Matif: Rapssaat August 2017

28.08.2017 Deutschland: Weizenernte 2017 etwas größer, als im Vorjahr

Der deutsche Landwirtschaftsminister erwartet für die Weizenernte 2017 einen Anstieg in Deutschland um 0,3% zum Vorjahr auf 24,54 Mio. Tonnen. Sie wäre damit aber um 1,2% kleiner, als  der Durchschnitt seit 2011. Die Bestände leiden unter den Niederschlägen während der Ernte. Analysten erwarten enttäuschende Qualitäten und geringere Exporte zugusten Frankreich. Auch der DBV spricht von enttäuschenden Ergebnissen nach den immer wiederkehrenden Niederschlägen im Juli und August. Analysen zeigten niedrige Testgewichte und schwache Fallzahlen. Die Proteingehalte liegen aber im Durchschnitt. Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU und in den meisten Jahren der größte  Rapssatproduzent.
Die Winterrapssaaternte wird auf 4,31 Mio. Tonnen geschätzt und damit 5,9% kleiner, als im Vorjahr. Die deutsche Wintergerste-Ernte zur Tierfutterproduktion wird um 0,5% höher zum Vorjahr auf 9 Mio. Tonnen geschätzt. Um 7,9% größer auf 1,91 Mio. Tonnen schätzt das Ministerium die Sommergerste-Ernte auf 1,91 Mio. Tonnen.  Auch beim Körnermais wird ein Anstieg erwartet von 3,4% auf 4,15 Mio. Tonnen.

25.08.2017 EU-Kommission erhöht Prognose für EU-Getreideproduktion

Die Europäische Union hat ihre Prognose für die EU-Getreideernte 2017/18 erhöht.
Der Löwenanteil fällt dabei auf den Mais, dessen Schätzung aufgrund guter Bedingungen und nach willkommenen Niederschlägen im Südosten um eine Mio. Tonnen auf 59,4 Mio. Tonnen erhöht wurde. Die EU-Maisernte wäre damit aber weiterhin kleiner, als im vergangenen Jahr (61,1 Mio. Tonnen).
Beim Weizen stieg die Prognose für 2017/18 von 138,6 Mio. Tonnen auf 139,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 134 Mio. Tonnen).
Um 500.000 Tonnen erhöht wurde die Prognose für die EU-Gersteproduktion auf 58 Mio. Tonnen während die Prognose für die Rapssaat-Produktion um 300.000 Tonnen stieg von 21,6 Mio. Tonnen auf 21,9 Mio. Tonnen, so die Kommission.

23.08.2017 USA beschließt happige Steuer auf Biodiesel-Importe

Argentiniens Biodieselexporte werden für den US-Markt zu teuer, nachdem die USA gestern happige Importsteuern beschlossen haben, weil die Importe angeblich subventioniert wurden.
Die Ausgleichsabgabe auf Sojabohnen-basierten Biodiesel aus Argentinien soll 64,17 % betragen, so die Mitteilung des US-Wirtschaftsministeriums. Zölle auf Palmöl-Biodiesel aus Indonesien werden auf 68,28 % steigen.
Zölle über 15 % machen Biodieselimporte aus Argentinien für den US-Markt zu teuer, so Vertreter der argentinischen Biodieselindustrie. Argentinien liefert zweidrittel aller US-Biodieselimporte; das waren in 2016 916 Mio. Gallonen oder 3,5 Mrd. Liter. In den USA wurden zuletzt insgesamt 2 Mrd. Gallonen pro Jahr verbraucht.
Im März 2017 hatte das National Biodiesel Board (NBB), die US-Regierung gebeten, Importsteuern auf Biodiesel zu erheben, wenn die Importe unter Wert verkauft werden. Argentiniens Biodiesel-Verband Carbio sagt, dass es dort keine derartigen Subventionen gibt. Die US-Maßnahmen seien protektionistisch und sie seien für die gesamte argentinische Sojabohnenindustrie von Nachteil.
NBB meint, dass die Menge, die jetzt nicht mehr importiert wird, aus US-Sojabohnen erzeugt werden muss. Die Verarbeitungskapazität in den USA liegt bei über 4 Mrd. Gallonen.
Ein weiterer Biodieselverband, die Advanced Biofuel Asociation (ABFA), teilt mit, dass die Importzölle die Treibstoffpreise in den USA erhöhen werden. Die Zölle würden bewirken, dass in diesem Jahr noch 250 Mio. Gallonen und im kommenden Jahr 500 Mio. Gallonen von US-Herstellern erzeugt werden müssen. Das werde die Preise für Soja-Öl und Canola-Öl (Rapssaat-Öl) kurzfristig antreiben und einen Anreiz für eine höhere Verarbeitung von Sojabohnen und Canola geben.
Die Zölle müssen noch von der International Trade Commission bestätigt werden und sind dann für fünf Jahre fest.
Der indonesische Handelsminister Enggartiato Lukita sagte in Jakarta, dass man die US-Entscheidung genau studieren und dann Einspruch einlegen werde. 2016 exportierte Indonesien 420.000 Kiloliter Biodiesel in die USA. In 2015 waren es nur 270.000 Kiloliter.

22.08.2017 DBV erwartet kleinere Weizenernte 2017

Die deutsche Winterweizen- und Rapssaaternte 2017 fallen aufgrund anhaltender Niederschläge in diesem Sommer niedriger aus, das meldet nun auch der Deutsche Bauernverband.
Deutschland wird über 23,4 Mio. Tonnen Winterweizen in diesem Jahr ernten und damit 3% weniger, als im Vorjahr, so der DBV in seinem aktuellen Erntebericht. Um 6% auf rund 4,3 Mio. Tonnen schätzt der Verband die deutsche Rapssaaternte. Ständig wiederkehrende Niederschläge im Juli und im August führen zu massiven Ernteverzögerungen in einigen Regionen. Aus den einzelnen Regionen werden sehr unterschiedliche Erträge und Qualitäten gemeldet. Die späte Weizenernte führt zu niedrigen Fallzahlen, was einen negativen Einfluss auf die Backqualität des Mehls hat. Der Anteil des Weizens, der die Qualitätsanforderungen von exportfähigem Weizen nicht erfüllt, steigt und damit die Menge Weizen, die in den Futtertrog wandert.
Aufgrund der gegenwärtig niedrigen Weizenpreise haben einige Landwirte entschieden, Weizen trotz hoher Feuchtigkeitsgehalte und der dadurch höheren Trocknungskosten, zu dreschen.
Die Rapssaat leidet ebenfalls unter den ständigen Niederschlägen was Auswuchs zur Folge hat und sich damit negativ auf die Menge und Güte auswirkt. Mit nur rund 40% ist der Ölgehalt enttäuschend.

21.08.2017 MARS: EU-Crop-Monitoring-Service erhöht Ertragsschätzung der EU-Mais-Ernte

Der Crop-Monitoring Service der EU, MARS, hat in seiner heute veröffentlichten monatlichen Prognose die Schätzung der durchschnittlichen Maiserträge in der EU von 6,83 t/ha auf 6,96 t/ha erhöht. Grund sind die willkommenen Niederschläge in Süd-Ost-Europa. Die Schätzung der Weichweizenerträge in der EU blieg hingegen unverändert bei 5,85 t/ha, während die Schätzung der durchschnittlichen Rapssaat-Erträge erhöht wurde von 3,21 t/ha im vergangenen Monat auf nun 3,27 t/ha. Quelle: Reuters

18.08.2017 Ernte in Kanada: Weizen litt unter Hitze – Canola ist robuster

Heißes und trockenes Sommerwetter in den südlichen Kanadischen Prärien wird wohl die Weizenernte des Landes stark beschränken. Die Canola- (Rapssaat) Ernte zeigt sich dagegen robuster gegen die Wetterrisiken, so das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter 17 Händlern und Analysten vor der Kanadischen Getreideernte.
Die Gesamte Weizenernte in Kanada wird demnach mit 26,2 Mio. Tonnen um 17 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr. Das wäre die kleinste Ernte seit sechs Jahren. Die Canola-Ernte hingegen wird wohl 1 % größer ausfallen als im Vorjahr und auf die Rekordmenge von 18,6 Mio. Tonnen kommen.
Statistics Canada, das staatliche Statistikamt, wird am 31. August seine Ernteschätzung veröffentlichen, die auf einer Befragung unter den Farmern fußt.
Die Kanadische Prärie musste in diesem Jahr mit sehr unterschiedlichem Wetter fertig werden. Das ging von zu viel Regen in Teilen Albertas und Saskatchewan bis zur einer vorteilhaften Kombination aus Hitze und rechtzeitigem Regen in anderen Regionen des Nordamerikanischen Landes.

17.08.2017 Englands Weizenanbau sank um 2,5 %

In Großbritannien ist die Weizenanbaufläche in diesem Jahr um 2,5 % auf 1,64 Mio. Hektar zurückgegangen; das teilte heute das britische Agrarministerium mit. Es ist das vorläufige Ergebnis einer im Juni durchgeführten Umfrage.
Diese Schätzung ist weitestgehend identisch mit dem Umfrageergebnis des Agrar- und Gartenbau-Vorstands (AHDB) im letzten Monat, das von einer Flächeneinschränkung von 3 % sprach.
Das Ministerium gab keine Gründe an, weshalb die Farmer weniger Weizen anbauten, der AHDB meint, dass es Probleme mit in England stark auftretendem Ackerfuchsschwanz gibt, der schwer zu bekämpfen ist. Einige Farmer hätten deshalb mehr Sommergetreide angebaut, dort sei das Unkraut besser zu kontrollieren. Das Ministerium schätzt die Sommergerste mit einem Flächenplus von 15 % auf 478.000 Hektar.
Auch die Rapsanbaufläche sei in England um 3,8 % auf 522.000 Hektar gesunken. Im Osten des Landes sank die Anbaufläche der Ölsaat sogar um 10,9 %. Dort gibt es Probleme mit dem Rapserdfloh dessen Bekämpfung durch das Verbot von Nikotinoid-haltigen Pflanzenschutzmitteln schwierige geworden ist.

10.08.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

07.08.2017 FranceAgriMer erhöht Prognosen der Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2017

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenernte 2017 um 600.000 Tonnen auf 36,8 Mio. Tonnen erhöht. Das wäre ein Anstieg zur Vorjahresernte, die unter sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen gelitten hat, um 33,5%. Die Schätzung unterstellt durchschnittliche Erträge von 7,15 Tonnen/Hektar (Vormonat: 7,04).
Die erste Schätzung zur französischen Maisproduktion 2017 liegt bei 12,8 Mio. Tonnen (+ 9% zu 2016) bei Durchschnittserträgen von 9,26 Tonnen/Hektar (Vorjahr: 8,41 Tonnen/Hektar). Auch die Prognose der Rapssaaternte in Frankreich wurde angehoben. Sie liegt aktuell bei 5,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,7 Mio. Tonnen). Zur Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 10,3%. Quelle: Reuters

07.08.2017 Matif-Agrarumsätze 5,7 % her als im Juli 2016

Der durchschnittliche Tagesumsatz mit Rohstoffderivaten an der Euronext in Paris lag im Juli bei 70.321 Kontrakten. Das sind 5,7 % mehr als im Juli 2016 und 23,2 % mehr als im Monat Juni 2017.
Die Börse begründet die höheren Umsätze mit Weizen-, Raps- und Maisfutures sowie die darauf abgeleiteten Optionen mit der besseren französischen Getreideernte in diesem Jahr.

31.07.2017 Frankreich: Terres Inovia erwartet Rekord-Rapserträge

Die Rapserträge in Frankreich könnten in diesem Jahr ein Rekordergebnis erreichen und führen zu einer großen Ernte trotz des starken Rückgangs der Anbaufläche von 7%. Die Ernte, die sich bereits im Endstadium befindet, wird Durchschnittserträge von über 3,8 Tonnen pro Hektar erreichen und könnte das bisherige Rekordergebnis von 2009 noch übertreffen, so die Schätzung von Terres Inovia. Insgesamt rechnet das Unternehmen mit einer Erntemenge von 5,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 4,7 Mio. Tonnen) Das französische Landwirtschaftsministerium rechnete zu Beginn der Ernte noch mit durchschnittlichen Erträgen von über 3,2 Tonnen pro Hektar. Ernteproben weisen auf Ölgehalte von 42,5% - 44% hin. Quelle: Reuters

31.07.2017 Strategie Grains erhöht Schätzung zur EU-Rapssaat-Ernte

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat heute in seiner Monatsvorschau die diesjährige Rapssaaternte in der Europäischen Union um 800.000 Tonnen größer eingeschätzt als im vorherigen Bericht. Begründet wird das in erster Linie mit besseren Ernteergebnissen in Frankreich, die trotz der Hitzewelle im Juni die bisherigen Erwartungen übersteigen.
Demnach wird die EU 2017 Rapssaaternte 21,9 Mio. Tonnen groß ausfallen, das wären 8 % mehr als im Vorjahr, als die Ernte durch schwierige Wetterverhältnisse Schaden nahm.
In Frankreich werde die Ernte um 520.000 Tonnen größer als im Vorjahr ausfallen, in Großbritannien erwartet das Beratungsunternehmen 120.000 Tonne mehr, wie auch in Rumänien, wo die Ernte ebenfalls 120.000 Tonnen größer ausfällt, als im Vorjahr.
Die Rapsernte sei in vollem Gang. Die ersten Ertragsmeldungen seien insbesondere in Frankreich gut.
Betrachtet man die Welt-Rapsernte, so schätzt Strategie Grains die Ernte 2017 auf 69 Mio. Tonnen, was 1,3 Mio. Tonnen mehr sind als in der letzten Schätzung und 1,5 Mio. Tonnen mehr als im Vorjahr geerntet wurden.
Niedrige Anfangsbestände und eine strake Nachfrage werden aber wohl einen Anstieg der Weltendbestände verhindern. Man erwartet nur stabile 4,7 Mio. Tonnen am Ende der Vermarktungsperiode im Bestand; ein relativ kleiner Vorrat.
Strategie Grains erhöhte seine Schätzung zur Sonnenblumensaat-Ernte in der 28er-Gemeinschaft um 100.000 Tonnen zum Vormonat und kommt damit 3 % über die Vorjahresernte.

31.07.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

28.07.2017 Ukraine hat in 2017 bisher 24,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet

Bis heute hat die Ukraine in der laufenden Ernte 24,3 Mio. Tonnen Getreide gedroschen. Der Durchschnittsertrag wird vom Landwirtschaftsminister mit 3,58 Tonnen pro Hektar angegeben.
Es wurde bis zum 29. Juli eine Fläche von 6,8 Mio. Hektar abgeerntet.
Die Getreideanbaufläche war in diesem Jahr 14,3 Hektar groß, davon waren 6,28 Mio. Hektar mit Weizen bestellt worden, 4,47 Mio. Hektar mit Mais und 2,46 Mio. Hektar mit Gerste sowie rund 1 Mio. Hektar mit andrem Getreide und Zerealien.
Der Minister teilt mit, dass bisher 17 Mio. Tonnen Weizen von 4,4 Mio. Hektar eingebracht wurden, sowie 6,2 Mio. Tonnen Gerste von 1,9 Mio. Hektar. Außerdem 929.000 Tonnen Erbsen von 90 % und 1,7 Mio. Tonnen Rapssaat von 83 % der entsprechenden Anbaufläche.
Es gibt aber bisher keine offizielle Ernteschätzung für alle Getreidesorten in der Ukraine. Analysten gehen davon aus, dass in diesem Jahr 59 bis 62 Mio. Tonnen zusammen kommen; davon 23 bis 25 Mio. Tonnen Weizen. Im letzten Jahr erntete die Ukraine 66 Mio. Tonnen Getreide.

28.07.2017 EU reduziert Mais-Ernteschätzung

Die EU-Kommission hat heute ihre Ernteschätzung 2017/18 für Mais um vier Mio. Tonnen auf 58,4 Mio. Tonnen gesenkt.
Damit liegt die Prognose unter dem tatsächlichen Ergebnis im Vorjahr als 61,1 Mio. Tonnen geerntet wurden, das geht aus dem heute veröffentlichten Monatsbericht „monthly supply-and-demand projections“ hervor.
Zu Beginn der Woche hatte bereits der EU-Service MARS die Ertragsaussichten für EU-Mais deutlich gesenkt, da die Hitzewelle und geringe Niederschläge im Südosten der EU (28) sich negativ auf die Erträge auswirken.
Die Schätzung für die diesjährige Weizenernte wurde von 138,9 Mio. tonnen auf 138,6 Mio. Tonnen nur leicht abgesenkt. Die Ernte wird damit aber über der des Vorjahres liegen (134 Mio. Tonnen).
Die EU-Gerstenernte wurde von der Kommission um 500.000 Tonnen höher geschätzt als im Vormonat und sie kommt jetzt auf 57,5 Mio. Tonnen, während die Rapsproduktion von 21,7 bei jetzt 21,6 Mio. Tonnen gesehen wird.

26.07.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

21.07.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

18.07.2017 Ukraine erntete bisher 10 Mio. Tonnen Getreide

In der Ukraine wurden aus der Ernte 2017 bis heute rund 10 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Der Durchschnittsertrag von den 3,1 Mio. Hektar wird mit 3,26 Tonnen/Hektar angegeben.
Die Getreideanbaufläche ist in diesem Jahr 14,3 Mio. Hektar groß, davon entfallen auf Weizen 4,47 Mio. Hektar, 2,46 Mio. Hektar auf Gerste und rund 1 Mio. Hektar auf andere Cerealien.
Es wurde bisher 5,6 Mio. Tonnen Weizen von 1,6 Mio. Hektar gedroschen sowie 3,7 Mio. Tonnen Gerste von 1,2 Mio. Hektar. Des Weiteren ernteten die Farmer 617.000 Tonnen Erbsen von 66 % der Anbaufläche sowie 587.000 Tonnen Rapssaat von 31 % der Aussaatfläche.
Das Ministerium gab heute keine Prognose über die gesamte 2017er Ernte. Analysten schätzen sie aber auf 59 bis 62 Mio. Tonnen, wovon 23 bis 25 Mio. Tonnen Weizen sein werden. Im Vorjahr kam in der Ukraine eine Gesamternte von rund 66 Mio. Tonnen Getreide zusammen.

14.07.2017 Ukraine hat bereits 6,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium teilt mit, dass inzwischen in allen Landeteilen die Getreideernte gestartet ist. Bis heute wurden 6,5 Mio. Tonnen Getreide von 2 Mio. Hektar mit einem Durchschnittsertrag von 3,18 Tonnen/Hektar gedroschen.
Insgesamt wurden in dem Schwarzmeeranrainer in diesem Jahr 14,3 Mio. Hektar Ackerland bestellt. Davon entfallen 6,28 Mio. Hektar auf Weizen, 4,47 Mio. Hektar auf Mais, 2,46 Mio. Hektar auf Gerste und rund 1 Mio. Hektar auf anderes Getreide und/oder Cerealien.
Bisher wurden 3,1 Mio. Tonnen Weizen und 2,96 Mio. Tonnen Gerste geerntet, außerdem 477.000 Tonnen Erbsen und 445.000 Tonnen Rapssaat.
Das Ministerium gab heute keine Ernteschätzung ab. Analysten und Wetterdienste schätzen aber dass 59 – 62 Mio. Tonnen zusammen kommen, davon wären dann 23 – 25 Mio. Tonnen Weizen.

14.07.2017 Briten bauen 3 % weniger Weizen und 4 % weniger Raps an

Die britische Weizenanbaufläche wurde in diesem Jahr um 3 % auf 1,76 Mio. Hektar eingeschränkt, das zumindest besagt eine Umfrage des britischen Agricultural and Horticulture Development Board (AHDB).
Der Umfrage zufolge wurde auch die Rapssaatfläche um 4 % gegenüber dem Vorjahr verkleinert. Jetzt sind es 553.000 Hektar.
Die Daten beziehen sich nur auf England und Schottland.

13.07.2017 EU-Rapsernte sieht besser aus als zu erwarten war

In der Europäischen Union kommt in diesem Jahr eine große Rapssaat-Ernte zusammen. Das ist das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter Händlern, die heute veröffentlicht wurde. Trotz teils extremen Wetterbedingungen von Trockenheit bis Hitzewelle und zu viel Regen sieht es für die EU-Rapsernte 2017 gut aus.
Die Importe dürften um 500.000 Tonnen kleiner ausfallen als im Vorjahr und nur noch 4 Mio. Tonnen betragen. Sowohl in Frankreich als auch in Deutschland, den beiden größten Rapssaatproduzenten der EU kommen gute Erträge zusammen.
In Frankreich ist die Rapsernte bereits zur Hälfte eingefahren und die gemessenen Erträge sind trotz schwieriger Wetterverhältnisse besser als erwartet, so ein Händler. Ein Durchschnittsertrag von 3,6 Tonnen pro Hektar wird erwartet. Im Vorjahr waren es 3,06 Tonnen/Hektar. Das französische Landwirtschaftsministerium ging zuletzt von 3,2 Tonnen/Hektar aus und errechnete daraus eine Ernte von 4,7 Mio. Tonnen (-1,5 % zum Vorjahr).
Nachdem Regen in der letzten Woche die Erntearbeiten unterbrach, dürfte es jetzt wieder mit besseren Wetteraussichten bis Ende der kommenden Woche weitergehen.
Die deutsche Winterrapsernte wird von den Experten auf 4,78 Mio. Tonnen geschätzt, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 4,6 % entspricht. Die Ernte startet hier in diesen Tagen.
Der drittgrößte Rapsproduzent der EU, Polen, wird 2,9 Mio. Tonnen ernten (+31 % zum Vorjahr). Die Erträge sind wesentlich besser als damals. Die Ernte startet allerdings erst um den 20. Juli herum, da der Raps im Süden des Landes noch nicht reif ist.
Großbritannien, üblicherweise der viertgrößte Rapsproduzent der EU, schätzt seine diesjährige Ernte auf 1,9 bis 2 Mio. Tonnen (Vj.: 1,77 Mio. Tonnen). Im Süden der Insel ist die Ernte bereits in Gang. 3,5 bis 4 Tonnen (Vj.:3,1) kommen vom Hektar, in den Midlands und weiter im Norden sind die Ertragserwartungen besser.

12.07.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

11.07.2017 Pakistan kauft unbearbeitete Ölsaaten

Importeure aus Pakistan kauften in den letzten Tagen 122.000 Tonnen kanadische Rapssaat (Canola). Die Ölsaat soll im Oktober in zwei Lieferungen zu Preisen von 430 bis 436 USD/Tonne c&f erfolgen.
Kürzlich hatte Pakistan auch 180.000 Tonnen Sojabohnen aus den USA und Brasilien gekauft. Höhere Importzölle auf Sojaschrot sorgten dafür, dass jetzt mehr unbearbeitete Ölsaaten eingekauft werden.
Die Pakistanische Regierung will mit ihrer Zollpolitik die heimische Speiseöl-verarbeitende Industrie fördern.

10.07.2017 Frankreichs Weizenernte + 31 % zum Vorjahr

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Rapsproduktion Frankreichs auf 4,7 Mio. Tonnen (-1,5 % zum Vorjahr).
Die Gerstenernte (Winter- und Sommergerste) kommt in Frankreich demnach auf 12,2 Mio. Tonnen (+16,5 %) und die Weichweizenernte wird auf 36,2 Mio. Tonnen geschätzt (+31 % zum Vorjahr).

03.07.2017 Strategie Grains senkt Schätzung zur EU-Rapssat-Ernte

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte heute seine Ernteschätzung für Raps in der EU von 21,3 Mio. Tonnen im Juni auf jetzt 21,1 Mio. Tonnen. Das sind immer noch 4 % mehr als im Vorjahr. Die deutsche Rapsernte wird demnach auf 4,65 Mio. Tonnen geschätzt, ein Plus von 2 % gegenüber dem Vorjahr.

03.07.2017 DRV erwartet größere deutsche Weizen- und Rapsernte
Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet trotz ungünstiger Wetterbedingungen in mehreren Regionen für 2017 eine Winterweizenernte von 24,51 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 1,8%, so der DRV. Um ebenfalls 1,8% zum Vorjahr  könnte die Winterrapssaat-Ernte 2017 steigen. Sie wird derzeit auf 4,65 Mio. Tonnen geschätzt.
Weitere Schätzungen:
Wintergerste (Futtergerste): 8,92 Mio. Tonnen (-0,4% zum Vorjahr)
Sommergerste (zur Malz- und Bierproduktion): 1,84 Mio. Tonnen (+4,3%) - Ausweitung der Anbaufläche
Körnermaisernte: 3,78 Mio. Tonnen (-5,8%) - teils aufgrund einer Verringerung der Anbaufläche
In Norddeutschland haben Niederschläge für eine ausreichende Wasserversorgung der Getreide- und Rapsbestände gesorgt, in anderen Regionen litten die Bestände unter zu trockenen Bedingungen.
Die Wintergeste-Ernte ist mittlerweile angelaufen, erste Bestände wurden im Südwesten Deutschlands geerntet. Niederschläge, die für die Weizen- und Rapsbestände willkommen sind, haben die Ernteaktivitäten bei der Geste jedoch unterbrochen. Quelle: Reuters
03.07.2017 Strategie Grains senkt Prognosen der EU-Raps- und Sonnenblumenernte
Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat in seinem monatlichen Ausblick die Prognose der EU-Rapssaaternte um 200.000 Tonnen reduziert, weil große Anbauregionen unter einer Hitzewelle litten.
Die aktuelle Prognose liegt bei einer Produktionsmenge von 21,12 Mio. Tonnen. Das wären immer noch 4,2% über dem Ergebnis des vergangenen Jahres, als ungünstige Witterung zu Schäden an den Beständen führte.
Verluste sind aktuell hauptsächlich in Frankreich und in Zentraleuropa festzustellen, während die Bedingungen im Südosten der EU gut sind.
Strategie Grains senkte ebenfalls die Prognose der EU-Sonnenblumen-Ernte um nahezu 200.000 Tonnen zu Mai-Prognose auf 8,36 Mio. Tonnen. Im Vergleich zur Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 1%. Quelle: Reuters
30.06.2017 EU-Kommission senkt Prognosen der Getreideproduktion 2017/18
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der Getreideproduktion 2017/18 in der EU aufgrund der jüngsten Hitzewelle reduziert. Die Schätzung der Weizenproduktion wurde auf rund 139 Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat rechnete man noch mit einer Menge von 141,3 Mio. Tonnen.
Weitere Schätzungen:
Gerste-Produktion: 57 Mio. Tonnen (Vormonat: 59,5 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion: 62 Mio. Tonnen (Vormonat: 64,2 Mio. Tonnen)
Rapssaat-Produktion: 21,7 Mio. Tonnen (Vormonat: 21,9 Mio. Tonnen; Vorjahr: 19,7 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
30.06.2017 Kanadas Farmer säen zum ersten Mal mehr Canola als Weizen

Kanadas Farmer haben in diesem Jahr ihren Rapsanbau auf einer rekordverdächtig großen Anbaufläche ausgeweitet, so das dortige Statistikamt in seinem gestrigen Monatsbericht. Dabei konnten noch nicht einmal alle Flächen wie geplant bestellt werden, da es in einigen Regionen zu nass war.
Zum ersten Mal überhaupt wurde mehr Canola, also Rapssaat, als Weizen gesät, da die Preise für die Ölsaat bessere Gewinne erwarten lässt.
Der Erhebung zufolge wurden auf 22,8 Mio. acres (+12% zum Vorjahr) Canola gesät, während die gesamte Weizenanbaufläche mit 22,4 Mio. acres (-4%) angegeben wird.
Die Ausweitung des Ölsaatenanbaus ist aber nicht zwingend ein bärisches Argument für die Marktteilnehmer. Die teils späte Aussaat könnte die Erträge mindern.

27.06.2017 EU Crop Monitor MARS senkt Prognosen für Weizen-, Gerste- und Maisernte

Der Crop Monitoring Service der EU MARS hat die Ertragsschätzungen in der EU aufgrund des trockenen und heißen Wetters in diesem Monat für viele Kulturen gesenkt.
Für Weizen wurde die Prognose auf 5,86 Tonnen/Hektar reduziert (Vormonat: 5,91 Tonnen/Hektar).
Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der gesamten Gersteernte von 4,76 Tonnen/Hektar auf 4,70 Tonnen/Hektar und für Mais von 7,15 Tonnen/Hektar auf 7,14 Tonnen/Hektar.
Eine leichte Erhöhung der Ertragsschätzung wurde beim Raps vorgenommen von 3,17 auf 3,22 Tonnen/Hektar. Quelle: Reuters

23.06.2017 Weniger Weizenanbau in Kanada

Nasse Bedingungen auf den Äckern während des kanadischen Frühlings sorgten dafür, dass nicht alle Felder wie geplant bestellt wurden. Die Canola-Anbaufläche ist aber dennoch auf Rekordniveau. Das zumindest ist das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter 16 Analysten und Händlern, eine Woche vor dem offiziellen Report der Kanadischen Regierung.
Das Ausmaß der nicht bestellten Flächen sei aber wohl nicht weltbewegend, ist aus den Expertenkommentaren zu hören.
Der Umfrage zufolge seien 22,2 Mio. acres mit Canola (Rapssaat) bestellt worden, das sind 9 % mehr als im Vorjahr aber 0,8 % weniger als das kanadische Statistikamt vorhergesagt hatte.
Die Weizenanbaufläche, inklusive Sommerweizen, Durum und Winterweizen, kommt auf 22,7 Mio. acres (-2 % zum Vorjahr). Es ist die kleinste Anbaufläche seit sechs Jahren.
Kanada ist einer der größten Weizenexporteure der Welt und der größte Exporteur für Canola.

14.06.2017 DRV: Weizen- und Rapsernte größer als im Vorjahr

Die deutschen Weizen- und Rapsbestände haben von dem Regen der letzten Wochen profitiert.
Der deutsche Raiffeisenverband schätzt die Weizenernte um 3 % höher als im Vorjahr auf jetzt 25,02 Mio. Tonnen. Die Rapsernte werde um 4,7 % größer ausfallen und kommt damit auf 4,78 Mio. Tonnen.

13.06.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet Rapsernte von 4,8 Mio. Tonnen

Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterraps-Produktion 2017 auf 4,77 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um knapp 1% zum Vorjahr. In der ersten Schätzung für die Ernte 2017 wurde darüber hinaus die Wintergerste-Produktion auf 9,34 Mio. Tonnen erhöht. Das wäre ein Anstieg von 14% zur Ernte 2016. Während Raps fast ausschließlich als Winterraps in Frankreich angebaut wird, fällt bei der Gerste auch ein bedeutender Anteil auf die Sommerkultur. Die Schätzung der Maisaussaat wurde leicht reduziert auf 1,37 Mio. Hektar. Das wäre ein Rückgang um 3,3% im Vergleich zum Vorjahr. Ebenfalls leicht Rückläufig ist die Schätzung der Sommerweizenanbaufläche. Sie liegt bei 5,15 Mio. Hektar (-0,5% zum Vorjahr). Quelle: Reuters

12.06.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

07.06.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

07.06.2017 Bessere Aussichten für die Biodiesel Branche

Der französische Biodiesel-Hersteller Avril teilte gestern mit, dass der Anstieg des Rohölpreises im letzten Jahr hätte auch die Aussichten für seine Branche verbessert. Die Planung der EU, langfristig die Beimischquote von derzeit 7 % auf 3,8 % zu senken, würde die Branche aber zerstören.
Frankreichs Ölsaatenverband hatte im April erklärt, dass die Produktion in seinen fünf Biodieselwerken vorübergehend gesenkt werden müsse, weil die Aufträge weggebrochen seien. Die Experten schätzten, dass man noch 928.000 Tonnen Biodiesel verkaufen könne, wenn der Markt so bleibt. In 2015 wurden 1,5 Mio. Tonnen erzeugt.
Gestern nun wurde mitgeteilt, dass nur drei der fünf Werke von den Kürzungen betroffen waren weil der Rohölpreis höher notiert. Die Biodieselproduktion von Avril lag in 2016 bei 1,33 Mio. Tonnen. Für dieses Jahr geht man von der gleichen Menge aus, bleibt aber deutlich unter der Menge von 2015. Der Rohstoffe für die Produktion ist hauptsächlich Rapssaat.
Bleibt der Rohölpreis bei rund 50 USD/Barrel, kann man darauf hoffen, dass auch die Biodieselpreise das Niveau halten und die Absatzmenge gesteigert werden kann. Avril hat die Kapazitäten, den Rohstoff und den Markt.
Auf längere Sicht ist aber Vorsicht geboten, sieht man sich die sehr volatilen Rohstoffpreise an. Konkurrenz droht von billigen Biodiesel-Importen, die hauptsächlich von Palmöl hergestellt werden. Auf lange Sicht könnte aber eine Entscheidung der EU-Kommission die Branche gefährden. Die Behörde plant ab 2020 den Einsatz von Biodiesel der ersten Generation im Transportsektor von derzeit 7 % auf 3,8 % zu senken und stattdessen Rohstoffe der zweiten Generation zu Treibstoff zu fördern.

01.06.2017 EU-Kommission reduziert Prognose der EU-Gersteernte

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der EU-Gersteproduktion 2017/18 kräftig reduziert. Eine langanhaltende Trockenheit in Spanien und in weiteren Regionen in Westeuropa sowie später Frost im Frühjahr sind die Hauptgründe dafür. Die aktuelle Ernteschätzung der EU, die heute veröffentlicht wurde, zeigt eine Reduzierung der Prognose für die EU-Gersteproduktion 2017/18 von 62,4 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen. In Spanien hat insbesondere die Sommergerste unter der Trockenheit gelitten.
Die Prognose der Weizenernte in der EU-28 wurde von 141,9 Mio. Tonnen auf 141,3 Mio. Tonnen reduziert. Das wäre ein Anstieg zur Ernte 2016/17, die die EU-Kommission auf 134,4 Mio. Tonnen schätzt. Unverändert bleibt die Prognose der Weizenexporte von 28,9 Mio. Tonnen versus geschätzte 24 Mio. Tonnen für die Saison 2016/17.
Reduziert wurde auch die Schätzung der EU-Mais-Produktion von 66,5 Mio. Tonnen auf 64,2 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Vorjahresernte liegt bei 60,6 Mio. Tonnen. Stark reduziert wurde daher auch die Schätzung der Maisendbestände von 13,4 Mio. Tonnen auf 10,2 Mio. Tonnen. Die Maisimporte in der laufenden Saison sinken von 12,3 Mio. Tonnen auf 11,7 Mio. Tonnen, so die Schätzung der Kommission.
Beim Raps rechnet die EU-Kommission mit einer Produktionsmenge von 21,9 Mio. Tonnen (vorher: 22,2 Mio. Tonnen). Das ist deutlich über dem geschätzten Vorjahresergebnis von 19,7 Mio. Tonnen.

31.05.2017 Vergleichender Chart Raps vs. Sojabohne in Euro/Tonne

31.05.2017 Coceral senkt Erwartungen für EU Getreideernte

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral schätzt die Weichweizenproduktion in der EU-28 auf 142,0 Mio. Tonnen. Im März rechnete der Verband noch mit einer Produktionsmenge von 144,8 Mio. Tonnen. Damit erwartet man weiterhin ein Ergebnis, das über dem des vergangenen Jahres lag, als 135,5 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden.
Ebenfalls niedriger fällt die neue Prognose für die Gerste-Produktion aus. Sie wird nun auf 57,2 Mio. Tonnen geschätzt versus 59,6 Mio. Tonnen, die noch in der März-Prognose erwartet wurden.
Beim Mais wurde die Prognose um eine Mio. Tonnen reduziert auf 60 Mio. Tonnen.
Grund für die gesunkenen Erwartungen sind insbesondere die trockenen Wetterbedingungen in Spanien und in Frankreich. In Frankreich leidet hauptsächlich die Sommergerste unter der Trockenheit. Außerdem wird eine kleinere Maisanbaufläche für Deutschland genannt.
Gute Wachstumsbedingungen im Osten der EU inkl. Polen und Rumänien haben die Aussichten für die Rapssaat-Ernte verbessert. Coceral rechnet mit einer Produktionsmenge von 21,5 Mio. Tonnen (+ 500.000 Tonnen zur vorherigen Prognose). Quelle: Reuters

31.05.2017 Chinas Ölmühlen produzieren Verluste und verzögern die Abnahme von Sojabohnen
Chinas Sojabohnenimporteure sind dabei, die Abnahme der gekauften Bohnen zu verzögern oder die Käufe sogar zu stornieren. Meist betrifft das Lieferungen aus Brasilien. Grund dafür sind Verluste bei der Verarbeitung der Rohware, die in China zu Speiseöl und Futtermitteln veredelt werden.
China kauft rund 60 % aller am Weltmarkt gehandelten Sojabohnen. Die Ölmühlen konnten noch zu Beginn des Jahres gute Crush-Margins erzielen, weil die Rohstoffpreise sanken. Deshalb wurde gekauft, was das Zeug hält. Die Profite sind jetzt aber Geschichte und die Fabriken produzieren inzwischen ihre größten Verluste seit drei Jahren. Der chinesische Speiseölmarkt ist mir Rapssaat-Öl überversorgt und von den Auktionen aus den staatlichen Beständen. Es drängen auch andere Ölsaaten auf den chinesischen Markt.
Jetzt verzögern viele Fabriken die Abnahme, sogar die ganz großen unter ihnen, so ist aus den Kommentaren aus China zu hören. Andere versuchen die Kaufverträge im Einvernehmen mit dem Verkäufer zu stornieren (wash-out). In welchem Umfang das gelingt, kann aber niemand sagen. Es geht da um fünf bis sieben Panamax (a´60.000 Tonnen). Einige Händler suchen sich aber auch Abnehmer in Nachbarländern.
China importierte im April 8,02 Mio. Tonnen Sojabohnen, was für einen April eine Rekordmenge darstellt. Seit Jahresbeginn wurden alle Monatsrekorde gebrochen. Für die Monate Mai und Juni wurden 9,0 bis 9,5 Mio. Tonnen gekauft. Unter der Verlustsituation leiden insbesondere kleinere Firmen. Bis alle Bestellungen abgearbeitet sind, dauert es noch bis Ende Juli, Lieferungen im dritten Quartal 2017 dürften deutlich zurück gehen.
29.05.2017 Monatsbericht von Strategie Grains sieht Schätzung für EU-Raps unverändert

Die monatliche Prognose des französischen Beratungsunternehmens Strategie Grains für die diesjährige französische Rapssaaternte hat sich heute gegenüber dem letzten Bericht kaum verändert. Dagegen gibt es bei der Schätzung zur deutschen Ernte einen kleinen Einbruch, der aber durch bessere Ergebnisse in anderen EU-Ländern wieder kompensiert wird.
Das Unternehmen kommt für die 2017/18er Produktion dieser Ölsaat in der EU jetzt auf 21,35 Mio. Tonnen gegenüber 21,39 Mio. Tonnen im Vormonat. Das sind rund 5 % mehr als im letzten Jahr.
Die Rapssaaternte in Deutschland, dem Top-Produzenten in der EU, wurde gegenüber dem Vormonat um 150.000 auf 4,99 Mio. Tonnen gesenkt, weil die Erträge aufgrund der trockenen Bedingungen in einigen Regionen kleiner ausfallen. Auch die Anbaufläche wird jetzt etwas kleiner eingeschätzt.
Die Regenfälle Anfang Mai in Deutschland und anderen Teilen in Westeuropa haben der Pflanzenentwicklung gut getan; der Nordwesten Deutschland bleibt allerdings sehr trocken.
In Frankreich bleiben die Erwartungen der Rapserträge hoch und die Ernteschätzung bleibt dort auf 4,6 Mio. Tonnen.
Die Aussichten für Polen, Rumänien, Großbritannien und Ungarn wurden von Strategie Grains leicht nach oben verbessert, hauptsächlich weil die Anbaufläche größer eingeschätzt wird als zuvor.
Das kalte Wetter in den ersten Maiwochen in Polen hätte der Rapssaat durch langsameres Wachstum und Frosteinwirkung während der Blühphase einen Schaden zugefügt.

26.05.2017 Australiens Getreideexporte fluten den Markt
Australien exportiert in diesem Jahr rekordverdächtige Volumina. Der viertgrößte Weizenexporteur weltweit konnte seine Weizen-, Raps- und Gersteexporte in den ersten 5 Monaten diesen Jahres kräfig steigern. Sie lagen um über 60% höher, als in normalen Zeiten. Ein Händler aus Singapur nannte gegenüber Reuters zwei Hauptgründe für die hohen Exporte aus Australien. Die sehr große Ernte und die sehr günstigen Preise für australischen Exportweizen. Australian Standard White wurde seit Januar zu Preisen zwischen $185 und $195/Tonne FOB verkauft und damit deutlich günstiger, als andere Herkünfte.
In der Vermarktungsperiode 2016/17 lag die Weizenproduktion Australiens bei 35,13 Mio. Tonnen. Das war ein Anstieg um rund 17% zur bisherigen Rekordernte von 29,6 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2011/12. Die Gersteproduktion lag 25% höher bei 13 Mio. Tonnen.
Industriequellen schätzen, dass Australiens Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode im September nur 5 – 6 Mio. Tonnen betragen, analog zum Vorjahr.
Indien hat mehr Weizen gekauft, China kaufte Gerste und auch der Irak hat wieder in Australien gekauft, so ein Analyst aus Sydney. Die Nachfrage ist von überall her stark. Westaustralien wird wohl mehr Weizen exportieren, als in diesem Jahr produziert wurde.
In der zweiten Jahreshälfte könnte aber die Schwarzmeerregion die Nase vorn haben. Vergangene Woche kaufte Indonesien rund 60.000 Tonnen Schwarzmeerweizen zum Preis von $190/Tonne c&f zur Lieferung im August. Vergleichbare Qualitäten aus Australien lagen bei $215/Tonne.
23.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

22.05.2017 EU-Crop-Monitoring MARS reduziert Prognose der Weizenerträge

Der Crop-Monitoring-Service der EU "MARS" hat in seinem Mai-Bericht die Schätzung der EU-Weichweizenerträge aufgrund des kalten und trockenen Wetters von 6,05 t/ha auf 5,91 t/ha reduziert. Die Schätzung der Erträge der gesamten Gerste-Ernte wurde von 4,90 t/ha auf 4,76 t/ha reduziert. Ebenso die Schätzung der Rapssaat-Ernte von 3,27 t/ha auf 3,17 t/ha. Die Erträge bei den Zuckerrüben schätzt MARS nun auf 73,9 t/ha (Vormonat: 74,2 t/ha). Erhöht wurde die Prognose der Maisernte in der EU von 7,13 t/ha auf 7,15 t/ha. Den gesamten Bericht finden Sie hier:

Quelle: Reuters

18.05.2017 DRV erwartet Getreide- und Rapssernte auf Vorjahresniveau

Die jüngsten Nachtfröste haben nach Meldungen des Deutschen Raiffeisenverbands in Deutschland zu Schäden beim Raps geführt. Daher hat man in der dritten Ernteschätzung, die heute veröffentlicht wurde, die Prognose der Winterrapsernte von 4,93 Mio. Tonnen auf 4,68 Mio. Tonnen reduziert. Im Vergleich zur enttäuschenden Ernte 2016 wäre das aber immer noch ein Anstieg um 1,5%.
Für die Weizenernte 2017 wurde die Ernteschätzung um 1,6% zum Vorjahr auf 24,98 Mio. Tonnen erhöht. Die nächste Ernteschätzung des DRV wird Mitte Juni veröffentlicht.

17.05.2017 Deutschland: Winterweizen-Anbaufläche um 0,9% gestiegen

Die deutsche Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 wurde um 0,9% ausgeweitet auf über 3,16 Mio. Hektar. Das meldet heute Vormittag das Statistische Bundesamt. Um 1% reduziert wurde hingegen die Aussaat für Winterraps. Sie liegt bei etwa 1,31 Mio. Hektar.

16.05.2017 Ukraine: Rapssaatexporte 2017/18 könnten um 60% steigen

Die Rapssaatexporte 2017/18 der Ukraine werden um wahrscheinlich 60% auf 1,65 Mio. Tonnen steigen. Das berichtet das Analystenhaus UkrAgroConsult und begründet den Anstieg mit einer um 70% größeren Ernte aufgrund gestiegener Anbauflächen und höherer Erträge. Erwartet wird eine Erntemenge von 2,03 Mio. Tonnen Rapssaat versus 1,19 Mio. Tonnen 2016. Quelle: Reuters

09.05.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet Rückgang der Maisanbaufläche

Das französische Landwirtschaftsministerium rechnet mit einem Rückgang der Maisanbaufläche 2017 um 2,3% auf 1,39 Mio. Hektar. In der heute veröffentlichten Prognose erwartet das Ministerium darüber hinaus mit einer Ausweitung der Zuckerrüben-Anbaufläche auf 472.000 Hektar (April-Schätzung: 438.000 Hektar). Die Auswertung um 17,2% zum Vorjahr ist mit dem Auslaufen der Zuckermarktordnung in diesem Jahr in der Europäischen Union zu begründen.
Beim Weichweizen wurde die Prognose unverändert zum Vormonat und leicht verändert zum Vorjahr auf 5,2 Mio. Hektar geschätzt. Die Gerste- und Rapssaat-Anbauflächenschätzung wurde ebenfalls unverändert zum Vorjahr und leicht verändert zum Vorjahr auf 1,9 Hektar respektive 1,44 Mio. Hektar geschätzt. Quelle: Reuters

04.05.2017 Forscher entwickeln neue Technik für höhere Rapserträge

Kieler Forscher haben eine besonders präzise Methode zur Gen-Veränderung beim Raps entwickelt. Den Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gelang es erstmals, mit Hilfe der so genannten Genome Editing-Methode, Ölraps gezielt zu verändern und die Übertragung der Veränderungen auf nachfolgende Generationen nachzuweisen. Die neue Technik ermöglicht höhere Rapserträge, wie die CAU am Donnerstag mitteilte.

den ganzen Bericht finden Sie hier

03.05.2017 EU-Kommission senkt Prognose für Weizenproduktion 2017/18

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weizenproduktion in der Gemeinschaft für die kommende Saison 2017/18 um 300.000 Tonnen zum Vormonat von 142,2 Mio. Tonnen auf 141,9 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt die Prognose aber weiterhin deutlich über dem Ergebnis der Saison 2016/17 von 134,4 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weizenexporte 2017/18 blieb unverändert bei 28,9 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2016/17 von 24 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der Gersteernte 2017/18 in der EU28 wurde um 300.000 Tonnen auf 62,4 Mio. Tonnen erhöht. Leicht gesenkt hingegen wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion 2017/18 von 66,6 auf 66,5 Mio. Tonnen. Ebenfalls gesenkt wurde die Schätzung der EU Rapssaatproduktion 2017/18 von 22,55 Mio. Tonnen auf 22,2 Mio. Tonnen.

03.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

02.05.2017 Kanada Canola-Bestände schrumpfen auf 4-Jahres-Tief

Die Canola-Bestände in Kanada sind kurz vor der Aussaat für die nächste Ernte auf ein Vier-Jahres-Tief geschrumpft. Eine sehr gute Nachfrage von den Ölmühlen und den Exporteuren ließ die Bestände spürbar sinken. Das Weizenangebot ist dagegen größer geworden, so die Meinung von zwölf Händlern, die vom Nachrichtendienst Reuters befragt wurden.
Am kommenden Freitag wird auch die staatliche Statistikbehörde Statistics Canada das Ergebnis einer Bestandserhebung per 31. März bei den Farmern und den Lagerhaltern auf der Erfassungsebene veröffentlichen.
Der Reuters-Umfrage zufolge sollen noch 6,7 Mio. Tonnen Canola (Raps) auf Vorrat sein; das wären 22 % weniger als im letzten Jahr zu diesem Termin und die kleinste Menge seit 2013. Steigende Canola-Preise lassen auf eine geringe Abgabebereitschaft der Lagerhalter schließen.
Mehr als 1 Mio. acres Canola, Weizen und andere Feldfrüchte konnten im letzten Herbst nicht geerntet werden und man hofft, davon noch einiges zu retten. Über die Qualität des Ernteguts kann man noch nichts sagen.
Kanada hat mehr Canola im eigenen Land verarbeitet und gleichzeitig auch mehr von der Ölsaat exportieren können.
Das Weizenangebot stieg in der laufenden Saison um 27 % auf eine Drei-Jahres-Hoch auf 18,3 Mio. Tonnen. Der Umfrage zufolge haben sich die Durum-Bestände fast verdoppelt. Kanada produzierte in 2016 seine zweitgrößte Weizenernte der letzten 25 Jahre und die größte Durum-Ernte überhaupt. Außergewöhnlich nasses Wetter beeinträchtigte aber die Ernte und die Qualität.
Während die Durum-Bestände hoch sind, bedeuten die Qualitätsprobleme, dass das Getreide nur in den Futtermischungen abgesetzt werden kann.
Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola (Rapssaat) und einer der bedeutendsten Weizenexporteure.

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