Matif: Milling Wheat Nr. 2 März 2017

30.03.2017 Russland will Interventionspreise für Weizen reduzieren

Der russische Landwirtschaftsminister hat vorgeschlagen, den Preis für die Weizenintervention in der Saison 2017/18 (Beginn 1.Juli) zu senken, da es am lokalen Markt eine starke Konkurrenz unter den Anbietern gibt.
Das Ministerium verfügt derzeit über vier Mio. Tonnen Weizen im staatlichen Bestand. Es kauft jedes Jahr Getreide am lokalen Markt für die Intervention. In einem Statement von heute hieß es, dass man den Lieferanten 10.300 Rubel/Tonne ($183) für Weizen der Klasse III bieten werde. In dieser Saison wurden noch 10.900 Rubel/Tonnen bezahlt.
Der Vorschlag für den neuen Preis wurde heute dem russischen Kartellamt zur Genehmigung vorgelegt.
Ende der vergangenen Woche kostete am lokalen Markt im europäischen Teil Russlands der Klasse III-Weizen 9.950 Rubel/Tonne ab Verladestation. Die Preise am russischen Kassamarkt sind in den vergangenen Wochen unter Druck geraten, teilweise auch durch einen Handelsstreit mit dem zweitgrößten Abnehmer der Türkei. Die Farmer müssen jetzt Platz für die neue Ernte schaffen.
Das Ministerium teilte heute aber noch nicht mit, ab wann die Käufe für die Intervention starten. Die Bestände sollen in Zeiten großer Ernten die Preise stützen und bei knappen Ernten die Marktversorgung sichern.
Russland brachte in 2016 eine Rekordernte ein und die Aussichten für 2017 sind ebenfalls sehr gut.

30.03.2017 IGC sieht 2017/18 Getreideproduktion kleiner – Endbestände sinken

Der International Grains Council (IGC) schätzte heute, dass die Getreidebestände der Welt in der Saison 2017/18 erstmals seit fünf Jahren sinken werden. Die Produktion werde sinken und der Konsum steigt weiter an.
In der ersten Schätzung für die Saison 2017/18 erwartet das IGC eine weltweite Getreideproduktion von 2,05 Mrd. Tonnen (Vj.: 2,106 Mrd. Tonnen). Der Getreidekonsum werde dagegen steigen. Die Saison startet aber mit großen Überhängen und das neue Angebot werde den weltweiten Bedarf nur knapp unterschreiten. Die Versorgungslage sei in der kommenden Saison also weiterhin sehr gut.
Die Vorräte der großen Exportnationen sind überdurchschnittlich groß. Das IGC schätzt den Getreide-Endbestand im Juni 2018 auf 484 Mio. Tonnen. In diesem Jahr wird der Bestand 513 Mio. Tonnen groß sein und damit der größte Überhang überhaupt. Im kommenden Jahr wird es dann der zweitgrößte Überhang sein, den die Welt je gesehen hat.
Die weltweite Maisernte wird vom IGC in 2017/18 auf 1,024 Mrd. Tonnen geschätzt (Vj.: 1.053 Mrd. Tonnen. Der Rückgang wird hauptsächlich mit einer kleineren Produktion in den USA begründet.
Die weltweite Weizenproduktion wird in 2017/18 auf 735 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.: 754 Mio. Tonnen).
Die Sojabohnenproduktion der Welt wird in 2017/18 vom IGC auf ein Allzeit-Hoch von 345 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.: 341 Mio. Tonnen).

30.03.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 17,8 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
28.03.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 464.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 17,80 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,7 Mio. Tonnen versus 23,0 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 145.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,57 Mio. Tonnen.

 

30.03.2017 Handelsvolumen Optionen - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

30.03.2017 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Positionierungen vor dem USDA-Report am Freitag (Flächenschätzung und Quartalsbestände) sowie der schwächere Wechselkurs des US-Dollar sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago den zweiten Tag in Folge für leichte Aufschläge. Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten begrenzten jedoch die Gewinne. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas schwächer. Bei vergleichsweise geringen Umsätzen schlossen die Weizennotierungen an der Euronext in Paris uneinheitlich. In Russland führen die derzeitig ausbleibenden Weizengeschäfte mit der Türkei zu fallenden Weizenpreisen im Inland sowie zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus Russland auf dem Weltmarkt. Türkische Händler haben die Käufe von russischem Weizen, Mais und Sonnenblumen auf Eis gelegt, weil Russland von der Liste offizieller Lieferanten gestrichen wurde, was einen 130%-igen Zollaufschlag zur Folge hätte. Die Türkei dementiert einen Importbann offiziell. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April stabil bei €4,00 über Euronext Mai 17. 

30.03.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von insges. 300.000-650.000 to

30.03.2017 Jordanien kaufte gestern 50.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat gestern 50.000 Tonnen Hard Red Winter Wheat optionaler Herkunft zum Preis von etwa $202/Tonne c&f gekauft. Verkäufer war das Handelshaus Olam. Gesucht wurde Weizen der Ernte 2016 oder 2017 zur Versendung in der zweiten Septemberhälfte. In den vergangenen Monaten hatte Jordanien Probleme Angebote zu erhalten, weil neue Qualitäts-, Liefer- und Zahlungsbedingungen eingeführt wurden, die zu Unsicherheiten führten. Zuletzt waren die Ausschreibungen aber erfolgreicher. Am 22. März und am 7. März kaufte Jordanien jeweils 50.000 Tonnen Weizen, am 21. Februar waren es 100.000 Tonnen. Quelle: Reuters

29.03.2017 Irak sucht Weizen

Der Irak hat einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 2 April und die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 6. April aufweisen. Gesucht wird Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder Australien. Quelle: Reuters

29.03.2017 Tunesien sucht Mahlweizen und Futtergerste

Tunesien hat einen internatioalen Tender zum kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 30 März. Quelle: Reuters

29.03.2017 Russland: Weizenpreise fallen wg. der Probleme mit der Türkei

In Russland führen die derzeitig ausbleibenden Weizengeschäfte mit der Türkei (lesen Sie dazu unseren Bericht vom 29.03.17 11:16 Uhr) zu fallenden Weizenpreisen im Inland sowie zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit von russischen Weizen auf dem Weltmarkt.
Türkische Händler haben die Käufe von russischem Weizen, Mais und Sonnenblumen auf Eis gelegt, weil diese Güter von der Liste offizieller Lieferanten gestrichen wurden, was einen 130%-igen Zollaufschlag zur Folge hätte. Die Türkei dementiert einen Importbann offiziell.
Unbestätigten Meldungen zufolge sind Weizenimporte lediglich von folgenden Ländern ohne Zollaufschlag möglich: Lettland, Ukraine, Kasachstan, Litauen, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Ungarn und Kanada.
Der Grund für den Importbann ist unklar, jedoch teilte das türkische Wirtschaftsministerium mit, dass sich die verbesserten politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern noch nicht vollständig in den wirtschaftlichen Beziehungen widerspiegeln.
Lieferungen an die Türkei, dem zweitgrößten Käufer von russischem Weizen nach Ägypten und dem größten Käufer von Sonnenblumen, werden mit kleinen Schiffen von Flachwasserhäfen vom Asowschen Meer und vom Schwarzen Meer versendet. Für diese Häfen wird es schwierig werden, alternative Märkte zu erschließen.
Die Türkei hat durch diese Maßnahme in Russland einen starken inländischen Preisrückgang ausgelöst. Die Preise für Schwarzmeer-Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% sanken Ende letzter Woche um $2 auf $189/Tonne c&f. Aufgrund der hohen Überschüsse, die durch die Rekordernte 2016 entstanden und der guten Aussichten für die Ernte 2017 könnte sich der Preisrückgang fortsetzen.
Mittlerweile sind auch Russlands Central- und Wolga-Regionen, die aufgrund der hohen Transportkosten im globalen Wettbewerb gewöhnlich nicht mithalten konnten, wettbewerbsfähig. Dass könnte einen Teil der Verluste mit der Türkei kompensieren.
SovEcon glaubt, dass die Probleme mit Ankara aber nur temporär sind, weil türkische Mühlen zu abhängig sind von Lieferungen aus Russland. Dieselben Qualitäten zu selben Preisen aus anderen Regionen zu bekommen, wäre wohl schwierig, so SovEcon. Einige Europäische Händler teilen diese Ansicht nicht.
Im März hat Russland 3,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 2,5 Mio. Tonnen Weizen.

29.03.2017 Algerien kauft rund 200.000 Tonnen Durum Weizen

Algeriens OAIC hat rund 200.000 Tonnen Durum Weizen gekauft. Das melden europäische Händler heute Mittag. OAIC zahlt demnach einen Preis von rund $250 - $253/Tonne c&f. Der Preis wird von Händlern als „aggressiv“ bewertet. Einige Händler schätzen den Kauf auf bis zu 250.000 Tonnen und den Preis auf bis zu $254/Tonne c&f. Man glaubt, dass Canadian Western Amber Durum oder US-Durum gekauft wurde. Algeriens OAIC veröffentlicht keine Details seiner Geschäfte. Quelle: Reuters

29.03.2017 Konsultationen zwischen Moskau und Ankara wg. Importbann geplant
Die Wirtschaftsministerien Moskaus und Ankaras planen gemeinsame Konsultationen, mit dem Ziel, Weizenlieferungen russischer Getreidehändler an die Türkei wieder aufzunehmen. Das meldet die russische Nachrichtenagentur RIA, die den russischen stellvertretenden Wirtschaftsminister Alexei Gruzdev zitiert. Am 17. März meldete der Nachrichtendienst Reuters, dass die Türkei überraschend russischen Weizen, Mais und Pflanzenöl von ihrer Liste anerkannter Herkünfte entfernt hat. Später dementierte das türkische Wirtschaftsministerium diese Meldung. Allerdings haben türkische Händler neue Käufe aus Russland offenbar vorerst auf Eis gelegt. In der vergangenen Woche hieß es dann, dass auch Weizen aus Deutschland, Rumänien und den Vereinigten Staaten von der Liste akzeptierter Herkünfte gestrichen wurde. Das hätte zur Folge, dass Importe mit einem 130%-igen Zoll belegt würden. 
Alle Meldungen zu diesen Thema finden Sie, wenn Sie in unserem Nachrichtenticker in das Suchfeld (oben rechts im Fenster) den Begriff „Türkei“ eingeben und auf das Feld „suche“ klicken.
29.03.2017 Argentinien: Wachstum der Landwirtschaft durch hohe Transportkosten begrenzt

Der Mangel an einer Transportinfrastruktur für Getreide und Ölsaaten aus Argentiniens Nord kostet dem südamerikanischen Land Millionen Tonnen an Sojabohnen-Mais- und Weizenexporten. Das soll sich nach den Plänen der Regierung jetzt ändern.
Anfang März hat die Regierung von Mauricio Macri eine Baumaßnahme für die ersten 416 Kilometer einer neuen Eisenbahnstrecke in die nördliche Provinz Jujuy und Salta ausgeschrieben. Das ist das jüngste Infrastrukturprojekt zur Wiederbelebung der ärmsten Landesteile Argentiniens.
Nach seiner Wahl im Dezember 2015 hatte Macri versprochen, die Wirtschaft zu beleben und alle Währungskontrollen der Vorgängerregierung abzuschaffen und damit die Landwirtschaft als wichtigsten Sektor des Landes noch erfolgreicher zu machen.
In den nördlichen Provinzen gibt es kaum asphaltierte Straßen und LKW rumpeln langsam über sandige Wege. Die Farmer dort – 800 km vom Getreideumschlagsplatz Rosario am Atlantik entfernt - sind quasi von der Wirtschaft des übrigen Landes isoliert.
Macris Pläne, Straßen und ein Schienennetz im Norden auszubauen, kommen aber nur langsam voran, da ausländische Investoren nur zögerlich ins Land zurückkehren und der Staatshaushalt ein großes Defizit ausweist.
Im Norden Argentiniens wurden im letzten Jahr 17,1 Mio. Tonnen Getreide auf sechs Mio. Hektar Land produziert; es gäbe aber weit mehr Ackerflächen. Gäbe es erst ein funktionierendes Streckennetz könnten leicht zehn Mio. Hektar genutzt werden. Für die Bauern im Norden sind die Transportkosten zu den Exporthäfen extrem hoch, außerdem sind die Erträge hier schlechter als im eigentlichen Getreidegürtel der Pampa in der Nähe von Buenos Aires.
In der letzten Saison kamen rund 15 % der gesamten Sojabohnen, Mais und Weizenmengen aus dem Norden, das sind rund 15 Mio. Tonnen von der Gesamtmenge von 100 Mio. Tonnen, so die Börse in Rosario. Ein neues Eisenbahnsystem im Norden könnte die argentinischen Ackerflächen um 30 % auf 1,3 Mio. Tonnen ausweiten.

29.03.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für moderate Aufschläge. Limitiert wurden die Gewinne durch Aussichten auf Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die gegenwärtig große Anzahl an Netto-Short-Positionen macht den Markt anfällig für Kursschwankungen durch Short-Abdeckungen, insbesondere vor dem Hintergrund der Veröffentlichung der USDA-Quartalsschätzungen am Freitag. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und dem schwächeren Wechselkurs des Euro profitieren und schlossen auf allen Terminen im grünen Bereich. Indien hat nach großen Weizenimporten in den vergangenen 4 Monaten mit sofortiger Wirkung eine 10%-ige Steuer auf Weizenimporte eingeführt. Marktbeteiligte überraschte das positiv, sie rechneten mit einer Importsteuer von 25%. Am Hamburger Kassamarkt sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April auf €4,00 über Euronext Mai 17. 

29.03.2017 Weizen: Marktphantasien halten sich in Grenzen

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures setzen heute Morgen ihren Anstieg von gestern fort. Der gestrige Tag startete noch mit einem Kursrückgang, konnte sich dann aber im Laufe des Tages von seinem Zwei-Monats-Tief lösen.
Da es in den US-Weizenanbauregionen in den kommenden drei oder vier Tagen aber regnen soll, was die Pflanzenentwicklung unterstützen wird, dürften sich die Marktphantasien in Grenzen halten. Das fundamentale Umfeld bleibt bärisch, meinen heute Morgen die Marktanalysten in Australien.

29.03.2017 Fondsgesellschaften kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen
Spanne der Schätzungen:
Mais: +3.000 bis -4.000
Sojabohnen: +3.000 bis -2.000
28.03.2017 China verkaufte 459.232 Tonnen Weizen aus staatlichen Reserven

Chinas National Grain Trade Center informiert über den Verkauf von 459.232 Tonnen Weizen aus Chinas staatlichen Reserven zu Durchschnittspreisen von 2.506 Yuan/Tonne ($364,03). Das waren 17,26% der insgesamt in der Auktion angebotenen 2.660.401 Tonnen Weizen. Quelle: Reuters

28.03.2017 Syrien erhält 50.000 Tonnen Weizen aus Russland als humanitäre Hilfe

Syrien hat humanitäre Hilfe von Russland in Form einer Lieferung über 50.000 Tonnen Weizen erhalten. Das melden übereinstimmend syrische und russische Medien. Zwei Cargos erreichten Syrien im März. Weizen aus einem Geschäft mit dem syrischen staatlichen Getreideeinkäufer Hoboob hat Syrien noch nicht erreicht. Quelle: Reuters

28.03.2017 Kasachstan: Landwirtschaftsministerium erwartet Rückgang beim Weizenanbau
Kasachstan plant, die Aussaatfläche für Getreide in diesem Jahr um 2,4% auf 14,9 Mio. Hektar zu reduzieren. Das sagte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Kairat Aituganov im Rahmen eines Regierungsmeetings.
Für Weizen wird die Anbaufläche auf 12,099 Mio. Hektar sinken von 12,437 Mio. Hektar im vergangenen Jahr.
Die folgende Tabelle zeigt die Schätzungen für 2017 sowie die Ergebnisse 2016 und die %-tuale Veränderung. Quelle: Reuters
28.03.2017 Weizen: Indien erhebt ab heute wieder ein Importzoll von 10 %

Ab heute gilt in Indien wieder ein Importzoll für Weizen von 10 %. In den vergangenen vier Monaten erhob Indien gar keinen Importzoll für Weizen.
Mit der Wiedereinfuhr des Importzolls sollen die Importe während der heimischen Ernte begrenzt werden. Anfang März hatte ein Regierungsmitglied noch davon gesprochen, dass sogar 25 % Einfuhrzoll erhoben werden sollen.
Indien ist weltweit der zweit-größte Weizenproduzent und die Regierung in Delhi hatte im September den Importzoll zunächst von 25 % auf 10 % gesenkt und in einem zweiten Schritt seit dem 8. Dezember 2016 komplett eliminiert. Seit heute gilt jetzt wieder ein Importzoll von 10 %.
Die Regierung sah sich genötigt, die Zölle zu senken, da seit zwei Jahren die Ernten schwach ausfielen und Versorgungsengpässe drohten. Müller und Bäcker importierten insgesamt fünf Mio. Tonnen Weizen unter anderem aus Frankreich, der Ukraine und Australien.
Jetzt folgt eine gute Ernte in Indien und zusammen mit den Importen ist die Versorgungslage wieder gewährleistet.

28.03.2017 Getreidemail

Aussichten auf weitere Regenfälle in maßgeblichen US-Weizenanbaugebieten sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Verluste. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 541.799 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar sowie die gegenwärtig guten Wachstumsbedingungen setzten die Notierungen unter Druck. Am Hamburger Kassamarkt stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April auf €4,50 über Euronext Mai 17. Der Rückgang an der Börse konnte damit allerdings nicht kompensiert werden. Russland arbeitet in den kommenden Monaten daran, Ersatzkäufer für den derzeit abtrünnigen Getreidekunden Türkei zu finden. Der EU-Crop-Monitoring Service MARS schätzt die Weichweizenerträge in der EU in diesem Jahr auf 6,02 t/ha. Das wäre ein Anstieg um 7,7% zum Vorjahr und 3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.

28.03.2017 Sojabohnenkurs heute Morgen fester – großes Angebot deckelt den Anstieg

Heute Morgen steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnen und bewegen sich von ihrem 5-Monats-Tief weg. Offensichtlich nutzen Investoren den Kursverfall zum Kauf, obwohl das weltweite Angebot den Anstieg deckelt.
Die fundamentalen Daten sind aber nicht weg zu diskutieren und solange das Angebot so groß bleibt können die Schnäppchenkäufe den Kurs nicht nachhaltig hoch treiben. Die große Ernte in Südamerika bestätigt sich in Brasilien und auch in Argentinien sind die Vegetationsbedingungen hervorragend. Hinzu kommt, dass US-Farmer ihre Anbaufläche für Ölsaaten um 5 Mio. acres erhöhen.
Am kommenden Freitag wird zudem das USDA die Endbestände für US-Weizen, -Mais und -Ölsaaten höher einschätzen als zuvor.

27.03.2017 EU Crop-Monitor – Ertragsschätzungen 2017
Weichweizen: 6,02 t/ha (+7,7%) / +3% über dem 5-Jahres Durchschnitt
Wintergerste: 5,81 t/ha (+5,0%) / 
Sommergerste: 4,21 t/ha (-3,1%)
Mais: 7,12 t/ha (-0,9%)
Rapssaat: 3,29 t/ha (+6,8%)
Zuckerrüben: 74,2t/ha (+2,7%)
Anmerkung: t/ha = Tonnen pro Hektar / Die Angaben in Klammern entsprechen der Veränderung zum Vorjahr
27.03.2017 Experten erwarten kleinere US-Anbauflächen für Mais und Weizen

Einer Reuters-Umfrage unter 30 Experten vom vergangenen Freitag zufolge, wird die diesjährige US-Anbaufläche für Mais um 3,2 % auf 90,969 Mio. acres und die Weizenanbaufläche um 8 % auf 46,139 Mio. acres reduziert, die Anbaufläche für US-Sojabohnen wird dagegen um 5,7 % auf 88,214 Mio. acres ausgeweitet.
Am kommenden Freitag wird das USDA in ihrem Outlook-Forum die Flächennutzung durch die US-Farmer prognostizieren. Diese Zahlen werden wir dann am 31.03. um 18:00 Uhr an dieser Stelle veröffentlichen.

27.03.2017 GASC importiert Weizen auch während der Erntezeit in Ägypten

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC (General Authority for Supply Commodities) wird auch während der Getreideernte im Land Weizen importieren, da die strategische Reserve des Lands aufgefüllt werden soll. Das teilte der Versorgungsminister des Landes Ali Moselhy gestern gegenüber der Presse mit.
Allerdings dürfen private Importeure während der Erntephase in Ägypten (15. April bis 15. Juli) kein Getreide importieren. Damit soll Subventionsbetrug verhindert werden. Von den 5 Mio. Tonnen, die in 2016 angeblich in Ägypten geerntet wurden, existieren nur 3 Mio. Tonnen real, der Rest existiert nur auf dem Papier. Auch dafür wurden hohe staatliche Subventionen beantragt und bezahlt. Das ergaben Untersuchungen, die vom Parlament eingeleitet wurden.
Moselhy schätzt die diesjährige Weizenernte in Ägypten auf 4,5 Mio. Tonnen. In 2017/18 werde Ägypten für die Armenspeisung 86 Mrd. ägyptische Pfund ausgeben, das sind umgerechnet 4,73 Mrd. USD. Nachdem die Währung im November 2106 frei handelbar wurde, sank die Kaufkraft des ägyptischen Pfunds um mehr als 50 %.
Deshalb steigt das Budget für die Armenspeisung in diesem Jahr drastisch. 60 % des Weizens, der im Inland verbraucht wird, muss importiert werden. Um keine Unruhen aufkommen zu lassen, wird die Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln wie Weizen, Speiseölen und Zucker vom Staat versorgt. Es gibt offensichtlich auch keine Pläne, daran etwas zu ändern.
In den vergangenen Jahren hatte die GASC ihre Weizenimporte während der heimischen Ernte ausgesetzt und nur Getreide aus lokaler Produktion bezogen.

27.03.2017 Russland sucht Alternativen für Türkei als Weizenkäufer

Russlands arbeitet in den kommenden Monaten daran, Ersatzkäufer für den derzeit abtrünnigen Getreidekunden Türkei zu finden. Das melden russische Nachrichtendienste, die als Quelle den Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev nennen.
Wir hoffen, wir finden in den nächsten zwei-drei, maximal fünf Monaten neue Märkte, die den Ausfall, der durch die Abwesenheit der Türkei als Käufer entsteht, kompensieren kann.
Anfang März hat die Türkei Meldungen zufolge Weizen, Mais und Sonnenblumen von ihrer Liste akzeptierter Herkünfte genommen. Steht eine Destination nicht auf dieser Liste, wird ein Importzoll von 130% fällig. Die Türkei dementiert offiziell, dass es einen Importbann gibt. Quelle: Reuters

27.03.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 14.03. - 21.03.17. um 1.106 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 21.482 Kontrakte. 121.005 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 21.03.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 20.376 Lots zur Vorwoche.

27.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

27.03.2017 Getreidemail

Kaufaktivitäten nach den kräftigen Verlusten der vergangenen Tage ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten begrenzten jedoch die Aufschläge. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten am Freitag nicht von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und gaben leicht nach. Im Handelsverlauf erreichte der Frontmonat Mai den niedrigsten Stand seit dem 7. Dezember. Die guten Wachstumsbedingungen für Wintergetreide und der feste Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der Getreideexporte aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt erschwert, belasteten den Markt. Am Hamburger Kassamarkt stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April auf €4,00 über Euronext Mai 17. Der europäische Getreidehandelsverband Coceral schätzt die Weichweizenproduktion 2017 in der EU-28 auf 144,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 135,1 Mio. Tonnen). 91% der französischen Winterweizenbestände erhielten von FranceAgriMer per 20. März die Top-Bewertung „gut – exzellent“.

27.03.2017 Algerien sucht Durum-Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet jeweils am 28. März. Gewöhnlich kaufte Algerien deutlich größere Mengen, als ausgeschrieben. Quelle. Reuters

24.03.2017 Jordanien sucht Weizen

Jordanien staatlicher Getreideeinkäufer hat Händlern zufolge einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 29. März. Quelle: Reuters

24.03.2017 FranceAgriMer: Frankreichs Sommergersteaussaat ist zu 91% erledigt

In Frankreich ist die Sommergerste-Aussaat per 20. März zu 91% komplettiert. Das meldet der französische Analyst FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Fortschrittsbericht. Die zumeist warmen und trockenen Wetterbedingungen in der vergangenen Woche ermöglichten den kräftigen Fortschritt zur Vorwoche, als 41% der Flächen bestellt waren.
91% der Winterweizenbestände erhielten die Top-Bewertung „gut – exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 1%. Auch die Wintergerste-Ratings verschlechterten sich etwas. Per 20. März erhielten noch 85% die Top-Bewertung versus 87% in der Vorwoche.

24.03.2017 Coceral rechnet mit Anstieg der EU Weizenproduktion 2017

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral schätzt die Weichweizenproduktion in der EU-28 auf 144,8 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden in der EU-28 135,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In dem ersten Ausblick auf die kommende Ernte schätzt Coceral die Gerste-Produktion stabil auf 59,6 Mio. Tonnen. Bei der Mais Produktion rechnet man mit einem moderaten Anstieg von 60,6 Mio. Tonnen (2016) auf 61 Mio. Tonnen. Die Prognose der Rapssaatproduktion wurde ebenfalls leicht angehoben von 20,5 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr auf 21 Mio. Tonnen.

24.03.2017 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, verbesserte Wachstumsbedingungen in den Vereinigten Staaten und der festere Wechselkurs des US-Dollar zum Euro ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Mit insgesamt 568.300 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. Uneinheitlich beendeten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den gestrigen Handelstag. Kaufinteresse von Seiten der Industie und der etwas schwächere Euro stützten den Markt. Der Frontmonat Mai erreichte den tiefsten Stand seit 7 Wochen. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 21.03.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 202.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,2 Mio. Tonnen versus 22,3 Mio Tonnen im Vorjahr. Sie bleiben damit weiter weit hinter dem Ergebnis des Vorjahres. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April unverändert bei €3,50 über Euronext Mai 17.

23.03.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 17,1 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
21.03.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 202.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 17,34 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,2 Mio. Tonnen versus 22,3 Mio Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16 und bleiben damit weiter weit hinter dem Ergebnis des Vorjahres. Weizenimporte wurden in Höhe von 53.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,43 Mio. Tonnen.

 

23.03.2017 Japan kauft 117.689 Tonnen Weizen
Japans Landwirtschaftsministerium hat insgesamt 117.689 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien gekauft.
Vereinigte Staaten (Verladung: 21.4. – 20.05.):
28.500 Tonnen Hard Red Winter (Semi hard)
28.600 Tonnen Dark Northern Sping
Kanada (Verladung: 21.5. – 20.6.):
35.729 Tonnen Western Red Spring
Australien (Verladung: 1.5. – 31.5.):
24.860 Tonnen Standard White
Japan ist der weltweit sechsgrößte Weizenimporteur. Weizen ist in Japan nach Reis das zweitwichtigste Getreide. Das japanische Landwirtschaftsministerium schreibt in der Regel 3 mal Monatlich Weizentender aus. Quelle: Reuters
23.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

23.03.2017 Russland: SovEcon reduziert Ernteprognose 2017

Russlands Getreideernte 2017 wird vom russischen Agrarberatungsunternehmen SovEcon derzeit auf 109,5 Mio. Tonnen geschätzt. Zuvor rechnete man noch mit einem Ergebnis von 112,5 Mio. Tonnen. Die Weizenernte 2017 schätzt das Unternehmen nun auf 62,5 Mio. Tonnen versus 73,3 Mio. Tonnen, die 2016 geerntet wurden. Das geht aus einer Präsentation hervor, die das Unternehmen bei einer Konferenz in Moskau vorstellte. Quelle: Reuters

23.03.2017 Marokko: ONICL sucht 132.000 Tonnen Weizen

Marokkos staatliche Getreideagentur ONICL hat einen Tender zum Kauf von 132.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen, der entweder importiert wird oder bei dem es sich um lokal geernteten Weizen handelt. Verwendet wird er zur Herstellung von staatlich subventionierten Brot zur Armenspeisung. Das Bieterverfahren wird am 3. April eröffnet. Quelle: Reuters

23.03.2017 Türkei: Importbann auf Weizen aus Deutschland, Rumänien und USA?

Meldungen zufolge hat die Türkei neben Russland auch Weizen aus Deutschland, Rumänien und den Vereinigten Staaten von der Liste der akzeptierten Herkünfte entfernt. Das hätte zur Folge, dass Importe mit einem 130%-igen Zoll belegt würden. Händler fragen sich jetzt, wo wie und die Türkei ihren Importbedarf decken wird. 

23.03.2017 Getreidemail

Aussichten auf dringend benötigte Regenfälle in maßgeblichen US-Weizenanbaugebieten setzten die Weizennotierungen gestern in Chicago erneut unter Druck. Das US-Landwirtschaftsministerium meldete den Verkauf von 120.000 Tonnen Hard Red Winter Wheat an Saudi Arabien zur Lieferung im Vermarktungsjahr 16/17. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 13:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 - 700.000 Tonnen (alte u. neue Ernte kombiniert). Die eCBoT handelt heute Morgen leicht fester. Aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee , der guten Wachstumsbedingungen in maßgeblichen Regionen der EU und des erneut festeren Wechselkurses des Euro, der die Exporte von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt immer schwieriger macht, standen auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris unter Verkaufsdruck und gaben auf allen Terminen nach. Am Hamburger Kassamarkt stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März zwar auf €3,50 über Euronext Mai 17. Der deutliche Rückgang an der Börse konnte dadurch aber nicht kompensiert werden.

23.03.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000 - 700.000 Tonnen

22.03.2017 Ägypten: Sieben vorläufige Ablehnungen auf Weizenlieferungen seit Anfang Januar

Ägypten hat seit der Einführung neuer Einfuhrregeln auf Weizenimporte im Januar dieses Jahres insgesamt 7 Ladungen vorläufig abgelehnt. Das meldet der Nachrichtendienst Reuters und bezieht sich dabei auf Aussagen von fünf Händlern. Das hat viele Händler dazu veranlasst, Risikoprämien auf die Preise aufzuschlagen.
Die Einfuhrregeln Ägyptens, bei der eine 0-Toleranz-Politik auf Mutterkorn angewandt wurde, führten im vergangenen Jahr dazu, dass sich internationale Handelshäuser kaum noch an Ausschreibungen beteiligten. Veränderte personelle und behördliche Zuständigkeiten in Ägypten führten in den vergangenen Monaten zu großer Verunsicherung. Ein neues Inspektionssystem, bei dem Inspekteure schon im Abgangshafen die Kontrollen durchführen und bei dem wieder internationale Standards in Bezug auf den Besatz von Mutterkorn gelten, sollte Abhilfe schaffen. Diese Hoffnung hat sich offenbar nicht bestätigt.
Sieben Ladungen, die der staatliche Einkäufer GASC erhielt, wurden aufgrund zu hohem Insektenbefalls und Unkrautsamen beanstandet. Daneben wurden zwei russische und eine argentinische Weizenladung in den Herkunftsländern bereits abgelehnt, weil sie den Mindeststandards nicht entsprachen. Sechs der sieben Ladungen, die bei der Ankunft abgelehnt wurden, mussten einer kostspieligen Begasung und Siebung unterzogen werden. Ein Schiff wurde später akzeptiert.
Die Kosten für die zusätzlichen Maßnahmen belaufen sich auf etwa $2,5/Tonne Weizen bzw. über $ 150.000 für einen 60.000 Tonnen Cargo. Diese Kosten werden nun bereits als Risikoprämie bei den Geboten aufgeschlagen.
Der Importbedarf Ägyptens liegt in diesem Jahr bei mindestens 5,6 Mio. Tonnen Weizen. Die Risikoprämie könnte Mehrkosten von $11 Mio. /Jahr verursachen. Quelle: Reuters

22.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

22.03.2017 Philippinen suchen Weizen

Die Philippinen haben einen Tender zum Kauf von bis zu 150.000 Tonnen Futterweizen und 20.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Am 27. März endet die Angebotsfrist. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Juli, August und September. Quelle: Reuters

22.03.2017 Getreidemail

Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in bedeutenden US-Weizen-Anbaugebieten sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Im Handelsverlauf wurde der tiefste Stand seit dem 6. Februar erreicht. Kaufaktivitäten nach dem Unterschreiten charttechnischer Unterstützungslinien sorgten im Handelsverlauf für Entlastung. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und bauten die Verluste der vergangenen Tage aus. Gute Wachstumsbedingungen in weiten Teilen der EU und der feste Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der zunehmend die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus der EU auf dem Exportmarkt verschlechtert, sorgten zudem für Abwärtsdruck. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17. Einige Händler glauben, dass deutscher Weizen bei der letzten Ausschreibung Saudi Arabiens weniger stark berücksichtigt wurde, als zunächst erwartet.

22.03.2017 Hohe Weizenerträge in allen Überschussregionen zu erwarten

Seit drei aufeinander folgenden Tagen sinken die Kurse des CBoT-Weizens und heute Morgen handeln sie sogar auf einem 6-Wochen-Tief, weil sich die Wetteraussichten in den US-HRW-Anbauregionen verbessert haben.
Australische Broker schreiben heute Morgen von großen Weizenvorräten auf der Welt und hohen Erträgen, die überall erwartet werden. Selbst wenn es in den USA weniger Weizen geben sollte, weil die Anbaufläche kleiner sei, so sind die Ertragserwartungen in allen großen Überschussregionen der Welt sehr gut.

21.03.2017 Getreidemail

Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in den US-Plains sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 624.334 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.250 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren leichten Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben bei relativ geringem Handelsvolumen auf allen Terminen nach. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar legte weiter zu und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von Getreide aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17.
Die russischen Exportpreise für Weizen sanken in der vergangenen Woche aufgrund des gestiegenen Wechselkurses des Rubels zum US-Dollar. In Deutschland steigen die Aussichten einer großen Weizenernte aufgrund der bisher vorteilhaften Wetterbedingungen.

21.03.2017 CBoT-Weizen im Wettermarkt

Die Aussicht auf Regen in den seit Wochen zu trockenen US-Plains drückt die CBoT-Weizenkurse auch heute Morgen.
Gestern Nachmittag kollabierten die Kurse regelrecht und dieser bärische Unterton hält zur Stunde auch noch an. Nun gilt es abzuwarten, ob die Wetterprognosen auch eintreffen.

21.03.2017 China verkaufte 474.320 Tonnen Weizen aus staatlichen Reserven

Chinas National Grain Trade Center informiert über den Verkauf von 474.320 Tonnen Weizen aus Chinas staatlichen Reserven zu Durchschnittspreisen von 2.507 Yuan/Tonne ($363,08). Das waren 18,07% der insgesamt in der Auktion angebotenen 2.625.031 Tonnen Weizen. Quelle: Reuters

20.03.2017 US-Export-Inspections: Weizen- und Sojabohneverladungen über den Erwartungen
20.03.2017 Türkei: Russische Weizenimporte auf Eis gelegt?

Türkische Käufer von russischem Getreide und Pflanzenöl haben anscheinend neue Käufe von Weizen, Mais und Pflanzenöl vorerst auf Eis gelegt. Am vergangenen Freitag wurde zunächst gemeldet, dass die Türkei Russland von der Liste akzeptierter Herkünfte für o.g. Produkte genommen hat und somit ein 130% Zollaufschlag für Importe fällig wäre. Später am Tag hat das türkische Wirtschaftsministerium diese Meldung dementiert.
Nun glauben türkische Händler, die anonym bleiben wollen, dass Importe aus der Türkei weiterhin einem Bann unterliegen und dass die türkischen Zollbehörden die Weisung haben, keine Freigabe zur Entladung zu erteilen.
Übereinstimmenden Berichten von Händlern plant eine Delegation türkischer Mühlenunternehmen ein Treffen mit der Regierung und dem staatlichen Einkäufer TMO am heutigen Montag in Ankara.
Die Türkei ist nach Ägypten der zweitgrößte Importeur von russischem Weizen und einer der größten Käufer von russischem Mais und Pflanzenöl.
Einige Marktbeteiligte meinen, die Türkei könnte durch den Bann versuchen, die Verhandlungen mit Russland über Importe von Tomaten und weiteren Gemüselieferungen zu beschleunigen. Moskau hat nach dem Abschuss eines russischen Militärjets an der Grenze zu Syrien, der zu diplomatischen Verstimmungen führte, Importsperren eingeführt, die trotz einer Entspannung der diplomatischen Beziehungen nicht aufgehoben wurden.
Für Russlands Rivalen Ukraine könnte sich damit die Chance ergeben, die Lücke zu schließen den Streit für seine Zwecke zu nutzen.

20.03.2017 Russland: Weizenpreise aufgrund des festen Rubels rückläufig

Die russischen Exportpreise für Weizen sanken in der vergangenen Woche aufgrund des gestiegenen Wechselkurses des Rubels zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von russischen Weizen am Exportmarkt verschlechtert. Schwarzmeerweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im April kostete laut IKAR, einem führenden russischen Agrarberatungsunternehmen, $191/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang um $2 zur Vorwoche.
SovEcon, ein weiteres russisches Agrarberatungsunternehmen, meldet einen Preis von $192/Tonne FOB per Ende letzter Woche. Das wäre unverändert zur Vorwoche. Die FOB-Preise für Mais fielen um $2 auf $177/Tonne.
Ägypten kaufte am 15. März insgesamt 420.000 Tonnen Weizen, davon 300.000 Tonnen aus Russland.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17, das am 1. Juli startete, exportierte Russland per 15. März 26,2 Mio. Tonnen Getreide (-1,8% im Vergleich zum Vorjahr). Darin enthalten sind 20,2 Mio. Tonnen Weizen, so das russische Landwirtschaftsministerium.
Die Inlandspreise für Dritte-Klasse-Weizen im europäischen Teil Russlands fielen laut SovEcon in der vergangenen Woche um 50 Rubel auf 10.125 Rubel.
Russlands Getreidebestände in der Landwirtschaft und in den Lägern von Handels- und Verarbeitungsunternehmen liegen nach der Rekordernte 2016 per 1. März mit 32 Mio. Tonnen 14% über den Beständen des Vorjahres. Das zeigen Daten der Statistikbehörde Rosstat.
Die Sommergetreideaussaat in Russland startete in der vergangenen Woche und ist zu 1,1% erledigt. Die Wetterbedingungen in Russland und der Ukraine sind bisher optimal.

20.03.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 07.03. - 14.03.17. um 9.529 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 27.920 Kontrakte. 100.629 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 14.03.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 37.449 Lots zur Vorwoche.

20.03.2017 Taiwan sucht 98.200 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 98.200 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen (Grade 1) aus den Vereinigten Staaten. Eine Lieferung über insgesamt 49.775 Tonnen wird gesucht zur Lieferung zwischen dem 23. Mai und dem 6. Juni. Die zweite Lieferung über 48.425 Tonnen soll Taiwan Mitte Juni (9.-23.) erreichen. Die Angebotsfrist endet am 24. März. Quelle: Reuters

20.03.2017 Getreidemail

Kursgewinne beim Kansas-City-Weizen und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar zum Euro sorgten am Freitag bei den Weizennotierungen in Chicago für leichte Kursaufschläge. Im Vergleich zur Vorwoche sank der Frontmonat Mai um 0,9%. In einigen Winterweizen-Anbauregionen in den Vereinigten Staaten herrschen sehr trockene Wetterbedingungen und es wächst die Sorge, dass die Bestände nachhaltig geschädigt werden könnten. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen nahezu unverändert. Die eCBoT handelt zur Stunde mit Aufschlägen. Bei geringem Handelsvolumen gaben die Weizenfutures an der Euronext in Paris am Freitag weiter nach. Kräftig vielen die Verluste bei den Terminen der neuen Ernte für den CME-EU-Weizen aus. 92% der französischen Winterweizenbestände erhielten in der vergangenen Woche das Rating „gut bis exzellent“. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17. Das türkische Wirtschaftsministerium hat Meldungen dementiert, wonach Weizen-, Mais und Pflanzenölimporte aus Russland von der Liste steuerfreier Importe der Türkei gestrichen wurde und mit einem Importzoll von 130% belegt würden. 

20.03.2017 CBoT-Weizenkurse steigen heute Morgen um mehr als 1 %

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen um mehr als 1 % und damit auf den höchsten Stand seit einer Woche. Der Kurssprung wird mit einem schwachen Dollar-Kurs sowie der Angst vor Trockenheit in den US-Winterweizengebieten begründet.
Die Wetterdienste in den USA sagen dort auch für diese Wochen keinen Regen voraus, der wäre dringend nötig und war am Freitag auch noch vorhergesagt. Nun stellt sich aber heraus, dass der Wetterumschwung vorerst nicht kommt.
Gegenüber asiatischen Währungen bleibt der Kurs des US-Dollars in der Defensive und das obwohl die FED letzte Woche den Leitzins anhob. Käufer im Ausland können jetzt US-Rohstoffe wie Weizen und Ölsaaten preiswerter erwerben. Davon gibt es am Weltmarkt reichlich und die Ernte in Südamerika dürfte das Angebot noch weiter steigern.
In Argentinien streiken derzeit aber die Hafenarbeiter und fordern höhere Löhne. Getreideverladungen könnten davon betroffen sein.

17.03.2017 Kein Importbann der Türkei auf russischen Weizen

Das türkische Wirtschaftsministerium hat Meldungen dementiert, wonach Weizen-, Mais und Pflanzenölimporte aus Russland von der Liste steuerfreier Importe der Türkei gestrichen wurde und mit einem Importzoll von 130% belegt würden. Er fügte hinzu, dass alle Regelungen dem WTO-Abkommen entsprechen (siehe Ticker-Meldung vom 17.03.17 11:22 Uhr). Quelle: Reuters

17.03.2017 Türkei: Russischer Weizen wird am 15. März mit Zoll belegt

Die Türkei hat überraschend russischen Weizen von ihrer Liste anerkannter Herkünfte entfernt. Das meldete gestern Abend der Nachrichtendienst Reuters. Eine Kopie des entsprechenden Schreibens liegt Reuters vor. Neu vergebene Importlizenzen der Türkei seit dem 15. März gelten somit nicht für russischen Weizen, aber auch Mais und Pflanzenöl sind betroffen. Damit schließt die Türkei Russland als Weizenlieferant effektiv aus, da Importe mit einem Zoll von 130% belegt werden. Türkische Regierungsbeamte waren nicht in der Lage, die Entscheidung zu kommentieren. Das russische Landwirtschaftsministerium lehnte eine Stellungnahme ab.
Türkische Importeure und Mühlenunternehmen profitierten in der Vergangenheit von den Import-Lizenzen, weil es das Geschäftsmodell von Weizenimporten und großen Weizenmehlexporten ermöglichte.
Im November 2015 verhängte Russland umfangreiche und schädliche Handelsbeschränkungen gegen die Türkei, nachdem die Türkei einen russischen Kampfjet an der Grenze Syriens abschoss.
In einem Schreiben der Russischen Lobbyvereinigung „National Association of Agriculture Exporters“ an den russischen Landwirtschaftsminister fordert der Verband den Minister auf, umgehend energische Maßnahmen zur Lösung des Problems zu ergreifen. Von Juli 2016 bis Januar 2017 importierte die Türkei 1,9 Mio. Tonnen Weizen aus Russland.

17.03.2017 Frankreich: Sommergersteaussaat ist zu 41% erledigt

Französische Landwirte haben per 13. März auf 41% der geplanten Flächen Sommergeste ausgesät. In der Vorwoche lag der Fortschritt bei 36%. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer am heutigen Freitag. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren 44% der geplanten Flächen fertiggestellt. Die Aussaat hat sich in den vergangenen zwei Wochen aufgrund feuchten Wetters verlangsamt. Für die nächsten Tage wird aber trockenes Wetter erwartet und die Aussaat kann schneller fortschreiten.
92% der Winterweizenbestände erhielten das Rating „gut bis exzellent“. Quelle: Reuters

17.03.2017 Getreidemail

Auf nahezu unverändertem Niveau schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handel. Spreadaktivitäten sowie schwache US-Exporte belasteten den Markt. Unterstützung kam vom schwächeren Wechselkurs des US-Dollar zum Euro sowie Aussichten auf trockenes und frostiges Wetter in einigen südwestlichen US-Weizenanbaugebieten. Mit 264.400 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Markterwartungen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 480.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Mai und zu Preisen zwischen $204 und $206/Tonne c&f. 120.000 Tonnen davon kommen aus den Vereinigten Staaten. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. Bei vergleichsweise geringen Umsätzen mussten die Weizenfutures an der Euronext in Paris leichte Verluste hinnehmen. Strategie Grains schätzt die Weichweizenernte 17/18 in der EU28 aktuell auf 143,9 Mio.Tonnen (+6% zum Vorjahr). Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17. Europäische Händler meldeten für die vergangene Woche Exportgeschäfte in einem Volumen von 616.000 Tonnen Weichweizen.

16.03.2017 Ägyptens Weizenimporte auf neuem Höchststand

In den letzten beiden Wochen hat Ägypten, der weltweit größte Importeur von Weizen, am Weltmarkt fast eine Mio. Tonnen Weizen gekauft; das sind mehr als 20 % der Menge, die im gesamten letzten Jahr gekauft wurden. Im November lag die Importmenge noch bei 700.000 bis 750.000 Tonnen jetzt ist sie im Durchschnitt auf 900.000 Tonnenpro Monat geschätzt.
Immer größere Teile der Bevölkerung sind auf staatlich subventioniertes Brot angewiesen. Die Wirtschaftskrise dauert schon seit sechs Jahren an und im letzten Jahr konnte das Land am Nil einen Kredit vom internationalen Währungsfond nur unter der Voraussetzung bekommen, dass die Währung frei floaten konnte. Das führte dazu, dass alle die Einkommen praktisch auf einen Schlag halbiert wurden. Die Inflationsrate lag im Februar bei 40 %.
Händler schätzen, dass der Weizenverbrauch zur Herstellung von Subventionsbrot seit November 2016 monatlich um 200.000 Tonnen zulegte. Deshalb muss die strategische Reserve des Landes dringend aufgefüllt werden.
Die Regierung kann sich nicht leisten, die Subvention zurück zu fahren. Die letzten drei Präsidenten sind nach dem Versuch, die Subvention einzuschränken, aus ihrem Amt vertrieben worden.

16.03.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 17,1 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
14.03.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 616.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 17,14 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,0 Mio. Tonnen versus 21,6 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 57.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,32 Mio. Tonnen.

 

16.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

16.03.2017 Strategie Grains reduziert Prognose der EU-Maisernte 2017/18 deutlich
Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat die Prognosen der diesjährigen Weizen- und Gerste-Ernte in der Europäischen Union leicht erhöht, die Prognose der Maisernte wurde deutlich reduziert.
Die Bedingungen für Wintergetreide waren weitestgehend optimal. Niederschläge Ende Februar und Anfang März konnten das Feuchtigkeitsdefizit, das seit Herbst in einigen Regionen herrschte, ausgleichen.
Die Weichweizenernte 2017/18 in der EU28 schätzt das Unternehmen aktuell auf 143,9 Mio. Tonnen. Im vergangenen Monat rechnete man noch mit einem Ergebnis von 143,8 Mio. Tonnen. Zur Ernte 2016/17, als Frankreich aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen eine sehr schwache Ernte einfuhr, wäre das ein Anstieg um 6%. Auf 61,4 Mio. Tonnen schätzt Stragetie Grains die EU Gerste-Produktion 2017/18. Das wäre ein Anstieg um 2% zur Vorjahresernte 2016/17 (60,1 Mio. Tonnen).
Beim Mais rechnet man mit einem deutlichen Rückgang. Um 900.000 Tonnen wurde die aktuelle Prognose für die Ernte 2017/18 auf 60,5 Mio. Tonnen korrigiert. Zur Ernte 2016/17 (59,7 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um 800.000 Tonnen. Quelle: Reuters
16.03.2017 Algerien kauft 480.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 480.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Mai und zu Preisen zwischen $204 und $206/Tonne c&f gekauft. Algerien veröffentlicht traditionell keine Details seiner Einkäufe, es handelt sich um Meldungen von Händlern. Quelle: Reuters

16.03.2017 Israel: Private Käufergruppe kauft über 40.000 Tonnen Mais

Eine Gruppe privater israelischer Händler hat über 40.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft gekauft. Ausgeschrieben wurden bis zu 85.000 Tonnen. Keinen Geschäftsabschluss gab es im Rahmen der ausgeschriebenen 50.000 Tonnen Futterweizen und 30.000 Tonnen Futtergerste. Quelle: Reuters

16.03.2017 Getreidemail

Gelegenheitskäufe nach den Verlusten der letzten Tage, der schwächere US-Dollar sowie Hoffnungen auf Exportgeschäfte mit US-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.750 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee folgen und verzeichneten auf allen Terminen Aufschläge. Die deutsche Weizenernte 2017 wird nach Einschätzung des DRV um 2,2% auf 25,13 Mio. Tonnen steigen. Die Bestände sind ohne gravierende Schäden durch den milden Winter gekommen und überwiegend in guter Verfassung. Niederschlagsdefizite aus den Monaten November bis Januar wurden in vielen Regionen im Februar ausgeglichen. Am Hamburger Kassamarkt sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März auf €3,00 über Euronext Mai 17. Ägypten kaufte gestern 420.000 Tonnen Weizen. 300.000 Tonnen aus Russland sowie jeweils 60.000 Tonnen aus der Ukraine und aus Frankreich. US-Weizen kam nicht zum Zuge. Gespannt warten Händler auf das Ergebnis des Algerien-Tenders.

16.03.2017 Weizenkurse steigen heute erneut – Trockenheit nimmt Ertragsspitzen

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen am zweiten Tag in Folge. Als Gründe werden der schwache Dollar und Befürchtungen über Ertragsverluste wegen dem trockenen Wetter in den Anbauregionen der USA angeführt.
Trockenes und kaltes Wetter in den USA dürften dem Weizen Ertragsspitzen nehmen. Wenn zudem die Preise niedrig bleiben, werden die Farmer ihre Anbaufläche verkleinern. Der Kurs des USD notierte auf einem Monatstief, nachdem die US-Zentralbank wie erwartet den Zinssatz um 25 Basispunkte anhob aber gleichzeitig mitteilte, dass es vorerst keine weiteren Zinssteigerungen geben werde.
Der schwache Dollarkurs sorgt für gute Rohstoffexporte und Länder mit anderen Währungen können US-Produkte günstiger einkaufen. Allerdings hat Ägypten gestern keinen US-Weizen gekauft. Es kamen Anbieter aus Russland, Frankreich und der Ukraine zum Zuge. Trotz niedriger Offerten mieden die Einkäufer US-Weizen.
Gute Wetterbedingungen am Schwarzen Meer lassen dort auf eine weitere gute Ernte hoffen. Die Rekordernte des Vorjahres wird nach Meinung von Experten aber nicht wieder erreicht.

16.03.2017 Ägypten kaufte gestern Abend 420.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend 420.000 Tonnen Weizen. 300.000 Tonnen aus Russland sowie jeweils 60.000 Tonnen aus der Ukraine und aus Frankreich.
15.03.2017 Indonesien kauft neuerntigen Weizen am Schwarzen Meer

Eine indonesische Getreidemühle hat den ersten Kontrakt zum Kauf von Schwarzmeer-Weizen aus der diesjährigen Ernte abgeschlossen. Die Lieferung soll im Juli erfolgen. In den vergangenen Jahren ist ein Wettbewerb um die schnell wachsende asiatische Weizennachfrage zwischen Anbietern aus dem Schwarzmeerraum und den bisherigen Lieferanten aus Australien entbrannt.
Der Kontrakt um fasst ein Volumen von 100.000 Tonnen Weizen mit 11,5 % Protein zu einem Preis von 197 USD/Tonne c&f. Australischer Weizen in vergleichbarer Qualität wurde zu 218 USD/Tonnen angeboten.
Im Januar und Februar haben Exporteure aus Australien mit mehr als vier Mio. Tonnen/Monat die bisher größten Monatsmengen ausgeführt. Ab Juli wird es für die „Aussies“ aber schwer werden, mit den Anbietern aus der Ukraine und Russland zu konkurrieren, so eine Getreidehändler aus Singapur.
Die Weizenexporte von der Nordhalbkugel starten im Juli. Indonesien hat sich in den vergangenen Jahren zum zweit-größten Weizenabnehmer der Welt entwickelt.
In dieser Saison kann Australien neue Rekorde im Monatsexport aufstellen. Länder wie Saudi Arabien, China und Indien nutzen die niedrigen Preise nach einer Rekordernte.
Die Qualität von Schwarzmeerweizen hat sich in den letzten fünf Jahren am Weltmarkt etabliert und Käufer in Asien überzeugt. Sowohl die Qualität als auch die Preise zwischen dem Schwarzmeerraum und Australien haben sich angeglichen.

15.03.2017 Hoffnung auf eine weitere gute Getreideernte am Schwarzen Meer

Beste Wetterbedingungen vor der Aussaat von Sommergetreidebei den Schwarzmeeranrainern Russland und der Ukraine schürt die Hoffnung auf eine weitere große Getreideernte. Sie wird aber wohl kaum den Rekord des Vorjahres übertreffen, so die Analyse von Analysten, Offiziellen und Händlern.
In Russlands Süden hat die Aussaat bereits vor einigen Tagen begonnen. Die Farmer planen in 2017 eine Sommergetreidefläche von 31 Mio. Hektar zu bestellen; das sind rund 200.000 Hektar weniger als im Vorjahr. Zurzeit ist genügend Bodenfeuchte vorhanden und das Angebot an Dünger ist ebenfalls ausreichend.
Die Farmer haben 6 % mehr Mineraldünger als im Vorjahr gekauft. In 2016 haben sie eine Rekordernte von insgesamt 121 Mio. Tonnen Getreide eingefahren, da die Wetterbedingungen nahezu ideal waren. Agrarverbände gehen für dieses Jahr von 105 bis 110 Mio. Tonnen aus.
In der Ukraine werden in diesem Jahr 7,2 Mio. Hektar Sommergetreide gesät (Vj.:7) und die Farmer haben bereits 83 % der benötigten Mengen an Mineraldünger gekauft. Es sind bereits 31.000 Hektar gesät und die Bodenfeuchte ist ebenfalls sehr gut, teilweise sogar zu viel, weil im Winter reichlich Schnee gefallen war. Das Land erntete in 2016 66 Mio. Tonnen Getreide, davon waren 26 Mio. Tonnen Weizen. In 2017 wird eine Getreideernte von 23,5 Mio. Weizen erwartet.

15.03.2017 Ägypten: Niedrigstes Angebot zur Weizenausschreibung lag bei $189,60/Tonne

Das niedrigste Angebot, das Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen zur Lieferung 15. – 25. April erhielt, lag bei $189,60/Tonne FOB und bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen der Sorte Soft White Wheat. Das melden Händler. Ergebnisse werden ab dem späten Nachmittag erwartet. Quelle: Reuters

15.03.2017 DRV erwartet "knapp durchschnittliche" Getreideernte

Die deutsche Weizenernte 2017 wird um 2,2% auf 25,13 Mio. Tonnen steigen, die Rapsernte um 5,6% auf 4,86 Mio. Tonnen. Das ist die erste Einschätzung des Deutschen Raiffeisenverbandes für das Jahr 2017, die heute veröffentlicht wurde. Die Bestände sind ohne gravierende Schäden durch den milden Winter gekommen und in guter Verfassung. Niederschlagsdefizite aus den Monaten November bis Januar wurden in vielen Regionen im Februar ausgeglichen. Die Schätzung der gesamten deutschen Getreideernte liegt bei 46,4 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 2,5%. Der 5-Jahres-Durchschnitt wäre damit aber nicht erreicht. Beim Raps erwartet der DRV einen Anstieg der Erntemenge um 5,6% auf 4,86 Mio. Tonnen. Der 5-Jahres Durchschnitt liegt bei 5,3 Mio. Tonnen.

15.03.2017 Jordanien sucht 100.000 Tonnen Weizen

Jordanien staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das berichten europäische Händler. Demnach endet die Angebotsfrist am 22. März. Quelle: Reuters

15.03.2017 Getreidemail

Auf nahezu unverändertem Niveau schlossen gestern die Weizennotierungen den Handelstag in Chicago. Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften standen einer weltweit guten Versorgungslage gegenüber. In einigen Hard-Red-Winter-Regionen in den US-Plains werden dringend benötigte Niederschläge erwartet. Frostwarnungen in den südlichen Regionen im Mittleren Westen begrenzten aber das Abwärtspotenzial. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester. Uneinheitlich zeigten sich gestern die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Der Maitermin 2017 (alte Ernte) gab nach, während die Termine der neuen Ernte fast unverändert schlossen. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge aus den bekannten Überschussregionen für den Lieferzeitraum 15. – 25. April. Die Prämien am Hamburger Kassamarkt für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März sanken auf €3,50 über Euronext Mai 17. Heute endet die Angebotsfrist der Ausschreibung Algeriens zum Kauf von mind. 50.000 Tonnen Weizen.

15.03.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge aus den bekannten Überschussregionen für den Lieferzeitraum 15. – 25. April. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 28. Februar 535.000 Tonnen Weizen. 235.000 Tonnen russischer Herkunft, 120.000 Tonnen rumänischer Herkunft, 120.000 Tonnen französischer Herkunft und 60.000 Tonnen ukrainischer Herkunft für den Lieferzeitraum 1. April bis 10. April.
   
14.03.2017 Update: Informa erhöht Prognosen für US-Mais- und Sojabohnenanbauflächen 2017

Das private Analystenhaus Informa Economics hat Meldungen zufolge seine Prognose der US-Maisanbaufläche 2017 auf 90,8 Mio. Acres erhöht. Im Januar lag die Prognose niedriger bei 90,489 Mio. Acres. Die Maisproduktion wird auf 14,220 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 170,4 BPA (Bushel pro Acres) und einer Erntefläche von 83,428 Mio. Acres geschätzt.
Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Anbaufläche 2017 für Sojabohnen. Sie liegt aktuell bei 88,7 Mio. Acres versus 88,647 Mio. Acres im Januar. Die Sojabohnenproduktion 2017 wird auf 4,225 Mrd. Bushel, ausgehend von Durchschnittserträgen von 48,0 BPA und einer Erntefläche von 883,017 Mio. Acres, geschätzt. Die gesamte US-Weizenanbaufläche zur Ernte 2017 schätzt Informa auf 45,6 Mio. Acres. Das Unternehmen rechnet mit einer Produktion (alle Sorten) in diesem Jahr von 1,872 Mrd. Bushel und durchschnittlichen Erträgen von 47,1 BPA bei einer Erntefläche von 39,727 Mio. Acres. Winterweizen wird danach auf 32,383 Mio. Acres angebaut, weiterhin Sommerweizen auf 11,294 Mio. Acres und Durumweizen auf 1,912 Mio. Acres. Am 31. März veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministium die Ergebnisse der ersten Umfrage zu den US-Mais- und Sojaanbauflächen 2017 (Prospektive Plantings).

14.03.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen auf einem Fünfeinhalb-Wochentief. Aussichten auf dringend benötigte Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie schwache Rohölnotierungen übten Druck aus. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 519.127 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt eCBoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der Wechselkurs des Euro legte zu und erschwert Exporte aus dem Euroraum. Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat eigenen Angaben zufolge 735.000 Tonnen Weizen gekauft. Mögliche Herkünfte: Euroäische Union, Nordamerika, Südamerika und Australien (Sellers Option). Die Prämien am Hamburger Kassamarkt für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März sanken auf €4,00 - €4,50 über Euronext Mai 17. In Polen stieg der Exportpreis für Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% in der vergangenen Woche um 10 Zloty auf 760 Zloty (175 Euro).

 

14.03.2017 Südkorea: NOFI sucht Mais und Futterweizen

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat Händlern zufolge zwei internationale Tender zum Kauf von bis zu 207.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) und 69.000 Tonnen Futterweizen ausgeschrieben. Gesucht wird Getreide optionaler Herkunft. Die Angebotsfristen enden heute.

13.03.2017 Informa erhöht Prognosen für US-Mais- und Sojabohnenanbauflächen 2017

Das private Analystenhaus Informa Economics hat Meldungen zufolge seine Prognose der US-Maisanbaufläche 2017 auf 90,8 Mio. Acres erhöht. Im Januar lag die Prognose niedriger bei 90,489 Mio. Acres.
Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Anbaufläche 2017 für Sojabohnen. Sie liegt aktuell bei 88,7 Mio. Acres versus 88,647 Mio. Acres im Januar.
Die gesamte US-Weizenanbaufläche zur Ernte 2017 schätzt Informa auf 45,6 Mio. Acres. Informa hat die Angaben nicht kommentiert.

13.03.2017 Preise für russischen Exportweizen steigen bei guter Nachfrage

Da die Exporteure sich derzeit für anstehende Exporte eindecken, steigen in Russland die Preise für Weizen weiter. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im März kostete Ende der vergangenen Woche 193 USD/Tonne fob. Das ist 1 €/to mehr als in der Woche zuvor.
Die Nachfrage ist hoch auch weil sich frühere Lieferungen wegen dem stürmischen Wetter im Februar verzögert hatten. Dmitry Rylko vom Beratungsunternehmen IKAR erwartet jetzt aber wieder sinkende Preise, da der Wechselkurs des Rubels nachgab.
Russland exportierte seit dem 1. Juli 2016 bis zum 8. März 2017 insgesamt 25,6 Mio. Tonnen Getreide; davon waren 19,8 Mio. Tonnen Weizen.
Die Preise am lokalen Markt sanken dagegen leicht, da die Bauern Geld für Betriebsmittel zur Aussaat von Sommerungen flüssig machen müssen. Weizen der Klasse III frachtfrei Empfangshändler kostete im europäischen Teil Russlands 10.175 Rubel/Tonne (-172,5) oder umgerechnet 172,5 USD/Tonne.

13.03.2017 Israel sucht Mais, Futterweizen und Futtergerste

Eine private israelische Käufergruppe hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais, 50.000 Tonnen Futterweizen und 30.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am 15. März. Quelle: Reuters

13.03.2017 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunt zur Lieferung im Mai ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 15. März. Gesucht werden 50.000 Tonnen Weizen, gewöhnlich kauft Algerien aber deutlich größere Mengen. Quelle: Reuters

13.03.2017 Saudi Arabien kauft 735.000 Tonnen Hartweizen
Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer „Saudi Grains Organization“ (SAGO) hat eigenen Angaben zufolge 735.000 Tonnen Weizen gekauft. Die Angebotsfrist für die Ausschreibung zum Kauf von Hartweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Mai und im Juli endete am vergangenen Freitag. Akzeptierte Herkünfte sind: Europäische Union, Nordamerika, Südamerika und Australien (Sellers Option). Zuletzt kaufte SAGO 725.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft am 12. Dezember vergangenen Jahres.
13.03.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 28.02. - 07.03.17. um 779 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 6.953 Kontrakte. 63.180 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 07.03.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 7.714 Lots zur Vorwoche.

13.03.2017 Regierung in Kairo will mit Beginn der Ernte seine Weizenbestände verdoppeln

Mit dem Start der diesjährigen Weizenernte im April sollen die staatlichen Reserven in Ägypten verdoppeln. Derzeit seien drei Mio. Tonnen im staatlichen Besitz, so das Versorgungsministerium in Kairo.
Die aktuelle Versorgung reicht mindestens für vier Monate, so der Minister. Außerdem hätte man 3,5 Mio. Tonnen Pflanzenöle und 3,6 Mio. Tonnen Reis auf Vorrat.

13.03.2017 Chinas Weizen- und Maisernten sinken

China wird in 2017 rund 4,5 Mio. Tonnen Weizen importieren (Vorjahr 3,48). Die Ernte im Land fällt kleiner aus und auch die Qualität lässt zu Wünschen übrig, so ein Lebensmittelexperte der Mizuho Bank in Singapur.
Die Weizenernte in China, dem größten Weizenproduzenten der Welt, wird von den Experten der Bank auf 129 Mio. Tonnen geschätzt, nach 130,19 Mio. Tonnen im Vorjahr. Qualitätsweizen ist Mangelware, Futterweizen gibt es im Überfluss. Die Analysten erwarten höhere Importe als das USDA in seiner letzten Schätzung, das noch von Importen in Höhe von 4 Mio. Tonnen ausging.
Auch Chinas Maisernte werde kleiner ausfallen. Man geht jetzt von 215 Mio. Tonnen aus (Vorjahr:224,63). Die Regierung in Peking hatte im letzten Jahr angekündigt, dass die Interventionspreise für Mais sinken sollen. Preise weit über dem Weltmarktniveau hatte in den letzten Jahren dazu geführt, dass sich in den staatlichen Silos eine riesige Menge von über 200 Mio. Tonnen unverkäuflichen Mais angesammelt hat.
Die Experten der Bank erwarten jetzt allerdings wegen der Vogelgrippe und geringem Wachstum des Schweinebestandes bestenfalls einen stagnierenden Maiskonsum. Der Inlandsbedarf 2016/17 wurde auf 230,02 Mio. Tonnen geschätzt.
Chinas Sojabohnenproduktion wird in diesem Jahr dagegen steigen: von 11,79 auf jetzt 13,2 Mio. Tonnen. Aber auch der Importbedarf legt weiter zu: von 83,23 auf 85 Mio. Tonnen. China ist weltweit mit Abstand der größte Importeur von Sojabohnen. Der Import im Februar 2017 überstieg den Februar-2016-Import um 23 % und erreichte damit das höchste Monats-Niveau seit 2010.

13.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

13.03.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago den vierten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Kursstützend wirkten die Aussichten auf Frost im Mittleren Westen der USA, der über 10% der dortigen Winterweizenbestände gefährden könnte. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Mai 2,8%. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizennotierungen den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar stieg, nachdem bekannt wurde, dass bei der Europäischen Zentralbank eine mögliche Zinserhöhung vor Auslauf der Anleihekäufe diskutiert wird. Ein starker Euro erschwert den Export von Getreide aus der EU. Am Hamburger Kassamarkt entwickelten sich die Prämien positiv. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März stieg auf €4,50 über Euronext Mai 17. Die Weizenexporte aus der EU laufen gegenwärtig schleppend, Hoffnung verspricht der Tender Saudi-Arabiens zum Kauf von 720.000 Tonnen Weizen. Die größten Chancen rechnen sich Deutschland, Polen und die baltischen Staaten aus.

10.03.2017 Tunesien kauft 75.000 Tonnen Mahlweizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat rund 75.000 Tonnen Mahlweizen (3 x 25.000 Tonnen) optionaler Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. 25.000 Tonnen verkaufte das Handelshaus Glencore zum Preis von $205,49/Tonne c&f. Weitere 50.000 Tonnen verkaufte das Handelshaus Nidera zum Preis von $205,50/Tonne c&f. Gesucht wurden 75.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April/Mai. Quelle: Reuters

10.03.2017 Trump-Effekt: Mehr kanadischer Weizen für Mexiko?

Der Export von kanadischem Sommerweizen nach Mexiko könnte sich beleben, wenn die Spannungen zwischen den USA und Mexiko anhalten. Donald Trump will das Freihandelsabkommen NAFTA neu verhandeln und den USA damit Vorteile verschaffen.
Bereits im Februar hatte der mexikanische Landwirtschaftsminister davon gesprochen, dass das Mittelamerikanische Land zukünftig mehr Mais in Brasilien und Argentinien kaufen werde und damit die Abhängigkeit von den USA begrenzen will.
Nun überlegt man in Mexiko auch, woher zukünftig der Weizen bezogen werden soll, wenn nicht aus den USA. Infrage kommt da eigentlich nur Kanada. Dort hofft man darauf, aus der politisch angespannten Lage zwischen Mexiko und den USA Kapital schlagen zu können. Wenn die Beziehungen sich weiter verschlechtern und Mexiko Handelsbarrieren zu den USA aufbaue, könnte das die Lage für andere Herkünfte – auch für Kanada – verbessern.
Die drei genannten Länder sind in dem Freihandelsabkommen NAFTA verbunden, das Trump nach dem Antritt als US-Präsident zulasten von Mexiko infrage stellt.
Mexiko importierte in 2016/17 4,9 Mio. Tonnen US-Weizen und ist damit der 12.-größte Käufer für US-Weizen. Die USA ist der zweitgrößte Weizenexporteur der Welt, während Kanada auf dem 5. Platz steht.

10.03.2017 Frankreich: Ratings der Winterweizenbestände leicht rückläufig
Bis zum 6. März wurden 36% der geplanten Sommergerste in Frankreich bestellt. Das meldete heute das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer. Damit sind die Pflanzungen weiter als im vergangenen Jahr vorangeschritten, als zu diesem Termin 29% der Flächen bestellt waren.  Die Ratings der französischen Winterweizenbestände haben sich leicht verschlechtert. 92% der Bestände erhielten die Top-Bewertung „gut bis exzellent“. In der vergangenen Woche lag der Anteil bei 93%. Auch die Ratings der Wintergerstenbestände sind rückläufig. Bekamen noch vor einer Woche 90% der Bestände ein Top-Rating, sind es in dieser Woche 88%.
10.03.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex, gaben jedoch im Zuge deutlicher Verluste beim Soja- und Maiskomplex nach. Unterstützung erhielten sie aufgrund der um 10 Mio. Bushel reduzierten Prognose der US-Weizenendbestände 2016/17 durch das USDA, das gestern den monatlichen WASDE-Report veröffentlichte. Die Schätzung der weltweiten Endbestände 2016/17 wurde hingegen von 248,61 Mio. Tonnen auf 249,94 Mio. Tonnen erhöht. Mit 391.600 Tonnen US-Weizen lagen die US-Export-Sales im Rahmen der Erwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die e-CBoT etwas schwächer. Uneinheitlich zeigten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Die Termine der alten Ernte legten zu, während die Termine der neuen Ernte unverändert bis leicht schwächer schlossen. Saudi Arabiens SAGO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 720.000 Tonnen Hartweizen ausgeschrieben. Tunesien ist ebenfalls am Markt und sucht 75.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Am Hamburger Kassamarkt stiegen die Prämien leicht. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag bei €4,00 über Euronext Mai 17.

09.03.2017 Ukraine-Weizenernte 2017: 1 bis 4 Mio. Tonnen weniger als in 2016

Farmer in der südlichen Ukraine haben die erste 600 Hektar Sommergetreide gesät. Insgesamt wollen sie in diesem 7,2 Mio. Hektar Sommerungen bestellen, davon sind 2,4 Mio. Hektar Sommergetreide wie Gerste, Sommerweizen, Hafer und Erbsen (Agrarministerium in Kiew).
Die Ukraine ist der drittgrößte Getreideexporteur der Welt wird auf 14,4 Mio. Hektar Winter- und Sommergetreide anbauen.
Im Vorjahr wurden rund 7 Mio. Hektar Sommergetreide gesät; damals startete die Frühjahrsbestellung bereits am 24. Februar bei guten Wetterbedingungen. Die Getreideernte 2016 brachte 66 Mio. Tonnen, davon 28 Mio. Tonnen Mais und 26 Mio. Tonnen Weizen.
Händler erwarten, dass die diesjährige Ernte kleiner ausfällt, da es Auswinterungen gab, die Ertrag kosten. So wird erwartet, dass die Weizenernte in diesem Jahr 22 Mio. Tonnen bringt. Die Schätzungen reichen von 21 bis 25 Mio. Tonnen.
Die Maisernte 2017 wird derzeit auf 26 Mio. Tonnen erwartet, gegenüber 28 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die Getreideexporte dieser Saison werden auf 41 Mio. Tonnen geschätzt. Bisher wurden rund 29 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt.

09.03.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 16,5 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
07.03.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 396.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 16,5 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 18,3 Mio. Tonnen versus 20,6 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 15.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,32 Mio. Tonnen.

 

09.03.2017 Türkei kauft 130.000 Tonnen Weizen

Die türkische Getreidebörse TMO hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 130.000 Tonnen Weizen aus der EU gekauft. Das melden europäische Händler und fügten hinzu, dass 100.000 Tonnen wohl aus dem Baltikum stammen. Eine Zustimmung durch die türkische Genehmigungsbehörde steht noch aus. Gesucht wurde Weizen zur (schnellen) Lieferung zwischen dem 15. März und dem 25. März. Quelle: Reuters

09.03.2017 US-Mais: Ambitionierte Exporterwartungen des USDA

In den ersten fünf Monaten der Vermarktungssaison 2016/17 haben die USA mit 22,7 Mio. Tonnen ihre Acht-größte Maismenge exportieren können. Das sind rund 40 % der vom USDA erwarteten Gesamtexporte. Damit liegt man vor dem Verladefortschritt früherer Jahre.
Aber ähnlich wie beim Weizenexport, müssen die monatlichen Exportmengen in den verbleibenden Monaten noch höher ausfallen. So hoch wie bisher in keime Jahr. Sollte das USDA mit ihrer Prognose Recht behalten, wäre diese Saison am Ende die Fünft-Beste ihrer Exportgeschichte.
Bis zum 31. August 2017 kann aber noch viel passieren. Das gilt auch für Südamerika, dem größten Exportmarktplatz der Welt. Brasilien und Argentinien ernten ihren Mais ab jetzt bis Ende August. Sollte das Wetter mitspielen, so werden sie den USA ordentlich Konkurrenz machen. Die Ernteprognosen sind in beiden Ländern sehr gut.

09.03.2017 USA muss bis Ende Mai jeden Monat 2,6 Mio. Tonnen Weizen exportieren

Die USA haben seit dem 1. Juni 2016 bis Ende Januar 2017 aus der letzten Ernte 63 % der vom USDA erwarteten Exporte getätigt. Die Quote ist kleiner als zu diesem Termin üblich, sodass die durchschnittlichen Verladungen in den verbleibenden vier Monaten noch steigen müssen.
10,4 Mio. Tonnen müssen nach den Erwartungen des USDA bis Ende Mai noch exportiert werden. Oder 2,6 Mio. Tonnen pro Monat von Februar bis Mai. Das ist zwar nicht unmöglich, denn diese Monatsmenge wurde in früheren Jahren (2011 und 2013) zweimal überschritten aber damals zeichneten sich für das Folgejahr kleinere Ernten ab, was jetzt nicht der Fall ist.
US-Farmer hatten am 12. März ihre Weizenernte 2016/17 bereits zu 89 % verkauft, was im Vergleich früherer Jahre sehr viel ist.

09.03.2017 Getreide- und Ölsaatenexporte der USA um 1/3 höher als im Vorjahr

Die USA haben in den vergangenen Monaten erstaunlich viel Getreide exportiert – ein Drittel mehr als im Vorjahr – wenn aber die Prognosen des USDA eintreffen sollen, müssen die Verladungen in gleichem Tempo anhalten.
Seit dem Beginn des Vermarktungsjahres für Mais und Sojabohnen am 1. September 2016 bis Januar 2017 hat die USA diese beiden Früchte plus Weizen 73,8 Mio. Tonnen ausgeführt. Das ist bei weitem die größte Menge für diesen Zeitraum; sie übersteigt die bisherigen Höchstmengen der Jahre 2014/15 als 62,2 Mio. Tonnen zusammen kamen.
Die Erwartungen der Marktteilnehmer wurden allesamt übertroffen. Das USDA hingegen hat die Hoffnung, dass es bis zum Ende der Saison in diesem Tempo weitergeht. Das könnte auch der heutige USDA Bericht zeigen, der heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit an dieser Stelle veröffentlicht wird. Analysten erwarten nur wenige Änderungen zum Bericht des Vormonats.

09.03.2017 Tunesien sucht Weizen
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 75.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angbotsfrist endet am 10. März.
Gesucht wird Weizen unterschiedlicher Qualitäten zu unterschiedlichen Terminen (3 x 25.000 Tonnen) zur Lieferung zwischen dem 20. April und dem 20. Mai. Quelle: Reuters
09.03.2017 Saudi Arabien sucht Weizen am Weltmarkt

Saudi Arabiens staatliche Getreideagentur SAGO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 720.000 Tonnen Hartweizen (12 x 60.000 Tonnen) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. März. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung zwischen Mai und Juli 2017. 420.000 Tonnen sind bestimmt zur Anlieferung im Hafen von Jeddah, 240.000 Tonnen sollen an den Hafen von Dammam geliefert werden.
Händler erwarten, dass zumindest ein Teil des Weizens aus Deutschland geliefert wird. Schiffsverladungen in den vergangenen Wochen lassen große Lieferungen Richtung Saudi Arabien erwarten. Auch Polen könnte von der Ausschreibung profitieren.
Saudi Arabien wurde zu einem der weltweit größten Hart- und Weichweizenimporteure, nachdem das Land 2008 entschied, den Plan der Eigenversorgung aufgrund des hohen Wasserverbrauchs aufzugeben.

09.03.2017 Getreidemail

Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in den von Trockenheit betroffenen US-Weizenanbaugebieten, die weltweit gute Versorgungslage sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt eCBoT leicht fester. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen uneinheitlich. Unterstützung kam vom erneut schwächeren Wechselkurs des Euro. FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2016/17 auf 3,0 Mio. Tonnen erhöht. Im vergangenen Monat rechnete das Unternehmen noch mit Endbeständen von 2,75 Mio. Tonnen. Die Anhebung der Bestände wird mit höheren Importen (800.000 Tonnen statt 700.000 Tonnen im vergangenen Monat) sowie geringeren Exporten an Destinationen innerhalb der EU (5,7 Mio. Tonnen statt 6,0 Mio. Tonnen) begründet. Am Hamburger Kassamarkt stiegen die Prämien leicht. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag bei €3,50 über Euronext Mai 17. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDA den monatlichen WASDE-Report.

08.03.2017 Kleinere Anbaufläche für Raps und Weizen in Großbritannien

Großbritanniens Rapssaat-Anbaufläche fällt Schätzungen des Agriculture and Horticulture Development Board (AHDB) zufolge etwas kleiner aus, als im vergangenen Jahr. Einer Umfrage vom 1. Dezember 2016 lag die Raps-Aussaatfläche zur Ernte 2017 bei 538.000 Hektar versus 543.000 Hektar im Jahr davor, allerdings beinhaltet der Vergleichswert aus dem Vorjahr die Sommerrapsaussaat. Mit der Sommeraussaat in diesem Jahr könnte eine nahezu gleich große Fläche erreicht werden.
Ein Rückgang der Pflanzungen im Osten und Nordosten Englands war der Sorge um die Risiken, die von der Kohlfliege ausgehen, geschuldet. In anderen Regionen führten die gestiegenen Preise zum Zeitpunkt der Aussaatkampagne zur höheren Anbauflächen.
Weizen wurde der Umfrage zufolge in England und in Wales auf 1,61 Mio. Hektar ausgesät, zur Ernte 2016 (1,66 Mio. Hektar) ist das ein Rückgang um 5%. Quelle: Reuters

08.03.2017 Ägypten zahlt für lokalen Weizen 555-575 Pfund/ardeb

Ägypten sagt seinen Getreidebauern in diesem Jahr einen Garantiepreis von 555-575 ägyptische Pfund per ardeb (150kg) zu. Das beschloss gestern das Kabinett in Kairo.
Der Versorgungsminister Ägyptens erwartet, dass insgesamt 4,5 Mio. Tonnen Weizen von den lokalen Bauern aus der nächsten Ernte ab April bis Mitte Juli angeboten werden.
Im letzten November hieß es noch, dass die Regierung für Weizen in 2017 450 Pfund/ardeb zahlen wolle.

($1=17.700 ägyptische Pfund)

08.03.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

08.03.2017 Türkei: Niedrigstes Angebot lag bei $225,78/Tonne

Das niedrigste Angebot, das der staatliche türkische Getreideeinkäufer TMO auf seine Ausschreibung zum Kauf von 130.000 Tonnen Weizen (Herkunft aus der EU) erhielt, lag bei 840 türkische Lira ($225,78/Tonne) c&f. Das melden heute Mittag europäische Händler. Die Verhandlungen dauern an. Traditionell geht TMO in mehrere Verhandlungsrunden, um ursprünglich angebotene Preise zu drücken. Bisher wurde noch keine Kaufentscheidung getroffen. Quelle: Reuters

08.03.2017 Frankreich: FranceAgriMer senkt Prognose der Weizenendbestände 2016/17
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Prognose der Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2016/17 (30.09.2017) auf 3,0 Mio. Tonnen erhöht. Im vergangenen Monat rechnete das Unternehmen mit Endbeständen von 2,75 Mio. Tonnen.
Die Anhebung der Bestände wird mit höheren Importen (800.000 Tonnen statt 700.000 Tonnen im vergangenen Monat) sowie geringeren Exporten an Destinationen innerhalb der EU (5,7 Mio. Tonnen statt 6,0 Mio. Tonnen) begründet.
Die Prognose der Exporte an Destinationen außerhalb der EU wurde um 100.000 Tonnen von 4,9 Mio. Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen erhöht.
Darüber hinaus wurde die Prognose der französischen Gerste-Bestände zum Ende der Saison 2016/17 von 1,9 Mio. Tonnen (Februar) auf 1,65 Mio. Tonnen reduziert. Begründet wird das hauptsächlich mit höheren Exporten an Destinationen außerhalb der EU und mit einem höheren Verbrauch bei der Futterherstellung. Quelle: Reuters
08.03.2017 Japan erhöht Verkaufspreise für Importweizen

Japan wird seinen Mühlenunternehmen im Land im kommenden halben Jahr (April bis Oktober) 4,6 % mehr für den Weizen berechnen, den das Land an internationalen Märken besorgt. Das teilte heute das dortige Landwirtschaftsministerium mit.
Begründet wird die Preiserhöhung mit der Schwäche des Yen, die die Importkosten erhöhe sowie mit höheren Preisen für Qualitätsweizen. Außerdem seien höhere Energiepreise verantwortlich für gestiegene Frachtkosten.
Japan, der weltweit sechst-größte Weizenimporteur, kauft meist Mahlweizen in fünf Güteklassen aus Australien, Kanada und den USA und verkauft das Getreide dann an die Mühlenunternehmen im Land zu Preisen, die zweimal im Jahr festgelegt werden.
In den vergangenen sechs Monaten lag der Preis bei durchschnittlich 48.470 Yen/Tonne und steigt jetzt auf 50.690 Yen/Tonnen was umgerechnet 444,92 USD/Tonnen sind.

08.03.2017 Getreidemail

Gewinnmitnahmen und Abdeckungen von Short-Positionen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichen Verlusten schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit leichten Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizennotierungen den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls mit Verlusten. Russisches Wintergetreide ist in den vergangenen Monaten meist ohne Probleme durch den Winter gekommen und Wetterdienste prognostizieren eine gute Ernte in 2017. Der Winter in Frankreich war laut Meteo France mit durchschnittlichen Temperaturen von 0,2 Grad Celsius über Normal und einem Wasserdefizit von durchschnittlich 40% zu warm und viel zu trocken. Am Hamburger Kassamarkt waren die Prämien stabil. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17. Zwei russische und eine argentinische Weizenlieferung für Ägypten sind gestern in den Verladehäfen beanstandet worden. Ägypten ist der größte Weizenkäufer weltweit und hatte im letzten Jahr eine Reihe von Lieferungen wegen dem Besatz von Mutterkorn beanstandet.

07.03.2017 Russland Wintergetreide geht es besser als in früheren Jahren

Wintergetreide in Russland ist in den vergangenen Monaten meist ohne Probleme durch den Winter gekommen, Wetterdienste prognostizieren eine gute Ernte in 2017.
Russland einer der größten Weizenexporteure der Welt hat in 2016 121 Mio. Tonnen Getreide geerntet und die kommende Ernte wird ebenfalls groß ausfallen, wenn sie auch nicht den Rekord des Vorjahres erreichen wird. Nur 3 bis 5 % der Anbauflächen sind in schlechter Verfassung. Das entspricht einer Fläche von 500.000 bis 800.000 Hektar.
Russische Farmer haben im letzten Herbst 17,4 Mio. Hektar Wintergetreide gesät; im Vorjahr war es eine Fläche von 16,3 Mio. Hektar, wovon im Frühjahr 2016 ebenfalls 3 % in schlechter Verfassung waren. In früheren Jahren waren bis zu 1,1 Mio. Hektar schlecht durch den Winter gekommen. Deshalb ist die Erwartung für eine weitere gute Ernte groß. Dank der vielen Niederschläge im Herbst und viel Schnee im Winter ist die Bodenfeuchte derzeit gut.

07.03.2017 GASC beanstandet drei Schiffsladungen mit Weizen

Zwei russische und eine argentinische Weizenlieferungen für Ägypten sind heute in den Verladehäfen beanstandet worden.
Die Lieferungen wurden vom ägyptischen GASC in den letzten Ausschreibungen erworben worden und darin wurde vereinbart, dass die Qualitätskontrollen in den Verladehäfen stattfinden sollen.
Ägypten ist der größte Weizenkäufer weltweit und hatte im letzten Jahr eine Reihe von Lieferungen wegen dem Besatz von Mutterkorn beanstandet. Inzwischen sind die strikten Importbedingungen gelockert und den internationalen Handelsbedingungen angepasst worden.
Die heutigen drei Beanstandungen sind die ersten nach den neuen Importstandards und dürften die Bedenken der Verkäufer wieder anfachen. Die Praxis, der Vor-Ort-Kontrollen in den Verschiffungshäfen verzögern die Lieferungen; sie sollten eigentlich das Vertrauen der Anbieter wieder herstellen.
Bisher ist uns nicht bekannt, weshalb die drei Schiffsladungen zurückgewiesen wurden. Es handelt sich um insgesamt 180.000 Tonnen. Die beiden russischen Schiffe waren bereits ausgelaufen und wurden nun zum Verladehafen zurück beordert, die Schiffsladung aus Argentinien mit 63.000 Tonnen wird jetzt in Marokko entladen.

07.03.2017 WASDE-Report: Analystenschätzungen

In der folgenden Tabelle finden Sie die zusammengefassten Analystenschätzungen der US-Bestände, der weltweiten Bestände der Vermarktungsperiode 2016/17 und die Ergebnisse der Februar-Schätzung im Vorfeld der Veröffentlichung des WASDE-Report März 2017
Die Befragung einer repräsentativen Auswahl von  Analysten erfolgte durch den Nachrichtendienst Reuters. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlicht die Ergebnisse seiner Schätzung am Donnerstag, den 9. März um 18:00 Uhr. Sehr zeitnah dazu veröffentlichen wir die Ergebnisse auf unserer Homepage.

Vermarktungsperiode 2016/17
Weizen: 1. Juni 2016 bis 31. Mai 2017
Mais: 1. September 2016 bis  31. August 2017
Sojabohne: 1. September 2016 bis 31. August 2017

07.03.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Kursaufschlägen. Trockene Wetterbedingungen in maßgeblichen HRW-Weizenanbaugebieten sowie eine kleinere australische Ernte 2017/18 gaben dem Markt Unterstützung. Australien erwartet einen Ernterückgang zum Vorjahr um 32% auf insgesamt 23,98 Mio. Tonnen. Mit 535.920 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt eCboT mit leichten Aufschlägen. Uneinheitlich zeigten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Während die beiden Fronttermine nachgaben, schlossen die Termine der neuen Ernte unverändert bis minimal fester. Am Hamburger Kassamarkt waren die Prämien stabil. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17. Marktteilnehmer in Indien schätzen, dass der Subkontinent in der Saison 2017/18 2-3 Mio. Tonnen Weizen importieren muss, auch wenn die diesjährige Weizenernte groß ausfallen sollte. Europäische Händler erwarten in Kürze eine Ausschreibung vom staatlichen Getreideeinkäufer Saudi Arabiens.

07.03.2017 CBoT-Weizenkurse steigen auf ein 18-Tage-Hoch

Seit drei Handelstagen steigen die Weizenkurse am CBoT, da es in den US-Weizenanbauregionen weiter zu trocken ist.
Die Feldbestände in den US-Plains leiden unter Trockenheit und der weite Fortschritt in der Pflanzenentwicklung macht das Getreide anfällig für mögliche Spätfröste. Derzeit ist es dort für die Jahreszeit zu warm und der Boden ist zu trocken.
Außerdem werden die Börsenkurse durch eine gute Nachfrage nach US-Weizen unterstützt. In der vergangenen Woche wurden 535.920 Tonnen US-Weizen ausgeführt. Das waren mehr als Marktbeobachter erwartet hatten.
Aufgrund der weltweit sehr guten Versorgungslage mit Getreide waren die Preise am Weltmarkt in den vergangenen Monaten unter Druck geraten, obwohl die großen Exporteure der Welt in 2017 weniger Weizen ernten werden als im Jahr zuvor.
So geht man derzeit davon aus, dass die Getreideernte 2017/18 in Australien um 32 % kleiner ausfallen soll, da die Wettervorhersage trocknere Bedingungen als in 2016 prognostiziert. Das Australian Bureau of Agriculture, Rescource Economics and Rural Science schätzte gestern die nächste Ernte auf dem Australischen Kontinent auf 23,98 Mio. Tonnen.

06.03.2017 Indien wird auch in 2017/18 bis zu 3 Mio. Tonnen Weizen importieren

Marktteilnehmer in Indien schätzen, dass der Subkontinent in der Saison 2017/18 2-3 Mio. Tonnen Weizen importieren muss, auch wenn die diesjährige Weizenernte groß ausfallen sollte.
Es gibt Ernteschätzungen von 95 Mio. Tonnen für die laufende Ernte, im Vorjahr waren es 10 Mio. Tonnen weniger. Es wird ein paar Jahre dauern, bis die staatlichen Vorräte wieder auf das gewünschte Mengenniveau aufgestockt sind.
Indien ist der zweitgrößte Weizenkonsument und –produzent weltweit und musste in der Saison 2016/17 mehr als fünf Mio. Tonnen Weizen importieren, nachdem zwei aufeinanderfolgende Ernten schwach ausfielen.
Die diesjährige Ernte erreicht ihren Höhepunkt im April und ab dann wird es auch kaum noch Importe geben. Händler erwarten die nächste Nachfragewelle Indiens erst für Ende 2017.
An der Terminbörse CBoT, dem Leitmarkt für Weizen, stiegen die Weizenkurse seit zwei Wochen in Folge, weil es in den maßgeblichen US-Anbauregionen derzeit zu trocken ist und die Nachfrage vom Weltmarkt anhält.
Indien wird, um lokale Produzenten zu schützen, den Einfuhrzoll für Weizen wieder auf 25 % anheben, nachdem zwischenzeitlich auf diese Importsteuer verzichtet wurde. Um die staatlichen Reserven wieder aufzufüllen müssen rund 10 Mio. Tonnen von den Bauern des Landes aufgekauft werden. Ziel ist es, 32 – 33 Mio. Tonnen auf Vorrat zu haben.
Importweizen ist in den südlichen Landesteilen billiger, als wenn man die Ernte aus den nördlichen Provinzen heranschaffen muss. Die Welt ist derzeit sehr gut versorgt und Weizen aus der Schwarzmeerregion oder aus Australien ist billig zu haben.

06.03.2017 Chinas Maisimporte halbieren sich in 2016/17

China wird in der Saison 2016/17 rund eine Mio. Tonnen Mais importieren; das sind nur knapp die Hälfte dessen, was im Vormonat geschätzt wurde, so ein Berater der Regierung.
Seit dem Preisverfall nach dem Ende der Interventionspolitik im letzten Jahr ist lokal erzeugter Mais mit Importen wettbewerbsfähig. Vergleicht man die Preise von in China produziertem Mais am Hafen Guangzhou der Region mit dem höchsten Verbrauch, mit dem verzollten und aus den USA importiertem Mais, so schneidet der lokal produzierte Mais inzwischen sogar schon besser ab.
Die Schätzung der Importe sank sogar um 63 % zum Vorjahr. Das liegt auch daran, dass der Inlandsverbrauch für 2017 auf 197,1 Mio. Tonnen um 500.000 Tonnen niedriger erwartet wird. Auch der Verbrauch von Weizen für die menschliche Ernährung wird um 300.000 Tonnen kleiner geschätzt, nachdem die Mehlpreise gestiegen sind. Einige Verbraucher kaufen jetzt lieber Maisstärke statt Weizenstärke.
Der Verbrauch von Futterweizen soll hingegen um 23 % auf acht Mio. Tonnen steigen, nachdem schwierige Wetterverhältnisse die Qualität der Ernte verschlechterte.

06.03.2017 Südkorea: FLC kaufte vergangenen Woche 60.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas FLC (Feed Leaders Committee) kaufte in der vergangenen Woche über 60.000
Tonnen Futterweizen optionaler (jeglicher) Herkunft. Gezahlt wurde ein Preis von 205,95/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr für die Entladung an einem weiteren Hafen. De Lieferung wird Anfang Juni erwartet. Quelle: Reuters

06.03.2017 Russland: Weizenpreise in vergangener Woche erneut gestiegen
Russlands Weizenexportpreise stiegen in der vergangenen Woche, unterstützt vom starken Rubel und der Nachfrage Ägyptens. Die Schwarzmeerpreise für russischen Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im März lagen Ende letzter Woche bei $192/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $1,00 zur vorherigen Woche, so Russlands Agrarberatungsunternehmen IKAR.
Das in Moskau ansässige Agrarberatungsunternehmen SovEcon lag mit seiner Schätzung per Ende der Woche bei $192,50/Tonne FOB. Die Schätzung der russischen Mais-FOB-Preise stieg um $1,00 auf $179,00.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte vergangene Woche 535.000 Tonnen Weizen, davon 235.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Die Nachfrage nach Weizen russischer Herkunft stieg auch zulasten Weizen ukrainischer Herkunft. Im laufenden Vermarktungsjahr im Zeitraum 1. Juli 16 bis 1. März 17 exportierte Russland 24,6 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Rückgang um 3,5% zum Vorjahr. 19 Mio. Tonnen entfallen auf Weizenexporte, so das Landwirtschaftsministerium. 2016 ernteten Russlands Bauern Schätzungen zufolge 120,7 Mio. Tonnen Getreide. Zu dieser Schätzung kam die russische Statistikbehörde Rosstat in der vergangenen Woche. Zuvor lag die Schätzung noch bei 119,1 Mio. Tonnen. Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet aktuell mit Getreideexporten zwischen 105 und 110 Mio. Tonnen. SovEcon rechnet im Vergleich dazu mit Exporten von 113 Mio. Tonnen (incl. 69 Mio. Tonnen Weizen).
Die Inlandspreise für 3-Klasse-Weizen im europäischen Teil Russlands fielen um 150 Rubel auf 10.300 Rubel. Die Verkaufsbereitschaft in der Landwirtschaft bleibt hoch, weil Liquidität für die bevorstehende Sommergetreideaussaat, die im März beginnt, benötigt wird. Die Bedingungen für die Wintergetreidebestände sind weiterhin sehr gut.
06.03.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 21.02. - 28.02.17. um 8.104 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 19.977 Kontrakte. 55.466 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 28.02.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 28.081 Lots zur Vorwoche.

06.03.2017 Getreidemail

Technische Käufe und die Sorge um die Trockenheit in einigen südlichen US-Weizenanbauregionen sorgten am Freitag bei den Weizennotierungen in Chicago für leichte Kursaufschläge. Limitiert wurden die Gewinne durch die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt sowie aufgrund negativer Vorgaben vom Minneapolisweizen. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Mai-Fälligkeit beim SRW-Weizen um 5,4 Cent/Bushel. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse fester. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures auf allen Terminen nach. Der gestiegener Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastete den Markt. In der zurückliegenden Woche stieg der Kurs der Mai-Fälligkeit allerdings um 1,50€/Tonne. Russland erwägt, eine Menge von 500.000 Tonnen Getreide aus staatlichen Beständen zu verkaufen, um Platz für die kommende Ernte zu schaffen. Der staatliche türkische Getreideeinkäufer TMO hat einen internationalen Tender zum Kauf von über 130.000 Tonnen Weizen in Einheiten zu je 10.000 Tonnen ausgeschrieben. Am Hamburger Kassamarkt waren die Prämien stabil. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag unverändert bei €3,00 über Euronext Mai 17.

03.03.2017 Türkei: TMO sucht per Ausschreibung über 130.000 Tonnen Weizen

Der staatliche türkische Getreideeinkäufer TMO hat einen internationalen Tender zum Kauf von über 130.000 Tonnen Weizen in Einheiten zu je 10.000 Tonnen ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus der Europäischen Union. Die Angebotsfrist endet am 8. März. Quelle: Reuters

03.03.2017 Philippinen schreiben Weizentender aus

Eine Gruppe Futtermittelhersteller von den Philippinen hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 165.000 Tonnen Futterweizen ausgeschrieben, so europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 7. März. Gesucht wird Futterweizen zu jeweils 55.000 Tonnen zur Lieferung im Mai, Juni und Juli. Quelle: Reuters

03.03.2017 Russland erwägt Verkauf aus staatlichen Getreidebeständen

Russland erwägt, eine Menge von 500.000 Tonnen Getreide aus staatlichen Beständen zu verkaufen, um Platz für die kommende Ernte zu schaffen. Die staatlichen Silos sind nach der Rekordernte 2016 von 121 Mio. Tonnen Getreide brechend voll und die Bedingungen für eine große Ernte 2017 sind optimal.
Russlands Landwirtschaftsministerium hat der Regierung vorgeschlagen, 500.000 Tonnen Getreide aus staatlichen Beständen für den Export freizugeben. Diese Anfrage wird gegenwärtig diskutiert. Entscheidungen dieser Art dürfen nicht vom Landwirtschaftsministerium getroffen werden, so Andrey Sizov vom Agrarberatungsunternehmen SovEcon.
Russland hält Weizen, Gerste und Roggen in staatlichen Beständen. Das Ministerium kauft jedes Jahr Getreide auf dem lokalen Markt um die Bestände aufzufüllen. Im vergangenen Jahr führten finanzielle Engpässe und ein Mangel an Lagerkapazitäten zur Verlangsamung der Käufe.
Eine große Getreideernte wird Russland in Bezug auf die Lagerkapazität vor Probleme stellen, da die Bestände schon jetzt sehr hoch sind. Russland verfügt über Lagerkapazitäten von über 120 Mio. Tonnen, aber nur einige Anlagen sind in der Lage, eine gute Getreidequalität zu halten. In einigen Regionen sind dringend Modernisierungsmaßnahmen erforderlich. Bis zum Jahr 2030 sollen die Kapazitäten auf 130 Mio. Tonnen erhöht werden.

03.03.2017 Frankreich: 32% der Sommergerste-Flächen sind lt. FranceAgriMer bestellt

Französische Landwirte haben per 27. Februar 32% der geplanten Flächen mit Sommergerste bestellt. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer in seinem wöchentlich erscheinenden Report. In der vergangenen Woche lag der Fortschritt bei 17%, im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt bei 11%. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich nicht maßgeblich verändert. 93% der Bestände erhielten per 27. Februar die Top-Bewertung „gut bis exzellent“. Vor einem Jahr waren es 94% der Bestände.
Außerdem erhielten 90% der Wintergeste-Bestände die höchste Bewertung (unverändert zur Vorwoche). Vor einem Jahr waren es 93%. Der Zustand der Durum-Bestände hat sich verschlechtert. 82% der Bestände wurden mit „gut bis exzellent“ bewertet vs. 85% in der Vorwoche und 89% im Vorjahr.

03.03.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen gestern aufgrund technischer Verkäufe, Gewinnmitnahmen nach 2 Sitzungen mit Kursaufschlägen und dem festeren Wechselkurs des US-Dollar mit Verlusten. Mit 353.200 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales für das Vermarktungsjahr 2016/17 im Rahmen der Markterwartungen, für das Vermarktungsjahr 2017/18 lagen Sie mit 98.800 Tonnen unter den Erwartungen. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen mit leichten Gewinnen. Die EU Kommission hat in ihrem monatlichen Report die Weichweizenproduktion 2017/18 in der EU-28 auf 143 Mio. Tonnen geschätzt. Zur Saison 2016/17 (134,3 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 6,5%. Die Weizenexporte 2017/18 schätzt die Kommission auf 28,9 Mio. Tonnen vs. 24 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 28.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 373.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,9 Mio. Tonnen versus 19,9 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.

02.03.2017 Brasilien: Informa Economics erhöht Prognose der Weizenproduktion 2016/17
Das Agrarberatungsunternehmen Informa Economics schätzt die argentinische Weizenproduktion auf 17,0 Mio. Tonnen. Für die Vermarktungsperiode 2017/18 rechnet Infoma mit einem Ergebnis von 15,5 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisproduktion wurde unverändert bei 35,2 Mio. Tonnen belassen
Weitere Prognosen:
Brasilien:
Maisproduktion 2016/17: 91 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 89 Mio. Tonnen)
Sojabohnenproduktion 2016/17: 108 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 106,5 Mio. Tonnen).
Offiziell wurden die Daten, die von 2 ungenannten Quellen stammen, nicht von Informa bestätigt.
02.03.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 16,1 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 28.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 373.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 16,1 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,9 Mio. Tonnen versus 19,9 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 47.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,30 Mio. Tonnen.

  

02.03.2017 US-Export-Sales: Weizenexporte 2016/17 innerhalb der Erwartungen

02.03.2017 EU-Kommission schätzt EU Weichweizenernte 2017/18 auf 143 Mio. Tonnen

Die EU Kommission hat in ihrem monatlichen Report die Weichweizenproduktion 2017/18 in der EU-28 auf 143 Mio. Tonnen geschätzt. Zur Saison 2016/17 (134,3 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 6,5%. In der ersten Prognose für die Vermarktungsperiode 2017/18 wurden die Weichweizenexporte auf 28,9 Mio. Tonnen geschätzt vs. geschätzter 24 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17. Die Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2017/18 liegen den Schätzungen zufolge mit 10,2 Mio. Tonnen nahezu auf dem Niveau der Saison 2016/17 (10,3 Mio. Tonnen). Außerdem wurde die EU Gersteernte 2017/18 auf 62,7 Mio. Tonnen geschätzt (+5%) und die Maisernte 2017/18 auf 66,6 Mio. Tonnen (+10,3%).

02.03.2017 AMIS Market Monitor No. 46 / März 2017

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 2. März finden Sie hier!

02.03.2017 FAO: Nahrungsmittelpreise stiegen im Februar um 0,5%

Die weltweiten Nahrungsmittelpreise sind im Februar leicht gestiegen. Das meldet die FAO (Food and Agriculture Organsation). Der Food-Price Index, der die monatlichen Veränderungen der Preise von Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker misst, stieg um 0,5% zum Vormonat Januar auf 175,5 Punkte. Damit stiegen die Nahrungsmittelpreise auf den höchsten Stand seit Februar 2015. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 16 stiegen die Preise um 17,2%.
Die weltweite Getreideproduktion 2016 wird von der FAO auf 2,6 Mrd. Tonnen geschätzt (+0,3% zur vorherigen Schätzung. Auf 744,5 Mio. Tonnen schätzt die FAO die globale Weizenproduktion 2017. Im Vergleich zur Rekordernte im Vorjahr ist das ein Rückgang um 1,8%. Der Wert liegt aber über dem 5-Jahres-Durchschnitt. 

02.03.2017 Getreidemail

Eindeckungen von Fondsgesellschaften zum Monatsanfang, der mengenmäßig große Weizentender Ägyptens vom Vortag sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Trockene Wetterbedingungen in den südlichen US-Weizenanbaugebieten gaben dem Markt zudem Auftrieb. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen ernuet leicht fester. Bei vergleichsweise hohem Umsatzvolumen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee folgen und erreichten das höchste Niveau seit sieben Monaten. Ägyptens strategische Weizenreserven haben nach dem jüngsten Kauf eigenen Angaben zufolge eine Reichweite von 4 Monaten. Am Kassamarkt waren die Prämien stabil. Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März lag unverändert bei €4,00 über Euronext Mai 17. Indien beabsichtigt offenbar, eine 25%-ige Steuer auf Weizenimporte einführen. Die Regierung senkte im vergangenen Jahr aufgrund der schwachen Ernte und des großen Importbedarfs den Importzoll in 2 Schritten auf 0%.

02.03.2017 Weizennotierungen in Chicago weiter im Plus
Die Weizennotierungen in Chicago steigen heute Morgen den dritten Tag in Folge, weil es in den südlichen US-Plains zu trocken ist und Ägypten zuletzt große Mengen Weizen am Weltmarkt gekauft hat. US-Wetterdienste melden für die kommenden Tage trockenes und warmes Wetter in den von Trockenheit betroffenen Regionen, das die Winterweizenbestände weiter stresst. Zuletzt kaufte der staatliche ägyptische Einkäufer GASC im Rahmen einer internationalen Ausschreibung 535.000 Tonnen Weizen russischer, rumänischer, französischer und ukrainischer Herkunft. Das war die größte Menge seit Anfang 2014.
01.03.2017 Indien könnte in Kürze Importsteuer auf Weizen erheben?
Indien beabsichtigt offenbar, eine 25%-ige Steuer auf Weizenimporte einführen. Das wird von zwei übereinstimmenden Regierungsquellen berichtet. Indien ist der weltweit zweitgrößte Weizenproduzent. Die Regierung senkte im vergangenen Jahr aufgrund der schwachen Ernte und des großen Importbedarfs den Importzoll auf Weizen von 25% im September zunächst auf 10% und später am 8. Dezember auf 0%.
Das indische Landwirtschaftsministerium schätzt die Getreideernte 2016/17 auf 281,98 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 8,1% zum Vorjahr. Der Monsunregen hat zu guten Wachstumsbedingungen beigetragen und lässt hohe Erträge erwarten. Die indische Weizenproduktion schätzt das Ministerium auf 96,64 Mio. Tonnen (+4,7% zum Vorjahr).
(Die Prognosen wurden Mitte Februar veröffentlicht.)
Seit Mitte 2016 importierten private Händler mehr als 5 Mio. Tonnen Weizen.
01.03.2017 Ägypten: Weizenreserven ausreichend für 4 Monate

Ägyptens strategische Weizenreserven haben nach dem jüngsten Kauf von insgesamt 535.000 Tonnen Weizen russischer, rumänischer, französischer und ukrainischer Herkunft durch den staatlichen Getreideeinkäufer GASC eine Reichweite von 4 Monaten. Das teilte heute der Handelsminister mit. Quelle: Reuters

01.03.2017 Japans Getreidebestände fallen auf kritisches Level

Japan, der weltweit größte Maisimporteur, hat mindestens 330.000 Tonnen Mais aus staatlichen Notreserven entnommen, weil sich dringend benötigte Lieferungen aus den Vereinigten Staaten verzögern.
Das Ministerium für Landwirtschaft, Fortwirtschaft und Fischerei teilte heute mit, dass es die Bitte von 11 Futtermittelherstellern erhalten hat, 340.000 Tonnen Getreide (von insgesamt 850.000 Tonnen, die in staatlichen Beständen liegen) zu nutzen. Darunter befindet sich auch eine kleine Menge Weizen. Die staatliche Reserve von insgesamt 850.000 ist ausreichend, um den inländischen Bedarf für einen Monat zu decken. Grund für die Lieferverzögerungen aus den Vereinigten Staaten sind Blizzards, Lawinen und starker Regen im Nordwesten der Vereinigten Staaten, was in den Häfen die Verladungen von Mais, Sojabohnen und Weizen behindert. Das Gros der Futtermittelhersteller plant das Auffüllen der staatlichen Bestände am Mitte/Ende März bis Anfang April.
Im Jahre 2011 wurde zuletzt eine so große Menge Getreide aus staatlichen Beständen entnommen. Damals hat ein massives Erdbeben und ein Tsunami zur größten Atomkatastrophe seit Tschernobyl im Jahre 1986 geführt.
Japanische Handelshäuser bemühen sich derzeit stark um Mais aus anderen Ländern inkl. China. Zwischen Chinas COFCO und Japans Handelshaus Mitsubishi laufen Meldungen zufolge Gespräche über die Lieferung kleinerer Mengen Mais.
Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt Japans Mais-Importbedarf für das Vermarktungsjahr 2016/17 im WASE-Report vom 9. Februar auf 15 Mio. Tonnen.

01.03.2017 Getreidemail

Trockene Wetterbedingungen in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, technische Käufe, kräftige Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen, die zwischenzeitlich erreichten Höchststände konnten aber nicht gehalten werden.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen um 7.000 Lots.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen bei guten Umsätzen auf allen Terminen mit Gewinnen.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC meldet den Kauf von 535.000 Tonnen Weizen: 235.000 Tonnen russischer Herkunft, 120.000 Tonnen rumänischer Herkunft, 120.000 Tonnen französischer Herkunft und 60.000 Tonnen ukrainischer Herkunft. Gesucht wurde eine nicht näher genannte Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. April. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €4,00 über Euronext Mai 17.

28.02.2017 Ägypten kauft 535.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC meldet den Kauf von 535.000 Tonnen Weizen: 235.000 Tonnen russischer Herkunft, 120.000 Tonnen rumänischer Herkunft, 120.000 Tonnen französischer Herkunft und 60.000 Tonnen ukrainischer Herkunft. Gesucht wurde eine nicht näher genannte Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. Apri. 
28.02.2017 Israel: Käufergruppe sucht Mais, Futterweizen und Futtergerste

Eine Gruppe israelischer Händler hat einen Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais, 45.000 Tonnen Futterweizen und 30.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 2. März. Quelle: Reuters

28.02.2017 Ägypten: Französischer Weizen wurde am Günstigsten angeboten

Das niedrigste Angebot auf die Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. April lag bei $197,00/Tonne FOB und bezog sich auf Weizen französischer Herkunft (siehe Anlage 1). Auf Basis c&f wurde Weizen rumänischer Herkunft am Günstigsten angeboten (siehe Anlage 2). Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab dem späten Nachmittag erwartet. Quelle: Reuters

   

28.02.2017 Getreidemail

Gute Wachstumsbedingungen auf der Nordhalbkugel, technische Verkäufe und Verkaufsdruck auf der März-Fälligkeit vor dem "First Notice Day" ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 537.877 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT kann sich heute Morgen von den gestrigen Verlusten erholen und handelt fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach.
UkrAgroConsult meldet, dass sich 82% der Winterweizenbestände in der Ukraine per 23. Februar in guter Verfassung befinden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil mit 67% signifikant niedriger. Russlands Getreideexporte in der Vermarktungsperiode 2016/17 belaufen sich nach aktuellen Prognosen des Landwirtschaftsministeriums auf 37 Mio. Tonnen. Zuvor rechnete man noch mit 40 Mio. Tonnen. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €4,00 über Euronext Mai 17.

28.02.2017 CBoT Weizen handelt heute Morgen mit Aufschlägen

Die Weizennotierungen in Chicago handeln heute Morgen mit Aufschlägen, weil die Nachfrage nach US-Weizen nach dem kräftigen Rückgang seit Donnerstag wieder steigt. Im Februar sind die Notierungen auf Kurs, den stärksten monatlichen Anstieg seit 17 Monaten zu verzeichnen. Der gestrige Rückgang war den guten Bedingungen auf der Nordhalbkugel geschuldet.

28.02.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge aus den bekannten Überschussregionen für den Lieferzeitraum 1. – 10. April. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 22. Februar 360.000 Tonnen Weizen russischer und ukrainischer Herkunft für den Lieferzeitraum 25. März bis 04. April.
27.02.2017 82% der Winterweizenbestände in der Ukraine erhalten Top-Rating

UkrAgroConsult meldet, dass sich 82% der Winterweizenbestände in der Ukraine per 23. Februar in guter Verfassung befinden. Im vergangenen Jahr lag der Anteil mit 67% signifikant niedriger.

27.02.2017 Ukraine: Sommergetreideaussaat beginnt in Kürze

In der Ukraine startet in wenigen Tagen die Sommergetreideaussaat. Insgesamt rechnet das Landwirtschaftsministerium mit einer Anbaufläche von 7,2 Mio. Hektar für die unterschiedlichen Kulturen Im vergangenen Jahr, als eine Fläche von 7,0 Mio. Hektar bestellt wurde, begann der Start der Aussaatkampagne aufgrund günstiger Witterungsbedingungen am 24. Februar. Die Getreideanbaufläche (Sommer- und Wintergetreide) liegt bei ca. 14,4 Mio. Hektar. Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 66 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Davon 28 Mio. Tonnen Mais und 26 Mio. Tonnen Weizen. Im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 (Juli – Juni) rechnet das Landwirtschaftsministerium mit Exporten von 41 Mio. Tonnen Getreide. Bisher wurden 29 Mio. Tonnen Getreide exportiert.

27.02.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 14.02. - 21.02.17. um 1.680 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 14.342 Kontrakte. 27.385 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 21.02.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 12.662 Lots zur Vorwoche.

27.02.2017 Indonesien: Weizenimporte zur Nahrungsmittelprod. steigen auf 8,7-9,0 Mio. to.

Indonesiens Importbedarf von Weizen zur Herstellung von Nudeln, Brot, Kuchen und Pasta wird vom Verband der indonesischen Müller auf 8,7 bis 9,0 Mio. Tonnen für das laufende Jahr geschätzt. Im vergangenen Jahr wurden 8,34 Mio. Tonnen Weizen zur Nahrungsmittelherstellung importiert, so der Vorsitzende Fransiscus Wellirang. Australien ist Indonesiens Top Lieferant, der Anteil der Weizenlieferungen zur Nahrungsmittelherstellung sank von 60% der gesamten Weizenlieferungen im Jahr 2015 auf gut ein Drittel in 2016. Die Importe von Futterweizen stiegen, so der Verbandsvorsitzende. Quelle: Reuters

27.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

27.02.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage sowie erwartete Rekordernten in Argentinien und Australien ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 451.300 Tonnen US-Weizen für das Vermarktungsjahr 2016/17 im Rahmen der Markterwartungen, für das Vermarktungsjahr 2017/18 übertrafen Sie die Erwartungen. Das USDA schätzt die US-Weizenernte 2017/18 auf 1,837 Mrd. Bushel versus 2,310 Mrd. Bushel in 2016/17. Die US-Weizen-Endbestände 2017/18 werden auf 905 Mio. Bushel geschätzt versus 1,139 Mio. Bushel in 2016/17. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen uneinheitlich. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €4,00 über Euronext Mai 17. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass sich 93% der französischen Winterweizenbestände per 20. Februar in guter bis exzellenter Verfassung befanden. In der Vorwoche erhielten 92% der Bestände die höchste Bewertung, zur selben Zeit im Vorjahr waren es 94% der Bestände.

27.02.2017 CBoT SRW-Weizen fällt auf 1-Wochen-Tief
Heute Morgen handeln die Weizennotierungen in Chicago bereits den dritten Tag in Folge mit Verlusten und erreichten zwischenzeitlich den tiefsten Stand seit einer Woche. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und die hohen weltweiten Bestände drücken die Stimmung. Bereits am Freitag schlossen die Weizennotierungen mit Verlusten. Im Vergleich zur Vorwoche verlor der Frontmonat März 2,2%.
24.02.2017 USDA-Schätzungen 2017/18 zu Mais-, Weizen- und Sojabohnen

Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt die US-Maisernte und die US-Sojabohnenernte 2017 niedriger ein, als die Rekordernte 2016, beide Ernten sind aber weiterhin groß. Für die Maisernte erwartet das USDA einen Rückgang um 7% auf 14,065 Mio. Bushel basierend auf durchschnittliche Erträge von 170,7 Bushel per Acres (BPA). Die Endbestände werden um 5% niedriger eingeschätzt, als im vorherigen Vermarktungsjahr. Mit 1,9 Mrd. Bushel um 325 Mio. Bushel niedriger fallen die Schätzungen der US-Maisexporte aus.

Be den Sojabohnen liegt die Schätzung des USD bei einer Ernte von 4,18 Mrd. Bushel (-3% zum Vorjahr). Die Endbestände werden unverändert bei 420 Mio. Bushel gesehen, während die Exporte um 75 Mio. Bushel auf ein Rekordergebnis von 2,125 Mrd. Bushel steigen könnten.

US- Maisrrnte 2017/18: 14,065 Mrd. Bushel versus 15,148 Mrd. Bushel 2016/17
US-Maiserträge 2017/18: 170,7 BPA versus 174,6 BPA 2016/17
US-Mais-Endbestände 2017/18: 2,215 Mrd. Bushel versus 2,320 Mrd. Bushel 2016/17
US-Maisverbrauch zur Ethanolherstellung: 5,4 Mrd. Bushel
US-Maisverbrauch zur Futterverwendung und Übrige: 5,45 Mrd. Bushel
US Maisexporte: 1,9 Mrd. Bushel

US-Weizenernte 2017/18: 1,837 Mrd. Bushel versus 2,310 Mrd. Bushel 2016/17
US-Weizen-Endbestände 2017/18: 905 Mio. Bushel versus 1,139 Mio. Bushel 2016/17

US- Sojabohnen-Ernte 2017/18: 4,180 Mrd. Bushel versus 4,307 Mrd. Bushel 2016/17
US-Sojabohnen-Erträge 2017/18: 48,0 BPA versus 52,1 BPA 2016/17
US-Sojabohnen-Endbestände 2017/18: 420 Mio. Bushel versus 420 Mio. Bushel 2016/17
US-Sojabohnen-Verarbeitung 2017/18: 1,945 Mrd. Bushel versus 2,125 Mrd. Bushel
US-Sojabohnen-Exporte 2017/18: 2,125 Mrd. Bushel
24.02.2017 Frankreich: 93% der Winterweizenbestände erhalten Toprating

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass sich 93% der französischen Winterweizenbestände per 20. Februar in guter bis exzellenter Verfassung befinden. In der Vorwoche erhielten 92% der Bestände die höchste Bewertung, zur selben Zeit im Vorjahr waren es 94% der Bestände.
Bei der Wintergerste wurden 90% der Bestände mit „gut bis exzellent“ bewertet. Die Sommergerste-Aussaat ist zu 17% komplett versus 8% in der Vorwoche und 6% im vergangenen Jahr. Quelle: Reuters

24.02.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Das USDA veröffentlichte gestern im Rahmen des Annual Outlook Forum seine Schätzungen der US-Anbauflächen 2017. Beim Weizen waren es 46 Mio. Acres versus 50,2 Mio. Acres im Vorjahr. Analysten erwarteten im Durchschnitt eine Fläche von 46,85 Mio. Acres. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures die anfänglichen Gewinne nicht halten und schlossen wenig verändert zum Vortag. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 21.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 214.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,4 Mio. Tonnen versus 19,1 Mio. Tonnen 2015/16. Argentiniens Landwirtschaftsminister rechnet mit einer Weizenernte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 von 18,3 Mio. Tonnen. Das Exportpotenzial liegt demnach bei 11,0 - 11,5 Mio. Tonnen. In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €4,00 über Euronext Mai 17.

23.02.2017 IGC hebt Schätzung für Welt-Getreideernte an

Das internationale Getreide-Council (IGC) hat heute seine Schätzung für die Getreideernte 2016/17 angehoben. Ausschlaggebend dafür sind größere Maisernten in Brasilien und Mexiko und eine sehr große Getreideernte in Australien.
In seinem Monatsreport wurde die weltweite Getreideproduktion heute mit 2,102 Mrd. Tonnen angegeben. Das sind 8 % mehr als vor einem Monat und auch deutlich mehr als die Erntemenge im Vorjahr, die damals auf 2.006 Mrd. Tonnen geschätzt wurde.
Einen der größten Zuwächse kam aus Australien, wo sowohl die Weizen- als auch die Gerstenernte Rekorde einbrachte, sowie die Erwartung auf große Maisernten in Südamerika. Einen Teil der größeren Ernten wird aber auch durch größeren Konsum verbraucht.
Die Endbestände für die laufende Saison werden vom IGC auf 508 Mio. Tonnen geschätzt; das sind gerade mal 1 Mio. Tonnen mehr als im vorherigen Bericht.
Die weltweite Weizenproduktion in 2016/17 wird mit 752 Mio. Tonnen angegeben, was der vorherigen Schätzung entspricht. Die größere Ernte in Australien wird durch eine kleinere Ernte in Kasachstan kompensiert.
Die Maisernte 2016/17 kommt laut dem IGC weltweit auf 1,049 Mrd. Tonnen. Das sind 4 Mio. Tonnen mehr als zuletzt geschätzt. Verursacher dafür sind Brasilien, wo jetzt 87,4 Mio. Tonnen (85,4) und Mexiko, wo 26 Mio. Tonnen statt vorher 24,5 Mio. Tonnen geerntet werden sollen.
Die Experten erwarten auch in 2017/18 eine Weizenernte die 2 % kleiner werden könnte; die Vegetationsbedingungen sind bisher meist gut.
Die weltweite Sojabohnenproduktion für 2016/17 wird von den Experten 2 Mio. Tonnen größer geschätzt als zuvor und erreicht mit 336 Mio. Tonnen ein Allzeit-Hoch.

23.02.2017 Argentinien: Landwirtschaftsminister rechnet mit Weizenernte von 18,3 Mio. to.

Argentiniens Landwirtschaftsminister Ricardo Buryaile rechnet mit einer Weizenernte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 von 18,3 Mio. Tonnen. Das Exportpotenzial liegt bei 11,0 - 11,5 Mio. Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium ging in seinem zuletzt veröffentlichten WASDE-Report am 9. Februar von einer Erntemenge von 15 Mio. Tonnen und von Exporten in einem Volumen von 8,9 Mio. Tonnen aus. Quelle: Reuters

23.02.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 15,8 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 21.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 214.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 15,8 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,4 Mio. Tonnen versus 19,1 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 12.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,26 Mio. Tonnen.

 

23.02.2017 Jordanien hat 25.000 Tonnen Weizen gekauft

Jordaniens staatseigene Silos an Supply General Company hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 25.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen zum Preis von $206/Tonne c&f Akaba (Jordanien) gekauft. Über die Herkunft wurde nicht berichtet. Die Lieferung soll in der zweiten Aprilhälfte erfolgen. Sie ist unabhängig von Ausschreibungen des Handelsministeriums zu sehen, das in einem separaten Tenderverfahren am Dienstag die Menge von 100.000 Tonnen Hartweizen ausgeschrieben hat.

23.02.2017 IGC erhöht Prognose der globalen Maisernte auf 1,049 Mrd. Tonnen
Das IGC (International Grains Council) hat seine monatliche Prognose der globalen Maisernte um 4 Mio. Tonnen auf 1,049 Mrd. Tonnen erhöht. Grund sind u.a. gestiegene Prognosen für die Maisproduktion in Brasilien und Mexiko.
Die Prognose der globalen Weizenproduktion beließ das IGC bei 752 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
23.02.2017 USDA Flächenschätzungen (Annual Outlook Forum)

US-Mais-Anbaufläche 2017: 90 Mio. Acres versus 94 Mio. Acres 2016
US-Sojabohnen-Anbaufläche 2017: 88 Mio. Acres versus 83,4 Mio. Acres 2016
US-Weizen- Anbaufläche 2017: 46 Mio. Acres versus 50,2 Mio. Acres 2016

23.02.2017 Syrien schließt Verträge zum Kauf von 1,2 Mio. Tonnen Weizen aus Russland

Syriens staatlicher Getreideeinkäufer „The General Establishment for Cereal Processing an Trade“ (Hoboob) hat Verträge mit lokalen Händlern zur Lieferung von 1,2 Mio. Tonnen Weizen russischer Herkunft geschlossen. Insgesamt wurden 6 Verträge zur Lieferung von jeweils 200.000 Tonnen abgeschlossen, war vom Nachrichtendienst Reuters aus Regierungskreisen zu erfahren. Von der Regierung wurde dafür die Summe von 52 Mrd. syrische Pfund ($101 Mio.) für eine Teilmenge bereitgestellt. Syrien hat im Oktober letzten Jahres einen Vertrag mit Russland zum Kauf von 1,0 Mio. Tonnen Weizen geschlossen, um eine Nahrungsmittelknappheit in den von den Regierungstruppen gehaltenen Gebieten zu verhindern. Umgesetzt wurde der Vertrag allerdings noch nicht. Die neuen Vereinbarungen ersetzen nicht die alten Verträge. Es werde weiterhin daran gearbeitet, diesen umzusetzen. Quelle: Reuters

23.02.2017 Getreidemail

Kaufaktivitäten nach drei Sitzungen in Folge mit Verlusten und ein gestiegenes Interesse nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde nahezu unverändert. Bei erhöhtem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee und konnten sich auf allen Terminen befestigen. Unterstützung kam vom schwächeren Wechselkurs des Euro. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März auf €4,00 über Euronext Mai 17. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend 360.000 Tonnen Weizen russischer und ukrainischer Herkunft. Händlern zufolge wurden 300.000 Tonnen Weizen in Russland und 60.000 Tonnen in der Ukraine gekauft. Auch Taiwan und Tunesien waren aktiv. The Taiwan Flour Millers' Association kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 102.850 Tonnen Mahlweizen (wahrscheinlich in den Vereinigten Staaten), Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft.

23.02.2017 Ägypten´s GASC kaufte gestern 360.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend 360.000 Tonnen Weizen russischer und ukrainischer Herkunft. Händlern zufolge wurden 300.000 Tonnen Weizen in Russland und 60.000 Tonnen in der Ukraine gekauft:

 

22.02.2017 Tunesien kauft 100.000 Tonnen Weizen und 25.000 Tonnen Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat rund 100.000 Tonnen Mahlweizen und über 25.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Das melden euroäische Händler. Demnach lag der günstigste Preis für Weizen bei $199,64/Tonne c&f. Die Gerste wurde zum Preis von $177,55/Tonne c&f gekauft. Quelle: Reuters

22.02.2017 Ägypten: Günstiges Angebot lag bei $196/Tonne FOB

Das günstigste Angebot, das Ägyptens GASC auf die Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher spezifizierten Menge Weizen erhielt, bezieht sich auf Weizen ukrainischer Herkunft und lag bei $196/Tonne FOB. Darüber hinaus erhielt man Angebote für Weizen russischer und französischer Herkunft.

22.02.2017 Taiwan kauft 102.850 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers' Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 102.850 Tonnen Mahlweizen, der Händlern zufolge aus den Vereinigten Staaten stammt, gekauft.
Die erste Lieferung soll zwischen dem 19. April und dem 3. Mai erfolgen und umfasst:
28.600 Tonnen Dark Northern Spring Wheat mit einem Proteingehalt von 14,5% zum Preis von $275,51/Tonne FOB
15.700 Tonnen Hard Red Winter Wheat mit einem Proteingehalt von 12,5% zum Preis von $254,44/Tonne FOB
6.050 Tonnen Soft White Wheat mit einem Proteingehalt von 9% zum Preis von $187,15/Tonne FOB
Frachtkosten von der US Pazifik Nord West Küste nach Taiwan belaufen sich auf $28,75/Tonne.
Die zweite Lieferung soll zwischen dem 6. Mai und dem 20. Mai erfolgen und beinhaltet:
31.650 Dark Northern Spring Wheat mit einem Proteingehalt von 14,5% zum Preis von $268,12/Tonne FO,
15.000 Tonnen Hard Red Winter Wheat mit einem Proteingehalt von 12,5% zum Preis von $243,35/Tonne FOB
5.850 Tonnen Soft White Wheat mit einem Proteingehalt von 9% zum Preis von $187,15/Tonne FOB
Frachtkosten von der US Pazifik Nord West Küste nach Taiwan belaufen sich auf $28,12/Tonne.

22.02.2017 Russland: Getreideexporte im März werden auf 2,8 Mio. Tonnen geschätzt

Arkady Zlochevsky, der Geschäftsführer der Russian Grain Union, rechnet im März mit Getreideexporten in einem Volumen von 2,8 Mio. Tonnen versus 2,0 Mio. Tonnen im Februar. Die Exporte werden aber weiterhin als schwach bezeichnet. Hauptgründe dafür sind das stürmische Wetter in den Häfen, das die Verladungen behindert und der gestiegene Wechselkurs des Rubel. Zlochewski sagte ferner, dass im Vergleich zur vorherigen Saison die Profitabilität beim Weizen in der russischen Landwirtschaft stark rückläufig ist. Quelle: Reuters

22.02.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und der feste Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 558.252 Tonnen Weizen leicht über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Private Exporteure verkauften gestern insgesamt 138.650 Tonnen US-Weizen an eine unbekannte Destination. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen um 4.000 Lots. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas freundlicher. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten vom deutlich gefallenen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar profitieren, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmen Menge Weizen für den Lieferzeitraum 25. März bis 04. April aufgelegt.
In Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März unverändert bei €3,50 über Euronext Mai 17. Tunesien sucht per Ausschreibung 109.000 Tonnen Mahlweizen. Jordanien kaufte 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft.

22.02.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend erneut einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 25. März bis 04. April aus den bekannten Überschussregionen. Neu ist, dass Weizen mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 13,5% akzeptiert wird, statt sonst 13%. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 17. Februar 360.000 Tonnen Weizen russischer, ukrainischer und rumänischer Herkunft für den Lieferzeitraum 16. März bis 26. März.
21.02.2017 US-Export-Inspections: Weizenverladungen etwas höher, als erwartet

21.02.2017 Jordanien kauft 100.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Verkäufer zum Preis von $202/Tonne c&f und zur Lieferung zwischen dem 2. Juli und dem 1 August ist Händlern zufolge das Handelshaus Ameropa. Jordanien hat in den vergangenen Monaten eine Reihe von Ausschreibungen erfolglos abgeschlossen, weil sich internationale Handelshäuser aufgrund geänderter Qualitäts- und Zahlungsbedingungen nicht bzw. nur bedingt an den Ausschreibungen beteiligt haben. Zuletzt wurde der Kauf von 50.000 Tonnen Weizen am 18. Januar gemeldet. Quelle: Reuters

21.02.2017 US-Exportmeldungen: Japan und "Unbekannt" kaufen Weizen und Mais
US-Exporteure melden Verkäufe wie folgt:
46.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2017/18 an „Unbekannt“
92.650 Tonnen Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an „Unbekannt“
111.200 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an „Unbekannt“
164.592 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2017/18 an Japan
104.704 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Japan
21.02.2017 SovEcon reduziert Prognose der russischen Getreideexporte

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon teilte heute mit, dass es seine Prognose der russischen Getreideexporte 2016/17 (1.7. – 30.6.) aufgrund des langsamen Tempos von 38 Mio. Tonnen auf 36,5 Mio. Tonnen reduziert hat. Die Prognose der Weizenexporte reduzierte SovEcon von 27,9 Mio. Tonnen auf 26,6 Mio. Tonnen. SovEcon ist eines der führenden russischen Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau. Quelle: Reuters

21.02.2017 Tunesien sucht Mahlweizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 109.000 Tonnen Mahlweizen und 25.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 22. Februar.Quelle: Reuters

21.02.2017 Asien auf der Suche nach australischem Weizen

Mühlenbetriebe auf den Philippinen kauften zwei Einheiten mit je 54.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Lieferung im Juni und Juli. Auch Käufer aus Indonesien buchten Weizen zur Lieferung im Mai.
Australischer Standardweizen (ASW) kostet derzeit 205-210 USD/Tonne c&f philippinischer Häfen. Müller aus Indonesien, die mehr als die Hälfte ihres Bedarfs in Australien kaufen, sind auf der Suche für Mai-Lieferungen. Bisher sind sie für Mai erst zur Hälfte eingedeckt, so ein Getreidemakler in Singapur. Der Monatsbedarf wird auf 800.000 Tonnen beziffert.

21.02.2017 Getreidemail

In den USA blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Presidents Day" geschlossen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris setzten die Weizenfutures die negative Entwicklung der vergangenen Tage fort und schlossen bei geringen Handelsumsätzen auf allen Terminen mit Verlusten. Die äthiopische Regierung kaufte im Rahmen einer internationalen Ausschreibung rund 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Höchstwahrscheinlich wird das Getreide aus dem Schwarzmeerraum geliefert. Iraks staatliche Getreidebörse hat nach der erfolglosen Ausschreibung in der vergangenen Woche erneut einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die russischen Weizenpreise steigen bereits in der fünften Woche in Folge und stellen zunehmend das Exportziel der russischen Regierung in Frage. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März um €0,50 auf €3,50 über Euronext Mai 17. Eine anhaltende Trockenheit in Zentral- und Nordost Europa während der vergangenen Wochen hat das Getreide zwar noch nicht geschädigt, aber jetzt wird es Zeit, dass die Reserven aufgefüllt werden, so das EU-Crop Monitoring Institut MARS in seinem gestern veröffentlichten Monatsbericht.

20.02.2017 Russische Weizenpreise steigen

Die russischen Weizenpreise steigen bereits in der fünften Woche in Folge. Der feste Rubel und die Nachfrage Ägyptens gaben den Preisen Auftrieb. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Freitag 360.000 Tonnen Weizen, davon 240.000 Tonnen russischer Herkunft sowie jeweils 60.000 Tonnen in der Ukraine und in Rumänien.
Die Kassamarktpreise für Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im März stiegen auf $193/Tonne FOB, das ist ein Anstieg um $3,00 zur Vorwoche, so das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon, ein weiteres russisches Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau nannte einen Preis von $190,50/Tonne FOB, ein Anstieg um $1,00 zur Vorwoche. Für Mais wurde ein Preis von $177/Tonne genannt, das ist unverändert zur Vorwoche.
Für die neue Weizenernte meldet IKAR einen Preisanstieg um $2,00 auf $177,00/Tonne für Weizen mit 12,5% Proteingehalt zur Lieferung Juli/August.
Die Aussichten für die kommende Weizenernte bleiben gut. Die Winterweizenbestände überwintern gut geschützt unter einer Schneedecke und kritische Temperaturen, die zu signifikanten Schäden am den Beständen führen können, sind nicht in Sicht, so SovEcon.
Der Rubel ist in diesem Jahr bereits um 5% zum US-Dollar angestiegen. Das führt zu einer schlechteren Wettbewerbsfähigkeit von russischem Getreide auf dem Weltmarkt. Er gefährdet darüber hinaus das Exportziel der russischen Regierung von 37,5 Mio. Tonnen für die Vermarktungsperiode 2016/17. Im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 (1. Juli bis 15. Februar) wurden 23,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 18,3 Mio. Tonnen Weizen, so das Landwirtschaftsministerium.
Die Weizenpreise der Klasse III und der Klasse IV am lokalen Markt im europäischen Landesteil stieg um 50 Rubel/Tonne auf 10.550 Rubel/9.050 Rubel oder umgerechnet 182 USD/Tonne bzw. 156 USD/Tonne. Quelle: Reuters

20.02.2017 Sind indische Weizenimporte ab März zu Ende?

Indiens Weizenimporte aus Russland, Frankreich und der Ukraine könnte ab März beendet werden, da Neu Delhi verlangt, dass die Lieferungen mit Methyl Bromid begast sein sollen, mit dem Insekten im Getreide bekämpft werden.
Derzeit findet die Begasung des Getreides noch in den indischen Empfangshäfen statt. Nach dem 31. März wird aber verlangt, dass das Getreide bereits in den Versandhäfen begast werden soll. Marktbeobachter glauben, dass das eine Schutzmaßnahmen für die lokale Landwirtschaft ist, deren Weizenernte im März beginnt. Da die Regierung inzwischen sicher ist, dass es nicht mehr zu den befürchteten Lieferengpässen kommt, sollen die Einfuhren jetzt begrenzt werden.
Indien hat in dieser Saison seit Juli 2016 rund fünf Mio. Tonnen Weizen eingeführt. Das ist die größte Importmenge seit einem Jahrzehnt. In den letzten zwei Jahren fiel die Erntemenge in Indien wegen Trockenheit unter den Verbrauch des Landes.
Das Agrarministerium in Delhi hatte die Erntemenge für 2016/17 zuletzt auf 96,64 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vorjahr waren es 92,29 Mio. Tonnen. Mit dem nicht-tarifären Handelshemmnis trifft Indien nur europäische Lieferanten, Lieferungen aus Australien wären davon nicht betroffen.
Indien braucht vor Oktober wohl keine weiteren Weizenimporte vom Weltmarkt, da die lokale Ernte dann in ausreichenden Mengen verfügbar ist. Aber Moskau und Kiew suchen gemeinsam mit den indischen Behörden nach einer Lösung für ihr Problem.

20.02.2017 Russlands Getreideexporte im Februar rückläufig

Russlands Getreideexporte entwickeln sich nach Einschätzung des Agrarberatungsunternehmens SovEcon aufgrund des stürmischen Wetters in den Verladehäfen und des festeren Rubels im Februar rückläufig.
Russland gehört zu den weltweit größten Getreideexporteuren. Im vergangenen Jahr wurden 119 Mio. Tonnen Getreide in Russland geerntet. Gegenwärtig wird mit Exporten im Februar von 2,3 – 2,4 Mio. Tonnen Getreide gerechnet (Januar: 2,6 Mio. Tonnen). Darin enthalten sind 1,7 - 1,8 Mio. Tonnen Weizen, 400.000 Tonnen Mais und 80.000 Tonnen Gerste.
Insgesamt führt das im laufenden Vermarktungsjahr im Zeitraum Juli bis Februar zu Exporten in einem Volumen von 25,6 Mio. Tonnen Getreide versus 26,2 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Der Plan der russischen Regierung, im Vermarktungsjahr 2016/17 37,5 Mio. Tonnen Getreide zu exportieren, wird von den Analysten von SovEcon als zunehmend unrealistisch bewertet. Man selbst erwarte Exporte in einem Volumen von 35 – 36 Mio. Tonnen.
Ägypten bleibt der größte Abnehmer von russischem Getreide, gefolgt von Indonesien, die erstmals zweitgrößter Abnehmer waren. In den kommenden Wochen verschärft sich der Wettbewerb, wenn Australiens Rekord-Weizen-Ernte auf den Markt drängt.

20.02.2017 Irak sucht erneut Weizen

Iraks staatliche Getreidebörse hat nach der erfolglosen Ausschreibung in der vergangenen Woche erneut einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Das melden heute morgen europäische Händler. Demnach endet die Angebotsfrist am 26. Februar. Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 2. März aufweisen. Quelle: Reuters

20.02.2017 Äthiopien kauft rund 400.000 Tonnen Weizen

Die Äthiopische Regierung hat rund 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft mittels einer Ausschreibung gekauft. Höchstwahrscheinlich wird das Getreide aus dem Schwarzmeerraum geliefert.
Als Käufer tritt das Unternehmen Ethiopia´s Public Procurement and Property Disposal Service (PPPDS) auf. Die Menge soll in drei Teilen mit je 133.333 Tonnen geliefert werden. Liefertermine sind März, April und Mai 2017.

20.02.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 07.02. - 14.02.17. um 11.194 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 31.306 Kontrakte. 40.047 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 14.02.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 42.500 Lots zur Vorwoche.

20.02.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago den zweiten Tag in Folge mit Abschlägen schließen. In Vergleich zur Vorwoche verlor der Frontmonat März 8 Cent bzw. 1,8%. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den USA wegen des US-Feiertags "Presidents Day" geschlossen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der Vergleich zur Vorwoche zeigt allerdings einen leichten Anstieg um € 0,50 auf der Mai-Fälligkeit. In Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März um €0,50 auf €3,00 über Euronext Mai 17. Algeriens staatliche Getreideeinkaufsagentur OAIC hat rund 200.000 – 225.000 Tonnen Durum-Weizen kanadischer Herkunft gekauft. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Freitagabend 360.000 Tonnen Weizen russischer, ukrainischer und rumänischer Herkunft. Händlern zufolge wurden 240.000 Tonnen Weizen in Russland sowie jeweils 60.000 Tonnen in der Ukraine und in Rumänien gekauft. FranceAgriMer teilte mit, dass sich 92% der französischen Winterweizenbestände per 13. Februar in guter oder exzellenter Verfassung befinden.

20.02.2017 Ägypten´s GASC kaufte am Freitag 360.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Freitagabend 360.000 Tonnen Weizen russischer, ukrainischer und rumänischer Herkunft. Händlern zufolge wurden 240.000 Tonnen Weizen in Russland sowie jeweils 60.000 Tonnen in der Ukraine und in Rumänien gekauft.
17.02.2017 Ägypten: Günstigstes Angebot auf Weizen-Ausschreibung kommt aus Russland
Das günstigste Angebot, das Ägyptens GASC auf die Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher spezifizierten Menge Weizen erhielt, bezieht sich auf Weizen russischer Herkunft und lag bei $195/Tonne FOB für die Menge von 60.000 Tonnen.
17.02.2017 Algerien kauft rund 200.000 Tonnen Durum-Weizen
Algeriens staatliche Getreideeinkaufsagentur OAIC hat rund 200.000 – 225.000 Tonnen Durum-Weizen kanadischer Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Der Weizen der Sorte Canada Western Amber Durum (CWAD) wurde zum Preis von rund $262 bis $265/Tonne c&f gekauft, so die Meldung der Händler. Der Preis wird als sehr aggressiv angesehen und ist niedriger, als das günstigste Angebot, das Tunesien in der vergangenen Woche erhielt ($267,99/Tonne c&f).
Es sind 3 Lieferungen vorgesehen (16.-31. März, 1.-15. April, 16.-30. April). Algerien selbst veröffentlicht keine Details seiner Ausschreibungsergebnisse, es handelt sich um Schätzungen. Quelle: Reuters
17.02.2017 FranceAgriMer: 92% der Winterweizenbestände in guter oder exzellenter Verfassung

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer teilt heute mit, dass sich 92% der französischen Winterweizenbestände per 13. Februar in guter oder exzellenter Verfassung befinden. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 94% der Bestände, die das Toprating erhielten. Vor der Winterruhe, zur letzten Bewertung im vergangenen Jahr per 28. November, erhielten 94% der Bestände die höchste Bewertung.  91% der Wintergerstebestände die höchste Bewertung versus 90% in der Vorwoche und 95% im Vorjahr zum selben Zeitpunkt. Die Sommergerste-Aussaat hat begonnen und 8% der geplanten Flächen sind bereits bestellt versus 6% in der Vorwoche und 5% im Vorjahr.

17.02.2017 CBoT-Weizenkurse steuern auf einen Wochenverlust zu

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures sind seit gestern Nachmittag im freien Fall. Das dürfte zum den ersten Wochenverlust in diesem Monat führen. Die Vorräte sind ist einfach zu groß.
Broker in Australien glauben heute Morgen aber, dass die Reaktion an den Börsen übertreibt. Es könnte bald zu Short-Abdeckungen kommen, die den Fall der Kurse bremsen würden. Der Geldfluss von den Fondsgesellschaften, der zu steigenden Kursen beitrug, war nicht mit dem fundamentalen Marktgeschehen zu begründen. In den letzten zwei Wochen stiegen die Weizenkurse um sieben Prozentpunkte und jetzt könnten die Kurse um fünf Prozentpunkte sinken, so ein Agrarmarktanalyst in Australien. In dieser Woche war der Kursverlust 1,4 %.
Heute wird die US-Commodity Futures Trading Comission ihren wöchentlichen Bericht „Commitments of Traders“ veröffentlichen, der zu einer Verkaufswelle beitragen könnte, so die Befürchtungen unter Experten.
Am Kassamarkt ist die Nachfrage nach Weizen und Sojabohnen aber weiterhin sehr gut. Gestern teilte das USDA mit, dass in der vergangenen Woche 569.100 Tonnen alterntigen US-Weizen verkauft wurden, das was deutlich mehr als die Experten mit 300.000 bis 500.000 Tonnen zuvor geschätzt hatten.

17.02.2017 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Gewinnen der letzten Tage sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 569.100 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt heute Morgen mit weiteren Abschlägen. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee und des festeren Euros recht gut halten und schlossen bei erhöhtem Umsatzvolumen unverändert bis etwas schwächer. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 14.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 445.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,1 Mio. Tonnen versus 18,25 Mio. Tonnen 2015/16. Marokko kauft im Rahmen einer zollfreien Importquote 263.636 Tonnen Weizen aus der EU. Ägyptens GASC sucht Weizen am Weltmarkt für den Lieferzeitraum 16.-26. März. Die Prämien in Hamburg für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März sanken um €0,50 auf €2,50 über Euronext Mai 17.

17.02.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge für den Lieferzeitraum 16. März bis 26. März aus den bekannten Überschussregionen. Neu ist, dass Weizen mit einem Feuchtigkeitsgehalt von bis zu 13,5% akzeptiert wird, statt sonst 13%. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 26. Januar 410.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 1. März bis 10. März.

16.02.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 15,5 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 14.02.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 445.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 15,5 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,1 Mio. Tonnen versus 18,25 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 80.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,24 Mio. Tonnen.

 

16.02.2017 Marokko kauft 263.636 Tonnen EU-Weichweizen

Marokkos staatlicher Getreideeinkäufer ONICL erkannte heute den Import von 263.636 Tonnen Weichweizen aus der EU an. Die Lieferung erfolgt als Teil der jährlichen zollfreien Importquote.

16.02.2017 US-Export-Sales: Weizen-, Mais- und Sojabohnenexporte höher,als erwartet

16.02.2017 Irak: Nur 3 Handelshäuser beteiligten sich an Weizenausschreibung

Irak´s staatliche Getreidebörse kann in der Ausschreibung zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen keinen Geschäftsabschluss vermelden. Lediglich 3 Handelshäuser haben Angebote abgegeben. Am günstigsten mit $244/Tonne c&f free out wurde Weizen rumänischer Herkunft angeboten. Es wird erwartet, dass eine neue Ausschreibung in der kommenden Woche erfolgt. Quelle: Reuters

16.02.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

16.02.2017 StrategieGrains erhöht Prognosen für Gerste - und Maisernte 2017/18

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen Gerste- und Maisernte in der Europäischen Union angehoben, die Prognose der Weichweizenernte wurde unverändert belassen, weil die frostigen Temperaturen im Januar wohl keine zusätzlichen Schäden verursachten.
Strategie Grains schätzt die Weichweizenproduktion 2017 in der EU auf 143,8 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 6% bzw. 8,1Mio. Tonnen zur Ernte 2016, als 135,7 Mio. Tonnen geerntet wurden. Frankreich litt unter ungünstigen Wetterbedingungen im Frühling und im Frühsommer und fuhr eine historisch niedrige Ernte mit schlechten Qualitäten ein.
Die Weichweizenexporte 2017/18 werden aktuell auf 26,4 Mio. Tonnen geschätzt versus 26,5 Mio. Tonnen im vergangenen Monat. Exporte in Drittländer könnten um 3,4 Mio. Tonnen auf 26,4 Mio. Tonnen angsteigen (incl. Frankreich mit 10 Mio. Tonnen). Die Prognose impliziert jedoch, dass die Baltischen Republiken Verkäufe im Nahen Osten und in Afrika generieren können und dass Frankreich im Geschäft mit Afrika gegen Russland konkurrieren kann. Exportprognosen für de Südosten der EU fielen niedriger aus.
Für die Gerste erhöhte Strategie Grains die Prognose 2017/18 von 61,2 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 61,3 Mio. Tonnen, hauptsächlich aufgrund der größeren Anbauflächenschätzung für Sommergerste. Gesenkt wurde allerdings die Prognose der Gersteexporte von 8,7 Mio. Tonnen auf 7,8 Mio. Tonnen. Die Ernte wäre aber weiter deutlich höher, als in der Saison 2016/17, die auf 4,7 Mio. Tonnen geschätzt wird.
Die Maisproduktion in der EU schätzt man jetzt auf 61,4 Mio. Tonnen versus 61,3 Mio. Tonnen im Vormonat und 59,6 Mio. Tonnen 2016. Dem geschätzten Anstieg von insgesamt 250.000 Tonnen in Polen, Kroatien, Bulgarien und Frankeich aufgrund größerer Anbauflächen steht ein Rückgang der Produktion in der Tschechischen Republik, Belgien/Luxemburg, und Spanien gegenüber. Quelle: Reuters

16.02.2017 Libyen sucht u.a. 100.000 Tonnen Weizen

Libyen´s staatliche Getreideeinkaufsgesellschaft hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen, 50.000 Tonnen Durum-Weizen und 75.000 Tonnen Mais (Yellow-Corn) sowie 75.000 Tonnen Futtergerste und 25.000 Tonnen Sojaschrot ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am 19. Februar. Die Lieferung soll Ende Mai erfolgen. Quelle: Reuters

16.02.2017 Getreidemail

Technische Käufe, der schwächere US-Dollar sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für positive Vorzeichen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr MEZ veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen Expor-Sales. Im Vorfeld erwarten Analysten Verkäufe in einer Range von insgesamt 300.000 - 550.000 Tonnen nach zuletzt 543.591 Tonnen Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures erneut von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen weiter zu. Die beiden ersten Fälligkeiten erreichten dabei das höchste Niveau seit Mitte August 16. Unterstützung kam zudem vom schwächeren Euro sowie den gestern auslaufenden Optionen auf den Frontmonat März. Die Prämien in Hamburg für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im März sanken um €0,50 auf €3,00 über Euronext Mai 17. Für die zweite Februarhälfte werden rege Exportaktivitäten erwartet. Saudi Arabien und der afrikanische Kontinent bleiben die wichtigsten Exportmärkte für Weizen aus Deutschland.

16.02.2017 CBoT-Weizenkurse geben nach der Rally der letzten Tage nach

Die Kurse des Chicago-Weizenfutures nehmen heute Morgen eine kleine Atempause nach der Rally der letzten Tage. Sie war durch die Kauflust von Fondsgesellschaften ausgelöst worden, da auch am Kassamarkt nach US-Weizen eine gute Nachfrage bestand.
Im Oktober 2016 waren die Weizenkurse am CBoT aus einem 10-Jahres-Tief angelangt, was dazu führte, dass die US-Farmer weniger Winterweizen anbauten. Wenn sich die Weizenkurse nicht bald nachhaltig verbessern, besteht das Risiko weiterer Flächenverluste in der kommenden Saison.
Weizen mit hohen Qualitätsstufen ist außerordentlich gut nachgefragt und die Exporte laufen auf Hochtouren. Australien hat im Januar mit vier Mio. Tonnen die größte Getreidemenge überhaut ausgeführt. Die größten Käufer waren Saudi Arabien, China und Indien. Sie bevorraten sich auch aufgrund der niedrigen Preise und der positiven Stimmung an den Terminmärkten.

15.02.2017 Indien erwartet Rekord-Gereideernte 2016/17

Indiens Getreideproduktion wird vom indischen Landwirtschaftsministerium auf 271,98 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre ein Anstieg um 8,1% zum Vorjahr. Der Monsunregen hat zu guten Wachstumsbedingungen beigetragen und lässt hohe Erträge erwarten. Die indische Weizenproduktion schätzt das Ministerium auf 96,64 Mio. Tonnen (+4,7% zum Vorjahr).
Weitere Prognosen des Landwirtschaftsministeriums:
Mais Produktion 2016/17: 26,15 Mio. Tonnen
Ölsaaten-Produktion 2016/17: 33,60 Mio. Tonnen

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