Matif: Rapssaat Mai 2019

30.05.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Bei steigenden Preisen und verbesserten Bedingungen bei der Pflanzenentwicklung auf unseren Feldern sind die Rapsbauen jetzt eher bereit, ihre nächste Ernte zu verkaufen. An den Terminbörsen sind die Kurse für Sojabohnen- und Sojabschrotfutures seit Monatsmitte kräftig gestiegen und das blieb auch für die Pariser Rapsfutures nicht ohne Folgen. Die kühle Witterung mit Regenschauern hat hierzulande zudem die Situation auf den Feldern deutlich verbessert.
Inzwischen werden die überschaubaren Vorräte der Erzeuger aus der alten Ernte von den Lagerhaltern noch zurückgehalten. Man hofft auf weitere Preissteigerungen im Juni. Die niedrigen Ernteprognosen für die EU-28-Rapsernte lassen sie darauf spekulieren, dass es noch vor der nächsten Ernte Bedarfslücken geben wird.
Die Börsenkurse für Sojaschrot sind in den letzten vier Tagen besonders stark angestiegen, weil sich die Feldarbeiten in den US Plains wegen Regen seit Wochen verzögern. Das führte schon zuvor zu einer starken Nachfrage nach Sojaschrot; ob die Nachfrage zu diesen höheren Preisen anhält, muss sich erst noch zeigen. Schließlich sind die deutschen Mühlen mit US-Bohnen noch gut versorgt. So konzentriert sich die Nachfrage nach Rapsschrot auch hauptsächlich auf die Liefertermine August bis Oktober.
Am Markt für Pflanzenöle gibt indes keine klare Richtung. Niedrigere Ernteschätzungen in Europa für Rapssaat wirken bullisch, Biodiesel aus Altfetten könnte aber zu erheblichen Einspareffekten führen. Die Margen aus dem Rapsölverkauf sind zurzeit schlecht, sodass sich die Ölmühlen bei höheren Forderungen bedeckt halten. Sojaöl steht in scharfer Konkurrenz zu billigerem Palmöl wofür die Kassapreise in Hamburg zuletzt wieder nachgaben.

30.05.2019 Euronext: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 29.964 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen in der Vorwoche wurde allerdings in der Woche bis zum 24. Mai auf 20.348 Netto-Short-Positionen reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 24. Mai auf 20.302 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 27.829). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 70,2% während Non Commercial 20,7% am Open Interest repräsentieren. 90,9% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert, das ist stabil zur Vorwoche. Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen  Mais  Rapssaat

30.05.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Kursgewinnen im Tageshandel und in den vergangenen Sitzungen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Begrenzt wurden die Verluste durch die heftigen Niederschläge und Überflutungen in maßgeblichen US-Anbauregionen, die die Winterweizenbestände schädigen und die Sommerweizen-Aussaat behindern. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten.
An der Euronext in Paris schwankten die Kurse der Weizenfutures kräftig. Auf dem Frontmonat September wurde der Weizen in einer Spanne zwischen €181,50 und € 190 gehandelt. Die Höchstkurse konnten allerdings nicht gehalten werden und am Ende der Sitzung schlossen alle Termine mit moderaten Verlusten. In Europa und der Schwarzmeer-Region sind die Bedingungen für die Weizenbestände weiterhin gut. Händler beobachten allerdings die Entwicklung in Russland, wo kommende Woche in heißes Wetter erwartet wird. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten in der vergangenen Woche erneut ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim Weizen.

30.05.2019 CBoT-Maisfutures legen bei ihrer Rally eine Pause ein

Nach dem kräftigen Kursanstieg auf ein Drei-Jahres-Hoch legen die Maisfutures heute Morgen eine Verschnaufpause ein. Die Verluste dürften aber überschaubar bleiben, da im Mittleren Westen der USA weitere Regenfälle vorhergesagt werden, die die Maisaussaat weiter verzögern werden.
Bis zum 26. Mai waren 58% der geplanten Maisflächen bestellt. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin bereits 90%. Auch die Aussaat von Sojabohnen verzögert sich.
Händler in Fernostasien gehen davon aus, dass es sich heute nur um eine Pause bei der Rally handelt. Die Feldarbeiten sind in den USA längst nicht abgeschlossen.
Während es im Corn-belt der USA viel zu nass ist klagen Australiens Farmer über anhaltende Trockenheit. Das soll mindestens noch drei Monate so weitergehen, glaubt man dem Meteorologen des Kontinents. Die gesamte Agrarproduktion ist dadurch in Gefahr.
Unterdessen hat die Ukraine in dieser Saison bisher 46,1 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt, im Vergleich mit 36,4 Mio. Tonnen zu diesem Termin im Vorjahr. In 2018 erntete man dort 70 Mio. Tonnen in 2017 waren es 61 Mio. Tonnen.

30.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 15.0000 Kontrakte CBoT Mais

29.05.2019 EU Oilseeds-Dashboard

29.05.2019 EU Cereals-Dashboard

29.05.2019 EU Pigmeat-Dashboard

29.05.2019 Ukraine: Getreideexporte erreichen 46,1 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine der laufenden Saison 2018/19 haben bisher ein Volumen von 46,1 Mio. Tonnen erreicht. Vor einem Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 36,4 Mio. Tonnen. Die Ukraine hat im vergangenen Jahr 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet, 2016 waren es 61 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium erwartet in der laufenden Saison Getreideexporte in einem Volumen von bis zu 49 Mio. Tonnen (Vorjahr: 39,4 Mio. Tonnen). Per 29. Mai wurden 27 Mio. Tonnen Mais und 14,9 Mio. Tonnen Weizen exportiert.

29.05.2019 Generalstreik in Argentinien legt auch Hafen von Rosario lahm

Mit einem landesweiten Streik in Argentinien protestieren die Gewerkschaften gegen die Sparmaßnahmen unter der Regierung Macri. Flughäfen und zentrale Häfen werden heute geschlossen. Die Anspannung in dem von Rezession geplagten südamerikanischen Land steigt.
Die größte Gewerkschaft Argentiniens ruft zu diesem Streik auf während die Mitte-Rechts-Regierung von Mauricio Macri in den Umfragen zur Präsidentschaftswahl, die im Oktober stattfinden soll, an Popularität verliert. Die Wähler leiden unter der Inflation, Arbeitslosigkeit sowie unter dem schwachen Peso.
Der öffentliche Verkehr kommt zum Erliegen und viele Schulen und Banken in der City von Buenos Aires bleiben heute geschlossen. Es herrscht eine gespenstige Ruhe vor dem Generalstreik, zu dem die Dachgewerkschaft CGT für heute aufgerufen hat.
Sie steht den Peronisten, also der links gerichteten Opposition nahe und fordert eine Gehalterhöhung zum Ausgleich der hohen Inflationsrate von mehr als 50% im letzten Jahr. Außerdem soll die Regierung die hohe Steuerlast senken, die von den Arbeitern geschultert werden muss.
Man beklagt auch steigende Kosten für Dienstleistungen, die die Finanzierungskosten eines Darlehens des Internationalen Währungsfonds auffangen soll. Hohe Gebühren haben die Armut im Land noch weiter verschlimmert.
Die Wirtschaftskrise bedroht Macris Wiederwahl im Oktober. Die Linken treten mit Alberto Fernández und der Ex-Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner an.
Heute wurden alle Flüge an den internationalen Flughäfen gecancelt und auch der Hafen von Rosario, einem der wichtigsten Umschlagplätze für Agrarrohstoffe der Welt, wurde geschlossen.

29.05.2019 Börsenhandel an Christi Himmelfahrt

Unser Büro ist morgen aufgrund des Feiertags Christi Himmelfahrt nicht besetzt. Die Infodienste "Getreidemail" und "Terminmarktnotierung Agrar" erhalten Sie zu den gewohnten Zeiten. Der Börsenhandel findet an allen maßgeblichen Terminmarktbörsen ganz normal statt.

29.05.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,80 €/kg SG (+/-0 ct)

Erneut stabil zur Vorwoche zeigt die Schweinepreis-Empfehlung in dieser Woche. Der Markt wird als ausgeglichen beschrieben. Schlachtreife Schweine lassen sich trotz des fehlenden Schlachttages zügig vermarkten und Überhänge werden nicht gemeldet. Eine leichte Belebung ist in dieser Woche am Fleischmarkt zu spüren. In Erwartung wärmeren Wetters zu Himmelfahrt hat der Handel mit Grillfleisch die Geschäfte positiv stimuliert. Bevorratungen sind auch in der kommenden Woche zu erwarten im Hinblick auf das bevorstehende Pfingstfest. Knapp bedarfsdeckend präsentiert sich auch das Angebot an schlachtreifen Schweinen in weiten Teilen Europas. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sanken zur Vorwoche moderat um 100g auf 96,5 kg. Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 929.830 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 888.162; Vorjahr: 842.185).

29.05.2019 US Crop-Progress-Report: Mais- und Sojabohnenaussaat weiter stark verzögert

Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem gestern aktualisierten Crop-Progress-Report nur noch 61% der US-Winterweizenbestände per 26. Mai das Top-Rating „gut bis exzellent“ erteilt. In der Vorwoche erhielten noch 66% der Bestände die Top-Bewertung. Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Wert von 65%.
Die Sommerweizenaussaat ist auf 84% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 70% und im 5-Jahres-Durchschnitt bei 91%.
Die Maisaussaat ist weiterhin stark verzögert. Nur 58% der geplanten Flächen sind bestellt (Vorwoche: 49%; 5-Jahres-Durchschnitt: 90%). Analysten erwarteten beim Mais einen Fortschritt von 63%. Ebenfalls stark verzögert ist die Sojabohnenaussaat. Auf 29% der geplanten Flächen ist sie per 26. Mai erfolgt (Vorwoche: 19%; 5-Jahres-Durchschnitt: 66%; Analystenerwartung: 31%).

29.05.2019 Günstige Exportbedingungen für Brasiliens Maisbauern

Brasiliens Maisbauern können es kaum fassen, wie günstig die Marktbedingungen für sie geworden sind. In Chicago steigen die Maiskurse und die aktuelle Schwäche der Landeswährung Real verbessert die Exportchancen.
Die Maisexporte im Mai summieren sich bis Freitag auf 908.400 Tonnen – eine ungewöhnlich große Menge zu dieser Jahreszeit in der eigentlich die Ausfuhren der Sojabohnen Vorrang haben. Erst in der zweiten Saisonhälfte steigen üblicherweise die Maisausfuhren, da die größte Erntemenge erst im brasilianischen Winter an den Markt kommt.
Die Mai-Ausfuhren von Mais haben sich gegenüber dem April schon verdoppelt, so groß waren die Ausfuhren in diesem Monat noch nie. Das liegt zum größten Teil auch an der Schwäche des Real, der die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt verbessert.
Eine Analystin des Marktanalysten FCStone stellt zudem fest, dass die brasilianische Maisernte in diesem Wirtschaftsjahr mit fast 100 Mio. Tonnen einen neuen Rekord aufstellen könnte. An der Derivatebörse in Chicago stiegen die Maiskurse heute Morgen auf ein Drei-Jahres-Hoch, weil die Aussaat im Kerngebiet des US-Getreidegürtels wegen Dauerregens nicht vorankommt.
Die Schwäche der brasilianischen Landeswährung begründet sich zum Teil durch eine politische Instabilität. Investoren fürchten, dass eine geplante Rentenreform nicht beschlossen wird.
Wegen der günstigen Rahmenbedingungen wollen Maisfarmer in Brasilien für Forward-Geschäfte bis ins Jahr 2020 nutzen. Sie glauben, so eine Häufung günstiger Umstände wird es so schnell nicht wieder geben.

29.05.2019 Dalian Sojaschrotkurse steigen heute Morgen um 3% - höchstes Tagesplus seit Juli

Im frühen Börsenhandel stiegen die Sojaschrotfutures an der chinesischen Derivatebörse in Dalian um 3%; das ist der größte Tagesanstieg seit Juni 2018. Die feste Stimmung begründet sich mit festen Sojabohnenpreisen in den USA, wo sich die Aussaat verzögert.
Dadurch können die Erträge in den USA wohl nicht mehr die optimalen Ergebnisse erzielen, glauben Agrarmarktanalysten in China. Außerdem ist die Stimmung in China ohnehin ziemlich bullisch, da der Handelsstreit mit den USA kein Ende findet.
Die Hoffnung auf mehr US-Sojabohnen hat sich wieder eingetrübt.

29.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago stiegen gestern erneut kräftig. Wetterdienste erwarten übers Wochenende wieder heftige Niederschläge in wichtigen Anbauregionen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um ca. 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Der Soja- und Maiskomplex legte gestern ebenfalls kräftig zu. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Nur noch 61% der US-Winterweizenbestände erhielten das Toprating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es 66%. Analysten erwarteten einen Rückgang auf lediglich 65%. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 494.097 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit deutlichen Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom starken Anstieg in Übersee profitieren und erreichten im Handelsverlauf ein 3-Monats-Hoch. Nur die Termine der Ernte 2020 gaben moderat nach. Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose der EU-Weizenproduktion 2019/20 von 141,3 Mio. Tonnen auf 143,8 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 blieb aber unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen. Für 2018/19 liegt die Exportprognose bei 21 Mio. Tonnen.

29.05.2019 CBoT-Maisfutures auf 3-Jahres-Hoch

Die CBoT-Maisfutures steigen heute Morgen um bis zu 4% auf ihren höchsten Stand seit 2016 nachdem der US-Regierungsreport gestern zeigte, dass sich die Aussaat weit hinter dem Stand der Vorjahre bleibt und auch die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht trifft.
Der Mittlere Westen der USA bleibt an vielen Orten für die Feldarbeiten zu nass. Die Regenfälle am Wochenende waren heftiger als vorhergesagt und jetzt sagen die Meteorologen nach einer kurzen Wetterberuhigung weiteren Regen für die kommenden 10 Tage voraus.
Die Kurse der Maisfutures am CBoT stiegen seit Mitte Mai schon um 17,5%, da die institutionellen Investoren ihre massiven Short-Positionen liquidierten. Dadurch kauften sie seither den Gegenwert von mehr als 1 Mrd. Bushel Mais.
Gestern teilte das USDA mit, dass bis zum 26. Mai 58% der geplanten Maisflächen in den USA gepflanzt waren. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 90%.
Das nasse Wetter beeinflusste auch die Aussaat von Sojabohnen und Sommerweizen in den USA.

29.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 47.500 Lots CBoT Mais

28.05.2019 Argentinien im Glück: Große Ernten und hohe Preise

Die Maisernte 2019/20 in Argentinien könnte die bisherige Rekordmenge von 56 Mio. Tonnen übertreffen. Das erwartet zumindest der Chef des Agrarsekretariats in Buenos Aires.
Die Terminmarktnotierungen zeigen interessante Preise, sodass die Farmer für Mais eine größere Anbaufläche einplanen und dafür bereits ihre Betriebsmittel einkaufen.
Die Agrarrohstoffernte für die laufende Vermarktungssaison wird ebenfalls sehr groß eingeschätzt, weil die Wetterkonditionen dort im Südamerika hervorragend waren.

28.05.2019 Im Mittleren Westen der USA sind erst 63% der Maisflächen bestellt

Das USDA teilte soeben mit, dass die Maisaussaat in den USA bis Sonnten auf nur 63% der geplanten Flächen erfolgte.
Wegen des Feiertages am gestrigen Montag kommt diese Meldung erst heute. Ungewöhnlich nasse Bedingungen verzögern die Feldbestellungen. Im letzten Jahr waren an diesen Termin 90% der geplanten Flächen bestellt.
Inzwischen sind dort auch 31% der Sojabohnen gesät, das Fünf-Jahres-Mittel liegt bei 66%.
Die Aussaat von Sommerweizen ist jetzt zu 83% abgeschlossen. Auch hier waren es im Fünf-Jahres-Mittel 91%.
Die Beurteilung der Winterweizenbestände ist mit 65% in der Kategorie „good-to-excellent“ um einen %-Punkt schlechter als in der Vorwoche.

28.05.2019 US-Export-Inspections: Mais-Verladungen höher, als erwartet

28.05.2019 Frittenrohstoff für Belgien kommt jetzt aus Schottland

Insbesondere belgische Frittenfabriken sind auf Kartoffellieferungen aus ganz Europa angewiesen. Da es bei den unmittelbaren Nachbarn in Zentraleuropa kaum noch freie Ware gibt, muss der Rohstoff jetzt aus immer weiteren Entfernungen herangeholt werden. Zurzeit liefert Schottland in großem Umfang und zu festen Preisen auf das europäische Festland. Die meisten Fabriken verlassen sich aber noch darauf, dass sie ihre Kontraktware bekommen. Der Anteil an freier Ware am Gesamtumsatz ist gering.
Ob die Rohstoffversorgung der Fabriken bis zur neuen Ernte gewährleistet ist, darf allerdings bezweifelt werden. Noch hat die Jagd auf freie Ware nicht begonnen. Einige Händler müssen aber noch Verträge erfüllen und haben Mühe, diese Mengen zusammen zu bekommen. Das hält die Notierungen und das Preisniveau hoch. Viele Fabriken werden sich wohl mehr Zeit für Wartungsarbeiten nehmen.

28.05.2019 Ukraine: Diesjährige Winterweizen- und Wintergersten-Erträge höher als in 2018

Die Winterweizenernte in der Ukraine könnte nach Ansicht der APK-Inform Fachleute in diesem Jahr um 8,4% auf 25,9 Mio. Tonnen steigen.
Die Gerstenernte könnte auf 3,3 Mio. Tonnen kommen, von 2,9 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Winterweizenerträge kommen demnach auf 4 Tonnen pro Hektar, die der Wintergerste auf 3,3 Tonnen, nach 3,73 respektive 3,35 Tonnen/Hektar.
Winterweizen dominiert mit 95% die ukrainische Weizenernte. In 2018 war die Winterweizenernte 24,6 Mio. Tonnen groß. Der ukrainische Agrarminister schätzt die gesamte Weizenernte in 2018 auf 26,9 Mio. Tonnen.

28.05.2019 EU erhöht Prognose der Weizenproduktion

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weizenproduktion 2019/20 in der Europäischen Union von 141,3 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 143,8 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2019/20 blieb aber unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen, während die Prognose für 2018/19 bei 21 Mio. Tonnen liegt.
Die Prognose der Gersteproduktion 2019/20 wurde moderat gesenkt von 61,0 Mio. Tonnen auf 60,7 Mio. Tonnen. Beim Mais erwartet die Kommission eine Produktionsmenge von 68,2 Mio. Tonnen (Vormonats-Prognose: 68,3 Mio. Tonnen). Maisimporte im Vermarktungsjahr 2019/20 belaufen sich nach Schätzungen der Kommission auf 15,5 Mio. Tonnen. Für 2018/19 erhöhte man die Prognose von 21,5 Mio. Tonnen auf 22,5 Mio. Tonnen. Die Erwartung an die Rapsproduktion wurde gesenkt von 19,2 Mio. Tonnen auf 18,7 Mio. Tonnen.

28.05.2019 China: Außerordentlich hohe Sojabohneneinfuhren im April

Chinas Sojabohnenimporte aus den USA stiegen im April an, als die Spannungen im Handelskonflikt etwas nachließen. Gleichzeitig stiegen aber auch die Einfuhren aus Brasilien, da das Land seine Exportzölle in diesem Monat senkte.
China ist weiter mit Abstand der größte Sojabohnenimporteur der Welt und kaufte im April aus den USA 1,75 Mio. Tonnen der Ölsaat, das waren 15,9% mehr als im März, so die Informationen der Zollbehörden in Peking.
Die Sojabohnenimporte aus den USA, Chinas zweitwichtigster Lieferant dieser Feldfrucht, kamen in 2018 gefühlt zum Stillstand, nachdem China seit Juli im Zusammenhang mit dem Handelskonflikt der beiden größten Wirtschaftsmächte der Welt, für US-Bohnen einem Strafzoll von 25% erhebt.
Während eines „Waffenstillstands“ am 1. Dezember nahm China dann die Einfuhren aus den USA wieder auf und kaufte 14 Mio. Tonnen. Sechs Mio. Tonnen davon wurden im letzten Monat aber wieder storniert. Im April eskalierte der Streit dann wieder.
In der Zwischenzeit kaufte China im April auf 5,79 Mio. Tonnen Sojabohnen in Brasilien und verdoppelte damit die Menge der Märzlieferungen. Seit April gilt in Brasilien für Agrarrohstoffe ein niedrigerer Mehrwertsteuer- bzw.- Zollsatz.
So führte China im April 7,64 Mio. Tonnen oder 11% mehr Sojabohnen als im März ein. In China werden die Bohnen zu Öl und Schrot gemahlen. Mit dem Schrot werden die großen Schweineherden das Landes gefüttert. Die Tierbestände wurden aber durch die tödlich verlaufende Tierseuche „Afrikanisches Schweinefieber“ stark dezimiert.

28.05.2019 Armyworm bereits in 15 chinesischen Provinzen

In der östlichen chinesischen Provinz Jiangsu wurde am Montag in einem Maisfeld der Befall mit dem gefährlichen Armyworm entdeckt. Das berichteten Chinas Staatsmedien gestern.
Der Schädling ist inzwischen schon in 15 Provinzen aufgetaucht, zum ersten Mal Anfang Januar 2019 im Südwesten des Landes in Yunnan.
Jetzt wurde die Schmetterlingslarve in Maisfeldern in den Orten Yixing und Liyang in der Provinz Jiangsu entdeckt. Das Risiko, dass sich der Schädling nun auch in die großen Maisanbauregionen Chinas ausbreitet, ist sehr groß berichten die Medien vor Ort.
China hatte Ende 2017 130 Mio. Hektar Ackerland und baut auf 42 Mio. Hektar Mais an.

28.05.2019 Getreide-Vermarktungssaison in der Ukraine neigt sich dem Ende zu

In der Woche vom 18-24 Mai sanken die Getreideexporte aus ukrainischen Häfen auf 757.000 Tonnen von 1,01 Mio. Tonnen in der Woche zuvor.
Die Maisexporte stiegen allerdings noch einmal von 674.000 Tonnen auf 686.000 Tonnen, während die Weizenexporte von 234.000 Tonnen in der Vorwoche auf jetzt 48.000 Tonnen sanken.
Die größten Mengen gingen in den Iran, nach China und nach Spanien.
In dieser Saison, die von Juli 2018 bis Juni 2019 reicht, exportierte das Land am Schwarzen Meer 41,1 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste. Im Vorjahr waren es in diesem Zeitraum 32 Mio. Tonnen.
Das Landwirtschaftsministerium in Kiew geht für die gesamte Saison von 49 Mio. Tonnen aus.
Das Land erntete in 2018/19 70 Mio. Tonnen Getreide.

28.05.2019 Getreidemail

In den USA fand gestern aufgrund des Feiertags Memorial Day kein Handel statt. Wetterdienste erwarten auch in den kommenden 15 Tagen überdurchschnittlich hohe Niederschläge in weiten Teilen des Mittleren Westens der Vereinigten Staaten und in den US-Plains. Heute Morgen handelt die eCBoT mit deutlichen Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures gestern den starken Vorgaben aus Übersee aus der Freitagssitzung und schlossen mit kräftigen Gewinnen. Die russischen Exportpreise für die neue Weizenernte sind in der vergangenen Woche aufgrund des Kursanstiegs an der Chicago Board of Trade weiter gestiegen. Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% lag Ende letzter Woche bei $188/Tonne auf Basis FOB. Das ist ein Anstieg um $2 zur Vorwoche, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €1,50 unter Paris Dezember19. Die Weichweizenexporte der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) erreichten per 26. Mai ein Volumen von 18,4 Mio. Tonnen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 2%.

28.05.2019 Rally bei CBoT-Agrarfutures setzt sich heute Morgen fort

Technische Käufe treiben die Weizenkurse am CBoT kräftig in die Höhe. In den USA gefährdet Regen die Erträge des Winterweizens und die Saat des Sommerweizens kommt nicht in die Erde.

Am vergangenen Freitag waren die CBoT-Weizenkurse bereits um 5% gestiegen und heute Morgen setzt sich die Rally fort. Der Kurs des Frontmonats Juli-19 übersprang heute Nacht bereits die 5-Dollar-Marke. Fonds kaufen massiv, um ihre Short-Positionen glatt zu stellen nachdem der 100-Tage-gleitende Durchschnitt überschritten wurde.
Regen in den nördlichen Plains verhindert die Aussaat vom Sommerweizen, sodass auch der Kurs des Hard-Red-Winterweizenfutures kräftig ansteigt. In den südlichen Anbauregionen gefährden strake Regenfälle die Feldbestände des Winterweizens.
Auch die Mais- und Sojabohnenkurse sind im Aufwind, weil die Anleger ihre massiven Short-positionen liquidieren.

27.05.2019 EU-Weizenexporte 2% hinter Vorjahr

Die Weichweizenexporte der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) erreichten per 26. Mai ein Volumen von 18,4 Mio. Tonnen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 2%. Um 24% zurück gingen die Gersteexporte. Sie erreichten per 26. Mai ein Volumen von 4,0 Mio. Tonnen. Die Maisimporte hingegen stiegen um 36% auf 21,6 Mio. Tonnen.

27.05.2019 Russland: Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen stiegen vergangene Woche erneut

Die russischen Exportpreise für die neue Weizenernte sind in der vergangenen Woche aufgrund des Kursanstiegs an der Chicago Board of Trade weiter gestiegen.
Schwarzmeer-Weizen der neuen Weizenernte aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% lag Ende letzter Woche bei $188/Tonne auf Basis FOB. Das ist ein Anstieg um $2 zur Vorwoche, so das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon gab einen Preis per Ende letzter Woche von $187/Tonne FOB für Weizen der neuen Ernte zur die Lieferung im Juli bekannt, nach $184,5 in der Woche zuvor. Russland beginnt normalerweise Ende Juni oder Anfang Juli mit der Weizenernte.
Der Chicagoer Weizen stieg letzte Woche, nachdem Vorhersagen für mehr Regen in den Vereinigten Staaten für Besorgnis sorgten. Befürchtet werden Verzögerungen bei der Sommerweizenaussaat und Schäden beim Winterweizen.
Russland exportierte von Beginn der laufenden Vermarktungssaison 2018/19 am 1. Juli 2018 bis zum 23. Mai 40,5 Mio. Tonnen Getreide, 15% weniger, als ein Jahr zuvor, so SovEcon. Darunter waren 33,4 Mio. Tonnen Weizen.
Die Inlandspreise für Weizen der Klasse III sanken laut SovEcon Ende letzter Woche im europäischen Teil Russlands um 25 Rubel auf 11.900 Rubel (185 USD) pro Tonne.
Bis zum 24. Mai wurde auf 78% der geplanten Fläche bzw. 23 Mio. Hektar Sommergetreide ausgesät, verglichen mit 20 Mio. Hektar vor einem Jahr, teilte das russische Landwirtschaftsministerium mit.
In der vergangenen Woche ist in mehreren Regionen im europäischen Teil Russlands etwas Regen angekommen, der jedoch geringer ausfiel als erwartet, so SovEcon. Die Wolga-Region und Teile der südlichen Regionen waren trockener als im Durchschnitt der Vorjahre, während in der Zentralregion viel Regen fiel. "In den nächsten zwei Wochen werden mehr Schauer erwartet, obwohl die Niederschläge im Wolgatal voraussichtlich unter dem Normalwert bleiben", sagte SovEcon.

27.05.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 14.05.19 bis 21.05.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 36.701 Kontrakte auf 41.760 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen somit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen ebenfalls reduziert um 166.189 Kontrakte auf 116.729 Netto-Short-Positionen.
Außerden reduzierten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 15.704 Lots auf 153.131 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 21. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

27.05.2019 Euronext Weizen startet fest

Der Euronext-Weizenfuture September 19 steigt heute Morgen auf ein vorläufiges 2-Monats-Hoch von 180,75€/Tonne. Nach Handelsschluss in Paris am Freitag stiegen die Weizenfutures in Chicago noch einmal deutlich an. Heute kommen aufgrund des Feiertags aus Chicago keine zusätzlichen Impulse.

27.05.2019 Trotz Regen fällt die EU-Rapsernte auf unter 18 Mio. Tonnen

Im Mai brachte der Regen in einigen Teilen der Europäischen Union bei der Rapssaat ein Entspannung, aber Analysten erwarten, dass die diesjährige Ernte die kleinste seit einem Jahrzehnt wird, weil es immer noch zu trocken ist und Insektenbefall die Erträge mindert.
Der Getreideverband Coceral schätzte letzte Woche, dass die EU-Rapsernte 2019 nur 17,9 Mio. Tonnen groß sein wird. Das wären zwei Mio. Tonnen weniger als im letzten Jahr und die kleinste Ernte seit 2007.
Der Regen könnte das Ergebnis noch etwas verbessern, aber die Rapssaat hat bisher schon so sehr gelitten, dass das auch keinen großen Unterschied mehr macht.
In Frankreich könnte die Ernte unter die 4-Mio.-to-Grenze sinken (Vj.:4,9). Die Anbaufläche wurde dort um 19% auf jetzt 1,31 Mio. Hektar eingeschränkt. Jetzt hat Insektenbefall einige Farmer dazu bewogen, dass der Raps umgebrochen wird und stattdessen Mais angebaut wird.
Auch in Deutschland wird die Rapsernte trotz der Regenfälle kleiner. In den bisher trockensten Regionen ging endlich ergiebiger Regen nieder. Bundesweit sind die Feldbestände in ordentlichem Zustand, das kompensiert aber nicht die große Anbaueinschränkung.
Die Ernte könnte hierzulande 17,1% kleiner ausfallen auf 3,04 Mio. Tonnen, so der Genossenschaftsverband Anfang Mai.
Die polnische Rapsernte könnte mit 2,4 Mio. Tonnen sogar um 100.000 Tonnen größer als im Vorjahr ausfallen. Die Auswinterungen waren nur gering.
In Großbritannien stellt man verbreitet Insektenbefall beim Raps fest, die zu einer spürbar kleineren Ernte führen dürfte. Dort ist außerdem auch noch immer zu trocken.

27.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen (Short-Covering) von Fondsgesellschaften und technische Käufe ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit kräftigen Gewinnen schließen. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat Juli um 5,3% zu. Niederschläge in wichtigen US-Weizenanbaugebieten könnten die Ertragsaussichten beim Winterweizen mindern und zusätzlich die Sommerweizenaussaat in den Northern Plains behindern. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 13.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben in den USA die Börsen aufgrund eines Feiertags (Memorial Day) geschlossen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit guten Aufschlägen. Allerdings begrenzten die guten Bedingungen in Europa und der Schwarzmeer-Region den Anstieg. Die Agrarmarktanalysten von FranceAgriMer veröffentlichten am Freitag ihr wöchentliches Update über den Zustand der Getreidebestände und den Aussaatfortschritt in Frankreich. Wie schon in den Wochen zuvor bewerten die Analysten beim Winterweizen 79% der Bestände per 20. Mai mit dem Top-Rating „gut bis exzellent“. Auch im vergangenen Jahr erhielten 79% der Bestände zu diesem Zeitpunkt das Top-Rating. 

27.05.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 46.000 Lots CBoT Mais

24.05.2019 Mexiko kauft 113.000 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 113.000 Tonnen Mais zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 an Mexiko.

24.05.2019 China: Armyworm hat das Potenzial, die Ziele bei Getreideproduktion zu gefährden

Chinas Landwirtschaftsministerium teilte heute mit, dass die Maßnahmen zur Kontrolle und gegen die Ausbreitung des Armyworm (lesen Sie dazu auch unseren Bericht vom 22.05.19 16:46 Uhr) entscheidend sind für das Land, die Jahresziele der Getreideproduktion zu erreichen und die wirtschaftliche und soziale Stabilität zu erhalten.
Der zerstörerische Wurm hat sich in 14 Provinzen und Regionen Chinas verbreitet, nachdem er im Januar erstmals in China entdeckt wurde. Die Situation ist ernst und die Aufgabe ist dringend, so das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten in einer Erklärung auf seiner Website.
Der Armyworm, eine Schmetterlingsart aus der Familie der Eulenfalter, der sich in großer Zahl von Blättern und Stängeln vieler Pflanzenarten wie Sorghum, Mais und Zuckerrohr ernährt, kann über Nacht Hunderte Hektar Mais befallen und schädigen.

24.05.2019 Algerien plant Begrenzung der Getreideimporte

Die algerische Regierung unternimmt Maßnahmen, um den Import von Getreide zu begrenzen und dadurch den Rückgang der Devisenreserven zu bewältigen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur APS am Donnerstag. Algeriens Getreideimporte summierten sich im Jahr 2018 auf einen Wert von 3,1 Mrd. USD, ein Plus von 11,55% gegenüber dem Vorjahr. Frankreich ist Algeriens wichtigster Weichweizenlieferant. Die Maßnahme zur Kürzung der Ausgaben werde auch Milchimporte einschließen, sagte APS unter Berufung auf das Büro von Ministerpräsident Noureddine Bedoui. Die Gesamtausgaben für Getreide- und Milchimporte machen mehr als 50% des Gesamtwertes der Lebensmittelimporte aus, der 2018 8,57 Mrd. USD erreichte.
Die Regierung forderte die betroffenen Dienststellen auf, eine genaue Einschätzung der tatsächlichen Bedürfnisse des nationalen Weizen- und Milchmarktes vorzunehmen.
Im September 2018 reduzierten sich die Reserven auf 88,61 Mrd. USD, nach 106,3 Mrd. USD im September 2017 zuvor.

24.05.2019 US-Feiertag Memorial Day

Am 27. Mai wird in den Vereinigten Staaten der Memorial-Day gefeiert.
Der Börsenhandel mit Agrarrohstoffen findet an diesem Tag an der CBoT nicht statt. Er beginnt mit dem Start der elektronischen Nachtbörse am 28.05.2016 um 2:00 Uhr.

24.05.2019 16 Mrd. USD Direktzahlungen für US-Farmer

Die Trump Administration stellte gestern ihren 16-Mrd.Dollar Hilfsplan für die vom US-Chinesischen 10 Monate andauernden Handelsstreit benachteiligten US-Farmer vor. Die Hilfsgelder sollen im Wesentlichen Flächenbeihilfen sein und davon abhängen, welche Produktionsrichtung die Farmer betreiben. Es erfolgen demnach also Direktzahlungen.
Im Grunde genommen befürwortet die Farmerlobby die Fördermaßnahmen, sie fordern aber auch, dass der Handelsstreit mit China so schnell wie möglich beendet wird, damit keine Hilfsgelder mehr benötigt werden.
Die US-Farmer waren hauptsächlich für die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten im Jahr 2016 verantwortlich. Dieser hatte in 2018 den größten Handelskonflikt mit China vom Zaun gebrochen. China kaufte bis dahin 60% der US-Sojabohnenernte.
Donald Trump sagte gestern, dass die US-Farmer von China attackiert werden. Kein Land der Welt hätte das Recht, die wirtschaftliche und nationale Sicherheit des Landes zu beeinträchtigen.
Von den 16 Mrd. USD sollen 14,5 für Direktzahlungen in drei Tranchen geleistet werden. Darüber hinaus wird ein Aufkaufprogramm für Agrarrohstoffe mit 1,4 Mrd. USD aufgelegt. Mit 100 Mio. USD will man andere Absatzmärkte für US-Agrarexporte erschließen.
Man hat sich bewusst für das System der Direktzahlungen entschieden, um den Einfluss auf die Anbauentscheidung gering zu halten. Darüber gab es in der US-Agrarbranche bereits im Vorfeld eine erhitzte Debatte.

24.05.2019 FranceAgriMer belässt Ratings für Winterweizen unverändert

Die Agrarmarktanalysten von FranceAgriMer haben heute Morgen ihr wöchentliches Update für den Zustand der Getreidebestände und den Aussaatfortschritt in Frankreich veröffentlicht. Wie schon in den Wochen zuvor bewerten die Analysten beim Winterweizen 79% der Bestände per 20. Mai mit dem Top-Rating „gut bis exzellent“. Auch im vergangenen Jahr erhielten 79% der Bestände zu diesem Zeitpunkt das Top-Rating. Bei der Wintergerste liegt der Anteil der Pflanzen mit dem Rating „gut bis exzellent“ ebenfalls unverändert zur Vorwoche bei 75%. Etwas schwächer zur Vorwoche, allerdings mit 88% in Top-Verfassung, entwickeln sich die Bestände der Sommergerste (Vorwoche: 89%). Ebenfalls schwächer mit 83% fallen die Ratings beim Körnermais aus. In der Vorwoche waren es noch 85%. Die Maisaussaat ist nahezu abgeschlossen mit 97% der geplanten Flächen per 20. Mai.

24.05.2019 Getreidemail

Ein von der US-Regierung angekündigtes Hilfsprogramm im Wert von 16 Mrd. US-Dollar für die Landwirtschaft belastete gestern auch die Kurse der Weizenfutures in Chicago und sorgte zum Ende der Sitzung für moderate Verluste. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 393.300 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 0 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre deutlichen Tagesgewinne nicht halten, schlossen jedoch noch mit leichten Aufschlägen für die Termine der Ernte 2019/2020. Die Futures der Ernte 2020/2021 gaben hingegen etwas nach. Die stellvertretende russische Landwirtschaftsministerin Oksana Lut erwartet für die neue Saison 2019/20 Getreideexporte in einem Volumen von 45 Mio. Tonnen. Für die Saison 2018/19 liegt die Prognose von Russlands Landwirtschaftsminister bei 44 Mio. Tonnen Getreide, davon 37 Mio. Tonnen Weizen. Die russische Getreideernte 2019 wird vom Landwirtschaftsminister auf 118 Mio. Tonnen geschätzt, davon 75 Mio. Tonnen Weizen. Analysten werten die Prognose als konservativ.

24.05.2019 Folgen des Handelsstreits: Riesiges Subventionsprogramm für US-Farmer

Zur Stunde handeln die Maisfutures am CBoT wieder mit einem kleinen Plus gegenüber gestern. In neun von den letzten 10 Handelssitzungen wurden die Kurse durch die Verzögerungen der Maisaussaat in den USA gestützt.
Der meistgehandelte Maisfuture am CBoT stieg in dieser Woche bisher um 2% an und auf Sicht der letzten zwei Wochen um 11%. Im Fronmonat wurde die 4-Dollar-Marke in dieser Woche knapp verfehlt.
Meteorologen sagen, dass die unvorteilhaften Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA noch weiter anhalten sollen, sodass viel Farmer wohl weniger Mais und mehr Sojabohnen anbauen werden.
Um seine Farmer vor den Folgen des bereits 10 Monate andauernden Handelsstreits mit China zu schützen hat US-Präsident Donald Trump ein Hilfsprogramm im Wert von 16 Mrd. USD vorgestellt. Darin ist nicht vorgeschrieben, was die Farmer produzieren oder ob sie überhaupt etwas erzeugen. Das überrascht Farmer wie Händler, die davon ausgingen, dass es nur für Produzenten von Sojabohnen, Schweinen, Mais und anderen Feldfrüchten Unterstützungszahlungen geben solle.

24.05.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 20.500 Lots CBoT Mais

23.05.2019 EEX-Kartoffelindex steigt heute auf 31,5 €/dt

Bei spürbar schwindendem Angebot von Veredelungskartoffeln sind die Preise dafür in Holland, aufgrund der kleineren Kartoffelernte in 2018, zuletzt weiter gestiegen. Das zeigt sich auch im heutigen Index für Veredelungskartoffeln der Derivatebörse EEX, in dem aus Holland Kassamarktnotierungen von 33,60 €/dt (+1,19 €/dt zur Vorwoche) einfließen.
Das ist auch der höchste Preis, aus den vier Melder-Nationen (D,B,F,NL). Der Durchschnittspreis für Europa, also der Index, wurde heute mit 31,50 €/dt berechnet. Das ist ein Euro mehr als in der Vorwoche. Alle Länder-Meldungen liegen heute wieder über der 30-€-Marke.
Die Kartoffelverarbeiter haben nach der kleinen Ernte in 2018 viel weniger Kartoffeln verarbeitet. In Holland fehlten im März, verglichen mit den großen Mengen im Vorjahr, schon fast 100.000 Tonnen.
Die Preisbefestigung beim Pommes-Rohstoff setzt sich bis zum Anschluss an die nächste Ernte wohl noch weiter fort. Für die Börsianer geht die Saison 2018/19 am 06. Juni zu Ende. Dann werden die verbliebenen offenen Positionen gegen den Index glatt gestellt.

23.05.2019 ASF: Frankreichs Fleischverarbeiter von der Pleite bedroht

Frankreichs Fleischfabrikanten leiden unter den stark steigenden Schweinepreisen. Seit im August letzten Jahres in China das Afrikanische Schweinefieber (ASF) ausbrach, sind die Preise für Schlachtschweine seit März in Frankreich um 24% angestiegen.
ASF hat in China, dem weltweit größten Schweinefleischproduzenten und –Konsumenten, die Schweinebestände dezimiert und muss nun mehr Fleisch am Weltmarkt kaufen.
Der Preisanstieg kommt für die Fleischverarbeiter zur Unzeit, da sie gerade im Monat Februar verbindliche Jahrespreise abgegeben hatten. Käufer der Produkte müssen jetzt also nicht mehr zahlen, während der Rohstoffpreis steigt. Nun droht vielen Unternehmen in der Branche der Bankrott.
Frankreich ist nach Deutschland und Spanien Europas drittgrößter Fleischproduzent.
Bereits in 2017 haben 30% der Delikatessenläden in Frankreich Verluste produziert. Der Anteil war in 2018 stabil. Die Krise wird sich weiter fortsetzen, weil die ASF-Seuche in China nicht unter Kontrolle ist und es lange dauern wird bis dort die Schweinebestände wieder aufgebaut sind.
In ganz Europa stiegen die Preise für Mastschweine seit letztem Jahr um 21,9%. Den stärksten Anstieg gab es im März. Die EU konnte in den ersten drei Monaten des Jahres 25,9% mehr Schweinefleisch nach China exportieren als im selben Zeitraum des Vorjahres.

23.05.2019 Alles über den Milchmarkt

23.05.2019 US-Export-Sales: Keine Überraschungen

23.05.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

Die Notierungen für Rapssaat sind in der zurückliegenden Woche gestiegen. Eine feste Tendenz sehen wir auch am Pariser Terminmarkt. Umsätze am Kassamarkt waren allerdings dünn, weil aus der alten Ernte nicht mehr viel Raps angeboten wird. Die Käufer zahlen für das überschaubare Angebot 4-5 €/Tonne mehr als zuvor. Das gilt auch für das Kontraktgeschäft ex-Ernte. Die Bauern haben aber noch nicht viel vorab verkauft, da die Vegetationsbedingungen bisher nicht stimmten und Unsicherheit über das Ertragspotential besteht. Sie warten noch auf bessere Preise. In Deutschland wird eine um 17% kleinere Rapsernte erwartet. Trotzdem liegen die Preise der bisherigen Vorverkäufe mit durchschnittlich 353 €/Tonnen deutlich unter den 376 €/Tonnen des Jahres 2016 als hierzulande 4,6 Mio. Tonnen geerntet wurden.
Mischfutterhersteller konzentrieren ihre Nachfrage nach Rapsschrot auf die Liefermonate August bis Oktober. Für prompte Ware warten sie noch auf noch weiter nachgebende Preise, wie in der letzten Woche. Ein ähnliches Bild zeigt sich am Markt für Sojaschrot, die Käufer sind vorerst noch gut versorgt. Da die Sojabohnenernte in Nord- und Südamerika wieder groß wird, werden beim Schrot vorerst keine Engpässe erwartet. Allerdings stiegen die Börsenkurse für Sojabohnen und zogen damit auch die Schrotkure in die Höhe.
Auch die Pflanzenölmärkte haben sich befestigt. Vor dem Hintergrund sprunghaft gestiegener Sojaölkurse am CBoT legten die Rapsölpreise seit einer Woche um 13 €/Tonne auf 740 €/Tonne zu. Seit März steigen die Preise hier stetig. Auch weil die EU-Rapsernte in 2019 kleiner erwartet wird. Vor Jahresfrist lagen die Rapsölpreise um 40 €/Tonne niedriger. Auch die Sonnenblumen- und Palmöle stiegen wegen steigender Sojabohnenkurse zuletzt an.

23.05.2019 China importierte im April 24% mehr Schweinefleisch

China importierte im April 136.517 Tonnen Schweinefleisch. Die heute veröffentlichten Zahlen der Zollbehörden zeigen, dass das 24% mehr als im April 2018 waren. Der weltweit größte Konsument von Schweinefleisch bereitet sich auf einen Engpass vor.
Die April-Importe waren so groß, wie seit September 2016 nicht mehr, als 140.000 Tonnen eingeführt wurden. Im März 2018 wurden aber auch schon 135.000 Tonnen eingeführt.
Die Angaben des Zolls beziehen sich ausschließlich auf Muskelfleisch, also nicht auf Innereien oder Klauen, Ohren oder Köpfe, die von China zudem in großen Mengen eingeführt werden.
In den ersten vier Monaten in 2019 importierte China 470.776 Tonnen Schweinefleisch, das waren 8,4% mehr als im Vergleichszeitraum in 2018. Der Anstieg erfolgte, nachdem in China seit August 2018 das Afrikanische Schweinefieber (ASF) ausbrach. Einige Analysten erwarten, dass bis zu 200 Mio. Tiere daran verenden oder gekeult werden, beim Versuch, die Seuche in den Griff zu bekommen. Die eigene Schweinefleischproduktion könnte in China um 30% zurückgehen und Importeure haben damit begonnen, sich im Ausland Fleisch zu kaufen.
Da die Regierung in Peking die Kontrollen auch von gepacktem und tief gefrorenem Fleisch verstärkt, nehmen die Einkäufe aus sicheren Herkunftsländern wieder zu. Sogar aus den USA wurde wieder mehr Fleisch importiert, obwohl darauf wegen des schwelenden Handelskonflikts hohe Importzölle lasten. Von den Bestellungen wurden aber einige schon wieder storniert.
Große Exporteure glauben, dass Chinas Importbedarf noch signifikant steigt; und zwar auch für Muskelfleisch und nicht nur für Innereien.
Der französische Top-Produzent für Schweinefleisch Cooperl erwartet für 2019 Einkäufe aus China in der Größenordnung von 50.000 Tonnen. Das wären 20% mehr als in 2018. Chinas Schlachter haben Probleme damit, genügend Schlachtschweine zu bekommen.
Der britische Fleischproduzent Cranswick teilte am Montag mit, dass sein Umsatz mit den wichtigsten Abnehmern in Fernostasien um 16% steigen wird. Das Unternehmen erwartet, dass der Einfluss vom ASF auf China und seinen Nachbarländern mindestens noch drei Jahre zu spüren sein wird.

23.05.2019 Russland erwartet für 2019/20 noch höhere Weizenexporte

Die stellvertretende russische Landwirtschaftsministerin Oksana Lut erwartet für die neue Saison 2019/20 Getreideexporte in einem Volumen von 45 Mio. Tonnen. Für die Saison 2018/19 liegt die Prognose von Russlands Landwirtschaftsminister bei 44 Mio. Tonnen Getreide, davon 37 Mio. Tonnen Weizen. Die russische Getreideernte 2019 wird vom Landwirtschaftsminister auf 118 Mio. Tonnen geschätzt, davon 75 Mio. Tonnen Weizen. Derzeit werden Gespräche zwischen Vietnam und Russland geführt, in denen über die Wiederaufnahme von Weizenlieferungen nach Vietnam verhandelt wird.

23.05.2019 Neue Klassifizierung für Weizen in der Ukraine ab dem 10. Juni

In der Ukraine sollen ab dem 10. Juni neue Qualitätsstandards für Weizen gelten. Das teilte heute das Landwirtschaftsministerium in Kiew mit.
Die neunen Standards sollen Anfang Juni beschlossen werden. Dann soll es nur noch vier statt sechs Klassen geben. Folgt man den Vorschlägen, die noch diskutiert werden, bekommt Weichweizen drei Klassen und eine davon soll für Futterweizen sein.

23.05.2019 Pigmeat_Dashboard

23.05.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Gewinnmitnahmen nach dem Erreichen eines neuen 3-Monats-Hochs in der vorherigen Sitzung ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Heftige Niederschläge in den südlichen US-Plains geben jedoch weiter Anlass zur Sorge, dass die dortigen Winterweizenbestände Schaden nehmen könnten. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exportgeschäfte in einer Spanne von insgesamt 0 - 700.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. In Europa haben die Niederschläge der vergangenen Tage die Wachstumsbedingungen verbessert. Die Prämien in Hamburg entwickelten sich rückläufig, auch aufgrund der verbesserten Wachstumsbedingungen in den von Trockenheit stärker betroffenen Regionen in Nord- und Ostdeutschland. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf €1,00 unter Paris Dezember19.

23.05.2019 CBoT-Weizenkurse sinken heute am zweiten Tag in Folge

Am CBoT sinken die Weizenkurse heute am zweiten Tag in Folge, da den Akteuren dort wieder bewusst wird, dass in vielen Regionen auf der Nordhalbkugel eine große Ernte erwartet wird.
Dabei folgen die Weizenpreise meist denen des Maismarktes, stellen Händler in Singapur fest. Für Weizen gibt es eigentlich keine bullischen Argumente, da die Produktion im Schwarzmeerraum und in den USA überdurchschnittlich hoch ausfallen dürfte.
Russland und die Ukraine sind derzeit die dominanten Spieler am Weltmarkt und dort könnte die nächste Ernte neue Rekorde aufstellen.
Im Mittleren Westen der USA werden für diese Woche wieder heftige Regenfälle erwartet, die bereits zuvor die Getreidemärkte in Unruhe versetzte weil sich die Aussaat von Mais und Sommergetreide verzögert.

23.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 14.500 Lots CBoT Mais

22.05.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

22.05.2019 Vernichtender Schädlingsbefall in China

Chinesische Wissenschaftler warnen vor einem vernichtenden Schädlingsbefall, der das Land in den nächsten zwei Monaten heimsuchen wird. Die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln ist in China bereits durch das Afrikanische Schweinefieber (ASF) und dem nicht enden wollenden Handelsstreit mit den USA böse zugerichtet.
Steigen die Temperaturen, wird das zentrale Agrarland im Norden und im Nordosten Chinas durch den Befall einer Schmetterlingsart aus der Familie der Eulenfalter bedroht. Ihre Raupe wird als Kommandowurm, im Englischen als African Armyworm, Black Caterpillar oder Swarming Caterpillar bezeichnet.
China musste in den letzten neun Monaten bereits in all seinen 31 autonomen Regionen und Provinzen Millionen von Schweine schlachten oder keulen, um die Ausbreitung des ASF zu verhindern. Die Preise für Schweinefleisch steigen dort bereits um bis zu 20 Cent pro Kilo.
Der Armyworm könnte bis Juli nun in die großen Produktionsregionen Chinas vordringen, so Professor der Insektenkunde Hu Gao von der Nanjing Agraruniversität. 13 Provinzen sein bereits infiziert und der Eulenfalter ist jetzt schon bis zum Jangtse River vorgedrungen. 72.000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche mit Mais und Zuckerrohr sind befallen.
Nun sind die großen Maisanbauregionen im Norden bedroht, wo eigentlich die beste Maisqualität heranwächst. Die Ausbreitung findet in einem enormen Tempo statt, die Zerstörung der Ernte ist akut, die Kontrollen und Begrenzung von Schäden gestalten sich schwierig.
Der Eulenfalter kommt ursprünglich aus Argentinien und dem Norden Kanadas und wurde vor fünf Monaten erstmals auch in China beobachtet. In den letzten beiden Jahren wurden in Afrika bis zu 50% der dortigen Ernten zerstört. Der Schädling wurde von Myanmar nach China eingetragen und könnte das gesamte Land binnen der nächsten 12 Monate besiedeln.
Der Falter hat keine natürlichen Feinde. Ein Befall dürfte die Qualität und die Erträge von Mais, Reis, Weizen, Hirse, Zuckerrohr, Sojabohnen und Erdnüssen sowie anderen Verkaufsfrüchten mindern.
Das könnte China dazu zwingen, auf noch mehr Agrarimporte vom Weltmarkt zurückgreifen zu müssen. Selbst die 25% Strafzölle auf US-Agrarrohstoffe würden das nicht mehr behindern.
Die Regierung in Peking plante für dieses Jahr, die lokale Sojabohnenernte zu steigern, um von Importen weniger abhängig zu sein. Außerdem versprach man, das Produktionsdefizit von Mais von 28 Mio. Tonnen auf 11 Mio. Tonnen zu reduzieren. Mais ist das zentrale Getreide am Weltmarkt und ein größeres Produktionsdefizit Chinas hätte unmittelbar Folgen für den Weltmarktpreis.

22.05.2019 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden den Verkauf von 110.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 und 21.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20. Käufer ist jeweils eine unbekannte Destination.

22.05.2019 Vereinigungspreis für Schlachtschweine: 1,80 €/kg SG (+/-0 ct)

V-Preis: 1,80 €/kg SG (+/-0 ct). Das Angebot an schlachtreifen Schweinen bleibt in Deutschland weiter klein und kann den Bedarf der Schlachtunternehmen knapp decken. Insbesondere deshalb, weil sich die Fleischgeschäfte derzeit schwierig gestalten und zum Teil weniger Ware geordert wird. Aufgrund der kühlen Witterung ist „Grillen“ derzeit nur ein Randthema. Im Export gestalten sich die Geschäfte etwas schwieriger, denn insbesondere chinesische Importeure sind vielfach nicht bereit, höhere Preise zu akzeptieren. Daher bleibt der Vereinigungspreis auch für die kommende Woche unverändert bei 1,80 €/kg SG. Die durchschnittlichen Schlachtgewichte sanken zur Vorwoche moderat um 100g auf 96,6 kg. Geschlachtet wurden in der vergangenen Woche in Deutschland 888.162 Schweine der Handelsklasse S-V (Vorwoche: 923.116; Vorjahr: 969.224).

22.05.2019 Philippinen: Importeur kauft 45.000 Tonnen Weizen

Ein privater Importeur der Philippinen hat Anfang dieser Woche über 45.000 Tonnen Futterweizen australischer Herkunft zur Lieferung in der ersten September-Hälfte gekauft, melden europäische Händler heute. Der Preis lag demnach zwischen $240 und $245/Tonne c&f.

22.05.2019 Milchpreise auf hohem Niveau nahezu stabil

Der Preis für Milchprodukte beendete gestern, in seiner alle 14 Tage stattfinden Auktion, die seit Ende November anhaltende Preisbefestigung. Gestern gaben die Preise um 1,2% nach und der Durchschnittspreis lag bei 3.414 USD/Tonne.
Der Preis für das meistgehandelte Produkt Vollmichpulver sank um 2,1%, weil auf der nördlichen Hemisphäre das Milchangebot steigt. Die weiteren Aussichten bleiben aber positiv, weil die Nachfrage aus China stark ist. Ein überschaubares Angebot aus Neuseeland könnte die Preise auf dem errichten Niveau halten.
Die Auktionsplattform für den Global Dairy-Trade gehört der neuseeländischen Fonterra Gruppe, die nahezu ein Drittel des Welthandels mit Milchprodukten kontrolliert. Sie steht aber auch anderen Anbietern zur Verfügung und gilt deshalb als unabhängig.
Gestern wurden 15.510 Tonnen Milchprodukte in der Auktion versteigert. Das waren 0,9% mehr als in der vorherigen Auktion. Die nächste Versteigerung findet am 4. Juni statt, das Ergebnis wird auch an dieser Stelle regelmäßig veröffentlicht.

22.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern die gutenTagesgewinne nicht halten und schlossen am Ende der Sitzung uneinheitlich. Heftige Niederschläge und Überflutungen in den südlichen US-Plains sorgten für die feste Stimmung. Im Handelsverlauf kletterten die SRW-Weizenfutures auf ein neues 3-Monats-Hoch. Späte Gewinnmitnahmen und technische Verkäufe belasteten den Markt gegen Ende der Sitzung. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse minimal fester.
Auch an der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures am Ende der Sitzung die Tagesgewinne nicht halten und schlossen für die Termine der Ernte 2019/2020 uneinheitlich. Der Getreidelobbyist Coceral hat seine Prognose für das Erntejahr 2019 aktualisiert. Coceral erwartet einen Anstieg der Weizenernte auf 140,3 Mio. Tonnen. Die vorherige Prognose im März lag bei 139,8 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden, bedingt durch die schwere Trockenheit 127,4 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei auf €0,50 unter Paris Dezember19.

22.05.2019 Experten rechnen mit einem kleineren Maisangebot am Weltmarkt

Seit nun bereits acht Handelstagen steigen die Maiskurse am CBoT, weil die Farmer im Mittleren Westen der USA wegen Dauerregen ihre Saat nicht in den Boden bekommen. Das könnte bedeuten, dass am Weltmarkt weniger Mais angeboten wird.
Das Zeitfenster für eine optimale Maisernte schließt sich nun bald und die Farmer überlegen, ob sie überhaupt noch Mais säen oder gleich auf andere Feldfrüchte ausweichen sollen. Zudem sind die Investoren an der Derivatebörse extrem short in Mais. Sie haben also auf fallende Preise gewettet. Durch Glattstellungen dieser Positionen werden die Kurse in die Höhe getrieben.
Das USDA hatte am Montag mitgeteilt, dass bis zum letzten Wochenende weniger als 49% der geplanten Maisflächen in den USA bestellt waren. Für diesen Termin ist es der geringste Fortschritt bei der Feldbestellung. Bisher wurden auch nur 19% der Sojabohnenfläche bestellt. Auch dort sind die Anleger extrem short.
Die institutionellen Anleger haben gestern mehrheitlich Maisfutures gekauft und Sojabohnenfutures verkauft.

22.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 37.000 Lots CBoT Mais

21.05.2019 Milchprodukte: GTD-Index fällt um 1,2%

21.05.2019 Coceral erhöht Prognose der EU Weizenproduktion

Der Getreidelobbyist Coceral hat seine Prognose für das Erntejahr 2019 aktualisiert. Coceral erwartet einen Anstieg der Weizenernte in der EU auf 140,3 Mio. Tonnen. Die vorherige Prognose im März lag bei 139,8 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden, bedingt durch die schwere Trockenheit 127,4 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die Gerste-Ernte wird aktuell auf 59,0 Mio. Tonnen geschätzt (März-Schätzung: 59,4 Mio. Tonnen). Erhöht wurde die Prognose der Maisernte von 61,0 Mio. Tonnen auf 62,9 Mio. Tonnen. Nach unten korrigiert hat Coceral die Prognose der Rapssaaternte von 18,5 Mio. Tonnen (März-Prognose) auf 17,9 Mio. Tonnen.

21.05.2019 Philippinen suchen 300.000 Tonnen Mais

Die Philippinen haben am Dienstag angekündigt, 300.000 Tonnen Mais zu importieren um die Versorgungslücke im Inland aufgrund des durch El Nino verursachten trockenen Wetters zu schließen und sich auf das erwartete "dramatische" Wachstum der lokalen Schweine- und Geflügelbranche vorzubereiten. Die Importe bedürfen der Genehmigung des Finanzministeriums, sagte Landwirtschaftsminister Emmanuel Pinol in einer Erklärung. Pinol hat "niedrigere" Zölle für Maisimporte vorgeschlagen, jedoch keine Zahlen angegeben. Auf den Philippinen werden für Maisimporte Zölle von 5% bis 50% erhoben. Um die Versorgung mit heimischem Viehfutter weiter zu verbessern, soll die Anbaufläche für Mais und Sorghum um 100.000 Hektar steigen. Die Maisproduktion der Philippinen sank im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2% auf 2,43 Mio. t. Der Rückgang ist auf das Wetterphänomen El Nino zurückzuführen, eine Erwärmung der Wassertemperatur des östlichen Pazifik, was in Südostasien häufig zu heißem und trockenem Wetter führt. Pinol sagte auch, dass einige der großen Schweineproduzenten vorhaben, Schweinefleisch nach China zu exportieren, wo Millionen Schweine aufgrund einer Epidemie der afrikanischen Schweinepest getötet wurden. Die Epidemie hat jedoch die chinesische Nachfrage nach dem Lieblingsfleisch des Landes gedämpft.

21.05.2019 Taiwan kauft 111.050 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 111.050 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten gekauft, melden europäische Handler. Der Kauf umfasste eine Reihe unterschiedlicher Weizen-Typen.

21.05.2019 US-Crop-Progress-Report: Maisaussaat weiter stark verzögert

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend seinen wöchentlichen Crop-Progress Report veröffentlicht. Danach befinden sich per 19. Mai 66% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung (Rating: "gut bis exzellent"). Analysten rechneten im Durchschnitt mit 63%. Die Spanne der Analystenschätzungen rangierte zwischen 60% und 66%. In der Vorwoche lag der Anteil in Top Verfassung bei 64% und vor einem Jahr bei 36%.
Die Sommerweizenaussaat ist auf 70% der geplanten Flächen abgeschlossen. Analysten rechneten im Durchschnitt mit 63%. In der Vorwoche waren es 45% und der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 80%.
Beim Mais ist der Rückstand groß. 49% der geplanten Flächen sind bestellt. Analysten rechneten mit 50%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt ebenfalls bei 80%.
Bei den Sojabohnen liegt der Aussaatfortschritt jetzt bei 19% (Vorwoche: 9%; 5-Jahres-Durchschnitt: 47%. Analysten erwarteten 22%.

21.05.2019 Getreidemail

Weitere Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, regnerische Wetterbedingungen in den zentralen Anbaugebieten der USA sowie Kursteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Der Zustand der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich zur Vorwoche verbessert. 66% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent", in der Vorwoche waren es 64%. Analysten erwarteten im Vorfeld einen Anteil von 63%. Institutionelle Anleger kauften gestern 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom starken Anstieg in Übersee profitieren und erreichten im Handelsverlauf ein 1-Monats-Hoch. Der Monitoring-Dienst der EU-Kommission erhöhte seine monatliche Prognose der durchschnittlichen Weizenerträge in der EU von 6,01 t/ha auf 6,05 t/ha. In Russland sind die Preise für Exportweizen in der vergangenen Woche um $5 gestiegen. Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte mit 12,5% Protein kostete Ende letzter Woche $186/Tonne auf Basis FOB. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September um €0,25 auf €0,50 unter Paris Dezember19.

21.05.2019 CBoT Mais auf 1-Monats-Hoch

Heute Morgen steigen die Maisfutures in Chicago erneut um mehr als 1% und handeln auf einem 1-Monats-Hoch. Die Maisaussaat in den Vereinigten Staaten kommt aufgrund ungünstiger, regnerischer Wetterbedingungen langsamer voran, als Analysten das erwarteten. 49% der geplanten Flächen sind per 19. Mai ausgesät, in der Vorwoche waren es 30% und vor einem Jahr 78%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 80%. Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Aussaatfortschritt von 50% (Spanne: 42% - 61%). Einige Marktteilnehmer befürchten, dass nicht alle für die Maisaussaat geplanten Flächen auch planmäßig bestellt werden können und dass Landwirte stattdessen auf die Aussaat von Sojabohnen umsteigen könnten.

21.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 30.000 Lots CBoT Mais

20.05.2019 Russland: Weizen-Export-Preise sind vergangene Woche gestiegen

Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund steigender Kurse an der Leitbörse Chicago Board of Trade gestiegen.
Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte mit 12,5% Protein kostete Ende letzter Woche $186/Tonne auf Basis FOB – ein Anstieg zur Vorwoche um $5 meldet IKAR.
SovEcon meldet Preise für neuerntigen Weizen zur Lieferung im Juli in einer Spanne von $183 - $186/Tonne FOB (Vorwoche: $180 – $185). Die Ernte in Russland beginnt gewöhnlich Ende Juni/Anfang Juli. In der vergangenen Woche stiegen die Weizenfutures in Chicago aufgrund von Unsicherheiten beim Wetter auf ein 6-Wochen-Hoch. Im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 (ab 1.7.18) exportierte Russland per 16. Mai 40,2 Mio. Tonnen Getreide (-13% zum Vorjahr), davon 33,2 Mio. Tonnen Weizen. Weizen der Klasse III kostete im europäischen Teil Russlands vergangene Woche 12.000 Rubel ($186,00) auf Basis ex Works. Sommergetreide ist in Russland per 17. Mai auf einer Fläche von 18,0 Mio. Hektar ausgesät (61% der geplanten Anbaufläche). Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 14,0 Mio. Hektar. Die Wetterbedingungen waren und sind in Russland derzeit optimal. In der vergangenen Woche hat es geregnet und auch für die kommende Woche sind Niederschläge angekündigt. 

20.05.2019 MARS erhöht Prognose der Weizenerträge in der EU

Der Monitoring-Dienst der EU-Kommission MARS hat heute seine monatliche Prognose der durchschnittlichen Weizenerträge in der Europäischen Union von 6,01 Tonnen/Hektar (t/ha) auf 6,05 t/ha erhöht. Die Prognose der durchschnittlichen Maiserträge erhöhte der Dienst von 7,73 t/ha auf 7,92 t/ha. Bei der Gerste ging es minimal hoch von 4,95 t/ha auf 4,96 t/ha. Rückläufig ist hingegen die Prognose der Rapssaaat-Erträge, sie sank von 3,19 t/ha auf 3,13 t/ha.

20.05.2019 Ukraine: Getreideexporte sanken letzte Woche um 29%

Die Getreideexporte von ukrainischen Seehäfen in der Woche vom 11. Mai bis zum 17. Mai sanken im Vergleich zur Vorwoche von 1,03 Mio. Tonnen auf 733.000 Tonnen, meldet APK-Inform heute. Die Mais-Exporte sanken um 50% auf 398.000 Tonnen, während die Weizenexporte unverändert bei 227.000 Tonnen blieben.
Die Ukraine exportierte das Getreide hauptsächlich an den Iran, Ägypten und Bangladesch. In der laufenden Saison exportierte die Ukraine laut APK-Inform zusammen 40,1 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste. Im Vergleich dazu waren es im Vermarktungsjahr 2017/18 zum selben Zeitpunkt 31,5 Mio. Tonnen. Das Landwirtschaftsministerium meldete am Freitag hingegen Getreideexporte von 44,6 Mio. Tonnen für die Saison 2018/19.
Die Ukraine erntete im vergangenen Jahr 70 Mio. Tonnen Getreide und erwartet Getreideexporte in 2018/19 von 49 Mio. Tonnen.

20.05.2019 Ukraine: Getreidebestände per 1. Mai bei 12 Mio. Tonnen

Ukraines Getreidebestände erreichten per 1 Mai ein Volumen von 12 Mio. Tonnen. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 11,6 Mio. Tonnen meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und beruft sich auf Informationen der staatlichen Statistikbehörde.
Die Weizenbestände großer und mittlerer Agrarunternehmen in der Ukraine belaufen sich auf 3,4 Mio. Tonnen Weizen. Nicht berücksichtigt werden die Bestände hunderter kleiner und Kleinstunternehmen. 2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide. 49 Mio. Tonnen Getreide könnten im Vermarktungsjahr 2018/19 exportiert werden, so das Landwirtschaftsministerium.

20.05.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 07.05.19 bis 14.05.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 3.685 Kontrakte auf 78.461 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen wieder moderat erhöht um 591 Kontrakte auf 282.918 Netto-Short-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 8.282 Lots auf 168.835 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 14. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
20.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den letzten Handelstag der Woche mit moderaten Verlusten. Eine frühe Rallye löste zum Ende der Sitzung Gewinnmitnahmen aus. Im Wochenvergleich legte der Weizen aber um über 9% zu, nach zuvor fünf Wochen in Folge mit Verlusten. Marktteilnehmer befürchten, dass übermäßige Feuchtigkeit die Aussaat von Sommerweizen in den nördlichen Great Plains behindern und potenziell Krankheitsprobleme beim Winterweizen verursachen könnte. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten die Tageshöchstkurse ebenfalls nicht halten und schlossen unverändert bis leicht fester. FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände per 13. Mai mit dem Rating „gut bis exzellent“ (wie im Vorjahr).  Das Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose für die russische Getreideernte 2019 um 1,0 Mio. Tonnen auf 126,7 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose für die Weizenernte wurde um 400.000 Tonnen auf 81,0 Mio. Tonnen angehoben. Die Exportprognose für das Vermarktungsjahr 2019/20 liegt aktuell bei 48 Mio. Tonnen incl. 37,8 Mio. Tonnen Weizen.

20.05.2019 CBoT-Maisfutures steigen auf 11-Monats-Hoch

Der Kurs des CBoT-Maisfutures steigt heute Morgen auf den höchsten Stand seit Juni 2018. Es ist die sechste Sitzung in Folge mit Kurssteigerungen, weil in Teilen des Mittleren Westens der USA die Feldarbeiten nicht vorankommen.
Händler gehen davon aus, dass mehr als 5 Mio. acres Mais nicht mehr gelegt werden. In früheren Jahren wurden schon einmal 3,6 Mio. Hektar umgewidmet, weil es für die Aussaat und damit für optimale Erträge zu spät wurde.
In den Bundesstaaten North Dakota und Illinois sind für die nächsten 10 Tage weitere Regenfälle vorhergesagt. Dort hatten in diesem Frühjahr bereits Starkregenfälle die Feldarbeiten verzögert. In ganz Nordamerika leidet die gesamte Wertschöpfungskette der Agrarbranche bereits unter den wirtschaftlichen Folgen. So warnte der Traktorenfabrikant John Deere vor Umsatzeinbußen, weil die Farmer mit ihren Investitionen vorsichtiger werden.
Heute Abend wird das USDA ein weiteres Update über den Fortschritt der Feldarbeiten geben.
Neben den Verzögerungen bei der Maisaussaat rechnen Marktanalysten des US-Soybean Export Council damit, dass die USA wohl nachhaltig Marktanteile beim Export von Sojabohnen nach China verlieren werden.

20.05.2019 Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 25.000 Lots CBoT Mais

17.05.2019 USA verliert wohl dauerhaft Marktanteile bei Sojabohenexport an China

Die Vereinigten Staaten werden wahrscheinlich dauerhaft Marktanteile beimSojabohnenexport anChina verlieren, wenn sich die schon seit langem anhaltenden Handelsgespräche zwischen den USA und China weiter hinziehen, so ein leitender Mitarbeiter des US-amerikanischen Soybean Export Council (USSEC) am heutigen Freitag.
Es ist auch unwahrscheinlich, dass China jemals wieder ein Rekordvolumen an US-Sojabohnen analog 2016 importieren wird, selbst, wenn die Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern zeitnah abgeschlossen werden, so Paul Burke, Senior Director des USSEC für US-amerikanisches Soja-Marketing bei einer Telefonkonferen mit Medienvertretern.

17.05.2019 Russland: IKAR erhöht Ernteprognose

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose für die russische Getreideernte 2019 um 1 Mio. Tonnen auf 126,7 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose für die Weizenernte wurde um 400.000 Tonnen auf 81 Mio. Tonnen angehoben. Die Exportprognose für das Vermarktungsjahr 2019/20 liegt aktuell bei 48 Mio. Tonnen incl. 37,8 Mio. Tonnen Weizen.

17.05.2019 Frankreich: Stabile Weizen-Ratings

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände per 13. Mai mit dem Rating „gut bis exzellent“. Seit zwei Wochen blieben die Weizenratings damit unverändert. Auch vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt lag der Anteil der Bestände in Top-Verfassung bei 79%.
Unverändert mit 75% „gut bis exzellent“ blieben auch die Ratings für Wintergerste Frankreich. Bei der Sommergerste stieg der Anteil in Top-Verfassung von 88% auf 89%.
Die Mais-Aussaat in Frankreich schreitet weiter voran. 88% der geplanten Flächen sind per 13. Mai ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei korrigierten 77%.

17.05.2019 CBoT-Mais: größtes Wochenplus seit vier Jahren

Die Chicago Maisfutures steigen heute Morgen auf den höchsten Stand seit Ende Januar und werden diese Woche wohl mit dem größten Wochenplus seit Juli 2015 beenden. Die Aussaat von Mais verzögert sich in den USA weiter.
In dieser Woche sind die Kurse bisher schon um 8,5% gestiegen.
Die Maisfutures befinden sich in einer Rally und halten das höhere Kursniveau. Bärische Argumente veranlassten einige Händler zwar zum Verkauf der Futures aber das Engagement ist schon wieder erloschen. Inzwischen überwiegen für die Investoren wieder Kaufsignale.
Die Farmer im Mittleren Westen der USA hatten bis zum vergangenen Wochenende erst 30% ihrer geplanten Maisflächen bestellt. Im Fünf-Jahres-Mittel waren es zu diesem Termin aber 66%.
Rohstofffonds waren gestern wieder Netto-Käufer im Maisfuture und anderen Finanzderivaten auf Agrarrohstoffe.

17.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und die festen Vorgaben vom Mais ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 533.800 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 150.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT erneut mit Kursaufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten erneut zu. Strategie Grains korrigierte seine monatliche Prognose der diesjährigen Weizen- und Gersteernte in der EU erneut nach unten. Hauptsächlich aufgrund der trockenen Bedingungen in Ungarn. Die jüngsten Niederschläge in weiten Teilen der EU haben allerdings insgesamt für Entspannung gesorgt. Händler sind aber weiterhin besorgt, weil die Grundwasserreserven zum Teil sehr gering sind. Institutionelle Anleger wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand an Weizenfutures und Optionen wurde in der vergangenen Woche auf 39.150 Netto-Short-Positionen erhöht. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,50 unter Paris Dezember19.

17.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 30.000 Lots CBoT Mais

16.05.2019 Ein Schweinefleisch-Dashbaord update

16.05.2019 690 Mio. Inder sind keine Vegetarier

Einem Jahresbericht des Beratungsunternehmens Alltec über Futtermittelbranche zufolge stieg die weltweite Futtermittelproduktion in 2018 um 3% auf 1,3 Mrd. Tonnen. Es ist das dritte Jahr in Folge, in dem die Produktion auf der Welt die 1 Mrd. Tonnen-Grenze überschreitet. Daraus ist zu folgern, dass die Nachfrage nach Protein weltweit weiter steigt.
Unter den acht größten Mischfutterherstellern der Welt rangiert Indien an fünfter Stelle. Die Reihenfolge sieht wie folgt aus: China, USA, Brasilien, Russland, Indien, Mexiko, Spanien und die Türkei.
In Indien stieg die Futtermittelproduktion in allen 13 Kategorien, die Alltec beobachtet. In der Liste sind sowohl Schweine-, Gänsefutter aber auch Aquafutter enthalten. Das überrascht die Leser, zumal Indien wegen seiner Religion und anderen Faktoren allgemein als ein Land der Vegetarier gilt. Aber auch das wird hier widerlegt, denn 71% der Inder im Alter über 15 Jahren sind keine Vegetarier. Das sind also 690 Mio. Menschen in einem 1,2 Mrd. Volk. Tendenz steigend.
Auf der gesamten Welt gilt, dass Fleischkonsum typisch für Wohlstand steht und dort, wo die Mittelklasse wächst, wie in vielen Schwellenländern, wie in Indien, steigt der Fleischkonsum.
Das Pro-Kopf-Einkommen ist aber nicht der einzige Grund für eine höhere Futtermittelnachfrage in Indien. Auf dem Subkontinent leben inzwischen 1,2 Mrd. Menschen und in den kommenden 10 Jahren wird die Bevölkerungszahl um 1% steigen. Die Regierung in Delhi und auch private Interessenten achten darauf, dass die Qualität der Futtermittel hoch bleibt. Sie fördern die kommerzielle Herstellung von Futtermitteln.
Indien exportiert deshalb auch mehr Futtermittel, was in den kommenden fünf Jahren eine steigende Bedeutung für den Weltmarkt erlangen dürfte. In der Saison 2018/19 importierte Indien netto 500.000 Tonnen Mais. Das waren mehr als in den letzte 17 Jahren.

16.05.2019 Ölsaaten-Dashboard

16.05.2019 Alles über der Getreidemarkt auf 16 Ppt.-Folien

16.05.2019 Strategie Grains senkt Prognosen für EU-Ernte

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine monatliche Prognose der diesjährigen Weizen- und Gersteernte in der Europäischen Union erneut nach unten korrigiert. Hauptsächlich aufgrund der trockenen Bedingungen in Ungarn. Die jüngsten Niederschläge in weiten Teilen der EU haben hingegen für Entspannung gesorgt.
In dem Monatsreport, den das Unternehmen heute veröffentlicht hat, wurde die Prognose der EU-Weichweizenproduktion im Vermarktungsjahr 2019/20 von 144,8 Mio. Tonnen (April-Schätzung) auf 143,9 Mio. Tonnen reduziert. Damit läge die Produktionsmenge 13% über dem Ergebnis des vergangenen Jahres.
Die Prognose der EU-Gerste-Ernte wurde von 61,0 Mio. Tonnen auf 60,3 Mio. Tonnen reduziert (+8% zum Vorjahr).
Die Aussichten bleiben demnach gut und die Weizen-, Gerste- und Maisbestände sind weiter in besserer Verfassung, als im letzten Jahr.
Niederschläge, die Ende April/Anfang Mai über große Teile der EU gekommen sind, haben die Befürchtungen wegen der Trockenheit reduziert, allerdings gibt es Regionen in Mittel- und Nordeuropa, die weiterhin zu trocken sind.
Die Korrektur um knapp 1 Mio. Tonnen Weizen und 700.000 Tonnen Gerste spiegelt niedrigere Ertragserwartungen in Dänemark und Tschechien wider.
Die Prognose der Maisproduktion in der EU reduzierte Strategie Grains von 62,9 Mio. Tonnen auf 63,1 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 2% zur Vorjahresernte.

16.05.2019 EEX-Kartoffelindex steigt um 5,5% auf 30,6 €/dt

Die Derivatebörse in Leipzig veröffentlichte heute, wie während der Vermarktungsperiode jeden Donnerstag, erneut ihren Index für Veredelungskartoffeln.
Der Marktzeiger stieg um 1,60 €/dt auf 30,50 €/dt an, ein Anstieg um 5,5%.
Die Kassamarktmeldungen in Belgien stiegen dabei mit 10,6% oder 2,84 €/dt gegenüber der Vorwoche am stärksten an. Mit 29,67 €/dt liegen die Kartoffelnotierungen in Belgien damit gleichauf mit Frankreich.
Die höchsten Kartoffelpreise zahlt man derzeit aber in Holland mit 32,41 €/dt das sind 0,93 €/dt mehr als in der Vorwoche.
Die deutschen Kartoffelpreise für Frittenrohstoff wurden heute mit 30,18 €/dt ermittelt.
An der Terminbörse ist der letzte Handelstag für Kartoffeln aus der Ernte 2018 der 06.Juni. Es gibt also noch drei weitere Index-Berechnungen, bevor diese spektakuläre Kartoffelsaison auch an der Terminbörse zu Ende geht. Inzwischen ist der Kontraktbestand der Kartoffelfutures auf die neue Ernte auch schon fast doppelt so hoch wie die alte Ernte.

16.05.2019 US-Export-Sales

16.05.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 30.949 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen in der Vorwoche wurde in der Woche bis zum 10. Mai auf 39.150 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 10. Mai auf 42.266 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 33.108). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg auf 68,9% während Non Commercials 21,3% am Open Interest repräsentieren. 90,2% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 91%).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

16.05.2019 Ukraine: Getreideexporte könnten auf über 49 Mio. Tonnen ansteigen

Die ukrainischen Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 haben aktuell ein Volumen von 44,4 Mio. Tonnen erreicht. Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es 35,3 Mio. Tonnen, teilte heute das Landwirtschaftsministerium mit.
Im vergangenen Jahr wurden in der Ukraine 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet. 2017 waren es über 61 Mio. Tonnen. Bis zum Ende der Saison am 30. Juni könnten die Exporte noch auf über 49 Mio. Tonnen ansteigen. Zum Ende des letzten Vermarktungsjahres waren es 39,4 Mio. Tonnen.
Per 15. Mai wurden u.a. 25,6 Mio. Tonnen Mais und 14,6 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Getreide, Speiseöl und Ölsaaten dominieren die ukrainischen Agrarexporte.

16.05.2019 HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail

HANSA Terminhandel - Ölsaatenmail
Auch wenn sich die Rapskurse am Pariser Matif seit Vorgestern wieder befestigen, bleibt eine Umsatzbelebung am Kassamarkt aus. Vereinzelt müssen Landwirte ihre Läger räumen, um für die nächste Ernte Platz zu schaffen. Diese Mengen werden von den Käufern nur mit Preiszugeständnissen aufgenommen. Rapspreise ex Ernte liegen rund vier Euro/Tonnen höher.
Deutsche Landwirte sind aber um den Zustand ihrer Feldbestände in Sorge. Die Rapsblüte geht hierzulande schon zu Ende und in vielen Regionen ist die Wasserversorgung ähnlich knapp wie im Vorjahr. Der DRV schätzt die Ernte deshalb auch 200.000 Tonnen kleiner als im letzten Monat und geht nun auf von Erträgen von 34,3 dt/Hektar aus. Das wären zwar mehr als die 30 dt/Hektar im Vorjahr aber unter Berücksichtigung einer reduzierten Anbaufläche von nur noch 890.000 Hektar kann die deutsche Rapsernte nur auf 3 Mio. Tonnen hoch gerechnet werden. Die deutsche Rapsernte im Vorjahr war 3,7 Mio. Tonnen groß. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 5,1 Mio. Tonnen.
Die Preise für Rapsschrot sind in dieser Woche auf das niedrigste Niveau seit Juli 2018 gerutscht. Bei sinkenden Preisen leben die Mischfutterbetriebe von der Hand in den Mund in der Hoffnung auf weiter sinkende Preise. Die Preise für Sojaschrot sind zu Beginn dieser Woche auf ein 32-Monats-Tief gefallen, nachdem die Kurse an der CBoT dafür seit Dienstag aber wieder steigen, steigen auch die Forderungen für physische Ware wieder. Die Preise sind so niedrig, wie in den letzten 7 Jahren nur viermal.
Rapsölpreise sind in dieser Woche stabil.

16.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag auf nahezu unverändertem Niveau. Im Tagesverlauf legten sie kräftig zu. Die Tagesgewinne konnten aufgrund später Verkäufe beim Mais nicht gehalten werden. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen gestern unverändert. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 150.000 - 600.000 Tonnen Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den Tagesgewinnen in Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen fester. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 500.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli. Der Preis dafür lag Händlern zufolge zwischen $208 - $211/Tonne c&f. Frankreich kommt demzufolge als Lieferant am ehesten in Frage.  Tunesien kaufte gestern 75.000 Tonnen Weizen - hauptsächlich in der Schwarzmeer-Region. Weizen aus Frankreich kam dem Vernehmen nach auch zum Zug. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September bei €0,50 unter Paris Dezember19.

16.05.2019 Short-Abdeckungen am CBoT: Maiskurse steigen heute Morgen erneut

Heute Morgen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures um 1,5%. Es ist bereits der vierte Handelstag in Folge mit festeren Kursen. Im Mittleren Westen der USA, wo sich die Maisaussaat seit Wochen verzögert, ist jetzt Regen angekündigt, der zu weiteren Verzögerungen führen dürfte.
Wenn die Farmer jetzt nicht bald ihre Maisflächen bestellen, werden viele von ihnen wohl auf Sojabohnen ausweichen, die man auch noch später pflanzen kann.
Von beiden Agrarrohstoffen gibt es am Weltmarkt ein sehr großes Angebot. Der Kursanstieg wird deshalb wohl in erster Linie von Short-Abdeckungen institutionellen Anleger unterstützt.
Analysten schätzen, dass alleine gestern 18.000 Lots Maisfutures von dieser Gruppe gekauft wurden, um ihre Shortpositionen im Bestand abzubauen.

16.05.2019 US-Export-Sales: Analystenschätzungen

16.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 18.000 Lots CBoT Mais

15.05.2019 Tunesien kauft Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideagentur kaufte heute 75.000 Tonnen Mahlweizen und etwa 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens.
Die niedrigste Offerte für den Weizen lag bei $195,02 pro Tonne c&f. Der niedrigster Preis für die Gerste lag bei $192.68 pro Tonne c&f.
Die Bestätigung der endgültig gekauften Mengen steht noch aus.

15.05.2019 Algerien kauft 500.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte heute im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 500.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Der Preis dafür lag Händlern zufolge zwischen $208 - $211/Tonne c&f. Die Lieferung, soll demnach im Juli erfolgen. Frankreich kommt demzufolge als Lieferant am ehesten in Frage. 

15.05.2019 FranceAgriMer erhöht Weizenexportprognose

Das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat am heutigen Mittwoch die Prognose für die französischen Weichweizenexporte außerhalb der Europäischen Union für das Vermarktungsjahr 2018/19 den vierten Monat in Folge angehoben und damit eine lebhafte zweite Saisonhälfte beim größten Weizenexporteur der EU bestätigt.
Dennoch bleiben die Exporte unter dem Niveau von 10 Mio. Tonnen, was einige Marktteilnehmer aufgrund der lebhaften Exporte im März und April erwartet hatten.
Die französischen Weichweizenexporte in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 9,75 Mio. Tonnen (Vormonat: 9,7 Mio. Tonnen). Das sind eine Mio. Tonnen mehr, als FranceAgriMer es noch im Januar prognostiziert hatte.
"Die Marktteilnehmer erwarten am Ende der Saison keine nennenswertes Exporte mehr ", sagte Marc Zribi, Leiter der Getreide- und Zuckereinheit von FranceAgriMer, gegenüber Reportern. "Wir gehen davon aus, dass wir die 10-Mio.-Tonnen-Marke nicht erreichen werden. Aber es ist eher ein psychologisches Niveau, die Saison bleibt stark.", so Zribi.
Die letzte Schätzung für die Weichweizenexporte 2018/19 an Nicht-EU-Länder lag 20% über dem Volumen der letzten Saison von 8,1 Mio. Tonnen.
Die Exporte in dieser Saison spiegeln höhere Verkäufe an den Hauptkunden Algerien wider - unterstützt durch eine geringere Konkurrenz aus anderen EU-Ländern wie Deutschland, höhere Verkäufe nach Ägypten und eine Erholung der Lieferungen nach Westafrika, so FranceAgriMer.
Nach Angaben von Refinitiv beliefen sich die französischen Nicht-EU-Weizenexporte am 13. Mai auf 8,9 Mio. Tonnen.
Die Aussichten für die nächste Saison könnten durch die aktuellen Erwartungen für die Weizenernte in Russland und der Ukraine sowie durch die Bemühungen Russlands um Zugang zum algerischen Weizenmarkt gedämpft werden, teilte das Unternehmenmit.
In seiner monatlichen Angebots- und Nachfrageprognose hat FranceAgriMer die Schätzung der französischen Weichweizenendbestände für 2018/19 von 2,4 Mio. Tonnen auf 2,3 Mio. Tonnen gesenkt und liegt damit 23% unter dem Niveau der letzten Saison.
Für Mais wurden die Endbestände für 2018/19 von 2,6 Mio. Tonnen im Vormonat auf 2,7 Mio. Tonnen erhöht, 6% mehr als im Vorjahr.
Dies ist hauptsächlich auf eine Aufwärtskorrektur der französischen Maisimporte zurückzuführen, die nun bei 950.000 Tonnen gegenüber 800.000 Tonnen im Vormonat und 605.000 Tonnen in der letzten Saison liegen.
Der starke Anstieg der erwarteten Importe war im Einklang mit den massiven Maislieferungen zu wettbewerbsfähigen Preisen in dieser Saison in die EU, insbesondere aus der Ukraine, sagte Zribi.
Für Gerste wurden die prognostizierten Endbestände für 2018/19 von 1,7 Mio. Tonnen im Vormonat auf 1,6 Mio. Tonnen gesenkt, obwohl sie 7,5% über den Beständen für 2017/18 lagen.
Die Gerstenexporte innerhalb der EU wurden um 145.000 Tonnen erhöht. Im Gegensatz dazu wurde die Prognose der Exporte außerhalb der EU um 100.000 Tonnen gekürzt, was die geringere Nachfrage von großen Importeuren wie Saudi-Arabien widerspiegelt, so FranceAgriMer.

15.05.2019 Trotz vorteilhaftem Wetter erntet die Ukraine in 2019 wohl weniger Getreide

Vorteilhafte Wetterbedingungen im Winter und im Frühjahr dürften dafür sorgen, dass die Weizenernte in der Ukraine auf 26,2 Mio. Tonnen und die Gerstenernte auf 7,9 Mio. Tonnen kommt.
Die Maisernte wird vom Beratungsunternehmen APK-Consult geschätzt allerdings von 35,6 Mio. Tonnen im letzten Jahr auf 33,1 Mio. Tonnen sinken.
Insgesamt erwarten die Fachleute, dass die Getreideernte des Schwarzmeeranrainers mit 69,3 Mio. Tonnen leicht hinter der Vorjahresernte von 69,8 Mio. Tonnen zurück bleibt.

15.05.2019 Schweinepreis steigt heute um 4 Cent auf 1,8 €/kg/SG

Die Nachfrage nach schlachtreifen Schweinen kann derzeit nicht immer voll befriedigt werden. Das Angebot ist selbst für die gesunkene Nachfrage der Schlachtbetriebe zu klein. In der kommenden Woche geht das Angebot offensichtlich weiter zurück.
Im deutlichen Kontrast dazu, gestaltet sich der Absatz von Schweinefleisch aufgrund des bisher recht kühlen Wetters schwierig. Die Grillfleischnachfrage mit Artikeln wie Nacken war zuletzt eher ruhig. Auch der Export nach China lässt keine höheren Preise zu. Teilstücke kosteten zuletzt weniger als in der Vorwoche. Diese sich widersprechende Marktlage findet man in ganz Europa vor.
Insbesondere Spanien notiert niedrige Preise für Teilstücke, weil chinesische Handelspartner nicht bereit sind, höhere Preise zu akzeptieren. Gleichzeit sinkt auch dort das Angebot an Schlachtschweinen.

15.05.2019 Chinas TK-Schweinefleisch muss dringend ausgelagert werden

Seit dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) im August letzten Jahres in China haben dort viele Fleisch-Verarbeiter die niedrigen Preise genutzt, um ihre Kühlhäuser aufzufüllen. Allerdings sollen die gefrorenen Produkte maximal ein Jahr gelagert werden. Deshalb starten sie jetzt mit dem Verkauf ihrer Vorräte.
Einige Verarbeiter haben in den letzten Wochen bereits mehr Fleisch importiert, was dazu führte, dass die Nachfrage nach lokalen Erzeugnissen sinkt. China hat für ca. 2 Mio. Tonnen Schweinefleisch Tiefkühlkapazitäten.
Nachdem immer wieder Fleisch, das mit dem ASF-Virus befallen ist, auftaucht, sinkt die Nachfrage der Schlachter nach schlachtreifen Schweinen. Chinas Top-Schlachthof der WH-Gruppe schlachtete im Q1/19 4,7 Mio. Schweine. Das sind nur 20% der Menge, die im Q1/18 geschlachtet wurden, als die Preise auf einen Tiefstand angelangt waren.
Da ab dem 1. Juli verschärfte Fleischkontrollen durch die staatlichen Behörden stattfinden, sollen die TK-Vorräte nun zügig verkauft werden.
Chinas Sauenbestand sank im März um 21% und die Ferkelpreise sind auf das höchste Niveau seit zwei Jahren gestiegen. Offizielle Stellen erwarten in der zweiten Jahreshälfte weiter steigende Preise für schlachtreife Schweine.

15.05.2019 Australien: Erster Weizenimport seit mehr als einem Jahrzehnt

Australien wird die erste Lieferung Weizen seit mehr als 12 Jahren importieren. Das meldete die Behörde für Landwirtschaft und Wasserressourcen gestern auf ihrer Website. Eine schwere Trockenheit entlang der Ostküste versetzt den viertgrößten Weizenimporteur weltweit in die Lage, Weizen importieren zu müssen. Die Behörde erteilte eine Einfuhrgenehmigung für Weizen kanadischen Ursprungs. Die Lieferung wird voraussichtlich in den nächsten 6 – 8 Wochen in Australien eintreffen.
Australien importierte zuletzt Weizen im Jahr 2007, als das Wetterphänomen in El Nino zu einer schweren Dürre führte und die Produktion auf etwa die Hälfte der typischen Jahresproduktion sank.
Obwohl das letzte El Nino-Ereignis im Jahr 2016 stattfand, war Australien in den letzten Jahren von einer anhaltenden Dürre an der Ostküste betroffen, die in den letzten beiden Jahren kleinere Ernten zur Folge hatte. Die Dürre bedroht auch die Produktion in diesem Jahr.
Mittlerweile hat die Aussaat begonnen. Geringe Niederschläge führen jedoch schon jetzt zu Verzögerungen oder zur Aussaat auf zu trockene Böden
Im März teilte der staatliche Rohstoff-Analyst mit, die Weizenproduktion könnte um nahezu 40% steigen. Die geringen Niederschläge führen allerdings nach und nach zu Prognose-Kürzungen bei privaten Analysten.
Australiens traditionelle Kundschaft hat sich bereits an die Schwarzmeerregion gewandt, um die Versorgung zu sichern.
Indonesien, der zweitgrößte Importeur der Welt, der einen Großteil seines Weizenbedarfs in Australien deckt, hat Rekordmengen aus Russland und der Ukraine bezogen.

15.05.2019 Global Platts erwartet Zuckerdefizit von 2,1 Mio. Tonnen

S&P Global Platts, der Preis-Informationsdienst für den Handel mit Energie, Rohstoffen und Agrarprodukten, insbesondere Erdöl, Erdgas, Strom, Metalle und Zucker, erwartet für die Saison 2019/20 ein Zuckerdefizit von 2,1 Mio. Tonnen.
Das Defizit ist Folge einer weltweit kleineren Produktion, insbesondere in Asien.
Der zeitgrößte Zuckerproduzent der Welt, Indien, wird in diesem Jahr 28,4 Mio. Tonnen Zucker produzieren; im Vorjahr waren es 32,86 Mio. Tonnen. In Thailand sinkt die Zuckerproduktion von 14,6 in 2018/19 auf jetzt 12,9 Mio. Tonnen.
Die kleinere Produktionsmenge und auch eine günstige Parität vom 13-14 Cent zum Ethanol Preis stützen die Preise. Allerdings stagniert der weltweite Zuckerkonsum, insbesondere in den höher entwickelten Ländern.
Global Platts erwartet nur noch einen um 0,9% wachsenden Konsum, im Vorjahr waren es 1,2%.
Der steigende Verbrauch von Ethanol wirkt sich dagegen kräftiger aus. Ethanol aus Zuckerrohr ist für die Mühlen finanziell günstiger. Das wird durch die aktuell festen Rohölpreise noch begünstigt.
In Brasilien werden aus 37,5% Zuckerrohr Zucker hergestellt, während 62,5% des Rohstoffs zu Ethanol umgewandelt wird. Die lokalen Benzinraffinerien sind bereits an ihren Kapazitätsgrenzen angelangt. Brasilien braucht mehr Ethanol aus Zuckerrohr als der Weltmarkt brasilianischen Zucker.
Hohe Zuckervorräte in Indien haben in dieser Saison wohl kaum noch einen negativen Einfluss auf die Warenverfügbarkeit der Welt.

15.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und kräftige Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Die deutsche Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbands ein Volumen von 24,28 Mio. Tonnen erreichen (vorherige Schätzung: 24,44 Mio Tonnen). Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 19,8%. Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche erneut gefallen. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Mai kostete Ende letzter Woche $181/Tonne auf Basis FOB. Ende April lag der Preis bei $211/Tonne, meldet IKAR. Trockenes Wetter in Russland lenkt die Aufmerksamkeit nun jedoch wieder auf mögliche Wetterrisiken und begrenzt die hohen Erwartungen einer großen Ernte auf der Nordhalbkugel. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,25 unter Paris Dezember19.

15.05.2019 Wetterrisiko lässt Kurse der Maisfutures seit drei Tagen steigen

Seit drei Handelssitzungen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures, weil sich die Aussaat im Mittleren Westen der USA immer noch verzögert. Es ist der größte Drei-Tage-Anstieg seit letztem November.
Die US-Farmer hatten bis letzten Sonntag erst 30% ihrer geplanten Maisflächen bestellt. Im Fünf-Jahres-Mittel waren es zu diesem Termin 66% und die Marktteilnehmer gingen vorher davon aus, dass es 35% wären.
Ähnlich sieht es bei der Feldbestellung für die nächste Sojabohnenernte aus. Fondsgesellschaften halten außerordentlich viele Short-Positionen am Terminmarkt der CBoT. Sie erinnern sich jetzt daran, dass das Wetterrisiko nicht unerheblich ist.
Rohstofffonds waren in den letzten Tagen deshalb auch die Netto-Käufer für Mais, Sojabohnen und Weizen und trieben damit die Agrarfutures an der Leitbörse in Chicago in die Höhe. Alleine gestern sollen institutionelle Anleger 45.000 Lots Mais gekauft haben.

15.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 45.000 Lots CBoT Mais

14.05.2019 DRV erwartet Anstieg der Weizenernte 2019 um 19,8%

Die deutsche Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des Deutschen Raiffeisenverbands ein Volumen von 24,28 Mio. Tonnen erreichen. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 19,8%. In der vorherigen Schätzung erwartete der DRV noch eine Weizenernte von 24,44 Mio. Tonnen.
Im vergangenen Jahr litten die Weizenbestände in Deutschland und weiten Teilen Westeuropas unter einer massiven Trockenheit.
Beim Winterraps erwartet der DRV aufgrund der reduzierten Anbaufläche einen Rückgang  um 17,1% auf 3,04 Mio. Tonnen. Zuvor lag die Prognose bei 3,24 Mio. Tonnen.
Insgesamt profitierten die Getreidebestände vom regnerischen Wetter der vergangenen Wochen und vom kühleren Wetter, das die Verdunstung der Niederschläge eingeschränkt hat. Dadurch hat sich die Belastung der Bestände durch Trockenheit signifikant verringert. Der Regen kam gerade noch rechtzeitig, um ernsthafte Schäden an den Beständen zu verhindern, so der DRV.
Die Bestände in Süd- und Westdeutschland erhielten zwar ausreichend Feuchtigkeit, im Nordosten werden aber immer noch erhebliche Niederschlagsmengen benötigt.
Die Wintergerste-Ernte in Deutschland schätzt der DRV auf 9,78 Mio. Tonnen (+32,8% zum Vorjahr). Um 4,1% wird nach Schätzungen die Sommergerste-Ernte in Deutschland sinken auf 2,11 Mio. Tonnen. Ein Anstieg um 30,2% auf 4,35 Mio. Tonnen wird beim Mais erwartet.

14.05.2019 Preise für schlachtreife Schweine in China unter Druck

Auch wenn die Schweineproduktion in China weiter sinkt, sind die Schweinepreise dort unter Druck. Strenge Regeln, die die Schlachthöfe einhalten müssen, verhindern den Handel mit lebenden Schweinen und sorgen dafür, dass mehr gefrorenes Schweinefleisch auf den Markt drängt.
Anfang bis Mitte März stiegen in China die Preise für Mastschweine deutlich, weil das Afrikanische Schweinefieber (ASF) Chinas Schweinebestände stark dezimierte. In vielen Regionen des Landes sanken die Preise irrwitziger weise im Mai aber wieder. Das liegt an den Regeln, die die Regierung in Peking erließ. Schlachthöfe und Fleisch Verarbeiter müssen nämlich all ihre Produkte auf den ASF-Virus testen, was dazu führt, dass viele Betriebe nur noch begrenzte Mengen an schlachtreifen Tieren annehmen können.
Weil seit dem 15. März die Kontrollen der Veterinäre derart verschärft wurden, dass nun jedes Teil vom Schwein dem Virustest unterzogen wird, traut sich niemand mehr, Schweine zu kaufen, zu schlachten und Fleisch zu verkaufen. Größere Betriebe konnten erst ab dem 1. Mai ihre Testanlagen erweitern und in Betrieb nehmen. Alle Verarbeiter müssen ab dem 1. Juli die neuen gesetzlichen Regeln erfüllen und entsprechend dokumentieren.
Einige Schlachthöfe haben in der Zwischenzeit ihre Tiefkühl-Vorräte verkauft, damit sie für diese Teile die Tests nicht mehr durchführen müssen. Schließlich ist das Risiko groß, dass im TK-Lager infiziertes Fleisch vorgefunden wird. Seit Anfang April gelten dazu noch neue Regeln für die Nachverfolgbarkeit.
Die Nachfrage nach lebenden Schweinen ist in China also gesunken, was die Preise drückt.

14.05.2019 BOM erwartet eine reduzierte El Nino-Gefahr

Eine Abkühlung des Oberflächenwassers im äquatorialen Pazifik lässt die Wahrscheinlichkeit für ein El Nino-Event in diesem Jahr sinken. Das teilt heute das Australian Bureau of Meteorology (BOM) mit.
Genauer gesagt, sinkt die Temperatur unter der Wasseroberfläche, während das Oberflächenwasser noch nahe dem El Nino-Temperaturniveau bleibt. Als Ergebnis daraus schätzt das BOM, die Wahrscheinlichkeit eines El Nino-Events jetzt nur noch auf 50%, nach 70% im Vormonat.
Ein El Nino-Event kann Überschwemmungen und Trockenheit in unterschiedlichen Teilen der Welt auslösen. In asiatischen Pazifikraum wird es dann in der Regel heiß und trocken.
Dieses Wetterereignis kann insbesondere im Australischen Osten zu einer Trockenheit führen, wo im Jahr 2015/16 die Agrarproduktion stark eingeschränkt wurde. Australien ist üblicherweise der viert-größte Weizenexporteur der Welt. Zudem wird von hier Zucker und Rindfleisch auf den Weltmarkt verkauft.
Die Aussichten auf trockenes Wetter würden Australien zu einem Zeitpunkt treffen, wo sowohl an der West- als auch an der Ostküste Missernten passierten, die viele Farmer an den Rand ihrer Existenz treiben.

14.05.2019 Russland: Rückläufige Weizen-Export-Preise
Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche erneut gefallen, auch vor dem Hintergrund der nationalen Ferien in Russland und der daraus resultierenden geringen Handelsaktivitäten.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Mai kostete Ende letzter Woche $181/Tonne auf Basis FOB. Ende April lag der Preis bei $211/Tonne, meldet IKAR. SovEcon meldet einen Preisrückgang um $6,5 auf $204,5/Tonne. Die neue Ernte wurde demnach mit $180 - $185 pro Tonne gehandelt.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 (ab 1.7.18) exportierte Russland per 6. Mai 39,4 Mio. Tonnen Getreide, davon 32,7 Mio. Tonnen Weizen.
Weizen der Klasse III sank im europäischen Teil Russlands vergangene Woche auf 12.000 Rubel ($183,70) auf Basis ex Works. Handel fand jedoch nahezu nicht statt. 
Sommergetreide ist in Russland per 8. Mai auf einer Fläche von 11,2 Mio. Hektar ausgesät. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 7,4 Mio. Hektar. SovEcon beließ die Prognose der Getreideernte 2019 unverändert auf 129,1 Mio. Tonnen (inkl. 83,4 Mio. Tonnen Weizen). Das Landwirtschaftsministerium liegt mit seiner offiziellen Prognose demnach bei 118 Mio. Tonnen.
Die Wetterbedingungen in Russland und der Ukraine sind nach wie vor hervorragend. Niederschläge Anfang Mai haben dazu beigetragen, die Grundwasserreserven weiter aufzufüllen. Weitere Niederschläge werden in den kommenden zwei Wochen erwartet, so SovEcon
14.05.2019 Deutsche Kartoffelanbaufläche wächst um 3%

Der Kartoffelanbau wächst in Deutschland weiter. Anfang dieser Woche gab es vom Statistischen Bundesamt eine erste Schätzung zur Flächennutzung. Demnach werden in Deutschland für die Ernte 2019 auf 260.000 Hektar Kartoffeln angebaut. Das wären ca. 3% oder 8.000 Hektar mehr als im Vorjahr. Die erste Schätzung beruht allerdings auf einer dünnen Datenbasis und ist mit Vorsicht zu genießen. Es ist also als erste Tendenz zu werten. Beobachter gehen davon aus, dass der Flächenzuwachs in erste Linie für Verarbeitungsrohstoff gilt.
Die Vermarktung von alterntigen Konsumkartoffeln ist europaweit sehr weit fortgeschritten. Speisekartoffeln aus der Ernte 2018 gibt es so gut wie keine mehr aber die Fabriken haben sich noch für einige Wochen Frittenrohstoff per Vertrag reserviert. Zudem kaufen belgische Fabriken jetzt wieder freien Rohstoff und stützen damit die Notierungen, während holländische Fabriken sich in Kaufzurückhaltung üben. Das Preisniveau bleibt insgesamt aber wohl noch über die nächsten drei Monate hoch.

14.05.2019 US-Export-Meldung: 180.000 Tonnen an Unbekannt

US-Exporteure melden den Verkauf von 180.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an eine unbekannte Destination.

14.05.2019 Frankreich: Anstieg der Maisanbaufläche wird auf 4,9% geschätzt

In seiner ersten Prognose für die diesjährige Maisaussaat-Fläche in Frankreich erwartet das französische Landwirtschaftsministerium einen Anstieg zum Vorjahr um 4,9% auf 1,43 Mio. Hektar.
Die Prognose der Weizenanbaufläche beließ das Ministerium unverändert bei 5,0 Mio. Hektar (+2,9% zu 2018)
Beim Raps sank die Prognose noch einmal leicht von 1,32 Mio. Hektar (Vorwoche) auf nun 1,31 Mio. Hektar. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 19,1%.

14.05.2019 US-Crop-Progress Report: Sojabohnenaussaat weiter deutlich verzögert

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend den wöchentlichen Crop-Progress-Report veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass per 12. Mai 64% der Winterweizenbestände in guter (49%) bzw. exzellenter (15%) Verfassung sind. In der Vorwoche lag waren es insgesamt ebenfalls 64%, allerdings haben sich die Prozente innerhalb der Kategorien verschoben (52%/12%). Vor einem Jahr waren 36% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung.
Die Sommerweizen-Aussaat geht mittlerweile recht zügig voran. 45% der geplanten Flächen erledigt, in der Vorwoche waren es 22%. (Vorjahr: 54%; 5-Jahres-Durchschnitt: 67%)
Die Mais-Aussaat in den Vereinigten Staaten hinkt weiter dem Vorschritt der Vorjahre hinterher. 30% der geplanten Flächen sind ausgesät, vor einer Woche waren es 23%, vor einem Jahr 59% und im 5-Jahres-Durchschnitt sogar 66%.
Auch die Sojabohnen-Aussaat macht nur kleine Fortschritte. 9% der geplanten Flächen sind ausgesät (Vorwoche: 6%; Vorjahr: 32%; 5-Jahres-Durchschnitt: 29%).

14.05.2019 Peking kontert im Handelsstreit

China und die USA bleiben unnachgiebig im Handelsstreit, eine Schlichtung im Konflikt wird immer unwahrscheinlicher. Denn Zeichen für eine Annäherung gibt es nicht, im Gegenteil. Die US-Regierung bereitet weitere Strafzölle auf sämtliche chinesische Importe vor. Im Gegenzug schwört Peking, nicht nachzugeben. Unterdessen feiert US-Präsident Donald Trump seine Taktik. Und die Zollstatistiken zeigen, dass die USA im ersten Quartal 2019 – aufs Jahr hochgerechnet – 75 Milliarden Dollar Zoll eingenommen haben. Das ist doppelt so viel wie in Trumps erstem Amtsjahr 2017 und erheblich mehr als in früheren Jahrzehnten. Doch bezahlen mussten dafür die Amerikaner selbst. Einer Studie von US-Ökonomen zufolge dient die Erfahrung des Jahres 2018 als Beweis, dass der Schutz vor Importen mit Zollschranken zu realen Einkommensverlusten im eigenen Land führe.

14.05.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den ersten Handelstag der neuen Woche mit Kursaufschlägen. Technische Käufe nach dem Erreichen neuer Kontrakt-Tiefs in der vorherigen Sitzung und Export-Verladungen in einem Volumen von 842.818 Tonnen Weizen, die die Erwartungen der Analysten (400.000 - 600.000 Tonnen) übertrafen, sorgten für Kursauftrieb. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut mit Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nur bedingt von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren. Sie erholten sich allerdings am späten Nachmittag von den Tagestiefstständen. Die Niederschläge in vielen Teilen Europas haben die Sorgen um zu trockene Böden in den Hintergrund gerückt. Am Kassamarkt in Hamburg lagen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei €0,25 unter Paris Dezember19. Die am Montag fälligen Export-Daten der EU-Kommission wurden aufgrund eines technischen Problems verschoben, teilte die Kommission mit. Algeriens staatlicher Getreidehändler OAIC hat eine Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft aufgelegt.

14.05.2019 Verzögerung bei Maisaussaat im US Corn belt lässt Maiskurse wieder steigen

Die Kurse der CBoT-Maisfutures steigen heute Nacht um bis zu 2%, weil das nasse Wetter im Mittleren Westen der USA die Aussaat dort im Kerngebiet des US-Corn belt verzögert. Das könnte dazu führen, dass statt Mais jetzt andere Feldfrüchte zum Einsatz kommen.
Analysten des US-Landwirtschaftsministeriums stellten gestern in ihrem Wochenreport fest, dass der Fortschritt bei der Aussaat weit hinter den Markterwartungen zurück bleibt. 30% der geplanten Flächen waren bis zum letzten Sonntag bestellt. Im Fünf-Jahresmittel waren es zu diesem Termin 66%. Die Marktteilnehmer waren davon ausgegangen, dass es jetzt 35% sind.
Viele Farmer werden jetzt wohl mehr Sojabohnen anbauen, die auch noch später gelegt werden können. Das optimale Zeitfenster für die Maisaussaat ist bald zu. Das belastet dann den ohnehin schon überversorgten Ölpflanzenmarkt.
Gestern teilten chinesische Regierungssprecher mit, dass man als Reaktion auf seit Freitag im Handelsstreit wirksam gewordene US-Zölle auf chinesische Importe nun auch US-Importe in China höher besteuert werden sollen. Davor hatte Donald Trump gewarnt.
Trump sagte, er werde seinen Kollegen Xi Jin Ping nächsten Monat treffen.

14.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 17.000 Lots CBoT Mais

13.05.2019 Äthiopien kauft 400.000 Tonnen Weizen

Äthiopiens staatlicher Getreideeinkäufer meldet den Kauf von 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens. Die Angebotsfrist endete bereits am 19. April. Gekauft wurde der Weizen von einem Handelshaus.

13.05.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen höher, als erwartet

13.05.2019 CBoT COT-Bericht
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 30.04.19 bis 07.05.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 1.356 Kontrakte auf 82.146 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen reduziert um 24.372 Kontrakte auf 282.327 Netto-Short-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 12.027 Lots auf 160.553 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 7. Mai in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
13.05.2019 ASF: Vietnam keulte bisher 1,2 Mio. Schweine

Vietnam meldet heute, dass man bereits mehr als 1,2 Mio. Schweine gekeult habe, die vom Afrikanischen Schweinefieber (ASF) angesteckt waren. Das Virus breitet sich in rasendem Tempo im ganzen südostasiatischen Land aus.
Drei-Viertel des nationalen Fleischkonsums ist Schweinefleisch. Das Land hat 95 Mio. Bürger und die meisten der 30 Mio. Schweine, die im Land gemästet werden, werden auch lokal verbraucht.
In Vietnam wurde das Virus erstmals im Februar entdeckt; inzwischen wurden aus allen 29 Provinzen ASF-Fälle gemeldet. Auch aus der Provinz Dong Nai, die 40% der im Inland verzehrten Schweine liefert, z.B. in die südliche Handelsmetropole Ho Chi Mingh Stadt.
Das Risiko, dass sich die Seuche weiter ausbreitet, ist sehr groß und die Eindämmung aufgrund der Tatsache, dass die Schweine meist in Hinterhöfen gehalten werden, ist extrem schwierig. Die meisten Provinzen sind mit Sanierungsmaßnahmen absolut überfordert. Infizierte Tiere werden zwar gekeult, einen finanziellen Ausgleich erhalten die Bauern dafür aber nicht. Auch nicht für die ordnungsgemäße Tierkörperbeseitigung.
Die Seuche, die bei Schweinen zwar meist zum Tod führt, für den Menschen aber keine Gefahr darstellt, hatte sich auch seit Monaten in China ausgebreitet.
Die United Nations Food and Agriculture Organization (FAO) hatte Vietnam bereits im März angewiesen, den ASF-Ausbruch als Nationalen Notfall zu deklarieren.

13.05.2019 Algerien sucht Weizen für Lieferung im Juli

Algeriens staatlicher Getreidehändler OAIC hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft aufgelegt.
Meist kauft man aber deutlich mehr als die angegebene Menge. Die Deadline für Offerten, die bis zum 15. Mai gültig sein müssen, ist der 14. Mai. Beladung der Schiffe ist in zwei Perioden vorgesehen: 1.-15. Juli und 16.-31. Juli.
Algerien ist für den europäischen Weizenmarkt von großer Bedeutung, insbesondere Exporte aus Frankreich hängen davon ab. In dieser Saison, die am 30.06. endet, lieferte Frankreich bisher bereits 4,2 Mio. Tonnen.
In der vorherigen Ausschreibung Anfang April kaufte Algerien 540.000 Tonnen. Diese Ausschreibung lautete anfänglich auch über nominell 50.000 Tonnen.
Ende April kaufte Algerien zudem rund 200.000 Tonnen Durum-Weizen.

13.05.2019 In Deutschland 27,5% weniger Raps angebaut

Deutschlands Winterraps-Anbaufläche für die ernte 2019 wurde gegenüber dem Vorjahr um 27,5% auf 886.000 Hektar reduziert. Das schätzt das Statistikamt des Bundes in einer heutigen Veröffentlichung.
Die Bauern reduzierten die Anbaufläche meist, weil es im letzten Herbst nach einem Dürresommer außerordentlich trocken war. Die Böden waren so sehr ausgetrocknet, dass die Gefahr bestand, dass die Saat gar nicht erst aufläuft.

13.05.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report schickte die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Kursverlusten ins Wochenende. Im Wochenvergleich verlor die Juli-Fälligkeit 3% an Wert. Das war der fünfte Wochenverlust in Folge. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2019/20 auf 293,01 Mio. Tonnen und damit höher, als von Analysten erwartet (277,42 Mio. Tonnen). Den US-Weizenbestand zum Ende der Saison 2019/20 schätze das USDA auf 1,141 Mrd. Bushel (Erwartung: 1,060 Mrd. Bushel). Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls mit Abschlägen. Wegen bester Vegetationsbedingungen erhöht der ukrainische Landwirtschaftsminister nun wohl bald die Prognose für die Getreideernte auf 70 Mio. Tonnen. Die Wetterbedingungen sind die besten seit 10 Jahren. Der jüngste Landregen ist nun auch in den westlichen Landesteilen angekommen, wo spätreifende Sorten stehen. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer beließ in seinem wöchentlichen Report die Ratings für die Winterweizenbestände unverändert bei 79% "gut bis exzellent".

13.05.2019 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 18.000 Lots CBoT Mais

13.05.2019 CBoT Sojabohnenkurse unterschritten heute Nacht die 8-Dollar-Marke

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen sinken auf den tiefsten Stand seit mehr als 10 Jahren. Da die Gespräche zwischen Washington und Peking über die Beilegung ihres Handelsstreits in einer Sackgasse sind, werden die Exporte von US-Bohnen nach China weiterhin behindert.
China hat zwar noch keine Gegenmaßnahmen auf die seit Freitag geltenden zusätzlichen US-Strafzölle auf chinesische Warenlieferungen angekündigt, in Peking heißt es aber, dass vorerst keine weiteren Käufe aus den USA möglich sein werden. Daraufhin kündigt die USA an, dass die Fristen für einen Abschluss verkürzt werden bevor dann auf alle chinesischen Güter höhere Importzölle gelten sollen.
Sollte der Handelskrieg also weiter anhalten, werden die US-Agrarexporte darunter leiden. China könnte nun auch seine Einfuhrzölle aus US-Waren anheben. Donald Trump hat seinen Landwirtschaftsminister um einen Notfallplan für die US-Farmer gebeten. Ein weiteres Förderprogramm soll die Hilfsgelder aus dem ersten Programm, das einen Wert von 12 Mrd. USD hatte, ergänzen.
Die institutionellen Anleger und Hedge Fonds haben letzte Woche damit begonnen, ihre Netto-Short-Positionen zu reduzieren. Das war allerdings noch bevor, die USA ihre Strafzölle für Güter im Wert von 200 Mrd. USD am Freitag einführten und eine derartige Eskalation noch nicht absehbar war.

10.05.2019 USDA-Analyse

Unsere erste Analyse des USDA-Reports ist ab sofort über diesen Link verfügbar!

10.05.2019 Wie Chinas Reaktion aussehen wird, bleibt noch offen

Händler blicken hoffnungsvoll nach Washington, wo derzeit die elften Handelsgespräche zwischen China und den USA stattfinden. In der Nacht hatte US-Präsident Donald Trump die Importzölle auf bestimmte chinesische Waren von bisher zehn auf 25 Prozent angehoben.
Nur wenige Minuten später kam die offizielle Reaktion aus Peking. Eine kurze und knappe Botschaft des chinesischen Handelsministeriums im Internet: China bedauere zutiefst, dass man jetzt notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen müsse. Wie die aber aussehen sollen, ist bislang nicht bekannt.
Trump hatte die erneute Zollerhöhung bereits am Sonntag per Twitter angekündigt. Er wirft China vor, bereits gemachte Zusagen im Handelsstreit wieder zurückgezogen zu haben. China bestreitet das.

10.05.2019 Ukraine rechnet für 2019 jetzt mit 70 Mio. Tonnen Getreide

Wegen besten Vegetationsbedingungen erhöht der ukrainische Landwirtschaftsminister nun wohl bald die Prognose für die Getreideernte auf 70 Mio. Tonnen.
Die Wetterbedingungen sind die besten seit 10 Jahren. Der jüngste Landregen ist nun auch in den westlichen Landesteilen angekommen, wo spätreifende Sorten stehen.

10.05.2019 Chinas Eigenversorgung mit Sojabohnen steigt auf über 17 Mio. Tonnen

Die Sojabohnenernte 2019 wird in China mit 17,27 Mio. Tonnen um 7,9% größer ausfallen, als im letzten Jahr. Das geht aus dem heute Morgen veröffentlichten Monatsbericht des Landwirtschaftsministeriums in Peking hervor.
Das ist fast soviel, wie im Wirtschaftsjahr 2004/05 als China 17,4 Mio. Tonnen Sojabohnen produzierte. Und erst zum zweiten Mal wurden dort mehr als 17 Mio. Tonnen erzeugt.
China will seine Abhängigkeit von Sojabohnenimporten mindern und fördert den Anbau im eigenen Land. Insbesondere die Abhängigkeit von Sojabohnenimporten aus den USA steht während der schwierigen Verhandlungen über ein bilaterales Handelsabkommen der beiden Länder unter Beobachtung.
China wird in 2019/20 86,6 Mio. Tonnen zu Futtermitteln verarbeiten, das sind nicht mehr als im Vorjahr, weil im Land das Afrikanische Schweinefieber (ASF) die nationale Schweineherde um mindestens 10% verkleinert. Die Importe werden insgesamt auf 84,9 Mio. Tonnen geschätzt.

10.05.2019 Analystenschätzungen zum morgigen WASDE-Report

10.05.2019 Getreidemail

Kräftige Kursverluste bei den Agrarfutures in Chicago. Der eskalierte Handelsstreit zwschen Peking und Washington, sowie die Erwartung einer mächtigen Getreideernte in 2019 drückten auch die Weizenkurse. Heute um 18 Uhr deutscher Zeit erscheint in den USA der monatliche USDA-Report. Darin wird das Ministerium auch seine erste Prognose zur Welt-Getreideernte 2019/20 abgeben. Bereits gestern gab die FAO eine Schätzung zur Getreideernte 2019 ab. Demnach steigt die weltweite Getreideproduktion um 5%. Da der Konsum zunimmt, sinken aber die Endbestände leicht.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee. Händler können auch hierzulande keine marktstützenden Argumente finden. Sinkende Kurse in Chicago sowie gute Ernteaussichten und ein starker Wettbewerbsdruck aus dem Schwarzmeerraum drücken die Stimmung. Der Dezember-19-Termin am Pariser Matif schloss knapp über seinem bisherigen Tiefstand. Am Kassamarkt ist es ruhiger geworden, nachdem in Russland Feiertage sind und die Maghreb-Länder den Fastenmonat Ramadan begehen.

10.05.2019 Kurse der CBoT-Sojabohnen seit fünf Wochen auf Talfahrt

Die Kurse des Chicago-Sojabohnenfutures sind auf bestem Weg, ihre fünfte Woche in Folge mit Verlusten zu beenden. Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking drückt die Preise.
Der Frontmonat notiert inzwischen schon 3,3% schwächer als zum Ende der letzten Woche. Es ist der größte Wochenverlust seit August 2018.
In der gestrigen Sitzung über die Beilegung des Handelsstreits in Washington waren die Teilnehmer beider Seiten darum bemüht, einen totalen Kollaps der Gespräche zu verhindern. Unterdessen bereitet die Trump Administration weitere Strafzölle auf chinesische Einfuhren im Wert von 200 Mrd. USD vor, die heute Mittag (Washington—Ortszeit) in Kraft treten könnten.
Trump beschuldigt China, längst beschlossene Verhandlungspositionen aus früheren Sitzungen wieder in Frage zu stellen. Kommen die weiteren Strafzölle, droht Peking mit Gegenmaßnahmen.
Händler in Singapur bestätigen, dass die USA bereits große Marktanteile am China-Sojabohnenmarkt an Brasilien verloren hat. Das USDA berichtete gestern in seinem wöchentlichen Exportbericht, dass ein „unbekannter Käufer“ eine Lieferung über 263.500 Tonnen Sojabohnen gecancelt hat.
In Brasilien wird die Schätzung für die 2018/19er Ernte auf 114,313 Mio. Tonnen angehoben. Der Mai-USDA-Bericht heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird die hohen Sojabohnenbestände in den USA bestätigen.
Chartanalysten erwarten, dass die Kurse der CBoT-Sojabohnen die 8-Dollar-Marke noch unterschreiten.

10.05.2019 Fonds drücken Kurse der Agrarfutures

09.05.2019 EEX-Kartoffelindex steigt heute um 60 Cent

Der EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt heute auf 28,9 €/dt. Das sind 60 Cent mehr als in der Vorwoche.
Zu dem Anstieg trugen die Notierungen aus Belgien (+1,33 auf 26,83) und Frankreich (+1,67 auf 27,67) bei, wo die Sorte Bintje in den Notierungen dominiert.
In Holland konnte sich der teuerste Beitrag in den Index von letzter Woche (31,98) auf jetzt 31,48 €/dt nicht mehr halten. Die deutsche Notierung blieb mit jetzt 29,77 €/dt fast unverändert.
Am 06.06.2019 ist der letzte Handelstag für den Juni-19-Terminkontrakt an der Derivatebörse in Leipzig. Kontrakte, die bis dahin nicht glattgestellt sind, werden dann mit dem Index, der dann ermittelt wird, glattgestellt.
Der Juni-19-Kontrakt beendete den heutigen Handelstag mit 30,6 €/dt. Die Börsenteilnehmer haben also noch etwas Phantasie für steigende Preise.

09.05.2019 Festgefahrene Lage in den Gesprächen zwischen Peking und Washington

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen (ZSc1) handeln heute nur noch knapp über der 8-Dollar-Marke.
Zu so niedrigen Kursen wurde zuletzt im Juni 2007 gehandelt.
Heute unternehmen die USA und China einen weiteren Versuch, ein bilaterales Handelsabkommen zu etablieren. Die Stimmung ist aber vergiftet, weil Peking sich aus bereits verhandelten Positionen zurückzog, was Donald Trump dazu bewog, mit weiteren Strafzölle auf die einfuhr von chinesischen Waren im Wert von 200 Mrd. USD zu drohen. Diese könnten Morgen in Kraft treten.
Vor diesem Hintergrund ist es wenig wahrscheinlich, dass China seine hohen Einfuhrzölle auf US-Agrargüter zurück nimmt. Die Einhaltung der Zusage Pekings, „große Mengen“ US-Agrargüter abzunehmen, ist inzwischen auch wenig wahrscheinlich.

09.05.2019 Vom Ex- zum Importeur: Indien importiert GMO-freien Mais aus der Ukraine

Indien hat weitere 27.000 Tonnen Mais aus der Ukraine importiert. Das Land legt Wert darauf, dass der Mais keine genetisch veränderten Organismen enthält. Die letzte Tranche aus der Ukraine kostet 205 USD/Tonne cif. Die Importe sollen den Engpass im Land entgegenwirken, der durch Insekten und Trockenheit verursacht wird.
Anfang dieses Jahres importierte Indien bereits 57.000 Tonnen GMO-freien Mais aus der Ukraine. Das waren die ersten Importe seit 2016. Zusammen mit den letzten Lieferungen importierte Indien in diesem Jahr bereits 84.000 Tonnen Mais.
Indien war bisher einer der bedeutendsten Maisexporteure und belieferte damit Länder in Südostasien. Jetzt wurde das Land zum Importeur, weil die Ernten im Land schlecht sind und die Geflügelmäster des Landes mehr Futtermittel benötigen. Auch die Stärkeindustrie fragt den Rohstoff Mais nach. Vom indischen Wechsel vom Exporteur zum Importeur profitieren Länder wie Brasilien, Argentinien und die USA, die jetzt die Länder in Südostasien mit Mais beliefern.
Durch die deutlichen kleineren Ernten ist Indien seit 2106 gezwungen, Mais durch drei staatliche Getreidehändler importieren zu lassen. Neu Delhi hat zum ersten Mal seit 16 Jahren dafür die Importzölle gesenkt. Da Indien keine genetisch veränderten Lebensmittel zulässt, ist die Bedingung, dass auch die Maisimporte GMO-frei sind.
Weltweit gibt es aber kaum noch Anbieter von Mais mit dieser Spezifikation. Eine einzige Ladung mit GMO-Mais könnte die indischen Sorten verunreinigen und die lokalen Bauern von internationalen Züchterhäusern abhängig machen. Die Regierung erlaubte im April den Import von 100.000 Tonnen GMO-freien Mais zum reduzierten Importzoll von 15%. Auf Getreideimporte sind 60% Abgaben üblich.
Die Maispreise in Indien sind seit der zweiten Jahreshälfte 2018 um mehr als 20% gestiegen, zum Leidwesen der lokalen Geflügelmäster und der Stärkeindustrie. Sie forderten von der Regierung die Zulassung von zollvergünstigten Importen. Händler im indischen Markt erwarten, dass in diesem Jahr bis zu 1 Mio. Tonnen Mais importiert wird. Larven vom Schmetterlingsfalter, die bereits in 2017 die Maisernte im Süden Afrikas zerstörten, sowie trockenes Wetter in einigen Anbauregionen haben Indiens Maisernte dezimiert.
Indien erntet zweimal im Jahr Mais. Die Ernteschätzung für 2018/19 sinkt auf 16 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es noch 20,24 Mio. Tonnen. Das Land war bisher der siebt-größte Maisproduzent der Welt.

09.05.2019 HANSA Terminhandel – Ölsaatemail

Die Regenfälle in diesen Tagen sorgen auch in den bislang zu trockenen Rapsbeständen für Entspannung, für die Blüte ist es aber immer noch zu kalt. Wegen Nachtfrösten erwartet man in einigen Regionen sogar Ertragseinbußen. Daher schließen die Bauern derzeit kaum Verträge für die Vermarktung ihrer neuen Ernte mehr ab. Sinkende Börsenkurse in Paris und bei den Sojabohnenfutures in Chicago lassen den Käufern wenig Spielraum bei den Preisen. So ist weder ein nennenswertes Angebot am Rapsmarkt noch eine Nachfrage. Die genannten Preise für Rapssaat sinken gegenüber der letzten Woche sogar.
Auch am Markt für Rapsschrot werden nur kleine Mengen gehandelt. Die Mischfutterhersteller können auf weitere Preisnachlässe warten, weil sie insbesondere mit Sojaschrot gut versorgt sind. Sie nutzen in Vorverträgen die schwächeren Kurse für Sojabohnen und Sojaschrot um diese auch für die späteren Liefertermine zu nutzen.
Auch die Rapsölpreise gaben in der letzten Woche nach. Sie folgen damit den schwächeren Kursen am Pariser Matif. Die Furcht vor einer kleinen EU-Rapsernte schwindet nach den jüngsten Regenfällen.

09.05.2019 Analystenschätzungen zum morgigen WASDE-Report

09.05.2019 F.O. Licht erwartet für 2019/20 ein Zuckerdefizit von 1,7 Mio. Tonnen

Die weltweite Zuckermarktbilanz weist für die Saison 2019/20 (Okt-Sept) ein Defizit von 1,7 Mio. Tonnen aus. In der noch laufenden Saison 2018/19 bleibt ein Überschuss von 400.000 Tonnen. Die Zuckerproduktion der Welt sinkt in folgenden Jahr aber, so Stefan Uhlenbrock vom Hamburger Beratungsunternehmen F.O. Licht in einem Vortrag gestern in Sao Paulo.
Der Analyst stellt fest, dass sich die Zuckerpreise auf einem 10-Jahres-Tief bewegen, was viele Bauern, beispielsweise in Thailand, nach Anbaualternativen suchen lässt. In Brasilien werden die Zuckerrohr-Verarbeiter mehr Ethanol produzieren, weil damit höhere Erlöse einhergehen.
Die globale Zuckerproduktion 2019/20 wird von F.O. Licht auf 185,1 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 1,2 Mio. Tonnen weniger als in der vorherigen Saison.
Niedrige Preise und eine Trockenheit in den Produktionsregionen in Indien und Thailand begrenzen die Produktion, so der Referent auf einer Fachkonferenz in Brasilien. Im brasilianischen Center-South war die Zuckerproduktion in 2018/19 kollabiert. Dort sank die Produktion um 10 Mio. Tonnen. In der kommenden Saison bleibt das Produktionsniveau niedrig.
Die Produktion in Thailand werde auf 12,7 Mio. Tonnen von derzeit 14,6 Mio. Tonnen sinken, in Indien sind es aktuell 33 Mio. Tonnen und es werden in der nächsten Saison wohl nur 29,4 Mio. Tonnen.
Uhlenbrock erwartet kurzfristig aber keine höheren Zuckerpreise, da in Indien noch große Vorräte lagern, die einen Aufwärtstrend wohl verhindern.
Brasilien wird wohl nur 37% seiner Zuckerrohernte für die Zuckerproduktion verwenden. Das ist fast ein Allzeittief, welches bei 35% liegt. Der Rest wird für die lukrativere Ethanolproduktion verwendet. An der Derivatebörse NYBOT in New York müssten die Kurse um mindestens 13% steigen, damit sich die Zuckerproduktion wieder lohnt.

09.05.2019 FAO: Chinas Schweinefleischproduktion in 2019 sinkt mindestens um 10%

Der Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers (ASF) in China sorgt dafür, dass dort in 2019 mindestens 10% weniger Schweinefleisch produziert wird, was den Produzenten in anderen Ländern große Chancen bringt. Das schreibt die United Nations´ Food and Agriculture Organization (FAO) heute in ihrem Monatsbericht.
Das Schrumpfen der weltweit größten Schweineherde wird einen beachtlichen Einfluss auf die Fleisch- und Futtermittelmärkte der Welt haben. In China wurden bereits weit mehr als eine Mio. Schweine gekeult, in der Hoffnung, dass damit der Seuchenzug aufgehalten werden kann.
Mit dem spürbaren Rückgang der Schweinebestände, erfährt der seit zwei Jahrzehnten steigende Sojabohnenimport nach China ein jähes Ende. Die Seuche breitet sich auch in Chinas Nachbarländern Vietnam, Laos, Kambodscha und der Mongolei aus.
So unglücklich wie sich die Umstände in Asien verketten, so vorteilhaft entwickeln sich die Bedingungen für Schweinemäster anderswo. Speziell in Europa, den USA und Brasilien.
Für Mäster in Europa und Amerika ist es eine extrem seltene Kombination von steigenden Schweinepreisen, einer steigenden internationalen Fleischnachfrage und sinkenden Futtermittelkosten.
Die weltweite Schweinefleischproduktion wird für 2019 auf 115,6 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 4%. Der Rückgang in China wird nur teilweise durch eine höhere Produktion in den USA, Brasilien und Russland kompensiert.
Die Produktion von Schweinefleisch in Europa soll den FAO-Zahlen zufolge bei 24 Mio. Tonnen stabil bleiben, da auch in den Ländern Rumänien, Ungarn und Polen das ASF grassiert.
Das Landwirtschaftsministerium der USA erwartet in diesem Jahr eine um 3,8% steigende Produktion auf nahezu 12 Mio. Tonnen. Auch die Geflügelmäster werden von dieser Lage profitieren.
China ist bestrebt, die Versorgung seiner Bevölkerung statt mit Schweinefleisch mit andern Proteinlieferanten zu versorgen. Das könnten andere Fleischsorten, wie weißes Geflügelfleisch aus Brasilien, den USA und Thailand oder auch aus der EU sein.

09.05.2019 FAO: Weltgetreide-Endbestände sinken in 2019/20 um 0,7%

Die Lebensmittelpreise in der Welt stiegen im April um 1,5%. Dazu haben steigende Preise bei Milchprodukten und Fleisch beigetragen, die sinkende Preise der Getreidenotierungen teils aufhoben. Das teilte heute die United Nations food agency (FAO) in Rom mit.
In dem heutigen Bericht wird auch erstmals eine Prognose zur diesjährigen Weltgetreideproduktion abgegeben. Nach einer kleineren Ernte in 2018 erwarten die Experten nun für 2019 eine Rekordernte.
Der FAO Index für Lebemsmittel, der sich aus einem Korb von verschiedenen Agrarprodukten (Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker) errechnet stieg von 167,5 im März auf 170,1 Punkten im April 2019.
Das ist der höchste Index seit letztem Juni aber immer noch 2,3% niedriger als im April 2018.
Die Preise für Milchprodukte stiegen im April gegenüber März um 5,2%. Das war der vierte Monat in Folge mit Preissteigerungen. Eine gute Nachfrage nach Butter, Vollmilchpulver und Käse treibt die Preise in die Höhe.
Der Index für Fleisch stieg um 3% gegenüber dem Vormonat, weil die Nachfrage aus Asien, insbesondere China, wo das Afrikanische Schweinefieber grassiert, steigt.
Auch die Indices für Zucker und Pflanzenöle stiegen. Dagegen sank der Index für Getreide um 2,8% gegenüber dem Vormonat. Das tat er bereits zum vierten Mal in Folge. Die Weizenproduktion soll in 2019 deutlich steigen. Ein größeres Angebot und eine ruhigere Nachfrage drücken hier das Preisniveau.
Die FAO schätzt die weltweite Getreideproduktion im Jahr 2019 auf 2,722 Mrd. Tonnen; das wären 2,7% mehr als in 2018. Bei den großen Getreidearten Weizen (+5%), Mais (+2,3%) und Gerste (5,4%), wächst die Produktion am stärksten. Die Reisproduktion soll dagegen auf dem Niveau des Vorjahres verharren.
Der weltweite Lebensmittelkonsum steigt in 2019 mindestens um 1,1%, da die Weltbevölkerung weiter wächst, der Getreideverbrauch auf der Welt wird in der Saison 2019/2020 um 1,5% anwachsen. Das bedeutet, dass die Getreideendbestände wohl um 0,7% auf 847 Mio. Tonnen sinken werden. Das wäre der niedrigste Vorrat seit der Saison 2015/16.

09.05.2019 Getreidemail

10:30 Uhr Korrektur:
Der Mai-WASDE-Report kommt nicht heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit, sondern Morgen.

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie Positionierungen vor dem monatlichen USDA-Report, heute 18 Uhr deutscher Zeit, ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT erneut schwächer.
Bei vergleichsweise sehr geringen Handelsumsätzen aufgrund eines Feiertages in Frankreich, folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Verlusten. In vielen EU-Ländern wie Frankreich, Deutschland und Großbritannien hat es jetzt endlich geregnet, was die Sorgen über einen trockenen Sommer mindert. In den unteren Bodenschichten ist es aber noch viel zu trocken. Händler vermuten, dass die deutschen Getreidemühlen ihre Mengen aus der alten Ernte gesichert haben und sich inzwischen für die neue Ernte interessieren. Die Bauern sind zu den aktuell notierten relativ niedrigen Preisen kaum gewillt zu verkaufen. Deutsche Getreidexportaufträge aus der neuen Ernte sind bisher auch nicht berauschend.

09.05.2019 Maisaussaat im US-Corn Belt könnte in der nächsten Woche vorankommen

10:30 Uhr, Korrektur:
Der Mai-WASDE-Report kommt nicht heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit, sondern Morgen.

Die Kurse der CBoT-Maisfutures geben heute Morgen am zweiten Tag in Folge nach, weil sich die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA in der nächsten Woche verbessern sollen und die Farmer dann mit der Aussaat von Mais zügig vorankommen können.
Bisher hatten Regenfälle die Feldbestellungen dort erheblich verzögert.
Gestern schätzte das USDA, dass 23% der geplanten Maisflächen bestellt sind. Das war deutlich weniger als im Fünf-Jahres-Mittel, das für diesen Termin bei 46% liegt.
Die Meldung, dass die Vorräte aus der alten Ernte noch riesig sind, drückt die Börsenkurse zudem. Heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das USDA dazu eine neue Prognose abgeben. Händler erwarten, dass die Maisvorräte der USA am Ende der Vermarktungssaison noch bei 2,055 Mrd. Bushel liegen sollen. Diese beeindruckend hohe Schätzung lag im April bei 2,035 Mrd. Bushel.

09.05.2019 Fonds bei Agrarfutures wieder bärisch gestimmt

08.05.2019 Alles über den Schweinemarkt

08.05.2019 Ölsaaten_Dashboard

08.05.2019 Cereal_Dashboard

08.05.2019 Moskaus Agrarministerium will weiter auf Exportzölle für Weizen verzichten

Seit 2016 verzichtet Russland auf einen Zoll auf Weizenausfuhren. Diese Regelung endet am 01. Juli 2019.
Nun schlägt das Landwirtschaftsministerium in Moskau vor, vorerst auf die Erhebung eines Exportzolls zu verzichten.

08.05.2019 Schlachtschweinepreis steigt um 3 Cent auf 1,76 €/kg SG

Mäster spekulieren auf Preissteigerungen für ihre Schweine
Das relativ kleine Aufkommen an schlachtreifen Schweinen trifft auf eine verhaltene Nachfrage der Schlachter. Relativ hohe Schlachtgewichte deuten auf eine gewisse Spekulation der Mäster hin. Der Absatz gestaltet sich aber immer noch problemlos.
Während der Feiertage konnten die Schlachter und Zerleger in Deutschland deutlich höhere Preise für ihre Produkte erzielen; diese schmelzen jetzt aber wieder dahin. Die Großkunden aus dem LEH und der Fleischverarbeitung ordern bei sinkenden Preisen nur zögerlich. Ladenfertige Ware wird inzwischen um 8 bis 20 Cent/kg billiger abgegeben. Das kalte Wetter sorgt zudem dafür, dass weniger gegrillt wird. Die Schlachtereien plädierten deshalb heute für stabile Preise.
Dennoch ist das Angebot an schlachtreifen Schweinen europaweit nicht zu groß. In Belgien sind die Schlachtgewichte auffallend hoch und in Frankreich ist das Angebot schlachtreifer Schweine nicht so groß, wie aufgrund der Feiertage erwartet worden war. Der Markt wird durch sinkende Schweinepreise in China verunsichert. Höhere Forderungen scheinen in Europa vorerst nicht plausibel. Neben Europa bieten auch Brasilien, die USA und Kanada in China Schweinefleisch an.

08.05.2019 Bunge schreibt wieder schwarze Zahlen

Der US amerikanische Agrarrohstoffhändler Bunge meldet heute für das erste Quartal 2019 einen Gewinn. Im Q1/18 wurden Verluste geschrieben. Jetzt trugen höhere Einnahmen aus der Ölsaatenverarbeitung in den USA, Brasilien und Europa zum Erfolg bei.
Außerdem wurde bekannt, dass John Neppl ab dem 29. Mai neuer Finanzchef des Unternehmens ist. Er kommt vom US-Ethanolhersteller Green Plains.
Bunge teilt mit, dass in den ersten drei Monaten des Jahres sein Netto Gewinn der Geschäftstätigkeit 45 Mio. USD oder 26 Cent pro Aktien beträgt. Im Q!/18 wurde ein Verlust von 21 Mio. USD ausgewiesen. Das wurde mit der Neubewertung von Ölsaatenkontrakten begründet.
Bunge gehört zu den „ABCDs“, die den weltweiten Getreidehandel dominieren. Zu der Gruppe gehören ADM, Bunge, Cargill und Louis Dreyfus. Bei Bunge wurde im Q1/19 ein Bruttoertrag von 235 Mio. USD erwirtschaftet.

08.05.2019 SovEcon bestätigt seine Ernteprognose für Weizen

Das russische Agrarmarkt-Beratungsunternehmen SovEcon bestätigt heute seine Schätzung für die diesjährige Weizenernte. Demnach sollen 83,4 Mio. Tonnen zusammen kommen.

08.05.2019 Weltmarkt für Kartoffelstärke wächst bis 2024 auf 4,4 Mio. Tonnen

Der globale Markt für Kartoffelstärke erreichte in 2018 ein Volumen von 3,7 Mio. Tonnen, bis 2024 sollen es 4,4 Mio. Tonnen werden. Das geht aus dem jüngsten Bericht von ResearchAndMarkets hervor.
Die Kartoffelstärke ist ein feines Pulver, das aus den Knollen von Kartoffeln gewonnen wird. Da es keinen eigenen Geschmack hat, wird die Stärke als Basismaterial für viele Lebensmittelprodukte verwendet, ohne deren Geschmack zu beeinflussen. Es wird zudem als Klebemittel, Ergänzungsmittel, Dickungsmittel und Stabilisierer in diversen Lebensmittelprodukten verwendet.
Darüber hinaus hat sie eine gesundheitsfördernde Wirkung, da die Stärke die Aufnahme von Mineralien wie Kalzium und Magnesium verbessert, sie kann zudem den Zuckerwert im Blut senken und die Aufnahme von Giften und krebserregenden Stoffen reduzieren.
Kartoffelstärke findet seinen Einsatz im Lebensmittelsektor bei Suppen, Backartikeln, Fleischprodukten, Gelees, Puddings und Pasta. Eine florierende Lebensmittelindustrie stützt die Nachfrage nach Kartoffelstärke. Die wachsende Kaufkraft der Verbraucher in vielen Entwicklungsländern und die daraus folgende Nachfrage nach Kartoffelstärke ist der Treiber des Marktes.
Außerdem wird Kartoffelstärke in der Textilindustrie eingesetzt, um Stoffe zu stärken. In der Pharmaindustrie werden damit Antibiotika produziert und in der Papier- und Chemieindustrie nutzt man die Klebereigenschaft. Das Wachstum in diesen Industriebereichen lässt die Nachfrage nach Kartoffelstärke bis 2024 auf 4,4 Mio. Tonnen steigen. In den Jahren 2019-204 wird ein jährliches Wachstum von 2,8% vorhergesagt.
Den größten Einsatzbereich findet die Kartoffelstärke in der Lebensmittelproduktion, gefolgt von anderen Industriebereichen. In allen Teilen der Welt, in Europa, Asien-Pazifik, Nord Amerika, Lateinamerika, dem Mittleren Osten und Afrika, wird Kartoffelstärke extrahiert. Europa hat aber den größten Marktanteil.

08.05.2019 8. Mai nationaler Feiertag in Frankreich

Heute ist Frankreich ein gesetzlicher Feiertag. Man feiert das offizielle Ende des zweiten Weltkrieges.
Schulen und die meisten Geschäfte sind geschlossen. Die Pariser Terminbörse MATIF ist allerdings offen. Bisher sind aber kaum Umsätze in den Agrarfutures gemacht worden.

08.05.2019 Neuseeland will Methan Emissionen aus Rindviehhaltung per Gesetz begrenzen

Neuseelands Regierung will eine Gesetzgebung gegen den Klimawandel einführen. Darin soll auch eine Reduzierung von mindestens 10% der Methan Emissionen aus der Rindviehhaltung berücksichtigt werden. Die Ziele sollen bis 2030 erreicht werden.
Die Agrarlobby des Landes lehnt die Pläne ab. Umweltverbände sagen allerdings, dass die Rindviehhaltung einer der größten Umweltsünder des Landes ist. Die Agrarbranche trägt den Großteil des Neuseeländischen Staatshaushaltes.
Für den Premierminister Jacinda Ardern, der sich vorgenommen hat, dass sein Land bis 2025 Kohlendioxyd-neutral wird, ist das Gesetz eine wegweisende Entscheidung für den Klimawandel. Das Gesetzt begünstigt die Methan Emissionen aus der Tierproduktion gegenüber anderen Treibhausgasen. Trotzdem sollen bis 2030 mindestens 10% weniger Methan die Umwelt belasten. Bis zum Jahr 2050 soll eine Reduktion auf bis zu 47% erreicht werden. Damit soll sichergestellt werden, dass Neuseeland im Jahr 2050 Kohlendioxydneutral ist.
Der Plan der Regierung in Wellington ist auf 30 Jahre angelegt, damit die Industrie langfristige Planungssicherheit hat. Das Gesetz soll dazu beitragen, dass die Erderwärmung unter 1,5°C bleibt und dass die Klimaziele der UN eingehalten werden können. Zwar sei die Agrarwirtschaft für Neuseeland von großer Bedeutung, aber sie muss ihren Beitrag zu Lösung des Problems leisten.
Die Vereinten Nationen sagen, dass die Viehhaltung alleine 18% der Treibhausgase beisteuert, die für die Erderwärmung verantwortlich sind. Dem widerspricht die Agrarlobby des Landes. Auch die Fleischbranche ist alarmiert und warnt vor negativen Einflüssen für den ländlichen Raum. Die Grünlandregionen des Landes sind auf die Rindviehhaltung angewiesen.

08.05.2019 Französische Zuckerrübenbauern wollen zwei Südzuckerwerke übernehmen

Französische Zuckerrübenbauern, die im Verband CGB organisiert sind, teilten gestern mit, dass sie der deutschen Südzucker ein Übernahmeangebot für zwei seiner Fabriken in Frankreich machen wollen. Südzucker hatte angekündigt, diese Fabriken in der kommenden Saison stillzulegen. Die Bieter wollen die Werke weiter betreiben, um den Absatz ihrer Produktion zu sichern.
Nachdem im Jahr 2017 die Europäische Union die Zuckerquoten abgeschafft hatte, stieg die Zuckerproduktion in der Gemeinschaft um 40%, was dazu beitrug, dass der Weltmarkt überversorgt war und die Preise fielen. Viele Zuckerfabriken in der EU haben seither Probleme, Gewinne zu machen.
Diese Krise führt dazu, dass auch Südzucker, Europas größter Zuckerhersteller, Produktionskapazitäten für 700.000 Tonnen Zucker stilllegen will. Das entspricht fünf seiner Fabriken. Damit sollen 100 Mio. Euro p.a. eingespart werden.
Frankreich ist mit zwei Zuckerfabriken betroffen. Im Norden ist es die Daint Louis Sucre branche in Eppeville und in der Normandy das Werk in Cagny. Die beiden Standorte würden sich auf die Lagerung mit zusätzlicher Tierfutterproduktion konzentrieren.
Von den Schließungen wären mehr als 2.500 französische Bauern direkt betroffen, da es nur wenige Alternativen für den Absatz von Zuckerrüben gibt, aus dem sie über Jahrzehnte ihr Einkommen bestritten.
CGB will seine Pläne jetzt den Banken vorstellen. Außerdem soll Südzucker am 15. Mai in Straßburg in einem Meeting darüber offiziell informiert werden. Darüber hinaus arbeiten die Verbandsvertreter daran, politischen Druck aufzubauen.
Die französische Konkurrenz von Südzucker, Tereos, beteuerte wiederholt, dass man keine Werke schließen will. Dagegen plant Cristal Union, zwei seiner französischen Zuckerfabriken aus Wettbewerbsgründen schließen zu wollen.

08.05.2019 Chinas Sojabohnenimporte im April um 10% gestiegen

Chinas Sojabohnenimporte stiegen im April um 10,7% gegenüber demselben Monat im Vorjahr. Importe wurden vom März auf den April verschoben.
Der größte Ölsaatenkäufer der Welt importierte im April 7,64 Mio. Tonnen Sojabohnen. Das sind 740.000 Tonnen mehr als im April 2018 und 55% mehr als im März, als 4,92 Mio. Tonnen eingeführt wurden.
Grund für die Verschiebung auf die April-Importe ist die Senkung der Mehrwertsteuer für Agrarprodukte, die ab dem 1. April gilt. Die meisten Lieferungen kamen aus Brasilien aber auch aus den USA.
In den ersten vier Monates dieses Jahres importierte China 24,39 Mio. Tonnen Sojabohnen und damit 7,9% weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Für den Rückgang werden hohe Importzölle auf US-Bohnen verantwortlich gemacht.
China erhebt seit Juli 2018 zusätzliche 25% Importzölle auf US-Bohnen. Das steht im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen den beiden Supermächten, der bis heute anhält. Vor dem Zwist waren die USA und Brasilien ungefähr gleichauf mit den Lieferungen von Sojabohnen. Nach der Einführung des Strafzolls hat China kaum US-Bohnen mehr geordert. Am 1. Dezember 2018 vereinbarten die Regierungschefs der USA und China, dass die Lieferungen wieder aufgenommen werden sollen. Seither wurden 14 Mio. Tonnen US-Bohnen nach China geliefert.
Weitere sechs Mio. Tonnen sind jetzt in Gefahr, da Donald Trump mit einem Tweet am letzten Wochenende die chinesische Regierung provozierte. Er will damit das Handelsabkommen beschleunigen, hat aber zur Verunsicherung des Marktes biegetragen.
China Bedarf für Sojabohnen ist seit dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers im Herbst letzten Jahres deutlich gesunken.

08.05.2019 Getreidemail

Technische Käufe sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Eine wetterbedingt verzögerte Sommergetreideaussaat in den USA stützte die Kurse. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT kann sich auch heute Morgen weiter behaupten.
Nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Tage mit einem Kontakttief am Montag im Septemer-19-Terminkontrakt von unter 170 €/to konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris in einem dünnen Handel von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren. Außerdem kann man noch nicht sicher davon ausgehen, dass die russische Getreideernte in diesem Jahr so groß wird, wie jetzt prognostiziert. Frankreich exportierte in dieser Saison 2,15 Mio. Tonnen Weichweizen. Die Weizenexporte aus Frankreich und Deutschland laufen derzeit auf Hochtouren. Exporteure suchen wohl immer noch Ware für den Saudi-Arabien-Tender, der Ende April zugeschlagen wurde. Bei der neuen Ernte sind Länder wie Polen, die baltischen Staaten und Russland billiger als deutsches Getreide

08.05.2019 Vorsichtiger Optimismus am US-Sojabohnenmarkt

Seit gestern steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnen wieder, die Marktteilnehmer hoffen darauf, dass die Gespräche zwischen Washington und Peking, die ab Morgen in den USA stattfinden, die Eskalation der letzten Tage wieder beruhigen kann.
Jede Nachricht über die angespannte Lage zwischen den beiden Kontrahenten wird von den Rohstoffhändlern aufmerksam verfolgt. Die Agrarwirtschaft in den USA hofft darauf, nach einem positiven Abschluss der Verhandlungen mit China, seine großen Vorräte schneller abbauen zu können.
Die chinesische Delegation wird nun doch von Liu He, den stellvertretenden Ministerpräsidenten Chinas, angeführt. Das lässt darauf schließen, dass China gewillt ist, die Gespräche mit einer Einigung zu beenden bevor die USA am Freitag weitere Strafzölle auf chinesische Einfuhren erhebt.
Auch wenn die Sojabohnenkurse jetzt etwas fester notieren, so dürfte eine Trendwende erst erfolgen, wenn China größere Mengen US-Bohnen tatsächlich ordert. Außerdem gibt es am Weltmarkt ein sehr großes Angebot an Proteinpflanzen. Brasilien hat gerade eine riesige Ernte eingefahren.
Vor dem Handelskrieg der beiden Supermächte waren die USA Top-Lieferant mit Sojabohnen für China. Es wurden Sojabohnen im Wert von 12 Mrd. USD nach China verkauft. Seit Juli letzten Jahres kamen diese Exporte fast zum Stillstand.

08.05.2019 Fonds kaufen wieder Mais, Sojabohnen und Weizen

07.05.2019 GDT-Index erneut fester

07.05.2019 Holland exportiert Kartoffeln zu stolzen Preisen

Die holländischen Kartoffelexporteure profitieren jetzt davon, dass die Frittenfabriken während der Herbst- und Wintersaison umfangreich Rohstoffschonung betrieben und viele Kartoffeln importiert haben. Die Vorräte in Holland sind zwar niedriger als in anderen Jahren aber sie waren bis April im Vergleich zu ihren Nachbarländern recht ordentlich. Das ermöglicht den Exporteuren nun lebhafte Exporte zu sehr stolzen Preisen. Die Preisspanne für gesackte Ware variiert zwischen 30 und 40 €/dt. Darunter befinden sich auch Pommes frites geeignete Sorten wie Agria 55 mm+. Zwar halten sich die Kartoffelverarbeiter immer noch vom freien Markt fern, um die Preise nicht in die Höhe zu treiben, sie werden den Abfluss der restlichen Partien aus der alten Ernte aber nicht tatenlos zusehen wollen.
Die Pflanzenentwicklung der Frühkartoffelbestände in den frühen Anbaugebieten wird, aufgrund der niedrigen Temperaturen und der teils immer noch vorherrschenden Trockenheit, gebremst.
Von einer knappen Marktversorgung und einem rasanten Preisanstieg wird auch aus Polen berichtet. Für spanische Speisefrühkartoffeln, die jetzt nach Deutschland geliefert werden, verlangt man 80 €/dt franko.

07.05.2019 März war bester Monat für französische Weizenexporte

Frankreich exportierte mit 2,15 Mio. Tonnen im März soviel Weizen wie zu keinem anderen Monat in der laufenden Saison.
Im Februar wurden 1,4 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt, seit Beginn der Vermarktungssaison am 1. Juli 2018 sind es jetzt 12,4 Mio. Tonnen die ausländische Kunden kauften; in der Saison 2017/18 waren es zu diesem Termin 12 Mio. Tonnen.
Algerien ist weiterhin Frankreichs größte Kunde im EU-Ausland. Dorthin gingen 4,2 Mio. Tonnen Weizen in dieser Saison. Im März kaufte Algerien 446.000 Tonnen französischen Weizen. Im Februar waren es nur 121.000 Tonnen.
Marokko war ein weiterer große EU-Drittlandkunde für Frankreich und kaufte im März 386.000 Tonnen.

07.05.2019 Sommergetreideaussaat in der Ukraine ist fast abgeschlossen

Die Farmer in der Ukraine haben die Aussaat ihres Sommergetreides für die Ernte in 2019 auf insgesamt 2.284 Mio. Hektar fast abgeschlossen. In den letzten drei Tagen wurden noch 4.000 Hektar bestellt.
Auch die Zuckerrüben sind bereits zu 87% auf der geplanten Fläche von 244.000 Hektar im Boden. Die Anbaufläche geht in diesem Jahr um 25% zurück.
Die Aussaat von Mais ist inzwischen zu 58% fertig. Mais wird in der Ukraine auf 4,7 Mio. Hektar angebaut.
Das Landwirtschaftsministerium in Kiew schätzt die Getreideernte des Landes in diesem Jahr auf 70 Mio. Tonnen und damit auf dem Rekordniveau des Vorjahres.

07.05.2019 Getreidemail

Politische Spannungen zwischen den USA und China belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 630.402 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT erneut schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gaben nur geringfügig nach. Späte Fröste in Frankreich und anderen Teilen Westeuropas konnten bisher die Kurse der Futures nicht beflügeln. Es ist wohl noch zu früh, Schäden zu benennen. Der Kursverfall an der CBoT drückte den Matifweizenkurs auf dem September-19-Termin zuvor aber auf sein bisheriges Kontrakttief. In einigen Teilen Frankreichs fielen die Nachttemperaturen so sehr wie selten im Mai. Geopolitische Meldungen beherrschen die Nachrichten am Agrarmarkt, sodass die Reaktion an der Börse auf das Wetter ausbleibt. Exporteure hoffen auf weiter sinkende Kurse, um sich für die vielen Auslandsaufträge noch günstiger eindecken zu können. Die Weichweizenexporte aus der EU (28) für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli/Juni) kommen per 5. Mai auf 17,1 Mio. Minus 5% gegenüber letzer Saison.

07.05.2019 Handelskonflikt: China zieht sich auf wesentliche Zusagen zurück

Die CBoT-Futures auf Sojabohnen weiten heute Morgen in der achten Sitzung in Folge ihre Verluste aus. Der Druck kommt von der Zuspitzung in den Spannungen zwischen Washington und Peking.
Zur Stunde handeln die Sojabohnenfutures 0,12% schwächer als gestern, nachdem gestern die Kurse auf den niedrigsten Stand seit dem 19. September 2018 fielen.
China zieht sich auf seine wesentlichen Zusagen gegenüber den USA zurück, die in den Gesprächen mit den USA zur Beilegung des Handelskonflikts gemacht wurden. Daraufhin hatte Donald Trump angekündigt, ab Freitag Strafzölle auf Waren im Wert von 200 Mrd. USD aus China von 10% auf 25% zu erhöhen. Händler aus Singapur sagen, dass diese Entwicklung völlig unerwartet kommt. Unter diesen Umständen werden die Verhandlungen kompliziert. Für weitere strategisch wichtige Güter im Wert von 325 Mrd. USD sollen zusätzliche Strafzölle von 25% gelten.
Für die USA sind Sojabohnen der empfindlichste Exportartikel, den China kauft. Vor dem Handelskrieg waren die USA die wichtigsten Lieferanten dafür. Die Zusage Chinas, wieder mehr US-Agrargüter kaufen zu wollen, ist jetzt in Gefahr.
Weitere US-Strafzölle sorgten dafür, dass Fonds umfangreich in Agrarfutures short gingen, was den Druck auf die Kurse und auf die Preise am Kassamarkt erhöhte. Wegen widriger Wetterbedingungen werden einige Farmer im Mittleren Westen der USA wohl mehr Sojabohnen anbauen, weil der Mais nicht fristgerecht in die Erde kommt.
23% der geplanten Maisflächen sind dort inzwischen bestellt. Vor einer Woche waren es 15%, vor einem Jahr zu diesem Termin aber schon 46%. Aber auch die Aussaat der Sojabohnen kommt nicht so schnell voran. 6% sind inzwischen bestellt (Vorwoche 3%) und zu diesem Termin im Vorjahr waren es 14%.

07.05.2019 Fonds weiten ihre Verkaufspositionen aus

06.05.2019 US-Export-Inspections

06.05.2019 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)

 

06.05.2019 Prognose für Brasiliens Sojabohnenernte steigt und Exporterwartung sinkt

Der brasilianische Ölsaatenverband ABIOVE schätzt die diesjährige Sojabohnenernte nun auf 118,6 Mio. Tonnen nach 116,9 Mio. Tonnen im April.
Es könnten davon 68,1 Mio. Tonnen exportiert werden, im April ging man noch von 70,1 Mio. Tonnen aus.
Daraus folgt, dass die Endbestände der Saison 2018/19 auf 5,6 Mio. Tonnen steigen , nach 2,9 Mio. Tonnen in der vorherigen Schätzung.

06.05.2019 EU-Weizenexporte jetzt bei 17,1 Mio. Tonnen

Die Weichweizenexporte aus der EU (28) für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli/Juni) kommen per 5. Mai auf 17,1 Mio. Tonnen. Das sind 5% weniger als zu diesem Termin vor einem Jahr. Das teilte heute die EU-Kommission mit.
Die Gerstenexporte sind in dieser Saison um 24% zurück auf 3,8 Mio. Tonnen.
Außerdem wurden 20,5 Mio. Tonnen Mais importiert, das entspricht 38% mehr als vor einem Jahr.

06.05.2019 EU Getreide Im- und Exporte per 05.05.2019

06.05.2019 EU-Ölsaatenimporte per 05.05.2019

06.05.2019 Wie reagiert China auf Trumps Drohungen?

Nach der Eskalation im Handelsstreit wird in China gerätselt, ob die Regierung nun den für diese Woche geplanten Besuch ihres Chefverhandlers im Handelsstreit in Washington absagt. Eigentlich hatte Liu He, der einer der engsten Berater von Präsident Xi Jinping ist und dessen offizieller Titel „Stellvertretender Ministerpräsident“ lautet, am Mittwoch mit einer 100 Köpfe starken Delegation nach Amerika fliegen wollen, um den Vertrag fertigzustellen, den Xi und Trump dann später in einer großen Zeremonie unterschreiben sollten.
Offiziell teilte das Außenministerium in Peking am Montagnachmittag bei einer routinemäßigen Pressekonferenz mit, dass die Reise der Delegation weiter “vorbereitet” werde. Der Sprecher sagte allerdings weder, wann die Reise stattfinden solle, noch, ob Liu He die Delegation anführen werde oder ein niederrangigeres Regierungsmitglied.
In China wurde am Montag spekuliert, dass die Reise verschoben werden könnte oder ganz abgesagt, um das Gesicht gegenüber der eigenen Bevölkerung nach Trumps Drohung zu wahren. Im Handelsministerium sei man angesichts der neuerlichen Volte “sauer”, hieß es in Regierungskreisen. Man sei von dieser kalt erwischt worden.

Zunächst hatte Verwirrung um die chinesische Reaktion geherrscht. Während die „South China Morning Post“ berichtete, der Besuch von Vize-Ministerpräsident und Verhandlungsführer Liu He in Washington diese Woche werde nur verkürzt, hieß es in amerikanischen Medien wie dem „Wall Street Journal“ und dem Fernsehsender „CNBC“, China erwäge sogar einen Abbruch der Gespräche. China wolle nicht unter Drohungen weiterverhandeln und sei von Trumps Verhalten überrascht worden.

Trumps Kehrtwende in den Verhandlungen kommt für viele überraschend. Erst am Freitag hatte er erklärt, die Handelsgespräche wurden „ziemlich gut“ laufen. Zudem hatte sein Stabschef betont, der Handelskonflikt werde in den kommenden zwei Wochen beigelegt. „Die Handelsgespräche mit China gehen weiter, aber zu langsam, da sie versuchen, neu zu verhandeln. Nein!“, twitterte Trump.

An der Derivatebörse CBoT in Chicago sinken die Kurse der Agarfutures auf Mais, Sojabohnen und Weizen um bis zu 3%.

06.05.2019 In Indien wird Mais knapp

Das staatliche Indische Handelshaus MMTC hat die Deadline für Offerten in einem internationalen Tender zum Kauf von gelbem Mais vom 08. Mai auf den 15. Mai verlängert.
Die Offerten müssen bis zum 31. Mai gültig behalten (vorher 26. Mai).
Der Lieferzeitraum wurde ebenfalls geändert von ursprünglich 29. Mai bis 20. Juni auf nun 10. Juni bis 10. Juli. Die Menge, die MMTC kaufen will wird von dem Preisniveau abhängig gemacht. Beobachter gehen davon aus, dass die Mindestliefermenge 20.000 Tonnen betragen soll und insgesamt 100.000 Tonnen gekauft werden.
Die Ausschreibung sieht Mais-Lieferungen vor, die nicht genetisch verändert sind. Mit diesen Eigenschaften kann Mais aus allen Herkünfte geliefert werden. In Indien sollen damit Stärkefabriken oder Futtermittelhersteller beliefert werden.
Unterdurchschnittliche Monsunregenfälle sowie Insektenbefall haben Indiens eigene Maisproduktion begrenzt und die Preise dort steigen lassen.

06.05.2019 SAGO kauft 840.000 Tonnen Gerste

Das Saudi Arabische Getreidehandelshaus SAGO kaufte in seinem letzten internationalen Tender 840.000 Tonnen Gerste.
Der Durchschnittspreis dafür wird mit 193,03 USD/Tonnen c&f angegeben. Die Lieferung soll zwischen Juli und August stattfinden.

06.05.2019 Äthiopien wertet Offerten für zwei Weizenausschreibungen aus

Die günstigste Offerte auf eine Ausschreibung der äthiopischen Regierung zum Kauf von 600.000 Tonnen Weizen, die am 30. April endete, lag bei 225,4 USD/Tonnen c&f.
Eine andere Ausschreibung über den Kauf von 400.000 Tonnen Weizen, die am 19. April endete, brachte eine Offerte der Firma Gem Crop über 244,34 USD/Tonne c&f.
Bisher wurde noch kein Zuschlag erteilt, die Fachleute werten die Offerten noch aus. Äthiopien leidet immer noch unter den Einfluss einer Trockenheit, die die Ernte in einigen Regionen des Landes zerstörte. Danach wurde ein großes Importprogramm für Weizen aufgelegt, um die Preise im Land zu drücken. Das Programm konnte aber bisher nicht umgesetzt werden, weil die Ausschreibungsbedingungen widersprüchlich sind.
In der ersten Ausschreibung über 600.000 Tonnen offerierte das Handelshaus Agrocrop 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. In den Preisen sind auch Finanzierungskosten berücksichtigt, weil die Zahlung erst 180 Tagen nach Auslieferung erfolgen soll. Die Offerte berücksichtigt aber nicht die Kosten für Liner-out-Bedingungen. Danach trägt der Reeder die Kosten für das Löschen des Schiffes.
Inklusive dieser Kosten kommt von Ameropa für die 100.000 Tonnen eine Offerte von 239,27 USD/Tonnen zustande. Der fob-Preis liegt demnach bei 193,27 USD/Tonne.
Insgesamt haben sich elf Handelshäuser an der Ausschreibung beteiligt. An der 400.000 Tonnen-Ausschreibung beteiligten sich zehn Handelshäuser. Äthiopien erwartet für beide Ausschreibungen jeweils 100.000 Tonnen die Auslieferung zwei Monate nach dem Zuschlag. Die letzten internationalen Weizenlieferungen nach Äthiopien kamen im Februar ins Land.

06.05.2019 Chinas Derivatebörse Dalian öffnet sich für ausländische Finanzinvestoren

Die chinesische Derivatebörse in Dalian teilte heute Vormittag mit, dass man beabsichtige, den Handel mit den Sojabohnenfutures an seiner Börse auch ausländischen Investoren zugängig zu machen. Dazu gehören auch Futures auf Sojaschrot, Sojaöl und Palmöl.
Die Börse überlegt auch, US-Dollar als Initial-Margins zu akzeptieren.

06.05.2019 Ölpreise geben wegen verschärftem Handelsstreit nach

Die USA wollen Zölle gegen China erhöhen und verschärfen den Ton gegenüber dem Iran. Der Ölpreis sinkt dabei um rund 1,5 Dollar pro Barrel.
Die Ölpreise sind am Montag in Reaktion auf einen sich verschärfenden Handelsstreit zwischen den USA und China deutlich gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 69,33 US-Dollar. Das waren 1,52 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,44 Dollar auf 60,50 Dollar.
Kurz vor neuen Handelsgesprächen mit China hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, bereits geltende Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus China von bisher 10 auf 25 Prozent zu erhöhen. Zudem sollen sie schon von diesem Freitag an gelten.
Quelle: Handelsblatt

06.05.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen im Hinblick auf eine wahrscheinlich große US-Weizenernte sowie die weltweit gute Vorsorgungslage mit Weizen belasteten am Freitag die Weizennotierungen in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften am Freiatg 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit deutlichen Verlusten.
Die Matif Weizenfutures der neuen Ernte folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen bereits ihren dritten Handelstag in Folge schwächer. Das weltweit hohe Weizenangebot drückt die Börsenkurse. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche blieben die Ratings damit unverändert. Im Vergleich dazu vergab FranceAgriMer vor einem Jahr für 78% der Winterweizenbestände das Top-Rating. Das kalte Wetter in weiten Teilen Europas mit Nachttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt , auch in Frankreich, ist im Fokus der Marktbeobachter. Die Vegetationsbedingungen im Schwarzmeerraum sind wesentlich besser. Die Ukraine hat in der Saison 2018/19 inzwischen schon 42,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Vj.: 33,9 Mio.to).

06.05.2019 US-chinesischer Handelsstreit spitzt sich zu: Sojabohnenkurse stark unter Druck

Heute Morgen stehen die Kurse der CBoT-Sojabohnen stark unter Druck (-2%). Sie weiten damit ihre Verluste aus und erreichen jetzt ein Sieben-Monats-Tief. Das hat zwei Gründe: zum einen verzögert sich die Maisaussaat im Mittleren Westen der USA was dazu führen dürfte, dass mehr Sojabohnen angebaut werden.
Und zum anderen hat US-Präsident Donald Trump am Samstag angekündigt, dass er weitere Strafzölle auf chinesische Einfuhren im Wert von 200 Mrd. USD erheben wird, wenn die Verhandlungen mit Peking in dieser Woche nicht zum gewünschten Handelsabkommen führen.
Auch die Maisfutures stehen heute Morgen unter Druck und geben zur Stunde bereits 2,5% nach.
Händler in Fernost Asien sehen die Zuspitzung im US- chinesischen Handelsstreit aber als Hauptgrund für den starken Kursverlust. Die Sojakurse verloren bereits letzte Woche mehr als 3%, weil die Nachfrage aus China nachlässt.

06.05.2019 US-Fonds kaufte am Freitag Mais und verkauften Sojabohnen und Weizen

03.05.2019 Mexiko kauft Sojabohnen

US-Exporteure melden den Verkauf von 293.922 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2019/20 an Mexiko.

03.05.2019 Frankreich: Unveränderte Weizen-Ratings

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche blieben die Ratings damit unverändert. Im Vergleich dazu vergab FranceAgriMer vor einem Jahr für 78% der Winterweizenbestände das Top-Rating.
Unverändert mit 75% „gut bis exzellent“ blieben auch die Ratings für Wintergerste und für Sommergerste in Frankreich.
Die Mais-Aussaat in Frankreich schreitet weiter voran. 68% der geplanten Flächen sind per 29. April ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 56%.

03.05.2019 Milchproduktion in Neuseeland und Australien sinkt – Exporte boomen

Die Milchproduktion in Neuseeland sank im März um 8% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr zuvor. Die Exporte nach Asien stiegen aber weiter und sind robust.
Im Februar exportierte Neuseeland 27% mehr Milch und Milchprodukte. Die Ausfuhren nach China stiegen um 11%. Festland-China ist auch Fonterras größter Absatzmarkt. Die Chinesen bevorzugen importierte Milchprodukte für die Babynahrung gegenüber den lokalen Erzeugnissen.
In Australien sank die Milchproduktion im Februar um 13%, da eine nachhaltige Trockenheit die Kosten für die Fütterung der Rinder in die Höhe trieb. In den beiden Ländern Australien und Neuseeland sank die abgelieferte Milchmenge wegen der Trockenheit.
Im Osten Australiens waren die Rinderfarmer besonders von der Trockenheit betroffen und auch die Weizenproduktion sank dramatisch. In Neuseeland wurde im März 9% weniger Milch abgeliefert und in Australien 27%.

03.05.2019 CBoT-Maiskurse mit größtem Wochenplus seit fünf Monaten

Die Kurse der CBoT-Maisfutures bewegen sich derzeit auf einem Monats-Hoch, da sich im Mittleren Westen der USA die Aussaat für die Ernte 2019 verzögert. In dieser Woche haben wir mit 2,5% den größten Anstieg seit November 2018 gesehen.
Regnerisches Wetter im Kernanbaugebiet für Mais in den USA verzögert dort die Feldarbeiten. In den kommenden zwei Wochen sind Stürme und weitere Regenfälle vorhergesagt. Viele Farmer überlegen schon, weniger Mais und stattdessen mehr Sojabohnen anzubauen, die auch noch später gelegt werden können.

03.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und technische Käufe nach neuen Kontrakt-Tiefstständen in dieser Woche ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die große Anzahl an Short-Positionen, die Fondsgesellschaften derzeit halten, macht den Markt anfällig für Gegenbewegungen. Verzögerungen bei der Sommerweizenaussaat sorgen zudem für Aufwärtspotenzial. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 419.400 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 850.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Bestimmt wurde der Handel hauptsächlich durch den auslaufenden Mai-Kontrakt, dem letzten Kontrakt der "alten Ernte". Der schwache Wechselkurs des Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt und sorgt für Auswärtspotenzial. Das kühle Wetter dieser Tage stellt für die Weizenbestände in Teilen Westeuropas eine zusätzliche Belastung neben der Trockenheit dar.

03.05.2019 Kurse der CBoT-Sojabohnen geben seit vier Wochen nach

Die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures werden heute wohl ihre vierte Woche in Folge mit Verlusten beschließen. Der Markt erwartet in den Überschussregionen eine höhere Produktion und in China eine sinkende Nachfrage.
Die Exporteure der USA haben schon Probleme, ihre Sojabohnen der letzten Ernte abzusetzen und wenn die Maisaussaat im Mittleren Westen sich weiter verzögert, dann bleibt vielen Farmern nur noch die Sojabohne als Ausweg. Auch das weltweite Angebot an Proteinpflanzen ist hoch.
Das USDA berichtete gestern, dass man in der letzten Woche 336.929 Tonnen US-Sojabohnen exportieren konnte, das waren sogar noch weniger, als die Unterkante dessen, was vom Markt erwartet wurde. Auch die Exporte von Sojaschrot blieben hinter den Erwartungen zurück.
Marktteilnehmer warten nun auf eine positive Übereinkunft mit China in den Gesprächen zur Beilegung des Handelsstreits. Dazu finden in dieser Woche in Peking und in der nächsten Woche in Washington weitere Gespräche statt. US-Farmer hoffen darauf, dass dann auch die chinesischen Strafzölle auf US-Sojabohnen wegfallen.
Das in China grassierende Afrikanische Schweinefieber (ASF) begrenzt den Bedarf an proteinreichen Futtermitteln, wozu auch Sojabohnenschrot gehört.

03.05.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern erneut CBoT Mais-Futures

02.05.2019 Milchmarkt_Dashboard

02.05.2019 Alles über den Schweinemarkt

02.05.2019 Alles über den Getreidemarkt

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