Matif: Milling Wheat Nr. 2 Mai 2017

30.05.2017 Jordanien kauft 50.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahren 50.000 Tonnen Hard Milling Wheat optionaler Herkunft zum Preis von über $204/Tonne c&f zur Lieferung in der ersten Oktoberhälfte gekauft. Quelle: Reuters.

30.05.2017 Getreidemail

Gestern fand in den USA aufgrund des Feiertages Memorial Day kein Handel statt. Ebenfalls feiertagsbedingt abwesend waren die Marktteilnehmer aus Großbritannien und China.
Zur Stunde handeln sowohl der Soja- und Maiskomplex als auch die Weizennotierungen an der elektronischen Nachtbörse in Chicago mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den zuletzt guten Vorgaben aus Chicago sowie vom schwächeren Wechselkurs des Euro profitieren und schlossen bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Der Zustand des französischen Weizens hat sich laut FranceAgriMer in der Woche zum 22. Mai mit 76 % „gut/exzellent“ gegenüber der Vorwoche um 1 % verbessert. Argentinien erwartet dank hoher Investitionen der Farmer in bessere Erntetechnologien in der Saison 2017/18 eine Weizenernte von über 20 Mio. Tonnen. Die Buenos Aires Grains Exchange lag mit ihrer Schätzung für die Saison 2017/18 zuletzt deutlich niedriger bei einer Erntemenge von 17,5 Mio. Tonnen. Russlands Weizenexportpreise sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Landwirte befürchten Qualitätseinbußen aufgrund des kalten und regnerischen Wetters im Mai. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Juni auf -1,00 (Geld) 0,00 (Brief) auf Dezember 17.

29.05.2017 Argentinien erwartet Rekord-Weizenernte 2017/18

Argentinien erwartet dank hoher Investitionen der Farmer in bessere Erntetechnologien in der Saison 2017/18 eine Weizenernte von über 20 Mio. Tonnen. Das teilte ein hochrangiger Beamter dem Nachrichtendienst Reuters mit. Die Buenos Aires Grains Exchange lag mit ihrer Schätzung für die Saison 2017/18 zuletzt deutlich niedriger bei einer Erntemenge von 17,5 Mio. Tonnen.
In Argentinien erfolgt die Weizenaussaat gewöhnlich von Mai bis Juli, geerntet wird im Januar. In der Saison 2016/17 wurde ein Rekordergebnis von 18,4 Mio. Tonnen erreicht.
Die Schätzung für die neue Saison ist der Nutzung neuer und besserer Erntetechnik geschuldet sowie dem Fortschritt bei den Saaten-Züchtungen und dem optimierten Düngereinsatz. Quelle: Reuters

29.05.2017 Russland: Kalter, regnerischer Mai verantwortlich für höhere Weizenpreise

Russlands Weizenexportpreise sind in der vergangenen Woche weiter gestiegen. Landwirte befürchten Qualitätseinbußen aufgrund des kalten und regnerischen Wetters im Mai. Der gestiegene Wechselkurs des Rubels wird als weiterer Grund für den Anstieg genannt.
Die russischen Agrarberatungsunternehmen SovEcon und IKAR bezifferten den Anstieg für Exportweizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% auf €1,00 zur Vorwoche. SovEcon nannte einen Preis von $186,50, Ikar $186,00 FOB.
Für die neue Ernte schätzt SovEcon den Preis für Weizen zur Lieferung im Juli/August auf $172-175/Tonne (+$1,50), während IKAR einen Preis von $174,00 nannte (unverändert zur Vorwoche).
Russische Exporte an die Türkei, dem zweitgrößten Käufer von russischen Weizen nach Ägypten werden aufgrund eines Streits zwischen Moskau und Ankara behindert.
SovEcon und Händler berichteten in der vergangenen Woche gegenüber Reuters über Handelsbeschränkungen, die Ankara eingeführt hat. Demnach werden nur noch für 20 – 25% aller Käufe Lizenzen erteilt. Ankara verneinte das.
Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr zwischen dem 1. Juli und dem 24. Mai insgesamt 32,7 Mio. Tonnen Getreide. Davon 25,2 Mio. Tonnen Weizen, so das Landwirtschaftsministerium. Im Vergleich zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt ist das ein Anstieg von 1,3%.
Die Sommergetreideaussaat ist schleppend. Der Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit zeigt einen Rückstand von 1,3 Mio. Hektar. In der vergangenen Woche wurde die Lücke von 1,7 Mio. Hektar geschlossen, hauptsächlich aufgrund des Fortschritts in der Wolga-Region. Verzögerungen gibt es hauptsächlich in Sibirien und in der Ural-Region, die weit entfernt von Russlands Exportregionen, allerdings wichtig für die inländische Versorgung, sind.
Die Gerste-Aussaat ist ebenfalls langsamer, als in anderen Jahren. Das Tempo der Aussaat ist das Niedrigste seit 2010. Bei der Sommergerste ist die Aussaat 1,2 Mio. Hektar langsamer, als im Vorjahr, so SovEcon.
Per 26. Mai wurden 80,1% bzw. 24,8 Mio. Hektar mit Sommergetreide bestellt. Im vergangenen Jahr wurden zur selben Zeit 26,1 Mio. Hektar bestellt.
Die Preise für inländischen Weizen der Klasse III lag laut SovEcon 100 Rubel niedriger, als in der Vorwoche bei 9.125 Rubel/Tonne ($160,90) ex works. Quelle: Reuters

29.05.2017 Ägypten kaufte bisher 3 Mio. Tonnen lokal geernteten Weizen

Ägypten hat seit dem Beginn der lokalen Weizenernte Mitte April etwa 3,0 Mio. Tonnen Weizen von lokalen Farmern gekauft. Der Weizenbedarf des nordafrikanischen Landes liegt bei insgesamt 9,5 Mio. Tonnen. 4 Mio. Tonnen beabsichtigt Ägypten von lokalen Farmern zu kaufen. Die fehlenden 5,5 Mio. Tonnen sollen durch den Import von Weizen beschafft werden. Quelle: Reuters

29.05.2017 Rating: Französischer Weizen verbessert sich in der Woche zum 22. Mai leicht

Der Zustand des französischen Weizens hat sich in der Woche zum 22. Mai mit 76 % „gute/exzellent“ gegenüber der Vorwoche um 1 % verbessert.
FranceAgriMer schätzt für Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der EU, zudem das Top-Rating für Wintergerste auf 67 % (Vw.:67%) und für Sommergerste auf 77 % (Vw.:78%).
87 % der Maisbestände haben ein Top- Rating von 87 % erhalten, in der Vorwoche waren es noch 86 %.

29.05.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 16.05. - 23.05.17 um 3.306 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.868 Kontrakte. 113.211 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 23.05.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 8.174 Lots zur Vorwoche.

 

29.05.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen, zu nasse Wetterbedingungen in den US-Plains und im Mittleren Westen sowie die gestiegenen Rohölnotierungen ließen die Weizennotierungen in Chicago vor dem verlängerten Wochenende mit Gewinnen schließen. Händler warten mit Spannung auf die Zustandsberichte der US-Winterweizenbestände. In Texas und in Teilen Oklahomas sorgt man sich aufgrund starker Regenfälle um die Weizenbestände, deren Ernte bevorsteht. Die Börsen in den USA bleiben heute augrund des US-Feiertags Memorial Day geschlossen. Der Handel beginnt mit dem Start der elektronischen Nachtbörse morgen früh um 02:00 Uhr. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handel für die Termine der Ernte 2017 mit Aufschlägen. Die Termine der Ernte 2018 gaben hingegen etwas nach. Australien konnte seine Weizenexporte in den ersten 5 Monaten diesen Jahres kräfig steigern. Sie lagen über 60% höher, als in normalen Zeiten. Russlands Landwirtschaftsministerium rechnet mit Getreideexporten von 34 - 35 Mio. Tonnen im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 (bis 30. Juni). Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf -0,25 (Geld) und 0,75 bis 1,00 (Brief) auf Dezember 17. Futterweizen wird in Südoldenburg mit 180 bis 181Euro/Tonne besprochen.

26.05.2017 Australiens Getreideexporte fluten den Markt
Australien exportiert in diesem Jahr rekordverdächtige Volumina. Der viertgrößte Weizenexporteur weltweit konnte seine Weizen-, Raps- und Gersteexporte in den ersten 5 Monaten diesen Jahres kräfig steigern. Sie lagen um über 60% höher, als in normalen Zeiten. Ein Händler aus Singapur nannte gegenüber Reuters zwei Hauptgründe für die hohen Exporte aus Australien. Die sehr große Ernte und die sehr günstigen Preise für australischen Exportweizen. Australian Standard White wurde seit Januar zu Preisen zwischen $185 und $195/Tonne FOB verkauft und damit deutlich günstiger, als andere Herkünfte.
In der Vermarktungsperiode 2016/17 lag die Weizenproduktion Australiens bei 35,13 Mio. Tonnen. Das war ein Anstieg um rund 17% zur bisherigen Rekordernte von 29,6 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2011/12. Die Gersteproduktion lag 25% höher bei 13 Mio. Tonnen.
Industriequellen schätzen, dass Australiens Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode im September nur 5 – 6 Mio. Tonnen betragen, analog zum Vorjahr.
Indien hat mehr Weizen gekauft, China kaufte Gerste und auch der Irak hat wieder in Australien gekauft, so ein Analyst aus Sydney. Die Nachfrage ist von überall her stark. Westaustralien wird wohl mehr Weizen exportieren, als in diesem Jahr produziert wurde.
In der zweiten Jahreshälfte könnte aber die Schwarzmeerregion die Nase vorn haben. Vergangene Woche kaufte Indonesien rund 60.000 Tonnen Schwarzmeerweizen zum Preis von $190/Tonne c&f zur Lieferung im August. Vergleichbare Qualitäten aus Australien lagen bei $215/Tonne.
26.05.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, deutliche Verluste bei den Rohölnotierungen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Landwirte in den südlichen US-Plains sorgen sich aufgrund der schweren Niederschläge um die dortigen Weizenbestände. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 544.800 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen unverändert bis minimal schwächer. Bei sehr geringen Handelsumsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris uneinheitlich. Das International Grains Council reduzierte die Prognose der EU-Weizenproduktion um 400.000 Tonnen auf 149,9 Mio. Tonnen. Die Prognose der spanischen Weizenernte reduzierte das IGC um eine Mio. Tonnen, etwas größer wurden dagegen die Weizenernten in Frankreich, Deutschland, Rumänien und Großbritannien geschätzt. Russlands Weizenexporte werden trotz der kleineren Ernte und dank der Rekordbestände als stabil gesehen.

26.05.2017 Südkorea: MFG kauft 65.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas Major Feedmill Group kauft über 65.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zur Lieferung Ende November. Händler glauben, dass der Weizen hauptsächlich aus der Schwarzmeer-Region kommt. Der Preis liegt demnach bei $188,50/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr von $1,25/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Quelle: Reuters

26.05.2017 Japan kauft 117.800 Tonnen Weizen via Tender
Japan Landwirtschaftsministerium hat 117.800 Tonnen Weizen (diverse Qualitäten) in den Vereinigten Staaten und in Australien gekauft:
25.05.2017 US-Export-Sales: Weizenexporte im Rahmen der Erwartungen

25.05.2017 Getreidemail

Starke Regenfälle in bedeutenden Weizenanbauregionen in den US-Plains und im Mittleren Westen, technische Käufe sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Im Vorfeld befragte Marktanalysten erwarten Weizenexporte in einem Volumen von insgesamt 250.000 - 650.000 Tonnen US-Weizen Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. Bei schwachen Handelsumsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris nahezu unverändert. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 23.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 257.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 24,12 Mio. Tonnen versus 29,72 Mio. Tonnen 2015/16. Der Handelsstreit zwischen Russland und der Türkei ist scheinbar wieder entfacht. Die Türkei hat offenbar erneut Importrestriktionen für russischen Weizen eingeführt. In den kommenden Tagen könnten trockenes und heißes Wetter die Weizenbestände in Spanien und in Frankreich belasten.

24.05.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 21,82 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 23.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 257.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 21,82 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 24,12 Mio. Tonnen versus 29,72 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 16.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,95 Mio. Tonnen.
23.05.2017 Ukraine: Reuters schätzt Weizenerträge 2017 auf 3,72 Tonnen/ha

Die durchschnittlichen ukrainischen Weizenerträge in diesem Jahr werden wahrscheinlich auf 3,72 Tonnen pro Hektar sinken. Das zeigen Schätzungen von Thomson Reuters agriculture research.
Gute Wetterbedingungen könnten das Ergebnis noch verbessern und das Vorjahresergebnis überflügeln, bei ungünstigen Bedingungen könnten die Erträge aber auch noch auf rund 3,4 Tonnen pro Hektar sinken.
Im vergangenen Jahr wurden Rekorderträge von 4,21 Tonnen pro Hektar erzielt.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium rechnet in diesem Jahr mit einer Weizenanbaufläche von rund 6 Mio. Hektar, eine Prognose über die Größe der Ernte wurde aber nicht abgegeben. Im vergangenen Jahr wurden 26 Mio. Tonnen Weizen geerntet.

23.05.2017 Getreidemail

Nachdem die Weizennotierungen in Chicago gestern zu Beginn der Handelssitzung noch gute Aufschläge erzielen konnten, sorgten Gewinnmitnahmen im Handelsverlauf für ein Abschmelzen der Gewinne und der Markt schloss uneinheitlich. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 674.559 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 425.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Anfangsgewinnen aus Übersee und legten trotz des erneut gestiegenen Wechselkures des Euro zum US-Dollar auf allen Terminen zu. Der Crop-Monitoring-Service der EU "MARS" hat in seinem Mai-Bericht die Schätzung der EU-Weichweizenerträge aufgrund des kalten und trockenen Wetters von 6,05 t/ha auf 5,91 t/ha reduziert. Russlands Weizen-Export-Preise sind in der vergangenen Woche aufgrund des Export-Geschäfts mit Ägypten und der Annahme, dass der Rubel zum US-Dollar weiter steigen könnte, um $1,00 gestiegen. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 1,00 (Geld) und 2,00 (Brief) auf Dezember 17. Futterweizen wird in Südoldenburg für 180 bis 181Euro/Tonne besprochen.

23.05.2017 US-Crop-Conditions: Weizen
52% der US-Winterweizenbestände befinden sich per 21. Mai in guter bis exzellenter Verfassung versus 51% in der vergangenen Woche. Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 50% (Spanne: 50% - 51%). Die Ährenbildung hat bei 72% der Winterweizenbestände eingesetzt (Vorwoche: 63%). Im Vorjahr waren es zur selben Zeit 74%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 67%. 
Die Sommerweizenaussaat ist zu 90% abgeschlossen, in der vergangenen Woche waren es 78% Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 94%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 84%. Aufgelaufen sind 62% der Sommerweizenbestände (Vorwoche: 40%; Vorjahr: 75%; 5-Jahres-Durchschnitt: 59%). 
22.05.2017 EU-Crop-Monitoring MARS reduziert Prognose der Weizenerträge

Der Crop-Monitoring-Service der EU "MARS" hat in seinem Mai-Bericht die Schätzung der EU-Weichweizenerträge aufgrund des kalten und trockenen Wetters von 6,05 t/ha auf 5,91 t/ha reduziert. Die Schätzung der Erträge der gesamten Gerste-Ernte wurde von 4,90 t/ha auf 4,76 t/ha reduziert. Ebenso die Schätzung der Rapssaat-Ernte von 3,27 t/ha auf 3,17 t/ha. Die Erträge bei den Zuckerrüben schätzt MARS nun auf 73,9 t/ha (Vormonat: 74,2 t/ha). Erhöht wurde die Prognose der Maisernte in der EU von 7,13 t/ha auf 7,15 t/ha. Den gesamten Bericht finden Sie hier:

Quelle: Reuters

22.05.2017 Memorandum: Handel zwischen Russland und der Türkei soll wieder aufleben

Die Türkei und Russland haben in einer gemeinsamen Erklärung festgelegt, dass die beiderseitigen Handelsbeschränkungen beendet werden sollen. Das dürfte dazu führen, dass schon bald wieder russischer Weizen in die Türkei geliefert werden kann.

22.05.2017 US-Agrarmärkte handeln moderat fester

Die Weizen- und Maisnotierungen handeln heute Nachmittag mit leichten Gewinnen. Auch die Sojabohnen-Future verzeichnen moderate Aufschläge. Nasses und zu kaltes Wetter behindert die Sommergetreideaussaat und die Winterweizenernte in den Vereinigten Staaten.
In einigen Regionen im Mittleren Westen haben starke Regenfälle dazu geführt, dass bereits bestellte Maisflächen erneut bestellt werden müssen. Die späte Sojabohnenaussaat wird von Regenfällen behindert.
Der schwache Wechselkurs US-Dollar zum Euro unterstützt die Exportaktivitäten und erweist sich als Vorteil gegenüber Getreide aus dem Euroraum.
Händler warten mit Spannung auf die Veröffentlichung des Zustands- und Fortschrittsberichts des US-Landwirtschaftsministeriums.

22.05.2017 US-Weizenexporte nach Ägypten bleiben die Ausnahme

Ägyptens Regierung hat am Freitag den ersten Weizenkauf in den USA seit zwei Jahren getätigt. Beobachter bewerten das allerdings als Lückenfüller, zumal es im Schwarzmeerraum schon bald eine große Menge Weizen zu günstigen Preisen verfügbar wird.
Die ägyptische GASC kaufte am Freitag 115.000 Tonnen US-Weizen für die Vermarktungsperiode 2017/18 zum Preis von 207,25 bis 207,9 USD/Tonne inklusive Fracht. Das war der erste Kauf dieser Art seit Februar 2015. Die Menge stellt alle privaten Käufe ägyptischer Händler der zu Ende gehenden Saison in den Schatten. Dennoch ist das weniger als 1 % der gesamten Importe Ägyptens in dieser Saison. Der US-Weizen ist aufgrund der aktuell niedrigen Frachtraten wettbewerbsfähig und die HRW-Preise für Lieferungen free-on-board sind derzeit am Boden.
Die GASC kaufte am Freitag außerdem 180.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine, Russland und Rumänien. Derzeit wird russischer Weizen etwas teurer und US-Weizenbestände sind reichlich.
Für die kommende Saison erwarten Fachleute, dass Ägypten 12 Mio. Tonnen Weizen importieren wird; das sind 500.000 Tonnen mehr als in 2016/17, die Saison endet am 31. Mai. Private Importe summieren sich auf lediglich 60.269 Tonnen, so das ägyptische Agrarministerium.
Sobald die neue russische Ernte angeboten wird, dürfte das Interesse Ägyptens an US-Weizen wieder nachlassen, denn die Angebote zur Lieferung im Juni und Juli aus Russland liegen um 15 bis 20 USD/Tonnen unter denen der USA. Auch die privaten Käufer in Ägypten interessieren sich nur wenig für den US-Hartweizen, da in Russland nur wenig Pasta produziert wird; sie kaufen lieber Weichweizen. Insofern dürfte das Kaufinteresse aus Ägypten auch in der kommenden Saison die Future-Preise in Chicago kaum beflügeln. Auch die Tatsache dass US-Weizen derzeit am Weltmarkt so billig ist, ist keine bullische Meldung.

22.05.2017 Russland: Weizen-Export-Preise stiegen vergangene Woche

Die russischen Weizen-Export-Preise sind in der vergangenen Woche aufgrund des Export-Geschäfts mit Ägypten und der Annahme, dass der Rubel zum US-Dollar weiter steigen könnte, um $1,00 gestiegen.
Ägyptens GASC kaufte vergangene Woche 295.000 Tonnen Weizen. 60.000 Tonnen davon kommen aus Russland.
Der Preis für Schwarzmeer-Weizen russischer Herkunft mit einem Proteingehalt von 12,5% lag Ende letzter Woche laut SovEcon bei $185,50/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $1,00 zur Vorwoche.
IKAR, ein weiteres russisches Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, nannte einen Preis von $185,00/Tonne (+ $2,00 zur Vorwoche).
Für Weizen der neuen Ernte zur Lieferung Juli/August nannte SovEcon einen Preis von $172,00/Tonne, während IKAR $174,00/Tonne nannte (jeweils + $1,00).
Der Rubel stieg vergangene Woche aufgrund des festeren Ölpreises um 0,3% zum US-Dollar.
Ägypten erhöhte in der letzten Ausschreibung die Mindestanforderung beim Proteingehalt für Weizen um 0,5%. Die Mindestanforderung für Weizen aus Frankreich wurde von 11,5% auf 12,0% angehoben. Frankreich dürfte es damit nach der schlechten Ernte im vergangenen Jahr schwerfallen, die hohen Qualitätsanforderungen zu erreichen. Für Weizen aus Russland, der Ukraine und Rumänien liegt die Mindestanforderung bei 12,5% (vorher: 12,0%).
Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr zwischen dem 1. Juli und dem 17. Mai 32,2 Mio. Tonnen Getreide, davon 24,9 Mio. Tonnen Weizen.
Die Inlandspreise für Klasse-III-Weizen blieben in der vergangenen Woche im europäischen Teil Russlands unverändert bei 9.225 Rubel ($163) ex Works.
Per 19. Mai haben Russlands Landwirte auf 18,2 Mio. Hektar Sommergetreide ausgesät. Das sind 58,8% der geplanten Flächen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt ist das ein Rückgang um 1,7 Mio. Hektar. Grund für den Rückstand ist das regnerische und kalte Wetter im Mai.

22.05.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 09.05. - 16.05.17 um 1.703 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 15.196 Kontrakte. 121.385 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 16.05.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 13.493 Lots zur Vorwoche
22.05.2017 Getreidemail

Sorgen aufgrund heftiger Regenfälle in den US-Plains und im Mittleren Westen und der schwache Wechselkurs des US-Dollar zum Euro führten am Freitag bei den Weizennotierungen in Chicago für gute Aufgelder. Im Wochenvergleich stieg der Frontmonat Juli um 2,5 US-Cent bzw. 0,6%. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen unverändert bis leicht schwächer. Der erneut gestiegene Wechselkurs des Euro erschwert weiter die Weizenexporte auf dem Weltmarkt. In Frankreich hat sich der Zustand der französischen Winterweizenbestände in der vergangenen Woche wieder leicht verschlechtert. Nur noch 75% der Weizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 76%). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 1,50 (Geld) und 2,50 (Brief) auf Dezember 17. Futterweizen zur Lieferung im Mai/Juni in Südoldenburg wird mit einem Aufschlag von 7 - 8 Euro auf Hamburg besprochen. In der Ukraine ist die Sommergetreideaussaat zu 94% erledigt. Auf 6,8 Mio. Hektar wurde bisher Sommergetreide ausgesät. Ziel sind 7,2 Mio. Hektar.

19.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

19.05.2017 Frankreich: Ratings für Winterweizenbesstände wieder leicht rückläufig
Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche per 15. Mai wieder leicht verschlechtert. Nur noch 75% der Weizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. In der Woche wurde noch eine leichte Erholung gemeldet und 76% der Bestände wurden mit „gut bis exzellent“ geratet.
Bei der Wintergerste blieben die Ratings stabil bei 67% „gut bis exzellent“, während bei der Sommergerste sogar 78% das Top-Rating erhielten (Vorwoche: 77%),
Die Maisaussaat ist in Frankreich zu 99% abgeschlossen und 86% der Pflanzen wurden mit „gut bis exzellent“ bewertet (Vorwoche: 85%).
19.05.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex, verloren aber leicht . Deutliche Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie ein stärkerer US-Dollar belasteten den Markt. Die wöchentlichen Export-Sales lagen mit insgesamt 640.600 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester.
Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee verzeichneten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris weitere Abschläge. Der Analyst Strategie Grains hat in seiner aktuellen Prognose die EU-Weichweizenernte auf 142,7 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist ein Rückgang um 1,1 Mio. Tonnen zur April-Prognose, aber immer noch ein Anstieg zur Ernte 2016, die ein Ergebnis von 135,8 Mio. Tonnen ergab. Für die deutsche Weizenernte 2017 rechnet der Deutsche Raiffeisenverband mit einem Anstieg um 1,6% zum Vorjahr auf 24,98 Mio. Tonnen. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat 92.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 16.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 394.000 Tonnen Weichweizen. In Hamburg liegen Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai zwischen 0,50 (Geld) und 1,50 (Brief) auf Dezember 17. Die große Nachfrage nach Futterweizen stützt den Markt.

18.05.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 21,56 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 16.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 394.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 21,56 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 23,82 Mio. Tonnen versus 28,98 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 39.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,93 Mio. Tonnen.
18.05.2017 Tunesien kauft über 92.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat 92.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler heute Nachmittag. Der niedrigste Preis lag demnach bei $181,74/Tonne c&f. Quelle: Reuters

18.05.2017 US-Export-Sales: Weizenexporte 2016/17 über den Erwartungen

18.05.2017 Tunesien: Niedrigstes Angebot für Weizen lag bei $181,74

Das niedrigste Angebot, das Tunesien auf seine Ausschreibung zum Kauf von 92.000 Tonnen Weizen erhielt, lag bei $181,74/Tonne c&f für Weizen optionaler Herkunft. Weitere Angebote lagen in einem Korridor zwischen $182,54 und $184,39/Tonne c&f. Das melden europäische Händler. Bisher wurde aber noch kein Vertragsabschluss gemeldet. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Juli/August.

18.05.2017 Strategie Grains reduziert EU-Getreideernte-Prognosen

Der Analyst Strategie Grains hat seine Prognosen für die Getreideernte 2017 aufgrund des kalten und trockenen Aprils reduziert.
Die EU-Weichweizenernte wird nun auf 142,7 Mio. Tonnen geschätzt. Das ist ein Rückgang um 1,1 Mio. Tonnen zur April-Prognose, aber immer noch ein Anstieg zur Ernte 2016, die ein Ergebnis von 135,8 Mio. Tonnen ergab.
In Spanien war die Trockenheit ein großes Problem. Ebenfalls, aber weniger stark von der Trockenheit betroffen, waren Frankreich, Belgien und das Vereinigte Königreich. In Nord- und Nordosteuropa waren die niedrigen Temperaturen ein Problem. Die Pflanzen konnten sich weniger gut entwickeln und die Sommergetreideaussaat ging langsamer voran. Eine Schädigung der Bestände durch Frost wird hauptsächlich beim Sommergetreide erwartet.
Bei den EU-Weizenexporten 2017/18 erwartet Strategie Grains ein Volumen von 26,0 Mio. Tonnen (-200.000 Tonnen zum Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahr wäre das immer noch ein Anstieg von 2,6 Mio. Tonnen. Erhöht wurde die Prognose der EU-Weizenimporte um 400.000 Tonnen auf 4,1 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der EU-Gersteernte wurde um 1,7 Mio. Tonnen reduziert auf 59,6 Mio. Tonnen. Sie liegt damit 1% hinter dem Ergebnis 2016. Problematisch waren die geringen Niederschläge in einigen EU-Mitgliedsländern. Aber auch die kalten Temperaturen haben insbesondere die Wintergeste-Bestände in Frankreich an einer optimalen Entwicklung gehindert.
Auf 60,1 Mio. Tonnen, und damit um 300.000 Tonnen geringer, schätzt Strategie Grains die Maisernte 2017. Die Schätzung der Maisimporte wurde um 400.000 Tonnen auf 13,6 Mio. Tonnen erhöht.
Von dem jüngsten Anstieg der Temperaturen, so Strategie Grains, konnten die Getreidebestände in vielen Regionen der EU profitieren. In Osteuropa, Mitteleuropa und dem Vereinigten Königreich fielen auch dringend benötigte Niederschläge.
Allerdings rechnet man für Spanien und Frankreich mit trockenem Wetter, in Frankreich jedoch etwas weniger intensiv. Quelle: Reuters

18.05.2017 Ägypten kaufte bisher 2 Mio. Tonnen lokal geernteten Weizen

Ägypten hat seit dem Beginn der lokalen Weizenernte Mitte April etwa 2,0 Mio. Tonnen Weizen von lokalen Farmern gekauft. Täglich kommen im Durchschnitt 120.000 Tonnen dazu.
Der Weizenbedarf des nordafrikanischen Landes liegt bei insgesamt 9,5 Mio. Tonnen. 4 Mio. Tonnen beabsichtigt Ägypten von lokalen Farmern zu kaufen. Die fehlenden 5,5 Mio. Tonnen sollen durch den Import von Weizen beschafft werden. Das meldet das Handelsministerium am heutigen Donnerstag. Zuletzt wurde noch gemeldet, dass bis zum Ende der Vermarktungsperiode im Juli insgesamt 3,8 Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt beschafft werden soll. Gestern kaufte Ägyptens GASC 295.000 Tonnen Importweizen in Rumänien, den Vereinigten Staaten, der Ukraine und Russland. Quelle: Reuters

18.05.2017 DRV erwartet Getreide- und Rapssernte auf Vorjahresniveau

Die jüngsten Nachtfröste haben nach Meldungen des Deutschen Raiffeisenverbands in Deutschland zu Schäden beim Raps geführt. Daher hat man in der dritten Ernteschätzung, die heute veröffentlicht wurde, die Prognose der Winterrapsernte von 4,93 Mio. Tonnen auf 4,68 Mio. Tonnen reduziert. Im Vergleich zur enttäuschenden Ernte 2016 wäre das aber immer noch ein Anstieg um 1,5%.
Für die Weizenernte 2017 wurde die Ernteschätzung um 1,6% zum Vorjahr auf 24,98 Mio. Tonnen erhöht. Die nächste Ernteschätzung des DRV wird Mitte Juni veröffentlicht.

18.05.2017 Getreidemail

Der schwächere Wechselkurs des US-Dollar sowie Vorhersagen über unerwünschten Regen in den südlichen US-Plains, der die dortigen Erträge gefährden könnte, sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für leichte Kursgewinne. Die Ausschreibung Ägyptens, in der US-Weizen mit 115.000 Tonnen berücksichtigt wurde, sorgte ebenfalls für Auftrieb. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen unverändert bis etwas fester. Begrenzt wurden die Aufschläge durch den erneut gestiegenen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert sowie durch die verbesserten Wachstumsbedingungen in Westeuropa. In Hamburg liegen Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai zwischen 0,50 (Geld) und 1,50 (Brief) auf Dezember 17. Die große Nachfrage nach Futterweizen stützt den Markt, wird jedoch durch unzureichende Transportkapazitäten per LKW begrenzt.

18.05.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 200.000-600.000 Tonnen

18.05.2017 Ägypten kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte gestern nach eigenen Angaben 295.000 Tonnen Weizen in Rumänien, Ukraine, Russland und den Vereinigten Staaten.
60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien zum Preis von $197,49/Tonne FOB; 207,18/Tonne c&f
60.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten zum Preis von $186,75/Tonne FOB; 207,25/Tonne c&f
55.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten zum Preis von $185,40/Tonne FOB; 207,90/Tonne c&f
60.000 Tonnen Weizen aus Russland zum Preis von $198,00/Tonne FOB; 208,49/Tonne c&f
60.000 Tonnen Weizen aus Ukraine zum Preis von $197,05/Tonne FOB; 208,74/Tonne c&f
Quelle: Reuters
17.05.2017 Ägpyten: Mindestanforderung von Proteingehalte gilt auf für zukünftige Tender

RJO´Brien meldet heute Nachmittag, dass Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC die Mindestanforderung des Proteingehaltes beim Importweizen um 0,5% für die aktuelle und die zukünftigen Ausschreibungen erhöht hat. Für Weizen französischer Herkunft gilt jetzt ein Mindestproteingehalt von 12,0%, für Schwarzmeerweizen sind es 12,5%. Für Frankreich wird es damit schwer, die gestiegenen Qualitätsanforderungen zu erfüllen.

17.05.2017 Ägypten-Tender: US-Weizen wurde am günstigsten angeboten

Das günstigste Angebot in der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Weizen einer nicht näher genannten Menge lag bei $185,50/Tonne FOB und bezieht ich auf 55.000 Tonnen HRW-Weizen aus den Vereinigten Staaten. Ergebnisse werden erst ab dem späten Nachmittag erwartet.

17.05.2017 Ägypten: GASC erhöht Proteinanforderung für Weizentender

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC teilte gestern mit, dass man die Mindestanforderung beim Proteingehalt für die aktuelle Ausschreibung um 0,5% erhöht hat. Die Mindestanforderung für Weizen aus Frankreich wurde von 11,5% auf 12,0% angehoben, Für Weizen aus Russland, der Ukraine und Rumänien liegt die Mindestanforderung bei 12,5% (vorher: 12,0%).

17.05.2017 Tunesien sucht 92.000 Tonnen Weizen
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 18. Mai. Gesucht werden 3 x 25.000 Tonnen und 1 x 17.000 Tonnen. Die Lieferung soll, je nach Herkunft, im Juli/August erfolgen. 
Tunesiens eigene Weizenernte wird Schätzungen zufolge um 38% kräftig ansteigen, was den Importbedarf des Landes reduziert. Quelle: Reuters
17.05.2017 Deutschland: Winterweizen-Anbaufläche um 0,9% gestiegen

Die deutsche Winterweizenanbaufläche zur Ernte 2017 wurde um 0,9% ausgeweitet auf über 3,16 Mio. Hektar. Das meldet heute Vormittag das Statistische Bundesamt. Um 1% reduziert wurde hingegen die Aussaat für Winterraps. Sie liegt bei etwa 1,31 Mio. Hektar.

17.05.2017 Getreidemail

Späte Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie der deultich schwächere US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago nach anfänglichen Verlusten mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures mit Verlusten. Der erneut gestiegene und sehr feste Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastet die Weizenexporte aus dem Euroraum. In Frankreich haben die Niederschläge der vergangenen zwei
Wochen für etwas Entspannung gesorgt.
Die Gebote in Hamburg für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im Mai liegen zwischen 0,00 (Geld) und 1,00 (Brief) auf Dezember 17. Da Futterweizen in Südoldenburg derzeit händeringend gesucht wird, steigen die Prämien auf über 9,00 Euro auf Hamburg. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen zur Lieferung 15. - 24. Juni ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute Mittag. Mit Ergebnissen wird ab dem späten Nachmittag gerechnet.

17.05.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen aufgelegt. Gesucht wird Weichweizen und/oder Mahlweizen einer nicht genauer benannten Menge aus den bekannten Überschussregionen für den Lieferzeitraum 15. – 24. Juni. Die Offerten sollen bis heute Mittag Kairo-Ortszeit vorgelegt werden mit separat ausgewiesenen Frachten. Das Ergebnis der Ausschreibung wird ab heute am späten Nachmittag erwartet. Zuletzt kaufte Ägypten am 15. März 420.000 Tonnen Weizen in Russland, der Ukraine und in Frankreich.
16.05.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 691.226 Tonnen Weizen jedoch über den Markterwartungen von 375.000 - 625.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die US-Winterweizenbestände haben sich etwas schlechter entwickelt, als Analysten das im Vorfeld erwarteten. 51% der Bestände erhielten per 14. Mai das Toprating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es 53%. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben erneut nach. Der festere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar erhöhte zudem den Druck. Die russischen Weizenpreise waren zuletzt weitestgehend stabil. Rückenwind erhielten sie im Zuge der Einigung mit der Türkei, während die große zu erwartende Ernte und der festere Wechselkurs des Rubels zum US-Dollar auf die Kurse drückten. In Hamburg liegen die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai aufgrund der hohen Prämien für Futterweizen in Südoldenburg zwischen 0,00 (Geld) und 1,00 (Brief) auf Dezember 17.

16.05.2017 CBoT Weizennotierungen weiter rückläufig
Heute Morgen handeln die Weizennotierungen in Chicago bereits in der dritten Sitzung in Folge mit Verlusten und erreichten im Handelsverlauf den niedrigsten Stand seit dem 25. April. Der Schneesturm vor einigen Wochen scheint offenbar keine großen Schäden angerichtet zu haben und die zu große erwartende globale Weizenernte und die historisch hohen Weizenbestände drücken auf die Kurse. Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern Abend das wöchentliche Update des Zustandsberichtes der Winter- und Sommerweizenbestände. Danach erhielten 51% der US-Winterweizenbestände per 14. Mai das Toprating „gut bis exzellent". Das Ergebnis lag damit innerhalb der Markterwartungen von 51% bis 53% (Vorwoche: 53%).
16.05.2017 US-Crop-Conditions: Weizenratings am unteren Rand der Erwartungen
Die US-Winterweizenbestände haben sich schlechter entwickelt, als Analysten das im Vorfeld erwarteten. 51% erhielten per 14. Mai das Toprating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es 53%. Erwartet wurden im Durchschnitt 52%. Die Schätzungen lagen in einer Spanne von 51% bis 53%.
63% der Winterweizenbestände haben Ähren gebildet versus 50% in der Vorwoche und 66% vor einem Jahr (5-Jahres-Durchschnitt: 57%). 
US-Landwirte haben per 14. Mai 78% der geplanten Sommerweizenflächen bestellt. Das ist deutlich weiter, als Analysten das Durchschnittlich erwarteten. Sie rechneten mit 73% (Spanne: 66% - 80%). In der Vorwoche waren es 54%. Im vergangenen Jahr lag der Pflanzfortschritt zum selben Zeitpunkt bei 87%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 73%.
40% der Sommerweizenbestände sind bereits aufgelaufen versus 21% in der Vorwoche und 57% vor einem Jahr (5-Jahres-Durchschnitt: 44%)
15.05.2017 US-Crop-Conditions: Analystenschätzungen vor der Veröffentlichung der Zahlen
US-Landwirte haben trotz der Verzögerungen durch Niederschläge in der vergangenen Woche Fortschritte bei der Maisaussaat gemacht. Analysten erwarten, dass 68% der geplanten Maisflächen bestellt sind. Die Spanne der Schätzungen reicht von 62% bis 78%. In der vergangenen Woche lag der Pflanzfortschritt bei 47%. 
Beim Winterweizen wird erwartet, dass nur noch 52% der Bestände das Toprating "gut bis exzellent" erhalten. In der Vorwoche waren es 53% der Bestände.
In der folgenden Tabelle finden Sie die Gesamtübersicht der Analystenschätzungen, die der Nachrichtendienst Reuters heute veröffentlicht hat:
15.05.2017 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen höher,als erwartet

15.05.2017 Ägypten kaufte bisher 1,7 Mio. Tonnen lokalen Weizen

Ägypten hat seit dem Beginn der lolaken Weizenernte Mitte April etwa 1,7 Mio. Tonnen Weizen von lokalen Farmern gekauft. Das meldet das Handelsministerium am heutigen Montag. Demnach ist geplant, bis zum Ende der Vermarktungsperiode im Juli insgesamt 3,8 Mio. Tonnen Weizen zu kaufen. Quelle: Reuters

15.05.2017 Russische Weizenpreise sind stabil

Die russischen Weizenpreise waren in der vergangenen Woche weitestgehend stabil. Rückenwind erhielten sie im Zuge der Einigung mit der Türkei, während die große zu erwartende Ernte und der festere Wechselkurs des Rubels zum US-Dollar infolge der gestiegenen Rohölnotierungen auf die Kurse drückten.
Nach der Einigung im Streit zwischen der Türkei und Russland wurden die Weizenexporte Russlands an die Türkei am vergangenen Montag wieder aufgenommen. Verhandelt wird gegenwärtig aber primär Weizen der neuen Ernte, so das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Die Aktivitäten für Weizen der alten Ernte sind gering.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein lag laut SovEcon Ende letzter Woche bei $184,50/Tonne FOB (unverändert zur Vorwoche). IKAR nannte einen Preis von $183,00 (Minus $1,00).
Für Weizen der neuen Ernte zur Lieferung Juli-August nennen Ikar und SocEcon $173,00 (Plus $0,50) bzw. $171,00/Tonne (unverändert) auf Basis FOB.
Russland hat im laufenden Vermarktungsjahr (1. Juli 16 bis 30 Juni 17) per 10. Mai 31,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert (inkl. 24,4 Mio. Tonnen Weizen). Das ist ein Anstieg zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt um 1,1%.
Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt Russlands Weizenexporte in seinem jüngsten WASDE-Report vom 10. Mai für das laufende Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni endet, auf 28 Mio. Tonnen. SovEcon veröffentlicht die nächste Schätzung am 20. Mai. In der April-Schätzung lag die Prognose bei 27,1 Mio. Tonnen.
Der russische Kassamarkt leidet unter hohen Beständen aus der 2016er Ernte. Die zu erwartende kommende Ernte 2017 erhöht den Druck. Trotzdem haben Produzenten die Verkäufe zurückgefahren in Erwartung steigende Preise nach der Einigung mit der Türkei.
Die Inlandspreise für Klasse-III-Weizen blieben laut SovEcon im europäischen Teil Russlands unverändert bei Rubel 9.225 Rubel/Tonne ex works ($163,00). $1 = 56,6130 Rubel.
Die Sommergetreideaussaat ist in Russland per 5. Mai auf 40,9% der geplanten Flächen bzw. 12,7 Mio. Hektar erfolgt. Die geht in diesem Jahr langsamer voran, als im Vorjahr, sie liegt aber im langjährigen Durchschnitt. Eine Kältewelle in den ersten 10 Tagen im Mai hat keine wohl signifikanten Schäden verursacht.

15.05.2017 Irak kauft Weizen in Australien

Iraks staatlicher Getreideeinkäufer hat bereits in der vergangenen Woche über 50.000 Tonnen Weizen in Australien gekauft. Das melden heute europäische Händler. Der Preis dafür lag demnach bei $271,17/Tonne c&f free out. Quelle: Reuters

15.05.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 02.05. - 09.05.17 um 3.219 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 13.527 Kontrakte. 107.892 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 09.05.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 16.746 Lots zur Vorwoche.

15.05.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und die weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago etwas schwächer schließen. Der Frontmonat Juli verlor im Wochenvergleich über 2%. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um weitere 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat rund 470.000 Tonnen Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten.
Uneinheitlich zeigten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche per 8. Mai leicht erholt. Profitieren konnten die unter Trockenheit leidenden Bestände von den Niederschlägen der vergangenen Tage. Nach vier rückläufigen Ratings erhielten nun 76% der Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. In der Vorwoche waren es 75% und vor einem Jahr 87%. Der feste Wechselkurs des Euro belastet die Exportnachfrage. In Hamburg liegen Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai zwischen 0,00 (Geld) und 1,00 (Brief) auf Dezember 17. Die Gebote für Futterweizen in Südoldenburg liegen 6-7 Euro über Hamburg bei €180 - €181/ Tonne.

15.05.2017 CBoT Weizen startet zu Wochenbeginn mit Verlusten
Zu Wochenbeginn stehen die Weizennotierungen in Chicago erneut unter Druck, nachdem sie am Freitag mit leichten Verlusten schlossen. Broker in Fernost sehen trotz der geringeren Weizenanbauflächen in den Vereinigten Staaten und der Schäden, die durch den Schneesturm Anfang Mai entstanden, derzeit wenig Aufwärtspotenzial. Der Blick auf die Schwarzmeerregion lässt große Erntemengen erwarten. Fondsgesellschaften erhöhten ihre Netto-Short-Positionen um weitere 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.

 

12.05.2017 Algerien kauft über 470.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat rund 470.000 Tonnen Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler gekauft. Das melden europäische Händler. Die Gerste scheint aus der Schwarzmeer-Region zu stammen, über die Herkunft des Weizens wurde offenbar bisher nichts bekannt. Die Preise für den Weizen lagen Schätzungen zufolge in einer Spanne von $198 und $198,50/Tonne c&f. Einige Händler nannten auch Preise zwischen $197,75 und $199,00/Tonne c&f. Bei der Gerste lagen die Schätzungen zwischen $167 und $169/Tonne c&f. Gesucht wurde Weizen und Futtergerste zur Lieferung in der ersten und zweiten Julihälfte. Gestern wurde über den Kauf bereits berichtet, es war jedoch unklar, um welche Menge und welche Herkunft es sich dabei handeln könnte.
12.05.2017 FranceAgriMer: Französische Winterweizenbestände konnten sich leicht erholen
Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche per 8. Mai leicht erholt. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Bericht. Profitieren konnten die unter Trockenheit leidenden Bestände demnach von den Niederschlägen der vergangenen Tage. Nach 4 rückläufigen Ratings erhielten nun 76% der Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. In der Vorwoche waren es 75% und vor einem Jahr 87%.
Die Wintergerste-Ratings hingegen entwickelten sich erneut rückläufig. Nur noch 67% erhielten das Top-Rating versus 68% in der Vorwoche. Bei der Sommergerste blieben die Ratings unverändert bei 77% „gut bis exzellent“.
Mais wurde per 8. Mai auf 93% der geplanten Flächen ausgesät (Vorwoche: 84%).
12.05.2017 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen ließen die Weizennotierungen gestern in Chigago mit leichten Gewinnen schließen. Heftige Niederschläge in den US-Plains und im Mittleren Westen gaben dem Markt Unterstützung. Die weltweit gute Versorgungslage begrenzte allerdings das Aufwärtspotenzial. Mit insgesamt nur 249.200 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales unter den Erwartungen von 250.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures bei schwachen Umsätzen unverändert bis leicht fester. Algerien hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens Weizen in bisher unbekannter Höhe zu Preisen zwischen  $198 - $198,50/Tonne c&f zur Lieferung im Juli gekauft. Europäische Händler  meldeten in der Woche bis zum 09.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 466.000 Tonnen Weichweizen. Russland exportiert seit Montag wieder Weizen in die Türkei. In Frankreich soll es in den nächsten Tagen zwar regnen, ab Mitte kommender Woche wird jedoch heißes und trockenes Wetter erwartet.

11.05.2017 EU-Weizen Exporte steigen auf 21,17 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 09.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 466.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 21,17 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 23,35 Mio. Tonnen versus 28,26 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 50.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,89 Mio. Tonnen.
   
11.05.2017 Ägypten hat bisher 1,265 Mio. Tonnen lokalen Weizen gekauft

Ägypten hat seit dem Start der lokalen Weizenernte Mitte April 1,265 Mio. Tonnen Weizen gekauft. Bis zum Abschluss der diesjährigen lokalen Weizenernte Ende Juli beabsichtigt die ägyptische Regierung die Menge von 3,8 Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt zu kaufen. Quelle: Reuters

11.05.2017 Russische Weizenexporte an die Türkei wieder aufgenommen

Der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci teilt dem Nachrichtendienst Reuters mit, dass Weizenlieferungen aus Russland an die Türkei am Montag wieder augenommen wurden. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert.Die Türkei ist nach Ägypten Russlands zweitgrößter Weizenkäufer. Quelle: Reuters

11.05.2017 Algerien kauft Weizen in nicht bekannter Höhe

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens eine bisher noch nicht gekannte Menge Weizen optionaler Herkunft gekauft. Der Preis, der dafür gezahlt wird, liegt bei rund $198 - $198,50/Tonne c&f. Die Lieferung soll Juli erfolgen. Ob in Frankreich, dem Hauptlieferanten Algeriens, dann bereits die neue Ernte verfügbar ist, ist unsicher. Einige Händler glauben daher, dass Algerien eine kleinere Menge Weizen, als der normale monatliche Bedarf von 450.000 – 500.000 Tonnen, kaufen könnte. Quelle: Reuters

11.05.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen sowie Kurssteigerungen beim Mais sorgten gestern beim Weizen in Chicago für leichte Aufschläge. Das USDA schätzte die US-Weizenendbestände 2017/18 auf 914 Mio. Bushel und lag damit unter den durchschnittlichen Markterwartungen von 934 Mio. Bushel. Die Schätzung der weltweiten Weizenendbestände 2017/18 wurde auf 258,29 Mio.Tonnen erhöht, Analysten erwarteten im Durchschnitt 246,15 Mio. Tonnen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht fester. Bei schwachen Umsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf den Terminen der neuen Ernte etwas zu. FranceAgriMer hat die Prognose der französischen Weizenbestände zum Ende der Saison 2016/17 aufgrund besserer Exportaussichten von 2,6 Mio. Tonnen (April-Schätzung) auf 2,4 Mio. Tonnen reduziert. Exporte außerhalb der EU schätzt FranceAgriMer korrigiert auf 5,2 Mio. Tonnen (zuvor: 5,0 Mio. Tonnen). Exporte innerhalb der EU werden auf 5,8 Mio. Tonnen geschätzt (vorher: 5,7 Mio. Tonnen). In Hamburg liegen die Gebote für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai zwischen 1,50 (Geld) und 2,50 (Brief) auf Dezember 17. Unterstützung kommt weiter von der festen Nachfrage nach Futterweizen, der in Südoldenburg mit 6-7 Euro auf Hamburg gehandelt wird.

10.05.2017 Schwacher Rubel u. Einigung zwischen Russland und Türkei drücken Weizenkurse

Die russischen Weizenexportpreise fielen in der vergangenen Woche aufgrund des schwachen Rubels zum US-Dollar und der Absichtserklärung Russlands und der Türkei vom 3. Mai, den Konflikt um russische Weizenlieferungen innerhalb der nächsten Tage zu lösen. Die Türkei ist der zweitgrößte Weizenkäufer für Russland nach Ägypten. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein lag laut IKAR Ende letzter Woche bei $184/Tonne FOB (Minus $2,00 zur Vorwoche). SovEcon nannte einen Preis von $184,50 (Minus $1,50). Für Weizen der neuen Ernte zur Lieferung Juli-August nennen Ikar und SocEcon $172,50 bzw. $171,00/Tonne auf Basis FOB.
Russland hat im laufenden Vermarktungsjahr (1. Juli 16 bis 30 Juni 17) per 3. Mai 30,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert (inkl. 23,9 Mio. Tonnen Weizen). Das ist ein Anstieg zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt von 0,6%.
Die Inlandspreise für Klasse-III-Weizen fielen laut SovEcon im europäischen Teil Russlands um 75 Rubel 9.225 Rubel/Tonne ex works ($159,50). $1 = 57,8377 Rubel
Die Sommergetreideaussaat ist in Russland per 5. Mai auf 25% der geplanten Flächen bzw. 7,7 Mio. Hektar erfolgt. Die geht in diesem Jahr langsamer voran, als im Vorjahr. In der vergangenen Woche konnte aber aufgrund günstiger Wetterbedingungen aufgeholt werden. Auch in dieser Woche wird die Aussaat durch gute Wetterbedingungen unterstützt.

10.05.2017 FranceAgriMer senkt Erwartung der französischen Weizenendbestände 2016/17

Der französische Analyst FranceAgriMer hat in seinem heute veröffentlichten monatlichen Bericht die Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2016/17 von 2,6 Mio. Tonnen (April-Schätzung) auf 2,4 Mio. Tonnen reduziert. Grund dafür sind hauptsächlich die gestiegenen Exportaussichten. Exporte außerhalb der EU schätzt FranceAgriMer nun auf 5,2 Mio. Tonnen (zuvor: 5,0 Mio. Tonnen). Exporte innerhalb der EU werden auf 5,8 Mio. Tonnen geschätzt (vorher: 5,7 Mio. Tonnen).
Darüber hinaus wurde die Schätzung der Mais-Endbestände 2016/17 von 2,0 Mio. Tonnen auf 2,2 Mio. Tonnen erhöht. Die Erhöhung der Schätzung wurde mit gesunkenen Erwartungen bei den Intra-EU-Exporten von 4,4 Mio. Tonnen auf 4,3 Mio. Tonnen begründet.
Leicht gesenkt wurde die Schätzung der Endbestände bei der Gerste auf nun unter 1 Mio. Tonnen. Aktuell rechnet man mit Beständen von 993.000 Tonnen zum Ende der Saison 2016/17. Quelle: Reuters

10.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

10.05.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Besser Ratings für die US-Weizenbestände, als Analysten es im Vorfeld erwarteten, sowie der stärkere US-Dollar belasteten den Markt. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 18 Uhr MEZ veröffentlicht das US-Landwirtschachtsministerium den monatlichen WASDE-Report. Die eCBoT handelt heute Morgen unverändert. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen auf den Terminen der neuen Ernte 2017 fester. Der heute auslaufende Maitermin 2017 musste hingegen deutliche Verluste hinnehmen. Unterstützung kam vom schwächeren Wechselkurs des Euros, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert. Am Kassamarkt in Hamburg beziehen sich die Prämien nun auf den Dezember-Kontrakt. Für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai liegen die Gebote zwischen 2,50 (Geld) und 3,50 (Brief) auf Dezember 17. Unterstützung kommt weiter von der festen Nachfrage nach Futterweizen, der in Südoldenburg mit über 6-7 Euro auf Hamburg gehandelt wird.

09.05.2017 Marokko will lokale Weizenproduktion fördern

Die Regierung von Marokko hat diverse Maßnahmen angekündigt, die die lokale Weizenproduktion steigern sollen, obwohl die Preise am internationalen Markt am Boden sind.
So sollen die Müller im Land einen Zuschuss dafür erhalten, wenn sie lokalen Weizen kaufen, statt das Getreide zu importieren. Außerdem erhalten die Lagerhalter eine Prämie pro Tag, an dem sie lokalen Weizen vorhalten.
Die Regierung hat einen Referenzpreis für Weizen in Standardqualität von 280 Dirhams (25,8 €/to) festgelegt. Alle Maßnahmen gelten für die lokal produzierte Ernte im Zeitraum vom 15. Mai bis 15. Oktober.

09.05.2017 vergleichender Chart Weizen September 17 in Euro pro Tonne

09.05.2017 Indien produziert Rekordernte

Indien wird in diesem Jahr eine große Getreideernte einfahren. Das dortige Landwirtschaftsministerium schätzt die Getreideernte für die menschliche Ernährung auf die Rekordmenge von 273,8 Mio. Tonnen. Die vorherige Schätzung ging noch von 271,98 Mio. Tonnen aus. Die Monsunzeit brachte reichliche Niederschläge.
Der Subkontinent wird in dieser Saison (2016/17) wohl 97,44 Mio. Tonnen Weizen produzieren. Zuletzt ging man noch von 96,64 Mio. Tonnen aus.
Indiens Reisproduktion wird auf 109,15 Mio. Tonnen geschätzt, an Hülsenfrüchten kommen 22,4 Mio. Tonnen zusammen.

Die Mengen im Einzelnen:
Mais: 26,14 Mio. Tonnen, Baumwolle 32,58 Ballen, Zuckerrohr 306,03 Mio. Tonnen, Hülsenfrüchte 22,4 Mio. Tonnen (22,14), Ölsaaten 32,52 Mio. Tonnen (33,6), Weizen 97,44 Mio. Tonnen (96,64), Reis 109,15 Mio. Tonnen (108,86), Getreide 273,38 Mio. Tonnen (271,98). (Zahlen in klammern= letzte Schätzung).

09.05.2017 Ägypten hat bisher knapp über 1 Mio. Tonnen lokalen Weizen gekauft

Ägypten hat seit dem Start der lokalen Weizenernte Mitte April knapp über 1 Mio. Tonnen Weizen gekauft. Bis zum Abschluss der diesjährigen lokalen Weizenernte Ende Juli beabsichtigt die ägyptische Regierung die Menge von 3,8 Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt zu kaufen. Quelle: Reuters

09.05.2017 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet Rückgang der Maisanbaufläche

Das französische Landwirtschaftsministerium rechnet mit einem Rückgang der Maisanbaufläche 2017 um 2,3% auf 1,39 Mio. Hektar. In der heute veröffentlichten Prognose erwartet das Ministerium darüber hinaus mit einer Ausweitung der Zuckerrüben-Anbaufläche auf 472.000 Hektar (April-Schätzung: 438.000 Hektar). Die Auswertung um 17,2% zum Vorjahr ist mit dem Auslaufen der Zuckermarktordnung in diesem Jahr in der Europäischen Union zu begründen.
Beim Weichweizen wurde die Prognose unverändert zum Vormonat und leicht verändert zum Vorjahr auf 5,2 Mio. Hektar geschätzt. Die Gerste- und Rapssaat-Anbauflächenschätzung wurde ebenfalls unverändert zum Vorjahr und leicht verändert zum Vorjahr auf 1,9 Hektar respektive 1,44 Mio. Hektar geschätzt. Quelle: Reuters

09.05.2017 Mexiko sucht Alternativen zum US-Weizen

Mexiko sucht eine Alternative zu US-Weizen und will deshalb in dieser Woche 30.000 bis 50.000 Tonnen argentinischen Weizen kaufen. Die Lieferungen dienen als Testkauf, um die Qualität und die Beschaffenheit des Getreides zu prüfen.
Das Mittelamerikanische Land ist dabei, seinen Außenhandel zu diversifizieren, nachdem der neue US-Präsident die Handelsbeziehungen zu seinem südlichen Nachbarland durch protektionistische Äußerungen in Frage stellt.
Eine Wirtschaftsdelegation aus Mexiko besuchte kürzlich Argentinien und hat Verhandlungen aufgenommen. Mexiko würde gerne Weizen kaufen und Autos liefern. Pflanzengesundheitliche Barrieren gibt es derzeit nicht.

09.05.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, verbesserte Wetterbedingungen in maßgeblichen US-Weizenanbaugebieten, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie der stärkere US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 615.029 Tonnen Weizen lagen die US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern die Bewertung der Winterweizenbestände per 7. Mai. 53 % des Winterweizens erhielt das Toprating "gut bis exzellent" (-1% zur Vorwoche). Marktteilnehmer erwarteten einen Anteil von 51%. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen nach. Begrenzt wurde der Rückgang durch die Ausschreibung Algeriens zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen und durch den deutlich schwächeren Wechselkurs des Euro zum US-Dollar. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 4,00 (Geld) und 6,00 (Brief) auf Mai 17.

09.05.2017 US-Weizenbestände in besserem Zustand als erwartet

Der Weizenmarkt steht heute Morgen weiter unter Druck. Seit gestern haben sich die Wetterbedingungen im Mittleren Westen der USA verbessert und drückten die Kurse am CBoT um 2 % auf den tiefsten Stand seit dem 28. April.
Damit haben die Chicago-Preise wieder alle Gewinne abgegeben, die aufgrund des Schneesturms und der befürchteten Ertragsverluste entstanden waren.
Das USDA hat gestern 53 % des Winterweizens mit gut bis exzellent eingestuft- das ist 1 % weniger als in der Vorwoche aber mehr als die 51 %, die von Marktteilnehmern erwartet wurden.

09.05.2017 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizen-Aussaat: 54% der Flächen sind bestellt
Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 07.05.17 54% der Flächen, die für die Sommerweizenaussaat vorgesehen sind, bestellt sind. In der Vorwoche waren es 31%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 74%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 60%.
09.05.2017 US-Crop-Conditions: 53% der US-Winterweizenbestände in guter Verfassung
Die Ährenbildung hat bei 50% der Winterweizenbestände eingesetzt. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit 55%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 46%.

08.05.2017 Algerien sucht Weizen und Gerste auf dem Weltmarkt

Algerien staatlicher Getrreideeinkäufer OAIC hat einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Gerste zur Lieferung im Juli ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. Mai. Gewöhnlich kauft Algerien größere Mengen, als urspürnlich ausgeschrieben. Quelle: Reuters

08.05.2017 Ägypten hat bisher rund 803.000 Tonnen lokalen Weizen gekauft

Ägypten hat seit dem Start der lokalen Weizenernte Mitte April 803.000 Tonnen Weizen gekauft. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die eingekaufte Menge bei 874.000. Bis zum Abschluss der diesjährigen lokalen Weizenernte Ende Juli beabsichtigt die ägyptische Regierung die Menge von 3,8 Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt zu kaufen. Quelle: Reuters

08.05.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

08.05.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / Sept. 17 / Dez. 17

08.05.2017 Weizenernte 2016: Von Frankreichs Missgeschick profitieren US-Exporteure

Frankreichs Missgeschick bei der Weizenernte im Vorjahr hat den Exporteuren aus den USA ein Extra Geschäft beschert.
Farmer in den USA hatten in 2016 ein gegenteiliges Problem; sie ernteten mehr Weizen als ursprünglich erwartet. Das trieb die Lagerbestände auf ein 30-Jahres-Hoch und zwang zu zusätzlichen Exporten.
Frankreichs FranceAgriMer erwartet in der laufenden Vermarktungsperiode Weichweizenexporte von 10,7 Mio. Tonnen. Das ist gerade mal die halbe Menge der vorherigen Saison. Ausfuhren in Drittländer sind dabei am stärksten betroffen. Statt 12,6 Mio. Tonnen wurden lediglich Fünf Mio. Tonnen in Drittländer ausgeführt.
Einige der großen nordafrikanischen Länder haben sich stattdessen in den USA mit Weizen eingedeckt. Aus amerikanischer Sicht wurden je nach Empfängerland bis zu neunmal soviel Weizen exportiert. Algerien kaufte die größte Menge US-Weizen seit neun Jahren und Marokko sogar seit 23 Jahren, da auch dort eine Missernte hereinkam.

08.05.2017 Unsicherheit über Frankreichs Getreideernte 2017

Das Wetter hat sich in Frankreich seit Anfang Mai grundlegend geändert. Es werden auch für die kommenden zwei Wochen viele Regenschauer vorhergesagt, sodass sich die Weizenbestände dort erholen können.
In Zentralfrankreich werden vom 6. bis 20. Mai 61 Liter Regen/Quadratmeter vorhergesagt, das wären doppelt soviel wie im März und April zusammen. Der Niederschlag wird auch dringend benötigt, aber die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es wie in der Erntephase 2016 auch gleich zu viel des Guten geben könnte.
Das hatte auch Einfluss auf die Maiserträge; gleich zweimal hintereinander (2015 und 2016) erlebten die Farmer in Frankreich ein Desaster bei der Maisernte. Von dem Mai-Regen könnte die diesjährige Maisernte aber profitieren, da bereits 84 % der geplanten Flächen mit Mais bestellt sind.
Unter Fachleuten herrscht eine große Unsicherheit vor, wie stark der Weizenertrag schon gelitten hat. Wenn es in der Vegetationsperiode wieder trocken wird, kommen allerhöchstens Durchschnittserträge zutage.

08.05.2017 Gegen den Trend - Frankreichs Weizenernte erneut in Gefahr
In den vergangenen Jahren sind die Weizenerträge auf der Welt kontinuierlich gestiegen; sie brechen immer weitere Rekorde. Allerdings war Frankreich von diesem Trend ausgenommen und das könnte auch in diesem Jahr wieder passieren.
Im letzten Jahr brachte Frankreich seine schlechteste Weizenernte überhaupt ein; die Ertragsverluste gegenüber dem Vorjahr waren 30%, aber auch die beiden vorherigen Ernten waren lediglich durchschnittlich groß, eine davon war aufgrund von zu viel Regen in der Erntezeit qualitativ so schlecht, das es Vermarktungsprobleme gab.
Frankreichs Weizenernte ist üblicherweise die fünft-größte der Welt und ist in der EU der Hauptexporteur für die Länder in Nordafrika. Der Löwenanteil ist Winterweizen, der im Herbst gesät wird.
Für die Vermarktungssaison 2017/18 wurde im Herbst 2016 gesät, als es in Frankreich sehr trocken war. Man hoffte aber noch auf gute Niederschläge im Frühling. Die Bewertungen der Feldbestände sanken um 16 % gegenüber dem Vorjahr, das hat man bisher noch gar nicht beobachtet. In der letzten Aprilwoche regnete es endlich, was aber bisher nicht dazu führte, dass sich die Bewertung der Feldbestände verbesserte. Im Gegenteil am letzten Freitag berichtete FranceAgriMer, dass das Rating um weiter 4 %-Punkte auf 74 % gut/exzellent sank.
08.05.2017 Irak´s Weizen Tender / günstigstes Angebot kommt aus den Vereinigten Staaten

Das günstigste Angebot auf den Tender Irak´s zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen lag bei $267,17/Tonne c&f free out und bezog sich auf Weizen aus den Vereinigten Staaten. Gesucht wurde Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder Australien. Die Angebotsfrist endete am 7. Mai. Bisher wurde noch kein Vertragsabschluss gemeldet. Quelle: Reuters

08.05.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 25.04. - 02.05.17 um 5.262 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 32.427 Kontrakte. 124.638 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 02.05.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 37.689 Lots zur Vorwoche
08.05.2017 Hohe Prämien für Qualitätsweizen

US-Müller bemühen sich nach dem Schnee-Ereignis im US-Weizengürtel händeringend um hochprotein-Weizen (HRW) aus der letzten Ernte, da sie befürchten, dass die neue Ernte durch den Blizzard im US-Bundesstaat Kansas, niedrige Erträge mit schwachen Proteinwerten bringen könnte.
Der Weizen in Kansas, aus dem vorrangig Broterzeugnisse hergestellt werden, zeige bereits Mangelerscheinungen. Einige Flächen müssen sogar umgepflügt werden, weil die Schäden zu groß sind.
In der jährlich stattfindenden Crop-Tour, die bis Donnerstag letzter Woche dauerte, hatten die Teilnehmer noch überdurchschnittliche Weizenerträge prognostiziert, aber einige Felder im Westen des Bundesstaates mit der größten Anbaufläche für US-Hartweizen, sind immer noch von Schnee bedeckt, der die Pflanzen an den Boden drückt. Es ist schwer, dafür eine Ernteschätzung vorzunehmen, sagen die Fachleute.
Sicher scheint, dass es weniger Ertrag geben wird, es gibt aber weitere Fragen und die Unsicherheit bleibt, sagen die Angestellten der großen Getreidehändler, die an der Tour teilnahmen.
Die Kurse des HRW-Futures an der Terminbörse in Kansas City stiegen auf ein Sieben-Wochen-Hoch, nachdem vor acht Tagen ein Schneesturm herniederging. Die Prämien für Weizen mit 12 % Protein stiegen auf 53 Cent/Buschel und damit auf den höchsten Stand seit neun Jahren.
Die Nachfrage nach Hochproteinweizen ist weltweit gut, während ein großes Angebot an Weizen in niedrigerer Qualität auf die Priese drückt.

08.05.2017 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Gewinnmitnahmen zum Wochenende und Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen führten am vergangenen Freitag zu leichten Kursaufschlägen bei den Weizennotierungen in Chicago. Fonds reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen zu. Der Zustand der französischen Weizenbestände hat sich auch in der vergangenen Woche verschlechtert. Per 1. Mai erhielten 74% der Weichweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 78%). Exporte aus Deutschland und Frankreich haben sich in der vergangenen Woche verlangsamt. Der feste Wechselkurs des Euro zum US-Dollar ist eine große Belastung. Weizen aus den Vereinigten Staaten, Russland sowie andere Schwarzmeer-Herkünfte haben auf FOB-Basis Vorteile gegenüber Weizen aus Westeuropa. Rumänien könnte in dieser Saison die Rekordmenge von 5,5 Mio. Tonnen Weizen exportieren. Frankreich hat im April 760.000 Tonnen Weizen an Ziele außerhalb der EU exportiert. Das ist die größte Menge in dieser Saison.

05.05.2017 Statisics Canada: Canola Lagerbestände im dritten Jahr in Folge rückläufig
Die kanadischen Lagerbestände von Canola, Sojabohnen und Hafer sind in diesem Jahr niedriger, als zum selben Zeitpunkt 2016. Die Lagerbestände von Weizen, Mais und Gerste sind hingegen höher. Das ergab eine Umfrage der kanadischen Statistikbehörde, die im Zeitraum 16. – 31. März durchgeführt wurde.
Kanadas Canola-Bestände (-23,3%) sind bereits im dritten Jahr in Folge rückläufig. Beim Weizen (ohne Durum) sind die Bestände 7,3% höher. Die Durum-Bestände sind sogar 50,8% höher, als im Vorjahr. Eine Übersicht der wichtigsten Veränderungen finden Sie in der folgenden Tabelle.
05.05.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / Sept. 17 / Dez. 17

05.05.2017 FranceAgrimer meldet schlechteren Zustand von Weizen und Gerste in Frankreich

Der Zustand der französischen Weizen- und Gerstebestände hat sich nach Meldungen von FranceAgriMer auch in der vergangenen Woche weiter verschlechtert. Warmes und trockenes Wetter in den vergangenen Monaten hat die Böden nach dem trockenen Winter stark ausgetrocknet. Per 1. Mai erhielten 74% der Weichweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. Das ist der vierte Rückgang in Folge. In der Vorwoche erhielten 78% der Weizenbestände die höchste Bewertung. 68% der Wintergestebestände wurden mit „gut bis exzellent“ geratet, nach 71% in der Vorwoche. Bei der Sommergerste sanken die Topratings von 80% in der Vorwoche auf nun 77%.
Die Maisaussaat ist per 1. Mai zu 84% erledigt versus 76% in der Vorwoche und weit vor dem Vorjahr zur selben Zeit von 29%.

05.05.2017 Getreidemail

Überraschend gute Ertragsaussichten bei den Feldbesichtigungen in Kansas sowie deutliche Abschläge bei den Rohölnotierungen und beim Gold belasteten gestern den Weizenkomplex in Chicago. Mit 821.800 Tonnen US-Weizen (alte und neue Ernte) lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000 bis 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Die Kurse in Europa werden zudem vom gestiegenen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastet, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum erschwert. In Frankreich haben die jüngsten Niederschläge für eine leichte Entspannung gesorgt. Feuchtes, unbeständiges Wetter wird in den kommenden 2 Wochen in maßgeblichen Regionen Russlands erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei 5,00 (Geld) und 6,00 (Brief) auf Mai 17. Unterstützung kommt weiter von der festen Nachfrage nach Futterweizen, der in Südoldenburg mit über 5 Euro auf Hamburg gehandelt wurde.

05.05.2017 Überdurchschnittlich hohe Weizenerträge in Kansas

Die Weizenkurse am CBoT haben gestern schwere Verluste einstecken müssen. Die Feldbesichtigungstour im US-Bundesstaat Kansas hat zur Überraschung aller überdurchschnittlich hohe Weizenerträge prognostiziert. Am Wochenende war noch von Ertragseinbußen in Folge eines Schneesturms die Rede.
Schneemassen, die letzte Woche im zentralen Anbaugebiet des US-Weizenanbaus herunterkamen, hatten den Markt in Atem gehalten. Alle rätselten darüber, wie hoch die Verluste werden würden. Tatsächlich habe sich am weltweiten Weizenüberschuss aber nichts geändert, so die ersten Meldungen von heute Morgen aus Australien. Der Tenor heute Morgen: Möglicherweise gibt es tatsächlich weniger Weizen in den USA aber die Welt bleibt dennoch gut versorgt.
Das Ertragspotential für Weizen in Kansas wird von den Experten der in diesen Tagen statt findenden Croptour auf 46,1 Bushel per acres (bpa) geschätzt. Das wären mehr als im Fünf-Jahres-Mittel.

04.05.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 20,7 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 02.05.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 414.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 20,70 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 22,85 Mio. Tonnen versus 27,41 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 32.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,84 Mio. Tonnen.
   
04.05.2017 US-Export-Sales: Weizenexporte höher, als erwartet

04.05.2017 Weltmarktpreise für Lebensmittel sinken um 1,8 %

Der FAO – Index für Lebensmittel sank im April um 1,8 % gegenüber dem Vormonat. Alle Agrarrohstoffe außer Fleisch sanken im Preis. Der Marktzeiger berechnet jeden Monat die Preisveränderungen eines virtuellen Korbes folgender Grundnahrungsmittel: Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte Fleisch und Zucker.
Die in Rom ansässigen FAO ist die Lebensmittelbehörde der Vereinten Nationen; sie erhöhte ihre Schätzung zur globalen Getreideproduktion in 2017/18 auf 2,500 Mrd. Tonnen, davon sollen 740 Mio. Tonnen Weizen sein. Das wäre knapp unter dem Rekordergebnis des letzten Jahres.

04.05.2017 AMIS Market Monitor No. 48 / Mai 2017

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 4. Mai finden Sie hier!

Bitte beachten Sie, dass sich mögliche Auswirkungen des jüngsten Schneesturms in den US-Plains in diesem Bericht noch nicht wiederfinden.

04.05.2017 Crop Scouts erwarten gute HRW-Weizenerträge im Südwesten von Kansas
Im Rahmen der 3-tägigen Kansas-City-Crop Tour haben Crop Scouts am zweiten Tag 205 Weizenfelder in im Südwesten des Bundesstaates zwischen Colby und Wichita begutachtet und schätzen die durchschnittlichen Erträge im untersuchten Gebiet auf 46,9 Bushel per Acres (bpa). Der Wert ist damit höher, als im 5-Jahres-Durchschnitt für dasselbe Gebiet von 39,1 bpa, allerdings niedriger, als im vergangenen Jahr, als 49,3 bpa erreicht wurden.
1 Bushel Weizen = 27,216 kg
1 ha = 2,47 Acres
04.05.2017 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen den Handelstag in Chicago. Marktteilnehmer warten erst einmal auf konkrete Aussagen über der Höhe der zu erwartenden Ernteeinbußen aufgrund des Schneesturms am Wochenende. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizenexporten in einer Spanne von 200.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures nach den deutlichen Zugewinnen der letzten Tage auf den Terminen der neuen Ernte nach. Der auslaufende Maitermin konnten jedoch zulegen. Die EU-Kommission hat ihre Prognose der EU-Weizenproduktion für die kommende Saison 2017/18 um 300.000 Tonnen zum Vormonat von 142,2 Mio. Tonnen auf 141,9 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt die Prognose aber weiterhin deutlich über dem Ergebnis der Saison 2016/17 von 134,4 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Prämien für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 5,00 (Geld) und 6,00 (Brief) auf Mai 17. Unterstützung kommt von der festen Nachfrage nach Futterweizen.

04.05.2017 Weizen- und Maiskurse verteidigen Vortagesgewinne tapfer

Die Kurse der CBoT-Weizen- und Maisfutures können die Gewinne der letzten Tage einigermaßen behaupten, da das nasse Wetter in der Kernregion des US-Getreideanbaus die Farmer dazu zwingt, einige Maisflächen neu zu bestellen. Die Weizenbauern erwarten Schätzungen über die Schäden, die der Schneesturm am Wochenende verursacht hat.
Diese Story wird uns in den kommenden Wochen in der Berichterstattung weiter begleiten.
Die Maiskurse werden durch die ergiebigen Regenfälle gestützt, weil die gerade eingesäten Flächen überschwemmt und die Saat ausgewaschen wurde. Die Weizenbestände in den USA sind durch das kalte Wetter in den letzten Tagen geschädigt worden.
Die Teilnehmer einer Feldbesichtigungstour im US-Bundesstaat Kansas rätseln darüber, wie groß die Schäden sind, die der nasse Schnee auf den weit entwickelten Weizenbeständen angerichtet hat.
Gestern senkte die EU-Kommission ihre Schätzung für die Weizenernte 2017 auf 141,9 Mio. Tonnen von 142,2 Mio. Tonnen im letzten Monat. Im letzten Jahr wurden in der EU 134,4 Mio. Tonnen Weizen geerntet.

04.05.2017 Tunesien sucht 75.000 Tonnen Durum-Weizen

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat gestern einen Tender zum Kauf von 75.000 Tonnen Durum Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Gesucht werden 3 x 25.000 Tonnen je nach Herkunft zur Lieferung zwischen dem 15. August und dem 5. November. Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters.

03.05.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 200.000 - 550.000 Tonnen

03.05.2017 Informa erwartet US-Winterweizen-Produktion von 1,326 Mrd. Bushel

Das private Analystenhaus Infoma Economics hat seine Prognose der US-Winterweizen-Produktion 2017 um 41 Mio. Bushel von 1,285 Mrd. Bushel (April-Schätzung) auf 1,326 Mrd. Bushel erhöht. Das melden übereinstimmend 3 Quellen. Eine offizielle Bestätigung von Infoma gab es nicht. Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht seine erste Prognose am kommenden Mittwoch, dem 10. Mai im WASDE-Report. Die US-Winterweizenproduktion 2016 erreichte ein Volumen von 1,672 Mrd. Bushel

03.05.2017 Russland: Getreideexporte in Richtung Türkei können in wenigen Tagen beginnen

Russland wird die Getreideexporte in Richtung Türkei in weinigen Tagen wieder aufnehmen, wenn letzte Probleme mit Ankara gelöst sind. Das meldet der stellvertretende Premierminister Russlands, Arkady Dvorkovich. Ein Gespräch zwischen dem russischen Präsident Putin und seinem türkischen Amtskollegen Erdogan, das im russischen Sotchi stattfand, macht eine Lösung des Konfliktes in Kürze wahrscheinlich. Russlands Importrestriktionen auf Tomaten aus der Türkei wurden offenbar noch nicht gelöst. Die Türkei ist nach Ägypten Russlands zweitgrößter Weizenkäufer. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert.

03.05.2017 EU-Kommission senkt Prognose für Weizenproduktion 2017/18

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der Weizenproduktion in der Gemeinschaft für die kommende Saison 2017/18 um 300.000 Tonnen zum Vormonat von 142,2 Mio. Tonnen auf 141,9 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt die Prognose aber weiterhin deutlich über dem Ergebnis der Saison 2016/17 von 134,4 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weizenexporte 2017/18 blieb unverändert bei 28,9 Mio. Tonnen im Vergleich zu 2016/17 von 24 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der Gersteernte 2017/18 in der EU28 wurde um 300.000 Tonnen auf 62,4 Mio. Tonnen erhöht. Leicht gesenkt hingegen wurde die Schätzung der EU-Maisproduktion 2017/18 von 66,6 auf 66,5 Mio. Tonnen. Ebenfalls gesenkt wurde die Schätzung der EU Rapssaatproduktion 2017/18 von 22,55 Mio. Tonnen auf 22,2 Mio. Tonnen.

03.05.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / Sept. 17 / Dez. 17

03.05.2017 Gute Startbedingungen für Argentiniens Getreideproduktion 2017/18

Zu Beginn der kommenden Saison sorgen in Argentinien starke Regenfälle für eine ausreichende Bodenfeuchte für die Aussaat von Weizen, Mais und Sojabohnen. Allerdings haben die Farmer im letzten Jahr mit Starkregenfällen schlechte Erfahrung gemacht, als rund eine Mio. Hektar überflutet wurden und auf 750.000 Hektar Sojabohnen und 250.000 Hektar Mais Ertragsverluste entstanden. Diese Früchte sind die wichtigsten cash – Crops des Landes.
Klimatologen der Buenos Aires Grains Exchange glauben, dass es in Argentinien auch in den kommenden Monaten überdurchschnittlich nass sein wird. Die Börse schätzt die 2016/17 Sojabohnenernte auf 56,5 Mio. Tonnen. Geerntet wird seit März und noch bis Juni. Wetterextreme mit Stürmen und Regen haben die Erträge in einigen Regionen begünstigt und in anderen Ertragsverluste gebracht.
Argentinien ist weltweit der größte Exporteur von Sojabohnenöl und –Schrot und ebenfalls ein bedeutender Weizen- und Mais-Exporteur am Weltmarkt.
Weizen ist die erste der drei Feldfrüchte, die zur Aussaat kommt. Die Feldbestellungen beginnen in diesem Monat, dann kommt Mais im September, gefolgt von Sojabohnen im Oktober. Die Bedingungen für die Weizenaussaat sind aktuell bestens; genügend Bodenfechte ist vorhanden.
Die Maisernte 2016/17 wird nach Einschätzung der Getreidebörse in Buenos Aires auf 37 Mio. Tonnen kommen, davon sollen 25 Mio. Tonnen exportiert werden. Die Weizenanbaufläche wird auf 5,5 Mio. Hektar geschätzt und davon könnten dann in 2017/18 17,5 Mio. Tonnen geerntet werden (Vj.: 16,3 Mio. Tonnen).

03.05.2017 Weizenerträge im Norden von Kansas deutlich unter dem Vorjahr

Gestern startete eine Expertengruppe ihre dreitägige Tour durch die Hard-Red-Winter-Region im US-Bundesstaat Kansas. Am ersten Tag schätzten sie die Erträge im Norden des Landes auf den besichtigten Feldern auf 43 Bushel per acres (bpa). Auf 222 Feldern wurden die Proben bisher ausgewertet.
Das wäre ziemlich genau der durchschnittliche Ertrag der letzten fünf Ernten aber viel weniger als die 47,1 bpa die im letzten Jahr zu diesem Termin geschätzt wurden. Tatsächlich ernteten die Farmer in Kansas letztes Jahr mit 57 bpa den höchsten HRW-Weizenertrag überhaupt.
Ein trockener Winter mit extremen Temperaturschwankungen inklusive Frost in der vergangenen Woche haben das Ertragspotential für die kommenden Ernte stark beschränkt. Im Westen des Bundesstaates hatte schwerer, nasser Schnee am Wochenende die Pflanzen flach gelegt. Schnee im Mai ist extrem ungewöhnlich. Die Auswirkungen dessen können erst in einigen Wochen überblickt werden.
Durch die schwierigen Wetterbedingungen gibt es keinen Vergleich zum letzten Jahr.

03.05.2017 Getreidemail

Gewinnmitnahmen belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie fallende Rohölnotierungen drückten zudem auf die Stimmung. Am Montag stiegen die Weizenkurse kräftig, weil ein heftiger Schneesturm am Wochenende in bedeutenden US-HRW-Anbauregionen mögliche Schäden an den Getreidebeständen verursachte. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen gestern um 5.000 Lots.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen bei hohen Umsätzen mit Aufschlägen. Die Tageshöchstkurse, die zu Beginn der Sitzung erreicht wurden, konnten jedoch nicht gehalten werden. Niederschläge in Frankreich haben die Sorgen der französischen Landwirte im Westen und in der Mitte des Landes etwas relativiert, während die Regenmengen nördlich von Paris und im Osten minimal waren. Unbeständiges Wetter wird auch in den kommenden Tagen erwartet. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 3,50 (Geld) und 4,50 (Brief) auf Mai 17.

03.05.2017 CBoT-Weizenkurse verlassen ihr 2-Monats-Hoch

Seit gestern geben die CBoT-Weizenkurse nach und verlassen damit ihr Zwei-Monats-Hoch, da die gute weltweite Versorgungslage mit Getreide auf die Stimmung drückt.
Weizenhändler warten jetzt auf Berichte über die Schäden in den HRW-Anbauregionen der USA, die der Schneesturm am Wochenende angerichtet hat und die Terminmarktkurse stützten. Bis verlässliche Aussagen vorliegen, kann es aber noch dauern, insofern ist das Aufwärtspotential der Börsenkurse vorerst begrenzt weil es genügend Vorräte gibt.
In Argentinien wird in den Anbauregionen für Sojabohnen, Weizen und Mais Regen erwartet, der den Kulturen gut tun dürfte. Die Farmer sind aber auch stets in Alarmstimmung, weil Starkregenfälle in der letzten Saison auf mehr als einer Mio. Hektar Ernteschäden verursachte.
Gestern teilte der US-Getreidehändler ADM mit, dass es in dem derzeitigen Marktumfeld mit hohen Mengenüberschüssen schwer ist, Geld mit dem Getreide zu verdienen. Daraufhin sanken die Aktienkurse des Unternehmens auf den tiefsten Stand seit acht Jahren.

02.05.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / Sept. 17 / Dez. 17

02.05.2017 Russische Weizenexportpreise stabil

Die Preise für russischen Exportweizen entwickelten bei schwachen Umsätzen in der vergangenen Woche seitwärts. Der Konflikt zwischen der Türkei, dem zweitgrößten Käufer von russischem Weizen, und Russland ist noch nicht gelöst. Mitte März hatte die Türkei Importzölle auf Weizen, Mais und Sonnenblumen aus Russland eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert. Seitdem liegen die Weizenexporte Richtung Türkei effektiv auf Eis. Eine schnelle Lösung des Konfliktes erwarten beide Seiten derzeit nicht.
Ein Treffen zwischen Vladimir Putin und Tayyip Ergogan, das am morgigen Mittwoch stattfinden soll, könnte möglicherweise Dynamik in der Suche einer Lösung für den Konflikt bringen.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein für den Export im Mai kostete am Freitag $186/Tonne FOB, so das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldete ebenfalls $186 Tonne FOB. Die neue Ernte zur Lieferung Juli-August wurde mit $172(IKAR) bzw. $170-$172 (SovEcon) angegeben.
Die Inlandspreise für Klasse-III-Weizen fielen laut SovEcon im europäischen Teil Russlands um 200 Rubel 9.300 Rubel/Tonne ex works ($163,24). $1 = 56,97 Rubel

02.05.2017 Ägypten hat bisher rund 360.000 Tonnen lokalen Weizen gekauft

Ägypten hat seit dem Start der lokalen Weizenernte Mitte April 359.565 Tonnen Weizen gekauft. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die eingekaufte Menge etwas höher bei 395.523 Tonnen. Bis zum Abschluss der diejährigen lokalen Weizenernte Ende Juli beabsichtigt die ägyptische Regierung die Menge von 3,8 Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt zu kaufen. Quelle: Reuters

02.05.2017 Kanada Canola-Bestände schrumpfen auf 4-Jahres-Tief

Die Canola-Bestände in Kanada sind kurz vor der Aussaat für die nächste Ernte auf ein Vier-Jahres-Tief geschrumpft. Eine sehr gute Nachfrage von den Ölmühlen und den Exporteuren ließ die Bestände spürbar sinken. Das Weizenangebot ist dagegen größer geworden, so die Meinung von zwölf Händlern, die vom Nachrichtendienst Reuters befragt wurden.
Am kommenden Freitag wird auch die staatliche Statistikbehörde Statistics Canada das Ergebnis einer Bestandserhebung per 31. März bei den Farmern und den Lagerhaltern auf der Erfassungsebene veröffentlichen.
Der Reuters-Umfrage zufolge sollen noch 6,7 Mio. Tonnen Canola (Raps) auf Vorrat sein; das wären 22 % weniger als im letzten Jahr zu diesem Termin und die kleinste Menge seit 2013. Steigende Canola-Preise lassen auf eine geringe Abgabebereitschaft der Lagerhalter schließen.
Mehr als 1 Mio. acres Canola, Weizen und andere Feldfrüchte konnten im letzten Herbst nicht geerntet werden und man hofft, davon noch einiges zu retten. Über die Qualität des Ernteguts kann man noch nichts sagen.
Kanada hat mehr Canola im eigenen Land verarbeitet und gleichzeitig auch mehr von der Ölsaat exportieren können.
Das Weizenangebot stieg in der laufenden Saison um 27 % auf eine Drei-Jahres-Hoch auf 18,3 Mio. Tonnen. Der Umfrage zufolge haben sich die Durum-Bestände fast verdoppelt. Kanada produzierte in 2016 seine zweitgrößte Weizenernte der letzten 25 Jahre und die größte Durum-Ernte überhaupt. Außergewöhnlich nasses Wetter beeinträchtigte aber die Ernte und die Qualität.
Während die Durum-Bestände hoch sind, bedeuten die Qualitätsprobleme, dass das Getreide nur in den Futtermischungen abgesetzt werden kann.
Kanada ist weltweit der größte Exporteur von Canola (Rapssaat) und einer der bedeutendsten Weizenexporteure.

02.05.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse konnten den vierten Tag in Folge deutlich zulegen. Heftige Schneefälle in den wichtigen US-HRW-Anbaugebieten, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie ein schwächerer USDollar gaben dem Markt Auftrieb.
Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 574.588 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 12.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die
elektronische Nachtbörse mit weiteren Aufschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris, die aufgrund des Feiertags gestern nicht handelten, schlossen am vergangenen Freitag fester. FranceAgriMer stufte die Ratins der Weizenbestände in Frankreich von 85 % auf 78 % „gut bis exzellent“ herab. Meteo France meldet, dass der
April 2017 der trockenste April seit nahezu 50 Jahren in Frankreich war.
In Hamburg hat Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai eine Prämie von 5,00 (Geld) und 6,50 (Brief) auf Mai 17. Marokko hat den Importzoll auf Weizen von 30% auf 135% erhöht.

02.05.2017 Weizenrally am CBoT hält schon vier Tage an

Die Weizenkurse am CBoT sind in den vergangenen vier Tagen um mehr als 10 % gestiegen, alleine gestern gab es einen Anstieg von 5,5 %, dem größten Tagesgewinn seit Juni 2015. Begründet wird das alles mit heftigen Schneefällen in den US-HRW-Anbaugebieten, die die Ernte dort gefährden.
Die Hard-Red-Winterweizenernte dort ist ohnehin unter Stress. Der größte Schaden wird durch stürmisches Wetter in den US-Bundesstaaten Kansas, Oklahoma und Nebraska verursacht. Ergiebige Schneefälle im westlichen Kansas und südöstlichen Colorado haben dort die Weizenbestände auf den Boden gedrückt, der nasse Schnee wird aber in den kommenden Stunden schmelzen und die Stürme setzen dann dem Weizen weiter zu. Zuvor hatte es in dieser Region auch noch Frost gegeben, der alleine schon Ertragsverluste bringen würde.
Auch in anderen Teilen der Welt sehen die Weizenbestände nicht gut aus. Am vergangen Freitag hatte FranceAgriMer die Weizenbestände in Frankreich von 85 % auf 78 % „gut bis sehr gut“ heruntergestuft.

02.05.2017 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 30.04.17 31% der Flächen, die für die Sommerweizenaussaat vorgesehen sind, bestellt sind. In der Vorwoche waren es 22%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 52%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 46%.

02.05.2017 US-Crop-Conditions: Winterweizen-Ratings unverändert

01.05.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 18.04. - 25.04.17 um 134 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 20.067 Kontrakte. 162.327 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 18.04.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 20.201 Lots zur Vorwoche und befinden sich auf einem Allzeittief!

   

01.05.2017 Rally bei Weizenkursen: Frost überrascht die HRW-Region der USA

Die CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen um mehr als zwei Prozentpunkte, weil Frost in den Produktionsregionen der USA vermuten lässt, dass es zu weit verbreiteten Ertragsausfällen kommt.
In Kansas und Colorado sowie in Teilen Oklahomas diskutieren die Marktteilnehmer darüber, wie hoch die Ernteausfälle sein werden. Während die Hard-Red-Winterweizenbestände dort sich rasch entwickelt haben, bedroht jetzt Frost das Getreide. Kansas ist der Bundesstaat, wo es die größte HRW-Anbaufläche der USA gibt.
Dort befanden sich bis zum 23. April 82 % der HRW-Bestände im Stadium „jointing“ und 25 % schoben schon Ähren („heading“). In diesen Stadien sind die Pflanzen besonders Frostempfindlich.
Das kalte Wetter in den USA kommt zu den unvorteilhaften Wetterbedingungen in allen Überschussregionen der Welt hinzu, die die globale Getreideproduktion beschränken.
Auch in Frankreich entwickeln sich die Getreidebestände nicht zum Vorteil: FranceAgriMer berichtete am Freitag, dass nur noch 78 % der Weichweizenbestände in „good/excellent“ eingestuft wurden, nach 85 % in der Vorwoche.

28.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

28.04.2017 FranceAgriMer: Weizen- und Gersteratings stark rückläufig

Der Zustand der französischen Weizen- und Gerstebestände hat sich in der vergangenen Woche stark verschlechtert. Das meldet FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Report. Per 24. April erhielten 78% der Weichweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. Das ist der dritte Rückgang in Folge. In der Vorwoche erhielten 85% der Weizenbestände die höchste Bewertung. Warmes und trockenes Wetter in den vergangenen Monaten hat die Böden nach dem trockenen Winter stark ausgetrocknet.
71% der Wintergestebestände wurden mit „gut bis exzellent“ geratet, nach 78% in der Vorwoche. Bei der Sommergerste fiel der Rückgang etwas weniger stark aus von 85% in der Vorwoche auf nun 80%.
Die Maisaussaat ist per 24. April zu 76% erledigt versus 57% in der Vorwoche und weit vor dem Vorjahr zur selben Zeit von 24%.

   

28.04.2017 Getreidemail

Frost in den südlichen US-Weizenanbaugebieten sorgte gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Aufschläge. In dem Top-Hartweizenanbaugebiet in Kansas sanken die Nachttemperaturen auf Minus 6°C. Weitere Fröste werden in den kommenden Tagen erwartet. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt nur 367.100 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Das International Grains Council (IGC) erhöhte gestern die Prognose der globalen  Weizenernte 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 736 Mio. Tonnen. Zur Saison 2016/17 (753 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um über 2%. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 25.04.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 691.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 22,38 Mio. Tonnen versus 26,63 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16. Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai hat in Hamburg eine Prämie von 5,00 (Geld) und 7,00 (Brief) auf Mai 17.

28.04.2017 Marokko erhöht Weizenimportzoll auf 135%

Marokko hat den Importzoll auf Weizen von 30% auf 135% erhöht. Das meldete gestern die Regierung Marokkos. Der Zollsatz gilt demnach bis zum 31. Dezember. Grund für die Erhöhung sind die starke Ernte und das international niedrige Preisniveau. Quelle: Reuters

28.04.2017 Israelische Händler kauften gestern Mais, Futterweizen und Gerste

Eine Gruppe isrealische Händler kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 70.000 bis 80.000 Tonnen Mais, rund 30.000 Tonnen Futterweizen und über 20.000 Tonnen Gerste. Das meldeten gestern europäische Händler. Die Herkunft ist laut Ausschreibung optional, Marktbeteiligte glauben aber, dass der Mais aus Südamerika stammt und der Futterweizen und die Gerste aus der Schwarzmeer-Region. Quelle: Reuters

28.04.2017 IGC erhöht Prognosen der globalen Mais- und Weizenernte

Das International Grains Council (IGC) erhöhte gestern die Prognose der globalen Maisernte 2017/18 um 2% auf 1,026 Mrd. Tonnen. Grund dafür sind insbesondere die verbesserten Aussichten für die kanadische Maisernte. Damit bleibt die Erwartung weiter hinter dem Rekordergebnis des vergangenen Jahres von 1,059 Mrd. Tonnen. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der globalen Weizenernte 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 736 Mio. Tonnen. Zur Saison 2016/17 (753 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um über 2%. Quelle: Reuters

28.04.2017 Größtes Wochenplus für US-Weizen wegen Wetterproblemen

Die Chicago-Weizenfutures sind heute auf bestem Wege zu ihrem größten Kursanstieg seit Anfang Februar. Die Preise werden durch Frosttemperaturen in den Central- und Southers Plains gestützt, die das Wintergetreide (HRW) gefährden.
In dem Top-Hartweizenanbaugebiet in Kansas sanken die Nachttemperaturen auf Minus 6°C.

28.04.2017 Algerien kaufte gestern 250.000 Tonnen Durum

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte gestern rund 250.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung in der ersten und zweiten Junihälfte. Die Ausschreibung endete gestern. Händler glauben, dass der Durum-Weizen hauptsächlich aus Kanada geliefert wird. Der Preis wird auf $250/Tonne c&f geschätzt. Quelle: Reuters

27.04.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 20,29 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 25.04.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 691.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 20,29 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 22,38 Mio. Tonnen versus 26,63 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 47.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,81 Mio. Tonnen.

 

27.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

27.04.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago konnten gestern ihre Anfangsgewinne nicht verteidigen und schlossen schwächer. Im Laufe des Tages hatten Investoren vermehrt Short-Positionen glattgestellt, weil Regen die Aussaat von Sommerweizen verzögert. Eine offizielle Eilmeldung aus US-Regierungskreisen hatte in den letzten beiden Stunden des gestrigen Handelstages zum Kurssturz geführt. Das NAFTA-Abkommen mit Mexiko und Kanada soll aufgekündigt werden. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert. Die e-CBoT handelt heute Morgen den Weizen leicht fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Anfangsgewinnen aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Kurz vor dem Auslaufen des letzten Futures der Ernte 2016 kommt es zu technischen Reaktionen. Marktteilnehmer, die keine physische Lieferung durchführen wollen, müssen jetzt ihre Short-Positionen glattstellen. Das erklärt auch die aktuell großen Umsätze am Matif. Kontrakte der neuen Ernte legten zu, weil es in Frankreich immer noch zu trocken ist. In norddeutschen Häfen wird aktuell viel Weizen verladen. Die Prämien sind mit 7-8 € über Matif-Mai-17 sehr hoch. Auch die Futterweizenpreise liegen über den Mahlweizennotierungen. Der feste Wechselkurs des Euro zum Dollar verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt.

27.04.2017 Matif-Rapsfutures für Ernte 2019 werden jetzt ohne Änderung aufgelegt

Die Pariser Terminbörse Euronext wird jetzt neue Fälligkeiten für ihren Rapsfuture auflegen, ohne die Spezifikation zu verändern. In einem beratenden Fachausschuss der Börse konnten sich die Befürworter einer Kontraktänderung am Dienstag nicht durchsetzen.
Ende Januar wären normalerweise Futures und Optionen für die Ernte 2019/20 aufgelegt worden. Aus dem Markt wurden aber Forderungen erhoben, den Ölgehalt in der Spezifikation anzuheben. In einem Expertenmeeting mit Genossenschaften und Repräsentanten der verarbeitenden Industrie konnte am Dienstag keine Einigung darüber erzielt werden.
Als Ergebnis steht jetzt fest, dass der August-19-Termin am Dienstag, dem 2.Mai zum Handel freigegeben wird. Ohne die Forderungen einiger Marktteilnehmer wäre der Terminkontrakt und die dazu gehörigen Optionen bereits am 1. Februar 2017 aufgelegt worden.
Frankreichs größter Käufer für Rapssaat Saipol hatte sich dafür eingesetzt, in der Spezifikation des Kontraktes den Ölgehalt von derzeit 40 % auf 42 % anzuheben, da das eher den Bedingungen im französischen Handel entsprechen würde.
Rund 30 % der deutschen Rapsernte 2019 seien aber schon auf Basis der bisherigen Spezifikation, also mit 40 % Ölgehalt, verhandelt worden. In Frankreich seien es 20 % der Ernte.
Im kommenden Jahr soll das Thema wieder auf die Tagesordnung, so der Produktentwickler Olivier Raevel von der Euronext.
Auf der Tagesordnung stand am Dienstag auch die Forderung für weitere Lieferorte in Großbritannien. Darum hatte die britische National Farmers Union gebeten (NFU). Auch dafür gab es von den Experten keine Zustimmung.
Raevel kündigte an, dass die Börse für die Produkte Raps und Weizen zukünftig jedes Frühjahr Expertenmeetings abhalten will. Die Handelsvolumen der Rapsfutures haben sich seit dem Jahr 2015 um 20 % auf 2,6 Mio. Kontrakte erhöht. Der Handel mit Optionen auf Rapsfutures steigerte sich um 26 % auf 350.000 Lots.

26.04.2017 Tunesien kauft 75.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat rund 75.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Eine erste Prognose lag zunächst bei 67.000 Tonnen. Gekauft wurde in 25.000 Tonnen Einheiten zu Preisen von $173,85/Tonne c&f, $186,73/Tonne c&f und $189,58/Tonne c&f. Verkäufer sind die Handelshäuser Europmarktes, Bunge und Nidera. Die Lieferung soll in der Zeit vom 25. Juni bis zum 5. August (je nach Herkunft) erfolgen. Quelle: Reuters

26.04.2017 Ukraine: Riesige Getreideexporte im März

Die Maisexporte im März aus der Ukraine stiegen von 1,8 Mio. Tonnen im Februar auf 3,1 Mio. Tonnen im März. Das ist die größte Exportmenge in einem Monat in der Saison 2016/17 und die größte Exportmenge überhaupt in einem März.
Weizenexporte im März waren mit 1,05 Mio. Tonnen auch deutlich höher als die 840.000 Tonnen im Februar.

26.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

26.04.2017 Russland hofft auf Kompromiss mit der Türkei im Streit um Getreideexporte
Russlands Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev hofft nach eigenen Aussagen darauf, dass Moskau innerhalb der nächsten 2 Wochen einen Kompromiss mit der Türkei über Getreideexporte erreichen wird. Eine Delegation hochrangiger russischer und türkischer Beamter beabsichtigen am morgigen Donnerstag Gespräche in Ankara.
Die Türkei ist nach Ägypten Russlands zweitgrößter Weizenkäufer. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert.
26.04.2017 Tunesien: Niedrigstes Angebot für Weizen lag bei $173,85/Tonne c&f

Das niedrigste Angebot, das Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer auf die Ausschreibung zum Kauf von 67.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft erhalten hat, lag bei $173,85/Tonne c&f und bezog sich auf die Menge von 25.000 Tonnen Weizen. Die meisten Angebote lagen zwischen $180 und $190/Tonne c&f. Tunesiens Einkäufer wählt nicht zwangsläufig das günstigste Angebot, wenn weitere damit verbundene Vertragsbedingungen sich als ungünstig erweisen. Der Weizen wurde in 2 Vereinbarungen (25.000 Tonnen und 17.000 Tonnen) gekauft. Die Versendung soll im Zeitraum 25. Juni bis 5. August (je nach Herkunft) erfolgen. Quelle: Reuters

26.04.2017 Südkoreas MFG kauft 135.000 Tonnen Futterweizen

Südkoreas größter Futtermittelhersteller Major Feedmill Group (MFG) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 135.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Oktober und im November gekauft. Quelle: Reuters

26.04.2017 Getreidemail

Der deutlich schwächere Wechselkurs des US-Dollar zum Euro, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für kräftige Aufschläge. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten etwas zu. Die Aufschläge wurden durch den starken Euro jedoch begrenzt. Besorgt richtet sich der Blick weiterhin auf die zu trockenen Regionen in Westeuropa, insbesondere Frankreich. Dort sorgt man sich über mögliche Schäden bei den Weizenbeständen. In Hamburg stiegen Prämien für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April auf €7,00 (Geld) und €8,00 (Brief). Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 67.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Der Irak ist ebenfalls am Markt und sucht mindestens 50.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder Australien.

25.04.2017 Irak sucht erneut Weizen
Der Irak hat heute einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada oder Australien ausgeschrieben. Das berichten Marktbeteiligte. Die Angebotsfrist der Ausschreibung endet am 7. Mai, die Offerten sollen eine Gültigkeit bis zum 11. Mai aufweisen.
Die irakische Regierung teilte in diesem Monat mit, dass man in direkte Verhandlungen zum Kauf von Weizen und Reis mit Händlern getreten sei, nachdem die letzten Ausschreibungen erfolglos blieben. Auch teilte der Irak seinen Lieferanten in diesem Jahr mit, dass die Bezahlung der Getreidelieferungen in Raten erfolgen soll. Nach dem Ölpreisverfall leidet der Irak an dem deutlichen Rückgang der Einnahmen aus dem Ölexport. Marktkenner bezweifeln, dass sich Exporteure auf verzögerte Zahlungen oder Ratenzahlungen einlassen werden. Quelle: Reuters
25.04.2017 Tunesien sucht 67.000 Tonnen Mahlweizen

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 67.000 Tonnen Soft Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet morgen, am 26. April. Quelle: Reuters

25.04.2017 Rätselraten über ägyptische Getreideversorgung

Ägypten hat rund 2,6 Mio. Tonnen Weizen in seiner strategischen Reserve und will aus der lokalen Ernte noch 3,8 Mio. Tonnen Weizen aufkaufen. Das teilte gestern der ägyptische Versorgungsminister Ali Moselhy zu Beginn der dortigen Getreideernte mit.
Ägypten, der weltweit größte Weizenimporteur, hatte zuletzt mitgeteilt, dass man 4 bis 4,5 Mio. Tonnen Weizen von den Farmen im Land aufkaufen werde, um Subventionsbetrug, wie in den Vorjahren regelmäßig passiert, vorzubeugen. Mehr als zwei Mio. Tonnen von den fünf Mio. Tonnen, die laut Aktenlage gekauft wurden, existieren nur auf dem Papier. Das Parlament hat einen Untersuchungsausschuss eingesetzt.
Die Getreideernte in Ägypten beginnt Mitte April und hält bis Ende Juli an.
Zusammen mit den Aufkäufen habe man eine Weizenreserve für sechs Monate. In der Kalkulation seien aber nicht die Mengen enthalten, die der staatliche Getreidehändler GASC gekauft aber noch nicht abgenommen hat.
Die Zahlen der ägyptischen Regierung über Vorräte beinhalten laut Beobachtern allerdings meist Mengen, die noch gar nicht im Land sind.
Der monatliche Weizenkonsum Ägyptens wird mit 800.000 Tonnen angegeben. In den Monaten vor der jetzt beginnenden Ernte hat die GASC in einem halsbrecherischen Tempo Weizen importiert, was darauf schließen lässt, dass der Konsum wegen einer extrem hohen Inflation höher als zuvor ausfiel.
Die GASC bezog in der Saison 2016/17 bisher 5,6 Mio. Tonnen Weizen aus dem Ausland, das sind rund 25 % mehr als in der Saison davor.

25.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

25.04.2017 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, gute Wetterbedingungen in den US-Weizenanbaugebieten sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 612.536 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen.Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 23.04.17 22% der Flächen, die für die Sommerweizenaussaat vorgesehen sind, bestellt sind (Vorwoche: 13%). 54% der US-Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche:54%). Die eCBoT handelt zur Stunde schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures der neuen Ernte den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben nach. Lediglich der auslaufende Maitermin konnte sich behaupten. Der kräftig gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar erschwert die Exporte von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Sorgen bereiten weiterhin das zu trockene Wetter in Teilen Westeuropas und die lokalen Fröste. Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April hat in Hamburg eine Prämie von 5,00 (Geld) und 6,00 (Brief).

25.04.2017 US-Sommerweizen-Aussaat: 22% der vorgesehenen Flächen sind bestellt

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 23.04.17 22% der Flächen, die für die Sommerweizenaussaat vergesehen sind, bestellt sind. In der Vorwoche waren es 13%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 40%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 34%. Analysten erwarteten einen Pflanzfortschritt von durchschnittlich 22% (Spanne von 17 - 26%).

25.04.2017 US-Crop-Conditions: 54% der Winterweizenbestände erhalten Top-Rating

24.04.2017 MARS hebt Ertragsschätzungen für Weizen, Gerste und Mais an

Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union hat heute seine Schätzung zur EU-Weichweizenernte 2017 auf 6,05 to/ha von 6,02 to/ha angehoben.
Das wären 8,2 % mehr als der durchschnittliche Weichweizenertrag in 2016, der durch schwierige Wetterverhältnisse gedrosselt war, so das MARS-Team in seinem heutigen Monatsbericht.
Die Experten hoben auch ihre Schätzung für die Gerstenerträge in der EU an: von 5,81 auf 5,82 to/ha. Die Sommergerstenerträge beließen sie auf 4,21 to/ha.
Die Maiserträge der EU werden auf 7,13 to/ha erwartet (Vormonat: 7,12 to/ha.
Die Erträge von Rapssaat werden in diesem Monat mit 3,27 to/ha kleiner eingeschätzt als vor vier Wochen (3,29 to/ha).
Zuckerrübenerträge kommen den MARS-Experten zufolge in diesem Jahr auf 74,2 to/ha.

24.04.2017 Exportpreise für russischen Weizen unter Druck

Die Exportpreise für russischen Weizen sanken letzte Woche aufgrund schwacher Exportaktivitäten. Ein Handelsstreit mit der Türkei und die nahende Ernte beeinflussen die Nachfrage negativ.
Traditionell ist die Türkei der zweitgrößte Weizenkäufer für Russland und seit März sind alle Lieferungen durch hohe Einfuhrzölle auf Halt gestellt. Dahinter werden zwei Gründe vermutet: Moskau hat für Türken den Visa-freien Grenzübertritt nicht verlängert und lässt derzeit von dort auch keine Tomaten ins Land.
Ein Gespräch in der letzten Woche wurde ergebnislos abgebrochen, es wurde von beiden Seiten aber bestätigt, dass eine rasche Lösung gesucht wird. Was nichts anders heißt, dass es keine schnelle Lösung gibt.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein für den Export im Mai kostete am Freitag 186 USD/Tonne fob (-2 USD/to). Neuerntiger Weizen für Juli-August-Lieferung kostet 171 USD/Tonnen fob.
Das Beratungsunternehmen SovEcon glaubt, dass die Grenzen in den kommenden Wochen – möglicherweise bis zum 30. Juni - zu bleiben. Das dürfte dann weiteren Preisdruck ausüben.
Am 3. Mai treffen sich Vladimir Putin und der türkische Präsident Tayyip Erdogan im Schwarzmeer-Urlaubsressort Sochi. Ob dort auch der Handelsstreit thematisiert wird, ist noch offen.
Russland exportierte zwischen dem 1. Juli 2016 und dem 19. April 2017 bisher 29,8 Mio. Tonnen Getreide; 23 Mio. Tonnen davon waren Weizen (-0,5 % zum Vj.).
Das Beratungsunternehmen geht davon aus, dass die diesjährige russische Weizenernte kleiner als im Vorjahr ausfallen wird. Die Überhänge aus der Rekordernte im Vorjahr sind aber sehr groß. Die Lieferbereitschaft der russischen Bauern ist in der letzten Woche gestiegen.
Russische Getreidevorräte auf den Farmen und in den Handels- und Verarbeitungsunternehmen sind 19 % größer als zum selben Stichtag im Vorjahr.
Die Weizenpreise am lokalen Markt im europäischen Teil Russlands sanken in der vergangenen Woche um 100 Rubel/Tonne ab Verladestation.

24.04.2017 Russische Beamte reisen zu Gesprächen in die Türkei

Eine Delegation russischer Beamter wird in den kommenden Tagen in die Türkei reisen und versuchen, den Streit mit der Türkei um die auf Eis gelegten Weizenimporte aus Russland beizulegen.
Die Türkei ist nach Ägypten Russlands zweitgrößter Weizenkäufer. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert. 

24.04.2017 Ukraine: Landwirtschaftsminister erwartet Weizenernte von etwa 24 Mio. Tonnen

Ukraines Landwirtschaftsminister Taras Kutovy rechnet mit einer Weizenernte in einem Volumen von nicht weniger als 24 Mio. Tonnen. Weizen wird in der Ukraine in diesem Jahr auf einer Fläche von 6,2 Mio. Hektar angebaut, die Pflanzen befinden sich überwiegend in guter Verfassung. Der ukrainische Analyst UkrAgroConsult lat mit seiner Prognose Anfang April bei 24,2 Mio. Tonnen.

24.04.2017 Ägypten: Weizenreserven reichen für 2,6 Monate

Ägypten verfügt über Weizenreserven mit einer Reichweite von 2,6 Monaten. Das sagte Handelsminister Ali Moselhy zum Start der ägyptischen Weizenernte gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters. Man hofft auf eine lokale Weizenernte von über 4 Mio. Tonnen um den Importbedarf möglichst niedrig zu halten. Auch werden Anstrengungen unternommen, den Schmuggel von Getreide, der dem nordafrikanischen Staat in den vergangenen Jahren mehrere Hundert Mio. Dollar gekostet hat, bekämpfen. Quelle: Reuters

24.04.2017 Israel: Käufergruppe sucht Mais, Futterweizen- und Gerste

Eine israelische Käufergruppe hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 100.000 Tonnen Mais, 45.000 Tonnen Futterweizen  und 30.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 26. April. Quelle: Reuters

24.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

24.04.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) - Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 11.04. - 18.04.17 um 2.031 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 5.636 Kontrakte. 142.126 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 18.04.17. Damit erhöhten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 7.667 Lots zur Vorwoche.

24.04.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

24.04.2017 Getreidemail

Gute Wachstumsbedingungen in den Vereinigten Staaten und die kanadische Weizenanbaufläche, die größer ausfällt, als Analysten das im Vorfeld erwarteten, belasteten am Freitag die Weizennotierungen in Chicago. Kanada erwartet eine Gesamt-Weizenanbaufläche 2017 von 23,18 Mio. Acres versus 23,21 Mio. Acres 2016. Analysten rechneten jedoch im Vorfeld mit einem Rückgang auf durchschnittlich 22,4 Mio. Acres. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures dem negativen Trend aus Übersee und setzten ihre Talfahrt fort. In Frankreich sorgt man sich weiterhin um die Weizenbestände. Nach dem zu trockenen Winter und dem bisher ebenfalls trockenen Frühjahr werden jetzt dringend Niederschläge benötigt, die sich allerdings bis Anfang Mai nicht abzeichnen. 85% der französischen Weizenbestände erhielten per 17. April das Top-Rating "gut bis exzellent". Das ist ein Rückgang um 4% zur Vorwoche, als 89% das Top-Rating erhielten.  Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im April hat in Hamburg eine Prämie von 5,00 (Geld) und 6,00 (Brief).

21.04.2017 Russland: Weizenernte 2016 könnte 16% kleiner ausfallen

Das russische Landwirtschaftsministerium rechnet mit einem Rückgang der Weizenernte 2017 zum Vorjahr um 16% auf 63,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

21.04.2017 Kanada: Größte Canola-Anbaufläche überhaupt

Kanadas Farmer planen ihre größte Canola-Anbaufläche überhaupt. Statistics Canada veröffentlichte soeben ihre erste Flächenschätzung, woraus hervorgeht, dass der Canola (Raps-) Anbau größer als erwartet ausfällt. Die Flächenausweitung geht zulasten der Weizenanbaufläche.
Nach Veröffentlichung der Zahlen gaben Kurse der ICE-Canola-Futures nach und es folgen die Rapskurse am Pariser Matif.
Den Zahlen des kanadischen Statistikamtes zufolge wird auf 22,4 Mio. acres in Kanada Canola angebaut. Erwartet wurde eine Anbaufläche von 21,3 Mio. acres.
Die Feldarbeiten kommen derzeit wegen zu kalten Temperaturen nicht recht voran.

21.04.2017 CBoT Weizen unter Druck / Kanada veröffentlicht Flächenschätzungen
Der Mai-Termin des SRW-Weizenfuture in Chicago fiel heute nach Bekanntgabe der kanadischen Anbauflächenschätzungen auf den historisch niedrigsten Stand seit Bestehen der Fälligkeit.
Kanada erwartet eine Gesamt-Weizenanbaufläche 2017 von 23,18 Mio. Acres versus 23,21 Mio. Acres 2016. Eine Umfrage unter 11.600 kanadischen Landwirten ergab darüber hinaus einen Anstieg der Canola-Anbaufläche 2017 um 9,9% auf 22,387 Mio. Acres (2016: 20,4 Mio. Acres. Weitere Schätzungen finden Sie in der folgenden Tabelle:
21.04.2017 Grafik: Open Interest Euronext Weizen Mai 17 / September 17

21.04.2017 Trockenheit bedroht Frankreichs Getreideernte 2017

Experten und Marktbeobachter sorgen sich um die diesjährige Weizenernte in Frankreich. Um Ernteausfälle zu vermeiden, müsste es bald dringend regnen. Eine Kältewelle, die in dieser Woche über weite Teile Europas hinweg zog, hat dagegen wohl wenig Einfluss auf die EU-Getreideernte 2017.
Im letzten Jahr hat Frankreich, dem größten Weizenproduzenten der EU, die schlechteste Weizenernte seit einem Jahrzehnt eingefahren. Im Frühjahr war es zu nass und im Sommer zu trocken. Es geht die Angst um, dass es in diesem Jahr genau umgekehrt kommt und erneut eine schlechte Getreideernte gibt. Für die französische Getreidebranche wäre das fatal, meint Michel Portier vom Marktanalysten Agritel.
Die Kälteperiode in dieser Woche mit sonnigen Abschnitten hat das Getreidewachstum verlangsamt und die Pflanzen benötigten deshalb weniger Wasser, es müsse aber in den kommenden zwei Wochen dringend regnen. Örtlich fielen die Temperaturen bis -5° und gar bis -6°C. Bedeutende Niederschläge werden von den Wetterdiensten zumindest für die kommende Woche nicht gesehen.

21.04.2017 FranceAgriMer: Weizen- und Gerste Ratings in Frankreich rückläufig
Der Zustand der französischen Weizen- und Gerste-Bestände hat sich in der vergangenen Woche leicht verschlechtert. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Per 17. April erhielten 85% der Weichweizenbestände in Frankreich das Top-Rating „gut bis exzellent“. In der Vorwoche lag der Anteil bei 89%.
Auch bei der Wintergerste fielen die Ratings schlechter aus, als in der Vorwoche. 78% der Bestände erhielten das Top-Rating versus 82% in der Vorwoche. Etwas weniger stark ist der Rückgang bei der Sommergerste. Die Ratings sanken um 1% zur Vorwoche auf 85%.
Warmes und trockenes Wetter im vergangenen Monat hat die Böden nach dem trockenen Winter noch weiter ausgetrocknet.
Die Maisaussaat in Frankreich ist per 17. April zu 57% erfolgt. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 31%. Damit ist man in Frankreich deutlich weiter mit der Maisaussaat, als im vergangenen Jahr, als zur selben Zeit gerade einmal 9% der Flächen fertig waren.
21.04.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen auf einem Vier-Monats-Tief. Das große Weizenangebot am Weltmarkt und verbesserte Wetteraussichten in den Winterweizenregionen der USA sorgten für Verkaufsdruck. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 551.100 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um weitere 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Frost und trockenes Wetter in einigen Regionen Europas, insbesondere in Teilen Frankreichs, limitieren das Abwärtspotenzial. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im April hat in Hamburg eine Prämie von 4,00 (Geld) und 6,00 (Brief). Die Nachfrage in Norddeutschland kommt eher vom Futtersektor als von Exporteuren und Mühlen. In den Häfen werden Altgeschäfte abgewickelt, neue Geschäftsabschlüsse gestalten sich aufgrund des festeren Euros schwieriger.

21.04.2017 CBoT-Weizen jetzt auf 4-Monats-Tief

Zur Stunde notiert der CBoT-Weizenfuture gegenüber gestern nahezu unverändert aber gestern sanken die Kurse auf ein Vier-Monats-Tief. Der Verkaufsdruck kommt von enorm großen Angeboten am globalen Markt und verbesserten Wetteraussichten in den Winterweizenregionen der USA.
Der Juli-17-Termin verlor alleine in dieser Woche schon 5 %; das war der deutlichste Rückgang seit acht Monaten. Gestern erlitt der US-Weizen seine größten Tagesverlust seit Ende August 2016. Große Exportüberschüsse in konkurrierenden Anbaugebieten der Welt erschüttern das Preisgefüge am CBoT.
Die Kurse sanken aufgrund guter Wettervorhersagen in den US-Plains und im Mittleren Westen, während das Getreide in die Ertragsentscheidende Reifephase kommt. Alle früheren Wetterängste waren überzogen; das Getreide sieht in den USA hervorragend aus. Es wird dort aufgrund guter Erträge wieder eine große Ernte geben, obwohl die Anbaufläche deutlich reduziert wurde.

20.04.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 19,6 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
18.04.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 780.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 19,60 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 21,64 Mio. Tonnen versus 25,96 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 29.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,76 Mio. Tonnen.
   
20.04.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

20.04.2017 US-Export-Sales - Weizenexporte im Rahmen der Erwartungen

20.04.2017 Brasilien subventioniert Mais und Weizenverkäufe

Die brasilianische Regierung will mit 500 Mio. Rias, umgerechnet150 Mio. Euro, ihren Maisproduzenten die Vermarktung ihrer großen Ernte 2016/17 subventionieren. Das wurde gestern in einem Register der Regierung bekannt gegeben.
Wenn der lokale Markt keinen Mais mehr aufnehmen kann, sollen die Erzeuger staatlich festgelegte Mindestpreise für ihr Getreide erhalten. In der Ernte 2015/16 (88,9 Mio. Tonnen) waren derartige Zuschüsse nicht nötig, die letzte Ernte war aber zu groß (91,5 Mio. Tonnen) und die Preise gerieten unter Druck. Die Aussichten für die nächste Ernte sind ebenfalls sehr gut.
Auch wenn die Subvention darauf abzielt, den Mais im Land zu vermarkten, können auch Exporte damit gefördert werden, indem Transportkosten zu den Exporthäfen aufgefangen werden.
Brasilien gehört üblicherweise zu den größten Weizenimporteuren der Welt, das Land hat zuletzt aber sogar Weizen exportieren können, weil Subventionen die Ausfuhren ermöglichten.

20.04.2017 US-Weizen verharrt auf 2 ½-Wochen-Tief

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures handeln zur Stunde weitestgehend stabil und so bleiben sie aufgrund des großen weltweiten Angebots auf ihrem 2 ½-Wochen-Tief. Die Nachfrage nach US-Weizen nimmt derzeit ab.
Da sich derzeit auch keine Wetterrisiken zeigen, ändert sich an der negativen Stimmungslage kaum etwas. In der Schwarzmeerregion wächst eine weitere große Getreideernte heran. Darüber hinaus erwartet Argentinien in der Saison 2017/18 mit 17,5 Mio. Tonnen eine um 1,2 Mio. Tonnen größere Weizenernte als in der der aktuellen Vermarktungssaison. Die US-Weizenexporte werden wohl um eine Mio. Tonnen kleiner ausfallen, als im letzten USDA-Bericht erwartet.
Ein festerer US-Dollar nimmt den US-Anbietern den Vorteil gegenüber dem Wettbewerbern aus der Europäischen Union. Niedrige Preise für Mais und Sojabohnen in Brasilien senken die Futtermittekosten in der dortigen Schweinemast, was ebenfalls zulasten von US-Anbietern geht. Die brasilianische Regierung fördert den Verkauf der großen Maisernte 2016/17 mit 159 Mio. USD.
Der Preis für US-Weizen dürfte deshalb in den kommenden Monaten unter Druck bleiben.

20.04.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizenexporten in einer Spanne von 350.000 - 750.000 Tonnen. Die eCboT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen unverändert bis leicht fester. In Frankreich und Spanien, wo sich die Weizenbestände in einer entscheidenden Entwicklungsstufe befinden, ist es gegenwärtig zu trocken. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar stieg kräftig und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Argentiniens Weizenanbaufläche für die kommende Saison 2017/18 wird von der Buenos Aires Grains Exchange auf 5,5 Mio. Hektar geschätzt. Geerntet werden demnach etwa 17,5 Mio. Tonnen Weizen. Deutscher Weizen mit 12 % Protein ab Hamburg wird mit einer Prämie von 5,0 bis 6,0 € über dem Maikurs an der Euronext gehandelt.

20.04.2017 US-Export-Sales: Analysten erwaten Exporte zwischen 0,8 u. 1,3 Mio. to Weizen

19.04.2017 Argentinien: Börse schätzt Weizenernte 2017/18 auf 17,5 Mio. Tonnen

Argentiniens Weizenanbaufläche für die kommende Saison 2017/18 wird von der Buenos Aires Grains Exchange auf 5,5 Mio. Hektar geschätzt. Geerntet werden demnach etwa 17,5 Mio. Tonnen Weizen, so die Börse in ihrer vorläufigen Ernteschätzung. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzte die Weizenernte Argentiniens im WASDE-Report vom 11. April auf 16 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

19.04.2017 Russland beabsichtigt nicht, den Handel mit türkischen Tomaten freizugeben.
Russlands Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev beabsichtigt nicht, den Handel von türkischen Tomaten freizugeben. Das melden russische Nachrichtenagenturen. Tkachev schätzt den Schäden, der durch den Handelsstreit mit der Türkei entstanden ist, auf $1,5 Mrd..
Türkische Händler haben die Käufe von russischem Weizen, Mais und Sonnenblumen auf Eis gelegt, weil diese Güter von der Liste offizieller Lieferanten gestrichen wurden, was einen 130%-igen Zollaufschlag zur Folge hätte. Die Türkei dementiert einen Importbann offiziell.
Unbestätigten Meldungen zufolge sind Weizenimporte lediglich von folgenden Ländern ohne Zollaufschlag möglich: Lettland, Ukraine, Kasachstan, Litauen, Bulgarien, Bosnien und Herzegowina, Frankreich, Ungarn und Kanada.
Der Grund für den Importbann ist unklar, jedoch teilte das türkische Wirtschaftsministerium mit, dass sich die verbesserten politischen Beziehungen zwischen beiden Ländern noch nicht vollständig in den wirtschaftlichen Beziehungen widerspiegeln.
Lieferungen an die Türkei, dem zweitgrößten Käufer von russischem Weizen nach Ägypten und dem größten Käufer von Sonnenblumen, werden mit kleinen Schiffen von Flachwasserhäfen vom Asowschen Meer und vom Schwarzen Meer versendet. Für diese Häfen wird es schwierig werden, alternative Märkte zu erschließen.
Die Türkei hat durch diese Maßnahme in Russland einen starken inländischen Preisrückgang ausgelöst.
19.04.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und schlossen moderat fester. Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen gaben dem Mark Unterstützung. Begrenzt wurde das Aufwärtspotenzial durch die Aussichten auf mildes regnerisches Wetter in den US-Plains, das dort zu vorteilhaften Wachstumsbedingungen führen könnte. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben auf allen Terminen moderat nach. Der festere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar sowie fallende Rohölnotierungen übten Kursdruck aus. Unterstützend wirken die derzeit regen Verladeaktivitäten in den Exporthäfen Frankreichs an Destinationen wie Marokko, Algerien und Kuba. Zudem erfolgt in Kürze eine Verladung von Futterweizen für Südkorea. Deutscher Weizen mit 12 % Protein ab Hamburg wird mit einer Prämie von 5,0 bis 6,5 € über dem Maikurs an der Euronext gehandelt.

18.04.2017 China verkauft 567.441 Tonnen Weizen aus staatlichen Reserven

Chinas National Grain Trade Center teilte heute mit, dass in der jüngsten Auktion 567.441 Tonnen Weizen aus staatlichen Reservern zum Durchschnittspreis von 2.506 Yuan ($363,86) verkauft wurden. Der Verkauft entspricht einem Anteil von 21,33% der insgesamt angebotenen Menge von 2.660.492 Tonnen. Quelle: Reuters

18.04.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 04.04. - 11.04.17 um 4.030 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 345 Kontrakte. 134.459 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 11.04.17. Damit reduzierten sich die Netto-Short-Positionen insgesamt um 4.375 Lots zur Vorwoche.
18.04.2017 Canola-Anbau in Kanada: ein Flächenplus von 4,6 %

Kanadische Farmer wollen in diesem Frühjahr ihren Canola (Rapssaat)-Anbau ausweiten; es wäre dann die zweit-größte Anbaufläche in Kanada überhaupt. Der Weizenanbau werde einer Reuters-Umfrage zufolge auf ein Sechs-Jahres-Tief sinken.
Die Farmer konnten sich bereits im vergangenen Winter attraktive Canola-Preise für die nächste Ernte sichern. Der Canola-Anbau wird nach Einschätzung der befragten Experten um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr ausgeweitet. Am kommenden Freitag veröffentlicht Statistics Canada dann seine erste Schätzung zur diesjährigen Flächennutzung.
Lokale Verarbeiter der Ölsaat haben einen guten Absatz ihrer Produkte: Öl und Schrot. Bis zum 31. Juli, wenn die letzte Vermarktungssaison endet, werde der Vorrat nur noch 1,1 Mio. Tonnen betragen. Das ist der kleinste Mid-Summer Bestand seit vier Jahren.
Die westlichen Prärien, wo in Kanada der meiste Weizen- und Canola-Anbau stattfindet, sind anfällig für Starkregenereignisse und Trockenheit. In diesem Frühjahr gab es aber bisher keine derartigen Probleme. Die Böden waren teils zwar sehr feucht, die Bedingungen hätten sich aber verbessert.

18.04.2017 Handelskonflikt zwischen Russland und der Türkei bald zu Ende?

Russlands Getreideexporte werden im April nur auf 3 bis 3,1 Mio. Tonnen kommen, nach 3,8 Mio. Tonnen im März. Grund dafür sind geringere Exporte in die Türkei.
Die Türkei ist der zweitgrößte Weizenkäufer für Russland nach Ägypten. Mitte März hatte die Türkei Importzölle eingeführt, weil Russland den Import von türkischem Obst- und Gemüse behindert. Marktkenner glauben, dass sich das Problem aber bald auflösen wird. Der stellvertretende Premierminister Arkady Dvorkovich, der in der russischen Regierung für das Agrarressort verantwortlich ist, will sich mit seinem türkischen Amtskollegen Mehmet Simsek heute in Moskau treffen.
SovEcon hofft darauf, dass Erdogans Sieg in der Abstimmung über das Referendum, beide Seiten zu einem schnellen Kompromiss in ihrem Handelsstreit um Getreidelieferungen und auf der anderen Seite um Lieferungen um Obst und Gemüse zwingen wird.
Danach könnte Russland den verlorenen Umsatz bald wieder aufholen und Getreidelieferungen aus der alten sowie aus der neuen Ernte könnten sogar zunehmen.
Russland wird im April rund 2,5 Mio. Tonnen Weizen, 100.000 Tonnen Gerste und 400.000 bis 500.000 Tonnen Mais exportieren. Die Maisexporte laufen auf einem Rekordniveau, da es bei den Lieferungen nach Vietnam und dem Iran einen sprunghaften Anstieg gab.

18.04.2017 Maisaussaat in Frankreich am 10. April zu 31 % fertig

Französische Bauern hatten bis zum 10. April 31 % ihrer geplanten Maisfläche bestellt. Das waren 6 % mehr als in der Woche zuvor und 3 % mehr als zum gleichen Termin im Vorjahr. Das warme und trockene Wetter in den vergangenen Monaten hat den raschen Fortschritt der Aussaat begünstigt, nach dem trockenen Winter mehrt sich aber die Sorge um ein zu trockenes Frühjahr in Frankreich.
Außerdem hatten die Bauern 89 % ihres Sommerweizens gesät, die Bestände sind in gutem bis exzellentem Zustand. Quelle: FranceAgriMer

18.04.2017 Getreidemail

Aussichten auf Regenfälle verbunden mit milden Temperaturen im Mittleren Westen und in den US-Plains, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 671.868 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen am vergangenen Donnerstag um 2.500 Lots und gestern um 7.000 Lots.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures am vergangenen Donnerstag mit Aufschlägen auf allen Terminen in das lange Osterwochenende verabschieden. Französischer Weizen scheint am Weltmarkt wieder wettbewerbsfähig zu sein. Das jedenfalls ist die Einschätzung von Marktbeteiligten, die sowohl eine höhere Nachfrage nach Futterweizen als auch Mahlweizen aus Nordafrika und Asien erwarten. In der kommenden Woche könnten in Nordfrankreich Verladungen für Asien starten. Sorgen bereitet das warme, trockene Wetter in Frankreich. Die Böden konnten nach dem trockenen Winter wenig Wasser speichern.

18.04.2017 US-Export-Inspections: Weizenverladungen mit 671.868 Tonnen höher, als erwartet

18.04.2017 USDA-Fortschrittsbericht US-Sommerweizen-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 16.04.17 13% der Flächen, die für die Sommerweizenaussaat geplant sind, bestellt sind. In der Vorwoche waren es 5%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 25%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 21%.

18.04.2017 Bestandsbericht US-Winterweizen: 54% der Bestände erhalten Top-Rating (VW: 53%)
54% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten erhielten per Ende letzter Woche das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche lag der Anteil bei 53%, vor einem Jahr waren es 57%.
Die Ährenbildung hat bei 19% der Winterweizenbestände eingesetzt. In der Vorwoche waren es 9% und zur selben Zeit im Vorjahr 11%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 13%.
18.04.2017 FranceAgriMer: 31% der geplanten Maisflächen in Frankreich sind bestellt

Frankreichs Landwirte haben per 10. April 31% der geplanten Maisflächen bestellt. In der Vorwoche waren es noch 6% und zur selben Zeit im vergangenen Jahr 3%. Warmes und trockenes Wetter hat dazu beigetragen, dass die Aussaat so schnell erfolgen konnte. Allerdings steigen die Sorgen, weil die Böden aufgrund des trockenen Winters sehr wenig Wasser gespeichert haben.
89% der Weizenbestände in Frankeich befinden sich per 10. April in guter bis sehr guter Verfassung. In der Vorwoche lag der Anteil bei 90%. Bei der Wintergerste erhielten 82% der Bestände das Top Rating versus 85% in der Vorwoche. Außerdem erhielten 86% der Sommergerste-Bestände das höchste Rating (Vorwoche: 87%). Quelle: Reuters

13.04.2017 CME-Gruppe schließt verlustbringende Börse und Clearing in London

Die CME-Gruppe, eine Trägergesellschaft der weltweit größten Börsen, schließt zum Ende diesen Jahres zwei ihrer Betriebe in London, nachdem dort Verluste von über 100 Mio. USD entstanden sind.
Die Chicago Mercantile Exchange-Gruppe, deren Produkte auch Futures auf Rohstoffe wie Weizen und Kakao einschließen, teilte gestern mit, dass nach dem Schließen der Derivate-Börse in London und dem dazu gehörenden Clearinghaus, weiterhin maßgeblich Anstrengungen unternommen werden, um ihre Kunden in Europa zu bedienen.
Während Europa ein expandierender Markt von entscheidender Bedeutung ist, haben sich die Kunden dafür entschieden, lieber die global bedeutenden CME-Produkte zu handeln, die aufgrund der effizienten Infrastruktur in Chicago sehr viel liquider sind, so das Statement eines Sprechers der Börse.
Analysten meinen, dass der CME es nicht gelungen sei, in Europa Fuß zu fassen, wo die Intercontinantal Exchange ICE und die Deutsche Börse zusammen mit der London Stock Exchange dominieren.
Bei der CME in London und Belfast sind 400 Mitarbeiter beschäftigt und von der Schließung der beiden Einheiten seien nur wenige im einstelligen Prozentsatz von ihnen betroffen.
Der CME-Vorstand Terry Duffy, bekannt als Kostensenker, sagte dass es lange dauern könne, bis ein Start-up Unternehmen Gewinne einbringt. Er hat den Chef-Posten hat er im letzten Jahr übernommen.
Das Londoner Clearinghaus wurde 2011 und die Derivate-Handelsplattform in 2014 gegründet. Bis Ende 2016 wurden hauptsächlich von der Clearing-Einheit Verluste von 112 Mio. USD eingefahren. Europäische Kunden handeln durchschnittlich 2,6 Mio. Kontrakte pro Handelstag, die meisten davon allerdings auf dem CME-System in Chicago.
Der CME-EU-Weizenfuture, der im letzten Jahr eingeführt wurde, um der in Europa dominierenden Euronext in Paris den Rang abzulaufen, sei von der Schließung der Aktivitäten nicht betroffen, da dieser Future auf dem CME-Rechner in Chicago gelistet ist.
Die CME hatte schon zu Beginn des Jahres den Handel mit dem EU-Kakao-Future eingestellt, da das Finanzderivat seit 2015 keine Liquidität aufbauen konnte. Der Rückzug aus Europa kommt der strikteren Regulierung zuvor, die ab Januar 2018 gelten soll. Inzwischen hat die Trump-Regierung angekündigt, die Bankenregulierung in den USA zu lockern.
Der Abschied der Briten aus der EU (Brexit) hätte von der CME Umzugspläne in ein anderes EU-Partnerland gefordert, die dann erneut mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden wären.

13.04.2017 Strategie Grains erhöht Ausblick für EU-Weizenexporte

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weichweizenexporte aus der EU für die laufende Saison um 300.000 Tonnen auf 23,5 Mio. Tonnen erhöht, weil die Türkei Importe aus Russland auf Eis gelegt hat und viele türkische Importeure auf Weizen aus Lettland, Litauen und Ungarn ausweichen.
Der plötzliche Ausschluss der Türkei von Weizen aus Russland von der Liste der zollfreien Herkünfte führte effektiv zu einem Stopp der russischen Verkäufe. Die Türkei ist Russlands zweitgrößter Exportmarkt für Weizen.
Die Wirtschaftsministerien Moskaus und Ankaras planen gemeinsame Konsultationen, mit dem Ziel, Weizenlieferungen russischer Getreidehändler an die Türkei wieder aufzunehmen. Das meldete die russische Nachrichtenagentur RIA Ende März, die den russischen stellvertretenden Wirtschaftsminister Alexei Gruzdev zitiert. Eine Lösung scheint es aber noch fern.
Die Verkäufe von Futterweizen aus Frankreich innerhalb der Europäischen Union an die nördlichen Destinationen haben sich beschleunigt, während Verkäufe an die östlichen Regionen weiter langsam laufen.
Für die Saison 2017/18 wurde die Prognose der EU-Weichweizenexporte leicht erhöht auf 26,2 Mio. Tonnen.
Das Schicksal der russischen Getreideexporte an die Türkei und das große Importpotenzial Indiens (die zweite Saison in Folge) werden einen signifikanten Einfluss auf den internationalen Markt im Vermarktungsjahr 2017/18 haben, so die Analysten von Strategie Grains.

13.04.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie späte Gewinnmitnahmen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Schätzung für die Endbestände von Weichweizen der Saison 2016/17 von 3 auf 2,6 Mio. Tonnen gesenkt.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde etwas fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den zuvor guten Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Die reduzierten Weizenendbestände in Frankreich könnten noch knapper ausfallen, denn Händler glauben, dass der Export um einige hundertausend Tonnen größer sein werde.
Die deutsche Weizenernte 2017 wird nach Einschätzung des deutschen Raiffeisenverbandes mit 25,26 Mio. Tonnen um 2,7 % größer ausfallen als im Vorjahr. Die EU exportierte in der vergangenen Woche 231.000 Tonnen Weichweizen und erreicht damit per 11. April den Saisonstand von 18,8 Mio. Tonnen. In der Saison 2015/16 waren es zu diesem Termin 23 Mio. Tonnen.
Deutscher Weizen mit 12 % Protein ab Hamburg wird mit einer Prämie von 5,5 bis 6,5 € über dem Maikurs an der Euronext gehandelt.

12.04.2017 EU-Weizen Exporte erreichen 18,8 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum
11.04.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 503.000 Tonnen Weichweizen. Damit stiegen die Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2016/17 auf 18,82 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 20,82 Mio. Tonnen versus 24,81 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2015/16.
Weizenimporte wurden in Höhe von 53.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 2,73 Mio. Tonnen.

 

12.04.2017 EU-Weizenexporte summieren sich jetzt auf 18,8 Mio. Tonnen

Die EU exportierte in der vergangenen Woche 231.000 Tonnen Weichweizen und erreicht damit per 11.April den Saisonstand von 18,8 Mio. Tonnen. In der Saison 2015/16 waren es zu diesem Termin 23 Mio. Tonnen.
Die korrigierte Exportmenge in der Vorwoche lag bei 18,6 Mio. Tonnen.
Die Gerstenexporte lagen mit 4,1 Mio. Tonnen 53 % unter denen des Vorjahres.
Die EU Maisimporte wurden von der EU mit 9 Mio. Tonnen angegeben und somit liegen sie 20 % unter dem des Vorjahres.
Die EU-Kommission veröffentlicht diese Zahlen üblicherweise am Donnerstag jeder Woche, wegen Ostern liegen die Zahlen bereits heute vor.

12.04.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

12.04.2017 FranceAgriMer senkt seine Schätzung für Weizen- und Gersten-Endbestände

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer hat heute seine Schätzung für die Endbestände von Weiichweizen der Saison 2016/17 von 3 auf 2,6 Mio. Tonnen gesenkt.
Die endgültige Ernteschätzung für 2016 wurde von 26 Mio. Tonnen auf 25,7 Mio. Tonnen gesenkt. Auf der Nachfrageseite blieben die Exporte Frankreichs in Drittländer bei 5 Mio. Tonnen und in andere EU-Staaten bei 5,7 Mio. Tonnen.
Das Büro senkte aber seine Schätzung zum Gersten-Endbestand von 1,6 Mio. Tonnen im Vormonat auf jetzt eine Mio. Tonnen. Das begründet sich in erster Linie mit besseren Exporten in Drittländer.

12.04.2017 Deutsche Weizen- und Rapsernte größer als im Vorjahr

Die deutsche Weizenernte 2017 wird nach Einschätzung des deutschen Raiffeisenverbandes mit 25,26 Mio. Tonnen um 2,7 % größer ausfallen als im Vorjahr.
Die deutsche Rapsernte 2017wird heute auf 4,93 Mio. Tonnen geschätzt, was einem Anstieg von 7,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Im März gingen die Experten noch von einer Weizenernte von 25,13 Mio. Tonnen aus und 4,86 Mio. Tonnen Raps.
Die Getreidebestände haben sich in Deutschland in den letzten Wochen prächtig entwickelt. Die Bestände sind um mindestens eine Woche gegenüber den durchschnittlichen Entwicklungen der Vorjahre voraus. Um die Ernteprognose zu erfüllen, müsse es aber genug Niederschläge geben; speziell im Süden und im Westen kann es bald zu trocken werden.
In den kommenden Tagen sind in Teilen Deutschlands Niederschläge vorhergesagt.
Nach Frankreich ist Deutschland der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU und in vielen Jahren der größte Produzent von Rapssaat.

12.04.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern, trotz eines bärischen USDA-Reports, das stärkste Glied im Agrarkomplex. Technische Käufe sowie Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Unterstützung. Das USDA erhöhte in seiner gestrigen Schätzung die US-Weizenendbestände 2016/17 auf 31,543 Mio.to (Vormonat 30,727 Mio.to) und lag damit über den Markterwartungen von 31,217 Mio.to.. Die Schätzung der weltweiten Endbestände 2016/17 wurde ebenfalls von 249,94 Mio.to auf 252,26 Mio.to erhöht.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den späten Zugewinnen aus Übersee nicht mehr folgen und schlossen auf allen Terminen mit roten Vorzeichen. Der Mai-Termin, der letzte Termin der alten Ernte, blieb zum Vortag fast unverändert.
Insbesondere Futterweizen ist am deutschen Kassamarkt gut gefragt, aber auch der Export über deutsche Häfen läuft weiter auf Hochtouren. Derzeit wird ein Schiff mit 16.200 Tonnen für Marokko beladen. Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im April hat in Hamburg eine Prämie von 5,5 (Geld) und 6,5 (Brief). In Frankreich klagt man weiter über Trockenheit und hofft auf ein Tiefdruckgebiet am Wochenende.

11.04.2017 Ukraine: 89% der geplanten Flächen für Sommergetreide sind ausgesät

In der Ukraine wurde Sommergetreide bisher auf einer Fläche von 2,1 Mio. Hektar ausgesät. Das sind 89% der geplanten Aussaatflächen. Die Maisaussaat ist bisher auf 2% der geplanten Flächen bzw. 89.000 Hektar der insgesamt 4,4 Mio. Hektar erfolgt. Außerdem wurde Sommerweizen auf 144.000 Hektar ausgesät (76% der geplanten Flächen) und Sommergerste auf 1,4 Mio. Hektar (84% der geplanten Flächen). Hinzu kommen noch Sojabohnen 12.000 Hektar von insgesamt 1,9 Mio. Hektar und Erbsen (358.000 Hektar = 100%.

11.04.2017 Netto-Weizenexporte aus Großbritannien nur noch bei 130.000 Tonnen

Im Februar sind die Weizenexporte aus Großbritannien leicht gestiegen, sie liegen aber immer noch hinter dem Exportvolumen des Vorjahres zurück.
Im Februar wurden, den Zahlen der Zollbehörden zufolge, 99.133 Tonnen Weizen aus Großbritannien ausgeführt, im Januar waren es 91.137 Tonnen.
Seit dem 1. Juli 2016 belaufen sich die Ausfuhren von dort zusammen auf 1,26 Mio. Tonnen, in der gleichen Periode des Vorjahres waren es 1,6 Mio. Tonnen.
Die Weizenimporte nach Großbritannien werden für Februar mit 136.753 Tonnen angegeben, im Januar waren es 151.887 Tonnen. Seit Saisonbeginn wurden 1,13 Mio. Tonnen Weizen eingeführt. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1,03 Mio. Tonnen.

11.04.2017 Australien bleibt bei seiner großen Weizenanbaufläche

Die australischen Farmer wollen in der Saison 2017/18 den Weizenanbau auf dem ähnlich hohen Flächenniveau wie in den letzten drei Jahren weiter fortführen, trotz niedriger Preise und Vorteile bei Anbaualternativen und der Aussicht auf schwierige Wetterverhältnisse.
Der weltweit viert-größte Weizenexporteur Australien beginnt in diesen Wochen mit der Aussaat von Weizen für die Ernte, die ab Ende 2017 erfolgen wird. Die Preise an den Terminbörsen liegen nahe einem 10-Jahres-Tief aber die Farmer wollen bei ihrer Anbaufläche bleiben, die in seit 2014 sehr hoch war. Das private Beratungsunternehmen Profarmer schätzt die Anbaufläche in Australien in der kommenden Saison auf 13,4 Mio. Hektar (-1 % zum Vorjahr).
Und obwohl die Anbaufläche so hoch bleibt, werde die Produktion deutlich sinken, so die Meinung der Fachleute. Derzeit geht man von einer Erntemenge von 23,98 Mio. Tonnen aus, was 32 % weniger sind als im Rekordjahr 2016/17. Trockenheit werde die Erträge begrenzen.
Die große Ernte in Australien hatte zu einem zeitweiligen Wirtschaftswachstum auf den Kontinent geführt, denn in den ländlichen Regionen trägt die Landwirtschaft mit 20 % zu der Wirtschaftsleistung bei. Wirtschaftsfachleute erwarten aber, dass der positive Einfluss jetzt schwindet, da ab August das Wetterphänomen El Nino mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % dem Land eine Trockenheit bescheren dürfte.

11.04.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, festere Rohölnotierungen sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 641.365 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Heute Abend um 18 Uhr MEZ veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report. Zur Stunde handelt die eCBoT unverändert bis leicht fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten mit den Terminen der neuen Ernte den guten Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen fester. Der auslaufende Frontmonat Mai gab hingegen etwas nach. Am Hamburger Kassamarkt blieben die Prämien für Standardweizen mit 12% Proteingehalt zur Lieferung im April unverändert auf €6,00 über Euronext Mai 17. Das französische Landwirtschaftsministerium erwartet eine zum Vorjahr stabile Weichweizenproduktion in Frankreich auf einer Anbaufläche von 5,2 Mio. Hektar. Wetterdienste rechnen für diese Woche mit trockenem Wetter in Frankreich. Das könnte Stress bei den Pflanzen nach einem trockenen Winter bedeuten. Anfang April wurden in Teilen Frankreichs Rekordtemperaturen gemessen.

11.04.2017 CBoT-Maisfutures auf ihrem Wochenhoch

Die Kurse des CBoT-Maisfutures ziehen heute Morgen auf ein Wochen-Hoch an, weil sich die Aussaat in den USA in die Länge zieht. Der USDA-Bericht, den wir heute um 18:00 Uhr an dieser Stelle analysieren werden, wird allerdings die Richtung für die nächsten Wochen vorgeben.
Die Marktbeteiligten bleiben vorsichtig vor dem viel beachteten Monats-Report, in dem auch die Endbestände von Mais, Weizen und Sojabohnen in den USA und der Welt von den Experten des US-Landwirtschaftsministeriums geschätzt werden.
Das gibt die Marktlage vor und bestimmt die weitere Richtung der Kurse.
Bisher sind in den USA 3 % der geplanten Maisflächen bestellt und damit liegt man hinter dem Jahreszeitlich üblichen Fortschritt und der Expertenerwartung zurück.
Es wird erwartet, dass hohe Maisernten in Südamerika den Markt weiter unter Druck halten und die ohnehin schon hohen Bestände auf der Welt noch weiter steigen lassen.

11.04.2017 US-Crop-Conditions: 53% der US-Winterweizenbestände erhalten Top-Rating
53% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten erhielten per Ende letzter Woche das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche lag der Anteil bei 51%, vor einem Jahr waren es 56%. Analysten erwarteten durchschnittlich 52%. Die Spanne der Schätzungen lag zwischen 50% und 54%.
Die Ährenbildung hat bei 9% der Winterweizenbestände eingesetzt. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit 4%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 6%.
5% der geplanten Sommerweizenflächen wurden per Ende letzter Woche bestellt. Zur selben Zeit im Vorjahr waren es 11%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 11%.

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