Matif: Rapssaat Februar 2015

24.02.2015 Indiens Versorgung mit Ölfrüchten schwach – Senkung der Importzölle beantragt

Der indische Landwirtschaftsminister hat die Kürzung der Importzölle für Ölsaaten beantragt. Der Haushalt für das Wirtschaftsjahr wird am kommenden Samstag vorgelegt. Die lokalen Raffinerien beklagen derzeit eine schlechte Auslastung ihrer Anlagen.
Der weltweit größte Speiseöl-Importeur kauft nahezu 60 % seines Jahresbedarfs von 18 bis 19 Mio. Tonnen aus den Ländern Indonesien und Malaysia. Aktuell haben die indischen Anlagen nur eine Auslastung von 40 bis 45 %. Lobbyisten fordern nun, den Importzoll von 30 % auf 10 % zu senken.
Der letzte Monsun brachte zu wenige Niederschläge, sodass die nächste Raps- und Sonnenblumenernte im Juni das Angebot aus der eigenen indischen Ernte einschränken wird. Nun hat der Landwirtschaftsminister einen offiziellen Antrag auf Herabsetzung des Importzollsatzes beim Finanzminister gestellt.
Die Pläne der Regierung, die Ölsaatenernte um 7 bis 8 Mio. Tonnen zu erhöhen, stagnieren die Ergebnisse in den letzten fünf Jahren auf 29-33 Mio. Tonnen.
Vor einer Absenkung der indischen Importzölle könnten Rapssaat-Lieferanten in der EU, Kanada und Australien gleichermaßen profitieren. Sonnenblumen-Saat könnten zudem aus Russland und der Ukraine kommen. Australier haben aber schon abgewinkt, sie sind ganz gut mit der Nachfrage aus China und Europa ausgelastet.

20.02.2015 Matif Raps Chartanalyse
Der Matif Rapskontrakt Mai 05 bewegt sich zurzeit in einer sehr engen Spanne von 355 bis 358 Euro. Dabei stellt sich die 358er Marke als starker Widerstand dar. Auffallend ist nun, dass in der momentanen Seitwärtsbewegung die Ausschläge nach unten immer geringer ausfallen. Dadurch hat sich ein kleines aufsteigendes Dreieck gebildet, das den Druck auf die Widerstandslinie erhöht. Wenn es dem Kurs gelingt, diese Marke zu überspringen, besteht Aufwärtspotential bis 365 Euro. Sollte der Kurs erneut scheitern, würde auch die Aufwärtstrendlinie durchbrochen. Dies hätte einen Kursrückgang bis zur nächsten Unterstützung bei 350 Euro zur Folge.
16.02.2015 Matif Weizenkontrakt jetzt auch an der JSE

Die Euronext teilte heute Morgen der Presse mit, dass sie einen Lizenzvertrag mit der Johannesburg Stock Exchange (JSE) abgeschlossen hat, um sein Flaggschiff, den Terminkontrakt auf „Milling Wheat“ auch an der Börse in Südafrika zu handeln. Das Ziel der Pariser Börse ist es, seine internationale Präsenz zu verbreitern und das rasante Wirtschaftswachstum in Afrika zu nutzen.
Die Lizenzvereinbarung gilt auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet, dass beiden Börsen das Recht zugestanden wird, die Settlementpreise und die Markenrechte der jeweils anderen Börse zu nutzen. Mithin können auch die Terminkontrakte auf Mais und Rapssaat, sowie Rapsschrot und Rapsöl von der JSE genutzt werden.

11.02.2015 Historische Charts für Weizen, Raps und Mais

Unter „Fakten für Profis“ finden Sie auf unserer Homepage www.hansa-terminhandel.de historische Charts für Weizen, Raps und Mais vom Pariser Matif, sowie vergleichende Charts von Veredelungskartoffeln von der Eurex.

10.02.2015 Frankreich /Prognosen der Anbauflächen für Wintergetreide
Frankreichs Landwirtschaftsministerium belässt seine Prognose der Winterweizen-Aussaatfläche für die Ernte 2015 mit 5,13 Mio. Hektar nahezu unverändert zur Dezember-Prognose (5,10 Mio. Hektar).
Damit liegt die aktuelle Prognose 3,1% über dem 2014er Niveau.
Weitere Prognosen:
Wintergerste: 1,3 Mio. Hektar (+4,6% versus 2014)
Durum: 310.000 Hektar (Dezember-Prognose: 309.000 Hektar, +10,3% versus 2014)
Winterraps: 1,5 Mio. Hektar (u.v. zur Dezember-Prognose, -0,6% versus 2014)
Quelle: Reuters
09.02.2015 Indiens Ölschrote am Weltmarkt viel zu teuer

In Indiens Soja- und Rapsschrotexporte werden voraussichtlich in dem laufenden Wirtschaftsjahr, das Ende März endet, um 40 % fallen, da Japan und der Iran sich jetzt der günstigeren Offerten aus Südamerika bedienen. Die Kurse für Sojaschrot orientieren sich an den Terminkontrakten der CBoT, die in 2014 fast um 17 % verfallen sind.
In den kommenden Monaten erwarten die indischen Verkäufer keine wesentliche Nachfrage aus Japan und dem Iran, da Indien schlichtweg zu teuer ist. Die Offerten liegen $40 bis$50/Tonnen über den amerikanischen Preisen. In 2013/14 exportierte Indien 4,3 Mio. Tonnen Ölmehle, davon 2,8 Mio. Tonnen Sojaschrot. Im Januar 2015 fielen die Exporte um 53 % im Vorjahresvergleich. Betrachtet man die Sojaschrotexporte allein, dann sind es sogar 71 %.
Indiens Sojaschrotexporte fallen damit auf ein 26-Jahres-Tief, da die internationalen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegen den Iran, dem Top-Käufer für indisches Ölschrot, aufweichen. Sojafarmer in Indien wollen ihre Ernte aber nicht billiger verkaufen und warten auf bessere Preise. Seit der Aussaat waren die Erzeugerpreise um ein Viertel gefallen.
Die Rapssaatexporte fielen im Januar um 21 % gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr. Hier war Süd Korea bisher der größte Kunde. Auch die anderen Käufer wie Vietnam, Thailand und Indonesien haben ihre Käufe in Indien eingeschränkt. Quelle: Reuters

29.01.2015 Strategie Grains erwartet 11 Prozent kleinere Rapsernte in der EU

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains erwartet in 2015 eine Rapsernte der 28 EU-Mitgliedssaaten in Höhe von 21,5 Millionen Tonnen. Das sind mehr als 11 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Der milde Herbst hat dafür gesorgt, dass sich die Rapsbestände sehr gut entwickelt haben. Aber das macht sie auch anfällig für Frostschäden. Besonders gefährdet sind laut Analysten die Flächen in Deutschland und Großbritannien. Im Moment sieht laut Expertenmeinung alles gut aus. Aber ein Kälteeinbruch könnte den Beständen schweren Schaden zufügen. In Deutschland litt der Raps im Herbst aufgrund des Verbotes der umstrittenen Neonicotinoide auch unter sehr hohem Insektenbefall. Der Schaden, der durch dieses Verbot verursacht wurde, ist nicht klar zu definieren, aber man meint, dass dadurch die Pflanzen noch anfälliger für Frostschäden sein könnten. Quelle: Reuters

21.01.2015 Euronext will diversifizieren

Der europäische Börsenbetreiber Euronext will nach der Einführung seiner überarbeiteten Milch-Futures weitere Rohstoffe wie Zucker, Biodiesel und Metalle Finanzderivate anbieten. Das sagte Nick Kennedy, Leiter der Entwicklungsabteilung der Gemeinschaftsbörse, gestern in einer Pressekonferenz.
Die Euronext-Gruppe, zu der auch die Pariser Matif gehört, ist bereits jahrelang mit seinen Terminkontrakten auf Weizen, Raps und Mais erfolgreich. Nach der Abspaltung von der Intercontinental-Exchange (ICE) im letzten Jahr ist man jetzt auf der Suche nach weiteren Betätigungsfeldern. Inzwischen hat man ein Kompetenzteam für die Bereiche Pflanzenöle, Biodiesel und Metalle rekrutiert, um den Diversifierungsprozess der Börse voranzutreiben. Der EU-Zuckermarkt wird mit dem Wegfall des Quotensystems im Jahr 2017 liberalisiert und bietet insofern ein interessantes Betätigungsfeld.
Für dieses Jahr hat aber die Wiedereinführung des Milchmarktes obere Priorität für Kennedy. Mit dem Ende des EU-Milchquotensystems wird am Ende des ersten Quartals 2015 eine Reihe von Finanzinstrumenten eingeführt, die die Preissicherung in diesem Marktumfeld ermöglichen sollen.
Bereits in 2011 hatte die Pariser Börse einen Terminkontrakt auf Milchpulver aufgelegt, der vom Markt aber nicht angenommen wurde. Nun sollen neben Magermilch Futures auch Kontrakte auf Butter und Molke Pulver sowie Optionen angeboten werden. Seit 2011 habe sich die Marktlage komplett verändert und das Interesse an Finanzinstrumenten hat deutlich zugenommen. Nach dem Ende des Quotensystems werden die Milchpreise in der EU volatiler. Einen steigenden Bedarf in Asien und Afrika sieht das Beratungsunternehmen Agritel. Gegenüber der Produktionsmenge von 2013 könnte die EU-Milchproduktion bis 2020 um 11 Mio. Tonnen steigen. Das russische Importembargo hat zwar zu fallenden Preisen geführt, an den optimistischen Aussichten ändert das aber nur wenig.

14.01.2015 Pakistan kaufte 66.000 Tonnen US-Sojabohnen
Pakistanische Importeure kauften über 66.000 Tonnen Sojabohnen in den Vereinigten Staaten. Traditionell verarbeiten die dortigen Ölmühlen Canola oder Rapssaat.
Weiterhin wird von Gesprächen über den Kauf von rund 60.000 Tonnen Sojabohnen brasilianischer Herkunft berichtet. Quelle: Reuters
09.01.2015 Südkoreas Nofi schreibt umfangreichen Tender aus
Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 560.000 Tonnen Mais, 55.000 Tonnen Futterweizen, 55.000 Tonnen Sojaschrot und 12.000 Tonnen Rapsschrot ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters
30.12.2014 Chartanalyse Raps

Seit Mitte September befindet sich die Rapsnotierung an der Euronext in einem Aufwärtstrend. Dadurch nähert sich die Februar 05 –Fälligkeit langsam der nächsten Widerstandslinie bei 360 Euro. Sollte diese Marke überwunden werden, befindet sich das nächste Kursziel bei 370 Euro. Allerdings befindet sich der RSI nahe der 70%-Marke, die den überkauften Bereich anzeigt. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Kurs zumindest im ersten Anlauf an der 360er-Marke abprallen wird. Dann könnte sich der Kurs zunächst in Richtung der Tendlinie im Bereich von 345 Euro bewegen.

23.12.2014 Bald auch Positionslimite für Agrarfutures am Matif

Frankreichs Aufsichtsbehörde AMF will in einer öffentlichen Anhörung den Vorschlag für Positionslimite auf Matif-Agrarfutures und –Optionen zur Diskussion stellen. Das ist ein Teil der Umstrukturierung des Europäischen Kapitalmarktes der den Anlegerschutz durch höhere Transparenz verbessern soll. Betroffen sind Terminkontrakte auf Matif-Weizen, -Rapssaat, -Mais, -Braugerste, -Rapsschrot, -Rapsöl sowie alle darauf angebotenen Optionen.
Es gibt bereits Positionslimite, die jeweils im Frontmonat 12 Tage vor der Fälligkeit gelten. Diese Limite sollen dann auch für die gesamte Laufzeit gelten, so die Vorstellung der Aufsichtsbehörde. Danach darf ein Börsenteilnehmer nicht mehr als 100.000 Lots Weizen, 20.000 Lots Rapssaat, 10.000 Lots Mais, 1.000 Lots Braugerste, 5.000 Lots Rapsschrot sowie 5.000 Lots Rapsöl in seinem Portfolio halten.
Die Betreiber der Börse müssen die Positionslimite der AMF täglich melden. Diese Meldungen werden dann in einem wöchentlichen Bericht zusammengefasst und von der Behörde veröffentlicht. Diese Regelung ist vergleichbar mit der des CBoT und der Londoner ICE.
Am 27. Februar endet die Anhörung.

12.12.2014 Coceral erhöhte Prognosen der Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2014
Der europäische Getreideverband Coceral erhöhte heute seine Prognose der EU-28 Weichweizenernte 2014 auf 148,5 Mio. to. (Oktober-Prognose: 147,9 Mio. Tonnen, 2013: 136,5 Mio. to.).
Weitere Prognosen:
EU-28 Maisernte 2014: 73,3 Mio. Tonnen (Oktober-Prognose: 72,8 Mio. Tonnen, 2013: 63,2 Mio. Tonnen.
EU-28 Rapssaaternte 2014: 24,1 Mio. Tonnen (Oktober-Prognose: 23,8 Mio. Tonnen, 2013: 20,8 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
09.12.2014 Frankreich veröffentliche erste Prognose zur Winterweizen-Anbaufläche 2015
Das französische Agrarministerium veröffentlichete am heutigen Dienstag seine erste Prognose der französischen Winterweizenanbaufläche 2015. Mit 5,1 Mio. Hektar liegt diese 2% höher als die Winterweizen-Anbaufläche 2014.  
Weitere Prognosen:
Durum-Weizenanbaufläche 2015: 309.000 Hektar (+9,7%)
Wintergerste-Anbaufläche 2015: 1,3 Mio. Hektar (+1,3%).
Winterraps-Anbaufläche 2015: 1,5 Mio. Hektar (-1,0%) 
Quelle: Reuters
08.12.2014 Strategie Grains senkt Prognose für die Rapssaaternte 2015
Das private Analystenhaus Strategie Grains prognostiziert in seinem jünsten monatlichen Bericht einen Rückgang der EU-28 Rapssaat-Produktion 2015 um 10%. Begründet wird der Rückgang mit einer niedrigeren Anbaufläche sowie mit niedrigeren Erträgen.
Die aktuelle Prognose rechnet mit Durchschnittserträgen von 3,3 Tonnen/Hektar (2014 = 3,6 Tonnen/Hektar).
Bei der Anbaufläche rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang von 200.000 Hektar auf 6,5 Mio. Hektar.
Für die Rapssaaternte 2014 wurde die Prognose noch einmal um 100.000 Tonnen (zum Vormonat) auf 22 Mio. Tonnen erhöht. Quelle: Reuters
05.12.2014 Kanadas Weizen- und Rapsernte übersteigen beide die Erwartungen

Kanada produziert in diesem Jahr mehr Weizen und Rapssaat als ursprünglich erwartet. Die Erntemengen bleiben aber unter dem des Vorjahres, als eine Rekordernte eingebracht wurde.
Das kanadische Statistikamt Statscan schätzt die diesjährige Weizenernte des drittgrößten Weizenexporteurs der Welt auf 29,28 Mio. Tonnen. Das sind 6,5 % mehr als in der Oktober-Schätzung (27,5 Mio. Tonnen) und den Erwartungen des Handels (27,8 Mio. Tonnen).
Die Canola-Produktion (Rapssaat) erreichte 15,56 Mio. Tonnen. Das ist die zweitgrößte Rapsernte die Kanada jemals eingefahren hat- Die aktuelle Schätzung liegt 10,5 % über der Oktober-Schätzung und mehr als 1 Mio. Tonnen über dem Durchschnitt der Analysten-Schätzungen.
Betrachtet man die globale Weizenversorgung wird die kanadische Mehrmenge die jüngste rückläufige offizielle Schätzung für Australien aufheben. Das International Grain Council IGC hatte in der letzten Woche die Weizenversorgung um 1 Mio. Tonnen gesenkt, kommt aber immer noch auf eine Rekordmenge von 717 Mio. Tonnen.

03.12.2014 Indiens Bedarf an Speiseöl-Importen steigt

Indiens Rapsöl-Produktion 2014/15 könnte um 10% niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Grund dafür sind eine reduzierte Aussaatfläche sowie zu trockene Wetterbedingungen in den Hauptanbauregionen Indiens. Das könnte zu einem höheren Importbedarf Indiens, dem weltweit führenden Käufer von Speiseölen führen.
Händler prognostizieren die Produktion von Rapssaat in Indien im Vermarktungsjahr 2014/15 (Juli – Juni) auf 7,0 Mio. Tonnen (Vorjahr 7,4 Mio. Tonnen). Die Prognose der Anbaufläche sank auf 6,7 Mio. Hektar (Vorjahr: 7,1 Mio. Hektar).
Die Rapsöl-Produktion könnte im Vermarkungsjahr 2014/15 um 11% auf 2,4 Mio. Tonnen sinken.
Die Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten im Nordwesten Indiens in den kommenden 6 – 7 Wochen haben maßgeblichen Einfluss auf die Ertragslage.
Indien ist hinter China und Kanada der drittgrößte Rapssaatproduzent. Die Aussaat beginnt im Oktober und endet gewöhnlich Mitte Dezember. In diesem Jahr kam es zu Verzögerungen aufgrund der zu trockenen Wetterbedingungen.
Der jährliche Gesamtbedarf Indiens nach Speiseölen liegt bei 18-19 Mio. Tonnen. Er wächst jährlich um etwa 3-4%. Indiens Importbedarf nach Speiseölen liegt bei rund 60% des gesamten Verbrauchs Indiens. Bisher wurde Rapssaat auf 5,8 Mio. Hektar ausgesät (-4,7% zum Vorjahr) Quelle: Reuters

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