Matif: Rapssaat Mai 2017

29.05.2017 Monatsbericht von Strategie Grains sieht Schätzung für EU-Raps unverändert

Die monatliche Prognose des französischen Beratungsunternehmens Strategie Grains für die diesjährige französische Rapssaaternte hat sich heute gegenüber dem letzten Bericht kaum verändert. Dagegen gibt es bei der Schätzung zur deutschen Ernte einen kleinen Einbruch, der aber durch bessere Ergebnisse in anderen EU-Ländern wieder kompensiert wird.
Das Unternehmen kommt für die 2017/18er Produktion dieser Ölsaat in der EU jetzt auf 21,35 Mio. Tonnen gegenüber 21,39 Mio. Tonnen im Vormonat. Das sind rund 5 % mehr als im letzten Jahr.
Die Rapssaaternte in Deutschland, dem Top-Produzenten in der EU, wurde gegenüber dem Vormonat um 150.000 auf 4,99 Mio. Tonnen gesenkt, weil die Erträge aufgrund der trockenen Bedingungen in einigen Regionen kleiner ausfallen. Auch die Anbaufläche wird jetzt etwas kleiner eingeschätzt.
Die Regenfälle Anfang Mai in Deutschland und anderen Teilen in Westeuropa haben der Pflanzenentwicklung gut getan; der Nordwesten Deutschland bleibt allerdings sehr trocken.
In Frankreich bleiben die Erwartungen der Rapserträge hoch und die Ernteschätzung bleibt dort auf 4,6 Mio. Tonnen.
Die Aussichten für Polen, Rumänien, Großbritannien und Ungarn wurden von Strategie Grains leicht nach oben verbessert, hauptsächlich weil die Anbaufläche größer eingeschätzt wird als zuvor.
Das kalte Wetter in den ersten Maiwochen in Polen hätte der Rapssaat durch langsameres Wachstum und Frosteinwirkung während der Blühphase einen Schaden zugefügt.

26.05.2017 Australiens Getreideexporte fluten den Markt
Australien exportiert in diesem Jahr rekordverdächtige Volumina. Der viertgrößte Weizenexporteur weltweit konnte seine Weizen-, Raps- und Gersteexporte in den ersten 5 Monaten diesen Jahres kräfig steigern. Sie lagen um über 60% höher, als in normalen Zeiten. Ein Händler aus Singapur nannte gegenüber Reuters zwei Hauptgründe für die hohen Exporte aus Australien. Die sehr große Ernte und die sehr günstigen Preise für australischen Exportweizen. Australian Standard White wurde seit Januar zu Preisen zwischen $185 und $195/Tonne FOB verkauft und damit deutlich günstiger, als andere Herkünfte.
In der Vermarktungsperiode 2016/17 lag die Weizenproduktion Australiens bei 35,13 Mio. Tonnen. Das war ein Anstieg um rund 17% zur bisherigen Rekordernte von 29,6 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2011/12. Die Gersteproduktion lag 25% höher bei 13 Mio. Tonnen.
Industriequellen schätzen, dass Australiens Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode im September nur 5 – 6 Mio. Tonnen betragen, analog zum Vorjahr.
Indien hat mehr Weizen gekauft, China kaufte Gerste und auch der Irak hat wieder in Australien gekauft, so ein Analyst aus Sydney. Die Nachfrage ist von überall her stark. Westaustralien wird wohl mehr Weizen exportieren, als in diesem Jahr produziert wurde.
In der zweiten Jahreshälfte könnte aber die Schwarzmeerregion die Nase vorn haben. Vergangene Woche kaufte Indonesien rund 60.000 Tonnen Schwarzmeerweizen zum Preis von $190/Tonne c&f zur Lieferung im August. Vergleichbare Qualitäten aus Australien lagen bei $215/Tonne.
23.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

22.05.2017 EU-Crop-Monitoring MARS reduziert Prognose der Weizenerträge

Der Crop-Monitoring-Service der EU "MARS" hat in seinem Mai-Bericht die Schätzung der EU-Weichweizenerträge aufgrund des kalten und trockenen Wetters von 6,05 t/ha auf 5,91 t/ha reduziert. Die Schätzung der Erträge der gesamten Gerste-Ernte wurde von 4,90 t/ha auf 4,76 t/ha reduziert. Ebenso die Schätzung der Rapssaat-Ernte von 3,27 t/ha auf 3,17 t/ha. Die Erträge bei den Zuckerrüben schätzt MARS nun auf 73,9 t/ha (Vormonat: 74,2 t/ha). Erhöht wurde die Prognose der Maisernte in der EU von 7,13 t/ha auf 7,15 t/ha. Den gesamten Bericht finden Sie hier:

Quelle: Reuters

18.05.2017 DRV erwartet Getreide- und Rapssernte auf Vorjahresniveau

Die jüngsten Nachtfröste haben nach Meldungen des Deutschen Raiffeisenverbands in Deutschland zu Schäden beim Raps geführt. Daher hat man in der dritten Ernteschätzung, die heute veröffentlicht wurde, die Prognose der Winterrapsernte von 4,93 Mio. Tonnen auf 4,68 Mio. Tonnen reduziert. Im Vergleich zur enttäuschenden Ernte 2016 wäre das aber immer noch ein Anstieg um 1,5%.
Für die Weizenernte 2017 wurde die Ernteschätzung um 1,6% zum Vorjahr auf 24,98 Mio. Tonnen erhöht. Die nächste Ernteschätzung des DRV wird Mitte Juni veröffentlicht.

17.05.2017 Deutschland: Winterweizen-Anbaufläche um 0,9% gestiegen

Die deutsche Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 wurde um 0,9% ausgeweitet auf über 3,16 Mio. Hektar. Das meldet heute Vormittag das Statistische Bundesamt. Um 1% reduziert wurde hingegen die Aussaat für Winterraps. Sie liegt bei etwa 1,31 Mio. Hektar.

16.05.2017 Ukraine: Rapssaatexporte 2017/18 könnten um 60% steigen

Die Rapssaatexporte 2017/18 der Ukraine werden um wahrscheinlich 60% auf 1,65 Mio. Tonnen steigen. Das berichtet das Analystenhaus UkrAgroConsult und begründet den Anstieg mit einer um 70% größeren Ernte aufgrund gestiegener Anbauflächen und höherer Erträge. Erwartet wird eine Erntemenge von 2,03 Mio. Tonnen Rapssaat versus 1,19 Mio. Tonnen 2016. Quelle: Reuters

09.05.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet Rückgang der Maisanbaufläche

Das französische Landwirtschaftsministerium rechnet mit einem Rückgang der Maisanbaufläche 2017 um 2,3% auf 1,39 Mio. Hektar. In der heute veröffentlichten Prognose erwartet das Ministerium darüber hinaus mit einer Ausweitung der Zuckerrüben-Anbaufläche auf 472.000 Hektar (April-Schätzung: 438.000 Hektar). Die Auswertung um 17,2% zum Vorjahr ist mit dem Auslaufen der Zuckermarktordnung in diesem Jahr in der Europäischen Union zu begründen.
Beim Weichweizen wurde die Prognose unverändert zum Vormonat und leicht verändert zum Vorjahr auf 5,2 Mio. Hektar geschätzt. Die Gerste- und Rapssaat-Anbauflächenschätzung wurde ebenfalls unverändert zum Vorjahr und leicht verändert zum Vorjahr auf 1,9 Hektar respektive 1,44 Mio. Hektar geschätzt. Quelle: Reuters

04.05.2017 Forscher entwickeln neue Technik für höhere Rapserträge

Kieler Forscher haben eine besonders präzise Methode zur Gen-Veränderung beim Raps entwickelt. Den Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gelang es erstmals, mit Hilfe der so genannten Genome Editing-Methode, Ölraps gezielt zu verändern und die Übertragung der Veränderungen auf nachfolgende Generationen nachzuweisen. Die neue Technik ermöglicht höhere Rapserträge, wie die CAU am Donnerstag mitteilte.

den ganzen Bericht finden Sie hier

03.05.2017 EU-Kommission senkt Prognose für Weizenproduktion 2017/18

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weizenproduktion in der Gemeinschaft für die kommende Saison 2017/18 um 300.000 Tonnen zum Vormonat von 142,2 Mio. Tonnen auf 141,9 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt die Prognose aber weiterhin deutlich über dem Ergebnis der Saison 2016/17 von 134,4 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weizenexporte 2017/18 blieb unverändert bei 28,9 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2016/17 von 24 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der Gersteernte 2017/18 in der EU28 wurde um 300.000 Tonnen auf 62,4 Mio. Tonnen erhöht. Leicht gesenkt hingegen wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion 2017/18 von 66,6 auf 66,5 Mio. Tonnen. Ebenfalls gesenkt wurde die Schätzung der EU Rapssaatproduktion 2017/18 von 22,55 Mio. Tonnen auf 22,2 Mio. Tonnen.

03.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

02.05.2017 Kanada Canola-Bestände schrumpfen auf 4-Jahres-Tief

Die Canola-Bestände in Kanada sind kurz vor der Aussaat für die nächste Ernte auf ein Vier-Jahres-Tief geschrumpft. Eine sehr gute Nachfrage von den Ölmühlen und den Exporteuren ließ die Bestände spürbar sinken. Das Weizenangebot ist dagegen größer geworden, so die Meinung von zwölf Händlern, die vom Nachrichtendienst Reuters befragt wurden.
Am kommenden Freitag wird auch die staatliche Statistikbehörde Statistics Canada das Ergebnis einer Bestandserhebung per 31. März bei den Farmern und den Lagerhaltern auf der Erfassungsebene veröffentlichen.
Der Reuters-Umfrage zufolge sollen noch 6,7 Mio. Tonnen Canola (Raps) auf Vorrat sein; das wären 22 % weniger als im letzten Jahr zu diesem Termin und die kleinste Menge seit 2013. Steigende Canola-Preise lassen auf eine geringe Abgabebereitschaft der Lagerhalter schließen.
Mehr als 1 Mio. acres Canola, Weizen und andere Feldfrüchte konnten im letzten Herbst nicht geerntet werden und man hofft, davon noch einiges zu retten. Über die Qualität des Ernteguts kann man noch nichts sagen.
Kanada hat mehr Canola im eigenen Land verarbeitet und gleichzeitig auch mehr von der Ölsaat exportieren können.
Das Weizenangebot stieg in der laufenden Saison um 27 % auf eine Drei-Jahres-Hoch auf 18,3 Mio. Tonnen. Der Umfrage zufolge haben sich die Durum-Bestände fast verdoppelt. Kanada produzierte in 2016 seine zweitgrößte Weizenernte der letzten 25 Jahre und die größte Durum-Ernte überhaupt. Außergewöhnlich nasses Wetter beeinträchtigte aber die Ernte und die Qualität.
Während die Durum-Bestände hoch sind, bedeuten die Qualitätsprobleme, dass das Getreide nur in den Futtermischungen abgesetzt werden kann.
Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola (Rapssaat) und einer der bedeutendsten Weizenexporteure.

28.04.2017 Raps: Frost führt zu reduzierten Ernteprognosen

Weit verbreitete Fröste in Teilen Europas zur Unzeit könnten dem Raps schaden und zu schlechteren Erträgen führen. Das Analystenhaus Strategie Grains reduzierte die Prognose der Rapssaatproduktion in der Europäischen Union in dem heute veröffentlichten Report um 340.000 Tonnen auf 21,4 Mio. Tonnen. Der Analyst ODA rechnet mit einer EU Rapssaaternte von 20,5 Mio. Tonnen versus 20 Mio. Tonnen in 2016.
In Deutschland gibt es Befürchtungen, dass die frostigen Temperaturen in der Blütephase zu Schäden im Süden und Mitteldeutschland führen. Strategie Grains reduzierte die Prognose für Deutschland um 110.000 Tonnen auf 5,14 Mio. Tonnen. Die Prognose liegt über der des Deutschen Raiffeisenverband (4,93 Mio. Tonnen), der sein letztes Update allerdings am 12. April vor der letzten Kältewelle veröffentlichte.
Es ist gegenwärtig nicht seriös vorhersehbar, ob und in welcher Höhe Schäden durch Frost entstehen, aber es ist wahrscheinlich, dass es Probleme gibt, so ein deutscher Analyst. Die größten Anbauregionen befinden sich in Nord- und Ostdeutschland. Dort war die Rapsblüte zur Zeit der Fröste noch nicht sehr fortgeschritten. Die größten Schäden sind in Süd- und Mitteldeutschland zu erwarten. Am Sonntag wird in einigen Regionen erneut Frost erwartet, am Montag sollen die Temperaturen dann wieder steigen.
In Frankreich wurde die Prognose der Rapsproduktion aufgrund der Kombination aus Frost und Trockenheit vom Analysten ODA um 170.000 Tonnen niedriger zum Vormonat auf 4,3 Mio. Tonnen geschätzt. 2016 wurden 4,7 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet. Normalerweise sind die Rapspflanzen in der Lage, sich unter normalen Bedingungen schnell wieder zu erholen. In der jetzigen Phase der Blütenbildung benötigt der Raps ausreichend Niederschläge, die in Frankreich gegenwärtig nicht ausreichend sind.
Auch in Polen sind Befürchtungen über Frostschäden vorhanden. Der Analyst Sparks Polska hat seine Prognose der Ernte um über 100.000 Tonnen auf 2,5 Mio. Tonnen reduziert.

28.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

27.04.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

27.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

27.04.2017 Matif-Rapsfutures für Ernte 2019 werden jetzt ohne Änderung aufgelegt

Die Pariser Terminbörse Euronext wird jetzt neue Fälligkeiten für ihren Rapsfuture auflegen, ohne die Spezifikation zu verändern. In einem beratenden Fachausschuss der Börse konnten sich die Befürworter einer Kontraktänderung am Dienstag nicht durchsetzen.
Ende Januar wären normalerweise Futures und Optionen für die Ernte 2019/20 aufgelegt worden. Aus dem Markt wurden aber Forderungen erhoben, den Ölgehalt in der Spezifikation anzuheben. In einem Expertenmeeting mit Genossenschaften und Repräsentanten der verarbeitenden Industrie konnte am Dienstag keine Einigung darüber erzielt werden.
Als Ergebnis steht jetzt fest, dass der August-19-Termin am Dienstag, dem 2.Mai zum Handel freigegeben wird. Ohne die Forderungen einiger Marktteilnehmer wäre der Terminkontrakt und die dazu gehörigen Optionen bereits am 1. Februar 2017 aufgelegt worden.
Frankreichs größter Käufer für Rapssaat Saipol hatte sich dafür eingesetzt, in der Spezifikation des Kontraktes den Ölgehalt von derzeit 40 % auf 42 % anzuheben, da das eher den Bedingungen im französischen Handel entsprechen würde.
Rund 30 % der deutschen Rapsernte 2019 seien aber schon auf Basis der bisherigen Spezifikation, also mit 40 % Ölgehalt, verhandelt worden. In Frankreich seien es 20 % der Ernte.
Im kommenden Jahr soll das Thema wieder auf die Tagesordnung, so der Produktentwickler Olivier Raevel von der Euronext.
Auf der Tagesordnung stand am Dienstag auch die Forderung für weitere Lieferorte in Großbritannien. Darum hatte die britische National Farmers Union gebeten (NFU). Auch dafür gab es von den Experten keine Zustimmung.
Raevel kündigte an, dass die Börse für die Produkte Raps und Weizen zukünftig jedes Frühjahr Expertenmeetings abhalten will. Die Handelsvolumen der Rapsfutures haben sich seit dem Jahr 2015 um 20 % auf 2,6 Mio. Kontrakte erhöht. Der Handel mit Optionen auf Rapsfutures steigerte sich um 26 % auf 350.000 Lots.

26.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

25.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

24.04.2017 Ölsaatenpreise steigen in dünnem Handel

Die Preise für Futtermittel steigen heute bei schwachen Umsätzen und profitieren von den steigenden Sojaschrot-Preisen in Chicago.
Short-Abdeckungen, Kaufaktivitäten und Exporthoffnungen der US-Exporteure führten schon am Freitag zu einem Kursanstieg, der sich heute fortsetzt.
Der festere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, erhöht die Kaufkraft des Euros und wirkt sich positiv auf die Kaufkraft in der Eurozone aus. Der Preisanstieg beim Sojaschrot konnte aber nicht kompensiert werden.
Die großen zu erwartenden Sojabohnenernten in Brasilien und Argentinien erhöhen den Preisdruck, wenn die Ware in den kommenden Wochen auf den Markt drängt. Trotzdem haben die Landwirte in Brasilien und in Argentinien ihre neue Ernte noch nicht sehr aktiv angeboten. Die Vorverkäufe liegen deutlich unter dem Mengenniveau der Vorjahre. Das Angebot wird vermutlich aber bald zunehmen.
In Europa stieg der Preis für Hoch-Protein-Sojaschrot aus Argentinien um über $4 auf $359/Tonne cif Rotterdam zur sofortigen Lieferung. Hoch-Protein-Sojaschrot aus Brasilien wird zum Verkauf für $ 378/Tonne cif (+2) angeboten.
Händler von Rapsschrot sind derzeit über mögliche weitere Frostschäden in Zentral- und Süddeutschland sowie in Polen während der Blüte besorgt. Die Preise für Rapsschrot steigen heute aber nur leicht um + 1 €/to auf $233,4/to fob Niederrhein.

24.04.2017 MARS hebt Ertragsschätzungen für Weizen, Gerste und Mais an

Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union hat heute seine Schätzung zur EU-Weichweizenernte 2017 auf 6,05 to/ha von 6,02 to/ha angehoben.
Das wären 8,2 % mehr als der durchschnittliche Weichweizenertrag in 2016, der durch schwierige Wetterverhältnisse gedrosselt war, so das MARS-Team in seinem heutigen Monatsbericht.
Die Experten hoben auch ihre Schätzung für die Gerstenerträge in der EU an: von 5,81 auf 5,82 to/ha. Die Sommergerstenerträge beließen sie auf 4,21 to/ha.
Die Maiserträge der EU werden auf 7,13 to/ha erwartet (Vormonat: 7,12 to/ha.
Die Erträge von Rapssaat werden in diesem Monat mit 3,27 to/ha kleiner eingeschätzt als vor vier Wochen (3,29 to/ha).
Zuckerrübenerträge kommen den MARS-Experten zufolge in diesem Jahr auf 74,2 to/ha.

24.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

21.04.2017 Kanada: Größte Canola-Anbaufläche überhaupt

Kanadas Farmer planen ihre größte Canola-Anbaufläche überhaupt. Statistics Canada veröffentlichte soeben ihre erste Flächenschätzung, woraus hervorgeht, dass der Canola (Raps-) Anbau größer als erwartet ausfällt. Die Flächenausweitung geht zulasten der Weizenanbaufläche.
Nach Veröffentlichung der Zahlen gaben Kurse der ICE-Canola-Futures nach und es folgen die Rapskurse am Pariser Matif.
Den Zahlen des kanadischen Statistikamtes zufolge wird auf 22,4 Mio. acres in Kanada Canola angebaut. Erwartet wurde eine Anbaufläche von 21,3 Mio. acres.
Die Feldarbeiten kommen derzeit wegen zu kalten Temperaturen nicht recht voran.

21.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Rapssaat Mai 17 / August 17

18.04.2017 Canola-Anbau in Kanada: ein Flächenplus von 4,6 %

Kanadische Farmer wollen in diesem Frühjahr ihren Canola (Rapssaat)-Anbau ausweiten; es wäre dann die zweit-größte Anbaufläche in Kanada überhaupt. Der Weizenanbau werde einer Reuters-Umfrage zufolge auf ein Sechs-Jahres-Tief sinken.
Die Farmer konnten sich bereits im vergangenen Winter attraktive Canola-Preise für die nächste Ernte sichern. Der Canola-Anbau wird nach Einschätzung der befragten Experten um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Am kommenden Freitag veröffentlicht Statistics Canada dann seine erste Schätzung zur diesjährigen Flächennutzung.
Lokale Verarbeiter der Ölsaat haben einen guten Absatz ihrer Produkte: Öl und Schrot. Bis zum 31. Juli, wenn die letzte Vermarktungssaison endet, werde der Vorrat nur noch 1,1 Mio. Tonnen betragen. Das ist der kleinste Mid-Summer Bestand seit vier Jahren.
Die westlichen Prärien, wo in Kanada der meiste Weizen- und Canola-Anbau stattfindet, sind anfällig für Starkregenereignisse und Trockenheit. In diesem Frühjahr gab es aber bisher keine derartigen Probleme. Die Böden waren teils zwar sehr feucht, die Bedingungen hätten sich aber verbessert.

12.04.2017 Deutsche Weizen- und Rapsernte größer als im Vorjahr

Die deutsche Weizenernte 2017 wird nach Einschätzung des deutschen Raiffeisenverbandes mit 25,26 Mio. Tonnen um 2,7 % größer ausfallen als im Vorjahr.
Die deutsche Rapsernte 2017wird heute auf 4,93 Mio. Tonnen geschätzt, was einem Anstieg von 7,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Im März gingen die Experten noch von einer Weizenernte von 25,13 Mio. Tonnen aus und 4,86 Mio. Tonnen Raps.
Die Getreidebestände haben sich in Deutschland in den letzten Wochen prächtig entwickelt. Die Bestände sind um mindestens eine Woche gegenüber den durchschnittlichen Entwicklungen der Vorjahre voraus. Um die Ernteprognose zu erfüllen, müsse es aber genug Niederschläge geben; speziell im Süden und im Westen kann es bald zu trocken werden.
In den kommenden Tagen sind in Teilen Deutschlands Niederschläge vorhergesagt.
Nach Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU und in vielen Jahren der größte Produzent von Rapssaat.

10.04.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet stabile Weizenanbaufläche

Das französische Landwirtschaftsministerium erwartet eine zum Vorjahr stabile Weichweizenproduktion (inkl. Sommerweizen) in Frankreich auf einer Anbaufläche von 5,2 Mio. Hektar. Die Rapssaatproduktion in Frankreich wird niedriger erwartet und liegt Schätzungen zufolge bei 1,4 Mio. Hektar versus 1,6 Mio. Hektar im Vorjahr. Ebenfalls stabil wird demnach die Gerste-Anbaufläche sein. Sie wird auf 1,9 Mio. Hektar geschätzt. Zuckerrüben könnten auf einer Fläche von 468.000 Hektar angebaut werden (2016: 403.000 Hektar).

27.03.2017 EU Crop-Monitor – Ertragsschätzungen 2017
Weichweizen: 6,02 t/ha (+7,7%) / +3% über dem 5-Jahres Durchschnitt
Wintergerste: 5,81 t/ha (+5,0%) / 
Sommergerste: 4,21 t/ha (-3,1%)
Mais: 7,12 t/ha (-0,9%)
Rapssaat: 3,29 t/ha (+6,8%)
Zuckerrüben: 74,2t/ha (+2,7%)
Anmerkung: t/ha = Tonnen pro Hektar / Die Angaben in Klammern entsprechen der Veränderung zum Vorjahr
24.03.2017 Coceral rechnet mit Anstieg der EU Weizenproduktion 2017

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral schätzt die Weichweizenproduktion in der EU-28 auf 144,8 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden in der EU-28 135,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In dem ersten Ausblick auf die kommende Ernte schätzt Coceral die Gerste-Produktion stabil auf 59,6 Mio. Tonnen. Bei der Mais Produktion rechnet man mit einem moderaten Anstieg von 60,6 Mio. Tonnen (2016) auf 61 Mio. Tonnen. Die Prognose der Rapssaatproduktion wurde ebenfalls leicht angehoben von 20,5 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr auf 21 Mio. Tonnen.

20.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Raps

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

15.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Raps

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

15.03.2017 DRV erwartet "knapp durchschnittliche" Getreideernte

Die deutsche Weizenernte 2017 wird um 2,2% auf 25,13 Mio. Tonnen steigen, die Rapsernte um 5,6% auf 4,86 Mio. Tonnen. Das ist die erste Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes für das Jahr 2017, die heute veröffentlicht wurde. Die Bestände sind ohne gravierende Schäden durch den milden Winter gekommen und in guter Verfassung. Niederschlagsdefizite aus den Monaten November bis Januar wurden in vielen Regionen im Februar ausgeglichen. Die Schätzung der gesamten deutschen Getreideernte liegt bei 46,4 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 2,5%. Der 5-Jahres-Durchschnitt wäre damit aber nicht erreicht. Beim Raps erwartet der DRV einen Anstieg der Erntemenge um 5,6% auf 4,86 Mio. Tonnen. Der 5-Jahres Durchschnitt liegt bei 5,3 Mio. Tonnen.

14.03.2017 Sojabohnen: CBoT-Frontmonat an der 10-Dollar-Marke

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen erreichen heute Morgen wieder ein Zwei-Monats-Tief. Man kann davon ausgehen, dass der Frontmonat heute die 10-Dollar-Marke unterschreitet. Der Weltmarkt ist gut versorgt und jetzt kommt noch eine Rekordernte in Südamerika hinzu.
Ständig hört man von neuen Superlativen, wenn von der laufenden Sojabohnenernte in Brasilien die Rede ist. Das drückt die Preise für die Ölfrucht und ihren Konkurrenzprodukten wie Raps und Sonnenblumen. Und auch die US-Farmer wollen ihre Anbaufläche ausweiten. Jetzt spricht man von 88,7 Mio. acres, im Januar ging man noch von 88,647 Mio. acres aus.

08.03.2017 Kleinere Anbaufläche für Raps und Weizen in Großbritannien

Großbritanniens Rapssaat-Anbaufläche fällt Schätzungen des Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) zufolge etwas kleiner aus, als im vergangenen Jahr. Einer Umfrage vom 1. Dezember 2016 lag die Raps-Aussaatfläche zur Ernte 2017 bei 538.000 Hektar versus 543.000 Hektar im Jahr davor, allerdings beinhaltet der Vergleichswert aus dem Vorjahr die Sommerrapsaussaat. Mit der Sommeraussaat in diesem Jahr könnte eine nahezu gleich große Fläche erreicht werden.
Ein Rückgang der Pflanzungen im Osten und Nordosten Englands war der Sorge um die Risiken, die von der Kohlfliege ausgehen, geschuldet. In anderen Regionen führten die gestiegenen Preise zum Zeitpunkt der Aussaatkampagne zur höheren Anbauflächen.
Weizen wurde der Umfrage zufolge in England und in Wales auf 1,61 Mio. Hektar ausgesät, zur Ernte 2016 (1,66 Mio. Hektar) ist das ein Rückgang um 5%. Quelle: Reuters

06.03.2017 Strategie Grains: EU-Rapssaatproduktion 2017/18 bei 21,58 Mio. Tonnen
Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains belässt seine monatliche Prognose der EU-28 Rapssaatproduktion 2017/18 mit 21,58 Mio. Tonnen nahezu unverändert. Im Vergleich zum Vermarktungsjahr 2016/17wäre das aber immer noch ein Anstieg um 6,5%.
Die Anbauflächen für Rapssaat in der EU wurden von Strategie Grains für das Vermarktungsjahr 2017/18 unverändert auf 6,47 Mio. Hektar geschätzt versus 6,52 in der Vermarktungsperiode 2016/17 und 6,49 Mio. Hektar in der Vermarktungsperiode 2015/16. Quelle: Reuters
02.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Raps

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

28.02.2017 Oil world erwartet Rekord-Sojabohnenernte in Brasilien

Das Hamburger Analystenhaus Oil World erwartet für Brasilien eine Sojabohnenernte von 105 Mio. Tonnen versus 95,4 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Das US-Landwirtschaftsministerium lag mit seiner Prognose im Februar-Report bei einer Erntemenge von 104 Mio. Tonnen. Deutlich höher auf 107,8 Mio. Tonnen schätzte das brasilianische Agrarberatungsunternehmen Agroconsult die Sojabohnenernte am 22. Februar ein. Die Wachstumsbedingungen in den maßgeblichen Anbauregionen Brasiliens sind gut, so dass die Ertragsschätzungen steigen, so Oil World. Brasilien steht im Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten um die Position des weltgrößten Sojabohnenexporteurs.
Für Argentinien hingegen liegt die aktuelle Prognose bei 54 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 55,3 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet. Grund für die rückläufige Schätzung sind unnatürlich starke Regenfälle. Sollte sich die Prognose bewahrheiten, wäre das die niedrigste Ernte seit 3 Jahren.
Unbeeindruckt von den gestiegenen Erwartungen in Brasilien zeigten sich heute die Sojabohnenfutures in Chicago und die Rapssaatfutures in Paris.

28.02.2017 Südkorea: NOFI kauft Sojaschrot, Rapsschrot und Canolaschrot

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 55.000 Tonnen Sojaschrot, 12.000 Tonnen Rapsschrot und 12.000 Tonnen Canolaschrot gekauft. Das Sojaschrot wurde zur Lieferung am 5. Juli gekauft, Rapsschrot und Canola-Schrot wurden zur Lieferung am 1. Juli gekauft. Weitere Angaben wurden bisher nicht veröffentlicht. Quelle: Reuters

28.02.2017 Südkorea: NOFI sucht Sojaschrot, Rapsschrot und Canolaschrot

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat einen internationalen Tender ausgeschrieben zum Kauf von bis zu 55.000 Tonnen Sojaschrot, 12.000 Tonnen Rapsschrot und 12.000 Tonnen Canolaschrot. Das melden heute Morgen europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach heute. Das Sojaschrot wird gesucht zur Lieferung am 5. Juli, Rapsschrot und Canola-Schrot werden gesucht zur Lieferung am 1. Juli. Quelle: Reuters

23.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Raps

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20.02.2017 Strategie Grains glaubt an größere Rapsernte in der EU als im Vorjahr

Rapssaat in den großen Anbauländern der EU sind meist in gutem Zustand, auch wenn es in einigen Regionen zu trockene Aussaatbedingungen gab und es im Winter zu kalt war. Die Ente wird in diesem Jahr aber größer eingeschätzt, als in 2016.
Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte die Ernteschätzung für 2016/17 am Freitag um 500.000 Tonnen auf 21,56 Mio. Tonnen, weil es in Polen Kälteschäden gab. Die letzte Kältewelle war aber nicht so stark, dass auch andere EU-Länder beeinflusst wurden und die Schätzung der Analysten bleibt über 20 Mio. Tonnen, dem vier-Jahres-Tief des letzten Jahres.
In Frankreich gab es keine Auswinterungsschäden. Im Gegenteil, die kalten Temperaturen hätten die Bestände gut abgehärtet, so Fabien Lagarde vom Ölsaateninstitut Terres Inovia. Die Sommerrapsfläche werde nicht größer sein, als in anderen Jahren. Da im Herbst aber weniger Raps ausgesät wurde, werde die französische Erntemenge größer ausfallen als im unterdurchschnittlichen Vorjahr.
Das Agrarministerium im Paris geht derzeit von einer Anbaufläche von 1,4 Mio. Hektar (-7%) aus. In Frankreich klagen die Landwirte über Trockenheit in den Monaten Dezember und Januar. Für kommende Woche werden Regenfälle vorhergesagt. In Deutschland und Polen sollen sie aber ergiebiger ausfallen.
Für Deutschland schätzt der in Hamburg ansässige Ölmarktanalyst Oil World die Rapsernte vorläufig auf 5,1 Mio. Tonnen (Vj.:4,6). Auswinterungen sind überschaubar, Risiken kommen eher von Trockenheit und Schäden durch Insekten. Die Aussaatfläche wurde um 0,8 % ausgeweitet und sofern es im Frühling und Sommer normale Wetterbedingungen gibt, können gute Erträge heranwachsen.
Bezüglich der eingeschränkten Anwendungen von Insektiziden mit dem Wirkstoff Neonicotinoide, rätselt man immer noch über die langfristigen Auswirkungen. Der Wirkstoff ist als Bienengefährlich eingestuft, Alternative Bekämpfungsmethoden der Kohlfliege gibt es derzeit noch nicht.
In Großbritannien ist die Anbaufläche für Rapssaat auf den tiefsten Stand seit 13 Jahren gesunken. In Polen wird sich der Rapsanbau erholen. Der Anbau wurde um 6 bis 12 % ausgeweitet, die Auswirkungen der Kälte speziell im Nordwesten sind aber noch nicht überschaubar. Die letzte Ernteschätzung für 2017 liegt bei 2,7 bis 2,8 Mio. Tonnen (Vj.:2,2).

09.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

06.02.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet stabile Weizenanbauflächen

Das französische Landwirtschaftsministerium beließ die Prognose der Aussaatfläche für Winterweizen nahezu unverändert bei 5,2 Mio. Hektar. Die Schätzungen der Anbauflächen für Winterraps und Wintergerste liegen bei jeweils 1,4 Mio. Hektar zunächst unverändert zur vorherigen Prognose. Erhöht wurde aber die Schätzung der vorherigen Ernte auf 1,5 Mio. Hektar. Damit wäre die diesjährige Ernte 7% kleiner, als die Ernte 2016 und 5% kleiner als in die Prognose im Dezember.
Weizen und Raps werden in Frankreich hauptsächlich als Winterkulturen angebaut. Gerste hingegen wird zu einem signifikanten Anteil als Sommerkultur angebaut. Quelle: Reuters

06.02.2017 Strategie Grains erwartet Frostschäden bei den EU-Rapsbeständen
Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat die Prognose der Rapsernte 2017 in der Europäischen Union aufgrund von Frostschäden nach der Kältewelle in den östlichen Regionen der Gemeinschaft im Januar um 500.000 Tonnen auf 21,56 Mio. Tonnen reduziert. Die Ernte wird aber um 7,5% höher eingeschätzt, als die Ernte 2016. Frostschäden werden hauptsächlich in Ungarn und in Bulgarien sowie in Polen, der Slowakei und in Tschechien erwartet. Ein klares Bild der Schäden zeigt sich aber erst im Frühjahr.
Verglichen mit der vorherigen Prognose Anfang Dezember wurde die Rapssaatproduktion in Polen und in Bulgarien jeweils um 130.000 Tonnen reduziert. 120.000 Tonnen weniger Raps werden in Ungarn erwartet und jeweils 40.000 weniger in Tschechien und in der Slowakei. Reduziert wurden auch die Prognosen für Deutschland und den Baltischen Staaten während der Ausblick für Frankreich, Dänemark und Schweden leicht erhöht wurde.
Strategie Grains schätzt die weltweite Rapssaatproduktion nun um 2,6 Mio. Tonnen höher ein auf 69 Mio. Tonnen. Die Versorgungslage wird aber als extrem eng bewertet, weil die starke Nachfrage den Anstieg der Produktion kompensiert.
Die enge Versorgung hat zur einer Rallye bei den Rapspreisen geführt, so dass die Kassamarktpreise den höchsten Stand seit 2014 erreichten.
01.02.2017 Update: Euronext setzt die Einführung neuer Raps-Terminkontrakte aus

Die Euronext teilte mit, dass der vorübergehende Stop bei der Einführung neuer Terminkontrakte auf Rapssaat (mit der Fälligkeit ab Termin August 2019) damit begründet ist, dass möglicherweise die Spezifikationen des Futures geändert werden sollen. Weitere Auskünfte dazu teilte die Börse nicht mit.
Der Nachrichtendienst Reuters berichtete aber, dass Vertreter von großen Raps-Handelshäusern, wie das französische Unternehmen Saipol darauf drängen, im Future den Ölgehalt von derzeit 40 % auf 42 % anzuheben. Das sei im französischen Markt der Standard.
Zumindest hatte das Unternehmen im letzten Jahr seine hauseigenen Standardverträge auf einen Ölgehalt von 42 % umgestellt, was von vielen Marktbeteiligten kritisiert wird, weil sie jetzt Prämien auf den Terminkontrakt zahlen müssen.

01.02.2017 Matif: Vorerst keine weiteren Rapsfutures und -Optionen

Die Euronext hat gestern ihre Mitglieder darüber informiert, dass vorerst keine weiteren Raps-Futures und –Optionen aufgelegt werden.
Gestern endete der Februar-17-Terminkontrakt und üblicherweise wird am Folgetag –also heute – eine weitere Fälligkeit hinzugefügt. Das wären jetzt der August 2019-Terminkontrakt und die entsprechenden Optionen darauf.
Begründet wird die vorläufige Pause mit geplanten Änderungen im der Kontraktspezifikation. Wie es damit weitergeht, erfahren sie immer zeitnah in unserem Nachrichtenticker.

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