Matif: Milling Wheat Nr. 2 März 2015

30.03.2015 Ukraine: Aussaat der frühen Sommerungen kommt gut voran

Farmer in der Ukraine haben bis zum heutigen Tage 1,35 Mio. Hektar frühes Sommergetreide (ohne Mais) für die Ernte in 2015 gesät. Das teilt heute das dortige Agrarministerium mit. Das Sind 55 % der geplanten Aussaatfläche. Darin enthalten sind 1 Mio. Hektar Sommergerste, 98.000 Hektar Sommerweizen sowie 121.000 Hektar Hafer und Erbsen. Im letzten Frühjahr hatten die ukrainischen Bauern zu gleichen Zeitpunkt 2,2 Mio. Hektar frühe Sommerungen gesät.
Inklusive Mais und Gerste wird in der Ukraine mit 7,6 Mio. Hektar ziemlich genau so viel Sommergetreide gesät, wie im Vorjahr. Analysten schätzen, dass die Getreideernte der Ukraine in 2015 auf 53 Mio. Tonnen fallen wird. Im Vorjahr hatte man eine Rekordmenge von 59,2 Mio. Tonnen eingefahren. Quelle: Reuters

30.03.2015 Lebensmittelvorräte im Jemen ausreichend für die kommenden 6 Monate

Die Lebensmittelversorgung im Jemen ist nach Aussagen des stellvertretenden Industrieministers für die kommenden 6 Monate in allen Provinen des Jemen gewährleistet. Per 26. März, dem ersten Tag der Lufschläge auf den Jemen, befanden sich 930.100 Tonnen Weizen in staatlichen Lägern. Quelle: Reuters

30.03.2015 Europäische Kommission senkt Prognose der EU-Weichweizen-Endbestände 2015/16
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der EU Weichweizen-Endbestände 2015/16 von 18,7 Mio. Tonnen auf 16,2 Mio. Tonnen reduziert. Grund ist der höhere Weizenverbrauch für die Futtermittelherstellung, dessen Anteil auf 50 Mio. Tonnen geschätzt wurde. Anfang März ging man noch von einem Verbrauch von 48 Mio. Tonnen aus. Für das laufende Vermarktungsjahr 2014/15 liegt die Prognose der Europäischen Kommission in diesem Segment bei 51,9 Mio. Tonnen.
Ihre Exportprognose für das Vermarktungsjahr 2015/16 beließ die Europäische Kommission unverändert bei 27,1 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
30.03.2015 Syriens Getreidebestände unter Beobachtung

Der staatlichen Nachrichtenagentur al-Baath zufolge hat Syrien mehr als 1 Mio. Tonnen Getreide im Bestand. In den letzten vier Jahren schwankten die Bestände aufgrund der politischen Unruhen und Trockenheit außerordentlich stark. Der Staat hat die Kontrolle über einen Teil seiner Ölfelder weite Agrarflächen an IS-Kämpfer verloren, was die Wirtschaft zugrunde richtete.
Im Februar hieß es aus Regierungskreisen, man benötige keine Getreideimporte, da die bevorstehende Ernte durch reichliche Niederschläge und zurückgewonnenes Territorium hoch ausfallen wird. Dagegen hieß es Anfang März aus Händlerkreisen, dass Syriens staatlicher Einkäufer 150.000 Tonnen Weichweizen für die Herstellung von Brot mittels einer Ausschreibung kaufen will.
Nach den guten Wachstumsbedingungen wird in 2015 in Syrien eine Weizenernte in Höhe von 2,5 bis 2,8 Mio. Tonnen erwartet. In 2014 hatte eine Trockenheit dazu geführt, dass die Getreideernte die kleinste in 25 Jahren war.
Das USDA schätzt den nationalen Weizenbedarf für Syrien auf 4,4 Mio. Tonnen, was es notwendig macht, die Bestandssituation genau zu beobachten. Quelle: Reuters

30.03.2015 Israelische Händler suchen Mais und Futterweizen

Eine Gruppe israelischer Händler hat internationale Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais und 45.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet Händlern zufolge am 1. April. Quelle: Reuters

30.03.2015 Jordanien schreibt Weizen- und Futtergerstetender aus
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat zwei Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hartweizen und 100.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Anbebotsfrist für den Weizentender endet am 8. April, für den Gerstetender endet sie am 7. April. Quelle: Reuters
30.03.2015 Trockene Startbedingungen für den Hard-Red-Wintereizen

Heute Morgen steigen die CBoT-Weizenkurse erneut um gut 1 % an, nachdem sie bereits am Freitag um 1,7 % stiegen. Investoren decken sich mit Long-Positionen ein, da die Regenfälle in den südlichen U.S. Plains nur spärlich ausfielen. Die Wetterdienste erwarten auch vorerst keine nennenswerten Niederschlagsmengen. Das trockenen Wetter dürfte die Erträge des Hard Red Winterweizens drosseln.

30.03.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren am vergangenen Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse schlossen infolge technischer Käufe nach den deutlichen Kursrückgängen der vorherigen 3 Sitzungen mit Aufschlägen. Leichte Regenfälle in den südlichen US-Plains konnten für eine leichte Entspannung bei den Winterweizenbeständen sorgen, für die kommenden Tage werden jedoch keine signifikanten Niederschläge vorhergesagt. Marokkos staatlicher Getreideeinkäufer ONICL hat 172.000 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt gekauft. Die Ukraine hat im laufenden Vermarktungsjahr bisher 26,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die Menge bei 27,5 Mio. Tonnen. Beim Weizen beliefen sich die Exporte auf 9,7 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen von den Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen, bei geringen Umsätzen, mit moderaten Kursgewinnen.

30.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 24.03.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 17.03. - 24.03. um 1.574 Kontrakte. Sie reduzierten aber auch ihre Short-Positionen um 3.158 Kontrakte. Mit 65.965 Netto-Short-Positionen (- 1.584) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 24.03. weiterhin bearisch gestimmt
Mais: Nachdem die institutionellen Anleger ihren Bestand im vorherigen Berichtszeitraum  (10.03. - 17.03) von 32.660 Netto-Long-Positionen in 37.030 Netto-Short-Positionen drehten, wurde die Entwicklung in dieser Woche (17.03. - 24.03.) wieder umgekehrt. Mit 751 Netto-Long-Positionen ist nun wieder eine kleine Mehrheit dieser Anlegergruppe eher bullisch gestimmt 
Sojabohnen: Wenig Veränderungen ergaben sich bei den Sojabohnen. Sowohl die Long-Positionen als auch die Short-Positionen wurden leicht erhöht. In Summe kam es zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 844 Lots auf 38.842 Lots.
27.03.2015 Marokko kaufte 175.000 Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt

Marokkos staatlicher Getreideeinkäufer ONICL hat 175.000 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt gekauft. Der Weizen ist bestimmt für die Mehlproduktion für das staatliche Subventionsprogramm. Quelle: Reuters

27.03.2015 Getreideexporte der Ukraine per 27. März
Die Ukraine hat per 27. März im laufenden Vermarktungsjahr  ab dem 1. Juli 26,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die Menge bei 27,5 Mio. Tonnen.
Die Exporte im Einzelnen:
Weizen: 9,7 Mio. Tonnen
Mais: 12,7 Mio. Tonnen
Gerste: 4,1 Mio. Tonnen
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine schätzt das Exportvolumen des Landes in der laufdenden Vermarktungsperiode auf bis zu 37 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 4,2 Mio. Tonnen zur vorherigen Vermarktungsperiode (32,8 Mio. Tonnen). Ukrainische Landwirte ernteten 2014 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters
27.03.2015 Matif Weizen Chartanalyse

Der Matif-Weizenkontrakt Mai 15 hat in den letzten Tagen deutlich an Wert verloren. Ende Januar ergab sich eine ähnliche Situation wie heute. Auch damals ging es mit großen Schritten abwärts und dabei wurde die 50 Tage Durchschnittslinie durchbrochen. Das wiederum hat dann zu massiven technischen Verkäufen geführt, die erst an der 185er Linie beendet waren. In den Wochen danach wurde immer wieder erfolglos der Versuch unternommen diese Unterstützung zu durchbrechen. Deshalb könnte auch diesmal der Kursrückgang bei 185 Euro zum Stillstand kommen. Aufwärtspotential besteht momentan bis 192 Euro.

27.03.2015 CBoT-Weizen wieder an der 5-Dollar-Marke

Heute Morgen verharren die CBoT-Weizenkurse an der 5-Dollar-Marke, die sie gestern in einem fulminanten Rutsch wieder erreicht haben. Mit minus 3,8 % war es der heftigste Tagesverlust seit acht Monaten. Der aktuelle Wochenverlust ist somit auf 5,5 % angewachsen.
Zwar erwarten die Marktbeteiligten den Agrarbericht des USDA am 31. März, gehandelt werden aber fast ausschließlich Wettermeldungen. In den südlichen Weizenanbauregionen der USA fiel Regen, teilweise waren die Niederschläge so heftig, dass man nun, wie bereits im Vorjahr, Pilzkrankheiten befürchten muss.
Auch der Dollarkurs trug zum Druck der Weizenkurse bei. Heute Morgen befestigt sich der Greenback aber schon wieder, was die Wettbewerbsfähigkeit der U.S. Exporte verschlechtert. Die gestern veröffentlichten wöchentlichen Exportzahlen für U.S. Weizen enttäuschten. Seit Juni wurde in keiner Woche so wenig Weizen exportiert.
In der kommenden Woche wird das USDA seine Erkenntnisse zur Flächennutzung sowie die Quartalsbestände veröffentlichen.

27.03.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, enttäuschende wöchentliche Exportzahlen, ein wieder stärkerer US-Dollar zum Euro sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit kräftigen Verlusten schließen. Mit insgesamt nur 181.700 Tonnen US-Weizen lagen die Exportzahlen hinter den Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kauft per Tender 450.000 Tonnen Weizen (zum Teil französischer Herkunft) zur Lieferung im Juli. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 9.000 Kontrakte. Die e-CBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures im Zuge der schlechten Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen nach und schlossen mit deutlichen Verlusten. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 721.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 24,423 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 22,683 Mio. Tonnen). Der europäische Getreideverband Coceral schätzt die EU-Weichweizenernte 2015 auf 138,6 Mio. Tonnen (VJ: 148,3 Mio. Tonnen).

26.03.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Weichweizenernte 2015
Der europäische Verband Coceral hat heute sein Prognosen für die 2015er in der Europäischen Union veröffentlicht.
Die Prognosen im Einzelnen:
EU-Weichweizenernte 2015: 138,6 Mio. Tonnen (148,3 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte 2015: 21,6 Mio. Tonnen ( 24,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisernte 2015: 66,0 Mio. Tonnen ( 73,8 Mio. Tonnen)
EU-Gersteernte 2015: 58,4 Mio. Tonnen (60,2 Mio. Tonnen)

Die Werte in Klammern sind die Ergebnisse der 2014er Ernte
26.03.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 721.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 11.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 24,423 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 22,683 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,198 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,291 Mio. Tonnen).
26.03.2015 Exportzoll auf russischen Weizen könnte im Juni auslaufen
Russland wird einem Bericht des Analysten SovEcon zufolge die Zöllle auf Weizenexporte, die im Februar 2015 eingeführt wurden, um die steigenden Inlandspreise in den Griff zu bekommen, wahrscheinlich nicht über den 30. Juni hinaus erheben. Eine offizielle Entscheidung darüber soll im Juni getroffen werden, wenn hinreichende Informationen über den Zustand der Getreideernte 2015 vorliegen.
Die russische Wirtschaft litt infolge der weltweit niedrigen Ölpreise und der westlichen Sanktionen aufgrund der Rolle Moskaus im Ukraine-Konflikt. Im Februar 2015 erreichte die russische Inflation ein 13-Jahres-Hoch. Quelle: Reuters
26.03.2015 Algerien kauft 450.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 450.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Juli.
OAIC zahlt dafür rund $226-$227 pro Tonne c&f.  Händler gehen davon aus, dass ein Teil der Ware aus Frankreich, Algeriens Hauptlieferant, geliefert wird. Quelle: Reuters
26.03.2015 IGC senkt Prognose für die globale Weizen- und Maisproduktion

Das IGC hat seine Prognosen der Welt-Mais und Welt-Weizen Produktion 2015/16 in seinem monatlichen Report gesenkt. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2015/16 wurde auf 941 Mio. Tonnen gesenkt gegenüber 990 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Beim Weizen hat das IGC seine Prognose für das Vermarktungsjahr 2015/16 auf 709 Mio. Tonnen gesenkt (2014/15 719 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

26.03.2015 Südkoreas KFA weist Angebote für Futterweizen und Futtermais zurück.
Südkoreas KFA hat alle Angebote im Rahmen des internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Futtermais und 50.000 Futterweizen aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen.
Das niedrigste Angebot für den Futtermais (61.000 Tonnen) lag knapp über $197/Tonne c&f zzgl. einer Pauschale von $1,50/Tonne für die Entladung an einem zweiten Hafen.
Beim Futterweizen lag das niedrigste Angebot für 50.000 Tonnen bei $208,74/Tonne c&f zzgl. einer Pauschale von $1,50/Tonne für die Entladung an einem zweiten Hafen. Quelle: Reuters
26.03.2015 CBoT-Weizen: Trockenheit noch nicht komplett eingepreist

Nach drei Sitzungen mit fallen Kursen steigen heute Morgen die CBoT-Weizenkurse wieder leicht an. Gestern fielen die Kurse auf ein fünf-Tages-Tief weil die Wettervorhersage für die sehr trockenen HRW-Anbauregionen Oklahomas von mehr Regen berichtet. Phin Ziebell, Analyst der National Australia Bank, meint heute Morgen aber, dass wir heute eine Korrektur der Kursrichtung sehen werden, da die Trockenheit noch nicht komplett eingepreist sei.
Trotz der trockenen Bedingungen wurden zu Beginn dieser Woche die Weizenbestände in Oklahoma zu 40 auf 44 % als gut bis exzellent bewertet. In Texas sogar zu 55%, von 51 % in der Vorwoche. Agrarmeteorologen berichten, dass die vorhergesagten Regenfälle die von Trockenheit am meisten betroffenen HRW-Regionen von Kansas und Oklahoma nicht treffen werden.
Am kommenden Dienstag veröffentlicht das USDA einen Bericht zur Flächennutzung. Einer Meinungsumfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, wird die Maisanbaufläche zugunsten von Sojabohnen eingeschränkt.

26.03.2015 Getreidemail

Niederschlagsvorhersagen in den von Trockenheit betroffenen südlichen US-Plains, technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Kursverlusten schließen. Unterstützend wirkte der festere Euro zum US-Dollar. Die weltweite Weizenernte könnte in diesem Jahr mit 703,4 Mio. Tonnen 21,5 Mio. Tonnen niedriger ausfallen als 2014, so die aktuelle Progose des kanadischen Getreidevermarkters CWB. Für die Vereinigten Staaten liegt die Schätzung für 2015/16 bei 27,6 Mio. Tonnen Weizen. Russlands Landwirtschaftsministerium hat seine Schätzung der Auswinterungsschäden von zuletzt 21,0% auf 16,8% reduziert. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures erneut den schwachen Vorgaben aus Übersee. Der festere Euro sowie verbesserte Wachstumsbedingungen in der EU und die starke Konkurrenz am Exportmarkt setzten die Notierungen unter Druck.

26.03.2015 Südkorea sucht Futterweizen und Futtermais
Südkoreas KFA hat Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Futterweizen und 65.000 Tonnen Futtermais optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am heutigen Donnerstag.
Die 50.000 Tonnen Futterweizen sollen an die Häfen Incheon, Ulsan und Busan zum 20. Oktober gesendet werden. Die Lieferung der 65.000 Tonnen Futtermais wird zum 20. November in den Häfen Busan und Ulsan erwartet. Quelle: Reuters
25.03.2015 CBoT Weizen handelt mit Verlusten
Die Weizennotierungen in Chicago handeln heute Nachmittag aufgrund technischer Verkäufe und Wettervorhersagen von Niederschlägen in den von Trockenheit betroffenen südlichen US-Plains mit Verlusten. Kursunterstützend wirken gegenwärtig moderate Gewinne im Soja- und Maiskomplex sowie die positive Entwicklung des Euro zum US-Dollar. Ein festerer Euro zum US-Dollar führt zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Exportmarkt.
 
25.03.2015 CWB Prognose zur Welt-Weizenernte sinkt

Die weltweite Weizenernte könnte in diesem Jahr mit 703,4 Mio. Tonnen 21,5 Mio. Tonnen niedriger ausfallen, als 2014. Das sagte der Chefanalyst des in Kanada ansässigen Getreidevermarkters CWB während eines Vortrags auf der Cereals Conference in Genf. Der 5-Jahresdurchschnitt von 689 Mio. Tonnen wäre jedoch weit übertroffen.
Auch die weltweite Maisernte 2015 fällt Prognosen des Unternehmens zufolge mit 973,5 Mio. Tonnen niedriger aus, als die Maisernte 2014 (989,7 Mio. Tonnen).
Niedriger erwartet wird auch die Welt-Sojabohnenernte. Mit 299 Mio. Tonnen läge sie 16,1 Mio. Tonnen hinter dem Ergebnis der 2014er Ernte (315,1 Mio. Tonnen)
Die Exportprognosen 2015/16 für Weizen der Europäischen Union liegen bei 32,35 Mio. Tonnen (aktuelle Saison: 31,5 Mio. Tonnen).
Für die Vereinigten Staaten liegt die Schätzung für 2015/16 bei 27,6 Mio. Tonnen Weizen. Das wäre ein deutlicher Anstieg zum Vermarktungsjahr 2014/15, bei dem man gegenwärtig von 24,5 Mio. Tonnen ausgeht. Im Vermarktungsjahr 2013/14 wurden 32 Mio. Tonnen in die Welt exportiert. Gegenwärtig ist der starke US-Dollar eine große Hürde für die US-Exporteure.
Der Anstieg der Exporte 2015/16 aus der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten geht nach Ansicht von CWB zu Lasten der kanadischen Exporte. Nach 4 Anstiegen in Folge werden sie von 23,0 Mio. Tonnen in der aktuellen Saison auf 20,75 Mio. Tonnen für das Vermarktungsjahr 2015/16 fallen, so der Chefanalyst.
Russlands Exportpotenzial im Vermarktungsjahr 2015/16 wurde auf 17,6 Mio. Tonnen geschätzt. In der laufenden Saison liegt die aktuelle Prognose bei 20 Mio. Tonnen. 2013/14 wurden 18,5 Mio. Tonnen Weizen russischer Herkunft in die Welt exportiert.
Beim russischen Rivalen Ukraine liegt die Prognose der Weizenexporte 2015/16 bei 9,7 Mio. Tonnen. 2013/14 lag das Ergebnis bei 11,0 Mio. Tonnen (+11% zur Saison 2012/13)
Auch in Kasachstan könnte das Exportpotenzial für Weizen sinken, und zwar von 37,0 Mio. Tonnen in der aktuellen Saison auf 34,1 Mio. Tonnen in der Saison 201415.

25.03.2015 Iran kauft 80.000 Tonnen Weizen

Private Händler aus dem Iran kaufen über 80.000 Tonnen Weizen aus Deuschland und der Schwarzmeer-Region. 30.000 Tonnen Weizen aus Deutschland sollen im April geliefert werden. Weitere 50.000 Tonnen sollen aus der Schwarzmeerregion stammen. Quelle: Reuters

25.03.2015 Weizenkurse tendieren seitwärts

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures erholen sich heute Morgen von der Korrektur am gestrigen Tage. In den U.S. Soft Red Winterregionen ist es immer noch zu trocken und die erwarteten Niederschlagsmengen reichen nicht aus, um das Wasserdefizit komplett aufzufüllen.
Der Tokioter Broker Okato Shoji sieht die Chicago-Mai-15-Fälligkeit zwischen $5,2 und $5,4. Die Wettermodelle für die U.S. Plains zeigen für die kommenden 11 bis 15 Tage normale Mengen an Regen. Im Mississippi Delta ist es hingegen eher zu nass, sodass die Maisaussaat ins Stocken gerät. Das könnte dazu führen, dass Farmer auf andere Kulturen wie Sojabohnen ausweichen. Damit sind auch eher Gewinne zu erzielen, da die Produktionskosten niedriger sind.
In der Ukraine werden die Weizen- und Maisernten wohl kleiner als im Vorjahr ausfallen. Ungünstige Startbedingungen im letzten Herbst und eine kleinere Anbaufläche werden vom Beratungsunternehmen UkrAgroConsult dafür verantwortlich gemacht.

25.03.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe von Fondsgesellschaften, ein zuletzt festerer US-Dollar zum Euro sowie Spreadaktivitäten gegenüber dem Mais ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Verbesserte Ratings in einigen US-Weizenanbaugebieten erhöhten den Abwärtsdruck.
„The Mosaic Company“, schätzt die US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres. Die März-Prognose des USDA lag bei 56,8 Mio. Acres. Für Russland werden in der kommenden Woche dringend benötigte Niederschläge vorhergesagt. Ein Unternehmen aus dem Oman hat in einem Tenderverfahren 60.000 Tonnen Mahlweizen russischer Herkunft zum Preis von $ 230,00/Tonne c&f gekauft.
Das ukrainische Analystenhaus UkrAgroConsult prognostiziert einen Rückgang der Weizenernte 2015 von 22,5 Mio. Tonnen (2014) auf 20,6 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester. Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee gerieten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris unter Druck und schlossen mit deutlichen Verlusten.

24.03.2015 EU-Weizenfuture der CME-Group / Starttermin steht noch nicht fest

Die CME Group teilte im Laufe einer Präsentation auf der Cereals Europe 2015 in Genf mit, dass ein Starttermin für den EU-Weizenfuture der CME noch nicht feststeht.
Erst wenn die Verhandlungen mit den französischen Lagerhaltern erfolgreich abgeschlossen sind, kann mitgeteilt werden, ob und wann der Kontrakt gehandelt werden kann, so Erik Hasham, Senior Director Agriculture and Alternative Products der CME.
Die CME hatte geplant, mit ihrem EU-Weizen-Future Ende April zu starten.

24.03.2015 Mosaik prognostiziert US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres

Das amerikanische Unternehmen „The Mosaic Company“, einer der größten Düngerhersteller der Welt, schätzt die US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres. Die Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums im März-Report lag bei 56,8 Mio. Acres.
Weitere Prognosen:
US-Maisanbaufläche: 89 Mio. Acres (USDA-März-Report: 90,6 Mio. Acres)
US-Sojabohnenanbaufläche: 85 Mio. Acres (USDA-März-Report: 83,7 Mio. Acres.)
Entstanden ist das Unternehmen „The Mosaic Company“ aus einer Fusion des Unternehmens IMC Global mit dem Düngergeschäft von Cargill im Jahre 2004.

24.03.2015 Oman kauft 60.000 Tonnen Weizen

Ein Mühlenunternehmen aus dem Oman hat in einem Tenderverfahren 60.000 Tonnen Mahlweizen russischer Herkunft zum Preis von $ 230,00/Tonne c&f gekauft. Der Tender war für Weizen russischer oder deutscher Herkunft mit einem min. Proteingehalt von 12,5 % ausgeschrieben. Die Lieferung soll zwischen dem 15. Juli und dem 15. August erfolgen. Quelle: Reuters

24.03.2015 UkrAgroConsult senkt Prognose der ukrainischen Weizen- und Maisernte 2015
Das ukrainische Analystenhaus UkrAgroConsult prognostiziert einen Rückgang der Weizenernte 2015 von 22,5 Mio. Tonnen (2014) auf 20,6 Mio. Tonnen.
Bei der Maisernte 2015 liegt die Prognose bei 23,0 Mio. Tonnen (2014: 25,9 Mio. Tonnen). 
Begründet werden die gesunkenen Prognosen mit ungünstigen Wetterbedingungen während der Aussaat im Herbst und mit einer kleineren Aussaatfläche. Quelle: Reuters
24.03.2015 Getreidemail

Der schwächere US-Dollar zum Euro, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie trockene Wetterausssichten in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektionen lagen mit 511.069 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 425.000 - 575.000 Tonnen. Das USDA meldet, dass sich 44% der Winterweizenbestände in Oklahoma in einem guten Zustand befinden (Vorwoche: 40%). In Texas liegt der Anteil bei 55% (Vorwoche: 51%) Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli (VM 2015/16) ausgeschrieben. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen den guten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben leicht nach. Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) prognostiziert die Weichweizenerträge 2015 in der EU auf 5,79 Tonnen/Hektar (-4,8% zum Vorjahr).

24.03.2015 CBoT-Weizenfutures stiegen gestern auf ein 5-Wochen-Hoch

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures geben heute Morgen, trotz der Befürchtungen auf anhaltend trockenes Wetter in den USA und Russland, etwas nach, nachdem sie gestern auf den höchsten Stand seit fünf Wochen gestiegen waren.
Die Weizenbestände in den USA werden etwas besser benotet, auch wenn in den kommenden Tagen in den Hard Red Winter-Anbauregionen nur wenige Niederschläge vorhergesagt werden. Daraus folgt, dass bis Ende März die Bodenfeuchte sinkt. Tobin Gorey, Direktor der Commonwealthbank of Australia gibt deshalb noch keine Entwarnung. In Oklahoma fällt das USDA-Weizenrating nun auf 44 % gut bis exzellent, von 40 % vor einer Woche. Texas meldet 55 % gut bis exzellent (Vw. 51 %).
Investment Funds kauften gestern 3.000 Lots Weizen.

24.03.2015 Algerien sucht Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli (Vermarktungsjahr 2015/16) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 25. März. Quelle: Reuters

23.03.2015 EU-Crop-Monitor
Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) prognostiziert die Weichweizenerträge 2015 auf 5,79 Tonnen/Hektar (-4,8% zum Vorjahr).
Die Prognose der Rapserträge 2015 liegt bei 3,24 Tonnen/Hektar (-9,4% zum Vorjahr)
Den gesamten Bericht finden Sie hier!
23.03.2015 Oman schreibt Weizentender aus

Ein Mühlenunternehmen aus dem Sultanat Oman hat einen internationalen Tender zum Kauf von 60.000 Tonnen Mahlweizen russischer oder deutscher Herkunft mit einem min. Proteingehalt von 12,5% ausgeschrieben. Gesucht wird Ware zur Lieferung zwischen dem 15. Juli und dem 15. August. Die Angebotsfrist endet am 24. März. Quelle: Reuters

23.03.2015 Bangladesch schreibt Weizentender erneut aus
Bangladesch´s staatlicher Gereideeinkäufer hat zwei Tender zum Kauf von insgesamt 100.000 Tonnen Weizen erneut ausgeschrieben. Die Angebotsfrist für beide Bieterverfahren ist der 8. April. Versendet soll innerhalb von 40 Tagen nach der Vertragsunterzeichnung, so  ein hochrangiger Beamter.
Die zuvor ausgeschriebenen Tender wurden frühzeitig geschlossen, da die Ausschreibungsbedingungen seitens der Bieter nicht erfüllt wurden.
Bangladesch plant im laufenden Vermarktungsjahr, das Ende Juni endet, 900.000 Tonnen Weizen zu importieren. Quelle: Reuters 
23.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Informa Economics reduzierte am Freitag in seinem Bericht die Prognose der gesamten US-Weizenanbaufläche auf 55,953 Mio. Acres (Vorjahr: 56,8 Mio.Acres). Davon entfallen 40,827 Mio. Ares auf Winterweizen (Jan.-Prognose = 40,452 Mio. Acres), 13,116 Mio. Acres auf Sommerweizen und 1,965 Mio. Acres auf Durum. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den guten Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Begrenzt wurde der Anstieg durch den starken Anstieg des Euro zum US-Dollar. Bei dem weiterhin hohen Exporttempo von europäischem Weizen hat die Exportnachfrage nach französischem Weizen zuletzt etwas nachgelassen.

23.03.2015 Weizenkurse steigen wegen trockenem Wetter und Dollarkurs

Der CBoT-Future auf SRW Weizen erreicht heute Morgen ein 5-Wochen-Hoch. In den USA und in Russland soll es in den kommenden 10 bis 15 Tagen trocken bleiben, sodass Investoren ihre Short-Positionen gegendecken. Der Tokioter Broker Kaname Gokon prognostiziert für diese Woche noch Weizenkurse über $5,40/Bushel .
Die Regenfälle der letzten Tage reichen bei weitem nicht aus. In den U.S. Plains war der Winter sehr kalt und zu trocken; lediglich in den letzten Tagen gab es einige Niederschläge. Für die kommenden 10 bis 15 Tage kündigen die Wetterfrösche wieder trockenes Wetter an.
In Russland wird die 2015er Getreideernte wohl kaum die offiziell vorhergesagten 100 Mio. Tonnen erreichen. In den maßgeblichen Exportregionen werden von großen Produzenten kleinere Erträge als im letzten Jahr erwartet.
Aufgrund der schleppenden Verkäufe für den physischen U.S. Weizen hatten Investmentfonds zu Beginn des Monats in größerem Umfang Short-Positionen in ihr Portfolio genommen, während gleichzeitig der U.S. Dollar auf den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt stieg.
In der letzten Woche verlor der U.S. Dollar aber wieder an Wert, nachdem die U.S. Bankenaufsicht Fed ein Ende der Niedrigzinsphase angekündigt hatte. Daraufhin überprüften die Fondsmanager ihr Portfolio.

23.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 17.03.2015 (CFTC)
Weizen:
Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 10.03. - 17.03. um 2.770 Kontrakte. Sie erhöhten aber auch ihre Short-Positionen um 2.908 Kontrakte. Mit 67.549 Netto-Short-Positionen (+ 138) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 17.03. weiterhin bearisch gestimmt.
Mais:
Erstmals seit Anfang Februar 2014 ist das Gros der institutionellen Anleger mit 37.030 Netto-Short-Positionen bearisch gestimmt. Die Long-Positionen wurden dabei um 3.941 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 65.749 erhöht.
Sojabohnen:
Die Long-Positionen wurden um 6.862 Lots reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 15.410 Lots erhöht. Der Bestand der Netto-Short-Positionen wurde somit um 22.272 Lots auf 39.686 Lots erhöht.
20.03.2015 CBoT Weizen handelt mit kräftigen Kursaufschlägen
Short-Abdeckungen beim Weizen sowie der schwächere US-Dollar zum Euro lassen die Weizennotierungen in Chicago gegenwärtig mit kräftigen Kursaufschlägen handeln.
 

 

20.03.2015 Informa Economics prognostiziert US-Weizenproduktion auf 2,144 Mio Bushel

Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US-Weizenproduktion 2015 von 2,166 Mrd. Bushel (Prognose vom 20.3.15) auf 2,144 Mio. Bushel gesenkt. Davon entfallen 1,497 Mio. Bushel auf den Winterweizen. 

20.03.2015 Matif Weizen Chartanalyse

Nachdem der Matif-Weizenkontrakt Mai 15 den Abwärtstrend verlassen hat, kam es zu weiteren technischen Käufen, die den Kurs in die Nähe der nächsten Widerstandslinie bei 196,5 Euro gebracht haben. Wenn sich der Anstieg weiter fortsetzt, wäre das nächste Kursziel die 200 Euro Marke. Sollte allerdings der Widerstand halten, könnte es nach dem schnellen Kursanstieg zu Gewinnmitnahmen kommen, die den Kurs unter 190 Euro drücken würden.

20.03.2015 Russland / noch keine Entscheidung über Ausweitung der Exportzölle auf Weizen
Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodorov erklärte gegenüber Jornalisten, dass die Entscheidung über eine mögliche Beibehaltung der Exportzölle auf Weizenlieferungen über den 30.06.15 hinaus noch nicht getroffen werden kann. Sie kann erst im Juni 2015 getroffen, wenn mehr Klarheit über die größe der russischen Getreideernte 2015 herrscht. Quelle: Reuters
20.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie ein schwächerer US-Dollar sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für minimale Kursgewinne. Verluste beim Kansas City- und Minneapolisweizen nach Prognosen über Niederschläge in den US-Plains begrenzten den Anstieg. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 534.800 Tonnen Weizen etwas über den Markterwartungen von 350.000 - 500.000 Tonnen.Institutionelle Anleger beließen ihren Anteil an Netto-Short-Positionen auf unverändertem Niveau. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures aufgrund technischer Käufe und einer guten weltweiten Nachfrage nach europäischem Weizen profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 780.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 23,702 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 21,866 Mio. Tonnen).

20.03.2015 Schwächerer U.S. Dollar stützt den Agrarkomplex an der CBoT

Der Fall des U.S. Dollar stützt den gesamten Agrarkomplex an der CBoT vorübergehend, der fundamentale bärische Unterton bleibt aber. Das meint Tobin Gorey, Direktor der Abteilung Agrarstrategien in der Commonwealth Bank of Australia.
Gestern und heute Morgen können sich die Kurse der CBoT-Weizenfutures leicht befestigen. Damit stiegen die Notierungen um 2 % seit Beginn der Woche. Mögliche Verluste durch anhaltende Trockenheit in den maßgeblichen Anbauregionen der USA verunsicherten die Manager der Fondsgesellschaften, die in der Woche vorsichtshalber einen Teil ihrer Short-Positionen abgaben.

19.03.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 780.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 49.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 23,702 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 21,866 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,187 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,272 Mio. Tonnen).
19.03.2015 Ägypten gehen harte Devisen aus – EBRD und FAO sollen helfen

Ägypten führt nach Aussage des Handelsministers Khaled Hanafi gegenwärtig Gespräche mit der Food and Agriculture Organisation (FAO) und der Europäischen Bank für Wiederaufbau (EBRD). Ziel ist die Reduzierung der Beschaffungskosten um $10/Tonne für Weizenimporte.
Das Land am Nil ist der weltgrößte Weizenimporteur; es leidet an stark schrumpfenden Devisenreserven und kann ohne finanzielle Hilfe die Weltmarktpreise für Weizen nicht mehr aufbringen.
Rund 40% der Ägypter sind abhängig von subventionierten Lebensmitteln, insbesondere Brot. Die Subventionierung von Weizen ist seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil der ägyptischen Politik. Dies ermöglicht Bäckereien, Brot zu subventionierten Preisen zu verkaufen.

19.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Short-Abdeckungen sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Markt nach der Pressekonferenz der US-Fed, in der Janet Yellen, Chefin der Notenbank, über eine "behutsame Straffung" der US-Geldpolitik ggf. ab Mitte des Jahres berichtete. Viele Experten rechneten mit einer strafferen Vorgehensweise.
Das U.S. Landwirtschaftsmagazin Farm Futures hat das Ergebnis seiner Umfrage zur Flächennutzung für 2015 veröffentlicht. Danach wollen U.S. Farmer auf 55,6 Mio. Acres bzw. 22,5 Mio. Hektar Weizen anbauen (Minus 2,1% zum Vorjahr). Chinesische Käufer importierten in den vergangenen Tagen insgesamt über 400.000 Tonnen Hoch-Protein-Weizen zur Lieferung im Mai. Gekauft wurde der Weizen hauptsächlich in Australien. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen nicht mehr von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und beendeten den Handel uneinheitlich.

19.03.2015 Entscheidung der Federal Reserve stimuliert Weizenkurse

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures erreichten heute Morgen mit $5,2/Bushel den höchsten Stand seit einem Monat. Nach der Entscheidung der Federal Reserve (Fed), ab Juni möglicherweise den Zinssatz anzuheben, schwächte sich der U.S. Dollar ab, was die Wettbewerbsfähigkeit von U.S. Weizen am Weltmarkt deutlich verbessert. Die U.S. Währung erlitt den größten Tagesverlust seit sechs Jahren.
Dabei haben sich die fundamentalen Daten nicht verändert. Trotz eines günstigeren Umrechnungskurs meiden die großen Einkäufer der Welt den U.S. Soft Red Winter – Weizen. China sucht derzeit aber Weizen in höherer Qualität, möglicherweise haben U.S. Exporteure damit eine bessere Chance.

18.03.2015 U.S. Umfrage: Mehr Sojabohne und weniger Mais geplant

Das U.S. amerikanische Landwirtschaftsmagazin Farm Futures hat das Ergebnis seiner Umfrage nach der Flächennutzung für 2015 veröffentlicht. Danach wollen die U.S. Farmer 87,25 Mio. acres (35,31 Mio. Hektar) (+4,2%) Sojabohnen säen, was einem neuen Flächenrekord entspräche. Dagegen wird die Mais Anbaufläche auf 88,34 Mio. acre (35,75 Mio. Hektar) um 2,5 % verkleinert. Das wäre die kleinste Maisanbaufläche seit 2010.
Der Sommerweizenanbau (ohne Durum) wird auf 13,4 Mio. acres (5,42 Mio. Hektar) geschätzt (Vj.13,025 Mio. acres). Der Durumanbau wird von 1,4 auf 1,6 Mio. acres (647.520 Hektar) ausgeweitet.
Die gesamte Weizenanbaufläche beläuft sich nach der Umfrage von 1.297 Farmern in 41 Staaten auf 55,6 Mio. acres (22,5 Mio. Hektar), was 2,1 % weniger als im Vorjahr entspricht. Davon waren 40,6 Mio. acres Winterweizen.
Der Sorghum Anbau beläuft sich auf 8,4 Mio. acres (3,4 Mio. Hektar). Das sind 18 % mehr als im Vorjahr. Die U.S. Exporteure verzeichneten in der zu Ende gehenden Vermarktungsperiode eine außerordentlich starke Nachfrage aus China.
Das USDA wird seine Flächennutzungsergebnisse am 31. März veröffentlichen. An der Umfrage nehmen dann 80.000 Farmer teil. Quelle: Reuters

18.03.2015 Chinesische Importeure kauften 400.000 Tonnen Hoch-Protein-Weizen
Chinesische Käufer haben in den vergangenen Tagen insgesamt über 400.000 Tonnen Hoch-Protein-Weizen (8 Vereinbarungen zu jeweils 50.000 Tonnen) zur Lieferung im Mai gekauft. Händler gehen davon aus, dass weitere Geschäfte folgen werden. Gekauft wurde der Weizen hauptsächlich in Australien sowie möglicherweise in Kanada und weiteren Ländern.
Die Käufe dienen überwiegend der Deckung des inländischen Verbrauches. China ist zwar der größte Produzent von Weizen. Die geernteten Qualitäten waren jedoch enttäuschend, sodass der Verbrauch von Hoch-Protein-Weizen, der u.a. zur Herstellung von Nudeln, Brot und anderen Backwaren benötigt wird, nicht aus eigener Produktion gedeckt werden kann. Zuletzt kaufte China im Januar über 120.000 Tonnen Hoch-Protein-Weizen. Quelle: Reuters
18.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Zugewinnen der letzten zwei Wochen, eine starke Exportkonkurrenz auf dem Weltmarkt sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen.
Südkoreas größter Futtermittelhersteller NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen von internationalen Tenderverfahren 53.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. 
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer.
Trotz der negativen Vorgaben aus Übersee zeigten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris relativ robust und die Kurse legten leicht zu. Der europäische Markt profitiert in dieser Saison von den guten Weizenexportgeschäften. Unterstützt wird die Entwicklung durch den kontinuierlichen Rückgang des Euro zum US-Dollar seit etwa einem Jahr, der zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil von europäischen Herkünften beiträgt.

18.03.2015 Ungünstige Wetterbedingungen für U.S.-Weizen

Chicago-Weizenfutures gaben gestern in Konzert mit Mais- und Sojabohnenfutures kräftig nach und befinden sich nun an der Unterkante einer aufsteigenden Trendlinie. Fondsgesellschaften waren die großen Verkäufer. Fortwährende Bedenken wegen ungünstiger Wetterbedingungen in den U.S. Weizenanbauregionen bieten Unterstützung.

17.03.2015 Russlands / Zustand der Wintergetreidebestände
Russlands Wintergetreidebestände befinden sich nach dem trockenen Herbst in einem schlechteren Zustand als im letzten Jahr, als eine Rekordernte von 105 Mio. Tonnen Getreide eingefahren wurde. Das teilte der Vorstandsvorsitzende des nationalen Wetterdienstes Hydrometcentre, Roman Vilfand, am heutigen Dienstag mit.
In der letzten Bewertung der Bestände vor der Winterruhe lag der Anteil der Pflanzen, die sich ein einem schlechten Zustand befinden, bei 16%. Zur selben Zeit vor einem Jahr bewertete man den Anteil auf maximal 4%.
Das Analystenhaus SovEcon wird seine erste Schätzung des Jahres 2015 in der kommenden Woche veröffentlichen. Vorabschätzungen zufolge könnte der Anteil der Auswinterungsverluste bei 11 – 12% liegen, was eine signifikante Verbesserung darstellen würde.
Russland ist einer der größten Weizenexporteure weltweit und bedient u.a. Destinationen in Nordafrika und dem Mittleren Osten. Im vergangenen Jahr erntete Russland etwa 105 Mio. Tonnen Getreide. Für 2015 liegen die letzten Prognosen bei bis zu 100 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
17.03.2015 Südkoreas NOFI kaufte Mais und Futterweizen

Südkoreas größter Futtermittelhersteller NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen von internationalen Tenderverfahren 206.000 Tonnen Mais und 53.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Gesucht wurde Körnermais zur Versendung im Oktober und Futterweizen zur Versendung im September. Quelle: Reuters

17.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, trockene Wetterbedingungen in den südlichen US-Weizenanbaugebieten sowie ein etwas schwächerer US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Gewinnen schließen. 41% der Winterweizenbestände im Bundesstaat Kansas befinden sich dem USDA zufolge in einem guten bis sehr guten Zustand (Vorwoche 46%). In Oklahoma liegt der Anteil bei 40% (Vorwoche: 42%). Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 519.592 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Im europäischen Teil Russlands hat ungewöhnlich warmes Wetter zu einem frühen Start der Aussaat von Sommergetreide geführt. Allerdings mehren sich auch die Sorgen aufgrund der zu niedrigen Bodenfeuchtigkeit.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse schlossen auf allen Terminen mit grünen Vorzeichen.

17.03.2015 CBoT-Weizen im Aufwärtstrend

Der Chicago-Weizen steigt heute Morgen auf ein dreieinhalb-Wochen-Hoch. Trockenheit stresst die U.S.-Wintergetreidebestände. Wetterbesserung ist nicht in Sicht. Deshalb glaubt auch der Tokioter Broker Okato Shoji, dass die CBoT-Futures noch weiteres Aufwärtspotential haben.
In Kansas wurde der Winterweizen nur noch zu 41 % auf gut bis exzellent eingestuft, gegenüber 46 % in der Vorwoche. In Oklahoma sank die beste Bewertung von 42 auf 40 %.

16.03.2015 Ukraine / Getreidebestände per 1. März 2015
Die Getreidebestände der Ukraine lagen per 1. März 22% über den Beständen vor einem Jahr. Das teilte die staatliche Statistikbehörde der Ukraine mit.
Die Bestände der mittleren und großen landwirtschaftlichen Unternehmen betrugen:
6,2 Mio. Tonnen Weizen
1,6 Mio. Tonnen Gerste
10,7 Mio. Tonnen Mais.
Die Bestände der kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen wurden nicht berücksichtigt.
2014 erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Der Eigenverbrauch liegt bei 26 Mio. Tonnen. Für das Vermarktungsjahr 2014/15 (Juli-Juni) liegt das Exportziel bei bis zu 37 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
16.03.2015 DIW-Studie zur Finanztransaktionssteuer

Ein Gutachten des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das im Auftrag der SPD-Fraktion erstellt wurde, kommt zum Ergebnis, dass Deutschland maximal 45 Mrd. Euro aus der geplanten Finanztransaktionssteuer einnehmen würde. Für Frankreich springen 36 Mrd. Euro und für Italien maximal 6 Mrd. Euro heraus.
Dieses Steuerprojekt wird nur von elf EU-Staaten befürwortet, darunter Deutschland, Frankreich und Italien. Großbritannien und Schweden verhinderten durch ihr Veto die Eiführung in der gesamten EU. Bisher ist zudem umstritten, für welche Finanzprodukte die Steuer erhoben werden soll und wie hoch die angelegten Steuersätze sein sollen.
Im Gespräch sind Aktien und Anleihen, die mit 0,1 % des Kaufpreises besteuert werden sollen, sowie Termingeschäfte deren Steuersatz auf 0,01 % des Nominalwertes angedacht sind. Das ist das Modell der EU-Kommission. Die Transaktion eines Weizenfuture am Pariser Matif, der einen Nominalwert von 9425 € hat (entsprechend 189,50 €/Tonne) würde dann mit 0,9425 € belastet.

16.03.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen, der starke US-Dollar gegenüber dem Euro, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago schwächer schließen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich. Der Maitermin 2015 legte minimal zu, während die Termine der neuen Ernte leicht nachgaben. Ungewöhnlich mildes Winterwetter in Westeuropa hat hervorragende Voraussetzungen für die Getreideernte 2015 geschaffen. In Frankreich, dem größten Weizenproduzent der europäischen Gemeinschaft, werden die Weizenbestände von FranceAgriMer zu 91% als exzellent eingestuft. Auch in Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, sind die Voraussetzungen gut. Die Pflanzen haben sich seit dem milden Herbst schon weit entwickelt. Die deutsche Winterweizenfläche wurde um 2,8% auf 3,24 Mio. Hektar ausgeweitet.

16.03.2015 CBoT-Weizenkurs: schwacher Start in die Handelswoche

Der Weizenfuture am CBoT fällt in der Nachtbörse zur Stunde um 1 % auf ein sechs-Tage-Tief. Ursache ist der starke US-Dollar wobei zu wenige Niederschläge in den US-Anbaugebieten höhere Verluste vermeiden helfen.
Der US-Dollarindex gegenüber einem Korb der bedeutendsten Währungen der Welt ist mit 100,42 auf ein 12-Jahres-Tief gestiegen. In den US-Plains werden laut dem U.S. National Weather Service ab Übermorgen leichte Regefälle erwartet, die Niederschlagsmenge wird aber nicht ausreichen, um die Bedenken vor Ertragseinbußen zu zerstreuen. Deshalb bleiben die Kursverluste beim CBoT-Weizenfuture limitiert, glaubt Tobin Gorey, Agrarstratege in der Commonwealth Bank of Australia. Zumal bis zum Ende des Monats keine weiteren Niederschläge vorhergesagt sind.

16.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 10.03.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 03.03. - 10.03. um 3.376 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 7.620 Kontrakte. Mit 67.411 Netto-Short-Positionen (+ 10.996) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 10.03. bearisch gestimmt.
Um 17.533 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 10.03. hielten institutionelle Anleger 32.660 Netto-Long-Positionen.
Bei den Sojabohnen wurde der Bestand von 3.777 Netto-Long-Positionen in 17.414 Netto-Short-Positionen gedreht.
13.03.2015 DRV prognostiziert niedrigere deutsche Weizenernte 2015
In seiner ersten Schätzung des Jahres prognostiziert der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) das Ergebnis der deutschen Getreideernte 2015 auf 49,59 Mio. Tonnen. Das Ergebnis läge damit zwar 4,6% hinter dem Vorjahresergebnis, der Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre würde jedoch mit einem Plus von 7,4% deutlich übertroffen. Die Ertragserwartungen des DRV liegen mit etwa 75 dt/ha über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 71 dt/ha.
Bei der Weizenernte 2015 geht der DRV von einem Ergebnis von 26,657 Mio. Tonnen aus (-4,1% zur Ernte 2014). Die Ertragserwartungen liegen mit 80,6 dt/ha 6,6% niedriger als das Ergebnis der Ernte 2014 (86,6 dt/ha).
Die Prognose der deutschen Winterrapsernte fällt mit 5,20 Mio. Tonnen 16,6% geringer als das Vorjahresergebnis aus. Gründe dafür sind eine um 5,9% gesunkene Anbaufläche von 1,31 Mio. Hektar und niedrigere Ertragserwartungen von 39,4 ha/dt. (-12,1%).
Der DRV aktualisiert seine Ernteprognose bis einschließlich August monatlich.
13.03.2015 Große Weizenernte in der EU zu erwarten

Ungewöhnlich mildes Winterwetter in Westeuropa hat hervorragende Voraussetzungen für die Getreideernte 2015 geschaffen. Zwar sind immer noch Frostschäden möglich, aber das Gefahrenpotential nimmt täglich ab.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzent der europäischen Gemeinschaft, werden die Weizenbestände von FranceAgriMer zu 91 % als exzellent eingestuft. Das sind 16 % mehr als im März 2014 für die Ernte 2014 geschätzt wurde. Der Agrarberater ODA schätzt die französische Getreideernte 2015 wie im Vorjahr auf 37,5 Mio. Tonnen. Die Anbaufläche wurde allerdings um 2,6 % erhöht.
Auch in Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist die Wahrscheinlichkeit von für Winterweizen schädlichem Frost ab März gering. Die Pflanzen haben sich seit dem mildem Herbst schon weit entwickelt. Die deutsche Winterweizenfläche wurde um 2,8 % auf 3,24 Mio. Hektar ausgeweitet.
Großbritannien ist der drittgrößte Weizenproduzent der EU. Von Süd nach Nord sieht alles bestens aus, sagt der britische Bauernverband. In England und Wales fiel die Anbaufläche um 7 % auf 1,69 Mio. Hektar. Dafür wird der Anbau von Sommergetreide zunehmen. Das ist die Folge von verstärktem Aufkommen von Ackerfuchsschwanz im Wintergetreide. Mit der Ausweitung von Sommergetreide erfüllen die Briten außerdem die EU-Pläne zur Ausweitung der Biodiversität.
Auch in Polen habe sich das Wurzelwerk t der Weizenbestände bereits sehr gut entwickelt. Die Anbaufläche im viertgrößten Weizenanbauland der EU wurde um 2 % auf 2,38 Mio. Hektar aufgestockt. Quelle: Reuters

13.03.2015 Großbritannien exportierte im Januar 137.378 Tonnen Weizen
Die Exporte Großbritanniens beliefen sich im Januar auf 137.378 Tonnen (Dezember: 224.881 Tonnen). 52.250 Tonnen Weizen wurden im Januar nach Algerien exportiert.
Insgesamt belaufen sich die Weizenexporte Großbritanniens im aktuellen Vermarktungsjahr auf 1,076 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1,07 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
13.03.2015 UN kauft 30.000 Tonnen Weizen für Äthiopien

Die UN-Hilfsorganisation hat 30.000 Tonnen Weizen europäischer Herkunft zur Lieferung an Äthiopien gekauft. Die Versendung soll im April vom bulgarischen Schwarzmeerhafen Varna erfolgen. Quelle: Reuters

13.03.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse schlossen infolge technischer Käufe sowie zu trockener Wetterbedingungen in Teilen Kansas und Oklahomas, den Hauptanbauregionen für Hard-Red-Winter Wheat, mit guten Gewinnen. Mit insgesamt 493.200 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse auf nahezu unverändertem Niveau. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von sehr hohen EU-Weizenexporten sowie den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 1,594 Mio. Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 22,922 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 21,330 Mio. Tonnen). Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte seine Prognose der EU-Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2015/16 um 2,5 Mio. Tonnen auf 30,0 Mio. Tonnen.

13.03.2015 Short-Abdeckungen treiben CBoT-Weizenkurse

Der CBoT-Weizen strebt heute auf seinen größten Wochengewinn seit November zu. In den US-Weizenanbaugebieten herrschen ungünstige Wetterbedingungen und es gibt Befürchtungen, dass die Getreideerträge leiden werden.
Der Hard Red Winter (HRW) braucht jetzt dringend Niederschläge aber die Wettervorhersage gibt das nicht her. Die Temperaturen sind hoch genug, dass das Wachstum beginnt aber die fehlende Bodenfeuchte verringert das Ertragspotential. In den Hauptanbaustaaten für HRW, Oklahoma und Kansas, zeigt der Trockenheits-Monitor schon jetzt moderate Trockenheit – und Regen ist nicht in Sicht. Zur gleichen Zeit fielen im Mississippi- und Ohio-Delta zu viel Niederschlag und darunter leidet der Soft Red Winter (SRW).
Fondsgesellschaften halten große Mengen Short-Positionen, die derzeit abgedeckt werden und damit den Preisanstieg antreibt. Alleine gestern haben institutionelle Anleger 5.000 Lots gekauft.

12.03.2015 EU importiert in dieser Woche 42.960 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine

Die Europäische Union hat in dieser Woche L 42.960 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine importiert. Der Handel erfolgt im Rahmen eines Abkommens zwischen der EU und Kiew. Dies erlaubt eine jährliche zollfreie Weizeneinfuhr in Höhe von 950.000 Tonnen. Quelle: Reuters

12.03.2015 CBoT Weizen handelt mit kräftigen Aufschlägen

Technische Käufe sowie Sorgen um die Trockenheit in den Southern Plains lassen die Weizennotierungen in Chicago mit kräftigen Aufschlägen handeln. Quelle: Reuters

12.03.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 1,594 Mio Tonnen Weizen und Importlizenzen für 54.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 22,922 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 21,330 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,138 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,264 Mio. Tonnen).
12.03.2015 Indonesiens Weizenimporte steigen um 5 %

Indonesien wird in diesem Jahr nach Einschätzung aus Handelskreisen 5 % mehr Weizen importieren als in 2014. Die Importe steigen dann auf 7,8 Mio. Tonnen. Das asiatische Land mit 240 Mio. Einwohnern ändert seine Essensgewohnheiten und produziert zudem Gebäck und Nudeln für den Export. Im letzten Jahr importierte Indonesien 7,432 Mio. Tonnen Weizen.
Die diesjährige Weizen Importmenge wird seit 2010 die größte Menge sein. Der Bedarf steigt aufgrund einer wachsenden Bevölkerungszahl sowie dem Trend zu westlichen Verzehrgewohnheiten. Indonesien baut selber gar keinen Weizen an, muss also alles importieren. Traditionelle Lieferanten sind Australien, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika. Die politischen Spannungen zwischen Indonesien und Australien wegen zwei zum Tode verurteilte australische Drogendealer sowie der Uneinigkeit über den Status von Osttimor wird nach Einschätzung von Händlern keinen negativen Einfluss auf die Handelsströme haben.
Indonesien importiert darüber hinaus regelmäßig Weizenmehl aus der Türkei. Da die beiden Staaten derzeit Handelsstreitigkeiten austragen, sind die Importe von dort zuletzt zurückgegangen. Quelle: Reuters

12.03.2015 Bangladesch kauft 100.000 Tonnen Weizen
Bangladesch hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Weizen gekauft. Verkäufer war Glencore.
Gekauft wurden 50.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 10% zum Preis von $244,25/Tonne CIF liner out sowie 50.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zum Preis von $261,25/Tonne CIF liner out
Die Versendung erfolgt innerhalb von 40 Tagen nach Vertragsunterzeichnung. Quelle: Reuters
12.03.2015 Matif Weizen Chartanalyse

Der Matif-Weizenkontrakt Mai 15 bewegt sich in einer engen Spanne seitwärts in Richtung der Abwärtstrendlinie. In den nächsten Tagen muss sich nun entscheiden, ob der Kurs die Trendlinie oder die Unterstützungslinie bei 185 Euro durchbricht. In dieser Dreiecksformation ist ein Ausbruch nach unten wahrscheinlicher und würde dann weitere technische Verkäufe nach sich ziehen. Bei einem Kursanstieg über die Trendlinie wäre der nächste Widerstand bei 192 Euro. 

12.03.2015 FranceAgriMer reduziert Prognose der EU-Weizen-Exporte
Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduziert seine Prognose der EU-Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2015/16 um 2,5 Mio. Tonnen auf 30 Mio. Tonnen.
Das Unternehmen begründet die Reduzierung mit  dem niedrigem Rohölpreis, der aufgrund geringerer Verkaufserlöse zu Kaufkraftverlusten  der importierenden Staaten in Nordafrika und dem Mittleren Osten geführt hat. Mit 30,0 Mio. Tonnen läge das Exportvolumen knapp über dem Vorjahresergebnis von 29,3 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
12.03.2015 FranceAgriMer erhöht Prognose der französichen Exporte außerhalb der EU
Das französische Analystenhaus FranceAgriMer erhöhte seine Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union zum fünften Mal infolge auf nun 10.4 Mio. Tonnen (Februar: 9,8 Mio. Tonnen). Zum Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das Ergebnis allerdings ein Rückgang um 15%.
Bei den Weizenexporten innerhalb der EU rechnet FranceAgriMer mit einem Rückgang um 400.000 Tonnen auf 7,5 Mio. Tonnen.
Für den inländischen Verbrauch von Weizen für die Tierverfütterung setzt FranceAgriMer aktuell einen Verbrauch von 4,4 Mio. Tonnen an. (Februar: 4,5 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weizenendbestände zum Ende der aktuellen Vermarktungsperiode wurde mit 3,6 Mio. Tonnen unverändert zum Vormonat belassen. Damit lägen die Endbestände um 52,5% höher als zum Ende der Vermarktungsperiode 2013/14.
Die gute Exportnachfrage nach französichen Weizen führt FranceAgriMer auf den schwachen Euro zum US-Dollar, den russischen Exportbeschränkungen sowie einer ungewöhnlich starken Nachfrage nach Futterweizen aus dem asiatischen Raum zurück.
Beim Mais wurde die Prognose der Endbestände des laufenden Vermarktungsjahres aufgrund gestiegener Erwartungen von Exporten außerhalb der EU von 4,15 Mio. Tonnen im Februar auf 4,0 Mio. Tonnen reduziert.
Reduziert wurde auch die Prognose der Braugersten-Endbestände 2014/15, ebenfalls hauptsächlich aufgrund gestiegener Erwartungen der Exporte außerhalb der EU. Sie liegt mit 1,45 Mio. Tonnen um 250.000 Tonnen niedriger, als im Vormonat. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg der Endbestände um 39%. Quelle: Reuters
12.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie trockene Wetterbedingungen in einigen US-Weizenanbaugebieten sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Kurssteigerungen.
Südkoreas Daehan Flour Mill kaufte im Rahmen eines Tenderverfahrens 47.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Lieferung im August. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 126.000 Tonnen Weichweizen ausgeschrieben. Russland könnte noch 5 Mio. Tonnen Getreide bis zum Ende des Vermarktungsjahres exportieren. Das sagte ein Sprecher des russischen Agrarministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Bisher wurden 25 Mio Tonnnen Getreide exportiert. Das Vermarktungsjahr endet am 30. Juni.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
Am Pariser Matif folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse legten auf allen Terminen zu.

12.03.2015 Trockenheit in der US-Plains treibt Anleger aus ihren Short-Positionen

US-Weizenfutures steigen heute Morgen den fünften Handelstag in Folge an. Mögliche Ertragsverluste durch trockenes Wetter in den US-Anbauregionen treiben die Spekulanten aus ihren Short-Positionen. Nach dem Ende der Winterruhe benötigt der Weizen jetzt feuchte Böden. Gestern reduzierten die institutionellen Anleger ihre Short-Positionen um weitere 3.000 Lots.
Die Wochenvorschau der Meteorologen kündigen noch keinen Regen in den Plains an, sodass Analysten davon ausgehen, dass die Befürchtungen der Marktbeteiligten erhalten bleiben und die Terminmarktpreise weiter steigen können. Nun ist der Kurs des CBoT-Weizens in den letzten fünf Sitzungen bereits um vier Prozent angestiegen, weil die Händler sich gegen die Gefahr von kleineren Erträgen absichern. Die Kurse waren aber so stark verfallen, weil es eine reichliche globale Versorgung mit Getreide gibt.

11.03.2015 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 126.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 12. März. Die Ware soll in mehreren Lieferungen zu unterschiedlichen Terminen je nach Herkunft im April oder im Mai geliefert werden. Quelle: Reuters

11.03.2015 Weizen: Rumänien erwartet erneut eine Rekordernte

Rumäniens Weizenernte kann auch in 2015 das gute Ergebnis aus 2014 wiederholen, das zumindest erwarten Landwirte und Händler des Landes. Rumänien hat sich in der laufenden Vermarktungssaison neben Frankreich, den USA, Russland und der Ukraine in die Reihe der Schwergewichte für den Top-Importeur Ägypten eingegliedert.
Trotz einiger Ausfälle aufgrund von vereinzelten schweren Regenfällen hat die jetzt heranwachsende Getreideernte das Potential für 7,4 Mio. Tonnen, wie im Vorjahr. Die Boden- und Wetterverhältnisse sind derzeit weitestgehend optimal. Von den 2 Mio. Hektar, auf denen Weizen gesät wurde, soll der inländische Konsum von 3,5 Mio. Tonnen bedient werden. Der Rest kann dann in den Export fließen. Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Exporterwartung für Europa mit 29,3 Mio. Tonnen deutlich erhöht (+2,1 Mio. Tonnen in der letzten Prognose), zumal Russland und die Ukraine weniger als zuletzt anbieten werden. Quelle: Reuters

11.03.2015 Russland prüft Erleichterungen beim Importbann auf Lebensmittel
Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodoro teilte der Nachrichtenagentur Interfax in einem Interview mit, dass sein Ministerium Erleichterungen beim Einfurverbot auf Lebensmittel für eine Reihe von Staaten der Europäischen Union prüft. Der Bann wurde im vergangenen Jahr von Russlands verhängt und war die  Anwort auf die vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland aufgrund deren Rolle im Konflikt mit der Ukraine.Fyodorov teilte überdies mit, dass sein Ministerium keine Veränderungen in Bezug auf Exportzölle für Weizenexporte erwägt. Die Weizenexporte 2015 schätzt Fyodorov auf bis zu 25 Mio. Tonnen.
11.03.2015 Allendale Prognose zur US-Ernte 2015

US-Landwirte werden ihre Anbaufläche für Sojabohnen einer Prognose des Brokerhauses Allendale zufolge in diesem Frühjahr auf ein Rekordniveau von 86,052 Acres (Vorjahr: 83,701 Mio. Acres) ausweiten.
Die Ausweitung der Anbaufläche geht demnach zulasten von Mais, dessen Anbaufläche auf 88,508 Mio. Acres (Vorjahr: 90,597 Mio. Acres) sinken könnte.
Für den Weizen prognostiziert Allendale eine leicht gesunkenen Anbaufläche von 56,678 Mio. Acres (Vorjahr: 56,822 Mio. Acres). Die Schätzungen basieren auf eine Umfrage unter Landwirten in 30 Bundesstaaten. Basierend auf Prognosen zu Anbauflächen und Erträgen schätzt Allendale die US-Erntemengen 2015 wie folgt:
13,393 Mrd. Bushel Mais
3,858 Mrd. Bushel Sojabohnen
2,210 Mio. Bushel Weizen.
Quelle: Reuters

11.03.2015 private südkoreanische Mühle kaufte 47.000 Tonnen Weizen

Südkoreas Daehan Flour Mill kaufte im Rahmen eines Tenderverfahrens 47.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Lieferung im August.
Gekauft wurden 42.700 Tonnen der Sorte Australian Standart White Wheat mit einem Proteingehalt von 10,3 - 11,0% zum Preis von $234,00/Tonne fob.
Weitere 4.300 Tonnen der Sorte Australian Hard Wheat mit einem min. Proteingehalt von 11,5% wurden zum Preis von $243,50 fob gekauft.
Verkäufer war das japanische Handelshaus Sumitomo. Quelle: Reuters

11.03.2015 Milling Wheat Nr. 2 deckt nur noch die Ernte 2017 ab

Die Euronext plant, seinen bewährten Weizenfuture „Milling Wheat Nr. 2“ vor der Ernte 2018 auslaufen zu lassen. Stattdessen bietet die Pariser Börse den kürzlich eingeführten Premium-Weizen-Kontrakt „Milling Wheat Nr. 3“ an, der allerdings einen ziemlich holprigen Start hingelegt hat.
Die Spezifikation des erfreulich liquiden Weizenfutures musste überarbeitet werden, nachdem die französische Weizenernte 2014 verregnet war und der Eiweißgehalt sowie die Fallzahl im Terminkontrakt konkret benannt werden sollten. Der Milling Wheat Nr. 3 wird aber auch als Pariser Antwort auf das Ansinnen des Rivalen CME gesehen, die ebenfalls einen Weizenfuture für Europa einführen will.
Nach dem letzten Handelstag des März-15-Futures gestern, soll entgegen früheren Verlautbarungen der Börse nun doch noch der März-18-Termin als Milling Wheat Nr. 2 aufgelegt werden. Die Marktteilnehmer sollen sich selber für den einen oder den anderen Kontrakt entscheiden können. Die Börsendirektion in Paris erwartet aber, dass letztendlich der Kontrakt mit den meisten Lieferpunkten angenommen werde. Neben der höheren Qualität unterscheidet sich der neue Kontrakt auch darin, dass mehr Lieferorte, beispielsweise auch an der Atlantikküste, autorisiert sind. Im alten Kontrakt werden keine weiteren Lieferorte mehr zugelassen.
Die Börse wird keinen Milling Wheat Nr. 2 für September 2018 mehr auflegen. Die Euronext stellt fest, dass es Zeit benötige, bis sich der Markt an die neuen Kontrakte gewöhnt habe. Der drei-jährige Vorlauf sollte aber genügen, da es relativ wenige Forward-Kontrakte im Kassamarkt gäbe, die so weit reichen und in denen die Börsennotierungen zur Preisfindung dienen.
Händler sagen, dass es für den neuen Kontrakt noch keinen Bedarf gibt, da auch noch keine physischen Geschäfte darauf abgeschlossen wurden. Für die Fälligkeiten September-15 und Dezember-15 gibt es zudem noch keine Notwendigkeit, es sei denn es gibt im Sommer die gleichen Wetterrisiken wie im Vorjahr.

11.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für moderate Kursaufschläge. Trockene Wetterbedingungen zum Ende der Winterruhe in Teilen der US-Plains übten zusätzlichen Druck auf die Notierungen aus. Der vom USDA veröffentlichte WASDE-Report zeigte keine bärischen Anzeichen. Mit 691 Mio. Bushel lag die Prognose der US-Weizenendbestände 2014/15 1 Mio. Tonnen niedriger, als die Februar-Prognose. Die durchschnittlichen Analystenschätzungen lagen bei 699 Mio. Bushel. Auch die Schätzung der weltweiten Weizenendbestände 2014/15 wurde reduziert, von zuletzt 197,85 Mio. Tonnen auf 197,71 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Heute Morgen zeigt sich die elektronische Nachtbörse fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee nicht profitieren und die Kurse gaben leicht nach. Der gestern ausgelaufene Frontmonat März 2015 musste noch einmal kräftige Verluste hinnehmen.

11.03.2015 Aufwärtstrend beim CBoT-Weizen könnte US-Exporte verlangsamen

Die Notierungen für die CBoT-Weizenfutures setzen auch heute Morgen ihren Aufwärtstrend am vierten Tag in Folge fort. Unterstützung kommt vom trockenen Wetter in einigen US-Anbauregionen. Im frühen Nachthandel wurde die 5-Dollar-Marke wieder überschritten. Die Marktentwicklung wird unterschiedlich bewertet, zumal von einer größeren Qualitätsweizenernte die Rede ist. Durch die Wetterdiskussion stiegen die Weizennotierungen inzwischen wieder um 4 %. Die festeren Kurse werden die ohnehin schwachen Exportaufträge noch verlangsamen. Im USDA-Bericht von gestern wurde die Exportprognose für die USA allerdings bei 900 Mio. Bushel belassen.

11.03.2015 IKAR: Russlands Exportpreise für Getreide der neuen Ernte 9 % unter Vorjahr

IKAR, eines der namhaftesten Beratungsunternehmen in der russischen Agrarwirtschaft, erwartet für die neue Getreideernte ab Juli einen Exportpreis, der 9 % unter dem aktuellen Preisniveau liegen wird. Dieser Einschätzung liegt die Erwartung der Regierung zugrunde, die von einer Getreideernte von über 100 Mio. Tonnen ausgeht. Damit soll in erster Linie der inländische Bedarf bedient werden. Außerdem will die Regierung die staatlichen Reserven aufstocken.
Am Schwarzen Meer werden für 12,5 %tigen Weizen der neuen Ernte Terminpreise von$205/Tonnen genannt. In der letzten Woche lag das Preisniveau noch bei $225/Tonne fob, in dieser Woche werden $213/Tonne genannt. Die Ernte beginnt in der Regel Ende Juni.
Der Preisrückgang wird mit dem Kursverfall des Rubels begründet. In diesen Tagen hat sich der Kurs zwar erholt, er notiert aber immer noch 47 % unter dem Niveau von 2014. Ende letzter Woche fielen die Preise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands um 75 Rubel auf 10.600 Rubel ab Verladestation. Der Preisrückgang wird mit dem geringeren Bedarf nach der Einführung eines Exportzolls auf Weizen am 1. Februar begründet. Der Getreideexport im März wird in einer Bandbreite von 1,2 bis 1,3 Mio. Tonnen erwartet. Davon werden 500.000 Tonnen Weizen aus Altverträgen sein. Seit Beginn des Vermarktungsjahres am 1. Juli 2014 hat Russland 24,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 19 Mio. Tonnen Weizen. Quelle: Reuters

10.03.2015 Pakistanische Exporteure verkauften 70.000 Tonnen Weizen

Exporteure aus Pakistan verkauften in den vergangenen Wochen im Rahmen eines neu aufgelegten Exportprogramms über 70.000 Tonnen Weizen. Die Käufers stammen aus Afganistan sowie aus Malaysia und Sri Lanka.
Pakistans Regierung kündigte im Januar an, Weizenexporte in einem Volumen von 1,2 Mio. Tonnen zu genemigen. Die Maßnahme solle dem Abbau von hohen Weizenbeständen aus staatlichen Subventionsprogrammen dienen.
2014 trat Pakistan aufgrund einer enttäuschenden Weizenernte mit einer Serie von großen Weizenkäufen am Importmarkt auf. Einige dieser Geschäfte wurden später allerdings storniert, nachdem lokale Lagerbestände höher ausfielen, als erwartet. Die gegenwärtige Abwesenheit von Russland am Exportmarkt könnte sich für Pakistan positiv auswirken. In den kommenden Woche erwarten Händler weitere Weizenexporte aus Pakistan. Quelle: Reuters

10.03.2015 Getreidemail

Short-Abdeckungen im Vorfeld des heutigen USDA-Reports (17:00 Uhr MEZ) sowie Gelegenheitskäufe nach den deutlichen Kursrückgängen der vergangenen Woche ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit guten Kursaufschlägen schließen. Prognosen für trockene Wetterbedingungen in den US-Plains zum Ende der Winterruhe sorgten für zusätzlichen Druck. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 376.210 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 350.000-500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit leichten Aufschlägen. Von den positiven Vorgaben aus Übersee und dem schwachen Euro konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Die EU-Kommission in Brüssel schätzt die EU-Weichweizenernte 2015/16 auf 141,5 Mio. Tonnen gegenüber der Rekordernte von 148,2 Mio. Tonnen im letzten Erntejahr. Die Exporte werden nach Einschätzung der Kommission auf 27,1 Mio. Tonnen fallen, gegenüber dem zu erwartenden Rekordexport von 31 Mio. Tonnen in dieser Vermarktungsperiode.

10.03.2015 Technische Kursbewegung beim CBoT-Weizen vor USDA-Report

Die CBoT-Weizenfutures handeln zur Stunde leicht fester gegenüber dem gestrigen Schlusskurs. Gestern stiegen die Notierungen um 1,6 % an, da sich Anleger und Fondsgesellschaften auf den USDA-Bericht vorbereiten, der heute Abend um 17:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird. Erste Auswertungen erhalten Sie kurz nach 17:00 Uhr hier.
Trotz dieser technischen Kursbewegungen, bewertet Phin Ziebell von der National Australia Bank heute Morgen die Lage am Weizenmarkt unverändert bärisch. Es gibt weiterhin ein reichliches Weizenangebot und als Käufer hat man viele Optionen. Nach einer Reuters-Umfrage wird erwartet, dass die Endbestände für 2014/15 heute vom USDA auf 699 Mio. Bushel geschätzt werden, gegenüber 692 Mio. Bushel vor einem Monat.

09.03.2015 CBoT Weizen handelt mit Kursaufschlägen

Short-Abdeckungen im Vorfeld des USDA-Reports sowie Gelegenheitskäufe nach den deutlichen Kursrückgängen der vergangenen Woche lassen die Weizenfutures in Chicago gegenwärtig mit Kursaufschlägen handeln. Quelle: Reuters

09.03.2015 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen die Weizennotierungen am Freitag ihren Handel in Chicago. Shorteindeckungen nach den deutlichen Verlusten der Vortage sowie Spreadaktivitäten gegenüber Mais konnten die vorderen Termine beflügeln, während die späten Fälligkeiten leichte Abschläge hinnehmen mussten. Russlands Getreideexporte fielen im Februar um etwa 1,2 Mio. Tonnen zum Vormonat Januar auf 1,0 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte betrugen 350.000 – 370.000 Tonnen und lagen damit ebenfalls deutlich hinter dem Vormonatsergebnis von 2,0 Mio. Tonnen. Das teilte das russische Analystenhaus SovEcon mit. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Gewinnen.
Nahezu unverändert schlossen am Freitag die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Nur der auslaufende Märzkontrakt gab mit 1,75 Euro/Tonne deutlich nach.

09.03.2015 Fondsgesellschaften positionieren sich vor USDA-Report

Die Kurse der Terminkontrakte auf CBoT-Weizen erholen sich heute Morgen aufgrund von Gewinnmitnahmen vor dem USDA-Report, der Morgen Nachmittag um 17:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird. Broker in Sydney meinen heute Morgen, dass die Weizenkurse inzwischen ziemlich niedrig sind und die Fondsgesellschaften wollen mit ihren umfangreichen Short-Positionen nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden. US-Weizen hat es aber immer noch schwer, Käufer zu finden, da Europa und hier insbesondere Frankreich und Deutschland die meisten Aufträge aus Nordafrika und dem Mittleren Osten erhalten. Der schwache Euro begünstigt diese Entwicklung noch. (1 Euro = 1,0854 USD)
Händler glauben allerdings, dass insbesondere die besseren Weizenqualitäten, wie Hard Red Winter oder Dark Northern Spring, inzwischen wettbewerbsfähig sind. Bereits am Freitag haben große Fondsgesellschaften ihre netto-Short-Positionen reduziert, wie die CFTC-Zahlen von heute Morgen ausweisen.

06.03.2015 Frankreich exportierte im Januar 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen
Frankreich exportierte im Januar 15 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen, davon gingen etwa 25.000 Tonnen an Mexiko. Insgesamt exportierte Frankreich im aktuellen Vermarktungsjahr 9,9 Mio. Tonnen Weizen. Im Vergleich zum Vorjahr (Juli-Januar) ist das ein Rückgang von 8%.
Profitieren konnte Frankreich vom schwachen Euro, der am heutigen Freitag auf ein 11 ½ Jahrestief viel, sowie von der fehlenden Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum. Darüber hinaus sorgten die derzeit niedrigen Frachtraten selbst bei weit entfernten Destinationen zu einer hohen Wettbewerbsfähigkeit.
Zu den Top-Destinationen Frankreichs zählen im aktuellen Vermarktungsjahr per Januar Algerien mit 311.000 Tonnen gefolgt von Ägypten mit knapp über 272.000 Tonnen.
Französische Exporte außerhalb der Europäischen Union lagen mit 5,3 Mio. Tonnen im aktuellen Vermarktungsjahr 23% unter dem Vorjahresniveau während Exporte innerhalb der Europäischen Union um 19% auf 4,7 Mio. Tonnen stiegen. Quelle: Reuters
06.03.2015 Russland / Getreide-Exporte

Russlands Getreideexport fielen im Februar um etwa 1,2 Mio. Tonnen zum Vormonat Januar auf 1,0 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte betrugen 350.000 – 370.000 Tonnen und lagen damit ebenfalls deutlich hinter dem Vormonatsergebnis von 2,0 Mio. Tonnen. Das teilte das russische Analystenhaus SovEcon mit. Das Unternehmen geht davon aus, dass weiterhin eine Reihe kleinerer Aufträge aus der Zeit vor der Einführung der Exportzölle abgewickelt werden müssen. Die Weizen- Exporte via Eisenbahn stiegen im Januar auf 803.000 Tonnen (Dezember 14: 773.000 Tonnen). Quelle: Reuters

06.03.2015 Private Einkäufer aus dem Iran auf der Suche nach Weizen

Private Firmen im Iran haben gestern 85.000 Tonnen Weizen in der EU (60.000 Tonnen) und der Schwarzmeerregion (25.000 Tonnen) gekauft. Das ist der erste Zukauf seit Wochen. Die Preise im Iran lassen auf einen weitaus größeren Zukaufbedarf schließen. Die letzten größeren Getreidelieferungen fanden Ende 2014 statt. Mit diesem Tender tariert der Iran den Markt aus.
Auch der iranische Staat hat einen größeren Bedarf, ob der allerdings auch bezahlen kann, hängt von dem Fortgang der Nuklearverhandlungen ab. Danach wird entschieden, ob die iranischen Banken wieder am internationalen Kapitalmarkt teilnehmen dürfen. Durch die westlichen Sanktionen nach dem Abbruch früherer Nuklearverhandlungen hatte der Iranische Staat es schwer, Auslandsgeschäfte zu erfüllen. Ende März sollen nun die Verhandlungen zwischen dem Iran und den Weltmächten in eine neu Runde gehen. Israel und die Republikaner im US-Senat sowie einige arabische Staaten sind gegen Zugeständnisse an den Iran. Ende Juni soll es zu einer Einigung kommen.
So lange bleibt der Iran selber vom Markt fern. Erst nach dem iranischen Neujahrsfest wird der Haushaltsplan unter Berücksichtigung niedrigerer Ölpreise erstellt. Davon sind aber die privaten Einkäufer nicht betroffen. Im Iran liegen die Weizenpreise derzeit bei $330/Tonne. Das ist deutlich mehr als am internationalen Markt, sodass sich Importe rechnen, die dann auch Mehlexporte ermöglichen. Iranische Müller exportieren jeden Monat ca. 150.000 Tonnen Weizenmehl an Länder wie dem Irak, Afghanistan, die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Golfstaaten. Deshalb bekunden private iranische Einkäufer großes Interesse an Weizen vom Weltmarkt. Quelle: Reuters

06.03.2015 Ukraine will neuen Darlehens- und Liefervertrag mit China

Die Ukraine wird im April eine Delegation nach China schicken, die einen neuen Abschluss unter anderem über Maislieferungen zum Ziel hat. Das sagte gestern der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gegenüber der Presse. Die Ukraine habe in dieser Saison einen im Jahre 2012 abgeschlossen Darlehensvertrag mit Getreidelieferungen erfüllt.
Die ukrainischen Maisexporte nach China beliefern sich in 2014 auf nahezu 1 Mio. Tonnen. Der Minister sieht die Möglichkeit, die Liefermenge zu verdoppeln. Daneben sollen auch Geflügelprodukte geliefert werden.
Die Ukraine wird in der Saison 2014/15 mit 16 Mio. Tonnen der viert-größte Maisexporteur der Welt sein. In der vorherigen Saison waren es laut dem IGC 19,9 Mio. Tonnen. Um die verloren gegangenen Umsätze mit Russland zu kompensieren, will die Ukraine den Handel auch mit der Europäischen Union ausweiten. Hierfür werden jetzt Gespräche über Lieferquoten in Bezug auf Weizen, Mais, Rapssaat sowie Fleisch aufgenommen.
Die Ukraine prognostiziert für 2014/15 einen Getreideexport in Höhe von 37 Mio. Tonnen, die Landwirte neigen aber dazu, ihre Getreidebestände so lange wie möglich zu halten, um sich vor der Abwertung des Hrywnja zu schützen. Deshalb könnten die Exporte auch niedriger ausfallen, da am Ende der Vermarktungsperiode durch einen Vermarktungsstau logistische Probleme wahrscheinlich sind.
Die Ukraine möchte zudem lieber höherwertige Produkte exportieren. Deshalb wurde auf Sonnenblumensaat eine Steuer erhoben, um lieber Sonnenblumen-Öl exportieren zu können. So kann im Land eine zusätzliche Wertschöpfung erfolgen, die Steuereinnahmen und Jobs ermöglichen.
Der Minister sagte, dass der Winter bisher eher mild war und dass in den letzten zwei Wochen auch genügend Regen gefallen war. Die Bodenfeuchte ist so gut wie in den letzten sieben Jahren nicht. Dadurch habe auch das Sommergetreide ein gutes Ertragspotential. Wintergetreide sei zu 82 % in guter Verfassung und nur 13 % seien gefährdet. Farmer könnten die Anbaufläche von Mais reduzieren, da die Betriebsmittel relativ hoch sind und die abgewertete Währung zu höheren Kosten führt. Dennoch geht die Regierung von einer stabilen Maisanbaufläche aus.

06.03.2015 Getreidemail

Der starke US-Dollar zum Euro, technische Verkäufe sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für abermals deutliche Abschläge. Die UN Landwirtschaftsorganisation hat in seinem gestern veröffentlichten Bericht die Erwartung für die weltweite Weizenernte 2015 nochmals um 3 Mio Tonnen auf nun 727 Millionen Tonnen angehoben. Auch die Prognose der weltweiten Weizenendbestände wurde mit 199 Mio. Tonnen um 6,5 Mio Tonnen erhöht. Mit insgesamt 507.600 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT fast unverändert. Am Pariser Matif konnten sich die Weizenfutures nicht den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 505.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 21,328 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,759 Mio. Tonnen).

06.03.2015 CBoT-Weizen: Größter Wochenverlust seit September

Der CBoT-Weizen notiert zur Stunde zwar etwas fester, das wird aber nichts daran ändern, dass die zu Ende gehende Woche den größten Wochenverlust seit September hinnehmen muss. Das weltweit große Angebot, sowie ein sehr fester US-Dollar drücken die Kurse.
Mai-Weizen Futures könnten in der kommenden Woche auf $4,6 fallen, sagt Kaname Gokon, Broker aus Tokio heute Morgen. US-Weizen findet keine Käufer, während Frankreich und Deutschland alle Aufträge aus dem Mittleren Osten und Afrika erhalten. Frankreich liefert sogar nach Asien, wie Bangladesch.

05.03.2015 EU importiert in dieser Woche 50.822 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine

Die Europäische Union hat in dieser Woche Lizenzen für den Import von 50.822 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine vergeben. Damit beläuft sich die Gesamtmenge in 2015 auf 264.434 Tonnen. Der Handel erfolgt im Rahmen eines Abkommens zwischen der EU und Kiew. Dies erlaubt eine jährliche zollfreie Weizeneinfuhr in Höhe von 950.000 Tonnen. Quelle: Reuters

05.03.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 505,000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 65.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 21,328 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,759 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,084Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,255 Mio. Tonnen).

05.03.2015 FAO erhöht Schätzung der weltweiten Weizenernte 2015

Die UN Landwirtschaftsorganisation hat in seinem heute veröffentlichten Bericht die Erwartung für die weltweite Weizenernte 2015 nochmals um 3 Mio Tonnen auf nun 727 Millionen Tonnen angehoben. Eine höhere Schätzung der kanadischen Ernte und der gute bis sehr gute Entwicklungsstand der Weizenbestände auf der nördlichen Erdhalbkugel sind die Gründe für die erneute Steigerung.
Auch die weltweiten Weizenendbestände wurden mit 199 Mio Tonnen um 6,5 Mio Tonnen nach oben geschraubt. Aufgrund der guten Versorgungslage und den daraus zu erwartenden Preisdruck fällt auch der Nahrungsmittelpreis-Index auf 179,4 Punkte. Der tiefste Wert seit 4,5 Jahren.
Einen ausführlichen Bericht finden sie hier.

05.03.2015 China erhöht seinen Etat für die Lebensmittelintervention um 33 %

Der chinesische Finanzminister teilte heute mit, dass sein Land in 2015 umgerechnet 24,66 Mrd. US für die Einlagerung von Getreide, Speiseölen und anderen Lebensmitteln ausgeben will. Der Betrag ist um 33 % höher als in 2014. Die Interventionspreise für Reis und Weizen bleiben auf dem gleichen Niveau von 2014 und die Getreideernte 2015 wird auf 550 Mio. Tonnen geschätzt.
Bei der Eröffnung der diesjährigen Sitzungssaison des Volkskongresses wurde bekannt gegeben, dass 667.000 Hektar Agrarland als Maßnahme zum Schutz der Umwelt in Wald oder Grünland umgewidmet werden sollen. Quelle. Reuters

05.03.2015 Südkorea kauft Futterweizen und Mais

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 40.000 Futterweizen optionaler Herkunft. Laut Händleraussagen liegt der Preis bei bei 217,65 $ pro Tonne C & F plus 1,25 Dollar pro Tonne Aufpreis für die Hafenentladung.
Außerdem hat die KOCOPIA 55.000 Tonnen Mais zu einem Preis von 199,75 $ pro Tonne C & F per Tender gekauft. Die Herkunft ist ebenfalls optional. Quelle: Reuters

05.03.2015 AMIS Market Monitor No. 26 / März 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. März finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 2. April 2015

05.03.2015 Ukrainische Winterweizenernte 2015 wird niedriger erwartet als im Vorjahr

Ukrainische Meteorologen schätzen die ukrainische Winterweizenernte zwischen 21 und 22 Millionen Tonnen. Im vergangenen Jahr lag die Erntemenge bei 24 Millionen Tonnen.
Die kleinere Erntemenge ergibt sich aus einem geringeren Ertrag von 3,3 Tonnen pro Hektar gegenüber 4,0 Tonnen im Vorjahr. Quelle: Reuters

05.03.2015 Getreidemail

Ein fester US-Dollar zum Euro, schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodorov schätzt die russische Getreideernte 2015 auf bis zu 100 Mio. Tonnen (2014: 104 Mio. Tonnen). Die letzte Prognose aus dem russischen Landwirtschaftsministerium, die am 4. Februar veröffentlicht wurde, lag bei 85,0 - 100,0 Mio. Tonnen Getreide. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $241,50/Tonne c&f. Die Versendung erfolgt in der zweiten Junihälfte.
Die e-CBOT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund des schwachen Euro trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich.

 

05.03.2015 Starker US-Dollar ist großes Problem für US-Weizenexporteure

Die Stärke des US-Dollar bleibt das größte Problem für die Preise des US-amerikanischen Weizens. Chicago-Weizen fällt auch heute Morgen weiter auf den tiefsten Stand seit dem 26.Februar, weil die Nachfrage nach dem SRW-Weizen dünn bleibt und die Vegetationsbedingungen in der Schwarzmeer-Region sich verbessern.
In den letzten internationalen Ausschreibungen konnte der US-Weizen kaum punkten. Die Europäer hatten immer die Nase vorn. Jetzt ist auch noch der Euro auf eine 11 ½-Jahres-Tief gesunken, weil die US-Wirtschaft boomt und die Wirtschaft in der Eurozone schwierig bleibt.
Im Süden Russlands hat indes die Feldbestellung für Sommerungen begonnen und die Ernteprognosen des Russischen Landwirtschaftsministeriums fallen jetzt höher aus, als zuletzt erwartet.

 

04.03.2015 Weizennotierungen in Chicago unter Druck

Der feste US-Dollar zum Euro sowie Russlands Prognose einer großen russischen Getreideernte 2015 setzen die Weizennotierungen in Chicago unter Druck. Quelle: Reuters

04.03.2015 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $241,50/Tonne c&f. Die Versendung erfolgt in der zweiten Junihälfte. Quelle: Reuters

04.03.2015 Argentiniens Farmer-Lobby protestiert gegen Fernandez’ Agrarpolitik

Farmer in Argentinien wollen drei Tage lang kein Getreide abliefern, um damit gegen die Exportquoten und andere bauernfeindliche Aktionen der Regierung Fernandez zu protestieren. Der Streik soll am 11. März starten und wird von den drei größten Farmerverbänden Argentiniens mitgetragen. Die Agrarpolitik der Regierung wird von der Bauernlobby abgelehnt, sagt der Vertreter des Landvolkverbandes, der den größten Teil der ländlichen Bevölkerung repräsentiert. Die Politik gefährdet die wirtschaftliche Lage der Farmer.
Die Regierung unter der Präsidentin Cristina Fernandez wurde bereits im Jahre 2008 von landesweiten Protesten der Farmlobby über Monate durchgerüttelt, was den Staatshaushalt einiges an Einnahmen kostete. Seither ist das Verhältnis zwischen Fernandez und der Agrarbranche angespannt. Fernandez kann zwar im Oktober nicht wiedergewählt werden, die Agrar-Lobbyisten wollen die drei Präsidentschaftskandidaten aber schon jetzt auf Zugeständnisse zu einer Agrar-freundlichere Politik bewegen.
Argentinien ist der weltweit drittgrößte Sojabohnenexporteur sowie der größte Exporteur von Sojaschrot. Die Regierung Fernandez erhebt einen Zollsatz von 35 % auf Soja-Exporte und beschränkt die Ausfuhrmengen von Mais und Weizen, um den Anstieg der nationalen Lebensmittelpreise zu begrenzen. Die Farmer beklagen eine Planungssicherheit für den Anbau.
Hohe Inflationsraten und ein wackliger Peso haben dazu geführt, dass Farmer immer mehr Getreide auf den Höfen horten. Das Hinterland von Buenos Aires, die Pampa, ist inzwischen mit den überdimensionierten weißen Siloschläuchen gesprenkelt. Quelle: Reuters

04.03.2015 Ein Drittel der staatlichen Weizenreserven für Moskau

Die russische Regierung hat eine Zuweisung von 400.000 Tonnen Weizen an die Metropole Moskau genehmigt, um den Weizenpreis in der 12-Millionen-Stadt unter Druck zu setzen. Abweichend von dem üblichen Procedere einer Ausschreibung hat sich die Regierung dazu entschlossen, mehr als ein Drittel der staatlichen Getreidereserven der Hauptstadt zuzuteilen, um die Inflation der Lebensmittelpreise zu begrenzen.
Der Präsident des russischen Bauernverbands Arkady Zlochevsky bezeichnete die Maßnahmen gegenüber Reporten als absurd. Der Weizen wird nun von der Moskauer Stadtverwaltung an lokale Müller zu Preisen verkauft, die unter dem Marktpreis liegen. Das ist gegenüber anderen Regionen unfair, sagt Zlochevsky.
Russland verfügt derzeit über 1,1 Mio. Tonnen staatliche Weizenreserven der Klassen III und IV. Die Getreidebestände des Handels und der Verarbeiter lagen in Moskau am 1. Januar 31 % unter denen vor einem Jahr. Noch bevor die Zuteilung an Moskau offiziell unterzeichnet wurde, haben Händler vorher geschlossene Verträge gekündigt. Sie erwarten, dass die zugeteilte Menge bis April ausreicht. Inländische Getreidepreise könnten jetzt signifikant unter Druck geraten, meint ein Mitarbeiter des Beratungsunternehmens IKAR. Bereits in der vergangenen Woche sind die Preis für Weizen der Klasse III gefallen, da der Rubelkurs sich erholt hatte und die Landwirte vor der Frühjahrsbestellung Getreide verkauft hatten, um Betriebsmittel kaufen zu können. Quelle: Reuters

04.03.2015 Ukraines Getreideexporte in dieser Saison höher erwartet

Die Ukraine hat im aktuellen Wirtschaftsjahr seit dem 1. Juli 24.7 Millionen Tonnen Getreide exportiert. Das ist die gleiche Menge wie im Vorjahr in diesem Zeitraum. Laut Aussage des Landwirtschaftsministeriums beinhaltet die Menge 9,3 Mio Tonnen Weizen, 11,4 Mio Tonnen Mais und 3,9 Mio Tonnen Gerste.
Das Ministerium erklärt, dass die Getreideexporte in dieser Saison auf 37 Mio Tonnen steigen könnten. Im letzten Jahr betrug die Gesamtmenge 32,8 Mio Tonnen.

04.03.2015 US-Dollar auf 11-Jahres-Hoch – Wettbewerbsfähigkeit des SRW schwindet weiter

Eine lustlose Nachfrage nach US-Weizen und die Aussicht auf eine höhere Produktion des Wintergetreides setzt die Weizennotierungen für den Soft Red Winter am CBoT wieder unter Druck.
US-Weizen ist einfach zu teuer für den Weltmarkt. Vor dem Hintergrund eines großen globalen Angebots kann der US-Weizen den internationalen Wettbewerb nicht bestehen. Alle reden von fallenden Preisen, meint der Ökonom Phin Ziebell der National Australia Bank heute Morgen in einem Statement.
Das reichlich große Weizenangebot am Weltmarkt gekoppelt mit einem sehr festen US-Dollar vergrößert den Nachteil des US-Getreides immer weiter und die Preise können sich nicht halten. Der US-Dollar bewegt sich zurzeit auf einem 11-Jahres-Hoch gegenüber allen maßgeblichen Währungen der Welt. Investoren warten auf frische Wirtschaftsdaten aus den USA und das Ergebnis einer Sitzung des Europäischen Zentralbankrates später in dieser Woche, um dem Markt neue Impulse zu geben. Quelle: Reuters

04.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe von Fondsgesellschaften und Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der Zustand der Winterweizenbestände in den Hauptanbauregionen der Vereinigten Staaten hat sich im Februar verbessert. Herabgestuft wurden allerdings die Bestände in den Bundesstaaten Kansas und Illinois, in denen der Anteil der Pflanzen, deren Zustand mit "gut" bis "sehr gut" bewertet wurde, um 2% zum Vormonat sank. Kasachstans Getreideexporte sanken im Zeitraum vom 1. Juli 2014 - 28. Februar 2015 auf 4,4 Mio. Tonnen. Im Vergleichszeitraum 1. Juli 2013 - 28. Februar 2014 lagen sie bei 6,0 Mio. Tonnen. Das private Analystenhaus Informa Economics erhöhte seine Prognose der indischen Weizenernte 2015/16 um 1,0 Mio. Tonnen auf 97,0 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die e-CBoT handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen leichte Zuschläge.

04.03.2015 Bangladesch sucht Weizen
Bangladeschs staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Weizen (2 x 50.000 Tonnen) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 15. März. Die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 1. März aufweisen. Die Lieferung soll 40 Tage nach Kontraktunterzeichnung erfolgen.
Noch offen ist eine Ausschreibung zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft, dessen Angebotsfrist am 3. Februar endete.Quelle: Reuters
03.03.2015 Euronext will Mais- und Gerstenfuture überarbeiten

Die Euronext Paris überlegt, seine zwei kleineren Terminkontrakte auf Mais und Braugerste zu überarbeiten, um sie für die Marktteilnehmer in ganz Europa attraktiver zu machen. Im vergangenen Jahr, gleich nach der Loslösung von dem Börsenbetreiber ICE im letzten Juni, hatte Europas führende Agrar-Terminbörse bereits diverse Änderungen seiner Finanzprodukte durchgeführt; darunter im Weizenkontrakt, dem Flaggschiff der Börse.
Für den Maiskontrakt bedeutet eine Änderung der Spezifikationen in erster Linie die Ausweitung der Lieferpunkte über Südwest-Frankreich hinaus. Als der Kontrakt im Jahre 1999 aufgelegt wurde, war Frankreichs Westküste der Hauptumschlagsplatz für Mais aus der Gemeinschaft. Inzwischen hat sich die EU nach Osten erweitert und das Handelszentrum für Mais hat sich auch weiter dorthin verlagert. Das Handelspotential wäre mit dieser Maßnahme weitaus größer, so Nicholas Kennedy. Der Maisanbau findet jetzt neben dem Osten Frankreichs auch im Norden Europas statt, wo viele Futtermittelhersteller angesiedelt sind, sowie an der Donau im Osten der EU.
Die Börse steht dabei vor der Herausforderung, einen einheitlichen Markt in verschiedenen Regionen abzubilden. Möglicherweise gibt es deshalb am Ende auch zwei Maiskontrakte an der Euronext.
Der derzeitige Maiskontrakt hat ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von 2.500 Lots von Futures und Optionen. Im Vergleich dazu werden täglich 40.000 Lots Weizenkontrakte sowie 8.000 Lots Rapskontrakte als Futures und Optionen umgeschlagen. Die Überarbeitung der Spezifikation soll noch in diesem Jahr stattfinden.
Der aktuelle Gerstenkontrakt ist als Braugerste (Bier- und Whiskyherstellung) spezifiziert. Seit seiner Einführung im Jahr 2010 hat er aber noch keine Liquidität aufgebaut. Jetzt denkt die Börse darüber nach, die Spezifikation in Futtergerste umzuwandeln. Bisher hatten Gerstenproduzenten sich über den Milling Wheat Nr. 2 abgesichert. Nach dessen Überarbeitung, die in den gestern eingeführten Milling Wheat Nr. 3 mündete, für den höhere Qualitätsstandards gelten, gibt es für einen Kontrakt auf Futtergerste eine größere Raum. Quelle: Reuters

03.03.2015 Infoma Economics / Ernteprognosen
Das private Analystenhaus Informa Economics erhöhte seine Prognose der indischen Weizenernte 2015/16 um 1,0 Mio. Tonnen auf 97 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
Brasilien
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 92,5 Mio. Tonnen (93,5 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion 2014/15: 72,4 Mio. Tonnen (72,85 Mio. Tonnen)
Argentinien
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 58,0 Mio. Tonnen (57,0 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion 2014/15: 23,5 Mio. Tonnen ( 23,0 Mio. Tonnen)
(Die in Klammern gesetzten Werte beziehen sich auf die vorherige Prognose)
03.03.2015 Matif Weizen Chartanalyse
Der Matif-Weizenkontrakt Mai 05 testet seit einigen Wochen immer wieder die Unterstützungslinie bei 185 Euro. Die Ausschläge nach oben sind zurzeit begrenzt durch die mittelfristige Abwärtstrendlinie. Beides zusammen, Unterstützung und Abwärtstrend, ergeben ein absteigendes Dreieck. Dadurch wird der Druck auf die 185er Marke täglich erhöht und ein Kursausbruch nach unten wird immer wahrscheinlicher. Sollte es dazu kommen, ist ein weiterer Rückgang bis 180 Euro wahrscheinlich. Hält die Unterstützung, befindet sich der nächste Widerstand bei 195 Euro.
03.03.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, der starke US-Dollar gegenüber dem Euro, negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Schneefälle in einigen Weizenanbauregionen im Mittleren Westen der USA minderten zudem das Risiko von Auswinterungen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 450.093 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 325.000 - 475.000 Tonnen. Australiens Weizenproduktion für das Vermarktungsjahr 2015/16 schätzt ABARES auf 24,39 Mio. Tonnen. Das wäre ein Plus von 3% zu der von Trockenheit betroffenen Ernte 2013/14 (23,61 Mio. Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fast unverändert. Am Pariser Matif folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Der neue Premium-Weizenkontrakt Nr. 3 wurde gestern erstmals gehandelt und schloss den Handel ebenfalls mit Abschlägen.

03.03.2015 CBoT-Weizen erlebt stärksten Kursverlust seit zwei Monaten

Die CBoT-Weizenfutures haben gestern den stärksten Kursverfall seit zwei Monaten erlebt. Weiterhin lastet die schwache Nachfrage nach teurem US-Weizen auf den Kursen. Außerdem schneite es in den Weizenregionen im Mittleren Westen der USA, die Gefahr eines Ertragsverlusts beim Weizen durch Auswinterung gemindert wird.
Gestern berichtete der ägyptische staatliche Getreideeinkäufer GASC, dass er 110.000 Tonnen bereits im Land befindliche Weizenpartien – meist russischer Herkunft - von privaten Firmen erwerben konnte. Das mindert erneut die Chance, der US-Exporteure auf Anschlussaufträge aus dem nordafrikanischen Land. Außerdem verringerte sich die Gefahr der Auswinterung in den US-Plains durch Schneefall, was die Fondsgesellschaften dazu veranlasste, ihre Risikoprämie herunterzuschrauben und zusätzlich 6.000 Lots Short-Positionen aufbauten. Darüber hinaus verteuerte sich der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Währungen, was für die weiteren Exporte eine weitere Erschwernis darstellt.

02.03.2015 Ägyptens GASC schützt sich vor Subventionsbetrug

Bevor die Getreideernte in Ägypten beginnt, kauft der staatliche Getreidekäufer GASC die bereits im Land befindlichen Getreidebestände auf, die private Händler importiert hatten. Es hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass dieser Importweizen – meist russischer Herkunft - oftmals zu ägyptischem Weizen um etikettiert wurde. Dafür haben dann die Landwirte dann den höheren staatlichen Mindestpreis kassiert.
Heute teilt die GASC mit, dass es 110.000 Tonnen Weizen russischer und ukrainischer Herkunft für 1.970 und 1940 ägyptische Pfund im Rahmen einer Ausschreibung gekauft hat. Die Lieferung in die staatlichen Läger erfolgt Mitte bis Ende März. Mitte Februar hatte der GASC noch höhere Preise angekündigt.

02.03.2015 Australiens Weizenproduktion 2015/16

Australiens Weizenproduktion für das Vermarktungsjahr 2015/16 schätzt ABARES (Australian Bureau of Agricultural an Resource Economics and Sciences) auf 24,39 Mio. Tonnen. Das wäre ein Plus von 3% zu der von Trockenheit betroffenen Ernte 2013/14 (23,61 Mio. Tonnen). Der Anstieg der Weizenproduktion resultiert aus einer gestiegenen Prognose der Weizenanbaufläche, die mit 13,81 Mio. Hektar ein Vier-Jahres-Hoch erreicht, sowie aus einer um 3% gestiegenen Ertragserwartung. Quelle: Reuters

02.03.2015 Auswinterungen in der Ukraine mit Flächenplus kompensiert

Der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gab heute Morgen gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters eine Einschätzung zur Getreideernte 2015 ab. Nach schwierigen Wetterbedingungen im letzten Herbst sowie einem mildem Winter beobachtet man zuletzt Auswinterungsschäden auf 13 % der Wintergetreideflächen. Da die Anbaufläche um 7 % ausgeweitet wurde, kompensiert das den erwarteten Ausfall. Üblicherweise verliert die Ukraine 10 % der Getreideernte durch Auswinterungen. März und Mai seien noch kritische Monate für die Pflanzen.
Die Winterweizenfläche steht für 95 % der gesamten Weizenproduktion der Ukraine. Diese stieg um 12 % auf jetzt 6,8 Mio. Hektar. Die meisten anderen Getreidekulturen in der Ukraine sind in gutem Zustand, so der Minister. Von der weiteren Entwicklung der Kulturen hängt ab, in welchem Umfang in den kommenden Monaten Getreide exportiert werden kann. Es gibt bereits eine Selbstbeschränkung der ukrainischen Exporteure. Man will nicht mehr als 1,2 Mio. Tonnen Mahlweizen in der ersten Hälfte des Jahres, wenn die Menge überschritten wird, kann die Regierung den Export einschränken.
In dieser Vermarktungssaison hat die Ukraine bereits 24,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon waren 9,2 Mio. Weizen, 11 Mio. Tonnen Mais und 3,9 Mio. Tonnen Gerste.

02.03.2015 Erste Umsätze im Milling Wheat Nr. 3

Der erste Handel im Matif Premium-Weizen (Nr.3) fand soeben im September-15 Kontrakt zu einem Kurs von 191,25 €/Tonne statt. Gleichzeitig wurde der September-15-Kontrakt im Milling Wheat Nr. 2 mit 186,25 €/Tonnen gehandelt.

02.03.2015 Hier finden Sie beide Matif-Weizenfutures auf einen Blick

Beide Matif-Weizenfutures auf einen Blick    Hier 

02.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, frostige Temperaturen in einigen US-Weizenanbaugebieten, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie festere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte.
Russlands Getreideexporte im Februar (1.-25.) lagen mit 322.000 Tonnen 57% niedriger als im Februar vergangenen Jahres. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Notierungen verzeichneten auf allen Terminen Gewinne.
Am heutigen Montag wird der Premium-Weizen-Kontrakt Nr. 3 der Euronext erstmals zum Handeln angeboten.

02.03.2015 Weizen: Frostschäden in Nebraska und Kansas

Der CBoT-Weizenfuture erholt sich auch heute Morgen weiter von seinem 5-Monats-Tief der letzten Woche. Scharfer Frost in Teilen der US-Anbaugebiete führt zu Auswinterungen. In Nebraska und Kansas wurden Frosttemperaturen von Minus 22 °Celsius gemessen, außerdem fehlt in Nebraska die ausreichend schützende Schneedecke.

02.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 24.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 17.02. - 24.02. um 361 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 5.989 Kontrakte. Mit 32.238 Netto-Short-Positionen (+ 5.989) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 24.02. bearisch gestimmt. Um 22.578 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 24.02. hielten institutionelle Anleger 80.191 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen wurde der Bestand von 15.659 Netto-Short-Positionen in 284 Netto-Long-Positionen umgekehrt.

 

27.02.2015 Chinas Getreide- und Futtermittelimporte stark rückläufig

Chinas Maisimporte fielen im Januar um 11 %; fast alle Lieferungen kamen aus der Ukraine. Der weltweit zweitgrößte Maiskonsument importierte im Januar 579.393 Tonnen Mais, wovon 470.047 Tonnen aus der Ukraine kamen. Im Januar 2014 lieferte die Ukraine nur 570 Tonnen nach China.
Die Importe aus den USA fielen um 97 % auf 20.383 Tonnen, nachdem China genetisch Modifizierte Maissorten geliefert hatte, die allesamt zurückgewiesen wurden. Der Import von DDGs, einem Nebenprodukt der Ethanol Herstellung, fiel um 88 % auf nun 67.475 Tonnen. Fast alle chinesischen Importe dieses Produkts kamen aus den USA. Der Handel mit diesem Futtermittelzusatz wurde im Dezember wieder aufgenommen, als die Importbeschränkungen aufgehoben wurden.
Auch die Weizenimporte Chinas fielen um 89,8 % gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 73.979 Tonnen. Die niedrige Importmenge führte dazu, dass China derzeit kaum noch über Qualitätsweizen verfügt. Selbst die staatlichen Reserven aus früheren US-Einkäufen wurden an chinesische Bäcker verkauft.

27.02.2015 CME synchronisiert Schwankungslimite seiner Weizenfutures

Vom Börsenbetreiber CME werden zwei Weizenfutures angeboten. Der „Wheat-Kontrakt “ hat den Soft-Red-Winter (SRW) als Grundlage und ist vergleichbar mit dem Milling Wheat Nr. 2 am Pariser Matif. Der „KCBT Hard Red Winter Wheat“ ist das Preissicherungsinstrument für Hartweizenqualitäten. Das wäre ein Pendant zum Qualitätsweizenfuture „Milling Wheat Nr. 3“, der ab Montag ebenfalls am Matif angeboten wird. Der HRW-Kontrakt kam 2012 zur CME hinzu, als das Kansas City Board of Trade sich dem Börsenverbund in Chicago anschloss.
Der SRW ist nach wie vor der weltweit am stärksten genutzte Weizen-Terminkontrakt. Inzwischen handeln viele Arbitrageure den Preisunterschied zwischen diesen beiden Qualitäten, indem sie einen Kontrakt kaufen und den anderen Kontrakt verkaufen. Die Preisschwankungen auf dem Konto des Arbitrageurs bleiben dadurch gering. Diese sogenannten Spread-Kontrakte füllen so das Orderbuch des weniger liquiden HRW-Kontrakts. So baut sich auch dort ein größerer Kontraktbestand auf.
Nun will die Börse die von ihr festgelegten täglichen Preisschwankungslimite für beide Futures aufeinander einstellen. Bisher ist es so, dass der Handel für den SRW ausgesetzt wird, wenn der Börsenkurs um mehr als 35 Cent in einer Handelssitzung gegenüber dem Schlusskurs des Vortages steigt oder fällt. Beim HRW ist gilt aber noch ein Schwankungslimit von 40 Cent.
Diese Änderung wurde jetzt der amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zur Genehmigung vorgelegt.

27.02.2015 Russische Weizenexporte brechen ein – lokale Getreidepreise steigen trotzdem

Im Vergleich zum Februar im Vorjahr sind die russischen Exporte kurz vor Ende des Monats um 57 % gefallen. Am 1.Februar hatte Russland, der bedeutendste Weizenlieferant für Nordafrika und dem Mittleren Osten, einen Exportzoll in Höhe von mindestens 35 €/Tonne erhoben. Das sollte bewirken, dass die Lebensmittelpreise in Russland, die aufgrund des Wertverfalls des Rubel und des Rohölpreises die Kaufkraft der russischen Bevölkerung herausfordern, nicht weiter steigen.
Der stellvertretende Ministerpräsident Arkady Dvorkovich sagte heute Morgen im Osten Sibiriens, man wolle in zehn Tagen die Höhe des Zolls überprüfen, wenn die endgültigen Februar-Zahlen vorliegen. In den ersten 25 Tagen im Februar exportierte Russland 869.000 Tonnen Getreide und davon 322.000 Tonnen Weizen. Trotz aller bisherigen Maßnahmen sind die Getreidepreise in Russland seit drei Wochen weiter angestiegen.
Das russische Agrarministerium schätzt, dass in der Vermarktungssaison 2014/15 28,5 Mio. Tonnen, davon 20 Mio. Tonnen Weizen exportiert werden. Seit dem 1. Juli wurden bereits 24,2 Mio. Tonnen Getreide und davon 18,8 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Die russischen Getreidevorräte per 30. Juni 2015 werden zuständigen Minister auf 17 Mio. Tonnen geschätzt, davon 8 Mio. Tonnen Weizen. Quelle: Reuters

27.02.2015 EU importiert 56.910 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine

FranceAgriMer meldet, dass die Europäische Union in dieser Woche Lizenzen für den Import von 56.910 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine vergeben hat. Es handelt sich dabei um die zweitgrößte Menge in diesem Jahr. Der Handel erfolgt im Rahmen eines Abkommens zwischen der EU und Kiew. Dies erlaubt eine jährliche zollfreie Weizeneinfuhr in Höhe von 950.000 Tonnen.

27.02.2015 Bisher 30 % weniger US-Weizen exportiert

Die CBoT-Weizennotierungen sind jetzt die zweite Woche in Folge gefallen. US-Weizen ist am Weltmarkt schwer zu platzieren. Auch wenn die gestern veröffentlichten wöchentlichen Exporte um 23 % über der Vorwochenmenge lagen, so muss man feststellen, dass im Jahresvergleich bisher 30 % weniger US-Weizen ins Ausland verschifft wurde.
Das IGC schätzte gestern, dass die globale Maisproduktion in 2015/16 um 5 % niedriger ausfallen werde, im Vergleich zum diesjährigen Rekordwert. Die weltweite Weizenproduktion werde sich um 2 % verringern. – siehe unseren Tickerbericht von gestern 16:44

27.02.2015 Getreidemail

Technische Käufe nachdem die Weizennotierungen gestern ein Vier-Monats-Tief erreichten, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie gute wöchentliche US-Exportzahlen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Mit ingesamt 459.000 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000-400.000 Tonnen. Das "International Grains Council" reduzierte seine Prognose der Welt-Weizen-Ernte für das Vermarktungsjahr 2015/16 in seinem monatlichen Report auf 705 Mio. Tonnen. Die Prognose für 2014/15 wurde um 2 Mio. Tonnen auf 719 Mio. Tonnen erhöht. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Heute morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures im Zuge der guten Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen leicht zulegen. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 912.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 20,823 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,196 Mio. Tonnen)

26.02.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 912,000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 13.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 20,823 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,196 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,019 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,248 Mio. Tonnen).

26.02.2015 IGC reduziert Prognosen der Welt Weizen- und Maisproduktion 2015/16
Das IGC hat seine Prognosen der Welt-Mais und Welt-Weizen Produktion 2015/16 in seinem monatlichen Report gesenkt. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2015/16 wurde auf 938 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose 2014/15: 992 Mio. Tonnen). Trotz der Senkung wäre es immer noch die drittgrößte Maisernte überhaupt. 
Beim Weizen hat das IGC seine Prognose für das Vermarktungsjahr 2015/16 auf 705 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose 2014/15 719 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.02.2015 Südkoreas MFG kauft 53.000 Tonnen Futterweizen
Südkoreas Major Feedmill Group kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 53.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft.
Verkäufer ist ADM Asia. Der Preis liegt bei $214,75/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr von $1,50/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen.  Die Lieferung wird in Südkorea um dem 10. August erwartet. Quelle: Reuters
26.02.2015 Südkoreas KFA kauft Mais und Futterweizen

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Mais (Lieferung im September) und 25.000 Tonnen Futterweizen (Lieferung im Mai) optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

26.02.2015 Südkoreas KFA sucht Mais und Futterweizen

Südkoreas KFA hat einen internationalen Tender zum Kauf von 25.000 Tonnen Futterweizen zur Anlieferung am 20. Mai ausgeschrieben. Gesucht wird Ware aus den Vereingten Staaten, Europa, Australien oder Kanada. Darüber hinaus sucht das Unternehmen für 2 Panamax-Versendungen je 50.000-65.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zur Ankunft im Zeitraum 10. September bis 30. September. Die Angebotsfrist für beide Ausschreibungen endet am heutigen Donnerstag. Quelle: Reuters

26.02.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, hohe weltweite Weizenbestände, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen US-Weizen der Sorte "Hard Red Winter" zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 an Ägypten. Bangladeschs staatlicher Getreideeinkauf schrieb einen internationalen Tender zum Import von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15) aus.
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Die e-CBOT handelt zur Stunde minimal fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen moderat nach. Heute um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen US-Export-Sales vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht. Analysten erwarten ein Ergebnis zwischen 200.000 - 400.000 Tonnen.

26.02.2015 Weizen verlor seit Dezember 25 % an Wert - US-Feldbestände verbessern sich

US-Weizen kann immer noch keine Exporterfolge vorweisen und so sanken die Börsenkurse am CBoT gestern unter die 5-Dollar-Marke auf den tiefsten Stand seit dem Dezember-Hoch und so verlor der Weizen seither mehr als ein Viertel ihres Wertes. Es konnte lediglich eine Ausschreibung aus Ägypten über 290.000 Tonnen Qualitätsweizen, der weltweit nicht so reichlich verfügbar ist, und zudem noch durch ein von der US-Regierung abgesicherten Darlehen finanziert wurde, für sich gewonnen werden. Weiterer Preisdruck kommt aktuell von den gut bewerteten Feldbeständen. Viele Beobachter erhöhen jetzt ihre Ernteschätzung.

25.02.2015 Israelische Händler kaufen 90.000 Tonnen Mais und 25.000 Tonnen Futterweizen
Eine Gruppe israelische Händler kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens  über 90.000 Tonnen Mais und über 25.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. 
35.000 Tonnen Mais zum Preis von $176/Tonne c&f
55.000 Tonnen Mais zum Preis von $177/Tonne c&f
25.000 Tonnen Futterweizen zum Preis von $210/Tonne c&f
Quelle: Reuters
25.02.2015 Euronext „Milling Wheat Nr. 3“ – Handelsstart am 02. März

Der Premium-Weizenkontrakt der Euronext „Milling Wheat Nr. 3“ wird erstmals am 2. März zum Handel angeboten. Neben dieser Kontrakteinführung wird zusätzlich sechs Monate lang die Handelsfunktion „exchange for Futures“ angeboten, mit dem die Halter offener Positionen im „alten“ Kontrakt Milling Wheat Nr.2 in den neuen Kontrakt Nr. 3 hinüber wechseln können.
Für den Premium-Kontrakt der Euronext hat die Pariser Börse im Nordhafen von Rouen beim Umschlagsunternehmen Lecureur einen weiteren Lieferort als Andienungsplatz autorisiert.
Ende April will auch die CME einen eigenen Weizenfuture für Europa anbieten. Die Verwirrung um dann drei Weizenfutures in Europa ist groß und verunsichert die Teilnehmer Getreidebranche sehr.

25.02.2015 Euronext-Weizenfutures: Höfliche Abfuhr an CME

Nach 20 Jahren Erfahrung mit dem Terminhandel auf Agrarprodukte und kurz vor der Einführung eines überarbeiteten Weizenfutures will die Euronext Paris den Wettbewerb mit der CME, dem weltweit größten Anbieter für Agrarfutures, aufnehmen. Die CME will nämlich Ende April einen eigenen Terminkontrakt auf Weizen ebenfalls mit Andienungsplätzen in Frankreich anbieten, da das Handelsvolumen in Europa mit Terminkontrakte auf Weizen beachtlich gewachsen ist.
Damit muss sich das Flaggschiff der Euronext, der Weizenfuture - auf den sich fast alle physischen Handelsabschlüsse in Europa beziehen – der größten Herausforderung seit seiner Einführung Mitte der 1990er Jahre stellen. Der Leiter des Londoner Büros der Euronext Lee Hodgkinson sagte heute auf der Pressekonferenz bei der Vorstellung des Unternehmensergebnis nach dem Börsengang im Sommer 2014, er habe einen gewaltigen Respekt vor der großen CME, aber „wir haben das bessere Team und das bessere Produkt“. Im Juni wurde der europäische Börsenverbund von der damaligen Muttergesellschaft Intercontinental Exchange (ICE) in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und öffentlich verkauft.
Auf die Frage einer möglichen Zusammenarbeit mit der CME gab Hodgkinson keine Antwort. Er verteidigte die neue Version des Millig Wheat (Nr. 3), der die Mängel beheben soll, die nach einer missglückten französischen Weizenernte zutage traten. Der Kontrakt hat darüber hinaus mehr Lieferorte als der Milling Wheat Nr. 2.
Die Aktien der Euronext stiegen um 10 % auf den höchsten Stand seiner Einführung nachdem ein EBITDA-Ziel von 53 % für Ende 2016 bekannt gegeben wurde. EBITDA ist der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. In 2014 nach dem IPO (initial public offerings – erster öffentlicher Aktienverkauf) stieg der Unternehmensgewinn um 7,6 %. Die Liquiden Mittel haben sich seither verdreifacht.
Der Börsenbetreiber Euronext, zu dem Börsen in Paris, Amsterdam, Brüssel, London und Lissabon gehören, will eine Dividende von 0,84 Euro pro Aktie ausschütten. Quelle: Reuters

25.02.2015 Ägypten kauft 120.000 Tonnen US-Weizen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen Weizen der Sorte "Hard Red Winter" an Ägypten zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

25.02.2015 Indien / Weizenproduktion 2015
Die Aussichten für Indiens Weizenproduktion 2015 werden vom indischen Landwirtschaftsministerium aufgrund vorteilhafter Wetterbedingungen und guter Pfanzenbestände besser eingeschätzt, als im Vorjahr. 
In der vergangenen Woche veröffentlichte Indien die erste Schätzung der indischen Weizenernte 2015. Sie lag mit 95,76 Mio. Tonnen noch leicht unter dem Vorjahresergebnis von 95,85 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
 
25.02.2015 Irak storniert Weizentender

Iraks staatliche Getreidebörse hat das internationale Tenderverfahren zum Kauf von 50.000 Tonnen Hartweizen storniert. Ursprünglich schloss der Tender am 15. Februar. Er wurde jedoch zunächst auf den 22. Februar und später auf den 24. Februar verschoben. Gesucht wurde Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien oder Russland zur Versendung im März. Das günstigste Angebot lag bei $279,60/Tonne c&f free out. Dabei handelte es sich um Weizen australischer Herkunft. Quelle: Reuters

25.02.2015 Bangladesch sucht Weizen

Bangladeschs staatlicher Getreideeinkauf hat einen internationalen Tender zum Import von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. März, die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 25. März aufweisen. Die Ausschreibung ist Teil eines staatlichen Bevorratungsprogramm, dass den Import von insgesamt 900.000 Tonnen Weizen im aktuellen Finanzjahr (Juli - Juni) vorsieht. Quelle: Reuters

25.02.2015 Ukrainische Getreideexporte steigen um 12,8 %

Die Ukraine hat in der laufenden Vermarktungssaison bisher 24 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das sind 0,4 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister heute Morgen gegenüber der Presse. Die Exporte beinhalten 9,1 Mio. Tonnen Weizen, 10,8 Mio. Tonnen Mais und 3,9 Mio. Tonnen Gerste.
Das Krisengeschüttelte Land am Schwarzen Meer will in dieser Saison insgesamt 37 Mio. Tonnen Getreide exportieren, das wären 4,2 Mio. Tonnen (+12,8%) mehr als im Vorjahr. Im 2014 ernteten die ukrainischen Landwirte 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters

25.02.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie eine starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit minimalen Verlusten schließen. Ägypten kauft 290.000 Tonnen US-Qualitätsweizen der Sorte Hard-Red-Winter zur Lieferung in der Zeit vom 15.-25. April. Der durchschnittliche Einkaufspreis liegt bei $273,11/Tonne c&f. Kasachstans Getreideexporte sind nach Angaben des kasachischen Landwirtschaftsministeriums im aktuellen Vermarktungsjahr aufgrund schlechter Qualitäten, der weltweit guten Versorgungslage und dem starken Wettbewerb mit anderen Exportnationen um ein Viertel geschrumpft. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf unverändertem Niveau. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Abschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den Anfangsgewinnen in Chicago profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen moderat zu.

25.02.2015 CBoT-Weizen auf tiefstem Stand seit drei Wochen

Chicago-Weizen verliert heute Morgen weiter an Boden und die Kurse fallen auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. Die sehr guten globalen Ernteaussichten wiegen schwer auf den Markt.
In Erwartung des Ägyptentenders für US-Weizen hatten die Börsenhändler gestern noch einmal Phantasien entwickelt, aber weltweite Ernteerwartung ist so hoch, dass wir vorerst einen Käufermarkt behalten, sagt Phin Ziebell, der Agrarmarktanalyst der National Australia Bank. Mit dem Kauf von 290.000 Tonnen Qualitätsweizen nutzt Ägypten einen $100 Mio.-Kredit, der durch die US-Regierung abgesichert ist.

24.02.2015 Ägypten kauft US-Qualitätsweizen

Ägypten kauft 290.000 Tonnen US-Qualitätsweizen der Sorte Hard-Red-Winter zur Lieferung in der Zeit vom 15-25 April. Der durchschnittliche Einkaufspreis liegt bei $273,11/Tonne c&f.
In der letzten Woche hatte der staatliche Einkäufer GASC alle Offerten der Mahlweizenqualität „Soft-Red-Winter“ wegen zu hoher Forderungen zurückgewiesen. Im Anschluss kaufte es französischen und rumänischen Weizen in vergleichbarer Qualität zum Preis von $240,25/Tonne.

24.02.2015 Matif Weizen Chartanalyse
Der Matif-Weizenkontrakt März 05 hat in den letzten Tagen einen erneuten Versuch unternommen, den kurzfristigen Abwärtstrend zu verlassen. Da dieses, trotz Doppelspitze nicht gelungen ist, ist der Kurs erneut unter die 188 Euro-Marke gefallen. Dadurch hat sich ein starker Widerstand im Bereich 188 bis 190 Euro gebildet. Abwärtspotential besteht bis 181 Euro.
24.02.2015 Südkorea sucht Mais, Futterweizen und Futtergerste

Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 197.000 Tonnen Mais (September-Lieferung), 65.000 Futterweizen (August-Lieferung) und 10.500 Tonnen Futtergerste (Juli-Liederung) optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

24.02.2015 Ägypten: Zölle auf russischen Weizen entrichtet

In Ägypten treffen nun die ersten beiden Schiffe aus Ägypten ein, die russischen Weizen bringen, der nach der Erhebung eines Exportzolls die russischen Schwarzmeerhäfen verlassen haben. Zum Zeitpunkt des Vertragsabschluss war noch nicht bekannt, dass ab dem 1.Februar ein Zollsatz von mindestens 35 €/Tonnen erhoben wird. Dieser geht nun zu Lasten der Exporteure. Viele Schiffe mit mehreren zehntausend Tonnen Weizen konnten die russischen Häfen aus formalen Gründen nicht mehr im Januar verlassen. Händler bestätigten, dass die Zölle entrichtet wurden.

24.02.2015 Neuer Ägyptentender für US-Weizen

Ägypten hat gestern Abend erneut eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht spezifizierten Menge US-Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 15. bis 25. April auf den Weg gebracht. Gesucht werden Weizenlieferungen der Sorten Soft-Red-Winter, Soft-White-Winter und/oder Hard-Red-Winter. Die Gebote müssen bis heute Morgen 10:00 Kairo-Ortszeit vorliegen und das Ergebnis wird um 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit bekannt gegeben.
In der letzten Woche hatte der staatliche Einkäufer Ägyptens GASC die Offerten auf eine Ausschreibung für US-Weizen als zu teuer zurück gewiesen. Stattdessen kaufte man 240.000 Tonnen Weizen aus Frankreich und Rumänien. Quelle: Reuters

24.02.2015 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Mit 501.548 Tonnen lagen die wöchentlichen US-Exportinspektionen über den Markterwartungen von 300.000 - 400.000 Tonnen. Kanadische Landwirte werden einer Reuters-Umfrage zufolge in diesem Jahr auf 23,9 Mio. Hektar Weizen anbauen (Vorjahr: 23,8 Mio. Hektar). Iraks staatliche Getreidebörse hat seine Entscheidung im laufenden Tenderverfahren zum Kauf von 50.000 Tonnen Hartweizen zum zweiten Mal verschoben. Das Tenderverfahren sollte ursprünglich am 15.02. enden, es wurde zunächst auf den 19.02. und nun auf den 24.02. verschoben. Jordaniens staatlicher Getreideeinkauf hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT etwas fester. Am Pariser Matif hielt der Abwärtstrend ebenfalls an und die Kurse folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee in den negativen Bereich.

23.02.2015 Irak vertagt Entscheidung im laufenden Tenderverfahren

Iraks staatliche Getreidebörse hat seine Entscheidung im laufenden Tenderverfahren zum Kauf von 50.000 Tonnen Hartweizen zum zweiten Mal verschoben. Das Tenderverfahren sollte ursprünglich am 15.02. enden, es wurde jedoch zunächst auf den 19.02. und nun auf den 24.02. verschoben. Gesucht wird Weizen folgender Herkünfte: Vereinigte Staaten, Canada, Australien oder Russland zur Lieferung zwischen dem 31. März und dem 14. Mai. Quelle: Reuters

23.02.2015 Jordanien sucht Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkauf hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Anbebotsfrist endet am 4. März. Quelle: Reuters

23.02.2015 CBoT-Weizen peilt die 5-Dollar-Marke an

Der Chicago-Weizen wird zur Stunde erneut schwächer gehandelt und notiert mit 508 Ct/bu auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Februar. Am Freitag verloren die CBoT-Weizenkurse mit 3,3 % an einem Tag so stark, wie seit zwei Monaten nicht mehr, weil die internationale Nachfrage nach US- Weizen nicht in Schwung kommen will.
US-Weizen könnte in dieser Woche die 5-Dollar-Marke nach unten durchbrechen, da die europäische Konkurrenz und hier insbesondere Frankreich alle Aufträge absahnt, erwartet das Brokerunternehmen Okato Shoji aus Tokio. Die US-Exporteure konnten in der zurückliegenden Woche lediglich 305.400 Tonnen Weizen verkaufen. Das waren nur wenig mehr als die Unterkante der ohnehin schon sehr niedrig erwarteten Expertenschätzungen von 300.000 bis 500.000 Tonnen. Dagegen erhielt Frankreich alleine aus Ägypten einen Auftrag zur Lieferung Ende März von 180.000 Tonnen. Den Rest der Ausschreibung erhielt Rumänien mit 60.000 Tonnen.

23.02.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Kursverluste beim Soja-und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago deutlich schwächer schließen. Die wöchentlichen US-Exportzahlen lagen mit 305.400 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Marokko kauft im Rahmen seines Einfuhrkontingents 363.500 Tonnen Weizen aus der EU zu vergünstigten Zollsätzen. Für die Ausschreibung von 45.000 Tonnen Durum erhielt die staatliche Getreideagentur in Rabat keine Offerten. Für einen zweiten Tender, der 360.000 Tonnen US-Weichweizen sowie 306.000 Tonnen Durum aus den USA zu vergünstigten Zollsätzen nachfragte, gab es überhaupt keine Offerten. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste.

23.02.2015 Marokko kauft Weizen in der EU, erhält aber keine Durum – Offerten

Marokko kauft im Rahmen seines Einfuhrkontingents 363.500 Tonnen Weizen aus der EU zu vergünstigten Zollsätzen. Für die Ausschreibung von 45.000 Tonnen Durum erhielt die staatliche Getreideagentur in Rabat keine Offerten. Ebenfalls gab es keine Offerten für 8.100 Tonnen Mais, 200 Tonnen Reis, 350 Tonnen Erbsen, 150 Tonnen Bohnen sowie 3.600 Tonnen andere getrocknete Früchte aus der Europäischen Union.
Für einen zweiten Tender, der 360.000 Tonnen US-Weichweizen sowie 306.000 Tonnen Durum aus den USA zu vergünstigten Zollsätzen nachfragte, gab es überhaupt keine Offerten. Quelle: Reuters

23.02.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 17.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhtenihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 10.02. - 17.02. um 3.596 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 4.476 Kontrakte. Mit 26.249 Netto-Short-Positionen (+880) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 17.02. bearisch gestimmt. Um 6.544 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 17.02. hielten institutionelle Anleger 102.769 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen reduzierten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 23.998 Lots auf 15.659 Lots.
20.02.2015 Tunesien kauft 42.000 Tonnen Durum
Tunesiens staatliche Gereideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 42.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft.
25.000 Tonnen zum Preis von $429,29/Tonne c&f
17.000 Tonnen zum Preis von $431,65/Tonne c&f
Unter den Offerten fanden sich auch günstigere, allerdings geht Tunesien nicht grundsätzlich auf das günstigste Angebot ein, wenn weitere Bedingungen das Geschäft unattraktiv erscheinen lassen. Quelle: Reuters
 
20.02.2015 Ägypten bleibt auch in 2015/16 der bedeutendste Weizenkäufer am Weltmarkt

Ägyptens strategische Weizenreserve soll jetzt bis Ende Mai ausreichen. Das sagte heute der ägyptische Versorgungsminister Khaled Hanafi in Kairo. Ab Mitte Mai werde man in Ägypten selber bis zu 3,7 Mio. Tonnen Weizen ernten, womit man dann bis Oktober versorgt wäre. Mit einem Importbedarf von weiterhin 10 Mio. Tonnen bleibt Ägypten der bedeutendste Weizenkäufer am Weltmarkt. Quelle: Reuters

20.02.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und die Kurse gaben, nach einem temporären Kursanstieg am späten Nachmittag gegen Ende der Sitzung wieder nach. Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt.
Ägyptens GASC teilte gestern kurz vor CBoT-Handelsschluss mit, dass man 240.000 Tonnen Weizen französischer und rumänischer Herkunft zur Lieferung Mitte/Ende März gekauft habe.
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte per Tender 400.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juni. Händler glauben, dass der größte Teil der Lieferung aus Frankreich kommt. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen auf allen Terminen zulegen. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 896.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 19,911 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 19,264 Mio. Tonnen).

19.02.2015 Ägypten kauft 240.000 Tonnen Weizen aus Frankreich und Rumänien

Der staatliche ägyptische Getreideeinkäufer GASC teilte soeben mit, dass man 240.000 Tonnen Weizen französischer und Rumänischer Herkunft zur Lieferung in der Zeit vom 15. bis 25. März gekauft habe.
60.000 Tonnen französischen Weizen liefert Cargill, weitere 60.000 Tonnen liefert Soufflet auch aus Frankreich und 60.000 Tonnen französischen Weizen liefert Lecureur. 60.000 Tonnen rumänischer Weizen wird von Ameropa geliefert. Der durchschnittliche Preis ist $240,25/Tonne c&f. Quelle: Reuters

19.02.2015 Algerien kauft 400.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat per Tender 400.000 t Mahlweizen gekauft. Die Lieferung soll im Juni erfolgen. Algerien zahlt zwischen rund $ 237- $ 238 pro Tonne c&f. Der Ursprung der Ware ist zwar optional, aber man geht davon aus, dass der größte Teil der Lieferung aus Frankreich kommt. Algerien hat keine Details zum Tender veröffentlicht. Quelle: Reuters.

19.02.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 896,000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 29.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 19,911 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 19,264 Mio. Tonnen) und die Importe für Weizen auf insgesamt 2,006 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,23 Mio. Tonnen).
19.02.2015 Modi vor der Wahl: Indien hält am Hilfsprogramm fest

Indien will an seinem Milliarden-Hilfsprogramm für die ultraarme Bevölkerung trotz einer gegenteiligen Empfehlung hochrangiger Fachleute festhalten, das gab gestern ein Regierungsvertreter in Neu Delhi bekannt. Das Expertengremium hatte im letzten Monat dem Premierminister Modi vorgeschlagen, nur noch 40 % von jetzt 67 % der Bedürftigen Bevölkerung mit staatlich subventioniertem Brot zu versorgen. Der Staatshauhalt wendet dafür $18,64 Mrd. auf.
Wir haben dem Volk die Nahrungssicherheit versprochen und daran wollen wir uns halten, sagte ein hochrangiger Entscheidungsträger. Die Regierungspartei befürchtet den Ärger der Wählerschaft, wenn demnächst in wichtigen Ländern Parlamentswahlen anstehen. Modis Partei wurde vor acht Monaten mit einem triumphalen Ergebnis in die Regierungsverantwortung gewählt und steht im Februar nun erstmals vor einer Bewährungsprobe.
Indien ist nach China der zweitgrößte Produzent von Reis und Weizen der Welt und versorgt große Teile seiner Bevölkerung mit Lebensmitteln. Allerdings wird die Hälfte davon gestohlen, Brot ans Vieh verfüttert oder es verdirbt.
Das eingesetzte Expertengremium hatte der Regierung empfohlen, die Bürokratie beim Export von Getreide einzuschränken, damit die überlaufenden staatlichen Silos entlastet werden. Darüber hinaus sollte die Anzahl der Bedürftigen Subventionsempfänger eingeschränkt werden. Quelle: Reuters

19.02.2015 USDA-Prognosen
US-Mais-Anbaufläche 2015: 89 Mio. Acres (2014: 90,6 Mio. Acres)
US-Soja-Anbaufläche 2015: 83,5 Mio. Acres (2014: 83,7 Mio. Acres)
US-Weizen-Anbaufläche 2015: 55,5 Mio. Acres (20147: 56,8 Mio. Acres)
∅ US-Mais-Preis 2015/16: $3,50/Bushel
∅ US-Sojabohnen-Preis 2015/16: $9,00/Bushel
∅ US-Weizen-Preis 2015/16: $5,10/Bushel
Quelle: Reuters
19.02.2015 Tunesien sucht Durum-Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 59.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im März/April ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 20. Februar. Quelle: Reuters

19.02.2015 Ägypten kauft weiterhin Weizen mit 13,5 % Feuchtigkeit

Im Vorfeld der für heute angesetzten Ausschreibung Ägyptens über 55.000 bis 60.000 Tonnen Weizen, verlängert der Handelsminister die Ausschreibungsbedingungen bis einschließlich August, die besagen, dass auch Getreide mit bis zu 13,5 % Feuchtigkeit in den staatlichen Ausschreibungen mit entsprechenden Abschlägen akzeptiert wird. Diese Regelung wäre sonst Ende Februar ausgelaufen. Quelle: Reuters

19.02.2015 Kiew berät erneut über Lebensmittelpreise

Die Bäcker in der Ukraine wollen ihre Regierung darum bitten, die Mehlexporte zu beschränken, um einen Anstieg der Brotpreise zu verhindern. Lebensmittelpreise in der Ukraine sind stark angestiegen, nachdem die ukrainische Währung Hryvnja aufgrund der kriegerischen Handlungen im Land stark verfallen ist.
Es wäre besser, die Mehlexporte zu beschränken, als die Getreideausfuhren, sagte ein Unternehmenssprecher. Sein Unternehmen erhöht die Brotpreise heute um 10 bis 12 %. Dabei schlagen nicht nur die Getreidepreise zu Buche, sondern auch andere Produktionskosten. Die Ukraine, einer der bedeutendsten Getreideexporteure der Welt, exportierte im letzten Jahr 317.000 Tonnen Weizenmehl.
Die Mehlpreise in der Ukraine sind in der Zeit von Ende Januar bis Mitte Februar von 4.750 Hryvnja/Tonne auf 5.400 Hryvnja/Tonne gestiegen. Im Dollar umgerechnet, ist der Preis aber von $294 auf $208/Tonnen gesunken. Im Jahr 2014 ist die Währung der Ukraine um 40 % verfallen. Dadurch ist ukrainisches Getreide am internationalen Markt deutlich wettbewerbsfähiger geworden. Alleine in der letzten Woche fiel der Preis für ukrainischen Weizen um fast 6 US-Dollar/Tonne.
Im nationalen Markt übersteigt das Weizenangebot die Nachfrage, da Landwirte, die noch auf hohen Lagerbeständen sitzen, Geld für den Kauf von Betriebsmitteln wie Diesel, Dünger oder Pflanzenschutz benötigen.
Die Regierung in Kiew will noch in dieser Woche über die Marktlage beraten. Im Januar hatten sich Regierung und Handel darüber geeinigt, in den ersten beiden Monaten nicht mehr als 1,2 Mio. Tonnen Mahlweizen auszuführen. Quelle: Reuters

19.02.2015 Frankreich: erfreulich hohe Futterweizenausfuhren nach Asien

Der französische Agraranalyst FranceAgriMer hob gestern seine Prognose für Weichweizenexporte um 1 Mio. tonnen an. Dazu trägt maßgeblich eine überraschend gute Nachfrage auch Asien bei. Das ist bereits die vierte Steigerung der FranceAgriMer-Exportschätzungen für Frankreich in Folge auf nun 9,8 Mio. Tonnen gegenüber 8,8 Mio. Tonnen im Januar.
Damit bleiben die Exporte Frankreichs aber immer noch um 19,8 % hinter der sehr erfolgreichen Saison 2013/14 zurück, aber es sind auch deutlich mehr, als die 8 Mio. tonnen, die gleich nach der verregneten Ernte im letzten Sommer erwartet worden waren.
Die 1 Mio. Tonnen mehr in den letzten vier Wochen resultieren maßgeblich aus der starken Futterweizen-Nachfrage aus Thailand, Süd-Korea und eventuell aus Indonesien, so der Marktanalyst. Außerdem hat der günstige Wechselkurs des Euro die internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert. Nach Asien könnten somit 500.000 bis 700.000 Tonnen Futterweizen verladen werden. Bisher sind es 200.000 Tonnen, weist eine Reuters-Exportstatistik aus.
Die eher seltenen Aufträge aus Asien kompensieren entgangene Aufträge von den Stammkunden in Nordafrika, beispielsweise Algerien, die aufgrund der schwachen Qualitäten des französischen Weizens bevorzugt in Deutschland und Polen kauften. Frankreich profitiert auch davon, dass Russland seine Weizenexporte nach Ägypten einschränkt.
Durch die besseren Exportmöglichkeiten schätzt FranceAgriMer den Bestand von Weizen am Ende der Saison auf 3,63 Mio. Tonnen, gegenüber 4,34 Mio. Tonnen in der Januar-Schätzung. Damit läge der Endbestand aber immer noch 54,5 % über dem des Vorjahres. Quelle: Reuters

19.02.2015 US-Weizen 60 Dollar zu teuer - Bei Weizen herrscht ein Käufermarkt

Nach dem heftigen Kursrückgang von gestern (-1,3%) notiert der SRW am CBoT heute Morgen nochmals leicht schwächer. Die Hoffnung der USA, durch eine Kreditvergabe an Ägypten, Weizen verkaufen zu können, hat sich gestern in Luft aufgelöst. Der staatliche Einkäufer GASC wies alle Offerten als zu teuer zurück. Die Börsenkurse kehren jetzt zu dem Preisniveau zurück, das vor der Ausschreibung galt, in der Ägypten mindestens 60.000 Tonnen US-Weizen kaufen wollte. Die günstigste Offerte aus den USA lag $60/Tonne über den Preisen der letzten Ausschreibung, die am 03.Februar an Frankreich und Rumänien ging. Analysten der National Australia Bank stellen heute Morgen fest, dass man derzeit überall Weizen kaufen kann. Nach einer Rekordernte herrscht ein Käufermarkt.

19.02.2015 Getreidemail

Negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die Tatsache, dass Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC die US-Weizen-Offerten zur Lieferung Ende April wegen zu hoher Forderungen zurückwies, ließen die Weizennotierungen in Chicago gestern mit Verlusten schließen. Am Abend brachte Ägypten eine neue Weizenausschreibung diverser Herkünfte auf den Weg. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Russlands Agrarminister Fyodorov erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass man den Zollsatz auf Weizenexporte überprüfen werde, wenn die Februar-Exportzahlen vorliegen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer. Aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee gaben auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen nach. FranceAgriMer reduzierte seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,34 Mio. Tonnen (Januar-Prognose) auf 3,63 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings immer noch ein Anstieg der Endbestände um 54,4%.

19.02.2015 Ägypten sucht Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen Weich- und oder Mahlweizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge unterschiedlicher Herkunft (s.u.) ausgeschrieben. Mögliche Herkünfte: Vereinigte Staaten, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, Ukraine und Rumänien Lieferung: 15.- 25. März, Angebotsfrist: heute 11:00. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.
Am gestrigen Dienstag wies  Ägypten die Weizenofferten aus einer Ausschreibung über mindestens 60.000 US-Weizen (vgl. Tickermeldung vom 18.02. 7:21 Uhr und 16:28) zur Lieferung Ende April wegen zu hoher Forderungen zurück. Quelle: Reuters
18.02.2015 US-Weizen für Ägypter zu teuer – Offerten zurückgewiesen

Der staatliche ägyptische Einkäufer GASC weist die Weizenofferte über mindestens 60.000 US-Weizen zur Lieferung Ende April wegen zu hoher Forderungen zurück. Quelle: Reuters

18.02.2015 Moskau überprüft Zölle auf Weizenexporte im März

Der russische Agrarminister Fyodorov erklärte soeben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters , dass man den Zollsatz auf Weizenexporte wohl überprüfen werde, wenn die Februar-Exportzahlen vorliegen. Gegenwärtig habe man noch keine Empfehlungen für eine Änderung der Exportpolitik. Die aktuellen Gersten- und Maisexporte bereiten den Offiziellen in Russland keine Sorgen.

18.02.2015 Bioethanol-Werk Ensus setzt Produktion aus

Der deutsche Hersteller von Bioethanol, CropEnergies eine Tochter der Südzucker AG, hat die Produktion in seinem Werk Ensus in Großbritannien aufgrund niedriger Bioethanol Preise und des starken britischen Pfund vorübergehend eingestellt. Diese Umstrukturierung belastet die Südzuckerbilanz 2014/15 mit 40 Mio. Euro, so ein Firmensprecher. Der Aktienkurs von Südzucker sank heute Morgen um1,5% und der von CropEnergies um 8,8%. Sobald die Marktverhältnisse es erlauben, soll die Anlage wieder online gehen.
Preise für Bioethanol erreichten am 15. Januar mit 417 €/Kubikmeter fob Basis Rotterdam den niedrigsten Stand – vor einem Jahr lagen die Preise noch auf 470 €/Kubikmeter. Ensus ist eine der größten Bioethanol Anlagen Europas mit einer Kapazität von 400.000 Kubikmeter Bioethanol und 350.000 Tonnen Distillers Dried Grains (DDGs), einem Nebenprodukt, das asl Futtermittel verwendet wird. Bei voller Auslastung der Anlage werden mehr als 1 Mio. Tonnen Futterweizen im Jahr eingesetzt. Nach der Schließung der Anlage kann Großbritannien mehr Futtergetreide exportieren.
Britischer Futterweizen wurde zuletzt aus dem Mittleren Osten und Asien gut nachgefragt und nachdem Russland und die Ukraine kaum noch Getreide liefern, dürften die Briten auch auf Kaufinteresse stoßen, so die Meinung eines deutschen Händlers.
Preise für Bioethanol sind wegen der schwächelnden Wirtschaft in Europa und dem niedrigen Rohölpreis unter Druck geraten. Einige Raffinerien haben seit dem Jahreswechsel schon größere Mengen Bioethanol auf den freien Markt verkauft, da die Nachfrage kleiner als erwartet ausfiel. Billiges Bioethanol wird auch aus Osteuropa angeboten, nachdem dort eine große Getreideernte eingefahren wurde.
In einigen Ländern Europas wie Deutschland gibt es außerdem heftige Konkurrenz durch Biodiesel. Hier haben die Ölfirmen die Wahl zwischen Biodiesel und Bioethanol als Beimischung zum Treibstoff, um Umweltschutzziele zu erreichen. Quelle: Reuters

18.02.2015 FranceAgriMer reduziert Prognose der französischen Weizen Endbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am heutigen Mittwoch seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,34 Mio. Tonnen (Januar-Prognose) auf 3,63 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings immer noch ein Anstieg der Endbestände um 54,4%.
Die Prognose der französichen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union erhöhte FranceAgriMer auf 9,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 8,8 Mio. Tonnen). Gründe für dieses erhöhte Exportaufkommen sind der schwache Euro und eine ungewöhnlich hohe Menge von Futterweizenlieferungen nach Asien.
Quelle: Reuters

18.02.2015 Ägyptenauftrag kann US-Weizenmarkt nicht wirklich entlasten

Weizenexporte aus den USA liegen in dieser Saison bisher um 30 % hinter den Zahlen des Vorjahres zurück. Die Aussichten auf Besserung sind düster, denn ein starker Dollar sowie eine reichliche Marktversorgung durch die konkurrierenden Anbieter in Europa und Australien vereiteln einen größeren Markteinstieg der Amerikaner. Eigentlich kommen die Amerikaner im Februar und März zum Zuge wenn Russland, die Ukraine und Frankreich ausverkauft sind, aber das ist jetzt bisher nicht eingetreten.
Der größte Übeltäter aus Sicht der Amerikaner ist der Dollar, da Weizen auch in anderen Währungszonen der Welt wächst und alles in US-Dollar abgerechnet wird. Zwei große Ernten am Schwarzen Meer haben die Wettbewerbssituation auf der Welt neu geregelt.
Durch die ca. 15 % günstigeren Weizenpreise im Januar haben sich Länder wie Ägypten, Jordanien und Saudi Arabien bereits bis Mitte März anderweitig versorgt. Den US-Exporteuren kommt die Erhebung eines Zolls auf russischen Weizen allerdings sehr zugute, denn nun sind russische Exporteure zu teuer und in dieser Situation mach die USA Ägypten eine Offerte für einen Zweckgebundenen $100 Mio.-Kredit zum Kauf von US-Weizen. Das entspricht einer Menge von 14 Mio. Bushel oder 380.000 Tonnen. Bleibt es bei dieser Menge, so wäre das zur Marktentlastung in den USA zu wenig, rechnen Analysten von US-Broker Jeffries-Bache vor.
Der Soft-Red-Winter der USA ist free on board Golfregion immer noch $10/Tonne teurer als Franzosenweizen. Deshalb erwarten Analysten, dass Weizen aus Europa, ob Schwarzmeer-Weizen oder aus der EU, weiter die Nase vorn hat. Aus Sicht von Russland und der Ukraine sind die derzeitigen Weizenpreise so attraktiv, dass die Anbaufläche ausgeweitet wird.

18.02.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie frostige Wetterbedingungen in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Die US-Exportinspektionen lagen mit 401.937 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000-450.000 Tonnen. Marokkos ONICL hat  sich mit 171.600 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt eingedeckt. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf unverändertem Niveau. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit guten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre Tagesgewinne nicht halten und schlossen mit leichten Verlusten. Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen US-Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge Soft Red Winter Wheat und/oder Soft White Wheat ausgeschrieben. Lieferung: 10.- 20. April, Angebotsfrist: Heute 11:00 Uhr. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.

18.02.2015 Ägypten sucht Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen US-Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge Soft Red Winter Wheat und/oder Soft White Wheat ausgeschrieben. Lieferung: 10.- 20. April, Angebotsfrist: heute 11:00. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.
Gewöhnlich schreibt Ägypten Weizen-Tender diverser Herkünfte aus. Hintergrund der aktuellen Ausschreibung ist ein zweckgebundenes $100.000.000 Kreditangebot aus den Vereinigten Staaten. (vgl. auch Tickermeldung vom 06.02. 9:40 Uhr) Quelle: Reuters
17.02.2015 Marokko kauft 171.600 Tonnen Weizen
Marokkos ONICL hat  sich mit 171.600 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt eingedeckt.
Noch nicht abgeschlossen sind 2 Weizentender zum Kauf von 666.000 Tonnen US-Weichweizen und Durum sowie 405.000 Tonnen EU Weichweizen und Durum, die in der vergangenen Woche zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben wurden. Quelle: Reuters
17.02.2015 Matif Weizen Chartanalyse
 
Der Matif-Weizenkontrakt März 05 ist in den letzten Wochen in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Interessant ist, dass sich dabei eine Doppelspitze oder W-Formation gebildet hat, bei der die zweite Spitze oberhalb der ersten liegt. Eine solche Formation läutet oftmals eine Trendumkehr an und könnte in diesem Fall bedeuten, dass der Kurs nach dem deutlichen Rückschlag Ende Januar wieder in Richtung 200 Euro läuft. Der nächste Widerstand befindet sich bei 196 Euro. Die nächste Unterstützungslinie liegt bei 181 Euro.
17.02.2015 Matif-Weizen auf drei-Wochen-Hoch

Der Matif-Weizenfuture steigt heute Mittag auf den höchsten Stand seit ungefähr drei Wochen. Der Einfluss des russischen Zoll auf Weizenexporte sorgt dafür, dass die Nachfrage nach Weizen aus der EU weiter anhält. US-Weizenexporte waren in der Vermarktungssaison am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig.
Der Kursanstieg der Weizenfutures, der am Freitag begonnen hat, setzt sich heute auch in den USA fort. Dort feierte man gestern den Presidents Day und die Fondsgesellschaften hatten damit begonnen, ihre Short-Positionen abzudecken. Heute ist das erste Thema der Kollaps des Weizenexports aus Russland. Von einer Woche auf die andere brachen die Verschiffungen um 97 % ein, analysiert die Commerzbank.
Außerdem verunsichert eine Kältewelle die Analysten der Commodity Weather Group. In einigen Regionen der US-Anbauregionen wo keine schützende Schneedecke liegt, müssen Auswinterungen befürchtet werden.

17.02.2015 Russian Grain Union / Weizenexporte

Russlands Exporteure müssen noch Exportaufträge über 1 Mio. Tonnen Weizen erfüllen, die vor den Exportbeschränkungen geschlossen wurden. Das teilte der Vorsitzende des russischen Getreidhandelsverbandes „ Russian Grain Union“, Arkadiy Zlochevskiy, mit.
Das russische Beratungsunternehmen SovEcon schätzt hingegen, dass Russland bis Juni 2015 noch zwei Millionen Weizen aus Verträgen exportieren muss, die noch vor den Handelsbeschränkungen Moskaus geschlossen wurden. Quelle: Reuters

17.02.2015 Getreidelieferungen aus der Schwarzmeerregion lassen spürbar nach

Der CBoT-Weizen steigt heute Morgen auf den höchsten Stand seit drei Wochen. Die Fondsgesellschaften stellen fortwährend ihre Short-Positionen glatt und die Lieferungen aus der Schwarzmeerregion haben spürbar nachgelassen. Davon profitieren andere Lieferländer, wie beispielsweise Australien, stellt der Getreidespezialist der RaboBank in Sydney fest. So ist Australien zurzeit der günstigste Anbieter bei einer Weizenausschreibung des Irak über 50.000 Tonnen. Quelle: Reuters

17.02.2015 Getreidemail

In den USA blieben die Börsen gestern aufgrund des "Presidents Day" geschlossen. Das Beratungsunternehmen SovEcon schätzt, dass Russland in der Zeit vom 1. Februar bis Juni 2015 noch zwei Millionen Tonnen Weizen exportieren wird. Dabei handelt es sich um Kontrakte, die noch vor den Handelsbeschränkungen Moskaus geschlossen wurden. Argentinien wird aus der Ernte 2014/15 eine weitere MillionTonnen Weizen für den Export freigeben. Somit stehen bis jetzt 3,5 Mio. Tonnen für den Export bereit. Das sind bereits 80 % mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der letzten Vermarktungssaison.  Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im Juni ausgeschrieben.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Gewinnen. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen zulegen. Gestern war der letzte Handelstag für die am Pariser Matif gehandelten Optionen auf die März-15-Fälligkeit.

16.02.2015 Algerien sucht Weizen
Algeriens staatliche Getreideangentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Versendung im Juni ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 18. Februar. Gewöhnlich liegt die gekaufte Menge deutlich über der ausgeschriebenen Menge. Quelle: Reuters
16.02.2015 Ukraine / Getreidebestände per 1. Februar
Die Getreidebestände der Ukraine lagen per 1. Februar 14% über den Beständen vor einem Jahr. Das teilte die staatliche Statistikbehörde der Ukraine mit.
Die Bestände der mittleren und großen landwirtschaftlichen Unternehmen betrugen:
6,9 Mio. Tonnen Weizen
1,7 Mio. Tonnen Gerste
12,7 Mio. Tonnen Mais.
Die Bestände der kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen wurden nicht berücksichtigt.
2014 erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Der Eigenverbrauch liegt bei 26 Mio. Tonnen. Für das Vermarktungsjahr 2014/15 (Juli-Juni) liegt das Exportziel bei bis zu 37 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
16.02.2015 SovEcon: Russland wird noch 2 Mio. Tonnen Weizen aus Altverträgen exportieren

Das russische Beratungsunternehmen SovEcon schätzt, dass Russland in der Zeit vom 1. Februar bis Juni 2015 noch zwei Millionen Weizen exportieren wird. Dabei handelt es sich um Kontrakte, die noch vor den Handelsbeschränkungen Moskaus geschlossen wurden, die einen Weizenpreisanstieg in Russland verhindern sollen. Im Januar, also noch bevor ein Zoll von mindestens 35 €/Tonnen eingeführt wurde, verluden Exporteure noch 803.000 Tonnen Weizen über die Schwarzmeerhäfen, etwas mehr als im Dezember als 773.000 Tonnen exportiert wurden. Das war 2,4 Mal soviel als in diesen Monaten üblich. Der Exportzoll gilt bis einschließlich Juni 2015.
Seit dem Start der jetzt laufenden Vermarktungssaison am 1. Juli und bis zum dem 31. Januar 2015, hat Russland 23,5 Mio. Tonnen Getreide, davon 21 Mio. Weizen, ins Ausland verkauft.
Der schwache Rubel machte auch russisches Mehl an internationalen Märkten wettbewerbsfähig. China hat davon besonders profitiert und importierte seit Juli 10.200 Tonnen Mehl. Im Vorjahr waren es nur 8.700 Tonnen. Abchasien eine abtrünnige Republik auf dem Gebiet von Georgien, ist der größte Kunde für russisches Mehl.

16.02.2015 Bangladesch / Weizentender
Die günstigsten Angebote in Bangladesch´s Tenderverfahren zum Kauf von 100.000 Tonnen Weizen lagen bei $247,95/Tonne und  $263,25/Tonne.
Agrocorp bot mit $247,95/Tonne cif liner out den niedrigsten Preis für 50.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 10%.
Glencores bot mit $263,25/Tonne cif liner out den niedrigsten Preis für 50.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingahelt von 12,5%. Das Tenderverfahren endete am gestigen Sonntag. Die angebotenen Preise mussten eine Gültigkeit bis zum 1. März aufweisen. Ein Ergebnis wurde noch noch nicht veröffentlicht. Quelle: Reuters
16.02.2015 Irak / Weizentender

Im Tenderverfahren des Irak zum Kauf von 50.000 Tonnen Hartweizen lag das günstigste Angebot bei einem Preis von $279,70/Tonne c&f free out.  Der Preis bezieht sich auf Ware australischer Herkunft. Das Tenderverfahren endete am gestrigen Sonntag. Ein Geschäftsabschluss wurde noch nicht gemeldet. Quelle: Reuters

16.02.2015 Weizenpreis in Russland erneut gestiegen

Die Weizenpreise in Russland sind in der letzten Woche erneut gestiegen. Ein schwacher Rubel und eine gute Inlandsnachfrage trugen dazu bei. Russland, der bedeutendste Weizenlieferant für Nordafrika und dem Mittleren Osten, versucht seit geraumer Zeit die Getreidepreise im Inland zu stabilisieren. Zum Ende der letzten Woche stiegen die Preise für Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russlands dennoch um 50 Rubel/Tonne auf 10.750 Rubel ab Verladestation. Hier stieg die Nachfrage von Verbrauchern, nachdem der Agrarminister in Aussicht gestellt hatte, dass auch die staatlichen Aufkaufpreise steigen könnten. Bisher beließ das Ministerium die Preise aber unverändert auf 10.100 Rubel/Tonne und bekam dafür lediglich 4.000 Tonnen angeboten. In der Vorwoche waren es noch 8.000 Tonnen und seit Beginn der Kampagne sind jetzt 353.000 Tonnen vom russischen Staat erworben worden.
Aus Russland wurden in den ersten elf Tagen im Februar, nach der Einführung eines 35-€-Zolls/Tonne, 296.000 Tonnen Getreide, inklusive 87.000 Tonnen Weizen exportiert. Seit Beginn der Vermarktungsperiode am 1. Juli 2014 wurden insgesamt 23,6 Mio. Tonnen Getreide, davon 18,6 Mio. Weizen exportiert. Das sind 32 % mehr als im der letzten Saison.
Das russische Agrarministerium dürfte in Kürze gezwungen sein, der Stadt Moskau 400.000 Tonnen Weizen zuzuteilen, da die Versorgungsunternehmen der 12-Millionen-Metropole ihre Bestände weitestgehend verbraucht haben. Quelle: Reuters

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