Matif: Rapssaat November 2018

29.11.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Das niedrige Preisniveau für US-Sojabohnen wirkte sich in dieser Woche nachteilig auf die Rapskurse an der Pariser Terminbörse Matif aus. Da die Ölmühlen hierzulande mit Rohstoffen vorerst gut versorgt sind und Kleinwasserzuschläge das Tagesgeschäft weiter erschweren bleibt die Nachfrage nach Rapssaat schwach.
Wegen der bereits in diesem Jahr kleineren Rapsernte in der EU und der Aussicht, dass die nächste Ernte sogar noch kleiner ausfallen könnte, müssten die Rapspreise eigentlich viel höher sein. Doch die Ölmühlen haben sich längst auf den Bezug von billigen Sojabohnen eingestellt, die am Weltmarkt reichlich verfügbar sind. Rapserzeugern bleibt wohl nur noch die Hoffnung, dass beim Übergang in die nächste Ernte die Situation am Markt eine andere ist.
Für die Rapsernte 2019 gibt es von den Verarbeitern auch noch kein Interesse. Zu groß sind die Unwägbarkeiten am Rohstoffmarkt. Wenn am Wochenende auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires ein Durchbruch im Handelskonflikt zwischen den USA und China möglich wird, könnte sich die Lage komplett ändern. Optimisten rechnen schon damit, dass die Preise für Sojabohnen in die Höhe schnellen.
Das begründet auch die schwierige Lage bei der Vermarktung von Rapsöl. Dort waren die Preise in dieser Woche 7 €/Tonne schwächer. In Hamburg fordert man jetzt 740 €/Tonne bei einer schwachen Nachfrage.
Am Markt für Rapsschrot ist das Angebot unterdessen eng, weil die Ölmühlen als ausverkauft gelten. Gehandelt wird oftmals zweithändige Ware, die aber auch nur zu unveränderten Preisen im Vergleich zur Vorwoche den Besitzer wechselt.

27.11.2018 Chinas Rapsschrot-Futures unter Druck

Die Futures auf Rapsschrot an Chinas Derivatebörse Dalian sinken heute auf 2.196 yuan per Tonne um 3,5%. Das ist der stärkste Tagesverlust seit Mai 2017. Es gibt wieder Hoffnung auf eine Beilegung im Handelsstreit zwischen China und den USA.
Auch der meistgehandelte Sojaschrotfuture sinkt auf 1,2% auf 3.037 yuan per Tonne.
Beide Rohstoffe sind wichtige Eiweißlieferanten für Chinas Nutztiere. Futtermittelhersteller sind derzeit mit Sojaschrot knapp versorgt, nachdem Peking am 6. Juli auf Sojabohnenimporte aus den USA 25% Strafzölle einführte.
Am kommenden Wochenende wollen sich die Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires treffen und den Handelskonflikt möglicherweise lösen.
Die Nachfrage nach Rapsschrot ist in China in den Wintermonaten geringer, weil die Aquakulturen weniger nachfragen.
Chinas Terminmärkte sind in dieser Woche allgemein schwach gestimmt, wegen der sich abschwächenden Makroökonomischen Rahmenbedingungen. Die Industrieproduktion ist so niedrig wie seit Monaten nicht mehr.

26.11.2018 Trockene Böden verzögern die Entwicklung von Getreide

Das trockene Wetter im Anfang des Herbstes verzögerte die Aussaat und die Entwicklung von Getreide in Zentraleuropa. In den meisten Teilen der Europäischen Union ist die Vegetation allerdings gut gestartet. So die Bewertung des Erntemonitors MARS heute in ihrem Monatsreport.
MARS gibt keine Ernteschätzungen ab, sondern misst Bodenfeuchten und Temperaturen und errechnet daraus seine Ertragsschätzungen. Teils müssen einige Flächen neu eingesät werden, weil es zu trocken war. Das war zwar in Deutschland noch möglich, aber längst nicht überall.
In Frankreich, Polen, den Benelux-Ländern sowie dem nicht EU-Mitglied Ukraine ist die Saat gut aufgelaufen und bisher auch gut entwickelt. Allerdings wird es jetzt vielerorts zu trocken.
Im Südwesten der EU, wie in Rumänien, Ungarn und Bulgarien, wo recht spät gesät wurde, ist es jetzt aber viel zu trocken und die Saaten stehen lückig.
MARS ist insbesondere auch für die nächste Rapsernte besorgt. Bereits im letzten Monat warnten die Analysten vor der Trockenheit und den zu hohen Temperaturen nach einem viel zu heißen und trockenen Sommer. Jetzt sind in Deutschland, Ostpolen und in der Tschechischen Republik keine Nachsaaten mehr möglich. Weil einiges an schlecht aufgelaufenem Raps umgebrochen wurde und andere Flächen erst gar nicht bestellt wurden, ist die Anbaufläche mit Winterraps spürbar kleiner als geplant.

22.11.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Im Bundesdurchschnitt wurden die Rapserzeugerpreise in dieser Woche um 3 €/to auf 359 €/to gesenkt. Ein festerer Euro-Wechselkurs sowie nachgebende Kurse an der CBoT für Sojabohnen drückten die Rapskurse in Paris innerhalb einer Woche um bis zu 10 €/to. Die rückläufigen Terminmarktkurse wurden aber durch höhere Prämien im Kassamarkt zum Teil wieder aufgefangen.
Ölmühlen nutzen der Kursrückgang an der Pariser Terminbörse Matif dazu, ihre Versorgungslücken bis zum Jahresende zu schließen. Auch für erste Quartal 2019 sind sie gut eingedeckt. Rapserzeuger wittern aber ab dem Q2/19 bessere Absatzchancen und hoffen auf Preissteigerungen in der Übergangsphase zur neuen Ernte.
In Frankreich, Deutschland und Großbritannien ist die Rapsanbaufläche zur Ernte 2019 drastisch kleiner als im Vorjahr. Deshalb muss die nächste Ernte teurer werden, so die Hoffnung. Die Lagerhalter halten sich mit ihren nicht mehr allzu großen Vorräten derzeit vom Markt fern.
Mischfutterhersteller beobachten die Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China mit großem Interesse. Das ist für den Sojaschrotmarkt von Bedeutung. Dort wartet man auf neue Impulse in der kommenden Woche, wenn Donald Trump und Xi Jinping einen weiteren Versuch unternehmen, ihre Streitigkeiten beizulegen. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es stetige Anfragen nach dem Ölschroten, die in der vergangenen Woche um 3 €/to billiger wurden. Rapsschrot ist derzeit aber wegen hoher Frachtkosten aufgrund niedriger Flusspegel kaum nachgefragt.
Die schwachen Palm- und Sojaölpreise am Weltmarkt sorgen dafür, dass Raps- und Sonnenblumenöle billiger werden. Sinkende Rohölkurse konkurrieren mit Pflanzenölen und den Ölmühlen fehlt die Nachfrage der Biodieselhersteller. In diesem bärischen Umfeld geben auch die Rapsölkurse um 13 €/to unter der Vorwoche nach.

21.11.2018 Rapsaussaat in der EU durch Trockenheit gestört – mehr Importe nötig

Eine deutlich kleinere Anbaufläche für Winterraps in den drei größten rapsproduzierenden Nationen der Europäischen Union lässt die Industrie befürchten, dass die Ernte in 2019 viel kleiner ausfällt und dass mehr Importe nötig werden.
Trockenes Wetter im Herbst nach einem hießen und viel zu trockenen Sommer hat den Rapsanbau in Deutschland, Frankreich und Großbritannien schrumpfen lassen, während Polen soviel Raps angebaut hat, wie im Jahr zuvor.
Bereits in diesem sehr frühen Stadium der Saison ist sicher, dass die EU-Rapsernte 2019 viel kleiner ausfällt. Die EU wird mehr Rapssaat importieren müssen und auf andere Ölsaaten wie zum Beispiel Sojabohnen ausweichen, um seinen Bedarf befriedigen zu können.
Rapssaat ist in der EU die Haupt-Ölfrucht für Speisezwecke und für die Herstellung von Biodiesel. Rapsschrot wird als Viehfutter verwendet.
In Frankreich, dem größten Rapssaatproduzenten der EU, wurde für die Ernte 2019 rund 1/3 weniger Winterraps ausgesät, so die Schätzung des Ölsaateninstituts Inova. Der Ölsaatenanbauverband FOP schätzt die Anbaufläche dort nur noch auf 1 bis 1,1 Mio. Hektar nach 1,6 Mio. Hektar in 2017. Andere Fachleute sehen diese Zahl bereits zu hoch an.
Deutschlands Winterrapsanbau für die Ernte 2019 wird dem Ölsaatenverband UFOP zufolge um 18,1% schrumpfen und auch nur rund 1 Mio. Hektar betragen. Es könnte auch sein, dass inzwischen 100.000 Hektar umgebrochen und mit anderen Feldfrüchten bestellt wurden.
Auch in Großbritannien wird die nächste Ernte kleiner erwartet, weil der Anbau von Rapssaat um 8 bis 10% auf 540.000 bis 550.000 Hektar sinkt. Das wäre auf der Insel die kleinste Anbaufläche seit mindestens 2003. Die Erträge werden im höchsten Maße aber vom Wetter im Winter und dem Befall von Flohkäferlarven im Frühjahr beeinflusst.
Die Aussaatfläche in Polen von Raps für 2019 wird auf 710.000 Hektar geschätzt, das war auch die Anbaugröße in 2017. Auch hier war es während der Aussaat in vielen Regionen zu trocken. Teils ist die Saat aber auch zu rasch aufgelaufen und hat sich bereits gut entwickelt, was die Pflanzen für Frostschäden anfällig macht.

15.11.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die kleine Nachfrage nach Rapssaat dient zum Stopfen von Versorgungslücken. Damit ist der Markt auch schon ausgeglichen, denn es gibt nur ein sehr kleines Angebot. Niedrige Flusspegel und hohe Transportkosten begrenzen den Markt darüber hinaus. Erzeugerpreise profitieren von der Kleinwasserproblematik und von stabilen bis festen Rapskursen am Pariser Matif. Die Ölmühlen sind bis Jahresende insgesamt gut mit Rohstoff versorgt.
Da auch die Preise für Rapsschrot mit deutlich höheren Frachtkosten belastet sind, halten sich die Käufer zurück. An den Flüssen ist die Lage schon lange prekär und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Ölmühlen haben nur noch überschaubare Mengen an Rapsschrot zur Verfügung, da die Verarbeitung von Raps seit Wochen auf Sparflamme läuft. Da der Absatz von Sojaschrot auf Sparflamme läuft, bleibt der Markt insgesamt mit Futterkomponenten gut versorgt. Käufer spekulieren auf Preisnachlässe nach Abschluss der Sojabohnenernten in den USA.
In Hamburg notiert man die Rapsölpreise etwas fester als vor einer Woche. Stabilisierend wirken hier die hohen Frachtkosten. Auch die im Laufe der Woche auf 380 €/to gestiegenen Rapssaatkurse am Pariser Matif und festere Sojaölpreise unterstützen.

13.11.2018 Deutsche Rapsanbaufläche 18,1% kleiner

Der Verband der Ölsaatenindustrie UFOP schätzt, dass die Anbaufläche für Winterrapssaat zur Ernte im Jahr 2019 um 18,1% kleiner ausfällt und rund 1 Mio. Hektar groß sein wird.
In einer Umfrage, die der Verband in Auftrag gab, begründen die Befragten das mit ungewöhnlich trockenem Wetter im Herbst nach einem ohnehin schon zu trockenen und heißen Sommer. Die Böden waren zu sehr ausgetrocknet, dass nicht in allen Regionen die geplante Aussaat mit Raps erfolgen konnte.
Traditionell gibt die Umfrage des UFOP die ersten detaillierten Einschätzungen zur Rapsernte 2019 in Deutschland. Deutschlands und Frankreichs Rapsernten, die größten Anbauer dieser Ölsaat in der EU, sind nahezu gleich groß.

08.11.2018 Avril produziert mit Oleo 100 einen Biodiesel aus reinem heimischem Rohstoff

Der Ölsaaten-Verarbeiter Avril bringt heute seinen ersten Biodiesel auf den Markt der zu 100% aus Rapssaat-Öl erzeugt wird. Das soll den Absatz des Unternehmens fördern, während die Konkurrenz dem europäischen Markt durch massive Importe zusetzt.
Biodiesel wird üblicherweise traditionell fossilem Treibstoffen zugesetzt. Aber das französische Unternehmen Avril, Europas größter Biodieselhersteller, wirbt damit, dass reiner Biotreibstoff die Umwelt weniger belastet und nur aus heimischem Rohstoff erzeugt wird.
Europas Biodieselbranche hat damit zu kämpfen, dass die EU-Kommission die Importzölle auf argentinischen und indonesischen Biodiesel im letzten Jahr streichen musste, weil die EU in Gerichtsverfahren vor der WTO unterlag.
Billige Importe von Palmöl stehen außerdem mit Rapssaat-Öl in Konkurrenz, weil beides als Rohstoff zur Herstellung von Biodiesel gebraucht wird.
Der neue Treibstoff mit dem Markennamen Oleo 100 wird zu 100% aus Rapssaat hergestellt, die in Frankreich gewachsen ist. Avril will „mehrere hunderttausend Tonnen“ von dem Treibstoff produzieren, so der CEO Jean-Phillippe Puig. Die jährliche Produktionskapazität des Unternehmens liegt zwischen 1,5 und 1,6 Mio. Tonnen.
Oleo 100 hat die Genehmigung für den Einsatz in LKW und Bussen, aber nicht in Personenkraftzeugen. Die Firmen werden von Avril direkt beliefert. Die Motoren herkömmlicher Fahrzeuge benötigen einfache Module, die es dann erlauben mit 100%-Biodiesel betrieben zu werden. Die Kilometerleistung wird dadurch nicht negativ beeinflusst.
Für den Kunden ändert sich als kaum etwas, aber für die Hersteller bedeutet dieser Schritt große Anstrengungen, da weitere Lagerstätten für das Produkt und für den Rohstoff Rapssaat vorgehalten werden müssen.
100% Biodiesel gibt es bereits in Schweden und in Österreich.

08.11.2018 HANSA Terminhandel GmbH – Ölsaatenmail

Von den Ölmühlen hierzulande hört man immer wieder, sie seien bis Jahresende mit dem Rohstoff Raps versorgt, doch Lieferzögerungen durch Niedrigwasser und hohe Transportkosten gibt es wieder Kaufanfragen. Dafür werden sogar höhere Prämien geboten, um Verkaufsanreize zu setzen. Erzeugerpreise liegen im Bundesmittel stabil auf 360 €/Tonne. Die meisten Erzeuger sind derzeit aber gar nicht am Markt, sie warten auf Preissteigerungen am Ende der Vermarktungssaison. Wenn Frankreich tatsächlich 30-35% weniger Raps zur Ernte 2019 angebaut hat, wie heute berichtet wird, so sind solche Marktphantasien nicht ganz unbegründet.
Am Rapsschrotmarkt beobachten die Beteiligten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China mit großer Aufmerksamkeit. China hat offensichtlich reichlich alternative Herkünfte aufgetan, die die Sojabohnenlieferungen aus den USA ersetzen könnten. Dann müssten sich die USA ihrerseits nach neuen Absatzmärkten umsehen und so würde Europa davon mit sinkenden Schrotpreisen profitieren. Auch wenn vordere Ware als knapp bezeichnet wird, weil Kleinwasser die Frachten verteuert. Herrscht am Markt gespenstische Ruhe.
Die Preise für Rapsöle konnten sich dagegen stabilisieren, da Sojaöl am Hamburger Markt um acht €/Tonne teurer geworden ist. Das sind noch Nachwirkungen von den sprunghaft gestiegenen Sojabohnenpreisen am CBoT zu Monatsbeginn.

08.11.2018 Rapsanbau für Ernte 2019: Beispielloser Flächenrückgang in Frankreich

Die französische Rapsanbaufläche für die Ernte 2019 wird vom Vorstand der Ölsaatenanbauer FOP 30-35% kleiner als in diesem Jahr erwartet.
Stimmt diese Einschätzung, so wäre die Anbaufläche nur noch 1 bis 1,1 Mio. Hektar groß und damit weit unter den bisherigen Erwartungen von Terres Univia, einem Technik-Center der Rapsanbauer. Diese gehen bisher von 1,5 Mio. Hektar aus.
Geringe Niederschläge und hohe Temperaturen im September und Anfang Oktober verschlimmerte die Sommertrockenheit in weiten Teilen Europas so sehr, dass die Bauern vielerorts keinen Raps aussäen konnten. Dort wo die Saat gelegt wurde, entwickeln sich die Pflanzen nur schwerfällig.
Die französische Rapsernte 2018 wurde vom französischen Landwirtschaftsministerium auf 4,9 Mio. Tonnen geschätzt. Dafür wurde die Ölsaat auf 1,6 Mio. Hektar angebaut.
Die Größenordnung des Flächenrückgangs in diesem Jahr ist beispiellos. Ernteverluste in 2018 durch nicht oder nur ungenügend aufgelaufene Saat und der erwartete Rückgang der Erntemenge in 2019 kann von den Bauern im Frühjahr 2019 auch nicht durch den Anbau von Sommerraps kompensiert werden.

07.11.2018 Ukraines Ölsaatenexporte steigen stark

Die Ukraine wird in diesem Wirtschaftsjahr seine Ölsaaten-Schrote so stark steigern, dass ein Weltmarktanteil von 7% möglich erscheint.
Das Beratungsunternehmen APK-Inform teilte heute mit, dass die Exporte von Sonnenblumen-Schrot im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 4,7 Mio. Tonnen steigt, das sind dann 11% mehr als in 2017/18.
Der Export in Rapsschrot wird sich mehr als verdoppeln und 180.000 Tonnen erreichen, während die Sojaschrotexporte um 20% auf 500.000 Tonnen steigen.
Die Ukraine ist damit weltweit der größte Exporteur von Sonnenblumenöl und Sonnenblumen-Schrot.
Weißrussland, Frankreich und Spanien sind die größten Abnehmer von Sonnenblumen-Schrot. Auf sie vereinigen sich 30% des gesamten Exportvolumens.

02.11.2018 Chinas Sojaschrotfutures mit stärkstem Tagesverlust seit 6 Jahren

Der aktivste Terminkontrakt auf Sojaschrot an der chinesischen Derivatebörse in Dalian eröffnete heute Morgen seinen Handelstag mit einem 5%igen Kursrutsch. Das war der stärkste Kurverlust seit sechs Jahren. Händler reagieren damit auf positive Kommentare der Präsidenten Trump und Xi nach einem Telefongespräch über den Handelsstreit.
Die Sojabohnenkurse am Dalian sanken auf 3.105 Yuan/Tonne, was dem Zwei-Monats-Tief entspricht. Das war der größte Kursverlust an einem Handelstag seit Februar 2013. Die Meldung kam für alle sehr überraschend. Auch sei die Reaktion darauf dass man weiter im Gespräch belieben will, außerordentlich heftig ausgefallen.
Schließlich gibt es längst noch kein Ergebnis. Auch als man vorher miteinander gesprochen hat, gab es immer wieder Rückschläge. Ein Tweet von Donald Trump reicht offensichtlich, dass die Stimmung dreht. Vielleicht ist das alles nur Wahlkampfgetöse.
Trump und Xi hatten beide ihre Hoffnung geäußert, dass der verbitterte Handelsstreit bald zu Ende geht. Es soll am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires Ende November ein Treffen der beiden Präsidenten geben. Chinesische Staatsmedien zitieren Xi mit der Aussage, dass er nachhaltige und gesunde Handelsbeziehungen zu den USA wünscht.
Seit dem Beginn des Handelskrieges im Sommer 2018 sind die Sojabohnenlieferungen aus den USA nahezu zu Erliegen gekommen. In China steigen daraufhin die Preise für Sojaschrot. Das Preisniveau hält sich dort noch immer auf einem Rekordniveau. Normalerweise erreichen die Sojabohnenlieferungen aus den USA im Q4 ihren Höhepunkt.
Der Spread zwischen dem Januar-Terminkontrakt und dem Mai-Termin an der Börse in Dalian sank heute von 455 Yuan auf 330 Yuan. Der Kurs des Rapsschrot-Futures an der Dalian sank heute um 5%. Das ist der höchste Tages-Kursverlust in diesem Terminkontrakt überhaupt.

01.11.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten-Mail

Anhaltende Kleinwasserprobleme haben den Rapsmarkt durch hohe Frachtkosten fast zum Erliegen gebracht. Außerdem hatten die Ölmühlen wegen unbefriedigender Margen auf die Verarbeitung von Sojabohnen umgestellt. Deshalb ist vorerst auch nicht mehr mit einer Nachfragebelebung nach Rapssaat zu rechnen. Da die Rohölpreise kräftig gesunken sind, ist inzwischen auch die Nachfrage nach Biodiesel schwächer. Lagerhalter von Rapssaat spekulieren aber trotz alledem und wie jedes Jahr auf Preissteigerungen zum Ende der Vermarktungssaison. Aktuell sind sie aber in einer schlechten Verhandlungsposition und wollen ihre missliche Lage aussitzen.
Da die Ölmühlen kaum mehr Raps verarbeiten, gibt es auch nur ein sehr überschaubares Angebot an Rapsschrot. Die Mischfutterbetriebe halten sich aber wegen hoher Frachtkosten ebenfalls vom Markt fern. Im weiteren Verlauf erwarten sie außerdem Preisnachlässe wenn die Frachtraten sinken.
Die geringe Nachfrage aus der Biodieselindustrie sorgt dafür, dass sich das hohe Preisniveau für Rapsöl nicht mehr halten kann. Sobald die Pegelstände auf den deutschen Flüssen wieder steigen, werden auch hier Preisnachlässe erwartet. Wegen schwacher Vorgaben der Sojaölkurse an der CBoT und an der chinesischen Derivatebörse in Dalian sind bereits die Forderungen für Sojaöl ab Hamburg um 10 €/to gesunken.

30.10.2018 Oil World: China kauft mehr Speiseöle und Ölschrote am Weltmarkt

China wird in den kommenden Wochen aus diversen Herkünften Speiseöle und Schrote für die Herstellung von Tierfutter kaufen, da der Handelsstreit mit den USA weniger US-Sojabohnen ins Land lässt. Das glaubt das in Hamburg ansässige Analyseunternehmen Oil World.
Die Experten schreiben heute, dass China noch aktiver als Käufer für Speiseöle und Ölschrote am Weltmarkt auftritt, zumal die lokalen Ölmühlen nicht genügend Rohstoff zur Verfügung haben, um diese selber erzeugen zu können.
Die massiven Sojabohnenlieferungen aus den USA sind seit dem Sommer quasi zu Erliegen gekommen, nachdem Peking als Antwort auf Strafzölle auf chinesische Produkte seinerseits Strafzölle auf US-Sojabohnen erhob. Jetzt scheint sich der Handelskonflikt noch weiter zuzuspitzen.
China ist weltweit der größte Importeur von Sojabohnen und hat sich zuletzt maßgeblich in Südamerika versorgt. Das reicht aber nicht aus, um die fehlenden US-Lieferungen zu kompensieren.
Von November 2018 bis Januar 2019 werden die chinesischen Sojabohnenimporte um fast 11 Mio. Tonnen kleiner ausfallen, als im letzten Wirtschaftsjahr. Es sei denn die US-Lieferungen kommen wieder in Gang.
Obwohl Chinas Importe von Ölschroten steigen werden, reicht das nicht, die fehlende Schrotproduktion des eigenen Lands zu ersetzen. So könnte es bald am chinesischen Ölschrote-Markt sehr eng werden. Oil World erwartet, dass China auch mehr Palmöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl und Rapssaat-Öl am Weltmarkt kaufen wird, um Engpässe im lokalen Markt zu verhindern.
Ab März 2019 wird China wieder mehr Sojabohnen aus Südamerika importieren, wenn dort die neue Ernte zum Export bereit steht.

30.10.2018 China: Neue Proteinrichtlinien drücken Soja- und Rapsschrotkurse in Dalian

Die Kurse der Sojaschrot-Futures an der chinesischen Derivatebörse in Dalian sanken gestern um mehr als 1,8%, nachdem die Regierung in Peking neue Richtlinien für Protein im Mischfutter vorstellten.
Der Plan sieht vor, 14 Mio. Tonnen weniger Sojabohnen pro Jahr zu konsumieren.
Der meistgehandelte Terminkontrakt auf Sojaschrot verzeichnete seinen größten Tagesverlust seit mehr als einem Monat. Händler meinen, dass die Protein-Rezeptur in chinesischen Futtermitteln grundlegend verändert wird.
Der Rapsschrotfuture am Dalian gab ebenfalls um 2,7% nach, der größte Fall seit Juni 2018.
Die Proteinkontrakte standen aber auch unter Druck, weil sich das Wirtschaftswachstum auf der Welt verlangsamt und in China immer mehr Fälle des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) gemeldet werden. Inzwischen haben 13 Provinzen und Stadtverwaltungen ASF-Fälle gemeldet. Viele Bauern sind nicht in der Lage, ihre Herde wieder aufzubauen, weil es überall Transportrestriktionen gibt.

26.10.2018 9,5% weniger Rapsanbau in der EU für Ernte 2019

Der Marktanalyst Strategie Grains schätzt, dass die EU-Anbaufläche für Rapssaat für die Ernte 2019 auf 6,22 Mio. Hektar sinkt. Im letzten Monatsbericht war man noch von 6,32 Mio. Hektar ausgegangen.
So wären es jetzt 9,5% weniger als im letzten Jahr, als noch 6,86 Mio. Hektar mit Rapssaat bestellt wurden. Die ausgesprochen trockenen Bedingungen während der Aussaat, nach einem ebenfalls extrem trockenen Sommer, hielten viele Landwirte von der Rapssaat ab. Die jungen Pflanzen waren durch die Trockenheit an der Entwicklung behindert.
Außerdem sind die Rapspreise wenig attraktiv, zumal, in Relation dazu, die Getreidepreise in diesem Jahr eine Rally erlebten.
Die diesjährige Rapsernte wird von Strategie Grains nur noch auf 19,8 Mio. tonnen geschätzt, nach zuvor 19,9 Mio. Tonnen. In 2018 waren es noch 22,2 Mio. Tonnen.

25.10.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten-Mail

Der Terminmarkt liefert für den deutschen Rapsmarkt derzeit keine Impulse, auch am Kassamarkt tut sich wenig. Die Warenversorgung wird zudem vom Niedrigwasser auf den Wasserwegen eingeschränkt. LKW-Frachtraum ist auch knapp und teuer. Deshalb warten die meisten Käufer auf eine weniger angespannte Lage im November. Ölmühlen berichten zudem, dass sie bis Jahresende gut versorgt sind. Versorgungslücken gibt es erst wieder für Q2/19. Lagerhalter hoffen auf deutliche Preissteigerungen.
Der Rapsschrotmarkt in Deutschland orientiert sich seit Wochen schon an den CBoT-Kursen. Händler leben von der Hand in den Mund, sie warten auf Preisnachlässe. Seit letzter Woche fielen die Kurse bereits um 7 €/Tonne.
Die Rapsölpreise profitieren noch von hohen Rohölkursen. Nachdem die Kurse dafür aber stark unter Druck gerieten, könnten die Umsätze mit Rapsöl auch ins Stocken geraten, weil Biodiesel seinen Wettbewerbsvorteil verliert. Aber noch sind die niedrigen Wasserpegel auf unseren Flüssen für hohe Frachtkosten und damit auch für die Preisfindung entscheidend.

23.10.2018 CBoT-Sojabohnenkurse nahe 2-Wochen-Tief

Heute Morgen streben die CBoT-Sojabohnenkurse weiter abwärts. Es ist bereits der dritte von vier Handelstagen mit Kursverlusten und damit erreichen sie ein Zwei-Wochen-Tief. Nach dem letzten USDA-Bericht ist die Ernte weiter fortgeschritten, als es der Markt erwartet hatte.
Gestern nach Handelsschluss hieß es aus dem US-Landwirtschaftsministerium, dass die US-Sojabohnenernte nun zu 53% eingebracht ist. In der zurückliegenden Woche kamen die US-Farmer mit ihrer Ernte zügig voran, weil das Wetter mitspielte. Ab der kommenden Woche könnte aber Regen die Ernte wieder verzögern. Ergiebige Regenfälle hatten bis vor 10 Tagen in einigen Regionen die Erträge und die Qualitäten negativ beeinflusst.
In der EU hatte das anhaltend trockene Wetter der Aussaat und Entwicklung der dortigen Rapsbestände geschadet, so der EU-Crop Monitoring Service MARS.

22.10.2018 Trockenes Wetter gefährdet EU-Rapsernte 2019

Das anhaltend trockene Wetter gefährdet die nächste EU-Rapsernte, nachdem einige Farmer erst gar nicht säen konnten und bei anderen, die gesät haben, die Saat wegen der Trockenheit gar nicht aufgelaufen ist. Das berichtet heute der EU-Crop-monitor MARS.
Geringe Niederschläge und warme Temperaturen im September und Anfang Oktober, während der Aussaatperiode für Rapssaat, verlängerten in vielen Teilen Europas einen trockenen Sommer.
Darunter litten die Pflanzen, die sich nicht ordentlich entwickeln konnten und die geplante Anbaufläche konnte nicht überall bestellt werden. Nur ein kleiner Teil der Rapssaaten sind in guter Kondition, was sich wohl auf die Ernte 2019 auswirken wird.
MARS erstellt aber keine eigenen Ernteprognosen, die Fachleute stellen aber fest, dass die nächste Ernte 5 bis 6% kleiner als normal ausfallen dürfte. Für Deutschland bedeutet das, dass die Anbaufläche für Winterraps stark zurückgeht und unter 1 Mio. Hektar liegen dürfte.
Das französische Analyseinstitut Strategie Grains schätzt die EU-Rapsernte 2019 um 8% kleiner als in diesem Jahr. Das ist auch damit zu begründen, dass die Getreidepreise attraktiver sind als in den Vorjahren.
Rapssaat in der EU wird in erster Linie zur Produktion von Speiseölen und Grundstoff zur Herstellung von Biodiesel erzeugt.

22.10.2018 China erlaubt wieder Rapsschrot-Importe aus Indien

China hat ein Verbot von Rapsschrot-Importen aus Indien aufgehoben. Die chinesische Regierung ist bestrebt, die Proteinquellen für Tierfutter zu diversifizieren, teilte die Zollverwaltung am Montag mit.
Rapsschrot-Lieferungen aus Indien können ab Montag wieder aufgenommen werden, wenn sie bestimmte Inspektions- und Quarantäneanforderungen erfüllen, so die Allgemeine Zollverwaltung auf ihrer Website. China war Top-Käufer von indischem Rapsschrot, bevor das Verbot 2011 wegen Qualitätsbedenken erlassen wurde.

18.10.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Eine hohe Nachfrage nach Rapsöl und Lieferverzögerungen wegen Niedrigwasser führen unter den Anbietern von Rapssaat zu einer bullischen Stimmung. Gleichzeitig halten sich die Erzeuger mit weiteren Verkäufen zurück.
Anbieter haben dafür gute Argumente: Sie warten darauf, dass der Wechselkurs des Euro wegen der italienischen Schieflage im Staatshaushalt weiter unter Druck gerät. Die kleine Rapsernte 2018 in Kombination mit Lieferverzögerungen wegen Niedrigwasser begründet hierzulande ein zu kleines Angebot.
Außerdem hat sich die Nachfrage nach Rapsschrot etwas belebt und dort tendieren die Preise fester. Bisher sind es vier Euro/Tonne mehr als in der Woche zuvor. Ein Kurssprung beim Sojaschrot am Montag an der CBoT liefert hier einen bullischen Impuls auch für den Pariser Rapsmarkt.
Die Terminmarktkurse konnten sich in dieser Woche leicht verbessern.
Die Preise für Rapsöl gaben zuletzt nach, weil die Versorgungslage mit Pflanzenölen wie Palm- und Sojaöl gut ist. Die Beimischer benötigen allerdings für den Winterdiesel Rapsmethylester und der ist zurzeit knapp. Der Biodieselmarkt brummt und die Unterstützung von den Raffinerien könnte noch einige Wochen halten.

17.10.2018 Urkaine plant den Export von 2,27 Mio. Tonnen Rapssaat

Die Ukraine beabsichtigt in der Saison 2018/19 (Juli - Juni) den Export von 2,27 Mio. Tonnen Rapssaat. Zur Saison 2017/18 wäre das ein Anstieg um 7,2%. Das meldet der Analyst APK-Inform. Im Zeitraum Juli bis September wurde in dieser Saison bisher Raps in einem Volumen von 1,5 Mio. Tonnen exportiert. Das sind 11,5% mehr, als zur selben Zeit im Vorjahr. Im Jahr 2018 wurden in der Ukraine 2,68 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet.

11.10.2018 Britische Weizenernte sinkt auf 5-Jahres-Tief

Das britische Landwirtschaftsministerium schätzte heute die diesjährige Weizenernte auf 14,09 Mio. Tonnen. Das ist die kleinste Ernte seit fünf Jahren und 5,1% weniger als im Vorjahr.
Es wurden mit 7,8 Tonnen/Hektar um 5,3% kleinere Erträge gemessen, die damit teilweise die um 0,3% größere Anbaufläche auf 1,8 Mio. Hektar aufheben.
Vernichtende Hitze und lange Trockenzeiten begrenzten die Weizenerträge in ganz Nordeuropa.
Die Gerstenernte in Großbritannien sank um 7,9% auf 6,61 Mio. Tonnen, während die Rapsproduktion um 5,3% kleiner als im Vorjahr ausfiel. Es wurden auf der Insel 2,05 Mio. Tonnen von der Ölsaat geerntet.

11.10.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Die aktuelle Schwächephase bei den Raps-Terminkontrakten am Pariser Matif veranlasst die Landwirte dazu, noch weniger anzubieten. Die Erzeuger hierzulande haben etwa die Hälfte der letzten Ernte verkauft und warten mit dem Rest auf bessere Zeiten.
Die Gründe für sinkende Rapsnotierungen sind vielschichtig: Zum einen geben in Chicago die Kurse der Sojabohnen nach, weil der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter eskaliert. Die Palmölkurse an der Bursa Malaysia stehen auch unter Druck. Zum anderen verlieren die Aktien- und Rohstoffbörsen in den USA und Asien seit gestern deutlich und ziehen die Rohölkurse mit nach unten.
Ölmühlen in der EU verdienen mit der Verarbeitung von Sojabohnen mehr Geld und die bisher gut laufenden Biodieselverkäufe werden durch sinken Rohölkurse schon wieder ausgebremst. Ein Bedarf der Ölmühlen für hiesigen Raps ist aktuell also nicht vorhanden und wird sich vor Anfang 2019 auch kaum wieder einstellen.
Aus Sicht der Landwirte ist der Rapsmarkt hierzulande aber unterbewertet, weil die Preise das Ertragsdefizit in diesem Jahr nicht kompensieren und die fehlenden Anbauflächen beim Winterraps für die Ernte 2019 ist auch noch nicht genügend berücksichtigt.
Die schwachen Börsennotierungen für Ölsaaten haben auch dem Markt für Rapsschrot einen Dämpfer verpasst. Ob sich die gestiegenen Rapsölpreise bei sinkenden Rohölkursen noch halten können muss bezweifelt werden.

09.10.2018 Französisches Landwirtschaftsministerium justiert Ernteschätzungen

Das französische Landwirtschaftsministerium senkte heute seine Ernteschätzung für die 2018er Zuckerrüben von 41,1 auf 40,4 Mio. Tonnen aufgrund niedrigerer Hektarerträge.
Die reduzierte Zuckerrübenernte ist nun 12,7% niedriger als im letzten Jahr aber 8,8% größer als im 5-Jahres-Mittel.
In dem Monatsbericht des Ministeriums senkten die Fachleute ihre Ernteschätzung auch für Mais von 12,4 im letzten Monat auf jetzt 12,2 Mio. Tonnen. Das sind 14,6% weniger als im Vorjahr und 15,5% weniger als im5-Jahres-Mittel.
Die Schätzung der Weizenernte wird von 34,55 auf 34,2 Mio. Tonnen gesenkt (-6,5% zum Vj.).
Die Ernteschätzung für 218er Rapssaat wird hingegen von 4,8 auf 4,9 Mio. Tonnen angehoben.

04.10.2018 Lebhafte Nachfrage nach Biodiesel stützt Matif-Rapskurse

Ein Nachfolgeabkommen des Nordatlantischen Freihandelsabkommen (NAFTA) heißt USCMA. Es kam in letzter Minute am 30. September zustande und nimmt die Verunsicherung eines zolllimitierten Nordamerikahandels vom Markt. Damit stiegen die Soja-, Sojaschrot- und Sojaölkurse und nahmen die Rapskurse gleich mit. Unterstützt von einer lebhaften Nachfrage nach Biodiesel profitieren auch Europas Rapsbauern davon.
Unterstützt von festeren Kursen an der Pariser Terminbörse Matif haben sich die Rapspreise seit einer Woche ordentlich befestigt. Festere Rohölkurse treiben die Rapspreise an weil damit die Konkurrenzfähigkeit von Biodiesel steigt.
Die Ölmühlen sind an Lieferungen für spätere Termine interessiert, für die es kaum ein Angebot gibt. Biodiesel ist knapp und die Nachfrage nach Rapsöl steigt.
Auch die Rapspreise für die Ernte 2019 sind gestiegen, weil schwierige Aussaatbedingungen in weiten Teilen Europas die Anbaufläche begrenzt. Die Ernte 2018 wird in Deutschland jetzt mit 3,666 Mio. Tonnen angegeben – das sind 1,5 Mio. Tonnen weniger als im langjährigen Mittel. Um diese Ergebnis in 2019 zu erreichen, müssen also gute Erträge her.
Mit den Rapspreisen wird auch Rapsschrot teurer. Der schwache Euro verteuert die Importe von Schroten und auf den vorderen Terminen gibt es nur wenig Angebot. Allerdings ist die Nachfrage auch nur schwach, sodass sich höhere Forderungen nicht immer durchsetzen lassen.

01.10.2018 Strategie Grains hebt Ernteschätzung für Rapssaat auf 19,9 Mio. Tonnen an

Nach sieben schwächeren Schätzungen erhöht heute der französische Marktanalyst Strategie Grains seine monatliche Ernteschätzung für Rapssaat. Demnach wurden in der EU-28 in 2018 19,9 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet nach 22,17 Mio. Tonnen in 2017/18 und 20,49 Mio. Tonnen in 2016/17.

28.09.2018 Europäische Union: Trockenheit begünstigt größere Weizenanbaufläche

Die ausgetrockneten Böden erschweren die Rapsaussaat in der Europäischen Union. Es wird erwartet, dass die einige Flächen aus diesem Grund und aufgrund des attraktiven Preisniveaus zu Gunsten von Weizen umgewidmet werden. Auch Gerste könnte zu Lasten der Raps- und Zuckerrübenaussaat profitieren.
In Nordeuropa haben die jüngsten Niederschläge die angespannte Lage etwas gelindert.
In der ersten Prognose für die Saison 2019/20 erwartet das IGC aufgrund der gestiegenen Preise einen Anstieg der Weizenanbaufläche. Das wäre der erste Anstieg seit 4 Jahren.
In Frankreich hielt die Trockenheit in einigen Regionen auch im September an. Das hat eine kräftigen Rückgang der Rapsanbaufläche zur Folge. Terres Univia erwartet einen Rückgang der Rapsanbaufläche um 150.000 – 250.000 Hektar auf 1,5 Mio. Hektar.
In Deutschland wird ebenfalls ein Anstieg der Winterweizen-Anbaufläche auf 3,1 – 3,2 Mio. Hektar erwartet. Im Vorjahr waren es 2,9 Mio. Hektar, so ein Analyst. Die Anbaufläche für Gerste bleibt demnach stabil. Aufgrund der trockenen Wetterbedingungen wird ein Rückgang der Rapsaussaatfläche von mindestens 200.000 Hektar auf unter 1 Mio. Hektar erwartet.
Deutschland hat in den letzten Wochen mehr Regen abbekommen, so dass die Aussaat vernünftig voranschreitet. Die Trockenheit verursacht lokale Schwierigkeiten, aber das nationale Bild ist zufriedenstellend.
Auch in Polen wird ein Anstieg der Weizenanbaufläche erwartet, begünstigt durch die frühe Maisernte sowie höhere Preise, so Wojtek Sabaranski vom Analysten Sparks Polska. Die Aussaatbedingungen haben sich demnach aufgrund der jüngsten Regenfälle etwas verbessert, aber die Bodenfeuchtigkeit ist in vielen Regionen, insbesondere im Westen und Nordwesten, immer noch nicht ausreichend.
In Großbritannien konnten die gestiegenen Preise und günstiges Wetter die Winterweizenaussaat ankurbeln, aber die eingeschränkten Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung führen zu einer Verunsicherung. Rapssaat könnte aufgrund der Probleme mit der Kohlfliege an Fläche verlieren.

28.09.2018 EU-Kommission senkt Prognose der Maisproduktion 2018/19

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der EU-Mais-Produktion im Vermarktungsjahr 2018/19 von 64,2 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 61,9 Mio. Tonnen reduziert. Im Vermarktungsjahr 2017/18 wurden 65,5 Mio. Tonnen Mais produziert.
Erhöht wurde die Prognose der EU- Rapssaat-Produktion 2018/19 von 19,2 Mio. Tonnen auf 19,7 Mio. Tonnen. Damit läge die EU-Rapssaatproduktion weit hinter dem Ergebnis der Saison 2017/18 von 21,95 Mio. Tonnen.
Nahezu unverändert blieb die Prognose der Weizenproduktion in der EU mit 128,7 Mio. Tonnen (Vormonat: 128,8 Mio. Tonnen). Die Erwartung der Weizenexporte blieb unverändert bei 20 Mio. Tonnen.

27.09.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die trockenen Böden in Frankreich hindern Landwirtschaft daran, die Rapsaussaat abzuschließen und führen voraussichtlich dazu, dass die Aussaatfläche zur Ernte 2019 in Frankreich mit 1,5 Mio. Hektar etwa 150.000-250.000 Hektar kleiner ausfällt, als im Vorjahr.
Auf der Grundlage der Schätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums von 1,59 Mio. Hektar in diesem Jahr prognostiziert Univia für die Ernte des nächsten Jahres einen Flächenrückgang zwischen 9% und 16%.
Aussaatschwierigkeiten aufgrund der Sommertrockenheit und steigende Preise für alternative Kulturen wie Weizen dürften auch die Rapsaussaat in anderen Ländern der Europäischen Union bremsen und könnten der EU 2019 eine kleinere Ernte bescheren, nachdem Wetterprobleme bereits in diesem Jahr zu schwächeren Erträgen führten.
Frankreich erlebte in diesem Jahr den zweitheißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Bedingungen führten dazu, dass die Rapsaussaat nur auf 70-80% der geplanten Flächen abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Aussaatfläche für Raps in Frankreich stabil bleibt oder leicht unter dem Vorjahresniveau liegen würde.
Die Raps-Futures an Euronext in Paris konnten sich in dieser Woche erholen, unterstützt durch die Erwartung einer kleineren Aussaatfläche und der Rally der Ölsaatenmärkte.

27.09.2018 Trockenheit behindert Rapsaussaat in Frankreich

Die trockenen Böden in Frankreich hindern Landwirtschaft daran, die Rapsaussaat abzuschließen und führen voraussichtlich dazu, dass die Aussaatfläche zur Ernte 2019 in Frankreich mit 1,5 Mio. Hektar etwa 150.000-250.000 Hektar kleiner ausfällt, als im Vorjahr.
Auf der Grundlage der Schätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums von 1,59 Mio. Hektar in diesem Jahr prognostiziert Univia für die Ernte des nächsten Jahres einen Flächenrückgang zwischen 9% und 16%.
Aussaatschwierigkeiten aufgrund der Sommertrockenheit und steigende Preise für alternative Kulturen wie Weizen dürften auch die Rapsaussaat in anderen Ländern der Europäischen Union bremsen und könnten der EU 2019 eine kleinere Ernte bescheren, nachdem Wetterprobleme bereits in diesem Jahr zu schwächeren Erträgen führten.
Frankreich erlebte in diesem Jahr den zweitheißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Bedingungen führten dazu, dass die Rapsaussaat nur auf 70-80% der geplanten Flächen abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Aussaatfläche für Raps in Frankreich stabil bleibt oder leicht unter dem Vorjahresniveau liegen würde.
Die Raps-Futures an Euronext in Paris konnten sich in dieser Woche erholen, unterstützt durch die Erwartung einer kleineren Aussaatfläche und der Rally der Ölsaatenmärkte.

26.09.2018 Indien: Analyst erwartet Anstieg der Palmöl-Importe um 8,7%

Indiens Palmöl-Importe im Vermarktungsjahr 2018/19 werden nach Schätzungen eines führenden Analysten um 8,7% zum Vorjahr steigen. Grund ist der gestiegene Verbrauch und die Erwartung einer geringeren Ölpflanzen-Ernte.
Die steigenden Importe könnten auch die Palmöl-Kurse an der Bursa Malaysia unterstützen, die gegenwärtig auf dem niedrigsten Niveau seit fast drei Jahren handeln.
Am 1. November beginnt in Indien das Vermarktungsjahr 2018/19 und die Palmöl-Importe könnten auf 9,26 Mio. Tonnen steigen, so Govindbhai Patel von G.G. Patel & Nikhil Research Company. Die Niederschläge im Jahr 2018 waren sehr ungleich verteilt. In einigen Staaten gab es übermäßig viel Regen und in einigen Staaten gab es ein Defizit.
Die Niederschläge in Indien in der laufenden Monsunzeit, die am 1. Juni begann, liegen 9% hinter denen, in „normalen“ Jahren, so das Indian Meteorological Department. Der Bundesstaat Gujarat beklagt ein Regendefizit von 27%. Gujarat ist der größte Produzent von Erdnüssen und Baumwolle.
Im Wirtschaftsjahr 2018/19 könnte Indiens Speiseölnachfrage um 2,1% auf 22,6 Mio. Tonnen ansteigen, während das lokale Angebot um 6,2% auf 7,25 Millionen Tonnen zurückgehen könnte.
Die Vorräte an Erdnussöl, Baumwollsamenöl und Rapsöl könnten im nächsten Jahr schrumpfen, während die Versorgung mit Reiskleieöl marginal steigen könnte, glaubt Patel.
Dieser Produktionsrückgang wird die Sojaölimporte im nächsten Wirtschaftsjahr um 5,8% auf 3,3 Mio. Tonnen erhöhen, während sich die Sonnenblumenöl-Importe von dem Rekordhoch von 2,51 Mio. Tonnen im laufenden Jahr auf 2,4 Mio. Tonnen abschwächen könnten.
Indien kauft Palmöl in Indonesien und Malaysia. Sojaöl wird hauptsächlich aus Argentinien und Brasilien importiert und Sonnenblumenöl aus der Ukraine.
Die gesamten Speiseölimporte könnten im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf ein Rekordhoch von 15,2 Mio. Tonnen steigen, ein Plus von 5,6% gegenüber dem Vorjahr.
Palmöl macht mehr als die Hälfte der indischen Ölimporte aus. Indiens Palmölimporte im Wirtschaftsjahr 2017/18 (bis 31. Oktober) werden aufgrund höherer Preise um 8,3% auf 8,52 Mio. Tonnen sinken.
Indien erhöhte die Einfuhrsteuer für Palmöl und andere Speiseöle auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt, um lokale Ölsaatenbauern zu unterstützen.
Die Sojabohnenproduktion des Landes soll 2018 um 20,5% auf 10 Mio. Tonnen steigen. Erwartet wird eine Ausweitung der Anbaufläche von Sojabohnen.

20.09.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

In dieser Woche ging es mit den Rapssaatfutures kräftig bergab. Heute können sie sich leicht erholen. Das hohe Tempo der Biodieselimporte aus Argentinien und Brasilien belasten den Markt genauso wie die bevorstehende Sojabohnen-Rekordernte in den Vereinigten Staaten. Beim Raps bleibt die Abgabebereitschaft in der Landwirtschaft angesichts des niedrigen Preisniveaus gering. Sorgen bereiten hierzulande weiterhin die trockenen Böden, die vielerorts für Verzögerungen bei der Rapsaussaat sorgen. Marktteilnehmer erwarten signifikant kleinere Aussaatflächen gegenüber dem Vorjahr.
Für Unterstützung könnte das hohe Kursniveau beim Rohöl sorgen, das Fachleute auf die von US-Präsident Trump initiierten Sanktionen gegen das OPEC-Land Iran zurückführen. Die Öllieferungen Irans sind infolgedessen bereits deutlich gesunken und dürften nach Experteneinschätzung weiter fallen, wenn die US-Sanktionen Anfang November in Kraft treten.
Indien möchte beim Thema Rapsschrot wieder mit China ins Geschäft kommen. Bis Ende 2011 war China der größte Abnehmer von indischem Rapsschrot. Ende 2011 verbot China die Importe wegen Qualitätsbedenken. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China will Indien nun nutzen, um den Absatz von Rapsschrot und anderen wichtigen Agrarprodukten wie z.B. Sojaschrot zu steigern. Die Vereinigten Staaten haben infolge des Deals mit der Europäischen Union im Juli Brasilien als größten Sojabohnenlieferanten der EU abgelöst. Nach den ersten 12 Wochen lag der Import-Anteil an US-Sojabohnen bei 52%. Importe aus Brasilien sanken auf einen Anteil von 40%.

20.09.2018 Indien möchte Rapsschrot nach China exportieren

Indien hat China bei einem Treffen mit Regierungsbeamten und Futtermittelproduzenten gebeten, das jahrelange Importverbot von Rapsschrot aus Indien aufzuheben. Rapsschrot ein wichtiger Bestandteil in der Tierernährung.
Bis Ende 2011 war China der größte Abnehmer von indischem Rapsschrot. Ende 2011 verbot China die Importe wegen Qualitätsbedenken. Die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China will Indien nun nutzen, um den Absatz von Rapsschrot und anderen wichtigen Agrarprodukten wie z.B. Sojaschrot zu steigern.

19.09.2018 Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Positonen beim Euronext Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten in der vergangenen Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 76.180 Lots auf 70.581 Lots. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 130.290 Lots auf 121.387 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 65,25%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 14,98%.
80,23% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 81,78%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

19.09.2018 COCERAL senkt Ernteprognosen kräftig

Der europäische Dachverband des Getreidehandels COCERAL reduziert seine Prognose der Weizenproduktion 2018 in der Europäischen Union von 138,8 Mio. Tonnen (Juni-Schätzung) auf 129,9 Mio. Tonnen.
Reduziert wurden auch die Prognosen der Maisproduktion in der EU von 60,3 Mio. Tonnen auf 58,9 Mio. Tonnen, die Gerste-Produktion von 60,8 Mio. Tonnen auf 57,4 Mio. Tonnen und die Rapssaat-Produktion von 21 Mio. Tonnen auf 19,4 Mio. Tonnen.
Teile der EU litten unter der schweren Trockenheit und der Hitzewelle.

14.09.2018 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Netto-Long-Positionen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 74.561 Lots auf 76.180 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Nach zuletzt 6 Wochen mit rückläufigem Bestand stieg er in dieser Woche erstmals wieder.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 130.864 Lots auf 130.290 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 66,62%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,16%.
81,78% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 81,15%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen    Mais   Rapssaat

13.09.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die ausgetrockneten Böden nach dem heißen und trockenen Sommer hindern Landwirte derzeit daran, die für Rapssaat geplanten Flächen zu bestellen. In Teilen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Polens (Top 4) sind die Böden zu trocken für die Aussaat.
Die Trockenheit hat die Rapsaussaat in Deutschland vor ernste Probleme gestellt. Nach Schätzungen von Analysten wurde Raps auf einer Fläche von 1 Million Hektar ausgesät, etwa 200.000 Hektar weniger, als geplant.
Das derzeit hohe Preisniveau beim Getreide könnte auch noch zu einer Umwidmung der Flächen zugunsten von Getreide führen.
Frankreich erlebte in diesem Jahr den zweitheißesten Sommer seit Aufzeichnung. Das warme und trockene Ende des Sommers verstärkte die Probleme. Die Bodenvorbereitung erfolgte meist unter zu trockenen Bedingungen. Nicht alle geplanten Flächen konnten bestellt werden, insbesondere im Norden. Aktuell verhindert der Regenmangel die Keimung.
In Großbritannien leiden die Bestände unter der Trockenheit und unter Flohkäfern. Erwartet wird ein Rückgang der Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr. Flohkäfer stellen eine erhebliche Bedrohung für den britischen Rapsbestand da, weil die EU die Verwendung von Insektiziden (Neonicotinoide) einschränkte.
Polen litt während der Rapsaussaat ebenfalls unter der Trockenheit, so Wojtek Sabaranski von Analysten Sparks Polska. Sabaranski schätzt, dass Polens Winterrapsaussaat für die Ernte 2019 nicht größer ist, als die im Jahr 2018 geernteten 710.000 Hektar.
Es gibt zudem Bedenken wegen ungleichmäßiger Aussprossung aufgrund unzureichender Feuchtigkeit, besonders im westlichen Teil des Landes, so Sabaranski.

13.09.2018 England: Anbauflächen für Weizen und Raps steigen

Die britische Weizenanbaufläche steigt in diesem Jahr um 1% auf 1,67 Mio. Hektar. Das ist der erste Anstieg seit 2014, meldet das Landwirtschaftsministerium im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse einer jährlich stattfindenden Umfrage.
Die Anbaufläche für Rapssaat steigt demnach zum ersten Mal seit 2002 um 7,2% auf 563.000 Hektar.
Rückläufig um 2% ist die Anbaufläche für Gerste. Sie sinkt auf 825.000 Hektar. Dabei fällt die Anbaufläche für Wintergerste um 4,9% auf 343.000 Hektar während die Anbaufläche für Sommergerste marginal um 0,1% auf 482.000 Hektar steigt.

11.09.2018 Frankreich: Landwirtschaftsministeriums korrigiert Ernteschätzung

Der trockene und sehr heiße Sommer in Frankreich führt nach Einschätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums zur einen starken Rückgang der Mais- und Zuckerrübenproduktion und bestätigt das vorherrschende Bild einer kleineren Ernte in Frankreich.
In dem heute veröffentlichten Gutachten senkte das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Maisernte auf 12,4 Mio. Tonnen. Das sind 400.000 Tonnen weniger, als noch im Vormonat erwartet wurde und 12,8% unter dem Ergebnis aus 2017.
Die Prognose der Zuckerrübenproduktion wurde um 11,1% niedriger geschätzt auf 41,1 Mio. Tonnen (Vorjahr: 46,3 Mio. Tonnen).
Mais und Zuckerrüben werden derzeit geerntet.
Die Sommerernte (Mais, Sonnenblumen und Zuckerrüben) zeigen deutliche Effekte einer intensiven Hitze und Trockenheit.
Frankreich gehört zu den Ländern, die unter den schwierigen Wetterbedingungen in diesem Jahr gelitten haben, allerdings weniger, als die nördlichen Länder wie Skandinavien und Teile von Deutschland.
Für Körnermais liegt die reduzierte Ernteprognose 13,9% unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts. Das Ministerium warnte zudem, dass ein Teil der Maisernte als Futtermais auf den landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt wird. Die meisten Händler erwarten einen stärkeren Rückgang der französischen Körnermaisproduktion auf rund 11-11,5 Mio. Tonnen.
Die Produktionsprognose des Ministeriums basiert auf einem erwarteten nationalen Ertrag von 9,09 Tonnen pro Hektar (t / ha) gegenüber 10,37 t / ha im letzten Jahr. Bei den Zuckerrüben werde der erwartete Durchschnittsertrag von 95,16 t / ha im Jahr 2017 auf 85,07 t / ha sinken. Damit läge die Produktion immer noch 10,6% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Das spiegelt eine hohe Anbaufläche wider nach dem Ende der EU-Produktionsquoten im vergangenen Jahr.
Für Weichweizen, Frankreich Haupt-Getreideart, reduzierte das Ministerium die Produktionsschätzung von 35,1 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 34,55 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 5,5% zum Vorjahr und 3,7% im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt. National wird ein Durchschnittsertrag von 7,02 t / ha erwartet (Vormonat: 7,11 t / ha).
Das Ministerium wiederholte, dass der Weizen unter den heftigen Niederschlägen im Frühjahr gelitten hat, was auch Auswirkungen auf Gerste und Rapssaat hatte.
Die Schätzung der Gersteproduktion wurde revidiert auf 11,55 Mio. Tonnen (Vormonat: 11,8 Mio. Tonnen). Zur Vorjahresernte wäre das ein Rückgang um 4,5%. Bei der Wintergerste wird ein Rückgang um 6,7% auf 8,5 Mio. Tonnen erwartet, der durch den Anstieg der Sommergerste-Produktion um 2,2% auf 3,1 Mio. Tonnen teilweise ausgeglichen werden kann.
Bergauf geht es hingegen bei der Rapssaat-Produktion, die Schätzung steigt um 200.000 Tonnen von 4,6 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 4,8 Mio. Tonnen. Das wäre allerdings immer noch ein Rückgang zum Vorjahr um 10,6% und zum 5-Jahres-Durchschnitt von 5,1%.

06.09.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die Preisfindung für Rapssaat orientiert sich zurzeit sehr eng an der Kursentwicklung der Pariser Terminbörse Matif. So wird aktuell rund 1 €/Tonne mehr bezahlt, als vor einer Woche. Das ist aber für Landwirte kein großer Anreiz Ware abzugeben, sodass die Geschäfte in ruhigen Bahnen verlaufen. Käufer sind außerdem mehr an Lieferungen im Q4/18 interessiert. Den vorderen Bedarf decken die Ölmühlen durch Importraps aus der Ukraine ab.
Auch die Preise für Rapsschrot sind derzeit relativ stabil. Unterstützung kommt von den festeren Terminmarktkursen für Sojaschrot. Mischfutterbetriebe sind allerdings bis in die ersten Monate 2019 gut eingedeckt. Auch Sojaöl- und Palmölkurse konnten sich zuletzt um mehr als 1% in der zurückliegenden Woche befestigen. Die festeren Rohölkurse lassen Anleger an den Terminbörsen in Chicago und Kuala Lumpur in Pflanzenöle investieren. Die Nachfrage der Ölmühlen ist aber noch ohne Impulse. Für Rapsöle wird angesichts der kleinen Rapsernte in der Europäischen Union aber im Herbst eine Nachfragebelebung erwartet.

05.09.2018 Euronext Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Long-Positionen

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 78.145 Lots auf 74.561 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Allerdings sank der Bestand der Netto-Long-Positionen zum sechsten Mal in Folge.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 134.111 Lots auf 130.864 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 65,81%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,34%.
81,15% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 83,22%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

03.09.2018 Strategie Grains senkt erneut Prognose für EU-Rapssaat-Produktion
Strategie Grains hat seine Prognose der EU-28 Rapssaat-Ernte den siebten Monat in Folge reduziert. Die schwache deutsche Ernte war der Hauptgrund. Das Agrarberatungsunternehmen aus Frankreich senkte die jüngste Prognose von 19,95 Mio. Tonnen auf 19,62 Mio. Tonnen. Die Rapssaat-Ernte 2018 wäre damit 11,5% kleiner, als die Vorjahresernte. In Deutschland litten die Pflanzen zunächst unter zu hoher Feuchtigkeit und später unter einer der schlimmsten Trockenperioden. Die Rapsernte 2018 in Deutschland wird voraussichtlich die Niedrigste seit 15 Jahren sein. Rapssaat wird hauptsächlich genutzt zur Produktion von Pflanzenöl, Biodiesel und Tierfutter.
31.08.2018 EU-Kommission senkt Schätzung der EU-Weizenexporte um 5,5 Mio. Tonnen

Die EU-Kommission hat heute seine Schätzung der Weizenernte in der EU-28 reduziert von 133,5 Mio. Tonnen (Juli-Schätzung) auf 128,8 Mio. Tonnen. Die EU-Weizenexporte schätzt die Kommission auf 20,0 Mio. Tonnen (zuvor: 25,5 Mio. Tonnen).
Weitere Schätzungen:
EU-Gersteproduktion: 56,2 Mio. Tonen (zuvor: 57,6 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaatproduktion: 19,2 Mio. Tonnen (zuvor: 19,7Mio. Tonnen)
EU-Maisproduktion: 64,2 Mio. Tonnen (zuvor: 63,7 Mio. Tonnen)

30.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die Ölmühlen in Deutschland sind bereits bis Jahresende recht gut mit Rohstoffen versorgt. Der Kursrückgang an der Terminbörse in Paris im Rapssaat-Future hat zudem dazu geführt, dass bis auf die Erzeugerebene die Preise am Kassamarkt nachgeben. Dadurch sinkt das Angebot von Rapssaat aus der hiesigen Landwirtschaft. Weil die kleinere Ernte in Europa inzwischen in den Terminmarktkursen eingepreist ist, folgen sie jetzt den schwächeren Sojabohnenkursen der CBoT. Ein festerer Euro tut sein übriges.
Das wirkt sich auch auf die Sojaschrotpreise aus, die in der vergangenen Woche, analog zu den Kursen für Sojaschrot in Chicago, stark nachgaben. Im Bundesmittel haben sie um 31 €/Tonne nachgegeben. Das nutzten viele mischfutterbetriebe dazu, sich mit Ware einzudecken. Rapsschrot kommt dabei zu kurz. Hier ist es am Markt sehr ruhig, weil dieses Futtermittel vergleichbar teuer ist.
Die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China belasten also immer noch den gesamten Sojakomplex. Davon ist auch der Sojaöl-Preis betroffen, der aber zudem durch die erwartete üppige Sojabohnenernte in den USA unter Druck steht.

30.08.2018 Sojabohnen-Exportkonferenz: Chinas Käufer lassen US-Anbieter im Ungewissen

Chinesische Teilnehmer an der jährlichen Soja-Exportkonferenz der USA erklärten, dass sie in der Saison 2018/19 insgesamt 86 Mio. Tonnen Sojabohnen importieren werden. Im letzten Jahr waren es 96 Mio. Tonnen. Schweinemäster und Geflügelhalter in China hätten ihre Nachfrage nach US-Sojabohnen stark reduziert, weil die Importzölle das Futtermittel Sojaschrot deutlich verteuert hat. Man sucht stattdessen nach Alternativen wie Sonnenblumen und Rapsschrot.
Auf der Konferenz werden üblicherweise unverbindliche Vorverträge über Sojabohnenlieferungen in einem Festakt unterzeichnet. In diesem Jahr entfällt dieser Programmpunkt, da man den Ausgang des Handelsstreits abwarten will.

27.08.2018 Chinas Sojabohnen- und Sojaschrot wegen ASF unter Druck

Heute Morgen sinken die Kurse der Sojabohnen- und Sojaschrot-Futures an der chinesischen Derivatebörse in Dalian aufgrund der Ausbrüche von Afrikanischem Schweinefieber (ASF). Die Nachfrage nach Futtermitteln könnte sinken, außerdem drückt eine große US-Sojabohnenernte, die in Kürze auf den Markt kommt.
Die Sojabohnenfutures an der Dalian-Börse sinken auf 3.588 Yuan/Tonne auf den niedrigsten Stand seit 10 Jahren. Das Angebot im Inland erzeugter Sojabohnen wird zwar hauptsächlich für die Herstellung von Lebensmitteln verwendet, die Preise folgen aber meist denen des Sojaschrots.
Der meistgehandelt Januar-19-Termin notiert derzeit auf 3.042 Yuan/Tonne um 2,9 % schwächer als am Freitag. Es ist der größte Tagesverlust seit November 2016. Hohe Sojabohnenvorräte in China belasten den Markt zusätzlich.
Sojaschrot und die lokalen Preise für Sojabohnen werden wohl noch weiter sinken, weil in den USA bei Sojabohnen eine Rekordernte erwartet wird und die brasilianische Währung weiter an Wert verliert. Der Druck auf die Preise ist also bereits gewaltig. Sollte sich das ASF aber noch weiter ausbreiten, könnten die Preise noch weiter sinken.
China hat nach dem Auftauchen von ASF seit Anfang August bereits 25.000 Schweine gekeult. Der Rapssaatfuture der Dalian-Terminbörse sinkt zur Stunde um 3,2 % auf 2.339 Yuan/Tonnen auf den niedrigsten Stand seit fast 6 Monaten.

24.08.2018 Palmöl - Wikipedia

Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Früchte der Ölpalme gewonnen wird. Palmkernöl wird aus den Kernen der Früchte gewonnen und besteht zu über 80 % aus gesättigten Fetten (überwiegend ist Laurinsäure gebunden). Ölpalmen sind dreimal so ertragreich wie Raps und beanspruchen für den gleichen Ertrag etwa 1/6 der Fläche von Soja.
Produktion weltweit und Anbaugebiete
Mit 30 Prozent Marktanteil ist Palmöl vor Sojaöl das meist angebaute Pflanzenöl der Welt. Die Weltproduktion von Palmöl stieg in den letzten Jahren zum Teil über 15 % im Jahr. 2014 wurden weltweit 57,3 Millionen Tonnen Palmöl produziert, im Jahr 2015 waren es bereits 60 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: 2001 waren es noch 24,8 Millionen Tonnen.
Die wichtigsten Anbauländer für Ölpalmen sind Indonesien und Malaysia mit zusammen 85,4 % der Weltproduktion (2014 ca. 57,3 Mio. Tonnen Palmöl). Allein Indonesien steigerte seine Produktion seit 2002 um das Dreifache und überholte im Wirtschaftsjahr 2006 den Marktführer Malaysia. Die Anbauflächen in Malaysia und Indonesien haben sich seit 1990 versechsfacht. Tendenz steigend. Laut WWF plant allein Indonesien, die Plantagen bis 2025 auf 20 Millionen Hektar auszudehnen – die Hälfte davon soll auf Borneo Platz finden.
Top 10 Länder, Palmöl-Produktion 2013
Damit liegt Indonesiens Weltmarktanteil bei 51,1 % und Malaysia bei 34,3 %. Andere Produktionsländer wie Thailand (3,2 %), Kolumbien (1,9 %) und Nigeria (1,6 %) spielen nur eine marginale Rolle.
Die weltweit größte Handelsgesellschaft für Palmöl ist Wilmar International. Des Weiteren zu nennen sind die die südostasiatischen Plantagen besitzenden Unternehmen Sime Darby, IOI Group und Kuala Lumpur Kepong. Die Hauptabnehmer für Palmöl befinden sich vor allem in Europa und Asien. Dabei stellt Indien vor der Europäischen Union, China und Pakistan den wichtigsten Importeur dar. Vor allem in China und Indien nahm die Nutzung als Lebensmittel sehr stark zu, allein im Jahr 2006/07 steigerte sie sich um 4,5 % bzw. 1,2 Millionen Tonnen. Dagegen stieg die industrielle Nutzung vor allem durch die Herstellung von Biodiesel um 8,9 % bzw. 710.000 Tonnen.
Verwendung
Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wurde 2010 das weltweit produzierte Palm- und Palmkernöl etwa zu 68 % für Nahrungsmittel (z. B. Margarine, Salat- und Kochöl), etwa 27 % für industrielle Zwecke (z. B. Reinigungsmittel, Kosmetik, Kerzen) und 5 % für die Energiegewinnung verwendet. Laut Greenpeace und WWF steckt Palmöl heute in etwa jedem zweiten Produkt, das in deutschen Supermärkten zu kaufen ist.
Nutzung als Nahrungsmittel
Palmöl und Palmkernöl wird zum größten Teil im Bereich der Ernährung eingesetzt. Dabei wird Palmöl aufgrund seiner ausgezeichneten Hitze- und Oxidationsstabilität vor allem in Asien und Afrika als Speisefett zum Kochen, Braten und Frittieren eingesetzt. Außerdem wird es international für die Herstellung von Backwaren, Margarine und Süßwaren verwendet. Es eignet sich entsprechend gut zum Erhitzen (Braten), da darin kaum mehrfach ungesättigte Fettsäurereste gebunden sind, die sich beim Erhitzen in die physiologisch bedenklichen trans-Fettsäurereste umlagern können.

24.08.2018 Deutsche Winterweizenernte fällt auf 19,4 Mio. Tonnen

Das deutsche Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenernte 2018 aufgrund der Verluste durch die Trockenheit und der langen Hitzeperiode auf 19,4 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 24 Mio. Tonnen Winterweizen geerntet. Die gesamte Getreideernte in Deutschland wird auf 34,5 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 41 Mio. Tonnen).
Die Pflanzen litten unter den höchsten Sommertemperaturen seit 1881 und unter einer lang anhaltenden Trockenheit, die insbesondere in den nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands zu hohen Verlusten geführt hat.
Die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte am Mittwoch ein Sonderhilfeprogramm im Wert von bis zu 340 Millionen Euro an, um Landwirten zu helfen, die besonders stark von der Trockenheit betroffen sind.
Die Winterweizenprognose des Ministeriums lag deutlich höher als die am Mittwoch vom DBV prognostizierten 18,6 Millionen Tonnen.
Klöckner sagte am Donnerstag, die deutsche Getreide- und Rapsernte sei enttäuschend und rechtfertige ihre Entscheidung, die Dürre zu einem Wetterereignis von nationaler Bedeutung zu erklären, was spezielle Beihilfen ermögliche.
Die deutsche Winterrapsernte wurde vom Ministerium um 14,5 Prozent auf 3,64 Millionen Tonnen prognostiziert.
Nach der Dürre ist die Versorgung mit Futtergetreide besonders angespannt. Die Wintergerste-Ernte wird laut Ministerium um 17,9 Prozent auf 7,40 Millionen Tonnen sinken. Sommergerste, die für die Bier- und Malzproduktion verwendet wird, wird voraussichtlich um 21 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen steigen.

23.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Unter dem Einfluss sinkender Rapskurse am Pariser Matif sinkt die Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft wieder und so ist es am physischen Markt hierzulande ruhig geworden. Höhere Frachtkosten, die wegen des Niedrigwassers auf einigen Flüssen gefordert werden, belasten die Erzeugerpreise zusätzlich. Die meisten Ölmühlen sind aber vorrangig an Lieferungen ab Januar interessiert, weil dann vermutlich ein Lieferengpass mit Rapssaat entstehen könnte. Das liegt nicht nur an der kleinen Ernte in Europa sondern auch an der Ernteprognose für Australien.
Die Rapsschrotpreise tendieren dagegen fester, auch wenn es hier genauso ruhig ist, wie am Rapsmarkt selber. Futtermischer, die für sofort noch Ware suchen, müssen seit letzter Woche 6 €/Tonne mehr berappen. Sojaschrot wurde hingegen billiger angeboten, als vor einer Woche. Verantwortlich dafür sind Kursrückgänge an der CBoT.
Auch die Hamburger Preise für Sojaöl folgen schwachen Börsenkursen in Chicago. Und das gegen den Trend für Rapsöl. Hierfür sind wiederum die höheren Fracht- und Logistikkosten in Deutschland verantwortlich. Biodieselhersteller verweigern sich aber, mehr Geld zu zahlen.

23.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 64.860 Lots auf 77.683 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 129.872 Lots auf 138.491 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg von 64,15% auf 67,63%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand der von 16,44% auf 15,46% sank.
83,09% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,59%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

21.08.2018 Indien exportiert 50 % mehr Rapsschrot

Die Exporte von Rapsschrot aus Indien werden in 2018/19 wohl um 50 % gegenüber dem Vorjahr steigen, weil China nach sieben Jahren Pause wieder die Importe aus Neu Delhi aufnimmt.
China war bis 2011 der größte Käufer von Rapsschrot aus Indien und stellte danach die Käufe aus Qualitätsgründen ein. Die beiden Länder haben inzwischen aber ihrer Probleme über Hygiene und Normen gelöst und werden den Handel in Kürze wieder aufnehmen.
Indien könnte im Wirtschaftsjahr 2018/19, das Ende März 2019 endet, nach China 400.000 Tonnen Rapssaat exportieren. Das südasiatische Land hat in 2017/18 663.988 Tonnen Rapsschrot hauptsächlich nach Süd Korea und Vietnam ausgeführt.
China ist weltweit der größte Importeur von Sojabohnen und kauft 25 % der US-Sojabohnenernte. Am 6. Juli eskalierte ein Handelsstreit mit den USA und seither sucht China nach Alternativen, um seinen steigenden Bedarf nach Futtermitteln anderen Orts erfüllen zu können.
Die Rapssaatpreise in Indien sind mit 210 USD/Tonnen fob fast 40 USD billiger als Lieferungen aus anderen Ländern. In den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahr 2018/19, das im April startet, exportierte Indien 369.646 Tonnen Rapsschrot (+123 % zum Vorjahr).
Indien hat seine Anbaufläche für Sojabohnen gegenüber dem Vorjahr um 10 % ausgeweitet. Nach anfänglichem Trockenstress sehen die Feldbestände inzwischen ganz vielversprechend aus. Indien ist der größte Importeur von Palmöl aus Malaysia und Indonesien sowie Sojaöl aus Argentinien und Brasilien. Außerdem kaufte man Sonnenblumenöl aus der Ukraine.

17.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 44.705 Lots auf 64.860 Lots. Das zeigt der kürzlich von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 112.163 Lots auf 129.872 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,15% am offenen Kontraktbestand.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,44%.
80,59% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,67%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais  Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

16.08.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Der Sojakomplex legt seit Beginn dieser Woche wieder zu. Die Einrichtung eines Gesprächskreises mit Vertretern aus Washington und Peking lässt hoffen, dass die Sojabohnenlieferungen aus den USA bald wieder Fahrt aufnehmen können. Außerdem hat Argentinien hat sein Programm der schrittweisen Senkung der Exportsteuer auf Sojaschrot und Sojaöl für sechs Monate ausgesetzt. US-Sojaschrot wird damit auf dem Weltmarkt wieder wettbewerbsfähiger.
Auch die Rapskurse am Pariser Matif konnten sich mit den Vorgaben aus Übersee verbessern. Die Ölmühlen suchen auf vorderen Terminen weiter Ware. Importware kann aufgrund der niedrigen Flusspegelstände in Deutschland auf Weg von den Seehäfen zu den Verarbeitungsbetrieben nicht mehr kostendeckend per Schiff transportiert werden. Die Ukraine hat die beste Rapsernte seit 10 Jahren und kann 12 % mehr exportieren als im Vorjahr.

16.08.2018 Rapsernte in der Ukraine 14 % größer als letztes Jahr – Exporte steigen

Die Ukraine wird in der Saison 2018/19 ihren Rapsexport wohl um 12 % auf 2,38 Mio. Tonnen erhöhen, weil die Ernte sehr gut ausfiel. Es wurden in diesem Jahr 2,6 Mio. Tonnen Raps geerntet, 14 % mehr als im Vorjahr. Es war die größte Rapsernte seit 10 Jahren.

16.08.2018 Weizenanbaufläche in England fällt um 0,6%

Die Weizenanbaufläche in England ist in diesem Jahr um 0,6% auf 1,64 Mio. Hektar gesunken. Das zeigen die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage des Landwirtschaftsministeriums.
Die Anbaufläche für Raps steigt demnach zum ersten Mal seit 2012 um 7,9% auf 564.000 Hektar.
Um 3,1% auf 816.000 Hektar sinkt die Anbaufläche für Gerste. Wintergerste fällt um 6,2% auf 338.000 Hektar und Sommergerste um 0,8% auf 478.000 Hektar.

15.08.2018 Ukaine: Winterraps-Aussaat hat begonnen

In der Ukraine hat die Winterraps-Aussaat begonnen. Per 15. August wurde Raps in der Ukraine auf einer Fläche von 256.000 Hektar ausgesät. Das sind 29% der insgesamt erwarteten Anbaufläche. Zur Ernte 2018 lag die Anbaufläche bei 1 Mio. Hektar. Das meldet das Landwirtschaftsministerium.

09.08.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Rapsbauern spekulieren derzeit auf weitere Preissteigerungen, nachdem die Terminmarktkurse weiter gestiegen sind. Sie bieten weniger Rapssaat an, als nachgefragt wird. Die Meldung, dass Frankreichs Rapsernte 14 % kleiner ausfällt, als im letzten Jahr, hält die Marktphantasien hoch. Das hat auch die Nachfrage der Biodieselhersteller gesteigert, zumal sie jetzt Vorräte für die Produktion von winterfestem Biodiesel anlegen müssen. Nun hoffen die Bullen am Markt darauf, dass der morgige USDA-Report weitere preissteigernde Impulse setzt.
Unterdessen sind aber die Preise für Rapsschrot seit einer Woche um 4 €/Tonne gesunken. Mischfutterhersteller hatten sich zuvor umfangreich mit Rapsschrot eingedeckt und die Preise damit auf ein 3-Jahres-Hoch getrieben. Auch die Forderungen von Sojaschrot haben sich abgeschwächt. Der Handelsstreit zwischen den USA und China verunsichert die Marktteilnehmer immer noch.
Weil derzeit kaum Rapssaat angeboten wird, steigen aber die Preise nach Rapsöl. Der Kassamarkt ist unterversorgt und nur deutlich höhere Preise könnten die Anbieter zur Abgabe animieren. Hinzu kommt, dass das Niedrigwasser auf europäischen Flüssen die Frachtpreise erhöht. Im Gegenzug zu der knappen Versorgung hierzulande haben sich die Forderungen für Sojaöl leicht abgeschwächt. In den USA sollen die Sojaölvorräte hoch sein.

09.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 43.300 Lots auf 44.705 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 111.888 Lots auf 112.163 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,51% am offenen Kontraktbestand.
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,16%.
Erwähnt sei noch, dass 80,67% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,38%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

08.08.2018 DRV schätzt Weizenernte auf 19,2 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet aufgrund des trockenen und heißen Wetters in seiner neuesten Prognose der deutschen Getreideernte 2018 eine Erntemenge von 36,3 Mio. Tonnen Getreide. Das wären 20,3% weniger, als die 45,5 Mio. Tonnen, die im vergangenen Jahr geerntet wurden und der niedrigste Wert seit 1994. Die Ernte wird somit erstmals seit langer Zeit unter dem Verbrauch in Deutschland liegen,so der DRV. 
Die deutsche Winterweizenernte schätzt der Verband auf 19,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24 Mio. Tonnen).
Beim Raps wird ein Rückgang auf 3,47 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 4,26 Mio. Tonnen).
Die Wintergerste-Ernte fällt laut DRV um 18,1% zum Vorjahr auf 7,38 Mio. Tonnen. Schlimme Folgen hat die Trockenheit für den Mai. Die Ernte wird dem Bericht zufolge um 49,4% auf 2,30 Mio. Tonnen zurückgehen. 
07.08.2018 FranceAgriMer reduziert Ernteschätzungen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Ernteschätzungen für Frankreich erneut reduziert. Die Weizenernte wird im aktuellen Bericht nur noch auf 35,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind noch einmal 1 Mio. Tonnen weniger, als in der vorherigen Schätzung und 4 % weniger, als 2017 geerntet wurden (36,6 Mio. Tonnen).
Die erste Prognose der Maisernte in Frankreich liegt bei 12,8 Mio. Tonnen reduziert. Das wären etwa 10% weniger, als im vergangenen Jahr geerntet wurden (14,3 Mio. Tonnen).
Die Prognose der gesamten Gersteproduktion wurde reduziert. Auf 11,8 Mio. Tonnen wird sie derzeit geschätzt (Juli-Prognose: 12,1 Mio. Tonnen).
Beim Raps rechnet FranceAgriMer unverändert mit einer Ernte von 4,6 Mio. Tonnen.

06.08.2018 Chinas Sojabohnenimporte könnten um 10 Mio. Tonnen sinken

China könnte in diesem Jahr wohl seine Sojabohnenimporte um mehr als 10 Mio. Tonnen senken. Neue Technologien zur Herstellung von Sojaschrot und Importe von alternativen proteinreichen Pflanzen wie Sonnenblumensaat oder Palmsaat dienen zur Kompensation. Das berichtet heute Morgen Chinas Handelsblatt Economic Daily.
Fünf Mio. Tonnen Sojabohnen können schon dadurch kompensiert werden, dass man Sojaschrot mit weniger Protein herstellt.
4,8 Mio. zusätzliche Importe von Sonnenblumensaat, Palmsaat oder Rapssaat würden weitere 6 Tonnen Sojabohnen ersetzen.
Die Nachfrage in China nach Sojaschrot bleibe in den kommenden Monaten lustlos, weil die Schweinemäster Verluste schreiben. Der Sojaschrotverbrauch sank in den Monaten April bis Juni um 1,3 % gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres.
Am 6. Juli hat China einen Strafzoll von 25 % auf US-Güter inklusive Sojabohnen erhoben, als Antwort auf Strafzölle der USA auf chinesischen Einfuhren.
Aus Sojabohnen stellen chinesische Ölmühlen Speiseöl und proteinreiches Sojaschrot her, das meist als Schweinefutter Einsatz findet. Im Jahr 2017 hatte China aus den USA Sojabohnen im Wert von 12,3 Mrd. USD importiert.
China importiert rund 60 % aller am Weltmarkt verfügbaren Sojabohnen, davon 32,9 Mio. Tonnen aus den USA, die 34 % der chinesischen Bohnenimporte darstellten.

02.08.2018 HANSA Terminhandel GmbH - Ölsaatenmail

Die Matif-Rapskurse sind seit einer Woche um 20 €/Tonne gestiegen. Schwache Erträge in Europa und am Schwarzen Meer treiben die Kurse in die Höhe. So können sich nun auch die Preise am hiesigen Kassamarkt verbessern. Die Nachfrage der Ölmühlen steigt aber. Die Erzeuger und die aufnehmende Hand halten Ware der alten und neuen Ernte noch zurück. Die EU-Kommission schätzt die Ernte 2018 auf 19,7 Mio. Tonnen und damit auf den niedrigsten Stand seit 2012. Die Rapsbauern machen sich unterdessen Gedanken über die Aussaat für die Ernte 2019 die im August erfolgen soll. Es ist zu trocken und man erwartet in Deutschland eine Flächenreduzierung von 10 %.
Auch die Rapsschrotpreise sind seit einer Woche um mindestens 15 €/Tonne gestiegen ohne dass viel gehandelt wurde. Die Preise folgen den Terminmarktkursen. Auch andere Ölschrote werden fester bewertet. Mischfutterhersteller sind noch gut versorgt und scheuen das höhere Preisniveau. Der Markt für Sojaschrot kann den festeren Kursen an der CBoT allerdings nicht folgen.
Die Forderungen für Rapsöl sind auch gestiegen, weil in der EU die Biodieselnachfrage bei allgemein geringerem Dieselabsatz steigt. Die Raffinerien beginnen damit, sich mit winterfestem Biodiesel aus Rapsmethylester einzudecken, was deutlich höhere Rapsölkurse ermöglicht. Sogar die Kurse für Sojaöl konnten zuletzt um 10 €/Tonne zulegen. In den USA ist der Biodieselverbrauch ebenfalls höher als von Marktbeobachtern erwartet wurde.

01.08.2018 DBV senkt Prognose für deutsche Geteideernte kräftig

Der Deutsche Bauernverband hat seine Prognose der deutschen Winterweizenernte 2018 aufgrund der trockenen Wetterbedingungen auf 18 Mio. Tonnen reduziert. 2017 wurden 24,1 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
Die Rapssaaternte wird nun auf 3,3 Mio. Tonnen geschätzt, das sind über eine Mio. Tonnen weniger, als 2017.
Insgesamt schätzt der DBV die deutsche Getreideernte auf nur noch 36 Mio. Tonnen (2017: 45,5 Mio. Tonnen).

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