Matif: Milling Wheat Nr. 2 Dezember 2017

29.12.2017 Preise für EU-Weizen beenden 2017 mit einem Jahresverlust von gut 5 %

Die Weizenfutures an der Pariser Terminbörse Euronext werden dieses Jahr mit einem Kursverlust beschließen. Die weltweite Versorgung mit Weizen ist riesengroß und Russland ist zum schärfsten Konkurrenten für Exporte aus der EU geworden. Ein fester Wechselkurs des Euros erschwerte die Ausfuhren maßgeblich.
Der Kurs des Frontmonats sinkt seit Jahresbeginn um gut 5 %. Am 30. Dezember 2016 notierte er 168 €/Tonne. Aktuell notiert der Frontmonat bei 159 €/Tonne.
Im Gegensatz dazu konnte sich der Kurs des CBoT-Weizens im Jahresvergleich um gut 5 % verbessern.
EU-Weizen findet am Weltmarkt in dieser Saison nur schwer Käufer. Russland wird bereits in der zweiten Saison in Folge Exportweltmeister beim Weizen. Der Euro-Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar stieg in 2017 um 14 %. Das verteuert den Weizen aus der Eurozone, da das Getreide am Weltmarkt in US-Dollar bezahlt wird. Außerdem hatte Regen die Erntearbeiten in Deutschland und Polen behindert und die Qualitäten verschlechtert.
Weizen aus dem Schwarzmeerraum unterbietet derzeit alle anderen Überschussregionen und ist auch in Ägypten, dem größten Weizenkäufer der Welt, fast der alleinige Lieferant. Frankreich war in dieser Saison bisher nur vier Lieferungen in Ägypten dabei.
Die EU-Weizenexporte 2017/18 sind bisher 25 % niedriger als in 2016/17 zu diesem Termin. Dagegen steuert Russland auf ein weiteres Rekordergebnis beim Weizenexport zu. Frankreichs Exporteure haben es zudem schwer, an Weizen aus der Landwirtschaft heranzukommen, weil die Preise den Bauern zu niedrig sind; sie hoffen auf bessere Zeiten. Dabei erfüllt französischer Weizen dieses Jahr höchste Qualitätsansprüche, weshalb das Getreide auch nicht als Futtermittel verwendet wird. Händler hoffen darauf, dass der Export irgendwann in der zweiten Saisonhälfte anspringt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.12.2017 Sudan beendet Weizensubvention und überlässt Importe privaten Firmen

Der Sudan will ab Januar 2018 die Subventionen für die Weizenproduktion komplett streichen und den Import dem privaten Händlern überlassen. Der Finanzminister Magdi Hassan Yaseen ist der Meinung, dass dadurch die Brotpreise nicht steigen werden.
Die Regierung würde aber lokal produzierten Weizen zu „günstigen Preisen“ aufkaufen.
Der Sudan importierte in 2017 zwei Mio. Tonnen Weizen, die lokale Produktion wird auf 445.000 Tonnen geschätzt.
In dieser Woche wurde mitgeteilt, dass der Sudan seine Währung von bisher 6,7 USD/Sudanesischem Pfund auf 18 USD/Sudanesischem Pfund abwerten will. Der internationale Währungsfonds fordert den freien Handel mit der Währung.
Der Finanzminister hebt auch die Subventionen für Treibstoff und Medizin auf.
Das Sudanesische Pfund verlor bereits an Wert, nachdem Washington im Oktober 20-Jahre andauernde Sanktionen aufhob und Händler wieder in der Lage waren, Importe zu tätigen. Dadurch ist die gefährlich strake Währung unter Druck geraten.
Der Sudan ist von Importen abhängig und leidet unter internationalen Sanktionen seit der Trennung vom Süd-Sudan im Jahr 2011, wodurch ¾ der Ölförderung verloren ging.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.12.2017 Ukraines Agrarexporte steigen um 19 %

Die Agrarexporte aus der Ukraine stiegen in den ersten elf Monaten in 2017 um 19 % auf 16,4 Mrd. USD. Dazu trugen starke Steigerungen im Export von Zucker, Speiseöle und Getreide bei. Das teilte heute das Agrarministerium in Kiew mit.
Die Ukraine exportierte 5,3 Mio. Tonnen Sonnenblumenöl im Wert von 3,99 Mrd. USD, 17,1 Mio. Tonnen Mais zu 2,7 Mrd. USD und 16 Mio. Tonnen Weizen zu 2,5 Mrd. USD.
Zu den Exporten gehörten auch 2,2 Mio. Tonnen Sojabohnen und 1,99 Mio. Tonnen Rapssaat, sowie 700.000 Tonnen Gerste.
Die Ukraine gehört zu den weltweit größten Produzenten von Getreide und Pflanzenölen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.12.2017 Rohstoffe waren die Gewinner in 2017 – Agrarrohstoffe bilden Schlusslicht

Die Preise für Industriemetalle, Flüssiggas und Stahl beenden 2017 auf Höchstständen, weil China, die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft, die Nachfrage nach sauberen fossilen Brennstoffen und Rohstoffen für eine saubere Umwelttechnik antreibt.
Für 2018 sehen Analysten die gleiche Entwicklung: ein beschleunigtes Wirtschaftswachstum in den großen Volkswirtschaften sowie steigende Ausgaben für Infrastrukturmaßnahmen werden die Preise für Industrierohstoffe und Energie noch über das Mehrjahreshoch, das jetzt erreicht ist, antreiben.
Analysten glauben, dass das Ende niedriger Rohstoffpreise erreicht ist, weil auch in 2108 ein starkes Wirtschaftswachstum erwartet wird. Die große Nachfrage nach Metallen, die für den boomenden Energiesektor gebraucht werden, wie Kupfer für die Stromleitungen und Kabel der Solaranlagen, sollten zu weiteren Preissteigerungen führen. Dazu gehört auch Aluminium für die Produktion von Elektroautos.
Die Preise für Kupfer und Aluminium sind kurz vor dem Jahresende um fast ein Drittel auf ein Vier-Jahres-Hoch angestiegen. Experten der weltweit größten Kupferhütte erwarten weitere Preissteigerungen von 25 % in den kommenden zwei Jahren, weil die Nachfrage das Angebot übersteigt.
Flüssiggas (LNG) entwickelte sich in 2017 vom Verlierer zum Gewinner. Seit Juni haben sich die Preise in Asien verdoppelt. Im letzten Jahr war LNG noch der Rohstoff, der die schlechteste Performance hatte. Grund für den jetzigen Preisanstieg ist, dass China Millionen Haushalte mit Gas versorgt, weil die Kohleverbrennung zu viele Feinstaubemissionen verursacht. Die Umsetzung dieses Programms wird noch Jahre andauern aber schon jetzt nimmt die Umweltverschmutzung in China spürbar ab.
China investiert riesige Summen in Programme für erneuerbare Energien. Auch weltweit bläht sich die Solastrombranche auf: Aktuell haben die Anlagen eine Kapazität von 300 Gigawatt, im Jahr 2000 war es erst 1 Gigawatt. Bis im Jahr 2020 sollen sich die Kapazitäten noch einmal auf 600 Gigawatt verdoppeln. Das Wachstum wurde Hauptsächlich von China bewirkt: 100 Gigawatt werden dort aktuell produziert und es kommen 50 Gigawatt pro Jahr hinzu.
Selbst die Kohle konnte von dem Rohstoffboom profitieren, auch wenn dadurch noch die meisten Umweltsünden begangen werden. Australien Kohlepreise stiegen in 2017 um 10 %, weil China Teile seiner Kohlebergwerke schloss und so die Energieunternehmen zu Importen zwingt.
Der weltweit bedeutendste Energieträger, das Rohöl, durchbrach in den letzten Tagen wieder die Marke von $67/Fass und steigerte den Preis in diesem Jahr damit um 17 % und seit Mitte 2017 waren es sogar 50 %. Die OPEC hatte erfolgreich darum geworben, die Fördermengen zu drosseln.
Im Gegensatz zu dem bisher gehörten, sind die meisten Preise für Agrarrohstoffe am Boden, weil die weltweiten Vorräte auf Rekordniveau gestiegen sind. Rohzucker hat in diesem Jahr ca. 25 % an Wert verloren, weil es einen Überschuss von 5 Mio. Tonnen gibt. Im 2016 gab es noch ein Defizit von 3,1 Mio. Tonnen.
Auch Kaffeepreise sind 20 % niedriger als zu Jahresbeginn, weil das Wetter in Vietnam die Produktionsmenge unerwartet stark steigerte.
Die Maisproduktion erreichte in diesem Jahr einen neuen Rekord. In den letzten zehn Jahren wurden achtmal Rekordernten eingefahren. Auch die Sojabohnenproduktion erreichte in 2017 ein neues Allzeithoch. In den letzten fünf Jahren wurden in vier Jahren neue Rekorde erzielt. Das führte zu einem Preisrückgang übers Jahr gesehen von 5 %.
Die Weizenpreise konnten auf Jahressicht hingegen um gut 5 % zulegen, nachdem sie fünf Jahre in Folge nachgaben. Qualitätsweizen ist aber auch in den Überschussregionen USA und Australien knapp. Das führen Wissenschaftler auf das Wetterphänomen La Nina zurück.
Die Produktion von Palmöl in Malaysia sank in 2017 um 10 %, trotzdem übersteigt das Angebot die Nachfrage der Importeure aus China und Europa.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.12.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe und Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex belasteten die Weizennotierungen gestern in Chicago. Die Aussicht auf extreme Kälte in wesentlichen US-Weizenanbauregionen verhinderte jedoch deutlichere Abschläge. Im Bundesstaat Kansas werden Anfang kommender Woche Temperaturen von unter Minus 18 Grad Celsius erwartet. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Marktanalysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 550.000 Tonnen . Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit moderaten Verlusten. Bei erneut sehr schwachen Umsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Das Volumen auf dem Frontmonat März war so niedrig wie zuletzt im Oktober. Der feste Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastet die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum stark. Gestern stieg er noch einmal um 0,5%. Im gesamten Jahr 2017 stieg der Wechselkurs um mehr als 13%. Das ist die stärktste Performance seit 2003.

29.12.2017 CBoT-Weizenkurse mit erstem Jahresplus seit 5 Jahren

Gestern und auch heute Morgen geben die Kurse der CBoT-Weizenfutures leicht nach, weil das weltweite Angebot drückt. Das Jahr 2017 beschließt aber den CBoT-Weizenhandel mit einem Plus von 4,5 %, nachdem der Kurs im August auf den tiefsten Stand seit vier Jahren sank. Das ist das erste Jahresplus seit fünf Jahren.
Die Furcht vor einer knappen Versorgung mit Qualitätsweizen in den USA ließ die Kurse im Juni und Juli auf den höchsten Stand in diesem Jahr steigen. In keiner Überschussregion der Welt gibt es in diesem Jahr Hochproteinweizen.
Australien, der wichtigste Weizenversorger für Asien, bringt derzeit seine kleinste Ernte seit zehn Jahren ein, nachdem es im dortigen Sommer viel zu trocken war und während der Ernte Regen die Qualität negativ beeinflusste.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

28.12.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, Aussichten auf extreme Kälte am Wochenende in bedeutenden US-Winterweizen-Anbauregionen sowie Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde mit moderaten Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten bei erwartungsgemäß schwachen Umsätzen lediglich die Fälligkeiten der kommenden Ernte von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit moderaten Aufschlägen. Die Termine der alten Ernte gaben hingegen etwas nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastete den Markt, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt verschlechtert.
Ägyptens GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zu Preisen zwischen $192,35 und $194,90/Tonne FOB. Mit Ausnahme einer Offerte aus Rumänien wurde nur Weizen russischer Herkunft angeboten.

28.12.2017 CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen, doch Kälte begrenzt die Verluste

Heute Morgen stehen die Kurse des CBoT-Weizenfutures leicht unter Druck, nachdem gestern ein Kursanstieg von 1 % verbucht wurde. Wegen des Kälteeinbruchs in der Plains im Mittleren Westen der USA geht man inzwischen von Ertragsverlusten durch Kahlfröste aus.
Deshalb sind die Kursverluste auch begrenzt, meinen Händler im fernen Osten Asiens. Die Handelsumsätze sind zwischen den Jahren überschaubar. Investmentfonds halten eine Rekordmenge an Short-Positionen beim CBoT-Weizenfuture, weiß die US-Aufsichtsbehörde zu berichten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

28.12.2017 Institutionelle Anleger kauften gestern CBoT Mais und SRW-Weizen

27.12.2017 Ägyptens GASC kauft 180.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft
Händlern zufolge kaufte GASC Weizen zu folgenden Preisen:
60.000 Tonnen von GTCS zum Preis von $192,35/Tonne FOB zzgl. $14,70/Tonne Fracht = $207,05/Tonne c&f
60.000 Tonnen von GTCS zum Preis von $192,80/Tonne FOB zzgl. $14,70/Tonne Fracht = $207,50/Tonne c&f
60.000 Tonnen von Daewoo zum Preis von $194,90/Tonne FOB zzgl. $14,70/Tonne Fracht = $209,60/Tonne c&f
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
27.12.2017 Ägypten: Niedrigstes Angebot liegt bei $192,35/Tonne FOB
Das niedrigste Angebot auf die Ausschreibung von Ägyptens GASC zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 10. Februar liegt bei $192,35/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Die Offerte kam vom Handelshaus GTCS. Ein Vertragsabschluss wurde aber noch nicht gemeldet. Ergebnisse werden ab dem frühen Abend erwartet. Quelle: Reuters
27.12.2017 Ukraine: 99,4% der Wintergetreideaussaat ist aufgelaufen
In der Ukraine ist nahezu die gesamte Wintergetreideaussaat aufgelaufen. Das Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult meldet, dass per 21. Dezember 99,4% der Aussaat aufgelaufen ist. Der Anteil der Bestände, die sich in guter Verfassung befinden, liegt bei 48,4%. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 38,7%. Der Anteil der Bestände mit der Bewertung „schwach“ fiel von 17% auf 15,4%. Der Rest der Bestände befindet sich UkrAgroConsult zufolge in befriedigendem Zustand. Insgesamt wurde in der Ukraine Wintergetreide auf 6,9 Mio. Hektar ausgesät. Das sind 4% weniger, als ursprünglich erwartet. Winterweizen wurde auf 5,9 Mio. Hektar angesät, Wintergerste auf 822.000 Hektar und Roggen auf 147.000 Hektar. Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
27.12.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. - 10. Februar ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden. Zuletzt kaufte Ägypten am 12. Dezember 295.000 Tonnen Weizen aus Russland und Rumänien zur Lieferung 21. – 31. Januar zu Preisen zwischen $207,89 und $209,15/Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
27.12.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag aufgrund chart-technischer Verkäufe mit moderaten Verlusten. Das Handelsvolumen war erwartungsgemäß schwach. Befürchtungen, dass die frostigen Temperaturen im Mittleren Westen und in den US-Plains die Pflanzen schädigen könnten, begrenzten die Verluste. Auch in den kommenden Tagen werden frostige Temperaturen erwartet. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Der Frontmonat März konnte vergangene Woche einen Kursgewinn von insgesamt 1,6% verzeichnen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse auf nahezu unverändertem Niveau.
Am vergangenen Freitag schlossen die Weizennotierungen an der Euronext in Paris bei schwachen Umsätzen auf den vorderen Fälligkeiten mit moderaten Gewinnnen und auf den hinteren Fällikgeiten mit moderaten Verlusten. Auf der März-Fälligkeit hielt die wichtige Unterstützungslinie von 160 Euro. Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. - 10. Februar ausgeschrieben. Ergebnisse werden ab heute Nachmittag erwartet.

27.12.2017 Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen

22.12.2017 Will Indien den Importzoll für Weizen erneut anheben?

Die Indische Regierung beabsichtigt, Gerüchten im Markt zufolge, den Importzoll für Weizen von derzeit 20 % noch weiter anzuheben, um die heimische Produktion zu schützen, damit die Bauern einen Anreiz bekommen, die Anbaufläche für die nächste Ernte auszuweiten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: R.J. O´Brien

22.12.2017 US-Exporte: meldepflichtige Abschlüsse

Dem USDA wurde heute der Verkauf von 252.000 Tonnen Sojabohnen an China gemeldet.
Außerdem berichten Händler, dass Thailand zirka 150.000 US-Weizen der Sorten HRW, White und DNS gekauft hat. Die Lieferung soll in der Zeit von März bis April 2018 erfolgen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

22.12.2017 Getreidemail

Die CBoT-Weizenkurse handelten gestern auf dem höchsten Niveau seit Anfang Dezember. In den USA entwickelt sich ein Wettermarkt, denn das Getreide ist nicht auf Frosttemperaturen vorbereitet. Händler erwarten Ertragsausfälle, wenn es zu Kahllfrösten kommen sollte. Die wöchentlichen Weizenexporte aus den USA waren gestern mit 796.300 Tonnen höher als erwartet. Die niedrigen Preise veranlassen Futtermittelhersteller in Asien mehr Weichweizen in den Futterrezepturen einzusetzen. Üblicherweise wird dieser Weizen nur für die Herstellung von Lebensmitteln für die menschliche Ernährung verwendet. Die CBoT-Nachtbörse handelt zur Stunde unverändert.
Die Kurse der Mait-Weizenfutures gaben gestern nach und der Frontmonat handelte zeitweise auf der Widerstandslinie von 160 €/Tonne. Ein festerer Wechselkurs des Euro erhöhte die Befürchtungen, dass der Export aus der EU und insbesondere aus Deutschland so schwach bleibt, wie bisher. Russland kann ohne nennenswerte Behinderungen durch Wetter oder Logistik weiter den Weltmarkt bedienen. Die Weichweizenexporte aus der EU liegen 25 % hinter denen des Vorjahres zurück. Die Nachfrage der Exporteure ab Hamburg ist schwach, aber der Handel mit Futtergetreide läuft gut.

21.12.2017 Briten senken 2018er Ernteschätzung für Weizen

Das britische Landwirtschaftsministerium senkte heute ihre Schätzung zur UK-Weizenernte 2018 von 15,16 Mio. Tonnen auf 14,84 Mio. Tonnen, das sind allerdings immer noch 3,2 % mehr als in diesem Jahr.
Der durchschnittliche Weizenertrag wird auf 8,3 Tonnen/Hektar geschätzt, zuvor ging man noch 8,5 Tonnen/Hektar aus. Im Vorjahr ernteten die Farmer dort durchschnittlich 7,9 Tonnen vom Hektar.
Die Anbaufläche bleibt mit 1,79 Mio. Hektar 1,7 % unter der des letzten Jahres.
Die britische Rapssaaternte wird jetzt auf 2,17 Mio. Tonnen geschätzt, das sind geringfügig weniger als in der vorherigen Schätzung aber mehr als die Ernte in 2017 als 1,78 Mio. Tonnen geerntet wurden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

21.12.2017 EPA stuft Glyphosat als nicht krebserregend ein

Die US-Umweltschutzagentur EPA beurteilt, im Gegensatz zur World Health Organization (WHO), Glyphosat nicht als krebserregend für Menschen.
Am Montag veröffentlichte die EPA eine Risikobewertung zu der Chemikalie, die ein wesentlicher Bestandteil des Monsanto-Unkrautvernichters Roundup ist. Demnach ist das Mittel ohne eine nennenswerte Gefahr für die menschliche Gesundheit.
Seit mehr als 40 Jahre verwenden Landwirte weltweit Glyphosat zur Unkrautbekämpfung. Noch mehr Bedeutung erlangte die Chemikalie, als Pflanzenzüchter Mais und Sojabohnen züchteten, die gegen die Chemikalie resistent sind. Roundup wird auch auf öffentlichen Grünanalagen sowie Golfplätzen angewandt.
Die WHO-Abteilung IARC (International Agency for Research on Cancer) befeuerte im Jahr 2015 die Diskussion über mögliche Gesundheitsrisiken, als sie Glyphosat als potentiell krebserregend einstufte. Diese Einschätzung wurde von der Bayer AG, die den Pflanzenzüchter Monsanto übernehmen will, widersprochen. Daran beteiligten sich dann auch Vertreter der Mais-, Sojabohnen und Weizenanbauverbände aus den USA.
Sie fühlen sich durch die jüngste EPA-Beurteilung bestätigt. Der IARC-Report sei fehlerhaft.
Bereits im November hatten die Kalifornischen Weizenbauern, Monsanto und andere Bauernverbände den Bundesstaat Kalifornien verklagt, auf die Kennzeichnungspflicht zur Krebsgefahr, die von Glyphosat ausgehe, zu verzichten. Kalifornien gehört zu den Top-Agrarregionen der USA und der Gesetzgeber hatte Glyphosat auf die Liste der krebserregenden Substanzen aufgenommen. Die Vertreiber müssen bis Juli 2018 entsprechenden Warnungen auf die Verpackung drucken.
Auch in Europa gibt es seit zwei Jahren eine kontroverse Debatte über diese möglichen Krebsrisiken. Die EU-Kommission hat jetzt die Zulassung für Glyphosathaltige Unkrautmittel für fünf Jahre erteilt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

21.12.2017 Winterweizenfläche in Deutschland 4,7 % kleiner

Die deutsche Anbaufläche für Winterweizen zur Ernte 2018 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,7 % verringert. Das Statistikamt teilte heute mit, dass in diesem Herbst in Deutschland 2,98 Mio. Hektar mit Winterweizen bestellt wurden.
Ein Rückgang war erwartet worden, da Regenfälle verhinderten, dass alle geplanten Flächen bestellt werden konnten.
Der Winterrapsanbau wurde um 2,6 % reduziert und kommt jetzt auf 1,27 Mio. Hektar. Auch die Rapsaussaat wurde durch fortwährende Niederschläge – meist in Norddeutschland - behindert.
Deutschland ist in der EU der zweitwichtigste Weizenerzeuger und –Exporteur. In vielen Jahren auch der größte Rapsproduzent. Und darüber hinaus auch Europas bedeutendster Produzent von Speiseölen und Biodiesel-Hersteller.
Diese Zahlen deuten daraufhin, dass die deutschen Ernten von Weizen und Ölsaaten in 2018 nicht allzu üppig ausfallen werden. Die Bauern werden wohl mehr Sommerkulturen anbauen müssen, das Saatgut dafür ist aber begrenzt.
Die Anbaufläche von Wintergerste, die als Futtermittel verwendet wird, wurde um 2,5 % auf 1,25 Mio. Hektar ausgeweitet.
Roggen und andere kleinere Winterkulturen wurden auf einer um 1,2 % größeren Anbaufläche gesät (543.000 Hektar). Das Futtergetreide Triticale wurde auf nur noch 378.000 Hektar gesät, ein Minus von 2,7 %.

Text: HANSA Terminhandel GmbH

21.12.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit moderaten Kursgewinnen und kletterten auf den höchsten Stand seit 1,5 Wochen. Wetterdienste erwarten in der kommenden Woche frostige Temperaturen in bedeutenden US-Winterweizen-Anbauregionen, die die ungeschützten Winterweizenbestände schädigen könnten. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 bis 600.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen bei erneut schwachen Umsätzen und einer dünnen Nachrichtenlage in einer engen Spanne. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar bei 3,50 Euro über Paris März 18. Für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Januar liegen die Offerten weiterhin höher, bei 173,50 Euro/Tonne. Über Futterweizen-Preise von bis zu 175 Euro zur Lieferung im Januar wird in Teilen Norddeutschlands berichtet.

21.12.2017 Weizen: Angst vor Auswinterungen in den USA

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen auf ihren höchsten Stand seit zwei Wochen. Im US-Getreidegürtel ist es überdurchschnittlich warm, das Getreide kann so keine Winterhärte entwickeln. Und nächste Woche soll es einen Kälteeinbruch geben, so die Wetterdienste. Dann könnte es zu Auswinterungen kommen, weil es keinen schützende Schneedecke gibt.
Händler in Fernostasien meinen heute Morgen aber, dass es keine sonderlich großen Preisphantasien geben wird. Dafür sind die Vorräte zu groß.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Traader

21.12.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 300.000 - 600.000 Tonnen

20.12.2017 Getreidemail

Mit moderaten Verlusten beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den zweiten Handelstag der Woche. Kurz vor Weihnachten ist die Nachrichtenlage dünn und das Kaufinteresse schwach. Begrenzt wurde das Abwärtspotenzial durch die Sorge, dass frostige Temperaturen in Kombination mit einer fehlenden schützenden Schneedecke in den US-Plains die empfindlichen Winterweizenbestände schädigen könnten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizennotierungen bei schwachen Umsätzen in einer engen Spanne uneinheitlich. Viele Marktteilnehmer haben sich bereits für dieses Jahr verabschiedet. Europas Crop-Monitor MARS schätzt die Wintersaaten in großen Teilen Europas nicht genügend winterhart ein. Bisher gab es kaum irgendwo Auswinterungen. Wegen der milden Temperaturen haben aber die Pflanzen nur wenig Frosttoleranz entwickelt.
In Hamburg liegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar bei 3,50 Euro über Paris März 18. Für Futterweizen in Südoldenburg liegen die Offerten weiterhin höher, bei 173,50 Euro.

19.12.2017 Getreidemail

Mit Kursgewinnen starteten die Weizennotierungen in Chicago in die neue Woche. Wetterdienste erwarten in der kommenden Woche frostige Temperaturen in den US-Plains. Dort ist es gegenwärtig zu trocken und eine schützende Schneedecke für die Winterweizenbestände ist nicht vorhanden. Shortabdeckungen institutioneller Anleger, die eine sehr große Anzahl an Short-Positionen hält, unterstützten den Markt zusätzlich. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren moderaten Kursaufschlägen. Die Weizennotierungen an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Kursgewinnen. Die Preise für russischen Exportweizen sind letzte Woche gesunken, da der Wettbewerb um den Kunden Ägypten sich verschärft hat. Der stellvertretende russische Landwirtschaftsminister schätzt das Exportpotential in der Saison 2017/18 auf 40 Mio. Tonnen Weizen. Am Kassamarkt in Deutschland und in Frankreich sind die Aktivitäten kurz vor Weihnachten dünn. In Hamburg liegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar bei 3,50 Euro über Paris März 18. Für Futterweizen in Südoldenburg liegen die Offerten weiterhin höher, bei 173,50 Euro.

18.12.2017 Zuckerboom der EU verblasst – Isoglucose gewinnt Marktanteile

Der scharfe Anstieg der EU-Zuckerproduktion nach dem Ende des Quotensystems wird sich in den kommenden zehn Jahren wieder umkehren. Am Markt herrschen jetzt niedrige Preise. Gesundheitsrisiken sowie die Konkurrenz durch Maissirup werden den Anbau von Zuckerrüben wieder verringern. Das schätzt die EU-Kommission heute in ihrem 10-Jahres-Ausblick.
Die EU schaffte Ende September die Quotierung der Zuckererzeugung und die Begrenzung des Exports ab. In der Folge davon steigt die Zuckerproduktion um 22 %. Im letzten Jahr wurden 20,5 Mio. Tonnen Zucker in der EU erzeugt; für 2030/31 erwartet die EU-Kommission aber nur noch eine Produktion von 18,9 Mio. Tonnen.
Seit dem Ende des Quotensystems gibt es in der EU auch keinen Garantiepreis mehr, die Landwirte werden jetzt weniger Geld einnehmen, da es am Weltmarkt einen Zuckerüberschuss gibt. Es wird erwartet, dass die Preis für weißen Zucker sich mittelfristig auf 440 €/Tonnen stabilisiert. Im Vorjahr vor dem Ende des Quotensystems kostete die Tonnen hierzulande noch 443 €. Ein Preisrückgang war allgemein erwartet worden.
Vor dem Hintergrund einer steigenden Produktion und einem sinkendem Verbrauch sowie der Konkurrenz durch Isoglucose (Maiszucker) glaubt die EU-kommission daran, dass die Zuckerpreise in der EU schwer über 400 €/Tonnen zu halten sind. Damit erhält der Markt bald wieder ein Gleichgewicht, denn dort, wo sich der Zuckerrübenanbau nicht lohnt, wird der Anbau zurückgehen.
Der Zuckerverbrauch werde im Jahr 2030/31 außerdem aufgrund von Gesundheitsrisiken auf 17,5 Mio. Tonnen sinken. Das wären 5 % weniger als aktuell. Am Weltmarkt werden sich Süßungsmittel, die aus Mais und Weizenhergestellt werden (Isoglucose), einen größeren Marktanteil verschaffen.
Der Verbrauch von Isoglucose wird bis 2030/31 auf 1,8 Mio. Tonnen von derzeit 0,8 Mio. Tonnen steigen. Isoglucose wird hauptsächlich in den USA, Mexiko und China verbraucht.
Die Zuckerexporte aus der EU werden im Jahr 2030/31 auf 2,6 Mio. Tonnen sinken von derzeit 3 Mio. Tonnen. Die niedrigen Preise für EU-Zucker verhindern aber schon jetzt und auch in Zukunft Importe.
Auch diese Schätzung basiert auf Daten der 28-er Gemeinschaft. Bekanntlich wird Großbritannien die EU im Jahr 2019 verlassen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

18.12.2017 Rapsanbau in der EU verliert an Boden

Die EU-Kommission hat heute eine 10-Jahres-Prognose für den Anbau von Rapssaat abgegeben.
Demnach wird die in Europa beliebteste Ölsaat an Boden verlieren, weil die Nachfrage nach Biodiesel nachlässt und Produkte anderer Ölsaaten als Futtermittel Marktanteile gewinnen.
Es wird bis 2030/31 eine deutliche Flächeneinschränkung bei der Rapssaat auf nur noch 6 Mio. Hektar geben. Im Mittel der vergangenen fünf Jahre wurden in der EU 6,5 Mio. Hektar mit der Ölsaat bestellt. Steigende Erträge werden die Flächeneinschränkungen teilweise auffangen aber insgesamt wird die Produktion sinken. Bereits jetzt sei zu spüren, dass es einen Trend von der Rapssaat zur Sojabohne gibt. Dieser Trend wird sich fortsetzen, weil es bezüglich der Biotreibstoffe der ersten Generation eine Unsicherheit gebe.
Aus Rapssaat werden 60% des in der EU produzierten Biodiesels erzeugt. Wenn sich die Nachfrage danach jetzt verringert, trifft das zuerst den Rapsverbrauch. Die Rapsnachfrage für Biodiesel werde sich bis 2030/31 auf 9,1 Mio. Tonnen von aktuell 10,5 Mio. Tonnen verringern.
Die Fachleute der Kommission schätzen einen Rückgang der EU-Rapserzeugung bis 2030/31 auf 20,7 Mio. Tonnen von derzeit 21,7 Mio. Tonnen.
Die EU-Sojabohnenproduktion wird bis 2030/31 auf 3 Mio. Tonnen steigen (aktuell: 2,7 Mio. Tonnen). Importe von Sojabohnen und Sojaschrot wird als Proteinlieferant in den Futtermitteln immer attraktiver.
Auch die Produktion von Sonnenblumen werde am Ende des Betrachtungszeitraums von dem Rückgang der Rapsproduktion profitieren.
Optimistischer äußert sich die Kommission über die Entwicklung der Weizenproduktion in der EU. Im Jahr 2030/31 werden in der 28er-Gemeinschaft 36,8 Mio. Tonnen exportieren. Aktuell sind es 27 Mio. Tonnen. Eine steigende Nachfrage aus dem Mittelmeerraum, insbesondere der Sub-Sahara-Region und den Golfstaaten mache das möglich.
Eine steigende Nachfrage nach Futtermitteln, gefördert durch einen expandierenden Milchsektor treibt die Nachfrage nach Weizen an. Die Weizenproduktion der EU werden in 2030/31 auf 160,7 Mio. Tonnen steigen von derzeit 142,5 Mio. Tonnen.
Alle Prognosen basieren auf die derzeit bestehende 28-er-Gemeinschaft. Bekanntlich wird Großbritannien aber die EU im Jahr 2019 verlassen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

18.12.2017 Russlands Export-Weizenpreise konkurrieren mit rumänischen Anbietern

Die Preise für russischen Exportweizen sind letzte Woche gesunken, da der Wettbewerb um den Kunden Ägypten sich verschärft hat. Bei der letzten Ausschreibung erhielt auch Rumänien den Zuschlag zur Lieferung einer Teilmenge.
Ägypten, der weltweit größte Weizenimporteur kaufte am 12. Dezember 295.000 Tonnen Weichweizen aus Russland und Rumänien. Vier von fünf Teilmengen liefert Russland. Seit Monaten war Russland der einzige Lieferant.
Russischer Weizen mit 12,5 % Protein zum Export im Dezember kostete am vergangenen Freitag 190 USD/Tonne fob. Das ist 1 USD/Tonnen weniger als in der Vorwoche.
Seit dem 1. Juli und bis zum 13. Dezember exportierte Russland 24,5 Mio. Tonnen Getreide, ein Plus von 34 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Davon waren 19,1 Mio. Tonnen Weizen (+33 %).
Der stellvertretende russische Landwirtschaftsminister schätzt das Exportpotential in der Saison 2017/18 auf 40 Mio. Tonnen Weizen. Russland erntete in 2017 eine Rekordernte von 140,4 Mio. Tonnen ungereinigtes Getreide und die Farmer haben ihre Feldbestellung für die Ernte 2018 auch schon abgeschlossen. Es wurden 17,1 Mio. Hektar bestellt, die ursprünglich geplante Fläche wird nur zu 98,4 % erreicht.
Preise für Klasse III-Weizen am lokalen Markt stiegen um 75 Rubel/Tonnen auf 8.650 Rubel oder umgerechnet 148 USD/Tonne im europäischen Teil Südrusslands ab Verladestation.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

18.12.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 05.12.-12.12.17 um 7.505 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 31.366 Kontrakte. Damit erhöhtedie Gruppe der institutionellen Anleger per 12.12.17 die Netto-Short-Positionen um weitere 38.871 Lots auf 157.652 Netto-Short-Positionen.

18.12.2017 Russland: Weizenexporte im Volumen von 40 Mio. Tonnen möglich

Russland könnte im laufenden Wirtschaftjahr 2017/18 bis zu 40 Mio. Tonnen Weizen exportieren. Das sagte der stellvertretende Landwirtschaftsminister dem Nachrichtendienst RIA.

18.12.2017 Getreidemail

Trockene Wetterbedingungen in den US-Plains und ein überraschendes Exportgeschäft von 130.000 Tonnen US-Weizen an "Unbekannt" stützten am Freitag die Weizenkurse in Chicago. Im Wochenvergleich verloren der Soft-Red-Winterweizen und der Hard-Red-Winterweizen 0,1% bzw. 0,2%. Der Sommerweizen hingegen stieg um 3,7%. Informa Economics reduzierte die Prognose der US-Winterweizen-Anbaufläche 2018 auf 31,093 Mio. Acres. (vorher 31,923 Mio. Acres). Institutionelle Anleger verkauften 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Kursaufschlägen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizennotierungen bei schwachen Umsätzen uneinheitlich. Spürbare Impulse vom US-Markt konnten nicht verzeichnet werden. Bisher hält die psychologisch wichtige Unterstützungslinie von 160 Euro bei der März-Fälligkeit. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer meldete am Freitag den Kauf von 100.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Durumweizen optionaler Herkunft.  In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 3,50-4,00 Euro über Paris März 18. Für Futterweizen in Südoldenburg liegen die Offerten weiterhin höher bei 173,50 Euro.

18.12.2017 CBoT-Weizenkurse steigen auf ein Ein-Wochenhoch

An drei der vier letzten Handelstage steigen die Kurse der CBoT-Weizenfutures wieder. Trockene Wetterbedingungen in den US-Weizenanbauregionen veranlassen zum Kauf von Terminkontrakten.
Es gibt Befürchtungen, dass die Weizenbestände auswintern könnten, wenn es Kahlfröste gibt; das ist derzeit aber rein spekulativ. Man muss die weitere Bestandsentwicklung abwarten.
Die Kombination aus einem späten Saattermin in den südlichen US-Plains und die derzeit sehr trockenen Bodenverhältnisse machen den Hard-Red-Winterweizen anfällig für Stress.
Außerdem hat sich die Nachfrage nach US-Weizen verbessert. Das USDA hatte am Freitag dem Verkauf von 130.000 Tonnen Weichweizen an eine unbekannte Destination gemeldet. Die Lieferung soll im Vermarktungsjahr 2017/18 erfolgen. Letzte Woche stützten US-Weizenexporte nach Algerien die Stimmung.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

15.12.2017 Informa reduziert Schätzung der Winterweizen-Anbaufläche 2018
Das Agrarberatungsunternehmen Informa Economics hat heute Abend neue Schätzungen zur US-Ernte 2017 und zur Anbaufläche 2018 veröffentlicht. Die US-Maiserträge schätzt das Unternehmen auf durchschnittlich 176,6 Bushel/Acres. Die letzte Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums lag niedriger bei 175,4 Bushel/Acres.
Die Sojabohnenerträge werden auf 49,7 Bushel/Acres geschätzt. Das USDA schätzte die durchschnittlichen Erträge im Dezember-Report auf 49,5 Bushel/Arces.
Reduziert wurde die Schätzung der Winterweizen-Anbaufläche 2018 auf 31,093 Mio. Acres. (vorher 31,923 Mio. Acres). Ebenfalls reduziert wurde die Schätzung der Mais-Anbaufläche 2018 auf 89,675 Mio. Acres versus 91,415 Mio. Acres im Vormonat. Erhöht wurde die Schätzung der Sojabohnen-Anbaufläche 2018 auf 91,387 Mio. Acres (Vormonat: 89,627 Mio. Acres).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
15.12.2017 Tunesien kauft Weizen und Gerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat Insidern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 100.000 Tonnen Weichweizen, 50.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Gerste optionaler Herkunft gekauft. Weitere Informationen wurden bisher nicht mitgeteilt.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle Reuters
15.12.2017 Trockene Wetterbedingungen in den USA
Ungewöhnlich trockene Wetterbedingungen herrschen derzeit in den Vereinigten Staaten. Es wird befürchtet, dass sich dieser Zustand bis ins Frühjahr fortsetzen könnte.
Per 12. Dezember waren laut dem US-Drought-Monitor 55% der Flächen, auf denen Wintergetreide angebaut wird, trockner als normal. In der vergangenen Woche waren es 48% und vor drei Wochen 37%.
In einigen Regionen in den Plains war der Anstieg der Trockenheit sehr schnell. In Kansas, der Top-Anbauregion für Winterweizen, war es Mitte November nur auf 18% der Flächen zu trocken, heute ist es dort auf 99% der Flächen zu trocken.
Im Nachbarstaat Nebraska, in dem auch Winterweizen angebaut wird, hauptsächlich jedoch Mais und Sojabohnen, sind 83% der Flächen von Trockenheit betroffen. Vor zwei Wochen waren es 9%.
Überdurchschnittlich hohe Temperaturen und praktisch kein Niederschlag in den vergangenen zwei Monaten sind für diesen Trend verantwortlich. Stärkere Winde haben ihn beschleunigt. In den Northern Plains fehlt überdies die Schneedecke, auf die der Boden in den Wintermonaten angewiesen ist um die Bodenfeuchtigkeit wieder aufzubauen.
In der vergangenen Saison war es Ende Dezember ebenfalls zu trocken, allerdings haben starke Regenfälle im Frühjahr die Trockenheit kompensieren können.
Die spannende Frage wird sein, ob und wie stark sich das Wetterphänomen La Nina in den Vereinigten Staaten in den kommenden Wochen und Monaten auswirken wird.
15.12.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago profitierten gestern von den guten US-Exporten. Begrenzt war das Aufwärtspotenzial allerdings durch die weltweit gute Versorgungslage. Mit insgesamt 598.400 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Käufer von 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fester. Bei schwachen Umsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und gaben auf allen Terminen nach. Die Weizenexporte der EU bleiben weiter hinter denen des vergangenen Jahres. In der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 (1. Juli – 30. Juni) exportierten die Mitgliedsländer bisher 9,01 Mio. Tonnen Weichweizen. Das ist ein Rückgang um 25% zum Vorjahr, als zur selben Zeit bereits 12,06 Mio. Tonnen exportiert wurden. Strategie Grains reduzierte die monatliche Prognose der EU-Weizenexporte 2017/18, insbesondere aufgrund schwächerer Exporte aus Deutschland und Polen, um 600.000 Tonnen auf 22,3 Mio. Tonnen. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar unverändert bei 3,50-4,00 Euro über Paris März 18. Für Futterweizen in Südoldenburg liegen die Offerten bei 173,50 Euro.

14.12.2017 EU-Weizenexporte 25% unter Vorjahr
Die Europäische Union hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 (1. Juli – 30. Juni) per 12. Dezember insgesamt 9,01 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. Im Vergleich zur Vorjahresperiode 2016/17, als zum selben Zeitpunkt bereits 12,06 Mio. Tonnen exportiert wurden, ist das ein Rückgang um 25%. In der vergangenen Woche kamen Exporte im Volumen von 260.000 Tonnen Weichweizen dazu. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durumschrot wurden 9,81 Mio. Tonnen exportiert versus 13,24 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17.
14.12.2017 US-Export-Sales: Weizenexporte übertreffen Erwartungen

14.12.2017 Tunesien such Weizen und Futtergerste am Weltmarkt
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Durum-Weizen, 92.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Das melden heute Mittag eureopäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 15. Dezember. 
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
14.12.2017 Ägypten: Mutterkornproblematik endgültig beendet?

Ägyptens Landwirtschaftsministerium hat seine Politik in Bezug auf Mutterkorn in Einklang mit denen anderer Behörden gebracht. Man hofft dadurch, die langanhaltende Konfusion über die Importanforderungen an Weizen zu beenden.
Reuters berichtete Mittwoch über die neue Verordnung, die auf den 12. Dezember datiert.
Daraus geht hervor, dass Weizen mit einem Mutterkorngehalt von über 0,05 Prozent abgelehnt wird, während Sendungen mit einem Mutterkorngehalt von weniger als 0,05% akzeptiert werden.
Diese neue Verordnung behebt eine Diskrepanz in den Vorschriften der Landwirtschaftsquarantänebehörde.
Ägyptens Mutterkornpolitik hat im vergangenen Jahr eine Kriese ausgelöst, die zwischenzeitlich durch ein Dekret des Ministerpräsidenten zur Durchsetzung des international geltenden Standards, der bei einem maximalen Mutterkorngehalt von 0,05% liegt, beendet wurde.
Der Kern des Problems ist im Jahre 2001 entstanden, als die landwirtschaftliche Quarantäne-Behörde einen Erlass zur Null-Toleranz beim Mutterkorn aussprach. Diese Regelung blieb trotz des Dekrets des Ministerpräsidenten vor einem Jahr bestehen und hatte unverändert seine Gültigkeit.
Mit der neuen Regelung soll die Mutterkorn-Problematik nun endgültig beendet sein.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.12.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen nach den deutlichen Verlusten der vergangenen Tage und gute Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Algerien kaufte gestern 120.000 Tonnen HRW-Weizen in den USA. Händler interpretieren den Abschluss so, dass die US-Kassapreise nun niedrig genug sind, um mit russischem Weizen konkurrieren zu können. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Käufer von 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen unverändert bis moderat schwächer. Der starke Euro zum US-Dollar und die geringeren Erwartungen an Frankreichs Weizenexporte belasten den Markt. FranceAgriMer rechnet mit schwächeren Weizenexporten an Destinationen außerhalb der EU. Im November lag die Prognose dafür noch bei 9,9 Mio. Tonnen. Nun sind es geschätzte 9,5 Mio. Tonnen. Nach bisher enttäuschenden Exporten aus Deutschland hoffen Händler in den kommenden Wochen auf Impulse aus Nordafrika und dem Nahen Osten.  In Hamburg liegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Januar bei 3,50-4,00 Euro über Paris März 18.

14.12.2017 Die CBoT-Weizenkurse seigen am zweiten Tag in Folge

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures steigen heute am zweiten Tag in Folge, da die Fondsgesellschaften mit ihren Short-Abdeckungen fortfahren. Man rüstet sich für einen Wettermarkt. Außerdem ist die Nachfrage am Weltmarkt gut.
Der Weizenmarkt findet also Unterstützung nachdem der Markt zu Beginn der Woche nahe seinem 11-Monats-Tief handelte. Einer der Gründe für die Stabilisierung der Kurse ist, dass sich die Bestände des US-Hard-Red-Winterweizen schlecht entwickelt haben weil es an Bodenfeuchte fehlt. Sie sind dadurch für Kälte anfällig, wenn keine schützende Schneedecke fällt. Das kann natürlich passieren, es gibt dafür aber noch keine Anzeichen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

13.12.2017 FranceAgriMer: Winterweizenbestände in guter Verfassung

Frankreichs Winterweizenbestände zur Ernte 2018 sind in guter Verfassung. Per 4. Dezember erhielten 95% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e). In der Vorwoche waren es 96%.
97% der Pflanzen sind aufgelaufen versus 93% in der Vorwoche.
Unverändert mit einem Anteil von 96% g/e fielen die Ratings der Wintergerste zur Ernte 2018 aus. Beim Durum-Weizen erhielten 82% der Bestände die höchste Bonitierung (Vorwoche: 83%).
Der heutige Bericht konnte aufgrund technischer Probleme nicht wie gewohnt am Freitag veröffentlicht werden. Der nächste Bericht erscheint erst wieder im Februar nach der Winterruhe.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

13.12.2017 Brasilien erlaubt Einfuhr von russischem Weizen

Heute hat die Regierung von Brasilien ein Dekret veröffentlicht, mit Importeuren gestattet wird, russischen Weizen zu Kaufen und ins Land einzuführen. Damit sollen die Handelsbeziehungen zu Russland gestärkt werden.
Die Verordnung wurde in einem offiziellen Organ veröffentlicht und tritt unmittelbar in Kraft. Es wird beschrieben, welche Dokumente und Informationen beigebracht werden müssen, um eine Einfuhr- und Verarbeitungsgenehmigung zu erhalten.
Russischer Weizen durfte bislang nicht nach Brasilien eingeführt werden. Russische Getreidehändler, die dringend nach neuen Absatzwegen für ihre rekordverdächtige Ernte suchen, dürfte diese Entscheidung freuen. Im Gegenzug hofft Brasilien darauf, dass Russland den Importbann für brasilianisches Fleisch aufhebt.
Ein bilateraler Handel sei keine Einbahnstraße, sagte der stellvertretende Landwirtschaftsminister Brasilien Eumar Novacki in einem Interview. Wenn Qualität und Preis passen, dann kaufen wir russischen Weizen.
Brasilien steht unmittelbar davor, seine Weizenimporte für die kommenden Monate zu organisieren, nachdem die lokale Ernte sehr schlecht war. Man wird wohl 7,2 Mio. Tonnen Weizen importieren müssen, die größte Menge in diesem Jahrzehnt. Bereits im letzten Jahr importierte das Land 7 Mio. Tonnen und gehörte damit zu den großen Importeuren der Welt.
Obwohl Brasilien früher über einen stattlichen Weizenanbau verfügte, kamen in 2017 nur 4,3 Mio. Tonnen zusammen, gegenüber 6,7 Mio. Tonnen im Vorjahr. Das subtropische Klima passt besser für den Mais- und Sojabohnenanbau. Der Weizenkonsum Brasiliens wird auf 11,3 Mio. Tonnen geschätzt, es ist aber nicht geklärt, ob die Spezifikation von russischem Weizen überhaupt in die brasilianischen Mühlen passt.
Die Mühlen haben ihren Rohstoff bisher fast ausschließlich aus dem Nachbarland Argentinien gekauft, dafür fällt auch kein Importzollzoll an, da beide Länder in der Freihandelszone Mercosur sind. Gelegentlich kamen auch Lieferungen aus den USA oder Kanada.
Die Mühlen bevorzugen Hartweizen mit hohen Proteinwerten, da die Brotindustrie solche Qualitäten nachfragt. Russland exportiert aber meist Weichweizen mit niedrigen Proteinwerten.
Das Dekret begrenzt die Verfügbarkeit von russischem Importweizen auf Orte nahe der Atlantikküste, da die Behörden hier die Pflanzengesundheit besser überwachen können um Risiken für die eigene Landwirtschaft abzuwehren. Dort befinden sich aber auch die meisten Mühlenstandorte.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.12.2017 FranceAgriMer erhöht Prognose für Maisproduktion 2017/18

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat am heutigen Mittwoch seine Schätzung für die französische Maisproduktion 2017/18 um 500.000 Tonnen von 12,7 Mio. Tonnen (November) auf jetzt 13,2 Mio. Tonnen erhöht. Allerdings werden die Mais-Endbestände hauptsächlich aufgrund des höheren inländischen Verbrauchs von 2,7 Mio. Tonnen auf 2,6 Mio. Tonnen sinken.
FranceAgriMer rechnet darüber hinaus mit schwächeren Weizenexporten in Destinationen außerhalb der EU. Im November lag die Prognose dafür noch bei 9,9 Mio. Tonnen. Nun sind es geschätzte 9,5 Mio. Tonnen.
Für Gerste erhöhte das Unternehmen die Prognose der Endbestände 2017/18 von 944.000 Tonnen auf 1,1 Mio. Tonnen.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

13.12.2017 Algerien kauft US-Weizen

Algerien, der weltweit drittgrößte Weizenimporteur von Weizen, machte gestern seinen größten Einkauf von US-Weizen in neun Monaten.
Das nordafrikanische Land kaufte 120.000 Tonnen HRW (Hard-Red-Winter-Weizen), ein Weizen mit Proteinwerten von 11 % und darunter. Händler interpretieren diesen Abschluss so, dass die US-Kassapreise nun niedrig genug sind, um mit russischem Weizen konkurrieren zu können.
Algerien ist dafür bekannt, äußerst preissensibel zu sein. Meist importiert man wegen der niedrigen Frachtkosten Weizen aus Frankreich.
Der fob-Preis für US-HRW liegt zur Lieferung im Januar derzeit 6 USD unter dem von Frankreich. Frankreich profitiert also von der kurzen Frachtentfernung.
Gestern hob das USDA ihre Schätzung zu den weltweiten Endbeständen an, weil Kanada eine größere Ernte einfuhr als zuvor erwartet. Das führte letzte Woche zu einem Kursrutsch an der Terminbörse in Chicago und machte nun US-Weizen für Algerien interessant.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.12.2017 Ägypten kaufte gestern 295.000 Tonnen Weichweizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 295.000 Tonnen Weizen aus Russland und Rumänien.
Händler im Markt berichten von Einzelheiten zu den fünf Lieferungen:
60.000 Tonnen russischer Weizen wird von Union zu 193,49 USD/Tonnen fob geliefert, die Frachtkosten sind 14,40 USD/Tonnen, sodass dafür 207,89 USD/Tonne c&f bezahlt wird.
Weitere 60.000 Tonnen kommen aus Rumänien von Cerealcom zu 194,43 USD/Tonne fob, plus Fracht von 13,57 USD/Tonnen kommt man auf 208 USD/Tonne c&f.
Weitere 60.000 Tonnen russischen Weizen liefert Daewoo zu 192,45 USD/Tonne fob, plus 15,65 USD/Tonne = 208,10 USD/Tonnen c&f.
55.000 Tonnen russischen Weizen liefert GTCS zu 192,5 USD/Tonne fob, plus Fracht von 16,20 USD/Tonne = 208,70 USD/Tonnen c&f.
Dann kommen noch 60.000 Tonnenrussischen Weizen von GTCS zu 193,50 USD//Tonne fob, plus 15,65 USD/Tonne Fracht = 209,15 USD/Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.12.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie ein bärischer USDA-Report ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 26 Mio. Tonnen Weizen lag die Schätzung der US-Endbestände 2017/18 eine halbe Mio. Tonnen über den durchschnittlichen Markterwartungen. Weltweit wurden die Endbestände 2017/18 auf 268 Mio.Tonnen geschätzt, Analysten erwarteten im Mittel 267 Mio.Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Schwarzmeeranbieter dominieren das Geschehen am Weltmarkt. Ägypten kaufte gestern russischen und rumänischen Weizen.
Die elektroische CBoT-Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Der März-Kontrakt hält bisher die Stützunglinien von 160 €, obwohl am CBoT bereits ein 11-Monats-Tief getestet wird. Heute erwarten die Franzosen den monatlichen FranceAgriMer-Bericht über die bisherigen Exporte in dieser Saison. Ein Exportauftrag aus Marokko sorgt für frische Aufträge. In Deutschland wird die Getreidenachfrage weiter von Futtermittelherstellern dominiert.

13.12.2017 Weizenkurse scheinen sich zu fangen

Nach dem der CBoT-Weizenfuture in den letzten Tagen sein 11-Monats-Tief testete, steigen heute Morgen die Kurse. Die Kurse scheinen sich jetzt zu fangen.
Das niedrige Preisniveau reizt die Optimisten jetzt zu Schnäppchenkäufen; es gibt aber noch keinen Katalysator, der eine Trendumkehr verspricht. Es ist auch zu früh über mögliche Wetterrisiken zu diskutieren und die Exporte aus den USA scheitern oft an der Konkurrenz aus dem Schwarzmeerraum oder anderswo.
Das zeigt sich auch bei dem gestrigen Ägypten-Tender, der mit 295.000 Tonnen russischem und rumänischen Weizen beliefert wird. US-Anbieter hatten nicht einmal eine Offerte abgegeben.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

13.12.2017 AMIS Market Monitor NO. 54 - Dezember 2017

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Sojabohnen und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.

*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 7. Dezember finden Sie hier!

12.12.2017 Meldepflichtige Exportaufträge der USA von heute

Dem USDA wurden heute gleich drei meldepflichtige Exporte mitgeteilt:
Algerien kaufte 120.000 Tonnen Hartweizen (HRW),
Mexiko kaufte 152.000 Tonnen Mais und
ein Abschluss über 168.300 Tonnen Sojabohnen ging an „Unbekannt“ .
Alle Bestellungen sollen im Wirtschaftsjahr 2017/18 ausgeführt werden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.12.2017 Frankreich aktualisiert seine Ernteschätzungen

Das französische Landwirtschaftsministerium hat heute seine Schätzung zur Zuckerrübenernte sowie der Maisernte 2017 erneuert.
Danach wurde eine Rekordmenge an Zuckerrüben geerntet, vor einem Monat ging man noch von 42,6 Mio. Tonnen aus. Jetzt sind es 30 % mehr als in 2016. Eine große Ernte war erwartet worden, nachdem die EU die Begrenzung der Produktionsmenge aufgehoben hat. Die Anbaufläche wurde deutlich ausgeweitet und auch der Ertrag war hoch.
Die Maisernte 2017 wird jetzt mit 13,7 Mio. Tonnen angegeben, gegenüber 13,1 Mio. Tonnen im Vormonat. Andere Marktbeobachter waren schon von dieser höheren Menge ausgegangen.
Die Weichweizenproduktion 2017 wurde heute zum zweiten Mal in Folge nach unten korrigiert. Jetzt geht man von 37,5 Mio. Tonnen aus nach 37,9 Mio. Tonnen im Vormonat. Jetzt sind es 34 % mehr als in der Missernte 2016.
Die Schätzung der Rapssaaternte Frankreichs in 2017 bleibt auf dem Niveau des Vormonats auf 5,4 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.12.2017 8 Handelshäuser offerieren Weizen an Ägyptens GASC

Ägypten hat gestern eine Ausschreibung zum Kauf von Weichweizen gestartet. Die Lieferung soll in der Zeit vom 21. bis 31. Januar erfolgen.
Bisher haben sich acht Handelshäuser an der Ausschreibung beteiligt und Offerten abgegeben. Die Teilnahme war begrenzt, weil immer noch Unsicherheiten bestehen, wie Ägypten zukünftig Mutterkornbesatz bewertet. Bisher wurde auch noch kein Zuschlag erteilt.
Es wurde Weizen aus Russland, Rumänien und Frankreich angeboten. Die niedrigste Offerte liegt bei 192,45 USD/Tonne fob. Gefolgt von 193,99 USD/Tonnen ebenfalls für russischen Weizen, dann folgt Weizen aus Rumänien mit 194,49 USD/Tonnen fob. Anbieter mit französischem Weizen liegen mit 208 USD/Tonnen fob weit abgeschlagen.
Das Ergebnis wird noch heute erwartet.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.12.2017 Heutiger internationaler Getreidehandel

Südkorea kaufte heute 136.000 Tonnen Mai und 65.000 Tonnen Futterweizen in einer internationalen Ausschreibung. Der Verkäufer ist frei in der Auswahl der Herkunft des Getreides.
Japan sucht heute insgesamt 147.696 Tonnen Futterweizen mit Herkunft aus den USA, Kanada oder Australien. Bis Donnerstag müssen die Offerten vorliegen.
Marokkos Getreideagentur ONICL schreibt heute den Kauf von 363.636 Tonnen Weichweizen und 45.455 Tonnen Durum aus der Europäischen Union aus. Die Menge soll auf das Zollfrei-Kontingent angerechnet werden. Die Lieferung ist für Mai 2018 vorgesehen. Die Ausschreibung endet am 9. Januar 2018.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.12.2017 Frankreichs Winterweizenanbau bleibt auf Vorjahresniveau

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenanbaufläche im Land für die Ernte 2018 auf 5.028 Hektar, das ist ähnlich viel wie im Vorjahr.
In ihrer ersten Schätzung für die nächste Ernte wird die Wintergerstenanbaufläche um 4,6 % kleiner geschätzt und kommt somit auf 1,36 Mio. Hektar. Die Ölsaatenanbaufläche wird mit 1,5 Mio. Hektar angegeben; ein Flächenplus von 9,5 % gegenüber diesem Jahr.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

12.12.2017 Getreidemail

Gestern mussten die Weizennotierungen in Chicago den sechsten Tag in Folge Verluste hinnehmen. Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex belasteten den Markt. In der letzten Woche stagnierten die russischen Exportpreise für Weizen, obwohl die Kurse am Terminmarkt in Chicago sanken. Unterstützt wird das durch Käufer, die sich für die langen Neujahrsferien in Russland bevorraten. Trotzdem bleibt Russland mit seinem Exportweizen am Weltmarkt konkurrenzfähig. Die wöchentlichen US-Exporte lagen mit 316.867 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde fast unverändert.
Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen moderate Abschläge hinnehmen. Druck kam auch vom festeren Euro-Wechselkurs. Der März-Termin am Matif handelt nahe seinem historischen Kontrakttief, das bei 158,5 € lag. Aktuell gibt es bei 160 €/to eine Widerstandslinie. Heute um 18:00 Uhr erwarten den Markt neue Impulse von den USDA-WASDE-Zahlen.

12.12.2017 CBoT-Weizen nahe seinem 11-Monats-Tief

Die CBoT-Weizenfutures sinken jetzt schon sieben Handelssitzungen in Folge und handeln fast so niedrig, wie im Januar 2017. Das weltweite Angebot ist viel zu groß.
Wir haben ein ziemlich düsteres Bild vor Augen, wenn wir den Getreidemarkt ansehen; das Überangebot bestimmt die Preisfindung. Die größer als erwartete kanadische Ernte war der Auslöser für den aktuellen Preisdruck. Damit verliert auch der Hoffnungsschimmer einer kleinen australischen Weizenernte seine Marktwirksamkeit.
Russland mit seiner Rekordernte ist weiterhin ein sehr aggressiver Anbieter am Weltmarkt, auch wenn zuletzt die Kassapreise dort nicht weiter sanken. Der größte Teil der ukrainischen Wintersaaten sind in einem guten Zustand.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

11.12.2017 Wintergetreide in der Ukraine meist in gutem Zustand

Das meiste Wintergetreide in der Ukraine ist in einem guten Zustand, dank dem guten Wetter das dort am Schwarzen Meer herrscht. Das meldet heute das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult.
Die Farmer in der Ukraine haben die Aussaat der Wintersaaten abgeschlossen; es wurden aber nicht alle Flächen bestellt, da es regional zu nass war.
Das Agrarministerium in Kiew teilte mit, dass geplant war, 7,2 Mio. Hektar mit Wintersaaten zu bestellen. Davon 6,1 Mio. Hektar Weizen, 924.000 Hektar Gerste und 158.000 Hektar Roggen.
Die finalen Daten lauten jetzt: 6,9 Mio. Hektar, also 4 % weniger als ursprünglich geplant. Das unterteilt sich jetzt auf 5,9 Mio. Weizen, 822.000 Hektar Gerste und 147.000 Hektar Roggen.
Der Berater meldet, dass 46,8 % der Wintersaaten in gutem Zustand sind. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin nur 38 %. 36 % waren in befriedigendem Zustand und im schlechtem Zustand sind 17,2 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.12.2017 Frankreich liefert Hartweizen nach Saudi Arabien

In Frankreichs Altantikhafen wird in dieser Woche ein Schiff erwartet, dass Hartweizen für Saudi Arabien laden soll. Weitere Schiffe für diese Destination werden im Verlauf der Vermarktungsperiode erwartet. Frankreichs Exporteure profitieren in dieser Saison von außergewöhnlich hohen Weizenqualitäten.
Der Genossenschaftsverband In Vivo verlädt jetzt erst einmal 55.000 Tonnen Hartweizen in den Häfen Nantes und Montoir. Ein Firmensprecher sagte, dass es wohl eine Ausnahme sei, dass man die hohen Qualitätsansprüche der Saudis erfüllen kann. Die außerordentlich hohe Qualität der Ernte 2017 erfüllt den Proteingehalt von mindestens 12,5 %, 77 kg Hektoliter-Gewicht und die Fallzahl von 270 Sekunden, sowie 26 % Gluten.
Frankreich kann in der gesamten Saison die Anforderungen der Saudischen SAGO erfüllen. Das Exportvolumen beträgt dann noch 300.000 bis 400.000 Tonnen bis Ende Juni 2018.
Diese erste Lieferung wurde Ende Oktober zu einem Preis von 223,50 USD/Tonnen c&f verkauft. Das Schiff soll in der Zeit vom 10.-20. Januar 2018 im Hafen von Dammam eintreffen.
Frankreich exportierte zuletzt 2013/14 Hartweizen nach Saudi Arabien, in der Saison 2014/15 durfte man dann noch einmal Weichweizen liefern.
Saudi Arabien wurde nach dem Jahr 2008 zum großen Getreideimporteur, nachdem man den Plan der Eigenversorgung aufgab, um die knappen Wasserressourcen zu schonen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.12.2017 Preise für russischen Exportweizen stabil

In der letzten Woche stagnierten die russischen Exportpreise für Weizen, obwohl die Kurse am Terminmarkt in Chicago sanken. Unterstützt wird das durch Käufer, die sich für die langen Neujahrsferien in Russland bevorraten.
Trotzdem bleibt Russland mit seinem Exportweizen am Weltmarkt konkurrenzfähig, denn im letzten Monat waren die Preise schon stark zurückgegangen.
Die Weizenkurse an der CBoT, dem Leitmarkt für Getreide, sind heute seit den letzten sechs Wochen auf einen neuen Kontrakt-Tiefststand gesunken, weil große Vorräte in allen Überschussregionen die Preise drücken.
Schwarzmeer-Preise für russischen Weizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im Dezember kostete letzte Woche 191 USD/Tonne fob; genau wie in der Vorwoche. Das sind 5 USD/Tonnen weniger als Ende Juli, als Russlands Rekordernte auf den Markt kam.
Russlands Neujahrsferien sind vom 1. bis 8. Januar. Einige Konsumenten decken sich jetzt vor der ruhigen Zeit umfangreicher ein.
Seit dem 1. Juli und bis zum 6. Dezember exportierte Russland 22,8 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 28 % mehr als im Referenzzeitraum des Vorjahres. Davon waren 17,6 % Weizen – ein Plus von 27 %.
Russland brachte 2017 eine Rekordernte von 139,8 Mio. Tonnen ein und die Aussaat von Wintergetreide auf 17,1 Mio. Hektar ist auch bereits abgeschlossen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.12.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 28.11.-05.12.17 um 100 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 4.093 Kontrakte. Damit reduzierte die Gruppe der institutionellen Anleger per 05.12.17 die Netto-Short-Positionen um weitere 3.993 Lots auf 118.781 Netto-Short-Positionen.

11.12.2017 Getreidemail

Die Weizenkurse im Frontmonat in Chicago sinken heute Morgen auf den tiefsten Stand seit dem 1. November. Ein stärkerer US-Dollar sowie die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen belasten den Markt. Hinzu kommt eine größer als erwartete kanadische Weizenernte, die den US-Exporteuren in ihren angestimmten Kunden am Weltmarkt ernsthaft Konkurrenz macht. Institutionelle Anleger waren am Freitag Netto-Verkäufer von 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich am Freitag, bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen, gegen die schwachen Vorgaben aus Übersee und legten auf allen Terminen leicht zu. Nur der auslaufende Dezembertermin endete minimal schwächer. Europäische Händler meldeten am Donnerstag für die Woche bis zum 20.12.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 275.000 Tonnen Weichweizen. Während Frankreich deutlich mehr exportierte als im Vorjahr, liefen die Exporte aus Deutschland eher auf Sparflamme. In 2016 war Frankreichs Ernte mengenmäßig und qualitativ eine Kataststophe und Deutschland, Polen und das Baltikum profitierten davon. Jetzt holt Frankreich sich sein Geschäft zurück. Der größte Konkurrent für Exporteure aus der EU ist aber Russland.

11.12.2017 Fonds waren netto-Verkäufer für Weizen und Sojabohnen, sowie Käufer von Mais

08.12.2017 Getreidemail

Gestern sanken die CBoT-Weizenfutures bereits zum vierten Mal in dieser Woche, weil ein weltweit großes Angebot immer mehr drängt und die Preise unter Druck setzt. Die wöchentlichen US- Exportzahlen lagen mit 323.000 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Russland will in 2018 den Farmern aus weit entfernten Regionen einen Transportkostenzuschuss geben, weil die Lagerkapazitäten im Land knapp nicht mehr ausreichen.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris behalten ebenfalls ihren negativen Trend bei und folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee in die Verlustzone. Europäische Händler meldeten gestern für die Woche bis zum 20.12.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 275.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 8,75 Mio. Tonnen. Während die Exporte aus Frankreich erfreulicherweise steigen, sind die deutschen Drittlandsausfuhren mit 900.000 Tonnen seit dem 1. Juli rückläufig. Das ist gerade mal die Hälfte der Vorjahresmenge zu diesem Termin.

08.12.2017 CBoT-Weizen: Größer Wochenverlust seit 4 Monaten

Auch wenn die CBoT-Weizenfutures heute Morgen fester handeln, so werden die Futures diese Woche wohl mit dem größten Verlust seit vier Monaten beschließen. An vier Handelstagen in dieser Woche sanken die Kurse weil der Angebotsdruck am Markt sehr groß ist.

Seit Mitte dieses Jahres sind die Weizenkurse im Sinkflug. Phin Ziebell von der National Australia Bank schreibt heute Morgen an seine Kunde, dass sich dieser Trend nicht eher dreht, bevor sich fundamental etwas an der Überversorgung ändert.
Bärische Einflüsse kamen in dieser Woche aus Kanada wo Farmer eine größere Weizenernte einbrachten als erwartet. US-Exporteure haben es schwer, gegen die Offerten aus dem Schwarzmeerraum anzukommen. Diese Konkurrenzsituation könnte sich in 2018 noch verschärfen wenn Russland einen Transportkostenzuschuss für Weizen aus weiter entfernten Regionen gibt.
Russland legt noch einen Gang zu im Exportgeschäft mit Weizen, weil nach zwei Rekordernten die Lagerkapazitäten nicht mehr ausreichen und ein Ventil am Weltmarkt gesucht wird.
In dieser Woche exportierten die USA 323.000 Tonnen Weizen. Analysten schätzten die Ausfuhren in einer Bandbreite zwischen 250.000 -450.000 Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

07.12.2017 EU-Weizen-Exporte erreichen 8,754 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten heute für die Woche bis zum 20.12.17 Exportgeschäfte in einem Volumen von 275.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 8,75 Mio. Tonnen. Das ist Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 9,5 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 12,48 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 63.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 1.329.000 Tonnen versus 1.047.300 Tonnen im Vergleichszeitraum 2016/17.

07.12.2017 Frankreich exportierte im Oktober 951.000 Tonnen Weizen

Frankreich exportierte im Oktober 951.000 Tonnen Weichweizen, darin enthalten sind 290.000 Tonnen in Länder außerhalb der EU. Das ist die bisher kleinste Monatsmenge in der Saison 2017/18.
Mit den Oktobermengen erreichen Frankreichs Ausfuhren jetzt 2 Mio. Tonnen und damit 11 % mehr als zum gleichen Termin im Vorjahr, als das Land eine Missernte hatte.
Algerien bleibt der größte Weizenkunde Frankreichs, aber die Oktobermenge war mit 130.000 Tonnen sehr klein. Die Liefermenge bis Oktober ist mit 1,3 Mio. Tonnen 56 % größer als vor einem Jahr.
Die Weichweizenausfuhren Frankreichs in andere EU-Staaten kommen im Oktober auf 662.000 Tonnen und seit Saisonstart auf 2,65 Mio. Tonnen. Ein Plus von 67 % gegenüber dem Referenzzeitraum in 2016.
Frankreich exportierte außerdem im Oktober 501.000 Tonnen Gerste, wovon 232.000 Tonnen in Drittlänger verladen wurden. Das waren beispielsweise Jordanien, China und Marokko.
Daneben importierte Frankreich im Oktober 67.000 Tonnen aus Kanada, womit sich die Importe aus Ländern außerhalb der EU seit dem 1. Juli auf 265.500 Tonnen belaufen. Ein Plus von 24 % gegenüber dem gleichen Zeitraum wie im Vorjahr.
Text: HANSA Terminhandel GmbH – Quelle: Reuters

07.12.2017 Russland will Getreidetransporte subventionieren

Russland will 2018 umgerechnet 28 Mio. Euro für die Optimierung von Getreidetransporte investieren. Das teilte heute der stellvertretende Agrarminister gegenüber der Presse mit.
Man will damit die Voraussetzung schaffen, im kommenden Jahr noch mehr Getreide zu exportieren. Nach Jahren mit Rekordernten reichen die Lagerkapazitäten im Land kaum noch aus. Derzeit ist die gesamte Transportinfrastruktur in Russland bis zum Anschlag ausgelastet.
Die Transportsubventionen sollen im kommenden Jahr dazu beitragen, die Getreidepreise am lokalen Markt zu stabilisieren. Russlands Preise für Weizen der Klasse III sind derzeit 20 % niedriger als im Vorjahr zu diesem Termin. Mit staatlicher Unterstützung sollen für rund 1,7 bis 3 Mio. Tonnen Getreidetransporte aus Sibirien, der Wolga-Region und Zentralrussland zu den Exporthäfen gefördert werden. Die Anträge für Zuschüsse können bereits jetzt gestellt werden.
Der Minister betont, dass diese Maßnahmen nicht gegen die WTO-Handelsbedingungen verstoßen, weil man die Bauern unterstütze und nicht den Transport.
Russland konkurriert mit der Europäischen Union, der Ukraine und den USA im globalen Getreidemarkt um Käufer.
Im Oktober hatte die EU dem Agrar-Komitee der WTO einen Verstoß Russlands gegen die WTO-Bedingungen gemeldet, weil man festgestellt hatte, dass der Bahntransport von Getreide bezuschusst wurde.
Russlands Getreideexporte im Vermarktungsjahr 2017/18, das am 1. Juli startete, belaufen such bereits auf 22 Mio. Tonnen, das ist ein Plus von 30 % zum Referenzzeitraum im Vorjahr. Es wird erwartet, dass im gesamten Wirtschaftsjahr 45 Mio. Tonnen Getreide von Russland ausgeführt wird.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle. Reuters

07.12.2017 FAO-Lebensmittelindex sinkt geringfügig

Im November sanken die Lebensmittelpreise auf der Welt gegenüber dem Vormonat geringfügig. Ein deutlicher Anstieg der Zuckerpreise und der Speiseöle wurde durch sinkende Milchpreise aufgehoben. Das teilte heute die United Nations food agency FAO mit.
Die Lebensmittel- und Agrarbehörde der Vereinten Nationen (FAO) ermittelt jeden Monat die Preisveränderungen für einen Korb von Lebensmitteln wie Getreide, Ölsaaten, Milchprodukte, Fleisch und Zucker. Der Index wurde jetzt mit 175,8 Punkten errechnet, 0,5 Punkte weniger als im Monat Oktober. Aber auch 2,3 % höher als im November 2016.
Die Preise für Agrarrohstoffe tendierten wieder zu einer höheren Volatilität. Die FAO geht aber davon aus, dass sich diese höheren Preisbewegungen wieder abschwächen.
Die Agentur schätzt die weltweite Getreideproduktion 2017 auf 2,627 Mrd. Tonnen und damit 16,8 Mio. Tonnen mehr als in 2016. Das Angebot am Weltmarkt war noch nie so groß wie jetzt.
Die Weizenproduktion wird von der FAO auf 754,8 Mio. Tonnen und damit 1 Mio. Tonnen kleiner geschätzt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

07.12.2017 Getreidemail

In Kanada wurde eine viel größere Weizenernte eingefahren als erwartet. Zudem befestigte sich der Kurs des US-Dollars und die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen. Das alles ließ die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die Schwarzmeerregion durchlebt bisher einen relativ milden Spätherbst , sodass die Exporte aus Russland, der Ukraine und Rumänien nicht behindert werden. Russland will in 2017/18 45 Mio. Tonnen Weizen exportieren
Die e-CBoT handelt heute Morgen erneut schwächer.
An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee leicht nach. Ein schwächerer Euro gegenüber dem US-Dollar verhinderte höhere Verluste. Der europäische Verband der Getreidehändler Coceral hob gestern seine Schätzung für die Weizenproduktion 2017 von 141,1 Mio. Tonnen auf 142 Mio. Tonnen an. Für neue Exportaufträge ist der Wechselkurs der Gemeinschaftswährung immer noch zu hoch. Standarweizen ab Hamburg mit 12 % Protein wird mit 4 €/to über März-Matif angeboten. Die größte Konkurrenz für die Exporteure ist die Mischfutterindustrie.

07.12.2017 Marktanalysten hatten eine so große Kanadische Ernte nicht erwartet

Seit vier Handelstagen sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Übermäßig viele Anbieter drängen auf den Markt. Gestern meldete dann auch noch Kanada eine größere Ernte als erwartet.
Insofern kommt der Preisdruck nicht überraschend, denn die Exporte aus den USA laufen immer noch zu schleppend. Marktkenner in Kanada hatten eine so große Ernte nicht erwartet. Sie hatten die Ernte von Weizen und vor allem Canola unterschätzt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

07.12.2017 Fonds verkauften gestern Mais, Soja, Weizen

06.12.2017 Kanada fährt größere Canola- und Getreideernte ein als erwartet

Statistics Canada berichtet heute von einer sehr guten Ernte in Kanada. Es wurden größere Getreide- und Ölsaatenernten eingefahren als erwartet. Die Canola-Ernte brachte sogar ein neues Rekordergebnis.
Eine späte Ernte im Westen Kanadas ließ lange unsicher, wie groß die Canola-Ernte tatsächlich ausfallen würde. Aber der Herbst war generell trocken was auch den Erträgen zugute kam.
Die Canola- (Rapssaat-) Produktion war nun mit 21,3 Mio. Tonnen so groß wie nie und um 8 % größer als es noch in der September-Schätzung erwartet wurde. Das sind auch 1 Mio. Tonnen mehr als es eine Reuters-Schätzung vor einer Woche erwarten ließ.
Nach dem Bekanntwerden des Reports sanken die Kurse der Canola um 0,5 % ab.
Händler im Kassamarkt berichten, dass es für die große Ernte eine gute Nachfrage gibt. Die Canola-Preise profitieren von den relativ hohen Kursen für Sojabohnen.
Die Kanadische Weizenernte wird jetzt auf 30 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 5,5 % weniger als im Vorjahr. Die neue Schätzung war dennoch 10,5 % höher als die bisherige Erwartung der Händler im Markt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

06.12.2017 Coceral hebt Schätzung für die Weizen-, Gersten- und Maisproduktion an

Der europäische Verband der Getreidehändler Coceral hob heute seine Schätzung für die Weizenproduktion 2017 von 141,1 Mio. Tonnen auf 142 Mio. Tonnen an.
Die Gerstenproduktion kommt in der aktualisierten Schätzung auf 58,4 Mio. Tonnen nach 57,6 Mio. Tonnen.
Die Maisernte 2017 wird jetzt auf 61,4 Mio. Tonnen geschätzt, nach 59,8 Mio. Tonnen und
Die Rapssaaternte in der EU wird auf 21,9 Mio. Tonnen geschätzt, knapp unter der letzten Prognose, die noch von 22 Mio. Tonnen ausging.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Coceral

06.12.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe setzten die Weizennotierungen in Chicago unter Druck. Negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten für schlechte Stimmung. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die Ausschreibung zum Kauf von 495.000 to Weizen vom Montag wird sich wohl zu 50 % auf Deutschland und der Rest auf andere Länder aufteilen. Das Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose zu russischen Getreideexporten 2017/18 von 44,5 auf 46 Mio.to erhöht. Die darin enthaltenen Weizenexporte kommen demnach auf 35,3 Mio.to von vorher 34 Mio.to.
Die e-CBoT handelt zur Stunde nahezu unverändert.
Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Verlusten. Ein leichter Rückgang des Euro-Wechselkurses verhinderte stärkere Verluste. Die russische Konkurrenz ist aber zu groß und auch Deutschland kann sich deshalb am Exportmarkt nur schwer behaupten. Das Getreideangebot aus der Landwirtschaft steigt und es gibt am Hamburger Markt keine Prämien. Die größte Nachfrage kommt von den Mischfutterherstellern.

05.12.2017 Ägypten will Weizenanbau um 20 % steigern

Ägypten, der weltweit größte Weizenimporteur, beabsichtigt, die Weizenanbaufläche von 3,11 Mio. Hektar auf 3,74 Mio. Hektar auszuweiten. Das teilte soeben ein Sprecher des dortigen Landwirtschaftsministeriums mit.
Die Ernte findet üblicherweise zwischen April und Juli statt und die Aussaat ist derzeit in vollem Gange. 1,66 Mio. Hektar sind bereits bestellt.
Die letzte Ernte brachte 3,4 Mio. Tonnen Weizen hervor. Die Regierung plant, 7 Mio. Tonnen Weizen vom Weltmarkt zu importieren. Es war ein Engpass entstanden, nachdem die ägyptische Währung im letzten Jahr stark verfallen ist.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

05.12.2017 Die Krim exportierte 600.000 Tonnen Getreide

Aus der Krim-Halbinsel hat Russland in diesem Jahr 600.000 Tonnen Getreide nach Indien, Saudi Arabien und Syrien exportiert. Das teilte heute der regionale Agrarminister über die Nachrichtenagentur TASS mit.
Russland, der derzeit größte Weizenexporteur der Welt, annektierte die Krim im Jahr 2014. Seither war es schwierig, große Mengen Getreide auszuführen, da die Einnahme der Halbinsel international umstritten ist. Einige Händler und Käufer kümmerten sich aber nicht um mögliche diplomatische Folgen.
Die diesjährige Getreideernte auf der Krim kommt auf 1,7 Mio. Tonnen. Das ermögliche die Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigem Getreide und zusätzlich einige Exporte.
Die genannte Menge ist deutlich größer als man vor der Annexion ausgeführt hatte.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

05.12.2017 Russland: IKAR erhöht Prognose für Weizenexporte
Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Getreideexporte im Vermarktungsjahr 2017/18 von 44,5 Mio. Tonnen auf 46,0 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Weizenexporte wurde von 34,0 Mio. Tonnen auf 35,3 Mio. Tonnen erhöht.
Russlands Getreideexporte und die Getreidebestände erreichen in diesem Jahr neue Rekorde, weil Russland am Weltmarktweiter sehr wettbewerbsfähig ist, so IKAR.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
05.12.2017 Getreidemail

Spreadaktivitäten und technische Verkäufe nach den jüngsten Kursgewinnen und aufgrund der weltweit guten Versorgungslage belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben minimal nach. Nur der auslaufende Dezember-Termin legte zu. Unterstützt wurde der Markt durch Saudi Arabiens Kauf von 495.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Marktbeteiligte glauben, dass Weizen aus der EU dabei Berücksichtigung findet. Die russischen Weizenexportpreise blieben in der vergangenen Woche stabil. SovEcon zufolge lagen sie für Exportweizen mit 12,5% Protein Ende letzter Woche unverändert bei $191,50/Tonne FOB. Australiens Weizenernte wird wohl noch kleiner ausfallen als in der letzten Schätzung des Australian Bureau of Agriculture. Stürme und Starkregenfälle während der Ernte verursachten demnach große Ausfälle, nachdem schon früher in der Vegetationsperiode eine Trockenheit die Erträge begrenzt hatte. Australien wird laut ABARES in diesem Jahr maximal 20,3 Mio. Tonnen Weizen produzieren (-42% zur Rekordernte im Vorjahr).

04.12.2017 Nic Kennedy wird Chef des Rohstoffhandels an der Euronext Paris

Nicolas Kennedy hat am 1. Dezember die Leitung des Rohstoffhandels an der Euronext Paris von Olivier Raevel übernommen.
Kennedy war zuvor Leiter der Abteilung Geschäftsentwicklungen, Raveal verlässt das Unternehmen.
Die Euronext Paris ist Europas führende Agrar-Rohstoffbörse mit dem Terminkontrakt auf Mahlweizen, der Europas Benchmark für die Agrarbranche ist. Weitere Terminkontrakte auf Mais und Rapssaat werden börsentäglich sehr liquide gehandelt und dienen der Agrarbrache als Finanzinstrumente zur Preissicherung.
Nic Kennedy war im Oktober 2012 Gastredner auf dem Optionen-Seminar von HANSA Terminhandel im Park Hyatt-Hotel in Hamburg.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Euronext

04.12.2017 Australiens Erwartung für die Weizenernte 2017/18 sinkt weiter

Australiens Weizenernte wird wohl noch kleiner ausfallen als in der letzten Schätzung des Australian Bureau of Agricukulture. Das berichtet heute das Amt ABARES. Stürme und Starkregenfälle während der Ernte hätten große Ausfälle verursacht, nachdem schon früher in der Vegetationsperiode eine Trockenheit die Erträge begrenzt hatte.
Der weltweit viert-größte Weizenexporteur wird in diesem Jahr maximal 20,3 Mio. Tonnen Weizen produzieren, so die heutige Schätzung von ABARES. Das sind 6 % weniger als 21,64 Mio. Tonnen, die noch im September geschätzt wurden und 42 % weniger als die Rekordernte im letzten Jahr.
Australien Weizenanbauer hatten bisher eine schwierige Saison. Der Winter (Juni bis September) war der wärmste seit mehr als einem Jahrzehnt. Es war darüber hinaus auch einer der Zehnt-trockensten überhaupt. Jetzt in der Ernte herrschen heftige Regenfälle und Stürme, die den Erntefortschritt behindern.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

04.12.2017 Russland: Stabile Getreideexportpreise

Die russischen Weizenexportpreise blieben in der vergangenen Woche stabil.
SovEcon zufolge lagen die Preise für Exportweizen mit 12,5% Protein Ende letzter Woche unverändert bei $191,50/Tonne FOB. Die Exportpreise für Mais lagen demnach bei $165/Tonne.
IKAR ebenfalls stabil bei $165,00/Tonne bzw. $163,00/Tonne.
Offizielle Export-Daten vom Landwirtschaftsministerium für den Monat November liegen noch nicht vor. SovEcon schätzt die Getreideexporte auf 5,00 Mio. Tonnen incl. 4,00 Mio. Tonnen Weizen. Angesichts der stürmischen Wetterbedingungen an den Häfen ist das ein sehr hohes Level für den Monat November, so SovEcon.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2017/18 am 1. Juli bis zum 29. November wurden bisher 21,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Der Vergleichswert im Vermarktungsjahr 2016/17 liegt 30% darunter. Weizen wurde bisher in einem Volumen von 16,9 Mio. Tonnen exportiert (+28%).
Die privaten Getreidebestände der landwirtschaftlichen Betriebe und der weiteren Verarbeitungsstufen(ausgenommen Kleinstbetriebe) stiegen per 1. November um 16% auf 56 Mio. Tonnen.
Russland erwartet in diesem Jahr eine Rekordernte. Vor Reinigung und Trocknung wurden bisher 139,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Die Wintergetreideaussaat zur Ernte im kommenden Jahr ist auf 98,4% der geplanten Flächen erfolgt.
Die Schwarzmeerpreise für Weizen der Klasse 3 stiegen im europäischen Teil Russlands um 25 Rubel auf 8.525 Rubel/Tonne ($144,50) auf Basis ex Works. Klasse 4 Weizen fiel um 25 Rubel auf 7.525 Rubel/Tonne ex Works.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

04.12.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 21.11.-28.11.17 um 480 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig die Short-Positionen um 13.628 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 28.11.17 die Netto-Short-Positionen um weitere 14.108 Lots auf 122.774 Netto-Short-Positionen.

04.12.2017 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Befürchtungen um heftige Niederschläge in der Erntephase in Australiens Südosten ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich stieg der März 18-Termin um 3 3/4 Cent bzw. 0,9%. Die Flour Miller´s Association in Taiwan kaufte 81.780 Tonnen US-Weizen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen unverändert bis minimal schwächer. Der Anstieg des Euro zum US-Dollar belastete den Markt. Die EU-Kommission erhöhte am Freitag ihre Schätzung der EU-Weizenproduktion 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 142,5 Mio. Tonnen. Saudi Arabiens staatliche Nachrichtenagentur SPA meldet heute morgen, dass der staatliche Einkäufer SAGO 495.000 Tonnen Weizen am Weltmarkt mittels Tender zum Durchschnittspreis von $230,53 gekauft hat. Händler meinen, dass Weizen aus dem Baltikum, Deutschland oder den Vereinigten Staaten die besten Chancen hat.

04.12.2017 Saudi Arabien: SAGO kauft 495.000 Tonnen Weizen am Weltmarkt

Saudi Arabiens staatliche Nachrichtenagentur SPA meldet, dass der staatliche Einkäufer SAGO 495.000 Tonnen Weizen am Weltmarkt mittels Tender zum Durchschnittspreis von $230,53 gekauft hat. Es wurden insgesamt 16 Offerten abgegeben und drei Lieferanten bekamen den Zuschlag. Die Lieferung ist für Februar und April vorgesehen. In Jeddah sollen 309.000 Tonnen angeliefert werden und in Dammam weitere 186.000 Tonnen. Im laufenden Jahr wurden somit bisher 3 Mio. Tonnen gekauft. Über die Herkunft des Weizens wurden keine Angaben gemacht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

01.12.2017 Kanadas Canola- und Weizenernte größer als zuvor geschätzt

Einer Reuters-Umfrage unter 15 Händlern zufolge haben kanadische Farmer in diesem Jahr die größte Canola-Ernte überhaupt eingefahren. Auch die Weizenernte ist größer ausgefallen, als im September erwartet. Gute Wetterbedingungen ermöglichten die Ernte von hohen Erträgen.
Am 6. Dezember wird Statistics Canada eine endgültige Ernteschätzung aufgrund einer Erhebung unter den Farmern veröffentlichen.
Die Canola-Ernte wird der Händler-Umfrage zufolge 20,2 Mio. Tonnen betragen; das sind 2,5 % mehr als in der September-Schätzung der Statistikbehörde und 3 % mehr als die Erntemenge in 2016. Die vorherige Schätzung wurde mithilfe von Satelliten- und Klimadaten berechnet.
Dieser Report wird von vielen bezweifelt, das die Ernte sich lange hinzog; es könnte noch einige Überraschungen geben.
Kanada ist weltweit der größte Canola- (Rapssaat-) Produzent und –Exporteur und eine bedeutender Weizenexporteur.
Die Weizenernte (alle Sorten) wird auf 28 Mio. Tonnen geschätzt, das sind 3 % mehr als im September Report aber 12 % weniger als in der Ernte 2016.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

01.12.2017 Taiwans Müller kaufen 81.780 Tonnen US-Weizen

Die Flour Miller´s Association in Taiwan hat 81.780 Tonnen US-Weizen gekauft.
Die Verladung von der US-Pazifik-Westküste soll im Januar und Februar 2018 in zwei Teillieferungen und unterschiedlichen Qualitätsstufen erfolgen. Die erste Lieferung von 19.300 Tonnen Dark Northern Spring mit 14,5 % Protein soll von 16.-30.01.2018 zum Preis von 284,23 USD/Tonne fob Pazifik West Coast erfolgen. Der Verkäufer ist der japanische Händler Itochu.
Weitere 13.850 Tonnen Hard Red Winter Weizen mit 12,5 % Protein wurde für 232,56 USD/Tonne fob von der United Grain Corporation erworben, sowie 6.150 Tonnen Soft White Wheat mit 9 % Protein zum Preis von 194,86 USD/Tonne fob vom japanischen Käufer Itochu.
Die erste Teillieferung hat nach Taiwan 35,22 USD/Tonnen Frachtkosten.
Die zweite Teillieferung über 23.180 Tonnen Dark Northern Spring mit 14,5 % Protein ist für die Lieferung vom 02.-16.02.2018 zum Preis von 289,39 USD/Tonne fob vorgesehen. Käufer ist wieder Itochu aus Japan.
Hinzu kommen 14.150 Tonnen Hart Red Winter Weizen mit 12,5 % Protein zum Preis von 235,87 USD/Tonne fob gekauft von United Grain Corporation, sowie 5.150 Tonnen Weichweizen mit 9 % Protein zum Preis von 197,12 USD/Tonne fob.
Diese zweite Lieferung hat Frachtkosten nach Taiwan von 33,91 USD/Tonne.
In seinem letzten Weizenkauf am 1. November hatten die Flour Miller´s Association 86.000 Tonnen Weizen ebenfalls aus den USA gekauft.
Die US-Weizenfutures handelten zuletzt auf historisch niedrigen Kursen, da der Weltmarkt mit Getreide insbesondere aus Russland überversorgt ist.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

01.12.2017 Frankreich: Weizenaussaat ist nahezu abgeschlossen

In Frankreich ist Aussaat von Winterweizen zur Ernte 2018 nahezu abgeschlossen. Das berichtet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Report, der heute veröffentlicht wurde. Per Montag, 27. November ist die Winterweizenaussaat auf 99% der geplanten Flächen abgeschlossen.
Ebenfalls weit fortgeschritten ist die Durum-Weizen-Aussaat. Sie ist auf 86% der geplanten Flächen abgeschlossen. Durum-Weizen wird insbesondere zur Herstellung von Pasta benötigt.
Die Ratings der auflaufenden Winterweizenbestände sind stabil. 95% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Rückläufig sind allerdings die Ratings der Durum-Weizen-Bestände. 83% erhielten die höchste Bewertungsstufe, in der Vorwoche waren es 85%.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

01.12.2017 Australien: Heftige Niederschläge gefährden Weizenbestände im Südosten

Schwere Regenfälle in Ostaustralien, die sich über das Wochenende verstärken könnten, gefährden inmitten der Ernte bis zu 4 Millionen Tonnen Weizen. Der größte Teil des Bundesstaates Victoria und Teile der Bundesstaaten South Australia und New South Wales werden in den kommenden Tagen von sintflutartigen Regenfällen bedroht.
Australiens Bauern blicken auf eine schwierige Anbausaison zurück. Eine schwere Dürre zu Beginn des Jahres belastete die Bestände und reduzierte die Erträge des weltweit viertgrößten Weizenexporteurs, der die kleinste Ernte seit einem Jahrzehnt erwartet.
Der vergangene Winter in Australien, der von Juni bis September dauert, war der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als einem Jahrhundert. Es war auch einer der zehn trockensten in Australien.
Weltweit ist aber kein Mangel an Weizen zu erwarten. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die weltweiten Lagerbestände am Ende des laufenden Erntejahres im Juni 2018 auf eine Rekordmenge von 267,53 Millionen Tonnen steigen werden.
Rund 50 Prozent der Weizenernte wurden in South Australia bereits geerntet, aber in Victoria und im südlichen Teil von New South Wales wurde laut Analysten nur etwa 30 Prozent der Ernte eingebracht. „Die Hauptsorge besteht darin, dass in diesen Bereichen immer noch geerntet wird“, so James Maxwell, Analyst bei „Australian Crop Forecasters“ . Er erwartet nach Sichtung der Schäden eine Reduzierung der Weizenernteprognose auf etwa 21,7 Mio. Tonnen.
Die Landwirte haben damit begonnen, selektiv die hochwertigsten Bestände zu ernten, um die Schäden möglichst klein zu halten.
Das Bureau of Meteorology erwartet für heute Niederschläge von mehr als 300mm pro Quadratmeter in Teilen des Bundesstaates Victoria. Allein dort könnten sich die Schäden auf bis zu 1,7 Mio. Tonnen belaufen. In den Bundesstaaten New South Wales und South Australia könnten sich die Schäden zusammen auf 1,9 Mio. Tonnen summieren.
Die Preise für Weizen von der australischen Ostküste sind in dieser Woche um etwa Australien 10 AUD pro Tonne auf rund 280 AUS (212 US-Dollar) pro Tonne gestiegen.

     

 Text: HANSA Terminhandel / Quelle und Grafiken: Reuters

01.12.2017 EU-Kommission hebt Ernteschätzung für Weizen und Mais an

Die EU-Kommission erhöhte heute Morgen in ihrem Monatsbericht ihre Schätzung der EU-Weizenproduktion 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 142,5 Mio. Tonnen.
Außerdem wurde auch die Maisernte 2017 der 28er-Gemeinschaft höher geschätzt, nämlich auf 62,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 58,5 Mio. Tonnen).
Die Schätzung der Rapssaaternte zur Vermarktung in der Saison 2017/18 wurde dagegen auf 21,7 Mio. Tonnen von 22,3 Mio. Tonnen im Vormonat gesenkt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

01.12.2017 Short-Abdeckungen: CBoT-Mais steigt am dritten Tag in Folge

Die Kurse der CBoT-Maisfutures steigen auch heute Morgen, nachdem die Fonds mit Shortabdeckungen beginnen, obwohl die Exporte aus den USA zuletzt begrenzt waren.
Rohstofffonds halten in Weizen- und Maisfutures gewaltig viele Short-Positionen, was den Markt für eine Rally durch Short-Abdeckungen anfällig macht. Die fundamentalen Daten aus dem Markt sprechen allerdings nicht dafür, dass das unmittelbar bevorsteht.
Das USDA berichtete gestern, dass in der zurückliegenden Woche 599.200 Tonnen US-Mais exportiert wurde; Marktbeteiligte gingen im Vorfeld davon aus, dass es zwischen 700.000 Tonnen und 1,1 Mio. Tonnen sein würden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

01.12.2017 Getreidemail

Sehr schwache US-Exporte und die große Anzahl an Lieferungen am ersten Andienungstag für den CBoT-Dezember-Weizenkontrakt belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Mit nur 187.400 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales deutlich hinter den Markterwartungen von 250.000 -450.000 Tonnen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizennotierungen gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Aufschlägen. Die Europäische Union hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 (1. Juli – 30. Juni) per 28. November insgesamt 8,5 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. Im Vergleich zur Vorjahresperiode 2016/17, als zum selben Zeitpunkt bereits 10,7 Mio. Tonnen exportiert wurden, ist das ein Rückgang um 21%. In der vergangenen Woche kamen Exporte im Volumen von 422.000 Tonnen Weichweizen dazu. Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat nach eigenen Angaben einen internationalen Tender zum Kauf von 480.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember unverändert bei 3,00 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen bei 175,00 Euro.

30.11.2017 EU-Weizenexporte 21 % unter Vorjahr
Die Europäische Union hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 (1. Juli – 30. Juni) per 28. November insgesamt 8,5 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. Im Vergleich zur Vorjahresperiode 2016/17, als zum selben Zeitpunkt bereits 10,7 Mio. Tonnen exportiert wurden, ist das ein Rückgang um 21%. In der vergangenen Woche kamen Exporte im Volumen von 422.000 Tonnen Weichweizen dazu. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durumschrot wurden 9,122 Mio. Tonnen exportiert versus 11,771 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17.
30.11.2017 US-Export-Sales: Weizen- und Maisexporte schwach

30.11.2017 Saudi Arabien sucht 480.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat nach eigenen Angaben einen internationalen Tender zum Kauf von 480.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben.
Gesucht wird Hartweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Februar und im April. Dazu sollen 8 individuell ausgehandelte Verträge geschlossen werden.
300.000 Tonnen Weizen sollen an den Hafen in Jeddah geliefert werden und weitere 180.000 Tonnen an den Hafen in Dammam.
Zuletzt kaufte SAGO am 30. Oktober 484.000 Tonnen Weizen.
Saudi Arabien gehört, seit dem das Land vom Plan der Selbstversorgung im Jahr 2008 abgerückt ist, zu den größten Weizenimporteuren.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

30.11.2017 Getreidemail

Charttechnische Käufe und Shortabdeckungen sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Aufschläge, nachdem am Vortag zwischenzeitlich neue Tiefstände erreicht wurden. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Käufer von 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT uneinheitlich. Bei gutem Handelsvolumen konnten die Weizenfutures gestern den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen mit Gewinnen. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar gab nach und verbessert so die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Algerien kaufte gestern bis zu 570.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zu Preisen zwischen $208,75 und $210,50/Tonne FOB. Händler erwarten dabei einen starken Wettbewerb zwischen Frankreich und Argentinien. In Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember auf 3 Euro über Paris Dez. 17. Russlands Getreideernte 2018 könnte laut SovEcon ein Volumen von 128,2 Mio. Tonnen erreichen. Zur Ernte 2017 wäre das ein Rückgang um 5,8 Mio. Tonnen. Die Weizenernte 2018 wird auf 76,7 Mio. Tonnen geschätzt.

29.11.2017 Irak kauft 100.000 Tonnen Hartweizen

Irak´s staatliche Getreidebörse hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Hartweizen gekauft. 50.000 Tonnen wurden in den Vereinigten Staaten gekauft und weitere 50.000 Tonnen in Australien.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

29.11.2017 USDA erwartet für 2018 größere Anbaufläche für Feldfrüchte und niedrige Preise

Farmer in den USA werden in 2018 noch mehr Ackerland mit Feldfrüchten wie Sojabohnen, Mais und anderen Früchten bestellen. Das teilte gestern das USDA mit.
Falls das zutreffen sollte, steht uns ein weiteres Jahr mit großen Agrarüberschüssen und anhaltend Niedrigen Preisen bevor. Darunter leiden schon jetzt Landwirte auf der ganzen Welt.
Die erste Schätzung des USDA für die Anbauplanung 2018 sieht vor, dass auf 91 Mio. acres Sojabohnen als auch 91 Mio. acres Mais in den USA angebaut werden soll. Damit toppen die Sojabohnen den Rekordanbau aus diesem Jahr (90,2 Mio. acres). Die Maisanbaufläche bleibt unter den 94 Mio. acres aus 2017.
Die acht wichtigsten Feldfrüchte für die Ernte 2018 werden demnach auf 253,7 Mio. acres angebaut (2017: 252,3 Mio. acres). Gegenüber diesem Jahr wird mehr Sorghum, Gerste, Hafer und Reis angebaut, die Weizen- und Baumwollanbaufläche soll sinken.
Das US-amerikanische Maklerunternehmen R.J. O´Brien kommentiert: „Solange die variablen Produktionskosten verdient werden, werden die Farmer den Anbau weiter steigern.“
Das USDA gab auch bereits eine erste Ernteprognose für 2018 heraus. Unterstellt man einen Hektarertrag von 173,5 bpa., so stehen im Vermarktungsjahr 2018/19 14,520 Mrd. Bushel Mais zur Verfügung. Die Endbestände in 2019 würden auf 2,607 Mrd. Bushel ansteigen (2018: 2,487 Mrd. Bushel). Eine robuste Nachfrage nach Mais zur Herstellung von Ethanol und dass China wieder mehr importiert, könnte die Endbestände kleiner ausfallen lassen. Die Ethanol-Schätzungen seien zu konservativ, meinen Branchenvertreter.
Die Sojabohnenproduktion der USA in 2018 schätzt die Behörde auf 4,360 Mrd. Bushel bei einem Durchschnittlichen Ertrag von 48,4 bpa. (Vj.: 4,25 Mrd. Bushel). Der Überhang am Jahresende wird unter 400 Mio. Bushel geschätzt, so wie es auch die Börsenhändler sehen. So erklärt sich zumindest der hohe Spread zwischen den Sojabohnen- und Maisfutures am CBoT.
Der Weizenanbau in den USA wird auf den niedrigsten Stand seit 1919 sinken. 45. Mio. acres werden dafür verplant (Vj.: 46 Mio. acres).
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.11.2017 Russland: SovEcon erwartet Getreideernte 2018 von 128 Mio. Tonnen

Russlands Getreideernte 2018 könnte nach Einschätzung eines der führenden russischen Agrarberatungsunternehmen SovEcon ein Volumen von 128,2 Mio. Tonnen erreichen. Zur Ernte 2017, die auf 134 Mio. Tonnen geschätzt wird, wäre das ein Rückgang um 5,8 Mio. Tonnen. Die Weizenernte 2018 wird auf 76,7 Mio. Tonnen geschätzt.
Russland gehört zur Riege der weltgrößten Getreideexporteure und hat in diesem Jahr bisher 138,9 Mio. Tonnen Getreide (vor Reinigung und Trocknung) auf 97% der bestellten Flächen geerntet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

29.11.2017 Algerien kauft mindestens 330.000 Tonnen Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat nach Meldung europäische Händler mindestens 330.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Der Preis liegt demnach zwischen $209 und $210,50 Tonne/Tonne c&f. Das OAIC selbst keine Details seiner Geschäfte veröffentlicht, handelt es sich um Schätzungen, die insbesondere bezogen auf die Menge auch noch höher ausfallen könnte.
Die Lieferung soll im Februar erfolgen, wenn es sich um Weizen aus Argentinien handelt, möglicherweise auch schon im Januar.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

29.11.2017 Indien baut mehr Weizen an – kaum noch Importe nötig

Indiens Ernten von Weizen und Hülsenfrüchten werden in 2018 ansteigen, so die Schätzung der Regierung in Neu Delhi. Genügend Niederschläge und höhere Interventionspreise veranlassen die Bauern, mehr anzubauen.
Eine höhere Produktion hilft dem Südasiatischen Subkontinent in 2018/19 Lebensmittelimporte zu reduzieren. Dann würde man beispielsweise seit drei Jahren zum ersten Mal keinen Weizen mehr importieren müssen. Die Voraussetzungen stehen gut, dass die Weizenanbaufläche in Indien um 5 % steigt. Die Preise dafür sind in Indien derzeit gut, der Minimumpreis der Regierung wurde angehoben genau wie die Importzölle.
Der weltweit zweitgrößte Weizenproduzent hob Anfang November den Importzollsatz für Weizen auf 20 % an. Bereits im Oktober verfügte die Regierung, dass Interventionspreise für neuerntigen Weizen um 6,8 % angehoben werden sollen.
Der staatliche Weizenvorrat war am 1. November 2018 23,9 Mio. Tonnen und damit 27 % höher als vor einem Jahr. Das ist das Resultat aus der guten Ernte im 2017. In den zwei Jahren zuvor musste Indien noch jeweils fünf bis sechs Mio. Tonnen Weizen importieren. Lieferländer waren die Ukraine, Australien und Russland.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

29.11.2017 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handelstag. Die Fronttermine konnten nach dem Erreichen neuer Tiefstände von technischen Käufen zum Ende der Sitzung profitieren, während die späteren Termine aufgrund der weltweit guten Versorgungslage mit Weizen und der starken Exportkonkurrenz litten. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen gestern um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris blieben die Weizenfutures weiter unter Verkaufsdruck und schlossen mit Verlusten. Der schwächere Euro zum US-Dollar begrenzte jedoch die Verluste. Ägypten kaufte gestern 120.000 Tonnen russischen Weizen zur Lieferung Mitte Januar 2018 zum Durchschnittspreis von $207,44/ Tonne FOB. Algerien, Äthiopien, Bangladesch und Jordanien sind aktuell mit Ausschreibungen am Markt. In Hamburg sanken die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember aufgrund der schwachen Nachfrage und des in den letzten Tagen kräftig gestiegenen Euros auf 2,50 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen bei jetzt 175,00 Euro. Käufer bieten 174,00 Euro. 

28.11.2017 Ägyptens GASC kauft 120.000 Tonnen russischen Weizen

Ägypten kaufte heute 120.000 Tonnen russischen Weizen in einer internationalen Ausschreibung.
Die Lieferung ist für den 11.-20. Januar 2018 vorgesehen.
Marktbeteiligte berichten über weitere Details des heutigen Abschlusses. Demnach liefert GTCS 60.000 Tonnen russischen Weizen zum Preis von 192,99 USD/to fob Plus 14,29 USD/to Frachtkosten = 207,28 USD/to c&f.
Weitere 60.000 Tonnen liefert Friends Union zum Preis von 193,30 USD/to Plus 14,29 USD/to Fracht = 207,59 USD/to c&f.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.11.2017 Ukraine: Wintergetreideaussaat 4% geringer, als geplant

Die Wintergetreideaussaat in der Ukraine zur Ernte 2018 ist weitestgehend abgeschlossen. Flächen, die bisher nicht bestellt werden konnten, bleiben voraussichtlich unbestellt. Das meldet das Landwirtschaftsministerium der Ukraine, das in seiner ursprünglichen Planung von einer Aussaatfläche von 7,2 Mio. Hektar Wintergetreide ausging. Darin enthalten sind 6,1 Mio. Hektar Winterweizen, 924.000 Hektar Wintergerste und 158.000 Hektar Roggen. Die finalen Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Aussaat auf lediglich 6,9 Mio. Hektar erfolgt ist. Das sind 4% weniger als ursprünglich geplant. Darin enthalten sind 5,9 Mio. Hektar Weizen, 822.000 Hektar Gerste und 147.000 Hektar Roggen.
Ein marginaler Anstieg der Anbauflächen könnte auf die südlichen Regionen zutreffen.
97% der Aussaat ist per 23. November aufgelaufen und 82% der Bestände sind in guter bis exzellenter Verfassung.
Die Getreideernte 2017 hat eine Erntemenge von 59,7 Mio. Tonnen Getreide hervorgebracht, die auf einer Fläche von 14 Mio. Hektar geerntet wurden. Das sind 96% der Aussaatfläche. Die Erträge liegen bei 4,25 Tonnen/Hektar versus 4,54 Tonnen/Hektar im vergangenen Jahr.
Die Weizenernte ist mit einem Ergebnis von 26,6 Mio. Tonnen abgeschlossen. Ebenfalls abgeschlossen sind die Gersteernte, die Roggenernte, die Haferernte und die Ernte weiterer weniger bedeutender Früchte.
Mais wurde bisher in einem Volumen von 21,4 Mio. Tonnen auf 89% der Aussaatfläche geerntet.
2016 ernteten die Landwirte in der Ukraine die Rekordmenge von 66 Mio. Tonnen Getreide. Exportiert wurden in der Saison 2016/17 (Juli bis Juni) 43,9 Mio. Tonnen Getreide. In diesem Jahr liegen die Ernteerwartung bei 62 Mio. Tonnen Getreide und die Exporterwartung bei 45 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

28.11.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer nicht näher genannten Menge Weizen unterschiedlicher Spezifikationen zur Lieferung 11.-20 Januar ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endete heute Mittag. Das günstigste Angebot lag bei $192,99/Tonne FOB und bezog sich auf 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Ergebnisse werden ab dem frühen Abend erwartet. Zuletzt wurden am 16. November240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zur Lieferung Anfang Januar gekauft. Aufgrund der Unsicherheit  bezüglich der Mutterkornbewertung bzw. der Zuständigkeit der Kontrollbehörde in Ägypten beteiligten sich an der letzten Ausschreibung lediglich 6 internationale Handelshäuser.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

28.11.2017 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 14.11.-21.11.17 um 2.226 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig die Short-Positionen um 2.316 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 21.11.17 die Netto-Short-Positionen um weitere 90 Lots auf 108.666 Netto-Short-Positionen.
 Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
 
28.11.2017 Argentinien: Schwierige Bedingungen bei der Aussaat von Mais und Sojabohnen

Unterdurchschnittliche Regenmengen in den ersten beiden Dezember-Wochen werden den Farmern in Argentiniens zentralem Getreidegürtel Probleme bereiten. Das berichteten die örtlichen Meteorologen gestern Abend.
Nach reichlich Regen im ersten Halbjahr 2017 begann der Frühling auf der Südhalbkugel im September verbreitet mit Trockenheit. Das bekommen auch die Farmer in Argentinien zu spüren. Das Land ist die Nr. 3 in der Weltrangliste beim Export von Mais und Sojabohnen. Zunächst einmal profitieren davon die im Frühjahr überfluteten Flächen, auf anderen Flächen droht aber in 2017/18 eine Missernte, wenn es trocken bleibt.
Die Meteorologen meinen, dass es für einige Flächen auf denen spät gesät wird, schon kritisch ist.
Bis letzten Donnerstag hatten die Farmer 34 % der geplanten 18,1 Mio. Hektar mit Sojabohnen für die Ernte 2017/18 gesät, so die Buenos Aires Grains Exchange. Und 35,8 % der geplanten 5,4 Mio. Hektar Mais. Argentinien ist auch die Nr. 1 beim Export von Sojaöl und Sojamehl.
Die Soja- und Maisernten 2017/18 werden von der Rosario Grains Exchange auf 54,4 respektive 41,5 Mio. Tonnen geschätzt.
In den kommenden Tagen soll es ein wenig regnen, in den ersten zwei Dezember-Wochen ist aber wieder Trockenheit angesagt. Ein Farmer in der nördlichen Buenos Aires Provinz berichtet, dass er gleich nach seiner Weizenernte nur noch Sojabohnen säen kann, für Mais ist es bereits zu spät.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.11.2017 Äthiopien: Niedrigstes Angebot beim Weizen-Tender lag bei $240/Tonne CIP

Das niedrigste Angebot, das Äthiopiens Regierung auf die Ausschreibung zum Kauf von 400.000 Tonnen Weizen erhalten hat, lag bei $240/Tonne CIP (Carriage and Insurance paid). Diese Bedingung beinhaltet den C&F Preis und die Verladung in Säcken, jedoch nicht den Inlandstransport an die entsprechenden Läger.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: US-Landwirtschaftsministerium

28.11.2017 Getreidemail

Der starke Wettbewerb am Weltmarkt und Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen setzten die SRW-Weizenfutures gestern in Chicago unter Druck. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 344.721 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Im laufenden Vermarktungsjahr summierten sie sich auf 12,342 Mio. Tonnen versus 13.115 Mio. Tonnen Ende November 2016. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext gaben die Weizenfutures aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee und des festen Euros auf allen Terminen weiter nach. Der März-Termin erreichte im Handelsverlauf mit 159,75 Euro/Tonne einen neuen Tiefstand. Russischer Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember sank laut SovEcon um $0,50 auf $191,50/Tonne FOB. In Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember auf 4,50 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen bei jetzt 175,00 Euro. Käufer bieten 174,00 Euro. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen Tender zum Kauf von Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar/Februar 18 ausgeschrieben.

28.11.2017 US-Crop-Conditions: Weizenratings schwächer
Die Ratings der US-Winterweizenbestände zur Ernte 2018 haben sich in der vergangenen Woche etwas verschlechtert. 50% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 52% der Bestände die höchste Bewertungsstufe. 92% der Pflanzen sind aufgelaufen, ebenso wie im vergangenen Jahr zur selben Zeit und auch im 5-Jahres-Durchschnitt.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
28.11.2017 Nach starken Verlusten steigen die CBoT-Weizenkurse wieder

Nach zwei Handelstagen mit hohen Kursverlusten können sich die CBoT-Weizenfutures heute Morgen leicht erholen. Nach dem Preisrückgang um 3 % beginnen einige Händler mit Schnäppchenkäufen, obwohl die Welt mit Weizen außerordentlich gut versorgt ist.
Das enorm große Angebot am Weltmarkt bereitet insbesondere den US-amerikanischen Exporteuren Probleme. Fundamental hat sich indes kaum etwas geändert: Jedes Jahr werden größere Mengen an Getreide geerntet. Vor diesem Hintergrund sind keine höheren Preise zu erwarten, schreibt Phin Ziebell von der National Australia Bank heute Morgen an seine Kunden.
Gestern Nacht veröffentlichte das USDA die US-Export-sales der letzten Woche. Demnach wurden 344.721 Tonnen Weizen exportiert; das liegt im Rahmen der Markterwartungen, die zwischen 200.000 und 400.000 Tonnen lagen. In dieser Vermarktungsperiode exportierte die USA bisher 5,9 % weniger Weizen als im Vorjahr.
Der Preis für russischen Weizen gab letzte Woche aufgrund des verschärften internationalen Wettbewerbs leicht nach. Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im Dezember kostete am vergangenen Freitag 190,5 USD/Tonne fob (-0,5%).
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Bank

28.11.2017 Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer bei Weizen, Mais u. Sojaöl

27.11.2017 Russland: Starker Wettbewerb belastet Weizenexportpreise

Die russischen Weizenexportpreise gerieten in der vergangenen Woche aufgrund des stärkeren Wettbewerbs mit den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union unter Druck. An der CBoT rutschten die Preise am Freitag weiter ins Minus und setzen den Rückgang auch heute fort.
Der Preis für russischen Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember sank laut SovEcon um $0,50 auf $191,50/Tonne FOB. Für Gerste und Mais sanken die Preise demnach um $1,00 auf $192,50 bzw. $165,00/Tonne.
Im Dezember könnten die Preise Unterstützung erfahren. SovEcon erwartet, dass Unternehmen vor dem Start der Neujahrsferienihre Bestände aufbauen.
Seit Beginn der aktuellen Vermarktungsperiode am 1. Juli exportierte Russland 20,2 Mio. Tonnen Getreide. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres stiegen die Exporte damit um 27,36%. Die Weizenexporte stiegen um 25,4% auf 15,6 Mio. Tonnen.
Russland erwartet in diesem Jahr eine Rekordernte. Vor Reinigung und Trocknung wurden 138,7 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Die Wintergetreideaussaat zur Ernte im kommenden Jahr ist auf 98,2% der geplanten Flächen erfolgt.
Die Schwarzmeerpreise für Weizen der Klasse 3 stiegen im europäischen Teil Russlands um 125 Rubel auf 8.500 Rubel/Tonne ($146) auf Basis ex Works. Klasse 4 Weizen stieg um 25 Rubel auf 7.550 Rubel/Tonne ex Works.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.11.2017 Algerien bezahlt für Getreideimporte weniger

Algerien, einer der größten Getreideimporteure der Welt, hat in den ersten zehn Monaten des Jahres 5,2 % weniger für den Bezug von Getreide, Mehl und Grieß ausgegeben.
Das nordafrikanische Land hatte angekündigt, weniger Devisen für den Kauf von Getreide ausgeben zu können, da die Einnahmen aus dem Energiesektor abnahmen.
Für den Import von Durum, Weichweizen, Hartweizengrieß und Mehl wurden in der Zeit von Januar bis Oktober 2017 2,27 Mrd. USD ausgegeben. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 2,4 Mrd. USD. Die Zahlen der Statistikbehörde enthalten keine Mengenangaben.
Algeriens Getreideernte war in 2017 mit 3,5 Mio. Tonnen etwas größer als im Vorjahr (3,4). In 2015 war die Ernte aber 4 Mio. Tonnen groß.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

27.11.2017 EU-Crop Monitor erhöht Prognosen der EU Mais- und Zuckerrübenerträge 2017

Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU (MARS) hat in seinem monaltichen Bericht seine Schätzung der diesjährigen Maiserträge in der EU moderat erhöht von 6,91 Tonnen/Hektar auf 6,92 Tonnen/Hektar.
Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Zuckerrübenerträge von 67,7 Tonnen/Hektar auf67,8 Tonnen/Hektar.
Unverändert beließ MARS die Schätzung der diesjährigen Weizenterträge von 5,94 Tonnen/Hektar.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.11.2017 Taiwan sucht 81.780 Tonnen Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 81.780 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten ausgeschrieben. Das melden europäische Händler heute Vormittag. Die Angebotsfrist für den Weizen, dessen Kauf aus 2 Vereinbarungen bestehen soll, endet am 1 Dezember. Geliefert werden soll an die US-Pazifik-Nordwestküste.
39.300 Tonnen Weizen sollen in der zweiten Januarhälfte geliefert werden, weitere 42.480 in der ersten Februarhälfte. Gesucht wird eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen.
Zuletzt kaufte die Vereinigung am 1. November 86.000 Tonnen Mahlweizen in den Vereinigten Staaten.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.11.2017 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Das melden europäische Händler.
Gesucht wird die nominale Menge von 50.000 Tonnen, gewöhnlich kauft das Unternehmen aber deutlich höhere Mengen.
Die Angebotsfrist endet am 28. November und die Lieferung soll im Januar und Februar 2018 erfolgen.
An der Euronext in Paris sanken sie Weizenfutures am Freitag auf ein Kontrakttief aufgrund der negativen Vorgaben aus Chicago und des starken Anstiegs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.11.2017 Im Irak-Tender ist Australiens Hartweizen am günstigsten

Der niedrigste Preis, der im Irak-Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Hartweizen, kommt von australischen Anbietern mit 283,35 USD/Tonne c&f free out.
Bisher gab es aber noch keinen Zuschlag.
Die Ausschreibung endete gestern, die Offerten müssen aber bis zum 30.11. gültig bleiben. Nur kanadische bzw.- US-Anbieter und australische Anbieter wurden angefragt.
Die zweitgünstigste Offerte lag bei 288 USD/Tonne c&f free out. Dabei handelte es sich auch um Weizen aus Australien. Die günstigsten Offerten aus den USA lagen bei 296,07 und 299,75 USD/Tonnen c&f free out.
Die niedrigste kanadische Offerte lag bei 303,45 USD/Tonnen c&f free out.
Insgesamt hatten sich sechs Handelshäuser an der Ausschreibung beteiligt. In ihrer letzten Einkaufsaktion im November bezog der Irak 500.000 Tonnen Hartweizen direkt aus den USA ohne Ausschreibung über Cargill und einem anonymen Anbieter. Solche Direktgeschäfte müssen vom irakischen Kabinett genehmigt werden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

27.11.2017 Getreidemail

In einer verkürzten Handelssitzung mussten die Weizennotierungen in Chicago am Freitag Verluste hinnehmen. Technische Verkäufe, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie schwache Exportzahlen setzten die Notierungen unter Druck. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Dezember 11,5 US-Cent bzw. 2,7%. Mit insgesamt nur 200.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Sales deutlich unter den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren am Freitag Netto-Verkäufer von 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Für zusätzlichen Druck sorgte der deutliche Kursanstieg beim Euro gegenüber dem US-Dollar, der die Exporte von Weizen aus dem Euroraum verteuert und damit die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert.  In Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November auf 3,25 - 3,50 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen bei jetzt 175,50 Euro. Käufer bieten 174,50 Euro.

27.11.2017 US-Weizenexporteure leiden unter großem Angebot am Weltmarkt

Der Chicago-Weizenfuture verliert heute Morgen aufgrund des weltweit großen Angebots erneut an Boden. US-Exporteure haben es schwer, am Weltmarkt Fuß zu fassen.
Viele Händler in den US kehren nach einem langen Wochenende (Thanksgiving und Brückentag) zurück an ihren Schreibtisch und die Lage am Exportmarkt hat sich eher noch verschlechtert. Die Weizenexporte der letzten Woche waren die kleinsten der letzten sechs Wochen und lagen unter den Markterwartungen.
Rohstoffhändler verkauften an der Börse Weizenfutures.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

27.11.2017 Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen

24.11.2017 Tunesien beabsichtigt Erhöhung der staatlich subventionierten Brotpreise

Tunesien plant, den staatlich subventionierten Brotpreis leicht zu erhöhen. Das wäre der erste Anstieg seit der Revolution 2010/2011. Außerdem will das nordafrikanische Land Eurobonds im Wert von 500 Mio. Euro verkaufen.
Tunesien wurde vom Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgefordert, das Haushaltsdefizit zu senken. Das Land leidet unter einer hohen Arbeitslosigkeit und stark rückläufigen Investitionen aus dem Ausland, seit Militante den für Tunesien wichtigen Wirtschaftsfaktor Tourismus durch Anschläge ausgetrocknet haben.
Die Regierung plant, die Subventionen im kommenden Jahr zu senken. Das wird jedoch leichte Preiserhöhungen für subventionierte Güter wie z.B. Weizen und Benzin zur Folge haben, so Ridha Saidi, Berater des Premierministers.
Der Brotpreis könnte um mindestens 10 Millimes (0,5 US-Cent) steigen oder vielleicht auch noch etwas mehr, so Saidi. Ein Laib Brot kostet ca. 0,19 Dinar bzw. 190 Millimes.
Die Preise für Tee und Kaffee sollen ebenfalls schrittweise erhöht werden.
Zuletzt stieg der Brotpreis in Tunesien im Jahr 2010, der Endphase der Herrschaft von Präsident Ben Ali.
Der Tunesische Dinar hat in diesem Jahr gegenüber harten Währungen stark eingebüßt, was Importe kräftig verteuerte.

24.11.2017 US-Export-Sales: Weizen- und Sojabohnenexporte hinter den Erwartungen

24.11.2017 Weizenexporteure im Baltikum stoßen an Kapazitätsgrenzen

Deutsche Getreidehändler erhalten in diesen Tagen einige Exportanfragen, weil Exporteure im Baltikum mit ihren Verladekapazitäten an ihre Grenzen stoßen. In den letzten Monaten hatten sie so viele Aufträge angenommen, dass sie jetzt keine weiteren Aufträge abwickeln können, sagt ein Händler in Norddeutschland.
Allerdings sei der Wechselkurs des Euro so fest, dass wir derzeit eine paradoxe Situation am deutschen Getreidemarkt haben. In den Verladehäfen sind die Preise niedriger als im Inland, weil die Nachfrage nach Mischfutter hoch ist.
Deshalb würden Exporteure Verluste schreiben, wenn sie sich Getreide anliefern lassen. Die Exporte aus Deutschland bleiben deshalb vorerst dünn. Standardweizen mit 12 % Protein wird für prompte Lieferung mit Drei Euro über dem Dezember-Matif-Kontrakt angeboten. Für Futterweizen nach Südoldenburg geliefert wird zur Lieferung im Dezember 176 €/to gefordert. Die Gebote liegen bei 175 €/to.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

24.11.2017 Frankreich: Maisernte ist abgeschlossen

In Frankreich ist die Maisernte mittlerweile abgeschlossen. Das berichtet das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Report, der heute veröffentlicht wurde. Am vergangenen Freitag wurde von einem Fortschritt von 99% berichtet.
Weitestgehend erledigt ist die Winterweizenaussaat in Frankreich zur Ernte im kommenden Jahr. Sie ist per 20. November auf 98% der geplanten Flächen abgeschlossen – 95% waren es in der Vorwoche.
Die Ratings der auflaufenden Winterweizenbestände haben sich moderat verschlechtert. 96% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche zuvor waren es 97%

24.11.2017 Australische Weizenpreise steigen in der Ernte

Thailändische Müller kauten 60.000 Tonnen brasilianisches Hochprotein-Sojaschrot zur Lieferung im August zum Preis von 395 USD/Tonne c&f., weil die Weizenpreise in Australien wieder steigen.
Im asiatischen Weizenmarkt stiegen die Preise, da Käufer die neue Ernte aus Australien kaufen. Australian Prime White (APW) kostete in dieser Woche 250 USD/Tonnen c&f nach Vietnam. In der Woche zuvor wurden nur 245 USD/Tonnen erzielt. Australian Standard White wird 8 USD/to günstiger angeboten.
Die Weizenernte in Australien ist aktuell zu 40 % eingefahren.
Die Weizennachfrage aus Indien und Bangladesch ist ruhig, nachdem im Vormonat viel gekauft wurde. In den beiden Ländern ist die Versorgungslage derzeit gut und die Nachfrage nach weiteren Weizenimporten ruhig, so ein Makler, der Australien- und Schwarzmeerweizen in Asien vermittelt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

24.11.2017 Getreidemail

Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund des Thanksgiving-Festes geschlossen. Auch heute Morgen ruht die elektronische Nachtbörse. Gestartet wird wieder um 15.30 Uhr. Heute Nachmittag um 14.30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium mit einem Tag Verzögerung die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 - 550.000 Tonnen. An der Euronext in Paris gaben die Weizenfutures auf allen Terminen moderat nach. Spreadaktivitäten zwischen dem Frontmonat Dezember und dem Folgemonat März sorgten auf den beiden ersten Terminen für vergleichsweise gute Umsätze angesichts des Feiertags in den USA. Der Anstieg des Euro zum US-Dollar setzte die Notierungen insgesamt unter Druck. Das International Grains Council erhöhte seine Prognose der weltweiten Weizenproduktion 2017/18 um 1 Mio. Tonnen auf 749 Mio. Tonnen. Die EU exportierte in der am 1. Juli gestarteten Vermarktungssaison 2017/18 bis zum 21. November 8,1 Mio. Tonnen Weichweizen. Das sind 20 % weniger im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres als bis Ende November 10,1 Mio. Tonnen ausgeführt wurden. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen deutlich höher bei jetzt 176 Euro. 

23.11.2017 EU-Weizenexporte 20 % unter Vorjahr
Die Europäische Union exportierte in der am 1. Juli gestarteten Vermarktungssaison 2017/18 bis zum 21. November 8,1 Mio. Tonnen Weichweizen. Das sind 20 % weniger im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres als bis Ende November 10,1 Mio. Tonnen ausgeführt wurden.
In der letzten Exportwoche exportierte die EU 365.000 Tonnen Weichweizen; die überarbeiteten Exporte bis zur Vorwoche betrugen 7,7 Mio. Tonnen.
Die 2017/18 EU-Gerstenexporte erreichten 2,1 Mio. Tonnen, das waren 23 % mehr als vor einem Jahr.
Die Maisimporte kommen auf 5,5 Mio. Tonnen. Das sind 64 % mehr als die 3,4 Mio. Tonnen zum gleichen Termin.
     

Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafiken und Tabellen: HANSA Terminhandel, Reuters
23.11.2017 IGC erhöht Prognosen der globalen Mais- und Weizenprodutkion 2017/18

Das International Grains Council (IGC) hat seine Prognose der weltweiten Maisproduktion 2017/18 um 6 Mio. Tonnen auf 1,04 Mrd. Tonnen erhöht. Dafür mitverantwortlich ist die höhere Prognose der US-Maisernte.
In dem monatlich erscheinenden Bericht wurde ebenfalls die Prognose der weltweiten Weizenproduktion 2017/18 erhöht von 748 Mio. Tonnen auf 749 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

23.11.2017 Russland will 2017 1,0 Mio. Tonnen Getreide an den Sudan exportieren
Russland plant in diesem Jahr die Menge von 1 Mio. Tonnen Getreide an den Sudan zu liefern. Das sagte Präsident Putin seinem sudanesischen Counterpart Omar Hassan al-Bashir zum Auftakt von Regierungsgesprächen in der südrussischen Stadt Sochi. Russlands Weizenlieferungen an den Sudan erreichten im Zeitraum Januar bis August ein Volumen 702.000 Tonnen, so ein Sprecher des Kremels.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
23.11.2017 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizennotierungen in Chicago den Handelstag vor dem Thanksgivingfest. Technische Verkäufe setzten die Frontmonate unter Druck. Institutionelle Anleger verkauften 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Mit einem Tag Verzögerung werden morgen die wöchentlichen US-Export-Sales veröffentlicht. Analysten erwarten US-Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 bis 550.000 Tonnen. Die Börsen in den USA bleiben heute aufgrund des Feiertags "Thanksgiving" geschlossen. Der Handel startet erst wieder am Freitag um 15:30 Uhr. An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen insgesamt ruhigen Tag und schlossen ebenfalls uneinheitlich. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft gekauft.  In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Dezember liegen weiterhin deutlich höher bei 175 Euro.
Weizen aus Litauen mit 12,5% Protein zur Lieferung Januar/März 18 in Klaipeda wird mit 4,50 Euro über Paris März 18 offeriert, während es für deutschen Weizen dieser Qualität in Hamburg für Januar /März 186,00 Euro über Paris März 18 sind.

22.11.2017 Tunesien kauft 100.000 Tonnen Weizen und 50.000 Tonnen Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 100.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste (jeweils optionaler Herkunft) gekauft. Das melden heute Nachmittag europäische Händler.

Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

22.11.2017 Weizenkurse steigen aufgrund von Short-Abdeckungen

Fondsgesellschaften reagierten gestern auf die Meldung über eine radioaktive Wolke in Russland, es wurde eine bis zu 1.000-fach erhöhte Belastung eines radioaktiven Isotops gemessen. Sie stellten große Mengen ihrer Short-Positionen im Weizenfuture glatt und treiben damit die CBoT-Kurse in die Höhe.
Marktanalysten in Asien glauben nicht an eine Preisrally.
Daneben gibt es in den USA eine Diskussion über Trockenheit in den Weizenanbauregionen; für eine Auswirkung auf Erträge ist es aber noch zu früh. Das USDA stufte gestern nur noch 52 % der US-Weizenbestände in das Top-Rating „good-to-excellent“ ein (Vorwoche: 54 %).
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters /Grafik: Saxo-Trader

22.11.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften aufgrund schlechterer Cropratings beim Weizen und Meldungen über eine vielfach erhöhte radioaktive Belastung im Uralgebirge in Russland ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Das US-Landwirtschaftsministerium bewertet 52% der US-Weizenbestände in guter bis sehr guter Verfassung. In der Vorwoche waren es 54%. Analysten erwarteten keine Verschlecherung der Ratings. Im Uralgebirge hat der russische Wetterdienst eine um bis zu 1000-Fach erhöhte Belastung eines radioaktiven Isotops gemessen. Russland dominiert in dieser Saison bei den Weizenexporten. Das USDA erwartet in der laufenden Saison 2017/18 Exporte von 33 Mio. Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Käufer von 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Das Aufwärtspotenzial ist aber aufgrund der guten globalen Marktversorgung und des großen Wettbewerbs am Exportmarkt begrenzt. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17.

22.11.2017 Fondsgesellschaften kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen

21.11.2017 Ukraine: Maisernte ist auf 82% der Flächen abgeschlossen

In der Ukraine wurden bisher auf 13,8 Mio. Hektar bzw. 94% der Aussaatfläche 57,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Das meldet das Landwirtschaftsministerium.
Die Weizenernte ist mit einem Ergebnis von 26,6 Mio. Tonnen abgeschlossen. Ebenfalls abgeschlossen sind die Gersteernte, die Roggenernte, die Haferernte und die Ernte weiterer weniger bedeutender Sorten.
Mais wurde bisher auf 82% der Flächen geerntet mit einem Ergebnis von 19,5 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erwartet eine Gesamternte von 62 Mio. Tonnen und Exporte im Vermarktungsjahr 2017/18 von 45 Mio. Tonnen.
Im vergangenen Jahr wurde mit 66 Mio. Tonnen eine Rekordernte in der Ukraine eingefahren. 43,9 Mio. Tonnen Getreide wurden in der Vermarktungsperiode 2016/17 exportiert.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

21.11.2017 Tunesien sucht Weizen un Futtergerste am Weltmarkt

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 92.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet Händlern zufolge am 21. November.
Gesucht werden 3 x 25.000 Tonnen Weizen und 1 x 17.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Zeitraum 15. Januar bis 25. Februar. Darüber hinaus 2 x 25.000 Tonnen Futtergerste zur Lieferung im Zeitraum 25. Januar bis 25. Februar.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

21.11.2017 Ukraine: Wintergetreide in besserer Kondition als im Vorjahr

Das Wintergetreide in der Ukraine ist in diesem Jahr in einer besseren Verfassung als im Vorjahr zum gleichen Termin, da das Wetter für die Pflanzenentwicklung sehr gut ist. Das teilte gestern das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult mit.
Die oberen Bodenschichten hätten mehr Feuchte als vor einem Jahr sodass auch später gesätes Getreide sich gut entwickelt. Die Ukraine plant, auf 7,2 Mio. Hektar verschiedene Wintersaaten für die Ernte in 2018. Davon sind auf 6,1 Mio. Hektar Weizen, 924.000 Hektar Wintergerste und 158.000 Hektar Roggen.
Das Agrarministerium in Kiew teilte mit, dass mit 5,9 Mio. Hektar bereits 97 % der geplanten Weizenflächen bestellt sind.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

21.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Der Kursanstieg beim US-Dollar und negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen belasteten den Markt. Mit 259.264 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections am unteren Rand der Markterwartungen. Die Ratings der US-Winterweizenbestände zur Ernte 2018 haben sich in der vergangenen Woche etwas verschlechtert. 52% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche: 54%). Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Die russischen Weizenexportpreise waren in der vergangenen Woche bei schwachem Handel weitestgehend stabil. Am Schwarzen Meer sanken die Preise für russischen Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember laut IKAR auf $191,00/Tonne FOB. Zur Vorwoche war das ein Rückgang um $0,50. Die aktuelle Preisschwäche ruft einige Importnationen auf den Plan. Der Irak hat am Sonntag einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben, Äthiopien sucht 70.000 Tonnen Weizen.

21.11.2017 US-Crop-Conditions: Weizenratings schwächer
Die Ratings der US-Winterweizenbestände zur Ernte 2018 haben sich in der vergangenen Woche etwas verschlechtert. 52% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 54% der Bestände die höchste Bewertungsstufe. 88% der Pflanzen sind aufgelaufen, ebenso wie im vergangenen Jahr zur selben Zeit und auch im 5-Jahres-Durchschnitt.
20.11.2017 Äthiopien legt weiteren Tender zum Kauf von 70.000 Tonnen Mahlweizen auf

Die Regierung in Äthiopien hat eine neue internationale Ausschreibung zum Kauf von 70.000 Tonnen Mahlweizen aufgelegt. Die Offerten dafür müssen bis zum 5. Dezember vorliegen.
Äthiopien betreibt aktuell ein riesiges Programm mit Weizenimporten, da das Land mit den Auswirkungen einer Trockenheit zu kämpfen hat, die in einigen Regionen Ernten zerstört hat. Millionen Menschen benötigen Lebensmittelhilfen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

20.11.2017 Mutterkorn-Urteil: Ägyptische Regierung legt Beschwerde ein

Die ägyptische Regierung hat gegen das Gerichtsurteil der letzten Woche, das die Null-Toleranz gegen Mutterkornbesatz bei Weizenimporten wieder herstellen soll, Beschwerde eingelegt.
Man werde daran festhalten, dass Weizenlieferungen mit bis zu 0,05 % Mutterkornbesatz ins Land dürfen, so ein Sprecher des Handelsministeriums heute gegenüber der Presse. Das sei eine international anerkannte und übliche Spezifikation im Getreidehandel.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

20.11.2017 Russland: Weizenexportpreise waren vergangene Woche weitestgehend stabil
Die russischen Weizenexportpreise waren in der vergangenen Woche bei schwachem Handel weitestgehend stabil. Ein Highlight in der vergangenen Woche war der Verkauf von 240.000 Tonnen russischen Weizen an Ägyptens staatlichen Getreideeinkäufer GASC am 16. November.
Am Schwarzen Meer sanken die Preise für russischen Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember auf $191,00/Tonne FOB. Das meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Zur Vorwoche war das ein Rückgang um $0,50.
SovEcon meldet stabile Preise für Weizen und Mais von $192/Tonne bzw. $166/Tonne und für Gerste einen Rückgang von $1,50 auf $193,50/Tonne.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2017/18 bis zum 15. November exportierte Russland 19,1 Mio. Tonnen Getreide. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das ein Anstieg um 29,5%. Die Weizenexporte stiegen um 26% auf 14,8 Mio. Tonnen.
Die Schwarzmeerpreise für Weizen der Klasse 3 stiegen im europäischen Teil Russlands um 75 Rubel auf 8.375 Rubel/Tonne ($141) auf Basis ex Works. Klasse 4 Weizen stieg um 50 Rubel auf 7.525 Rubel/Tonne ex Works.
Russland erwartet in diesem Jahr eine Rekord-Getreideernte von 137,7 Mio. Tonnen (vor Trocknung und Reinigung). Die Wintergetreideaussaat zur Ernte 2018 ist auf 98% der geplanten Flächen abgeschlossen.
Die CME-Gruppe wird nächsten Monat zwei Weizen- und einen Maisfuture mit Bar-Abrechnung auf Basis von Schwarzmeerhäfen anbieten. Die Schwarzmeerregion ist die am schnellsten wachsende Weizenexportregion der Welt.
Im Einzelnen handelt es sich um in bar abgerechnete Kontrakte auf russischen Weizen und um Mais aus der Ukraine. Der erste Handelstag soll der 18.12.2017 sein.
Der Weizenkontrakt basiert auf Platts Russian-Wheat mit 12,5 % Protein free on board im Tiefwasser-Hafen. Platts ermittelt die Kassamarktpreise Börsen-täglich.
Der Maiskontrakt basiert hingegen auf ukrainischen Mais, dessen Kassapreis auch täglich von Platts ermittelt wird.
Die Kontrakte sollen in US-Dollar gehandelt- und abgerechnet werden und sie umfassen eine Menge von 50 Tonnen pro Lot (kleinste Handelseinheit).
Nach Einschätzung von SovEcon haben die Kontrakte eine größere Erfolgschance als der im Jahre 2012 eingeführte Schwarzmeer-Weizenkontakt, der aufgrund der fehlenden Liquidität nicht erfolgreich war.
Textz: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
20.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen am Freitag mit Kursgewinnen. Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex und der schwächere US-Dollar gaben dem Markt Auftrieb. Im Wochenvergleich verlor der SRW-Weizen allerdings mehr als 1% bzw. 4,25 US-Cent . Institutionelle Anleger waren am Freitag Netto-Käufer von 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konten die Weizenfutures nicht von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren, sie beendeten den Handelstag auf nahezu unverändertem Niveau. Zuvor markierte der Frontmonat Dezember einen Kurs von 158,25 Euro/Tonne und damit den niedrigsten Stand seit Ende August. Der Euro stieg am Freitag zwischenzeitlich auf über 1,18 US-Dollar. Ein starker Euro verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Getreide aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Mit 7,51 Mio. Tonnen per 14. November liegen die EU Weizenexporte in der Vermarktungsperiode 2017/18 23% hinter dem Vergleichswert der Vermarktungsperiode 2016/17.  Die massiven Exporte Russlands belasten die Exporte aus der EU. FranceAgriMer meldet, dass die Winterweizenaussaat in Frankreich zu 95% erledigt ist. 97% der Bestände erhielten die höchste Bewertungsstufe "gut bis exzellent".

20.11.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 07.11.-14.11.17 um 6.408 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 10.101 Kontrakte. Damit reduzierte die Gruppe der institutionellen Anleger per 14.11.17 die Netto-Short-Positionen um 16.509 Lots auf 108.576 Netto-Short-Positionen.

20.11.2017 Nach 2 Tagen Rally: Weizenkurse geben wieder nach

Nach zwei Handelstagen mit Kurssteigerungen sinken die Weizenpreise heute Morgen wieder. Umfangreiche Angebote am Weltmarkt machen den US-Anbietern ordentlich Konkurrenz.
Die Nachfrage am Weltmarkt ist hingegen dünn, während es aus Russland nach einer Rekordernte ein reichliches Angebot gibt. Die Weizenpreise sind deshalb unter Druck und Verkaufsabschlüsse der US-Exporteure enttäuschten in der letzten Woche, genau wie die der Europäer.
Die Weichweizenexporte aus der EU kommen seit dem 1. Juli bisher und bis Mitte November nur auf 7,5 Mio. Tonnen; das waren 23 % weniger im Vergleich zur letzten Saison zum gleichen Zeitpunkt. Die wöchentlichen US-Weizenexporte sanken 37 % unter der der Vorwoche.
Händler sind gespannt, an wen der Irak heute seinen Auftrag für seine 50.000 Tonnen Weizen-Nachfrage vergibt, der USA, Kanada oder Australien.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters  / Grafik: Saxo-Trader

17.11.2017 La Nina gewinnt an Relevanz
Das Wetterphänomen La Niña könnte in den kommenden Monaten wieder an Bedeutung zunehmen. Die Oberflächentemperatur im äquatorialen Pazifischen Ozean stürzte vergangene Woche auf das kühlste Niveau seit dem 1. Februar 2012. Dieser starke Temperaturabfall ist das erste messbare Zeichen dafür, dass die „kleine Schwester“ von El Niño an Relevanz zunimmt.
Sowohl El Nino als auch La Niña erreichten normalerweise in der jetzigen Zeit bis Januar ihren Höhepunkt. Analysten und Rohstoffhändler sind daher auf die Beobachtung von Temperaturtrends im Pazifischen Ozean eingestellt, weil diese volatiles Wetter auslösen können, die sowohl Angebot als auch Nachfrage nach Agrarrohstoffen beeinflussen können.
Im vergangenen Jahr deutete sich ebenfalls das La Niña Wetterphänomen für die Saison 2016/17 an. Das globale Wetter folgte aber nicht genau dem erwarteten Muster.
Es ist mittlerweile sechs Jahre her, als zum letzten Mal das La Niña Phänomen mit seinen typischen Auswirkungen beobachtet wurde.
Mögliche Folgen sind oftmals kältere, schneereiche Winter im Norden der Vereinigten Staaten und länger anhaltende Trockenheit in den südlichen Plains, die die US-Winterweizenbestände stressen könnte.
Im Süden Brasiliens und in Argentinien könnte es zu schwächeren Erträgen beim Mais und bei den Sojabohnen kommen aufgrund ebenfalls langanhaltender Trockenheit.
Außerdem könnten verstärkte Niederschläge in Südostasien und Australien eine Folge sein.
Vergangene Woche erhöhte das US-Climate Predition Center (CPC) die Prognose der Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung von La Niña auf über 65% bis 75%. Im Vormonat waren es 55 bis 65%.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle und Grafik: Reuters
17.11.2017 Frankreich: Maisernte ist zu 99% komplett

Die französische Maisernte 2017 ist nahezu abgeschlossen. Per 13. November waren 99% der Maisbestände in Frankreich geerntet. So meldet es das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer heute Vormittag. Auch die Winterweizenaussaat bei unserem Nachbarn, dem größten Weizenexporteur der Europäischen Union, ist mit 95% der geplanten Aussaatfläche nahezu abgeschlossen. Wintergerste ist schon zu 99% ausgesät. Die Entwicklung der Winterweizenbestände zur Ernte 2018 ist nahezu optimal. 97% der Aussaat erhielt die höchste Bewertungsstufe „gut bis exzellent“.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

17.11.2017 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen gestern die Weizennotierungen den Handel in Chicago. Shortabdeckungen und gute Exportzahlen konnten die Frontmonate stützen, während Spreadaktivitäten mit Minneapolisweizen und der gestiegene US-Dollar den Markt belasteten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 519.300 Tonnen US-Weizen am oberen Rand der Markterwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. Auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris bewegten sich kaum und schlossen unverändert bis minimal schwächer. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte gestern 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Lediglich sechs Handelshäuser gaben Offerten ab. Überraschend war der Preis, der trotz der neuerlichen Unruhen bezüglich der Mutterkornbewertung mit $209,24/Tonne c&f, niedriger war, als in der vorherigen Ausschreibung. Die Analysten von Strategie Grains haben ihre Schätzung der EU-Weichweizenproduktion von 142,8 Mio. Tonnen (Oktober) auf 142,5 Mio. Tonnen reduziert. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 5%. Mit 7,51 Mio. Tonnen per 14. November liegen die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Saison 2017/18 23% hinter dem Vergleichswert der Vermarktungsperiode 2016/17. Damals wurden zur selben Zeit bereits 9,7 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert.

16.11.2017 Ägytpten kauft 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft
Der Nachrichtendienst Reuters meldet, dass Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC 240.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $194,65/Tonne FOB gekauft hat. Verkäufer waren die Handelshäuser Daewoo mit 60.000 Tonnen, GTCS mit 120.000 Tonnen und Garant Logistics mit 60.000 Tonnen. Der Durchschnittspreis lag bei $209,24/Tonne c&f.
Offerten erteilten lediglich sechs Handelshäuser. Grund ist die erneute Verunsicherung der Anbieter bezüglich der Mutterkornbewertung bzw. der Zuständigkeit der Ägyptischen Kontrollbehörde.
Lesen Sie dazu auch unseren Bericht vom 14.11.17 um 17:27 Uhr
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.11.2017 EU erteilte zuletzt Exportlizenzen von 500.000 Tonnen Weizen
Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Saison 2017/18 liegen mit 7,51 Mio. Tonnen per 14. November 23% hinter dem Vergleichswert der Vermarktungsperiode 2016/17. Damals wurden zur selben Zeit bereits 9,7 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. In der vergangenen Woche wurden Exportlizenzen für 500.000 Tonnen Weizen erteilt. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durumschrot summierten sich die Exporte auf 8,17 Mio. Tonnen versus 10,72 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters 

 

16.11.2017 Strategie Grains reduziert mtl. Prognose der EU-Weizenproduktion
Die Analysten des französischen Agrarberatungsunternehmens Strategie Grains haben in ihrem heute veröffentlichten monatlichen Report die Schätzung der EU-Weichweizenproduktion von 142,8 Mio. Tonnen (Oktober) auf 142,5 Mio. Tonnen reduziert. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 5%.
Die Prognose der Maisernte wurde von 59,0 Mio. Tonnen auf 59,3 Mio. Tonnen erhöht (-1% zum Vorjahr). Reduziert wurde die Prognose der Gerste-Produktion von 58,7 Mio. Tonnen auf 58,5 Mio. Tonnen (Vorjahr: 59,9 Mio. Tonnen).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.11.2017 Vorkosten für Agrarexporte aus Argentinien sinken drastisch

Die Regierung in Argentinien wird ab Dezember den Lotsenservice für den Hafen Rosario um 30 % senken. Von diesem Hafen werden die größten Mengen Agrargüter Argentiniens für den Weltmarkt verladen.
Damit löst Mauricio Macri sein Versprechen ein, die Kosten für den Export von Getreide, Sojaschrot und Sojabohnen zu senken. Die Kosten für den sogenannten Docking-Service für 80 % der argentinischen Agrarexporte betragen 108.000 USD pro Schiff. Jährlich werden in Rosario rund 2.500 Schiffe abgewickelt.
Die Kostensenkung ist für die Nutzer des Service insofern von großer Bedeutung, als dass sie nach dem Zoll die größte Kostenposition darstellt. Von den Maßnahmen profitieren insbesondere die großen Agrarhandelshäuser wie Cargill und Bunge, die in Argentinien eigene Hafen- und Verladeanlagen unterhalten.
Durch einen größeren Wettbewerb unter den Umschlagsbetrieben waren die Lagergebühren zuletzt um 30 % gesunken. Durch weitere Maßnahmen und Verhandlungen sind die Kosten für die Kunden insgesamt um 60 % gesunken.
Seit der Amtsübernahme von Mauricio Macri als Präsident ist der Agrarexport in den Fokus der Regierung gerückt. Er will Argentinien zum „Supermarkt der Welt“ machen. Er versprach, die Ernten von 120 auf 150 Mio. Tonnen zu steigern und die Kosten für den Export um 30 % zu senken. Gleich nach seiner Amtseinführung strich er die Ausfuhrzölle für Mais und Weizen und will in den kommenden Jahren auch die Zölle für Sojabohnen und deren Produkte auslaufen lassen.
Macri sorgte auch dafür, dass die Dienstleister im Agrarexportsektor Konkurrenz bekamen. Jetzt gibt es darin kein Monopol mehr, was die Wettbewerbsfähigkeit steigerte. Wenn jetzt noch die Infrastruktur verbessert würde, wie z.B. die Hinterland-Anbindung, ließen sich die Vorkosten noch weiter senken. Um das zu finanzieren, hat die Provinz Buenos Aires die Grundsteuer für Ackerland um 50 % angehoben. Trotzdem steigen die Ausfuhren unaufhörlich weiter.
Laut Angaben des Agrarministeriums sind die Weizenexporte zwischen Januar und September auf 9,4 Mio. Tonnen gesteigert worden. Das waren 150 % mehr als in derselben Periode in 2015, als noch die Restriktionen der Vorgängerregierung unter Cristina Fernandez galten.
Beim Mais konnten die Ausfuhren in den ersten neun Monaten des Jahres gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahres um 24 % gesteigert werden. In diesem Zeitraum wurden 18 Mio. Tonnen Mais ausgeführt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

16.11.2017 Ägypten erhielt Angebote von nur 6 Handelshäusern
Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC hat auf seine Weizen-Ausschreibung zur Lieferung 1. – 10. Januar Angebote von nur 6 Handelshäusern erhalten. Gewöhnlich beteiligen sich rund 15 Handelshäuser. Das günstigste Angebot vom Handelshaus GTCS lag bei $194,55/Tonne FOB für 55.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.11.2017 FranceAgriMer reduziert Weizen-Export-Prognose

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weichweizenexporte 2017/18 außerhalb der Europäischen Union um 300.000 Tonnen nach unten korrigiert auf nun 9,9 Mio. Tonnen. Die Schätzung der Weichweizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode wurde um 100.000 Tonnen auf 3,3 Mio. Tonnen erhöht. Die etwas besseren Exportaussichten innerhalb der EU konnten die schlechteren Aussichten der Exporte außerhalb der EU nicht vollständig kompensieren.
Beim Mais erhöhte FranceAgriMer die Prognose der Bestände zum Ende der Saison von 2,35 Mio. Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen.
Reduziert hat FranceAgriMer die Prognose der Geste-Endbestände von 997.000 Tonnen auf 944.000 Tonnen. Die gestiegenen Exportaussichten konnten den Rückgang der Verwendung in der Futterherstellung überkompensieren.

16.11.2017 Ägypten sucht Weizen für Anfang Januar

Die ägyptische staatliche Getreideeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht genauer bezifferten Menge Mahlweizen vom Weltmarkt herausgegeben. Die Lieferung ist für den 1.-10. Januar 2018 bestimmt.
Die Offerten dafür sollen heute Nachmittag 15:30 Uhr Kairo Ortszeit vorliegen. Im Laufe des Tages werden dann die Ergebnisse bekannt gegeben.
Angesichts der erneuten Verunsicherung der Anbieter bezüglich der Mutterkornbewertung bzw. der Zuständigkeit der Kontrollbehörde wird das Ergebnis mit Spannung erwartet. Die Anbieter werden wohl mit Risikoaufschlägen reagieren oder erst gar nicht anbieten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH

16.11.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage sowie Spreadaktivitäten gegenüber Mais und Sojabohnen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten im Vorfeld Weizenexporte in einer Spanne von 350.000 - 550.000 Tonnen.
Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der kräftig gestiegene Euro setzte die Weizennotierungen zudem unter Druck. In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Nov./Dez. liegen weiter darüber bei 175 Euro. Die Exportpreise in Polen stiegen, weil Marktteilnehmer glauben, dass bei Saudi Arabiens letzter Ausschreibung Ende Oktober polnischer Weizen mit einer Teilmenge zum Zuge kommt und weil die Landwirte sich aufgrund der niedrigen Preise mit Verkäufen zurückhalten. Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im November stieg vergangene Woche in Polen um 10 Zloty auf 685-695 Zlotys (161,2 - 163,6 Euro).

16.11.2017 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 350.000 - 550.000 Tonnen

16.11.2017 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.500 Lots CBoT Weizen

15.11.2017 Argentinien senkt im Dezember Docking-Service-Fees um 70 %

Argentinien senkt im Dezember seine Gebühren für Servicedienstleistunge in den Häfen des Landes um 70 %. Dazu gehören auch Liege- und Umschlaggebühren für Schiffe, die Getreide- und Ölsaaten für den Absatz am Weltmarkt laden. Das Land schafft damit einen weiteren Anreiz für Händler am Weltmarkt ihre Margen zu verbessern. Derzeit konkurriert Argentinien mit Russland um die Weizenkäufer am Weltmarkt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters-Eilmeldung

15.11.2017 DBV: Deutsche Maisernte besser als bisher erwartet

Die deutsche Maisernte 2017 wird heute vom Bauernverband in dessen letzten Erntebericht des Jahres um 9 % größer als im letzten Jahr geschätzt.
Das sind 4,3 Mio. Tonnen mehr Mais, als noch im August geschätzt wurde. Die Ernte sei inzwischen fast abgeschlossen, so der Verband.
Die Maisernte hat von dem feuchten Sommerwetter profitiert, die Weizen- und Rapsernte erlitt deshalb aber Qualitätsverluste.
Ende August ging das Landwirtschaftsministerium in Berlin von einer deutschen Maisernte in der Größenordnung von 4,15 Mio. Tonnen aus.

Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

15.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Das war der dritte Anstieg innerhalb der letzten 4 Sitzungen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und der schwächere US-Dollar zum Euro unterstützten den Markt. Begrenzt wurde der Anstieg durch die gute weltweite Versorgungslage. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris schloss nur der Frontmonat Dezember 2017 moderat fester. Technische Effekte aufgrund der heute auslaufenden Optionen auf den Frontmonat und Spreadaktivitäten sorgten für Unterstützung. Die Folgetermine gaben durch den Anstieg des Euro zum US-Dollar moderat nach. Das französische Landwirtschaftsministerium reduzierte die Prognose der diesjährigen Weichweizenernte von 37,9 Mio. Tonnen im Vormonat auf 37,5 Mio. Tonnen . In Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 17. Die starke inländische Nachfrage der Futtermittelindustrie stützt die Preise. Offerten für Futterweizen zur Lieferung im Dezember liegen bei 175 Euro. Trotz der zuletzt gestiegenen internationalen Nachfrage nach Weizen sind die Aussichten aufgrund der guten Versorgungslage derzeit gedrückt.

15.11.2017 Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen
Spanne der Schätzungen:
Mais: -10.000 bis -16.000 Lots
Sojabohnen: -5.000 bis -7.000 Lots
Weizen: 1.000 bis 6.000 Lots
14.11.2017 Ägypten: Gericht setzt Mutterkorn-Bann wieder in Kraft

Ein Gericht in Ägypten hat heute den Bann auf Weizenimporte mit nur geringsten Bestandteilen von Mutterkorn wieder in Kraft gesetzt. Das teilt die Nachrichtenagentur Reuters soeben mit. Diese Maßnahme kann erneut zu lang anhaltenden Lieferverzögerungen führen, wie es bereits im letzten Jahr der Fall war.
Ägypten, der größte Weizenimporteur der Welt, hat in diesem Jahr ein Dekret veröffentlicht, das besagt, dass Weizeneinfuhren mit maximal 0,05 % Mutterkornbesatz ins Land dürfen. Das wurde durch die Lieferanten erzwungen, die sich verweigerten, Weizen komplett ohne Mutterkornbesatz zu liefern. Solche Weizenpartien gibt es praktisch gar nicht und die Toleranz von 0,05 % sei internationaler Handelsstandard.
Die Gerichtsentscheidung von heute ordnet an, dass das Dekret der ägyptischen Regierung unwirksam ist. Der Premierminister sei nicht befugt, solche Anweisungen zu geben. Dafür gibt es die Gesundheitsbehörde, die die fachliche Kompetenz hat.
Ein anderes Gericht hatte zuvor bereits das neu definierte Import-Kontrollsystem für ungültig erklärt. Diese Gerichtsentscheidung wurde aber von der Regierung bisher ignoriert.
Die Regierung in Kairo muss das heutige Gerichtsurteil unverzüglich in Kraft setzen, auch wenn sie in Berufung geht und ein höheres Gericht anruft.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

14.11.2017 Bangladesch sucht 50.000 Tonnen Weizen
Bangladesch hat Händlern zufolge einen internationalen Tender zum Kauf und Import von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%. Die Angebotsfrist endet am 28. November und die Versendung soll innerhalb von 40 Tagen nach Unterzeichnung des Geschäfts erfolgen. 
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
14.11.2017 Frankreich reduziert Prognose der Weizen- und Rapssaatproduktion 2017

Das französische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der diesjährigen Maisernte um 100.000 Tonnen von 13,0 Mio. Tonnen im Vormonat auf 13,1 Mio. Tonnen erhöht. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 11,9%.
Die Schätzung der Weichweizenernte reduzierte das Landwirtschaftsministerium von 37,9 Mio. Tonnen im Vormonat auf 37,5 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Bestände unter ungünstigen Wetterbedingungen litten, wäre das ein Anstieg um 36,1%.
Ebenfalls reduziert zum Vormonat hat das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Rapssaaternte. Erwartet wird ein Ergebnis von 5,35 Mio. Tonnen. Im Oktober lag die Schätzung bei 5,5 Mio. Tonnen.
Kräftig erhöht hat man die Schätzung der Zuckerrübenernte, bereits zum zweiten Mal in Folge. Aufgrund höherer Erträge als erwartet, wurde die Schätzung auf nun 42,6 Mio. Tonnen angehoben (Oktober: 41,9 Mio. Tonnen).

14.11.2017 Getreidemail

Technische Verkäufe, die sehr gute weltweite Versorgungslage, Verluste beim Soja- und Maiskomplex, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie die starke Exportkonkurrenz ließen die Weizennotierungen zum Wochenauftakt in Chicago mit Abschlägen schließen. Mit 301.039 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger waren gestern Nettoverkäufer von 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Aktuell ist noch eine bedeutende Anzahl an Put-Optionen mit einem Strikepreis von 160 Euro auf den Dezember 17 Future offen, die am 15. November fällig werden. 160 Euro ist gleichzeitig eine wichtige charttechnische Unterstützungslinie. Die russischen Weizen-Export-Preise sanken in der vergangenen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund des schwächeren Rubels zum US-Dollar und der insgesamt schwächeren Nachfrage. Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember lag laut IKAR Ende letzter Woche bei $191,50/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang um $0,50 zur Vorwoche.

14.11.2017 US-Crop-Conditions: Winterweizenbestände moderat schwächer
Der Zustand der US-Winterweizenbestände zur Ernte 2018 hat sich in der zurückliegenden Woche etwas verschlechtert. Per 12. November erhielten 54% der Bestände das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche waren es 55% und vor einem Jahr 58%.
Die Winterweizenaussaat ist zu 95% erledigt (Vorwoche: 91%; Vorjahr: 94%; 5-Jahres-Durchschnitt: 95%). Aufgelaufen ist 84% der Aussaat. 83% waren es im Vorjahr und im 5-Jahres-Durchschnitt.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: USDA; Reuters
14.11.2017 CFTC: Institutionelle Anleger sind beim Weizen weiterhin kräftig Netto-Short

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 31.10.-07.11.17 um 4.576 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 9.634 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 07.11.17 die Netto-Short-Positionen um 4.576 Lots auf 125.085 Netto-Short-Positionen.

14.11.2017 CFTC: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Short-Positionen bei Weizen u. Mais

13.11.2017 CME legt Schwarzmeer-Weizen- und Maisfutures mit Platts-Preisen auf

Die CME-Gruppe wird nächsten Monat zwei Weizen- und einen Maisfuture mit Bar-Abrechnung auf Basis von Schwarzmeerhäfen anbieten. Die Schwarzmeerregion ist die am schnellsten wachsende Weizenexportregion der Welt.
Im Einzelnen handelt es sich um im bar abgerechnete Kontrakte auf russischen Weizen und um Mais aus der Ukraine. Der erste Handelstag soll der 18.12.2017 sein.
Der Weizenkontrakt basiert auf Platts Russian-Wheat mit 12,5 % Protein free on board im Tiefwasser-Hafen. Platts ermittelt die Kassamarktpreise Börsen-täglich.
Der Maiskontrakt basiert hingegen auf ukrainischen Mais, dessen Kassapreis auch täglich von Platts ermittelt wird.
Die Kontrakte sollen in US-Dollar gehandelt- und abgerechnet werden und sie umfassen eine Menge von 50 Tonnen pro Lot (kleinste Handelseinheit).
Die CME hatte in diesem Jahr bereits einen Weizenfuture auf Basis eines auf Australischen Weizen errechneten Platts-Weizenindex abgerechnet. Alle Kontrakte sollen über den General-Clearer der CME, der Globex-Plattform, angeboten werden.
Der in Bar abgerechnete Schwarzmeerweizen wird in zwei Settlement-Perioden angeboten: in 12 Monats-Kontrakten und 24 Halb-Monatskontrakten. Ein Sprecher der Terminbörse in Chicago sagte, die Zielgruppe seien Marktteilnehmer, die im Zwei-Wochen Rhythmus verladen müssen.
In der Schwarzmeerregion sind mit Russland, Rumänien und der Ukraine sehr große Weizenexporteure tätig, die ihre Preisschwankungsrisiken absichern müssen.
Es gibt auch immer noch einen CME-Weizenfuture mit physischer Lieferung. Dieser Kontrakt wird aber so gut wie gar nicht angenommen.
Die neuen Finanzprodukte der CME für Schwarzmeer Getreide vervollständigen das Angebot der US-amerikanischen Terminbörse, die seit letztem Jahr auch einen EU-Weizenfuture anbietet.
Die Pariser Euronext stellt mit ihrem Mahlweizen-Future den Referenzmarkt für Westeuropa. Die Kassamarktpreise hier hängen aber immer stärker von der Marktentwicklung im Schwarzmeerraum ab. Deshalb gibt es von hier auch ein Interesse an den neuen CME-Produkten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

13.11.2017 Russland: Weizen-Export-Preise sinken erneut

Die russischen Weizen-Export-Preise sanken in der vergangen Woche zum zweiten Mal in Folge aufgrund des schwächeren Rubels zum US-Dollar und der insgesamt schwächeren Nachfrage.
Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember lag laut IKAR Ende letzter Woche bei $191,50/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang um $0,50 zur Vorwoche.
Der Rubel sank vergangene Woche um 0,2% aufgrund fälliger Kreditrückzahlungen, die die Nachfrage nach ausländischen Währungen erhöhte.
SovEcon beließ seine Schätzung der russischen Maispreise unverändert bei $166/Tonne, während die Gerstepreise aufgrund der gestiegenen Nachfrage um $3,00 auf $195/Tonne stiegen.
Die Gesteproduktion der Haupt-Exporteure Ukraine, Australien und der EU wird im Vergleich zum Vorjahr als schwächer erachtet, während sie in Russland signifikant stieg, so SovEcon.
Russlands Gersteproduktion 2017 könnte demnach um 2,7 Mio. Tonnen auf 20,7 Mio. Tonnen steigen. Der Export von Gerste in Russland ist aber aufgrund der begrenzten Exportkapazitäten in den Häfen limitiert, weil man sich derzeit auf den Export von Weizen konzentriert, so SovEcon.
Die Getreideexporte Russlands in der Vermarktungsperiode 2017/18 könnten einen Rekordwert von 45 Mio. Tonnen erreichen. Allerdings wird eine weitere Expansion durch die begrenzte Infrastruktur gebremst.
In der laufenden Saison per 8. November hat Russland 17,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das ist ein Anstieg um 25%. Die Weizenexporte stiegen um 20% auf 13,5 Mio. Tonnen.
Russland ist einer der weltweit größten Weizenexporteure und hat in diesem Jahr mit 137,2 Mio. Tonnen Getreide (vor Reinigung und Trocknung) geerntet. Die Wintergetreideaussaat zur Ernte 2018 ist auf 97% der geplanten Flächen erfolgt.
Die inländischen Preise für Klasse 3- und Klasse 4-Weizen stiegen im europäischen Teil Russlands um 50 Rubel auf 8.300 Rubel (Klasse 3) bzw. 7.475 Rubel (Klasse4) auf Basis ex Works.
Für Sonnenblumensaat sankt der Preis in der vergangenen Woche um 125 Rubel auf 17.050 Rubel. Die inländischen Preise für Sonnenblumenöl und die FOB-Export Öl-Preise blieben unverändert bei 44.000 Rubel pro Tonne und $755/Tonne.
Der Index für Weißzucker in Südrussland stieg per 10. November um $9,30 auf 396,60/Tonne.

13.11.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und feste Vorgaben vom Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Gewinnen schließen. Im Wochenvergleich stieg der SRW-Weizen um 5 3/4 Cent bzw. 1,4%. Das ist der höchste Wochenanstieg seit Mitte September. Das US-Landwirtschaftsministerium schätzte am vergangenen Donnerstag die US-Weizenbestände zum Ende der Saison 2017/18 niedriger ein, als Analysten das erwarteten. Institutionelle Anleger waren am Freitag Nettokäufer von 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen fester. Zusätzlichen Auftrieb erzeugte die aktuell hohe Weizennachfrage Algeriens. Der bedeutende nordafrikanische Weizenimporteur kaufte am Freitag 210.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Händlern zufolge kam dabei auch Weizen aus Frankreich zum Zuge. Auch Tunesien war am Freitag aktiv und kaufte 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. FranceAgriMer meldet, dass die Winterweizenaussaat in Frankreich zur Ernte 2018 per 6. November zu 90% erledigt ist (Vorwoche: 79%; Vorjahr zum selben Zeitpunkt: 88%).

13.11.2017 CBoT-Weizenkurse geben nach – der Kurs des UDS steigt

Nach zwei Handelstagen mit Kursgewinnen verlieren die Weizenfutures in Chicago heute Morgen wieder an Boden. Das große weltweite Angebot sowie ein festerer US-Dollar belasten den Markt.
Zu dem großen Angebot trägt insbesondere die russische Getreideernte bei. Die Marktteilnehmer beobachten mit großem Interesse den Warenfluss am Weltmarkt. US-Exporteure müssen nun dringend am Weltmarkt Fuß fassen, denn die Preise sind wegen dem relativ starken Wechselkurs des DU-Dollars anfällig.
Der Greenback steigt auch heute Morgen gegenüber den großen anderen Währungen der Welt während die US-Getreideerträge höher geschätzt wurden. Eine Diskussion über die geplante Steuerreform in den USA begründet die Stärke der Währung der USA. Das führt dazu, dass alle Rohstoffe, die in US-Dollar gehandelt werden, für Käufer die in anderen Währungen bezahlen, teurer werden.
Nun gewinnen Exporteure aus dem Schwarzmeerraum wieder die großen Ausschreibungen. Indien hatte zudem letzte Woche den Einfuhrzoll für Weizen von 10 auf 20 % verdoppelt um die Bauern im eigenen Land vor Importen zu schützen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

10.11.2017 Algerien kauft Weizen und Gerste

Algeriens staatlicher Getreidehändler OAIC kaufte gestern mindestens 60.000 Tonnen Mahlweizen. Der/die Verkäufer kann/können über die Herkunft des Getreides frei entscheiden.
Die OAIC bezahlt für den Weizen 210,5 USD/Tonne c&f. Die Lieferung ist für Dezember vorgesehen.
Die für Algeriens Ausschreibung relativ kleine Menge hat den Hintergrund, dass es bereits die zweite Ausschreibung für die Lieferung im Dezember ist. Die erste Ausschreibung wird aus Südamerika geliefert und es besteht das Risiko einer Lieferverzögerung.
In einer weiteren Ausschreibung kaufte die OAIC 19.000 Tonnen Futtergerste zum Preis von 208 USD/Tonnen c&f. Liefertermin hier ist die erste Dezember-Hälfte.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

10.11.2017 Tunesien kauft Weizen, Durum und Gerste

Tunesiens staatliche Getreidehandelsgesellschaft kaufte heute in einer internationalen Ausschreibung 100.000 Tonnen Weichweizen, 100.000 Tonnen Durum Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste.
Die Herkünfte aller Sorten können durch die Verkäufer frei bestimmt werden. Die Lieferungen sollen in der Zeit von Dezember 2017 und Februar 2018 stattfinden.
Der Weichweizen wird in vier Teilmengen a 25.000 Tonnen zu Preisen von 208,72, 208,42, 206,93 und 207,70 USD/Tonnen c&f geliefert.
Der Durum Weizen wird ebenfalls in vier Teillieferungen mit je 25.000 Tonnen geliefert. Die Preise dafür: 287,66, 288,29, 289,65 und 291,17 USD/Tonnen c&f.
Die Gerste wird in drei Teillieferungen mit je 25.000 Tonnen angeliefert, alle zu Preisen von 207,98 USD/Tonnen c&f.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

10.11.2017 Indiens Weizenimportzoll belastet Preise für Schwarzmeerweizen

Indiens Entscheidung, seine Einfuhrzölle auf Weizen und Erbsen anzuheben, wird einen Einfluss auf die Weizenexporte aus der Ukraine nehmen. In Russland sind die Preise für Erbsen bereits stark unter Druck geraten.
Indien hat am Mittwoch seine Importzölle auf Weizen von 10 auf 20 % verdoppelt. Der weltweit zweitgrößte Weizenproduzent will damit die lokalen Weizenpreise vom Einfluss des Weltmarktes schützen. Das betrifft in erster Linie die Ukraine, dem größten Lieferanten von Weizen an Indien. Jetzt müssen sich die Exporteure in Kiew wohl mit aggressiven Offerten andere Absatzmärkte suchen; zum Leidwesen von Russland und der Europäischen Union. Der Anstieg des Zollsatzes wird die Ausfuhren nach Indien wohl auf 1 Mio. Tonnen begrenzen, gerechnet hatten Händler mit 1,5 bis 1,6 Mio. Tonnen. Die Ukraine exportierte im Zeitraum Juli bis September insgesamt 5,8 Mio. Tonnen Weizen; 360.000 Tonnen davon kaufte Indien. Für Indien ist die Ukraine der wichtigste ausländische Weizenlieferant, gefolgt von Australien, Bulgarien und Russland. Die Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage aus der eigenen Ernte ist für das laufende Wirtschaftsjahr fast ausgeglichen, sodass man damit rechnen muss, dass die hohen Zollsätze vorerst hoch bleiben. Im Norden Indiens fiel genügend Monsunregen und die Ernte 2018 wird ebenfalls gut erwartet.
In der Saison 2016/17, die im März endete, hatte Indien 5,75 Mio. Tonnen Weizen importiert. Das war die größte Menge seit 2006/07. Die staatlichen Weizenvorräte wurden am 1. November mit 23,9 Mio. Tonnen angegeben, ein Plus von 27 % zum gleichen Termin vor einem Jahr.
Indiens Bauern haben jetzt mit der Aussaat für die Ernte im März 2018 begonnen. In 2017 wurde einen Rekordernte von 98 Mio. Tonnen eingefahren, nachdem zwei Jahre zuvor nur schlechte Ernten zusammen kamen. Der höhere Einfuhrzollsatz hat die Importe aus der Ukraine und aus Australien verteuert.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

10.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex, sie schlossen jedoch uneinheitlich. Gute US-Exporte und die USDA-Schätzung mit geringeren US-Weizenendbeständen, als Analysten das im Vorfeld erwarteten, stützten den Markt. Mit 635 Mio. Bushel Weizen lag die Schätzung der US-Endbestände 2017/18 unter den durchschnittlichen Markterwartungen von 657 Mio. Bushel. Weltweit wurden die Endbestände 2017/18 jedoch auf 267,53 Mio.Tonnen geschätzt, Analysten erwarteten im Mittel 266,78 Mio.Tonnen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 781.800 Tonnen US-Weizen deutlich über den Erwartungen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen die erzielten Tagesgewinne nicht halten und gaben auf allen Terminen nach. Gestützt wurde der Markt zuvor von den aktuell offenen Ausschreibungen Algeriens und Tunesiens. Russlands SovEcon erhöhte seine Schätzung der russischen Weizenernte 2017 auf 83,9 Mio. Tonnen. Das USDA erwartet 83,0 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr erreichten 7,0 Mio. Tonnen (-25% zum Vergleichszeitraum des Vorjahres). Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar legte zu und verschlechtert so die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum.

09.11.2017 EU Weizenexporte weiterhin 25% hinter dem Vergleichswert des Vorjahres
Die Weichweizenexporte der EU in der laufenden Saison 2017/18 liegen mit 7,01 Mio. Tonnen per 7. November weiterhin 25% hinter dem Vergleichswert der Vermarktungsperiode 2016/17. Damals wurden zur selben Zeit bereits 9,3 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durumschrot summierten sich die Exporte auf 7,63 Mio. Tonnen versus 10,29 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2016/17.
09.11.2017 US-Export-Sales: Weizen- und Maisexporte über den Erwartungen

09.11.2017 Tunesien sucht Weizen, Durum und Futtergerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Weichweizen, 100.000 Tonnen Durum-Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. November. Die Versendung (auf Basis westeuropäischer Herkünfte) soll für den Weichweizen und der Futtergerste im Zeitraum 20. Dezember bis 20. Januar erfolgen sowie beim Durum-Weizen 20. Dezember bis 20. Februar.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
09.11.2017 Äthiopien kauft 400.000 Tonnen
Die äthiopische Regierung hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 400.000 Tonnen Weizen gekauft, melden europäische Händler. Gezahlt wurden Preise zwischen $297,30 und $300,95/Tonne CIP (carriage and insurance paid) für die ersten 200.000 Tonnen. Im Preis enthalten sind der c&f Preis zur Versendung an Äthiopien sowie weitere Kosten für den Landtransport und die Befüllung in Säcke.
Für die weiteren 2 x 100.000 Tonnen wurden Preise zwischen $297,00 und $309,00/Tonne gezahlt.
Über die Herkunft der Ware wurden keine Angaben gemacht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
09.11.2017 Brasilien nimmt vorerst Abstand von zollfreier Quote für Weizenimporte
Brasilien hat seine Pläne vorerst aufgegeben, den steuerfreien Import von 750.000 Tonnen Weizen außerhalb des südamerikanischen Handelsblocks Mercosur zu erlauben. Die Entscheidung fiel nach einer Reihe von Verhandlungen zwischen Brasilien und Argentinien. Argentinien exportiert große Mengen Weizen an seinen Nachbarn Brasilien. Weizen ist ein emblematisches (sinnbildliches) Produkt regionaler Integration im bilateralen Handel, so Marisa Bircher vom brasilianischen Landwirtschaftsministerium. Daher sei es wichtig zu vermeiden, einseitige Maßnahmen zu ergreifen, die die Einfuhr von Weizen aus Drittländern begünstigen.
Brasiliens Weizenanbaufläche sank in diesem Jahr um 10% zugunsten anderer Feldfrüchte. Die Regierung kündigte im Oktober an, den Importzoll auf Weizen auf Null senken zu wollen. Das alarmierte Brasiliens Landwirtschaft, die eine Rekordernte 2017/18 erwartet.
Brasilien belastet alle Weizenimporte, die von Staaten kommen, die nicht dem Mercosur-Block angehöhren, mit einem Zollsatz von 10%.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
09.11.2017 Indien verdoppelt Zollsatz für Weizenimporte

Indien hat den Zollsatz auf Weizenimporte aufgrund einer staatlichen Anordnung am Mittwoch auf 20% verdoppelt und versucht damit, die Importe zu zügeln um die lokalen Preise zu stützen. Importe mit einem Zollsatz von 20% rechnen sich nicht.
In den vergangenen zwei Jahren war Indien gezwungen, Weizen zu importieren, weil die Produktion durch Dürren zurückging. Im Vermarktungsjahr 2016/17 importierte Indien 5,75 Mio. Tonnen Weizen.
Indiens Landwirte haben mit der Aussaat von Weizen zur Ernte im März begonnen.

09.11.2017 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gegen Ende der Sitzung in Vorbereitung auf den heutigen USDA-Report und positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen unterstützten die Weizennotierungen in Chicago, während die schwache Exortnachfrage nach Weizen mit geringem Proteingehalt den Markt zu Beginn der Sitzung kräftig unter Druck setzte. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Tonnen russischen Weizen. Die FOB-Preise lagen unter $200/Tonne. US-Weizen wurde nicht angeboten. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Anfangsvorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Frankreich exportierte im September 1,17 Mio. Tonnen Weichweizen und damit etwas weniger Weizen, als im August (1,39 Mio. Tonnen). Die Exporte sind aber deutlich höher als im letzten Jahr, auch, weil die Ausfuhren in andere EU-Staaten florieren. Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2017/18 am 1. Juli exportierte Frankreich 3,7 Mio. Tonnen Weichweizen. Das ist ein Anstieg um 36% zur vorherigen Saison.

09.11.2017 Türkei: TMO sucht 230.000 Tonnen Weizen

Die türkische staatliche Getreidebörse TMO sucht in einer Serie von internationalen Ausschreibungen über 230.000 Tonnen europäischen Mahlweizen. Die Angebotsfristen enden jeweils am 17. November. Gesucht werden 23 x 10.000 Tonnen Weizen mit einem Proteingehalt von 13,5% Protein zur Lieferung Ende November bis Mitte Dezember. TMO kann nach eigenem Ermessen bis zu 20% mehr oder weniger kaufen, als ausgeschrieben wurde.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

08.11.2017 Ukraine hofft auf neuen Rekord bei seinen Getreideausfuhren

Seit dem Beginn der diesjährigen Vermarktungsperiode am 1. Juli hat die Ukraine bisher 14,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Ähnlich viel wie im Vorjahr zu diesem Termin als 14,4 Mio. Tonnen exportiert waren.
In der Menge sind 8,58 Mio. Tonnen Weizen und 3,6 Mio. Tonnen Gerste sowie 2,04 Mio. Tonnen Mais enthalten.
Die Ukraine plant mit einer Ernte von 62 Mio. Tonnen Getreide in diesem Jahr. Im Vorjahr war die Ernte dort 66 Mio. Tonnen stark. Die Vermarktungsperiode geht von Juli bis Juni. Die Exporte können jetzt 44 bis 45 Mio. Tonnen erreichen und damit höher ausfallen als im Vorjahr als mit 43,9 Mio. Tonnen ein Export-Rekord aufgestellt wurde.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.11.2017 Ägyptens GASC kaufte 120.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer, die GASC, kaufte heute 120.000 Tonnen russischen Weizen. Weitere Details teilte das Unternehmen nicht mit.
Es war zuvor einen Ausschreibung zum kauf von Mahlweizen zur Lieferung von 15. Bis 30. Dezember aufgelegt wurden.
Händler aus dem Markt teilten folgende weitere Informationen mit:
ADM verkauft 60.000 Tonnen russischen Weizen zum Preis von 196,50 USD/Tonne fob, zuzüglich einer Fracht von 13,50 USD/Tonne. Das ergibt einen Preis von 210 USD/Tonne c&f.
Die Firma Union verkaufte ebenfalls 60.000 Tonnen russischen Weizen zum Preis von 196,50 USD/Tonnen zuzüglich einer Fracht von ebenfalls 13,5 USD/Tonne.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.11.2017 Frankreich : Schwache Weizenexporte im September

Frankreich exportierte im September 1,17 Mio. Tonnen Weichweizen, das ist weniger als im Monat zuvor, als 1,39 Mio. Tonnen ausgeführt wurden. Die Exporte sind aber deutlich höher als im letzten Jahr, auch weil die Ausfuhren in andere EU-Staaten florieren.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2017/18 am 1. Juli exportierte Frankreich 3,7 Mio. Tonnen Weichweizen. Das sind 36 % mehr als zu diesem Termin in der vorherigen Saison.
Im September führte Frankreich 674.138 Tonnen Weichweizen an andere EU-Staaten; seit Saisonbeginn summiert sich das jetzt auf 1,98 Mio. Tonnen oder 66 % mehr als vor einem Jahr.
Weichweizenausfuhren in Drittländer, also außerhalb der EU, kamen im September auf 500.599 Tonnen; das waren deutlich weniger als im August als es noch 774.517 Tonnen waren. Die Summe der Drittlandausfuhren seit Saisonbeginn liegt jetzt bei 1,74 Mio. Tonnen (+13 % zum Vorjahr).
Algerien bleibt die führende Destination für französischen Weichweizen. Im August bezog das Nordafrikanische Land 298.595 Tonnen.
Die Ausfuhrschwäche bei Agrargütern und Lebensmitteln trägt zum allgemeinen Exportdefizit des Landes bei.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

08.11.2017 GASC-Weizenausschreibung: Niedrigste Offerte bei 195,30 USD/ fob

Zur Ausschreibung Ägyptens für den Kauf von Weizen sind bis auf drei Offerten nur russische Herkünfte angemeldet.
Die niedrigste Offerte liegt bei 195,30 USD/Tonne fob für 55.000 Tonnen russischen Weizens.
Text: HANSA Terminhandel GmbH  / Quelle: Reuters

08.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit Verlusten. Gute Ratings der US-Winterweizenbestände am Montag sowie der feste US-Dollar übten Druck aus. Institutionelle Anleger waren gestern Netto-Verkäufer von 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas schwächer. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handelstag uneinheitlich. Die zwei Fronttermine gaben nach, während die Folgemonate unverändert bis minimal fester schlossen. Die russischen Weizenexportpreise sanken letzte Woche, weil die Konkurrenz mit anderen Anbietern am Weltmarkt zunimmt. Exportweizen mit 12,5 % Protein zur Ausfuhr im Dezember kostete am Ende der letzten Woche 192 USD/Tonne FOB. Das war ein USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor. Seit dem Start der Saison am 1. Juli bis zum 1. November exportierte Russland 16,86 Mio. Tonnen Getreide (+28,4 % im Vergleich zur vorherigen Saison). Darin enthalten sind 13,015 Mio. Tonnen Weizen (+22,7 %). Algeriens staatliche Getreideeinkaufsgesellschaft OAIC hat einen Tender zum Import von Mahlweizen zur Lieferung im Dezember ausgeschrieben. Marktbeteiligte glauben, dass Argentinien die Nase vorn haben wird, aber auch französischer Weizen hat Chancen, berücksichtigt zu werden.

08.11.2017 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 15. -30. Dezember ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden. Zuletzt kaufte Ägypten am 19. Oktober 230.000 Tonnen russischen Weizen zur Lieferung 1. – 10. Dezember. Der Durchschnittspreis lag bei $213,88/Tonne FOB.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
07.11.2017 Algerien sucht Weizen und Futtergerste

Algeriens staatliche Getreideeinkaufsgesellschaft OAIC hat einen Tender zum Import von Mahlweizen und Futtergerste optionaler Herkunft zur Lieferung im Dezember ausgeschrieben. Gesucht wird europäischen Händlern zufolge 50.000 Tonnen Weizen und 19.000 Tonnen Futtergerste. Die Menge von 50.000 Tonnen Weizen wird als nominal erachtet. Oft liegt die tatsächlich gekaufte Menge darüber. Am 9. November endet die Angebotsfrist. Quelle: Reuters

07.11.2017 Exportpreise für russischen Weizen sinken im globalen Wettbewerb

Die russischen Weizenexportpreise sanken letzte Woche, weil die Konkurrenz mit anderen Anbietern am Weltmarkt zunimmt.
Exportweizen mit 12,5 % Protein zur Ausfuhr im Dezember kostete am Ende der letzten Woche 192 USD/Tonne fob. Das war ein USD/to weniger als in der Woche zuvor.
Seit dem Start der Vermarktungsperiode am 1. Juli und bis zum 1. November exportierte Russland 16,86 Mio. Tonnen Getreide; das waren 28,4 % mehr als im gleichen Zeitraum der letzten Saison. Darin waren 13,015 Mio. Tonnen Weizenexporte enthalten; ein Plus von 22,7 % zum Vorjahr.
Russland, einer der weltweit größten Weizenexporteure wird in diesem Jahr eine Rekordernte einfahren. Das Wintergetreide für die Ernte 2018 ist zu 96 % auf bisher 16,7 Mio. Hektar gesät.
Der durchschnittliche Preis für Weizen der Klasse III am lokalen Markt im europäischen Teil Südrusslands stieg letzte Woche um 50 Rubel auf 8.250 Rubel ab Verladestation.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

07.11.2017 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago beendeten den ersten Handelstag der neuen Woche mit Gewinnen. Schnäppchenkäufe, die jüngsten Exportgeschäfte mit US-Weizen und Shortabdeckungen nach der Veröffentlichung der CFTC-Daten sorgten für Kursauftrieb. Das irakische Handelsministerium hat gestern Vormittag den Kauf von 500.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten in einem direkten Geschäft außerhalb eines internationalen Tenderverfahrens gemeldet. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 284.293 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee und vom schwächeren Euro profitieren und schlossen auf allen Terminen bei schwachen Umsätzen mit geringen Aufschlägen. Marktteilnehmer warten mit Spannung auf die Veröffentlichung des USDA-Reports am Donnerstag um 18:00 Uhr. Die durchschnittliche Analystenerwartung der globalen Weizenendbestände 2017/18 liegt bei 266,78 Mio. Tonnen. Im Oktober lag die Schätzung des USDA bei 268,13 Mio. Tonnen.

07.11.2017 US-Crop-Conditions: Besseres Rating der Winterweizenbestände
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern seinen wöchentlichen Bericht über den Zustand der US-Winterweizenbestände zur Ernte 2018 veröffentlicht. Danach befinden sich 55% der Bestände in Top-Verfassung. Das ist eine Verbesserung zur Vorwoche, als 52% der Bestände das Top-Rating erhielten.
91% der geplanten Flächen sind bereits bestellt, das entspricht dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre. (Vorwoche: 84%; Vorjahr: 90%).
Aufgelaufen sind 75% der Pflanzen (Vorwoche: 65%; Vorjahr: 78%; 5-Jahres-Durchschnitt: 77%).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
07.11.2017 CBoT Weizen: Fonds reduzierten gestern ihren Bestand an Netto-Short-Positionen

06.11.2017 Irak kauft 500.000 Tonnen US-Weizen

Das irakische Handelsministerium hat heute Vormittag den Kauf von 500.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten in einem direkten Geschäft außerhalb eines internationalen Tenderverfahrens gemeldet.
Gekauft wurden 300.000 Tonnen Weizen von Cargill, 150.000 Tonnen von ADM und weitere 50.000 Tonnen von einem nicht genannten Unternehmen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

06.11.2017 COT-Bericht / Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)/ Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 24.10.-31.10.17 um 3.119 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 23.791 Kontrakte. Damit erhöhte die Gruppe der institutionellen Anleger per 31.10.17 die Netto-Short-Positionen um 26.910 Lots auf 110.875 Netto-Short Positionen.

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