusten. Die deutsche Getreideernte 2019 über alle Sorten wird ein Volumen von über 45 Mio.Tonnen erreichen, meldet der Deutsche Bauernverband. Ein deutlicher Anstieg zur von Trockenheit geplagten Ernte 2018, die ein Volumen von nur 37,9 Mio. Tonnen erreichte. Trotzdem liegt das Ergebnis 6% hinter dem langjährigen Durchschnitt. Deutschland wird in diesem Jahr etwa 23,1 Mio. Tonnen Winterweizen ernten (Vorjahr: 19,5 Mio. Tonnen). Der Durchschnitt der Jahre 2013 – 2017 liegt 2,2 Mio.Tonnen darüber. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

23.08.2019 DBV: Deutsche Weizenernte 6% hinter langjährigem Durchschnitt

Die deutsche Getreideernte 2019 über alle Sorten wird ein Volumen von über 45 Mio. Tonnen erreichen, meldet der Deutsche Bauernverband. Ein deutlicher Anstieg zur von Trockenheit geplagten Ernte 2018, die ein Volumen von nur 37,9 Mio. Tonnen erreichte. Trotzdem liegt das Ergebnis 6% hinter dem langjährigen Durchschnitt.
Im Juni litten die Getreidebestände unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, während Ende Juli Niederschläge die Erntearbeiten in einigen Regionen verzögerten.
Deutschland wird in diesem Jahr etwa 23,1 Mio. Tonnen Winterweizen ernten (Vorjahr: 19,5 Mio. Tonnen). Der Durchschnitt der Jahre 2013 – 2017 liegt 2,2 Mio. Tonnen darüber.
Die deutsche Rapsernte 2019 wird aufgrund einer geringeren Anbaufläche auf 2,8 Mio. Tonnen sinken (Vorjahr: 3,6 Mio. Tonnen).

23.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der Chicago Board of Trade waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Technische Käufe sowie überraschend gute Exporte gaben dem Markt Unterstützung. Mit insgesamt 599.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse nahezu unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag bei dünnen Umsätzen mit moderaten Aufschlägen. Der schwächere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sorgte zudem für Unterstützung, weil er die Exportaussichten von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die große Ernte auf der Nordhalbkugel und die starke Konkurrenz der Lieferanten aus dem Schwarzmeer-Raum halten die Preise unter Kontrolle. Zudem warten Marktteilnehmer noch auf ein klareres Bild der bevorstehenden Maisernte in den USA.

22.08.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte oberhalb der Erwartungen

22.08.2019 Tunesien kauft 92.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreide-Einkaufs-Agentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 92.000 Tonnen Weizen gekauft, melden heute Mittag europäische Händler.
Die Agentur kaufte 25.000 Tonnen Weizen zum Preis von $210,48/Tonne c&f, 25.000 Tonnen zum Preis von $212,97/Tonne c&f, 25.000 Tonnen zum Preis von $211,89/Tonne c&f und 17.000 Tonnen zum Preis von $213,39/Tonne c&f.
Die Lieferung soll je nach Herkunft zwischen Ende September und Ende Oktober erfolgen.
Über die Herkunft der Ware wurde bisher keine Angabe gemacht.

22.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Bestand beim Weizen aus

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche erneut aus und wetten somit weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand der 31.369 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 16. August auf 38.563 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Vor zwei Wochen wurde der Positionenbestand von Netto-Long auf Netto-Short gedreht. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 16. August von 24.555 Kontrakte auf 47.728 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,2% während Non Commercial Participants 18,4% am Open Interest repräsentieren. 95,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 94,6%).

22.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe nach dem jüngsten Drei-Monats-Tief ließen die Weizenfutures gestern in Chicago auf den vorderen Fälligkeiten moderat fester schließen. Die weltweit gute Versorgungslage und die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen begrenzte jedoch das Aufwärtspotenzial.
Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministeirum die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten im Vorfeld Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Kursaufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee von den Tagestiefstkursen erholen, schlossen jedoch immer noch im Minus. Im Handelsverlauf wurde ein neues 3-Monats-Tief markiert. In Frankreich erreicht schätzungsweise 89% der Weizenernte einen Proteingehalt von 11% und mehr. Institutionelle Anleger an der Euronext erhöhten in der vergangenen Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen von 31.369 Kontrakten auf 38.563 Kontrakten. Händler warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Weizen-Ausschreibung Tunesiens.

21.08.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Drei-Monats-Tief schließen. Die liquideste Fälligkeit Dezember 19 beendete den Handelstag auf dem niedrigsten Stand seit dem 14. Mai. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre Anfangsgewinne nicht halten und folgten am späten Nachmittag den negativen Vorgaben aus Übersee in die Verlustzone. Die Dezember 19-Fälligkeit markierte mit einem Kurs von 170,25 Euro/Tonne ein neues Kontrakt-Tief und auch der weniger liquide Frontmonat September 19 beendete den Handelstag auf einem neuen Tiefststand. Die 2019er Weizenernte in der Ukraine schätzt der Getreidehändler UZA auf 27,72 Mio. Tonnen. Im letzten Jahr waren es im Vergleich dazu 24,83 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte des Schwarzmeeranrainers könnten in dieser Saison ein Volumen von 21 Mio. Tonnen erreichen (Vorjahr: 15,53 Mio. Tonnen). Frankreich könnte mit 39 Mio. Tonnen Weizen die zweitgrößte Ernte der Geschichte einfahren, berichtet der Verband AGPB.

20.08.2019 Weizenernte in und -Exporte aus der Ukraine steigen

Die 2019er Weizenernte in der Ukraine wird auf 27,72 Mio. Tonnen geschätzt. Im letzten Jahr waren es im Vergleich dazu 24,83 Mio. Tonnen, so der Getreidehändler UZA heute in einer Pressemeldung.
Die Weizenexporte des Schwarzmeeranrainers könnten in dieser Saison, die am 1. Juli startete, auf 21 Mio. Tonnen kommen. Im Vorjahr waren es 15,53 Mio. Tonnen.
Da die Vegetationsbedingungen in diesem Jahr für die Getreideproduktion gut waren, erntete man bessere Erträge und man kann deshalb auch mehr exportieren.
Nach Information der Regierung in Kiew droschen die ukrainischen Farmer bis zum 18. August bereits 28,2 Mio. Tonnen Weizen von 99% der Anbaufläche.
Die Weizenausfuhren haben sich bereits um 46% gegenüber dem gleichen Zeitraum in der vorjährigen Saison gesteigert. Bisher wurden seit dem 1. Juli 2,53 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt (Vj.: 15,58 Mio. Tonnen).

20.08.2019 US-Sommerweizenernte deutlich verzögert
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend den wöchentlichen Ernte-Fortschritts-Bericht veröffentlicht. Demnach ist die Winterweizenernte in den Vereinigten Staaten zu 93% abgeschlossen. In der vergangenen Woche lag der Erntefortschritt bei 89%. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 97% und im 5-Jahres-Durchschnitt 98%.
Die Sommerweizenernte ist zu 16% abgeschlossen (Vorwoche: 8%). Im vergangenen Jahr war die Sommerweizenernte allerdings deutlich fortgeschrittener mit 56%. Im 5-Jahres-Durchschnitt sind es 49%.
20.08.2019 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 488.905 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwächeren Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Während der Frontmonat September ein neues Kontrakttief markierte, schloss der liquidere Folgemonat Dezember 25 Cent über dem Tiefststand von 170,75 Euro/Tonne. Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte. Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonne auf 193 USD/Tonne FOB. Eine große argentinische Ernte könnte eine neue Wettbewerbswelle in der zweiten Saisonhälfte auslösen.

19.08.2019 Russlands Weizenpreise folgen Kursen internationaler Derivatebörsen

Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte.
Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonnen auf 193 USD/Tonnen fob. Die Preise für Gerste stiegen allerdings um 2 USD/Tonnen auf 181 USD/Tonne.
Die Exporte aus Russland gingen im Wochenvergleich deutlich zurück. Die Ausfuhren im August von Weizen, Mais und Gerste kamen zusammen auf 4,2 Mio. Tonnen, was für diese Jahreszeit relativ wenig ist. Die Zeit zwischen August und Oktober ist üblicherweise die aktivste Exportzeit für Getreide aus Russland.
Seit dem 1. Juli, dem Beginn der Vermarktungssaison 2019/20, exportierte Russland 6 Mio. Tonnen Getreide und damit 12% weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. 4,9 Mio. Tonnen davon waren Weizen.
Die russische Getreideernte neigt sich wegen guten Erntebedingungen inzwischen dem Ende zu. In der Altai-Region in Sibirien kommt die Aussaat von Wintergetreide zügig voran.

19.08.2019 Rumänien kann Algeriens Bruchkorn-Regel wohl kaum einhalten

Rumäniens Weizen ist in diesem Jahr effektiv vom Export nach Algerien ausgeschlossen, da die Importspezifikation des Nordafrikanischen Landes nur 0,1% Bruchkorn zulassen. Diese Befürchtung äußerte heute ein Vertreter eines Handelshauses im Süden Rumäniens.
Diese „verrückte“ Bruchkorn-Regelung sei für Rumänien eine nicht erreichbare Hemmschwelle. Wegen der Trockenheit während der gesamten Vegetationszeit gibt es in Rumänien solche Getreidepartien nicht, die diese Vorgabe einhalten könnten. Andere Anbieter aus dem Westen, wie z.B. Frankreich, profitieren in der Regel von ihrer feuchten Witterung.
Die Rumänische Weizenernte 2019 wird von dem Händler auf 10 Mio. Tonnen geschätzt.
Frankreich, Algeriens wichtigster Weizenlieferant, erwartet mehr Konkurrenz aus dem Baltikum und Rumänien.

19.08.2019 Ukraine: Getreideexporte stiegen vergangene Woche

Die ukrainischen Getreideexporte von Seehäfen stiegen in der Woche vom 10. - 16. August von 1,2 Mio. Tonnen auf rund 1,4 Mio. Tonnen, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und nennt die gestiegenen Weizenexporte als Hauptgrund für die Entwicklung. Die Weizenexporte erreichten in der vergangenen Woche ein Volumen von 814.000 Tonnen, aktuell sind es 1,04 Mio. Tonnen. Gesunken sind in der vergangenen Woche die Gersteexporte von 369.000 Tonnen auf 242.000 Tonnen. Spanien war in der vergangenen Woche der größte Abnehmer von Getreide aus der Ukraine, gefolgt von der Türkei und den Philippinen. In der abgelaufenen Saison 2018/19 exportierte die Ukraine die Rekordmenge von 50,4 Mio. Tonnen Getreide.

19.08.2019 COT-Bericht: Netto-Long-Positionen beim CBoT SRW-Weizen weiter reduziert

Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 06.08.19 bis 13.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.131 auf 4.088 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 34.994 Kontrakte auf 44.513 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 6.363 Lots auf 66.450 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 13. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

19.08.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Der feste Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro verhinderte jedoch einen höheren Anstieg, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt schwächt. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat September 5,9% an Wert. Das war der vierte Wochenrückgang in den vergangenen fünf Wochen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen relativ ruhigen Tag und schlossen uneinheitlich. Auf den vorderen Terminen sorgte der schwache Euro für Auftrieb. Die wachsenden Erwartungen an eine große Weizenernte in der Europäischen Union und die begrenzten Schäden durch die Trockenheit in diesem Sommer belasteten hingegen die Preise. Auf dem Inlandsmarkt in Deutschland haben Mühlen in den vergangenen Tagen große Mengen Weizen gekauft, melden Händler. Schätzungen rangieren zwischen 100.000 und 250.000 Tonnen.

16.08.2019 Frankreich: Weizenernte ist abgeschlossen

In Frankreich ist die Weizenernte 2019 in der Woche bis zum 12. August abgeschlossen, meldet heute Vormittag das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Demnach sind 100% der Flächen geräumt versus 80% in der Woche zuvor.
Der Zustand der Körnermaisbestände blieb im Vergleich zur Vorwoche stabil. 60% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Damit ist die Serie von sechs aufeinander folgenden Wochen mit rückläufigen Ratings gestoppt. Die Trockenheit aufgrund der Hitzewelle in weiten Teilen Frankreichs in diesem Sommer hat die Bestände stark belastet.

16.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag gestern aufgrund der guten Versorgungslage und der schwachen Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt mit Verlusten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 474.500 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und beendeten den Handelstag mit Kursgewinnen. Der schwache Wechselkurs des Euro verbessert die Exportaussichten für Weizen aus Westeuropa. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 295.000 Tonnen Weizen. 175.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und weitere 120.000 Tonnen aus der Ukraine. Am Kassamarkt in Hamburg bleiben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

16.08.2019 Ägypten kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 295.000 Tonnen Weizen. 175.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und weitere 120.000 Tonnen aus der Ukraine. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 15. – 30. September. In der letzten Ausschreibung vom 6. August kaufte Ägypten 415.000 Tonnen Weizen aus Russland, der Ukraine und aus Rumänien zur Lieferung vom 5. -15. September.

15.08.2019 Ukraine: Winterweizenaussaatfläche 2020 sinkt

Die Winterweizenaussaatfläche der Ukraine für die Ernte 2020 wird voraussichtlich auf 6,2 Mio. Hektar sinken, gegenüber rund 6,45 Mio. Hektar in 2019, meldet das Landwirtschaftsministerium heute Nachmittag. Winterweizen dominiert die ukrainische Weizenproduktion und macht rund 95% der gesamten Aussaatfläche aus. Die Ukraine hat die Weizenernte 2019 fast abgeschlossen. Gedroschen wurden nach Angaben des Ministeriums 28,1 Mio. Tonnen auf 99% der Flächen.

15.08.2019 Strategie Grains: EU-Weizen am Weltmarkt sehr wettbewerbsfähig

Der Französische Agrarmarktanalyst Strategie Grains hat heute seine vorherige Ernteprognose für die EU deutlich hoch gesetzt genauso die Exporte für Weichweizen. Begründet wird das mit besseren Ernteerwartungen in Frankreich und Großbritannien und sehr wettbewerbsfähigen Exportpreisen.
Demnach sieht Strategie Grains die EU-Weichweizenproduktion 2019/20 bei 142,9 Mio. Tonnen. Im Juli ging man noch von 140,6 Mio. Tonnen aus. Dies wären jetzt 12% mehr als im letzten Jahr. Die Korrektur nach oben folgt einer gesunkenen Ernteschätzung im Juli, die noch unter dem Eindruck der rekordverdächtigen Hitze stand.
Die Getreideproduktion in Bulgarien sinkt aber sehr gute Resultate in Frankreich und höhere Ernteschätzungen für Großbritannien überkompensieren kleinere Ernten in Südosteuropa. In dem Monatsbericht des Analysten sind nun auch die höheren Ernteschätzungen in Frankreich von 39 Mio. Tonnen Weichweizen enthalten.
Die Gerstenernte 2019 in der EU soll nun 60,5 Mio. Tonnen betragen (Vormonat 59,3 Mio. Tonnen) und liegt damit 9% über der Ernte 2018. Auch hier tragen Frankreich und Großbritannien zur höheren Prognose bei.
Auch beim Mais ist die Ernteprognose in diesem Monat 500.000 Tonnen höher als zuletzt. Die EU-Ernte soll demnach auf 63,2 Mio. Tonnen kommen. Hohe Erträge in Südosteuropa überkompensieren Verluste in Frankreich. Auch die Erträge in Deutschland und Polen wurden höher angesetzt.
Strategie Grains erwartet in 2019/20 nun Exporte von 24,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Schätzung im Juli lag noch bei 21,9 Mio. Tonnen und damit deutlich höher als die 21 Mio. Tonnen in der Saison 2018/19.
Die gesunkenen Preise für EU-Weizen haben die Wettbewerbsfähigkeit unseres Weizens gegenüber dem Getreide aus dem Schwarzmeerraum verbessert. Das hat zweierlei Konsequenzen: Weizen aus der Ukraine ist in der EU nicht mehr wettbewerbsfähig und EU-Weizen ist für Käufer am Weltmarkt interessanter als Russenweizen.
Bisher ist davon am Markt aber noch nichts zu spüren: Die Weizenexporte aus der EU waren seit dem 1. Juli 30% niedriger als in der vergangenen Vermarktungssaison. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Zollbehörden noch nicht alle Ausfuhren registriert haben.
Zu den aktuell niedrigen Preisen wird wohl auch mehr Weizen in unsere Futtermischungen fließen, so die Erwartung der Fachleute von Strategie Grains.

15.08.2019 Ukraine: APK-Inform erhöht Progtnose der Getreideernte 2019

Das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform hat seine monatliche Prognose für die ukrainische Getreideernte 2019 erhöht von 71,8 Mio. Tonnen auf 72,5 Mio. Tonnen (+0,9%). Gute Wetterbedingungen wurden als Grund hierfür genannt. Gesenkt wurde die Prognose der Weizenernte 2019 um 0,8% auf 27,3 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisernte 2019 wurde erhöht von 33,8 Mio. Tonnen auf 34,5 Mio. Tonnen. Erhöht wurde auch die Prognose der Maisexporte 2019/20von 26,8 Mio. Tonnen auf 27,5 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Getreideexporte 2019/20 erhöhte APK-Inform von 49,9 Mio. Tonnen auf 50,7 Mio. Tonnen (+1,5%).

15.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Bestand beim Weizen aus

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche aus und wetten somit überwiegend auf fallende Kurse.
Der Bestand der 7.741 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 9. August auf 31.369 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. In der Woche zuvor wurde der Positionenbestand von Netto-Long auf Netto-Short gedreht. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 9. August von 16.572 Kontrakte auf 24.555 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,0% während Non Commercial Participants 17,6% am Open Interest repräsentieren. 94,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 93,4%).

15.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten sich gestern dem allgemeinen Abwärtstrend am Getreidemarkt entziehen und zogen aufgrund technischer Käufe moderat an. Der Frontmonat September fand Unterstützung am unteren Ende des 20-Tage Bollinger Bandes. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne zwischen 200.000 und 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ebenfalls zulegen. Am Dienstag sank die Dezember-Fälligkeit auf ein Kontrakttief von 170,75€/Tonne, weil Analysten von der hohen US-Mais-Anbauflächen- und Ertragsschätzung im WASDE-Report überrascht wurden. Institutionelle Anleger an der Euronext bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen auf Weizen in der vergangenen Woche weiter aus. Frankreich exportierte in der abgelaufenen Saison 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Das ist ein Anstieg um 20% im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (8,1 Mio. Tonnen).

15.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Mitte/Ende September

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 15.-30. September stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 6. August kaufte Ägypten 415.000 Tonnen Weizen aus Russland, der Ukraine und aus Rumänien zur Lieferung vom 5. -15. September.

14.08.2019 Frankreich exportierte 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an nicht EU-Länder

Frankreich exportierte in der abgelaufenen Saison 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an Länder außerhalb der Europäischen Union, meldet der Nachrichtendienst Reuters und beruft sich auf Zolldaten. Das Volumen stieg demnach um 20% im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (8,1 Mio. Tonnen).
Innerhalb der EU hat Frankreich 7,4 Mio. Tonnen Weichweizen im Wirtschaftsjahr 2018/19exportiert, was einem Rückgang von fast 20% gegenüber 9,2 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2017/18 entspricht. Das bedeutet, dass sich die gesamten französischen Weichweizenexporte mit 17,0 Mio. Tonnen gegenüber 17,2 Mio. t in 2017/18 kaum verändert haben.
Algerien blieb mit 5,1 Mio. Tonnen im Jahr 2018/19 das mit Abstand größte Zielland für Weichweizen aus Frankreich, verglichen mit 4,3 Mio. Tonnen im Jahr 2017/18.

14.08.2019 Deutschland sucht nach neuen Weizen-Exportmärkten

Deutsche Weizenexporteure suchen nach Anzeichen einer Öffnung Saudi-Arabiens für Importe aus Russland den Zugang zu neuen Märkten, darunter China, Mexiko und Indonesien. Saudi-Arabien war in den letzten Jahren der größte deutsche Markt für Weizenexporte. Deutsche Unternehmen sehen sich einem härteren Wettbewerb gegenüber, nachdem der saudische staatliche Getreideeinkäufer SAGO am vergangenen Donnerstag angekündigt hatte, die Qualitätsanforderungen für Weizenimporte in seiner nächsten Ausschreibung zu lockern. Der Schritt wird als Türöffner für Schwarzmeerimporte angesehen, insbesondere aus Russland.
Die Exportchancen für deutschen Weizen nach Saudi-Arabien könnten sich in Zukunft verringern, so der DRV in einer Erklärung am heutigen Mittwoch. Deutschland müsse für seinen Weizen den Zugang zu neuen Märkten suchen. Der DRV arbeitet gemeinsam mit anderen Verbänden der deutschen Getreidebranche an einem Markteintritt in Mexiko, China und Indonesien. Die Erlangung des Marktzugangs sei jedoch ein komplexes Thema, das umfangreiche Verhandlungen über Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und -qualität mit sich bringe, die lange dauern könnten.

14.08.2019 DRV: Deutsche Weizenernte 2019 steigt um 17,5%

Die deutsche Weizenernte wird trotz der witterungsbedingten Probleme zu Beginn des Sommers in diesem Jahr um 17,5% auf 23,81 Mio. Tonnen steigen, erwartet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Um 23,7% sinken auf 2,79 Mio. Tonnen wird demnach aber die Rapssaaternte, weil die Anbaufläche in diesem Jahr deutlich gesunken ist. Die Rapsernte wäre damit die Kleinste seit 1997. Der 5-Jahres-Durchschnitt von 4,7 Mio. Tonnen wäre um 40% verfehlt. Die Getreideernte insgesamt wird nach Schätzungen des DRV um 21,7% auf 46,19 Mio. Tonnen steigen.
Die vorherige Prognose am 16. Juli lag bei der Weizenernte bei 23,85 Mio. Tonnen, bei der Rapsernte bei 2,97 Mio. Tonnen und insgesamt bei 46,49 Mio. Tonnen.
In vergangenem Jahr litten die Ernten in Deutschland und vielen anderen Westeuropäischen Ländern unter den Folgen einer schweren Hitzewelle.

14.08.2019 Getreidemail

Uneinheitlich und wenig verändert beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handelstag. Technische Käufe sowie Shorteindeckungen gaben dem Markt positive Impulse, während nochmals kräftige Verluste beim Mais und negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen den Markt belasteten. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris standen noch unter dem Einfluss des bärischen USDA-Reports vom Montag und schlossen nochmals mit Verlusten. Das Handelsvolumen war erfreulich hoch. Der Abstand zwischen den Mais- und den Weizenkursen ist derzeit ungewöhnlich gering. Die Weizen- und Maispreise beeinflussen sich gegenseitig, da sie bei Viehfutter und anderen industriellen Verwendungen miteinander konkurrieren. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern auf €1,75 unter Paris Dezember 19. Am Montag waren es €1,50 unter Paris Dezember 19.

13.08.2019 Wechselkurs-Schock in Argentinien

Argentiniens Agrarsektor ist gestern mit einem Schlag am Weltmarkt viel wettbewerbsfähiger geworden, denn die Landeswährung der Peso verlor 15% gegenüber dem US-Dollar. Die Farmer wollen aber mit dem Verkauf ihrer Produkte erst einmal abwarten bis sich die Wechselkurse ihre Parität gefunden haben.
Einige Analysten sagen nämlich einen noch viel schwächeren Peso voraus und Farmer fürchten schon, dass die Linkspartei der Peronisten wieder an die Macht kommt. Bei einem Test für die Präsidentschaftswahl erlitt der amtierende Mauricio Macri am Sonntag eine schmerzliche Niederlage gegenüber seinem Herausforderer Alberto Fernandez. Am 27. Oktober findet dann die generelle Wahl statt.
Eine schwache argentinische Währung würde den lokalen Bauern helfen, denn im Export erhält man für seine Agrarrohstoffe US-Dollar, während man seine Betriebsmittel in der Landeswährung kaufen kann. Da die Währungskurse stark schwanken ist die Verunsicherung unter den Farmern sehr groß.
Macri gewann im Jahr 2015 das Regierungsamt mit der Unterstützung der Farmer. Jetzt verlor er 15% Zustimmung. Macri ist ein Verteidiger offener Märkte; er büßte die Wählergunst ein als er die Subventionen für die Versorgungsunternehmen kürzte. Dadurch stiegen die Kosten für Strom und Gas.
Am Montag sank der Wechselkurs des Peso zunächst um 30% auf 65 Peso für einen US-Dollar. Am Ende des gestrigen Handelstages musste man 53,5 Peso für einen US-Dollar bezahlen. Dadurch erlangten die Getreideexporte Argentiniens einen unverhofften Wettbewerbsvorteil am Weltmarkt.
2015 startete Macri seine Regierungszeit für die Farmer als Held. Die vorherige Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hatte jahrelang Agrarexporte wie für Mais und Weizen begrenzt. In den letzten Jahren unter Macri wurde Argentinien dann einer der bedeutendsten Exporteure bei diesen Rohstoffen. Die Bewerber einer möglichen Linksregierung sprechen sich im Wahlkampf nun wieder für eine aktivere Wirtschafts- und Exportkontrolle aus. Vom Ausgang der Wahlen im Oktober hängt dann wohl auch maßgeblich die zukünftige Rolle Argentiniens am Weltmarkt ab.

13.08.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report sorgte bei den Weizenfutures in Chicago gestern für kräftige Verluste. Der Frontmonat September 19 verlor 5,4% an Wert nach der Veröffentlichung der Zahlen. Dabei wurden diverse charttechnische Widerstände durchbrochen. Limit-Down bei den Maisnotierungen sorgte für zusätzlichen Kursdruck. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report gestern Abend den US-Weizenbestand zum Ende der Saison 2019/20 auf 1,014 Mrd. Bushel (Erwartung: 999 Mio. Bushel). Den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2019/20 schätzte das USDA auf 285,40 Mio. Tonnen und damit ebenfalls höher, als von Analysten erwartet (284,08 Mio. Tonnen). Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 688.978 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 13.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT leicht fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris mussten nach der Veröffentlichung des Reports ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen. Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahres 2018/19, meldet die EU-Kommission.

12.08.2019 EU-Weichweizenexporte 30% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahr 2018/19, meldet die EU-Kommission. 59% hinter Vorjahr liegen die Gersteexporte mit 389.00 Tonnen. Die Maisimporte in die EU stiegen hingegen um 83% auf 2,5 Mio. Tonnen.

12.08.2019 Russische Weizenexportpreise sanken letzte Woche

Die Exportpreise für russischen Weizen sind in der vergangenen Woche aufgrund des starken Wettbewerbs mit den Schwarzmeer-Exporteuren sowie des Rückgangs der Kurse in Chicago und Paris gesunken.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit 12,5% Protein sank vergangene Woche um $1 auf $194/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die Gerstepreise stiegen hingegen um $1 auf $179/Tonne. Ikar meldet ebenfalls einen Rückgang beim Weizen um $1 auf $194. Das Unternehmen senkte seine Prognose der russischen Weizenproduktion zuletzt um 500.000 Tonnen auf 75 Mio. Tonnen Weizen.
Teile der Region Zentralrussland sowie die Volga-Region leiden unter ungewöhnlich nassem und kaltem Wetter. In den kommenden zwei Wochen soll sich das Wetter zwar etwas verbessern, aber es werden Ertrags- und Qualitätsschäden erwartet.
Bisher wurden in Russland 60,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet, davon 49,8 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 38% der Gesamtanbaufläche. Die Getreideexporte haben nach einem langsamen Start in dieser Saison zugenommen, sind aber im Vergleich zum Vorjahr immer noch rückläufig. Seit Beginn der Saison 2019/20 wurden 5,2 Mio. Tonnen Getreide exportiert, 8% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so SovEcon unter Berufung auf Daten der russischen Hafenbehörden. Darin enthalten sind 4,3 Mio. Tonnen Weizen.
Am russischen Inlands-Kassamarkt sanken die Preise für Weizen der Klasse III Ende letzter Woche im Europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 10.425 Rubel ($159)/Tonne auf Basis ex Works.

12.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 30.07.19 bis 06.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 8.391 auf 6.219 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 32.445 Kontrakte auf 79.507 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 19.241 Lots auf 72.813 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 06. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
12.08.2019 Russland: IKAR senkt Prognose für Weizenproduktion

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 auf 75 Mio. Tonnen reduziert. Die letzte Prognose lag bei 75,5 Mio. Tonnen. Das Unternehmen nannte als Gründe dafür anhaltende Niederschläge in Zentralrussland und der Volga-Region sowie Trockenheit in einigen Regionen im Ural und Sibirien.

12.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Spreadaktivitäten von Fondsgesellschaften sowie Positionierungen vor dem heutigen monatlichen USDA-Report (18:00 Uhr) ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Positionen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten am Freitag den verbesserten Vorgaben aus Übersee und konnten sich auf allen Terminen behaupten. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon teilte am Freitag mit, dass es seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 73,7 Mio. Tonnen auf 74,4 Mio. Tonnen erhöht hat. Die Prognose der russischen Getreideernte wurde hingegen von 117,2 Mio. Tonnen auf 116,8 Mio. Tonnen gesenkt. In Frankreich ist die Weichweizenernte laut FranceAgriMer nahezu abgeschlossen. 98% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 87%. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September lagen am Freitag am Kassamarkt in Hamburg bei €1,00 unter Paris Dezember 19. Am vergangenen Mittwoch waren es €2,50 unter Paris Dezember 19.

09.08.2019 Russland erhält Erlaubnis für Weizenexporte an Saudi Arabien

Russland wurde die Erlaubnis erteilt, Weizen nach Saudi Arabien zu exportieren, berichtet heute Nachmittag die Nachrichtenagentur Interfax und beruft sich auf Russlands Behörde für Lebensmittelsicherheit. Der Nachrichtendienst Reuters berichtete gestern, dass Saudi-Arabien plane, die hohen Anforderungen an seine Weizenimporte ab dem nächsten Ausschreibungsverfahren zu lockern und so die Tür für Schwarzmeerimporte zu öffnen sowie die Beziehungen zu Russland in Bezug auf die Zusammenarbeit in Energielieferungen zu stärken.

09.08.2019 Ukranine: 95% der Getreidebestände sind geerntet

Die Ukraine hat bis zum 9. August 36,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet, teilte das Landwirtschaftsministerium heute mit. Die Landwirte haben 9,5 Millionen Hektar Getreide oder 95% der Bestände gedroschen, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Die Erntemenge umfasst 27,1 Mio. Tonnen Weizen und 8,5 Mio. Tonnen Gerste. Außerdem 587.000 Tonnen Erbsen, 283.000 Tonnen Roggen und 303.000 Tonnen Hafer geerntet.

09.08.2019 Russland: SovEcon senkt Prognose der Weizenernte 2019

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat heute mitgeteilt, dass es die Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 73,7 Mio. Tonnen auf 74,4 Mio. Tonnen erhöht hat. Die Prognose der russischen Getreideernte wurde hingegen von 117,2 Mio. Tonnen auf 116,8 Mio. Tonnen gesenkt.

09.08.2019 Frankreich: Erneut schwächere Maisratings

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der vergangenen Woche erneut leicht verschlechtert, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer heute Vormittag. Per 5. August erhielten nur noch 60% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 61% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 62%. Frankreichs Maisbestände leiden unter der extremen Trockenheit. 
Die Weichweizenernte in Frankreich ist laut FranceAgriMer nahezu abgeschlossen. 98% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 87%. Nahezu abgeschlossen ist mitterweile auch die Sommergersteernte. FranceAgriMer schätzt den Erntefortschritt auf 100% versus 92% in der vergangenen Woche. 

09.08.2019 Händler justieren ihre Terminmarktpositionen vor USDA-Report

Die Kurse der CBoT-Mais- und Sojabohnenfutures handeln heute Morgen gegenüber gestern leicht fester. Händler liquidieren oder justieren ihre Terminmarktpositionen vor dem am Montag kommenden nächsten USDA-Report. Darin sollte sich klären, wie die Anbauflächen in den USA nun tatsächlich genutzt wurden. Beide Märkte konnten in dieser Woche zulegen.
Nach dem Bericht der US-Behörde am Montag werden dann wohl alle Ernteschätzungen noch einmal überprüft. Regen und Überflutungen hatten im April und Mai, während der dortigen Feldbestellungen, die Aussaat im US-Corn-Belt verzögert. Viele Farmer konnten nicht die geplante Frucht aussäen.
Außerdem wartet der Markt darauf, wie sich der Handelskrieg zwischen Washington und Peking weiter entwickelt. Vor der jüngsten Eskalation der Gespräche hatte China noch einige kleinere Mengen US-Sojabohnen, Weizen, Hirse sowie Schweinfleisch gekauft. Das könnten vorerst die letzten Käufe Chinas von US-Agrarrohstoffen gewesen sein. Chinas Handelsministerium hatte nach dem Abbruch der Gespräche erklärt, dass chinesische Firmen vom Kauf von US-Agrarrohstoffen ausgeschlossen seien.
Ein kräftiger Anstieg der Sojabohnenpreise in Brasilien hält die Chinesen in diesen Tagen aber auch davon ab, dort Sojabohnen zu kaufen. Südamerika profitiert von dem seit mehr als einem Jahr anhaltenden Handelskrieg der beiden Supermächte.

09.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Spread-Aktivitäten, Positionierungen vor dem USDA-Report und gute US-Weizenexporte ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 487.700 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Der saudische Getreideeinkäufer SAGO will bereits in der nächsten Ausschreibung seine Importstandards für Weizen senken. Das könnte Anbietern aus dem Schwarzmeerraum die Tür öffnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit leichten Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund der verbesserten Vorgaben und trotz der Meldung Saudi Arabiens von den anfänglichen Verlusten erholen und schlossen unverändert bis leicht fester. Saudi Arabien ist der größte Kunde für deutschen Weizen, sodass man die Entscheidung der SAGO hierzulande wohl am deutlichsten zu spüren bekäme. Aber auch Polen und die Baltischen Länder würden Marktanteile verlieren. Niederschläge in den nördlichen Regionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns verhindern einen schnellen Fortschritt bei der Weizenernte.

08.08.2019 Weizenexporteure der EU in Unruhe

Saudi Arabiens Entscheidung, seine Standards für Weizenimporte zu lockern, die nun vielleicht auch für Russland zu leisten wären, sorgt bei den Exporteuren in der Europäischen Union für Unruhe. Möglicherweise muss man sich weitere Absatzmärkte suchen.
Saudi Arabiens Getreideeinkäufer SAGO teilte heute mit, dass man die Spezifikationen in Bezug auf Bruchkorn beim Importweizen bereits in der nächsten Ausschreibung ändern will.
Saudi Arabien, Algerien und der Irak sind Länder, die bisher noch keinen russischen Weizen importiert haben. Üblicherweise ist das Getreide von dort billiger und hat zudem noch einen Frachtkostenvorteil. Die Null-Toleranz beim Bruchkorn verhinderte bisher Offerten aus dem Schwarzmeerraum.
Nun erwarten Händler, dass Russland sich in Saudi Arabien weitere Marktanteile sichert, zu Lasten der Anbieter aus der EU. Saudi Arabien ist der größte Kunde für deutschen Weizen, sodass man die Entscheidung der SAGO hierzulande wohl am deutlichsten zu spüren bekäme.
Aber auch Polen und die Baltischen Länder würden Marktanteile verlieren. Von den 3,5 Mio. Tonnen Weizen, die Saudi Arabien jährlich importiert, liefert Deutschland rund 800.000 – 1,3 Mio. Tonnen. Polen und die Baltischen Länder konkurrieren stets mit den USA und Argentinien.
In der Saison 2018/19 exportierte Deutschland bis Ende Mai 2019 673.000 Tonnen Weizen nach Saudi Arabien. Insgesamt führte Deutschland in der vorherigen Saison rund 2,2 Mio. Tonnen Weizen aus. Deutsche Exporteure diskutieren bereits über Alternativen, sollte ihr exklusiver Vorteil bei der SAGO nun verloren gehen, könnte man über niedrigere Preise nun auch in Algerien anbieten. Damit bekäme Frankreich bei seinem bedeutendsten Stammkunden Konkurrenz. Russland will aber auch dort gerne Fuß fassen und hat bereits Muster nach Algier geschickt.
Auch wenn sich die Befürchtungen bislang nur auf mehr Konkurrenz aus Russland konzentrieren, so dürften jetzt die Ukraine, Rumänien und Bulgarien ebenfalls den Weg nach Saudi Arabien suchen. Vorerst muss der Weizen aus dem Schwarzmeerraum aber die SAGO überzeugen und weniger als 0,5% Bruchkorn nachhaltig liefern können. Das ist sehr ambitioniert. Russland drängt schon darauf, die Schwelle auf 1% anzuheben.

08.08.2019 SAGO lockert Standard für Weizenimporte

Der saudische Getreideeinkäufer SAGO will bereits in der nächsten Ausschreibung seine Importstandards für Weizen senken. Das könnte Anbietern aus dem Schwarzmeerraum die Tür öffnen.
Die SAGO will bei den Importen den Anteil an Bruchkorn von derzeit 0% auf 0,5% anheben. Wegen der Null-Toleranz konnten Anbieter aus dem Schwarzmeerraum bisher nicht mithalten. Bei der nächsten Ausschreibung wollen sie aber mit anbieten.
Russland sucht bereits seit längerer Zeit Zugang zum saudischen Weizenmarkt um Anbietern aus der EU und den USA Marktanteile abzujagen. Bei dem für Oktober geplanten Besuch von Russlands Präsident Vladimir Putin, bei dem es in erster Linie um Ölfördermengen geht, könnte es auch Gespräche um Weizenlieferungen gehen. Russland interpretiert die Maßnahmen der SAGO bereits jetzt als grünes Licht, um mit Offerten zu starten.
Die ersten Offerten dürften allerdings eine Risikoprämie beinhalten, da man nicht wissen kann, wie die Saudis mit der russischen Weizenqualität klar kommen.

08.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge. Die schwache Exportnachfrage und die fortschreitende Winterweizenernte belasteten aber den Markt und begrenzten das Aufwärtspotenzial. Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun immer mehr auf den USDA-Bericht am kommenden Montag und erwarten insbesondere aktualisierte Schätzungen der US-Mais- und Sojabohnenanbauflächen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 150.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit leichten Verlusten. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures auf allen Terminen mit Verlusten. Frankreichs Landwirtschaftsministerium erhöhte die Schätzung der Weizenernte 2019 auf ein4-Jahres-Hoch von 38,2 Mio. Tonnen. Die jüngste Ausschreibung Ägyptens in dieser Woche hat gezeigt, dass Weizen aus Frankreich am Weltmarkt noch nicht ausreichend wettbewerbsfähig ist. Niederschläge in Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg -Vorpommerns führen immer wieder zu Unterbrechungen bei der deutschen Weizenernte.

07.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind nicht mehr Netto-Long beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen nicht mehr überwiegend auf steigende Kurse. Der Bestand von 6.823 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 2. August gedreht auf 7.741Netto-Short-Positionen. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 2. August auf 16.572 Kontrakte (Vorwoche: 1.779). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,8% während Non Commercial Participants 15,6% am Open Interest repräsentieren. 93,4% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 93,1%).

07.08.2019 Marokko erntet nur 5,2 Mio. Tonnen Getreide

Marokko erwartet in diesem Jahr eine Getreideernte von 5,2 Mio. Tonnen. Das sind 49% weniger als im Jahr zuvor. Es fiel 23% weniger Regen.
Mit der heutigen Prognose wird die Juni-Schätzung von 6,1Mio. Tonnen noch einmal deutlich unterschritten.
Die Ernte umfasst 2,68 Mio. Tonnen Weichweizen, 1,34 Mio. Tonnen Durum-Weizen und 1,16 Mio. Tonnen Gerste.

07.08.2019 EU-Getreideernte 2019 macht rapide Fortschritte

Der bisher außergewöhnlich heiße Sommer hat die Getreideernte in Europa rasch reifen lassen. Die Ernte ist viel weiter als in anderen Jahren zu diesem Termin. Nun haben aber Regenfälle in einigen Ländern die Feldarbeiten behindert.
Die Top-vier Getreideproduzenten der EU Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen erwarten alle eine große Ernte nachdem die Ernte im letzten Jahr unter Trockenheit litt. In Deutschland verzögert sich der Abschluss der Ernte nun wegen Regen.
Frankreich, der größte Weizenproduzent der EU, hat die Getreideernte mit sehr guten Ergebnissen bereits abgeschlossen. Das Landwirtschaftsministerium hob seine Ernteprognose mit 38,2 Mio. Tonnen Weichweizen auf ein Vier-Jahres-Hoch an. Das sind 12% mehr als im Vorjahr.
Das sind aber weniger als die 39,5-40 Mio. Tonnen, die vom Markt erwartet worden waren. Dies wäre aber immer noch die zweitgrößte Getreideernte für Frankreich überhaupt. Das gute Ergebnis liegt auch an einer in Küstennähe ausgeweiteten Anbaufläche. Die Qualität des Ernteguts ist ordentlich. Die Proteingehalte liegen in Frankreich deutlich über 11%.
In Deutschland ist die Getreideernte jetzt zu 85% abgeschlossen. Zunächst startete die Ernte in einem atemberaubenden Tempo, aber seit Ende letzter Woche ist im Norden täglich Regen gefallen, der bisher aber noch keine Qualitätsverluste verursachte. Die deutsche Getreideernte 2019 wird nun auf 23-23,5 Mio. Tonnen geschätzt, das wären 15% mehr als im Jahr 2018.
In Großbritannien hat die Ernte erst begonnen. Es könnte die größte Ernte seit 2015 werden. Die Farmer sind darüber sehr erfreut, denn wegen dem geplanten Brexit gibt es in der Landwirtschaft auf der Insel eine große Verunsicherung. In den Hinterköpfen einiger Marktbeobachter fürchtet man Verzögerungen der Feldarbeiten, da es in der kommenden Woche mehr Regen geben soll. Die Ernte könnte ca. 15-15,5 Mio. Tonnen groß ausfallen, in 2018 waren es 14 Mio. Tonnen. Über die Qualitäten wird noch gerätselt und die Farmer warten noch mit dem Verkauf auf das europäische Festland. Nach dem Brexit könnten aber Exportzölle für Lieferungen in die EU erhoben werden.
Die polnische Getreideernte mit 70% ebenfalls schon weit fortgeschritten. In diesem Jahr gibt es dort sehr hohe Proteinwerte beim Weizen. Die Erntemenge wird derzeit auf 10,7 Mio. Tonnen geschätzt, ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahr.

07.08.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und der zuletzt gestiegene Wechselkurs des US-Dollar, der die Exportchancen für US-Weizen verschlechtert, belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC kaufte 415.000 Tonnen Weizen der Herkunft Ukraine, Russland und Rumänien. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee. Sie fielen aufgrund des schwachen Starts in die Export-Saison sowie der großen zu erwartenden EU-Weizenernte auf den tiefsten Stand seit 2 1/2 Monaten. Die Exportpreise für Weizen aus Russland gerieten vergangene Woche unter Druck infolge des starken internationalen Wettbewerbs und der großen EU-Ernte. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein fiel Ende letzter Woche um $2 auf $195/Tonne meldete SovEcon. Die Prognose für die Weizenernte korrigierte IKAR auf 75,5 Mio. Tonnen (vorher: 76,4 Mio. Tonnen). Das französische Landwirtschaftsministerium erhöhte seine monatliche Schätzung der Weizenernte von 37 Mio. Tonnen auf 38,2 Mio. Tonnen und begründete, dass sich die Hitzewelle nicht mehr negativ auf die Erträge ausgewirkt hat. Im Vergleich zur Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 12%.

07.08.2019 Ägypten kaufte gestern 415.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens nach eigenen Angaben 415.000 Tonnen Weizen für dem Lieferzeitraum 5. - 15. September. Das Unternehmen kaufte  115.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft, 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen rumänischer Herkunft. 

 

06.08.2019 Russland: Weizenpreise unter Druck aufgrund großer EU-Ernte

Die Exportpreise für Weizen aus Russland gerieten vergangene Woche unter Druck infolge des starken internationalen Wettbewerbs und großer erwarteter Ernten in der EU.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein fiel Ende letzter Woche um $2 auf $195/Tonne meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Auch IKAR meldete einen Preis von $195/Tonne FOB. Die Prognose für die Weizenernte korrigierte IKAR auf 75,5 Mio. Tonnen (vorher: 76,4 Mio. Tonnen).
Die europäische Ernte sieht gut aus, während die Probleme in Russland nicht groß genug sind, um den Markt zu beeindrucken, so SovEcon. Der fallende Rubel war vielleicht die einzige gute Nachricht für Exporteure, fügte das Unternehmen hinzu.
Russland hat seit Beginn der Saison 2019/20 3,88 Mio. Tonnen Getreide (incl. 3,04 Mio. Tonnen Weizen) exportiert. 17% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, meldet SovEcon und beruft sich auf Daten der russischen Hafenbehörden.
Auf dem heimischen Weizenmarkt sanken die Preise nach dem Eintreffen der neuen Ernte weiter, in der südlichen Region Russlands seien sie jedoch wieder gestiegen.
Insgesamt blieben die Preise für Weizen der Klasse 3Ende letzter Woche in europäischen Teil Russlands auf Basis ex Works unverändert bei 10.475 Rubel (161 USD) pro Tonne, so SovEcon.

06.08.2019 Frankreich erwartet große Weizenernte

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine monatliche Schätzung der Weizenernte von 37 Mio. Tonnen auf 38,2 Mio. Tonnen erhöht und begründete, dass sich die Hitzewelle nicht mehr negativ auf die Erträge ausgewirkt hat. Im Vergleich Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 12%.
In seiner ersten Prognose für die diesjährige Maisernte prognostizierte das Ministerium ein Volumen von 13,1 Mio. Tonnen, was einer Steigerung von 4,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Anbaufläche gleicht demnach den erwarteten Ertragsrückgang aufgrund der extremen Trockenheit aus. Die Aussichten für die Maisernte seien jedoch aufgrund der Trockenheit besonders ungewiss.

06.08.2019 US-Crop-Progress-Report: Sommerweizenernte hat begonnen

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend nach Handelsschluss den wöchentlichen Crop-Progress-Report veröffentlicht. Danach befinden sich 73% der US-Sommerweizenbestände in Top-Verfassung. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um einen Prozent. Analysten erwarteten unveränderte Ratings. Die Winterweizenernte ist zu 82% erledigt, erwartet wurden 84% (Vorwoche: 75%; Vorjahr: 89%; 5-Jahres-Durchschnitt: 92%). Gerade begonnen hat die Sommerweizenernte in den Vereinigten Staaten mit einem Erntefortschritt 2% (Vorwoche: 0%; Vorjahr: 12%; 5-Jahres-Durchschnitt: 14%).

06.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Maisfutures ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 395.136 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 500.000 Tonnen. Beim gestrigen Saatenzustandsbericht des USDA erhielten 73% der US-Sommerweizenbestände das Rating "gut bis exzellent", unverändert zur Vorwoche. Analysten erwarteten im Vorfeld eine Reduzierung auf 72%. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht profitieren und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete den Markt zudem. Frankreich erntet nach Schätzungen des Analysten Agritel 39 Mio. Tonnen Weizen und steht angesichts der verhaltenen Nachfrage und der großen Konkurrenz am Exportmarkt vor der Herausforderung, 10 Mio. Tonnen Weizen an Ziele außerhalb der EU zu exportieren. In Deutschland wurden die Erntearbeiten am Wochenende in den bedeutenden Anbauregionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg -Vorpommern wiederholt durch Niederschläge unterbrochen.

06.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Anfang September

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05.-15. September stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 23. Juli kaufte Ägypten 300.000 Tonnen Weizen aus Russland und aus Rumänien zur Lieferung vom 25. August -05. September.

05.08.2019 Ukraine: Weizenernte nahezu abgeschlossen

In der Ukraine ist die Weizenernte nahezu abgeschlossen. Geerntet wurden bisher 25,8 Mio. Tonnen Weizen auf 93% der Anbaufläche, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Erwartet wird in diesem Jahr eine Getreideernte von 70 Mio. Tonnen. Das wäre auf dem Niveau des Vorjahres. Per 5. August wurden insgesamt 35 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Darin enthalten sind neben den genannten 25,8 Mio. Tonnen Weizen auch 8,1 Mio. Tonnen Gerste, 593.000 Tonnen Erbsen, 233.000 Tonnen Roggen und 175.000 Tonnen Hafer.
Getreide wurde bisher auf einer Fläche von 9,1 Mio. Hektar geerntet, davon Weizen auf 6,3 Mio. Hektar und Gerste auf 2,4 Mio. Hektar. Die gesamte Erntefläche liegt bei 9,76 Mio. Hektar, davon Weizen auf 6,6 Mio. Hektar und Gerste auf 2,5 Mio. Hektar.

05.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 23.07.19 bis 30.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.831 auf 14.610 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit immer noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 41.264 Kontrakte auf 111.952 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 15.083 Lots auf 53.572 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 30. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
05.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften als Reaktion auf die kräftigen Verluste vom Donnerstag ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die Exportnachfrage nach US-Weizen bleibt aber weiter schwach und belastet den Markt angesichts hoher Bestände. Marktteilnehmer warten auf den USDA-Report am kommenden Montag, der voraussichtlich aktualisierte Anbauflächenschätzungen enthält und mehr Klarheit bringen soll. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. In Frankreich ist die Weizenernte per 29. Juli auf 87% der Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche waren es 63% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt 99%. Die Erntearbeiten beim Weizen in Deutschland sind insgesamt zu 80% abgeschlossen. Allerdings hängt der Norden mit einer Quote von ca. 50% etwas hinterher. Besorgt sind deutsche Händler über die hohe Konkurrenz aus dem Baltikum und aus Polen. Offerten für Weizen der neuen Ernte aus Litauen mit 12,5% Protein FOB Klaipeda zur Lieferung September/Dezember liegen €3,50 unter den Offerten für Weizen aus Deutschland FOB Hamburg oder Rostock. Deutschland kann vor diesem Hintergrund nicht viel kurzfristiges Exportgeschäft erwarten.

02.08.2019 Kleinere Canola-Ernte in Kanada

Kanadas Farmer werden wohl in diesem Jahr eine kleinere Rapsernte (Canola) einfahren, da weniger von der Ölsaat gepflanzt wurde und weil es erneut zu trocken ist.
Auf einer Crop-Tour des Unternehmens FarmLink durch die Bundesstaaten Saskatchewan und Manitoba machen sich Fachleute ein Bild von der zu erwartenden Ernte. Seit drei Jahren ist es in den kanadischen Prärien zu trocken. Im Juni und Juli fiel aber Regen, der das Schlimmste verhindern konnte.
Die Canola-Erträge werden jetzt auf 39,9 Bushel/acre geschätzt, geringfügig mehr als vor einem Jahr geerntet wurde (39,8). Die Erntemenge käme so auf 19 Mio. Tonnen; im Vorjahr waren es 20,3 Mio. Tonnen. Hier macht sich die kleinere Anbaufläche bemerkbar.
Der kanadische Weizenertrag wird mit 52,1 Bushel/acre so hoch eingeschätzt wie im letzten Jahr.

02.08.2019 Mais-Ratings in Frankreich stark unter Druck

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer senkt zum widerholten Mal sein Crop-Rating für den Mais. In der Woche zum 29. Juli waren nur noch 61% der Maisfeldbestände in Frankreich in der Top-Kategorie good-to-exzellent. In der Woche zuvor waren es noch 67%.
Die Weichweizenernte war zu dem Termin in Frankreich zu 87% durch, in der Woche zuvor waren es 63‘% und im Vorjahr zu diesem Termin 99%.
Sommergerste war dagegen zu 92% abgeerntet. In der Woche zuvor waren es 67%. 72% der Bestände wurden als good-to-exzellent eingestuft.

02.08.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago endeten gestern den dritten Tag in Folge mit Verlusten. Technische Verkäufe und ein schwächerer Kassamarkt belasteten den Markt. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 383.000 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen.
Zur Stunde handelt die eCBoT wieder etwas fester.
Im Sog der negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures gestern an der Euronext in Paris auf allen Terminen Kursabschläge hinnehmen. Zudem kommen noch die deutlich gefallenen Rohölnotierungen. Eine schwache Nachfrage der Exporteure schickt die Matif-Weizenkurse auf ein 3-Wochen-Tief. Das kann ein schwacher Wechselkurs des Euro nicht verhindern. Die Offerten aus Europa sind gegenüber denen aus Russland beispiellos günstig. Dort halten die Farmer ihre Ernte zurück, weil die Erträge schlechter sind als erwartet. Der Wechselkurs des Euros sinkt auf ein 26-Monate-Tief weil die EZB die Zinsen weiter senken will. Die Weizenpreise sind aber auch für hiesige Landwirte unattraktiv, weshalb sie wenig anbieten. Die Getreideernte in Frankreich ist bereits abgeschlossen und in Deutschland braucht es auch nur noch fünf Tage. Der Regen der letzten Tage beunruhigt noch niemanden. Exporte aus der EU kommen derzeit aus den Baltischen Staaten. Kassapreise in Hamburg notieren 3,5 € unter Dezember-Matif.

01.08.2019 Weizenpreise in der Ukraine steigen um bis zu 4 USD/Tonne

Die Mahlweizenpreise in der Ukraine stiegen zuletzt um 3-4 USD/Tonne, da der Export von dort anspringt. Ein festerer Wechselkurs in der Landeswährung Hrywnja verringerte das Angebot aus der Landwirtschaft.
Die Ukraine ist einer der größten Weizenexporteure der Welt. Dort wurden bis zum 30. Juli 22,8 Mio. Tonnen Weizen von 83% der Anbaufläche geerntet. Das dortige Landwirtschaftsministerium erwartet eine steigende Nachfrage nach diesem Getreide. Eine geringere Abgabebereitschaft russischer Farmer in Kombination mit einer stetigen Nachfrage traditioneller Kunden im Ausland führte zu festeren Preisen.
Klasse III-Weizen aus dem Schwarzmeerraum zur Lieferung im August kostete Ende Juli 188 USD/Tonne, im Vergleich zu 184 USD/Tonnen zu Monatsbeginn.
Ukrainischer Weizen hat in diesem Jahr eine hohe Qualität, besser als Russen-Weizen, so ein Exporteur. Analysten hatten bereits zu Beginn der letzten Woche den Anteil von Mahlweizen der diesjährigen Ernte auf 70% taxiert. Im Vorjahr waren es 55%.
Das Ministerium in Kiew hat bisher noch keine eigene Ernteprognose abgegeben, Analysten schätzen aber die Ernte 22% größer als in 2018 auf 30 Mio. Tonnen.
Seit dem 1. Juli hat die Ukraine bereits 650.000 Tonnen Weizen ausgeführt, ähnlich viel wie im letzten Jahr zu diesem Termin. Händler sehen keinen Anlass dafür, den in US-Dollar notierten Weizenpreis in absehbarer Zukunft zu senken. Bei einem festeren Wechselkurs der Landeswährung könnte aber die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft sinken. Es sei denn die Börsenkurse für EU-Weizen steigen. Im Juli stieg der Kurs des Hrywnja gegenüber dem US-Dollar um 5,3%.

01.08.2019 FAO-Index für Lebensmittel sinkt erneut

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sinken seit zwei Monaten. Preise für einige Getreidearten, Milchprodukte und Zucker sind gesunken. Zuvor waren die Preise fünf Monate in Folge gestiegen. Das meldet heute die United Nations food agency FAO.
Der FAO-Index, der die monatlichen Veränderungen in einem Korb von Grundnahrungsmitteln bestehend aus Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker widerspiegelt, kommt im Juli auf 170,9 Punkte nach 172,7 Punkten im Juni.
Demnach fiel der Getreidepreisindex um 2,7% weil die Preise für Weizen und Mais schwächer tendieren. Gegenüber dem Monatswert im Juli 2018 lag dieser Index allerdings 4,1% höher.
Der Index für Milchprodukte sank um 2,9%, das war der zweite Monat in Folge mit schwächeren Milchpreisen und ebenfalls 3% schwächer als zu diesem Termin im Vorjahr.
Im Gegensatz dazu stieg der Marktzeiger für Pflanzenöle um 0,8%, da höhere Preise für Sonnenblumenöl den Preisverfall beim Sojaöl überkompensierten. Dieser Index lag aber 11% unter dem des Vorjahres.
Die FAO gab in ihrem heutigen Bericht keine neue Prognose für Welt-Getreideproduktion ab.

01.08.2019 Algerien kaufte gestern 570.000 Tonnen Mahlweizen

Algerien kaufte gestern 570.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft in einem Tenderverfahren.
Dafür werden 215,5 USD/Tonne c&f bezahlt, die Lieferung erfolgt im September.
Ein Teil der Menge wird wahrscheinlich aus Frankreich geliefert. Frankreich ist Algeriens bedeutendster Weizenlieferant. Allerdings kamen günstiger Offerten aus den baltischen Ländern und aus Rumänien.
Das Nordafrikanische Land ist einer der weltweit größten Weizenimporteure. Man gibt keine weiteren Angaben zu den Preisen und Herkünften. Die Infos dazu kommen aus dem Markt.

01.08.2019 Getreidemail

Kräftige Kursverluste im Soja- und Maiskomplex, ein festerer US-Dollar sowie technische Verkäufe ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen.
Die e-CBoT handelt heute Morgen moderat schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der schwachen Stimmung aus Übersee. Algerien kaufte gestern 570.000 to Weizen, der wohl nur zum Teil aus Frankreich kommt. Anbieter aus dem Baltikum und Rumäninen haben billiger angeboten, was ebenfalls Druck auf die Börsenkurse ausübte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat gestern seine Ernteprognose für deutschen Winterweizen um 2,1 Mio.to auf 22 Mio.to gesenkt. Die Ernte in 2019 wird zwar immer noch größer als im Vorjahr aber die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat Erträge gekostet. Im Vorjahr waren es 19,6 Mio.to. In der vorherigen Prognose vom 3. Juli hatte der DBV noch mit 24,1 Mio.to gerechnet. Strategie Grains schätzt die französische Weizenernte jetzt auf 38,98 Mio.to, das sind 2 Mio.to mehr als noch Anfang Juli. Das erhöht den Druck auf Frankreich mehr Weizen in Drittländer zu exportieren und zu wettbewerbfsfähigen Preisen anzubieten.

31.07.2019 DBV senkt seine Ernteprognose für Winterweizen um 2,1 Mio. Tonnen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat heute seine Ernteprognose für deutschen Winterweizen um 2 Mio. Tonnen gesenkt. Die Ernte in 2019 wird zwar immer noch größer als im Vorjahr aber die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat Erträge gekostet.
Demnach wird Deutschland in diesem Jahr 22 Mio. Tonnen Winterweizen ernten. Im Vorjahr waren es 19,6 Mio. Tonnen, damals wurde ebenfalls eine Trockenheit für die schwache Ernte verantwortlich gemacht.
In der vorherigen Prognose vom 3. Juli hatte der DBV noch mit 24,1 Mio. Tonnen gerechnet. Deutschland und die meisten anderen Länder in Westeuropa litten unter mehreren Hitzewellen im Juni und Juli. Rekordtemperaturen wurden in Frankreich, Großbritannien und Deutschland registriert.
Letzte Woche gingen einige Beobachter noch davon aus, dass die deutsche Winterweizenernte höher als erwartet ausfällt. Der DBV widerspricht dem nun. Zwar werden die Durchschnittserträge mit 7,4 Tonnen /Hektar höher als im letzten Jahr ausfallen, in einigen Regionen hat die Trockenheit aber wieder für erheblich Ertragseinbußen gesorgt. Die Ergebnisse sind von Region zu Region sehr unterschiedlich. Im Fünf-Jahres-Mittel liegt der Durchschnittsertrag aber bei 8,1 Tonnen/Hektar.
Die deutsche Winterrapsernte dürfte dem DBV zufolge auf 2,8 Mio. Tonnen sinken, im letzten Jahr waren es noch 3,7 Mio. Tonnen. Die ersten Ernteschätzungen lagen in dieser Saison sogar noch bei 3,1 Mio. Tonnen. Da die Anbaufläche aber eingeschränkt wurde, erreicht man auch diese Menge nicht mehr. Wegen der Trockenheit werden im Durchschnitt nur 3,2 Tonnen/Hektar eingefahren. Das Langjährige Mittel liegt bei 3,8 Tonnen/Hektar.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizen- und Rapsproduzent der Europäischen Union. Rapsöl wird meist zur Herstellung von Biodiesel verwendet.
Die deutsche Maisernte leidet zurzeit ebenfalls unter Trockenheit und Hitzestress. Für eine Ernteprognose für Mais ist es aber noch zu früh.

31.07.2019 Strategie Grains hebt seine Ernteprognose für Weizen erneut an

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains hob heute seine Prognose für Frankreichs Getreideernte 2019 um mindestens 700.000 Tonnen auf 38,98 Mio. Tonnen an. Hitzewellen die dort bis in den Juli anhielten, hatten offensichtlich keinen negativen Einfluss auf die Weizenernte im Land mit der größten EU-Weizenproduktion.
Anfang Juli hatte das Unternehmen bereits einmal seine Weizenprognose auf 38,2 Mio. Tonnen angehoben. Im Jahr 2018 war dort die Ernte 33,8 Mio. Tonnen groß.
Der Durchschnittsertrag wird mit 7,77 Tonnen/Hektar angegeben. Der bisherige Rekord aus dem Jahre 2015 liegt bei 7,88 Tonnen/Hektar. Ein gutes 1.000-Korn-Gewicht sorgt für die hohen Erträge.
Die Getreidequalität ist allgemein sehr gut, so sind die Proteingehalte und die Fallzahlen, das spezifische Gewicht meist auf hohem Niveau. 89% der Mahlweizenernte schafft die hohen Standards für Exportweizen.

31.07.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, negative Vorgaben beim Soja- und Maiskomplex sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit moderaten Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee auf fast allen Terminen behaupten. Die Hitzewelle in der letzten Woche in Europas größten Weizenanbauregionen sorgte für einen zügigen Fortschritt der Erntearbeiten. Einige Ernteprognosen wurden zudem angehoben, in Polen wachsen aber Zweifel an guten Weizenerträgen. Der Export von dort hat sich bereits beruhigt und die billigsten Offerten kommen jetzt aus dem Baltikum. Rekordtemperaturen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien sorgten für ideale Erntebedingungen, denn die Trockenheit und das warme Wetter erlaubten einen frühen Beginn der Erntearbeiten mit dem Mähdrescher. Der schwache Euro-Wechselkurs liefert Frankreich einen Vorteil bei der Ausschreibung eines Weizenkaufs Algeriens, dessen Ergebnis heute bekannt gemacht wird.

30.07.2019 Weizen: Hitzewelle sorgt für zügigen Erntefortschritt

Die Hitzewelle in der letzten Woche in Europas Haupt-Weizenanbauregionen sorgte für einen zügigen Fortschritt der Erntearbeiten. Einige Ernteprognosen wurden zudem angehoben.
Rekordtemperaturen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien sorgten für ideale Erntebedingungen, denn die Trockenheit und das warme Wetter erlaubten einen zügigen Beginn der Erntearbeiten mit dem Mähdrescher.
In dieser Woche wurden die Arbeiten regional aber wegen teils heftigen Regenfällen unterbrochen, man ist aber zuversichtlich, dass die EU-Getreideernte 2019 unter weiterhin guten Bedingungen eingefahren werden kann.
Frankreich, Europas größter Weizenproduzent, erwartet in diesem Jahr seine zweitgrößte Ernte überhaupt. Agritel rechnet mit 39,17 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 34 Mio. Tonnen, da Trockenheit die Erträge reduzierte. FranceAgriMer schätzt, dass bis zum 22. Juli 63% Weichweizen in Frankreich geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 33% und in einigen Teilen des Landes unterbrach Regen die Erntearbeiten. Der größte Getreideexporteur Frankreichs, das Familienunternehmen Soufflet, schätzt, dass Frankreich in dieser Saison 38-39 Mio. Tonnen Weizen exportieren wird. Die Qualität des Getreides ist hervorragend und trifft die anspruchsvollen Exportstandards.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenexporteur der EU, kamen die Erntearbeiten in der letzten Woche auch in Fahrt. Ein Marktbeobachter geht davon aus, dass bereits zum Wochenende 70% des Weizens vom Halm ist, das ist ein neuer Rekord. Üblicherweise startet die Ernte erst Ende Juli. Die restlichen 30% stehen meist im Norden oder im Nordosten des Landes. Von dort aus werden viele Exportgeschäfte getätigt. Hier gab es jetzt auch einige Regenfälle, die möglicherweise noch späte Ernteschäden verursachen können. Die deutsche Weizenernte wird 17,7% größer ausfallen als im Vorjahr und 23,8 Mio. Tonnen erreichen.
Britische Farmer werden ihre Getreideernte Anfang August beginnen und sie erwarten auch eine größere Ernte als im Vorjahr. Das IGC geht davon aus, dass die Briten 14,8 Mio. Tonnen Weizen ernten werden; das ist ein Plus von 0,8 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr.
Auch in Polen ist die Getreideernte während der Hitzewelle zügig gestartet. Die Hälfte der Flächen soll bereits abgeerntet sein. Die Ernte wird auf 10,7 Mio. Tonnen geschätzt, Ein Plus von 8-9% gegenüber dem Vorjahr.

30.07.2019 Getreidemail

Technische Käufe sowie unvorteilhafte Wetterbedingungen in einigen Anbaugebieten Russlands ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlich US-Exportinspektionen lagen mit 390.730 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT den Weizen mit Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den guten Vorgaben aus Übersee nicht profitieren und schlossen uneinheitlich. Die Exportpreise für russischen Weizen waren letzte Woche meist unverändert. Unterstützung gab es von niedrigeren Ernteschätzungen und Exportprognosen sowie einer geringen Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft. Russische Weizenexporte mit 12,5% Protein aus Schwarzmeerhäfen notierten am Vergangenen Freitag weiter auf 193 USD/Tonne fob. Algerien sucht 50.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im September. Der durchschnittliche Weizenertrag in Russland ist 4,3% niedriger als im Vorjahr. Hierzulande kommt die Getreideernte zügig voran.

29.07.2019 Russische Weizenpreise werden durch gesunkene Exportprognosen gestützt

Die Exportpreise für russischen Weizen waren letzte Woche meist unverändert. Unterstützung gab es von niedrigeren Ernteschätzungen und Exportprognosen sowie einer geringen Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft.
Russische Weizenexporte mit 12,5% Protein aus Schwarzmeerhäfen notierten am Vergangenen Freitag weiter auf 193 USD/Tonne fob.
Bei einem festen Rubelkurs müssen die Exporteure und Händler ihre Gebote erhöhen, um Angebot von den Farmern zu bekommen. Am Freitag hatte SovEcon seine Prognose für 2019er Weizenexporte um 7 Mio. Tonnen auf 31,4 Mio. Tonnen gesenkt.
Das Beratungsunternehmen IKAR hob seine Schätzung für die 2019er Weizenernte von 76,1 Mio. Tonnen auf jetzt 76,4 Mio. Tonnen an.
Vom 1.-25. Juli exportierte Russland 2,59 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 21% weniger als in dem gleichen Zeitraum in 2018. Darin enthalten waren 1,86 Mio. Tonnen Weizen und 0,54 Mio. Tonnen Gerste sowie 0,19 Mio. Tonnen Mais.
Am lokalen Markt sanken die Preise für Klasse III-Weizen um 25 Rubel/Tonnen auf 10.475 Rubel/Tonne ab Verladestation.

29.07.2019 Bis zu 70% Mahlweizenqualität in der Ukraine

Händler und Marktbeobachter berichten, dass der Mahlweizenanteil in der Ukraine bis zu 70% ausmacht. Im letzten Jahr waren es nur rund 55%. Das heiße und trockene Wetter am Schwarzen Meer verbessert die Getreidequalität.
Die Ukraine gehört zu den führenden Getreideproduzenten der Welt und hatte bis zum 26. Juli 77% seiner Getreidefläche geräumt und dabei 20,4 Mio. Tonnen Weizen geerntet. In den Monaten Mai und Juni dominierte dort heißes und trockenes Wetter, die für ideale Konditionen im Getreideanbau sorgten.

29.07.2019 Algerien sucht nominal 50.000 Tonnen Weizen für September

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft aufgelegt.
Üblicherweise kauft Algerien dann mehr. Die Deadline für Offerten ist Morgen. Die Angebote müssen bis zum 31. Juli gültig sein. Die Verschiffung der Ware ist für den 1.-15. September und 16.-30. September vorgesehen.
In der vorherigen Ausschreibung von Anfang Juli kaufte Algerien 480.000 Tonnen zur Lieferung im August. Frankreich ist bisher Algeriens bedeutendster Weizenlieferant, seit einigen Monaten bemühen sich aber auch Exporteure darum, Getreide aus dem Schwarzmeerraum zu liefern.

29.07.2019 Getreidemail

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen am dritten von vier Handelstagen. Unterstützung kommt von der Meldung, dass Russland weniger Getreide erntet als erwartet. Der Kursanstig wird allerdings durch sehr gute Ernten in Frankreich und Deutschland begrenzt. Händler am hiesigen Weizenmarkt verweilen derzeit in einer abwartenden Haltung, unsere Ernte könnte doch größer ausfallen als erwartet. Dagegen stehen die Meldungen aus dem Schwarzmeerraum. Das IGC senkte am Freitag seine Prognose für die Welt-Getreideernte um 6 Mio. Tonnen. Trotzdem wären die 763 Mio. Tonnen noch ein neuer Rekord.
Hervorragende Erntebedingungen in Frankreich und Deutschland könnten die Prognosen in Mittel- und Westeuropa wieder steigen lassen. Hohe Temperaturen und ein wolkenloser Himmel lassen die Getreideernte hierzuland rasch vorankommen. Sollte es in den kommenden Tagen tatsächlich etwas regnen, wäre das für den Rest der Ernte kein Nachteil. Die extreme Trockenheit sorgt dafür, dass die Erträge in Tonnen kleiner ausfällt, als erwartet. Etwas Regen kann also nicht schaden. Standarweizen mit 12% Protein für Lieferung im September wird mit einem Malus von 4€ unter Paris angeboten.

29.07.2019 Russlands Getreideexporte werden um 7 Mio. Tonnen kleiner geschätzt

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures können sich heute Morgen um fast 1% befestigen. Damit steigen die Kurse an drei von vier letzten Handelstagen. Gestützt wird das durch eine um 5-7 Mio. Tonnen niedrigere Prognose für die russische Getreideernte.
Händler in Fernostasien verweisen aber darauf, dass die russische Weizenernte immer noch mindestens 30 Mio. Tonnen groß ist und damit größer als im letzten Jahr. Das Beratungsunternehmen SovEcon, Russlands führender Agrarmarktanalyst, senkte am Freitag auch seine Schätzung für den Export im Wirtschaftsjahr 2019/20, das am 1. Juli beginnt, um sogar sieben Mio. Tonnen auf 41,9 Mio. Tonnen Getreide.
Frankreichs größter Getreideexporteur schätzte, dass die Weizenernte in unserem Nachbarland in diesem Sommer zwischen 38 und 39 Mio. Tonnen groß sein wird. Es werden beste Exportqualitäten geborgen.

29.07.2019 Fonds waren am Freitag Netto-Verkäufer in Mais, Sojabohnen und Weizen

28.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)/ Tabelle und Gesamtgrafik

Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 16.07.19 bis 23.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 6.972 auf 11.779 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 34.044Kontrakte auf 187.260 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 446 Lots auf 38.489 Kontrakte.

 

26.07.2019 Soufflet: Frankreichs Weizenernte bei 38-39 Mio. Tonnen

Frankreichs Weizenernte wird vom privaten Getreideexporteur Soufflet heute zwischen 38 und 39 Mio. Tonnen geschätzt. Die Ernte ist in vollen Gang. Trotz der rekordverdächtigen Hitzewelle kommen gute bis sehr gute Erträge zusammen. Örtlich gab es allerdings auch Schäden durch Feldbestände die Feuer fingen.
Vor einer Woche ging man noch davon aus, dass die Weizenernte in unserem Nachbarland 38 Mio. Tonnen beträgt. Das Landwirtschaftsministerium schätzte zu Beginn dieses Monats die Ernte auf 37 Mio. Tonnen.
Obwohl die Erträge als sehr gut bewertet werden, werden sie aber nicht so hoch sein wie in 2015. Auf den Feldern Weizen warten noch 20-25% auf die Ernte. Der Proteingehalt ist durchschnittlich bei 11,5% und passt so sehr gut für den Export. Im Norden des Landes, wo noch die meisten Flächen abgeerntet werden müssen, werden noch höhere Proteingehalte erwartet. Beim Export von Weizen gilt ein Minimum von 11% Protein.
Im Gegensatz dazu sind die Proteingehalte bei der Gerste in diesem Jahr im Durchschnitt nur bei 9,7%. Einige sogar nur bei 8%.
Soufflet berichtet außerdem von einer deutlich kleineren Rapsernte. 30-40 % kleiner als im Vorjahr. Die Anbaufläche wurde stark eingeschränkt. Frankreich wird wohl nur 3,6 Mio. Tonnen der Ölsaat ernten, ein Minus von 27% zum Vorjahr.

26.07.2019 Frankreich: Mais-Ratings kräftig gesunken

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der vergangenen Woche stark verschlechtert. Nur noch 67% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e). In der vorangegangenen Woche waren es noch 78%. Unverändert blieben die Ratings der Weichweizenbestände in Frankreich mit 73% g/e. 63% der Weizenbestände wurden mittlerweile geerntet. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt bei 33% und im vergangenen Jahr bei 88%. Bei der Sommergerste sind ca. 67% der Bestände geerntet versus 30% in der Vorwoche. 72% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent". Die Wintergerstenernte ist mittlerweile abgeschlossen. Im Departement Oise (fünftgrößte Region für Winterweizen in Frankreich) wurde von den Behörden ein Erntestillstand auf unbestimmte Zeit angeordnet, nachdem aufgrund der intensiven Hitze und Trockenheit große Flächen in Brand gerieten. Das war das erste Mal, dass ein Erntestillstand in der Region angeordnet wurde. Am Dienstag gerieten im Departement Oise allein 500 Hektar in Brand, teilte die Feuerwehr in der Region mit. Mindestens ein Landwirt wurde getötet, nachdem sein Mähdrescher in ein Flammeninferno geriet.

26.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit moderaten Kursaufschlägen. Das war der zweite Kursanstieg in Folge. Kursbestimmend waren die guten US-Weizenexporte in dieser Woche und die Prognose einer kleineren weltweiten Weizenernte. Mit 659.800 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000 - 450.000 Tonnen. Das International Grains Council senkte seine Prognose der globalen Weizenproduktion 2019/20 augrund der geringernen Schätzung der Ernten in Russland, der EU und Kanada um 6 Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris legten die Weizenfutures aufgrund der global gesunkenen Ernteaussichten moderat zu. Die EU-Kommission senkte gestern ihre Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der EU von 142,3 Mio. Tonnen auf 141,3 Mio. Tonnen . Das Ergebnis läge damit aber immer noch deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von 128,8 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 von 25,5 Mio. Tonnen.

25.07.2019 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizenproduktion 2019/20

Die EU-Kommission hat heute ihre Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der Europäischen Union von 142,3 Mio. Tonnen auf 141,3 Mio. Tonnen gesenkt. Das Ergebnis läge damit aber immer noch deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von 128,8 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 von 25,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde die Prognose der EU Gerstenproduktion 2019/20 von 59,9 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 59,7 Mio. Tonnen. Im Kontrast dazu erhöhte die Kommission die Prognose der Maisproduktion von 69,3 Mio. Tonnen auf 69,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde auch die Prognose der Rapssaat-Produktion 2019/20 in der EU von 18,7 Mio. Tonnen auf 18 Mio. Tonnen, während die Prognose der Rapssaat-Importe von 4,5 Mio. Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen stieg.

25.07.2019 IGC senkt Prognose für Weizenernte 2019/20 um 6 Mio. Tonnen

Das International Grains Council (IGC) senkte heute seine Prognose für die Weizenproduktion 2019/20. Verantwortlich dafür sind niedrigere Schätzungen für die Getreideernte in Russland, der Europäischen Union sowie Kanadas.
Die regierungsunabhängige Organisation senkte ihre Prognose für die Weizenernte heute um 6 Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen.
Russland ist danach der größte Weizenexporteur und erntet in diesem Jahr 75,7 Mio. Tonnen. In der vorherigen Schätzung gingen die IGC-Experten noch von 79,5 Mio. Tonnen aus.
Die Weizenernte in der Europäischen Union wird auf 148,7 Mio. Tonnen gesehen. In der letzten Prognose waren es noch 151,2 Mio. Tonnen. Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen meldeten weniger.
Auch in Kanada wurde die Prognose im Vergleich zum Vormonat gesenkt, nämlich von 33,6 Mio. Tonnen auf jetzt 32 Mio. Tonnen Weizen.
Das IGC senkte zudem auch die Prognose für die Welt-Maisernte in 2019/20 um 3 Mio. Tonnen auf 1,092 Mrd. Tonnen. China senkte seine Prognose und kompensierte damit einen Anstieg in Brasilien. Die Schätzung der Maisernte in den USA beließ das IGC gegenüber dem Vormonat unverändert.
Die globale Sojabohnenproduktion 2019/20 wird vom IGC auf 348 Mio. Tonnen geschätzt, eine Mio. Tonnen weniger al im letzten Monat.

25.07.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte höher, als erwartet

25.07.2019 Brasiliens Importbedarf für Weizen steigt

Brasiliens Importbedarf für Weizen steigt in diesem Jahr, da es in der Kernanbauregion von Paraná, wo die Hälfte des brasilianischen Weizens wächst, Frostschäden gegeben hat.
In der neuesten Ernteprognose von gestern senkte das staatliche Beratungsunternehmen Deral seine Erwartungen für Weizen um 16% gegenüber der Juni-Schätzung auf nun 2,72 Mio. Tonnen für das Erntejahr 2019.
Die fehlenden 500.000 Tonnen gegenüber der Juni-Prognose müssen dann zusätzlich importiert werden.
Brasilien ist einer der weltweit größten Weizenimporteure. Die Regierung ging vor dieser Frostmeldung im Juni noch davon aus, dass 7,2 Mio. Tonnen Weizen importiert werden müssen. Das meiste davon wird typischerweise aus Argentinien kommen.
Die Weizenernte in Paraná beginnt Ende August. Dort produzierte man im letzten Jahr 2,8 Mio. Tonnen Weizen. Auch damals gab es Ertragseinbußen wegen Frost.

25.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago legten gestern kräftig zu. Händler gaben an damit begonnen zu haben, Weizen-Mais-Spreads abzuwickeln. Das Ertragspotenzial der Sommerweizenernte im Bundesstaat Nord Dakota ist sehr unterschiedlich. Es wird erwartet, dass die Erträge auf spät ausgesäten Flächen unterdurchschnittlich ausfallen werden und die Bestände unter den schlammigen Böden leiden. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 450.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und beendet den Handelstag ebenfalls mit Kursgewinnen. Begrenzt wurde der Anstieg jedoch durch das heiße und trockene Wetter in Westeuropa, das den Erntefortschritt beschleunigt. Russland führender Agrarmarktberater SovEcon senkte gestern seine Schätzung für die diesjährige Getreideernte um knapp 5 Mio. Tonnen. Die Weizenernte kommt demnach auf 73,7 Mio. Tonnen nach 76,6 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden.

24.07.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Long-Bestand beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen zwar weiter auf steigende Kurse, der Bestand von 21.158 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 19. Juli allerdings auf 17.337 Kontrakte reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 19. Juli auf 12.680 Kontrakte (Vorwoche: 11.429). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77% während Non Commercial Participants 16% am Open Interest repräsentieren. 93% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt. Das ist nahezu stabil zur (Vorwoche (92,7%).

24.07.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 2,44 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine sind in den ersten Wochen der Exportsaison Juli 2019 -Juni 2020 per 24. Juli auf 2,44 Millionen Tonnen gestiegen, nach 1,3 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres , teilte das Landwirtschaftsministerium heute mit.
Die Ukraine plant in diesem Jahr mindestens 70 Mio. Tonnen Getreide zu ernten, fast so viel wie im Jahr 2018.
Die Ernte umfasste bislang 526.000 Tonnen Weizen, 499.000 Tonnen Gerste und 1,4 Mio. Tonnen Mais, so das Ministerium.
Eine Exportprognose für die gesamte Saison 2019/20 wurde nicht abgegeben. 2018/19 exportierte die Ukraine die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide.
Getreide, Pflanzenöle und Ölsaaten dominieren die Agrarexporte der Ukraine.

24.07.2019 SovEcon senkt Getreideernteschätzung für Russland um knapp 5 Mio. Tonnen

Russland führender Agrarmarktberater SovEcon senkte heute seine Schätzung für die diesjährige Getreideernte um knapp 5 Mio. Tonnen.
Die Getreideernte Russlands wird jetzt auf 117,2 Mio. Tonnen erwartet nach 121,9 Mio. Tonnen in der vorherigen Prognose.
Die Weizenernte kommt demnach auf 73,7 Mio. Tonnen nach 76,6 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden.

24.07.2019 Ägyptens GASC kaufte 300.000 Tonnen Weizen

Ägypten kaufte gestern 300.000 Tonnen Weizen aus Rumänien (120.000 to), der Ukraine (120.000 to) und Russland (60.000 to). Die Beladung der Schiffe erfolgt in der Zeit vom 25. August bis zum 5. September.
60.000 to aus der Ukraine kosten $198,8/to + $18,3/to Fracht = $217,10/to c&f.
60.000 to aus Russland kosten $202,5/to + $17,4/to Fracht = $219,90/to c&f.
60.000 to aus Rumänien kosten $203,60/to + $16,3/to Fracht = $219,90/to c&f.
60.000 to aus Rumänien kosten $203,60/to + $16,3/to Fracht = $219,90/to c&f.
60.000 to aus der Ukraine kosten $201,60/to + $18,3/to Fracht = $219,90/to c&f.

24.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago starteten den gestrigen Handel zunächst im negativen Bereich, am Ende des Tages sorgten technische Käufe allerdings für nahezu unveränderte Kurse. Das USDA bewertete 76% Sommerweizenbestände per 21. Juli in den Vereinigten Staaten mit dem Rating "gut bis exzellent". Das ist unverändert zur Vorwoche, jedoch insgesamt überdurchschnittlich gut. Mühlenbetriebe in Asien kauften Meldungen zufolge in der letzten Woche große Mengen US- und kanadischen Sommerweizen zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Kontrakte CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich gestern nicht von den schwachen Vorgaben aus Übersee befreien und schlossen ebenfalls kaum verändert. Heißes und trockenes Wetter in weiten Teilen Deutschland wird die Ernteaktivitäten in diesen Tagen noch einmal beschleunigen. Die Verkaufsbereitschaft in der Landwirtschaft ist angesichts der schwächeren Preise jedoch gering. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September blieben am Kassamarkt in Hamburg unverändert bei auf 4,00 unter Paris Dezember 19.

23.07.2019 Tunesien sucht 92.000 Tonnen Mahlweizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 92.000 Tonnen Mahlweizen aufgelegt.
Die Herkunft bleibt in der Wahl des Verkäufers. Bereits morgen sollen die Offerten gesichtet werden. Es sollen drei Teilmengen mit je 25.000 Tonnen und eine mit 17.000 Tonnen angeboten werden. Die Anlieferung soll in der Zeit vom 20. August bis zum 25. September erfolgen.
Im vorherigen Tender vom 3. Juli kaufte Tunesien 67.000 Tonnen ebenfalls optionaler Herkunft. Über die Höhe der Preise wurde keine Auskunft erteilt.

23.07.2019 Reges Geschäft mit Sommerweizen aus Nordamerika für asiatische Kunden

Mühlenbetriebe in Asien haben in der letzten Woche große Mengen US- und kanadischen Sommerweizen zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen gekauft.
Müller aus Indonesien, Japan, den Philippinen sowie Thailand kauften 300.000 bis 400.000 Tonnen, so zwei in Singapur ansässige Getreidemakler gegenüber Reuters. In so einer kleinen Zeitspanne ist das schon eine ungewöhnlich große Menge.
Der Preis für Sommerweizen ist mit 250-255 USD/to c&f annähernd so günstig wie im Januar. Free on Board-Preise lagen bei 225-230 USD/to. Die meisten Lieferungen sollen einen Proteingehalt von 13,5 – 14% haben und im September zur Auslieferung kommen.

23.07.2019 GASC sucht Weizen für Anfang September

Ägyptens GASC hat gestern erneut eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen gestartet. Gesucht wird eine nicht näher genannte Menge Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 25. August bis 05. September.
Die Offerten dafür müssen von den zugelassenen Händlern und den großen Weizenexportregionen der Welt bereits heute Mittag Kairo Ortszeit vorliegen; das Ergebnis der Auktion wird am späten Nachmittag deutscher Zeit erwartet.
In seiner vorherigen Ausschreibung am 17. Juli hatte die GASC 60.000 Tonnen russischen Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 21. bis 31. August zum Preis von 201,35 USD/Tonne frachtfrei ägyptischem Hafen gekauft.

22.07.2019 MARS senkt Ertragsschätzungen für Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrüben

Die Ernte-Überwachung der EU (MARS) hat heute ihre Schätzung für 2019er EU-Weichweizenerträge von 6,1 auf 6,04 Tonnen/Hektar gesenkt.
Das wären immer noch 7,3% mehr als im letzten Jahr und auch 1,6% mehr als das Fünf-Jahres-Mittel.
Erträge anderer Getreidearten werden wie folgt geschätzt: (Winter- und Sommer-) Gerste von 4,92 auf jetzt 4,91 Tonnen/Hektar. Mais 8,05 auf jetzt 8,08 Tonnen /Hektar, Rapssaat von 3,14 auf jetzt 3,1 Tonnen/Hektar. Zuckerrüber von 75,9 auf jetzt 73,9 Tonnen /Hektar.

22.07.2019 Getreide aus Polen und Baltikum 10 €/Tonne billiger als in Deutschland

In Deutschland schreitet die Getreideernte ebenfalls zügig voran. 80% der Wintergerste ist schon gedroschen, die Erträge sind mit bis zu 100 dt/Hektar sehr hoch. Auch beim Winterweizen zeichnen sich hohe Erträge ab. Einbußen wegen der Trockenheit sind geringer als erwartet.
Am Pariser Matif wird der Weizen auf Termin September-20 zur Stunde mit 175,25 €/dt gehandelt. Gerste und Weizen aus dem Baltikum und aus Polen soll ca. 10 €/Tonnen günstiger als in Deutschland angeboten werden.

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