Matif: Rapssaat November 2016

23.11.2016 Änderungen beim Futures-Netting auf der Saxo-Bank Handelsplattform

Um die Händler im Saxo-Trader mit einer aufsichtsrechtlich konformen Auftragsfunktion auszustatten, hat die Saxo-Bank eine Änderung im System vornehmen müssen, die ab dem 12. Dezember angewendet wird.
Falls ein Händler derzeit in einem Konto sowohl Long-, als auch Short-Positionen in einem Terminkontrakt hält und eine der Positionen ist mit einer Stop Loss- oder Gewinnmitnahmeorder verbunden, wird der Kontraktbestand bislang am Ende des Handelstages nicht miteinander „genettet“ (glatt gestellt). Es war also bisher möglich, in einem Kontrakt und auf demselben Konto Long und Short zu sein. Das ist aber nicht länger erlaubt.
Bitte beachten Sie die Änderungen, die ab dem 12. Dezember im Saxo-Trader angewandt werden.
Ab diesem Datum werden die gegenläufigen Positionen nach dem Prinzip „First-in / First-out“ ungeachtet der verbundenen Order miteinander genettet.
Ein Beispiel:
Sie halten Long +5 Matif-Rapssaat Mai17 und haben diese mit einer Stop-Loss-Order verbunden.
Außerdem haben Sie auf dem selben Konto Short -3 Matif-Rapssaat Mai17.
Am Ende des Handelstages werden diese wie folgt genettet zu
Long + 2 Matif-Rapssaat Mai17
Bitte beachten Sie, dass die ursprünglich gebundene Stop-Loss-Order zum Verkauf von 5 Kontrakten bestehen bleibt.

22.11.2016 EU erwägt Halbierung von Pflanzenbasierten Biotreibstoffen bis 2030

In der EU-Kommission werden Überlegungen über eine Halbierung nach 2020 für pflanzenbasierte Biokraftstoffe angestellt. Die Umweltbelastungen durch Kohlendioxide werden erhöht, statt gesenkt, so der Inhalt eines Entwurfs der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Zwar sinke die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, wenn man Biotreibstoffe aus Agrarrohstoffen wie Zucker oder Rapssaat-Öl herstellt, diese fehlen aber als Nahrungsmittel für Mensch oder Tier. Die Kritik daran lautet, dass sich damit die Flächennutzung ändere.
Die Empfehlung der Kommission lautet deshalb, die maximal zulässige Produktion von Biotreibstoffen sollte bis zum Jahr 2030 von 7 % der gesamten erneuerbaren Energien auf dann 3,8 % zu senken.
Eine deutliche Reduzierung von Biotreibstoffen auf Basis von Lebensmitteln zugunsten von Biotreibstoffen neuerer Generationen zum Einsatz im Transportsektor hätte mehr Einsparungspotential für Kohlendioxide, so die Begründung in der Studie.
Bauernverbände befürchten bei einer derartigen Umstrukturierung unerwünschte Effekte. Der Fruchtwechsel sei durch Energiepflanzen verbessert worden und der Import von Futtermitteln wurde reduziert. Andere Kritiker meinen, die Empfehlung der Kommission sei noch nicht weit genug ausgereift.
Die Brüsseler Transport- und Umweltbehörde hatte berechnet, dass Biodiesel aus heimischen Pflanzenölen 80 % mehr Emissionen verursache als fossile Brennstoffe. Deshalb solle der Biodieselverbrauch bis zum Jahr 2030 beendet werden, um die schädlichen Einflüsse auf das Weltklima und die Tropenwälder zu reduzieren.
Im Jahr 2012 hatte die Europäische Union (28) beschlossen, drei Prozent der Ackerflächen für Biotreibstoffe zu nutzen.
In ihrer Studie hat die Kommission nicht unterschieden zwischen Bioethanol, das meist aus Zucker oder Getreide hergestellt wird und Biodiesel, der überwiegend aus Ölsaaten wie Rapssaat erzeugt wird. Diesen Gestaltungsspielrum will die EU den Mitgliedsstaaten überlassen.

21.11.2016 EU Crop Monitoring Service belässt Prognose der Weizenerträge 2016 unverändert

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU MARS beließ seine Prognose der EU-Weichweizenerträge 2016 unverändert zum Vormonat bei 5,62 Tonnen/Hektar. Die Prognose der Rapssaat-Erträge wurde ebenfalls unverändert bei 3,21 Tonnen/Hektar belassen. Erhöht wurde die Prognose der Mais-Erträge von 6,82 Tonnen/Hektar auf 6,83 Tonnen/Hektar.

16.11.2016 Euronext bietet ersten Düngemittelfuture an
Die Euronext Paris hat am 14. November ihren ersten Terminkontrakt auf Düngemittel aufgelegt. Dabei handelt es sich um einen 30-Tonnen-Kontrakt auf Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung mit 30 % N.

Die Kontraktentwickler richten ihr Angebot sowohl auf die bestehende Kundschaft, die bereits Weizen-, Raps- und Maisfutures an der bedeutendsten europäischen Agrar-Terminbörse in Paris handelt, als auch auf die gesamte Wertschöpfungskette der Düngemittelindustrie.
Die Spezifikationen des neuen Futures lauten:
Menge und Ware: 30 Tonnen Stickstoffdünger bestehend aus Urea und Ammoniumnitrat gemäß der EU-Regulierung Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments Nr. 1907/2006, Annex II.
Qualität: 30 % N setzen sich zusammen aus 15 % aus (Harnstoff) Urea, 7,5 % Ammoniumhaltigem N, sowie 7,5 % Salpeter N.
Verpackung: Lose im Tank
Liefermonate: März, Juni, September, November, sodass immer 10 Liefermonate zur Verfügung stehen.
Preisbasis: Euro und Euro-Cent per metrischer Tonne im Lieferlager in Rouen, Frankreich, für den Transport per LKW, Eisenbahnwaggon „für die Abholung bereit“.
Tick-Größe: 25 Euro-Cent per Tonnen (€7,5)
Letzter Handelstag: der 10. Kalendertag vor dem Liefermonat oder dem Handelstag davor, wenn es ein Feiertag ist.
Tag der Ankündigung einer Lieferung: Der erste Handelstag nach dem letzten Handelstag bis 10:30 Paris-Zeit.
Lieferperiode: Die physische Lieferung findet statt am 6. Handelstag nach dem letzten Handelstag bis zum Ende der Lieferperiode. (=>Letzter Arbeitstag des spezifizierten Handelsmonats.
Handelszeiten: 10:45 bis 18:30 Uhr Pariser Zeit
Clearing: Die Abrechnung erfolgt über LCH S.A.
Großhandels-Vorteile: Against Actuals, Exchange for Swaps
15.11.2016 Deutsche Rapsanbaufläche nur + 1,5 % gegenüber dem Vorjahr

Deutschlands Winterraps Anbaufläche für die 2017er Ernte wurde um 1,5 % auf 1,35 Mio. Hektar ausgeweitet. Das teilte soeben der Verband der Ölsaatenindustrie UFOP mit.
Eine Umfrage unter 6.500 Landwirten hatte zuvor ergeben, dass die Anbaufläche um 2,4 % ausgeweitet werden sollte. Schwierige Wetterbedingungen im Oktober führte aber dazu, dass rund 13.500 Hektar der Aussaat untergepflügt werden mussten.

15.11.2016 Kanadas Rapsschrot Exporte nach China auf 5-Jahres-Hoch

Der kanadische Rapsschrot-Export nach China ist auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Gute Schlaglöhne der Ölmühlen haben die Erzeugerpreise nach einer äußerst schwierigen Erntezeit befestigt.
In der Zeit von Januar bis August 2016 hat Kanada 415.000 Tonnen Rapsschrot im Wert von 132,1 Mio. C$ nach China geliefert, das ist die größte Menge seit 2011; im Vorjahr wurde gar kein kanadisches Rapsschrot nach China geliefert.
Die chinesische Handelsaufsicht hatte diverse kanadische Ölmühlen als Lieferanten autorisiert. Aus der Ölsaat Raps werden Speiseöl und Rapsschrot erzeugt, das als proteinreiches Viehfutter mit Palm- und Sojaschrot konkurriert.
In Kanada ist die Nachfrage nach Rapssaat gestiegen, seit die Betreiber der Ölmühlen ihre Kapazitäten erweitern. Man ist auf der Suche nach alternativen Märkten, da eine sehr große Abhängigkeit von den USA besteht.
Eine weltweit starke Nachfrage nach Schroten erhöht die Marge der Ölmühlen und die Erlöse der kanadischen Farmer, die im Herbst Schwierigkeiten hatten, die diesjährige Ernte einzubringen, da es frühen Schneefall gab.
Kanadische Ölmühlen erlösten in der letzten Woche Schlaglöhne, die doppelt so hoch waren, wie vor einem Jahr. Die bessere Nachfrage nach Rapsschrot aus China ist die Folge eines erfolgreichen Handelsabschlusses zwischen China und Kanada, der nach im September nach einem monatelangen Streit über die Qualität von Rapssaat-Lieferungen zustande kam.
Peking hatte zudem im September Strafzölle gegen DDGs-Lieferungen aus den USA verhängt, die zuvor in großen Mengen als billigen Futtermittelzusatz genutzt wurde. Auch davon profitiert das Rapsschrot. DDGs ist ein Nebenprodukt aus der auf Mais basierten Ethanol-Erzeugung. Die USA hatte bis August 2016 1,96 Mio. Tonnen DDGs im Wert von 402,5 Mio. USD nach China geliefert.
Während der schwierigen Verhandlungen zwischen Kanada und China gab es keine Rapsschrotlieferungen. Makler am Kassamarkt glauben, dass die gute Rapsschrot-Nachfrage aus China mindestens bis Juni 2017 anhält. In China wächst der Futtermittelbedarf für Aquakulturen, da das Wachstum der Schweinemast aus Umweltgründen an seine Grenzen stößt.

14.11.2016 Südkorea: NOFI kauft 16.000 Tonnen Canola-Schrot

Südkoreas NOFI hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens (siehe Meldung von heute 11:48 Uhr) über 16.000 Tonnen Canola-Schrot zum Preis von $261,53/Tonne c&f zzgl. $2,00/ Tonne Gebühren für die Entladung an einem weiteren Hafen gekauft. Informationen darüber, ob NOFI auch Rapsschrot und Copraschrot gekauft hat, liegen gegenwärtig nicht vor. Quelle: Reuters

14.11.2016 Südkorea sucht Raps- und Canolaschrot
Südkoreas größter Futtermittelhändler Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat einen internationalen Tender zum Kauf von 32.000 Tonnen Raps- und Canolaschrot und 6.000 Tonnen Copraschrot (Kokusnussschrot) ausgeschrieben.
16.000 Tonnen Rapsschrot indischer Herkunft zur Lieferung Anfang Februar.
16.000 Tonnen Canolaschrot aus Australien, Kanada oder China, ebenfalls zur Lieferung Anfang Februar
6.000 Tonnen Copraschrot (ostasiasische Herkünfte) zur Lieferung Anfang Januar
Quelle: Reuters
09.11.2016 Britischer Rapsanbau sinkt auf 13-Jahres-Tief

Die britische Agrar- und Gartenbaubehörde AHDB hat in einer Befragung unter Farmern sich nach der Flächennutzung erkundigt. Danach wird der Rapsanbau in Großbritannien auf ein 13-Jahres-Tief sinken und auch der Weizenanbau wird leicht abnehmen.
Der Rapsanbau auf der britischen Insel wird auf 557.000 Hektar – um 4 % gegenüber der vorherigen Saison eingeschränkt, da es Probleme bei der Bekämpfung gegen den Rapserdfloh im Osten Englands gibt. Dort geht der Rapsanbau um 28 % zurück; hinzu kommt dass es bei der Aussaat zu trocken war. Deshalb ist man dort auf Winterweizen ausgewichen oder wird mehr Sommergerste anbauen.
Dagegen wurde der Rapsanbau in den West-Midlands, im Süden Englands und in Schottland geringfügig ausgeweitet. Die britische Winterweizenanbaufläche wird der Umfrage zufolge um 1 % auf 1,8 Mio. Hektar ausgeweitet. Wintergerste wurde auf 397.000 Hektar angebaut (-9%); dagegen soll Sommergerste auf 799.000 Hektar ausgesät werden (+17%).

07.11.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften im Vorfeld zum USDA-Report ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Das Hauptaugenmerk liegt in dieser Woche auf die Präsidentschaftswahl in den USA und auf den am Mittwoch erscheinenden monatlichen USDA-Report. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gaben leicht nach und folgten damit den Verlusten beim Raps und Mais. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung November bei €4,00 über Euronext Dezember 16. Nach einem ruhigen Oktober wird im November mit einem Anstieg der Getreide-Export-Verladungen in deutschen Häfen gerechnet. Erwartet werden Schiffe aus Saudi Arabien, Algerien und Lybien. Frankreichs Landwirte haben per 31. Oktober 78% der geplanten Flächen für die Winterweizenaussaat bestellt versus 60% in der vergangenen Woche und 86% im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt.

03.11.2016 Westeuropa: Späte Winterweizenaussaat, aber keine größeren Probleme

Die Winterweizenaussaat in Westeuropa ist in diesem Jahr später dran, als in den Vorjahren. Das meldet der Nachrichtendienst Reuters. Das trockene Wetter führt zu Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat in Teilen Westeuropas. Die Anbauflächen sind aber stabil und es sind derzeit keine größeren Probleme erkennbar.
Beim größten Weizenproduzenten in der EU, Frankreich, wo man im vierten Monat in Folge unter zu trockenen Bedingungen leidet, liegt das Aussaattempo hinter dem des vergangenen Jahres. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer.
Das Aussaattempo hat allerdings etwas zugenommen, weil für die kommenden Tage Regenschauer in der größten Getreideanbauregion erwartet werden.
Der US-amerikanische nationale Wetterdienst rechnet in Westeuropa bis zum 11. November mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Aufgrund niedriger Temperaturen ist aber auch der Wasserbedarf der jungen Pflanzen niedriger.
Die Prognose von Strategie Grains für die kommende EU-Weichweizenanbaufläche liegt stabil bei 24,6 Mio. Hektar. Für Frankreich liegt die Prognose des französischen Landwirtschaftsministeriums bei 5,4 Mio. Hektar.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist die Winterweizenaussaat erfolgreich abgeschlossen. Trotz regional zu trockener Bedingungen sind keine nennenswerten Probleme zu erwarten. Die Anbaufläche wird von einem Marktbeteiligten auf 3,2 Mio. Hektar geschätzt. Basierend auf die Saatgutverkäufe dürfte die Anbaufläche somit innerhalb des 5-Jahres-Durchschnitts liegen.
Die Winterweizenaussaat in Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten ist noch nicht abgeschlossen. Die Bedingungen waren nicht optimal. Der September war zu trocken, der Oktober sehr nass. Ein Analyst von Sparks Polska beziffert die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2017 etwas kleiner, als die 1,9 Mio. Hektar, die im vergangenen Jahr ausgesät wurden. Die geringere Anbaufläche wird wohl durch den Anbau von Rapssaat ersetzt.
Für Großbritannien rechnet ein führender Analyst des Agriculture an Horticulture Development Board mit einer Anbaufläche auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Trockenes Wetter im Süden und im Osten des Landes hat zu leichten Verzögerungen bei der Aussaat geführt. Das könnte sich jedoch sogar als vorteilhaft bei der Unkrautbekämpfung erweisen, die noch vor der Aussaat erfolgen kann. Quelle: Reuters

31.10.2016 EU schätzt Weizen- und Maisernten höher und Mais und Raps wie im Vormonat

Die EU-Kommission hat ihre Schätzung der diesjährigen Weizenproduktion in der EU auf 134,6 Mio. Tonnen angehoben. Im letzten Monat ging man noch von 134,2 Mio. Tonnen aus.
Die monatlich Angebots- und Nachfragebericht auf der Website der EU wurde zudem die Schätzung für die 2016er EU Gerstenproduktion auf 60 Mio. Tonnen nach 59,6 Mio. Tonnen aus dem Vormonat angehoben.
Die EU-Maisproduktion 2016 wird jetzt auf 59,7 Mio. Tonnen geschätzt, genau wie im September. Auch die Schätzung der Rapsernte blieb mit 19,9 Mio. tonnen auf demselben Niveau wie im Vormonat.

24.10.2016 EU Crop Monitor senkt Prognose der Maiserträge

Der Crop-Monitoring Service der Europäischen Union, MARS, hat die Ertragsprognose für Mais in der Europäischen Union von 6,84 Tonnen /Hektar (September) auf 6,82 Tonnen/Hektar reduziert. Das ist die mittlerweile dritte Reduzierung in Folge. Damit lägen die Erträge 1,6% niedriger, als im 5-jährigem-Durchschnitt und leicht über dem Ergebnis des Vorjahres (6,31 Tonnen/Hektar), als die Maisbestände in Teilen der EU ebenfalls unter Trockenheit litten.
Die Prognose der Durchschnittlichen Weichweizenerträge wurde ebenfalls leicht reduziert von 5,63 Tonnen/Hektar auf 5,62Tonnen/Hektar. Das wäre ein Rückgang um 3,6% zum 5-jährigen Mittel.
Leicht erhöht wurde die Prognose der Rapserträge. Sie liegt nun bei 3,21 Tonnen/Hektar versus 3,20 Tonnen/Hektar im September. Verglichen mit dem 5-jährigen Durchschnitt wäre das ein Anstieg um 0,4%.

20.10.2016 Strategie Grains: EU-Anbauflächen für Weichweizen zur Ernte 2017 stabil
Die Anbaufläche für Weichweizen zur Ernte 2017 bleibt in der EU nahezu stabil. Das ist die Prognose des Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains.
Der erste Bericht des Unternehmens für die Ernte 2017 prognostiziert einen leichten Rückgang der Getreideanbaufläche von 56,9 Mio. Hektar auf 56,6 Mio. Hektar. Der Rückgang geht hauptsächlich zu Lasten von Durum Weizen und Sommergerste. Präzise Prognosen für die einzelnen Getreidesorten wurden aber nicht genannt.
Weichweizen und Wintergerste sollen demnach auf dem Niveau des Vorjahres angebaut werden, während die Anbaufläche für Rapssaat niedriger erwartet wird.
Einige Landwirte haben aufgrund der besseren Preise für Rapssaat im Vergleich zu den Getreidepreisen, die Anbauflächen für Rapssaat erhöht. Die Trockenheit im Spätsommer hat allerdings die Aussaat behindert. In dem separaten Ölsaaten-Report, der auch in dieser Woche veröffentlicht wurde, rechnet Strategie Grains mit einem Anstieg der Anbaufläche für Rapssaat von 6,5 Mio. Hektar auf 6,7 Mio. Hektar.
Die Weichweizen- und Wintergerste Aussaat könnte aufgrund der bestehenden Trockenheit in einigen Regionen im Westen der Europäischen Union zu Verzögerungen führen.
Beim Durum Weizen, einem Nischenprodukt, das zur Herstellung von Pasta verwendet wird, könnte die Anbaufläche um 6% sinken.
In der Prognose für Sommergerste rechnet Strategie Grains mit einem Rückgang der Anbaufläche von 1,5%. Sommergerste wird hauptsächlich zur Produktion von Malz angebaut.
Für Körnermais ist die Erwartung ebenfalls stabil auf dem niedrigen Niveau dieses Jahres.
18.10.2016 Rapssaat: Rückgang der Anbaufläche in Frankreich

Das trockene Wetter im Sommer hat die Rapsaussaat in Teilen der Europäischen Union behindert. Aufgrund der relativ attraktiven Preise für Rapssaat stieg die geplante Aussaatfläche in der Europäischen Union von 6,5 Mio. Hektar (Vorjahr) auf 6,7 Mio. Hektar. Allerdings konnten aufgrund der trockenen Bedingungen nicht alle Flächen bestellt werden. Das könnte die Wahrscheinlichkeit einer erwarteten Erholung der Rapssaat-Produktion von einem 4-Jahres-Tief in diesem Jahr (19,9 Mio. Tonnen) einschränken.
In Frankreich schätzen Händler und Analysten die Aussaatfläche für Rapssaat auf 1,4 Mio. Hektar, weil die Trockenheit im Sommer die Böden ausgedörrt hat. Das wäre ein Rückgang um 7%. Ein Teil der Bestände befindet sich ein einem schlechten Zustand und ist sehr anfällig gegen Frost und Schädlingsbefall. Im September schätzte das Beratungsunternehmen ODA Group den Anteil der Rapssaat-Bestände, die sich in einem schlechten Zustand befinden, auf 10%. Bei diesen Pflanzen besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht durch den Winter kommen.
Auch in Teilen Deutschlands litten die Rapssaatbestände unter der Trockenheit. Generell war die Situation aber ungleich besser, als in Frankreich. Die Saatgutverkäufe in Deutschland lagen auf dem Niveau des Vorjahres von 1,3 Mio. Hektar. Die Preise waren zum Zeitpunkt der Saatentscheidung zwar niedrig, allerdings im Vergleich zu den Weizenpreisen relativ attraktiv.
In Polen wird die Anbaufläche für Rapssaat um 3% bis 6% auf 820.000 – 850.000 Hektar steigen.
Die britische Anbaufläche wird um 2-3% sinken. In den vergangen Jahren verursachte Schädlingsbefall erhebliche Schäden. Quelle: Reuters

18.10.2016 US-Winterweizen-Aussaat: 72% der geplanten Flächen sind bestellt

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 16.10.16 72% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 59%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 73%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 73%.

17.10.2016 Frankreich: Maisernte ist zu 23% erledigt (Update und Korrektur!)

Französische Landwirte haben per 10. Oktober 23% der Maisbestände geerntet versus 10% in der Vorwoche und 33% zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Der Zustand der Maisbestände ist stabil. 53% der Bestände erhielten die Top-Bewertung „gut bis exzellent“, unverändert zur Vorwoche.
Ernteschätzer rechnen mit einem Rückgang der französischen Maisernte auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren. Grund dafür ist die Trockenheit im Sommer.
Das Tempo der Ernteaktivitäten hat sich verlangsamt. Die Landwirte wollen die Bestände möglichst lange auf dem Feld trocken lassen, um spätere Trocknungskosten bei ohnehin schlechten Erträgen und niedrigen Preisen zu reduzieren.
Auch der Fortschritt der Wintergetreideaussaat ist hinter dem Tempo des vergangenen Jahres. FranceAgriMer schätzt, dass 23% (nicht 29%) der geplanten Winterweizenaussaatflächen in Frankreich per 10. Oktober bestellt sind. Vor einer Woche lag der Fortschritt bei 6%, im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt allerdings schon bei 34%. 3% der Saat ist bereits aufgelaufen versus 10% im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt.
Die Wintergersteaussaat ist auf 39% der geplanten Flächen erfolgt versus 10% in der vergangenen Woche und 54% im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt. 4% der Bestände sind aufgelaufen versus 16% im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt.
Nach der jüngsten Trockenheit, die sich negativ auf die Maisbestände ausgewirkt und auch die Rapsaussaat behindert hat, kommen leise Zweifel auf, ob Frankreichs Landwirte nach der schlechten Weizenernte in diesem Sommer auf den geplanten Flächen an der Weizenaussaat festhalten. FranceAgriMer hält es aber für wahrscheinlich. Niederschläge, die in dieser Woche vorhergesagt werden, könnten die Aussaatbedingungen verbessern.

10.10.2016 Frankreich: Strategie Grains erwartet höhere EU-Rapsanbaufläche 2016/17

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Rapssaat-Anbaufläche 2017/18 in der Europäischen Union auf 6,7 Mio. Hektar geschätzt. Die Prognose der Rapssaatanbaufläche 2016/17 liegt bei 6,53 Mio. Hektar.
Die Prognose der EU-Rapssaatproduktion 2016/17 wurde von 20,03 Mio. Tonnen auf 20,2 Mio. Tonnen erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr (22,04 Mio. Tonnen)wäre das ein Rückgang um 8,3%.
Bei den Ertragsschätzungen, die bei 3,10 Tonnen/Hektar für 2016/17 liegen, wurde keine Veränderung vorgenommen. Sie liegt damit weiterhin 8,7% hinter dem von 2015/16. Quelle: Reuters

07.10.2016 Frankreich: Anbaufläche für Rapssaat rückläufig
Das französische Beratungsunternehmen ODA schätzt die Anbaufläche für Rapssaat zur Ernte 2017 aufgrund der Trockenheit und der damit verbundenen schwierigen Aufwuchsbedingungen um 8% niedriger auf 1,36 Mio. Hektar. 10% der Bestände befinden sich in einem schlechten Zustand. Das Risiko weiterer Verluste steigt, wenn sich die Bedingungen zum Winter hin weiter verschlechtern.
ODA schätzt die Rapssaaternte 2017 in Frankreich auf rund 4,0 Mio. Tonnen versus 4,6 Mio. Tonnen in diesem Jahr.
03.10.2016 EU-Kommission senkt Schätzung für Mais und hebt Prognose für Weizen und Raps an

Die EU-Kommission hat heute ihre Schätzung der Körnermaisproduktion in der EU von 62,5 auf jetzt 59,7 Mio. Tonnen gesenkt. Das sind immer noch mehr als die 58 Mio. Tonnen, die im vergangenen Jahr zusammen kamen.
Außerdem wird die Weichweizenproduktion in der EU jetzt auf 134,2 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vormonat waren es noch 133,3 Mio. Tonnen. Damit bleibt die EU-Weizenernte aber deutlich unter der im Vorjahr, als 151,6 Mio. Tonnen zusammen kamen.
Die Weizenendbestände der Saison 2016/17 werden heute auf 8,9 Mio. Tonnen prognostiziert; im Vormonat ging man noch von 8 Mio. Tonnen aus. Der Weizenexport aus der EU wird mit 25 Mio. Tonnen erwartet.
Die Rapssaatproduktion in der EU wird jetzt auf 19,9 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 19,4 Mio. Tonnen/ Vorjahr 21,6 Mio. Tonnen.

26.09.2016 EU-Crop-Monitoring Service reduziert erneut Prognose der EU-Maiserträge
Der EU Crop Monitoring Service, Mars, hat seine Prognose der diesjährigen EU Maisernte aufgrund der extrem trockenen und heißen Wetterbedingungen zum zweiten Mal in Folge reduziert. Darin rechnet man aktuell nur noch mit durchschnittlichen Erträgen von 6,84 Tonnen/Hektar. Im August lag die Prognose bei 7,23 Tonnen/Hektar. Die aktuelle Prognose läge damit 1,3% niedriger, als das 5-Jahres-Mittel, jedoch leicht über den Erträgen des vergangenen Jahres (6,31 Tonnen/Hektar), als die Bestände ebenfalls unter einer schweren Trockenheit litten.
Besonders betroffen von den trockenen und heißen Wetterbedingungen waren der Osten Rumäniens, Bulgarien, Süden der Ukraine, der Süden Frankreichs und der Westen Italiens. 
In Frankreich, dem größten Maisproduzenten in der EU wurde die Prognose der Ertragsschätzung von 8,83 Tonnen/Hektar auf 7,65 Tonnen/Hektar reduziert. Das ist 16% niedriger, als der 5-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahr lagen die Erträge bei 8,36 Tonnen/Hektar.
Die Erträge in Rumänien, dem zweitgrößten Maisproduzenten der EU liegt die Schätzung der Erträge bei 3,20 Tonnen/Hektar (Vormonat: 3,81 Tonnen/Hektar). Das ist auf dem Niveau des Vorjahres, aber 16% unter dem 5-Jahres-Mittel.
In Ungarn hingegen erwartet man Rekorderträge von 7,98 Tonnen/Hektar versus 7,48 Tonnen/Hektar im Vormonat. Das wäre 40% über dem Ergebnis des Vorjahres und 38% über dem 5-Jahres-Mittel. Ungarn konnte von ergiebigen Regenfällen im Juli profitieren.

In der Prognose der EU-Weichweizenernte rechnet Mars mit durchschnittlichen Erträgen von 5,63 Tonnen/Hektar versus 5,86 Tonnen/Hektar in der August-Schätzung. Das wäre ein Rückgang um 10,5% zum vergangenen Jahr und 3,5% niedriger, als das 5-Jahres-Mittel.
Die Prognose der EU-Rapssaaternte wurde unverändert bei 3,20 Tonnen/Hektar belassen. Das wäre ein Rückgang von 4,2% zum Vorjahr, jedoch auf dem Niveau des 5-jährigen Mittels. Quelle: Reuters
23.09.2016 Coceral reduziert Prognose der EU-Weizenproduktion
Der Getreideverband Coceral reduzierte heute die Prognose der EU-28 Weichweizenproduktion von 148 Mio. Tonnen (Juni-Prognose) auf nun 133,8 Mio. Tonnen. Die Europäische Kommission hatte zuletzt ein ähnliches Niveau geschätzt. Die Ernte liegt damit weit hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres 2015 von 152,1 Mio. Tonnen. Schuld an dem deutlichen Rückgang waren Starkregenfälle im Mai und Juni sowie nur wenig Sonnenschein in weiten Teilen Frankreichs und anderen Teilen der Europäischen Union.
Weitere Prognosen:
EU-Maisernte: 60,5 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 62,4 Mio. Tonnen; Vorjahr: 58,1 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte: 19,9 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 22,0 Mio. Tonnen; Vorjahr: 22,4 Mio. Tonnen)
EU-Gersteproduktion: 59,2 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 63,2 Mio. Tonnen; Vorjahr: 61,3 Mio. Tonnen)
21.09.2016 Rapssaat: Schwierige Aussaatbedingungen in Frankreich

Ausgedehnte Niederschläge in den vergangenen Wochen in Westeuropa haben die Bedingungen für die Rapsaussaat nach einem trockenen und heißen Sommer verbessert. Allerdings führen die trockenen Böden dazu, dass nicht alle geplanten Flächen mit Raps bestellt werden können, so Analysten.
Frankreich erlebte in diesem Jahr einen sehr trockenen Sommer. Die Niederschläge zwischen dem 1. Juli und dem 10. September waren die niedrigsten seit 1959. Das extrem trockene Wetter führt demnach dazu, dass nicht alle geplanten Flächen mit Raps bestellt werden können und die gesamte Aussaatfläche etwas niedriger ausfallen wird, als im vergangenen Jahr. Ursprünglich wurde mit einer eine etwas größere Fläche gerechnet. „Der Regen kam gerade noch rechtzeitig“, so ein Marktteilnehmer. Allerdings sind die Pflanzen aufgrund möglicher Entwicklungsverzögerungen Risiken durch Krankheiten und Frost ausgesetzt, so dass das Wetter in den kommenden Wochen entscheidend sei. Auf 1,5 Mio. Hektar wurde im vergangenen Jahr Raps ausgesät (+1% zum Vorjahr). Geerntet wurden aufgrund heftiger Niederschläge im Frühjahr und 4,7 Mio. Tonnen (-12%).
In Deutschland ist die Aussaat größtenteils abgeschlossen und sie erfolgte weitestgehend planmäßig. Die Trockenheit war in Deutschland unproblematisch.
In Großbritannien ist die Aussaat weitestgehend abgeschlossen und es wird mit dem fünften Rückgang der Anbaufläche in Folge gerechnet. Die verminderte Wirksamkeit von Herbiziden und Beschränkungen bei der Verwendung von Insektiziden machen den Anbau von Rapssaat weniger attraktiv. Während im Jahr 2012 Raps auf 756.000 Hektar angebaut wurde, sind es in diesem Jahr nur noch rund 580.000 Hektar.

19.09.2016 Mehr Weizenanbau in Russland und der Ukraine

Während in den USA der Weizenanbau stark eingeschränkt wird, wollen die stärksten Konkurrenten auf der nördlichen Halbkugel mehr Weizen anbauen.
In Russland wird die Anbaufläche für Winterweizen gegenüber dem Vorjahr um 6 % steigen und damit 17,35 Mio. Hektar erreichen, so das russische Agrarministerium. Beobachter der Szene begründen das mit den positiven Erlösen aufgrund der Rubelschwäche.
Die Farmer in der Ukraine werden nach der Einschätzung des dortigen Agrarministeriums die Anbaufläche für Wintergetreide um 7,3 Mio. Hektar ausweiten (Vj.: 7 Mio. Hektar). Dann wird dort auf 6,5 Mio. Hektar Winterweizen angebaut.
Bei Europas größtem Weizenanbauland Frankreich war der Weizen traditionell die profitabelste Feldfrucht. Dort wurden in 2016 5,2 Mio. Hektar Weizen angebaut. Für die Ernte 2017 rechnet man jetzt mit fünf Mio. Hektar, so der Marktanalyst FranceAgriMer. Allerdings herrscht dort zurzeit eine große Trockenheit, sodass sich die Aussaat von Winterraps und Winterweizen verzögert.
Hier, wie auch in de USA, könnte das Wetter zur Aussaat die Anbaufläche noch beeinträchtigen. In den großen Anbauregionen in den US-Plains der USA sind die Aussaatbedingungen derzeit hervorragend.

19.09.2016 Weizenanbau in den USA sinkt auf tiefsten Stand seit einem Jahrhundert

U.S.-Farmer werden in diesem Herbst die kleinste Winterweizenfläche seit einem Jahrhundert bestellen. Der Preisverfall und die große Konkurrenz am Weltmarkt zwingen den vormals größten Weizenproduzenten zum Rückzug.
Experten gehen aber nicht davon aus, dass der scharfe Einschnitt im U.S.-Anbau das massive Angebot am Weltmarkt unmittelbar begrenzen wird. Die weltweite Weizenernte erreichte in 2016 neue Rekorde und schickte die Kurse am CBoT auf ein Zehn-Jahres-Tief.
Der starke US-Dollar trägt für US-Farmer genauso wie die Konkurrenz am Schwarzen Meer zum Schmerz bei. Russland wird in dieser Vermarktungssaison den USA die Spitzenposition im Export streitig machen.
Bei den derzeitigen Preisen machen Farmer in Oklahoma, der Nr. zwei unter den US-Staaten im Weizenanbau, Verlust von 55 USD/acre. Sie schauen sich jetzt nach alternativen Feldfrüchten, wie Rapssaat, Sorghum, Mais oder Sojabohnen, um. Selbst die Umwidmung von Ackerflächen zu Weideland ist eine Option.
Einer Umfrage das Bauernblatts Farmer Futures Magazin zufolge wird im Kerngebiet des US-Weizenanbaus fünf Prozent weniger Weizen als im letzten Jahr angebaut. Die Anbaufläche im Vorjahr war schon die kleinste seit 1913. Das USDA wird einen ersten Bericht über die Flächennutzung 2016/17 in den USA im Januar herausgeben.

14.09.2016 Bayer vereinnahmt Monsanto für 66 Mrd. USD

Der deutsche Arzneimittel- und Chemiekonzern Bayer hat in einem monatelangen Übernahmepoker heute das US-Unternehmen Monsanto für die Rekordsumme von 66 Mrd. USD gekauft.
Damit kann Bayer mehr als ein Viertel aller Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäfte der Welt beherrschen. Diese Branche hat sich in den vergangenen Monaten rasant konsolidiert.
Die Wettbewerbshüter werden wohl in Kürze den Kauf bestätigen, obwohl einige kritische Bayer-Aktionäre große Risiken eines zu hohen Kaufpreises zulasten der Pharmaabteilung sehen. Die heutige Vereinbarung schließt eine zwei-Mrd. US-Dollar Strafe für Bayer ein, sollte der Deal keine Genehmigung von den Kartellbehörden bekommen. Es könnte auch noch politischen Gegenwind geben; beispielsweise von der Bauernlobby, die angesichts der aktuell niedrigen Einkommenssituation protestieren werden, oder aus den USA, da Monsanto das Land verlassen wird und es politische Anstrengungen und Verzögerungen bei der Abwicklung geben könnte.
Bayers Strategie, seine Zucht- mit der Chemiesparte zu verbinden, hatte das Unternehmen zuvor schon mit dem Schweizer Unternehmen Syngenta angestrebt, das aber im letzten Moment abgesagt hat und bald darauf von dem chinesischen Staatsunternehmen ChemChina übernommen wurde. Auch Monsanto hatte sich um Syngenta bemüht und war an bessren Offerten aus China gescheitert. Außerdem wird beobachtet, dass der US-Riese Dow Chemical und DuPont eine Verschmelzung planen, um später die gemeinsamen Saatabteilungen von der Chemiesparte wieder zu trennen.
Der Bayer-Monsanto Deal ist der größte an dem jemals ein deutscher Konzern beteiligt war, größer noch als Daimler im Jahre 1998 Crysler für mehr als 40 Mrd. USD gekauft hat. Er ist auch größer als alle bar bezahlten Firmenkäufe der Geschichte. Der bisher größte Kauf kostete InBev 60,4 Mrd. USD, um dafür im Jahr 2008 Anheuser-Busch zu erwerben.
Wenn Bayer den Kauf – voraussichtlich im Jahr 2017 – abgeschlossen hat, sollen die Gewinne pro Aktie nach drei Jahren um zweistellige Prozentsätze steigen. Die Kartellwächter werden wohl von Bayer verlangen, einige Investments in Sojabohnen-, Baumwolle- und der Rapssaatzucht abzustoßen, bevor der heutige Kauf genehmigt wird.
Die Brückenfinanzierung für den Kauf werden Merrill Lynch, die Credit Suisse, Goldman Sachs und JP Morgan begleiten.

12.09.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium reduziert Prognosen für Weizen und Mais

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine monatliche Prognose der französischen Weizenernte 2016 von 29,1 Mio. Tonnen auf 28,2 Mio. Tonnen reduziert. Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der französischen Maisernte von 13,5 Mio. Tonnen auf 12,5 Mio. Tonnen. De Prognose der Rapssaaternte wurde hingegen erhöht von 4,5 Mio. Tonnen auf 4,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

05.09.2016 China will Ölsaatenproduktion um 55,6 % steigern

China, der weltweit größte Käufer von Sojabohnen, will seine eigene Ölsaatenproduktion bis zum Jahr 2020 auf 18,9 Mio. Tonnen steigern. Das wären 55,6 % mehr als die Inlandsernte im Jahr 2014. Man will einerseits den steigenden Konsum möglichst selber bedienen, andererseits sollen die Erlöse die Einkommen im ländlichen Raum erhöhen. Es sollen auch mehr Rapssaat und Erdnüsse angebaut werden, die ebenfalls als Ölsaaten auf der Speisekarte der Chinesen stehen.
China kämpft derzeit damit, die hohe Nachfrage nach Ölsaaten bedienen zu können, da der Wohlstand im Land steigt und die Menschen mit mittlerem Einkommen immer öfter Fleisch essen.
In der Saison 2016/17 wird China 86 Mio. Tonnen Sojabohnen importieren, die eigene Produktion von Sojabohnen in China liegt derzeit bei nur 12,5 Mio. Tonnen, so das USDA. Der Konsum von Sojabohnen, Rapssaat und Erdnüssen wird im Jahr 2020 von einer Expertenkommission auf 130 Mio. Tonnen geschätzt. Deshalb muss die nationale Produktion erhöht werden. Die Regierung in Peking drängt die Bauern aber auch dazu, ihren Maisanbau einzuschränken, der zuletzt zu einer Überproduktion geführt hatte.
Sojabohnen sollen im Jahr 2020 auf 140 Mio. mu (9,3 Mio. Hektar) angebaut werden, das sind 37 % mehr als die 102 Mio. mu im Jahr 2014. Ein mu ist eine chinesische Flächeneinheit, die 670 Quadratmeter entsprechen.
Die Produktion von Rapssaat soll in 2020 auf 16,2 Mio. Tonnen, um 9,68 %, steigen und die Erdnussproduktion soll von vor zwei Jahren von 16,5 Mio. Tonnen auf 18,7 Mio. Tonnen steigen.
China hatte in den letzten Jahren Mühe, die Rapssaatproduktion auf dem Niveau wie bisher zu halten und war immer mehr von Importen abhängig. Zuletzt hat das dortige Pflanzenschutzamt aber von den Lieferanten aus Kanada striktere Qualitätsbedingungen gefordert. Der Termin für die Einführung der neuen Regeln wurde letzte Woche aber aus politischen Gründen verschoben.

02.09.2016 Fünf-Jahresplan: China will mehr Ölsaaten ernten

China plant, seine Sojabohnenproduktion in den kommenden fünf Jahren von derzeit 12 Mio. Tonnen auf 19 Mio. Tonnen zu erhöhen. Auch der Anbau von Rapssaat soll ausgeweitet werden, von 13-14 Mio. tonnen auf 16 Mio. Tonnen.

31.08.2016 Gnadenfrist für Kanadas Canola-Ausfuhren nach China

China hat vorgeschlagen, die Einführung strikter Qualitätsnormen für Canola-Importe aus Kanada zu verschieben. Damit gibt es eine Gnadenfrist für kanadische Farmer, da die monatelangen Verhandlungen über die Verschärfung von Kontraktspezifikationen zu scheitern drohten.
Nur einen Tag bevor die neuen Standards in Kraft treten sollten, einigten sich Kanadas Premierminister Justin Trudeau und Chinas Premier Li Keqiang darauf, die bisherigen Lieferbedingungen so lange beizubehalten, bis eine nachhaltige Lösung des Problems ausgehandelt sei.
China ist weltweit der größte Käufer für Speiseöle aus Rapssaat, das in Kanada auch als Canola bezeichnet wird. Die Regierung in Ottawa weiß, dass die verschärften Lieferbedingungen aus China den Produzenten viel Geld kosten würde und die Kosten für die Exporte in die Höhe treiben. Deshalb hat die kanadische Handelsministerin Chrystina Freeland eine strikte Haltung gegen die neuen Qualitätsbedingungen.
China fordert hingegen, die Importregeln zu verschärfen, um die Einfuhr und Ausbreitung von Schwarzbeinigkeit in Chinas Rapssaat zu verhindern. China selber ist ein großer Erzeuger der Ölsaat, hat aber nicht die Absicht, die Tür für Importe zu schließen. Li sagt aber, dass die Landwirte Sorgen hätten, dass Krankheiten ins Land eingeschleppt werden. Auch die chinesischen Verbraucher hätten ein Problem damit. Man müsse sich aber irgendwie einigen.
Verbandsvertreter sind darüber besorgt, dass eine Reduzierung der Beimengen-Toleranz von 2,5 % auf 1 % für Exporteure die Kosten der Warenaufbereitung signifikant in die Höhe treiben würde. Derzeit trifft sich ein Expertenteam aus Kanada unter der Leitung der Handelsministerin Freeland in Peking mit Industrievertretern aus China, um in den kommenden Tagen oder Wochen eine nachhaltige Lösung für das Canola-Problem zu erarbeiten.
China ist an einem Freihandelsabkommen mit Kanada interessiert, ähnlich wie es schon mit Australien und Neuseeland abgeschlossen wurde. Aus der Sicht von Kanada sei ein Abschluss aber noch in weiter Ferne.

30.08.2016 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizen-Produktion
Die Europäische Kommission hat am heutigen Dienstag ihre Prognose der nutzbaren Weichweizenproduktion 2016 in der Europäischen Union auf 133,3 (nicht 142) Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose noch bei 144,5 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode wurde auf 8,0 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose im Vormonat: 10,1 Mio. Tonnen) Das Export-Volumen 2016/17 liegt der Schätzung nach bei 25,0 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen der EU-Kommission:
Gerste-Produktion: 59,0 (nicht 62,4) Mio. Tonnen (Vormonat: 62,1 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion: 62,5 (nicht 65,2) Mio. Tonnen (Vormonat. 65,5 Mio. Tonnen)
Rapssaat-Produktion: 19,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 20,5 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
25.08.2016 Kanada: Conola-Streit mit China immer noch nicht beigelegt

Kanada verschärft gegenüber China den Ton im Streit um seine Canola Exporte.
Die bilateralen Beziehungen können sich nicht verbessern, solange China nicht seinen Teil dazu beiträgt, diesen Streitpunkt aufzulösen, so die Handelsministerin Chrystina Freeland zwei Tage bevor der kanadische Premierminister Justin Trudeau seine Gespräche in Peking aufnimmt, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen.
China hat angekündigt, dass die Qualitätsprüfungen von Canola-Importen ab dem 1. September verschärft werden, um die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten zu mindern. Kanada exportierte bisher Canola im Wert von 1,6 Mrd. USD im Jahr nach China.
Insofern ist das für Kanada ein wichtiges Thema und das müsse China einsehen. Die liberale Regierung Kanadas will die Wirtschaftsbeziehungen mit China ausweiten aber die Kontroverse um sichere Canola-Lieferungen müsse beigelegt werden, bevor die Gespräche über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit fortgeführt werden.
Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola (Rapssaat). Damit wird in erster Linie hochwertiges Speiseöl hergestellt. Die großen Handelshäuser wie Viterra und Cargill würden ab dem 1. September ein großes Geschäftsfeld verlieren, wenn es bis dahin nicht zu einer Einigung kommt. Die Ministerin weiß nicht, ob der Streit bis zu diesem Termin beigelegt ist.
Dieses Thema überschattet den Besuch von Trudeau, der versprochen hat, die Beziehungen zu China zu verbessern, die zu Zeiten der konservativen Vorgängerregierung sehr holprig waren.
China hat bereits seit Jahren seine Befürchtungen über die Verbreitung von Schwarzbeinigkeit mit der Rapssaat kundgetan. Allerdings glauben Händler, dass China die Hürden für Importe anhebt, weil im Land die Ölsaatenbestände hoch sind.

22.08.2016 Europäische Kommission senkt Ertragsprognosen
Der Crop-Monitoring-Service der EU MARS hat seine Prognose der durchschnittlichen Maiserträge 2016 auf 7,23 Tonnen/ha reduziert. Im Juli rechnete man noch mit Erträgen von 7,42 Tonnen/Hektar. Grund für die Reduzierung der Erträge sind die trockenen Wetterbedingungen im Juli in der EU. Die neue Prognose liegt weiter 14,8% über dem Ergebnis des Vorjahres und 4,4% über dem fünf-Jahres-Durchschnitt.
Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der durchschnittlichen Weichweizenerträge in der EU. Sie liegt bei 5,86 Tonnen/ha (Vormonat: 6,10 Tonnen/ha). Die Prognose für Frankreich wurde reduziert auf 6,56 Tonnen/ha (Vormonat:7,37 Tonnen/ha). Sie liegt damit 11% unter dem fünf-Jahres-Durchschnitt.
Bei der Geste wurde die Prognose der EU auf 4,88 Tonnen/ha reduziert (Vormonat: 4,99 Tonnen/ha).
Die Prognose der Rapssaat-Ernte wurde von 3,22 Tonnen/ha auf 3,20 Tonnen/ha reduziert.
19.08.2016 Deutscher Bauernverband schätzt deutsche Getreideernte auf 43,5 Mio. Tonnen

Der deutsche Bauernverband schätzt die deutsche Rapsernte 2016 auf 4,5 Mio. Tonnen (-11 % zum Vorjahr).
Die deutsche Maisernte wird auf 3,7 Mio. Tonnen geschätzt (-7% zum Vorjahr).
Die Roggenernte in Deutschland kommt auf 3,1 Mio. Tonnen (-12 %).
Die Winterweizenernte ist 13 % kleiner als im Vorjahr und kommt nach dieser Prognose auf 22,9 Mio. Tonnen.
Die Wintergerstenernte wird auf 8,7 Mio. Tonnen geschätzt (-9 %).
Insgesamt sei die deutsche Gesamternte um 11 % kleiner als im Vorjahr und kommt über alle Getreidearten wegen widriger Wetterbedingungen nur auf 43,5 Mio. Tonnen.

16.08.2016 DRV: Deutsche Weizenernte 2016 8,8% kleiner als im Vorjahr
Deutschlands Weizenernte 2016 wird nach Prognosen des Deutschen Raiffeisenverbands mit 24,21 Mio. Tonnen 8,8% kleiner ausfallen, als die Weizenernte 2015. Grund dafür sind die langanhaltenden Niederschläge im Sommer in Kombination mit einem Mangel an Sonnenstunden, so der Verband. In der Juli-Prognose rechnete man noch mit einem Ergebnis von 25,4 Mio. Tonnen.
Die Prognose der deutschen Rapsernte liegt bei 4,46 Mio. Tonnen (-10,9% zum Vorjahr). Die Juli-Prognose lag bei 4,94 Mio. Tonnen.
11.08.2016 Kanada-China-Verhandlungen über schärfere Qualitätsstands in kritischem Stadium

In dieser Woche sind kanadische Regierungsvertreter in Peking, um China davon zu überzeugen, dass die Qualitätsstandards für Canola-Lieferungen nicht so sehr verschärft werden, wie es die chinesische Regierung plant.

Die chinesische Pflanzenschutzbehörde AQSIQ teilte bereits im Februar der Regierung in Ottawa mit, dass ab dem 1. April schärfere Abnahmebedingungen für Canola-Lieferungen gelten sollen. Später verschob man den Termin für diese neue Regelung auf den 1. September. Kanada ist weltweit der größte Exporteur für Canola, eine Ölsaat die auch als Rapssaat bekannt ist und aus der Speiseöl hergestellt wird. Als Nebenprodukt fällt zudem Rapsschrot an, das proteinreiches Futtermittel Einsatz findet.
Die Gespräche zwischen der AQSIQ und der kanadischen Seite, die von der Pflanzenschutzbehörde CFIA vertreten wird, finden noch bis Freitag statt. Beide Seiten haben ihre Positionen dargelegt aber es gibt weiterhin große Meinungsverschiedenheiten. Alle Lieferungen, die nach dem 1. September geplant waren, sind erst einmal gestoppt worden.
China hat seit Jahren beklagt, dass mit dem Besatz von Stroh im Canola ein Schaderreger eingeschleppt werde, der Schwarzbeinigkeit im Getreide (Pilzkrankheit) verursacht. Deshalb fordert man jetzt Lieferungen, die einen maximalen Besatz von fremdem Material von 1 % hat, bis jetzt werden 2,5 % toleriert. Die schärferen Bedingungen würden die Reinigungskosten in die Höhe treiben und das Beanstandungsrisiko für Exporteure erhöhen. Händler in Kanada glauben aber, dass in Wirklichkeit die hohen Ölsaatenvorräte in China der Grund für schärfere Lieferbedingungen sind.
Für Kanada steht ein möglicher Verlust des größten Absatzmarktes auf dem Spiel, da auch die Canola-Ernte in diesem Jahr übermäßig hoch ausfällt. Chinas Wunsch nach dem Abschluss eines Freihandelsabkommens mit Kanada könnte an einem Scheitern dieser Verhandlungen in Verzug geraten. Bisher sind die Ministerien beider Seiten noch nicht am Verhandlungstisch und man hofft, das Problem auch ohne sie lösen zu können.

08.08.2016 Sojabohnen für China: Juli-Importe sanken um 18 % zum Vormonat

China hat im Juli 7,76 Mio. Tonnen Sojabohnen importiert. Das waren 18 % weniger, als im Juli letzten Jahres. Im ersten Quartal 2016 wurden die nationalen Bestände durch Importe massiv aufgebaut. Bereits im Juni wurden nur 7,56 Mio. Tonnen von China importiert.
China kauf 60 % der am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen hat einen maßgeblichen Einfluss auf die Preisfindung von Ölsaaten. Deren Preise waren zuletzt auf ein 3 ½-Monatstief gesunken, weil in den USA eine Rekordernte erwartet wird.
Nachdem man im ersten Quartal 2016 davon ausging, dass die weltweite Versorgung mit Ölsaaten enger wird, weil ein Großteil der Ernte in Argentinien dem Regen zum Opfer fiel und China einen steigenden Bedarf hat, um seinen Schweinebestand wieder aufzubauen, hatte China die Sojabohnenimporte stark forciert.
Die Bohnen werden zu Sojaschrot als Viehfutter und Sojaöl für die menschliche Ernährung verarbeitet. In den ersten sieben Monaten hatte China 46,3 Mio. Tonnen Bohnen importiert, während in der gleichen Periode des Vorjahres 44,7 Mio. Tonnen eingeführt wurden. Da in den ersten Monaten des Jahres mehr eingeführt wurden, sind die Vorräte in Chinas Hafenplätzen ziemlich groß. Ein Anstieg der Preise für die Bohnen hat aber dazu geführt, dass die Margen der Ölmühlen jetzt kleiner ausfallen, was zu den reduzierten Einfuhren im dritten Quartal führte. Zudem hat die Regierung in Peking während dieser Zeit damit begonnen, Sojabohnen aus den staatlichen Beständen zu verkaufen. Die Nachfrage danach war zuletzt gering, weil die Forderungen dafür hoch waren und die Qualität der Lagerware von den Käufern in Frage gestellt wird.
China importierte im Juli außerdem auch noch 450.000 Tonnen Speiseöle, das sind 45,2 % mehr als im Juni. Der Großteil war Palmöl, gefolgt von Sojaöl und Rapssaat-Öl.

05.08.2016 Last Minute Reduzierung der Ernteprognose für Rapssaat in der EU

Anhaltende Niederschläge in der Erntezeit haben zu einer Last-Minute-Reduzierung der Prognose der EU Rapssaat-Ernte geführt.
Ungünstige Bedingungen durch zu viel Regen, zu wenig Sonnenstunden und Krankheitsdruck in Frankreich, Deutschland, Großbritannien und Polen veranlassten Analysten, die Ernteschätzungen in quasi letzter Minute zu reduzieren. Die genannten Nationen sind die 4 größten Produzenten von Rapssaat in der Europäischen Union.
Die französische Rapssaat-Ernte ist im Norden des Landes seit Ende Juli zum Stehen gekommen. Die Erträge sind enttäuschend, jedoch nicht so katastrophal wie der Erträge in der Weizenernte. ODA schätzt die französische Rapssaaternte mit 4,4 Mio. Tonnen um 17% niedriger ein, als die Vorjahresernte. Strategie Grains reduzierte seine Prognose zuletzt um 400.000 Tonnen auf 4,7 Mio. Tonnen.
Auch in Deutschland behindern anhaltende Niederschläge die Ernteaktivitäten. Hinzu kommen Pilzkrankheiten und Schädlingsbefall, die die Pflanzen schwächen und die Qualitäten mindern.
In Großbritannien sind über 40% der Bestände geerntet. Die Erträge sind sehr unterschiedlich, sie werden von Analysten insgesamt um 10% niedriger eingeschätzt, als im Vorjahr. Händler schätzten die Rapssaaternte in Großbritannien auf 2,0 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,54 Mio. Tonnen). Die Anbaufläche für Raps sank nach Analystenschätzungen um10%. Zudem führe die Beschränkung des Einsatzes von Neonicotinoiden beim Pflanzenschutz zu Ertragsrückgängen.
Um 30% niedriger auf 2,2 Mio. Tonnen schätzt Sparks Polska die polnische Rapssaaternte. Aber auch ein Rückgang auf 2,0 bis 2,1 Mio. Tonnen sei nicht ausgeschlossen.

03.08.2016 Anhaltende Niederschläge verzögern deutsche Weizen- und Rapsernte
Häufige Niederschläge verhindern deutschlandweit die Fortsetzung der Ernte des reifen Getreides.
Die bisherigen Ergebnisse der Getreide- und Winterraps-Ernte fallen im Vergleich zum Vorjahr enttäuschend aus.
Aufgrund unzureichender Sonneneinstrahlung bei den Getreidekulturen in der ertragsbildenden Phase bildeten sich nur kleine, leichte Körner, die die Ertragserwartungen nicht erfüllen konnten und nahezu flächendeckend hinter dem Ergebnis des Vorjahres liegen.
Winterweizen wurde auf einer Fläche von 3,14 Mio. Hektar angebaut (-2% zum Vorjahr). In einigen Regionen ist die Ernte gerade einmal zu einem Drittel abgeschlossen, zum Teil hat sie gerade erst begonnen. Der deutsche Bauernverband rechnet in seinem jüngst veröffentlichten Bericht mit rückläufigen Erträgen in einer Bandbreite von 10 –20% im Vergleich zum Vorjahr.
Winterraps wurde in Deutschland auf einer Fläche von 1,33 Mio. Hektar angebaut (+ 50.000 Hektar zum Vorjahr). Dreiviertel davon wurde mittlerweile geerntet. Der Befall von Pilzkrankheiten und Schädlingsdruck führen zu deutlich reduzierten Erträgen. Im Durchschnitt rechnet der DBV mit Erträgen von 3,4 Tonnen pro Hektar (-11% zum 5-Jahresdurchschnitt; -13% zum Vorjahr). Die gesamte deutsche Rapsernte beläuft sich auf etwa 4,5 Mio. Tonnen (-500.000 Tonnen).
01.08.2016 Strategie Grains reduziert Prognose der EU Rapssaatproduktion 2016

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Rapssaaternte in der Europäischen Union, die heute veröffentliche wurde, zum Dritten mal in Folge reduziert und mit niedrigeren Erträgen in den Hauptanbauregionen begründet. Demnach werden in diesem Jahr in der EU 20,7 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch um 570.000 Tonnen höher. Zur Ernte 2015 wäre das ein Rückgang um knapp 6 %.
Reduziert wurden die Prognosen aufgrund niedrigerer Erträge in Frankreich, Deutschland und Polen. Durch zum Teil etwas größere Ernten in Ungarn, Bulgarien, der Tschechischen Republik, Dänemark und Litauen kann der Rückgang zumindest teilweise kompensiert werden.
Die höchsten Einbußen betreffen demnach Frankreich, dem zweitgrößten Produzenten der EU, dessen Ernte um 410.000 Tonnen niedriger auf 4,7 Mio. Tonnen geschätzt wird. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 12%.
Für Deutschland, dem größten Rapsproduzenten in der EU, wurde die Prognose um 160.000 Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen geschätzt.
In Polen sind die Erträge bisher enttäuschend. Die Prognose der Produktion wurde um 230.000 Tonnen auf 2,2 Mio. Tonnen reduziert (minus 20% zum Vorjahr).
Strategie Grains rechnet von einem um 400.000 Tonnen höheren Importbedarf von 3,3 Mio. Tonnen (+4% zum Vorjahr).

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