Matif: Milling Wheat Nr. 2 September 2015

29.09.2015 Ägypten könnte Proteingehalt für Weizenimporte auf 12,5% anheben

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC könnte Regierungsquellen zufolge in seinen Weizenausschreibungen den Mindestproteingehalt für Weizenimporte von 12% auf 12,5% anheben. Eine Entscheidung darüber wurde aber bisher noch nicht getroffen. Eine lokale Zeitung berichtete zuvor, dass  der Proteingehalt auf 12,5% angehoben werden könnte, um den ernährungsphysiologischen Wert des Weizens zu erhöhen. Quelle: Reuters

29.09.2015 Mauritius schreibt Tender aus zum Kauf von 51.000 Tonnen Weizenmehl

Die staatliche Getreideeinkäufer der im indischen Ozean liegenden Insel Mauritius hat einen internationalen Tender zum Kauf von 51.000 Tonnen Weizenmehl optionaler Herkunft zur Versendung im kommenden Jahr (1.1.16 - 31.12.16) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 21. Oktober. Quelle: Reuters

29.09.2015 Saudi Arabien plant Ausweitung der Lagerkapazität für Weizen
Saudi Arabiens General Silos and Flour Mills Organisation (GSFMO) beabsichtigt bis zum Jahr 2020, seine Lagerkapazität für Weizen auf 4 Mio. Tonnen auszuweiten.
Per Ende 2014 lag die Lagerkapazität bei 2,77 Mio. Tonnen. Damit hatte der strategische Weizenbestand eine Reichweite von 6 Monaten Mittlerweile liegt sie bei 2,95 Mio. Tonnen.  Der Bau von Silos mit einer Gesamtkapazität von 710.000 Tonnen ist in Mekka, Jizan und weiteren Orten in Planung. Darüber hinaus sollen Silos in den Häfen von Yanbu und Dheba entstehen, die die Lagerkapazität dann auf 4 Mio Tonnen erhöhen sollen.
Saudi Arabien ist einer der größten Importeure von Hart- und Weichweizen, seitdem das Land seinen Plan der Selbstversorgung im Jahre 2008 aufgegeben hat, um seine Wasservorräte zu schützen.
Das Land plant einen stetigen Rückgang der Weizenanbaufläche und ist dann komplett auf Weizenimporte angewiesen.
Ebenfalls in Planung ist die Erhöhung der Mahl-Leistung von derzeit 12.630 Tonnen pro Tag auf 17.430 Tonnen pro Tag, so die amtliche Nachrichtenagentur SPA. Quelle: Reuters
29.09.2015 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex, schwache Finanzmärkte sowie technische Verkäufe nach dem Erreichen eines 1-Monats-Hoch ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 604.918 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 27.09.15 31% der geplanten Flächen für die US-Winterweizenaussaat zur Ernte 2016 bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 19%. Instititutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 CBoT Weizenkontrakte.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen auf nahezu unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures ihre Anfangsgewinne wieder abgegen und folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee in den negativen Bereich. Gute Aussaatbedingungen in Teilen Frankreichs ermöglichen den Start der dortigen Winterweizenaussaat.

29.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Winterweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 27.09.15 31% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 19%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 40%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 35%. Quelle: Reuters

28.09.2015 Ukraine: Getreideexporte erreichen bisher 8,9 Mio. Tonnen
Die Ukranine hat im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 (Juli-Juni) 8,86 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Die Menge teilt sich auf in 1,4 Mio. Tonnen Mais, 4,8 Mio Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste. Zusätzliche 344.000 Tonnen Getreide wurden bereits in Schiffe verladen, befinden sich jedoch noch in ukrainischen Häfen und sollen in den nächsten Tagen versendet werden.
Vergleichszahlen wurden nicht mitgeteilt.
Landwirtschachtsminister Oleksiy Pavlenko teilte mit, dass die Ukraine in diesem Jahr 59,5 Mio. Tonnen Getreide ernten könnte. Über 36 Mio. Tonnen Getreide könnten exportiert werden. Quelle: Reuters
28.09.2015 Getreidemail

Trockene Wetterbedingungen in Russland, der Ukraine und Australien, charttechnische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Südkoreas Flour Mills Corp. (KFMC) hat 23.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten gekauft.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen am Freitag vom schwächeren Euro und den guten Vorgaben aus Übersee profitieren. Dabei erreichte der Frontmonat Dezember im Handelsverlauf mit über 176 Euro/Tonne ein neues 1-Monats-Hoch. Der europäische Getreidehandelsverband Coceral  hat seine Quartalsprognose der EU Weichweizenernte 2015 aufgrund sehr guter Erträge von 140,6 Mio. Tonnen auf 148,2 Mio. Tonnen erhöht.

28.09.2015 Feste Weizenkurse wegen Trockenheit vor Eintritt in die Winterruhe

Wegen trockenen Startbedingungen im Schwarzmeerraum und den USA für die Weizenproduktion für die Ernte 2016, notiert der Weizenfuture am CBoT heute Morgen erneut fester und notiert damit seine höchsten Terminmarktkurse seit mehr als einem Monat. Vor dem Eintritt des Weizens in die Winterruhe bleiben viele Bestände in weiten Teilen Russlands und der Ukraine in einem verletzlichen Zustand. Inzwischen gibt es auch in den USA Wettervorhersagen, die in den Anbaugebieten für Hartweizen Trockenheit prognostizieren. Das gefährdet die Ernteaussichten für kommendes Jahr.

27.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger(CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 15.09. - 22.09. um 1.521 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.496 Kontrakte. 35.365 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 22.09.15. In der Vorwoche waren es 39.635 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 177 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 2.944 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 3.171 Kontrakte auf 66.625 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.995 Lots. Sie erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 19.283 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 21.278 Lots auf 46.300 Lots erhöht.

 

25.09.2015 Euronext Weizen handelt fester
Kursaufschläge in Chicago, der schwächere Euro sowie das trockene Wetter in der Schwarzmeerregion lassen die Weizennotierungein in Paris heute Nachmittag mit kräftigen Aufschlägen handeln. Der Frontmonat Dezember 15 erreichte im Handelsverlauf mit 176 Euro/Tonne ein neues 1-Monats-Hoch. 

 

25.09.2015 Südafrika verdoppelt Importzoll auf Weizenimporte

Südafrika hat den Importzoll auf Weizenimporte nahezu verdoppelt. Das meldet der "Grain Information Service" auf seiner Webseite. Mit 911,20 Rand ($66,00) pro Tonne ist das der höchste Stand seit Einführung der Steuer im Jahre 2002. Damals lag er bei 510,60 Rand ($37,16) pro Tonne. Grund für die Anhebung ist das gefallene internationale Preisniveau. Quelle: Reuters

25.09.2015 IGC prognostiziert zweithöchsten Getreidekonsum aller Zeiten

Die globale Getreideversorgung inklusive der Getreidebestände wird nach einer Einschätzung des International Grain Council (IGC) von gestern zum Ende dieses Jahres auf ein 29-Jahres-Hoch ansteigen. Die Bestände sollen demnach am Ende der Saison um 9 Mio. Tonnen höher ausfallen und dann auf 456 Mio. Tonnen auskommen. Grund dafür sind die guten weltweiten Weizenernten.
Auch die Gerstenernten sind auf einem Rekordniveau; Sorghum- und Haferernten werden ebenfalls hoch eingeschätzt, so die Analyse im monatlichen Update des IGC.
Die weltweite Weizenproduktion in 2015/16 wird mit 727 Mio. Tonnen angegeben, im Vormonat waren 720 Mio. Tonnen geschätzt worden. Die Steigerung kam maßgeblich von der besseren Getreideernte der EU, die nun mit 155,5 Mio. Tonnen einfließen, nach vorher 151,9 Mio. Tonnen.
Chinas Weizenproduktion wurde ebenfalls von 127,5 Mio. Tonnen auf jetzt 129 Mio. Tonnen angehoben. In Russland werden jetzt 60 Mio. Tonnen Weizen erwartet, nach 59 Mio. Tonnen im Vormonat.
Die Schätzung der weltweiten Maisproduktion in 2015/16 wird gegenüber dem Vormonat leicht gesenkt, auf nun 967 Mio. Tonnen und liegt damit deutlich unter der vorherigen Rekordmenge von 1.005 Mio. Tonnen.
Eine Steigerung beim Verbrauch von Mais und Weizen führt nun zu einer Endbestandsteigerung auf 199 Mio. Tonnen, 1 Mio. Tonnen mehr als im Vormonat geschätzt aber immer noch 4 Mio. Tonnen unter der Menge vor einem Jahr. Der geringere Maisbestand wird laut dem IGC dazu führen, dass die Verbraucher zu Alternativen greifen werden, davon wird insbesondere der Weizenverbrauch profitieren, der auf das zweithöchste Niveau aller Zeiten anschwellen wird.
Die Maisernte in der EU wurde auf 57,6 Mio. Tonnen geschätzt, das sind immerhin 18 Mio. Tonnen weniger als im Vorjahr. Hitze und trockenes Wetter hatte hier die Erträge beschränkt.

25.09.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Maiserträge 2015

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral  hat seine Quartals-Prognose der EU Maisernte 2015 aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen, unter denen die Maisbestände in Teilen Europas im Sommer litten, von 65,7 Mio. Tonnen (Juni) auf 59,5 Mio. Tonnen reduziert.  Die Prognose der EU Weichweizenernte wurde aufgrund sehr guter Erträge von 140,6 Mio. Tonnen auf 148,2 Mio. Tonnen erhöht. 

25.09.2015 Südkorea kauft US-Weizen

Südkoreas Flour Mills Corp. (KFMC) hat 23.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten gekauft. Ein Preis wurde nicht genannt. Die Versendung soll im Dezember 15 / Januar 16 erfolgen. Quelle: Reuters

25.09.2015 Taiwans schreibt Weizentender aus

Taiwans Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 89.150 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 6. Oktober. Quelle: Reuters

25.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Anstieg sowie eine starke Exportkonkurrenz auf dem Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 282.800 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Markterwartungen. Das International Grain Council hat seine Prognose zur globalen Weizenernte 2015/16 aufgrund höherer Ernteschätzungen in der EU und Russland um 7 Mio. Tonnen auf 727 Mio. Tonnen angehoben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT Weizen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT auf fast unverändertem Niveau. Durch die schwachen Vorgaben aus Übersee verzeichneten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Abschläge. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 502.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf 4,718 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 6,427 Mio. Tonnen). Der Euro handelte zum US-Dollar wieder fester. Russland plant eine Reduzierung der Weizenexportsteuer ab dem 1. Oktober.

24.09.2015 Brasiliens Weizenimportbedarf rückläufig

Brasiliens Weizenimporte 2015 werden Schätzungen des brasilianischen Verbandes der Weizenindustrie Abitrigo zufolge auf rund 5,0 Mio. Tonnen sinken. Im vergangenen Jahr wurden 5,78 Mio. Tonnen Weizen importiert. Grund ist der gesunkene Verbrauch sowie die höhere inländische Weizenproduktion. Quelle: Reuters

24.09.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 502.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 136.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 4,718 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 6,427 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 771.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,279 Mio.Tonnen).

 

24.09.2015 IGC schätzt Welt-Weizenernte höher und Maisernte kleiner

Der International Grain Council IGC hat heute seine Schätzung zur globalen Weizenernte 2015/16 um 7 Mio. Tonnen auf 727 Mio. Tonnen angehoben. Maßgeblich dafür waren höhere Ernteschätzungen für die EU und Russland.
Die Maisproduktion der Welt für 2105/16 wurde hingegen um 1 Mio. Tonnen kleiner geschätzt, da in der EU eine kleinere Ernte erwartet wird. Die Prognose für die Welt-Maisernte liegt jetzt bei 967 Mio. Tonnen.

24.09.2015 Technischer Handel: Schwacher Euro treibt Matif-Weizenkurse

Gestern ist der Matif-Weizenfuture auf den höchsten Kurs seit dem 10. August gestiegen. Er folgt damit einer Rally in Chicago und wird zudem noch vom einem schwachen Euro-Dollar-Wechselkurs gestützt.
Der Dezember-Weizen befestigte sich um drei Euro oder 1,7 % auf 174,5 €/Tonne. Börsenhändler meinen, dass die regionale Trockenheit am Schwarzen Meer den Anstieg nicht rechtfertige. Vielmehr sei der Anstieg technisch begründet, da einige Widerstandslinien überwunden und von Investment-Funds automatisierte Short-Abdeckungen ausgelöst wurden. Wenn es keine weiteren Hausse-Meldungen gibt, dürften die Weizenkurse wieder sinken.

24.09.2015 Russland: Regierung schlägt Reduzierung der Weizenexporteuer vor

Russlands Regierung schlägt eine Reduzierung der Weizenexportsteuer ab dem 1. Oktober vor. Gegenwärtig gilt:
50% des Exportpreises abzüglich 5.500 Rubel; mindestens aber 50 Rubel pro Tonne.
Ab dem 1. Oktober soll gelten:
50% des Exportpreises abzüglich 6.500 Rubel, mindestens aber 10 Rubel pro Tonne.
Das teilte der russische Premierminister Arkay Dvorkovich mit. Hartweizen soll von der Exportsteuer ausgeschlossen werden. Quelle: Reuters

24.09.2015 Bisher nur geringe Frostschäden in Australiens Osten

Analysten und Händler im Westen Australiens gehen davon aus, dass der Frost in den vergangenen Tagen nur minimale Schäden beim Weizen angerichtet hat. Börsenhändler waren bis gestern davon ausgegangen, dass das globale Weizenangebot durch unvorteilhaftes Wetter in Russland, der Ukraine und Australien beschränkt werde. Australien ist der viert-größte Weizenexporteur der Welt.
Australien, deren Vermarktungsperiode für Weizen am 1. Juli endet, soll nach der Einschätzung des Büros für Agrarressourcen, Wirtschaft und Forschung 25,284 Mio. Tonnen Weizen ernten. 7 % mehr als in den vorherigen Schätzungen. Der Frost in den vergangenen Tagen wird diese Schätzung wohl kaum verändern, so die CBH-Gruppe, einer der größten Exportunternehmen des Landes. Dennoch sei die heranwachsende Ernte in diesem Jahr besonders anfällig auf Frost oder andere Wetterereignisse, da sich das Wetterphänomen El Nino bis zum Jahresende noch intensiviert. Typischerweise folgt daraus an der Ostküste Australiens trockenes Wetter mit meist wolkenlosem Himmel, der zu mehr Frost führten kann.

24.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, zu trockene Wetterbedingungen in Teilen Russlands, der Ukraine und Australiens ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Gewinnen schließen.
Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten schätzen die Weizenverkäufe in einer Spanne von 250.000 - 450.000 Tonnen.
Jordanien hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Hard Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 4. Oktober. 
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer.
Von den guten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitieren und erreichten den höchsten Stand seit knapp einem Monat. Der schwache Euro sowie technische Käufe unterstützen die Entwicklung.

24.09.2015 CBoT-Weizenkurse auf Monatshoch

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures (ZWc1) stiegen gestern auf ein 1-Monats-Hoch. Bereits seit vier Handelstagen stiegen die Kurse wegen unpässlichem Wetter in Australien und der Schwarz-Meer-Region.
Trockenheit in der Ukraine und dem südlichen Russland, die beide zu den maßgeblichen Weizenexporteuren der Welt zählen, verhindern einen optimalen Vegetationsstart für die Ernte 2016, die zurzeit ausgesät wird. In Australiens Weizenanbauregionen hingegen soll Frost die Weizenerträge gefährden, über die Höhe möglicher Werteausfälle sind sich die Experten allerdings nicht einig. Marktanalysten in Japan sehen weiteres Aufwärtspotential der Kurse, weil die Nachfrage nach U.S. Weizen zunehmen könnte.
Bislang ist diese Nachfrage allerdings sehr dünn, da das aktuelle Angebot aus anderen Überschussregionen der Welt groß ist und stets billige Offerten am Markt sind.

24.09.2015 Analystenschätzungen wöchentliche US-Export-Sales
Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, in welcher Spanne Analysten die Verkäufe von US-Weizen, Mais, Sojabohnen, Sojaschrot und Sojaöl einschätzen:
23.09.2015 Matif Weizen Chartanalyse

Nach einer langen Talfahrt hat der Matif-Weizenkontrakt Dezember 15 bei 165 Euro den Boden gefunden. Auf diesem niedrigen Kursniveau hat sich in den letzten Wochen eine Doppelspitze gebildet. Dieses bullische Signal hat dafür gesorgt, dass die Käufer zurückgekehrt sind und der Kurs nun die 175er Marke in Angriff nimmt. Dieser leichte Widerstand bildet sich aus einer kurzfristigen Preisschwäche im Mai. Sollte der Kurs diese Hürde nehmen, besteht weiteres Aufwärtspotential bis 180 Euro. Schafft der Kurs nicht den Sprung über 175 Euro, geht es wieder abwärts bis 165 Euro.

23.09.2015 Wetterprobleme sorgen für steigende Weizennotierungen an der CBoT

Bereits zum dritten Mal innerhalb der letzten vier Börsensitzungen steigt die Weizennotierung an der CBoT an. Frostschäden in einigen Regionen von Australien und zu wenig Niederschläge in einigen Teilen der Ukraine, sorgen für eine leicht festere Tendenz. Rohstoff-Fonds sorgen zudem mit Shorteindeckungen für eine zusätzliche Unterstützung des Marktes.
Das USDA vermeldet, dass bisher 19 Prozent der Winterweizenaussaat abgeschlossen ist. Damit liegt man nahe am Fünfjahresdurchschnitt von 20 Prozent.
In der Ukraine liegt man dagegen mit der Aussaat etwas hinter dem Zeitplan, aber derzeit ist es noch zu früh, um daraus weitere Schlüsse zu ziehen.

23.09.2015 Jordanien sucht Weizen

Jordanien hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Hard Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 4. Oktober. Quelle: Reuters

23.09.2015 Asiatischer Käufer sucht 50.000 Tonnen Weizen

Ein asiatischer Käufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Versendung im Oktober nach Sri Lanka. Die Angebotsfrist endet am heutigen Mittwoch. Quelle: Reuters

23.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, ein stärkerer US-Dollar gegenüber dem Euro, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Russlands Wirtschaftsministerium hat sich gegen eine mögliche Verringerung der Weizen-Exportsteuer ausgesprochen. Seit Anfang September warten Industrie und Handel darauf, dass es zu einer Reduzierung der Steuer kommt, um den Vorteil des schwachen Rubels nutzen zu können. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der Getreideernte 2015 um ca. 1% von 60 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen reduziert. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert.
Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee stellen und auf allen Terminen zulegen. Der Iran hat seine im Juli eingeführten Import-Zölle auf Weizen und Gerste aufgehoben. Für Weizen endete der Importzoll am 6. September, für Gerste am 22. August.

22.09.2015 Russland: Landwirtschaftsministerium für Reduzierung der Weizenexportsteuer
Das russische Landwirtschaftsministerium hat der Regierung die Reduzierung oder Streichung der Weizen-Export-Steuer vorgeschlagen, das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax am heutigen Montag und zitiert dabei den stellvertretenden Landwirtschaftsminister Evgenii Gromyko.
Der Zollsatz errechnet sich aus 50 % des Exportpreises abzüglich 6.500 Rubel, ($91) mindestens aber 10 Rubel/Tonne. Die jüngste Abschwächung des Rubels zum US-Dollar hat faktisch zu einem Anstieg der Steuer geführt. 
22.09.2015 Iran hebt Import Zoll auf Weizen und Gerste auf

Der Iran hat seine im Juli eingeführten Import-Zölle auf Weizen und Gerste aufgehoben. Für Weizen endete der Importzoll am 6. September, für Gerste am 22. August. Das geht aus einem offiziellen Dokument vor, das dem Nachrichtendienst Reuters vorliegt.

22.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Gewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 604.918 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen zulegen. Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat in seinem aktuellen Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge 2015 unverändert auf 5,81 Tonnen pro Hektar belassen. Im Vergleich zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%. In Russland stiegen die Weizenpreise in der vergangenen Woche aufgrund der Erwartung, dass die russische Regierung den Zollsatz für Weizenexporte senkt und höhere Preise für die staatlichen Interventionsbestände zahlt.

22.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Winterweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 20.09.15 19% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 9%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 23%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 20%.

21.09.2015 EU-Crop Monitor erhöht Prognose der EU-Maiserträge 2015 leicht

Der EU-Crop-Monitoring Service EU MARS hat in seinem Bericht vom 21.9. die Prognose der EU Weichweizenernte 2015 unverändert auf 5,81 Tonnen pro Hektar belassen. Im Vergleich zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%. Die Prognose der EU-Mais-Erträge für die Ernte 2015 wurde auf 6,43 Tonnen pro Hektar erhöht (Vormonat: 6,40 Tonnen/Hektar). Zur EU-Maisernte 2014 wäre das ein Rückgang um 20,4%.  Beim Raps wurde die Prognose unverändert auf 3,25 Tonnen/Hektar belassen (-10,2% zum Vorjahr).

21.09.2015 CBoT Weizen handelt heute Morgen mit Verlusten.
Die Weizennotierungen in Chicago handeln heute Morgen mit Verlusten. US-Weizen ist weiterhin nicht wettbewerbsfähig am Weltmarkt. Ägypten meldete am Freitagabend den Kauf von 230.000 Tonnen Weizen zum Durchschnittspreis von $191 pro Tonne c&f. Gekauft wurden 55.000 Tonnen in der Ukraine, 125.000 Tonnen in Russland und 60.000 Tonnen in Frankreich. US-Weizen wurde gar nicht erst angeboten. Für die Winterweizenaussaat in den US-Plains melden US-Wetterdienste gute Bedingungen. Nach Niederschlägen am Wochenende wird bis zum Monatsende trockenes Wetter ohne Frost vorhergesagt. Das dürfte sich positiv für die Entwicklung der Pflanzen und auf den Fortschritt der Feldarbeit auswirken. Quelle: Reuters

   

21.09.2015 Getreidemail

Gute Bedingungen für die Winterweizenaussaat in den südlichen US-Plains, technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Aufschlägen schließen.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender insgesamt 230.000 Tonnen Weizen russischer, ukrainischer und französischer Herkunft zu einem Durchschnittspreis von $191,00 pro Tonne c&f gekauft. Lieferung: 21. - 31. Oktober. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 CBoT Weizenkontrakte. Die e-CBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee von ihren Anfangsverlusten erholen und schlossen auf nahezu unverändertem Niveau zum Vortag. Russlands Getreideernte könnte in den kommenden Jahren ein Niveau von 120 - 130 Mio. Tonnen erreichen. Das meldet die Nachrichtenagentur RIAS nach einem Interview mit dem russischen Premierminster Arkady Dvorkovich.

 

20.09.2015 Ägypten kauft 230.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 230.000 Tonnen Weizen russischer, ukrainischer und französischer Herkunft zu einem Durchschnittspreis von $191,00 pro Tonne c&f gekauft. Lieferung: 21. Oktober - 31. Oktober.
55.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft von Venus zum Preis von $174,95/Tonne fob zzgl. $13,45/Tonne Fracht (Venus)
55.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft von Glencore zum Preis von $182,80/Tonne fob zzgl. $9,70/Tonne Fracht (National Navigation)
60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft von Olam zum Preis von $183,95/Tonne fob zzgl. $8,55/Tonne Fracht (National Navigation)
60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft von Soufflet zum Preis von $177,74/Tonne fob zzgl. $15,63/Tonne Fracht (National Navigation)
20.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger(CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.09. - 15.09. um 6.779 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 1.299 Kontrakte. 39.382 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 15.09.15. In der Vorwoche waren es 47.460 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 7.253 Kontrakte erhöht und die Short-Positionen um 15.282 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 22.535 Kontrakte auf 69.796 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.261 Lots. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.767 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 6.506 Lots auf 25.022 Lots erhöht.
18.09.2015 Südkoreas KFA kauft 25.000 Tonnen Futterweizen
Südkoreas KFA (Korea Feed Association) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 25.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft (Vereinigte Staaten, Europa, Australien oder Kanada).
Gekauft wurde zum Preis von $199,95/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr in Höhe von $1,25/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Der Weizen soll an die Häfen in Incheon, Uslan oder Busan am 28. Februar 2016 geliefert werden. Quelle: Reuters
18.09.2015 CBoT Weizen erholt sich nach dreitägigem Preisrückgang

Nach einem Preisrückgang von 4 Prozent während der letzten drei Handelstage aufgrund der günstigen Wetterbedingungen und eine rückläufigen weltweiten Nachfrage , steigen die Kurse heute wieder an.
Meteorologen erwarten, dass die Regenfälle in den Hard Red Winterweizen Regionen übers Wochenende anhalten. Allerdings müssen die Farmer danach mit einer längeren trockenen Phase rechnen. Trotzdem sieht es zunächst einmal danach aus, dass die jüngsten Regenfälle für eine gute Entwicklung der Pflanzen und damit für eine reichliche Ernte sorgen.
Druck kam in dieser Woche außerdem von den wöchentlichen Exportverkäufen, die die begrenzte Nachfrage nach US Weizen dokumentieren.
Die von vielen für möglich gehaltene Zinserhöhung der US-Notenbank ist zunächst ausgeblieben. Die Zurückhaltung der Anleger könnte damit ein Ende haben.

18.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, weltweit hohe Weizenbestände, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den dritten Tag in Folge schwächer schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 377.500 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weichweizenernte 2015 in der EU im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Mio. Tonnen auf 147,5 Mio. Tonnen erhöht (Vorjahr: 149,3 Mio. Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an CBoT Netto-Short-Positionen beim Weizen um 3.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen uneinheitlich. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 525.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 4,216 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,814 Mio. Tonnen).

18.09.2015 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Das staatliche ägyptische Versorgungsunternehmen GASC hat gestern eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genauer benannten Menge Weizen auf den Weg gebracht. Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 21.-30. Oktober erfolgen.
Gesucht wird Weichweizen oder Mahlweizen aus den USA, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, der Ukraine und Rumänien. Die Preise sollen auf Basis fob mit separat ausgewiesener Fracht genannt werden. Das Ergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Kairo-Lokalzeit bekannt gemacht. Quelle: Reuters

18.09.2015 Südkoreas Daehan Flour Mill schreibt Weizentender aus
Südkoreas Daehan Flour Mill hat einen Tender zum Kauf von insgesamt 51.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Verladung im Zeitraum 15. Februar bis 15. März ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute Nachmittag. Gesucht werden folgende Qualitäten:
48.000 Tonnen Australian Standard White Wheat mit einem Proteingehalt von 10,3 - 11%
3.000 Tonnen Australian Hard Wheat mit einem Proteingehalt von mind. 11,5%.
Quelle: Reuters
17.09.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 525.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 79.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 4,216 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,814 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 635.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,176 Mio.Tonnen).
 
17.09.2015 Südkoras NOFI kaufte über 50.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas größter Futtermittelhersteller Nonghyup Feed Inc. (Nofi) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenders  über 50.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Ausgeschrieben wurde die Menge von bis zu 130.000 Tonnen. Quelle: Reuters

17.09.2015 Strategie Grains reduziert Prognose der EU-Maisproduktion 2015

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat erneut und zum dritten Mal infolge seine Prognose der EU-Maisernte 2015 reduziert. Das heiße trockene Wetter im Sommer hat zu Ertragseinbußen in einigen Hauptanbaugebieten geführt. Besonders betroffen waren Länder in Mittel- und Südosteuropa. Die aktuelle Prognose liegt nun bei 57,4 Mio. Tonnen. Das sind 2,3 Mio. Tonnen weniger, als im August geschätzt wurde und 24% unter der Rekordernte 2014, die bei 75,7 Mio. Tonnen lag.
Die Prognose der Weichweizenernte 2015 in der EU hat das Beratungsunternehmen im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Mio. Tonnen auf 147,5 Mio. Tonnen erhöht (Vorjahr. 149,3 Mio. Tonnen). Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Weizenexporte 2015/16 von 26,8 Mio. Tonnen (August) auf 27,0 Mio. Tonnen (2014/15: 32,5 Mio. Tonnen).
Deutlich höher als im Vorjahr wird die Mahlweizenproduktion in der EU ausfallen. Sie wird auf 105,5 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre der höchste Wert seit 2007.
Bei der Braugerste wurde die Prognose um 1,6 Mio. Tonnen auf 60,4 Mio. Tonnen erhöht (nahezu unverändert zum Vorjahr). Quelle: Reuters

17.09.2015 Japan kauft 138.855 Tonnen Weizen
Japans Landwirtschaftsministerium hat im Rahmen eines Tenderverfahrens  insgesamt 138.855 Tonnen Weizen der Herkünfte: Vereinigte Staaten, Canada und Australien gekauft.
Vereinigte Staaten:
13.200 Tonnen Western White
11.450 Tonnen Hard Red Winter (semi hard)
18.848 Tonnen Western White
16.000 Tonnen Hard Red Winter (semi hard)
23.330 Tonnen Dark Norhtern Spring (Protein min. 14,0%)
Canada:
27.207 Tonnen Western Red Spring (Protein min. 12,5%)
Australien:
28.880 Tonnen Standard White (West Australien)
Die Ankunft der Ware ist für Ende Dezember geplant.
Quelle: Reuters

 

17.09.2015 Chicago: Weizen steht weiter unter Druck

Die Weizenfutures in Chicago handeln auch heute Vormittag mit negativen Vorzeichen. US-Wetterdienste sagen für die südlichen US-Plains Niederschläge voraus, die sehr gute Bedingungen für die dortige Winterweizen-Aussaat schaffen. Institutionelle Anleger erhöhten gestern ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um geschätzte 4.000 CBoT-Weizenkontrakte. Bereits vorgestern wurde der Bestand um dieselbe Menge erhöht.

17.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, der starke Wettbewerb aufgrund der großen Ernten in Europa und der Schwarzmeerregion sowie sehr gute Bedingungen für die Winterweizenaussaat in den südlichen US-Plains ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 CBoT Weizenkontrakte. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen beim Weizen mit Verkäufen zwischen 275.000 und 450.000 Tonnen. Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 108.500 Tonnen lokalen Weichweizen ausgeschrieben. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben moderat nach. Anleger warten mit Spannung auf die heutige Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed.

16.09.2015 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Futtergerste
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Ausgeschrieben wurden bis zu 100.000 Tonnen. Der Preis dafür lag bei $209/Tonne c&f. Lieferung: Zweite Dezemberhälfte. Verkäufer war das Handelshaus Dolj.
Gestern kaufte Jordanien im Rahmen eines Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Weizen. Quelle: Reuters
16.09.2015 Marokko sucht Weizen auf dem lokalen Markt

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 108.500 Tonnen lokalen Weichweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 8. Oktober. Der Weizen ist bestimmt für die Mehlproduktion für das staatliche Subventionsprogramm. Quelle: Reuters

16.09.2015 Südkoreas FLC kaufte 60.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas FLC (Feed Leaders Committee) kaufte 60.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zum Preis von $197,95/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr von $1,25/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Die Ware soll Mitte März 2016 geliefert werden. Quelle: Reuters

16.09.2015 Ukraines Getreidernte 2015 aktuell bei 38,3 Mio. Tonnen
Ukrainische Landwirte haben per 15. September 38,3 Mio. Tonnen Getreide auf 10,6 Mio. Hektar (72%) geerntet. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 3,61 Tonnen pro Hektar. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am heutigen Mittwoch mit.
Im vergangenen Jahr wurden zur selben Zeit 37,6 Mio. Tonnen Getreide auf 10,3 Mio. Hektar geerntet. Die Weizen- und Gerste-Ernte ist abgeschlossen. Beim Mais wurden bereits 174.000 Hektar (4%) bzw. 737.000 Tonnen geerntet. Insgesamt liegt die Prognose für die Maisernte 2015 bei 24,5 Mio. Tonnen (2014: 28,5).
Die gesamte Getreideernte 2015 wird vom Landwirtschaftsminister Oleksy Pavlenko auf rund 60 Mio. Tonnen geschätzt. Davon entfallen 24 Mio. Tonnen auf Weizen. 2014 wurden 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Wintergetreide für die Ernte 2016 wurde bisher auf 746.000 Hektar ausgesät. Das sind 10% der geplanten Aussaatfläche. Die gesamte Aussaatfläche für Wintergetreide liegt bei 7,4 Mio. Hektar. Davon entfallen 6,2 Mio. Hektar auf Winterweizen und 1,05 Mio. Hektar auf Wintergerste.
Analysten befürchten jedoch, dass bei weiterhin trockenen Wetterbedingungen die Aussaatfläche für Wintergetreide kleiner ausfallen könnte. Quelle: Reuters
16.09.2015 CBoT Weizen unter Druck - Anleger warten auf FED-Zinsentscheidung

Günstige Wetteraussichten für die Winterkulturen in den USA sorgten bereits den zweiten Tag in Folge für fallende Kurse an der CBoT. Der Dezember Weizen war aufgrund der vorausgesagten Regenfälle in den Hard Red Winterweizen Regionen nicht in der Lage das Fünf-Dollar-Niveau zu halten. Zudem scheinen Anleger nach den Kursgewinnen in der vergangenen Woche ihre Positionen zu schließen und warten nun auf eine mögliche Zinserhöhung am Donnerstag durch die Federal Reserve Bank (FED).

16.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen nach den Kursgewinnen der letzten Tage, hervorragende Wetterbedingungen in den US-Weizenanbaugebieten sowie eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens gekauft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren moderaten Abschlägen.
Durch die schwachen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Verluste hinnehmen. Regionale Beamte üben offenbar Druck auf Russlands Landwirte aus, höhere Erntemengen zu melden, als tatsächlich geerntet. Das berichtete der Präsident von Russia´s Grain Union im Rahmen einer Pressekonferenz. So soll die Erntemenge im Ergebnis leicht über 100 Mio. Tonnen Getreide erreichen.

15.09.2015 Jordanien kauft 100.000 Tonnen Hartweizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens gekauft.
In den 5 vorherigen Ausschreibungen im August und September kam es zu keinem Kauf. Händlern zufolge ist das Verkaufsinteresse aufgrund der zusätzlichen Warenkontrollen und der unsicheren Verkaufs- und Zahlungsbedingungen begrenzt. Quelle: Reuters

15.09.2015 Frost könnte brasilianischen Weizen geschädigt haben.

Brasilianische Landwirte befürchten, dass ihre Weizenbestände unter den zwei aufeinander folgenden Frostnächten Schaden genommen haben. In Teilen des südlichen Bundesstaates Rio Grande do Sul ist die Temperatur in den Nächten von Freitag und Samstag unter den Gefrierpunkt gesunken.
Man wird den Umfang der Schäden aber erst in den nächsten Tagen feststellen können.
Auf Rio Grande do Sul entfallen rund 40 Prozent der Brasilianischen Weizenernte. Frostschäden in dieser Region können dazu führen, dass Brasilien als Netto-Importeur, größere Mengen als in anderen Jahren einführen muss. Quelle: Reuters

15.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Soja-und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 647.551 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 325.000 - 475.000 Tonnen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.500 CBoT Weizenkontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positven Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen gut zulegen.
In dieser Woche will die Regierung in Moskau eine Entscheidung darüber treffen, ob der Exportzoll für Weizen reduziert wird. Australiens Statistikamt ABARES schätzt Australiens Weizenexport nun auf 17,53 Mio., 6,5 % mehr als im Juni, nachdem die Ernteschätzung letzte Woche angehoben wurde.

15.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Winterweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 13.09.15 9% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 3%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 11%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 9%. Quelle: Reuters

15.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizenernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 13.09.15 97% der US-Sommerweizenbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 94%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 72%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 86%. Quelle: Reuters

14.09.2015 ABARES: Australiens Rindfleischexporte steigen um 20 %

Australiens Statistikamt ABARES schätzt, dass der Fleischexport des Kontinents um 20 % steigt, weil die Trockenheit durch das Wetterphänomen El Nino Landwirte dazu zwingt, den Viehbestand zu reduzieren. Australien ist weltweit der drittgrößte Exporteur von rotem Fleisch und wird damit die Schlachtungen auf dem hohen Vorjahresniveau halten.
Die Fleischexporte kommen damit auf 1,225 Mio. Tonnen im laufenden Wirtschaftsjahr, das noch bis zum 30. Juni 2016 anhält, so ABARES. Im Juni hatten die Statistiker den Export noch auf 1,02 Mio. Tonnen geschätzt. Der Anstieg des Angebots lindert die Befürchtungen auf Versorgungsengpässe in Nordamerika, wo bereits in 2014/15 Rekordmengen an Fleisch aus Australien eingeführt wurden, da die Viehbestände dort bereits sieben Jahre lang schrumpfen. Höhere Schlachtungen in Queensland, dem Bundesland mit der größten Produktion, kompensieren sinkende Schlachtraten im Rest des Kontinents. Queensland wird wohl die größte Last des El Nino tragen, dessen Trockenheit bis ins neue Jahr anhalten soll. Bereits seit mehr als zwei Jahre vertrocknen im Queensland die Weiden und Äcker, sodass Heu und Stroh knapp sind und Viehschlachtungen auf Rekordniveau bleiben.
ABARES schätzt die Zuckerproduktion des Landes nun auf 5 Mio. Tonnen, ebenfalls 2 % mehr als zuvor. Auch hier ist Australien der drittgrößte Exporteur von Rohzucker. Die mehrmenge wird den Druck auf die Zuckernotierungen aufrechterhalten, die Im August auf ein sieben-Jahres-Tief fielen.
Die Milchproduktion wird jetzt auf 9,8 Mio. Liter um 2 % von der Juni-Schätzung angehoben. Damit hat die landesweit größte Molkerei eine bessere Auslastung und hofft nun wieder auf Nachfrage aus China.
ABARES schätzt Australiens Weizenexport nun auf 17,53 Mio., 6,5 % mehr als im Juni, nachdem die Ernteschätzung letzte Woche angehoben wurde. Quelle: Reuters

14.09.2015 Russische Weizenpreise fast unverändert

Die Exportpreise für russischen Weizen waren zum Ende der vergangenen Woche fast unverändert. In dieser Woche will die Regierung in Moskau eine Entscheidung darüber treffen, ob der Exportzoll für Weizen reduziert wird. Darauf hoffen auch die Branchenvertreter, denn der Zoll hat Exporte verhindert, weil sich ein schwacher Rubelkurs nur teilweise auf die Exportpreise auswirkt.
Russischer Weizen mit 12,5 % Protein kostete am Schwarzen Meer letzte Woche $180 bis $181/Tonne fob, das war 0 bis 1 USD weniger als in der Woche zuvor. Die gegenwärtige Berechnung des Zollsatz errechnet sich auf dem halben Exportpreis Minus 5.500 Rubel. Die Wirtschaft hofft nun darauf, dass der Freibetrag von 5.500 Rubel auf 6.500 Rubel/Tonne angehoben wird.
In der Zeit vom 1. Juli bis 9. September hat Russland 6,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon waren 5,3 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 22,5 % weniger als im Referenzzeitraum des Vorjahres. Der lokale Preis für Weizen der Klasse III in europäischen Teil Russlands fiel um 100 Rubel auf 10.000 Rubel/Tonne.

14.09.2015 Getreidemail

An der Chicago Board of Trade konnten sich die Weizennotierungen am Freitag trotz des bärischen USDA-Reports behaupten und die Kurse schlossen mit Gewinnen. Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar zum Euro sowie deutliche Kursaufschläge beim Mais gaben dem Markt Unterstützung. Die US-Weizenendbestände wurden auf 875 Mio. Bushel beziffert. Analysten erwarteten im Vorfeld durschnittlich 865 Mio.Bushel. Die Schätzung der Weltweizenendbestände wurden von 221,47 Mio.Tonnen (Vormonat) auf 226,56 Mio.Tonnen erhöht und lag damit deutlich über den Marktwartungen von durchschnittlich 221,90 Mio. Tonnen. Mit 290.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Exportzahlen am unteren Rand der Erwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen bei CBoT SRW-Weizen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht mehr von den späten Kursaufschlägen in Chicago profitieren und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.

13.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Die Commodity Futures Trading Commission (Abkürzung: CFTC) mit Sitz in Washington, D.C. ist eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten und reguliert die Future- und Optionsmärkte in den USA. Nachfolgend finden Sie die aktuellen Veränderungen institutioneller Anleger per 08.09.15.
Weizen (SRW): Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 01.09. - 08.09. um 7.394 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 13.063 Kontrakte. 47.460 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 08.09.15. In der Vorwoche waren es 27.003 Netto-Short-Positionen.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 1.053 Kontrakte erhöht. Ebenfalls erhöht um 30.777 Kontrakte wurden die Short-Positionen. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 29.724 Kontrakte auf 47.261 Kontrakte.
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 2.036 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 3.250 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 1.214 Lots auf 18.516 Lots erhöht.
11.09.2015 FAO-Lebensmittelindex im August auf 7-Jahres-Tief

Die Lebensmittelpreise sind weltweit unter Druck. Eine großzügige Versorgung mit Agrarrohstoffen im Zusammenspiel mit gesunkenen Energiepreisen und die Abkühlung der Wirtschaft in China lassen den Index der FAO auf das tiefste Niveau seit Dezember 2008 sinken. Dieser Index der Food and Agriculture Organization wird jeden Monat aus einem Korb von Getreide- Ölsaaten-, Milch- Fleisch- und Zuckerpreisen ermittelt. Im August wurde ein Index von 155,7 ermittelt, der 8,5 Punkte oder 5,2 % gegenüber dem Juli-Wert gesunken ist.
Die meisten Rohstoffpreise stand maßgeblich wegen einer schwächeren Nachfrage aus China und einem starken U.S. Dollar unter Druck. Hinzu kommen große Ernten in den großen Überschussregionen der Welt. Eine baldige Änderung der Lage wird von der FAO nicht gesehen.
Am Beispiel von Sojabohnen wird die Lage besonders deutlich: China ist die zweit-größte Volkswirtschaft der Welt und gleichzeitig der größte Importeur dieser Ölsaat, die zudem noch proteinreiches Futtermittel ist. Wenn ein Land mit einer derart großen Bevölkerung schwächelt, sind alle Bereiche betroffen, auch die Landwirtschaft.
Die Preise fielen im Monatsvergleich bei allen Rohstoffen, außer bei Fleisch. Im Vergleich zu seinem historischen Höchststand im August 2014 gaben die Fleischpreise um 18 % nach. Die FAO gibt die weltweite Getreideproduktion für 2015 mit 2,54 Mrd. Tonnen an, leicht höher als im Vormonat, aber etwas weniger als die Rekordernte im Vorjahr. Die Weizen- und Reisproduktion wurde wegen besserer Ernten in Argentinien, Brasilien und den USA zuletzt nach oben korrigiert. Die Mehrmenge an Mais in den USA kompensiert die Ertragsdepression für Mais in Europa.

11.09.2015 Brasilien schätzt seine 2014/15er Maisernte auf 84,7 Mio. Tonnen

Brasiliens Verkaufsagentur Conab erhöhte ihre 2014/15er Ernteschätzung für Mais auf 84,7 Mio. Tonnen leicht gegenüber der August-Schätzung, die mit 84,3 Mio. Tonnen angegeben wurde. Die Schätzung der aktuellen Sojabohnenernte bleibt endgültig auf 96,2 Mio. Tonnen.
Die zweite Maisernte dieses Jahres wird von Conab auf 54,5 Mio. Tonnen von 54,0 Mio. Tonnen im letzten Monat ebenfalls leicht angehoben.
Brasilien ist eines der weniger Länder der Welt, in dem noch weitere Ackerflächen erschlossen werden. Deshalb konnten in diesem Jahr 11,8 % mehr Sojabohnen und 5,8 % mehr Mais geerntet werden, als im Vermarktungszeitraum 2013/14.
Conab will aus der Ernte 2014/15 50 Mio. Tonnen Sojabohnen und 26,4 Mio. Tonnen Mais exportieren. Die Agentur schätzt die Weizenernte in 2015 auf 7,1 Mio. Tonnen, geringfügig mehr als die 7 Mio. Tonnen, die noch im August geschätzt wurden.

11.09.2015 Erste Qualitätsbewertung für britischen Weizen besser als erwartet

Müller in Großbritannien können in dieser Saison einen großen Teil ihres Weizenbedarfs aus der nationalen Erzeugung eindecken. Das ergibt sich einem vorläufigen Bericht zur Getreidequalität auf der britischen Insel. Später geerntetes Getreide hat aber viel mehr unter den Regenfällen gelitten. Dafür fällt die Bewertung entsprechend schlechter aus, so der Vorstand des Verbands für die Entwicklung von Agrar- und Gartenbaugewächsen (AHDB). Die frühe Ernte zeigt ein spezifisches Gewicht, Fallzahlen und Proteinwerte wie im durchschnitt der Jahre, aber besser als im Vorjahr.
Bis letzten Dienstag waren allerdings erst 70 % der Weizenbestände abgeerntet. Regenfälle haben die Erntearbeiten immer wieder unterbrochen. Nun ist man weit hinter dem Erntefortschritt anderer Jahre zurück. Die Verzögerungen beeinflussen die Fallzahlen negativ, das ist ein wichtiges Kriterium für die Mahlqualität. Aufgrund regelmäßiger Regenfälle seit Ende August, als noch 60 % des Getreides auf dem Halm standen, geraten die Fallzahlen unter das Niveau der ersten Analysen. Das durchschnittliche spezifische Gewicht, mit dem die Kornhärte gemessen wird, lag bei 79,8 kg/Hektoliter, gegenüber 77,1 kg/Hektoliter im Vorjahr. Die Fallzahlen liegen im Durchschnitt bei 312 Sekunden, (Vj.308), der Proteinwert ist bisher im Durchschnitt auf 12,1 % festgestellt worden, (Vj.11,3%).
Im Oktober will AHDB seine abschließende Bewertung der Ernte vorlegen.

11.09.2015 Russlands Zollsatz auf Weizenexporte soll gesenkt werden

Das russische Landwirtschaftsministerium schlägt eine Kürzung des Exportzolls auf Weizen sowie die Anhebung der Interventionspreise vor. Das meldet heute Morgen die russische Nachrichtenagentur Vedomosti unter Berufung auf ein Schreiben aus dem Ministerium.
Der Zollsatz errechnet sich aus 50 % des Exportpreises abzüglich 5.500 Rubel, mindestens aber 50 Rubel/Tonne. Das Ministerium greift nun einen Vorschlag aus der Branche auf, den Freibetrag auf 6.500 Rubel/Tonnen anzuheben.
Der Interventionspreis soll im Durchschnitt um 1.000 Rubel/Tonnen angehoben werden, sodass zukünftig ein Preis zwischen 9.500 und 9.700 Rubel/Tonnen für Weizen der Klasse III vom Staat bezahlt werden. Dieser Vorschlag ist dem stellvertretenden Ministerpräsident Arkady Dvorkovich zugestellt wurden, dessen Ressort das Landwirtschaftsministerium unterstellt ist. Quelle: Reuters

11.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, ein schwächerer US-Dollar zum Euro sowie festere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Heute um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Exort-Sales. Analysten erwarten für die Saison 2015/16 Weizenexporte in einer Spanne von 250.000-500.000 Tonnen. Um 18 Uhr MEZ erscheint der monatliche WASDE-Report. Die durchschnittliche Analystenerwartung liegt für die US-Weizenendbestände 2015/16 bei 865 Mio. Bushel. Für die Weltweizenendbestände liegt sie bei 221,9 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 CBoT-Weizenkontrakte. Die eCBoT handelt zur Stunde leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren gaben nach. Nur der gestern ausgelaufene Septembertermin legte etwas zu. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 354.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf 3,691 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,309 Mio. Tonnen).

10.09.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 354.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 69.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 3,691 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,309 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 556.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,105 Mio.Tonnen).
 
10.09.2015 AMIS Market Monitor No. 31 / September 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 9. Juli finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 10. Oktober 2015

10.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe vor dem am Freitag erscheinenden USDA-Report, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie ein stärkerer US-Dollar gegenüber dem Euro ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Ägypten wird bis Ende Mai 2016 für Weizeneinfuhren einen Feuchtigkeitsgehalt von max. 13,5% akzeptieren, um den Kreis der möglichen Herkünfte zu erweitern. Die eCBoT handelt zur Stunde minimal fester. Nach anfänglichen Gewinnen folgten am späten Nachmittag die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach. FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU aufgrund des starken Wettbewerbs auf dem Weltmarkt reduziert. In seinem ersten Bericht für die Saison 2015/16 rechnet das Unternehmen mit Exporten von 11,0 Mio. Tonnen Weichweizen versus 11,4 Mio. Tonnen in der laufenden Saison. Die französische Weichweizenernte 2015 wird auf 40,7 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonats-Prognose: 40,4 Mio. Tonnen). Das wäre die größte Weizenmenge, die Frankreich jemals produziert hat. 

09.09.2015 Ägypten erhöht Toleranzgrenze für Feuchtigkeitsgehalt bei Weizenimporten

Ägypten wird bis Ende Mai 2016 für Weizeneinfuhren einen Feuchtigkeitsgehalt von max. 13,5% akzeptieren, um den Kreis der möglichen Herkünfte zu erweitern. Das teilte das zuständie Ministerium am heutigen Mittwoch mit. Quelle: Reuters

09.09.2015 FranceAgriMer reduziert Weizenexportprognose 2015/16
Das französische Analystenhaus FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU aufgrund des starken Wettbewerbs auf dem Weltmarkt reduziert. In seinem ersten Bericht für die Saison 2015/16 rechnet das Unternehmen mit Exporten von 11,0 Mio. Tonnen Weichweizen versus 11,4 Mio. Tonnen in der laufenden Saison.
Die französische Weichweizenernte 2015 wird auf 40,7 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonats-Prognose: 40,4 Mio. Tonnen). Das wäre die größte Weizenmenge, die Frankreich jemals produziert hat. Quelle: Reuters
09.09.2015 Tschechien reduziert Prognose der Getreideernte 2015

Die tschechische Statistikbehörde hat ihre Prognose der Getreideernte 2015 im August auf 7,70 Mio. Tonnen reduziert. Im Juli lag die Prognose bei 7,59 Mio. Tonnen. 2014 wurden 7,93 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Für den Weizen wurde die Prognose auf 5,22 Mio. Tonnen erhöht (Juli: 5,15 Mio. Tonnen. 2014 wurden 5,44 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Quelle: Reuters

09.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizenernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 06.09.15 94% der US-Sommerweizenbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 88%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 55%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 76%. Quelle: Reuters

09.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Wintererweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 06.09.15 3% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 0%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 3%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 3%. Quelle: Reuters

09.09.2015 Späte Ernten in Saskatchewan Kanada

Marktteilnehmer in Kanada berichten davon, dass in West-Kanada die Canola (Rapssaat)-Ernte erst zu 40 % abgeschlossen werden konnte. Spätfröste in Frühjahr führten zu Auswinterungen, sodass in manchen Regionen nachgesät werden musste. Die Ernte dieser Flächen verzögert sich entsprechend. Beim Sommerweizen wurden dort erst 50 % geerntet. In den südlichen Regionen kommt die Ernte zügiger voran.
Kanada ist weltweit der größte Anbauer von Canola und der sechst-größte Weizenproduzent. Die diesjährige Ernte ist die kleinste seit fünf Jahren, weil es meist viel zu trocken war. Weltweit ist die Versorgung mit Getreide und Ölsaaten aber auf Rekordkurs.

09.09.2015 Getreidemail

Spekulative Käufe nach den Tiefstständen von letzter Woche, positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie der schwächere US-Dollar zum Euro ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 371.343 Tonnen Weizen hinter den Erwartungen von 375.000 - 525.000 Tonnen. Irak hat in einem Tenderverfahren 100.000 Tonnen Weizen aus Kanada zu einem Preis von $247,20/Tonne c&f gekauft. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Die eCBoT handelt zur Stunde minimal fester. Aufgrund der guten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen zulegen. Frankreich hat im Juli 684.000 Tonnen Weichweizen in Drittländer exportiert. Algeriens staatliche Getreideagentur kaufte vergangene Woche 550.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Das ist deutlich mehr, als zunächst von Händlern gemeldet wurde. In einer ersten Meldung wurde die Menge von mindestens 400.000 Tonnen genannt.

08.09.2015 Irak kauft 100.000 Tonnen Weizen

Iraks staatlicher Getreideeinkäufer hat in einem Tenderverfahren 100.000 Tonnen Weizen aus Kanada zu einem Preis von $ 247,20 pro Tonne c&f gekauft.
Der Tender sollte ursprünglich bereits am 30. August geschlossen werden, wurde dann aber bis zum 7. September verlängert. Gesucht wurde ursprünglich Ware aus den USA, Kanada, Australien oder Russland. Quelle: Reuters

08.09.2015 Getreide: Frankreich exportierte im Juli Rekordmengen

Frankreich hat im Juli 684.000 Tonnen Weichweizen in Drittländer exportiert. Das ist ein 4-Jahres-Hoch für Juli und deutlich mehr als im letzten Jahr als 265.000 Tonnen an Empfänger außerhalb der EU geliefert wurden. Mit 429.000 Tonnen war Algerien jetzt der größte Abnehmer. Außerdem exportierte Frankreich im Juli noch 702.000 Tonnen Gerste, 57 % mehr als im letzten Jahr im Juli und die größte Juli-Menge seit 15 Jahren. Mit 699.000 Tonnen kaufte China fast die gesamte Menge.

08.09.2015 Algerien kaufte vergangene Woche mehr Weizen, als zunächst erwartet

Algeriens staatliche Getreideagentur hat in der vergangenen Woche 550.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft. Das ist deutlich mehr, als zunächst von Händlern gemeldet wurde. In einer ersten Meldung wurde die Menge von mindestens 400.000 Tonnen genannt, die OAIC für einen Preis von $195 – $196 c&f zur Versendung im Oktober und November gekauft habe. Algerien selbstveröffentlicht grundsätzlich keine Details seiner Geschäfte.
Für den Lieferzeitraum von Juli bis November hat Algerien somit fast 3 Mio. Tonnen Weizen gekauft. Das wären durchschnittlich 600.000 Tonnen pro Monat. Der monatliche Bedarf für die Inlandsnachfrage liegt bei 450.000 Tonnen. Quelle: Reuters

08.09.2015 Russlands Weizenpreise bleiben vor der Entscheidung über die Exportsteuer stabil

Russlands Preise für Exportweizen bleiben in dieser Woche unverändert, da der Markt darauf wartet, dass die Regierung bald entscheidet, die Exportsteuern zu senken. Einige Exporteure haben, in Erwartung einer Senkung der Steuer, seit letzter Woche wieder damit begonnen Weizen zu verkaufen. Sie hoffen dadurch endlich den Vorteil des schwachen Rubels und einer großen Ernte nutzen zu können.
Das Agrarberatungsunternehmen IKAR hat die Schwarzmeer- Forward-Preise für russischen Weizen mit 12,5 Prozent Protein mit $ 181 pro Tonne fob um $ 1 gegenüber der Vorwoche erhöht. Allerdings hat ein anderes Agrarberatungsunternehmen, SovEcon die FOB- Preise um $ 1,50 auf $ 180 pro Tonnen gesenkt.
Russland hat in der Zeit vom 1. Juli bis zum 2. September laut offizieller Meldungen 5,78 Mio Tonnen Getreide exportiert. Darunter sind 4,35 Mio Tonnen Weizen. Das sind 19 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Quelle: Reuters

08.09.2015 Russlands IKAR reduziert Prognose der russischen Weizenernte 2015

Das russische Agrar-Beratungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2015 auf 60,6 Mio. Tonnen reduziert. Zuvor ging man noch von einer Erntemenge von 61,8 Mio. Tonnen aus. Grund für die Reduzierung sind etwas kleinere Ernten im Ural und in Sibirien. Quelle: Reuters

08.09.2015 Südkoreas MFG sucht Weizen

Südkorea´s MFG (Major Feedmill Group) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft (ausgenommen: China, Südamerika und Dänemark) ausgeschrieben. Die Anbebotsfrist endet heute. Gesucht wird Futterweizen zur Versendung im Januar und Februar 2016. Quelle: Reuters

08.09.2015 Getreidemail

In den USA blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Labor Day" geschlossen.
Zur Stunde können sich die Weizennotierungen in Chicago behaupten und handeln mit leichten Aufschlägen.
Aufgrund der fehlenden Vorgaben aus Übersee war an der Euronext in Paris gestern eine ruhige Handelssitzung zu beobachten. Die Weizenfutures konnten dabei auf allen Terminen zulegen. Der Euro legte zum US-Dollar leicht zu.
Russlands Weizenexporte sanken einer offiziellen Statistik zufolge in den ersten 7 Monaten des Jahres 2015 auf 6,8 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden im selben Zeitraum 8,4 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Australiens Weizenernte wird vom Beratungsunternehmen ABARES größer als bisher erwartet. Jüngste Regenfälle haben frühere Befürchtungen über die Auswirkungen von El Nino relativiert. ABARES schätzt die Australische Winterweizen-Ernte auf 25,284 Mio. Tonnen, das sind 7 % mehr als im Juni geschätzt.  

08.09.2015 Handel bereitet sich auf USDA-Report am Freitag vor

Nach einem langen Wochenende in den USA startet die neue Woche an der CBoT mit festen Weizenkursen. Nach dem Abprallen am 5-Jahres-Tief am vergangenen Freitag stützt eine gute Inlandsnachfrage trotz üppiger Weltmarktversorgung den Markt.
Händler bereiten sich auf den USDA-Report am kommenden Freitag vor. Heute Morgen kommentiert der Chefanalyst der ANZ-Bank in Singapur, dass die Bestätigung von hohen Maiserträgen einen weiteren Abbau der Kontraktbestände bei den Fondsgesellschaften nach sich ziehen würde. Das sollte dann auch Druck auf die Weizenkurse ausüben, denn die Ernten in den Kernregionen des Weizenanbaus waren einfach zu gut.
Auch Australiens Weizenernte 2015/16 soll höher als bisher erwartet ausfallen. Das teilte gestern das Analystenhaus ABARES mit. Einen negativen Einfluss des El Nino-Wetterphänomens habe der Winterweizen in Australien nicht gehabt. In Russland hoffen die Marktbeteiligten auf eine Überarbeitung des Zollsatzes für Weizenausfuhren und offerieren ihren Weizen nun wieder offensiv in den internationalen Ausschreibungen. In Frankreich ist die diesjährige Ernte mit 40,8 Mio. Tonnen auf einem Rekord angelangt. Das alles dürfte am Freitag im USDA-Report Berücksichtigung finden.

07.09.2015 ABARES erhöht Ernteschätzung für Australien

Australiens Weizen- und Rapssaat-Ernten werden vom Beratungsunternehmen ABARES größer als bisher erwartet. Jüngste Regenfälle haben frühere Befürchtungen über die Auswirkungen von El Nino relativiert. Eine größere Weizenernte in Australien, dem viert-größten Weizenanbieter auf dem Weltmarkt, wird die Weltmarktpreise weiterhin belasten. ABARES schätzt die Australische Winterweizen-Ernte auf 25,284 Mio. Tonnen, das sind 7 % mehr als im Juni geschätzt. Die Rapssaatproduktion kommt auf 3,15 Mio. Tonnen, in der Juni-Schätzung kamen die Beobachter noch auf 2,96 Mio. Tonnen.
Das Australian Bureau of Meteorology war noch im August davon ausgegangen, dass das Wetterphänomen El Nino die Ernten in Australien schädigen werde. Die Aussaat von Sommergetreide beginnt typischerweise im Dezember, wenn der diesjährige El Nino, der der stärkste seit den Wetteraufzeichnungen sein soll, seinen Höhepunkt erreicht. Da Sommergetreide üblicherweise beregnet wird und die Wasserstände in den Staudämmen weit verbraucht sind, , könnte dies Einfluss auf die Ernte haben.

07.09.2015 El Nino zwingt Argentiniens Farmer zum Anbau von Sojabohnen

Argentiniens Farmer rechnen damit, dass in den kommenden Monaten aufgrund des Wetterphänomens El Nino sintflutartige Regenfälle das Land heimsuchen werden. Sie bestellen ihre Felder deshalb lieber mit Sojabohnen, weil die Kosten dafür niedriger sind als bei Mais. Kritiker beklagen den einseitigen Anbau. Genau zur Zeit der Feldbestellung werden extreme Auswirkungen des El Nino erwartet.
Die Provinz Buenos Aires, der Getreidegürtel des südamerikanischen Landes, war bereits im August von schweren Regenfällen heimgesucht worden. Das bereitet den Farmern genauso Kopfschmerzen wie die strengen Exportrestriktionen und eine hohe Inflationsrate. In den letzten zehn Jahren wurde die Pampa in Argentinien - die eigentliche Kornkammer Südamerikas – zu Lasten von Weizen und Mais von der Sojabohne im Sturm erobert.
Jüngst gesäter Weizen, der eigentlich im Dezember und Januar geerntet werden sollte, wurde bereits von Starkregenfällen überflutet. Wetterexperten der ganzen Welt zählen den El Nino in diesem Jahr zu den stärksten der letzten Jahrzehnte. Das führt in Argentinien zu Überflutungen, während es in Australien und der indonesischen Inselwelt sowie im Südwesten Asiens zu trocken wird.
Nur 40 % der Flächen im Getreidegürtel liegen hoch genug, um dem El Nino-Zyklus ab Oktober zu trotzen. Dort können sehr hohe Ernten heranwachsen. Argentinische Farmer werden 2,72 Mio. Hektar Mais anbauen, das sind 20 % weniger als im Vorjahr, so die Schätzung der Buenos Aires Getreidebörse im letzten Monat. Gründe für die starke Einschränkung ist der niedrige Weltmarktpreis sowie hohe Kosten für Saatgut und Düngemittel. Diese Betriebsmittel werden in USD berechnet und die Inflationsrate liegt bei 27 %.

07.09.2015 Russlands Weizenexporte 2015 rückläufig

Russlands Weizenexporte sanken einer offiziellen Statistik zufolge in den ersten 7 Monaten des Jahres 2015 auf 6,8 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden im selben Zeitraum 8,4 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Quelle: Reuters

07.09.2015 Ukraine plant höhere Weizenexporte 2015/16

Die ukrainischen Weizenexporte werden in der Saison 2015/16 aufgrund der großen Ernte und hohen Lagerbeständen auf 15,9 Mio. Tonnen ansteigen, so der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko am heutigen Montag. In der Saison 2014/15 lagen sie bei 11,2 Mio. Tonnen.
Die Maisausfuhren könnten auf 16,9 Mio. Tonnen sinken. Vorjahr: 18,8 Mio. Tonnen. Eine Dürre in einigen relevanten Anbauregionen der Ukraine führt zu einer kleineren Maisernte. Quelle: Reuters

07.09.2015 Russlands Weizenexporteure hoffen auf Zollsenkung

Der Weizenexport aus Russland hat sich in den letzten Tagen wieder gut entwickelt. Branchenvertreter optimistisch, dass sich die Exportsteuer bald reduziert wird. Die dynamische Exportsteuer für Weizen hat den Export eingeengt, weil Händler nicht mehr in vollem Umfang von einem sinkenden Rubelkurs profitieren. Ende August ging deshalb ein Ägyptentender an die Ukraine, der letzte Exportauftrag über 170.000 Tonnen in der zurückliegenden Woche ging nun aber wieder in vollem Umfang an Russland. Industrievertreter führen das darauf zurück, dass die Händler optimistisch sind, dass die Regierung in Moskau die Exportbedingungen überarbeiten wird.
Aus verschiedenen Quellen wird von einem Treffen zwischen Industrievertretern und dem stellvertretenden Premierminister Arkady Dvorkovich berichtet, die ihn darum baten, die Steuer zu reduzieren. Möglicherweise gibt es bald eine Änderung des Zollformulars. Der Zollsatz wird auf berechnet auf 50 % des Exportpreises Minus 5.500 Rubel/Tonne. Es könnte sein, dass nun der Freibetrag von 5.500 Rubel auf mindestens 6.500 Rubel erhöht wird.
Das Formular selber, mit dem am 1. Juli der Zollsatz eingeführt wurde, wurde von vielen Händlern und Analysten kritisiert aber die Regierung hat die Empfehlungen bisher ignoriert. Zuletzt hatte Russland aber sehr viel weniger Weizen exportiert, obwohl der Rubelkurs extrem stark schwankte.
Gegenüber der russischen Presse hatte Dvorkovich am Freitag geäußert, dass er noch nicht sagen könne, ob das Formular geändert werde. Aber er wolle das auch nicht ausschließen. Nach einem Treffen am Mittwoch könnte aber die Entscheidung fallen.

07.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, nachdem die Weizennotierungen am vergangenen Donnerstag ein 5-Jahres-Tief erreichten sowie Positionierungen vor dem langen Wochenende ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Gewinnen schließen. Heute bleiben die Börsen in den USA aufgrund eines Feiertages (Labor Day) geschlossen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 CBoT Weizenkontrakte. Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris behaupten und die Kurse schlossen unverändert bis leicht fester.
Das französische Landwirtschaftsministerium erhöhte seine Prognose für die französische Weichweizenernte von 39,3 Mio. Tonnen auf jetzt 40,8 Mio. Tonnen. Allerdings wirken sich die hohen Erträge offenbar negativ auf die Qualität aus. Die finalen Ergebnisse einer Umfrage von FranceAgriMer zeigen, dass 49% der Weichweizenernte 2015 einen Proteingehalt von mindestens 11% aufweist. Eine vorläufige Schätzung in der Vorwoche lag bei einer Quote bei 51%.

07.09.2015 CBoT-Weizen: Nach 5-Jahres-Tief technische Käufe

Am Freitag notierte der CBoT-Weizenfuture ein Fünf-Jahres-Tief. Bereits seit vier Wochen geht es mit den Kursen bergab. Auf der Nordhalbkugel gibt es zu viele Anbieter, die auch große Ernten eingefahren haben und U.S. Weizen hat da keine Chance am Weltmarkt. Süd Korea und der Irak kaufen Weizen in Australien oder Russland. Der leichte Anstieg der Schlussnotierung im Frontmonat ist wohl dem Umstand eines verlängerten Wochenendes geschuldet. Heute feiert die USA ihren Labor Day. Und die Börsen bleiben dort geschlossen.

06.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 25.08. - 01.09. um 10.716 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 9.070 Kontrakte. 27.003 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 01.09.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 7.217 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 2.512 Kontrakte reduziert. Auch wurden die Short-Positionen um 5.960 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 3.448 Kontrakte auf 76.985 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen verringerten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 3.337 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 14.740 Lots. In Summe wurde der Bestand von 775 Netto-Long-Positionen (Vorwoche) auf 17.302 Netto-Short Positionen reduziert.
04.09.2015 Frankreich erhöht Weizen und Maisschätzungen

Der französische Landwirtschaftsminister erhöht seine Prognose für die Maisernte von 13,2 Mio. Tonnen auf 13,5 Mio. Tonnen. Zum Vorjahr ist das 26,4 % weniger.
Die Weizenernte in Frankreich wird von dem Minister nun auf 40,8 Mio. Tonnen geschätzt, nach 39,3 Mio. Tonnen und Die Rapssaaternte soll jetzt auf 5,3 Mio. Tonnen kommen, nach 5,0 Mio. Tonnen zuvor geschätzt.
Die erste Schätzung für die Zuckerrübenernte 2015 in Frankreich ist 31,9 Mio. Tonnen, 15,8 Mio. Tonnen 15,8 % weniger als im Vorjahr.

04.09.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen bei weltweit guter Versorgungslage, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie ein festerer US-Dollar ließen die Weizenkurse gestern in Chicago auf ein 5-Jahres-Tief schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit nur 277.500 to US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Statistics Canada hat gestern seine Schätzung für den Saison-Endbestand per 01.07.2015 für Weizen zwar niedriger als im Vorjahr aber höher als erwartet bekannt gegeben. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer hat 170.000 to Weizen russischer Herkunft für $188,02 pro to c&f gekauft. Die Lieferung soll vom 11. bis 20. Oktober erfolgen.
Die e-CBOT handelt heute Morgen schwächer.
Die Weizenfutures in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee. Die EU erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für nur 190.000 to Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte der EU auf insgesamt 3,337 Mio. to (Vorjahr: 4,648 Mio. to).

04.09.2015 CBoT-Weizenkurse sinken auf 5-Jahres-Tief

Der Kurs des CBoT-Weizenfuture (ZWc1) ist auf den niedrigsten Stand seit Juni 2010 gesunken. Der U.S. Weizen hat einen stetig schrumpfenden Anteil am Weltmarkt. In dieser Woche sind die Kurse bisher um 4 % gesunken. Die überschaubaren Exportmengen können den stetig wachsenden Angebotsdruck nicht ausgleichen. In dieser heiklen Situation festigt sich dann noch der Kurs des U.S. Dollar, was die Kalkulation für die Exporteure zusätzlich erschwert. Zu allem Überfluss sind gestern noch mehr Börsenandienungen als erwartet, angemeldet worden, die die Kurse zusätzlich belasteten.
Ägypten kaufte gestern 170.000 Tonnen russischen Weizen und dehnt damit seine Einkäufe am Schwarzen Meer erneut aus. U.S. Weizen wurde erst gar nicht erst offeriert. Auch die wöchentliche Exportmenge für die Saison 2015/16, die gestern vom USDA bekannt gegeben wurde, lag mit 277.500 Tonnen am unteren Ende der Markterwartungen.
Statistics Canada hat gestern seine Schätzung für den Saison-Endbestand per 01.07.2015 für Weizen zwar niedriger als im Vorjahr aber höher als erwartet bekannt gegeben.

03.09.2015 Ägypten kauft 170.000 Tonnen Weizen in Russland

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 170.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zu einem Durchschnittspreis von $188,02 pro Tonne c&f gekauft. Verkäufer sind die Handelshäuser Louis Dreyfus (60.000 Tonnen) und Glencore (110.000 Tonnen). Die Lieferung soll in der Zeit vom 11. bis 20 Oktober erfolgen. Quelle: Reuters

03.09.2015 Weizen aus Westeuropa kämpft gegen Angebotsdruck aus Osteuropa

Westeuropäische Weizenexporteure haben schwer mit den günstigeren Konkurrenten aus dem Schwarzmeerraum und den baltischen Staaten zu kämpfen. Erst mit dem Rückgang der französischen Preise in dieser Woche konnte der Umsatz gesteigert werden.
„Die baltischen Staaten Litauen und Lettland hatten in diesem Sommer gute Ernten und verfügen über große Exportmengen die derzeit sehr günstig auf den Märkten angeboten werden", sagte ein deutscher Händler.
Russland, die Ukraine und Kasachstan werden zusammen voraussichtlich rund 3 Millionen Tonnen mehr, als in der letzten Saison exportieren. Diese Menge wird die EU-Exporte zusätzlich belasten.
Der größte Exporteur der EU, Frankreich, hat derzeit große Probleme sich in seinen traditionellen Absatzmärkten wie Algerien gegen die baltischen Staaten zu behaupten.
Momentan dominieren die Schwarzmeerländer bis September die Exportverkäufe, danach, von Mitte September bis November folgen die baltischen Länder. Frankreich hat dabei das Nachsehen.
Aber der starke Rückgang der Preise an der Börse in Paris könnte helfen, französischen Weizen wettbewerbsfähig zu machen.
Deutschland als zweitgrößter Exporteur der EU hat die gleichen Probleme wie Frankreich. Quelle: Reuters

03.09.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
 
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 190.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 126.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 3,337 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 4,648 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 487.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,079 Mio.Tonnen).
03.09.2015 Kanadas Weizenbestände um 32 % kleiner als vor Jahresfrist

Die kanadischen Weizenbestände waren Ende Juli mit 7,108 Mio. Tonnen um 32 % geringer als am gleichen Stichtag im Vorjahr (10,446 Mio. Tonnen). Das besagt ein heute vom Statistics Canada vorgelegtes Umfrageergebnis. Auch alle anderen Vorräte der großen Feldfrüchte waren geringer als im Vorjahr. Damals waren die Bestände durch eine sehr große Ernte in 2013 außerordentlich hoch.
Analysten und Händler, die von Reuters zu ihren Erntevorräten befragt wurden, gaben im Durchschnitt Bestände von 6,5 Mio. Tonnen Weizen, 1,1 Mio. Tonnen Durum, 1,4 Mio. Tonnen Canola (Rapssaat), 700.000 Tonnen Hafer und 900.000 Tonnen Gerste an.

03.09.2015 Ägypten Tender - niedrigstes Angebot bei $174,74 FOB

Das niedrigste Gebot, das zum Tenderverfahrens von Ägyptens GASC zum Kauf einer nicht näher genannten Gesamtmenge Weizen abgegeben wurde, lag bei $174,74/Tonne FOB. Der Preis bezieht sich auf eine Menge von 60.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft. Bisher wurde noch kein Kauf bestätigt. Ergebnisse werden ab 15:30 Uhr erwartet. Quelle: Reuters

03.09.2015 Taiwan sucht US-Weizen

Taiwans Flour Miller´s Association hat einen Tender zum Kauf von rund 56.000 Tonnen Mahlweizen (Grad 1) aus den Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 9. September. Gesucht wird Ware zur Versendung in der ersten Novemberhälfte. Quelle: Reuters

03.09.2015 Tkachev: Russland plant keine Änderung der Zollsätze auf Weizenausfuhren

Der russische Agrarminister Alexander Tkachev teilte heute Morgen mit, dass er nicht plane, die Formel zur Berechnung der Zölle auf Weizenausfuhren zu ändern. Die Exportabgabe wurde am 1. Juli eingeführt, um Exporte zu begrenzen, wenn der Rubelkurs unter Druck gerät. Im August hatte Premierminister Dmitry Medvedev um Vorschläge für eine Änderung der Berechnungsformel gebeten, um diese dann dem Agrarressort bis zum 10. September vorzulegen.
Tkachev bezeichnete die Lage am russischen Getreidemarkt als instabil und deshalb soll die Zollsatzberechnung in vorerst in Kraft bleiben. Er schätzt die russische Getreideernte in diesem Jahr auf 100 bis 103 Mio. Tonnen. Die Exporte dürften sich auf 25 bis 30 Mio. tonnen belaufen.

03.09.2015 UkrAgroConsult erhöht Prognose der ukrainischen Getreideernte 2015

Das russische Beratungsunternehmen UKrAgroConsult hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2015 leicht erhöht. Aktuell rechnet das Unternehmen mit einer Erntemenge von 57,0 Mio. Tonnen Getreide. Die vorherige Prognose lag bei 56,4 Mio. Tonnen.
Begründet wird die Anhebung mit einer größeren Weizenernte, als erwartet. Mit 24,2 Mio. Tonnen liegt sie um 1,7 Mio. Tonnen über der vorherigen Schätzung.
Um über 4% reduziert wurde die Prognose der Maisernte. Die liegt aktuell bei 23,0 Mio. Tonnen. Grund dafür waren die ungünstigen Wetterbedingungen im Sommer. Quelle: Reuters

03.09.2015 Jordanien sucht Hartweizen und Futtergerste

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hartweizen und 100.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet für den Weizentender  am 8. September und für den Futtergerste-Tender am 9. September. Quelle: Reuters

03.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen und die starke Konkurrenz aus Europa und der Schwarzmeer-Region sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Heute um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen US-Export-Sales veröffentlicht. Analysten rechnen mit Weizenverkäufen zwischen 250.000 und 500.000 Tonnen. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte gestern mindestens 400.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Oktober/November. Der Preis liegt Schätzungen zufolge zwischen $195 und $196/Tonne c&f. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Mit einem Tiefstkurs von EUR 168,25/Tonne handelte der Dezember 15 Termin noch unterhalb des Tiefststandes vom 22. September 14.

03.09.2015 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Das staatliche ägyptische Versorgungsunternehmen GASC hat gestern eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genauer benannten Menge Weizen auf den Weg gebracht. Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 11.-20. Oktober erfolgen.
Gesucht wird Weichweizen oder Mahlweizen aus den USA, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, der Ukraine und Rumänien. Die Preise sollen auf Basis fob mit separat ausgewiesener Fracht genannt werden. Das Ergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Kairo-Lokalzeit bekannt gemacht. Quelle: Reuters

03.09.2015 U.S. Weizen zu teuer für den Weltmarkt

Der CBoT-Weizenfuture mit der Fälligkeit Dezember 2015 fiel gestern auf seinen bisher tiefsten Stand. In den letzten acht Sitzungen beendete der Kontrakt sechsmal den Handelstag im roten Bereich. Bei einer guten weltweiten Versorgung schwächt sich die Nachfrage nach U.S. Weizen weiter ab, da dafür die Preise zu hoch sind.
Ägyptens GASC, der größte Weizeneinkäufer dort, hat erneut eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen auf den Weg gebracht. Bei der letzten Ausschreibung hatten die Exporteure aus den USA noch nicht einmal eine Offerte vorgelegt. Die Weizenpreise in Russland fielen letzte Woche aufgrund der Rubelschwäche und schwächeren Terminmarktnotierungen an verschiedenen Börsenplätzen der Welt. Die Stärke des U.S. Dollars verteuert die Rohstoff aus den USA auf dem Weltmarkt, was für die Anbieter den bärischen Unterton noch verstärkt. Fondsgesellschaften verkauften gestern 6.000 Lots Weizenfutures am CBoT.

02.09.2015 Euronext Dezember Weizenkontrakt handelt auf niedrigsten Stand seit Sept. 14
Mit einem Kurs von EUR 168,50/Tonne handelte der Dezember-Termin der Euronext Weizennotierung heute auf dem niedrigsten Stand seit dem 22. September 2014.
02.09.2015 Indien: Ein zweites trockenes Jahr in Folge

Der diesjährige Monsunregen in Indien wird voraussichtlich sogar noch weniger als die 88 % betragen, die bisher von den Meteorologen vorhergesagt wurden. Damit steuert der Subkontinent auf das trockenste Jahr seit 2009 zu, was zu Elend und Leid in der ländlichen Bevölkerung führte, weil Lebensmittel knapp wurden. Der Regen im Juli bis September hat bisher die Hälfte der Ackerflächen mit genügend Niederschlägen versorgt, wo Landwirte ihre kleinen Ländereien bestellen, um ihre Familien durchzubringen.
Das wäre bereits das zweite trockene Jahr in Folge, das gab es in den letzten 115 Jahren nur zweimal. Für den Premierminister Narendra Modi kommt das sehr ungelegen, denn er würde gerne einige Reformen in der drittgrößten asiatischen Volkswirtschaft durchdrücken, was aber nur funktioniert, wenn die Menschen satt werden.
Der Meteorologe Laxman Singh Rathore, Direktor der World Meteorological Organsation, macht den starken El Nino für die Trockenheit in Indien verantwortlich. In anderen Teilen der Welt wird es dagegen zu viel regnen und Überflutungen geben. In den westlichen Teilen Indiens zieht sich der Monsun bereits an diesem Wochenende zurück und dort sind die Böden zu trocken, um Wintersaaten zu säen. Im letzten Jahr folgte 14 Tage nach dem Ende der Monsunzeit aber noch eine Front mit Niederschlägen, sodass Landwirte ihren Weizen und Raps säen konnten.
Der Monsun liefert in Indien rund 75 % der jährlichen Niederschläge. In 2014 fehlen rund 12 % an der durchschnittlichen Niederschlagsmenge und die Ernte war um 4,7 % kleiner als üblich. In 2009 erlebte Indien die schlimmste Trockenheit seit 30 Jahren. Damals fehlten 22 % Regen an der 50-Jahre-Durchsnittsmenge. Indien musste damals große Mengen Zucker importieren. Aktuell verfügt Indien über genügend heimische landwirtschaftliche Grundnahrungsmittel wie Reis und Zucker. Zu wenig Regen würde aber die Vorräte an Speiseölen schnell erschöpfen und große Importe nach sich ziehen. Quelle: Reuters

02.09.2015 Algerien kauft über 400.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kauft Händlern zufolge mindestens 400.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Der zu zahlende Preis liegt Schätzungen zufolge zwischen $195 und $196/Tonne c&f. Geliefert werden soll Oktober/November.
Einige Händler schätzen die gekaufte Menge auf über 450.000 Tonnen. OAIC veröffentlicht keine Details seine Getreidekäufe. Quelle: Reuters 
02.09.2015 Russlands Weizenpreise weiter unter Druck – Export rückläufig

Russlands Exportpreise für Weizen fielen in der letzten Woche weiter. Der Rubelkurs hatte sich abgeschwächt und die Börsennotierungen der Welt waren rückläufig.
Russland erwartet in diesem Jahr seine drittgrößte Getreideernte in der Post-Sowjetzeit aber die Exporte blieben aufgrund floatender Exportsteuern beschränkt, die den Exporteuren die Chance auf höhere Profite bei fallendem Rubelkurs nimmt.
Forward Preise für Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein notierte am Ende der letzten Woche mit $180/Tonne fob, das waren $3/Tonnen weniger als eine Woche zuvor, meldet das Beratungsunternehmen IKAR. Der Dezember-Kontrakt am Pariser Matif handelte nahe seinem Jahres-Tief, während der Rubelkurs durch sinkende Rohölpreise und Westliche Sanktionen sehr stark schwankte.
Lokale Weizenpreise im europäischen Teil Russlands leiden ebenfalls unter einem schwachen Rubelkurs und weil eine große Erntemenge den Markt belastet, bei vergleichbar geringen Exporten. Der Getreideexport aus Russland sank nach Angaben des Ministeriums im Zeitraum vom 1. Juli bis 26. August im Jahresvergleich um 37 % auf 4,5 Mio. Tonnen. Darin enthalten waren 3,3 Mio. Tonnen Weizen und 1 Mio. Tonnen Gerste. Offizielle Exportzahlen gibt es von den Zollbehörden allerdings noch nicht. SovEcon schätzt die Exporte nur um 20 % geringer als im Vorjahr.
Russlands Farmer haben bisher 71 Mio. Tonnen Getreide geerntet, davon 49 Mio. Tonnen Weizen. Es wurden 57 % des Areals gedroschen. Inzwischen ist auch die Maisernte mit relativ geringen Erträgen von 4,78 Tonnen/Hektar in Gang. In den südlichen Regionen war der August zu trocken, so SovEcon.

02.09.2015 Ukraine exportiert bisher 5,8 Mio. Tonnen Getreide

Die Ukraine hat in den ersten beiden Monaten der Vermarktungsperiode 2015/16 bereits 5,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert, das sagte heute der Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko. In der Menge enthalten sind 1,306 Mio. Tonnen Mais, 2,640 Mio. Tonnen Weizen und 1,862 Mio. Tonnen Gerste. Weitere 324.000 Tonnen Getreide seien auf Wasserfahrzeugen in die Seehäfen am Schwarzen Meer unterwegs und werden in den kommenden Tagen die Ukraine verlassen.
Das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult hatte die Exportmenge im Juli und August 2104 mit 4,8 Mio. Tonnen angegeben, davon waren 2,3 Mio. Weizen, 1,8 Mio. Tonnen Gerste und 435.000 Tonnen Mais. Pavlenko schätzt die Getreideernte der Ukraine in diesem Jahr auf rund 60 Mio. Tonnen, wovon 36 Mio. Tonnen exportiert werden können. In 2014 hatte die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet und davon 35 Mio. Tonnen exportiert.

02.09.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungn in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse konnten leicht zulegen. Technische Käufe sowie Spreadaktivitäten mit Mais gaben dem Markt Unterstützung. Belastend wirkten hingegen die Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die Schwäche anderer Rohstoffe.
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Tenderverfahren zum Kauf von 100.000 Tonnen Hartweizen keinen Kauf getätigt. Institutionelle  Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT Weizen auf nahezu unverändertem Niveau. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit leichten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Der festere Euro zum US-Dollar mindert die Exportaussichten von europäischem Weizen. Belastend wirken auch die Sorgen um Chinas Wirtschaft. Händler warten unterdessen auf das Ergebnis des Algerien-Tenders.

01.09.2015 Jordanien kauft 100.000 Tonnen Hartweizen
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat 100.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens gekauft.
In den 5 vorherigen Ausschreibungen im August und September kam es zu keinem Kauf. Händlern zufolge ist das Verkaufsinteresse aufgrund der zusätzlichen Warenkontrollen und der unsicheren Verkaufs- und Zahlungsbedingungen begrenzt. Quelle: Reuters
01.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizenernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 30.08.15 88% der US-Sommerweizenbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 36%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 62%. Quelle: Reuters

01.09.2015 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago ihren Handel. Technische Käufe und feste Rohölnotierungen sorgten bei den beiden Frontterminen für moderate Gewinne, während eine weltweit gute Versorgungslage und ein stärkerer US-Dollar die Folgetermine belastete. Die US-Exporte lagen in der letzten Woche mit 601.639 to Weizen deutlich über den Markterwartungen von 275.000-400.000 to. Die algerische staatliche Getreideagentur OAIC hat eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Oktober aufgelegt. Argentiniens Farmer erhalten Steuererleichterungen nach den Starkregenereignissen Anfang August, 500.000 Hektar sind betroffen. Die e-CBOT handelt heute Morgen minimal schwächer.
In Paris konnten sich die Weizenfutures durch die späten verbesserten Vorgaben aus Übersee von ihren deutlichen Tagesverlusten erholen, der Kursverlust blieb übersichtlich. FranceAgriMer sagt: Französischer Weizen hat Exportqualität.

31.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)

Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 18.08. - 25.08. um 5.519 Kontrakte. Sie verringerten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.784 Kontrakte. 7.217 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 25.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 4.482 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 18.874 Kontrakte reduziert. Auch wurden die Short-Positionen um 21.556 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 2.682 Kontrakte auf 73.537 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen verringerten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 13.718 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 17.927 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 31.645 Lots auf 775 Lots reduziert.
31.08.2015 Umschlag bei Senalia läuft wieder – aber noch keine Börsenandienungen

Der Frachtumschlag bei Senalia, dem größten Getreideterminal in Frankreich, wurde wieder aufgenommen. Die Arbeiter des Umschlagunternehmens haben ihren Streik beendet, sagte ein Unternehmenssprecher.
Weizenanlieferungen für die physische Erfüllung von Matif-Terminkontrakten mit Weizen sind aber weiterhin nicht möglich. Anfang August wurde von Senalia mitgeteilt, dass diese Andienungen erst wieder starten können, wenn das Exportvolumen signifikant steigt und Platz in den Silos frei wird. Zwei weitere von Europas bedeutendster Terminbörse für Agrarrohstoffe autorisierte Weizenumschlagplätze, Socomac in Rouen und Nord Cereales in Dünkirchen, haben ebenfalls die Annahmen von weiterem Weizen für die Börsenerfüllung vorübergehend eingestellt.
Der Warenumschlag bei Senalia wurde letzte Woche von URA, dem einzigen Umschlagunternehmen eingestellt, deren Arbeiter in einen unbefristeten Streik getreten waren. In der Nacht von Freitag auf Samstag gab es dann eine Einigung und die Beladung von Schiffen wurde am Samstag aufgenommen. Senalia schlägt rund 2,7 Mio. Tonnen Weizen zur Verschiffung auf den Weltmarkt aus Rouen um. Das ist zirka ein Viertel der gesamten französischen Weichweizenernte. Quelle: Reuters

31.08.2015 FranceAgriMer: Frankreichs Weizen hat gemischte Qualität

Die Qualität des französischen Weichweizens zeigt eine große Bandbreite mit sehr guten Werten in zwei Merkmalen aber auch mit niedrigen Proteinwerten. Das ergab eine Umfrage des Beratungsunternehmens FranceAgriMer die heute erste Ergebnisse lieferte. Danach sollen 90 % der Proben bis zum 27. August ausgewertet sein, lediglich einige Proben aus dem Norden und in der Bretagne fehlen noch.
Bei 98 % ist die Fallzahl nach Hagberg über 220 Sekunden, mehr als doppelt soviel wie im Vorjahr als die Ernte verregnete. Das Ergebnis liegt nahe den Werten aus dem Jahr 2013. Das spezifische Gewicht, ein weiteres Merkmal, das für die Herstellung von Brot von Bedeutung ist, wird mit 96 % über 77 kg/Hektoliter angegeben. Das ist der Schwellenwert für wichtige Importeure von Frankreichs Weizen, wie Algerien, Marokko und Ägypten. Im Vorjahr erreichten nur 33 % diesen Wert.
Allerdings haben nur 51 % der ausgewerteten Proben einen Proteinwert von 11 %. Im Vorjahr hatten immerhin 57 % der Proben einen Wert über 11 %. Mit 11,1 % war der durchschnittliche Wert in 2014 der niedrigste seit 2009.
Marokko oder Algerien suchen Weizen mit 11 % Protein, Ägypten dagegen und West Afrika suchen 11,5 % Protein-Weizen. Das Gesamtergebnis der FranceAgriMer-Umfrage wird am 9. September im Monatsbericht des Beratungsunternehmens veröffentlicht. Quelle: Reuters

31.08.2015 In Kanada sinken Getreide- und Canolabestände nach gutem Exportjahr

Zum Ende der letzten Vermarktungsperiode lagerten in Kanada im Vergleich zum Vorjahr 43 % weniger Rapssaat und rund ein Drittel weniger Weizen und Hafer. Nach einer Reuters-Umfrage ein flottes Exportgeschäft wurden die Angebote aus dem Markt stets zügig aufgenommen.
Eine Bestandsumfrage bei 13 Händlern und Analysten im Vorfeld eines Reports von Statistic Canada, der am 3. September veröffentlicht werden soll, soll die Endbestände per 31. Juli 2015 vor der Ernte ermitteln. Kanada ist weltweit der sechst-größte Weizen und der größte Rapssaatproduzent.
Die Weizenbestände beim Handel und in der Landwirtschaft fielen auf 6,5 Mio. Tonnen, das waren 37 % weniger als zum gleichen Stichtag im Vorjahr, als die Vorräte ein 20-Jahres-Höchststand erreichten. Die Rapssaat-Vorräte werden Ende Juli im Durchschnitt der Befragten auf 1,4 Mio. Tonnen geschätzt, im Vorjahr waren die Bestände auf einem 4-Jahres-Hoch.
Die Exporte der Rekordernte von Sommerweizen und Rapssaat (Canola) waren in 2014/15 im Jahresvergleich größer als nach der kleineren Ernte zuvor, so die Canadian Grain Commission. Die Vorräte werden mit der neuen Ernte schnell wieder aufgefüllt. Trotz einer kleineren Ernte gibt es keinen Grund zur Sorge über die Versorgungslage im Frühjahr 2016. Die Exportnachfrage, insbesondere aus China ist schwer einzuschätzen. China war im Vorjahr der größte Importeur von kanadischem Canola und der neunt-größte Käufer für kanadischen Weizen. Ein geringeres Wirtschaftswachstum und die Abwertung des chinesischen Yuan üben derzeit Druck auf die Agrar-Rohstoffpreise aus. Man befürchtet nun eine geringere Nachfrage aus China.
Nach einem heißen und trockenen Sommer schätzte letzte Woche Statistics Canada, eine Agentur der kanadischen Regierung, die kleinste Weizen- und Canola Ernte seit fünf Jahren. Außerdem wird die Haferernte auf nur 700.000 Tonnen (-32% zum Vj.) geschätzt. Auch hier ist Kanada weltweit der größte Exporteur. Die Ernte von Gerste und Durum soll 54 % bzw. 38 % kleiner ausfallen. Trotzdem gibt es kaum jemanden, den die geringen Bestände in Kanada besorgen. Schließlich gibt es weltweit ein großes Angebot mit Rekordendbeständen, so der IGC in der letzten Woche.

31.08.2015 EU Weizenernte fast abgeschlossen

Die Weizenernte in der EU ist fast abgeschlossen. Gut durchschnittliche Erträge in den großen Weizennationen und eine Rekordernte in Frankreich sind das Ergebnis, so das Urteil von Marktbeobachtern.
Die französische Erzeugerorganisation AGPB teilt mit, dass Frankreichs Weichweizenernte mit mehr als 40 Mio. Tonnen einen neuen Rekord markiert. Im Vorjahr waren die Erträge bereits auf ein Rekordniveau gestiegen und es wurden 37,5 Mio. Tonnen geerntet. Trotz der Hitzewelle im Frühsommer gab es mit hohen Erträgen und guten Qualitäten eine nette Überraschung, so der AGPB-Präsident Phillipe Pinta. Die Getreideernte in Frankreich ist für dieses Jahr beendet.
Andere Beobachter sprechen von einer französischen Erntemenge von 39 bis 40 Mio. Tonnen. Die Getreidequalität sei besser als im Vorjahr, als der Weizen im Durchschnitt nur 11,1% Protein erreichte.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist die Ernte um 5 % kleiner als im Rekordjahr 2014. Es werden gut durchschnittliche 26,4 Mio. Tonnen Weizen erwartet, so das Landwirtschaftsministerium in einer ersten Schätzung. Die Ernte ist nahezu beendet, abgesehen von einigen Spätdruschgebieten im Norden. Die Qualität ist in Deutschland überall gut.
In Großbritannien, die Nr. 3 beim Weizen in der EU, haben heftige Regenschauer in der letzten Woche die Erntearbeiten unterbrochen. Deshalb gibt es inzwischen auch Bedenken wegen der Qualität. 45 % der Flächen waren bis Dienstag letzter Woche geräumt. In der Vorwoche waren es 40 % und im 5-Jahres-Mittel lag der Erntefortschritt zu diesem Termin bei 60 %. Was zuletzt gedroschen wurde muss getrocknet werden, denn die Feuchtigkeitsgehalte liegen jetzt zwischen 15 und 21 %. Das Beratungsunternehmen ADAS rechnet damit, dass aus Qualitätsgründen vermehrt Futtergetreide offeriert wird. Die Britische Erntemenge wird mit 15,5 bis 16 Mio. Tonnen hochgerechnet. Im Vorjahr kamen 16,6 Mio. Tonnen zusammen.
Im Polen, die Nr. 4 unter Europas Weizenproduzenten, ist die Ernte praktisch beendet. Nur im Norden stehen noch einige Flächen, die wohl in dieser Woche gedroschen werden. Sowohl die Erträge als auch die Qualität sind besser als zunächst erwartet. Mit 10,8 Mio. Tonnen ist die Erntemenge aber 13 % unter der des Vorjahres.

31.08.2015 Algerien sucht Weizen zur Lieferung im Oktober

Die algerische staatliche Getreideagentur OAIC hat eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Oktober aufgelegt. Das teilten Händler aus der EU heute gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Die Offerten sollen bis morgen Nachmittag vorliegen und bis Mittwoch, den 02.09. gültig sein.

31.08.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie ein weltweit großes Weizenangebot ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat 55.000 to ukrainischen Weizen zu einem Preis von 190,80 $/to c & f gekauft. Die Lieferung soll in der Zeit vom 1. bis 10. Oktober erfolgen. Chinesische Importeure benötigen ab morgen Importlizenzen für Agarprodukte. Es wird erwartet, dass sich dadurch das Einkaufsverhalten ändert. Ziel der Regierung in Peking ist es, die hohen Vorräte im Land abzubauen und den ländlichen Raum zu fördern.
Der e-CBoT-Weizen notiert heute Morgen unverändert.
An der Euronext in Paris wurden die Weizenfutures am Freitag in einer engen Handelsspanne gehandelt. Die EU- Kommission hat ihre Schätzung für die diesjährige EU(28)-Weizenernte  auf 140,7 Mio to erhöht. Im Juli lag die Erwartung noch bei 139,4 Mio to.

28.08.2015 Ägypten kauft 55.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 55.000 Tonnen ukrainischen Weizen zu einem Preis von 190,80 $ pro Tonne c & f gekauft. Verkäufer ist das Handelshaus Venus. Die Lieferung soll in der Zeit vom 1. Bis 10 Oktober erfolgen. Quelle: Reuters

28.08.2015 EU-Kommission senkt Prognose für die Maisernte

Die Europäische Kommission hat hat ihre Schätzung für die diesjährige EU-Maisernte  auf von 65,5 Mio Tonnen auf 58,7 Mio Tonnen gesenkt.
Dagegen hat die Kommission ihre Prognose für die Weizenernte auf 140,7 Mio Tonnen angehoben. Im Vormonat lag die Erwartung noch bei 139,4 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

28.08.2015 Deutsche Weizenernte 2015 bleibt 5 % unter dem Vorjahr

Das Landwirtschaftsministerium in Berlin schätzt die deutsche Weizenernte auf 26,4 Mio. Tonnen. Das sind 5 % weniger als im Vorjahr. Die Ernte erreicht Durchschnittserträge. Ein Rückgang der Erntemenge war nach der sehr großen Ernte im Vorjahr allgemein erwartet worden.

28.08.2015 IGC: Globale Getreideversorgung auf Rekordniveau

Das weltweite Getreideangebot wird in 2015/16 einen historischen Höchststand erreichen, so das International Grains Council (IGC) gestern gegenüber der Presse. Diese Entwicklung könnte die Lebensmittelpreise noch weiter unter Druck setzen.
Das IGC hat seine Schätzung für die russische, ukrainische und EU-Weizenernte als auch die für die U.S. Maisernte nach oben korrigiert. Diese Entwicklung sorgte dafür, dass die Kurse für Weizen an der CBoT auf ein Drei-Monats-Tief sowie die weltweiten Lebensmittelpreise im Juli auf ein Sechs-Jahres-Tief gesunken sind. Die weltweite Getreideproduktion in 2015/16 wird vom IGC jetzt mit 1,988 Mrd. Tonnen angegeben, das sind 18 Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung und nur geringfügig weniger als die Rekordernte der vorherigen Saison, die bei 2,015 Mrd. Tonnen lag.
Mit einem großen Überhang aus der letzten Saison werden am Ende der laufenden Vermarktungsperiode mehr als 10 Mio. Tonnen Restbestände geschätzt, soviel wie nie zuvor. Günstiges Wetter am Schwarzen Meer, der Kernregion des dortigen Getreideanbaus, hat in Russland zu einer Weizenernte von 59 Mio. Tonnen geführt, vier Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung. Aus der Ukraine werden jetzt 25 Mio. Tonnen erwartet, drei Mio. Tonnen mehr, als zuvor geschätzt. Auch die Ernte in der EU wird mit 151,9 Mio. Tonnen nun um 3,4 Mio. Tonnen höher erwartet. In den USA soll die Maisernte nun auf 340 Mio. Tonnen kommen, nach geschätzten 332 Mio. Tonnen zuvor. Zudem sind die Weizen-Sorghum-Ernten in den USA auch noch weiter nach oben korrigiert worden. Damit wird die schwächer als erwartete Ernte in Kanada überkompensiert. Weizen wird dort nun auf 25,5 Mio. Tonnen geschätzt, nach 28 Mio. Tonnen und Mais kommt auf 60,1 Mio. Tonnen nach 66,9 Mio. Tonnen. Weniger stark, als zu nächst befürchtet, waren die Hitze- und Trockenheitsschäden für Mais in der EU und in der Ukraine, sowie die beim Sommerweizen in Kanada.
China hat in den vergangenen Jahren seine Maisimporte und Futtermittelsubstitute wie Gerste, DDGs, Maniok und Sorghum aufgrund von subventionierten hohen lokalen Maispreisen stetig ausgeweitet. Für diese Produkte benötigen die Importeure aber ab dem 1. September Einfuhrlizenzen, was das Einkaufsverhalten ändern könnte. China wird nach Einschätzung des IGC in der Saison 2015/16 22,4 Mio. Tonnen Getreide importieren, das wären 1,3 Mio. Tonnen mehr als zuletzt geschätzt, aber 2,4 Mio. Tonnen weniger als in der vorherigen Saison. Quelle: Reuters

28.08.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex, die Kurse gaben nach. Ein stärkerer US-Dollar sowie eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen belasteten den Markt. Die wöchentlichen U.S.-Exportzahlen lagen mit 529.100 to Weizen über den Markterwartungen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat 60.000 Tonnen russischen Weizen zu einem Preis von 190,07 $/to c&f gekauft. Fondsgesllschaften verkauften am CBoT 5.000 Lots. 
Die eCBOT handelt den Weizen heute Morgen etwas fester.
Die Weizenfutures an der Euronext konnten sich den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen. Die EU erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 277.000 to und Importlizenzen für 177.000 to Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 3,15 Mio. to (Vergleichswert/Vorjahr: 3,796 Mio. to) und die Weizenimporte auf insgesamt 361.000 to (Vergleichswert Vorjahr: 839.000 to).

27.08.2015 Ägypten kauft 60.000 Tonnen russischen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 60.000 Tonnen russischen Weizen zu einem Preis von 190,07 $ pro Tonne c & f gekauft. Verkäufer ist das Handelshaus Olam. Quelle: Reuters

27.08.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 277.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 177.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 3,15 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 3,796 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 361.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 839.000 Tonnen).

27.08.2015 Ägypten akzeptiert wieder Ausnahmen für höhere Feuchtigkeit im Weizen

Ägypten will auch im laufenden Vermarktungsjahr höhere Feuchtigkeitsgrade in den Ausschreibungen des staatlichen Versorgungsunternehmen GASC akzeptieren. Die bisher geltende Ausnahmeregelung läuft Ende August aus. Damit hält sich Ägypten, der weltweit größte Weizenkunde, den Bezug aus einer Vielzahl von Anbietern offen. Auf Antrag Frankreichs konnte in der vorherigen Saison Weizen mit bis zu 13,5 % Feuchtigkeit gegen einen Abzug geliefert werden. Eigentlich gelten 13 % Feuchtigkeit als Limit. Frankreich ist bisher der bedeutendste Weizenlieferant für Ägypten, hatte zuletzt aber Probleme dieses Limit einzuhalten.
Die Ausschreibung über eine nicht näher benannte Menge Weizen der ägyptischen GASC, die heute zur Lieferung vom 1. bis 10. Oktober zugeschlagen werden soll, akzeptiert allerdings nur den Standard von 13 % Feuchtigkeit. Man werde die Ausnahmeregel dann anwenden, wenn man es für nötig erachte, so ein Regierungssprecher. Die jährlichen Weizenimporte Ägyptens kommen insgesamt auf rund 10 Mio. Tonnen, die sich je zur Hälfte auf staatliche und private Einkäufer aufteilt. Quelle: Reuters

27.08.2015 Getreidemail

Ein starker US-Dollar gegenüber dem Euro, schwache Exportaussichten für US-Weizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge schwächer schließen. Die staatliche Getreideagentur Tunesiens hat 75.000 Tonnen Weichweizen und 125.000 Tonnen Durum mittels einer Ausschreibung gekauft. Irans stellvertretender Landwirtschaftsminister meldet, dass der Iran aufgrund einer zufriedenstellenden Ernte in diesem Jahr keinen Weizen importieren wird. Irans Landwirtschaftsministerium hat bisher 7,8 Mio Tonnen inländischen Weizen aufgekauft. Diese Menge wird voraussichtlich auf mehr als 8 Mio Tonnen steigen. Ägypten schreibt den Kauf von Weizen zur Lieferung im Oktober aus. Die eCBOT handelt zur Stunde fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee. Bangladesch hat bereits zum zweiten Mal in 14 Tagen französischen Weizen beanstandet, weil angeblich die Qualität nicht passt.

26.08.2015 Russland will Weizenlieferungen nach Ägypten ausweiten

Russland will seine Weizenlieferungen nach Ägypten ausweiten. Das hat heute Vladimir Putin geäußert. Nach seinen Aussagen hat Russland in der vorherigen Vermarktungsperiode 4 Mio. Tonnen Weizen nach Ägypten geliefert. Das waren 40 % des ägyptischen Bedarfs. Damit war Ägypten nach der Türkei der zweitgrößte Weizenkunde für Russland. Quelle: Reuters

26.08.2015 Tunesien kauft Weichweizen und Durum aber keine Gerste

Die staatliche Getreideagentur Tunesiens hat 75.000 Tonnen Weichweizen und 125.000 Tonnen Durum mittels einer Ausschreibung gekauft. Es wurde aber keine Futtergerste gekauft, die ebenfalls mit ausgeschrieben war. Die Lieferanten können Getreide aus jeder beliebigen Herkunft liefern. Quelle: Reuters

26.08.2015 Weizen aus Frankreich erneut beanstandet

Bangladesch hat eine Weizenlieferung über 52.000 Tonnen aus Frankreich aus Qualitätsgründen zurückgewiesen. Das ist in jüngster Zeit bereits die zweite Lieferung aus Frankreich die beanstandet wurde. Der Weizen mit 10 % Protein wurde für $243,69/Tonne cif liner out gehandelt. Die Beanstandung erfolgte, nachdem der Versorgungsminister dafür kritisiert wurde, 200.000 Tonnen Weizen aus Brasilien gekauft zu haben, der ebenfalls nicht den Qualitätsvereinbarungen entsprach. Der staatliche Getreideeinkäufer aus Bangladesch plant bis Juni 2016 den Bezug von 950.000 Tonnen Weizen. Im Vorjahr wurden 300.000 Tonnen importiert. Quelle: Reuters

26.08.2015 Argentinien: nach den Wahlen Zollsenkung und Abschaffung von Exportquoten?

Der argentinische Oppositionsführer und Präsidentschaftskandidat Mauricio Macri hat gestern gegenüber Verbandsvertretern aus der Agrarbranche geäußert, dass er, im Falle eines Wahlsieges, die Exportsteuern auf Soja schrittweise senken und die Quoten für Weizen- und Maisexporte abschaffen werde. Der Wahlkampf geht jetzt in die heiße Phase, am 25. Oktober wird ein neuer Präsident gewählt.
Farmer im südamerikanischen Kraftpaket der Getreideerzeugung haben sich stets durch eine 35 % Exportsteuer auf alle Sojaausfuhren sowie enge Exportquoten für Mais und Weizen benachteiligt gefühlt. Während die Welt immer mehr Lebensmittel nachfragt, wurde in Argentinien die Produktion begrenzt und Gewinne verhindert.
Macri plant, einen jährlichen Abbau der Exportsteuer von 5 %. Er ist derzeit Bürgermeister von Buenos Aires und ein wirtschaftsnaher Politiker und steht derzeit auf Platz zwei, wenn es nach den Umfragewerten geht. Auf Platz eins ist Daniel Scioli, der Gouverneur der Provinz Buenos Aires, wo der Getreideanbau dominiert. Er hat sich noch zu keiner eindeutigen Position in der Frage nach Zoll und Quoten geäußert. Er sei offen, die Steuer- und Exportpolitik zu überdenken. Sein Ziel ist es, Argentinien wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehören Investitionen in das Schienennetz und in die Wasserstraßen.
Argentinien ist weltweit der bedeutendste Exporteur von Sojaschrot und die Nr. 3 von Sojabohnen. Beide Bereiche bringen harte Devisen in das finanziell angeschlagene Land mit einer linken Regierung. Die Landeswährung, der Peso, sank am Dienstag am Schwarzmarkt auf ein Rekordtief. Scioli ist bereit, politische Entscheidungen der aktuellen Präsidentin Fernandez, die nicht so gut liefen, zu korrigieren. Er sagt aber auch, dass mit den Maßnahmen in der Getreidewirtschaft die soziale Sicherheit und ein Wohlfahrtprogramm gewährleistet waren.
In Vorwahlen am 9. August hat Macris Partei (Let´s Change-Allianz) 30 % der Stimmen errungen, gegen 38,4 % der Regierungspartei (Front For Victory). Quelle: Reuters

26.08.2015 Asiens Einkäufer decken sich früh mit Getreide und Ölsaaten ein

Asiens Getreideeinkäufer versorgen sich weit im Voraus mit billigen Forwards. Sie nutzen die derzeit niedrigen Getreidepreise für Lieferungen bis weit ins nächste Jahr. Verträge so weit im Voraus sind selten. So kaufte Thailand kürzlich 300.000 Tonnen Futterweizen aus der Schwarzmeer-Region zur Lieferung zwischen Januar und April 2016 für $208 bis $210/Tonne frachtfrei. Käufer in Indonesien haben sich bereits bis Dezember mit Mais, Sojaschrot und DDGs eingedeckt.
Der Kurs am CBoT, dem Referenzmarkt für U.S. Weizen, ist in diesem Jahr bereits um 15 % gefallen und notiert pro Bushel aktuell nahe der 5-Dollar-Marke auf einem Zwei-Monats-Tief. Das Angebot der Exporteure aus den USA, Russland, der Ukraine und Europa ist groß.
Die Kurse für Sojabohnen sind in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen, nachdem in den USA während der kritischen Phase der Ertragsbildung Regen gefallen war. Parallel dazu gab es Unruhen am Kapitalmarkt in China, dem größten Sojabohnenkäufer der Welt.
Fallende Preise reizen die Einkäufer in Asien oft zu frühen Buchungen; jetzt sogar ein Dreivierteljahr im Voraus. In den letzten drei Jahren stiegen die Offerten neben denen aus den USA auch aus den Überschussregionen Brasilien, Argentinien, Russland, der Ukraine sowie Frankreich. Die Ukraine hat beispielsweise in dieser Vermarktungsperiode einen Exportüberschuss von 40 Mio. Tonnen Getreide. In der Saison 2014/15 exportierte das Land die Rekordmenge von 34,8 Mio. Tonnen. Schwache Währungen verbilligen das Getreide noch zusätzlich. Der russische Rubel hat gegenüber der U.S. Dollar seit Jahresbeginn ein Viertel seines Wertes eingebüßt; der brasilianische Real gegenüber dem USD sogar um 35 %.

26.08.2015 Umschlag im Getreidesilo von Senalia in Rouen steht still

Das Umschlagunternehmen URA, das beim größten französischen Silobetreiber Senalia in Rouen Getreide umschlägt, wird bestreikt. Das teilte heute ein Unternehmenssprecher von Senalia mit. Alle Verladungen sind unterbrochen. Senalia ist deshalb auf der Suche nach einem anderen Umschlagsdienstleister und hat dafür eine Ausschreibung gestartet. Offerten sollen bis zum 31. August eingehen. Ab dem 1. September sollte der neue Dienstleister seine Arbeit aufnehmen können. Senalia ist ein von der Terminbörse Euronext autorisierter Umschlagplatz für den Weizenfuture. Am 10. September ist der letzte Handelstag für den September-Kontrakt. Am fünften Handelstag vor der Fälligkeit, in diesem Fall ist es der 03.09., beginnt das Andienungsprocedere.

26.08.2015 Iran wird in diesem Jahr keinen Weizen impotieren

Irans stellvertretender Landwirtschaftsminister meldet, dass der Iran aufgrund einer zufriedenstellenden Ernte in diesem Jahr keinen Weizen importieren wird. Irans Landwirtschaftsministerium hat bisher 7,8 Mio Tonnen inländischen Weizen aufgekauft. Diese Menge wird voraussichtlich auf mehr als 8 Mio Tonnen steigen. Damit kann der iranische Bedarf an Mahlweizen gedeckt werden. Darüber hinaus hat das Land Lagerbestände aus der letzten Ernte für ein halbes Jahr. Quelle: Reuters

26.08.2015 Vorübergehend kaum Getreideofferten von Russlands Bauern

Wegen der aktuellen Schwäche des Rubelkurses sind die russischen Bauern verunsichert und haben ihre Weizenverkäufe stark zurückgefahren. Der Kurs der russischen Währung fiel gegenüber dem Euro zuletzt wieder auf das Niveau von Dezember letzten Jahres, als westliche Sanktionen gegen Moskaus Ukraine Politik und ein starken Verfall des Ölpreises die Wirtschaft Russlands trafen.
Die Landwirte wollen wohl erst einmal die Kursturbulenzen abwarten. Beobachter erwarten aber, dass die Getreidelieferungen bald wieder aufgenommen werden, da die Ernte sehr groß ausfällt. Mit 103 Mio. Tonnen liegt die erwartete Erntemenge nur knapp unter dem Rekordergebnis des Vorjahres. 66 Mio. Tonnen (vor der Reinigung und Trocknung) sind bereits von 51 % der Flächen eingebracht.
Forward Preise für russischen Weizen mit 12,5 % Protein am Schwarzen Meer lagen Ende letzter Woche bei $183/Tonne fob. $2/Tonnen weniger als in der Woche zuvor. Weizen der Klasse III (Weizen mit hohen Proteinwerten) wurde im europäischen Teil Russlands um 375 Rubel/Tonnen teurer und mit 9.800 Rubel/Tonne ab Verladestation angegeben. Es gibt nur ein geringes Angebot mit Hochprotein-Weizen, da es im Mai und Juni in vielen Teilen Russlands heftig geregnet hatte. Das Beratungsunternehmen SovEcon glaubt, dass die Getreidelieferungen wieder zunehmen, sobald die Ernte in Sibirien und am Ural beginnt. (1 € = 80,0968) Quelle: Reuters

26.08.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, ein stärkerer US-Dollar gegenüber dem Euro sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Den U.S. Exporteuren fehlen neue Exportaufträge und die Sommerweizenernte schreitet in großen Schritten voran. Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht in einem internationalen Tender 100.000 Tonnen Mahlweizen, 159.000 Tonnen Durum und 50.000 Tonnen Futtergerste. Die Herkunft der Ware ist optional. Russische Weizenpreise notieren fester, da die Farmer dort aufgrund eines schwachen Rubelkurses nicht verkaufen wollen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse konnten auf allen Terminen zulegen, da der Kurs des Euro wieder schwächelt.

25.08.2015 Tunesien sucht Mahlweizen, Durum und Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht in einem internationalen Tender 100.000 Tonnen Mahlweizen, 159.000 Tonnen Durum und 50.000 Tonnen Futtergerste. Die Herkunft der Ware ist optional. Die Angebotsfrist endet am 26. August. Quelle: Reuters

25.08.2015 Weizentender Jordanien

Jordaniens Ausschreibung über 100.000 Tonnen Hard Milling Wheat blieb wieder ohne Abschluss. Die Lieferung sollte im Zeitraum 1. November bis 31. Dezember erfolgen. Verunsicherung über zusätzliche Untersuchungen und Bedenken wegen der Zahlungsbedingungen sorgten für ein begrenztes Verkaufsinteresse. Aus dem gleichen Gründen kam es auch bei den beiden vorherigen Tendern zu keinem Abschluss. Quelle: Reuters

25.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Sommerweizen

25.08.2015 Argentiniens Farmer fordern liberalere Exportpolitik

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen machen Argentiniens Farmer durch einen fünf-tägigen Streik auf sich aufmerksam. Sie wollen deutlich machen, dass die scheidende Präsidentin Cristina Fernandez in ihrer Präsidentschaft die Einkommensmöglichkeiten der Farmer zerstört hat. Das Südamerikanische Land ist weltweit der größte Lieferant für Sojaschrot.
Der Streik wird wohl die Getreideverschiffungen jetzt wohl noch nicht beeinträchtigen, da die Silos in den Häfen voll sind. Die Streiks sollen aber im Oktober, zeitnah zu der Präsidentschaftswahl, ausgeweitet werden, um eine Aussage der Präsidentschaftskandidaten zur zukünftigen Exportpolitik des Landes zu erzwingen. Zurzeit gelten Mengenbeschränkungen beim Export von Mais und Weizen und ein 35%-Zollsatz auf alle Sojaexporte. Damit hätten sie große Wettbewerbsnachteile gegenüber Brasilien und Paraguay zumal auch noch der Kurs des argentinischen Pesos künstlich hoch gehalten wird. Alle diese Maßnahmen der Regierung seinen absolut negativ für die Farmer gewesen. Quelle: Reuters

25.08.2015 NOFI kauf 65.000 Tonnen Futterweizen

Süd Koreas größter Futtermittelhersteller Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat heute 65.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkünfte mittels einer internationalen Ausschreibung erworben. Der Preis wird mit $201,55/Tonne c&f plus $1,25/Tonne für eine zweite Abladestelle angegeben. Der Weizen soll am 25. Januar 2016 geliefert werden. Quelle: Reuters

25.08.2015 China ist nicht der Grund für die Preisschwäche bei Rohstoffen

Einer der Gründe, weshalb die Rohstoffpreise sinken ist die Erwartung, dass die Nachfrage aus China nachlässt. Immerhin ist China die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Diese Befürchtungen bestätigen sich allerdings nicht in der Außenhandelsstatistik vom Juli. Bei mindestens 21 Rohstoffen stiegen die Importe über 20 % zum Vorjahr.
Gewiss, es sind auch viele unbedeutende Rohstoffe dabei, aber auch die großen, angeführt von Rohöl (+29,3 %) finden sich in der Liste. Auch der Import von Ethanol ist bemerkenswert: allein im Juli wurde die halbe Menge des gesamten vorherigen 12-Moants-Zeitraums eingeführt. Im Monatsvergleich Juli 14 zu Juli 15 war die Steigerung 236.594 %.
Auch andere Agrargüter wurden in erstaunlich großer Menge eingeführt: Weizen +158 %, Gerste +67,9 %, Mais + 1.184 %, Maniok + 28,5 %, Reis +78,2 % Sojaöl + 25,8 % Palmöl +53,3%, Kautschuk +70,1 % und Zucker +72,7 %.
Es ist immer gefährlich, bei derartigen Steigerungsraten nur eines Monats zu euphorisch zu werden. Zumindest kann man aber sagen, dass der Importbedarf Chinas für die genannten Produkte gut ist. Auch bei den großen Rohstoffen sieht es nicht schlecht aus, auch wenn Rohöl der einzige Rohstoff ist, der über 20 % steigt. Eisenerz + 4,4 %, Kupfer + 7,2 % aber Kohle -7,7 %. Bei jedem Rohstoff gibt es spezifische Gründe, aber allen ist gemein, dass günstige Preise stets das Kaufinteresse aus China verbessert haben. Auch wenn die Rohstoffe vorerst eingelagert werden, China kauft gerne billig.
Günstige Einkaufsmöglichkeiten in Kombination mit einem abgewerteten Yuan könnten jetzt der exportorientierten Industrie Chinas gute Aufträge bescheren, denn Nachfrage nach günstigen Gütern gibt es überall. Möglicherweise markieren die Juli-Zahlen einen Wendepunkt in Chinas Wirtschaftswachstum und es gibt sicherlich auch andere Gründe für den bodenlosen Preisverfall einiger Rohstoffe, wie ein Überangebot oder die große Volatilität der Kapitalmärkte. Aber Chinas Importbedarf ist sicher nicht der Grund für die Preisschwäche bei Rohstoffen, auch wenn eine Bruchlandung der chinesischen Wirtschaft nicht auszuschließen ist. Die Geschichte lehrt, dass günstige Rohstoffpreise Chinas Wirtschaft immer beflügelt haben.

25.08.2015 Getreidemail

Schnäppcheneinkäufe verbunden mit Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein sehr schwacher US-Dollar sowie Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago am Ende eines turbulenten Handelstages moderat fester schließen. Die US-Exporte der letzten Woche lagen mit 277.992 to Weizen unter den Markterwartungen von 375.000-525.000 to.
Die elektronische Nachtbörse in Chicago handelt heute Morgen fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich nicht mehr in den positiven Bereich retten, jedoch erholten sich die Kurse von ihren anfänglichen kräftigen Verlusten. Die Aussichten für die EU-Weizenernte haben sich weiter verbessert; In Großbritannien hat die Ernte nun ihren Höhepunkt überschritten und in Deutschland steht sie kurz vor ihrem Abschluss, während Frankreich bereits fertig ist. Die Erntemenge in der EU wurde nach oben korrigiert, nachdem Frankreich mehr als 40 Mio. Tonnen meldet.

24.08.2015 Russischer Weizenpreis steigt in Rubel und fällt in USD

Russischer Weizen ist in der vergangenen Woche erneut billiger geworden. Die russische Währung, der Rubel und der Rohölpreis sind vor dem Hintergrund eines schwachen Weltmarktes unter Druck geraten. Der Rohölpreis ist heute auf den niedrigsten Stand seit 6,5 Jahren gefallen und an der CBoT-sinken die Weizenkurse bereits seit drei Wochen.
Der Forward Preis für Weizen mit 12,5 % Protein ab den russischen Schwarzmeerhäfen fiel letzte Woche auf $183/Tonne fob. Das waren $2/Tonnen weniger als in der Vorwoche. Darüber, ob der gesunkene Kurs die Exporte beflügelte, konnte heute noch keiner eine Aussage machen, weil die offiziellen Zahlen sich verspäten. Seit Anfang August hat Russland 1,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 1,4 Mio. Tonnen Weizen. Die Lieferungen von Juli und August konnten allerdings nicht genau abgegrenzt werden.
Andienungen an die staatliche Intervention, deren Bestände nun aufgefüllt werden sollen, waren bislang gering, weil die Weltmarktpreise höher sind, als die Gebote aus Moskau. Lokale Preise für Weizen der Klasse III stiegen zu Beginn der Woche um 375 Rubel/Tonnen auf 9.800 Rubel/Tonne ab Verladestation. Quelle: Reuters

24.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 11.08. - 18.08. um 1.713 Kontrakte. Sie verringerten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 6.455 Kontrakte. 4.482 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 18.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 12.650 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 8.249 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 22.014 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 30.263 Kontrakte auf 70.855 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen verringerten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 17.181 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 9.752 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 26.933 Lots auf 32.420 Lots reduziert.
24.08.2015 MARS schätzt Maisernte in der EU zum zweiten Mal in Folge schwächer

Das satellitengesteuerte System der EU für die Ernteprognosen in Europa MARS reduziert die Ernteerwartungen für Mais zum zweiten Mal in Folge, da trockenes und heißes Wetter weiterhin die Pflanzen in den großen Anbauregionen stresst. Der durchschnittliche Ertrag liegt jetzt bei 6,4 Tonnen pro Hektar; im Juli wurden noch 6,71 Tonnen/Hektar geschätzt. Das sind 20,5 % weniger als im Vorjahr und 8,8 % weniger als im 5-Jahres-Mittel.
Die Weizenerträge der EU werden auf 5,81 Tonnen pro Hektar, geringfügig mehr als im Vormonat geschätzt (5,8). Das sind 5,4 % weniger als in 2014 aber 2,5 % mehr als im 5-Jahres-Mittel.
MARS hat zudem die Ernteerwartungen für die Zuckerrübenernte mit 71,35 Tonnen pro Hektar geschätzt, die Juli-Prognose lag bei 71,91 Tonnen pro Hektar. Jetzt sind es 7,5 % weniger als in 2014 aber 1,3 % über dem 5-Jahres-Mittel. Quelle: Reuters

24.08.2015 Weizen: Ernteschätzungen in der EU nach oben korrigiert

Die Aussichten für die EU-Weizenernte haben sich weiter verbessert; In Großbritannien hat die Ernte nun ihren Höhepunkt überschritten und in Deutschland steht sie kurz vor ihrem Abschluss, während Frankreich bereits fertig ist. Die Erntemenge in der EU wurde nach oben korrigiert, nachdem Frankreich mehr als 40 Mio. Tonnen meldet.
Die Ernteschätzung in Großbritannien wird ebenfalls nach oben korrigiert, da die Flächen, die vor dem Regen der letzten Tage abgeerntet wurden, bessere Erträge brachten als erwartet. Bis Donnerstag letzte Woche waren 40 bis 50 % der Flächen auf den britischen Inseln geräumt. Die Ernteschätzungen liegen nun zwischen 15,5 und 16 Mio. Tonnen, nach 15 Mio. Tonnen von letzter Woche. Im Vorjahr hatte man dort 16,6 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
In Deutschland wurden die letzten Schätzungen ebenfalls nach oben korrigiert, man geht aber weiterhin von einer kleineren Ernte als im Vorjahr aus. Die Winterweizen Ernte wird auf 25,7 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 7,5 % weniger als im Vorjahr. Im Juli ging man noch von 25,43 Mio. Tonnen aus. Quelle: Reuters

24.08.2015 Getreidemail

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, schwache Finanzmärkte, Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben auch vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für die diesjährige Getreideernte von 101,5 Millionen Tonnen auf 102,9 Millionen Tonnen erhöht. Trockenheit, Hitze und Hagel haben Kanadas Weizenernte gemindert. Laut einer Umfrage der kanadischen Statistikbehörde Statistics Canada, die in der Zeit vom 22. Juli bis 3. August durchgeführt wurde, schätzt man die Gesamtweizenernte auf 24,6 Mio Tonnen. Das sind 15,9 Prozent weniger als 2014.
Die eCBOT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
Durch die schwachen Vorgaben aus Übersee und einen festeren Euro gegenüber dem US-Dollar mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Kursabschläge hinnehmen. 

21.08.2015 Kleinere Weizen- und Canolaernte in Kanada erwartet

Trockenheit, Hitze und Hagel haben Kanadas Canola- und Weizenernte gemindert. Laut einer Umfrage der kanadischen Statistikbehörde Statistics Canada, die in der Zeit vom 22. Juli bis 3. August durchgeführt wurde, schätzt man die die Gesamtweizenernte auf 24,6 Mio Tonnen. Das sind 15,9 Prozent weniger als 2014. Die Canolaernte erwartet man bei 13,34 Mio Tonnen und damit 14,2 Prozent unter der Vorjahresmenge. Quelle: Reuters

21.08.2015 Zustand der französischen Maisbestände hat sich stabilisiert

In der Woche vor dem 17. August haben sich die Maisbestände in Frankreich nicht mehr weiter verschlechtert. Kühlere Temperaturen und Regen brachten dem Mais eine Linderung nach den heißen und trockenen Bedingungen dieses Sommers.
Ein Bericht von FranceAgrimer sieht 55 % der Maisbestände in einem „guten bis exzellenten“ Zustand; unverändert zur Vorwoche. Die Weichweizenernte war am 17. August zu 99 % durch, zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 94 %. Quelle: Reuters

21.08.2015 Getreidesilos in Dünkirchen voll

Der französische Silobetreiber Nord Cereales in Dünkirchen hat derzeit keine Lagerkapazitäten mehr für die Andienung von Börsenkontrakten frei. Lediglich Mitglieder der Genossenschaft, die Miteigentümer am Silo sind, können noch weitere Mengen für eine eventuelle Börsenandienung liefern.
Nord Cereales ist, neben Senalia und Socomac, nun bereits der dritte von der Pariser Terminbörse Matif autorisierte Silobetreiber, der aufgrund von den aktuell geringen Exporten aus Frankreich, keinen weiteren Weizen für Börsenandienungen annimmt. Die drei Unternehmen wickeln einen Großteil der Getreideexporte aus Frankreich ab.

21.08.2015 Getreidemail

Technische Käufe verbunden mit Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar gegenüber dem Euro, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 314.400 to US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000-500.000 to. Im Vergleich zum Vorjahr wurde aus der neuen U.S. Ernte bisher 8 % weniger Weizen verkauft, während das USDA zum Ende der Vermarktungssaison einen Anstieg der Exporte von 8 % erwartet.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde mit leichten Abschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten leicht zu. Nur der auslaufende September-Termin musste Verluste hinnehmen.

20.08.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 563.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 49.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 2,87 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 3,143 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 309.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 707.000 Tonnen).

20.08.2015 Japan kauft Mahlweizen in den USA, Kanada und Australien

Japan hat in einer Ausschreibung 146.721 Tonnen Weizen erworben. 81.355 Tonnen Weizen verschiedener Qualitäten mit mindestens 14 % Protein kommen aus den USA. Kanada liefert 34.746 Tonnen Weizen mit mindestens 12,5 % Protein. 30.620 Tonnen kommen von der Westküste Australiens. Die Verladungen sollen in der Zeit vom 21. September bis 31. Oktober erfolgen. Quelle: Reuters

20.08.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago handelten gestern während des Tages im Minus, die Frontmonate konnten aber in den letzten Minuten der Sitzung zulegen. Ein schwacher US-Dollar nach dem Bundesbankbericht sowie technische Käufe nach den Verlusten der letzten Tage beflügelten die Kurse der Frontmonate. Kursabschläge beim Kansas-City- und Minneapolisweizen und eine schwache Exportnachfrage nach US-Weizen belasteten hingegen die späteren Termine. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer sucht in einer internationalen Ausschreibung 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Russland hat damit begonnen, seine Interventionsbestände aufzufüllen. 2 Mio. Tonnen sollen am lokalen Markt erworben werden.
An der E-CBoT handelt der Weizen zur Stunde fester.
An der Euronext in Paris standen die Weizennotierungen gestern abermals unter Druck und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Der stärkere Euro gegenüber dem US-Dollar belastet den Markt.

19.08.2015 Russland startet diesjährige Getreideintervention auf der Krim

Russland hat damit begonnen, auf den lokalen Märkten auf der Krim Getreide für seine staatlichen Läger aufzukaufen. Die Krim wurde 2014 von Russland annektiert. Die russische Regierung, ein großer Weizenexporteur am Weltmarkt, plant in der Saison 2015/16, die am 01. Juli gestartet ist, bis zu 2 Mio. Tonnen aufzukaufen. Das Aufkaufprogramm startet aufgrund guter Ernteaussichten sechs Wochen früher als im Vorjahr, so das Landwirtschaftsministerium. Die Getreideernte wird von offizieller Stelle auf über 100 Mio. Tonnen geschätzt, rund 5 Mio. Tonnen weniger als im Rekordjahr 2014.
Aus der Krimregion wurde seit der Annexion kaum Getreide exportiert, da man staatliche Repressionen fürchtete. In diesem Jahr wurden dort 1,3 Mio. Tonnen Getreide (vor der Reinigung und Trocknung) geerntet. Im Vorjahr waren es 1,1 Mio. Tonnen. Heute hat das Ministerium 9.855 Tonnen Getreide auf der Krim erworben, so die Nachrichtenagentur Interfax. Die staatlichen Getreidevorräte werden mit 2 Mio. Tonnen angegeben. Ab Morgen soll das Aufkaufprogramm auch auf andere Regionen ausgeweitet werden. Farmer aus Volgograd, Saratow, Rostov und Stawropol bieten bereits 13.635 Tonnen an. Das Ministerium bietet für Weizen der Klasse III 9.700 Rubel/Tonne für Weizen im europäischen Teil Russlands. Die Preise am lokalen Markt wurden zuletzt mit 9.425 Rubel/Tonne angegeben. Quelle: Reuters

19.08.2015 Argentiniens Weizenernte durch Regen bedroht

Nach heftigen Unwettern in Argentiniens Pampa, dem Weizengürtel Südamerikas, können die Farmer dort 6 % der Getreideanbaufläche abschreiben. Die Ernte wird entsprechend schwach ausfallen und für Argentinien wird es schwer, mit einem überversorgten Weltmarkt zu konkurrieren.
Argentinien beliefert in der Regel das Nachbarland Brasilien mit Weizen. Außerdem ist es die Nummer Eins im weltweiten Export von Sojaschrot. Das Südamerikanische Land gehört zu einer Handvoll von Anbietern, die den Weltgetreidemarkt bedienen. Insofern haben Wetterrisiken und die globale Nachfrage hier eine besondere Bedeutung.
Farmer erwarten nun einen Verlust von 6 % der gerade ausgesäten Weizenflächen. Sie hatten den Weizenanbau ohnehin reduziert, da die Regierung eine restriktive Exportpolitik fährt und die Landeswährung künstlich hoch hält. In der Provinz um Buenos Aires fallen üblicherweise 1.000 Liter Regen im Jahr; für 2015 wurde diese Marke aber bereits vor einer Woche überschritten. Der Landvolkverband, in dem auch die Farmer organisiert sind, gab bekannt, dass in den vergangenen zehn Tagen örtlich 300 Liter Regen fielen. 6 % der Weizenflächen sind verloren, so die Verbandsvertreter, es drohen aber noch weitere Verluste durch Pilzkrankheiten, die bei der hohen Feuchtigkeit und Staunässe blühen.
Die Buenos Aires Getreidebörse schätzt die Weizenanbaufläche Argentiniens in diesem Jahr auf 3,7 Mio. Hektar, gegenüber 4,4 Mio. Hektar in 2014. Eine kleine Ernte könnte die Exporte nach Brasilien beeinträchtigen, die sich dann anderswo versorgen müssten. Als 2103 Frost die argentinische Weizenernte reduzierte, sind die USA mit 4 Mio. Tonnen eingesprungen, die größte Menge, die U.S. Exporteure bisher nach Brasilien geliefert haben.
Die globalen Weizenbestände werden am Ende dieser Vermarktungssaison auf eine Rekordmenge von 221,5 Mio. Tonnen geschätzt. Das USDA hatte in seinem letzten WASDE-Report Argentiniens Weizenernte noch mit 11,1 Mio. Tonnen geschätzt, 12,5 % unter der des Vorjahres.
Wie es nach der Präsidentschaftswahl im Oktober mit der Exportpolitik des Landes weitergeht ist indes noch unklar. Der Kandidat der Regierungspartei hat in Umfragen die Nase vorn. Ein Kandidat von der Opposition, verspricht die Exportrestriktionen für Weizen abzuschaffen. Quelle: Reuters

19.08.2015 Jordanien sucht Weizen und Futtergerste

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer sucht in einer internationalen Ausschreibung 100.000 Tonnen Weizen und 100.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet für den Weizentender am 25. August und für den Futtergerstentender am 26.August. Quelle: Reuters

19.08.2015 SovEcon erwartet auch im August deutlich weniger Weizenausfuhren aus Russland

Das russische Beratungsunternehmen SovEcon erwartet, dass der russische Getreideexport im August 3,2 Mio. Tonnen nicht übersteigt, weil die Ernte später abgeschlossen wurde und der Zoll auf Weizenausfuhren hinderlich ist. Im August des Vorjahres wurden 4,7 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Bereits im Juli fielen die russischen Getreideexporte auf 2,1 Mio. Tonnen (inklusive Mehl und Hülsenfrüchte), dem niedrigsten Stand der letzten vier Jahre.
Die Weizenexporte haben sich im Juli wegen dem seit 01. Juli geltenden Zoll sogar halbiert. Die Ausfuhren von Gerste und Mais dagegen waren so umfangreich wie vorher. Im August steigt die Exportmenge, da die neue Ernte zur Verfügung steht; die Verladungen bleiben aber hinter denen des Vorjahres zurück.
Der Zollsatz für Weizen berechnet sich aus 50 % des Exportpreises, abzüglich 5.500 Rubel/Tonne, aber nicht weniger als 50 Rubel/Tonne. Die Regierung überlegt derzeit eine Änderung der Berechnungsformel; am 10. September soll dazu eine Entscheidung fallen.

19.08.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, ein stärkerer US-Dollar gegenüber dem Euro sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago erneut schwächer schließen. Fondsgesellschaften verkauften 4.000 Lots und die Sommerweizenernte drängt in den USA auf den Markt. Die Ertragseinschränkungen in Kanada werden von einer größeren Ernte in den USA aufgehoben. Das japanische Landwirtschaftsministerium hat gestern eine Ausschreibung zum Kauf von 146,721 Tonnen Mahlweizen aufgelegt. Gesucht wird Hartweizen aus den USA, Kanada oder Australien. Die Verladung soll, je nach Herkunft, zwischen dem 21. September und dem 31. Oktober erfolgen.
Die elektronische Nachtbörse zeigt sich heute Morgen leicht erholt.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten abermals den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen weiter nach.

18.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Sommerweizen

18.08.2015 Japan sucht 146,721 Tonnen Mahlweizen

Das japanische Landwirtschaftsministerium hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 146,721 Tonnen Mahlweizen aufgelegt. Gesucht wird Hartweizen aus den USA, Kanada oder Australien. Die Verladung soll, je nach Herkunft, zwischen dem 21. September und dem 31. Oktober erfolgen.
Japan ist der sechstgrößte Weizenimporteur der Welt. Weizenausschreibungen finden üblicherweise dreimal im Monat statt. Nach Reis ist Weizen das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel des Landes. Quelle: Reuters

18.08.2015 Getreidemail

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen mit dementsprechender Exportkonkurrenz, ein wieder steigender US-Dollar gegenüber dem Euro sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 560.083 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000-425.000 Tonnen. Bangladeschs staatlicher Gereideeinkäufer hat einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 27. August und die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 7. September aufweisen. Schwache Erträge beim Kanadischen Sommerweizen werden durch Rekorderträge in den USA kompensiert.
Die CBoT-Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen Abschläge.

17.08.2015 Ein Lichtblick für Ethanol

Die jüngsten Meldungen aus China haben die Rohstoffanbieter deprimiert: Ein schwaches Wirtschaftswachstum, sinkende Aktienkurse und die Abwertung der Währung, lassen eine schwache Nachfrage erwarten. Es gibt allerdings eine Ausnahme, denn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat damit begonnen, Ethanol in so großen Mengen zu importieren, und Optimisten hoffen, dass sich ein bedeutender Markt, vergleichbar mit dem Volumen von am Weltmarkt verfügbarer Gerste, entwickeln kann.
Chinas staatlicher Einkäufer für Ölsaaten und Lebensmittel COFCO hat in den vergangenen Monaten mit dem Bezug von Ethanol aus seinen jüngst erworbenen Ölmühlen in Brasilien begonnen. Das waren die ersten Ethanol-Importe aus Brasilien seit 2012. Andere chinesische Käufer, aber auch Süd Korea, haben in den USA Ethanol zur Lieferung im August geordert. Die Mengen sind zwar noch übersichtlich, aber bereits im ersten Halbjahr 2015 wurden mehr als die Gesamtmenge des Vorjahres von China importiert. Händler spekulieren aber darüber, dass diese Steigerung eine Änderung in Pekings Importpolitik signalisiert und dass sich damit die globale Ethanol-Industrie verändert.
Im letzten Jahr hatten sich die chinesische COFCO und die brasilianische Noble Group über $1,5 Mrd. Agrarbeteiligungen verständigt und damit auch Ethanol-Lieferungen vereinbart. Das kann darauf hindeuten, dass Chinas Auslandsbeteiligungen an Rohstoffquellen der Grund für die Importe darstellt, und noch kein Wandel in der Nachfrage ist. Möglicherweise ist das gesteigerte Interesse an ausländischem Ethanol auch nur mit den günstigeren Preisen für Zucker und Mais am Weltmarkt begründet. Die lokalen Bezugspreise für Mais und Weizen sind durch das chinesische Interventionssystem um 30 bis 40 % teurer als am Weltmarkt. Peking hatte aber in den letzten drei Jahren den staatlichen Ölfirmen in einer Erprobungsphase Ethanol-Käufe erlaubt. Wenn die Importe jetzt aber zunehmen, könnte es den Zorn aus Peking auf sich ziehen.
Für die Verkäufer am Weltmarkt, wie die Noble-Gruppe, Louis Dreyfus und Vitol sind die höheren Einkaufsmengen Chinas ein Segen. Wenn sich das fortsetzt, ermöglicht auch ADM und Pacific Ethanol, deren Margen durch den Verfall des Ölpreises sowie steigenden Produktionskosten für Mais gesunken sind, einen Abbau ihrer hohen Ethanol-Bestände.
Die schwächere Wirtschaft in Brasilien dürfte zu einem geringeren Inlandsbedarf für Treibstoff führen. Niedrige Einkünfte aus der Ethanol- und Zuckerproduktion bei gleichzeitig höheren Kosten für auf Dollarbasis berechnete Betriebsmittel und Finanzierungskosten belasten die Unternehmen.
Kein Wunder, dass U.S. Amerikanische und Brasilianische Ethanol-Produzenten, die für 80 % der weltweiten Ethanol-Produktion stehen, jetzt auf China setzen. In diesem Jahr wird der chinesische Zukaufbedarf auf 2,3 Mio. Tonnen geschätzt. Der Markt dürfte sich aber um ein vielfaches erweitern, wenn erst eine 10%ige Beimischung von Ethanol für das ganze Land angeordnet wird, wie es schon in einigen Provinzen der Fall ist.
China hat im Juni rund 5.000 Tonnen Ethanol aus den USA importiert. Das ist halb soviel, wie die Jahresmengen in 2013 und 2014. Ende August sollen 50.000 Tonnen an China ausgeliefert werden. Brasilien exportierte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 11.250 Tonnen Ethanol, das aus Zuckerrohr hergestellt wurde, die ersten Ethanol-Importe aus Brasilien seit 2012.
Das alles sieht nach einer Trendwende aus, es ist aber noch zu früh, um sichere Aussagen zu treffen, so ein Analyst der Rabo Bank.

17.08.2015 Russlands Getreideexporte 2015/16 um 46% gesunken
Russlands Getreideexporte haben sich seit Beginn des laufenden Vermarktungsjahres 2015/16 aufgrund der Verzögerung der Getreideernte und der Exportsteuer auf Getreidelieferungen um 46% zum Vorjahr reduziert. Das teilte das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon am heutigen Montag mit. In der Zeit vom 1. Juli bis zum 9. August exportierte Russland 2,6 Mio. Tonnen Getreide. Im Vorjahreszeitraum wurden in dieser Zeitspanne bereits 4,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert.
Russlands Weizenexporte sanken im aktuellen Vermarktungsjahr um 50% auf 1,7 Mio. Tonnen. Behörden beraten derzeit über den Vorschlag, die Exportsteuer zu verschieben bzw. zu senken.
Das russische Landwirtschaftsministerium könnte seine Prognose der Getreideernte 2015 von 100 Mio. Tonnen auf 102-103 Mio. Tonnen erhöhen, sollten sich die Wetterbedingungen weiter verbessern.
Per 13. August haben Russlands Landwirte 55,5 Mio.Tonnen Getreide (vor Trocknung und Reinigung) auf 40% der angebauten Flächen geerntet. Im Vorjahr wurden zur selben Zeit bereits 61 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Quelle: Reuters
17.08.2015 Kanada: Große Bedenken für ausgeglichene Canola-Versorgung

Trockenheit, Hitze und Hagel haben Kanadas Canola- und Weizenernte gemindert. Das zumindest meinen 14 Händler und Analysten, die von Reuters im Vorfeld einer ersten offiziellen Schätzung befragt wurden. Die Experten schätzen, dass die Gesamtweizenernte auf 25,6 Mio. Tonnen kommt, 13 % weniger als im Vorjahr. Die Canola-Produktion wird ebenfalls um 13 % kleiner ausfallen und kommt auf 13,6 Mio. Tonnen. Das wäre die kleinste Ernte seit fünf Jahren.
Am 21. August wird die kanadische Statistikbehörde Statistic Canada ihre erste Ernteschätzung veröffentlichen, die aufgrund einer Umfrage in der Zeit vom 22. Juli bis 3. August 15 bei den Farmern erhoben wurde. Kanada ist sowohl für Canola (Rapssaat), als auch für Durum-Weizen weltweit führend im Export.
Im Mai mussten viele Farmer in Manitoba die ausgewinterten Winterrapsflächen erneut mit Sommerraps bestellen. In Saskatchewan und Alberta hemmten Trockenheit und Hitze das Wachstum von Raps, Durum und Sommerweizen. Die Produktion wird wohl um 2 Mio. Tonnen und damit unter dem aktuellen Eigenbedarf sinken, glaubt Ken Ball, Anlageberater des Brokerhauses PI Financial Corp in Winnipeg. Dabei gibt es für Canola die größten Bedenken, dass Angebot und Nachfrage ausgeglichen sind.
Die Aussaat von Canola für die kommende Ernte wird in Alberta Ende nächster Woche bereits von den ersten Frösten bedroht. Frosttemperaturen stoppen das Wachstum der jungen Pflanzen. Üblicherweise beginnen die ersten Fröste Anfang September aber einige später gesäten Flächen benötigen mehr Zeit, damit sich die Pflanzen entwickeln können.
Kanada ist zudem ein großer Anbieter von Sommerweizen, die Ertragseinschränkungen in Kanada werden aber von einer größeren Ernte in den USA aufgehoben. Dort wurden Rekorderträge gemessen.

17.08.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen waren am Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse konnten leicht zulegen. Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen gaben dem Markt Unterstützung. Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte am Freitag 117.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft per Tenderausschreibung zur Versendung zwischen Ende Oktober und Ende Dezember. Der Preis lag zwischen $196,75 und $202,42/Tonne incl. c&f. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 CBoT Weizenkontrakte. Die e-CBoT handelt zur Stunde leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und die Kurse gaben nach. Der Euro handelte zum US-Dollar deutlich fester. Das Analystenhaus FranceAgriMer schätzt die französische Weichweizenernte 2015 auf 40,4 Mio. Tonnen. Im Juli lag die Prognose noch bei 37,9 Mio. Tonnen. Die aktuelle Schätzung unterstellt durchschnittliche Erträge von 7,83 Tonnen/Hektar bei einer Anbaufläche von 5,2 Mio. Hektar.

17.08.2015 Bangladesch schreibt Weizentender aus

Bangladesch´s staatlicher Gereideeinkäufer hat einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 27. April August und die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 7. September aufweisen. Versendet soll innerhalb von 40 Tagen nach der Vertragsunterzeichnung, so ein hochrangiger Beamter. Quelle: Reuters

16.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 04.08. - 11.08. um 2.157 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 765 Kontrakte. 12.650 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 11.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 14.042 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 12.242 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 50.439 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 62.681 Kontrakte auf 101.118 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.374 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.110 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 8.484 Lots auf 59.353 Lots erhöht.
14.08.2015 Tunesien kauft Weizen und Gerste per Tender
Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte am heutigen Freitag 117.000 Tonnen Weichweizen und 125.000 Tonnen optionaler Herkunft per Tenderausschreibung.
Der Preis für den Weizen lag zwischen $196,75 und $202,42/Tonne incl. c&f. Die Versendung der Ware erfolgt zwischen Ende Oktober und Ende Dezember.
Für die Gerste lag der Preis zwischen $193,21 und $195,44/Tonne incl. c&f. Die Versendung soll zwischen dem 20. Oktober und Ende November erfolgen. Quelle. Reuters

 

14.08.2015 Studie: Lebensmittelengpässe immer häufiger

Extremes Wetter wie heftige Stürme, Trockenheit und Hitzewellen werden immer öfter ernste Lebensmittelengpässe vor dem Hintergrund des Klimawandels und einem Wandel im Versorgungssystem mit Lebensmitteln verursachen. Das ist die Aussage einer Studie von britischen und amerikanischen Experten, die heute veröffentlicht wurde.
Der Druck auf die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln sei enorm und die Zunahme von Wetterextremen sei so rapide, dass Engpässe nicht mehr nur einmal im Jahrhundert, sondern zukünftig alle 30 Jahre eintreten werden, so Professor Tim Benton von der Universität in Leeds, der die Studie im Namen der britischen Regierung vorstellte. Die Ereignisse kommen nicht nur öfter, sondern sie nehmen auch noch an Intensität zu.
Der Bericht wurde von der UK-US Task Force für Wetterextreme und globale Lebensmittelversorgung erstellt. Die Autoren warnen auch vor nationalen Schutzreflexen auf Produktionsengpässe, wie die Einrichtung eines Im- oder Exportbanns für bestimmt Rohstoffe, die die Problemlage noch verstärken und Schwankung von Lebensmittelpreisen weiter anfeuert. Das führt zu einer Spirale von Kontrollverlust, so die Experten.
Die Wissenschaftler betrachteten die weltweit bedeutendsten Agrar-Rohstoffmärkte Mais, Sojabohnen, Weizen und Reis in Bezug auf den zukünftigen Einfluss von Trockenheit, Stürmen und Überflutungen. Da die meisten der vier genannten Rohstoffe weltweit von nur einigen wenigen Ländern wie China, den Vereinigten Staaten und Indien kommen, kommen Extremwetterlagen in diesen Regionen einer besonderen Bedeutung bei. Während eine bessere Vernetzung untereinander einerseits die Schwachstelle eines lokalen Engpasses mindern kann, können umgekehrt große Einbrüche in fernen Überschussgebieten den Schock sogar verstärken.
Der Report empfiehlt den Aufbau von Notfallplänen und fordert bessere Vorhersagemodelle, um die Auswirkungen von Versorgungsengpässen zu mindern. Außerdem soll eine Stärke-Schwäche-Analyse für den internationalen Handel mit Lebensmitteln erstellt werden. Die Landwirtschaft wird aufgefordert, sich auf den Klimawandel einzustellen und robustere Kulturen zu nutzen, die Extremwetter aushalten können. Gleichzeitig müsse die Produktivität gesteigert werden, da die Weltbevölkerung wächst und mehr Lebensmittel benötigt werden. Quelle: Reuters

14.08.2015 FranceAgriMer schätzt Frankreichs Weizenernte auf 40,4 Mio. Tonnen

Das Analystenhaus FranceAgriMer schätzt die französische Weichweizenernte 2015 auf 40,4 Mio. Tonnen. Im Juli lag die Prognose noch bei 37,9 Mio. Tonnen. Die aktuelle Schätzung unterstellt durchschnittliche Erträge von 7,83 Tonnen/Hektar bei einer Anbaufläche von 5,2 Mio. Hektar. Die Getreidequalität ist generell gut mit hohen Ergebnissen bei den Fallzahlen und den Hektolitergewichten. Untersuchungen ergaben höhere Schwankungen bei den Proteingehalten mit Werten von durchschnittlich 10,5 – 11,5% (annähernd auf dem Niveau des Vorjahres). Quelle: Reuters

14.08.2015 Russische Getreideexporte bleiben trotz höherer Transportkosten wettbewerbsfähig

Russland, einer der wichtigsten Weizenexporteure, erhebt seit Ende Juli Strafen für überladene Lkws. Durch diese Maßnahme sind Exporteure gezwungen 25 bis 30 Prozent mehr Fahrzeuge einzusetzen. Der Anstieg der Lkw-Transportkosten ist ein weiterer Kostenfaktor in der Logistik für Getreidexporte, neben den seit Juli geltenden Exportsteuern. Allerdings hat der Rubel seit Anfang August 5 Prozent an Wert gegenüber dem US-Dollar verloren. Das wiederum sorgt dafür, dass russisches Getreide im internationalen Handel weiterhin konkurrenzfähig bleibt.
Das Landwirtschaftsministerium schätzt Russlands Getreideexporte im laufenden Wirtschaftsjahr 2015/16 auf fast 30 Millionen Tonnen. Seit dem 1. Juli wurden bisher mehr als 2,3 Millionen Tonnen exportiert. Der Wert liegt 40 Prozent unter der vergleichbaren Vorjahresmenge. Gründe sind regenbedingte Ernteverzögerungen und die Exportsteuer. Quelle: Reuters

14.08.2015 USDA erhöht Prognose der kasachischen Weizenernte 2015

In der USDA-Report vom 12. August 2015 hat das US-Landwirtschaftsministerium Kasachstans Weizenernte um 500.000 Tonnen bzw. 3,7% höher geschätzt, als in der Juli-Prognose. Die Prognose der Importe blieb unverändert bei 30.000 Tonnen. Ebenso die Exporte, die auf 6 Mio. Tonnen geschätzt wurden. 2014 wurden 17,162 Mio. Tonnen Getreide in Kasachstan gedroschen, der Weizenanteil lag bei 75,7%. Im Vermarktungsjahr 2014/15 exportierte Kasachstan insgesamt 6,6 Mio. Tonnen Getreide. Quelle. US-Landwirtschaftsministerium

14.08.2015 FranceAgriMer wertet französische Maisbestände erneut ab

Die französischen Maisbestände haben sich per 10. August erneut verschlechtert. Nur noch 55% der Bestände werden von FranceAgriMer mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet. Per 3. August lag die Quote bei 58%.
Die französische Weichweizenernte ist unterdessen nahezu abgeschlossen. 99% der Bestände wurden per 10. August gedroschen versus 86% in der Vorwoche. Quelle: Reuters

14.08.2015 Getreidemail

Technische Käufe nach den deutlichen Verlusten vom Vortag, Gewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften 6.000 CBoT Weizen Kontrakte. Ägyptens GASC hat per Tender 175.000 Tonnen Weizen zu einem Durchschnittspreis von 194,74 $/Tonne c&f gekauft. 115.000 Tonnen Weizen wurden in der Ukraine gekauft, weitere 60.000 Tonnen wurden in Russland gekauft Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht schwächer.
An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen moderat zulegen. Der Deutsche Raiffeisenverband hat seine mtl. Prognose der deutschen Winterweizenernte 2015 von 25,43 Mio. Tonnen auf 25,70 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 7,5%. Die Prognose der EU-Weizenernte wurde von Strategie Grains um 3,1 Mio. Tonnen auf 144 Mio. Tonnen erhöht. Sie läge damit 4% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (149,3 Mio. Tonnen).

13.08.2015 Ägypten kauft 175.000 Tonnen Weizen

Ägyptens GASC hat per Tender 175.000 Tonnen ukrainischen und russischen Weizen zu einem Durchschnittspreis von 194,74 $ pro c&f gekauft. 115.000 Tonnen Weizen wurden in der Ukraine gekauft, weitere 60.000 Tonnen wurden in Russland gekauft. Lieferung: 21-30. September.

55.000 Tonnen in der Ukraine von Venus zum Preis von $179,99/Tonne (FOB-Basis) zzgl. $10,60/Tonne für die Fracht (National Navigation).
60.000 Tonnen in der Ukraine von Olam zum Preis von $181,96/Tonne (FOB-Basis) zzgl. $10,92/Tonne für die Fracht (Venus)
60.000 Tonnen in Russland von Union Co. zum Preis von $185,65/Tonne (FOB-Basis) zzgl. $9,70/Tonne für die Fracht (Union & Co.)
Quelle: Reuters
13.08.2015 DRV reduziert Prognose der deutschen Maisernte 2015 auf 3,91 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband  hat seine Prognose der deutschen Winterweizenernte 2015 von 25,43 Mio. Tonnen (Juli-Prognose) auf 25,70 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 7,5%.
Die deutsche Maisernte prognostiziert der Verband auf 3,91 Mio. Tonnen. Die Vormonatsprognose lag bei 4,64 Mio. Tonnen. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 23,9%.
Deutschlands Rapsernte wurde auf 4,91 Mio. Tonnen geschätzt (+100.000 Tonnen zum Juli). Das wäre ein Rückgang um 21,3% zum Vorjahr.
13.08.2015 Gute Ernte in der Schwarzmeerregion sorgt für umfangreiche Getreideexporte

Russland, die Ukraine und Kasachstan werden in diesem Jahr, wie erwartet, wieder große Mengen Getreide Exportieren. Die drei Länder, die über das Schwarze Meer vor allem an Kunden in Nordafrika und dem Nahen Osten exportieren, werden auch im dritten Jahr in Folge eine überdurchschnittliche Ernte einfahren. IKAR und SovEcon ,die zwei führenden Agrarberatungsunternehmen in Russland, haben ihre Schätzungen für die russische Weizenernte 2015 in den letzten Tagen nach oben korrigiert und sind nun optimistischer als das russische Landwirtschaftsministerium, das seine Prognose bei 58 Milionen Tonnen (Vorjahr 60 Millionen Tonnen) belässt. Das US Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für die Weizenernte 2015 in Russland, der Ukraine und Kasachstan am Mittwoch erhöht. Die größte Steigerung sieht man mit 3 Millionen Tonnen auf 60 Millionen Tonnen für die russische Ernte.
Am 11. August betrug die geerntete Weizenmenge in Russland 40,2 Millionen Tonnen und war damit zu 45 Prozent abgeschlossen.
In der Ukraine ist die Ernte fast komplett abgeschlossen. Die Menge beträgt bisher 26,2 Millionen Tonnen. Allerdings fällt der Anteil an Futterweizen mit bis zu 60 Prozent in diesem Jahr deutlich höher aus, als im vergangenen Jahr (30 Prozent).
Dank einer um 25 Prozent größeren Ernte als im Vorjahr, plant Kasachstan in diesem Wirtschaftsjahr Getreidexporte von bis zu 8 Millionen Tonnen. Quelle: Reuters

13.08.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 349.000 Tonnen Weizen und Importlizenzen für 60.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 2,307 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 2,543 Mio. Tonnen) und die Weizenimporte auf insgesamt 260.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 411.000 Tonnen).
 
13.08.2015 Matif Weizen Chartanalyse

Nach einer kurzen Phase der Gewinnmitnahmen, die für einen Anstieg bis 183 Euro sorgten, ging es mit den Kursen wieder bergab in Richtung der Unterstützungslinie bei 178 Euro. Im zweiten Anlauf wurde nun diese Marke deutlich unterschritten. Damit ist der Weg frei für das nächste Kursziel bei 170 Euro. Sollte es sich bei dem jüngsten Kursrutsch nur um eine sogenannte Bärenfalle handeln, käme es kurzfristig zu einer Umkehr mit einem erneuten Anstieg bis zur 183er Marke.

13.08.2015 Ägypten-Tender - niedrigstes Angebot bei $179,99/Tonne c&f

Das niedrigste Angebot in Ägyptens laufenden Weizentender lag bei $179,99/Tonne c&f bezogen auf 55.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft. Ein Kauf wurde aber noch nicht gemeldet. Resultate werden heute am späten Nachmittag erwartet. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Zeitraum 21. – 30 September. Quelle: Reuters

13.08.2015 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste am Weltmarkt

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 209.000 Tonnen Weichweizen und 175.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 14. August. Quelle: Reuters

13.08.2015 Strategie Grains reduziert Prognose der EU-Maisernte 2015
Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen Maisernte in der Europäischen Union aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen um 7,1 Mio. Tonnen auf 59,6 Mio. Tonnen reduziert. Zur Vorjahresernte mit 75,7 Mio. Tonnen (Rekordjahr) wäre das ein Rückgang um 21%. Der Mangel an Niederschlag und die hohen Temperaturen hat den Pflanzen in der kritischen Wachstumsperiode geschadet.
Die Ernte-Schätzungen für Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien wurden um insgesamt 3,6 Mio. Tonnen reduziert. Für Ungarn, Rumänien, Bulgarien Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik wurden die Schätzungen um insgesamt 3,3 Mio. Tonnen reduziert.
Die Prognose der EU-Weizenernte wurde von Strategie Grains um 3,1 Mio. Tonnen auf 144 Mio. Tonnen erhöht. Sie liegt damit aber weiter 4% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (149,3 Mio. Tonnen). Der Anstieg der Prognose begründet sich hauptsächlich in den höheren Schätzungen der Ernten in Frankreich, Ungarn, Polen, Bulgarien, den Baltischen Staaten, dem Vereinigten Königreich und der Tschechischen Republik, so Strategie Grains in seinem monatlichen Bericht.
Erhöht wurde auch die Prognose der EU-Gerste-Ernte. Sie stieg um 1 Mio. Tonnen auf 58,8 Mio. Tonnen. Zur Vorjahresernte wäre das ein Rückgang um 3%. Grund sind große Rückgänge Deutschland, dem Vereinigten Königreich und der Tschechischen Republik.
Mit sehr guten Testgewichten und zufriedenstellenden Proteingehalten hat sich die diesjährige Weichweizenernte in der EU im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, so Strategie Grains
13.08.2015 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report, kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Zwei-Monats-Tief schließen. Das USDA reduzierte zwar die Schätzung der US-Weizenproduktion 2015/16, jedoch wurden die Endbestände gegenüber dem Vormonat angehoben, da die Exporterwartungen zurückgenommen wurden. Die Schätzung der Welt-Weizen-Endbestände wurde auf 221,47 Mio.Tonnen erhöht und lag damit am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften 10.000 CBoT Weizenkontrakte. Russlands führendes Agrar-Beratungsunternehmen SovEcon hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2015 um 2 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen erhöht. Günstige Wetterbedingungen führten zu der Anhebung der Prognose. Die e-CBOT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen Verluste hinnehmen. Der Euro handelte gestern zum US-Dollar deutlich fester.

13.08.2015 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Das staatliche ägyptische Versorgungsunternehmen GASC hat gestern eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genauer benannten Menge Weizen auf den Weg gebracht. Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 21.-30. September erfolgen.
Gesucht wird Weichweizen oder Mahlweizen aus den USA, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland, Polen, Argentinien, Russland, Kasachstan, der Ukraine und Rumänien. Akzeptiert wird ein Feuchtigkeitsgehalt von maximal 13%. Die Preise sollen auf Basis fob mit separat ausgewiesener Fracht genannt werden. Das Ergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Kairo-Lokalzeit bekannt gemacht. Quelle: Reuters

12.08.2015 SovEcon hebt Prognose der russischen Getreideernte 2015 an

Russlands führendes Agrar-Beratungsunternehmen SovEcon hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2015 um 2 Mio. Tonnen auf 99 Mio. Tonnen erhöht. Günstige Wetterbedingungen führten zu der Anhebung der Prognose, so Andrey Sizov, Vorstandsvorsitzender der SovEcon.
Die Prognose der Weizenernte wurde um 2 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen erhöht, nachdem sich die Wetterbedingungen in Sibirien und den Ural-Regionen verbesserten. Quelle: Reuters

12.08.2015 Jordaniens Weizentender

Im internationalen Tenderverfahren, das Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer am 5. August erneut ausgeschrieben hat, kam es zu keinem Kauf. Gesucht wurden 100.000 Tonnen Hard Milling Wheat optionaler Herkunft zur Lieferung zu jeweils 50.000 Tonnen im Zeitraum 1. November bis 31. Dezember. Bei der vorherigen Ausschreibung am 5. August hatte Jordanien schon einmal alle Angebote zurückgewiesen. Marktteilnehmer sind verunsichert über die neuen Tenderbedingungen, nach denen Händler eine bis zu 8-tägige Wartezeit im Hafen für zusätzliche Untersuchungen akzeptieren sollen. Quelle: Reuters

12.08.2015 Ukraine exportierte 2015 bisher 800.000 Tonnen Getreide an China

Die Ukraine, einer der größten Getreideexporteure, hat in diesem Jahr bereits über 800.000 Tonnen Getreide nach China exportiert. Das sagte der stellvertretende ukrainische Landwirtschaftsminister Yaroslav Krasnopolsky am gestrigen Dienstag. Die Exporte beinhalten Mais und Gerste für den chinesischen Markt sowie Weizen, der von einem chinesischen Unternehmen zum Export an andere Länder gekauft wurde. Die Lieferungen basieren auf eine Vereinbarung aus dem Jahre 2012 zwischen beiden Ländern, wonach die Ukraine Getreide an China liefert und dafür im Gegenzug ein Darlehen erhält. Krasnopolsky bekräftige, dass die Ukraine in der Lage sei, 3 Mio. Tonnen Getreide (hauptsächlich Mais) in diesem Jahr an China zu liefern. Die geschätzte Menge blieb damit unverändert zur vorherigen Schätzung. Quelle: Reuters

12.08.2015 Starkregen gefährdet Argentiniens Weizenernte 2015/16

Starkregen in verschiedenen Getreideregionen Argentiniens gefährden die kürzlich ausgesäten Flächen. Meteorologen schätzen, dass die Ernte 2015/16 kleiner ausfällt. In Santa Fe und im Nordosten der Provinz Buenos Aires fielen örtlich 200 Liter Regen auf den Quadratmeter. Darunter leiden alle Feldfrüchte in der Region, denn zu dieser Jahreszeit ist die Verdunstungsrate nur gering und man wird das Wasser nicht mehr so schnell los.
Die Argentinische Regierung hat die Anbaufläche für Weizen in der Saison 2015/16 auf 4,8 Mio. Hektar geschätzt; das wird jetzt noch einmal in Frage gestellt. Argentinien ist der bedeutendste Weizenlieferant für Brasilien und jetzt gibt es ernsthafte Gründe für Verluste.
Unabhängige Analysten schätzen die Argentinische Weizenernte 2015/16 nur noch auf 10 Mio. Tonnen gegenüber der offiziellen Schätzung der Regierung der Vorjahresernte in Höhe von 13,9 Mio. Tonnen.

12.08.2015 Russische Exporteure fordern die Abschaffung des Exportzolls auf Weizen

Russische Getreidehändler, Analysten und Agrarverbände fordern von der Regierung, die Zölle auf Weizenexporte zu kürzen oder ganz abzuschaffen. Die Regierung hatte bereits eine Überprüfung des seit dem 01. Juli geltenden Zollsatz in Auftrag gegeben und der Landwirtschaftsminister soll am 10. September dem Parlament seine Vorschläge vorlegen. Analysten und Berater sind darüber verwundert, wie rasch sich die Lage für die Exporteure verschlechtert habe.
Der Wechselkurs des Rubel zum U.S. Dollar ist seit Mitte Mai um 22 % gesunken. Damals hatte die Regierung den Zollsatz beschlossen. Nun müsse der Zollsatz zumindest gesenkt, am besten ganz abgeschafft werden, fordert der Präsident des russischen Getreideverbandes Arkady Zlochevsky.
Der Zoll wird fällig, wenn 50 % des Exportpreises 5.500 Rubel abgezogen werden und dann noch ein positiver Wert verbleibt. Nun schlagen Berater einen Freibetrag von 7.500 Rubel statt der 5.500 Rubel vor. Bisher blieben die Vorschläge von Händlern allerdings ungehört.
Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, lieferte im Juli zwei Mio. Tonnen Getreide ins Ausland, im August wird eine Menge von 2,5 bis 3 Mio. Tonnen erwartet, so SovEcon, ein Beratungsunternehmen. Gegenüber dem Vorjahr sind das aufgrund der Verunsicherung durch die Steuer rund 40 % weniger.
Der aktuelle russische Exportpreis für Weizen beträgt $187-190/Tonne, bei dem gestrigen Wechselkurs von $1=63,75 Rubel werden rund 422 Rubel oder $6,6/Tonne Zoll fällig.

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