Matif: Rapssaat August 2019

30.08.2019 Linkskandidat will Argentiniens Agrarausfuhren nicht beschränken

Der nach Umfragen wahrscheinlich nächste Präsident Argentiniens Alberto Fernandez bittet die Farmer um einen Neustart der Beziehungen zu seiner Linken Partei.
Er hat vier große Agrarverbände in die Parteizentrale nach Buenos Aires geladen, die zu der früheren Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner ein gespanntes Verhältnis hatten. Ihre Exportrestriktionen für Agrarrohstoffe will der Präsidentschaftskandidat im Falle seiner Wahl im Oktober nicht wieder einführen. Ausfuhrbeschränkungen für Mais und Weizen sowie steigende Exportzölle für Sojabohnen führten im Jahr 2018 zu wochenlangen Streiks und Protesten.
Der Kandidat bittet darum, diese Zeit zu vergessen und fordert einen Neustart. Fernandez wurde in Vorwahlen am 11. August von einer großen Mehrheit zum Präsidentschaftskandidaten gekürt und wird seither als Nachfolger von Mauricio Macri, dem Wirtschaftskonservativen amtierenden Präsidenten Argentiniens, gehandelt.
Investoren befürchten, dass die Wirtschaft des südamerikanischen Landes wieder den Bach runter geht und beginnen schon ihre Gelder außer Landes zu bringen.

Argentinien steckt seit den Vorwahlen für das Präsidentenamt Mitte August in der Krise. Oppositionsführer Alberto Fernández, der mit der ehemaligen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner als Vizepräsidentin antritt, hatte deutlich mehr Stimmen geholt als der konservative Amtsinhaber Mauricio Macri. Nun fürchten Investoren, dass Fernández im Oktober die Macht übernimmt und die marktfreundliche Politik seines Vorgängers zurückdreht.

30.08.2019 Frankreich: Maisrating wieder rückläufig

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Update 61% der französischen Maisbestände eine Top-Verfassung bescheinigt. Der Wert lag in der vergangenen Woche noch bei 62% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt bei 60%.

30.08.2019 Ruhiger Start in Exportsaison für russischen Weizen

Bisher hatte Russland einen ruhigen Start in die Weizen-Exportsaison, was dem Export aus der Ukraine zugutekommt.
Russland, die Ukraine, Rumänien und Kasachstan stehen im Wettbewerb, wenn es um den Weizenabsatz aus den Schwarzmeerhäfen nach Nordafrika und dem Mittleren Osten geht. Russland ist dabei der größte Spieler und gleichzeitig auch der weltweit größte Weizenexporteur. Das Land dominiert die Märkte regelmäßig in der Zeit von August bis November.
In der aktuellen Saison, die am 1. Juli begann, exportierte Russland bisher 6,3 Mio. Tonnen Weizen. Das waren 1,4% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang wird mit einer kleineren Erntemenge und den für russische Farmer zu niedrigen Weltmarktpreisen begründet.
Im Gegenteil dazu hat die Ukraine im gleichen Zeitraum schon 4,1 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 55%. Hier wurde die Ernteprognose in den letzten Tagen noch einmal angehoben. Einige der Käufe kamen zustande, weil Russland nicht liefern konnte. Zum einen, weil russische Bauern mehr Geld verlangten und weil die Handelsspannen der Exporteure wegen einem schärferen Wettbewerb untereinander sinken. Die staatliche russische Bank VBT kommt als neuer Dienstleister hinzu, der allerdings anders als viele andere Käufer, über eigene Verladeterminals verfügt.

30.08.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage und Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Mit 661.700 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 700.000 Tonnen. Das IGC hob gestern seine Prognose der globalen Weizenproduktion für die Saison 2019/20 um 1 Mio.Tonnen auf 764 Mio.Tonnen an. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit leichten Verlusten. Im Tagesverlauf wurden neue Kontrakttiefststände markiert. Händler befürchten, dass der starke Rückgang des Pesos nach Argentiniens Ankündigung eines neuen Schuldenplans den Wettbewerb mit französischem Weizen auf Märkten wie Algerien verschärfen wird. Deutschland hat in 2019 22,71 Mio. Tonnen Winterweizen geerntet. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 15,9%, meldet das Landwirtschaftsministerium. Die Ernte liegt jedoch 6,6% unter dem Sechs-Jahres-Durchschnitt.

30.08.2019 CBoT-Maisfutures vor größten Monatsverlust seit 4 Jahren

Auch wenn die CBoT-Maiskurse heute Morgen fester notieren, so wird dieser Monat mit dem größten Verlust seit vier Jahren enden. Nahezu perfektes Wetter fördert die Vegetation in US-Corn-Belt.
Seit einigen Tagen diskutieren die Marktteilnehmer öfter den Zustand der Feldbestände. Am Mittwoch sanken die CBoT-Maiskurse noch, weil sich die Mais-Feldbestände in den USA von den Folgen der Starkregenfälle im Frühjahr bis jetzt gut erholt haben.
Das veranlasste gestern auch den International Grains Council (IGC) seine Prognose für die Welt-Maisernte 2019/20 um 8 Mio. Tonnen auf 1,1 Mrd. Tonnen anzuheben.
Der US-Präsident Donald Trump teilte gestern mit, dass seine Regierung ein „gigantisches Paket“ für die Ethanol-Produktion plane. Damit reagiert er darauf, dass die US-Farmer sauer darüber sind, dass Raffinerien von der Verpflichtung entbunden wurden, den Mais-basierten Treibstoff beizumischen.
Rohstoff-Fonds kauften gestern Maisfutures und trieben damit die Kurse in die Höhe.

30.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 8.000 Lots CBoT Mais

29.08.2019 IGC hebt heute Prognose zur Welt-Maisernte an

Das International Grains Council (IGC) hob heute seine Prognose für die globale Maisproduktion in der Saison 2019/20 an. Maßgeblich dafür sind die besseren Wachstumsbedingungen der US-Maisernte.
Die Regierungsunabhängige Organisation schätzt die Welt-Maisernte nun auf 1,1 Mrd. Tonnen und damit 8 Mio. Tonnen größer als zuvor. Die US-Ernte wird auf 341,5 Mio. Tonnen geschätzt, zuvor wurden 333,5 Mio. Tonnen erwartet.
Die IGC-Schätzung liegt deutlich unter der des USDA, das von 353,1 Mio. Tonnen ausgeht. US-Farmer meinen, dass diese Prognose nicht den Einfluss der vielen Regenfälle im Frühjahr berücksichtigt. Die Teilnehmer der Pro-Farmer-Feldbesichtigung kommen auf eine Schätzung von 339,3 Mio. Tonnen.
Die Experten der IGC sind sich bezüglich ihrer Prognose auch nicht sicher, denn die Vegetationsbedingungen waren vielerorts nicht so gut wie erwartet.
Das Schätzung zur Weizenernte 2019/20 wurde heute vom IGC um 1 Mio. Tonnen nach oben korrigiert. In Frankreich, den USA, der Ukraine und Argentinien erwartet man mehr, was durch kleinere Erträge in Russland und Kasachstan nicht komplett kompensiert wird.
Die globale Produktion von Sojabohnen in 2019/20 wurde heute vom IGC um vier Mio. Tonnen auf 344 Mio. Tonnen gesenkt, weil die US-Anbaufläche um 14% kleiner ausfiel.

29.08.2019 Ölsaaten_Dashboard

29.08.2019 Cereal_Dashboard

29.08.2019 Deutschland: Winterweizenernte um 15,9% gestiegen

Deutschland hat in 2019 eine um 15,9% größere Winterweizenernte einfahren, als im Vorjahr. Das meldet heute das Landwirtschaftsministerium. Sie erreicht demnach ein Volumen von 22,71 Mio. Tonnen. Die Weizenernte über alle Typen kommt auf 23,03 Mio. Tonnen, was einen Anstieg um 13,7% bedeutet. Deutschlands Getreideernte für 2019 (ohne Mais) wird gegenüber dem Vorjahr um 17,8% auf 44,70 Tonnen steigen, teilte das Ministerium mit.

29.08.2019 Peking fördert Importe von Schweinefleisch

Der chinesische Wirtschaftsminister teilte heute mit, dass sein Ministerium die Importe von Schweinefleisch fördern und auch Fleisch aus den staatlichen Tiefkühlreserven freigeben will. Damit soll das Fleischangebot im Land wieder gesteigert und der Preisanstieg abgemildert werden.
In China sind die Preise für Schweinefleisch nach dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) auf ein Rekordhoch geklettert. Millionen Tiere mussten inzwischen schon gekeult werden und der nationale Schweinebestand ist offiziellen Zahlen zufolge bereits um ein Drittel gesunken.
Die Fleischimporte sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres bereits um 3% gestiegen und Analysten gehen davon aus, dass sich die Importe bis 2020 gegenüber 2018 verdoppeln werden. Die Regierung will deshalb die Importe von Fleisch fördern.
Auch aus Argentinien wird jetzt Schweinefleisch nach China eingeführt. In Brasilien und Großbritannien will man weitere Schlachthöfe für den Export nach China zertifizieren. Zudem hat der Wirtschaftsmister nun mitgeteilt, dass man TK-Fleisch aus den staatlichen Reserven freigeben will. Das passiert eigentlich nur, wenn die Preise im Land sehr stark anziehen, wie z.B. zum Neujahresfest.
So wurden im Januar bereits 9.000 Tonnen aus den Reserven in den lokalen Markt freigegeben. Wie groß die staatlichen Fleischreserven in China sind, wird nicht bekannt gegeben. Analysten gehen aber davon aus, dass damit ein Einfluss auf steigende Preise nur bedingt gelingt. Es ist aber wohl eine politische Geste zur Beruhigung des Volkes. Den Schlachthöfen gegenüber ist das auch ein Signal, mit deren Vorräten genauso zu verfahren. Im August waren die Preise für Schweinefleisch im chinesischen LEH 50% höher als zu diesem Termin im Vorjahr.
Das Parlament drängt darauf, Maßnahmen zur Wiederherstellung der landeseigenen Produktion zu ergreifen.

29.08.2019 US-Export-Sales: Ergebnisse

29.08.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

Der Bericht wird heute um 14:30 Uhr veröffentlicht!

29.08.2019 Ukraine: Landwirtschaftsministerium erwartet Anstieg der Weizenernte um 13%

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat heute seine erste Prognose der ukrainischen Weizenernte 2019 veröffentlicht. Es rechnet mit einer Erntemenge von 27,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24,6 Mio. Tonnen). Dem Bericht zufolge wird die gesamte Getreideernte von 69,8 Mio. Tonnen in 2018 auf 71,11 Mio. Tonnen steigen.
Per 27. August wurden in der Ukraine 39,2 Mio. Tonnen Getreide auf 66% der Anbaufläche geerntet. Davon sind 28 Mio. Tonnen Weizen.
Das Ministerium gab keine Prognose über die Getreideexporte in laufenden Vermarktungsjahr 2019/20 (Juli – Juni) ab. Im vergangenen Vermarktungsjahr wurde die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Am 28.08. meldete das Ministerium, dass bisher 7,6 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr exportiert wurden, davon 4 Mio. Tonnen Weizen.
Getreide, Speiseöl und Ölsaaten dominieren die ukrainischen Agrarexporte.
Einer ungenannten Quelle zufolge hat das Landwirtschaftsministerium vorgeschlagen, Weizenexporte im Volumen von 19 Mio. Tonnen zu erlauben. Darin enthalten sind demnach 11 Mio. Tonnen Weizen (Vorjahr: 8 Mio. Tonnen). Im vergangenen Jahr lag das mögliche Exportvolumen bei 16 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium und die großen Getreidehändler unterzeichnen jährlich ein Memorandum, in der eine Prognose und die zulässige Exportobergrenze in der Vermarktungsperiode festgelegt wird. In dem Dokument verpflichten sich die Händler, an die Exportgrenzen zu halten. Das Ministerium verpflichtet sich im Gegenzug, die Exportregeln unverändert zu belassen. Das Memorandum soll noch im September unterzeichnet werden.

29.08.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Weil die EU-Rapsernte in diesem Jahr erneut sehr klein ausfällt haben sich die Ölmühlen bereits mit Canola aus Kanada und Raps aus der Ukraine eingedeckt. Zusammen mit den ersten Zukäufen aus der hiesigen Ernte sind sie teils bis in Neue Jahr gut versorgt. Sollten die Kurse an der Terminbörse keine Notwendigkeit erzwingen, sich weiter mit Ware abzusichern, dann dürfte sich der physische Markt erst im Neuen Jahr beleben.
Bei wenig Interesse aus der Mischfutterindustrie nach Rapsschrot kommt es nun zu einem Angebotsüberhang, der die Preise bis in den Januar hinein unter Druck setzt. Für spätere Termine gibt es nur ein begrenztes Angebot von den Ölmühlen. Preise für Sojaschrot sind nun schon seit Juni rückläufig. Wer nicht unbedingt kaufen muss, hält sich weiter zurück und wartet auf weitere Vergünstigungen.
Ganz anders die Lage am Markt für Rapsöl, das hohe Preisniveau hat sich zuletzt weiter befestigt. Unterstützt wird das von einer lebhaften Nachfrage aus der Biodieselindustrie. Hier spielt die kleine EU-Rapsernte mit einer kleinen Inlandsversorgung eine Rolle.

29.08.2019 EU Milchmarkt-Dashboard

29.08.2019 Kleinste Canola-Ernte in Kanada seit vier Jahren

Einem Bericht der kanadischen Regierung zufolge werden die Bauern dort die kleinste Canola-Ernte seit vier Jahren einfahren. Die Anbaufläche wurde deutlich verkleinert. Mit China, dem größten Importeur der kanadischen Ölsaat, hat Kanada zurzeit einen diplomatischen Konflikt durzustehen.
Nachdem die kanadische Polizei die Finanzchefin des chinesischen Staatsunternehmens Huawai inhaftierte, wurden in China zwei Kanadier festgesetzt. Seit Jahresbeginn dürfen zwei kanadische Firmen zudem kein Canola mehr nach China liefern. Das alles veranlasste die kanadischen Farmer dazu, in diesem Jahr weniger Canola anzubauen.
Zunächst bedrohte Trockenheit die Pflanzenentwicklung im Frühsommer. Die Regenfälle im Juni und Juli kamen aber noch gerade Rechtzeitig und die Feldbestände entwickelten sich ganz ordentlich. Inzwischen schätzen Regierungsbeamte in Winnipeg ihre Canola-Ernte auf 18,5 Mio. Tonnen. Das wären 9% weniger als im Vorjahr und auch weniger als das Fünf-Jahres-Mittel, das bei 18,9 Mio. Tonnen liegt. Diese Prognose wird vom Markt mit bullischen Kursen quittiert. Man muss aber wissen, dass die ersten Schätzungen meist zu niedrig lagen. Finale Schätzungen gibt es erst im Dezember.

29.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago gerieten gestern aufgrund großer globaler Vorräte etwas unter Druck und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester. An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures ebenfalls Verluste hinnehmen. Die mangelnde Nachfrage nach Weizen aus Westeuropa und die hohen Bestände, insbesondere in Frankreich, belasteten den Markt. Frankreich muss in der laufenden Saison 2019/20 20 Mio Tonnen Weichweizen exportieren. Dort hat man mit 39,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte der Geschichte eingefahren. Mehr als die Hälfte der französischen Weizenexporte bzw. 11,3 Mio. Tonnen müsssen in diesem Jahr an Länder außerhalb der EU exportiert werden. Die Weizenernte in Deutschland ist mittlerweile abgeschlossen. In den nördlichen Regionen Schleswig Holsteins hat der Weizen einen Proteingehalt von 11,5%, normalerweise sind es 12%. Traditionell exportiert Deutschland hochwertigen Weizen mit 12% Eiweiß und mehr. Für die Ausschreibungen Tunesiens und Algeriens reichen 11,5% Eiweiß, so dass Händler erwarten, dass deutscher Weizen in Ausschreibungen dieser Länder aktiver angeboten wird. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19.

29.08.2019 CBoT-Maiskurse steigen nach 3-Monats-Tief auf ein Wochen-Hoch

Am heutigen Donnerstag steigen die die Kurse des CBoT-Maisfutures am zweiten Tag in Folge und erreichen damit ihr Ein-Wochen-Hoch. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass im US-Corn-Belt spät gelegte Saaten bald vom Frost bedroht werden.
Die US-Wetterdienste melden für den Mittleren Westen der USA in den kommenden sechs Wochen die ersten Fröste. Im Vorfeld dazu baut der Markt eine Prämie für Wetterrisiken auf. Ob die ersten Fröste tatsächlich ein Ertragsrisiko darstellen, wird von Fachleuten bezweifelt.
Die Kurse der Maisfutures fielen gestern auf das niedrigste Niveau seit drei Monaten nachdem das USDA die Crop-Ratings für Mais zur Überraschung einiger Marktteilnehmer verbesserten.

29.08.2019 Instituionelle Anleger kauften gestern 13.000 Lots CBoT Sojabohnen

28.08.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,85 €/kg SG (+/-0 ct)

Am deutschen Schlachtschweinemarkt fällt das Angebot an schlachtreifen Schweinen weiterhin überschaubar aus. Die angebotenen Mengen lassen sich somit problemlos vermarkten. Im Vorfeld war vereinzelt von Hauspreisdrohungen zu hören. Als Hauptgrund dafür wurde der insgesamt schwache Fleischhandel genannt.
Der Fleischabsatz hat sich in den letzten Tagen moderat belebt. Insgesamt werden die Erwartungen aber verfehlt. Der Absatz mit Grillartikel bleibt angesichts der vielerorts endenden Ferien hinter den Erwartungen und Verarbeitungsfleisch lässt sich nur schwer absetzen. Nach wie vor klagen die Unternehmen über unzureichende Margen. Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 921.295 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 878.572; Vorjahr: 918.409). Die durchschnittlichen Schlachtgewichte blieben stabil zur Vorwoche bei 96,2 kg.

28.08.2019 Frankreich muss 20 Mio. Tonnen Weizen exportieren

Frankreich muss in der laufenden Saison 2019/20 20 Mio Tonnen Weichweizen exportieren. Der größte Weizenproduzent- und Exporteur der EU hat mit 39,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte der Geschichte eingefahren wurde. Das meldet heute das französische Agrarberatungsunternehmen Agritel. Das Exportniveau (innerhalb und außerhalb der EU) wurde bisher nur dreimal erreicht, so Agritel.

Mehr als die Hälfte der französischen Weizenexporte bzw. 11,3 Mio. Tonnen müsssen in diesem Jahr an Länder außerhalb der EU exportiert werden. Der Wettbewerb ist allerdings hart. Um das Ziel erreichen zu können, müssen bis zum Ende der Saison gute Rahmenbedingungen vorherrschen. Dazu gehören neben einer guten Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Mais auch ein niedriger Euro/Dollar-Kurs.
Die Haupt-Export-Märkte für französischen Weizen sind Algerien, Marokko und Ägypten.
Am gestrigen Mittwoch meldete FranceAgriMer, dass 86% der französishen Weichweizenernte einen Mindestproteingehalt von 11% aufweist. Damit werden die geforderten Qualitätsbedingungen vieler Exportmärkte erfüllt. Auch beim Spezifischen Gewicht sind die Werte gut. Bei 65% der Ernte wird ein Gewicht von 79kg/hl erreicht. Außerdem wird bei 100% der Ernte eine Fallzahl von 240 Sekunden erreicht.
Für die gesamte EU erwartet Agritel ein Weizenexporte von 26 Mio. Tonnen. Das wäre das höchste Ergebnis seit drei Jahren. Damit steht die EU in der Reihe der größten Exporteure auf Platz 3 hinter Russland und den Vereinigten Staaten.
EU-weit wurden in diesem Jahr 12,8 Weizen mehr geerntet, als im Vorjahr.  Enttäuscht haben jedoch Ernten auf der Iberischen Halbinsel und in einigen osteuropäischen Ländern. Die Ernten der großen Mitbewerber aus dem Schwarzmeerraum bleiben stabil bei über 60 Mio. Tonnen. In der Ukraine rechnet man mit einem Rekordergebnis von 28,2 Mio. Tonnen, während man in Russland mit 75,2 Mio. Tonnen die zweitgrößte Ernte erwartet, die jemals eingefahren wurde.
Kasachstan erntet in diesem Jahr mit ca. 13,3 Mio. Tonnen die wohl die kleinste Menge seit 5 Jahren. Vor dem Hintergrund global steigender Importe bietet das anderen Exporteuren wie Frankreich die Chance, die Exporte zu steigern.
28.08.2019 Getreideversorgungsbilanz der EU Kommission

28.08.2019 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den Handelstag. Die Fronttermine konnten dabei von technischen Käufen profitieren, während die späteren Termine moderate Verluste hinnehmen mussten. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom Ägyptentender sowie vom schwächeren Wechselkurs des Euro profitieren und beendeten den Handelstag mit Gewinnen. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte gestern 350.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland, Ukraine und Frankreich. Weizen aus Frankreich war dabei auf Basis FOB günstiger, als die Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region. Die anfängliche Begeisterung über das wettbewerbsfähige Angebot aus Frankreich wurde durch das Gefühl gedämpft, dass das französische Angebot aggressiv niedrig war. Die Weichweizenexporte aus der EU seit dem 1. Juli erreichten bis zum 25. August ein Volumen von 2,81 Mio. Tonnen. Das sind 6% mehr, als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember 19.

28.08.2019 Sojabohnen Crop-Ratings verbessern sich

Die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures geben heute Morgen weiter nach, da sich die Crop-Ratings gestern verbesserten und der US-Handelskonflikt mit China die Nachfrage nach US-Bohnen verschlechtert.
Das USDA hatte gestern 55% der US-Feldbestände von Sojabohnen in die Top-Kategorie good-to-excellent eingestuft. Das war 1% besser als vom Markt erwartet worden war. In den US-Bundesstaaten Illinois und Missouri, wo besonders viele Sojabohnen wachsen, verbesserte sich die Pflanzenentwicklung überproportional. Die Furcht vor schlechten Erträgen schwindet.
Im Handelsstreit zwischen den beiden Supermächten werden auf hoher Diplomatischer Ebene wieder Kontakte geknüpft.

28.08.2019 Ägypten kaufte gestern 350.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 350.000 Tonnen Weizen. 230.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und jeweils 60.000 Tonnen aus der Ukraine und aus Frankreich. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. Oktober. 
Händler meldeten folgende Einzelheiten:
60.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $16.85 Fracht = $216.25 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zum Preis von $198.35/Tonne FOB und $18.25 Fracht = 216.60 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus Frankreich zum Preis von $193.60/Tonne FOB und $21.49 Fracht = 215.09 C&F
55.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $17.90 Fracht = $217.30 C&F
55.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $17.22 Fracht = $216.62 C&F
60.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $199.40/Tonne FOB und $16.47 Fracht = $215.87 C&F
28.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT Sojabohnen

27.08.2019 EU exportierte in 2019/20 bisher 6% mehr Weizen

Die Weichweizenexporte aus der EU seit dem 1. Juli kommen bis zum 25. August auf 2,81 Mio. Tonnen. Das sind 6% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Gerstenexporte kommen den Informationen der EU-Kommission zufolge auf 1,05 Mio. Tonnen, was 10% weniger sind als im Referenzzeitraum im Vorjahr.
Die Maisimporte werden dort mit 3,16 Mio. Tonnen angegeben und sind 77% höher als im Vorjahr.

27.08.2019 Entscheidende Phase für Kartoffelerträge

Kurz vor der Haupternte sind die Preise für Konsumkartoffeln unter Druck geraten. Da nun auch die entscheidende Phase für die Ertragsbildung von spät reifenden Verarbeitungskartoffeln kommt und es in Europa weit verbreitet heiß und trocken ist, scheint das Preistal am Kassamarkt bereits durchschritten. An der Terminbörse notierte der April-20-Kontakt nach 11,1 in der Vorwoche bereits wieder über 14 €/dt. Bisher zeigen die Proberodungen meist mittlere Erträge. Viele Feldbestände müssten aber noch mindestens drei Wochen wachsen. Wenn das aufgrund der neuerlichen Hitze und Trockenheit nicht gelingt, gibt es schon wieder unterdurchschnittliche Kartoffelerträge in der EU. Die große Anbauausdehnung kann das nur zum Teil kompensieren.

27.08.2019 Südkoreanisches Mühlenunternehmen kauft 30.500 Tonnen Weizen

Das südkoreanische Mühlenunternehmen SPC Samlip hat Händlern zufolge 30.500 Tonnen Weizen in den USA und Kanada gekauft. Verkäufer ist das Handelshaus Itochu und die Lieferung ist für November geplant. Gekauft wurden 20.000 Tonnen US-Weizen (Hard Red Winter , Northern Spring und Soft White Wheat) und 10.500 Tonnen Canadian Wheat mit einem Proteingehalt von 13,5%.

27.08.2019 Ägypten Tender: Günstigste Offerte aus Frankreich

Die günstigste Offerte auf die Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizens lag bei $193,86/Tonne auf FOB-Basis für 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft und kam vom Handelshaus Glencore.

27.08.2019 Ratings für US-Sommerweizen gesunken

Das USDA hat in seinem gestern veröffentlichten Crop-Progress-Report das Rating für die US-Sommerweizenbestände reduziert. 69% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, 1% weniger, als in der Vorwoche. Analysten erwarteten unveränderte Ratings mit einem Anteil von 70% in Top-Verfassung.

27.08.2019 Ratings für US-Sojabohnen gestiegen

Das USDA hat in seinem gestern veröffentlichten Crop-Progress-Report das Rating für die US-Sojabohnenbestände angehoben. 55% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, 2% mehr, als in der Vorwoche. Analysten erwarteten eine Anhebung auf 54%.

27.08.2019 Ratings für US-Mais gestiegen

Das USDA hat in seinem gestern veröffentlichten Crop-Progress-Report das Rating für die US-Maisbestände angehoben. 57% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, 1% mehr, als in der Vorwoche. Analysten erwarteten die Verbesserung der Ratings in genau dieser Höhe.

27.08.2019 Chinas Schweinefleischimporte werden sich bis 2020 verdoppeln

Chinas Schweinefleischimporte werden, der Einschätzung von Renato Rasmussen (FC Stone) zufolge, im Jahr 2019 auf 3,3 Mio. Tonnen und im Jahr 2020 auf 4,2 Mio. Tonnen steigen. Im Jahr 2018 wurden 2,1 Mio. Tonnen eingeführt.
Der Marktanalyst erwartet, dass Chinas Schweinefleischproduktion in 2019 auf 38 Mio. Tonnen sinkt; in 2018 waren es noch 54 Mio. Tonnen. Im Jahr 2020 soll demnach die Produktion weiter sinken, nämlich auf 34 Mio. Tonnen. Begründet wird das mit den Folgen des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF); die Seuche ist mehr als ein Jahr nach dem ersten Fund immer noch nicht im Griff. Fachleute schätzen, dass der Reinigungsprozess bis zu sieben Jahre andauern kann, bevor die Produktion wieder bei rund 50 Mio. Tonnen ankommt. Das ermöglicht Fleischanbietern gute Chancen auf Exportgeschäfte.
Neben Schweinefleischeinfuhren profitieren auch Anbieter von Rindfleisch und Geflügelfleisch von der Notlage in China. Exporteure aus der Europäischen Union und einigen asiatischen Ländern wie Japan und Südkorea werden die größten Mengen liefern können.
Hohe chinesische Zölle auf US-Agrarprodukte begrenzen die Möglichkeiten für Schweinfleisch aus den USA. China hatte letzte Woche angekündigt, weitere 10% Vergeltungszölle auf US-Agrargüter erheben zu wollen. Damit wäre US-Schweinefleisch in China mit 72% Zoll belastet.
Auch Brasilien werde von dieser besonderen Marktlage profitieren. Alle Fleischarten, Schwein, Rind und Geflügel könnten in großem Umfang in den Export nach China gehen. Rindfleisch würde daran wohl den größten Anteil haben.
Auch wenn die Fleischexporteure profitieren, so werden die Getreideausfuhren leiden, da in China weniger Schweine gemästet werden. FC Stone erwartet, dass die Schweinefleischproduktion in China um 40% sinken wird, gleichzeitig sinkt in China der Verbrauch von Futtermitteln um 37 Mio. Tonnen p.a. Der darin enthaltene Maisverbrauch sinkt um 23 Mio. Tonnen und der Sojaschrotverbrauch um 10 Mio. Tonnen.
Der Experte meint, dass China die Lage meistern kann, das werde aber Zeit kosten. Die chinesische Schweinefleischproduktion müsse komplett modernisiert werden.

27.08.2019 Ukrainische Getreideexporte bleiben weiter hoch

Die Getreideexporte aus Ukrainische Seehäfen blieben mit 1,4 Mio. Tonnen auch in der Woche vom 17.-23. August hoch.
Der Weizenexport stieg auf 1,16 Mio. Tonnen (Vorwoche 1,09). Die Gestenverladung sank von 161.000 in der Vorwoche auf jetzt 181.000 Tonnen in der Berichtswoche.
Die größten Mengen davon gingen nach Spanien, die Türkei und Bangladesch.

27.08.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage belastete gestern die Weizenfutures in Chicago. Mit 492.998 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Erwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Das USDA meldete gestern Abend, dass die US-Winterweizenernte zu 96% abgeschlossen ist, beim Sommerweizen sind 38% der Bestände geerntet. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures trotz negativer Vorgaben aus Übersee minimal fester. Die Exportpreise für russischen Weizen sanken letzte Woche analog zu schwächeren Kursen an den Getreidebörsen. Der Wettbewerb unter den Anbietern am Weltmarkt ist hart. Schwarzmeer-Exportpreise für Weizen mit 12,5% Protein notierten am Freitag mit 190 USD/Tonnen fob und damit 3 USD schwächer, als in der Woche zuvor. In dieser Woche nahmen die Exporte aus Russland spürbar zu. Seit dem Saisonstart am 1. Juli führte Russland 7,5 Mio. Tonnen Getreide aus. Das waren 3% weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Darin enthalten waren 6,3 Mio. Tonnen Weizen. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC hat gestern Abend einen Weizentender für den Lieferzeitraum 1. - 10. Oktober aufgelegt. Die Ergebnisse werden heute ab dem späten Nachmittag erwartet.

27.08.2019 CBoT-Weizenkurse sinken am zweiten Handelstag in Folge

Die Chicago-Weizenfutures sinken heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge, da die Marktstimmung vom weltweiten Überangebot getrübt ist. In den Top-Exportnationen wurden große Ernten eingefahren.
Der Wettbewerb unter den globalen Anbietern nimmt zu. Der Weizenmarkt gerät daher immer mehr unter einen Angebotsdruck, insbesondere aus Russland. Dort wächst bei guten Wetterbedingungen auch eine große Maisernte heran.
Die Weizenexportpreise in Russland sanken letzte Woche analog zu den Kursverlusten an den großen Agrarterminbörsen der Welt. Für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zahlte man am vergangenen Freitag 190 USD/Tonne fob in den Schwarzmeerhäfen.
Nun warten die Marktteilnehmer auf die Ergebnisse einer Ausschreibung zum Kauf einer unbestimmten Weizenmenge, die der ägyptische Importeur GASC aufgelegt hatte. Die Verladungen dazu sollen vom 1. – 10. Oktober stattfinden.
In den US-Maisanbauregionen im Mittleren Westen fiel letzte Woche so viel Regen, wie in der gesamten Vegetationsperiode nicht. Das ist für die Ertragsbildung gut. Die Schätzungen liegen dennoch nur leicht über dem Durchschnitt der letzten Jahre.

27.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 7.500 Kontrakte CBoT Sojabohnen

27.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Anfang Oktober

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 1.-10. Oktober stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 15. August kaufte Ägypten 295.000 Tonnen Weizen aus Russland und der Ukraine zur Lieferung vom 15. -30. September.

26.08.2019 US-Export-Inspections ohne Überraschungen

26.08.2019 Preise für russischen Exportweizen unter Druck

Die Exportpreise für russischen Weizen sanken letzte Woche analog zu schwächeren Kursen an den Getreidebörsen. Der Wettbewerb unter den Anbietern am Weltmarkt ist hart.
Schwarzmeer-Exportpreise mit 12,5% Protein notierten am Freitag mit 190 USD/Tonnen fob 3 USD schwächer als in der Woche zuvor. In dieser Woche nahmen die Exporte aus Russland spürbar zu. Seit dem Saisonstart am 1. Juli führte Russland 7,5 Mio. Tonnen Getreide aus. Das waren 3% weniger als im gleichen Zeitraum im Vorjahr. Darin enthalten waren 6,3 Mio. Tonnen Weizen.
Der Marktanalyst SovEcon senkte seine Prognose für russische Getreideexporte in der Saison 2019/20 um 200.000 Tonnen auf jetzt 41,7 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weizenexporte wurde aber um 200.000 Tonnen auf 31,6 Mio. Tonnen angehoben.
Während die Nachfrage der Exporteure schwächelt, sind die nationalen Getreide-Verarbeiter in Russland dabei, Vorräte aufzustocken. Unterdessen erfüllen die Exporteure ihre vorher geschlossen Verträge.

26.08.2019 EU-Kommission senkt Ernteprognosen

Der Ernte-Überwachungsdienst der EU-Kommission „Mars“ hat seine Prognose der Maiserträge 2019 reduziert von 8,08 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 7,93 Tonnen pro Hektar.
Minimal reduziert wurde auch die Prognose der Weizenerträge 2019 von 6,04 auf 6,03 Tonnen pro Hektar sowie die Prognose der Rapssaaterträge von 3,10 auf 3,09 Tonnen pro Hektar.

26.08.2019 Chinas New Hope Liuhe stellt seine erste Schweinemastanlage in Vietnam fertig

Chinas größter Futtermittelhersteller NEW Hope Liuhe teilte am Sonntag mit, dass man die erste Schweinemastanlage im Ausland in Vietnam fertig gestellt hat. Das Unternehmen rechnet mit einer steigenden Futter- und Fleischnachfrage nachdem das Afrikanische Schweinefieber (ASF) in Südostasien ausgebrochen ist.
Die Mastanlage mit einer jährlichen Produktionsmenge von 300.000 Schweine ist eine von drei Anlagen, die New Hope Liuhe in Vietnam errichten will. Ab November sollen die ersten Schweine schlachtreif sein. Es werden 13.500 Sauen, die in Holland bei Hendrix Genetics aufgewachsen sind, zum Einsatz kommen. Das Fleischangebot kommt zu einem Zeitpunkt an den Markt, wenn die Fleischproduktion in Vietnam deutlich gesunken ist.
Die für Schweine stets tödliche verlaufende Pest ist bereits in 61 der 63 Provinzen in Vietnam ausgebrochen. Das Land hat nach Angaben des dortigen Landwirtschaftsministeriums zur Eingrenzung bisher 13% oder 4 Mio. Tiere des nationalen Schweinebestands gekeult.
Der CEO von New Hope Liuhe sagte gegenüber der Presse, dass jeder Seuchenzug eine Herausforderung, wie auch eine Chance beinhaltet. Die Karten werden jetzt komplett neu gemischt. Das Unternehmen hat Schweinemastbetriebe in Binh Phuoc mit modernster Infektionstechnik im Wert von 3 Mio. USD ausgestattet und damit die Biosicherheit erhöht.
Dort sollen von NEW Hope nun auch Futtermischanlagen nach den höchsten internationalen Sicherheitsstandards gebaut werden. Damit soll die Gefahr einer Virusinfektion über die Luft oder den Transport vermieden werden. Das Unternehmen hat inzwischen viel Erfahrung im Bau solcher Anlagen, die nun auch international nachgefragt werden. Damit setzt man in Südostasien Standards. Im Jahr 2018 konnte man mehr als 700.000 Tonnen Futtermittel absetzen.
Im Jahr 2022 will man zu den größten drei Schweineproduzenten der Welt gehören.

26.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger drehten im Zeitraum 13.08.19 bis 20.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 5.337 Kontrakte auf 1.249 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen wieder mehrheitlich minimal bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen ebenfalls gedreht auf 56.441 Netto-Short-Positionen. Im Einzelnen wurden einerseits die Long-Positionen um 30.726 Kontrakte reduziert und andererseits die Short-Positionen um 70.228 Kontrakte erhöht.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 5.982 Lots auf 72.432 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 20. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

26.08.2019 China importierte im Juli 3x soviel US-Sojabohnen wie im Vorjahr

Chinas Juli-Sojabohnenimporte aus den USA stiegen um das Dreifache gegenüber dem Juli 2018. Das zeigen die chinesischen Zolldaten von gestern. Die staatlichen Chinesischen Firmen haben die Mengen abgenommen, die während eines Waffenstillstands Ende letzten Jahres vereinbart wurden.
China, der weltweit bedeutendste Sojabohnenimporteur, kaufte im Juli 911.888 Tonnen US-Sojabohnen. Im Juli 2018 waren es 308.127 Tonnen. Die Zahlen lagen zudem 48,3% höher als die Juni-Importe (614.805).
Letztes Jahr im Juli erhöhte China seine Importzölle für US-Sojabohnen um 25% als Gegenmaßnahme zu diversen Strafmaßnahmen der US-Regierung. Das führte in den Folgemonaten zu einem nahezu kompletten Halt der Sojaimporte. Im Dezember nahmen die Chinesen ihre Importe wieder auf, da die Gespräche über die Beilegung des Handelsstreits durch Good-Will-Aktionen der Chinesen vorankommen sollten. Später kam es zu weiteren Verwerfungen zwischen den Streitparteien.
China importierte seither mehr Sojabohnen aus Brasilien. Im Juli waren das 6,42 Mio. Tonnen (-8,9% zum Vorjahres-Juli) aber 16,8% mehr als im Juni. Insgesamt importierte China im Juli aber mehr Sojabohnen, da die vorher vereinbarten US-Sojabohnen abgenommen wurden.
Die Importe von Sojabohnen wurden allerdings durch die inzwischen ein Jahr andauernde Virusinfektion mit Afrikanischem Schweinefieber (ASF) reduziert.

26.08.2019 SAGO kaufte 780.000 Tonnen Gerste

Der staatliche Getreidehändler Saudi-Arabiens (SAGO) teilte heute mit, dass man in einer internationalen Ausschreibung 780.000 Tonnen Gerste gekauft hat.
Der Durchschnittpreis liegt bei 206,76 USD/Tonne. Es wurde Gerste aus der EU, Australien, Nord- und Südamerika (exklusive Kanada) und der Schwarzmeerregion für Offerten zugelassen.
Die Verkäufer können aus diesem Kreis die Herkunft des Getreides selber bestimmen.
Es wurden die Firmen Bunge, Louis Dreyfus, Soufflet, ADM, Ameropa und Cargill mit Aufträgen bedacht.
Europäische Händler erwarten, dass die Gerste in erster Linie aus der Schwarzmeerregion (Ukraine, Russland und Rumänien) kommt.
In der vorherigen Ausschreibung vom 24. Juni kaufte die SAGO 900.000 Tonnen Gerste. Der Durchschnittpreis lag damals bei $193,94/Tonne.

26.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und beendeten die Handelssitzung mit Gewinnen. Technische Käufe und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt verbessert, gaben dem Markt Auftrieb. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. Bei vergleichsweise schwachen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen mit moderaten Verlusten. Die deutsche Getreideernte 2019 über alle Sorten wird ein Volumen von über 45 Mio.Tonnen erreichen, meldet der Deutsche Bauernverband. Ein deutlicher Anstieg zur von Trockenheit geplagten Ernte 2018, die ein Volumen von nur 37,9 Mio. Tonnen erreichte. Trotzdem liegt das Ergebnis 6% hinter dem langjährigen Durchschnitt. Deutschland wird in diesem Jahr etwa 23,1 Mio. Tonnen Winterweizen ernten (Vorjahr: 19,5 Mio. Tonnen). Der Durchschnitt der Jahre 2013 – 2017 liegt 2,2 Mio.Tonnen darüber. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

26.08.2019 Trotz Muskelspiele im Handelsstreit steigen die Kurse der CBoT-Sojabonen

Heute Morgen können sich die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures um 0,5% befestigen und sich aus ihrem 3-Wochen-Tief verabschieden. Noch deutlich festere Kurse sind aber wegen den jüngsten Salven des US-Präsidenten gegen China unwahrscheinlich.
Eine weitere Eskalation im US-Chinesischen Handelsstreit sind für US-Farmer keine guten Nachrichten. Da sind die Kurssteigerungen heute Morgen schon eine Überraschung. Am Freitag hatte China angekündigt, dass man weitere Vergeltungszölle für US-Importe im Wert von 75 Mrd. USD erheben wolle, darunter fallen auch Agrarrohstoffe. Die Wirkung ist eher psychologisch, wird aber weitestgehende ohne Folgen für die US-Farmer sein, denn im Juli hatte China bereits erklärt, dass man vorerst keine US-Agrargüter importieren werde.

26.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 11.000 Lots CBoT Mais

23.08.2019 DBV: Deutsche Weizenernte 6% hinter langjährigem Durchschnitt

Die deutsche Getreideernte 2019 über alle Sorten wird ein Volumen von über 45 Mio. Tonnen erreichen, meldet der Deutsche Bauernverband. Ein deutlicher Anstieg zur von Trockenheit geplagten Ernte 2018, die ein Volumen von nur 37,9 Mio. Tonnen erreichte. Trotzdem liegt das Ergebnis 6% hinter dem langjährigen Durchschnitt.
Im Juni litten die Getreidebestände unter einer Hitzewelle mit Rekordtemperaturen, während Ende Juli Niederschläge die Erntearbeiten in einigen Regionen verzögerten.
Deutschland wird in diesem Jahr etwa 23,1 Mio. Tonnen Winterweizen ernten (Vorjahr: 19,5 Mio. Tonnen). Der Durchschnitt der Jahre 2013 – 2017 liegt 2,2 Mio. Tonnen darüber.
Die deutsche Rapsernte 2019 wird aufgrund einer geringeren Anbaufläche auf 2,8 Mio. Tonnen sinken (Vorjahr: 3,6 Mio. Tonnen).

23.08.2019 Chinas Fleischimporte werden in Q2/19 weiter steigen

China importierte im Juli doppelt soviel Schweinefleisch wie im Juli 2018. Das zeigen die Portdaten von heute. Das Virus des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) hat die nationale Schweinefleischproduktion stark dezimiert.
China importierte im Juli 182.227 Tonnen Schweinfleisch. Das waren 107% mehr als im Juli 2018. Im Juli wurden 160.467 Tonnen eingeführt, im Mai waren es 187.500 Tonnen.
Die Virusepidemie in China dauert, laut offiziellen Angaben, bereits mehr als ein Jahr an und reduzierte den nationalen Schweinebestand um mehr als 1/3. Das hat die Preise für das in China sehr populäre Fleisch in die Höhe getrieben.
Einzelhandelspreise für Schweinefleisch stiegen auf 32,4 yuan per Kilogramm, was umgerechnet 4,11 €/kg entspricht. Das waren 46% mehr als vor einem Jahr.
Chinas Schweinefleischimporte sind in den ersten sieben Monaten dieses Jahres auf 1 Mio. Tonnen oder um 36% gestiegen. Die Rindfleischimporte kommen im Juli auf 152.213 Tonnen (+83%) und in den ersten sieben Monaten auf 849.741 Tonnen (+58%). Im Juli wurden zudem 68.221 Tonnen Hühnerfleisch (+39%) importiert. Chinas Fleischimporte werden in der zweiten Hälfte 2019 weiter steigen. Der Peak wird zum Neujahrfest Anfang 2020 erwartet.
Wegen der anhaltenden Nachfrage sind die Fleischpreise in China und auf der gesamten Welt stark gestiegen. Der Handelsstreit zwischen Peking und Washington behindert Lieferungen aus den USA und auch Kanada hat einem diplomatischen Konflikt mit China. Im Peking diskutiert man derzeit aber über Ausnahmeregelungen für die bestehenden Strafzölle für US-Agrarprodukte.

23.08.2019 Kanada könnte Canola-Exporte nach Europa verdoppeln

Die kleine Rapsernte in Europa ermöglicht Kanada, seine Exporte hierher deutlich zu steigern. Damit können die Nordamerikaner einen Teil ihres entgangenen Exportgeschäfts mit China kompensieren. An der Derivatebörse ICE notieren die Canola-Futures aktuell 11% unter den Kursen des Vorjahres.
Peking hat die Importerlaubnis für kanadische Canola-Lieferanten Richardson und Viterra entzogen, angeblich wegen phytosanitären Problemen.
Im letzten Herbst konnten viele Bauern in Europa wegen Trockenheit ihre Rapssaat nicht säen und in Frühjahr belagerten Schädlinge die Pflanzen sodass nun die kleinste Rapsernte in der EU seit 13 Jahren eingebracht wurde.
Kanada und China befinden sich seit Dezember in einem diplomatischen Konflikt, da die Finanzchefin von Huawai auf Ersuchen der USA in Kanada verhaftet wurde. Danach setzte China die Kanadier durch verschiedene Maßnahmen unter Druck. Unter anderem durch die Behinderung von Canola-Exporten, für die China Kanadas größer Abnehmer ist.
Die kanadischen Farmer haben nun mit einer großen Ernte und schlechten Absatzmöglichkeiten ein Problem. Exporteure suchen deshalb händeringend nach alternativen Märkten. Seit Jahren sind die Canola-Importe aus Kanada für Europa gestiegen, in dieser Saison könnten die Einfuhren von dort auf 1,3 bis 2 Mio. Tonnen steigen. Allerdings konkurriert Kanada mit der Ukraine und Australien um den EU-Markt.
In der Saison 2018/19 lieferte Kanada 527.000 Tonnen Canola in die EU. Die größte Menge davon wurde hier von Unternehmen wie ADM und Cargill zu Biodiesel verarbeitet. Der französische Marktanalyst Strategie Grains schätzt die EU-Rapsimporte in der nun laufenden Saison auf 5,8 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 4,2 Mio. Tonnen. Kanadas Preise sind dabei extrem wettbewerbsfähig.
Die Rapsfutures an der Pariser Terminböse Matif erreichen heute ihr Monats-Hoch, weil die Ernte hierzulande so klein ausfällt. In diesem Monat verließen Kanada zwei Schiffe mit Canola Richtung Frankreich und Deutschland. Im Juli waren es bereits vier Schiffsladungen, die nach Westeuropa verkauft wurden. Ein Schiff davon wurde in dem West-Kanadischen Hafen Vancouver beladen, was zeigt, wie dringend die Kanadier auf den Absatz in Europa angewiesen sind. Die Unternehmen Cargill, Viterra und G3 sind die einzigen kanadischen Exporteure die eine Lizenz für Canola zur Biodiesel-Herstellung in der EU haben. Die Verkäufer, Händler und Farmer müssen Nachhaltigkeit-Standards der EU einhalten.
Diese Zertifikate haben aber längst nicht alle und der Papierkrieg dazu dauert lange. Farmer müssen nachweisen, dass sie ihre Ölsaat auf Flächen angebaut haben, die auch schon vor 2008 als Ackerland genutzt wurden.
Kürzlich hat China wieder eine kleinere Menge Canola aus Kanada über andere Händler erworben, die nicht von dem Bann betroffen sind.

23.08.2019 FranceAgriMer: Mais profitiert von milderem Wetter

Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 62% der französischen Maisbestände per 19. August mit dem Rating „gut bis exzellent“ (g/e). Zur Vorwoche (60%) ist das ein Anstieg um 2%. Die Maisbestände konnten von den Niederschlägen und den milderen Temperaturen profitieren und sich erholen. Insgesamt haben sie sich damit stabilisiert, nachdem sie in der vergangenen Woche erstmals nach sechs Wochen mit rückläufigen Ratings unverändert blieben. Im vergangenen Jahr erhielten 61% der Maisbestände das höchste Rating.

23.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der Chicago Board of Trade waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Technische Käufe sowie überraschend gute Exporte gaben dem Markt Unterstützung. Mit insgesamt 599.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse nahezu unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag bei dünnen Umsätzen mit moderaten Aufschlägen. Der schwächere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sorgte zudem für Unterstützung, weil er die Exportaussichten von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Die große Ernte auf der Nordhalbkugel und die starke Konkurrenz der Lieferanten aus dem Schwarzmeer-Raum halten die Preise unter Kontrolle. Zudem warten Marktteilnehmer noch auf ein klareres Bild der bevorstehenden Maisernte in den USA.

23.08.2019 CBoT-Maiskurse werden diese Woche erneut schwächer abschließen

Zur Stunde geben die Maiskurse am CBoT leicht nach und der Markt wird diese Woche wohl die zweite Woche in Folge schwächer schließen. Die Erwartung höherer Erträge belasten die Kurse.
Insgesamt sind die Erträge auf den Feldern im US-Corn-Belt größer als bisher vom Markt erwartet und insbesondere die Maiserträge können sich im Kerngebiet des US-Maisanbaus im Westen und Zentralen Iowa noch gut weiterentwickeln. Folgt man den Erkenntnissen der Teilnehmer einer Crop Tour werden die Erträge aber unterdurchschnittlich ausfallen.
Heute soll dazu noch ein Bericht erscheinen, der die Ergebnisse der Probennahmen zusammenfasst.
In Argentinien kommt die Maisernte aktuell zügig voran. 94,5% der Flächen sind bereits geräumt. Die letzte Ernteschätzung der Buenos Aires Grains Exchange, die uns vorliegt, lautet auf 48 Mio. Tonnen.

23.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT Sojabohnen

22.08.2019 EU-Ölsaaten-Dashboard

22.08.2019 EU-Getreidemarkt-Dashboard

22.08.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte oberhalb der Erwartungen

22.08.2019 Tunesien kauft 92.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreide-Einkaufs-Agentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 92.000 Tonnen Weizen gekauft, melden heute Mittag europäische Händler.
Die Agentur kaufte 25.000 Tonnen Weizen zum Preis von $210,48/Tonne c&f, 25.000 Tonnen zum Preis von $212,97/Tonne c&f, 25.000 Tonnen zum Preis von $211,89/Tonne c&f und 17.000 Tonnen zum Preis von $213,39/Tonne c&f.
Die Lieferung soll je nach Herkunft zwischen Ende September und Ende Oktober erfolgen.
Über die Herkunft der Ware wurde bisher keine Angabe gemacht.

22.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Bestand beim Weizen aus

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche erneut aus und wetten somit weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand der 31.369 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 16. August auf 38.563 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Vor zwei Wochen wurde der Positionenbestand von Netto-Long auf Netto-Short gedreht. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 16. August von 24.555 Kontrakte auf 47.728 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,2% während Non Commercial Participants 18,4% am Open Interest repräsentieren. 95,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 94,6%).

22.08.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Der Rapsmarkt stand im letzten Jahr um diese Zeit vor einem Umbruch. Ende August wurden die höchsten Kurse erreicht; danach ging es zum Leidwesen der Landwirte abwärts. Marktteilnehmer spekulieren nun, wie es in diesem Wirtschaftsjahr wohl weitergeht. Setzt sich der Trend er letzten Wochen fort oder folgen wir dem Muster des Vorjahres?
Die EU-Rapsernte ist in diesem Jahr viel kleiner; gleichzeitig haben sich die Möglichkeiten, Raps aus der Ukraine zu importieren, verbessert. An der Terminbörse in Paris wurde zu Beginn dieser Woche die Widerstandslinie von 380 €/Tonne überschritten. Steigen die Börsenkurse weiter, so müssten auch bald die Preise am Kassamarkt zulegen. Ob da die Ölmühlen mitmachen, muss sich noch herausstellen. Die gute Nachfrage nach Rapsöl aus der Biodieselindustrie führt zu einem gestiegenen Rohstoffbedarf.
Am Rapsschrotmarkt gibt es hingegen einen wahren Angebotsdruck. Denn saisonbedingt ist die Nachfrage von den Futtermischern ruhig. Auch die Nachfrage nach Sojaschrot ist ruhig, da die Läger der Verarbeiter voll sind. Die Preise beider Schrote orientieren sich hauptsächlich an den Sojaschrotkursen der CBoT.
Weil das Angebot an Rapsöl europaweit knapp ist, ziehen die Preise dafür kräftig an. Das liegt an der kleineren Rapsernte in Europa und einer guten Nachfrage nach Rapsöl aus der Lebensmittelbranche und dem Biodieselsektor. Das spiegeln auch die Rapssaatnotierungen am Pariser Matif wider. Auch die Sojaölpreise in Europa legen zurzeit weiter zu und widersetzen sich der schwächeren Tendenz an der CBoT.

22.08.2019 EU-Milchmarkt-Übersicht

22.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe nach dem jüngsten Drei-Monats-Tief ließen die Weizenfutures gestern in Chicago auf den vorderen Fälligkeiten moderat fester schließen. Die weltweit gute Versorgungslage und die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen begrenzte jedoch das Aufwärtspotenzial.
Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministeirum die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten im Vorfeld Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Kursaufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee von den Tagestiefstkursen erholen, schlossen jedoch immer noch im Minus. Im Handelsverlauf wurde ein neues 3-Monats-Tief markiert. In Frankreich erreicht schätzungsweise 89% der Weizenernte einen Proteingehalt von 11% und mehr. Institutionelle Anleger an der Euronext erhöhten in der vergangenen Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen von 31.369 Kontrakten auf 38.563 Kontrakten. Händler warten mit Spannung auf die Ergebnisse der Weizen-Ausschreibung Tunesiens.

22.08.2019 Morgen gibt es die Ergebnisse der Pro-Farmer Crop Tour – Maiskurse stabil

Heute Morgen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures am zweiten Tag in Folge, diesmal werden sie unterstützt von einer starken Nachfrage. Außerdem von der noch weiter anhaltenden Crop-Tour Pro-Farmer, die am Ende der Woche ihr Ergebnis veröffentlichen wird.
Gestern meldete das USDA einen Verkauf von 328.000 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung in der Saison 2019/20, die am 1. September beginnt.
Pro Farmer -Scouts haben im Norden Iowas 184,88 Bushel per acre (bpa) gemessen, das ist etwas mehr als im 5-Jahres-Mittel (184,12) aber weniger als im Vorjahr (186,87).
Im US-Bundesstaat Illinois hat man 171,17 bpa vorgefunden, in 2018 waren es 192,63 und im Drei-Jahres-Mittel 188,95 bpa.
Die Tour endet heute in Minnesota, wo man morgen dann die Ergebnisse der Feld-Beprobungen von Mais und Sojabohnen in einem Newsletter zusammenfassen und veröffentlichen will.
Im weiteren Verlauf werden die Maiserträge durch das Wetter im Mittleren Westen der USA beeinflusst, wo sich die Aussaat des Grobgetreides im Frühjahr lange verzögerte.
Aus Sicht der Agrarmarktstrategen in Australien ist der CBoT-Maismarkt immer noch unsicher. Zunächst soll es im US-Corn Belt Vegetationsfreundliches Wetter geben, trotzdem erwarten die Analysten keine Wiederholung der Tiefstpreise, die wir im Mai gesehen haben. Sollte es bald kälter als üblich werden, könnte sich die Ertragsbildung verlangsamen.
Fondsgesellschaften kauften gestern unter anderem CBoT-Maisfutures und stützen damit die Kurse.

22.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern Agrar-Commodities

21.08.2019 Mexiko kauft 328.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 328.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

21.08.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,85 €/kg SG (-3 ct)

Der Preisanstieg in der vergangenen hatte zur Folge, dass einige große Schlachtunternehmen nur noch Hauspreise zahlten. In dieser Woche forderten weitere Unternehmen einen Preisabschlag. Letztlich einigten sich die Preismelder in der heutigen Sitzung auf einen Rückgang des Vereinigungspreises um 3 Cent auf das Niveau von vor zwei Wochen. Insgesamt nehmen die Stückzahlen zwar zu, sie bleiben insgesamt aber klein. Der Fleischhandel läuft mittlerweile ganz ordentlich, allerdings ließ sich der gestiegene Preis in der vergangenen Woche nur punktuell durchsetzen. Der Handel mit Edelteilen lief zuletzt wieder zügiger, Verarbeitungsfleisch ist allerdings kaum gefragt und wird sogar zu niedrigeren Preisen gehandelt. Der Feiertag „Maria Himmelfahrt“ in mehreren europäischen Ländern führte in der vergangenen Woche zu gebremsten Schlachtaktivitäten. In Südeuropa ist die Nachfrage rege. In Italien wird ein deutlicher Preisanstieg erwartet, stabile Preise auf hohem Niveau werden in Spanien erwartet.

21.08.2019 Der Schlachtschweinepreis sinkt heute um 3 Cent auf 1,85 €/kg SG
21.08.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Drei-Monats-Tief schließen. Die liquideste Fälligkeit Dezember 19 beendete den Handelstag auf dem niedrigsten Stand seit dem 14. Mai. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre Anfangsgewinne nicht halten und folgten am späten Nachmittag den negativen Vorgaben aus Übersee in die Verlustzone. Die Dezember 19-Fälligkeit markierte mit einem Kurs von 170,25 Euro/Tonne ein neues Kontrakt-Tief und auch der weniger liquide Frontmonat September 19 beendete den Handelstag auf einem neuen Tiefststand. Die 2019er Weizenernte in der Ukraine schätzt der Getreidehändler UZA auf 27,72 Mio. Tonnen. Im letzten Jahr waren es im Vergleich dazu 24,83 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte des Schwarzmeeranrainers könnten in dieser Saison ein Volumen von 21 Mio. Tonnen erreichen (Vorjahr: 15,53 Mio. Tonnen). Frankreich könnte mit 39 Mio. Tonnen Weizen die zweitgrößte Ernte der Geschichte einfahren, berichtet der Verband AGPB.

21.08.2019 Milchpreise hängen eng mit Ausgang des Handelsstreits zusammen

Die Preise für Milchprodukte waren gestern in der 14-tägig stattfindenden Global-Dairy-Trade Auktion nahezu unverändert. Das Hauptprodukt Vollmilchpulver konnte sich preislich aber deutlich verbessern, da die Nachfrage aus Asien zunahm.
Der Marktzeiger gab gestern um 0,2% nach. Der durchschnittliche Verkaufspreis wurde mit 3.255 USD/Tonne ermittelt. In den letzten beiden Auktionen sank der Preis um 2,6%. Preise für Vollmilchpulver stiegen gestern aber um 2,1%. Händler waren von einem Rückgang von 2% ausgegangen.
Für Liefertermine Oktober bis Januar stiegen die Preise aber weil die Nachfrage aus Asien zugenommen hat. Der anhaltende Handelsstreit zwischen Washington und Peking ist aber ein Risiko und könnte die Preise bis zum Jahresende maßgeblich mitbestimmen. Sollte die Nachfrage aus China deutlich zurück gehen, wären keine stabilen Preise mehr zu erwarten.
Gestern wurden 34.410 Tonnen Milch- und Milchprodukte auf der GDT-Plattform versteigert. Das waren 1,6% weniger als in der vorherigen Auktion.

21.08.2019 Neuer Versuch, Maiskurse anzuheben

Heute Morgen unternehmen die CBoT-Maisfutures einen neuen Versuch sich von ihrem Drei-Monats-Tief zu lösen. Unterstützung kommt von den Beobachtungen auf der Crop-Tour im Mittleren Westen der USA.
Gestern gerieten die Kurse erneut unter Druck, da die Wettervorhersagen im US-Corn-Belt sich verbessern und ein gutes Wachstum der spät gesäten Feldfrüchte fördern. Die Probenahmen auf den Mais- und Sojabohnenfeldern zeigen aber geringe Erträge und man muss befürchten, dass es bei einem frühen Frost auf den spät bestellten Feldern höhere Ertragsrisiken geben kann.

21.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 18.000 Lots CBoT Mais

20.08.2019 Hohe Volatilität bei Frittenrohstoff-Futures

Die Erträge von Verarbeitungsrohstoff sind in diesem Jahr in Bezug auf Menge und Qualität sehr heterogen. Im Durchschnitt werden keine Rekordergebnisse mehr erwartet. Auch wenn jetzt noch einiges zuwachsen könnte. Die Fabriken arbeiten alle auf Hochtouren, meist kommt Vertragsware zum Einsatz. Die Preise für Vertragsfreie Kartoffeln sind inzwischen in Belgien und Holland auf 10 €/dt gesunken.
Am Terminmarkt haben sich die Kurse in den letzten Tagen aber wieder erholt. Der April-20-Termin stieg heute wieder auf 14 €/dt, nachdem er vor einer Woche noch auf 11,1 €/dt gesunken war. Die hohe Volatilität an der Terminbörse von 11,1 bis 21,1 €/dt Ende Juli zeigt deutlich das Stimmungsbild unter den Marktteilnehmern. Top-Erträge sind wohl unwahrscheinlich, wenngleich die Sorte Fontane auch später noch mehr Ertrag bilden kann, wie sich letztes Jahr zeigte. Bei Bintje rechnen die Experten aber kaum noch mit Zuwachs. Den befürchteten Durchwuchs gibt es in diesem Jahr aber auch kaum.

20.08.2019 GDT_Index sinkt heute um 0,2%

20.08.2019 Weizenernte in und -Exporte aus der Ukraine steigen

Die 2019er Weizenernte in der Ukraine wird auf 27,72 Mio. Tonnen geschätzt. Im letzten Jahr waren es im Vergleich dazu 24,83 Mio. Tonnen, so der Getreidehändler UZA heute in einer Pressemeldung.
Die Weizenexporte des Schwarzmeeranrainers könnten in dieser Saison, die am 1. Juli startete, auf 21 Mio. Tonnen kommen. Im Vorjahr waren es 15,53 Mio. Tonnen.
Da die Vegetationsbedingungen in diesem Jahr für die Getreideproduktion gut waren, erntete man bessere Erträge und man kann deshalb auch mehr exportieren.
Nach Information der Regierung in Kiew droschen die ukrainischen Farmer bis zum 18. August bereits 28,2 Mio. Tonnen Weizen von 99% der Anbaufläche.
Die Weizenausfuhren haben sich bereits um 46% gegenüber dem gleichen Zeitraum in der vorjährigen Saison gesteigert. Bisher wurden seit dem 1. Juli 2,53 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt (Vj.: 15,58 Mio. Tonnen).

20.08.2019 Sojabohnen-Ratings gesunken

Das USDA vergab im gestrigen Crop-Progress-Report für 53% der Bestände das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es noch 54%. Vor einem Jahr erhielten 65% der US-Sojabohnen-Bestände das höchste Rating.

20.08.2019 Ratings für US-Mais rückläufig

Die Ratings der US-Maisbestände in den Vereinigten Staaten sind in dieser Woche leicht rückläufig . 56% der Bestände erhielten das Top Rating "gut bis exzellent". (Vorwoche 57%;Vorjahr: 68%). 

20.08.2019 US-Sommerweizenernte deutlich verzögert
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend den wöchentlichen Ernte-Fortschritts-Bericht veröffentlicht. Demnach ist die Winterweizenernte in den Vereinigten Staaten zu 93% abgeschlossen. In der vergangenen Woche lag der Erntefortschritt bei 89%. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 97% und im 5-Jahres-Durchschnitt 98%.
Die Sommerweizenernte ist zu 16% abgeschlossen (Vorwoche: 8%). Im vergangenen Jahr war die Sommerweizenernte allerdings deutlich fortgeschrittener mit 56%. Im 5-Jahres-Durchschnitt sind es 49%.
20.08.2019 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 488.905 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwächeren Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Während der Frontmonat September ein neues Kontrakttief markierte, schloss der liquidere Folgemonat Dezember 25 Cent über dem Tiefststand von 170,75 Euro/Tonne. Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte. Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonne auf 193 USD/Tonne FOB. Eine große argentinische Ernte könnte eine neue Wettbewerbswelle in der zweiten Saisonhälfte auslösen.

20.08.2019 CBoT-Maiskurse werden durch Feldtour-Ergebnisse gestützt

Heute Morgen steigen die Maiskurse am CBoT wieder und kompensieren damit einen Teil des Verlusts von gestern. Auf einer Feldtour der „Pro-Farmers“ im Mittleren Westen der USA wurden niedrigere Erträge geschätzt. Begründet wird das mit dem späteren Pflanztermin.
Das könnte auf längere Sicht die Preise stützen. Broker in den USA gehen von einem Kursanstieg in den kommenden 6-8 Wochen aus.
Das USDA hatte letzte Woche für die Ernte 2019/20 eine US-Erntemenge von 13,901 Mrd. Bushel geschätzt, dem liegt ein durchschnittlicher Ertrag von 169,5 Bushel per acre (bpa) zugrunde. Auf der Feldtour haben die Scouts gestern unterdurchschnittliche Erträge ermittelt. In Ohio lagen sie bei 154,35 bpa, in South Dakota bei 154,08 bpa (Vorjahr 178,01 bpa). Das Drei-Jahres-Mittel liegt in den USA bei 158,59 bpa.
Gestern bewerteten die Experten des USDA 56% der US-Maisbestände mit der Bestnote good-to-exzellent. Das war 1%-Punkt niedriger als in der Woche zuvor. Der Markt war von einem unveränderten Rating ausgegangen.

20.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern Agrar-Commodities

19.08.2019 US-Export-Inspections: Sojabohnen-Verladungen größer, als erwartet

19.08.2019 Russlands Weizenpreise folgen Kursen internationaler Derivatebörsen

Die Preise für russischen Exportweizen sanken letzte Woche analog zu den Kursen internationaler Derivatebörsen. Das USDA hatte am vergangenen Montag seine Prognose für die weltweiten Getreidevorräte angehoben, was die Kurse an Getreidehandelsplätzen allgemein unter Druck setzte.
Die Exportpreise für russischen Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein sanken am Freitag um 1 USD/Tonnen auf 193 USD/Tonnen fob. Die Preise für Gerste stiegen allerdings um 2 USD/Tonnen auf 181 USD/Tonne.
Die Exporte aus Russland gingen im Wochenvergleich deutlich zurück. Die Ausfuhren im August von Weizen, Mais und Gerste kamen zusammen auf 4,2 Mio. Tonnen, was für diese Jahreszeit relativ wenig ist. Die Zeit zwischen August und Oktober ist üblicherweise die aktivste Exportzeit für Getreide aus Russland.
Seit dem 1. Juli, dem Beginn der Vermarktungssaison 2019/20, exportierte Russland 6 Mio. Tonnen Getreide und damit 12% weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. 4,9 Mio. Tonnen davon waren Weizen.
Die russische Getreideernte neigt sich wegen guten Erntebedingungen inzwischen dem Ende zu. In der Altai-Region in Sibirien kommt die Aussaat von Wintergetreide zügig voran.

19.08.2019 Rumänien kann Algeriens Bruchkorn-Regel wohl kaum einhalten

Rumäniens Weizen ist in diesem Jahr effektiv vom Export nach Algerien ausgeschlossen, da die Importspezifikation des Nordafrikanischen Landes nur 0,1% Bruchkorn zulassen. Diese Befürchtung äußerte heute ein Vertreter eines Handelshauses im Süden Rumäniens.
Diese „verrückte“ Bruchkorn-Regelung sei für Rumänien eine nicht erreichbare Hemmschwelle. Wegen der Trockenheit während der gesamten Vegetationszeit gibt es in Rumänien solche Getreidepartien nicht, die diese Vorgabe einhalten könnten. Andere Anbieter aus dem Westen, wie z.B. Frankreich, profitieren in der Regel von ihrer feuchten Witterung.
Die Rumänische Weizenernte 2019 wird von dem Händler auf 10 Mio. Tonnen geschätzt.
Frankreich, Algeriens wichtigster Weizenlieferant, erwartet mehr Konkurrenz aus dem Baltikum und Rumänien.

19.08.2019 Ukraine: Getreideexporte stiegen vergangene Woche

Die ukrainischen Getreideexporte von Seehäfen stiegen in der Woche vom 10. - 16. August von 1,2 Mio. Tonnen auf rund 1,4 Mio. Tonnen, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und nennt die gestiegenen Weizenexporte als Hauptgrund für die Entwicklung. Die Weizenexporte erreichten in der vergangenen Woche ein Volumen von 814.000 Tonnen, aktuell sind es 1,04 Mio. Tonnen. Gesunken sind in der vergangenen Woche die Gersteexporte von 369.000 Tonnen auf 242.000 Tonnen. Spanien war in der vergangenen Woche der größte Abnehmer von Getreide aus der Ukraine, gefolgt von der Türkei und den Philippinen. In der abgelaufenen Saison 2018/19 exportierte die Ukraine die Rekordmenge von 50,4 Mio. Tonnen Getreide.

19.08.2019 COT-Bericht: Netto-Long-Positionen beim CBoT SRW-Weizen weiter reduziert

Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 06.08.19 bis 13.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.131 auf 4.088 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 34.994 Kontrakte auf 44.513 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 6.363 Lots auf 66.450 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 13. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

19.08.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Der feste Wechselkurs des US-Dollar gegenüber dem Euro verhinderte jedoch einen höheren Anstieg, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt schwächt. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat September 5,9% an Wert. Das war der vierte Wochenrückgang in den vergangenen fünf Wochen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen relativ ruhigen Tag und schlossen uneinheitlich. Auf den vorderen Terminen sorgte der schwache Euro für Auftrieb. Die wachsenden Erwartungen an eine große Weizenernte in der Europäischen Union und die begrenzten Schäden durch die Trockenheit in diesem Sommer belasteten hingegen die Preise. Auf dem Inlandsmarkt in Deutschland haben Mühlen in den vergangenen Tagen große Mengen Weizen gekauft, melden Händler. Schätzungen rangieren zwischen 100.000 und 250.000 Tonnen.

19.08.2019 CBoT-Maiskurse geben wieder nach

Heute Morgen gaben die Kurse des CBoT-Maisfutures einen Teil ihrer Gewinne der vorherigen zwei Handelstage wieder ab. In Teilen des Mittleren Westens der USA verbesserte vegetationsfreundliches Wetter die Wachstumsbedingungen und lässt auf gute Erträge hoffen.
In der letzten Woche waren die Kurse stark unter Druck geraten, weil die Prognosen des USDA für die kommende Ernte sehr viel höher ausfielen, als erwartet. Alle Erntebeobachter in den USA hoben inzwischen ihre Erwartungen für die nächste Mais- und Sojabohnenerträge an, nachdem dringend erwarteter Regen fiel.
Auch die Temperaturen waren allgemein mild und für das Pflanzenwachstum von Vorteil. Höhere Temperaturen würde die Erträge aber noch mehr verbessern, da im US- Corn-Belt das Pflanzenwachstum hinter dem üblichen Zeitplan zurück liegt.
Am Wochenende hatten der US-Präsident Donald Trump und seine Berater im Weißen Haus bestritten, dass die US-Wirtschaft an Schwung verliert. Für eine Rezession gäbe es keine Anzeichen, auch wenn die Märkte dies durch volatile Kurse anzeigten. Der Handelsstreit mit China würde der US-Wirtschaft also keinen Schaden zufügen. Deshalb ist er auch noch nicht bereit, mit China einen Kompromiss anzustreben.
Große Spekulanten kürzten in der Woche zum 13. August ihre netto-Long-Positionen beim CBoT-Maisfuture.

19.08.2019 Institutionelle Anleger kauften am vergangenen Freitag 12.000 Lots CBoT Mais

16.08.2019 Frankreich: Weizenernte ist abgeschlossen

In Frankreich ist die Weizenernte 2019 in der Woche bis zum 12. August abgeschlossen, meldet heute Vormittag das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Demnach sind 100% der Flächen geräumt versus 80% in der Woche zuvor.
Der Zustand der Körnermaisbestände blieb im Vergleich zur Vorwoche stabil. 60% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Damit ist die Serie von sechs aufeinander folgenden Wochen mit rückläufigen Ratings gestoppt. Die Trockenheit aufgrund der Hitzewelle in weiten Teilen Frankreichs in diesem Sommer hat die Bestände stark belastet.

16.08.2019 China will noch engere Handelsbeziehungen zu Argentinien

Das staatliche chinesische Bauunternehmen CCCC bereitet derzeit eine Offerte vor, um den Paraná –River in Argentinien auszubaggern. Der Fluss ist Argentiniens Super Highway aus Südamerika in die Welt.
Mitarbeiter des Unternehmens haben sich mit Regierungsvertretern in Buenos Aires getroffen und bereits über die Konzession für die Baggerarbeiten gesprochen. CCCC ist Speerspitze Chinas wenn es um Investitionen in die Rohstofflogistik auf der ganzen Welt geht.
Die Baggerarbeiten im Paraná sind derzeit Argentiniens größtes Infrastrukturprojekt und Chinas COFCO ist bereits jetzt der größte Abnehmer von Sojabohnen. COFCO ist durch Übernehmen inzwischen Argentiniens größter Rohstoffexporteur.
Das Interesse an dem Auftrag für die Flussvertiefung passt zu den anderen Investitionen Chinas in der Supply Chain von Agrarrohstoffen.
Seit 2005 bis in die erste Jahreshälfte 2019 investierte China rund 579 Mrd. USD in Energie-, Kraftwerk-, Transport- und Agrarprojekte. 71 Mrd. davon in Südamerika.
Über den Paraná River gelangen 80% der Argentinischen Agrarrohstoffe an den Weltmarkt. Weil das von so großer Bedeutung für das Land und China bereits jetzt der größte Abnehmer ist, sollen die Bande noch enger geknüpft werden. Durch die Abwertung des Peso in dieser Woche wurden die Exporte aus dem Land noch wettbewerbsfähiger.
Für die immer größeren Ozeanriesen ist der Fluss an vielen Stellen aber nicht mehr tief genug. Größere Schiffe müssen bis zu 80.000 USD Zoll pro Passage zahlen, wenn sie zu dem Hafen Rosario gelangen wollen.
Argentinien hat aber immer noch einen enormen Standortvorteil gegenüber den Konkurrenten aus Brasilien und den USA, die ihre Agrarrohstoffe mit weniger effizienten LKW- oder Flussschiffvorfrachten an ihre Tiefseehäfen transportieren müssen.
Wenn der Paraná auch für die größten Schiffe passierbar ist, wird dieser Wettbewerbsvorteil noch deutlicher. Jede 30 cm Tiefe erlaubt den Schiffen eine zusätzliche Ladung von 1.800 – 2.500 Tonnen.
Wegen der großen Abhängigkeit der Argentinier von China gibt es aber auch Kritik. Die Chinesische Präsenz im Land sei bereits jetzt zu groß.

 

16.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag gestern aufgrund der guten Versorgungslage und der schwachen Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt mit Verlusten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 474.500 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und beendeten den Handelstag mit Kursgewinnen. Der schwache Wechselkurs des Euro verbessert die Exportaussichten für Weizen aus Westeuropa. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 295.000 Tonnen Weizen. 175.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und weitere 120.000 Tonnen aus der Ukraine. Am Kassamarkt in Hamburg bleiben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern unverändert bei €1,00 unter Paris Dezember 19.

16.08.2019 CBoT-Mais: Größter Wochenverlust seit 3 Jahren

Auch wenn die Chicago-Futures auf Mais heute Morgen erneut etwas fester notieren so wird der Future heute wohl seinen größten Wochenverlust seit drei Jahren verbuchen. Der USDA-Bericht vom Montag prognostiziert eine größere US-Ernte als erwartet.
Diese Meldung war für den Markt eine große Überraschung, zumal sich im Frühjahr die Aussaat doch massiv verzögerte. Da die Wetterdienste für die kommende Woche eine wachstumsfreundliche Vegetation erwarten, drückt das die Kurse zudem.
Viele Marktteilnehmer wollen die Einschätzung der US-Behörde aber nicht glauben. Die Erträge können ihrer Meinung nach wegen der späten Aussaat nicht so gut ausfallen, wie von den Fachleuten des Ministeriums geschätzt. Händler in Fernostasien sagen, dass der Kursrückgang in dieser Woche überzogen war.
Gestern berichtete das USDA, dass die Exporte von Mais aus der alten US-Ernte in der Woche bis zum 8. Juli auf 56.200 Tonnen kamen, das war deutlich weniger als die 307.600 Tonnen, die vom Markt erwartet waren.

16.08.2019 Ägypten kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 295.000 Tonnen Weizen. 175.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland und weitere 120.000 Tonnen aus der Ukraine. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 15. – 30. September. In der letzten Ausschreibung vom 6. August kaufte Ägypten 415.000 Tonnen Weizen aus Russland, der Ukraine und aus Rumänien zur Lieferung vom 5. -15. September.

16.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT Sojabohnen

15.08.2019 Ukraine: Winterweizenaussaatfläche 2020 sinkt

Die Winterweizenaussaatfläche der Ukraine für die Ernte 2020 wird voraussichtlich auf 6,2 Mio. Hektar sinken, gegenüber rund 6,45 Mio. Hektar in 2019, meldet das Landwirtschaftsministerium heute Nachmittag. Winterweizen dominiert die ukrainische Weizenproduktion und macht rund 95% der gesamten Aussaatfläche aus. Die Ukraine hat die Weizenernte 2019 fast abgeschlossen. Gedroschen wurden nach Angaben des Ministeriums 28,1 Mio. Tonnen auf 99% der Flächen.

15.08.2019 Strategie Grains: EU-Weizen am Weltmarkt sehr wettbewerbsfähig

Der Französische Agrarmarktanalyst Strategie Grains hat heute seine vorherige Ernteprognose für die EU deutlich hoch gesetzt genauso die Exporte für Weichweizen. Begründet wird das mit besseren Ernteerwartungen in Frankreich und Großbritannien und sehr wettbewerbsfähigen Exportpreisen.
Demnach sieht Strategie Grains die EU-Weichweizenproduktion 2019/20 bei 142,9 Mio. Tonnen. Im Juli ging man noch von 140,6 Mio. Tonnen aus. Dies wären jetzt 12% mehr als im letzten Jahr. Die Korrektur nach oben folgt einer gesunkenen Ernteschätzung im Juli, die noch unter dem Eindruck der rekordverdächtigen Hitze stand.
Die Getreideproduktion in Bulgarien sinkt aber sehr gute Resultate in Frankreich und höhere Ernteschätzungen für Großbritannien überkompensieren kleinere Ernten in Südosteuropa. In dem Monatsbericht des Analysten sind nun auch die höheren Ernteschätzungen in Frankreich von 39 Mio. Tonnen Weichweizen enthalten.
Die Gerstenernte 2019 in der EU soll nun 60,5 Mio. Tonnen betragen (Vormonat 59,3 Mio. Tonnen) und liegt damit 9% über der Ernte 2018. Auch hier tragen Frankreich und Großbritannien zur höheren Prognose bei.
Auch beim Mais ist die Ernteprognose in diesem Monat 500.000 Tonnen höher als zuletzt. Die EU-Ernte soll demnach auf 63,2 Mio. Tonnen kommen. Hohe Erträge in Südosteuropa überkompensieren Verluste in Frankreich. Auch die Erträge in Deutschland und Polen wurden höher angesetzt.
Strategie Grains erwartet in 2019/20 nun Exporte von 24,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Schätzung im Juli lag noch bei 21,9 Mio. Tonnen und damit deutlich höher als die 21 Mio. Tonnen in der Saison 2018/19.
Die gesunkenen Preise für EU-Weizen haben die Wettbewerbsfähigkeit unseres Weizens gegenüber dem Getreide aus dem Schwarzmeerraum verbessert. Das hat zweierlei Konsequenzen: Weizen aus der Ukraine ist in der EU nicht mehr wettbewerbsfähig und EU-Weizen ist für Käufer am Weltmarkt interessanter als Russenweizen.
Bisher ist davon am Markt aber noch nichts zu spüren: Die Weizenexporte aus der EU waren seit dem 1. Juli 30% niedriger als in der vergangenen Vermarktungssaison. Das könnte aber auch daran liegen, dass die Zollbehörden noch nicht alle Ausfuhren registriert haben.
Zu den aktuell niedrigen Preisen wird wohl auch mehr Weizen in unsere Futtermischungen fließen, so die Erwartung der Fachleute von Strategie Grains.

15.08.2019 US-Export-Sales: Ergebnisse

15.08.2019 HANSA Terminhandel GmbH - Ölsaatenbericht

Die Rapsernte 2019 wurde in Deutschland zum großen Teil auf den Höfen eingelagert. Landwirte hoffen im weiteren Marktverlauf auf bessere Erlöse. Zwar sind die Börsenkurse der Rapsfutures am Pariser Matif in der letzten Woche um zwei €/Tonnen angestiegen, die Erzeugerpreise haben sich dadurch aber noch nicht verbessert.
Bis auf einige Restflächen im Norden ist die Rapssaaternte hierzulande nun abgeschlossen. Die Erträge waren im Vergleich zu den vergangenen Jahren unterdurchschnittlich, gegenüber dem Vorjahr aber besser. Wegen der stark eingeschränkten Anbaufläche fällt die deutsche Ernte mit 2,79 Mio. Tonnen um 23,7% kleiner aus als im Vorjahr, so der deutsche Raiffeisenverband gestern in einem Update zur Ernteschätzung. Damit ist das die kleinste deutsche Rapsernte seit 1997. Die Ölgehalte liegen 1% unter dem Vorjahresergebnis.
Der Absatz von Rapsschrot hat sich in den letzten Tagen etwas belebt, weil die Ölmühlen mit diesem Produkt auf den Markt drängen. Das sorgte dafür, dass die Nachfrage nach Sojaschrot nachlässt. Die Mischfutterhersteller ordern aber nur vorsichtig, da die Landwirte noch mit der Erntebergung beschäftigt sind, konzentriert sich das Interesse an Futtermittelabschlüssen auf spätere Liefertermine.
Getrieben von einem für Sojabohnen bullischen USDA-Report am vergangenen Montag, der die US-Sojaerzeugung und auch die globale Schätzung kürzte, steigen die Preise für Sojaöl kräftig. Davon profitiert das Rapsöl aber bisher nur wenig. Die Nachfrage Biodieselindustrie lässt noch auf sich warten. Das könnte aber wie auch sonst üblich im September kommen.

15.08.2019 EU-Milchmarkt-Dashboard

15.08.2019 Ukraine: APK-Inform erhöht Progtnose der Getreideernte 2019

Das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform hat seine monatliche Prognose für die ukrainische Getreideernte 2019 erhöht von 71,8 Mio. Tonnen auf 72,5 Mio. Tonnen (+0,9%). Gute Wetterbedingungen wurden als Grund hierfür genannt. Gesenkt wurde die Prognose der Weizenernte 2019 um 0,8% auf 27,3 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisernte 2019 wurde erhöht von 33,8 Mio. Tonnen auf 34,5 Mio. Tonnen. Erhöht wurde auch die Prognose der Maisexporte 2019/20von 26,8 Mio. Tonnen auf 27,5 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Getreideexporte 2019/20 erhöhte APK-Inform von 49,9 Mio. Tonnen auf 50,7 Mio. Tonnen (+1,5%).

15.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger bauten Netto-Short-Bestand beim Weizen aus

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen beim Matif Weizen in der vergangenen Woche aus und wetten somit überwiegend auf fallende Kurse.
Der Bestand der 7.741 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 9. August auf 31.369 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. In der Woche zuvor wurde der Positionenbestand von Netto-Long auf Netto-Short gedreht. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen per 9. August von 16.572 Kontrakte auf 24.555 Kontrakte Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,0% während Non Commercial Participants 17,6% am Open Interest repräsentieren. 94,6% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 93,4%).

15.08.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten sich gestern dem allgemeinen Abwärtstrend am Getreidemarkt entziehen und zogen aufgrund technischer Käufe moderat an. Der Frontmonat September fand Unterstützung am unteren Ende des 20-Tage Bollinger Bandes. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne zwischen 200.000 und 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ebenfalls zulegen. Am Dienstag sank die Dezember-Fälligkeit auf ein Kontrakttief von 170,75€/Tonne, weil Analysten von der hohen US-Mais-Anbauflächen- und Ertragsschätzung im WASDE-Report überrascht wurden. Institutionelle Anleger an der Euronext bauten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen auf Weizen in der vergangenen Woche weiter aus. Frankreich exportierte in der abgelaufenen Saison 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an Länder außerhalb der Europäischen Union. Das ist ein Anstieg um 20% im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (8,1 Mio. Tonnen).

15.08.2019 CBoT-Mais: 11% Verlust in drei Tagen – der Markt stabilisiert sich jetzt wieder

Die Kurse der Chicago-Maisfutures können sich nach vier Handelstagen mit kräftigen Verlusten heute Morgen stabilisieren. Die Steigerungen dürften aber begrenzt bleiben, da sich die Wetterbedingungen im US-Corn-Belt wieder verbessern.
Die Vorhersage von Regen im Kerngebiet des US-Maisanbaus trägt zu dem Kursdruck bei, der bereits am Montag vom letzten USDA-Bericht ausgelöst wurde. Die Behörde schätzte die Erträge höher als vom Markt erwartet.
Die Maiskurse sanken gestern auf den tiefsten Stand seit Mitte Mai. In den letzten drei Sitzungen verlor der Future 11% an Wert. Das USDA hatte am Montag überraschenderweise die Maisproduktion in den USA hoch geschoben und das hängt jetzt über dem Markt.
Analysten warnen aber und erinnern daran, dass die Ernte durch den späten Pflanztermin immer noch verletzbar ist. Die Entwicklung der Feldbestände hängt hinter der normalen Entwicklung zurück. Jede Wetteränderung stellt also eine Gefahr dar. Zu heißes Wetter und/oder Phasen von kühlerem Wetter hätten unmittelbar einen Einfluss auf die Erträge.

15.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Mitte/Ende September

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 15.-30. September stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 6. August kaufte Ägypten 415.000 Tonnen Weizen aus Russland, der Ukraine und aus Rumänien zur Lieferung vom 5. -15. September.

15.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 23.000 Lots CBoT Mais

14.08.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

14.08.2019 Pigmeat_Dashboard

14.08.2019 Frankreich exportierte 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an nicht EU-Länder

Frankreich exportierte in der abgelaufenen Saison 2018/19 9,7 Mio. Tonnen Weizen an Länder außerhalb der Europäischen Union, meldet der Nachrichtendienst Reuters und beruft sich auf Zolldaten. Das Volumen stieg demnach um 20% im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (8,1 Mio. Tonnen).
Innerhalb der EU hat Frankreich 7,4 Mio. Tonnen Weichweizen im Wirtschaftsjahr 2018/19exportiert, was einem Rückgang von fast 20% gegenüber 9,2 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2017/18 entspricht. Das bedeutet, dass sich die gesamten französischen Weichweizenexporte mit 17,0 Mio. Tonnen gegenüber 17,2 Mio. t in 2017/18 kaum verändert haben.
Algerien blieb mit 5,1 Mio. Tonnen im Jahr 2018/19 das mit Abstand größte Zielland für Weichweizen aus Frankreich, verglichen mit 4,3 Mio. Tonnen im Jahr 2017/18.

14.08.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,88 €/kg SG (+3 ct)

Das Angebot an schlachtreifen Schweinen in Deutschland war in dieser Woche erneut sehr übersichtlich und gab den Ausschlag dafür, dass sich die Preismelder in der heutigen Sitzung zum Leidwesen der Schlachtunternehmen auf einen moderaten Anstieg des Vereinigungspreises um 3 Cent auf 1,88€ einigten. Die Fleischgeschäfte laufen aufgrund der in vielen Bundesländern endenden Ferienzeit besser, als noch vor einigen Wochen. Moderat höhere Preise lassen sich für einige Produktgruppen durchaus durchsetzen. Einige Händler mahnen jedoch mit Blick auf die weitere Preisentwicklung zur Vorsicht. Europaweit fällt die Menge der zur Verfügung stehenden Tiere nicht sehr groß aus. Allerdings wird in vielen Ländern morgen Mariä Himmelfahrt gefeiert, was auch die Nachfrage begrenzen wird.

14.08.2019 B30 hat Kältetest erfolgreich bestanden

Indonesiens Ministerien für Bodenschätze und Energie teilten heute mit, dass Biodiesel mit 30% Palmölanteil diese Woche Tests mit kalten Temperaturen gut überstanden haben. Die Regierung hat das Ziel, Anfang nächsten Jahres B30 als Treibstoff zuzulassen.
Der Präsident Joko Widodo sagte zu Beginn dieser Woche, dass das der Standard-Treibstoff in seinem Land werden soll. Derzeit führt man noch B20 ein. Das ist ein Kraftstoff der mit 20% palm fatty acid methyl ester (FAME), also einem Fettsäuere-Methylester aus Palmöl, zugesetzt ist.
Mit B30 will Widodo den Problemen von teuren Energieeinfuhren und sinkender Nachfrage nach Palmöl begegnen. Die nationale Nachfrage nach Palmöl soll also gestärkt werden. Im Hochland von Java hatte man 21 Tage lang eine Reihe von Tests mit Personenkraftwagen durchgeführt. Die PKW konnten stets und sicher starten, was belegen soll, dass auch über eine längere Zeit B30-Kraftstoff funktioniert. Bis Ende Oktober sollen weitere Testreihen durchgeführt werden.
Das Energieministerium in Jakarta schätzt, dass der Konsum von FAME im kommenden Jahr um mehr als 50% gesteigert werden kann, sofern B30 Standard wird.
Die Exporte von Palmöl aus Indonesien sind unter Druck geraten nachdem das EU-Parlament beschloss ab 2020 keinen Import-Biodiesel aus Tropenländern mehr einsetzen zu wollen, da der Anbau von Palmen in Plantagen zur Zerstörung von Urwäldern beiträgt. Zudem hatte Indien, weltweit der größte Pflanzenölimporteur, eine Importsteuer auf Palmöl eingeführt.
Inzwischen hat die EU-Kommission eine Ausgleichsabgabe auf indonesischem Biodiesel in Höhe von 8-18% beschlossen.

14.08.2019 Deutschland sucht nach neuen Weizen-Exportmärkten

Deutsche Weizenexporteure suchen nach Anzeichen einer Öffnung Saudi-Arabiens für Importe aus Russland den Zugang zu neuen Märkten, darunter China, Mexiko und Indonesien. Saudi-Arabien war in den letzten Jahren der größte deutsche Markt für Weizenexporte. Deutsche Unternehmen sehen sich einem härteren Wettbewerb gegenüber, nachdem der saudische staatliche Getreideeinkäufer SAGO am vergangenen Donnerstag angekündigt hatte, die Qualitätsanforderungen für Weizenimporte in seiner nächsten Ausschreibung zu lockern. Der Schritt wird als Türöffner für Schwarzmeerimporte angesehen, insbesondere aus Russland.
Die Exportchancen für deutschen Weizen nach Saudi-Arabien könnten sich in Zukunft verringern, so der DRV in einer Erklärung am heutigen Mittwoch. Deutschland müsse für seinen Weizen den Zugang zu neuen Märkten suchen. Der DRV arbeitet gemeinsam mit anderen Verbänden der deutschen Getreidebranche an einem Markteintritt in Mexiko, China und Indonesien. Die Erlangung des Marktzugangs sei jedoch ein komplexes Thema, das umfangreiche Verhandlungen über Vorschriften zur Lebensmittelsicherheit und -qualität mit sich bringe, die lange dauern könnten.

14.08.2019 DRV: Deutsche Weizenernte 2019 steigt um 17,5%

Die deutsche Weizenernte wird trotz der witterungsbedingten Probleme zu Beginn des Sommers in diesem Jahr um 17,5% auf 23,81 Mio. Tonnen steigen, erwartet der Deutsche Raiffeisenverband (DRV). Um 23,7% sinken auf 2,79 Mio. Tonnen wird demnach aber die Rapssaaternte, weil die Anbaufläche in diesem Jahr deutlich gesunken ist. Die Rapsernte wäre damit die Kleinste seit 1997. Der 5-Jahres-Durchschnitt von 4,7 Mio. Tonnen wäre um 40% verfehlt. Die Getreideernte insgesamt wird nach Schätzungen des DRV um 21,7% auf 46,19 Mio. Tonnen steigen.
Die vorherige Prognose am 16. Juli lag bei der Weizenernte bei 23,85 Mio. Tonnen, bei der Rapsernte bei 2,97 Mio. Tonnen und insgesamt bei 46,49 Mio. Tonnen.
In vergangenem Jahr litten die Ernten in Deutschland und vielen anderen Westeuropäischen Ländern unter den Folgen einer schweren Hitzewelle.

14.08.2019 Russland: Landwirtschaftsministerium bestätigt Prognose der Getreideernte

Das russische Landwirtschaftsministerium sieht derzeit keine signifikanten Risiken für die russische Getreideernte, obwohl in einigen Regionen aufgrund extremer Wetterverhältnisse der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, meldet die russische Nachrichtenagentur Tass und zitiert das Landwirtschaftsministerium. Das Ministerium beließ die Prognose der Getreideernte unverändert bei 118 Mio. Tonnen.

14.08.2019 Getreidemail

Uneinheitlich und wenig verändert beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handelstag. Technische Käufe sowie Shorteindeckungen gaben dem Markt positive Impulse, während nochmals kräftige Verluste beim Mais und negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen den Markt belasteten. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand beim SRW-Weizen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris standen noch unter dem Einfluss des bärischen USDA-Reports vom Montag und schlossen nochmals mit Verlusten. Das Handelsvolumen war erfreulich hoch. Der Abstand zwischen den Mais- und den Weizenkursen ist derzeit ungewöhnlich gering. Die Weizen- und Maispreise beeinflussen sich gegenseitig, da sie bei Viehfutter und anderen industriellen Verwendungen miteinander konkurrieren. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September gestern auf €1,75 unter Paris Dezember 19. Am Montag waren es €1,50 unter Paris Dezember 19.

14.08.2019 Sojabohnenkurse wieder im Aufwind

Die Sojabohnenkurse in Chicago steigen heute Morgen erneut an, weil sich die Spannungen in den Beziehungen zwischen Peking und Washington abbauen und weil es in Teilen des Mittleren Westens der USA jetzt wieder trocken werden soll.
Ob die neueste Entwicklung im Handelsstreit wirklich trägt, wird von Händlern in Südostasien noch bezweifelt. Die Probleme sind immer noch existent. Man rät dazu, die Entwicklung weiter aufmerksam zu verfolgen.
Donald Trump hatte angekündigt, dass er seine angedrohten Strafzölle auf weitere China-Importe im Wert von 300 Mrd. USD bis auf weiteres verschieben will. Er hofft nun, dass die Chinesen wenigstens ihre bisherigen Abmachungen einhalten und wieder US-Agrarrohstoffe abnehmen.
Die Wettervorhersage für trockenes Wetter in US-Corn-Belt stützt die Kurse für Sojabohnen zudem.

14.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 27.500 Lots CBoT Mais

13.08.2019 US-Exporteure schöpfen neue Hoffnung für ihr China-Geschäft

Die Exporteure von US-Agrarprodukten schöpfen wieder Hoffnung, nachdem der US-Präsident heute twitterte:
"Wie üblich sagte China, dass sie von unseren großen amerikanischen Landwirten" große "Einkäufe tätigen würden. Bisher haben sie nicht getan, was sie sagten. Vielleicht wird dies jetzt anders sein!".
Der Kommentar kommt, nachdem seine Regierung einen Zoll von 10% auf bestimmte chinesische Importe, einschließlich Technologieprodukte und Kleidung, bis Mitte Dezember verschoben hat.

13.08.2019 Agreste glaubt an Rekord-Kartoffelernte

Eine Prognose des französischen Statistikamts Agreste, nach der dort die Kartoffelernte 2019 knapp 6,6 Mio. Tonnen Konsumkartoffeln bringen soll, ist unter Marktteilnehmern sehr umstritten. Das wäre eine Rekordernte, weil sie das Ergebnis aus dem Jahr 2017 noch übertreffen würde. Kritiker meinen, dass Proberodungen nur von beregneten Flächen sein können. Allerdings werden in Frankreich nur 60% der Kartoffeläcker beregnet. Tatsache ist wohl, dass auch in Frankreich der Anbau von Konsumkartoffeln in diesem Jahr deutlich ausgedehnt wurde. Die Flächenausdehnung auf nun 152.000 Hektar entspricht der wachsenden Nachfrage aus der Kartoffeln verarbeitenden Industrie.
Die Kurse für Veredelungskartoffeln (FAPPJ0) an der EEX in Leipzig gaben heute bis auf 11,1 €/dt nach. Das ist der niedrigste Kurs auf dem April-20-Terminkontrakt.

13.08.2019 EU erhebt 8-18% Importzoll auf Biodiesel aus Indonesien

Die EU-Kommission hat heute eine Ausgleichsabgabe von 8-18% auf Importe von subventioniertem Biodiesel aus Indonesien beschlossen. Damit sollen Biodieselhersteller in der EU vor unfairem Wettbewerb geschützt werden.
Diese vorläufigen Abgaben sollen so lange gelten, bis Untersuchungen, die im Dezember 2019 abgeschlossen werden sollen, die Vorwürfe von unfairen Exporthilfen begründen. Diesen Vorwurf erhebt das European Biodieselboard. Die Produzenten profitieren von Beihilfen, Steuervergünstigungen sowie Betriebsmitteln, die unter Marktwert bezogen werden. Letzte Woche hatte Indonesiens Handelsministerium angekündigt, als Reaktion auf diese Vorwürfe, einen Strafzoll auf Milchimporte aus der EU von 20-25% erheben zu wollen.
Die EU-Zölle sind für Indonesiens Biodieselhersteller ein weiterer Schlag, nachdem das EU-Parlament im März beschloss, den Einsatz von Biodiesel aus Palmöl bis zum Jahr 2020 zu unterbinden, da die Palmenplantagen zur Abholzung von Urwäldern beitragen.
Der EU-Biodieselmarkt hat einen Umfang von 9 Mrd. Euro p.a. Aus Indonesien wird Biodiesel im Wert von 400 Mio. Euro importiert.

13.08.2019 Wechselkurs-Schock in Argentinien

Argentiniens Agrarsektor ist gestern mit einem Schlag am Weltmarkt viel wettbewerbsfähiger geworden, denn die Landeswährung der Peso verlor 15% gegenüber dem US-Dollar. Die Farmer wollen aber mit dem Verkauf ihrer Produkte erst einmal abwarten bis sich die Wechselkurse ihre Parität gefunden haben.
Einige Analysten sagen nämlich einen noch viel schwächeren Peso voraus und Farmer fürchten schon, dass die Linkspartei der Peronisten wieder an die Macht kommt. Bei einem Test für die Präsidentschaftswahl erlitt der amtierende Mauricio Macri am Sonntag eine schmerzliche Niederlage gegenüber seinem Herausforderer Alberto Fernandez. Am 27. Oktober findet dann die generelle Wahl statt.
Eine schwache argentinische Währung würde den lokalen Bauern helfen, denn im Export erhält man für seine Agrarrohstoffe US-Dollar, während man seine Betriebsmittel in der Landeswährung kaufen kann. Da die Währungskurse stark schwanken ist die Verunsicherung unter den Farmern sehr groß.
Macri gewann im Jahr 2015 das Regierungsamt mit der Unterstützung der Farmer. Jetzt verlor er 15% Zustimmung. Macri ist ein Verteidiger offener Märkte; er büßte die Wählergunst ein als er die Subventionen für die Versorgungsunternehmen kürzte. Dadurch stiegen die Kosten für Strom und Gas.
Am Montag sank der Wechselkurs des Peso zunächst um 30% auf 65 Peso für einen US-Dollar. Am Ende des gestrigen Handelstages musste man 53,5 Peso für einen US-Dollar bezahlen. Dadurch erlangten die Getreideexporte Argentiniens einen unverhofften Wettbewerbsvorteil am Weltmarkt.
2015 startete Macri seine Regierungszeit für die Farmer als Held. Die vorherige Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner hatte jahrelang Agrarexporte wie für Mais und Weizen begrenzt. In den letzten Jahren unter Macri wurde Argentinien dann einer der bedeutendsten Exporteure bei diesen Rohstoffen. Die Bewerber einer möglichen Linksregierung sprechen sich im Wahlkampf nun wieder für eine aktivere Wirtschafts- und Exportkontrolle aus. Vom Ausgang der Wahlen im Oktober hängt dann wohl auch maßgeblich die zukünftige Rolle Argentiniens am Weltmarkt ab.

13.08.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report sorgte bei den Weizenfutures in Chicago gestern für kräftige Verluste. Der Frontmonat September 19 verlor 5,4% an Wert nach der Veröffentlichung der Zahlen. Dabei wurden diverse charttechnische Widerstände durchbrochen. Limit-Down bei den Maisnotierungen sorgte für zusätzlichen Kursdruck. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report gestern Abend den US-Weizenbestand zum Ende der Saison 2019/20 auf 1,014 Mrd. Bushel (Erwartung: 999 Mio. Bushel). Den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2019/20 schätzte das USDA auf 285,40 Mio. Tonnen und damit ebenfalls höher, als von Analysten erwartet (284,08 Mio. Tonnen). Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 688.978 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 13.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT leicht fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris mussten nach der Veröffentlichung des Reports ebenfalls deutliche Verluste hinnehmen. Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahres 2018/19, meldet die EU-Kommission.

13.08.2019 CBoT-Maiskurse geben weiter nach – Sojabohnenkurse notieren fester

Die Kurse des Chicago-Maisfutures geben heute Morgen weiter nach und erreichen fast ihr Dreimonats-Tief nachdem das USDA gestern seine Prognose für die Ernteschätzung höher setzte als vom Markt erwartet worden war.
Die Sojabohnenkurse hingegen steigen heute Morgen um bis zu 1%, da man dafür eine kleinere Ernte erwartet.
Der Markt wurde von den USDA-Schätzungen bei der Flächennutzung und den Ertragserwartungen überrascht. Um die größere US-Maisernte unterzubringen muss mehr gemahlen, destilliert und exportiert werden als erwartet.
Die US-Maisernte 2019/20 sollte demnach 13,901 Mrd. Bushel übersteigen, dem liegt eine Ertragserwartung von 169,5 Bushel per acre zugrunde. Dem entgegen steht eine niedrigere Ernteschätzung für Sojabohnen von 3,680 Mrd. Bushel. Im Juli war man noch von 3,845 Mrd. Bushel ausgegangen.
Chinas Landwirtschaftsministerium hatte am Montag seine Importschätzung für Sojabohnen um 1,5 Mio. Tonnen auf 83,5 Mio. Tonnen gesenkt, da im Juli weniger importiert wurde. Außerdem werde man 700.000 Tonnen mehr Mais und damit ca. 4 Mio. Tonnen importieren, weil die Hirse Importe aus den USA wegbrechen.

13.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 60.000 Kontrakte CBoT Mais

12.08.2019 USDA-Analyse

Unsere erste Analyse des USDA-Reports ist ab sofort über diesen Link verfügbar!

12.08.2019 USDA-Report - erste Ergebnisse

12.08.2019 EU-Weichweizenexporte 30% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 (1. Juli bis 30 Juni) erreichten per 11. August ein Volumen von 1,33 Mio. Tonnen und liegen damit 30% hinter den Exporten im selben Zeitraum des Vermarktungsjahr 2018/19, meldet die EU-Kommission. 59% hinter Vorjahr liegen die Gersteexporte mit 389.00 Tonnen. Die Maisimporte in die EU stiegen hingegen um 83% auf 2,5 Mio. Tonnen.

12.08.2019 US-Export-Inspections

12.08.2019 Russische Weizenexportpreise sanken letzte Woche

Die Exportpreise für russischen Weizen sind in der vergangenen Woche aufgrund des starken Wettbewerbs mit den Schwarzmeer-Exporteuren sowie des Rückgangs der Kurse in Chicago und Paris gesunken.
Schwarzmeer-Weizen aus Russland mit 12,5% Protein sank vergangene Woche um $1 auf $194/Tonne FOB, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die Gerstepreise stiegen hingegen um $1 auf $179/Tonne. Ikar meldet ebenfalls einen Rückgang beim Weizen um $1 auf $194. Das Unternehmen senkte seine Prognose der russischen Weizenproduktion zuletzt um 500.000 Tonnen auf 75 Mio. Tonnen Weizen.
Teile der Region Zentralrussland sowie die Volga-Region leiden unter ungewöhnlich nassem und kaltem Wetter. In den kommenden zwei Wochen soll sich das Wetter zwar etwas verbessern, aber es werden Ertrags- und Qualitätsschäden erwartet.
Bisher wurden in Russland 60,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet, davon 49,8 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 38% der Gesamtanbaufläche. Die Getreideexporte haben nach einem langsamen Start in dieser Saison zugenommen, sind aber im Vergleich zum Vorjahr immer noch rückläufig. Seit Beginn der Saison 2019/20 wurden 5,2 Mio. Tonnen Getreide exportiert, 8% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so SovEcon unter Berufung auf Daten der russischen Hafenbehörden. Darin enthalten sind 4,3 Mio. Tonnen Weizen.
Am russischen Inlands-Kassamarkt sanken die Preise für Weizen der Klasse III Ende letzter Woche im Europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 10.425 Rubel ($159)/Tonne auf Basis ex Works.

12.08.2019 B20 und B30: Indonesiens Binnenmarkt soll mehr Palmöl verbrauchen

Indonesiens Präsident Joko Widodo möchte ab Januar 2020 30% Bioanteil im Treibstoff seines Landes einführen. Damit soll der Palmölverbrauch steigen und Energieimporte gesenkt werden.
Derzeit setzt Indonesien sein B20-Programm um, mit dem pro Jahr 5,5 Mrd. USD-Rohölimporte eingespart werden sollen. Die Umsetzung soll jetzt vorangetrieben werden, weil der Export von Palmöl schwach ist und auf die Preise drückt. Auch die EU hat beschlossen, mittelfristig auf den Einsatz von Palmöl bei der Herstellung von Biodiesel verzichten zu wollen.
Die Regierung Widodo will jetzt die Umsetzung des B20-Programms, das bereits im September 2018 beschlossen wurde, aufmerksam verfolgen. Außerdem soll jetzt zusätzlich einB30-Programm eingeführt werden.
Alle Marktbeteiligten wissen, dass der Markt für Palmöl wegen einem depressiven Weltmarkt in der Defensive ist, deshalb soll nun die nationale Nachfrage das Problem lösen. Neben der konsequenten Umsetzung der Beschlüsse, werde an weiteren Einsatzmöglichkeiten von Methylester aus Palmölfetten geforscht. Ziel sei, einen Diesel herzustellen, der komplett aus Pflanzenölen besteht. Auch die Erzeugung von Kerosin als Treibstoff für Flugzeuge aus Palmöl ist angedacht.
Zurzeit laufen schon die ersten Tests für Dieselfahrzeuge, die mit B30 betankt werden.
Das südostasiatische Land könnte im Jahr 2020 bis zu 9,6 Mio. Kiloliter (kl) fetthaltige Säure-Methylester konsumieren, wenn das B20-Programm konsequent angewendet wird. Das wären ein Steigerung von 50% gegenüber dem Konsum von 6,2 Mio. kl in diesem Jahr.

12.08.2019 China senkt Prognose für Sojabohnenimporte

Der chinesische Landwirtschaftsminister hat heute seine vorherige Prognose für Sojabohnenimporte im Wj. 2018/19 auf 83,5 Mio. Tonnen gesenkt. Das sind 1,5 Mio. Tonnen weniger als im Juli geschätzt.
Die Prognose für Maisimporte im Wj. 2018/19 wurde dagegen auf 4 Mio. Tonnen um 700.000 Tonnen angehoben. Das liegt an der deutlich geringeren Einfuhrt von US-Sorghum (Hirse).
Der Verbrauch von Baumwolle wird nun auf 8,25 Mio. Tonnen geschätzt und die Prognose für dessen Import auf 2,05 Mio. Tonnen gesenkt, da sich die Exportmöglichkeiten für Textilien verschlechtert haben.
Chinas Importschätzung von pflanzlichen Speiseölen wurde nun um 560.000 Tonnen auf 7,11 Mio. Tonnen angehoben. Hauptsächlich weil weniger Sojabohnen importiert werden, die durch Sojaöl- und Rapsölimporte ersetzt werden. Außerdem durch Palmöle und andere Pflanzenölimporte.
Chinas Rapssaatimporte aus Russland, der Ukraine, Kasachstan und anderen Ländern haben sich spürbar erhöht. Der Rapssaat-Ölimport wird 2018/19 um 930.000 Tonnen auf 1,25 Mio. Tonnen steigen.

12.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 30.07.19 bis 06.08.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 8.391 auf 6.219 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 32.445 Kontrakte auf 79.507 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 19.241 Lots auf 72.813 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 06. August in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
12.08.2019 Russland: IKAR senkt Prognose für Weizenproduktion

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 auf 75 Mio. Tonnen reduziert. Die letzte Prognose lag bei 75,5 Mio. Tonnen. Das Unternehmen nannte als Gründe dafür anhaltende Niederschläge in Zentralrussland und der Volga-Region sowie Trockenheit in einigen Regionen im Ural und Sibirien.

12.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Spreadaktivitäten von Fondsgesellschaften sowie Positionierungen vor dem heutigen monatlichen USDA-Report (18:00 Uhr) ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Positionen nahezu unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten am Freitag den verbesserten Vorgaben aus Übersee und konnten sich auf allen Terminen behaupten. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon teilte am Freitag mit, dass es seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 73,7 Mio. Tonnen auf 74,4 Mio. Tonnen erhöht hat. Die Prognose der russischen Getreideernte wurde hingegen von 117,2 Mio. Tonnen auf 116,8 Mio. Tonnen gesenkt. In Frankreich ist die Weichweizenernte laut FranceAgriMer nahezu abgeschlossen. 98% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 87%. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September lagen am Freitag am Kassamarkt in Hamburg bei €1,00 unter Paris Dezember 19. Am vergangenen Mittwoch waren es €2,50 unter Paris Dezember 19.

12.08.2019 Mais- und Sojabohnenkurse vor USDA-Report unter Druck

Vor dem heutigen USDA Report (um 18:00 Uhr deutscher Zeit) geben die Kurse der Sojabohnenfutures und der Maisfutures nach. Die Verluste sind aber überschaubar, da in Teilen des Mittleren Westens der USA Trockenheit die Erträge der Feldfrüchte begrenzt.
Die Händler konzentrieren heute ihr Interesse aber auf den USDA-Report, der auch die Flächennutzung in den Blick nimmt. Analysten erwarten, dass der Bericht sowohl die Anbaufläche von Mais als auch von Sojabohnen reduziert und damit auch die Ernteschätzungen für beide Feldfrüchte.
Händler in Fernostasien haben das Gefühl, dass die Börsen in den letzten Wochen bereits die Risikoprämie aus dem Markt genommen hat. Vor einigen Wochen hatten Händler eine positive Markterwartung, die inzwischen verschwunden ist. Heute könnte der USDA diese positive Erwartung bestätigen, was die Kurse wieder auf das Niveau von Mitte Juli bringen könnte.
Insgesamt wurden die Getreidemärkte letzte Woche durch das trockene Wetter im US-Corn-Belt beeinflusst, wodurch die Ertragserwartungen gesunken sind. Bereits im Frühling waren die Vegetationsbedingungen nicht optimal. Damals litten die Feldfrüchte unter zu viel Regen, der die Aussaat verzögerte.
Marktteilnehmer beobachten zudem die Entwicklung im Handelsstreit zwischen Peking und Washington genau. Von dessen Ausgang hängen die Exportaussichten der USA wesentlich ab. US-Präsident Donald Trump bekräftigte am Wochenende, dass er aktuell nicht bereit wäre, mit China einen Deal zu machen. Der Konflikt geht jetzt also in sein zweites Jahr.

12.08.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT Sojabohnen

09.08.2019 Russland erhält Erlaubnis für Weizenexporte an Saudi Arabien

Russland wurde die Erlaubnis erteilt, Weizen nach Saudi Arabien zu exportieren, berichtet heute Nachmittag die Nachrichtenagentur Interfax und beruft sich auf Russlands Behörde für Lebensmittelsicherheit. Der Nachrichtendienst Reuters berichtete gestern, dass Saudi-Arabien plane, die hohen Anforderungen an seine Weizenimporte ab dem nächsten Ausschreibungsverfahren zu lockern und so die Tür für Schwarzmeerimporte zu öffnen sowie die Beziehungen zu Russland in Bezug auf die Zusammenarbeit in Energielieferungen zu stärken.

09.08.2019 Ukranine: 95% der Getreidebestände sind geerntet

Die Ukraine hat bis zum 9. August 36,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet, teilte das Landwirtschaftsministerium heute mit. Die Landwirte haben 9,5 Millionen Hektar Getreide oder 95% der Bestände gedroschen, hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Die Erntemenge umfasst 27,1 Mio. Tonnen Weizen und 8,5 Mio. Tonnen Gerste. Außerdem 587.000 Tonnen Erbsen, 283.000 Tonnen Roggen und 303.000 Tonnen Hafer geerntet.

09.08.2019 Russland: SovEcon senkt Prognose der Weizenernte 2019

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat heute mitgeteilt, dass es die Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 73,7 Mio. Tonnen auf 74,4 Mio. Tonnen erhöht hat. Die Prognose der russischen Getreideernte wurde hingegen von 117,2 Mio. Tonnen auf 116,8 Mio. Tonnen gesenkt.

09.08.2019 Frankreich: Erneut schwächere Maisratings

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der vergangenen Woche erneut leicht verschlechtert, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer heute Vormittag. Per 5. August erhielten nur noch 60% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor lag der Anteil noch bei 61% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 62%. Frankreichs Maisbestände leiden unter der extremen Trockenheit. 
Die Weichweizenernte in Frankreich ist laut FranceAgriMer nahezu abgeschlossen. 98% der Flächen sind geerntet, in der Vorwoche waren es 87%. Nahezu abgeschlossen ist mitterweile auch die Sommergersteernte. FranceAgriMer schätzt den Erntefortschritt auf 100% versus 92% in der vergangenen Woche. 

09.08.2019 USDA-Bericht: Analystenschätzungen zum Bericht am 12. August

09.08.2019 Händler justieren ihre Terminmarktpositionen vor USDA-Report

Die Kurse der CBoT-Mais- und Sojabohnenfutures handeln heute Morgen gegenüber gestern leicht fester. Händler liquidieren oder justieren ihre Terminmarktpositionen vor dem am Montag kommenden nächsten USDA-Report. Darin sollte sich klären, wie die Anbauflächen in den USA nun tatsächlich genutzt wurden. Beide Märkte konnten in dieser Woche zulegen.
Nach dem Bericht der US-Behörde am Montag werden dann wohl alle Ernteschätzungen noch einmal überprüft. Regen und Überflutungen hatten im April und Mai, während der dortigen Feldbestellungen, die Aussaat im US-Corn-Belt verzögert. Viele Farmer konnten nicht die geplante Frucht aussäen.
Außerdem wartet der Markt darauf, wie sich der Handelskrieg zwischen Washington und Peking weiter entwickelt. Vor der jüngsten Eskalation der Gespräche hatte China noch einige kleinere Mengen US-Sojabohnen, Weizen, Hirse sowie Schweinfleisch gekauft. Das könnten vorerst die letzten Käufe Chinas von US-Agrarrohstoffen gewesen sein. Chinas Handelsministerium hatte nach dem Abbruch der Gespräche erklärt, dass chinesische Firmen vom Kauf von US-Agrarrohstoffen ausgeschlossen seien.
Ein kräftiger Anstieg der Sojabohnenpreise in Brasilien hält die Chinesen in diesen Tagen aber auch davon ab, dort Sojabohnen zu kaufen. Südamerika profitiert von dem seit mehr als einem Jahr anhaltenden Handelskrieg der beiden Supermächte.

09.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Spread-Aktivitäten, Positionierungen vor dem USDA-Report und gute US-Weizenexporte ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 487.700 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Der saudische Getreideeinkäufer SAGO will bereits in der nächsten Ausschreibung seine Importstandards für Weizen senken. Das könnte Anbietern aus dem Schwarzmeerraum die Tür öffnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit leichten Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund der verbesserten Vorgaben und trotz der Meldung Saudi Arabiens von den anfänglichen Verlusten erholen und schlossen unverändert bis leicht fester. Saudi Arabien ist der größte Kunde für deutschen Weizen, sodass man die Entscheidung der SAGO hierzulande wohl am deutlichsten zu spüren bekäme. Aber auch Polen und die Baltischen Länder würden Marktanteile verlieren. Niederschläge in den nördlichen Regionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns verhindern einen schnellen Fortschritt bei der Weizenernte.

09.08.2019 Fonds waren gestern Käufer in allen 5 großen Agrar-Rohstoffen

08.08.2019 EU-Milchmarkt-Dashboard

08.08.2019 Pigmeat_Dashboard

08.08.2019 EU-Kommission: ASF in Bulgarien ist besorgniserregend

Eine Sprecherin der EU-Kommission sagte heute, dass die Lage am Bulgarischen Schweinemarkt wegen dem dort grassierenden Afrikanischen Schweinefieber (ASF) beunruhigend ist. Das Land könnte seine komplette Schweineproduktion verlieren.
Bulgarien, eines der ärmsten EU-Länder, hat bisher 30 ASF-Ausbrüche gemeldet. Gegen diese Seuche gibt es bisher keinen Impfstoff. Sie ist für Schweine stets tödlich. Zur Begrenzung des Schadens wurden schon 130.000 Schweine gekeult.
Der Vorstand der EU-Health and Food-Safety-Abteilung bot die EU heute bei einem Treffen mit dem bulgarischen Landwirtschaftsminister die Hilfe der Gemeinschaft an. Um die Seuche wirksam zu bekämpfen zahlt die EU dem Balkanstaat 2,9 Mio. Euro.

08.08.2019 Ölsaaten-Dashboard

08.08.2019 Getreidemarkt-Dashboard

08.08.2019 Weizenexporteure der EU in Unruhe

Saudi Arabiens Entscheidung, seine Standards für Weizenimporte zu lockern, die nun vielleicht auch für Russland zu leisten wären, sorgt bei den Exporteuren in der Europäischen Union für Unruhe. Möglicherweise muss man sich weitere Absatzmärkte suchen.
Saudi Arabiens Getreideeinkäufer SAGO teilte heute mit, dass man die Spezifikationen in Bezug auf Bruchkorn beim Importweizen bereits in der nächsten Ausschreibung ändern will.
Saudi Arabien, Algerien und der Irak sind Länder, die bisher noch keinen russischen Weizen importiert haben. Üblicherweise ist das Getreide von dort billiger und hat zudem noch einen Frachtkostenvorteil. Die Null-Toleranz beim Bruchkorn verhinderte bisher Offerten aus dem Schwarzmeerraum.
Nun erwarten Händler, dass Russland sich in Saudi Arabien weitere Marktanteile sichert, zu Lasten der Anbieter aus der EU. Saudi Arabien ist der größte Kunde für deutschen Weizen, sodass man die Entscheidung der SAGO hierzulande wohl am deutlichsten zu spüren bekäme.
Aber auch Polen und die Baltischen Länder würden Marktanteile verlieren. Von den 3,5 Mio. Tonnen Weizen, die Saudi Arabien jährlich importiert, liefert Deutschland rund 800.000 – 1,3 Mio. Tonnen. Polen und die Baltischen Länder konkurrieren stets mit den USA und Argentinien.
In der Saison 2018/19 exportierte Deutschland bis Ende Mai 2019 673.000 Tonnen Weizen nach Saudi Arabien. Insgesamt führte Deutschland in der vorherigen Saison rund 2,2 Mio. Tonnen Weizen aus. Deutsche Exporteure diskutieren bereits über Alternativen, sollte ihr exklusiver Vorteil bei der SAGO nun verloren gehen, könnte man über niedrigere Preise nun auch in Algerien anbieten. Damit bekäme Frankreich bei seinem bedeutendsten Stammkunden Konkurrenz. Russland will aber auch dort gerne Fuß fassen und hat bereits Muster nach Algier geschickt.
Auch wenn sich die Befürchtungen bislang nur auf mehr Konkurrenz aus Russland konzentrieren, so dürften jetzt die Ukraine, Rumänien und Bulgarien ebenfalls den Weg nach Saudi Arabien suchen. Vorerst muss der Weizen aus dem Schwarzmeerraum aber die SAGO überzeugen und weniger als 0,5% Bruchkorn nachhaltig liefern können. Das ist sehr ambitioniert. Russland drängt schon darauf, die Schwelle auf 1% anzuheben.

08.08.2019 US-Export-Sales

08.08.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

08.08.2019 SAGO lockert Standard für Weizenimporte

Der saudische Getreideeinkäufer SAGO will bereits in der nächsten Ausschreibung seine Importstandards für Weizen senken. Das könnte Anbietern aus dem Schwarzmeerraum die Tür öffnen.
Die SAGO will bei den Importen den Anteil an Bruchkorn von derzeit 0% auf 0,5% anheben. Wegen der Null-Toleranz konnten Anbieter aus dem Schwarzmeerraum bisher nicht mithalten. Bei der nächsten Ausschreibung wollen sie aber mit anbieten.
Russland sucht bereits seit längerer Zeit Zugang zum saudischen Weizenmarkt um Anbietern aus der EU und den USA Marktanteile abzujagen. Bei dem für Oktober geplanten Besuch von Russlands Präsident Vladimir Putin, bei dem es in erster Linie um Ölfördermengen geht, könnte es auch Gespräche um Weizenlieferungen gehen. Russland interpretiert die Maßnahmen der SAGO bereits jetzt als grünes Licht, um mit Offerten zu starten.
Die ersten Offerten dürften allerdings eine Risikoprämie beinhalten, da man nicht wissen kann, wie die Saudis mit der russischen Weizenqualität klar kommen.

08.08.2019 Schwacher Real und US-Sino-Konflikt stützt Sojabohnenpreise in Brasilien

Die Kombination aus dem schwachen Wechselkurs des brasilianischen Real und hohen Prämien gegenüber dem CBoT-Sojabohnenfuture verbessert die Preise für die Ölsaat im lokalen Markt in Südamerika.
Die brasilianische Währung Real verlor in diesem Monat bereits 5% gegenüber dem US-Dollar. Erfreulicherweise steigt zudem die Nachfrage Chinas nach brasilianischen Sojabohnen, nachdem die Gespräche zur Beilegung des Handelskonflikts zwischen den USA und China wieder einmal gescheitert sind. Davon dürfte Brasilien nun für längere Zeit profitieren.
Das nutzen die Farmer in Südamerika in dem sie ihre alte Ernte zügig an den Markt bringen und bereits für die neue Ernte, die ab September gepflanzt wird, Vorverträge schließen. Lieferanten von Betriebsmitteln wie Düngemittel und Agrarchemie können in großem Umfang Barter-Geschäfte abschließen, die mit der nächsten Ernte bezahlt werden.

08.08.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die deutsche Rapsernte 2019 enttäuscht sowohl in Bezug auf Menge als auch auf Qualität. Im Norden ist die Lage etwas besser als im Süden. Alle Bundesländer schätzen die Ernte kleiner als im Vorjahr. Das liegt zuallererst aber an einem deutlichen Flächenrückgang.
Die Ölmühlen bieten den Landwirten für Rapssaat rund 360 €/Tonne. Das ist ein Niveau, das sich viele Landwirte in der letzten Saison gewünscht haben, in diesem Jahr ist ihnen der Preis aber wegen der kleinen Ernte zu niedrig.
Der Markt für Futterschrote hat sich in den letzten Tagen belebt. Auslöser waren attraktivere Preise für Sojaschrot, die ca. 6 €/Tonnen niedriger als in der Vorwoche lagen. Die Nachfrage aus der Landwirtschaft nach Futtermitteln ist derzeit hoch. Um mit den Sojaschrotpreisen mithalten zu können gaben auch die Rapsschrotpreise nach. Die Nachfrage danach hat sich aber noch nicht belebt.
Preise für Pflanzenöle handeln aktuell stabil, nachdem sie sich zwei Wochen lang befestigt hatten. Die Aussicht auf eine kleinere Rapsernte verhindert Preisrückgänge. Es gibt zudem eine rege Nachfrage nach Rapsöl aus dem Nahrungsmittelbereich; außerdem werden im Q4/2019 die Biodieselproduzenten wieder mehr Rapsöl kaufen müssen, um kälteresistentes Rapsmethylester herzustellen. Der Markt für Pflanzenöle wird weiterhin maßgeblich durch den Handelsstreit zwischen den USA und China beeinflusst.

08.08.2019 Brasiliens Schweinefleischexporte erreichen im Juli 2019 Rekordvolumen

Brasiliens exportierte im Monat Juli 67.900 Tonnen Schweinefleisch. Das sind zwar 0,4% weniger als im Juli 2018 aber die größte Monatsmenge in diesem Jahr. Das teilte gestern der Fleischverband Brasiliens die ABPA mit.
Wegen einer sehr starken Nachfrage aus China waren die Ausfuhren aus Brasilien in diesem Jahr besonders groß. In China grassiert seit mehr als einem Jahr das Afrikanische Schweinefieber (ASF). In den ersten sieben Monaten des Jahres hat Brasilien 414.500 Tonnen Schweinefleisch ausgeführt. Das ist eine Steigerung von 19,62% gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr. In den Monaten Mai, Juni und Juli überstiegen die Ausfuhren jeweils die 60.000 Tonnen.
China kauft 35% des brasilianischen Schweinfleischs und importierte von dort im Juli 23.700 Tonnen, +34% im selben Zeitraum des Vorjahres.
Die brasilianischen Schweinefleischexporte stiegen im Juli wertmäßig sogar um 24,1% auf 148 Mio. USD. Das ist die größte Summe in den letzten 23 Monaten. Der Durchschnittspreis bei den Exporten steigt kontinuierlich. Im Januar wurden pro Tonnen 1.886 USD bezahlt, im Juli waren es bereits 2.179 USD/Tonne und damit der höchste Wert seit 12 Monaten. In den ersten sieben Monaten 2019 stiegen Brasiliens Schweinefleischexporte um 23,5% auf 847,7 Mio. USD, so der Verband ABPA.

08.08.2019 CBoT-Sojabohnenkurse seit 6 Tagen stabil

Seit Anfang August stagnieren die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures weitestgehend nachdem sie seit Mitte Juli unter Druck geraten waren. Der immer protektionistischere Handelskrieg zwischen den USA und China belastet die Märkte.
China hatte zuletzt angekündigt, dass man vorerst keine Agrarrohstoffe aus den USA mehr kaufen wolle. So kann sich auch für die Sojabohnen keine Marktphantasie entwickeln. Insgesamt braucht China aber auch weniger Futtermittel, denn das Afrikanische Schweinefieber (ASF) dezimiert die nationale Schweineherde um bis zu 30%.
Am kommenden Montag wird das USDA ein Up-Date zur Flächennutzung veröffentlichen. Das könnte die Agrarmärkte wieder durchrütteln.

08.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursaufschläge. Die schwache Exportnachfrage und die fortschreitende Winterweizenernte belasteten aber den Markt und begrenzten das Aufwärtspotenzial. Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit nun immer mehr auf den USDA-Bericht am kommenden Montag und erwarten insbesondere aktualisierte Schätzungen der US-Mais- und Sojabohnenanbauflächen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 150.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit leichten Verlusten. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures auf allen Terminen mit Verlusten. Frankreichs Landwirtschaftsministerium erhöhte die Schätzung der Weizenernte 2019 auf ein4-Jahres-Hoch von 38,2 Mio. Tonnen. Die jüngste Ausschreibung Ägyptens in dieser Woche hat gezeigt, dass Weizen aus Frankreich am Weltmarkt noch nicht ausreichend wettbewerbsfähig ist. Niederschläge in Teilen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg -Vorpommerns führen immer wieder zu Unterbrechungen bei der deutschen Weizenernte.

08.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT Mais

07.08.2019 Euronext: Institutionelle Anleger sind nicht mehr Netto-Long beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen nicht mehr überwiegend auf steigende Kurse. Der Bestand von 6.823 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen aus der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 2. August gedreht auf 7.741Netto-Short-Positionen. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 2. August auf 16.572 Kontrakte (Vorwoche: 1.779). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 77,8% während Non Commercial Participants 15,6% am Open Interest repräsentieren. 93,4% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche 93,1%).

07.08.2019 US-Export-Meldung

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 165.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an eine unbekannte Destination.

07.08.2019 Ölpreise fallen auf Sieben-Monats-Tief

Der Handelskonflikt belastet den Rohölmarkt: Am Mittwochnachmittag geht es für die Ölpreise um mehr als zwei Prozent abwärts.
Die Ölpreise sind am Mittwoch auf ein Sieben-Monats-Tief gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Nachmittag 57,55 US-Dollar und damit 2,3 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,5 Prozent auf 52,28 Dollar. Günstiger war Öl zuletzt im Januar dieses Jahres.
Quelle: Handelsblatt

07.08.2019 Schweinepreis steigt heute um 7 Cent auf 1,85 €/kg SG

Bei einer belebten Nachfrage und einem kleinen Angebot an schlachtreifen Schweinen kann der Schweinepreis heute spürbar steigen. Der Bedarf der Schlachter kann nicht immer zeitnah gedeckt werden.
Auch der Handel mit Schweinefleisch hat sich in Deutschland gegenüber der Vorwoche belebt, sodass auch höhere Forderungen für Teilstücke durchgesetzt werden können. Preise für Verarbeitungsware stagnieren aber, was bei steigenden Preisen für Schlachtschweine zu Problemen führen kann.
Schlachtschweine sind aber in ganz Europa knapp und die Preise dafür steigen oder sind zumindest stabil. In Belgien und Italien werden die Preise wohl ebenfalls steigen, in Spanien und Frankreich treten sie aber auf der Stelle. Der Feiertag Mariä Himmelfahrt in der kommenden Woche macht sich hier bemerkbar. Spaniens Fleischhändler verhandeln inzwischen wieder mit Käufern aus China was wohl neue Impulse liefern dürfte.

07.08.2019 Bulgarien könnte wegen ASF kompletten Schweinebestand verlieren

Bulgarien bekommt das Afrikanische Schweinfieber (ASF) nicht in den Griff. Das sagte heute der stellvertretenden Landwirtschaftsminister Yanko Ivanov. Er fürchtet, dass das Land seinen kompletten Schweinebestand verliert.
Bulgarien ist eines der ärmsten EU-Länder und hat in den letzten Wochen mehr als 30 ASF-Ausbrüche gemeldet. Sollten die Bekämpfungsmaßnahmen scheitern, so würden die 600.000 Schweine verenden oder müssten gekeult werden. Das wäre ein Schaden von mehr als 1 Mrd. Euro.
Auch in China grassiert derzeit das ASF-Virus. Davon könnten, Expertenangaben zufolge, 1/3 der nationalen chinesischen Schweineherde vernichtet werden. Die Schweinefleischproduktion würde dort um 18 Mio. Tonnen sinken. Das entspricht dem Doppelten, was an Schweinefleisch jährlich international gehandelt wird.
Aber China ist in der Region der Welt nicht alleine betroffen. Ausbrüche gab es auch Vietnam, Kambodscha, der Mongolei, Nordkorea und Laos. Auch in Zentral- und Osteuropa gab es ASF-Ausbrüche. In Belgien wurde das ASF-Virus bei Wildschweinen festgestellt.
Im bulgarischen Sofia wurden letzten Monat Maßnahmen zur Bekämpfung des ASF beschlossen. In fast jedem Haushalt werden dort einige Schweine auf den Hinterhöfen gehalten. Die Maßnahmen stoßen aber auf großen Widerstand bei der Landbevölkerung. Ivanov fordert nun, mehr Wildschweine zu schießen, die die Seuche übertragen. Dafür wurden Prämien von umgerechnet 75 €/Kopf ausgeschrieben.

07.08.2019 Marokko erntet nur 5,2 Mio. Tonnen Getreide

Marokko erwartet in diesem Jahr eine Getreideernte von 5,2 Mio. Tonnen. Das sind 49% weniger als im Jahr zuvor. Es fiel 23% weniger Regen.
Mit der heutigen Prognose wird die Juni-Schätzung von 6,1Mio. Tonnen noch einmal deutlich unterschritten.
Die Ernte umfasst 2,68 Mio. Tonnen Weichweizen, 1,34 Mio. Tonnen Durum-Weizen und 1,16 Mio. Tonnen Gerste.

07.08.2019 EU-Getreideernte 2019 macht rapide Fortschritte

Der bisher außergewöhnlich heiße Sommer hat die Getreideernte in Europa rasch reifen lassen. Die Ernte ist viel weiter als in anderen Jahren zu diesem Termin. Nun haben aber Regenfälle in einigen Ländern die Feldarbeiten behindert.
Die Top-vier Getreideproduzenten der EU Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen erwarten alle eine große Ernte nachdem die Ernte im letzten Jahr unter Trockenheit litt. In Deutschland verzögert sich der Abschluss der Ernte nun wegen Regen.
Frankreich, der größte Weizenproduzent der EU, hat die Getreideernte mit sehr guten Ergebnissen bereits abgeschlossen. Das Landwirtschaftsministerium hob seine Ernteprognose mit 38,2 Mio. Tonnen Weichweizen auf ein Vier-Jahres-Hoch an. Das sind 12% mehr als im Vorjahr.
Das sind aber weniger als die 39,5-40 Mio. Tonnen, die vom Markt erwartet worden waren. Dies wäre aber immer noch die zweitgrößte Getreideernte für Frankreich überhaupt. Das gute Ergebnis liegt auch an einer in Küstennähe ausgeweiteten Anbaufläche. Die Qualität des Ernteguts ist ordentlich. Die Proteingehalte liegen in Frankreich deutlich über 11%.
In Deutschland ist die Getreideernte jetzt zu 85% abgeschlossen. Zunächst startete die Ernte in einem atemberaubenden Tempo, aber seit Ende letzter Woche ist im Norden täglich Regen gefallen, der bisher aber noch keine Qualitätsverluste verursachte. Die deutsche Getreideernte 2019 wird nun auf 23-23,5 Mio. Tonnen geschätzt, das wären 15% mehr als im Jahr 2018.
In Großbritannien hat die Ernte erst begonnen. Es könnte die größte Ernte seit 2015 werden. Die Farmer sind darüber sehr erfreut, denn wegen dem geplanten Brexit gibt es in der Landwirtschaft auf der Insel eine große Verunsicherung. In den Hinterköpfen einiger Marktbeobachter fürchtet man Verzögerungen der Feldarbeiten, da es in der kommenden Woche mehr Regen geben soll. Die Ernte könnte ca. 15-15,5 Mio. Tonnen groß ausfallen, in 2018 waren es 14 Mio. Tonnen. Über die Qualitäten wird noch gerätselt und die Farmer warten noch mit dem Verkauf auf das europäische Festland. Nach dem Brexit könnten aber Exportzölle für Lieferungen in die EU erhoben werden.
Die polnische Getreideernte mit 70% ebenfalls schon weit fortgeschritten. In diesem Jahr gibt es dort sehr hohe Proteinwerte beim Weizen. Die Erntemenge wird derzeit auf 10,7 Mio. Tonnen geschätzt, ein Plus von 8% gegenüber dem Vorjahr.

07.08.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und der zuletzt gestiegene Wechselkurs des US-Dollar, der die Exportchancen für US-Weizen verschlechtert, belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC kaufte 415.000 Tonnen Weizen der Herkunft Ukraine, Russland und Rumänien. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee. Sie fielen aufgrund des schwachen Starts in die Export-Saison sowie der großen zu erwartenden EU-Weizenernte auf den tiefsten Stand seit 2 1/2 Monaten. Die Exportpreise für Weizen aus Russland gerieten vergangene Woche unter Druck infolge des starken internationalen Wettbewerbs und der großen EU-Ernte. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein fiel Ende letzter Woche um $2 auf $195/Tonne meldete SovEcon. Die Prognose für die Weizenernte korrigierte IKAR auf 75,5 Mio. Tonnen (vorher: 76,4 Mio. Tonnen). Das französische Landwirtschaftsministerium erhöhte seine monatliche Schätzung der Weizenernte von 37 Mio. Tonnen auf 38,2 Mio. Tonnen und begründete, dass sich die Hitzewelle nicht mehr negativ auf die Erträge ausgewirkt hat. Im Vergleich zur Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 12%.

07.08.2019 Ägypten kaufte gestern 415.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens nach eigenen Angaben 415.000 Tonnen Weizen für dem Lieferzeitraum 5. - 15. September. Das Unternehmen kaufte  115.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft, 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen rumänischer Herkunft. 

 

07.08.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Lots CBoT Mais

07.08.2019 Stabile Maiskurse trotz verschärftem Handelskonflikt

Die Kurse der CBoT-Maisfutures können sich auch heute Morgen mit leichten Gewinnen behaupten, obwohl die Vorhersage von vegetationsfreundlichen Bedingungen und der US-Sino-Handelskonflikt den Anstieg begrenzen.
In einigen Maisanbauregionen der USA soll in den kommenden zwei Wochen eine trockene Wetterphase kommen. So könnten die Böden abtrocknen, bevor danach wieder mehr Regen kommt. Generell ist es im Mittleren Westen der USA aber zu nass.
Die Furcht vor einer globalen Rezession belastet den Markt zudem, obwohl der US-Präsident versucht, die Märkte zu beruhigen. Trump blendet die Bedenken über einen fortschreitenden Handelskrieg mit China aus und warnt Peking davor, die Finanzmärkte in ein Chaos zu stürzen.
Am Montag hatte das USDA seine Crop-ratings für Mais um einen Punkt auf 57% g/e gesenkt.

06.08.2019 Milchpreisindex sinkt um 2,6%

06.08.2019 GDT-Index sinkt diese Woche um 2,6%

06.08.2019 Kartoffeln: Ertrags- und Qualitätsprobleme bei belgischem Frittenrohstoff

Erste Ergebnisse aus Proberodungen von Ende Juli in Belgien sind zwar noch nicht aussagekräftig, sie weisen aber auf einige Probleme beim Ertrag und Qualität hin. Besonders die Sorte Bintje, die nicht mehr die Bedeutung hat, wie noch vor einigen Jahren, streut in ihren Erträgen weit. Es wurden Ergebnisse von 14,4-31,8 Tonnen/Hektar gewogen. Das Mittel von 27 Tonnen/Hektar liegt zwar mehr als 4 Tonnen über dem des letzten Jahres, es ist aber im langjährigen Vergleich sehr niedrig. Sorge bei der Bintje macht auch in diesem Jahr der Durchwuchs. Jetzt kommt es also vielfach zum Neuaustrieb weil der Boden Temperaturen von mehr als 30°C erreichte. Sollen die Vorjahreserträge insgesamt erreicht werden, so müssen bis Anfang September noch mehr als 50% Ertrag dazu kommen. Bei der Sorte Fontane sieht die Lage nicht ganz so düster aus. Aber sie muss auch noch erheblichen Ertrag bilden.

06.08.2019 Ukraine: ProAgro senkt Ernteprognose 2019

Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen ProAgro hat heute seine Prognose der ukrainischen Getreideernte von 72,55 Mio. Tonnen reduziert auf 71,87 Mio. Tonnen. Das Exportpotenzial für das Vermarktungsjahr 2019/20 liegt demnach bei 50,82 Mio. Tonnen versus 51,4 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2018/19.

06.08.2019 Russland: Weizenpreise unter Druck aufgrund großer EU-Ernte

Die Exportpreise für Weizen aus Russland gerieten vergangene Woche unter Druck infolge des starken internationalen Wettbewerbs und großer erwarteter Ernten in der EU.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein fiel Ende letzter Woche um $2 auf $195/Tonne meldet das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Auch IKAR meldete einen Preis von $195/Tonne FOB. Die Prognose für die Weizenernte korrigierte IKAR auf 75,5 Mio. Tonnen (vorher: 76,4 Mio. Tonnen).
Die europäische Ernte sieht gut aus, während die Probleme in Russland nicht groß genug sind, um den Markt zu beeindrucken, so SovEcon. Der fallende Rubel war vielleicht die einzige gute Nachricht für Exporteure, fügte das Unternehmen hinzu.
Russland hat seit Beginn der Saison 2019/20 3,88 Mio. Tonnen Getreide (incl. 3,04 Mio. Tonnen Weizen) exportiert. 17% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, meldet SovEcon und beruft sich auf Daten der russischen Hafenbehörden.
Auf dem heimischen Weizenmarkt sanken die Preise nach dem Eintreffen der neuen Ernte weiter, in der südlichen Region Russlands seien sie jedoch wieder gestiegen.
Insgesamt blieben die Preise für Weizen der Klasse 3Ende letzter Woche in europäischen Teil Russlands auf Basis ex Works unverändert bei 10.475 Rubel (161 USD) pro Tonne, so SovEcon.

06.08.2019 Frankreich erwartet große Weizenernte

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine monatliche Schätzung der Weizenernte von 37 Mio. Tonnen auf 38,2 Mio. Tonnen erhöht und begründete, dass sich die Hitzewelle nicht mehr negativ auf die Erträge ausgewirkt hat. Im Vergleich Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 12%.
In seiner ersten Prognose für die diesjährige Maisernte prognostizierte das Ministerium ein Volumen von 13,1 Mio. Tonnen, was einer Steigerung von 4,9% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Anbaufläche gleicht demnach den erwarteten Ertragsrückgang aufgrund der extremen Trockenheit aus. Die Aussichten für die Maisernte seien jedoch aufgrund der Trockenheit besonders ungewiss.

06.08.2019 US-Crop-Progress-Report: Sommerweizenernte hat begonnen

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend nach Handelsschluss den wöchentlichen Crop-Progress-Report veröffentlicht. Danach befinden sich 73% der US-Sommerweizenbestände in Top-Verfassung. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um einen Prozent. Analysten erwarteten unveränderte Ratings. Die Winterweizenernte ist zu 82% erledigt, erwartet wurden 84% (Vorwoche: 75%; Vorjahr: 89%; 5-Jahres-Durchschnitt: 92%). Gerade begonnen hat die Sommerweizenernte in den Vereinigten Staaten mit einem Erntefortschritt 2% (Vorwoche: 0%; Vorjahr: 12%; 5-Jahres-Durchschnitt: 14%).

06.08.2019 China schlägt zurück und stoppt Einfuhr von US-Agrarprodukten

US-Präsident Donald Trump hat China mit neuen Zöllen provoziert. Nun reagiert Peking – und bringt seinerseits höhere Zölle ins Spiel.

Als Reaktion auf höhere US-Strafzölle auf chinesische Waren stoppen chinesische Unternehmen die Einfuhr von Agrargütern aus den USA. „Die entsprechenden chinesischen Unternehmen haben den Erwerb von US-Agrarprodukten eingestellt“, gab das Handelsministerium in Peking in der Nacht zum Dienstag bekannt.
Zudem betonte die Behörde, man schließe eine rückwirkende Erhöhung der Zölle auf seit dem 3. August aus den USA importierte Produkte nicht aus – ursprünglich hatte China diese Zugeständnisse zugesagt, um den Konflikt etwas zu entschärfen. Eine Reaktion aus Washington auf diese Äußerungen liegt noch nicht vor.
Quelle: Handelsblatt

06.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie festere Maisfutures ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 395.136 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 500.000 Tonnen. Beim gestrigen Saatenzustandsbericht des USDA erhielten 73% der US-Sommerweizenbestände das Rating "gut bis exzellent", unverändert zur Vorwoche. Analysten erwarteten im Vorfeld eine Reduzierung auf 72%. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht profitieren und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete den Markt zudem. Frankreich erntet nach Schätzungen des Analysten Agritel 39 Mio. Tonnen Weizen und steht angesichts der verhaltenen Nachfrage und der großen Konkurrenz am Exportmarkt vor der Herausforderung, 10 Mio. Tonnen Weizen an Ziele außerhalb der EU zu exportieren. In Deutschland wurden die Erntearbeiten am Wochenende in den bedeutenden Anbauregionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg -Vorpommern wiederholt durch Niederschläge unterbrochen.

06.08.2019 Wetterbedingungen im US-Corn-Belt verschlechtern sich schon wieder

Seit drei Handelstagen steigen die CBoT-Kurse für Mais wieder. Die bullische Stimmung kommt mal wieder vom Wetter, denn im Mittleren Westen der USA erwartet man widrige Wetterverhältnisse, die möglicherweise die Erträge negativ beeinflussen könnten.
Gestern bewertete das USDA die US-Maisbestände auf den Feldern zu 57% in guter bis exzellenter Verfassung. Das entsprach auch den Erwartungen der Marktteilnehmer, liegt aber deutlich unter dem Rating im Vorjahr als zu diesem Temin 71% der Feldbestände in der Top-Kategorie eingestuft wurden.
Die Vorhersage von kühlerem und nassem Wetter im US-Corn-Belt könnte die Verluste beim Mais und den Sojabohnen erhöhen, wenn es zu nass wird. Seit Börsenhändler die Aussaatverzögerungen diskutierten, sind die Börsenkurse um 50 Cent angestiegen. Nun verschlechtern sich die Wetterbedingungen schon wieder.

06.08.2019 Ägypten sucht Weizen zur Lieferung Anfang September

Ägyptens Rohstoffeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genau benannten Menge Weizen gestartet. Die Lieferungen sollen im Zeitraum 05.-15. September stattfinden.
Man sucht Weichweizen und/oder Mahlweizen mit einer Mindestmenge von ca. 55.000 - 60.000 Tonnen pro Offerte. Die Preise sollen unterteilt sein in der „Parität fob“ und Fracht. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.
In der letzten Ausschreibung vom 23. Juli kaufte Ägypten 300.000 Tonnen Weizen aus Russland und aus Rumänien zur Lieferung vom 25. August -05. September.

06.08.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 16.000 Lots CBoT Mais

05.08.2019 COFCO will Investitionen in Brasilien steigern

Chinas staatlicher Rohstoffhändler COFCO plant, seine Investitionen in Brasilien zu steigern, da die Bedingungen dafür sich verbessert hätten, nachdem die Regierung wichtige Wirtschaftsreformen umgesetzt hat.
Der CEO von COFCO, Johnny Chi, möchte in Lagerhäuser und ins Transportsystem des südamerikanischen Landes investieren. Die Rendite solcher Investitionen sei gut vorhersehbar und sicher. Das wird die bisher schon gute Partnerschaft beider Länder weiter verbessern.
China ist Brasiliens größter Handelspartner und auch die Nummer 1 brasilianischer Rohstoffe. COFCO ist einer der bedeutendsten Händler von Sojabohnen und Mais, sowie ein wichtiger Produzent von Zucker und Ethanol.
Die Regierung in Brasilien will noch weitere Wirtschaftsreformen umsetzen, darunter eine Renten- und Steuerreform. So werde die Haushaltsbilanz verbessert und das Interesse von Investoren gesteigert.
Chi sagte, dass seine Firma, die bereits im Jahr 2014 Konkurrenzunternehmen Nidera und Noble Agri gekauft hatte, weiter nach interessanten Beteiligungsmöglichkeiten sucht. Genauere Projekte wurden aber nicht genannt. Es wurde aber betont, dass die Geschäftsbeziehungen zu der brasilianischen Landwirtschaft in den kommenden Jahren weiter verbessert werden sollen.
COFCO hat die Menge von Sojabohnen, die in Brasilien für den Export gekauft wurde, inzwischen auf 11 Mio. Tonnen gesteigert. Das waren fast 20% mehr als im Jahr 2017. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China trug dazu maßgeblich bei.

05.08.2019 US-Export-Inspections im Rahmen der Erwartungen

05.08.2019 Ukraine: Weizenernte nahezu abgeschlossen

In der Ukraine ist die Weizenernte nahezu abgeschlossen. Geerntet wurden bisher 25,8 Mio. Tonnen Weizen auf 93% der Anbaufläche, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Erwartet wird in diesem Jahr eine Getreideernte von 70 Mio. Tonnen. Das wäre auf dem Niveau des Vorjahres. Per 5. August wurden insgesamt 35 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Darin enthalten sind neben den genannten 25,8 Mio. Tonnen Weizen auch 8,1 Mio. Tonnen Gerste, 593.000 Tonnen Erbsen, 233.000 Tonnen Roggen und 175.000 Tonnen Hafer.
Getreide wurde bisher auf einer Fläche von 9,1 Mio. Hektar geerntet, davon Weizen auf 6,3 Mio. Hektar und Gerste auf 2,4 Mio. Hektar. Die gesamte Erntefläche liegt bei 9,76 Mio. Hektar, davon Weizen auf 6,6 Mio. Hektar und Gerste auf 2,5 Mio. Hektar.

05.08.2019 Frankreich: Kleinste Rapssaaternte seit 16 Jahren?

Frankreichs Rapssaaternte 2019 wird nach Schätzungen des Instituts Terres Inovia ein Volumen von 3,6 – 3,8 Mio. Tonnen erreichen. Das wäre ein Rückgang zum Vorjahr von 26% - 32%. Erwartet wird ein Durchschnittsertrag von 3,2 Tonnen pro Hektar. Das französische Landwirtschaftsministerium gab im Juli seine jüngste Schätzung heraus, wonach die Ernte ein Volumen von 3,6 Tonnen pro Hektar erreicht. Das wäre die kleinste Ernte seit 16 Jahren.

05.08.2019 ASF-Bekämpfung in Bulgarien stößt bei Bevölkerung auf Unverständnis

Bulgariens Premierminister Boyko Borissov erklärte heute, dass seine Regierung Schweinemäster dafür entschädigen werde, wenn sie freiwillig ihre Tiere keulen, um eine Ausbreitung des hoch ansteckenden Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) zu verhindern. Der Balkanstaat bemüht sich mit allen Mitteln diesen Virus auszumerzen.
In den letzten zwei Wochen wurden in dem Schwarzmeeranrainer 130.000 Schweine getötet oder sind an ASF verendet. Den Behörden wurden bisher mehr als 30 Ausbrüche der für Schweine unheilbaren Krankheit gemeldet. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich, es gibt aber auch keine Impfung dagegen.
In einer 12,5 Km-Zone wurde jeweils um den Ausbruchherd eine Hygienezone eingerichtet, in der alle Schweine gekeult werden müssen. Dagegen gab es Freitag Proteste aus der Bevölkerung. Die Regierung wird umgerechnet 152 €/Schwein als Entschädigung zahlen; 75% der Summe trägt die Europäische Union.
Der Regierungschef sagte, dass niemand über Maßnahmen erfreut sei. Sie seien aber zwingend nötig, ähnlich wie die Therapie bei deiner Krebserkrankung. Bulgarien ist eines der ärmsten Länder in der Europäischen Union und fast jeder Haushalt hält im Hinterhof ein paar Schweine. Industrieverbände schätzten, dass das Virus einen Schaden von 1 Mrd. Euro verursachen könnte.
Die Schweinepreise sind in Bulgarien im letzten Monat bereits um 30% gestiegen; bis zum Herbst könnte der Preis um weitere 15% steigen.

05.08.2019 Chinas private Ölmühlen sollen keine US-Sojabohnen mehr einführen

Nachdem die Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits zwischen den USA und China gescheitert sind, hält die chinesische Regierung die privaten Sojabohnenkäufer seines Landes dazu an, keine US-Sojabohnen mehr zu kaufen.
Letzte Woche hat man fünf chinesischen Privatunternehmern noch eine Steuerentlastung angeboten, wenn man US-Sojabohnen bestellen würde.
Ab dem 1. September will der US-Präsident weitere 10% Strafzölle auf Einfuhren aus China im Wert von 300 Mrd. USD erheben.

05.08.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 23.07.19 bis 30.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 2.831 auf 14.610 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit immer noch mehrheitlich bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 41.264 Kontrakte auf 111.952 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 15.083 Lots auf 53.572 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 30. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
05.08.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften als Reaktion auf die kräftigen Verluste vom Donnerstag ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die Exportnachfrage nach US-Weizen bleibt aber weiter schwach und belastet den Markt angesichts hoher Bestände. Marktteilnehmer warten auf den USDA-Report am kommenden Montag, der voraussichtlich aktualisierte Anbauflächenschätzungen enthält und mehr Klarheit bringen soll. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. In Frankreich ist die Weizenernte per 29. Juli auf 87% der Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche waren es 63% und im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt 99%. Die Erntearbeiten beim Weizen in Deutschland sind insgesamt zu 80% abgeschlossen. Allerdings hängt der Norden mit einer Quote von ca. 50% etwas hinterher. Besorgt sind deutsche Händler über die hohe Konkurrenz aus dem Baltikum und aus Polen. Offerten für Weizen der neuen Ernte aus Litauen mit 12,5% Protein FOB Klaipeda zur Lieferung September/Dezember liegen €3,50 unter den Offerten für Weizen aus Deutschland FOB Hamburg oder Rostock. Deutschland kann vor diesem Hintergrund nicht viel kurzfristiges Exportgeschäft erwarten.

05.08.2019 CBoT-Sojabohnenkurse seit Tagen unter Druck

An vier der letzten fünf Handelstage sanken die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures, da der Handelskrieg zwischen den USA und China wieder eskaliert. Zusätzlichen Druck gibt es wegen besseren Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA.
Die Erträge der Sommerfrüchte in den USA könnten besser ausfallen als man zunächst erwartete. Wegen der unübersichtlichen Gemengelage, neutralisieren einige Händler ihre Terminmarktpositionen, da es beim USDA-Bericht heute in einer Woche mehr Klarheit über die tatsächliche Anbaufläche für Mais und Sojabohnen geben sollte. Das könnte Kurskorrekturen nach sich ziehen. In welche Richtung ist völlig ungewiss.
Der Wechselkurs des chinesischen Yuan gegenüber dem US-Dollar gerät heute Morgen massiv unter Druck. Für einen US-Dollar gibt es sieben Yuan; so viel wie seit mehr als 10 Jahren nicht. US-Präsident Donald Trump kündigte an, ab dem 1. September auf chinesische Importe weitere 10% Strafzölle erheben zu wollen, sollten die Gespräche zur Beilegung des Handelskonflikts nicht endlich Fortschritte machen.

05.08.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 15.000 Lots CBoT Mais

02.08.2019 In Polen droht bei Kartoffeln eine Missernte

Im Frühjahr konnte in Polen erst spät gepflanzt werden, entsprechend spät liefen die Kartoffeln der Haupternte auf. Zuletzt litten die Feldbestände unter Dürre und Hitze. Der Handel in Polen stellt sich bereits auf eine Missernte ein und importiert mehr Kartoffeln als sonst im Sommer.
Die Anbaufläche in Polen kommt in diesem Jahr auf rund 300.000 Hektar, etwas mehr ist als im Vorjahr. Die Ernte wird aber mit Sicherheit deutlich kleiner ausfallen als zuvor.
In weiten Landesteilen war es zuletzt zu trocken und zu heiß, Beregnung gibt es dort im Kartoffelanbau nur auf ca. 5% der Flächen. Die ersten Ernteschätzungen kommen gerade mal auf 6,5 Mio. Tonnen. Das sind sogar noch weniger als im relativ schlechten Jahr 2018 als 7,5 Mio. Tonnen zusammen kamen. Hinzu kommt, dass man mit Qualitätsproblem zu tun bekommt. Die Bestände der Haupternte reifen bereits ab und die Knollen sind viel zu klein. Nachdem nun Regenschauer da Wachstum weiter anregen, kommt es zum gefürchteten Durchwuchs. Es wird auch schon von Kraut- und Knollenfäule berichtet.
Da der polnische Markt mit Kartoffeln bereits jetzt latent unterversorgt ist, wird außergewöhnlich viel importiert. Lieferländer sind Großbritannien und Rumänien, teils auch Westdeutschland.
Polen dürfte in diesem Jahr für Käufer aus Tschechien ausfallen. Das erhöht die Exportchancen für deutsche Exporteure.

02.08.2019 Deutscher Kartoffelanbau nun auf 276.300 Hektar – ein Plus von 8,7%

Das vorläufige Ergebnis der Bodennutzungserhebung weist einen kräftigen Zuwachs des Kartoffelanbaus in Deutschland aus.
Demnach wurden hierzulande 276.300 Hektar Kartoffeln angebaut. Das wären 24.100 Hektar oder 8,7% mehr als im Vorjahr. Eine erste Schätzung vor einigen Monaten hatte nur ein Plus von 8.200 Hektar ausgewiesen.
Den größten Zuwachs verzeichnet Niedersachsen, wo nun auf 123.500 Hektar Kartoffeln angebaut werden. Hier kamen 9.600 Hektar hinzu.
Nordrhein-Westfalen dehnte die Fläche um 7.800 Hektar aus und kommt mit seinen 41.000 Hektar fast an den Anbauumfang an Bayern heran. Meist wurde mehr Verarbeitungsrohstoff angebaut.

02.08.2019 Kleinere Canola-Ernte in Kanada

Kanadas Farmer werden wohl in diesem Jahr eine kleinere Rapsernte (Canola) einfahren, da weniger von der Ölsaat gepflanzt wurde und weil es erneut zu trocken ist.
Auf einer Crop-Tour des Unternehmens FarmLink durch die Bundesstaaten Saskatchewan und Manitoba machen sich Fachleute ein Bild von der zu erwartenden Ernte. Seit drei Jahren ist es in den kanadischen Prärien zu trocken. Im Juni und Juli fiel aber Regen, der das Schlimmste verhindern konnte.
Die Canola-Erträge werden jetzt auf 39,9 Bushel/acre geschätzt, geringfügig mehr als vor einem Jahr geerntet wurde (39,8). Die Erntemenge käme so auf 19 Mio. Tonnen; im Vorjahr waren es 20,3 Mio. Tonnen. Hier macht sich die kleinere Anbaufläche bemerkbar.
Der kanadische Weizenertrag wird mit 52,1 Bushel/acre so hoch eingeschätzt wie im letzten Jahr.

02.08.2019 Mais-Ratings in Frankreich stark unter Druck

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer senkt zum widerholten Mal sein Crop-Rating für den Mais. In der Woche zum 29. Juli waren nur noch 61% der Maisfeldbestände in Frankreich in der Top-Kategorie good-to-exzellent. In der Woche zuvor waren es noch 67%.
Die Weichweizenernte war zu dem Termin in Frankreich zu 87% durch, in der Woche zuvor waren es 63‘% und im Vorjahr zu diesem Termin 99%.
Sommergerste war dagegen zu 92% abgeerntet. In der Woche zuvor waren es 67%. 72% der Bestände wurden als good-to-exzellent eingestuft.

02.08.2019 Trump lässt Muskeln spielen -10% Strafzoll auf chinesische Importe

US-Finanzminister Steven Mnuchin und der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer sind gerade erst – ergebnislos – von Handelsgesprächen aus China zurückgekehrt, da lässt der US-Präsident gleich wieder die Muskeln spielen. Ab September soll „ein kleiner zusätzlicher Zoll von zehn Prozent” auf chinesische Importe gelten. Es sei eine Reaktion darauf, dass die Chinesen ihre Zusage nicht eingehalten hätten, mehr US-Agrarprodukte zu kaufen. Trump liebt die Rolle als strafender Gott.
Quelle: Steingarts Morning-Briefing

Und das Handelsblatt schreibt dazu:

Donald Trump verschärft den Handelskonflikt mit China. Über Twitter kündigte der US-Präsident Strafzölle von zehn Prozent auf Importe aus China im Wert von 300 Milliarden US-Dollar an. Die neuen Strafzölle sollen schon ab Anfang September gelten. Die letzte Runde im Handelsstreit hat begonnen. Im Anschluss an die zusätzlichen Handelsattacken schrieb Trump wörtlich: „We look forward to continuing our positive dialogue with China on a comprehensive Trade Deal, and feel that the future between our two countries will be a very bright one!“ Eins muss man Trump lassen: Von Ironie versteht er was.

02.08.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago endeten gestern den dritten Tag in Folge mit Verlusten. Technische Verkäufe und ein schwächerer Kassamarkt belasteten den Markt. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 383.000 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen.
Zur Stunde handelt die eCBoT wieder etwas fester.
Im Sog der negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures gestern an der Euronext in Paris auf allen Terminen Kursabschläge hinnehmen. Zudem kommen noch die deutlich gefallenen Rohölnotierungen. Eine schwache Nachfrage der Exporteure schickt die Matif-Weizenkurse auf ein 3-Wochen-Tief. Das kann ein schwacher Wechselkurs des Euro nicht verhindern. Die Offerten aus Europa sind gegenüber denen aus Russland beispiellos günstig. Dort halten die Farmer ihre Ernte zurück, weil die Erträge schlechter sind als erwartet. Der Wechselkurs des Euros sinkt auf ein 26-Monate-Tief weil die EZB die Zinsen weiter senken will. Die Weizenpreise sind aber auch für hiesige Landwirte unattraktiv, weshalb sie wenig anbieten. Die Getreideernte in Frankreich ist bereits abgeschlossen und in Deutschland braucht es auch nur noch fünf Tage. Der Regen der letzten Tage beunruhigt noch niemanden. Exporte aus der EU kommen derzeit aus den Baltischen Staaten. Kassapreise in Hamburg notieren 3,5 € unter Dezember-Matif.

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