Matif: Milling Wheat Nr. 2 Januar 2015

30.01.2015 Matif-Weizen auf 7-Wochen-Tief

Der Matif-Weizen (EBMH5) fällt heute auf ein Sieben-Wochen-Tief. Der Börsenkontrakt steht wegen technischer Chartsignale und einem großen weltweiten Getreideangebot unter Druck. Es gibt viel zu viele Partien in mit niedrigen Proteinwerten und Fallzahlen. Der Wochenverlust beläuft sich auf 12 €/Tonne nachdem technische Unterstützungslinien durchbrochen wurden. Händler meinen, dass die guten Exportaufträge für Europäische Versender bisher nicht ausreichen, die hohen französischen Überschüsse abzuarbeiten. Frankreich wird am Ende der Saison die höchsten Getreidebestände seit zehn Jahren haben. Optimistischer sehen die Experten den Markt für Deutschland, von wo große Mengen in den Export gehen und die europäischen Exporte nahezu so hoch ausfallen werden, wie im Vorjahr. Während die Börsenkurse fallen, sind die Prämien in Hamburg zwischen 6 und 8 Euro über Matif stabil, da weitere Exportaufträge beispielsweise aus Saudi-Arabien zu erwarten sind.
Insgesamt ist die Stimmung am europäischen Getreidemarkt gedrückt.

30.01.2015 Tunesien kaufte Weizen und Futtergerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft:
Der Weizen wurde zu Preisen von $231,84/Tonne und $241,10/Tonne c&f zur Versendung im März/April gekauft.
Die Gerste wurde zu Preisen von $219,61 und $219,21/Tonne c&f ebenfalls zur Versendung im März/April gekauft. Quelle: Reuters
30.01.2015 Australien - Getreideernte 2014/15
Ende 2014 verschlechterten sich die Prognosen für die australische Wintergetreideernte aufgrund des anhaltend trockenen Wetters. Aktuell gehen Analysten von einem Ernteergebnis bei der Weizenernte von 23,2 Mio. Tonnen aus. Das USDA prognostizierte in seinem Report im Januar 24. Mio. Tonnen Weizen. Das Exportvolunen sank auf 18,1 Mio. Tonnen.
Ebenfalls Rückläufig ist die Prognose der Gersteernte in Australien. Sie sank um ein Fünftel auf 7,4 Mio. Tonnen. Grund sind Flächenentscheidungen zugunsten Weizen und Canola.
Der Ausbilck für die australische Sommergereideernte ist abhänig von der Niederschlagsmenge und der Verfügbarkeit von Wasser für die Beregnung. Quelle: Reuters
30.01.2015 Äthiopien kaufte 70.000 Tonnen Weizen
Äthiopien kaufte Mitte Januar im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 70.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Der Kauf dient zur Auffüllung der strategieschen Reserven. An der Finanzierung sind die Weltbank sowie weitere Hilfsorganisationen beteiligt. Die Versendung soll innerhalb von 90 Tagen nach Vertragsunterzeichnung erfolgen. Quelle: Reuters
30.01.2015 Weizenkurse im Januar um 14 % verfallen - Analyst gibt noch keine Entwarnung

Obwohl der Januar noch nicht vorbei ist, so kann man wohl schon vorhersagen, dass die CBoT-Weizenpreise den stärksten Kursverfall in einem Monat seit drei Jahren haben werden. Das weltweite Angebot ist einfach zu groß. Bisher hat der Frontmonat fast 14 % im Januar abgegeben - der größte Monatsverlust seit 2011.
Gestern stabilisierten sich die Kurse nachdem das USDA seine wöchentlichen Exportzahlen mit 544.400 Tonnen bekannt gab. Das waren mehr als erwartet und die größte Menge seit vier Monaten. Außerdem wurden in der Woche bis zum 22. Januar neue Verkäufe über 192.400 Tonnen gemeldet.
Saudi Arabien hat eine Ausschreibung über 660.000 Tonnen Hartweizen laufen. Analysten erwarten aber, dass auch hier die Europäer die Nase vorn haben werden. Insofern muss der Preisverfall in den USA noch nicht zu Ende sein. Solange diese Dynamik anhält, folgen Verkäufer dem Trend, analysiert der Direktor der Commonwealth Bank of Australia Tobin Gorey. Die Hoffnung auf steigende Kurse dürfte sich seiner Meinung nach kurzfristig noch nicht erfüllen. Quelle: Reuters

30.01.2015 Getreidemail vom 29.01.2015

Technische Käufe, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie gute wöchentliche Exportzahlen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago etwas fester schließen. Mit insgesamt 565.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 250.000-450.000 Tonnen. Tunesien hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 117.000 Tonnen Weizen (Soft Milling Wheat) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT minimal fester.
Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten sich auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris leicht erholen.
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 661.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 17.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich Weizenexporte auf insgesamt 16,715 Mio. Tonnen (Vorjahr: 17,321 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 1,898 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,181 Mio. Tonnen).

29.01.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 661.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 17.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 16,715 Mio. Tonnen (Vorjahr: 17,321 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,898 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,181 Mio. Tonnen).
29.01.2015 Chartanalyse Weizen

 

Mit der Preisschwäche der letzten Tage hat die Märzfälligkeit der Matif-Weizennotierung den mittelfristigen Aufwärtstrend verlassen. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Preisspitze im Januar das Dezemberhoch nicht erreicht hat, sorgte für verstärkte Gewinnmitnahmen in einem überkauften Markt. Derzeit bewegt sich der Kurs knapp unterhalb der wichtigen Unterstützung bei 190 Euro. Das Unterschreiten dieser Marke birgt die Gefahr weiterer Kursrückgänge. Eine leichte Unterstützung befindet sich bei 185 Euro.
29.01.2015 Tunesien such Weizen und Futtergerste

Tunesien hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 117.000 Tonnen Weizen (Soft Milling Wheat) und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben.  Die Angebotsfrist endet am 30. Januar. Quelle: Reuters

29.01.2015 Kasachstans Getreideernte 2014
Kasachstans Getreideernte 2014 lag offiziellen Daten der Statistikbehörde zufolge bereinigt bei 17,2 Mio. Tonnen (2013 = 18,2 Mio. Tonnen. Die Weizenernte lag bei 13 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
29.01.2015 Südkorea sucht Futterweizen

Südkorea´s KFA hat einen internationalen Tender zum Kauf von 30.000 Tonnen Futterweizen ausgeschrieben.  Gesucht wird Ware zur Ankunft Mitte/Ende April. Die Angebotsfrist endet am 30. Januar. Quelle: Reuters

29.01.2015 Fonds verkaufen Weizen aus Furcht vor anhaltendem Überangebot

Chicago-Weizenfutures geben auch heute Morgen – am siebten Tag in Folge – nach und nähren sich der 5-Dollar-Marke. Die Ankündigung von Regen in den US-Anbaugebieten lassen auch in diesem Jahr eine gute Ernte erwarten, die den ohnehin schon gut versorgten Weltmarkt noch bereichert.
Der Agrarökonom der ANZ-Bank Paul Deane hebt hervor, dass der US-Weizenfuture am CBoT auf die Ukraine-Krise zu Beginn des Jahres völlig überreagiert hat. Es handelt sich bei dem Finanzinstrument zwar um einen global gehandelten Kontrakt, am Ende werden aber nur nationale Grundlagen, wie ein starker US-Dollar und hohe Lagerbestände gehandelt.
Der CBoT-Weizenfuture( ZWH5) verlor im Januar bereits 15 % an Wert und Fondsgesellschaften stießen gestern 8000Lots ihrer Long Positionen ab, da sie befürchten, dass das Überangebot am Weltmarkt weiter wächst.

29.01.2015 Getreidemail vom 29.01.2015

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie Aussichten auf Regenfälle in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen.
Jordanien kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Hartweizen (wahrscheinlich rumänischer Herkunft) zum Preis von $249,75/Tonne c&f zur Versendung in der ersten Julihälfte.
Taiwans Flour Millers' Association hat einen Tender zum Kauf von 86.280 Tonnen US-Weizen ausgeschrieben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen kräftige Abschläge hinnehmen. Druck entstand darüber hinaus aufgrund des festeren Euros zum US-Dollar.

29.01.2015 Saudi Arabien sucht Weizen
Saudi Arabiens GSFMO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 660.000 Tonnen Hartweizen (Proteingehalt: 12,5%) ausgeschrieben. Die Versendung in 55.000 Tonnen Einheiten (jeweils 330.000 Tonnen an die Häfen in Jeddah und Dammam) soll im April/Mai erfolgen.
Zuletzt kaufte GSFMO am 24. November 345.000 Tonnen Hartweizen mit folgenden akzeptierten Herkünften: Europäische Union, Nord- und Südamerika und Australien (seller´s option). Quelle: Reuters
28.01.2015 CBoT-Weizen stark unter Druck

CBoT-Weizenfutures geben um 10 Cents nach und fallen heute auf den niedrigsten Stand seit dem 13. Oktober. Für die Anbauregionen in den amerikanischen Plains und in Russland wird Regen vorhergesagt.

28.01.2015 Jordanien kauft 100.000 Tonnen Hartweizen

Jordanien kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $249,75/Tonne c&f und zur Versendung in der ersten Julihälfte. Marktbeteiligte vermuten, dass es sich dabei um rumänischen Weizen handelt.  Jordanien deckt seinen Weizenbedarf traditionell in Russland und der Ukraine. Aufgrund der Exportrestiktionen in beiden Ländern ist man jedoch gezwungen, seinen Importbedarf mit alternative Herkünften zu befriedigen. Quelle: Reuters

28.01.2015 Taiwan sucht 86.280 Tonnen US-Weizen

Taiwans Flour Millers' Association hat einen Tender zum Kauf von 86.280 Tonnen US-Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 5. Februar. Quelle: Reuters

28.01.2015 Getreidemail vom 28.01.2015

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den fünften Tag in Folge mit leichten Verlusten schließen.
Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat sich mit Getreidehändlern des Landes auf eine Begrenzung der Weizenexporte geeinigt. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal schwächer.
Die negativen Vorgaben aus Übersee sowie der Anstieg des Euros zum US-Dollar führten auch bei den Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Fälligkeiten zu Kursverlusten.

27.01.2015 Russlands Getreideexporte kommen zum Erliegen

In Russland sind die Weizenpreise in der vergangenen Woche weiter gefallen, nachdem die Exportbeschränkungen der Regierung noch vor der Zollerhöhung, die ab dem 1. Februar gilt, greifen.
Durch den Wertverlust des Rubels um 50 % gegenüber dem US-Dollar, war der russische Weizen am Weltmarkt so günstig zu haben, dass bereits zum Ende des Jahres 2014 fast die komplette Exportmenge verladen werden konnte. Um die nationale Versorgung nicht zu gefährden hatte Moskau diverse Maßnahmen ergriffen, die den Warenabfluss hemmen sollte damit die Preise für Grundnahrungsmittel in Russland nicht weiter steigen.
Gegenüber der Vorwoche sanken die Preise für Klasse III-Weizen um 200 Rubel pro Tonne auf nun 10.625 Rubel/Tonne ab Verladestation. Die Exporte sind zum Erliegen gekommen. Sollte trotz der bisher getroffenen Maßnahmen weiterer Weizen exportiert werden, kann es noch zu einem totalen Exportverbot kommen, hieß es bereits letzte Woche in einer Verlautbarung aus Moskauer Regierungskreisen.
Russland hatte in 2014 mit 104 Mio. Tonnen die größte Getreideernte der Post-Sowjetzeit eingefahren aber die Aussichten auf die nächste Ernte sind nicht so rosig, da es zu Auswinterungen und Mangel an Betriebsmitteln wegen der geringen Kaufkraft des Rubels kam. Im Dezember wurden noch 3 Mio. Tonnen Getreide und im Januar 1,1 Mio. Tonnen exportiert.

27.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 5. Februar

Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 5. Februar bei 21,9 Mio. Tonnen (nahezu unverändert zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,7 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
9,2 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen. 

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium einigte sich im vergangenen Monat mit Getreidehändlern der Ukraine auf eine Begrenzung der Exporte für Mahlweizen. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen. Exporte für Futterweizen (Januar - Juni) dürfen die Schwelle von 3,4 Mio. Tonnen nicht überschreiten. Beim Mais liegt die Grenze bei 13,2 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

27.01.2015 CME-Europe legt ersten eigenen Terminkontrakt auf

Der amerikanische Börsenbetreiber CME kündigt die Einführung eines in US-Dollar notierten Terminkontrakts auf Kakao mit physischer Erfüllung bei seiner Tochtergesellschaft CME-Europe an. Dieses ist der erste Kontrakt, den die CME-Europe auflegt. Außerdem wird ein Spread-Kontrakt zwischen dem New-Yorker Kakao-Future an der Konkurrenzbörse ICE und dem CME-Kakao-Future für Arbitrageure eingerichtet. Beide CME Kontrakte haben die Erlaubnis britischer Aufsichtsbehörden. Quelle: Reuters
Diese Meldung ist insofern auch für die europäische Getreidebranche von Bedeutung, als dass die CME-Europe einen Weizenfuture für Europa auflegen wird, der bereits am Ende des ersten Quartals 2015 mit erster Fälligkeit September 2015 angeboten werden soll.

27.01.2015 Weizen: Europäische Versender mit vollen Auftragsbüchern

Die Futures auf den Soft Red Winter US-Weizen geben heute Morgen in der fünften aufeinander folgenden Sitzung nach und notieren den niedrigsten Kurs seit dem 16. Oktober. Ein weltweit großes Angebot trifft auf eine schwache Nachfrage.
Dass gestern auch die europäischen Weizenfutures am Pariser Matif nachgaben, interpretieren die Analysten der australischen Commonwealth Bank so, dass man nur mit niedrigeren Preisen Käufer findet. Dabei sind die Rahmenbedingungen für europäische Versender gar nicht so schlecht, denn mit dem schwachen Euro gegenüber dem US-Dollar sind die Auftragsbücher hierzulande voll und man sorgt sich schon, wie die Abwicklung der vielen Aufträge logistisch zu bewältigen ist.

27.01.2015 Getreidemail vom 27.01.2015

Prognosen für gute Aufwuchsbedingungen in einigen US-Weizenanbaugebieten, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 263.035 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 250.000 - 400.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Die libanesische Regierung hat einen internationalen Tender zum Kauf von 30.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen dem 15. - 25. März. Die Angebotsfrist endet am 29. Januar. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben nach.

26.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 26. Januar
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 26. Januar bei 21,2 Mio. Tonnen (+ 1,4% zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,6 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
8,6 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen. In der Vermarktungsperiode 2014/15 werden nach Angaben des Landwirtschaftsministers Oleksiy Pavlenko wahrscheinlich 33 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Saison 2013/14: 32,8 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.01.2015 Libanon sucht 30.000 Tonnen Weizen

Die libanesische Regierung hat einen internationalen Tender zum Kauf von 30.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen dem 15. - 25 März. Die Angebotsfrist endet am 29. Januar. Quelle: Reuters

26.01.2015 Marokko kauft 172.000 Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt

Marokkos staatlicher Getreideeinkäufer ONICL hat 172.000 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt gekauft. Der Weizen ist bestimmt für die Mehlproduktion für das staatliche Subventionsprogramm. Quelle: Reuters

26.01.2015 Gewinnmitnahmen stützen CBoT-Weizen

Die Weizenfutures am CBoT starten fester in die neue Woche. Dafür werden Gewinnmitnahmen verantwortlich gemacht, meinen Händler im Fernen Osten. Wer in den letzten fünf Wochen verkauft hatte, macht erst einmal Kasse. Dadurch werden die Terminkurse zurzeit zwar leicht gestützt, der Druck am Kassamarkt wird aber wohl noch bis weit in den Februar anhalten, so ein Brokerhaus heute Morgen in Tokyo. Der US-Weizenmarkt steht seit Jahresbeginn fortlaufend unter Druck, da Anbieter aus Europa fast alle Ausschreibungen von Käufern im Mittleren Osten und Nordafrika gewonnen haben. Quelle Reuters

26.01.2015 Getreidemail vom 23.01.2015

Der starke US-Dollar zum Euro sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago moderat schwächer schließen. Mit insgesamt 564.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Asiatische Weizenimporteure verstärkten zuletzt ihr Kaufinteresse. Thailändische Mühlen kauften 50.000 Tonnen US-Weizen mit einem Proteingehalt von 14%, Indonesien zeigt für bis zu 150.000 Tonnen australischen Weizen zur Lieferung im März Kaufinteresse. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Kursgewinnen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee weiter befestigen. Der schwache Euro gab den Kursen Auftrieb.

26.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 20.01.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 13.01. - 20.01. um 7.706 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.186 Kontrakte. Mit 2.462 Netto-Short-Positionen ist mittlerweile eine geringe Mehrheit der institutionellen Anleger per 20.01. bearisch gestimmt. Um 7.593 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 20.01. hielten institutionelle Anleger 197.018 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen kehrten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen von 14.520 Lots auf 7.539 Netto-Short-Positionen um.
23.01.2015 Wintergetreidebestände in der Schwarzmeer-Region

Die Wintergetreidebestände in Russland und der Ukraine befinden sich Analysten zufolge in einem schlechteren Zustand als im Vorjahr.
Russische Landwirte leiden unter dem Preisverfall des Rubels und den damit verbundenen höheren Kosten für Importe, den Exportbeschränkungen sowie gestiegenen Kreditkosten. Der russische Getreideverband „Russia´s Grain Union“ erwartet daher eine Reduzierung der Aussaatfläche beim Sommergetreide und Verluste aufgrund der Nutzung von veralteter Technik, die in der Summe zu einem Rückgang der Getreideproduktion 2015 führen werden.
Das Beratungsunternehmen SovEcon prognostiziert für die russische Getreideernte 2015 ein Ergebnis von 86 Mio. Tonnen. 2014 ernteten russische Landwirte etwa 104 Mio. Tonnen Getreide.
Die russische Weizenernte wird vom russischen Beratungsunternehmen IKAR auf 50 Mio. Tonnen prognostiziert. Das wäre ein Rückgang um 9 Mio. Tonnen zum Vorjahr.
In der Ukraine litten die Wintergetreidebestände im Herbst unter einem Mangel an Niederschlägen. Insgesamt scheint sich der Bestand jedoch in einem besseren Zustand zu befinden, als der des russischen Nachbarn. Mildes und niederschlagsreiches Wetter im Dezember und Anfang Januar führten zu einer besseren Bewertung der Bestände.
Gegenwärtig geht man in der Ukraine von Auswinterungsschäden in Höhe von 8 - 10% aus. Die gestiegene Aussaatfläche für Wintergetreide von 7% könnte die Verluste jedoch nahezu ausgleichen, so dass die Erwartungen der ukrainischen Getreideernte auf dem Niveau des Vorjahres (63,8 Mio. Tonnen) liegen. Quelle: Reuters

23.01.2015 Asiatisches Kaufinteresse für US-Weizen

Asiatische Weizenimporteure verstärken ihr Kaufinteresse, nachdem die Weltmarktpreise verfallen sind und Müller in Thailand und Indonesien sich zuletzt stärker eingedeckt haben. Tailändische Mühlen kauften 50.000 Tonnen US-Weizen mit 14 % Protein und Indonesien zeigt für bis zu 150.000 Tonnen Interesse an australischem Weizen für März-Lieferung. Der Referenzmarkt dafür ist der Frontmonat am CBoT (ZWH5) siehe Grafik. Dieser hat im Januar bereits 10 % an Wert eingebüßt, weil die Nachfrage nach US-Weizen ausgesprochen schwach war. Sollten sich die Börsenkurse jetzt seitwärts bewegen, könnte die Nachfrage im Kassamarkt zunehmen. Dabei wird Indonesien wohl eher in Australien kaufen, so die Prognose der Commonwealth Bank of Australia. Quelle Reuters, Grafik HANSA T.

23.01.2015 Getreidemail vom 23.01.2015

Mit moderaten Kursverlusten beendeten die Weizennotierungen gestern ihren Handel in Chicago. Technische Verkäufe, eine schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie der starke US-Dollar belasten den Markt. Schwächere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen übten zudem Druck aus. Das INTERNATIONAL GRAINS COUNCIL ließ seine Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 unverändert auf dem Rekordniveau von 717 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer. Am Pariser Matif schlossen die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee für die Termine der alten Ernte minimal fester. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 728.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 14.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 16,054 Mio. Tonnen (Vorjahr: 16,712 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,881 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,162 Mio. Tonnen).

22.01.2015 Weizenüberschüsse in Indien: Experten raten zum Umbau der Verwaltung

Indien muss beweglicher werden, wenn es um Weizen- und Reisexporte geht. Das fordert ein vom indischen Premierminister Modi eingesetztes Expertengremium. Die staatlichen Läger seien chronisch überfüllt, was zu großen Verlusten führe und die Wertschöpfung verhindere. Obwohl die staatlichen Läger meist doppelt soviel Getreide bevorraten, wie von der Regierung beabsichtigt, werde nur rund 10 % der Weizen- und Reisernten von 195 Mio. Tonnen exportiert.
Vor 60 Jahren wurde die Food Corporation of India (FCI) nach einer akuten Unterversorgung mit Lebensmitteln gegründet. Der Verwaltungskoloss sitzt jetzt auf gewaltigen Überschüssen, die sich seit 2007 wegen konstant hoher Ernten angehäuft haben. Wegen der Bürokratie dauern Entscheidungsprozesse so lange, dass man in den dynamischen Märkten nicht mithalten und die besten Preise am internationalen Markt kaum nutzen kann, besagt der Expertenbericht, der heute der Presse vorgestellt wurde.
Das Gremium schlägt vor, die regionalen Büros des FCI aufzulösen und stattdessen die Verwaltung in die Hände von Experten in einigen Kernregionen zu legen, die mit Kompetenz und moderner Computertechnik ausgestattet werden. Eine bewegliche Politik des FCI würde Devisen ins Land holen und die Qualitätsverluste der Lagerbestände verringern.
Der Ministerpräsident, der das Beratergremium bereits im August einberufen hat, um das Verwaltungssystem umzubauen und damit auch die Korruption im System zu beenden, hat das Papier jetzt an den Versorgungsminister überstellt, damit dieser ein Maßnahmenpaket vorschlägt.
Indien ist nach China der weltweit zweitgrößte Erzeuger von Reis und Weizen und betreibt mit seinen Ernten eine Armenspeisung im Wert von $18,64 Mrd. Nur die Hälfte des extrem preiswerten Getreides erreicht die Bedürftigen. Die andere Hälfte verdirbt oder wird gestohlen, so diverse Quellen. Deshalb empfiehlt das Gremium, die Armenspeisung zurückzufahren, denn nur 40 % statt der 67 % der Bevölkerung wird damit erreicht. Stattdessen solle die monatliche Ration von 5 auf 7 kg pro Person erhöht werden. Das würde Indien 330 Mrd. Rupien oder $5,35 Mrd. im Jahr ersparen. Allerdings würde das Millionen von Wählern verärgern und den Wiederstandkämpfern in die Hand spielen. Quelle Reuters

22.01.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 728.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 14.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 16,054 Mio. Tonnen (Vorjahr: 16,712 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,881 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,162 Mio. Tonnen).

22.01.2015 Ukraine begrenzt Weizenexporte – Memorandum zwischen Handel und Ministerium

Eine Gruppe von Händlern und der Landwirtschaftsminister der Ukraine haben heute eine vorläufige Vereinbarung über die weiteren Getreideexporte des Schwarzmeeranrainers getroffen. Danach sollen bis Juni noch maximal noch 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen. In den kommenden Tagen wollen die Händler und der Minister ein Memorandum über die Vereinbarung unterzeichnen. Zuvor hatte sich der Gesprächskreis schon darüber geeinigt, dass die gesamten Weizenexporte aus der Ernte 2014 12,8 Mio. Tonnen nicht überschritten werden. Bisher wurden Exporte von 8,5 Mio. Tonnen gemeldet. Quelle: Reuters

22.01.2015 IGC belässt Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 unverändert

Das IGC (INTERNATIONAL GRAINS COUNCIL) hat seine Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 unverändert auf dem Rekordniveau von 717 Mio. Tonnen belassen. Die Prognose der Welt-Maisernte erhöhte das IGC um 10 Mio. Tonnen auf 992 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

22.01.2015 Japan kauft 142.546 Tonnen Weizen
Japan kaufte im Rahmen eines Tenderverfahrens insgesamt 142.546 Tonnen Weizen der Herkünfte Vereinigte Staaten, Canada und Australien.
Details:
Vereinigte Staaten: (Verladung 21. Februar - 20. März)
6.470 Tonnen Western White
20.905 Tonnen Hard Red Winter (semi hard)
5.070 Tonnen Western White
20.236 Tonnen Hard Red Winter (semi hard)
Canada: (Verladung 21. Februar - 20. März)
28.231 Tonnen Western Red Spring (Protein min. 12,5%)
22.384 Tonnen Red Spring (Protein min. 12,5%)
Australien: (Verladung: 1. März - 31. März)
39.250 Tonnen Standard White (West Australia)
Quelle: Reuters

 

22.01.2015 Getreidemail vom 22.01.2015

Technische Verkäufe sowie fallende Kurse beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago minimal schwächer schließen.
Algeriens OAIC kaufte in der vergangenen Woche im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 250.000 - 350.000 Tonnen Weizen zum Preis von $256,00/Tonne c&f zur Versendung im Mai. Händlern zufolge stammt die Ware aus Frankreich und Deutschland. Auch die staatliche türkische Getreidebörse TMO war am Markt aktiv und kaufte 60.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Positionen unverändert. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse etwas fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gerieten infolge der negativen Vorgaben aus Übersee zwischenzeitlich unter Druck, konnten jedoch gegen Ende der Sitzung auf allen Terminen wieder zulegen.

21.01.2015 Algerien kaufte in der vergangenen Woche 250.000 - 350.000 Tonnen Weizen
Algeriens OAIC kaufte in der vergangenen Woche 250.000 - 350.000 Tonnen Weizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Preis von $256,00/Tonne c&f zur Versendung im Mai.
Händlern zufolge wird die Ware in Frankreich und Deutschland gekauft. Quelle: Reuters
21.01.2015 Die Türkei kaufte Durum und Futtergerste
Die staatliche türkische Getreidebörse TMO kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft.
Das Durum-Geschäft im Einzelnen:
25.000 Tonnen zum Preis von $481,89/Tonne c&f vereinbart. Lieferorte Iskenderun
25.000 Tonnen zum Preis von $481,89/Tonne c&f - Lieferort Mersin
5.000 Tonnen zum Preis von $ 479,50/Tonne c&f - Lieferort Samsun
5.000 Tonnen zum Preis von $482,50/Tonne c&f - Lieferort Samsun
Das Gerste-Geschäft im Einzelnen:
15.000 Tonnen zum Preis von $231,81/Tonne c&f - Lieferort Mersin
15.000 Tonnen zum Preis von $234,90/Tonne c&f - Lieferort Iskenderun
10.000 Tonnen zum Preis von $ 234,75/Tonne c&f - Lieferort Trabzon
10.000 Tonnen zum Preis von $ 234,75/Tonne c&f - Lieferort Trabzon
Die Versendung soll zwischen dem 1. - 28. Februar erfolgen. Quelle: Reuters
21.01.2015 Russland exportierte in der ersten Januarhälfte 588.000 Tonnen Getreide
Russlands Getreideexporte summierten sich in der ersten Januarhälfte nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums unter Berufung auf vorläufige Daten des Föderalen Zolldienstes (FCS) auf 588.000 Tonnen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
495.000 Tonnen Weizen 
10.000 Tonnen Gerste
72.000 Tonnen Mais
10.000 Tonnen weitere Getreidesorten.
Das russische Landwirtschaftsministerium teile am 19.01. mit, dass man im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli - 30. Juni) Weizen in einer Größenordnung von insgesamt 18,5 Mio. Tonnen exportieren kann, ohne dabei den inländischen Markt zu schaden. Bisher wurden 16,85 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Gestern verlautbarte ein hoher russischer Regierungsbeamter, dass man auch ein generelles Getreideexportverbot nicht ausschließt, sollten sich die gegenwärtigen Handelsbeschränkungen nicht, wie erhofft, positiv auf die russische Wirtschaft auswirken.
Um die Weizenexporte zu beschränken, entschied die russische Regierung Ende Dezember, ab dem 1. Februar bis Mitte 2015 Exportzölle in Höhe von mindestens 35 € pro Tonne zu erheben. Quelle: Reuters
21.01.2015 Euronext will diversifizieren

Der europäische Börsenbetreiber Euronext will nach der Einführung seiner überarbeiteten Milch-Futures weitere Rohstoffe wie Zucker, Biodiesel und Metalle Finanzderivate anbieten. Das sagte Nick Kennedy, Leiter der Entwicklungsabteilung der Gemeinschaftsbörse, gestern in einer Pressekonferenz.
Die Euronext-Gruppe, zu der auch die Pariser Matif gehört, ist bereits jahrelang mit seinen Terminkontrakten auf Weizen, Raps und Mais erfolgreich. Nach der Abspaltung von der Intercontinental-Exchange (ICE) im letzten Jahr ist man jetzt auf der Suche nach weiteren Betätigungsfeldern. Inzwischen hat man ein Kompetenzteam für die Bereiche Pflanzenöle, Biodiesel und Metalle rekrutiert, um den Diversifierungsprozess der Börse voranzutreiben. Der EU-Zuckermarkt wird mit dem Wegfall des Quotensystems im Jahr 2017 liberalisiert und bietet insofern ein interessantes Betätigungsfeld.
Für dieses Jahr hat aber die Wiedereinführung des Milchmarktes obere Priorität für Kennedy. Mit dem Ende des EU-Milchquotensystems wird am Ende des ersten Quartals 2015 eine Reihe von Finanzinstrumenten eingeführt, die die Preissicherung in diesem Marktumfeld ermöglichen sollen.
Bereits in 2011 hatte die Pariser Börse einen Terminkontrakt auf Milchpulver aufgelegt, der vom Markt aber nicht angenommen wurde. Nun sollen neben Magermilch Futures auch Kontrakte auf Butter und Molke Pulver sowie Optionen angeboten werden. Seit 2011 habe sich die Marktlage komplett verändert und das Interesse an Finanzinstrumenten hat deutlich zugenommen. Nach dem Ende des Quotensystems werden die Milchpreise in der EU volatiler. Einen steigenden Bedarf in Asien und Afrika sieht das Beratungsunternehmen Agritel. Gegenüber der Produktionsmenge von 2013 könnte die EU-Milchproduktion bis 2020 um 11 Mio. Tonnen steigen. Das russische Importembargo hat zwar zu fallenden Preisen geführt, an den optimistischen Aussichten ändert das aber nur wenig.

21.01.2015 Bodenbildung beim CBoT-Weizen?

Die US-Weizenfutures steigen heute Morgen in der zweiten aufeinander folgenden Sitzung, nachdem die Kurse zuvor eine 10-Wochen-Tief erreicht haben. Die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland in der Getreideexportregion am Schwarzen Meer nehmen wieder zu. Nach einem Kursverfall von 8 % in diesem Monat könnten die Weizenkurse nun einen Boden gefunden haben, meinen die Analysten der Commonwealth Bank of Australia. Alle Russlandprämien seien verbraucht und die Fondsgesellschaften haben ihre Long-Positionen glattgestellt. Nun könnten stabile Kurse folgen.

21.01.2015 Getreidemail vom 21.02.2015

Technische Käufe nach den kräftigen Verlusten der letzten Wochen, wiederaufkeimende militärische Auseinandersetzungen im Konflikt in der Ostukraine, die Exportbeschränkungen Russlands sowie Gewinne beim Mais und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 310.307 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 375.000 Tonnen. Russland erwägt ein generelles Getreideexportverbot, sollten sich die gegenwärtigen Handelsbeschränkungen nicht, wie erhofft, positiv auf die russische Wirtschaft auswirken. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde mit guten Gewinnen.
Aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten sich die Weizenfutures am Pariser Matif von ihren Tagesverlusten erholen und am Ende schlossen die Kurse der alten Ernte leicht fester. Die Termine der neuen Ernte gingen uneinheitlich aus dem Handel.

20.01.2015 Getreidemail vom 19.01.2015

In den USA blieben die Börsen gestern aufgrund des "Martin Luther King Day" geschlossen.
Die fehlenden Impulse aus Übersee führten an der Euronext in Paris zu vergleichsweise geringen Handelsumsätzen beim Weizen, der auf allen Terminen Kursverluste hinnehmen musste.
Das russische Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass Russland im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli - 30. Juni) Weizen in einer Größenordung von insgesamt 18,5 Mio. Tonnen exportieren kann, ohne dabei dem inländischen Markt zu schaden. Im aktuellen Vermarktungsjahr wurden bisher 16,85 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer schrieb einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Juni/Juli aus. Auch Bangladesch war am Markt aktiv und schrieb einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft aus.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse, die heute Nacht um 2:00 unserer Zeit den Handel wieder aufnahm, etwas schwächer.

19.01.2015 Bangladesch sucht Weizen
Bangladeschs staatlicher Getreideeinkauf hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 3. Februar und die Offerten müssen eine Gültigkeit bis zum 16. Februar aufweisen. 40 Tage nach Vertragsunterzeichnung soll die Lieferung versendet werden.
Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Tender mit derselben Menge ausgeschrieben, dessen Angebotsfrist am 22. Januar endet. Bangladesch plant, im aktuellen Rechnungsjahr (bis Ende Juni) insgesamt 900.000 Tonnen Weizen zu importieren. Quelle: Reuters
19.01.2015 Jordanien sucht Weizen und Futtergerste

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat zwei internationale Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Weizen und 100.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Die Angebotsfristen enden am 28. Januar (Weizen) und am 27. Januar (Gerste). Die Lieferungen sollen im Juni/Juli erfolgen. Quelle: Reuters

19.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 06.01.2015 (CFTC)

Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 06.01. - 13.01. um 10.584 Kontrakte, sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 5.872 Kontrakte. Mit 9.430 Netto-Long-Positionen (- 4.712) ist nur noch eine geringe Mehrheit der institutionellen Anleger per 13.01. bullisch gestimmt. Um 22.024 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 13.01. hielten institutionelle Anleger 204.611 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 28.083 Lots auf 14.520 Lots.

19.01.2015 Russische Weizenpreise unter Druck – Preise jetzt auf Interventionsniveau

Die Weizenpreise in Russland sind seit Jahresbeginn unter Druck geraten, nachdem die Regierung in Moskau die Exporte stärker reguliert und ab Februar auch Exportzölle erheben will. Der Preis für Weizen der Klassifizierung III fiel zum Ende der vergangenen Woche im europäischen Teil Russlands um 400 Rubel/Tonnen auf 10.825 Rubel oder 166 USD/Tonne ab Verladestation. Die Exporteure stehen vor der fast unlösbaren Aufgabe, Qualitätszertifikate vorzulegen, ohne die eine Verschiffung ins Ausland nicht mehr möglich ist. Ab dem 1. Februar wird dann ein Zoll von mindestens 35 €/Tonnen russischen Weizen die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter einschränken. Im Januar werden wohl nur noch 1,5 Mio. Tonnen Getreide aus Russland exportiert, davon 1 Mio. Tonnen Weizen. Im Dezember waren es 3 Mio. Tonnen. Beobachter erwarten, dass nun die staatlichen Reserven aufgefüllt werden können. Bisher gab es dafür nur wenig Angebot, da das internationale Preisgefüge zu hoch war. Russland plant, die staatlichen Getreidereserven auf 3,5 Mio. Tonnen aufzustocken. Mitte Dezember wurden von dort ein Bestand von lediglich 1,5 Mio. Tonnen gemeldet. Moskau bezahlt bis zu 10.100 Rubel pro Tonne für Weizen der Klasse III.

19.01.2015 Russlands Landwirtschaftsministerium trifft Aussage zum Weizenexportüberschuss
Das russische Landwirtschaftsministerium teile mit, dass Russlands im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli - 30. Juni) Weizen in einer Größenordung von insgeasamt 18,5 Mio. Tonnen exportieren kann, ohne dabei den inländischen Markt zu schaden.
Im aktuellen Vermarktungsjahr wurden bisher 16,85 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Quelle: Reuters
19.01.2015 Getreidemail vom 16.01.2015

Nach anfänglichen Gewinnen rutschten die Weizennotierungen am Freitag in Chicago gegen Ende der Handelssitzung in den negativen Bereich. Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, Positionsschließungen vor dem verlängerten Wochenende sowie der starke US-Dollar zum Euro übten Druck aus. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte.
Ukraines Getreideernte 2014 stieg nach Informationen der staatlichen Statistikbehörde um 2,4% auf 63,8 Mio. Tonnen. Die durchschnittlichen Getreideerträge 2014 erhöhten sich auf 4,36 Tonnen/Hektar (2013: 3,99).
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures trotz der leicht negativen Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen gut zulegen. Der schwache Eurokurs begünstigt Exporte aus dem Euroraum. Die Börsen in den USA bleiben heute aufgrund des Feiertages "Martin-Luther-King-Day" geschlossen. Der elektronische Handel beginnt erst wieder am morgigen Dienstag, nachts um 2:00 Uhr.

16.01.2015 Ukraine / Getreideernte 2014
Ukraines Getreideernte 2014 stieg Informationen der staatlichen Statistikbehörde um 2,4% auf 63,8 Mio. Tonnen. Die durchschnittlichen Getreideerträge 2014 erhöhten sich auf 4,36 Tonnen/Hektar (2013: 3,99).
Weitere Veröffentlichungen:
Erntemenge 2014:
Weizenernte: 24,1 Mio. Tonnen
Maisernte: 28,5 Mio. Tonnen
Gersteernte: 9,0 Mio. Tonnen
Erträge 2014:
Weizen-Erträge: 4,01 Tonnen/Hektar (+5,4%)
Mais-Erträge: 6,16 Tonnen/Hektar (-2,5%)
Gerste-Erträge 2014: 3,01 Tonnen/Hektar (+6,1%)
Quelle: Reuters
16.01.2015 US-Standardweizen SRW am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig

In der Nachbörse am CBoT werden zur Stunde die gestrigen Verluste des Weizenfutures (SRW) wieder aufgehoben. Die Preise waren in den letzten vier Wochen um 15 % verfallen, da die Konkurrenz aus Europa zu groß ist. Außerdem hat der Verfall des Ölpreises einen erheblichen Einfluss auf die Getreidepreise. Allein in dieser Woche gab der Frontmonat ZWH5 in Chicago um 5 % nach.
Gestern kaufte Ägypten 240.000 Tonnen Weizen, der allein aus Frankreich bedient wird. US-Weizen ist derzeit am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig.

16.01.2015 Getreidemail vom 16.01.2015

Technische Verkäufe, die schwache Nachfrage nach US-Weizen auf dem Exportmarkt, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie der stärkere US-Dollar ließen die Weizennotierungen in Chicago den siebten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Exportzahlen für das Vermarktungsjahr 2014/15 lagen mit 284.700 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 240.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft zum Versand zwischen dem 19. und 28. Februar zum Durchschnittspreis von $ 256,10/Tonne c&f gekauft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
Am Pariser Matif konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse legten auf allen Terminen zu.Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 553.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 15,326 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,893 Mio. Tonnen).

15.01.2015 Informa Ernteschätzungen 2015

US-Maisproduktion 2015: 13,5 Mrd. Bushel – Ertrag: 165,9 Bushel/Acre
US-Sojabohnen-Produktion: 3,9 Mrd. Bushel - Ertrag: 44,9 Bushel/Acre
US-Weizenproduktion: 2,2 Mrd. Bushel – Ertrag: 45,7 Bushel/Acre

Quelle: Reuters

15.01.2015 Informa Prognosen Mais- Soja- und Weizenanbauflächen 2015

Das private Analystenhaus Informa Economics reduzierte seine Prognose der US-Winterweizenanbaufläche 2015 auf 40,452 Mio. Acres (Vormonat 42,278 Mio. Acres)
Weitere Prognosen:
US-Sojaanbaufläche 2015: 88,03 Mio. Acres (Vormonat: 88,78 Mio. Acres)
US Mais-Anbaufläche 2015: 88,6 Mio. Acres (Vormonat 88,01 Mio. Acres)

Quelle: Reuters

15.01.2015 Ägypten kauft 240.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 240.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft gekauft. Der Versand soll zwischen dem 19. und 28. Februar erfolgen:
Durchschnittspreis: 256,10 $ pro Tonne c&f.

Händler gaben folgende Aufteilung bekannt:
-60.000 Tonnen von Cargill für 241,50 $ pro Tonne fob und $ 13,75 pro Tonne Fracht von National Navigation
-60.000 Tonnen von Soufflet für 242,25 $ pro Tonne fob und $ 13,43 pro Tonne Fracht von Mina Ägypten
-60.000 Tonnen von Granit für 242,99 $ pro Tonne fob und $ 13,75 pro Tonne Fracht von National Navigation
-60.000 Tonnen von Lecureur für 242,99 $ pro Tonne fob und $ 13,75 pro Tonne Fracht von National Navigation. 

Quelle: Reuters

15.01.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 553.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 141.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 15,326 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,893 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,867 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,093 Mio. Tonnen).

15.01.2015 Trotz guter Auftragslage: Frankreichs Weizen Endbestände auf 10-Jahres-Hoch

Der französische Marktanalyst FranceAgrimer hat gestern seine Prognose für Weizenexporte aus Frankreich in Länder außerhalb der EU nun zum dritten Mal in Folge angehoben. Eine starke Nachfrage aus Ägypten und der schwache Euro unterstützen die Exportaktivitäten aus Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU. Gestern lag die Exportprognose für Lieferungen in Länder außerhalb der Union bei 8,8 Mio. Tonnen, gegenüber 8,5 Mio. Tonnen vor einem Monat.
Damit bleibt Frankreich aber immer noch 28 % hinter dem Exportergebnis des Vorjahres zurück, aber auch deutlich über den 8 Mio. Tonnen, die noch zu Beginn der Vermarktungsperiode erwartet wurden. Der größte Käufer ist Ägypten, der bisher insgesamt 1,32 Mio. Tonnen importierte, weitere Lieferanten für das Land am Nil waren Rumänien und Russland. Die Gemeinschaftswährung steht auch heute wieder unter Druck und hat inzwischen ein 9-Jahres-Tief erreicht, was in Märkten, die meist in US-Dollar gehandelt werden, ein regelrechtes Exportprogramm darstellt.
Experten vermuten, dass mit der Erhebung von Exportzöllen in Höhe von mindestens 35 €/Tonne für russisches Getreide ab Februar, Deutschland die Exportmärkte bedienen wird. Frankreichs Weizen, der in dieser Saison für die Bedürfnisse der Käufer in Nordafrika qualitativ nicht befriedigt, könnte dann die deutsche Futterindustrie bedienen.
FranceAgrimer kürzt auch seine Prognose für Frankreichs Weizen-Endbestände auf nun 4,34 Mio. Tonnen von 4,55 Mio. Tonnen im Vormonat. Dieser Bestand wäre der höchste seit 10 Jahren. Auch der Endbestand von Mais ist so hoch wie seit 22 Jahren nicht mehr.

15.01.2015 Strategie Grains Prognosen EU-Getreideernte 2015
Das Beratungsunternehmen Strategie Grains erhöhte seine Prognose der Weichweizenernte 2015 in der Europäischen Union von 140,2 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 140,4 Mio. Tonnen. Die Prognosen für die Weichenweizenernte 2015 in Rumänien und in Bulgarien wurden zwar leicht reduziert, konnten jedoch durch die gestiegenen Prognosen der Top Produzenten Frankreich und Deutschland überkompensiert werden.
Die Bedingungen für die Pflanzenentwicklung in Westeuropa sind gegenwärtig günstig. In den kommenden Tagen werden keine weiteren Kälteeinbrüche erwartet.
In Frankreich und Deutschland ist die Pflanzenentwicklung aufgrund des milden Winterwetters vergleichsweise weit fortgeschritten, was eine größere Anfälligkeit der Pflanzen gegen schwere Kälteeinbrüche zur Folge hat.
Strategie Grains erwartet bei der französischen Weizenernte „normale Qualitäten“. Für Großbritannien erwartet das Unternehmen Qualitäten nahe der Vorgaben für Futterweizen.
Weitere Details:
15.01.2015 Algerien sucht Weizen

Algeriens staatliche Getreideangentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im Mai ausgeschrieben. Gewöhnlich liegt die gekaufte Menge deutlich über der ausgeschriebenen Menge. Ende Dezember kaufte OAIC rund 900.000 Tonnen Weizen zur Versendung im März und April. Quelle: Reuters

15.01.2015 Getreidemail vom 15.01.2015

Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen und die starke Konkurrenz auf dem Exportmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago die sechste Sitzung in Folge mit deutlichen Verlusten schließen.
Institutionelle Anleger sind wieder überwiegend bearisch gestimmt und erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Libyens staatliche Getreideagentur schrieb einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 50.000 Tonnen Mahlweizen aus. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Gewinnen.
Am Pariser Matif folgten die Notierungen den negativen Vorgaben aus Übersee und mussten auf allen Terminen deutliche Verluste hinnehmen. Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am gestrigen Mittwoch seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,55 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 4,34 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das ein Anstieg der Endbestände um 84,8%.

15.01.2015 Ägypten sucht Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge unterschiedlicher Herkunft (s.u.) und diverser Qualitäten ausgeschrieben. Mögliche Herkünfte: Vereinigte Staaten, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, Ukraine und Rumänien Lieferung: 19.- 28. Februar, Angebotsfrist: heute 11:00. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.

14.01.2015 Indien liebäugelt mit Weizen Export

Feste weltweite Weizenpreise sowie eine russische Exportsteuer ab dem 1.Februar lassen Indiens Exporteure darauf hoffen, dass der Weizenexport aus dem südasiatischen Land nach einer 6-monatigen Pause wieder anspringt. Bislang wird Weizen aus der EU aber noch billiger offeriert.
Indien, weltweit der zweitgrößte Weizenproduzent, könnte bald mit seinem Weizen wettbewerbsfähig werden, wenn Russland als Lieferant ausscheidet. Die Qualitäten aus beiden Ländern werden von Händlern aus Neu Delhi als gleichwertig bezeichnet. Sie schätzen, dass in der Zeit zwischen Februar und Juli 2015 bis zu 2 Mio. Tonnen verkauft werden können. Gemessen am gesamten Welthandel mit Weizen, der pro Jahr 160 Tonnen ausmacht, ist das wenig, für einige asiatische Mühlen ist das Angebot aber dennoch interessant. Importeure aus Vietnam, Malaysia und Bangladesch haben einen Frachtvorteil von gut $15/Tonne gegenüber den Lieferungen aus Europa. Indische Staatsläger sind mit 25,1 Mio. Tonnen dreimal so voll, wie geplant.
Landwirte erhalten vom indischen Staat $230/Tonne und damit 3,7 % mehr als im Vorjahr. Exporteure haben zurzeit Offerten von $270/Tonne fob Tiefseehafen vorgelegt, wohingegen französischer Weizen für $248,94 bis 250,25/Tonne gehandelt wurde. Australischer Standard-Weizen wurde zuletzt mit $270/Tonne und ukrainischer Weizen für $265/Tonnen gehandelt.
Indien hat für asiatische Käufer noch den Vorteil, dass auch kleinere Einheiten in kurzer Zeit verfügbar sind. Quelle: Reuters

14.01.2015 Libyen sucht Weizen

Libyens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 50.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Quelle: Reuters

14.01.2015 Russlands Weizenexporte Jan - Nov. 14

Russlands Weizenexporte im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. November 2014 erreichten infolge einer guten Ernte und des schwachen Rubels ein Ergebnis von 20,1 Mio. Tonnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erreichten die Weizenexporte 12,3 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

14.01.2015 Argentiniens Soja-, Weizen- und Maisproduktion 2014/15
Die Rosario Grains Exchange reduzierte ihre Prognose der argentinischen Sojabohnenproduktion 2014/15 von 55,0 Mio. Tonnen im Dezember auf 54,5 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
Mais-Produktion 2014/15: 22,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 21,5 Mio. Tonnen)
Weizen-Produktion 2014/15: 12,1 Mio. Tonnen (Vormonat: 12,0 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
14.01.2015 FranceAgriMer erhöhte Prognose der französischen Weizen Endbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am heutigen Mittwoch seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,55 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 4,34 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings ein Anstieg Endbestände um 84,8%.
Die Prognose der französichen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union erhöhte FranceAgriMer auf 8,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 8,5 Mio. Tonnen). Zur Saison 2013/14 wäre das ein Rückgang um 28%.
Außerdem erhöhte das Unternehmen seine Prognose der Maisernte 2014 auf einen Rekordwert von 17,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 17,3 Mio. Tonnen). Die Prognose der Endbestände liegt bei 4,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,1 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

14.01.2015 Getreidemail vom 14.01.2015

Nachwirkungen aus dem USDA-Report vom Montag, deutliche Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex, Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie eine weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium bittet die Exporteure seines Landes, die Getreideexporte in den Monaten Januar und Februar auf je 200.000 Tonnen zu beschränken. In den Vorjahren reichten die Februar-Exporte des Schwarzmeeranrainers von 188.000 bis 446.000 Tonnen. In Russland führen Behinderungen und Verzögerungen bei der Ausstellung von Ausfuhrpapieren zu Unmut bei den Exporteuren. Der russische Getreideverband befürchtet, dass nicht alle Aufträge, die vor der Erhöhung der Exportzölle abgeschlossen wurden, bis zum Monatsende ausgeführt werden können. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee behaupten und die Kurse legten auf allen Terminen moderat zu.

13.01.2015 Kiew bittet Weizen-Exporteure um Selbstbeschränkung

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium bittet die Exporteure seines Landes, die Getreideexporte in den Monaten Januar und Februar auf je 200.000 Tonnen zu beschränken. In den Vorjahren reichten die Februar-Exporte des Schwarzmeeranrainers von 188.000 bis 446.000 Tonnen, davon war die halbe Menge Weizen.
Ende Februar lädt der Minister erneut zu einem Gespräch mit der Wirtschaft, so das Ergebnis des heutigen Treffens in Kiew.

13.01.2015 Getreidemail vom 13.01.2015

Die Anhebung der Weizen-Bestandsschätzungen, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Auf 1,525 Mrd. Bushel bezifferte das USDA die US-Lagerbestände (Quarterly Grain Stocks) per 1. Dezember 2014. Analysten prognostizierten im Vorfeld ein Ergebnis in einer Spanne von 1,400 - 1,585 Mrd Bushel. Mit 687 Mio. Bushel ebenfalls im Rahmen der Markterwartungen (636 - 699 Mio. Bushel) lag die USDA-Schätzung der US-Weizenendbestände 2014/15. Die Schätzung der Welt-Weizenendbestände wurde vom Ministerium auf 196 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 194,9 Mio. Tonnen) angehoben. Damit lag sie am oberen Rand der Markterwartungen von 190 - 196 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 5.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.

12.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 12. Januar

Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14- 30. Juni 15) lagen per 12. Januar bei 20,0 Mio. Tonnen, so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,3 Mio. Tonnen Weizen 
3,7 Mio. Tonnen Gerste
7,8 Mio. Tonnen Mais 
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei über 64 Mio. Tonnen. In der Vermarktungsperiode 2014/15 sollen nach eigenen Angaben mindestens 33 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden. In der Saison 2013/14 wurden über 32 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Quelle: Reuters

12.01.2015 Quartalszahlen können Terminbörsen durchschütteln

Kurz vor dem ersten USDA-Report des Jahres vermuten US-Analysten, dass die US-Maisbestände so hoch ausfallen, wie noch nie in einem Januarbericht. Unsicher ist man allerdings immer noch darüber, wie groß das USDA die Anbaufläche des letzten Jahres angibt und so könnte die heutige Zahl auch zu einer Überraschung werden.
Die Quartalszahlen des USDA sind das Ergebnis einer Bestandsabfrage sowohl auf den Betrieben der Farmer als auch des Erfassungshandels. Dieser Bericht hat das Zeug dazu, die Börsen kräftig durchzurütteln. Das gilt in diesem Jahr besonders für Mais. Diese Frucht stellt den größten Anteil der US-amerikanischen Getreideernte.
Reuters-Schätzungen per 1.Dezember 2014 für die US-Maisbestände liegen im Mittel bei 11,123 Mrd. Bushel in einer Bandbreite von 10,820 Mrd. Bushel bis 11,325 Mrd. Bushel. Darin enthalten ist die Ernte 2014 mit dem Anfangsbestand aus der Ernte 2013, abzüglich des Verbrauchs in den ersten drei Monaten der Vermarktungsperiode. Üblicherweise sind die Hektarerträge die ausschlaggebende Größe, außergewöhnlich ist in diesem Jahr aber die Unsicherheit über die Anbaufläche.
Die Schätzung für die US-Maisernte 2014 der von Reuters befragten Analysten beläuft sich auf 14,349 Mrd. Bushel das wäre eine Rekordernte liegt aber unter der letzten USDA-Schätzung. Die Expertenschätzung reflektiert bereits die Erwartung, dass das USDA die US-Anbaufläche für Mais um 300.000 acres absenken wird. Das könnte nach dem USDA´s Farm Service (FSA) immer noch zu viel sein, sodass am Ende eine kleinere Ernte herauskommt. Begründet wird das mit dem Flächenstilllegungsprogramm das sehr gut angenommen wird.
Zusätzlich zu den Lagerbeständen werden heute auch die endgültigen Zahlen über die US-Getreideproduktion für 2014 mit dem Monatsreport über die Weltendbestände sowie der Winterweizenanbaufläche bekannt gegeben.
Quelle: Reuters

12.01.2015 Ukraine plant keine Beschränkungen für die Ausfuhr von Getreide

Die Ukraine plant nach Aussagen des Landwirtschaftsministers des Landes Olesksiy Pavlenko keine Drosselung seiner Getreideexporte um die lokalen Preise zu stabilisieren. In einer Routinesitzung mit den Exporteuren des Landes soll aber Morgen die Lage am ukrainischen Getreidemarkt erörtert werden.
Im Dezember hatte Moskau angekündigt, dass ab dem 1. Februar auf die russischen Getreideausfuhren ein Exportzoll von mindestens 35 €/Tonne erhoben werden soll, um die nationale Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicher zu stellen. Russland, der viert-größte Getreideexporteur der Welt, hat schon früh in der Vermarktungssaison Rekordmengen Getreide exportieren können, da die Käufer von dem starken Verfall des Rubels profitierten. Analysten schätzen, dass jetzt die Nachfrage nach Ukrainischem Getreide nun zunehmen wird und damit zu einer nationalen Unterversorgung führt.
Die Administration in Kiew plane keine Einschränkungen oder Quoten, der Minister möchte aber mit den großen Exporteuren des Landes ein Memorandum vorbereiten, das regelt, wie man im Falle einer Unterversorgung mit Getreide verfahren will. Die Ukraine erntete in 2014 23 Mio. Tonnen Weizen, davon können 10 Mio. Tonnen ausgeführt werden, 8,5 Mio. Tonnen sind bereits verkauft und verladen. Die Aussichten für die kommende Getreideernte deuten bisher auf eine normale Erntemenge hin und könnten insgesamt 64 Mio. Tonnen erreichen.
Inzwischen seien auch Mais-Lieferungen von 1 Mio. Tonnen nach China komplett erfüllt worden, die zur Bedienung eines Darlehens bereits im Januar 2013 vereinbart worden waren. Industrievertreter hatten noch letzte Woche geäußert, dass bis zu 20 % der Menge nicht erfüllt werden könne, da es einen Versorgungsengpass gäbe. Die letzten 11 Schiffe sind unterwegs und man warte nun auf die Empfangsbestätigung auch China, so der Minister.

12.01.2015 USDA-Bericht im Fokus

Der heutige USDA-Bericht kommt um 18:00 Uhr deutscher Zeit mit folgenden Informationen: 1.) Vorhersage über Angebot- und Nachfrage in den USA und weltweit, 2.) US-Quartalszahlen über Lagerbestände sowie 3.) Erste Flächenschätzung zum US-Weizenanbau 2015.
Mit einem Weizenkurs am CBoT von $5,65/Bushel, den wir heute im elektronischen Handel sehen, sind die Prämien, die von den russischen Exportproblemen verursacht wurden, weitestgehend verschwunden.
Der Markt wird sich heute Abend auf die kritische Versorgungslage für US-Futtermittel als auf den Mais-Future konzentrieren, so die Einschätzung von Experten. Im Vorfeld wurde bekannt, dass US-Exporteure 136.000 Tonnen US-Mais an Süd-Korea und 116.000 Tonnen an einen unbekannten Empfänger verkaufen konnten.

12.01.2015 Getreidemail vom 12.01.2015

Technische Verkäufe, der starke US-Dollar, Positionierungen vor dem heutigen USDA-Bericht (18 Uhr MEZ) sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag den dritten Tag in Folge schwächer schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Weizenpositionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben moderat nach. Nur der heute auslaufende Januartermin legte zu.
Heute werden neben dem WASDE-Report auch die Prognosen der Quartalsbestände (Quarterly Grains Stocks) veröffentlicht. Dieser Bericht spiegelt die Bestandssituation div. landw. Rohstoffe, gegliedert nach "on-farm" (Landwirtschaft) und "off-farm" (weitere Verarbeitungs- und Vermarktungsstufen), wider. Dabei werden die Bestände von rund 90% der entsprechenden Betriebe erfasst und dann hochgerechnet.

10.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 06.01.2015 (CFTC)

Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 30.12. - 06.01. um 3.925 Kontrakte und erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.414 Kontrakte. Mit 14.142 Netto-Long-Positionen (- 6.339) ist eine Mehrheit der institutionellen Anleger per 06.01. bullisch gestimmt. Um 13.069 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 06.01. hielten institutionelle Anleger 226.635 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 3.157 Lots auf 42.603 Lots.

 

09.01.2015 Ägyptens Vorräte reichen bis Anfang Mai

Ägyptens Getreidebestände aus denen Brot für die Armenspeisung hergestellt werden, reichen bis Anfang Mai. Dann soll auch die lokale Ernte zur Verfügung stehen, so der Versorgungsminister Khaled Hanafi heute gegenüber der Presse.
Die eigene Ernte soll in die neuen Silos eingelagert werden, die bis März fertiggestellt sein sollen. Diese strategische Reserve soll dann bis in den Oktober hinein reichen.
Gestern kauft Ägypten, der weltweit größte Getreidekäufer in einer internationalen Ausschreibug 180.000 Tonnen Weizen für die Lieferung vom 8. bis 18. Februar. Seit dem 1. Juli 2014 hat Ägypten 3,085 Mio. Tonnen Getreide von internationalen Anbietern bezogen. Im der Saison 2013/14 kaufte das Land am Nil insgesamt 5,46 Mio. Tonnen und 3,7 Mio. Tonnen an den lokalen Märkten.
Die staatlichen Einkäufe sollen sich im kommenden Markt auf 4 bis 4,5 Mio. Tonnen beschränken, dazu sollen Verluste vermieden und das Subventionsprogramm eingeschränkt werden.

09.01.2015 China: Neue Importregeln bremsen Importe aus

Chinas Getreideimporte könnten sich in diesem Jahr deutlich reduzieren, nachdem die Regierung in Peking staatliche Reserven abbauen will und die Vergabe von Importquoten zukünftig an Käufe aus eigenen Beständen bindet. Üblicherweise werden Importquoten im Januar vergeben und dann auch sofort als Auftrag an internationale Händler weitergegeben. In diesem Jahr könnte sich das Vergabeverfahren aber über Monate hinziehen, sagen Analysten voraus. Zwar ist die Importmenge, die China genehmigen könnte, gleich geblieben, die Firmen erhalten aber nur dann eine Einfuhrerlaubnis, wenn zuvor ein Kauf aus stattlichen Beständen erfolgt ist.
Deshalb meinen Analysten jetzt, dass zumindest Maisimporte kleiner ausfallen und die großen staatlichen Bestände abgebaut werden. Mühlen können erst dann eine Einfuhrerlaubnis ersteigern, wenn die Käufe aus den stattlichen Reserven bezahlt und abgenommen sind. Der gesamte Prozess wird mindestens zwei Monate dauern. 60 % der 7,2 Mio. Tonnen Importquoten für Mais sind staatseigenen Betrieben vorbehalten, sie sind aber nicht dazu verpflichtet, Interventionsware zu kaufen. Schwer wird es, für die verbleibenden 40 % Importquoten, die privaten Mühlen davon zu überzeugen, die oft Minderwertigen Qualitäten zu höheren Preisen zu beziehen. Die Lagerbestände in den nordöstlichen Provinzen sind derzeit durchschnittlich $39/Tonne teurer, als Importware. So sind in der ersten Auktion, die vom 6.-bis8. Januar stattfand, nur 36 % der offerierten 1,7 Mio. Tonnen Mais verkauft worden. Der Rest wird auf die nächste Auktion in der kommenden Woche vorgetragen. Außerdem wurden 83,6 % der 2 Mio. Tonnen Weizen verkauft. Von dem beteiligten Händler wurden in dieser Woche sogleich zwei Lieferungen Weizen in den USA und Australien gekauft.
Quelle: Reuters

 

09.01.2015 Südkoreas Nofi kaufte Mais, Futterweizen und Sojaschrot

Südkoreas NOFI hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens (siehe vorangegangene Meldung) 266.000 Tonnen Mais, 45.000 Tonnen Futterweizen und 55.000 Tonnen Sojaschrot gekauft. Marktbeteiligte gehen davon aus, dass der Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika oder Südafrika geliefert wird. Quelle: Reuters

09.01.2015 Südkoreas Nofi schreibt umfangreichen Tender aus
Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 560.000 Tonnen Mais, 55.000 Tonnen Futterweizen, 55.000 Tonnen Sojaschrot und 12.000 Tonnen Rapsschrot ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters
09.01.2015 Fallende Energiepreise drücken Weizen- und Maiskurse

Die Weizenfutures in Chicago fallen heute Morgen in der dritten aufeinander folgenden Sitzung auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen, da die Nachfrage nach US-Weizen sich abgeschwächt hat und auf die Kassapreise drückt. Mais-Futures am CBoT geben in Folge der seit Wochen fallen Energiepreise den vierten Tag in Folge nach. Das bekommen jetzt auch die Ethanol Hersteller zu spüren. Den US- Ethanol Herstellern wird es schwer möglich sein, weiterhin $4 für den Bushel Mais zu zahlen, so die Einschätzung von Marktexperten.
Ägyptens staatlicher Einkäufer hat gestern seinen gesamten letzten Tender über 180.000 Tonnen Weizen in Frankreich eingedeckt und damit ein weiteres Mal deutlich gemacht, dass US-Weizen derzeit am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig ist. Die Börsenkurse gerieten unter Druck, nachdem das USDA die wöchentlichen Exportzahlen bekannt gegeben hat und für die Vermarktungsperiode 2014/15 nur enttäuschende 151.000 Tonnen auswies.
US-Wetterdienste sagen vorher, dass die starken Fröste in weiten Teilen des US-Weizengürtels noch einige Tage anhalten und anschließend von einer wärmeren Wetterphase abgelöst werden. Damit ist das Risiko von Auswinterungen gemindert.
Auch die Exportzahlen für Mais enttäuschten; die Futures fielen in sieben von acht Sitzungen. Fallende Energiekosten bieten immer weniger Anreiz für den Einsatz von erneuerbaren Energien, die zum Teil aus Getreide- und Ölsaaten hergestellt werden. Der US-Energie-Informationsdienst teilte am Mittwoch mit, dass die Ethanol Bestände in der zweiten Januarwoche um 751.000 Barrel auf 18,85 Mio. Barrel auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegen sind. Rohölpreise sind seit sieben Wochen gefallen und die Förderländer zeigen keine Bereitschaft, den hohen Ausstoß zu verringern.
Quelle: Reuters

 

09.01.2015 Getreidemail vom 08.01.2015

Technische Verkäufe, schwache US-Exporte, ein starker US-Dollar sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen für das Vermarktungsjahr 2014/2015 mit 151.000 Tonnen US-Weizen hinter den Erwartungen von 200.000-400.000 Tonnen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte per Tender 180.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft zum Versand zwischen dem 08. und 18. Februar. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen nochmals schwächer. Durch die negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen deutliche Kursverluste hinnehmen. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 196.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 17.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 14,773 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,083 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,726 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,075 Mio. Tonnen).

08.01.2015 Letzter Algerientender mit 900.000 Tonnen - Großteil aus Deutschland

Algerien kaufte in der vergangenen Woche offenbar weit mehr Weizen als zuvor berichtet wurde. Zunächst hieß es, Algeriens staatliche Getreideagentur hätte 450.000 – 550.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im März und April gekauft. Später wurden die Schätzungen auf 575.000 – 675.000 Tonnen angehoben. Neuesten Informationen zufolge lag die Menge bei etwa 900.000 Tonnen. Algerien akzeptierte für diese Ausschreibung keinen Weizen aus Russland, befürchtet aber, dass die angekündigten Exportzölle von mindestens 35 €/Tonne das Angebot an Weizen mit hohen Proteinwerten kleiner ausfallen lassen wird. Die Gesamtmenge wird voraussichtlich komplett aus der EU geliefert, wovon Deutschland den Löwenanteil in die Bücher nimmt, da hier die Qualitäten besser sind als beim traditionellen Lieferanten Frankreich.

08.01.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 196.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 17.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 14,773 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,083 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,726 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,075 Mio. Tonnen).
08.01.2015 Ägypten kauft 180.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 180.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft gekauft. Der Versand soll zwischen dem 08. und 18. Februar erfolgen:
Durchschnittspreis: 263,64 $ pro Tonne c&f. Quelle: Reuters

08.01.2015 Japan kaufte 122.770 Tonnen US-Weizen
Japans Landwirtschaftsministerium hat im Rahmen eines Tenderverfahrens insgesamt 122.770 Tonnen US-Weizen gekauft:
35.870 Tonnen Western White * 
24.500 Tonnen Western White **
29.900 Tonnen Dark Northern Spring Wheat *- Proteingehalt min. 14%
32.500 Tonnen Dark Northern Spring Wheat *- Proteingehalt min. 14%
* = (Ankunft zum 31. März)
**= (Verladung zwischen dem 16. Januar und dem 15. Februar)
08.01.2015 Getreidemail vom 07.01.2015

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen,  die Meinung, die US-Weizenpreise seien gegenüber Weizen anderer Herkünfte überbewertet sowie der starke US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen.  Abschläge beim Mais übten zudem Druck aus. Potenzielle Frostschäden beim Winterweizen in einigen SRW-Weizenanbaugebieten im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten sind nach Meinung von Analysten weitestgehend eingepreist. Tunesien kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht schwächer.

An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.  Ägypten schrieb gestern Abend einen Weizentender einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge zur Lieferung im Februar aus. Ergebnisse werden heute ab 16:30 Uhr erwartet.

08.01.2015 Ägypten sucht Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge unterschiedlicher Herkunft (s.u.) und diverser Qualitäten ausgeschrieben. Mögliche Herkünfte: Vereinigte Staaten, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, Ukraine und Rumänien Lieferung: 08.- 18. Februar, Angebotsfrist: heute 11:00. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.

07.01.2015 Tunesien kaufte 117.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste

Tunesien kaufte im Rahmen eines internationalen Tendervefahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste. Quelle: Reuters

07.01.2015 Letzter Algerien-Tender weitaus größer als bisher bekannt

In seinem Tender vom vergangenen Montag kauft Algerien deutlich mehr Getreide als die ursprünglich angegebenen 450.000 Tonnen Weizen. Experten gehen heute von einer Menge von rund 700.000 Tonnen aus. Potentielle Lieferanten sind Frankreich, Deutschland, Polen….
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC ist nicht verpflichtet genaue Details der Tender zu veröffentlichen.
Quelle: Reuters

07.01.2015 Getreidemail vom 06.01.2015

Befürchtungen über Frostschäden in einigen US-Weizenanbaugebieten aufgrund eisiger Wetterbedingungen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge mit Gewinnen schließen. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 117.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 2.000 Kontrakte.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures für keine eindeutige Richtung entscheiden und die Kurse schlossen uneinheitlich. Die Europäische Union erteilte in den vergangenen 2 Wochen Exportlizenzen für 965.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 70.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 14,577 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,083 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1.709 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,075 Mio. Tonnen).

06.01.2015 Die Vereinigten Arabischen Emirate suchen Weizen, Futtergerste und Sojaschrot

Ein Käufer aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat einen internationalen Tender zum Kauf von 40.000 Tonnen Mahlweizen, 20.000 Tonnen Futtergerste und 14.000 Sojaschrot ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 08. Januar.
Der Weizentender umfasst 30.000 Tonnen Hartweizen für den Versand zwischen dem 20. April und dem 30. Juni, sowie 10.000 Tonnen australischen Weizen (white Wheat) zur Lieferung im Zeitraum 01. Februar und 30. April.
Die Gerstenlieferung soll im Zeitraum 01. Bis 30. April erfolgen. Das Sojaschrot kann vom 15. bis 28.Februar geliefert werden. Quelle: Reuters

06.01.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in den vergangenen 2 Wochen Exportlizenzen für 965.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 70.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 14,577 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,083 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1.709 Mio. Tonnen (Vorjahr: 1,075 Mio. Tonnen).
06.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 6. Januar
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14- 30. Juni 15) lagen per 6. Januar bei 19,6 Mio. Tonnen und damit 300.000 Tonnen niedriger als im Vergleichszeitraum des Vermarktungsjahres 2013/14, so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,16 Mio. Tonnen Weizen (6,9 Mio. Tonnen)
3,63 Mio. Tonnen Gerste (2,1 Mio. Tonnen)
7,61 Mio. Tonnen Mais (10,7 Mio. Tonnen
(Die in Klammern gesetzten Werte beziehen sich auf den Vergleichszeitraum des Vorjahres.)
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei über 64 Mio. Tonnen. In der Vermarktungsperiode 2014/15 sollen nach eigenen Angaben mindestens 33 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden. In der Saison 2013/14 wurden über 32 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Quelle: Reuters
06.01.2015 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

Tunesien staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 117.000 Tonnen Weizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 7. Januar. Quelle: Reuters

06.01.2015 Chinas Bedarf an Hoch-Protein-Weizen steigt

Chinas Bedarf an Hoch-Protein-Weizen führt aufgrund der steigenden Nachfrage von Produkten wie Nudeln, Brot und anderen Backwaren zu einem Anstieg der Importe von Weizen mit hohem Proteingehalt. Die inländische Produktion von Hoch-Protein-Weizen war trotz einer gestiegenen Produktionsmenge nicht befriedigend, so ein Analyst. Händler und Analysten erwarten daher vermehrt Aktivitäten von chinesischen Importeuren auf dem Weltmarkt.

06.01.2015 Weizen: US-Exporte springen wieder an – Kälte beunruhigt Spekulanten

Chicago-Weizenfutures verzeichnen auch heute Morgen einen weiteren Anstieg der Kurse, da die Exporte nach dem Preisverfall am Jahresende nun wieder anspringen. Außerdem haben sich die Bewertungen der Feldbestände wegen rauen Temperaturen im Mittleren Westen der USA verschlechtert.
Die Kälte beunruhigt einige Spekulanten, die short sind und jetzt lieber glatt stellen. Insbesondere in den Staaten Illinois, Nebraska und Missouri könnte die Kälte den in der Winterruhe befindlichen Pflanzen zusetzen. Das USDA bewertete nur 24 % der Weizenbestände in Illinois als gut bis exzellent, im November-Bericht waren es noch 56 %. Die Wetterbedingungen könnten sich sogar noch verschlechtern. Ein arktisches Hochdruckgebiet soll in dieser Woche ein Drittel der betroffenen Region erreichen.
Quelle: Reuters

06.01.2015 Getreidemail vom 05.01.2015

Technisch motivierte Käufe nach den deutlichen Verlusten in der letzten Woche, starker Frost in Teilen des Mittleren Westens der USA und damit verbundene Befürchtungen vor Ertragseinbußen sowie kräftige Zugewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die US-Exportinspektionen lagen mit 352.829 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. China kaufte in den vergangenen Tagen über 120.000 Tonnen Hartweizen. Die Gesamtmenge, die Händlern zufolge u.a. aus den Vereinigten Staaten und Australien stammen könnte, wurde in zwei Vereinbarungen zu jeweils über 60.000 Tonnen zur zeitnahen Lieferung geschlossen. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte mindestens 450.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im März/April. Gezahlt wurde Händlern zufolge $277/Tonne c&f. Das Getreide wird aus Frankreich und weiteren Exporteuren der EU wie z.B. Deutschland geliefert. 
Die e-CBOT handelt heute Morgen etwas fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen Gewinne.

 

06.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 30.12.2014 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 23.12. - 30.12. um 899 Kontrakte und erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 913 Kontrakte. Mit 20.481 Netto-Long-Positionen (- 1.812) ist eine Mehrheit der institutionellen Anleger per 30.12.14 bullisch gestimmt. Um 4.718 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 30.12. hielten institutionelle Anleger 239.704 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 738 Lots auf 39.446 Lots. 
 Quelle: CFTC/Grafik: HANSA Terminhandel
05.01.2015 Führungswechsel beim HANSA Terminhandel

In eigener Sache

Kurz vor dem Jahreswechsel gab es bei der HANSA-Terminhandel GmbH in Farven einen Wechsel in der Geschäftsführung. Hans Hinrich Viebrock (56) gibt seine Geschäftsführertätigkeit an seinen jüngeren Kollegen Heiko Meier ab.
Der Firmengründer Joachim Tietjen bedankt sich bei Hans Hinrich Viebrock für 14 erfolgreiche Jahre in der gemeinsamen Geschäftsführung. Bereits nach einem Jahr seiner Betriebszugehörigkeit im Jahre 2000 trat Viebrock in die Unternehmensleitung des Finanzdienstleisters ein. Er ist ein ausgewiesener Spezialist im Schweinemarkt, der sich nicht nur für seine handelnden Kunden um mehr Markttransparenz und die Margensicherung in sehr volatilen Agrarmärkten engagierte. Seine Fachkenntnis war auch in den Arbeitskreisen an verschiedenen Agrar-Terminbörsen gefragt. Viebrock bleibt dem HANSA Terminhandel weiterhin als Gesellschafter und Mitarbeiter erhalten.
Heiko Meier (40) ist seit gut drei Jahren im Team des Unternehmens und trägt seither insbesondere durch seine IT-Kenntnisse zum Firmenerfolg bei. Er betreut unter anderem den neuen Nachrichtenticker. Meier ist darüber hinaus Fachmann im Handel mit Optionen. Durch den Erwerb von Geschäftsanteilen verjüngt sich mit ihm nicht nur das Führungsteam sondern auch der Gesellschafterkreis. Die Aufsichtsbehörden des Abschlussvermittlers, das Bundesamt für Finanzdienstaufsicht (BaFin) und die Bundebank in Hannover, haben Meiers fachliche Kenntnis bestätigt und der Berufung in die Geschäftsführung zugestimmt.
Über HANSA Terminhandel GmbH
Die HANSA Terminhandel GmbH gehört zu den führenden Abschlussvermittlern für Finanzinstrumente auf Agrar-Rohstoffe im deutschsprachigen Raum. Die Gesellschaft wurde 1997 von Joachim Tietjen gegründet, der zuvor in dritter Generation das Kartoffelhandelsunternehmen seiner Familie führte. In seiner damaligen Funktion als Vorsitzender im Verband der Kartoffelkaufleute Niedersachsen (VdK) begleitete er die Gründung der ersten deutschen Warenterminbörsen für Agrarrohstoffe in mehreren Ehrenämtern.
Um die Markttransparenz für seine Kunden zu erhöhen, hat das Unternehmen sein Angebot der in West- und Mitteleuropa viel beachteten Info-Dienste durch einen Nachrichtenticker erweitert. Da die Preise europäischer Agrar-Rohstoffe (Commodities) wie Weizen, Ölsaaten, Mais, Kartoffeln und Schweine immer mehr den Einflüssen globaler Ereignisse unterliegen, werden auf der Firmenhomepage www.hansa-terminhandel.de Agrarmarkt-relevante Informationen aus internationalen Nachrichtendiensten in deutscher Sprache als Kurznachricht wiedergegeben. Kunden und Abonnenten erhalten so zeitnah Entscheidungshilfen für ihren Handel an Terminbörsen und in den Kassamärkten.

05.01.2015 Algerien kaufte 450.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte mindestens 450.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im März/April.  Gezahlt wurde Händlern zufolge $277/Tonne c&f. Das Getreide wird aus Frankreich und weiteren Exporteuren der EU wie z.B. Deutschland geliefert. Quelle: Reuters

05.01.2015 China kaufte über 120.000 Tonnen Hartweizen auf dem Spotmarkt

China kaufte in den vergangenen Tagen über 120.000 Tonnen Hartweizen. Die Gesamtmenge, deren Herkunft Händlern zufolge u.a. aus den Vereinigten Staaten und Australien stammen könnte, wurde in 2 Vereinbarungen zu jeweils über 60.000 Tonnen zur zeitnahen Lieferung geschlossen. Quelle: Reuters

05.01.2015 Kursanstieg beim Weizen wird durch umfangreiches Futterangebot gedeckelt

Weizenfutures am CBoT und am Matif notieren heute fester da die Nachfrage nach den Feiertagen wieder Fahrt aufnimmt. Vor Weihnachten waren die Kurse in Chicago für mehr als fünf Handelstage unter Druck geraten. Die Nachfrage nach Qualitätsweizen ist definitiv höher, als nach Futtergetreide, das weltweit sehr reichlich zur Verfügung steht.
So hat sich die 200-Euro-Marke für den Matif-Weizen als stabil erwiesen. Das Angebot von Futterweizen aus Frankreich hingegen steht in enger Konkurrenz zu dem großen Maisangebot.
Investoren an den Terminbörsen wenden ihre Aufmerksamkeit inzwischen wieder nach Südamerika, wo in Brasilien bereits die Sojabohnenernte begonnen hat.

05.01.2015 Getreidemail vom 02.01.2014

Technische Verkäufe, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie ein stärkerer US-Dollar ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Abwärtsdruck entstand auch infolge gesunkener Befürchtungen um Frostschäden in einigen US-Weizananbaugebieten.
Die wöchentlichen US-Exportzahlen lagen mit insgesamt 372.100 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte.
Die elektronische Nachtbörse zeigt sich heute Morgen mit guten Gewinnen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben bei geringem Umsatzvolumen auf allen Terminen nach.

02.01.2015 Getreidemail vom 31.12.2014

Technische Verkäufe, die starke weltweite Konkurrenz auf dem Exportmarkt sowie deutliche Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Mittwoch in Chicago mit Abschlägen schließen. Ebenfalls mit Abschlägen schlossen die Kansas-City Weizennotierungen. Befürchtungen, die frostigen Temperaturen in einigen Teilen Nebraskas, Colorados und dem Norden von Kansas könnten die dortigen Winterweizenbestände schädigen, begrenzten die Verluste.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte
Bei sehr mageren Handelsumsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris am Mittwoch uneinheitlich. Die Termine der alten Ernte schlossen unverändert bis minimal schwächer, während die Fälligkeiten der Ernte 2015 leicht zulegen konnten.
Der Agrarkomplex der CBoT öffnet am heutigen Freitag um 15:30 Uhr.

31.12.2014 Getreidemail vom 30.12.2014

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit deutlichen Verlusten.
Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, eine weltweit gute Versorgungslage sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex übten Druck auf die Weizennotierungen aus.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren Abschlägen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen trotz der negativen Vorgaben aus Übersee gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich.
Heute endet der Handel an der Euronext in Paris um 14:00 Uhr. Der Agrarkomplex der CBoT schließt wie gewohnt um 20:15 Uhr und öffnet dann wieder am Freitag, den 02. Januar um 15:30 Uhr.

31.12.2014 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 23.12.2014 (CFTC)

Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 16.12. - 23.12. um 3.675 Kontrakte , sie reduzierten gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 3.324 Kontrakte. Mit 22.293 Netto-Long-Positionen (+ 6.999) ist eine Mehrheit der institutionellen Anleger per 23.12.14 bullisch gestimmt. Um 8.252 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais erhöht . Per 23.12. hielten institutionelle Anleger 244.422 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 2.454 Lots auf 38.708 Lots.

  Quelle: CFTC; Grafik: HANSA Terminhandel

30.12.2014 Getreidemail vom 29.12.2014

Technische Käufe sowie der Verkauf von 50.000 Tonnen US-Weizen an den Irak (s.u.) ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago moderat fester schließen.
Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 328.600 Tonnen Weizen im Rahmen der Markerwartungen (250.000 Tonnen - 450 000 Tonnen). Hinter den Erwartungen blieben hingegen die US-Export-Inspections. Mit 198.525 Tonnen Weizen lagen sie deutlich niedriger als die Analystenschätzungen (325.000 Tonnen - 475.000 Tonnen). Irak´s staatliche Getreidebörse kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens insgesamt 200.000 Tonnen Hartweizen aus Kanada (100.000 Tonnen), den Vereinigten Staaten (50.000 Tonnen) und Australien (50.000 Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 1.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen schwächer. Bei vergleichsweise schwachem Handelsvolumen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris ihre zwischenzeitlich erzielten Gewinne nicht halten und die Kurse schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen.

29.12.2014 Irak kaufte 200.000 Tonnen Hartweizen

Irak´s staatliche Getreidebörse kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens insgesamt 200.000 Tonnen Hartweizen aus Kanada (100.000 Tonnen), den Vereinigten Staaten (50.000 Tonnen) und Australien (50.000 Tonnen). Quelle: Reuters

29.12.2014 Saxo Bank / Marginänderung beim Euronext/Matif Weizen

Per 2. Januar 2015 erhöht die Saxo Bank die Marginanforderung für Euronext/Matif Weizen von bisher 655 Euro auf dann 800 Euro.

29.12.2014 Getreidemail vom 24.12.14

Bei dünnem Handelsvolumen schlossen die Weizennotierungen in Chicago am 26.12. aufgrund technischer Verkäufe minimal schwächer, nachdem es bereits am 24.12. zu deutlichen Verlusten kam. Unterstützend wirkte die Meldung, dass für Getreideexporte aus Russland ab dem 1. Februar Exportzölle in Höhe von 35 €/Tonne gelten. Die Regierung teilte am 26.12. mit, dass der Zoll 15 % zuzüglich 7,5 €/Tonne beträgt, es sollen aber 35 €/Tonne nicht unterschritten werden. Die Regelung soll ab Februar bis Mitte 2015 gelten. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen am 24.12. um 4.000 Kontrakte und am 26.12. um 1.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris wurde am 24.12. zuletzt gehandelt. Die Weizenfutures konnten dort bei ebenfalls magerem Handelsvolumen für die Termine der alten Ernte leicht zulegen. Die Termine der neuen Ernte gaben minimal nach.

 

26.12.2014 Kasachstan will seine Getreideexporte nicht beschränken

größte zentralasiatische Getreideproduzent Kasachstan plant den Angaben seines Landwirtschaftsministers Asylzhan Mamytbekov zufolge keine Exportbeschränkungen bei Getreide. Die kasachische Währung Tenge ist ähnlich wie der russische Rubel wegen des stark gesunkenen Ölpreises unter Druck geraten. Die Farmer sollen in die Lage versetzt werden, von den hohen globalen Getreidepreisen zu profitieren, sagte der Minister am Mittwoch in Astana. So können sie ihre schlechte Gewinnsituation diese Jahr teilweise kompensieren.
Kasachstan exportiert 7 Mio. Tonnen Getreide pro Jahr, davon sind in dieser Saison bereits 3 Mio. Tonnen verladen. Die Getreideernte mit 17 Mio. Tonnen war vom Regen in der Erntezeit beeinträchtigt.
Dem Minister zufolge wird Kasachstan nicht von den russischen Exportbeschränkungen profitieren, da man andere Kunden bediene, wie seine Ex-Sowjet-Nachbarn in Zentralasien, dem Kaukasus, sowie China und dem Iran. Mit russischem Weizen hingegen werden traditionell Nordafrikanische Länder und im Mittleren Osten versorgt. Diese Länder können nun möglicherweise aus der Europäischen Union bedient werden.
Quelle: Reuters

26.12.2014 Januar-Lieferung von Russland nach Ägypten nicht gefährdet

Russische Getreidelieferungen über 120.000 Tonnen Weizen nach Ägypten sind nach Aussage aus russischen Regierungskreisen nicht gefährdet. Das teilte heute das ägyptische Versorgungsministerium der staatlichen Al-Ahram Tageszeitung mit.
Diese 120.000 Tonnen Weizen sollen einem früher abgeschlossenen Geschäft zufolge in der Zeit vom 11. bis 20. Januar geliefert werden. Was mit weiteren 60.000 Tonnen geschehen wird, die erst in de letzten Woche verkauft wurden, wurde nicht mitgeteilt.
Quelle: Reuters

26.12.2014 3 Mio. Tonnen Getreide stecken in Russlands Exporthäfen fest

Der russische Exportstopp betrifft in erster Linie die Türkei, den Iran und Ägypten. Bereits seit einer Woche hat nicht mehr ein Schiff russische Häfen mit Getreide verlassen, sagte Arkady Zlochevsky, Präsident des einflussreichen russischen Getreideverbandes.
Er kritisiert die Exportpolitik der russischen Regierung. Es ist bereits das dritte Mal innerhalb von sechs Jahren, dass Exportzölle (2008) und Exportverbote (2010) von Moskau für Getreide ausgesprochen wurden. 2010 löste die Lieferbeschränkung sogar soziale Unruhen in der arabischen Welt aus, da in Ägypten plötzlich 500.000 Tonnen Weizen für die Armenspeisungen fehlten.
Bis Ende Januar sind noch 3 Mio. Tonnen aus Russland ans Ausland zu liefern, sagte der Verbandspräsident. Unter den gegebenen Umständen sieht er nicht, wie die Lieferungen abgewickelt werden können. Er hofft zumindest auf eine Ausnahmegenehmigung für Ägypten.
Der ägyptische Getreideeinkäufer GASC erwartet im Januar 180.000 Tonnen Weizen aus Russland, wovon 60.000 Tonnen erst letzte Woche  verkauft wurden. Wenn Russland nicht liefern kann, können die Verkäufer mit der GASC darüber verhandeln, das Herkunftsland zu ändern.

24.12.2014 CBoT-Weizenfutures notieren erneut fester

Weizenfutures am CBoT sind weiter im Aufwind. In den letzten zehn Sitzungen stieg der Weizenkurs an der weltweit führenden Chicagoer Agrar-Terminbörse achtmal an. Die Marktteilnehmer sind wegen der Unsicherheit russischer Getreidelieferungen fest gestimmt. Moskau plant, seine staatlichen Getreidebestände aufzustocken und die Exporte zu beschränken.

24.12.2014 Fällt Russland bereits im Januar als Getreidelieferant aus?

Russland kann möglicherweise seine Januar-Weizenlieferungen an den staatlichen Getreideeinkäufer GASC in Ägypten nicht erfüllen. Das teilte heute Morgen Arkady Zlochevsky, der Vorsitzende im Verband russischer Getreideexporteure der Presse mit.
Aus der diesjährigen russischen Rekordernte in Höhe von 104 Mio. Tonnen Getreide, haben Ägypten und die Türkei die größten Mengen erhalten. Russland wird nach Einschätzung des USDA in dieser Vermarktungssaison der vier-größte Getreideexporteur der Welt sein.
Aufgrund des starken Verfalls des russischen Rubel und des internationalen Rohölpreises ist russisches Getreide am Weltmarkt konkurrenzlos billig. In der letzten Woche hatte der russische Premierminister Medvedjew erkennen lassen, dass der Getreideexport aus seinem Land beschränkt werden soll. Die Teuerungsrate in Russland ist stark gestiegen.

24.12.2014 Getreidemail vom 23.12.14

Shortabdeckungen sowie mögliche Pläne der russischen Regierung, Exportzölle auf Getreidelieferungen zu erheben, ließen die Weizennotierungen in Chicago mit Aufschlägen schließen.
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 lagen per 22. Dezember bei 17,98 Mio. Tonnen und damit 400.000 Tonnen über den Exporten im Vergleichszeitraum des Vermarktungsjahres 2013/14.
Taiwans Flour Millers' Association kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 78.320 Tonnen Mahlweizen in den Vereinigten Staaten. Die Ausschreibung lautete über dieselbe Menge zur Versendung im Februar/März 2015. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizennotierungen den positiven Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Fälligkeiten moderat zu.

23.12.2014 Taiwan kaufte 78.320 Tonnen US-Weizen

Taiwans Flour Millers' Association kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 78.320 Tonnen Mahlweizen in den Vereinigten Staaten. Die Ausschreibung lautete über dieselbe Menge zur Versendung im Februar/März 2015. Quelle: Reuters

23.12.2014 Ukraine exportierte in der aktuellen Saison 17,98 Mio. Tonnen Getreide
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 lagen per 22. Dezember bei 17,98 Mio. Tonnen und damit 400.000 Tonnen über den Exporten im Vergleichszeitraum des Vermarktungsjahres 2013/14, so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
7,8 Mio. Tonnen Weizen (2012/13 = 6,6 Mio. Tonnen)
3,6 Mio. Tonnen Gerste (2012/13 = 2,0 Mio. Tonnen)
6,4 Mio. Tonnen Mais (2012/13 = 8,8 Mio. Tonnen)
Die Ukraine geht in diesem Jahr von einer Getreideernte in Höhe von 64,4 Mio. Tonnen und einem Exportvolumen 2014/15 von 33 Mio. Tonnen aus. Die Exporte im Vermarktungsjahr 2013/14 erreichten über 32 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
23.12.2014 Getreidemail vom 22.12.14

Gewinnmitnahmen sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chigago schwächer schließen. Im Handelsverlauf kam es zu einem zwischenzeitlichen Anstieg der Notierungen nachdem bekannt wurde, dass Russlands Regierung kurzfristig über die Erhebung von Ausfuhrzöllen auf Getreidelieferungen entscheiden will.
Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 442.055 Tonnen über den Erwartungen von 250.000 - 400.000 Tonnen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris profitierten die Weizennotierungen von den Meldungen aus Russland und schlossen mit guten Aufschlägen. Die Tageshöchstkurse konnten aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee allerdings nicht gehalten werden.

23.12.2014 Bald auch Positionslimite für Agrarfutures am Matif

Frankreichs Aufsichtsbehörde AMF will in einer öffentlichen Anhörung den Vorschlag für Positionslimite auf Matif-Agrarfutures und –Optionen zur Diskussion stellen. Das ist ein Teil der Umstrukturierung des Europäischen Kapitalmarktes der den Anlegerschutz durch höhere Transparenz verbessern soll. Betroffen sind Terminkontrakte auf Matif-Weizen, -Rapssaat, -Mais, -Braugerste, -Rapsschrot, -Rapsöl sowie alle darauf angebotenen Optionen.
Es gibt bereits Positionslimite, die jeweils im Frontmonat 12 Tage vor der Fälligkeit gelten. Diese Limite sollen dann auch für die gesamte Laufzeit gelten, so die Vorstellung der Aufsichtsbehörde. Danach darf ein Börsenteilnehmer nicht mehr als 100.000 Lots Weizen, 20.000 Lots Rapssaat, 10.000 Lots Mais, 1.000 Lots Braugerste, 5.000 Lots Rapsschrot sowie 5.000 Lots Rapsöl in seinem Portfolio halten.
Die Betreiber der Börse müssen die Positionslimite der AMF täglich melden. Diese Meldungen werden dann in einem wöchentlichen Bericht zusammengefasst und von der Behörde veröffentlicht. Diese Regelung ist vergleichbar mit der des CBoT und der Londoner ICE.
Am 27. Februar endet die Anhörung.

22.12.2014 Exporteure bitten Moskau, die Besteuerung der Exporte zu überdenken

Nachdem der russische Premier Medvedev heute Mittag eine Besteuerung russischer Weizenexporte ankündigte, interveniert der Getreideverband und bittet darum, lieber einen Exportstopp zu verhängen.
Kommt es dennoch zu einer Besteuerung der Weizenausfuhren, so müssen die bereits getroffenen Lieferverpflichtungen durchgeführt werden und die höhere Belastung durch den Zoll ginge zu Lasten der Exporteure. Bei einem Exportstopp würden die Lieferverträge wertlos verfallen.
Gegen einen Exportbann spricht, dass Russland seit 2010 Mitglied der World Trade Organisation (WTO) ist und damit gegen die WTO-Regeln verstoßen würde.

22.12.2014 Frankreichs Genossen ringen um Lösung für den Pariser Weizenfuture

Frankreichs Weizenproduzenten ermutigen die CME, ihre Pläne für einen alternativen Weizenfuture für Europa fortzuführen, da die Euronext die Mängel in dem Matif-Weizenfuture nicht behoben habe.
Die in Chicago ansässige CME, die weltweit größte Börsenbetreiberin für Agrarrohstoffe, hat ein Treffen mit französischen Agrargenossenschaften abgehalten und erklärt, dass sie einen eigenen Weizenfuture für Europa im März 2015 mit erster Fälligkeit September 2015 auflegen werde.
Die Genossen führen gleichzeitig Gespräche mit der Euronext über mögliche weitere Veränderungen im erfolgreichen Weizen Terminkontrakt, der am Pariser Matif gehandelt wird. InVivo, eine Gruppe von 200 Genossenschaften in Frankreich, bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters die Gespräche mit beiden Börsen.
Die Produktentwickler der Euronext sind weiterhin mit den Marktteilnehmern im Gespräch. Man will die Anzahl der Andienungsplätze weiter erhöhen und hat bereits ihre Qualitätskriterien überarbeitet. Diese werden allerdings erst im Jahre 2017 wirksam.
Nach einer verregneten Erntezeit fuhren französische Bauern im letzten Sommer überwiegend Weizen mit niedriger Qualität ein. Die beiden in Rouen angesiedelten Silobetreiber, die vom Matif für die Abwicklung von Börsenlieferungen autorisiert sind, haben eine Diskussion über die Weizenspezifikation der Terminkontrakte aufgeworfen. Daraufhin hat die Pariser Börse erstmals Proteingehalt und Fallzahl in der Spezifikation festgeschrieben.
Das diese Änderungen erst im Jahr 2017 wirksam werden, hat die CME ihrerseits einen eigenen Vorschlag für einen europäischen Weizenfuture entwickelt. Darin soll Rouen zwar der zentrale Lieferort bleiben, es ist aber beabsichtigt, ein Netzwerk weiterer Lieferorte für die physische Erfüllung des Futures einzubinden. Dafür stehen Lieferläger der Genossenschaften bereit, sagt ein Sprecher der CME.
Der neue CME-Weizenfuture soll nach dem aktuelle Stand der Diskussion mit maximal 180 Hagberg Fallzahl und 10,5 % Protein weniger hohe Qualitätsansprüche haben. Inzwischen fordern französische Marktpartner, dass auch die Euronext einen Future mit einem solchen Basis-Standard anbietet. Andere fordern die beiden Börsen auf, ihre Vorhaben gemeinsam zu lösen und nicht die Liquidität des bestehenden Futures zu gefährden.

22.12.2014 Analysten sehen Weizen-Versorgungslage entspannt

Die Kurse der Weizenfutures am CBoT stehen heute Morgen erneut unter Druck. Das ist der größte Kursverlust seit drei Monaten. Analysten begründen das mit Gewinnmitnahmen sowie der Erkenntnis, dass der Ausfall russischer Lieferungen leicht durch die andernorts gute Versorgungslage zu kompensieren sei.
Russland hat rund 70 bis 75 % seiner erwarteten Exportmengen bereits verladen. In den kommenden vier oder fünf Monaten wird Russland so kaum noch eine große Bedeutung unter den Weizenlieferanten am Weltmarkt haben.
Die nicht-kommerziellen Händler, eine Kategorie, die auch Hedgefonds beinhaltet, haben zuletzt ihre Short-Positionen gekürzt.

19.12.2014 Informa Prognosen Mais- Soja- und Weizenanbauflächen 2015
Das private Analystenhaus Informa Economics reduzierte seine Prognose der US Mais-Anbaufläche 2015 auf 88,01 Mio. Acres (Vormonat: 88,3 Mio. Acres). 
Weitere Prognosen:
US-Sojaanbaufläche 2015: 88,78 Mio. Acres (Vormonat: 88,3 Mio. Acres)
US-Winterweizenanbaufläche 2015: 42,278 Mio. Acres (42,246 Mio. Acres)
19.12.2014 Algerien kauft 100.000 Tonnen Durum-Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat per Tender 100.000 Tonnen Durum-Weizen gekauft. Angebote konnten bis zum 11. Dezember abgegeben werden. Der Preis lag bei ca. 530 $ pro Tonne und Händler vermuten das die Ware überwiegend kanadischer Herkunft ist. Die Lieferung soll im Februar/März 2015 erfolgen.
Bei einem weiteren Tender über 50.000 Tonnen Weichweizen, der am Donnerstag geschlossen wurde, kam es zu keinem Abschluss. Quelle: Reuters

19.12.2014 Südafrika / Weizenernte 2014

Südafrikas "Crop Estimate Comitee" reduzierte seine Prognose der südafrikanischen Weizenernte 2014 infolge niedrigerer Flächenerträge in der Provinz Western Cape von 1,79 Mio. Tonnen auf 1,76 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

19.12.2014 Deutschlands Winterweizen-Aussaatfläche 2015 liegt bei 3,24 Mio. Hektar.
Deutschlands Winterweizen-Aussaatfläche 2015 stieg nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,8% auf 3,24 Mio. Hektar. 
Die Aussaatfläche für das gesamte Wintergetreide stieg um 2,4% auf rund 5,55 Mio. Hektar. Quelle: Reuters.
18.12.2014 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 514.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 344.000 Tonnen) und Importlizenzen für 12.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 9.000 Tonnen). Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 13,612 Mio. Tonnen (Vorjahr: 13,366  Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1.639 Mio. Tonnen (Vorjahr: 0,981 Mio. Tonnen).

18.12.2014 Bangladesch sucht 50.000 Tonnen Weizen

Europäische Händler berichten, dass Bangladesch einen Tender über 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben hat. Die Herkunft der Ware ist optional und soll innerhalb von 40 Tagen nach Vertragsabschluss verladen werden. Die Angebotsfrist endet am 4. Januar. Quelle: Reuters

18.12.2014 Mexiko kaufte 111.580 Tonnen US-Weizen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 111.580 Tonnen Hard Red Spring Wheat an Mexiko - 89.264 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 und 22.316 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

18.12.2014 Strategie Grains prognostiziert EU-Weizenernte 2015 auf 140,2 Mio. Tonen

Die EU-Weichweizenernte 2015 könnte nach Schätzungen von Strategie Grains mit 140,2 Mio. Tonnen 5% niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Die Prognose für die gesamte Weizenproduktion (inkl. Durum) liegt bei 148,1 Mio. Tonnen (Vormonat 148,7 Mio. Tonnen)
In den meisten Mitgliedsländern der EU war die Wintergetreideaussaat per 12. Dezember abgeschlossen. Allerdings verschlechterten sich die Aussaatbedingungen aufgrund starker Regenfälle gegen Ende der Aussaat in Bulgarien, Ungarn, Kroatien und in Teilen von Italien.
Die milden Temperaturen führten zu einem schnelleren Pflanzenwachstum, was eine größere Anfälligkeit gegen starken Frost zur Folge hat, wenn die Bestände nicht von einer schützenden Schneedecke bedeckt sind. Quelle: Reuters

18.12.2014 InVivo sucht strategische Partnerschaften

Die französische Genossenschaftsgruppe InVivo, bis im letzten Jahr zusammen mit ADM Gesellschafter der Töpfer International, formt derzeit neue Netzwerke, mit der Absicht, seine Getreideexporte im kommenden Jahrzehnt zu verdoppeln.
InVivo war bisher der größte Getreideaufkäufer in Frankreich, dem Top-Getreideproduzenten der Europäischen Union und bedient bevorzugt Mittelmeerländer und Afrikanische Staaten. Zwischen Juli und November hat InVivo die gleiche Getreidemenge exportiert, wie man im Inland absetzen konnte. Das sind bereits 75-80 % der Gesamtmenge der Vorjahressaison, als das Unternehmen 8,4 Mio. Tonnen handelte.
Als Töpfer International hatten ADM, eines der vier größten Getreidehändler der Welt, und InVovo die Partnerschaft zum gegenseitigen Vorteil zum Absatz französischen Weizens sowie dem Handel mit Schwarzmeer-Getreide genutzt. In dieser Gesellschaft verlor InVivo an Bedeutung, da man zu lokal aufgestellt war. ADM kaufte im Sommer dieses Jahres die Töpfer-Geschäftsanteile von InVivo.
Nun sucht Invivo andere strategische Partnerschaften auf der Welt z.B. in Nord Amerika, Australien und Argentinien und noch ein Dutzend weitere. Seine Partner in Australien sollen den Kontakt zu asiatischen Importländern erschließen, wie bereits in den USA, als Frankreich vor einigen Wochen Futtergetreide an die US-Ostküste liefern konnte. Die Handelsabteilung von InVivo hat in den letzten zwei Jahren Verluste eingefahren, da das internationale Geschäft rückläufig war. Heute wurde bekannt, dass der Umsatz in dem Geschäftsjahr 2013/14 5,7 Mrd. Euro betrug, durch die niedrigeren Agrarpreise waren das sind 8 % weniger als im Vorjahr.
Quelle: Reuters

18.12.2014 Taiwan sucht 78.320 Tonnen US-Weizen

Taiwans Flour Millers' Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 78.320 Tonnen US-Weizen ausgeschrieben. Gesucht werden 35.150 Tonnen Weizen zur Versendung zwischen dem 19. Februar und dem 5. März sowie 43.170 Tonnen Weizen zur Versendung im Zeitraum 8. März bis 22. März. Die Angebotsfrist endet am 23. Dezemberg. Quelle: Reuters

17.12.2014 EU bricht seinen Exportrekord des Vorjahres

Die EU ist auf dem besten Weg die zweite Vermarktungssaison in Folge Exportrekorde zu brechen. Günstige Börsenkurse und Unruhen in Russland, dem derzeit einzigen Exportkonkurrenten ermöglichen es, seine bisher größte Getreideernte zu vermarkten.
Seit Beginn der diesjährigen Vermarktungssaison am 1. Juli laufen die Exporte besser als im letzten Jahr. Die 30 Mio. Tonnen-Marke wird am Ende mit Sicherheit überschritten, sind sich die Experten sicher. Die EU war am Weltmarkt bisher extrem wettbewerbsfähig und zuletzt hat der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung zu dem US-Dollar weitere Vorteile gebracht. Dadurch konnten auch höhere Kassapreise der letzten Wochen kompensiert werden.
In der 28er-Union haben einige Länder von Rumänien bis Großbritannien in diesem Jahr nennenswerte Getreideüberschüsse produziert, sodass die EU trotz der schwachen französischen Qualitäten immer lieferfähig war. Die Exportaufträge können ohne größeren Aufwand von einem EU-Land ins andere übertragen werden. Davon profitierte Polen, als Frankreich wegen niedriger Fallzahlen und Proteinwerte seine Aufträge aus Algerien und Marokko nicht bedienen konnte. Polen hat bisher für 700.000 Tonnen Exportlizenzen gezogen. Im Vorjahr waren es zum gleichen Zeitpunkt 230.500 Tonnen.
Großbritannien profitierte von dem schwachen britischen Pfund gegenüber dem US-Dollar und dem Euro. Seit 2011/12 haben die Briten erstmals wieder nennenswerte Mengen in Drittländer verladen können. Darunter sogar Futterweizen in die USA.
Nun stellt sich die Frage, wie es in der zweiten Hälfte der Saison weitergeht. Wird Russland seine Exporte unterbinden? Und wie groß wird die Menge sein, die Frankreich im internationalen Futtermarkt unterbringen kann?
Russland hat bereits den größten Teil seiner Überschüsse verladen. So bleibt derzeit nur die EU als einziger wettbewerbsfähiger Lieferant am Weltmarkt übrig. Sogar Ägypten hatte zuletzt wieder französischen Weizen bezogen und auch asiatische Länder tragen zum Abbau der riesigen französischen Überschüsse bei.

17.12.2014 VPSS: Neue russische Bedingungen für Exportlizenzen

Russlands Veterinärbehörde VPSS hat heute konkretisiert, unter welchen Bedingungen zukünftig Exportlizenzen für Getreide erteilt werden. Danach muss die Qualität der zur Ausfuhr bestimmten Partien mit den Qualitätsanforderungen des Importlandes übereinstimmen. Der Verband russischer Getreideexporteure hatte sich darüber beschwert, dass nur bestimmte Länder russischen Weizen erhalten sollen. Das sind Ägypten, die Türkei, Armenien und Indien. Verbandssprecher sagen, dass die Regeln nichts anderes als verdeckte Exportbeschränkungen sind.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) äußerte sich zuversichtlich, dass seine Getreideausschreibungen auch zukünftig Weizen russischen Ursprungs berücksichtigen sollen.

17.12.2014 Tunesien sucht Weizen und Gerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 42.000 Tonnen Mahlweizen und 25.000 Gerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 18. Dezember.
Gesucht wird Weizen (2 Sendungen zu 25.000 Tonnen und 17.000 Tonnen) zur Lieferung zwischen dem 15. Januar und dem 5. Februar (je nach Herkunft) und Gerste zur Lieferung zwischen dem 25. Januar und dem 15. Februar. Quelle: Reuters
17.12.2014 Russland erteilt Getreide Exportlizenzen nur noch für ausgewählte Länder

Russlands Veterinärbehörde VPSS hat die Vergabe von Exportlizenzen auf wenige Empfängerländer eingeschränkt. Darunter fallen Ägypten, die Türkei, Armenien und Indien. Durch den extremen Wertverlust des Rubels ist russisches Getreide auf dem Weltmarkt sehr günstig zu haben. Auch die Anhebung des Leitzinses von 10,5 auf 17 % konnte den Verfall des Rubel-Wechselkurses etwa zum US-Dollar oder dem Euro nicht bremsen. Im gestrigen Tageshandel fiel die russische Währung so stark, wie seit der russischen Finanzkrise im Jahre 1998 nicht mehr. Experten befürchten bereits eine Staatspleite. Für einen Euro erhält man heute 90 Rubel.
VPSS, eine Behörde im russischen Agrarministerium, vergibt die Exportlizenzen. Gestern teilte das russische Agrarministerium mit, dass nur noch Getreide aus dem Interventionsbestand für Exporte freigegeben werden. Russland, nach Angaben des letzten USDA-Berichts der viert-größte Getreideexporteur der Welt, könnte aus der letzten Ernte 30 Mio. Tonnen Getreide ins Ausland verkaufen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 19 Mio. Tonnen ausgeliefert, davon waren 15 Mio. Tonnen Weizen.

16.12.2014 Algerien sucht Weizen per Tender

Algerien sucht per Tender 50.000 Tonnen Mahlweizen. Liefertermin soll der März oder April sein. Quelle: Reuters

16.12.2014 Zusätzliche 3,5 Mio. Tonnen Getreide für Russlands staatliche Reserve

Russland will nur seine Interventionsbestände nutzen, um seinen Exportmarkt zu regulieren. Das sagte Nikolai Fyodorow, Russlands Agrarminister heute der Presse und spielt damit seine früheren Bemerkungen zu Exportbeschränkungen herunter. Die russischen Getreideexporte laufen in dieser Saison auf einen Rekordniveau, nachdem der beispiellose Verfall der Rubel russischen Weizen für internationale Käufer immer billiger macht.
Gestern hieß es noch, dass das Ministerium alles unternehmen werde, um den Getreideexport zu beschränken. Ein Embargo wie in 2010 wurde aber ausgeschlossen. Damals war die russische Getreideernte von Hitze und Trockenheit betroffen.
Das Ministerium plant nun den Kauf von weiteren 3, 5 Mio. Tonnen Getreide für die staatliche Reserve. Außerdem beabsichtigt die Regierung, den Garantiepreis anzuheben, die Zustimmung wird in Kürze erwartet. Weitere Maßnahmen werden nicht diskutiert, sagte der Minister.

16.12.2014 Weizen- und Rubelkurse im Vergleich

15.12.2014 „Offshore-Firmen“ werden von Moskau an die Leine genommen

Der russische Agrarminister teilte heute gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit, dass, wie er sie nennt, “Offshore-Firmen“, in ihrer Handlungsfreiheit für den Export russischen Getreides beschränkt werden sollen.
Russland hat seit Beginn der diesjährigen Vermarktungssaison am 1. Juli bereits 19 Mio. Tonnen Getreide ins Ausland verladen. Der Minister gab die Zielmenge für den Export aus der letzten Ernte mit 30 Mio. Tonnen an. „Das einzige, was wir regulieren werden sind die Verkäufe über Offshore-Unternehmen“, sagte er heute der Presse. Den Begriff „Offshore-Unternehmen“ hat der Minister nicht näher definiert. Internationale Marktbeteiligte vermuten, dass damit Firmen mit Sitz in Moskau gemeint sind, die über ihre Büros in der Schweiz Kunden in Nordafrika und dem Mittleren Osten bedienen. Ein generelles Exportembargo schloss der Minister aus.
Der russische Pflanzengesundheitsdienst überlegt aber, Parteien aus „Drittländern“ keine Exportlizenzen mehr zu erteilen. Als Mittel der letzten Wahl kämen auch variable Zollsätze zum Zuge, um die Exportmengen zu begrenzen.
Durch die Überlegungen der Regierung in Moskau haben russische Exporteure in der letzten Woche ihren Weizen billiger offeriert. Am Schwarzen Meer wurde Weizen mit 12,5 % Protein gegenüber der Vorwoche um $5,5/Tonne billiger zu einem Preis von $258,5/Tonnen fob angeboten. Den russischen Marktteilnehmern bietet die Staatsbank Sonderkredite, damit Rinderhalter, Müller, Bäcker und Farmer Getreide und Mehl kaufen können.
Die großen russischen Banken sind durch westliche Sanktionen wegen Moskaus Rolle in der Ukraine-Krise hart getroffen, wodurch die Finanzierung über den internationalen Kapitalmarkt begrenzt ist.

15.12.2014 Euronext Weizen-Optionen Januar 2015

Heute ist der letzte Handelstag für Optionen auf den Euronext Weizenkontrakt Januar 15.

15.12.2014 Marokko rechnet mit einer guten Getreideernte

Der marokkanische Landwirtschaftsminister Aziz Akhannouch erwartet für sein Land eine gute Getreideernte, da es erfreulich viel geregnet hatte. Eine genaue Ernteschätzung gab er allerdings noch nicht ab. Im 2015er Haushalt des nordafrikanischen Landes sind 7 Mio. Tonnen eingeplant. Die Einfuhrzölle für Weichweizen sollen bis April 2015 auf 17,5 % bestehen bleiben.
Quelle: Reuters

13.12.2014 Moskau will alles tun, um Weizen-Exporte zurückzuhalten

Europäische und amerikanische Weizenfutures stiegen am Freitag kräftig an, nachdem der russische Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodorov einer parlamentarischen Kommission mitteilte, er werde alles tun, um Getreideexporte zu bändigen. Ein Embargo schloss er allerdings aus. Das Ziel der russischen Regierung ist es, die Inflation zu begrenzen. Großbäckereien wollen die Brotpreise um 10 % anheben.
Der letzte Handel des Matif-Weizenfuture EBMH5 war mit 189,00 €/Tonne um 4,75 € höher als am Vortag. Auch der SRW-Weizenfuture am CBoT legte kräftig zu, gab allerdings vor Handelsschluss einiges an Gewinnen wieder ab.
Die russische Exportpolitik hält die Terminmärkte seit Tagen in Atem. Exporteure haben ihre Preise reduziert, um Exporte zu beschleunigen, bevor die Regierung ihre Maßnahmen zur Exportbegrenzung umsetzen kann.
Der Ägyptentender vom Donnerstag zeigt, dass Russland seine Wettbewerbsfähigkeit wieder erlangt hat. Von den 180.000 Tonnen, die Ägypten gekauft hatte, kommen 120.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus Frankreich. US-Weizen ist derzeit zu teuer. Der USDA-Bericht zeigte, dass sich die Welt-Endbestände weiter aufbauen.
Prämien für Weizen ab Hamburg sind in den letzten Tagen stark zurückgegangen. Standardweizen mit 12 % Protein lagen mit 9 bis 10 €/Tonnen über dem Januarfuture in Paris. März-Lieferungen haben eine Prämie von 12 €/Tonne. Damit sind die Offerten aus Hamburg am Weltmarkt weiterhin sehr wettbewerbsfähig. In dieser Woche wurden 30.000 Tonnen nach Conakry in Guinea verschifft, das ist eine außerordentliche Destination für deutschen Weizen.

 

12.12.2014 Türkei kaufte 27.500 Tonnen Durum-Weizen

Die türkische Getreidebörse TMO kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens insgesamt 27.500 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung zwischen dem 22. Dezember und dem 31. Januar. Gezahlt wurde ein Preis von $438/Tonne c&f bzw. $439/Tonne c&f. Quelle: Reuters

12.12.2014 Steigende Weizennotierungen in Paris und Chicago

Befürchtungen über russische Export-Restriktionen ließen die Weizennotierungen am letzten Handelstag der Woche mit deutlichen Aufschlägen handeln.

12.12.2014 Coceral erhöhte Prognosen der Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2014
Der europäische Getreideverband Coceral erhöhte heute seine Prognose der EU-28 Weichweizenernte 2014 auf 148,5 Mio. to. (Oktober-Prognose: 147,9 Mio. Tonnen, 2013: 136,5 Mio. to.).
Weitere Prognosen:
EU-28 Maisernte 2014: 73,3 Mio. Tonnen (Oktober-Prognose: 72,8 Mio. Tonnen, 2013: 63,2 Mio. Tonnen.
EU-28 Rapssaaternte 2014: 24,1 Mio. Tonnen (Oktober-Prognose: 23,8 Mio. Tonnen, 2013: 20,8 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
12.12.2014 Chartanalyse Weizen

Nachdem die Januar-Fälligkeit der Matif Weizennotierung in ihrem Aufwärtstrend kurz die 190er Marke getestet hat, kam es zu einer leichten Gegenbewegung. Unterstützung findet der Kurs nun im Bereich der Trendlinie bei 180 Euro. Es muss sich in den nächsten Tagen zeigen, ob die Aufwärtsdynamik ausreicht, die Widerstandslinie bei 190 Euro zu überwinden. Sollte dies gelingen, ist sogar ein Anstieg bis 200 Euro möglich. Wenn nicht, wird der Kurs zwangsläufig die Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrechen und damit bestünde Abwärtspotential bis 175 Euro.

12.12.2014 Argentiniens Sojabohnenaussaat kommt zügig voran

In den letzten sieben Tagen kam die Aussaat der argentinischen Sojabohnen um 12,3% voran. Regenfälle waren für die Feldarbeiten von Vorteil, sodass in der Pampa inzwischen 67 % der 20,6 Mio. Hektar mit Sojabohnen bestellt sind, berichtet heute die Buenos Aires Grain Exchange.
Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojaschrot, das als Futtermittel Verwendung findet. Außerdem ist das südamerikanische Land der drittgrößte Exporteur von unverarbeiteten Sojabohnen.
Zurzeit wird in dem Getreidegürtel Argentiniens (Cordoba, Santa Fe und Entre Rios) gerade die Weizenernte 2014/15 beendet. Als Folgefrucht wird jetzt die Sojabohne gesät. Die Börse erwartet davon eine Erntemenge von 55 Mio. Tonnen.
Außerdem wurden 51,8 % der Maisflächen für die Saison 2014/15 bestellt. 53,5 % der Weizenernte ist geerntet.
Quelle: Reuters

11.12.2014 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 344.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 729.000 Tonnen) und Importlizenzen für 9.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 50.000 Tonnen). Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 13,098 Mio. Tonnen (Vorjahr: 12,548  Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,627 Mio. Tonnen (Vorjahr: 0,901 Mio. Tonnen).

11.12.2014 Ägypten kauft 180.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 180.000 Tonnen Weizen russischer und französischer Herkunft gekauft. Der Versand soll zwischen dem 11 und 20 Januar erfolgen.
Der Durchschnittspreis lag bei 262,92 $ pro Tonne c&f.
Ein in Kairo ansässiger Händler gab folgende Aufteilung für den Kauf bekannt:
60.000 Tonnen russischen Weizen vom Handelshaus Vitol für 251,38 $ pro Tonne (fob) und 11,38 $ pro Tonne Fracht.
60.000 Tonnen russischen Weizen von Bunge für $ 252 pro Tonne fob und $ 11,38 pro Tonne Fracht.
60.000 Tonnen Weizen von Soufflet für 247,24 $ pro Tonne fob und $ 15,40 pro Tonne Fracht.

Quelle: Reuters

11.12.2014 Britischer Weizenexport deutlich über Vorjahr

Im Oktober stieg der Weizenexport aus Großbritannien durch ein Algeriengeschäft deutlich über die Verläufe im Vorjahr. Das zeigt die Exportstatistik, die gestern vom britischen Zoll veröffentlicht wurde. Mit 218.588 Tonnen ist das die größte Monatsmenge in dieser Saison, davon gingen 92.930 Tonnen nach Algerien.
Seit dem Beginn der aktuellen Vermarktungssaison am 1. Juli wurden bis Oktober insgesamt 506.933 Tonnen ins Ausland verbracht. Deutlich mehr als die 95.699 Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Großbritannien hofft darauf, seine Rolle als Exporteur zurück zu erlangen, nachdem die Getreideernte auf 16,62 Mio. Tonnen, einem 6-Jahres-Hoch anstieg. Nach den missratenen Ernten in 2012 und 2013 waren die Briten zwei Jahre in Folge Netto-Importeure.
Die Importe beliefen sich im Oktober auf 97.166 Tonnen, der niedrigsten Menge in dieser Saison. Insgesamt wurden in der laufenden Saison 2014/15 bisher 709.600 Tonnen eingeführt nach 1,05 Mio. Tonnen im gleichen Vorjahreszeitraum.
Algerien hatte in der letzten Saison von der britischen Insel gar keinen Weizen bezogen ist aber in dieser Saison dort der zweitgrößte Kunde. Französische Getreideindustrie, die traditionell Algerien, einen der größten Weizenkäufer weltweit, beliefert, hat in diesem Jahr massive Qualitätsprobleme durch eine verregnete Erntezeit. Aus der diesjährigen Ernte konnte Großbritannien bisher 119.180 Tonnen Getreide nach Algerien liefern. Das ist die zweitgrößte Menge nach Spanien, das bisher 157.698 Tonnen bezog.

11.12.2014 Weizenfutures bauen Verluste aus

Der CBoT-Weizenfuture fällt heute in seiner dritten Sitzung in Folge. Die Weizenfutures am Pariser Matif folgen dem Trend. Analysten bewerten den gestrigen USDA-Bericht für den Weizenmarkt uninteressant, da er keine neuen Infos lieferte. Vielmehr bleiben die Preise unter Druck, da die Befürchtungen über eine Begrenzung des internationalen Angebots gewichen sind.
Der gestrige USDA-Bericht schätzt den Weizen Endbestand auf 194,9 Mio. Tonnen, 2 Mio. Tonnen mehr als im November-Bericht.

11.12.2014 Argentiniens Weizenernte groß genug für Brasiliens Importbedarf

Brasilien benötigt im nächsten Jahr keinen Weizen aus den USA. Argentinien, der größte Weizenlieferant für Brasilien erwartet eine Ernte, die ausreichen sollte, den Bedarf Brasiliens von sieben Mio. Tonnen komplett abzudecken. Das sagte gestern der Chef der Argentinischen Börse Rosario.
Aufgrund der gemeinsamen Grenze und den geringen Frachtentfernungen ist Argentinien der prädestinierte Weizenlieferant für Brasilien. Es könne zwar noch viel passieren, bis die Ernte komplett eingebracht sei, insbesondere die Qualität und der Proteingehalt seien noch nicht sicher einzuschätzen, trotzdem schätzt die Börse die argentinische Weizenernte auf 12 Mio. Tonnen.
Im Vorjahr wurden 9,2 Mio. Tonnen Weizen eingefahren. Zwei Mio. Tonnen lagern noch in staatlichen Reserven. Der Inlandsbedarf beläuft sich nach Regierungsangaben auf 6,5 Mio. Tonnen. Und die Gesetzeshüter sorgen mit einer restriktiven Exportpolitik zum Verdruss der Farmer für eine ausreichende Lebensmittelversorgung.
In diesem Jahr wird der Weizenüberschuss in Argentinien nun auf 7,5 Mio. Tonnen geschätzt, was deutlich mehr ist, als der brasilianische Importbedarf. Das USDA kommt auf ähnliche Zahlen.

10.12.2014 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Weizen im Tender

Jordaniens staatlicher Einkäufer hat heute 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Die Ausschreibung lautete ursprünglich über 100.000 Tonnen.
Der Preis liegt bei 275,95 USD/Tonne und der Verkäufer ist ADM.
Die Auslieferung erfolgt in der zweiten Juli-Hälfte 2015.
Quelle: Reuters

10.12.2014 Japanischer Wetterdienst: El Nino höchstwahrscheinlich

Das Wetterphänomen El Nino, das in einigen Teilen der Welt Trockenheit und in anderen Überflutungen bringt, wird von einemgroßen japanischen Wetterdienst JMA mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet. Zum ersten Mal seit fünf Jahren häufen sich jetzt die Anzeichen auf das gefürchtete Wetterereignis. Die Erwärmung der Wasseroberfläche im äquatorialen Pazifik, kann in Südost Asien und Australien Trockenheit und in Südamerika heftige Regenfälle auslösen. Davon betroffen sind in erster Linie Anbauregionen für Reis, Weizen und Zucker. JMA gibt keine Klassifizierung über das Ausmaß über die Größe des El Nino ab. Bereits in der letzten Woche hatte ein australisches Meteorologische Institut in seinem Wettermodell dargestellt, dass die Auswirkungen in den kommenden drei Monaten auftreten. US-Wetterdienste prognostizierten ebenfalls in der letzten Woche, dass während des beginnenden Winters auf der Nordhalbkugel die El Nino-Wahrscheinlichkeit von 58 % auf 65% angestiegen ist.

10.12.2014 Südkoreanische Mühlen kauften 81.200 Tonnen Weizen australischer Herkunft

Zwei südkoreanische Mühlen (Daehan Flour Mill Co Ltd. u. Dong A One) haben insgesamt 81.200 Tonnen Mahlweizen australischer Herkunft zur Lieferung im Mai 2015 gekauft. Quelle: Reuters

10.12.2014 Irak sucht Weizen

Iraks staatliche Getreidebörse hat einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Hartweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 21. Dezember. Quelle: Reuters

10.12.2014 Algerien sucht Durum-Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen (nominell) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 11. Dezember.(Gültigkeit der Gebote bis zum 12. Dezember.) Quelle: Reuters

10.12.2014 FranceAgriMer erhöhte Prognose der französischen Weizenendbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer erhöhte am heutigen Dienstag seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,3 Mio. Tonnen (November-Prognose) auf 4,55 Mio. Tonnen (10-Jahres-Hoch). Das wäre ein Anstieg Endbestände um 94% zu den Endbeständen des Vermarktungsjahres 2013/14 am Ende der Saison.
Begründet wurde dies mit einem Rückgang der Exporte an Mitgliedsländer der Europäischen Union, einer gesenkten Prognose der Nutzung von Weizen für die Tierfutterherstellung sowie einige weitere kleinere Veränderungen, die nicht von einem Anstieg der Exporte außerhalb der EU kompensiert werden konnten.
FranceAgriMer erhöhte seine Schätzung der französischen Exporte außerhalb der EU um 300.000 Tonnen zum Vormonat auf 8,5 Mio. Tonnen. Im Vergleich zur letzten Saison wäre das ein Rückgang um 30%.
Die Prognose der französischen Maisernte 2014 erhöhte FranceAgriMer um 400.000 Tonnen zum Vormonat auf 17,3 Mio. Tonnen. Allerdings führte der gestiegene Bedarf an Mais zur Tierfutterherstellung sowie die gestiegenen Exporte in Mitgliedsländer der EU und an Nationen außerhalb der EU dazu, dass die Prognose der Maisendbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 unverändert belassen wurde. Quelle: Reuters

09.12.2014 Australien senkt Export-Prognose für Weizen

Das australische Wetteramt warnt vor den Auswirkungen von El Niño. Zu heißes und trockenes Wetter könnte erhebliche Auswirkung auf die Entwicklung der Pflanzen haben. Australiens ABARES prognostiziert deshalb die australischen Weizenexporte 2014/15 nur noch auf 16,993 Mio. Tonnen. In der September-Prognose ging ABARES noch von einem Export-Potenzial von 18,102 Mio aus. Quelle: Reuters

09.12.2014 Frankreichs Weizenexporte im Oktober gestiegen.

Frankreich hat im Oktober 1,7 Mio Tonnen Weichweizen exportiert. Das ist die größte monatliche Exportmenge im laufenden Wirtschaftsjahr 2014/15. Unterstützt wurde diese Entwicklung durch die ersten Lieferungen nach Ägypten. Das Land hat im Oktober 252.000 Tonnen aus Frankreich bezogen und ist damit nach Algerien ( 292.500 Tonnen) der zweitgrößte Abnehmer. Wettbewerbsfähige Preise haben dazu beigetragen, dass Frankreich trotz einiger Unstimmigkeiten über die geringen Qualitäten, im Oktober diese Mengen an Ägypten liefern konnte. Die gesamten Weizenexporte seit beginn des Wirtschaftsjahres am 1. Juli belaufen sich auf 5,6 Mio Tonnen und liegen damit auf Vorjahresniveau. Quelle: Reuters

09.12.2014 Russland erwägt nach eigenen Angaben gegenwärtig keine Exportrestriktionen

Russland erwägt nach Angaben des stellvertretenden Premierminister Arkady Dvorkovich gegenwärtig keine Exportrestiktionen. Von Reportern angesprochen, ob entsprechende Maßnahmen aktuell diskutiert werden, antwortete Dvorkovich "Nein".
Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserer Meldung vom 28.11.2014 20:17:58
"Russische Exportrestriktionen? -Weizen auf Vier-Monats-Hoch"
sowie in unserer Meldung vom 29.11.2014 10:20:29:
"Russland verschärft Exportbedingungen"
Quelle: Reuters

09.12.2014 Frankreich veröffentliche erste Prognose zur Winterweizen-Anbaufläche 2015
Das französische Agrarministerium veröffentlichete am heutigen Dienstag seine erste Prognose der französischen Winterweizenanbaufläche 2015. Mit 5,1 Mio. Hektar liegt diese 2% höher als die Winterweizen-Anbaufläche 2014.  
Weitere Prognosen:
Durum-Weizenanbaufläche 2015: 309.000 Hektar (+9,7%)
Wintergerste-Anbaufläche 2015: 1,3 Mio. Hektar (+1,3%).
Winterraps-Anbaufläche 2015: 1,5 Mio. Hektar (-1,0%) 
Quelle: Reuters
09.12.2014 AGARES reduzierte Prognose der Weizenexporte 2014/15

Australiens ABARES prognostiziert die australischen Weizenexporte 2014/15 auf 16,993 Mio. Tonnen. In der September-Prognose ging ABARES noch von einem Export-Potenzial von 18,102 Mio. Tonnen aus. Quelle: Reuters

08.12.2014 Südkorea´s KFA kaufte 60.000 Tonnen Mais
The Korea Feed Association (KFA) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten oder Südamerika.
Gekauft wurde beim japanischen Handelshaus Mitsubishi zum Preis von $210,88/Tonne zzgl. $1,50 für die Entladung an einem weiteren Hafen. Die Ankunft der Ware wird Ende April erwartet.
In der Ausschreibung über 40.000 Tonnen Futterweizen kam es aufgrund zu hoher Preisgebote zu keinem Geschäft. Quelle: Reuers
08.12.2014 Jordanien sucht Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hard Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. Dezember. Quelle: Reuters

08.12.2014 CBoT - Weizen gibt seine Gewinne wieder ab

Befürchtungen, dass es in Russland und der Ukraine zu Auswinterungen beim Wintergetreide kommt, haben sich wieder gelegt. Wetterdienste berichten heute Morgen, dass in den betroffenen Regionen am Schwarzen Meer extreme Fröste derzeit nicht wahrscheinlich sind. An der CBoT geben die Notierungen für Weizen der Sorte Soft-Red-Winter zur Stunde um zirka 1 % nach. Damit geben sie die Gewinne vom Freitag komplett wieder ab.
Das kanadische Statistikamt Statscan schätze die Weizenernte des drittgrößten Weizenexporteurs der Welt am Freitag auf 29,28 Mio. Tonnen, 6,5 % mehr als in seiner Oktober-Schätzung und über der Expertenschätzung.

08.12.2014 Bangladesch sucht Weizen

Bangladesch´s staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Import von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 23. Dezember. Die Lieferung soll 40 Tage nach Vertragsunterzeichnung erfolgen.
Der Kauf dient der Auffüllung staatlicher Reseverven. Quelle: Reuters

05.12.2014 Argentiniens Weizenernte ist zu 51% abgeschlossen

Die argentinische Weizenernte ist etwa zur Hälfte abgeschlossen. Dem Landwirtschaftsministerium zufolge liegt die Gesamtanbaufläche für Weizen bei 4,648 Mio. Hektar. Davon wurden bis dato 2,288 Mio. Hektar bzw. 51% abgeerntet. Im Vorjahr lag der Erntefortschritt bei 47%. Quelle: Reuters

 

05.12.2014 Ägypten will seine Weizenlagerung optimieren

Ägypten hat die US Firma Blumberg Grain damit beauftragt, sein Lagersystem für Getreide zu überarbeiten. Der weltweit größte Weizenkäufer möchte seine maßlosen Lagerungsverluste begrenzen und damit seine Importmengen im Wert von $4,5 Mrd. verringern.
Das amerikanische Familienunternehmen ist auf den Anlagenbau für Lebensmittelagerung in Entwicklungsländern spezialisiert. Mit dem $28 Mio.-Auftrag sollen 93 Anlagen in Ägypten überholt werden. Damit sollen $140 Mio. p.a. eingespart werden, da die nationale Ernte dann optimaler für die Armenspeisung verwendet werden kann, auf die Millionen Ägypter angewiesen sind.
Obligatorische Getreidereinigung und neue Lagerhallen sollen sicherstellen, dass das Lebensmittel dem Wettereinfluss entzogen wird. Bisher wird das Getreide meist auf Regierungsgelände unter freiem Himmel gelagert und nur durch Stacheldraht vom Zugang Unberechtigter geschützt. Vogelfraß reduziert die Menge, die von den Bürokraten dann oft mit Sand ersetzt wird, um die Verluste zu verdecken.
Die US-Firma wird beim Bau von Ingenieuren der ägyptischen Armee unterstützt, damit die Arbeiten bis April 2015 abgeschlossen werden können, wenn die nächste Ernte beginnt.
Quelle: Reuters

05.12.2014 Kanadas Weizen- und Rapsernte übersteigen beide die Erwartungen

Kanada produziert in diesem Jahr mehr Weizen und Rapssaat als ursprünglich erwartet. Die Erntemengen bleiben aber unter dem des Vorjahres, als eine Rekordernte eingebracht wurde.
Das kanadische Statistikamt Statscan schätzt die diesjährige Weizenernte des drittgrößten Weizenexporteurs der Welt auf 29,28 Mio. Tonnen. Das sind 6,5 % mehr als in der Oktober-Schätzung (27,5 Mio. Tonnen) und den Erwartungen des Handels (27,8 Mio. Tonnen).
Die Canola-Produktion (Rapssaat) erreichte 15,56 Mio. Tonnen. Das ist die zweitgrößte Rapsernte die Kanada jemals eingefahren hat- Die aktuelle Schätzung liegt 10,5 % über der Oktober-Schätzung und mehr als 1 Mio. Tonnen über dem Durchschnitt der Analysten-Schätzungen.
Betrachtet man die globale Weizenversorgung wird die kanadische Mehrmenge die jüngste rückläufige offizielle Schätzung für Australien aufheben. Das International Grain Council IGC hatte in der letzten Woche die Weizenversorgung um 1 Mio. Tonnen gesenkt, kommt aber immer noch auf eine Rekordmenge von 717 Mio. Tonnen.

04.12.2014 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 729.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 518.000 Tonnen) und Importlizenzen für 50.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 28.000 Tonnen). Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 12,754 Mio. Tonnen (Vorjahr: 11,738  Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,618 Mio. Tonnen (Vorjahr: 0,819 Mio. Tonnen).
 
04.12.2014 Ukraine / Wintergetreide
Die jüngsten Fröste in einigen Regionen der Ukraine hatten nach Aussagen der ukrainischen Wetterbehörde wahrscheinlich keine nennenswerten Auswirkungen. Die Temperaturen fielen zwar in einigen Regionen auf über -18° Celsius, im Oberboden wurden jedoch keine kritischen Werte erreicht. Die Ukraine hat die Wintergetreide-Aussaat (7,5 Mio. Hektar) zur Ernte 2015 abgeschlossen. Das Agrarministerium teilte mit, dass sich 72% des aufgelaufenen Getreides in einem guten bis befriedigenden Zustand befindet.
In der vergangenen Woche wurde gemeldet, dass etwa 50% der ukrainischen Winterweizenbestände signifikant in ihrer Entwicklung verzögert sind. Quelle: Reuters
04.12.2014 AMIS-Market Report Dezember 2014

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.

*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 4. Dezember finden Sie hier: AMIS Market Report Dezember 14
nächster Erscheinungstermin: 5. Februar 2015

03.12.2014 InformaEconomics reduziert Prognose der argentinischen Weizenproduktion 2014/15

Das private Analystenhaus InformaEconomics reduzierte seine Prognose der argentinischen Weizenernte 2014/15 auf 12,5 Mio. Tonnen (vorherige Schätzung: 12,6 Mio. Tonnen) Quelle: Reuters

03.12.2014 Ägypten kaufte 175.000 Tonnen Weizen
Ägyptens GASC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderferfahrens 175.000 Tonnen Weizen rumänischer und ukrainischer Herkunft zum Durchschnittspreis von 271,14 $ pro Tonne c&f. 
60.000 Tonnen rumänischen Weizen von Ameropa - Preis: $260,17/Tonne fob zzgl. $10,00/Tonne Fracht
60.000 Tonnen rumänischen Weizen von Bunge -     Preis: $260,17/Tonne fob zzgl. $10,00/Tonne Fracht
55.000 Tonnen ukrainischen Weizen von Venus -      Preis: $257,50/Tonne fob zzgl. $15,90/Tonne Fracht
Die Versendung der Ware ist für den Zeitraum 1. - 10. Januar geplant. Quelle: Reuters
03.12.2014 Kanada verärgert Weizenkunden

Nachdem Ottawa in 2012 dem Weizenboard das Monopol für die Qualitätskontrolle entzog, sind die Käufer von Kanadas Weizen sind immer öfter unzufrieden. Die Kunden beschweren sich über zu niedrige Proteingehalte und häufige Verunreinigungen mit anderen Agrarerzeugnissen sowie nicht eingehaltenen Liefermengen. Davon profitieren die Konkurrenten in den USA und Australien.
Im Jahre 2012 wurde dem Canadian Wheat Board das Monopol als zentraler Qualitätskontrolleur entzogen, obwohl internationale Käufer mit deren Arbeit sehr zufrieden waren. Die Kontrolleure kannten die Bedürfnisse der Kunden und haben für jeden die Lieferungen maßgerecht zur Verfügung gestellt. Inzwischen sind ein Drittel der Belegschaft im Board entlassen worden und es hat den Anschein, dass man nur noch Dienst nach Vorschrift macht. Aus Kostengründen wird seit 2013 die Beladungen der Schiffe von den Kontrolleuren nicht mehr begleitet. Vereinbarte Mengen werde nicht mehr eingehalten und die Qualitätsprüfungen sind lasch.
Experten schätzen, dass Australien seinen Marktanteil bereits zulasten von Kanada ausweiten konnte. Asiatische Kunden bezogen in diesem Jahr zirka 500.000 Tonnen mehr über Melburne. Kanadas Anteil am Weizenweltmarkt wird derzeit auf 14 % geschätzt, im Jahr 2000 waren es 21 %.
Quelle: Reuters

03.12.2014 Ägypten sucht Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge unterschiedlicher Herkunft (s.u.) und diverser Qualitäten ausgeschrieben. Mögliche Herkünfte: Vereinigte Staaten, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, Ukraine und Rumänien Lieferung: 01.- 10. Januar, Angebotsfrist: heute 11:00. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.

02.12.2014 Starker Anstieg der Weizen-Notierungen an der Euronext in Paris

Die Weizennotierungen an der Euronext in Paris erreichten zu Beginn des Handelstages aufgrund der Befürchtungen um eingeschränte russische Exportaktivitäten mit 192,75 Euro/Tonne auf der Januar 15 Fälligkeit ein neues 5 1/2 Monatshoch. Quelle: Reuters

02.12.2014 Australien senkt Ernteprognose wegen Trockenheit

Die September-Prognose des Australien Bureau of Agricultural and Resource Economics and Sciences (ABARES) für die australische Weizenernte 2014/15 wurde heute Morgen um 4 % gesenkt. Nachdem die Trockenheit im Süden und Südosten des Kontinents über Monate anhält, werden jetzt noch 23,22 Mio. Tonnen Weizen erwartet, nach 24,23 Mio. Tonnen in der September – Schätzung.
Seit Juli haben weite Teile des Landes zu wenig Niederschlag abbekommen. Die Temperaturen erreichten zuletzt Rekordwerte. Im Osten und Süden fiel in den letzten drei Monaten weniger als die Hälfte der Durchschnittsniederschläge. Auch in den letzten zwei Jahren waren weniger als die Durchschnittsregenmengen gefallen, zeigen die Daten des Australian Bureau of Meteorology.
Die Meldung dürfte den aktuellen Anstieg der globalen Weizenpreise unterstützen. Gestern kauften institutionelle Anleger 13.000 Lots Weizen, sie sind seit Juni erstmals wieder „netto-long“.

02.12.2014 Matif-Weizen auf 5-Monats-Hoch

Die Kurse des Matif-Weizens stiegen gestern auf ein fünf-Monats-Hoch, da europäischer Weizen am Weltmarkt noch besser nachgefragt werden würde, wenn die russischen Exporteinschränkungen zum Tragen kommen. Der Frontmonat beendete den gestrigen Handelstag auf 188,25 €/Tonne, vier Euro höher als vor dem Wochenende und dem höchsten Kurs seit dem 30. Juni.
Bereits am Freitag gab es einen starken Kursanstieg von 3,75 €/Tonne nachdem das russische Amt für Lebensmittelsicherheit eine Art Zertifizierung für alle Weizenexporte angekündigt hat. Marktbeobachter vermuten, dass eine Exportregulierung der Regierung dahinter steckt. Vorsorglich kauften Anleger und Fondsgesellschaften Futures und stützten damit die Börsenkurse.
Der russische Rubel verlor gegenüber dem US-Dollar seit der Jahresmitte um 35 % an Wert. Westliche Sanktionen wegen der Besetzung der Krim und der starke Verfall des Ölpreises setzen der russischen Wirtschaft zu. Da Weizen in US-Dollar abgerechnet wird, behalten die Farmer ihre Ernte bis sie wieder Mittel für Betriebsmittel benötigen.
Ob oder wann die Restriktionen kommen, kann zurzeit niemand mit Gewissheit sagen. Bisher wurde prognostiziert, dass Russland in dieser Saison 30 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Bis Ende November waren bereits 18 Mio. Tonnen verladen.

01.12.2014 Niederschläge in Argentinien sorgen für gute Wachstumsbedingungen

Heftige Regenfälle am Wochenende haben nach einer längeren Trockenphase zu idealen Wachstumsbedingungen bei den argentinischen Mais- und Sojabohnenbeständen geführt. Etwa 50 mm Niederschlag pro Quadartmeter fielen in den Hauptanbauregionen für Mais und Sojabohnen. Die größten Niederschläge trafen auf die nördlichen Ausläufer der Provins Buenos Aires.
Die Buenos Aires Grains Exchange prognostiziert die Anbaufläche für Sojabohnen auf 20,6 Mio. Hektar und für komerziell genutzten Mais auf 3 Mio. Hektar. Die Sojabohnenaussaat ist per 27.11. zu 44,8% der prognostizierten Anbaufläche abgeschlossen.
Argentinien ist Hauptexporteur für Sojabohnen, Weizen und Mais und der größte Lieferant von Sojaschrot für Viehfutter. Quelle: Reuters

01.12.2014 Ukraine - 1/3 der Wintergerste-Bestände in schlechtem Zustand

Mehr als 1/3 der ukrainischen Wintergerste-Bestände befinden sich aktuell nach Angaben von UkrAgroConsult in einem schwachen Zustand.
Die Bewertungen im Einzelnen:
18,3% - guter Zustand
43,1% - befriedigender Zustand
38,6% - schwach (Vorjahr. 10%)
Begründet wird die Situation mit einer langen Trockenperiode, späten Niederschlägen und gegenwärtig starkem Frost.
Die Anbaufläche für Wintergerste liegt bei 993.000 Hektar. Das sind 97% der ursprünglich geplanten Anbaufläche, so das Agrarministerium. 2014 wurden in der Ukraine 9,3 Mio. Tonnen Gerste geerntet. Im Vorjahr waren es 7,6 Mio. Tonnen.
Wetterdienste meldeten in der vergangenen Woche, dass ein erheblicher Anteil der Winterweizenbestände, die in ihrer Entwicklung verzögert sind, durch starken Frost beschädigt werden könnten.
Der Anteil von Winterweizen am Gesamtweizenanbau liegt bei rund 95%. Quelle: Reuters

01.12.2014 Rubel – US-Dollar auf Allzeittief – Preise für Schwarzmeerweizen fester

Der Preis für russischen Export-Weizen stieg letzte Woche um $1,5 /Tonnen gegenüber der Vorwoche an und notierte am Freitag auf $255/Tonne fob im Schwarzmeerhafen. Aufgrund des schwachen Rubel sind die Handelsspannen für Exportgeschäfte sehr hoch. Der Rubel notiert zur Stunde unter 50 Rubel für einen US-Dollar. Das ist ein neues Allzeittief.
Russlands Weizenexporte sind gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr um 30 % höher. Am Freitag wurde deshalb schon spekuliert, dass Moskau die Exporte bald beschränken werde, um die nationale Versorgung zu erhalten. Russland und die EU sind beide große Weizenlieferanten im Mittleren Osten und Nordafrika.
Die Pariser Weizenfutures notieren aktuell auf einem 5-Monats-Hoch und konnten sich von den Kursschwankungen der US-Börsen lösen. Mit der Rubelschwäche und dem fallenden Ölpreis versucht Moskau nun den richtigen Weizenexportpreis für sich auszutesten, glauben Händler am Schwarzen Meer. Russland hatte in diesem Jahr 110,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet, davon waren 62,3 Mio. Tonnen Weizen.

01.12.2014 Marokko kaufte 171.600 Tonnen inländischen Weizen

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat insgesamt 171.600 Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt gekauft. Der Weizen ist bestimmt für die Mehlproduktion für das staatliche Subventionsprogramm. Gezahlt wurden Preise in einer Spanne von 2.500 - 2.798 Dirham/Tonne ($ 282 - $ 316). Quelle: Reuters

01.12.2014 Russland hofft auf Öl-für-Weizen-Deal mit dem Iran

Russland hofft darauf, in naher Zukunft einen „Oil-For-Goods Deal“ mit dem Iran abschließen zu können. Das teilte gestern der russische Wirtschaftsminister Alexei Ulyukayev der Presse mit. Die Liste der Waren reicht von Ausrüstung für die Öl-und Gasindustrie, landwirtschaftliche Maschinen, Autos, Flugzeuge, Generatoren und anders. Die Liste wurde zuletzt aber auf Weizen-gegen-Öl beschränkt.
So ein Abkommen würde den Iran in die Lage versetzen, trotz westlicher Sanktionen gegen das Nuklearprogramm seinen Öl-Export signifikant zu steigern. Russland würde hingegen seiner schwächelnden Wirtschaft einen dringend nötigen Impuls geben können.
Ein derartiger Abschluss würde die Beziehung zwischen Washington und Moskau aber zusätzlich belasten. Schon vor der Ukraine-Krise hatte die US-Regierung Moskau davor gewarnt, die Nuklear-Gespräche mit dem Iran zu unterlaufen.
Der Iran und die sechs Nuklearmächte haben sich letzten Montag weitere sieben Monate Zeit genommen, um die Pattsituation im Nuklearstreit zu beheben. Die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen den Iran halten also noch weiter an.
Ein genaues Datum für die Vertragsunterzeichnung zwischen Moskau und Teheran teilte Ulyukayev am Sonntag allerdings noch nicht mit.

29.11.2014 Russland erwägt nach eigenen Angaben gegenwärtig keine Exportrestriktionen
Russland erwägt nach Angaben des stellvertretenden Premierminister Arkady Dvorkovich gegenwärtig keine Exportrestiktionen.  Darauf angesprochen, ob entsprechende Maßnahmen aktuell diskutiert werden, antwortete Dvorkovich mit "Nein". 
 
Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserer Meldung vom 28.11.2014 20:17:58
"Russische Exportrestriktionen? -Weizen auf Vier-Monats-Hoch"
sowie in unserer Meldung vom 29.11.2014 10:20:29:
"Russland verschärft Exportbedingungen"
Quelle: Reuters
28.11.2014 Russische Exportrestriktionen? -Weizen auf Vier-Monats-Hoch

In den letzten Tagen stiegen die Kurse des Pariser Weizenfutures kontinuierlich an. Heute erreichten die Notierungen den höchsten Stand seit Mitte Juli. Nachrichten aus Moskau, nach denen Russland, einer der bedeutendsten Weizenexporteure der Welt, den Export beschränken will, versetzten die Marktteilnehmer in helle Aufregung.
Russlands Lebensmittelkontrolleure haben nach Angaben von Behördensprechern die Qualitätsanforderungen für Getreideexporte verschärft. Sie sagen, dass das zu erheblichen Einschränkungen im Export führen dürfte. Diese Meldungen führten zu vorsorglichen Käufen an den Terminbörsen, da die Maßnahmen de facto wie Exportbeschränkungen wirken würden. Das Szenario ruft Erinnerungen aus 2010/11 hervor, als Russland nach einer Trockenheit einen Exportbann verhängte.
Die russischen Meldungen bleiben vorerst aber widersprüchlich, denn der Landwirtschaftsminister hatte noch gestern mitgeteilt, dass eine Exportbeschränkung mittels variabler Zölle nur das letzte Mittel der Wahl wäre, um die heimischen Märkte zu schützen.
Der westeuropäische Getreidepreis hatte bereits am Mittwoch ein Vier-Monats-Hoch erklommen, da ein schwacher Euro sowie lebhafte Exporte aus Frankreich, Polen und Deutschland auf neue Exportrekorde hindeuten. Prämien für Standardweizen mit 12 % Protein für Hamburg liegen heute 14 bis 15 €/Tonne über dem Pariser Frontmonat. 12,5 %iger Weizen aus Polen für Januar-Lieferung notierte gestern 5,7 €/Tonne über Paris.
Polen hat in dieser Saison (Juli bis September) bereits 835.000 Tonnen Weizen exportiert. Die größten Käufernationen waren Saudi-Arabien mit 300.000 Tonnen sowie Algerien mit 166.000 Tonnen. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr sind das 291.000 Tonnen mehr.

28.11.2014 Weizennotierungen handeln fester

Die Weizennotierungen an der Euronext in Paris und am CBoT in Chicago handeln am späten Nachmittag mit deutlichen Kursaufschlägen. Marktbeteiligte begründen den Anstieg u.a. mit strengenen russischen Exportregeln. Quelle: Reuters

28.11.2014 Südkoreanische Mühlen kauften 30.850 Tonnen US-Weizen
Zwei südkoreanische Mühlen (CJ Cheiljedang Corp. und Dong A One) kauften im Rahmen eines gemeinsamen Geschäftes 30.850 Tonnen US-Weizen.
27.300 Tonnen Western Wheat und/oder Soft White Wheat mit einem Proteingehaltvon 10,5% wurden zum Preis von $282/Tonne fob gekauft.
Weitere 3.550 Tonnen Western Wheat  und/oder Soft White Wheat mit einem Proteingehalt von 8,5% wurden zum Preis von $327,54/Tonne fob gekauft.
Die Versendung der Ware soll zwischen dem 10. April und dem 30. April erfolgen. Quelle: Reuters
28.11.2014 Südostasiatische Mühlen kauften australischen Weizen

Südostasiatische Mühlen aus Indonesien und Malaysia kauften in dieser Woche mindestens 200.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Lieferung im Februar/März 15.
Australiens Weizenexporte 2014/15 entwickelten sich zu Beginn der Saison aufgrund trockener Wetterbedingungen und einer verhaltenen Abgabebereitschaft seitens der Landwirtschaft nur sehr langsam.
Ungünstige Wachstumsbedingungen in einigen Teilen der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine führten zuletzt aber zu einem Preisanstieg, der nun auch wieder australischen Weizen wettbewergsfähiger macht.
Australische Getreidehändler hoffen nun, dass eine Tenderausschreibung des Irak über 50.000 Tonnen Weizen in der kommenden Woche zugunsten australischer Ware ausfallen wird. Quelle: Reuters

28.11.2014 Ukraines Getreideernte 2014

Die ukrainische Getreideernte 2014 ist nahezu abgeschlossen. Per 27. November wurde Getreide auf 98% der Anbaufläche gedroschen. Die durchschnittlichen Erträge lagen mit 4,33 Tonnen/Hektar über dem Ergebnis des Vorjahres (4,03 Tonnen/Hektar).
Das Ergebnis der ukrainischen Weizenernte 2014 lag mit 23,7 Mio. Tonnen über dem Ergebnis des Vorjahres (22,3 Mio. Tonnen). Ukrainische Landwirte ernteten darüber hinaus 26,2 Mio. Tonnen Mais und 7,6 Mio. Tonnen Gerste. Prognosen des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums im Vorfeld lagen bei der Maisernte 2014 bei 30 Mio. Tonnen (Vorjahr: 30,9 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

27.11.2014 EU - Entwicklung der Winterweizenbestände

Das warme Herbstwetter hat Analysen zufolge die Entwicklung der Winterweizenbestände in der Europäischen Union außergewöhnlich schnell vorangetrieben. Das fortgeschrittene Entwicklungsstadium macht die Pflanzen jedoch empfindlich gegen starken Frost.
Die Winterweizenaussaat konnte in den meisten Regionen erfolgreich abgeschlossen werden. Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains beließ seine Prognose der Aussaatfläche für Winterweizen in der EU mit 24,2 Mio. Hektar auf Vorjahresniveau.
In Frankreich, dem größten europäischen Produzenten für Winterweizen befinden sich 93% der Bestände in einem guten bis sehr guten Zustand, so Strategie Grains. Vor einem Jahr lag der Anteil bei 83%. Französische Landwirte beließen die Anbaufläche für Winterweizen mit 5 Mio. Hektar auf Vorjahresniveau.
Für Deutschland, dem zweitgrößten europäischen Produzenten für Winterweizen liegt die Prognose der Anbaufläche etwas über dem Niveau des Vorjahres. 2014 wurde Winterweizen auf 3,1 Mio. Hektar angebaut.
Großbritanniens Anbaufläche für Winterweizen könnte zugunsten von Gerste und Hülsenfrüchten um 5% sinken. Quelle: Reuters

27.11.2014 Euronext bietet wieder Milchfutures an

Die Euronext Paris teilte heute gegenüber der Presse mit, dass man im Frühjahr 2015 Futures und Optionen für Butter und Milchpulver anbieten wird, damit sich die Branche gegen das steigende Risiko von Preisschwankungen absichern kann. Im April 2015 wird die EU, der größte Milchproduzent der Welt, sein System der Milchquoten abschaffen.
Das gesamte Paket von Butter über Milchpulver bis hin zum Molke Pulver wird sowohl als Future als auch als Optionen bereitgestellt, so die Börsengeschäftsführung.
Im Jahr 2010 hatte die Euronext einen ersten Anlauf unternommen und einen Future auf Magermilchpulver aufgelegt; mangels Interesse aus dem Markt wurden die Futures aber im Juli dieses Jahres eingestellt. Die Pariser Börse setzt auf ein zügiges Wachstum bei Finanzinstrumenten auf Agrarrohstoffe, nachdem man sich im Juni von dem US-Amerikanischen Börsenbetreiber Intercontinental Exchange (ICE) getrennt hatte. Zusammen mit der chinesischen Dalian Warenterminbörse will man Finanzprodukte entwickeln und hatte kürzlich auch die Spezifikation seines Top-Umsatzbringers Weizen überarbeitet, nachdem es kritische Stimmen über die Qualitätsparameter und das Liefersystem gab.
Darüber hinaus hat die Euronext zu Beginn dieses Monats Kontrakte auf Rapssaat-Schrot und Rapssaat-Öl aufgelegt. Damit will man Mischfutterherstellern und der Energiewirtschaft Instrumente zur Preissicherung anbieten.

27.11.2014 Ukraines Getreideernte- und Exporte 2014/15
Ukraines Getreideexporte im Zeitraum 1. Juli - 27. November 2014 erreichten ein Volumen von 14,855 Mio. Tonnen (Vorjahresperiode: 13,272 Mio. Tonnen). Die Weizenexporte lagen bei 7,3 Mio. Tonnen (Vorjahresperiode: 5,9 Mio. Tonnen). Beim Mais belaufen sich die Exporte gegenwärtig auf 4,0 Mio. Tonnen (Vorjahresperiode: 5,3 Mio. Tonnen).
Die Ukraine plant in diesem Jahr ein Ernteergebnis von 64,4 Mio. Tonnen Getreide. Das Exportvolumen (Juli - Juni) wird auf insgesamt 33 Mio. Tonnen geschätzt. Quelle: Reuters
27.11.2014 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 518.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 636.000 Tonnen) und Importlizenzen für 49.000 Tonnen Weizen (Vorwoche: 46.000 Tonnen). Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 12,025 Mio. Tonnen (Vorjahr: 11,196  Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 1,568 Mio. Tonnen (Vorjahr: 0,772 Mio. Tonnen).
 
  Quelle: Europäische Kommission
 
27.11.2014 IGC reduzierte Prognose der Welt-Weizenernte um 1 Mio. Tonnen
The International Grains Council (IGC) reduzierte seine monatliche Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 um 1 Mio. Tonnen auf 717 Mio. Tonnen. Für die Vermarktungsperiode 2015/16 prognostiziert das IGC eine Ausweitung der Aussaatfläche für Weizen um 1% zum Vorjahr.
Die monatliche Prognose der Welt-Maisernte 2014/15 wurde vom IGC um 2 Mio. Tonnen auf 982 Mio. Tonnen erhöht. Das Vorjahresergebnis lag bei 984 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

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