Matif: Rapssaat Mai 2016

27.05.2016 China verkauft 889.094 Tonnen Mais aus der staatlichen Reserve

China hat aus seiner staatlichen Getreide-Reserve heute 889.094 Tonnen Mais verkauft, so steht es auf der Regierungswebsite. Das Getreide stammt aus dem Jahr 2012 und 24.134 Tonnen kamen damals aus den USA.
Von der in einer Ausschreibung angebotenen Menge wurden 43 % verkauft.
Es ist die erste Ausschreibung dieser Art in diesem Jahr und so auch die erste, seit die Regierung im März die Entscheidung gefällt hat, das Interventionssystem für Mais aufzugeben.
Ab dem 31. Mai bis zum 2. Juni sollen zusätzlich auch Weizen- Reis- und Rapssaatölbestände aus staatlichem Besitz Chinas versteigert werden.

26.05.2016 Europäische Kommission erhöht Prognose der EU-Weichweizenproduktion 2016

Die Europäische Kommission hat den Ausblick für die Weichweizenproduktion 2016 in der EU von 142,8 Mio. Tonnen auf 145,1 Mio. Tonnen erhöht.
Weitere Prognosen:
EU-Maisproduktion 2016: 65,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 65,3 Mio. Tonnen)
EU-Gerste-Produktion 2016: 62,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 61,7 Mio. tonnen)
EU-Rapssaat-Produktion 2016: 22,0 Mio. Tonnen (Vormonat. 22,3 Mio. Tonnen)

17.05.2016 DRV reduziert Prognose für deutsche Weizenernte 2016
Der Deutsche Raiffeisenverband prognostiziert für die deutsche Weizenernte 2016 einen Rückgang um 3,7% auf 25,57 Mio. Tonnen. Mitte April rechnete man mit einer Weizenernte von 26,1 Mio. Tonnen.
Die Prognose der deutschen Rapsernte 2016 wurde um 1,8% auf 5,1 Mio. Tonnen erhöht. Mitte April lag die Prognose noch bei 5,04 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
17.05.2016 Ukraines Sonnenblumen und Sojabohnenernte steigt, Rapsernte sinkt deutlich

Die Ukraine wird in 2016 seine Sonnenblumen- und Sojabohnenernte aufgrund einer Flächenausweitung und guten Erträgen steigern. Das ist die heutige Einschätzung von UkrAgroConsult.
Die Sonnenblumenernte könnte von 11,5 Mio. Tonnen in 2105 auf 12,4 Mio. Tonnen in diesem Jahr steigen, während die Sojabohnenerste auf 4,4 Mio. Tonnen kommt, nach 3,9 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Rapssaatfläche wurde in 2016 dagegen eingeschränkt und es wird eine Erntemenge von 1,27 Mio. Tonnen erwartet. In 2015 waren es 1,74 Mio. Tonnen.

09.05.2016 Ministerium: Weniger Mais- und mehr Weizenanbau in Frankreich

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die dortige Maisanbaufläche 2016 auf 1,49 Mio. Hektar, das sind 4,7 % weniger als im Vorjahr. Die Rapsanbaufläche bleibt demnach bei 1,5 Mio. Hektar fast unverändert (+1,3 %), während die Zuckerrübenfläche mit 397.000 Hektar ein Plus von 3,8 % ausweist.
Der Weichweizenanbau 2016 wird jetzt in Frankreich auf 5,25 Mio. Hektar geschätzt, im März lag die Prognose bei 5,24 Mio. Tonnen. Jetzt sind es 1,4 % mehr als in 2015.

09.05.2016 Kanadas Weizenangebot auf 3-Jahres-Tief

Die kanadischen Getreidebestände sind auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Das teilte bereits am Freitag Statistics Canada mit. Das sind die Folgen aus einer kleinen Ernte 2015 und gute Exporte in den Wintermonaten aufgrund des schwachen Kurses des Kanada-Dollars.
Die Angebote von Weizen, Canola (Rapssaat) und Felderbsen und –linsen waren am 31. März niedriger als am gleichen Termin im Vorjahr. Da das auch den Erwartungen der Analysten entsprach, gab es nur wenige Einflüsse auf die Kurse am Terminmarkt.
Das Weizenangebot wurde auf 13,792 Mio. Tonnen geschätzt, im Vorjahr war es 18,1 Mio. Tonnen. Die Rapsbestände lagen zum Stichtag auf 7,491 Mio. Tonnen, gegenüber dem Vorjahr von 8,328 Mio. Tonnen.
11.500 Farmer wurden von den Statistikern befragt. Kanada ist der zweit-größte Weizenexporteur der Welt und der Top-Produzent und –Exporteur für Rapssaat. Die Kurse für Canola an der Terminbörse in Winnipeg folgten den Sojabohnenkursen am CBoT.

06.05.2016 Europas Futtermittelhändler hoffen auf sinkende Sojaschrotpreise

Der gestrige Kursrückgang am CBoT bei Sojaschrot schürte bei den Futtermittelherstellern in Europa die Hoffnung auf einen Preisrückgang für das proteinreiche Futtermittel. Zur Stunde steigen die Kurse in Chicago aber schon wieder. Die Terminbörse in Chicago ist Leitbörse für unsere Sojaschrotkäufe aus Argentinien.
Einige Futtermittelhersteller in Deutschland, den Niederlanden und Belgien waren über den starken Kursanstieg seit Anfang April geschockt. Neue Offerten blieben aus, weil es dort große Ernteausfälle nach wochenlangem Starkregen gab.
Seit Mitte April waren die Sojaschrotkurse am Dienstag auf ein 15-Monats-Hoch gestiegen. Die Argentinische Sojabohnenernte wird aktuell um neun Mio. Tonnen kleiner eingeschätzt als vor dem Dauerregen.
Der Kursrückgang von gestern wird heute mit Gewinnmitnahmen begründet. Auch die Kurse für Rapssaatmehl gaben gestern um zwei Euro/Tonnen nach.
Nun hoffen die Käufer auf den USDA-Bericht am kommenden Dienstag, der die Spekulation aus den Preisen nehmen könnte. Im Mai wird es aber wohl weniger Sojaschrot-Ankünfte aus Argentinien in Europa geben, sodass die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Die Futtermittelhersteller hierzulande sind auch von den niedrigen Milchpreisen stark betroffen, denn die Nachfrage nach Kuhschrot sinkt aufgrund von mangelnder Liquidität der Milcherzeuger.

04.05.2016 EU-Rapsernte sinkt nach Frostschäden in Polen und Insektenfraß

Experten schätzen, dass die diesjährige Rapsernte in der EU nach Auswinterungen in Polen kleiner ausfällt und dass Insekten die Erträge in Frankreich und Großbritannien gefährden.
Das hätte zur Folge, dass die EU in 2016 mehr Rapssaat aus der Ukraine, Australien und Kanada importieren muss. In der Ukraine zeichnet sich aber auch eine kleinere Ernte ab.
Die EU-Rapsernte werde nach den von Reuters befragten Experten zwischen 21,2 und 21,4 Mio. Tonnen groß ausfallen. Im Vorjahr kamen noch 22 Mio. Tonnen zusammen.
Der größte Produzent, Frankreich, hatte zwar keine Frostschäden zu verzeichnen aber es werden dort Schadinsekten vorgefunden, die die Erträge begrenzen können. Das Wetter hat die Population der Flugkäfer begünstigt. Die Rapsernte 2016 werde in Frankreich mit 5,2 Mio. Tonnen rund 100.000 Tonnen kleiner ausfallen als im Vorjahr, so ein Sprecher der ODA-Gruppe, ein Analystenhaus in Frankreich. Zuvor war ODA noch von 5,4 Mio. Tonnen ausgegangen.
Der Deutsche Genossenschaftsverband schätzt die Rapsernte hierzulande auf 5,03 Mio. Tonnen, was 0,6 % mehr als im Vorjahr wären. Anzeichen für Frostschäden gab es bisher nicht.
In Großbritannien wird die Ernte aber spürbar kleiner ausfallen, denn die Anbaufläche wurde eingeschränkt und die hohen Erträge des Vorjahres werden wohl auch verfehlt. So schätzt man, dass dort 10 % weniger Raps geerntet werden kann. Diese Prognose ist aber noch ungewiss, da die Kohlfliege nicht mehr mit Insektiziden, die Neonikotinoide enthalten, bei der Aussaat bekämpft werden durfte.
Tiefe Winterfröste bis in den April hinein hatten in Polen, dem viertgrößten Rapsanbauer in der EU, schwere Schäden in den Feldbeständen verursacht. Man geht derzeit von 22 % Verlusten aus und kommt nur noch auf 2,45 bis 2,50 Mio. Tonnen.

04.05.2016 Kanadas Weizen- und Canola-Bestände vor dem Ausverkauf

Die kanadischen Vorräte an Weizen und Canola (Rapssaat) schrumpfen auf ein Mehrjahres-Tief, nachdem die Exportsaison im Winter außerordentlich gut verlief. Das war das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter elf Händlern und Analysten.
Heute wird Statistics Kanada seine Verkaufsstatistik per 31. März veröffentlichen. Diese Zahlen basieren auf einer Umfrage unter Landwirten.
Die Reuters-Umfrage kommt zum Ergebnis, dass die Gesamten Weizenbestände jetzt mit 13,8 Mio. Tonnen 24 % niedriger sind, als vor einem Jahr. Das Weizenangebot wäre das kleinste seit acht Jahren.
Die Schwäche des kanadischen Dollars in diesem Jahr sowie eine kleinere Ernte im letzten Herbst hatten das Angebot verkleinert. Bis zum Saisonende sind wir ausverkauft, sagte ein Analyst von Cargill.
Die Canola-Vorräte werden derzeit auf 7,3 Mio. Tonnen geschätzt, was 12 % weniger als vor einem Jahr sind. Die Exporte und auch der nationale Verbrauch in den Ölmühlen waren außerordentlich gut. Die kanadischen Farmer hatten im letzten Jahr 5 % mehr Canola und 6 % weniger Weizen geerntet.
Kanada ist der zweitgrößte Weizenexporteur der Welt und der größte Produzent und Exporteur von Canola, aus dem Speiseöl und das Schrot als Futtermittel hergestellt werden.
Die Reuters-Umfrage fand vom 16 bis 31. März statt.

02.05.2016 Höhere EU-Ernteschätzungen für Weizen, Mais und Gerste

Die EU Kommission hat heute ihre Schätzung für die Weizenendbestände per 30.06.2017 um 1 Mio. Tonnen angehoben. Die Weichweizenbestände in der EU werden heute auf 18,9 Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 18,3 Mio. Tonnen am Ende der Saison 2015/16. Die Ernte in diesem Jahr wird zudem um 400.000 Tonnen höher geschätzt, als im letzten Monat. Die Ernteschätzung liegt jetzt bei 142,8 Mio. Tonnen. In 2015 wurden 151,3 Mio. tonnen geerntet.
Die Weizenexporte sollen 27 Mio. Tonnen betragen, gegenüber 29 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die vielfältigen weltweiten Getreideangebote lasteten in den vergangenen Monaten auf den Marktpreisen und die Terminmarktkurse fielen nahezu auf ihre Tiefststände.
Die monatliche Betrachtung der EU-Kommission zur Angebots- und Nachfragesituation am Getreidemarkt, die heute auf der Website veröffentlicht wurde, zeigt außerdem einen deutlichen Anstieg der Maisbestände in der EU am Ende der Vermarktungssaison 2016/17. Im Vorjahr waren es 13,2 Mio. Tonnen und jetzt kommt man auf 13,9 Mio. Tonnen. Sowohl der Endbestand 2017 mit 16,7 Mio. Tonnen als auch die Ernte mit 65,3 Mio. Tonnen werden höher eingeschätzt. In 2015 wurden aufgrund einer Trockenheit nur 58,2 Mio. Tonnen Mais geerntet. So werden auch die Schätzungen für Maisexporte für 2016/17 aus der EU von 2 Mio. Tonnen auf 2,9 Mio. Tonnen deutlich nach oben korrigiert.
Die Gerstenendbestände per 30.06.2017 wurden von der EU-Kommission um 600.000 Tonnen auf jetzt 7,8 Mio. Tonnen höher geschätzt. Auch hier wird mit 61,7 Mio. Tonnen eine höhere Ernte erwartet, als noch vor einem Monat (60,6 Mio. Tonnen). Die Anfangsbestände wurden aber um 400.000 Tonnen reduziert.
Die Rapsproduktion 2016/17 in der EU wird jetzt auf 22,3 Mio. Tonnen geschätzt, nach 21,5 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die Endbestände werden aber gegenüber diesem Jahr auf 1,03 Mio. gesenkt, da weniger importiert wird.

26.04.2016 EU-Crop Monitor erhöht Prognosen für Weizen, Gerste und Raps

Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat in seinem heutigen Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge 2016 von 5,96 Tonnen pro Hektar auf 6,11 Tonnen/Hektar erhöht. Die neue Prognose liegt damit 4,9% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der EU Wintergerste-Erträge wurde ebenfalls erhöht von 5,82 Tonnen/Hektar auf 5,97 Tonnen/Hektar. Das wäre 7% höher, als der 5-jährige-Durchschnitt. Unverändert beließ MARS die Prognose der Sommergerte-Erträge. Sie liegt bei 4,17 Tonnen/Hektar. Das wäre 1,2% über dem 5-jährigen Durchschnitt.
Die Prognose der EU-Mais-Erträge für die Ernte 2016 wurde auf 7,06 Tonnen/Hektar reduziert (Vormonat: 7,12 Tonnen/Hektar). Zum 5-jährigen Durchschnitt wäre das aber immer noch ein Anstieg um 2,7%. Beim Raps wurde die Prognose erhöht von 3,31 Tonnen/Hektar auf 3,35 Tonnen/Hektar. Das wäre ein Anstieg um 4,5% zum 5-jährigen Durchschnitt.

20.04.2016 Sojabohnen auf höchsten Stand seit acht Monaten

Die Sojabohnennotierungen in Chicago handeln heute Morgen erneut mit Aufschlägen und kletterten auf den höchsten Stand seit acht Monaten. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften treiben die Preise aufgrund der Sorgen über das Wetter in Südamerika, wo heftige Niederschläge die Sojabohnenbestände schädigen. Fondsgesellschaften kauften gestern geschätzte 25.000 Lots CBoT Sojabohnen. Die Schätzungen lagen in einer Range zwischen 20.000 und 26.000 Lots.

14.04.2016 DRV: Prognose der Weizenernte leicht gefallen aber gut durchschnittlich

In seiner zweiten Schätzung geht der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) weiterhin von einer leicht überdurchschnittlichen Getreideernte in Höhe von gut 48,2 Mio. Tonnen aus. Das erwartete Ergebnis liegt damit auf Vorjahresniveau (48,9 Mio. t) und nur geringfügig unter dem Prognose-Wert des Vormonats von gut 48,3 Mio. Tonnen. Deutschlands Weizenernte wird wie bereits in der ersten Schätzung im März auf 26,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre ein Rückgang um 1,7%. Die Prognose für die Winterrapsernte 2016 wurde erhöht um 0,6% auf 5,03 Mio. Tonnen (Vormonat. 5,04 Mio. Tonnen. 

13.04.2016 GMO-Anbau in 2015 erstmals rückläufig

Die Aussaat von biotechnisch veränderten Pflanzen ist in 2015 zum ersten Mal gesunken. Vor zwei Jahrzehnten hatten Farmer in den USA damit begonnen, sogenannte GMO – genetisch veränderte Organismen – kommerziell zu nutzen. Die Reduzierung der GMO-Anbaufläche ist in erster Linie auf Anbaueinschränkungen in den USA zurückzuführen, so der heute veröffentlichte Bericht des internationalen Service für die Anwerbung von GMO in Agrarpflanzen (ISAAA).
In acht von zehn Ländern wurde der Anbau von GMO eingeschränkt, einschließlich 2,2 Mio. Hektar in den USA. Dort gibt es die größte Anbaufläche für GMO. GMOs sind gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten resistent, können Trockenheit besser tolerieren und tolerieren auch chemische Unkrautvernichter, wie das von Monsanto entwickelte Glyphosat – auch als Roundup bekannt.
Brasilien und Argentinien, die südamerikanischen Länder mit den größten Getreideernten waren die einzigen unter den 10 Ländern, die den Anbau von GMO-Pflanzen mit 2 Mio. Hektar und 0,2 Mio. Hektar ausgeweitet haben. Die größten GMO-Früchte sind Mais, Baumwolle, Sojabohnen, Rapssaat. Weltweit wurden in 2015 in 28 Staaten auf 179,7 Mio. Hektar GMOs angebaut. Im Vorjahr waren es noch 181,5 Mio. Hektar.
In China werden diese biotechnisch veränderten Pflanzen auf 3,7 Mio. Hektar angebaut, fast ausschließlich Baumwolle. Trotz der riesigen chinesischen Nachfrage nach Getreide- und Ölsaaten vom Weltmarkt ist der kommerzielle Anbau von GMO-Mais und –Sojabohnen in China nicht erlaubt. Im Februar kaufte das staatliche Unternehmen ChemChina das Schweizer Züchterhaus Syngenta AG für 43 Mrd. USD und lässt den Markt jetzt darüber spekulieren, wann es eine Erlaubnis zum Anbau von GMO-Getreide geben wird. Gegner der Biotechnologie, Konsumenten und Umweltorganisationen, behaupten, dass GMO mehr Pestizide benötigen als herkömmliche Züchtungen und damit die Gesundheit von Umwelt und Menschen gefährde.
In der EU diskutiert man aktuell darüber, ob die Lizenz zur Anwendung von Glyphosat verlängert werden soll. Die WHO hatte in einer Untersuchung den Wirkstoff als potentiell Krebserregend für Menschen eingestuft.

12.04.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium schätzt Weizenanbau auf 5,24 Mio. Hektar
Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die französische Weizenanbaufläche für die diesjährige Ernte auf 5,24 Mio. Hektar. Verglichen mit der Anbaufläche 2015 wäre das ein Anstieg um 1,2%.
Die erste Schätzung der Anbaufläche für Sommergerste wurde auf 441.000 Hektar reduziert (Minus 4,3% zum Vorjahr). Insgesamt wurde die Anbaufläch für Gerste (Sommer u. Winter) jedoch auf 1,81 Mio. Hektar geschätzt (Plus 2,3%).
Für Raps, der ebenso wie Weizen in Frankreich hauptsächlich als Winterkultur angebaut wird, schätzt das Landwirtschaftsministerium die Anbaufläche auf 1,5 Mio. Hektar (Plus 1,0% zur Anbaufläche 2015). Quelle: Reuters
04.04.2016 Strategie Grains: EU-Rapssaatanbau 2016/17 rückläufig
Das private Beratungsunternehmen Strategie Grains schätzt die  EU-28 Rapssaatproduktion 2016/17 um 2,3% niedriger ein, als im Vorjahr. Die Prognose liegt aktuell bei 21,43 Mio. Tonnen. Zuvor ging man noch von 21,50 Mio. Tonnen aus. Die Ernte 2015/16 ergab eine Produktionsmenge von 21,93 Mio. Tonnen.
Bei der Aussaatfläche rechnet man nun mit 6,34 Mio. Hektar (zuvor: 6,38 Mio. Hektar; 2015/16: 6,45 Mio. Hektar. Die Ertragsprognose liegt bei 3,38 Tonnen/Hektar (zuvor: 3,37 Tonnen/Hektar; 2015/16: 3,40 Mio. Hektar). Quelle: Reuters
21.03.2016 Auswinterungsschäden in Polen
Das nationale Institut für Bodenkunde und Pflanzenbau (IUNG) rechnet in Polen mit zum Teil starken Auswinterungsschäden beim Weizen. Insbesondere in der Wojewodschaft Lebus (angrenzende Region zu Brandenburg) sowie in den zentralen und nördlichen Regionen Polens ist mit großen Verlusten zu rechnen. Als Grund wird der häufige Anbau von Weizensorten mit mangelhafter Frosthärte genannt. so Dr. Jerzy Grabinski vom IUNG.
Auch beim Raps wird mit zum Teil großen Schäden gerechnet. Dabei soll es sich häufig um Bestände handeln, die bereits im Herbst durch Insektenbefall geschwächt waren. Quelle: Agrarzeitung
21.03.2016 EU: MARS reduziert Ertragsprognosen für Weizen, Gerste und Rapssaat

MARS, der Erntebeobachter der EU, reduzierte heute seine Schätzung der Weizen-, Raps- und Wintergerste-Produktion für dieses Jahr.
Die Prognose des Hektarertrages für Weichweizen wurde auf durchschnittlich 5,96 Tonnen geschätzt (Minus 4,8% zum Vorjahr = 6,12 Tonnen/Hektar).
Wintergerste: 5,82 Tonnen/Hektar (Minus 4,9% zum Vorjahr = 6,12 Tonnen/Hektar)
Mais: 7,12 Tonnen/Hektar (Plus 10,9% zum Vorjahr = 6,42 Tonnen Hektar)
Rapssaat. 3,31 Tonnen/Hektar (Plus 1,4% zum Vorjahr)

15.03.2016 Deutsche Weizenernte 1,7 Prozent unter Vorjahr erwartet

Der Deutsche Raiffeisenverband schätzt die deutsche Weizenernte 2016 mit 26,10 Millionen Tonnen 1,7 Prozent geringer als im Vorjahr.
Die Winterrapsernte wird dagegen mit 5,04 Millionen Tonnen 0,7 Prozent höher als 2015 erwartet. Quelle: Reuters

14.03.2016 Hagel- und Starkregen in Indien

Starkregen und Hagelschauer haben am Wochenende kurz vor der Ernte den Weizen, die Kichererbsen und Rapssaat in Indiens Kernanbauregion beeinträchtigt. Die Farmer dort müssen darum fürchten, dass sie erneut große Ertragsverluste erleiden, das wäre die vierte Ernte in Folge mit großen Einbußen.
In Punjab, Haryana und Teilen von Uttar Pradesh, wo der Großteil der indischen Getreideernte heranwächst gingen sintflutartige Regenfälle hernieder. Bein Weizen ist Indien nach China das Land mit der größten Ernte weltweit.
Beim Weizen wäre es das zweite Jahr in Folge, dass die Erträge kleiner als der Verbrauch ausfallen. Die Vorräte in den staatlichen Silos werden wohl am Ende des Wirtschaftsjahres erneut schrumpfen. Kleinere Ernten von Kichererbsen und Rapssaat werden Indien sogar zum Import von Hülsenfrüchten, Erbsen und Speiseöl zwingen.
Noch kann man die Schäden nicht abschätzen aber erste Nachrichten lassen darauf schließen, dass die Weizenproduktion um 5 bis 7 % kleiner ausfällt. Wenn die Wetterbedingungen jetzt gut bleiben, haben die Farmer noch die Hoffnung auf eine ordentliche Ernte. Die Verluste könnten aber auch bis zu 8 % groß werden. Ab Mittwoch soll es weitere Regenfälle geben.
Die Weizenernte in Indien beginnt im März und endet im April. Die Rapssaaternte war wiederholt so schlecht, dass einige Farmer Selbstmord begingen, weil sie ihre Familie nicht mehr ernähren konnten. Nach zwei Jahren der Trockenheit und kleineren Ernten, verschulden sich immer mehr Farmer. Nun befürchten sie eine weitere Verschlechterung ihrer Lage.
Im Februar schätzte der indische Landwirtschaftsminister die Weizenernte auf 93,82 Mio. Tonnen. Das war schon weniger als das ursprüngliche Ziel von 94,75 Mio. Tonnen aber mehr als die Ernte des Vorjahres, die 86,53 Mio. Tonnen einbrachte.

11.03.2016 Chinas Canola-Qualitätsverschärfung:

Kanada drängt China, sich an wissenschaftliche Fakten zu halten, wenn es darum geht, die Qualitätsstandards für Canola-(=Rapssaat-)Einfuhren zu verschärfen. China will offensichtlich seine Importe einschränken und begründet striktere Qualitätsanforderungen mit seinem Schutzbedürfnis vor der Pilzkrankheit Schwarzbeinigkeit.
Das chinesische Quarantäneinstitut AQSIQ, teilte seinen Lieferanten im Ausland letzten Monat mit, dass es ab dem 1. April keine Importe mit mehr als 1 % Fremdbesatz mehr ins Land lasse. Fremdbesatz könnte Stroh oder die Saat anderer Pflanzen sein; aktuell gilt eine Toleranzgrenze in der Bandbreite von 2 bis 2,5 %.
Eine Pilzkrankheit, die Schwarzbeinigkeit verursacht, kommt in Kanada vor und bedroht die Erträge. Seit 2009 trägt China die Sorge vor, dass diese Pilzkrankheit durch Importe ins Land gelangt. Die Exporteure befürchten, dass die neuen Standards nur schwer und mit höheren Kosten einzuhalten wären. Das ist aus Sicht des kanadischen Landwirtschaftsministers MacAulay verständlich, er wolle aber darum bitten, dass die Qualitätsverschärfung nur wissenschaftlich begründet werden darf. Industrievertreter in Kanada sind der Meinung, dass Schwarzbeinigkeit nicht mit der Höhe von Fremdbesatz begründet werden kann. Händler in beiden Ländern vermuten, dass der wahre Grund für die höheren Qualitätsanforderungen, an den hohen Rapssaatbeständen in China liegt.
Bisher wird das Problem auf Arbeitsebene zwischen der Quarantänebehörde verhandelt, besser wäre es aber, wenn sich der Minister selber einschalte.
Aus Canola-Saat, auch als Rapssaat bekannt, wird Pflanzenöl für die menschliche Ernährung und proteinreiches Schrot für die Herstellung von Futtermitteln hergestellt. Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola.

11.03.2016 Coceral schätzt EU Weichweizenernte 2016 auf 145,2 Mio. Tonnen
Der europäische Getreideverband Coceral veröffentlichte heute seine erste Prognose der EU-Weichweizenproduktion 2016. Sie liegt mit 145,2 Mio. Tonnen um 5,1 Mio. Tonnen niedriger als das Rekordergebnis 2015, das 150,3 Mio. Tonnen betrug.
Weitere Prognosen:
EU-Gersteproduktion 2016: 58,9 Mio. Tonnen (2015: 61,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisproduktion 2016: 63,2 Mio. Tonnen (2015: 58,5 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaatproduktion 2016: 21,6 Mio. Tonnen (2015: 21,8 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
10.03.2016 Cargill schließt Mainzer Rapssaatverarbeitung

Eine Tochtergesellschaft von Cargill Deutschland schließt in Mainz ihre Rapssaatverarbeitung. In Europa gäbe es zu viele Verarbeitungskapazitäten, so ein Unternehmenssprecher. In diesem Umfeld könne man keine befriedigenden Margen erwirtschaften.
Der Beschluss, das Werk in Mainz zuschließen, sei nach umfangreichen Standortanalysen unter Berücksichtigung von Zukunftsszenarien gefallen. Am Cargill Standort in Mainz wird Rapssaat für die Produktion von Rapsöl für die Lebensmittelindustrie oder die Weiterverarbeitung zu Biodiesel verarbeitet. Über die Kapazität der Anlage gibt Cargill keine Informationen heraus.
Der Standort Mainz leidet besonders unter den Überkapazitäten in Europa. Gegenüber anderen Produktionsstandorten ist die Anlage wohl zu klein; außerdem ist das Verhältnis der Rohstoffangebots zu dem lokalen Bedarf ungünstig.
Cargill betont, dass diese Entscheidung keinen Einfluss auf andere deutschen Verarbeitungsstandorte des Unternehmens habe. Das privat geführte U.S. Unternehmen betreibt in Deutschland zwei weitere Ölmühlen: in Riesa und Salzgitter. Außerdem in Hamburg eine Fettraffinerie, eine Mälzerei in Salzgitter, zwei Stärkefabriken in Barby und Krefeld, sowie eine Anlage zur Alkoholproduktion in Barby, eine Biodieselanlage in Frankfurt-Höchst, sowie diverse Getreide- und Futtermittelhandelsstandorte.
Cargill ist weltweit die Nr. 1 unter den privaten Agrarhandelshäusern.

08.03.2016 Europäische Kommission: EU Weichweizenernte 2016/17 bei 142,4 Mio. Tonnen
Die Europäische Kommission prognostiziert die EU Weichweizenernte 2016/17 auf 142,4 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 8,4 Mio. Tonnen zur Ernte 2015/16 (150,8 Mio. Tonnen).
Trotz der niedrigeren Prognose werden die Überhänge zum Ende der Vermarktungsperiode 2016/17 auf 17,4 Mio. Tonnen steigen versus 17,2 Mio. Tonnen zum Ende 2015/16.
Für die Weizenexporte 2016/17 liegt die Prognose bei 27,0 Mio. Tonnen. Das wären 2,1 Mio. Tonnen weniger, als die Erwartung für die Saison 2015/16.
Weitere Prognosen der Europäischen Kommission:
EU Maisimporte 2016/17: 10,5 Mio. Tonnen (2015/16: 11,0 Mio. Tonnen)
EU Rapsernte 2016/17: 21,3 Mio. Tonnen (2015/16: 21,4 Mio. Tonnen) Quelle: Reuters
07.03.2016 Eine Rapsmarkt – Analyse

Das Angebot von Rapssaat ist in der Vermarktungssaison 2015/16 gesunken, gleichzeitig wird erwartet, dass auch die Nachfrage sinkt.
Die diesjährigen Ernteschätzungen sind bisher unspektakulär.
Die Perspektive des weltweit größten Produzenten und Verbraucher von Rapssaat und den Nebenprodukten, die Europäische Union, ist nicht allzu optimistisch. Die Anbaufläche wird sich gegenüber dem Durchschnitt der letzten Jahre um 6 % verkleinern.
Die Anbaufläche der Ukraine wurde unter dem Einfluss von extremer Herbsttrockenheit stark eingeschränkt. Man geht derzeit von einer, gegenüber dem Vorjahr, um 1/3 kleineren Ernte aus; etwaige Ertragsverluste nicht mitgerechnet.
Aus dem Eurasischen Raum ist ein kleineres Angebot zu erwarten. In der EU werden die sich Endbestände 2015/16 gegenüber dem Vorjahr halbiert haben. Sie sinken auf den tiefsten Stand seit 12 Jahren.
Weltweit werden sowohl die Rapssaat und Rapsschrotbestände in 2015/16 um 1/3 sinken. Der Rückgang der Rapsölbestände fällt mit -12 % dagegen moderater aus, weil in Kanada, dem weltweit größten Canola- Öl (=Rapssaat-Öl) Produzenten, Rekordmengen verarbeitet wurden.
Obwohl das weltweite Angebot sinkt, wird die Nachfrage nach Rapssaat in 2015/16 ebenfalls sinken, weil die Konkurrenzprodukte mehr Marktanteile gewinnen. Das belegt schon jetzt die Statistik über die Rapsverarbeitung der EU. Der monatliche Bericht von Fedoil, eine Vereinigung der europäischen Pflanzenölindustrie, besagt, dass in den Monaten August bis Januar 5 % weniger Rapssaat verarbeitet wurden, als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu wurden im Jahresvergleich 11 % mehr Sojabohnen verarbeitet, innerhalb der letzte 24 Monate sogar 22 %.

04.03.2016 Das Rapsschrotangebot in China wird sinken, wenn Qualitätsanforderungen steigen

Chinas Versorgung mit dem proteinreichen Futtermittel Rapsschrot könnte eng werden, wenn die Qualitätsstandards für importierten Raps oder Canola strenger werden. China will ab dem 1. April nur noch einen Fremdbesatz von 1 % tolerieren, mit dem die kanadischen Lieferanten ihre Probleme hätten. Kanada ist der größte Canola-Lieferant für China. Canola wird in Rapsöl und Rapsschrot getrennt. Vielleicht will China mit dieser Maßnahme einen Abbau seiner großen Pflanzenölvorräte erreichen.
Sollten die Canola-Importe gedrosselt werden und die lokale Ernte kleiner ausfallen, hätte das zur Folge, dass Rapsschrot importiert werden müsste, um die Futtermittelnachfrage der chinesischen Fischwirtschaft bedienen zu können. Chinas Futtermittelhersteller kaufen 11 Mio. Tonnen Rapsschrot im Jahr. Die letzte Nachfragesteigerung wurde schon mit Sojaschrot kompensiert; das könnte sich jetzt fortsetzen. Für die Fischzucht ist Sojaschrot aber nicht gut geeignet.
Peking ist derzeit dabei, seine Pflanzenöl-Reserven auf die Größe eines Jahresbedarfs zu verkleinern.

01.03.2016 Deutlich weniger Rapssaat aus der Ukraine

Die Rapssaat-Exporte aus der Ukraine in die EU könnten im Wirtschaftsjahr 2016/17 um ein Drittel verringern, weil die Ernte dort am Schwarzen Meer kleiner ausfällt und die Erntemenge in andere Märkte umgelenkt wird, do der Analyst UkrAgroConsult heute gegenüber der Presse.
Die Erntemenge wird nach Einschätzung des Analysten 1,2 Mio. Tonnen groß sein, im Vorjahr waren es noch 1,7 Mio. Tonnen. Die Exporte werden von 1,4 Mio. Tonnen auf 850.000 Tonnen sinken. Die Ukraine war lange Zeit mit 1 Mio. Tonnen der größte Anbieter von Rapssaat für den europäischen Markt. In den letzten Jahren gingen aber die Lieferungen in die EU Schritt für Schritt zurück, weil im Land mehr Verarbeitungskapazitäten entstanden. Gleichzeitig habe man sich anderen Abnehmern wie Pakistan und Bangladesch zugewandt.
Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass im optimistischsten Szenario in 2016/17 nicht mehr als 700.000 Tonnen ukrainische Rapssaat in die EU gelangen. In der laufenden Vermarktungsperiode sind es noch 1,1 Mio. Tonnen.
Geht man davon aus, dass die EU einen Importbedarf von 2,5 bis 3 Mio. Tonnen hat, um seinen Bedarf an Rapssaat zu decken, muss man auf andere Herkünfte wie Australien oder Kanada ausweichen.

01.03.2016 ABARES prognostiziert: Australische Agrarproduktion wird in 2016/17 steigen

Die Agrarproduktion in Australien wird sich nach Einschätzung des Australischen Büros für Landwirtschaft, Rohstoffwirtschaft und ländliche Wissenschaften (ABARES) wieder erholen, nachdem der stärkste El Nino seit 20 Jahren Ernten vertrocknete. Die Produktion von Haupterzeugnissen wie Weizen, Baumwolle und Milch wird sich in 2016/17 erhöhen, die Fleischverkäufe werden aber zurückgehen.
Die australischen Farmer werden in den kommenden Wochen auf einer Rekordanbaufläche Weizen aussäen, obwohl die Weltmarktversorgung auf einem hohen Niveau ist und die Preise auf ein 5 ½-Jahres-Tief angelangt sind. ABARES rechnet in 2016/17 mit einer Erntemenge von 24,5 Mio. Tonnen Weizen, was einem Drei-Jahres-Hoch entspricht. Durch den Wertverlust des Australdollars spürt man hier den Fall des Weizenpreises nicht so stark – ähnlich ergeht es den Produzenten in Südamerika, wo auch die lokale Währung an Wert verlor und der Weizenanbau ausgeweitet wird.
Sollte dem El Nino nun La Nina folgen, wird in Australien mehr Regen fallen und die Ernten sollten gute Erträge bringen. Das trifft dann auch auf die Canola-Produktion zu, die laut ABARES in 2016/17 um 11 % auf 3,27 Mio. Tonnen ansteigt. Damit könnte man den steigenden Bedarf in Europa bedienen. China verlangt allerdings von seinen Rapssaat-Lieferanten höhere Qualitätsstandards, was die Verladungen dorthin wohl begrenzen wird.
Auch die Milchproduktion soll laut ABARES steigen, von 9,6 Mio. Liter in 2015/16 auf 9,82 Mio. Liter im kommenden Wirtschaftsjahr. Die Fleischproduktion wird aber um 10 % auf ein drei-Jahres-Tief sinken, weil die Farmer ihre Viehbestände wieder aufbauen wollen, die in der Trockenzeit wegen Futtermangels auf ein 20-jähriges Tief abgeschmolzen waren.

29.02.2016 Australiens landwirtschaftliche Produktion steigt nach El Nino-Abschwächung

Australiens landwirtschaftliche Produktion wird sich nach den stärksten El Nino Auswirkungen der letzten 20 Jahre in der Saison 2016/17 wieder deutlich erholen.
Größere Anbauflächen und verbesserte Bedingungen werden voraussichtlich zu einer Erntemenge von 24,5 Mio Tonnen Weizen führen. Das wäre die größte Menge der letzten drei Jahre. In der Saison 2015/16 lag die Produktion des viertgrößten Weizenexporteurs der Welt bei 24,2 Mio Tonnen.
Die Rapsproduktion wird in der nächsten Saison auf 3,27 Mio Tonnen geschätzt. Das wäre eine Steigerung von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch die Milchproduktion soll im kommenden Jahr Ansteigen. Man erwartet eine Menge von 9,82 Mio Litern gegenüber 9,6 Mio im Vorjahr. Quelle: Reuters

25.02.2016 China-Export: Neue Lieferbedingungen für kanadischen Canola

China, der größte Kunde für Kanadas Canola, hierzulande als Rapssaat bekannt, hat am Dienstag mitgeteilt, dass die Lieferungen zukünftig nur noch mit einem maximalen 1%tigen Fremdbesatz akzeptiert werden. Bisher war die Toleranzgrenze bei 2 bis 2,5 %. Fremdbesatz können andere Saaten, Pflanzenbestandteile oder Stroh sein.
Händler in Kanada äußerten sich zunächst gelassen über diese Ankündigung aus Chinas Quarantänebehörde. Bis zum Ende der laufenden Vermarktungssaison, Ende August, würde der Verkauf an China ohnehin abnehmen. Die Börsenkurse für Canola an der ICE Canada bewegen sich derzeit auf einem 10-Monats-Tief.
Die kanadische Regierung wird mit seinen Canola-Exporteuren und China einen Standard-Vertrag erarbeiten, der wirtschaftlich machbare Lieferungen ermöglicht, so ein Sprecher der Canadian Food Inspection Agency (CFIA).
Kanada ist weltweit der größte Exporteuer von Canola/Rapssaat.

23.02.2016 Thailand sucht Futterweizen und Rapssaat

Thailändische Importeure haben einen internationalen Tender zum Kauf von 256.600 Tonnen Futterweizen (jeglicher Herkunft mit Ausnahme Brasilien) und 5.000 Tonnen Rapssaat (indischer Herkunft) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 24. Februar. Quelle: Reuters

15.02.2016 Indien: Weizenernte 2016 niedriger geplant? (P)
Indiens Landwirte ernten 2016 etwa 93,82 Mio. Tonnen Weizen. Das Ziel Indiens lag zuvor bei 94,75 Mio. Tonnen. Das teilte das indische Landwirtschaftsministerium am Montag mit. Die Böden in Indien sind nach 2 Dürren Infolge zu trocken.
Indien ist nach China der größte Weizenproduzent. 2015 wurden dem Landwirtschaftsministerium zufolge 86,53 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
In Indien wird im Oktober der Weizen ausgesät, im März beginnt die Ernte.
Weitere Prognosen:
gesamte Getreideproduktion: 253,16 Mio. tonnen
Rapsernte 2015/16: 6,83 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
10.02.2016 Frankreich: Größte Weizenfläche seit 80 Jahren (P)
Das französische Landwirtschaftsministerium hat die Prognose der Winterweizen-Aussaatfläche in Frankreich für die Ernte 2016 mit 5,20 Mio. Hektar nahezu unverändert zur vorherigen Prognose im Januar belassen (5,22 Mio. Hektar). Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 1,1% und die größte Weizenfläche seit 80 Jahren.

Weitere Prognosen zur Anbaufläche 2016:
Wintergerste: 1,36 Mio. Hektar (Vormonatsprognose: 1,32 Mio. Hektar, Veränderung zum Vorjahr: : +4,1%
Rapssaat: 1,49 Mio. Hektar (Vormonatsprognose: 1,46 Mio. Hektar, Veränderung zum Vorjahr. +0,8%
08.02.2016 Strategie Grains senkt Prognose der EU-Rapssaat-Produktion 2016/17 um 2,6% (P)
Das private Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Anbauflächen für Ölsaaten in der EU-28 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass man aktuell mit einer Rapssaatproduktion 2016/17 in Höhe von 21,40 Mio. Tonnen rechnet.  Zur vorherigen Saison (21,98 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang von 2,6%. Die vorherige Prognose lag bei 21,77 Mio. Tonnen.  
Strateigie Grains rechnet mit einer Rapssaat-Anbaufläche von 6,35 Mio. Hektar und durchschnittlichen Erträgen von 3,37 Tonnen/Hektar. Die vorherige Prognose unterstellte eine Anbaufläche von 6,45 Mio. Hektar bei Erträgen von 3,37 Tonnen/Hektar.
Weitere Prognosen:
Sonnenblumen-Produktion: 8,44 Mio. Tonnen / vorherige Prognose: 8,41 - Vorjahr: 7,62
Sonnenblumen-Anbaufläche: 4,22 Mio. Hektar / vorherige Prognose: 4,21 - Vorjahr. 4,13
Sonnenblumen-Erträge: 2,0 Tonnen/Hektar / vorherige Prognose: 2,00 - Vorjahr: 1,85 
 
Sojabohnen-Produktion: 2,44 Mio. Tonnen / vorherige Prognose: 2,43 - Vorjahr: 2,09
Sojabohnen-Anbaufläche: 0,91 Mio. Hektar / vorherige Prognose: 0,90 - Vorjahr: 0,84
Sojabohnen-Erträge: 2,68 Tonnen/Hektar / vorherige Prognose. 2,69 - Vorjahr: 2,49
05.02.2016 Kanadas Raps- und Weizenbestände kleiner als im Vorjahr (P)

Statistics Canada gab gestern seine Einschätzung zu den dortigen Getreidebeständen zum Jahresende 2015 bekannt: Danach ergeben sich folgende Bestände gegenüber dem Vorjahr:
Weizen 20,7 Mio. Tonnen (-19,3 %)
Durum-Weizen 4,2 Mio. Tonnen (+3%)
Hafer 2,6 Mio. Tonnen (u.v.)
Gerste 5,7 Mio. Tonnen (+4,1 %)
Canola (=Raps) 12,1 Mio. Tonnen (-3,9 %)
Erbsen 2,2 Mio. Tonnen (-2,7 %)
Die Umfrage fand in der Zeit vom 4. bis 14. Januar unter 8.600 Farmen statt.

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