Matif: Mais August 2019

02.08.2019 Mais-Ratings in Frankreich stark unter Druck

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer senkt zum widerholten Mal sein Crop-Rating für den Mais. In der Woche zum 29. Juli waren nur noch 61% der Maisfeldbestände in Frankreich in der Top-Kategorie good-to-exzellent. In der Woche zuvor waren es noch 67%.
Die Weichweizenernte war zu dem Termin in Frankreich zu 87% durch, in der Woche zuvor waren es 63‘% und im Vorjahr zu diesem Termin 99%.
Sommergerste war dagegen zu 92% abgeerntet. In der Woche zuvor waren es 67%. 72% der Bestände wurden als good-to-exzellent eingestuft.

01.08.2019 Brasilien könnte USA auch beim Maisexport den Rang ablaufen

Brasilien könnte in der Saison 2019/20 neue Rekordernten beim Mais und den Sojabohnen einfahren. Die Wetterbedingungen dafür sind optimal und die Farmer wollen die Anbaufläche ausweiten.
Damit wird Brasilien in der kommenden Saison nicht nur der weltweit größte Sojabohnenexporteur sondern möglicherweise auch der größte Maisexporteur. Die Sojaanbaufläche wird wohl um 2% auf 36,8 Mio. Hektar ausgeweitet, so das Beratungsunternehmen Datagro Consultoria gestern in einer Pressemeldung.
Das könnte zu einer Produktion von 125 -126 Mio. Tonnen der Ölsaat führen. Verglichen mit 116,76 Mio. Tonnen in dem letzten Jahr. Die letzte Ernte wurde durch Trockenheit reduziert. Damit wäre Brasilien dann wohl auch der größte Erzeuger von Sojabohnen und würde die USA auf Platz zwei verweisen.
Der Maisanbau für die Saison 2019/20 wird auf 18,1 Mio. Hektar erfolgen, das wären 4% mehr als in der vorherigen Saison. Unter Annahme von durchschnittlichen Erträgen kommt eine Erntemenge von 104,28 Mio. Tonnen zusammen, im Verglich zu 100,2 Mio. Tonnen in 2018/19.
Damit könnte Brasilien den Sojabohnenexport auf 78 Mio. Tonnen steigern. In der letzten Saison waren es 73 Mio. Tonnen. Die Maisexporte werden auf 40 Mio. Tonnen erwartet, im Vorjahr waren es lediglich 25 Mio. Tonnen.
In den vergangenen Jahren erlebte Brasilien so gut wie keine Wetterextreme, ob da so bleiben wird, ist schwer vorherzusehen.

01.08.2019 FAO-Index für Lebensmittel sinkt erneut

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sinken seit zwei Monaten. Preise für einige Getreidearten, Milchprodukte und Zucker sind gesunken. Zuvor waren die Preise fünf Monate in Folge gestiegen. Das meldet heute die United Nations food agency FAO.
Der FAO-Index, der die monatlichen Veränderungen in einem Korb von Grundnahrungsmitteln bestehend aus Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker widerspiegelt, kommt im Juli auf 170,9 Punkte nach 172,7 Punkten im Juni.
Demnach fiel der Getreidepreisindex um 2,7% weil die Preise für Weizen und Mais schwächer tendieren. Gegenüber dem Monatswert im Juli 2018 lag dieser Index allerdings 4,1% höher.
Der Index für Milchprodukte sank um 2,9%, das war der zweite Monat in Folge mit schwächeren Milchpreisen und ebenfalls 3% schwächer als zu diesem Termin im Vorjahr.
Im Gegensatz dazu stieg der Marktzeiger für Pflanzenöle um 0,8%, da höhere Preise für Sonnenblumenöl den Preisverfall beim Sojaöl überkompensierten. Dieser Index lag aber 11% unter dem des Vorjahres.
Die FAO gab in ihrem heutigen Bericht keine neue Prognose für Welt-Getreideproduktion ab.

01.08.2019 Getreidemail

Kräftige Kursverluste im Soja- und Maiskomplex, ein festerer US-Dollar sowie technische Verkäufe ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen.
Die e-CBoT handelt heute Morgen moderat schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der schwachen Stimmung aus Übersee. Algerien kaufte gestern 570.000 to Weizen, der wohl nur zum Teil aus Frankreich kommt. Anbieter aus dem Baltikum und Rumäninen haben billiger angeboten, was ebenfalls Druck auf die Börsenkurse ausübte. Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat gestern seine Ernteprognose für deutschen Winterweizen um 2,1 Mio.to auf 22 Mio.to gesenkt. Die Ernte in 2019 wird zwar immer noch größer als im Vorjahr aber die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat Erträge gekostet. Im Vorjahr waren es 19,6 Mio.to. In der vorherigen Prognose vom 3. Juli hatte der DBV noch mit 24,1 Mio.to gerechnet. Strategie Grains schätzt die französische Weizenernte jetzt auf 38,98 Mio.to, das sind 2 Mio.to mehr als noch Anfang Juli. Das erhöht den Druck auf Frankreich mehr Weizen in Drittländer zu exportieren und zu wettbewerbfsfähigen Preisen anzubieten.

01.08.2019 CBoT-Maisfutures erholen sich von ihrem 7-Wochen-Tief

Die Kurse der CBoT-Maisfutures starteten heute Nacht fester in den Handel. Damit erholen sie sich von ihrem 7-Wochen-Tief, das sie gestern erreichten. Die Befestigung der Kurse wird aber durch gute Vegetationsbedingungen in den USA begrenzt.
Gestern gab es beim Mais heftige Verluste, die wohl durch Zwangsliquidationen verstärkt wurden. Die Lage am Kassamarkt sei trostlos schreiben heute Morgen die Kommentatoren aus Fernostasien.
Hinzu kommt, dass sich die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA zum Vorteil für das Wachstum von Mais und Sojabohnen fast überall verbessert hat.
Zu Beginn der neuen Gesprächsrunde im Handelsstreit der USA und China gibt es keine sichtbaren Fortschritte.

31.07.2019 DBV senkt seine Ernteprognose für Winterweizen um 2,1 Mio. Tonnen

Der Deutsche Bauernverband (DBV) hat heute seine Ernteprognose für deutschen Winterweizen um 2 Mio. Tonnen gesenkt. Die Ernte in 2019 wird zwar immer noch größer als im Vorjahr aber die Hitzewelle der vergangenen Wochen hat Erträge gekostet.
Demnach wird Deutschland in diesem Jahr 22 Mio. Tonnen Winterweizen ernten. Im Vorjahr waren es 19,6 Mio. Tonnen, damals wurde ebenfalls eine Trockenheit für die schwache Ernte verantwortlich gemacht.
In der vorherigen Prognose vom 3. Juli hatte der DBV noch mit 24,1 Mio. Tonnen gerechnet. Deutschland und die meisten anderen Länder in Westeuropa litten unter mehreren Hitzewellen im Juni und Juli. Rekordtemperaturen wurden in Frankreich, Großbritannien und Deutschland registriert.
Letzte Woche gingen einige Beobachter noch davon aus, dass die deutsche Winterweizenernte höher als erwartet ausfällt. Der DBV widerspricht dem nun. Zwar werden die Durchschnittserträge mit 7,4 Tonnen /Hektar höher als im letzten Jahr ausfallen, in einigen Regionen hat die Trockenheit aber wieder für erheblich Ertragseinbußen gesorgt. Die Ergebnisse sind von Region zu Region sehr unterschiedlich. Im Fünf-Jahres-Mittel liegt der Durchschnittsertrag aber bei 8,1 Tonnen/Hektar.
Die deutsche Winterrapsernte dürfte dem DBV zufolge auf 2,8 Mio. Tonnen sinken, im letzten Jahr waren es noch 3,7 Mio. Tonnen. Die ersten Ernteschätzungen lagen in dieser Saison sogar noch bei 3,1 Mio. Tonnen. Da die Anbaufläche aber eingeschränkt wurde, erreicht man auch diese Menge nicht mehr. Wegen der Trockenheit werden im Durchschnitt nur 3,2 Tonnen/Hektar eingefahren. Das Langjährige Mittel liegt bei 3,8 Tonnen/Hektar.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizen- und Rapsproduzent der Europäischen Union. Rapsöl wird meist zur Herstellung von Biodiesel verwendet.
Die deutsche Maisernte leidet zurzeit ebenfalls unter Trockenheit und Hitzestress. Für eine Ernteprognose für Mais ist es aber noch zu früh.

31.07.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, negative Vorgaben beim Soja- und Maiskomplex sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit moderaten Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee auf fast allen Terminen behaupten. Die Hitzewelle in der letzten Woche in Europas größten Weizenanbauregionen sorgte für einen zügigen Fortschritt der Erntearbeiten. Einige Ernteprognosen wurden zudem angehoben, in Polen wachsen aber Zweifel an guten Weizenerträgen. Der Export von dort hat sich bereits beruhigt und die billigsten Offerten kommen jetzt aus dem Baltikum. Rekordtemperaturen in Frankreich, Deutschland und Großbritannien sorgten für ideale Erntebedingungen, denn die Trockenheit und das warme Wetter erlaubten einen frühen Beginn der Erntearbeiten mit dem Mähdrescher. Der schwache Euro-Wechselkurs liefert Frankreich einen Vorteil bei der Ausschreibung eines Weizenkaufs Algeriens, dessen Ergebnis heute bekannt gemacht wird.

31.07.2019 Technik stützt heute Morgen die CBoT-Maiskurse

Technische Käufe stützen heute Morgen die CBoT-Maisfuture-Kurse nachdem gestern ein Sieben-Wochen-Tief erreicht wurde. Die verbesserten Vegetationsbedingungen auf den Feldern im Mittleren Westen der USA verhindern aber höhere Kurssteigerungen.
Das USDA hatte am Montag die Entwicklung auf den Feldern in den USA beim Mais positiv bewertet. Gegenüber der Vorwoche stieg die Einstufung in die Top-Kategorie good-to-exzellent um 1% auf 58%.
In der kommenden Woche am Montag gibt es einen weiteren Zustandsbericht des US-Mais, der dann wohl wieder die Kursentwicklung beeinflussen wird. Außerdem erfahren wir dann auch mehr über die Flächennutzung, nämlich wieviel Mais durch Sojabohnen ersetzt wurde.

30.07.2019 Armyworm stellt für China große Gefahr dar

Mitarbeiter des Landwirtschaftsministeriums in Shandong, einer nördlichen Provinz Chinas, warnten heute erneut davor, dass der Befall eines Eulenfalters in den Maisbeständen des Landes große Schäden anrichten werde.
Der Herbst-Heerwurm ist eine Schmetterlingsart aus der Familie der Eulenfalter. Die Raupe wird im Englischen als fall armyworm bezeichnet. Die in Amerika fallweise auftretende Massenvermehrung der Falterart verursacht große Schäden auf Weiden und an Kulturpflanzen aus der Familie der Gräser, insbesondere an Mais.
Shandong ist Chinas drittgrößter Maisanbauer nach Heilongjiang und Jilin. Dort hat sich die Lage mit dem Armyworm bereits zugespitzt. Der Befall ist nach dem ersten Auftreten vor einem halben Jahr schon in 21 Provinzen auf 792.000 Hektar Mais festgestellt worden, so ein vom Landwirtschaftsministerium gefördertes Institut in der letzten Woche.
China hat insgesamt 130 Mio. Hektar Nutzfläche und im Jahr 2017 auf rund 42 Mio. Hektar Mais angebaut. Im regnerischen Sommer (von Juli bis September) ist die Migration von Eltern-Insekten in Shandong besonders stark.
Für den Versuch, die Insektenplage aufzuhalten, wurden Experten ausgebildet und Teams mit jeweils acht Personen entsandt, die den Farmern dabei helfen sollen, Insektizide anzuwenden.

30.07.2019 Crop Rating für US-Mais besser als erwartet

Die Kurse der Chicago-Maisfutures sinken heute Morgen bereits in der fünften Sitzung in Folge. Gestern stufte das USDA nun auch noch das Rating der Feldbestände im US-Corn-Belt besser ein als vom Markt erwartet.
Der bessere Zustand der Feldbestände zeigt, dass der Mais den Regen und die Hitze relativ gut weggesteckt hat. In der Top-Kategorie good-to-exzellent waren 58% der Maisfelder eingestuft, 1%-Punkt besser als letzte Woche.

29.07.2019 Russische Weizenpreise werden durch gesunkene Exportprognosen gestützt

Die Exportpreise für russischen Weizen waren letzte Woche meist unverändert. Unterstützung gab es von niedrigeren Ernteschätzungen und Exportprognosen sowie einer geringen Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft.
Russische Weizenexporte mit 12,5% Protein aus Schwarzmeerhäfen notierten am Vergangenen Freitag weiter auf 193 USD/Tonne fob.
Bei einem festen Rubelkurs müssen die Exporteure und Händler ihre Gebote erhöhen, um Angebot von den Farmern zu bekommen. Am Freitag hatte SovEcon seine Prognose für 2019er Weizenexporte um 7 Mio. Tonnen auf 31,4 Mio. Tonnen gesenkt.
Das Beratungsunternehmen IKAR hob seine Schätzung für die 2019er Weizenernte von 76,1 Mio. Tonnen auf jetzt 76,4 Mio. Tonnen an.
Vom 1.-25. Juli exportierte Russland 2,59 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 21% weniger als in dem gleichen Zeitraum in 2018. Darin enthalten waren 1,86 Mio. Tonnen Weizen und 0,54 Mio. Tonnen Gerste sowie 0,19 Mio. Tonnen Mais.
Am lokalen Markt sanken die Preise für Klasse III-Weizen um 25 Rubel/Tonnen auf 10.475 Rubel/Tonne ab Verladestation.

29.07.2019 Fonds waren am Freitag Netto-Verkäufer in Mais, Sojabohnen und Weizen

28.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)/ Tabelle und Gesamtgrafik

Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 16.07.19 bis 23.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 6.972 auf 11.779 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 34.044Kontrakte auf 187.260 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 446 Lots auf 38.489 Kontrakte.

 

26.07.2019 Frankreich: Mais-Ratings kräftig gesunken

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der vergangenen Woche stark verschlechtert. Nur noch 67% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e). In der vorangegangenen Woche waren es noch 78%. Unverändert blieben die Ratings der Weichweizenbestände in Frankreich mit 73% g/e. 63% der Weizenbestände wurden mittlerweile geerntet. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt bei 33% und im vergangenen Jahr bei 88%. Bei der Sommergerste sind ca. 67% der Bestände geerntet versus 30% in der Vorwoche. 72% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent". Die Wintergerstenernte ist mittlerweile abgeschlossen. Im Departement Oise (fünftgrößte Region für Winterweizen in Frankreich) wurde von den Behörden ein Erntestillstand auf unbestimmte Zeit angeordnet, nachdem aufgrund der intensiven Hitze und Trockenheit große Flächen in Brand gerieten. Das war das erste Mal, dass ein Erntestillstand in der Region angeordnet wurde. Am Dienstag gerieten im Departement Oise allein 500 Hektar in Brand, teilte die Feuerwehr in der Region mit. Mindestens ein Landwirt wurde getötet, nachdem sein Mähdrescher in ein Flammeninferno geriet.

26.07.2019 Argentinien ist mit seiner Maisernte sehr zufrieden

Argentiniens Maisernte 2018/19 ist aktuell zu 68% angeschlossen. Es gibt sehr zufriedenstellende Erträge von 8,68 Tonnen/Hektar, so ein Report der Buenos Aires Grains Exchange von gestern. Die Ernteschätzung bleibt bei 48 Mio. Tonnen.

26.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 13.000 Lots CBoT Mais

26.07.2019 Zweiter Wochenverlust beim CBoT-Mais

Die Chicago-Maisfutures werden voraussichtlich in dieser Woche einen Verlust von 2% einfahren obwohl wiederholt schwierige Wetterbedingungen die Ertragsbildung negativ beeinflusst.
Das wäre dann schon die zweite Woche mit Kursverlusten beim US-Mais. Aber die Marktteilnehmer fürchten den Einfluss von heißem und trockenem Wetter in den USA, der auch die Produktion in der Kernregion des US-Maisanbaus betreffen kann. Nach den schwierigen Startbedingungen kann der Mais das bestimmt nicht gut ab. Es steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Analysten ihre Ernteprognosen weiter senken, denn in den kommenden zwei Wochen soll es im Mittleren Westen der USA wieder sehr heiß und trocken werden. Besonders im US-Bundesstaat Illinois, wo der meiste Mais wächst.

25.07.2019 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizenproduktion 2019/20

Die EU-Kommission hat heute ihre Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der Europäischen Union von 142,3 Mio. Tonnen auf 141,3 Mio. Tonnen gesenkt. Das Ergebnis läge damit aber immer noch deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von 128,8 Mio. Tonnen. Unverändert blieb die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 von 25,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde die Prognose der EU Gerstenproduktion 2019/20 von 59,9 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 59,7 Mio. Tonnen. Im Kontrast dazu erhöhte die Kommission die Prognose der Maisproduktion von 69,3 Mio. Tonnen auf 69,5 Mio. Tonnen.
Gesenkt wurde auch die Prognose der Rapssaat-Produktion 2019/20 in der EU von 18,7 Mio. Tonnen auf 18 Mio. Tonnen, während die Prognose der Rapssaat-Importe von 4,5 Mio. Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen stieg.

25.07.2019 IGC senkt Prognose für Weizenernte 2019/20 um 6 Mio. Tonnen

Das International Grains Council (IGC) senkte heute seine Prognose für die Weizenproduktion 2019/20. Verantwortlich dafür sind niedrigere Schätzungen für die Getreideernte in Russland, der Europäischen Union sowie Kanadas.
Die regierungsunabhängige Organisation senkte ihre Prognose für die Weizenernte heute um 6 Mio. Tonnen auf 763 Mio. Tonnen.
Russland ist danach der größte Weizenexporteur und erntet in diesem Jahr 75,7 Mio. Tonnen. In der vorherigen Schätzung gingen die IGC-Experten noch von 79,5 Mio. Tonnen aus.
Die Weizenernte in der Europäischen Union wird auf 148,7 Mio. Tonnen gesehen. In der letzten Prognose waren es noch 151,2 Mio. Tonnen. Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen meldeten weniger.
Auch in Kanada wurde die Prognose im Vergleich zum Vormonat gesenkt, nämlich von 33,6 Mio. Tonnen auf jetzt 32 Mio. Tonnen Weizen.
Das IGC senkte zudem auch die Prognose für die Welt-Maisernte in 2019/20 um 3 Mio. Tonnen auf 1,092 Mrd. Tonnen. China senkte seine Prognose und kompensierte damit einen Anstieg in Brasilien. Die Schätzung der Maisernte in den USA beließ das IGC gegenüber dem Vormonat unverändert.
Die globale Sojabohnenproduktion 2019/20 wird vom IGC auf 348 Mio. Tonnen geschätzt, eine Mio. Tonnen weniger al im letzten Monat.

25.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago legten gestern kräftig zu. Händler gaben an damit begonnen zu haben, Weizen-Mais-Spreads abzuwickeln. Das Ertragspotenzial der Sommerweizenernte im Bundesstaat Nord Dakota ist sehr unterschiedlich. Es wird erwartet, dass die Erträge auf spät ausgesäten Flächen unterdurchschnittlich ausfallen werden und die Bestände unter den schlammigen Böden leiden. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 450.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und beendet den Handelstag ebenfalls mit Kursgewinnen. Begrenzt wurde der Anstieg jedoch durch das heiße und trockene Wetter in Westeuropa, das den Erntefortschritt beschleunigt. Russland führender Agrarmarktberater SovEcon senkte gestern seine Schätzung für die diesjährige Getreideernte um knapp 5 Mio. Tonnen. Die Weizenernte kommt demnach auf 73,7 Mio. Tonnen nach 76,6 Mio. Tonnen, die zuvor erwartet wurden.

25.07.2019 Sojabohnen verlassen Kurstal

Die Sojabohnenkurse am CBoT befestigen sich heute Morgen, da Händler auf einen Durchbruch bei den Gesprächen um ein bilaterales Handelsabkommen zwischen den USA und China hoffen.
Dadurch könnte die Eiszeit in den Handelsbeziehungen der beiden Supermächte enden. Chinesische Behördensprecher hatten fünf der größten Sojabohnenimporteure Chinas dazu aufgefordert, einen Antrag auf Erlass der 25% Strafzölle auf US-Bohnen zu stellen. Diese Sojabohnen würden dann noch in diesem Jahr in China ankommen. Die Ausnahmegenehmigung würde auf maximal 3 Mio. Tonnen begrenzt.
In der kommenden Woche wird es wieder Verhandlungen zwischen den beiden Kontrahenten geben. Das wurde zwischen den Präsidenten der Länder auf dem G-20 Gipfel in Japan im Juni vereinbart.
Im Mittleren Westen der USA kehrt in den kommenden beiden Wochen die Hitze zurück. In den Bundesstaaten Illinois, Iowa und Indiana werden hauptsächlich Mais und Sojabohnen angebaut.

25.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT Mais

24.07.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 2,44 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine sind in den ersten Wochen der Exportsaison Juli 2019 -Juni 2020 per 24. Juli auf 2,44 Millionen Tonnen gestiegen, nach 1,3 Millionen Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres , teilte das Landwirtschaftsministerium heute mit.
Die Ukraine plant in diesem Jahr mindestens 70 Mio. Tonnen Getreide zu ernten, fast so viel wie im Jahr 2018.
Die Ernte umfasste bislang 526.000 Tonnen Weizen, 499.000 Tonnen Gerste und 1,4 Mio. Tonnen Mais, so das Ministerium.
Eine Exportprognose für die gesamte Saison 2019/20 wurde nicht abgegeben. 2018/19 exportierte die Ukraine die Rekordmenge von 50 Mio. Tonnen Getreide.
Getreide, Pflanzenöle und Ölsaaten dominieren die Agrarexporte der Ukraine.

24.07.2019 CBoT-Mais handelt heute Morgen unverändert

Die Maiskurse am CBoT sind heute Morgen weitestgehend unverändert zum gestrigen Schlusskurs. Diese waren leicht gestiegen, da die Ertragsverluste durch schwierige Wetterbedingungen im US-Corn-Belt Investoren zum Kauf animierten.
Es sieht so aus, als ob dieser Markt einen Boden gefunden hat, nachdem trockenes Wetter auf den verspäteten Aussaattermin folgte. Ertragseinbußen sind sehr wahrscheinlich.
Am Montag hatte das USDA nur 57% der Feldbestände beim US-Mais in die Top-Kategorie good-to-exzellent eingestuft. Das war weniger als die 58% der Vorwoche und auch weniger als vom Markt erwartet.

24.07.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 7.000 Lots CBoT Mais

23.07.2019 CBoT-Maiskurse erholen sich vom 3-Wochen-Tief

Die Kurse der CBoT-Maisfutures können sich heute Morgen wieder leicht befestigen, nachdem gestern ein Drei-Wochen-Tief gehandelt wurde. Ein USDA-Report von gestern nach Handelsschluss in Chicago zeigt, dass der Zustand der US-Feldbestände schlechter als vom Markt erwartet ist.
In dem Report heißt es, dass 57% der US-Maisbestände auf den Feldern in der Top-Kategorie good-to-exzellent einzustufen sind, das ist ein Prozentpunkt schlechter als in der Woche zuvor. Marktteilnehmer waren davon ausgegangen, dass sich der Zustand der Feldbestände verbessern würde.
Nichtsdestotrotz sagen Händler, dass die Erträge besser ausfallen werden, als erwartet. Rohstofffonds waren gestern Verkäufer in allen CBoT-Agrarfutures.

22.07.2019 MARS senkt Ertragsschätzungen für Weizen, Gerste, Raps und Zuckerrüben

Die Ernte-Überwachung der EU (MARS) hat heute ihre Schätzung für 2019er EU-Weichweizenerträge von 6,1 auf 6,04 Tonnen/Hektar gesenkt.
Das wären immer noch 7,3% mehr als im letzten Jahr und auch 1,6% mehr als das Fünf-Jahres-Mittel.
Erträge anderer Getreidearten werden wie folgt geschätzt: (Winter- und Sommer-) Gerste von 4,92 auf jetzt 4,91 Tonnen/Hektar. Mais 8,05 auf jetzt 8,08 Tonnen /Hektar, Rapssaat von 3,14 auf jetzt 3,1 Tonnen/Hektar. Zuckerrüber von 75,9 auf jetzt 73,9 Tonnen /Hektar.

22.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 09.07.19 bis 16.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 11.623 auf 18.751 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen minimal erhöhtum 92 Kontrakte auf 187.260 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.999 Lots auf 38.935 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
22.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag am Freitag mit Kursgewinnen. Technische Käufe zum Wochenende und positive Vorgaben vom Mais- und Sojakomplex sorgten für die positive Stimmung. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ebenfalls zulegen und machten den ähnlich hohen Verlust aus der vorherigen Sitzung wieder wett. Dem Kursanstieg entgegen stand der Erntedruck aufgrund der voranschreitenden Ernteaktivitäten in Westeuropa. In Frankreich rechnen Analysten mit einer Weizenernte von 38 Mio. Tonnen, verglichen mit 34 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Frankreichs Landwirte haben per 15. Juli 33% der diesjährigen Weichweizenernte gedroschen, meldet FranceAgriMer. Am Kassamarkt in Hamburg gingen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September um 50 Cent auf €4,00 unter Paris Dezember 19 zurück. In dieser Woche werden aufgrund der zu erwartenden heißen Temperaturen große Ernteaktivitäten erwartet. Anschließend lassen sich auch konkretere Aussagen über die Erntequalität treffen. Es besteht allerdings allgemein Einigkeit darüber, dass die Ernte groß sein wird.

22.07.2019 Spekulanten sorgen für volatilen Maismarkt am CBoT

Die Kurse der Chicago-Maisfutures geben heute Morgen um bis zu 1,6% nach. Kühleres Wetter in vielen Teilen des US-Corn-Belts erhöht das Ertragspotential der dortigen Getreideernte.
Es ist unwahrscheinlich, dass sich der Markt wirklich stabilisiert, so Tobin Gorey Direktor in der Agrarstrategieabteilung der Commonwealth Bank in Australien heute Morgen in einem Mitgliederrundschreiben. Im Mittleren Westen der USA gibt es genügend Flächen, auf denen es Probleme geben wird, die den Markt auf Trab halten.
Aktuell verdaut der Markt noch das heiße Wetter der letzten Tage.
Heiße Temperaturen und trocken Bedingungen nach den Überflutungen im Frühjahr ließen befürchten, dass die Maiserträge kleiner werden als erwartet. In den letzten Tagen verbesserten sich die Wetterbedingungen allerdings wieder.
Das Verhalten der Spekulanten an der Börse: raus aus den Short-Positionen, rein in die Longs und nun wieder zurück, sorgte für eine erhebliche Volatilität. In der Woche zum 16. Juli erhöhten die großen institutionellen Spekulanten ihre Longs-Positionen wieder. So der Bericht des CFTC vom Freitag.

22.07.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.000 Lots CBoT Mais

19.07.2019 Frankreich: Mais-Ratings sinken erneut

Frankreichs Landwirte haben per 15. Juli 33% der diesjährigen Weichweizenernte gedroschen, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt noch bei 9%. Im Vorjahr wurde zum selben Zeitpunkt bereits 64% der Weizenernte eingeholt. Der Zustand der Weizenbestände ist stabil zur Vorwoche. 73% erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e), im Vorjahr waren es 71%.
Bei der Wintergerste sind die Erntearbeiten zu 97% erledigt, verglichen mit 80% vor einer Woche und knapp unter 99% vor einem Jahr, so FranceAgriMer. Zudem sind 30% der Sommergerstenbestände geerntet versus 12% in der Vorwoche und 31% zum selben Zeitpunkt vor einem Jahr.
Die Sommergerste Ratings, die seit Ende Juni aufgrund der Hitzewelle stark gesunken waren, konnten sich stabilisieren. 72% (unverändert zur Vorwoche) der Bestände erhielten das Top-Rating g/e.
Die Bedingungen für Körnermais, der erst im Spätsommer oder Herbst geerntet wird und gegenwärtig eine entscheidende Wachstumsphase durchläuft, haben sich jedoch letzte Woche erneut verschlechtert. 74% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ versus 78% in der Vorwoche und 71% vor einem Jahr.

19.07.2019 Crop-Rating für Mais in Frankreich verschlechtert sich deutlich

In Frankreich war die Weizenernte am 15. Juli bereits zu 33% abgeschlossen. In der Woche zuvor waren es 9%, so der Marktanalyst des französischen Landwirtschaftsministeriums FranceAgriMer heute in einer Pressemeldung.

Die Feldbestände für Weizen werden weiterhin zu 73% in die Top-Kategorie good-to-excellent eingestuft.
Dagegen sinken die Bewertungen der Maisbestände nun drastisch. Der Mais leidet dort unter einer massiven Trockenheit. Aktuell sind noch 75% in der Top-Kategorie. In der letzten Wochen waren es noch 78%.

19.07.2019 CBoT-Mais steuert auf größten Wochenverlust seit Juni 2017 zu

Die CBoT-Maisfutures werden heute Abend wohl ihren größten Wochenverlust seit Ende Juni 2017 beschließen. Kühlere Temperaturen haben im Corn-Belt der USA die Ertragserwartungen verbessert.
Das Wetter beschert den Agrarterminkontrakten eine hohe Volatilität. Letzte Woche sorgten Vorhersagen für heißes und trockenes Wetter die Börsenkurse aber im Mittleren Westen der USA war es nicht so heiß und es regnete sogar ein wenig.
Dass Russland und Mexiko zusammen Aufträge für mehr als 200.000 Tonnen US-Sojabohnen stornierten, drückte den gesamten CBoT-Agrarkomplex zudem in den Keller. Für Marktanalysten in Fernostasien ist die Corn-Story für diese Saison aber noch lange nicht zu Ende. Die Marktteilnehmer warten deshalb ungeduldig auf den finalen USDA-Bericht für die Flächennutzung in den USA, der am 12. August erscheinen soll. Erst dann wird man sehen, wie viele Hektar durch Regen und Überflutungen verloren gingen.

19.07.2019 Getreidemail

Mit kräftigen Verlusten beendeten die Weizenfutures in Chicago den gestrigen Handelstag. Gute Bedingungen für die voranschreitende Winterweizenernte und Verluste beim US-Mais aufgrund positiver Wetteraussichten belasteten den Markt. Mit 347.300 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Kontrakte SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Kursgewinnen.
An der Euronext in Paris fielen die Weizenfutures aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee und der ebenfalls voranschreitenden Weizenernte in Westeuropa auf ein 1-Wochen-Tief. Der Dezember 19-Kontrakt rutschte unter die wichtige charttechnische Unterstützungslinie von 180 Euro. Weizen aus Deutschland steht im harten Wettbewerb mit Polen, den Baltischen Staaten und Russland, die ebenfalls gute Ernten erwarten, jedoch günstigere Preise anbieten. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September blieben am Kassamarkt in Hamburg unverändert bei auf €3,50 unter Paris Dezember 19.

19.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 28.000 Kontrakte CBoT Mais

18.07.2019 Frankreich fürchtet nächste Hitzewelle

Für die kommende Woche ist in Frankreich die nächste Hitzewelle angekündigt. Das dürfte dann die Trockenheit in vielen Regionen weiter verschärfen. Es kommt bereits in 61 Regionen zu Verboten für die Wasserentnahme für die Landwirtschaft. Auch die Kühlung der Atommeiler ist nicht mehr gewährleistet, sodass die Gefahr besteht, dass die Stromversorgung knapp werden könnte.
Frankreichs Meteorologen erwarten in der kommenden Woche sehr heißes und trockenes Wetter. Diese Hitzewelle löst eine kühle Wetterperiode ab, die seit Ende Juni vorherrscht.
Die Hitze und fehlende Niederschläge führten zu extrem niedrigen Grundwasserbeständen. Auch die Flusspegel sind bereits niedrig. Einige Flüsse trocknen bereits aus. Kritisch beschrieben wird auch die Lage in der Region Loire, Auvergne-Rhone-Alpes und im Burgund, also dem Zentral- und Ostfrankreich. Die Rhone ist davon besonders hart betroffen.
Aus dem Flusswasser der Rhone wird viel Kühlwasser für Kernkraftwerke entnommen. Es gibt dort Anlagen mit einer Gesamtleistung von 10.800 Megawatt. Um die Pflanzen- und Tierwelt zu schützen, wird die Wasserentnahme aus diesen Flüssen behördlich reguliert, wenn die Temperaturen steigen und der Wasserpegel niedrig ist.
Die französische Getreideernte dürfte ebenfalls von der Trockenheit Schaden nehmen. Insbesondere die Sommerungen wie Mais und Sonnenblumen sind derzeit in einer ertragskritischen Wachstumsphase. Der Weizen ist aber wohl schon so weit, dass die Trockenheit keine Ertragseinbußen mehr bescheren dürfte. Maisflächen werden aber meist beregnet, sodass ein Entnahmeverbot die Erträge mindern dürfte.
Bis zum Monatsende werden keine nennenswerten Niederschläge in Frankreich mehr erwartet. Solche ein Wetter ist zu diesem Termin ungewöhnlich. Wenn sich die Trockenheit fortsetzt, bleibt von der Ernte kaum noch etwas übrig klagen bereits jetzt einige Beobachter. Die Futterreserven gehen ebenfalls schon zur Neige, da schon die letzten beiden Jahre zu trocken waren.

18.07.2019 Getreidemail

Die zügig voranschreitende US-Winterweizenernte sorgte gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Verluste. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens nach eigenen Angaben 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. US-Weizen wurde nicht offeriert. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 400.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit weiteren Abschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich gestern gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und konnten mit Hilfe chart-technischer Unterstützung und aufgrund des schwachen Wechselkurses des Euro auf den Terminen der Ernte 2019/20 zulegen. In Frankreich schreitet die Weizenernte voran. Berichte deuten weiterhin auf hohe Erträge und gemischte Eiweißgehalte hin. Die Prognose einer Hitzewelle in der kommenden Woche in Frankreich wird sich nicht mehr auf die bereits reifen Winterweizenbestände auswirken. Anders könnte es beim Mais aussehen. Das warme Wetter und der Mangel an Regen belasten die Pflanzen und führen auch zu Einschränkungen bei der Bewässerung.

18.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Kontrakte CBoT Mais

17.07.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago folgten gestern den negativen Vorgaben des Mais- und Sojakomplexes und beendeten den Handelstag mit modetaten Verlusten. Begrenzt wurde der Rückgang durch die Ergebnisse aus dem Crop-Progress-Report und besserer Wetterbedingungen für die US-Maisbestände. 57% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten sind geerntet (Vorwoche: 47%). Allerdings erwarteten Analysten im Vorfeld einen Erntefortschritt von 62%. 76% der Sommerweizenbestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent", Analysten erwarteten einen Anteil von 78%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der Termine der Ernte 2019/20 den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben nach, während die Termine der Ernte 2020/21 den Handelstag auf unverändertem Niveau beendeten. Die deutsche Weizenernte 2019 wird den Erwartungen des DRV zufolge ein Volumen von 23,85 Mio. Tonnen erreichen und damit 17,7% höher ausfallen, als im Vorjahr. In der letzten Prognose im Juni erwartete der DRV allerdings noch eine größere Ernte von 24,7 Mio. Tonnen. Die Hitzewelle Ende Juni sorgte für die Korrektur.

17.07.2019 Mais- und Sojabohnenkurse am CBoT seit 3 Handelstagen unter Druck

Seit drei Handelstagen geben die Kurse der CBoT- Mais- und Sojabohnenfutures nach weil sich die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA verbessern und ordentliche Erträge erwarten lassen.
Die Maisfutures hatten noch am Montag ein Fünf-Jahres-Hoch gehandelt. Danach gingen die Kurse zurück. Gestern sanken dann auch die Sojabohnenkurse um 1,5%.
Händler in Fernost Asien meinen, dass die Wetterbesserung im US-Corn-Belt den Pflanzen jetzt zwar gut tut, wenn es aber heiß wird, könnte es wieder Probleme geben.
Am Montag hatte das USDA ihr Crop-Rating für Mais auf 58% g/e und für Sojabohnen auf 54% angehoben. Beide Schätzungen lagen oberhalb der Markterwartungen und oberhalb der Vorwoche.
In der Ukraine erwartet das dortige Landwirtschaftsministerium die Maisernte 2019 auf dem hohen Vorjahresniveau von rund 70 Mio. Tonnen. Bis gestern wurden bereits 17,4% von 52% der Wintergetreideflächen (5,1 Mio. Hektar) geerntet.

16.07.2019 DRV reduziert Prognose der Weizenernte 2019

Die deutsche Weizenernte 2019 wird den Erwartungen des DRV zufolge ein Volumen von 23,85 Mio. Tonnen erreichen und damit 17,7% höher ausfallen, als im Vorjahr. In der letzten Prognose im Juni erwartete der DRV allerdings noch eine größere Ernte von 24,7 Mio. Tonnen. Die Hitzewelle Ende Juni sorgte für die Korrektur.
Die deutsche Winterrapsernte 2019 wird aufgrund der reduzierten Aussaatfläche demnach um 19,0% auf 2,97 Mio. Tonnen sinken. Im Juni rechnete der DRV noch mit 3,07 Mio. Tonnen.
Deutschland ist nach Frankreich der größte Weizenproduzent in der EU und oftmals der größte Rapssaatproduzent. Die Weizen- und Rapssaaternte ist in Deutschland in den frühen Regionen bis zu 10 Tage früher gestartet, als im Durchschnitt. Es ist allerdings noch zu früh, verlässliche Schätzungen über die Erntequalität, die von Region zu Region stark variiert, abzugeben.
Die Wintergerstenernte, die traditionell als erste beginnt, macht rasche Fortschritte und steht in frühen Regionen kurz vor dem Abschluss. Mit 9,85 Mio. Tonnen könnte sie 33,6% über dem Ergebnis des Vorjahres liegen, so der Verband.
Die Sommergersteernte, wichtig für die Malz- und Bierherstellung, wird voraussichtlich um 5,4% gegenüber dem Vorjahr auf 2,08 Mio. Tonnen sinken.
Der Körnermaisernte wird dem DRV zufolge um 23,8% zum Vorjahr auf 4,13 Mio. Tonnen steigen.
Mais brauche dieses Jahr noch mehr Regen, hieß es. Sollte es in diesem Sommer erneut zu einer langen Trockenheit kommen, muss die Prognose für die Maisernte möglicherweise reduziert werden, so der Verband.

16.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago erlitten gestern kräftige Verluste. Negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex und die voranschreitende Winterweizenernte belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 315.385 Tonnen Weizen unterhalb der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Verlusten. Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche moderat aufgrund der unerwartet gesunkenen Ernteprognose des US-Landwirtschaftsministeriums und der Verkaufszurückhaltung der Landwirtschaft in Erwartung weiter steigender Preise. Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg in der vergangenen Woche um $1 auf $194/Tonne FOB. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR senkte seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 78,5 Mio. Tonnen auf 77,5 Mio. Tonnen.

16.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 26.000 Lots CBoT Mais

15.07.2019 Russland: USDA-Report unterstützt Weizen-Export-Preise

Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche moderat aufgrund der unerwartet gesunkenen Ernteprognose des US-Landwirtschaftsministeriums und der Verkaufszurückhaltung der Landwirtschaft in Erwartung weiter steigender Preise. Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg in der vergangenen Woche um $1 auf $194/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Am vergangenen Donnerstag senkte das USDA die Prognose der russischen Weizenproduktion um 4 Mio. Tonnen auf 74,2 Mio. Tonnen. Ebenfalls gesenkt wurde die Prognose der Weizenexporte von 37 Mio. Tonnen auf 34,5 Mio. Tonnen. Das Agrarberatungsunternehmen SovEcon meldet einen geringfügigen Rückgang der Weizenexportpreise um $0,50 auf $192,50. Der FOB-Preis für Gerste stieg um $5 auf $171. Bei den letzten beiden Ausschreibungen Ägyptens wurde russischer Weizen nicht berücksichtig. Den Zuschlag erhielt Weizen aus der Ukraine und aus Rumänien. Offiziellen Zahlen zufolge exportierte Russland im Zeitraum 1. – 11. Juli 505.000 Tonnen Getreide. Das sind 53% weniger, als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Darin enthalten sind 191.000 Tonnen Weizen, 205.000 Tonnen Gerste und 109.000 Tonnen Mais. Im Juli exportierte Russland 3,8 Mio. Tonnen Getreide inklusive 3,0 Mio. Tonnen Weizen. SovEcon ist allerdings der Meinung, dass die russische Statistikbehörde das Exportvolumen stark unterschätzt.

15.07.2019 Ukraine: ProAgro erhöht Prognose der Getreideernte 2019

Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen ProAgro hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2019 von 71,3 Mio. Tonnen auf 72,55 Mio. Tonnen erhöht. Die Maisernte 2019 -Hauptgrund der gestiegenen Prognose -  schätzt das Unternehmen auf ein Volumen von 34,52 Mio. Tonnen (Vorjahr: 35,59 Mio. Tonnen). Der Durchschnittsertrag liegt demnach bei 7,25 Tonnen pro Hektar.
Beim Weizen liegt die Prognose von ProAgro bei einem Volumen von 27,43 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24,59 Mio. Tonnen).

15.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 02.07.19 bis 09.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 6.723 auf 30.374 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 5.520 auf 187.168 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 4.984 Lots auf 41.934 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 09. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
15.07.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den letzten Handelstag der Woche mit moderaten Kursgewinnen. Zunächst handelten sie jedoch im negativen Bereich. Festere Kurse beim Soja- und Maiskomplex sorgten im Handelsverlauf für Kursauftrieb. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat September 1,6% an Wert zu und stoppte damit einen 3-wöchigen-Rückgang. Die vom USDA am Donnerstag geringer geschätzten Weizenendbestände halfen, den Druck durch die anhaltende Winterweizenernte auszugleichen. Institutionelle Anleger kauften 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures am Freitag aufgrund der USDA-Schätzung ebenfalls zulegen. Besonders die geringere Erwartung an die russische Weizenernte zeigte Wirkung.
Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der Woche bis zum 8. Juli erneut verschlechtert, während die Ernte aufgrund des zuletzt warmen, trockenen Wetters voranschreitet. Nur noch 73% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis excellent“ (g/e). In der Vorwoche waren es noch 75%. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September blieben am Kassamarkt in Hamburg unverändert bei auf €3,50 unter Paris Dezember 19.

15.07.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 21.000 Lots CBoT Mais

15.07.2019 CBoT Mais auf 5-Jahres-Hoch

Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen mit einem Aufschlag von mehr als einem Prozent auf einem 5-Jahres-Hoch. Prognosen für heißes und trockenes Wetter in bedeutenden Anbauregionen in Nordamerika schüren die Angst vor Schäden an den Maisbestständen. Im frühen Handel stieg der Frontmonat auf den höchsten Stand seit Juni 2014. Am Freitag ging bereits um 2,5% rauf. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 21.000 Lots CBoT Mais.

12.07.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 104.100 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Panama 

12.07.2019 FranceAgriMer: Erneut Rückgang der Winterweizen-Ratings

Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der Woche bis zum 8. Juli erneut verschlechtert, während die Ernte aufgrund des zuletzt warmen, trockenen Wetters voranschreitet. Nur noch 73% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis excellent“ (g/e). In der Vorwoche waren es noch 75%, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer.
Damit befinden sich die Weizenbestände aber immer noch in besserer Verfassung, als vor einem Jahr. Damals erhielten  72% der Bestände das Top-Rating. In der Vorwoche sacken sie Ratings schon einmal ab, aufgrund der Hitzewelle Ende Juni, die Rekordtemperaturen mit sich brachte und die Bestände belastete. Geerntet sind per 8. Juli mittlerweile 9% der Weichweizenbestände in Frankreich. In der vergangenen Woche waren es 1% und vor einem Jahr bereits 20%.
Wintergerste ist in Frankreich auf 80% der Flächen geerntet. Das ist ein signifikanter Sprung von 22% in der Vorwoche, jedoch hinter dem Ergebnis im Vorjahr (92%). Auch Sommergerste wird in Frankreich bereits geerntet, 12% der Flächen sind geräumt versus 0% in der Vorwoche und 7% vor einem Jahr. Während die Wintergerste-Ratings sich zur Vorwoche nicht veränderten (aktuell 73% g/e), sanken die Ratings für Sommergerste von 76% auf 72% g/e.
Mais, der weitgehend beregnet wird, ist durch zunehmende Wassereinschränkungen in Frankreich gefährdet, da das heiße, trockene Wetter die geringen Grundwasserreserven belastet. Inzwischen hat mehr als die Hälfte der französischen Verwaltungsabteilungen auf dem Festland Beschränkungen für den Wasserverbrauch (Bewässerung) eingeführt.

12.07.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 18.000 Lots CBoT Mais

11.07.2019 InVivo, Axereal und NatUp bündeln Export-Aktivitäten

Die französischen Handelsunternehmen InVivo, Axereal und NatUp haben ein Getreide-Export Joint Ventrue gegründet, um ihre Wettbewerbsfähigkeit am Exportmarkt zu stärken, der derzeit immer stärker von Russland dominiert wird.
Die Genossenschaftsunternehmen werden bestimmte Exportaktivitäten in einer Einheit namens Grains Overseas bündeln, um 4 Mio. Tonnen Weichweizen und Futtergerste pro Jahr an Länder außerhalb der Europäischen Union zu exportieren, hieß es in einer Erklärung, die heute veröffentlicht wurde.
Die Einheit, an der InVivo zu 60% und Axereal und NatUp jeweils 20% beteiligt sind, wird insbesondere die gemeinsame Beschaffung von Getreide und die gemeinsame Nutzung von Lagersilos umfassen.
Das Joint Venture soll in seiner ersten Vermarktungssaison ab Juli 2,4 Mio. Tonnen Getreide umschlagen, bevor es innerhalb von zwei oder drei Jahren die 4-Millionen-Marke erreicht, teilte InVivo-Geschäftsführer Thierry Blandinieres dem Nachrichtendienst Reuters telefonisch mit.
Die Getreidebeschaffung soll über die InGrains-Plattform von InVivo erfolgen, die vor zwei Jahren entwickelt wurde, um wettbewerbsfähigere Getreideangebote zu erhalten.
Grains Overseas könnte Weichweizen- und Futtergerstenhändler von InVivo und Axereals Granit Negoce zusammenbringen, wobei jeder Partner weiterhin unabhängig andere Getreideprodukte wie Mais und Hartweizen exportieren wird, so Blandinieres.
Der CEO von InVivo hatte im Januar angekündigt, dass die genannten Genossenschaften beim Export enger zusammenarbeiten wollen, unter anderem durch die Zusammenlegung von Handelsabteilungen.

11.07.2019 Strategie Grains senkt Prognose der EU-Weizenernte

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine monatliche Prognose für die diesjährige Weichweizenernte in der Europäischen Union um mehr als 2 Millionen Tonnen gesenkt. Grund dafür war die Hitzewelle, die Ende Juni Rekordtemperaturen in Westeuropa mit sich brachte und die Weizenbestände belastete.
Die Analysten prognostizierten für 2019 eine Weichweizenproduktion in der EU von 140,6 Mio. Tonnen, im Vormonat lag die Schätzung noch bei 142,8 Mio. Tonnen. Damit läge die diesjährige Ernte aber immer noch 11% über dem Ergebnis des Vorjahres, als die Weizenbestände unter einer schweren Dürreperiode litten.
Auch andere Analysten senkten ihre Schätzungen nach der Hitzewelle Ende Juni, obwohl angenommen wird, dass die extremen Temperaturen nicht lange genug anhielten, um größere Schäden zu verursachen.
Die Prognose der EU-Körnermaisernte 2019 senkte Strategie ebenfalls aufgrund der Hitzewelle von 63,4 Mio. Tonnen auf 62,7 Mio. Tonnen. 2018 lag die Ernte bei 61,7 Mio. Tonnen.
Bei der Gerste senkte Strategie Grains die Prognose der Produktion in der EU von 59,6 Mio. Tonnen auf 59,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 55,7 Mio. Tonnen).

11.07.2019 China: Landwirtschaftsministerium senkt Prognose des Maisverbrauchs

Das chinesische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose des chinesischen Maisverbrauchs im Vermarktungsjahr 2019/20 um 2 Mio. Tonnen auf 280 Mio. Tonnen reduziert. Grund dafür sind die Folgen des Ausbruchs des Afrikanischen Schweinefiebers, was einen massiven Rückgang der Schweineherde in China zur Folge hat und sich stark auf die Futtermittelnachfrage auswirkt.

11.07.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen institutioneller Anleger sowie Positionierungen vor dem heutigen WASDE-Report ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Der WASDE-Report stößt auf großes Interesse, weil das USDA den Markt noch am 28. Juni mit einer unerwartet hohen Schätzung der Maisanbaufläche überraschte. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA zudem die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten leicht zu. FranceAgriMer erhöhte seine Schätzung der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 (per 30. Juni) von 2,4 Mio. Tonnen auf 2,5 Mio. Tonnen. Erste Ergebnsisse der Weizenernte an Frankreichs Westküste zeigen gute bis sehr gute Erträge bei allerdings relativ schwachen Proteinwerten. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €3,50 unter Paris Dezember 19. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen in der vergangenen Woche um 8.023 Kontrakte auf 28.651 Kontrakte.

10.07.2019 Großbritannien: Gestiegene Weizen- und Maisimporte im Mai

Die britischen Weizenimporte übertrafen mit 107.956 Tonnen im Monat Mai das Ergebnis des Vormonats April (69.403 Tonnen). In der Saison 2018/19 liegen sie nun kumuliert bei 1,69 Mio. Tonnen versus 1,5 Mio. Tonnen im Vorjahreszeitraum. Bulgarien war im Mai Großbritanniens größter Weizenlieferant mit 30.895 Tonnen. Bulgarien war darüber hinaus auch der größte Lieferant Großbritanniens in den ersten 11 Monaten der Saison (279.526 Tonnen), es folgen Kanada (276.199 Tonnen) und Frankreich (275.616 Tonnen).
Die britischen Maisimporte lagen mit 279.297 Tonnen ebenfalls über dem Niveau des Vormonats April (220.723). Der größte Maislieferant im Mai war die Ukraine mit 130.040 Tonnen, gefolgt von Kanada mit 65.411 Tonnen. In der laufenden Saison summierten sich die Maisimporte auf insgesamt 2,64 Mio. Tonnen versus 2,02 Mio. Tonnen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Ukraine ist auch der größte Maislieferant Großbritannien in den ersten 11 Monaten der Saison. Sie summierten sich auf 862.426 Tonnen, gefolgt von Kanada mit 398.675 Tonnen.

10.07.2019 FranceAgriMer erhöht Schätzung der Weizen-Endbestände

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Schätzung der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 am 30. Juni von 2,4 Mio. Tonnen auf 2,5 Mio. Tonnen reduziert. Die erhöhte Bestandsschätzung reflektiert zum Teil die gesunkene Erwartung der Exporte in Länder außerhalb der Europäischen Union von 9,75 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 9,7 Mio. Tonnen.
Beim Mais wurde die Erwartung der Endbestände 2018/19 von 3,0 Mio. Tonnen auf 2,8 Mio. Tonnen reduziert. Die Exporte fielen höher aus, während die Importe innerhalb der EU zurückgingen.
Die Schätzung der Gerste-Endbestände erhöhte sich von 1,5 Mio. Tonnen auf 1,6 Mio. Tonnen, hauptsächlich aufgrund geringerer Export-Schätzungen.

10.07.2019 Mais: Günstige Wetterprognosen belasten Maisfutures
Die Maisfutures in Chicago handeln heute Morgen mit weiteren Verlusten. Im frühen Handel sackten sie auf einem 1-Wochen-Tief. Günstige Wetterprognosen mindern die Sorgen über potenzielle Ertragsverluste. In der gestrigen Sitzung sank der Kurs der Maisfutures bereits um 1,5%. Das USDA teilte in seinem wöchentlich erscheinenden Crop-Progress-Report zu Beginn der Woche mit, dass 57% der US-Maisbestände in Top-Verfassung sind. In der Vorwoche waren es noch 56%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.500 Lots CBoT Mais. Morgen um 18:00 Uhr deutscher Zeitveröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report.
10.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.500 Lots CBoT Mais

09.07.2019 USDA Crop-Progress-Report

Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich in der vergangenen Woche etwas verbessert. 64% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e), in der Vorwoche waren es noch 63% und vor einem Jahr 37%. Analysten erwarteten im Vorfeld unveränderte Ratings. Ebenfalls verbessert haben sich die Ratings der Sommerweizenbestände von 75% g/e auf 78% g/e. Die Analystenerwartung lag bei 76%. Die Winterweizenernte ist auf 47% der Flächen erledigt (Vorwoche: 30%; Vorjahr und gleichzeitig 5-Jahres-Durchschnitt:61%)
Verbessert zur Vorwoche hat sich auch der Zustand der Maisbestände. 57% erhielten erwartungsgemäß das Top-Rating g/e versus 56% in der Vorwoche. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 75%.
Rückläufige Ratings sind bei den Sojabohnen zu vermelden. Der Anteil der Bestände mit dem Rating g/e sank von 54% auf 53%. Analysten erwarteten hingegen einen Anstieg auf 55%. Die Sojabohnenaussaat ist wie erwartet auf 96% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 92%; Vorjahr: 100%; 5-Jahres-Durchschnitt: 99%).

09.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 25.06.19 bis 02.07.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen um 5.584 auf 37.097 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Montag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert von 187.929 auf 181.648 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.908 Lots auf 36.950 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 02. Juli in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
09.07.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT Mais

08.07.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der Weizenexporte 2018/19

Die EU-Weichweizenausfuhren der in der Saison 2018/19, die am 30. Juni endete, schätzt die EU-Kommission nun auf 20,6 Mio. Tonnen. Ursprünglich wurden Exporte in einem Volumen von 20,3 Mio. Tonnen erwartet. Die neue Schätzung liegt damit weiter hinter den 21 Mio. Tonnen, die in der Saison 2017/18 exportiert wurden.
Die Exportschätzung für Gerste hat die EU auf 4,6 Mio. Tonnen korrigiert, nach ursprünglich 4,35 Mio. Tonnen (2017/18: 5,7 Mio. Tonnen).
Für Mais wurde die Schätzung der Importe von ursprünglich 23,6 Mio. Tonnen auf 23,7 Mio. Tonnen erhöht. Verglichen mit den Importen der Saison 2017/18 (17,7 Mio. Tonnen) ist dies ein kräftiger Anstieg.
Die Veröffentlichung der ersten wöchentlichen Export- / Importzahlen für Getreide und Ölsaaten zu Beginn der Saison 2019/20 verzögert sich bis zum 15. Juli, teilte die Kommission mit, ohne dies näher zu erläutern.

 

08.07.2019 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen oberhalb der Erwartungen

08.07.2019 Russland: Erntedruck führt zu rückläufigen Weizenexportpreisen

Die russischen Weizen-Export-Preise fielen in der vergangenen Woche mit der Ankunft der neuen Ernte und trotz der Risiken der Hitzewelle im Juni. Weizen der neuen Ernte mit einem Proteingehalt von 12,5% lag Ende letzter Woche bei einem Preis von $193/Tonne FOB, ein Rückgang um $2 zur Vorwoche, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet einen Rückgang um $5 auf ebenfalls $193. Die FOB-Preise für Gerste liegen demnach bei $168/Tonne (+$2,50). Russlands Getreideernte 2019 startete früher, als im Vorjahr, aufgrund der trockenen Wetterbedingungen in mehreren Regionen Russlands. Per 5. Juli wurde Getreide in einem Volumen von 19,3 Mio. Tonnen und Durchschnittserträgen von 4,06 Tonnen/Hektar geerntet. Die Erträge liegen damit über denen im Vorjahr, jedoch unterhalb der ursprünglichen Erwartungen einiger Analysten, meldet SovEcon. Innerhalb der kommenden zwei Wochen werden Niederschläge für die Ukraine und Russland erwartet, die den Sommergetreidebeständen zugute kommen könnten. Russlands Süden, die Hauptanbauregion für Exportweizen, könnte allerdings vom Regen ausgespart werden. Der Preis für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands im Süden fiel Ende letzter Woche um 250 Rubel auf rund 10.825 Rubel ($170,00) auf Basis ex Works.
Per 30. Juni exportierte Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 42,6 Mio. Tonnen Getreide, davon 35,2 Mio. Tonnen Weizen. In den ersten vier Tagen der Vermarktungsperiode 2019/20 exportierte Russland 36.000 Tonnen Weizen, 107.000 Tonnen Gerste und 31.000 Tonnen Mais. Die Getreideexporte im gesamten Monat Juli könnten 4,1 Mio. Tonnen ergeben.

08.07.2019 Indien sucht Mais am Weltmarkt

Die staatlich kontrollierte indische Handelsgesellschaft MMTC hat einen weiteren internationalen Tender zum Kauf einer unspezifizierten Menge Mais (Yellow Corn) ausgeschrieben, melden heute Vormittag europäische Händler. Die gekaufte Menge wird später von MMTC in Abhängigkeit der Preise der eingegangenen Offerten festgelegt. Die Mindestgebote liegen zwischen 24.000 und 25.000 Tonnen. Am Dienstag, dem 9. Juli, endet die Angebotsfrist.

08.07.2019 Ukraine: Gestiegene Getreideexporte

Die Getreideexporte von ukrainischen Seehäfen im neuen Vermarktungsjahr 2019/20 stiegen in der vergangenen Woche von 500.000 Tonnen auf 784.000 Tonnen meldet der Analyst APK-Inform. Per 5. Juli stiegen die Maisexporte von 414.000 Tonnen (die erste Woche der neuen Vermarktungsperiode) auf 633.00 Tonnen. Die Maisexporte stiegen von 59.000 Tonnen auf 74.000 Tonnen. Besondere Gründe für den Anstieg der Exporte wurden nicht gesehen. Das Gros der Exporte ging Richtung Türkei, Ägypten und die Niederlande.
Die Ukraine exportierte in der Saison 2018/19 45,3 Mio. Tonnen Getreide versus 34,89 Mio. Tonnen in der Saison 2017/18.

08.07.2019 CBoT Mais: Kurssprung aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen
Prognosen für heißes und trockens Wetter lassen die US-Maisfutures heute morgen mit einem Sprung von 1% steigen. Das ist der mittlerweile vierte Handelstag mit Kursgewinnen von insgesamt über 5%. Marktteilnehmer befürchten schwächere Erträge aufgrund der jüngsten ungünstigen Wetterbedingungen. Vergangene Woche teilte das US-Landwirtschaftsministerium mit, dass 56% der Feldbestände in den Vereinigten Staaten in Top-Verfassung sind. Das ist unverändert zur Vorwoche. Der Zustand ist jedoch deutlich schwächer, als im vergangenen Jahr zum selben Zeitpung (76%). Dem jüngsten USDA-Quartalsreport zufolge haben US-Landwirte Mais auf einer Fläche von 97,7 Mio. Acres angebaut, das ist deutlich mehr, als Analysten das im Vorfeld erwarteten (86,6 Mio. Acres).
08.07.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 4.000 Lots CBoT Mais

08.07.2019 Getreidemail

Technische Käufe sowie festere Maisnotierungen gaben den Weizennfutures am Freitag in Chicago Unterstützung. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat September jedoch über 2% seines Wertes. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 276.500 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 250.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. Bei schwachen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben auf allen Terminen nach. Der Zustand der französischen Getreidebestände verschlechterte sich in der vergangenen Woche kräftig. Per 1. Juli waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 75% in gutem bis exzellentem (g/e) Zustand . Das ist ein Rückgang zur Vorwoche um 5%, berichtet FranceAgriMer (Vorjahr: 73%). Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 360.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im August. Die Weizenproduktion in der Ukraine könnte in diesem Jahr um 16,9% auf 28,8 Mio. Tonnen steigen, weil ausgezeichnete Wetterbedingungen Rekorderträge zur Folge haben könnten, meldet Agritel.

05.07.2019 FranceAgriMer: Kräftiger Rückgang der Sommergersten-Ratings

Der Zustand der französischen Getreidebestände hat sich in der vergangenen Woche stark verschlechtert. In der Woche bis zum 01. Juli waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 75% in gutem bis exzellentem (g/e) Zustand. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche (80%) um 5%, berichtet heute der Agrarmarktanalyst FranceAgriMer. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 73% der Weichweizenfeldbestände in dieser Top Kategorie. FranceAgriMer nennt als Grund die Hitzewelle, die in Frankreich in einigen Regionen Rekordtemperaturen von bis zu 45,9 Grad Celsius mit sich brachte. Schwere Schäden, wie sie im vergangenen Jahr zu beobachten waren, sind aber nicht zu erwarten.
Die Sommergersten-Feldbestände litten unter der Hitze am Stärksten. Sie sackten in der vergangenen Woche um 10% ab auf 76% g/e. Etwas weniger stark ging es bei der Wintergerste bergab. 73% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Letzte Woche lag der Anteil noch bei 75%.
Die Wintergersten-Ernte ist auf 22% der Flächen abgeschlossen. Im vergangenen Jahr war es zum selben Zeitpunkt 1%. Mittlerweile hat auch die Weizenernte in Frankreich begonnen.
Die französischen Maisbestände werden in einigen Regionen bewässert, was die Auswirkungen des heißen und trockenem Wetters etwas ausgleichen kann. Aufgrund der geringen Wasserreserven haben einige französische Regionen den Wasserverbrauch für die Landwirtschaft eingeschränkt, was sich in diesem Sommer auf die Anbaubedingungen für Mais auswirken könnte. Die Ratings sackten von 82% auf 79% g/e.

04.07.2019 FAO: Globale Nahrungsmittelpreise sanken im Juni

Die globalen Getreidepreise sind im Monat Juni leicht gesunken und beenden damit eine Serie von fünf aufeinander folgenden Monaten mit gestiegenen Preisen. Daran hatten insbesondere die Milchprodukte ihren Anteil, meldet die FAO heute.
Der FAO Food-Price-Index, der die monatlichen Veränderungen der Preise von Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker misst, lag im Juni bei 173,0 Punkten und damit 0,5 Punkte niedriger, als im Mai.
Der FAO-Milchpreisindex sank gegenüber dem Mai um 11,9%, stieg jedoch seit Jahresbeginn um 9,4%. Auslöser für die Preisschwäche im Juni waren die gestiegenen Exportverfügbarkeiten und die schwache Importnachfrage.
Der FAO-Pflanzenölpreisindex ging ebenfalls zurück, sank gegenüber dem Vormonat um 1,6% und erreichte seinen niedrigsten Stand seit Dezember. Dies wurde hauptsächlich durch die Abschwächung der Preise für Palmöl und Sojaöl beeinflusst.
Im Gegensatz dazu stieg der Getreidepreisindex gegenüber Mai um 6,7% und lag um 3,8% über dem Vorjahreswert. Grund war der starke Anstieg der Preise für Maisexporte, der hauptsächlich auf die Erwartung einer wesentlich engeren Exportversorgung des weltweit größten Produzenten USA, zurückzuführen war.
Der Fleischpreisindex stieg im Monatsvergleich um 1,5% und der Zuckerindex um 4,2%.
Die Prognose für die weltweite Getreideverwertung im Jahr 2019/20 stieg geringfügig an und dürfte nun 2,708 Milliarden Tonnen überschreiten - ein Plus von 1,0% gegenüber 2018/19, teilte die FAO mit.

04.07.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 15.000 Lots CBoT Mais

04.07.2019 Getreidemail

Kaufaktivitäten nach dem Kursrückgang am Dienstag auf ein Drei -Wochen-Tief und deutliche Gewinne beim Soja- und Maiskomplex führten gestern in Chicago bei den Weizenfutures zu kräftigen Kursaufschlägen. Begrenzt wurde die Rallye durch die fortschreitende Winterweizenernte in den Vereinigten Staaten, die zu saisonalem Erntedruck führt. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Aufgrund des Feiertages "Independence Day" ist der Handel in Chicago heute geschlossen. Er startet wieder morgen um 15:30 Uhr.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures von den Anfangsverlusten erholen und schlossen auf allen Terminen fester. Der Deutsche Bauernverband erwartet in seinem ersten Erntebericht des Jahres eine Winterweizenernte in einem Volumen von über 24,1 Mio. Tonnen (Vorjahr: 19,6 Mio. Tonnen). Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Getreide-Exportprognose aufgrund trockener und heißer Wetterbedingungen für die Saison 2019/20 von 46 Mio. Tonnen auf 45,3 Mio. Tonnen gesenkt. Die Ernteprognose senkte der Analyst von 124,7 Mio. Tonnen auf 123,4 Mio. Tonnen.

03.07.2019 Spät gesätem US-Mais drohen höhere Wetterrisiken

Heute Morgen können sich die CBoT-Maisfutures am zweiten Handelstag in Folge verbessern. Man spricht darüber, wie anfällig die spät gesäten Maisbestände gegen die Wetterrisiken des Sommers sind.
Am Montag hatte das USDA 56% der US-Maisfeldbestände in die Top-Kategorie good-to-excellent (g/e) eingestuft. Marktbeobachter hatten auf eine bessere Bewertung gehofft. Vor einem Jahr waren es zu diesem Termin 76% g/e.
Außerdem schätzte das USDA am vergangenen Freitag, dass in den USA auf 91,7 Mio. acres Mais angebaut wurde, das waren mehr als vom Markt erwartet. Trotzdem wird nach Meinung von Brokern in Fernost-Asien die US-Maisproduktion in diesem Jahr mindestens 30-40 Mio. Tonnen kleiner ausfallen.

02.07.2019 US-Crop-Progress-Report: Update vom 01.07.
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seine wöchentlich aktualisierten Ratings der US-Getreidebestände und des Erntefortschritt veröffentlicht.
66% der US-Winterweizenbestände befinden sich in „guter bis exzellenter Verfassung (g/e) (Vorwoche: 61%; Vorjahr: 37%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 61%.
Beim Sommerweizen befinden sich 75% der Bestände in Top-Verfassung (Vorwoche: 75%). Analysten erwarteten einen Anteil von 75%. 
30% der Winterweizenbestände sind geerntet (Vorwoche: 15%; Vorjahr: 50%; 5-Jahres-Durchschnitt: 48%). Analysten erwarteten ebenfalls einen Fortschritt von 30%.
Beim Mais erhielten 56% der US-Bestände das Top-Rating (Vorwoche: 56%; Vorjahr: 76%) Analysten erwarteten einen Anteil von 57%.
Die Sojabohnenaussaat ist zu 92% erledigt (Vorwoche: 85%; Vorjahr: 100%; 5-Jahres-Durchschnitt: 99%). Erwartet wurde ein Anteil von 93%.
02.07.2019 Getreidemail

Die zügig voranschreitende US-Winterweizenernte und erneut deutliche Verluste beim Mais ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 609.037 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Gestern Abend veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Darin erhielten 63% der US-Winterweizenbestände das Toprating "gut bis exzellent" (Vorwoche 61%). Analysten erwarteten lediglich ein unverändertes Rating von 61%. Die Winterweizenernte in den Vereinigten Staaten ist entsprechend den Erwartungen zu 30% eingebracht. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und fielen auf ein 2-Wochen-Tief. Händler warten auf ein klareres Bild über mögliche Schäden aufgrund der Hitzewelle in Westeuropa. Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche, weil heißes und trockenes Wetter die Getreidebestände belasten. Schwarzmeer-Weizen der neuen russischen Weizenernte mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg Ende letzter Woche um einen USD auf 195 USD/Tonne FOB.

02.07.2019 CBoT-Maiskurse erholen sich von ihrem 3-Wochen-Tief

Zum ersten Mal seit vier Handelstagen steigen die Kurse des CBoT-Maisfutures wieder. Sie erholen sich von ihrem Drei-Wochen-Tief nachdem das USDA gestern sein Crop-Rating auf dem Vorwochenniveau beließ.
Händler in Australien verweisen heute Morgen aber auf eine größer als erwartete Anbaufläche in den USA, die gestern mit 91,7 Mio. acres angegeben wurde. 56% der Feldbestände wurden mit dem Top-Rating good-to-excellent bewertet. Händler hatten mit einem besseren Rating gerechnet. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 76% in der Top-Kategorie.
Die Vegetationsbedingungen im US-Corn-Belt sollen sich in den kommenden Tagen mit höheren Temperaturen im Mittleren Westen und dringend erwarteten Regenfällen im Norden verbessern.
Dass die USA und China wieder miteinander verhandeln wollen, stützt die Maiskurse zudem.

02.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 20.000 Lots CBoT Mais

01.07.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 18.06.19 bis 25.06.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen von 8.800 auf 31.513 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen ebenfalls weiter ausgebaut von 143.515 auf 187.929 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 21.265 Lots auf 34.042 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 25. Juni in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
01.07.2019 Armyworm erreicht Shandong

Nun haben die Eulenfalterraupen (armyworm) auch das größte Maisanabaugebiet im Norden Chinas in Shandong erreicht. Von Ernteschäden wurde aber noch nichts berichtet. Das teilte die Regierungsnahe Bejing News heute mit.
Es ist die 19. Provinz in China, in der die schädliche Raupe entdeckt wurde. Der Befall könnte die Getreideernte in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft gefährden.
Die Raupe ernährt sich in einer Vielzahl von Pflanzen und kann Übernacht hunderte Hektar Mais besetzen und zerstören. Peking empfiehlt 25 verschiedene Pestizide für einen Notfalleinsatz und stellt dafür Hilfsmittel im Wert von umgerechnet 65 Mio. Euro zur Verfügung. Viele Farmer haben aber einen Vorbehalt gegen den Einsatz dieser chemischen Mittel.
Bauern im Norden Chinas pflanzen im Juli üblicherweise Mais nachdem sie im Juni ihren Weizen geerntet haben. Chinas Bauern bestellten im Jahr 2017 130 Mio. Hektar Ackerland, auf 42 Mio. Hektar davon wurde Mais angebaut.

01.07.2019 Russland: Heißes, trockenes Wetter sorgt für Anstieg der Exportpreise

Die Exportpreise für russischen Weizen stiegen in der vergangenen Woche, weil heißes und trockenes Wetter die Getreidebestände belasten, melden Analysten heute Vormittag.
Schwarzmeer-Weizen der neuen russischen Weizenernte mit einem Proteingehalt von 12,5% stieg Ende letzter Woche um einen USD auf 195 USD/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon, ein weiteres bedeutendes Agrarberatungsunternehmen meldet einen Anstieg der Preise um 2 USD auf 198 USD/Tonne FOB. Für Gerste fiel der FOB-Preis um 2 USD auf 165,50 USD(Tonne).
Die Wetteraussichten in der Ukraine und im europäischen Teil Russlands bleiben wärmer und heißer, als normal, so SovEcon. Für die Ukraine sind aber wohl keine größeren Probleme zu erwarten, weil die Pflanzenentwicklung schon weit fortgeschritten ist. In Teilen Russlands könnte sich das Wetter jedoch negativ auf die Winter- und Sommerweizenbestände auswirken.
Anfang Juni war es ungewöhnlich trocken in Russland und der Ukraine und während einige Niederschläge in den kommenden Wochen erwartet werden, wird doch in den bedeutenden Regionen Russlands trockenes Wetter erwartet. Das stellt insbesondere für Weizen, Gerste, Mais und Sonnenblumen ein Risiko dar.
Die Getreideernte in Russland hat in diesem Jahr früher begonnen, als im Vorjahr. Per 28. Juni wurden 8,6 Mio. Tonnen Getreide mit Durchschnittserträgen von 4,05 Tonnen/Hektar geerntet.
Der Preis für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands im Süden fiel Ende letzter Woche auf rund 11.075 Rubel ($175,54) auf Basis ex Works.
Per 27. Juni exportierte Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 42 Mio. Tonnen Getreide, davon 34,5 Mio. Tonnen Weizen. Zur vorherigen Saison ist das ein Rückgang um 19%.

01.07.2019 Getreidemail

Gute Wetterbedingungen in den US-Plains und kräftige Verluste beim Mais ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit kräftigen Abschlägen schließen. Der Frontmonat September erfuhr den größten Tagesverlust seit vier Monaten. Die Weizen-Quartalsbestände wurden am Freitag im USDA-Report auf 1,072 Mrd.Bushel geschätzt, im Vorfeld erwarteten die Marktanalysten 1,100 Mrd. Bushel. Mit 45,6 Mio. Acres lag die Schätzung der US-Weizenanbaufläche 2019 im Rahmen der Erwartungen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre anfänglichen Gewinne aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee nicht halten und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der Frontmonat September verlor im Juni insgesamt 2,7% seines Wertes. In der Woche bis zum 24. Juni waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 80% in gutem bis exzellentem (g/e) Zustand, berichtet der Agrarmarktanalyst FranceAgriMer. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 74%. Heute erwarten Händler die Ergebnisse der 750.000 Tonnen Gerste-Ausschreibung Saudi-Arabiens.

01.07.2019 USA und China sollen weiter verhandeln

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen steigen heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge, da sich im Handelskonflikt zwischen den USA und China das Ende der Eiszeit andeutet. Die Staatschefs vereinbarten weitere Gespräche.
Darin sollen auch die Zollsätze für Agrarprodukte neu verhandelt werden. Bis es soweit ist, dauert es aber noch und neue Konfliktherde zeichnen sich bereits ab. Die Handelsbeziehungen der beiden wirtschaftlichen Schwergewichte werden sich jetzt aber wohl nicht weiter verschlechtern, so die Einschätzung des Agrarstrategen der Commonwealthbank of Australia. Allerdings haben die beiden Präsidenten am Rande des G20-Gipfels in Japan lediglich vereinbart, dass weiter gesprochen werden soll. Einen Kompromiss zu finden, dürfte aber eine große Herausforderung bleiben.
In ihrem Jahresbericht zur Flächennutzung vom Freitag teilte das USDA mit, dass die Farmer in den USA in diesem Jahr 91,7 Mio. acres Mais und 80 Mil. Acres Sojabohnen angebaut haben. Im März lagen die Prognosen noch bei 92,8 und 84,6 Mio. Die großen institutionellen Anleger erhöhten letzte Woche ihren netto-Long-Positionen für Mais.

01.07.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 44.000 Kontrakte CBoT Mais

28.06.2019 Frankreichs Crop-Rating weiter auf hohem Niveau

In der Woche bis zum 24. Juni waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 80% in gutem bis exzellentem (g/e) Zustand, das berichtet heute der Agrarmarktanalyst FranceAgriMer. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 74% der Weichweizenfeldbestände in dieser Top Kategorie.
Die Wintergerstenbestände wurden zu 75% als gut bis exzellent eingestuft. Letzte Woche lagen die Bewertungen noch bei 74%. Das Sommergersten-Rating war mit 87% gegenüber der Vorwoche auf hohem Niveau unverändert.
Das Rating der Maisfeldbestände stieg dagegen von 81% auf jetzt 82% g/e.

28.06.2019 US-Flächennutzungsbericht soll heute mehr Klarheit bringen

Heute Morgen handeln die Maiskurse am CBoT auf stabilem Niveau. Händler warten auf den Quartalsbericht des USDA in dem auch über die Flächennutzung berichtet wird. In diesem Monat sind die Kurse aber schon um 3% gestiegen, weil die Aussaat des Getreides wegen zu nassen Bedingungen im Norden der USA immer wieder verzögert wurde.
Einige Farmer konnten ihre Feldarbeiten noch gar nicht abschließen; das Zeitfenster für die Saat von Mais ist inzwischen zu. Seit zwei Monaten stiegen nun Maiskurse am CBoT.
Analysten tun sich mit einer Prognose zur Flächennutzung schwer. Der Bericht der Regierungsbehörde sollte heute mehr Klarheit bringen.

28.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 13.000 Lots CBoT Mais

27.06.2019 Institutionelle Anleger kauften verkauften gestern 3.000 Kontrakte CBoT Mais

26.06.2019 Armyworm bereits in 19 chinesischen Provinzen

Chinas Landwirtschaftsministerium meldete heute Morgen, dass aktuell in 19 Provinzen ein Befall mit dem Armyworm gemeldet wurde. Dabei handelt es sich um einen Befall durch Eulenfalterraupen, die die Maisflächen auf bisher 333.000 Hektar besiedeln.
Eine Prävention dagegen ist schwer, so ein Sprecher der Behörde.
Peking hatte vorher schon gemeldet, dass so ein Befall hunderte Hektar über Nacht vernichten kann und deshalb eine ernste Bedrohung für die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln sei.

26.06.2019 Hoffnung auf trockenes Wetter im US-Corn-Belt

Die Kurse der Chicago-Maisfutures stehen heute Morgen unter Druck, da im Mittleren Westen der USA nun endlich trockenes Wetter vorhergesagt wird, damit könnte sich der Zustand der Feldbestände verbessern.
Bis Montag waren dort 96% der geplanten Maisflächen bestellt, im Vorjahr waren es zu diesem Termin 100%. 56% der Mais-Feldbestände wurden in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ eingestuft. Das waren 3%-Punkte weniger als in der Vorwoche. Ein Bericht über die Flächennutzung in den USA wird vom dortigen Ministerium am Freitag veröffentlicht. Darauf warten viele Marktbeobachter und Analysten mit Spannung.

26.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT Mais

25.06.2019 US-Crop-Progress-Report: Update vom 24.06.
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seine wöchentlich aktualisierten Ratings der US-Getreidebestände und des Erntefortschritt veröffentlicht.
61% der US-Winterweizenbestände befinden sich in „guter bis exzellenter Verfassung (g/e) (Vorwoche: 64%; Vorjahr: 37%). Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 63%.
Beim Sommerweizen befinden sich 75% der Bestände in Top-Verfassung (Vorwoche: 77%). Analysten erwarteten einen Anteil von 77%.
15% der Winterweizenbestände sind geerntet (Vorwoche: 8%; Vorjahr: 39%; 5-Jahres-Durchschnitt: 34%). Analysten erwarteten allerdings, dass die Ernte etwas weiter fortgeschritten ist. Im Durchschnitt lag die Erwartung bei 19% (Spanne: 15%-25%).
Beim Mais erhielten 56% der US-Bestände das Top-Rating (Vorwoche: 59%; Vorjahr: 77%) Analysten erwarteten einen Anteil von 59%. Die Maisaussaat ist auf 96% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 92%). Analysten erwarteten ebenfalls mit einem Anteil von 96%.
Die Sojabohnenaussaat ist zu 85% erledigt (Vorwoche: 77%; Vorjahr: 100%; 5-Jahres-Durchschnitt: 97%). Erwartet wurde ein Anteil von 88%.
25.06.2019 Südafrikas Maisernte könnte den nationalen Bedarf decken

Eine Umfrage von Reuters unter Marktteilnehmern in Südafrika lässt erwarten, dass die Maisernte dort etwas größer ausfällt als bisher erwartet.
Ein Komitee der Regierung in Johannesburg, das aktuell ihre fünfte Ernteschätzung vorbereitet, könnte morgen zum Schluss kommen, dass die Maisernte im Land 10,95 Mio. Tonnen groß sein wird. Zuletzt ging man noch von 10,9 Mio. Tonnen aus.
Die Ernte 2019 setzt sich demnach zusammen aus 5,505 Mio. Tonnen weißen Mais, der für die menschliche Ernährung verwendet wird sowie 5,445 Mio. Tonnen Futtermais.
Ernteschäden hat es also seit der letzten Schätzung nicht gegeben.
Trifft die Ernteschätzung zu, so würden 12% weniger Mais als im letzten Jahr zusammen kommen. Es war bisher trockener als in der Saison 2018/19.
Die Erntemenge übersteigt aber den Nationalen Bedarf, der mit rund 10 Mio. Tonnen angegeben wird.

25.06.2019 Taiwan kauft Futtermais in Brasilien

Taiwans Futtermittelindustrie kaufte über ihre Einkaufsgemeinschaft MFIG rund 65.000 Tonnen Mais aus Brasilien mittels einer internationalen Ausschreibung.
Als Preis wurde eine Prämie von 101,08 Ct. C&f über dem Frontmonat am CBoT genannt.

25.06.2019 US-Mais: Zustand der Feldbestände in Midwest verschlechtert sich

Seit zwei Handelstagen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures wieder. Das USDA meldete gestern, dass sich der Zustand der US-Feldbestände verschlechtert habe. Das könnte zu einem späteren Zeitpunkt zu Angebotsunterbrechungen führen.
Bis letzten Sonnten waren im US-Corn-Belt 96% der Maisflächen bestellt. Die aufgelaufenen Bestände waren aber nur zu 56% in gutem bis sehr gutem Zustand, letzte Woche waren es noch 59%. Die ungünstigen Wetterbedingungen in den USA stützen also die Maiskurse. Bisher lief in dieser Vegetationsperiode fast alles schief.
Die Hitze in Westeuropa, zu trockene Bedingungen in Kanada und meist zu nasse Bedingungen in den Weizenanbauregionen der USA könnten zu Ertragsverlusten führen. Da die Anfangsbestände in der kommenden Vermarktungsperiode aber noch groß sind, rechnet bisher niemand mit allgemeinen Versorgungsproblemen am Weltgetreidemarkt.

25.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 8.500 Lots CBoT Mais

24.06.2019 EU-Weizenexporte 4% hinter Vorjahr

Die Weizenexporte in der Europäischen Union im Vermarktungsjahr 2018/19 haben per 23. Juni ein Volumen von 20,0 Mio. Tonnen erreicht. Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es 20,8 Mio. Tonnen (-4%).
Die Gersteexporte sanken im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf 4,3 Mio. Tonnen.
Um 34% gestiegen sind die Maisimporte auf 23,25 Mio. Tonnen.

24.06.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 11.06.19 bis 18.06.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen von 1.741 auf 22.713 Netto-Long-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen ebenfalls weiter ausgebaut von 111.212 auf 143.515 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 35.848 Lots auf 55.307 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 18. Juni in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
24.06.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago folgten am Freitag den Kursverlusten beim Soja- und Maiskomplex und schlossen minimal schwächer. In den südlichen US-Plains wird bereits Weizen geerntet, in Kansas, dem Bundesstaat mit der größten Weizenproduktion, startet die Ernte voraussichtlich Anfang Juli. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures am Freitag gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und konnten sich auf allen Terminen behaupten. Der gestiegene Wechselkurs des Euro verschlechtert hingegen die Chancen von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. In der Woche bis zum 17. Juli waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 80% in gutem bis exzellentem (g/e) Zustand, berichtet der Agrarmarktanalyst FranceAgriMer. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 75% der Weichweizenfeldbestände in dieser Top Kategorie. Die Weizenbestände in Deutschland haben in den vergangenen Wochen viel Regen abbekommen und sind insgesamt gut gerüstet für die bevorstehende Hitzewelle. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €4,00 unter Paris Dezember 19.

21.06.2019 Frankreichs Crop-Rating bleibt auf hohem Niveau

In der Woche bis zum 17. Juli waren die Weizenfeldbestände in Frankreich zu 80% in gutem bis Exzellentem (g/e) Zustand, das berichtet heute der Agrarmarktanalyst FranceAgriMer. Im letzten Jahr waren zu diesem Termin 75% der Weichweizenfeldbestände in dieser Top Kategorie.
Die Wintergerstenbestände wurden zu 75% als gut bis exzellent eingestuft. Letzte Woche lagen die Bewertungen noch bei 74%. Das Sommergersten-Rating war mit 87% gegenüber der Vorwoche auf hohem Niveau unverändert.
Das Rating der Maisfeldbestände verlor dagegen von 82 auf jetzt 81% g/e.

21.06.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag aufgrund der festen Vorgagen vom Soja- und Maiskomplex mit moderaten Kursgewinnen. Analysten erwarten weitere Niederschläge in den in diesem Frühjahr von heftigen Niederschlägen und Überflutungen betroffenen US-Anbaugebieten für Mais und Sojabohnen. Mit 187.600 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales unterhalb der Analystenerwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Kursverlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und auf den vorderen Terminen Kursgewinne verzeichnen. Der feste Wechselkurs des Euro belastete hingegen den Markt, weil er die Exportchancen für Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Das trockene Wetter in Russland veranlasste gestern die beiden größten Agrarberatungsunternehmen IKAR und SovEcon, ihre Prognosen für Russlands Weizenexport in der am 1. Juli startenden neuen Vermarktungsperiode auf 36,5 Mio. Tonnen (IKAR) bzw. 37,5 Mio. Tonnen (SovEcon) zu senken. Die russische Weizenernte wird auf 80 Mio. Tonnen bzw. 82,2 Mio. Tonnen geschätzt (2018: 72,1 Mio. Tonnen).

21.06.2019 Institutionlelle Anleger kauften gestern 21.000 Kontrakte CBoT Mais

21.06.2019 Maisaussaat im US-Corn-Belt wird erneut durch Unwetter behindert

Heute Morgen können die Mais-Futures am CBoT ihren Anstieg fortsetzen und steigen damit nahezu auf ein Fünf-Jahres-Hoch. In den US-Anbauregionen im Mittleren Westen hat es erneut zu regnen begonnen und die Feldarbeiten mit der Aussaat von Mais können immer noch nicht abgeschlossen werden.
Die Unwetter im Corn-Belt der USA halten schon seit Wochen an und behindern die Bestellungen von Mais und Sojabohnen. Die US-Farmer leiden aber nicht nur unter den widrigen Wetterbedingungen, sie haben in der zurückliegenden Saison auch nur niedrige Erlöse für ihre letzte Ernte erhalten, da der Handelskonflikt mit China insbesondere Agrarexporte verlangsamte.
Die wöchentlichen US-Maisexporte dieser Woche wurden gestern vom USDA mit 399.200 Tonnen angegeben. Das lag am unteren Rand der Markterwartungen, die von 300.000 bis 900.000 Tonnen ausgingen.

20.06.2019 Starkregen verzögert die Aussaat von Winterweizen in Argentinien

An der Argentinischen Ostküste hat es in den letzten Tagen heftig geregnet und gestürmt, was dort zu Verzögerungen bei der Aussaat von Winterweizen führt. Zunächst einmal ist man aber froh darüber, dass die Böden sich mit Wasser sättigen und auch in den Reservoirs Wasser aufgefüllt wird. Dadurch werden die Farmer dort wohl mehr Winterweizen anbauen.
Argentinien ist einer der größten Getreideexporteure der Welt und profitierte zuletzt auch davon, dass sich die Aussaat von Mais und Sojabohnen in den USA verzögerte. Die Getreidebörse in Rosario erwartet für sein Land in der Saison 2019/20 eine Rekordernte beim Weizen.
In den größten Weizenanbauregionen des Landes in der Provinz Buenos Aires und Entre Rios fielen am letzten Wochenende bis zu 150 mm Regen auf den Quadratmeter. Die Feldarbeiten für Winterweizen waren gerade gestartet. In diesen beiden Provinzen werden wohl 45% der 6,48 Mio. Hektar Weizen des Landes für die Saison 2019/20 gesät. Insgesamt sind im Land bisher 31% der geplanten Flächen mit Winterweizen bestellt worden. Wegen der Regenfälle wird die Anbaufläche wohl größer ausfallen als ursprünglich geplant.
Da man dort mit der Aussaat noch früh dran ist, kann der Regen noch keine negativen Auswirkungen für den Rest der Saison haben. In einer Woche könnten die Verzögerungen bereits wieder aufgeholt sein.
Mais der Saison 2018/19 wurde inzwischen zu 59% geerntet. Die Erntemenge wird auf 56 Mio. Tonnen geschätzt.

20.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 26.000 Lots CBoT Mais

20.06.2019 Preisspitze beim CBoT-Mais vorerst überschritten

Die Kurse des Chicago-Maisfutures sinken heute Morgen am dritten Handelstag in Folge auf ein Ein-Wochen-Tief. Fondsgesellschaften stoßen wieder mehrheitlich ihre Long-Positionen ab und drücken damit die Kurse. Die verspäteten Feldarbeiten im Mittleren Westen der USA verhindern aber größere Kursverluste.
Für Händler in Australien sieht es heute Morgen so aus, als ob der Höhepunkt bei den Maisfutures vorerst erreicht ist. Es ist wohl sicher, dass die US-Ernte kleiner ausfällt, das heißt aber nicht, dass die Versorgung auf der Welt eng wird.

19.06.2019 CBoT-Mais weitet heute Morgen Verluste aus

Heute Morgen sinken die CBoT-Maiskurse am zweiten Tag in Folge, da die US-Farmer sich nun sputen, die verbliebenen Maisflächen zu bestellen. Seit Wochen wurden die Feldarbeiten im Mittleren Westen der USA wegen massiven Regenfällen verzögert, was die Börsenkurse zwischenzeitlich auf ein vier-Jahre-Hoch getrieben hatten.
Händler in Fernostasien sehen die US-Maiskurse gegenüber dem internationalen Markt als überbewertet. Das sieht man auch daran, dass es sich schon fast lohnte, südamerikanischen Mais in die USA zu importieren.
Bis zum letzten Wochenende waren in den USA 92% der geplanten Maisflächen in den USA bestellt. 59% der Feldbestände wurden mit „good-to-excellent“ bewertet – soviel wie in der Vorwoche.
Gestern waren nun auch die institutionellen Anleger Nettzo-Verkäufer von CBoT-Maisfutures.

19.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 18.000 Lots CBoT Mais

18.06.2019 Hohe Maispreise gefährden Margen brasilianischer Fleichverarbeiter

Brasiliens Schweinefleisch- und Geflügelfleisch-Verarbeiter, die von umfangreichen Exporten nach China wegen dem dort grassierenden Afrikanischen Schweinefieber (ASF) profitieren, spüren nun die Auswirkungen gestiegener Maispreise. Mais ist ein wesentlicher Bestandteil im Schweine- und Geflügelfutter.
In den vergangenen Wochen stiegen in Brasilien die Maispreise obwohl dort eine Rekordernte von über 100 Mio. Tonnen erwartet wird. Die Rally am Kassamarkt folgte den Börsenkursen am Leitmarkt an der Derivatebörse in Chicago. Im Mittleren Westen der USA verzögerten massive Regenfälle die Aussaat von Mais und Sojabohnen.
Die Maisfutures an der Börse in Sao Paulo stiegen seit Mitte Mai um 25%, während dort am physischen Markt die Preise um 15% stiegen. Die Preisbewegungen ähneln der aus dem Jahr 2016 als eine Trockenheit in Brasilien die örtliche Maisernte beeinträchtigte. Damals litten auch die Fleischverarbeiter besonders stark unter der Rally.
In dem Jahr schrieb BRF, ein führender Exporteur von Geflügelfleisch in Brasilien, 95 Mio. USD Verluste. Das Unternehmen ist jetzt deshalb besonders aufmerksam. Man hat aber noch Vorkontrakte für die kommenden 12 Monate.
Höhere Maispreise werden die Gewinne der Fleischproduzenten einengen, zumal die Schweinefleischexporte nach China um 40% zulegen und somit mehr Mais als geplant benötigt wird. Das gilt auch für die weltweite Nachfrage nach Mais. Am brasilianischen Maismarkt wird das Maisangebot trotz großer Ernte kleiner ausfallen. Die Maisexporte aus Brasilien können dagegen auf eine Rekordmenge von 32 Mio. Tonnen steigen.

18.06.2019 MARS hebt EU-Ertragsprognosen für Weizen und Mais an

Regenfälle in weiten Teilen Europas veranlasste den Erntebeobachter der Union (MARS) seine Ertragsschätzungen für die diesjährige Weizen- und Maisernte anzuheben. Allerdings tragen spanische Trockengebiete dazu bei, die durchschnittlichen Gerstenerträge in der EU niedriger zu schätzen.
Gestern schätzte MARS die EU-Weizenerträge auf 6,1 Tonnen/Hektar, nach 6,05 Tonnen/Hektar im Vormonat. Das wären dann 8,6% mehr als im letzten Jahr als eine Trockenheit die Erntemenge begrenzte. Und es wären auch 2,7% mehr als im Fünf-Jahres-Mittel.
Die durchschnittlichen EU-Maiserträge hob MARS nun von 7,92 auf 8,05 Tonnen /Hektar an. Dagegen senkten die Fachleute ihre Prognose für die EU-Gerstenerträge von 4,96 auf 4,92 Tonnen/Hektar. Das wären aber noch 1,2% mehr als im Fünf-Jahres-Mittel.
Regenfälle in Teilen Nord- und dem nördlichen Zentraleuropa haben die Ertragserwartungen gesteigert. Davon waren auch Deutschland und Polen betroffen, wo es im April zu trocken war, während es im Südosten Europas und in Italien zu viel geregnet hatte. In den letzten Wochen waren die Wetterverhältnisse aber in allen Anbauregionen besser. Lediglich in Spanien klagt man über Trockenheit, die die Getreideerträge sinken lassen dürfte. Zudem besteht die Gefahr, dass im Sommer keine Beregnung des Mais erlaubt sein wird, weil die Brunnen leer sind.
Die schlechteren Bedingungen in Spanien veranlassten MARS dazu, seine durchschnittlichen Gerstenerträge für ganz Europa von 4,2 auf 4,14 Tonnen zu senken. Das sind immer noch 3,9% über den Erträgen im letzten Jahr aber 0,5% unter dem Fünf-Jahres-Durchschnitt.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten in der Europäischen Union, wurden ebenfalls die Ertragsschätzungen für Weichweizen und Wintergeste gesenkt. Das lag an einem Gewittersturm, der viele Feldbestände letzte Woche an die Erde drückte, wie auch an dem bedeckten Himmel seither. Im Süden und Südosten des Landes ist es zudem zu trocken.
Die Prognose für die EU-Rapserträge 2019 steigt geringfügig von 3,13 auf 3,15 Tonnen/Hektar. Das wären 8,8% mehr als im Vorjahr und 3% über dem Fünf-Jahres-Mittel. Das es während der Aussaat im Herbst zu trocken war, wurde die Anbaufläche aber deutlich reduziert, sodass andere Marktanalysten ihre Ernteprognose auf die kleinste Ernte im letzten Jahrzehnt reduzierten.

18.06.2019 Agrarsubventionen auf dem Prüfstand der WTO

Die riesigen Summen für Agrarsubventionen in den USA und Indien sollen beim nächsten WTO-Meeting Ende Juni in Genf zur Sprache kommen.
Die WTO Mitglieder müssen sich an bestimmt Regeln halten und können nicht beliebig hohe Agrarsubventionen an ihre Landwirte vergeben. Auf 62 Seiten haben Kritiker Fragen gestellt, die auf der vierteljährlich stattfindenden WTO-Sitzung erörtert werden sollen.
Der US-Präsident Donald Trump und Indiens Ministerpräsident Narendra Modi wollen beide das Einkommen ihrer Farmer verbessern. Trump will die Folgen aus seinem Handelsstreit mit China abmildern, Modi will die Wirtschaft seines vom Agrarsektor dominierten Landes stützen.
Die EU bitten nun Indien um eine Erklärung über ein 358 Mrd.-Hilfsprogramm für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum mit der Zielsetzung, das Einkommen seiner Bauern bis 2022 zu verdoppeln. Dafür werden in einem Fünf-Jahres-Plan sogar viermal soviel zur Verfügung gestellt.
Auch die USA kritisieren Indien für einen 5%-Exportzollzuschuss für Basmati-Reis sowie das staatliche Aufkaufprogramm für Weizen zu subventionierten Preisen. Dabei war die indische Weizenernte mehrfach in Folge sehr gut, genauso wie die Vorräte am Weltmarkt.
Von Indien wollen die USA und Australien Details über die Indische „Transport- und Marketing-Subvention“ wissen, das längst hätte beendet werden müssen.
Zu den Zuschüssen die die USA an ihre Farmer vergeben, haben Länder wie Australien, Kanada, China, die EU, Neu Seeland sowie die Ukraine Fragen. Es geht um ein 16 Mrd.-Förderprogramm. Es ist die zweite Auflage zu einem Programm, das zuvor als einmalig beschrieben wurde.
China rechnet vor, dass die maximale Förderung bestimmter Produkte von 5% damit überschritten wird.
Die EU kritisiert den vom US-Kongress in diesem Monat genehmigten 19 Mrd. USD-schweren Notfallplan, der ebenfalls als Agrarsubvention gilt. Die Ernteversicherung für Mais steigt damit auf 90% und für Sojabohnen auf 60% statt 55% zuvor.
Auch Indien kritisiert den US-Agrarhaushalt 2018 weil davon auch Personen im engsten Familienkreis der Farmer mit Summer von bis zu 125.000 USD profitieren. Des Weiteren geht es um Fragen, die sich aus dem Britischen EU-Austritt ergeben, die USA hinterfragt Weizensubventionen im Pakistan.

18.06.2019 Getreidemail

Mit leichten Kursaufschlägen schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago. Technische Käufe, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie unvorteilhafte Wetterbedingungen in einigen Anbaugebieten Russlands und Australiens gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 375.365 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der Crop-Monitoring-Dienst der EU, Mars, hat seine monatliche Schätzung der Weichweizenerträge 2019 in der EU von 6,05 Tonnen/Hektar auf 6,10 Tonnen/Hektar erhöht. Damit lägen die Erträge 8,6% über dem Niveau des vergangenen Jahres und 2,7% höher, als der Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre. Die Weizenexporte der EU-28-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 16. Juni ein Volumen von 19,85 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 20,4 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 3%.

18.06.2019 Maisaussaat in den USA nun endlich vor Abschluss

Da es im US-Corn-Belt in den kommenden Tagen nicht mehr regenen soll, geben die Kurse der CBoT-Maisfutures heute Morgen um bis zu 2% nach. Es ist der größte Tagesverlust seit zwei Wochen. Die Feldarbeiten können dort nun fortgesetzt werden.
Das USDA hatte gestern geschätzt, dass die Maisaussaat auf 92% der geplanten Flächen abgeschlossen sei, auch das übte Druck auf die Börsenkurse aus. Die Kurse liegen aber immer noch deutlich höher als vor den widrigen Wetterereignissen. Im Durchschnitt der letzten Jahre war die Feldbestellung für Mais im Mittleren Westen der USA zu diesem Termin bereits abgeschlossen. Da es in den kommenden Tagen trocken bleiben soll, hofft man die Aussaat nun bald abschließen zu können.
Das brasilianische Beratungsunternehmen Agroconsult schätzt, dass das südamerikanische Land in dieser Saison 38 Mio. Tonnen Mais exportieren wird. Der Mais von dort ist mit dem US-Mais im Wettbewerb, der wegen der historisch späten Aussaat teurer geworden ist. Für Brasilien wären Maisexporte in dieser Größenordnung ein neuer Rekord.
Am Montag weiteten die institutionellen Anleger ihre Netto-Long-Position in Maisfutures noch weiter aus.

17.06.2019 EU Weichweizenexporte 3% hinter Vorjahr

Die Weizenexporte der EU-28-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 16. Juni ein Volumen von 19,85 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 20,4 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 3%. Gerste wurde in einem Volumen von 4,2 Mio. Tonnen exportiert (-22%; Vorjahr: 5,4 Mio. Tonnen). Die Mais-Importe stiegen um 35% von 17,0 Mio. Tonnen auf 23,0 Mio. Tonnen.

17.06.2019 EU-Kommission erhöht Schätzung der Weichweizenerträge

Der Crop-Monitoring-Dienst der EU, Mars, hat seine monatliche Schätzung der Weichweizenerträge 2019 in der EU von 6,05 Tonnen/Hektar auf 6,10 Tonnen/Hektar erhöht. Damit lägen die Erträge 8,6% über dem Niveau des vergangenen Jahres und 2,7% höher, als der Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre.
Reduziert wurde die Schätzung der Gerste-Erträge 2019 in der EU von 4,96 Tonnen/Hektar auf 4,92 Tonnen/Hektar
Mars erhöhte zudem die Schätzung der Körnermais-Erträge 2019 von 7,92 Tonnen/Hektar auf 8,05 Tonnen/Hektar sowie die Schätzung der Rapssaaterträge 2018 von 3,13 Tonnen/Hektar auf 3,14 Tonnen/Hektar.

17.06.2019 EU erwartet eine große Wintergerstenernte

Nach der großen Trockenheit im letzten Jahr erwartet Europa in diesem Jahr eine gute Wintergerstenernte. Das Angebot aus der Landwirtschaft dürfte gleich nach Erntebeginn groß werden.
Wintergerste, die als Viehfutter verwendet wird, hatte in 2018 wegen der Trockenheit und der Hitzewelle eine kleine Ernte und so mussten mehr Futterweizen und Mais importiert werfen. Sollte das Wetter im Juni und Juli normal bleiben, wird die Wintergerstenernte nun aber viel besser ausfallen.
Der französische Marktanalyst Strategie Grains erwartet, dass die EU-Gerstenproduktion um 15% auf 30,86 Mio. Tonnen steigen wird, sofern die Wetterverhältnisse in den nächsten Wochen es erlauben.
In Frankreich hofft das dortige Landwirtschaftsministerium auf eine Gerstenernte von 8,5 Mio. Tonnen, das wären 4,6% mehr als im letzten Jahr. Einige Wetterdienste warnen davor, dass die jüngsten Regenfälle die Abreife des Getreides verzögern oder gar gefährden können. Feuchte Wärme begünstigt den Parasitenbefall in der Reifephase, was die Kornfüllung beeinflussen dürfte. Im Juli startet die Wintergerstenernte in Frankreich.
Im Vergleich zum letzten Jahr erwartet man in Deutschland einen großen Ertragssprung. Der Deutsche Raiffeisenverband geht derzeit von einer Wintergerstenernte von 9,99 Mio. Tonnen aus. Das wären 35,5% mehr als im Vorjahr. Die jüngsten Regenfälle minderten die Furch vor einem weiteren Jahr mit Trockenheit. Die Wintergerstenbestände sehen in Deutschland kurz vor der Abreife überall hervorragend aus. Bereits in den kommenden Tagen beginnt die Ernte im Süden und Südwesten des Landes. Bis Ende Juni kommt sie dann auch in anderen Regionen voran.
In Großbritannien soll die Wintergerstenernte 2019 um 20% größer ausfallen als im Vorjahr und 3,1 Mio. Tonnen betragen. Das liegt auch an einer ausgeweiteten Anbaufläche. Die Feldbestände verfügen dort derzeit über genügend Feuchtigkeit. Teils ist es sogar schon zu nass. Jetzt hofft man auf mehr Sonnenschein damit sich die Erträge aufbauen können. Auf der Insel beginnt die Wintergerstenernte üblicherweise in der Zeit vom 20. bis 25. Juli.
Einen frühen Erntestart für Wintergerste erwartet man in Polen. Anfang Juli könnte es losgehen. Die Ernteschätzung des Analysten Sparks Polska liegt derzeit bei 850.000 Tonnen (+7% zu 2018).

17.06.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger drehten im Zeitraum 04.06.19 bis 11.06.19 den Positionen-Bestand beim SRW-Weizen von 13.348 Netto-Short-Kontrakten per 04.06.19 auf 1.741 Netto-Long-Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit nur erstmals seit September 2018 und auch nur marginal bullisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen weiter ausgebaut auf 111.212 Netto-Long-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.799 Lots auf 91.155 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. Juni in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
17.06.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten am Freitag von den steigenden Kursen beim Soja- und Maiskomplex profitieren und beendeten den letzten Handelstag der Woche mit moderaten Aufschlägen. In den kommenden Tagen drohen weitere starke Niederschläge die Maisaussaat im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten zu verzögern. Zudem erwarten Analysten einen höheren Weizenverbrauch als Viehfutter. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen nochmals fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee sowie dem schwächeren Wechselkurs des Euro zum US-Dollar profitieren und verzeichneten auf allen Terminen Kursgewinne. Das Handelsvolumen war allerdings gering. Im Vergleich zur Vorwoche stieg der Frontmonat September um 1%. FranceAgriMer ratete per 10. Juni 80% der französischen Weizenbestände mit der Top-Bewertung "gut bis exzellent". Der Zustand ist damit stabil zur Vorwoche. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 76% der Weizenbestände in Frankreich das Top-Rating. Eine Hitzewelle im Süden der Ukraine belastet derzeit die dortigen Sommergetreidebestände.

17.06.2019 CBoT-Maiskurse steigen heute Morgen auf 5-Jahres-Hoch

Die Kurse des CBoT-Maisfutures steigen heute Morgen um 2% auf ein Fünf-Jahres-Hoch. Weitere Regenfälle in Teilen des Corn-Belts im Mittleren Westen der USA werden die Erträge beim Mais in der weltweit größten Anbauregion für Mais begrenzen.
Am örtlichen Markt in den USA kursieren Horrorgeschichten über riesige Ertragsausfälle. Unwetter verhinderten die Aussaat von Millionen Hektar Mais und solche Flächen die bestellt werden konnten sind in Gefahr, während der Vegetationszeit Schäden zu nehmen.
Das alles stresst die dortigen Farmer, die bereits durch niedrige Preise und dem US-chinesischen Handelskonflikt leiden, da die Exporte einbrachen.
Nun bieten die Endverbraucher für US-Mais wie Futtermittel- und Ethanolhersteller mehr für die alte Ernte und sorgen damit für einen rascheren Bestandsabbau. Inzwischen sind sich Marktteilnehmer sicher, dass nicht alle Ackerflächen mit Mais bestellt werden bevor das Zeitfenster dafür schließt.

17.06.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 42.000 Kontrakte CBoT Mais

14.06.2019 US-Export-Meldungen
US-Exporteure melden den Verkauf von 130.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an China,
125.613 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Unbekannt,
130.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an Unbekannt
sowie den Storno von 136.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an China.
14.06.2019 Frankreich: Weizenratings stabil

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat heute Vormittag den wöchentlichen Report über den Zustand der Getreidebestände in Frankreich veröffentlicht. Danach befinden sich per 10. Juni 80% der französischen Weizenbestände in guter bzw. exzellenter Verfassung. Der Zustand ist damit stabil zur Vorwoche. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 76% der Weizenbestände in Frankreich das Top-Rating.
Bei der Wintergerste waren laut FranceAgriMer 74% der Bestände in Top-Verfassung (unverändert zur Vorwoche). Die Bestände der Sommergerste verschlechterten sich moderat von 88% auf 87% „gut bis exzellent“.
Der Anteil der Maisbestände in Top-Verfassung war mit 82% ebenfalls stabil.

14.06.2019 Getreidemail

Angetrieben von den deutlichen Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex schlossen auch die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen. In Kanada bringen die jüngsten Niederschläge wohl nur geringfügige Erleichterung. Institutionelle Anleger kauften gestern 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Strategie Grains senkte die Prognose der EU-Weichweizenexporte in Länder außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2019/20 um mehr als eine Mio. Tonnen und erwartet aktuell Exporte in einem Volumen von 22,1 Mio. Tonnen Weichweizen (2018/19: 21 Mio. Tonnen). Die argentinische Weizenproduktion im Vermarktungsjahr 2019/20 könnte aufgrund vorteilhafter Wetterbedingungen einen neuen Ernterekord ergeben. In ihrer ersten Prognose für die Weizenernte 2019/20 erwartet die Rosario Grains Exchange mindestens 22 Mio. Tonnen (Vj.:19,5 Mio. Tonnen). Die Niederschläge in den vergangenen Wochen haben das Erntebild in Deutschland erheblich verbessert, allerdings erwarten die konkurrierenden Exporteure in der Ostseeregion ebenfalls größere Ernten.

14.06.2019 CBoT-Maiskurse auf 4-Jahres-Hoch

Die Maiskurse am CBoT erklimmen heute Morgen ein Vier-Jahres-Hoch und könnten diese Handelswoche mit einem Plus von 7% beenden. Im Mittleren Westen der USA werden weitere Regenfälle vorhergesagt.
In dieser Woche erhielten die Kurse einen Schub vom USDA, das in ihrem WASDE-Bericht am Dienstag ihre Schätzung zu den Maiserträgen deutlich senkte. Daraus ergibt sich, dass auch die errechneten Endbestände der Saison 2019/20 sinken. Das alles weil es beispielslose Verzögerungen bei den Feldbestellungen im Corn-Belt der USA gibt. Die Lage ist ernst und wenn die Erträge noch weiter als erwartet sinken, wird es im nächsten Monatsreport des US-Landwirtschaftsministeriums weitere Produktionseinschränkungen geben, glauben Händler und Analysten in Singapur heute Morgen.
Rohstofffonds waren gestern Netto-Käufer von Mais, Sojabohnen und Weizen.

14.06.2019 US-Export-Meldung: Mexiko kauft 175.000 Tonnen Mais

US-Exporteure meldeten gestern den Verkauf von 175.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

14.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 38.000 Lots CBoT Mais

13.06.2019 Getreidebörse Rosario hebt Prognosen für Weizen- und Maisernte an

Die argentinische Weizenproduktion in 2019/20 könnte einen neuen Ernterekord ergeben; vorteilhafte Wetterbedingungen hatten bereits im letzten Jahr eine Rekordernte ermöglicht.
In ihrer ersten Prognose für die Weizenernte 2019/20 erwartet die Rosario Grains Exchange mindestens 22 Mio. Tonnen (Vj.:19,5 Mio. Tonnen). Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre wurden 3,2 Tonnen Weizen pro Hektar geerntet. Multipliziert mit der Anbaufläche ergäbe das 22 Mio. Tonnen.
Die Getreidebörse hob zudem ihre Prognose für die 2019/20er Maisernte des Landes auf 50,5 Mio. Tonnen an. (vorher:48,5), weil die Anbaufläche in der Provinz Santa Fe größer ist, als zuvor gemeldet.
Die Sojabohnenernteschätzung wurde hingegen auf 56,5 Mio. Tonnen von vorher 57 Mio. Tonnen reduziert, da es im Nordosten Argentiniens Starkregenfälle gab.

13.06.2019 US-Export-Sales: Schwache Maisexporte

13.06.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Long-Bestand beim Weizen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen auf steigende Kurse. Der Bestand von 17.072 Netto-Long-Positionen auf Futures und Optionen in der Vorwoche wurde allerdings in der Woche bis zum 7. Juni auf 10.904 Netto-Long-Positionen reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Short-Positionen per 7. Juni auf 5.020 Kontrakte (Vorwoche: 12.641). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 75,1% während Non Commercial 16,8% am Open Interest repräsentieren. 91,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt (Vorwoche: 91,2%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

13.06.2019 Strategie Grains senkt Exportprognose für EU-Weizen

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 in Länder außerhalb der EU um mehr als eine Mio. Tonnen reduziert. Das Unternehmen erwartet nun Exporte in einem Volumen von 22,1 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vormonat lag die Prognose bei 23,2 Mio. Tonnen. Damit läge das Ergebnis immer noch über der korrigierten Prognose der Exporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 von 21 Mio. Tonnen.
Die Exportaussichten für die EU haben sich in den letzten Monaten verschlechtert aufgrund des erneuten Anstiegs des erwarteten Exportüberschusses der Ukraine. Weizen aus der Ukraine ist der Hauptkonkurrent für EU-Weizen.
Ukraines Winterweizenernte wird nach Schätzung des Analysten APK-Inform um 8,4% steigen auf 25,9 Mio. Tonnen.
Die trockenen Wetterbedingungen in Mittel- und Osteuropa und die heftigen Niederschläge im Südwesten Frankreichs veranlassten Strategie Grains dazu, die Prognosen der EU-Weizen- und Gersteernten zu senken. Für die Weizenernte in der EU-28 erwartet Strategie Grains ein Volumen von 142,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 143,9 Mio. Tonnen). Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 12%. Die Schätzung der Gersteproduktion könnte demnach ein Volumen von 59,6 Mio. Tonnen ergeben (Vormonat: 60,3 Mio. Tonnen). Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 7%.
Verschiedene Faktoren führten demnach zu einer leichten Verschlechterung der Zustände. Dazu gehören eine Dürreperiode in Spanien und die Vorhersage von trockenen und heißen Wetterbedingungen bis zum Ende der Wachstumsperiode im östlichen Teil der EU (Baltikum, Polen, Tschechien, Slovakei) sowie weniger stark in Deutschland. Überdurchschnittliche Niederschläge lösten auch in Ungarn, Italien, und weniger ausgeprägt in Rumänien, Bulgarien und Frankreich die Alarmglocken aus.
Die Prognose der Maisproduktion in der EU erhöhte Strategie Grains im Gegensatz dazu um 500.000 Tonnen auf 63,4 Mio. Tonnen.

13.06.2019 Getreidemail

Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex aufgrund heftiger Niederschläge im Mittleren Westen der USA sowie trockenes und heißes Wetter im Schwarzmeer-Raum, das Wetterdienste auch in den kommenden 10 Tagen erwarten, sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für kräftige Kursgewinne. Institutionelle Anleger kauften gestern 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen erneut fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nur bedingt folgen und schlossen uneinheitlich. In Frankreich und Deutschland, den Hauptanbauregionen für Weizen in Westeuropa, sind die Wachstumsbedingungen mittlerweile sehr gut. Im Norden und im Osten Deutschlands werden aber weitere Niederschläge benötigt. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat gestern seine monatliche Schätzung der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 von 2,3 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen erhöht. Mit 9,75 Mio. Tonnen blieb die Prognose der Exporte außerhalb der EU unverändert. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €2,00 unter Paris Dezember 19.

13.06.2019 In den USA unterbricht Regen die Maisaussaat erneut

Die Chicago-Maiskurse steigen heute Morgen auf ein Ein-Wochen-Hoch nachdem es im Mittleren Westen der USA wieder begonnen hat zu regnen. Das sorgt dafür, dass die Feldarbeiten erneut zum Stillstand kommen. Insbesondere trifft das die Aussaat von Mais und Sojabohnen.
Bereits im letzten USDA-Bericht am letzten Dienstag wurden die Erwartungen für die nächste Maisernte um 5,7% reduziert, da das Ertragspotential schon jetzt nicht mehr voll ausgeschöpft werden kann. Die Ernte wird sich aufgrund der späten Aussaat verzögern und im Herbst drohen mehr Ertragsausfälle als üblich.
Wenn sich demnächst die Wetterbedingungen wieder verbessern, werden wohl viele Farmer lieber auf Sojabohnen ausweichen, da diese eine kürzere Vegetationszeit haben.

13.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 16.000 Lots CBoT Mais

12.06.2019 FranceAgriMer erhöht Prognosen der Weizen- und Maisendbestände

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat heute seine monatliche Schätzung der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 (30. Juni) von 2,3 Mio. Tonnen auf 2,4 Mio. Tonnen erhöht. Mit 9,75 Mio. Tonnen blieb die Prognose der Exporte außerhalb der EU unverändert.
Beim Mais erhöhte FranceAgriMer die Prognose der Endbestände 2018/19 von 2,7 Mio. Tonnen auf 3,0 Mio. Tonnen.
Auf 1,5 Mio. Tonnen (vorher 1,6 Mio. Tonnen) senkte das Unternehmen die Prognose der Gerste-Endbestände, hauptsächlich aufgrund der erwarteten höheren Exporte innerhalb der EU.

12.06.2019 Getreidemail

Niedrigere Endbestände in den USA sowie deutliche Kurssteigerungen beim Mais ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report gestern Abend den US-Weizenbestand zum Ende der Saison 2019/20 auf 1,072 Mrd. Bushel (Erwartung: 1,118 Mrd. Bushel). Den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2019/20 schätzte das USDA allerdings auf 294,34 Mio. Tonnen und damit höher, als von Analysten erwartet (290 Mio. Tonnen). Institutionelle Anleger kauften gestern 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT minimal schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures gestern von den Tagesverlusten erholen und beendeten den Handelstag moderat fester. Hervorragende Wetterbedingungen in Westeuropa und der feste Wechselkurs des Euro begrenzten jedoch das Aufwärtspotenzial. Die Weizenexporte der EU-28-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 9. Juni ein Volumen von 19,6 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 20,1 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 2%. Ägypten kaufte gestern 120.000 Tonnen Weizen. 60.000 Tonnen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen rumänischer Herkunft zur Lieferung im Zeitraum 11. – 21. Juli.

12.06.2019 Nach dem USDA-Report stiegen die CBoT-Maiskurse gestern um knapp 3%

Nach dem kräftigen Kursanstieg von gestern um fast 3% stagnieren die Kurse der CBoT-Maisfutures heute Morgen auf dem erreichten Niveau. Im USDA-WASDE-Bericht von gestern schätzten die Autoren, dass die Maiserträge in den USA kleiner sind als vom Markt erwartet.
In ihrem Monatsbericht wurde der durchschnittliche US-Maisertrag pro acre um 10 Bushel oder 5,7% auf 166 Bushel pro acre reduziert. Analysten waren zuvor noch von 172,4 Bushel ausgegangen. Da zudem nicht sicher ist, wie groß die Anbaufläche sein wird, war spannend zu erfahren, wie groß die Ernteschätzung ausfällt. Die Experten des Landwirtschaftsministeriums schätzten die US-Maisernte gestern auf 13,68 Mrd. Bushel, was die kleinste Ernte seit vier Jahren wäre.
Sie gingen in Ihrer Berechnung noch davon aus, dass die komplette geplante Anbaufläche bestellt wird. In den USA fehlen 40-50 Mio. Tonnen Mais gegenüber früheren Schätzungen. Die Maisproduktion weltweit wurde gestern von 350 Mio. Tonnen auf 290 Mio. Tonnen reduziert.

12.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 36.500 Lots CBoT Mais

11.06.2019 EU Weichweizenexporte 2% hinter Vorjahr

Die Weizenexporte im der EU-28-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 9. Juni ein Volumen von 19,6 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 20,1 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 2%. Gerste wurde in einem Volumen von 4,2 Mio. Tonnen exportiert (-21%; Vorjahr: 5,3 Mio. Tonnen). Die Mais-Importe stiegen um 37% von 16,55 Mio. Tonnen auf 22,6 Mio. Tonnen.

11.06.2019 Ukraine: Maisanbaufläche steigt um 2%

Die Anbaufläche für Mais steigt in der Ukraine in diesem Jahr um 2% auf 4,77 Mio. Hektar. 2018 wurde Mais auf einer Fläche von 4,6 Mio. Hektar angebaut. Außerdem schätzt das Landwirtschaftsministerium die Anbaufläche für Sonnenblumen (Aussaat ist bereits abgeschlossen) auf 5,74 Mio. Hektar. Sojabohnen wurden bisher auf einer Fläche auf 1,58 Mio. Hektar ausgesät, das sind 87% der geplanten Gesamtanbaufläche für Sojabohnen. Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Exporteuren von Agrarprodukten. Im vergangenen Jahr wurden 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet.

11.06.2019 Argentinien wäre bereit, Mexiko mit Mais zu versorgen

Für den Fall, dass sich der Handelsstreit zwischen den USA und Mexiko anhält, bietet sich nun Argentinien an, in das mittelamerikanische Land Mais zu liefern.
Zwar hat die US-Regierung ihren angedrohten Strafzoll von 5% fürs Erste zurückgenommen, aber die Forderungen der US-Regierung, den Strom der Migranten in die USA zu unterbinden, steht unter fortwährender Beobachtung. Trump will Taten sehen…
Mexiko bereitet sich deshalb weiter auf eine Verschärfung des Streits vor, in dem man eine Liste von Gütern erstellt, die zukünftig nicht mehr in den USA, sondern aus anderen Ländern bezogen werden können.
Sobald die USA Strafzölle gegen Mexiko erhebt, können wir liefert, sagte Gustavo Idigoras der Präsident der argentinische Handelskammer, die auch für den Agrarexport zuständig ist. Zwar sind die Transportkosten aus den USA noch sehr niedrig, sollte aber als Gegenmaßnahme ein Strafzoll Mexikos die Maiseinfuhren aus den USA verteuern, rechnet sich auch die Lieferung aus Südamerika. Argentinien hat genug Mais, um Mexikos Bedarf zu erfüllen.
Mexiko ist aktuell der Top-Importeur von US-Mais, Weizen und Schweinefleisch. Argentinien exportiert im Dezember und Januar 150.000 Tonnen Mais und 180.000 Tonnen Weizen; das ist nur ein kleiner Teil dessen, was die USA üblicherweise liefern.
Sollte der US-Mais für Mexiko zu teuer werden, könnten Brasilien und Argentinien die Lücke in vollem Umfang schließen. 95% der Maiseinfuhren Mexikos kommen bisher aus den USA und 70% der Weizenimporte. Schon während der Verhandlungen über ein neues Handelsabkommen NAFTA hatte sich Mexiko Alternativen zu US-Agrarrohstoffen gesucht. Die Spannungen zwischen den beiden Nachbarstaaten sind seither nicht weniger geworden.
In der letzten Woche wurde bekannt, dass Mexiko bereits eine Schiffsladung von 35.000 Tonnen Mais aus Brasilien geordert hat. Die Lieferung erfolgt am 22. Juni.

11.06.2019 USDA: 4% der US-Winterweizenbestände sind geerntet

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern den wöchentlichen Bericht über den Zustand der Getreidebestände aktualisiert. Danach befinden sich 64% der US-Winterweizenbestände in guter bzw. exzellenter Verfassung. Analysten erwarteten einen Rückgang auf 63%. Mittlerweile sind 4% der Winterweizenbestände geerntet. Zur selben Zeit im Vorjahr waren es 13% und im 5-Jahres-Durchschnitt 10%.
Der Zustand der Sommerweizenbestände hat sich hingegen etwas verschlechtert. 81% der Bestände sin in Top-Verfassung, in der Vorwoche waren es 83%.
Die Maisaussaat ist mittlerweile zu 83% abgeschlossen (Vorwoche: 67%; Vorjahr und 5-Jahres-Durchschnitt: 99%). 83% entsprach auch der Analystenerwartung
Bei der Sojabohnenaussaat liegt der Fortschritt per 9. Juni bei 60% (Vorwoche: 39%; Vorjahr: 92%; 5-Jahres-Durchschnitt: 88%). Die Erwartung der Analysten lag bei 56%.

11.06.2019 Kurse der CBoT-Maisfutures geben heute Morgen erneut nach

Die Kurse der CBoT-Maisfutures geben heute Morgen erneut nach, da die Farmer im US-Corn-Belt mit der Feldbestellung jetzt endlich vorankommen. Die Furcht vor niedrigeren Erträgen bleibt allerdings.
Wenn das trockene Wetter anhält, könnte die Aussaat von Mais in den USA bald abgeschlossen werden. Der späte Termin wäre für die Ernte dann kein Desaster, optimale Erträge schließen die Fachleute aber bereits aus.
Gestern schätze das USDA in seinem Wochenbericht, dass bis Sonntag in den USA 83% der geplanten Flächen mit Mais bestellt waren. Das hatten die Marktbeobachter auch so erwartet. In der Vorwoche waren es 67%. 59% der Feldbestände erhielten ein Top Rating, besser als erwartet. Da nur die aufgelaufenen Bestände bewertet werden können, sind die Fachleute unsicher, ob die spät und in zu nasse Böden gelegte Saat sich auch so gut entwickelt.

11.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT Mais

10.06.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 28.05.19 bis 04.06.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 10.435 Kontrakte auf 13.348 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit nur noch minimal bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen gedreht auf 87.243 Netto-Long-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 41.638 Lots auf 88.356 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 4. Juni in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
10.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 21.000 Lots CBoT Mais

10.06.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen zum Wochenende sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Trockenes Wetter in Russland, Australien, der Ukraine und Kanada begrenzt derzeit das Abwärtspotenzial. In den südlichen US-Plains und im Mittleren Westen beobachten Markteilnehmer intensiv, wie die Winterweizenbestände weiter mit den nassen Wetterbedingungen zurecht kommen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen nochmals schwächer. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee und des festen Euro-Wechselkurses bei geringem Handelsvolumen uneinheitlich. Der Verlust zur Vorwoche betrug mehr als 3%. Die Agrarmarktanalysten von FranceAgriMer veröffentlichten am Freitag ihr wöchentliches Update für den Zustand der Getreidebestände und dem Aussaatfortschritt in Frankreich. Darin erhielten 80% der französischen Winterweizenbestände per 3. Juni das Top-Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 1%. Im vergangenen Jahr erhielten 79% der Bestände zu diesem Zeitpunkt das Top-Rating. 

10.06.2019 Maisaussaat kommt im US-Corn-Belt nun endlich zügig voran

Die Kurse der CBoT-Maisfutures geben heute Morgen am zweiten Handelstag in Folge bis zu 1% nach. Da es im Mittleren Westen der USA in den nächsten Tagen trocken bleiben soll, hofft man darauf, dass die Maisaussaat nun zügiger vorankommt.
Letzte Woche meldete das USDA noch einen weiten Rückstand bei den Feldbestellungen im größten Getreideanbaugebiet der USA. Bis dato warn 67% der geplanten Maisflächen bestellt. Weniger als von Marktteilnehmern erwartet und weit weniger als vor einem Jahr zu diesem Termin als man mit 96% fast fertig war.
Heute soll es nun schon die erste Bewertung der Feldbestände geben, was schwierig werden dürfte, da die Saat auf vielen Flächen noch gar nicht aufgelaufen ist.
Wegen der Verzögerungen bei der Aussaat von Mais und Sojabohnen haben die großen Investmentunternehmen ihre Shortpositionen aufgegeben und sind jetzt netto-long.
Am Freitag verkauften die Investoren schon wieder mehr Maisfutures.

07.06.2019 Frankreich: Zustand der Winterweizenbestände verbessert sich moderat

Die Agrarmarktanalysten von FranceAgriMer haben heute Morgen ihr wöchentliches Update für den Zustand der Getreidebestände und dem Aussaatfortschritt in Frankreich veröffentlicht. Darin erhielten 80% der französischen Winterweizenbestände per 3. Juni das Top-Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 1%. Im vergangenen Jahr erhielten 79% der Bestände zu diesem Zeitpunkt das Top-Rating.
Bei der Wintergerste liegt der Anteil der Pflanzen mit dem Rating „gut bis exzellent“ bei 74% (Vorwoche: 76%). Deutlich besser und unverändert zur Vorwoche, mit 88% in Top-Verfassung, entwickeln sich die Bestände der Sommergerste.
Um 1% zur Vorwoche gestiegen auf 82% sind die Ratings beim Körnermais. Die Maisaussaat ist mittlerweile abgeschlossen.

07.06.2019 20% höhere Weizenkurse im Mai: Asiens Getreidemüller auf falschem Fuß erwischt
Getreidemüller in Asien wurden von der jüngsten Rally der Weizenfutures auf dem falschen Fuß erwischt. Sie hatten auf sinkende Preise gewettet. Im Kontrast dazu hatten die Mischfutterhersteller ihren Rohstoff Mais bereits vor Monaten gesichert, noch bevor die Preise stiegen.
Im Mai stiegen die Kurse der CBoT-Corn-Futures fast um 20%, weil massive Niederschläge im Mittleren Westen der USA die Maisaussaat verzögerten. Auch die Weizenkurse stiegen in ähnlicher Größenordnung, sie folgen den Vorgaben der Mais-Futures.
Die meisten Weizenimporteure in Asien, darunter auch die Indonesier, weltweit der zweitgrößte Weizenkäufer, sind nur bis Juli mit Weizen eingedeckt. Ab August ist die Deckung aktuell nur 50%, so die Aussagen von drei Händlern, die nicht genannt werden wollen. Maisimporte wurden dagegen bis Oktober in vollem Umfang geordert. Asien ist bei Weitem der größte Importeur und Konsument von Mais und Weizen.
Schwarzmeerweizen mit 11,5% Protein kostet aktuell 225 USD/Tonne c&f. Vor der Rally im Mai lagen die Preise bei 210 USD/Tonne. Käufer in Südkorea, Taiwan und Vietnam kauften ihren Mais zu rund 180-190 USD/Tonne zur Lieferung von Mai bis Oktober 2019. In dieser Woche lagen die Maispreise bei 215 USD/Tonne c&f.
Jahrelange Produktionssteigerungen bei Mais und Weizen veranlassten viel Händler dazu, sich von der Hand-in-den Mund zu versorgen. Die Weizenpreise werden aktuell von einer Trockenheit in Teilen Russlands und Australien unterstützt.
07.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 23.500 Lots CBoT Mais

06.06.2019 Mexiko kauft Mais in Brasilien

Getreideimporteure in Mexiko haben 35.000 Tonnen Mais aus Brasilien gekauft.
Am 22. Juni soll eine Schiffsladung aus dem Nord-Brasilianischen Hafen Santarém in Richtung Mexiko in See stachen.
In diesen Tagen verhandeln mexikanische Regierungsvertreter mit Washington, um von Donald Trump angedrohte Strafzölle abzuwenden. Mexiko ist der größte Abnehmer von Mais aus den USA. Der Kauf aus Brasilien könnte als Hinweis an die USA verstanden werden, dass man seinen Mais auch woanders kaufen kann.
Die USA haben derzeit außerdem einen schwierigen Start in die nächste Vegetationsperiode, da es im Corn-Belt seit Wochen zu viel Regen gab. Das könnte zu einem kleineren Maisangebot führen.
Es ist die erste Maislieferung aus Brasilien für Mexiko seit Januar, so das Landwirtschaftsministerium in Brasilien. Der Mais kommt aus dem Bundesstaat Mato Grosso. Bereits in 2017/18 als die USA das NAFTA-Abkommen mit Mexiko und Kanada neu verhandeln wollte, kauft Mexiko 800.000 Tonnen Mais in Brasilien.
Der Abschluss zeigt aber auch, dass Brasiliens Mais preislich attraktiv ist, daa man dort eine Rekordernte von fast 100 Mio. Tonnen erwartet.
In den letzten Tagen wurde bekannt, dass Rohstoffhändler bereits einige Schiffsladungen Mais aus Südamerika in die USA verkauft wurden.

06.06.2019 2018/19 Ukraine-Getreideexporte können auf 49 Mio. Tonnen kommen

In der Saison 2018/19, die noch bis Ende Juni anhält, hat die Ukraine bis heute 47,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zum selben Termin im Vorjahr waren es 37,4 Mio. Tonnen. Das teilte heute das Landwirtschaftsministerium in Kiew mit.
Im letzten Jahr erntete die Ukraine 70 Mio. Tonnen Getreide, im Jahr 2017 waren es 61 Mio. Tonnen.
Die Exporte in der laufenden Saison könnten auf 49 Mio. Tonnen kommen (Vj.: 39,4 Mio. Tonnen).
Die Ukraine exportierte bis zum 5. Juni fast 27,9 Mio. Tonnen Mais und 15,1 Mio. Tonnen Weizen.
Getreide, Pflanzenöle und Ölsaaten sind die größten Exportrohstoffe der Ukraine.

06.06.2019 FAO: Anstieg der globalen Lebensmittelpreise im Mai

Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im Mai zum fünften Mal in Folge gestiegen. Schlechtes Wetter hat insbesondere die Preise für Käse und Mais in die Höhe getrieben, meldet die Food and Agriculture Organization (FAO) heute Vormittag.
Gleichzeitig warnte die FAO, dass der erwartete starke Rückgang der Maisproduktion in den Vereinigten Staaten aufgrund der heftigen Niederschläge die Aussichten auf eine riesige Ernte 2019 relativieren könnte.
Der FAO Food Price Index, die die monatlichen Preisveränderungen für einen Korb von Getreideprodukten, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker misst, stieg im Mai auf 172,4 Punkte. Im April lag er bei 170,3 Punkten. Es ist der höchste Stand seit Juni letzten Jahres.
Um 5,2% zum Vormonat April stieg der FAO Dairy Price Index und erreichte damit ein 5-Jahres-Hoch. Die global starke Nachfrage nach Käse erhöhte auch die Milchnachfrage. Die Trockenheit in Ozeanien limitiert zudem das Export-Potenzial aus der Region.
Der FAO Cereal-Price Index stieg um 1,4% aufgrund des schnellen Preisanstiegs infolge der Sorge wegen der stockenden Maisaussaat in den Vereinigten Staaten.
Im Kontrast zum Dairy-Price-Index und zum Cereal-Price-Index fiel der Sugar-Price- Index um 3,2% zum Vormonat und der Vegetable-Price-Index um 1,1%.
Die zweite Prognose für 2019 zur globalen Getreideproduktion liegt bei 2,685 Mrd. Tonnen (zuvor: 2,722 Mrd. Tonnen). Allerdings liegt die Prognose immer noch 1,2% über Vorjahr.
Der Anstieg der globalen Getreideproduktion im Jahresvergleich reflektiert die Ausweitung der Weizen- und Gersteproduktion, während die Reisproduktion wohl unverändert hoch bleibt. Die Maisproduktion wird jedoch insbesondere aufgrund des erwarteten Anbaurückgangs in den Vereinigten Staaten um 10% geringer ausfallen, als im Vorjahr.
In der neuen Saison könnten die weltweiten Getreidebestände um mehr als 3% sinken auf ein 5-Jahres-Tief von 830 Mio. Tonnen.

06.06.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, nachlassende Sorgen über Ertragseinbußen beim US-Weizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit abermals kräftigen Verlusten schließen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 0 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 16.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures im Zuge der schwachen Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen deutlich nach. Die Niederschläge der vergangenen Tage in weiten Teilen Frankreichs, Deutschlands und Großbritanniens sowie das derzeit geringe Kaufinteresse internationaler Käufer und der feste Wechselkurs des Euro sorgten zudem für Abwärtsdruck. In einigen von Trockenheit und heißem Wetter betroffenen Regionen im Schwarzmeer-Raum wird in den kommenden Tagen Regen erwartet. Die deutsche Weizenernte 2019 wird nach aktuellen Schätzungen des DRV um 21,9% auf 24,7 Mio. Tonnen ansteigen. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €2,00 unter Paris Dezember 19.

06.06.2019 CBoT-Weizenkurse lösen sich aus Abwärtsbewegung

Die Weizenkurse am CBoT können sich aus ihrer zweitägigen Abwärtsbewegung lösen und steigen heute Morgen wieder. Das trockene Wetter in Australien und in der Schwarzmeerregion ist wieder das Top-Thema unter den Händlern.
In den kommenden drei Monaten wird in weiten Teilen Australiens kein Regen mehr erwartet, deshalb reduzieren die Agrarmarktanalysten bereits ihre Prognosen für die Getreideernte. Ähnliches gilt für die Schwarzmeerregion.
Die Weizenkurse wurden auch durch Befürchtungen über Ertragsminderungen im US-Corn-Belt gestützt, wo es seit Wochen immer wieder regnete und die Aussaat von Mais und Sojabohnen behinderte.
Gestern waren die Rohstofffonds noch netto-Verkäufer von Weizenfutures.

06.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 35.500 Lots CBoT Mais

05.06.2019 Kanadas Prärien leiden unter Trockenheit –Ertragsverluste beiderseits der Grenze

Während es im Mittleren Westen der USA unablässig regnete, leiden die Anbaugebiete in Kanadas Prärie unter Trockenheit. In den USA kommt die Aussaat nicht voran und in Kanada wird das Wachstum der jungen Pflanzen durch ausbleibenden Regen gehemmt.
Die widrigen Wetterbedingungen beiderseits der Grenze senken die Ertragserwartungen und haben deshalb einen dringend nötigen Preisschub am Kassamarkt verursacht. Beide Länder leiden unter Handelskonflikten mit China.
Die Landwirte beobachten die herausfordernden Umstände am Markt und in der Politik mit großer Aufmerksamkeit und hoffen darauf, dass das die Preise für Agrarrohstoffe wie Canola und Sojabohnen weiter steigen lässt. Aus beiden Ländern hat China wegen unterschiedlicher Konflikte seine Importe der Ölsaaten eingeschränkt.
Die US-Regierung will den Schaden für seine Farmer, der aus dem Handelsstreit herrührt mit Zuschüssen in Höhe von 16 Mrd. USD kompensieren. Sie müssen allerdings irgendetwas säen, egal wie das Wetter ist. Diesen Vorteil haben kanadische Farmer nicht; sie sind auf kostendeckende Erlöse aus dem Verkauf ihrer Ernte angewiesen.
Bis letzten Montag hatten US-Farmer erst 67% der geplanten Maisflächen bestellt, die Sojabohnensaat ist erst zu 39% drin. Der späte Aussaattermin wird sich unweigerlich negativ auf die Erträge auswirken, zumal wenn es im bevorstehenden Sommer heiß wird oder im Herbst früher Frost droht. Analysten schätzen den Ertragsverlust beim US-Mais auf 20-40 Mio. Tonnen.
In Saskatchewan in Kanada sind in den letzten 30 Tagen nur 40% der üblichen Niederschläge gefallen. Das ist das Kerngebiet für den kanadischen Canola- und Weizenanbau. Auch in Alberta und Manitoba ist es trockener als üblich. Dagegen sind im US-Corn-Belt 150 bis 300% Niederschläge gewesen.
Meteorologen erklären, dass die Trockenheit in Kanadas Prärien in der Ursache für die Nässe in den USA war. Der Jet-Stream hatte nahezu den gesamten Regen im Süden fallen lassen, sodass für Kanada nichts mehr übrig blieb. Dort wurden jetzt tausende Menschen aus ihren Häusern evakuiert, weil Waldbrände eine große Gefahr bedeuten.

05.06.2019 Brasilien liefert Mais in die USA – ein politisches Manöver Chinas?

Die Getreidehändler ADM und andere in dieser Liga liefern derzeit Mais aus Brasilien an Smithfield Foods in zwei Firmeneigene Tiefseehäfen an der US-Ostküste. Im Mittleren Westen der USA verzögert sich die Aussaat von Mais seit Wochen und es werden Ertragseinbußen erwartet. Obwohl die Getreidesilos der USA außergewöhnlich voll sind, heißt es, dass Mais aus Südamerika billiger ist.
Außerdem kommt der Mais aus Südamerika schneller an die US-Ostküstenhäfen als aus dem Corn-Belt des Landes. Smithfield Foods hat wohl 5 bis 10 Schiffsladungen Mais in Brasilien geordert. Die Lieferungen soll zwischen September und Januar geladen werden. Auch Paraguay und Argentinien liefern Mais in die USA. Es ist von 1 Mio. Tonnen die Rede.
Das letzte Mal als Brasilien erhebliche Mengen Mais in die USA lieferte war in 2012 und 2013. Damals kamen 1,7 Mio. Tonnen. Damit reduziert Brasilien seinen Anfangsbestand auf 16,5 Mio. Tonnen. In der letzten Saison startete man mit 30 Mio. Tonnen. Derzeit geht man davon aus, dass Brasilien in dieser Saison 100 Mio. Tonnen Mais erntet.
Analysten bemerken, dass Smithfield zu 100% den Chinesen gehört. Man könnte sich bei den Importen auch ein politisches Manöver denken.

05.06.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago mussten gestern zweistellige Verluste hinnehmen. Marktteilnehmer reagierten auf den verbesserten Zustand der US-Winterweizenbestände. 64% der Bestände befinden sich dem USDA zufolge in Top-Verfassung. Eine Zunahme um 3% zur Vorwoche. Erwartet wurde jedoch ein Rückgang auf 59%. Offenbar litten die Bestände weniger stark unter den heftigen Niederschlägen, als Marktteilnehmer das erwarteten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen erneut schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der deutliche Anstieg des Euro-Wechselkurses belastete zudem den Markt. Die weltweite Versorgungslage beim Weizen scheint derzeit unproblematisch mit Ausnahme von Qualitätsrisiken in den Vereinigten Staaten und trockenen Wetterbedingungen in Russland. Angesichts der schwierigen Situation beim Mais in den USA werden jedoch weiterhin volatile Preise erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September bei €2,00 unter Paris Dezember 19. Der jüngste Kursanstieg hat Landwirte in Frankreich dazu animiert, Weizen zu attraktiven Preisen zu verkaufen.

05.06.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Lots CBoT Mais

04.06.2019 Crop-Progress-Report: Ergebnisse aus dem wöchentlichen Bericht des USDA

Gestern Abend hat das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlichen US-Crop-Progress-Report veröffentlicht. Die wichtigsten Ergebnisse daraus haben wir zusammengefasst und mit den Analystenerwartungen abgeglichen:
Weizen:
64% der Winterweizenbestände erhielten dem Bericht zufolge per 2. Juni das Top-Rating „gut bis exzellent“. Im Vergleich zur Vorwoche steigt damit der Anteil in Top-Verfassung um 3%. Analysten erwarteten einen Rückgang auf durchschnittlich 59%.
Die Sommerweizenaussaat ist, wie von den befragten Analysten entsprechend erwartet, auf 93% der Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 84%; Vorjahr und 5-Jahres-Durchschnitt: 96%). Der Zustand der Sommerweizenbestände ist mit einem Anteil von 83% in Top-Verfassung erheblich besser, als im vergangenen Jahr (70%). Analysten erwarteten hingegen nur einen Anteil von 60% mit dem Rating „gut bis exzellent“.
Mais:
Die Maisaussaat ist auf 67% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 58%; Vorjahr und 5-Jahres-Durchschnitt: 96%). Analysten erwarteten einen Durchschnittswert von 71%.
Sojabohnen:
39% der Sojabohnen wurden per 2. Juni auf den geplanten Flächen ausgesät. Damit liegt der Aussaatfortschritt weiterhin stark hinter dem Vorjahr zurück. Vor einem Jahr waren zu selben Zeit 86%; 5-Jahres-Durchschnitt: 79%.

04.06.2019 Erneuter Kurssprung beim CBoT-Mais

Die Kurse der CBoT-Maisfutures steigen in der Nachtbörse zur Stunde um bis zu 2,5% und erreichen damit fast ihren Höchststand der letzten Woche als sie ein 3-Jahres-Hoch handelten. Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete gestern Abend, dass die Maisaussaat im US-Corn-belt weit hintern dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre liegt.
Insbesondere im östlichen Teil des US-Corn-belts können viele Farmer ihre Sojabohnen- und Mais-Saat nicht legen weil die Böden vom vielen Regen völlig durchnässt sind. In den Bundesstaaten Indiana und Ohio gab es seit letzter Woche so gut wie keinen Fortschritt.
Bis Sonntag waren erst 67% der geplanten Maisflächen bestellt, viel weniger als von Analysten erwartet worden war. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 96%. Sollte es in den kommenden Wochen weiterhin so langsam vorankommen, werden einige Farmer auf den Anbau von Sojabohnen ausweichen. So könnten 5-10 Mio. acres weniger mit Mais bestellt werden, was eine um 20-40 Mio. Tonnen kleinere Ernte bedeuten würde.
Allerdings werden die Anfangsbestände des kommenden Vermarktungsjahres 62 Mio. Tonnen groß sein und damit deutlich höher als die 40 Mio. Tonnen im 10-Jahres-Mittel.

04.06.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT Mais

03.06.2019 Mexiko zielt auf US-Agrarexporte falls der Streit mit den USA nicht gelöst wird

Die mexikanische Regierung sollte sich auf die US-amerikanischen Agrarprodukte konzentrieren, wenn sich der Handelsstreit mit den USA nicht beigelegt werden kann. Das rät der oberste Agrarlobbyist Bosco de la Vega als letztes Mittel, um sich vor den ungerechtfertigten Drohungen des US-Präsidenten zu wehren.
Die Flüchtlingspolitik der USA habe mit Mexikos Wirtschaft nichts zu tun. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass es bis zum 10. Juni zu keiner Einigung zwischen den beiden Regierungen kommt, müsse man die Agrarprodukte der republikanisch regierten US-Staaten boykottieren.
Mexikos Regierung erarbeitet derzeit eine Strategie, wie man auf die Drohungen des nördlichen Nachbarlandes regieren will. Der Agrarlobbyist de la Vega benennt Produkte, wie Futtermais, Sojabohnen, Schinken, Äpfel, Kartoffeln und Whiskey aus den USA, die Mexiko in großem Umfang aus den konservativen US-Bundesstaaten importiert. Im letzten Jahr verkauften US-Fermer 14 Mio. Tonnen Mais und 4 Mio. Tonnen Sojabohnen n Mexiko.
Donald Trump hatte mit Strafzöllen von 5% ab dem 10. Juni gedroht, sollten bis dahin die Mexikaner nicht die illegale Einwanderung aus Südamerika in die USA unterbinden. Dieser Strafzoll solle monatlich um weiter 5% angehoben werden. Bis Oktober wären das dann schon 25%.

03.06.2019 EU-Kommission: Weichweizenexporte 1% hinter Vorjahr

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) per 2. Juni auf 19,1 Mio. Tonnen geschätzt. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 19,3 Mio. Tonnen und damit ein Rückgang um 1% zum Vorjahr.
Die Prognose der Gerste-Exporte liegt mit 4,2 Mio. Tonnen 21% hinter dem Vorjahresergebnis von 5,3 Mio. Tonnen.
Um 38% über Vorjahr mit 22,3 Mio. Tonnen erwartet die EU-Kommission die Mais-Importe.

03.06.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 21.05.19 bis 28.05.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 17.977 Kontrakte auf 23.783 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit immer noch bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen kräftig reduziert um 95.993 Kontrakte auf 20.736 Netto-Short-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 23.137 Lots auf 129.994 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 21. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
03.06.2019 Brasilien vor einer weiteren Mais-Rekordernte

Brasiliens Agrarberatungsunternehmen Agroconsult schätzte am Freitag die Maisernte 2018/19 des Landes auf 100,4 Mio. Tonnen. Das sind fast zwei Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Prognose.
Auf einer Feldtour bestätigt sich der Eindruck einer guten zweiten Maisernte aufgrund bester Vegetationsbedingungen. Die zweite Flächennutzung im Wirtschaftsjahr mit Mais folgt nach der Sojabohnenernte. Die zweite Maisernte wird jetzt wegen exzellenten Bedingungen auf 74,2 Mio. Tonnen geschätzt nach 72,3 Mio. Tonnen im letzten Monat.
In einer Umfrage von Reuters gingen die Befragten für beide Maisernten noch von 97,5 Mio. Tonnen aus, etwas weniger als der Rekord des Vorjahres von 97,8 Mio. Tonnen.
Agroconsult schätzt die zweite Maisernte jetzt 38% größer als im Vorjahr als eine Trockenheit in den Bundesstaaten Paraná und Mato Grosso die Erträge begrenzte. In 2018 ernte Brasilien insgesamt 81 Mio. Tonnen.
Zu den hohen Ertragserwartungen kommt n och eine Ausweitung der Anbaufläche von 7% bei der zweiten Maisernte auf 12,3 Mio. Hektar.

03.06.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und der sich zuspitzende Handelsstreit mit Mexico belasteten am Freitag die Weizenfutures in Chicago. Der Frontmonat September 19 stieg im Mai um 17,7% und erzielte damit den größten Monatsgewinn seit Juni 2017. US-Präsident Trump droht, auf alle Importe aus Mexiko einen Zoll von zunächst 5% zu erheben. Mexiko ist u.a. ein großer Käufer von Mais und Weizen aus den Vereinigten Staaten. Außerdem sorgen sich Marktteilnehmer um die massiven Verzögerungen bei der US-Maisaussaat sowie um die Schäden an den Weizenbeständen aufgrund der heftigen Niederschläge im Mittleren Westen und den US-Plains. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 564.800 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 200.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures der Ernte 2019 trotz der negativen Vorgaben aus Übersee gut halten und schlossen unverändert bis moderat fester. Die Termine der Ernte 2020 mussten hingegen Verluste hinnehmen. Der internationale Getreiderat reduzierte seine Prognose der globalen Weizenernte um 4 Mio. Tonnen auf 766 Mio. Tonnen.

03.06.2019 CBoT-Weizenkurse steigen weiter

Die Weizenkurse in Chicago steigen heute Morgen wieder weil Starkregenfälle in den US-Plains die Ernte gefährden und am Schwarzen Meer von Trockenheit berichtet wird.
Heftige Regenfälle im Mittleren Westen der USA könnte die Getreideernte dort großen Schaden zufügen. Bisher haben davon die Kurse der Maisfutures profitiert und die Weizenkurse mitgezogen. Heute Morgen stagnieren die Maiskurse aber und der Weizenkurs steigt weiter. Das mag auch daran liegen, dass Trockenheit in der Ukraine und im Süden im europäischen Teil Russlands die Ertragserwartungen senkt.
Am Freitag gaben die Kurse allerdings nach, weil der US-Präsident Mexiko wegen der Probleme mit illegalen Einwanderern mit Strafzöllen überziehen will, was große Auswirkungen auf die Agrarexporte der USA haben könnte.

31.05.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten kräftig zu. Shortabdeckungen (Short Coverings) von Fondsgesellschaften, kräftige Kursgewinne auch beim Soja- und Maiskomplex sowie die Befürchtungen über Ertrags- und Qualitätseinbußen beim US-Weizen gaben dem Markt Unterstützung. In den Fokus treten auch die trockenen Wetterbedingungen in Australien, Kanada und Russland, während es in Teilen Osteuropas und der Ukraine zu nass ist. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exportgeschäfte in einer Spanne von insgesamt 200.000 - 600.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 13.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Das IGC erhöhte die Prognose der EU-Weizenernte von 149,0 Mio. Tonnen auf 149,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 137,8 Mio. Tonnen). Signifikante Aufwärtskorrekturen gab es für Schweden und Dänemark.

31.05.2019 IGC senkt seine Ernteprognose für Mais um 7%

urse der Maisfutures verlieren zwar heute, werden aber den Monat mit dem größten Gewinn seit 2015 beenden, da die Verzögerungen der Feldarbeiten inzwischen als historisch bezeichnet werden.
Die Maisernte könnte nach Einschätzung des Direktors des Beratungsservices bei IKON Commodities 35 Mio. Tonnen kleiner ausfallen, weil die Erträge aufgrund der späten Aussaat ihr Potential nicht mehr ausschöpfen können. Das USDA hatte am Dienstag festgestellt, dass bis zum 26. Mai erst 56 % der geplanten Maisflächen im US-Corn-belt bestellt waren. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 90%.
Gestern hat das International Grains Council (IGC) seine Schätzung zur Welt-Mais-Ernte 2019/20 zurückgenommen. Das Regierungsunabhängige Institut geht jetzt von einer Erntemenge von 1,118 Mrd. Tonnen aus, was 7% weniger sind als zuletzt erwartet. Die US-Maisernte wird auf 363 Mio. Tonnen gesehen, nach 371 Mio. Tonnen im vorherigen Monatsbericht.

31.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 48.000 Kontrakte CBoT Mais

30.05.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 29.964 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen in der Vorwoche wurde allerdings in der Woche bis zum 24. Mai auf 20.348 Netto-Short-Positionen reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 24. Mai auf 20.302 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 27.829). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70,2% während Non Commercial 20,7% am Open Interest repräsentieren. 90,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert, das ist stabil zur Vorwoche. Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen  Mais  Rapssaat

30.05.2019 CBoT-Maisfutures legen bei ihrer Rally eine Pause ein

Nach dem kräftigen Kursanstieg auf ein Drei-Jahres-Hoch legen die Maisfutures heute Morgen eine Verschnaufpause ein. Die Verluste dürften aber überschaubar bleiben, da im Mittleren Westen der USA weitere Regenfälle vorhergesagt werden, die die Maisaussaat weiter verzögern werden.
Bis zum 26. Mai waren 58% der geplanten Maisflächen bestellt. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin bereits 90%. Auch die Aussaat von Sojabohnen verzögert sich.
Händler in Fernostasien gehen davon aus, dass es sich heute nur um eine Pause bei der Rally handelt. Die Feldarbeiten sind in den USA längst nicht abgeschlossen.
Während es im Corn-belt der USA viel zu nass ist klagen Australiens Farmer über anhaltende Trockenheit. Das soll mindestens noch drei Monate so weitergehen, glaubt man dem Meteorologen des Kontinents. Die gesamte Agrarproduktion ist dadurch in Gefahr.
Unterdessen hat die Ukraine in dieser Saison bisher 46,1 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt, im Vergleich mit 36,4 Mio. Tonnen zu diesem Termin im Vorjahr. In 2018 erntete man dort 70 Mio. Tonnen in 2017 waren es 61 Mio. Tonnen.

30.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 15.0000 Kontrakte CBoT Mais

29.05.2019 Ukraine: Getreideexporte erreichen 46,1 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine der laufenden Saison 2018/19 haben bisher ein Volumen von 46,1 Mio. Tonnen erreicht. Vor einem Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 36,4 Mio. Tonnen. Die Ukraine hat im vergangenen Jahr 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet, 2016 waren es 61 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium erwartet in der laufenden Saison Getreideexporte in einem Volumen von bis zu 49 Mio. Tonnen (Vorjahr: 39,4 Mio. Tonnen). Per 29. Mai wurden 27 Mio. Tonnen Mais und 14,9 Mio. Tonnen Weizen exportiert.

29.05.2019 US Crop-Progress-Report: Mais- und Sojabohnenaussaat weiter stark verzögert

Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem gestern aktualisierten Crop-Progress-Report nur noch 61% der US-Winterweizenbestände per 26. Mai das Top-Rating „gut bis exzellent“ erteilt. In der Vorwoche erhielten noch 66% der Bestände die Top-Bewertung. Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Wert von 65%.
Die Sommerweizenaussaat ist auf 84% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 70% und im 5-Jahres-Durchschnitt bei 91%.
Die Maisaussaat ist weiterhin stark verzögert. Nur 58% der geplanten Flächen sind bestellt (Vorwoche: 49%; 5-Jahres-Durchschnitt: 90%). Analysten erwarteten beim Mais einen Fortschritt von 63%. Ebenfalls stark verzögert ist die Sojabohnenaussaat. Auf 29% der geplanten Flächen ist sie per 26. Mai erfolgt (Vorwoche: 19%; 5-Jahres-Durchschnitt: 66%; Analystenerwartung: 31%).

29.05.2019 Günstige Exportbedingungen für Brasiliens Maisbauern

Brasiliens Maisbauern können es kaum fassen, wie günstig die Marktbedingungen für sie geworden sind. In Chicago steigen die Maiskurse und die aktuelle Schwäche der Landeswährung Real verbessert die Exportchancen.
Die Maisexporte im Mai summieren sich bis Freitag auf 908.400 Tonnen – eine ungewöhnlich große Menge zu dieser Jahreszeit in der eigentlich die Ausfuhren der Sojabohnen Vorrang haben. Erst in der zweiten Saisonhälfte steigen üblicherweise die Maisausfuhren, da die größte Erntemenge erst im brasilianischen Winter an den Markt kommt.
Die Mai-Ausfuhren von Mais haben sich gegenüber dem April schon verdoppelt, so groß waren die Ausfuhren in diesem Monat noch nie. Das liegt zum größten Teil auch an der Schwäche des Real, der die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt verbessert.
Eine Analystin des Marktanalysten FCStone stellt zudem fest, dass die brasilianische Maisernte in diesem Wirtschaftsjahr mit fast 100 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufstellen könnte. An der Derivatebörse in Chicago stiegen die Maiskurse heute Morgen auf ein Drei-Jahres-Hoch, weil die Aussaat im Kerngebiet des US-Getreidegürtels wegen Dauerregens nicht vorankommt.
Die Schwäche der brasilianischen Landeswährung begründet sich zum Teil durch eine politische Instabilität. Investoren fürchten, dass eine geplante Rentenreform nicht beschlossen wird.
Wegen der günstigen Rahmenbedingungen wollen Maisfarmer in Brasilien für Forward-Geschäfte bis ins Jahr 2020 nutzen. Sie glauben, so eine Häufung günstiger Umstände wird es so schnell nicht wieder geben.

29.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago stiegen gestern erneut kräftig. Wetterdienste erwarten übers Wochenende wieder heftige Niederschläge in wichtigen Anbauregionen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um ca. 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Der Soja- und Maiskomplex legte gestern ebenfalls kräftig zu. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Nur noch 61% der US-Winterweizenbestände erhielten das Toprating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es 66%. Analysten erwarteten einen Rückgang auf lediglich 65%. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 494.097 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit deutlichen Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom starken Anstieg in Übersee profitieren und erreichten im Handelsverlauf ein 3-Monats-Hoch. Nur die Termine der Ernte 2020 gaben moderat nach. Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 141,3 Mio. Tonnen auf 143,8 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 blieb aber unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen. Für 2018/19 liegt die Exportprognose bei 21 Mio. Tonnen.

29.05.2019 CBoT-Maisfutures auf 3-Jahres-Hoch

Die CBoT-Maisfutures steigen heute Morgen um bis zu 4% auf ihren höchsten Stand seit 2016 nachdem der US-Regierungsreport gestern zeigte, dass sich die Aussaat weit hinter dem Stand der Vorjahre bleibt und auch die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht trifft.
Der Mittlere Westen der USA bleibt an vielen Orten für die Feldarbeiten zu nass. Die Regenfälle am Wochenende waren heftiger als vorhergesagt und jetzt sagen die Meteorologen nach einer kurzen Wetterberuhigung weiteren Regen für die kommenden 10 Tage voraus.
Die Kurse der Maisfutures am CBoT stiegen seit Mitte Mai schon um 17,5%, da die institutionellen Investoren ihre massiven Short-Positionen liquidierten. Dadurch kauften sie seither den Gegenwert von mehr als 1 Mrd. Bushel Mais.
Gestern teilte das USDA mit, dass bis zum 26. Mai 58% der geplanten Maisflächen in den USA gepflanzt waren. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 90%.
Das nasse Wetter beeinflusste auch die Aussaat von Sojabohnen und Sommerweizen in den USA.

29.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 47.500 Lots CBoT Mais

28.05.2019 Argentinien im Glück: Große Ernten und hohe Preise

Die Maisernte 2019/20 in Argentinien könnte die bisherige Rekordmenge von 56 Mio. Tonnen übertreffen. Das erwartet zumindest der Chef des Agrarsekretariats in Buenos Aires.
Die Terminmarktnotierungen zeigen interessante Preise, sodass die Farmer für Mais eine größere Anbaufläche einplanen und dafür bereits ihre Betriebsmittel einkaufen.
Die Agrarrohstoffernte für die laufende Vermarktungssaison wird ebenfalls sehr groß eingeschätzt, weil die Wetterkonditionen dort im Südamerika hervorragend waren.

28.05.2019 Im Mittleren Westen der USA sind erst 63% der Maisflächen bestellt

Das USDA teilte soeben mit, dass die Maisaussaat in den USA bis Sonnten auf nur 63% der geplanten Flächen erfolgte.
Wegen des Feiertages am gestrigen Montag kommt diese Meldung erst heute. Ungewöhnlich nasse Bedingungen verzögern die Feldbestellungen. Im letzten Jahr waren an diesen Termin 90% der geplanten Flächen bestellt.
Inzwischen sind dort auch 31% der Sojabohnen gesät, das Fünf-Jahres-Mittel liegt bei 66%.
Die Aussaat von Sommerweizen ist jetzt zu 83% abgeschlossen. Auch hier waren es im Fünf-Jahres-Mittel 91%.
Die Beurteilung der Winterweizenbestände ist mit 65% in der Kategorie „good-to-excellent“ um einen %-Punkt schlechter als in der Vorwoche.

28.05.2019 US-Export-Inspections: Mais-Verladungen höher, als erwartet

28.05.2019 EU erhöht Prognose der Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der Europäischen Union von 141,3 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 143,8 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 blieb aber unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen, während die Prognose für 2018/19 bei 21 Mio. Tonnen liegt.
Die Prognose der Gersteproduktion 2019/20 wurde moderat gesenkt von 61,0 Mio. Tonnen auf 60,7 Mio. Tonnen. Beim Mais erwartet die Kommission eine Produktionsmenge von 68,2 Mio. Tonnen (Vormonats-Prognose: 68,3 Mio. Tonnen). Maisimporte im Vermarktungsjahr 2019/20 belaufen sich nach Schätzungen der Kommission auf 15,5 Mio. Tonnen. Für 2018/19 erhöhte man die Prognose von 21,5 Mio. Tonnen auf 22,5 Mio. Tonnen. Die Erwartung an die Rapsproduktion wurde gesenkt von 19,2 Mio. Tonnen auf 18,7 Mio. Tonnen.

28.05.2019 Armyworm bereits in 15 chinesischen Provinzen

In der östlichen chinesischen Provinz Jiangsu wurde am Montag in einem Maisfeld der Befall mit dem gefährlichen Armyworm entdeckt. Das berichteten Chinas Staatsmedien gestern.
Der Schädling ist inzwischen schon in 15 Provinzen aufgetaucht, zum ersten Mal Anfang Januar 2019 im Südwesten des Landes in Yunnan.
Jetzt wurde die Schmetterlingslarve in Maisfeldern in den Orten Yixing und Liyang in der Provinz Jiangsu entdeckt. Das Risiko, dass sich der Schädling nun auch in die großen Maisanbauregionen Chinas ausbreitet, ist sehr groß berichten die Medien vor Ort.
China hatte Ende 2017 130 Mio. Hektar Ackerland und baut auf 42 Mio. Hektar Mais an.

28.05.2019 Getreide-Vermarktungssaison in der Ukraine neigt sich dem Ende zu

In der Woche vom 18-24 Mai sanken die Getreideexporte aus ukrainischen Häfen auf 757.000 Tonnen von 1,01 Mio. Tonnen in der Woche zuvor.
Die Maisexporte stiegen allerdings noch einmal von 674.000 Tonnen auf 686.000 Tonnen, während die Weizenexporte von 234.000 Tonnen in der Vorwoche auf jetzt 48.000 Tonnen sanken.
Die größten Mengen gingen in den Iran, nach China und nach Spanien.
In dieser Saison, die von Juli 2018 bis Juni 2019 reicht, exportierte das Land am Schwarzen Meer 41,1 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 32 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium in Kiew geht für die gesamte Saison von 49 Mio. Tonnen aus.
Das Land erntete in 2018/19 70 Mio. Tonnen Getreide.

28.05.2019 Rally bei CBoT-Agrarfutures setzt sich heute Morgen fort

Technische Käufe treiben die Weizenkurse am CBoT kräftig in die Höhe. In den USA gefährdet Regen die Erträge des Winterweizens und die Saat des Sommerweizens kommt nicht in die Erde.

Am vergangenen Freitag waren die CBoT-Weizenkurse bereits um 5% gestiegen und heute Morgen setzt sich die Rally fort. Der Kurs des Frontmonats Juli-19 übersprang heute Nacht bereits die 5-Dollar-Marke. Fonds kaufen massiv, um ihre Short-Positionen glatt zu stellen nachdem der 100-Tage-gleitende Durchschnitt überschritten wurde.
Regen in den nördlichen Plains verhindert die Aussaat vom Sommerweizen, sodass auch der Kurs des Hard-Red-Winterweizenfutures kräftig ansteigt. In den südlichen Anbauregionen gefährden strake Regenfälle die Feldbestände des Winterweizens.
Auch die Mais- und Sojabohnenkurse sind im Aufwind, weil die Anleger ihre massiven Short-positionen liquidieren.

27.05.2019 EU-Weizenexporte 2% hinter Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) erreichten per 26. Mai ein Volumen von 18,4 Mio. Tonnen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 2%. Um 24% zurück gingen die Gersteexporte. Sie erreichten per 26. Mai ein Volumen von 4,0 Mio. Tonnen. Die Maisimporte hingegen stiegen um 36% auf 21,6 Mio. Tonnen.

27.05.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 14.05.19 bis 21.05.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 36.701 Kontrakte auf 41.760 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen ebenfalls reduziert um 166.189 Kontrakte auf 116.729 Netto-Short-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 15.704 Lots auf 153.131 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 21. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

27.05.2019 Trotz Regen fällt die EU-Rapsernte auf unter 18 Mio. Tonnen

Im Mai brachte der Regen in einigen Teilen der Europäischen Union bei der Rapssaat ein Entspannung, aber Analysten erwarten, dass die diesjährige Ernte die kleinste seit einem Jahrzehnt wird, weil es immer noch zu trocken ist und Insektenbefall die Erträge mindert.
Der Getreideverband Coceral schätzte letzte Woche, dass die EU-Rapsernte 2019 nur 17,9 Mio. Tonnen groß sein wird. Das wären zwei Mio. Tonnen weniger als im letzten Jahr und die kleinste Ernte seit 2007.
Der Regen könnte das Ergebnis noch etwas verbessern, aber die Rapssaat hat bisher schon so sehr gelitten, dass das auch keinen großen Unterschied mehr macht.
In Frankreich könnte die Ernte unter die 4-Mio.-to-Grenze sinken (Vj.:4,9). Die Anbaufläche wurde dort um 19% auf jetzt 1,31 Mio. Hektar eingeschränkt. Jetzt hat Insektenbefall einige Farmer dazu bewogen, dass der Raps umgebrochen wird und stattdessen Mais angebaut wird.
Auch in Deutschland wird die Rapsernte trotz der Regenfälle kleiner. In den bisher trockensten Regionen ging endlich ergiebiger Regen nieder. Bundesweit sind die Feldbestände in ordentlichem Zustand, das kompensiert aber nicht die große Anbaueinschränkung.
Die Ernte könnte hierzulande 17,1% kleiner ausfallen auf 3,04 Mio. Tonnen, so der Genossenschaftsverband Anfang Mai.
Die polnische Rapsernte könnte mit 2,4 Mio. Tonnen sogar um 100.000 Tonnen größer als im Vorjahr ausfallen. Die Auswinterungen waren nur gering.
In Großbritannien stellt man verbreitet Insektenbefall beim Raps fest, die zu einer spürbar kleineren Ernte führen dürfte. Dort ist außerdem auch noch immer zu trocken.

27.05.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 46.000 Lots CBoT Mais

24.05.2019 Mexiko kauft 113.000 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 113.000 Tonnen Mais zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 an Mexiko.

24.05.2019 China: Armyworm hat das Potenzial, die Ziele bei Getreideproduktion zu gefährden

Chinas Landwirtschaftsministerium teilte heute mit, dass die Maßnahmen zur Kontrolle und gegen die Ausbreitung des Armyworm (lesen Sie dazu auch unseren Bericht vom 22.05.19 16:46 Uhr) entscheidend sind für das Land, die Jahresziele der Getreideproduktion zu erreichen und die wirtschaftliche und soziale Stabilität zu erhalten.
Der zerstörerische Wurm hat sich in 14 Provinzen und Regionen Chinas verbreitet, nachdem er im Januar erstmals in China entdeckt wurde. Die Situation ist ernst und die Aufgabe ist dringend, so das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten in einer Erklärung auf seiner Website.
Der Armyworm, eine Schmetterlingsart aus der Familie der Eulenfalter, der sich in großer Zahl von Blättern und Stängeln vieler Pflanzenarten wie Sorghum, Mais und Zuckerrohr ernährt, kann über Nacht Hunderte Hektar Mais befallen und schädigen.

24.05.2019 FranceAgriMer belässt Ratings für Winterweizen unverändert

Die Agrarmarktanalysten von FranceAgriMer haben heute Morgen ihr wöchentliches Update für den Zustand der Getreidebestände und den Aussaatfortschritt in Frankreich veröffentlicht. Wie schon in den Wochen zuvor bewerten die Analysten beim Winterweizen 79% der Bestände per 20. Mai mit dem Top-Rating „gut bis exzellent“. Auch im vergangenen Jahr erhielten 79% der Bestände zu diesem Zeitpunkt das Top-Rating. Bei der Wintergerste liegt der Anteil der Pflanzen mit dem Rating „gut bis exzellent“ ebenfalls unverändert zur Vorwoche bei 75%. Etwas schwächer zur Vorwoche, allerdings mit 88% in Top-Verfassung, entwickeln sich die Bestände der Sommergerste (Vorwoche: 89%). Ebenfalls schwächer mit 83% fallen die Ratings beim Körnermais aus. In der Vorwoche waren es noch 85%. Die Maisaussaat ist nahezu abgeschlossen mit 97% der geplanten Flächen per 20. Mai.

24.05.2019 Folgen des Handelsstreits: Riesiges Subventionsprogramm für US-Farmer

Zur Stunde handeln die Maisfutures am CBoT wieder mit einem kleinen Plus gegenüber gestern. In neun von den letzten 10 Handelssitzungen wurden die Kurse durch die Verzögerungen der Maisaussaat in den USA gestützt.
Der meistgehandelte Maisfuture am CBoT stieg in dieser Woche bisher um 2% an und auf Sicht der letzten zwei Wochen um 11%. Im Fronmonat wurde die 4-Dollar-Marke in dieser Woche knapp verfehlt.
Meteorologen sagen, dass die unvorteilhaften Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA noch weiter anhalten sollen, sodass viel Farmer wohl weniger Mais und mehr Sojabohnen anbauen werden.
Um seine Farmer vor den Folgen des bereits 10 Monate andauernden Handelsstreits mit China zu schützen hat US-Präsident Donald Trump ein Hilfsprogramm im Wert von 16 Mrd. USD vorgestellt. Darin ist nicht vorgeschrieben, was die Farmer produzieren oder ob sie überhaupt etwas erzeugen. Das überrascht Farmer wie Händler, die davon ausgingen, dass es nur für Produzenten von Sojabohnen, Schweinen, Mais und anderen Feldfrüchten Unterstützungszahlungen geben solle.

24.05.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 20.500 Lots CBoT Mais

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