Matif: Rapssaat Februar 2017

23.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Raps

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

20.02.2017 Strategie Grains glaubt an größere Rapsernte in der EU als im Vorjahr

Rapssaat in den großen Anbauländern der EU sind meist in gutem Zustand, auch wenn es in einigen Regionen zu trockene Aussaatbedingungen gab und es im Winter zu kalt war. Die Ente wird in diesem Jahr aber größer eingeschätzt, als in 2016.
Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte die Ernteschätzung für 2016/17 am Freitag um 500.000 Tonnen auf 21,56 Mio. Tonnen, weil es in Polen Kälteschäden gab. Die letzte Kältewelle war aber nicht so stark, dass auch andere EU-Länder beeinflusst wurden und die Schätzung der Analysten bleibt über 20 Mio. Tonnen, dem vier-Jahres-Tief des letzten Jahres.
In Frankreich gab es keine Auswinterungsschäden. Im Gegenteil, die kalten Temperaturen hätten die Bestände gut abgehärtet, so Fabien Lagarde vom Ölsaateninstitut Terres Inovia. Die Sommerrapsfläche werde nicht größer sein, als in anderen Jahren. Da im Herbst aber weniger Raps ausgesät wurde, werde die französische Erntemenge größer ausfallen als im unterdurchschnittlichen Vorjahr.
Das Agrarministerium im Paris geht derzeit von einer Anbaufläche von 1,4 Mio. Hektar (-7%) aus. In Frankreich klagen die Landwirte über Trockenheit in den Monaten Dezember und Januar. Für kommende Woche werden Regenfälle vorhergesagt. In Deutschland und Polen sollen sie aber ergiebiger ausfallen.
Für Deutschland schätzt der in Hamburg ansässige Ölmarktanalyst Oil World die Rapsernte vorläufig auf 5,1 Mio. Tonnen (Vj.:4,6). Auswinterungen sind überschaubar, Risiken kommen eher von Trockenheit und Schäden durch Insekten. Die Aussaatfläche wurde um 0,8 % ausgeweitet und sofern es im Frühling und Sommer normale Wetterbedingungen gibt, können gute Erträge heranwachsen.
Bezüglich der eingeschränkten Anwendungen von Insektiziden mit dem Wirkstoff Neonicotinoide, rätselt man immer noch über die langfristigen Auswirkungen. Der Wirkstoff ist als Bienengefährlich eingestuft, Alternative Bekämpfungsmethoden der Kohlfliege gibt es derzeit noch nicht.
In Großbritannien ist die Anbaufläche für Rapssaat auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gesunken. In Polen wird sich der Rapsanbau erholen. Der Anbau wurde um 6 bis 12 % ausgeweitet, die Auswirkungen der Kälte speziell im Nordwesten sind aber noch nicht überschaubar. Die letzte Ernteschätzung für 2017 liegt bei 2,7 bis 2,8 Mio. Tonnen (Vj.:2,2).

09.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

06.02.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet stabile Weizenanbauflächen

Das französische Landwirtschaftsministerium beließ die Prognose der Aussaatfläche für Winterweizen nahezu unverändert bei 5,2 Mio. Hektar. Die Schätzungen der Anbauflächen für Winterraps und Wintergerste liegen bei jeweils 1,4 Mio. Hektar zunächst unverändert zur vorherigen Prognose. Erhöht wurde aber die Schätzung der vorherigen Ernte auf 1,5 Mio. Hektar. Damit wäre die diesjährige Ernte 7% kleiner, als die Ernte 2016 und 5% kleiner als in die Prognose im Dezember.
Weizen und Raps werden in Frankreich hauptsächlich als Winterkulturen angebaut. Gerste hingegen wird zu einem signifikanten Anteil als Sommerkultur angebaut. Quelle: Reuters

06.02.2017 Strategie Grains erwartet Frostschäden bei den EU-Rapsbeständen
Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat die Prognose der Rapsernte 2017 in der Europäischen Union aufgrund von Frostschäden nach der Kältewelle in den östlichen Regionen der Gemeinschaft im Januar um 500.000 Tonnen auf 21,56 Mio. Tonnen reduziert. Die Ernte wird aber um 7,5% höher eingeschätzt, als die Ernte 2016. Frostschäden werden hauptsächlich in Ungarn und in Bulgarien sowie in Polen, der Slowakei und in Tschechien erwartet. Ein klares Bild der Schäden zeigt sich aber erst im Frühjahr.
Verglichen mit der vorherigen Prognose Anfang Dezember wurde die Rapssaatproduktion in Polen und in Bulgarien jeweils um 130.000 Tonnen reduziert. 120.000 Tonnen weniger Raps werden in Ungarn erwartet und jeweils 40.000 weniger in Tschechien und in der Slowakei. Reduziert wurden auch die Prognosen für Deutschland und den Baltischen Staaten während der Ausblick für Frankreich, Dänemark und Schweden leicht erhöht wurde.
Strategie Grains schätzt die weltweite Rapssaatproduktion nun um 2,6 Mio. Tonnen höher ein auf 69 Mio. Tonnen. Die Versorgungslage wird aber als extrem eng bewertet, weil die starke Nachfrage den Anstieg der Produktion kompensiert.
Die enge Versorgung hat zur einer Rallye bei den Rapspreisen geführt, so dass die Kassamarktpreise den höchsten Stand seit 2014 erreichten.
01.02.2017 Update: Euronext setzt die Einführung neuer Raps-Terminkontrakte aus

Die Euronext teilte mit, dass der vorübergehende Stop bei der Einführung neuer Terminkontrakte auf Rapssaat (mit der Fälligkeit ab Termin August 2019) damit begründet ist, dass möglicherweise die Spezifikationen des Futures geändert werden sollen. Weitere Auskünfte dazu teilte die Börse nicht mit.
Der Nachrichtendienst Reuters berichtete aber, dass Vertreter von großen Raps-Handelshäusern, wie das französische Unternehmen Saipol darauf drängen, im Future den Ölgehalt von derzeit 40 % auf 42 % anzuheben. Das sei im französischen Markt der Standard.
Zumindest hatte das Unternehmen im letzten Jahr seine hauseigenen Standardverträge auf einen Ölgehalt von 42 % umgestellt, was von vielen Marktbeteiligten kritisiert wird, weil sie jetzt Prämien auf den Terminkontrakt zahlen müssen.

01.02.2017 Matif: Vorerst keine weiteren Rapsfutures und -Optionen

Die Euronext hat gestern ihre Mitglieder darüber informiert, dass vorerst keine weiteren Raps-Futures und –Optionen aufgelegt werden.
Gestern endete der Februar-17-Terminkontrakt und üblicherweise wird am Folgetag –also heute – eine weitere Fälligkeit hinzugefügt. Das wären jetzt der August 2019-Terminkontrakt und die entsprechenden Optionen darauf.
Begründet wird die vorläufige Pause mit geplanten Änderungen im der Kontraktspezifikation. Wie es damit weitergeht, erfahren sie immer zeitnah in unserem Nachrichtenticker.

17.01.2017 Chinas Maisproduktion 2016/17 sinkt um 4,1 % - Ag-Ministerium

China, der weltweit zweitgrößte Maiskonsument, wird in 2017 4,1 % weniger Mais produzieren und die Importe werden um 68,8 % zurückgehen. Das schätzt das Landwirtschaftsministerium in Peking.
Konkret heiß das, dass China in 2017 eine Maisernte von 215,3 Mio. Tonnen erwartet und in dieser Vermarktungsperiode eine Mio. Tonnen Mais importieren wird. In der vorherigen Saison wurden 3,2 Mio. Tonnen Mais importiert und 224,6 Mio. Tonnen Mais geerntet.
Die letzte Ernteschätzung lag noch 680.000 Tonnen niedriger aber die Anbaufläche und die Ertragsschätzungen wurden beide nach oben korrigiert. Seit Mitte 2016 veröffentlicht China auch einen monatlichen Report über Angebot und Nachfrage von Agrarrohstoffen ähnlich wie das USDA.
Peking schätzt die Sojabohnenernte des Landes auf 12,5 Mio. Tonnen, das sind 7,7 % mehr als im Vorjahr, so der aktuelle Bericht.
Die Produktion von Speiseölen steigt in 2016/17 um 60.000 Tonnen auf 25,85 Mio. Tonnen. Das liegt in erster Linie an besten Aussaatbedingungen für die Rapsbestände in China, die Produktion von chinesischem Rapssaat-Öl wird auf 5,6 Mio. Tonnen geschätzt. Darüber hinaus will China 5,65 Mio. Tonnen Speiseöle (hauptsächlich Palmöl) importieren.

10.01.2017 Ukraine: Schneedecke verhindert Auswinterungen

Das Ukrainische Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult teilte heute mit, dass eine beträchtliche Schneedecke das Wintergetreide in der Ukraine am letzten Wochenende vor Auswinterungen geschützt hat.
Die Temperaturen lagen während der letzten vier Tage in vielen Teilen des Landes bei Minus 13 bis Minus 20°C. Glücklicherweise fiel der Schnee rechtzeitig, sodass vermutlich kein Schaden am Getreide entstand. Meist liegt eine Schneedecke von 25 bis 30 cm.
Die Farmer in der Ukraine haben die Anbaufläche von Wintergetreide für die Ernte 2017 von 7,8 Mio. Hektar auf 8,1 Mio. Hektar ausgeweitet. Davon profitierte die Rapssaat am meisten.

03.01.2017 Euro gerät erneut unter Druck
Der Euro steht heute Morgen erneut unter Druck, nachdem er den ersten Handelstag des neuen Jahres mit einem kräftigen Minus beendete. Im Tagestief stand die europäische Gemeinschaftswährung bei $ 1,03955. Ein schwacher Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Getreide aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt.
Zum heutigen Handelsstart in Paris konnten die Weizen-, Mais- und Rapssaatnotierungen vom schwachen Euro profitieren und starteten mit Aufschlägen.
29.12.2016 Chinas Schweinemäster machen weniger Gewinn
In Erwartung des Neujahrsfest Ende Januar haben die chinesischen Schweinemäster nur wenig Freude. Während sie für den höchsten Bedarf im Jahr produziert haben, sinken die Erzeugerpreise und die Futterkosten steigen.
Nachdem die Schweinepreise im Juni auf ein Rekordniveau stiegen, gab es eine Welle von Fleischimporten, die die Preise in China um 10 % senkten. In der Zwischenzeit sind die Preise für Sojaschrot in der Hochburg des chinesischen Schweinemast in Sichuan auf ein 2 ½ -Jahres – Hoch gestiegen, da viel Mäster ihre Bestände aufstockten, um für die hohe Nachfrage zum Neujahrsfest gerüstet zu sein.
Vor der erwarteten Nachfrage-Orgie zum Neujahrsfest, die immerhin bis zu einem Viertel des Jahresbedarfs ausmacht, haben sich die Gewinne der Mäster halbiert. Lebensmittelskandale und Sparmaßnahmen der privaten Haushalte begrenzen den Hunger nach dem Lieblingsfleisch der Chinesen. Schaf- und Geflügelfleisch verschärfen den Wettbewerb. Vor der heißesten Jahreszeit für die Fleischbranche steigt die Nachfrage der Konsumenten nach Schwein langsamer an, als üblich.
In Sichuan, wo 10 % der chinesischen Schweineproduktion stattfindet, haben sich die Gewinne seit Mai um 45 % auf 650 yuan pro Schwein reduziert. Damals wurden die höchsten Preise seit 2009 erzielt. Im kommenden Jahr rechnen Experten nur noch mit 300 bis 400 yuan pro Schwein, was aber immer noch mehr ist, als im Durschnitt der letzten Jahre. Im Jahr 2016 wurde Geld verdient und 2017 schreiben wir Verluste, so die Furcht eines Sauenhalters in der östlichen Provinz Shandong.
In den beiden Monaten vor dem chinesischen Neujahrsfest werden in China 140 Mio. Schweine geschlachtet. Das sind 20% der jährlichen Schlachtungen. Der Schweinepreis in China notiert aktuell auf umgerechnet auf 3,85 €/kg und damit auf dem tiefsten Stand in diesem Jahr. Kurz vor dem Schlachttermin sind die Futterkosten am höchsten. Im Durchschnitt wird ein Mastschwein 90 kg schwer. Futtermittel (50% Sojaschrot und 50 % Mais) im Wert von über fünf Mrd. Euro kommen zum Einsatz. Da der Bedarf zum Winter hin steigt, sanken die Vorräte auf 363.5000 Tonnen an Sojaschrot zuletzt auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Die Mäster weichen teils schon auf andere Futterkomponenten wir Sorghum und DDGs oder Rapssaat aus.
Analysten erwarten für China, dass die Schweinepreise im neuen Jahr unter Druck bleiben, da das Angebot an Fleisch zunimmt und die Importe gestiegen sind.
22.12.2016 Deutschland: Statistikamt erwartet leichten Anstieg beim Weizen- und Rapsanbau

Die Raps- und Winterweizen-Aussaat in Deutschland zur Ernte 2017 ist leicht gestiegen. Beim Winterweizen stieg sie um 0,4% auf 3,15 Mio. Hektar. Die Rapsaussaat wurde um 0,8% auf 1,34 Mio. Hektar erhöht. Das meldet das statistische Bundesamt.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union und in den meisten Jahren auch der zweitgrößte Weizenexporteur in der EU. Mit Frankreich konkurriert Deutschland um die Position des größten Rapsproduzenten in der EU. Rapssaat ist die wichtigste Ölfrucht in Europa zur Herstellung von Pflanzenöl und Biodiesel.
Die UFOP (Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen), rechnete im November mit einem Ausbau der Rapsanbaufläche um 1,5% zum Vorjahr. Ursprünglich, so die UFOP, sollte die Anbaufläche stärker steigen, heftige Niederschläge führten allerdings dazu, dass Bestände von insgesamt mehreren Tausend Hektar wieder untergepflügt werden mussten.
Reduziert wurde die Anbaufläche für Wintergerste um 0,8% auf 1,26 Mio. Hektar. Wintergerste wird hauptsächlich als Futtermittel eingesetzt.

16.12.2016 EU-Weizen insgesamt in guter Verfassung

Der Zustand der Winterweizenbestände in der EU ist nach Meinung von Exporten zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut. Es wird erneut eine große Ernte und ein entsprechend hohes Exportpotenzial erwartet.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU, befinden sich die Winterweizenbestände in einem guten Zustand. Die Anbaufläche ist die größte seit 80 Jahren und man rechnet mit einer großen Ernte im kommenden Jahr. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Anbaufläche für Winterweizen auf 5,2 Mio. Hektar. Frankreich litt in diesem Jahr unter ungünstigen Wetterbedingungen und fuhr die schlechteste Ernte seit 30 Jahren ein. Gegenwärtig seien keine größeren Probleme zu erkennen. Die Aussaat erfolgte in relativ warme Böden, die ein schnelles Pflanzenwachstum ermöglichten. Später führten die kälteren Temperaturen zu einer leichten Verlangsamung des Wachstums. Insgesamt wird der Zustand aber als „robust“ beschrieben. Auch im letzten Winter wurde von einer guten Entwicklung berichtet, im Frühjahr haben dann jedoch heftige Niederschläge die Bestände geschwächt.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist der Weizen ebenfalls in guter Verfassung. Basierend auf Saatgutverkäufe ist die Anbaufläche mit 3,2 Mio. Hektar unverändert groß.
Beim drittgrößten Weizenproduzenten der EU, dem Vereinigten Königreich, hat sich der Zustand der Winterweizenbestände in den vergangenen Wochen in Folge dringend benötigter Niederschläge verbessert. Generell wird der Zustand als „gut“ bewertet. Der Start der Saison war schwierig. Im Südosten war es während der Aussaat zu trocken. Die Bedingungen haben sich seitdem aber verbessert und die Bestände haben sich gut entwickelt. Auf 1,8 Mio. Hektar wird die Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 geschätzt versus 1,823 Mio. Hektar zur Ernte 2016.
In Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten der EU, sieht es weniger positiv aus. Die Winterweizenanbaufläche ist auf 1,7-1,8 Mio. Hektar gesunken versus 1,9 Mio. Hektar in der vorherigen Saison, so Wojtek Sabaranski, Analyst bei Sparks Polska. Der Grund dafür ist das schlechte Wetter während der Aussaat und die größere Anbaufläche für Rapssaat aufgrund der höheren Profitabilität. Gegenwärtig wird von einem „gemischten“ Zustand gesprochen, abhängig vom Aussaattermin und der Region.

15.12.2016 Vereinigtes Königreich: Weizenernte niedriger, als erwartet

Das britische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der diesjährigen Weizenernte im Vereinigten Königreich von 14,47 Mio. Tonnen auf 14,38 Mio. Tonnen reduziert. Die Weizenproduktion sank damit zum Vorjahr, als 16,44 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden, um 12,5%. Der Rückgang wird mit niedrigeren Erträgen von 7,9 Tonnen pro Hektar begründet (-12,1%). Damit liegen die Erträge zwar innerhalb des langfristigen Durchschnitts, aber deutlich hinter dem 25-Jahres-Hoch von 9,0 Tonnen pro Hektar im Jahre 2015.
Die britische Rapsernte wird auf 1,78 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist ei Rückgang von 30,2% zum Ergebnis aus dem Jahre 2015, als 2,54 Mio. Tonnen Raps geerntet wurden. Gründe dafür sind niedrigere Erträge (-21,4%) und eine kleinere Anbaufläche (-11,2%). Quelle: Reuters

13.12.2016 Ukraine exportiert eine halbe Mio. Tonnen Raps weniger

Die Rapsexporte aus der Ukraine 2016/17 werden vom dortigen Agrarministerium jetzt auf 920.000 Tonnen geschätzt, im Vorjahr waren es noch 1,438 Mio. Tonnen. Als Grund wird eine schlechte Ernte angegeben.

13.12.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium senkt Prognose der Raps-Anbaufläche 2017

Das französische Landwirtschaftsministerium prognostiziert in seiner ersten Prognose für die Ernte 2017 die Anbaufläche für Winterweizen stabil auf 5,2 Mio. Hektar. Das wäre ein leichter Anstieg um 0,2% zum Vorjahr.
Deutlich niedriger wird die Anbaufläche für Winterraps geschätzt. Mit 1,45 Mio. Hektar wäre das ein Rückgang um 5,1%.
Ebenfalls niedriger auf 1,38 Mio. Hektar schätzt das Landwirtschaftsministerium die Anbaufläche 2017 für Wintergerste. Das wäre ein Rückgang um 4,1%. Quelle: Reuters

12.12.2016 China wird spürbar weniger Rapssaat importieren

Chinas Marktbeobachter CNGOIC erwartet im Wirtschaftsjahr 2016/17 Rapsimporte in Höhe von 3,8 Mio. Tonnen gegenüber 4,4 Mio. Tonnen im letzten Wirtschaftsjahr. In der Zeit von Juni bis Oktober wurden bereits 1,3 Mio. Tonnen importiert, zum Vergleich mit 2 Mio. Tonnen im Referenzzeitraum des Vorjahres.

05.12.2016 "Neue Kontrakte" ziehen Interesse auf sich

An den Agrarterminbörsen in Europa werden neben den großen Kontrakten auf Weizen, Mais und Raps (alle Euronext, Paris) sowie Kartoffeln (EEX, Leipzig) immer mehr „neue Kontrake“ gehandelt.
Relativ neu sind Terminkontrakte auf Milchprodukte, worum sich beide genannten Terminbörsen bemühen, sowie ein Future auf Rapsöl und ein erst kürzlich aufgelegter Terminkontrakt auf Flüssigdünger AHL (UAN-30), die beide an der Euronext in Paris gehandelt werden.
Die EEX in Leipzig meldet heute, dass der Börsenhandel mit Magermilchpulver inzwischen ihr umsatzstärkster Agrarfuture ist. Im November wurden insgesamt 1.883 Lots auf Milchprodukte gehandelt, die einem Warenäquivalent von mehr als 9.000 Tonnen entsprechen. Davon waren 1.462 Lots SMP (Skimmed Milk Powder-Kontrakte) Das ist ein neuer Umsatzrekord in diesem Segment.
Außerdem handelt am Freitag die Euronext in Paris seit langem wieder Umsätze auf Rapsöl. Nach langem Zögern scheint dort nun auch Bewegung möglich. Ausgehend von einer knappen Versorgungslage mit Pflanzenölen in Asien, waren die Kurse der Terminkontrakte auf Sojabohnen am CBoT in Chicago zuletzt sehr volatil und wie gewohnt sehr umsatzstark. Paris könnte Europa in dieses Konzert einbinden und für unsere Zeitzone ein Absicherungsinstrument für ein Pflanzenöl anbieten.
Am Freitag gab es nun auch ganz unerwartet einen Umsatz von 700 Lots Rapsöl in Paris, der sich auf die ersten drei Fälligkeiten verteilte. Auf den ersten vier Laufzeiten sind Geld- und Briefkurse vorhanden.
Darüber hinaus gibt es erste zögerliche Handelsaktivitäten auf dem ersten Düngerfuture der Pariser Terminbörse, der erst vor wenigen Wochen aufgelegt wurde.
Unsere Kunden die Zugang zum Mitgliederbereich unserer Homepage haben, finden alle genannten Futures unter den entsprechenden Börsen.

02.12.2016 Ernteschätzung in Kanada reine Glückssache

Kanadas Weizen- und Rapsernte haben den frühen Wintereinbruch im Oktober gut überstanden. Die Erntemenge ist einer Reuters-Umfrage zufolge höher als im Vorjahr.
Am kommenden Dienstag wird Statistics Canada seine finale Ernteschätzung für 2016 veröffentlichen. Die Industrie erwartet eine überdurchschnittliche Erntemenge von 30,7 Mio. Tonnen. Das wäre auch mehr als in der vorherigen Schätzung im August. Die Vorjahresernte wäre um 11 % übertroffen.
Die Canola- (Rapssaat) Ernte würde mit 18,8 Mio. Tonnen einen neuen Rekord für Kanada markieren. Im August ging man noch von 17 Mio. Tonnen aus. Jetzt wären es 2 % mehr als im Vorjahr.
In den Anbauprovinzen Alberta und Saskatchewan war es im Oktober zu einem frühen Wintereinbruch mit viel Schnee gekommen. Die Ernte musste unterbrochen werden. Ein ungewöhnlich warmer November erlaubte dann aber die Wiederaufnahmen der Ernte, sodass fast alles ohne größere Schäden eingebraucht werden konnte.
Da man nicht wirklich weiß, wie viele Flächen nicht abgeerntet wurden, wird die offizielle Schätzung zur reinen Glückssache.
Kanada ist der weltweit größte Canola-Exporteur und in diesem Jahr der viert-größte Weizenexporteur der Welt. Das international Grains Council IGC sieht die weltweite Versorgungslage mit Getreide und Ölsaaten auf hohem Niveau.

01.12.2016 Biotreibstoffproduzenten fühlen sich von der EU Kommission betrogen

Europas Biotreibstoff-Hersteller teilten heute mit, dass die von der EU vorgeschlagene Halbierung des Pflanzenbasierten Biotreibstoffs bis 2030 eine 100%-Wende von der bisherigen Politik sei. Wenn der Vorschlag so umgesetzt wird, seien Jobs in Gefahr und der Import von Rohöl würde stark steigen.
In einem Reformentwurf zum Energiemarkt hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, dass der Einsatz von pflanzenbasiertem Biotreibstoff der ersten Generation von derzeit 7 % auf 3,8 % am Gesamtbedarf im Jahr 2021 sinken soll.
Die Biotreibstoffhersteller fühlen sich von der Kommission betrogen, da sie alle Investitionen die in Vertrauen auf die EU-Politik gemacht wurden missachte, so der Generalsekretär von ePure, einer Gruppe von Ethanol-Produzenten in Europa.
ePure schätzt, dass seit 2003, als die EU ihre Biotreibstoffpolitik begann, 16 Mrd. Euro in Anlagen zur Herstellung von Biotriebstoffen investiert wurden. Die Politik wollte in erster Linie die CO2 Emissionen im Transportsektor senken und die Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen mindern. Es gibt aber immer mehr Kritiker, die den Landverbrauch und den Einsatz von Lebensmitteln zu Brennstoffen verurteilen.
Biodiesel wird in der EU in erster Linie aus Rapssaat hergestellt, die Umsetzung des vorliegenden Plans würde die Produktion von proteinreichem Rapsschrot verringern, das als wertvolles Viehfutter das große Proteindefizit in der EU begrenzt.
Den Ausschluss von Biotreibstoffen der ersten Generation würde zudem dazu führen, dass mehr fossile Brennstoffe importiert werden müssen, sofern die Biotreibstoffe der zweiten Generation nicht rechtzeitig Verfügbar sind. Einige Hersteller bezeichnen den Kommissionsvorschlag als Todesurteil vieler Investoren.
Umweltschützern geht der Vorschlag allerdings noch nicht weit genug. Er bedeutet, dass bei weiter steigendem Verkehrsaufkommen Autos und LKW im Jahr 2030 mindestens genauso viel Palmöl und auf Lebensmitteln basierte Treibstoffe verbrauchen, wie heute.
Insgesamt hatten 2014 Biotreibstoffe einen Marktanteil von 4,9 % in der EU.
Der Vorschlag muss noch von den nationalen Parlamenten und dem EU-Parlament angenommen werden. Er unterscheidet auch nicht zwischen Ethanol- und Biodieselerzeugung. Darüber können die nationalen Parlamente selber bestimmen.

23.11.2016 Änderungen beim Futures-Netting auf der Saxo-Bank Handelsplattform

Um die Händler im Saxo-Trader mit einer aufsichtsrechtlich konformen Auftragsfunktion auszustatten, hat die Saxo-Bank eine Änderung im System vornehmen müssen, die ab dem 12. Dezember angewendet wird.
Falls ein Händler derzeit in einem Konto sowohl Long-, als auch Short-Positionen in einem Terminkontrakt hält und eine der Positionen ist mit einer Stop Loss- oder Gewinnmitnahmeorder verbunden, wird der Kontraktbestand bislang am Ende des Handelstages nicht miteinander „genettet“ (glatt gestellt). Es war also bisher möglich, in einem Kontrakt und auf demselben Konto Long und Short zu sein. Das ist aber nicht länger erlaubt.
Bitte beachten Sie die Änderungen, die ab dem 12. Dezember im Saxo-Trader angewandt werden.
Ab diesem Datum werden die gegenläufigen Positionen nach dem Prinzip „First-in / First-out“ ungeachtet der verbundenen Order miteinander genettet.
Ein Beispiel:
Sie halten Long +5 Matif-Rapssaat Mai17 und haben diese mit einer Stop-Loss-Order verbunden.
Außerdem haben Sie auf dem selben Konto Short -3 Matif-Rapssaat Mai17.
Am Ende des Handelstages werden diese wie folgt genettet zu
Long + 2 Matif-Rapssaat Mai17
Bitte beachten Sie, dass die ursprünglich gebundene Stop-Loss-Order zum Verkauf von 5 Kontrakten bestehen bleibt.

22.11.2016 EU erwägt Halbierung von Pflanzenbasierten Biotreibstoffen bis 2030

In der EU-Kommission werden Überlegungen über eine Halbierung nach 2020 für pflanzenbasierte Biokraftstoffe angestellt. Die Umweltbelastungen durch Kohlendioxide werden erhöht, statt gesenkt, so der Inhalt eines Entwurfs der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.
Zwar sinke die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, wenn man Biotreibstoffe aus Agrarrohstoffen wie Zucker oder Rapssaat-Öl herstellt, diese fehlen aber als Nahrungsmittel für Mensch oder Tier. Die Kritik daran lautet, dass sich damit die Flächennutzung ändere.
Die Empfehlung der Kommission lautet deshalb, die maximal zulässige Produktion von Biotreibstoffen sollte bis zum Jahr 2030 von 7 % der gesamten erneuerbaren Energien auf dann 3,8 % zu senken.
Eine deutliche Reduzierung von Biotreibstoffen auf Basis von Lebensmitteln zugunsten von Biotreibstoffen neuerer Generationen zum Einsatz im Transportsektor hätte mehr Einsparungspotential für Kohlendioxide, so die Begründung in der Studie.
Bauernverbände befürchten bei einer derartigen Umstrukturierung unerwünschte Effekte. Der Fruchtwechsel sei durch Energiepflanzen verbessert worden und der Import von Futtermitteln wurde reduziert. Andere Kritiker meinen, die Empfehlung der Kommission sei noch nicht weit genug ausgereift.
Die Brüsseler Transport- und Umweltbehörde hatte berechnet, dass Biodiesel aus heimischen Pflanzenölen 80 % mehr Emissionen verursache als fossile Brennstoffe. Deshalb solle der Biodieselverbrauch bis zum Jahr 2030 beendet werden, um die schädlichen Einflüsse auf das Weltklima und die Tropenwälder zu reduzieren.
Im Jahr 2012 hatte die Europäische Union (28) beschlossen, drei Prozent der Ackerflächen für Biotreibstoffe zu nutzen.
In ihrer Studie hat die Kommission nicht unterschieden zwischen Bioethanol, das meist aus Zucker oder Getreide hergestellt wird und Biodiesel, der überwiegend aus Ölsaaten wie Rapssaat erzeugt wird. Diesen Gestaltungsspielrum will die EU den Mitgliedsstaaten überlassen.

21.11.2016 EU Crop Monitoring Service belässt Prognose der Weizenerträge 2016 unverändert

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU MARS beließ seine Prognose der EU-Weichweizenerträge 2016 unverändert zum Vormonat bei 5,62 Tonnen/Hektar. Die Prognose der Rapssaat-Erträge wurde ebenfalls unverändert bei 3,21 Tonnen/Hektar belassen. Erhöht wurde die Prognose der Mais-Erträge von 6,82 Tonnen/Hektar auf 6,83 Tonnen/Hektar.

16.11.2016 Euronext bietet ersten Düngemittelfuture an
Die Euronext Paris hat am 14. November ihren ersten Terminkontrakt auf Düngemittel aufgelegt. Dabei handelt es sich um einen 30-Tonnen-Kontrakt auf Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung mit 30 % N.

Die Kontraktentwickler richten ihr Angebot sowohl auf die bestehende Kundschaft, die bereits Weizen-, Raps- und Maisfutures an der bedeutendsten europäischen Agrar-Terminbörse in Paris handelt, als auch auf die gesamte Wertschöpfungskette der Düngemittelindustrie.
Die Spezifikationen des neuen Futures lauten:
Menge und Ware: 30 Tonnen Stickstoffdünger bestehend aus Urea und Ammoniumnitrat gemäß der EU-Regulierung Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments Nr. 1907/2006, Annex II.
Qualität: 30 % N setzen sich zusammen aus 15 % aus (Harnstoff) Urea, 7,5 % Ammoniumhaltigem N, sowie 7,5 % Salpeter N.
Verpackung: Lose im Tank
Liefermonate: März, Juni, September, November, sodass immer 10 Liefermonate zur Verfügung stehen.
Preisbasis: Euro und Euro-Cent per metrischer Tonne im Lieferlager in Rouen, Frankreich, für den Transport per LKW, Eisenbahnwaggon „für die Abholung bereit“.
Tick-Größe: 25 Euro-Cent per Tonnen (€7,5)
Letzter Handelstag: der 10. Kalendertag vor dem Liefermonat oder dem Handelstag davor, wenn es ein Feiertag ist.
Tag der Ankündigung einer Lieferung: Der erste Handelstag nach dem letzten Handelstag bis 10:30 Paris-Zeit.
Lieferperiode: Die physische Lieferung findet statt am 6. Handelstag nach dem letzten Handelstag bis zum Ende der Lieferperiode. (=>Letzter Arbeitstag des spezifizierten Handelsmonats.
Handelszeiten: 10:45 bis 18:30 Uhr Pariser Zeit
Clearing: Die Abrechnung erfolgt über LCH S.A.
Großhandels-Vorteile: Against Actuals, Exchange for Swaps
15.11.2016 Deutsche Rapsanbaufläche nur + 1,5 % gegenüber dem Vorjahr

Deutschlands Winterraps Anbaufläche für die 2017er Ernte wurde um 1,5 % auf 1,35 Mio. Hektar ausgeweitet. Das teilte soeben der Verband der Ölsaatenindustrie UFOP mit.
Eine Umfrage unter 6.500 Landwirten hatte zuvor ergeben, dass die Anbaufläche um 2,4 % ausgeweitet werden sollte. Schwierige Wetterbedingungen im Oktober führte aber dazu, dass rund 13.500 Hektar der Aussaat untergepflügt werden mussten.

15.11.2016 Kanadas Rapsschrot Exporte nach China auf 5-Jahres-Hoch

Der kanadische Rapsschrot-Export nach China ist auf den höchsten Stand seit fünf Jahren gestiegen. Gute Schlaglöhne der Ölmühlen haben die Erzeugerpreise nach einer äußerst schwierigen Erntezeit befestigt.
In der Zeit von Januar bis August 2016 hat Kanada 415.000 Tonnen Rapsschrot im Wert von 132,1 Mio. C$ nach China geliefert, das ist die größte Menge seit 2011; im Vorjahr wurde gar kein kanadisches Rapsschrot nach China geliefert.
Die chinesische Handelsaufsicht hatte diverse kanadische Ölmühlen als Lieferanten autorisiert. Aus der Ölsaat Raps werden Speiseöl und Rapsschrot erzeugt, das als proteinreiches Viehfutter mit Palm- und Sojaschrot konkurriert.
In Kanada ist die Nachfrage nach Rapssaat gestiegen, seit die Betreiber der Ölmühlen ihre Kapazitäten erweitern. Man ist auf der Suche nach alternativen Märkten, da eine sehr große Abhängigkeit von den USA besteht.
Eine weltweit starke Nachfrage nach Schroten erhöht die Marge der Ölmühlen und die Erlöse der kanadischen Farmer, die im Herbst Schwierigkeiten hatten, die diesjährige Ernte einzubringen, da es frühen Schneefall gab.
Kanadische Ölmühlen erlösten in der letzten Woche Schlaglöhne, die doppelt so hoch waren, wie vor einem Jahr. Die bessere Nachfrage nach Rapsschrot aus China ist die Folge eines erfolgreichen Handelsabschlusses zwischen China und Kanada, der nach im September nach einem monatelangen Streit über die Qualität von Rapssaat-Lieferungen zustande kam.
Peking hatte zudem im September Strafzölle gegen DDGs-Lieferungen aus den USA verhängt, die zuvor in großen Mengen als billigen Futtermittelzusatz genutzt wurde. Auch davon profitiert das Rapsschrot. DDGs ist ein Nebenprodukt aus der auf Mais basierten Ethanol-Erzeugung. Die USA hatte bis August 2016 1,96 Mio. Tonnen DDGs im Wert von 402,5 Mio. USD nach China geliefert.
Während der schwierigen Verhandlungen zwischen Kanada und China gab es keine Rapsschrotlieferungen. Makler am Kassamarkt glauben, dass die gute Rapsschrot-Nachfrage aus China mindestens bis Juni 2017 anhält. In China wächst der Futtermittelbedarf für Aquakulturen, da das Wachstum der Schweinemast aus Umweltgründen an seine Grenzen stößt.

14.11.2016 Südkorea: NOFI kauft 16.000 Tonnen Canola-Schrot

Südkoreas NOFI hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens (siehe Meldung von heute 11:48 Uhr) über 16.000 Tonnen Canola-Schrot zum Preis von $261,53/Tonne c&f zzgl. $2,00/ Tonne Gebühren für die Entladung an einem weiteren Hafen gekauft. Informationen darüber, ob NOFI auch Rapsschrot und Copraschrot gekauft hat, liegen gegenwärtig nicht vor. Quelle: Reuters

14.11.2016 Südkorea sucht Raps- und Canolaschrot
Südkoreas größter Futtermittelhändler Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat einen internationalen Tender zum Kauf von 32.000 Tonnen Raps- und Canolaschrot und 6.000 Tonnen Copraschrot (Kokusnussschrot) ausgeschrieben.
16.000 Tonnen Rapsschrot indischer Herkunft zur Lieferung Anfang Februar.
16.000 Tonnen Canolaschrot aus Australien, Kanada oder China, ebenfalls zur Lieferung Anfang Februar
6.000 Tonnen Copraschrot (ostasiasische Herkünfte) zur Lieferung Anfang Januar
Quelle: Reuters
09.11.2016 Britischer Rapsanbau sinkt auf 13-Jahres-Tief

Die britische Agrar- und Gartenbaubehörde AHDB hat in einer Befragung unter Farmern sich nach der Flächennutzung erkundigt. Danach wird der Rapsanbau in Großbritannien auf ein 13-Jahres-Tief sinken und auch der Weizenanbau wird leicht abnehmen.
Der Rapsanbau auf der britischen Insel wird auf 557.000 Hektar – um 4 % gegenüber der vorherigen Saison eingeschränkt, da es Probleme bei der Bekämpfung gegen den Rapserdfloh im Osten Englands gibt. Dort geht der Rapsanbau um 28 % zurück; hinzu kommt dass es bei der Aussaat zu trocken war. Deshalb ist man dort auf Winterweizen ausgewichen oder wird mehr Sommergerste anbauen.
Dagegen wurde der Rapsanbau in den West-Midlands, im Süden Englands und in Schottland geringfügig ausgeweitet. Die britische Winterweizenanbaufläche wird der Umfrage zufolge um 1 % auf 1,8 Mio. Hektar ausgeweitet. Wintergerste wurde auf 397.000 Hektar angebaut (-9%); dagegen soll Sommergerste auf 799.000 Hektar ausgesät werden (+17%).

07.11.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften im Vorfeld zum USDA-Report ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Das Hauptaugenmerk liegt in dieser Woche auf die Präsidentschaftswahl in den USA und auf den am Mittwoch erscheinenden monatlichen USDA-Report. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gaben leicht nach und folgten damit den Verlusten beim Raps und Mais. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung November bei €4,00 über Euronext Dezember 16. Nach einem ruhigen Oktober wird im November mit einem Anstieg der Getreide-Export-Verladungen in deutschen Häfen gerechnet. Erwartet werden Schiffe aus Saudi Arabien, Algerien und Lybien. Frankreichs Landwirte haben per 31. Oktober 78% der geplanten Flächen für die Winterweizenaussaat bestellt versus 60% in der vergangenen Woche und 86% im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt.

03.11.2016 Westeuropa: Späte Winterweizenaussaat, aber keine größeren Probleme

Die Winterweizenaussaat in Westeuropa ist in diesem Jahr später dran, als in den Vorjahren. Das meldet der Nachrichtendienst Reuters. Das trockene Wetter führt zu Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat in Teilen Westeuropas. Die Anbauflächen sind aber stabil und es sind derzeit keine größeren Probleme erkennbar.
Beim größten Weizenproduzenten in der EU, Frankreich, wo man im vierten Monat in Folge unter zu trockenen Bedingungen leidet, liegt das Aussaattempo hinter dem des vergangenen Jahres. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer.
Das Aussaattempo hat allerdings etwas zugenommen, weil für die kommenden Tage Regenschauer in der größten Getreideanbauregion erwartet werden.
Der US-amerikanische nationale Wetterdienst rechnet in Westeuropa bis zum 11. November mit unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Aufgrund niedriger Temperaturen ist aber auch der Wasserbedarf der jungen Pflanzen niedriger.
Die Prognose von Strategie Grains für die kommende EU-Weichweizenanbaufläche liegt stabil bei 24,6 Mio. Hektar. Für Frankreich liegt die Prognose des französischen Landwirtschaftsministeriums bei 5,4 Mio. Hektar.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist die Winterweizenaussaat erfolgreich abgeschlossen. Trotz regional zu trockener Bedingungen sind keine nennenswerten Probleme zu erwarten. Die Anbaufläche wird von einem Marktbeteiligten auf 3,2 Mio. Hektar geschätzt. Basierend auf die Saatgutverkäufe dürfte die Anbaufläche somit innerhalb des 5-Jahres-Durchschnitts liegen.
Die Winterweizenaussaat in Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten ist noch nicht abgeschlossen. Die Bedingungen waren nicht optimal. Der September war zu trocken, der Oktober sehr nass. Ein Analyst von Sparks Polska beziffert die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2017 etwas kleiner, als die 1,9 Mio. Hektar, die im vergangenen Jahr ausgesät wurden. Die geringere Anbaufläche wird wohl durch den Anbau von Rapssaat ersetzt.
Für Großbritannien rechnet ein führender Analyst des Agriculture an Horticulture Development Board mit einer Anbaufläche auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Trockenes Wetter im Süden und im Osten des Landes hat zu leichten Verzögerungen bei der Aussaat geführt. Das könnte sich jedoch sogar als vorteilhaft bei der Unkrautbekämpfung erweisen, die noch vor der Aussaat erfolgen kann. Quelle: Reuters

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