Matif: Milling Wheat Nr. 2 September 2017

29.09.2017 Australische Weizenernte könnte auf 10-Jahres-Tief sinken

Australiens Weizenproduktion 2017/18 wird wohl auf den niedrigsten Stand sinken, seit 2007/08. Wegen anhaltend trockenem Wetter wird die letzte Schätzung des Agrarministeriums in Sidney nicht zu halten sein. Das erwarten Händler, Broker und Banker, die vom Nachrichtendienst Reuters um eine Ernteschätzung gebeten wurden.
Die zehn Analysten erwarten im Durchschnitt eine Ernte von 20,15 Mio. Tonnen, 7 % weniger als das Agrarministerium, das zuletzt noch 21,64 Mio. Tonnen erwartete und 40 % weniger als die letztjährige Rekordernte von 35,56 Mio. Tonnen.
Deshalb wird die Nachfrage aus Asien nach Schwarzmeer- und US-Weizen anhalten. Die Weizenkurse am CBoT waren in den letzten vier Wochen um 5 % gestiegen. In dem heute zu Ende gehenden 3. Quartal 2017 sanken die Börsenkurse aber so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr, weil es weltweit große Vorräte gibt.
In diesem Frühjahr (in Australien) waren die Temperaturen sehr hoch. Und wenn dann die Böden kaum noch feucht sind, sinkt der Getreideertrag zwangsläufig. Einige Schätzungen sehen die Ernte in Australien sogar nur bei 18,5 Mio. Tonnen. Seit dem 1. Juni bis zum 31. August hat es den meisten Weizenanbauregionen nur halb soviel Regen gegeben, wie üblich. Der australische Winter war nicht nur der wärmste in diesem Jahrzehnt, es gehörte auch zu den trockensten der letzten zehn Jahre.
Zudem litt der Hochprotein-Weizen an der Ostküste (Queensland, New South Wales) unter späten Bodenfrost, sodass nach einem Produktionsausfall beim Sommerweizen in den USA jetzt ein Engpass damit droht. Australiens Weizenpreise liegen frachtfrei asiatischen Käuferstationen über denen aus den USA.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.09.2017 Algerien kauft 450.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat Händlern zufolge 450.000 Tonnen Weizen gekauft. Der Preis für den Weizen, der wohl zum größten Teil in Frankreich gekauft wurde, lag demzufolge zwischen $211 und $212/Tonne c&f. Gesucht wurde Weizen zur Lieferung im Dezember. Algerien veröffentlicht nich dei Ergebnisse seiner Auschreibungen, bei den Angaben handelt es sich um Schätzungen.
Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
29.09.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen vor dem heutigen USDA-Quartalsreport (18 Uhr) ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Im nun endenden Quartal verlor der Frontmonat 14%, das ist der größte Quartalsverlust seit zwei Jahren. Im September legte er jedoch um über 4% zu. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 435.600 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach. Belastend wirkte der festere Euro zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Exporten aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verschlechtert. Russlands Landwirtschaftsminister erwartet im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 Getreideexporte in einem Volumen von 45 Mio. Tonnen, davon 30 Mio. Tonnen Weizen. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 26.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 779.000 Tonnen Weichweizen, die sich im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 4,46 Mio. Tonnen summierten versus 6,77 Mio. Tonnen 2016/17 (-34%). Händler warten mit Spannung auf der Ergebnis der Weizen-Ausschreibung Algeriens.

29.09.2017 Größter Quartals-Kursverlust beim CBoT-Weizen seit 2 Jahren

Heute Morgen stehen die CBoT-Weizenkurse weiter unter Druck. Sie haben in dem zu Ende gehenden Quartal ihren größten Vierteljahres-Verlust seit zwei Jahren eingefahren, weil riesige Angebote auf den Markt drängen. Gleichzeitig fehlt es weltweit an Weizen höherer Qualitätsstufen. Das verhindert weitere Kursverluste.
Nach den großen Ernten in den USA, am Schwarzmeer oder Europa ist die bevorstehende Ernte in Australien die erste, die den Trend zu immer höheren Ernten beendet, bemerken Broker aus Sydney Australien heute Morgen in ihren täglichen Mitteilungen.
Bei der aktuellen Versorgungslage auf der Welt ist das aber nicht problematisch, wenn man nicht schon jetzt eine Unterversorgung mit hohen Qualitätsstufen hätte. Die Produktion von Hochprotein-Weizen hat sich stetig verkleinert.
Das IGC hob gestern seine Schätzung zur weltweiten Getreideproduktion für 2017/18 seit dem letzten Monatsbericht um 19 Mio. Tonnen auf 2,069 Mrd. Tonnen an und erwartet jetzt die zweitgrößte Ernte überhaupt. Die größte Ernte hatten wir in 2016/17 mit 2,133 Mrd. Tonnen.
Russland exportierte seit dem 1. Juli aus einer Rekordernte bereits 45 Mio. Tonnen Getreide und davon waren 30 Mio. Tonnen Weizen.
Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA einen kleinen Getreidebericht mit Quartalszahlen. Es wird erwartet, dass die letzte US-Weizenernte niedriger eingeschätzt wird als bisher.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

28.09.2017 EU-Weizen-Exporte steigen auf 4,46 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 26.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 779.000 Tonnen Weichweizen.Sie stiegen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 4,46 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 4,86 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 7,72 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17. Weizenimporte wurden in Höhe von 82.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 675.000 Tonnen versus 808.000 Tonnen im Vergleichszeitraum 2016/17.
28.09.2017 Schikane in Ägypten: Erst 20.000 Tonnen rumänischen Weizen entladen

Bisher sind erst 20.000 Tonnen rumänischen Weizen aus der Schiffslieferung von insgesamt 63.000 Tonnen entladen wurden. Ägyptische Behörden hatten die Lieferung unter Beobachtung, weil sie mit Mohnsamen kontaminiert sein soll, die jetzt auf Anordnung eines Gerichts abgesiebt werden müssen.
Zu Beginn der Woche hieß es bereits aus dem Versorgungsministerium, der Sieb-Prozess sei abgeschlossen. Der Minister Ali Moselhy ist darüber besorgt, dass es in zukünftigen Ausschreibungen zum Kauf von Weizen weniger Offerten und zu überhöhten Preisen geben wird, weil die Anbieter befürchten müssten, dass auch ihre Lieferungen durch neue Importregelungen abgewiesen oder auch sie schikaniert werden.
Im Hafen Safaga am Roten Meer, wo das Schiff mit dem rumänischen Weizen liegt, gibt es keine Anlagen zum Reinigen von Getreide. Die entladene Menge muss jetzt in einen anderen Hafenort transportiert werden. Der Prozess kann sich über mehrere Wochen hinziehen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.09.2017 IGC-Monatsbericht: Höhere Getreideernten – niedrigerer Endbestand

Das International Grains Council (IGC) hat heute seine Prognose für die Welt-Getreideernte 2017/18 angehoben und erwartet nun die zweitgrößte überhaupt.
In ihrem monatlichen Report wird die Getreideproduktion jetzt auf 2,069 Mrd. Tonnen geschätzt, das sind 19 Mio. Tonnen mehr als im vorherigen Bericht und bleibt damit nur wenig hinter der Rekordernte im Vorjahr zurück, die 2,133 Mrd. Tonnen groß war.
Die weltweite Maisproduktion wird auf 1,029 Mrd. Tonnen geschätzt, 12 Mio. Tonnen mehr als im August aber immer noch unter der Vorjahresernte, die mit 1,079 Mrd. Tonnen angegeben wird. Die Mengensteigerungen kommen hauptsächlich aus Argentinien und den USA.
Die Weizenproduktion in 2017/18 wurde um sechs Mio. Tonnen höher geschätzt und liegt jetzt bei 748 Mio. Tonnen (Vj.: 754). Hierfür waren Russland, Kanada, Indien und die Europäische Union für die Anhebung verantwortlich. Nach den großen Ernten könnte die Logistik Exporte begrenzen. Das führt dann dazu, dass Russlands Endbestände wohl die größten in den letzten 25 Jahren werden.
Trotz der gegenüber dem Vorjahr kleineren Ernte, sorgen hohe Vorräte aus früheren Ernten dafür, dass die Endbestände nur geringfügig abbauen.
Der Konsum von Getreide steigt auf einen neuen Rekord: 2017/18 werden weltweit 2,096 Mrd. Tonnen Getreide verbraucht (Vj.: 2,088 Mrd.). Sowohl der Verbrauch für die menschliche Ernährung als auch für Futtermittel oder industrielle Zwecke steigen. Das begründet an einigen Stellen kleinere Endbestände, die zum ersten Mal seit fünf Jahren sinken. Kleinere Maisbestände in den USA und China tragen zu dieser Entwicklung maßgeblich bei.
Die weltweite Sojabohnenproduktion 2017/18 wird vom IGC auf 348 Mio. Tonnen geschätzt; damit liegt die Erwartung eine Mio. Tonnen höher als im August aber niedriger als die vorherige Ernte, die auf 351 Mio. Tonnen kam.
Der Konsum von Sojabohnen steigt von 338 im 2016/17 auf 351 Mio. Tonnen in 2017/18. Damit wird auch ein neuer Rekord markiert. Die Endbestände sinken deshalb um 6 % gegenüber dem Vorjahr.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.09.2017 Russland: Landwirtschaftsminister erwartet Weizenexporte von 30 Mio. Tonnen

Der russische Landwirtschaftsminister Alexander Takchev erwartet im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 Getreideexporte in einem Volumen von 45 Mio. Tonnen, davon 30 Mio. Tonnen Weizen.
In der laufenden Kampagne wurden bisher mehr als 122,5 Mio. Tonnen ungereinigtes Getreide gedroschen. 2017 könnte ein Allzeit-Hoch erreicht werden. Das letzte Rekordergebnis wurde im Jahre 1978 mit 127 Mio. Tonnen erreicht.

28.09.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und beendeten den Handelstag mit Gewinnen. Technische Käufe, zu trockene Wetterbedingungen in den SRW-Weizenanbaugebieten im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten sowie Positionierungen vor dem morgigen Quartalsreport des US-Landwirtschaftsministeriums gaben dem Markt Auftrieb. Analysten erwarten, dass die Regierung ihre Schätzung der US-Sommerweizenernte und der gesamten Weizenernte reduziert. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Erwartet werden Weizenexporte in einer Spanne von 250.000-450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern mit 1.000 Lots Netto-Verkäufer von CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Gewinnen. Unterstützung kam vom erneut schwächeren Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert, der Zurückhaltung von Verkäufern aus Europa und Russland sowie von charttechnischen Effekten. Für Unsicherheit sorgen weiter die zu trockenen Bedingungen in Australien und heftige Niederschläge in Argentinien.

28.09.2017 CBoT-Weizenfutures geben von ihrem 7-Wochen-Hoch nach

Nachdem die Kurse des CBoT-Weizenfutures auf ihren höchsten Stand seit sieben Wochen gestiegen waren, bringen sie heute früh Gewinnmitnahmen in die roten Zahlen.
Investoren haben immer noch große Shortpositionen beim CBoT-Weizen und bei schwindendem Steigerungspotential fehl jetzt der Grund für weitere Glattstellungen. Sie können sich leisten, mit der Liquidierung abzuwarten. Es zeichnet sich in den kommenden 14 Tagen ab, dass sich die Exporte verlangsamen, weil die Preise zu hoch gestiegen sind.
Gestern waren die Rohstofffonds netto-Käufer in Mais- und Weizenfutures. Das USDA wird am Freitag wohl die Schätzung für die US-Weizenernte und deren Endbestände senken, so die Erwartung von Marktteilnehmern. In Argentinien wird der Weizenanbau ausgeweitet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle Reuters / Grafik: Saxo-Trader

27.09.2017 Argentinien: Kleinere Sojabohnenanbaufläche

Die Sojabohnenernte 2017/18 in Argentinien wird von der Buenos Aires Grains Exchange auf ein Volumen von 54 Mio. Tonnen geschätzt versus 57,5 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2016/17. Grund ist die Ausweitung der Anbauflächen für Weizen und Mais, die zulasten der Sojabohnen geht. Die Anbaufläche für Weizen wird auf 5,45 Mio. Hektar geschätzt. Erwartet wird eine Weizenernte 2017/18 von 17 Mio. Tonnen. Die Maisernte wird auf 41 Mio. Tonnen geschätzt vs. 39 Mio. Tonnen in der vorherigen Vermarktungsperiode.

Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.09.2017 Erneut große Getreideernte in 2018 im Schwarzmeerraum? (2)

In der Ukraine war die diesjährige Getreideernte nur wenig kleiner als im Vorjahr, weil sich im letzten Herbst die Aussaat von Wintergetreide verzögert hatte.
Jetzt sind die Aussaatbedingungen aber hervorragend und es wurden bereits 35 % der geplanten Anbauflächen mit Wintergetreide bestellt. Die Gesamtanbaufläche (Wintergetreide) wird mit 2,5 Mio. Hektar angegeben, davon sind 2,4 Mio. Hektar Winterweizen.
Die Wetterbedingungen sind in weiten Teilen der Ukraine besser, als vor einem Jahr und das erlaubt den Farmern einen raschen Fortschritt bei der Feldbestellung, so UkrAgroConsult. Der Fortschritt ist deutlich rascher als im Vorjahr, als Regen zu diesem Termin die Feldbestellung auf zwei Mio. Hektar behinderte.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium erwartet eine gleich große Getreideanbaufläche wie im Vorjahr. Der Winterweizenanbau wird auf sechs Mio. Hektar betrieben, das sind 95 % der ukrainischen Weizenanbaufläche.
In den südlichen und östlichen Regionen des Landes war es bis August heiß und trocken. Die Wetterdienste sagten, dass das die Aussaat von Wintergetreide beeinträchtigen werde, weil es zu trocken sei. Im Süden ist es immer noch zu trocken, die Farmer hoffen aber auf einen nassen Herbst und einen milden Winter, sodass sie auch dort jetzt trotzdem säen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

27.09.2017 Erneut große Getreideernte in 2018 im Schwarzmeerraum? (1)

Umfangreicher Anbau von Wintergetreide in Russland und der Ukraine ebnen Weg für eine weitere große Getreideernte in 2018.
In beiden Ländern läuft die Aussaat von Wintergetreide besser als im Vorjahr. 2/3 der geplanten Anbauflächen sind in Russland bereits bestellt, in der Ukraine sind es mehr als 1/3.
Es wird erwartet, dass Russland in der Vermarktungsperiode 2017/18, die am 1. Juli startete, erneut Exportweltmeister für Weizen wird. Für die nächste Ernte in 2018 sind dort bereits 64 % der geplanten Flächen oder 11,2 Mio. Hektar mit Wintergetreide bestellt. Das teilte heute das russische Agrarministerium mit. Geplant ist ein Anbau auf 17,5 Mio. Hektar, im Vorjahr waren es 17,4 Mio. Hektar.
Der rasche Fortschritt bei der Feldbestellung lässt erwarten, dass die Erträge auch im kommenden Jahr hoch werden, vielleicht sogar größer als in diesem Jahr, sagt das Beratungsunternehmen SovEcon und fügt hinzu: sofern das Wetter mitspielt.
Das Agrarministerium in Moskau sieht allerdings in einigen Regionen des Landes Wetterrisiken für die nächste Getreideernte und hatte bereits letzte Woche deutlich niedrigere Ernteschätzungen als die privaten Beratungsunternehmen des Landes.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

27.09.2017 Unsicherheit in der Euro-Zone belastet den Kurs der Gemeinschaftswährung

Der Kursanstieg des Matif-Weizens wird auf die Euro-Schwäche zurückgeführt. Nach der Bundestagswahl herrscht mehr politische Unsicherheit in der Eurozone.
Der Wechselkurs des Euros gegenüber dem US-Dollar sinkt heute Morgen auf den tiefsten Stand seit dem 18. August.
Händler stellen ihre Short-Positionen beim Matif-Weizenfuture glatt.

Text: HANSA Terminhandel / Grafik Saxo-Trader

27.09.2017 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten die Weizennotierungen den gestrigen Handelstag in Chicago. Die Frontmonate wurden von Gewinnmitnahmen, technischen Verkäufen sowie negativen Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belastet. Shorteindeckungen vor dem Quartalsreport am Freitag unterstützten die späteren Termine. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures erneut vom kräftigen Rückgang des Euro profitieren und legten auf allen Terminen leicht zu. In Australien blickt man weiter sorgenvoll auf die Weizenbestände, die unter einer schweren Trockenheit leiden. Vergangene Woche reduzierte die australische Regierung ihre Schätzung der Weizenernte 2017/18 auf 21,64 Mio. Tonnen. Das wäre die kleinste Ernte seit 8 Jahren. Im vergangenen Jahr wurde eine Rekordernte von 35,13 Mio. Tonnen eingefahren. Zu trocken ist es auch in Teilen Ost-Europas und der Schwarzmeer-Region, während Argentinien unter heftigen Niederschlägen leidet. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben.

26.09.2017 Ukraine: Getreideexporte bisher bei 10 Mio. Tonnen

Die Ukraine hat in der laufenden Saison (Juli 17 bis Juni 18) bisher insgesamt 10 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Darin enthalten sind 5,6 Mio. Tonnen Weizen, 3,0 Mio. Tonnen Gerste und rund 1,2 Mio. Tonnen Mais, so das Ministerium weiter. Aktuell wird die Getreideernte auf 61-63 Mio. Tonnen geschätzt versus 66 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die Getreideexporte in der Saison 2017/18 könnten ein Volumen von 44-45 Mio. Tonnen erreichen und damit das Vorjahresergebnis von 43,9 Mio. Tonnen übertreffen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

26.09.2017 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 28. September. Gesucht wird Weizen zur Lieferung im Dezember. In der Regel liegen die gekauften Mengen oberhalb der ausgeschriebenen Mengen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

26.09.2017 Weitere Verwirrung um ägyptische Weizen-Beanstandungen

Ein Sprecher des ägyptischen Agrarministeriums sagte gestern, dass die Getreidelieferung aus Rumänien inzwischen gesiebt sei. Das löst allerdings unter Händlern eine Konfusion aus, denn so eine Maßnahme würde Wochen dauern und könne deshalb noch nicht abgeschlossen sein.
Offensichtlich behakeln sich weiterhin zwei Ministerien in Ägypten, wenn es um die Qualitätskontrolle von Importweizen geht. Das Agrarministerium befürwortet schärfere Kontrollen, während der Versorgungsminister an billigeren Importen interessiert ist und laxere Kontrollen fordert. Schließlich importiert Ägypten jedes Jahr Getreide im Wert von mehreren Milliarden USD.
Bereits im letzten Jahr wurden die Qualitätsanforderungen für Importweizen verschärft. Man wollte 0 % Mutterkorn im Weizen, was für die Lieferanten gar nicht darstellbar war und deshalb die Offerten fast komplett ausblieben und die Preise stiegen.
Aktuell sind zwei Schiffe mit Weizen aus Rumänien und Frankreich unter Beobachtung, weil sie mit Mohnsamen verunreinigt sein sollen. Ein Staatsanwalt ordnete deshalb das Sieben des Getreides an. Dieser Prozess könne Wochen dauern. Der Versorgungsminister sagte bereits wenige Tage nach der Gerichtsentscheidung, dass der Reinigungsprozess des Rumänen-Weizens abgeschlossen wäre und man jetzt auf die Anordnung für den französischen Weizen wartet. Eine Entscheidung, ob der rumänische Weizen zurück geschickt werden muss oder nicht ist indes noch nicht gefallen.
Händler meinen, dass die Behörden jetzt den Eindruck erwecken wollen, dass die Lage unter Kontrolle sei. Man will wohl eine weitere Ausschreibung auf den Weg bringen und möglichst viele Offerten haben.
Ein Mitarbeiter der Quarantänebehörde sagte gegenüber der Presse, dass ein Sieben des Getreides im Hafen Safaga am Roten Meer gar nicht möglich ist, weil dort keine Reinigungsanlagen vorhanden sind. Dort wartet der Lieferant seit Wochen auf die Entladung seiner Schiffsladung.

Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

 

26.09.2017 US-Winterweizen-Aussaat ist zu 24% erledigt
US-Farmer haben per 24.9.17 24% der geplanten Flächen mit Winterweizen zur Ernte 2018 bestellt. Das meldet das US-Landwirtschaftsministerium. In der Vorwoche lag der Fortschritt bei 13%, im Vorjahr zum selben Zeitpunkt sowie im 5-Jahres-Durchschnitt waren es 28%. Analysten, die im Vorfeld der Veröffentlichung befragt wurden, rechneten mit einem Fortschritt von 26%.
Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
26.09.2017 Getreidemail
Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und beendeten den Tag mit Gewinnen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, Positionierungen vor dem USDA-Report am Freitag, feste Vorgaben vom
Minneapolisweizen sowie steigende Rohölnotierungen gaben dem Markt Auftrieb. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 499.995 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Käufer von 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Nach Handelsschluss meldete das US-Landwirtschaftsministerium, dass 24% der geplanten Winterweizen-Flächen zur Ernte 2018 bestellt sind, im Vergleichszeitraum des Vorjahres und im 5-Jahres-Durchschnitt waren es 28%. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den guten Vorgaben aus Übersee und legten ebenfalls zu. Der kräftig gefallende Euro gab den Kursen zusätzlichen Auftrieb. In Russland stiegen die Preise für Export-Weizen in der vergangenen Woche aufgrund der global gestiegenen Preise und der guten Käufernachfrage. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im September lag Ende vergangener Woche laut IKAR bei $189/Tonne FOB (Vorwoche: $185).
Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
26.09.2017 Fonds waren gestern Netto-Käufer von Weizen und Mais

25.09.2017 Ägypten: Weizenlieferung aus Rumänien wurde gesiebt

In Ägypten wurde das Sieben der rumänischen Weizenlieferung, die in Verdacht stand, mit Mohn kontaminiert zu sein, abgeschlossen. Der Handelsminister Ali Moselhy teilt das mit und ergänzte, dass der Weizen nun verbraucht werden dürfe. Für die französische Weizenlieferung, die ebenfalls unter Verdacht steht, mit Mohn kontaminiert zu sein, stehe die Entscheidung der Staatsanwaltschaft noch aus, ob sie gesiebt werden müsse. Getreidehändler beobachten derzeit ganz intensiv diesen Prozess und fühlen sich an die Mutterkorn-Problematik im vergangenen Jahr erinnert.
Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

25.09.2017 China vor WTO-Gericht wegen Importquoten auf Agrarrohstoffe angeklagt

Vor dem WTO-Gericht (WTO=World Trade Organisation) wurde am vergangenen Freitag ein Verfahren aufgenommen, in dem die USA China wegen seiner Importquoten für die Agrarerzeugnisse Weizen, Reis und Mais anklagt.
Der Streit über die Zollquoten (TRQs) für Agrarrohstoffe wurde automatisch zugelassen, da die USA diesen Fall bereits früher vorgetragen hatten aber China zunächst abgeblockt hatte. Die Obama-Administration hatte schon am 15. Dezember 2016 geklagt und die Trump-Regierung führt diesen Prozess jetzt fort. Es wird argumentiert, dass die Importquoten die US-Exporte nach China behindern.
Die chinesische Delegation zeigt sich enttäuscht über die Anklge, da die Quotenregelung eine legitime Maßnahme sei, um die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Grundnahrungsmitteln zu sichern. China würde sich genau an internationale WTO-Handelsabkommen halten.
Die US-Delegation trägt vor, dass China bei seinem WOT-Beitritt versprochen habe, die Handelsbeschränkungen abzubauen. Die Quoten seien intransparent und unfair.
Die Weltmarktpreise dieser drei Agrarrohstoffe seien niedriger als in China, trotzdem passe China seine Quoten den internationalen Marktpreisen nicht regelmäßig an, wie es zuvor versprochen wurde. Das führe zu einem begrenzen Marktzugang nach China. Die USA sind weltweit der größte Getreideexporteur. Weitere 14 Länder haben sich als Nebenkläger angeschlossen. Dazu gehören Australien, Brasilien, Kanada, Japan und Thailand sowie auch die Europäische Union.
Bericht: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

25.09.2017 Russland: Weizen-Export-Preise steigen aufgrund guter Nachfrage
Die Export-Preise für Weizen in Russland stiegen in der vergangenen Woche aufgrund der global gestiegenen Preise und der guten Käufernachfrage.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im September lag Ende vergangener Woche bei $189/Tonne FOB. In der Woche davor waren es dem russischen Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge $185.
SovEcon berichtet von einem Anstieg von $4,50 auf $189,50/Tonne. Die Gerste-Preise stiegen demnach um $5 auf $185/Tonne.
In Chicago erreichte die Dezember-Fälligkeit beim SRW-Weizen aufgrund technischer Käufe und Short-Abdeckungen den höchsten Stand seit einem Monat.
Ägypten, der weltweit größte Weizen-Importeur und Top-Käufer von russischem Weizen kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens am 19. September 175.000 Tonnen Weizen aus Russland.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 (1. Juli bis 30. Juni) per 20. September exportierte Russland 10,5 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Anstieg um 34% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Weizenexporte stiegen um 22% auf 8 Mio. Tonnen.
Russland erwartet in diesem Jahr eine Rekord-Getreideernte und wird wohl der weltweit größte Weizenexporteur in der laufenden Periode. Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev erwartet die Ernte 2017 in einem Volumen von 116-117 Mio. Tonnen gereinigten Getreide. So eine Meldung der Nachrichtenagentur TASS, die am Freitag veröffentlicht wurde. Zuletzt lag die Erwartung des Landwirtschaftsministeriums noch bei 110 Mio. Tonnen und damit deutlich niedriger, als inoffizielle Schätzungen von rund 133 Mio. Tonnen.
Russlands Landwirtschaftsministerium versucht, die Getreideexporte durch staatliche Subventionen für Versendungen per Bahn zu forcieren. Die staatliche russische Eisenbahn meldete vergangene Woche die Senkung der Tarife um 10% für ihre Transporte in mehreren Regionen im Zeitraum 1. Oktober bis 30. Juni. SovEcon teilte mit, dass die Maßnahme keine signifikanten Auswirkungen auf das Tempo der Getreideexporte haben werde. Zuletzt hat SovEcon die Schätzung der russischen Getreideexporte um 400.000 Tonnen auf 44 Mio. Tonnen erhöht, davon 32,4 Mio. Tonnen Weizen.
Die Inlandspreise für Weizen der Klasse 3 blieben im europäischen Teil Russlands unverändert bei 8.125 Rubel ($141,69)auf Basis Ex Works. Klasse 4 Weizen stieg um 175 Rubel auf 7.250 Rubel.

Bericht: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
25.09.2017 Ägypten genehmigt Sieben der rumänischen Weizenlieferung

Ein ägyptischer Staatsanwalt genehmigte gestern das Sieben einer aus Rumänien stammenden Weizenlieferung, um Mohnsamen abzutrennen. Die ägyptische Quarantäne-Behörde hatte die Annahme der Weizenlieferung untersagt, da von den Mohnsamen eine Gefahr ausgehen könnte.
Eine französische Weizenlieferung, bei der ebenfalls Mohnsamen festgestellt wurden, steht noch unter Beobachtung der Behörden.
Der internationale Getreidemarkt beobachtet diese Fälle in Ägypten mit großer Aufmerksamkeit, da bereits im letzten Jahr der Lieferstrom nach Ägypten, dem weltweit größten Weizenimporteur, unterbrochen wurde. Lieferanten boykottierten die Ausschreibungen aus Protest gegen die „Mutterkorn-Null-Toleranz-Politik“, die die Regierung im Widerspruch zu internationalen Handelsusancen kurzfristig eingeführt hatte.
Im August teilte das ägyptische Agrarministerium mit, dass die Mohnsamen in den Getreidelieferungen „nicht gefährlich“ seien.

25.09.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 12.09.-19.09.17 um 6.086 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 1.909 Kontrakte. Damit reduzierte die Gruppe der institutionellen Anleger per 19.09.17 die Netto-Short-Positionen um 4.177 Lots auf 79.568 Netto-Short Positionen.

25.09.2017 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach dem Erreichen eines 1-Monats-Hochs und die Auflösung von Spread-Positionen im Vorfeld des am 29. September erscheinenden Quartalsberichts des USDA ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit moderaten Verlusten schließen.
Die ungünstigen Wetterbedingungen mit Trockenheit in Australien und Niederschlägen und Überschwemmungen in Argentinien gaben dem Markt Unterstützung. Händler befürchten außerdem, dass das USDA die Schätzung der US-Sommerweizen-Produktion reduzieren könnte. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Verlusten.
In einem eher lustlosen Handel schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris unverändert bis minimal schwächer. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat Dezember jedoch 0,9% bzw. 1,75 Euro zu.
Steigende Preise in Russland sowie die Verkaufszurückhaltung der Landwirte in Europa gaben dem Markt Unterstützung. Russischer Weizen ist aber trotz der steigenden Exportpreise wettbewerbsfähiger, als z.B. Weizen aus Frankreich, wo die Exportaktivitäten derzeit schwach sind.

25.09.2017 Gewinnmitnahmen beim CBoT-Weizen

Heuten Morgen drückt das weltweit große Weizenangebot den Kurs an der der CBoT und frisst damit den Vorwochengewinn wieder auf. Die Analysten in Fernost sprechen von Gewinnmitnahmen.
An einen zu großen weltweiten Weizenangebot gibt es keinen Zweifel, mit Blick auf die nächste Ernte beobachtet man aber das Wetter in den USA genau, weil dort in diesen Tagen das Wintergetreide ausgesät wird.
In einigen Weizenanbau-Regionen Russlands regnet es den Beobachtern zu viel, die jetzt schon Risiken für die Ernte 2018 sehen. Zumindest bereitet das russische Agrarministerium sich darauf vor, größere Vorräte anzulegen, für den Fall dass die nächste Ernte nichts wird.

22.09.2017 Russland sieht Risiken für Getreideernte 2018

Ein Sprecher des russischen Landwirtschaftsministeriums teilte heute mit, dass es in einigen Getreide Anbauregionen des Landes Wetterrisiken gibt, die die Getreideernte 2018 negativ beeinflussen werden.
Diese pessimistische Aussage für die Ernte 2018 folgt einer deutlich niedrigeren Ernteschätzung für dieses Jahr im Vergleich zu den meisten inoffiziellen Prognosen.
In der Meldung heißt es, dass es bisher so aussieht, dass die nächste Ernte nicht gut wird. Deshalb sollte man mehr Reserven vorhalten. Die Daten des russischen Ministeriums geben allerdings bisher (bis zum 21. Sept.) keine Hinweise auf signifikante Verzögerungen bei der Aussaat von Wintergetreide. Die Bauern hätten demnach bereits 57,5 % der geplanten Flächen (17,5 Mio. Hektar) bestellt.
Das Beratungsunternehmen ProZerno Grain Consultancy meint, es sei noch viel zu früh, über die Risiken für die Ernte 2018 zu spekulieren. In diesem Jahr werde Russland eine Rekordernte einfahren und zum zweiten Mal in Folge der größte Weizenexporteur der Welt werden.
Trotzdem hält Russlands Agrarministerium an seiner moderaten Ernteschätzung für 2017 fest. Es werden danach 110 Mio. Tonnen gereinigtes Getreide verfügbar sein. Das sind deutlich weniger, als die 133 Mio. Tonne, von denen noch die meisten Analysten ausgehen.
Begründet wird das damit, dass in einigen Regionen des Landes die Ernte nicht vorankommt und wohl erst fortgesetzt werden kann, wenn es Frost gibt. Die russischen Bauern haben bereits 117,7 Mio. Tonnen ungereinigtes und feuchtes Getreide geerntet. Nach der Aufbereitung werden es also einige Prozentpunkte weniger sein.

22.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe und Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften aufgrund unvorteilhafter Wetterbedingungen in Australien und Argentinen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago erneut mit Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 307.300 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern mit 3.500 Lots Netto-Käufer von CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Terminen bei erneut schwachen Umsätzen zu. Die Ungewissheit über die kommende Weizenernte auf der Südhalbkugel und die möglicherweise kleinere Weizenaussaatfläche in Europa und den Vereinigten Staaten gaben dem Markt Unterstützung. Der Getreideindustrieverband Coceral hat seine Schätzung zur 2017er EU-Weizenproduktion von 142,0 auf 142,1 Mio. Tonnen leicht angehoben. Im Vorjahr wurden in der EU-28 135,5 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 19.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 533.000 Tonnen Weichweizen. Sie summierten sich damit auf 3,7 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 42% im Vergleich zum Vorjahr.

22.09.2017 Fonds waren gestern Käufer von Sojabohnen, Weizen und Sojaschrot

21.09.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 3,68 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 19.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 533.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 3,682 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 4,06 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 6,92 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 110.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 593.000 Tonnen versus 724.000 Tonnen im Vergleichszeitraum 2016/17.
21.09.2017 Coceral senkt Erwartungen zur EU-Maisernte um 700.000 Tonnen

Der Getreideindustrieverband Coceral hat heute seine Schätzung zur 2017er EU-Weizenproduktion von 142 auf 142,1 Mio. Tonnen leicht angehoben. Im Vorjahr wurden in der 28-Gemeinschaft 135,5 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
In seinem Quartalsbericht senkte Coceral seine Erwartungen zur EU-Maisernte auf jetzt 59,3 Mio. Tonnen. Im Mai ging man noch von 60 Mio. Tonnen aus, im Vorjahr wurden 60,8 Mio. Tonnen Mais in der EU geerntet.
Die Gerstenproduktion wird jetzt auf 58,1 Mio. Tonnen geschätzt, im Mai ging man noch von 57,2 Mio. Tonnen aus. In 2016 erntete die EU 59,7 Mio. Tonnen Gerste.
Die EU-Rapsproduktion wird heute auf 22,1 Mio. Tonnen geschätzt (Mai-Schätzung: 21,5 Mio. Tonnen). Im Vorjahr waren es 20,5 Mio. Tonnen.

21.09.2017 Australiens Weizenpreise zu hoch für Käufer in Asien

Die Preise für australischen Exportweizen sind in Asien derzeit höher als Offerten aus den USA. Das ist eine sehr seltene Marktkonstellation und könnte dazu führen, dass mehr US-Weizen in Asien gekauft wird.
Australische Weizenexporteure tun sich derzeit noch schwer, mit dem Verkauf ihrer neuen Ernte an ihre Stammkundschaft in Asien. Schließlich erwarten die Farmer die kleinste Weizenernte seit acht Jahren, was sie dazu zwingt, mit den Angeboten noch zurückzuhalten. Das führt dazu, dass die Preise über das aktuelle internationale Preisgefüge steigt.
In der letzten Saison verspürten australische Exporteure eine harte Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum (Russland und Ukraine). Jetzt bieten auch US-amerikanische Exporteure ihren Weizen billiger an.
Die neue Weizenernte (Australien White Standard) wurde in dieser Woche mit 245 USD/Tonnen c&f Südost Asien bewertet. Australien ist einer der größten Weizenexporteure der Welt. US-Weizen in gleicher Qualität wird derzeit für 235 USD/Tonne c&f, und Schwarzmeerweizen kostet franko Südost Asien 215 USD/Tonne.
Die CBoT-Weizenfutures notieren aktuell auf einem Ein-Monats-Hoch aufgrund von Shortabdeckungen und der kleineren Weizenernte in Australien sowie exzessive Regenfälle in Argentinien.
Letzte Woche schätzte die australische Regierung die Weizenernte 2017/18 auf 21,64 Mio. Tonnen, was bedeuten würde, dass es die kleinste Ernte seit acht Jahren wäre. Im letzten Jahr wurden dort mit 35,13 Mio. Tonnen Weizen eine Rekordernte eingebracht.
Derzeit übersteigt das weltweite Weizenangebot den Bedarf. Russland produzierte in diesem Jahr eine Rekordernte von 81 Mio. Tonnen und auch die Ukraine erntet zum dritten Mal in Folge eine Rekordernte, so das USDA in ihrem letzten Monatsbericht.
Das US-Landwirtschaftsministerium senkte zuletzt seine Schätzung zum weltweiten Endbestand per 30.06.2018 auf 263,14 Tonnen. Zuvor ging man noch von 264,69 Mio. Tonnen aus. Die kleinere Ernteschätzung für Australien sowie Ernteausfälle in Argentinien spielen hier schon mit rein.

21.09.2017 Short-Abdeckungen lassen Weizenkurse an der CBoT steigen

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen am zweiten Tag in Folge. Beobachter führen das auf Short-Abdeckungen zurück, die vor der Aussaat von Wintergetreide in den USA und Europa erfolgen.
Die Angebotsseite bestimmt derzeit die Stimmung am Weizenmarkt. Die Analysten beobachten genau, in welchem Umfang Wintergetreide in den USA und Europa erfolgt. Die derzeitigen Kassapreise sind so niedrig, dass weitere Anbaueinschränken erwartet werden. Auf der gesamten Nordhalbkugel beginnt jetzt die Aussaat von Wintergerste und Winterweizen.
In 2016/17 sank die Anbaufläche in den USA auf 17,762 Mio. Hektar (Vorjahr: 19,149 Mio. Hektar).

21.09.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicgao waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und beendeten den Tag mit Gewinnen auf allen Fälligkeiten. Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften aufgrund der Trockenheit in Australien und der langanhaltenden Niederschläge mit Überschwemmungen in Argentinien gaben dem Markt Unterstützung. Fondsgesellschaften waren gestern mit 4.500 Lots Netto-Käufer beim CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 -500.000 Tonnen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures bei erneut schwachen Umsätzen den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen Gewinne verzeichnen. In Hamburg blieben die Preise für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Oktober unverändert bei 2 Euro über Paris Dezember 17. Weizen aus Litauen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Oktober wurde gestern FOB Kaipeda zu 0,50 Euro unter Paris Dezember 17 angeboten.

21.09.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000-500.000 Tonnen

20.09.2017 Bauern in der EU säen mehr Raps aus

Analysten erwarten, dass Europas Bauern für die Ernte 2018 mehr Raps anbauen. Ob diese Absicht auch in die Tat umgesetzt wird, ist aber noch unsicher.
In Südosteuropa, speziell in Bulgarien, wurde die Rapssaat in zu trockene Böden gelegt, sodass die Bauern möglicherweise später noch auf Weizen ausweichen müssen, sofern die Saat nicht aufläuft. In Skandinavien und in Deutschland verzögert Regen die Aussaat von Raps. Das beobachtet der Französische Marktanalyst Strategie Grains.
Die niedrigen Getreidepreise sorgen aber insgesamt dafür, dass mehr Raps angebaut wird.
In Frankreich werden definitiv mehr Ackerflächen mit Raps angebaut, da man in diesem Jahr damit bessere Erfolge als mit dem Weizenanbau erzielt hat. Der Weizenanbau für 2018 wird indes eingeschränkt, nachdem er im Vorjahr mit über 5 Mio. Hektar noch einen 80-Jahres-Rekord aufgestellt hatte. Wirtschaftliche Überlegungen bevorzugen in Frankreich den Rapsanbau.
Deutsche Bauern werden dagegen wohl den Rapsanbau um rund 60.000 Hektar auf 1,25 Mio. Hektar reduzieren. Die Verkaufszahlen des Saatguts lassen darauf schließen, dass mehr Wintergerste angebaut wird, so die Analysten.
In Großbritannien ist die Aussaat von Raps bereits auf einer etwas größeren Anbaufläche weitestgehend abgeschlossen. Der Anbau steigt etwas, nachdem in den Vorjahren wegen der eingeschränkten Verfügbarkeit von Schädlingsbekämpfungsmitteln der Rapsanbau zurückging. Der Weizenanbau in Großbritannien wird sich aber kaum verändern.
In Polen wird sich die Anbaufläche für Rapssaat um ca. 30.000 Hektar verkleinern und unter die 800.000 Hektar-Marke sinken. Das dürfte dem Weizenanbau zugute kommen, denn diese beiden Feldfrüchte konkurrieren um die Anbaufläche.

20.09.2017 Getreideexporte aus GUS-Staaten gewinnen an Bedeutung (6)

Obwohl Kasachstan keine Küste hat, konnte sich das Land in Zentralasien zu einem der bedeutendsten Mehlexporteure entwickeln.

Die Müller dort sind sehr kreativ, neue Märkte zu erschließen, so die Beobachtung von Dmitri Rylko vom russischen Marktanalysten IKAR. Sie haben ihre Nachteile in Vorteile umgewandelt.
Nachteilig war früher, dass sie keinen natürlichen Zugang zum Weltmarkt hatten. Deshalb haben sie sich auf Mehlkäufer in Zentralasien konzentriert. Jetzt exportieren sie große Volumen Weizenmehl ins Nachbarland China.
Wie auch in den Nachbarländern, herrscht auch in Kasachstan hartes Kontinentalklima, das die Getreidequalität beeinträchtigen kann. Die Kaufkraft des Landes ist vergleichsweise gering, sodass Betriebsmittel wie Dünger, Saatgut und Maschinen für die Farmer teuer sind und so einen enormen Einfluss auf die Ausstattung der Landwirtschaft und die Handelsspanne nimmt.

20.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe führten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago an einem wenig inspirierten Handelstag zu leichten Aufschlägen. Die Weizenproduktion 2017 in Kanada fällt nach neuesten Berechnungen der Statistikbehörde Statistics Canada um 14,5% zum Vorjahr. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen ruhigen Tag und schlossen unverändert bis minmal fester. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 175.000 Tonnen Weizen aus Russland. An der Ausschreibung beteiligten sich lediglich 6 internationale Handelshäuser, gewöhnlich sich es rund 15 Handelshäuser, die Offerten abgeben. Händler erklären die Zurückhaltung mit den zwei vorläufig abgewiesenen Weizenlieferungen aus Frankreich und Rumänien, die in Verdacht stehen, mit Mohnsamen kontaminiert zu sein. In Hamburg blieben die Preise für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Oktober unverändert bei 2 Euro über Paris Dezember 17. Verkäufer bieten Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung Oktober/Dezember deutlich höher zu 170 Euro/Tonne an, Käufer stehen bei rund 168 Euro/Tonne.

20.09.2017 Weizenpreise nahe ihrem Saison-Tief?

Aufgrund der kleiner als erwarteten Weizenernte in Kanada notiert der CBoT-Weizen heute Morgen fester. Händler nutzen das niedrige Preisniveau um Short-Positionen zu schließen. Die gute Versorgungslage auf der Welt begrenzen aber die Marktphantasien.
Sowohl in Chicago als auch in Kansas gab es gestern deutlichen Verkaufsdruck an den Terminbörsen, aber im Laufe des Tages drehte sich die Stimmung und ein starkes Kaufinteresse stütze die Kurse wieder. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass der niedrigste Preis der Saison bald erreicht ist. Das meinen zumindest die Marktanalysten der Commonwealth Bank in Australien heute Morgen.
In Kanada sank die Weizenproduktion 2017 um 14,5 % gegenüber 2016, so Statistics Canada aufgrund von Satellitenbeobachtungen und nach Auswertung von Klimadaten. Diese Meldung folgt einer kleineren Ernteschätzung in Australien und Wetterproblemen in Argentinien.
Es gibt aber noch große Weizenernten am Schwarzen Meer die mit Europa und den USA um Absatz auf dem Weltmarkt buhlen. Gestern kaufte die ägyptische GASC 175.000 Tonnen russischen Weizen.

19.09.2017 Getreideexporte aus GUS-Staaten gewinnen an Bedeutung (4)

Mühlenbetriebe in Indonesien waren beispielsweise über die bessere Weizenqualität aus Russland überrascht. Zuvor hatten sie ausschließlich Weizen aus Kanada oder Australien gekauft, wo es viel Hartweizen gibt. Für sechs Monate im Jahr muss Indonesien Weizen am Weltmarkt besorgen, das ist der Zeit von Juli bis Dezember. Und das ist genau die Zeit, in der Russland den Großteil seiner Weizenernte verlädt.
Das gleiche gilt für Jordanien. Bevor Russland erstmals nach Jordanien Weizen lieferte, bezog das Land meist US-Weizen oder Weizen aus Deutschland oder Australien, wegen der bis dato besseren Qualitäten. Jetzt gehört Russland bereits zu den Stammlieferanten.
Im Kleingedruckt der Ausschreibungen heißt es nämlich, dass der Verkäufer frei in der Wahl der Herkunft des Weizens ist und das führt immer häufiger dazu, dass Russland liefern darf, denn die großen Getreidehändler der Welt schätzen die Qualität des russischen Weizens. Entweder liefert Russland oder Rumänien.
Russland hat den Vorteil, gleich zwei der größten Weizenkäufer der Welt vor der Haustür zu haben: Die Türkei und Ägypten. Das sind auch die beiden größten Abnehmer für russischen Weizen, da hier nur geringe Frachtkosten kalkuliert werden müssen.

19.09.2017 Ägypten kauft 175.000 Tonnen russischen Weizen

Der ägyptische staatliche Getreideeinkäufer GASC hat heute 175.000 Tonnen russischen Weizen in einer Ausschreibung gekauft. Es wurden bisher offiziell keine weiteren Informationen darüber bekannt gegeben.
Händler berichten unterdessen Folgendes:
ADM liefert 60.000 Tonnen russischen Weizen zum Preis von 195 USD/Tonne fob Plus Frachtkosten von 15,5 USD/Tonne = 210,50 USD/Tonne c&f.
GTCS liefert 60.000 Tonnen russischen Weizen für 198 USD/Tonne fob Plus 14,2 USD/Tonne Frachtkosten = 212,20 USD/Tonne c&f.
GTCS liefert weitere 55.000 Tonnen russischen Weizen für 197 USD/Tonne fob Plus 16,25 USD/Tonne Frachtkosten = 213,25 USD/Tonne c&f.

19.09.2017 Ägypten erhält deutlich weniger Angebote auf Weizenausschreibung
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat von nur 6 Lieferanten Angebote auf die jüngste Weizenausschreibung erhalten. Gewöhnlich beteiligen sich rund 15 Lieferanten. Das niedrigste Angebot erhielt man zum Preis von $195 /Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Weitere Angebote lauten wie folgt:
Händler meinen, dass die niedrige Beteiligung internationaler Handelshäuser und die hohen Preise eine Folge der Unsicherheit sind. Ägypten hat zuletzt zwei Weizenlieferungen aus Frankreich und Rumänien aufgrund einer möglichen Kontamination mit Mohnsamen vorläufig abgewiesen und das Sieben der Lieferungen angeordnet. Danach sollentschieden werden, ob die Ladung endgültig abgewiesen werden soll.
Die Ergebnisse der Ausschreibung werden ab dem späten Nachmittag erwartet. Gesucht wird Weizen zur Lieferung 21-31. Oktober. Quelle: Reuters
19.09.2017 Statistik Canada erwartet Rückgang der Weizenproduktion um 14,5%

Die Weizenproduktion 2017 in Kanada fällt nach neuesten Berechnungen der Statistikbehörde Statistics Canada um 14,5% zum Vorjahr.
Aus dem Bericht, der heute herausgegeben wurde, geht darüber hinaus hervor, dass die Haferproduktion um 19% steigt während die Geste-Produktion um 16,8% sinkt. Einen leichten Anstieg um 0,5% sieht man bei der Canola-Produktion.
Grund für die reduzierte Prognose der gesamten Weizenproduktion sind die sehr trockenen Bedingungen in den südlichen Regionen der Prärie.

19.09.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen sowie die schwache Nachrichtenlage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 464.375 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls auf allen Terminen mit Verlusten. Der Crop-Monitoring-Service der EU erhöhte die Prognose der EU-Weichweizenerträge2017 leicht zum Vormonat von 5,85 t/ha auf 5,86 t/ha. In Deutschland sind die Weizenpreise im Landesinneren weiter höher, als an den Export-Häfen. Die Prämien in Hamburg für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September blieben unverändert bei 1 Euro über Paris Dez. 17. In Südoldenburg lagen die Verkaufsgebote für Futterweizen zur Lieferung im September/Dezember bei 171 Euro. Russlands Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund höherer globaler Preise und des gestiegenen Rubels zum US-Dollar. Ägypten hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 21. -31. Oktober ausgeschrieben.

19.09.2017 CBoT-Weizenkurse notieren lustlos etwas schwächer

Das weltweit große Weizenangebot drückt die Kurse der CBoT-Weizenfutures auch heute Morgen in die roten Zahlen.
Australische Broker bemerken heute Morgen, dass es offensichtlich schwer ist, vor dem Hintergrund der guten US-Ernten höhere Preise durchzusetzen. Die Regierung in Australien hatte letzte Woche ihre Schätzung für die Ernte 2017/18 dagegen auf ein Acht-Jahres-Tief geschätzt. Global gibt es aber immer noch einen großen Weizenüberschuss.
Einige Händler beobachten den Verlauf der heutigen ägyptischen Weizenausschreibung genau. Das nordafrikanische Land will heute eine nicht genauer genannte Menge Weizen zur Lieferung in der Zeit vom 21. – 31. Oktober am Weltmarkt kaufen. In den letzten Jahren hatten meist europäische oder Schwarzmeer-Anbieter die Nase vorn.

19.09.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 21. -31. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden. Zuletzt kaufte Ägypten am 29. August 295.000 Tonnen in Russland und der Ukraine. Marktbeteiligte sind gespannt darauf, wie viele Handelshäuser sich nach der Verunsicherung um zwei Weizenlieferungen aus Frankreich und Rumänien, die in Verdacht stehen, mit Mohnsamen kontaminiert zu sein, und nun gesiebt werden sollen, an der Auschreibung betreiligen. Quelle: Reuters
18.09.2017 EU reduziert Prognose der Rapssaat-Erträge 2017

Der Crop-Monitoring-Service der Europäischen Union hat seine Prognose der EU-Weichweizenerträge2017 leicht erhöht zum Vormonat von 5,85 t/ha auf 5,86 t/ha. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der EU Maiserträge 2017. Sie werden auf 6,99 t/ha geschätzt versus 6,93 t/ha im Vormonat. Reduziert wurde hingegen die Prognose der EU Rapssaaternte von 3,27 t/ha auf 3,25 t/ha. Quelle: Reuters

18.09.2017 Ägypten: Verdächtige Weizenlieferungen können nicht in Safaga gesiebt werden

Die zwei von Ägypten abgewiesenen Weizenladungen aus Frankreich und Rumänien, die in Verdacht stehen, mit Mohnsamen kontaminiert zu sein, können nicht im Hafen von Safanga gesiebt werden. Die ägyptische Staatsanwaltschaft hatte entschieden, dass die Lieferungen zunächst gesiebt werden müssen. Anschließend kann eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob es sich um eine harmlose Sorte handelt, wie es der Lieferant der französischen Lieferung behauptet, oder ob dem nicht so ist und die Lieferung abgewiesen werden muss.
Die Anlagen in Safanga sind nicht mit geeigneten Anlagen zum Sieben dieser Lieferungen ausgestattet, das sagte eine nicht genannte Quelle der Nachrichtenagentur Reuters. Der Siebe-Prozess könne in den Silos von Sohag oder Qena stattfinden, so die Quelle weiter.
Am vergangenen Mittwoch sagte der ägyptische Landwirtschaftsminister, dass es sich bei dem Mohn um eine harmlose Sorte handele, eine finale Entscheidung von der Staatsanwaltschaft stehe aber noch aus.

18.09.2017 Russland: Weizenpreise steigen

Die russischen Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund höherer globaler Preise und des gestiegenen Rubels zum US-Dollar.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Proteingehalt und zur Lieferung im September lag laut IKAR per Ende letzter Woche bei $185/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $2,00 zur Vorwoche.
SovEcon meldet einen Anstieg um $1,00 auf ebenfalls $185/Tonne. Gerste stieg demnach um $3,00 auf $180,00/Tonne. Ikar nannte einen unveränderten Gerstepreis von $179/Tonne.
An der CBoT in Chicago stiegen die Weizenpreise in der vergangenen Woche um 2,5%. Grund war eine Welle von Short-Abdeckungen aufgrund der Risiken auf der Südhalbkugel. In Australien ist es zu trocken, außerdem könnte Frost die Pflanzen bedrohen. Sorgen bereitet auch die Weizenernte in Argentinien. Dort sind 70.000 Hektar Weizenanbaufläche von Überschwemmungen gefährdet. Weitere 80.000 Hektar wurden bereits im vergangenen Monat aufgrund heftiger Niederschläge abgeschrieben und auf zusätzlichen 150.000 Hektar wurde mit der geplanten Weizenaussaatgar nicht erst begonnen.
Die russische Währung profitiert gegenwärtig vom festeren Rohölpreis, Rohöl ist Russlands wichtigster Export-Artikel.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 (Juli bis Juni) per 13. September exportierte Russland bisher 8,9 Mio. Tonnen Getreide und somit 19% mehr, als im Vorjahr zum selben Zeitpunkt. Die Weizenexporte stiegen um 6% auf 6,7 Mio. Tonnen.
Russlands Landwirte haben per 14.September 109 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Das sind 71,5% der Gesamtfläche. Zur selben Zeit im Vorjahr wurden 102,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Die Inlandspreise für Weizen in Russland sind aufgrund der voranschreitenden großen Ernte und der großen einzulagernden Mengen unter Druck. Weizen der Klasse 3 fiel laut SovEcon vergangene Woche im europäischen Teil Russlands um 200 Rubel auf 8.125 Rubel/Tonne. Weizen der Klasse 4 fiel stärker um 275 Rubel auf 7.075 Rubel/Tonne ex Works (ohne Fracht).

18.09.2017 Getreideexporte aus GUS-Staaten gewinnen an Bedeutung (3)

Der Wechselkurs des russischen Rubels spielt ebenso eine große Rolle für den Getreideexport. Im letzten Jahr war die Währung relativ schwach und hat sich in diesem Jahr aber wieder gefestigt. Für einen US-Dollar konnte man letztes Jahr 80 Rubel bekommen, jetzt sind es rund 55 bis 60 Rubel. Da Getreide am Weltmarkt in US-Dollar bezahlt wird, war der schwache Rubelkurs eine große Hilfe bei dem außergewöhnlich großen russischen Export im Vorjahr.
Aus Sicht der Käufer stellte russischer Mahlweizen das beste Preis-Leistungsverhältnis. Der Standardweizen mit 12,5 % Protein hat zudem mit über 25 hohe Gluten-Werte und das Spezifische Gewicht hatte mindestens 78 während die Fallzahlen zwischen 280 und 300 lagen.
Der einzige Problempunkt sind die Bruchkörner, hier ist Russland aber auf gutem Weg das zu verbessern. Russland strebt jetzt maximal 2 % Bruchkörner an, um später auch den internationalen Mindeststandard von 1 % zu erreichen.
Zum Vergleich: Frankreichs Exportweizen hat in der Regel 0,1 % Bruchkörner, meist aber sogar 0%. Deshalb ist französischer Weizen in Algerien auch so gefragt. Russischer Weizen ist aber in Nigeria, Mexiko und Venezuela und sogar in Peru gefragt.

18.09.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 05.09.-12.09.17 um 2.940 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 3.175 Kontrakte. Damit reduzierte die Gruppe der institutionellen Anleger per 12.09.17 die Netto-Short-Positionen um 2.825 Lots auf 83.745 Netto-Short Positionen.

18.09.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren am Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Aufschlägen. Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie zu trockenes Wetter und Frostgefahr in Australien gaben dem Markt Unterstützung. Das private Analystenhaus Informa Economics schätzt die gesamte US-Weizenproduktion 2017 auf 1,66 Mrd. Bushel und damit deutlich niedriger, als das US-Landwirtschaftsministerium mit 1,739 Mrd. Bushel. Fondsgesellschaften waren am Freitag Netto-Käufer von 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester. Bei schwachen Umsätzen schlossen die Weizenfutures an der Euronext in Paris unverändert bis minimal fester. In Deutschland werden im Landesinneren derzeit höhere Weizenpreise erzielt, als an den Exporthäfen. Am Kassamarkt in Hamburg liegen die Gebote für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September bei 1,00 Euro über Matif Dezember 17. Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung September/Dezember wird deutlich höher zu ca. 171 Euro/Tonne gehandelt. Der festere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt.

15.09.2017 Argentinien: Sojabohnenernte zur Vermarktung 2017/18 geringer, als im Vorjahr

Argentiniens Sojabohnenernte für die Vermarktung 2017/18 fällt nach Schätzungen lokaler Analysten aufgrund heftiger Niederschläge und Überflutungen vor der Aussaat und niedriger Gewinnspannen um mehr als 7% im Vergleich zur Ernte 2016/17 auf rund 52 Mio. Tonnen. Die Aussaat beginnt gewöhnlich im kommenden Monat. Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojaöl und Sojaschrot. In den vergangenen 2 Monaten haben ungewöhnlich starke Stürme und Niederschläge im Getreidegürtel von Argentiniens Pampa große Flächen überflutet.
Ende 2015 erleichterte der damals neu in sein Amt eingeführte Präsident Mauricio Macri die Export-Steuer und weitere Ausfuhrhemmnisse für argentinischen Weizen und Mais. Das führte zu einem starken Anstieg bei der Aussaat dieser Sorten. Auf Flächen die ursprünglich für Sojabohnen geplant waren, wurden Mais und Weizen angebaut.
Die argentinische Börse schätzt die Anbaufläche für Sojabohnen auf 18,8 Mio. Hektar und die Sojabohnenproduktion auf 54,5 Mio. Tonnen. Das wären 4,8% weniger als die 57,3 Mio. Tonnen, die in diesem Jahr geerntet wurden. Eine weitere Herabstufung könnte aufgrund der schwierigen Witterung erfolgen.
Der Chef des in Buenos Aires ansässigen Beratungsunternehmens Agritrend, Gustave Lopez, glaubt, dass der Anbau und die Vermarktung von Mais in dieser Saison profitabler sind, als der Anbau von Sojabohnen. Lopez glaubt, dass die Sojabohnenernte um 3,5% auf 55 Mio. Tonnen fällt, während Ricardo Baccarin, Analyst von Panagricola Consultancy von einem Rückgang um 7% auf 52 Mio. Tonnen ausgeht.
Die aktuellen Überschwemmungen behindern auch die Maisernte. Trotzdem belässt die Buenos Aires Grains Exchange die Prognose der Maisproduktion für die Vermarktung 2016/17 stabil auf 39 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

15.09.2017 Getreideexporte aus GUS-Staaten gewinnen an Bedeutung (2)

Neben Russland sind aber auch die Ukraine und Kasachstan bedeutende Getreideexporteure. Russland exportiert in dieser Vermarktungsperiode 39 Mio.to Getreide, davon 29,5 Mio.to Weizen sagt der IGC, Die Ukraine 36,2 Mio.to (13,5 Mio.to Weizen) und Kasachstan 7,8 Mio.to (7 Mio.to Weizen).

Der Erfolg dieser Länder im Getreideexport begründet sich mit den niedrigen Produktionskosten. Neben extrem günstigen Preisen für Ackerlandland und Pachten sind die Lohnkosten viel niedriger als in Europa oder in anderen Getreideanbauregionen der Welt. Selbst in Südamerika sind die Lohnkosten nicht so tief wie in den GUS-Staaten. Lediglich in Rumänien sind sie noch niedriger.
Das macht den Getreideanbau und die Landwirtschaft dort sehr profitabel. Aus diesem Grunde haben Investoren in den letzten 10 Jahren in großem Stil in den russischen Agrarsektor investiert. Sie kauften oder pachteten sich große Flächen zusammen und von diesen Agrarholdings mit Anbauflächen über 100.000 Hektar gibt es in russland bereits mehrere hundert.
Diese Größe steigert zudem die Effizienz noch weiter: Der Kauf von Betriebsmitteln, wie Saatgut oder Maschinen ist günstiger, weil man größere Einheiten kauft.
Das hat dazu geführt, dass der Weltgetreidemarkt zuletzt überversorgt ist.

15.09.2017 Ukraine: Weizenpreise fester

Die ukrainischen Weizenexportpreise sind in dieser Woche gestiegen. Das meldet UkrAgroConsult heute. Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung September-Dezember FOB Schwarzes Meer stieg um$ 1,00 auf $181/185. Weizen mit einem Proteingehalt von 11,5% stieg um $2-3 auf $174/176 und Futterweizen stieg um $5-6 auf $168/171.
Die Ukraine hat nach Aussage von Landwirtschaftsminister Maksim Martyniuk in diesem Jahr 26,6 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Exportieren könnte man rund 17 Mio. Tonnen in der Saison 2017/18.

15.09.2017 Getreideexporte aus GUS-Staaten gewinnen an Bedeutung (1)

Die Bedeutung der früheren Staaten der Sowjetunion (GUS) als Getreideexporteure ist in den letzten Jahren spektakulär gestiegen. Früher war Russland der bedeutendste Importeur von Getreide und heute sind die Staaten Russland, Ukraine und Kasachstan die wichtigsten Getreideproduzenten der Welt. Russland wird in dieser Saison bereits zum zweiten Mal in Folge mit 39 Mio.to Weizen-Exportweltmeister. Die Produktionskosten sind dort sehr niedrig und bei der Getreidequalität hat man auch schon aufgeholt und arbeitet mit Hochdruck an Verbesserungen. In Sachen Logistik müssen die Anbieter noch aufholen um das Vertrauen der internationalen Getreideeinkäufer nachhaltig zu gewinnen.
Der internationale Getreiderat (IGC) schätzt die Getreideproduktion 2017/18 in der Region auf 214,6 Mio. Tonnen (Vj.: 226,9 Mio.to). Russland 108,4 Mio.to, Ukraine 62,3 Mio. to sowie Kasachstan 17,5 Mio.to. Darin enthalten sind insgesamt 120,5 Mio.to Weizen, aufgeteilt in Russland 67 Mio.to, Ukraine 24,5 Mio.to sowie Kasachstan 13,3 Mio.to.

15.09.2017 Argentinien: Überschwemmungen gefährden 70.000 Hektar Weizenanbaufläche

Überschemmungen seit dem vergangenen Wochenende in Argentinien gefährden die Weizenbestände zur Ernte in der Saison 2017/18 auf einer Fläche von 70.000 Hektar. Das meldete die Buenos Aires Grains Exchange gestern. Die Fläche kommt „on Top“ auf die bereits im vergangenen Monat gemeldete Fläche von 80.000 Hektar aufgrund exzessiver Regenfälle. Insgesamt könnten sich die Verlust in der Kampagne 2017/18 also auf 150.000 Hektar summieren.
Auf einer Fläche von 150.000 Hektar konnte die geplante Weizenaussaat wegen der Überschwemmungen gar nicht erst stattfinden. Somit wird derzeit von einer Fläche von 300.000 Hektar ausgegangen, auf der weniger Weizen geerntet wird.
Am heftigsten betroffen sind die Regionen im Süden sowie die zentralen und westlichen Regionen im „Brotkorb“ der Provinz Buenos Aires.
Auch die Maisernte ist von den Niederschlägen betroffen und führt zu Verzögerungen. Die Börse beließ die Ernteschätzung 2016/17 aber unverändert au 39 Mio. Tonnen.

15.09.2017 Getreidemail

Die Chicago-Weizenfutures stiegen gestern auf ein 4-Wochen-Hoch. Short-Abdeckungen durch Fondsgesellschaften aufgrund von Unsicherheit en über die Ernten auf der Südhalbkugel lenken von den großen weltweiten Vorräten ein wenig ab. Heftige Niederschläge in Argentinien, Trockenheit in Brasilien sowie reduzierte Ernteerwartungen in Australien ändern aktuell das Stimmungsbild. Mit nur 316.700 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Exportzahlen unter den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Die e-CBoT handelt zur Stunde mit leichten Abschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den Anfangsgewinnen aus Chicago profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 12.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 427.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 3,15 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 3,472 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 6,22 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17. Deutsche Mühlen importieren nennswerte Weizenmengen aus Frankreich.

14.09.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 3,149 Mio. Tonnen

U-Weizen-Exporte erreichen 3,15 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 12.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 427.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 3,15 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 3,472 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 6,22 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 55.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 483.000 Tonnen.

14.09.2017 Strategie Grains senkt EU-Exportaussichten für Weizen

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains senkt heute seine Schätzung für Weizenexporte aus der Europäischen Union obwohl die Ernte in der EU die Erwartungen übersteigt. Außerdem litt die Qualität der deutschen Weizenernte und die Konkurrenten Russland und die Ukraine verschlechtern die Exportaussichten für die EU.
Die Experten schätzen heute in ihrem Monatsreport, dass die EU in der laufenden Vermarktungssaison 23,1 Mio. Tonnen Weizen exportieren wird. Das sind 1,3 Mio. Tonnen weniger als im vorherigen Monatsbericht geschätzt und sogar auch weniger als in der letzten Saison, in der 24 Mio. Tonnen ausgeführt wurden.
Die Exporte aus Deutschland werden sowohl wegen Qualitätsproblemen als auch wegen zu hohen Preisen geringer. Einige Aufträge werden stattdessen von hier in die Baltischen Staaten gehen. Aber Russland und die Ukraine nehmen auch Frankreich Aufträge ab.
Die schlechteren Exportaussichten für die EU sind dadurch begründet, dass Rumänien und Bulgarien mehr Weizen innerhalb der EU verkauften. Frankreich liefert zudem Qualitätsweizen nach Deutschland.
Die Weichweizenproduktion 2017 wird jetzt auf 142,5 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 1,5 Mio. Tonnen mehr als im Vormonat erwartet und 5 % mehr als im Vorjahr geerntet wurden. Dazu trugen gute Ernten in Rumänien, Polen, Dänemark, Litauen, Lettland, Estland, Frankreich und die Tschechische Republik bei. Kleinere Ernten gab es in Österreich, Deutschland, Spanien und den Niederlanden.
Die EU Gerstenernte wird von den Experten um 400.000 Tonnen höher geschätzt als im Vormonat und die neuen Schätzung geht jetzt von 58,5 Mio. Tonnen aus (Vj.: 59,8 Mio. Tonnen).
Die Getreidequalität ist innerhalb der EU höchst unterschiedlich.
Die Weichweizen- und Mahlweizenqualität war in Frankreich und Zentraleuropa sehr gut. Auch in den Baltischen Staaten und Skandinavien. Schlechtere Qualitäten wurden in Deutschland und Polen geerntet. Der Braugerstenqualität enttäuschte in der Tschechischen Republik, der Slowakei und Deutschland, während sie in Frankreich, Großbritannien und den Skandinavischen Ländern sehr gut war. Mittlere Qualitäten erntete man in den Baltischen Ländern.
In Südeuropa hat inzwischen auch schon die Maisernte begonnen. Strategie Grains hob ihre Schätzung für 2017 jetzt auf 59 Mio. Tonnen um 100.000 Tonnen an. Die höheren Ernteschätzungen in Frankreich, Polen und Österreich werden durch kleinere in Italien, Spanien, Ungarn der Slowakei, Kroatien und Litauen fast wieder kompensiert.

14.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen und Spreadaktivitäten mit Euronext-Weizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 -550.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester.
Die guten Vorgaben aus Übersee und der im Handelsverlauf deutlich schwächere Euro zum US-Dollar sorgten bei den Weizenfutures an der Euronext in Paris für Kursgewinne auf allen Terminen. Frankreich stellt sich auf eine Verdoppelung der Weizenexporte außerhalb der EU ein von 5,0 Mio. Tonnen in der vergangenen Vermarktungsperiode auf 10,0 Mio. Tonnen. Weizenexporte innerhalb der EU könnten um 25% auf 7,85 Mio. Tonnen steigen. Höhere Qualitäten und eine bessere Infrastruktur trieben die Schwarzmeer-Weizenexporte an Destinationen in Asien im August auf ein Allzeit-Hoch und erhöhen den Druck auf den traditionellen Lieferanten Australien. In Hamburg sanken die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 1,00 Euro über Matif Dezember 17. Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung September/Dezember wird zu deutlich höhenen Preisen zwischen 169-170 Euro/Tonne gehandelt.

14.09.2017 CBoT-Weizenkurse steigen aufgrund von Short-Abdeckungen

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures steigen heute Morgen am dritten Tag in Folge. Beobachter führen das auf Short-Abdeckungen durch Fonds-Gesellschaften zurück, nachdem das USDA die Welt-Endbestände am vergangenen Dienstag etwas niedriger geschätzt hat.
Schaut man aber auf das große Angebot am Weltmarkt, so können kaum größere Preisbewegungen erwartet werden.
Rohstofffonds waren am zweiten Tag in Folge Netto-Käufer von CBoT-Wheat –Futures, genauso wie bei den Sojabohnen, Maisfutures wurden hingegen verkauft.
Das USDA hatte am Dienstag in seinem WASDE-Bericht die Weltendbestände 2017/18 beim Weizen von 264,69 auf 263,14 Mio. Tonnen etwas niedriger geschätzt.
Vor dem Hintergrund eines weltweit großen Weizenangebots will Frankreich in dieser Saison doppelt soviel Weizen in Länder außerhalb der EU liefern, so FranceAgriMer gestern in einer Markteinschätzung.

13.09.2017 Ägpyten: Weizenlieferung soll gesiebt werden

Im Streit um die von der Quarantänebehörde Ägyptens beanstandete Weizenlieferung aus Frankreich, die in Verdacht steht,  Mohnsamen zu beinhalten, informierte der Landwirtschaftsminister über das weitere Vorgehen. Abdel Moneim Al-Banna sagte dem Nachrichtendienst  Reuters heute, dass die Mohnsahmen "nicht sehr gefährlich" seien und dass man die beanstandete französische und rumänische Weizenlieferung sieben werde, bevor eine Entscheidung über die Rückführung getroffen werde. Die Bemerkungen des Ministers sind die ersten offiziellen Stellungnahmen in dieser Sache und deuten darauf hin, dass eine kostspielige Rückführung ggf. vermieden werden kann. Quelle: Reuters

13.09.2017 Frankreich erwartet Verdoppelung der Nicht-EU-Weizenexporte 2017/18

Frankreich stellt sich auf eine Verdoppelung der Weizenexporte außerhalb der EU in diesem Jahr ein. In der vergangenen Vermarktungsperiode exportierte Frankreich 5 Mio. Tonnen. Die Exporte innerhalb der EU könnten um 25% auf 7,85 Mio. Tonnen steigen.
In dem ersten Angebots und Nachfrage Ausblick vom französischen Agrarberatungsunternehmen FranceAGriMer für die Saison Juli 2017 bis Juni 2018, der am heutigen Mittwoch veröffentlicht wurde, erhöhte das Unternehmen die Prognose der französischen Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode auf 3,4 Mio. Tonnen versus 2,9 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Die Prognose der Gerste-Endbestände 2017/18 blieb unverändert bei 1,05 Mio. Tonnen versus 1,07 Mio. Tonnen 2016/17.
Erhöht wurde auch die Schätzung der Maisendbestände 2017/18 von 1,95 Mio. Tonnen auf 2,5 Mio. Tonnen.

13.09.2017 Weizen: Schwarzmeerexporte nach Asien im August mit Rekordvolumen
Die Weizenexporte aus der Schwarzmeer-Region an Asien sind im August auf ein Allzeit-Hoch geklettert. Höhere Qualitäten und eine bessere Infrastruktur in der Region bereiten dem Schwergewicht Australien, der diesen Markt traditionell dominiert, Kopfschmerzen.
Russland und die Ukraine lieferten im August 2,524 Mio. Tonnen Weizen an asiatische Kunden. Im vergangenen Jahr im August waren es noch 2,079 Mio. Tonnen. Im August wird typischerweise der Peak bei den Exporten erreicht. Es ist der erste Monat nach der Ernte im Juli.
Russische Exporteure liefern sich seit einigen Jahren mit Exporteuren aus den Vereinigten Staaten, einen harten Wettkampf um Kunden in Nordafrika und dem Mittleren Osten und gewannen zuletzt Marktanteile. Nun beabsichtigen sie, den asiatischen Markt zu dominieren, eine Region in der die Nachfrage aufgrund der steigenden Population und den veränderten Essgewohnheiten stark wächst.
In Indonesien, nach Ägypten der zweitgrößte Weizenimporteur weltweit, hat sich die Weizennachfrage in den vergangenen 10 Jahren verdoppelt. Ebenfalls einen sehr großen Importbedarf haben Japan und Südkorea.
Indien hat nach schlechten Ernten und Produktionsproblemen im vergangenen Jahr die größten Weizenkäufe seit einem Jahrzehnt getätigt. In China wächst der Bedarf nach höheren Qualitäten.
Weizen aus der Schwarzmeer-Region erreicht in diesem Jahr ebenso hohe Testgewichte wie Weizen aus Australien, so ein Manager eines Mühlenunternehmens aus Südostasien. Dabei ist Schwarzmeer-Weizen aktuell $40 - $50 günstiger, als Weizen aus Australien, so der Manager weiter.
Russland wird nach Schätzungen aus dem WASDE Report des US-Landwirtschaftsministeriums vom 12.09.17 in diesem Jahr 81 Mio. Tonnen Weizen produzieren. Die Weizenernte in der Ukraine wird darin auf 26,5 Mio. Tonnen geschätzt. Beide Nationen, Russland und die Ukraine, haben in Infrastruktur, dem Bau von Hafenanlagen, Schienenverbindungen und Lagereinrichtungen investiert.
Die Ukraine beabsichtigt die gesamte Exportkapazität in den Seehäfen bis zum Jahr 2020 auf rund 157 Mio. Tonnen zu erweitern. Aktuell sind es 58,5 Mio. Tonnen. In den nächsten 4 Jahren sollen wahrscheinlich 36 neue Hafenanlagen gebaut werden.
13.09.2017 Argentiniens Mais- und Sojabohnen-Anbau leidet unter zu viel Regen

Nach starken Stürmen am letzten Wochenende gefährden massive Niederschläge die Hälfte der Mais- und Sojabohnenflächen in der Region Buenos Aires in ihrer Entwicklung.
4,8 Mio. Hektar leiden unter überdurchschnittlich hoher Feuchtigkeit, das sind 28 % der Ackerflächen in der Provinz Buenos Aires. Es ist dort bereits seit dem Frühjahr 2017 zu nass.
Jetzt hofft man auf eine trockne Wetterphase bis Ende September aber bereits für Anfang Oktober wird wieder mehr Regen vorhergesagt. Das dürfte dann dazu führen, dass der Anbau massiv eingeschränkt wird. Ein Teil der Flächen sind für die diesjährige Produktion schon abgeschrieben. Noch mehr Regen würde zum Chaos führen. Die Provinz Buenos Aires hat in 2016/17 33% der argentinischen Sojaflächen sowie 25 % der Maisflächen gestellt.
Weniger Mais und Sojabohnen aus Argentinien, der Nr. 3 unter den großen Exporteuren beider Rohstoffe, würden den Weltmarkt entlasten, der derzeit überversorgt ist und wo niedrige Preise vorherrschen.
Die Warenbörse Rosario schätzte Anfang September die Anbaufläche 2017/18 auf 6,3 Hektar Sojabohnen und 18,7 Mio. Hektar Mais. Für die Weizenernte 2017/18 waren 5,35 Mio. Hektar geplant, 80.000 Hektar sind bereits wegen dem Regen ausgefallen.

13.09.2017 Ägypten: Landwirtschaftsministerium erwartet Ablehnung der Weizenlieferung
Bei der französischen Weizenlieferung an Ägypten, die laut den ägyptischen Behörden in Verdacht steht, mit Mohn kontaminiert zu sein, scheint eine Lösung schwierig. Dem Nachrichtendienst Reuters liegen Schreiben des französischen Getreidehändlers Transgrain France und der französichen Botschaft in Ägypten vor. Darin wird mitgeteilt, dass es sich um die Sorte papaver rhoeas (Klatschmohn) handelt. Das ist eine harmlose Mohnsorte, die nicht zur Opiumproduktion eingesetzt wird und daher auch keinen Grund einer Ablehnung der Lieferung biete.
Die ägyptischen Behörden folgen dieser Argumentation augenscheinlich nicht. Einem Brief des Landwirtschaftsministeriums zufolge, den der Nachrichtendienst Reuters ebenfalls lesen konnte, wurde in einer Laborprobe, die der Lieferung entnommen wurde, eine verbotene Droge nachgewiesen.
Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums erwartet, dass die Lieferung wahrscheinlich wieder zurückgeschickt wird.
Händler sind unterdessen stark verunsichert und fühlen sich an die kostspieligen Ablehnungen im vergangenen Jahr erinnert, als die Null-Tolranz-Politik beim Mutterkorn den Markt in Atem hielt. Deshalb wird bei der aktuellen Debatte um Mohn von „dem neuen Mutterkorn“ gesprochen.
13.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

13.09.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten zu. Spreadaktivitäten gegenüber Mais und Minneapolisweizen sorgten für Auftrieb. Die Schätzung der US-Weizenbestände zum Ende der Saison 2017/18 wurde im WASDE-Report unverändert auf 933 Mio. Bushel belassen. Analysten erwarteten durchschnittlich 920 Mio.Bushel. Die Schätzung der globalen Weizenendbestände lag mit 263,14 Mio.Tonnen aber unter den durchschnittlichen Erwartungen von 264,30 Mio.Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT fast unverändert. In Paris verlebten die Weizenfutures einen eher ruhigen Tag und schlossen leicht fester. Frankreichs Landwirtschaftsministerium hob seine Ernteschätzung für Weizen aufgrund guter Erträge gestern erneut an. Demzufolge wurden in Frankreich 37,8 Mio. to. Weizen geerntet, das sind 1 Mio. to. mehr, als im August geschätzt und 37,1 % mehr, als im Vorjahr geerntet wurde. Somit ist die diesjährige Weizenernte die Drittbeste nach 2015 (40,8 Mio.to) und 1998 (38,2 Mio.to).Die Geschäfte am Kassamarkt in Frankreich sind dünn. Den Landwirten ist der Preis zu niedrig, für den Weltmarkt ist Frankreich jedoch gegenwärtig zu teuer. In Hamburg sanken die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 1,50 Euro über Matif Dezember 17.

13.09.2017 Schnäppchenkäufe stützen Mais- und Sojabohnenkurse

Die Kurse der CBoT-Mais- und Sojabohnenfutures konnten sich heute Nacht etwas von ihren größten Tagesverlusten seit fast einem Monat erholen. Händler stützen die Kurse durch Schnäppchenkäufe.
Im gestrigen USDA-Bericht wurden zur Überraschung der Marktteilnehmer die Erträge von Mais und Sojabohnen höher geschätzt. Das kann natürlich keine Rally an der Börse erzeugen.
Gerade beim Mais hatten die Marktbeobachter geringere Erträge erwartet; jetzt wurde es eine bärische Meldung. In diesem Punkt sind sich das US Landwirtschaftsministerium und die Marktteilnehmer völlig uneins. Händler meinen: Das Wetter sei längst nicht so gut gewesen, derart hohe Erträge zu produzieren.
Der durchschnittliche US-Maisertrag in 2017 wurde gestern vom USDA auf 169,9 Bushel per acre (bpa) geschätzt. Im August lag die Schätzung bei 169,5 bpa und damit schon damals über den Markterwartungen.
Auch die Erträge der Sojabohnen wurden gestern höher geschätzt: von 49,4 bpa auf 49,9 bpa und damit auch über den Markterwartungen.
Die Weizen-Schätzungen waren dagegen für den Markt bullisch. In Australien und den USA sind die Ernteschätzungen niedriger als zuvor.
Weitere Neuigkeiten, die den Markt in den kommenden Tagen beeinflussen werden, sind die Folgen der Stürme im Golf von Mexiko sowie Regenfälle, die in Argentinien die Hälfte der Anbauflächen von Mais und Sojabohnen stressen. Dort sind 4,8 Mio. Hektar Feldfrüchte oder 28 % der Ackerflächen im Raum Buenos Aires seit dem Frühjahr durch zu hohe Niederschläge in Gefahr.

13.09.2017 Fonds waren gestern Netto-Käufer beim Weizen

12.09.2017 Bulgariens Farmer hoffen auf bessere Weizenpreise

Bulgarien hat aus der großen Ernte 2017 seit dem Beginn dieser Vermarktungsperiode am 1. Juli bis zum 10. September bisher knapp 2 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Jetzt gehen die Verladungen nur noch langsam voran, da die Farmer auf bessere Preise warten.
Das Schwarzmeerland wiederholte seine Rekordernte des Vorjahres von rund 6 Mio. Tonnen. Davon sollen 4 Mio. Tonnen exportiert werden. Käufer waren bisher Spanien, Italien und der Sudan.
Ein sehr großes Weizenangebot aus der Schwarzmeerregion belastet die Preise am Weltmarkt.
In Bulgarien kostet der Weizen seit Anfang August ex-Farm umgerechnet 164 USD/to. Jetzt ist der Preis auf 154,8 USD/Tonnen gesunken.

12.09.2017 Frankreich hebt Ernteschätzungen erneut an

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat heute seine Ernteschätzung für Weizen erneut angehoben. Es wird herausgestellt, dass die Erträge deutlich besser waren als im desaströsen Vorjahr.
Der Schätzung zufolge wurden in Frankreich 37,8 Mio. Tonnen Weizen geerntet; das sind 1 Mio. Tonnen mehr als im August geschätzt und 37,1 % mehr als im Vorjahr geerntet wurden.Somit ist die diesjährige Weizenernte die drittbeste nach 2015 (40,8 Mio.to) und 1998 (38,2 Mio.to).
Die Schätzung zur Rapsproduktion Frankreichs wurde ebenfalls angehoben auf jetzt 5,5 Mio. Tonnen (Vormonat: 5,2 Mio.to) und 15,6 % mehr als in 2016. Es wurde der Rekord aus 2009 (5,6 Mio.to) knapp verfehlt.
Die gesamte Gerstenernte (Winter- und Sommergeste) Frankreichs wird jetzt mit 12,3 Mio. Tonnen angegeben, ein Plus von 17 % zum Vorjahr.
Die Schätzungen bestätigen, dass die französische Getreideernte die schwierigen Wetterbedingungen (Frost, Trockenheit sowie Hitzewellen) dieses Sommers gut überstanden hat.
Die später reifenden Feldfrüchte wie Zuckerrüben und Mais hätten bisher nur wenig unter den trockenen Bedingungen des Sommers gelitten. Die Ertragsschätzungen des Ministeriums liegen aber unter denen anderer Marktbeobachter.
In diesem Jahr wird die Zuckerrübenernte auf 40,5 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 16,7 % mehr als im Vorjahr, als noch die EU-Zuckermarktordnung galt. Die Anbaufläche wurde von 405.000 Hektar auf 472.000 Hektar ausgeweitet. Der Durchschnittsertrag wird auf 85,8 Tonnen/Hektar geschätzt. Verbände gehen sogar von einem Hektarertrag in Höhe von 91,8 Tonnen aus.
Das Ministerium ließ die Schätzung zur Maisernte fast unverändert zum Vormonat. 12,75 Mio. Tonnen sollen zusammen kommen (+0,89 % zum Vorjahr). Marktbeteiligte sind da optimistischer, sie gehen von einer Maisernte von 13,5 bis 14 Mio. Tonnen aus. Regen im Herbst hat die Erträge noch verbessert.

12.09.2017 Ägyptens Weizenimportbedarf bis Mitte April
Ägypten benötigt über 1,3 Mio. Tonnen Weizen um die Nachfrage bis Mitte April, wenn die lokale Weizenernte beginnt, zu decken. Die strategischen Reserven Ägyptens sind ausreichend für den Verbrauch bis zum 1. März, so die Einschätzung eines auf eigenen Wunsch namentlich nicht genannten Mitarbeiters, gegenüber Reuters. Die Ernte-Periode in Ägypten, dem weltgrößten Weizenimporteur, endet Mitte Juli. Der Weizenverbrauch Ägyptens liegt pro Jahr bei über 9,6 Mio. Tonnen. Hauptsächlich wird der Weizen benötigt zur Herstellung von Brot für die Armenspeisung.
Im Vermarktungsjahr 2016/17 importierte Ägypten 5,6 Mio. Tonnen Weizen, im Vermarktungsjahr 2015/16 waren es 4,4 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
12.09.2017 Weizenlieferungen an Ägypten bergen großes Risiko

Ägypten wird wohl die Annahme einer Schiffladung mit 59.000 Tonnen Weizen aus Frankreich verweigern. Heute hat sich ein Staatsanwalt mit der Sache befasst, so die Mitteilung des ägyptischen Landwirtschaftsministeriums. Es ist bereits die zweite Schiffladung in einem Monat, der die Rückweisung droht.
Die Anbieter sagen, dass der Käufer die Lieferungen genauer prüft, was an eine Reihe von strengeren Importbedingungen im letzten Jahr erinnert, als Ägypten vorübergehend bei Weizenlieferungen eine „Null-Toleranz“ für Mutterkornbesatz beschloss.
Jetzt sagen die ägyptischen Behörden, dass die mit Mohnsamen kontaminierten Weizenlieferungen, Gesundheitsgefährdend sind. Der französische Lieferant, Transgrain France, lieferte den ersten und bisher einzigen Weizentender dieser Saison an Ägypten. Die Mohnsamen seinen nicht giftig, beteuert der Verkäufer.
In Frankreich führt die Beanstandung zur Bestürzung unter den Händlern. Man ist ernsthaft verunsichert, ob man Ägypten überhaupt noch Getreide anbieten kann. Vor zwei Jahren war es auch eine französische Weizenlieferung, die wegen Spuren von Mutterkorn zurück genommen werden musste.
Neben der Schiffsladung aus Ägypten wartet auch eine rumänische Lieferung seit Wochen auf Antwort, ob sie entladen werden darf. Darin wurden ebenfalls Mohnsamen vorgefunden. Die Anbieter zahlen für einen Tag Liegezeit zwischen 10.000 und 15.000 USD und man muss damit rechnen, dass sich weitere Kosten auftürmen, wenn es neue Ausschreibungen gibt.
Andere Anbieter fordern jetzt ein Meeting mit dem ägyptischen Handelsminister, um die Lage zu diskutieren. Offensichtlich herrscht in Ägypten ein Streit über die Zuständigkeit der Behörden, der auf dem Rücken der Lieferanten ausgetragen wird. Im Frühjahr hatte man ein neues Prüfverfahren ausgehandelt, in dem eine verbindliche Qualitätsprüfung im Abgangshafen erfolgen kann. Das System wurde aber bisher nicht angewandt. Möglicherweise werden sich die Anbieter jetzt mit neuen Getreide-Angeboten an Ägypten zurück halten. Es sei zu gefährlich, mit Ägypten Geschäfte zu machen.

12.09.2017 Frankreich erwartet starken Anstieg der Zuckerrübenproduktion
Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine erste Prognose der Zuckerrübenernte 2017 um 16,7% zum Vorjahr auf 40,5 Mio. Tonnen erhöht. Der Anstieg der Prognose begründet sich durch die höhere Anbaufläche, die sich mit dem Auslaufen der Quotenregelung in der Europäischen Union erklärt. Erwartet wird ein durchschnittlicher Ertrag von 85,8 Tonnen pro Hektar. Das ist nahe dem Niveau des Vorjahres.
Erhöht wurde auch die Prognose der Sommerweizenernte in Frankreich. Sie wird auf ein Volumen von 37,8 Mio. Tonnen geschätzt versus 36,8 Mio. Tonnen in der Vormonatsprognose und 37,1% über dem Ergebnis des Vorjahres, als die Weizenbestände in Frankreich unter sehr ungünstigen Wetterbedingungen litten.
Die Prognose der französischen Rapssaat-Produktion wurde auf 5,5 Mio. Tonnen erhöht. Zum Vormonat (5,2 Mio. Tonnen) ist das ein Anstieg um 300.000 Tonnen und im Vergleich zum Vorjahresergebnis ein Anstieg um 15,6%.
Unverändert blieb die Prognose der Maisproduktion in Frankreich mit 12,75 Mio. Tonnen (+8,9% zum Vorjahr). Quelle: Reuters
12.09.2017 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage, technische Verkäufe sowie Positionierungen vom dem heutigen USDA-Report (18 Uhr MEZ) ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 446.957 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Erwartungen von 300.000 – 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach. Der schwächere Euro verhinderte höhere Verluste. Australiens ABARES senkte gestern die Ernteschätzung für Weizen der Ernte 2017/18 auf 21,64 Mio. Tonnen. In der März-Schätzung erwartete man noch 23,98 Mio. Tonnen. Ägyptens Quarantänebehörde untersucht aktuell eine Weizenlieferung von 59.000 Tonnen aus Frankreich, die in Verdacht steht, mit Mohnsamen verunreinigt zu sein. Marktteilnehmer sind stark verunsichert. In Hamburg blieben die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 2,00 Euro über Matif Dezember 17. Weizen aus Litauen mit 12,5% Protein zur Lieferung im September wird angeboten für 2 Euro unter Matif Dezember 17 FOB Klaipeda.

12.09.2017 CBoT-Weizenkurse wegen großem Angebot aus der Schwarzmeer-Region unter Druck

Der Angebotsdruck mit Weizen aus dem Schwarzmeerraum drückt die CBoT-Weizenkurse auch heute Morgen in den roten Bereich. US-Weizen hat es am Weltmarkt schwer, Käufer zu finden.
Bisher haben die US-Anbieter noch nicht den Beweis erbracht, dass sie im globalen Weizenmarkt wettbewerbsfähig sind. Zweifel sind berechtigt, aber die Beobachter des Marktes in Australien glauben, dass die US-Exporteure bald den Nachweis erbringen werden.
Obwohl die australische Regierung gestern ihre Ernteschätzung für 2017/18 stark von 23,98 auf 21,64 Mio. Tonnen reduzierte, sinken die Börsenkurse weiter. Die australische Weizenernte wäre damit die kleinste seit acht Jahren.
Dagegen fahren die Russen ihre größte Getreideernte überhaupt ein und auch die Ukraine hat eine große Weizenernte. Aus der Schwarzmeerregion wird in dieser Saison die Welt ausreichend versorgt.

12.09.2017 Fonds verkauften gestern 3.000 Lots CBoT Weizen

11.09.2017 Australiens Weizenernte 2107/18 auf 8-Jahres-Tief?

Australien senkt heute seine Ernteschätzung für Weizen und Rapssaat der Ernte 2017/18. Trockenes Wetter in den großen Anbauregionen des Kontinents verschlechtert die Ertragsaussichten.
Die Ernte beginnt in den kommenden Monaten und Die Weizenernte wird jetzt vom Australian Bureau of Agricultural Resource Economics and Science (ABARES) auf 21,64 Mio. Tonnen geschätzt. In der März-Schätzung ging man noch von 23,98 Mio. Tonnen aus.
Das entspricht einem Rückgang um 1/3 gegenüber der Ernte 2016/17 als man 32,64 Mio. Tonnen erntete. Diese schwache Ernteschätzung beim viert-größten Weizenexporteur der Welt lässt erwarten, dass das globale Angebot an Weizen hoher Qualitätsstufen weiter eingeschränkt wird. Im Juli errichten die Börsennotierungen in den USA ein Zwei-Jahres-Hoch, obwohl die weltweiten Weizenbestände geringerer Qualität sehr groß sind.
Im letzten Jahr profitierte die australische Wirtschaft noch von der außerordentlich großen Weizenernte. Der Agrarsektor trug 23 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Eine schwächere Ernte wurde zuletzt aber schon erwartet. In vielen Produktionsgebieten regnete es zwischen dem 1. Juni und dem 31. August viel zu wenig.
In den vergangenen Wochen verzeichneten die Bundesstaaten New South Wales und Queensland im Osten des Kontinents Frost in den Weizen- und Rapsanbauregionen. ABARES schätzt die Rapsernte 2017/18 jetzt auf 2,75 Mio. Tonnen, die letzte Schätzung lautete noch auf 3,69 Mio. Tonnen.

11.09.2017 Russland: Weizenpreise für den Export stiegen vergangene Woche

Die russischen Weizen-Export-Preise stiegen in der vergangenen Woche nach 5 Preisrückgängen infolge, weil einige Landwirte nach den zuletzt regen Aktivitäten ihre Ware zurückhalten, so Analysten. Russland ist einer der weltweit größten Getreideexporteure. Das Land erwartet eine Rekord-Getreideernte und die Getreide-Export-Infrastruktur arbeitet am Limit.
Für Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5% Proteingehalt zur Lieferung im September wurde vom russischen Agrarberatungsunternehmen IKAR ein Preis (per Ende letzter Woche) von $183/Tonne FOB genannt. Das sind $3,50 mehr, als in der Vorwoche.
SovEcon meldete einen Preisanstieg beim Weizen von $2,00 auf $184/Tonne.
Per 6. September hat Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 (Juli bis Juni) 7,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das ist ein Anstieg um 22%. Die Weizenexporte stiegen um 7% auf 5,8 Mio. Tonnen.
Die Getreideernte ist nach anfänglichen Verzögerungen aufgrund regnerischen Wetters zeitlich etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Verzögerungen werden aktuell in der Wintergetreideaussaat gemeldet.
Lokale Preise für Klasse III-Weizen sanken im europäischen Teil Russlands auf 8.325 Rubel (145 USD/to). Weizen der Klasse IV wurde um 225 Rubel/Tonne billiger auf 7.350 Rubel/Tonne ab Verladestation. Quelle: Reuters

11.09.2017 Ägypten: Quarantänebehörde untersucht Weizenlieferung aus Frankreich

Ägyptens Quarantänebehörde untersucht aktuell eine Weizenlieferung von 59.000 Tonnen aus Frankreich, die in Verdacht steht, mit Mohnsamen verunreinigt zu sein. Das meldet der staatliche ägyptische Weizeneinkäufer GASC. Das führt zu neuen Unsicherheiten über die Import-Politik Ägyptens. Ägypten ist der weltweit größte Weizenimporteur. 2015 führten eine Reihe Ablehnungen von Weizenlieferungen aufgrund einer angeblich zu hohen Kontamination mit Mutterkorn zu großer Marktverunsicherung. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass es sich um Mohnsamen handelt, würde eine Rückführung von der Behörde angeordnet, so ein Sprecher gegenüber Reuters. Im vergangenen Monat wurde eine Lieferung aus Rumänien von der Quarantänebehörde beanstandet und nun von der Staatsanwaltschaft zur Wiederausfuhr geprüft. Marktteilnehmer sind stark verunsichert. Mohn wird von vielen Händlern als „das neue Mutterkorn“ bezeichnet.

11.09.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 29.08.-05.09.17 um 2.940 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 11.981 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 05.09.17 die Netto-Short-Positionen um 9.041 Lots auf 86.570 Netto-Short Positionen.

11.09.2017 Getreidemail

Mit leichten Kursgewinnen beendeten die Weizennotierungen in Chicago den letzten Handelstag der Woche. Der SRW-Frontmonat Dezember verlor im Wochenvergleich 0,3%, während der HRW-Weizen um 1,1% zulegte und der Sommerweizen im Wochenvergleich sogar 2,3% fester schloss. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 375.400 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Fondsgesellschaften kauften am Freitag 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Morgen um 18 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht fester.
An der Euronext in Paris belasteten der starke Euro und die hohen Export-Erwartungen aus der Schwarmeerregion den Markt und die Weizenfutures schlossen bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen mit Verlusten. Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon erhöhte die Prognose der russischen Getreideernte um 5,4 Mio. Tonnen auf 133 Mio. Tonnen. Bangladeschs Regierung hat einen Inter-State-Deal mit Russland zum Kauf von 200.000 Tonnen Weizen genehmigt. Der Preis liegt bei $252/Tonne c&f liner out. In Hamburg blieben die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 2,00 Euro über Matif Dezember 17.

11.09.2017 Fonds waren am Freitag Käufer von CBoT SRW-Weizen

08.09.2017 Ukraine könnte Ägypten als Exportmarkt für Weizen verlieren

Die Ukraine könnte mit Ägypten ihren zweitgrößten Export-Markt verlieren, weil das nordafrikanische Land die Anforderungen für Importweizen aus Russland und der Ukraine in diesem Jahr erhöht hat. Das sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Martyniuk.
In der Vermarktungsperiode 2016/17 wurden 2,5 Mio. Tonnen Weizen aus der Ukraine an Ägypten exportiert. Das sind über 14% der gesamten ukrainischen Weizenexporte. Insgesamt exportierte die Ukraine 17,5 Mio. Tonnen Weizen, so Martyniuk weiter.
Im Frühjahr wurde die Mindestanforderung an den Proteingehalt für Weizen aus Russland und der Ukraine von 11,5% auf 12,5% erhöht. Russland könnte von der Änderung profitieren, weil die Ukraine die Bedingungen nicht immer erfüllen kann.
Um die Mengenverluste zu kompensieren, versucht man den Absatz am asiatischen Markt zu erhöhen. Dort sind sowohl Mahlweizen als auch Futterweizen gefragt und Backwaren werden aus Weizen mit niedrigerem Proteingehalt gebacken.
6,6 Mio. Tonnen Weizen exportierte die Ukraine im Vermarktungsjahr 2016/17 an Thailand, Indonesien, den Philippinen, Bangladesch und Korea. Dieser Markt steht insgesamt für 38% der ukrainischen Weizenexporte.
Die Ukraine wird in diesem Jahr wahrscheinlich 61-63 Mio. Tonnen Getreide ernten. Davon 26,6 Mio. Tonnen Weizen, 8,6 Mio. Tonnen Gerste und über 26 Mio. Tonnen Mais: Im vergangenen Jahr wurden 66 Mio. Tonnen Getreide geerntet (Weizen: 26,0 / Mais: 28,0).
In der Saison 2017/18 beabsichtigt man Getreideexporte von 44-45 Mio. Tonnen versus 43,9 Mio. Tonnen 2016/17.

08.09.2017 Russland: SovEcon erhöht Prognose der russischen Getreideernte

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon, eines der führenden russischen Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, hat die Prognose der russischen Getreideernte um 5,4 Mio. Tonnen auf 133 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Weizenernte erhöhte SovEcon um 2,2 Mio. Tonnen auf 81,1 Mio. Tonnen. Bei der Gerste wurde die Schätzung um 600.000 Tonnen auf 20 Mio. Tonnen erhöht.
Ungünstige Witterungsbedingungen in den südlichen Regionen Russlands veranlassten SovEcon jedoch dazu, die Schätzung der russischen Maisernte um 1,2 Mio. Tonnen auf 15,2 Mio. Tonnen zu reduzieren.

08.09.2017 Algerien kauft Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Einkäufer OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 250.000 Tonnen Durum-Weizen zur Lieferung im Oktober/November. Das melden europäische Händler. Die Ausschreibung bezog sich auf Ware optionaler Herkunft, Händler glauben aber, dass der Durum-Weizen hauptsächlich in Mexiko und Teilmengen möglicherweise auch in Kanada gekauft wurden. Preise werden in einer Spanne von $285 - $295 vermutet. Algerien selbst veröffentlicht keine Details der getätigten Geschäfte, es handelt sich jeweils um Schätzungen von Marktkennern. Quelle: Reuters

08.09.2017 Bangladesch: Regierung genehmigt Inter-State-Weizen-Deal mit Russland

Bangladeschs Regierung hat einen Inter-State-Deal mit Russland zum Kauf von 200.000 Tonnen Weizen genehmigt. Das teilte der staatliche Einkäufer des südasiatischen Landes am heutigen Freitag mit. Der Preis liegt bei $252/Tonne c&f liner out. Nach heftigen Überschwemmungen im April, die zu großen Schäden führten, hat Bangladesch einen deutlich höheren Importbedarf von Weizen und Reis. Man hat jedoch Probleme, den Importbedarf zu decken, weil internationale Handelshäuser sich scheuen, Geschäfte mit Bangladesch zu tätigen. Grund dafür sind hohe Hürden bei den Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie die langsame Verladung in den Häfen.Das anvisierte Geschäft mit Russland wurde vom Nachrichtendienst Reuters im August gemeldet.

08.09.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten Verluste hinnehmen. Gewinnmitnahmen, die schwache Exportnachfrage sowie Logistikprobleme durch Hurricane Harvey, setzten den Markt unter Druck. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizenexporten in einer Spanne von 350.000 -550.000 Tonnen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der starke Euro zum US-Dollar, die gedämpften Exporterwartungen in Westeuropa und die starke Konkurenz aus der Schwarzmeerregion, belasteten den Weizenmarkt. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 05.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 320.000 Tonnen Weichweizen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 2,99 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 5,69 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.  In Hamburg wird Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September zu 2,00 - 2,50 Euro über Matif Dezember 17 angeboten.

08.09.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 2,72 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 05.09.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 320.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 2,72 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 2,99 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 5,69 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 36.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 428.000 Tonnen.
08.09.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 350.000 - 550.000 Tonnen

07.09.2017 FAO Food Price Index fiel im August um 1,3%

Die globalen Lebensmittelpreise sanken im August um 1,3%, nachdem sie in den vorherigen 3 Monaten stark anstiegen. Grund dafür sind die niedrigeren Preise für Getreide, Zucker und Fleisch.
Der FAO Food Price Index, der die Preisveränderungen in einem Korb von Getreideprodukten, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker misst, lag bei durchschnittlich 176,6 Punkten (-1,3%).
Trotz des Rückgangs liegt der Index 6% höher, als im August 2016.
Die FAO erhöhte ihre Prognosen der Getreideproduktion 2017/18 auf 2,611 Mrd. Tonnen. Das wäre etwas höher, als im vergangenen Jahr. Für die globale Weizenproduktion liegt die Prognose bei 748,8 Mio. Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium lag mit seiner Prognose der globalen Weizenproduktion im letzten WASDE-Report bei 743,18 Mrd. Tonnen.

07.09.2017 Frankreich: Weizenexporte stiegen im Juli um 7%

Frankreich hat im Juli 1,16 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. Das ist ein Anstieg um 7% zum Juli 2016. Begründet werden die guten Exporte mit der starken Nachfrage innerhalb der EU.
Die Weichweizenexporte innerhalb der EU erreichten ein Volumen von 700.081 Tonnen, das ist ein Plus von 61% und das größte Inner-EU-Volumen in einem Monat seit den letzten 10 Jahren. Die vom Regen geplagte schwache deutsche und britische Ernte führten zu einer starken Nachfrage in Frankreich. Frankreich konnte in diesem Jahr eine qualitativ gute Weizenernte einfahren. Die Exporte außerhalb der EU sanken im Juli 17 um 29% zum Juli 16 auf 464.333 Tonnen. Allerdings wird erwartet, dass die Nachfrage im Laufe der Saison steigen wird. Quelle: Reuters

07.09.2017 Indien hat hohen Import-Bedarf beim Weizen

Indien erwartet im September und im Oktober Weizenlieferungen aus der Schwarzmeerregion in einem Volumen von über 800.000 Tonnen. Mühlen betreiben Bestandsaufbau, weil sie eine enge Versorgungslage nach den letzten beiden schwachen Ernten erwarten. Das melden mehrere Handelsquellen.
Im September werden 5 Schiffe mit insgesamt 247.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine erwartet, die höchste monatliche Lieferung seit Februar. Oktober-Lieferungen könnten nach Schätzungen von 2 ungenannten Händlern die Menge von 500.000 Tonnen übertreffen.
Die Lieferungen, die in diesem Monat in Indien eintreffen, werden für den Verbrauch im November und im Dezember benötigt. Die enge Versorgungslage werde noch bis Ende des Jahres anhalten und die Preise werden steigen, so der Händler.
Das Gros der Geschäfte wurde zu Preisen zwischen $200 und $210/Tonne c&f abgeschlossen. Unter Berücksichtigung des 10%-igen Importzolls liegt der Preis auf dem Niveau der lokalen indischen Weizenpreise der neuen Ernte, so ein in Singapur ansässiger Händler. Einen Preisvorteil gebe es nicht, die Käufe sollen lediglich für einen reibungslosen Ablauf der Lieferungen garantieren.
Im vergangenen Jahr begann Indien damit, Weizen nach 2 aufeinanderfolgenden schwachen Ernten aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen zu importieren.
In diesem Jahr haben Indiens Landwirte eine Rekordmenge von 98,38 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Im Mai lag die Prognose niedriger bei einer Menge von 97,44 Mio. Tonnen. Das belegen August-Daten vom Landwirtschaftsministerium.
Händler glauben, dass Indien auch in den kommenden Jahren Weizen importieren muss, um die Vorräte zu steigern. Selbst dann, wenn sich die inländische Produktion erholt.

07.09.2017 AMIS-Market Monitor
Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Sojabohnen und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.

*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
07.09.2017 Statistik Kanada meldet rückläufige Canola-Bestände

Die Bestände der kanadischen Canola- und Haferbestände waren per Ende Juli rückläufig im Vergleich zu den Beständen Ende Juli 2016, während die Weizen- und Gerstebestände anstiegen. Das meldet die kanadische Statistikbehörde Statistics Canada.
Per 31. Juli meldet Statisics Canada Canola-Bestände von 1,3 Mio. Tonnen, ein Rückgang zum Vorjahr (2,1 Mio. Tonnen) um 35,5%. Der Rückgang ist aber im Rahmen der Erwartungen. Einer Reuters-Umfrage zufolge wurden Im Durchschnitt Canola-Bestände von 1,5 Mio. Tonnen erwartet. Ein Analyst von AgriTrend Marketing sagte, dass die Bestände zwar niedriger als erwartet, jedoch angemessen für den Bedarf bis ins kommende Jahr seien.
Die Schätzung der 2016er Canola-Ernte wurde am 31. August revidiert von 18,4 Mio. Tonnen auf 19,6 Mio. Tonnen.
Auf 6,7 Mio. Tonnen und damit 33% höher, als vor einem Jahr wurden die Weizenbestände geschätzt (Vorjahr: 5,2 Mio. Tonnen). Die Erwartung lag im Durchschnitt deutlich niedriger bei 6,0 Mio. Tonnen. Einen großen Anteil am Anstieg der Weizenbestände hat allerdings der Durum-Weizen. Die Bestände wurden auf 1,9 Mio. Tonnen geschätzt und damit deutlich höher, als im Vorjahr (1,1 Mio. Tonnen), jedoch im Rahmen der Erwartungen.
Weitere Schätzungen:
Gerste-Bestände: 2,1 Mio. Tonnen (+47% im Vergleich zum 31. Juli 16)
Hafer-Bestände: 690.000 Tonnen (-26% im Vergleich zum 31. Juli 16)

07.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe und Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für moderate Aufschläge. Nur der auslaufende September-Termin gab deutlich nach. Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass die US-Sommerweizenernte per 3.9.17 zu 89% abgeschlossen ist. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag der Erntefortschritt bei 90%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 78%. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen auf fast allen Terminen schwächer. Russland wird Maßnahmen zur Stabilisierung der inländischen Getreidepreise ergreifen. Dazu könnten der Kauf von 3 Mio. Tonnen Getreide auf dem lokalen Markt zum Aufbau der Interventionsbestände zählen sowie weitere Maßnahmen. Das Landwirtschaftsministerium erwartet in diesem Jahr weiterhin eine Getreidernte von 110 Mio. Tonnen und Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2017/18 von 30 Mio. Tonnen. In Hamburg blieben die Verkaufsgebote für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 2,50 Euro über Matif Dezember 17. Futterweizen in Südoldenburg lag bei über 5 Euro über Hamburg.

06.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

06.09.2017 Russland: Maßnahmen zur Stabilisierung der inländischen Getreidepreise

Russland wird Maßnahmen zur Stabilisierung der inländischen Getreidepreise ergreifen. Dazu könnten der Kauf von 3 Mio. Tonnen Getreide auf dem lokalen Markt zum Aufbau der Interventionsbestände zählen sowie weitere Tools. Das sagte der russische Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev der Nachrichtenagentur RIA. Tkaschev sagte auch, dass das Ministerium weiter an der Prognose zur Ernte von 110 Mio. Tonnen Getreide für die diesjährige Ernte festhält sowie am Exportziel von 30 Mio. Tonnen Weizen im Vermarktungsjahr 2017/18.

06.09.2017 US-Sommerweizenernte ist zu 89% abgeschlossen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass die US-Sommerweizenernte per 3.9.17 zu 89% abgeschlossen ist. In der Vorwoche waren es 76%. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag der Erntefortschritt bei 90%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 78%. Quelle: Reuters

06.09.2017 Harvey verzögert US-Weizenexporte

Als Folge des Hurrikane Harvey kommt es in den Exporthäfen von Texas, USA noch mehrere Tage zu Unterbrechungen oder Verzögerungen der Getreideverladungen. Letzte Woche waren einige Schienenabschnitte der Railroad überflutet oder unterspült und einige Häfen waren sogar ganz geschlossen.
Der Sturm traf am 25. August an das texanische Festland und hatte die stärkste Zerstörungskraft seit einem halben Jahrhundert. In den texanischen Häfen werden rund ein Viertel aller US-Weizenexporte abgewickelt.
Einige Schienen der Eisenbahn sind immer noch unter Wasser; das berichtet die zweitgrößte Eisenbahngesellschaft der USA Berkshire Hathaway. Die Konkurrenzunternehmen BNSF und Union Pacific hatten der Service in den vom Unwetter betroffenen Gebieten eingestellt, sodass kein Weizen mehr in die Häfen geliefert wurde. Die Unterbrechung wird wohl noch Tage andauern, befürchtet ein Sprecher des US-Weizenverbandes.
In der Woche nach dem 31. August wurde gar kein Weizen auf Qualität geprüft, sodass in der zurückliegenden Woche nur 251.950 Tonnen Weizen aus den USA ausgeführt wurden. Das war die kleinste Menge seit November 2016. Ein Woche zuvor wurden alleine über Texas 219.219 Tonnen ausgeführt.

06.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen in Chicago am ersten Handelstag der Woche mit Aufschlägen schließen. Unterstützend wirkte auch die Befürchtung, die Anbaufläche für US-Weizen zur Ernte 2018 könnte kleiner ausfallen als im Vorjahr. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit nur 252.465 Tonnen Weizen deutlich hinter den Markterwartungen von 500.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Terminen zu. Sie proftierten dabei auch vom festen Rubel, der russischen Weizen am Weltmarkt verteuert. Der feste Euro erschwert jedoch auch den Export von Weizen aus dem Euroraum. Der Analyst UkrAgroConsult erhöhte seine Prognose der ukrainischen Weizenernte 2017/18 von 25 Mio. Tonnen auf 26 Mio. Tonnen. In Hamburg sanken die Verkaufsgebote für Standardweizen mit 12% Protein von 3 Euro auf 2,50 über Matif Dezember 17. Algeriens OAIC sucht per Tender mind. 50.000 Tonnen Durum-Weizen zur Lieferung im Okt./Nov.

06.09.2017 CBoT-Weizen beendet 4-Tages-Rally

Heute Morgen sinken die CBoT-Weizenkurse erstmals seit vier Tagen. Das wird mit den boomenden Exporten aus der Schwarzmeerregion begründet, die den US-Exporteuren ordentlich Konkurrenz machen.
In den Exporthäfen in Texas USA, geht derzeit fast gar nichts mehr. Der Hurrikane Harvey hat aber auf den Weizenfeldern kaum Schäden angerichtet. Derzeit ist das Angebot einfach zu groß.
Der ukrainische Agrarberater UkrAgroConsult hob gestern seine Schätzung zum Weizenexport aus der Schwarzmeerregion in der Saison 2017/18 um 3,4 % auf 42,06 Mio. Tonnen an. Und Russland ist dabei, seine Rekordernte mit Hochdruck auf dem Weltmarkt anzubieten und zu verladen. In Russland wird die Weizenernte von IKAR auf 81-84 Mio. Tonnen geschätzt und der Export auf 31-33 Mio. Tonnen.
Die Weizenverladungen aus den USA aus Texas verzögern sich aufgrund des Hurrikane Harvey und sie werden wohl noch einige Tage andauern. Eisenbahnschienen wurden durch die massiven Starkregenereignisse weggeschwemmt und einige Häfen sind noch komplett gesperrt.

05.09.2017 US-Export-Inspektions: Weizenexporte niedriger, als erwartet

05.09.2017 Ukraine erntet bisher 37,6 Mio.Tonnen Getreide auf 67% der gesamten Anbaufläche
In der Ukraine wurden per 5. September 37,6 Mio. Tonnen ungereinigtes Getreide auf einer Fläche von 9,8 Mio. Hektar (67% der Flächen) mit durchschnittlichen Erträgen von 3,83 Tonnen pro Hektar geerntet. Das meldet das Landwirtschaftsministerium Insgesamt wurde  Getreide auf einer Fläche von 14,6 Mio. Hektar ausgesät. Darin enthalten sind 6,3 Mio. Hektar Weizen, 4,5 Mio. Hektar Mais und 2,5 Mio. Hektar Gerste.  Die Maisernte hat in der vergangenen Woche begonnen und es wurde bisher Mais auf einer Fläche von 15.000 Hektar geerntet. 
Die gesamte Getreideernte in der Ukraine wird auf 63 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 66 Mio. Tonnen). 
Winterweizen zur Ernte 2018 wurde bereits auf 47.000 Hektar ausgesät. Insgeamt könnte Winterweizen auf einer Fläche von 6,1 Mio. Hektar ausgesät werden. Der Anteil an Winterweizen an der gesamten Weizenernte liegt bei 95%. Quelle: Reuters
05.09.2017 Ägypten: Weizenimporte sind gestiegen
Die staatlichen Weizenimporte Ägyptens sind in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das zeigt die unten angefügte Grafik des Nachrichtendienstes Reuters. Grund dafür sind Schmuggel und Subventionsbetrug sowie die Auswirkungen von deren Bekämpfung. Der Importbedarf des staatlichen Einkäufers GASC wird auf 7 Mio. Tonnen beziffert (Vorjahr: 6 Mio. Tonnen). Sie werden benötigt, um die Bestandsreserven, die aufgrund betrügerischer Handlungen niedriger sind, als erwartet, wieder aufzufüllen. Die lokalen Weizenkäufe sanken von 5 Mio. Tonnen auf 3,4 Mio. Tonnen. In den ersten 7 Monaten des Jahres stiegen die staatlichen Weizenimporte um 80% im Vergleich zum Vorjahr. Ein großes Problem ist die hohe Inflationsrate Ägyptens von über 30%. Außerdem steigt die Zahl derer, die auf staatlich subventionierte Armenspeisung angewiesen ist, was einen größeren staatlichen Weizenbedarf zur Folge hat.
05.09.2017 Ukraine: Getreidehandelsverband erwartet Exportüberschuss von 16-17 Mio t Weizen

Ukraines Verband der Getreidehändler UZA (Ukrainian grain traders union) erwartet für die ukrainische Weizenernte einen Exportüberschuss von 16-17 Mio. Tonnen, so Präsident Mykola Gorbachev am heutigen Dienstag. Gorbachev schätzt die gesamte Weizenernte der Ukraine auf 26,6 Mio. Tonnen. Das ist ausreichend für den inländischen Verbrauch von rund 5 Mio. Tonnen und ermöglicht Exporte von 16-17 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

05.09.2017 Ukraine: Gereideexporte insgesamt bisher knapp unter Vorjahresniveau
Die Getreideexporte der Ukraine im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 (Juli bis Juni) erreichten nach einer aktuellen Meldung des Landwirtschaftsministeriums ein Volumen von 7,1 Mio. Tonnen. Darin enthalten sind 3,77 Mio. Tonnen Weizen, 2,06 Mio. Tonnen Gerste und rund 1,1 Mio. Tonnen Mais. Im Vergleichszeitraum des Vermarktungsjahres 2016/17 wurden 7,2 Mio. Tonnen Getreide exportiert (4,27 Mio. Tonnen Weizen, 2,37 Mio. Tonnen Gerste und 470.000 Tonnen Mais), so das Ministerium. Insgesamt will die Ukraine in diesem Jahr rund 63 Mio. Tonnen Getreide exportieren versus 66 Mio. Tonnen 2016. Eine Prognose für das Vermarktungsjahr 2017/18 wurde nicht veröffentlicht.
Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult erhöht seine Prognose der Getreideernte und der Exporte zuletzt auf 63,2 Mio. Tonnen und 42,06 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
05.09.2017 Getreidemail

In den USA blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Labor Day" geschlossen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures bei schwachen Umsätzen leicht zulegen. Aufgrund des niedrigen Preisniveaus ist die Verkaufsbereitschaft der Landwirtschaft schwach. Die Preise für russischen Exportweizen sinken bereits seit fünf Wochen unter dem Druck einer großen Getreideernte. Der Preisverfall wird allerdings durch einen festeren Wechselkurs des Rubels zum USD begrenzt. Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im September kostete am vergangenen Freitag 179,5 USD/Tonne fob. Das waren 0,5 USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor. Der Wechselkurs des Rubels in US-Dollar erklomm den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten, da die Rohölpreise stiegen und die Nachfrage nach russischem Öl gut war. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Durum Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 9. September. Gesucht wird Durum Weizen zur Lieferung in der zweiten Oktoberhälfte /ersten Novemberhälfte. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im September um 0,50 Euro auf 2,50 Euro über Matif Dez. 17.

04.09.2017 Algerien sucht Durum Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Durum Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 9. September. Gesucht wird Durum Weizen zur Lieferung in der zweiten Oktoberhälfte /ersten Novemberhälfte. In der Regel liegen die gekauften Mengen oberhalb der ausgeschriebenen Mengen. Quelle: Reuters

04.09.2017 Starker Rubelkurs begrenzt Preisrückgang bei Exportweizen

Die Preise für russischen Exportweizen sinken bereits seit fünf Wochen unter dem Druck einer großen Getreideernte. Der Preisverfall wird allerdings durch einen festeren Wechselkurs des Rubels zum USD begrenzt.
Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im September kostete am vergangenen Freitag 179,5 USD/Tonne fob. Das waren 0,5 USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor.
Der Wechselkurs des Rubels in US-Dollars erklomm den höchsten Stand seit zweieinhalb Monaten, da die Rohölpreise stiegen und die Nachfrage nach russischem Öl gut war.
Seit dem 1. Juli bis zum 30. August exportierte Russland 6,91 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 29 % mehr als im selben Referenzzeitraum in 2016. Die Weizenexporte waren 11,3 % höher als im Vorjahr.
Inzwischen ist die Getreideernte in Russland weiter fortgeschritten als im Vorjahr; der Rückstand in den Vorwochen durch Regenfälle ist offensichtlich überwunden. Die Aussaat des Wintergetreides für die Ernte 2018 verzögert sich aber immer noch.
Lokale Preise für Klasse III-Weizen sanken im europäischen Teil Russlands auf 8.500 Rubel (147 USD/to). Weizen der Klasse IV wurde um 125 Rubel/Tonne billiger auf 7.575 Rubel/Tonne ab Verladestation.

04.09.2017 Handelsvolumen Optionen Paris - Weizen

 Quelle Euronext / Grafik HANSA Terminhandel

04.09.2017 Strategie Grains senkt Ausblick für EU-Rapssaat

Das Beratungsunternehmen Strategie Grains senkte seine monatliche Einschätzung zu der diesjährigen Rapsernte der EU um 260.000 Tonnen. Insbesondere die deutsche Ernte war deutlich kleiner als erwartet.
Demnach kommt die EU-Rapsernte 2017 auf 21,65 Mio. Tonnen und damit aber immer noch 6,7 % größer als im Vorjahr, als die Ernte durch widrige Wetterumstände klein ausfiel.
In Frankreich waren die Hektarerträge höher als erwartet, dagegen enttäuschten die Erträge in Deutschland. Hierzulande regnete es im Sommer fortwährend, worunter auch die Weizenernte litt.
Im Gegensatz dazu hob das Unternehmen seine Schätzung zur Sonnenblumensaat-Ernte der EU von 8,5 auf 8,68 Mio. Tonnen um 5,1 % gegenüber dem Vorjahr an.

04.09.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 22.08.-29.08.17 um 1.248 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 12.026 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 29.08.17 die Netto-Short-Positionen um 10.778 Lots auf 77.529 Netto-Short Positionen.

04.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe sowie Inter-Market-Spreads mit dem in Minneapolis gehandelten Sommerweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute bleiben die Börsen in den Vereinigten Staaten aufgrund des "Labor-Day" geschlossen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen mit Verlusten. Gewinnmitnahmen setzten die Notierungen unter Druck. Das russische Beratungsunternehmen IKAR hob am Freitag die Schätzung zur diesjährigen Weizenernte erneut an. Danach werden in Russland jetzt 81-84 Mio. Tonnen Weizen geerntet (vorher 79 - 82) und davon 31-33 Mio. Tonnen ausgeführt (vorher 30 - 32). Die gesamte Getreideernte 2017 kommt demnach auf 131-134 Mio. Tonnen, wovon 41,5 – 44 Mio. Tonnen in den Export gehen sollen. Außerordentlich nasse Wetterbedingungen gefährden die Entwicklung von 34 % der 5,35 Mio. Hektar Weizen in Argentinien für die Ernte 2017/18. Auf nur 32 % der Weizenanbauflächen ist die Bodenfeuchte optimal. In der Ukraine hat die Wintergetreideaussaat zur Ernte 2018 begonnen. Winterweizen soll in der Ukraine auf einer Fläche von 6,1 Mio. Hektar ausgesät werden.

04.09.2017 Fonds kauften am Freitag Sojabohnen, Weizen und Sojaöl

01.09.2017 Ukraine: Landwirte haben mit der Wintergetreideaussaat begonnen

In der Ukraine hat die Wintergetreideaussaat zur Ernte 2018 begonnen. Das Landwirtschaftsministerium teilte heute mit, dass die Aussaat für Winterweizen auf einer Fläche von wahrscheinlich 6,1 Mio. Hektar erfolgen wird. Die Wintergersteaussaat wird auf einer Fläche von etwa 926.000 Hektar erfolgen.
Der Anteil von Winterweizen an der gesamten Weizenanbaufläche in der Ukraine liegt bei rund 95%. Wintergerste macht einen Anteil von rund 60% der gesamten Gersteanbaufläche aus.
Im vergangenen Jahr wurde Wintergetreide auf eine Gesamtfläche von 8 Mio. Hektar ausgesät.
Wetterdienste teilten in dieser Woche mit, dass das trockene Wetter im Osten und in den südlichen Regionen der Ukraine die Wintergetreideaussaat aufgrund des Mangels an Bodenfeuchtigkeit behindern könnte.
Das Landwirtschaftsministerium teile auch mit, dass die Maisernte begonnen hat. Die ersten 26.000 Tonnen Mais wurden auf einer Fläche von 7.000 Hektar geerntet. Ebenfalls begonnen hat die Zuckerrübenernte und die Sonnenblumenernte.

01.09.2017 34 % der argentinischen Weizenbestände leiden unter zu viel Wasser

Außerordentlich nasse Wetterbedingungen gefährden die Entwicklung von 34 % der 5,35 Mio. Hektar Weizen in Argentinien für die Ernte 2017/18. Das meldet heute die Buenos Aires Grains Exchange in ihrem Wochenbericht.
Bereits vor zwei Wochen hatte die Börse ihre Schätzung für die Anbaufläche reduzieren müssen weil nicht alle Farmer ihren Weizen fristgerecht säen konnten, da es im Getreidegürtel des Landes sieben Monate lang zu viel regnete. Ursprünglich sollten 5,5 Mio. Hektar mit Weizen bestellt werden, jetzt sind es nur 5,4 Mio. Hektar geworden.
Auf nur 32 % der Weizenanbauflächen ist die Bodenfeuchte optimal.
Die Börse berichtet außerdem, dass fast 94 % der 2016/17er Maisernte eingefahren wurde und auf den meisten Flächen werden höhere Erträge eingefahren als erwartet. Die Maisernte wird in Argentinien deshalb eine Rekordmenge von 39 Mio. Tonnen einbringen.
Argentinien ist weltweit der drittgrößte Maisexporteur und auch einer der bedeutendsten Weizenlieferanten.

01.09.2017 Kanadas Weizenernte auf 6-Jahres-Tief – 7 % weniger Canola

Kanadas Weizenernte 2017 ist die kleinste seit sechs Jahren und die Canola-Ernte fällt um 7,1 % kleiner aus, als im Vorjahr. Das sind heute die Kernaussagen der ersten Schätzung zum kanadischen Getreidemarkt in diesem Jahr von Statistics Canada.
Die Canola- (Rapssaat-) Produktion soll demnach auf 18,2 Mio. Tonnen kommen; im Vorjahr waren es 19,6 Mio. Tonnen und die Experten aus dem Markt schätzten die Ernte im Vorfeld auf 18,6 Mio. Tonnen. Analysten machen aber auch darauf aufmerksam, dass die Umfrage unter den Farmern bereits am 19. Juli stattfand und sich die Bedingungen seither verbessert hätten. Üblicherweise werden die Schätzungen später noch einmal angehoben, falls es im Norden des Bundesstaats Alberta keinen frühen Frost gibt.
Die Kurse der ICE-Futurs auf Canola stiegen nach der Veröffentlichung der Zahlen und das stützte dann auch die Kurse für Sojabohnen am CBoT.
Die Statistikbehörde schätzt zudem die Weizenernte auf 25,5 Mio. Tonnen und damit auf den niedrigsten Stand seit 2011. Im Vorjahr wurden 31,7 Mio. Tonnen geerntet und Händler waren zuvor von 26,2 Mio. Tonnen ausgegangen. Die Durum-Ernte, die in der vorher genannten Zahl enthalten ist, kommt nur auf 3,9 Mio. Tonnen nach 4,9 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Ernteergebnisse waren je nach Region extrem unterschiedlich. Im Norden Albertas war es zu nass und zu heiß und an der Grenze zu den USA herrschte eine Dürre. In anderen Teilen gab es Bedingungen wie im Gewächshaus.
Durum wird hauptsächlich in Zentral- und Süd-Saskatchewan angebaut, wo es viel zu trocken war. Woanders waren die Bedingungen viel besser und der erste Sommerweizen zeigte sehr gute Ergebnisse. In den östlichen Prärien werden sogar außerordentlich hohe Erträge eingefahren, deshalb gehen Beobachter davon aus, dass später die Weizenernte insgesamt noch um 1 Mio. Tonnen größer geschätzt wird.
Kanada ist einer der großen Weizenexporteure der Welt und der größte Exporteur von Canola am Weltmarkt.

01.09.2017 IKAR: Noch größere Weizenernte in Russland

Das russische Beratungsunternehmen IKAR hebt heute ihre Schätzung zur diesjährigen Getreideernte erneut an. Danach werden jetzt 81-84 Mio. Tonnen Weizen geerntet und davon 31-33 Mio. Tonnen ausgeführt.
Die gesamte Getreideernte 2017 kommt demnach auf 131-134 Mio. Tonnen, wovon 41,5 – 44 Mio. Tonnen in den Export gehen sollen.
Die vorherige Ernteschätzung lag noch bei 79-82 Mio. Tonnen Weizen sowie einem Export von 30-32 Mio. Tonnen.

01.09.2017 Getreidemail

Technische Käufe zum Monatsende sowie deutliche Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 535.900 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas fester. Am Montag wird in den USA der Labor-Day gefeiert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen zu. Kanadas Landwirte erwarten aufgrund der Trockenheit in den südlichen Regionen deutliche Rückgänge bei der Weizenernte 2017. Der Euro verbilligte sich zwischenzeitlich deutlich und gab den Kursen zusätzlichen Auftrieb. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 29.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 376.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 2,402 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt ist das ein Rückgang um 52%. Tunesien kaufte 50.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $193,12 und $193,73/Tonne c&f und zur Lieferung zwischen dem 1. November und dem 25. Dezember.

31.08.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 2,026 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 29.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 376.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 2,402 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt ist das ein Rückgang um 52%. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 2,637 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 5,426 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 75.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 392.000 Tonnen.
   
31.08.2017 Tunesien kauft 50.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft. Vereinbart wurden 2 Lieferungen zu je 25.000 Tonnen und zu Preisen zwischen $193,12 und $193,73/Tonne c&f. Gesucht wurden bis zu 100.000 Tonnen, aufgeteilt in 4 Lieferungen je 25.000 Tonnen. Die Lieferung soll in Abhängigkeit der Herkunft zwischen dem 1. November und dem 25. Dezember erfolgen

31.08.2017 Ägypten erlaubt weitere 9 Monate 13,5 % Feuchtigkeit bei Weizenimporten

Ägypten erlaubt weitere neun Monate Weizenimporte mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt von 13,5 %. Das teilte soeben das dortige Handelsministerium mit. Eine gelichlautende Regelung ist bis zum 2. Oktober 2017 befristet.
Diese Regelung kommt den Anbietern von französischem Weizen zugute, die immer wieder mit den üblichen 13 % Feuchtigkeit ein Problem hatten.
Das Handelsministerium hatte in den letzten Jahren des Öfteren den Grenzwert angehoben, um bei der Ausschreibung zum Kauf von Weizen unter den Anbietern mehr Konkurrenz zu erzeugen.
Höhere Feuchte im Getreide kann die Qualität negativ beeinflussen, denn sie führt zu Schimmel und Insektenbesatz. Im letzten Jahr hat Ägypten die meisten Weizenlieferungen aus der Schwarzmeerregion bezogen. Meist kam das Getreide jedoch aus Russland.
So auch beim letzten Tender, in dem die GASC 295.000 Weizen kaufte, wovon 235.000 Tonnen aus Russland kommen, der Rest kommt aus der Ukraine.
Die neue 9-Monats-Periode gilt ab dem 3. Oktober.

31.08.2017 FranceAgriMer ermittelt geringfügig niedrigere Proteinwerte

Die letzte Umfrage der französischen Landwirtschaftskammer FranceAgriMer zur Weizenqualität zeigt niedrigere Proteinwerte als in der Woche zuvor. Die Werte sind jetzt auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr.
Der Report beruht auf Proben, die am 28. August genommen wurden und auch schon aus Regionen kommen, wo zuletzt geerntet wurde. Rund 94 % aller Proben wurden jetzt ausgewertet.
92 % der bisher getesteten Weichweizen-Probenhatten 11,5 % Protein oder darüber. Dieser Wert wird von den Importeuren in Ägypten und Westafrika als Minimum verlangt. In der ersten Untersuchung letzte Woche waren es 96 %.
Nur 66 % der Proben zeigten Proteinwerte von über 12 % (Vorwoche: 72 %).
Das spezifische Gewicht von 74 % der Getreideproben zeigte Werte über 76 kg pro Hektoliter (Vorwoche 73 %). Im Vorjahr waren es nur 24 %, weil es während der Ernte damals häufig regnete.
84 % der Proben aus der diesjährigen Ernte hatten Fallzahlen von 240 Sekunden. Diese Zahl ist ein weiterer Parameter für die Getreidequalität. (Vorwoche: 83 %, 2016: 76 %).

31.08.2017 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die späteren Termine gaben aufgrund technischer Verkäufe, der weltweit guten Versorgungslage sowie Verlusten beim Mais nach, während der Frontmonat mit leichten Gewinnen schloss. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000 – 600.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den anfänglichen Gewinnen aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der deutlich schwächere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar gab dem Markt zudem Auftrieb. Tunesiens staatliche Getreideagentur schrieb einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft aus, dessen Angebotsfrist heute endet. Die Abgabebereitschaft der deutschen und französischen Landwirte ist angesichts niedriger Preise, die die Produktionskosten oftmals nicht decken, sehr schwach. In Hamburg stiegen die Verkaufsgebote für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf bis zu 4 Euro über Paris Dezember 17.

31.08.2017 Fonds verkauften gestern Mais, Sojabohnen, Weizen und Sojaschrot

30.08.2017 Tunesien sucht Weizen am Weltmarkt

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 31. August.

Die letzte Ausschreibung lautete über 167.000 Tonnen Mahlweizen, man kaufte aber nur 75.000 Tonnen, weil man günstigere Offerten erwartete.

Quelle: Reuters

30.08.2017 Chart des Tages
Auf mehrfachen Wunsch unserer Kunden haben wir einen Chart erstellt, der die %-tuale Entwicklung der Matif Weizennotierung Dezember 17 und der CBoT Weizennotierung Dezember 17 in Euro/Tonne darstellt. Darüber hinaus der Preisverlauf des Euro zum US-Dollar.
30.08.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und schlossen moderat fester. Kaufaktivitäten nach den deutlichen Verlusten vom Vortag und Short-Abdeckungen gaben dem Markt Unterstützung. Ägyptens GASC kaufte gestern insgesamt 295.000 Tonnen Weizen. 235.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine zu Preisen zwischen $200,40/Tonne c&f und $202,26/Tonne c&f. Weizen aus den Vereinigten Staaten wurde nicht angeboten. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren moderaten Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee von denTiefstständen erholen, schlossen jedoch mit Verlusten. Der starke Euro belastet die Kurse und verschlechtert dramatisch die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum. In Frankreich zögern Landwirte mit dem Verkauf der Ernte, weil die Erlöse mittlerweile unterhalb der Produktionskosten liegen. Das sonnige Wetter der vergangenen Tage hat in Deutschland die Weizenernte forciert. Allerdings werden vielfach lediglich noch Futterweizen-Qualitäten erreicht. In Hamburg blieben die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 3,00 Euro über Paris Dezember 17.

30.08.2017 Fonds kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen

30.08.2017 Ägypten kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern insgesamt 295.000 Tonnen Weizen. 235.000 Tonnen Weizen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine zu Preisen zwischen $200,40/Tonne c&f und $202,26/Tonne c&f. Das melden europäische Händler. Gesucht wurde Weizen aus den bekannten Überschussregionen für den Lieferzeitraum 1.-10. Oktober. Quelle: Reuters
29.08.2017 Frankreichs Getreidebauern schreiben schon wieder Verluste

Nach mehreren mageren Jahren steht den französischen Bauern ein weiteres schwieriges Wirtschaftsjahr mit roten Zahlen bevor sofern die Weizenpreise weiter absinken, das befürchtet der französische Weizenanbauverband.
Obwohl die diesjährige Weizenernte des größten Getreideproduzenten der Europäischen Union normale Ergebnisse brachte und 36,8 Mio. Tonnen geerntet wurden, wurden einige Regionen durch die Kombination aus einem trockenen Herbst, Spätfrösten im Frühjahr sowie einer Hitzewelle im Juni böse zugerichtet, so der Weizenanbauverband AGPB gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.
Hinzu kommt, dass die Weltmarktpreise seit dem Beginn der Vermarktungsperiode am 1. Juli, stark gesunken sind. Die Kurse an der Pariser Terminbörse Matif sind heute auf einen neuen Tiefststand gesunken, weil weltweit ein großes Angebot zur Verfügung steht und der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar über 1,2 stieg.
AGPB schätzt das Durchschnittliche Jahreseinkommen der französischen Getreidebauern in 2017/18 nur noch auf 2.000 €, aber die Prognose könnte sogar bis zu 10.000 € in die roten Zahlen rutschen, wenn die Preise weiter sinken.
Bereits das letzte Jahr 2016/17 war für die französischen Bauern eine große Herausforderung. Die Verluste der Getreidebauern beliefen sich auf Durchschnittlich 20.000 € weil die Ernte 30 % kleiner als im Durchschnitt ausfiel und die Preise niedrig waren. Der Verband ist extrem besorgt und man hofft auf bald steigende Preise.
In diesem Jahr war das Ernteergebnis gemischt. Einige Bauern hätten exzellente Erträge und gut Qualitäten, während andere – teils in unmittelbarer Nachbarschaft – die größten Verluste überhaupt erlitten. Weichweizenproduktion stellt 50 % der Getreideernte Frankreichs.
Die Bauern erzielen aktuell Preise von 130 Euro/Tonne und damit 20 % weniger als im Durchschnitt der Jahre. Die Produktionskosten liegen bei 190 €/Tonne. Unter Berücksichtigung von EU-Subventionen in Höhe von 30 €/Tonnen, sind jetzt Verluste von 30 €/Tonnen zu kalkulieren.
Im letzten Jahr wurden aufgrund der besonderen Umstände sogar 120 €/Tonnen Verluste realisiert. In diesem Jahr sei zum Glück die Getreidequalität in Frankreich außerordentlich gut.

29.08.2017 Ukrainische Maisernte durch Hitze und Trockenheit örtlich um bis zu 15 % kleiner

Hitze und Trockenheit könnte die ukrainische Maisernte im Osten und im Süden des Landes begrenzen. Örtliche Wetterdienste rechnen damit, dass die Ernte um 10-15 % kleiner ausfällt.
Die betroffenen Landesteile gelten als relativ gefährdet wenn es um Wetterrisiken geht. Seit Anfang August sei kein Tropfen Regen gefallen – die Maisernte wird um 10-15 % kleiner ausfallen, als bisher erwartet. Dessen ist sich die Sprecherin der Agrarsparte in der ukrainischen Wetterbehörde sicher.
Im Juli erwartete die Behörde noch eine Maisernte von 25,5 – 26 Mio. Tonnen, während im Vorjahr 28 Mio. Tonnen zusammen kamen.
Die Wetter- und Bodenbedingungen sind auch für die bevorstehende Feldbestellung für Winterkulturen nachteilig. Der Anbau von Winterweizen macht 95 % der ukrainischen Weizenanbaufläche aus, Wintergeste stellt 60 % der Gerstenproduktion. Die Böden sind derzeit total ausgetrocknet. Die Aussaat von Wintergetreide sollte eigentlich Anfang September beginnen und Ende Oktober abgeschlossen sein. Im letzten Jahr säten ukrainische Farmer ihr Wintergetreide auf 8 Mio. Hektar.

29.08.2017 Weizen in Paris erneut unter Druck
Die Euronext Weizen steht heute wieder unter Druck, weil die weltweite Versorgung mit Weizen sehr komfortabel ist und der feste Euro zum US-Dollar die Wettbewerbsfähigkeit von Getreide aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt schwächt. 
29.08.2017 Ägypten entscheidet über rumänischen Weizen erst im September

Erst nach dem islamischen Opferfest, das am 4. September endet, will Ägypten über das Schicksal einer rumänischen Weizenlieferung entscheiden, die mit Mohnsamen verunreinigt ist und die deshalb von der Quarantänebehörde beanstandet wurde.
Es handelt sich um eine Schiffsladung über 63.000 Tonnen, die letzte Woche in Ägypten zur Erfüllung eines Auftrags dem Käufer der staatlichen GASC vorgestellt wurde.
Sollte die Annahme verweigert werden, wäre es die erste Retour seit die Firma Bunge im Jahr 2015 eine französische Weizenlieferung zurück nehmen musste, die wegen Mutterkornbesatz geweigert wurde.
Händler sind wegen derartiger Verhaltensweisen extrem verunsichert und bieten ihren Weizen nur noch zögerlich an wenn weitere Ausschreibungen erfolgen; einige Anbieter des Weltmarktes boykottieren die Anfragen aus Ägypten sogar.

29.08.2017 Getreidemail

Charttechnische Verkäufe, die weltweit komfortable Versorgungslage mit Weizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen.
Mit 670.748 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 450.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der starke Kursanstieg des Euro gegenüber dem US-Dollar belastete zudem den Markt. Die Preise für russischen Exportweizen sinken jetzt bereits seit vier Wochen, weil eine große Ernte auf den Markt drängt. Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5 % Protein kostete am vergangenen Freitag 180 USD /Tonnen fob. Das waren 4 USD weniger als in der Woche zuvor. UkrAgroConsult erhöhte seine Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2017/18 um 1,0 Mio. Tonnen auf 16,5 Mio. Tonnen. In Hamburg stiegen die Verkaufsgebote für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 3,00 Euro über Paris Dezember 17.

29.08.2017 Fonds verkauften gestern CBoT Mais, Sojabohnen, Weizen und Sojaschrot

29.08.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. -10. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden. Zuletzt kaufte Ägypten am 16. August 355.000 Tonnen Weizen. 295.000 Tonnen in Russland sowie 60.000 Tonnen in Rumänien und der Ukraine. Quelle: Reuters

28.08.2017 Russlands Weizenpreise weiter unter Druck

Die Preise für russischen Exportweizen sinken jetzt bereits seit vier Wochen, weil eine große Ernte auf den Markt drängt.
Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5 % Protein kostete am vergangenen Freitag 180 USD /Tonnen fob. Das waren 4 USD weniger als in der Woche zuvor. Der Druck aus der laufenden Ernte ist einfach zu groß.
Seit dem 1. Juli und bis zum 23. August hatte Russland 5,46 Mio. tonnen Getreide exportiert, das waren 22 % mehr als vor einem Jahr. Die Ernte schreitet mittlerweile rasch voran und ist inzwischen genauso weit wie zu diesem Termin im Vorjahr.
Preise für Weizen der Klasse III am lokalen Markt im europäischen Teil Russlands sanken um 225 Rubel/Tonnen auf umgerechnet 147,83 USD/Tonne.

28.08.2017 Ukraine: UkrAgroConsult erhöht Weizenexportschätzung

Das ukrainische Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult hat seine Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2017/18 um 1,0 Mio. Tonnen auf 16,5 Mio. Tonnen erhöht. Die Weizenernte ist mittlerweile abgeschlossen und es wurden insgesamt 26,6 Mio. Tonnen ungereinigtes Getreide geerntet. Erwartet wurde eine Getreidernte (gereinigt) von 26 Mio. Tonnen versus 26,4 Mio. Tonnen 2016. Im Vermarktungsjahr 2016/17 (Juli bis Juni) wurden 17,5 Mio. Tonnen Weizen exportiert. 808.700 Tonnen Weizen exportierte die Ukraine im ersten Monat des neuen Vermarktungsjahres 2017/18 (+11% zum Juli 16). Hauptabsatzmärkte der Ukraine sind Thailand, Indonesien, Ägypten, aber auch nach Tunesien, Algerien, Mauretanien, Nigeria und Kenia wird Weizen exportiert.

28.08.2017 Deutschland: Weizenernte 2017 etwas größer, als im Vorjahr

Der deutsche Landwirtschaftsminister erwartet für die Weizenernte 2017 einen Anstieg in Deutschland um 0,3% zum Vorjahr auf 24,54 Mio. Tonnen. Sie wäre damit aber um 1,2% kleiner, als  der Durchschnitt seit 2011. Die Bestände leiden unter den Niederschlägen während der Ernte. Analysten erwarten enttäuschende Qualitäten und geringere Exporte zugusten Frankreich. Auch der DBV spricht von enttäuschenden Ergebnissen nach den immer wiederkehrenden Niederschlägen im Juli und August. Analysen zeigten niedrige Testgewichte und schwache Fallzahlen. Die Proteingehalte liegen aber im Durchschnitt. Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Weizenproduzent in der EU und in den meisten Jahren der größte  Rapssatproduzent.
Die Winterrapssaaternte wird auf 4,31 Mio. Tonnen geschätzt und damit 5,9% kleiner, als im Vorjahr. Die deutsche Wintergerste-Ernte zur Tierfutterproduktion wird um 0,5% höher zum Vorjahr auf 9 Mio. Tonnen geschätzt. Um 7,9% größer auf 1,91 Mio. Tonnen schätzt das Ministerium die Sommergerste-Ernte auf 1,91 Mio. Tonnen.  Auch beim Körnermais wird ein Anstieg erwartet von 3,4% auf 4,15 Mio. Tonnen.

28.08.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.08.-22.08.17 um 3.800 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 28.715 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 22.08.17 die Netto-Short-Positionen um 32.515 Lots 66.751 Netto-Short Positionen.

28.08.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen am Freitag mit minimalen Aufschlägen. Technische Käufe sowie ein schwächerer US-Dollar gaben dem Markt leichte Unterstützung. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte über 590.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $200 und $200,75/Tonne c&f. Die Ausschreibung lautete auf Weizen optionaler Herkunft und es wird vermutet, dass der Weizen in Frankreich und dem Baltikum gekauft wurde. Außerdem könnten die Vereinigten Staaten mit einer Menge Hard Red Winter Weizen berücksichtigt worden sein. Händler waren überrascht, dass ein Preis von über $200 gezahlt wurde. Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte 75.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft . Die Lieferung soll zwischen dem 15. Oktober und dem 25. Dezember erfolgen. In Hamburg sanken die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 2,50 Euro über Paris Dezember 17.

28.08.2017 Fonds kauften am Freitag 2.000 Lots CBoT Weizen

25.08.2017 Niederschläge bedrohen Weizenbestände

Ständig wiederkehrende Niederschläge in Deutschland erhöhen die Sorgen von Schäden an den Weizenbeständen in Deutschland, aber auch in Polen und in Großbritannien. Frankreich hingegen hat eine exzellente Weizenernte eingefahren
In Frankreich ist die Weizenernte abgeschlossen. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Weizenernte 2017 um 33% größer ein, als die Weizenernte im vergangenen Jahr, die eine Menge von 36,8 Mio. Tonnen ergab. In Deutschland, insbesondere im Norden und im Osten, führen immer wiederkehrende Niederschläge zu starken Verzögerungen die sich negativ auf die Erntemenge- und Qualität auswirken werden. Das Exportpotenzial Deutschlands wird dadurch deutlich kleiner ausfallen. Frankreich könnte die entstandene Lücke füllen und traditionell deutsche Kunden wie Südafrika bedienen.
Der erste gemeinsame Bericht des Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer und des technischen Instituts Arvalis zur Ernte 2017 zeigt, dass 96% der Weichweizenernte in Frankreich einen Proteingehalt von über 11,5% aufweist. Diesen Wert fordern Importeure wie Ägypten und Westafrika in ihren internationalen Ausschreibungen.
Die Deutsche Weizenernte fällt nach Schätzungen des Deutschen Bauernverbandes 3% niedriger aus, als im Vorjahr und wird ein Niveau von 23,4 Mio. Tonnen erreichen.
In Polen erwartet Sparks Polska trotz der Niederschläge zur Erntezeit einen Anstieg der Weizenproduktion um 3-4% auf 11,4-11,7 Mio. Tonnen. 85-90% der Bestände sind bereits geräumt. Insgesamt wird von ausreichenden Qualitäten gesprochen. Probleme mit dem Testgewicht soll es in einigen Regionen im Norden geben. Trotz der niedrigen Altbestände wird es in Polen in dieser Saison einen Überschuss zum Export geben.
Anhaltende Niederschläge behindern auch die Ernteaktivitäten in Großbritannien. Das IGC hat in seiner letzten Prognose einen Rückgang der Weizenproduktion in Großbritannien auf 13,9 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 14,4 Mio. Tonnen).

25.08.2017 Heutige Exportmeldungen aus Russland und den USA

Das USDA meldet heute in ihrem täglichen Report folgende Exporte über 100.000 Tonnen:
Für die Saison 2017/18: 132.000 Tonnen an China sowie
105.000 Tonnen Sojabohnenkuchen und –Mehl an Thailand


Russlands Getreideexporte in den Monaten September und Oktober werden dem Beratungsunternehmen SovEcon zufolge jeweils fünf Mio. Tonnen überschreiten. Im Vorjahr waren es 4,5 respektive 4,6 Mio. Tonnen.
Im August wird Russland 3,6 bis 3,8 Mio. Tonnen Weizen exportieren.

25.08.2017 Tunesien kauft 75.000 Tonnen Weizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat 75.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft gekauft. Das melden Europäische Händler. Ausgeschrieben wurde im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens der Kauf von bis zu 167.000 Tonnen Weizen. Gekauft wurden 25.000 Tonnen von COFCO zum Preis von $190,44 /Tonne c&f, 25.000 Tonnen ebenfalls von COFCO zum Preis von $191,44 /Tonne c&f sowie 25.000 Tonnen von Louis Dreyfus zum Preis von 191,98/Tonne Tonne c&f. Die Lieferung soll zwischen dem 15. Oktober und dem 25. Dezember erfolgen. Quelle: Reuters

25.08.2017 Frankreich: Bessere Ratings der Maisbestände

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der Woche bis zum 21. August leicht verbessert. 80% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Vorwoche waren es 79%. Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr erhielten lediglich 63% der Bestände die höchste Bewertung.
Die Weizenernte in Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der Europäischen Union, ist jetzt abgeschlossen (Vorwoche: 99%), ebenso die Ernte von Sommergerste. Bereits im vergangenen Monat waren die Wintergerste- und Durumweizen-Bestände geräumt, das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer . Quelle: Reuters

25.08.2017 EU-Kommission erhöht Prognose für EU-Getreideproduktion

Die Europäische Union hat ihre Prognose für die EU-Getreideernte 2017/18 erhöht.
Der Löwenanteil fällt dabei auf den Mais, dessen Schätzung aufgrund guter Bedingungen und nach willkommenen Niederschlägen im Südosten um eine Mio. Tonnen auf 59,4 Mio. Tonnen erhöht wurde. Die EU-Maisernte wäre damit aber weiterhin kleiner, als im vergangenen Jahr (61,1 Mio. Tonnen).
Beim Weizen stieg die Prognose für 2017/18 von 138,6 Mio. Tonnen auf 139,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 134 Mio. Tonnen).
Um 500.000 Tonnen erhöht wurde die Prognose für die EU-Gersteproduktion auf 58 Mio. Tonnen während die Prognose für die Rapssaat-Produktion um 300.000 Tonnen stieg von 21,6 Mio. Tonnen auf 21,9 Mio. Tonnen, so die Kommission.

25.08.2017 Algerien kauft über 590.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat Händlern zufolge über 590.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $200 und $200,75/Tonne c&f gekauft. Das melden heute vormittag eurpäische Händler. Die Ausschreibung lautete auf Weizen optionaler Herkunft und es wird vermutet, dass der Weizen in Frankreich und dem Baltikum gekauft wurde. Außerdem könnten die Vereinigten Staaten mit einer Menge Hard Red Winter Weizen berücksichtigt worden sein.  Dass auch Deutschland berücksichtigt wurde, glaubt man aufgrund der Schäden durch Regen wärend der Ernte eher nicht. OAIC veröffentlicht keine Details der Auschreibungen. Quelle: Reuters

25.08.2017 Getreidemail

Leichte technische Käufe und die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit nach dem kräftigen Rückgang der vergangenen Tage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Die wöchentlichen Export-Sales lagen mit 386.500 Tonnen US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Der International Grains Council hob gestern seine Schätzung zur globalen Weizenernte 2017/18 um 10 Mio. Tonnen auf 742 Mio. Tonnen an (Russland: +9 Mio. Tonnen, Ukraine: +2,5 Mio. Tonnen, Kanada: -2,6 Mio. Tonnen). Im Vorjahr wurden 754 Mio. Tonnen Weizen weltweit geerntet. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 22.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 531.000 Tonnen Weichweizen. Iraks staatliche Getreidebörse kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten und weitere 50.000 Tonnen Weizen in Australien. Mit Spannung wird das Ergebnis des Algerien-Tenders erwartet. In Hamburg blieb die Prämie für Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17.

24.08.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 2,026 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 22.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 531.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 2,026 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 2,217 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 4,829 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 30.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 317.000 Tonnen.
   
24.08.2017 IGC hebt Prognose für globale Weizenernte an

Der International Grains Council (IGC)hob heute seine Schätzung zur Weltgetreideernte 2017/18 an. In der Schwarzmeerregion werden größere Ernten eingefahren.
In ihrem Monatsbericht hat die internationale Behörde die globale Weizenerzeugung heute auf 742 Mio. Tonnen geschätzt, das waren 10 Mio. Tonnen mehr als im Julibericht. Im Vorjahr wurden aber noch mehr geerntet, nämlich 754 Mio. Tonnen.
Die Experten hoben ihre Schätzung zur russischen Weizenernte seit einem Monat um 9 Mio. Tonnen auf 80 Mio. Tonnen und die aus der Ukraine um 2,5 auf 26 Mio. Tonnen an. Diese besseren Ergebnisse werden durch eine kleinere kanadische Weizenernte von 25 Mio. (Minus 2,6 Mio. Tonnen) etwas relativiert.
Russland wird wohl auch in dieser Saison der weltweit größte Weizenexporteur werden; 32 Mio. Tonnen sollen dem IGC gemäß ausgeführt werden. In der letzten Saison waren es 28 Mio. Tonnen. Die Getreideexporte aus der Schwarzmeerregion könnten erstmals größer als 90 Mio. Tonnen betragen, man weiß aber nicht, ob die Exporteure das auch logistisch leisten können.
Das IGC schätzt die weltweite Maisproduktion in 2017/18 jetzt auf 1,017 Mrd. Tonnen und damit 3 Mio. Tonnen kleiner als in der Juli Prognose. Grund dafür sind kleinere Ernten in Europa und China.
Die gesamte Getreideproduktion der Welt wird auf 2,049 Mrd. Tonnen geschätzt, der Verbrauch liegt bei 2,089 Mrd. Tonnen. Deshalb werde der Endbestand erstmals seit fünf Jahren sinken.
Die globale Produktion von Sojabohnen werde dem IGC gemäß in 2017/18 auf 347 Mio. Tonnen steigen. Die Vormonatsprognose lag bei 345 Mio. Tonnen und das Ergebnis der letzten Ernte lag bei 351 Mio. Tonnen. Der Konsum steigt auf den Rekordwert von 351 Mio. Tonnen. Mit dem kontinuierlichen Bedarfsanstieg nach Sojabohnen und deren Produkte werden die Endbestände sinken.

24.08.2017 Russland: SovEcon erwartet nun Weizenexporte von 32,4 Mio. Tonnen

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2017 von  125,2 Mio. Tonnen auf 127,6 Mio. Tonnen erhöht. Das teilt das Unternehmen heute mit. Die Prognsoe der Weizenernte wurde um 1 Mio. Tonnen auf 78,9 Mio. Tonnen erhöht.  Seine Getreide- und Weizenexportschätzungen für die Vermarktungsperiode 2017/18 hob das Unternehmen um 400.00 Tonnen auf 44 Mio. Tonnen bzw. 32,4 Mio. Tonnen an. Quelle: Reuters

24.08.2017 Irak kauft Weizen in den Vereinigten Staaten und Australien

Irak´s staatliche Getreidebörse kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten und weitere 50.000 Tonnen Weizen in Australien. Die Angebotsfrist für die Ausscheibung, in der nur Weizen aus den Vereinigten Staaten und aus Australien gesucht wurde, endete am 20. August Die Offerten hatte eine Gültigkeit bis zum 24. August. Quelle: Reuters

24.08.2017 Tunesien sucht Weizen am Weltmarkt

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 167.000 Tonnen Weichweizen Das melden heute Mittag europäische Händler. Die Angebotsfrist endet morgen, am 25. August. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

24.08.2017 Frankreich: Experten bestätigen gute Weizenqualitäten

Nahezu die gesamte Weichweizenernte in Frankreich erreicht in diesem Jahr einen Proteingehalt von mindestens 11,5%. Vorläufige Untersuchungen zeigen gute Qualitäten beim größten Weizenproduzenten der Europäischen Union. Die französische Weizenernte bringt also gute, exportfähige Qualitäten hervor.
Der erste gemeinsame Bericht des Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer und des technischen Instituts Arvalis zur Ernte 2017 zeigt, dass 96% der Weichweizenernte einen Proteingehalt von über 11,5% aufweist. Das ist der Mindestproteingehalt, der von bedeutenden Importeuren wie Ägypten gefordert wird. Im vergangenen Jahr erreichten 92% diesen Wert. 11% der Ernte weist einen Proteingehalt von über 13% aus.
Die Daten wurden am 21. August ermittelt. Dabei wurden 77% der Proben untersucht und analysiert. Proben aus einigen Regionen in Nordfrankreich und der Bretagne wurden noch nicht untersucht.
Bei 73% der untersuchten Proben lag das spezifische Gewicht laut Bericht über 76 kg/hl vs. 24% im vergangenen Jahr, als die Weizenbestände zur Ernte von langanhaltenden Niederschlägen geschädigt wurden. 83% der Ernte erreichte Fallzahlen von über 240 Sekunden vs. 76% im Vorjahr. Proteingehalt, spezifisches Gewicht und Fallzahlen sind maßgebliche Faktoren zur Bewertung der Weizenqualität und der Backfähigkeit.

24.08.2017 Getreidemail

Kaufaktitiväten nach dem Erreichen neuer Tiefststände sowie Shortabdeckungen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Die große zu erwartende Weizenernte am Schwarzen Meer begrenzte das Aufwärtspotenzial. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT Weizen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Marktanalysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 600.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und konnten sich nach den deutlichen Verlusten der Vortage auf allen Terminen erholen. Algerien hat am Dienstag einen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben, dessen Angebotsfrist heute endet. Marktbeteiligte warten gespannt auf das Ergebnis der Ausschreibung. In Deutschland hat das unbeständige Wetter der vergangenen Tage und Wochen zu Sorgen in Bezug auf Erntemenge und Qualität geführt. Erntefortschritte dürfte der gestrige Tag gebracht haben. In Hamburg blieb die Prämie für Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17.

24.08.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000 - 600.000 to.

24.08.2017 Fonds kauften gestern CBoT Weizen und Sojaöl

23.08.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage sowie deutliche Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Fonds erhöhten ihren Anteil an Netto-Short-Positionen um 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Russlands IKAR erhöhte gestern seine Weizenernteschätzung für 2017 von 77-80 Mio.Tonnen auf nun 79-82 Mio.Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester. Im Zuge der deutlichen Verluste aus Übersee gaben auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen weiter nach. Der DBV rechnet in diesem Jahr aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen zur Erntezeit mit einem Rückgang der deutschen Winterweizenernte um 3% auf 23,4 Mio. Tonnen. Außerdem werden Qualitätsverluste und ein höherer Anteil an Futterweizen erwartet. In Norddeutschland sind noch ca. 40- 50% der Weizenbestände auf den Feldern. Die niedrigen Getreidepreise rufen Importländer auf den Plan. Algerien hat gestern einen Tender zum Kauf von mind. 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Aufgrund der robusten Nachfrage nach Futterweizen sind die Prämien in Südoldenburg trotz der zu erwartenden großen Ernte mit 6 Euro über Paris Dezember 17 zur promten Lieferung vergleichsweise hoch. Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September wird mit 3 Euro über Paris Dezember 17 angeboten.

23.08.2017 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer hat gestern abend einen internationalen Tenderz zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Weizen zur Lieferung in der zweiten Novemberhälfte ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 24. August. Quelle: Reuters

23.08.2017 Fonds verkauften gestern CBoT Mais, Weizen und Sojaschrot

22.08.2017 DBV erwartet kleinere Weizenernte 2017

Die deutsche Winterweizen- und Rapssaaternte 2017 fallen aufgrund anhaltender Niederschläge in diesem Sommer niedriger aus, das meldet nun auch der Deutsche Bauernverband.
Deutschland wird über 23,4 Mio. Tonnen Winterweizen in diesem Jahr ernten und damit 3% weniger, als im Vorjahr, so der DBV in seinem aktuellen Erntebericht. Um 6% auf rund 4,3 Mio. Tonnen schätzt der Verband die deutsche Rapssaaternte. Ständig wiederkehrende Niederschläge im Juli und im August führen zu massiven Ernteverzögerungen in einigen Regionen. Aus den einzelnen Regionen werden sehr unterschiedliche Erträge und Qualitäten gemeldet. Die späte Weizenernte führt zu niedrigen Fallzahlen, was einen negativen Einfluss auf die Backqualität des Mehls hat. Der Anteil des Weizens, der die Qualitätsanforderungen von exportfähigem Weizen nicht erfüllt, steigt und damit die Menge Weizen, die in den Futtertrog wandert.
Aufgrund der gegenwärtig niedrigen Weizenpreise haben einige Landwirte entschieden, Weizen trotz hoher Feuchtigkeitsgehalte und der dadurch höheren Trocknungskosten, zu dreschen.
Die Rapssaat leidet ebenfalls unter den ständigen Niederschlägen was Auswuchs zur Folge hat und sich damit negativ auf die Menge und Güte auswirkt. Mit nur rund 40% ist der Ölgehalt enttäuschend.

22.08.2017 Russlands Getreide-Infrastruktur testet seine Grenzen

Die bevorstehende Rekord-Getreideernte wird Russlands Lager- und Transportinfrastruktur bis an seine Grenzen testen und die Konkurrenz in Europa und den USA im gesamten Wirtschaftsjahr 2017/18 in den Schatten stellen.
Russland ist dabei, in dieser Saison erneut der größte Weizenexporteur der Welt zu werden; zumindest die Erntemenge von 125 – 127 Mio. Tonnen Getreide lässt erwarten, dass der Rekord des Vorjahres eingestellt wird. In normalen Zeiten bekommt Russland während der ersten drei bis vier Monate der Exportsaison (Juli bis September / Oktober) ohnehin den Löwenanteil der Lieferaufträge der großen Käuferländer im Mittleren Osten und dem Norden Afrikas. In diesem Jahr wird aufgrund des großen Erntevolumens eine längere Verladeperiode nötig sein.
Im August und September werden die russischen Getreideexporte zweifelsohne Rekordwerte erreichen. SovEcon erwartet Ausfuhren von 4,5 Mio. Tonnen pro Monat. Der bisherige Rekord wurde im August 2014 mit 4,6 Mio. Tonnen erreicht.
Die Infrastruktur (Häfen und Eisenbahn) ist damit aber bis an seine Grenzen ausgelastet. Waggons sind bis November ausgebucht. Wäre das nicht so, könnte man in diesen Monaten noch mehr exportieren und es auch über längere Zeit ausweiten. So kann Russland maximal 40 Mio. Tonnen Getreide im gesamten Vermarktungsjahr ausführen. SovEcon schätzte die russischen Exporte für diese Saison zuletzt auf 43,6 Mio. Tonnen.
Saisonübliche Engpässe waren in den letzten Jahren eher selten, nachdem Moskau die Silokapazitäten in den Exporthäfen ausgebaut hat. Die Regierung hatte beschlossen, die jährliche Getreideernte bis 2030 auf 150 Mio. Tonnen zu steigern. Je nach Region sind die Transportkosten mindestens um 10 % aber auch schon um das Vielfache gestiegen, so das Beratungsunternehmen IKAR. Zwar sind die staatlichen verordneten Transporttarife stabil geblieben, die Nebenkosten, wie die Gestellung von Wagons, wurden aber drastisch angehoben. Das dürfte sich in den kommenden Monaten noch weiter zuspitzen.
Die Eigentümer der russischen Getreide Infrastruktur werden wohl eine ziemlich profitable Saison haben, was wiederum weitere Investoren anlockt, insbesondere weil das Getreideaufkommen in den kommenden Jahren weiter wachsen soll.

22.08.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die weltweit gute Versorgungslage drückten die Weizennotierungen gestern in Chicago abermals in die Verlustzone. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 583.126 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim SRW-Weizen um 4.000 Lots . Die eCBoT handelt derzeit etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen weiter nach. Der festere Euro sowie die große zu erwartende Weizenernte in der Schwarzmeerregion führten zu neuen Tiefstständen. Russlands Landwirtschaftsminister erwartet jetzt Weizenexporte in einem Volumen von 40 Mio. Tonnen. Die vorherige Schätzung lag bei 38 Mio. Tonnen. Der Crop-Monitoring Service der EU hat in seinem monatlichen Update die Schätzung der  Weichweizenerträge in der EU unverändert bei 5,85 t/ha belassen. Saudi Arabien kaufte gestern 490.000 Tonnen Weizen. Marktteilnehmer glauben, dass der Weizen hauptsächlich aus dem Baltikum und Polen geliefert wird. Der DRV reduzierte die Erwartung der deutschen Weizenernte 2017 um 0,5% auf 24,34 Mio. Tonnen.

22.08.2017 US-Crop-Conditions: 34% der Sommerweizenbestände erhalten Top-Rating

Das US-Landwirtschaftsministerium hat den Anteil der Sommerweizenbestände, die sich in guter bis exzellenter Verfassung befinden, um einen Prozent höher auf 34% geschätzt. Analysten rechneten mit einem Anteil von 33%. 58% der US-Sommerweizenbestände sind per 20. August geerntet (Vorwoche: 40%; Vorjahr: 53%; 5-Jahres-Durchschnitt: 51%). Analysten erwarteten 57%.

22.08.2017 Fonds verkauften gestern Weizen, Mais und Sojabohnen

21.08.2017 MARS: EU-Crop-Monitoring-Service erhöht Ertragsschätzung der EU-Mais-Ernte

Der Crop-Monitoring Service der EU, MARS, hat in seiner heute veröffentlichten monatlichen Prognose die Schätzung der durchschnittlichen Maiserträge in der EU von 6,83 t/ha auf 6,96 t/ha erhöht. Grund sind die willkommenen Niederschläge in Süd-Ost-Europa. Die Schätzung der Weichweizenerträge in der EU blieg hingegen unverändert bei 5,85 t/ha, während die Schätzung der durchschnittlichen Rapssaat-Erträge erhöht wurde von 3,21 t/ha im vergangenen Monat auf nun 3,27 t/ha. Quelle: Reuters

21.08.2017 Deutschland: Regen behindert die Weizenernte

Das anhaltend unbeständige Wetter in Deutschland führt weiter zu Verzögerungen bei der Weizenernte und zu Sorgen über die Qualität. Händler erwarten einen größeren Anteil an Weizen, der in den Futtertrog wandert. Der deutsche Raiffeisenverband rechnet für Deutschland mittlerweile mit einem Rückgang der Weizenproduktion um 0,5% auf 24,34 Mio. Tonnen. Im Juli erwartete man noch einen Anstieg um 3,8% zum Vorjahr auf 25,39 Mio. Tonnen.
In Schleswig Holstein und Mecklenburg Vorpommern sind nach Schätzungen noch 40%–60% der Weizenbestände zu ernten, in Niedersachsen und Brandenburg stehen noch 15-20% der Bestände auf den Feldern.
Händler und Mühlen berichten von Qualitätsproblemen bei den Fallzahlen und bei den Testgewichten. Die Proteingehalte scheinen ganz ordentlich zu sein. Außerdem steigen die Sorgen, dass Auswuchs und Mykotoxin zu Schäden führen.
Deutschland benötigt für die Mehlproduktion als Eigenbedarf nur etwa 8 Mio. Tonnen Weizen zur. Dafür reicht die neue Ernte aus. Allerdings wird Schätzungen zufolge der Anteil an Brotweizen sinken, der in den Export geht.
Am heutigen Montag hat es in Teilen Norddeutschlands erneut geregnet. Mit jedem weiteren Tag Regen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die noch nicht geernteten Bestände nur Futterqualität erreichen. Quelle: Reuters

21.08.2017 Russische Exportweizenpreise folgen dem globalen Benchmark

Die russischen Weizen-Exportpreise sind jetzt bereits in der dritten Woche in Folge gesunken; sie folgen damit einem 5 %-Rückgang der US-Weizenfutures in der vergangenen Woche aufgrund eines größeren Angebots in vielen Überschussregionen.
Russischer Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein für die zeitnahe Lieferung kostete zum Ende der vergangenen Woche 190 USD/Tonne fob. Das waren 7 USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor. Die Prise für Gerste blieb bei 178,5 USD/Tonnen stabil.
Bis zum 9. August hatte Russland 3,7 Mio. Tonnen Getreide in der neuen Saison seit dem 1. Juli exportiert; das waren 24 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Russlands Getreideernte ist gegenüber dem Vorjahr immer noch um 5 % zurück, die Erntearbeiten kamen aber in der vergangenen Woche in einem Rekordtempo voran, sodass sich die Lücke zum Vorjahr verkleinert.
Die Preise für Weizen der Klasse III am lokalen Markt im südlichen europäischen Teil Russlands sanken um 75 Rubel/Tonne auf 8.875 Rubel/Tonne ab Verladestation. Weizen der Klasse IV sanken um 175 Rubel/Tonne auf 7.925 Rubel/Tonne.

21.08.2017 Ägypten erwägt Beanstandung von rumänischem Weizen

Ägyptische Behörden überlegen, eine Schiffsladung mit 63.000 Tonnen Weizen aus Rumänien aus dem Hafen Safaga am Roten Meer zurück zu schicken. In der Ladung, die vom ägyptischen staatlichen Getreideeinkäufer wurden GASC gekauft wurde, hat die Quarantänebehörde Mohnsamen gefunden.
Sollte das Schiff tatsächlich zurück beordert werden, wäre es die erste Retour einer Weizenlieferung seit im Jahr 2015 französischer Weizen wegen Mutterkorn-Besatz zurück geschickt wurde. In der Folge gab es jahrelang Änderungen bei den Importbedingungen, die den Getreidehandel mit Ägypten massiv behinderten.
Eine endgültige Entscheidung, wie mit der Schiffslieferung umgegangen werden soll, fällt wohl erst Morgen. Einige Mohnsamen können nicht aussortiert werden.
Derzeit wird das Untersuchungsprogramm aufgrund eines Gerichtsurteils erneut umgestellt. Die ägyptische Regierung hat die Anordnung aber noch nicht umgesetzt und hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Lieferanten sind erneut zutiefst verunsichert und hoffen auf die Einhaltung internationaler Importregeln.

21.08.2017 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kaufaktivitäten nach den deutlichen Verlusten der Vortage ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat September 5%. Das ist bereits der fünfte wöchentliche Rückgang in Folge. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen etwas schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den späten verbesserten Vorgaben aus Übersee nicht mehr profitieren und schlossen auf allen Terminen geringfügig schwächer. Charttechnische Verkäufe sorgten zwischenzeitlich für neue Tiefststände. Großbritanniens Weizenernte ist mittlerweile zu über 40% eingefahren (Vorwoche: 10%). Ergebnisse zur Qualität der Ernte werden in den nächsten Tagen erwartet. In Deutschland wird weiter auf besseres Wetter gehofft, damit die Ernte fortschreiten kann. Heißes und trockenes Sommerwetter in den südlichen kanadischen Prärien wird wohl die Weizenernte des Landes stark beschränken. Die gesamte Weizenernte in Kanada wird demnach mit 26,2 Mio. Tonnen um 17 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr.

21.08.2017 COT-Bericht (Commitments of Traders) / Weizen
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.08.-15.08.17 um 5.719 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 14.416 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 08.08.17 die Netto-Short-Positionen um 20.135 Lots 34.236 Netto-Short Positionen.
21.08.2017 Fonds kauften am Freitag Weizen, Mais, Sojabohnen sowie Sojaöl und Schrot

18.08.2017 Ernte in Kanada: Weizen litt unter Hitze – Canola ist robuster

Heißes und trockenes Sommerwetter in den südlichen Kanadischen Prärien wird wohl die Weizenernte des Landes stark beschränken. Die Canola- (Rapssaat) Ernte zeigt sich dagegen robuster gegen die Wetterrisiken, so das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter 17 Händlern und Analysten vor der Kanadischen Getreideernte.
Die Gesamte Weizenernte in Kanada wird demnach mit 26,2 Mio. Tonnen um 17 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr. Das wäre die kleinste Ernte seit sechs Jahren. Die Canola-Ernte hingegen wird wohl 1 % größer ausfallen als im Vorjahr und auf die Rekordmenge von 18,6 Mio. Tonnen kommen.
Statistics Canada, das staatliche Statistikamt, wird am 31. August seine Ernteschätzung veröffentlichen, die auf einer Befragung unter den Farmern fußt.
Die Kanadische Prärie musste in diesem Jahr mit sehr unterschiedlichem Wetter fertig werden. Das ging von zu viel Regen in Teilen Albertas und Saskatchewan bis zur einer vorteilhaften Kombination aus Hitze und rechtzeitigem Regen in anderen Regionen des Nordamerikanischen Landes.

18.08.2017 Ukraine beginnt mit Maisernte

Die Farmer in der Ukraine haben bereits mit der Maisernte begonnen. Die ersten Ergebnisse zeigen ein Durchschnittsergebnis von vier Tonnen/Hektar.
Der Landwirtschaftsminister sagte heute, dass man in diesem Jahr auf 4,5 Mio. Hektar Mais angebaut habe. Im letzten Jahr wurden in dem Land 28 Mio. Tonnen Mais geerntet.
Die Weizenernte wurde dort bereits abgeschlossen. Es wurden 26,5 Mio. Tonnen geerntet mit einem Durchschnittsertrag von 4,17 Tonnen/Hektar.
Außerdem wurden in der Ukraine in diesem Jahr 8,6 Mio. Tonnen Gerste geerntet.
Die gesamte ukrainische Getreideanbaufläche kommt in diesem Jahr auf 14,3 Mio. Hektar. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Hektar Weizen, 4,47 Mio. Hektar Mais und 2,5 Mio. Hektar Gerste sowie 1 Mio. Hektar andere Getreidearten und Zerealien.
Das Ministerium schätzte die Erntemenge auf 63 Mio. Tonnen, im Vorjahr wurden dort 66 Mio. Tonnen Getreide geerntet.

18.08.2017 Russland könnte 32 Mio. Tonnen Weizen exportieren

SovEcon hebt seine Exportschätzung 2017/18 für Russlands Getreide um erstaunliche 3,3 Mio. Tonnen an. Der Weizenanteil darin beträgt 2,5 Mio. Tonnen und kommt jetzt auf 32 Mio. Tonnen.
Auch die Maisexporte steigen demnach um 300.000 Tonnen auf 6 Mio. Tonnen, Gerstenexporte werden um 500.000 Tonnen höher geschätzt und kommen jetzt auf 4 Mio. Tonnen.
Diese Exportschätzung für Weizen liegt jetzt leicht über der letzten USDA-Schätzung, die noch von 31,5 Mio. tonnen ausging. Die Maisexporte hatte das USDA auf 6,5 Mio. Tonnen geschätzt.
Im letzten Vermarktungsjahr hatte Russland 27,8 Mio. Tonnen Weizen und 5,5 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Russlands Weizenernte ist jetzt zu 47 % abgeschlossen und es sind 13 Mio. Hektar abgeerntet. Feuchtes Wetter hatte die Ernte in einigen Regionen immer wieder verzögert.

18.08.2017 Feldbestände beim französischen Mais stabil bei 79 % g/e

Die Feldbestände des französischen Maisanbaus wurden am 14. August wie bereits in der Vorwoche weiterhin zu 79 % in der Top-Kategorie „good-to-excellent“ (g/e) eingestuft. Das teilte heute FranceAgriMer mit.
Inzwischen ist in Frankreich die Sommergerstenernte komplett abgeschlossen (Vorwoche: 99 %).Auch die Weichweizenernte ist jetzt zu 99 % vom Feld (Vorwoche: 97 %).
Die Ernten von Gerste und Durum waren beim größten europäischen Getreideerzeuger bereits im Juli abgeschlossen.

18.08.2017 Getreidemail

Verkäufe von Fondsgesellschaften, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 633.600 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen.
Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Besonders stark fiel der Frontmonat September, dessen Optionen am Dienstag fällig wurden. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar geriet stark unter Druck, erholte sich jedoch im Handelsverlauf etwas. Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 15.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 249.000 Tonnen Weichweizen. Sie steigen damit im Vermarktungsjahr 2017/18 auf 1,495 Mio. versus 3,716 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2016/17, ein Rückgang um 60%. In Russland und der Schwarzmeer-Region wird eine große Weizenernte erwartet, Unsicherheit besteht weiterin in Deutschland und Großbritannien, wo die Ernte immer wieder durch Niederschläge unterbrochen wird.

18.08.2017 Marktanalysten erwarten bei Weizenpreisen Seitwärtsbewegungen

Die Kurse der US-Weizenfutures heben sich heute Morgen von ihrem Tiefststand ab, den der Frontmonat gestern erreichte. Die Erholung dürfte aber überschaubar bleiben, da Händler angesichts der weltweiten Überversorgung meist weiterhin bärisch gestimmt sind.
Gestern teilte das USDA mit, dass die US-Weizenexporte gegenüber der Vorwoche um 37 % gestiegen waren, die Commonwealth Bank of Australia bemerkt heute Morgen aber dazu, dass es mehr als eine Zahl benötige, um aus dem Stimmungstief heraus zu kommen. Vielmehr könnte es so sein, dass Investoren weiterhin dem Trend folgen und weiter verkaufen.
Auf eine Ausschreibung der ägyptischen GASC zum Kauf von Weizen boten russischen Verkäufer insgesamt 1 Mio. Tonnen Weizen an. Der weltweit größte Weizenimporteur Ägypten kaufte aber nur 295.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine.
Marktanalysten vermuten, dass die Getreidepreise in den kommenden Wochen weitestgehend seitwärts tendieren werden, da die Getreideernte fast überall dem Ende zugeht und sich bei guten Vegetationsbedingungen auf der nördlichen Halbkugel eine große Mais- und Sojabohnenernte abzeichnet.

18.08.2017 Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von CBoT Mais und SRW-Weizen

17.08.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 1,495 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten in der Woche bis zum 15.08.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 249.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 1,495 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 1,663 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 4,007 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 18.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 287.000 Tonnen.
   
17.08.2017 US-Export-Sales: Weizen- u. Sojabohnenexporte höher, als erwartet

17.08.2017 Englands Weizenanbau sank um 2,5 %

In Großbritannien ist die Weizenanbaufläche in diesem Jahr um 2,5 % auf 1,64 Mio. Hektar zurückgegangen; das teilte heute das britische Agrarministerium mit. Es ist das vorläufige Ergebnis einer im Juni durchgeführten Umfrage.
Diese Schätzung ist weitestgehend identisch mit dem Umfrageergebnis des Agrar- und Gartenbau-Vorstands (AHDB) im letzten Monat, das von einer Flächeneinschränkung von 3 % sprach.
Das Ministerium gab keine Gründe an, weshalb die Farmer weniger Weizen anbauten, der AHDB meint, dass es Probleme mit in England stark auftretendem Ackerfuchsschwanz gibt, der schwer zu bekämpfen ist. Einige Farmer hätten deshalb mehr Sommergetreide angebaut, dort sei das Unkraut besser zu kontrollieren. Das Ministerium schätzt die Sommergerste mit einem Flächenplus von 15 % auf 478.000 Hektar.
Auch die Rapsanbaufläche sei in England um 3,8 % auf 522.000 Hektar gesunken. Im Osten des Landes sank die Anbaufläche der Ölsaat sogar um 10,9 %. Dort gibt es Probleme mit dem Rapserdfloh dessen Bekämpfung durch das Verbot von Nikotinoid-haltigen Pflanzenschutzmitteln schwierige geworden ist.

17.08.2017 Bangladesch erhält nur ein Angebot auf die Weizen-Ausschreibung
Bangladeschs staatlicher Getreideinkäufer hat aus die Ausschreibung zum Import von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft lediglich ein Angebot erhalten. Agrocorp International bot heute einen Preis von $249,38/Tonne CIF liner out. 
Das Land ist gezwungen, große Mengen Weizen zu importieren, nachdem große Bestände im April unter Überschwemmungen litten. Man hat jedoch Probleme, seinen Importbedarf zu decken, weil große Exporteure sich scheuen, Geschäfte mit Bangladesch zu tätigen. Grund dafür sind hohe Hürden bei den Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie die langsame Verladung in den Häfen. Gewöhnlich beteiligen sich im Durchschnitt 10 oder mehr internationale Handelshäuser an vergleichbaren Ausschreibungen. Ausschreibungen, die von Bangladesch initiiert werden, haben eine deutlich geringere Beteiligung von zuletzt 2-3 Handelshäusern. Quelle: Reuters
17.08.2017 Euro im Handelsverlauf deutlich schwächer
Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar ist im Handelsverlauf unter Druck geraten. Im Tagestief lag er bei $1,16937. Ein schwächerer Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt.
17.08.2017 Saudi Arabien sucht Weizen am Weltmarkt

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO (Saudi Grains Organization) hat einen Tender zum Kauf von 480.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Gesucht wird Harweizen aufgeteilt in 8 Lieferungen für den Zeitraum Oktober bis Dezember an die Häfen von Jeddah und Dammam. Die Angebotsfrist endet morgen abend. Quelle: Reuters

17.08.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit deutlichen Verlusten. Die schwache Exportnachfrage am Weltmarkt nach US-Weizen belastete den Markt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr (MEZ) veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Marktanalysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 600.000 Tonnen Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde etwas fester. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures abermals gegen die negativen Vorgaben aus Übersee stemmen und schlossen uneinheitlich. Ägyptens GASC hat nach eigenen Angaben 355.000 Tonnen Weizen gekauft. 295.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft. Weizen aus Frankreich war im Vergleich zu teuer und US-Weizen wurde gar nicht erst angeboten. Unbeständiges Wetter hindert die Landwirte in Teilen Deutschlands und Großbritanniens weiter an der Ernte. Auch zum Wochenende werden im Norden Niederschläge erwartet. Die diesjährige Weizenernte in Indien wird jetzt auf die Rekordmenge von 98,4 Mio. Tonnen geschätzt. Zuvor lag die Prognose noch bei 97,4 Mio. Tonnen. 

 

17.08.2017 Nach 6 Wochen Kursverfall stützen technische Käufe die CBoT-Weizenkurse

Die CBoT-Weizenfutures setzten gestern ihren Kursverfall, der jetzt bereits sechs Wochen anhält, fort. Heute Morgen bringen technische Käufe die Börsenkurse ins Plus.
Die weltweite Versorgung mit Weizen übersteigt die Nachfrage. Es gab zwar wetterbedingte Probleme in den USA, das Angebot aus anderen Teilen der Welt ist aber überreichlich.
Russlands große Beratungsunternehmen hatten am letzten Freitag ihre Ernteschätzungen auf ein Rekordniveau angehoben. Ägypten, der weltweit größte Weizenkäufer, kaufte gestern 295.000 Tonnen russischen Weizen und 60.000 Tonnen aus der Ukraine. US-Weizen wurde gar nicht angeboten, da das dortige Preisgefüge am Weltmarkt nicht passt.
Auch Indien hat mit 98,38 Mio. Tonnen eine Rekordernte eingefahren. Gegenüber der letzten Prognose in Juni wurde gestern die Prognose um 800.000 Tonnen angehoben.

17.08.2017 Ägypten kaufte gestern 355.000 Tonnen Weizen
Ägypten GASC kaufte gestern nach eigenen Angagen 355.000 Tonnen Weizen. 295.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft.  Weitere Details wurden nicht bekanntgegeben. Händlern zufolge wurde zu folgenden Preisen gekauft:
Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 20.-30. September. Quelle: Reuters
17.08.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000 - 600.000 Tonnen

16.08.2017 Weizen: Auch Indien erntet Rekordmengen

Die diesjährige Weizenernte in Indien wird jetzt auf die Rekordmenge von 98,4 Mio. Tonnen geschätzt. Zuvor lag die Prognose noch bei 97,4 Mio. Tonnen. Das USDA ging letzte Woche noch von 96 Mio. Tonnen aus.
Die indische Weizenernte 2016 war nur 87 Mio. Tonnen groß und es musste Weizen importiert werden. Das kann man für dieses Jahr wohl schon jetzt ausschließen.

16.08.2017 Tunesien kaufte 100.000 Tonnen Futterweizen
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Mahlweizen zu Preisen zwischen $190,99/Tonne c&f und $193,74/Tonne c&f gekauft. Die Lieferungen (4 x 25.000 Tonnen) sollen im September/Oktober erfolgen.
Futtergerste, die ebenfalls ausgeschrieben war, wurde aufgrund zu hoher Preisforderungen nicht gekauft. Quelle: Reuters
16.08.2017 Tunesien sucht Weichweizen und Gerste am Weltmarkt
Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht per Tenderausschreibung 92.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Das melden europäische Händler.
Gesucht wird Weizen in den Teilmengen 3 x 25.000 Tonnen und 1 x 17.000 Tonnen zu unterschielichen Terminen von Mitte September bis Ende Oktober. Die Gerste wird in 2 Teilmengen je 25.000 Tonnen gesucht, ebenfalls zu unterschielichen Terminen von Mitte September bis Ende Oktober. Quelle: Reuters
16.08.2017 Argentiniens Maisanbau steigt um 5 – 10 %

Argentiniens Farmer wollen ihren Maisanbau um mehr als 5 Mio. Hektar ausweiten. Die Feldbestellungen für Mais der Saison 2017/18 beginnen im September. Wetterbedingungen und attraktive Handelsspannen passen derzeit, so Analysten gestern in einer Pressemeldung.
Damit steigt die Anbaufläche auf 4,8 Mio. Hektar also um 5 bis 10 % gegenüber dem Vorjahr. Bereits im letzten Jahr stieg die Anbaufläche deutlich, nachdem Präsident Mauricio Macri Exportzölle und Ausfuhrbeschränkungen der Vorgängerregierung aufhob.
Zwar verursache der Maisanbau höhere Kosten als die Sojabohne, aber Berater sehen beim Mais eine bessere Gewinnchance, da die diesjährige US-Ernte von Sojabohnen sehr groß ausfallen dürfte. Das Beratungsunternehmen Agripac erwartet für Argentinien in 2018 eine Maisernte von 46 Mio. Tonnen, gegenüber 40 Mio. Tonnen aus der noch laufenden Ernte.
Genügend Bodenfeuchte nach den Niederschlägen im Juli würden dien Maisanbau zusätzlich begünstigen, die Regenfälle hätten verhindert, dass alle geplanten Flächen mit Weizen bestellt werden konnten, Dort wird jetzt Mais gesät. Mais hat den Vorteil, dass die Aussaatzeit zwischen September und Februar länger ist als die vom Weizen; diese endet bereits im August.
Letzte Woche wurde berichtet, dass der Verkauf von Düngemitteln in Argentinien um 8 % steigen werde. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Erträge der Feldfrüchte weiter steigen.

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