Matif: Rapssaat Mai 2015

28.05.2015 In Kanada wächst die Sorge vor einem trockenen Sommer

In der kommenden Woche sind leichte Regenfälle in Kanadas Westen vorhergesagt, das reicht aber nicht aus, um Sorgen, wegen der trockenen Böden auf denen Raps wächst, zu zerstreuen. Ende dieser Woche sollen die letzten Rapsflächen bestellt sein. Trockenheit ist zurzeit das größte Problem. In den südlichen Regionen und in Zentral Alberta sowie im Westen von Saskatchewan sind in den v ergangenen Monaten 40 % weniger Niederschläge gefallen als sonst üblich.
Trockene Böden in Kombination mit der aktuellen Hitze belasten insbesondere die Rapssaat, die in den oberen Bodenschichten abgelegt wurde, im Gegensatz zu den anderen Sommerungen wie Weizen und Gerste. Der ICE Canada Terminkontrakt auf November, der schon die neue Ernte abdeckt, hat seit April um 6 % zugelegt, während die CBoT-Sojabohne auf den November-15-Termin in der gleichen Zeit um 5 % verloren hat. Öl aus Rapssaat wird zur Herstellung von Speiseölen und Margarine verwendet und Kanada ist weltweit der größte Produzent und Exporteur.
Nach Einschätzungen der dortigen Farmer sind aufgrund der Trockenheit bisher noch keine Schäden entstanden. Ein wenig Niederschlag reicht vorerst aus, es müssen aber noch weitere folgen, sobald sich die Pflanzen entwickeln. Das erwartete El Nino-Wetterphänomen bringt in der Regel trockene Sommer in den Prärien.

27.05.2015 Südkoreas KFA kauft 12.000 Tonnen Rapsschrot
Südkoreas "Korea Feed Association" (KFA) kauft 12.000 Tonnen Rapsschrot indischer Herkunft zum Preis von $299,98/Tonne c&f zzgl. $1,75/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Die Ankunft der Ware ist für den 20. Juli geplant.
In einem separaten Geschäft kaufte KFA Händlern zufolge 50.000 Tonnen Sojaschrot. Quelle: Reuters
26.05.2015 EU-Crop-Monitor reduziert EU-Weizen-Ertragsprognose 2015

Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) hat seine monatliche Prognose der EU-Weichweizenerträge 2015 von 5,93 Tonnen/Hektar auf 5,85 Tonnen/Hektar aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 4,7%. Damit liegen die Erträge allerdings weiterhin 3,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der Rapserträge. Sie sank von 3,42 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 3,28 Tonnen/Hektar. Für Gerste (Sommer- und Wintergerste) sank die Prognsoe von 4,75 Tonnen/Hektar auf 4,65 Tonnen/ Hektar. Quelle: Reuters

19.05.2015 DRV erwartet leichten Rückgang der Winterweizenernte 2015

Die Deutsche Winterweizenernte 2015 wird nach Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbandes um 3,1% zum Vorjahr auf 26,57 Mio. Tonnen sinken. Das geht aus der heutigen Veröffentlichung der Dritten DRV-Ernteschätzung 2015 hervor, in der der Verband weiterhin von einer überdurchschnittlich großen Getreideernte ausgeht. Beim Raps wird ein Rückgang um 16,2% zum Vorjahr auf 5,23 Mio. Tonnen erwartet.

19.05.2015 Winterweizen-Anbaufläche steigt in Deutschland um 3,0% zum Vorjahr

Deutschlands Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte 2015 übersteigt die Anbaufläche des Vorjahres um 3,0% und wird vom Statistischen Bundesamt auf 3,25 Mio. Hektar geschätzt (Dezember-Prognose: + 2,8%). Die Anbaufläche für Wintergerste zur Viehverfütterung wurde um 3,2% auf 1,26 Mio. Hektar ausgeweitet, so das Statistische Bundesamt.
Beim Sommergetreide (incl. Sommerweizen, Sommergerste, Hafer) stieg die Anbaufläche um 3,9% auf 547.000 Hektar, beim Mais um 0,2% auf 482.000 Hektar.
Um 6,4% auf 1,30 Mio. Hektar wurde in Deutschland die Anbaufläche für Raps reduziert.
Deutschland ist in der Europäischen Union der zweitgrößte Produzent und Exporteur von Weizen und der größte Produzent von Rapssaat.

18.05.2015 Chinas Ölsaatenimporte steigen weiter

Chinas Sojabohnen-Importe werden nach der heutigen Einschätzung einer offiziellen Expertenkommission (CNGOIC) in der Saison Oktober 2015 bis September 2016 die Rekordmenge von 77 Mio. Tonnen erreichen. Das wären 5,5 % mehr, als im Vorjahr. Das USDA hatte die Importmenge in ihrem letzten Report auf 77,5 Mio. Tonnen geschätzt.
Die eigene Sojabohnenernte Chinas wird um 9,5 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr und auf 11 Mio. Tonnen geschätzt. Die Bauern haben ihren Mais- und Reisanbau zu Lasten des Sojabohnenanbaus ausgeweitet, da sie sich davon bessere Einkünfte versprechen. Die Anbaufläche fällt um 10,3 %.
China importiert mehr als 60 % der global angebotenen Sojabohnen aus Brasilien, den USA und Argentinien. Ein steigender Fleischkonsum treibt die Nachfrage der Eiweißhaltigen Ölfrucht, aus der man Sojaschrot als Futtermittel sowie Speiseöl für die menschliche Ernährung herstellt.
Chinas Rapsimporte sind in der letzten Saison (Juni-Mai) von 4,8 auf 4,5 Mio. Tonnen gefallen. Importe kamen aus Kanada und Australien. In der kommenden Saison erwarten die Experten einen Anstieg der Importe auf 5,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

18.05.2015 Pakistanische Händler kaufen 40.000 Tonnen Sojabohnen in Südamerika
Ein Importeur aus Pakistan hat Händlern zufolge über 40.000 Tonnen Sojabohnen argentinischer Herkunft zur Versendung im August gekauft. Weiterhin hieß es, dass 4 weitere Geschäfte zur Versendung von August bis Dezember erwartet werden. Ein Schiff, dass Sojabohnen brasilianischer Herkunft geladen hat, wir im Mai in Pakistan erwartet, zwei weitere Schiffe, die von der US-Golfküste starten, werden im Juni erwartet.
Die Preise für indisches Sojaschrot sind zuletzt auf rund $575 - $600/Tonne incl. Transport nach Pakistan gestiegen (vor 5 Wochen lag der Preis noch bei Rund $475/Tonne). Es ist damit im Vergleich zu südamerikanischem Sojaschrot, das mit rund $401 - $408/Tonne incl. Fracht zu Buche schlägt (in kleinen Einheiten als Teilladungen), zu teuer. Pakistan beabsichtigt von März 15 – Februar 16 insgesamt rund 600.000 Tonnen Sojaschrot aus Argentinien zu importieren.
Pakistans Käufe von Sojabohnen und Sojaschrot gingen zuletzt teilweise zu Lasten der Einkäufe von Rapssaat und Canola. Quelle: Reuters
08.05.2015 Chinas Sojabohnen Importe drücken Preise am lokalen Markt

Die chinesischen Soja Importe liegen im April bei 5,31 Mio. Tonnen, das sind 18 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ein Streik der brasilianischen Spediteure hatte Angang März die Verladungen aus dem südamerikanischen Land, der Nr. 2 unter den Sojabohnen Exporteuren der Welt, verzögert.
Wegen des geringeren Angebots fahren die chinesischen Ölmühlen ihre Werke nun mit niedrigerer Kapazität. Inzwischen verbesserte sich die Versorgungslage aber zusehends, denn die Schiffsankünfte aus Südamerika nehmen wieder zu. Von Mai bis Juli werden in China Sojabohnen Importe von 6,5 Mio. bis 7,5 Mio. Tonnen im Monat erwartet.
China ist mit weitem Abstand der weltweit größte Importeur von Ölsaaten. 60 % des am Weltmarkt verfügbaren Angebots geht nach China. Die Erwartung so großer Importmengen hat in China zu fallenden Preisen am lokalen Markt geführt. Die Bohnen Importe in den ersten vier Monaten dieses Jahres fielen um 4,1 % auf insgesamt 20,94 Mio. Tonnen. Außerdem importierte China im April 520.000 Tonnen Speiseöle (Palmöl, Sojaöl und Rapssaat Öl) , das sind 44 % mehr als im letzten Jahr. In den Monaten zuvor waren die Speiseöl Importe allerdings sehr schwach gewesen. Sie fielen um 36,6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1,57 Mio. Tonnen.

06.05.2015 EU-Rapsbestände entwickeln sich gut
Die Aussichten für die Rapssaaternte 2015 in der Europäischen Union haben sich infolge guter Wachstumsbedingungen verbessert. Die Pflanzen konnten sich aufgrund des milden Winter und der Niederschläge im Frühjahr gut entwickeln. Das Ergebnis wird Händlern zufolge jedoch etwas niedriger ausfallen, als die Ernte 2014, in der ein Rekordergebnis erzielt wurde.
ADM Germany schätzt die EU-Rapsernte 2015 auf 21,7 Mio. Tonnen. Dieser Wert liegt 4% über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahr wurde ein Ergebnis von 24,1 Mio. Tonnen erzielt. 
Für Deutschland, dem größten Rapsproduzenten der EU prognostiziert ADM Germany ein Ergebnis von 5,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 6,2 Mio. Tonnen).
Strategie Grains prognostiziert das Ergebnis der französischen Rapsernte 2015 auf 5,3 Mio. Tonnen gegenüber 5,5 Mio. Tonnen im Jahr 2014.
Polens Rapsbestände lassen eine durchschnittliche Ernte von 2,9 Mio. Tonnen erwarten.. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 11%.
In Großbritannien prognostiziert ADM einen leichten Rückgang auf 2,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,4 Mio. Tonnen).
30.04.2015 ADM Prognosen zur Weizen- und Rapsernte 2015
Deutschland Weizenernte 2015: 25,6 Mio. Tonnen (2014: 27,7 Mio. Tonnen)
EU Weizenernte 2015: 139,1 Mio. Tonnen (2014: 148,5 Mio. Tonnen)
Deutschland Rapsernte 2015: 5,4 Mio. Tonnen (2014: 6,2 Mio. Tonnen)
EU Rapsernte 2015: 21,7 Mio. Tonnen (2014: 24,3 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
27.04.2015 EU Crop Monitor erhöht Prognosen der Weizen, Rapssaat und Gersteerträge 2015
Der „Crop Monitoring Service“ der EU hat in seinem heute veröffentlichten Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge von 5,79 Tonnen/Hektar (März-Prognose) auf 5,89 Tonnen/Hektar erhöht. Damit liegt die aktuelle Schätzung 3,0% hinter dem Ergebnis des letzten Jahres, jedoch 3,7% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der EU-Rapssaat-Erträge von 3,24 Tonnen/Hektar auf 3,35 Tonnen/Hektar. Das wäre ein Rückgang um 6,4% zum letzten Jahr, jedoch 6,9% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Bei der Braugerste (Wintergerste und Sommergerste) wurde die Prognose von 4,63 Tonnen/Hektar auf 4,71 Tonnen/Hektar erhöht (-3,6% zum Vorjahr, +2,5% über dem 5-Jahres-Durchschnitt). Quelle: Reuters
17.04.2015 Pakistan kauft Raps und Sojaschrot
Pakistanische Importeure haben in den vergangenen 2 Wochen über 40.000 Tonnen Rapssaat ukrainischer Herkunft zur Versendung im August gekauft. Der Preis wurde nicht gekannt gegeben. Darüber hinaus wurden 40.000 Tonnen Sojaschrot argentinischer Herkunft zur Versendung im Juni zum Preis von rund $401,00/Tonne c&f.
Händlern zufolge werden auch Gespäche über den Import von Sojabohnen bralilianischer oder US-Herkunft zur Versendung im Oktober geführt. Quelle: Reuters
15.04.2015 DRV schätzt deutsche Weizenernte 2015 auf 26,72 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband schätzt die deutsche Weizenernte 2015 in seiner aktuellen Prognose auf ein Volumen von 26,72 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 3,8% zum Vorjahr. Die März-Prognose lag bei 26,65 Mio. Tonnen.
Für die Rapsernte 2015 liegt die Prognose des Verbandes bei 5,25 Mio. Tonnen (-15,8% zum Vorjahr). Quelle: Reuters
14.04.2015 Neue Regeln für Biokraftstoffe

Der Umweltausschuss im Europaparlament stimmte am Dienstag dafür, bis zum Jahr 2020 den Anteil von Ökokraftstoffen aus Nahrungspflanzen wie Raps, Mais oder Soja auf sieben Prozent des Energieverbrauchs im Verkehrssektor zu begrenzen. Die Antriebsstoffe dürfen zwar auch in größerer Menge verwendet werden, doch nur bis zu dieser Grenze können sich die Länder diesen Biosprit auf die Erreichung der Klimaziele angerechnet werden. Mit dem Limit soll der Kampf Tank gegen Teller entschärft werden. Mit dieser Entscheidung haben sich die Befürworter einer „sanften“ Lösung durchgesetzt. Das Europaparlament hatte eine Einbeziehung von indirekten Landnutzungsänderungen (iluc) gefordert, was wohl das Aus für Biodiesel bedeutet hätte.

14.04.2015 Matif Raps Chartanalyse

Auch der zweite Ausbruch des Matif Rapskontrakt Mai 15 unter die Aufwärtstrendlinie war nur von kurzer Dauer. Dadurch hat sich ein doppelter Boden oder eine W-Formation gebildet. Dies ist oftmals ein Signal für steigende Kurse und deutet einen Durchbruch durch vorhandene Widerstände an. In diesem Fall hat der Kurs nachhaltig die Marke bei 368 und 372 Euro überwunden. Nun ist der Weg frei für einen Anstieg bis 385 Euro. Allerdings nähert sich der Kurs im RSI der 70 Prozent-Linie und somit dem überkauften Bereich. Deshalb ist durchaus denkbar, dass Gewinnmitnahmen den Kurs wieder unter die 372er Linie drücken. Allerdings dürfte ein Rückgang spätestens bei 368 Euro zum Stillstand kommen. Hier befindet sich eine stabile Unterstützung.

13.04.2015 Euronext setzt in der Nach-Quoten-Ära auf neue Milchfutures

Die Euronext startet heute den Handel mit überarbeiteten Milchfutures und hofft darauf, dass das Ende der europäischen Milchquote das Preissicherungsinteresse in dem bisher gemiedenen Terminmarkt anregt. Die Börse wird von ihrem Standort in Amsterdam drei Terminkontrakte anbieten: Zum einen wurde der Kontrakt auf Magermilchpulver überarbeitet. Zum anderen gibt es noch einen Kontrakt auf Butter und einen auf Molkepulver. Die Kontraktspezifikationen finden Sie hier
Die Futures richten sich an Marktteilnehmer in Nordeuropa, die ihre Exporte in der Nach-Quoten-Ära steigern wollen. Interesse wird von holländischen, deutschen, dänischen und irischen Marktteilnehmern bekundet.
Die Euronext will mit diesen Finanzprodukten an die Erfolge ihrer Weizen- und Rapsfutures anknüpfen, wo sie inzwischen eine Preisleitfunktion ausübt. Der Sprecher des deutschen Bauernverbands Michael Lohse begrüßt die Möglichkeit, in dem neuen Marktumfeld, Preissicherung betreiben zu können.
Zurzeit gibt es nach Ansicht des französischen Beratungsunternehmens Agritel keinen Gesamteuropäischen Leitmarkt für den Milchsektor. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob sich so ein Markt entwickeln kann. Der weltweite Milchmarkt bezieht seine Impulse aus einer zweimal im Monat stattfinden Auktion der neuseeländischen Fonterra, der führende Exporteur von Milchprodukten. Die U.S. amerikanische CME-Gruppe bietet bereits Milchfutures an, die aber, gemessen an den Getreidemärkten, nur kleine Handelsvolumen haben. Die Eurex in Frankfurt bietet alle drei Kontrakte ebenfalls an und die Futures werden zu einem Index abgerechnet. Das Handelsvolumen ist aber sehr gering. Die Euronext hatte bereits im Jahre 2010 einen Terminkontrakt auf Magermilchpulver eingeführt, der wegen Mangel an Interesse im letzten Jahr eingestellt wurde.

09.04.2015 Ukraine / Getreideernte 2015
Die ukrainische Getreideernte 2015 könnte mit einer Gesamtmenge von 57,36 Mio. Tonnen etwas niedriger ausfallen, als die Getreideernte 2014, so Rodion Rybchinsky, Vorstand von APK-Inform gegenüber Interfax-Ukraine.
Zwar liegen die Anbauflächen mit 14,825 Mio. Hektar auf nahezu unverändertem Niveau zum Vorjahr (14,8 Mio. Hektar), allerdings sinken die Ertragserwartungen von durchschnittlich 4,37 Tonnen/Hektar auf 3,97 Tonnen/Hektar.
Die ukrainische Weizenernte könnte dank des guten Zustands der Bestände nach der Winterruhe eine Produktionsmenge von 23,6 Mio. Tonnen erreichen (Vorjahr: 22,27 Mio. Tonnen). Bei der Maisernte sinkt die Prognose der Produktionsmenge von 28,5 Mio. Tonnen auf 24,3 Mio. Tonnen; hauptsächlich aufgrund gesunkener Ertragserwartungen.
Gestiegen ist die Erwartung der ukrainischen Sojabohnanbaufläche, und zwar um 19% auf 2,15 Mio. Hektar, die zu einer Produktionsmenge von 4,036 Mio. Tonnen führen könnte.
Weitere Prognosen:
Sonnenblumenernte 2015: 9,574 Mio. Tonnen
Rapsernte 2015: 1,491 Mio. Tonnen
Quelle: Interfax
07.04.2015 Frankreich prognostiziert Erhöhung der Weizenanbaufläche 2015 um 3,4%
Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die gesamte Weizenanbaufläche des Landes für die Ernte 2015 auf 5,3 Mio. Hektar. Das wäre ein Anstieg zur Ernte 2014 um 3,4%.
Die Gerste-Anbaufläche 2015 schätzt das Ministerium auf 1,8 Mio. Hektar. Das wäre ein Rückgang um 0,7% zum Vorjahr. 464.000 Hektar der Fläche (-11,8% zum Vorjahr) werden demnach mit Sommergerste angebaut.
Weitere Prognosen: 
Rapssaat-Anbaufläche 2015: 1,5 Mio. Hektar (-1,2% zum Vorjahr)
Durum-Anbaufläche 2015: 320.000 Hektar (+11,7% zum Vorjahr).
Quelle: Reuters
02.04.2015 Kompromiss: EU Kommission empfiehlt Deckelung von Bioenergie

Die EU empfiehlt eine vorläufige Deckelung der Beimischung von aus Pflanzen hergestellter Bioenergie auf 7 %. Ein entsprechender Gesetzentwurf der EU-Kommission wird jetzt dem EU Parlament und den Mitgliedsstaaten als Beschlussempfehlung vorgelegt. Bisher galten Biopflanzen als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen, inzwischen werden Bedenken darüber geäußert, dass mehr Gefahren als Vorteile davon ausgehen.
Der gestern gefundene Kompromiss markiert den Anfang einer neuen EU-Gesetzgebung, obwohl noch weitere Zustimmungen eingeholt werden müssen. Das Umweltkomitee des EU-Parlaments wird am 14. April über den Vorschlag beraten, bevor das Europaparlament darüber abstimmen kann.
Die aktuelle Beschlusslage der EU-Mitgliedsstaaten besagt, dass bis 2020 10 % des Energieeinsatzes für Transporte aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass pflanzenbasierte Bioenergie, beispielsweise aus Mais und Rapssaat, mehr Schaden als Gutes tun. Abgesehen von steigenden Lebensmittelpreisen, führt ein größerer Flächenbedarf weltweit zur Abholzung von Waldflächen, was die Emissionen von Klimagasen fördert.
Befürworter neuer Energien der neueren Generation, die aus Meeresalgen und Abfall Bioenergie gewinnen wollen, hatten auf noch engere Grenzen durch den Gesetzgeber gehofft. Auch das EU-Parlament plädiert für ein 6 % - Limit. Die EU-Kommission hat sich nun aber für 7 % ausgesprochen, um die Investoren in der Biodiesel-Branche zu schützen und um dort keine Arbeitsplätze zu gefährden.

01.04.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt Mai 15 hat in der vergangenen Woche seinen Abwärtstrend fortgesetzt und ist kurzzeitig sogar unter die mittelfristige Aufwärtstrendlinie gefallen. Zurzeit orientiert sich der Kurs an der Trendlinie und bewegt sich wieder langsam nach oben. Ein leichter Widerstand befindet sich bei 368 Euro. Möglich ist ein Anstieg bis zu den Preisspitzen von Mitte März im Bereich von 370 bis 372 Euro. Bei einer erneuten Kursschwäche unter die Trendlinie wäre das nächste Kursziel 360 Euro.

27.03.2015 EU-Rapsbestände in "ordentlichen" Zustand

Die Rapssaatbestände in Westeuropa befinden sich nach dem Ende der Winterruhe in einem „ordentlichen Zustand“. In diesem Jahr wird die EU-Rapssaaternte zwar niedriger ausfallen, als im Rekordjahr 2014, die Prognosen zu Produktionsmengen und Erträgen liegen aber weiterhin über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Der EU-Crop-Monitoring-Service hat am Montag seine Prognose der durchschnittlichen Rapserträge auf 3,24 Tonnen/Hektar beziffert. Das wäre ein Rückgang von 9,4% zum Vorjahr. Allerdings liegt der Wert 3,7% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Währenddessen schätzt die Europäische Kommission die Produktionsmenge für Rapssaat in der EU in ihrer ersten Prognose des Jahres auf 21,1 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 12% zum Vorjahr, jedoch 4,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Das milde Wetter im letzten Herbst und das Verbots des Einsatzes bestimmter Pestizide aus der Gruppe der sogenannten Neonikotinoide erhöht die Gefahr von Pilzerkrankungen, die Ertragsverluste mit sich bringen würden. Quelle: Reuters

26.03.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Weichweizenernte 2015
Der europäische Verband Coceral hat heute sein Prognosen für die 2015er in der Europäischen Union veröffentlicht.
Die Prognosen im Einzelnen:
EU-Weichweizenernte 2015: 138,6 Mio. Tonnen (148,3 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte 2015: 21,6 Mio. Tonnen ( 24,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisernte 2015: 66,0 Mio. Tonnen ( 73,8 Mio. Tonnen)
EU-Gersteernte 2015: 58,4 Mio. Tonnen (60,2 Mio. Tonnen)

Die Werte in Klammern sind die Ergebnisse der 2014er Ernte
25.03.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt Mai 15 hat in den letzten Tagen merklich an Dynamik verloren und sich in Richtung der Unterstützungslinie bewegt. Heute wurde diese Marke zum ersten mal nach dem Kurssprung am 11.03. wieder deutlich unterschritten. Dadurch kann es nun zu technischen Verkäufen kommen, die für weitere Kursverluste bis zur Aufwärtstrendlinie bei 365 Euro führen können. Diese Linie hat sich in den letzten Monaten, bis auf eine Ausnahme, als starke Unterstützung dargestellt. Sollte der Ausflug unter die 368er Marke nur von kurzer Dauer sein, wäre ein Anstieg bis 375 Euro denkbar.

23.03.2015 EU-Crop-Monitor
Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) prognostiziert die Weichweizenerträge 2015 auf 5,79 Tonnen/Hektar (-4,8% zum Vorjahr).
Die Prognose der Rapserträge 2015 liegt bei 3,24 Tonnen/Hektar (-9,4% zum Vorjahr)
Den gesamten Bericht finden Sie hier!
18.03.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt Mai 15 hat mit einem Kurssprung den Widerstand bei 368 Euro überwunden. Danach hat sich der Kurs in einer engen Spanne seitwärts bewegt. Wenn sich die Tendenz nach solchen Kurssprüngen nicht fortsetzt, werden solche Löcher oder Gaps meist kurzfristig durch eine Gegenbewegung geschlossen. Das würde in diesem Fall bedeuten, dass die Notierung wieder unter die 368er Linie fällt. Die nächste Unterstützung wäre dann wieder die Aufwärtstrendlinie. Sollte der Kurs oberhalb der Widerstandslinie bleiben, besteht Aufwärtspotential bis 375 Euro.

16.03.2015 Rapsernte in Indien beginnt

Indiens Rapssaaternte könnte um 12 % kleiner als im Vorjahr ausfallen. Das wären dann 5,74 Mio. Tonnen, teilte Solvent Extractors´ Association of India heute Morgen mit. Eine kleinere Ernte dieser Ölfrucht, wird wahrscheinlich die Importmenge an Speiseöl auf den höchsten Stand seit vier Jahren hieven. In Indien, dem drittgrößten Rapssaat-Produzenten der Welt nach China und Kanada, beginnt die Rapsernte im März. Die kleinere Erntemenge wird mit dem Rückgang der Anbaufläche (-8,5%) begründet, zudem soll der Öl Gehalt aufgrund von hohen Temperaturen während der Vegetationsperiode niedriger ausfallen.
Speiseöl Importe werden in 2014/15 auf mindestens 12,5 Mio. Tonnen erwartet. In der vorangegangenen Periode kaufte Indien 11,62 Mio. Tonnen im Ausland ein. Darunter waren 8 Mio. Tonnen Palmöl. Vom Rückgang der indischen Rapsernte werden Indonesien und Malaysia profitieren, die die größte Menge an Palmöl anbieten. Zuletzt hatten diese beiden Länder weniger Palmöl angeboten, was die Terminmarktkurse aus dem Keller holte.

13.03.2015 DRV prognostiziert niedrigere deutsche Weizenernte 2015
In seiner ersten Schätzung des Jahres prognostiziert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) das Ergebnis der deutschen Getreideernte 2015 auf 49,59 Mio. Tonnen. Das Ergebnis läge damit zwar 4,6% hinter dem Vorjahresergebnis, der Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre würde jedoch mit einem Plus von 7,4% deutlich übertroffen. Die Ertragserwartungen des DRV liegen mit etwa 75 dt/ha über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 71 dt/ha.
Bei der Weizenernte 2015 geht der DRV von einem Ergebnis von 26,657 Mio. Tonnen aus (-4,1% zur Ernte 2014). Die Ertragserwartungen liegen mit 80,6 dt/ha 6,6% niedriger als das Ergebnis der Ernte 2014 (86,6 dt/ha).
Die Prognose der deutschen Winterrapsernte fällt mit 5,20 Mio. Tonnen 16,6% geringer als das Vorjahresergebnis aus. Gründe dafür sind eine um 5,9% gesunkene Anbaufläche von 1,31 Mio. Hektar und niedrigere Ertragserwartungen von 39,4 ha/dt. (-12,1%).
Der DRV aktualisiert seine Ernteprognose bis einschließlich August monatlich.
11.03.2015 Indien vor der Rapsernte – Furcht vor Regen und Hagelschauer

Wenige Tage vor der Rapsernte in Indien befürchten Landwirte und Verbraucher Ernteschäden durch Hagelschauer und Regen. Eine kleinere Ernte würde zwangsweise zu einer größeren Importmenge an Speiseölen, wie Palmöl aus Malaysia und Indonesien führen. In der abgelaufenen Vermarktungssaison hat Indien 11,6 Mio. Tonnen Speiseöle importiert, jetzt könnten es 12,5 bis 13 Mio. Tonnen werden. 60 % des inländischen Bedarfs, der sich auf 18 bis 19 Mio. Tonnen beläuft, werden durch Importe gedeckt. Der Bedarf steigt tendenziell, da die Bevölkerung und die Wirtschaft rasant wachsen
Indiens Bauern haben in diesem Jahr 6,5 Mio. Hektar mit Rapssaat bestellt. Aufgrund von Trockenheit bei der Aussaat waren das 8,5 % Fläche weniger als im Vorjahr. Es werden jetzt 6,5 bis 7 Mio. Tonnen Rapssaat erwartet, gegenüber 7,4 Mio. Tonnen im Vorjahr. Daraus werden 2,3 bis 2,4 Mio. Tonnen Rapssaat-Öl gewonnen. Im Vorjahr waren dies 2,7 Mio. Tonnen.
Der Preis für den Benchmark Malaysia Palm-Öl stieg in diesem Jahr bereits um 5 % nach dem Kursverfall von 15 % in 2014. Quelle: Reuters

11.03.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt Mai 15 befindet sich weiter in einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Nachdem der erste Versuch gescheitert ist, den Widerstand bei 370 Euro zu überwinden, kam es zu Gewinnmitnahmen, die den Kurs wieder an die Trendlinie geführt haben. Von dort unternimmt der Kurs nun einen erneuten Anlauf auf die 370er Marke. Sollte dieses mal der Ausbruch gelingen, wäre ein Anstieg bis 375 Euro wahrscheinlich. Hält die Marke, ist ein Rückgang bis 360 Euro zu erwarten.

09.03.2015 Brüsseler Kommission: erste Schätzung zu Getreide- und Rapsernte 2015/16

Die Kommission in Brüssel schätzt die Getreideernte 2015/16 auf 141,5 Mio. Tonnen gegenüber der Rekordernte von 148,2 Mio. Tonnen im letzten Erntejahr. Die Exporte werden nach Einschätzung der Kommission auf 27,1 Mio. Tonnen fallen, gegenüber dem zu erwartenden Rekordexport von 31 Mio. Tonnen in dieser Vermarktungsperiode.
Die Rapsernte der EU (28) wird für das Wirtschaftsjahr 2015/16 auf 21,1 Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 24,1 Mio. Tonnen in der laufenden Saison. Quelle: Reuters

06.03.2015 Ukraine will neuen Darlehens- und Liefervertrag mit China

Die Ukraine wird im April eine Delegation nach China schicken, die einen neuen Abschluss unter anderem über Maislieferungen zum Ziel hat. Das sagte gestern der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gegenüber der Presse. Die Ukraine habe in dieser Saison einen im Jahre 2012 abgeschlossen Darlehensvertrag mit Getreidelieferungen erfüllt.
Die ukrainischen Maisexporte nach China beliefern sich in 2014 auf nahezu 1 Mio. Tonnen. Der Minister sieht die Möglichkeit, die Liefermenge zu verdoppeln. Daneben sollen auch Geflügelprodukte geliefert werden.
Die Ukraine wird in der Saison 2014/15 mit 16 Mio. Tonnen der viert-größte Maisexporteur der Welt sein. In der vorherigen Saison waren es laut dem IGC 19,9 Mio. Tonnen. Um die verloren gegangenen Umsätze mit Russland zu kompensieren, will die Ukraine den Handel auch mit der Europäischen Union ausweiten. Hierfür werden jetzt Gespräche über Lieferquoten in Bezug auf Weizen, Mais, Rapssaat sowie Fleisch aufgenommen.
Die Ukraine prognostiziert für 2014/15 einen Getreideexport in Höhe von 37 Mio. Tonnen, die Landwirte neigen aber dazu, ihre Getreidebestände so lange wie möglich zu halten, um sich vor der Abwertung des Hrywnja zu schützen. Deshalb könnten die Exporte auch niedriger ausfallen, da am Ende der Vermarktungsperiode durch einen Vermarktungsstau logistische Probleme wahrscheinlich sind.
Die Ukraine möchte zudem lieber höherwertige Produkte exportieren. Deshalb wurde auf Sonnenblumensaat eine Steuer erhoben, um lieber Sonnenblumen-Öl exportieren zu können. So kann im Land eine zusätzliche Wertschöpfung erfolgen, die Steuereinnahmen und Jobs ermöglichen.
Der Minister sagte, dass der Winter bisher eher mild war und dass in den letzten zwei Wochen auch genügend Regen gefallen war. Die Bodenfeuchte ist so gut wie in den letzten sieben Jahren nicht. Dadurch habe auch das Sommergetreide ein gutes Ertragspotential. Wintergetreide sei zu 82 % in guter Verfassung und nur 13 % seien gefährdet. Farmer könnten die Anbaufläche von Mais reduzieren, da die Betriebsmittel relativ hoch sind und die abgewertete Währung zu höheren Kosten führt. Dennoch geht die Regierung von einer stabilen Maisanbaufläche aus.

03.03.2015 Euronext will Mais- und Gerstenfuture überarbeiten

Die Euronext Paris überlegt, seine zwei kleineren Terminkontrakte auf Mais und Braugerste zu überarbeiten, um sie für die Marktteilnehmer in ganz Europa attraktiver zu machen. Im vergangenen Jahr, gleich nach der Loslösung von dem Börsenbetreiber ICE im letzten Juni, hatte Europas führende Agrar-Terminbörse bereits diverse Änderungen seiner Finanzprodukte durchgeführt; darunter im Weizenkontrakt, dem Flaggschiff der Börse.
Für den Maiskontrakt bedeutet eine Änderung der Spezifikationen in erster Linie die Ausweitung der Lieferpunkte über Südwest-Frankreich hinaus. Als der Kontrakt im Jahre 1999 aufgelegt wurde, war Frankreichs Westküste der Hauptumschlagsplatz für Mais aus der Gemeinschaft. Inzwischen hat sich die EU nach Osten erweitert und das Handelszentrum für Mais hat sich auch weiter dorthin verlagert. Das Handelspotential wäre mit dieser Maßnahme weitaus größer, so Nicholas Kennedy. Der Maisanbau findet jetzt neben dem Osten Frankreichs auch im Norden Europas statt, wo viele Futtermittelhersteller angesiedelt sind, sowie an der Donau im Osten der EU.
Die Börse steht dabei vor der Herausforderung, einen einheitlichen Markt in verschiedenen Regionen abzubilden. Möglicherweise gibt es deshalb am Ende auch zwei Maiskontrakte an der Euronext.
Der derzeitige Maiskontrakt hat ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von 2.500 Lots von Futures und Optionen. Im Vergleich dazu werden täglich 40.000 Lots Weizenkontrakte sowie 8.000 Lots Rapskontrakte als Futures und Optionen umgeschlagen. Die Überarbeitung der Spezifikation soll noch in diesem Jahr stattfinden.
Der aktuelle Gerstenkontrakt ist als Braugerste (Bier- und Whiskyherstellung) spezifiziert. Seit seiner Einführung im Jahr 2010 hat er aber noch keine Liquidität aufgebaut. Jetzt denkt die Börse darüber nach, die Spezifikation in Futtergerste umzuwandeln. Bisher hatten Gerstenproduzenten sich über den Milling Wheat Nr. 2 abgesichert. Nach dessen Überarbeitung, die in den gestern eingeführten Milling Wheat Nr. 3 mündete, für den höhere Qualitätsstandards gelten, gibt es für einen Kontrakt auf Futtergerste eine größere Raum. Quelle: Reuters

03.03.2015 Ukraine / Rapssaat-Ernte 2015
In der Ukraine wird die Rapssaat-Ernte 2015 nach Prognosen des Analysenhauses UkrAgroConsult mit rund 1,7 Mio. Tonnen 500.000 Tonnen (-22,7%) niedriger ausfallen, als die Ernte 2014. Gründe dafür sind eine gesunkene Anbaufläche sowie geringere Ertragserwartungen.
Die Anbaufläche für Winter-Rapssaat könnte demnach von 845.000 Hektar (2014) auf 800.000 Hektar sinken. Mit 25.000 – 30.000 Hektar nahezu unverändert, schätzt das Analysenhaus die Anbaufläche für Sommer-Rapssaat.
Die Ukraine exportiert den Löwenanteil seiner Rapssaat-Ernte ins Ausland. Für das Vermarktungsjahr 2015/16 schätzt UkrAgroConsult das Exportpotenzial auf 1,74 Mio. Tonnen (2014/15: 1,92 Mio. Tonnen).
02.03.2015 Matif Raps Chartanalyse

Nachdem der Matif Rapskontrakt Mai 05 im aufsteigenden Dreieck den Widerstand bei 358 Euro überwunden hat, haben technische Käufe für einen Kurssprung über die nächste Marke bei 365 Euro gesorgt. Der nächste Widerstand befindet sich bei 370 Euro. Allerdings befindet sich der RSI nahe am überkauften Bereich. Es dürfte also schwer werden, diese Marke kurzfristig zu überwinden. Sollte es dadurch zu Gewinnmitnahmen kommen, befindet sich zwar eine leichte Unterstützung bei 365 Euro, wahrscheinlicher ist aber ein Rückgang bis in den Bereich 358 bis 360 Euro.

24.02.2015 Indiens Versorgung mit Ölfrüchten schwach – Senkung der Importzölle beantragt

Der indische Landwirtschaftsminister hat die Kürzung der Importzölle für Ölsaaten beantragt. Der Haushalt für das Wirtschaftsjahr wird am kommenden Samstag vorgelegt. Die lokalen Raffinerien beklagen derzeit eine schlechte Auslastung ihrer Anlagen.
Der weltweit größte Speiseöl-Importeur kauft nahezu 60 % seines Jahresbedarfs von 18 bis 19 Mio. Tonnen aus den Ländern Indonesien und Malaysia. Aktuell haben die indischen Anlagen nur eine Auslastung von 40 bis 45 %. Lobbyisten fordern nun, den Importzoll von 30 % auf 10 % zu senken.
Der letzte Monsun brachte zu wenige Niederschläge, sodass die nächste Raps- und Sonnenblumenernte im Juni das Angebot aus der eigenen indischen Ernte einschränken wird. Nun hat der Landwirtschaftsminister einen offiziellen Antrag auf Herabsetzung des Importzollsatzes beim Finanzminister gestellt.
Die Pläne der Regierung, die Ölsaatenernte um 7 bis 8 Mio. Tonnen zu erhöhen, stagnieren die Ergebnisse in den letzten fünf Jahren auf 29-33 Mio. Tonnen.
Vor einer Absenkung der indischen Importzölle könnten Rapssaat-Lieferanten in der EU, Kanada und Australien gleichermaßen profitieren. Sonnenblumen-Saat könnten zudem aus Russland und der Ukraine kommen. Australier haben aber schon abgewinkt, sie sind ganz gut mit der Nachfrage aus China und Europa ausgelastet.

20.02.2015 Matif Raps Chartanalyse
Der Matif Rapskontrakt Mai 05 bewegt sich zurzeit in einer sehr engen Spanne von 355 bis 358 Euro. Dabei stellt sich die 358er Marke als starker Widerstand dar. Auffallend ist nun, dass in der momentanen Seitwärtsbewegung die Ausschläge nach unten immer geringer ausfallen. Dadurch hat sich ein kleines aufsteigendes Dreieck gebildet, das den Druck auf die Widerstandslinie erhöht. Wenn es dem Kurs gelingt, diese Marke zu überspringen, besteht Aufwärtspotential bis 365 Euro. Sollte der Kurs erneut scheitern, würde auch die Aufwärtstrendlinie durchbrochen. Dies hätte einen Kursrückgang bis zur nächsten Unterstützung bei 350 Euro zur Folge.
16.02.2015 Matif Weizenkontrakt jetzt auch an der JSE

Die Euronext teilte heute Morgen der Presse mit, dass sie einen Lizenzvertrag mit der Johannesburg Stock Exchange (JSE) abgeschlossen hat, um sein Flaggschiff, den Terminkontrakt auf „Milling Wheat“ auch an der Börse in Südafrika zu handeln. Das Ziel der Pariser Börse ist es, seine internationale Präsenz zu verbreitern und das rasante Wirtschaftswachstum in Afrika zu nutzen.
Die Lizenzvereinbarung gilt auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet, dass beiden Börsen das Recht zugestanden wird, die Settlementpreise und die Markenrechte der jeweils anderen Börse zu nutzen. Mithin können auch die Terminkontrakte auf Mais und Rapssaat, sowie Rapsschrot und Rapsöl von der JSE genutzt werden.

11.02.2015 Historische Charts für Weizen, Raps und Mais

Unter „Fakten für Profis“ finden Sie auf unserer Homepage www.hansa-terminhandel.de historische Charts für Weizen, Raps und Mais vom Pariser Matif, sowie vergleichende Charts von Veredelungskartoffeln von der Eurex.

10.02.2015 Frankreich /Prognosen der Anbauflächen für Wintergetreide
Frankreichs Landwirtschaftsministerium belässt seine Prognose der Winterweizen-Aussaatfläche für die Ernte 2015 mit 5,13 Mio. Hektar nahezu unverändert zur Dezember-Prognose (5,10 Mio. Hektar).
Damit liegt die aktuelle Prognose 3,1% über dem 2014er Niveau.
Weitere Prognosen:
Wintergerste: 1,3 Mio. Hektar (+4,6% versus 2014)
Durum: 310.000 Hektar (Dezember-Prognose: 309.000 Hektar, +10,3% versus 2014)
Winterraps: 1,5 Mio. Hektar (u.v. zur Dezember-Prognose, -0,6% versus 2014)
Quelle: Reuters
09.02.2015 Indiens Ölschrote am Weltmarkt viel zu teuer

In Indiens Soja- und Rapsschrotexporte werden voraussichtlich in dem laufenden Wirtschaftsjahr, das Ende März endet, um 40 % fallen, da Japan und der Iran sich jetzt der günstigeren Offerten aus Südamerika bedienen. Die Kurse für Sojaschrot orientieren sich an den Terminkontrakten der CBoT, die in 2014 fast um 17 % verfallen sind.
In den kommenden Monaten erwarten die indischen Verkäufer keine wesentliche Nachfrage aus Japan und dem Iran, da Indien schlichtweg zu teuer ist. Die Offerten liegen $40 bis$50/Tonnen über den amerikanischen Preisen. In 2013/14 exportierte Indien 4,3 Mio. Tonnen Ölmehle, davon 2,8 Mio. Tonnen Sojaschrot. Im Januar 2015 fielen die Exporte um 53 % im Vorjahresvergleich. Betrachtet man die Sojaschrotexporte allein, dann sind es sogar 71 %.
Indiens Sojaschrotexporte fallen damit auf ein 26-Jahres-Tief, da die internationalen Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomprogramm gegen den Iran, dem Top-Käufer für indisches Ölschrot, aufweichen. Sojafarmer in Indien wollen ihre Ernte aber nicht billiger verkaufen und warten auf bessere Preise. Seit der Aussaat waren die Erzeugerpreise um ein Viertel gefallen.
Die Rapssaatexporte fielen im Januar um 21 % gegenüber dem Vergleichsmonat im Vorjahr. Hier war Süd Korea bisher der größte Kunde. Auch die anderen Käufer wie Vietnam, Thailand und Indonesien haben ihre Käufe in Indien eingeschränkt. Quelle: Reuters

zurück zur Übersicht

Auf der rechten Seite Ihrer Homepage können sie z.b. News anzeigen oder Ihre Besucher anderweitig informieren.