Matif: Rapssaat August 2015

25.08.2015 Rapssaat

Eine technische Gegenreaktion nach den starken Kursverlusten der letzten Tage, eine leichte Stabilisierung der Finanzmärkte, ein schwächerer US-Dollar gegenüber dem Euro sowie festere Rohölnotierungen lassen die Sojabohnennotierungen heute in Chicago mit Gewinnen handeln. Exporteure meldeten zudem ein Verkauf von 210.000 Tonnen US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Die Rapssaatfutures an der Euronext in Paris folgen heute den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse können auf allen Terminen gute Zugewinne verzeichnen.

21.08.2015 Matif Raps Chartanalyse

Nach einem kurzzeitigen Ausbruch des Matif Rapskontrakt November 15 aus dem seit Anfang Juli anhaltenden Abwärtstrend, setzte sich die Talfahrt unvermindert fort. Dabei wurden die beiden nächsten Unterstützungen bei 375 Euro und 368 Euro ohne Gegenwehr durchbrochen. Der Kurs testet nun die nächste Marke bei 360 Euro. Sollte der Kurs auch diesen Wert unterschreiten, klafft bis zur nächsten Unterstützung eine große Lücke. Dies könnte massive technische Verkäufe zur Folge haben. Wenn die 360er Linie hält, besteht Aufwärtspotential bis 368 Euro.

17.08.2015 Kanada: Große Bedenken für ausgeglichene Canola-Versorgung

Trockenheit, Hitze und Hagel haben Kanadas Canola- und Weizenernte gemindert. Das zumindest meinen 14 Händler und Analysten, die von Reuters im Vorfeld einer ersten offiziellen Schätzung befragt wurden. Die Experten schätzen, dass die Gesamtweizenernte auf 25,6 Mio. Tonnen kommt, 13 % weniger als im Vorjahr. Die Canola-Produktion wird ebenfalls um 13 % kleiner ausfallen und kommt auf 13,6 Mio. Tonnen. Das wäre die kleinste Ernte seit fünf Jahren.
Am 21. August wird die kanadische Statistikbehörde Statistic Canada ihre erste Ernteschätzung veröffentlichen, die aufgrund einer Umfrage in der Zeit vom 22. Juli bis 3. August 15 bei den Farmern erhoben wurde. Kanada ist sowohl für Canola (Rapssaat), als auch für Durum-Weizen weltweit führend im Export.
Im Mai mussten viele Farmer in Manitoba die ausgewinterten Winterrapsflächen erneut mit Sommerraps bestellen. In Saskatchewan und Alberta hemmten Trockenheit und Hitze das Wachstum von Raps, Durum und Sommerweizen. Die Produktion wird wohl um 2 Mio. Tonnen und damit unter dem aktuellen Eigenbedarf sinken, glaubt Ken Ball, Anlageberater des Brokerhauses PI Financial Corp in Winnipeg. Dabei gibt es für Canola die größten Bedenken, dass Angebot und Nachfrage ausgeglichen sind.
Die Aussaat von Canola für die kommende Ernte wird in Alberta Ende nächster Woche bereits von den ersten Frösten bedroht. Frosttemperaturen stoppen das Wachstum der jungen Pflanzen. Üblicherweise beginnen die ersten Fröste Anfang September aber einige später gesäten Flächen benötigen mehr Zeit, damit sich die Pflanzen entwickeln können.
Kanada ist zudem ein großer Anbieter von Sommerweizen, die Ertragseinschränkungen in Kanada werden aber von einer größeren Ernte in den USA aufgehoben. Dort wurden Rekorderträge gemessen.

13.08.2015 DRV reduziert Prognose der deutschen Maisernte 2015 auf 3,91 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband  hat seine Prognose der deutschen Winterweizenernte 2015 von 25,43 Mio. Tonnen (Juli-Prognose) auf 25,70 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 7,5%.
Die deutsche Maisernte prognostiziert der Verband auf 3,91 Mio. Tonnen. Die Vormonatsprognose lag bei 4,64 Mio. Tonnen. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 23,9%.
Deutschlands Rapsernte wurde auf 4,91 Mio. Tonnen geschätzt (+100.000 Tonnen zum Juli). Das wäre ein Rückgang um 21,3% zum Vorjahr.
13.08.2015 EU muss mehr Palmöl und Sojaschrot einführen

In Aussicht auf eine deutlich kleinere Rapssaat-Ernte in der EU kommen Analysten zur Überzeugung, dass die Importe für Palmöl, Sojabohnen und Sojaschrot zunehmen, da man bereits jetzt nach alterativen Rohstoffen Ausschau hält. Die EU Kommission schätzt, dass die Ernte von Rapssaat, Europas bedeutendste Ölsaat zur Herstellung von Speiseöl und Biodiesel, auf 20,73 Mio. Tonnen um 14,7 % kleiner ausfällt, als im Vorjahr. Damals wurde eine Rekordernte eingefahren. Die Landwirte haben die Anbaufläche reduziert und im Frühsommer hat eine Hitzewelle die Erträge reduziert. Außerdem erwartet die EU auch eine kleinere Sonnenblumen-Ernte, sodass nun auf Palmöl, Sojabohnen und Sojaschrot aus Drittländern zurückgegriffen werden muss, analysiert der Geschäftsführer von Oil World Thomas Mielke.
Die Importe von Palmöl könnten im Vergleich zum Vorjahr in der Vermarktungsperiode Oktober 2015 bis September 2016 um 0,5 Mio. Tonnen auf 7,4 Mio. steigen. Auch der Drittlands-Bezug von Sojaschrot in die EU wird steigen, weil weniger Rapsschrot und Sonnenblumenschrot zur Verfügung steht. Deshalb wird die EU wohl mehr Sojabohnen einführen, die in der EU gemahlen und zu Öl und Schrot verarbeitet werden. Trotzdem werden auch noch 0,9 Mio. Tonnen mehr Sojaschrot eingeführt, schätzt Mielke. In der Vorjahressaison waren es 21,7 Mio. Tonnen.
In Deutschland, eigentlich der größte Rapssaat-Produzent der EU, ist die Rapssaaternte fast abschlossen. Hier wird eine Erntemenge von 4,9 Mio. tonnen erwartet. Das sind 21,3 % weniger als im Vorjahr. In diesem Jahr wird aber Frankreich die größte Erntemenge mit 5 Mio. Tonnen einfahren (Vj. 5,5 Mio. Tonnen). Polen erwartet 2,85 Mio. Tonnen (-15%) und Großbritannien kommt auf 2,2 Mio. Tonnen (-10,5 %). Auch in der Tschechischen Republik, in Rumänien und in Bulgarien wird die Rapsernte kleiner ausfallen. Quelle: Reuters

10.08.2015 Frankreich reduziert Prognose der Maisernte 2015 auf 13,2 Mio. Tonnen
Das französiche Landwirtschaftsministerium erhöht seine Prognose der französischen Weichweizenernte von 37,9 Mio. Tonnen auf 39,3 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr ernteten französische Landwirte 37,5 Mio. Tonnen Weizen.
Die Prognsoe der französichen Maisernte wurde aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen stark reduziert auf 13,2 Mio. Tonnen (-28%). Das Ministerium legte bei einer Anbaufläche von 1,59 Mio. Hektar  durchschnittliche Erträge von 8,3 Tonnen pro Hektar zugrunde. Im Vorjahr wurden durchschnittlich 10,4 Tonnen pro Hektar bei einer Anbaufläche von 1,76 Mio. Hektar geerntet.
Weitere Prognosen:
Frankreichs Rapsernte 2015: 5,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 5,1 Mio. Tonnen)
Frankreichs Gersteernte 2015: 12,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 11,7 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
07.08.2015 Matif Raps Chartanalyse

Nachdem der Matif Rapskontrakt November 15 an der 375er Marke abgeprallt ist, kam es zu der erwarteten Gegenreaktion bis in den Bereich von 383 Euro. Hier befindet sich nun ein starker Widerstand, gebildet aus dem kurzfristigen Abwärtstrend und den beiden Durchschnittslinien (18 und 50 Tage). Sollte der Kurs diese Hürde nehmen, besteht weiteres Aufwärtspotential bis 392 Euro. Wenn der Kurs am Widerstand abprallt, besteht die Gefahr, dass diesmal auch die 375er Marke nicht gehalten werden kann.

04.08.2015 Rapsexporte aus der Ukraine fallen um 17,6 %

Die Rapsernte in der Ukraine wird jetzt von UkrAgroConsult auf 1,86 Mio. Tonnen geschätzt, zuvor war man noch von 1,93 Mio. Tonnen ausgegangen, im Vorjahr wurden 2,2 Mio. Tonnen geerntet. Das Beratungsunternehmen geht nun in 2015/16 auch von einer deutlich kleineren Exportmenge aus und schätzt diese auf 1,58 Mio. Das sind 17,6 % weniger als in der letzten Saison.
Die Anbaufläche wurde gegenüber dem Vorjahr um 155.000 Hektar auf 710.000 Hektar verkleinert. Hohe Erträge konnten den Flächenrückgang nicht kompensieren. Die kleinere Ernte und eine weltweit gute Nachfrage nach Rapssaat werden dazu führen, dass die Bestände in der Ukraine bereits Ende Dezember erschöpft sind. Die Ernte ist bereits zu 85 % abgeschlossen. Die Ukraine exportiert rund 85 bis 90 % seiner Rapssaat-Produktion. Quelle: Reuters

03.08.2015 Europäische Kommission senkt Prognosen der EU- Mais-, Weizen- und Rapsernte 2015
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der EU-28 Maisernte um knapp 3 Mio. Tonnen auf 65,5 Mio. Tonnen reduziert. Im vergangenen Jahr wurden 77,8 Mio. Tonnen Mais geerntet. Trockenes und heißes Wetter während der entscheidenden Sommerwachstumsperiode hat den Pflanzen geschadet.
Die Prognose der EU-Weizenernte wurde ebenfalls reduziert von 139,95 Mio. Tonnen auf 139,45 Mio. Tonnen. Beim Raps sank die Prognose um 1 Mio. Tonnen auf 20,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
03.08.2015 Strategie Grains schätzt EU-Rapsproduktion auf 21,4 Mio. Tonnen

Strategie Grains schätzt die europäische Rapsproduktion 2015/16 mit 21.4 Mio. Tonnen um 11,6 % geringer ein, als vor einem Jahr. Die Anbaufläche wurde demnach um 4,2 % eingeschränkt und die Erträge fallen 7,2 % kleiner aus, als im letzten Jahr. Quelle: Reuters

30.07.2015 Regenfälle verzögern deutsche Getreideernte

Die deutsche Weizenernte wurde in der vergangenen Woche durch Regenfälle unterbrochen. Laut Wetterbericht kehrt aber ab Freitag das sommerliche Wetter zurück.
Größere Fortschritte hat dagegen bereits die Wintergerstenernte gemacht und die Erntemenge könnte laut Aussage des DBV höher ausfallen als erwartet.
Die Winterweizenernte kam dagegen nur in den südlichen Regionen und in Teilen Mitteldeutschlands voran. In diesen Regionen wurden bis zu zwei Drittel der Flächen geerntet.
Im Norden und den östlichen Bundesländern steht immer noch der größte Teil auf den Feldern.
Die ersten frühen Ernteergebnisse lagen um 10 bis 15 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 8,7 Tonnen pro Hektar. Allerdings stehen bisher zu wenige Ergebnisse zur Verfügung um eine realistische Prognose abzugeben.
Die Schätzung für die Wintergerstenernte wurde gegenüber der Juni-Schätzung um 0,5 Millionen Tonnen auf 9,1 Millionen Tonnen nach oben korrigiert und liegt damit nur um 335.000 Tonnen unter dem sehr guten Ergebnis aus dem Vorjahr.
Auch die Rapsernte wurde besonders in den nördlichen Bundesländern durch die jüngsten Regenfälle unterbrochen. Die deutsche Rapsernte wird voraussichtlich deutlich unter dem Ergenbis aus dem Vorjahr liegen. Quelle: Reuters

30.07.2015 Analyse: Latein Amerika dominiert globalen Sojabohnenmarkt

(JT) Südamerikanische Sojabohnenexporteure werden in dieser Vermarktungsperiode wohl die Lieferungen nach China dominieren. Selbst die Monate mit den größten Exportmengen sind für Nordamerikanische Exporteure in Gefahr.
Üblicherweise haben die Südamerikaner ihre Sojaexporte bis Mitte Juli, Anfang August abgeschlossen. In diesem Jahr gehen die Verladungen aber ungebremst weiter, dank einer Rekordernte in Brasilien sowie großen Lagerbeständen in Argentinien. Weil U.S. Exporteure üblicherweise ihre größten Verkäufe nach China von September bis Oktober tätigen, droht jetzt ein weiterer Druck auf die globalen Bohnenpreise und Nordamerika ein Verlust von Marktanteilen.
Exporte aus Südamerika profitieren zudem von dem Wertverlust ihrer Währungen. In brasilianischem Real gerechnet, notieren die Sojabohnen derzeit auf einem Jahres-Hoch, während in U.S. Dollar gerechnet, liegen die Preise auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Monat.
China hat im Durchschnitt der letzten 10 Jahre mehr Sojabohnen aus Südamerika bezogen als aus den USA. Im Süden gab es stets ein großes Angebot und niedrige Preise. Chinas Versorgungsunternehmen COFCO hat zudem Mehrheitsbeteiligungen in Handelshäusern wie Nidera und NobleAgri, die ihrerseits mehr aus Südamerika als aus den USA geprägt sind. Chinesische Sojaimporte von Januar bis Juni lagen mit 35,1 Mio. Tonnen auf Rekordhöhe.
In Brasilien müssen die Exporteure demnächst ihre Verladeterminals vornehmlich für Maisexporte freihalten. Das wäre der Zeitpunkt, an dem die USA zum Zuge kommen. In diesem Jahr ist das allerdings anders, denn Argentinien wird im Oktober und November aktiv anbieten; danach, im Dezember und Januar, können die Brasilianer schon wieder liefern. Argentinien sitzt auf einem Rekordbestand von 35 Mio. Tonnen Sojabohnen und wenn nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober möglicherweise die Zölle (35%) wegfallen oder gesenkt werden, bleiben die USA ohne Chance.
Dieser starke Wettbewerb wird die Exporteure der USA dazu zwingen, ihre Forderungen zu senken, um ihre Anteile am internationalen Sojabohnengeschäft zu halten, meinen die Einkäufer in Fernost. Üblicherweise exportiert die USA 70 % ihrer Ernte in den Monaten September bis Dezember.
Die Nachfrage aus China für Futtermittel bleibt robust. Die Ölmühlen in China erzielen die besten Margen seit 2009. Das könnte sogar dazu führen, dass Schrote anderer Rohstoffe wie Raps und Baumwolle mit Sojaschrot ersetzt werden. Quelle: Reuters

28.07.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt November 15 hat nach einer kurzen Seitwärtsbewegung den Abwärtstrend in der vergangenen Woche deutlich verstärkt. Mit einem Kurssprung wurde die eigentlich starke Unterstützung bei 383 Euro überwunden. Zurzeit bewegt sich die Notierung an der Unterstützungslinie bei 375 Euro. Hier könnte der Kursverfall zunächst zum Stillstand kommen. Gewinnmitnahmen würden dann evtl. dafür sorgen dass die Kurslücke wieder geschlossen wird und der Kurs die Marke von 383 Euro wieder überschreitet. Sollte allerdings die 375er Marke nicht halten, würden technische Verkäufe für eine weitere Kursschwäche bis 368 Euro sorgen.

27.07.2015 EU-Prognosen zur Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2015
Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU, Mars, hat seine Prognose der EU-Weizenerträge von 5,85 Tonnen/Hektar auf 5,80 Tonnen/Hektar reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%.
Die Prognose der EU-Maiserträge wurde auf 6,71 Tonnen/Hektar geschätzt (Vormonat: 7,22 Tonnen/Hektar). Damit liegen die Maiserträge nun unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts (-4,4%)
Weitere Prognosen:
EU-Rapssaat-Erträge: 3,23 Tonnen/Hektar = -10,8% zum Vorjahr (Vormonat: 3,28 Tonnen/Hektar)
EU-Gerste-Erträge: 4,61 Tonnen/Hektar (Vormonat: 4,65 Tonnen/Hektar)
Quelle: Reuters
27.07.2015 CWB-Tour: Ernteschätzungen werden angehoben

Die Ergebnisse der Canadian Wheat Board (CWB) – Tour hatten wir bereits am Freitag bekannt gegeben. Nach der Tour kommt der Organisator Burnett zum Schluss, dass er die Ernte unterschätzt habe. Er schätzt die Weizenproduktion für West-Kanada jetzt auf 23,1 Mio. Tonnen vorher kam er auf 22,02 Mio. Tonnen. Die Sommerweizen Ernte schätzt er jetzt auf 18,14 Mio. Tonnen – vorher 17,25 Mio. Tonnen und Durum 4,19 Mio. Tonnen, vorher 4 Mio. Tonnen. Für die Rapsernte (Canola) kommt er jetzt auf 12,49 Mio. Tonnen nach 12,15 Mio. Tonnen zuvor.

22.07.2015 EU erwartet kleinere Rapsernte

Die Rapsernte in der EU wird in diesem Jahr spürbar kleiner ausfallen. Ungewöhnlich trockenes Wetter verursachte geringere Erträge und führte in Frankreich und Deutschland zu Ernteverlusten.
In Deutschland nehmen die Erntearbeiten jetzt Fahrt auf, aber die Ertragserwartungen liegen nach der Hitzewelle Anfang Juli um 20 % unter denen des Vorjahres. Mit geschätzten 4,9 Mio. Tonnen liegt die deutsche Rapsernte 21,3 % hinter der Rekordernte des Vorjahres zurück. Während in Baden-Württemberg bereits 60 % der Flächen geräumt sind, sollen in Niedersachsen die Erntearbeiten erst am kommenden Wochenende starten.
In Frankreich sind bereits ¾ der Rapsflächen geräumt, zuletzt wurden die Erntearbeiten im Norden und Nordwesten des Landes aber immer wieder durch Regenfälle unterbrochen. Die aktuelle Ernteschätzung geht in Frankreich von 5,1 bis 5,2 Mio. Tonnen aus, womit Frankreich in diesem Jahr Deutschland von der Spitzenposition in der EU ablösen wird. Die französische Rapsernte wird trotzdem 8 % unter der Rekordernte des Vorjahres liegen, da die Anbaufläche zurückgenommen wurde.
Polens Rapsernte wird 15 % kleiner als im Vorjahr erwartet. Mit 2,8 Mio. Tonnen belegt das Land den dritten Platz in der EU-Rangfolge. Großbritannien kann mit einer Rapsernte von 2,2 Mio. Tonnen rechnen. (Vj.2,46)
Die Hitzewelle Ende Juni/Anfang Juli hatte auch einen negativen Effekt auf die Qualität der Ernte. Die Saat ist insgesamt kleiner als üblich, was einen Einfluss auf den Öl-Gehalt hat. Dieser ist dann niedriger als im Vorjahr. Quelle: Reuters

21.07.2015 CWB geht auf Tour

In Kanada leiden die Weizen- und Rapskulturen unter den trockensten Bedingungen seit Jahrzehnten. Ein Expertenteam vom CWB (ehemaliges Canadian Wheat Board) geht in dieser Woche auf Tour, um die Bestände zu bewerten.
Kanada ist weltweit der größte Produzent und Exporteur von Rapssaat und nach Einschätzung des USDA in diesem Jahr auch der drittgrößte Weizen-Exporteur der Welt. Die Gefahren einer Missernte in Kanada hatten auch die Rapskurse am Matif in Paris in die Höhe getrieben und die Margen der Verarbeiter aufgeweicht. Außerdem gibt es Bedenken, über die kanadische Durum-Ernte. Kanada ist der größte Exporteur dieser Weizengattung aus der Nudeln erzeugt werden.
Bereits im Vorfeld der Tour äußert sich Neil Townsend, Direktor des CWB Market Research, skeptisch über die Ernteaussichten. „Die Rapsernte wird deutlich unter dem 5-Jahres-Mittel liegen. Das gleiche gilt für Durum, Sommerweizen und Gerste.“ Am kommenden Freitag wollen die Experten einen Bericht über ihre Erkenntnisse veröffentlichen.
In weiten Teilen von Saskatchewan fielen im Mai und Juni 40 % weniger Niederschläge. In Alberta sogar nur 40 bis 60 % der üblichen Regenmengen. Im Südwesten Albertas sowie im Süden und im zentralen Saskatchewan wächst 1/5 des kanadischen Sommerweizens, 2/3 des Durum und 17 % des Rapsanbaus. Rund 1/3 des Albertas Sommerweizen und Durum wurden am 15. Juli mit „gut bis exzellent“ eingestuft. Nur ¼ aller Rapsflächen erhielten die Bestnote.
Die letzten Wetterberichte kündigen für die nächsten 10 Tage Regen an, die den Stress von 1/3 der Pflanzen in Kanada mindern werden. Die Anbauflächen für Raps- und Sommerweizen wurde eingeschränkt, während die für Durum ausgeweitet wurde. Am 21. August will Statistic Canada seine erste Ernteprognose abgeben. Quelle: Reuters

17.07.2015 Wetterrisiken in Nordamerika sinken

Im U.S. Getreidegürtel setzt sich nun doch endlich trockenes Wetter durch und die Hoffnung auf günstigere Vegetationsbedingungen drücken die Kurse der Sojabohnen. Diese fielen gestern auf ein Wochentief und geben auch heute Morgen weiter nach. Gleichzeitig hat es in Kanada, wo es über Wochen zu trocken war und die Rapsernte bedrohte, begonnen zu regnen. Die Bohnen-Kurse an der CBoT sinken damit bereits in der vierten aufeinander folgenden Sitzung.

16.07.2015 Matif Raps Chartanalyse

Der Matif Rapskontrakt August 15 bewegt sich momentan um die 390er Marke. Es bleibt nun abzuwarten, in welche Richtung sich der Kurs die nächsten Tage bewegt. Kommt es zu einem Anstieg, wäre das Hoch bei 400 Euro vom Monatsanfang das nächste Ziel. Allerdings ist im Kursverlauf der letzten Tage ansatzweise eine Doppelspitze zu erkennen. Da die zweite Spitze deutlich unterhalb der ersten liegt, ist das ein Signal für weiter fallende Kurse.

13.07.2015 Chinas Sojabohnenimporte rekordverdächtig – Billige Offerten aus Südamerika

Der weltweit größte Sojabohnenimporteur China hat im Juni 8,09 Mio. Tonnen Sojabohnen aus dem Ausland bezogen. Das ist die zweitgrößte Importmenge in einem Monat; damit nutzen die Ölmühlen des Landes die billigen Offerten aus Südamerika. Die Menge ist außerdem die größte Monats-Importmenge in diesem Jahr und liegt 26,6 % über der im gleichen Monat des Vorjahres und 32 % über der Mai-Importmenge. Die Zollstatistik zeigt außerdem, dass die Sojabohnenimporte im ersten Halbjahr 2015 um 2,8 % auf 35,16 Mio. Tonnen gestiegen sind. Der Angebotsdruck am Weltmarkt bleibt derzeit sehr groß, sodass China wohl auch im Juli mit 8,3 Mio. Tonnen und August mit 7,4 Mio. Tonnen große Mengen der Ölfrucht importieren dürfte. Aufgrund der gegenüber dem Vorjahr um 30 bis 40 % gesunkenen Schweinebestände, sollten die September Importe aber sinken, wenn die U.S. – Exportsaison beginnt.
In den letzten zwei Wochen sind die lokalen Preise für Sojaschrot in China von seinem 8-Monats-Tief angestiegen und die Schlaglöhne haben sich verbessert, sind aber immer noch negativ.
Die großen Importe in Verbindung mit einer schwachen nationalen Nachfrage führen zu höheren Beständen an den Hafenplätzen. Mit 4 Mio. Tonnen sind sie aber immer noch 1 Mio. Tonnen kleiner als im August 2014.
China hat im Juni zudem 690.000 Tonnen Speiseöle importiert; 30 % mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr fielen die Importe allerdings um 23,9 % auf 2,74 Mio. Tonnen. China importiert hauptsächlich Palm Öl, Rapssaat Öl sowie Sojabohnen Öl. Quelle: Reuters

08.07.2015 Umfrage Rapsmarkt
Sehr geehrte Marktteilnehmer,

auf dem kürzlich abgehaltenen Treffen des Euronext Fachausschusses für den Raps Komplex wurden einige Änderungen in den Spezifikationen des Rapssaat- und Rapsöl-Kontraktes besprochen. Im Anhang finden sie die einzelnen Vorschläge. Die Börse möchte nun Ihre Meinung und Vorschläge zu den einzelnen Punkten wissen. Ihre Antwort senden Sie bitte, wenn möglich, bis zum 15. Juli an HANSA Terminhandel zurück. Wir leiten die Ergebnisse dann gesammelt an die Euronext weiter. Im Anhang finden sie das Originalschreiben der Börse. Sollten sie eine Übersetzung wünschen, senden wir Ihnen diese gerne zu.
07.07.2015 Getreideernte in der Ukraine / Bisher etwa 2 Mio. Tonnen geerntet

In den meisten Getreideanbauregionen der Ukraine hat die Getreideernte 2015 begonnen. Bisher wurden über 2 Mio. Tonnen Getreide auf 620.000 Hektar gedroschen. Die jüngsten Niederschläge haben den Erntefortschritt jedoch verzögert.
Die Erträge liegen bei durchschnittlich 3,05 Hektar/Tonne versus 2,85 Tonnen/Hektar zur selben Zeit im Vorjahr.
Nach Angaben aus dem Landwirtschaftsministerium wurden bisher 450.000 Hektar Gerste, 130.000 Hektar Weizen und 40.000 Hektar Erbsen, sowie 60.000 Hektar Rapssaat geerntet.
Der Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gab im vergangenen Monat gegenüber Reuters an, dass die Ukraine in diesem Jahr wahrscheinlich rund 60 Mio. Tonnen Getreide, davon 24 Mio. Tonnen Weizen ernten wird. Im vergangenen Jahr lag die Erntemenge bei 63,8 Mio. Tonnen Getreide, davon 24,1 Mio. Tonnen Weizen. Quelle: Reuters

07.07.2015 Franz.Landwirtschaftsministerium schätzt Weizenernte auf 37,9 Mio. Tonnen

Das französische Landwirtschaftsministerium hat in seiner ersten Prognose für die französische Weizenernte 2015 auf 37,9 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vergleich zum Vorjahr (37,5 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 1,0%. Die Prognose basiert auf durchschnittliche Erträge von 7,34 Tonnen/Hektar (Vorjahr: 7,48 Tonnen/Hektar) und einer Anbaufläche von 5,16 Mio. Hektar (Vorjahr: 5,01 Mio. Hektar.
Weitere Prognosen:
Durum-Ernte: 1,7 Mio. Tonnen (+15,2%) / 2014: 1,5 Mio. Tonnen
Gesamte Gerste-Ernte: 11,7 Mio. Tonnen (-0,5%)
Wintergerste-Ernte: 8,95 Mio. Tonnen (+4,6%)
Sommergerste-Ernte: 2,8 Mio. Tonnen (-13,9%)
Rapssaat-Produktion: 5,07 Mio. Tonnen (-8,2%) / Vorjahr: 5,5 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters

06.07.2015 Großbritanniens Weizenanbaufläche 2015 leicht rückläufig

Die Weizenanbaufläche zur Ernte 2015 in Großbritannien ist einer Umfrage des „Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) zufolge um 3% auf 1,87 Mio. Hektar gesunken. Ebenfalls rückläufig ist die Anbaufläche für Rapssaat. Sie sank sogar um 7% auf 627.000 Hektar, während die Gerste-Anbaufläche um 3% auf 1,09 Mio. Hektar stieg. Quelle: Reuters

06.07.2015 Matif Raps Chartanalyse

Nachdem der Matif Rapskontrakt August 15 die 400 Euro Marke erreicht hat, kam es zu einer Korrektur, die den Kurs heute unter die 390er Linie gedrückt hat. Abwärtspotential besteht nun bis 380 Euro. Hier besteht allerdings eine starke Unterstützung, die sich aus dem mittelfristigen Aufwärtstrend, den Preisspitzen von Anfang Juni und der 18-Tage-GD-Linie gebildet hat.

06.07.2015 Weizen, Raps- und Maisnotierungen handeln deutlich schwächer
Die Notierungen für Weizen, Raps und Mais an der Euronext in Paris handeln zum Start in die neue Woche mit kräftigen Verlusten. Bei den Weizennotierungen (vorderste Fälligkeit), die im Tagestief bei 200,50 Euro handelten, fiel der Rückgang mit 1,72% am Stärksten aus. Aber auch die Maisnotierungen (Tagestief 190,50 Euro /- 1,68%) und die Rapssaatnotierungen (Tagestief 390,25 Euro / -1,01%) mussten deutliche Verluste hinnehmen.
Der Euro sackte im Tagestief auf 1,09706 US-Dollar, konnte sich jedoch von den Tiefstständen erholen und handelt gegenwärtig auf einem Niveau von 1,10589 US-Dollar.
03.07.2015 Südkorea´s Nofi kauft Rapsschot in Indien

Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc. kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 12.000 Tonnen Rapsschrot indischer Herkunft zum Preis von $279,98/Tonne c&f zzgl. $1,75/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Die Versendung soll zwischen dem 25. Juli und dem 13. August erfolgen. Quelle: Reuters

01.07.2015 FC Stone prognostiziert niedrigere EU-Weichweizenernte 2015
Die EU-Weichweizenproduktion 2015 wird einer Umfrage von FCStone zufolge augrund der trockenen Wetterbedingungen auf 140,7 Mio. Tonnen sinken. Das Umfrageergebnis liegt damit unter der Juni-Prognose von Strategie Grains (141,6 Mio. Tonnen) sowie 5% niedriger als das Ergebnis 2014 (149,5 Mio. Tonnen).
Weitere Prognosen:
EU-Mais-Ernte 2015:
66,6 Mio. Tonnen (Strategie Grains Juni: 67,5 Mio.Tonnen / 2014 75,7 Mio. Tonnen (-11%)
EU-Rapssaat-Ernte 2015
21,3 Mio. Tonnen (Oil World: 21,8 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
29.06.2015 Euronext startet Futures auf Holzpellets

Die europäische Gemeinschaftsbörse Euronext will im Laufe dieses Jahres seinen ersten Terminkontrakt mit Fokus auf den Energiesektor auflegen. Es gäbe eine Nachfrage für einen Future auf Holzpellets als erneuerbare Energie zum Heizen, so die Pariser Börse heute gegenüber der Presse.
Der Kontrakt soll im Herbst eingeführt werden und wird mit einer physischen Lieferung spezifiziert, damit Produzenten und Händler in der Europäischen Union, wo 80 % der weltweiten Holzpellets-Produktion stattfindet, ihre Preissicherungsgeschäfte abwickeln können. Das ist der erste Terminkontrakt der Euronext, der sich exklusiv auf erneuerbare Energie bezieht, sagt Ulrich von Fürstenberg, Produktmanager der Börse.
Durch die sehr hohe Volatilität im Gas- und Benzinmarkt, verspricht sich die Börse auch hohe Preisschwankungen in ihrem Holzpellets-Future. Dieser wird nach dem ENPlus A1-Standard des europäischen Pellets-Rats spezifiziert und richtet sich an Energieverbraucher in Wohnanlagen und Verwaltungsgebäuden.
Die physische Lieferung der Terminkontrakte kann in den Häfen Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen und Gent in einem Frachtkahn stattfinden. Der Euro-notierte Kontrakt umfasst eine Menge von 25 Tonnen und hat folgende Liefertermine: März, Juni, September und Dezember. Optionen auf die Futures wird des vorerst nicht geben.
Die Euronext ist in Europa in der Agrarbranche bekannt durch ihre Terminkontrakte auf Weizen und Rapssaat. Außerdem wurden vor kurzem drei Futures auf Milchprodukte eingeführt.

22.06.2015 EU-Crop-Monitor reduziert EU-Weizen-Ertragsprognose 2015
Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) hat seine monatliche Prognose der EU-Weichweizenerträge 2015 von 5,93 Tonnen/Hektar auf 5,85 Tonnen/Hektar aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 4,7%. Damit liegen die Erträge allerdings weiterhin 3,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. In den Getreideanbauregionen in West- und Mitteleuropa ist ein großer Anteil der Böden gegenwärtig zu trocken. Dieser Zustand, sollte er anhalten, wird sich negativ auf die Ertragssituation und auf die Qualität der Winterweizenbestände auswirken.
Reduziert wurde auch die Prognose der Rapserträge. Sie sank von 3,42 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 3,28 Tonnen/Hektar. Für Gerste (Sommer- und Wintergerste) sank die Prognose von 4,75 Tonnen/Hektar auf 4,65 Tonnen/ Hektar. Die Prognose der Maiserträge wurde mit 7,22 Tonnen/Hektar unverändert  zum Vormonat belassen. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 11%. Der Wert liegt aber nach wie vor 2,6% über dem 5-Jahres-Mittel. Quelle: Reuters
22.06.2015 KTG steigert Sojabohnenanbau in der EU

Deutschlands Agrarkonzern KTG Agrar AG steigert in 2015 seinen Sojabohnenanbau in Europa. Siegfried Hofreiter, der Vorstandsvorsitzende des in Hamburg ansässigen Unternehmens, sieht einen steigenden Bedarf für Pflanzen, die von Züchtern nicht genetisch verändert wurden. Die KTG, eines der wenigen in Europa an der Börse gelisteten Agrarunternehmen, baut in 2015 auf 11.000 Hektar GMO-freie Sojabohnen in Rumänien, in Deutschland und Litauen an. Im Vorjahr waren es 7.000 Hektar.
Große Lebensmittelketten in Deutschland zwingen ihre Fleischanbieter dazu, nur GMO-freies Material in ihrer Angebotskette zu verwenden, und das sei erst der Beginn eines lang anhaltenden Trends mit einem großen Potential, so Hofreiter gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Die EU importiert jährlich rund 13 Mio. Tonnen Sojabohnen und produziert selber nur 1,8 Mio. Tonnen. Die Bauern produzieren lieber Rapssaat und Sonnenblumen als Ölfrüchte. In Nord- und Südamerika werden fast ausschließlich genetisch veränderte Sojabohnen angebaut, weshalb die Einkäufer in der EU GMO-freie Bohnen aus Indien beziehen, die durch eine lokale Produktion ersetzt werden sollten.
KTG hatte in 2010 erstmals auf 50 Hektar Sojabohnen angebaut, die Pflanzen benötigen viel Sonne und im kommerziellen Anbau habe man gute Erträge erreicht. Ansonsten baut die KTG Getreide, Rapssaat, Zuckerrüben und andere Früchte auf 45.000 Hektar. Außerdem betreibt das Unternehmen große Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien und sowie zur Lebensmittelherstellung von Fertigprodukten.

22.06.2015 Indiens Sojabohnenernte um 1 Mio. Tonnen größer als im Vorjahr

In diesem Jahr könnte Indien seine Sojabohnenproduktion um 10 % gegenüber dem Vorjahr steigern, da in den maßgeblichen Anbauregionen Madhya Pradesh im Zentrum und Maharashtra im Westen deutlich mehr Regen zu Beginn der Monsunzeit abbekommen haben als üblich. Das könnte dazu beitragen, dass der weltweit größte Importeur von Speiseölen im kommenden Vermarktungsjahr, das im November beginnt, weniger Importe benötigt und somit internationale Ölpreise unter Druck setzt. Außerdem dürfte Indiens Export von Sojaschrot steigen, weil lokale Schrotpreise unter Druck geraten und Länder in Süd Asien sowie dem Iran als Käufer in Frage kommen.
Die Anbaufläche für Sojabohnen wird vom Verband der Ölmüller (SEA) als stabil eingeschätzt, aber die Produktion wird aufgrund der rechtzeitigen Regenfälle höher als im Vorjahr erwartet. Im letzten Jahr hatte Indien 9 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet, in diesem Jahr könnten es 10 Mio. Tonnen werden.
Im letzten Jahr lagen die Preise für indisches Sojaschrot weit über dem Weltmarktniveau, da die frühe Sojabohnenernte unter einer Trockenheit litt und klein ausfiel. Der Einfluss der kleineren Ernte auf Indiens Einfuhren von Speiseölen im Wirtschaftsjahr 2014/15 ist indes immer noch spürbar. Sie stiegen um 12 % auf 13 Mio. Tonnen, auch weil niedrige Palmölpreise einen zusätzlichen Anreiz bieten. Zum Ende des Wirtschaftsjahres, das im Oktober endet, steigen die Importe spürbar an, da der Nachschub von lokalen Anbietern begrenzt bleibt. Im Mai wurden 1,35 Mio. Tonnen eingeführt, in erster Linie Palmöl aus Indonesien und Malaysia sowie Sojaöl aus Argentinien und Brasilien.
Aufgrund von schlechten Erlösen aus der Baumwollproduktion weichen einige Bauern auf den Anbau von Erdnüssen aus, deren Anbau wohl um 20 % steigt. Daneben erwarten Wirtschaftsvertreter, dass China seine Rapsschrotimporte aus Indien in wenigen Wochen wieder aufnimmt. Seit 2011 gab es einen Importbann aufgrund von Verunreinigungen. Im letzten Monat wurde auf höchster Ebene zwischen China und Indien ein Gesundheitsprotokoll verabschiedet. Fünf indische Ölmühlen entsprechen inzwischen den Gesundheitsstandards Chinas, sodass in einem Monat die Lieferungen wieder aufgenommen werden können. Vor dem Handelsstopp in 2011 hat China rund 400.000 Tonnen Rapsschrot im Jahr aus Indien eingeführt. Quelle: Reuters

18.06.2015 China verwirft nun auch sein Interventionssystem für Rapssaat

China nimmt in diesem Jahr Abstand von seinem Interventionsprogramm für Rapssaat und will stattdessen in fünf Anbauregionen Landwirten und Ölmühlen Subventionen anbieten. Damit soll erreicht werden, dass die staatlichen Vorräte abgebaut und billige Import vermieden werden. Bereits im letzten Jahr hatte Peking die Intervention von Baumwolle und Sojabohnen aufgegeben, um dem Spiel zwischen Angebot und Nachfrage mehr Bedeutung zu verschaffen und vom Staat gezahlte künstlich hohe Preise zu vermeiden. Die Zentralregierung hatte immense Summen dafür aufgewandt, um über die Intervention die Einkommen im ländlichen Raum zu stützen. Trotzdem waren Jahr für Jahr die Anbauflächen für Raps kleiner geworden.
Das bisherige Interventionsprogramm, das in 2008 eingeführt wurde, hat zu einem staatlichen Bestand von fast sechs Mio. Tonnen Rapsöl geführt, wofür jährlich Lagerkosten in Höhe von $241,6 bezahlt werden müssen. Die lokalen Rapspreise wurden durch die Intervention auf ein fast 40 % höheres Niveau als am Weltmarkt getrieben, davon profitierte insbesondere der Exporteur Kanada. Ein Ende der bisherigen Interventionspolitik würde die Importe aus China begrenzen und auch den globalen Rapspreis unter Druck setzen.
Das nationale Angebot an Rapssaat aus dem lokalen Anbau wird nach Expertenschätzungen im CNGOIC in 2015/16 um 800.000 Tonnen steigen. Chinas Importe könnte dann um 6 % auf 4,8 Mio. Tonnen sinken. In 2014/15 waren es noch 5,1 Mio. Tonnen. Andere Schätzer gehen von nur noch 4,2 Mio. Tonnen Importen aus.
Details zu den Subventionen hat die Regierung noch nicht mitgeteilt. Das erschwert den lokalen Ölmühlen den Einkauf aus der nächsten Ernte, da Landwirte nicht bereit sind, zu 40 % niedrigeren Preisen zu verkaufen, als im Vorjahr. Quelle: Reuters

17.06.2015 DRV-prognostiziert nur noch durchschnittliche Getreideernte

Der Deutsche Raiffeisenverband geht in seiner vierten DRV-Ernteschätzung 2015 nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 47,7 Mio. Tonnen aus. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem rund 52 Mio. Tonnen Getreide geerntet wurden, wäre das ein Rückgang um 8%. Grund für die rückläufige Entwicklung sind das zu trockene und warme Wetter und die zu geringen Niederschläge in weiten Teilen Deutschlands.
Die gesamte Weizenernte schätzt der DRV auf 25,78 Mio. Tonnen. Zum Ergebnis 2014 (27,78 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um 7,2%.
Die Maisernte wird gegenwärtig auf knapp 4,67 Mio. Tonnen geschätzt (-9,2% im Vergleich zum Vorjahr).
Beim Raps musste der DRV seine Prognose ebenfalls nach unten anpassen. Mit knapp 5 Mio. Tonnen liegt sie um etwa 20% niedriger als das Ergebnis 2014 (6,2 Mio. Tonnen)

11.06.2015 Rapserträge in Frankreichs Kernanbauregion enttäuschen

Unterdurchschnittliche Regenmengen im Frühling in der Kernregion des französischen Rapsanbaus dämpfen die Hoffnung auf eine ebenso große Rapsernte wie im Vorjahr. Jetzt käme der Regen zu spät. Die Bedenken wegen dem trockenen Wetter häufen sich auch in anderen Teilen Frankreichs, in Deutschland und in Polen. Überall dort hatte man bisher, nach der Rekordernte in 2014, mit einer weiteren großen Ernte gerechnet.
Die Rapsernte in der EU hatten Analysten mit gesteigertem Interesse beobachtet, nachdem auch die kanadischen Prärien von einer Trockenheit heimgesucht werden, wo ebenfalls Raps für den Weltmarkt angebaut wird. In der EU ist Rapssaat die bedeutendste Ölfrucht, aus der Speiseöl, Biodiesel und Schrot als Viehfutter hergestellt wird.
Die größte Produktion in Frankreich findet in der Region Centre statt. Dort hatte es seit April nicht mehr viel geregnet, obwohl es im Mai einige regionale Gewitterschauer gegeben hat. Die Erträge sind dort deutlich hinter denen im Vorjahr zurück, so ein Experte vom Ölsaateninstitut Cetiom. Im Norden Frankreichs ist die Vegetation weiter zurück, aber auch dort bedroht Trockenheit die Ernte. Raps auf besseren Böden kann dort allerdings etwas mehr Stress vertragen. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt seine diesjährige Rapsernte um 6,5 % kleiner als im Vorjahr auf durchschnittlich 3,44 Tonnen/Hektar. Das wäre noch in der Größenordnung eines fünf-Jahres-Mittels.
In Centre wird die Ernte wohl zehn Tage früher starten als üblich, wenn nicht Regen und kühlere Temperaturen die Ernte verzögern. Weiter im Süden Frankreichs, in der Region Poitou-Charentes, rechnet man mit 10 % weniger Ertrag als im Vorjahr.

09.06.2015 UkrAgroConsult erhöht Prognose der ukrainischen Rapsernte 2015

Das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult hat seine Prognose der ukrainischen Rapsernte 2015 von 1,754 Mio. Tonnen auf 1,932 Mio. Tonnen erhöht. Damit liegt die Prognos jedoch weiterhin hinter dem Vorjahresergebnis von 2,198 Mio. Tonnen. Eine Begründung für die Anhebung der Prognsoe wurde nicht gegeben. Das Exportpotenzial liegt demnach bei 1,625 Mio. Tonnen versus 1,920 im vergangenen Jahr. Quelle: Reuters

08.06.2015 Frankreich prognostiziert Rückgang der Rapsernte 2015 um 7,5%

Frankreichs Winterrapsernte wird in diesem Jahr voraussichtlich um 7,5% niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am Montag in seiner ersten Prognose für die Ernte 2015 mit. Mit 5,1 Mio. Tonnen wäre das ein Rückgang um 400.000 Tonnen zum Vorjahr. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 5,3 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Winter-Gerste-Ernte 2015 stieg auf 8,9 Mio. Tonnen (+ 3,7% zur Ernte 2014 bzw. 22% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters

08.06.2015 Chinas Sojaimporte könnten im Juni auf Rekordniveau steigen

Die chinesischen Sojabohnen-Importe stiegen im Mai auf 6,13 Mio. Tonnen um 2,7 % zum Vergleichsmonat des Vorjahres; in den kommenden Monaten soll der Sojabohnenimport weiter steigen, sodass die Schlaglöhne wohl unter Druck geraten.
Die Importe stiegen auch aufgrund einer Rekordernte in Südamerika, von wo inzwischen hauptsächlich geliefert wird, obwohl es jüngst schon Stornierungen gab. Gegenüber den April-Importen stiegen die Mai Lieferungen um 15,4 %. Es wird erwartet, dass die Juni-Importe sogar mit geschätzten 8,5 Mio. Tonnen neue Monatsrekorde bringen könnten. Die Sojaschrotpreise in China haben derweil schon ein acht-Jahres-Tief erreicht. Dazu trugen auch gesunkene Mastschweinebestände bei, für die Sojaschrot als Futtermittel dient. Mischfutterhersteller beklagen eine schlechte Nachfrage und aufgrund der gesunkenen Preise auch Einkommensverluste.
China ist mit 60 % des weltweit gehandelten Volumens der größte Importeur von Ölsaaten der Welt. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres fielen die Importe um 2,7 % auf 27,04 Mio. Tonnen. Außerdem importierte China im Mai 470.000 Tonnen Speiseöle (-19% zum Mai 2014). Die Importe in den ersten fünf Monaten fielen um 33,3% auf 2,05 Mio. Tonnen. Darin enthalten sind alle Speiseöle aus Palm, Soja und Raps.

05.06.2015 Rapssaat / steigende Temperaturen könnten Erwartungen einer Rekordernte dämpfen

Trockenes Wetter in Frankreich, Deutschland und Polen könnte die Erträge der diesjährigen Rapsernte 2015 in der Europäischen Union eindämmen und die Erwartungen einer weiteren großen Ernte nach dem Rekordergebnis 2014 dämpfen.
In einigen Anbauregionen war die Niederschlagsmenge im Frühjahr unterdurchschnittlich. Mäßige Temperaturen und eine ausreichende Bodenfeuchte konnten die Auswirkungen allerdings bisher abmildern. Sollten die Temperaturen steigen und Niederschläge ausbleiben, könnte das zu Herabstufungen der Erträge führen.
Die Europäische Kommission rechnet 2015 mit einer EU-Rapsernte von 22,4 Mio. Tonnen gegenüber 24,3 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Das Beratungsunternehmen ODA liegt mit seiner Prognose bei 21,8 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

28.05.2015 In Kanada wächst die Sorge vor einem trockenen Sommer

In der kommenden Woche sind leichte Regenfälle in Kanadas Westen vorhergesagt, das reicht aber nicht aus, um Sorgen, wegen der trockenen Böden auf denen Raps wächst, zu zerstreuen. Ende dieser Woche sollen die letzten Rapsflächen bestellt sein. Trockenheit ist zurzeit das größte Problem. In den südlichen Regionen und in Zentral Alberta sowie im Westen von Saskatchewan sind in den v ergangenen Monaten 40 % weniger Niederschläge gefallen als sonst üblich.
Trockene Böden in Kombination mit der aktuellen Hitze belasten insbesondere die Rapssaat, die in den oberen Bodenschichten abgelegt wurde, im Gegensatz zu den anderen Sommerungen wie Weizen und Gerste. Der ICE Canada Terminkontrakt auf November, der schon die neue Ernte abdeckt, hat seit April um 6 % zugelegt, während die CBoT-Sojabohne auf den November-15-Termin in der gleichen Zeit um 5 % verloren hat. Öl aus Rapssaat wird zur Herstellung von Speiseölen und Margarine verwendet und Kanada ist weltweit der größte Produzent und Exporteur.
Nach Einschätzungen der dortigen Farmer sind aufgrund der Trockenheit bisher noch keine Schäden entstanden. Ein wenig Niederschlag reicht vorerst aus, es müssen aber noch weitere folgen, sobald sich die Pflanzen entwickeln. Das erwartete El Nino-Wetterphänomen bringt in der Regel trockene Sommer in den Prärien.

27.05.2015 Südkoreas KFA kauft 12.000 Tonnen Rapsschrot
Südkoreas "Korea Feed Association" (KFA) kauft 12.000 Tonnen Rapsschrot indischer Herkunft zum Preis von $299,98/Tonne c&f zzgl. $1,75/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Die Ankunft der Ware ist für den 20. Juli geplant.
In einem separaten Geschäft kaufte KFA Händlern zufolge 50.000 Tonnen Sojaschrot. Quelle: Reuters
26.05.2015 EU-Crop-Monitor reduziert EU-Weizen-Ertragsprognose 2015

Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) hat seine monatliche Prognose der EU-Weichweizenerträge 2015 von 5,93 Tonnen/Hektar auf 5,85 Tonnen/Hektar aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 4,7%. Damit liegen die Erträge allerdings weiterhin 3,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der Rapserträge. Sie sank von 3,42 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 3,28 Tonnen/Hektar. Für Gerste (Sommer- und Wintergerste) sank die Prognsoe von 4,75 Tonnen/Hektar auf 4,65 Tonnen/ Hektar. Quelle: Reuters

19.05.2015 DRV erwartet leichten Rückgang der Winterweizenernte 2015

Die Deutsche Winterweizenernte 2015 wird nach Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbandes um 3,1% zum Vorjahr auf 26,57 Mio. Tonnen sinken. Das geht aus der heutigen Veröffentlichung der Dritten DRV-Ernteschätzung 2015 hervor, in der der Verband weiterhin von einer überdurchschnittlich großen Getreideernte ausgeht. Beim Raps wird ein Rückgang um 16,2% zum Vorjahr auf 5,23 Mio. Tonnen erwartet.

19.05.2015 Winterweizen-Anbaufläche steigt in Deutschland um 3,0% zum Vorjahr

Deutschlands Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte 2015 übersteigt die Anbaufläche des Vorjahres um 3,0% und wird vom Statistischen Bundesamt auf 3,25 Mio. Hektar geschätzt (Dezember-Prognose: + 2,8%). Die Anbaufläche für Wintergerste zur Viehverfütterung wurde um 3,2% auf 1,26 Mio. Hektar ausgeweitet, so das Statistische Bundesamt.
Beim Sommergetreide (incl. Sommerweizen, Sommergerste, Hafer) stieg die Anbaufläche um 3,9% auf 547.000 Hektar, beim Mais um 0,2% auf 482.000 Hektar.
Um 6,4% auf 1,30 Mio. Hektar wurde in Deutschland die Anbaufläche für Raps reduziert.
Deutschland ist in der Europäischen Union der zweitgrößte Produzent und Exporteur von Weizen und der größte Produzent von Rapssaat.

18.05.2015 Chinas Ölsaatenimporte steigen weiter

Chinas Sojabohnen-Importe werden nach der heutigen Einschätzung einer offiziellen Expertenkommission (CNGOIC) in der Saison Oktober 2015 bis September 2016 die Rekordmenge von 77 Mio. Tonnen erreichen. Das wären 5,5 % mehr, als im Vorjahr. Das USDA hatte die Importmenge in ihrem letzten Report auf 77,5 Mio. Tonnen geschätzt.
Die eigene Sojabohnenernte Chinas wird um 9,5 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr und auf 11 Mio. Tonnen geschätzt. Die Bauern haben ihren Mais- und Reisanbau zu Lasten des Sojabohnenanbaus ausgeweitet, da sie sich davon bessere Einkünfte versprechen. Die Anbaufläche fällt um 10,3 %.
China importiert mehr als 60 % der global angebotenen Sojabohnen aus Brasilien, den USA und Argentinien. Ein steigender Fleischkonsum treibt die Nachfrage der Eiweißhaltigen Ölfrucht, aus der man Sojaschrot als Futtermittel sowie Speiseöl für die menschliche Ernährung herstellt.
Chinas Rapsimporte sind in der letzten Saison (Juni-Mai) von 4,8 auf 4,5 Mio. Tonnen gefallen. Importe kamen aus Kanada und Australien. In der kommenden Saison erwarten die Experten einen Anstieg der Importe auf 5,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

18.05.2015 Pakistanische Händler kaufen 40.000 Tonnen Sojabohnen in Südamerika
Ein Importeur aus Pakistan hat Händlern zufolge über 40.000 Tonnen Sojabohnen argentinischer Herkunft zur Versendung im August gekauft. Weiterhin hieß es, dass 4 weitere Geschäfte zur Versendung von August bis Dezember erwartet werden. Ein Schiff, dass Sojabohnen brasilianischer Herkunft geladen hat, wir im Mai in Pakistan erwartet, zwei weitere Schiffe, die von der US-Golfküste starten, werden im Juni erwartet.
Die Preise für indisches Sojaschrot sind zuletzt auf rund $575 - $600/Tonne incl. Transport nach Pakistan gestiegen (vor 5 Wochen lag der Preis noch bei Rund $475/Tonne). Es ist damit im Vergleich zu südamerikanischem Sojaschrot, das mit rund $401 - $408/Tonne incl. Fracht zu Buche schlägt (in kleinen Einheiten als Teilladungen), zu teuer. Pakistan beabsichtigt von März 15 – Februar 16 insgesamt rund 600.000 Tonnen Sojaschrot aus Argentinien zu importieren.
Pakistans Käufe von Sojabohnen und Sojaschrot gingen zuletzt teilweise zu Lasten der Einkäufe von Rapssaat und Canola. Quelle: Reuters
08.05.2015 Chinas Sojabohnen Importe drücken Preise am lokalen Markt

Die chinesischen Soja Importe liegen im April bei 5,31 Mio. Tonnen, das sind 18 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Ein Streik der brasilianischen Spediteure hatte Angang März die Verladungen aus dem südamerikanischen Land, der Nr. 2 unter den Sojabohnen Exporteuren der Welt, verzögert.
Wegen des geringeren Angebots fahren die chinesischen Ölmühlen ihre Werke nun mit niedrigerer Kapazität. Inzwischen verbesserte sich die Versorgungslage aber zusehends, denn die Schiffsankünfte aus Südamerika nehmen wieder zu. Von Mai bis Juli werden in China Sojabohnen Importe von 6,5 Mio. bis 7,5 Mio. Tonnen im Monat erwartet.
China ist mit weitem Abstand der weltweit größte Importeur von Ölsaaten. 60 % des am Weltmarkt verfügbaren Angebots geht nach China. Die Erwartung so großer Importmengen hat in China zu fallenden Preisen am lokalen Markt geführt. Die Bohnen Importe in den ersten vier Monaten dieses Jahres fielen um 4,1 % auf insgesamt 20,94 Mio. Tonnen. Außerdem importierte China im April 520.000 Tonnen Speiseöle (Palmöl, Sojaöl und Rapssaat Öl) , das sind 44 % mehr als im letzten Jahr. In den Monaten zuvor waren die Speiseöl Importe allerdings sehr schwach gewesen. Sie fielen um 36,6 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1,57 Mio. Tonnen.

06.05.2015 EU-Rapsbestände entwickeln sich gut
Die Aussichten für die Rapssaaternte 2015 in der Europäischen Union haben sich infolge guter Wachstumsbedingungen verbessert. Die Pflanzen konnten sich aufgrund des milden Winter und der Niederschläge im Frühjahr gut entwickeln. Das Ergebnis wird Händlern zufolge jedoch etwas niedriger ausfallen, als die Ernte 2014, in der ein Rekordergebnis erzielt wurde.
ADM Germany schätzt die EU-Rapsernte 2015 auf 21,7 Mio. Tonnen. Dieser Wert liegt 4% über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahr wurde ein Ergebnis von 24,1 Mio. Tonnen erzielt. 
Für Deutschland, dem größten Rapsproduzenten der EU prognostiziert ADM Germany ein Ergebnis von 5,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 6,2 Mio. Tonnen).
Strategie Grains prognostiziert das Ergebnis der französischen Rapsernte 2015 auf 5,3 Mio. Tonnen gegenüber 5,5 Mio. Tonnen im Jahr 2014.
Polens Rapsbestände lassen eine durchschnittliche Ernte von 2,9 Mio. Tonnen erwarten.. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 11%.
In Großbritannien prognostiziert ADM einen leichten Rückgang auf 2,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,4 Mio. Tonnen).

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