Matif: Rapssaat August 2018

30.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die Ölmühlen in Deutschland sind bereits bis Jahresende recht gut mit Rohstoffen versorgt. Der Kursrückgang an der Terminbörse in Paris im Rapssaat-Future hat zudem dazu geführt, dass bis auf die Erzeugerebene die Preise am Kassamarkt nachgeben. Dadurch sinkt das Angebot von Rapssaat aus der hiesigen Landwirtschaft. Weil die kleinere Ernte in Europa inzwischen in den Terminmarktkursen eingepreist ist, folgen sie jetzt den schwächeren Sojabohnenkursen der CBoT. Ein festerer Euro tut sein übriges.
Das wirkt sich auch auf die Sojaschrotpreise aus, die in der vergangenen Woche, analog zu den Kursen für Sojaschrot in Chicago, stark nachgaben. Im Bundesmittel haben sie um 31 €/Tonne nachgegeben. Das nutzten viele mischfutterbetriebe dazu, sich mit Ware einzudecken. Rapsschrot kommt dabei zu kurz. Hier ist es am Markt sehr ruhig, weil dieses Futtermittel vergleichbar teuer ist.
Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China belasten also immer noch den gesamten Sojakomplex. Davon ist auch der Sojaöl-Preis betroffen, der aber zudem durch die erwartete üppige Sojabohnenernte in den USA unter Druck steht.

30.08.2018 Sojabohnen-Exportkonferenz: Chinas Käufer lassen US-Anbieter im Ungewissen

Chinesische Teilnehmer an der jährlichen Soja-Exportkonferenz der USA erklärten, dass sie in der Saison 2018/19 insgesamt 86 Mio. Tonnen Sojabohnen importieren werden. Im letzten Jahr waren es 96 Mio. Tonnen. Schweinemäster und Geflügelhalter in China hätten ihre Nachfrage nach US-Sojabohnen stark reduziert, weil die Importzölle das Futtermittel Sojaschrot deutlich verteuert hat. Man sucht stattdessen nach Alternativen wie Sonnenblumen und Rapsschrot.
Auf der Konferenz werden üblicherweise unverbindliche Vorverträge über Sojabohnenlieferungen in einem Festakt unterzeichnet. In diesem Jahr entfällt dieser Programmpunkt, da man den Ausgang des Handelsstreits abwarten will.

27.08.2018 Chinas Sojabohnen- und Sojaschrot wegen ASF unter Druck

Heute Morgen sinken die Kurse der Sojabohnen- und Sojaschrot-Futures an der chinesischen Derivatebörse in Dalian aufgrund der Ausbrüche von Afrikanischem Schweinefieber (ASF). Die Nachfrage nach Futtermitteln könnte sinken, außerdem drückt eine große US-Sojabohnenernte, die in Kürze auf den Markt kommt.
Die Sojabohnenfutures an der Dalian-Börse sinken auf 3.588 Yuan/Tonne auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren. Das Angebot im Inland erzeugter Sojabohnen wird zwar hauptsächlich für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet, die Preise folgen aber meist denen des Sojaschrots.
Der meistgehandelt Januar-19-Termin notiert derzeit auf 3.042 Yuan/Tonne um 2,9 % schwächer als am Freitag. Es ist der größte Tagesverlust seit November 2016. Hohe Sojabohnenvorräte in China belasten den Markt zusätzlich.
Sojaschrot und die lokalen Preise für Sojabohnen werden wohl noch weiter sinken, weil in den USA bei Sojabohnen eine Rekordernte erwartet wird und die brasilianische Währung weiter an Wert verliert. Der Druck auf die Preise ist also bereits gewaltig. Sollte sich das ASF aber noch weiter ausbreiten, könnten die Preise noch weiter sinken.
China hat nach dem Auftauchen von ASF seit Anfang August bereits 25.000 Schweine gekeult. Der Rapssaatfuture der Dalian-Terminbörse sinkt zur Stunde um 3,2 % auf 2.339 Yuan/Tonnen auf den niedrigsten Stand seit fast 6 Monaten.

24.08.2018 Palmöl - Wikipedia

Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Früchte der Ölpalme gewonnen wird. Palmkernöl wird aus den Kernen der Früchte gewonnen und besteht zu über 80 % aus gesättigten Fetten (überwiegend ist Laurinsäure gebunden). Ölpalmen sind dreimal so ertragreich wie Raps und beanspruchen für den gleichen Ertrag etwa 1/6 der Fläche von Soja.
Produktion weltweit und Anbaugebiete
Mit 30 Prozent Marktanteil ist Palmöl vor Sojaöl das meist angebaute Pflanzenöl der Welt. Die Weltproduktion von Palmöl stieg in den letzten Jahren zum Teil über 15 % im Jahr. 2014 wurden weltweit 57,3 Millionen Tonnen Palmöl produziert, im Jahr 2015 waren es bereits 60 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: 2001 waren es noch 24,8 Millionen Tonnen.
Die wichtigsten Anbauländer für Ölpalmen sind Indonesien und Malaysia mit zusammen 85,4 % der Weltproduktion (2014 ca. 57,3 Mio. Tonnen Palmöl). Allein Indonesien steigerte seine Produktion seit 2002 um das Dreifache und überholte im Wirtschaftsjahr 2006 den Marktführer Malaysia. Die Anbauflächen in Malaysia und Indonesien haben sich seit 1990 versechsfacht. Tendenz steigend. Laut WWF plant allein Indonesien, die Plantagen bis 2025 auf 20 Millionen Hektar auszudehnen – die Hälfte davon soll auf Borneo Platz finden.
Top 10 Länder, Palmöl-Produktion 2013
Damit liegt Indonesiens Weltmarktanteil bei 51,1 % und Malaysia bei 34,3 %. Andere Produktionsländer wie Thailand (3,2 %), Kolumbien (1,9 %) und Nigeria (1,6 %) spielen nur eine marginale Rolle.
Die weltweit größte Handelsgesellschaft für Palmöl ist Wilmar International. Des Weiteren zu nennen sind die die südostasiatischen Plantagen besitzenden Unternehmen Sime Darby, IOI Group und Kuala Lumpur Kepong. Die Hauptabnehmer für Palmöl befinden sich vor allem in Europa und Asien. Dabei stellt Indien vor der Europäischen Union, China und Pakistan den wichtigsten Importeur dar. Vor allem in China und Indien nahm die Nutzung als Lebensmittel sehr stark zu, allein im Jahr 2006/07 steigerte sie sich um 4,5 % bzw. 1,2 Millionen Tonnen. Dagegen stieg die industrielle Nutzung vor allem durch die Herstellung von Biodiesel um 8,9 % bzw. 710.000 Tonnen.
Verwendung
Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wurde 2010 das weltweit produzierte Palm- und Palmkernöl etwa zu 68 % für Nahrungsmittel (z. B. Margarine, Salat- und Kochöl), etwa 27 % für industrielle Zwecke (z. B. Reinigungsmittel, Kosmetik, Kerzen) und 5 % für die Energiegewinnung verwendet. Laut Greenpeace und WWF steckt Palmöl heute in etwa jedem zweiten Produkt, das in deutschen Supermärkten zu kaufen ist.
Nutzung als Nahrungsmittel
Palmöl und Palmkernöl wird zum größten Teil im Bereich der Ernährung eingesetzt. Dabei wird Palmöl aufgrund seiner ausgezeichneten Hitze- und Oxidationsstabilität vor allem in Asien und Afrika als Speisefett zum Kochen, Braten und Frittieren eingesetzt. Außerdem wird es international für die Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren verwendet. Es eignet sich entsprechend gut zum Erhitzen (Braten), da darin kaum mehrfach ungesättigte Fettsäurereste gebunden sind, die sich beim Erhitzen in die physiologisch bedenklichen trans-Fettsäurereste umlagern können.

24.08.2018 Deutsche Winterweizenernte fällt auf 19,4 Mio. Tonnen

Das deutsche Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenernte 2018 aufgrund der Verluste durch die Trockenheit und der langen Hitzeperiode auf 19,4 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 24 Mio. Tonnen Winterweizen geerntet. Die gesamte Getreideernte in Deutschland wird auf 34,5 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 41 Mio. Tonnen).
Die Pflanzen litten unter den höchsten Sommertemperaturen seit 1881 und unter einer lang anhaltenden Trockenheit, die insbesondere in den nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands zu hohen Verlusten geführt hat.
Die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte am Mittwoch ein Sonderhilfeprogramm im Wert von bis zu 340 Millionen Euro an, um Landwirten zu helfen, die besonders stark von der Trockenheit betroffen sind.
Die Winterweizenprognose des Ministeriums lag deutlich höher als die am Mittwoch vom DBV prognostizierten 18,6 Millionen Tonnen.
Klöckner sagte am Donnerstag, die deutsche Getreide- und Rapsernte sei enttäuschend und rechtfertige ihre Entscheidung, die Dürre zu einem Wetterereignis von nationaler Bedeutung zu erklären, was spezielle Beihilfen ermögliche.
Die deutsche Winterrapsernte wurde vom Ministerium um 14,5 Prozent auf 3,64 Millionen Tonnen prognostiziert.
Nach der Dürre ist die Versorgung mit Futtergetreide besonders angespannt. Die Wintergerste-Ernte wird laut Ministerium um 17,9 Prozent auf 7,40 Millionen Tonnen sinken. Sommergerste, die für die Bier- und Malzproduktion verwendet wird, wird voraussichtlich um 21 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen steigen.

23.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Unter dem Einfluss sinkender Rapskurse am Pariser Matif sinkt die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft wieder und so ist es am physischen Markt hierzulande ruhig geworden. Höhere Frachtkosten, die wegen des Niedrigwassers auf einigen Flüssen gefordert werden, belasten die Erzeugerpreise zusätzlich. Die meisten Ölmühlen sind aber vorrangig an Lieferungen ab Januar interessiert, weil dann vermutlich ein Lieferengpass mit Rapssaat entstehen könnte. Das liegt nicht nur an der kleinen Ernte in Europa sondern auch an der Ernteprognose für Australien.
Die Rapsschrotpreise tendieren dagegen fester, auch wenn es hier genauso ruhig ist, wie am Rapsmarkt selber. Futtermischer, die für sofort noch Ware suchen, müssen seit letzter Woche 6 €/Tonne mehr berappen. Sojaschrot wurde hingegen billiger angeboten, als vor einer Woche. Verantwortlich dafür sind Kursrückgänge an der CBoT.
Auch die Hamburger Preise für Sojaöl folgen schwachen Börsenkursen in Chicago. Und das gegen den Trend für Rapsöl. Hierfür sind wiederum die höheren Fracht- und Logistikkosten in Deutschland verantwortlich. Biodieselhersteller verweigern sich aber, mehr Geld zu zahlen.

23.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 64.860 Lots auf 77.683 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 129.872 Lots auf 138.491 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg von 64,15% auf 67,63%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand der von 16,44% auf 15,46% sank.
83,09% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,59%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

21.08.2018 Indien exportiert 50 % mehr Rapsschrot

Die Exporte von Rapsschrot aus Indien werden in 2018/19 wohl um 50 % gegenüber dem Vorjahr steigen, weil China nach sieben Jahren Pause wieder die Importe aus Neu Delhi aufnimmt.
China war bis 2011 der größte Käufer von Rapsschrot aus Indien und stellte danach die Käufe aus Qualitätsgründen ein. Die beiden Länder haben inzwischen aber ihrer Probleme über Hygiene und Normen gelöst und werden den Handel in Kürze wieder aufnehmen.
Indien könnte im Wirtschaftsjahr 2018/19, das Ende März 2019 endet, nach China 400.000 Tonnen Rapssaat exportieren. Das südasiatische Land hat in 2017/18 663.988 Tonnen Rapsschrot hauptsächlich nach Süd Korea und Vietnam ausgeführt.
China ist weltweit der größte Importeur von Sojabohnen und kauft 25 % der US-Sojabohnenernte. Am 6. Juli eskalierte ein Handelsstreit mit den USA und seither sucht China nach Alternativen, um seinen steigenden Bedarf nach Futtermitteln anderen Orts erfüllen zu können.
Die Rapssaatpreise in Indien sind mit 210 USD/Tonnen fob fast 40 USD billiger als Lieferungen aus anderen Ländern. In den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahr 2018/19, das im April startet, exportierte Indien 369.646 Tonnen Rapsschrot (+123 % zum Vorjahr).
Indien hat seine Anbaufläche für Sojabohnen gegenüber dem Vorjahr um 10 % ausgeweitet. Nach anfänglichem Trockenstress sehen die Feldbestände inzwischen ganz vielversprechend aus. Indien ist der größte Importeur von Palmöl aus Malaysia und Indonesien sowie Sojaöl aus Argentinien und Brasilien. Außerdem kaufte man Sonnenblumenöl aus der Ukraine.

17.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 44.705 Lots auf 64.860 Lots. Das zeigt der kürzlich von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 112.163 Lots auf 129.872 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,15% am offenen Kontraktbestand.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,44%.
80,59% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,67%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais  Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

16.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Der Sojakomplex legt seit Beginn dieser Woche wieder zu. Die Einrichtung eines Gesprächskreises mit Vertretern aus Washington und Peking lässt hoffen, dass die Sojabohnenlieferungen aus den USA bald wieder Fahrt aufnehmen können. Außerdem hat Argentinien hat sein Programm der schrittweisen Senkung der Exportsteuer auf Sojaschrot und Sojaöl für sechs Monate ausgesetzt. US-Sojaschrot wird damit auf dem Weltmarkt wieder wettbewerbsfähiger.
Auch die Rapskurse am Pariser Matif konnten sich mit den Vorgaben aus Übersee verbessern. Die Ölmühlen suchen auf vorderen Terminen weiter Ware. Importware kann aufgrund der niedrigen Flusspegelstände in Deutschland auf Weg von den Seehäfen zu den Verarbeitungsbetrieben nicht mehr kostendeckend per Schiff transportiert werden. Die Ukraine hat die beste Rapsernte seit 10 Jahren und kann 12 % mehr exportieren als im Vorjahr.

16.08.2018 Rapsernte in der Ukraine 14 % größer als letztes Jahr – Exporte steigen

Die Ukraine wird in der Saison 2018/19 ihren Rapsexport wohl um 12 % auf 2,38 Mio. Tonnen erhöhen, weil die Ernte sehr gut ausfiel. Es wurden in diesem Jahr 2,6 Mio. Tonnen Raps geerntet, 14 % mehr als im Vorjahr. Es war die größte Rapsernte seit 10 Jahren.

16.08.2018 Weizenanbaufläche in England fällt um 0,6%

Die Weizenanbaufläche in England ist in diesem Jahr um 0,6% auf 1,64 Mio. Hektar gesunken. Das zeigen die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage des Landwirtschaftsministeriums.
Die Anbaufläche für Raps steigt demnach zum ersten Mal seit 2012 um 7,9% auf 564.000 Hektar.
Um 3,1% auf 816.000 Hektar sinkt die Anbaufläche für Gerste. Wintergerste fällt um 6,2% auf 338.000 Hektar und Sommergerste um 0,8% auf 478.000 Hektar.

15.08.2018 Ukaine: Winterraps-Aussaat hat begonnen

In der Ukraine hat die Winterraps-Aussaat begonnen. Per 15. August wurde Raps in der Ukraine auf einer Fläche von 256.000 Hektar ausgesät. Das sind 29% der insgesamt erwarteten Anbaufläche. Zur Ernte 2018 lag die Anbaufläche bei 1 Mio. Hektar. Das meldet das Landwirtschaftsministerium.

09.08.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Rapsbauern spekulieren derzeit auf weitere Preissteigerungen, nachdem die Terminmarktkurse weiter gestiegen sind. Sie bieten weniger Rapssaat an, als nachgefragt wird. Die Meldung, dass Frankreichs Rapsernte 14 % kleiner ausfällt, als im letzten Jahr, hält die Marktphantasien hoch. Das hat auch die Nachfrage der Biodieselhersteller gesteigert, zumal sie jetzt Vorräte für die Produktion von winterfestem Biodiesel anlegen müssen. Nun hoffen die Bullen am Markt darauf, dass der morgige USDA-Report weitere preissteigernde Impulse setzt.
Unterdessen sind aber die Preise für Rapsschrot seit einer Woche um 4 €/Tonne gesunken. Mischfutterhersteller hatten sich zuvor umfangreich mit Rapsschrot eingedeckt und die Preise damit auf ein 3-Jahres-Hoch getrieben. Auch die Forderungen von Sojaschrot haben sich abgeschwächt. Der Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert die Marktteilnehmer immer noch.
Weil derzeit kaum Rapssaat angeboten wird, steigen aber die Preise nach Rapsöl. Der Kassamarkt ist unterversorgt und nur deutlich höhere Preise könnten die Anbieter zur Abgabe animieren. Hinzu kommt, dass das Niedrigwasser auf europäischen Flüssen die Frachtpreise erhöht. Im Gegenzug zu der knappen Versorgung hierzulande haben sich die Forderungen für Sojaöl leicht abgeschwächt. In den USA sollen die Sojaölvorräte hoch sein.

09.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 43.300 Lots auf 44.705 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 111.888 Lots auf 112.163 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,51% am offenen Kontraktbestand.
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,16%.
Erwähnt sei noch, dass 80,67% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,38%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

08.08.2018 DRV schätzt Weizenernte auf 19,2 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet aufgrund des trockenen und heißen Wetters in seiner neuesten Prognose der deutschen Getreideernte 2018 eine Erntemenge von 36,3 Mio. Tonnen Getreide. Das wären 20,3% weniger, als die 45,5 Mio. Tonnen, die im vergangenen Jahr geerntet wurden und der niedrigste Wert seit 1994. Die Ernte wird somit erstmals seit langer Zeit unter dem Verbrauch in Deutschland liegen,so der DRV. 
Die deutsche Winterweizenernte schätzt der Verband auf 19,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24 Mio. Tonnen).
Beim Raps wird ein Rückgang auf 3,47 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 4,26 Mio. Tonnen).
Die Wintergerste-Ernte fällt laut DRV um 18,1% zum Vorjahr auf 7,38 Mio. Tonnen. Schlimme Folgen hat die Trockenheit für den Mai. Die Ernte wird dem Bericht zufolge um 49,4% auf 2,30 Mio. Tonnen zurückgehen. 
07.08.2018 FranceAgriMer reduziert Ernteschätzungen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Ernteschätzungen für Frankreich erneut reduziert. Die Weizenernte wird im aktuellen Bericht nur noch auf 35,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind noch einmal 1 Mio. Tonnen weniger, als in der vorherigen Schätzung und 4 % weniger, als 2017 geerntet wurden (36,6 Mio. Tonnen).
Die erste Prognose der Maisernte in Frankreich liegt bei 12,8 Mio. Tonnen reduziert. Das wären etwa 10% weniger, als im vergangenen Jahr geerntet wurden (14,3 Mio. Tonnen).
Die Prognose der gesamten Gersteproduktion wurde reduziert. Auf 11,8 Mio. Tonnen wird sie derzeit geschätzt (Juli-Prognose: 12,1 Mio. Tonnen).
Beim Raps rechnet FranceAgriMer unverändert mit einer Ernte von 4,6 Mio. Tonnen.

06.08.2018 Chinas Sojabohnenimporte könnten um 10 Mio. Tonnen sinken

China könnte in diesem Jahr wohl seine Sojabohnenimporte um mehr als 10 Mio. Tonnen senken. Neue Technologien zur Herstellung von Sojaschrot und Importe von alternativen proteinreichen Pflanzen wie Sonnenblumensaat oder Palmsaat dienen zur Kompensation. Das berichtet heute Morgen Chinas Handelsblatt Economic Daily.
Fünf Mio. Tonnen Sojabohnen können schon dadurch kompensiert werden, dass man Sojaschrot mit weniger Protein herstellt.
4,8 Mio. zusätzliche Importe von Sonnenblumensaat, Palmsaat oder Rapssaat würden weitere 6 Tonnen Sojabohnen ersetzen.
Die Nachfrage in China nach Sojaschrot bleibe in den kommenden Monaten lustlos, weil die Schweinemäster Verluste schreiben. Der Sojaschrotverbrauch sank in den Monaten April bis Juni um 1,3 % gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.
Am 6. Juli hat China einen Strafzoll von 25 % auf US-Güter inklusive Sojabohnen erhoben, als Antwort auf Strafzölle der USA auf chinesischen Einfuhren.
Aus Sojabohnen stellen chinesische Ölmühlen Speiseöl und proteinreiches Sojaschrot her, das meist als Schweinefutter Einsatz findet. Im Jahr 2017 hatte China aus den USA Sojabohnen im Wert von 12,3 Mrd. USD importiert.
China importiert rund 60 % aller am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen, davon 32,9 Mio. Tonnen aus den USA, die 34 % der chinesischen Bohnenimporte darstellten.

02.08.2018 HANSA Terminhandel GmbH - Ölsaatenmail

Die Matif-Rapskurse sind seit einer Woche um 20 €/Tonne gestiegen. Schwache Erträge in Europa und am Schwarzen Meer treiben die Kurse in die Höhe. So können sich nun auch die Preise am hiesigen Kassamarkt verbessern. Die Nachfrage der Ölmühlen steigt aber. Die Erzeuger und die aufnehmende Hand halten Ware der alten und neuen Ernte noch zurück. Die EU-Kommission schätzt die Ernte 2018 auf 19,7 Mio. Tonnen und damit auf den niedrigsten Stand seit 2012. Die Rapsbauern machen sich unterdessen Gedanken über die Aussaat für die Ernte 2019 die im August erfolgen soll. Es ist zu trocken und man erwartet in Deutschland eine Flächenreduzierung von 10 %.
Auch die Rapsschrotpreise sind seit einer Woche um mindestens 15 €/Tonne gestiegen ohne dass viel gehandelt wurde. Die Preise folgen den Terminmarktkursen. Auch andere Ölschrote werden fester bewertet. Mischfutterhersteller sind noch gut versorgt und scheuen das höhere Preisniveau. Der Markt für Sojaschrot kann den festeren Kursen an der CBoT allerdings nicht folgen.
Die Forderungen für Rapsöl sind auch gestiegen, weil in der EU die Biodieselnachfrage bei allgemein geringerem Dieselabsatz steigt. Die Raffinerien beginnen damit, sich mit winterfestem Biodiesel aus Rapsmethylester einzudecken, was deutlich höhere Rapsölkurse ermöglicht. Sogar die Kurse für Sojaöl konnten zuletzt um 10 €/Tonne zulegen. In den USA ist der Biodieselverbrauch ebenfalls höher als von Marktbeobachtern erwartet wurde.

01.08.2018 DBV senkt Prognose für deutsche Geteideernte kräftig

Der Deutsche Bauernverband hat seine Prognose der deutschen Winterweizenernte 2018 aufgrund der trockenen Wetterbedingungen auf 18 Mio. Tonnen reduziert. 2017 wurden 24,1 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
Die Rapssaaternte wird nun auf 3,3 Mio. Tonnen geschätzt, das sind über eine Mio. Tonnen weniger, als 2017.
Insgesamt schätzt der DBV die deutsche Getreideernte auf nur noch 36 Mio. Tonnen (2017: 45,5 Mio. Tonnen).

31.07.2018 Ukraine erwartet Rekordernte beim Mais – Exporte nach China florieren

Die Maisernte in der Ukraine könnte in diesem Jahr mit 27 bis 28 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufstellen und Verkäufe nach China werden wohl um 10 % steigen. Die Ukraine profitiert von den Handelsspannungen zwischen den USA und China, analysiert der Landwirtschaftsminister Maksym Martyniuk.
Auch der ohnehin schon florierende Export von Ölsaaten aus der Schwarzmeerregion profitiert davon.
Die Ukraine exportierte in der Saison 2017/18 (September/August) 2,6 Mio. Tonnen Mais nach China. Die Gesamtexporte waren 16,6 Mio. Tonnen.
Die Wetterbedingungen für spät gelegten Mais waren in der Ukraine hervorragend, gute Maiserträge kompensieren Ertragsverlust beim Weizen (-12 bis -16%). Wintergetreide wie Raps und Weizen haben unter schweren Regenfällen im letzten Herbst gelitten.
Die ukrainische Getreideernte wird auf 60 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.: 61,3 Mio. Tonnen).
Für die Sonnenblumenernte war das Wetter ebenfalls von Vorteil. Die Ernte in der Ukraine, dem weltweit größten Sonnenblumenöl-Exporteur, wird auf 13,3 Mio. Tonnen geschätzt.

30.07.2018 EU-Rapsernte 2018 unter 20 Mio. Tonnen

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Schätzung zur EU Rapsernte 2018 weiter eingeschränkt. Insbesondere in Frankreich, Deutschland, Polen und Dänemark seien die Erträge kleiner ausgefallen.
Demnach ist die europäische Rapssaatproduktion 2018 in der EU nun bei 19,95 Mio. Tonnen (Vj.: 22,2 Mio. Tonnen). Anfang Juli gingen die Experten noch von 21,1 Mio. Tonnen aus.
Die Rapsernte ist in der EU noch nicht überall eingebracht und läge mit dieser Schätzung 9,5 % unter der des Vorjahres. Der Überschuss aus dem Vorjahr wird damit komplett aufgebraucht.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

27.07.2018 Überdurchschnittliche gute Canola-Erträge in Kanada

Kanadische Farmer werden in diesem Jahr etwas höhere Getreide- und Canola-Erträge einbringen, obwohl es in einigen Regionen zu trocken war. Das sind die Erkenntnisse einer aktuellen Crop-Tour.
Die Bodenfeuchte variiert in den Prärien sehr, sodass auch höchst unterschiedliche Erträge festgestellt werden. Von sehr guten bis schwachen Erträgen ist die Rede, eine Missernte ist aber nirgends festgestellt worden.
Der Weizen bringt Durchschnittserträge von 54,4 Bushel per acre (bpa), im Vorjahr waren es 53,8 bpa. Auch das 5-Jahres-Mittel wird übertroffen.
Dr Sommerweizen im US-Bundesstaat North Dakota verfehlt allerdings das 5-Jahres-Mittel. Ist aber deutlich besser als im Vorjahr.
Die kanadischen Canola-Erträge liegen im durchschnitt bei 41,9 bpa (Vj.: 41,1 bpa).
Die Tour-Ergebnisse werden in Kanada einen Stimmungswechsel auslösen: von „bullish“ auf „verhalten Optimistisch“ so einige Teilnehmer. Jetzt hängt der Marktverlauf maßgeblich davon ab, wie viel Canola China kaufen wird.
Futures-Trader bewerten die Ergebnisse „bärisch“.
Kanada ist der größte Produzent und -Exporteur von Canola – hierzulande auch Raps genannt. Die Statistikbehörde wird im August ihre erste Ernteschätzung bekannt geben.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

26.07.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Inzwischen wird immer deutlicher, dass die Europäische Rapsernte aufgrund der widrigen Wetterbedingungen während der Vegetationszeit klein ausfällt. Den Ausschlag dafür geben die Bulgarien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Ungarn, Litauen, Polen, Schweden Rumänien und Deutschland.
Es hat lange gedauert, bis die Terminbörse Matif darauf reagiert hat. Zwei Monate lang dümpelten die Kurse um die Marke von 360 €/Tonnen herum. Am Mittwoch gab es dann einen deutlichen Kursanstieg. Trotzdem gibt es aus der Landwirtschaft oder der aufnehmenden Hand so gut wie kein Angebot, da die Getreideernte Vorrang hat.
Auch in den Sojabohnenmarkt am CBoT kommt seit gestern mehr Bewegung, denn Jean-Cleuade Juncker hat für die EU dem US-Präsidenten Donald Trump zugesagt, dass Europa mehr US-Sojabohnen abnehmen will, um seinen Handelsbilanzüberschuss abzubauen. Das hat bei den CBoT-Bohnen zu kräftigen Kurssteigerungen geführt.
Davon betroffen ist auch der Sojaschrot-Future. Sojaschrot wurde in der vergangenen Woche acht Euro/Tonnen billiger, was nach dem Anstieg des Sojakomplexes wohl schon wieder vorbei ist.

20.07.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaaten-Mail

Die Rapskurse am Matif haben in der laufenden Woche kontinuierlich zugelegt. Eine kleinere Ernte in Europa und anderswo macht sich bemerkbar. Die Ölmühlen bekommen aktuell nicht genügend Angebot und müssen hohe Prämien bezahlen, wenn sie Waren haben wollen. Ihre Margen sind aber wegen sehr fester Schrotpreise interessant. Die Ernteergebnisse reichen von „Enttäuschung“ bis „ganz ordentlich“.
Da die Kurse der Sojabohnen sich auch wieder etwas stabilisieren, kommt von der US-Börse kein weiteres Störfeuer. Der Handelsstreit zwischen den USA und China und die daraus folgenden chinesischen Strafzölle auf US-Sojabohnen sind inzwischen vollständig eingepreist. Selbst für Chinesen rechnet sich der Kauf von US-Bohnen wieder. Auch andere Länder sind an US-Bohnen interessiert und füllen ihre Vorräte auf.

19.07.2018 Agrarrohstoff- Marktrecherche

• Die Ernteschätzungen für Rapssaat werden aufgrund der Hitze und Trockenheit in Zentral- und Nordeuropa fortwährend zurück genommen.
• Eine Satellitenbeobachtung der zweiten Maisernte in Brasilien bestätigt kleinere Erträge. Die Ernte in Mato Grosso ist zur Hälfte eingebracht, in Parana startet sie gerade.
• In den östlichen Verwaltungsbezirken der Ukraine werden die Schätzungen der Maiserträge nach unten korrigiert. In der gesamten Ukraine ist die Getreideernte zu 40 % eingebracht.
• Die russische Getreideernte kommt schneller voran als im letzten Jahr; 25 % des Winter- und Sommerweizens ist bereits geerntet worden.
• Nachklingende Trockenheit im südlich Saskatchewan drückt die Kanadischen Weizen- und Rapserträge.
• Vorteilhaftes kühles Wetter dominiert bis weit in die nächste Woche in allen US-Mais- und Sojaanbauregionen, wo Mais jetzt in die Bestäubungsphase kommt und Sojabohnen ausgeblüht und überdurchschnittlich viele Schoten angelegt haben.
• In den US-Bundesstaaten Minnesota und vielleicht auch im nördlichen Iowa wird mehr Regen erwartet; in den Bundesstaaten Missouri, dem westlichen Illinois, Kansas und dem westlichen Delta bleibt es aber zu trocken.
• In Australiens Osten hält die Trockenheit an und kürzt die Weizen- und Rapssaatproduktion weiter.

19.07.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe nach den Kurssteigerungen vom Vortag ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf den Frontmonaten mit leichten Verlusten schließen. Die e-CBoT Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer.
An der Euronext in Paris legte die Rally der Vortage eine Pause ein und sorgte für Gewinnmitnahmen. Bei Kursen von 190 €/to steigt das Verkaufsinteresse. Die Meldungen von der Ernte stützen aber die Preise. Das ausgetrocknete Nordeuropa bringt meist enttäuschende Erträge hervor. In Frankreich reichen die Ernteschätzungen für Weizen von 33,2 bis 36,1 Mio. Tonnen. Also deutlich weniger als im Vorjahr. Die Qualitäten sollen aber so gut sein, dass dieser Weizen gut zu exportieren ist. In Rouen stiegen die Prämien für Weizen deutlich, da sich die Verkäufer zurückhalten und eine gepalnte Verladung für Algerien ansteht.
Der Deutsche Bauernverband DBV senkte gestern seine Schätzung für die deutsche Wintergerstenernte 2018 auf 7,3 Mio.to (Vj.:9). Der Verband konnte keine Prognose für die deutsche Weizen- und Rapsernte abgeben, da nicht absehbar ist, wie groß die Ernteverluste durch die schwierigen Wetterverhältnisse waren. Sie seien aber signifikant niedriger als im Vorjahr.

18.07.2018 DBV senkt Ernteprognose für Gerste

Der Deutsche Bauernverband DBV senkte heute seine Schätzung für die deutschen Wintergerstenernte 2018 auf 7,3 Mio. Tonnen, nachdem die Ernte unter trockenem und heißem Wetter litt.
Der Verband konnte heute keine Prognose für die deutsche Weizen- und Rapsernte abgeben, da nicht absehbar ist, wie große die Ernteverluste durch die schwierigen Wetterverhältnisse waren. Sie seien aber signifikant niedriger als im Vorjahr.
Der Verband hatte zuletzt am 5. Juli die Wintergerstenernte auf 8 Mio. Tonnen geschätzt, im Jahr 2017 waren es 9 Mio. Tonnen. Die laufende Ernte bestätigt aber niedrigere Erträge.
In Norddeutschland, der Region mit der größten Getreideproduktion, sei die Hitze und Trockenheit am Deutlichsten gewesen. Wintergerste wird meist als Futtergetreide verwendet, manchmal auch als Braugerste für die Malzproduktion.
Deutschland ist nach Frankreich Europas zweitgrößter Getreideerzeuger und in manchen Jahren auch der größte Rapserzeuger. Aus Raps wird Speiseöl und Treibstoff für die Herstellung von Biodiesel erzeugt. Viele Feldbestände vertrockneten im Mai unter den höchsten Temperaturen seit 1881, sowie sehr trockenem Wetter im Juni und Anfang Juli.
Die deutsche Wintergerstenerste startete wegen dem trockenen Wetter außergewöhnlich früh und ist bereits fast abgeschlossen. Nur in den Berglagen und im Süden Deutschlands wird noch Wintergerste geerntet.
Die Erträge von Wintergerste haben einen durchschnittlichen Ertrag von 6 Tonne/Hektar (Vj.:7,4). Die Qualität sei auf engstem Raum höchst unterschiedlich.
Auch die Maisbestände leiden unter der Trockenheit und viele Futterbauern müssen sich Futtermittel zukaufen, was zu finanziellen Engpässen führen dürfte.
Die deutsche Winterweizen- und Rapsernte hat jetzt auch begonnen – drei Wochen früher – als üblich. In Süddeutschland sind di ersten Betriebe bereits mit der Ernte fertig. Die ersten Erträge sind nicht repräsentativ und man daraus keine Hochrechnung für die Ernteschätzung machen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.07.2018 Trockenheit mindert EU-Rapsernte

Trockenheit, Frost und andere widrige Wetterbedingungen haben die europäischen Rapssaatbestände ordentlich gestresst. Die Rapserträge in den EU Nationen Frankreich, Deutschland und Polen sinken in diesem Jahr deutlich.
Die Marktbeteiligten erwarten jetzt eine EU-Rapsernte von weniger als 20 Mio. Tonnen (Vj.: 22,1 Mio. Tonnen). Die EU wird wohl mehr Raps importieren müssen; dabei wird man auf China als Konkurrenten stoßen.
Rapssaat ist die bedeutendste Ölsaat in der EU, aus der Speiseöle und Biodiesel, sowie Futtermittel erzeugt werden.
Deutschland, zeitweilig der größte Rapserzeuger in der EU, wird wohl 16,8 % weniger Raps erzeugen und nur 3,55 Mio. Tonnen einfahren. Im Norden und im Osten des Landes war es lange Zeit extrem trocken. Die ersten Druschergebnisse enttäuschen und auch der Ölgehalt ist niedriger als üblich.
In Frankreich hatten unvorteilhafte Wetterverhältnisse im Frühjahr sowie Insektenschäden die Erträge beschränkt. Frankreichs Agrarminister schätzt die diesjährige Ernte im Land auf 4,6 Mio. Tonnen nach 5,4 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die Erträge sind auf engstem Raum extrem heterogen.
Auch in Polen stresste Trockenheit die Rapsbestände. Die Experten dort gehen von gerade Mal 2 bis 2,1 Mio. Tonnen aus (-27%). Die Ernte hatte gerade begonnen als Regen sie wieder unterbrach.
In Großbritannien hat die Ernte auch begonnen und wird in den kommenden Wochen wohl zügig vorankommen. Der Raps hat die Trockenheit auf der Insel besser verkraftet, als andere Feldfrüchte. Die meisten Feldbestände sehen gut aus, insbesondere die auf besseren Standorten. Die Gesamternte wird mit 2,15 Mio. Tonnen wohl ähnlich gut sein, wie im letzten Jahr. Die Anbaufläche ist größer als zuvor.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.07.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

In Deutschland und Frankreich fällt die diesjährige Rapsernte schlecht aus. Daher ist die Abgabebereitschaft hierzulande zu Beginn der Ernte aus der Landwirtschaft gering. Ganz anders sieht es aber in der Ukraine aus, wo bereits die Hälfte der Rapsernte 2018 eingebracht ist und 12 % höhere Erträge zusammen kommen. Deutschlands Ölmühlen können also hoffen, dass Importe aus dem Schwarzmeerraum unsere knappe Ernte ergänzen. Allerdings muss man den Handelskrieg zwischen China und den USA auf der Rechnung haben, der die Handelsströme für Ölsaaten komplett durcheinander werfen kann. China soll bereits in der Ukraine Rapssaat gekauft haben und die EU könnte leer ausgehen.
Die Rapserzeugerpreise sind im Bundesdurchschnitt zuletzt um fünf Euro/Tonne gestiegen, womit sich die abwartende Haltung der Landwirte bereits auszahlt.
Auch Rapsschrot hat einen kräftigen Preissprung hingelegt, weil die Nachfrage der Mischfutterindustrie stark gestiegen ist. Die kleinere Ernte könnte für eine knappere Marktversorgung im gesamten Wirtschaftsjahr sorgen. Sojaschrotpreise hängen allerdings an den Notierungen der US-Börsen, wo der gesamte Sojakomplex unter Druck steht.
Auch der Markt für Pflanzenöle steht weltweit unter Druck. Zudem ist der Euro-Wechselkurs wieder fester, was die Kaufkraft der Gemeinschaftswährung stärkt. Die Nachfrage nach Palmöl und Sojaöl ist derzeit schwach. Erst die Umstellung der Biodieselindustrie auf Winterware könnte die Nachfrage nach Rapsöl wieder verbessern.

12.07.2018 Große Einbußen bei deutscher Weizen- und Rapsernte

Der Deutsche Genossenschaftsverband schätzte heute die deutsche Weizenernte nur noch auf 21,53 Mio. Tonnen, das sind 12,1 % weniger als im letzten Jahr.
Die deutsche Rapsernte 2018 wird demnach auf 3,55 Mio. Tonnen sinken, das sind sogar 16,8 % weniger als in 2017.
Im Juni wurde die Weizenernte noch auf 22,89 Mio. Tonnen sehen und die Winterrapsernte bei 4,05 Mio. Tonnen.
Die deutschen Getreide- und Rapsbestände haben seit dem späten Frühling bis in den Sommer hinein unter außerordentlich trockenem Wetter gelitten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.07.2018 China senkt Prognose für Sojabohnenimporte

China senkte heute seine Schätzung für den Sojabohnenimport im Wirtschaftsjahr 2018/19. Ein höherer Preis aufgrund des Handelskonflikts mit den USA werde die Nachfrage einschränken. Landwirte werden die Zutaten für ihre Futtermischungen vermehrt aus anderen Eiweißträgern beziehen.
Die Sojabohnenimporte in diesem Erntejahr, das am 1. Oktober beginnt, werden jetzt vom Landwirtschaftsministerium in Peking auf 93,85 Mio. geschätzt. Im Juni ging man noch von 2 % mehr aus. Im vorherigen Wirtschaftsjahr wird die Einfuhr auf 95,97 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist auch schon weniger als bisher erwartet.
Seit dem 6. Juli verlangt China 25 % zusätzliche Importzölle auf US-Waren im Wert von 34 Mrd. USD. Darin enthalten sind auch Sojabohnen. In ihrem monatlichen Agrarbericht CASDE (Angebot und Nachfrage-Report) wird festgestellt, dass US-Lieferungen die Ölsaatenpreise erhöhen.
Daraus wird gefolgert, dass sich die Ölmühlen jetzt nach anderen Rohstoffen wie Rapssaat, Erdnüsse und Sonnenblumensaat umsehen werden. Die Nachfrage nach Sojaschrot sei ohnehin schon rückläufig, da die Schweinemast in China derzeit große Verluste schreibt.
Die Regierung in Peking hat zudem ihre Schätzung zum Sojabohnenkonsum seit dem letzten Monat um 2 % auf 109,23 Mio. Tonnen gesenkt. Das ist aber dennoch 1 % mehr als im Wirtschaftsjahr 2017/18.
Die Importkosten für Sojabohnenimporte würden jetzt um umgerechnet 14,95 USD/Tonne steigen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.07.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 34.833 Lots auf 34.760 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.

Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 69.037 Lots auf 78.183 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,03% am offenen Kontraktbestand.
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,24%.
Erwähnt sei noch, dass 79,27% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 79,32%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

11.07.2018 COFCO: China kann US-Sojabohnenimporte durch Alternativen ersetzen

China kann die Importe von Sojabohnen aus anderen Ländern steigern, um die Abhängigkeit von Importen aus den USA zu verringern. Das sagte der Präsident des staatlichen Getreidehandelskonzerns COFCO in einem Interview der People´s Daily, dem offiziellen Blatt der chinesischen Kommunistischen Partei.
Es sagte, dass China angesichts des Handelsstreits mit den USA seine Sojabohnenimporte aus Südamerika steigern kann. Beide Länder haben gegenseitig Importzölle erhöht. China werde auch mehr Rapssaat, Sonnenblumen-Saat, Sojaschrot, Rapsschrot, Sonnenblumenschrot und Fischmehl am Weltmarkt einkaufen, um mögliche Versorgungslücken zu schließen. Auch höhere Fleischimporte seien eine Option.
Diese Stellungnahme des COFCO-Chefs soll die Sorgen vor starken Kostensteigerungen für US-Importe mildern, die chinesische Landwirte und Verbraucher gleichermaßen treffen dürften. China hatte am vergangenen Freitag Importzölle für US-Importe, wie Sojabohnen im gleichen Umfang erhoben, wie sie von den USA für chinesische Güter verlangt werden. Jetzt droht Donald Trump mit weiteren 10 % Strafzölle auf chinesische Güter im Wert von 200 Mrd. USD.
Langfristig hätten Südamerika und die Schwarzmeerstaaten noch große Potentiale mit kulturfähigem Land und können daher zukünftig bei der Versorgung mit Sojabohnen einen größere Rolle spielen. Dabei werde COFCO unterstützen.
Der Handelsstreit hat bereits dazu geführt, dass die Getreide- und Ölsaatenexporte aus der Schwarzmeerregion boomen. Und die Länder Russland, Ukraine und Kasachstan drängen gerne an den chinesischen Markt.
Sojabohnen, die zu Speiseölen und proteinreichem Futtermittel verarbeitet werden, sind das größte US-Agrarexportgut. Im letzten Jahr verkauften US-Exporteure Sojabohnen im Wert von 12,3 Mrd. USD an China.
China importiert rund 60 % aller am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen und kaufte in 2017 allein aus den USA 32,9 Mio. Tonnen US-Bohnen. Die USA trugen mit 34 % zum weltweiten Sojabohnenhandel bei.
Die Rabobank sagte letzte Woche, dass China trotz aller Maßnahmen 15 Mio. Tonnen US-Bohnen zu den neunen Zolltarifen kaufen müsse, weil nicht genügend andere Alternativen verfügbar wären.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

10.07.2018 Frankreich erwartet Weizenernte von 36,1 Mio. Tonnen

Frankreich erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 36,1Mio. Tonnen. Das gab das Landwirtschaftsministerium heute in seiner ersten Prognose für die Saison 2018 bekannt. Im Vergleich zur Vorjahresernte (36,6 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um 1%. Frankreich ist der größte Weizenproduzen in der Europäischen Union. Die aktuelle Schätzung basiert auf eine durchschnittliche Ertragsschätzung von 7,3 Tonnen pro Hektar (Vorjahr: 7,36) und einer Anbaufläche von 4,94 Mio. Hektar (Vorjahr: 4,97).
Frankreich Gersteernte wird der Schätzung des Landwirtschaftsministeriums zufolge ein Volumen von 12,1 Mio. Tonnen ergeben (unverändert zum Vorjahr). Darin enthalten ist die Schätzung für die Sommergersteernte von 3,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 3,0).
Die Rapssaatproduktion inkl. einer kleinen Menge Sommerraps schätzt das Ministerium auf4,6 Mio. Tonnen versus 5,4 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Beim Durum-Weizen liegt die Schätzung des Landwirtschaftsministeriums bei 1,9 Mio. Tonnen und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 2,1 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

05.07.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten-Mail

Eine kleinere Rapssaaternte in der EU sowie der eskalierte Handelsstreit zwischen China und den USA treiben die Kurse für die Matif-Rapssaatfutures in die Höhe. Die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft hat sich dadurch aber nicht verbessert, im Gegenteil. Man ist sich steigender Preise sicher und wartet erst einmal ab.
Sollte China nämlich weniger Sojabohnen in den USA kaufen und stattdessen Raps aus der Schwarzmeerregion oder aus Australien beziehen, wäre der EU-Markt entlastet. Inzwischen ist in Deutschland die Rapsernte auf leichten Böden bereits gestartet. Repräsentative Ergebnisse gibt es aber noch nicht. Im Norden gibt es örtlich Ertragseinschränkungen von 30 % und mehr, was den Ertrag im Bundesdurchschnitt sicher sinken lässt. Der DBV schätzte heute die die deutsche Rapsernte auf 3,7 Mio. Tonnen (Vj.: 4,2).
Am physischen Rapsschrotmarkt herrscht ebenfalls Flaute. Angebot und Nachfrage passen derzeit nicht zusammen, weil die Mischfutterhersteller die höheren Forderungen der Ölmühlen nicht akzeptieren. In den kommenden Monaten muss man aber wohl mit einer knappen Versorgungslage rechnen.
Die festen Terminmarktkurse in Paris stützen auch die Preise für Rapsöl. Soviel wie die Kurse für US-Sojaöl nachgeben, so stark sind die Prämien in Südamerika gestiegen. Der Weltmarkt hat also derzeit keinen Einfluss auf den europäischen Ölsaatenmarkt.

05.07.2018 DBV schätzt Weizenernte 2018 nur noch auf 20,5 Mio. Tonnen

Der Deutsche Bauernverband senkt seine Ernteprognose für Weizen auf 20,5 Mio. Tonnen. In 2017 wurden hierzulande 24,1 Mio. Tonnen geerntet. Das Getreide leidet insbesondere im Norden und Osten Deutschlands unter Trockenheit und Hitze.

Die deutsche Winterrapsernte wird vom DBV auf 3,7 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.:4,2 Mio. to).

Deutschland ist nach frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent und in vielen Jahren auch der zweitgrößte Rapserzeuger. 

Die Gerstenernte sei jetzt gestartet und sie hat auch unter der Trockenheit und Hitze gelitten. Die Wintergerstenernte wird in diesem Jahr auf 8 Mio. Tonnen sinken (-10,7 %), so der DBV.

Das Getreide reift zügig ab, was das Ertragspotential mindert.

05.07.2018 Finanzinvestoren kürzen ihre Weizen-Long-Positionen an der Euronext in Paris

Die sogenannten „Non-Commercial Market Participants“ reduzierten in der Woche zum 29. Juni bereits in der dritten Woche in Folge ihre Long-Positionen im Matif-Weizenfuture.
Das geht aus der gestern veröffentlichten Analyse der Handelsumsätze der Pariser Agrarderivatebörse Matif hervor.
Diese Gruppe, die Fondsgesellschaften und Finanzinstitute umschließt, senkte ihre Netto-Long-Position von 52.096 in der Vorwoche auf 34.833 Kontrakte.
Kommerzielle Marktteilnehmer (Hedger) reduzierten ihre Netto-Short-Position von 82.471 Lots in der Vorwoche auf jetzt 69.037 Kontrakte.
Die Hedger halten 63,32 % des gesamten Kontraktbestands, während die chancenorientierten Anleger 16 % halten.
Der Report deckt 79,32 % des Open-Interest (Kontraktbestand) am Weizenfuture ab. In der Vorwoche waren es 78,99 %.
Auf der Homepage der Börse werden diese Positionsdaten auch für Rapssaat, Rapssaatmehl und die Maisfutures des Pariser Matif veröffentlicht.
Text: HANSA Terminhandel GmbH

29.06.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Die Aussichten auf eine schwächere Rapsernte in Europa führen jetzt auch zu steigenden Rapsnotierungen, obwohl die Sojabohnen in Chicago in den letzten Wochen einen sinkflugartigen Kursrückgang verzeichneten und die Palmölkurse an der Bursa Malaysia und an Dalian Commodity Exchange (DCE) zuletzt schwächelten. Unterstützung kam jedoch vom schwachen Euro und von den festen Rohölnotierungen. An der Euronext in Paris stiegen die Rapssaatkurse in den letzten drei Sitzungen um 10 Euro. Am Kassamarkt schlägt der Anstieg der Terminbörse bisher nur bei den Großhandelspreisen zu Buche. Alterntig wird so gut wie nichts mehr gehandelt. Platzgründe dürften aufgrund der kleineren Ernte kein Verkaufsargument sein. Die Chancen auf steigende Rapspreise stehen im Lichte rückläufiger Ernteprognosen in Europa, Australien und Kanada nicht schlecht. Hinzu kommt der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Dass China seinen Bedarf mit Sojabohnen aus Brasilien nicht vollständig decken kann, scheint sicher. Das Proteindefizit müsste also alternativ gedeckt werden, beispielsweise mit Raps aus der der EU-28.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

26.06.2018 China senkt Einfuhrzölle auf Futtermittel aus fünf asiatischen Ländern
China beabsichtigt die Einfuhrzölle auf Futtermittel wie Sojabohnen, Sojaschrot und Raps aus fünf asiatischen Ländern aufheben. Das teilte das chinesische Finanzministerium heute mit. Diesen Schritt werten Marktkenner als Zeichen, dass Peking vor dem Hintergrund des eskalierenden Handelskonfliktes mit den Vereinigten Staaten auf der Suche nach alternativen Bezugsquellen ist.
Mit Wirkung zum 1. Juli werden die Zölle für Sojabohnen, Sojaschrot, Sojabohnenkuchen, Raps und Fischmehl aus Bangladesch, Indien, Laos, Südkorea und Sri Lanka aufgehoben.
Derzeit liegen die Zölle für Sojabohnen bei 3%, für Rapssaat bei 9%, für Sojaschrot- und Kuchen bei 5% und für Fischmehl bei 2%.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
21.06.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Die rückläufigen Börsenkurse für Raps in Paris haben das Verkaufsinteresse der Landwirte deutlich abgekühlt. Einige Partien Raps der neuen Ernte wurden bereits vertraglich festgelegt, mit dem Verkauf weiterer Mengen hält sich die Landwirtschaft derzeit zurück. Auch, weil die Ertragsprognosen zuletzt gesenkt wurden. MARS kürzte die Ertragsprognose für Deutschland zuletzt auf 32,2 dt/ha, was 0,5 dt/ha weniger wären, als im Vorjahr. Für die EU-28 wurde sie auf 30,5 dt/ha gesenkt. Das wären 7,6 % weniger, als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre. Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der den Markt bewegt. Er könnte dazu führen, dass China seinen großen Bedarf an proteinreichen Futterkomponenten künftig in anderen Regionen (z.B. Australien oder die Schwarzmeerregion)kauft.
Lebhafter ging es am Sojaschrotmarkt zu. Nach den deutlichen Kursrückgängen in Chicago und am hiesigen Kassamarkt ist mittlerweile ein Niveau erreicht, auf dem Mischfutterhersteller eher bereit sind zu kaufen.
Der starke Kursverfall der US-Sojaölkurse mit einem Minus von 3,3 % gegenüber Vorwoche hat den Pflanzenölsektor unter Druck gesetzt. Die global gute Versorgung mit Sojabohnen, eine Rekordverarbeitungsmenge von Sojabohnen in den USA mit steigenden Sojaölvorräten als Folge und der sich verschärfende Zollstreit zwischen den USA und China belasten die Notierungen.

18.06.2018 EU-Beobachtungsstelle Mars senkt Ertragsprognosen für Getreide- und Rapssaat

Die schwierigen Wetterbedingungen in der EU mit der Trockenheit in Nordeuropa und schweren Niederschlägen in Frankreich belasten die Getreidebestände und begrenzen die Erträge.
MARS senkte die monatliche Prognose für Weizen von 6,19 Tonnen/Hektar auf 6,04 Tonnen/Hektar. Damit liegt die Prognose unterhalb des Vorjahresergebnisses von 6,11 Tonnen/Hektar, allerdings 1,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Auch die Ertragsprognose für Gerste senkte Mars von 5,04 Tonnen/Hektar auf 4,98 Tonnen/Hektar. Die Schätzung für Wintergerste wurde reduziert und konnte durch den Anstieg die Schätzung für Sommergerste nicht komplett kompensiert werden.
Die Schätzung der Maiserträge wurde von 7,64 Tonnen/Hektar auf 7,35 Tonnen/Hektar reduziert und auch die Schätzung der Rapssaat-Erträge fiel mit 3,05 Tonnen/Hektar aktuell niedriger aus, als im Vormonat (3,19 Tonnen/Hektar).
Auf EU-Ebene wurden die Ertragsprognosen für alle Winterkulturen, Körnermais und Sonnenblumen, vor allem infolge der ungewöhnlich warmen und trockenen Bedingungen in Mittel-, Ost- und Nordeuropa, nach unten korrigiert", sagte MARS
Der vergangene Monat hatte laut MARS-Aufzeichnungen die wärmsten landesweiten Temperaturen in Deutschland seit 1975, zusammen mit spärlichen Niederschlägen im Norden und Osten, die die Ernteaussichten für Getreide und Raps verringern.
Dänemark, Schweden und die baltischen Staaten litten auch unter der Trockenheit, aber die Pflanzen waren insgesamt in besserer Verfassung. Niederschläge sind aber notwendig, um das Wachstum zu erhalten.
Im Gegensatz dazu waren Regionen in Frankreich und Italien starken Niederschlägen ausgesetzt, die den Krankheitsdruck erhöhen und die Bestände belasten.
Auch in Spanien wurden die Ertragsschätzungen für Weizen und Gerste aufgrund heftiger Niederschläge reduziert.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

18.06.2018 Palmölkurse wieder unter Druck

Die Kurse der Palmölfutures an der Bursa Malaysia stehen heute wieder kräftig unter Druck. Der meistgehandelte August-18-Termin notierte zur dortigen Mittagspause 1% schwächer als der letzte Schlusskurs. Er handelte zuletzt auf 2.312 Ringgit/Tonne. In der letzten Sitzung stiegen sie um 0,7% nach zuvor acht Sitzungen mit Kursverlusten. Das Handelsvolumen erreichte heute bisher 20.034 Lots je 25 Tonnen.
Ein Händler aus Kuala Lumpur weist auf den starken Rückgang der Rohölkurse in den letzten beiden Sitzungen hin. Die Schwäche der Energiepreise verhindert auch einen Anstieg der Palmölpreise. Die Preise für Palmöl werden vom Energiemarkt beeinflusst, da Palmöl als Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel verwendet wird. Heute Morgen sanken die Kurse für US-Rohöl, nachdem China Zölle auf amerikanische Rohölimporte angedroht hatte. Weitere Negativfaktoren sind die gesunkenen Exportprognosen für Palmöl und die höhere Produktion in Malaysia.
Indien hat letzte Woche die Einfuhrsteuern auf Rohöl und raffiniertes Sojaöl, Sonnenblumenöl und Rapsöl auf das höchste Niveau seit mehr als einem Jahrzehnt angehoben, um lokale Bauern zu unterstützen. Der Anstieg dürfte die Nachfrage nach Palmöl in den kommenden Monaten erhöhen, das auf dem indischen Markt wettbewerbsfähiger wird.
Die Lieferungen von Speiseöl aus Malaysia gingen in der ersten Junihälfte um 7,2 Prozent gegenüber der entsprechenden Periode im Mai zurück, teilte die Inspektionsgesellschaft AmSpec Agri Malaysia am Montag mit
Der CBoT-Sojabohnenöl-Future stiegt zur Stunde um 0,07 %. Am chinesischen Dalian findet heute aufgrund eines nationalen Feiertags kein Handel statt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

14.06.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Seit letzter Woche sind die Börsenkurse für Rapssaat um 5 €/Tonnen zurückgegangen. Das wirkt sich unmittelbar auf die Vorkontraktpreise aus. Der starke Kursanstieg in der Woche davor hatte ein größeres Angebot aus der Landwirtschaft für Raps der neuen Ernte ausgelöst. Inzwischen geht es aber wieder ruhiger zu.
Unter den Landwirten herrscht Unsicherheit über die Entwicklung der Feldbestände. Im Norden und Osten Deutschlands macht Trockenheit vielen Beständen zu schaffen. Analysten der EU-Kommission oder Strategie Grains haben bereits ihre Ernteschätzungen zurückgenommen. Regional dürfte es massive Ertragseinbußen geben. Landwirte, die von der Trockenheit betroffen sind und bereits einige Vorverkäufe getätigt haben, warten jetzt ab, damit sie nicht mehr verkaufen, als sie dann auch ernten werden. Schließlich erhoffen sie sich auch noch Preissteigerungen, da es nicht nur hierzulande zu trocken ist, sondern in weiten Teilen der EU.
Alterntiger Raps wird dennoch kaum mehr gehandelt. Die Lagerhalter fordern 10 €/Tonnen mehr und Ölmühlen sind daran auch kaum interessiert. Sie können immer noch auf große Importmengen zurückgreifen. Deutschland importierte im Mai 64.480 Tonnen Raps aus Drittstaaten und im Süden Europas hat die Ernte auch schon begonnen.
Die Ölmühlenstellen produzieren weniger Biodiesel weil Importe aus Argentinien wieder aufgenommen wurden.

14.06.2018 Total-Blockaden sind abgeblasen

Der Gas- und Ölkonzern Total teilte gestern Abend mit, dass die französischen Bauern die Blockade der Raffinerien und Treibstoffdepots beenden wollen, die bereits 145 der 2.200 Tankstellen im Land trocken laufen ließen.
Heute dürfte der Spul vorüber sein, so ein Konzernsprecher.
Der größte französische Bauernverband forderte gestern seine Mitglieder auf, die Blockaden zu beenden, mit denen man gegen Importe von Palmölen protestiert hatte. Biodiesel könne man auch aus heimischem Rapsöl herstellen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.06.2018 Palmöl: Bauernproteste in Frankreich werden fortgesetzt

Der französische Bauernverband fordert heute die Fortsetzung der Blockaden der Treibstoffdepots von Total, nachdem die Regierung die Bedenken der Protestler nicht zerstreuen konnte.
Die französische Landwirtschaftsministerin Stephane Travert meint, man habe wohl noch nicht genug getan, um die Bauern von ihren Protesten abzuhalten. Die Organisatoren der Bauernproteste sind enttäuscht von der Reaktion ihrer Regierung.
Das Unternehmen Total berichtete, dass 3,5 % ihrer Tankstellen in Frankreich gestern keinen Treibstoff mehr verkaufen konnten, weil die Versorgung unterbrochen wurde.
Die Proteste richten sich gegen den Beschluss der französischen Regierung, Total den Import von Palmöl zu erlauben, um daraus Biodiesel herzustellen. Sie fordern den Einsatz von heimischen Pflanzenölen wie Rapsöl zu steigern.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.06.2018 Frankreich erwartet in diesem Jahr einen starken Rückgang der Rapsernte
Frankreich erwartet in diesem Jahr einen starken Rückgang der Rapsernte
Nach einer ersten Schätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums beträgt die Rapssaatproduktion 2018 in Frankreich 4,9 Millionen Tonnen, ein Rückgang um 9,1 Prozent im Vergleich zu 2017 und ein Rückgang um 3,4% im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt. Die nationalen Durchschnittserträge werden Schätzungen zufolge um 14,4% auf 3,27 Tonnen/Hektar fallen. Sie liegen damit hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt von 3,43 Tonnen/Hektar. Sehr ungünstige Wetterbedingungen belasten demnach die Bestände. Die heftigen und intensiven Regenfälle verstärken den Parasitendruck und der Mangel an Sonnenstunden im Frühjahr hat die Schotenbildung ungünstig beeinflusst. Der erwartete Rückgang der Erträge kann durch einen Anstieg der Winterraps-Anbaufläche um 6,2 Prozent teilweise kompensiert werden. Das Ministerium warnte jedoch, dass es seine Flächenschätzung nach unten korrigieren könnte, da berichtet wurde, dass Rapsfelder umgepflügt und durch andere Kulturen ersetzt wurden.
In dem heute veröffentlichten Erntebericht schätzt das französische Landwirtschaftsministerium die Wintergersteproduktion für 2018 ebenfalls auf 9,1 Millionen Tonnen, stabil gegenüber 2017, wobei die höheren erwarteten Erträge eine kleinere Fläche ausgleichen.
Die Rapsproduktion in Frankreich besteht fast ausschließlich aus Winterraps, die Gerstenproduktion beinhaltet auch eine bedeutende Menge an Sommergetreide.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
11.06.2018 Coceral senkt Prognose der EU-Weizenernte 2018

Der europäische Verband Coceral senkt seine Prognose der Weichweizenproduktion 2018 in der EU von 140,5 Mio. Tonnen (März-Prognose) auf 138,8 Mio. Tonnen. Die anhaltende Trockenheit sorgt für Ertragsrückgänge in Deutschland, Skandinavien den Baltischen Staaten und in Rumänien.
Gesenkt wurden auch die Ernteschätzungen für Mais in der EU von 61,8 Mio. Tonnen auf 60,3 Mio. Tonnen und für Rapssaat von 22 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen. Erhöht wurde hingegen die Schätzung der EU Gersteproduktion von 60,3 Mio. Tonnen auf 60,8 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

11.06.2018 1-Monats-Tief beim Palmöl-Future in Malaysia

Die Pflanzenöl-Futures an der Bursa Malaysia beendeten ihren heutigen Handelstag mit einem Verlust von 0,3 %. Der August-18-Termin notierte zum Schluss auf 2.345 Ringgit/Tonne. Insgesamt wurden 25.645 Lots mit je 25 Tonnen umgeschlagen.
Am CBoT handelt der Frontmonat für Sojabohnenöl aktuell 0,23 % schwächer als am Freitagabend. Die Derivatebörse Dalian in China notierte ihre Sojabohnenöl-Future heute 0,6 % schwächer.
Diese insgesamt negative Kursentwicklung setzt sich auch am Pariser Matif fort, wo der Rapssaatfuture August-18 um 2 Euro/Tonnen sank und 0,57 % schwächer als am Freitag notiert.
Die Marktbeteiligten sind über die lustlose Nachfrage besorgt. Die Wiedereinführung einer 5 %tigen Exportsteuer im Mai nach einer dreimonatelangen Unterbrechung hat die Auslandsnachfrage noch weiter gesenkt.
Die Palmölexporte aus Malaysia in der Zeit vom 1. bis 11. Juni waren 324.947 Tonnen. Das sind 20 % weniger als in der gleichen Periode im Vorjahr.
Andere Pflanzenölkontrakte stehen ebenfalls unter Druck, so der CBoT-Sojaöl-Future, der zur Stunde in der Fälligkeit September 18 um 0,29 % sinkt. Der Sojaöl-Future an der Chinesischen Terminbörse Dalian sinkt aktuell um 0,42 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

07.06.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Das außerordentlich trockene und heiße Wetter in weiten Teilen der EU ist für die Rapssaat-Feldbestände sicher nicht von Vorteil. Ernteschätzungen werden von vielen Marktbeobachtern zurückgenommen. Das hat das Kaufinteresse von Ölmühlen steigen lassen, was die Preise ex Ernte über die Spotmarktpreise steigen lässt. Für alterntigen Raps gibt es kaum noch eine Nachfrage. Es werden vorab geschlossene Geschäfte abgewickelt. Dazu gehören auch Importe aus Australien und schon neuerntiger Raps aus Südeuropa.
Die Preisentwicklung von Rapsschrot hängt stark von dem Fortgang des Handelsstreits zwischen den USA und China ab. Sojaschrotverkäufer verspüren dann einen Nachfrageschub, wenn sich die Zeichen der Entspannung häufen. Das führt dann sofort zu Kurssteigerungen der CBoT-Sojaschrot-Futures.
Dagegen können sich die Preise für Rapsöl nicht halten. Biodiesellieferungen aus Argentinien stellen immer noch eine große Konkurrenz für Rapsöl dar. Die AMI berichtet, dass allein im Mai 2018 rund 166.000 Tonnen argentinischer Biodiesel auf dem Weg in die EU gebraucht worden sind. Die Kurse der Palmölfutures haben in den vergangenen Tagen kontinuierlich nachgegeben.

07.06.2018 Euronext: Hedger haben Netto-Short-Positionen beim Weizen kräftig erhöht

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 77.550 Lots auf 73.471 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext zum siebten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 60.637 Lots auf 83.119 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 57,91% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 57,93%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 21,48% (Vorwoche: 20,65%).
Erwähnt sei noch, dass 79,39% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 78,58%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

06.06.2018 DRV senkt Ernteschätzungen

Der deutsche Raiffeisenverband (DRV) senkt seine Schätzungen für die diesjährige Weizen- und Rapsernte.
Demnach wird die Weizenernte 22,89 Mio. Tonnen groß ausfallen, ein Minus zum Vorjahr von 6,5 %.
Die Rapsernte 2018 wird jetzt auf 4,05 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 5 % weniger als in 2017.

Im Mai hatten die Fachleute noch eine Weizenernte in Höhe von 23,98 Mio. Tonnen geschätzt, sowie 4,12 Mio. Tonnen Rapssaat.
Grund der sinkenden Ernteschätzung ist die Trockenheit sowie die hohen Temperaturen in weiten Teilen Deutschlands während der letzten Wochen. Die Getreidebestände im Süden und Westen des Landes sind allgemein in gutem Zustand, der Norden und Osten hingegen leiden unter Trockenheit.
Deshalb wird es örtlich große Ertragseinbußen geben.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU. Bei der Rapssaat, Europas bedeutendste Ölsaat zur Herstellung von Speiseöl sowie Biodiesel, wechseln sich Frankreich und Deutschland in der Führungsrolle ab.
Die Gerste reift auf sandigen Böden jetzt zu schnell ab, obwohl die Ähren noch nicht vollständig ausgebildet sind. Ende Juni könnte diese Ernte bereits beginnen, wenn das Wetter so heiß und trocken bleibt.
Es sind aber nicht nur deutsche Anbauregionen von der Trockenheit betroffen. Ähnlich sieht es in den Baltischen Staaten, im Süden Schwedens, Polen und in Dänemark aus.
Wintergerste wird in erster Linie als Viehfutter verwendet. Die deutsche Ernte wird vom DRV jetzt auf 8,42 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 6,6 % weniger als im Vorjahr.
Sommergerste, die meist für die Malzgewinnung zur Bierherstellung angebaut wird, wird weiter auf 2,26 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 23,8 % mehr als im Vorjahr, da die Anbaufläche ausgeweitet wurde.
Die deutsche Maisernte wird vom DRV auf 4,35 Mio. Tonnen geschätzt, ein Minus zum Vorjahr von 4,2 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

06.06.2018 Bursa Malaysia: Palmöl-Futures notieren erneut fester

Zur Mittagspause an Malaysias Derivatebörse handeln die Palmöl-Futures zur Stunde um 0,12 % fester auf 2.405 Ringgit/Tonne. Das bisherige Handelsvolumen ist 8.274 Lots a´25 Tonnen.
Auch der CBoT-Future auf Sojabohnenöl notiert mit einem Plus von 0,4 % fester.
Gestern wurde berichtet, dass die Indische Regierung plant, die Importzölle für Soft-Öle anzuheben. Das sind beispielsweise Sojabohnenöl, Raps- und Sonnenblumen-Öl. Aktuell gelten in Indien, dem größten Pflanzenölimporteur der Welt, hierfür Importzölle 25 bis 30 %. Die Importzölle für raffiniertes Palmöl liegen bei 44 % und für Rohöl bei 54 %.
Sollten nur die Importzölle für Soft-Öle angehoben werden, wäre das zum Vorteil von Palmöl, das an der Bursa Malaysia gehandelt wird. Deshalb sind die Kurse dafür gestern gestiegen, obwohl die Nachfrage aktuell schlecht sein soll.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

05.06.2018 Bursa Malaysia: Palmöl-Futures erreichen 1-Monats-Tief

Heute handeln die Palmöl-Futures an der Derivatebörse in Malaysia wieder schwächer, weil die Exporte keine neuen Impulse erhalten. Auch die Sojabohnen-Futures an der CBoT handeln zur Stunde im roten Bereich.
An der Bursa Malaysia notiert der August-18-Termin zur Mittagspause mit 2.386 Ringgit/Tonne um 0,95 % schwächer. Zuvor waren die Kurse bereits auf den tiefsten Stand seit dem 8. Mai gerutscht. Das Handelsvolumen ist mit 11.875 Lots je 25 Tonnen ganz ordentlich.
Die Käufe für den Ramadan, für den sich die Haushalte typischerweise stärker bevorraten, haben sich totgelaufen und auch die Exporte enttäuschen. Sollte sich der negative Trend beim Export fortsetzen, wird im Juni weniger Palmöl exportiert als im Mai.
An der CBoT handeln die Sojabohnenöl- Futures 0,3 % schwächer als gestern. Palmöl und Sojabohnenöl konkurrieren am Weltmarkt. Auch die Kurse der Pariser Rapssaatfutures orientieren sich daran.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

01.06.2018 Frankreichs Bauern wollen Ölraffinerien blockieren

Frankreichs größter Bauernverband hat gestern dazu aufgerufen, Ölraffinerien zu blockieren, die Palmöl als Rohstoff für die Biodieselproduktion verwenden.
Frankreichs Behörden hatten im Mai dem Gas- und Ölkonzern Total die Erlaubnis erteilt, in der La Mede Biotreibstoff-Raffinerie Palmöl zu verarbeiten. Das hatte einen nationalen Proteststurm von Bauern und Umweltaktivisten zur Folge.
Frankreich ist Europas größter Erzeuger von Ölsaaten wie Rapssaat, die ebenfalls zu Biodiesel verarbeitet werden. Palmöl ist allerdings billiger und der Wettbewerb, dem sich die französischen Bauern stellen müssten, sei unfair.
Palmöl wird in Europa allgemein dafür kritisiert, dass für die Produktion in Südostasien die Abholzung von riesigen Waldgebieten vorantreibt. Einige Anwälte in Europa fordern den Einsatz heimischer Rohstoffe zu steigern; in der EU hat man Probleme, das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen.
Ab dem 10. Juni sollen nach der Vorstellung des Bauernverbands frankreichweit die betreffenden Anlagen blockiert werden. Die Bauern sind außerdem über die Gespräche der EU mit den Mercosur-Staaten in Südamerika besorgt. Es wird befürchtet, dass mehr und billige Agrarrohstoffe von dort importiert werden sollen.
Der Konzern Total teilte mit, dass man in der Anlage La Mede rund 300.000 Tonnen rohes Palmöl pro Jahr verarbeitet. Die gesamte Jahreskapazität wird mit 650.000 Tonnen angegeben. Andere Rohstoffe, die dort eingesetzt werden sind Rapssaat, Sonnenblumen-Saat und Mais.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

01.06.2018 EU-Kommission senkt Ernteschätzungen
Die EU-Kommission hat in ihrem monatlich erscheinenden Report die Prognose der EU-Weizenproduktion 2018/19 von 141,5 Mio. Tonnen auf 140,3 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der EU-Weizenexporte wurde unverändert bei 27 Mio. Tonnen belassen, für das Vermarktungsjahr 2017/18 wurde sie von 23 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen reduziert.
Leicht reduziert wurden auch die Prognosen der Gersteproduktion 2018/19 von 61,3 Mio. Tonnen auf 61 Mio. Tonnen und der Maisproduktion 2018/19 von 64 Mio. Tonnen auf 63,9 Mio. Tonnen sowie der Rapssaatproduktion2018/19 von 22,6 Mio. Tonnen auf 21,7 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
31.05.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die Nachfrage nach Rapssaat konzentriert sich jetzt vorrangig auf die neue Ernte. Die Handelsaktivitäten für alterntige Ware bleiben hingegen überschaubar.
Die Trockenheit in Europa fordert ihren Tribut. Die EU-Ernteprognose-Behörde MARS hat bereits für Deutschland ihre Ertragsschätzung reduziert. Deshalb fordern Abgeber auch höhere Preise und Landwirte halten sich mit Vorkontrakten zurück. Schließlich weiß man heute noch nicht, wie hoch die Ertragseinbußen auf dem eigenen Betrieb sein werden und ob man die eingegangene Lieferverpflichtung später auch einhalten kann. Außerdem möchte man sich mögliche Preissteigerungen nicht entgehen lassen.
Die Ölmühlen konzentrieren sich auf das Angebot ex Ernte. Dabei wissen sie heute noch nicht, ob die Biodieselindustrie mehr Rapsöl nachfragen wird. Sollten die Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien wieder beschränkt werden, dürfte auch Rapsöl davon profitieren.
Die Erzeugerpreise für Rapssaat sind in der zurückliegenden Woche um 4 €/Tonne gestiegen, die Preise ex Ernte sogar um 8 €/Tonne.
Die Preise für Rapsschrot habe sich vor dem Hintergrund steigender Sojaschrotpreise stabilisiert. Die Umsätze sind allerdings gering; Unterstützung kommt vom internationalen Markt. Auch wenn Händler damit rechnen, dass die Preise mittelfristig weiter steigen werden, zeigen die Mischfutterbetriebe wenig Kaufinteresse – scheinbar sind sie vorerst gut versorgt.
Rapsölpreise fob Hamburg sind nun bereits die dritte Woche in Folge gestiegen. Das Angebot ist knapp und die Nachfrage steigt, weil der Biodieselverbrauch durch die festen Mineralölpreise gestiegen ist.
Text: HANSA Terminhandel GmbH

31.05.2018 Euronext: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Long-Positionen beim Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 24.173 Lots auf 77.550 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext zum sechsen Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 22.035 Lots auf 60637 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 57,93% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 59,43%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 20,65% (Vorwoche: 19,38%).
Erwähnt sei noch, dass 78,58% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 78,81%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

30.05.2018 US-Justizministerium genehmigt Monsanto-Übernahme durch Bayer

Bayer ist bei der 62,5 Milliarden Dollar schweren Übernahme von Monsanto am Ziel. Der Konzern muss sich seine Weltmarktführer-Position jedoch teuer erkaufen.

Die Auflage der US-Wettbewerbsbehörde Beteiligungen im Wert von 9 Mrd. USD zu verkaufen, muss noch erfüllt werden. Dann entsteht der größte Saatgut- und Pestizid-Hersteller der Welt.
Ein Bayer-Sprecher sagte, man plane den Verkauf von BASF-Beteiligungen im Wert von 2,2 Mrd. Euro.
Der neue Agrarkonzern hätte dann einen Umsatz von 20 Mrd. USD, legt man die Verkaufszahlen von 2017 zugrunde und unter Abzug der geforderten Beteiligungen.
Im Vergleich dazu und bei den aktuellen Wechselkursen haben die Konkurrenten DowDuPont 12,4 Mrd. Umsatz, ChemChina`s Syngenta 11 Mrd. USD und die BASF 7,9 Mrd. USD.
Bayers Pläne, seine Agrar-Chemiesparte mit dem weltweit zweitgrößten Pflanzenzuchtunternehmen zusammen zu führen, ist die bisher letzte Verschmelzungsaktion von Weltmarktunternehmen in der Agrarchemiebranche.
Der US-Gigant Dow Chemical verschmolz im September 2017 mit DuPont, das neue Unternehmen splittet sich nun gerade wieder auf in drei Einheiten. Chinas staatliche ChemChina kaufte Syngenta und zwei große kanadische Düngerhersteller und nennt sich jetzt Nutrien.
Bayer stimmte zu, sein komplettes Engagement in Baumwolle, Rapssaat, Sojabohnen und Gemüsesaat, sowie sein Projekt Digital Farming zu verkaufen. Außerdem sein Unternehmen Liberty Herbicide, das mit Monsanto Roundup konkurriert.
Der Vorgaben europäischer und anderer Kartellbehörden zufolge, stimmte Bayer dem Verkauf mit einem Umsatz von jährlich 2,2 Mrd. Euro an den Konkurrenten BASF für 7,6 Mrd. zu.
Bayer teilte in einer Presseerklärung mit, dass die Integration von Monsanto startet, sobald die Verkäufe an die BASF beurkundet sind. Das könnte bereits in zwei Monaten der Fall sein.
Bayer kann sich diesem Deal noch nicht ganz sicher sein, denn Monsanto könnte den Verkauf noch ablehnen, wenn bis zum 14. Juni noch ein höheres Gebot kommt.
Bayer hat neben der Genehmigung aus den USA bereits die Zustimmung von den Justizministerien der Europäischen Union, Brasiliens und Russlands. Die Länder Kanada und Mexiko müssen aber auch noch ihr Einverständnis erklären.
Daneben hat die EU-Kommission gestern der BASF die Käufer der Bayer-Beteiligungen genehmigt.
Bayer hatte letzte Woche vorgerechnet, dass durch die Übernahme von Monsanto jährlich 300 USD durch Synergien eingespart werden können. Das sind weniger als in der Zielplanung war. Man hatte nicht damit gerechnet, soviel Beteiligungen aufgeben zu müssen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

25.05.2018 Ölpreis fällt – Saudi-Arabien und Russland diskutieren Fördererhöhungen

Eine mögliche Lockerung der selbstauferlegten Förderbeschränkungen der Opec und Russland beendet den jüngsten Ölpreis-Höhenflug.

Das belastet heute auch die Kurse des Pariser Rapssaatfutures.

24.05.2018 Euronext: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Long-Positionen beim Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 15.182 Lots auf 24.173 Lots. Das zeigt der heute von der Euronext zum fünften Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 17.900 Lots auf 22.035 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 59,43% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 57,98%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,38% (Vorwoche: 19,79%).
Erwähnt sei noch, dass 78,81% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 77,77%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

24.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

An der Terminbörse in Paris streben die Kurse für Rapssaat in die Höhe. Die Rapsversorgung 2018/19 ist laut MARS nicht mehr optimal, weil hierzulande die Knospenwelke und eine zu geringe Bestockung Ertrag kosten dürfte. In Niedersachsen sollen 5 % der Rapsflächen umgepflügt worden sein. Der europäische Erntebeobachter MARS schätzt die durchschnittlichen Erträge in Deutschland nur noch auf 35,6 dt/Hektar, im April waren es noch 39 dt/Hektar. Die Schätzung entspricht zwar einem Plus von 8,8 % gegenüber dem Vorjahr, aber 6,9 % weniger als im langjährigen Mittel. Die Anbaufläche in Deutschland wurde eingeschränkt.
Das Kaufinteresse der Ölmühlen ex Ernte hat sich etwas belebt. Lagerhalter hoffen nun wieder auf eine Rally im Vorfeld zur neuen Ernte.
Auch die Rapsschrotpreise haben sich in der zurückliegenden Woche um ca. 4 €/Tonne erhöht. Die Nachfrage der Mischfutterindustrie hat daraufhin aber etwas nachgelassen. Auch die Preise für Sojaschrot leiden unter einer reduzierten Nachfrage und gedrückten Preisen.
Die Annäherung im Handelsstreit zwischen den USA und China führte zu einem deutlichen Anstieg der Kurse für Sojabohnen und insbesondere für Sojabohnen-Öl. Die feste Preisentwicklung aller Pflanzenöle stützt auch die Preise für Rapssaat.

24.05.2018 Frühsommerliches Wetter begrenzt Rapserträge in der EU

Das warme und trockene Wetter in Europa könnte die Rapserträge reduzieren. Raps ist die wichtigste Ölsaat, die in Europa produziert wird. Die Feldbestände litten seit der Saat schon unter anderen schwierigen Wetterbedingungen.
Das sommerliche Wetter in diesem Monat war für andere Feldfrüchte von Vorteil, nachdem ein nasser und kalter Frühling die Pflanzen stresste. Die Rapssaat wird von der Trockenheit aber in der sensiblen Blütephase getroffen.
Der europäische Erntebeobachter MARS hat am Dienstag die Prognose für die Rapsernte gesenkt und liegt damit unter der Ernte von 2017. Raps gilt eigentlich als eine robuste Pflanze aber heißes Wetter, das für die kommenden Tage vorhergesagt wird, fördert die Furcht vor Ertragseinbußen.
In Frankreich dürften uneinheitliche Erträge die Vorteile durch eine ausgeweitete Anbaufläche aufheben. Man rechnet mit maximal 3,3 Tonnen pro Hektar, was einem mehrjährigen Durchschnitt entspricht.
In Deutschland wuchsen die Pflanzen bei warmem Wetter zu schnell und man hoffte zunächst, dass gute Erträge eine eingeschränkte Anbaufläche kompensieren würde. Nun senkte der Deutsche Bauernverband bereits in der letzten Woche seine Prognose für die deutsche Rapsernte 2018 auf 4,12 von 4,62 Mio. Tonnen. Das wären 3,3 % weniger als im Vorjahr. Und weniger als der Fünf-Jahres-Durchschnitt.
In Polen sinkt die Rapsproduktion in diesem Jahr um 23 % auf 2,14 Mio. Tonnen. Auch dort ist es derzeit zu trocken. Der durchschnittliche Hektarertrag wird auf 2,85 Tonnen/Hektar geschätzt (Vj.:3,1 t/ha).
Auch in Großbritannien steigt das Ertragsrisiko. Ein kalter Start in den Frühling verhinderte eine gute Durchwurzelung was jetzt dazu führt, dass die Pflanzen nicht genügend Wasser ziehen können. Die britische Rapssaaternte wird 11 % höher geschätzt, als im Vorjahr, weil die Anbaufläche entsprechend ausgeweitet wurde.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

22.05.2018 EU-Crop-Monitoring Service: Schätzung der Weizenerträge nach unten korrigiert
Der Crop-Monitoring-Dienst der EU, Mars, hat seine monatliche Schätzung der EU-Weichweizenerträge 2018 in der EU von 6,23 Tonnen/Hektar auf 6,19 Tonnen/Hektar reduziert. Reduziert wurde auch die Schätzung der Rapssaat-Erträge 2018 von 3,33 Tonnen/Hektar auf 3,19 Tonnen/Hektar sowie die Schätzung der Körnermaiserträge 2018 von 7,65 Tonnen/Hektar auf 7,64 Tonnen/Hektar.
Erhöht wurde die Schätzung der Gerste-Erträge 2018 von 5,03 Tonnen/Hektar auf 5,04 Tonnen/Hektar, hauptsächlich aufgrund besserer Erträge bei der Sommergerste, deren Schätzung von 4,27 Tonnen/Hektar auf 4,31 Tonnen/Hektar erhöht wurde.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
17.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die deutschen Ölmühlen haben sich weitestgehend aus dem Rapsmarkt der alten Ernte verabschiedet. Die umfangreichen Angebote mit vergleichsweise günstigen Preisen für Importe anderer Ölsaaten lassen darauf schließen, dass in der aktuellen Saison und vor der neuen Ernte kaum noch Versorgungslücken entstehen.
Lagerhalter haben sich meist damit abgefunden, dass sie ihren Raps durchlagern und mit der nächsten Ernte zusammen verkaufen müssen. Vielleicht gibt es aber doch noch eine Nachfrage.
Die Raps Feldbestände in Deutschland bieten vielfach ein trauriges Bild, denn der rasche Temperaturanstieg im April ließ die Pflanzen oberirdisch rasch wachsen, die Wurzelbildung kam aber nicht hinterher, sodass es zur Knospenwelke kommt. Über Ertragseinbußen wird diskutiert.
Weil so wenig Raps verarbeitet wird, ist Rapsschrot knapp und das Interesse der Mischfutterbetriebe ist komplett erloschen. Es kam sogar zu Preiszugeständnissen. Dagegen waren die Sojaschrotpreise in der vergangenen Woche stabil. Sie folgen den Vorgaben der CBoT. Die enttäuschende Sojabohnenernte in Argentinien ist eingepreist aber der Handelskonflikt zwischen den USA und China bietet reichlich Gesprächsstoff.
Auch Rapsöl ist knapp, wie so wenig verarbeitet wird. Die Forderungen dafür passen sich dem festen Rohölpreis und der Kursentwicklung des Euro an. Meist sind die Preismeldungen aber nominell, weil derzeit so gut wie kein Rapsöl gehandelt wird.

16.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des vierten Weizen-Updates

Institutionelle Anleger drehten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von Netto-Short auf Netto-Long. Das zeigt der heute von der Euronext zum vierten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist nun aktuell mit 7.077 Kontrakten Netto-Long und wettet damit mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, drehte den Bestand von Netto-Long (5.446 Lots) auf Netto-Short (17.900 Lots). Diese Gruppe der hat einen Anteil von 57,98% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 65,2%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,79% (Vorwoche: 17,1%).
Erwähnt sei noch, dass lediglich 77,77% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

16.05.2018 Deutscher Raiffeisenverband rechnet mit schwächerer Weizen- und Rapssaaternte
In seiner dritten Ernteschätzung für 2018 erwartet der DRV eine um 2,0% geringere Weizenernte von 23,98 Mio. Tonnen für Deutschland. Als Grund für den Rückgang wird die geringere Anbaufläche genannt. Einen noch stärkeren Rückgang erwartet der Verband für die Rapssaatproduktion. Sie wird auf 4,12 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre ein Rückgang zum Vorjahr um 3,3%. Als Gründe werden die hohen Temperaturen und das schnelle Längenwachstum ohne starke Seitentriebbildung genannt. Im vergangenen Jahr enttäuschte die Rapssaatproduktion in Deutschland mit einen Ergebnis von 4,3 Mio. Tonnen. Der langjährige Durchschnitt liegt deutlich höher bei 5,1 Mio. Tonnen.
Bei der Wintergerste rechnet der Verband aufgrund einer um 0,8% gesunkenen Anbaufläche gegenwärtig mit einer Erntemenge von rund gut 8,7 Millionen Tonnen. Sommergerste liegt mit einer Flächenprognose von 436.000 Hektar deutlich über den Erwartungen. Die Produktionserwartung steigt daher zum Vorjahr um 30,4%.
Auch bei der Sommerweizenanbaufläche geht der DRV von einer kräftigen Ausweitung auf 108.000 Hektar aus. Das wäre ein Anstieg um 157% zum Vorjahr.
Im April lag die Schätzung der Weizenproduktion bei 24,29 Mio. Tonnen und die Schätzung der Rapssaat-Produktion bei 4,62 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
15.05.2018 Der Winterweizenanbau wurde in Deutschland um 5,6 % eingeschränkt

Die deutsche Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte in 2018 wurde um 5,6 % verkleinert und ist jetzt 2,95 Mio. Hektar groß. Das meldete heute Morgen das Statistische Bundesamt.
Im Dezember lag die Schätzung noch bei einem Flächenrückgang von 4,7 %.
Da es im letzten Herbst sehr viel geregnet hat, konnten viele Landwirte nicht alle für Winterweizen verplanten Ackerflächen bestellen.
Die Anbaufläche für Rapssaat wird jetzt auf 1,25 Mio. Hektar geschätzt, ein Rückgang zum Vorjahr von 3,4 %. Die Flächen in Norddeutschland waren besonders nass.
Deutschland ist der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union und in vielen Jahren der größte Produzent von Rapssaat. Daraus wird Speiseöl und Biodiesel hergestellt.
Der Körnermaisanbau wurde in Deutschland um 7,4 % auf 463.000 Hektar ausgeweitet.
Silomais, der als Futter für Biogasanlagen oder als Viehfutter verwendet und deshalb kaum gehandelt wird, wurde auf 2,14 Mio. Hektar angebaut. Das ist ein Plus von 2,14 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.05.2018 Wettermeldungen

Nordamerika: Extrem warmes Wetter und unterdurchschnittlich geringe Niederschläge in den südlichen US-Plains in den kommenden 10 Tagen belasten die Winterweizenbestände.
Südamerika: Die Temperaturen werden sich in der nächsten Woche in Argentinien und in Südbrasilien allmählich abkühlen. In den Hauptanbaugebieten Brasiliens wird aber weiterhin ungünstig warmes Wetter erwartet.
Australien: Die überwiegende Mehrheit der australischen Weizen- und Rapsanbauregionen wird in den nächsten 10 Tagen wenig bis keine Niederschläge erhalten. Kühlere Temperaturen könnten aber die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit während dieser Zeit mindern.
Eurasien: Starke Regenfälle in der Ukraine und in Südrussland werden zu der bereits hohen Bodenfeuchtigkeit in der gesamten Region beitragen und die Frühjahrsbestellung kurzfristig behindern.

10.05.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Die Raps-Feldbestände in Teilen Europas und auch in Deutschland liefern ein dürftiges Bild. In der Ukraine sowie in anderen Teilen Südeuropas kann man dagegen mit einer weiteren guten Rapsernte rechnen. Das sind allerdings die einzigen bullischen Meldungen von diesem Markt.
Für die teils noch hohen Vorräte bei deutschen Landwirten zeigen Ölmühlen kaum noch Interesse, auch wenn die Preise noch so niedrig sind. Sie können mit der Verarbeitung von Sojabohnen mehr Geld verdienen und die Biodieselindustrie setzt kaum noch Rapsmethylester ein. Billige Biodieselimporte aus Argentinien und Indonesien bestimmen den Markt. Marktteilnehmer sind bei Rapssaat auch für die zweite Jahreshälfte pessimistisch. Ein wachsender Vermarktungsdruck für die alte Rapsernte dürfte die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage noch vergrößern und die Rapspreise weiter belasten.
Unter dem Eindruck von sinkenden Sojaschrotkursen an der CBoT sind in der zurückliegenden Woche die Forderungen für Sojaschrote und in der Folge auch für Rapsschrote gesunken. Für den promptem Bedarf der Mischfutterindustrie sind das gute Nachrichten, das lässt aber auch darauf hoffen, dass es weitere Preisnachlässe geben wird. Von dem knappen Angebot der Vorwoche ist jetzt keine Rede mehr.

10.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des dritten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum dritten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aber aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 22.401 Lots auf 7.077 Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierte den Anteil der Netto-Long-Positionen um 26.735 von 32.201 Lots auf 5.446 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 65,2% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 64,3%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 17,1% (Vorwoche: 16,2%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei zuletzt 49,2%. 
Erwähnt sei noch, dass lediglich 82,2% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,5%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

07.05.2018 Strategie Grains senkt Prognose für EU-Rapssaatproduktion 2018/19

Die Analysten vom Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains haben in ihrem monatlichen Bericht zur Ölsaatenproduktion in der Europäischen Union die Schätzung der Rapssaat-Produktion 2018/19 von 22,54 Mio. Tonnen auf 22,21 Mio. Tonnen (-0,9%) reduziert. Damit läge die Prognose weiter leicht über dem Niveau der Produktion in der Vermarktungsperiode 2017/18 (22,01 Mio. Tonnen). Die Schätzung der Anbaufläche 2018/19 wurde von 6,71 Mio. Hektar um 0,6% auf 6,75 Mio. Hektar erhöht (2017/18: 6,71 Mio. Hektar). Die Ertragserwartungen sinken jedoch von 3,36 Tonnen pro Hektar auf 3,29 Tonnen pro Hektar (2017/18: 3,28 Tonnen pro Hektar).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

03.05.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaaten-Mail

Die Frühjahrsentwicklung der Rapsbestände in Deutschland war wegen der Wetterbedingungen regional sehr unterschiedlich. Der Kälteeinbruch im März/April veranlasste einige Bauern, ihre Flächen umzubrechen. Der sprunghafte Witterungsverlauf der letzten Wochen hat ebenfalls seine Spuren hinterlassen. Zuerst war es zu kalt und zu nass, dann kamen sommerliche Temperaturen von regional bis zu 30°C. Die Tage wurden länger, in den Nächten war es aber immer noch sehr kalt. Die Temperaturschwankungen innerhalb von 24 Stunden betrugen teils 20°C. Oberirdische Pflanzenteile haben sich zuletzt sehr schnell entwickelt, wegen der teils zu nassen und kalten Böden kommt die Nährstoffaufnahme aber nicht hinterher. Eine Knospenwelke ist die Folge. Unter diesen Umständen sind wohl kaum hohe Erträge zu erwarten.
Das Rapsangebot aus der alten Ernte hat zuletzt wieder zugenommen, da viele Landwirte ihre Läger für die neue Ernte räumen wollen. Die Nachfrage ist schwach, denn die Ölmühlen verarbeiten lieben Sojabohnen, weil damit mehr zu verdienen ist.
Sojaschrot aus Argentinien ist in der letzten Woche auf den höchsten Stand seit Juli 2016 gestiegen. Das kühlt das Kaufinteresse der Mischfutterbetriebe aber ab und sie interessieren sich jetzt mehr für Rapsschrot, das aber nur knapp verfügbar und um sieben Euro/Tonne gegenüber der Vorwoche teurer geworden ist.

03.05.2018 Lanworth Global Crop Outlook Summer 2018 – Auszug: Die Europäische Union
Gibt es Wetterrisiken für Weizen und Rapssaat in der EU?
In der Europäischen Union waren die Bedingungen der letzten beiden Jahre für die Weizen- und Rapssaatproduktion nicht ideal. Die Getreidebestände litten unter heftigen Niederschlägen oder Trockenheit begleitet von Hitzewellen.
In der aktuellen Saison wird von keinen größeren Auswinterungsschäden berichtet. Wenn die benötigten Niederschlagsmengen im Frühjahr und im Frühsommer fallen, ist eine durchschnittliche Weizenernte von 156 Mio. Tonnen und eine durchschnittliche Rapssaaternte von 22,7 Mio. Tonnen zu erwarten. Bei ungünstigen Bedingungen, also Spätfrost im Frühjahr während der Rapsblüte und Trockenheit im Frühjahr und im Sommer könnte die Ernte mit 138 Mio. Tonnen bzw. 19,6 Mio. Tonnen auch deutlich kleiner ausfallen. Optimale Bedingungen hingegen könnten das Ergebnis allerdings auch noch auf 162 Mio. Tonnen Weizen und 24 Mio. Tonnen Rapssaat heben.
Höhere Preise und die gestiegene Nachfrage nach Rapssaat hat in diesem Jahr wahrscheinlich einen Anstieg der Winterraps-Anbaufläche zur Folge. Lokal unvorteilhafte Wetterbedingungen in Europa (besonders in Deutschland und in Polen) hielten die Landwirte jedoch davon ab, alle für die Aussaat geplanten Flächen zu bestellen. Niedrige Gerste-Preise werden einen Rückgang der Anbaufläche und eine Umwidmung auf profitablere Früchte zur Folge haben.
In Frankreich, dem größten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, ging die Wintergetreideaussaat durchschnittlich flott voran. Allgemein trockene Bedingungen waren vorteilhaft für eine gleichmäßige Pflanzgeschwindigkeit und für die Entwicklung der Pflanzen. Vor dem Eintritt in die Winterruhe konnten sich die Pflanzen gut entwickeln und die Auswinterungsschäden waren gering.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, hatten heftige Herbst-Niederschläge im Norden sehr nasse Böden zur Folge. Die Aussaat konnte nicht auf allen geplanten Standorten erfolgen. Der NDVI ist meist über dem Normalwert, aber in Anbetracht der Rekord-Bodenfeuchtigkeit in den nördlichen Gebieten könnte Getreide hier mehr Schädlingen und Krankheitseinwirkung ausgesetzt sein.
Getreideproduktion in Osteuropa
Im Gegensatz zu Deutschland und Polen haben die Regionen in Südeuropa mit einen großen Feuchtigkeitsdefizit zu kämpfen, nachdem im letzten Sommer eine schwere Trockenheit herrschte. In diesen Regionen sind weitere Niederschläge wichtig für eine gute Entwicklung der Bestände. Im letzten Jahrzehnt stiegen die Erträge in Osteuropa durchschnittlich um 15-25% über alle Länder. Die größte Entwicklung war in Rumänien zu beobachten. Dort stiegen die Erträge jährlich um 5%. Weizenerträge von 4,14 Tonnen pro Hektar im Vermarktungsjahr 2018/19 sind zu erwarten. Bei günstigem Wetter könnten auch noch höhere Erträge erzielt werden. In Polen, Ungarn, Tschechien und Bulgarien liegen die Ertragsschätzungen beim Weizen bei 4,75-6,35 Tonnen pro Hektar. Beim Rest Europas werden relativ stabile bis leicht steigende Erträge erwartet. In der EU-28 liegt die Schätzung der Weizenerträge bei 5,89 Tonnen pro Hektar (Weichweizen: 6,15 Tonne pro Hektar, Durum: 3,63 Tonnen pro Hektar) und die Rapssaaterträge bei 3,38 Tonnen pro Hektar.
Langfristig erwarten die Verfasser des Berichts die Gefahr von heißem und trockenem Wetter im Frühjahr in Südeuropa, das auch Einfluss auf die Ernteregionen im Süden Frankreichs haben könnte.
Quelle: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des zweiten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum zweiten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 24.976 Lots auf 22.401Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. die Hedger, erhöhte den Anteil der Netto-Long-Positionen von 27.970 Lots auf 32.201 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,3% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 66,7%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,2% (Vorwoche: 15,5%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei etwa 45%
Erwähnt sei noch, dass lediglich 80,5% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

zurück zur Übersicht

Auf der rechten Seite Ihrer Homepage können sie z.b. News anzeigen oder Ihre Besucher anderweitig informieren.