Matif: Rapssaat Mai 2018

30.05.2018 US-Justizministerium genehmigt Monsanto-Übernahme durch Bayer

Bayer ist bei der 62,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto am Ziel. Der Konzern muss sich seine Weltmarktführer-Position jedoch teuer erkaufen.

Die Auflage der US-Wettbewerbsbehörde Beteiligungen im Wert von 9 Mrd. USD zu verkaufen, muss noch erfüllt werden. Dann entsteht der größte Saatgut- und Pestizid-Hersteller der Welt.
Ein Bayer-Sprecher sagte, man plane den Verkauf von BASF-Beteiligungen im Wert von 2,2 Mrd. Euro.
Der neue Agrarkonzern hätte dann einen Umsatz von 20 Mrd. USD, legt man die Verkaufszahlen von 2017 zugrunde und unter Abzug der geforderten Beteiligungen.
Im Vergleich dazu und bei den aktuellen Wechselkursen haben die Konkurrenten DowDuPont 12,4 Mrd. Umsatz, ChemChina`s Syngenta 11 Mrd. USD und die BASF 7,9 Mrd. USD.
Bayers Pläne, seine Agrar-Chemiesparte mit dem weltweit zweitgrößten Pflanzenzuchtunternehmen zusammen zu führen, ist die bisher letzte Verschmelzungsaktion von Weltmarktunternehmen in der Agrarchemiebranche.
Der US-Gigant Dow Chemical verschmolz im September 2017 mit DuPont, das neue Unternehmen splittet sich nun gerade wieder auf in drei Einheiten. Chinas staatliche ChemChina kaufte Syngenta und zwei große kanadische Düngerhersteller und nennt sich jetzt Nutrien.
Bayer stimmte zu, sein komplettes Engagement in Baumwolle, Rapssaat, Sojabohnen und Gemüsesaat, sowie sein Projekt Digital Farming zu verkaufen. Außerdem sein Unternehmen Liberty Herbicide, das mit Monsanto Roundup konkurriert.
Der Vorgaben europäischer und anderer Kartellbehörden zufolge, stimmte Bayer dem Verkauf mit einem Umsatz von jährlich 2,2 Mrd. Euro an den Konkurrenten BASF für 7,6 Mrd. zu.
Bayer teilte in einer Presseerklärung mit, dass die Integration von Monsanto startet, sobald die Verkäufe an die BASF beurkundet sind. Das könnte bereits in zwei Monaten der Fall sein.
Bayer kann sich diesem Deal noch nicht ganz sicher sein, denn Monsanto könnte den Verkauf noch ablehnen, wenn bis zum 14. Juni noch ein höheres Gebot kommt.
Bayer hat neben der Genehmigung aus den USA bereits die Zustimmung von den Justizministerien der Europäischen Union, Brasiliens und Russlands. Die Länder Kanada und Mexiko müssen aber auch noch ihr Einverständnis erklären.
Daneben hat die EU-Kommission gestern der BASF die Käufer der Bayer-Beteiligungen genehmigt.
Bayer hatte letzte Woche vorgerechnet, dass durch die Übernahme von Monsanto jährlich 300 USD durch Synergien eingespart werden können. Das sind weniger als in der Zielplanung war. Man hatte nicht damit gerechnet, soviel Beteiligungen aufgeben zu müssen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

25.05.2018 Ölpreis fällt – Saudi-Arabien und Russland diskutieren Fördererhöhungen

Eine mögliche Lockerung der selbstauferlegten Förderbeschränkungen der Opec und Russland beendet den jüngsten Ölpreis-Höhenflug.

Das belastet heute auch die Kurse des Pariser Rapssaatfutures.

24.05.2018 Euronext: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Long-Positionen beim Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 15.182 Lots auf 24.173 Lots. Das zeigt der heute von der Euronext zum fünften Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 17.900 Lots auf 22.035 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 59,43% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 57,98%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,38% (Vorwoche: 19,79%).
Erwähnt sei noch, dass 78,81% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 77,77%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

24.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

An der Terminbörse in Paris streben die Kurse für Rapssaat in die Höhe. Die Rapsversorgung 2018/19 ist laut MARS nicht mehr optimal, weil hierzulande die Knospenwelke und eine zu geringe Bestockung Ertrag kosten dürfte. In Niedersachsen sollen 5 % der Rapsflächen umgepflügt worden sein. Der europäische Erntebeobachter MARS schätzt die durchschnittlichen Erträge in Deutschland nur noch auf 35,6 dt/Hektar, im April waren es noch 39 dt/Hektar. Die Schätzung entspricht zwar einem Plus von 8,8 % gegenüber dem Vorjahr, aber 6,9 % weniger als im langjährigen Mittel. Die Anbaufläche in Deutschland wurde eingeschränkt.
Das Kaufinteresse der Ölmühlen ex Ernte hat sich etwas belebt. Lagerhalter hoffen nun wieder auf eine Rally im Vorfeld zur neuen Ernte.
Auch die Rapsschrotpreise haben sich in der zurückliegenden Woche um ca. 4 €/Tonne erhöht. Die Nachfrage der Mischfutterindustrie hat daraufhin aber etwas nachgelassen. Auch die Preise für Sojaschrot leiden unter einer reduzierten Nachfrage und gedrückten Preisen.
Die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China führte zu einem deutlichen Anstieg der Kurse für Sojabohnen und insbesondere für Sojabohnen-Öl. Die feste Preisentwicklung aller Pflanzenöle stützt auch die Preise für Rapssaat.

24.05.2018 Frühsommerliches Wetter begrenzt Rapserträge in der EU

Das warme und trockene Wetter in Europa könnte die Rapserträge reduzieren. Raps ist die wichtigste Ölsaat, die in Europa produziert wird. Die Feldbestände litten seit der Saat schon unter anderen schwierigen Wetterbedingungen.
Das sommerliche Wetter in diesem Monat war für andere Feldfrüchte von Vorteil, nachdem ein nasser und kalter Frühling die Pflanzen stresste. Die Rapssaat wird von der Trockenheit aber in der sensiblen Blütephase getroffen.
Der europäische Erntebeobachter MARS hat am Dienstag die Prognose für die Rapsernte gesenkt und liegt damit unter der Ernte von 2017. Raps gilt eigentlich als eine robuste Pflanze aber heißes Wetter, das für die kommenden Tage vorhergesagt wird, fördert die Furcht vor Ertragseinbußen.
In Frankreich dürften uneinheitliche Erträge die Vorteile durch eine ausgeweitete Anbaufläche aufheben. Man rechnet mit maximal 3,3 Tonnen pro Hektar, was einem mehrjährigen Durchschnitt entspricht.
In Deutschland wuchsen die Pflanzen bei warmem Wetter zu schnell und man hoffte zunächst, dass gute Erträge eine eingeschränkte Anbaufläche kompensieren würde. Nun senkte der Deutsche Bauernverband bereits in der letzten Woche seine Prognose für die deutsche Rapsernte 2018 auf 4,12 von 4,62 Mio. Tonnen. Das wären 3,3 % weniger als im Vorjahr. Und weniger als der Fünf-Jahres-Durchschnitt.
In Polen sinkt die Rapsproduktion in diesem Jahr um 23 % auf 2,14 Mio. Tonnen. Auch dort ist es derzeit zu trocken. Der durchschnittliche Hektarertrag wird auf 2,85 Tonnen/Hektar geschätzt (Vj.:3,1 t/ha).
Auch in Großbritannien steigt das Ertragsrisiko. Ein kalter Start in den Frühling verhinderte eine gute Durchwurzelung was jetzt dazu führt, dass die Pflanzen nicht genügend Wasser ziehen können. Die britische Rapssaaternte wird 11 % höher geschätzt, als im Vorjahr, weil die Anbaufläche entsprechend ausgeweitet wurde.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

22.05.2018 EU-Crop-Monitoring Service: Schätzung der Weizenerträge nach unten korrigiert
Der Crop-Monitoring-Dienst der EU, Mars, hat seine monatliche Schätzung der EU-Weichweizenerträge 2018 in der EU von 6,23 Tonnen/Hektar auf 6,19 Tonnen/Hektar reduziert. Reduziert wurde auch die Schätzung der Rapssaat-Erträge 2018 von 3,33 Tonnen/Hektar auf 3,19 Tonnen/Hektar sowie die Schätzung der Körnermaiserträge 2018 von 7,65 Tonnen/Hektar auf 7,64 Tonnen/Hektar.
Erhöht wurde die Schätzung der Gerste-Erträge 2018 von 5,03 Tonnen/Hektar auf 5,04 Tonnen/Hektar, hauptsächlich aufgrund besserer Erträge bei der Sommergerste, deren Schätzung von 4,27 Tonnen/Hektar auf 4,31 Tonnen/Hektar erhöht wurde.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
17.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die deutschen Ölmühlen haben sich weitestgehend aus dem Rapsmarkt der alten Ernte verabschiedet. Die umfangreichen Angebote mit vergleichsweise günstigen Preisen für Importe anderer Ölsaaten lassen darauf schließen, dass in der aktuellen Saison und vor der neuen Ernte kaum noch Versorgungslücken entstehen.
Lagerhalter haben sich meist damit abgefunden, dass sie ihren Raps durchlagern und mit der nächsten Ernte zusammen verkaufen müssen. Vielleicht gibt es aber doch noch eine Nachfrage.
Die Raps Feldbestände in Deutschland bieten vielfach ein trauriges Bild, denn der rasche Temperaturanstieg im April ließ die Pflanzen oberirdisch rasch wachsen, die Wurzelbildung kam aber nicht hinterher, sodass es zur Knospenwelke kommt. Über Ertragseinbußen wird diskutiert.
Weil so wenig Raps verarbeitet wird, ist Rapsschrot knapp und das Interesse der Mischfutterbetriebe ist komplett erloschen. Es kam sogar zu Preiszugeständnissen. Dagegen waren die Sojaschrotpreise in der vergangenen Woche stabil. Sie folgen den Vorgaben der CBoT. Die enttäuschende Sojabohnenernte in Argentinien ist eingepreist aber der Handelskonflikt zwischen den USA und China bietet reichlich Gesprächsstoff.
Auch Rapsöl ist knapp, wie so wenig verarbeitet wird. Die Forderungen dafür passen sich dem festen Rohölpreis und der Kursentwicklung des Euro an. Meist sind die Preismeldungen aber nominell, weil derzeit so gut wie kein Rapsöl gehandelt wird.

16.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des vierten Weizen-Updates

Institutionelle Anleger drehten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von Netto-Short auf Netto-Long. Das zeigt der heute von der Euronext zum vierten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist nun aktuell mit 7.077 Kontrakten Netto-Long und wettet damit mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, drehte den Bestand von Netto-Long (5.446 Lots) auf Netto-Short (17.900 Lots). Diese Gruppe der hat einen Anteil von 57,98% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 65,2%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,79% (Vorwoche: 17,1%).
Erwähnt sei noch, dass lediglich 77,77% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

16.05.2018 Deutscher Raiffeisenverband rechnet mit schwächerer Weizen- und Rapssaaternte
In seiner dritten Ernteschätzung für 2018 erwartet der DRV eine um 2,0% geringere Weizenernte von 23,98 Mio. Tonnen für Deutschland. Als Grund für den Rückgang wird die geringere Anbaufläche genannt. Einen noch stärkeren Rückgang erwartet der Verband für die Rapssaatproduktion. Sie wird auf 4,12 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre ein Rückgang zum Vorjahr um 3,3%. Als Gründe werden die hohen Temperaturen und das schnelle Längenwachstum ohne starke Seitentriebbildung genannt. Im vergangenen Jahr enttäuschte die Rapssaatproduktion in Deutschland mit einen Ergebnis von 4,3 Mio. Tonnen. Der langjährige Durchschnitt liegt deutlich höher bei 5,1 Mio. Tonnen.
Bei der Wintergerste rechnet der Verband aufgrund einer um 0,8% gesunkenen Anbaufläche gegenwärtig mit einer Erntemenge von rund gut 8,7 Millionen Tonnen. Sommergerste liegt mit einer Flächenprognose von 436.000 Hektar deutlich über den Erwartungen. Die Produktionserwartung steigt daher zum Vorjahr um 30,4%.
Auch bei der Sommerweizenanbaufläche geht der DRV von einer kräftigen Ausweitung auf 108.000 Hektar aus. Das wäre ein Anstieg um 157% zum Vorjahr.
Im April lag die Schätzung der Weizenproduktion bei 24,29 Mio. Tonnen und die Schätzung der Rapssaat-Produktion bei 4,62 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
15.05.2018 Der Winterweizenanbau wurde in Deutschland um 5,6 % eingeschränkt

Die deutsche Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte in 2018 wurde um 5,6 % verkleinert und ist jetzt 2,95 Mio. Hektar groß. Das meldete heute Morgen das Statistische Bundesamt.
Im Dezember lag die Schätzung noch bei einem Flächenrückgang von 4,7 %.
Da es im letzten Herbst sehr viel geregnet hat, konnten viele Landwirte nicht alle für Winterweizen verplanten Ackerflächen bestellen.
Die Anbaufläche für Rapssaat wird jetzt auf 1,25 Mio. Hektar geschätzt, ein Rückgang zum Vorjahr von 3,4 %. Die Flächen in Norddeutschland waren besonders nass.
Deutschland ist der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union und in vielen Jahren der größte Produzent von Rapssaat. Daraus wird Speiseöl und Biodiesel hergestellt.
Der Körnermaisanbau wurde in Deutschland um 7,4 % auf 463.000 Hektar ausgeweitet.
Silomais, der als Futter für Biogasanlagen oder als Viehfutter verwendet und deshalb kaum gehandelt wird, wurde auf 2,14 Mio. Hektar angebaut. Das ist ein Plus von 2,14 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.05.2018 Wettermeldungen

Nordamerika: Extrem warmes Wetter und unterdurchschnittlich geringe Niederschläge in den südlichen US-Plains in den kommenden 10 Tagen belasten die Winterweizenbestände.
Südamerika: Die Temperaturen werden sich in der nächsten Woche in Argentinien und in Südbrasilien allmählich abkühlen. In den Hauptanbaugebieten Brasiliens wird aber weiterhin ungünstig warmes Wetter erwartet.
Australien: Die überwiegende Mehrheit der australischen Weizen- und Rapsanbauregionen wird in den nächsten 10 Tagen wenig bis keine Niederschläge erhalten. Kühlere Temperaturen könnten aber die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit während dieser Zeit mindern.
Eurasien: Starke Regenfälle in der Ukraine und in Südrussland werden zu der bereits hohen Bodenfeuchtigkeit in der gesamten Region beitragen und die Frühjahrsbestellung kurzfristig behindern.

10.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Die Raps-Feldbestände in Teilen Europas und auch in Deutschland liefern ein dürftiges Bild. In der Ukraine sowie in anderen Teilen Südeuropas kann man dagegen mit einer weiteren guten Rapsernte rechnen. Das sind allerdings die einzigen bullischen Meldungen von diesem Markt.
Für die teils noch hohen Vorräte bei deutschen Landwirten zeigen Ölmühlen kaum noch Interesse, auch wenn die Preise noch so niedrig sind. Sie können mit der Verarbeitung von Sojabohnen mehr Geld verdienen und die Biodieselindustrie setzt kaum noch Rapsmethylester ein. Billige Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien bestimmen den Markt. Marktteilnehmer sind bei Rapssaat auch für die zweite Jahreshälfte pessimistisch. Ein wachsender Vermarktungsdruck für die alte Rapsernte dürfte die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage noch vergrößern und die Rapspreise weiter belasten.
Unter dem Eindruck von sinkenden Sojaschrotkursen an der CBoT sind in der zurückliegenden Woche die Forderungen für Sojaschrote und in der Folge auch für Rapsschrote gesunken. Für den promptem Bedarf der Mischfutterindustrie sind das gute Nachrichten, das lässt aber auch darauf hoffen, dass es weitere Preisnachlässe geben wird. Von dem knappen Angebot der Vorwoche ist jetzt keine Rede mehr.

10.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des dritten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum dritten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aber aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 22.401 Lots auf 7.077 Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierte den Anteil der Netto-Long-Positionen um 26.735 von 32.201 Lots auf 5.446 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 65,2% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 64,3%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 17,1% (Vorwoche: 16,2%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei zuletzt 49,2%. 
Erwähnt sei noch, dass lediglich 82,2% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,5%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

07.05.2018 Strategie Grains senkt Prognose für EU-Rapssaatproduktion 2018/19

Die Analysten vom Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains haben in ihrem monatlichen Bericht zur Ölsaatenproduktion in der Europäischen Union die Schätzung der Rapssaat-Produktion 2018/19 von 22,54 Mio. Tonnen auf 22,21 Mio. Tonnen (-0,9%) reduziert. Damit läge die Prognose weiter leicht über dem Niveau der Produktion in der Vermarktungsperiode 2017/18 (22,01 Mio. Tonnen). Die Schätzung der Anbaufläche 2018/19 wurde von 6,71 Mio. Hektar um 0,6% auf 6,75 Mio. Hektar erhöht (2017/18: 6,71 Mio. Hektar). Die Ertragserwartungen sinken jedoch von 3,36 Tonnen pro Hektar auf 3,29 Tonnen pro Hektar (2017/18: 3,28 Tonnen pro Hektar).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

03.05.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaaten-Mail

Die Frühjahrsentwicklung der Rapsbestände in Deutschland war wegen der Wetterbedingungen regional sehr unterschiedlich. Der Kälteeinbruch im März/April veranlasste einige Bauern, ihre Flächen umzubrechen. Der sprunghafte Witterungsverlauf der letzten Wochen hat ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Zuerst war es zu kalt und zu nass, dann kamen sommerliche Temperaturen von regional bis zu 30°C. Die Tage wurden länger, in den Nächten war es aber immer noch sehr kalt. Die Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden betrugen teils 20°C. Oberirdische Pflanzenteile haben sich zuletzt sehr schnell entwickelt, wegen der teils zu nassen und kalten Böden kommt die Nährstoffaufnahme aber nicht hinterher. Eine Knospenwelke ist die Folge. Unter diesen Umständen sind wohl kaum hohe Erträge zu erwarten.
Das Rapsangebot aus der alten Ernte hat zuletzt wieder zugenommen, da viele Landwirte ihre Läger für die neue Ernte räumen wollen. Die Nachfrage ist schwach, denn die Ölmühlen verarbeiten lieben Sojabohnen, weil damit mehr zu verdienen ist.
Sojaschrot aus Argentinien ist in der letzten Woche auf den höchsten Stand seit Juli 2016 gestiegen. Das kühlt das Kaufinteresse der Mischfutterbetriebe aber ab und sie interessieren sich jetzt mehr für Rapsschrot, das aber nur knapp verfügbar und um sieben Euro/Tonne gegenüber der Vorwoche teurer geworden ist.

03.05.2018 Lanworth Global Crop Outlook Summer 2018 – Auszug: Die Europäische Union
Gibt es Wetterrisiken für Weizen und Rapssaat in der EU?
In der Europäischen Union waren die Bedingungen der letzten beiden Jahre für die Weizen- und Rapssaatproduktion nicht ideal. Die Getreidebestände litten unter heftigen Niederschlägen oder Trockenheit begleitet von Hitzewellen.
In der aktuellen Saison wird von keinen größeren Auswinterungsschäden berichtet. Wenn die benötigten Niederschlagsmengen im Frühjahr und im Frühsommer fallen, ist eine durchschnittliche Weizenernte von 156 Mio. Tonnen und eine durchschnittliche Rapssaaternte von 22,7 Mio. Tonnen zu erwarten. Bei ungünstigen Bedingungen, also Spätfrost im Frühjahr während der Rapsblüte und Trockenheit im Frühjahr und im Sommer könnte die Ernte mit 138 Mio. Tonnen bzw. 19,6 Mio. Tonnen auch deutlich kleiner ausfallen. Optimale Bedingungen hingegen könnten das Ergebnis allerdings auch noch auf 162 Mio. Tonnen Weizen und 24 Mio. Tonnen Rapssaat heben.
Höhere Preise und die gestiegene Nachfrage nach Rapssaat hat in diesem Jahr wahrscheinlich einen Anstieg der Winterraps-Anbaufläche zur Folge. Lokal unvorteilhafte Wetterbedingungen in Europa (besonders in Deutschland und in Polen) hielten die Landwirte jedoch davon ab, alle für die Aussaat geplanten Flächen zu bestellen. Niedrige Gerste-Preise werden einen Rückgang der Anbaufläche und eine Umwidmung auf profitablere Früchte zur Folge haben.
In Frankreich, dem größten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, ging die Wintergetreideaussaat durchschnittlich flott voran. Allgemein trockene Bedingungen waren vorteilhaft für eine gleichmäßige Pflanzgeschwindigkeit und für die Entwicklung der Pflanzen. Vor dem Eintritt in die Winterruhe konnten sich die Pflanzen gut entwickeln und die Auswinterungsschäden waren gering.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, hatten heftige Herbst-Niederschläge im Norden sehr nasse Böden zur Folge. Die Aussaat konnte nicht auf allen geplanten Standorten erfolgen. Der NDVI ist meist über dem Normalwert, aber in Anbetracht der Rekord-Bodenfeuchtigkeit in den nördlichen Gebieten könnte Getreide hier mehr Schädlingen und Krankheitseinwirkung ausgesetzt sein.
Getreideproduktion in Osteuropa
Im Gegensatz zu Deutschland und Polen haben die Regionen in Südeuropa mit einen großen Feuchtigkeitsdefizit zu kämpfen, nachdem im letzten Sommer eine schwere Trockenheit herrschte. In diesen Regionen sind weitere Niederschläge wichtig für eine gute Entwicklung der Bestände. Im letzten Jahrzehnt stiegen die Erträge in Osteuropa durchschnittlich um 15-25% über alle Länder. Die größte Entwicklung war in Rumänien zu beobachten. Dort stiegen die Erträge jährlich um 5%. Weizenerträge von 4,14 Tonnen pro Hektar im Vermarktungsjahr 2018/19 sind zu erwarten. Bei günstigem Wetter könnten auch noch höhere Erträge erzielt werden. In Polen, Ungarn, Tschechien und Bulgarien liegen die Ertragsschätzungen beim Weizen bei 4,75-6,35 Tonnen pro Hektar. Beim Rest Europas werden relativ stabile bis leicht steigende Erträge erwartet. In der EU-28 liegt die Schätzung der Weizenerträge bei 5,89 Tonnen pro Hektar (Weichweizen: 6,15 Tonne pro Hektar, Durum: 3,63 Tonnen pro Hektar) und die Rapssaaterträge bei 3,38 Tonnen pro Hektar.
Langfristig erwarten die Verfasser des Berichts die Gefahr von heißem und trockenem Wetter im Frühjahr in Südeuropa, das auch Einfluss auf die Ernteregionen im Süden Frankreichs haben könnte.
Quelle: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des zweiten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum zweiten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 24.976 Lots auf 22.401Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. die Hedger, erhöhte den Anteil der Netto-Long-Positionen von 27.970 Lots auf 32.201 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,3% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 66,7%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,2% (Vorwoche: 15,5%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei etwa 45%
Erwähnt sei noch, dass lediglich 80,5% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

30.04.2018 Umfrage: Kanadische Farmer bauen weniger Canola an

Kanadische Farmer wollen in 2018 21,4 Mio. acres Canola anbauen, das sind 7 % weniger als im Rekordjahr 2018 als 22,997 Mio. acres angebaut wurden und es sind auch weniger als es von Marktteilnehmern erwartet wurde. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des kanadischen Statistikamts, das am Freitag veröffentlicht wurde.
Für die Einschränkung der Anbaufläche gab es von der Behörde keine Begründung.
Außerdem wurde die Anbaufläche für alle Weizensorten mit 25,3 Mio. acres angegeben, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 12,8 % und die größte Anbaufläche seit 2013. Die Durum-Weizen-Fläche steigt demnach auf 5,8 Mio. acres oder um 11 % gegenüber 2017.
Die meisten Analysten waren von der Ausweitung der Canola-Anbaufläche ausgegangen, da es die profitabelste Feldfrucht in Kanada ist.
Die Umfrage wurde unter Beteiligung von 11.600 Farmern im März durchgeführt. Am 29. Juni veröffentlicht StatsCan einen kompletten Bericht zur Flächennutzung.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters 

27.04.2018 Euronext COT-Report: Hoher Anteil der "Commercial Undertakings" beim Weizen
Die Euronext hat erstmals am 25.04. den COT-Report u.a. für Weizen, Mais und Rapssaat veröffentlicht. Berücksichtigt wurden Daten der KW 16 (16.04.18 – 20.04.18). Da es noch keine Vergleichswerte gibt, ist eine Bewertung schwierig.
Der Bericht für Weizen zeigt, dass die Gruppe der „Commercial Undertakings“, also Unternehmen, die Absicherungsgeschäfte betreiben, einen Anteil von 67% am „Open Interest“ haben, während der Anteil der Investment-Firmen oder Kredit-Institute, Investment-Fonds und andere Finanzinstitute bei 15,5% liegt. Allerdings nur insgesamt 82% der offenen Positionen in dem Bericht abgedeckt.
In Chicago liegt der Anteil der Offenen Positionen bei den „Commercial Operators“ beim Soft Red Winter-Kontrakt bei 45%.
Die Berichte werden auf der Homepage der Euronext wöchentlich in der Regel Mittwochs veröffentlicht. Weizen     Mais     Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext; Reuters
27.04.2018 Euronext veröffentlicht ersten COT-Bericht

Am vergangenen Mittwoch teilte die Euronext mit, dass in dieser Woche erstmals der von der europäischen Aufsichtsbehörde geforderte Rohstoffhandelsbericht erfolgen soll.
Die Börse hatte bereits mehrfach die Veröffentlichung der „Commitments of Traders“ (COT) angekündigt und immer wieder verschoben. Die Qualität der Meldungen von Börsenteilnehmern musste noch verbessert werden.
COT-Berichte sollen den Händlern an der Börse einen Überblick darüber ermöglichen, wer in welchen Produkten Position hält und was in der Vorwoche gehandelt wurde.
Die Euronext will ihre Reporte nun jeden Mittwoch nach Handelsschluss auf ihrer Website veröffentlichen; darin enthalten sind dann alle Terminmarkt-Umsätze, die bis Freitag der Vorwoche erfasst wurden.
Sogenannte COT-Reports werden in den USA bereits seit Jahren veröffentlicht. Diese erscheinen am Freitag nach Handelsschluss und enthalten alle Börsenumsätze bis zum vorherigen Dienstag.
Die Euronext-Betreiber unterteilen ihre Umsätze in fünf Kategorien: Investment-Firmen oder Kredit-Institute, Investment-Fonds, andere Finanzinstitute, Wirtschaftliche Unternehmer sowie Unternehmer mit Meldeauflagen nach 2003/87/EC. Darunter findet man beispielsweise auch Unternehmen, die Verschmutzungsrechte handeln.
Für jede Kategorie wird die Börse die Anzahl der gehaltenen Long- und Short-Positionen melden, sowie die Veränderungen zur Vorwoche, den prozentualen Anteil am gesamten Kontraktbestand der Börse, sowie die Anzahl der Marktteilnehmer, die Rohstofffuture in ihrem Portfolio halten.
Die Euronext Paris wird die Berichte für die Agrarterminkontrakte auf Mahlweizen, Rapssaat, Rapsmehl und Mais erstellen. Andere Produkte wie Magermilchpulver, Rapssaat-Öl, Stickstoffdünger und Holzpellets werden derzeit nicht gehandelt und dafür gibt es also auch keine COT-Berichte.
Quellen: Euronext / Reuters

26.04.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten-Mail

Die Terminmarktkurse für Matif-Raps sind in der vergangenen Woche kontinuierlich gesunken und erreichte damit den niedrigsten Stand seit drei Jahren. Am deutschen Rapsmarkt finden derzeit so gut wie keine Umsätze statt. Bei sinkenden Börsenkursen und fehlender Nachfrage der Ölmühlen werden die Forderungen zurückgenommen. Die Anbieter finden deshalb keine Verkaufsanreize für ihre Restbestände aus der letztjährigen Ernte. Für die neue Ernte zeigen die Mühlen allerdings etwas mehr Interesse für Vorkontrakte.
Preise für Rapsschrot gaben ebenfalls nach, in dieser Woche zirka um fünf Euro/Tonne. Da das Angebot knapp ist, bewegen sich die Preise aber weiter auf hohem Niveau. Mischfutterhersteller versorgen sich mit Sojaschrot, wofür die Preise aber auf dem Niveau der Vorwoche blieben, obwohl die Börsenkurse am CBoT in der zurückliegenden Woche um 2,4 % verloren. Wegen den hohen Dieselpreisen konnten die Pflanzenölkurse zulegen, wovon auch die Rapsölpreise profitierten.

Grafik: Saxo-Trader

19.04.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Die Ölmühlen in der EU sind wegen der geringen Verarbeitung mit Rohstoff gut versorgt. Deshalb haben sie auch wenig Interesse Rapssaat zuzukaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich am Ende der Saison noch Versorgungslücken auftun, wird nicht mehr hoch eingeschätzt. Die Biodieselindustrie verdient am Rapsöl schlichtweg zu wenig und wartet lieber die Anlagen, statt zu produzieren. Nur die Erlöse aus dem Rapsschrot können sich sehen lassen.
Die AMI berichtet, dass China demnächst Raps aus der Ukraine kaufen wird und damit den Angebotsdruck in Europa verringern könnte. Sollte das so kommen, würden die Rapskurse am Pariser Matif steigen, wovon auch einige Rapserzeuger hierzulande profitieren könnten. Derzeit lässt sich aber so gut wie kein Raps absetzen und die Offerten drücken den Preis nur noch weiter.
Die hohen Preise für Rapsschrot haben etwas nachgegeben, nachdem auch die Sojaschrotpreise schwächer notierten.
Die Preise für Pflanzenöle waren in der vergangenen Woche deutlich schwächer, weil die Vorräte in den USA deutlich anstiegen; das belastet auch die internationalen Preise. Die Nachfrage der Biodieselindustrie ist bisher noch sehr schwach. Da der Kurs für regulären Diesel inzwischen höher ist als Biodiesel aus Palmmethylester, könnte sich der Markt dafür jetzt aber fangen.

17.04.2018 DRV erwartet Rückgang der deutschen Weizenernte auf 24,29 Mio. Tonnen

Der Deutsche Raiffeisenverband schätzt die deutsche Weizenernte 2018 auf 24,29 Mio. Tonnen. Das geht aus der heute veröffentlichten Prognose des Verbands hervor. In der ersten Prognose, die am 15. März veröffentlicht wurde, rechnete der DRV noch mit einer Weizenernte von 24,21 Mio. Tonnen.
Die deutsche Rapsernte hingegen könnte um 8,3% zum Vorjahr auf 4,62 Mio. Tonnen steigen (März-Prognose: 4,67 Mio. Tonnen).
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Produzent von Weizen und der größte Produzent von Rapssaat in der EU.
Der kalte Start in Frühjahr hat zu einer Verzögerung der Pflanzenentwicklung von 2-3 Wochen geführt. Warmes Wetter in den kommenden Tagen könnte den Rückstand jedoch verkleinern.
Die Aussaat von Sommergetreide ist in weiten Teilen des Landes abgeschlossen und größer als normal, nachdem das schlechte Herbstwetter die Wintergetreideaussaat vielerorts verhindert hat.
Eine enorme Ausweitung der Aussaat von Sommerweizen um 212,1 Prozent werde dazu beitragen, die um 35,1 Prozent reduzierte Winterweizenaussaat auszugleichen, so der Verband.
Es wird erwartet, dass sich die Rapsernte stark von der besonders kleinen Ernte des letzten Jahres erholen wird. Die Ernte dieses Jahres wird jedoch immer noch unter dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 5,2 Millionen Tonnen liegen.
Deutsche Landwirte bauen in diesem Jahr auch mehr Sommergerste an. Sie wird für die Malz- und Bierproduktion verwendet. Die Sommergerstenernte soll gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent auf 2,06 Millionen Tonnen wachsen.
Die Wintergerste, die hauptsächlich für die Tierernährung verwendet wird, wird gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 9,09 Millionen Tonnen steigen.
Die Maisernte wird um 6,1 Prozent auf 4,27 Millionen Tonnen zurückgehen, so der Verband.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.04.2018 Europäische Union - Nasskalter Start ins Frühjahr sorgt für Verzögerungen

Der nasskalte Start ins Frühjahr in Europa sorgt für Verzögerungen bei der Sommergetreideaussaat in der EU. Die Verzögerungen sind allerdings noch nicht so fortgeschritten, dass sich Verluste seriös beziffern ließen. Frost und starke Niederschläge im März führten auch beim Wintergetreide für ein verzögertes Wachstum. Beim Weizen werden aber nur geringe Schäden erwartet. An den Rapssaatbeständen in Polen könnten möglicherweise etwas größere Schäden entstanden sein.
Im monatlichen Bericht der EU-Kommission weisen die Verfasser auch auf die wärmeren Temperaturen in dieser Woche in Europa hin, die die Aussaat und die Pflanzenentwicklung begünstigen können.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, lag die Aussaat von Sommergerste und Zuckerrüben aufgrund der feuchten Wetterbedingungen rund zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück und könnte sich negativ auf die Erträge auswirken. Das Ertragspotenzial für die Winterkulturen in Frankreich scheint jedoch nicht wesentlich durch die kühlen Temperaturen, wenig Sonnenschein und häufigen Regen beeinflusst worden zu sein.
Auch in Deutschland haben die feuchten Bedingungen zu einem verzögerten Beginn der Frühjahrsaussaat geführt. Seit Anfang April hat das wärmere Wetter die Feldarbeit forciert. Die Entwicklung der Wintergetreidebestände im Norden Deutschlands hinkt dem Zeitplan aber weiter hinterher.
In Spanien und in Portugal konnten die Niederschläge in der ersten Märzhälfte die Wasserreserven im Boden nach dem trockenen Winter wieder aufbauen und die Bedingungen für die Sommergetreidebestände verbessern.
Die durchschnittliche Ertragsprognose für die EU-Weichweizenerträge wurde von 6,20 t/ha im letzten Monat auf 6,23 Tonnen pro Hektar (t / ha) angehoben, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2017.
Die Prognose für die Gerstenerträge in der EU wurde von 5,02 t/ha auf 5,03 t/ha angehoben. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein geringfügiger Anstieg um 2,8%. Die neueste Schätzung spiegelt einen leichten Anstieg des Wintergerstenausblicks und eine unveränderte Sommergerstenprojektion wider.
Bei den Ölsaaten wurde der durchschnittliche EU-Rapsertrag von 3,28 t/ha auf 3,33 t/ha erhöht, was gegenüber 2017 einem Anstieg von 2,6% entspricht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

13.04.2018 Ausblick für die EU-Rapsernte 2018

Ergiebige Regenfälle und Kälte haben die Rapssaat auf den Feldern den Winter sehr unterschiedlich überstehen lassen. Eigentlich gibt es kaum Auswinterungen und Analysten gehen derzeit von zumindest durchschnittlichen Erträgen aus. Das sagte heute Benoit Fayaud von Strategie Grains.
Die Pflanzenentwicklung ist zwar spät aber mit Aussicht auf wärmere Temperaturen, werden sich die Feldbestände jetzt gut entwickeln können. In Frankreich werden die ersten Bestände in der kommenden Woche bereits blühen. Einige Bestände leiden aber unter dem Rapserdfloh, da der letzte Herbst sehr milde und der Winter nass war. Im Frühjahr fielen in Frankreich 60 % mehr Niederschläge als üblich, sodass viele Felder zu nass sind.
Frankreichs Rapsernte wird von den Experten ähnlich gut sein, wie im Vorjahr als 5,3 Mio. Tonnen zusammen kamen.
In Deutschland erwartet man, dass die Ernte besser ausfällt als im Vorjahr. Der Winter brachte zumindest kaum Frostschäden. Im Norden und im Osten sieht man den Feldern an, dass es kurzzeitig zu kalt war. Es wird aber keine Rekorderträge geben, man wird sich mit gut durchschnittlichen Erträgen abfinden müssen. Der deutsche Genossenschaftsverband schätzt die Rapsernte 2018 in Deutschland auf 4,67 Mio. Tonnen, das sind 9,5 % mehr als im Vorjahr aber der Fünf-Jahres-Durchschnitt liegt bei 5,2 Mio. Tonnen.
Für Polen schätzt man, dass die Ernte um 19 % kleiner ausfallen wird, als im Vorjahr. Die Ernte wird jetzt auf 2,26 Mio. Tonnen geschätzt, da die Anbaufläche eingeschränkt wurde und im Norden und in Zentral-Polen der Winter zu kalt war. Auswinterungen haben regional 20 bis 25 % Ausfall beschert. Im Süden und Südosten Polens sieht es dagegen sehr viel besser aus.
Kaltes Wetter in Großbritannien war für die dortigen Rapsflächen ein Risiko. Man ist gut einen Monat hinter dem üblichen Zeitplan zurück und das dürfte sich auch auf die Erträge auswirken. Die Felder sind viel zu nass und das hat die Ausbringung von Mineraldünger behindert. Die Pflanzen sind sehr empfindlich. Die Anbaufläche wurde für diese Ernte um 11 % auf 622.000 Hektar ausgeweitet. Damit endete der Anbaurückgang, der fünf Jahren anhielt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.04.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

In weiten Teilen der EU beginnen die Rapserzeuger jetzt damit, ihre Lagervorräte aufzulösen. Sie benötigen Platz für die neue Ernte und haben kaum noch Hoffnung, auf steigende Preise zum Ende der Vermarktungsperiode.
Da das Rapsangebot steigt, die Ölmühlen aber wenig Interesse daran zeigen, sinken die Prämien selbst bei sinkenden Terminmarktkursen. Daneben ist auch noch Rapssaat aus der Ukraine am Markt, die dem heimischen Angebot wohl die größte Konkurrenz ist.
Preisgünstige Biodieselimporte aus Argentinien (Sojamethylester) und Indonesien (Palmmethylester) werden von den Mineralölkonzernen nun bevorzugt eingesetzt. Rapsmethylester hat zwar den Vorteil, dass es bis -10°C einsetzbar ist, das ist seit Anfang April aber kein Argument mehr.
Unterdessen sind die Preise für Sojaschrot im Wochenverlauf kräftig gestiegen. Das liegt im Wesentlichen an den Kurssteigerungen an der CBoT. Die argentinische Sojabohnenernte wird nach einer monatelangen Trockenheit immer kleiner eingeschätzt, sodass das Schrot-Angebot von dort deutlich kleiner ausfallen wird. Die Nachfrage nach Rapsschrot ist hierzulande dadurch stark gestiegen und treibt die Preise hoch.

11.04.2018 Kurse der CBoT-Bohnen steigen, Pariser Rapsfutures unter Druck

Der überraschende Kauf von 120.000 Tonnen US-Sojabohnen durch argentinische Händler stützt seit gestern die Kurse der CBoT-Sojabohnen. Der Frontmonat handelt nahe seinem Monats-Hoch.
Händler am internationalen Ölsaatenmarkt schätzen, dass Argentinien 500.000 bis 1 Mio. Tonnen US-Bohnen kaufen könnte. Dieser Kauf aus den USA ist schon außergewöhnlich, aus dem Nachbarland Paraguay importiert Argentinien hingegen ständig.
Argentinien benötigt im Oktober diese Sojabohnen, wenn die heimische Ernte den Ölmühlen noch nicht zur Verfügung steht. Damit können bestehende Lieferverpflichtungen für Sojaschrot und Sojaöl sichergestellt werden.
Die argentinischen Ölmühlen haben ohnehin schon eine schlechte Auslastung ihrer Verarbeitungskapazitäten. In diesem Jahr, nach der Trockenheit, wird das wohl noch schlimmer.
Auch Europäische Händler haben in den letzten Tagen immer wieder große Menge von US-Sojabohnen gekauft, weil für brasilianische Bohnen hohe Prämien gelten, nachdem China in den kommenden Monaten die Ölsaat bevorzugt in Brasilien kaufen will.
Das führte an der Pariser Matif dazu, dass die Kurse der Rapsfutures sanken, während die CBoT-Kurse für Sojabohnen stiegen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

05.04.2018 HANSA Terminhandel –Ölsaatenmail

Seit einer Woche haben sich die Börsenkurse für Rapssaat am Pariser Matif um Sieben Euro/Tonne verbessert. Das Wachstum der Ölsaaten in der EU wurde durch das kalte März-Wetter verlangsamt und Experten erwarten, dass der Parasitendruck noch zunimmt. Die Feldbestände in der EU sind in keinem optimalen Zustand. Strategie Grains hatte Ende letzter Woche seine Schätzung zur Rapsernte 2018 in der EU bereits leicht zurückgenommen.
Da am Kassamarkt keine attraktiven Prämien über den Börsenkursen geboten werden, ist die Abgabebereitschaft der Rapsverkäufer weiter gering. Die Ölmühlen hierzulande haben Probleme, mit den billigen Pflanzenölen aus Argentinien und Indonesien konkurrieren zu können.
Insofern ist das Angebot an Rapsschroten weiter knapp und die Preise dafür steigen weiter, zumal auch Sojaschrot teurer geworden ist. Der Handelsstreit zwischen den USA und China hat gestern einen weiteren Höhepunkt erreicht, als China nun auch US-Sojabohnen mit zusätzlichen 25 % Strafzöllen belegen will. Inzwischen versuchen die Parteien die Lage zu beruhigen. Ein Kursrutsch bei der CBoT-Sojabohne hatte auch die Pariser Rapskurse unter Druck gesetzt. Inzwischen erholen sich die Kurse hüben wie drüben schon wieder.
Experten schließen aber nicht aus, dass sich der Ölsaatenmarkt nun komplett neu sortieren muss.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Grafik: Saxo-Trader

05.04.2018 Kurzmeldungen

US-Winterweizen: Die US-Winterweizen-Erträge in den US-Plains leiden unter der anhaltenden Trockenheit. Eine Besserung scheint vorerst nicht in Sicht. Überdurchschnittlich trockene Wetterbedingungen und ein möglicher bevorstehender Kälteeinbruch könnten für weitere potenzielle Einbußen sorgen.
Indien: Die indische Weizenernte sinkt in diesem Jahr aufgrund der kleineren Anbaufläche und der trockenen Wetterbedingungen.
Argentinien: Nach der Trockenheit in Argentinien, die zu einer historisch kleinen Sojabohnenernte führen wird, drohen nun heftige Niederschläge und Überflutungen die Bestände weiter zu schädigen.
EU-28: Der kalte März führt zu einer verzögerten Pflanzenvegetation bei Weizen und Rapssaat.
US-Mais- und Sojabohnenaussaat: In den Vereinigten Staaten werden langsame Fortschritte in der Maisaussaat im Süden und den zentralen Regionen. Tief im Süden könnte es Mitte April zu Verzögerungen bei der Sojabohnenaussaat kommen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

29.03.2018 Stragegie Grains senkt Prognose der Rapssaaternte 2018/19

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte seine Schätzung der diesjährigen Rapsernte für die Vermarktungsperiode 2018/19 in der EU-28 leicht und fügte hinzu, dass der Parasitendruck beobachtet werden müsse. Die aktuelle Schätzung liegt nun bei einer Produktionsmenge von 22,54 Mio. Tonnen (vorherige Schätzung: 22,66 Mio. Tonnen; Vermarktungsjahr 2017/18: 21,99 Mio. Tonnen). Raps wird demnach auf einer Fläche von 6,74 Mio. Hektar angebaut, das ist unverändert zur vorherigen Schätzung und auch unverändert zum Vermarktungsjahr 2017/18. Die durchschnittlichen Erträge schätzt Strategie Grains auf 3,36 Tonnen/Hektar. Das ist ein leichter Rückgang zum Vormonat (3,38 Tonnen/Hektar), jedoch ein Anstieg im Vergleich zum Vermarktungsjahr 2017/18 (3,28 Tonnen/Hektar).
Seit letzter Woche wurde das Wachstum der Rapspflanzen durch das kühle Wetter in Europa gebremst. In den meisten Fällen helfen die kühlen Temperaturen aber, den Parasitendruck zu senken. In den nördlichen EU-Ländern könnte die Wirkung von überschüssigem Wasser und der verzögerten Entwicklung von Rapssaatpflanzen noch verstärkt werden, so Strategie Grains.

22.03.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Sehr ruhig ist die Lage derzeit am deutschen Rapsmarkt. Bei stagnierenden Prämien und tendenziell rückläufigen Rapsterminkursen in Paris sind die Verkaufsanreize gering. Zwar soll noch reichlich alterntige Ware in den Lägern liegen, angesichts des sehr niedrigen Preisniveaus dürften viele die Ware auch weiterhin unter Verschluss halten. Die jüngste Kaltfront hat die Verkaufsbereitschaft gänzlich eingefroren, heißt es. Landwirte rechnen mit Auswinterungsschäden. Solange das Ausmaß unklar ist, wird die Zurückhaltung wohl andauern. Die Sojaschrotpreise legen zu, im Norden um 7 EUR/t und im Süden der Republik um 6 EUR/t für prompte Ware. Wegen des hohen Preisniveaus bleiben die Umsätze jedoch verhalten. Für Rapsschrot wurden die Forderungen aufgrund des knapperen Angebots und der höheren Nachfrage angehoben. Sojaöl hat sich zur Vorwoche befestigt. Preistreibend waren vor allem die festeren Sojaölkurse in Chicago, die auf Wochensicht um knapp 2 % zulegten. Rekordverarbeitungsmengen im Februar in den USA stützten die Kursentwicklung. Die wöchentlichen US-Export-Sales werden witterungsbedingt erst morgen veröffentlicht.

19.03.2018 EU-Kommission erwartet höhere Weizen-, Raps- und Gersteerträge

Die Weizenerträge in der Europäischen Union für die Ernte 2018 schätzt die EU-Kommission aktuell auf 6,2 Tonnen/Hektar. Das geht aus der aktuellen Prognose des Mars EU-Crop-Monitor hervor. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 1,4%.
Weitere Prognosen:
Wintergerste-Erträge 2018: 6,05 Tonnen/Hektar (+1,0% im Vergleich zu 2017)
Winterraps-Erträge 2018: 3,28 Tonnen/Hektar (+0,8% im Vergleich zu 2017)
Sommergerste-Erträge 2018: 4,27 Tonnen/Hektar (+5,2% im Vergleich zu 2017)
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

15.03.2018 DRV erwartet kleine Weizenernte in Deutschland

Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet in seiner ersten Prognose für die Ernte 2018 einen Rückgang der deutschen Weizenernte um 1,1% zum Vorjahr auf 24,21 Mio. Tonnen. Die Winterraps-Ernte 2018 wird der Schätzung zufolge um 9,5% zum Vorjahr auf 4,67 Mio. Tonnen steigen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

15.03.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Die Kassapreise für Rapssaat haben in der zurückliegenden Woche in Deutschland nachgegeben, was die Verkaufsanreize für die Bauern weiter verringert hat. Allerdings schwindet die Hoffnung, zum Ende der Vermarktungsperiode Preisaufschläge durchzusetzen, da in Erzeugerlägern mehr Raps lagern soll, als in früheren Jahren. Es sei denn, die Ölmühlen heben ihre Prämien deutlicher an, als bisher. Danach sieht es derzeit aber nicht aus, denn es ist genügend Importware aus der Ukraine oder Australien am Markt verfügbar. Da die Rapsölumsätze mit der Biodieselindustrie schwach sind, ist der Zukaufbedarf ohnehin gering.
Da es in Argentiniens Sojaanbauregionen weiter zu trocken ist, sind Ertragseinbußen absehbar. Das hat die Kurse an der Terminbörse in Chicago weiter steigen lassen. Diese feste Tendenz stützt auch die Kurse für Rapssaat am Pariser Matif sowie die Preise für Sojaschrot. Das Kaufinteresse der Mischfutterhersteller bleibt daher gering, das Interesse für Rapsschrot ist dagegen rege, weil das Angebot hiervon gering ist.
Sowohl die Preise für Rapsöl als auch von Sojaöl sind in der zurückliegenden Woche gesunken. Hierzulande gibt es genügend Alternativen, die preisgünstiger sind.

12.03.2018 Coceral senkt Schätzung für EU-Weizenernte 2018

Der europäische Getreideverband Coceral senkte am Freitag seine Schätzung zur EU-WEizenernte 2018 um eine Mio. Tonnen. Im Herbst hatte es zu viel geregnet und die Anbaufläche wurde deshalb eingeschränkt.
In der ersten Schätzung in 2018 für die Ernte 2018 schätzen die Experten von Coceral die Weichweizenproduktion der EU auf 140,4 Mio. Tonnen. Ende 2017 ging man noch von 141,5 Mio. Tonnen aus.
Jetzt wird eine Anbaufläche von 23,16 Mio. Hektar erwartet. Das sind 500.000 Hektar weniger als zuletzt geschätzt. In Deutschland, Dänemark, Polen und Skandinavien wurde weniger Wintergetreide ausgesät. Dort wird die Ernte deshalb kleiner erwartet als im Vorjahr. Im Gegensatz dazu erholt sich der Getreideanbau in Spanien, nachdem es dort in 2017 extrem trocken war.
Coceral geht derzeit von einem durchschnittlichen Hektarertrag von 6,07 Tonnen pro Hektar aus, das ist etwas mehr als die 5,99 Tonnen/Hektar, die zuletzt geschätzt wurden.
Die Europäische Union ist weltweit der größte Weizenproduzent und einer der bedeutendsten Getreideexporteure der Welt.
Die Gerstenproduktion wird in diesem Jahr steigen, weil die Anbaufläche hierfür ausgeweitet wurde. Coceral geht für 2018 von 60,3 Mio. Tonnen aus nach 58 Mio. Tonnen in der vorherigen Schätzung.
Die Maisernte der EU wurde am Freitag auf 61,8 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 900.000 Tonnen mehr als in der Dezember-Schätzung. Im Süden der EU wird im Vorjahresvergleich mehr, im Norden weniger Mais angebaut.
Die Schätzung der Rapssaatproduktion liegt jetzt bei 22 Mio. Tonnen, nach 21,9 Mio. Tonnen in 2017. Leichte Steigerungen in Deutschland, Frankreich und Rumänien werden durch eine kleinere Ernte in Dänemark, Schweden und den Beltischen Staaten kompensiert.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.03.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die Terminkurse am Pariser Matif haben in der zurückliegenden Woche stark nachgegeben. Das hemmt weiter die Abgabebereitschaft der Erzeuger, da ihnen das Preisniveau ohnehin schon zu niedrig war. Viele hoffen darauf, dass im Übergang zur neuen Ernte die Nachfrage und die Preise steigen.
Da nur wenige Biodieselhersteller überhaupt am Markt sind, weil Biodieselimporte aus Argentinien in die EU drängen, gibt es keine Versorgungsprobleme. Das Ende der Kältewelle erhöht sogar das Angebot alternativer Rohstoffe. In den nächsten Tagen wird sich das Ausmaß möglicher Auswinterungen zeigen und vielleicht das Kontraktgeschäft ex Ernte 2018 beleben.
Hohe Forderungen für Ölschrote hemmen den Umsatz mit Sojaschroten und Rapsschroten. Im Wochenverlauf hatte sich Rapsschrot mit 9 €/Tonne kräftig verteuert. Auf den vorderen Terminen ist Rapsschrot knapp und wird gesucht.
Rapsöl ist bei der Biodieselproduktion aber nur zweite Wahl.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Grafik: Saxo-Trader

08.03.2018 EU stöhnt unter billigen Biodiesel-Importen

Steigende Biodieselimporte aus Argentinien und bald auch aus Indonesien gefährden die Biodieselproduktion in der Europäischen Union (EU). Die Gemeinschaft ist weltweit der größte Produzent des erneuerbaren Treibstoffs.
Im letzten September musste die EU ihre Strafzölle auf Biodiesel aus Argentinien zurückfahren, nachdem ein Gericht der WTO diese Strafzölle als ungerechtfertigt verurteilt hatte. Eine Woche zuvor hatte aber die USA noch höhere Strafzölle auf argentinischen Biodiesel eingeführt. Es gibt in der EU Überlegungen, auch die Strafzölle auf indonesischen Biodiesel zu senken.
Inzwischen wird aus Argentinien schon Biodiesel, hergestellt aus Sojabohnenöl, in die EU eingeführt. Dieses Produkt ist viel preiswerter als Biodiesel aus heimischer Rapssaat. Hersteller in der EU sagen, sie können mit den Importen nicht konkurrieren und man befürchtet schon Insolvenzen.
Zwischen August 2017 und Januar 2018 führte die EU aus Argentinien 852.000 Tonnen Biodiesel im Wert von 617 Mio. USD ein. Diese Menge entspricht der jährlichen Produktionskapazität einer großen Biodieselanlage in der EU. In 2017 lieferte Argentinien ihren Biodieselexport fast ausschließlich an die USA. Für Europa sind die Biodieselimporte deshalb schlimmer als befürchtet. Die wirtschaftlichen Folgen der Biodieselhersteller in der EU sind so gravierend, dass die eigene Produktion in der EU aufgrund unfairer Wettbewerbsbedingungen gefährdet ist. Dabei ist die EU weltweit der größte Biodieselhersteller aus Pflanzenölen. Man will damit den Einsatz von fossilen Brennstoffen reduzieren und CO2-Immissionen senken.
In 2017 produzierte die EU 11,9 Mio. Tonnen Biodiesel. Für 2018 wird die Produktion alleine schon wegen der Importe aus Argentinien auf 11,6 Mio. Tonnen sinken. Die Importmenge wird laut einer Schätzung von Strategie Grains 1,5 Mio. Tonnen betragen. Die gleiche Menge kommt dann noch aus Indonesien, wenn auch diese Importzölle sinken.
Steigende Importmengen drücken in der gesamten EU die Margen und erhöhen den Wettbewerb. Der größte Biodieselhersteller in der EU, die Saipol, eine Tochter der französischen AVRIL-Gruppe, hat schon angekündigt, die Produktion in diesem Jahr um die Hälfte zu senken. 250 von 600 Mitarbeiter sollen in Kurzarbeit geschickt werden. Seit September sind die Biodieselpreise in der EU bereits um 12 % gesunken, sie sind damit aber immer noch 25 % höher als Biodiesel aus Argentinien.
Der Deutsche Biodieselverband hat die EU-Kommission dazu aufgefordert, die Importe wirksam zu begrenzen. Die EU eröffnete im Januar eine Anti-Dumping-Untersuchung. Argentinien beschwert sich wegen Protektionismus.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

05.03.2018 Südasien: Steigender Importbedarf für Speiseöl
Die Speiseölimporte Südasiens dürften in diesem Jahr auf ein Allzeithoch klettern, da die Produktion in der Region aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen sinkt und der Verbrauch steigt.
Der Importbedarf Indiens wird nach Schätzungen von führenden Industrievertretern im laufenden Vermarktungsjahr, das im Oktober endet, auf 15,5 Mio. Tonnen steigen. Im Vergleich zum Vorjahr (15,06 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 2,9%. Etwa 2/3 seines Bedarfs an Speiseöl muss Indien importieren. Die Sojabohnenproduktion schätzt Indien in diesem Jahr auf 8,3 bis 8,4 Mio. Tonnen versus 10,6 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Beim Winterraps erwartet Indien eine Produktionsmenge von 6,33 Mio. Tonnen (Vorjahr: 6,5 Mio. Tonnen).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
 
05.03.2018 Grafiken: COT-Report für Weizen, Mais und Raps
   
   
01.03.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten Mail

Von den gestiegenen Rapssaatkursen am Pariser Matif erhoffen sich die Landwirte hierzulande bessere Absatzbedingungen für ihr eingelagertes Erntegut. Das sehen die Ölmühlen allerdings ganz anders, denn sie senken ihre Prämien, weil Importware aus der Ukraine und Australien, trotz der schwächeren Kaufkraft des Euros, günstiger zu haben ist. Das könnte sich ändern, wenn die Biodieselindustrie mehr Öl nachfragt. Leider kommt derzeit kaum ein Neugeschäft zustande.
Ein anderes Thema ist der Dauerfrost, der noch bis zum Wochenende anhalten soll. In den Höhenlagen muss mit Auswinterungen gerechnet werden. Logistische Probleme hat der Frost aber noch nicht verursacht.
Durch die sprunghaft angestiegenen Sojaschrotkurse an der CBoT, tendieren auch hierzulande die Preise für Ölschrote fester; die Umsätze bleiben bisher aber gering.
Die lang anhaltende Trockenheit in Argentinien lässt aber die Preise für Sojaöl steigen, weil die Spekulanten ihre Short-Positionen am CBoT liquidieren. Immerhin ist Argentinien der weltweit größte Lieferant von Sojaschrot und Sojaöl mit einem Marktanteil von 50 %. Das ließ auch die Kassapreise in Hamburg steigen – aber auch hier halten sich die Käufer noch zurück, denn man meint, dass die Trockenheit in Argentinien nichts mit den Rapspreisen in deutschen Binnenhäfen zu tun hat. Man will erst wieder kaufen, wenn die Preise gesunken sind.
Text: HANSA Terminhandel GmbH – eigene Recherche

27.02.2018 Ölsaatenproduktion 2018 in der Ukraine steigt um 3,4 %
Die ukrainische Ölsaatenproduktion aus Rapssaat und Sonnenblumen soll in 2018 um 3,4 % auf 20,5 Mio. Tonnen steigen.
Die Aussaat für die Sonnenblumenernte dürfte um 5 % steigen, sodass man derzeit von einer Ernte von 14,25 Mio. Tonnen ausgeht. Die Rapssaatproduktion wird dem Beratungsunternehmen UkrAgroConsult zufolge um 10 % auf 2,54 Mio. Tonnen steigen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters
   
22.02.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten Mail

Die gestiegenen Rapskurse am Pariser Matif geben den deutschen Kassapreisen für Rapssaat ein wenig Unterstützung. Der Hauptgrund dafür ist der schwächere Wechselkurs des Euros gegenüber dem US-Dollar. Seit einer Woche sinkt die Kaufkraft der Gemeinschaftswährung von 1,25 auf aktuell 1,23. Händler betonen aber, dass die Nachfrage der Ölmühlen ruhig ist und deshalb auch keine höheren Prämien bezahlt werden. Importe von Rapssaat aus der Ukraine, Kanada sowie Australien sind durch den schwächelnden Wechselkurs teurer geworden. Die Ölmühlen sind allerdings auf den vorderen Terminen mit Rohstoff gut eingedeckt. Außerdem haben sie ihre Biodieselproduktion gedrosselt, weil Lieferungen des Biotreibstoffs aus Argentinien und bald auch aus Indonesien in die EU drängen.
Man darf aber die Kurse der CBoT-Sojabohnen nicht außer Acht lassen. Die Trockenheit in Argentinien hat in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass institutionelle Anleger ihren Short-Positionen liquidierten, was die Kurse auf ein Sieben-Monats-Hoch trieb. Das sich verstärkende La Nina-Wetterphänomen, durch das viele Produktionsregionen wie Australien, Südafrika und Südamerika unter Trockenheit leiden tut ein Übriges.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafiken: Saxo-Trader

16.02.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Marktanalysten erwarten nicht mehr viel Bewegung im Rapsmarkt in der EU. In anderen Jahren ergaben sich im Übergang zur neuen Ernte noch gute Absatzmöglichkeiten. In diesem Jahr sei aber alles anders.
So mussten die hiesigen Ölmühlen ihre Produktion drosseln, weil große Mengen Biodiesel aus Argentinien in die EU strömen. Dadurch sind auch die Margen kleiner als üblich. Weil die deutschen Landwirte bisher ihren Raps nur verhalten anboten; sie spekulieren auf steigende Preise. Die Ölmühlen haben ihren Bedarf geringeren durch Importe aus Australien, Kanada und der Ukraine eingedeckt.
Aus diesen Gründen erwarten die Marktbeobachter bis zur neuen Ernte keine Versorgungslücken mehr. Die größten Mengen an Rapssaat in Deutschland lagern noch bei den Landwirten. Wenn sich die Ölmühlen mit ihren Rohstoffeinkauf weiter zurück halten, gibt es für höhere Erzeugerpreise nur noch wenig Spielraum. Am Pariser Matif handelte der Rapsfuture in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit April 2015.
Am Weltmarkt für Ölsaaten gab es in der zurückliegenden Woche dagegen den größten Preisanstieg seit sieben Monaten. Allein in dieser Woche stiegen die Kurse der CBoT-Sojabohnen um 4 %. Das Wetter in Argentinien herrscht unter den Händlern an den Terminbörsen vor. Eine seit Monaten anhaltende Trockenheit lässt eine kleinere Ernte erwarten.

13.02.2018 Frankreich: Landwirtschaftsministerium senkt Prognose für Weizenanbaufläche

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der Winterweizenaussaatfläche 2018 von 5,03 Mio. Hektar (Dezember-Schätzung) auf 4,96 Hektar reduziert. Die Aussaatfläche läge damit 0,1% über der Fläche, die 2017 geerntet wurde.
Für Wintergerste wurde die Schätzung der Anbaufläche von 1,36 Mio. Hektar (Dezember) auf 1,37 Mio. Hektar erhöht, ein Rückgang um 2,3% verglichen mit 2017.
Ein Anstieg der Anbaufläche wird bei der Rapssaat erwartet. Von 1,50 Mio. Hektar auf 1,54 Mio. Hektar wurde die Prognose erhöht und läge damit 6,7% über dem Ergebnis aus 2017.
Weizen und Raps werden fast ausschließlich als Winterkulturen in Frankreich angebaut, während Gerste auch eine signifikant große Menge als Sommer-Getreide anbaut.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

12.02.2018 Mackprang stellt Insolvenzantrag

Das deutsche Traditionshaus Mackprang hat heute Insolvenz beantragt.
Die Arbeit werde vorerst weitergeführt, während die Gespräche mit den Gläubigern laufen, teilte Geschäftsführer Jens Kass gegenüber der Presse mit.
Die Firma und deren Gesellschafter konnten keine Vereinbarungen mit der finanzierenden Hausbank erreichen.
Das in Hamburg ansässige Getreidehandelshaus wurde vor 139 Jahren gegründet. Es handelt unter anderem mit Futtergetreide, Braugerste und Futterschroten wie Rapsschrot und Sojamehl.
Der größte Gesellschafter des Unternehmens ist die Firma Bohnhorst.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.02.2018 Kommt es zu Auswinterungen in Deutschland?

In vielen Teilen der Europäischen Union bedeckt eine Schneedecke die Wintergetreidebestände und schützt vor den teils zweistelligen Minusgraden. In Deutschland liegt allerdings kaum irgendwo Schnee, was die Getreidefachleute besorgt.
In Frankreich, dem EU-Land mit der größten Getreideanbaufläche, wird bisher kein Schaden am Wintergetreide beobachtet, obwohl es in den Wochen zuvor viel zu nass war. Jetzt ist es auch dort sehr kalt, aber der Schnee schützt.
Allerdings gibt es wegen dem Schnee in Frankreich Probleme beim Getreidetransport.
Die Kälte könnte sogar von Vorteil sein, weil einige Feldbestände schon zu weit entwickelt waren, beispielsweise der Winterraps. Frankreich erlebte den wärmsten Januar seit seinen Wetteraufzeichnungen. Das Zuviel an Regen war insbesondere für die Rapssaat von Nachteil.
In Deutschland sanken die Temperaturen teils unter Minus 10°C. Dort wo es zuvor Staunässe gab, dürften die jungen Getreidepflanzen jetzt absterben. Wenn der Frost noch länger anhält, könnte es zu größeren Schäden kommen.
Im Polen sind die Beobachter bisher noch sehr entspannt. Nur im Norden des Landes standen einige Flächen ebenfalls unter Wasser. Dort war es in den letzten Tagen aber nicht so kalt wie in Deutschland und jetzt soll es auch schon wieder wärmer werden.
In Großbritannien sehen die Wintergetreide - Feldbestände bisher sehr gut aus.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.02.2018 HANSA Terminhandel GmbH – Ölsaatenmail

Ölmühlen klagen über geringe Verarbeitungsmargen auch wenn sich die Absatzmöglichkeiten für Rapsschrot verbessert haben. Falls sie etwas zukaufen, greifen sie auf Rapsimporte aus Australien oder der Ukraine zurück. Den Landwirten hierzulande sind die Preise zu niedrig und halten sich mit dem Verkauf zurück. Viele spekulieren auf höhere Preise im Übergang auf die Ernte 2018.
Die Ukraine wird in diesem Jahr den Anbau von Sojabohnen einschränken, weil eine Förderung durch den Fiskus entfällt. Strategie Grains schätzt, dass die Rapsproduktion in der EU in 2018/19 um 3,6 % ansteigt. Der Welt-Ölsaatenmarkt beobachtet gebannt die Wetterbedingungen in Südamerika. Während es in Argentinien zu trocken ist und deshalb spürbare Ertragseinbußen erwartet werden müssen, ist es zu Beginn der Sojabohnenernte in Brasilien extrem nass, was die Transportlogistik vor große Probleme stellt. Davon könnten US-Exporteure profitieren, die in dieser Saison noch längst nicht die erwarteten Ausfuhren getätigt haben. Die Kurse der Sojabohnenfutures streben wieder in Richtung 10 Dollar/Bushel, der Frontmonat im Matif-Rapsfuture hat die 350er-Marke wieder überschritten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH

05.02.2018 EU-28: Strategie Grains erwartet Anstieg der Rapssaatproduktion um 3,6%

Das private Analystenhaus Strategie Grains hat in seiner monatlichen Prognose die Erwartung an die Rapssaat-Ernte in der EU-28 zur Vermarktung 2018/19 um 3,6% zum Vorjahr auf 22,78 Mio. Tonnen erhöht. Reduziert hat das Unternehmen die Schätzung der Sonnenblumensaat-Produktion für 2018/19 um 3,1% auf 9,09 Mio. Tonnen. Bei der Sojabohnen-Produktion wird mit einem Anstieg zum Vorjahr um 4,6% auf 2,73 Mio. Tonnen gerechnet.
Rapssaat wird demnach in der EU-28 auf einer Fläche von 6,75 Mio. Hektar angebaut. Im Vorjahr waren es 6,72 Mio. Hektar. Steigen könnte auch die Anbaufläche von Sojabohnen auf 0,99 Mio. Hektar (vorher: 0,98 Mio. Hektar). Rückläufig (0,7%) ist wohl die Anbaufläche für Sonnenblumensaat von 4,29 Mio. Hektar auf 4,26 Mio. Hektar.
Die Erträge beim Raps könnten um 3,4% steigen, Bei der Sonnenblumensaat wird ein Rückgang um 2,3% erwartet und bei den Sojabohnen ein Rückgang um 3,0%.

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