Matif: Milling Wheat Nr. 2 Dezember 2016

30.12.2016 Buenos Aires Grains Exchange erwartet für Argentinien 15 Mio. Tonnen Weizen

Die argentinische Getreidebörse in Buenos Aires schätzt die aktuell Weizenernte des südamerikanischen Landes jetzt auf 15 Mio. Tonnen, die vorherige Schätzung lag noch 12,5 Mio. Tonnen.
Die Anbaufläche wurde von 4,3 Mio. auf 4,7 Mio. Hektar ausgeweitet. Im letzten Wirtschaftsjahr hob der vor einem Jahr gewählte Präsident Mauricio Macri die Exportzölle für Weizen und Mais auf. Daraufhin bauten die Farmer mehr Weizen an, was zulasten der Anbaufläche für Sojabohnen ging.
Die Regierung in Argentinien schätzt die aktuell laufende Weizenernte sogar auf 15,7 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden dort 11,3 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
Die Anbaufläche für Sojabohnen wird von der Regierung auf 20,3 Mio. Hektar geschätzt, im Vorjahr war die Anbaufläche 20,6 Mio. Hektar groß. Die Getreidebörse geht in diesem Jahr indes von nur 19,6 Mio. Hektar aus.

30.12.2016 Ägypten kaufte 235.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreidehändler GASC kaufte gestern 235.000 Tonnen Weizen in einer internationalen Ausschreibung.
175.000 Tonnen Weizen werden aus Russland geliefert, 60.000 Tonnen kommen aus der Ukraine.
Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 1. bis zum 10. Februar 2017 erfolgen.
Der Weizen aus der Ukraine kostet 197,2 USD/Tonne c&f, der russische Weizen kostet 197,35 USD/Tonnen c&f.

30.12.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse legten moderat zu. Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie ein schwächerer US-Dollar gaben dem Markt Unterstützung. Äypten kaufte gestern 235.000 Tonnen Weizen mit Herkunft Russland (175.000 to) und der Ukraine (60.000 to). Buenos Aires Grains Exchange erhöhte seine Schätzung zur argentinischen Weizenernte auf 15 Mio.Tonnen nach zuletzt 12,5 Mio.Tonnen.
Die elektronische Nachtbörse in Chicago handelt den Weizen zur Stunde fast unverändert.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten, beflügelt von den guten Vorgaben aus Übersee, auf den meisten Terminen Gewinne verzeichnen. Das Ergebnis des Ägypten-Tenders unterstreicht die Dominanz der Schwarzmeer-Region im weltweiten Handel mit Weizen. Auf die Preise in Zentraleuropa hatte diese Ausschreibung keinen Einfluss. Marokko will 300.000 Tonnen zollfreien EU-Weizen kaufen.

30.12.2016 Weizenkurse verlieren in 2016 13 %

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures können sich heute Morgen behaupten, weil der Wechselkurs des US-Dollars die Preise stützt. Am letzten Handelstag des Jahres 2016 sind aber seit Jahresbeginn 13 % Verluste aufgelaufen, da die Ernten fast überall auf der Welt sehr groß waren. Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, dass die die Weizenpreise nachgaben.
Jetzt hoffen die Anbieter, dass sich der Trend bald ändert, denn auch der Weizenkonsum war noch nie so hoch wie derzeit. Ein Versorgungsproblem könnte die Umkehr bringen.
Das USDA hatte zu Beginn des Monats seine Schätzung für die weltweite Weizenproduktion 2016/17 auf eine Rekordmenge von 712 Mio. Tonnen angehoben. Bei der aktuell schleppenden Nachfrage werden am Ende der Vermarktungsperiode 240 Mio. Tonnen im Bestand verbleiben.
Gestern hatte Marokkos staatlicher Getreideeinkäufer ONICL eine Ausschreibung zum Kauf von 363.363 Tonnen EU-Weizen sowie 363.636 Tonnen US-Weizen aufgelegt. Weitere 327.273 Tonnen Durum wird gesucht.

29.12.2016 Ägypten erhielt Angebote von neun Lieferanten auf Weizenausschreibung

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat auf seine gestern veröffentlichte Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen Angebote von neun Lieferanten erhalten. Das niedrigste Angebot lag bei $186,68/Tonne FOB und bezog sich auf Weizen russischer Herkunft. Ein Geschäftsabschluss wurde noch nicht gemeldet.  Quelle: Reuters

29.12.2016 Marokko sucht Weizen und Durum
Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 363.636 Tonnen EU-Weizen sowie 363.636 Tonnen US-Weizen und 327.273 Tonnen US-Durum-Weizen zu vergünstigten Zollsätzen ausgeschrieben.
Die Angebotsfrist für den US-Weizen endet am 17. Januar, die Lieferung soll an Häfen in Marokko am 30. April erfolgen. Der Durum-Weizen soll spätestens Ende Dezember 17 geliefert werden. Für den EU-Weizen können Angebote bis zum 18. Januar abgegeben werden, die Ankunft der Ware wird ebenfalls Ende April erwartet.
Das nordafrikanische Königreich unterhält Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten und der EU zum Import von Getreide unterschiedlicher Typen zu vergünstigen Zollsätzen in Abhängigkeit der Größe der lokalen Ernte.
29.12.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe, der festere US-Dollar sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Für Ende kommender Woche erwarten Wetterdienste im US-Weizengürtel frostigere Temperaturen. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 1. bis 10. Februar aus den bekannten Überschussregionen incl. Paraguay, Ungarn und Bulgarien. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester. Bei erneut geringem Handelsvolumen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der schwächere Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Die Weizenexporte 2016/17 der Ukraine erreichten per 27. Dezember 11,1 Mio. Tonnen (+ 971.000 Tonnen zum Vorjahr). In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar auf € 4,50 über Euronext März 17. 

29.12.2016 Dollar-Schwäche und Short-Abdeckungen: Mais- und Weizenkurse fester

Die Kurse der Chicago-Weizen- und Maisfutures können sich heute Morgen von den gestrigen Verlusten leicht erholen. Dadurch, dass der Wechselkurs US-Dollar schwächelt, verbessern sich die Exportbedingungen. Außerdem stellen einige Anleger ihre Short-Positionen vor dem Jahresende glatt und stützen damit die Getreidekurse.
Das Geschehen am Kassamarkt wird zwischen den Jahren allerdings als überschaubar bezeichnet. Trotzdem ist die Schwäche des US-Dollar heute an den Terminbörsen ein Thema, andere Meldungen gibt es nicht.
Der Kurs des US-Dollar fiel gegenüber dem Japanischen Yen auf ein Zwei-Wochen-Tief und zur Stunde steigen auch der Kurs des Euro sowie das britische Pfund.
Marktteilnehmer beobachten zudem den Ausgang einer weiteren Weizenausschreibung Ägyptens zur Lieferung vom 1. bis 10. Februar. Das Ergebnis wird heute Nachmittag erwartet.

29.12.2016 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 1. bis 10. Februar aus den bekannten Überschussregionen incl. Paraguay, Ungarn und Bulgarien. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 20. Dezember 360.000 Tonnen Weizen russischer, rumänischer und argentinischer Herkunft für den Lieferzeitraum 20. – 31. Januar.

28.12.2016 UN-Hilfsorganisation kauft 30.000 Tonnen Schwarzmeerweizen für Ostafrika

Die UN-Hilfsorganisation hat vor kurzem 30.000 Tonnen Schwarzmeer-Weizen für Ostafrika gekauft.
10.000 Tonnen zur Lieferung an die Häfen in Dschibuti und Berbera Anfang März sowie weitere 20.000 Tonnen zur Lieferung Anfang Februar an nicht näher genannte Häfen in Ostafrika. Quelle: Reuters

28.12.2016 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie kräftige Aufschläge beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 520.975 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal fester.
Bei sehr geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee, konnten allerdings nicht im selben Verhältnis zulegen.
In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17.
Wetterdienste rechnen in Europa und in den westlichen Regionen der FSU-Staaten bis Ende des Jahres noch mit trockenen und warmen Bedingungen. Danach rechnet man mit deutlich niedrigeren Temperaturen und mit wenig bis kein Schnee.

28.12.2016 Höchster Anstieg beim CBoT-Weizen seit einem Monat

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures konnten gestern mit +4,1 % ihren höchsten Anstieg seit einem Monat verbuchen. Technische Käufe durch Investoren, die noch massive Short-Positionen in ihren Büchern halten, stützen den Markt.
Eine technische Analyse eines Reuters-Spezialisten sieht den CBoT-Weizen bald bei 4,19 USD/bu. Seit Ende August, als die Marke von 3,92 USD/bu dem Abwärtstrend standhielt, hat sich eine Seitwärtsbewegung mit Kursen über der 4-Dollar-Marke etabliert.

27.12.2016 US-Export-Inspections: Weizen-Export-Verladungen höher, als erwartet

27.12.2016 Fester Rubel stützt russische Weizenexportpreise

Die Weizenpreise in Russland waren in der vergangenen Woche weitestgehend stabil. Der Wechselkurs des Rubels gegenüber dem US-Dollar hatte sich verbessert.
Die Exportpreise für Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im Januar notierten zum Ender der Woche auf 182 USD/Tonne fob. Das waren 50 Cent weniger als in der Vorwoche. Der Kurs des Rubels stieg mithilfe des festeren Rohölpreises an. Die Handelsaktivitäten waren schwach, da die Finanzmärkte der Westlichen Welt wegen der Weihnachtsfeiertage geschlossen waren. In Russland gibt es die Neujahrsferien vom 1. bis zum 8. Januar.
Russland exportierte in der Zeit vom 1. Juli bis zum 21. Dezember 2016 19 Mio. Tonnen Getreide, davon waren 14,9 Mio. Tonnen Weizen, so die Informationen aus dem dortigen Agrarministerium.
Preise für Weizen der Klasse III am lokalen Markt sanken um 25 Rubel/Tonne auf 10.650 Rubel/Tonne, was ca. 175 USD/Tonne entspricht.

27.12.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie gute Wetterbedingungen in den US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Verlusten schließen.
In Argentinien wird jetzt eine Weizenernte von 15,7 Mio. Tonnen erwartet. Das ist deutlich mehr als man vorher erwartet hatte, denn man ging zuvor von 14,9 Mio. Tonnen aus. Im Vorjahr wurden dort 11,3 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Das USDA hat die argentinische Weizenernte zuletzt auf 14,4 Mio. Tonnen geschätzt, wovon 8,0 Mio. Tonnen exportiert werden könnten. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit Gewinnen.
Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee schlossen auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris mit Verlusten. Die EU Kommission hebt ihre Schätzung zur diesjährigen Weizenernte von 133,8 Mio. Tonnen auf nun 134,1 Mio. Tonnen an. Im Vorjahr wurden in der EU 151,3 Mio. Tonnen Weizen geerntet.  In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17.

27.12.2016 CBoT Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Short-Positionen
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 13.12. - 20.12.16. um 5.567 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 5.099 Kontrakte. 103.595 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 20.12.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 10.666 Lots zur Vorwoche.
23.12.2016 EU korrigiert Ernteschätzungen für Mais und Weizen

Die EU Kommission hebt ihre Schätzung zur diesjährigen Maisernte von 59,1 auf 60,2 Mio. Tonnen an Im Vorjahr wurde in der Staatengemeinschaft 59 Mio. Tonnen Mais geerntet.
Auch die Schätzung zur Weizenernte wurde leicht nach oben korrigiert: von 133,8 Mio. Tonnen auf 134,1 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden in der EU 151,3 Mio. Tonnen Weizen geerntet.

23.12.2016 Argentiniens Weizenernte 1,3 Mio. Tonnen größer als vom USDA erwartet

In Argentinien wird jetzt eine Weizenernte von 15,7 Mio. Tonnen erwartet. Das ist deutlich mehr als man vorher erwartet hatte, denn man ging zuvor von 14,9 Mio. Tonnen aus. Im Vorjahr wurden dort 11,3 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
Die Erträge sollen sehr viel höher ausfallen als im den Vorjahren. Das USDA hatte die argentinische Weizenernte zuletzt auf 14,4 Mio. Tonnen geschätzt, wovon 8,0 Mio. Tonnen exportiert werden könnten. Im Vorjahr wurden 9,4 Mio. Tonnen ausgeführt, weil man noch auf Lagerüberschüsse der Vorjahre zurückgreifen konnte, als die Ausfuhren von der vorherigen Regierung begrenzt waren.
Über die Exporterwartungen in dieser Saison hat die Macri-Regierung keinen Angaben gemacht. Die Ernte ist jetzt zu 58 % abgeschlossen.
Über die diesjährige Sojabohnenernte in Argentinien ist noch wenig bekannt. Die Anbaufläche wurde jetzt aber mit 20,3 Mio. Hektar geschätzt. Zuvor ging man noch von 20,2 Mio. Hektar aus und im Vorjahr waren es 20,6 Mio. Hektar.

23.12.2016 Indiens Weizenbestände fallen auf 10-Jahres-Tief

Indiens Weizenbestände werden im April 2017, dem Start der nächsten Vermarktungsperiode, wahrscheinlich den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreichen. Grund dafür sind zwei aufeinander folgende Dürren, die die Böden austrockneten und zu deutlich kleineren Ernten führten.
Der Importbedarf Indiens in den Vermarktungsjahren 2017 und 2018 liegt bei insgesamt mehr als 6 Mio. Tonnen. Das Vermarktungsjahr in Indien beginnt im April.
Von den 2,7 Mio. Tonnen, die seit April 2016 importiert wurden, haben bereits 2 Mio. Tonnen die Häfen Indiens erreicht.
Indien hat ein Mammut-Programm aufgelegt, um der Bevölkerung Zugang zu ultra-günstigem Weizen und Reis zu ermöglichen Das staatseigene Unternehmen FCI (Food Corporation of India) kauft Getreide auf dem lokalen Markt zu staatlichen festgelegten Preisen. 67% von Indiens 1,3 Mrd. großen Bevölkerung sind auf derartige Hilfen angewiesen
In Indiens staatlichen Lägern sollen am 1. April Weizenreserven in einem Volumen von mindestens 7,5 Mio. Tonnen lagern. So lautet eine Zielvorgabe der Regierung. Eine so prekäre Situation wie die aktuelle wurde nicht erwartet und hat es in der jüngsten Vergangenheit auch nicht gegeben, so Tejinder Narang, Marktanalyst in der Hauptstadt Neu Delhi.
Während die knappe Versorgung Indiens mit Weizen wahrscheinlich zu einem Anstieg der Preise führen wird, werden Indiens Bauern um die Chance beraubt, höhere Preise zu erzielen.
Am 8. Dezember hat die indische Regierung beschlossen, den 10%-igen Zoll auf Weizenimporte abzuschaffen.
Ein weiteres Problem für Premierminister Modis Bharatiya Janata Party könnten die bevorstehenden Wahlen im Bundesstaat Uttar Pradesh sein. Es handelt sich um Indiens größten Bundesstaat, in dem Landwirte die größte Interessengruppe repräsentieren.
Indiens Landwirte ernten Weizen einmal pro Jahr. Die Aussaat erfolgt im Oktober, die Ernte ab März.

23.12.2016 Russland: Präsident Putin lobt Rekordernte von 119 Mio. Tonnen

Russlands Getreideernte 2016 wird ein Rekordergebnis von 119 Mio. Tonnen hervorbringen. Das teilte Präsident Putin auf der jährlich stattfindenden Pressekonferenz mit und sprach in diesem Zusammenhang von einem „großartigen Ergebnis“. In der vorherigen Prognose rechnete man mit einem Ergebnis von 117 Mio. Tonnen. Russland ist weltweit einer der größten Weizenexporteure.

23.12.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago handelten gestern den vierten Tag in Folge mit Verlusten und sanken auf den tiefsten Stand seit drei Wochen. Positionierungen zum Jahresende, technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie schwache US-Exporte setzten den Markt unter Druck. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 297.800 Tonnen US-Weizen unter den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit leichten Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der alten Ernte 2016 den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben nach. Die Termine der neuen Ernte 2017 schlossen uneinheitlich. Europäische Händler meldeten für die Woche bis zum 20.12.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 770.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 11,9 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 13,10 Mio. Tonnen versus 13,05 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17. Der Euro handelte gestern den zweiten Tag in Folge mit leichten Gewinnen.

22.12.2016 EU-Weizen Exporte erreichen 11,9 Mio. Tonnen
Europäische Händler melden für die Woche bis zum 20.12.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 770.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 11,9 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 13,10 Mio. Tonnen versus 13,05 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 77.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,498 Mio. Tonnen.
   
22.12.2016 Schwacher Euro hilft beim Weizenexport

Die Prämien für Weizen ab Hamburg steigen aufgrund einer Verkaufszurückhaltung. Für Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im Januar wird eine Prämie von vier €/Tonne auf den März-17-Termin am Pariser Matif verlangt. Das sind 50 Cent mehr, als am Vortag. Die Käufer bieten drei €/Tonne über Matif März-17.
Die Verkäufer aus der Region sind nicht bereit, unter einem bestimmten Preisniveau zu verkaufen, so ein Händler. Es sei schwierig, 30.000 Tonnen für die erste Januar-Hälfte zusammen zu bekommen.
Der feste US-Dollar der vergangenen Tage ist für den Weizenexport aus der Eurozone von Vorteil und es dürfte daraufhin im Januar nennenswerte Lieferungen aus Deutschland und Polen geben. Es gab auch schon Anfragen aus Algerien für deutschen Weizen mit 11,5 % Protein und für Ware ab 12,5 % Protein von anderen Käufern aus Afrika.
Im Dezember wurden 47.000 Tonnen Weizen aus Deutschland nach Guinea verladen.

22.12.2016 Deutschland: Statistikamt erwartet leichten Anstieg beim Weizen- und Rapsanbau

Die Raps- und Winterweizen-Aussaat in Deutschland zur Ernte 2017 ist leicht gestiegen. Beim Winterweizen stieg sie um 0,4% auf 3,15 Mio. Hektar. Die Rapsaussaat wurde um 0,8% auf 1,34 Mio. Hektar erhöht. Das meldet das statistische Bundesamt.
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union und in den meisten Jahren auch der zweitgrößte Weizenexporteur in der EU. Mit Frankreich konkurriert Deutschland um die Position des größten Rapsproduzenten in der EU. Rapssaat ist die wichtigste Ölfrucht in Europa zur Herstellung von Pflanzenöl und Biodiesel.
Die UFOP (Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen), rechnete im November mit einem Ausbau der Rapsanbaufläche um 1,5% zum Vorjahr. Ursprünglich, so die UFOP, sollte die Anbaufläche stärker steigen, heftige Niederschläge führten allerdings dazu, dass Bestände von insgesamt mehreren Tausend Hektar wieder untergepflügt werden mussten.
Reduziert wurde die Anbaufläche für Wintergerste um 0,8% auf 1,26 Mio. Hektar. Wintergerste wird hauptsächlich als Futtermittel eingesetzt.

22.12.2016 Der internationale Weizenexportmarkt zum Jahresende

Die Kurse der EU-Weizenfutures waren gestern weitestgehend unverändert, obwohl der Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar in Richtung 1,03 fiel und damit die Exportchancen erhöhte. Das Handelsvolumen an der Pariser Terminbörse ist inzwischen aber stark zurückgegangen und auch am Kassamarkt finden in diesem Jahr wohl kaum noch nennenswerte Abschlüsse statt.
Die Weichweizenexporte aus der EU wurden gestern auf 246.000 Tonnen geschätzt, sodass alle Exporte seit dem 1. Juli zusammen genommen 11,9 Mio. Tonnen betragen. Das sind soviel wie zum gleichen Termin im Vorjahr. Vom Balkan sind kaum noch weitere Weizenexporte zu erwarten, die Region hat ihren Exportüberschuss bereits verkauft. Deutschland, Polen und die baltischen Staaten haben zusammen aber wohl noch vier Mio. Tonnen für den Export in ihren Lägern. Und Frankreich bedient aus seiner Missernte trotzdem seine Kunden in West-Afrika und ab und zu auch noch Algerien.
Von der Exportschwäche der EU werden aber wohl hauptsächlich die Exporteure von US-Weizen profitieren. 25 Mio. Tonnen stehen dafür zur Verfügung. Länder wie Algerien und Ägypten, die, was die Qualität betrifft, nicht so anspruchsvoll sind, kaufen auch in Argentinien. Dort gibt es aber auch bessere Qualitäten und die Prämie dafür steigt.
Anbieter aus dem Schwarzmeerraum haben sich bis zum 9. Januar vom internationalen Exportgeschehen abgemeldet. Die Preise dort sind weitestgehend unverändert.

22.12.2016 Russland: SovEcon reduziert Prognose der Gerreideexporte

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat heute seine Prognose der Getreideexporte 2016/17 aufgrund des festen Rubels zum US-Dollar von 39,1 Mio. Tonnen auf 38,7 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der Weizenexporte wurde aufgrund des starken Wettbewerbs mit Exporteuren auf der Südhalbkugel um 500.000 Tonnen auf 28,5 Mio. Tonnen reduziert. Quelle: Reuters

22.12.2016 Getreidemail

Chart-basierte Verkäufe im Maissektor schwappten gestern in den Weizenfuture über und sorgten am CBoT bereits den vierten Tag in Folge für fallende Kurse. Das weltweite Weizenangebot ist sehr groß und obwohl US-Weizen international als wettbewerbsfähig gilt, erhielten Herkünfte aus Russland, Argentinien und Rumänien den Zuschlag im Weizentender Ägytens. US-Weizen ging leer aus.
In der CBoT-Nachtbörse notiert der Weizen zur Stunde schwächer.
Am Pariser Matif gab es gestern in einem lustlosen Handel nur wenige Kursveränderungen beim Weizen. Es stellt sich, wie an den Aktienbörsen auch, an der Terminbörse eine vorweihnachtliche Ruhe ein. Der Aufwärtstrend für Matif-Weizen wird durch das große weltweite Angebot und den scharfen Wettbewerb begrenzt. Das zeigt sich auch im Ergebnis des Ägyptentenders von gestern. Aufgrund fehlender Offerten in Deutschland stieg die Prämie für Weizen am Hamburger Markt auf 3,5 Euro über den März-17-Termin.

22.12.2016 Jüngste Ausschreibung: Kein US-Weizen für Ägypten

Die Börsenkurse für US-Weizen sinken heute Morgen bereits den vierten Tag in Folge und damit auf ein Drei-Wochen-Tief.
Chart-basierte Verkäufe beim Mais schwappten in den Weizenmarkt über. Der Konsum beider Rohstoffe konkurriert im Futtertrog.
Weltweit ist das Weizenangebot sehr groß, die Bedenken, dass es in den USA Auswinterungsschäden geben könnte, sind für Beobachter aus Australien übertrieben. Obwohl der US-Weizen wettbewerbsfähig ist, wurden die Anbieter im letzten Ägypten-Tender von anderen Herkünften unterboten.
Ägypten, der weltweit größte Weizenimporteur kaufte gestern 360.000 Tonnen in einer internationalen Ausschreibung. Zuschläge erhielten Partien aus Russland, Argentinien und Rumänien.

22.12.2016 Fonds waren Verkäufer für Mais und Weizen

21.12.2016 FranceAgriMer: EU-Weichweizenexporte erreichen 11,9 Mio. Tonnen

Die Weichweizenexporte in der Europäischen Union erreichten lt. FranceAgriMer per 20. Dezember ein Volumen von 11,9 Mio. Tonnen. Das ist eine stabile Entwicklung im Vergleich zu den Exporten zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. In der vergangenen Woche wurden Exporte in Höhe von 246.000 Tonnen gemeldet.
Maisexporte summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 4,5 Mio. Tonnen (incl. 204.000 Tonnen in der vergangenen Woche) versus 5,8 Mio. Tonnen im Vorjahreszeitraum. Quelle: Reuters

21.12.2016 Philippinen suchen Mahlweizen australischer Herkunft

Importeure vom Inselstaat Philippinen haben einen internationalen Tender zum Kauf von 25.000 Tonnen Mahlweizen australischer Herkunft ausgeschrieben, so europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach heute. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im April.

21.12.2016 Taiwan kauft Weizen in den Vereinigten Staaten

Taiwans Flour Millers Association kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 93.125 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten. Der Kauf, der aus mehreren Sendungen besteht, umfasst eine Reihe an Weizenqualitäten und soll im Februar und März 2017 geliefert werden. Quelle: Reuters

21.12.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Aussichten auf mildere Temperaturen in einigen zentralen Anbaugebieten in den Vereinigten Staaten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas fester.
Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen in engen Spannen schlossen die Weizenfutures gestern an der Euronext in Paris uneinheitlich. Der Euro verlor weiter an Wert zum US-Dollar und verbessert damit die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Das für die Jahreszeit zu warme Wetter in weiten Teilen Europas macht die Winterweizenbestände gegen Frostschäden anfällig, wenn ab der kommenden Woche in Osteuropa eine erste Kältewelle eintreffen wird. So die Einschätzung vom MARS, dem europäischen Überwachungssystem von Agrar-Ressourcen. Ägypten kaufte gestern 360.000 Tonnen Weizen. 180.000 Tonnen aus Russland, 120.000 Tonnen aus Argentinien und 60.000 Tonnen aus Rumänien. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 3,50 über Euronext März 17.

21.12.2016 Ägypten kaufte gestern 360.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC meldete gestern den Kauf von 360.000 Tonnen Weizen aus Russland (180.000 Tonnen), Argentinien (120.000 Tonnen) und Rumänien (60.000 Tonnen).
60.000 Tonnen aus Argentinien von Louis Dreyfus zu $173,50/Tonne + $23,65 Fracht/Tonne = $197,15/Tonne c&f
60.000 Tonnen aus Russland von Louis Dreyfus zu $186,74/Tonne + $9,90 Fracht/Tonne = $196,64/Tonne c&f
60.000 Tonnen aus Argentinien von Glencore zu $173,00/Tonne + $23,53 Fracht/Tonne = $196,53/Tonne c&f
60.000 Tonnen aus Russland von AOS/Friends zu $187,00/Tonne + $11,50 Fracht/Tonne = $198,50/Tonne c&f
60.000 Tonnen aus Russland von Aston zu $187,00/Tonne + $11,50 Fracht/Tonne = $198,50/Tonne c&f
60.000 Tonnen aus Rumänien von Cereal Corn zu $187,00/Tonne + $10,75 Fracht/Tonne = $197,75/Tonne c&f

20.12.2016 Indien: Importeure kauften rund 50.000 Tonnen Weizen in Australien

Indische Importeure haben rund 50.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Gekauft wurde die Sorten Australian Premium White (APW) und Australian Standard White (ASW) zur Lieferung im Februar. Nach einer schwachen Ernte hat die indische Regierung am 8. Dezember den Importzoll auf Weizenlieferungen auf unbestimmte Zeit auf 0% gesenkt.

20.12.2016 Ägypten erhält 9 Offerten auf Weizenausschreibung
Ägyptens GASC hat  auf die Ausschreibung zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizen zur Lieferung Ende Januar 9 Angebote erhalten.
Das günstigste Angebot lag bei $173,50/Tonne FOB für Weizen aus Argentinien.
Bisher erfolgt noch kein Geschäftsabschluss. Ergebnisse werden ab dem späten Nachmittag erwartet. Quelle: Reuters
20.12.2016 Milder Herbst macht EU-Getreide vor Frostschäden anfällig

Das für die Jahreszeit zu warme Wetter in weiten Teilen Europas macht die Winterweizenbestände gegen Frostschäden anfällig, wenn ab der kommenden Woche in Osteuropa eine erste Kältewelle eintreffen wird. So die Einschätzung vom MARS, dem europäischen Überwachungssystem von Agrar-Ressourcen.
Es gibt Anzeichen dafür, dass das Wintergetreide in den meisten EU-Staaten bisher eine nur schwach ausgeprägte Frosttoleranz entwickelt hat. Lediglich in Teilen von Finnland, Schweden und den Baltischen Staaten sei die Frosttoleranz des Wintergetreides fortgeschritten.
In dem Stadium der Winterruhe wird das Wintergetreide gegen niedrige Temperaturen resistent. Da es weder eine schützende Schneedecke gibt, noch die jungen Pflanzen das Wachstum eingestellt haben, befinden sich derzeit die meisten Bestände in Europa in einer sensiblen Phase.
Für die zweite Dezemberhälfte erwartet MARS in Südosteuropa eine Wetterphase, die kälter als üblich sein wird. Italien, Frankreich und Süddeutschland sind davon betroffen. Währenddessen wird es in Baltikum vorübergehend wärmer als üblich. Darüber hinaus soll ab dem 21. Dezember in Osteuropa ein Kältekeil Frost bis Minus 20°C bringen. Das birgt die Gefahr, dass das Getreide in Ost-Polen, das westliche Weißrussland, Moldawien und Teile von Bulgarien, sowie die West- und Süd-Ukraine ausgewintert werden kann.
Die MARS – Beobachtungen erstrecken sich auch über benachbarte EU-Staaten.

20.12.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 478.213 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und legten etwas zu. Der schwächere Euro zum US-Dollar sorgte für Unterstützung. Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine meldet, dass sich rund 83% der Wintergetreidebestände per 15. Dezember in einem guten bis befriedigenden Zustand befinden. Bei den Winterweizenbeständen liegt der Anteil bei 83,7%, 16,3% der Bestände werden als "schwach" bewertet. Die russischen Weizenpreise profitierten in der vergangenen Woche aufgrund der guten Nachfrage großer Importeure incl. Ägypten und Indien und waren trotz des festen Rubels zum US-Dollar stabil. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 3,50 über Euronext März 17.

20.12.2016 20 % des US-Winterweizens von Frösten gefährdet – Börsenkurse stabil

Nach dem Erreichen eines Acht-Tagestief können sich die Kurse des CBoT-Weizenfutures aufgrund des Frosteinbruchs in den US-Plains heute Morgen stabilisieren.
Die Marktteilnehmer sind wegen des kalten Wetters in Sorge um die Erträge. Die möglichen Verluste könnten aber durch Vegetationsfreundliches Frühlingswetter wieder kompensiert werden, so die Meinung eines Brokers in Australien heute Morgen.
Temperaturen von bis zu Minus 18°C ohne schützende Schneedecke könnten in den großen US-Weizenanbauregionen zu Auswinterungen führen. Es gibt Prognosen, dass 20 % der Aussaat gefährdet ist.

20.12.2016 Taiwan sucht Weizen

The Taiwan Flour Millers' Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 93.125 Tonnen Mahlweizen ausgeschreiben. Gesucht wird Weizen aus den Vereinigten Staaten. Die Angebotsfrist endet am 21. Dezember. Quelle: Reuters

20.12.2016 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 20. bis 31. Januar aus den bekannten Überschussregionen incl. Paraguay, Ungarn und Bulgarien. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 29. November 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 2. – 11. Januar.

19.12.2016 US-Export-Inspections: Weizen und Sojabohnen innerhalb der Erwartungen

19.12.2016 Russland: Inlands-Getreidepreise bei guter Nachfrage stabil

Die russischen Weizenpreise profitierten in der vergangenen Woche aufgrund der guten Nachfrage großer Importeure incl. Ägypten und Indien und waren trotz des festen Rubels zum US-Dollar stabil.
Der Preis für Schwarzmeer-Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5% stieg aufgrund der jüngsten Käufe aus Indien und Ägypten auf $182,00. Ägypten kaufte zuletzt Ende November 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zur Lieferung Anfang Januar. Indische Importeure kauften rund 200.000 Tonnen Schwarzmeer-Weizen, davon 50.000 Tonnen aus Russland zur Lieferung 8. – 14. Dezember.
Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr bis zum 14. Dezember 18,3 Mio. Tonnen Getreide, davon 14,3 Mio. Tonnen Weizen. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Im Vorjahresvergleich ist das ein Rückgang von 1,8%.
Die Inlandspreise für Klasse 3-Weizen (ohne Fracht) im europäischen Teil Russlands sanken um 50 Rubel auf 10.675 Rubel ($173). Grund dafür war stürmisches Wetter in den Häfen, die zu Verzögerungen bei den Verladearbeiten führten ($1 = 61,8443 Rubel)
Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass man die Weizenkäufe zum Aufbau der staatlichen Reserven zunächst einstellen und mit dem Kauf erst wieder im neuen Jahr starten wird. Im Zeitraum 19. August bis 14. Dezember wurden von staatlicher Seite 954.000 Tonnen Getreide zum Aufbau der Bestände auf 3,9 Mio. Tonnen gekauft.
Insgesamt stiegen die Getreidebestände auf landwirtschaftlichen Betrieben (ohne Kleinstbetriebe), Handel und Verarbeitungsunternehmen per 1. Dezember um 11% zum Vorjahr auf 45 Mio. Tonnen. Das geht aus Zahlen der Statistikbehörde Rosstat hervor.

19.12.2016 Indien: sinkende Produktion und steigender Verbrauch

Der US-Agrarattaché in Indien schätzt die 2016/17-Weizenimporte des asiatischen Landes auf 3,7 Mio. Tonnen; das USDA ging zuletzt von 3 Mio. Tonnen aus. Im Vorjahr importierte Indien lediglich 500.000 Tonnen Weizen.
Die Weizenernte in Indien wird vom Attaché auf 87 Mio. Tonnen geschätzt, während das USDA aktuell noch von 90 Mio. Tonnen ausgeht. Im Vorjahr wurden dort 86,5 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die Endbestände werden vom Attaché jetzt auf acht Mio. Tonnen geschätzt, deutlich weniger als das USDA, das noch von 11 Mio. Tonnen ausgeht. Im Vorjahr wurde der Endbestand mit 14,5 Mio. Tonnen angegeben.
Indiens Weizenvorräte sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken, vor fünf Jahren waren die Vorräte noch bei 24,5 Mio. Tonnen. Eine sinkende Produktion bei steigendem Verbrauch führte zu dieser Entwicklung. Zunächst war das für Indien kein Problem, denn man konnte noch auf hohe Vorräte zurückgreifen. Die Exporte wurden aber bereits eingeschränkt.
Jetzt spitzt sich die Lage aber zu, da für den steigenden Bedarf mehr Weizen importiert werden muss. Experten glauben, dass diese Situation sich in den kommenden Jahren noch weiter verschärft, da die Vorräte bereits ein 9-Jahres-Tief erreicht haben.

19.12.2016 Ukraine: Wintergetreidebestände in guter Verfassung
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine meldet, dass sich rund 83% der Wintergereidebestände per 15. Dezember in einem guten bis befriedigenden Zustand befinden. 
Bei den Winterweizenbeständen liegt der Anteil bei 83,7%, 16,3% der Bestände werden als "schwach" bewertet.
Nicht ganz so positiv ist die Lage bei der Wintergerste. Dort werden 75,2% der Bestände mit "gut bis befriedigend" bewertet und 24,8% mit "schwach". Quelle: Reuters
19.12.2016 CME-EU-Weizen – in den ersten drei Monaten

Die CME teilt heute mit, dass der Handel mit ihrem EU-Weizenfuture in den ersten drei Monaten seit dem Handelsstart am 12. September sehr vielversprechend verlief.
Das tägliche Handelsvolumen über alle Fälligkeiten betrug 1.130 Lots. Händler waren sowohl kommerzielle Firmen aus der Wertschöpfungskette als auch Finanzdienstleister für ihre Kunden aus diversen Ländern.
Es wurden bisher 65 Lagerscheine ausgestellt und von drei autorisierten Lagerhäusern an Käufer des Dezember-16-Termins ausgegeben. Darüber hinaus wurden 400 Lots mittels einem „EFP-Trade“ zwischen Käufer und Verkäufern ausgetauscht, die damit ihren bilateralen Abschluss mit dem CME-EU-Weizenfuture bepreist haben.
Seit dem 12. September wurden 75.000 Lots in dem neuen Terminkontrakt der CME gehandelt. Das entspricht einer Menge von 3,75 Mio. Tonnen Weizen. Der aktuelle Kontraktbestand ist 2.200 Lots groß, davon sind 700 Lots für Termine im Vermarktungszeitraum 2017.

EFP= Exchange of Futures for Physicals = Austausch von Terminkontrakten für physische Ware

19.12.2016 Philippinen: Importeure kaufen unbekannte Menge Weizen in Australien

Eine Gruppe von Importeuren von den Philippinen hat eine unbekannte Menge Mahlweizen und Futterweizen australischer Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Der Mahlweizen wurde zum Preis von $240/Tonne c&f gekauft, der Futterweizen zum Preis von $200,00/Tonne c&f. Gesucht wurden im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 56.000 Tonnen Weizen aus der Schwarzmeer-Region oder aus Australien. 26.000 Tonnen zur Ankunft Anfang April und 30.000 Tonnen zur Ankunft Mitte April/Anfang Mai.

19.12.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 06.12. - 13.12.16. um 11.188 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 11.803 Kontrakte. 92.929 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 13.12.16. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 22.991 Lots zur Vorwoche.

19.12.2016 Getreidemail

Späte Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Aussichten auf frostige Temperaturen im Mittleren Westen und in den Plains ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Gefährdet sind etwa 20% der SRW-Bestände und 10% der HRW-Bestände. Im Vergleich zur Vorwoche gaben die Kurse beim SRW-Weizen um 1,3% nach. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit leichten Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich am späten Nachmittag von den Anfangsverlusten erholen und schlossen unverändert bis minimal fester.
Der Zustand der Winterweizenbestände in der Europäischen Union ist nach Meinung von Experten zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut. Es wird erneut eine große Ernte und ein entsprechend hohes Exportpotenzial erwartet.  Die jüngste Schwäche des Euro könnte insbesondere die deutschen Exporte unterstützen. Die Stabilisierung des Euro am Freitag belastete die Prämien am Kassamarkt. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar um € 0,50 auf € 3,50 über Euronext März 17.

19.12.2016 CBoT-Weizen: Furcht vor Auswinterungen

Die Kurse des US-Weizen am CBoT steigen heute Morgen weiter, nachdem sie bereits am letzten Freitag anzogen. Starke Kahlfröste im Mittleren Westen der USA lassen befürchten, dass es Auswinterungen geben wird.
Frostige Temperaturen in der Hard-Red-Winter- als auch in der Soft-Red-Winter- Anbauregion könnten die ungeschützten Pflanzen schädigen. Wenn der im Herbst ausgesäte Weizen genügend abgehärtet ist, kann er den Winter überstehen. Reicht der Frost aber in tiefere Bodenschichten, weil keine schützende Schneedecke vorhanden ist, können Haarwurzeln abreißen und die Pflanze stirbt ab.

16.12.2016 Der CME-EU-Weizenfuture braucht eine zweite Chance

Nach einem brillanten Start, sind die Handelsaktivitäten des neuen CME-EU-Weizenkontraktes zuletzt deutlich gesunken. Die Chicago Mercantile Exchange (CME) wollte mit ihrem neuen kontrakt auf EU-Weizen die etablierte Euronext herausfordern. Die besonderen Marktbedingungen in Frankreich haben allerdings dafür gesorgt, dass der Versuch vorerst fehlschlug. Die CME hofft nun darauf, dass die nächste Weizenernte in Frankreich normal verläuft und man dann in Europa einen Fuß in die Tür setzen kann.
Der seit September in Chicago gelistete Terminkontrakt auf EU-Weizen hatte die Marktteilnehmer in Europa in den ersten Wochen mit einem imposanten Handelsvolumen beeindruckt. Damit war die erste Hürde für den europäischen Markteintritt überschritten. Andere Newcomer waren bereits an dieser Stelle gescheitert.
Das tägliche Handelsvolumen ist seither aber gesunken, da die Marktteilnehmer in Europa für sie ungewohnte Notierungen vorfanden, die nur die besonderen französischen Marktbedingungen nach einer Missernte widerspiegelte.
Auch die etablierte Börse Euronext hatte mit den Besonderheiten der diesjährigen Weizenernte zu kämpfen und in den vergangenen Monaten deutlich weniger Weizenfutures umgeschlagen. Beide Börsen hoffen jetzt auf die Normalisierung der Weizenernte 2017 in Frankreich und blicken auf die vier Terminkontrakte des neuen Erntezyklus. Dann wird es einen wirklichen Test geben, welcher der beiden Kontrakte der beste für Europa ist.
Die wenigen Nutzer des Dezmber-16-Termins haben jetzt schon mal die Chance genutzt, das innovative Andienungsverfahren des CME-Futures auszuprobieren. 65 Lots wurden mittels eines Lagerscheins angedient, der dem Käufer das Recht einräumt, den Weizen auch zu einem späteren Termin abzuholen, was von dem Liefersystem der Euronext abweicht und sich später als vorteilhaft herausstellen könnte. Andere Futures wurden als „Against Actuals“ noch vor der Fälligkeit außerbörslich abgewickelt.
Dass die Getreideernte 2016 in Europa und insbesondere in Frankreich total untypisch verlief, hat auch die Euronext zu spüren bekommen. Das tägliche Handelsvolumen 2106 lag mit durchschnittlich 36.000 Lots 1 % unter dem des Vorjahres und die guten Umsätze vom Jahresstart werden von den schwachen der letzten Monate relativiert. Im September wurden sogar 30 % weniger Futures umgeschlagen.
Der CME-EU-Weizen hat ein tägliches durchschnittliches Handelsvolumen von 1.100 Lots. Das ist immer noch das Hauptargument gegen CME und für den Euronext-Kontrakt. Allerdings ist der CME-Kontrakt nicht illiquide und der Markt könnte ihm noch eine Chance geben. Bisher sagen die meisten Händler aber noch, dass sie der Euronext treu bleiben wollen.

16.12.2016 EU-Weizen insgesamt in guter Verfassung

Der Zustand der Winterweizenbestände in der EU ist nach Meinung von Exporten zum gegenwärtigen Zeitpunkt gut. Es wird erneut eine große Ernte und ein entsprechend hohes Exportpotenzial erwartet.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU, befinden sich die Winterweizenbestände in einem guten Zustand. Die Anbaufläche ist die größte seit 80 Jahren und man rechnet mit einer großen Ernte im kommenden Jahr. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Anbaufläche für Winterweizen auf 5,2 Mio. Hektar. Frankreich litt in diesem Jahr unter ungünstigen Wetterbedingungen und fuhr die schlechteste Ernte seit 30 Jahren ein. Gegenwärtig seien keine größeren Probleme zu erkennen. Die Aussaat erfolgte in relativ warme Böden, die ein schnelles Pflanzenwachstum ermöglichten. Später führten die kälteren Temperaturen zu einer leichten Verlangsamung des Wachstums. Insgesamt wird der Zustand aber als „robust“ beschrieben. Auch im letzten Winter wurde von einer guten Entwicklung berichtet, im Frühjahr haben dann jedoch heftige Niederschläge die Bestände geschwächt.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, ist der Weizen ebenfalls in guter Verfassung. Basierend auf Saatgutverkäufe ist die Anbaufläche mit 3,2 Mio. Hektar unverändert groß.
Beim drittgrößten Weizenproduzenten der EU, dem Vereinigten Königreich, hat sich der Zustand der Winterweizenbestände in den vergangenen Wochen in Folge dringend benötigter Niederschläge verbessert. Generell wird der Zustand als „gut“ bewertet. Der Start der Saison war schwierig. Im Südosten war es während der Aussaat zu trocken. Die Bedingungen haben sich seitdem aber verbessert und die Bestände haben sich gut entwickelt. Auf 1,8 Mio. Hektar wird die Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 geschätzt versus 1,823 Mio. Hektar zur Ernte 2016.
In Polen, dem viertgrößten Weizenproduzenten der EU, sieht es weniger positiv aus. Die Winterweizenanbaufläche ist auf 1,7-1,8 Mio. Hektar gesunken versus 1,9 Mio. Hektar in der vorherigen Saison, so Wojtek Sabaranski, Analyst bei Sparks Polska. Der Grund dafür ist das schlechte Wetter während der Aussaat und die größere Anbaufläche für Rapssaat aufgrund der höheren Profitabilität. Gegenwärtig wird von einem „gemischten“ Zustand gesprochen, abhängig vom Aussaattermin und der Region.

16.12.2016 Getreidemail

Der kräftige Anstieg des US-Dollar nach der Entscheidung der US-Notenbank, den Leitzins anzuheben, setzte die Weizennotierungen in Chicago gestern unter Druck. Mit 531.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales für das Vermarktungsjahr 2016/17 etwas über den Erwartungen von Analysten. Informa Economics senkte die Prognose der US-Winterweizenanbaufläche 2017 von 33,761 Mio. Acres auf 33,213 Mio. Acres. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen mit Gewinnen. Europäische Händler melden für die Woche bis zum 13.12.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 658.000 Tonnen Weichweizen. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte mindestens 420.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Februar. Händler vermuten, dass Weizen aus den Vereinigten Staaten, Deutschland, dem Baltikum und Frankreich berücksichtigt wird. Strategie Grains erwartet einen Anstieg der Weichweizenproduktion 2017 in der EU um 7%. Er soll durch höhere Erträge bei stabiler Anbaufläche erreicht werden.

15.12.2016 Informa Ecomomics senkt Prognose der US-Winterweizenanbaufläche 2017

Das Agrar-Beratungsunternehmen Informa Economics hat die Prognose der US-Winterweizenanbaufläche 2017 von 33,761 Mio. Acres auf 33,213 Mio. Acres reduziert. Die Prognose der Maisanbaufläche in den Vereinigten Staaten wurde ebenfalls reduziert von 90,841 Mio. Acres auf 90,151 Acres. Erhöht wurde die Prognose der US-Sojabohnenanbaufläche von 88,612 Mio. Acres auf 88,862 Mio. Acres.
Schätzungen der durchschnittlichen Erträge in Bushel per Acres (BPA)
Mais: 176,1 BPA (USDA: 175,3)
Sojabohnen: 52,8 BPA (USDA: 52,5)

Einen Link zu dem Auszug aus dem USDA-Report vom 9. Dezember finden Sie hier!

15.12.2016 EU-Weizen Exporte erreichen 11,13 Mio. Tonnen
Europäische Händler melden für die Woche bis zum 13.12.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 658.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 11,13 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 12,29 Mio. Tonnen versus 12,10 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 43.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,421 Mio. Tonnen.
   
15.12.2016 Algerien kauft mindestens 420.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat mindestens 420.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Februar gekauft. Das melden europäische Händler. Demnach stammt der Weizen wahrscheinlich aus Argentinien, den Vereinigten Staaten, Deutschland, dem Baltikum und Frankreich. Der Preis liegt Schätzungen zufolge zwischen $199,50 und $200/Tonne c&f. OAIC veröffentlicht keine Ergebnisse seiner Ausschreibungen. Quelle: Reuters

15.12.2016 US-Export-Sales: Sojabohnen- Weizen-und Maisexporte höher, als erwaretet

15.12.2016 Strategie Grains rechnet mit Anstieg der Getreideproduktion 2017 um 4%

Die Weichweizenproduktion 2017 in der Europäischen Union wird nach Prognosen des Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains um 7% steigen.
In der ersten Prognose für die kommende Saison rechnet das Unternehmen mit einer Produktionsmenge von 145 Mio. Tonnen versus 135,9 Mio. Tonnen im Jahre 2016. Der Anstieg erfolgt demnach durch Ertragssteigerungen bei einer stabilen Anbaufläche.
Der größte Anstieg wird für Frankreich erwartet. Frankreich litt in diesem Jahr unter ungünstigen Wetterbedingungen und fuhr die schlechteste Ernte seit 30 Jahren ein.
Eine höhere Weizenproduktion wird auch für Deutschland und Polen sowie den Nordischen und den Baltischen Ländern erwartet. Mit einem Rückgang der Weizenproduktion ist unterdessen in Österreich, Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Spanien und Italien zu rechnen, so Strategie Grains.
Das Unternehmen rechnet darüber hinaus mit einem Anstieg der Gerste-Produktion in der Europäischen Union um 2% auf 60,9 Mio. Tonnen. Dabei wird mit einem signifikanten Anstieg der Ernten in Frankreich, den Benelux-Staaten und den Baltischen Ländern gerechnet. Ein Rückgang wird für Spanien, Dänemark, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Rumänien und Bulgarien erwartet.
Die Prognose für die Maisernte liegt bei 60,9 Mio. Tonnen, was einen Anstieg um 2% zur Ernte 2016 bedeuten würde. Er soll demnach durch Ertragssteigerungen von 2% erreicht werden. Einen Anstieg erwartet man in Frankreich, den Benelux-Staaten, Portugal, Polen, Rumänien und Bulgarien, einen Rückgang in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Kroatien.
Beim Durum wird im kommenden Jahr mit einem deutlichen Rückgang von 9% auf 8,7 Mio. Tonnen gerechnet.
Insgesamt rechnet Strategie Grains in der Europäischen Union mit einem Anstieg der Getreideproduktion um 4% auf 306,6 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

15.12.2016 Vereinigtes Königreich: Weizenernte niedriger, als erwartet

Das britische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der diesjährigen Weizenernte im Vereinigten Königreich von 14,47 Mio. Tonnen auf 14,38 Mio. Tonnen reduziert. Die Weizenproduktion sank damit zum Vorjahr, als 16,44 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden, um 12,5%. Der Rückgang wird mit niedrigeren Erträgen von 7,9 Tonnen pro Hektar begründet (-12,1%). Damit liegen die Erträge zwar innerhalb des langfristigen Durchschnitts, aber deutlich hinter dem 25-Jahres-Hoch von 9,0 Tonnen pro Hektar im Jahre 2015.
Die britische Rapsernte wird auf 1,78 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist ei Rückgang von 30,2% zum Ergebnis aus dem Jahre 2015, als 2,54 Mio. Tonnen Raps geerntet wurden. Gründe dafür sind niedrigere Erträge (-21,4%) und eine kleinere Anbaufläche (-11,2%). Quelle: Reuters

15.12.2016 Russland steigert Getreideexportkapazitäten um das 9-fache

Russland wird in dieser Vermarktungsperiode der größte Weizenexporteur der Welt werden. Das Land hat seine Getreide-Exportkapazitäten auf 45 Mio. Tonnen aufgestockt und will jetzt noch weitere Infrastruktur-Maßnahmen in entlegenen Gegenden fördern. Das teilte heute der russische Agrarminister Alexander Tkachev mit.
Russland unterstützt die Entwicklung der Schwarzmeerhäfen, da die Regierung die Getreideproduktion des Landes bis zum Jahr 2030 auf 150 Mio. Tonnen ausweiten will. In diesem Jahr wurde mit 117 Mio. Tonnen die größte Getreideernte der Post-Sowjetzeit eingefahren.
Im Jahr 2002 wurden lediglich fünf Mio. Tonnen Getreide im Jahr exportiert, so der Minister auf eine Anfrage aus der Duma. Aktuell könnten 45 Mio. Tonnen ausgeführt werden und mit den im Bau befindlichen und geplanten Verladeeinrichtungen in den Häfen seien alle früheren Infrastrukturprobleme beim Getreideexport gelöst.
Wenn Russland im Jahr 2030 die geplanten 150 Mio. Tonnen Getreide erntet, können 50 Mio. Mio. Tonnen ins Ausland verkauft werden. Zuletzt waren es 35 Mio. Tonnen. In der seit dem 1. Juli laufenden Vermarktungssaison wurden 72 Mio. Tonnen Weizen geerntet, wovon 28-30 Mio. Tonnen exportiert werden sollen. Mahlweizen macht 83 % der 2016er Ernte aus. Der Anteil von Weizen der Klasse III hat 30 %.

15.12.2016 Getreidemail

Späte Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und Meldungen über einen plötzlichen Kälteeinbruch in den US-Plains, der die dortigen Winterweizenbestände schädigen könnte, ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr MEZ veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten im Vorfeld Exportgeschäfte in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen Weizen (Vorwoche 527.225 Tonnen). Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer.
An der Euronext in Paris handelten die Weizenfutures in einer engen Spanne und beendeten den Handelstag unverändert bis minimal fester. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 75.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft zur Lieferung im Februar/März gekauft. Indische Importeure kauften in der vergangenen Woche rund 200.000 Tonnen Weizen in der Schwarzmeer-Region. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17.

14.12.2016 Tunesien kauft Weizen, Durum und Futtergerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 75.000 Tonnen Soft Milling Wheat (Februar/März), über 75.000 Tonnen Durum (Janaur/Februar) und 75.000 Tonnen Futtergerste (Februar/März) gekauft (jeweils optionaler Herkunft). Das melden europäische Händler.
Der Weizen wurde zu Preisen zwischen $192,89 und $196,20/Tonne c&f gekauft. Für den Durum sind es zwischen $274,68 und $275,69/Tonne. Der niedrigste Preis für die Futtergerste lag bei $178,25/Tonne c&f. Quelle: Reuters
14.12.2016 Indien: Importeure kauften vergangene Woche 200.000 Tonnen Schwarzmeerweizen

Indische Importeure haben in der vergangenen Woche rund 200.000 Tonnen Weizen in der Schwarzmeer-Region gekauft. Das melden europäische Händler. Demnach stammen 150.000 Tonnen aus der Ukraine und 50.000 Tonnen aus Russland. Nach einer schwachen Ernte hat die indische Regierung am vergangenen Donnerstag den Importzoll auf Weizenlieferungen auf unbestimmte Zeit auf 0% gesenkt.

14.12.2016 Tunesien erhält Angebote für Weizen, Durum und Futtergerste

Das niedrigste Angebot, das Tunesiens staatliche Gereideagentur auf die Ausschreibung zum Kauf von 92.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft erhielt, lag bei $192,89/Tonne c&f.
Für die Ausschreibung von 50.000 Tonnen Durum lag der niedrigste Preis bei $269,69/Tonne c&f und für die Ausschreibung von 50.000 Tonnen Futtergerste waren es $178,25/Tonne c&f. Das berichten europäische Händler. Bisher wurde noch kein Vertragsabschluss gemeldet. Quelle: Reuters

14.12.2016 Frankreich: FranceAgriMer senkt Prognose der Maisproduktion
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Maisproduktion 2016/17 um 350.000 Tonnen gesenkt auf 11,45 Mio. Tonnen. Damit läge die Maisproduktion auf einem 26-Jahres-Tief. Gleichzeitig wurde die Prognose der Endbestände 2016/17 um 500.000 Tonnen erhöht auf 2,5 Mio. Tonnen aufgrund höherer Importe und einer schwächeren Nachfrage. Das würde die kleinere Ernte bereits überkompensieren.
Auch die Prognose der französischen Weichweizenendbestände der Periode 2016/17 wurde erhöht von 2,5 Mio. Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen. Die Weichweizenexporte in Länder innerhalb der EU reduzierte FranceAgriMer um 200.000 Tonnen auf 6,1 Mio. Tonnen. Für Exporte außerhalb der EU blieb die Prognose unverändert auf 4,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
14.12.2016 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen den Handel in Chicago. Die dünne Nachrichtenlage sorgte für einen relativ impulslosen Handel. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Tunesien hat einen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Soft Milling Wheat, optionaler Herkunft, zur Lieferung im Februar und im März ausgeschrieben. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures fest und legten auf allen Terminen zu. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt in seiner ersten Prognose für die Ernte 2017 die Anbaufläche für Winterweizen auf 5,2 Mio. Hektar. Das wäre ein leichter Anstieg um 0,2% zum Vorjahr. Die britischen Weizenexporte haben sich im Oktober verlangsamt, liegen aber weiter über dem Niveau des vergangenen Jahres. Seit Beginn der Saison 2016/17 wurden 858.730 Tonnen Weizen exportiert versus 536.126 Tonnen im Vergleichszeitraum der Saison 2015/16. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12%. Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17. Heute endet die Angebotsfrist für die Weizenausschreibung Algeriens. Händler erwarten viele Angebote aus Argentinien.

14.12.2016 CBoT-Weizenkurse schwächeln nach vier Handelstagen mit Kurssteigerungen

Nach vier Handelstagen mit festeren Kursen gerät heute Morgen der Weizenfuture am CBoT unter Druck. Zuvor wurden von Fonds Short-Positionen glatt gestellt nachdem die Nachfrage nach US-Weizen sehr gut war; sie haben damit die Börsenkurse in die Höhe getrieben.
Die Exportgeschäfte mit US-Weizen entwickelten sich zuletzt gut und es gibt einige Probleme mit Trockenheit in den U.S. Plains, wo Winterweizen angebaut wird. Wenn man allerdings in andere Exportnationen wie Russland und Australien blickt, so werden dort sehr große Ernten erwartet. Der US-Weizenfutures profitierte davon, dass Ägypten einige Schiffe US-Weizen kaufte.
Die ersten Prognosen für russischen Weizen in 2017 zeigen, dass am Schwarzen Meer eine weitere große Getreideernte auf uns zukommt. Auch in Frankreich soll die Anbaufläche für Winterweizen mit mehr als 5,2 Mio. Hektar so groß werden, wie seit 80 Jahren nicht mehr.

13.12.2016 InVivo will Vermarktungskette optimieren

InVivo, ein Verbund von 200 Agrargenossenschaften in Frankreich, will den Weizenexport durch einen besseren Datenaustausch unter den Getreidehändlern optimieren. Damit soll sich Frankreich von den schlimmen Folgen der Ernte 2016 erholen und den zunehmenden Exporten aus Ländern wie Russland besser begegnen können.
Die schlechteste Weizenernte seit drei Jahrzehnten hat den bisher bedeutendsten Weizenexporteur der EU in dieser Saison vom Welthandel ausgegrenzt. Dieser schwierige Umstand veranlasst die Geschäftsleitung der InVivo über die Schwächen des französischen Exportmarkts nachzudenken. In einer Analyse kam man zu Schluss, dass es ein Informationsdefizit über Lagerbestände und Qualitäten gibt, das dazu führt, dass die Chancen des Marktes nicht gut genug genutzt werden, so der CEO Thierry Blandinieres heute gegenüber der Presse.
Frankreich muss für den Export eine Gesamtstrategie entwickeln und nicht nur auf Angebot und Nachfrage regieren. Dazu braucht man aber mehr Informationen und Mengen und Qualitäten. Die Vertriebskosten ließen sich um 2 Euro/Tonnen senken. Im Jahr 2017 soll ein Pilotprojekt mit Händlern und Silobetreibern gestartet werden.
Die Initiative beinhaltet die Einrichtung einen Realtime-Datenaustausch der Getreidesilos. Im Internationalen Vergleich sei die Umschlaghäufigkeit in den französischen Silos viel zu niedrig. Außerdem verfolgt man den Plan, die Getreideerfassung zu optimieren und will auch ausländische Offerten mit einbeziehen. Damit sollen in dieser Saison ¾ der Exporte bestritten werden. Im letzten Wirtschaftsjahr stellten ausländische Herkünfte die Hälfte aller Exportgeschäfte von InVivo.
Die Vermarktung von ausländischem Getreide, sowie der von Weizen niedriger Qualität als Futtergetreide, sollte in dieser Saison eine Exportmenge von 13 Mio. Tonnen ermöglichen. Im Vorjahr exportierte InVivo rund 15 Mio. Tonnen.
Die Gruppe hat im Sommer Büros in Singapur und in Brasilien eröffnet und mit T´Gravo ein Abkommen zur gemeinsamen Nutzung von Umschlagkapazitäten im brasilianischen Hafen von Santos geschlossen. Im letzten Geschäftsjahr, das am 30. Juni endete, hatte InVivo einen Gewinn vor Steuern von 116 Mio. Euro ausgewiesen, im Jahr davor waren es 107 Mio. Euro. Die meisten Abteilungen waren im zweiten Jahr in Folge profitabel. Für 2016/17 erwartet die Gruppe ein ähnlich gutes Ergebnis, da die Auswirkungen der internationalen Investitionen die Verluste im Inland kompensieren würden.

13.12.2016 Vereinigtes Königreich: Weizenexporte haben sich im Oktober verlangsamt

Die britischen Weizenexporte haben sich im Oktober verlangsamt, sie liegen aber weiter über dem Niveau des vergangenen Jahres. 145.437 Tonnen Weizen wurden im Oktober exportiert, davon alleine 59.266 Tonnen Weizen an Algerien. Das nordafrikanische Land war der größte Käufer von britischen Weizen. Im September wurden noch 252.429 Tonnen Weizen exportiert. Kumuliert liegt das Ergebnis seit Beginn der Saison 2016/17, die am 1. Juli begann, b ei 858.730 Tonnen Weizen versus 536.126 Tonnen im Vergleichszeitraum der Saison 2015/16. Quelle: Reuters

13.12.2016 Tunesien sucht Weizen

Tunesien hat einen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Soft Milling Wheat, 50.000 Tonnen Durum und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Februar und im März, Gerste zur Lieferung im Februar bis März und Durum zur Lieferung im Januar bis Februar. Quelle: Reuters.

13.12.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium reduziert Prognose der Maisernte

Das französische Landwirtschaftsministerium reduzierte die Prognose der Maisernte 2016 von 12,3 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 11,8 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 12,3% zum Vorjahr und ein Rückgang um 23,3% zum 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der Weizenernte 2016 wurde um 100.000 Tonnen von 28,1 Mio. Tonnen im Vormonat auf 28,0 Mio. Tonnen reduziert. Frankreichs Landwirtschaft leidet unter einer katastrophalen Ernte in diesem Jahr. Es war die schlechteste Ernte seit 30 Jahren. Und auch die Qualitäten sind schwierig.

13.12.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium senkt Prognose der Raps-Anbaufläche 2017

Das französische Landwirtschaftsministerium prognostiziert in seiner ersten Prognose für die Ernte 2017 die Anbaufläche für Winterweizen stabil auf 5,2 Mio. Hektar. Das wäre ein leichter Anstieg um 0,2% zum Vorjahr.
Deutlich niedriger wird die Anbaufläche für Winterraps geschätzt. Mit 1,45 Mio. Hektar wäre das ein Rückgang um 5,1%.
Ebenfalls niedriger auf 1,38 Mio. Hektar schätzt das Landwirtschaftsministerium die Anbaufläche 2017 für Wintergerste. Das wäre ein Rückgang um 4,1%. Quelle: Reuters

13.12.2016 Getreidemail

Technische Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für leichte Kursaufschläge. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 440.805 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Saudi Arabiens staatlicher Einkäufer SAGO hat im Rahmen eines internationalen Tenders 725.000 Tonnen Hartweizen per Sellers Option gekauft. Akzeptiert wird Weizen aus der EU, Nord- und Südamerika sowie aus Australien. Händler erwarten, dass Weizen aus den Vereinigten Staaten die Nase vorn hat. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen gaben die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern leicht nach. Nur die auslaufende Dezember-Fälligkeit verlor am letzten Handelstag kräftig. Stürmisches Wetter in den Verladehäfen für russischen Schwarzmeerweizen sowie sinkende Kurse an den Terminbörsen nach dem letzten USDA-Bericht führten zu sinkenden Preisen für russischen Exportweizen. Algerien hat einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 14. Dezember.

13.12.2016 CBoT-Weizenkurse verlassen ihr 2-Wochen-Hoch – großes Angebot

Die Kurse des Chicago-Weizenkontrakts stehen zur Stunde leicht unter Druck. Nachdem der Markt in der letzten Woche ein Zwei-Wochen-Hoch erklommen hat, weil die Nachfrage nach US-Weizen sehr gut war, überwiegt heute Morgen die Erkenntnis, dass der Weltmarkt sehr gut versorgt ist.
Die Käufer haben vielfältige Optionen, wo sie ihren Weizen kaufen können. Die Broker in Australien sehen derzeit keine Chance, dass sich die fundamentale Lage verbessert und die Preise nachhaltig verbessern.
Saudi Arabien hatte am Montag 725.000 Tonnen Hartweizen gekauft. Einen Teil davon wird wohl die USA liefern, obwohl es anderenorts günstigere Offerten gibt.
Der Preis für russischen Exportweizen sank letzte Woche aufgrund von Verladeproblemen wegen stürmischem Wetter in den Schwarzmeerhäfen, sowie sinkenden Weizenpreisen nach dem letzten USDA – Report.

13.12.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen

12.12.2016 Stürmisches Wetter drückt russische Weizenpreise

Aufgrund von stürmischem Wetter in den Verladehäfen für russischen Schwarzmeerweizen sowie den sinkenden Kursen an den Terminbörsen nach dem letzten USDA-Bericht, sanken die Preise für russischen Exportweizen.
Die Preise für russischen Weizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im Dezember über die Tiefseehäfen lagen zum Ende der letzten Woche bei 182 USD/Tonne fob. Das waren 2 USD/Tonnen weniger als in der Vorwoche. Lieferungen über Häfen mit weniger tiefen Wasserständen wurden lediglich mit 152 USD/Tonne vergütet.
Lokaler Weizen der Klasse III kostete im europäischen Teil Russlands 10.725 Rubel/Tonne, was 175,5 USD/Tonne entspricht. Die Weizenpreise der Klassen IV und V sanken auf 9.375 Rubel und 8.175 Rubel/Tonne. Der Preisrückgang rührt sowohl vom festeren Wechselkurs des Rubels als auch den schleppenden Verladungen aufgrund des stürmischen Wetters.
Russische Händler sind wegen der steigenden Konkurrenz zu Argentinischen Anbietern besorgt. Zusätzlich hätten sich die Ernteaussichten in Australien verbessert. Auf der positiven Seite sieht man den Wegfall der Importzölle in Indien, wovon auch Russland profitieren könnte. Ende Oktober gab es bereits eine Lieferung von 48.000 Tonnen nach Indien.
Russland hat seit dem 1. Juli bis zum 7.Dezember 17,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das sind 0,3 % weniger als im gleichen Zeitraum der vorjährigen Saison. Davon waren 13,9 Mio. Tonnen Weizen.

12.12.2016 AMIS Market Monitor No. 44 / Dezember 2016

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 8. Dezember finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor und hier!

12.12.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC): Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 29.11. - 06.12.16. um 80 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.509 Kontrakte. 115.920 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 06.12.16. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 2.589 Lots zur Vorwoche.
12.12.2016 Importeure aus Indien kauften Weizen in der Ukraine und Moldavien

Importeure aus Indien haben in der vergangenen Woche rund 10.000 Tonnen Weizen in der Ukraine und in Moldavien gekauft. Das melden europäische Händler.
Die Käufe erfolgten sowohl vor als auch nach der Entscheidung der Regierung, den Importzoll auf Weizenlieferungen auf unbestimmte Zeit auf 0% zu senken.
Der Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5% wurde zu Preisen zwischen $213 und $216 c&f gekauft. Die Versendung erfolgt im Januar. Quelle: Reuters

12.12.2016 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen sowie Gewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago den zweiten Tag in Folge mit Aufschlägen schließen. In dem um 18 Uhr veröffentlichten WASDE-Report beließ das USDA seine Schätzung der US-Weizenendbestände zwar auf 1,143 Mrd. Bushel, lag damit jedoch 4 Mio.Bushel über den durchschnittlichen Markterwartungen. Die Schätzung der weltweiten Endbestände wurde von 249,23 Mio.Tonnen auf nun 252,14 Mio.Tonnen erhöht.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures leicht zulegen. Nur der heute auslaufende Dezembertermin gab minimal nach. Unterstützung kam vom schwachen Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12%. Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 4,00 über Euronext März 17. Der europäische Getreideverband Coceral hat die Schätzung der EU-Weizenproduktion auf 134,7 Mio. Tonnen angehoben (Q3: 133,8 Mio.to). Das ist deutlich weniger als die 152,1 Mio. Tonnen im Jahr 2015.

12.12.2016 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 14. Dezember. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Zeitraum 1.-15. Januar und 16.-31. Januar. Gewöhnlich kauft Algerien höhere Mengen, als ausgeschrieben. Zuletzt kaufte Algerien im November 580.000 Tonnen Weizen. Quelle: Reuters
12.12.2016 Saudi Arabien kauft 725.000 Tonnen Hartweizen
Saudi Arabiens staatlicher Einkäufer SAGO hat nach eigenen Angaben im Rahmen eines internationalen Tenders 725.000 Tonnen Hartweizen gekauft. Ausgeschrieben wurden 715.000 Tonnen Hartweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen dem 1. Februar und dem 30. April. Akzeptiert werden Herkünfte aus der Europäischen Union, Nord- und Südamerika und Australien. Der Verkäufter hat die Wahl (Sellers Option).
Händler glauben, dass Weizen aus den Vereinigten Staaten die Nase vorn hat. Es wurden 12 Vereinbarungen zum Kauf von jeweils 60.000 - 65.000 Tonnen geschlossen. Insgesamt wurden 430.000 Tonnen zur Lieferung an den Hafen von Jeddah (Preise zwischen $205,15 und $208,15/Tonne c&f), 240.000 Tonnen zur Lieferung an den Hafen von Dammam (Preise zwischen $208,30 und $211,40/Tonne c&f), und 55.000 zur Lieferung an den Hafen von Jazan ($211,74/Tonne c&f) gekauft. Lieferanten sind Glencore Grain und Louis Dreyfus. Quelle: Reuters
09.12.2016 SovEcon hebt russische Ernteschätzung für 2017 an

Das russische Beratungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Ernteschätzung für das kommende Jahr auf 114 Mio. Tonnen Getreide von 112,5 Mio. Tonnen im letzten Monat. Außerdem lieferte es auch die erste Schätzung für die Weizenernte. Sie soll 70 Mio. Tonnen groß sein, was etwas weniger wäre, als im letzten USDA-Bericht, der noch 72 Mio. Tonnen geschätzt hatte.
Die Ernte 2017 soll dem Beratungsunternehmen zufolge die zweitgrößte Getreideernte in der Post-Sowjetzeit werden und deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegen. 2015/16 war die Weizenernte in Russland 61 Mio. Tonnen groß, 2014/15 war sie 59,1 Mio. Tonnen groß.

09.12.2016 Coceral hebt EU-Mais- und Weizenschätzungen an

Der europäische Getreideverband Coceral hat heute in seinem Quartalsbericht (Q4) seine Schätzung zur diesjährigen Maisproduktion mit 60,7 Mio. Tonnen gegenüber der vorherigen Prognose (60,5 Mio. to) leicht angehoben.
Auch die Schätzung der EU-Weizenproduktion wurde vom Verband auf 134,7 Mio. Tonnen angehoben (Q3: 133,8 Mio.to). Das ist deutlich weniger als die 152,1 Mio. Tonnen im Jahr 2015.

09.12.2016 Verspätung: Indien wartet auf Weizenimporte

In den kommenden Wochen wird in Indien die Versorgung mit Weizen eng. Das Land hatte für Dezember 400.000 Tonnen Weizen in der Ukraine gekauft, die sich aber wohl verspäten werden.
Gestern hatte die Regierung in Neu Delhi den 10 %-Zoll für Weizenimporte für unbestimmte Zeit auf „0“ gesenkt, damit die Importe die Versorgungslage verbessern und den Preisauftrieb für das Grundnahrungsmittel bremsen. Es wird erwartet, dass Indien soviel Weizen importieren wird, wie seit zehn Jahren nicht mehr.
In den vergangenen Wochen hatte Indien schon Weizen aus der Ukraine und Australien gekauft, die jetzt eintreffen sollten. Der ukrainische Weizen kommt aber wohl erst im Januar. Die Ukraine ist derzeit auf dem Höhepunkt ihrer Maisexporte, nachdem die Weizenexporte von dort für diese Saison fast abgeschlossen sind. Schiffe, die jetzt noch mit Weizenbeladen werden sollen, müssen warten.
Die verspäteten Lieferungen dürften in Indien Probleme verursachen, da für Januar auch die Lieferungen aus Australien eintreffen und die Umschlagskapazitäten für beides nicht ausreichen. Dann wird es zum Stau kommen.

09.12.2016 Tender-Meldungen von heute

1.) Eine Gruppe private israelische Käufer kauften Mais und Futtergerste von internationalen Anbietern mit einem Tender , der heute geschlossen wurde. Über die tatsächlich gekauften Mengen wurden bisher noch keine Angaben gemacht. Man suchte 95.000 Tonnen Mais und 30.000 Tonnen Futtergerste. Für die Maiseinkäufe, die in einer Reihe von Lieferungen im Januar bis März 2017 erfolgt, werden 176,25 bis 178,50 USD/Tonnen c&f bezahlt. Die Gerste kostet 175,00 USD/Tonne c&f für Lieferungen im Februar und März 2017. Händler gehen davon aus, dass die Lieferungen überwiegend aus dem Schwarzmeerraum erfolgen. In der vorherigen Ausschreibung von Anfang November kaufte die Gruppe 120.000 Tonnen Mais, 10.000 Tonnen Futterweizen sowie 26.000 Tonnen Futtergerste.
2.) Taiwans Maiseinkaufsverband MFIG kaufte heute rund 65.000 Tonnen Mais aus den USA. Als Preis für die franko-Lieferung (c&f) wurde eine Prämie von 119,50 US-Cents über dem Chicago Maisterminkontrakt mit der Fälligkeit Mai 2017 bezahlt. Die Käufer erwarten die Lieferung am 23. Februar bis 14. März. Im letzten Tender dieser Art kaufte der Verband 65.000 Tonnen Mais, ebenfalls aus den USA.
3.) Japans Agrarministerium kaufte 123.345 Tonnen Weizen für die menschliche Ernährung aus den USA und Kanada. Japan ist der sechst-größte Weizenimporteur der Welt und Weizen ist dort nach Reis das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel. Die Ausschreibungen des Ministeriums finden jeden Monat statt.
4.) Jordanien hat eine Ausschreibung für den Bezug von bis zu 25.000 Tonnen Hartweizen (11% Protein) auf den Weg gebracht. In den letzten Monaten hatte das Land diverse Ausschreibungen herausgegeben, wofür sie keine Offerten erhielten, weil nicht klar ist, wie die Annahmebedingungen sind.

09.12.2016 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 Uhr MEZ) sowie gute Exportzahlen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago fester schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 503.000 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Saudi Arabien schrieb gestern einen Tender über 715.000 Tonnen Weizen aus, dafür kommt auch deutscher Weizen in Betracht. Indien hat seinen Zoll auf Weizeneinfuhren von 10 % komplett gestrichen. Die Frage ist, ob Indien bis zu seiner nächsten Ernte im März noch 2-3 Mio. Tonnen Weizen kaufen wird, die hauptsächlich von Australien bedient werden könnten.
Die e-CBoT handelt den Weizen zurstunde leicht schwächer.
An der Euronext in Paris profitiert der Weizenkurs von einem schwächeren Euro. Außerdem kam es zu Short-Glattstellungen vor dem heutigen USDA-Report. Die EU exportierte in der vergangenen Woche 88.000 To Weizen und kommt damit auf 10,47 Mio. Tonnen seit dem 1.Juli (+4%).

08.12.2016 EU-Weizen Exporte erreichen 10,473 Mio. Tonnen

Europäische Händler melden für die Woche bis zum 06.12.16 Exportgeschäfte in einem korrigierten Volumen von 88.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 10,473 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 11,605 Mio. Tonnen versus 10,327 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 78.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,378 Mio. Tonnen.

  

08.12.2016 Die EU exportierte bisher 10,5 Mio. Tonnen Weizen aus der letzten Ernte

Die Weichweizenexporte aus der EU in der Vermarktungssaison 2016/17 haben bis zum 6. Dezember mit dem heutigen Update 10,473 Mio. Tonnen erreicht. Das sind 4 % mehr als zum gleichen Termin im Vorjahr.
In der zurückliegenden Woche exportierte die EU 88.000 Tonnen Weichweizen. Die Exportmenge der Vorwoche wurde auf 10,385 Mio. Tonnen korrigiert.
Im letzten Monat änderte die EU das Berichtssystem für Weizenexporte. Jetzt werden nur noch die tatsächlichen Exportmengen gemeldet; Exportlizenzen werden nicht mehr vergeben. Die unter dem neuen Berichtswesen gemeldeten Mengen werden aber in der folgenden Woche überprüft, sodass es dazu kommen kann, dass die Angaben von Woche zu Woche schwanken.

08.12.2016 Weizen: Indien senkt Importzoll auf „0“ – Ernteschätzung reines Wunschdenken

Indien hat heute nun auch die letzten 10 % Importzölle für Weizen abgeschafft. Wegen der Trockenheit in den letzten zwei Jahren wurden Vorräte abgebaut und die Preise stiegen. Händler schätzen, dass die Weizenimporte so hoch ausfallen, wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Im letzten Monat steigen die Weizenpreise in Indien auf ein Rekordhoch, weshalb jetzt die Importzölle für Weizen auf unbestimmte Zeit komplett abgeschafft werden. Händler erwarten, dass Indien in diesem Wirtschaftsjahr, das am 31. März endet, bis zu fünf Mio. Tonnen Weizen einführen muss. Das wäre die größte Menge seit 2006/07 als 6,7 Mio. Tonnen importiert wurden.
Im April kommt dann wieder ein Angebot aus der eigenen indischen Ernte. Damit bis dahin die Preise nicht weiter steigen und die Inflation unter Kontrolle bleibt, kommt jetzt die Abschaffung der Einfuhrzölle. Private Firmen hatten in dieser Saison bereits zwei Mio. Tonnen Weizen meist aus Australien und der Ukraine gekauft. Australischer Weizen kostet im Süden des Subkontinents 235 USD/Tonne und damit rund 20 % weniger als die lokale Produktion.
Die Zollkürzung lässt die Händler daran zweifeln, ob die Ernteschätzungen der Regierung in Neu Delhi stimmen. In den letzten zwei Jahren war die Ernte kleiner als im Jahr 2013/14 und die staatlichen Vorräte mussten angegriffen werden. Der Einschnitt in den Importzoll kommt, nachdem die Regierung im letzten Monat Maßnahmen gegen die Schattenwirtschaft ergriffen hat und alle großen Banknoten eingezogen hat. Damit wurden 86 % aller Bar-Transaktionen bestritten. Die Bauern beklagten, dass sie Probleme hatten, Betriebsmittel wie Düngemittel und Saatgut zu beschaffen.
Der Landwirtschaftsminister schätzte die Weizenproduktion 2015/16 auf 93,5 Mio. Tonnen, das waren deutlich mehr als die 86,53 Mio. Tonnen im Jahr zuvor. Marktbeteiligte gehen aber davon aus, dass es substanziell weniger war. Die Ernteschätzung sei reines Wunschdenken.

08.12.2016 Äthiopien legt Ausschreibung für 70.000 Tonnen Weizen auf

Die äthiopische Regierung hat heute einen Tender zum Kauf von 70.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Die Finanzierung wird durch die Weltbank garantiert.
In der Zeit von Oktober 2015 bis April 2016 wurden bereits große Mengen Weizen am Weltmarkt gekauft, nachdem eine große Dürre die Ernten dort zerstört hatte. In den letzten Monaten gab es von dort keine weiteren Ausschreibungen mehr.

08.12.2016 Saudi Arabien sucht 715.000 Tonnen Hartweizen

Saudi Arabiens größter Getreideimporteur (SAGO) schreibt heute den Kauf von 715.000 Tonnen Hartweizen mit 12,5 % Protein aus. Die Lieferung soll vom 1. Februar bis 10. April 2017 erfolgen.
Seit Saudi Arabien sich in diesem Jahr dafür entschieden hat, gar keinen eigenen Getreideanbau mehr zu betreiben, um sein Wasserressourcen zu schonen, muss das arabische Land immer mehr importieren.
Im Oktober kaufte die SAGO 610.000 Tonnen Weizen. Die Anbieter können Weizen aus folgenden Ländern liefern: EU, Nord- und Südamerika sowie Australien. Es wurden Preise von 208,74 bis 211,16 USD/Tonne c&f bezahlt. Es waren auch zwei Lieferungen aus Deutschland mit zusammen 125.000 Tonnen dabei mit Preisen von 190,71 – 192,00 USD/Tonnen fob, die in diesen Tagen geladen werden.

08.12.2016 Chinas Getreideernte 0,8 % kleiner als im Vorjahr

Chinas Getreideernte 2016 war 0,8 % kleiner als im Vorjahr. Der weltweit größte Produzent von Weizen und Reis produzierte 616,2 Mio. Tonnen Getreide, nachdem die Bauern wegen der geänderten Förderungspolitik weniger Mais anbauten.
Es wurde eine Maisernte von 219,6 Mio. Tonnen eingefahren (Vj.: 224,6 Mio. Tonnen), so die Daten vom National Bureau of Statistics. Nachdem China sein Interventionsprogramm beendet hatte, das die Preise künstlich in die Höhe brachte, wurden 3,6 % weniger Mais angebaut. Stattdessen stieg die Anbaufläche für Sojabohnen um 10,7 %. Da die Maiserträge aber dreimal so hoch sind, wie die von Sojabohnen, konnte die Flächensteigerung bei der Bohne nicht die gesunkene Mais-Erntemenge kompensieren.
Im Süden Chinas waren zudem heftige Regenfälle niedergegangen, was dafür sorgte, dass die Reisernte um 1,4 Mio. Tonnen kleiner ausfiel, als im Vorjahr. 2016 wurden 206,9 Mio. Tonnen geerntet, im Vorjahr waren es 208,3 Mio. Tonnen.
Die Weizenernte sank um 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 128,9 Mio. Tonnen.

08.12.2016 Getreidemail

Gewinnmitnahmen sowie eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf dem tiefsten Stand seit fünf Tagen schließen.
Die e-CBoT handelt zur Stunde fester.
In Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Die zwei vorderen Termine konnten zulegen während die Kurse der Folgetermine leicht nachgaben. Die französischen Weizenexporte an Kunden außerhalb der EU sanken im Oktober auf 293.000 to, die kleinste Menge seit Oktober 2007. Das belegen Daten der Zollbehörde. Im September wurden 348.000 to Weizen in Drittländer exportiert. Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2016/17 summierten sich Frankreichs Weizenexporte auf 1,8 Mio. Tonnen. Das sind 32% weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Zusammen mit den Exporten innerhalb der EU wurden 685.000 Tonnen Weichweizen im Oktober exportiert, was zu einem Gesamtexportvolumen von 3,4 Mio. Tonnen führte (32 %).

08.12.2016 CBoT-Weizenkurse fest: Weltweites Weizenangebot steigt nicht noch weiter

Gestern erreichten die CBoT-Weizenfutures ein Fünf-Tages-Tief, heute Morgen sehen wir zunächst einmal eine kleine Kurssteigerung mit der Begründung, dass sich die Schätzung der Weizenendbestände nicht weiter erhöhen.
Die Weizenpreise stehen unter Druck, da die großen Exporteure große Ernten einfahren. Jetzt wollen einige Experten Licht am Ende des Tunnels sehen, da das Angebot nicht weiter steigt und scheinbar alle bärischen Meldungen eingepreist sind.
Am Dienstag hatte nach Kanadas Statistikbehörde Statscan die Weizenproduktion des Landes mit 31,7 Mio. Tonnen um 15 % höher geschätzt, als im Vorjahr und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Australien, ein anderer großer Anbieter am Weltmarkt erhöhte in dieser Woche seine Ernteschätzung für 2016/17 auf die Rekordmenge von 32,64 Mio. Tonnen.
Händler warten jetzt auf den USDA Report am morgigen Freitag um 18:00 Uhr deutscher Zeit. Darin werden die Endbestände für Weizen wohl gegenüber de letzten Schätzung nicht verändert.

08.12.2016 Fonds waren Käufer von Sojabohnen und Verkäufer von Mais und Weizen

07.12.2016 Erste "Lieferungen" bei CME-Weizen per Lagerschein

Die CME informierte heute darüber, dass gestern die ersten 40 Lagerhaus-Scheine an Käufer der CME-EU-Weizenhändler ausgegeben wurden. Diese Zertifikate dienen zur Schießung von Dezember-16-Terminkontrakten, die von zwei Clearing-Member gehalten wurden.

07.12.2016 Frankreich: Weizenexporte im Oktober erneut rückläufig
Die französischen Weizenexporte an Kunden außerhalb der Europäischen Union sanken im Oktober auf 293.000 Tonnen, die kleinste Menge seit Oktober 2007. Das belegen Daten der Statistikbehörde. Im September wurden 348.000 Tonnen Weizen außerhalb der EU exportiert.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2016/17 (1 Juli bis 30. Juni) summierten sich die Weizenexporte auf 1,8 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 32% zur vorherigen Vermarktungsperiode. Zusammen mit den Exporten innerhalb der EU wurden 685.000 Tonnen Weichweizen im Oktober exportiert, was zu einem Gesamtexportvolumen (innerhalb und außerhalb der EU) von 3,4 Mio. Tonnen führt(-31%).
Frankreichs Landwirtschaft leidet unter einer katastrophalen Ernte in diesem Jahr. Es war die schlechteste Ernte seit 30 Jahren. Und auch die Qualitäten sind schwierig.
07.12.2016 WASDE-Report: Analysten schätzen Welt-Weizen-Endbestände auf 250,33 Mio. to.
07.12.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie der feste US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. In Kanada wurden in diesem Jahr 31,73 Mio. Tonnen Weizen (alle Sorten) geerntet. Zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 15%. Marktteilnehmer erwarteten einen Anstieg auf 30,7 Mio. Tonnen. Die Durum-Produktion stieg um 44% auf 7,76 Mio. Tonnen versus 5,39 Mio. Tonnen im Jahr 2015. Jordaniens staatlicher Getreideinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Preis von $205/Tonne c&f gekauft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures von den deutlichen Verlusten vom Vortag etwas erholen und schlossen mit leichten Gewinnen. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der Weizenexporte 2016/17 von 29,0 Mio. Tonnen auf 28,5 Mio. Tonnen reduziert. Marktteilnehmer warten mit Spannung auf neue Impulse vom WASDE Report, der am Freitag, dem 9. Dezember, um 18 Uhr vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht wird.

06.12.2016 Ukraine: Getreideexporte 2016/17 steigen auf 18,8 Mio. Tonnen

Die Ukraine hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2016/17 per 6. Dezember 18,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2015/16 zum selben Zeitpunkt ist das ein Anstieg um 860.000 Tonnen.
Die Weizenexporte belaufen sich gegenwärtig auf 10,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg von 1,08 Mio. Tonnen zum Vergleichszeitraum im Vorjahr. In der Vermarktungsperiode 2015/16 wurden insgesamt 16,9 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Das US-Landwirtschaftsministerium rechnete im WASDE-Report vom 9.November mit Exporten in einem Volumen von 15,5 Mio. Tonnen.

06.12.2016 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Preis von $205/Tonne c&f gekauft. Das wird übereinstimmend aus Regierungsquellen und von Händlern gemeldet. Die Lieferung soll in der ersten Aprilhälfte erfolgen. Quelle: Reuters

06.12.2016 Kanada: Weizenproduktion ist um 15% gestiegen

Kanadas Landwirte haben in diesem Jahr 31,73 Mio. Tonnen Weizen (alle Sorten) geerntet. Das meldet die Statistikbehörde Statistics Canada. Zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 15%. Marktteilnehmer erwarteten einen Anstieg der Weizenproduktion, allerdings im Mittel mit einer Produktionsmenge von 30,7 Mio. Tonnen. Die Durum-Produktion stieg um 44% auf 7,76 Mio. Tonnen versus 5,39 Mio. Tonnen im Jahr 2015. Auch die Canola-Produktion stieg um 6,8% auf 8,78 Mio. Tonnen versus 8,23 Mio. Tonnen 2015.

06.12.2016 Russland: IKAR reduziert Prognose der Weizenexporte 2016/17

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenexporte 2016/17 von 29,0 Mio. Tonnen auf 28,5 Mio. Tonnen reduziert. Gründe hierfür wurden bisher nicht genannt. Quelle: Reuters

06.12.2016 Getreidemail

Technische Käufe, der schwächere US-Dollar sowie deutliche Gewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 453.633 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 275.000 - 475.000 Tonnen. Australiens Bureau of Agricultural and Resource Economics and Science (ABARES) schätzte gestern die australische Weizenernte 2016/17 auf 32,64 Mio. Tonnen. Das sind 16 % mehr als im Vorjahr und wäre ein neuer Ernterekord. Die vorherige Schätzung lautete noch auf 28,08 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen den verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben nach anfänglichen Gewinnen auf den vorderen Fälligkeiten deutlich nach. Der kräftige Anstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar übte zudem Druck aus. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen im November an der Euronext in Paris lag mit 51,542 Lots 6,3% niedriger, als im November 2015.

05.12.2016 "Neue Kontrakte" ziehen Interesse auf sich

An den Agrarterminbörsen in Europa werden neben den großen Kontrakten auf Weizen, Mais und Raps (alle Euronext, Paris) sowie Kartoffeln (EEX, Leipzig) immer mehr „neue Kontrake“ gehandelt.
Relativ neu sind Terminkontrakte auf Milchprodukte, worum sich beide genannten Terminbörsen bemühen, sowie ein Future auf Rapsöl und ein erst kürzlich aufgelegter Terminkontrakt auf Flüssigdünger AHL (UAN-30), die beide an der Euronext in Paris gehandelt werden.
Die EEX in Leipzig meldet heute, dass der Börsenhandel mit Magermilchpulver inzwischen ihr umsatzstärkster Agrarfuture ist. Im November wurden insgesamt 1.883 Lots auf Milchprodukte gehandelt, die einem Warenäquivalent von mehr als 9.000 Tonnen entsprechen. Davon waren 1.462 Lots SMP (Skimmed Milk Powder-Kontrakte) Das ist ein neuer Umsatzrekord in diesem Segment.
Außerdem handelt am Freitag die Euronext in Paris seit langem wieder Umsätze auf Rapsöl. Nach langem Zögern scheint dort nun auch Bewegung möglich. Ausgehend von einer knappen Versorgungslage mit Pflanzenölen in Asien, waren die Kurse der Terminkontrakte auf Sojabohnen am CBoT in Chicago zuletzt sehr volatil und wie gewohnt sehr umsatzstark. Paris könnte Europa in dieses Konzert einbinden und für unsere Zeitzone ein Absicherungsinstrument für ein Pflanzenöl anbieten.
Am Freitag gab es nun auch ganz unerwartet einen Umsatz von 700 Lots Rapsöl in Paris, der sich auf die ersten drei Fälligkeiten verteilte. Auf den ersten vier Laufzeiten sind Geld- und Briefkurse vorhanden.
Darüber hinaus gibt es erste zögerliche Handelsaktivitäten auf dem ersten Düngerfuture der Pariser Terminbörse, der erst vor wenigen Wochen aufgelegt wurde.
Unsere Kunden die Zugang zum Mitgliederbereich unserer Homepage haben, finden alle genannten Futures unter den entsprechenden Börsen.

05.12.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 22.11. - 29.11.16. um 249 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.038 Kontrakte. 118.509 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 29.11.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 4.287Lots zur Vorwoche.

05.12.2016 ABARES schätzt neuen Rekord für Australiens Weizenernte

Das australische Bureau of Agricultural and Resource Economics and Science (ABARES) schätzte heute die Weizenernte 2016/17 des Kontinents auf 32,64 Mio. Tonnen. Das sind 16 % mehr als im Vorjahr und wäre ein neuer Ernterekord. Die vorherige Schätzung lautete noch auf 28,08 Mio. Tonnen.
Die Ernte ist jetzt im vollen Gang; sie wird den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2011/12 (29,6 Mio. Tonnen) deutlich überstiegen. Die große australische Weizenernte mit dem ohnehin schon großen Angebot aus der nördlichen Hemisphäre dürfte die Getreidekurse an den Terminbörsen weiter belasten und den asiatischen Käufern ein billiges Angebot unterbreiten.
Die Weizenkurse am CBoT bewegen sich nahe ihrem Zehn-Jahres-Tief, das sie Ende August erreichten und die Angebote am Weltmarkt erreichen in dieser Saison Rekordmengen. Heftige Regenfälle an der australischen Ostküste waren für den Rekordertrag dort verantwortlich, so ABARES. Die australische Ostküste hatte wegen Trockenheit drei Jahre in Folge unterdurchschnittliche Getreideerträge geerntet.
Vom 1. Juni bis 30. November hatte die Region fast doppelt so hohe Niederschlagsmengen wie im Durchschnitt der Jahre erhalten. In diesem Jahr wird der Bundesstaat New South Wales an der Ostküste mit 10,5 Mio. Tonnen der größte Weizenproduzent Australiens sein, üblicherweise ist es Western Australia wo in dieser Saison aufgrund von Frostschäden 9,5 Mio. Tonnen zusammen kommen.
Die Canola-Produktion Australiens wird in diesem Jahr auf 3,58 Mio. Tonnen geschätzt, im September ging man noch von 3,63 Mio. Tonnen aus. Die straken Regenfälle haben die Erntemenge verkleinert.

05.12.2016 China will seine Ethanol-Produktion bis 2020 verdoppeln

China beabsichtigt, bis zum Jahr 2020 seine Ethanol-Produktion auf vier Mio. Tonnen - vom derzeitigen Niveau - zu verdoppeln. Die Regierung kontrolliert aber weiterhin die Bestände von Mais für die menschliche Ernährung, die zur Herstellung von Biotreibstoffen eingesetzt werden.
Der weltweit größte Energieverbraucher plant, seinen Anteil an Biotreibstoffen an dem gesamten Energieverbrauch bis zum Jahr 2020 von derzeit 12 % auf 15 % zu erhöhen. Während andere Formen erneuerbarer Energien wie Wind und Solar in den vergangenen Jahren rapide gewachsen sind, hat China seine Produktionsziele aus landwirtschaftlichen Rohstoffen also aus Biomasse aus Furcht vor Engpässen mit Lebensmitten nicht erreicht.
China produziert derzeit 2,1 Mio. Tonnen Ethanol im Jahr; im Fünf-Jahres-Plan aus dem Jahr 2010 hatte man bereits das Ziel, vier Mio. Tonnen zu produzieren. Dieser Plan wird jetzt im neuen Fünf-Jahre-Plan weiter verfolgt. Analysten sind der Meinung, das Ziel könnte leicht erreicht werden, angesichts der riesigen Vorräte von altem Mais im staatlichen Besitz. Es könnten sogar sechs bis acht Mio. Tonnen Ethanol werden, so ein Beratungsunternehmen aus Schanghai.
China hat jahrelang Mais zu subventionierten Preisen aufgekauft, um die Einkommen der Farmer zu stützen. Diese Politik wurde im Frühjahr dieses Jahres aber aufgegeben und die Vorräte sollen abgebaut werden. Es wird geschätzt, dass sich noch mehr als 200 Mio. Tonnen Mais in den staatlichen Beständen Chinas in zweifelhafter Qualität befinden. Wenn Ethanolhersteller ihre Produktionskapazitäten auslasteten, könnten die Kosten in drei bis vier Jahren wieder eingefahren werden, so der Berater.
Ende 2006 wurde die Ethanolproduktion in der chinesischen Gesellschaft kritisiert, als im Land die Maispreise stiegen. Das hat dazu geführt, dass der Biokraftstoff mehr aus Sorghum und Maniok und anderen nicht-Getreiderohstoffen hergestellt wurde. Das Rohstoffangebot reichte aber nicht aus, um die Ziele des Plans zu erreichen. Die Industrie und lokale Regierungen setzten sich daraufhin dafür eine, dass Maisbasierte Ethanolanlagen mit einer Verarbeitungskapazität von mehr als eine Mio. Tonnen gebaut wurden. Der neue Fünf-Jahren-Plan sieht jetzt „ein angemessenes Wachstum“ der Ethanolproduktion vor, die wiederum in erster Linie aus Nicht-Getreiderohstoff erzeugt werden soll. Die Verarbeitung von Lebensmitteln (sprich: Mais/Weizen) soll strengen Kontrollen unterliegen.
Das wird so interpretiert, dass Lebensmittel, die für die menschliche Ernährung nicht mehr geeignet sind, wie verschimmelter Mais oder Weizen oder Reis mit hohen Toxin-Gehalten, zur Ethanol-Herstellung ebenfalls eingesetzt werden. Die Regierung will zudem die Ethanolherstellung aus Zellulosefasern oder Pflanzenteilen, die nicht für den Verzehr geeignet sind, fördern. In dieser Technologie habe es bisher aber noch keinen Fortschritt gegeben.
Bis zum Jahr 2020 sollen Biomasse-Verarbeitungskapazitäten für 15 Gigawatt entstehen. Derzeit können 10 Gigawatt erzeugt werden und das bisherige Ziel sah Anlagen für 13 Gigawatt vor.

05.12.2016 Stabile russische Weizenpreise


Die Preise für russischen Exportweizen waren letzte Woche stabil, nachdem sie zehn Wochen infolge gestiegen waren. Stürmisches Wetter in den Verladehäfen am Schwarzen Meer, sowie mögliche Exportrestriktionen nach dem Ausbruch des Afrikanischen Schweinefiebers stützten das Preisniveau.
Schwarzmeer-Preise für russischen Exportweizen mit 12,5 % für Dezember-Lieferung kostete Ende letzter Woche 184 USD/Tonne fob, also genausviel wie in der Vorwoche.
Zwischen dem 1. Juli und dem 30. November 2016 exportierte Russland 16,8 Mio. Tonnen Getreide; das waren 0,7 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Davon waren 13,2 Mio. Tonnen Weizen, so das russische Agrarministerium.
Die Weizenpreise der Klasse III am lokalen Markt stiegen um 50 Rubel/Tonne in der Vorwoche auf 10,725 Rubel/Tonne im europäischen Teil Russlands. Eine zögerliche Abgabebereitschaft der Produzenten war der Grund für den Anstieg. Außerdem werden die Verbraucher im Land vor dem Jahreswechsel damit anfangen, ihre Vorräte aufzustocken und den Markt weiter unterstützen.
Im russischen Süden, in der Region Krasnodar, wurden Sperrgebiete für den Schweinetransport eingerichtet, damit das afrikanische Schweinefieber nicht weiter verbreitet wird. Die örtliche Quarantänebehörde hatte sogar noch ein Transportverbot für Getreide empfohlen.
Das würde allerdings dazu führen, dass die Erfüllung von Exportaufträgen schwierig wird, da Krasnodar eine der bedeutendsten Exportregionen Russlands ist.

05.12.2016 Getreidemail

Technische Käufe nach den deutlichen Verlusten der vorherigen Tage sowie ein schwächerer US-Dollar ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Im Vergleich zur Vorwoche gaben die Kurse jedoch um 3,6% bzw. 15 US-Cent /Bushel nach. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde leicht fester. An der Euronext in Paris handelten die Weizenfutures in einer engen Spanne und legten ebenfalls zu. Nur der auslaufende Dezembertermin gab minimal nach.
Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste. Logistikprobleme in der Ukraine könnten zu einem leichten Rückgang der Getreideexporte 2016/17 führen. Kasachstans Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 von 8,5 Mio. Tonnen auf 9 Mio. Tonnen erhöht. In Frankreich ist die Winterweizenaussaat zu 99% erfolgt (Vorwoche 98%). 91% der Aussaat ist aufgelaufen. Das sind 7% mehr, als in der Vorwoche, als die Quote bei 84% lag. Vor einem Jahr waren bereits 96% der Bestände aufgelaufen.

02.12.2016 Tunesien kauft Mahlweizen und Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste. Quelle: Reuters

02.12.2016 Tunesien erhielt Angebote für Weizen- und Futtergerste-Tender
Das niedrigste Angebot, das Tunesiens staatliche Getreideagentur auf die Ausschreibung zum Kauf von 109.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft erhielt, lag bei $191,84/Tonne c&f für 25.000 Tonnen Weizen. Das melden europäische Händler. Auf die parallel laufende Ausschreibung zum Kauf von 50.000 Tonnen Futtergerste lag das günstigste Angebot bei $178,94/Tonne c&f für ebenfalls 25.000 Tonnen.
Bisher wurde noch kein Geschäftsabschluss gemeldet. Quelle: Reuters
02.12.2016 FranceAgriMer: 99% der Winterweizenaussaat ist aufgelaufen
Die Maisernte und die Winterweizenaussaat in Frankreichsind nahezu abgeschlossen. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer.
Per 28. November waren 99% der Maisbestände geerntet. In der(Vorwoche waren es 98% und im vergangenen Jahr ebenfalls ca. 99%.
Bei der Winterweizenaussaat wird von einem Fortschritt von 99% berichtet versus 98% in der Vorwoche. 91% der Aussaat ist aufgelaufen. Das sind 7% mehr, als in der Vorwoche, als die Quote bei 84% lag. Vor einem Jahr waren bereits 96% der Bestände aufgelaufen.
02.12.2016 Ernteschätzung in Kanada reine Glückssache

Kanadas Weizen- und Rapsernte haben den frühen Wintereinbruch im Oktober gut überstanden. Die Erntemenge ist einer Reuters-Umfrage zufolge höher als im Vorjahr.
Am kommenden Dienstag wird Statistics Canada seine finale Ernteschätzung für 2016 veröffentlichen. Die Industrie erwartet eine überdurchschnittliche Erntemenge von 30,7 Mio. Tonnen. Das wäre auch mehr als in der vorherigen Schätzung im August. Die Vorjahresernte wäre um 11 % übertroffen.
Die Canola- (Rapssaat) Ernte würde mit 18,8 Mio. Tonnen einen neuen Rekord für Kanada markieren. Im August ging man noch von 17 Mio. Tonnen aus. Jetzt wären es 2 % mehr als im Vorjahr.
In den Anbauprovinzen Alberta und Saskatchewan war es im Oktober zu einem frühen Wintereinbruch mit viel Schnee gekommen. Die Ernte musste unterbrochen werden. Ein ungewöhnlich warmer November erlaubte dann aber die Wiederaufnahmen der Ernte, sodass fast alles ohne größere Schäden eingebraucht werden konnte.
Da man nicht wirklich weiß, wie viele Flächen nicht abgeerntet wurden, wird die offizielle Schätzung zur reinen Glückssache.
Kanada ist der weltweit größte Canola-Exporteur und in diesem Jahr der viert-größte Weizenexporteur der Welt. Das international Grains Council IGC sieht die weltweite Versorgungslage mit Getreide und Ölsaaten auf hohem Niveau.

02.12.2016 Getreidemail

Eine große Andienungsmenge an Weizen aus dem Dezemberkontrakt , die fortschreitenden Weizenernten in Argentinien und Australien sowie technische Verkäufe ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den sechsten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Mit 483.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris fielen die Weizennotierungen auf den tiefsten Stand seit 2 Monaten. Europäische Händler melden für die Woche bis zum 29.11. Exportgeschäfte in einem Volumen von 774.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 10,210 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 11,284 Mio. Tonnen versus 10,321 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16. Die EU-Kommission senkte ihre Prognose der EU-Weizenexporte 2016/17 auf 24 Mio. Tonnen versus 32,7 Mio. Tonnen 2015/16. Im vergangenen Monat lag die Prognose noch bei 25 Mio. Tonnen.

02.12.2016 CBoT-Weizen verzeichnet größten Wochenverlust seit 3 Monaten

Chicago-Weizen steigt heute Morgen zum ersten Mal seit sieben Handelssitzungen. Der Markt ist aber trotzdem auf dem besten Weg für seinen größten Wochenverlust seit drei Monaten, da auf der Südhalbkugel ein großes Weizenangebot herangewachsen ist, was die Preise unter Druck setzt.
Die Erwartung einer Rekordernte in Australien, dem viert-größten Weizenexporteur der Welt, sorgt erneut für Preisdruck, nachdem bereits im Sommer auf der Nordhalbkugel üppige Angebote die Weltmarktnachfrage überforderten. Außerdem haben sich die Wettervorhersagen für die nächste Ernte im Norden verbessert.
Wetterdienste in den USA sagen für die bisher zu trockenen Plains, das ist die US-Winterweizenregion, Schnee vorher. Die Temperaturen sollen saisonüblich sinken, aber keinen Schaden anrichten.

01.12.2016 Algerien kauft mindestens 120.000 Tonnen Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens mindestens 120.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Der Preis dafür liegt Schätzungen zufolge zwischen $310 und $315/Tonne c&f. Die Lieferung der Ware, die vermutlich aus Kanada und den Vereinigten Staaten stammt, soll zwischen Mitte Januar und Mitte Februar erfolgen. Da OAIC keine Ergebnisse seiner Ausschreibungen veröffentlicht, handelt es sich hierbei um Schätzungen. Quelle: Reuters

01.12.2016 EU-Weizen Exporte erreichen 10,210 Mio. Tonnen

Europäische Händler melden für die Woche bis zum 29.11.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 774.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 10,210 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 11,284 Mio. Tonnen versus 10,321 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 71.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,300 Mio. Tonnen.

   

01.12.2016 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste am Weltmarkt

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 109.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 2. Dezember. Quelle: Ruters

01.12.2016 Indien: Importeure kauften über 500.000 Tonnen Weizen

Indische Importeure kauften in den vergangenen Monaten über 500.000 Tonnen Weizen. Hauptsächlich wurde der Weizen in Australien gekauft zur Lieferung im November/Dezember an indische Häfen incl. Kochi, Tuticorin und Kakinada.
Nach einer sehr schwachen Ernte hat Indien, zweitgrößter Weizenproduzent weltweit, seine Importsteuer auf Getreide im September von 25% auf 10% reduziert.
Insgesamt liegt der Importbedarf Indiens bei bis zu 3 Mio. Tonnen Weizen. Das ist die größte Menge seit einem Jahrzehnt. Hauptsächlich deckt Indien seinen Importbedarf in Australien, der Ukraine und Frankreich.
Europäische Händler erwarten in naher Zukunft weitere Weizenimporte durch indische Importeure.
Australien erwartet eine große Weizenernte und ein entsprechend niedriges Preisniveau, dass zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber der Ukraine und Russland führt.

01.12.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe, der starke US-Dollar sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago erneut mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Weizenexporte. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizennotierungen gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und legten zu. Der schwache Euro sowie der kräftige Kursanstieg beim Rohöl gaben dem Markt Auftrieb. Russlands Getreideernte 2017 könnte ein Volumen von 112,5 Mio. Tonnen erreichen. Sie wäre die zweitgrößte seit dem Ende der Sowjetunion und 7 Mio. Tonnen kleiner, als die Rekordernte 2016, die auf 119,5 Mio. Tonnen geschätzt wird. Australien erwartet eine Erntemenge von 31 bis 32 Mio. Tonnen Weizen. Die Ernte ist jetzt in vollem Gang und die Ergebnisse sind besser als erwartet. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,00 über Euronext März 17.

01.12.2016 CBoT-Weizenkurse seit 6 Tagen unter Druck aufgrund guter Wetterbedingungen

Die Weizenkurse am CBoT sind in den letzten sechs Handelssitzungen und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen gesunken, da der feste Dollar-Kurs die Exportpreise belastet. Zudem wird der vorhergesagte Schneefall in den Plains die Vegetationsbedingungen für Wintergetreide verbessern.
Der Kurs des US-Dollars war zuletzt weitgehend fest, was die in USD gehandelten Rohstoffausfuhren aus den USA für Käufer, die in anderen Währungen handeln, verteuert. Der Preissprung beim Rohöl nach einer von der OPEC angekündigten Fördermengensenkung dürfte in den USA die Inflation antreiben und die Gewinne der Fondsgesellschaften verbessern.
Am Dienstag hatte die ägyptische GASC in einer internationalen Ausschreibung 240.000 Tonnen russischen Weizen gekauft. Anbieter für US-Weizen hielten sich von der Ausschreibung fern und der feste Dollarkurs hätte ohnehin dazu geführt, dass man nicht zum Zuge gekommen wäre.
Russland erwartet auch in 2017 eine große Getreideernte, so die Einschätzung vom führenden russischen Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die Rekordernte in diesem Jahr mit sehr hohen Erträgen pro Hektar drücken auf die Preise. Im kommenden Jahr könnte in Russland eine Erntemenge von 112,5 Mio. Tonnen zusammen kommen, das wäre die größte seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. In diesem Jahr waren es 119,5 Mio. Tonnen.

30.11.2016 Bisher ganz ordentliche Weizenexporte aus der Ukraine

Die Weizenexporte aus der Ukraine haben sich seit Beginn des Vermarktungsjahres am 1. Juli bis jetzt mit bisher 9,928 Mio. Tonnen ganz ordentlich entwickelt. Zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 8,850 Mio. Tonnen.
Die Maisexporte hingegen laufen etwas schlechter als im Vorjahr. Es wurden bisher 3,894 Mio. Tonnen ausgeführt, gegenüber 4,531 Mio. Tonnen zu diesem Termin im Vorjahr.

30.11.2016 CBoT-Agrarrohstoffe folgen Kurssprung beim Rohöl

Ein plötzlicher Anstieg der Rohölkurse unterstützt heute Nachmittag die Kurse der CBoT-Sojabohnen-, Mais- und Weizenfutures. OPEC Mitglieder sehen jetzt doch die Chance auf eine Kürzung der Förderquote.
Gestern gaben noch alle Agrarkurse an der CBoT wegen Gewinnmitnahmen recht deutlich nach. Eine fundamentale Begründung für den gestrigen Kursrutsch und dem heutigen Anstieg gibt es aus Sicht der Agrarbranche aber nicht.
Die Rohölkurse stiegen heute um mehr als 8 %, nachdem der saudische Ölminister und andere Quellen berichteten, dass man kurz vor einer Einigung einer reduzierten Förderquote sei.
Die Kurse der CBoT-Sojabohne unterschritten gestern und auch heute Morgen noch ihr 4 ½ -Monats-Hoch, das erreicht wurde, nachdem China in den vergangenen Wochen immer wieder große Mengen der Ölsaat in den USA orderte. Außerdem hatte die US-Umweltschutzbehörde EPA letzte Woche hohe Ziele für die Produktion von erneuerbaren Energien festgesetzt.

30.11.2016 Russland: SovEcon schätzt Getreideernte 2017 auf 112,5 Mio. Tonnen

Russlands Getreideernte 2017 könnte ein Volumen von 112,5 Mio. Tonnen erreichen und wäre damit 7,5 Mo. Tonnen kleiner, als die Getreideernte 2016, die auf 119,5 Mio. Tonnen geschätzt wird. Das ist die Einschätzung des in Moskau ansässigen, führenden Agrarberatungsunternehmen SovEcon.
Die diesjährige Getreideernte 2015/16 ist nahezu abgeschlossen, eine offizielle Bewertung folgt aber erst nach Reinigung und Trocknung des Getreides.
Im Vermarktungsjahr 2016/17, das vom 1. Juli 2016 – 30. Juni 2017 läuft, werden geschätzte 38 Mio. Tonnen Getreide für den Export zur Verfügung stehen. Die Bestände zum Ende des Vermarktungsjahres könnten auf 19,6 Mio. Tonnen anschwellen.
Beim Weizen rechnet man mit einer Ernte von 72,5 Mio. Tonnen wovon 28 Mio. Tonnen zum Export zur Verfügung stünden. Die Schätzungen beinhalten sowohl staatliche als auch private Lagerbestände.
Russland ist einer der weltweit größten Weizenexporteure.

30.11.2016 Weizen: Australien vor Rekordernte

Australiens Weizenanbieter sind auf dem besten Weg, ihre Anteile am asiatischen Weizenmarkt zurück zu erobern. Der weltweit viert-größte Weizenexporteur wird wohl einen neuen Ernterekord mit Weizen einfahren und die Konkurrenten aus dem Schwarzmeerraum in ihre Schranken verweisen.
Australien hatte in den letzten Jahren einige Marktanteile bei seinem größten Abnehmer Indonesien an Verkäufer aus Russland und der Ukraine verloren, die günstiger anbieten konnten. In diesem Jahr wird aber eine Erntemenge von 31 bis 32 Mio. Tonnen erwartet und damit wird der bisherige Rekord aus dem Jahr 2011/12 von 29,9 Mio. Tonnen eingestellt.
Das wollen die australischen Händler dazu nutzen, um die Nachfrage von Ländern vor der eigenen Haustür in Südostasien zu bedienen. Australischer Standardweizen mit 9 % Protein kostete in dieser Woche $185 USD/Tonne fob. Die ähnliche Qualität aus der Ukraine wird in Südostasien mit $178 bis $180/Tonne fob angeboten, wobei Australien typischerweise einen Frachtkostenvorteil von $10/Tonne hat. Es hat angeblich schon Weizenlieferungen aus der Ukraine nach Indonesien gegeben. Dafür sei jetzt aber kaum noch eine Nachfrage vorhanden, da die Käufer mit australischem und argentinischem Weizen bedient werden können.
Die Weizenernte in Australien ist jetzt in vollem Gang und die Ergebnisse sind besser als erwartet. Vor einigen Wochen hörte man noch von Befürchtungen, dass die Erntemenge und -Qualität aufgrund von Regenfällen leiden könnte. Die Proteinwerte sind mit bis zu 10,5 bis 11 % höher als irgendjemand erwartet hatte. Ein schwacher Wechselkurs des Austral-Dollars gegenüber dem US-Dollar fördert zudem die Chance auf gute Exporte.
Die Philippinen hatten für den Zeitraum Juli bis September 440.000 Tonnen ukrainischen Weizen gekauft und sind jetzt aber wieder auf australischen Standardweizen umgestiegen. Die Welt wird derzeit mit Weizen überschwemmt und wird, dem USDA zufolge, Ende Juni 2017 mit einem Endbestand von 250 Mio. Tonnen Weizen ein Allzeit-Hoch erreichen.

30.11.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie die deutlichen Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete, dass per 27.11.16 92% der Winterweizenaussaat aufgelaufen ist. In der Vorwoche lag der Anteil bei 89%. Auch vor einem Jahr lag die Quote bei 92%, ebenso wie auch im 5-Jahres-Durchschnitt. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit leichten Aufschlägen. Aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris deutliche Verluste hinnehmen. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,00 über Euronext März 17. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.

30.11.2016 US-Winterweizenaussaat ist zu 92% aufgelaufen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 27.11.16 92% der Winterweizenaussaat aufgelaufen ist. In der Vorwoche lag der Anteil bei 89%. Auch vor einem Jahr lag die Quote bei 92%, ebenso wie auch im 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters

30.11.2016 USDA Zustandsbericht US-Winterweizenbestände 2016/17
Für diese Jahr endet das Reporting des US-Landwirtschaftsministeriums über den Zustand der Winterweizenbestände. Der nächste Bericht folgt erst wieder im April 2017.
30.11.2016 Ägypten: GASC kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft, das melden in Kairo ansässige Händler.
60.000 Tonnen von Louis Dreyfus zum Preis von $188,74/Tonne FOB zzgl. $13,50 Fracht = $202,24/Tonne c&f
60.000 Tonnen von Olam zum Preis von $189,05/Tonne FOB zzgl. $13,50 Fracht = $202,55/Tonne c&f
60.000 Tonnen von Alegrow zum Preis von $189,46/Tonne FOB zzgl. $13,50 Fracht = $202,96/Tonne c&f
60.000 Tonnen von Grainbow zum Preis von $188,74/Tonne FOB zzgl. $13,50 Fracht = $202,24/Tonne c&f
Bestätigt wurden die Zahlen von der GASC nicht.
29.11.2016 Weizenausschreibung: Ägypten erhält Offerten von 9 Anbietern

Ägyptens GASC hat heute aus seine Ausschreibung zum Kauf von Weizen Offerten von neun Anbietern erhalten. Das niedrigste Angebot ist für russischen Weizen zum Preis von 188,74 USD/Tonnen fob. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute Nachmittag erwartet.

29.11.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Abschlägen. Die gegenwärtig schwache weltweite Nachfrage nach US-Weizen, der feste US-Dollar sowie Aussichten auf dringend benötigte Regenfälle in einigen US-Weizenanbaugebieten übten Druck aus. Mit nur 221.985 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections unter den Markterwartungen von 325.000 - 525.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren leichten Verlusten.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben nach. Der in Kürze auslaufende Frontmonat Dezember 2016 verlor dabei am deutlichsten. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,00 über Euronext März 17. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute Mittag. Ergebnisse werden ab dem späten Nachmittag erwartet.

29.11.2016 CFTC: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Short-Positionen beim Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 15.11. - 22.11.16. um 8.617 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 9.514 Kontrakte. 114.222 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 22.11.16. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 18.131 Lots zur Vorwoche.
29.11.2016 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 02. bis 11. Januar aus den bekannten Überschussregionen incl. Paraguay, Ungarn und Bulgarien. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 11. November 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Durchschnittspreis von $192,50/Tonne FOB. Lieferung: 15 - 25. Dezember.
28.11.2016 Algeriens OAIC sucht Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen ausgeschrieben. Das melden europäische Händler.
Gesucht wird Ware zur Lieferung im Zeitraum 16-31 Januar und 1.-15. Februar. Die Angebotsfrist endet am 30. November.
Algeriens Ausschreibungen lauten gewöhnlich über 50.000 Tonnen. In der Regel sind die Volumina aber deutlich höher. Quelle: Reuters

28.11.2016 Russische Weizenexportpreise sind erneut gestiegen

Die russischen Getreideexortpreise stiegen in der vergangenen Woche zum zehnten Mal infolge, weil die Nachfrage nach Getreide mit einem hohen Proteingehalt auf hohem Niveau stark ist. Schwarzmeerweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Dezember kostete in der vergangenen Woche $184,00 Tonne/FOB. Das war ein Anstieg um $1,00 zur Vorwoche, so das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon, ein weiteres russisches Agrarberatungsunternehmen, nannte Preise von $182,50/Tonne Weizen und $172/Tonne für Mais (+ $1 zur Vorwoche).
Im Zeitraum 1. Juli bis 23. November exportierte Russland 15,8 Mio. Tonnen Getreide. Davon 12,5 Mio. Tonnen Weizen. Das Tempo der Exporte sank um 0,8% im Vorjahresvergleich.
Die russischen Inlandsgetreidepreise sanken leicht, weil es aufgrund ungünstigen Wetters zu Lieferverzögerungen an mehrere Häfen kommt und der Rubel in der der ersten Wochenhälfte etwas fester zum US-Dollar notierte.
Klasse-III- Weizen fiel in der vergangenen Woche im europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 10.675 Rubel bzw. $164,60/Tonne (Ex Works).

28.11.2016 Futterweizenimporte steigen 2017 in Indonesien um 36 %

Indonesien will seine Maisimporte bis spätestens 2018 stoppen, das sagte heute der dortige Agrarminister. Mit dem Importstopp soll die Getreideproduktion in der lokalen Landwirtschaft gefördert werden.
Die Maisimporte Indonesiens waren gestiegen, da die Nachfrage nach Futtermitteln zunahm. Aber die Importe wurden in den letzten Jahren durch einen Beschluss der Regierung eingeschränkt und sollen ab 2017 bis Ende 2018 komplett untersagt werden. Daraufhin nahmen die Importe von Futterweizen stark zu.
Um von den Maisimporten komplett unabhängig zu werden, sei eine Anbaufläche von sieben Mio. Hektar nötig. Derzeit werden 4,4 Mio. Hektar mit Mais bestellt, so die Angaben der Regierung. Mit einem größeren Teil der Staatsausgaben soll die Eigenproduktion und die Mechanisierung der Landwirtschaft gefördert werden. Daraus erhofft man sich Einsparungen von umgerechnet 4,45 Mrd. USD. Auch ein besseres Bewässerungssystem würde die Erträge steigern, da derzeit nur einmal im Jahr geerntet wird.
Indonesiens Weizenimporte waren in diesem Jahr stark angestiegen, da die Maisimporte auf eine Mio. Tonnen begrenzt sind. Die Futtermittelhersteller benötigen aber drei Mio. Tonnen. Jetzt ist Indonesien der zweitgrößte Weizenimporteur der Welt. Im Wirtschaftsjahr 2013/14 importierte Indonesien 3,5 Mio. Tonnen Mais, so das USDA. In diesem Jahr wurden bisher 800.000 Tonnen Mais importiert, so der Verband der Futtermittelerzeuger.
Futterweizen wurde zuletzt aus der Ukraine und osteuropäischen Staaten importiert, sowie aus Argentinien. Maisimporte kamen hauptsächlich aus Brasilien und Argentinien. Der Import von Futterweizen für das Jahr 2017 wird um 36 % steigen, so die Prognose.

28.11.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Im Vergleich zur Vorwoche verlor der Frontmonat Dezember 12,25 Cent bzw. 3% seine Wertes. Mit 712.400 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Das Landwirtschaftsministerium in Argentinien erwartet eine Erhöhung der Weizenproduktion 2016/17 auf 14,9 Mio. Tonnen versus 11,3 Mio. Tonnen 2015/16. 
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse etwas fester.
An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen unverändert bis leicht fester. Der Euro erholte sich am Freitag etwas von seinen Tiefstständen, nachdem er im Laufe der Woche den niedrigsten Stand seit März 2015 erreichte. Die schwache Gemeinschaftswährung ist vorteilhaft für die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,00 über Euronext März 17. 

25.11.2016 US-Export-Sales: Weizen-, Mais- und Sojabohenexporte höher, als erwartet

25.11.2016 Argentinien: Weizananbaufläche steigt, Sojabanbaufläche sinkt
Die Anbaufläche für Sojabohnen in Argentinien wird in diesem Jahr auf 20,22 Mio. Hektar sinken. Im Vorjahr lag sie bei 20,6 Mio. Hektar. Das teilte das Landwirtschaftsministerium mit und erklärte den Rückgang mit staatlichen Anreizen zur Erhöhung der Weizenanbaufläche.
Erwartet wird eine Erhöhung der Weizenproduktion 2016/17 auf 14,9 Mio. Tonnen versus 11,3 Mio. Tonnen 2015/16.
Die Regierung um Präsident Mauricio Macri hob kurz nach seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr die Exportzölle für Weizen und Mais auf. Die Befreiung dieser Export-Barrieren veranlasste die Landwirtschaft, mehr Weizen anzubauen anstatt der jahrelang überpflanzten Sojabohnen.
Beim Mais sank die Anbaufläche 2016/17 leicht von 7,28 Mio. Hektar im vergangenen Jahr auf 7,25 Mio. Hektar. Quelle: Reters
25.11.2016 Frankreich: Maisbestände sind zu 98% geerntet

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass per 21. November 98% der französischen Maisbestände geerntet sind. Vor einem Jahr lag der Erntefortschritt ebenfalls bei 98%, in der Vorwoche waren es 95%.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich zu 98% erfolgt und liegt damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres versus 95% in der Vorwoche. 94% der aufgelaufenen Bestände erhielten das Toprating „gut bis exzellent“. Das ist ein Rückgang um 1% zur Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 4%.

25.11.2016 Getreidemail

In den Vereinigten Staaten blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Thanksgiving" geschlossen. Der Handel startet heute wieder um 15.30 Uhr MEZ. Das International Grains Council (IGC) hat die Prognose der Welt-Weizen-Produktion 2016/17 um 1 Mio. Tonnen auf 749 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2016/17 erhöhte das IGC hauptsächlich aufgrund verbesserter Bedingungen in den Vereinigten Staaten und Brasilien um 7 Mio. Tonnen auf 1,042 Mrd. Tonnen.
Infolge fehlender Impulse aus Chicago war das Handelsvolumen an der Euronext in Paris gering und die Weizennotierungen schlossen mit moderaten Verlusten. Europäische Händler melden für die Woche bis zum 22.11.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 481.000 Tonnen Weichweizen. Damit steigen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 9,436 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summieren sich die Exporte auf 10,446 Mio. Tonnen versus 9,543 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar auf € 2,00 über Euronext März 17, weil Händler aufgrund des erneut gesunkenen Euro zum US-Dollar eine gute Nachfrage erwarten.

24.11.2016 Ägypten beschlagnahmt russischen Weizen mit Käferbesatz

Ein ägyptischer Staatsanwalt beschlagnahmt 18.000 Tonnen russischen Weizen, der für die menschliche Ernährung nicht geeignet sein soll. Das berichtet heute die staatseigene Zeitung al-Ahram.
Im Hafen von Alexandria wurden Proben genommen, die zur Untersuchung nach Kairo geschickt wurden. Die Lieferung wurde von privaten Händlern importiert. Gegen die Geschäftsführer des Unternehmens wurde eine Klage eingereicht, da sie russischen Weizen vertreiben, der nicht für die menschliche Ernährung geeignet sei. Im Getreide wurden große Mengen Käfer gefunden. Eine offizielle Stellungnahme des Ministeriums gibt es bisher noch nicht.

24.11.2016 Ukraines Weizenexporte bisher 9 % höher als in der Vorsaison

In den ersten vier Monaten des Vermarktungsjahres sind die Weizenexporte aus der Ukraine um 9 % gegenüber dem Vorjahr auf 8,24 Mio. Tonnen gestiegen. Im Oktober wurden 2,06 Mio. Tonnen exportiert.
Im Betrachtungsraum wurden erhebliche Mengen nach Bangladesch, Indonesien, die Philippinen, Libyen und dem Libanon ausgeführt. Außerdem haben indische Käufer mehr als 8 % der gesamten Exporte aus der Ukraine abgenommen. Seit dem 1. Juli waren das 672.300 Tonnen.
Die Exporte in die EU waren verhältnismäßig überschaubar.
Händler schätzen die Weizenexporte aus der Ukraine in der laufenden Saison auf 15 Mio. Tonnen gegenüber 17 Mio. Tonnen in der vorherigen Saison.

24.11.2016 EU-Weizen Exporte erreichen 8,955 Mio. Tonnen
Europäische Händler melden für die Woche bis zum 22.11.16 Exportgeschäfte in einem Volumen von 481.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 9,436 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 10,446 Mio. Tonnen versus 9,543 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 57.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,229 Mio. Tonnen.
   
24.11.2016 Taiwan kauft 85.325 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens, das heute endete, 85.325 Tonnen US-Weizen (unterschiedliche Weizentypen) gekauft. Das melden europäische Händler. Quelle: Reuters

24.11.2016 IGC erhöht Prognose der weltweiten Maisernte 2016/17

The International Grains Council (IGC) hat seine Prognose der Welt-Weizen-Produktion 2016/17 um 1 Mio. Tonnen auf 749 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2016/17 erhöhte das IGC hauptsächlich aufgrund verbesserter Bedingungen in den Vereinigten Staaten und Brasilien um 7 Mio. Tonnen auf 1,042 Mrd. Tonnen.

24.11.2016 Australien will Handelsblockaden abbauen

Australiens Premierminister Malcom Turmball erklärte heute, dass seine Regierung plant, Handelsblockaden abzubauen, um seinen Exporteuren den Zugang zu den boomenden asiatischen Lebensmittelmärkten zu erleichtern.
Australien ist einer der größten Exporteure von Agrarprodukten; im letzten Jahr es wurden Waren im Wert von A$44,5 Mrd. oder 32,83 Mrd. USD ausgeführt, so eine Statistik der Regierung in Sydney.
Hohe Frachtkosten und Schwierigkeiten, Frachtraum in Flugzeugen zu bekommen, verhindern oft ein Angebot für die steigende Nachfrage aus Asien und unterlaufen damit die Pläne, dem Agrarsektor gegenüber dem Export von Bodenschätzen größere Marktanteile zu verschaffen. Das ist der sogenannte „mining to dining“ – Boom.
„Die Schlüssel für ein starkes Wirtschaftswachstum sind unsere Freihandelsabkommen mit Asien sowie eine Infrastruktur, die Innovationen ermöglicht, die Verbindungen schafft und uns in die Lage versetzt, Lebensmittel und andere Stoffe dem großen asiatischen Markt zur Verfügung zu stellen“, so der Premier heute im australischen Parlament.
Eine unabhängige Untersuchungskommission soll Investitionsmöglichkeiten aufzeigen und bürokratische Hürden aufzeigen, die abzubauen wären. Der Report soll Ende nächsten Jahres vorliegen. In den kommenden Jahren bis 2030 wird erwartet, dass in Australien die Nachfrage nach Frachtraum um 50 % steigen wird, da in den vergangenen Jahren diverse Freihandelsabkommen unter anderem mit China abgeschlossen wurden.
Australien, der viert-größte Weizenexporteur der Welt, hat in den vergangenen Jahren bei seinem größten Abnehmer Indonesien Marktanteile an Schwarzmeer-Anbieter verloren, die aufgrund günstigerer Frachtkosten die Nase vorn hatten.

24.11.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Technische Verkäufe vor dem heutigen US-Feiertag (Thanksgiving), sowie ein starker US-Dollar belasteten den Markt. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Morgen um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizenexporten in einem Volumen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Die elektronische Nachtbörse bleibt heute geschlosssen. Der Handel in den USA startet wieder am morgigen Freitag um 15.30 Uhr MEZ. Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben leicht nach. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar auf € 1,50 über Euronext März 17. Der Euro erreichte im Handelsverlauf den niedrigsten Stand seit April 2015. Ein schwacher Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Der Spread auf der März-Fälligkeit zwischen dem Euronext Weizen und dem CME-EU Wheat verkleinerte sich auf €9,50/Tonne.

24.11.2016 Sojaöl-Futures stiegen um 7 % aufgrund hoher Biokraftstoff-Ziele in den USA

Die Kurse auf CBoT-Sojabohnen-Öl stiegen gestern um 7 %, nachdem die US-Regierung ihre Biotreibstoff -Rahmenbedingungen für 2017 veröffentlichte.
Dieser Kursanstieg wirkte auch auf die Sojabohnenfutures positiv, Weizen notierte schwächer und Maiskurse waren zum Handelsschluss auf Druck des starken US-Dollars nahezu unverändert. Heute feiern die US-Amerikaner ihr Erntedankfest „Thanksgiving“ und die Agrarterminbörse CME bleibt bis Morgen Nachmittag um 15:30 Uhr deutscher Zeit geschlossen.
Die US-Umweltbehörde EPA setzte das Ziel für die Produktion von erneuerbaren Treibstoffen für 2017 auf 19,28 Mrd. Gallonen, in 2016 waren es 18,11 Mrd. Gallonen. 15 Mrd. Gallonen davon sind Biotreibstoffe aus herkömmlicher Produktion (meist Ethanol aus Mais).
Anführer des Kursanstiegs im Sojakomplex war aber das Soja-Öl, da die EPA eine höhere Menge erneuerbarer Energien zur Beimischung in Kraftstoffen verpflichtet. Die US-Vorräte an Soja-Öl werden dadurch schrumpfen, schätzen Marktbeobachter. Das USDA hatte zuletzt eine Bestandsschätzung für Ende 2016/17 mit 1,658 Mrd. lbs. veröffentlicht. Die gestrige Entscheidung dürfte diese Zahl um zirka 0,5 Mrd. Pfund kürzen.
Während die Kurse der Soja-Ölfutures stark anzogen, sanken die Kurse für Sojaschrot, da aus Sojabohnen Soja-Öl und Sojaschrot erzeugt wird und auch diese Menge zusätzlich vermarktet werden muss. Der Spread beider Futures driftete dadurch auseinander.

23.11.2016 Indonesiens Weizenimporte steigen wegen Importrestriktionen für Mais

Indonesiens Importe von Futterweizen könnten in 2017 um 36 % auf drei Mio. Tonnen steigen. Das erwarten Verbandsvertreter, da die Regierung in Jakarta weiterhin Maisimporte begrenzt.
Indonesien hat sich zum zweitgrößten Weizenimporteur der Welt entwickelt und die Importe sind in diesem Jahr nochmals gestiegen, weil die Regelungen für Maisimporte verschärft wurden. Seit April dieses Jahres müssen die Futtermittelhersteller ihre Maisimporte über das staatliche Beschaffungsunternehmen Bulog beziehen. Die Importmenge ist auf eine Mio. Tonnen pro Jahr begrenzt. Das ist ein Drittel der Menge, die die Industrie für 2016 eingeplant hatte, so der Verband der Futtermittelhersteller.
Wenn es keinen Mais gibt, werden wir Weizen importieren müssen, so der Vorsitzende.
Ein Sprecher des dortigen Agrarministeriums teilte jüngst mit, dass man davon ausgehen muss, dass in 2017 gar keine Maisimporte mehr zugelassen werden, da man die heimischen Produktion fördern und eine vollständige Selbstversorgung mit Mais erreichen will.
Indonesiens Maisimporte erreichten im Wirtschaftsjahr 2013/14 ihren vorläufigen Höhepunkt, da die Nachfrage nach Futtermitteln mit 3,5 Mio. Tonnen (Quelle: USDA) stark anstieg. In diesem Jahr importierten die Futtermittelhersteller bereits 800.000 Tonnen Mais.
Im Jahr 2015 importierte Indonesien nur 1.890 Tonnen Futterweizen, in 2016 wird dagegen ein Import von 2,2 – 2,3 Mio. Tonnen erwartet. Auch der Import für die menschliche Ernährung soll in diesem Jahr um 8 % auf acht Mio. Tonnen sowie um weitere 7 % im Jahr 2017 ansteigen.
Australien ist der bedeutendste Weizenlieferant für Indonesiens Lebensmittelindustrie, aber der Marktanteil ist von 60 % im Jahr 2015 bis Mitte 2016 auf 1/3 gesunken, gleichzeitig stieg der Marktanteil von Futterweizen. Futterweizen wird in der Regel aus der Ukraine und anderen osteuropäischen Staaten bezogen, sowie aus Argentinien. Die Maislieferungen kamen bisher aus Brasilien und Argentinien. Weizen für die menschliche Ernährung kommt aus Australien, Kanada sowie aus den USA.

23.11.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago konnten sich gestern aufgrund der positiven Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex leicht befestigen. Nur der Frontmonat Dezember gab infolge von Spreadaktivitäten gegenüber den späteren Fälligkeiten nach. Fondsgesellschaften kauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer. An der Euronext in Paris handelten die Weizenfutures in einer engen Spanne und schlossen mit leichten Abschlägen. Nur die in Kürze auslaufende Dezember-Fälligkeit beendete den Handelstag mit Aufschlägen. Unterstützung erhält der europäische Weizenmarkt vom schwachen Euro zum US-Dollar, der sich auf dem niedrigsten Stand seit fast 12 Monaten befindet. Ein schwacher Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. In Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar aufgrund der aktuell zurückhaltenden Nachfrage auf € 2,00 über Euronext März 17.

22.11.2016 Bangladesch kauft 200.000 Tonnen russischen Weizen für seine staatliche Reserve

Bangladesch wird 200.000 Tonnen russischen Weizen importieren, um seine strategischen Reserven aufzufüllen. Ein Abkommen direkt zwischen den Regierungen beider Länder wurde das heute abgeschlossen.
Es wurde ein Preis von $245/to inklusive Fracht und Versicherung vereinbart. Das entspricht dem aktuell günstigsten Preis von $216/to für US-Weizen inklusive der Frachtkosten. Der Preis liegt sogar noch unter der niedrigsten Offerte, die Bangladesch letzte Woche bei einer Ausschreibung erhielt.
Der Vorstand der staatlichen Versorgungsagentur bewertet die aktuellen Preise als niedrig. Man habe rund 800.000 Tonnen Reis und Weizen in der eigenen Reserve. Bangladesch will in dem aktuellen Wirtschaftsjahr, das am 1. Juli begann, 500.000 Tonnen Weizen kaufen. Nachdem Indien in diesem Jahr als Lieferant ausfällt, wendet man sich jetzt den Lieferanten aus dem Schwarzmeerraum zu.
Im letzten Jahr hatte das asiatische Land drei Schiffsladungen von insgesamt 125.000 Tonnen französischen Weizen aus qualitätsgründen zurück gewiesen. Das geschah, nachdem die Versorgungsagentur 200.000 Tonnen Weizen aus Brasilien in schlechter Qualität bezog und dafür öffentlich kritisiert wurde.
Unabhängig von den staatlichen Importen kaufen private Käufer aus Bangladesch Jahr für Jahr rund vier Mio. Tonnen Weizen im Ausland, um die Inlandsnachfrage bedienen zu können. Die Inlandsproduktion von Weizen stagniert bei einer Mio. Tonnen. Neben Reis ist Weizen das zweitwichtigste Grundnahrungsmittel in Bangladesch, wo 160 Mio. Menschen leben.

22.11.2016 Getreidemail

Technische Käufe, der schwächere US-Dollar sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 429.770 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Fondsgesellschaften kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures am späten Nachmittag von den anfänglichen Tagesverlusten erholen und schlossen unverändert bis leicht fester. Der EU-Crop-Monitoring-Service MARS beließ seine Prognose der EU-Weichweizenerträge 2016 unverändert zum Vormonat bei 5,62 Tonnen/Hektar. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,50 über Euronext März 17. Russischer Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein für den Export im November kostete am Freitag 183 USD/Tonne fob. Das waren zwei USD/Tonne mehr als in der Vorwoche. Die Preise für Weizen in Polen stiegen in der vergangenen Woche in Folge der guten Exporte, der schwachen Währung und aufgrund der Verkaufszurückhaltung der Landwirtschaft.

22.11.2016 USDA Zustandsbericht US-Winterweizenbestände 2016/17

21.11.2016 EU Crop Monitoring Service belässt Prognose der Weizenerträge 2016 unverändert

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU MARS beließ seine Prognose der EU-Weichweizenerträge 2016 unverändert zum Vormonat bei 5,62 Tonnen/Hektar. Die Prognose der Rapssaat-Erträge wurde ebenfalls unverändert bei 3,21 Tonnen/Hektar belassen. Erhöht wurde die Prognose der Mais-Erträge von 6,82 Tonnen/Hektar auf 6,83 Tonnen/Hektar.

21.11.2016 Weizen: Zweifel an Russlands Exportprognosen

Angesichts des bisherigen Verlaufs der Weizenausfuhren kommen Zweifel auf, dass Russland sein selbst gesetztes Exportziel in diesem Wirtschaftsjahr erreicht. Um die Rekordernte 2016 ohne zusätzliche Überhänge zu vermarkten, muss Russland fünf Mio. Tonnen Weizenmehr als im Vorjahr exportieren. Das Beratungsunternehmen SovEcon ging für 2016/17 bisher von 39 Mio. Tonnen Weizenausfuhren aus. Ein höherer Verkaufsdruck könnte die Preise am lokalen russischen Markt unter Druck setzen.
Im November werden Exporte von 3,5 Mio. Tonnen erwartet, wovon 2,6 – 2,7 Mio. Tonnen Weizen wären. Damit liegen die Juli-November-Exporte deutlich unter denen des gleichen Zeitraums im Vorjahr. Im September sank der Getreideexport aus Russland auf 2,9 Mio. Tonnen von 4,5 Mio. Tonnen im September 2015. Das wurde noch mit dem stürmischen Wetter in den Verladehäfen begründet.
In der Folge daraus waren die Vorräte auf den Höfen in der Wolgograd-Region am 1. November um 28 % höher als im Vorjahr. In der Stavropol- und Rostov-Region waren die Vorräte auf den Höfen um 19 respektive 17 % höher als vor einem Jahr. Nur in der Region Krasnodar waren die Bestände auf Vorjahresniveau.
Im Süden liegt also noch ein größerer Teil exportfähiger Weizen, in den von den Häfen weiter entfernten Regionen ist die Nachfrage schwach. Im lokalen Markt waren die Preise aber kontinuierlich angerstiegen, da die Farmer ihr Getreide mit besserer Qualität zurück halten.

21.11.2016 Ukraine: Wintergetreide größtenteils in guter Verfassung

Über 87% der ukrainischen Wintergetreideaussaat ist per 17. November aufgelaufen. Im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt waren es 71%. Das meldet das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult. Eine schwere Trockenheit im Sommer und im Herbst zwang die Landwirte im vergangenen Jahr dazu, die Aussaat zu beenden.
Beim Winterweizen ist die Aussaat auf 5,24 Mio. Hektar (88,8%) aufgelaufen. 83,4% der Pflanzen erhielten das Rating „gut bis befriedigend“. Bei 16,6% der Aussaat wurde der Zustand der Pflanzen mit „schwach“ bewertet.
Die Wintergetreideaussaat in der Ukraine wurde in der vergangenen Woche nahezu abgeschlossen.

21.11.2016 Weizen: Russische Exportpreise steigen weiter

Die russischen Exportpreise für Weizen sind auch in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund eines festen globalen Marktes gestiegen – zum neunten Mal in Folge.
US-Weizenkurse haben heute Morgen in einer seit drei Wochen anhaltenden Rally ein 11-Tages-Hoch erreicht, weil die Anbaufläche in den USA eingeschränkt wurde und trockenes Wetter die Manager der Fondsgesellschaften aus ihren Weizen-Short-Positionen treibt.
Russischer Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein für den Export im November kostete am Freitag 183 USD/Tonne fob. Das waren zwei USD/Tonnen mehr als in der Vorwoche.
Aus Russland wurden seit dem 1. Juli bis zum 16. November 2016 14,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert; davon waren 11,7 Mio. Tonnen Weizen. Gegenüber dem Vorjahr lag der Getreideexport um 4,6 % zurück.
Lokaler Weizen der Klasse III kostete im europäischen Teil Russlands mit 10.725 Rubel/Tonne ab Hof 150 Rubel mehr als in der Vorwoche.

21.11.2016 EU-Weizenexporteure beäugen Euro-Kurs

Der Wertverlust des Euro gegenüber dem US-Dollar auf ein Ein-Jahres-Tief könnte dem EU-Weizenexport wieder Schwung verleihen. Frankreichs Qualitätsmisere in diesem Jahr wird dazu führen, dass Deutschland zusätzliche Verkäufe nach Algerien und Saudi Arabien tätigen wird, so die Einschätzung von Händlern und Analysten.
Insgesamt werden aber die Weizenexporte aus der EU auf den niedrigsten Stand seit drei Jahrzehnten sinken, da der exportfähige Überschuss durch Frankreichs Missernte begrenzt ist, sowie große Ernten in Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika den Weltmarkt dominieren. Die EU wird also Marktanteile verlieren, Gewinner sind die USA und Russland. Mit einem starken Dollar haben es aber auch die US-Exporteure schwerer, gegen Exporte aus dem Schwarzmeerraum.
Der Wechselkurs des Euro ist gegenüber dem US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr gesunken nachdem Donald Trump die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen hat und die Federal Reserve im kommenden Monat ihre Leitzinsen anheben will.
DAS USDA geht davon aus, dass die EU ihre Spitzenposition unter den Weizenexporteuren der Welt an Russland abgeben wird; die USA kommen danach noch vor der EU auf Platz zwei. Gute Exporte aus den ersten Tagen der Vermarktungssaison aus Großbritannien, Polen und Rumänien sorgten aber dafür, dass die Exporte aus der EU höher ausfallen, als zunächst erwartet.
Exporte aus Großbritannien sowie aus weiteren EU-Ländern haben sich aufgrund der Pfund-Schwäche in den ersten drei Monaten der Saison gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. So hatten die Briten im September den Löwenanteil ihrer Weizenexporte nach Algerien verkauft und damit die sonst üblichen Lieferungen aus Frankreich nach Nordafrika ersetzt. Lieferungen aus Großbritannien, Polen und Rumänien dürften sich jetzt aber verlangsamen und die zweite Hälfte der Vermarktungsperiode wird schwerpunktmäßig aus Deutschland bedient werden.
Analysen gehen davon aus, dass Deutschland in der Saison 2016/17 Frankreich vom ersten Platz der EU-Exporteure verdrängen wird. Strategie Grains schätzt, dass Deutschland 6 Mio. Tonnen in Drittländer ausführen wird, während Frankreich 4,5 Mio. Tonnen exportiert. Darüber hinaus wird Frankreich auch noch ungewöhnliche Weizenimporte tätigen. Bleibt der Eurokurs schwach, so würde das Deutschland und anderen Nordeuropäischen Ländern helfen, Weizen am Weltmarkt zu platzieren obwohl auch Argentinien gleich nach der Ernte im Januar seine Exporte steigern will.
Solange sich aber der Euro-Wechselkurs gegenüber dem USD unter 1,10 aufhält, könnten Deutschland und die baltischen Länder weitere Exportaufträge aus Algerien und Saudi Arabien erhalten, glauben deutsche Händler.
Die Exporte bleiben aber überschaubar, nachdem Händler sich gegenüber Ägypten vorsichtiger verhalten, deren Einkaufsbedingungen zu Lasten der Lieferanten gehen. Russland hat diese Unsicherheit genutzt und durch bilaterale Absprachen mit Ägypten seine Überschüsse dorthin verladen. Nachdem die Rohölpreise unter die 50-Dollar-Marke gerutscht sind, ist die Kaufkraft von erdölexportierenden Ländern wie dem Irak gesunken und die Weizenkäufe werden so weit wie möglich verschoben.

21.11.2016 Indonesiens Weizenimporte steigen

Indonesiens Weizenimporte für den menschlichen Verzehr werden in diesem Jahr um 8% steigen, im kommenden Jahr wird mit einem weiteren Anstieg um 7% gerechnet, wenn das Wirtschaftswachstum weiter steige.
Indonesiens Weizenimporte, die in diesem Jahr auf ein Volumen von 8 Mio. Tonnen steigen könnten (Vorjahr: 7,41 Mio. Tonnen), werden genutzt für die Produktion von Nudeln, Brot, Gebäck und Pasta.
In den ersten 8 Monaten diesen Jahres importierte Indonesien Weizen (ohne Durum) im Wert von US-$1,59 Mrd. versus US-$ 1,35 Mrd. in den ersten 8 Monaten des Vorjahres.
Australien ist Indonesiens größter Weizenlieferant. Allerdings sank der Anteil von nahezu 60% im Jahr 2015 um rund ein Drittel, während der Anteil von Futtweizen sich erhöht.
Indonesiens Bruttoinlandsprodukt wird Schätzungen zufolge um 5,1% in diesem Jahr steigen. 2017 wird es noch einmal um 5,2% – 5,4% steigen.

21.11.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.11. - 14.11. um 10.349 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 10.658 Kontrakte. 132.353 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 15.11.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 21.007 Lots zur Vorwoche.

21.11.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften in Folge trockener Wetterbedingungen in einigen bedeutenden US-Weizenanbaugebieten und die Prognose einer historisch kleinen US-Weizenanbaufläche für die Ernte 2017 ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Informa Economics reduzierte seine Prognose der gesamten US-Weizen-Anbaufläche 2017 auf 47,265 Mio. Acres. Das wäre die kleinste US-Anbaufläche seit 1919. Die Schätzung der US-Winterweizen-Anbaufläche 2017 wurde auf 33,761 Mio. Acres reduziert von zuvor 35,421 Mio. Acres. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist auf 95% der geplanten Flächen erfolgt versus 90% in der Vorwoche und 97% im Vorjahr zum selben Zeitpunkt. Auf ebenfalls 95% wird der Anteil der Winterweizenbestände geschätzt, der sich in guter bis exzellenter Verfassung befindet. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei € 2,50 über Euronext März 17.

21.11.2016 Weizenkurse auch heute Morgen fest gestimmt

U.S.-Weizenfutures steigen auch heute Morgen weiter und erreichen damit ein 11-Tages-Hoch. Es wird darüber spekuliert, dass die Anbaufläche in den USA nicht so groß ist, wie bisher erwartet und dass es in den südlichen Plains zu trocken bleibt.
Eine Flächenschätzung von Informa Economics senkte letzte Woche das Anbauareal von 35,421 Mio. acres auf 33,761 Mio. Acres. Die Trockenheit hat sich über die südlichen Plains inklusive Oklahoma, Kansas und Colorado hinaus ausgeweitet. Ein nationaler Wetterdienst sagt voraus, dass die trockene Zeit bis Februar anhält. Die Farmer sind besorgt, dass die Erträge leiden werden und Fondsgesellschaften haben damit begonnen, ihre massiven Short-Positionen glatt zu stellen.
Auch in Europa ist es in vielen Teilen zu trocken, aber die meisten Weizenbestände sind noch in bester Verfassung. Viele haben aber noch keine Winterhärte erlangt.

18.11.2016 Russland muss Getreidequalität steigern

Russland muss seine Getreidequalitäten verbessern und die Arbeit der Exporteure effizienter gestalten, damit das Ziel eines 25 %igen Wachstums der Branche bis zum Jahr 2030 erreicht wird. Das sagte heute der stellvertretende Agrarminister Russlands Yevgeny Gromyko auf dem Weltgetreideforum in Sochi.
Mit der Rekordernte von 117 Mio. Tonnen Getreide wird Russland in diesem Wirtschaftsjahr wohl zum größten Weizenexporteur der Welt und verweist die EU auf den Platz zwei. Der Minister sagte, dass der Anteil von Qualitätsweizen an der Gesamternte niedriger sei, als im Vorjahr.
Bis 2030 will Russland seine Getreideproduktion auf 150 Mio. Tonnen ausweiten und dann davon 50 Mio. Tonnen am Weltmarkt absetzen, so der Agrarminister Alexander Tkachev auf dem Forum. Dafür werden 10 Mio. Hektar zusätzlich benötigt und mit einem höheren Düngemitteleinsatz soll der Ertrag pro Hektar um 25 % auf drei Tonnen pro Hektar gesteigert werden.
Das Ministerium hatte kürzlich auf seiner Website gepostet, dass man den Export von Agrargütern im Rahmen des Regelwerks der WTO steigern will. Auf der Konferenz wurde auch bestätigt, dass Syrien eine Mio. Tonnen Weizen aus Russland beziehen will, um die von der syrischen Regierung kontrollierten Gebiete im vom Krieg erschütterten Land zu versorgen. Über den niedrigen Preis dieser Weizenlieferung sowie dem unerfahrenen Exporteur gab es zuletzt viele Gerüchte in der Szene.

18.11.2016 Frankreich: Winterweizenaussaat ist auf 95% der geplanten Flächen erfolgt

In Frankreich waren die Maisbestände per 14. November zu 95% geerntet versus 89% in der Vorwoche per 7. November.
Die Winterweizenaussaat ist auf 95% der geplanten Flächen erfolgt versus 90% in der Vorwoche und 97% im Vorjahr zum selben Zeitpunkt. Auf ebenfalls 95% wird der Anteil der Winterweizenbestände geschätzt, die sich in guter bis exzellenter Verfassung befinden.

18.11.2016 CBoT-Weizenkurse seit zwei Wochen unter Druck

CBoT-Weizenfutures werden wohl auch die zweite Woche in Folge Verluste verbuchen. Zum einen hat sich der Wechselkurs des US-Dollar gefestigt und zum anderen wird in den Hard-Red-Winterregionen dringend nötiger Regen vorhergesagt.
Allzu viel wird es aber wohl nicht bringen, aber die Temperaturen sind noch hoch genug, sodass sich die jungen Pflanzen vor der Winterruhe noch etwas weiter entwickeln können. Der US-Dollar notiert gegenüber einem Korb von bedeutenden anderen Währungen auf einem 14-Jahres-Hoch.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Bundesbank die Zinsen anhebt, ist gestiegen. Das sorgt dafür, dass alle Produkte, die in US-Dollar notieren, für Käufer, die andere Währungen halten, teurer werden. Wenn die US-Weizenexporte anhalten sollen, die inzwischen nach Jahren schlechter Exporte wieder anlaufen, muss der Preis runter.
Das USDA berichtete, dass in der Woche bis zum 10. November 598.400 Tonnen Weizen exportiert wurden. Der private Marktanalyst Informa Economics senkte seine Prognose für die US-Winterweizenfläche für die Ernte 2017 auf 33,761 Mio. acres von 35.421 acres.

18.11.2016 Informa reduziert Prognose der US-Weizen- und Maisanbaufläche 2017

Der private Analyst Informa Economics reduzierte gestern seine Prognose der gesamten US-Weizen-Anbaufläche 2017 auf 47,265 Mio. Acres. Das wäre die kleinste US-Anbaufläche seit 1919. Die Schätzung der US-Winterweizen-Anbaufläche 2017 wurde auf 33,761 Mio. Acres reduziert von zuvor 35,421 Mio. Acres.
Ebenfalls reduziert wurde die Schätzung der US-Maisanbaufläche 2017 auf 90,841 Mio. Acres (Vormonat: 90,971 Mio. Acres). Im Vorjahr wurde Mais auf 94,5 Mio. Acres angebaut.
Erhöht wurde die Prognose der Sojabohnenanbaufläche 2017 auf 88,612 Mio. Acres. Das wären noch einmal fast 5 Mio. Acres mehr, als im vergangenen Jahr. Im vergangenen Monat lag die Prognose bei 88,487 Mio. Acres.

17.11.2016 Ägypten: GASC erweitert den Kreis der Herkünfte für Weizenlieferungen

Ägypten wird bei den Weizenausschreibungen des staatlichen Einkäufers GASC zukünftig auch Herkünfte aus Paraguay, Ungarn und Bulgarien akzeptieren. Quelle: RJO´Brien

17.11.2016 Brasilien subventioniert seine Weizenbauern

Brasilien will seine Weizenproduzenten finanziell unterstützen, nachdem die Preise einer erwarteten Rekordernte von 6,3 Mio. Tonnen in diesem Jahr verfallen sind. Lokale Preise sind unter das Interventionsniveau gesunken, was dazu führt, dass 1,7 Mio. Tonnen Weizen zu subventionierten Preisen an die nationale Ernährungsindustrie verkauft werden.
Brasilien ist ein Netto-Importeur für 6 Mio. Tonnen Weizen, dieses Subventionsprogramm soll die Farmer auch in Niedrigpreisjahren bei der Stange halten, damit nicht noch mehr Weizenimporte nötig werden.

17.11.2016 Wintersaaten am Schwarzen Meer mit unterschiedlichen Starbedingungen

Die russische Wintergetreideaussaat ist zu 99 % abgeschlossen. Der staatliche Wetterdienst Hydrometcenter teilte mit, dass die Aussaatbedingungen meist hervorragend waren. Es wurden 17,2 Mio. Hektar ausgesät, im Vorjahr waren es 16,2 Mio. Hektar, von denen die größte Getreideernte seit sechs Jahren eingebracht wurde. Die guten Voraussetzungen begründet die Hoffnung für eine weitere Steigerung, sofern die Saat gut über den Winter kommt. Rund 86 % der Anbaufläche wurde mit Winterweizen bestellt.
In der Ukraine wurden rund 5,9 Mio. Hektar Winterweizen ausgesät (Vj.: 5,6 Mio. Hektar). Da die Aussaatbedingungen hier nicht so gut waren, wurde die geplante Anbaufläche von 6,2 Mio. Hektar verfehlt. Befürchtungen, dass es zu größeren Ernteeinbußen kommen könnte, sind zurzeit noch nicht gerechtfertigt.

17.11.2016 EU-Weizen: Exporte steigen auf 8,955 Mio. Tonnen
Europäische Händler melden Exportgeschäfte in einem Volumen von 346.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 8,955 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 9,927 Mio. Tonnen versus 9,040 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 54.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1,172 Mio. Tonnen.
    
17.11.2016 Strategie Grains schätzt EU-Anbaufläche für Weichweizen auf 24,3 Mio. Hektar

Die Anbaufläche für Weichweizen zur Ernte 2017 in der Europäischen Union steigt nach aktuellsten Prognosen des Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains um 100.000 Hektar auf 24,3 Mio. Hektar.
Das geht aus dem aktualisierten monatlichen Bericht hervor.
Bei der Gerste und beim Körnermais bleibt die Prognose unverändert bei 12,4 Mio. Hektar und 8,8 Mio. Hektar.
Die Prognose der Anbaufläche für Durum Weizen sinkt um 7% zum Vorjahr auf 2,7 Mio. Hektar. Im vergangenen Monat rechnete das Unternehmen noch mit einem Rückgang um 6%.
Mit stabilen Anbauflächen beim Weichweizen und bei der Wintergerste gerechnet, obwohl die Preise im Vergleich zu den Ölsaaten in diesem Jahr weniger attraktiv waren.

17.11.2016 Getreidemail

Der starke US-Dollar und die schwachen Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse fester.
An der Euronext in Paris stemmten sich die Termine der alten Ernte gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und legten leicht zu, während die Termine der neuen Ernte 2017 mit leichten Verlusten schlossen. Unterstützung kommt vom gegenwärtig schwachen Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum am Weltmarkt verbessert. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 580.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Sellers Option) zur Lieferung im Januar. Der Preis dafür liegt Schätzungen zufolge zwischen $201 und $ 201,50/Tonne c&f. Marktbeteiligte glauben, dass die Ausschreibung mit Weizen aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und dem Baltikum erfüllt wird. Für Qualitätsweizen können jetzt offenbar auch am Weltmarkt ordentliche Prämien erzielt werden. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung Januar unverändert bei €3,00 über Euronext Dezember 16.

17.11.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen
Spanne der Schätzungen:
Mais: 3.000 bis 10.000 Lots
Sojahonen: 3.000 bis 5.000 Lots
Weizen: 1.000 bis 5.000 Lots
16.11.2016 Großbritannien: Weizenexporte deutlich höher, als im vergangenen Jahr

Die britischen Weizenexporte 2016/17 laufen unvermindert gut. Im September wurden 254.849 Tonnen Weizen exportiert. Insgesamt belaufen sich die Exporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 (1. Juli bis 30. Juni) auf 711.740 Tonnen. Sie sind damit mehr als doppelt so hoch, als in der Saison 2015/16, als im selben Zeitraum 325.287 Tonnen Weizen exportiert wurden. Algerien war mit einem Volumen von 60.000 Tonnen im September der größte Käufer von britischem Weizen.

16.11.2016 Euronext bietet ersten Düngemittelfuture an
Die Euronext Paris hat am 14. November ihren ersten Terminkontrakt auf Düngemittel aufgelegt. Dabei handelt es sich um einen 30-Tonnen-Kontrakt auf Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösung mit 30 % N.

Die Kontraktentwickler richten ihr Angebot sowohl auf die bestehende Kundschaft, die bereits Weizen-, Raps- und Maisfutures an der bedeutendsten europäischen Agrar-Terminbörse in Paris handelt, als auch auf die gesamte Wertschöpfungskette der Düngemittelindustrie.
Die Spezifikationen des neuen Futures lauten:
Menge und Ware: 30 Tonnen Stickstoffdünger bestehend aus Urea und Ammoniumnitrat gemäß der EU-Regulierung Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments Nr. 1907/2006, Annex II.
Qualität: 30 % N setzen sich zusammen aus 15 % aus (Harnstoff) Urea, 7,5 % Ammoniumhaltigem N, sowie 7,5 % Salpeter N.
Verpackung: Lose im Tank
Liefermonate: März, Juni, September, November, sodass immer 10 Liefermonate zur Verfügung stehen.
Preisbasis: Euro und Euro-Cent per metrischer Tonne im Lieferlager in Rouen, Frankreich, für den Transport per LKW, Eisenbahnwaggon „für die Abholung bereit“.
Tick-Größe: 25 Euro-Cent per Tonnen (€7,5)
Letzter Handelstag: der 10. Kalendertag vor dem Liefermonat oder dem Handelstag davor, wenn es ein Feiertag ist.
Tag der Ankündigung einer Lieferung: Der erste Handelstag nach dem letzten Handelstag bis 10:30 Paris-Zeit.
Lieferperiode: Die physische Lieferung findet statt am 6. Handelstag nach dem letzten Handelstag bis zum Ende der Lieferperiode. (=>Letzter Arbeitstag des spezifizierten Handelsmonats.
Handelszeiten: 10:45 bis 18:30 Uhr Pariser Zeit
Clearing: Die Abrechnung erfolgt über LCH S.A.
Großhandels-Vorteile: Against Actuals, Exchange for Swaps
16.11.2016 Algerien kauft mindestens 400.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens mindestens 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar. Die geschätzte Menge wurde zwischenzeitlich erhöht auf 580.000 Tonnen. Der Preis dafür liegt Schätzungen zufolge zwischen $201 und $ 201,50/Tonne c&f. 
OAIC veröffentlicht grundsätzlich keine Ergebnisse aus seinen Ausschreibungen, alle Angaben sind Schätzungen von Markbeteiligten.
Der Weizen stammt wahrscheinlich aus den Vereinigten Staaten, Deuschland und den Baltikum. Weizen aus Argentinien war zwar in Bezug auf den Preis wettbewerbsfähig, in Bezug auf die Qualitätsanforderungen allerdings nicht. Quelle: Reuters
16.11.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften nach den deutlichen Verlusten der letzten Tage, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie zu trockene Wetterbedingungen in einigen US-Weizenanbauregionen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde auf fast unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten moderat zu. Unterstützend wirkt weiterhin der schwache Euro, der nach der Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten auf den tiefsten Stand seit 11 Monaten sank. Das verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung November unverändert bei €3,00 über Euronext Dezember 16. Der Spread zwischen dem Euronext und dem CME EU-Weizen reduzierte sich auf der Dezember-Fälligkeit auf 17,75/Tonne. 

16.11.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 9.000 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen:
Mais: 5.000 bis 16.000 Lots
Sojabohnen: 1.000 bis 4.000 Lots
Weizen: 2.000 bis 5.000 Lots
15.11.2016 Indien hebt Garantiepreis für Weizen der Ernte 2017 an

Die indische Regierung hat heute beschlossen, den staatlichen Garantiepreis für Weizen der Ernte 2017 um 100 Rupien anzuheben. Der Preis steigt von aktuell 1.525 auf 1.625 Rupien ($23,98/100kg).
Damit will man den Anreiz zur Weizenproduktion erhöhen, außerdem könnte das der Regierungspartie einige Stimmen bei der Wahl im Bundesstaat Uttar Pradesh sichern, einem Zentrum des indischen Weizenanbaus.
Indien ist der weltweit zweitgrößte Reis- und Weizenproduzent, kauft Getreide von den Farmern zu staatlich festgesetzten Preisen, um daraus Lebensmittelhilfen für 75 % der Bevölkerung abzudecken. In Indien leben derzeit 1,3 Mrd. Menschen.

15.11.2016 Der Iran denkt über Weizenexporte nach

Der Iran plant, seine Weizenexporte zu steigern, um seine großen Überschüsse, die durch die Regierungspläne zur Erlangung einer vollständigen Eigenversorgung entstanden sind, abzubauen. Trotzdem müssen weiterhin bestimmte Qualitäten importiert werden, um die Bedürfnisse der lokalen Müller befriedigen zu können.
Die Regierung in Teheran hat dem Weizenanbau trotz sinkender Wasserressourcen eine große Priorität eingeräumt, da das Getreide zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln im Iran gehört. Jetzt sollen aber die Exporte wieder belebt werden, nachdem im Frühjahr alle Importe gestoppt wurden.
Inzwischen sind die Vorräte auf 12 Mio. Tonnen angewachsen, was Exporte von 3 bis 4 Mio. Tonnen erlauben würde, so Verbandsvertreter. Man benötigt diese Mengen nicht, aber die richtigen Qualitäten mit höheren Gluten-Werten, müssen trotzdem noch importiert werden.
Die diesjährige Weizenernte im Iran war 13,5 Mio. Tonnen groß, die größte Ernte seit 9 Jahren. Der von der Regierung garantierte Erzeugerpreis wird in der nächsten Saison von 12.700 Rials per Kilo (398 $/to) auf 14.000 Rials per Kilo ($438 USD/to) angehoben. Zum Vergleich: Ägypten kaufte in der letzten Ausschreibung russischen Weizen für 192,5 USD/to + Frachtkosten.
Der Iran importierte in den vergangenen Jahren ebenfalls am Weltmarkt Weizen, um die Lebensmittelversorgung im Land während der internationalen Sanktionen wegen des umstrittenen Atomprogramms sicherzustellen. Die Sanktionen wurden aufgrund diplomatischer Bemühungen im Juli 2015 aufgehoben.
Daraufhin ordnete die Regierung in Teheran den Stopp der Weizenimporte an. Im ersten Halbjahr wurden noch 1,5 Mio. Tonnen importiert worden. Jetzt will der Iran auch Weizenmehl exportieren, man ist derzeit damit im Nachbarland Irak aber gegen die Türkei nicht wettbewerbsfähig.
Der Iran hat Mahlkapazitäten von rund 20 Mio. Tonnen, der Inlandsverbrauch ist aber nur 12,5 Mio. Tonnen.

15.11.2016 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage am Weltmarkt nach US-Weizen sowie ein stärkerer US-Dollar und schwache Rohstoffmärkte sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für deutliche Verluste. Die US-Export-Inspections lagen mit nur 191.062 Tonnen Weizen deutlich hinter den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures der alten Ernte trotz der sehr schwachen Vorgaben aus Übersee und in Folge des schwachen Euros behaupten. Die Termine der neuen Ernte 2017 gaben jedoch leicht nach. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt Lieferung November auf €3,00 über Euronext Dezember 16.
Der Spread zwischen dem Euronext und dem CME EU-Weizen erhöhte sich auf der Dezember-Fälligkeit auf €19,75/Tonne.
Algeriens staatliche Getreideagentur hat gestern einen internationalen Tender zum Kauf einer unspezifizierten Menge Mahlweizen zur Lieferung im Januar ausgeschrieben, das Ergebnis der Ausschreibung wird heute erwartet.

15.11.2016 CBoT Weizen: Entwicklung der Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 01.11. - 08.11. um 1.368 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.082 Kontrakte. 111.346 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 08.11.16. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 714 Lots zur Vorwoche.
14.11.2016 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen niedriger, als erwartet

14.11.2016 Russischer Exportpreis für Weizen steigt, der Rubelkurs ist stark unter Druck

Die Exportpreise für russischen Weizen sind in der vergangenen Woche weiter angestiegen. Es ist bereits die achte Woche in Folge, in der die Preise dort steigen. Die Landwirte hoffen darauf, dass es so weiter geht und halten ihr Angebot zurück.
Ägypten, der weltweit größte Weizenimporteur, kaufte in der letzten Woche 240.000 Tonnen russischen und rumänischen Weizen.
Russischer Exportweizen mit 12,5 % Protein ab dem Schwarzen Meer kostete zum Ende der letzten Woche 181 USD/Tonne fob. Das sind zwei Euro mehr als in der Vorwoche.
Russland exportierte seit dem 1. Juli 2016 bis zum 9. November 2016 14 Mio. tonnen Getreide, wovon 11,2 Mio. Tonnen Weizen waren. Gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr waren es 4,7 % weniger.
Weizen der Klasse III kostete 150 Rubel mehr als in der Woche zuvor, umgerechnet sind das 160 USD/Tonne ab Verladestation.

Der Wechselkurs des russchichen Rubels gegen des USD sinkt in diesen Tagen auf den niedrigsten Stand seit August 2016.

 

14.11.2016 Ägypten: Lebensmittelinspektionen jetzt nur noch über die GOEIC

In Ägypten soll die „General Organization for Export and Import Control“ (GOEIC) die Inspektionen der Lebensmittelimporte übernehmen. Bisher hatte diese Aufgabe die Quarantäne-Behörde wahrgenommen. Eine entsprechende Anordnung ist vom Premierminister am Wochenende bekannt gemacht worden.
Darin heißt es, dass die GOEIC alleine die Verantwortung für Weizenimporte aber auch für Importe anderer Agrargüter trage, die einer Importkontrolle bedürfen.
Die Anordnung folgt der monatelangen Distanzierungen verschiedener Anbieter, deren Lieferungen durch unterschiedliche Bewertungen beim Mutterkornbesatz Gefahr liefen, beanstandet zu werden. Die Quarantänebehörde hat alle Lieferungen zurückgewiesen, die auch nur Spuren von Mutterkorn aufwiesen. Die Ausschreibungen für Weizenimporte erhielten zuletzt fast nur noch Angebote aus Russland obwohl inzwischen der international übliche Qualitätsstandard mit einer Mutterkorntoleranz von 0,05 % gelten soll.
Viele Anbieter blieben trotzdem fern, da die Zuständigkeiten in Ägypten immer noch nicht eindeutig geregelt sind. Die neue Anordnung beinhaltet auch die Option der Verkäufer, die Ware bereits im Abgangshafen von ägyptischen Beamten verbindlich prüfen zu lassen. Damit würde eine kostspielige Beanstandung in einem ägyptischen Hafen ausgeschlossen.

14.11.2016 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf einer unspezifizierten Menge Mahlweizen zur Lieferung im Januar ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach morgen, am 15. November. Quelle: Reuters
14.11.2016 FranceAgriMer: Frankreichs Maisbestände sind zu 89% geerntet

Französische Landwirte haben per 7. November 89% der Maisbestände geerntet. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt bei 79%, zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr waren es 90%. Das teilte das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer mit.
Die Winterweizenaussaat in Frankreich ist zu 90% erledigt versus 78% in der vergangenen Woche und 93% im Vorjahr zum selben Zeitpunkt. 61% der Aussaat ist aufgelaufen (Vorwoche: 45%; Vorjahr: 75%).
Bei der Wintergerste erfolgte die Aussaat per 7. November auf 97% der geplanten Flächen (Vorwoche: 89%; Vorjahr: 98%). 76% der Wintergersteaussaat ist aufgelaufen (Vorjahr: 63%).

14.11.2016 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen ließen die Weizennotierungen am Freitag den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Im Vergleich zur Vorwoche verlor der Frontmonat Dezember 2,7% an Wert. Das ist der größte Wochenverlust seit August. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures bei verhältnismäßig geringen Handelsumsätzen auf nahezu unverändertem Niveau. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zur Lieferung 15. - 25. Dezember. Die Beteiligung internationaler Handelshäuser an der Ausschreibung war gering. Das günstigste Angebot bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $192,50/Tonne FOB. Der Spread zwischen dem Euronext und dem CME EU-Weizen erhöhte sich auf der Dezember-Fälligkeit auf €16,75/Tonne.

14.11.2016 Tunesien kauft Weizen und Futtergerste
Tunesiens staatlicher Einkäufer kaufte am vergangenen Freitag im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 100.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Das melden heute Morgen europäische Händler. Quelle: Reuters
11.11.2016 Ägypten kauft 60.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zur Lieferung 15. - 25. Dezember. Weitere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Das günstigste Angebot bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $192,50/Tonne FOB zzgl. Frachtkosten in Höhe von $9,64/Tonne = $202,14/Tonne c&f. 
 
11.11.2016 Ägypten: Staatlicher Einkäufer GASC erhielt drei Offerten
Auf die Ausschreibung zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizen zur Lieferung 15. - 25. Dezember erhielt Ägyptens GASC Offerten von drei Handelshäusern
Das günstigste Angebot bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $192,50/Tonne FOB.
Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 8. November 240.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer Herkunft zum Durchschnittspreis von $189,48/Tonne FOB. Lieferung: 10 - 20. Dezember.
11.11.2016 Ägypten sucht erneut Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 15. bis 25. Dezember aus den bekannten Überschussregionen. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 8. November 240.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer Herkunft zum Durchschnittspreis von $189,48/Tonne FOB. Lieferung: 10 - 20. Dezember.
10.11.2016 Russlands Wintergetreidefläche 8 % größer als im Vorjahr

Russlands Farmer haben in diesem Jahr die größte Wintergetreidefläche der seit sieben Jahren bestellt. Die Fläche könnte sich in den kommenden noch ausweiten, da die Wetterbedingungen derzeit für einen guten Vegetationsstart perfekt sind.
Russland, derzeit der größte Weizenexporteur der Welt, hat bereits in diesem Jahr eine Rekordernte erzeugt. Die Abwertung des Rubels gegenüber dem USD oder dem Euro führte dazu, dass die Einnahmen in der Landeswährung in den letzten beiden Jahren anstiegen. Die Getreide - Feldbestände sind meist in einem besseren Zustand als vor einem Jahr, so ein führender russischer Marktanalyst gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Bis zum 9. November hatten russische Farmer auf 17,16 Mio. Hektar Wintergetreide gesät. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin 15,83 Mio. Hektar, so die Zahlen des dortigen Agrarministeriums. Zuvor planten die Farmer den Anbau auf 17,35 Mio. Hektar. Das dürfte sich aber noch steigern, da die Wetterbedingungen derzeit so gut sind, um weitere Flächen zu bestellen.
Wenn der kommende Winter wieder so mild wird, wie in den letzten zwei Jahren, können die Farmer mit guten Erträgen rechnen. Wird es allerdings zu kalt, gäbe es Probleme. Wie groß der Weizenanteil an der gesamten Wintergetreidefläche ist, wurde nicht mitgeteilt; zuletzt betrug er aber 86 – 87 %.

10.11.2016 EU-Im- und Exportlizenzen für Weizen

Die Europäische Kommission erteilte in der Woche bis zum 08.11.16 Exportlizenzen für 291.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 8,609 Mio. Tonnen liegen erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt von 7,636 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl und Durum summierten sich die Exporte auf 9,536 Mio. Tonnen versus 8,444 Mio. Tonnen im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die erteilten Lizenzen für Weizenimporte lagen bei 16.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1.118.000 Tonnen.

 

10.11.2016 FAO – Lebensmittelindex steigt auch im Oktober

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sind seit Januar 2016 mit Ausnahme im Juli kontinuierlich gestiegen. Das geht aus den heute veröffentlichten Zahlen der FAO hervor. Damit verlässt der Index sein 7-Jahres-Tief, das in den ersten Monaten 2016 erreicht wurde.
Der Index berechnet jeden Monat einen Korb von Grundnahrungsmitteln bestehend aus Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker. Im Oktober wurde der Marktzeiger mit 172,6 Punkte bewertet. Das waren 0,7 % mehr als im Vormonat und 9,1 % mehr als im Oktober 2015.
Eine stetig steigende Nachfrage nach Käse und Butter in der EU ließ die Milchpreise im letzten Monat um 3,9 % steigen. Zuckerpreise stiegen aufgrund eines Versorgungsengpasses in Brasilien und Indien.
Dagegen verringerte sich die weltweite Nachfrage nach Palmöl und Pflanzenfetten; der Appetit auf europäisches Schweinefleisch aus China ließ ebenfalls nach sodass die Schweinepreise nachgaben.
Die großen Getreideernten dieses Jahres bilden die Grundlage für viele Produkte wie Cerealien und Fleisch, sodass der Index sich in den kommenden Monaten nicht mehr erhöhen dürfte. Eine hohe Volatilität bei den bedeutenden Wechselkursen für Währungen kann diese Prognose aber schnell zunichte machen, wie die Währungsturbulenzen bei der Auszählung der Stimmen bei der Präsidentschaftswahl in den USA zeigte. Aus der Sicht der aktuellen Versorgungslage heraus seien Preissteigerungen in absehbarer Zeit aber begrenzt, so der Senior-Ökonom der FAO Abdolreza Abbassian heute in Rom.
Seit einem Monat sind die globalen Weizenpreise um 1 % gestiegen, weil insbesondere Qualitätsweizen gesucht wird. Insgesamt sei aber die verfügbare Weizenmenge am Weltmarkt um 1,5 % höher als im Jahr 2015.

10.11.2016 AMIS Market Monitor No. 43 / November 2016

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 10. November finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor und hier!

10.11.2016 Bangladesch erhält 2 Angebote für Weizentender
Das niedrigste Angebot, das Bangladeschs staatlicher Einkäufer im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Kauf und Import von 50.000 Tonnen Weizen erhielt, lag bei $248,26/Tonne und wurde vom Handelshaus Agrocorp International, Singapur, abgegeben. Daneben hat mit Aston nur ein weiteres Handelshaus ein Gebot abgegeben. Es lag bei $250,00/Tonne. Quelle: Reuters

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