Matif: Rapssaat November 2017

27.11.2017 Südkorea: NOFI sucht diverse Schrote
Südkoreas größter Futtermittelproduzent NOFI (Nonghyup Feed Inc.) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 12.000 Tonnen Rapssaat-Schrot, 12.000 Tonnen Canolaschrot, 24.000 Tonnen Palmkernöl-Expeller und 6.000 Tonnen Kokosnuss-Schrot. Die Angebotsfrist endet am 28. November.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
24.11.2017 HANSA Terminhandel - Ölsaaten-Mail

Seit Mitte November verbuchte der CBoT-Sojabohnenfuture zwei deutlich Kurssprünge, weil die Nachfrage aus China nach Ölsaaten immer neu Rekorde schreibt. COFCO will 1/3 mehr Canola aus Kanada beziehen, außerdem gewinnt La Nina an Relevanz. Das Wetterphänomen könnte in Argentinien, dem größten Sojaschrotanbieter der Welt, eine Trockenheit verursachen. Bärisch wirkte, dass Indien, der weltweit größte Speiseölimporteur, seine Importzölle drastisch anhob. Außerdem senkt Argentinien die Vorkosten für Agrarexporte pro Schiff um 100.000 USD.
Mischfutterhersteller hierzulande werden von den höheren Preisen für Ölschrote abgeschreckt und versorgen sich aus Vorräten. Auch für Inlandsraps bietet man, begleitet von sinkenden Börsenkursen, weniger. Als Antwort darauf sinkt die Verkaufsbereitschaft am Kassamarkt. Anbieter rechnen damit, dass die Mineralölkonzerne ab der kommenden Woche ihren Bedarf an Biodiesel für den Rest des Jahres eindecken. Das könnte sich auf die Preise bis auf die Erzeugerebene durchschlagen.

20.11.2017 Indien hebt Importzölle für Speiseöle auf höchsten Stand seit einem Jahrzehnt

Indien hat jetzt auch weitere Importzölle angehoben. Der weltweit größte Importeur von Speiseölen will damit seine Bauern schützen. Die Anhebung der Zölle führt zu steigenden Preisen im lokalen indischen Markt sowie zu reduzierten Importen in der Vermarktungssaison 2017/18, die am 1. November gestartet ist.
Indien verdoppelt den Importzoll für rohes Palmöl auf 30 %; der Zoll für raffiniertes Palmöl stieg auf 40 % von 25 %. Der Import von rohem Sojaöl stieg von 17,5 auf 30 %, für raffiniertes Sojaöl von 20 auf 35 %. Diese Maßnahmen wurden bereits zu Beginn des Monats angekündigt.
Indiens Ölmühlen kauften Speiseölevon der billigen Konkurrenz aus Indonesien, Malaysia und Argentinien.
Es ist der zweite Anstieg der Importzölle in drei Monaten, der nun die Preise für Speiseöle in Indien erhöht. Sojabohnen und Rapssaaten wurden bereits unter den von der Regierung festgesetzten Mindestpreisen gehandelt, was die Bauern verärgerte.
Indien importiert derzeit 70 % seines Speiseölkonsums; im Jahr 2001/02 waren es 44 %. Auch nach der Anhebung der Importzölle wird Indien in 2017/18 rund 15,5 Mio. Tonnen Speiseöle importieren; im Vorjahr waren es 15 Mio. Tonnen. Die vorherigen Schätzungen lagen bei Importmengen von 15,9 Mio. Tonnen.
Der Steueranstieg wird die Importe aber wohl kaum beeinflussen, denn das Land hat einen steigenden Bedarf.
Indien erhöhte auch die Importzölle auf Sojabohnen (von 30 auf 45 %), Rapssaatöl (von 12,5 auf 25 %) sowie Sonnenblumenöl (von 20 auf 35 %).
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

16.11.2017 COFCO will 1/3 mehr Canola aus Kanada beziehen

Der staatliche chinesische Agrarhändler COFCO plant im kommenden Jahr den Kauf von 2,5 Mio. Tonnen kanadische Rapssaat (Canola). Das sind 1/3 mehr als in diesem Jahr bezogen werden. COFCO hatte in diesem Jahr in Winnipeg ein eigenes Büro eingerichtet.
Aus diesem Büro heraus werden Ölsaaten aus den Provinzen Winnipeg und Manitoba, der Transport in die Häfen sowie die Verschiffung nach China organisiert. Der Felix Müller, der von Genf aus die Interessen von COFCO vertritt, sagte, dass es keine Pläne gebe, in Kanada eigene Silos zu bauen und direkt bei den Farmern zu kaufen. So wie es derzeit läuft, ist für COFCO alles im Lot, man baue sich lediglich eine Infrastruktur mit Kooperationspartnern im Ausland auf.
2,5 Mio. Tonnen Canola entsprechen 14 % der gesamten kanadischen Erntemenge 2017.
2 Mio. Tonnen davon werden in China zu Rapsschrot und –Öl verarbeitet, die Restmenge wird in andere asiatische Länder weiter verkauft. Der Bedarf für Canola in China ist begrenzt, Sojabohnen stellen mit großem Abstand den Löwenanteil des energiereichen Proteinträgers.
Insgesamt wird China in 2017/18 4 bis 4,4 Mio. Tonnen Canola aus Kanada importieren. Das kanadische Statistikamt zeigt, dass die Exporte im vorherigen Wirtschaftsjahr 4 Mio. Tonnen betrugen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

15.11.2017 DBV: Deutsche Maisernte besser als bisher erwartet

Die deutsche Maisernte 2017 wird heute vom Bauernverband in dessen letzten Erntebericht des Jahres um 9 % größer als im letzten Jahr geschätzt.
Das sind 4,3 Mio. Tonnen mehr Mais, als noch im August geschätzt wurde. Die Ernte sei inzwischen fast abgeschlossen, so der Verband.
Die Maisernte hat von dem feuchten Sommerwetter profitiert, die Weizen- und Rapsernte erlitt deshalb aber Qualitätsverluste.
Ende August ging das Landwirtschaftsministerium in Berlin von einer deutschen Maisernte in der Größenordnung von 4,15 Mio. Tonnen aus.

Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

14.11.2017 Anbaufläche für Winterraps sinkt in Deutschland voraussichtlich um 1,9%

Die Winterrapsaussaat in Deutschland zur Ernte 2018 wird nach einer Umfrage des Anbauverbandes UFOP um 1,9% niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Erwartet wird demnach eine Anbaufläche von 1,283 Mio. Hektar. Eine Umfrage, die UFOP unter 1.400 deutschen Landwirten durchführte, ergab den voraussichtlichen Rückgang, der mit ungünstigen Wetterbedingungen im Herbst begründet wurde. Einige geplante Flächen konnten demnach nicht bestellt werden.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.11.2017 Frankreich reduziert Prognose der Weizen- und Rapssaatproduktion 2017

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der diesjährigen Maisernte um 100.000 Tonnen von 13,0 Mio. Tonnen im Vormonat auf 13,1 Mio. Tonnen erhöht. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 11,9%.
Die Schätzung der Weichweizenernte reduzierte das Landwirtschaftsministerium von 37,9 Mio. Tonnen im Vormonat auf 37,5 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Bestände unter ungünstigen Wetterbedingungen litten, wäre das ein Anstieg um 36,1%.
Ebenfalls reduziert zum Vormonat hat das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Rapssaaternte. Erwartet wird ein Ergebnis von 5,35 Mio. Tonnen. Im Oktober lag die Schätzung bei 5,5 Mio. Tonnen.
Kräftig erhöht hat man die Schätzung der Zuckerrübenernte, bereits zum zweiten Mal in Folge. Aufgrund höherer Erträge als erwartet, wurde die Schätzung auf nun 42,6 Mio. Tonnen angehoben (Oktober: 41,9 Mio. Tonnen).

01.11.2017 Ukraine: Wintergetreideaussaat zu 96% komplett

In der Ukraine wurde bisher Winterweizen zur Ernte 2018 auf einer Fläche von 5,9 Mio. Hektar ausgesät. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Das sind 96% der geplanten 6,15 Mio. Hektar. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 5,7 Mio. Hektar Winterweizen und 772.000 Hektar Wintergerste.
Insgesamt soll Wintergetreide auf 7,2 Mio. Hektar ausgesät werden, davon 6,15 Mio. Hektar Winterweizen, 926.000 Hektar Wintergerste und 161.000 Hektar Roggen.
Winterweizen hat in der Ukraine einen Anteil von rund 95% der gesamten Weizenanbaufläche, während der Anteil der Wintergerste an der gesamten Gersteanbaufläche bei rund 60% liegt.
Wintergerste wurde bisher auf 796.000 Hektar ausgesät und Roggen auf 144.000 Hektar. Darüber hinaus wurde auf 853.000 Hektar Winterraps ausgesät versus 798.000 Hektar zur selben Zeit im vergangenen Jahr.
Die Getreideernte ist zu 88% erledigt und es wurden 51,4 Mio. Tonnen Getreide auf einer Fläche von 12,8 Mio. Hektar mit Durchschnittserträgen von 4,03 Tonnen/Hektar geerntet (Vorjahr: 4,33 Tonnen/Hektar).
Winterweizen ist komplett geerntet und die Erntemenge lag bei 26,6 Mio. Tonnen, ebenso sind die Gerste- und Roggenernte, sowie die Ernte weiterer weniger bedeutender Kulturen abgeschlossen.
Die Maisernte ist im vollen Gange. Rund 13,3 Mio. Tonnen wurden auf 61% der Flächen geerntet mit Durchschnittserträgen von 4,84 Tonnen /Hektar versus 5,94 Tonnen/Hektar zur selben Zeit im vergangenen Jahr.
Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordernte von 66 Mio. Tonnen Getreide eingefahren und 43,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert. In der laufenden Saison 2017/18 plant die Ukraine eine Getreideernte von 61-63 Mio. Tonnen und Exporte von bis zu 45 Mio. Tonnen (Vorjahr: 43,9 Mio. Tonnen).
Im Vermarktungsjahr 2017/18 (Juli bis Juni)exportierte die Ukraine bisher 13,5 Mio. Tonnen Getreide. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 14,3 Mio. Tonnen (davon 8,6 Mio. Tonnen Weizen). Darin enthalten sind 8,17 Mio. Tonnen Weizen, 3,57 Mio. Tonnen Gerste und rund 1,7 Mio. Tonnen Mais.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

30.10.2017 Schätzung zum Rapsanbau wird leicht angehoben

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains hebt seine Schätzung zur EU-Rapsanbaufläche zur Ernte 2018 leicht an. Der Flächenrückgang in nordeuropäischen Ländern wird aber weiter verhindern, dass die Anbaufläche des Vorjahres überschritten wird.
Das in Frankreich ansässige Unternehmen schätzt nun die Rapsanbaufläche der EU(28) zur Vermarktungssaison 2018/19 auf 6,71 Mio. Hektar. Im letzten Monat ging man noch von 6,64 Mio. Hektar aus und in 2017/18 wurden 6,74 Mio. Hektar mit Rapssaat bestellt.
Wie auch andere Marktbeobachter hat Strategie Grains davor gewarnt, dass Länder in Nordeuropa die geplanten Flächen nicht vollumfänglich bestellen können, weil es immer wieder geregnet hatte. Das könnte die Schätzung in den kommenden Wochen noch einmal reduzieren.
Signifikante Flächenausweitungen in Frankreich, Großbritannien, den zentral- und südosteuropäischen EU-Ländern wurden durch Flächenbeschränkungen in Deutschland, Polen und nordeuropäischen EU-Ländern aufgehoben.
Rapssaat ist die wichtigste Ölsaat in der EU aus der Speiseöl sowie der Rohstoff zur Herstellung von Biodiesel erzeugt wird.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

25.10.2017 Ukraine: Wintergetreideaussaat ist zu 94% komplett

In der Ukraine wurde bisher Winterweizen zur Ernte 2018 auf einer Fläche von 5,8 Mio. Hektar ausgesät. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Das sind 94% der geplanten 6,15 Mio. Hektar. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 5,4 Mio. Hektar Winterweizen und 592.000 Hektar Wintergerste.
Insgesamt soll Wintergetreide auf 7,2 Mio. Hektar ausgesät werden, davon 6,15 Mio. Hektar Winterweizen, 926.000 Hektar Wintergerste und 161.000 Hektar Roggen.
Winterweizen hat in der Ukraine einen Anteil von rund 95% der gesamten Weizenanbaufläche, während der Anteil der Wintergerste an der gesamten Gersteanbaufläche bei rund 60% liegt.
Wintergerste wurde bisher auf 744.000 Hektar ausgesät und Roggen auf 143.000 Hektar. Darüber hinaus wurde auf 844.000 Hektar Winterraps ausgesät versus 782.000 Hektar zur selben Zeit im vergangenen Jahr.
Die Getreideernte ist zu 85% erledigt und es wurden 49,8 Mio. Tonnen Getreide auf einer Fläche von 12,4 Mio. Hektar mit Durchschnittserträgen von 3,99 Tonnen/Hektar geerntet (Vorjahr: 4,26 Tonnen/Hektar).
Winterweizen ist komplett geerntet und die Erntemenge lag bei 26,6 Mio. Tonnen, ebenso sind die Gerste- und Roggenernte, sowie die Ernte weiterer weniger bedeutender Kulturen abgeschlossen.
Die Maisernte ist im vollen Gange. Rund 11,7 Mio. Tonnen wurden auf 55% der Flächen geerntet mit Durchschnittserträgen von 4,74 Tonnen /Hektar versus 5,83 Tonnen/Hektar zur selben Zeit im vergangenen Jahr.
Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordernte von 66 Mio. Tonnen Getreide eingefahren und 43,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert. In der laufenden Saison 2017/18 plant die Ukraine eine Getreideernte von 61-63 Mio. Tonnen und Exporte von bis zu 45 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

20.10.2017 EU-Wintergetreideaussaat kommt schnell voran

Die Wintergetreideaussaat bei den 4 größten Getreideproduzenten der EU macht gute Fortschritte. Niederschläge führen in Deutschland und in Polen allerdings zu Unterbrechungen.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten- und Exporteur, wird von guten Fortschritten berichtet. Die Aussaat ist bisher zu optimalen Bedingungen erfolgt und die Bestände sind in guter Verfassung. Man geht davon aus, dass das französische Wintergetreide (incl. Rapssaat) in gutem Zustand in den Winter geht. Die Pflanzen entwickeln sich aufgrund warmer Temperaturen und einiger Regenschauer sehr schnell. Frankreichs Winterweizenaussaat ist laut FranceAgriMer per 16. Oktober zu 47% komplett. Analysten erwarten aufgrund attraktiver Preise einen Ausbau der Aussaatfläche für Rapssaat, allerdings ist die erwartete Weizen-Aussaatfläche nur marginal kleiner.
In Deutschland behindern Niederschläge die Rapsaussaat, insbesondere im Norden. Ein Händler bezifferte den erwarteten Rückgang der Anbaufläche auf mindestens 60.000 Hektar auf 1,25 Mio. Hektar. Bei weiteren 10.000 Hektar sei unsicher, ob sie aufgrund der Niederschläge im Norden bestellt werden können. Das könnte dazu führen, dass diese Flächen mit Winterweizen bestellt werden und die Winterweizenaussaat um über 2 % zum Vorjahr ansteigen könnte.
Die Weizenaussaatfläche in Großbritannien wird vom britischen Landwirtschaftsministerium kaum verändert auf etwa 1,8 Mio. Tonnen geschätzt. Beim Raps wird die Anbaufläche im fünften Jahr in Folge sinken auf 563.000 Hektar. Im Vergleich mit 2012 ist die Aussaatfläche um rund 25% geschrumpft.
In Polen behindert Herbstregen die Winterraps-Aussaat und die geplante Fläche könnte auf 780.000 – 790.000 Hektar sinken. Ursprünglich sollten es etwa 870.000 Hektar sein, so Wojtek Sabaranski, Analyst von Sparks Polska. Das nasse Wetter hat die Landwirte vor ernsthafte Probleme gestellt, weil die Felder nicht mit schwerem Gerät befahren werden konnten. Die Wintergetreideaussaat war generell schwierig und die Anbaufläche könnte möglicherweise reduziert werden. Offizielle Zahlen stehen aber noch nicht zur Verfügung.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

12.10.2017 Strategie Grains erwartet steigende Anbauflächen für Weizen und Gerste in der EU

Die Landwirte in der Europäischen Union werden nach Schätzungen des Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains die Anbauflächen für Weizen und Gerste im kommenden Jahr erhöhen, die Anbaufläche für Mais könnte allerdings niedriger ausfallen.
In der ersten Prognose für die Ernte 2018, schätzt das in Frankreich sitzende Unternehmen die Anbaufläche für Getreide auf 56,1 Mio. Hektar. Das wäre ein Anstieg um 0,7% zum Vorjahr (55,7 Mio. Hektar).
Die Anbaufläche für Weichweizen, das in der EU meist produzierte Getreide, könnte um 0,5% steigen.
Für Winter- und Sommergerste wird demnach mit einem Anstieg der Anbaufläche von 1% bzw. 3% gerechnet. Die Anbaufläche für Mais könnte jedoch um 1,5% sinken, so Strategie Grains.
Weichweizen könnte profitieren von den schwierigen Aussaatbedingungen von Rapssaat in Nordeuropa, was bei einigen Landwirten zu einer Umwidmung der Flächen von Raps zu Weizen führen könnte, trotz der weniger attraktiven Weizenpreise im Vergleich zur Rapssaat.
Der erwartete Rückgang der Maisanbaufläche spiegelt die relativ schwache Wettbewerbssituation zu anderen Kulturen wider.
Bei der Rapssaat wird mit einer stabilen Anbaufläche von 12,3 Mio. Hektar gerechnet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

12.10.2017 Großbritanniens Rapssaat-Ernte steigt um 23% zum Vorjahr

Die britische Rapssaaternte hat in diesem Jahr eine Menge von 2,18 Mio. Tonnen erreicht und liegt damit 23% höher, als im Vorjahr. Das teilte das britische Landwirtschaftsministerium mit.
Die Erträge stiegen um 26,5% auf 3,9 Tonnen pro Hektar, während die Anbaufläche um 2,8% auf 563.000 Hektar sank.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

06.10.2017 Frankreichs Saipol senkt Biodisel-Produktion drastisch
Das französische Unternehmen Saipol wird nach eigenen Angaben die Biodieselproduktion in Frankreich im kommenden Jahr um rund die Hälfte reduzieren. Argentinischer Biodiesel, dessen Importzoll aufgrund eines WTO-Urteils kürzlich drastisch gesenkt wurde, drohe den bereits schwierigen Markt noch zu verschärfen.
Die Verarbeitungsmenge des Unternehmens, das neben Biodiesel auch Pflanzenöle für die menschliche Ernährung und Futtermittel produziert, soll im kommenden Jahr auf unter 700.000 Tonnen sinken versus geschätzter 1,3 Mio. Tonnen 2017. Dadurch werden weniger Ölsaaten (hauptsächlich Rapssaat) in einem Volumen von etwa 1 Mio. Tonnen benötigt und die Verarbeitungsmenge sinkt im kommenden Jahr auf 2,5 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
02.10.2017 Anbaueinschränkung: 1 % weniger Ölsaaten in der EU

Die Anbaufläche für Rapssaat in der Europäischen Union dürfte sich geringfügig verkleinern, weil die Wetterverhältnisse die Aussaat auf einigen Flächen behinderten und so nicht alle Anbauplanungen eingehalten werden konnten. Das teilt heute das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains mit.
Die Fachleute schätzen die Anbaufläche in der EU für Winterraps zur Ernte 2018 auf 6,64 Mio. Hektar. Das ist 1 % weniger als die 6,73 % Hektar auf denen in diesem Jahr Raps geerntet wurde.
Anhand der Anbauplanung wäre die Anbaufläche ausgeweitet worden, da die Preise für Ölsaaten die besseren Deckungsbeiträge versprechen. Aber Trockenheit im Südosten Europas sowie heftige Niederschläge in Deutschland und anderswo im nördlichen Europa vereitelten diese Pläne.
Rapssaat ist die am meisten verbreitete Ölsaat in der EU; man gewinnt daraus Speiseöl, Futtermittel oder auch Biodiesel. Die kleinere Anbaufläche beim Raps sowie eine um 2 % kleinere Anbaufläche von Sonnenblumen auf 4,1 Mio. Hektar tragen zu einer um 1 % kleineren Ölsaatenanbaufläche in der EU bei, die von Strategie Grains jetzt auf 12,1 Mio. Hektar geschätzt wird.
Die Fachleute schätzen den Anbau von Sojabohnen in der EU auf 1 Mio. Hektar, im Vorjahr waren es 970.000 Hektar. Dieses ist die erste Projektion von Strategie Grains für die Ernte 2018.

02.10.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

28.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

22.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

21.09.2017 Coceral senkt Erwartungen zur EU-Maisernte um 700.000 Tonnen

Der Getreideindustrieverband Coceral hat heute seine Schätzung zur 2017er EU-Weizenproduktion von 142 auf 142,1 Mio. Tonnen leicht angehoben. Im Vorjahr wurden in der 28-Gemeinschaft 135,5 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
In seinem Quartalsbericht senkte Coceral seine Erwartungen zur EU-Maisernte auf jetzt 59,3 Mio. Tonnen. Im Mai ging man noch von 60 Mio. Tonnen aus, im Vorjahr wurden 60,8 Mio. Tonnen Mais in der EU geerntet.
Die Gerstenproduktion wird jetzt auf 58,1 Mio. Tonnen geschätzt, im Mai ging man noch von 57,2 Mio. Tonnen aus. In 2016 erntete die EU 59,7 Mio. Tonnen Gerste.
Die EU-Rapsproduktion wird heute auf 22,1 Mio. Tonnen geschätzt (Mai-Schätzung: 21,5 Mio. Tonnen). Im Vorjahr waren es 20,5 Mio. Tonnen.

20.09.2017 Bauern in der EU säen mehr Raps aus

Analysten erwarten, dass Europas Bauern für die Ernte 2018 mehr Raps anbauen. Ob diese Absicht auch in die Tat umgesetzt wird, ist aber noch unsicher.
In Südosteuropa, speziell in Bulgarien, wurde die Rapssaat in zu trockene Böden gelegt, sodass die Bauern möglicherweise später noch auf Weizen ausweichen müssen, sofern die Saat nicht aufläuft. In Skandinavien und in Deutschland verzögert Regen die Aussaat von Raps. Das beobachtet der Französische Marktanalyst Strategie Grains.
Die niedrigen Getreidepreise sorgen aber insgesamt dafür, dass mehr Raps angebaut wird.
In Frankreich werden definitiv mehr Ackerflächen mit Raps angebaut, da man in diesem Jahr damit bessere Erfolge als mit dem Weizenanbau erzielt hat. Der Weizenanbau für 2018 wird indes eingeschränkt, nachdem er im Vorjahr mit über 5 Mio. Hektar noch einen 80-Jahres-Rekord aufgestellt hatte. Wirtschaftliche Überlegungen bevorzugen in Frankreich den Rapsanbau.
Deutsche Bauern werden dagegen wohl den Rapsanbau um rund 60.000 Hektar auf 1,25 Mio. Hektar reduzieren. Die Verkaufszahlen des Saatguts lassen darauf schließen, dass mehr Wintergerste angebaut wird, so die Analysten.
In Großbritannien ist die Aussaat von Raps bereits auf einer etwas größeren Anbaufläche weitestgehend abgeschlossen. Der Anbau steigt etwas, nachdem in den Vorjahren wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln der Rapsanbau zurückging. Der Weizenanbau in Großbritannien wird sich aber kaum verändern.
In Polen wird sich die Anbaufläche für Rapssaat um ca. 30.000 Hektar verkleinern und unter die 800.000 Hektar-Marke sinken. Das dürfte dem Weizenanbau zugute kommen, denn diese beiden Feldfrüchte konkurrieren um die Anbaufläche.

20.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

18.09.2017 EU reduziert Prognose der Rapssaat-Erträge 2017

Der Crop-Monitoring-Service der Europäischen Union hat seine Prognose der EU-Weichweizenerträge2017 leicht erhöht zum Vormonat von 5,85 t/ha auf 5,86 t/ha. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der EU Maiserträge 2017. Sie werden auf 6,99 t/ha geschätzt versus 6,93 t/ha im Vormonat. Reduziert wurde hingegen die Prognose der EU Rapssaaternte von 3,27 t/ha auf 3,25 t/ha. Quelle: Reuters

12.09.2017 Frankreich hebt Ernteschätzungen erneut an

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat heute seine Ernteschätzung für Weizen erneut angehoben. Es wird herausgestellt, dass die Erträge deutlich besser waren als im desaströsen Vorjahr.
Der Schätzung zufolge wurden in Frankreich 37,8 Mio. Tonnen Weizen geerntet; das sind 1 Mio. Tonnen mehr als im August geschätzt und 37,1 % mehr als im Vorjahr geerntet wurden.Somit ist die diesjährige Weizenernte die drittbeste nach 2015 (40,8 Mio.to) und 1998 (38,2 Mio.to).
Die Schätzung zur Rapsproduktion Frankreichs wurde ebenfalls angehoben auf jetzt 5,5 Mio. Tonnen (Vormonat: 5,2 Mio.to) und 15,6 % mehr als in 2016. Es wurde der Rekord aus 2009 (5,6 Mio.to) knapp verfehlt.
Die gesamte Gerstenernte (Winter- und Sommergeste) Frankreichs wird jetzt mit 12,3 Mio. Tonnen angegeben, ein Plus von 17 % zum Vorjahr.
Die Schätzungen bestätigen, dass die französische Getreideernte die schwierigen Wetterbedingungen (Frost, Trockenheit sowie Hitzewellen) dieses Sommers gut überstanden hat.
Die später reifenden Feldfrüchte wie Zuckerrüben und Mais hätten bisher nur wenig unter den trockenen Bedingungen des Sommers gelitten. Die Ertragsschätzungen des Ministeriums liegen aber unter denen anderer Marktbeobachter.
In diesem Jahr wird die Zuckerrübenernte auf 40,5 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 16,7 % mehr als im Vorjahr, als noch die EU-Zuckermarktordnung galt. Die Anbaufläche wurde von 405.000 Hektar auf 472.000 Hektar ausgeweitet. Der Durchschnittsertrag wird auf 85,8 Tonnen/Hektar geschätzt. Verbände gehen sogar von einem Hektarertrag in Höhe von 91,8 Tonnen aus.
Das Ministerium ließ die Schätzung zur Maisernte fast unverändert zum Vormonat. 12,75 Mio. Tonnen sollen zusammen kommen (+0,89 % zum Vorjahr). Marktbeteiligte sind da optimistischer, sie gehen von einer Maisernte von 13,5 bis 14 Mio. Tonnen aus. Regen im Herbst hat die Erträge noch verbessert.

12.09.2017 Frankreich erwartet starken Anstieg der Zuckerrübenproduktion
Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine erste Prognose der Zuckerrübenernte 2017 um 16,7% zum Vorjahr auf 40,5 Mio. Tonnen erhöht. Der Anstieg der Prognose begründet sich durch die höhere Anbaufläche, die sich mit dem Auslaufen der Quotenregelung in der Europäischen Union erklärt. Erwartet wird ein durchschnittlicher Ertrag von 85,8 Tonnen pro Hektar. Das ist nahe dem Niveau des Vorjahres.
Erhöht wurde auch die Prognose der Sommerweizenernte in Frankreich. Sie wird auf ein Volumen von 37,8 Mio. Tonnen geschätzt versus 36,8 Mio. Tonnen in der Vormonatsprognose und 37,1% über dem Ergebnis des Vorjahres, als die Weizenbestände in Frankreich unter sehr ungünstigen Wetterbedingungen litten.
Die Prognose der französischen Rapssaat-Produktion wurde auf 5,5 Mio. Tonnen erhöht. Zum Vormonat (5,2 Mio. Tonnen) ist das ein Anstieg um 300.000 Tonnen und im Vergleich zum Vorjahresergebnis ein Anstieg um 15,6%.
Unverändert blieb die Prognose der Maisproduktion in Frankreich mit 12,75 Mio. Tonnen (+8,9% zum Vorjahr). Quelle: Reuters
11.09.2017 Australiens Weizenernte 2107/18 auf 8-Jahres-Tief?

Australien senkt heute seine Ernteschätzung für Weizen und Rapssaat der Ernte 2017/18. Trockenes Wetter in den großen Anbauregionen des Kontinents verschlechtert die Ertragsaussichten.
Die Ernte beginnt in den kommenden Monaten und Die Weizenernte wird jetzt vom Australian Bureau of Agricultural Resource Economics and Science (ABARES) auf 21,64 Mio. Tonnen geschätzt. In der März-Schätzung ging man noch von 23,98 Mio. Tonnen aus.
Das entspricht einem Rückgang um 1/3 gegenüber der Ernte 2016/17 als man 32,64 Mio. Tonnen erntete. Diese schwache Ernteschätzung beim viert-größten Weizenexporteur der Welt lässt erwarten, dass das globale Angebot an Weizen hoher Qualitätsstufen weiter eingeschränkt wird. Im Juli errichten die Börsennotierungen in den USA ein Zwei-Jahres-Hoch, obwohl die weltweiten Weizenbestände geringerer Qualität sehr groß sind.
Im letzten Jahr profitierte die australische Wirtschaft noch von der außerordentlich großen Weizenernte. Der Agrarsektor trug 23 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Eine schwächere Ernte wurde zuletzt aber schon erwartet. In vielen Produktionsgebieten regnete es zwischen dem 1. Juni und dem 31. August viel zu wenig.
In den vergangenen Wochen verzeichneten die Bundesstaaten New South Wales und Queensland im Osten des Kontinents Frost in den Weizen- und Rapsanbauregionen. ABARES schätzt die Rapsernte 2017/18 jetzt auf 2,75 Mio. Tonnen, die letzte Schätzung lautete noch auf 3,69 Mio. Tonnen.

11.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

06.09.2017 Chinas Import von Ölfrüchten steigt langsamer

Der USDA-Agrarmarkt-Attaché in China erwartet, dass die Sojabohnenimporte in der Saison 2017/18 „nur“ um 1,5 Mio. Tonnen steigen werden, von 91 Mio. Tonnen auf 92,5 Mio. Tonnen. Das ist weniger als die 94 Mio. Tonnen, die das USDA zuletzt geschätzt hatte.
Dabei sollen die Lieferungen aus den USA bei 35 Mio. Tonnen unverändert groß sein, als im Vorjahr. China werde in 2017/18 91,5 Mio. Tonnen Sojabohnen verarbeiten, in der Saison zuvor waren es 86,5 Mio. Tonnen. Die chinesische Sojabohnenernte in 2017 wird auf 14,2 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.: 12,9 Mio. Tonnen).
Chinas Rapssaat-Importe in 2017/18 werden auf 4,3 Mio. Tonnen erwartet (Vj.: 4,1 Mio. Tonnen).

06.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

04.09.2017 Strategie Grains senkt Ausblick für EU-Rapssaat

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte seine monatliche Einschätzung zu der diesjährigen Rapsernte der EU um 260.000 Tonnen. Insbesondere die deutsche Ernte war deutlich kleiner als erwartet.
Demnach kommt die EU-Rapsernte 2017 auf 21,65 Mio. Tonnen und damit aber immer noch 6,7 % größer als im Vorjahr, als die Ernte durch widrige Wetterumstände klein ausfiel.
In Frankreich waren die Hektarerträge höher als erwartet, dagegen enttäuschten die Erträge in Deutschland. Hierzulande regnete es im Sommer fortwährend, worunter auch die Weizenernte litt.
Im Gegensatz dazu hob das Unternehmen seine Schätzung zur Sonnenblumensaat-Ernte der EU von 8,5 auf 8,68 Mio. Tonnen um 5,1 % gegenüber dem Vorjahr an.

01.09.2017 Kanadas Weizenernte auf 6-Jahres-Tief – 7 % weniger Canola

Kanadas Weizenernte 2017 ist die kleinste seit sechs Jahren und die Canola-Ernte fällt um 7,1 % kleiner aus, als im Vorjahr. Das sind heute die Kernaussagen der ersten Schätzung zum kanadischen Getreidemarkt in diesem Jahr von Statistics Canada.
Die Canola- (Rapssaat-) Produktion soll demnach auf 18,2 Mio. Tonnen kommen; im Vorjahr waren es 19,6 Mio. Tonnen und die Experten aus dem Markt schätzten die Ernte im Vorfeld auf 18,6 Mio. Tonnen. Analysten machen aber auch darauf aufmerksam, dass die Umfrage unter den Farmern bereits am 19. Juli stattfand und sich die Bedingungen seither verbessert hätten. Üblicherweise werden die Schätzungen später noch einmal angehoben, falls es im Norden des Bundesstaats Alberta keinen frühen Frost gibt.
Die Kurse der ICE-Futurs auf Canola stiegen nach der Veröffentlichung der Zahlen und das stützte dann auch die Kurse für Sojabohnen am CBoT.
Die Statistikbehörde schätzt zudem die Weizenernte auf 25,5 Mio. Tonnen und damit auf den niedrigsten Stand seit 2011. Im Vorjahr wurden 31,7 Mio. Tonnen geerntet und Händler waren zuvor von 26,2 Mio. Tonnen ausgegangen. Die Durum-Ernte, die in der vorher genannten Zahl enthalten ist, kommt nur auf 3,9 Mio. Tonnen nach 4,9 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Ernteergebnisse waren je nach Region extrem unterschiedlich. Im Norden Albertas war es zu nass und zu heiß und an der Grenze zu den USA herrschte eine Dürre. In anderen Teilen gab es Bedingungen wie im Gewächshaus.
Durum wird hauptsächlich in Zentral- und Süd-Saskatchewan angebaut, wo es viel zu trocken war. Woanders waren die Bedingungen viel besser und der erste Sommerweizen zeigte sehr gute Ergebnisse. In den östlichen Prärien werden sogar außerordentlich hohe Erträge eingefahren, deshalb gehen Beobachter davon aus, dass später die Weizenernte insgesamt noch um 1 Mio. Tonnen größer geschätzt wird.
Kanada ist einer der großen Weizenexporteure der Welt und der größte Exporteur von Canola am Weltmarkt.

31.08.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

28.08.2017 Deutschland: Weizenernte 2017 etwas größer, als im Vorjahr

Der deutsche Landwirtschaftsminister erwartet für die Weizenernte 2017 einen Anstieg in Deutschland um 0,3% zum Vorjahr auf 24,54 Mio. Tonnen. Sie wäre damit aber um 1,2% kleiner, als  der Durchschnitt seit 2011. Die Bestände leiden unter den Niederschlägen während der Ernte. Analysten erwarten enttäuschende Qualitäten und geringere Exporte zugusten Frankreich. Auch der DBV spricht von enttäuschenden Ergebnissen nach den immer wiederkehrenden Niederschlägen im Juli und August. Analysen zeigten niedrige Testgewichte und schwache Fallzahlen. Die Proteingehalte liegen aber im Durchschnitt. Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU und in den meisten Jahren der größte  Rapssatproduzent.
Die Winterrapssaaternte wird auf 4,31 Mio. Tonnen geschätzt und damit 5,9% kleiner, als im Vorjahr. Die deutsche Wintergerste-Ernte zur Tierfutterproduktion wird um 0,5% höher zum Vorjahr auf 9 Mio. Tonnen geschätzt. Um 7,9% größer auf 1,91 Mio. Tonnen schätzt das Ministerium die Sommergerste-Ernte auf 1,91 Mio. Tonnen.  Auch beim Körnermais wird ein Anstieg erwartet von 3,4% auf 4,15 Mio. Tonnen.

25.08.2017 EU-Kommission erhöht Prognose für EU-Getreideproduktion

Die Europäische Union hat ihre Prognose für die EU-Getreideernte 2017/18 erhöht.
Der Löwenanteil fällt dabei auf den Mais, dessen Schätzung aufgrund guter Bedingungen und nach willkommenen Niederschlägen im Südosten um eine Mio. Tonnen auf 59,4 Mio. Tonnen erhöht wurde. Die EU-Maisernte wäre damit aber weiterhin kleiner, als im vergangenen Jahr (61,1 Mio. Tonnen).
Beim Weizen stieg die Prognose für 2017/18 von 138,6 Mio. Tonnen auf 139,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 134 Mio. Tonnen).
Um 500.000 Tonnen erhöht wurde die Prognose für die EU-Gersteproduktion auf 58 Mio. Tonnen während die Prognose für die Rapssaat-Produktion um 300.000 Tonnen stieg von 21,6 Mio. Tonnen auf 21,9 Mio. Tonnen, so die Kommission.

23.08.2017 USA beschließt happige Steuer auf Biodiesel-Importe

Argentiniens Biodieselexporte werden für den US-Markt zu teuer, nachdem die USA gestern happige Importsteuern beschlossen haben, weil die Importe angeblich subventioniert wurden.
Die Ausgleichsabgabe auf Sojabohnen-basierten Biodiesel aus Argentinien soll 64,17 % betragen, so die Mitteilung des US-Wirtschaftsministeriums. Zölle auf Palmöl-Biodiesel aus Indonesien werden auf 68,28 % steigen.
Zölle über 15 % machen Biodieselimporte aus Argentinien für den US-Markt zu teuer, so Vertreter der argentinischen Biodieselindustrie. Argentinien liefert zweidrittel aller US-Biodieselimporte; das waren in 2016 916 Mio. Gallonen oder 3,5 Mrd. Liter. In den USA wurden zuletzt insgesamt 2 Mrd. Gallonen pro Jahr verbraucht.
Im März 2017 hatte das National Biodiesel Board (NBB), die US-Regierung gebeten, Importsteuern auf Biodiesel zu erheben, wenn die Importe unter Wert verkauft werden. Argentiniens Biodiesel-Verband Carbio sagt, dass es dort keine derartigen Subventionen gibt. Die US-Maßnahmen seien protektionistisch und sie seien für die gesamte argentinische Sojabohnenindustrie von Nachteil.
NBB meint, dass die Menge, die jetzt nicht mehr importiert wird, aus US-Sojabohnen erzeugt werden muss. Die Verarbeitungskapazität in den USA liegt bei über 4 Mrd. Gallonen.
Ein weiterer Biodieselverband, die Advanced Biofuel Asociation (ABFA), teilt mit, dass die Importzölle die Treibstoffpreise in den USA erhöhen werden. Die Zölle würden bewirken, dass in diesem Jahr noch 250 Mio. Gallonen und im kommenden Jahr 500 Mio. Gallonen von US-Herstellern erzeugt werden müssen. Das werde die Preise für Soja-Öl und Canola-Öl (Rapssaat-Öl) kurzfristig antreiben und einen Anreiz für eine höhere Verarbeitung von Sojabohnen und Canola geben.
Die Zölle müssen noch von der International Trade Commission bestätigt werden und sind dann für fünf Jahre fest.
Der indonesische Handelsminister Enggartiato Lukita sagte in Jakarta, dass man die US-Entscheidung genau studieren und dann Einspruch einlegen werde. 2016 exportierte Indonesien 420.000 Kiloliter Biodiesel in die USA. In 2015 waren es nur 270.000 Kiloliter.

22.08.2017 DBV erwartet kleinere Weizenernte 2017

Die deutsche Winterweizen- und Rapssaaternte 2017 fallen aufgrund anhaltender Niederschläge in diesem Sommer niedriger aus, das meldet nun auch der Deutsche Bauernverband.
Deutschland wird über 23,4 Mio. Tonnen Winterweizen in diesem Jahr ernten und damit 3% weniger, als im Vorjahr, so der DBV in seinem aktuellen Erntebericht. Um 6% auf rund 4,3 Mio. Tonnen schätzt der Verband die deutsche Rapssaaternte. Ständig wiederkehrende Niederschläge im Juli und im August führen zu massiven Ernteverzögerungen in einigen Regionen. Aus den einzelnen Regionen werden sehr unterschiedliche Erträge und Qualitäten gemeldet. Die späte Weizenernte führt zu niedrigen Fallzahlen, was einen negativen Einfluss auf die Backqualität des Mehls hat. Der Anteil des Weizens, der die Qualitätsanforderungen von exportfähigem Weizen nicht erfüllt, steigt und damit die Menge Weizen, die in den Futtertrog wandert.
Aufgrund der gegenwärtig niedrigen Weizenpreise haben einige Landwirte entschieden, Weizen trotz hoher Feuchtigkeitsgehalte und der dadurch höheren Trocknungskosten, zu dreschen.
Die Rapssaat leidet ebenfalls unter den ständigen Niederschlägen was Auswuchs zur Folge hat und sich damit negativ auf die Menge und Güte auswirkt. Mit nur rund 40% ist der Ölgehalt enttäuschend.

21.08.2017 MARS: EU-Crop-Monitoring-Service erhöht Ertragsschätzung der EU-Mais-Ernte

Der Crop-Monitoring Service der EU, MARS, hat in seiner heute veröffentlichten monatlichen Prognose die Schätzung der durchschnittlichen Maiserträge in der EU von 6,83 t/ha auf 6,96 t/ha erhöht. Grund sind die willkommenen Niederschläge in Süd-Ost-Europa. Die Schätzung der Weichweizenerträge in der EU blieg hingegen unverändert bei 5,85 t/ha, während die Schätzung der durchschnittlichen Rapssaat-Erträge erhöht wurde von 3,21 t/ha im vergangenen Monat auf nun 3,27 t/ha. Quelle: Reuters

18.08.2017 Ernte in Kanada: Weizen litt unter Hitze – Canola ist robuster

Heißes und trockenes Sommerwetter in den südlichen Kanadischen Prärien wird wohl die Weizenernte des Landes stark beschränken. Die Canola- (Rapssaat) Ernte zeigt sich dagegen robuster gegen die Wetterrisiken, so das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter 17 Händlern und Analysten vor der Kanadischen Getreideernte.
Die Gesamte Weizenernte in Kanada wird demnach mit 26,2 Mio. Tonnen um 17 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr. Das wäre die kleinste Ernte seit sechs Jahren. Die Canola-Ernte hingegen wird wohl 1 % größer ausfallen als im Vorjahr und auf die Rekordmenge von 18,6 Mio. Tonnen kommen.
Statistics Canada, das staatliche Statistikamt, wird am 31. August seine Ernteschätzung veröffentlichen, die auf einer Befragung unter den Farmern fußt.
Die Kanadische Prärie musste in diesem Jahr mit sehr unterschiedlichem Wetter fertig werden. Das ging von zu viel Regen in Teilen Albertas und Saskatchewan bis zur einer vorteilhaften Kombination aus Hitze und rechtzeitigem Regen in anderen Regionen des Nordamerikanischen Landes.

17.08.2017 Englands Weizenanbau sank um 2,5 %

In Großbritannien ist die Weizenanbaufläche in diesem Jahr um 2,5 % auf 1,64 Mio. Hektar zurückgegangen; das teilte heute das britische Agrarministerium mit. Es ist das vorläufige Ergebnis einer im Juni durchgeführten Umfrage.
Diese Schätzung ist weitestgehend identisch mit dem Umfrageergebnis des Agrar- und Gartenbau-Vorstands (AHDB) im letzten Monat, das von einer Flächeneinschränkung von 3 % sprach.
Das Ministerium gab keine Gründe an, weshalb die Farmer weniger Weizen anbauten, der AHDB meint, dass es Probleme mit in England stark auftretendem Ackerfuchsschwanz gibt, der schwer zu bekämpfen ist. Einige Farmer hätten deshalb mehr Sommergetreide angebaut, dort sei das Unkraut besser zu kontrollieren. Das Ministerium schätzt die Sommergerste mit einem Flächenplus von 15 % auf 478.000 Hektar.
Auch die Rapsanbaufläche sei in England um 3,8 % auf 522.000 Hektar gesunken. Im Osten des Landes sank die Anbaufläche der Ölsaat sogar um 10,9 %. Dort gibt es Probleme mit dem Rapserdfloh dessen Bekämpfung durch das Verbot von Nikotinoid-haltigen Pflanzenschutzmitteln schwierige geworden ist.

10.08.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Rapssaat

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

07.08.2017 FranceAgriMer erhöht Prognosen der Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2017

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenernte 2017 um 600.000 Tonnen auf 36,8 Mio. Tonnen erhöht. Das wäre ein Anstieg zur Vorjahresernte, die unter sehr ungünstigen Witterungsverhältnissen gelitten hat, um 33,5%. Die Schätzung unterstellt durchschnittliche Erträge von 7,15 Tonnen/Hektar (Vormonat: 7,04).
Die erste Schätzung zur französischen Maisproduktion 2017 liegt bei 12,8 Mio. Tonnen (+ 9% zu 2016) bei Durchschnittserträgen von 9,26 Tonnen/Hektar (Vorjahr: 8,41 Tonnen/Hektar). Auch die Prognose der Rapssaaternte in Frankreich wurde angehoben. Sie liegt aktuell bei 5,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,7 Mio. Tonnen). Zur Vorjahresernte wäre das ein Anstieg um 10,3%. Quelle: Reuters

07.08.2017 Matif-Agrarumsätze 5,7 % her als im Juli 2016

Der durchschnittliche Tagesumsatz mit Rohstoffderivaten an der Euronext in Paris lag im Juli bei 70.321 Kontrakten. Das sind 5,7 % mehr als im Juli 2016 und 23,2 % mehr als im Monat Juni 2017.
Die Börse begründet die höheren Umsätze mit Weizen-, Raps- und Maisfutures sowie die darauf abgeleiteten Optionen mit der besseren französischen Getreideernte in diesem Jahr.

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