Matif: Rapssaat Februar 2019

26.02.2019 Indien erntet 19% mehr Winterrapssaat

Indiens Rapssaat Senf Produktion 2018/19 könnte um 19% höher ausfallen als im Jahr zuvor. Beste Wetterbedingungen und hohe Preise, die zur Ausweitung der Anbaufläche führten, lassen darauf hoffen, dass 8,5 Mio. Tonnen der Ölsaat erzeugt werden, so ein Sprecher des führenden Ölmühlenverbands SEA in Indien.
Rapssaat Senf ist die bedeutendste Winterölsaat in Indien. Die höhere Produktion sorgt dafür, dass Indien, der weltweit größte Pflanzenölimporteur, weniger einführen muss. Rund 2/3 seines Inlandsbedarfs an Pflanzenölen muss in Indien einführen.
Für die Ernte 2018/19 haben indische Bauern 6,64 Mio. Hektar Winterraps angebaut (Vj.: 6,39 Mio.). Die Wetterbedingungen waren während der gesamten Vegetationsperiode gut, sodass die Erträge besser sind, als im Vorjahr. Rund ein Viertel der Ernte ist bereits vom Feld, der Rest sollte in den kommenden Wochen eingebracht sein.
Indien importiert zuallererst Palmöl aus Indonesien und Malaysia und Sojaöl aus Argentinien und Brasilien. Außerdem Sonnenblumenöl aus der Ukraine und Canola-Öl aus Kanada.

22.02.2019 Früher Start der Sommergersteaussaat

Das ungewöhnlich milde Wetter in Europa erlaubt einen frühen Start der Sommergerste-Aussaat und verstärkt die Aussichten auf einen Anstieg der EU-Gerstenproduktion nach den schwierigen Bedingungen im vergangenen Jahr aufgrund der schweren Trockenheit.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, haben die Landwirte am 18. Februar 23 % der geplanten Flächen bestellt, verglichen mit nur 6% vor einem Jahr, meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Das Unternehmen rechnet mit einer Ausweitung der Sommergerste-Anbaufläche von 500.000 Hektar im vergangenen Jahr auf 550.000 Hektar, bedingt durch eine Abkehr von Raps und trotz des jüngsten Kursrückgangs bei den Gerstenpreisen. Der Kursrückgang erfolgte aufgrund der gesunkenen Nachfrage der großen Importeure China und Saudi Arabien.
Die Rapsaussaat wurde aufgrund der Trockenheit im vergangenen Jahr behindert und sorgte so für größere Zuwächse bei anderen Produkten. Allerdings stellt das milde und trockene Wetter, das die frühe Aussaat erlaubt, auch ein gewisses Risiko dar, weil die Wasservorräte im Boden in Westeuropa durch die schwere Trockenheit niedrig sind.
In Deutschland startet die Sommergerste-Aussaat ebenfalls ungewöhnlich früh, allerdings ist die Anbaufläche leicht rückläufig. In den kommenden Tagen könnte die Aussaat im Süden starten und sich dann langsam Richtung Norden entwickeln. Das wäre 4 – 6 Wochen früher, so ein deutscher Analyst. Erwartet wird ein Rückgang der Anbaufläche bei der Sommergerste von 448.000 Hektar in 2018 auf rund 400.000 Hektar.
In Polen erlaubt das milde Wetter ebenfalls einen frühen Start der Sommergersteaussaat, so Wojtek Sabaranski von Sparks Polska. Erwartet wird eine Ausweitung der Anbaufläche von 775.000 Hektar auf 800.000 Hektar.
In Großbritannien hat die Aussaat schon begonnen. Die Bodenfeuchtigkeit ist gut und die Anbaufläche für Sommergerste könnte leicht steigen. Im November wurde noch mit einem Rückgang der Anbaufläche gerechnet.
Strategie Grains erwartet für die EU einen leichten Rückgang der Sommergerste-Anbaufläche, allerdings einen Anstieg der gesamten Gersteproduktion um 11% aufgrund der Erwartung höherer Erträge.

21.02.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger reduzierten in der vergangenen Woche bis zum 15. Februar ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 31.144 Lots auf 19.033 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken und Versicherungen wetten damit weiter mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits den Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 21.498 Lots auf 15.178 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 73,3%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,6%. 89% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais Rapssaat

21.02.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Seit der ersten Februar-Woche geht es mit den Kursen auf Rapssaat stetig bergab. Bei überdurchschnittlich warmen Temperaturen entwickeln sich die Feldbestände hierzulande gut. Es könnte zu einer frühen Ernte kommen. Das birgt aber auch das Risiko, dass es noch Auswinterungen geben kann, da die Winterhärte nicht gut ausgeprägt ist. Die schwache Nachfrage der Ölmühlen und deren gute Versorgungslage belasten die Preise am Kassamarkt außerdem. Wegen höchst unterschiedlichen Markteinschätzungen werden Vorverträge für die Ernte 2019 noch nicht besprochen.
Mischfutterhersteller sind mit Rapsschrot immer noch gut eingedeckt. Bei einem geringen Angebot ist der Markt für Futterschrote ruhig. Die Käufer leben von der Hand in den Mund. Sie warten auf sinkende Preise für Sojaschrot. Vorkontrakte werden bisher nur bis zum Sommer geschlossen.
Die Biodieselhersteller stellen ihre Produkte jetzt von Winter- auf Sommerware um, was zulasten der Rapsölkurse geht. Der US-chinesische Handelskonflikt bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Raps- und Sojaölpreise auf Hamburg gaben im Laufe der letzten Woche kräftig nach.

14.02.2019 Ukraine: Wintergetreide ist in guter Verfassung

Das Gros der ukrainischen Wintergetreide-Bestände zur Ernte 2019 ist in guter bis befriedigender Verfassung, meldet das Landwirtschaftsministerium der Ukraine. Rund 14% der Bestände sind in schwacher Verfassung. Beim Winterraps sind 92% der Bestände per 14. Februar in guter Verfassung. Die Ukraine hat Wintergetreide auf einer Fläche von 7,5 Mio. Hektar ausgesät.

14.02.2019 HANSA Terminhandel –Ölsaatenmail

Das Preisniveau der Rapssaat bleibt aus Erzeugersicht weiter unbefriedigend. Zwar liegen die Preise höher als vor einem Jahr, allerdings enttäuschte die Ernte 2018 auch. Lagerhalter hoffen immer noch auf eine Rally zum Saisonende. Die Zufuhren aus dem Ausland sind bekanntlich begrenzt und die Anbaufläche wurde verkleinert. Selbst bei höheren Erträgen im Vergleich zum Vorjahr, wäre die EU-Rapsernte 2019 wohl genauso klein wie im Vorjahr.
Bei geringen Umsätzen waren die Kurse an der Pariser Terminbörse in den letzten Tagen rückläufig. Ölmühlen stellen fest, dass ihre Margen bei anderen Ölsaaten besser sind als beim Raps. Das ist den Rapspreisen nicht zuträglich.
Die Umsätze bei Ölschroten waren in den letzten Tagen ebenfalls überschaubar. Die Käufer versorgen sich nur für die vorderen Termine, denn die weltpolitische Lage sowie die Ernte in Südamerika verunsichert. Rapsschrotpreise gaben in der letzten Woche um 4 €/Tonnen nach.
Auch die Rapsölpreise gaben nach und nähern sich so den anderen Preisen für Pflanzenöle an, die zuletzt fester tendierten. Eine überdurchschnittlich gute Nachfrage nach Biodiesel wird dafür als Grund angegeben. Jetzt wird das Rapsöl wieder wettbewerbsfähig, doch die Umstellung der Biodieselfabriken von Rapsmethylester auf Palmmethylester oder Sojamethylester zwingt zu der Anpassung der Preise. Rapsöl ist immer noch teurer als andere Pflanzenöle.

14.02.2019 Indonesien verteidigt Palmölkonsum

Indonesien, der weltweit größte Palmölproduzent, will die EU-Pläne zum Ausstieg aus der Biodieselproduktion aus Palmöl bis zum Jahr 2030 nicht akzeptieren. Die EU macht Betreiber von Palmölplantagen für die Abholzung von Urwäldern verantwortlich. Indonesien argumentiert, dass hohe Ölausbeuten das Palmöl vor anderen Pflanzenölen vorzieht und damit den steigenden weltweiten Konsum besser bedienen kann.
Ein Gesetzentwurf der EU-Kommission, der in 14 Tagen in Kraft treten könnte, sieht in der Palmölproduktion die Ursache für Abholzungen von Urwäldern. Deshalb soll in der EU ab 2030 kein Palmöl mehr für die Herstellung von Kraftstoffen mehr verwendet werden.
Indonesien klagt gegen dieses Gesetz vor der World Trade Organisation (WTO). Es widerspricht dem freien Welthandel und definiert den Begriff der Nachhaltigkeit falsch. Schließlich verbrauchen Sojabohnen und Rapssaat mehr Ressourcen als Palmen.
Die EU verteidigt gerne den freien Welthandel und agiert selbst protektionistisch, so ein Sprecher des Indonesischen Außenministeriums. Wenn im Jahr 2025 die weltweite Nachfrage nach Pflanzenölen auf 320 Mio. Tonnen steigt, kann diese nur von Palmöl bedient werden. Sonst müsste man 10 Mal mehr Ackerflächen für Sojabohnen und Rapssaat bereitstellen. So gesehen sei Palmöl viel nachhaltiger.
Für die rasche Flächenausweitung der Palmölplantagen wurden in Indonesien und Malaysia Urwälder gerodet und Tiger. Lebensräume von Urang Utans und Elefanten sind dadurch bedroht. Die EU glaubt deshalb, dass die Einschränkung von Palmöl für die Treibstoffproduktion den Regeln eines fairen Handels entspricht.
Seit 2008 sollen für 45% der Palmölplantagen in Indonesien und Malaysia Urwälder zerstört worden sein. Gemessen daran war es nur 8% für andere Ölpflanzen, bei Sonnenblumen oder Rapssaat waren es nur 1%.
Die EU importierte in 2018 15% der indonesischen Palmölausfuhren im Wert von 19 Mrd. USD. In 2018 nahmen die Länder der EU ihre Importe aus Indonesien wieder auf, nachdem ein WTO-Urteil einen Anti-Dumping-Prozess der EU abgeschmettert hatte.

13.02.2019 Frankreich erhöht die Schätzung der Rapsanbaufläche für 2019

Das französische Landwirtschaftsministerium hat heute seine Schätzung der Winterrapsanbaufläche 2019 von 1,2 Mio. Hektar (Dezember-Prognose) auf 1,3 Mio. Hektar angehoben. Das wäre ein Rückgang von 16,8% gegenüber der Anbaufläche 2018.
Das Landwirtschaftsministerium ließ seine Schätzung der Winterweizenanbaufläche für 2019 wenig verändert bei 5,0 Mio. Hektar. Im Vergleich zu 2018 wäre das ein Anstieg 2,9%. Ebenfalls um 2,9% erhöhte das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Anbaufläche für Wintergerste und erwartet jetzt eine Ausweitung auf 1,3 Mio. Hektar.
Die Schätzung der Winter-Durum-Fläche 2019 wurde von 308.000 ha auf 318.000 ha, was einem Rückgang von 8,5% gegenüber 2018 entspräche.

08.02.2019 HANSA Terminhandel –Ölsaatenmail

Mit sinkenden Matif-Rapskursen ist das Angebot aus der Landwirtschaft in dieser Woche auch wieder zurückgegangen. Zu Preisen von 360 – 370 €/Tonne für alterntigen Raps waren die Landwirte schon nicht zufrieden, jetzt sind die Gebote aber mit den Börsenkursen wieder niedriger. Wer noch Ware hat, wartet jetzt aber auf höhere Preise.
Auch bei den Vorkontrakten für die neue Ernte findet Angebot und Nachfrage nicht zusammen. Analysten erwarten, dass die nächste Ernte ebenso klein ausfällt, wie in 2018. Viele Feldbestände sehen nicht gut aus. Die Gebote für Raps ex Ernte lagen vor einem Jahr bei 315-330 €/Tonne. Damals wusste aber noch keiner von den niedrigen Erträgen. Jetzt bieten die Käufer 350 €/Tonne, was den Landwirten aber nicht reicht.
Am Markt für Ölpflanzenschroten warten die Käufer auf billiges Sojaschrot aus Brasilien. Rapsschrote sind im Vergleich zu teuer und so erstreckt sich das Geschäft damit auf die Abwicklung von Vorkontrakten. Bis weit in den Sommer hinein zeichnen sich keine Preisänderungen ab. Dabei können die Anbieter in weiten Teilen Deutschlands immer noch ihren Monatsreport durchsetzen.
Für Rapsöl lassen sich derzeit noch deutliche Aufgelder durchsetzen. Aufgrund von technischen Problemen kam es an der Rheinschiene zu Engpässen. Die Biodieselhersteller können für ihre Sommerware aber ab April auf günstigeres Sojaöl zurückgreifen. Auch andere Pflanzenöle sind im Sommer günstiger zu haben. Neue Impulse könnte der USDA-Report von heute Abend liefern.

06.02.2019 Bayer ruft in Frankreich und Deutschland Rapssaat zurück

Ein Sprecher der Bayer AG teilte heut mit, dass Landwirte in Frankreich und Deutschland tausende Hektar Rapssaat vernichtet haben, nachdem im Saatgut, das von Bayer vertreiben wird, Spuren von genetisch veränderten Organismen (GMO) vorgefunden wurden.
GMO Früchte werden in vielen Teilen der Welt angebaut. Aber in Frankreich und anderen Teilen der Europäischen Union hat man eine kontroverse Haltung zu dieser Zuchtmethode. Frankreich hat den Anbau von GMO-Pflanzen komplett verboten und will damit Risiken für die Umwelt vermeiden.
Bei der Saatgutkontrolle haben französische Behörden in drei, der von Bayer gelieferten, Rapssaat-Proben 0,005% genetisch veränderte Bestandteile gefunden. Vertreiben wurde die Saat unter dem Markennamen Dekalb. Die Firma war zuvor eine Tochter von Monsanto, bevor Bayer die Unternehmen im letzten Jahr erwarb.
Bei den Saatgutproben handelt es sich um Saatgut, das üblicherweise in Kanada angebaut wird aber in Europa nicht gezüchtet und vertreiben werden darf. Die Ernte darf hier aber zur Herstellung von Futtermitteln verwendet werden.
Nun hat Bayer eine Rückrufaktion für diese Saat gestartet – aber ein Teil der Lieferung wurde bereits ausgesät. Nach Angaben des Unternehmens sind es 8000 Hektar in Frankreich und 2.500 – 3.000 Hektar in Deutschland. Vermutlich fand die Kontamination in Argentinien statt, wo in einem eigentlich GMO-freien Gebiet das Saatgut vermehrt wurde. Inzwischen hat Bayer die Saatguterzeugung dort gestoppt.
Bayers Rapssaat aus Argentinien, das für den Anbau in Europa erzeugt wird, reicht für 12% der französischen Anbaufläche. Es gibt noch keine Schätzung der Kosten, die dem Saatguthersteller durch diese Kontamination entstehen. Bayer will aber Landwirten, die dieses Saatgut bereits ausgesät haben, eine Kompensation von 2.000 €/Hektar anbieten. Für Frankreich und Deutschland kämen damit 20 Mio. Euro zusammen. Damit müssen sich die Landwirte verpflichten, die Ernte daraus nicht für den Nachbau zu verwenden, damit eine weitere Verbreitung ausgeschlossen wird.
Die Zerstörung von Rapsflächen ist ein weiterer Rückschlag für den Rapsanbau zur Ernte 2019, der bereits wegen schwieriger Aussaatbedingungen im Herbst eingeschränkt wurde. Im Vergleich zu der Gesamtanbaufläche für Raps in Frankreich (1,23 Mio. Hektar) und in Deutschland (knapp 1 Mio. Hektar) ist dieser Ausfall aber zu vernachlässigen.

04.02.2019 Strategie Grains erwartet stabile Rapssaaternte 2019

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains belässt seine Prognose der Rapssatproduktion 2019 in der Europäischen Union nahezu unverändert auf 19,96 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis, das das Unternehmen auf 19,94 Mio. Tonnen schätzt, wäre das stabil. Die Prognose für die Ernte 2019 stützt sich auf eine Rückkehr zu normalen Erträgen, wodurch die wetterbedingt kleine Aussaatfläche für die Ernte 2019 kompensiert werden könne.
Thomas Mielke, Chef des Hamburger Ölsaatanalysten Oil World, glaubt, dass die diesjährige Ernte auf 18,7 Millionen Tonnen sinken könnte. Christophe Beaunoir, Geschäftsführer des französischen Ölsaatenverarbeiters Saipol, erwartet eine Ernte in einem Volumen 18 Millionen Tonnen.

01.02.2019 EU Rapssaatproduktion so klein wie zuletzt 2006

In der Europäischen Union wird die Rapsproduktion in diesem Jahr voraussichtlich weiter schrumpfen. Die Winterrapsbestände befinden sich vielfach in schlechter Verfassung und einige Flächen, die für die Rapsaussaat geplant waren, konnten aufgrund der Dürre im Sommer und im Herbst nicht bestellt werden.
Im vergangenen Jahr trug die Trockenheit dazu bei, dass die EU-Ernte 2018 auf ein Sechsjahrestief von knapp 20 Millionen Tonnen sank. Thomas Mielke, Chef des Hamburger Ölsaatanalysten Oil World, glaubt, dass die diesjährige Ernte auf 18,7 Millionen Tonnen sinken könnte.
Christophe Beaunoir, Geschäftsführer des französischen Ölsaatenverarbeiters Saipol, erwartet eine Ernte in einem Volumen 18 Millionen Tonnen.
2007 lag die Rapsproduktion der EU bei 18,5 Millionen, 2006 waren es nur 16,1 Millionen Mio. Tonnen.
Die Preise des Frontmonats dürften in den kommenden Monaten jedoch sinken, weil die Biodiesel-Nachfrage nach Rapsöl ihren Höhepunkt erreicht hat. In den Wintermonaten wird hauptsächlich Rapsmethylester (RME) für die Biodiesel-Produktion genutzt, weil es bei Frost besser geeignet ist. In der zweiten Jahreshälfte besteht dann Erholungspotenzial.
Beaunoir verwies auf die Notwendigkeit, die Landwirte zur Ausweitung der Anbaufläche zu ermutigen.

31.01.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Durch steigende Börsenkurse schöpfen die Lagerhalter von Rapssaat Hoffnung auf noch mehr. Schließlich ist die Versorgung mit Rapssaat in der EU knapp. Eine kleinere Anbaufläche von Winterraps in Deutschland und Frankreich sowie begrenzte Importmöglichkeiten wahren aus Sicht der Erzeuger die Chancen auf höhere Preise. Unterdessen ist das Interesse der Käufer seit letzter Woche wegen gestiegener Forderungen wieder abgeflaut und es herrscht nach einer Woche mit relativ guten Umsätzen am Kassamarkt wieder Ruhe.
Der Febraur-19-Terminkontrakt hat heute seinen letzten Handelstag und beendet bei volatilen Kursen auf dem gleichen Niveau wie der Mai-19-Termin.
Die Preise für Rapsschrot mussten auch Federn lassen und gaben in der zurückliegenden Woche 3 €/Tonnen nach, obwohl das Angebot der Ölmühlen als knapp bezeichnet wird. Der Preisdruck geht vom Sojaschrot aus, das sich auf Wochensicht um 6 €/Tonne verbilligte. Die Nachfrage der Mischfutterindustrie nach Ölschroten ist schlecht, während die Sojabohnenkurse wieder steigen.
Der Markt für Pflanzenöle wird wieder vom Verlauf der Gespräche zwischen Washington und Peking zur Beilegung ihrs Handelskonflikts beeinflusst. Die Börsenkurse für Sojabohnen konnten aber auch wegen befürchteter Ernteeinbußen in Südamerika zulegen. Auch am hiesigen Kassamarkt wird für Sojaöl mehr Geld verlangt, davon profitiert auch der Preis für Rapsöl. Inzwischen sind auch die Palmölpreise gestiegen, weil in Malaysia und in Indonesien die hohen Vorräte durch eine bessere Weltmarktnachfrage abgebaut werden.

31.01.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger erhöhten in der vergangenen Woche bis zum 25. Januar ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 10.155 Lots auf 18.222 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken und Versicherungen wettet damit weiter mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 8.679 Lots auf 15.020 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 18%. 88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

24.01.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Steigende Rapskurse am Pariser Terminmarkt haben in den letzten Tagen auch die Umsätze am Kassamarkt belebt. Offensichtlich sind einige Verkäufer nun doch abgabebereit und nicht alle wollen auf das Ende der Vermarktungssaison warten. Man will in den Scheunen wohl etwas Platz schaffen, Restmengen wird es beim Übergang in die nächste Saison aber immer noch geben. Im Falle von einer Hausse wären die Lagerhalter dann immer noch dabei.
Am Markt für Rapsschrot ist der Umsatz zuletzt schwächer geworden. Mischfutterhersteller sollen angeblich für die nächsten Monate gut eingedeckt sein. Erst ab Mai zeichnen sich wieder Versorgungslücken ab. Während die Rapsschrotpreise dabei stabil tendieren, gaben die Sojaschrotpreise in der zurückliegenden Woche weiter nach. Das konnten auch festere Sojabohnenkurse in Chicago nicht verhindern.
Rapsölpreise in Hamburg haben sich unterdessen innerhalb der letzten Woche um 4 €/Tonne verteuert. Rapsöl ist zwar immer noch am teuersten im Vergleich zu anderen Pflanzenölen, aber der Abstand dazu hat sich verringert. Die Nachfrage aus der Biodieselindustrie ist derzeit ruhig. Sojaölkurse bewegen sich im Fahrwasser mit festeren Sojabohnenkursen. Mögliche Ernteeinbußen in Südamerika stützen die Börsenkurse.

18.01.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Landwirte, die noch Raps aus der letzten Ernte zu verkaufen haben, sind mit der aktuellen Situation am Markt nicht zufrieden. Gleich nach der Ernte waren die Preise rund 10 €/Tonnen höher als jetzt.
Von der Nachfrageseite gibt es derzeit keine Impulse da die Ölmühlen weniger Rapsschrot an die Mischfutterindustrie verkaufen können. Die Verarbeiter scheinen auch noch ganz gut versorgt zu sein. Im Dezember schob man die Kaufzurückhaltung noch auf das Niedrigwasser. Inzwischen ist dieses Problem aber nicht mehr von Bedeutung, auch wenn die Folgen einer vorübergehenden Unterversorgung der Ölmühlen mit Rapssaat immer noch zu spüren sind.
Die Ruhe am Markt sorgt auch für sinkende Preise beim Rapsschrot. Gegenüber der Vorwoche sind die Preise um 11 €/Tonne gesunken. Das war die Folge sinkender Kurse für Sojaschrot an der CBoT. Am hiesigen Kassamarkt ist Sojaschrot ohnehin relativ günstiger als Rapsschrot. Im Vormonat kostete Rapsschrot sogar 23 €/Tonne mehr als heute. Und nach Weihnachten ist die Nachfrage nach Mischfutter noch nicht wieder angesprungen.
Im Gegensatz dazu sind die Rapsölpreise in der vergangenen Woche auf den vorderen Terminen kräftig gestiegen. Die Lücke, die das Niedrigwasser im Dezember gerissen hat, ist scheinbar noch nicht wieder aufgefüllt. Da Rapsschrot derzeit schwer verkäuflich ist, haben die Ölmühlen seit dem Jahreswechsel weniger Rapssaat gekauft.

17.01.2019 EU-Getreidebestände dürften am Ende der nächsten Saison 2019/20 wieder steigen

Nach Einschätzung des französischen Marktanalysten Strategie Grains werden die Getreidebestände zum Ende der Saison 2019/20 in der Europäischen Union einen steigenden Bedarf übertreffen.
In ihrem Monatsbericht senken die Fachleute heute ihre Prognose für die 2019er Weichweizenernte der EU seit dem letzten Monat um 600.000 Tonnen auf 146,4 Mio. Tonnen. Das wären aber trotzdem noch 15% mehr als in dem Extremsommer 2018.
Die Gerstenernte 2019 in der EU werde um 11% größer ausfallen als in 2018 und die Maisernte um 4%, vorausgesetzt das Wetter wird nicht so extrem wie zuvor, als weite Teile Europas Rekordtemperaturen und eine lang anhaltende Trockenheit aushalten mussten.
Andere Getreidemarktexperten erwarten für die EU in 2019 einen deutlichen Anstieg der Produktion aufgrund höherer Erträge und einer größeren Anbaufläche für Weizen zulasten des Rapsanbaus.
Bisher hat Strategie Grains noch keine Schätzung über die zukünftige Nachfrage in 2019/20 nach Getreide für die Produktion von Futtermitteln oder dem Export. Man weiß also noch nicht sicher, ob eine größere Ernte eine steigende Nachfrage übersteigen wird.
Insgesamt seien die Aussichten für die Getreidesaison 2019/20 in der EU aber bärisch.
Die Vermarktungssaison 2019/20, die am 1. Juli 2019 beginnt, hat das Potential 6 Mio. Tonnen mehr Getreide zu exportieren, als in dieser Saison, in der 18,5 Mio. Tonnen die Gemeinschaft in Drittländer verlassen. Die internationale Nachfrage müsste dafür aber auch vorhanden sein.
Auch die Nachfrage aus der Getreide verarbeitenden Industrie innerhalb der Gemeinschaft müsste steigen. Nämlich für die Ethanol- und die Stärkeproduktion. Eine größere Ernte müsse aber auch für die Mischfutterindustrie preislich attraktiv genug sein, um mit billigem Importmais konkurrieren zu können.
In dieser Saison sind die Maisimporte in die EU auf einem Rekordniveau.

17.01.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger reduzierten in der vergangenen Woche bis zum 11. Januar ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 24.268 Lots auf 21.473 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken und Versicherungen wettet damit weiter mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 22.685 Lots auf 19.963 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 69%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 19%. 88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

14.01.2019 In Frankreich will keinen Biodiesel mehr aus Palmöl

Das französische Energieunternehmen Total äußerte sich kritisch zu dem Beschluss des Parlaments, ab 2020 für die Kraftstoffproduktion kein Palmöl mehr einführen zu wollen. Das würde dem Werk in La Mede im Süden Frankreichs wirtschaftlich schaden.
Im Dezember votierten die Parlamentarier in Paris dafür, dass ab 2020 in Frankreich kein Biodiesel mehr aus Palmöl erzeugt werden soll. Es gab eine kontroverse Diskussion über Umweltschäden durch den Palmölanbau in Asien.
Dabei hatte die französische Regierung in 2017 dem Unternehmen für die Biodieselproduktion noch eine Erlaubnis erteilt, die Anlage, die früher Rohöl verarbeitet hatte, jetzt mit Palmöl zu betreiben.
Total argumentierte damals, dass Palmöl nur die Hälft der Anbaufläche benötigen würde, als in Frankreich erzeugte Rapssaat. Auch recycelte Speisefette wären wirtschaftlich, wie ökologisch weniger gut für die Umwelt. Diese Argumente wurden von Umweltaktivisten und Farmern aber nicht gehört und es gab eine breite Front der Ablehnung.
Nun hofft die Geschäftsleitung von Total, dass das Parlament seine Entscheidung aus dem letzten Dezember zurücknimmt. Der Beschluss sei aufgrund von falschen Argumenten zustande gekommen und werde zu vielen Entlassungen führen. Das Werk in La Mede wurde von Total mit 275 Mio. Euro komplett saniert.
Das Argument der Abholzung von Urwäldern sei übertrieben; für andere Ölsaaten wie Sojabohnen würden mehr Urwälder abgeholzt. Man unterstütze deshalb die Verwendung von Umweltzertifikaten bei der Palmölproduktion.
Die Debatte in Europa über Umweltschäden bei der Palmölproduktion hat das Verhältnis von Frankreich zu Indonesien und Malaysia bereits belastet.

14.01.2019 Getreidemail

Technische Käufe, der schwächere Wechselkurs des US-Dollar, steigende Kassamarktpreise am Weltmarkt sowie wieder aufkeimende Exporthoffnungen für US-Weizen sorgten am Freitag bei den Weizenfutures in Chicago für Kursgewinne. Der US-Dollar rutschte am Freitag auf ein 3-Monats-Tief. Analysten erwarten weiterhin, dass sich Russlands Weizenexporte abschwächen und die Nachfrage nach US-Weizen steigt. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Terminen zu. Die vier größten EU-Weizenproduzenten haben die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2019 erhöht, unter anderem aufgrund der geringen Raps-Aussaat in Folge der Trockenheit im Herbst. In Frankreich stieg die Weizen-Anbaufläche zur Ernte 2019 um 3,5%, in Deutschland stieg sie um 4,6%, in Großbritannien um 4% und in Polen um 5%. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 3 Euro über Paris März 19. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Januar liegen deutlich höher, bei 218 Euro.

11.01.2019 EU: Größere Weizenanbaufläche nach Problemen bei der Rapsaussaat

Die Landwirte der vier größten EU-Weizenproduzenten haben die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2019 erhöht. Analysten und Händler nennen als Grund die geringere Raps-Aussaat aufgrund der Trockenheit im Herbst.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten der EU, stieg die Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2019 im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 5,03 Millionen Hektar, schätzte das Landwirtschaftsministerium. Gute Aufwuchsbedingungen und eine gute Verfassung der Bestände bisher eröffnen die Möglichkeit einer großen französischen Weizenernte. Niederschläge gegen Ende letzten Jahres und kaltes Wetter im Januar bieten gute Voraussetzungen für eine gute Entwicklung der Pflanzen.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, stieg die Anbaufläche für Weizen im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent auf 3,02 Mio. Hektar, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Herbst herrschten vielerorts zu trockene Bedingungen für die Rapsaussaat, so dass auf den betroffenen Flächen später Weizen ausgesät wurde. Die Anbaufläche für Winterraps sinkt nach Angaben Statistischen Bundesamtes um 25 Prozent auf 917.000 Hektar. Der Verband „Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.“ (UFOP) erwartet in Deutschland einen Rückgang der Rapsaussaat um 18,1 Prozent.
Großbritanniens Weizenanbaufläche steigt um 4 Prozent auf 1,87 Mio. Hektar, meldet das Landwirtschaftsministerium. Britischer Weizen ist in guter Verfassung und trockenes Wetter ist nicht von großer Bedeutung. Die größte Herausforderung für Großbritanniens Landwirte ist die Vermarktung der Ernte nach dem Brexit.
In Polen, dem viertgrößten Erzeuger, wird die Winterweizenanbaufläche voraussichtlich im Jahresvergleich um rund 5 Prozent auf über 2 Millionen Hektar wachsen. Die Anbaufläche für Sommergetreide sinkt allerdings, so Wojtek Sabaranski von Analysten Sparks Polska. Trotz der trockenen Bedingungen im Herbst haben Polens Landwirte die Aussaat planmäßig umgesetzt.

10.01.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Seit Ende Dezember haben sich die Kurse für Rapssaat an der Pariser Terminbörse um knapp 10 €/Tonne verbessert. Bei geringem Umsatz konnten sich die Preise am Kassamarkt stabilisieren. Da viele Anbieter in Europa bereits ausverkauft sind, warten diejenigen, die noch Vorräte horten, ab. Sie meinen, dass aus dem Ausland nicht viel Raps mehr kommen kann, denn Australien hat mit der Folge einer großen Trockenheit zu kämpfen und das Baltikum ist scheinbar leergefegt. Die deutschen Landwirte sollen aus der letzten Ernte 2,4 Mio. Tonnen verkauft haben. Das entspricht 65% der Ernte. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin aber bereits 71%, woraus man schließen kann, dass die meisten Spekulanten in Europa in Deutschland beheimatet sind. Sie warten auf einen Engpass am Ende der Vermarktungsperiode und auf steigenden Preise.
Gegenüber anderen Ölsaaten ist der Raps aber zu teuer und die Ölmühlen klagen über schlechte Margen bei der Rapsverarbeitung. Mit Sojabohnen lässt sich offensichtlich mehr Geld verdienen. Seit dem Jahresbeginn werden hierzulande bereits wieder umfangreich Sojabohnen verarbeitet, zumal auch von einer guten Nachfrage nach Ölschroten berichtet wird. Schließlich ist kaum Rapsschrot am Markt. Für Schrote werden Aufgelder gefordert und bewilligt. Auch das Forward-Geschäft mit Ölschroten brummt.
Während das Angebot an Raps- und Palmöl in der EU zurzeit knapp ist, ist die Versorgung mit Soja- und Sonnenblumenöl reichlich. Rapsöl ist zurzeit das teuerste verfügbare Pflanzenöl. Das hat auch immer noch mit den niedrigen Pegelständen aus dem Dezember zu tun, die im Hinterland eine Versorgungslücke hervorrief, sodass die Fabriken ihre Produktion zum Teil drosseln mussten. In Norddeutschland und in Holland sind die Tankläger mit Pflanzenölen gut gefüllt.

10.01.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhen Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger erhöhten in der vergangenen Woche bis zum 4. Januar ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 22.173 Lots auf 24.268 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken und Versicherungen wettet damit weiter mehrheitlich auf steigende Preise.

Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 16.977 Lots auf 22.685 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 68%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 20%. 88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais  Rapssaat

08.01.2019 Ukraine: Wintergetreide und Winterraps in guter Verfassung

Die meisten ukrainischen Wintergetreide- und Winterrapskulturen befinden sich in gutem oder zufriedenstellendem Zustand, teilt heute das ukrainische Landwirtschaftsministerium mit.
In einer Erklärung heißt es, dass sich nur 14% der Wintergetreidebestände und 8% der Winterrapsbestände in einem schwachen Zustand befinden.
Die Ukraine hat für die Ernte 2019 1,3 Millionen Hektar Winterraps und rund 7,5 Millionen Hektar Wintergetreide ausgesät.

27.12.2018 Schlagzeilen
Handelskrieg: Für den 7. Januar sind Gespräche zur Lösung des Handelskonfliktes zwischen den Vereinigten Staaten und China in Peking geplant. 
US-Shutdown: Der für den 11. Januar geplante WASDE-Report sowie der Quartalsbericht (Quarterly Grain Stocks) könnten sich verzögern oder auch entfallen, wenn es zu keiner Einigung zwischen der US-Regierung und dem Senat kommt und der Shutdown weiter anhält.
Argentinien: Bis zum Jahresende werden in den Kernregionen für den Sojabohnen- und Maisanbau noch sehr hohe Niederschlagsmengen erwartet. Einige Modellberechnungen zeigen Mengen von mehr als 200 mm über Normal. Das würde jedoch in einigen Teilen Überflutungen zur Folge haben. Die Sojabohnenaussaat ist mittlerweile abgeschlossen, während die Maisernte zu 2/3 erledigt ist.
Brasilien: Die Risiken für die Mais- und Sojabohnenproduktion in Südbrasilien, insbesondere in Paraná, treten aufgrund neuester Wettermodelle wieder in den Fokus.
Europäische Union: Für die kommenden 5 Tage bestehen in der Europäischen Union aufgrund des trockenen und warmen Wetters keine Risiken für Auswinterungsschäden beim Weizen und beim Raps.
27.12.2018 EU-Kommission hebt Prognose für EU-Maisproduktion stark an

Die EU-Kommission hebt heute seine Prognose für die 2018/19er Maisproduktion in der EU von 62,9 auf 67,5 Mio. Tonnen an. Das geht aus den Zahlen auf der Website der EU-Kommission hervor. Einen Grund für diese starke Veränderung wird nicht genannt.
Bei der wöchentlichen Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage wird die Weizenproduktion in der EU von 129,2 auf jetzt 128,5 Mio. Tonnen gesenkt.
Die Exportprognose für Weichweizen bleibt unteressen bei 20 Mio. Tonnen, während die Maisimporte auf unveränderte 18,5 Mio. Tonnen taxiert werden.
Die Gerstenproduktion in der EU wird jetzt auf 55,7 Mio. Tonnen gesehen, nach 55,9 Mio. Tonnen in der Vorwoche. Die Schätzung der Rapsproduktion in der EU bleibt bei 19,8 Mio. Tonnen.

20.12.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die Rapskurse am Pariser Matif sind mit 365 €/Tonne inzwischen wieder auf den Niveau von Ende September angelangt. Wenige Tage später hatten Meldungen über kleinere Rapsaussaatflächen in Frankreich und Deutschland die Börsenkurse auf über 380 € steigen lassen. Aufgrund der hohen Ölsaatenvorräte, Ölsaatenschrote und Pflanzenöle auf der Welt haben wir jetzt aber wieder das aus Erzeugersicht enttäuschende Preisniveau von damals.
Deutsche und französische Lagerhalter von Rapssaat bieten deshalb ihre Vorräte kaum noch an. Die Aussichten auf eine knappere Ernte in 2019 lassen sie darauf hoffen, dass die Preise zum Übergang auf die nächste Vermarktungssaison steigen. Da die Ölmühlen bis Mitte Januar gut mit Verarbeitungsrohstoff versorgt sind, tut sich am Rapsmarkt in der EU so gut wie gar nichts.
Am Rapsschrotmarkt tendieren die Preise fester, weil das Angebot knapp ist. Sojaschrot ist am Weltmarkt und auch in Europa aber reichlich verfügbar. Die Marktteilnehmer beobachten den Fortgang im Handelsstreit zwischen China und den USA mit hoher Aufmerksamkeit.
Die Preise für Rapsöl stehen in dieser Woche unter Druck weil die Biodieselindustrie kaum noch etwas nachfragt. Eine Nachfragebelebung im Q4 blieb in diesem Jahr, mit Verweis auf hohe Frachtkosten durch niedrige Pegelstände auf dem Rhein, aus. Soja- und Palmöle gibt es am Weltmarkt im Überfluss und die Rohölkurse haben in den letzten Tagen stark nachgegeben.

20.12.2018 Leicht veränderte Ernteschätzungen in Großbritannien

Das britische Landwirtschaftsministerium senkte heute seine Schätzung zur diesjährigen Getreideernte von 14,09 auf 13,95 Mio. Tonnen.
Damit ist die Erntemenge um 6% kleiner als im Sommer 2017. Damals wurden 14,84 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Der Rückgang resultiert aus einen 6,2% niedrigeren Durchschnittsertrag pro Hektar und einem leichten Anstieg der Anbaufläche um 0,3% auf 1,8 Mio. Hektar.
Die Erträge wurden durch große Hitze und lang anhaltender Trockenheit, ähnlich wie in weiten Teilen Nordeuropas, begrenzt.
Die Gerstenernte auf der britischen Insel wird weiter mit gut 6,6 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 7,6% weniger als in 2017.
Es wurden außerdem 2,07 Mio. Tonnen Rapssaat geerntet; in der vorherigen Schätzung ging man noch von 2,05 Mio. Tonnen aus. Jetzt sind es 4,3% weniger als in 2017.

13.12.2018 EU(28)Getreide-Ernteschätzung für 2019 von Strategie Grains – 11% mehr

Nach Einschätzung des französischen Getreidemarktanalysten Strategie Grains wird die Europäische Getreideernte in 2019 ein 4-Jahres-Hoch erreichen. Die Fachleute gehen von höheren Erträgen und einer um 6% größeren Anbaufläche aus.
Es ist die erste Ernteschätzung für das Jahr 2019. Demnach werden in der EU(28) 147 Mio. Tonnen oder 16% mehr Weichweizen geerntet als in 2018. Das wäre die größte Erntemenge seit 2015 als in der Gemeinschaft 152 Mio. Tonnen geerntet wurden.
Seit dem Frühjahr 2018 herrschten in weiten Teilen der EU Trockenheit und Hitzewellen, die in Zentral- und Nordeuropa die Ernte kleiner ausfallen ließ. Deutschland, der zweitgrößte Weizenerzeuger im Block war besonders hart betroffen.
Die nächste Gerstenernte wird von Strategie Grains um 10% höher geschätzt. Das wären 61,5 Mio. Tonnen. Diese Steigerung kommt einzig aus höheren Erträgen.
Die Maisernte 2019 würde demnach 62,9 Mio. Tonnen groß ausfallen. Ein Plus von 4%, während die Roggenernte mit 8,2 Mio. Tonnen sogar um 29% größer ausfallen dürfte. Durumweizen ist das einzige Getreide mit einer kleineren Ernte von 8,1 Mio. Tonnen (-5%).
Insgesamt würde die EU-Getreideernte in 2019 um 11% größer als in 2018 ausfallen und 311 Mio. Tonnen erreichen (Vj.: 279 Mio. Tonnen).
Bei der Rapssaaternte sieht das allerdings ganz anders aus, denn das trockene Herbstwetter nach einem heißen und viel zu trockenem Sommer wird auf einer deutlich kleineren Anbaufläche heranwachsen.
Für die aktuelle Saison 2018/19 machte Strategie Grains kaum Änderungen zu seinen vorherigen Prognosen. Der Weizenexport wird allerdings nur noch bei 19 Mio. Tonnen gesehen (Vj. 20,5). Auch wenn sich derzeit die Exportpreise in Russland befestigen bleibt die EU vorerst am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig. Das kann sich erst ändern, wenn aus Russland kein Angebot mehr kommt.
Die Gerstenexporte aus der EU in 2018/19 werden mit 5,4 Mio. Tonnen ebenfalls kleiner als im Vorjahr ausfallen.

13.12.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten – Mail

Aus Mangel an Umsatz am deutschen Rapsmarkt befassen sich die Händler aktuell mit dem Wetter. Das ist für sie gleich in zweifacher Sicht von Bedeutung, denn der Pegel auf dem Rhein steigt, sodass die Frachtkähne wieder voll beladen werden können und in der Folge die Frachtraten sinken. Zum anderen tut der Regen den Winterkulturen als auch dem Rapssaaten gut. Es kommt auch etwas Bewegung in das Kontraktgeschäft und für Lieferung ex Ernte 2019 konnten Landwirte diese Woche 2 € mehr als zuvor jetzt 351 €/Tonne festschreiben.
Für unverkaufte Restmengen Raps aus der alten Ernte spekulieren die Lagerhalter im Übergang zur nächsten Ernte auf Versorgungslücken der Ölmühlen und damit auf spürbar höhere Preise. Die Matif-Rapskurse folgten zuletzt dem Auf- und Ab an der Leitbörse CBoT. Ölmühlen halten ihre Prämien auf unverändertem Niveau, kaufen aber ergänzende Menge, wenn überhaupt, nur für vordere Termine.
Die Preise für Rapsschrot haben sich in dieser Woche um 4 €/Tonne befestigt. Aber auch hier wird derzeit wenig umgesetzt. Mischfutterbetriebe warten wohl noch auf niedrigere Frachtsätze und das können sie auch, weil sie bis Jahresende gut gedeckt sein sollen. Sojaschrotpreise am deutschen Kassamarkt waren zuletzt etwas schwächer.
Rapsölpreise ab Hamburg werden durch eine rege Nachfrage nach Biodiesel gestützt. Sojaöl wird in Hamburg indes gegenüber letzter Woche 10 €/Tonne schwächer gehandelt. Das liegt an schwächeren Palmölkursen, die unter den weltweit hohen Vorräten leiden und wohl erst im Neuen Jahr wieder sinken dürften.

12.12.2018 Französisches Wintergetreide jetzt in besserem Zustand

Nasse und milde Witterung im letzten Monat halfen den französischen Getreidebeständen sich von den vorher zu trockenen Bedingungen zu erholen. Das aktuelle Wetter begünstigt aber auch die Vegetation von Unkräutern, so der Wochenbericht von FranceAgriMer von heute.
Frankreich, Europas größter Getreideproduzent und –Exporteur erlebte im Sommer und im Frühherbst eine Trockenheit, die die Erträge der letzten Ernte gefährdete und auch die Aussaatbedingungen zur Ernte in 2019.
Derzeit gibt es aber, trotz schwieriger Voraussetzungen, keinen Hinweis mehr auf mögliche Ertragsverluste. Diese Kommentare hört man, nachdem es wieder zu regnen begann, auch von Analysten in andern Teilen Europas. Nur die Rapssaat erlitt Schäden, die noch zu Umbrüchen führen dürfte.
Das französische Landwirtschaftsministerium schätzte gestern, dass die Anbaufläche für Winterweizen und -Gerste in Frankreich um rund 3% ausgeweitet wurde. Das ging zulasten von der Rapsanbaufläche, die jetzt mindestens 24% kleiner sein dürfte.
Die Unkrautbekämpfung ist derzeit für französische Bauern eine Herausforderung. Einen neuen Zustandsbericht über die Wintersaaten konnte das Ministerium wegen technischer Probleme unterdessen heute nicht herausgeben. In der vorherigen Einschätzung lagen 82% der Weizenflächen beim Rating in der Top-Kategorie „good-to-excellent“.
Die französischen Weizenexporte sind von den sehr großen Ausfuhren nach Algerien sowie einem neuerlich lebhaftem Bedarf aus Westafrika begünstigt. Außerdem gab es zwei ungewöhnliche Aufträge zur Weizenlieferung nach China.
Die Endbestände in der Saison 2018/19 per 30. Juni 2019 werden für Frankreich jetzt auf 2,7 Mio. Tonnen geschätzt. Im letzten Monat lag die Schätzung noch bei 2,5 Mio. Tonnen. Die Ausfuhren aus Frankreich in andere EU-Länder sowie eine schwächere Nachfrage der nationalen Futtermittelhersteller werden für den höheren Endbestand als Grund angegeben.

11.12.2018 In Frankreich mehr Weizen zulasten des Rapsanbaus

Französische Landwirte haben mehr Weichweizen für die ernte im nächsten Jahr angebaut, was zulasten der Rapsanbaufläche geht. Das teilte heute das Landwirtschaftsministerium in Paris mit.
In ihrer ersten Schätzung zur Flächennutzung für die Ernte 2019 schätzt das Ministerium die Weizenanbaufläche auf 5,03 Mio. Hektar, 3,5% mehr als für die 2018er Ernte und auch leicht mehr als im Mittel der letzten fünf Jahre.
Ein Teil der Flächenausweitung wird damit begründet, dass es für die Aussaat von Rapssaat in diesem Herbst zu trocken war. Die Winterrapsfläche wird auf 1,23 Mio. Hektar geschätzt, 23,6% weniger als letztes Mal; es ist die kleinste Rapsanbaufläche in Frankreich seit 2005.
Auch in anderen Teilen Europas konnten die Bauern ihre Anbauplanung für Raps wegen der Trockenheit nicht umsetzen. Da die Rapssaat nicht überall aufgelaufen ist, muss man davon ausgehen, dass im Frühjahr noch einige Flächen wieder umgebrochen werden müssen, sodass in Frankreich dann nur noch auf rund 1 Mio. Hektar Raps wachsen würde. Die Regenfälle der letzten Wochen waren für den Winterweizen von Vorteil, da dieser später als Raps gesät wird.
Auch der Anbau von Gerste konnte von der Misere beim Raps profitieren. Die Wintergerstenfläche in Frankreich wird heute auf 1,33 Mio. Hektar geschätzt, das sind 3,3% mehr als in der letzten Saison.
Trotz alledem wurde der Durum-Weizenanbau in Frankreich um 11,1% eingeschränkt. Die Anbaufläche wurde jetzt auf 308.000 Hektar geschätzt. Die Landwirte sind von den aktuellen Preisen enttäuscht und in 2018 war es im Süden Frankreichs dafür auch zu trocken.
Weizen und Rapssaat werden in Frankreich fast ausschließlich als Wintergetreide angebaut. Die Gerste gehört dort hauptsächlich zu den Sommerungen.
Abschließend gab das Ministerium noch eine Korrektur von 39,2 auf 39 Mio. Tonnen zur letzten Ernteschätzung für Zuckerrüben heraus. Das waren wegen der Sommertrockenheit 16% weniger als in 2017. Die Schätzung zur Maisproduktion wurde gegenüber dem letzten Monat von 12,25 auf 12,4 Mio. Tonnen angehoben. Die Maisernte in Frankreich ist damit 13% kleiner als in 2017.

10.12.2018 China diversifiziert Lieferanten für Rapsschrot, Gerste und Mais

In der Absicht, seine Abhängigkeit von US-Sojaimporten zu verringern, hat der chinesische Zoll heute Morgen die Einfuhr von Rapsschrotimporten aus Kasachstan genehmigt.
Sojabohnen sind der wichtigste Proteinlieferant für Chinas große Schweineherde. Die USA sind nach Brasilien der zweitgrößte Lieferant dafür.
Vor kurzem hatte China bereits wieder die Rapsschrotimporte aus Indien erlaubt. Die Einfuhr aus Kasachstan wird aber wohl kaum einen Markteinfluss haben, so Kenner des Marktes. Das Zentralasiatische Land produziert jährlich rund 85.000 Tonnen Rapsschrot.
China importierte 2017 fast 1 Mio. Tonnen Rapsschrot, fast alles kam aus Kanada. Von dort kamen auch fast 4,5 Mio. Tonnen Canola (Rapssaat), die in Chinas Süden verarbeitet wird.
Kasachische Lieferungen könnten die nördlichen Provinzen Chinas bedienen.
Bereits vor einigen Wochen wurden auch die Importe von Gerste und Mais nach China aus Kasachstan erlaubt.

06.12.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaaten-Mail

Nach einer kleinen Ernte sind die Lagerhalter von Rapssaat in Deutschland nicht bereit, ihre übersichtlichen Vorräte zu dem aktuellen Preisniveau abzugeben. Auch die Ernte 2019 soll nicht größer werden, sodass die Marktversorgung nicht besser werden dürfte. Der Markt ruht.
Während die Rapserzeuger auf höhere Preise warten sind die Ölmühlen hierzulande gut mit  Ölsaaten versorgt und sie müssen wohl erst im nächsten Jahr wieder vermehrt zukaufen. Der Rapskurs an der Pariser Terminbörse Matif hängt derzeit an den CBoT-Kursen auf Sojabohnen.
Die Abwicklung von Kontrakten am physischen Markt wird immer noch von niedrigen Pegelständen auf dem Rhein und folglich hohen Frachtraten beeinträchtigt. Nach dem Regen der letzten Tage sollen Transporte aber wieder besser möglich sein.
Die Mischfutterhersteller sind auf den vorderen Terminen mit Rapsschrot ausreichend versorgt. Auch ihnen kommt der bereits wieder steigende Wasserpegel auf dem Rhein entgegen, sie warten jetzt auf günstigere Offerten. Das Angebot an Rapsschrot ist allerdings begrenzt, es nimmt aber mit den günstigeren Logistikkosten wieder zu und die Preise gaben schon leicht nach. Sojaschrotkurse notierten in der zurückliegenden Woche fester.
Auch die Sojaölpreise tendierten in der zurückliegenden Woche fester. Das liegt daran, dass die EU erneut Anti-Dumpingzölle auf argentinischen und indonesischen Biodiesel erheben will. Der Rapsölmarkt profitiert von einer besseren Nachfrage nach Rapsmethylester.

04.12.2018 Coceral senkt EU-Ernteprognose für Weizen und Gerste

Der Getreidelobbyist Coceral hat heute seine Prognose für die EU-Weizenernte 2018 von 129,9 Mio. Tonnen auf 128,6 Mio. Tonnen gesenkt. In 2017 waren es in der Gemeinschaft 141,9 Mio. Tonnen.
Die Prognose für die EU-Maisernte 2018 ist jetzt bei 60,5 Mio. Tonnen nach 58,9 Mio. Tonnen im September. Vj: 60,8 Mio. Tonnen.
Die Gerstenproduktion wird jetzt auf 56 Mio. Tonnen gesehen, zu vorher 57,4 Mio. Tonnen und im Vorjahr 58,7 Mio. Tonnen.
Die Rapsproduktion 2018 in der EU blieb in der Schätzung zum Vormonat nahezu unverändert bei 19,4 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 21,9 Mio. Tonnen.

03.12.2018 2019er Rapsernte wohl wieder auf niedrigem Niveau

Die große Flächeneinschränkung im Anbau von Rapssaat sorgt dafür, dass die Ernte 2019 genauso enttäuschend ausfällt wie in diesem Jahr. Das meint das Beratungsunternehmen Strategie Grains.
In seiner ersten Ernteschätzung für die nächstes Jahr gehen die französischen Fachleute in der EU von 20 Mio. Tonnen Rapssaat aus. Das ist ähnlich wenig wie die 19,83 Mio. Tonnen in diesem Jahr, die 11% kleiner war als die Erntemenge in 2017.
Strategie Grains geht von einer um 12% kleineren Anbaufläche aus. Das sind 6,07 Mio. Hektar. Im letzten Monat ging man noch von 6,22 Mio. Hektar aus.
Die Erträge würden mit 3,3 Tonnen/Hektar um 14% höher ausfallen, als in diesem Jahr (2,89 to/ha), so der monatliche Report.
Die Aussaat von Raps im Spätsommer bzw. Frühherbst wurde durch Trockenheit behindert, die insbesondere in Deutschland und Frankreich, den beiden EU-Ländern mit der größten Anbaufläche, auftrat.

03.12.2018 Chinas Agrarfutures stehen heute Morgen unter Druck

Chinas Sojaschrotfutures eröffnete heute ihren Börsenhandel 2,2% schwächer und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Juni. Die G20-Gespräche zwischen Xi und Trump, in denen offensichtlich ein Waffenstillstand vereinbart worden war, werteten die Händler aus Chinas Sicht bärisch.
Die Sojabohnenfutures an der chinesischen Derivatebörse in Dalian gaben um 0,6% nach, die Futures auf Rapssaat verloren 2,5% und die von Mais gaben um 1% nach.

03.12.2018 China und Indien vereinbaren engere Wirtschaftsbeziehungen

China will seine Agrarexporte nach Indien ausweiten und gleichzeitig die Importe von indischer Rapssaat und Sojaschrot steigern. Das hat der Präsident Xi Jinping Premierminister Narendra Modi am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires gesagt.
So sollen Importe von Reis und Zucker aus Indien steigen und Exporte von Sojaschrot und Rapssaat nach China zulegen.
Auf dem Gipfel der 20 Regierungschefs der wichtigsten Industrienationen der Welt trafen sich Xi und Modi zu vierten Mal und vereinbarten engere Wirtschaftsbeziehungen miteinander. Ein Grenzkonflikt im letzten Jahr soll jetzt beigelegt werden.
Das Handelsvolumen der beiden Supermächte erreichte 2017/18 einen Umfang von 89,6 Mrd. USD mit einem Defizit zugunsten von China in Höhe von 62,9 Mrd. USD.

30.11.2018 Britischer Winterweizenanbau auf 5-Jahres-Hoch

Die Weizenanbaufläche in Großbritannien zur Ernte 2019 wurde um 4% ausgeweitet. Mit 1,86 Mio. Hektar wurde soviel Winterweizen angebaut, wie seit fünf Jahren nicht mehr. So das Ergebnis einer Umfrage unter Experten durch das Agriculture and Horticukture Development Board (AHDB). Diese Mitteilung kam heute rein.
Die Kombination aus optimalen Aussaatbedingungen und die vergleichbar guten Preise ermutigten die Landwirte den Anbau auszuweiten, heißt es.
Die Wintergerstenfläche wurde sogar um 13% auf 444.000 Hektar ausgeweitet. Es wird aber damit gerechnet, dass die Sommergerstenfläche um 3% auf 735.000 Hektar abnimmt.
Der Rapsanbau sinkt auf der Insel um 3% auf 582.000 Hektar. Trockene Bodenverhältnisse während der Aussaat der Ölsaat sowie ein hoher Befall der Laven des Rapserdflohs werden dafür als Begründung angegeben.

30.11.2018 Mildes und nasses Wetter belebt die EU-Winterweizenbestände

Regen in vielen Teilen der Europäischen Union hat das Wachstum der Winterweizenbestände in Frankreich wiederbelebt, aber die Trockenheit in Zentraleuropa nach einer extremen Sommertrockenheit behindert immer noch die Pflanzenentwicklung.
Der französische Marktanalyst Strategie Grains schätzt, dass die Anbaufläche für Winterweizen in der EU (28) auf 24,3 Mio. Hektar um 6% ausgeweitet wurde. Eine starke Einschränkung der Rapsanbaufläche, lässt mehr Platz für Weizen.
In Frankreich hatte die Trockenheit viele Farmer davon abgehalten ihre Wintersaaten auszusäen. Mildes Wetter mit Regen hat nun aber die Voraussetzungen verbessert. Für Raps ist es zu spät, daher wird mehr Weizen gesät. Die Feldbestände erhalten in Frankreich zurzeit ein stabil hohes Rating.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, wurde der Winterweizenanbau für die Ernte 2019 auf 3,3 Mio. Hektar gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Hektar ausgeweitet. Auch hier ging das zu Lasten der Rapsanbaufläche. In einigen Teilen der Bundesrepublik ist es aber noch immer zu trocken und das Risiko für Auswinterungen bei stark sinkenden Temperaturen ist immer noch groß. Sollten noch mehr Rapsflächen umgebrochen werden müssen, ist bis Weihnachten noch Zeit für andere Wintersaaten.
In Polen sieht es bei den Wintersaaten derzeit meist gut aus aber wie in Deutschland könnten harte Fröste Schäden verursachen weil es immer noch viel zu trocken ist. Hier wurde der Winterweizenanbau um 5% auf ca. 2 Mio. Hektar ausgeweitet.
In Großbritannien klagt man bereits über ein zu viel an Niederschlägen und die Bodenstruktur habe sich verschlechtert heißt es.

29.11.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Das niedrige Preisniveau für US-Sojabohnen wirkte sich in dieser Woche nachteilig auf die Rapskurse an der Pariser Terminbörse Matif aus. Da die Ölmühlen hierzulande mit Rohstoffen vorerst gut versorgt sind und Kleinwasserzuschläge das Tagesgeschäft weiter erschweren bleibt die Nachfrage nach Rapssaat schwach.
Wegen der bereits in diesem Jahr kleineren Rapsernte in der EU und der Aussicht, dass die nächste Ernte sogar noch kleiner ausfallen könnte, müssten die Rapspreise eigentlich viel höher sein. Doch die Ölmühlen haben sich längst auf den Bezug von billigen Sojabohnen eingestellt, die am Weltmarkt reichlich verfügbar sind. Rapserzeugern bleibt wohl nur noch die Hoffnung, dass beim Übergang in die nächste Ernte die Situation am Markt eine andere ist.
Für die Rapsernte 2019 gibt es von den Verarbeitern auch noch kein Interesse. Zu groß sind die Unwägbarkeiten am Rohstoffmarkt. Wenn am Wochenende auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires ein Durchbruch im Handelskonflikt zwischen den USA und China möglich wird, könnte sich die Lage komplett ändern. Optimisten rechnen schon damit, dass die Preise für Sojabohnen in die Höhe schnellen.
Das begründet auch die schwierige Lage bei der Vermarktung von Rapsöl. Dort waren die Preise in dieser Woche 7 €/Tonne schwächer. In Hamburg fordert man jetzt 740 €/Tonne bei einer schwachen Nachfrage.
Am Markt für Rapsschrot ist das Angebot unterdessen eng, weil die Ölmühlen als ausverkauft gelten. Gehandelt wird oftmals zweithändige Ware, die aber auch nur zu unveränderten Preisen im Vergleich zur Vorwoche den Besitzer wechselt.

27.11.2018 Chinas Rapsschrot-Futures unter Druck

Die Futures auf Rapsschrot an Chinas Derivatebörse Dalian sinken heute auf 2.196 yuan per Tonne um 3,5%. Das ist der stärkste Tagesverlust seit Mai 2017. Es gibt wieder Hoffnung auf eine Beilegung im Handelsstreit zwischen China und den USA.
Auch der meistgehandelte Sojaschrotfuture sinkt auf 1,2% auf 3.037 yuan per Tonne.
Beide Rohstoffe sind wichtige Eiweißlieferanten für Chinas Nutztiere. Futtermittelhersteller sind derzeit mit Sojaschrot knapp versorgt, nachdem Peking am 6. Juli auf Sojabohnenimporte aus den USA 25% Strafzölle einführte.
Am kommenden Wochenende wollen sich die Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires treffen und den Handelskonflikt möglicherweise lösen.
Die Nachfrage nach Rapsschrot ist in China in den Wintermonaten geringer, weil die Aquakulturen weniger nachfragen.
Chinas Terminmärkte sind in dieser Woche allgemein schwach gestimmt, wegen der sich abschwächenden Makroökonomischen Rahmenbedingungen. Die Industrieproduktion ist so niedrig wie seit Monaten nicht mehr.

26.11.2018 Trockene Böden verzögern die Entwicklung von Getreide

Das trockene Wetter im Anfang des Herbstes verzögerte die Aussaat und die Entwicklung von Getreide in Zentraleuropa. In den meisten Teilen der Europäischen Union ist die Vegetation allerdings gut gestartet. So die Bewertung des Erntemonitors MARS heute in ihrem Monatsreport.
MARS gibt keine Ernteschätzungen ab, sondern misst Bodenfeuchten und Temperaturen und errechnet daraus seine Ertragsschätzungen. Teils müssen einige Flächen neu eingesät werden, weil es zu trocken war. Das war zwar in Deutschland noch möglich, aber längst nicht überall.
In Frankreich, Polen, den Benelux-Ländern sowie dem nicht EU-Mitglied Ukraine ist die Saat gut aufgelaufen und bisher auch gut entwickelt. Allerdings wird es jetzt vielerorts zu trocken.
Im Südwesten der EU, wie in Rumänien, Ungarn und Bulgarien, wo recht spät gesät wurde, ist es jetzt aber viel zu trocken und die Saaten stehen lückig.
MARS ist insbesondere auch für die nächste Rapsernte besorgt. Bereits im letzten Monat warnten die Analysten vor der Trockenheit und den zu hohen Temperaturen nach einem viel zu heißen und trockenen Sommer. Jetzt sind in Deutschland, Ostpolen und in der Tschechischen Republik keine Nachsaaten mehr möglich. Weil einiges an schlecht aufgelaufenem Raps umgebrochen wurde und andere Flächen erst gar nicht bestellt wurden, ist die Anbaufläche mit Winterraps spürbar kleiner als geplant.

22.11.2018 HANSA Terminhandel Ölsaatenmail

Im Bundesdurchschnitt wurden die Rapserzeugerpreise in dieser Woche um 3 €/to auf 359 €/to gesenkt. Ein festerer Euro-Wechselkurs sowie nachgebende Kurse an der CBoT für Sojabohnen drückten die Rapskurse in Paris innerhalb einer Woche um bis zu 10 €/to. Die rückläufigen Terminmarktkurse wurden aber durch höhere Prämien im Kassamarkt zum Teil wieder aufgefangen.
Ölmühlen nutzen der Kursrückgang an der Pariser Terminbörse Matif dazu, ihre Versorgungslücken bis zum Jahresende zu schließen. Auch für erste Quartal 2019 sind sie gut eingedeckt. Rapserzeuger wittern aber ab dem Q2/19 bessere Absatzchancen und hoffen auf Preissteigerungen in der Übergangsphase zur neuen Ernte.
In Frankreich, Deutschland und Großbritannien ist die Rapsanbaufläche zur Ernte 2019 drastisch kleiner als im Vorjahr. Deshalb muss die nächste Ernte teurer werden, so die Hoffnung. Die Lagerhalter halten sich mit ihren nicht mehr allzu großen Vorräten derzeit vom Markt fern.
Mischfutterhersteller beobachten die Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China mit großem Interesse. Das ist für den Sojaschrotmarkt von Bedeutung. Dort wartet man auf neue Impulse in der kommenden Woche, wenn Donald Trump und Xi Jinping einen weiteren Versuch unternehmen, ihre Streitigkeiten beizulegen. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es stetige Anfragen nach dem Ölschroten, die in der vergangenen Woche um 3 €/to billiger wurden. Rapsschrot ist derzeit aber wegen hoher Frachtkosten aufgrund niedriger Flusspegel kaum nachgefragt.
Die schwachen Palm- und Sojaölpreise am Weltmarkt sorgen dafür, dass Raps- und Sonnenblumenöle billiger werden. Sinkende Rohölkurse konkurrieren mit Pflanzenölen und den Ölmühlen fehlt die Nachfrage der Biodieselhersteller. In diesem bärischen Umfeld geben auch die Rapsölkurse um 13 €/to unter der Vorwoche nach.

21.11.2018 Rapsaussaat in der EU durch Trockenheit gestört – mehr Importe nötig

Eine deutlich kleinere Anbaufläche für Winterraps in den drei größten rapsproduzierenden Nationen der Europäischen Union lässt die Industrie befürchten, dass die Ernte in 2019 viel kleiner ausfällt und dass mehr Importe nötig werden.
Trockenes Wetter im Herbst nach einem hießen und viel zu trockenen Sommer hat den Rapsanbau in Deutschland, Frankreich und Großbritannien schrumpfen lassen, während Polen soviel Raps angebaut hat, wie im Jahr zuvor.
Bereits in diesem sehr frühen Stadium der Saison ist sicher, dass die EU-Rapsernte 2019 viel kleiner ausfällt. Die EU wird mehr Rapssaat importieren müssen und auf andere Ölsaaten wie zum Beispiel Sojabohnen ausweichen, um seinen Bedarf befriedigen zu können.
Rapssaat ist in der EU die Haupt-Ölfrucht für Speisezwecke und für die Herstellung von Biodiesel. Rapsschrot wird als Viehfutter verwendet.
In Frankreich, dem größten Rapssaatproduzenten der EU, wurde für die Ernte 2019 rund 1/3 weniger Winterraps ausgesät, so die Schätzung des Ölsaateninstituts Inova. Der Ölsaatenanbauverband FOP schätzt die Anbaufläche dort nur noch auf 1 bis 1,1 Mio. Hektar nach 1,6 Mio. Hektar in 2017. Andere Fachleute sehen diese Zahl bereits zu hoch an.
Deutschlands Winterrapsanbau für die Ernte 2019 wird dem Ölsaatenverband UFOP zufolge um 18,1% schrumpfen und auch nur rund 1 Mio. Hektar betragen. Es könnte auch sein, dass inzwischen 100.000 Hektar umgebrochen und mit anderen Feldfrüchten bestellt wurden.
Auch in Großbritannien wird die nächste Ernte kleiner erwartet, weil der Anbau von Rapssaat um 8 bis 10% auf 540.000 bis 550.000 Hektar sinkt. Das wäre auf der Insel die kleinste Anbaufläche seit mindestens 2003. Die Erträge werden im höchsten Maße aber vom Wetter im Winter und dem Befall von Flohkäferlarven im Frühjahr beeinflusst.
Die Aussaatfläche in Polen von Raps für 2019 wird auf 710.000 Hektar geschätzt, das war auch die Anbaugröße in 2017. Auch hier war es während der Aussaat in vielen Regionen zu trocken. Teils ist die Saat aber auch zu rasch aufgelaufen und hat sich bereits gut entwickelt, was die Pflanzen für Frostschäden anfällig macht.

15.11.2018 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die kleine Nachfrage nach Rapssaat dient zum Stopfen von Versorgungslücken. Damit ist der Markt auch schon ausgeglichen, denn es gibt nur ein sehr kleines Angebot. Niedrige Flusspegel und hohe Transportkosten begrenzen den Markt darüber hinaus. Erzeugerpreise profitieren von der Kleinwasserproblematik und von stabilen bis festen Rapskursen am Pariser Matif. Die Ölmühlen sind bis Jahresende insgesamt gut mit Rohstoff versorgt.
Da auch die Preise für Rapsschrot mit deutlich höheren Frachtkosten belastet sind, halten sich die Käufer zurück. An den Flüssen ist die Lage schon lange prekär und ein Ende ist nicht in Sicht. Die Ölmühlen haben nur noch überschaubare Mengen an Rapsschrot zur Verfügung, da die Verarbeitung von Raps seit Wochen auf Sparflamme läuft. Da der Absatz von Sojaschrot auf Sparflamme läuft, bleibt der Markt insgesamt mit Futterkomponenten gut versorgt. Käufer spekulieren auf Preisnachlässe nach Abschluss der Sojabohnenernten in den USA.
In Hamburg notiert man die Rapsölpreise etwas fester als vor einer Woche. Stabilisierend wirken hier die hohen Frachtkosten. Auch die im Laufe der Woche auf 380 €/to gestiegenen Rapssaatkurse am Pariser Matif und festere Sojaölpreise unterstützen.

13.11.2018 Deutsche Rapsanbaufläche 18,1% kleiner

Der Verband der Ölsaatenindustrie UFOP schätzt, dass die Anbaufläche für Winterrapssaat zur Ernte im Jahr 2019 um 18,1% kleiner ausfällt und rund 1 Mio. Hektar groß sein wird.
In einer Umfrage, die der Verband in Auftrag gab, begründen die Befragten das mit ungewöhnlich trockenem Wetter im Herbst nach einem ohnehin schon zu trockenen und heißen Sommer. Die Böden waren zu sehr ausgetrocknet, dass nicht in allen Regionen die geplante Aussaat mit Raps erfolgen konnte.
Traditionell gibt die Umfrage des UFOP die ersten detaillierten Einschätzungen zur Rapsernte 2019 in Deutschland. Deutschlands und Frankreichs Rapsernten, die größten Anbauer dieser Ölsaat in der EU, sind nahezu gleich groß.

08.11.2018 Avril produziert mit Oleo 100 einen Biodiesel aus reinem heimischem Rohstoff

Der Ölsaaten-Verarbeiter Avril bringt heute seinen ersten Biodiesel auf den Markt der zu 100% aus Rapssaat-Öl erzeugt wird. Das soll den Absatz des Unternehmens fördern, während die Konkurrenz dem europäischen Markt durch massive Importe zusetzt.
Biodiesel wird üblicherweise traditionell fossilem Treibstoffen zugesetzt. Aber das französische Unternehmen Avril, Europas größter Biodieselhersteller, wirbt damit, dass reiner Biotreibstoff die Umwelt weniger belastet und nur aus heimischem Rohstoff erzeugt wird.
Europas Biodieselbranche hat damit zu kämpfen, dass die EU-Kommission die Importzölle auf argentinischen und indonesischen Biodiesel im letzten Jahr streichen musste, weil die EU in Gerichtsverfahren vor der WTO unterlag.
Billige Importe von Palmöl stehen außerdem mit Rapssaat-Öl in Konkurrenz, weil beides als Rohstoff zur Herstellung von Biodiesel gebraucht wird.
Der neue Treibstoff mit dem Markennamen Oleo 100 wird zu 100% aus Rapssaat hergestellt, die in Frankreich gewachsen ist. Avril will „mehrere hunderttausend Tonnen“ von dem Treibstoff produzieren, so der CEO Jean-Phillippe Puig. Die jährliche Produktionskapazität des Unternehmens liegt zwischen 1,5 und 1,6 Mio. Tonnen.
Oleo 100 hat die Genehmigung für den Einsatz in LKW und Bussen, aber nicht in Personenkraftzeugen. Die Firmen werden von Avril direkt beliefert. Die Motoren herkömmlicher Fahrzeuge benötigen einfache Module, die es dann erlauben mit 100%-Biodiesel betrieben zu werden. Die Kilometerleistung wird dadurch nicht negativ beeinflusst.
Für den Kunden ändert sich als kaum etwas, aber für die Hersteller bedeutet dieser Schritt große Anstrengungen, da weitere Lagerstätten für das Produkt und für den Rohstoff Rapssaat vorgehalten werden müssen.
100% Biodiesel gibt es bereits in Schweden und in Österreich.

08.11.2018 HANSA Terminhandel GmbH – Ölsaatenmail

Von den Ölmühlen hierzulande hört man immer wieder, sie seien bis Jahresende mit dem Rohstoff Raps versorgt, doch Lieferzögerungen durch Niedrigwasser und hohe Transportkosten gibt es wieder Kaufanfragen. Dafür werden sogar höhere Prämien geboten, um Verkaufsanreize zu setzen. Erzeugerpreise liegen im Bundesmittel stabil auf 360 €/Tonne. Die meisten Erzeuger sind derzeit aber gar nicht am Markt, sie warten auf Preissteigerungen am Ende der Vermarktungssaison. Wenn Frankreich tatsächlich 30-35% weniger Raps zur Ernte 2019 angebaut hat, wie heute berichtet wird, so sind solche Marktphantasien nicht ganz unbegründet.
Am Rapsschrotmarkt beobachten die Beteiligten die Entwicklungen im Handelsstreit zwischen den USA und China mit großer Aufmerksamkeit. China hat offensichtlich reichlich alternative Herkünfte aufgetan, die die Sojabohnenlieferungen aus den USA ersetzen könnten. Dann müssten sich die USA ihrerseits nach neuen Absatzmärkten umsehen und so würde Europa davon mit sinkenden Schrotpreisen profitieren. Auch wenn vordere Ware als knapp bezeichnet wird, weil Kleinwasser die Frachten verteuert. Herrscht am Markt gespenstische Ruhe.
Die Preise für Rapsöle konnten sich dagegen stabilisieren, da Sojaöl am Hamburger Markt um acht €/Tonne teurer geworden ist. Das sind noch Nachwirkungen von den sprunghaft gestiegenen Sojabohnenpreisen am CBoT zu Monatsbeginn.

08.11.2018 Rapsanbau für Ernte 2019: Beispielloser Flächenrückgang in Frankreich

Die französische Rapsanbaufläche für die Ernte 2019 wird vom Vorstand der Ölsaatenanbauer FOP 30-35% kleiner als in diesem Jahr erwartet.
Stimmt diese Einschätzung, so wäre die Anbaufläche nur noch 1 bis 1,1 Mio. Hektar groß und damit weit unter den bisherigen Erwartungen von Terres Univia, einem Technik-Center der Rapsanbauer. Diese gehen bisher von 1,5 Mio. Hektar aus.
Geringe Niederschläge und hohe Temperaturen im September und Anfang Oktober verschlimmerte die Sommertrockenheit in weiten Teilen Europas so sehr, dass die Bauern vielerorts keinen Raps aussäen konnten. Dort wo die Saat gelegt wurde, entwickeln sich die Pflanzen nur schwerfällig.
Die französische Rapsernte 2018 wurde vom französischen Landwirtschaftsministerium auf 4,9 Mio. Tonnen geschätzt. Dafür wurde die Ölsaat auf 1,6 Mio. Hektar angebaut.
Die Größenordnung des Flächenrückgangs in diesem Jahr ist beispiellos. Ernteverluste in 2018 durch nicht oder nur ungenügend aufgelaufene Saat und der erwartete Rückgang der Erntemenge in 2019 kann von den Bauern im Frühjahr 2019 auch nicht durch den Anbau von Sommerraps kompensiert werden.

07.11.2018 Ukraines Ölsaatenexporte steigen stark

Die Ukraine wird in diesem Wirtschaftsjahr seine Ölsaaten-Schrote so stark steigern, dass ein Weltmarktanteil von 7% möglich erscheint.
Das Beratungsunternehmen APK-Inform teilte heute mit, dass die Exporte von Sonnenblumen-Schrot im Wirtschaftsjahr 2018/19 auf 4,7 Mio. Tonnen steigt, das sind dann 11% mehr als in 2017/18.
Der Export in Rapsschrot wird sich mehr als verdoppeln und 180.000 Tonnen erreichen, während die Sojaschrotexporte um 20% auf 500.000 Tonnen steigen.
Die Ukraine ist damit weltweit der größte Exporteur von Sonnenblumenöl und Sonnenblumen-Schrot.
Weißrussland, Frankreich und Spanien sind die größten Abnehmer von Sonnenblumen-Schrot. Auf sie vereinigen sich 30% des gesamten Exportvolumens.

02.11.2018 Chinas Sojaschrotfutures mit stärkstem Tagesverlust seit 6 Jahren

Der aktivste Terminkontrakt auf Sojaschrot an der chinesischen Derivatebörse in Dalian eröffnete heute Morgen seinen Handelstag mit einem 5%igen Kursrutsch. Das war der stärkste Kurverlust seit sechs Jahren. Händler reagieren damit auf positive Kommentare der Präsidenten Trump und Xi nach einem Telefongespräch über den Handelsstreit.
Die Sojabohnenkurse am Dalian sanken auf 3.105 Yuan/Tonne, was dem Zwei-Monats-Tief entspricht. Das war der größte Kursverlust an einem Handelstag seit Februar 2013. Die Meldung kam für alle sehr überraschend. Auch sei die Reaktion darauf dass man weiter im Gespräch belieben will, außerordentlich heftig ausgefallen.
Schließlich gibt es längst noch kein Ergebnis. Auch als man vorher miteinander gesprochen hat, gab es immer wieder Rückschläge. Ein Tweet von Donald Trump reicht offensichtlich, dass die Stimmung dreht. Vielleicht ist das alles nur Wahlkampfgetöse.
Trump und Xi hatten beide ihre Hoffnung geäußert, dass der verbitterte Handelsstreit bald zu Ende geht. Es soll am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires Ende November ein Treffen der beiden Präsidenten geben. Chinesische Staatsmedien zitieren Xi mit der Aussage, dass er nachhaltige und gesunde Handelsbeziehungen zu den USA wünscht.
Seit dem Beginn des Handelskrieges im Sommer 2018 sind die Sojabohnenlieferungen aus den USA nahezu zu Erliegen gekommen. In China steigen daraufhin die Preise für Sojaschrot. Das Preisniveau hält sich dort noch immer auf einem Rekordniveau. Normalerweise erreichen die Sojabohnenlieferungen aus den USA im Q4 ihren Höhepunkt.
Der Spread zwischen dem Januar-Terminkontrakt und dem Mai-Termin an der Börse in Dalian sank heute von 455 Yuan auf 330 Yuan. Der Kurs des Rapsschrot-Futures an der Dalian sank heute um 5%. Das ist der höchste Tages-Kursverlust in diesem Terminkontrakt überhaupt.

01.11.2018 HANSA Terminhandel Ölsaaten-Mail

Anhaltende Kleinwasserprobleme haben den Rapsmarkt durch hohe Frachtkosten fast zum Erliegen gebracht. Außerdem hatten die Ölmühlen wegen unbefriedigender Margen auf die Verarbeitung von Sojabohnen umgestellt. Deshalb ist vorerst auch nicht mehr mit einer Nachfragebelebung nach Rapssaat zu rechnen. Da die Rohölpreise kräftig gesunken sind, ist inzwischen auch die Nachfrage nach Biodiesel schwächer. Lagerhalter von Rapssaat spekulieren aber trotz alledem und wie jedes Jahr auf Preissteigerungen zum Ende der Vermarktungssaison. Aktuell sind sie aber in einer schlechten Verhandlungsposition und wollen ihre missliche Lage aussitzen.
Da die Ölmühlen kaum mehr Raps verarbeiten, gibt es auch nur ein sehr überschaubares Angebot an Rapsschrot. Die Mischfutterbetriebe halten sich aber wegen hoher Frachtkosten ebenfalls vom Markt fern. Im weiteren Verlauf erwarten sie außerdem Preisnachlässe wenn die Frachtraten sinken.
Die geringe Nachfrage aus der Biodieselindustrie sorgt dafür, dass sich das hohe Preisniveau für Rapsöl nicht mehr halten kann. Sobald die Pegelstände auf den deutschen Flüssen wieder steigen, werden auch hier Preisnachlässe erwartet. Wegen schwacher Vorgaben der Sojaölkurse an der CBoT und an der chinesischen Derivatebörse in Dalian sind bereits die Forderungen für Sojaöl ab Hamburg um 10 €/to gesunken.

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