Matif: Milling Wheat Nr. 2 September 2016

29.09.2016 IGC senkt seine Prognose für weltweite Maisernte

Das internationale Getreide Council IGC kürzt heute seine Schätzung für die 2016/17 Welt-Maisernte aufgrund schwächerer Erträge in der EU und in China.
Die international aufgestellte Gesellschaft schätzt die weltweite Maisproduktion zwar immer noch auf das Rekordergebnis von 1,027 Mrd. Tonnen, das sind aber 3 % weniger als in der letzten Schätzung für 2016/17. In der Saison 2015/16 wurden weltweit 970 Mio. Tonnen geerntet.
Meist zu trockenes Wetter hat die Ernten in der EU und in China kleiner ausfallen lassen, als zuvor erwartet. Die chinesische Maisernte fällt demnach auf 217 Mio. Tonnen, also um zwei Mio. Tonnen kleiner aus, als zuvor gesehen. In der EU wird die vorherige Prognose um 2,1 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen gesenkt.
Darüber hinaus hat das IGC ihre Schätzung zur weltweiten Weizenernte 2016/17 um vier Mio. Tonnen angehoben und kommt jetzt auf 747 Mio. Tonnen (Vj.: 736 Mio. Tonnen).
Die EU-Weizenernte wurde erneut kleiner geschätzt, während die Ernteschätzungen für Australien, Kanada, China und Kasachstan nach oben korrigiert wurden. Die größte Steigerung gab es in China, die jetzt auf 128 Mio. Tonnen geschätzt werden, nach 126 Mio. Tonnen zuvor und einer Erntemenge von 130,3 Mio. Tonnen in der vorherigen Saison.
Die Schätzung der gesamten Getreideproduktion 2016/17 auf der Welt bleibt dem IGC zufolge mit 2,069 Mrd. Tonnen zur vorherigen Prognose gleich. In der letzten Saison wurden 2,002 Mrd. Tonnen geerntet. Trotz einem steigenden Konsum werde der Endbestand in den Ländern mit den größten Überschüssen weiter steigen und den höchsten Stand seit sieben Jahren erreichen.
Das IGC erhöhte auch seine Schätzung für die weltweite Sojabohnenernte 2016/17 um vier Mio. Tonnen auf die Rekordmenge von 329 Mio. Tonnen, da die Hektarerträge höher ausfallen, als zuvor erwartet.
Die weltweite Reisproduktion 2016/17 wurde vom IGC um zwei Mio. Tonnen kleiner gesehen, als zuvor. Einige Länder wie Thailand hatten ihre Ernteschätzung zurückgenommen. Es bleibt aber bei einem neuen Rekord von 482 Mio. Tonnen.

29.09.2016 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 27.09.16 Exportlizenzen für 469.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 6,335 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 5,175 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 55.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 695.000 Tonnen.

 

29.09.2016 Russland: Gute Bedingungen für Wintergetreideaussaat

Die Wintergetreideaussaat in Russland für die Ernte 2017 profitiert von den derzeit sehr günstigen Wetterbedingungen und die Chancen auf die vierte Rekordernte in Folge steigen.
Russlands Landwirte planen eine Ausweitung der Wintergetreideanbaufläche um 6% zum Vorjahr. Bisher erfolgte die Wintergetreideaussaat auf 11,1 Mio. Hektar oder 64% der geplanten Aussaatfläche von 17,35 Mio. Hektar. In den vergangenen 10 Tagen haben heftige Regenschauer in den südlichen Regionen zu Verzögerungen geführt. Die Böden konnten aber von der verbesserten Bodenfeuchtigkeit profitieren. Insgesamt sind die Aussaatbedingungen besser, als im vergangenen Jahr. Weil die Böden viel zu trocken waren, konnte die Aussaat nur auf insgesamt 16,3 Mio. Hektar erfolgen.
In der laufenden Ernte wurden in Russland 109,2 Mio. Tonnen Getreide (Bunkergewicht) auf 88% der Aussaatfläche geerntet.
Russland exportiert traditionell Weizen in Richtung Nordafrika und dem Mittleren Osten. In den Jahren von 2014 – 2016 wurden jeweils mehr als 100 Mio. Tonnen Getreide geerntet.

29.09.2016 Wenn Regenwetter anhält ist Australiens Weizenernte in Gefahr

Für den Rest von 2016 wird an der australischen Ostküste überdurchschnittlich nasses Wetter erwartet, was dazu führen wird, dass die dortigen Weizenqualitäten leiden und die Erträge sinken. Das Australian Bureau of Meteorology teilte heute mit, dass die Ostküste bis Dezember eine Chance auf 60 % mehr Regen habe als üblich. Nach den bisherigen schweren Regenfällen wurden schon Ernten zerstört oder die Qualitäten haben sich verschlechtert. Wenn der Regen noch im November und Dezember fällt, ernten wir viel Futterweizen, so die Experten vor Ort.
An der australischen Ostküste wird proteinreicher Weizen für den Weltmarkt erzeugt. Eine kleinere Ernte dort könnte die Kurse an den Terminbörsen aus ihrem 10-Jahres-Tief holen. Noch vor wenigen Wochen hatte ein australischer Marktanalyst die Weizenernte 2016 auf 28,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 14 % mehr als im Vorjahr und der zweithöchste Wert überhaupt.
Während der Regen den Getreidefarmern Probleme bereitet, wird er von Rinderzüchtern willkommen geheißen. Australien ist der viert-größte Rindfleischexporteur der Welt und nach drei Jahren Trockenheit mussten viele Herden verkleinert werden, die jetzt wieder aufgestockt werden können, wenn die Weiden wieder grün werden.

29.09.2016 Gedanken zum Weizenterminmarkt

Gestern war der Weizenhandel erneut ohne größere Vorkommnisse. Es werden weiter dieselben Themen besprochen, wie Qualitätsprobleme und schlechtes Wetter in Ost-Australien sowie in Teilen Süd-Kanadas aber auch die besseren Wetterbedingungen in anderen Teilen der Welt.
Wenn man die Kurse der CBoT-Weizenfutures richtig interpretiert, so stellt man fest, dass bessere Mahlweizenqualitäten immer drängender gesucht werden. Die Prämien für Sommerweizen aus Minneapolis sind am Spotmarkt auf 1,05 $/bu über den Soft-Red-Winter Terminmarkt gestiegen. Die Vermarktungssaison ist jetzt erst zu einem Viertel vorbei und es könnte sich in den Wintermonaten eine Rally für Protein-Spreads entwickeln.
Das Weizenangebot ist reichlich, wie die US-Vorräte für Futterweizen zeigen, die zum 1. September auf eine Mehrjahreshoch geschätzt werden, die erwartete Nachfrage nach Mahlweizen ist in den kommenden Monaten aber sehr robust.
In Europa sank der Frontmonatskurs des Matif-Weizen gestern um 50 Cent/Tonne aber der CME-EU-Weizen stieg um 50 Cent, was erneut zu einem Spread der beiden Dezember-Futures von 3 Euro/Tonne führt. Wenn man einzig nach der Spezifikation beider Futures ginge, müsste statt der Prämie ein Discount von 2 Euro/Tonne gehandelt werden.
Hier macht sich womöglich die Tatsache bemerkbar, dass der CME-EU-Weizen-Future und die US-Futures auf SRW und HRW von einer Börse angeboten werden und die Phantasie, die in den US-basierten Futures steckt durch Arbitrage sich in dem EU-Weizen der CME wiederspiegelt. US-Weizen hat am Weltmarkt eine Prämie von umgerechnet 30 USD/Tonne gegenüber dem Schwarzmeerweizen.
Die Marktteilnehmer verkaufen Matif-Weizen, der in der Septemberfälligkeit aufgrund des viel kritisierten Lieferprocederes fast in einer (Kurs-) Katstrophe endete und kaufen dagegen CME-EU-Weizen, der in guter Qualität den Lägern der von der CME autorisierten Silos vermutet wird. Trotz der erneuten Qualitäts- und Mengenkrise, die Europa in diesem Jahr hat, gibt es in der EU einen exportfähigen Überschuss von 28 Mio. Tonnen, wovon 10 Mio. Tonnen aus Frankreich kommen. Und was nicht in den Export geht, geht zu niedrigen Preisen in die Futtertröge.

29.09.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen den gestrigen Handelstag uneinheitlich. Technische Verkäufe sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex belasteten den Frontmonat Dezember. Neue Exporthoffnungen aufgrund heftiger Regenfälle in Australien mit möglichen Ernte- und Qualitätseinbußen unterstützten die Folgetermine. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 67.000 Tonnen Weizen und 42.000 Tonnen Durum optionaler Herkunft. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas fester.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Handelstag mit sehr geringen Umsätzen und einer engen Handelsspanne. Die Kurse schlossen auch hier uneinheitlich. Mit über 2.100 gehandelten Lots waren die Umsätze beim CME EU Weizen vergleichsweise hoch. Der Spread auf der Dezember-Fälligkeit zum Euronext Weizen erhöhte sich auf €3,00. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Oktober um €0,50 auf €1,50 über Dezember 16.

29.09.2016 US-Export-Sales: Analysten rechnen mit Weizenverkäufen von 400.000 - 600.000 to.

28.09.2016 Tunesien kauft Weizen, Durum und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 67.000 Tonnen Weizen, 42.000 Tonnen Durum und 25.000 Tonnen Futtergerste (jeweils optionaler Herkunft). Quelle: Reuters

28.09.2016 Tunesien: Angebote für Weizen- und Durumtender liegen vor

Im laufenden Tenderverfahren Tunesiens zum Kauf von 67.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft lag das günstigste Angebot bei einem Preis von $182,45/Tonne c&f. Das melden heute europäische Händler. Das günstigste Angebot für 42.000 Tonnen Durum-Weizen lag bei $287,19/Tonne c&f. Bisher wurde noch kein Geschäftsabschluss gemeldet. Ergebnisse werden heute Nachmittag erwartet. Quelle: Reuters

28.09.2016 Weltmarkt für Lebensmittel: Brasilien strebt bis 2030 Marktanteil von 10 % an

Brasilien hat für Lebensmittel einen Weltmarktanteil von 6,9 %. Das südamerikanische Land ist bei Soja, Orangensaft, Rindfleisch, Kaffee und Hühnerfleisch Exportweltmeister und zweitgrößter Exporteur für Mais. Der brasilianische Landwirtschaftsminister will den Weltmarktanteil bis zum Jahr 2030 auf 10 % erhöhen. Das Land habe noch ein gewaltiges Steigerungspotential, so der Minister Blairo Maggi, um nachhaltig Lebensmittel für die Welt zu erzeugen.
Das Wirtschaftswachstum in Brasilien schrumpft seit zwei Jahren besonders stark und das Land erlebt die schwerste Rezession seit acht Jahren. Die Landwirtschaft und der Export von Lebensmitteln wachsen allerdings stetig und sollen die Wirtschaft wieder auf Trab bringen.
Letzte Woche war Minister Maggi in Asien auf Werbetour. Er besuchte Vietnam, wo er Importhürden für brasilianisches Schweine- und Hühnerfleisch aufhob. Außerdem besuchte er China, um den Bau eine geplante Verpackungsanlage der Chinesen in Brasilien zu besprechen, die den Handel mit Lebensmitteln der beiden Länder beleben soll. Dort traf er auch die Vertreter der BRICS Gruppe (Brasilien, Russland, Indien China und Südafrika), die zu den dynamisch wachsenden Schwellenländern gehören.
In Indien, mit dem Brasilien bisher kaum Handel betreibt, hat Maggie für ein Freihandelsabkommen geworben. Brasilien will den Anbau von Hülsenfrüchten aufbauen und schielt dabei auf Indien als Absatzmarkt.
Die Reisegruppe um Maggi hatte Handelsabschlüsse von 2 Mrd. USD im Gepäck. Kommende Woche wird der stellvertretende Landwirtschaftsminister Brasiliens Eumar Novacki nach Russland reisen, um den Handel mit Rindfleisch auszuweiten. Russland will im Gegenzug Weizen an Brasilien liefern.

28.09.2016 Mauritius sucht Weizenmehl am Weltmarkt

Mauritius staatlicher Einkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 51.800 Tonnen Weizenmehl optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das berichten heute Morgen europäische Händler. Gesucht wird eine Reihe von Sendungen zur Lieferung im kommenden Jahr 2017 (1. Januar bis 31. Dezember) Die Angebotsfrist endet am 19. Oktober. Mauritius kauft seinen Jahresbedarf traditionell aufgeteilt in vier Lieferungen. Quelle: Reuters

28.09.2016 Stock-to-use-ratio: Indikator für Kräfteverhältnis von Angebot und Nachfrage

Die weltweiten Weizenbestände haben sich in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich auf immer neue Rekordstände aufgebaut. Aber auch die Nachfrage ist stetig angestiegen. Durch den „stock-to-use-ratio“, der für alle großen Rohstoffe errechnet wird, haben wir den einfachsten Weg, das Kräfteverhältnis zwischen dem Angebot und der Nachfrage darzustellen.
Je niedriger der ermittelte Wert ist, desto schneller wird das Angebot aufgenommen. Niedrige „Ratios“ führen zu steigenden Preisen. Es gibt aber keine Garantien für ein bestimmtes Preis-Ratio-Verhältnis.
Für Weizen hat sich ein Stock-to-use-ratio von 20 % als preiskritische Wende herausgestellt. Derzeit ist der Wert für den weltweiten Weizenbestand mit 28 % allerdings davon weit entfernt. Diesen Wert hat das USDA zuletzt für die Vermarktungsperiode 2016/17 ermittelt. Der Ratio ist auf einem 15-Jahres-Hoch.
In den letzten vier Monaten war der Wert um zwei Prozentpunkte auf den tiefsten Stand seit vier Jahren gesunken. Er müsste allerdings noch weiter deutlich sinken, um für die Preise Optimismus zu verbreiten.
Unabhängig von seinem Bedarf hatte China in den vergangenen Jahren enorme Mengen an Weizen zu subventionierten Preisen produziert. Allerdings tritt China kaum als Anbieter am Weltmarkt auf weshalb dort die Silos überquellen.
China hat seit 30 Jahren mindestens ein Drittel des weltweiten Weizenangebots und wird zum Wirtschaftsjahresende auf 44 % der weltweiten Weizenbestände geschätzt. Das wäre der größte Anteil am Weltendbestand seit 2000/01. Der Ratio in China ist derzeit bei 94 %, was das bedeutet, dass dort so viel Weizen lagert, dass man sich daraus fast ein Jahr lang vollständig versorgen könnte. In den USA ist dieser Wert aktuell auf 47 %.
Entfernt man Chinas Beitrag aus dem Weltendbestand, liegt der Ratio für den Rest der Welt auf nur 18 %. Der Wert ist in den vergangenen Monaten um 1 % gesunken und liegt jetzt damit deutlich unter der kritischen Marke von 20 %, da der Weizenkonsum schneller wächst, als die Produktion.

28.09.2016 Erneut große Verstimmung wegen neuer Importregeln Ägyptens

Ägypten will das Schweizer Unternehmen SGS mit der Inspektion seiner Weizenimporte beauftragen. Die Kontrollen sollen im Verladehafen stattfinden. Kontrollen durch Regierungsexperten, die das in der Vergangenheit geprüft haben, werden dadurch ersetzt, so das ägyptische Agrarministerium gestern Abend.
Diese Ankündigung hat unter den internationalen Handelshäusern zur Verstimmung geführt, denn jetzt soll eine finale Abnahme der Lieferung wieder im ägyptischen Empfangshafen stattfinden.
Vor wenigen Tagen war Ägypten zum international üblichen Qualitätsstandard zurückgekehrt und hat damit seine „Null-Toleranz-Politik“ in Bezug auf Mutterkornbesatz aufgegeben.
Ein Sprecher des ägyptischen Agrarministeriums bestätigte gegenüber Reuters, dass man zukünftig die 0,05 % Mutterkorntoleranz anwenden soll, aber es sei noch nicht klar, ab wann diese Regel gilt. Das wiederum führt zu blankem Entsetzen bei den potentiellen Anbietern. Man werde nicht das Risiko einer Beanstandung in Ägypten auf sich nehmen.
Das staatliche ägyptische Getreidehandelshaus GASC hatte einen Tag nach der Aufhebung der „Null-Toleranz“ 240.000 Tonnen russischen Weizen gekauft, aber es gab nur vier Anbieter auf diese Ausschreibung. Diese waren auch nur zur Abgabe eines Angebots bereit, nachdem das GASC versichert hatte, dass die Abnahme des Weizens im Verladehafen stattfindet.
Jetzt ist die Stimmung wieder an einem Tiefpunkt angelangt.

28.09.2016 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Gewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Australiens Weizenernte wird möglicherweise hinter der offiziellen Schätzung zurückbleiben, da starke Regenfälle im Osten des Kontinents die Feldbestände nachhaltig schädigen. Auch in Kanada werden Qualitätseinbußen aufgrund anhaltender Niederschläge befürchtet. Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 303.637 Tonnen US-Weizen zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben. Auch Tunesien (67.000 Tonnen) und Bahrain (25.000 Tonnen) haben Weizentender ausgeschrieben. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.700 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den verbesserten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen zulegen. Generell fehlt es dem Markt jedoch an Dynamik. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Oktober unverändert bei €2,00 über Dezember 16.

27.09.2016 USDA quarterly grain stocks kommen an Freitag

Am kommenden Freitag wird das USDA seine nächste Schätzung zu den Quartalsbeständen für Mais Sojabohnen und Weizen bekannt geben.
Inzwischen gibt es aber schon Analystenschätzungen, die soeben von Reuters veröffentlicht wurden. Demnach waren in den USA per 1. September 2016 mit 1,754 Mrd. Bushel so hohe Maisbestände wie seit 2006 nicht mehr.
Zudem sind auch die Sojabohnenbestände mit 201 Mio. Bushel so hoch, wie seit 2011 nicht mehr.
Die Weizenbestände werden von den Experten auf 2,397 Mrd. Bushel geschätzt, was soviel ist, wie seit 2010 nicht mehr.

27.09.2016 Russland will den Importbann für ägyptisches Obst- und Gemüse aufheben

Russland wird in drei bis fünf Tagen seine Obst- und Gemüseimporte aus Ägypten wieder aufnehmen; ein Zeichen der Normalisierung im Handel beider Länder. Zuvor hatte Ägypten seine „Null-Toleranz“-Politik in Bezug auf den Mutterkornbesatz bei Weizenlieferungen aufgegeben.
Nachdem Ägypten Anfang September eine Lieferung über 60.000 Tonnen russischen Weizen zurückgewiesen hatte, hat Russland mit einem Bann auf Obst- und Gemüse aus Ägypten reagiert.
Einen Tag nachdem eine ägyptische Delegation die festgefahrene Lage in Moskau diskutiert hat, gibt jetzt auch Russland ein Zeichen der Entspannung indem der Bann aufgehoben wird. Das betrifft aber nicht die Kartoffellieferungen aus Ägypten, die offensichtlich tatsächlich einen Grund für die Einfuhrbeschränkung geben.
Russland importierte in 2015 Obst- und Gemüse im Wert von 350 Mio. USD aus Ägypten und Ägypten importiert russischen Weizen im Wert von 840 Mio. USD im Jahr.
Russland ist dafür bekannt, mit Lebensmittel-Importstopps Handelspolitik zu betreiben. Offiziell hieß es in diesem Fall allerdings, dass ausschließlich phytosanitäre Gründe für den Bann ausschlaggebend waren.
Ägyptens Außenhandelberuht zu großen Teilen aus Fruchtexporten, deshalb werde man alles dafür tun, dass diese Exporte auch zukünftig ungestört abgewickelt werden, so der ägyptische Agrarminister.
Kairos staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte bereits einen Tag nach der Rückkehr zu international üblichen Kontraktspezifikationen für Weizenimporte 240.000 Tonnen russischen Weizen. Zuvor waren drei Ausschreibungen Ägyptens zum Kauf von Getreide wegen fehlender Offerten erfolglos abgelaufen.
Jetzt müssen die ägyptischen Inspektoren noch die Anfang September schon zurückgewiesenen 60.000 Tonnen Weizen erneut kontrollieren. Russland hat aber schon signalisiert, dass man es nicht eilig habe, mit der Aufhebung des Importbanns für Obst- und Gemüse.

27.09.2016 Tunesien sucht Weizen, Durum und Gerste

Tunesien hateinen internationalen Tender zum Kauf von 67.000 Tonnen Weichweizen, 42.000 Tonnen Durum und 25.000 Tonnen Gerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Quelle: Reuters

27.09.2016 Marokko schreibt Weizentender aus

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 303.637 Tonnen US-Weizen zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben.
Die Angebotsfrist endet am 5. Oktober. Gesucht wird Weizen in Mindesteinheiten von 5.000 Tonnen zur Lieferung bis spätestens 31. Dezember.
Im laufenden Monat kaufte Marokko bereits 235.000 Tonnen US-Weizen und 310.000 Tonnen EU-Weizen, jeweils zur vergünstigten Zollsätzen.
Das nordafrikanische Königreich unterhält Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten und der EU zum Import von Getreide unterschiedlicher Typen zu vergünstigen Zollsätzen in Abhängigkeit der Größe der lokalen Ernte

27.09.2016 Bahrain sucht 25.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft

Eine Mühle aus dem Königreich Bahrain hat einen internationalen Tender zum Kauf von über 25.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 4. Oktober, die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 5. Oktober aufweisen.
Gesucht wird Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5% bis 13,5% zur Lieferung im Dezember, spätestens jedoch am 14. Januar 2017. Quelle: Reuters

27.09.2016 Russland: Getreideernte auf 88,1% der Flächen erfolgt

Russland hat per 26. September 109,2 Mio. Tonnen Getreide auf 88,1% der Flächen (41,64 Mio. Hektar) mit Durchschnittserträgen von 2,62 Tonnen pro Hektar (t/ha) geerntet. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr wurden 90,19 Mio. Tonnen Getreide mit Durchschnittserträgen von 2,44 t/ha auf einer Fläche von 41,64 Mio. Hektar geerntet.
Vom Weizen wurden bisher 73,91 Mio. Tonnen auf 26,09 Mio. Hektar geerntet. Dabei wurden Durchschnittserträge von 2,83 t/ha erzielt (Vergleichstermin Vorjahr: 58,81 Mio. Tonnen; 22,54 Mio. Hektar; 2,61 t/ha). Der Erntefortschritt beim Weizen liegt bei 94,2%.
Die Wintergetreideaussaat ist auf 62% der geplanten Flächen bzw. 10,8 Mio. Hektar erfolgt, so das Landwirtschaftsministerium in seinem wöchentlichen Update. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 10,1 Mio. Hektar. Russland plant eine Ausweitung der Wintergetreideanbaufläche von 6% zum Vorjahr auf 17,35 Mio. Hektar.

27.09.2016 Philippinen kaufen Futterweizen in Australien

Eine Gruppe von Futtermittelproduzenten von den Philippinen hat in der vergangenen Woche über 45.000 Tonnen Futterweizen australischer Herkunft zum Preis von rund $205/Tonne c&f zur Lieferung im April 16 gekauft. Quelle: Reuters

27.09.2016 Schwere Regenfälle im Osten Australiens beschränken die Weizenernte

Australiens Weizenernte wird möglicherweise hinter der offiziellen Schätzung zurückbleiben, da starke Regenfälle im Osten des Kontinents die Feldbestände nachhaltig schädigen.
Australiens Ostküste erwartet zum Ende dieser Woche 100 mm Regen pro Quadratmeter und bis November weiterhin feuchtere Bedingungen als üblich, so das Bureau of Meteorology in Sydney.
Nach dem vielen Regen Anfang September bedeutet das weitere Ertragsverluste, so die Erwartung der Farmer westlich von Sydney. Einige Bestände haben schon zu lange im Wasser gestanden, um noch hohe Erträge zu bringen. Die Ausfälle werden derzeit auf 5 % beziffert.
Australiens Ostküste produziert Weizen mit hohen Proteinwerten, die üblicherweise in den Export gehen. Die Verluste gehen wohl in erster Linie zu Lasten exportfähiger Qualitäten.
Eine kleinere Weizenproduktion in Australien, dem viertgrößten Weizenexporteur der Welt, könnte die Kurse an den Terminbörsen stützen, die zu Beginn des Monats auf ein 10-Jahres-Tief gesunken waren.
Anfang September hatte Australiens Chefanalyst seine Schätzung für die Weizenernte 2016 um mehr als 14 % auf 28,1 Mio. Tonnen angehoben. Das wäre die zweitgrößte Ernte, die Australien jemals einfahren würde. Möglicherweise muss diese Schätzung nun revidiert werden, aber das größere Problem stellt die Abwertung zu Futterqualität dar. Dafür wird es weltweit immer schwerer, Käufer zu finden.

27.09.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie schwache Finanzmärkte ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 875.049 Tonnen Weizen über den Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde leicht fester.
Aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Verluste hinnehmenn. Der EU Crop Monitoring Service rechnet in seiner jüngsten Prognose für 2016 nur noch mit durchschnittlichen Weizenerträgen von  5,63 Tonnen/Hektar versus 5,86 Tonnen/Hektar (August-Schätzung). Das wäre ein Rückgang um 10,5% zum vergangenen Jahr und 3,5% niedriger, als das 5-Jahres-Mittel. Die trockenen Wetterbedingungen in Frankreich führen zu Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat.
In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Oktober von €1,00 auf €2,00 über Dezember 16.

27.09.2016 US-Winterweizen-Aussaat: 30% der geplanten Flächen sind bestellt

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 25.09.16 30% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 17%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 28%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 30%.

26.09.2016 EU-Crop-Monitoring Service reduziert erneut Prognose der EU-Maiserträge
Der EU Crop Monitoring Service, Mars, hat seine Prognose der diesjährigen EU Maisernte aufgrund der extrem trockenen und heißen Wetterbedingungen zum zweiten Mal in Folge reduziert. Darin rechnet man aktuell nur noch mit durchschnittlichen Erträgen von 6,84 Tonnen/Hektar. Im August lag die Prognose bei 7,23 Tonnen/Hektar. Die aktuelle Prognose läge damit 1,3% niedriger, als das 5-Jahres-Mittel, jedoch leicht über den Erträgen des vergangenen Jahres (6,31 Tonnen/Hektar), als die Bestände ebenfalls unter einer schweren Trockenheit litten.
Besonders betroffen von den trockenen und heißen Wetterbedingungen waren der Osten Rumäniens, Bulgarien, Süden der Ukraine, der Süden Frankreichs und der Westen Italiens. 
In Frankreich, dem größten Maisproduzenten in der EU wurde die Prognose der Ertragsschätzung von 8,83 Tonnen/Hektar auf 7,65 Tonnen/Hektar reduziert. Das ist 16% niedriger, als der 5-Jahres-Durchschnitt. Im Vorjahr lagen die Erträge bei 8,36 Tonnen/Hektar.
Die Erträge in Rumänien, dem zweitgrößten Maisproduzenten der EU liegt die Schätzung der Erträge bei 3,20 Tonnen/Hektar (Vormonat: 3,81 Tonnen/Hektar). Das ist auf dem Niveau des Vorjahres, aber 16% unter dem 5-Jahres-Mittel.
In Ungarn hingegen erwartet man Rekorderträge von 7,98 Tonnen/Hektar versus 7,48 Tonnen/Hektar im Vormonat. Das wäre 40% über dem Ergebnis des Vorjahres und 38% über dem 5-Jahres-Mittel. Ungarn konnte von ergiebigen Regenfällen im Juli profitieren.

In der Prognose der EU-Weichweizenernte rechnet Mars mit durchschnittlichen Erträgen von 5,63 Tonnen/Hektar versus 5,86 Tonnen/Hektar in der August-Schätzung. Das wäre ein Rückgang um 10,5% zum vergangenen Jahr und 3,5% niedriger, als das 5-Jahres-Mittel.
Die Prognose der EU-Rapssaaternte wurde unverändert bei 3,20 Tonnen/Hektar belassen. Das wäre ein Rückgang von 4,2% zum Vorjahr, jedoch auf dem Niveau des 5-jährigen Mittels. Quelle: Reuters
26.09.2016 Russische Weizenpreise werden durch Wiederaufnahme der Ägyptenexporte gestützt

Russlands Preise für Exportweizen stieg letzte Woche zum ersten Mal seit Mitte August, weil Ägypten seine strikten Importbedingungen in Bezug auf Mutterkornbesatz revidierte.Ägypten kaufte daraufhin 240.000 Tonnen russischen Weizen in seiner ersten erfolgreichen Ausschreibung seit der Rückkehr zu international üblichen Einkaufsspezifikationen.
Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im Oktober kostete Ende letzter Woche 169 USD/Tonne fob. Das sind zwei USD/Tonne mehr als in der Woche zuvor. Kairo will zudem die Einfuhr von verzögerten Weizenlieferungen genehmigen.
Auf dem vorläufigen Höhepunkt des Handelsstreits zwischen Russland und Ägypten hatte Russland alle Obst- und Gemüseimporte aus dem Land am Nil ab dem 22. September verboten, betonte aber, daß das eine mit dem anderen nichts zu tun habe. Heute verhandelt eine Delegation aus Kairo den Importbann Russlands in Moskau.
Die höheren Weizenpreise in Russland dürften nach Ansicht des russischen Beraters SovEcon nicht lange Bestand haben. Es heißt: „Die Wiederaufnahme der Weizenlieferungen nach Ägypten unterstützt den Markt nur kurzfristig, es wird aber nicht dafür ausreichen, eine grundsätzliche Wende im Markt herbeizuführen.“
Russland exportierte gemäß der Publikation des Moskauer Agrarministeriums seit dem 1. Juli bis zum 21. September 7,8 Mio. Tonnen Getreide. Das waren neun Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Die Weizenpreise der Klasse III an den russischen lokalen Märkten sanken zum ersten Mal seit Anfang August, da die Bauern ihre Hoffnung aufgaben, dass die Preise steigen würden. Der Weizenpreis im europäischen Teil Russlands sank um 25 Rubel/Tonne auf 1.175 Rubel/Tonne (=>159 USD/to) ab Verladestation.

26.09.2016 Indien: Importeure kauften 25.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft

Importeure aus Indien haben in den vergangenen Tagen rund 25.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft gekauft, nachdem Indien den Zollsatz für Weizenimporte von 25% auf 10% reduzierte. Gekauft wurden 25.000 Tonnen Weizen zur Versendung im Dezember zum Preis von rund $210/Tonne c&f. Indiens Weizenimportbedarf im laufenden Vermarktungsjahr stieg bisher auf über 1 Mio. Tonnen. Mühlenunternehmen sind auf Importe angewiesen, weil die lokale Ernte extrem schlecht ausfiel. Quelle: Reuters

26.09.2016 Syrien weiter in Verhandlungen zum Kauf von 1 Mio. Tonnen Weizen

Syriens staatliche Getreideagentur befindet sich weiterhin in Gesprächen über den Kauf von 1 Mio. Tonnen Weizen russischer Herkunft. Das melden heute europäische Händler. Ein Kaufabschluss wurde aber noch nicht gemeldet. Die General Organisation for Cereal Processsing and Trade (Hoboob) hat die Angebotsfrist für den Tender auf den 29. September verschoben, nachdem er zuvor bereits mehrfach verschoben wurde. Quelle: Reuters

26.09.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)- Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 13.09. - 20.09. um 1.442 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 3.269 Kontrakte. 127.265 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 20.09.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 1.827 Lots zur Vorwoche.

26.09.2016 Langweilige Handelswoche für Weizen

Die letzte Handelswoche für die Weizenfutures war eher langweilig. Abgesehen von einigen Meldungen aus Asien und Fernost gab es so gut wie keine neunen Meldungen, die die Märkte beeinflussten.
China hat einen 34%-Importzoll für US-amerikanisches DDGs erhoben, was für die Anbieter ein großes Problem darstellt, denn das Nebenprodukt aus der Ethanolproduktion ist in Rekordmengen verfügbar und muss zu fast jedem Preis weg. Dieses Überangebot hat womöglich auch einen Einfluss auf die Nachfrage von Sojaschrot.
Die andere Meldung war, dass Indien am Freitag den Importzoll für Weizen von 25 % auf 10 % senkte. Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass die strategischen Weizenvorräte auf dem Subkontinent eng wenden. Das USDA schätzte zuletzt einen Importbedarf von zwei Mio. Tonnen, andere Marktbeobachter gehen von drei bis fünf Mio. Tonnen aus. Die weitere Entwicklung dort muss in den kommenden Wochen genau beobachtet werden.
Russlands Weizenpreise waren zuletzt weitestgehend unverändert und sie liegen deutlich unter denen anderer Herkünfte.
In Argentinien brauchen die Weizenbauern dringend Regen, damit die Aussaat wie geplant erfolgen kann. Allerdings ist das weltweite Weizenangebot auch Anfang Oktober überreichlich.
Die beiden Weizenfutures in Europa verzeichneten in der vergangenen Woche vergleichsweise geringe Umsätze und die Kurse stiegen leicht. Am Kassamarkt stieg die Prämie nachdem Marokko mehr als die geplanten 330.000 Tonnen Weizen kaufte. Die EU konnte letzte Woche erneut rund 500.000 Tonnen Weizen exportieren. Russlands Weizen wurde zuletzt in großem Umfang Ägypten angeboten, da es wohl bilaterale Zusagen für die Abnahmebedingungen gibt. Die Ukraine konnte große Mengen Weizen nach Indien verkaufen.

26.09.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie der stärkere US-Dollar ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit minimalen Verlusten schließen. Shortabdeckungen verhinderten einen größeren Kursrückgang. Fondsgesellschhaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 300 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben bei erneut geringen Umsätzen auf allen Terminen nach. Der Getreideverband Coceral reduzierte seine Prognose der EU-28 Weichweizenproduktion von 148 Mio. Tonnen auf 133,8 Mio. Tonnen. Indien senkt den Zollsatz für Weizenimporte auf 10 %. Bisher galt eine Einfuhrsteuer von 25%. Russland hat seine Weizenexportzölle mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Die Abgaben waren mit 10 Rubel (15 Cent)/Tonne zuletzt ohnehin sehr niedrig. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September von € 0,50 auf €1,00 über Dezember 16. Der Spread auf der Dezember-Fälligkeit zwischen dem CME EU Weizen und dem Euronext-Weizen erhöhte sich von € 1,25/Tonne auf € 1,50/Tonne.

23.09.2016 Iran ist jetzt wieder Selbstversorger mit Weizen

Der Iran hat in diesem Jahr genügend Weizen für die Eigenversorgung geerntet. Möglicherweise kann sogar etwas Weizen exportiert werden.

23.09.2016 Russland schafft Exportzölle für Weizen ab

Russland hat seine Weizenexportzölle mit sofortiger Wirkung abgeschafft. Die Abgaben waren mit 10 Rubel/Tonne (15 Cent/to) zuletzt ohnehin sehr niedrig. Da der Wechselkurs des Rubels aber sehr schwankt, waren die Abgaben für Exporteure schwer zu kalkulieren.
Beobachter gehen davon aus, dass die Exportzölle für mindestens zwei Jahre entfallen.

23.09.2016 Indien senkt Importzoll für Weizen auf 10 %

Die indische Regierung senkt den Zollsatz für Weizenimporte auf 10 %. Bisher galt eine Einfuhrsteuer von 25 %. Nach zwei enttäuschenden Erntejahren sind die Weizenvorräte auf dem Subkontinent inzwischen so weit abgebaut, dass die Mindestreserven in den kommenden Monaten unterschritten werden. Deshalb ermutigt die Regierung in Delhi die Müller im Land, mehr Weizen zu importieren.
Experten schätzen, dass in diesem Kalenderjahr bereits 900.000 Tonnen Weizen im Ausland gekauft wurden. Mit der Absenkung des Importzolls wird der Weg für weitere Importe frei gemacht.
Zudem wurden die Importzölle für rohes Palmöl und Speiseöle auf 7,5 respektive 15 % gesenkt. Bisher lagen die Zollsätze dafür bei 12 % und 20 %.

23.09.2016 Russland schätzt Getreideernte 2016 auf 118-120 Mio. Tonnen

Russlands Landwirtschaftsministerium schätzt die russische Getreideernte 2016 auf ein Volumen von 118-120 Mio. Tonnen (Bunkergewicht).
Die russische Weizenernte wird auf 71 Mio. Tonnen geschätzt (nach Trocknung und Reinigung). Quelle: Reuters

23.09.2016 Coceral reduziert Prognose der EU-Weizenproduktion
Der Getreideverband Coceral reduzierte heute die Prognose der EU-28 Weichweizenproduktion von 148 Mio. Tonnen (Juni-Prognose) auf nun 133,8 Mio. Tonnen. Die Europäische Kommission hatte zuletzt ein ähnliches Niveau geschätzt. Die Ernte liegt damit weit hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres 2015 von 152,1 Mio. Tonnen. Schuld an dem deutlichen Rückgang waren Starkregenfälle im Mai und Juni sowie nur wenig Sonnenschein in weiten Teilen Frankreichs und anderen Teilen der Europäischen Union.
Weitere Prognosen:
EU-Maisernte: 60,5 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 62,4 Mio. Tonnen; Vorjahr: 58,1 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte: 19,9 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 22,0 Mio. Tonnen; Vorjahr: 22,4 Mio. Tonnen)
EU-Gersteproduktion: 59,2 Mio. Tonnen (Juni-Prognose: 63,2 Mio. Tonnen; Vorjahr: 61,3 Mio. Tonnen)
23.09.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe nach den Zugewinnen der letzten Tage und schwache Exportaussichten für US-Weizen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago.
Die wöchentlichen Export-Sales lagen mit 561.000 Tonnen US-Weizen aber über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren moderaten Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee leicht zulegen. Die EU-Kommission erteilte in der Woche bis zum 20.09.16 Exportlizenzen für 452.000 Tonnen Weizen. Damit summierten sich die Weizenexporte auf 5,886 Mio. Tonnen und liegen 24% über dem Niveau des Vorjahres zum selben Zeitpunkt. Der Spread auf der Dezember-Fälligkeit zwischen dem CME EU Weizen und dem Euronext-Weizen verringerte sich von € 2,00 auf € 1,25. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 0,50 über Dezember 16. 

23.09.2016 Ägypten kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. 180.000 Tonnen zum Durchschnittspreis von $187,11 c&f und 60.000 Tonnen zum Durchschnittspreis von $186,80 c&f. Insgesamt erhielt man 6 Offerten von 4 Anbietern.

22.09.2016 Ägypten erhielt Weizenangebote von 4 Händlern

Der staatliche ägyptische Getreideeinkäufer GASC erhielt heute Angebote von vier Weizenlieferanten auf den gestern ausgeschriebenen Tender zum Kauf von mindestens 60.000 Tonnen Weizen, nachdem die Annahmebedingungen zum Vorteil für die Anbieter geändert wurden.
In zwei vorherigen Ausschreibungen hatte es keine Angebote mehr gegeben, das die Händler keine Chance sahen, Weizen in entsprechender Spezifikation, d.h. ohne Spuren von Mutterkorn, kaufen zu können. Jetzt haben die ägyptischen Aufsichtsbehörden offensichtlich entsprechende Garantien abgegeben, dass die international übliche Mutterkorntoleranz akzeptiert werde.
Außerdem sollen die verbindlichen Untersuchungen im Verladehafen stattfinden; das ist eine wesentliche Verbesserung für die Verkäufer, die es zuvor so noch nicht gab.
Die Offerten kamen von Luis Dreyfus, Olam, Union und Aston.
Folgende Offerten wurden fob abgegeben:
Luis Dreyfus: 60.000 Tonnen russischen Weizen zum 189 USD/Tonne.
Union: Drei Lieferungen von je 60.000 Tonnen russischen Weizen für 178,78 USD/Tonne.
Olam: 60.000 Tonnen russischen Weizen für 187,79 USD/Tonne.
Aston: 60.000 Tonnen russischen Weizen für 179 USD/Tonne.

22.09.2016 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 20.09.16 Exportlizenzen für 452.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 5,886 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 4,718 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 52.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 607.000 Tonnen.

 

22.09.2016 Händler meinen: Frankreich importiert 1 Mio. Tonnen Weizen

Im französischen Hafen Dünkirchen ist eine Weizenlieferung aus Bulgarien für die Stärkeindustrie eingetroffen. Damit importiert Europas größter Weizenproduzent weiter Weizen nach einer kleinen Ernte.
Am gestrigen Mittwoch wurden 33.000 Tonnen Weizen angelandet, die im bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas geladen wurden. Auftraggeber und Käufer ist ein Stärkeproduzent, der offensichtlich Probleme hat, im eigenen Land passende Weizenpartien zu bekommen. Die Fabriken müssen beschickt werden und der relativ teure Weizen in ungewöhnlicher Qualität zwingen die Industrie zum Kauf im Ausland. Es werden weitere Weizenimporte erwartet.
Französische Stärkefabriken verbrauchen jährlich rund drei Mio. Tonnen Weizen, das sind rund 20 % des Inlandsbedarfs an Weizen, der üblicherweise im eigenen Land erzeugt wird. Die diesjährige französische Getreideernte ist die kleinste seit 23 Jahren und sie zeigt sehr unterschiedliche Qualitäten, die den Exporteuren Kopfzerbrechen bereiten.
Die Stärkeproduzenten haben beispielsweise ein Problem mit dem allgemein sehr hohen Eiweißgehalt als Folge der niedrigen Erträge. Die französischen Stärkeerzeuger haben in diesem Jahr gleich nach der Ernte ungewöhnlich früh mit ihren Importen begonnen.
FranceAgriMer schätzte letzte Woche, dass Frankreich in dieser Saison (Juli 16 bis Juni 17) 700.000 Tonnen Weizen importieren werde. Im Vorjahr wurden 433.000 Tonnen Weizen importiert. Händler und Analysten gehen allerdings von einer Mio. tonnen Importweizen aus.

22.09.2016 Marokko kauft 310.000 Tonnen Weizen in der Europäischen Union

Marokko meldet den Kauf von 310.000 Tonnen EU Weichweizen zu reduzierten Zollsätzen. Ausgeschrieben wurden 300.000 Tonnen zur Lieferung Ende Dezember. Gestern wurde der Kauf Marokkos von 235.000 Tonnen US-Hard Red Winter Weizen (ebenfalls zu reduzierten Zollsätzen) gemeldet. Auf die Ausschreibung von 45.000 Tonnen EU-Durum erhielt Marokko keine Angebote.

22.09.2016 Hebt Indien seinen Importzoll für Weizen auf?

Indische Importeure haben in den vergangen Wochen 76.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine gekauft. Der Subkontinent erhöht seine Weizenimporte nach einer Reihe von schlechten Ernten.
Eine Lieferung mit 51.000 Tonnen wurde im September geliefert, eine weiter kommt im Oktober zur Auslieferung. Es ist nicht auszuschließen, dass weitere Mengen gekauft wurden. Anfang September wurden ebenfalls Weizenkäufe aus der Ukraine gemeldet, die aber nichts mit diesen Bestellungen zu tun haben.
Die Menge der Importe hängt stark davon ab, ob die Indische Regierung die Importzölle abschafft oder beibehält. Im Juni hatte die Regierung in Delhi die 25% Zölle auf Weizenimporte auf unbestimmte Zeit verlängert. Händler in Indien und Vertreter des dortigen Getreideverbands erwarten, dass die Weizenimporte in den kommenden Monaten signifikant zunehmen, da die dortige Ernte auch in diesem Jahr enttäuschte.
Seit Jahresbeginn hat Indien rund 600.000 Tonnen Weizen importiert. Das ist die größte Menge seit neun Jahren. Mit den jüngsten Käufen könnte sich die Menge schon auf 900.000 Tonne summieren. Wenn Indien jetzt den Importzoll beibehält, dürften einige der bestellten Mengen nicht zu Auslieferung kommen, so die Befürchtung der Importeure.

22.09.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie die Ankündigung Ägyptens, von der „Null-Toleranz-Politik“ in Sachen Mutterkorn abzurücken und zum internationalen Standard von max. 0,05% Mutterkornbesatz in Weizenlieferungen zurückzukehren, gaben dem Markt Unterstützung. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. US-Exporteure verkauften 145.000 Tonnen Hard-Red-Winter Weizen an Marokko zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17.Die eCBoT handelt zur Stunde leicht fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben auf allen Terminen etwas nach. Der Spread auf der Dezember-Fälligkeit zwischen dem CME EU Weizen und dem Euronext-Weizen verringerte sich von € 2,75 auf € 2,00. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September auf € 0,50 über Dezember 16.

22.09.2016 Ägypten legt erneut Weizentender auf

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat gestern Abend ein weiteres Mal einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt, nachdem man für die Ausschreibungen vom 8. September und vom 18. September keine Angebote erhielt. Zuvor meldete die Regierung in Kairo, dass sie die „Null-Toleranz-Politik“ in Sachen Mutterkorn aufgibt. Lesen Sie dazu bitte unsere Meldung vom 21.09.16 17:11 Uhr
Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 21. bis 31. Oktober aus den bekannten Überschussregionen.
Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.
Zuletzt hat Ägypten am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft.

21.09.2016 Mutterkorn: Ende der ägyptischen „Null-Toleranz-Politik“

Die Regierung in Kairo gibt seine „Null-Toleranz-Politik“ in Sachen Mutterkorn auf. Auf die letzten beiden Ausschreibungen zum Kauf von Weizen gab es keine Angebote mehr, das sich am Weltmarkt kaum Partien finden, die diese – im internationalen Handel – unübliche Vorgabe erfüllen könnten. Das Risiko einer Beanstandung wollte kein Händler mehr eingehen.
Mit dem heutigen Kabinettsbeschluss gilt ab sofort wieder eine Mutterkorntoleranz von 0,05 %. Die neue/alte Regel soll auch auf bereits eingekaufte und beanstandete Partien angewandt werden. Dazu will man mit den internationalen Anbietern Kontakt aufnehmen, deren Lieferungen noch ausstehen. Ein international anerkannter Gutachter soll die Weizenlieferungen prüfen.
Wegen der zwischenzeitlich unerfüllbaren Vorgaben aus Ägypten wurden in den letzten Wochen 540.000 Tonnen Weizen von den Kontrollbehörden des größten Weizenimporteurs der Welt zurückgewiesen.

21.09.2016 CME-EU-Weizen jetzt auch im Saxo-Trader

Wir möchten Ihnen mitteilen, dass die Saxo-Bank inzwischen auch den neuen CME-EU-Wheat in seiner Instrumentenliste aufgenommen hat. Das Kürzel dafür ist WEU gefolgt von dem Monatskürzel Z für Dezember und dem Jahr 6 für 2016. Also WEUZ6 für den Frontmonat Dezember 2016. Es folgen dann noch die Monate März 17 (WEUH7), Mai 17 (WEUK7), September 17 (WEUU7) sowie Dezember 17 (WEUZ7).
Die weiteren Fälligkeiten werden von der Saxo-Bank angeboten, sobald dort genügend Liquidität und Markttiefe vorhanden ist.
Bevor Sie die neuen Futures in Ihre Handelsplattform aufnehmen können, müssen Sie den Trader einmal schließen und wieder aufmachen, damit die Instrumentenliste geladen werden kann.

21.09.2016 US-Exportmeldungen vom 21.September
US-Exporteure melden den Verkauf von:
120.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an China
145.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Marokko
118.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Taiwan
126.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an eine unbekannte Destination
116.000 Tonnen Sorghum zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an eine unbekannte Destination
21.09.2016 Marokko kauft 235.000 Tonnen US-Weizen

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL teilt mit, dass sie 235.000 Tonnen Weichweizen in den Vereinigten Staaten zur vergünstigten Zollsätzen gekauft hat. Am 7. Septemberwurde der entsprechende Tender ausgeschrieben. Gesucht wurden 300.000 Tonnen US-Weizen und 300.000 Tonnen EU Weizen zu vergünstigten Zollsätzen zur Lieferung Ende Dezember an Häfen in Marokko.
Das nordafrikanische Königreich unterhält Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten und der EU zum Import von Getreide unterschiedlicher Typen zu vergünstigen Zollsätzen in Abhängigkeit der Größe der lokalen Ernte

21.09.2016 Wieso ist der CME-EU-Weizen teurer als Matif-Weizen?

Seit dem ersten Handelstag des CME-EU-Weizenkontrakts am 12. September sind die Kurse des mit dem Matif-Weizen konkurrierenden Futures jeden Tag gestiegen. Marktbeobachter sind darüber verwundert, dass es auf dem Frontmonat Dezember 2016 mittlerweile eine Prämie von Plus 2,75 €/to zum Matif-Weizen gibt. Am ersten Handelstag war die Prämie mit Minus 1,75 €/to noch negativ. Schließlich fordern die Silobetreiber in Rouen eine höhere Qualität als die Kontraktspezifikation des Matif-Futures es noch bis Ende 2017 definitiv vorschreibt.
Bemerkenswert ist auch, dass alle Folgemonate des CME-EU-Weizens bis zum Dezember 2017 einen Lageraufschlag ausweisen. Auf den späteren Terminen ist der Kursunterschied zum Matif-Weizen nur noch gering.
Beobachter versuchen diese Kursunterschiede mit dem CME-Lieferprocedere zu erklären. Es ist einerseits für die Käufer interessant, da diese bei einer Andienung einen Lagerschein erhalten, den sie entweder maximal drei Jahre – gegen Bezahlung eines Lagergeldes - halten können oder den Weizen auch physisch aus einem der bisher 16 autorisierten Lagerorten mit einem Frachtkostenabschlag beziehen. Da der Lagerschein ein handelbares Wertpapier ist, ist der Käufer flexibel und hat viele Möglichkeiten, auf eine Andienung zu reagieren.
Im Gegensatz dazu ist die Andienung am Matif in diesem Jahr besonders wieder mit Angst behaftet, denn die Weizenqualitäten sind in Frankreich wie auch schon in 2014 sehr besonders schlecht und es besteht für den Verkäufer die Gefahr, dass die Andienung fehl schlägt. Für den Käufer besteht die Unsicherheit darin, dass die Börsenspezifikation kein Protein und keine Fallzahl definiert. Im September-16-Termin verfielen die Kurse auf das Preisniveau von Futterweizen.
Der Kontraktbestand der EU-Wheat-Futures war bis Montag 2.063 Lots, gestern wurden 1475 Lots Futures und 85 Lots Optionen umgeschlagen. Während fast des gesamten Tages war die Geld-Brief-Spanne in den ersten drei Fälligkeiten nur 1 Tick und es gab eine gute Markttiefe. Auf den ersten fünf Fälligkeiten bis Dezember 2017 gibt es einen regelmäßigen Handel und einen Kontraktbestand.
Wir rechnen damit, dass noch in dieser Woche auch die Saxo-Bank den CME-EU-Wheat-Future und die dazu gehörigen Optionen zum Handel anbietet. Unsere handelnden Kunden erhalten dann von uns per Mail eine Nachricht darüber. Die Kursdaten beider Börsen finden Sie auch auf unserer Homepage im Mitgliederbereich.

21.09.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Begrenzt wurde der Kursanstieg durch die weiterhin gute weltweite Versorgungslage mit Weizen sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 700 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT gibt heute Morgen die Gewinne von gestern wieder ab und handelt mit leichten Verlusten. Aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern erneut moderat zulegen.
Die Weizenproduktion 2016 in den 5 Hauptanbaugebieten Kanadas steigt einer Umfrage der kanadischen Statistikbehörde Statscan um 14,3% auf 31,32 Mio. Tonnen versus 27,39 Mio. Tonnen im Vorjahr 2015. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,00 über Dezember 16.
Vom CME EU Weizen wurden gestern insgesamt 1.475 Lots gehandelt.  Der Frontmonat Dezember schloss € 2,75/Tonne über Euronext Dezember 16.

20.09.2016 Indische Importeure kauften rund 76.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft

Importeure aus Indien haben Händlern zufolge in den vergangenen Wochen rund 76.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft gekauft. 51.000 Tonnen Weizen wurden zur Lieferung im September gekauft, weitere 25.000 Tonnen zur Lieferung im Oktober. Indien ist in diese Jahr nach einer schlechten Ernte auf Importe in einer Größenordnung von etwa 2,0 Mio. Tonnen angewiesen. Quelle: Reuters

20.09.2016 Kanada: Weizenproduktion 2016 steigt um 14,3%

Die Weizenproduktion 2016 in den 5 Hauptanbaugebieten Kanadas steigt einer Umfrage der kanadischen Statistikbehörde Statscan um 14,3% auf 31,32 Mio. Tonnen versus 27,39 Mio. Tonnen im Vorjahr 2015.
Schätzungen der Statistikbehörde basieren auf Satellitendaten, historischen Daten und Schätzungen sowie Wetterdaten für den Agrarbereich.
Durum-Produktion: +35,6% auf 7,31 Mio. Tonnen versus 5,39 Mio. Tonnen 2015
(lesen Sie zur Qualität der Durum-Ernte auch unsere Meldung vom 19.09.2016 18:17 Uhr)
Canola-Produktion: 18,31 Mio. Tonnen (unverändert zur Produktion 2015)
Gerste-Produktion: +4,3% auf 8,40 Mio. Tonnen versus 8,05 Mio. Tonnen 2015

20.09.2016 Russland: Getreideernte schreitet voran

Russland hat per 19. September 105,5 Mio. Tonnen Getreide auf 84% der Flächen mit Durchschnittserträgen von 2,66 Tonnen/Hektar geerntet. Der Anteil an Weizen liegt bei 72 Mio. Tonnen (Durchschnittsertrag: 2,90 Tonnen/Hektar). Im Vorjahr wurden zur selben Zeit 87,2 Mio. Tonnen Getreide mit Durchschnittserträgen von 2,46 Tonnen/Hektar geerntet.
Die Aussaat des Wintergetreides erfolgt schneller, als im vergangenen Jahr. Bisher wurden 54% bzw. 17,35 Mio. Hektar der geplanten Flächen bestellt. Im vergangenen Jahr wurden zur selben Zeit 9,4 Mio. Hektar bestellt, im Jahr davor 9,0 Mio. Hektar. Russlands Landwirte planen die Aussaatfläche für Wintergetreide um 6% zu erhöhen. Quelle: Reuters

20.09.2016 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handel. Der Frontmonat Dezember konnte in Folge technischer Käufe und der festeren Kurse beim Soja- und Maiskomplex minimal zulegen, während die Folgetermine leicht im Minus schlossen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 562.215 Tonnen Weizen im Rahmen der Martkerwartungen. Ägyptens GASC hat den am Sonntag ausgeschriebenen Tender zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen gecancelt, nachdem kein Handelshaus ein Angebot auf die Ausschreibung abgab. Zuvor wurde die letzte Ausschreibung am Freitag aus demselben Grund gecancelt. 
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde minimal schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures trotz der uneinheitlichen Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen wieder zulegen. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,00 über Dezember 16. Vom CME EU Weizen wurden gestern insgesamt 1748 Lots gehandelt.  Der Frontmonat Dezember schloss € 1,50 über Euronext Dezember 16.

20.09.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Winterweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 18.09.16 17% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 6%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 16%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt ebenfalls bei 16%.

19.09.2016 Durum: Große Ernte – schlechte Qualität

Kanadas Durumhändler berichten von einer großen Ernte in schlechter Qualität. Die Körner sind sehr oft mit Fusarien verunreinigt, die das Gift Vomitoxin produzieren. Vielfach muss der Hartweizen als Futtermittel verkauft werden.
Kanada erntete mit 6,8 Mio. Tonnen Durum-Weizen die größte Drumernte überhaupt. Die Vorjahresernte wurde um 1,4 Mio. Tonnen übertroffen. Auch in den USA war die Ernte mit 2,5 Mio. Tonnen die größte seit sechs Jahren. Vieles davon ist aber für die Produktion zu Lebensmitteln für die menschliche Ernährung nicht geeignet. Von der kanadischen Durum-Ernte könnte ein Drittel ins Futter gehen, so die Schätzung kanadischer Getreidehändler.
Der Spread zwischen Top-Qualitäten und drittklassigem Durum beträgt schon 100 kanadische Dollar (C$), je nachdem wo das Getreide angeboten wird. Normalerweise gilt ein Spread von 30 C$.
Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die dortige Durum-Ernte in diesem Jahr auf 1,4 Mio. Tonnen (-20% zum Vorjahr). Auch hier gibt es massive Qualitätsprobleme und französische Makler glauben, dass nur eine Mio. Tonnen die Qualitätsanforderungen erfüllen.

19.09.2016 US-Crop-Condition: Schätzungen im Vorfeld der Veröffentlichung

Im Vorfeld der Veröffentlichung der Zustandsberichte (Crop Conditions) für Mais und Sojabohnen in den Vereinigten Staaten, rechnen Analysten mit keinen Veränderungen zur Vorwoche.
Bei den Sojabohnen liegt demnach der Anteil der Bestände, die das Toprating „gut bis exzellent“ erhalten, bei 74%, beim Mais sind es 73%.
Der Erntefortschritt liegt nach Schätzungen beim Mais bei 11% (Vorwoche: 5%), bei den Sojabohnen wurden bisher ca. 4% der Bestände geerntet.
Die Winterweizen-Aussaat ist nach Schätzungen zu 15% komplett (Vorwoche: 6%). Die Sommerweizenernte dürfte nahezu abgeschlossen sein. Quelle: Reuters

19.09.2016 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisexporte im Rahmen der Erwartungen

19.09.2016 Mexiko kauft 191.000 Tonnen US-Weizen

US-Exporteure melden den Verkauf von 191.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 am Mexiko. Quelle: Reuters

19.09.2016 Ägypten cancelt Weizentender

Ägyptens GASC hat den am Sonntag ausgeschriebenen Tender zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen gecancelt, nachdem kein Handelsnhaus ein Angebot auf die Ausschreibung abgegeben hat. Zuvor wurde die letzte Ausschreibung am Freitag aus demselben Grund gecancelt. Quelle: Reuters

19.09.2016 Russland: Weizenexportpreise rückläufig
Russlands Weizenexportpreise sind in der vierten Woche in Folge rückläufig, weil der Konflikt zwischen Ägypten, dem weltweit größten Weizenexporteur, und Russland in Bezug auf die Null-Toleranz-Grenze für Mutterkorn in Weizenlieferungen noch nicht gelöst werden konnte. Moskau ist an einer Lösung interessiert und hat eine Arbeitsgruppe zur Lösung des Konfliktes eingesetzt.
Die Preise für russischen Weizen mit 12,5% Proteingehalt auf Basis FOB sanken um ca. $ 2,00 auf $167,00 bis $169,00/Tonne
Zuletzt wiesen Inspektoren der ägyptischen Quarantänebehörde eine Sendung über 60.000 Tonnen russischen Weizen im Hafen von Noworossijsk (Region Krasnodar) ab, weil die Lieferung Spuren von Mutterkorn aufwies. Auf die letzten beiden Weizenausschreibungen vom vergangenen Donnerstag und Sonntag erhielt die GASC keine Angebote.
Russland exportierte zwischen dem 1. Juli und dem 14. September 7,5 Mio. Tonnen Getreide, davon 6,3 Mio. Tonnen Weizen. Die Getreideexporte sanken im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3%. Auf dem lokalen Markt stiegen die Preise für 3.Klasse-Weizen in der vergangenen Woche im europäischen Teil Russlands um 100 Rubel auf 10.200 Rubel/Tonne ($157). Quelle: Reuters
19.09.2016 Ägyptens GASC hat wieder keine Angebote für Weizentender erhalten

Ägyptens GASC hat keine Angbote für den gestern ausgeschriebenen Tender erhalten.  Gesucht wurde Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 16. bis 26. Oktober aus den bekannten Überschussregionen. Zuletzt hat Ägypten am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft. Nachdem Ägypten Ende August eine Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn vollzog, war damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen werde und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.

19.09.2016 CME EU-wheat notiert Kurse von 2 bis 2,5 €/Tonne über Matif-Weizen

Der neue Weizenkontrakt der CME „EU-wheat“ beendete die letzte Handelswoche mit einer Kurssteigerung von 2,5 €/Tonne, einem Handelsvolumen von rund 7.500 Lots sowie einem Kontraktbestand von 1.500 Lots im Frontmonat Dezember. Trotz der theoretisch niedrigeren Qualität lag der Kurs 1,5 €/Tonnen über dem Matif-Future.
Die Aktivitäten am Kassamarkt in der EU waren zum Ende der letzten Woche ruhig und man unterhält sich über die Einkaufpolitik des ägyptischen GASC, die auf die Ausschreibung am Freitag nicht ein einziges Angebot erhalten hat, weil ein weiterer Panamax Cargo wegen Mutterkornbesatz von den ägyptischen Behörden in Noworossijsk geweigert wurde.
Das ganze Gehabe sieht für Außenstehende aus, wie ein Hühnerhaufen und man könnte glauben, dass Ägypten sich immer weiter ins Abseits manövriert. Die politisch selbstmörderische Entscheidung könnte sich in zivilen Unruhen münden oder ein Rückzug der Behörden in der Mutterkornpolitik zur Folge haben.
Die Akteure am Markt wollen aber kein Risiko übernehmen und bieten deshalb gar nicht erst weiter an. In der EU waren am Freitag die Prämien für Weizen weitestgehend unverändert. Der HRW-Future notiert auf umgerechnet 180 USD/Tonnen gegenüber 165 USD/Tonne für russischen Exportweizen am Schwarzen Meer.

19.09.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)- Weizen

Institutionelle Anleger verringerten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 06.09. - 13.09. um 710 Kontrakte. Sie verringerten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 7.849 Kontrakte. 125.438 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 13.09.16. Damit verringertem sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 7.139 Lots zur Vorwoche.

19.09.2016 Mehr Weizenanbau in Russland und der Ukraine

Während in den USA der Weizenanbau stark eingeschränkt wird, wollen die stärksten Konkurrenten auf der nördlichen Halbkugel mehr Weizen anbauen.
In Russland wird die Anbaufläche für Winterweizen gegenüber dem Vorjahr um 6 % steigen und damit 17,35 Mio. Hektar erreichen, so das russische Agrarministerium. Beobachter der Szene begründen das mit den positiven Erlösen aufgrund der Rubelschwäche.
Die Farmer in der Ukraine werden nach der Einschätzung des dortigen Agrarministeriums die Anbaufläche für Wintergetreide um 7,3 Mio. Hektar ausweiten (Vj.: 7 Mio. Hektar). Dann wird dort auf 6,5 Mio. Hektar Winterweizen angebaut.
Bei Europas größtem Weizenanbauland Frankreich war der Weizen traditionell die profitabelste Feldfrucht. Dort wurden in 2016 5,2 Mio. Hektar Weizen angebaut. Für die Ernte 2017 rechnet man jetzt mit fünf Mio. Hektar, so der Marktanalyst FranceAgriMer. Allerdings herrscht dort zurzeit eine große Trockenheit, sodass sich die Aussaat von Winterraps und Winterweizen verzögert.
Hier, wie auch in de USA, könnte das Wetter zur Aussaat die Anbaufläche noch beeinträchtigen. In den großen Anbauregionen in den US-Plains der USA sind die Aussaatbedingungen derzeit hervorragend.

19.09.2016 Weizenanbau in den USA sinkt auf tiefsten Stand seit einem Jahrhundert

U.S.-Farmer werden in diesem Herbst die kleinste Winterweizenfläche seit einem Jahrhundert bestellen. Der Preisverfall und die große Konkurrenz am Weltmarkt zwingen den vormals größten Weizenproduzenten zum Rückzug.
Experten gehen aber nicht davon aus, dass der scharfe Einschnitt im U.S.-Anbau das massive Angebot am Weltmarkt unmittelbar begrenzen wird. Die weltweite Weizenernte erreichte in 2016 neue Rekorde und schickte die Kurse am CBoT auf ein Zehn-Jahres-Tief.
Der starke US-Dollar trägt für US-Farmer genauso wie die Konkurrenz am Schwarzen Meer zum Schmerz bei. Russland wird in dieser Vermarktungssaison den USA die Spitzenposition im Export streitig machen.
Bei den derzeitigen Preisen machen Farmer in Oklahoma, der Nr. zwei unter den US-Staaten im Weizenanbau, Verlust von 55 USD/acre. Sie schauen sich jetzt nach alternativen Feldfrüchten, wie Rapssaat, Sorghum, Mais oder Sojabohnen, um. Selbst die Umwidmung von Ackerflächen zu Weideland ist eine Option.
Einer Umfrage das Bauernblatts Farmer Futures Magazin zufolge wird im Kerngebiet des US-Weizenanbaus fünf Prozent weniger Weizen als im letzten Jahr angebaut. Die Anbaufläche im Vorjahr war schon die kleinste seit 1913. Das USDA wird einen ersten Bericht über die Flächennutzung 2016/17 in den USA im Januar herausgeben.

19.09.2016 Weizen: Ägypten setzt Arbeitsgruppe ein, um Handelsstreit mit Russland zu lösen

Gestern teilte ein Sprecher des ägyptischen Agrarministeriums mit, dass man eine Arbeitsgruppe eingerichtet habe, um die Handelsprobleme mit russischem Weizen zu lösen.
Russland hatte am vergangenen Freitag erklärt, dass man ab dem 22. September vorübergehend seine Obst- und Gemüseimporte aus Ägypten aussetzen werde. Diese Ankündigung kam, nachdem ägyptische Pflanzenschutzdienste eine weitere Ladung mit 60.000 Tonnen Weizen aus Russland zurück gewiesen hat, weil darin Spuren von Mutterkorn gefunden wurden.
Ägypten ist der größte Weizenkunde für russische Exporteure und umgekehrt ist Russland der bedeutendste Importeur von Obst- und Gemüse aus Ägypten.
Moskau ist bekannt dafür, mit Importbeschränkungen Handelskonflikte zu lösen und Kairo bereitet Russland große Probleme mit ihrer erneut angewendeten „Null-Toleranz-Politik“ in Sachen Mutterkorn im Weizen.
Ägypten will Ende September, kurz bevor die Exportsaison für Zitrusfrüchte beginnt, ein Expertenteamnach Russland schicken. Die eingesetzte Arbeitsgruppe trifft ich zudem mit dem russischen Botschafter in Kairo um Lösungswege diskutieren, damit weitere Handelserschwernisse ausbleiben.

19.09.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen institutioneller Anleger nach dem Kursrückgang auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Inspektoren der ägyptischen Quarantänebehörde lehnten eine Sendung über 60.000 Tonnen russischen Weizen im Hafen von Noworossijsk (Region Krasnodar) ab, weil die Lieferung Spuren von Mutterkorn aufwies.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC erhielt keine Angebote für den am Donnerstag aufgelegten Weizentender und schrieb gestern erneut einen Tender aus. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und legten leicht zu.
In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,00 über Dezember 16. Vom neuen CME EU-Wheat Future wurden 708 Lots gehandelt. Der Frontmonat Dezember schloss € 1,50 über Euronext Dezember 16.

19.09.2016 Ägypten legt erneut Weizentender auf

Ägypten hat gestern Abend ein weiteres Mal einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt, nachdem man für die Ausschreibung vom 8. September keine Angebote erhalten hat. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 16. bis 26. Oktober aus den bekannten Überschussregionen.
Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.
Zuletzt hat Ägypten am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft. Nachdem Ägypten Ende August eine Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn vollzog, war damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen werde und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.

16.09.2016 Ägypten weist Lieferung über 60.000 Tonnen Weizen zurück
Inspektoren der ägyptischen Quarantänebehörde haben eine Sendung über 60.000 Tonnen russischen Weizen im Hafen von Noworossijsk (Region Krasnodar) nach Verzögerungen abgelehnt, weil die Lieferung Spuren von Mutterkorn aufwies.
Die Abwicklung der Sendung hatte sich verzögert, weil die ägyptische Regierung am 28. August die sofortige Wiedereinführung der Null-Toleranz-Politik bei Weizenimporten beschlossen hatte. Quelle: Reuters
16.09.2016 Ägypten: GASC hat keine Angebote für Weizentender erhalten

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat keine Angebote für den gestern Abend aufgelegten Weizentender erhalten. Zuletzt hat Ägypten am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft. Die letzte Ausschreibung wurde am 31. August von Ägypten zurückgezogen, weil internationale Handelshäuser sich nicht an der Ausschreibung beteiligten und die GASC lediglich ein Angebot erzielt. Nachdem Ägypten Ende August eine Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn vollzog, war damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen werde und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.

16.09.2016 Getreidemail

Wenig kursstützende Nachrichten sowie negative Vorgaben vom Mais ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Mit 402.200 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Markterwartungen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde schwächer. Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee schlossen auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris leicht schwächer. Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 13.09.16 Exportlizenzen für 371.000 Tonnen Weizen. Damit liegt die Gesamtmenge im laufenden Vermarktungsjahr bei 5,434 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 4,216 Mio. Tonnen). Strategie Grains veröffentlichte gestern detaillierte Ergebnisse der EU-Weizenernte. Danach entsprechen nur noch 59% der gesamten EU-Weizenernte den Anforderungen von Mahlweizen (Vormonat: 66%; Vorjahr: 71%). Das Exportpotenzial wurde 23,7 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 8 Mio. Tonnen weniger, als im Vermarktungsjahr 2015/16. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September auf € 1,00 über Dezember 16. Vom neuen CME EU-Wheat Future wurden gestern 1.962 Lots gehandelt.

16.09.2016 Ägypten sucht erneut Weizen am Weltmarkt

Ägypten hat gestern Abend erneut einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 15. bis 25. Oktober aus den bekannten Überschussregionen.
Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.
Zuletzt hat Ägypten einen Weizentender am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft. Die letzte Ausschreibung wurde am 31. August von Ägypten zurückgezogen, weil internationale Handelshäuser sich nicht an der Ausschreibung beteiligten und die GASC lediglich ein Angebot erzielt. Nachdem Ägypten Ende August eine Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn vollzog, war damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen werde und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.

15.09.2016 EU erteilte Exportlizenzen für 371.000 Tonnen Weizen
Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 13.09.16 Exportlizenzen für 371.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 5,434 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 4,216 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 93.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 555.000 Tonnen.
 
15.09.2016 US-Export-Sales: Weizenexporte im Rahmen der Erwartungen

15.09.2016 Strategie Grains: EU-Exportpotenzial beim Weichweizen bei nur noch 23,7 Mio. to

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen Weichweizenernte in der EU reduziert und gleichzeitig den Anteil reduziert, der den Qualitätsanforderungen von Mahlweizen entspricht.
Auf 136,5 Mio. Tonnen Weichweizen, einem Minus von 1,4 Mio. Tonnen zur vorherigen Schätzung im August, liegt die Prognose nun 10% hinter dem Ergebnis der Rekordernte 2015. Bereits im August wurde die Prognose um 7,7 Mio. Tonnen reduziert, als Konsequenz der ungünstigen Witterung in einigen westeuropäischen Ländern, insbesondere in Frankreich.
Der Rückgang von 1,4 Mio. Tonnen ist insbesondere auf eine kleinere Erntemenge (insgesamt 1,7 Mio. Tonnen) in Frankreich, Deutschland, Belgien und Luxemburg zurückzuführen, kann jedoch durch eine um insgesamt 300.0000 Tonnen größere Erntemenge in der Tschechischen Republik, der Slowakei, Schweden und Spanien zum Teil kompensiert werden.
Frankreich war von der ungünstigen Witterung am Stärksten betroffen. Strategie Grains schreibt in diesem Zusammenhang von „katastrophalen Ergebnissen“.
Gestern veröffentlichte das Unternehmen detaillierte Ergebnisse der französischen Weizenernte. Danach schätzt man die französische Weizenproduktion auf den niedrigsten Stand seit 23 Jahren. Bei den Exporten in Destinationen außerhalb der EU liegt die Schätzung bei einem Drittel der Exporte im vergangenen Jahr aufgrund der kleineren Ernte und der schlechten Qualitäten. Auch im Baltikum und in Polen sind die Qualitäten schlechter. Auf 59% (Vormonat: 66%) schätzt Strategie Grains den Anteil an Weizen mit Mahlweizenqualität. Das ist deutlich hinter dem Ergebnis 2015 von 71%. Die Schätzung der Weizenexporte liegt aktuell bei 23,7 Mio. Tonnen. Das sind 1 Mio. Tonnen weniger, als im Vormonat und 8 Mio. Tonnen weniger, als im Vermarktungsjahr 2015/16.
Beim Mais reduzierte Strategie Grains die Prognose der Produktion um 1,3 Mio. Tonnen auf 59,3 Mio. Tonnen und gab als Grund das trockene und heiße Sommerwetter an. Insgesamt läge die EU-Maisernte damit aber noch 4% über dem Ergebnis des Vorjahres, als die Bestände ebenfalls unter einer schweren Trockenheit litten. Eine kleinere Produktion von insgesamt 2,6 Mio. Tonnen in Deutschland, Frankreich, Rumänien und Bulgarien kann durch eine höhere Produktion von 1,4 Mio. Tonnen in Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Kroatien, Italien und Portugal zum Teil kompensiert werden.

15.09.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen den Handelstag gestern mit leichten Aufschlägen. Gestützt wurden sie durch den schwachen US-Dollar und die Erwartung einer steigenden Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.250 Lots SRW Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse legten leicht zu. Das Analystenhaus FranceAgriMer schätzt die französische Weichweizenernte 2016 auf 28,5 Mio. Tonnen. Zuletzt lag die Prognose des Landwirtschaftsministeriums bei 28,2 Mio. Tonnen. Das spezifische Gewicht liegt lt. Untersuchungen bei durchschnittlich 73 Kilogramm pro Hektoliter (kg/hl). Zur Mehlproduktion liegt das Mindestniveau bei 74 kg/hl. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 2,00 über Dezember 16. Vom neuen CME EU-Wheat Future wurden gestern über 1.800 Lots gehandelt. Er schloss auf dem Niveau des Euronext Dezember Kontraktes.

15.09.2016 US-Export-Sales: Analystenschätzungen
US-Vermarktungsjahr
Weizen: 1. Juni bis 31. Mai
Mais: 1. September bis 31. August
Sojabohnen 1. September bis 31. August
Sojaschrot 1. Oktober bis 30. September
Sojaöl 1. Oktober bis 30. September

Einige Verkäufe können ins neue Vermarktungsjahr gerollt werden.
15.09.2016 Fondsgessellschaften kauften gestern 2.250 Lots CBoT SRW-Weizen

14.09.2016 Frankreich: Durchschnittliches spezifisches Gewicht bei 73 kg/hl

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer schätzt das spezifische Gewicht der französischen Weichweizenernte 2016 auf durchschnittlich 73 Kilogramm pro Hektoliter (kg/hl). Das spezifische Gewicht ist eine der wichtigsten Qualitätskriterien zur Bewertung von Weizen. Das Mindestniveau zur Mehlproduktion liegt bei 74 kg/hl. Die Euronext hat in ihrer Spezifikation ein Mindestniveau von 76 kg/hl festgeschrieben.
Im vergangenen Jahr wurde mit einem Durchschnittswert von 79,6 kg/hl das höchste Niveau seit 20 Jahren erreicht.
Der durchschnittliche Proteingehalt liegt bei 12,6% (Vorjahr: 11%). Proteingehalte tendieren bei schwachen Erträgen dazu, anzusteigen. Die Weizenbestände in Frankreich litten unter heftigen, langanhaltenden Regenfällen Ende Mai/Anfang Juni und die Ernte fiel mit 28,5 Mio. Tonnen ca. 30% kleiner aus, als die Ernte 2015.

14.09.2016 Frankreich: FranceAgriMer rechnet mit Weizenernte von 28,5 Mio. Tonnen
Das französische Analystenhaus FranceAgriMer schätzt die französische Weichweizenernte 2016 auf 28,5 Mio. Tonnen. Zuletzt lag die Prognose des französischen Landwirtschaftsministeriums auf 28,2 Mio. Tonnen. Die 2015er Ernte erreichte ein Rekordergebnis von 40,9 Mio. Tonnen. Frankreichs Weizenbestände litten in diesem Jahr unter widrigen Wetterbedingungen.
Im ersten Bericht für das Vermarktungsjahr 2016/17 rechnet das Analystenhaus mit Exporten außerhalb der EU von 4,7 Mio. Tonnen versus 12,6 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16. Die Exporte an Mitgliedsländer der EU werden von FranceAgriMer auf 6,6 Mio. Tonnen geschätzt versus 7,8 Mio. Tonnen 2015/16.Mit 2,5 Mio. Tonnen schrumpf die Prognose der Endbestände 2016/17 (Juli – Juni) um 800.000 Tonnen auf 2,2 Mio. Tonnen.
Die Gerste-Endbestände werden auf 1,5 Mio. Tonnen geschätzt versus 1,1 Mio. Tonnen Ende Juni.
Beim Mais rechnet man mit einem starken Rückgang der Endbestände von 2,4 Mio. Tonnen (Vermarktungsjahr 2015/16) auf nur noch 2,0 Mio. Tonnen. Frankreichs Maisbestände leiden unter trockener und heißer Witterung.
14.09.2016 Zu hohe Agrarsubventionen: USA verklagt China vor der WTO

Die USA verklagen China vor der WTO wegen deren Subventionspolitik für Weizen, Mais und Reis. Die Unterstützung für die lokalen Bauern übersteigt bei Weitem die Toleranzgrenzen des im Jahr 2001 abgeschlossenen WTO-Vertrages.
Mit diesem Schritt steigt die Spannung zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten, die sich bereits über die Überkapazitäten der Chinesischen Stahl- und Aluminiumproduktion streiten. Darüber hinaus hat China Strafzölle für US-amerikanische Grillhähnchen eingeführt.
Chinas Wirtschaftsminister bedauert das Vorgehen der USA und teilt mit, dass die Agrarbeihilfen im Einklang mit den WTO-Regeln und internationalen Handelspraktiken stehen würden.
Das US-amerikanische Handelsministerium schätzt die Marktunterstützung Chinas für Weizen, Mais und Reis auf fast 100 Mrd. USD über dem im WTO-Vertrag erlaubten Betrag. Das fördere die Überproduktion in China und senke weltweit die Preise für Agrargüter. Die „de minimis“-Regel im WTO-Vertrag erlaubt eine jährliche Subvention von bis zu 8,5 %.
Im ersten Schritt wird die WTO jetzt formale Gespräche mit China aufnehmen, um das Verfahren außergerichtlich beizulegen. Dazu hat China sich auch schon bereit erklärt.
Die amerikanische Position lautet: Man können nicht tatenlos zusehen, wenn China die Regeln nicht einhält, während sich sonst alle anderen daran halten. Die Universität in Iowa rechnet vor, dass die Subventionspolitik der Chinesen die Weltmarktmarktpreise um zehn USD/Bushel senkt. Das kostet den Farmern in den USA jährlich 653 USD an entgangenen Einnahmen.
Die Obama-Administration hat seit 2009 schon 23 Verfahren vor der WTO ausgefochten, davon 14 gegen China. Mit diesem neuen Verfahren will die USA China zum Beitritt zum Trans-Pacific-Partnerschaftsabkommen bewegen. Das ist ein Freihandelsabkommen, ähnlich wie das TTIP-Abkommen mit der EU.

14.09.2016 Argentiniens Weizenernte mindestens 15 Mio. Tonnen

Argentiniens Farmer werden in diesem Jahr mindestens 15 Mio. Tonnen Weizen ernten. Im Vorjahr waren es 11,3 Mio. Tonnen. Das ist die Einschätzung des argentinischen Agrarministerns Ricardo Buryaile von gestern.
Die Anbaufläche wurde dramatisch ausgeweitet, nachdem Präsident Mauricio Macri gleich nach seine Amtseinführung im Dezember letzten Jahres die Exportzölle für Weizen und Mais abschaffte. Er löste damals auch die strikten Ausfuhrkontrollen der Vorgängerregierung auf.
Die Regierung Macri wirbt um Investoren in dem südamerikanischen Land, das weltweit die Nr. Drei unter den Sojabohnenexporteuren ist und einer der bedeutendsten Weizenexporteure.
Auf 5,19 Mio. Hektar wurde dort in diesem Jahr Weizen angebaut; die Ernte dafür ist im Dezember und Januar.
Argentinien kassiert immer noch 30 % Exportzölle für Sojabohnenexporte; der Satz wurde von der Macri-Regierung von 35 auf 30 % gesenkt. Man wollte die Zölle jährlich um 5 % senken. Inzwischen ist aber nicht sicher, wann die nächste Zollsatzsenkung kommt.
Die wirtschaftsliberale Regierung ist sich darüber im Klaren, dass diese Zölle für die Exportwirtschaft schädlich sind, da das Land aber in einer tiefen Wirtschaftskrise steckt, sind die Einnahmen unverzichtbar.

14.09.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie deutliche Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Auch die Kurse beim Kansas-City- und Minneapolisweizen verzeichneten Abschläge. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse unverändert bis minimal schwächer. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und legten leicht zu. Am Montag, dem letzten Handelstag des ausgelaufenen September-Kontraktes gingen lt. LCH Clearnet, dem Clearinghaus der Euronext, 694 Lots bzw. 34.700 Tonnen in die physische Lieferung. Das ist die größte Menge seit Dezember 15. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September um € 0,50 auf € 2,00 über Dezember 16. Vom neuen CME EU Wheat Kontrakt wurden am zweiten Handelstag bereits über 1.000 Lots gehandelt. Die Dezember-Fälligkeit schloss € 0,25 niedriger als der Euronext Dezember 16 Kontrakt.

13.09.2016 Kasachstan: Weizenexporte ganz leicht rückläufig

Kasachstans Getreideexporte im laufenden Wirtschaftsjahr (1. Juli – 30. Juni) erreichten per 10. September ein Volumen von 992.700 Tonnen versus 1,015 Mio. Tonnen im vergangenen Wirtschaftsjahr zum selben Zeitpunkt. Im gesamten Wirtschaftsjahr 2015/16 exportierte Kasachstan 8,369 Mio. Tonnen Weizen versus 6,444 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2014/15.

13.09.2016 Russland droht Ägypten mit Importbann auf Citrusfrüchte

Russlands Lebensmittel-Überwachungsbehörde drohte heute damit, den Import von Citrusfrüchten aus Ägypten auszusetzen. Damit erhöht Moskau der Druck darauf, dass russischer Weizen von ägyptischen Qualitätsprüfern zur Einfuhr getestet und freigegeben wird.
Moskau will Ägypten an den Verhandlungstisch holen, da seit der Entscheidung zur Anwendung der „Null-Toleranz“ bei Mutterkorn nicht ein einziger vorverkaufter Weizentender abgerufen wurde.
Kurz vor der Verladung einer großen Citrusfrucht-Lieferung aus Ägypten teilt der Chef von Russlands Überwachungsbehörde Rosselkhoznadzor in einer Erklärung über die Presse mit, dass er über den „systematischen Bruch von internationalen Phytosanitären Vereinbarungen“ durch Ägypten sehr verärgert sei.
Er gab keine genaue Auskunft darüber, welche Produkte unter den russischen Importbann fallen sollen. Russland importierte im Jahr 2105 1,5 Mio. Tonnen Citrusfrüchte im Wert von 1,2 Mrd. USD aus verschiedenen Teilen der Welt. Das Verhalten Russlands, politischen Druck über Importverbote durch die Überwachungsbehörde Rosselkhoznadzor auszuüben, ist uns Europäern seit der Ukraine-Krise hinlänglich bekannt.
Nach der extrem großen Getreideernte in diesem Jahr ist Russland auf zügige Exporte angewiesen.

13.09.2016 Gelungener Start für CME EU-Wheat Futures

Die von der CME lange geplanten EU-Weizenfutures konnten gestern einen ordentlichen Start hinlegen. Mit 411 gehandelten Lots war das ein erster Schritt, um im von der Euronext Paris dominierten Markt Liquidität aufzubauen.
Die Chicago Mercantile Exchange CME will in der EU, der größten Weizenanbauregion der Welt, ihr Geschäftsfeld ausweiten, in dem sie Futures und Optionen anbietet, die nach dem Angebotsmuster der CBoT in Chicago gestrickt sind.
Am ersten Handelstag der Futures wurden 411 Lots der 50-Tonnen großen Terminkontrakte gehandelt. Die Handelsaktivitäten konzentrierten sich auf dem Frontmonat Dezember 2016 sowie dem März-17-Termin. Auch in den Fälligkeiten Mai 17, September 17 und Dezember 17wurden eine Handvoll Futures umgeschlagen.
Händler äußerten sich zufrieden mit dem Handelsvolumen, bemerkten aber, dass in den kommenden Wochen noch mehr Schwung in den Handel kommen muss. Sie verweisen auf die vielen Versuche, alternative Derivate für den europäischen Getreidemarkt aufzubauen. Dazu gehört auch der gescheiterte Versuch der CME mit einem Schwarzmeer-Future oder der Premium-Future Nr. 3 der Euronext.
Der EU-Wheat-Future beschloss den Handel gestern mit 157,25 €/to, nachdem der Handel am Morgen um 10:30 Uhr mit 156 €/to gestartet war. Damit notieren die CME-Futures auf den Dezembertermin nur leicht unter dem Euronext-Future, der gestern insgesamt 14.800-mal gehandelt wurde.
Der Sread zwischen den Futures der beiden Börsen reflektiert die weniger anspruchsvollen Spezifikationen der CME; aber die Differenz wird von Beobachtern als recht klein bewertet, da Frankreichs Getreideernte in diesem Jahr erneut schwierige Qualität hervorgebracht hat.
Die CME hofft darauf, das Interesse der europäischen Händler zu gewinnen, weil das Liefersystem auf Andienungsorte im Inland beruht und austauschbare Lieferzertifikate erteilt werden. Die Euronext wird immer wieder für ihre begrenzten Lagerkapazitäten an zu wenigen Hafenplätzen kritisiert.

13.09.2016 Getreidemail

Technische Käufe, Spreadaktivitäten gegenüber Mais sowie Exporthoffnungen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Gewinne. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 720.436 Tonnen Weizen über den Markterwartungen. Das USDA beließ gestern in seinem WASDE-Report die Prognose der US-Weizen-Endbestände 2016/17 bei 1,1 Mrd.Bushel und lag damit im Rahmen der Markterwartungen. Die Prognose der weltweiten Weizen-Endbestände lag mit 249,07 Mio. Tonnen zwar im Rahmen der Erwartungen, allerdings leicht unterhalb der durchschnittlichen Markterwartungen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen unverändert bis leicht schwächer. Am ersten Handelstag des neuen CME EU Weizenfuture´s wurden 411 Lots gehandelt. Der Fontmonat Dezember schloss € 1,00 niedriger, als der Euronext Dezember 16 Kontrakt. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,50 über Euronext Dezember 16.

13.09.2016 US-Sommerweizenernte: 94% der Sommerweizenbestände sind geerntet

US-Sommerweizenernte: 94% der Sommerweizenbestände sind geerntet
Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 11.09.16 94% der US-Sommerweizenbestände geerntet sind. In der Vorwoche waren es 91%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 96%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 86%.

13.09.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Winterweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 11.09.16 6% der Flächen, die für die Winterweizenaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 0%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 7%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt ebenfalls bei 7%.

13.09.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen

12.09.2016 Großbritannien: Anstieg der Weizenexporte im Juli

Großbritanniens Weizenexporte stiegen im Juli aufgrund guter Exporte Richtung Vietnam und den Niederlanden stark an. Insgesamt wurden 201.034 Tonnen Weizen im Juli exportiert. Im Juli 2015 lag das Exportvolumen bei 78.033 Tonnen Weizen.
Die größten Mengen wurden an die Niederlande (69.248 Tonnen, Vietnam (66.000 Tonnen) und Spanien (25.065 Tonnen) exportiert.
Leicht rückläufig waren mit 118.414 Tonnen die Weizenimporte Großbritanniens versus 136.656 Tonnen im Juli 2015. Quelle: Reuters

12.09.2016 Russischer Weizenpreis im Fahrwasser gedrückter Börsenpreise

Der russische Exportpreis für Weizen sinkt jetzt bereits seit drei Wochen. Die Kurse am Weltmarkt gaben nach und die Lieferungen nach Ägypten verzögern sich. Deshalb versucht Moskau jetzt mit Kairo Gespräche aufzunehmen, um die Beprobung der verkauften Partien voranzutreiben.
Russischer Weizen mit 12,5 % Protein kostete am vergangenen Wochenende 168 – 171,5 USD/Tonne fob ab einem Schwarzmeerhafen. Das ist 1 - 2,5 USD/Tonnenweniger als in der Vorwoche.
Ägypten, der größte Weizenkunde für russische Getreideexporteure, hat noch keine Einfuhrgenehmigung erteilt, seit Kairo im August die Null-Toleranz-Politik auf Mutterkornbeimengungen wieder anwenden will. Da kommt keine Freude auf und das Beratungsunternehmen SovEcon glaubt, Ägypten müsse seine Haltung bald aufgeben; bis dahin könne der Weizenpreis am Schwarzen Meer und in Europa aber unter Druck bleiben.
Russland exportierte in der Zeit vom 1. Juli bis zum 7. September 6,4 Mio. Tonnen Getreide und davon waren 5,4 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 5 % weniger als im Vorjahr.
Am lokalen Markt halten die Farmer den Weizen der Klasse III immer noch zurück, weil sie auf bessere Preise hoffen. Die Preise dafür stiegen in der letzten Woche um 50 Rubel/Tonne auf 10.100 Rubel/Tonne (156 USD/Tonne) ab Verladestation. Weizen der Klasse IV sank zum ersten Mal seit Juli allerdings im südlichen Teil Russlands um 100 Rubel/Tonne auf 9.650 USD/Tonne.

12.09.2016 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen über den Erwartungen

12.09.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium reduziert Prognosen für Weizen und Mais

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine monatliche Prognose der französischen Weizenernte 2016 von 29,1 Mio. Tonnen auf 28,2 Mio. Tonnen reduziert. Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der französischen Maisernte von 13,5 Mio. Tonnen auf 12,5 Mio. Tonnen. De Prognose der Rapssaaternte wurde hingegen erhöht von 4,5 Mio. Tonnen auf 4,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

12.09.2016 Algerien kaufte letzte Woche wohl mehr Weizen, als erwartet

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte in der vergangenen Woche etwa 700.000 Tonnen Weizen, das berichten europäische Händler. Zuvor war noch von einem Volumen von 300.000 – maximal 500.000 Tonnen ausgegangen. Der von OAIC gezahlte Preis lag demnach leicht über $197/Tonne c&f. Gekauft wurde der Weizen nach Einschätzung der Händler neben Frankreich im Vereinigten Königreich, Deutschland, Polen und den Vereinigten Staaten.

12.09.2016 Ukraine: Trockene Böden könnten Wintergetreideaussaat behindern

Die überdurchschnittlich warmen Temperaturen (6 Grad Celsius über Normal) in Teilen der Ukraine trocknen die dortigen Böden zu sehr aus und könnten sich nach Einschätzung des Analysten UkrAgroConsult negativ auf die Wintergetreideaussaat auswirken. Eine ausreichende Feuchte in den oberen Bodenschichten wurde nur ein Teilen des Landes im Norden, Westen und in der Zentral-Ukraine gemessen. 95% des Weizens, der in der Ukraine angebaut wird, ist Winterweizen. Die Winterweizenernte in der Ukraine ist in hohem Maße abhängig von der Bodenfeuchtigkeit während der Aussaat im Herbst, den Temperaturen im Winter und guten Bedingungen im Frühjahr. Die optimale Aussaatzeit allerdings gerade erst begonnen.
Ein hochrangiger Beamter des Landwirtschaftsministeriums teilte vergangenen Monat mit, dass die Aussaatfläche für Wintergetreide in der Ukraine in der Saison 2016/17 um 300.000 Hektar auf 7,3 Mio. Hektar steigen könnte. Beim Winterweizen könnte die Anbaufläche auf 6,5 Mio. Hektar in der Periode 2016/17 steigen. Die schwierigen Bedingungen im letzten Herbst veranlassten die Farmer dazu, die Anbaufläche für Wintergetreide zu reduzieren.
In diesem Jahr lag das Ergebnis der Weizenernte bei 26 Mio. Tonnen.

12.09.2016 Australiens Weizenernte die größte seit 5 Jahren

Eine Umfrage unter zehn Analysten kommt zum Ergebnis, dass in Australien eine Rekordernte von 28 Mio. Tonnen Weizen heranwächst. Das wäre die größte seit fünf Jahren. Ideale Wetterbedingungen während der Vegetationsperiode bringen hohe Weizenerträge beim viert-größten Weizenexporteur der Welt.
Die große australische Getreideernte trifft mit einem großen Weizenangebot auf der Nordhalbkugel zusammen und könnte die Preise an den Terminbörsen weiter unter Druck setzen und damit den asiatischen Futtermittelkäufern billige Einkäufe ermöglichen.
Ende August sanken die Weizenkurse am CBoT auf ein 10-Jahres-Tief, weil das USDA mit 252,8 Mio. Tonnen steigende Endbestände für Juli 2017 vorhersagte. Für Australien erwarten die Experten eine Weizenernte zwischen 26,7 und 31 Mio. Tonnen – im Mittel kommen die zehn Analysten auf 28 Mio. Tonnen. Das Allzeit-Hoch wurde im Jahr 2011/12 mit 29,6 Mio. Tonnen erreicht.
Diese Schätzung liegt 10 % höher als die des Agricultural and Resource Economics and Science (ABARES), die im Juni veröffentlicht wurde. Und auch 6 % höher als die letzte USDA-Schätzung im August. Heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit kommt eine weitere USDA-Schätzung.
Im letzten Vermarktungszeitraum ernteten die Farmer in Australien 24,19 Mio. Tonnen Weizen. Käufer dafür sind asiatische Länder wie Indonesien, der zweit-größte Weizenimporteur der Welt. Auch Indien könnte in diesem Jahr zu den Käufern zählen, nachdem dort die Getreideernten seit zwei Jahren den Bedarf nicht decken konnten.
Während der bisherigen Vegetationszeit hatte es in Australien immer wieder geregnet; ab Oktober benötigt man dort aber trockenes Wetter, um im November bis Dezember gute Qualitäten zu ernten. In New South Wales, einer Kernregion des australischen Weizenanbaus im Osten Australiens, kam es jüngst zu heftigen Niederschlägen, die Staunässe verursachten. Seit Anfang September waren dort fast doppelt soviel Niederschläge gefallen, wie sonst im diesem Monat üblich. Es ist aber wohl zu früh, sich über die daraus resultierenden Risiken Gedanken zu machen.

12.09.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 30.08. - 06.09. um 4.182 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 14.886 Kontrakte. 132.577 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 06.09.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 10.704 Lots zur Vorwoche.

12.09.2016 Erste Umsätze mit EU-Wheat

Am ersten Handelstag des CME EU-Weizenfutures, den wir zukünftig mit „EU-Wheat“ bezeichnen werden, kam es gleich nach dem Handelsstart um 10:30 Uhr zu den ersten Umsätzen.
Der Dezember-16-Termin eröffnete seinen Handel mit 156,00 €/Tonne und gleichdarauf kam der zweite Umsatz mit 157 €/Tonne zustande. Das steht im Vergleich mit dem Schlusskurs des Matif-Weizen vom vergangenen Freitag, der mit 158,25 € festgestellt wurde. Der Handel in Paris starte den Dezember-Termin heute um 10:45 Uhr mit ganz ordentlichen Umsätzen von knapp 2.000 Lots in den ersten zehn Minuten mit einem Minus von 75 Cent/Tonnen.
Die CME ist die Trägergesellschaft der Chicago Board of Trade (CBoT) und will mit dem EU-Wheat-Future in den größten Weizenmarkt der Welt eindringen und damit die führende Agrarterminbörse in Europa herausfordern.

12.09.2016 Mutterkorn-Dissens: Russland bereitet offizielle Anfrage an Ägypten vor

Die russische Aufsichtsbehörde erteilte seit Ende August keine Ausfuhrgenehmigung für Weizen mit der Bestimmung für Ägypten, da das Land am Nil damals mitteilte, dass man in Bezug auf Mutterkornbesatz die „Null-Toleranz-Politik“ fortsetzen will.
Jetzt bereitet die Behörde eine offizielle Anfrage vor, um Ägypten die Möglichkeit zu geben, ihre Erklärung zu der Entscheidung mitzuteilen und Gespräche über die zukünftigen Weizenlieferungen aufzunehmen.

12.09.2016 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den Aufschlägen der letzten Tage sowie Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 Uhr MEZ) ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 661.100 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer.
An der Euronext in Paris standen die Weizenfutures weiter unter Druck und gaben auf allen Terminen nach. Das russische Analystenhaus SovEcon reduzierte seine Prognose zur gesamten Weizenernte in Russland von 71,3 Mio.Tonnen auf nun 70,8 Mio.Tonnen. Die starken deutschen Exporte könnten Importe aus Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakai forcieren, um den Bedarf hierzulande zu erfüllen. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September um € 0,50 auf € 1,50 über Dezember 16. Heute um 10:30 Uhr ist Handelsstart für den neuen CME EU Weizenkontrakt.

12.09.2016 Fondsgesellschaften verkauften am Freitag 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen

09.09.2016 CME schließt weitere Vereinbarungen mit Silobetreibern in Nordfrankreich

Die CME hat weitere Vereinbarungen mit Silobetreibern abgeschlossen, so dass zum Starttermin des Handels des neuen CME EU-Weizenkontraktes am Montag insgesamt 16 Lagerhalter in Nordfrankreich startbereit sind. In dieser Woche wurden Vereinbarungen mit 3 Silobetreibern geschlossen. Damit wurde die mögliche Lagerkapazität auf 400.000 Tonnen Weizen erhöht, so Jeffry Kuijpers, Executive Direktor der CME für den Bereich Agricultural Commodities. Der erste Handelstag ist der kommende Montag, 12.09. um 10:30 Uhr, der Handel endet um 18:35 Uhr. Weitere Informationen zum CME EU Weizenfuture finden Sie hier!

09.09.2016 Kasachstan schätzt Getreideexporte auf 8,0 - 8,5 Mio. Tonnen

Kasachstan schätzt sein Getreideexportpotenzial (incl. Weizenmehl) im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 8,0 – 8,5 Mio. Tonnen. Zuletzt bezifferte man das Potenzial der Getreideexporte auf ein Volumen von 7,0 – 7,5 Mio. Tonnen, so Sabit Kashkymbayev, stellv. CEO  der Food Corporation.
Die Exporte Richtung Central Asien werden auf 4,2 Mio. Tonnen geschätzt. Weiterhin 1,8 Mio. Tonnen an Afghanistan, 500.000 Tonnen an China, 200.000 Tonnen an Azerbaijan und Georgien, 900.000 Tonnen an Russland und weitere über 400.000 Tonnen an weitere internationale Destinationen.
Im Vermarktungsjahr 2015/16 exportierte Kasachstan 8,4 Mio. Tonnen Getreide (+27% zum Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

09.09.2016 Rumänischer Weizen: Volatile Frachtraten Grund für Lieferstopp?

Das rumänische Agrarministerium in Bukarest teilte heute mit, dass die Weizenpartie über 63.000 Tonnen für Ägypten, die gestern nicht abgeschickt wurde, mit 0,0001 % extrem geringe Spuren von Mutterkorn aufwiesen. Ägypten hat aber keine Toleranzgrenze für den Pilz. International übliche Handelsbedingungen akzeptieren 0,005 % Mutterkornpilze in der Lieferung.
Ein Ministeriumssprecher geht davon aus, dass die Käufer nicht die Weizenqualität bemängelt hätten, sondern die stark sinkenden Frachtraten Grund für die Ablehnung waren.

09.09.2016 Südkorea kaufte gestern 60.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas MFG (Major Feedmill Group) hat gestern im Rahmen einer privatrechtlichen Vereinbarung 60.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zur Lieferung am 20. Januar 2017 gekauft. Verkäufer war Cargill zum Preis von $180,25/Tonne c&f zzgl. eines Aufschlags von $1,25/Tonne für die Entladung an einer weiteren Verladestelle.

09.09.2016 Russischer Getreidehändler zieht Weizen aus Ägypten ab

Der Getreidehändler Medsofts plant, den Re-Export einer Schiffsladung von 31.000 Tonnen russischen Weizen, der in Ägypten seit Ende Juli auf Entladung wartet. Es gab seither eine große Verwirrung über verschiedene ägyptische Vorschriften zur Beurteilung der Getreidequalität in Bezug auf Mutterkornbesatz. Zurzeit gibt es deshalb keine Weizenangebote an Ägypten von den internationalen Handelshäusern.
Die besagte Lieferung aus Russland traf am 22. Juli im Hafen von Damietta ein, erhielt aber bisher keine Entladegenehmigung der dortigen Quarantänebehörde. Die hohen Kosten während der Wartezeit führten jetzt zu der Entscheidung des Lieferanten, das Schiff abzuziehen. Experten meinen, es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis es in Ägypten ein Weizendefizit gibt.
Gestern Morgen hatte der rumänische Getreidehändler Cerealcom Dolj erklärt, man werde eine Schiffsladung mit 63.000 Tonnen Weizen für Ägypten nicht abschicken, da beim Vertragsabschluss andere Regeln galten als jetzt von den Behörden verlangt werden. Der international übliche Standard sieht eine Toleranz von 0,05 % Mutterkorn für Weizenlieferungen vor. Ägypten toleriert aber gar keinen Mutterkornbesatz.

09.09.2016 Taiwan kauft 87.900 Tonnen Weizen in den USA

Taiwans Flour Millers Association hat 87.000 Tonnen Mahlweizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens in den Vereinigten Staaten gekauft. Der Kauf, der aus mehreren Sendungen besteht, umfasst eine Reihe an Weizenqualitäten. Quelle: Reuters

09.09.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen, der schwächere US-Dollar sowie die Erwartung besserer Exportchancen am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und zeigten sich freundlicher. Nur der auslaufende Septembertermin gab weiter deutlich nach. Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 06.09.16 Exportlizenzen für 521.000 Tonnen Weizen. Bisher wurden Exportlizenzen für 5,063 Mio. Tonnen erteilt (Vergleichswert Vorjahr: 3,391 Mio. Tonnen). Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat zwischen 300.000 und 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Preis von $197/Tonne c&f gekauft. Aufgrund der schlechten französischen Ernte mit schwachen Qualitäten rechnen Händler damit, dass der Weizen neben Frankreich im Vereinigten Königreich, Deutschland, Polen und in den Vereinigten Staaten gekauft wurde. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 2,00 über Dezember 16.

08.09.2016 Rumänisches Handelshaus lehnte Lieferung an Ägypten zu neuen Bedingungen ab

Rumäniens Getreidehandelshaus Cerealcom Dolj hat klargestellt, dass man selbst entschieden habe, die Weizenlieferung über 63.000 Tonnen Weizen nicht an Ägypten zu liefern, nachdem Ägypten überraschend zur „0-Toleranz-Politik“ bei Mutterkorn zurückgekehrt sei.
Das Geschäft wurde am 16 Juli abgeschlossen. Vereinbart wurde der Verkauf von 63.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft mit einem maximalen Mutterkornbesatz von 0,05% zur Verladung zwischen dem 20. bis 30. August im rumänischen Hafen Constanza.
Der Verladeprozess begann am 27. August. Am 28. August entschied die ägyptische Quarantäne-Behörde, nur noch Weizen ohne Spuren von Mutterkorn in Land zu lassen. Insofern wurde man aufgefordert, zu den neuen Bedingungen zu liefern. Das wurde seitens Cerealcom Dolj abgelehnt. Daher wurde die bereits beladene Ware wieder entladen. Quelle: Reuters

08.09.2016 EU-Kommission erteilt Exportlizenzen für 521.000 Tonnen Weizen
Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 06.09.16 Exportlizenzen für 521.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 5,063 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 3,391 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 39.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 462.000 Tonnen.
 
08.09.2016 Doppelschlag für Weizenanbieter aus dem Schwarzmeerraum

Müller in Asien haben in den letzten Tagen bevorzugt australischen Weizen geordert, da dort die Preise nachgaben und das Angebot inzwischen auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger ist. Das ist ein Rückschlag für die Anbieter aus dem Schwarzmeerraum, die sich dort größere Marktanteile sichern wollten.
In den letzten zehn Tagen kauften asiatische Mühlen bis zu 400.000 Tonnen Mahlweizen aus der nächsten australischen Ernte zur Lieferung im Dezember und Januar, so die Information aus einem internationalen Handelshaus in Singapur. Es wurde auch Futterweizen geordert.
Die Weltmarktpreise für Weizen waren vor einer Woche auf das niedrigste Niveau seit zehn Jahren gesunken, da in einigen Kernanbauregionen der Welt Rekorderträge eingefahren wurden. Australischer Weizen mit 10,5 % Protein kostet jetzt in Asien 205 bis 210 USD/Tonne c&f, während man für Schwarzmeer-Weizen 195 bis 200 USD/Tonnen c&f bezahlen soll. Die Prämie von bis zu 15 USD/Tonnen wird akzeptiert, weil Weizen aus Australien sauberer und trockener ist und auch einen höheren Proteingehalt hat. Zuvor war die Prämie noch höher.
Bangladesch war einer der aktivsten Käufer für Schwarzmeerweizen und hatte fast eine Mio. Tonnen Weizen für die Lieferung zwischen August und Dezember geordert. Indonesien war mit 400.000 Tonnen dabei. Die Käufer schwenken jetzt aber auf australischen Weizen um. Indonesien orderte zuletzt 100.000 Tonnen Weizen für 210 USD/Tonne und Käufer aus den Philippinen nahmen 30.000 Tonnen Mahlweizen und sogar 60.000 Futterweizen ab. Dabei ist Futterweizen eigentlich eine Domäne für Lieferanten aus dem Schwarzmeerraum.
Für die Anbieter von dort ist es bereits der zweite Schlag in wenigen Tagen, denn die strikte Anwendung der Ägypter ihrer Null-Toleranzpolitik in Sachen Mutterkorn ist aus dieser Region kaum einzuhalten. Gestern wurde aus diesem Grund bereits eine Weizenlieferung aus Rumänien schon bei der Beladung abgewiesen.
Australiens Getreideernte startet im Oktober und man erwartet dort 28 Mio. Tonnen, was ein neuer Rekord werden könnte, wenn die Vegetationsbedingungen dort so gut bleiben wie bisher.

08.09.2016 Algerien kauft 300.000 - 400.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat zwischen 300.000 und 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $197/Tonne c&f gekauft. Das melden europäische Händler. Einige Händler schätzen das Volumen sogar auf 500.000 Tonnen. 
Da Algerien, der einer der größten Weizenimporteure weltweit ist, Details seiner Geschäfte nicht veröffentlich, handelt es sich lediglich um Schätzungen. Die Lieferung soll hauptsächlich im Oktober erfolgen, eine kleinere Menge ist für den November geplant.
Traditionell kauft Algerien seinen Weizen in Frankreich, aufgrund der schlechten französichen Ernte mit schwachen Qualitäten rechnen Händler damit, dass der Weizen neben Frankreich im Vereinigten Königreich, Deutschland, Polen und in den Vereinigten Staaten gekauft wurde. Quelle: Reuters
08.09.2016 40 Mio. Tonnen Exportüberschuss in der Ukraine

Ukraines Getreide-Exportüberschuss könnte in dieser Vermarktungsperiode auf fast 40 Mio. Tonnen kommen. Das wären 400.000 Tonnen mehr als im Vorjahr, teilte das Agrarministerium in Kiew heute mit. Die Getreideernte des Schwarzmeerlandes war mit 62-63 Mio. Tonnen besser als erwartet und ermöglicht deshalb höhere Exporte. Im Vorjahr wurden 60 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Der drittgrößte Getreideexporteur der Welt hat bis zum 7. September 38,6 Mio. Tonnen von 69 % der Anbaufläche Getreide geerntet. Der Durchschnittsertrag lag bei 3,9 Tonnen/Hektar, im Vergleich zu 3,59 Tonnen/Hektar im Vorjahr.
Der Verband der Getreidehändler UZA schätzte bereits im letzten Monat, dass das 43 Millionen-Volk 41 Mio. Tonnen Getreide exportieren könne, das Agrarministerium geht davon aus, dass 17 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt werden.

08.09.2016 AMIS Market Monitor No. 41 / September 2016

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 8. September finden Sie auf unserer Homepage unter:

Fakten für Profis/AMIS Market Monitor

08.09.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie die Hoffnung auf Exportaktivitäten Richtung Nordafrika ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 300.000 Tonnen EU-Weizen und 300.000 Tonnen US-Weizen zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben. Die kanadischen Weizenbestände per 31. Juli sanken weniger stark, als im Vorfeld erwartet. Mit 5,167 Mio. Tonnen Weizen beträgt der Rückgang zum Vorjahr 26,8%. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde unverändert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben leicht nach. Ägyptische Inspektoren haben 63.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft im Rahmen einer Prüfung in einem rumänischen Hafen zurückgewiesen, weil in der Sendung eine Verunreinigung mit Mutterkorn festgestellt wurde. Frankreichs Weizenexporte sanken im Juli 2016 um 14%, verglichen mit Juli 2015. Die Prämien in Hamburg für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September sanken um € 0,50 auf € 2,00 über Dezember 16.

07.09.2016 Ägypten lehnt Lieferung über 63.000 Tonnen Weizen aus Rumänien ab

Ägyptische Inspektoren haben 63.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft im Rahmen einer Prüfung in einem rumänischen Hafen zurückgewiesen, weil in der Sendung eine Verunreinigung mit Mutterkorn festgestellt wurde. Käufer der Sendung war der staatliche Getreideeinkäufer GASC.
Das ägyptische Gesundheitsministerium gab Anfang dieser Woche bekannt, keine Mutterkornpilzspuren bei den Weizenimporten mehr zu akzeptieren. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit dem Agrarministerium gefasst. Von der GASC war niemand zu einer Stellungnahme bereit.

07.09.2016 Marokko sucht Weizen
Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 300.000 Tonnen EU-Weizen und 300.000 Tonnen US-Weizen zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben.
Die Angebotsfrist für den US-Weizen endet am 20. September, die Lieferung soll bis zum 31. Dezember erfolgen. Beim EU-Weizen endet die Angebotsfrist am 21. September, die Lieferung soll ebenfalls bis zum 31. Dezember erfolgen.
Außerden sucht Marokko 45.000 Tonnen Durum-Weizen aus der EU.
Der von der Regierung Marokkos festgelegte „normale“ Importzoll für Weichweizenimporte beträgt bis zum Ende des Jahres 30%. Quelle: Reuters
07.09.2016 Indien erntet mehr Weizen und muss dennoch seine Importe steigern

Der U.S.-Agrarattache´ in Indien schätzt die diesjährige Weizenernte dort auf 90 Mio. Tonnen und damit um zwei Mio. Tonnen größer als im letzten USDA prognostiziert. Im Vorjahr erntete Indien 86,4 Mio. Tonnen Weizen.
Da die Versorgungslage auf dem Subkontinent derzeit sehr eng ist, müssen in diesem Jahr mindestens zwei Mio. Tonnen Weizen importiert werden. Im Vorjahr lagen die Importmengen auf insgesamt 520.000 Tonnen.

07.09.2016 Kanada: Weizenbestände per 31. Juli höher als erwartet

Statistics Canada hat heute seine Schätzung der kanadischen Bestände per 31. Juli veröffentlicht. Etwas weniger stark, als im Vorfeld erwartet, sanken die Weizenbestände. Mit 5,167 Mio. Tonnen Weizen beträgt der Rückgang zum Vorjahr 26,8%. Erwartet wurde ein Rückgang auf 4,29 Mio. Tonnen = 39%.
Die Canola Bestände sanken lt. Statistics Canada auf 2,016 Mio. Tonnen (-20,7%). Erwartet wurde ein Rückgang auf 1,27 Mio. Tonnen (-45%)

07.09.2016 Syrien verschiebt Angebotsfrist für Weizenausschreibung

Syriens staatliche Getreideagentur Hoboob hat die Angebotsfrist für den Tender zum Kauf von 1 Mio. Tonnen Weizen russischer Herkunft vom 8. September auf den 19. September verschoben, so eine Quelle aus Regierungskreisen. Ursprünglich endete die Angebotsfrist am 24. August.

07.09.2016 Japan senkt Preise für Importweizen um 7,9 %

Japan setzt seine Preisforderungen für importierten Weizen gegenüber den Mühlenunternehmen im Land für den Lieferzeitraum Oktober 2016 bis März 2017 auf einen Durchschnittspreis von 48.470 Yen (477 USD) /Tonne. Das sind 7,9 % weniger als im letzten halben Jahr.
Das Landwirtschaftsministerium begründet seine Entscheidung heute auf seiner Homepage, damit dass der Wechselkurs des Yen stark sei und damit die Importkosten niedrig bleiben. Außerdem seien die weltweiten Vorräte sehr groß und die Preise am internationalen Markt niedrig.
Japan ist der sechst-größte Weizenimporteur der Welt. Das Agrarministerium kauft mittels Ausschreibungen meist Mahlweizen in fünf verschiedenen Qualitäten aus den Ländern Australien, Kanada und den USA. Dieser Weizen wird dann an lokale Mühlenunternehmen zu vorher festgesetzten Preisen verkauft. Die Preisfixierung erfolgt zweimal im Jahr.
Für den letzten Sechsmonats-Zeitraum hatte man einen Preis auf 52.610 Yen verlangt.

07.09.2016 Taiwan sucht US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 87.900 Tonnen Milling Wheat Grade 1 aus den Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am Freitag, den 9. September. Quelle: Reuters

07.09.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie technische Verkäufe ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Mit 639.350 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Erwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. In Russland wurden bisher 95,6 Mio. Tonnen Getreide von 73 % der Anbaufläche geerntet. Darin enthalten sind 66,274 Mio. Tonnen Weizen. Russlands IKAR schätzt die russische Getreideernte nun auf 118 Mio. Tonnen (+ 2 Mio. Tonnen zur vorherigen Prognose). Laut einer Reuters Umfrage im Vorfeld der Veröffentlichung des Statistics Canada Reports sanken Kanadas Weizenbestände per 31. Juli auf 4,29 Mio. Tonnen, ein Rückgang um 39% und der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Die Prämien in Hamburg für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September stiegen um € 1,00 auf € 2,50 über Dezember 16.

07.09.2016 US-Sommerweizenernte: 91% der Sommerweizenbestände sind geerntet

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 04.09.16 91% der US-Sommerweizenbestände geerntet sind. In der Vorwoche waren es 81%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 92%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 75%.

06.09.2016 US-Export-Inspections: Weizen-, Mais- u. Sojabohnen über den Erwartungen

06.09.2016 Kanadas Weizenbestände auf Allzeit-Tief

Die Weizenbestände Kanadas sanken im Sommer auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung. Auch die Canola-Bestände schrumpften deutlich zum Vorjahr. Zum Wiederaufbau der Bestände sind Rekordernten von Nöten.
Einer Reuters Umfrage unter 11 Händlern und Analysten im Vorfeld der Veröffentlichung des Statistics Canada Reports sanken die Weizenbestände in gewerblichen Lägern und in den Lägern der Landwirtschaft per 31. Juli auf 4,29 Mio. Tonnen, ein Rückgang um 39% und der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1980. Grund dafür ist die geringere Weizenproduktion im vergangenen Jahr in Verbindung mit der guten Exportnachfrage.
Die Canola Bestände schrumpften der Umfrage zufolge per 31. Juli um 45% zum Vorjahr auf 1,27 Mio. Tonnen, der niedrigste Wert seit 3 Jahren.

06.09.2016 Brasilien: Conab reduziert Prognose der Maisernte 2015/16

Brasiliens Conab hat die Prognose der Maissernte 2015/16 erneut reduziert. Auf 66,98 Mio. Tonnen wird die gesamte Maisernte gegenwärtig geschätzt. Im August lag die Prognose noch bei 68,48 Mio. Tonnen. In der zwölften und damit finalen Ernteschätzung rechnet Conab mit einer Winter-Maisernte in einem Volumen von 41,13 Mio. Tonnen (August: 42,59 Mio. Tonnen). Die Maisexporte werden in dieser Saison auf 20 Mio. Tonnen geschätzt versus 30,2 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Sojabohnenernte schätzt Conab auf 95,43 Mio. Tonnen (Vormonat: 95,42 Mio. Tonnen). Zum Export stehen 54,1 Mio. Tonnen Sojabohnen zur Verfügung. Damit wird Brasilien seine Position als weltgrößter Sojabohnenexporteuer behaupten.
Auf 6,16 Mio. Tonnen wird die Weizenernte von Conab geschätzt versus 6,20 Mio. Tonnen im Vormonat. Quelle: Reuters

06.09.2016 Ägypten: Parlament ernennt heute Mohamed Ali El-Sheikh als Versorgungsminister

Das ägyptische Parlament wird heute General Mohamed Ali El-Sheikh als Versorgungsminister ernennen. El-Sheikh ist Nachfolger von Khaled Hanafi, der im Zusammenhang mit einem großen Korruptionsskandal steht, bei dem es um Subventionsbetrug in einer Höhe von einer Millionen Dollar geht. Dazu wurde Weizen für die staatliche Armenspeisung gekauft, der nicht existierte. Das Ministerium ist verantwortlich für Ägyptens staatliches Subventionsprogramm.

06.09.2016 Russlands Getreideernte zu 73 % abgeschlossen – Anbauausweitung für 2017

In Russland wurde bis Gestern 95,6 Mio. Tonnen Getreide von 73 % der Anbaufläche geerntet. Darin enthalten sind 66,274 Mio. Tonnen Weizen, 17,418 Mio. Tonnen Gerste, 0,3 Mio. Tonnen Mais und 5,392 Mio. Tonnen Zuckerrohr. Der Durchschnittsertrag wird vom Agrarministerium in Moskau mit 2,77 Tonnen/Hektar angegeben (Weizen: 3,1 Tonnen/Hektar). Im Vorjahr war der Durchschnittsertrag 2,64 Tonnen/Hektar (Weizen: 2,96 Tonnen/Hektar).
Russlands Bauern haben auch mit der Aussaat des Wintergetreides für die Ernte in 2017 begonnen. Sie wollen den Getreideanbau um 6 % ausweiten, so eine Erhebung des Ministeriums. Bisher sind 25 % der geplanten 17,35 Mio. Hektar bestellt. Im Vorjahr war die Anbaufläche relativ klein, da widrige Wetterverhältnisse die Aussaat erschwerten.

06.09.2016 Getreidemail

In den Vereinigten Staaten blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Labor Day" geschlossen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat schwächer.
An der Euronext in Paris standen die Weizennotierungen bei geringen Handelsumsätzen unter leichtem Verkaufsdruck.
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben.  Dabei könnten Deutschland, Polen und/oder Skandinavien zum Zuge kommen und den Stammlieferanten Frankreich ablösen. Frankreich litt unter ungünstigen Wetterbedingungen, die zu einer 30% kleineren Weizenernte und schlechteren Qualitäten führte. Russlands Getreideexporte im Zeitraum 1. Juli bis 31. August erreichten ein Volumen von 5,4 Mio. Tonnen (davon 4,5 Mio. Tonnen Weizen). Im direkten Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 7%. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,50 über Dezember 16.

06.09.2016 CBoT-Weizenkurse nach kurzer Rally heute Morgen unter Druck

Nach einem langen Wochenende in den USA starten die CBoT-Weizenfutures heute Morgen nach einer kleinen Rally in der letzten Woche mit schwächeren Kursen in den Handelstag. Das große weltweite Angebot sowie die bevorstehende Maisernte belasten die Kurse.
Die Obergrenze der Maiskurse wird von asiatischen Brokern heute bei 3,3 USD/bu gesehen. Außerdem gibt es einen Verkaufsdruck wegen der verwirrenden Politik Ägyptens in Sachen Mutterkorntoleranz. Eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen wurde letzte Woche storniert, da sich nur ein Verkäufer traute, auf die verschärften Einkaufsbedingungen eine Offerte abzugeben.

05.09.2016 EU-Weizenkurse bei wenig Umsatz schwächer

Die Kurse des Matif-Weizenfutures stehen heute bei geringen Umsätzen unter Druck, während der U.S.-Feiertag „Labor Day“ das Tempo aus dem Umsatz nimmt. Händler sind gespannt, über den Ausgang einer Algerien-Ausschreibung zum Kauf von Weizen. Das Ergebnis könnte Hinweise über die Warenflüsse für Getreide in der aufkommenden Vermarktungssaison geben.
Die Weizenkurse wurden in den vergangenen Wochen durch eine sehr große Getreideernte am Schwarzen Meer und in Amerika gedrückt. Damit ist das weltweite Angebot mehr als ausreichend, obwohl Frankreichs Weizenernte so schlecht ausfiel, wie seit 30 Jahren nicht mehr. In Europa gibt es sehr unterschiedliche Qualitäten.
Russlands Regierung hat entschieden, in den kommenden zwei Jahren keine Exportzölle für Weizenexporte mehr zu erheben. Außerdem gibt es verwirrende Meldungen über die Qualitätsanforderungen Ägyptens für seine Weizenimporte. Das hat die Stimmung am Markt gedrückt. Marktteilnehmer warten ab, ob sich der Kursanstieg in Chicago der letzten beiden Handelstage fortsetzt.
Bei dem Algerientender könnten Deutschland, Polen und/oder Skandinavien zum Zuge kommen und den Stammlieferanten Frankreich ablösen. Die Frist der Ausschreibung endet für die Anbieter am kommenden Mittwoch. Im August sank das tägliche Handelsvolumen der Matif-Agrarderivate um 31 %, auch das ist wohl eine Folge aus der kleineren französischen Getreideernte.

05.09.2016 Mutterkorn: Ägyptens Gesundheitsministerium auf Linie mit Agrarressort

Das ägyptische Gesundheitsministerium wird zukünftig keine Mutterkornpilzspuren bei den Weizenimporten mehr akzeptieren. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorgelegt wurde.
Diese Entscheidung wurde letzte Woche in Abstimmung mit dem Agrarministerium gefasst, was dazu führte, dass die Einfuhrbestimmungen wieder mit einer „0-Toleranz“ für Mutterkorn belegt wurden.

05.09.2016 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen zur Lieferung in der ersten und/oder zweiten Oktoberhälfte. Die Angebotsfrist endet am 7. September. Gewöhnlich kauft Algerien größere Mengen, als ursprünglich ausgeschrieben.
Algeriens traditioneller Weizenlieferant Frankreich litt unter ungünstigen Wetterbedingungen, die zu einer 30% kleineren Weizenernte und schlechteren Qualitäten führte. Es wird vermutet, dass Algerien in den kommenden Monaten auch Weizen anderer Herkunft kaufen könnte.

05.09.2016 Russland: Weizen-Exportpreise im Wochenvergleich erneut rückläufig

Der Schwarzmeer-Preis für russischen Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im September lag Ende letzter Woche bei $170,50 FOB. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um $1,50. Das meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC stornierte vergangene Woche den ausgeschriebenen Weizentender, weil sich nur ein Bieter an der Ausschreibung beteiligte. Grund für die Zurückhaltung der Bieter ist die Wiedereinführung der „0-Toleranz-Politik“ beim Mutterkorn, mit der Ägypten den Markt Ende August überraschte. Nach Meinung vieler Marktbeteiligter wird Ägypten dadurch große Schwierigkeiten haben, seinen riesigen Importbedarf zu decken. Auch werde sich die Entscheidung negativ auf die Schwarzmeer-Weizenexporte auswirken, bis das Problem gelöst ist.
Russlands Getreideexporte im Zeitraum 1. Juli bis 31. August erreichten ein Volumen von 5,4 Mio. Tonnen (davon 4,5 Mio. Tonnen Weizen). Im direkten Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 7%.
Auf dem lokalen russischen Markt hält die Landwirtschaft Weizenpartien höherer Qualität in der Hoffnung steigender Preise weiter zurück. Im europäischen Teil Russlands stiegen die Preise für lokalen Weizen in der vergangenen Woche um 100 Rubel auf 10.050 Rubel ($155) pro Tonne frei Hof.

05.09.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 23.08. - 30.08. um 475 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 17.421 Kontrakte. 121.873 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 23.08.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 17.896 Lots zur Vorwoche.

05.09.2016 CBoT-Mais- und -Weizenkurse erholen sich von mehrjährigen Tiefständen

Am vergangenen Freitag endete die Handelswoche am CBoT mit steigenden Kursen beim Mais und Weizen aufgrund von Short-Abdeckungen vor dem heutigen U.S.-Feiertag. Damit erholen sich die Kurse leicht von ihren mehrjährigen Tiefstständen.
Händler mit Shortpositionen wollten vor dem langen Wochenende ihr Portfolio in Sicherheit bringen, „weil man ja nie wissen kann, was alles passieren kann“.
Am vergangenen Mittwoch waren die Maiskurse am CBoT auf ein Sieben-Jahres-Tief gesunken, nachdem private Ernteschätzungen die sehr hohen Durchschnittserträge von 174,8 bpa erwarten. Die Weizenfutures notierten am gleichen Tag auf einem zehn-Jahres-Tief. Auch diese Kurse erholten sich bis zum Wochenende leicht. Die Verkaufsbereitschaft der U.S.-Farmer hat unterdessen abgenommen und es kommt auch am Kassamarkt zu einer technischen Erholung der Preise.
Indien hat in der letzten Woche 52.000 Tonnen Weizen in der Ukraine gekauft und Experten erwarten, dass das Land in dieser Vermarktungsperiode bis zu sechs Mio. Tonnen importieren muss, weil dort die strategischen Vorräte eine kritische Grenze unterschritten haben.

05.09.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondgesellschaften, erhöhte Kaufaktivitäten nach dem Kursrückgang auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren und positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago den zweiten Tag in Folge mit moderaten Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Russlands Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 könnten um 5 Mio. Tonnen auf 30 Mio. Tonnen steigen, weil die russische Regierung beschlossen hat, die Steuer auf Weizenexporte für 2 Jahre auf Null zu reduzieren. Die Börsen in den USA bleiben heute aufgrund des Feiertages "Labor Day" geschlossen. An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures am Freitag wenig verändert und die Kurse schlossen uneinheitlich. In Deutschland ist die Weizenernte abgeschlossen. Die Qualitäten sind regional sehr unterschiedlich, insgesamt aber in Ordnung. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September um € 0,50 auf € 1,50 über Dezember 16.

02.09.2016 Russland: Regierung reduziert Weizenexportsteuer für 2 Jahre auf Null

Die russische Regierung hat beschlossen, die Steuer auf Weizenexporte für 2 Jahre auf Null zu reduzieren. Das sagte der Premierminister Medvedev der russichen Nachrichtenagentur RIA. Das Landwirtschaftsministerium hatte zuvor vorgeschlagen, die Steuer vom 15. September bis zum 1. Juli 2018 auf Null zu reduzieren. Quelle: Reuters

02.09.2016 Indien: Importeure kaufen Weizen in der Ukraine
Indische Importeure haben in den vergangenen Wochen rund 52.000 Tonnen Weizen in der Ukraine gekauft. Im September sollen weitere 90.000 Tonnen folgen. Das melden europäische Händler. Die indische Weizenproduktion ist in den letzten zwei Jahren deutlich hinter ihrer Höchstmenge aus dem Jahr 2014 gesunken und hat dafür gesorgt, dass die Vorräte auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken sind und die Preise auf eine Rekord-Hoch getrieben wurden.
Es wird damit gerechnet, dass Indien weitere Mengen Weizen in der Ukraine, ordert. Quelle: Reuters

 

02.09.2016 Russland: Weizenexporte könnten um 5 Mio. Tonnen steigen

Russlands Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 könnten bei einer Reduzierung der russischen Weizenexportsteuer auf 0 um 5 Mio. Tonnen auf 30 Mio. Tonnen steigen. Das ist die Einschätzung des Landwirtschaftsministeriums.
Im August lag die Prognose der Weizenexporte des Ministeriums in eine Spanne von 26 – 30 Mio. Tonnen. Das Vermarktungsjahr beginnt in Russland am 1. Juli und endet am 30. Juni. Quelle: Reuters

02.09.2016 Indiens Nachfrage dürfte Anstieg des Weizenpreises auslösen

Weizenhändler und Branchenvertreter in Indien erwarten, dass der Subkontinent in den kommenden Monaten große Mengen Weizen am Weltmarkt kaufen wird. Das könnte die Weizenpreise aus ihrem 10-Jahres-Tief heben.
Die indische Weizenproduktion ist in den letzten zwei Jahren deutlich hinter ihrer Höchstmenge aus dem Jahr 2014 gesunken und hat dafür gesorgt, dass die Vorräte auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken sind und die Preise auf eine Rekord-Hoch getrieben wurden. Experten erwarten dort demnächst noch höhere Preise.
In dien hat in diesem Jahr bereits 600.000 Tonnen Weizen gekauft und damit mehr als in den letzten neun Jahren. Fachleute erwarten, dass die Regierung in Delhi bald die Importzölle in Höhe von 25 % abschaffen werden, damit die Importe billiger werden und kein Engpass im Land entsteht.
Die Versorgungssituation wird von der Mühlenindustrie im Land als sehr ernst beschrieben. Man fordert eine Revision der Importpolitik, um den Markt wieder ins Lot zu bringen. Im Inland gibt es so gut wie keine freien Offerten für die Mühlen. Die Mehlproduktion liegt derzeit weit unter der Menge, die die Regierung vorgibt.
Ein Weizenimport von Indien, das sowohl zweitgrößter Produzent als auch zweitgrößter Weizenkonsument der Welt ist, könnte die globalen Weizenpreise aus ihrer Depression holen, obwohl die weltweiten Weizenbestände auf die Rekordmenge von 252,8 Mio. Tonnen geschätzt werden. Es kommt nur selten vor, dass Indien Weizen im Ausland kauft. Im Jahr 2006 kaufte Indien zuletzt rund sieben Mio. Tonnen. Damals war die weltweite Produktion aber längst nicht so hoch wie jetzt. Der Weltmarktpreis stieg dann um 50 %, da Indien als Käufer auftrat. Indiens Versorgungsminister sagt jetzt aber, dass es keinen Grund zur Panik gibt. Er gibt zu verstehen, dass man die Lage im Griff habe und derzeit keine Versorgungsprobleme sehe. Allerdings ermuntere man die privaten Händler und Mühlen so viel Weizen wie möglich zu kaufen. Am Weltmarkt gibt es schließlich genug und es besteht auch noch die Möglichkeit, die Importzölle zu senken oder abzuschaffen.
Experten von Handel und Industrie erwarten, dass demnächst mindestens vier bis sechs Mio. Tonnen Weizen am Weltmarkt gekauft werden. Wie eng die Versorgung in Indien ist, zeigt, dass in der letzten Woche nur 500 Tonnen Mehl aus staatlichen Beständen freigegeben wurden, statt der üblichen 5.000 Tonnen. Erst nach Protesten wurde die Menge auf 2.000 Tonnen erhöht.
Im Juni stiegen die Weizenpreise in Indien auf ein Rekordhoch und der Spread zum Weltmarktpreis stieg auf ein Allzeithoch. Indiens Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Weizenernte auf 93,5 Mio. Tonnen (Vj.:86,53) der Handel geht allerdings von nur 84 Mio. Tonnen aus. Die staatlichen Reserven waren am 1. August in Indien bei 26,9 Mio. Tonnen mit stark sinkender Tendenz. Es werden derzeit pro Monat 2,5 bis 3 Mio. Tonnen abgerufen, sonst sind es 1,5 bis 2 Mio. Tonnen. Deshalb schätzt man den Endbestand im April auf nur noch 5 bis 6 Mio. Tonnen. Die Mindestreserve (am 1. April) wurde im Jahr 2010 auf 7,5 Mio. Tonnen festgelegt. Im Jahr 2016/17 wird der Konsum allerdings bereits 93,1 Mio. Tonnen sein, während es im Jahr 2010/11 elf Mio. Tonnen weniger waren.
Aufgrund der sehr hohen Weizenbestände am Weltmarkt dürfte der Einfluss Indiens auf den Weltmarktpreis nicht so groß sein, wie im Jahr 2006. Für die Lieferanten aus Australien wäre die indische Nachfrage allerdings ein Glücksfall. Der viertgrößte Weizenexporteur der Welt erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 28 Mio. Tonnen und bisher enttäuschten die Verkäufe.

02.09.2016 Getreidemail

Technische Käufe nach 8 Sitzungen in Folge mit Verlusten sowie Positionierungen vor dem verlängerten Wochenende (Montag US-Labor-Day) ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales blieben mit nur 279.400 Tonnen Weizen hinter den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut mit leichten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen ebenfalls fester. Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 30.08.16 Exportlizenzen für 523.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 4,542 Mio. Tonnen liegen die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 3,337 Mio. Tonnen.
In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September um € 0,50 auf € 2,00 über Dezember 16.

02.09.2016 Weizen: Shortabdeckungen und Hoffnungsschimmer aus Indien

Vor dem Tag der Arbeit in den USA, der „Labor-Day“ am kommenden Montag, kommt es an der CBoT zu umfangreichen Shortabdeckungen bei den Weizenfutures. Das führt dazu, dass die Kurse am zweiten Tag in Folge steigen, was aber nichts daran ändert, dass es wir heute wohl den zweiten Wochenverlust in Folge verbuchen werden. Die Versorgungslage auf der Welt ist üppig.
Der Wochenverlust war in dieser Woche bisher 2,5 % und in der Woche davor sogar 8,4 %.
Es gibt aber auch einen Hoffnungsschimmer für den Kassamarkt, denn Indien wird wohl noch im September damit beginnen, größere Mengen Weizen am Weltmarkt einzukaufen. Seit 2014/15 zehrt Indien an seinen Vorräten, da die Ernten aufgrund des Wetterphänomens El Nino klein ausfielen und der Weizenverbrauch aufgrund der steigenden Bevölkerungszahlen stieg. Die Weizenpreise in Indien sind seither auf eine Rekordhoch gestiegen und werden wohl noch weiter steigen.

01.09.2016 Europäische Kommission erteilte Exportlizenzen für 523.000 Tonnen Weizen
Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 30.08.16 Exportlizenzen für 523.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 4,542 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 3,337 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 68.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 423.000 Tonnen.
01.09.2016 Frankreich: Bericht zur französischen Weizenqualität aktualisiert

Der jüngste Bericht von FranzcAgriMer in Zusammenarbeit mit dem technischen Institut  Arvalis zur Qualität der französischen Weichweizenernte wurde gestern veröffentlicht. Er zeigt, dass per 29. August über 80% der hauptsächlich in Nordfrankreich gesammelten Proben ausgewertet wurden, so FranceAgriMer.
Spezifisches Gewicht:
23% der Ernte verfügt nach Auswertung der Proben über ein spezifisches Gewicht von über 76 kg pro Hektoliter (Vorwoche: 28%). Vor einem Jahr lag der Anteil des Weizens, mit einem spezifischen Gewicht von über 76kg/hl bei 99%, der Anteil mit einem spezifischen Gewicht von über 78kg/hl lag bei 90%.
Proteingehalt:
64% der Ernte weist einen Proteingehalt von durchschnittlich über 12,5% aus (Vorwoche: 65%). Der durchschnittliche Proteingehalt der gesamten französischen Weizenernte liegt bei über 11%. Vergangenes Jahr erreichten nur 49% einen Proteingehalt von über 11%.
Proteingehalte tendieren bei schwachen Erträgen dazu, anzusteigen. Die Weizenbestände in Frankreich litten unter heftigen, langanhaltenden Regenfällen Ende Mai/Anfang Juni und die Ernte fällt ca. 30% kleiner aus, als die Ernte 2015.
Fallzahlen:
75% der Ernte weist Fallzahlen von über 240 Sekunden aus versus 95% im vergangenen Jahr.

01.09.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen gestern den achten Tag in Folge mit Verlusten. Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, Ägyptens Stornierung der Weizenausschreibung sowie schwache Rohölnotierungen belasteten den Markt. Kursstützend wirkte der Verkauf von 138.000 Tonnen US-Hard Red Winter Weizen zur Lieferung an eine unbekannte Destination im Vermarktungsjahr 2016/17. Fondsgesellschaften verkauften gestern rund 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. An der Euronext in Paris gerieten die Weizennotierungen erneut unter Druck und gaben auf allen Terminen nach. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC stornierte gestern den Weizentender aufgrund der sehr geringen Beteiligung. Lediglich das Handelshaus Venus hat 55.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zum Preis von $179,32/Tonne FOB angeboten. Bulgarien erntet nach eigenen Angaben in diesem Jahr Weizen in einem Volumen von über 5,6 Mio. Tonnen. Das ist die größte Ernte seit 36 Jahren. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 2,50 über Dezember 16.

01.09.2016 Weizenkurse prallen an 10-Jahres-Tief ab

Zum gestrigen Handelsschluss erholten sich die Kurse des CBoT-Weizens spürbar und auch heute Morgen baut sich dieser positive Trend weiter aus. Das wird mit Gewinnmitnahmen begründet, die nach dem 10-Jahres-Tief für die Halter von Short-Positionen heftig ausfielen.
Die Preise deutlich unter der vier-Dollar-Marke werden von den Mühlen genutzt, um sich mit Weizen einzudecken, auch wenn Ägypten den Vorgestern ausgeschrieben Tender wieder zurückzog.
Es war der erste Tender nachdem das ägyptische Landwirtschaftsministerium zur „0-Toleranz-Politik“ in Sachen Mutterkornbesatz zurückkehrte. Händler sind nicht gewillt, das Beanstandungsrisiko einzugehen und es gab nur eine Offerte zu einem Preis, der 6 bis 7 USD/to über dem marktüblichen Preis lag. Mutterkornfreien Weizen kann man in den gewünschten Mengen kaum bekommen und Ägypten muss sich jetzt überlegen, ob man einen Kompromiss findet. Tunesien, ein ebenso großer Weizenkäufer, profitiert derzeit von den niedrigen Weizenpreisen an Weltmarkt.
Gestern konnten Exporteure 138.000 Tonnen U.S.-Weizen (HRW) an eine unbekannte Adresse verkaufen.

01.09.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 6.000 Lots CBoT Sojabohnen
Spanne der Schätzungen:
Sojabohnen: -5.000 bis -7.000 Lots
Weizen: -1.000 bis -3.000 Lots
Mais: -5.000 bis 3.000 Lots
31.08.2016 Nur eine Offerte für Ägyptentender: Kurse des Matif-Weizen unter Druck

Die Weizenpreise in Europa geraten heute Nachmittag in einem dünnen Handel unter Druck, weil man erwartet, dass in den kommenden Wochen die internationale Nachfrage schwächer wird, nachdem es erneut Probleme mit Ägyptens Ausschreibungen gibt.
Das staatliche ägyptische Handelshaus GASC erhielt heute nur eine Offerte für Weizen aus der Ukraine, ca. 6 €/Tonnen teurer als in der letzten Woche. Es war die erste Ausschreibung Ägyptens nachdem bekannt wurde, dass es keine Toleranz bezüglich des Besatzes mit Mutterkorn mehr gibt. Man fragt sich in Europa, wohin der Weizen abfließen soll, wenn nicht einmal der größte Weizenkunde der Welt Offerten bekommt.
Händler und Beobachter der Pariser Terminbörse sind nicht überrascht darüber dass es keine Anbieter zu den verschärften Bedingungen mehr gibt. Das Risiko einer Beanstandung ist den Händlern zu groß. Frankreich ist derzeit allerdings ohnehin nicht am internationalen Getreidemarkt beteiligt, da hier die Ernte sehr klein war und der Weizen über dem internationalen Preisniveau notiert.
Auch Weizen mit 12 % Protein ab Hamburg notiert mit eine Prämie von 2 bis 2,5 €/Tonne über den Pariser Börsennotierungen. Trotz der vielen Regenfälle sind die Qualitäten des norddeutschen Getreides ganz ordentlich. Und auch die Länder im Baltikum haben genügend gute Qualitäten eingefahren.

31.08.2016 Tunesien kauft nur 50.000 Tonnen Weizen und 25.000 Tonnen Gerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer erwirbt in einer Ausschreibung, die heute endete, 50.000 Tonnen Mahlweizen und rund 25.000 Tonnen Futtergerste von Nidera aus optionaler Herkunft.
Der Weizen wird in zwei Teilmengen von je 25.000 Tonnen in der Zeit zwischen dem 25. Oktober und dem 25. Dezember zum Preis von 178,75 Tonne c&f geliefert. Die Futtergerste kostet 164,83 USD/Tonne c&f und soll in der Zeit vom 5. November bis 15. Dezember eintreffen.
Die Ausschreibung lautete über 134.000 Tonnen Weizen und 75.000 Tonnen Gerste.

31.08.2016 Bulgarien: Größte Weizenernte seit 1980

Bulgarien erntet nach Meldungen des Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr Weizen in einem Volumen von über 5,6 Mio. Tonnen. Das ist die größte Ernte seit 36 Jahren. Die Gerste-Ernte wird vom Ministerium auf 717.975 Tonnen geschätzt (Vorjahr: 716.600 Tonnen). Quelle: Reuters

31.08.2016 Mexiko kauft 275.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten
US-Exporteure melden den Verkauf von:
138.000 Tonnen Hard Red Winter-Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an eine unbekannte Destination
275.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Mexiko
187.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an China.
Quelle: Reuters
31.08.2016 Tunesien/Weizenausschreibung : Günstigstes Angebot bei $178,75/Tonne c&f
Das niedrigste Angebot in der Ausschreibung Tunesiens zum Kauf von 134.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft lag bei $178,75/Tonne c&f, gefolgt von weiteren Angeboten mit Preisen gerade über $179,00 /Tonne. Bisher wurde noch kein Verkaufsabschluss gemeldet. Ergebnisse sollen am späten Nachmittag veröffentlicht werden.
Tunesins Getreideagentur wählt nicht zwingend das günstigste Angebot, wenn weitere Vertragsbedingungen unattraktiv erscheinen. Quelle: Reuters
31.08.2016 Ägypten: Nur eine Offerte im Weizen-Tender

Die Beteiligung an der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen zur Lieferung im Zeitraum 5. – 15. Oktober ist erwartungsgemäß sehr gering ausgefallen. Lediglich ein Angebot wurde abgegeben.
Das Handelshaus Venus hat 55.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zum Preis von $179,32/Tonne FOB angeboten.
Nachdem Ägypten am vergangenen Sonntag eine Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn vollzog, war damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen werde und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.

Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.

31.08.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago standen gestern erneut unter Druck. Technische Verkäufe, die weltweit sehr gute Versorgungslage sowie der stärkere US-Dollar drückten den Kurs auf ein 10-Jahres-Tief.
Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse der alten Ernte legten zu. Unterstützung erhielt der Markt vom schwächeren Euro. Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der nutzbaren Weichweizenproduktion 2016 in der Europäischen Union auf 133,3 Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose noch bei 144,5 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode wurde auf 8,0 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose im Vormonat: 10,1 Mio. Tonnen). Das Export-Volumen 2016/17 liegt der Schätzung nach bei 25,0 Mio. Tonnen. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September auf € 2,50 über Dezember 16.

31.08.2016 CBoT-Weizen: 20 % Kursverluste in vier Monaten

Der CBoT-Weizenfutures hat in den letzten vier Monaten inzwischen knapp 20 % an Wert verloren. Bei perfektem Wetter werden die Ernten größer und größer, das drückt sich in diesem Kursverlauf aus und zuletzt stieg dann noch der Kurs des U.S.-Dollars, was für die Exporte von dort schlecht ist.
Russlands stellvertretender Premierminister Arkadady Dvorkovich, der für den Agrarsektor zuständig ist, unterstützt den Vorschlag, den Zollsatz für russische Weizenexporte zu reduzieren.

31.08.2016 Ägypten legt erneut Weizentender auf
Ägypten hat gestern Abend erneut einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Mengen für den Lieferzeitraum 5. bis 15. Oktober aus den bekannten Überschussregionen.
Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.
Zuletzt hat Ägypten einen Weizentender am 29. August 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft gekauft. 
Nachdem Ägypten am vergangenen Sonntag über Kehrtwende in der 0-Toleranz-Politik beim Mutterkorn informierte, ist damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen wird und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.
31.08.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 11.500 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen:
Mais: -6.000 bis -14.000 Lots
Sojabohnen: -6.000 bis -12.000 Lots
Weizen: -2.000 bis -4.000 Lots
30.08.2016 Russlands stellv. PM schlägt Reduzierung der Weizenexportsteuer vor

Russlands stellvertretender Premierminister Arkady Dvorkovich, weisungsbefugt für das Agrarressort, unterstützt den Vorschlag des Landwirtschaftsministers zur Reduzierung der Weizenexportsteuer auf 0%. Der Vorschlag, sollte er umgesetzt werden, würde bei Exporteuren zu Einsparungen von mindestens 10 Rubel Tonne bzw. $0,15 führen, was dem Mindeststeuersatz entspricht.
Die Sprecherin von Dvorkovich, Aliya Samigullina, sagte gegenüber Reuters, dass der Vorschlag in einem Meeting besprochen und später vom Premierminister Dimitry Medvedev entschieden werde.
Dvorkovich erhält in der Sache Unterstützung durch Wirtschaftsminister Alexei Ulyukayev, der bereits vergangene Woche eine mögliche Steuersenkung in Gespräch brachte.
Der Vorschlag beinhaltet die Reduzierung der Weizenexportsteuer auf 0% bis Juli 2018.
Da die Steuer gegenwärtig sehr niedrig ausfällt, falle sie im Getreidehandel kaum ins Gewicht. Die derzeitige Formel zur Berechnung der Weizenexportsteuer lautet wie folgt:
50 % des Exportpreises abzüglich 6.500 Rubel, mindestens jedoch 10 Rubel pro Tonne.

30.08.2016 CME: Positionslimite für neuen EU-Weizen

Die CME gibt heute bekannt, welche Positionslimite für ihren neuen EU-Weizenkontrakt gelten sollen, wenn es am 12. September an den Start geht.
Die Börse teilt mit, dass die staatliche Aufsichtsbehörde, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC), eine Richtlinie für den spekulativen Handel mit physisch belieferbaren Terminkontrakten herausgegeben hat.
Für den am 12. September erstmals handelbaren EU-Weizenkontrakt der CME gelten für Spekulanten für Futures und Optionen zusammengerechnet folgende Positionsbegrenzungen:
Im Spotmonat: 600 Lots und für alle Monate danach zusammen 2.700 Lots.
Die Aufsicht berechnet die Limite anhand der von der Börse unter Vertrag genommenen Lagerkapazitäten. Diese werden derzeit mit 120.000 Tonnen Lagerraum angegeben. Davon dürfen maximal ein Viertel von einzelnen Spekulanten gehalten werden. Das entspricht derzeit also 30.000 Tonnen, was 600 Kontrakten a´50 Tonnen entspricht.
Kassamarktbeteiligte können sich unter dieser E-Mailadresse hedgeprogram@cmegroup.com von den Handelsbegrenzungen befreien, indem sie sich als Hedger klassifizieren und einen entsprechenden Antrag stellen.

30.08.2016 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Weizen
Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat 50.000 Hard Milling Wheat optionaler Herkunft gekauft. Ausgeschrieben wurden bis zu 100.000 Tonnen.
Der Weizen wurde zum Preis von über $204/Tonne c&f gekauft. Die Versendung ist für die zweite Februarhälfte vorgesehen. Verkäufer ist das Handelshaus Ameropa.
In der Vergangenheit hatte Jordanien Probleme, Weizen am Weltmarkt angeboten zu bekommen, weil die Qualitäts-, Liefer- und Zahlungsbedingungen unattraktiv für Lieferanten waren. Am 17. Juni, so heißt es aus Regierungquellen, hat Jordanien seine Import-Bedingungen überarbeitet und attraktiver für Verkäufer gestaltet. Quelle: Reuters
30.08.2016 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste am Weltmarkt

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 134.000 Tonnen Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben, das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 31. August. Quelle: Reuters

30.08.2016 EU-Kommission senkt Prognose der EU-Weizen-Produktion
Die Europäische Kommission hat am heutigen Dienstag ihre Prognose der nutzbaren Weichweizenproduktion 2016 in der Europäischen Union auf 133,3 (nicht 142) Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose noch bei 144,5 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode wurde auf 8,0 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose im Vormonat: 10,1 Mio. Tonnen) Das Export-Volumen 2016/17 liegt der Schätzung nach bei 25,0 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen der EU-Kommission:
Gerste-Produktion: 59,0 (nicht 62,4) Mio. Tonnen (Vormonat: 62,1 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion: 62,5 (nicht 65,2) Mio. Tonnen (Vormonat. 65,5 Mio. Tonnen)
Rapssaat-Produktion: 19,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 20,5 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
30.08.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie Verkaufsaktivitäten von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago erneut mit kräftigen Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Mit 511.965 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben deutlich nach.
Ägypten hat gestern die Einfuhrsperre für mit Mutterkorn belasteten Weizen wieder eingeführt und damit die Lieferanten geschockt. Erst im vergangenen Monat wurde die international übliche Toleranzgrenze von 0,05 % nach langen kontroversen Debatten von den ägyptischen Behörden akzeptiert . Es wird jetzt erneut mit einem Boykott der Anbieter gerechnet.
Die Exportpreise für russischen Weizen sind zum Ende der vergangenen Woche leicht gesunken. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung September unverändert bei € 1,50 über Dezember 16.

30.08.2016 CBoT-Weizen jetzt unter 10-Jahres-Tief - Schnäppchenkäufe

Die Kurse der U.S.-Weizenfutures können sich heute Morgen zum ersten Mal seit einer Woche leicht befestigen. Das wird mit Schnäppchenkäufen begründet, da die Kurse inzwischen ihr 10-Jahrestief unterschritten haben.
Broker in Sydney Australien, glauben heute Morgen nicht daran, dass der Weizen unter der Vier-Dollar-Marke gehandelt werden muss. In der letzten Woche hätten sich die fundamentalen Daten kaum verändert. Für die Preise werden die australischen Farmer ihren Weizen nicht hergeben, glaubt Ole Houe vom Brokerhaus IKON.
Gestern kam erneut ein Preisdruck von der Ankündigung des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums, die Weizeneinkäufe wieder ohne Mutterkorn-Toleranz beziehen zu wollen.

30.08.2016 USDA Fortschrittsbericht zur US-Sommerweizenernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 28.08.16 81% der US-Sommerweizenbestände geerntet sind. In der Vorwoche waren es 65%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 84%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 62%.

30.08.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 11.000 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen:
Mais: -7.000 bis -15.000 Lots
Weizen: -6.000 bis 7.800 Lots
Sojabohnen: 0 bis -3.000 Lots
29.08.2016 Russischer Weizen noch wettbewerbsfähiger

Die Exportpreise für russischen Weizen sind zum Ende der vergangenen Woche leicht gesunken. Zudem sank der Wechselkurs des Rubels und machte damit die Getreideangebote aus Russland am Dollar-dominierten Weltmarkt noch wettbewerbsfähiger.
Exportpreise für Weizen mit 12,5 % Protein am Schwarzen Meer kostete 172 USD/Tonne fob. Das war ein USD weniger als in der Vorwoche, so das Beratungsunternehmen IKAR.
Seit dem 1. Juli und bis zum 24. August exportierte Russland 4,5 Mio. Tonnen Getreide, davon waren 3,7 Mio. Tonnen Weizen. Die Weizenpreise am lokalen russischen Markt im europäischen Teil des Landes stiegen um 275 Rubel/Tonne auf 9.950 Rubel oder umgerechnet 153 USD/Tonne ab Hof.
Diese leichte Preissteigerung resultiert aus den zurückhaltenden Offerten aus der Landwirtschaft. Die Farmer in Russland hoffen auf höhere Preise.

29.08.2016 Kehrtwende in Mutterkornpolitik: Internationale Weizenanbieter geschockt

Ägypten hat gestern die Einfuhrsperre für mit Mutterkorn belasteten Weizen wieder eingeführt. Die Lieferanten sind geschockt, war doch erst im vergangenen Monat die international übliche Toleranzgrenze von 0,05 % nach langen kontroversen Debatten von den ägyptischen Behörden akzeptiert worden.
Die Mutterkornsporen können, in großen Mengen konsumiert, zu Halluzinationen führen, sie sind in kleinen Dosen für den Menschen aber harmlos. Die Entscheidung von gestern gilt auch rückwirkend für alle Weizenlieferungen, die zukünftig ins Land kommen oder in den letzten Wochen gekommen sind. Sie werden zurück gewiesen, so eine Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Eine Begründung für die Entscheidung von gestern wurde bisher nicht gegeben.
Im Juli hatte Ägypten bestätigt, dass man die international übliche Toleranzgrenze von 0,05
% für Mutterkorn in Weizen akzeptieren werde. Damit ging ein monatelanger Streit zu Ende, der das massive Kaufprogramm der ägyptischen Regierung gefährdet hat.
Eine Risikobewertung der FAO, die bestätigte, dass die Einschleppung von Mutterkorn nach Ägypten dort keine Gefahr für die ägyptische Weizenernte bedeute, hatte im Juli zum Ende der Null-Toleranz-Politik geführt. Gestern hat nun der Präsident der Pflanzengesundheitsbehörde Ashraf Khalil gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mitgeteilt, dass die FAO nicht die spezifischen DNA-Stränge des ägyptischen Weizens sowie das heiße Klima in Ägypten berücksichtigt hätte.
Insgesamt seien 15 Länder, aus denen Ägypten bisher Weizen bezogen hat, Mutterkorn-Risikogebiete. Man wolle den Handel mit ihnen nicht vollständig einstellen, sondern lediglich sichergestellt wissen, dass die Importe nur aus Regionen kommen, die kein Mutterkorn –Risiko haben, so der Khalil. Die Juli-Entscheidung hatte dazu geführt, dass der ägyptische staatliche Einkäufer, die GASC, auf eine größere Anzahl von Offerten zu fairen Preisen zurückgreifen konnte. Die Entscheidung von gestern führt nun dazu, dass auch in den letzten Wochen vereinbarte Lieferungen wegen Mutterkorn beanstandet werden können. Es ist damit zu rechnen, dass es jetzt erneut zu einem Boykott der Anbieter kommen wird und dass es die GASC schwer haben wird, die große Versorgungslücke des Landes mit Weizen zu schließen.
Die Anbieter sehen es als fast unmöglich an, Mutterkorn-freie Weizenpartien zu bekommen. Sie werden sich wohl bei weiteren Ausschreibungen zurück halten. Das wäre für Ägypten ein Desaster, glauben Händler in Kairo.

29.08.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)- Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 16.08. - 23.08. um 5.232 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 3.471 Kontrakte. 103.977 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 23.08.16. Damit reduzieren sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 1.761 Lots zur Vorwoche.

29.08.2016 Getreidemail

Mit kräftigen Verlusten schlossen die Weizennotierungen in Chicago den letzten Handelstag der Woche. Technische Verkäufe, die gute weltweite Versorgungslage mit Weizen und die Erwartung einer großen US-Maisernte übten Druck auf die Notierungen aus. In der vergangenen Woche verlor die Dezember-Fäligkeit 37 US-Cent/Bushel. Fondsgesellschaften verkauften 7.000 Lots CBoT Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit leichten Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen nicht dem Abwärtssog in Übersee entziehen und schlossen ebenfalls mit Verlusten. Die Weichweizenernte in Frankreich ist abgeschlossen und hat sehr unterschiedliche Qualitäten hervorgebracht. Der Qualitätsreport von FranceAgriMer zeigt, dass 65% des Weichweizens einen Proteingehalt von über 12,5% vorweist. 79% erreicht Fallzahlen von über 240 Sekunden versus 95% im Vorjahr. Nur 28% erreicht demnach ein durchschnittliches spezifisches Gewicht von über 76kg pro Hektoliter. Ägyptens GASC kaufte am Freitag 180.000 Tonnen russischen Weizen zum Durchschnittspreis von $185,52/Tonne c&f.

29.08.2016 Mutterkorn im Weizen: Ägypten kehrt zur „0-Toleranz“-Politik zurück

Seit nunmehr sechs Handelstagen stehen die CBoT-Weizenkurse unter Druck. Sie befinden sich jetzt auf dem Niveau von August 2006. Die großen weltweiten Weizenbestände sowie die resolute Einkaufspolitik der ägyptischen Regierung drücken auf die Preise.
Ägypten, der größte Weizenimporteur der Welt, hat gestern die umstrittenen Qualitätsanforderungen bezüglich dem Besatz von Mutterkornpilzen wieder eingeführt und stößt damit die Anbieter vor den Kopf, die erst wieder Weizen anboten, als im letzten Monat international übliche Handelsstandards eingerichtet wurden.
Broker in Asien sind sich sicher, dass es kaum so viel mutterkornfreien Weizen am Weltmarkt geben wird, wie Ägypten benötigt. „In sehr vielen Partien ist etwas drin.“

29.08.2016 Fondsgesellschaften verkauften am Freitag 15.000 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen:
Mais: -10.000 bis -17.000 Lots
Weizen: -5.000 bis -9.000 Lots
Sojabohnen: -4.000 bis -7.000 Lots
29.08.2016 Ägypten kauft 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft
Ägyptens GASC kaufte am Freitagabend 180.000 Tonnen russischer Herukunft zum Durchschnittspreis von $185,52/Tonne c&f zur Lieferung vom 26. September bis 5. Oktober. Das teilt der stellvertretende Vorstand der GASC Ahmed Youssef mit.
120.000 Tonnen von Union zum Preis von $177,35 Tonne FOB zzgl. Frachtkosten von $7,80/Tonne = $185,15/Tonne c&f.
60.000 Tonnen von Daewoo zum Preis von $178,45 Tonne FOB zzgl. Frachtkosten von $7,80/Tonne = $186,25/Tonne c&f. Quelle: Reuters
26.08.2016 Frankreich: FranceAgriMer veröffentlicht vorläufigen Bericht der Weizenqualität

Die Weichweizenernte in Frankreich, dem größten Weizenproduzenten der EU, hat sehr unterschiedliche Qualitäten. Das zeigt eine vorläufige Schätzung des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer.
Der Qualitätsreport zeigt, dass 65% des Weichweizens einen Proteingehalt von über 12,5% vorweist. Lediglich 6% der Ernte verfügt über einen Proteingehalt von weniger als 11,5%.
Proteingehalte tendieren bei schwachen Erträgen dazu, anzusteigen. Die Weizenbestände in Frankreich litten unter heftigen, langanhaltenden Regenfällen Ende Mai/Anfang Juni und die Ernte fallt ca. 30% kleiner aus, als die Ernte 2015.
Der Bericht zeigt weiterhin, dass 79% der Ernte Fallzahlen von über 240 Sekunden vorweist versus 95% im vergangenen Jahr.
Nur 28% der Ernte erreicht laut Schätzung ein durchschnittliches spezifisches Gewicht von über 76kg pro Hektoliter. Dieser Parameter ist in den Kontraktspezifikationen des Weizenfuture No. 2 an der Euronext in Paris festgeschrieben.

26.08.2016 Futterweizen: Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum

In dieser Woche konnten Exporteure aus Australien 100.000 Tonnen Futterweizen an Kunden in Südostasien verkaufen. Thailand bezahlt dafür 213 USD/Tonnen c&f für Februar-Lieferung. Die Philippinen bezahlen 203 USD/c&f.
Der Spread vergleichbarer Qualitäten aus Australien und der Ukraine sank in den letzten Tagen aber sehr stark. War der Preisunterschied im letzten Monat noch 30 USD/Tonne, so waren es in dieser Woche nur noch 10 USD/Tonne.

26.08.2016 CBoT Weizennotierungen erneut unter Druck
In Chicago stehen heute Nachmittag die Weizennotierungen unter Druck. Der Frontmonat September handelt gegenwärtig auf dem tiefsten Stand seit August 2006.
26.08.2016 Ägyptens Weizentender: Niedrigstes Angebot für Weizen russischer Herkunft

Das niedrigste Angebot im Rahmen des Ägypten-Tenders zum Kauf von Weizen einer nicht näher genannten Menge lag bei $177,70/Tonne auf FOB-Basis für insgesamt 120.000 Tonnen (2 x 60.000 Tonnen). Insgesamt haben sich 7 Unternehmen an der Ausschreibung beteiligt. Die Ergebnisse der Ausschreibung werden ab dem späten Nachmittag erwartet. Quelle: Reuters

26.08.2016 Ägypten legt erneut Weizentender auf
Ägypten hat gestern Abend erneut einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Mengen für den Lieferzeitraum 26. September bis 5. Oktober aus den bekannten Überschussregionen. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet.
Zuletzt hat Ägypten einen Weizentender am vergangenen Dienstag aufgelegt und am Folgetag ohne Angabe von Gründen storniert. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 11. – 20. September. Quelle: Reuters
26.08.2016 Frankreich: Weizenernte ist abgeschlossen

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 63% der französischen Maisbestände per 22. August mit dem höchsten Rating „gut bis exzellent“ (unverändert zur Vorwoche). Die französische Weichweizenernte wurde per 22. August als beendet erklärt. Quelle: Reuters

26.08.2016 Getreidemail

Hohe globale Weizenbestände und der große Wettbewerbsdruck am Exportmarkt sowie die schwachen Soja- und Maisnotierungen führten gestern in Chicago erneut zu Verlusten an den 3 US-Weizenmärkten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 379.700 Tonnen Weizen im Rahmen der Erwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT uneinheitlich.
An der Euronext in Paris gerieten die Weizennotierungen wieder unter Druck, lediglich der Frontmonat September schloss fester. Das IGC erhöhte seine Schätzung für die weltweite Weizenproduktion 2016/17 auf 743 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 735 Mio. Tonnen). Man rechnet allerdings aufgrund ergiebiger Regenfälle in vielen Regionen mit schlechteren Qualitäten. Die EU-Kommission erteilte in der Woche bis zum 25.08.16 Exportlizenzen für 452.000 Tonnen Weizen. Im laufenden Vermarktungsjahr wurden Exportlizenzen für insgesamt 4,019 Mio. Tonnen Weizen erteilt (Vergleichswert Vorjahr: 3,147 Mio. Tonnen). Russland überholt in dieser Vermarktungsperiode zum ersten Mal Europa als bisher größten Weizenlieferanten der Welt. Sovecon schätzt Russlands Weizenernte aktuell auf 73 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 71,5 Mio. Tonnen). Russland erwartet die größte Getreideernte in seiner post-sowjetischen Geschichte.

26.08.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 15.000 Lots CBoT Sojabohnen
Spanne der Schätzungen:
Sojabohnen: -10.000 bis -20.000 Lots
Mais: -5.000 bis -18.000 Lots
Weizen: -1.000 bis -3.000 Lots
25.08.2016 Weizen: Russland verdrängt Konkurrenz aus angestammten Märkten

Russland drängt sich in die Stammkundschaft der europäischen und U.S.-amerikanischen Konkurrenz und überholt in dieser Vermarktungsperiode zum ersten Mal Europa als bisher größten Weizenlieferanten der Welt.
Es wird in Russland eine Rekord-Getreideernte 2016/17 erwartet, während die Ernte in der EU klein ausfällt. Das führt dazu, dass Händler russischen Weizen in Ländern liefern werden, die man von dort nur selten oder noch gar nicht bedient hat. Der Wettbewerb wird sehr hart werden, das prognostizieren Händler in Moskau.
Die Besetzung neuer Märkte mit russischem Weizen dürfte den großen Exporteuren der Welt arge Probleme bereiten, denn die Anbieter aus Nordamerika, Europa und Australien müssen sich dem Wettbewerb mit dem Billiganbieter Russland stellen.
In den ersten acht Wochen seit Beginn dieser Vermarktungsperiode, hat Russland bereits Weizen an Mexiko geliefert, das üblicherweise aus den USA mit Weizen versorgt wird; außerdem gab es Abschlüsse mit Algerien und Marokko, deren Stammlieferant eigentlich Frankreich ist. Weiterhin wurde seit langer Zeit wieder Weizen nach Mali, Malta und Myanmar verladen. Darüber hinaus hat Russland sich im Februar mit Indonesien auf neue Qualitätsstandards geeinigt. Dort kaufte man bisher vorranging Weizen in Australien.
Das USDA ging im letzten WASDE-Bericht davon aus, dass Russland in 2016/17 30 Mio. Tonnen exportieren wird, die EU aber nur noch 27 Mio. Tonnen, da Frankreichs und die deutschen Weizenernten deutlich kleiner ausfallen als im Vorjahr.
Dieser Trend zeigt, wie sehr sich die Landwirtschaft Russlands und seiner früheren Sowjet-Partnerländer Ukraine und Kasachstan in den letzten Jahren gewandelt hat. Zu Sowjetzeiten war Russland noch der bedeutendste Getreideimporteur der Welt.
Die kleine französische Weizenernte begünstigt Lieferungen aus dem Schwarzmeerraum und es wird eine große Herausforderung, die verlorenen Märkte zurück zu gewinnen, beklagen französische Händler.
Der Wettbewerb mit Russland um die Kundschaft in Mexiko schmerzt den U.S.-Exporteuren wohl am meisten, da in den USA ein großes Getreideangebot bereits die Preise auf die tiefsten Stände seit Jahrzehnten trieb. Ein Drittel seiner Weizenimporte kann Mexiko über die Hochseehäfen beziehen, davon könnte Russland den Löwenanteil abbekommen. Russland wird auch seine Lieferung nach Ägypten, seinem traditionellen Stammkunden, ausbauen. Ebenso die Lieferungen nach Bangladesch und Mosambik.
Russland hat jetzt drei Jahre in Folge seine Getreideernte aufgrund von guten Wetterbedingungen und einem schwachen Wechselkurs des Rubels steigern können. Das versetzt die Farmer im Land in die Lage, ihre Investitionen in die Agrarproduktion zu erhöhen, was zudem vom Staat gefördert wird. Die Exportsaison 2016/17 werde für Russland länger sein, als bisher, da bereits in den ersten Monaten der Saison ein großer Abgabedruck herrscht. Andere Farmer haben eine gute finanzielle Ausstattung und es nicht eilig, zu verkaufen. Die Käufer der Welt wissen aber auch, dass das Angebot auf der Welt übermäßig groß ist und warten mit ihren Bestellungen ab. So wird sich die Exportsaison aus den Erntemonaten auch noch weit in den Winter hinein verlagern.

25.08.2016 Das IGC erhöht seine 2016/17 Weizen- und Maisernteschätzungen
Das internationale Grain Council (IGC) erhöhte heute seine Schätzung für die diesjährige Mais- und Weizenernte auf einen neuen Rekord.
Die größte Korrektur in diesem Monat findet beim Mais statt, deren nachhaltig gute Ertragszuwächse fast ausschließlich aus den USA kommen. Die weltweite Maisproduktion in 2016/17 kommt dem IGC zufolge jetzt auf 1,03 Mrd. Tonnen, zuvor ging man noch von 1,017 Mrd. Tonnen aus. Im Vorjahr wurden 969 Mio. Tonnen geerntet.
Die U.S. amerikanische Maisernte wird vom IGC jetzt auf 379 Mio. Tonnen veranschlagt, zuvor schätzte man 365 Mio. Tonnen.
Die weltweite Weizenproduktion 2016/17 kommt der Schätzung nach auf 743 Mio. Tonnen, die letzte Schätzung lag bei 735 Mio. Tonnen. Obwohl wir auf einen neuen Rekord zusteuern, glaubte man in den letzten Tagen, dass es an Mahlweizen-Qualitäten fehlen wird. Die Erträge wurden vielerorts durch ergiebige Regenfälle erhöht, was aber meist die Qualitäten schädigte.
Der starke Anstieg der Weltweiten Weizenproduktion rührt aus den höheren Schätzungen der Weizenernten in Russland, Indien und den USA. Gemindert wurde die Schätzung durch eine kleinere Ernte in der EU.
Das IGC geht davon aus, dass Russland in diesem Wirtschaftsjahr der Top-Weizenexporteur der Welt sein wird und damit zum ersten Mal die EU überholt.
Die Gesamternte von Getreide (Weizen und Grobgetreide) kommt dem IGC zufolge in 2016/17 auf ein Allzeit-Hoch. Da die Anfangsbestände vielfach höher sind als bisher, wird der Endbestand im Juni 2017 die 2,5 Mrd.-Tonnen-Marke zum ersten Mal übersteigen.
Das IGC hat auch die 2016/17-Schätzung für die weltweite Sojabohnenproduktion um 4 Mio. Tonnen auf 325 Mio. Tonnen heraufgesetzt. Im letzten Jahr wurden noch 316 Mio. Tonnen geerntet. Grund dafür sind die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den USA.
Die globale Reisproduktion 2016/17 wird auf 484 Mio. Tonnen geschätzt; das sind 3 Mio. Tonnen weniger als im Vormonat geschätzt. Im Vorjahr war die weltweite Ernte 473 Mio. Tonnen groß.
25.08.2016 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 25.08.16 Exportlizenzen für 452.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 4,019 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 3,147 Mio. Tonnen. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 76.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 355.000 Tonnen.

 

25.08.2016 Korruptionsskandal in Ägypten: 6 weitere Minister müssen gehen

Nachdem der Versorgungsminister von Ägypten Khaled Hanafi heute seinen Rücktritt eingereicht hat, werden sechs weitere Minister vom Präsidenten aus ihrem Amt entlassen. Das geht soeben aus den Pressemeldungen hervor. Die Info soll aus Regierungsnahem Kreisen kommen.
Es wurden Millionen Dollar, die als Subventionen für die Landwirte gedacht waren, für nicht existierende Weizenlieferungen veruntreut.

25.08.2016 SovEcon erhöht seine Schätzung für Russlands Getreideernte 2016 erneut

SovEcon erhöhte heute seine Schätzung zur russischen Getreideernte von 115,3 Mio. Tonnen auf 117 Mio. Tonnen. Der Anteil an Weizen an dieser Menge soll 73 Mio. Tonnen betragen, zuvor gingen das Beratungsunternehmen noch von 71,3 und das USDA von 72 Mio. Tonnen aus.

25.08.2016 Algeriens Getreideimport müssen um 1,6 Mio. auf 10,85 Mio. Tonnen steigen

Nach der größten Trockenheit in Jahrzehnten, wird berichtet, dass Algeriens Getreideproduktion in diesem Jahr um 40 % gesunken ist. Im letzten Jahr wurden noch 4 Mio. Tonnen Getreide geerntet, jetzt erwartet man nur noch 2,4 Mio. Tonnen. Die Differenz wird wohl in vollem Umfang durch zusätzliche Importe gedeckt werden müssen.
Algerien importierte in 2015 insgesamt 9,25 Mio. Tonnen Getreide; der Großteil davon war Weizen aus Frankreich. Jetzt erwarten Experten, dass diese Menge in 2016 um 1,6 Mio. Tonnen übertroffen wird.

25.08.2016 Ägyptens Versorgungsminister reicht seinen Rücktritt ein

Der ägyptische Versorgungsminister Khaled Hanafi hat heute seinen Rücktritt beim ägyptischen Kabinett eingereicht. Das meldet der arabische Fernsehsender Al Arabiya. Ein Sprecher des Ministeriums stand heute für ein Interview zu diesem Thema nicht zur Verfügung.
Der Rücktritt steht im Zusammenhang mit einem großen Korruptionsskandal, bei dem es um Subventionsbetrug in einer Höhe von einer Millionen Dollar. Dazu wurde Weizen für die staatliche Armenspeisung gekauft, der nicht existierte. Das Ministerium ist verantwortlich für Ägyptens staatliches Subventionsprogramm. Quelle: Reuters

25.08.2016 Briten mit 34 % höheren Weizenvorräten

Die Weizenbestände in Großbritannien waren Ende Juni auf dem Rekordniveau von 2,65 Mio. Tonnen und damit 34 % höher als zum gleichen Termin im Vorjahr.
Von der Gesamtmenge lagerten 1,28 Mio. Tonnen auf den Farmen in England und Wales sowie 1,37 Mio. Tonnen in den Silos der Händler in den Hafenplätzen der Insel.
Die Vorräte in Schottland und Nordirland waren nicht in der Statistik enthalten.

25.08.2016 Getreidemail

Erhöhte Spreadaktivitäten zur September-Fälligkeit des Soft Red Winter Weizens führten am gestrigen Handelstag zu leichten Verlusten in Chicago. Händler erwarten, dass die CME die Lagerkosten für Weizen im kommenden Monat erhöht. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. Die Weizennotierungen an der Euronext in Paris konnten sich nach 2 Tagen mit kräftigen Verlusten erholen und schlossen deutlich fester. Sie profitierten dabei insbesondere vom schwächeren Euro zum US-Dollar und der Prognose der schwächeren Maiserträge in den Vereinigten Staaten. In Frankreich stiegen in den vergangenen Tagen die Prämien am Kassamarkt, weil nicht immer ausreichend passende Qualitäten für Lieferverpflichtungen zur Verfügung standen und daher zugekauft werden musste. Das französische Beratungsunternehmen Agritel schätzt die Weizenernte in der EU auf 143 Mio. Tonnen. Zur Ernte 2015 wäre das ein Rückgang um 11%. Die Exporte in Drittländer wurden auf ein Volumen von 24 Mio. Tonnen geschätzt (-30%).

25.08.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 5.000 Lots CBoT Sojabohnen
Spanne der Schätzungen:
Sojabohnen: -2.000 bis -10.000 Lots
Mais: -2.000 bis -5.000 Lots
Weizen: 0 bis -2.500 Lots
24.08.2016 Syrien verschiebt Angebotsfrist für Weizentender

Syriens staatlicher Getreideeinkäufer HOBOOB hat den ausgeschriebenen Tender zum Kauf von 1 Mio. Tonnen Weizen auf den 8. September verschoben. Ursprünglich endete die Angebotsfrist am heutigen 24. Oktober. Syrien sucht Weizen russischer Herkunft auf Basis c&f. Quelle: Reuters

24.08.2016 Getreidemail

Die gute weltweite Versorgungslage, technische Verkäufe und eine große kanadische Weizenernte führten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago erneut zu Verlusten. Der aktuellsten Schätzung von Statistics Canada zufolge haben die Farmer in Kanada in diesem Jahr 30,49 Mio. Tonnen Weizen erzeugt. Das sind 10,5 % mehr als in 2015 und etwas mehr, als Analysten erwartet hatten. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT auf nahezu unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen nicht dem Druck aus Übersee entziehen und handelten auf dem tiefsten Stand seit mehr als 5 Wochen. Ägyptens GASC hat gestern Abend die Weizenausschreibung vom 22. August storniert. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 21. bis 30. September. Händler zeigten sich überrascht von der Entscheidung, da zuvor stundenlange Verhandlungen mit mehreren Lieferanten geführt wurden. Gründe für die Stornierung wurden demnach nicht genannt.

24.08.2016 Ägyptens GASC storniert Weizenausschreibung
Ägyptens GASC hat gestern Abend die Weizenausschreibung vom 22. August storniert. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 21. bis 30. September. Händler zeigten sich überrascht von der Entscheidung, da zuvor stundenlange Verhandlungen mit mehreren Lieferanten geführt wurden. Gründe für die Stornierung wurden demnach nicht genannt.
Ägypten erhielt insgesamt 11 Angebote auf die Ausschreibung.
Das niedrigste Angebot zum Preis von $171,10/Tonne FOB bezog sich auf 55.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft. Quelle: Reuters
24.08.2016 Positionsveränderungen institutioneller Anleger
Spanne der Schätzungen:
Mais: -7.000 bis -13.000 Lots
Weizen: -4.000 bis -6.000 Lots
Sojabohnen: 0 bis -1.000 Lots

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