Matif: Rapssaat August 2016

30.08.2016 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizen-Produktion
Die Europäische Kommission hat am heutigen Dienstag ihre Prognose der nutzbaren Weichweizenproduktion 2016 in der Europäischen Union auf 133,3 (nicht 142) Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose noch bei 144,5 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode wurde auf 8,0 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose im Vormonat: 10,1 Mio. Tonnen) Das Export-Volumen 2016/17 liegt der Schätzung nach bei 25,0 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen der EU-Kommission:
Gerste-Produktion: 59,0 (nicht 62,4) Mio. Tonnen (Vormonat: 62,1 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion: 62,5 (nicht 65,2) Mio. Tonnen (Vormonat. 65,5 Mio. Tonnen)
Rapssaat-Produktion: 19,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 20,5 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
25.08.2016 Kanada: Conola-Streit mit China immer noch nicht beigelegt

Kanada verschärft gegenüber China den Ton im Streit um seine Canola Exporte.
Die bilateralen Beziehungen können sich nicht verbessern, solange China nicht seinen Teil dazu beiträgt, diesen Streitpunkt aufzulösen, so die Handelsministerin Chrystina Freeland zwei Tage bevor der kanadische Premierminister Justin Trudeau seine Gespräche in Peking aufnimmt, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen.
China hat angekündigt, dass die Qualitätsprüfungen von Canola-Importen ab dem 1. September verschärft werden, um die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten zu mindern. Kanada exportierte bisher Canola im Wert von 1,6 Mrd. USD im Jahr nach China.
Insofern ist das für Kanada ein wichtiges Thema und das müsse China einsehen. Die liberale Regierung Kanadas will die Wirtschaftsbeziehungen mit China ausweiten aber die Kontroverse um sichere Canola-Lieferungen müsse beigelegt werden, bevor die Gespräche über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit fortgeführt werden.
Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola (Rapssaat). Damit wird in erster Linie hochwertiges Speiseöl hergestellt. Die großen Handelshäuser wie Viterra und Cargill würden ab dem 1. September ein großes Geschäftsfeld verlieren, wenn es bis dahin nicht zu einer Einigung kommt. Die Ministerin weiß nicht, ob der Streit bis zu diesem Termin beigelegt ist.
Dieses Thema überschattet den Besuch von Trudeau, der versprochen hat, die Beziehungen zu China zu verbessern, die zu Zeiten der konservativen Vorgängerregierung sehr holprig waren.
China hat bereits seit Jahren seine Befürchtungen über die Verbreitung von Schwarzbeinigkeit mit der Rapssaat kundgetan. Allerdings glauben Händler, dass China die Hürden für Importe anhebt, weil im Land die Ölsaatenbestände hoch sind.

22.08.2016 Europäische Kommission senkt Ertragsprognosen
Der Crop-Monitoring-Service der EU MARS hat seine Prognose der durchschnittlichen Maiserträge 2016 auf 7,23 Tonnen/ha reduziert. Im Juli rechnete man noch mit Erträgen von 7,42 Tonnen/Hektar. Grund für die Reduzierung der Erträge sind die trockenen Wetterbedingungen im Juli in der EU. Die neue Prognose liegt weiter 14,8% über dem Ergebnis des Vorjahres und 4,4% über dem fünf-Jahres-Durchschnitt.
Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der durchschnittlichen Weichweizenerträge in der EU. Sie liegt bei 5,86 Tonnen/ha (Vormonat: 6,10 Tonnen/ha). Die Prognose für Frankreich wurde reduziert auf 6,56 Tonnen/ha (Vormonat:7,37 Tonnen/ha). Sie liegt damit 11% unter dem fünf-Jahres-Durchschnitt.
Bei der Geste wurde die Prognose der EU auf 4,88 Tonnen/ha reduziert (Vormonat: 4,99 Tonnen/ha).
Die Prognose der Rapssaat-Ernte wurde von 3,22 Tonnen/ha auf 3,20 Tonnen/ha reduziert.
19.08.2016 Deutscher Bauernverband schätzt deutsche Getreideernte auf 43,5 Mio. Tonnen

Der deutsche Bauernverband schätzt die deutsche Rapsernte 2016 auf 4,5 Mio. Tonnen (-11 % zum Vorjahr).
Die deutsche Maisernte wird auf 3,7 Mio. Tonnen geschätzt (-7% zum Vorjahr).
Die Roggenernte in Deutschland kommt auf 3,1 Mio. Tonnen (-12 %).
Die Winterweizenernte ist 13 % kleiner als im Vorjahr und kommt nach dieser Prognose auf 22,9 Mio. Tonnen.
Die Wintergerstenernte wird auf 8,7 Mio. Tonnen geschätzt (-9 %).
Insgesamt sei die deutsche Gesamternte um 11 % kleiner als im Vorjahr und kommt über alle Getreidearten wegen widriger Wetterbedingungen nur auf 43,5 Mio. Tonnen.

16.08.2016 DRV: Deutsche Weizenernte 2016 8,8% kleiner als im Vorjahr
Deutschlands Weizenernte 2016 wird nach Prognosen des Deutschen Raiffeisenverbands mit 24,21 Mio. Tonnen 8,8% kleiner ausfallen, als die Weizenernte 2015. Grund dafür sind die langanhaltenden Niederschläge im Sommer in Kombination mit einem Mangel an Sonnenstunden, so der Verband. In der Juli-Prognose rechnete man noch mit einem Ergebnis von 25,4 Mio. Tonnen.
Die Prognose der deutschen Rapsernte liegt bei 4,46 Mio. Tonnen (-10,9% zum Vorjahr). Die Juli-Prognose lag bei 4,94 Mio. Tonnen.
11.08.2016 Kanada-China-Verhandlungen über schärfere Qualitätsstands in kritischem Stadium

In dieser Woche sind kanadische Regierungsvertreter in Peking, um China davon zu überzeugen, dass die Qualitätsstandards für Canola-Lieferungen nicht so sehr verschärft werden, wie es die chinesische Regierung plant.

Die chinesische Pflanzenschutzbehörde AQSIQ teilte bereits im Februar der Regierung in Ottawa mit, dass ab dem 1. April schärfere Abnahmebedingungen für Canola-Lieferungen gelten sollen. Später verschob man den Termin für diese neue Regelung auf den 1. September. Kanada ist weltweit der größte Exporteur für Canola, eine Ölsaat die auch als Rapssaat bekannt ist und aus der Speiseöl hergestellt wird. Als Nebenprodukt fällt zudem Rapsschrot an, das proteinreiches Futtermittel Einsatz findet.
Die Gespräche zwischen der AQSIQ und der kanadischen Seite, die von der Pflanzenschutzbehörde CFIA vertreten wird, finden noch bis Freitag statt. Beide Seiten haben ihre Positionen dargelegt aber es gibt weiterhin große Meinungsverschiedenheiten. Alle Lieferungen, die nach dem 1. September geplant waren, sind erst einmal gestoppt worden.
China hat seit Jahren beklagt, dass mit dem Besatz von Stroh im Canola ein Schaderreger eingeschleppt werde, der Schwarzbeinigkeit im Getreide (Pilzkrankheit) verursacht. Deshalb fordert man jetzt Lieferungen, die einen maximalen Besatz von fremdem Material von 1 % hat, bis jetzt werden 2,5 % toleriert. Die schärferen Bedingungen würden die Reinigungskosten in die Höhe treiben und das Beanstandungsrisiko für Exporteure erhöhen. Händler in Kanada glauben aber, dass in Wirklichkeit die hohen Ölsaatenvorräte in China der Grund für schärfere Lieferbedingungen sind.
Für Kanada steht ein möglicher Verlust des größten Absatzmarktes auf dem Spiel, da auch die Canola-Ernte in diesem Jahr übermäßig hoch ausfällt. Chinas Wunsch nach dem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit Kanada könnte an einem Scheitern dieser Verhandlungen in Verzug geraten. Bisher sind die Ministerien beider Seiten noch nicht am Verhandlungstisch und man hofft, das Problem auch ohne sie lösen zu können.

08.08.2016 Sojabohnen für China: Juli-Importe sanken um 18 % zum Vormonat

China hat im Juli 7,76 Mio. Tonnen Sojabohnen importiert. Das waren 18 % weniger, als im Juli letzten Jahres. Im ersten Quartal 2016 wurden die nationalen Bestände durch Importe massiv aufgebaut. Bereits im Juni wurden nur 7,56 Mio. Tonnen von China importiert.
China kauf 60 % der am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Preisfindung von Ölsaaten. Deren Preise waren zuletzt auf ein 3 ½-Monatstief gesunken, weil in den USA eine Rekordernte erwartet wird.
Nachdem man im ersten Quartal 2016 davon ausging, dass die weltweite Versorgung mit Ölsaaten enger wird, weil ein Großteil der Ernte in Argentinien dem Regen zum Opfer fiel und China einen steigenden Bedarf hat, um seinen Schweinebestand wieder aufzubauen, hatte China die Sojabohnenimporte stark forciert.
Die Bohnen werden zu Sojaschrot als Viehfutter und Sojaöl für die menschliche Ernährung verarbeitet. In den ersten sieben Monaten hatte China 46,3 Mio. Tonnen Bohnen importiert, während in der gleichen Periode des Vorjahres 44,7 Mio. Tonnen eingeführt wurden. Da in den ersten Monaten des Jahres mehr eingeführt wurden, sind die Vorräte in Chinas Hafenplätzen ziemlich groß. Ein Anstieg der Preise für die Bohnen hat aber dazu geführt, dass die Margen der Ölmühlen jetzt kleiner ausfallen, was zu den reduzierten Einfuhren im dritten Quartal führte. Zudem hat die Regierung in Peking während dieser Zeit damit begonnen, Sojabohnen aus den staatlichen Beständen zu verkaufen. Die Nachfrage danach war zuletzt gering, weil die Forderungen dafür hoch waren und die Qualität der Lagerware von den Käufern in Frage gestellt wird.
China importierte im Juli außerdem auch noch 450.000 Tonnen Speiseöle, das sind 45,2 % mehr als im Juni. Der Großteil war Palmöl, gefolgt von Sojaöl und Rapssaat-Öl.

05.08.2016 Last Minute Reduzierung der Ernteprognose für Rapssaat in der EU

Anhaltende Niederschläge in der Erntezeit haben zu einer Last-Minute-Reduzierung der Prognose der EU Rapssaat-Ernte geführt.
Ungünstige Bedingungen durch zu viel Regen, zu wenig Sonnenstunden und Krankheitsdruck in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen veranlassten Analysten, die Ernteschätzungen in quasi letzter Minute zu reduzieren. Die genannten Nationen sind die 4 größten Produzenten von Rapssaat in der Europäischen Union.
Die französische Rapssaat-Ernte ist im Norden des Landes seit Ende Juli zum Stehen gekommen. Die Erträge sind enttäuschend, jedoch nicht so katastrophal wie der Erträge in der Weizenernte. ODA schätzt die französische Rapssaaternte mit 4,4 Mio. Tonnen um 17% niedriger ein, als die Vorjahresernte. Strategie Grains reduzierte seine Prognose zuletzt um 400.000 Tonnen auf 4,7 Mio. Tonnen.
Auch in Deutschland behindern anhaltende Niederschläge die Ernteaktivitäten. Hinzu kommen Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall, die die Pflanzen schwächen und die Qualitäten mindern.
In Großbritannien sind über 40% der Bestände geerntet. Die Erträge sind sehr unterschiedlich, sie werden von Analysten insgesamt um 10% niedriger eingeschätzt, als im Vorjahr. Händler schätzten die Rapssaaternte in Großbritannien auf 2,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,54 Mio. Tonnen). Die Anbaufläche für Raps sank nach Analystenschätzungen um10%. Zudem führe die Beschränkung des Einsatzes von Neonicotinoiden beim Pflanzenschutz zu Ertragsrückgängen.
Um 30% niedriger auf 2,2 Mio. Tonnen schätzt Sparks Polska die polnische Rapssaaternte. Aber auch ein Rückgang auf 2,0 bis 2,1 Mio. Tonnen sei nicht ausgeschlossen.

03.08.2016 Anhaltende Niederschläge verzögern deutsche Weizen- und Rapsernte
Häufige Niederschläge verhindern deutschlandweit die Fortsetzung der Ernte des reifen Getreides.
Die bisherigen Ergebnisse der Getreide- und Winterraps-Ernte fallen im Vergleich zum Vorjahr enttäuschend aus.
Aufgrund unzureichender Sonneneinstrahlung bei den Getreidekulturen in der ertragsbildenden Phase bildeten sich nur kleine, leichte Körner, die die Ertragserwartungen nicht erfüllen konnten und nahezu flächendeckend hinter dem Ergebnis des Vorjahres liegen.
Winterweizen wurde auf einer Fläche von 3,14 Mio. Hektar angebaut (-2% zum Vorjahr). In einigen Regionen ist die Ernte gerade einmal zu einem Drittel abgeschlossen, zum Teil hat sie gerade erst begonnen. Der deutsche Bauernverband rechnet in seinem jüngst veröffentlichten Bericht mit rückläufigen Erträgen in einer Bandbreite von 10 –20% im Vergleich zum Vorjahr.
Winterraps wurde in Deutschland auf einer Fläche von 1,33 Mio. Hektar angebaut (+ 50.000 Hektar zum Vorjahr). Dreiviertel davon wurde mittlerweile geerntet. Der Befall von Pilzkrankheiten und Schädlingsdruck führen zu deutlich reduzierten Erträgen. Im Durchschnitt rechnet der DBV mit Erträgen von 3,4 Tonnen pro Hektar (-11% zum 5-Jahresdurchschnitt; -13% zum Vorjahr). Die gesamte deutsche Rapsernte beläuft sich auf etwa 4,5 Mio. Tonnen (-500.000 Tonnen).
01.08.2016 Strategie Grains reduziert Prognose der EU Rapssaatproduktion 2016

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Rapssaaternte in der Europäischen Union, die heute veröffentliche wurde, zum Dritten mal in Folge reduziert und mit niedrigeren Erträgen in den Hauptanbauregionen begründet. Demnach werden in diesem Jahr in der EU 20,7 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch um 570.000 Tonnen höher. Zur Ernte 2015 wäre das ein Rückgang um knapp 6 %.
Reduziert wurden die Prognosen aufgrund niedrigerer Erträge in Frankreich, Deutschland und Polen. Durch zum Teil etwas größere Ernten in Ungarn, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark und Litauen kann der Rückgang zumindest teilweise kompensiert werden.
Die höchsten Einbußen betreffen demnach Frankreich, dem zweitgrößten Produzenten der EU, dessen Ernte um 410.000 Tonnen niedriger auf 4,7 Mio. Tonnen geschätzt wird. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 12%.
Für Deutschland, dem größten Rapsproduzenten in der EU, wurde die Prognose um 160.000 Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen geschätzt.
In Polen sind die Erträge bisher enttäuschend. Die Prognose der Produktion wurde um 230.000 Tonnen auf 2,2 Mio. Tonnen reduziert (minus 20% zum Vorjahr).
Strategie Grains rechnet von einem um 400.000 Tonnen höheren Importbedarf von 3,3 Mio. Tonnen (+4% zum Vorjahr).

29.07.2016 EU Kommission nimmt Schätzung der Weizenernte nicht zurück

Die EU Kommission belässt ihre Schätzung zur Europäischen Weichweizenernte 2016 gegenüber dem Vormonat auf fast unveränderten 144,5 Mio. Tonnen.
Die Vorhersage für die Endbestände der Vermarktungssaison 2016/17 wird von 12,2 Mio. Tonnen im Juni auf jetzt 10,1 Mio. Tonnen gesenkt. Die Exportprognose der EU bleibt bei unveränderten 29 Mio. Tonnen.
Die diesjährige EU-Produktion von Gerste wird von der Kommission auf 62,1 Mio. Tonnen geschätzt, im letzten Monat war die Prognose noch 62,4 Mio. Tonnen.
Die Maisproduktion in der EU wird heute erhöht auf 65,5 Mio. Tonnen gegenüber 65,2 Mio. Tonnen im Vormonat.
Die EU Rapssaat-Ernte wird von den Experten jetzt auf 20,5 Mio. Tonnen geschätzt, im Juni lag man noch bei 20,8 Mio. Tonnen.

28.07.2016 ODA schätzt EU Weizenernte nur noch auf 134 Mio. Tonnen

Das französische Beratungsunternehmen ODA schätzt die 2016er Weichweizenproduktion in der EU jetzt auf 134 Mio. Tonnen. Das sind 17 Mio. Tonnen weniger als die Rekordernte 2015 hervorbrachte. Schuld an dem deutlichen Rückgang waren Starregenfälle im Mai und Juni sowie nur wenig Sonnenschein in weiten Teilen Frankreichs und anderen Teilen der Europäischen Union.
Die EU-Kommission war Ende Juni noch von 144,6 Mio. Tonnen ausgegangen, Strategie Grains schätzte damals 145,5 Mio. Tonnen.
Bisher gingen die Prognosen noch davon aus, dass die französische Getreideproduktion von dem Desaster am Stärksten betroffen war, ODA sieht aber ähnliche Problemlagen in den Benelux-Ländern, dem Süden Englands sowie dem Süden und dem Westen Deutschlands.
Auch die Qualität des Getreides sei ungewöhnlich. Nicht nur die Erträge seien schlecht, sondern auch das spezifische Gewicht ist meist zu niedrig. Andere Qualitätskriterien seinen dagegen sehr gut, sagte Didier Nedelec, der Geschäftsführer von ODA.
Frankreich werden 30,4 Mio. Tonnen Weizen ernten, im Vorjahr waren es noch 40,9 Mio. Tonnen. Möglicherweise müsse man die Prognose noch weiter auf 29,4 Mio. Tonnen senken, da in Nordfrankreich noch gedroschen wird. In jedem Fall ist das die kleinste Ernte seit mehr als zehn Jahren für Frankreich.
Auch die französische Gersten- und Rapsernte sei in diesem Jahr kleiner ausgefallen. Bei der Gerste kommt ODA auf 10,4 Mio. Tonnen (Vj.: 13 Mio. Tonnen und beim Raps auf 4,4 Mio. Tonnen (Vj.: 5,3 Mio. Tonnen.
Die französische Maisernte, die erst im Herbst eingebracht wird, schätzt ODA auf 13,3 Mio. Tonnen gegenüber 13,9 im Vorjahr. Das Fünf-Jahres-Mittel liegt bei 15,7 Mio. Tonnen.

27.07.2016 Frankreich unterstützt Getreidefarmer

Die französische Regierung sagt ihren Getreidebauern Unterstützung zu, da ihnen ein Einnahmeverlust nach Starkregenfällen und fehlendem Sonnenschein im Frühjahr droht. Die ersten Ergebnisse der inzwischen auf Hochtouren laufenden Weizenernte lassen erwarten, dass mindestens 25 % weniger Weizen geerntet wird. Auch die Gersten- und Rapssaaternten sind betroffen. Weltweit gibt es aber eine außerordentlich gute Versorgung und die Preise sind am Boden.
Der französische Agrarminister Stephane Le Foll präsentierte heute dem Kabinett einen Maßnahmenkatalog inklusive einem Steuernachlass sowie zügigere Mehrwertsteuer-Rückerstattung. Unter Hinweis auf ungünstige Wetterbedingungen im Frühling, die eine gute Ernte verhinderten und Pflanzenkrankheiten förderten, werden existierende Fördermaßnahmen wie Bürgschaften der öffentlichen Hand sowie spätere Darlehnstilgungen fortgeführt.
Das seien erste Notmaßnahmen für die französischen Farmer, damit sie während der Ernte liquide bleiben, so der Minister. Die Höhe der Fördermaßnahmen sei noch unbekannt, da man nicht weiß, wie viele Farmer Hilfen in Anspruch nehmen wollen. Die Lage in der französischen Landwirtschaft sei sehr ernst und so noch nie dagewesen.
Unabhängig von den Forderungen der Agrarverbände will Le Foll sich auf der nächsten EU - Agrarministerkonferenz am 31. Juli für auch Hilfen aus Brüssel locker machen. Insbesondere kleinere Betriebe sollen dann zusätzliche Hilfen erhalten, was durch eine Umschichtung von EU Subventionen von größeren Getreidebetrieben hin zu kleineren Viehzüchtern möglich würde.

25.07.2016 Auch CBoT-Weizenkurse reagieren auf schlechte Weizenernte in Frankreich

Die Weizenkurse am CBoT sind bis heute Mittag um weitere 2 % gestiegen. Auch die Rapskurse geraten damit in den Sog steigender Kurse. Die Händler machen sich Sorgen um die Höhe und der Qualität der Weizenernte in der EU. Die EU ist weltweit der bedeutendste Getreideexporteur.
Die Schätzungen für die europäische Getreideernte wurden insbesondere für Frankreich deutlicher als erwartet abgesenkt, weil Starkregenfälle im Mai und Juni die Getreidebestände mehr Schaden zu geführt haben, als bisher erwartet. Frankreichs Weizenernte wird wohl die schlechteste seit 13 Jahren. Schätzungen reichen von 28 bis 32 Mio. Tonnen, die Vorjahresernte brachte 41 Mio. Tonnen.
Auch die deutsche Getreideernte litt unter zu viele Regenfälle, aber nicht so sehr wie die Französische.
Viele Short-Hedger reduzieren jetzt ihre Terminmarktpositionen. Die letzten Zahlen der U.S. Behörde CFTC zeigen, dass Verkaufspositionen kontinuierlich abgebaut werden.

21.07.2016 Tornados, Hagel und Starkregen kurz vor Rekordernte in Kanada

Tornados, Hagel und Starkregen donnerten gestern in Kanadas Getreideernten in den Provinzen Manitoba und Saskatchewan. Wiederkehrende Frontensysteme nehmen einer großen Ernte die Spitze.
Das kanadische Umweltbundesamt berichtet von zwei Tornados, die im Südwesten Manitobas und in Saskatchewan viele Gebäude zerstörten. Hagelkörner in der Größe von Tennis- oder Golfbällen prasselten auf weite Teile von Südost und Zentral Saskatchewan nieder. Nach extrem hohen Temperaturen brachten Stürme Starkregen in die Region.
Kanada ist einer der bedeutendsten Exporteure von Canola (Rapssaat). Analysten erwarteten letzte Woche noch eine der besten Ernten überhaupt. Das wird sich auch nach diesen Wetterturbulenzen auch wohl kaum noch abwenden lassen; die Qualität des Ernteguts hat aber in den letzten Wochen stark gelitten.
Auch für die kommende Woche sind in Manitoba, Saskatchewan und Alberta noch sehr hohe Temperaturen vorhergesagt, die durch wiederehrende Regenfälle abgelöst werden.

21.07.2016 Pakistan importiert Sojabohnen aus Brasilien und Canola aus Kanada

Pakistanische Importeure haben in den vergangenen Wochen rund 330.000 Tonnen Sojabohnen aus Brasilien, sowie 30.000 Tonnen Canola aus Kanada gekauft.
Die Sojabohnenverladungen sind für die Verladung zwischen Februar und Mais 2017 in fünf Teillieferungen vorgesehen.
Die Canola- (Rapssaat-) Lieferung wird für November und Dezember 2016 erwartet. Dafür zahlen die Empfänger nur 415 bis 419 USD/Tonnen c&f (November) bzw. 423 USD/Tonne C&F für die Dezember-Lieferung.
Pakistans Importeure waren in den vergangenen Monaten am Weltmarkt sehr aktiv beim Kauf von Ölsaaten, da die dortigen Ölmühlen einen hohen Bedarf hatten. Importzölle bevorzugen den Import von Saaten, statt von Schrot, das die Futtermittelhersteller dringend nachfragen.
Beobachter gehen davon aus, dass Pakistan in der Zeit von Oktober 2016 bis Januar 2017 auch noch Sojabohnen importieren müssen, da im Land die Nachfrage nach Futtermitteln sehr hoch ist.
Die Einfuhren von Canola im September- Dezemberzeitraum dürften auch nicht ausreichen.

18.07.2016 Kanadas Weizen- und Canola-Ernte lassen Silos überlaufen

Kanadas Farmer erwarten in diesem Jahr eine der größten Getreideernten überhaupt. Das ist das Ergebnis eine Reuters-Umfrage unter zwölf Analysten und Händler. Die Vorräte werden wohl weiter aufgebaut.
Treibhaus-ähnliches Wetter im Westen Kanadas lässt vermuten, dass in diesem Jahr die zweitgrößte Weizenernte seit 25 Jahren zusammenkommt; bei Canola (Raps) wird die zweitgrößte Ernte überhaupt erwartet. Ohne Zweifel wird es eine überdurchschnittlich große Ernte in diesem Jahr, sind sich die Fachleute einig.
Sie kommen zur Überzeugung, dass die kanadische Gesamternte bei 30 Mio. Tonnen Weizen liegen wird. Das sind neun Prozent mehr als im letzten Jahr. Die Canola-Produktion wird um 4,5 % größer erwartet und erreicht 18 Mio. Tonnen.
Verbandsvertreter sorgen bereits dafür, dass die Canadian National Railway Company genügend Transportkapazitäten zur Verfügung stellt, um die Ernte zu den Seehäfen zu befördern. Im Rekordjahr 2013 durchlebten die Farmer einen Alptraum, als die verkaufte Ernte nicht abtransportiert werden konnte.
Da die Weizenangebote am Weltmarkt ohnehin schon übermäßig sind, behalten wir wohl weiter einen Käufermarkt. Eine große Canola-Ernte könnte die kleinen Überhänge aus dem Vorjahr jetzt wieder zügig aufbauen.

15.07.2016 DRV: Regen in Deutschland mindert die Erntemengen für Weizen und Raps

Die deutsche Weizenernte wird mit 25,4 Mio. Tonnen in diesem Jahr um 4,4 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr. Das ist die neue Schätzung des deutschen Raiffeisenverbands von heute. Die Winterrapsernte wird auf 4,94 Mio. Tonnen um 1,2 % kleiner eingeschätzt als im Vorjahr.
Die deutsche Getreideernte litt in den vergangenen Wochen unter ständigen Regenfällen.
Die Juni-Schätzungen des Verbandes lagen für Weizen noch bei 25,7 Mio. Tonnen, während die Rapsernte damals noch auf 5,02 Mio. Tonnen geschätzt wird.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent der EU und ringt mit Frankreich um den Spitzenplatz in der Rapsproduktion. Raps ist Europas bedeutendste Ölsaat, die für Speiseöle und die Herstellung Biodiesel Verwendung findet. Auch in Frankreich wird die Ernteschätzung für Raps aufgrund der vielen Niederschläge zurückgenommen.
Die deutsche Weizenernte wird das Mittel der Jahre 2010-2015 von rund 25 Mio. Tonnen erreichen. Der Verband befürchtet aber, dass die vielen Niederschläge die Qualität des Ernteguts mindert. Es werden große regionale Unterschiede erwartet und man wartet dringend auf Sonnenschein. Ende Juli wird die deutsche Weizenernte in allen Regionen in Gang kommen. Die Rapsernte beginnt in der nächsten Woche.

12.07.2016 Frankreich: Prognosen für Weizen-, Gerste- und Rapssaatproduktion gesenkt
Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der Weichweizenernte aufgrund der ungünstigen Witterung in den vergangenen Wochen auf 36,95 Mio. Tonnen reduziert. Das wäre ein Rückgang um 9,7% zur Rekordernte 2015. 
Die Ertragsprognose liegt bei 7,07 Tonnen/Hektar versus 7,93 Tonnen/Hektar im Vorjahr. Erhöht wurde die Prognose der Anbaufläche von 5,16 Mio. Hektar auf 5,23 Mio. Hektar.
Gersteproduktion (Winter- u. Sommergerste): 11,7 Mio. Tonnen (-10,1% zum Vorjahr)
Rapssaatproduktion (Winter- u. Sommerraps): 4,8 Mio. Tonnen (-9,1% zum Vorjahr)
Quelle: Reuters
12.07.2016 Weizenanbau in Großbritannien sinkt um 2 %

Die Weizenanbaufläche in Großbritannien schrumpft in diesem Jahr um zwei Prozentpunkte. Damit sinkt der Anbau auf den niedrigsten Stand seit 2013, so das Ergebnis einer Umfrage der britischen Agrar- und Gartenbaubehörde von gestern.
Eine mögliche Ursache für den Rückgang sei, dass die Farmer Alternativen mit höherer Wertschöpfung ausprobieren wollen. Seit 2010 war der britische Weizenfuture zwischenzeitlich erstmals unter die Marke von 100 Pfund gesunken, aufgrund der Abwertung des britischen Pfund Sterling erholte sich der Börsenkurs gestern aber wieder auf 122,9 Pfund/Tonne.
Die britische Anbaufläche für Raps wurde um neun Prozentpunkte eingeschränkt. Auch hier sind die Farmer mit den Prisen nicht zufrieden zumal die Risiken aufgrund eingeschränkter Pflanzenschutzmaßnehmen gewachsen sind. Die Vorschriften aus Brüssel hatten die Anwendung von Bienengefährlichen Nikotinoiden verboten.

08.07.2016 Europäische Kommission senkt Prognose der EU Weizenproduktion 2016
Die Europäische Kommission hat heute ihre Prognose der nutzbaren Weichweizen-Produktion in der Europäischen Union von 145,1 Mio. Tonnen (Juni-Prognose) auf 144,6 Mio. Tonnen reduziert.
Für die Gerste-Produktion wurde die Prognose leicht erhöht von 62,2 Mio. Tonnen auf 62,4 Mio. Tonnen.
Deutlich reduziert wurde die Prognose der Rapssaat-Produktion von 22 Mio. Tonnen auf 20,8 Mio. Tonnen.
Außerdem wurde die Prognose für die Weizenexporte 2015/16 um eine Mio. Tonnen auf 31 Mio. Tonnen erhöht, die Prognsoe der Weizenexporte 2016/17 wurde unterändert auf 29 Mio. Tonnen belassen.
06.07.2016 Coceral erhöht Prognose der EU-Weichweizenproduktion

Der Getreideverband Coceral erhöhte gestern seine Prognose der Weichweizenproduktion in der EU von 145,2 Mio. Tonnen (März-Prognose) auf 148 Mio. Tonnen. Damit läge sie weiter hinter dem Ergebnis des Vorjahres von 150.3 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
EU-Gerste-Produktion: 63,2 Mio. to. (Prognose März: 58,9 Mio. to. / Vorjahr: 61,1 Mio. to.)
EU-Mais-Produktion: 62,4 Mio. to. (Prognose März: 63,2 Mio. to. / Vorjahr: 58,5 Mio. to.)
EU-Rapssaat-Produktion: 22,0 Mio. to. (Prognose März: 21,6 Mio. to. / Vorjahr: 21,7 Mio. to.)

29.06.2016 Coceral schätzt die diesjährige EU-Weizenernte jetzt auf 148 Mio. Tonnen

Der europäische Dachverband der Getreidehändler Coceral erhöhte heute seine Vorhersage für die 2016er Weichweizenernte der EU heute von 145,2 Mio. Tonnen auf 148 Mio. Tonnen. Die Schätzung liegt damit noch unter der tatsächlichen Ernte über 150,3 Mio. Tonnen in 2015.
Die Gerstenproduktion in der EU wurde von Coceral auf 63,2 Mio. Tonnen von 58,9 Mio. Tonnen angehoben. Damit wäre die Erntemenge höher als im Vorjahr, als 61,1 Mio. Tonnen eingefahren wurden.
Die Schätzung der EU-Maisernte für dieses Jahr liegt bei 62,4 Mio. Tonnen, im März wurden noch 63,2 Mio. Tonnen erwartet. Beides wäre aber mehr als die 58,5 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Rapsernte der EU wird vom Verband jetzt auf 22 Mio. Tonnen taxiert, im März schätzte man 21,6 Mio. Tonnen. Im Vorjahr war die Rapsernte der EU 21,7 Mio. Tonnen groß.

28.06.2016 Statistics Canada kommt Morgen mit neuer Flächennutzungsprognose

Das kanadische Statistikamt wird morgen über die Flächennutzung im Land berichten. Die Prognosen im Vorfeld der offiziellen Schätzung für den Weizenanbau liegen zwischen 22,6 und 24,1 Mio. Hektar. Das sind etwas weniger als in der April-Schätzung der Behörde und kommt auf das Gleiche heraus, wie im Vorjahr.
Die Canola (Raps) – Anbaufläche wird auf 20,1 Mio. Hektar erwartet, im April lag die Schätzung noch auf 19,34 Mio. Hektar. Im Vorjahr wurden in Kanada auf 20,1 Mio. Hektar Canola angebaut.

23.06.2016 Kanadas Weizenanbau schrumpft um 3,9 %, Canola-Anbau bleibt stabil

Die kanadischen Farmer haben in diesem Jahr weniger Weizen angebaut als im Vorjahr. Die Canola (Raps)-Anbaufläche blieb aber stabil. Das ergab eine Umfrage unter 13 Händlern und Analysten. Das kanadische Statistikamt wird am 29. Juni ihr Ergebnis der Flächennutzung basierend auf eine Umfrage bei Farmern vorlegen.
Wie die Ackerflächen genutzt werden, entscheiden oftmals die Preiswürdigkeit der Produkte und Sommerweizenpreise sahen zum Zeitpunkt der Anbauentscheidung weniger gut aus, als die für Canola. Die gesamte Anbaufläche für Weizen (Winter-, Sommer und Durumweizen) für die Ernte in 2016 kommt der Reuters-Umfrage zufolge auf 23,4 Mio. Hektar. Das sind 2,9 % weniger als im Vorjahr und 1,9 % weniger, als es die letzte Umfrage im April ergab. Die Canola-Aussaat wurde auf 20,1 Mio. Hektar vorgenommen, genauso viel wie im Vorjahr, aber 3,9 % weniger, als die letzte Schätzung des dortigen Statistikamts.
Regenfälle in den letzten Wochen haben die Trockenheit im Westen Saskatchewans und in Alberta vertrieben. Insofern sieht es dort auf den Feldern jetzt meist sehr gut aus.
Kanada ist einer der größten Exporteure für Weizen und für Canola.

20.06.2016 EU-Crop Monitor senkt Ertragsprognose für Weizen und Rapssaat

Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat in seinem heutigen Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge 2016 von 6,11 Tonnen pro Hektar auf 6,07 Tonnen/Hektar gesenkt. Die neue Prognose liegt damit 3,4% hinter dem Ergebnis des Vorjahres jedoch 4,1% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der EU Wintergerste- und Sommergerste Erträge wurde leicht erhöht von 4,99 Tonnen/Hektar auf 5,01 Tonnen/Hektar. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der EU-Mais-Erträge für die Ernte 2016 von 7,31 Tonnen/Hektar auf 7,35 Tonnen/Hektar.
Beim Raps wurde die Ertragsprognose reduziert von 3,29 Tonnen pro Hektar auf 3,24 Tonnen pro Hektar.

06.06.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium reduziert Prognose der Rapspernte 2016

Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die französische Winterrapssaat-Produktion 2016 auf 5,1 Mio. Tonnen. Das wäre im Vergleich zur 2015er Ernte ein Rückgang um 3,7%.
Weitere Prognosen:
Weichweizen-Anbaufläche: 5,25 Mio. Hektar (+1,4% zum Vorjahr)
Mais-Anbaufläche 2016: 1,49 Mio. Hektar (-4,5% zum Vorjahr)
Winter-Gerste-Produktion 2016: 9,5 Mio. Tonnen (-0,5% zum Vorjahr)

06.06.2016 Strategie Grains senkt Prognose der Rapssaat-Produktion 2016/17 um 1,8%

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine monatlich erscheinende Prognose für Ölsaaten in der Europäischen Union veröffentlicht. Darin wurde die Schätzung der Rapssaat-Produktion 2016/17 auf 21,53 Mio. Tonnen reduziert. In der vorherigen Schätzung ging man noch von einer Produktion von 21,56 Mio. Tonnen aus. Im Vergleich zur Produktionsmenge 2015/16, als 21,93 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet wurden, wäre das ein Rückgang um 1,8%. Im der Saison 2014/15 wurden 24,26 Mio. Tonnen Rapssaat produziert.
Bei der Anbaufläche 2016/17 reduzierte Strategie Grains seine Prognose leicht auf 6,32 Mio. Hektar (vorherige Schätzung: 6,35 Mio. Hektar; 2015/16: 6,45 Mio. Hektar; 2014/15: 6,72 Mio. Hektar)
Die Ertragsschätzung beließ das Unternehmen unverändert bei 3,4 0 Tonnen/Hektar. Das ist auch exakt das Ergebnis der Saison 2015/16 (2014/15: 3,61 Tonnen/Hektar).

27.05.2016 China verkauft 889.094 Tonnen Mais aus der staatlichen Reserve

China hat aus seiner staatlichen Getreide-Reserve heute 889.094 Tonnen Mais verkauft, so steht es auf der Regierungswebsite. Das Getreide stammt aus dem Jahr 2012 und 24.134 Tonnen kamen damals aus den USA.
Von der in einer Ausschreibung angebotenen Menge wurden 43 % verkauft.
Es ist die erste Ausschreibung dieser Art in diesem Jahr und so auch die erste, seit die Regierung im März die Entscheidung gefällt hat, das Interventionssystem für Mais aufzugeben.
Ab dem 31. Mai bis zum 2. Juni sollen zusätzlich auch Weizen- Reis- und Rapssaatölbestände aus staatlichem Besitz Chinas versteigert werden.

26.05.2016 Europäische Kommission erhöht Prognose der EU-Weichweizenproduktion 2016

Die Europäische Kommission hat den Ausblick für die Weichweizenproduktion 2016 in der EU von 142,8 Mio. Tonnen auf 145,1 Mio. Tonnen erhöht.
Weitere Prognosen:
EU-Maisproduktion 2016: 65,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 65,3 Mio. Tonnen)
EU-Gerste-Produktion 2016: 62,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 61,7 Mio. tonnen)
EU-Rapssaat-Produktion 2016: 22,0 Mio. Tonnen (Vormonat. 22,3 Mio. Tonnen)

17.05.2016 DRV reduziert Prognose für deutsche Weizenernte 2016
Der Deutsche Raiffeisenverband prognostiziert für die deutsche Weizenernte 2016 einen Rückgang um 3,7% auf 25,57 Mio. Tonnen. Mitte April rechnete man mit einer Weizenernte von 26,1 Mio. Tonnen.
Die Prognose der deutschen Rapsernte 2016 wurde um 1,8% auf 5,1 Mio. Tonnen erhöht. Mitte April lag die Prognose noch bei 5,04 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
17.05.2016 Ukraines Sonnenblumen und Sojabohnenernte steigt, Rapsernte sinkt deutlich

Die Ukraine wird in 2016 seine Sonnenblumen- und Sojabohnenernte aufgrund einer Flächenausweitung und guten Erträgen steigern. Das ist die heutige Einschätzung von UkrAgroConsult.
Die Sonnenblumenernte könnte von 11,5 Mio. Tonnen in 2105 auf 12,4 Mio. Tonnen in diesem Jahr steigen, während die Sojabohnenerste auf 4,4 Mio. Tonnen kommt, nach 3,9 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Rapssaatfläche wurde in 2016 dagegen eingeschränkt und es wird eine Erntemenge von 1,27 Mio. Tonnen erwartet. In 2015 waren es 1,74 Mio. Tonnen.

09.05.2016 Ministerium: Weniger Mais- und mehr Weizenanbau in Frankreich

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die dortige Maisanbaufläche 2016 auf 1,49 Mio. Hektar, das sind 4,7 % weniger als im Vorjahr. Die Rapsanbaufläche bleibt demnach bei 1,5 Mio. Hektar fast unverändert (+1,3 %), während die Zuckerrübenfläche mit 397.000 Hektar ein Plus von 3,8 % ausweist.
Der Weichweizenanbau 2016 wird jetzt in Frankreich auf 5,25 Mio. Hektar geschätzt, im März lag die Prognose bei 5,24 Mio. Tonnen. Jetzt sind es 1,4 % mehr als in 2015.

09.05.2016 Kanadas Weizenangebot auf 3-Jahres-Tief

Die kanadischen Getreidebestände sind auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren gesunken. Das teilte bereits am Freitag Statistics Canada mit. Das sind die Folgen aus einer kleinen Ernte 2015 und gute Exporte in den Wintermonaten aufgrund des schwachen Kurses des Kanada-Dollars.
Die Angebote von Weizen, Canola (Rapssaat) und Felderbsen und –linsen waren am 31. März niedriger als am gleichen Termin im Vorjahr. Da das auch den Erwartungen der Analysten entsprach, gab es nur wenige Einflüsse auf die Kurse am Terminmarkt.
Das Weizenangebot wurde auf 13,792 Mio. Tonnen geschätzt, im Vorjahr war es 18,1 Mio. Tonnen. Die Rapsbestände lagen zum Stichtag auf 7,491 Mio. Tonnen, gegenüber dem Vorjahr von 8,328 Mio. Tonnen.
11.500 Farmer wurden von den Statistikern befragt. Kanada ist der zweit-größte Weizenexporteur der Welt und der Top-Produzent und –Exporteur für Rapssaat. Die Kurse für Canola an der Terminbörse in Winnipeg folgten den Sojabohnenkursen am CBoT.

06.05.2016 Europas Futtermittelhändler hoffen auf sinkende Sojaschrotpreise

Der gestrige Kursrückgang am CBoT bei Sojaschrot schürte bei den Futtermittelherstellern in Europa die Hoffnung auf einen Preisrückgang für das proteinreiche Futtermittel. Zur Stunde steigen die Kurse in Chicago aber schon wieder. Die Terminbörse in Chicago ist Leitbörse für unsere Sojaschrotkäufe aus Argentinien.
Einige Futtermittelhersteller in Deutschland, den Niederlanden und Belgien waren über den starken Kursanstieg seit Anfang April geschockt. Neue Offerten blieben aus, weil es dort große Ernteausfälle nach wochenlangem Starkregen gab.
Seit Mitte April waren die Sojaschrotkurse am Dienstag auf ein 15-Monats-Hoch gestiegen. Die Argentinische Sojabohnenernte wird aktuell um neun Mio. Tonnen kleiner eingeschätzt als vor dem Dauerregen.
Der Kursrückgang von gestern wird heute mit Gewinnmitnahmen begründet. Auch die Kurse für Rapssaatmehl gaben gestern um zwei Euro/Tonnen nach.
Nun hoffen die Käufer auf den USDA-Bericht am kommenden Dienstag, der die Spekulation aus den Preisen nehmen könnte. Im Mai wird es aber wohl weniger Sojaschrot-Ankünfte aus Argentinien in Europa geben, sodass die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Die Futtermittelhersteller hierzulande sind auch von den niedrigen Milchpreisen stark betroffen, denn die Nachfrage nach Kuhschrot sinkt aufgrund von mangelnder Liquidität der Milcherzeuger.

04.05.2016 EU-Rapsernte sinkt nach Frostschäden in Polen und Insektenfraß

Experten schätzen, dass die diesjährige Rapsernte in der EU nach Auswinterungen in Polen kleiner ausfällt und dass Insekten die Erträge in Frankreich und Großbritannien gefährden.
Das hätte zur Folge, dass die EU in 2016 mehr Rapssaat aus der Ukraine, Australien und Kanada importieren muss. In der Ukraine zeichnet sich aber auch eine kleinere Ernte ab.
Die EU-Rapsernte werde nach den von Reuters befragten Experten zwischen 21,2 und 21,4 Mio. Tonnen groß ausfallen. Im Vorjahr kamen noch 22 Mio. Tonnen zusammen.
Der größte Produzent, Frankreich, hatte zwar keine Frostschäden zu verzeichnen aber es werden dort Schadinsekten vorgefunden, die die Erträge begrenzen können. Das Wetter hat die Population der Flugkäfer begünstigt. Die Rapsernte 2016 werde in Frankreich mit 5,2 Mio. Tonnen rund 100.000 Tonnen kleiner ausfallen als im Vorjahr, so ein Sprecher der ODA-Gruppe, ein Analystenhaus in Frankreich. Zuvor war ODA noch von 5,4 Mio. Tonnen ausgegangen.
Der Deutsche Genossenschaftsverband schätzt die Rapsernte hierzulande auf 5,03 Mio. Tonnen, was 0,6 % mehr als im Vorjahr wären. Anzeichen für Frostschäden gab es bisher nicht.
In Großbritannien wird die Ernte aber spürbar kleiner ausfallen, denn die Anbaufläche wurde eingeschränkt und die hohen Erträge des Vorjahres werden wohl auch verfehlt. So schätzt man, dass dort 10 % weniger Raps geerntet werden kann. Diese Prognose ist aber noch ungewiss, da die Kohlfliege nicht mehr mit Insektiziden, die Neonikotinoide enthalten, bei der Aussaat bekämpft werden durfte.
Tiefe Winterfröste bis in den April hinein hatten in Polen, dem viertgrößten Rapsanbauer in der EU, schwere Schäden in den Feldbeständen verursacht. Man geht derzeit von 22 % Verlusten aus und kommt nur noch auf 2,45 bis 2,50 Mio. Tonnen.

04.05.2016 Kanadas Weizen- und Canola-Bestände vor dem Ausverkauf

Die kanadischen Vorräte an Weizen und Canola (Rapssaat) schrumpfen auf ein Mehrjahres-Tief, nachdem die Exportsaison im Winter außerordentlich gut verlief. Das war das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter elf Händlern und Analysten.
Heute wird Statistics Kanada seine Verkaufsstatistik per 31. März veröffentlichen. Diese Zahlen basieren auf einer Umfrage unter Landwirten.
Die Reuters-Umfrage kommt zum Ergebnis, dass die Gesamten Weizenbestände jetzt mit 13,8 Mio. Tonnen 24 % niedriger sind, als vor einem Jahr. Das Weizenangebot wäre das kleinste seit acht Jahren.
Die Schwäche des kanadischen Dollars in diesem Jahr sowie eine kleinere Ernte im letzten Herbst hatten das Angebot verkleinert. Bis zum Saisonende sind wir ausverkauft, sagte ein Analyst von Cargill.
Die Canola-Vorräte werden derzeit auf 7,3 Mio. Tonnen geschätzt, was 12 % weniger als vor einem Jahr sind. Die Exporte und auch der nationale Verbrauch in den Ölmühlen waren außerordentlich gut. Die kanadischen Farmer hatten im letzten Jahr 5 % mehr Canola und 6 % weniger Weizen geerntet.
Kanada ist der zweitgrößte Weizenexporteur der Welt und der größte Produzent und Exporteur von Canola, aus dem Speiseöl und das Schrot als Futtermittel hergestellt werden.
Die Reuters-Umfrage fand vom 16 bis 31. März statt.

02.05.2016 Höhere EU-Ernteschätzungen für Weizen, Mais und Gerste

Die EU Kommission hat heute ihre Schätzung für die Weizenendbestände per 30.06.2017 um 1 Mio. Tonnen angehoben. Die Weichweizenbestände in der EU werden heute auf 18,9 Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 18,3 Mio. Tonnen am Ende der Saison 2015/16. Die Ernte in diesem Jahr wird zudem um 400.000 Tonnen höher geschätzt, als im letzten Monat. Die Ernteschätzung liegt jetzt bei 142,8 Mio. Tonnen. In 2015 wurden 151,3 Mio. tonnen geerntet.
Die Weizenexporte sollen 27 Mio. Tonnen betragen, gegenüber 29 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die vielfältigen weltweiten Getreideangebote lasteten in den vergangenen Monaten auf den Marktpreisen und die Terminmarktkurse fielen nahezu auf ihre Tiefststände.
Die monatliche Betrachtung der EU-Kommission zur Angebots- und Nachfragesituation am Getreidemarkt, die heute auf der Website veröffentlicht wurde, zeigt außerdem einen deutlichen Anstieg der Maisbestände in der EU am Ende der Vermarktungssaison 2016/17. Im Vorjahr waren es 13,2 Mio. Tonnen und jetzt kommt man auf 13,9 Mio. Tonnen. Sowohl der Endbestand 2017 mit 16,7 Mio. Tonnen als auch die Ernte mit 65,3 Mio. Tonnen werden höher eingeschätzt. In 2015 wurden aufgrund einer Trockenheit nur 58,2 Mio. Tonnen Mais geerntet. So werden auch die Schätzungen für Maisexporte für 2016/17 aus der EU von 2 Mio. Tonnen auf 2,9 Mio. Tonnen deutlich nach oben korrigiert.
Die Gerstenendbestände per 30.06.2017 wurden von der EU-Kommission um 600.000 Tonnen auf jetzt 7,8 Mio. Tonnen höher geschätzt. Auch hier wird mit 61,7 Mio. Tonnen eine höhere Ernte erwartet, als noch vor einem Monat (60,6 Mio. Tonnen). Die Anfangsbestände wurden aber um 400.000 Tonnen reduziert.
Die Rapsproduktion 2016/17 in der EU wird jetzt auf 22,3 Mio. Tonnen geschätzt, nach 21,5 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die Endbestände werden aber gegenüber diesem Jahr auf 1,03 Mio. gesenkt, da weniger importiert wird.

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