Matif: Milling Wheat Nr. 2 Mai 2018

30.05.2018 Euronext Weizen verliert kräftig
Die Weizennotierungen an der Euronext in Paris stehen heute aufgrund des kräftigen Kursrückgangs in Chicago und des gestiegenen Wechselkurses des Euro zum US-Dollar unter Druck. 
Text: HANSA Terminhandel / Grafik: Saxo Trader
30.05.2018 US-Winterweizen: Zustand hat sich weiter verbessert
Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche weiter verbessert. Per 27.05.18 bewertet das US-Landwirtschaftsministerium 38% der Winterweizenbestände mit dem Top-Rating „gut bis exzellent“. In der Vorwoche waren es 36%, im vergangenen Jahr zur selben Zeit allerdings 50%. Ähren geschoben hat das Getreide auf 73% der Flächen (Vorwoche: 61%; Vorjahr: 79%; 5-Jahres-Durchschnitt: 75%).
Sommerweizen ist jetzt auf 91% der geplanten Flächen ausgesät. Nach anfänglichen Verzögerungen liegt der Wert jetzt oberhalb des 5-Jahres-Durchschnitts von 89%. In der Vorwoche war die Aussaat auf 79% der Flächen erledigt, im vergangenen Jahr auf 95% der geplanten Flächen. Aufgelaufen ist die Sommerweizenaussaat auf 63% der Flächen (Vorwoche: 37%; Vorjahr: 77%; 5-Jahres-Durchschnitt: 68%).
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
30.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit Kursverlusten. Zunächst wurden jedoch neue Höchststände erreicht, weil Marktteilnehmer sich weiterhin um die Weizenbestände in mehreren maßgeblichen Hauptanbauregionen sorgen. Gewinnmitnahmen gegen Ende der Sitzung und der starke US-Dollar führten an der CBoT aber letztlich zu Kursverlusten. Die wöchtlichen US-Export-Inspections lagen mit 431.239 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. 38% der US-Winterweizen-Bestände sind demnach in Top-Verfassung (Vorwoche: 36%; Vorjahr: 50%). Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT nochmals schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten die Höchststände aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee nicht halten, schlossen jedoch auf allen Terminen mit Gewinnen. Der schwache Euro sorgte für zusätzliche Unterstützung. Algerien hat gestern erneut einen Tender zum Kauf von Weizen für den  Lieferzeitraum 1. – 15. Juli ausgeschrieben. Am Kassamarkt in Hamburg liegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein bei 17 € unter Paris Dez. 18. In der vergangenen Woche waren es zur selben Zeit 8 € unter Paris Dez. 18.

30.05.2018 CBoT-Weizenkurse verlassen 10-Monats-Hoch

Heute Morgen haben die Weizenfutures am CBoT ihr 10-Momats-Hoch verlassen, das sie in der gestrigen Sitzung erklommen. Investment-Händler hatten diesen Anstieg verursacht, die wegen dem trockenen und heißen Wetter in den US-Plains diese Rally auslösten.
Der feste Kurs des US-Dollars erschwert aber die nötigen Agrarexporte. Der Wechselkurs des Euros gegenüber dem US-Dollar sank wegen der Italien-Krise auf ein 10-Monats-Tief.
Broker in Fernostasien meinen heute Morgen, dass das hohe Kursniveau Farmer zur Preissicherung animiert. Auch Investoren, die sich an der fundamentalen Entwicklung am Agrarmarkt orientieren, würden jetzt wohl ihre Long-Positionen liquidieren.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

29.05.2018 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft, melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 31. Mai. Gesucht wird Weizen für den Lieferzeitraum 1. – 15. Juli. Häufig kauft die Agentur deutlich größere Mengen. OAIC hat in einer Ausschreibung Ende April bereits Mahlweizen für die Lieferung im Juli gekauft. Händler meldeten zu diesem Zeitpunkt ein Volumen von 420.000 Tonnen. Nun wird gemeldet, dass der Kauf mit 360.000 Tonnen kleiner war und nur ein Drittel der Menge in der ersten Julihälfte geliefert wird. Algerien deckt seinen Weizenbedarf traditionell hauptsächlich in Frankreich. Die Verfügbarkeit der neuen Ernte hängt von einem schnellen Beginn der Weizenernte in Frankreich ab. Die Versorgung aus Beständen der alten Ernte könnte aufgrund logistischer Probleme im Zusammenhang mit dem dem laufenden Eisenbahnstreiks schwierig werden.
Text: HANSA Terminhandel Quelle: Reuters
29.05.2018 Euronext Weizen: Dezember 18-Fälligkeit steigt zum Handelsstart auf 190 Euro
Die aktuellen Wettersorgen in vielen Teilen weltweit und der schwache Wechselkurs des Euro  führen heute Vormittag zum Start der Börse in Paris zu einem kräftigen Kurssprung der Weizenfutures. Die Dezember-18 Fälligkeit erreichte im Hoch einen Kurs von 190 Euro/Tonne. Das ist der höchste Kurs seit dem 13. Juli 2017.
Text: HANSA Terminhandel / Grafik: Saxo Trader
29.05.2018 Getreidemail

Die Börsen in den USA blieben gestern aufgrund des Memorial Day geschlossen. Heute Morgen handeln die Weizenfutures an der eCBoT mit kräftigen Aufschlägen, weil es in den US-Plains am vergangenen Wochenende wieder sehr heiß war und die Weizenbestände darunter leiden. Auch in anderen wichtigen Exportregionen wie Australien, Russland und der Ukraine sorgen sich die Marktteilnehmer aufgrund der ungünstigen Witterung um den Zustand der Weizenbestände.
An der Euronext in Paris ging es gestern aufgrund der Abwesenheit der US-Marktteilnehmer ruhig zu. Die Weizenfutures beendeten den gestrigen Handelstag erneut mit Aufschlägen und erreichten im Handelsverlauf das höchste Niveau seit Mitte Juli 2017. Sie profitierten dabei vom schwachen Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert. Ägyptens höchstes Verwaltungsgericht hat angeordnet, dass das Land Weizen mit Spuren von Mutterkorn akzeptieren muss. Ein untergeordnetes Gericht hatte im letzten Jahr geurteilt, dass es bei dem Thema Mutterkorn im Importweizen keine Toleranz geben darf. Anbieter am Weltmarkt wurden dadurch zutiefst verunsichert. Algeriens Importe von Getreide, Hartweizengrieß und Mehl stiegen in den ersten vier Monates dieses Jahres um 16 %.

29.05.2018 CBoT-Weizenkurse steigen auf 10-Monats-Hoch

Die CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen auf ein 10-Moants-Hoch, weil die Händler wegen der kritischen Trockenheit in den US-Plains besorgt sind und die Ernte wohl kleiner ausfällt.
In den US-Weizenanbauregionen war es am langen Wochenende heiß und trocken. Weitere schlechte Nachrichten aus Australien und Russland, beides große Exportnationen für Weizen, haben es mit unvorteilhaftem Wetter zu tun.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

28.05.2018 Algerien bezahlt für Getreideimporte von Januar bis April 16 % mehr

Algeriens Importe von Getreide Hartweizengrieß und Mehl stiegen in den ersten vier Monates dieses Jahres um 16 %.
Die nordafrikanische Nation ist einer der größten Getreideimporteure und hat versucht, diese Importe zu begrenzen, weil die einnahmen aus den Öl- und Gasexporten gesunken waren und die Einnahmen des States verringerten.
Das Land gab in den Monaten Januar bis April 1,17 Mrd. USD für die drei Agrarrohstoffe aus. Vor einem Jahr waren es in diesem Zeitraum 1,01 Mrd., so die Zollbehörde. Über die importierten Mengen wurden keine Angaben gemacht.
Algeriens eigene Getreideernte war in 2017 3,5 Mio. Tonnen groß und die Regierung in Algier geht davon aus, dass sie in diesem Jahr viel besser ausfällt, weil es mehr geregnet hat.
Insgesamt ließ sich das Land die Lebensmittelimporte 3,16 Mrd. USD kosten, eine Steigerung um 4,9 % zum Vorjahr.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.05.2018 Argentinien hebt Ausfuhrabgaben für Biodiesel auf 15 % an

Die argentinische Regierung will die Exportsteuer für Biodiesel ab dem 1. Juni von 8 % auf 15 % anheben. Das wurde heute im offiziellen Mitteilungsblatt der Regierung so veröffentlicht.
Argentinien ist einer der größten Anbieter von Biodiesel am Weltmarkt und exportierte in 2017 1,65 Mio. Tonnen dieses Energieträgers. In den vergangenen Jahren litten die Ausfuhren unter verschiedenen Gegenmaßnahmen zum Beispiel aus den USA und Europa.
Die Industrie- und Handelskammer Argentiniens erwartete bereits zu Beginn des Monats, dass die Europäische Union die Einfuhr von Biodiesel ab September oder Oktober einstellen werde.
In einem Dekret des Präsidenten Mauricio Macri heißt es, dass man mit der Anhebung des Exportzolls die Annäherung zwischen den Exportsteuern von Biodiesel und Soja-Öl fördern will.
Das südamerikanische Land ist weltweit der größte Exporteur von Soja-Öl, das für die Zubereitung von Speisen und die Herstellung von Biodiesel verwendet wird.
Als der Wirtschaftsnahe Macri in 2015 die Wahl zum Präsidenten gewann, stand die Exportsteuer für Sojabohnen noch bei 35 %. Dieses Jahr startete mit 30 % und in jedem Monat wurden seither 0,5 % weniger Ausfuhrabgaben erhoben. Derzeit sind es also 27,5 %. Der Ausfuhrzoll für Soja-Öl und Sojaschrot steht aktuell bei 25,5 %.
Macri hob die Exportsteuern auf Mais und Weizen gleich nach seinem Amtsantritt in 2015 vollständig auf. Zum Vorteil für die Farmer, aber zum Nachteil für den Staatshaushalt.
Die enge Finanzlage des Landes brachte den Wechselkurs des Pesos gegenüber den großen Währungen der Welt unter Druck. Gegenüber dem US-Dollar verlor die Landeswährung alleine im Mai 16,5 %.
Dieser Einbruch zwang Macri dazu, beim internationalen Währungsfonds um Unterstützung zu bitten, damit sein Land weiterhin seinen finanziellen Verpflichtungen nachkommen kann.
Der Finanzminister Nicolas Dujovne teilte letzte Woche mit, dass man den schrittweisen Abbau der Sojabohnenausfuhrzölle aussetzen will, um das Staatsdefizit abzumildern.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.05.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)/ SRW-Weizen
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand der Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 15.05.- 22.05.18 um 1.292 Lots. Sie reduzierten aber auch gleichzeitig die Short-Positionen um 5.129 Kontrakte. Damit reduzierte die Gruppe der "Institutionellen Anleger" per 22.05.18 die Netto-Short-Positionen um 3.837 Lots auf 1.685 Lots.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: CFTC
28.05.2018 Syrien kauft nur etwa 1 Mio.Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt

Syrien wird in diesem Jahr wohl weniger als eine Mio. Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt kaufen. Aufgrund der geringen Niederschläge wird die Weizenernte 2018 wohl nur etwa eine Mio. Tonnen Weizen ergeben. Das ist ein starker Rückgang im Vergleich zu 2017, als die Regierung die Ernte auf 2,17 Mio. Tonnen Weizen schätzte, während die Vereinten Nationen in ihrer Schätzung von 1,8 Mio. Tonnen ausgingen. Die Regierung kauft lokal produzierten Weizen über 35 sog. Government Buying Centers auf. Die Saison dafür beginnt in dieser Woche und endet voraussichtlich Ende August. Die Regierung von Damaskus subventioniert Brot für die von ihr kontrollierten Gebiete und benötigt etwa 1-1,5 Millionen Tonnen pro Jahr, um sie zu ernähren. Das Land, das sich im Rahmen einer staatlich geförderten Politik mit Weizen gewöhnlich selbst versorgt, leidet seit Beginn des nun schon mehrjährigen Konflikts unter einer drastisch niedrigeren Produktion. In guten Jahren produzierte Syrien 4 Millionen Tonnen Weizen und konnte 1,5 Millionen Tonnen exportieren. Der Rückgang der Produktion zwingt die Regierung von Baschar al-Assad Getreide zu importieren. Weizenimporte werden von der staatlichen Einkaufsgesellschaft Hoboob getätigt. Im Februar wurde eine Ausschreibung zum Kauf von 300.000 Tonnen Weizen aufgrund zu hoher Preisforderungen storniert.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

28.05.2018 Höchstes ägyptisches Verwaltungsgericht akzeptiert Mutterkorntolenranz

Ägyptens höchstes Verwaltungsgericht hat angeordnet, dass das Land Weizen mit Spuren von Mutterkorn akzeptieren muss. Ein untergeordnetes Gericht hatte im letzten Jahr geurteilt, dass es bei dem Thema Mutterkorn im Importweizen keine Toleranz geben darf. Anbieter am Weltmarkt wurden dadurch zutiefst verunsichert.
Ägypten, der größte Weizenimporteur der Welt, verwirrte den internationalen Getreidemarkt damit, dass im Jahr 2016 eine Nulltoleranz für Mutterkornbesatz beim Importweizen eingeführt wurde. Daraufhin boykottierten internationale Anbieter die Ausschreibungen zum Kauf von Weizen, was zur Folge hatte, dass das Land die international übliche Toleranz von 0,05 % Mutterkornbesatz in einem Dekret wieder einführte. Das galt solange bis ein niedriges Verwaltungsgericht diese Anordnung wieder aufhob.
Die Verwirrung über die Mutterkornpolitik Ägyptens sorgte dann dafür, dass internationale Anbieter in den Ausschreibungen hohe Risikoprämien kalkulierten und so die Offerten für Ägypten zu teuer wurden.
Das ägyptische Landwirtschaftsministerium plant, ein Komitee einzuberufen, das der Quarantänebehörde die branchenüblichen Regeln erklärt. Diese Behörde hatte zuvor einen generellen Mutterkornbann verlangt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

28.05.2018 Getreidemail

Die andauernde Trockenheit in den US-Plains und in weiteren wichtigen Weizenanbaugebieten weltweit sorgte bei den Weizenfutures in Chicago am Freitag für kräftige Aufschläge. Wetterdienste erwarten auch für die kommenden Tage in den südlichen US-Plains und in Teilen von Kanada, Australien, der Ukraine und Russland trockenes Wetter. In der vergangenen Woche stieg der Frontmonat Juli um 4,8%. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute wird in den Vereinigten Staaten der Memorial-Day gefeiert. Der Börsenhandel mit Agrarrohstoffen beginnt erst wieder mit dem Start der elektronischen Nachtbörse morgen, am 29.05.2016 um 2:00 Uhr.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls auf allen Terminen mit Gewinnen. Der schwache Euro zum US-Dollar und die Verzögerungen bei der Sommergetreideaussaat in der Schwarzmeer-Region gaben dem Markt zudem Auftrieb. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR reduzierte die Prognose der russischen Weizenernte 2018 auf 69,5 – 77,5 Mio. Tonnen (vorher 73 – 80 Mio. Tonnen). Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 erwartet IKAR in einem Volumen von 34,3 Mio. Tonnen.

28.05.2018 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.500 Lots CBoT-SRW-Weizen

25.05.2018 Euro weiter auf Talfahrt

Der Euro hat über die vergangene Woche weiter gegenüber dem US-Dollar an Wert eingebüsst.  Hintergrund für die Talfahrt des Euro sind die sich verschlechternden Konjunkturdaten für die Eurozone sowie die Regierungsbildung in Italien, die Sorgen vor einer wieder aufflammenden Schuldenkrise weckt und damit das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung bröckeln lässt.

Der schwache euro-Wechslkurs verbessert die wettbewerbsfähigkeit der EU-Exporte, als auch der von Weizen.

Text: HANSA Terminhandel GmbH / Grafik: Saxo-Trader

 

25.05.2018 IKAR senkt Prognose der russischen Weizenernte 2018

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 auf 34,3 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der Weizenernte 2018 wurde auf 69,5 – 77,5 Mio. Tonnen reduziert. In der vorherigen Prognose wurden noch 73-80 Mio. Tonnen erwartet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

25.05.2018 Weizenbestände in Frankreich in guter Verfassung
FranceAgriMer meldet heute Vormittag, dass die Maisaussaat in Frankreich per 20. Mai auf 94% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 86%, vor einem Jahr waren es bereits 99%.
Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich hat sich verbessert. FranceAgriMer erhöhte den Anteil der Bestände mit dem Rating „gut bis exzellent“ von 78% auf 79%. Im vergangenen Jahr waren zur selben Zeit 76% der Bestände in Top-Verfassung.
Bei der Wintergerste blieben die Ratings unverändert. 75% der Bestände erhielten das Top-Rating (Vorjahr: 67%).
Etwas verschlechtert hat sich erneut der Zustand der Sommergerste in Frankreich. Nach 77% in der Vorwoche erhielten nun nur noch 76% der Bestände die Top-Bewertung.
Beim Mais sind 86% der Bestände in Top-Verfassung. In Vorwoche und auch vor einem Jahr waren es 87%.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
25.05.2018 Getreidemail

Die Trockenheit in den US-Plains und weiteren wichtigen Anbauregionen ließen die Weizenfutures gestern auf einem 10 Monats-Hoch handeln, Gewinnmitnahmen sorgten aber letztlich für leichte Verluste. Mit insgesamt 452.300 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen. Heute Morgen handelt die eCboT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten aufgrund der sich abschwächenden Kurse in Chicago ihre Tageshöchststände nicht halten, schlossen jedoch mit Aufschlägen. Europäische Händler meldeten für die Woche bis zum 22.05.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 278.000 Tonnen Weichweizen. Im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 steigen sie auf 18,02 Mio. Tonnen (-20% zum Vorjahr). Das IGC erhöhte die Prognose der globalen Weizenernte 2018/19 um drei Mio. Tonnen auf 742 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weizenendbestände wurde aber überraschend niedrig auf 556 Mio. Tonnen geschätzt. Russlands Sovecon reduzierte die Prognose der russischen Weizenernte aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen in Sibirien von 78,2 Mio. Tonnen auf 77 Mio. Tonnen. Algeriens OAIC kaufte im Rahmen der jüngsten Ausschreibung nahezu 700.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im August. Der Löwenanteil der Lieferung kommt Händlern zufolge aus Frankreich.

25.05.2018 Weizen: Ernteprognosen sinken

Die Weizenfutures am CBoT können heute Morgen ihr hohes Kursniveau von gestern halten; damit haben sie jetzt ein Wochenplus von 2,5 % erreicht. Das ist ein Zehn-Monats-Hoch. In den Kernexportregionen der Welt (USA, Australien, Kanada und zuletzt auch Russland) ist es zu trocken.
In einigen Regionen erwartet man ernsthafte Ertragseinbußen, wenn es nicht bald einen Wetterumschwung gibt. Die Vorhersage für die US-Plains lautet weiterhin: zu heiß und zu trocken. In Teilen Kanadas, Australiens und Russlands – alles bedeutende Exportregionen – senkt man inzwischen ebenfalls die Erwartungen an eine große Ernte. Die Prognosen für die Endbestände sinken bereits.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

24.05.2018 EU-Weizen-Exporte erreichen 17,69 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten für die Woche bis zum 22.05.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 278.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 18,02 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,70 Mio. Tonnen versus 24,84 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Die Gerste-Exporte erreichten per 22.05. ein Volumen von 5,0 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 4,95 Mio. Tonnen. Deutlich höher als im Vorjahr zur selben Zeit sind die Maisimporte mit 15,4 Mio. Tonnen, ein Anstieg um 44% zum Vorjahr (10,7 Mio. Tonnen).
24.05.2018 Euronext: Institutionelle Anleger erhöhten Netto-Long-Positionen beim Weizen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 15.182 Lots auf 24.173 Lots. Das zeigt der heute von der Euronext zum fünften Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen von 17.900 Lots auf 22.035 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 59,43% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 57,98%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,38% (Vorwoche: 19,79%).
Erwähnt sei noch, dass 78,81% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 77,77%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

24.05.2018 IGC erhöht Schätzung für Mais und Weizen

Die Getreideangebote am Weltmarkt werden wohl in 2018/19 auf ein Drei-Jahres-Tief sinken, weil die Endbestände kleiner werden. Das internationale Grains Council (IGC) hat heute seine Schätzung für die 2018/19 Welt-Maisernte um 1 Mio. Tonnen auf 1,055 Mrd. Tonnen angehoben. In seinem Monatsbericht wurde auch die Schätzung für die Welt-Weizenernte 2018/17 um drei Mio. Tonnen auf 742 Mio. Tonnen angehoben. Trotzdem senkte der IGC seine Prognose für die Endbestände beim Weizen auf 556 Mio. Tonnen und damit stärker als vom Markt erwartet wurde.
Die gesamte Getreideproduktion der Welt wird für 2018/19 nur wenig unter der vorherigen Saison ausfallen. Die Anfangsbestände sind aber kleiner und das gesamte Angebot am Weltmarkt und dürfte auf ein Drei-Jahres-Tief sinken.
Das wird dann die zweite Saison in Folge mit sinkenden Endbeständen.
Das IGC senkte auch seine Erwartungen für den Konsum in 2018/19 um drei Mio. Tonnen auf 2,136 Mrd. Tonnen, gegenüber der vorherigen Saison ist das aber eine leichte Steigerung. Auch in den Folgejahren wird eine Steigerung im Konsum von Lebensmitteln, Futtermitteln und der industriellen Verwendung erwartet.
Die weltweite Sojabohnenproduktion werden laut dem IGC in 2018/19 um eine Mio. Tonnen auf 356 Mio. Tonnen höher ausfallen. Das sind aber drei Mio. Tonnen weniger als in der letzten Schätzung. Der Grund dafür liefert Argentinien, wo es lange Zeit zu trocken war aber auch Indien, Paraguay, die Ukraine und Uruguay.
Quelle: IGC

24.05.2018 Algerien kaufte offenbar große Menge Weizen
Meldungen des Nachrichtendienstes Reuters zufolge kaufte Algeriens OAIC im Rahmen der jüngsten Auschreibung nahezu 700.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im August. Händlern zufolge wurden Preise zwischen $228 und $228,50 Tonne/c&f gezahlt. Das genaue Volumen bleibt aber weiter unklar. Es wird gemeldet dass sechs Halndelshäuser Weizen in einem Gesamtvolumen von 660.000 bis 690.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft verkauft haben sollen. Der Löwenanteil der Lieferung soll demnach aus Frankreich stammen. 
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters 
24.05.2018 Getreidemail

Die trockenen Wetterbedingungen in den USA und in anderen wichtigen Weizenanbauregionen weltweit ließen die Weizenfutures in Chicago den zweiten Tag in Folge mit kräftigen Gewinnen schließen. Auch für die kommenden Tage wird trockenes Wetter in den südlichen US-Plains erwartet. Indien erhöhte gestern die Importsteuer auf Weizen von 20% auf 30%. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 100.000 bis 500.000 Tonnen (alte und neue Ernte). Institutionelle Anleger kauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee nur bedingt profitieren und schlossen auf den Terminen der Ernte 2018 minimal fester. Im Handelsverlauf erreichte die Dezember-Fälligkeit mit 183,25 €/Tonne ein neues 10-Monats-Hoch. Die guten Wetterbedingungen in Westeuropa begrenzten das Aufwärtspotenzial. Der Wechselkurs des Euro ging gestern erneut auf Talfahrt und unterschritt im Handelsverlauf zwischenzeitlich den Kurs von $1,17. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai auf 11 € unter Paris Dezember 18.

24.05.2018 Algerien kaufte gestern Weizen in unbekannte Menge
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens eine nicht näher genannte Menge Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im August und zum Preis von $228 - $228,50/Tonne c&f gekauft. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endete ursprünglich am Dienstag und wurde zwischenzeitlich ausgedehnt. OAIC gehört zu den größten Getreideimporteuren weltweit. Das Unternehmen veröffentlicht keine Ausschreibungsergebnisse. Alle Angaben sind Schätzungen von Marktteilnehmern.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
23.05.2018 Asien kauft mehr Weizen an Schwarzen Meer

Asiens Müller sind dabei, im nächsten Wirtschaftsjahr eine Rekordmenge von Schwarzmeerweizen zu kaufen, da die traditionellen Anbieter aus Australien die zweite Missernte in Folge erwarten.
In den letzten beiden Monaten bestellten asiatische Müller bis zu eine Mio. Tonnen Schwarzmeerweizen der neuen Ernte; weitere Aufträge werden erwartet.
Die steigenden Verkäufe aus dem Schwarzmeerraum nach Asien, drosselt die australische Dominanz bei der Versorgung der Region, in der der Weizenkonsum zunimmt, weil die Mittelklasse statt Reis mehr Nudeln, Pizza und Kuchen konsumieren.
Sogar große Mühlen, die bevorzugt australischen Weizen kauften, nehmen jetzt Schwarzmeerweizen, weil er billiger ist und sich die Qualität verbessert hat.
Schwarzmeerweizen mit 11,5 % Protein wurde mit 220 bis 227 USD/Tonnen c&f gehandelt, australischer Weizen einer vergleichbaren Qualität kostet 255-260 USD/Tonne. Mühlen zahlen eine Prämie von 10 bis 15 USD/Tonne, weil Austral-Weizen eine bessere Qualität hat.
Zurzeit säen australische Farmer die Saat für die Ernte 2018/19 in ausgetrocknete Böden.
Indonesien kaufte in 2017 schätzungsweise 12 Mio. Tonnen Weizen und wird in den kommen Vermarktungsperiode die Hälfte seines Weizenbedarfs in Russland und der Ukraine kaufen. Damit werden sich die Lieferungen von dort von drei Mio. Tonnen auf sechs Mio. Tonnen verdoppeln.
Indonesien ist Asiens größter Weizenimporteur, andere Käufer, die sich in Russland bedienen, sind Malaysia, Vietnam, Indien und Bangladesch. Im Jahr 2017 kaufte Asien 12,6 Mio. tonnen Weizen, im Jahr zuvor waren es 10,6 Mio. Tonnen.
Die modernen Mühlen mischen Weizen niedriger Qualität mit Qualitätsweizen, um das richtige Endprodukt erzeugen zu können.
Die Weizenproduktion in Australien könnte von dem niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt von 21,2 Mio. Tonnen im letzten Jahr noch weiter sinken. Die letzte offizielle Schätzung für 2018/19 liegt bei 23,7 Mio. Tonnen, nach der Trockenheit im April und Mai geht man jetzt aber von nur noch 20 Mio. Tonnen aus.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

23.05.2018 Getreidemail

Technische Käufe sorgten gestern in Chicago für kräftige Kursgewinne beim Weizen. Im Handelsverlauf wurde ein neues 2 ½ Wochenhoch erreicht, das aber nicht gehalten werden konnte. In weiten Teilen der US-Plains, sowie in weiteren weltweit bedeutenden Export-Regionen wie Kanada, Ost-Australien und Südrussland belastet trockenes Wetter die Weizenbestände. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen deutlich zu. Unterstützung kam vom weiterhin schwachen Wechselkurs des Euro. Die Volatiltität beim Weizen, die in den vergangenen Jahren aufgrund des stetigen Bestandsaufbaus sank, taucht wieder auf und Marktteilnehmer werden sich der potenziellen Spannungen zwischen Angebot und Nachfrage für die neue Saison bewusst, schrieb Agritel gestern. Der Crop-Monitoring-Dienst der EU senkte seine monatliche Schätzung der EU-Weichweizenerträge 2018 von 6,23 auf 6,19 Tonnen/Hektar. In Ostdeutschland und weiteren Regionen leiden die Weizenbestände unter einem Mangel an Regen und der Mischung aus hohen Temperaturen und Wind. Sollten sich die Bedingungen in den kommenden Tagen nicht verbessern, sind Ertragsverluste zu erwarten.

23.05.2018 Trockenheit gefährdet Getreideangebot

Die Furcht vor Ertragsverluste ließen die Kurse der CBoT-Weizenfutures in den letzten sechs von sieben Handelstagen steigen. In den meisten Exportnationen reduziert Trockenheit die Erträge.
Der Weizenmarkt ist wieder im Wettermodus. In den US-Plains als auch in Australien, wo es allerdings noch einige Monate dauert, bis die nächste Ernte so weit ist, ist es zu trocken.
Das USDA bewertete am Montag nur 36 % der US-Feldbestände mit dem Top-Rating; im Vorjahr waren es zu diesem Termin 52 %. Jetzt ist es auch in Kanada, Australien und Südrussland trocken. Das sind alles Weizenexporteure und das lässt die Kurse an den Terminmärkten steigen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo.-Trader

23.05.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen

22.05.2018 Euronext: Dezember 18 Weizen auf höchsten Stand seit Ende Juli
Die Weizenfutures in Paris und in Chicago steigen heute Nachmittag aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen in mehreren bedeutenden Anbauregionen weltweit.
Quelle: Reuters / Grafik: Saxo Trader
 
22.05.2018 EU-Crop-Monitoring Service: Schätzung der Weizenerträge nach unten korrigiert
Der Crop-Monitoring-Dienst der EU, Mars, hat seine monatliche Schätzung der EU-Weichweizenerträge 2018 in der EU von 6,23 Tonnen/Hektar auf 6,19 Tonnen/Hektar reduziert. Reduziert wurde auch die Schätzung der Rapssaat-Erträge 2018 von 3,33 Tonnen/Hektar auf 3,19 Tonnen/Hektar sowie die Schätzung der Körnermaiserträge 2018 von 7,65 Tonnen/Hektar auf 7,64 Tonnen/Hektar.
Erhöht wurde die Schätzung der Gerste-Erträge 2018 von 5,03 Tonnen/Hektar auf 5,04 Tonnen/Hektar, hauptsächlich aufgrund besserer Erträge bei der Sommergerste, deren Schätzung von 4,27 Tonnen/Hektar auf 4,31 Tonnen/Hektar erhöht wurde.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
22.05.2018 Crop-Progress-Report: Mais hat den Rückstand mittlerweile aufgeholt
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend das wöchentliche Update des Crop-Progress-Reports veröffentlicht.
Daraus geht hervor, dass sich der Zustand der US-Winterweizenbestände wenig verändert hat. 36% der Bestände erhielten wie schon in der Vorwoche das Top-Rating „gut bis exzellent“. Analysten erwarteten im Durchschnitt 37%. Die Spanne der Schätzungen der Analysten lag zwischen 36% und 40%. Der Anteil der Bestände mit dem Rating „schwach bis sehr schwach“ sank um 1% von 36% auf 35%.
Die Sommerweizenaussaat ist per 20. Mai auf 79% der Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 58%; Vorjahr: 88% und 5-Jahres-Durchschnitt: 80%). Analysten erwarteten den Fortschritt der Sommerweizenaussaat in einer Spanne von 72-90% und im Durchschnitt 77%.
Mais ist auf 81% der geplanten Flächen gelegt. In der Vorwoche waren es 62%, im Vorjahr 82% und im 5-Jahres-Durchschnitt 81%. Die Erwartung der befragten Analysten lag im Durchschnitt bei 80% (Spanne: 75-86%).
Bei den Sojabohnen sind 56% der geplanten Flächen bestellt versus 35% in der Vorwoche, 50% im Vorjahr und 44% im 5-Jahres-Durschchnitt. Analysten erwarteten durchschnittlich 54% (Spanne: 52-56%).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
22.05.2018 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft, melden europäische Händler heute Vormittag. Die Angebotsfrist endet am 22. Mai. Häufig kauft die Agentur jedoch deutlich größere Mengen, als "nominal" ausgeschrieben wurden.
Text: HANSA Terminhandel Quelle: Reuters
22.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und gaben nach fünf Handelstagen mit Gewinnen deutlich nach. Aussichten auf Regenfälle in den südlichen US-Plains und der starke US-Dollar belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 341.299 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Das USDA veröffentlichte nach Handelsschluss den wöchentlichen Crop-Progress-Report. 36% der US-Winterweizenbestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“. Analysten erwarteten einen Anteil von 37% (Vorwoche: 36%; Vorjahr: 52%). Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit minimalen Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee gut halten und schlossen uneinheitlich. Der schwache Wechselkurs des Euro sorgte für Unterstützung. Bessere Wetterbedingungen in Russland begrenzten den positiven Effekt allerdings. Russlands Weizenexportpreise sanken letzte Woche, da Regenfälle die Bedingungen für die bevorstehende neue Ernte verbessert haben. Die Preise für Schwarzmeerexportweizen der neuen Ernte mit 12,5 % Protein lagen am Freitag bei 199 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD/Tonne weniger, als in der Vorwoche.

22.05.2018 Regnerisches Wetter drückt die Kurse für CBoT-Weizen

Gestern sanken die Kurse des CBoT-Weizenfutures deutlich, weil in den US-Plains Regen angesagt ist wovon das Wintergetreide dort nach langer Trockenheit noch profitieren kann.
Die Wetterdienste melden eine Entspannung der Wetterlage und die Getreideerträge können sich erholen. Die Nachfrage am Weltmarkt nach Weizen ist aber schwach und ein fester Kurs des US-Dollar ist beim Absatz auch wenig hilfreich.
Regnerisches Wetter drücken die Preise für Getreide.
Am Montag wurden die Börsenkurs noch von einem positiven Zwischenergebnis der Gespräche zwischen China und den USA profitieren. Der Handelsstreit hat Sendepause und die beiden Supermächte arbeiten an einem weiter gefassten Handelsabkommen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

21.05.2018 Russlands Preise für Getreideexporte sinken vor der neuen Ernte

Russlands Weizenexportpreise sanken letzte Woche, da Regenfälle die Bedingungen für die bevorstehende neue Ernte verbessert haben.
Die Getreideernte in Russland, dem weltweit größten Weizenexporteur, beginnt üblicherweise in der zweiten Junihälfte. Das Land produzierte in 2017 eine Rekordernte und die Voraussetzungen für die diesjährige Ernte sind ebenfalls sehr gut.
Die Preise für Schwarzmeerexportweizen der neuen Ernte mit 12,5 % Protein lagen am Freitag bei 199 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD/Tonnen weniger als in der Vorwoche.
Bis zum 16. Mai und seit Beginn des Vermarktungsjahres am 1. Juli 2017 exportierte Russland 46,6 Mio. Tonnen Getreide. Davon waren 36,2 Mio. Tonnen Weizen. Ein Exportplus gegenüber der Vermarktungsperiode 2016/17 von 45 %.
Russlands Exporte von Weizen, Gerste und Mais im Mai werden auf 4,9 Mio. Tonnen geschätzt, vergleichbar mit 4,3 Mio. Tonnen in der Vorjahressaison.
Auf 49 % der geplanten Sommergetreideflächen ist die Feldbestellung abgeschlossen. Das sind 15,3 Mio. Hektar (Vj.17,4 Mio. Hektar).
Die lokalen Preise für Weizen der Klasse IV im europäischen Teil Russlands stiegen um 50 Rubel auf umgerechnet 142 USD/Tonne ex Verladestation.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

21.05.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)/ Weizen
Institutionelle Anleger sind beim SRW-Weizen in Chicago nun wieder mit 5.522 Lots Netto-Short. Diese Anlegergruppe, zu denen Banken, Investmentfonds und Versicherungen zählen, reduzierte ihren Anteil an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.05.- 15.05.18 um 3.359 Lots und erhöhte gleichzeitig die Short-Positionen um 6.489 Lots.
   
   
21.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago stiegen am Freitag um 4,2%. Das war bereits der vierte Tag mit Kursgewinnen in Folge. Erneut gerieten die Trockenheit in den südlichen US-Plains und in anderen bedeutenden Anbauregionen für Weizen weltweit in den Fokus der Marktteilnehmer. Heiße Temperaturen stressen die Weizenbestände und sorgen für weitere Schäden. Im Wochenvergleich stieg der SRW-Weizen um 3,9%. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 15.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Irak´s staatliche Getreidebörse kaufte am Freitag 100.000 Tonnen Hartweizen, davon 50.000 Tonnen aus den Vereinigten Staaten. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und legten ebenfalls kräftig zu. Unterstützung kam vom schwachen Euro. Heute wird an der Euronext in Paris und auch an der CBoT gehandelt. Aufgrund des Feiertags und der Abwesenheit der meisten Händler u.a. in Deutschland und Frankreich sind aber schwächere Umsätze zu erwarten. Die Kassamarktprämien in Hamburg wurden zurückgefahren. Käufer widersetzten sich dem Anstieg der Weizenfutures in Paris und die Offerten für Brotweizen mit 12% Protein sanken auf 7 - 8 € unter Paris Dezember 18.

18.05.2018 Hohe Energiekosten drücken weltweit Einkommen der Landwirte

Die Landwirtschaft leidet weltweit unter den gestiegenen Energiekosten. Der Rohölpreis ist auf ein Vier-Jahres-Hoch gestiegen was die Einkommen in der Landwirtschaft erodieren lässt, während die Preise für Agrarrohstoffe ohnehin niedrig sind.
Auf allen Kontinenten stöhnen die Landwirte unter steigenden Dieselpreisen. Der globale Benchmark für Brent Crude-Oil notierte gestern mehr als 80 USD/Fass. Das war der höchste Kurs seit Ende 2014.
Zusammen mit lokalen wirtschaftlichen Herausforderungen, bereitet der Preisanstieg den Farmern weltweit Probleme, noch Gewinne zu schreiben. Die Agrarproduktion der Welt wird auf 2,4 Billionen USD geschätzt. Wenn die Farmer weniger einnehmen investieren sie auch weniger.
In den USA bilden die Ausgaben für Diesel 5 % der gesamten Kosten. Das schmerzt besonders, weil die Einnahmen zurzeit nur halb so hoch ausfallen, wie im Jahr 2013. Riesige Ernten in den vergangenen Jahren haben die Preise für Grundnahrungsmittel wie Mais, Weizen und Sojabohnen stark unter Druck gesetzt.
Diesel benötigen die Farmer für die Aussaat, die Ernte und den Transport von den Agrarerzeugnissen. Dafür geben sie in den USA in diesem Jahr 15,25 Mrd. USD aus. 8 % mehr als im letzten Jahr.
In Russland sind die Dieselpreise 50 % höher als vor einem Jahr. Die Produktionskosten sind entsprechend gestiegen.
In Brasilien stiegen die Dieselpreise seit Juli letzten Jahres um 43 %. Landwirte haben darauf reagiert, in dem sie weniger Bodenbearbeitung betreiben oder weniger Arbeitskräfte einsetzen. Letztendlich werden nötige Investitionspläne verschoben.
In Argentinien leiden die Farmer wegen der Währungsschwäche besonders, da Die Energiepreise in US-Dollar bezahlt werden. Wegen der großen Entfernungen im Land zu den Seehäfen oder der großen Distanz zu den Käufern am Weltmarkt fallen außerordentlich hohe Transportkosten an.
In Europa klagen die Landwirte über höhere Preise für Düngemittel und Pflanzenschutzmittel.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

18.05.2018 Irak kauft 100.000 Tonnen Weizen
Die staatliche Getreidebörse des Irak hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Weizen gekauft. Das melden Marktbeteiligte. Demnach wurden jeweils 50.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten und in Australien gekauft. Der Preis für den US-Weizen lag bei $319,99/Tonne c&f, australischer Weizen wurde zum Preis von $311,68 /Tonne c&f gekauft.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
18.05.2018 Zustand der Weizenbestände in Frankreich weiter stabil
FranceAgriMer meldet heute Vormittag, dass die Maisaussaat in Frankreich per 14. Mai auf 86% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 74%, vor einem Jahr waren es bereits 97%.
Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich blieb erneut stabil. FranceAgriMer erteilte wie schon in den vergangenen zwei Wochen für 78% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. Im vergangenen Jahr waren zur selben Zeit 75% der Bestände in Top-Verfassung.
Bei der Wintergerste verbesserte sich der Zustand, so dass 75% der Bestände das Top-Rating erhielten (Vorwoche: 74%). Etwas verschlechtert hat sich erneut der Zustand der Sommergerste in Frankreich. Nach 78% in der Vorwoche erhielten nun nur noch 77% der Bestände die Top-Bewertung.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
18.05.2018 CBoT-Weizen strebt auf ein Wochenplus zu

Auch heute Morgen, in der vierten Handelssitzung in Folge, steigen die Kurse des CBoT-Weizenfutures. Es wird wohl einen positive Wochenbilanz geben, nachdem die Kurse in der Vorwoche deutlich unter Druck standen. Trockenes Wetter in großen Exportnationen lassen erwarten, dass die Erträge nicht so optimal gelingen, wie im Vorjahr.
In den USA sind die Konditionen für den Hard-Red-Winterweizen nicht gut und in Australien ist zu wenig Regen gefallen, um die junge Saat zum Keimen zu bringen.
Die Endbestände der Welt werden nach Einschätzung des USDA nicht mehr ganz so komfortabel sein, obwohl am Schwarzen Meer wieder eine große Getreideernte erwartet wird.
Dass China seine Untersuchung zu den Anti-Dumping-Aktionen der US-Sorghum vorübergehend aussetzen will, weil die Strafzölle zum Nachteil der chinesischen Konsumenten sein könnten, ist ein Hoffnungsschimmer für die gesamte US-Agrarbranche, die im Handelsstreit zwischen den beiden Supermächten massive Verlustrisiken trägt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

18.05.2018 Getreidemail

Mit moderaten Gewinnen beendeten die Weizenfutures in Chicago den gestrigen Handelstag. Erneut gerieten die ungünstigen Wetterbedingungen in mehreren wichtigen Weizenanbaugebieten weltweit in den Fokus.Die schwache Nachfrage nach US-Weizen auf dem Weltmarkt begrenzte jedoch das Aufwärtspotenzial. Mit 194.800 Tonnen US-Weizen enttäuschten die wöchentlichen US-Export-Sales, lagen aber im Rahmen der Markterwartungen von 0 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit Kursgewinnen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ebenfalls zulegen. Zusätzliche Unterstützung kam vom schwachen Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert. Europäische Händler melden für die Woche bis zum 15.05. Weizenexporte in einem Volumen von 539.000 Tonnen. Die Weizenexporte der EU stiegen damit im laufenden Vermarktungsjahr auf 17,75 Mio. Tonnen versus 22,25 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Standartweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai um 1,00€ auf 4,50€ unter Paris Dezember 18.

18.05.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT Weizen

17.05.2018 EU-Weizen-Exporte erreichen 17,69 Mio. Tonnen

Europäische Händler meldeten heute für die Woche bis zum 15.05.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 539.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 17,69 Mio. Tonnen. Das ist Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 19,407 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 24,54 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 84.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 3,598 Mio Tonnen versus 2,929 Mio Tonnen im Vergleichszeitraum 2016/17.

17.05.2018 CBoT-Weizenkurse steigen wegen Wetterrisiken deutlich

Heute Nachmittag steigen die Kurse der CBoT-Weizenfutures deutlich, weil es in verschiedenen amerikanischen Anbauregionen erneut Problem mit dem Wetter gibt. Es wird von Hagelstürmen in Kanada als auch in Kansas berichtet. Außerdem stresst Trockenheit in Australien und inzwischen auch in russischen Anbauregionen die Getreidebestände.

An der Börse kommt es zu Short-Abdeckungen.

Die Kurse am Pariser Matif folgen dem Trend aus Chicago. 


HANSA Terminhandel GmbH

17.05.2018 EU-Exporte retten Frankreichs Getreidebilanz

Ein Zwölf-Jahres-Hoch beim Export von französischem Weizen in andere EU-Länder rettet die Exportbilanz des größten europäischen Weizenproduzenten. Die Endbestände dürften sich in dieser Saison auf einem normalen Niveau befinden.
In seinem monatlichen Bericht über Angebot und Nachfrage am Getreidemarkt, hebt FranceAgriMer seine Schätzung zum Weizenexport in andere EU-Länder für 2017/18 auf 9,1 Mio. Tonnen an. Im letzten Monat ging man noch von 8,9 Mio. Tonnen aus.
Das letzte Mal, dass Frankreich innerhalb der Gemeinschaft die Neun-Mio.-Grenze überschritt, war 2005/06. Im Vorjahr lagen diese Ausfuhren bei fünf Mio. Tonnen.
Die Ausfuhren in Drittländer steigen FranceAgriMer zufolge auf 8,4 Mio. Tonnen (Vormonatsschätzung: 8,3). Das ist also weniger als Frankreichs Intra-EU-Handel.
Frankreich verspürt die harte Konkurrenz anderer großer Exporteure, wie Russland, wo im letzten Jahr eine Rekordernte eingefahren wurde. Die große Trockenheit in Spanien hatte aber dort eine kleinere Getreideernte zur Folge. Das hat Frankreichs Exportbilanz gerettet.
Die Bahnstreiks in Frankreich seit April hatten bisher nur einen begrenzten Einfluss. Im April exportierte Frankreich mit 1,1 Mio. Tonnen die größte Weizenmenge der Saison. Die Logistikkosten sind durch den Streik der SNCF-Mitarbeiter allerdings gestiegen.
Die Weizen-Endbestände der Saison 2017/18 werden nun auf 2,5 Mio. Tonnen geschätzt; im April ging man noch von 2,7 Mio. Tonnen aus.
Für Gerste senkte FranceAgriMer allerdings seine Exportaussichten in Drittländer auf 3,1 Mio. Tonnen von 3,4 Mio. tonnen zuvor. Auch hier bezogen EU-Länder etwas mehr: 3,4 Mio. Tonnen Die Vormonatsschätzung lag bei 3,3 Mio. Tonnen. Die Endbestände bei Gerste dürften dann bei 1,1 Mio. Tonnen liegen (Vormonat: 1 Mio. Tonnen).
Beim Mais senkt FranceAgriMer seine Schätzung der Endbestände der Saison 2017/18 auf 2,7 Mio. Tonnen (Vormonat: 2,8 Mio. Tonnen). Auch hier waren es größere Lieferungen in andere EU-länder die zu dem besseren Ergebnis beitrugen. In EU-Länder werden in dieser Saison insgesamt 5 Mio. tonnen Mais ausgeführt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

17.05.2018 CBoT-Weizenkurse steigen am 3. Tag in Folge

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures steigen auch heute Morgen am dritten Tag in Folge. Unterstützt liefert die Trockenheit in den großen Exportnationen USA und Australien. Es sind dort Ertragsverluste zu erwarten.
Trotzdem glauben Händler in Fernostasien nicht an ein Rally, da der Weltmarkt mit Weizen gut versorgt ist.
Australische Farmer säen ihren Weizen zur Ernte im Dezember in den trockensten Boden seit Jahren. Der Kontinent ist der viert-größte Weizenexporteur der Welt. Wenn es dort bis Juni regnen sollte, ist die Furcht vor Ertragsverlusten aber wohl wieder verflogen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

17.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit minimalen Aufschlägen. Händler schlossen Short-Positionen, nachdem der Markt zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit fast 3 Wochen handelte. Unterstützung kam vom Minneapolis-Sommerweizen, bei dem sich die Aussaat aufgrund der kalten Bodentemperaturen verzögert. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen, sowohl im Inland als auch am Weltmarkt, begrenzte aber das Aufwärtspotenzial. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 100.000 bis 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT fester. An der Euronext in Paris erholten sich die Weizenfutures von dem 2-Wochen-Tief in dieser Woche und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Gewinnen. Der Dezember 18 Termin konnte die kürzlich gerissene Unterstützungslinie von 174 Euro wieder überwinden. Der schwache Euro unterstützte den Kursanstieg. Begrenzt wurde der Anstieg durch das freundliche Wetter in Europa. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standartweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai um 0,50€ auf 3,50€ unter Paris Dezember 18.

17.05.2018 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 100.000 - 500.000 Tonnen

16.05.2018 Wettermeldungen
Nordamerika: Warmes und trockenes Wetter in Kansas und in den umliegenden Regionen der südlichen US-Plains wird sich negativ auf auf den Zustand der Winterweizenbestände auswirken.
Südamerika: Weit verbreitete kühle Temperaturen in den kommenden 10 Tagen wirken sich regional unterschiedlich stark auf die Bestände in Argentinien und Süd-Brasilien aus.
Australien: Nahezu sämtliche Regionen werden in den kommenden 7-10 Tagen wenig bis gar keine Niederschläge erhalten und die Böden weiter austrocknen.
Eurasien: Niederschläge in den Getreideanbauregionen in der Ukraine und in Russland versorgen die Böden mit Feuchtigkeit, hindern die Landwirtschaft aber bei der Sommergetreideaussaat.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des vierten Weizen-Updates

Institutionelle Anleger drehten vergangene Woche ihren Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von Netto-Short auf Netto-Long. Das zeigt der heute von der Euronext zum vierten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist nun aktuell mit 7.077 Kontrakten Netto-Long und wettet damit mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, drehte den Bestand von Netto-Long (5.446 Lots) auf Netto-Short (17.900 Lots). Diese Gruppe der hat einen Anteil von 57,98% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 65,2%).
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,79% (Vorwoche: 17,1%).
Erwähnt sei noch, dass lediglich 77,77% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

16.05.2018 Ukraine: Getreideexporte weiter hinter Vorjahr

Die ukrainischen Getreideexporte im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 erreichen aktuell ein Volumen von 35,4 Mio. Tonnen und liegen damit weiterhin hinter den Exporten im Wirtschaftsjahr 2016/17 zum selben Zeitpunkt, als 38,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert wurden. Bisher wurden u.a. 15,7 Mio. Tonnen Weizen, 15,3 Mio. Tonnen Mais und mehr als 4,19 Mio. Tonnen Gerste exportiert, meldet das Landwirtschaftsministerium. Im vergangenen Jahr wurden in der Ukraine 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet, 2016 wurde das bisherige Rekordergebnis von 66 Mio. Tonnen erreicht. In dieser Saison könnten 41 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.05.2018 Deutscher Raiffeisenverband rechnet mit schwächerer Weizen- und Rapssaaternte
In seiner dritten Ernteschätzung für 2018 erwartet der DRV eine um 2,0% geringere Weizenernte von 23,98 Mio. Tonnen für Deutschland. Als Grund für den Rückgang wird die geringere Anbaufläche genannt. Einen noch stärkeren Rückgang erwartet der Verband für die Rapssaatproduktion. Sie wird auf 4,12 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre ein Rückgang zum Vorjahr um 3,3%. Als Gründe werden die hohen Temperaturen und das schnelle Längenwachstum ohne starke Seitentriebbildung genannt. Im vergangenen Jahr enttäuschte die Rapssaatproduktion in Deutschland mit einen Ergebnis von 4,3 Mio. Tonnen. Der langjährige Durchschnitt liegt deutlich höher bei 5,1 Mio. Tonnen.
Bei der Wintergerste rechnet der Verband aufgrund einer um 0,8% gesunkenen Anbaufläche gegenwärtig mit einer Erntemenge von rund gut 8,7 Millionen Tonnen. Sommergerste liegt mit einer Flächenprognose von 436.000 Hektar deutlich über den Erwartungen. Die Produktionserwartung steigt daher zum Vorjahr um 30,4%.
Auch bei der Sommerweizenanbaufläche geht der DRV von einer kräftigen Ausweitung auf 108.000 Hektar aus. Das wäre ein Anstieg um 157% zum Vorjahr.
Im April lag die Schätzung der Weizenproduktion bei 24,29 Mio. Tonnen und die Schätzung der Rapssaat-Produktion bei 4,62 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.05.2018 Frankreich: FranceAgriMer erwartet leichten Anstieg Weizenexporte

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hebt die monatliche Schätzung der Weizenexporte Frankreichs im Vermarktungsjahr 2017/18 außerhalb der EU von 8,3 Mio. Tonnen im April auf nun 8,4 Mio. Tonnen. Auch die Exporte innerhalb der EU könnten sich besser entwickeln als noch im Vormonat und werden nun auf 9,1 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 8,9 Mio. Tonnen).
Die Prognose der Weizenbestände zum Ende der Saison 2017/18 sinkt demnach um 200.000 Tonnen auf 2,5 Mio. Tonnen.
Geringer als noch im April erwartet fällt die Prognose der Gerste-Exporte außerhalb der EU aus. Im April lag sie bei 3,4 Mio. Tonnen, nun sind es für die Saison 2017/18 nur noch 3,1 Mio. Tonnen. Etwas kompensiert wird das durch die gestiegenen Erwartungen an die Exporte innerhalb der EU, die von 3,3 Mio. Tonnen auf 3,4 Mio. Tonnen steigen könnten.
Beim Mais erwartet FrancAgriMer zum Ende der Saison 2017/18 Endbestände von 2,7 Mio. Tonnen (Vormonat: 2,8 Mio. Tonnen).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.05.2018 Getreidemail

Kaufaktivitäten nach den Verlusten der vergangenen Tage ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Verbesserte Wetterbedingungen in den von Trockenheit geplagten US-Plains begrenzten das Aufwärtspotenzial. Das USDA bewertete am 14. Mai 36% der Feldbestände mit dem Top-Rating „good-to-excellent“ (Vorwoche: 34%) Institutionelle Anleger kauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris schlosssen die Weizenfutures nahezu unverändert. Der Wechselkurs des Euro fiel auf den tiefsten Stand in diesem Jahr und verbessert damit die Wettbewerbsfähikeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Ägypten kaufte gestern etwas überraschend 60.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft für den Lieferzeitraum 15.6. - 25.6. zum Preis von $219,90/Tonne FOB. Frankreichs Landwirtschaftsministerium reduzierte die mtl. Schätzung der Anbaufläche für Weizen in diesem Jahr von 4,98 Mio. Hektar auf 4,95 Mio. Hektar. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt wäre das ein Rücktang um 1,9%. Die deutsche Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte 2018 wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,6 % verkleinert und ist jetzt 2,95 Mio. Hektar groß. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standartweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai um 1€ auf 4€ unter Paris Dezember 18.

16.05.2018 Weizenkurse werden von Trockenheit in Australien und den USA gestützt

Trockenes Wetter in den Weizenregionen der beiden großen Exportnationen USA und Australien stützt heute Morgen die Weizenkurse am CBoT.
Ole Houe Agrarmarktanalyst in Sydney Australien meint, dass der Chicago-Weizen deshalb unterbewertet ist. Australische Farmer säen den Weizen für die nächste Ernte in so trockene Boden, wie seit Jahren nicht mehr. Bereits im letzten Jahr hatte der viert-größte Weizenexporteur der Welt die kleinste Weizenernte seit einem Jahrzehnt.
Der US-Hard-Red-Winterweizen litt monatelang unter Trockenheit, trotzdem bewertete das USDA am 14. Mai 36 % der Feldbestände dort mit dem Top-Rating „good-to-excellent“.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

15.05.2018 Ägypten kauft 60.000 Tonnen Weizen

Der Nachrichtendienst Reuters meldet, dass Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC 60.000 Tonnen Weizen ukrainscher Herkunft gekauft hat. Weitere Informationen liegen und zur Zeit noch nicht vor.

15.05.2018 Tunesien kauft Weizen und Gerste
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäuufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 100.000 Tonnen Mahlweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Das melden europäische Händler. Der Weizen (4 x 25.000 Tonnen) wurde zu Preisen von $212,75, $216,17, $215,93 und $216,25/Tonne c&f gekauft. Gerste wurde zu $218,69/Tonne c&f gekauft.
Die Lieferung soll zwischen dem 10. Juli und dem 20. August erfolgen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
15.05.2018 Ägypten: Günstigste Offerte kommt aus der Ukraine

Die günstigste Offerte auf die Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer ungenannten Menge Mahlweizen optionaler Herkunft für den Lieferzeitraum 15. Juni - 25. Juni liegt bei $219,90/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen ukrainischer Herkunft.
Ergebnisse der Ausschreibung sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

15.05.2018 Ukraine: Landwirtschaftsministerium erwartet steigende Getreideerträge 2018/19

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium erwartet für die Saison 2018/19 Getreideerträge von 4,42 Tonnen/Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 4%.
Die Weizenerträge werden auf 4,1 Tonnen pro Hektar geschätzt, bei den Gerste-Erträgen liegt die Schätzung bei 3,15 Tonnen pro Hektar (Vorjahr: 3,31 Tonnen pro Hektar).
Trotz der ungünstigen Wetterbedingungen belässt das Ministerium die Ernteschätzung für die Vermarktungsperiode 2018/19 unverändert bei 61 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

15.05.2018 Frankreich: Landwirtschaftsministerium erwartet stabile Maisanbaufläche 2018

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die Anbaufläche für Mais in Frankreich in diesem Jahr auf 1,38 Mio. Hektar. Das ist unverändert zum Vorjahr. Allerdings würde die Anbaufläche damit 11,9% hinter dem 5-Jahres-Mittel liegen.
Die Anbaufläche für Zuckerrüben schätzt das Ministerium auf 483.000 Hektar, das wäre ein Rückgang um 0,7% zu 2017, verglichen mit dem 5-Jahres-Durchschnitt wäre sie jedoch 16,3% größer.
Beim Weizen liegt die Schätzung mit 4,95 Mio. Hektar 0,2% niedriger, als im Vormonat (4,98 Mio. Hektar) und 1,9% hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

15.05.2018 Gute Fortschritte bei der US-Mais- und Sojabohnenaussaat
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend das wöchentliche Update des Crop-Progress-Report veröffentlicht.

Daraus geht hervor, dass sich der Zustand der US-Winterweizenbestände erneut etwas verbessert hat. 36% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 34%). Analysten erwarteten im Durchschnitt unveränderte Ratings. Die Spanne der Schätzungen der Analysten lag zwischen 33% und 36%. Der Anteil der Bestände mit dem Rating „schwach bis sehr schwach“ sank um 1% von 37% auf 36%.
Die Sommerweizenaussaat ist per 6. Mai auf 58% der Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 30%; Vorjahr: 75% und 5-Jahres-Durchschnitt: 67%). Analysten erwarteten den Fortschritt der Sommerweizenaussaat in einer Spanne von 43-82% und im Durchschnitt 52%.
Mais ist auf 62% der geplanten Flächen gelegt. In der Vorwoche waren es 39%, im Vorjahr 68% und im 5-Jahres-Durchschnitt 63%. Die Erwartung der befragten Analysten lag im Durchschnitt bei 59% (Spanne: 51-63%).
Bei den Sojabohnen sind 35% der geplanten Flächen bestellt versus 15% in der Vorwoche, 29% im Vorjahr und 26% im 5-Jahres-Durschchnitt. Analysten erwarteten durchschnittlich 30% (Spanne: 26-33%).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

 

15.05.2018 Der Winterweizenanbau wurde in Deutschland um 5,6 % eingeschränkt

Die deutsche Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte in 2018 wurde um 5,6 % verkleinert und ist jetzt 2,95 Mio. Hektar groß. Das meldete heute Morgen das Statistische Bundesamt.
Im Dezember lag die Schätzung noch bei einem Flächenrückgang von 4,7 %.
Da es im letzten Herbst sehr viel geregnet hat, konnten viele Landwirte nicht alle für Winterweizen verplanten Ackerflächen bestellen.
Die Anbaufläche für Rapssaat wird jetzt auf 1,25 Mio. Hektar geschätzt, ein Rückgang zum Vorjahr von 3,4 %. Die Flächen in Norddeutschland waren besonders nass.
Deutschland ist der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union und in vielen Jahren der größte Produzent von Rapssaat. Daraus wird Speiseöl und Biodiesel hergestellt.
Der Körnermaisanbau wurde in Deutschland um 7,4 % auf 463.000 Hektar ausgeweitet.
Silomais, der als Futter für Biogasanlagen oder als Viehfutter verwendet und deshalb kaum gehandelt wird, wurde auf 2,14 Mio. Hektar angebaut. Das ist ein Plus von 2,14 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

15.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und schlossen mit deutlichen Verlusten. Verbesserte Wetteraussichten in einigen US-Weizenanbauregionen, aber auch in der Ukraine und in Russland belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 404.180 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. 36% der US-Winterweizen-Bestände sind demnach in Top-Verfassung (Vorwoche: 34%; Vorjahr: 51%). Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Gewinnen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Verlusten. Der gestiegene Wechelkurs des Euro sorgte für zusätzlichen Kursdruck. Auf der Dezember-Fälligkeit wurde die charttechnische Unterstützungslinie von € 174 nach unten durchbrochen. Die nächste Unterstützung liegt in einem Bereich von €170 - €172. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standartweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei €5 unter Paris Dezember 18. In Polen stiegen die Preise für Exportweizen mit 12,5% zur promten Lieferung um 5 Zloty auf 715 Zloty/Tonne.

15.05.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 15. Juni - 25. Juni ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden. Zuletzt kaufte Ägypten am 29. März jeweils 355.000 Tonnen Weizen russischer und 120.000 Tonnen Weizen rumänischer Herkunft für den Lieferzeitraum 28. April - 8. Mai zu Preisen zwischen $217,00 - $219,65/Tonne FOB bzw. $233,18 - $235,50/Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel
14.05.2018 Russland: Weizen-Export-Preise sanken in der vergangenen Woche leicht

Die russischen Weizen-Export-Preise sanken in der vergangenen Woche und folgten damit dem Kursrückgang an der Chicagoer Börse und an der Euronext in Paris. Grund dafür sind unter anderem die verbesserten Wetterbedingungen in den Anbauregionen der Vereinigten Staaten und in der Schwarzmeer-Region.
Schwarzmeer-Weizen der neuen Ernte mit 12,5% Protein zur Lieferung im August sank dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge vergangene Woche um $1 auf $202/Tonne FOB. Weizen der alten Ernte zur Lieferung im Mai wird von IKAR bei geringer Liquidität unverändert bei $213/Tonne gesehen. SovEcon meldete hingegen einen moderaten Rückgang um $1,00/Tonne zur Vorwoche auf $212,50/Tonne FOB.
Russland gehört zu den weltweit größten Getreideexporteuren. Die Ernte startet gewöhnlich in der zweiten Junihälfte. 2017 wurde eine Rekord-Getreideernte eingefahren und für dieses Jahr sind die Erwartungen ebenfalls gut.
Im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 exportierte Russland per 9. Mai Getreide in einem Volumen von bisher 45,3 Mio. Tonnen (darunter 35,2 Mio. Tonnen Weizen). Im Vergleich zum Vorjahr ist da ein Anstieg um 44%.
SovEcon erwartet, dass die Getreideexporte im Mai ein Volumen 4,2 Mio. Tonnen erreichen. Im April wurden 4,26 Mio. Tonnen Getreide exportiert.
Die Sommergetreideaussaat ist auf 31% der geplanten Flächen bzw. 9,5 Mio. Hektar abgeschlossen (Vorjahr: 11,8 Mio. Hektar).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.05.2018 Irak: Weizen aus Australien wurde am günstigsten offeriert

Weizen aus Australien wurde im laufenden Tenderverfahrens zum Kauf von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Vereinigte Staaten, Kanada, Australien) mit einem Preis von $309/Tonne c&f am Günstigsten angeboten. Bisher wurde aber noch kein Vertragsabschluss gemeldet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.05.2018 Tunesien sucht Weizen und Gerste am Weltmarkt

Tunesien sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Weizen und 75.000 Tonnen Gerste optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 15. Mai. Gesucht wird das Getreide zur Lieferung, je nach Herkunft, zwischen dem 10. Juli und 20. August.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.05.2018 US-Sorghum wird jetzt in Spanien entladen

Eine erste Lieferung von US-Hirse (Sorghum) hat Spanien erreicht; es folgen weitere Schiffsladungen. Spanische Futtermittelhersteller werden Kunden von US-Sorghum, nachdem China seit April hohe Strafzölle für das US-Getreide erhebt.
US-Exporteure bemühen sich derzeit tausende Tonnen, eigentlich für China vorgesehenen Sorghum-Lieferungen, anderweitig zu verkaufen.
Sorghum findet in erster Linie als Futtermittel Einsatz und in China auch zum Destillieren des hochprozentigen Schnaps Baijiu.
Lieferungen nach Spanien waren schon angekündigt, jetzt ist aber tatsächlich das erste Schiff mit 56.500 Tonnen im nordspanischen Hafen Tarragona eingetroffen. In der kommenden Woche sollen dort drei weitere Schiffe (185.000 Tonnen), die in Texas ursprünglich mit einem Zielhafen in China beladen wurden, nun in Spanien entladen werden.
Einige Händler erwarten, dass Spanien rund 20 % der US-Sorghum-Exporte kaufen könnte. Damit wollen die Importeure in erster Linie Mischfutterbetriebe versorgen, die Schweinefutter herstellen. Bisher wurde in Europa nur wenig Sorghum eingesetzt, vielmehr hatte man Mais, Gerste und Weizen in den Futtermischungen.
Im Wirtschaftsjahr 2017/18 (also seit dem 01.07.2017) importierte die EU bis zum 8. Mai 169.000 Tonnen Sorghum. US-Exporteure bieten den Käufern in Europa günstige Preise. Das rechnet sich aktuell besser als der Einsatz von Mais- und Weizen. Ob die EU auch zukünftig mehr US-Sorghum einsetzt, hängt von der weiteren Entwicklung der Beziehung zwischen den USA und China ab.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

14.05.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)/ Weizen
Institutionelle Anleger sind beim SRW-Weizen in Chicago erstmals seit August 2017 wieder Netto-Long. Die Mehrheit der institutionellen Anleger glaubt also per 8. Mai 2018 mehrheitlich (wenngleich nur minimal) an steigende Preise. Diese Anlegergruppe, zu denen Banken, Investmentfonds und Versicherungen zählen, erhöhte ihren Anteil an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 01.05.- 08.05.18 um 9.703 Lots und reduzierte gleichzeitig die Short-Positionen um 23.325 Kontrakte.
   
Text und Grafik: HANSA Terminhandel /Quelle: CFTC
14.05.2018 Marokko gibt Müllern Anreiz, um lokalen Weizen zu verarbeiten

Am vergangenen Freitag versprach die marokkanische Regierung Zuschüsse für die Verarbeitung von lokal erzeugtem Getreide an. Importgetreide wird dabei nicht berücksichtigt.
Müller im nordafrikanischen Land zahlen in den staatlichen Lägern zudem weniger Lagergeld, das ebenfalls bezuschusst wird, sofern es sich dabei um lokalen Weizen handelt.
Der Referenzpreis für die Standardqualität von Weichweizen wurde mit 280 Dirhams per 100 kg festgelegt. Der Preis gilt in der Zeit vom 16. Mai bis 15. Oktober 2018.
In der vergangenen Woche hob die Regierung in Rabat die Importzölle für Weichweizen von 30 % auf 135 % an, um Importe zu reduzieren. Diese Maßnahme gilt ab der Veröffentlichung im Mitteilungsblatt der Regierung und soll bis zum 31. Oktober 2018 gelten.
Marokkos Getreideernte wird für 2018 auf 9,82 Mio. Tonnen geschätzt, genau wie im Vorjahr. Darin enthalten sind 4,81 Mio. Tonnen Weichweizen, 2,28 Mio. Tonnen Hartweizen sowie 2,73 Mio. Tonnen Gerste.
Mitte April wurden die Vorräte auf 1,6 Mio. Tonnen geschätzt; das ist genug um den Bedarf der lokalen Mühlenbetriebe für vier Monate zu decken.
Im Jahr 2017 importierte Marokko 4,2 Mio. Tonnen Weichweizen, 2,1 Mio. Tonnen Mais und 850.000 Tonnen Durum-Weizen, sowie 440.000 Tonnen Gerste.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

14.05.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe führten am vergangenen Freitag bei den Weizennotierungen in Chicago zu Kursverlusten. Das USDA überraschte viele Marktteilnehmer am Donnerstag mit einer unerwartet hohen Prognose für die US-Weizenproduktion 2018/19. Die Sorge um die von Trockenheit geplagten Weizenbestände in den US-Plains geriet offenbar in den Hintergrund. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren Verlusten. Bei vergleichsweise schwachen Umsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen für die Termine der Ernte 2018 mit moderaten Verlusten. Europäische Händler weisen auf einige unterstützende Fakten im USDA-Report hin. Für Russland erwartet das Ministerium eine starken Rückgang der Weizenproduktion 2018/19. Erwartet werden auch kleinere Endbestände in der EU. Die Welt-Endbestände, um die steigenden Endbestände Chinas bereinigt, zeigen ebenfalls einen signifikanten Rückgang. FranceAgriMer meldete am Freitag, dass sich der Zustand der französischen Winterweizenbestände in der vergangenen Woche stabilisiert hat. Wie schon in der Vorwoche erhielten 78% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. 

14.05.2018 CBoT-Weizenkurse sinken auf 2-Wochen-Tief – Sojakurse steigen

Die CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen bereits in ihrer vierten Sitzung in Folge und handeln aktuell auf ihrem zwei-Wochen-Tief. Der Weizenmarkt ist mit hohen Angebotsmengen überversorgt..
Dagegen steigen die Sojabohnenkurse heute Morgen nachdem sie auf ein Fünf-Wochen-Tief gesunken waren, weil die US-Anbieter durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China zutiefst verunsichert sind.
Einige Hedger haben wohl vorerst ihre Absicherungspositionen liquidiert, vermutet der Agrarstratege der Commonwealth Bank of Australia. Der Weizenpreis könnte aber noch weiter sinken, wenn auch noch die Investoren aus ihren Long-positionen aussteigen.
Das USDA hatte letzte Woche die US-Weizenernte 2018/19 auf 1,821 Mrd. Bushel geschätzt. Damit liegen sie über den Markterwartungen, die im Durchschnitt bei 1,777 Mrd. Bushel lagen. Das wären 5 % mehr als im Vorjahr.
Winterweizen in den US-Plains hatte monatelang unter Trockenheit gelitten; das USDA hatte ihn ihrer Schätzung aber noch Sommerweizen und Durum hinzugerechnet und kommt auf einen Anstieg von 34 % gegenüber dem Vorjahr.
Außerdem erwartet man in Russland, dem weltweit größten Weizenexporteur erneut eine Rekordernte.
Das USDA hatte am Donnerstag für die USA einen Rekord der Sojabohnenexporte 2018/19 vorhergesagt. Auch das wurde so vom Markt nicht erwartet, da Peking damit droht einen Strafzoll von 25 % auf US-Sojabohneneinfuhren einzuführen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

13.05.2018 CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen per 08.05.18

 

11.05.2018 Wettermeldungen

Nordamerika: Extrem warmes Wetter und unterdurchschnittlich geringe Niederschläge in den südlichen US-Plains in den kommenden 10 Tagen belasten die Winterweizenbestände.
Südamerika: Die Temperaturen werden sich in der nächsten Woche in Argentinien und in Südbrasilien allmählich abkühlen. In den Hauptanbaugebieten Brasiliens wird aber weiterhin ungünstig warmes Wetter erwartet.
Australien: Die überwiegende Mehrheit der australischen Weizen- und Rapsanbauregionen wird in den nächsten 10 Tagen wenig bis keine Niederschläge erhalten. Kühlere Temperaturen könnten aber die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit während dieser Zeit mindern.
Eurasien: Starke Regenfälle in der Ukraine und in Südrussland werden zu der bereits hohen Bodenfeuchtigkeit in der gesamten Region beitragen und die Frühjahrsbestellung kurzfristig behindern.

11.05.2018 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist zu 76% komplett

In der Ukraine ist die Aussaat von Sommergetreide bisher auf 84% der geplanten Flächen bzw. 6,2 Mio. Hektar erledigt. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Auf einer Fläche von 1,5 Mio. Hektar wurde Sommergerste ausgesät, darüber hinaus auf 412.000 Hektar Erbsen, auf 185.000 Hektar Hafer, 163.000 Hektar Sommerweizen und 3,8 Mio. Hektar Mais.
Geplant ist die Aussaat von Sommergetreide in diesem Jahr auf einer Fläche von 7,40 Mio. Hektar. Davon 4,6 Mio. Hektar Mais, 1,6 Mio. Hektar Gerste, 423.000 Hektar Erbsen, 204.000 Hektar Hafer und 177.000 Hektar Weizen.
Die Ukraine ist der weltweit drittgrößte Getreideexporteur und die Anbaufläche für Sommer- und Wintergetreide könnte in dieser Saison 14 Mio. Hektar übertreffen.
Im vergangenen Jahr wurde Sommergetreide auf 7,3 Mio. Hektar angebaut und die Erntemenge erreichte ein Volumen von 61,3 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

11.05.2018 FranceAgriMer: Zustand der Weizenbestände hat sich stabilisiert
FranceAgriMer meldet heute Nachmittag, dass die Maisaussaat in Frankreich per 7. Mai auf 74% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 57%, vor einem Jahr waren es bereits 91%.
Der Zustand der Winterweizenbestände hat sich unterdessen stabilisiert. FranceAgriMer erteilte, wie schon in der vergangenen Woche, für 78% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. Bei der Wintergerste blieb der Zustand ebenfalls unverändert und 74% der Bestände erhielten das Top-Rating.
Etwas verschlechtert hat sich der Zustand der Sommergerste in Frankreich. Nach 80% in der Vorwoche erhielten nun nur noch 78% der Bestände die Top-Bewertung.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
11.05.2018 Weizenaussaat in Australien in Gefahr

Im Getreidegürtel an der Australien Ostküste herrscht Trockenheit, die die Feldbestellung für die nächste Weizenernte behindert. Einige Farmer warten mit der Aussaat auf Regen, andere haben bereits gesät, weil sich das Zeitfenster für eine optimale Aussaat schließt. Wenn es in den kommenden zwei Wochen keinen Regen gibt, hat das für beide Lager und damit für die gesamte Weizenernte in 2019 eine große Bedeutung.
Händler haben ihre Prognosen bereits unter die erste offizielle Ernteschätzung gesenkt. Die Regierung geht noch von 23,7 Mio. Tonnen aus, die privaten Prognosen liegen derzeit bei 21,2 Mio. Tonnen. Viele Beobachter gehen davon aus, dass die Weizenernte in Australien sieben Mio. Tonnen kleiner ausfällt, als im letzten Jahr.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

11.05.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago schlossen gestern auf dem tiefsten Niveau seit nahezu 2 Wochen, nachdem das USDA seinen WASDE-Report veröffentlichte. Sowohl für 2017/18 als auch für 2018/19 schätzte das Landwirtschaftsministerium die Endbestände für Weizen in den Vereinigten Staaten höher, als Analysten es erwarteten. Für das Vermarktungsjahr 2018/19 schätzte das Ministerium die Endbestände auf 955 Mrd. Bushel (durchschnittliche Erwartung: 930 Mio. Mrd. Bushel), für 2017/18 waren es 1,07 Mrd. Bushel. (durchschnittliche Erwartung: 1,065 Mrd. Bushel). Die Schätzung der globalen Endbestände 2018/19 lag mit 264,33 Mio. Tonnen aber deutlich niedriger, als die durchschnittliche Erwartung von 269,18 Mio. Tonnen. Mit insgesamt nur 83.400 Tonnen US-Weizen enttäuschen die wöchentlichen US-Export-Sales auf ganzer Linie. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures ebenfalls mit Verlusten. Generell gute Aussichten für die Getreidebestände in der Europäischen Union meldet das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains. Das Unternehmen warnte jedoch davor, dass das heiße Wetter in einigen Teilen im Osten der EU die Bestände stressen könnte.

11.05.2018 CBoT-Weizen: Größter Wochenverlust seit Mitte März

Seit mittlerweile drei Handelstagen sinken die Kurse des CBoT-Weizenfutures; sie werden Heute wohl den größten Wochenverlust seit zwei Monaten festschreiben. Die Ernteschätzung des USDA von gestern fiel höher aus als erwartet.
Gestern handelte der Kurs des Frontmonats sogar wieder nahe der 5-Dollar-Marke, das wurde zuletzt am 27. April gehandelt. Einige Händler haben für sich wohl entschieden, dass die Rally beim Weizen zu Ende ist. Zumal das USDA für US-Sommerweizen, Durum und anderen hochproteinreichen Getreidearten einen Anstieg von 34 % der Produktion zum Vorjahr vorhersagt.
Die weltweiten Weizenbestände kommen, der Schätzung des USDA nach, am Ende der Saison 2018/19 auf 264,33 Mio. Tonnen. In der Saison 2017/18 wurde mit 270,46 Mio. Tonnen das letzte Allzeit-Hoch eingefahren.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Sao-Trader

10.05.2018 US-Export-Sales: Weizenexporte enttäuschend

10.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des dritten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum dritten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aber aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 22.401 Lots auf 7.077 Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierte den Anteil der Netto-Long-Positionen um 26.735 von 32.201 Lots auf 5.446 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 65,2% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 64,3%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 17,1% (Vorwoche: 16,2%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei zuletzt 49,2%. 
Erwähnt sei noch, dass lediglich 82,2% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,5%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

Text: HANSA Terminhandel / Quelle:Euronext

10.05.2018 Getreidemail

Positionierungen vor dem heutigen USDA-Bericht und Meldungen über willkommene Niederschäge in den US-Plains und in Russland sorgten gestern für leichte Verluste in Chicago. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministeirum den monatlichen WASDE-Report. Analysten erwarten eine moderate Reduzierung der globalen Weizen-Endbestände für die Vermarktungsperiode 2018/19 auf 269,18 Mio. Tonnen (2017/18: 271 Mio. Tonnen). Die Erwartungen der US-Weizenendbestände 2018/19 liegen im Durchschnitt bei 0,930 Mrd. Bushel (Spanne der Schätzungen: 0,780 - 1,075 Mrd. Bushel Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert zum Vortag. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures nicht dem Abwärtsdruck entziehen und schlossen mit Ausnahme der auslaufenden Mai-Fälligkeit mit Verlusten. Der schwache Wechselkurs des Euro begrenzte die Verluste. Institutionelle Anleger an der Euronext in Paris reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche von 22.401 auf 7.077 Lots. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai um 0,50€ auf 4,50€ über Mai 18.

10.05.2018 Beste Vegetationsbedingungen im Schwarzmeerraum

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures notieren zur Stunde stabil bis leicht fester; höhere Kurse werden aber durch die großen weltweiten Vorräte verhindert. Außerdem herrschen in den südlichen Weizenanbauregionen Russlands beste Vegetationsbedingungen.
Dagegen waren die Pflanzenentwicklungen für Sommerkulturen in den USA ein wenig verzögert und auch mit dem Wintergetreide gab es Probleme. Wenn man aber die Versorgungslage der Welt beschaut, kann man sich kaum vorstellen, dass es signifikant weniger Angebote geben wird. So beschreibt Phin Ziebell, der Agrarökonom der National Australia Bank, die Lage am Weizenmarkt.
Aus seiner Sicht wird es vorerst keine Rally an den Terminmärkten geben auch wenn es in den USA Ertragsminderungen geben wird. Der Schwarzmeerraum ist auf bestem Wege, für eine weitere Rekordernte.
Heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht das USDA ihren monatlichen supply-demand Report.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

10.05.2018 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 200.000 - 700.000 Tonnen

09.05.2018 Argentinien: Erntemaschinen stecken im Schlamm fest – Handelsbilanz in Gefahr

Die Sojabohnen-Erntemaschinen bleiben in Argentinien im Schlamm stecken. Vom Regen durchtränkte Böden gefährden eine ordentlich Ernte im Südamerikanischen Land, in dem der Sojabohnenexport die wichtigste Geldquelle ist, um das große Handelsdefizit zu begrenzen und die Währung stabil zu halten.
Die Sojabohnenernte war bereits während der Vegetationszeit gefährdet, weil bis zum April eine monatelange Trockenheit die Erträge begrenzte. Im direkten Anschluss verwandelte Starkregen viele ausgetrocknete Felder in Schlammwüsten.
Die exzessive Nässe könnte die Sojaernte nun noch einmal 5 bis 10 % kosten.
In einigen Regionen sind die Schoten der Sojabohnen bereits aufgeplatzt und gehen verloren oder keimen an der Pflanze. Das mindert die Produktqualität und dafür wird laut Aussage der Buenos Aires Grains Exchange bis zu 30 % weniger Geld erlöst. Außerdem verheißen die Wettervorhersagen für die kommenden Tage nichts Gutes; es soll weiter Regnen!
Der Doppelschlag durch die anfängliche Trockenheit und dem nachfolgen Starkregen bewegt auch die Finanzmärkte im Südamerikanischen Land. Die Regierung strebt ein Handelsbilanzdefizit von maximal 2,5 % an. Dafür sind aber die 27,5 % Exportsteuern auf Sojabohnen und Sojaöl, sowie Sojaschrot verplant.
Eine kleinere Ernte bedeuten automatisch weniger Steuereinnahmen, dabei ist das Land ohnehin schon in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die Regierung Macri arbeitet mit dem internationalen Währungsfonds an einer Strategie, die Wirtschaft zu stabilisieren. So eine gemeinsame Presserklärung von gestern.
Man erwartet bisher noch eine landesweite Sojabohnenernte von 37 bis 38 Mio. Tonnen, die sich durch den Regen noch um 1 bis 1,5 Mio. Tonnen verringern könnte.
Das USDA hatte die argentinische Sojabohnenernte im April noch auf 40 Mio. Tonnen geschätzt. Zu Beginn der Vegetationszeit und vor der Trockenheit lag die Prognose noch bei 57 Mio. Tonnen.
Außerdem hatte das USDA seine Ernteschätzung für argentinischen Mais zuletzt auf 33 Mio. Tonnen geschätzt, nach 42 Mio. Tonnen. In einigen Regionen des Landes wurde die Maisernte bereits ebenfalls wegen Regen unterbrochen. Später gesäter Mais kann aber ohnehin erst Ende Mai geerntet werden. Eine gute Maisernte wird aber schon jetzt nicht mehr erwartet.
Für die Aussaat von Weizen kommt der Regen aber gerade recht und man ist optimistisch, dass wenigstens hier eine gute Ernte zustande kommt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

09.05.2018 Getreidemail

Technische Käufe und Shortadeckungen sowie Positionierungen vor dem morgigen USDA-Report ließen die Weizenfutures nach zwei Tagen mit Verlusten gestern in Chicago moderat fester schließen. Meldungen über Niederschläge in bedeutenden Anbauregionen in Australien, der Schwarzmeer-Region und den US-Plains begrenzten den Anstieg. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und vom schwachen Euro profitieren und schlossen mit Ausnahme der Mai-Fälligkeit 18 auf allen Terminen mit Gewinnen. Im Handelsverlauf wurde auf der Dezember-Fälligkeit erneut (wie bereits am Freitag) das höchste Niveau seit dem 9. Oktober erreicht. Aufgrund des Feiertags in Frankreich war der Handel ziemlich ruhig. Die EU-Kommission veröffentlichte gestern die EU-Weizenexporte 2017/18 per 7. Mai. Sie erreichten ein Volumen von 17,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 21% zum Vorjahr, als zur selben Zeit bereits 21,8 Mio. Tonnen Weizen exportiert wurden. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei 4€ über Mai 18. Offerten für die neue Ernte zur Lieferung im September notierten 1€ unter Paris September 18.

08.05.2018 EU Weichweizenexporte jetzt 21 % weniger als vor einem Jahr

Bis zum 07. Mai hat die EU 17,2 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert, das sind 21 % weniger als zu diesem Termin vor einem Jahr als es 21,8 Mio. Tonnen waren. Die Gerstenexporte im Wirtschaftsjahr 2017/18 beliefen sich auf 5 Mio. Tonnen und damit 7 % mehr als vor einem Jahr zu diesem Termin.
Außerdem importierte die EU in diesem Wirtschaftsjahr 14,8 Mio. Tonnen Mais. Das waren 47 % mehr als die 10 Mio. Tonnen am 7. Mai 2017.
Diese Zahlen wurden vom dem Statistikamt der EU zwei Tage früher als üblich veröffentlicht, weil in vielen Teilen der EU am Donnerstag Christi Himmelfahrt gefeiert wird.

08.05.2018 Russland: Exporte weniger dynamisch

Die russischen Weizen-Export-Preise veränderten sich in der vergangenen Woche kaum, während das Export-Volumen sanken.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Mais blieb dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge vergangene Woche unverändert bei $213/Tonne FOB. SovEcon meldete einen moderaten Anstieg um $0,50/Tonne zur Vorwoche auf $213,50.
Im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 exportierte Russland per 2. Mai Getreide in einem Volumen von bisher 44,2 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist da ein Anstieg um 43%.
SovEcon erwartet, dass die Getreideexporte im Mai nur noch ein Volumen 3,7 Mio. Tonnen erreichen, davon 2,9 Mio. Tonnen Weizen. Im April wurden 4,6 Mio. Tonnen Getreide exportiert (davon Weizen: 3,5 Mio. Tonnen).
Weizen der Klasse III im europäischen Teil Russland kostete vergangene Woche 9.050 Rubel ($144,40)/Tonne aus Basis ex works.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

08.05.2018 US-Crop-Progress-Report: Maisaussaat nimmt Fahrt auf
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend das wöchentliche Update des Crop-Progress-Report veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sich der Zustand der US-Winterweizenbestände etwas verbessert hat. 34% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 33%). Analysten erwarteten auch eine Verbesserung der Ratings um 1%. Der Anteil der Bestände mit dem Rating „schwach bis sehr schwach“ blieb unverändert bei 37%. Die Sommerweizenaussaat ist per 6. Mai auf 30% der Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 10%; Vorjahr und 5-Jahres-Durchschnitt: 51%). Analysten erwarteten den Fortschritt der Sommerweizenaussaat in einer Spanne von 20-41% und im Durchschnitt 31%.
Mais ist auf 39% der geplanten Flächen gelegt. In der Vorwoche waren es 17%, im Vorjahr 45% und im 5-Jahres-Durchschnitt 44%. Die Erwartung der befragten Analysten lag im Durchschnitt bei 37% (Spanne: 28-47%).
Bei den Sojabohnen sind 15% der geplanten Flächen bestellt versus 5% im Vormonat und 13% im Vorjahr und im 5-Jahres-Durschchnitt. Analysten erwarteten durchschnittlich 14% (Spanne: 10-22%).
08.05.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit kräftigen Abschlägen schließen. Wetterdienste erwarten Niederschläge in den von Trockenheit geplagten US-Winterweizen-Regionen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 327.662 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. 34% der US-Winterweizen-Bestände sind demnach in Top-Verfassung (Vorwoche: 33%; Vorjahr: 53%). Analysten erwarteten eine Verbesserung der Ratings um 1%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit moderaten Abschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Der Euro geriet gestern erneut unter Druck und verhinderte einen stärkeren Rückgang in Paris. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei 4 Euro über Paris Mai 18. Saudi Arabien meldete gestern den Kauf von 545.000 Tonnen Weizen zum Durchschnittspreis von $247,84/Tonne c&f. Deutscher Weizen hat gute Chancen berücksichtigt zu werden, aber auch Polen, Frankreich und den baltischen Staaten werden gute Chancen attestiert.

08.05.2018 Crop-Rating in den USA leicht verbessert

Seit mittlerweile drei Handelstagen sinken die CBoT-Weizenkurse und erreichen heute Morgen ihr Wochen-Tief. Das USDA hatte gestern die Winterweizen-Feldbestände in den Plains besser bewertet, als zuvor.
Händler in Fernostasien analysieren heute Morgen, dass die Wettermodelle für die US-Anbaugebiete alle Marktbeteiligten zum Verkaufen anregen. Es soll in den Hard-Red-Winter-Gebieten etwas mehr Regen geben.
Nach dem gestrigen Handelstag in Chicago hatte das USDA in seinem wöchentlichen Bericht über den Entwicklungsstand 34 % der Weizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ eingestuft. Letzte Wochen waren es 33 %.
Die Weizenernten in Russland und der Ukraine sollen wieder sehr groß ausfallen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

07.05.2018 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist zu 76% komplett
In der Ukraine ist die Aussaat von Sommergetreide bisher auf 76% der geplanten Flächen erledigt. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Auf einer Fläche von 1,6 Mio. Hektar wurde Sommergerste ausgesät, darüber hinaus auf 408.000 Hektar Erbsen, auf 181.000 Hektar Hafer, 158.000 Hektar Sommerweizen und 3,3 Mio. Hektar Mais.
Geplant ist die Aussaat von Sommergetreide in diesem Jahr auf einer Fläche von 7,38 Mio. Hektar. Davon 4,6 Mio. Hektar Mais, 1,6 Mio. Hektar Gerste, 423.000 Hektar Erbsen, 204.000 Hektar Hafer und 177.000 Hektar Weizen.
Die Ukraine ist der weltweit drittgrößte Getreideexporteur und die Anbaufläche für Sommer- und Wintergetreide könnte in dieser Saison 14 Mio. Hektar übertreffen.
Wetterdienste bewerten die gegenwärtigen Bedingungen für Sommer- und Wintergetreide als hervorragend.
Im vergangenen Jahr wurde Sommergetreide auf 7,3 Mio. Hektar angebaut und die Erntemenge erreichte ein Volumen von 61,3 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
07.05.2018 CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen per 01.05.18
   
07.05.2018 Irak sucht 50.000 Tonnen Weizen
Der Irak sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen kanadischer, australischer oder US-Herkunft. Das teilte das Handelsministerium dem Nachrichtendienst Reuters mit. Die Angebotsfrist endet am 14 Mai und die Offerten müsen eine Gültigkeit bis zum 20. Mai aufweisen. 
Die irakische Getreidebörse meldete heute, dass in der laufenden Saison bisher über 300.000 Tonnen Weizen auf dem lokalen Markt gekauft wurde.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
07.05.2018 Saudi Arabien kauft 545.000 Tonnen Weizen
Saudi Arabiens staatlicher Einkäufer SAGO meldet den Kauf von 545.000 Tonnen Weizen. Der Durchschnittspreis liegt bei $247,84/Tonne c&f verus $240,16/Tonne c&f beim vorherigen Kauf am 5. Februar. Offerten erhielt SAGO über Weizen aus der Europäischen Union, Nord Amerika, Süd Amerika und Australien. Der Verkäufer hat die Wahl bei der Selektion der Herkunft. Die Angebotsfrist für die Ausschreibung endete am Freitag. Gesucht wurde Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Juli und im August. Der Kauf beinhaltet insgesamt 9 Lieferungen an die Häfen in Jeddah (6) und Dammam (3). 
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
07.05.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe sorgten am vergangenen Freitag für kräftige Verluste in Chicago. In Teilen der US-Plains hat es geregnet und weitere Niederschläge werden für die kommenden Tage erwartet. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Abschlägen.
An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures wenig beeindruckt von den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen minimal fester. Nur der auslaufende Maitermin 2018 verzeichnete Verluste. Gestützt wurde der Markt vom schwachen Wechselkurs des Euro. Mit Spannung wird das Ergebnis der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 540.000 Tonnen Weizen erwartet. Marktbeteiligte sprechen Deutschland gute Chancen zu. Polen, Frankreich und den baltischen Staaten werden ebenfalls gute Chancen attestiert. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung Mai/Juni stabil bei 10 Euro über Paris Mai 18. Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai stiegen um 2 Euro auf 4 Euro über Paris Mai 18. Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich hat sich leicht verbessert. FranceAgriMer erteilte für 78% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 77%).

07.05.2018 CBoT-Weizenfutures im Wettermarkt

Heute Morgen sinken die CBoT-Weizenkurse am zweiten Handelstag in Folge, da die Wetterberichte für die US-Winterweizenanbauregionen sich verbessern und die Kassapreise unter Druck setzen.
Am Terminmarkt herrscht mal wieder ein Wettermarkt und die Börsenkurse geraten unter Druck weil in einigen bisher zu trockenen Regionen mehr Regen vorhergesagt wird. Börsenexperten in Indien meinen heute Morgen aber dass es jetzt keine Trendwende gibt. Die Regenfälle der letzten Tage hätten aber wohl verhindert, dass es beim Hard-Red-Winterweizen in den südlichen US-Plains keinen größeren Ertragsausfall gibt.
Scouts, die derzeit eine Besichtigungstour durch die US-Weizenregionen unternehmen berichten, dass im US-Bundesstaat Kansas die kleinste Weizenernte seit 1989 zusammen kommt.
Die Aussicht einer weiteren Rekordernte im Schwarzmeerraum belastet die Terminmärkte aber weiter.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

04.05.2018 Frankreich exportierte im März 1,51 Mio. Tonnen Weizen

Frankreich hat im März 1,51 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Mit 925.000 Tonnen wurde der Löwenanteil an EU-Mitgliedsländer verkauft. Seit Beginn der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 exportierte Frankreich 6,48 Mio. Tonnen Weizen innerhalb der EU. Die größten Käufer im März waren die Niederlande (264.000 Tonnen), gefolgt von Belgien (243.000 Tonnen) und Spanien (185.000 Tonnen).
Algerien kaufte im März 166.000 Tonnen französischen Weizen. Die gesamten Exporte an Destinationen außerhalb der EU erreichten im März 584.000 Tonnen und summieren sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 5,52 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

04.05.2018 Frankreich: Fortschritte bei der Maisaussaat
FranceAgriMer meldet heute Morgen, dass die Maisaussaat in Frankreich per 30. April auf 57% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 33%, vor einem Jahr waren es bereits 84%.
Der Zustand der Winterweizenbestände hat sich unterdessen leicht verbessert. FranceAgriMer erteilte für 78% der Bestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 77%). Bei der Wintergerste hat sich der Zustand demnach auch etwas verbessert. 74% der Bestände erhielten das Top-Rating versus 73% in der Vorwoche. Bei der Sommergerste sind es 80% (Vorwoche: 81%).
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
04.05.2018 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und technische Käufe aufgrund der schlechten Ertragserwartungen im Bundesstaat Kansas ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf ein Neun-Monats-Hoch schließen. Crop Scouts der jährlichen Kansas-City-Crop-Tour erwarten durchschnittliche Weizenerträge von 37,0 Bushel per Acre (bpa). Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 40,98 bpa. Mit insgesamt 445.100 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Exportzahlen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und vom schwachen Euro profitieren und legten auf allen Terminen leicht zu. Ungünstige Wetterbedingungen in bedeutenden Weizenanbauregionen sorgten für zusätzliche Unterstützung. Australien leidet unter einer schweren Trockenheit und in der Schwarzmeer-Region wird in den kommenden Wochen ebenfalls trockenes Wetter erwartet. Europäische Händler meldeten gestern für die Woche bis zum 01.05.18 Weichweizenexporte in einem Volumen von 303.000 Tonnen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 16,65 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 22%.

04.05.2018 CBoT-Weizen: Größter Wochengewinn seit 2 Monaten

Auch wenn der CBoT-Weizenfuture zur Stunde etwas schwächer handelt als gestern zum Handelsschluss, so wird er heute wohl doch den größten Wochengewinn seit zwei Monaten einfahren. Grund dafür liefern die Meldungen von der Crop-Tour in den US-Winterweizenregionen, die durch einen trockenen Winter hart getroffen wurden.
Gestern stiegen die CBoT-Weizenkurse im Frontmonat ZWN8 auf 5,39 Ct/bu und damit auf den höchsten Stand seit Juli.
Der Markt verarbeitet die schwachen Ertragsschätzungen der Scouts, kommentiert heute Morgen ein Händler aus Australien. Und inzwischen sind wohl alle Händler davon überzeugt, dass die Hard-Red-Winterweizenernte in den USA bescheiden ausfallen wird. In Kansas könnte es die kleinste Weizenernte seit 1989 werden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

03.05.2018 EU-Weizenexporte enttäuschen erwartungsgemäß
Europäische Händler meldeten heute für die Woche bis zum 01.05.18 Weichweizenexporte in einem Volumen von 303.000 Tonnen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 16,65 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 22%. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 18,17 Mio. Tonnen versus 23,47 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17. Die Gerste-Exporte summierten sich per 01. Mai auf 4,8 Mio. Tonnen, ein Anstieg um +5% zum Vorjahr. Mais wurde bisher in einem Volumen von insgesamt 14,3 Mio. Tonnen importiert. Vor einem Jahr waren es um diese Zeit 9,80 Mio. Tonnen (+46%).
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Lanworth Global Crop Outlook Summer 2018 – Auszug: Die Europäische Union
Gibt es Wetterrisiken für Weizen und Rapssaat in der EU?
In der Europäischen Union waren die Bedingungen der letzten beiden Jahre für die Weizen- und Rapssaatproduktion nicht ideal. Die Getreidebestände litten unter heftigen Niederschlägen oder Trockenheit begleitet von Hitzewellen.
In der aktuellen Saison wird von keinen größeren Auswinterungsschäden berichtet. Wenn die benötigten Niederschlagsmengen im Frühjahr und im Frühsommer fallen, ist eine durchschnittliche Weizenernte von 156 Mio. Tonnen und eine durchschnittliche Rapssaaternte von 22,7 Mio. Tonnen zu erwarten. Bei ungünstigen Bedingungen, also Spätfrost im Frühjahr während der Rapsblüte und Trockenheit im Frühjahr und im Sommer könnte die Ernte mit 138 Mio. Tonnen bzw. 19,6 Mio. Tonnen auch deutlich kleiner ausfallen. Optimale Bedingungen hingegen könnten das Ergebnis allerdings auch noch auf 162 Mio. Tonnen Weizen und 24 Mio. Tonnen Rapssaat heben.
Höhere Preise und die gestiegene Nachfrage nach Rapssaat hat in diesem Jahr wahrscheinlich einen Anstieg der Winterraps-Anbaufläche zur Folge. Lokal unvorteilhafte Wetterbedingungen in Europa (besonders in Deutschland und in Polen) hielten die Landwirte jedoch davon ab, alle für die Aussaat geplanten Flächen zu bestellen. Niedrige Gerste-Preise werden einen Rückgang der Anbaufläche und eine Umwidmung auf profitablere Früchte zur Folge haben.
In Frankreich, dem größten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, ging die Wintergetreideaussaat durchschnittlich flott voran. Allgemein trockene Bedingungen waren vorteilhaft für eine gleichmäßige Pflanzgeschwindigkeit und für die Entwicklung der Pflanzen. Vor dem Eintritt in die Winterruhe konnten sich die Pflanzen gut entwickeln und die Auswinterungsschäden waren gering.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizen- und Rapssaatproduzenten der EU, hatten heftige Herbst-Niederschläge im Norden sehr nasse Böden zur Folge. Die Aussaat konnte nicht auf allen geplanten Standorten erfolgen. Der NDVI ist meist über dem Normalwert, aber in Anbetracht der Rekord-Bodenfeuchtigkeit in den nördlichen Gebieten könnte Getreide hier mehr Schädlingen und Krankheitseinwirkung ausgesetzt sein.
Getreideproduktion in Osteuropa
Im Gegensatz zu Deutschland und Polen haben die Regionen in Südeuropa mit einen großen Feuchtigkeitsdefizit zu kämpfen, nachdem im letzten Sommer eine schwere Trockenheit herrschte. In diesen Regionen sind weitere Niederschläge wichtig für eine gute Entwicklung der Bestände. Im letzten Jahrzehnt stiegen die Erträge in Osteuropa durchschnittlich um 15-25% über alle Länder. Die größte Entwicklung war in Rumänien zu beobachten. Dort stiegen die Erträge jährlich um 5%. Weizenerträge von 4,14 Tonnen pro Hektar im Vermarktungsjahr 2018/19 sind zu erwarten. Bei günstigem Wetter könnten auch noch höhere Erträge erzielt werden. In Polen, Ungarn, Tschechien und Bulgarien liegen die Ertragsschätzungen beim Weizen bei 4,75-6,35 Tonnen pro Hektar. Beim Rest Europas werden relativ stabile bis leicht steigende Erträge erwartet. In der EU-28 liegt die Schätzung der Weizenerträge bei 5,89 Tonnen pro Hektar (Weichweizen: 6,15 Tonne pro Hektar, Durum: 3,63 Tonnen pro Hektar) und die Rapssaaterträge bei 3,38 Tonnen pro Hektar.
Langfristig erwarten die Verfasser des Berichts die Gefahr von heißem und trockenem Wetter im Frühjahr in Südeuropa, das auch Einfluss auf die Ernteregionen im Süden Frankreichs haben könnte.
Quelle: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Euronext COT-Report: Eine Zusammenfassung des zweiten Updates

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Bestand an Netto-Short-Positionen für Futures und Optionen auf Euronext-Weizen. Das zeigt der gestern von der Euronext zum zweiten Mal veröffentlichte Bericht.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, ist aktuell weiter Netto-Short. Das bedeutet, die Mehrheit der Entscheider dieser Gruppe, wettet weiterhin mehrheitlich auf fallende Preise, reduzierte den Anteil der Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche allerdings von 24.976 Lots auf 22.401Lots.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. die Hedger, erhöhte den Anteil der Netto-Long-Positionen von 27.970 Lots auf 32.201 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,3% am offenen Kontraktbestand (Vorwoche: 66,7%). Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,2% (Vorwoche: 15,5%). An der CBoT liegt der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ deutlich höher bei etwa 45%
Erwähnt sei noch, dass lediglich 80,5% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 82,2%). Um die Orginal-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

03.05.2018 FAO – Lebensmittelindex steigt leicht an

Die Lebensmittelpreise sind im April marginal gestiegen. Die Preise für die meisten Getreidesorten und Milchprodukte steigen weiter, während die Zuckerpreise weiter gesunken sind. Das meldet heute die UN-Food Agency in ihrem Monatsbericht zur Welternährungslage.
Der Food and Agricultural Organizations (FAO) – Food Price Index berechnet jeden Monat einen Durchschnittspreis für einen Korb von Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker. Im April wurde der Index mit 173,5 Punkten berechnet, während im März der Marktzeiger bei 172,8 Punkten lag.
Vor einem Jahr lag der Index im April 2,7 %-Punkte niedriger.
Die FAO-Fachleute schätzen die Weizenernte in 2018 auf 746,6 Mio. Tonnen, das sind 12,3 Mio. Tonnen weniger als vor einem Jahr, als ein neuer Rekord erstellt wurde.
Das Getreideangebot dieser Saison sei aber ausreichend, um die Konsumnachfrage zu bedienen. Die Getreidereserven werden aber schrumpfen, das bezieht sich aber hauptsächlich auf Mais.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

03.05.2018 Kansas: Ertragserwartungen für Weizen im Südwesten so niedrig wie zuletzt 2015
Im  Rahmen der Kansas Crop Tour erwarten die beteiligten Crop Scouts Weizenerträge von durchschnittlich 35,2 Bushel per Acre (bpa). Zuletzt waren sie 2015 so niedrig. 2017 waren es 46,9 bpa und im 5-Jahres-Durchschnitt 39,7 bpa. 2015 wurden Erträge von Durchschnittlich 34,5 bpa erhielt.  Untersucht wurden 284 Felder zwischen Colby und Wichita. Eine endgültige Ertragsprognose für Kansas wird am heutigen Donnerstag erwartet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Saudi Arabien sucht 540.000 Tonnen Weizen
Saudi Arabiens staatliche Getreideeinkaufsagentur SAGO sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 540.000 Tonnen HRW-Weizen. Die Angebotsfrist endet morgen. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Ankunft in Saudi Arabien im Juli und im August. Insgesamt neun individuelle Geschäfte sollen abgeschlossen werden. 360.000 Tonnen sollen an den Hafen von Jeddah geliefert werden und 180.000 Tonnen an den Hafen von Dammam. Zuletzt kaufte SAGO am 5. Februar 739.000 Tonnen Weizen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
03.05.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Kursanstieg der letzten beiden Handelstage und der feste Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Begrenzt wurde der Rückgang durch die Trockenheit in den US-Plains. Im Rahmen der Kansas Crop Tour zeigen erste Ergebnisse kräftige Ertragseinbußen beim HRW-Weizen im Südwesten von Kansas und im Nordwesten von Oklahoma. In Nord Dakota kommt zudem die Sommerweizenaussaat nur langsam in Fahrt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures vom Kursanstieg des Vortages in Chicago profitieren und schlossen mit deutlichen Aufschlägen. Die Trockenheit in Australien, Meldungen über trockene Bedingungen in den kommenden Wochen in der Schwarzmeer-Region und der schwache Euro gaben dem Markt zusätzliche Unterstützung. Der COT-Report der Euronext zeigt, dass Institutionelle Anleger ihren Bestand an Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche von 24.976 auf 22.401 Lots reduzierten. Die Gruppe der "Wirtschaftlichen Unternehmer", zu der die Hedger zählen, erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen von 27.970 auf 32.201 Lots. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein um 1 Euro auf 2,50 Euro über Paris Mai 18.

02.05.2018 Chart des Tages: Euronext Weizen Dezember 18

02.05.2018 Ukraine: Getreideexporte weiter hinter Vorjahr

Die ukrainischen Getreideexporte im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 erreichen aktuell ein Volumen von 33,8 Mio. Tonnen und liegen damit weiterhin hinter den Exporten im Wirtschaftsjahr 2016/17 zum selben Zeitpunkt, als 37,2 Mio. Tonnen Getreide exportiert wurden. Bisher wurden u.a. 15,0 Mio. Tonnen Weizen, 14,3 Mio. Tonnen Mais und mehr als 4,14 Mio. Tonnen Gerste exportiert, meldet das Landwirtschaftsministerium. Im vergangenen Jahr wurden in der Ukraine 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet, 2016 wurde das bisherige Rekordergebnis von 66 Mio. Tonnen erreicht. In dieser Saison könnten 41 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

02.05.2018 Lanworth Global Crop Outlook Summer 2018 – Auszug Schwarzmeer-Region
Wird die Schwarzmeer-Region den Weizen-Markt im Vermarktungsjahr 2018/19 erneut überraschen?
In den vergangenen Jahren haben Russland und die Ukraine bei der Getreideproduktion einen Rekord nach dem anderen erzielt. Was ist der Grund für den enormen Anstieg der Getreideproduktion. Sind weitere Steigerungen zu erwarten?
Seit den späten 1990er Jahren begann in der Ukraine und in Russland der kontinuierliche Aufwärtstrend bei den Erträgen. Heute gehören beide Länder zu den größten Getreideexporteuren weltweit. Russland hält aktuell den Titel des weltgrößten Exporteurs. In der Saison 2017/18 produzierte Russland 85 Mio. Tonnen Weizen, die Ukraine produzierte 27 Mio. Tonnen Weizen.
Die Hauptgründe für die rasante Entwicklung sind größere Investitionen im Agrar-Bereich, Land-Privatisierung, die Gründung sogenannter Agrar-Holdings mit dem Ergebnis größerer Investitionen in Technik, besseres Saatgut sowie effizienterer Pflanzenschutz, Düngung und Bewässerung. Zusätzlich hatte man aber auch das Glück mit gutem Wetter zur rechten Zeit.
Die ukrainische Wirtschaft und der Agrarsektor haben sich nach 2014 stabilisiert, was zu mehr Investitionen im Getreideanbau führte. Jetzt wächst die Landwirtschaft zum führenden Sektor der ukrainischen Wirtschaft, besonders hinsichtlich der Exporte. Die engere Zusammenarbeit mit der EU und eine effektivere Gesetzgebung machen die Ukraine interessanter für Investoren aus dem In- und Ausland. Gleichzeitig ist die Entwicklung des Agrarsektors durch den Staat aufgrund des Mangels staatlicher Mittel begrenzt. Außerdem leidet die Landwirtschaft in der Ukraine unter ausbleibenden langfristigen Finanzierungen. Das Agrarland-Moratorium hemmt die wirtschaftliche Entwicklung. Nach der ukrainischen Unabhängigkeit 1991 wurden rund 27 Millionen Hektar Agrarland privatisiert und an fast sieben Millionen Beschäftigte der ehemaligen Agrar-Staatsbetriebe, übereignet. Eine vollständige Ausübung des Eigentumsrechts ist jedoch weiterhin nicht möglich – das entsprechende Moratorium über den Landkauf wird regelmäßig verlängert. Die landwirtschaftlichen Betriebe arbeiten daher nahezu ausschließlich auf gepachtetem Land.
Trotz dieser Herausforderungen und aufgrund der Verbesserung der landwirtschaftlichen Technologien, besserer Inputs (wie Saatgut und Dünger), guter Wetterbedingungen während der Aussaat, dem milden Winter und dem bisher kalten Frühjahr erwartet die Ukraine Erträge auf nationaler Ebene von 4,05 Tonnen pro Hektar für 2018/19. Vorerst und unter normalen Wetterbedingungen im Frühjahr und im Sommer scheint es, dass die Ukraine den Markt noch einmal überraschen könnte.
Die Rekordweizenernte des letzten Jahres in Russland, das größere Exportpotential, bessere Technologien in der Landwirtschaft und ein relativ stabiler Wechselkurs zwischen ausländischen Währungen und dem russischen Rubel bedeuten hohe Bruttoeinnahmen für Weizen. Unter Berücksichtigung der Anbautrends, Roherträgen, Aussaat-Bedingungen im Herbst, der milde Winter und unter der Annahme eines guter Wetterbedingungen im Frühjahr und im Sommer kann die Produktion mit dem Rekord des letzten Jahres mithalten und 84,3 Mio. Tonnen erreichen. Die Erträge auf nationaler Ebene in Russland werden auf 2,7 Tonnen pro Hektar geschätzt. Darin enthalten sind Erträge beim Winterweizen von 3,87 Tonnen pro Hektar. Sollten die Wetterbedingungen sich optimal entwickeln, könnten auch Erträge von 3,2 Tonnen pro Hektar erzielt werden. Solch ein Ertrag wäre ein weiterer Rekord.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle und Grafik: Reuters
02.05.2018 US-Crop-Progress Highlights
Am späten Montagabend veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlichen US-Crop-Progress-Report. Die wichtigsten Zahlen finden Sie hier:

Zustand der US-Winterweizenbestände per 29.04.18:
„gut bis exzellent“: 33% - Vorwoche: 31% - Vorjahr: 54% - 5-Jahres-Durchschnitt: ./.
US-Sommerweizenaussaat per 29.04.18:
10% der geplanten Flächen – Vorwoche: 3% - Vorjahr: 30% - 5-Jahres-Durchschnitt: 36%
US-Mais-Aussaat per 29.04.18:
17% der geplanten Flächen – Vorwoche: 5% - Vorjahr: 32% - 5-Jahres-Durchschnitt: 27%
US-Sojabohnen-Aussaat per 29.04.18:
5% der geplanten Flächen – Vorwoche: 2% - Vorjahr: 9% - 5-Jahres-Durchschnitt: 5%
Weitere Informationen zu dem Bericht finden Sie hier!
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters, USDA
02.05.2018 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen infolge der trockenen Wetterbedingungen in den südlichen US-Plains sorgten schon am Montag für einen kräftigen Anstieg der Weizenfutures in Chicago. Gestern stiegen sie erneut und erreichten den höchsten Stand seit Anfang März. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 376.256 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Das USDA hat in seinem wöchentlichen Crop-Progress-Report am Montag für 33% der US-Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ vergeben. Analysten erwarteten einen Anteil von 32% (Vorwoche: 31%). Die US-Sommerweizenaussaat ist auf 10% der geplanten Flächen erledigt (Erwartung: 12%; 5-Jahres-Durchschnitt: 36%). Heute Morgen handelt die eCBoT etwas schwächer. Die Euronext in Paris blieb gestern feiertagsbedingt geschlossen. Am Montag profitierten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und erreichten ein 2-Monats-Hoch. Ungünstige Wettermeldungen für die USA, Mittel- und Osteuropa sowie der schwächere Wechselkurs des Euro gaben dem Markt Unterstützung. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein um 1 Euro auf 3,50 Euro über Paris Mai 18.

02.05.2018 CBoT-Weizen auf 9-Monats-Hoch

Gestern stiegen die CBoT-Weizenkurse im Frontmonat auf den höchsten Stand seit neun Monaten. Berichte von den Teilnehmern einer Crop-Tour in den südlichen Plains der USA trieben die Kurse in die Höhe.
Die Ertragsschätzungen für den Hard-Red-Winterweizen im nördlichen Kansas liegen nur bei 38,2 Bushel/acre (bpa). Händler in Singapur bemerken heute Morgen dazu, dass man Ertragsprobleme in den USA und in Australien erwartet und die Käufer deshalb wohl mehr bezahlen müssen.
Australische Farmer säen ihren Weizen in so trockenen Boden, wie seit Jahren nicht mehr, nachdem die Ernte beim viert-größten Weizenexporteur der Welt in 2017/18 bereits die kleinste seit einem Jahrzehnt war.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

30.04.2018 Umfrage: Kanadische Farmer bauen weniger Canola an

Kanadische Farmer wollen in 2018 21,4 Mio. acres Canola anbauen, das sind 7 % weniger als im Rekordjahr 2018 als 22,997 Mio. acres angebaut wurden und es sind auch weniger als es von Marktteilnehmern erwartet wurde. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des kanadischen Statistikamts, das am Freitag veröffentlicht wurde.
Für die Einschränkung der Anbaufläche gab es von der Behörde keine Begründung.
Außerdem wurde die Anbaufläche für alle Weizensorten mit 25,3 Mio. acres angegeben, ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 12,8 % und die größte Anbaufläche seit 2013. Die Durum-Weizen-Fläche steigt demnach auf 5,8 Mio. acres oder um 11 % gegenüber 2017.
Die meisten Analysten waren von der Ausweitung der Canola-Anbaufläche ausgegangen, da es die profitabelste Feldfrucht in Kanada ist.
Die Umfrage wurde unter Beteiligung von 11.600 Farmern im März durchgeführt. Am 29. Juni veröffentlicht StatsCan einen kompletten Bericht zur Flächennutzung.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters 

30.04.2018 Russische Weizenpreise weitestgehend stabil

Die russischen Exportpreise für Weizen aus den südlichen Exportregionen des Landes waren letzte Woche weitestgehend stabil.
Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Proteingehalt zur Lieferung im Mai kostete am Freitag 231 USD/Tonne fob, das waren 1,5 USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor.
Seit Beginn der Vermarktungsperiode am 1. Juli 2017 und bis zum 25. April exportierte Russland 43,2 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten sind 33,7 Mio. Tonnen Weizen. Der Export war 42 % höher als in der gleichen Zeit in der Saison davor.
Die Farmer haben inzwischen auf 11 % oder 3,4 Mio. Hektar der geplanten Anbaufläche Sommergetreide gesät; in 2017 waren es zu diesem Termin 4,2 Mio. Hektar.
Die Preise für Weizen der Klasse IV am lokalen Markt im europäischen Teil Russlands stiegen um 75 Rubel/Tonnen auf 8.675 Rubel/Tonne oder umgerechnet 139,6 USD/Tonne ab Verladestation.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

30.04.2018 CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen per 24.04.18
   
   
30.04.2018 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften zum Wochenende und vor Beginn der Kansas-City-Crop-Tour sorgten bei den Weizenfutures am Freitag in Chicago für Kursgewinne. Die kanadische Statistikbehörde Statscan hat am Freitag Nachmittag die erste Anbauflächenschätzung für die Ernte 2018 veröffentlicht. Weizen wird demnach auf einer Fläche von 25,3 Mio. Acres angebaut (+12,8% zum Vorjahr). Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar. In der Schwarzmeer-Region wird in den kommenden 2 Wochen trockenes Wetter erwartet, das die Getreidebestände stressen könnte. Algerien hat 420.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Juli gekauft. Marktteilnehmer glauben, dass der Löwenanteil aus Frankreich geliefert wird. In Frankreich halten die Logistikprobleme aufgrund des Bahnstreiks und des Streiks der Hafenarbeiter an und spitzen sich weiter zu. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12,5% Protein unverändert bei 4,50 € über Paris Mai 18. Offerten für Futterweizen liegen weiter darüber, bei 178 €.

30.04.2018 CBoT-Weizen auf 7-Wochen-Hoch

Die Furcht vor weiter anhaltende Trockenheit in den US-Weizenanbauregionen treibt die CBoT-Weizenkurse heute Morgen auf ein Sieben-Wochen-Hoch.
Eine trockene Wachstumsperiode in den südlichen Plains wird nach Einschätzung von Experten beim Hard-Red-Winterweizen die Erträge beschränken. In dieser Woche beginnen sogenannte Crop-Scouts ihre viel beachtete jährliche Feldbesichtigung im US-Bundesstaat Kansas. Man erhofft sich mehr Infos über die Trockenheitsbedingten Ernteschäden aus erster Hand.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

27.04.2018 Kanada: Statscan veröffentlicht Anbauflächen-Schätzung
Die kanadische Statistikbehörde Statscan hat heute Nachmittag die erste Anbauflächenschätzung für die Ernte 2018 veröffentlicht. 
Weizen wird demnach auf einer Fläche von 25,3 Mio. Acres angebaut (+12,8% zum Vorjahr). Die Anbaufläche für Canola wird auf 21,4 Mio. Acres geschätzt (-7,0%). Außerdem rechnen die Kanadier mit einer mit einer Ausweitung der Anbaufläche für Mais auf 3,8 Mio. Acres (+5,1%) und mit einer Reduzierung der Anbaufläche für Sojabohnen auf 6,5 Mio. Acres (-11,4%). Das gesamte Zahlenwerk finden Sie hier!

 

27.04.2018 Algerien kauft 420.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 420.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli gekauft. Das melden europäische Händler. Gezahlt wird demnach ein Preis zwischen $224-225/Tonne c&f. Verkauft wurde der Weizen, der sehr wahrscheinlich aus Frankreich stammt, von insgesamt fünf Handelshäusern.
Ausgeschrieben wurde die Menge von (nominal) 50.000 Tonnen, in der Regel kauft Algerien aber deutlich größere Mengen. Veröffentlicht werden grundsätzlich keine Ergebnisse der Ausschreibungen. Es handelt sich dabei jeweils um Schätzungen von Marktkennern.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
27.04.2018 FranceAgriMer: Mais ist auf 33% der Flächen gelegt
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt, dass Mais in Frankreich per 23. April auf 33% der geplanten Flächen gelegt ist. Das ist zwar ein deutlicher Fortschritt zur Vorwoche, als gerade einmal 6% der Flächen bestellt waren, im vergangen Jahr waren zur selben Zeit jedoch schon 72% der Flächen bestellt.
Der Zustand der französischen Winterweizenbestände hat sich wieder etwas verschlechtert. 77% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“ (Vorwoche: 78%).
Bei der Winter- und Sommergerste blieben die Ratings unverändert bei 73% „gut bis exzellent“ bei der Wintergerste und 81% bei der Sommergerste.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
27.04.2018 Euronext COT-Report: Hoher Anteil der "Commercial Undertakings" beim Weizen
Die Euronext hat erstmals am 25.04. den COT-Report u.a. für Weizen, Mais und Rapssaat veröffentlicht. Berücksichtigt wurden Daten der KW 16 (16.04.18 – 20.04.18). Da es noch keine Vergleichswerte gibt, ist eine Bewertung schwierig.
Der Bericht für Weizen zeigt, dass die Gruppe der „Commercial Undertakings“, also Unternehmen, die Absicherungsgeschäfte betreiben, einen Anteil von 67% am „Open Interest“ haben, während der Anteil der Investment-Firmen oder Kredit-Institute, Investment-Fonds und andere Finanzinstitute bei 15,5% liegt. Allerdings nur insgesamt 82% der offenen Positionen in dem Bericht abgedeckt.
In Chicago liegt der Anteil der Offenen Positionen bei den „Commercial Operators“ beim Soft Red Winter-Kontrakt bei 45%.
Die Berichte werden auf der Homepage der Euronext wöchentlich in der Regel Mittwochs veröffentlicht. Weizen     Mais     Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext; Reuters
27.04.2018 Euronext veröffentlicht ersten COT-Bericht

Am vergangenen Mittwoch teilte die Euronext mit, dass in dieser Woche erstmals der von der europäischen Aufsichtsbehörde geforderte Rohstoffhandelsbericht erfolgen soll.
Die Börse hatte bereits mehrfach die Veröffentlichung der „Commitments of Traders“ (COT) angekündigt und immer wieder verschoben. Die Qualität der Meldungen von Börsenteilnehmern musste noch verbessert werden.
COT-Berichte sollen den Händlern an der Börse einen Überblick darüber ermöglichen, wer in welchen Produkten Position hält und was in der Vorwoche gehandelt wurde.
Die Euronext will ihre Reporte nun jeden Mittwoch nach Handelsschluss auf ihrer Website veröffentlichen; darin enthalten sind dann alle Terminmarkt-Umsätze, die bis Freitag der Vorwoche erfasst wurden.
Sogenannte COT-Reports werden in den USA bereits seit Jahren veröffentlicht. Diese erscheinen am Freitag nach Handelsschluss und enthalten alle Börsenumsätze bis zum vorherigen Dienstag.
Die Euronext-Betreiber unterteilen ihre Umsätze in fünf Kategorien: Investment-Firmen oder Kredit-Institute, Investment-Fonds, andere Finanzinstitute, Wirtschaftliche Unternehmer sowie Unternehmer mit Meldeauflagen nach 2003/87/EC. Darunter findet man beispielsweise auch Unternehmen, die Verschmutzungsrechte handeln.
Für jede Kategorie wird die Börse die Anzahl der gehaltenen Long- und Short-Positionen melden, sowie die Veränderungen zur Vorwoche, den prozentualen Anteil am gesamten Kontraktbestand der Börse, sowie die Anzahl der Marktteilnehmer, die Rohstofffuture in ihrem Portfolio halten.
Die Euronext Paris wird die Berichte für die Agrarterminkontrakte auf Mahlweizen, Rapssaat, Rapsmehl und Mais erstellen. Andere Produkte wie Magermilchpulver, Rapssaat-Öl, Stickstoffdünger und Holzpellets werden derzeit nicht gehandelt und dafür gibt es also auch keine COT-Berichte.
Quellen: Euronext / Reuters

27.04.2018 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago gaben gestern deutlich nach. Technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen nach den Aufschlägen der letzten Tage und der Anstieg des US-Dollar belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales überraschten in ihrer Höhe mit insgesamt 577.900 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Aufschlägen. Der schwache Wechselkurs des Euro sorgte für Unterstützung. Europäische Händler meldeten für die Woche bis zum 24.04.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 722.000 Tonnen Weichweizen. Sie steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 16,34 Mio. Tonnen (-22% zum Vorjahr). Der Internationale Getreiderat erhöhte seine Prognose der globalen Weizenernte im Vermarktungsjahr 2018/19 um 2 Mio. Tonnen auf 739 Mio.Tonnen. Statscan veröffentlicht heute die Schätzung der kanadischen Weizenanbaufläche 2018. Analysten erwarten sie in einer Spanne von 20,4 -24,5 Mio. Acres (2017: 22,997). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei 4,50€ über Paris Mai.

27.04.2018 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT Weizen

26.04.2018 EU-Weizenexporte 22% hinter Vorjahr
Europäische Händler meldeten heute für die Woche bis zum 24.04.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 722.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 16,34 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 22%. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,85 Mio. Tonnen versus 23,09 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17. Die Gerste-Exporte summierten sich per 24. April auf 4,7 Mio. Tonnen, ein Anstieg um +3% zum Vorjahr. Mais wurde bisher in einem Volumen von insgesamt 14,1 Mio. Tonnen importiert. Vor einem Jahr waren es um diese Zeit 9,55 Mio. Tonnen (+48%).
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

26.04.2018 Kanada: Analystenschätzungen zu den Anbauflächen für 2018
Im Vorfeld der Veröffentlichung der kanadischen Anbauflächen für Weizen, Canola und weiterer bedeutender Feldfrüchte schätzen Analysten die gesamte Weizenanbaufläche 2018 in Kanada auf 23,038 Mio. Acres. 11 Schätzungen wurden abgegeben. Sie lagen in einer Spanne von 20,5 - 24,2 Mio. Acres. 2017 wurde Weizen laut Statscan auf einer Fläche von 22,391 Mio. Acres angebaut.
Für Canola liegt die durchschnittliche Erwartung 20,1 Mio. Acres.Schätzungen (14) lagen in einer Spanne von 20,1 - 24,5 Mio. Acres (2017: 22,997). Statscan veröffentlicht die Ergebnisse morgen um 14:30 Uhr.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
26.04.2018 IGC erhöht Prognose für die globale Maisernte 2018/19
Der Internationale Getreiderat (IGC) hat heute seine Prognose der globalen Maisernte im Vermarktungsjahr 2018/19 um 2 Mio. Tonnen auf 1,054 Mrd. Tonnen erhöht.  Ebenfalls erhöht hat das  Unternehmen die Prognose der globalen Weizenernte 2018/19. Die Erwartung liegt nun bei 739 Mio. Tonnen
Für die vorherige Vermarktungsperiode 2017/18 schätzte das US-Landwirtschaftsministerium die globale Weizenernte im WASDE-Report vom 10. April auf 759,75 Mio. Tonnen und die globale Maisernte auf 1,036 Mrd. Tonnen. 
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters, US-Landwirtschaftsministerium
26.04.2018 Getreidemail

Die Sorge um Ertragsverluste bei den US-Winterweizenbeständen in den US-Plains und zu kalte Bodentemperaturen in den Northern Plains, die die dortige Sommerweizen-Aussaat verzögern, lösten gestern technische Käufe und Short-Abdeckungen aus und sorgten für einen kräftigen Anstieg der SRW-Weizenfutures in Chicago. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von insgesamt 150.000 – 550.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut moderat fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und erreichten im Handelsverlauf das höchste Niveau seit 5 Wochen. Der schwächere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar unterstützte den Markt. Mit 85.869 Lots hat die Dezember-Fälligkeit mittlerweile den höchsten Kontraktbestand. Algerien sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli, die Angebotsfrist endet heute. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im Mai unverändert bei 4,50€ über Paris Mai 18. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg liegen bei 178€.

26.04.2018 CBoT-Weizen jetzt auf 7-Wochen-Hoch

Die Chicago-Weizenfutures steigen heute Morgen in der dritten aufeinanderfolgenden Sitzung auf ein Sieben-Wochen-Hoch. Marktteilnehmer stellen ihre Short-Position glatt, weil ungünstige Wetterverhältnisse in den US-Anbauregionen die Winterweizenerträge begrenzen.
In einigen Teilen der südlichen US-Plains, wo Winterweizen angebaut wird, kam der Regen zu spät und es immer noch zu trocken. Das bemerken asiatische Broker heute Morgen in ihren ersten Marktberichten des Tages. Sie glauben aber auch, dass das Aufwärtspotential begrenzt ist, weil aus der Schwarzmeerregion ein großes Angebot erwartet wird.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

25.04.2018 Argentinien: IGC senkt Prognose der Sojabohnenernte

Darren Cooper, Senior Economist vom International Grains Council erwartet für die Sojabohnenernte in Argentinien ein Ergebnis von 38 Mio. Tonnen. Heißes und trockenes Wetter führte zu insgesamt sechs aufeinander folgende rückläufige Ernteschätzungen. Von 56 Mio. Tonnen kommend wurde die Ernteschätzung etappenweise um insgesamt 18 Mio. Tonnen auf jetzt 38 Mio. Tonnen reduziert. Das sagte Cooper im Rahmen der UN Commodities Conference. Am Donnerstag veröffentlicht das IGC seinen monatlichen Bericht, bei dem diese Schätzung bereits berücksichtigt ist. Argentiniens Landwirtschaftsministerium lag mit seiner Schätzung in der vergangenen Woche bei 37,6 Mio. Tonnen.
Im vergangenen Monat veröffentlichte das IGC seinen jüngsten Report, der von einer Sojabohnenernte von 43 Mio. Tonnen ausging. Das US-Landwirtschaftsministerium lag mit seiner letzten Prognose bei 40 Mio. Tonnen.
In Brasilien geht es interessanterweise in die andere Richtung, so Cooper. Dort wird eine Rekord-Sojabohnenernte erwartet. Im vergangenen Monat lag die Schätzung der Sojabohnenernte 2017/18 bei 114 Mio. Tonnen. Das ist marginal weniger als die 114,1 Mio. Tonnen, die im vergangenen Jahr geerntet wurden. Allerdings lag die jüngste Schätzung des US-Landwirtschaftsministeriums im WASDE-Report vom 10. April schon bei 115 Mio. Tonnen.
Für 2018/19 wird eine Rekord-Sojabohnenanbaufläche erwartet. Größere Anbauflächen werden für Südamerika, China und Kanada erwartet und eine kleinere Anpassung in den Vereinigten Staaten.
Beim Weizen erwartet Cooper eine Ausweitung die Anbaufläche für 2018/19 um 2%, insbesondere unterstützt durch die Ausweitung der Sommerweizen-Anbaufläche in den Vereinigten Staaten.
Die globale Maisernte 2018/19 wird vom IGC auf 1,052 Mrd. Tonnen geschätzt, das ist weniger als der erwartete Verbrauch und würde zum Abbau der globalen Bestände führen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

25.04.2018 Argentinien: Weizenanbaufläche könnte auf 5,9 Mio. Hektar steigen

Argentiniens Landwirte planen aufgrund der gestiegenen Preise und besserer Wetterbedingungen nach der monatelangen Trockenheit für die Saison 2018/19 eine Weizenanbaufläche von 5,9 Mio. Hektar. Das meldete die Buenos Aires Grains Exchange gestern Abend. In der Saison 2017/18 wurde Weizen auf einer Fläche von 5,7 Mio. Hektar angebaut. Sollten sich die Wetterbedingungen allerdings im Zeitfenster während der Aussaat verschlechtern, könnte die Aussaatfläche auch noch auf 5,4 Mio. Hektar sinken. Im Erntejahr 2017/18 erntete das südamerikanische Land die Rekordmenge von 17,75 Mio. Tonnen Weizen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

25.04.2018 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft, melden europäische Händler heute Vormittag. Die Angebotsfrist endet am 26. April. Häufig kauft die Agentur jedoch deutlich größere Mengen, als "nominal" ausgeschrieben wurden. 
Text: HANSA Terminhandel Quelle: Reuters
25.04.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten kräftig zu. Gelegenheitseinkäufe nach den Kursverlusten der letzten Tage, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen gaben dem Markt Auftrieb. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut mit moderaten Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von dem späten Kursanstieg in Übersee nur bedingt profitieren und schlossen auf unverändertem bis leicht festerem Niveau. Der von den Gewerkschaften Ende April angekündigte 3-monatige "on-off" Streik bei der französischen Nationalbahn SNCF gegen die geplante Regierungsreform, sorgt in Frankreich weiter für Störungen und Schwierigkeiten bei der Logistik, die durch LKW-Transporte und Binnenschifffahrt nicht entsprechend kompensiert werden können. Höhere Kosten für verspätete Lieferungen und zusätzliche Lagerkosten belasten die Getreideindustrie zudem finanziell. Soufflet, einer der größten Getreidehändler Frankreichs, kann seit Anfang April lediglich 3 von 5 geplanten Zügen beladen.

25.04.2018 Short-Abdeckungen und Investorenkäufe beim CBoT-Weizen

Die Weizenkurse in Chicago steigen auch heute Morgen am zweiten Tag in Folge, da Investoren die niedrigen Preise zum Kauf nutzen, obwohl die hohe weltweite Versorgungslage höhere Kuranstiege verhindern.
Es gibt einige Short-Abdeckungen und Schnäppchenkäufe im Weizenmarkt, will ein indischer Rohstoffanalyst wissen. Fachleute unternehmen den Versuch, die Schäden beim US-Wintergetreide zu beziffern. US-Wintergetreide war über lange Monate zu trockenen Bedingungen ausgesetzt.
Allerdings werden die Weizenanbieter im Schwarzmeerraum, die zurzeit wichtigste Anbieterregion der Welt, in diesem Jahr wieder über ein große Ernte zurückgreifen können.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

24.04.2018 Algerien kauft rund 200.000 Tonnen Durum-Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur hat in der vergangenen Woche im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 200.000 Tonnen Durum-Weizen gekauft. Das melden heute europäische Händler. Der Preis dafür lag demnach zwischen $290 und $293/Tonne c&f für die Lieferung im Juli. Gekauft wurde Durum Weizen optionaler Herkunft und Marktteilnehmer glauben, dass Teilmengen wahrscheinlich aus Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten geliefert werden. Die Gesamtmenge könnte sich auf sogar auf rund 220.000 Tonnen belaufen, denn einige Händler glauben, dass eine zusätzliche Menge auch aus Frankreich kommen könnte. Allerdings ist eine Änderung der technischen Spezifikationen eine Hürde für europäischen Durum Weizen. Algerien veröffentlicht keine Details der Ausschreibungsergebnisse, es handelt sich dabei um Schätzungen von Marktkennern.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

24.04.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 619.251 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA die wöchentlichen Crop-Ratings. 31% der US-Winterweizen-Bestände sind demnach in Top-Verfassung. Analysten erwarteten aber einen Anstieg auf 32%. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal schwächer. An der Euronext in Paris handelten die Weizenfutures in einer engen Spanne und schlossen kaum verändert. Der gesunkene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar stützte hierbei den Markt. Die russischen Weizenexportpreise stiegen vergangene Woche aufgrund der starken Nachfrage und der nachlassenden Lieferungen aus den Exportregionen im Süden Russlands. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April/Anfang Mai kostete laut IKAR Ende letzter Woche $214,50/Tonne FOB, ein Anstieg um $2,50 zur Vorwoche. In Frankreich sorgt der Streik der Eisenbahner und der Hafenmitarbeiter weiter für Verzögerungen und Problemen bei der Vermarktung. Der Schienengüterverkehr liefert 40% Prozent der Getreideexporte in französische Häfen und 50 % des Bedarfs der Stärkefabriken.

24.04.2018 US-Crop-Conditions: Winterweizen-Rating stabil
Die Ratings der US-Winterweizenbestände blieben in der vergangenen Woche stabil. 31% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". In der Vorwoche lag der Anteil in dieser Gruppe ebenfalls bei 31%, Analysten erwarteten allerdings einen Anstieg auf 32%.
Bei der Sommerweizenaussaat gab es in der vergangenen Woche keinen Vorschritt. Auf 3% der geplanen Flächen ist die Aussaat erfolgt, vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 21% und im 5-Jahres Durchschnitt sogar 25%.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
23.04.2018 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen über den Erwartungen

23.04.2018 Russland: Exportweizenpreis steigt aufgrund starker Nachfrage

Die russischen Weizenexportpreise stiegen in der vergangenen Woche aufgrund der starken Nachfrage, der nachlassenden Lieferungen aus den Exportregionen im Süden Russlands.
Die gestiegenen Rohölpreise sorgten für einen festen Wechselkurs des Rubels zum US-Dollar. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April/Anfang Mai lag laut dem Agrarberatungsunternehmen IKAR Ende letzter Woche bei $214,50/Tonne FOB, ein Anstieg um $2,50 zur Vorwoche.
SovEcon meldet einen Preis von $213,00/Tonne FOB (+$3,00), während die Mais-Preise stabil bei $203,00/Tonne blieben. Nach der schnellen Abwertung des Rubels in der Vorwoche zuvor nahmen viele Produzenten eine Wartestellung ein und beobachteten zunächst einmal die weitere Entwicklung.
Per 18. April exportierte Russland im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18 42,3 Mio. Tonnen Getreide, davon 33 Mio. Tonnen Weizen. Die Getreideexporte liegen aktuell 42% über denen im vergangenen Jahr zur selben Zeit.
SovEcon erwartet für den April höhere Exporte, als zunächst gedacht. Die Prognose für 2017/18 wurde daher um 1,7 Mio. Tonnen von 50,2 Mio. Tonnen auf 51,9 Mio. Tonnen erhöht. Für Weizen wurde die Prognose um 1,4 Mio. Tonnen auf 39,7 Mio. Tonnen angehoben.
Die Sommerweizenaussaat in Russland ist per 19. April auf 1,9 Mio. Hektar bzw. 6% der geplanten Fläche abgeschlossen (Vorwoche: 1,9 Mio. Hektar). Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 5,5 Mio. Hektar. Der zeitliche Rückstand wird mit dem kalten und regnerischen Wetter in Zentral-Russland erklärt. Bis zum Wochenende wird keine Verbesserung der Bedingungen erwartet. Auch in der Wolga-Region verzögert sich die Aussaat aus denselben Gründen. Im Süden Russlands, der Haupt-Anbauregion für den Export, sind die Boden- und Aussaatbedingungen aber hervorragend.
Die Preise für Inlandsweizen der Klasse 4 stiegen Ende vergangener Woche um europäischen Teil Russlands um 275 Rubel auf 8.600 Rubel ($139).

23.04.2018 CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen per 17.04.18
 
23.04.2018 Getreidemail

Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in den von Trockenheit geplagten US-Plains, Gewinnmitnahmen zum Wochenende nach drei Sitzungen mit Kursgewinnen, Aussichten auf gute Bedingungen zum Start der Sommerweizenaussaat und Verluste beim Soja- und Maiskomplex, sorgten am Freitag in Chicago für kräftige Verluste bei den Weizenfutures. In der abgelaufenen Woche verlor der SRW-Weizen 1,9% an Wert. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester, weil die angekündigten Niederschläge die trockensten Regionen nicht erreichten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls mit Verlusten. Gute Wetterbedingungen in Europa sorgten darüber hinaus für Abwärtsdruck. Begrenzt wurden die Verluste durch den schwächeren Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum am Weltmarkt verbessert. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer vergibt per 16. April für 78% der französischen Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“. Damit sind die Ratings zum vierten Mal in Folge stabil. Der Bahnstreik in Frankreich steht weiter im Fokus der Marktteilnehmer. Es wird befürchtet, dass längere Unterbrechungen den inländischen Verbrauchern und den Exportunternehmen schaden könnten.

23.04.2018 Niederschläge in US-Weizenregion unregelmäßig und nicht ergiebig genug

Die CBoT-Weizenkurse steigen heute Morgen, weil die angekündigten Niederschläge in den US-Weizenanbauregionen unregelmäßig fielen und nicht ergiebig genug waren, um auf den von Trockenheit betroffen Flächen Abhilfe zu schaffen.
Die Kurse waren letzte Woche unter Druck geraten, weil nach langer Trockenheit endlich Regen angekündigt wurde. Man hoffte, dass Ertragsverluste dadurch begrenzt werden. Diese Hoffnung wurde am Wochenende enttäuscht.
Händler in Asien berichten, dass die Region von dem Sturmtief sehr unterschiedlich heimgesucht wurde, und dort wo es regnete, brachte man ihn am wenigsten. Nur wenige der wirklich trockenen Felder hätten Regen abbekommen und die Wetterdienste melden für die kommenden Tage auch nicht mehr viel.
Sommerweizen-, Mais- und Sojabohnenkurse könnten aber unter Druck geraten, da das warme und trockene Wetter einen zügigen Fortgang der Feldarbeiten in den USA ermöglicht.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

20.04.2018 FranceAgriMer: Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich stabil
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer vergibt per 16. April für 78% der französischen Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“(g/e). Damit sind die Ratings zum vierten Mal in Folge stabil. Vor einem Jahr lag der Anteil der Bestände mit Top-Rating bei 85%. Die Sommergersteaussaat ist mittlerweile abgeschlossen (Vorwoche:96%). 81% der Bestände erhielten wie schon in der Vorwoche das Top-Rating g/e. Mais ist in Frankreich auf 6% der geplanten Flächen gelegt und damit weit hinter dem Vorjahreswert von 49%. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei nur einem Prozent.
Text/Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
20.04.2018 Euro verliert kräftig
Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar steht heute Nachmittag kräftig unter Druck. Im Tagestief wurde ein Kurs von 1,2267 gehandelt. Ein schwacher Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt.
20.04.2018 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago beendeten den Handelstag gestern mit moderaten Gewinnen. Analysten befürchten, dass die jüngsten Regenfälle in den von Trockenheit geplagten US-Plains für eine signifikante Erholung der Winterweizenbestände nicht ausreichen. Begrenzt wurde der Anstieg aufgrund der Erwartung guter Aussaatbedingungen für Sommerweizen in den Northern Plains sowie technischer Verkäufe. Mit 173.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales am unteren Rand der Erwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Das inzwischen warme und trockene Wetter begünstigt die Entwicklung der Getreideernte in der Europäischen Union. Strategie Grains schätzt die Weichweizenernte in der EU aktuell auf 141 Mio. Tonnen, das sind 100.000 Tonnen weniger als im März erwartet wurden und 1 % weniger als im letzten Jahr geerntet wurde. Europäische Händler meldeten für die Woche bis zum 17.04.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 373.000 Tonnen Weichweizen. Die EU-Weizenexporte stiegen damit im laufenden Vermarktungsjahr auf 15,6 Mio. Tonnen (-24% zum Vorjahr).

20.04.2018 CBoT-Weizen im Wettermarkt

Heute Morgen sinken die Kurse des CBoT-Weizenfutures, nachdem sie drei Tage in Folge gestiegen waren. Aber es könnte trotzdem noch ein Wochenplus von 3 % geben, da es in den US-Anbauregionen nicht genügend Regen gab.
In der Hard-Red-Winter-Region erwartet man heute den Durchzug eines Sturmtiefs, das bis Sonntag Regen bringen soll. Einige Wetterdienste berichten aber schon, dass die Niederschlagsmengen nur bescheiden ausfallen. Für die Weizenerträge in den bisher trockenen Regionen sind aber ergiebige Regenfälle nötig.
Händler am Terminmarkt werden die Wetterberichte genauestens verfolgen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

20.04.2018 US-Export-Sales: Weizenexporte insgesamt am unteren Rand der Markterwartungen

19.04.2018 EU-Weizen-Exporte erreichen 15,62 Mio. Tonnen

EU-Weizen-Exporte erreichen 15,62 Mio. Tonnen
Europäische Händler meldeten heute für die Woche bis zum 17.04.18 Exportgeschäfte in einem Volumen von 373.000 Tonnen Weichweizen. Die Weichweizenexporte steigen damit im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 auf 15,62 Mio. Tonnen. Zusammen mit Weizenmehl, Durum und Durum-Schrot summierten sich die Exporte auf 17,09 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2017/18 versus 22,56 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt in der Vermarktungsperiode 2016/17.
Weizenimporte wurden in Höhe von 45.000 Tonnen gemeldet. Sie summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr auf 3,436 Mio Tonnen versus 2,732 Mio Tonnen im Vergleichszeitraum 2016/17.

19.04.2018 Strategie Grains senkt Exportschätzung für Weizen erneut

Der Marktanalyst Strategie Grains senkte heute seine Schätzung zum EU-Weichweizenexport zum sechsten Mal in Folge. Auch die Aussichten für die nächste Saison wurden zurückgenommen, da Anbieter aus dem Schwarzmeerraum weiterhin günstiger anbieten können.
Die Experten schätzen die EU-Weichweizenexporte für die Saison 2017/18 (Juli/Juni) jetzt auf 20,3 Mio. Tonnen. Das sind 900.000 Tonnen weniger als noch im März erwartet und deutlich weniger als die 24,2 Mio. Tonnen in 2016/17. In dieser Saison wird die Ernte in der Gemeinschaft aber größer ausfallen.
Die niedrige Schätzung kommt hauptsächlich, weil Frankreich 500.000 Tonnen weniger Weizen in Länder außerhalb der EU exportieren kann. Man geht jetzt von acht Mio. Tonnen aus, weil Marokko weniger kauft.
Auch die Exporte aus Deutschland in Drittländer werden kleiner geschätzt, nämlich um 300.000 Tonnen auf 2,9 Mio. Tonnen. Sowie Polen um 100.000 Tonnen weniger auf jetzt 900.000 Tonnen.
Der größte Weizenexporteur der EU Frankreich leidet in erster Linie unter der Konkurrenz aus Russland und der Ukraine, weshalb mehr Weizen an Futtermischer innerhalb der EU verkauft wurden.
Für das kommende Wirtschaftsjahr 2018/19 schätzen die Experten, dass 500.000 Tonnen weniger aus der EU ausgeführt werden, weil Russland und die Ukraine weiterhin den Markt dominieren werden. Das führt dann dazu, dass französischer Weizen in Drittländer in der kommenden Saison 9,2 Mio. Tonnen und aus Deutschland 4,4 Mio. Tonnen nicht übersteigen dürften.
Insgesamt werden die Exporte 2018/19 höher ausfallen als in der laufenden Saison und 24,1 Mio. Tonnen erreichen, hauptsächlich weil Deutschland und Polen in einer besseren Wettbewerbssituationen sein werden als Rumänien und Bulgarien.
Strategie Grains senkten zudem die Schätzung für EU-Gerstenexporte um 200.000 Tonnen auf 6,75 Mio. Tonnen, weil in erster Linie Frankreich und Deutschland weniger in Libyen und im Iran absetzen konnten.
Der weltweite Gerstenhandel werde aber zunehmen, da China mehr Interesse zeigt, nachdem man die Sorghum-Importe aus den USA gebannt hat und auch höhere Zölle für US-Mais einführen will.
In der kommenden Saison werden die Gerstenexporte aus der EU deshalb um 200.000 Tonnen auf 8,6 Mio. Tonnen wieder zunehmen und die Schätzung aus dem Vormonat Lügen strafen.
Trotz der erwartetet schwächeren Nachfrage aus dem Iran und Algerien, glauben die Fachleute, dass die Nachfrage aus China und Saudi Arabien gut bleibt und dass Angebote aus Australien und dem Schwarzmeerraum wenige stark drängen, da dort die Endbestände kleiner eingeschätzt werden.
Auf der Importseite erwartet Strategie Grains in dieser Saison mehr Maiseinfuhren von 1,5 Mio. Tonnen auf insgesamt 16,8 Mio. Tonnen, da Brasilien, US-Amerika und Afrika mehr liefern.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

19.04.2018 Ägypten hat mit dem Aufkauf von national produzierten Weizen begonnen

Ägypten, der größte Weizenimporteur der Welt, hat seit Beginn der diesjährigen Ernte letzte Woche 190.000 Tonnen lokal produzierten Weizen aufgekauft, das meldet die Nachrichtenagentur MENA unter Berufung auf das ägyptische Agrarministerium.
Die Regierung hatte letztes Jahr erklärt, dass es zukünftig den im Land produzierten Weizen nur noch zu den Preisen aufkaufen wird, die auch für Importe bezahlt werden.
Der Aufkaufpreis wurde letzte Woche auf 570-600 Ägyptische Pfund festgelegt. Diese Regelung verärgert die Getreidebauern im Land, die schon erklärt haben, dass sie in der nächsten Saison andere Feldfrüchte anbauen wollen, die sich besser lohnen.
Ägypten plant im Wirtschaftsjahr 2018/19 den Import von sieben Mio. Tonnen Weizen und hofft dafür maximal 220 USD/Tonnen bezahlen zu müssen. Das geht aus dem Haushaltsentwurf hervor, der letzte Woche bekannt wurde.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

19.04.2018 Warmes Wetter hilft den Wintergetreidebeständen in der EU

Das inzwischen warme und trockene Wetter begünstigt die Entwicklung der Getreideernte in der Europäischen Union. Das meldet heute der französische Agrarmarktspezialist Strategie Grains. Die Feldbestände litten in diesem Jahr sehr lange unter kalten und nassen Bedingungen; jetzt kommt aber auch die Aussaat von Mais in Gang.
Späte Kälteperioden und ergiebige Regenfälle ließen befürchten, dass die Ernte in Teilen der EU, wie Frankreich und den baltischen Staaten Schaden nehmen würde. Aber es wurden nur wenige Verluste gemeldet, heißt es in dem heute erschienen Monatsreport.
Anfang April kam dann in der EU Frühlingswetter mit spürbar steigenden Temperaturen. Jetzt sind die Wachstumsbedingungen in fast allen Regionen in Europa gut.
Die nassen Bedingungen während der Wintermonate ließen eine weniger starke Wurzelbildung zu, was sich bemerkbar machen dürfte, wenn es bei warmen Bedingungen zu trocken wird.
Das kühle, nasse Wetter in den beiden letzten Monaten verursachte außerdem dass in Großbritannien und Frankreich weniger Sommergerste als geplant gesät wurde. Jetzt profitiert die Maisaussaat von den milden Wetterbedingungen.
Strategie Grains machte nur geringe Änderungen in ihrer Schätzung zur EU-Getreideernte 2018. Die Weichweizenernte wird jetzt auf 141 Mio. Tonnen geschätzt; 100.000 Tonnen weniger als im März erwartet und 1 % weniger als im letzten Jahr geerntet wurde.
Die Schätzung zur Gerstenproduktion wird ebenfalls leicht reduziert, nämlich um 200.000 Tonnen auf 61,8 Mio. Tonnen. Die Maisernte hingegen wird um 200.000 Tonnen höher erwartet und käme damit auf 60,7 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

19.04.2018 Getreidemail

In den US-Plains fielen die angekündigten Niederschläge deutlich geringer aus als erwartet und es stellt sich die Frage, wie stark sich das auf den Zustand der Winterweizenbestände auswirken wird. Spekulationen darüber werden wohl bis zur nächsten Veröffentlichung der Ratings am Montagabend anhalten. Für die kommende Woche wird wieder trockeneres Wetter erwartet. Außerdem sorgen sinkende Weizenbestände in Russland für Unterstützung. Alle drei US-Weizenfutures schlossen gestern mit Kursgewinnen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Exporten in einer Spanne von 100.000 - 550.000 Tonnen US-Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde erneut mit Gewinnen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee und schlossen bei schwachen Umsätzen unverändert bis moderat fester. In Westeuropa sorgt das sommerliche Wetter für gute Aussaat- und Wachstumsbedingungen. Der Streik der Eisenbahn in Frankreich sorgt weiter für Störungen, die aber gegenwärtig nicht allzu groß ausfallen. Algeriens staatliche Getreide-Agentur OAIC hat gestern einen internationalen Tender zum Kauf von Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli ausgeschrieben.

19.04.2018 Niederschläge in den US-Plains enttäuschen – Weizenkurse steigen weiter

Der CBoT-Weizenfuture übersteigt heute Morgen sein Wochen-Hoch, weil die angekündigten Regenfälle in den US-Plains geringer ausfallen als erwartet.
Der US-Weizenmarkt befindet sich nach Meinung von indischen Agrarmarktanalysten wieder in einem Wettermarkt. Sie begründen damit die Volatilität der Futureskurse und das Verhalten der Investoren. Man ist offensichtlich unsicher, ob die Niederschläge das Wasserdefizit der vorherigen Monate auffüllen kann.
Außerdem schwebt immer noch das Damoklesschwert eines Handelskrieges zwischen den USA und China über dem Agrarmarkt. Jetzt streiten sich die Kontrahenten über das Futtermittel Sorghum. China verlangt eine Sicherheit für alle US-Lieferungen, solange der Streit nicht beigelegt ist.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

18.04.2018 Algerien sucht Durum-Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreide-Agentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Juli ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 19. April. Eine Angabe über die Menge, die gesucht wird, wurde bisher nicht gemacht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
18.04.2018 Getreidemail

Gelegenheitskäufe nach den zuletzt kräftigen Kursverlusten sowie moderate Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für leichte Aufschläge. Die vom USDA am Montag gemeldeten verbesserten Ratings der Winterweizenbestände in den US-Plains und die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen begrenzen aber weiterhin das Aufwärtspotenzial. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde erneut fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den Vorgaben aus Übersee und schlossen auf den vorderen Terminen mit moderaten Aufschlägen. In Frankreich sorgt der Streik der Eisenbahner weiter für logistische Probleme. In einigen Regionen entwickelten sich die zuletzt gestiegenen Prämien allerdings wieder rückläufig. Der DRV prognostiziert die deutsche Weizenernte 2018 auf 24,3 Millionen Tonnen. Damit verbessert sich die Schätzung leicht im Vergleich zu der des Vormonats, sie liegt jedoch geringfügig unter dem Vorjahresergebnis von 24,5 Millionen Tonnen (- 0,8 %). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um 0,50 Cent auf 4,00 Euro über Paris Mai 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg blieben unverändert bei 179 Euro.

18.04.2018 CBoT: Weizenkurse steigen auch heute Morgen wieder

Heute Morgen steigen die Weizenkurse in Chicago am zweiten Tag in Folge. Beobachter begründen das mit Schnäppchenkäufe, da die Kurse zuvor auf ein Zehn-Tage-Tief gesunken waren.
Das Wetter in den US-Weizenanbauregionen hat sich verbessert aber es bleibt noch offen, ob sich das Getreide noch wieder gesunden kann. Sollten die Erträge trotz der Trockenheit und Kälte gut werden, dürften die Kurse in der zweiten Jahreshälfte wieder unter Druck geraten, so heute Morgen die Meinung von Agrarmarktanalysten in Australien.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters Grafik: Saxo-Trader

17.04.2018 Tunesien kauft Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 125.000 Tonnen Weizen und 25.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft gekauft. Das melden heute Nachmittag europäische Händler.
Die niedrigste Offerte für den Weizen lag bei $217,85/Tonne c&f und für die Futtergerste bei 229,69/Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

17.04.2018 Tunesien: Günstigstes Angebot für Weizen lag bei $217,85/Tonne c&f

Das günstigste Angebot, das Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer auf die Ausschreibung zum Kauf von 125.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft erhalten hat, lag bei $217,85/Tonne c&f. Das melden europäische Händler. Ein Vertragsabschluss ist bisher nicht erfolgt. Ergebnisse werden im Laufe des Tages erwartet.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

17.04.2018 Ägypten plant Weizenimporte im Volumen von 7 Mio. Tonnen für 2018/19

Ägypten, weltgrößter Weizenimporteur, plant für das Haushaltsjahr 2018/19 Weizenimporte in einem Volumen von 7 Mio. Tonnen. Im Finanzplan sollen dafür einem Vorschlag zufolge finanzielle Mittel berücksichtigt werden, die von einem Durchschnittspreis von $220/Tonne c&f ausgehen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

17.04.2018 DRV erwartet Rückgang der deutschen Weizenernte auf 24,29 Mio. Tonnen

Der Deutsche Raiffeisenverband schätzt die deutsche Weizenernte 2018 auf 24,29 Mio. Tonnen. Das geht aus der heute veröffentlichten Prognose des Verbands hervor. In der ersten Prognose, die am 15. März veröffentlicht wurde, rechnete der DRV noch mit einer Weizenernte von 24,21 Mio. Tonnen.
Die deutsche Rapsernte hingegen könnte um 8,3% zum Vorjahr auf 4,62 Mio. Tonnen steigen (März-Prognose: 4,67 Mio. Tonnen).
Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Produzent von Weizen und der größte Produzent von Rapssaat in der EU.
Der kalte Start in Frühjahr hat zu einer Verzögerung der Pflanzenentwicklung von 2-3 Wochen geführt. Warmes Wetter in den kommenden Tagen könnte den Rückstand jedoch verkleinern.
Die Aussaat von Sommergetreide ist in weiten Teilen des Landes abgeschlossen und größer als normal, nachdem das schlechte Herbstwetter die Wintergetreideaussaat vielerorts verhindert hat.
Eine enorme Ausweitung der Aussaat von Sommerweizen um 212,1 Prozent werde dazu beitragen, die um 35,1 Prozent reduzierte Winterweizenaussaat auszugleichen, so der Verband.
Es wird erwartet, dass sich die Rapsernte stark von der besonders kleinen Ernte des letzten Jahres erholen wird. Die Ernte dieses Jahres wird jedoch immer noch unter dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 5,2 Millionen Tonnen liegen.
Deutsche Landwirte bauen in diesem Jahr auch mehr Sommergerste an. Sie wird für die Malz- und Bierproduktion verwendet. Die Sommergerstenernte soll gegenüber dem Vorjahr um 12,4 Prozent auf 2,06 Millionen Tonnen wachsen.
Die Wintergerste, die hauptsächlich für die Tierernährung verwendet wird, wird gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent auf 9,09 Millionen Tonnen steigen.
Die Maisernte wird um 6,1 Prozent auf 4,27 Millionen Tonnen zurückgehen, so der Verband.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

17.04.2018 Getreidemail

Aussichten auf Niederschläge in den US-Plains und Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die SRW-Weizenfutures gestern in Chicago den viertenTag in Folge mit kräftigen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 483.058 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen. Nach Handelsschluss veröffentlichte das USDA die wöchentlichen Ratings zum US-Winterweizen. 31% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent", Vorwoche: 30%. Analystenschätzungen rangierten in einer Spanne von 28-31%. Institutionelle Anleger verkauften gestern 9.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und fielen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Wochen. In Westeuropa wird nach dem nasskalten Start ins Frühjahr in dieser Woche trockenes und warmes Wetter erwartet. Der Preis für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April stieg laut IKAR vergangene Woche um $2 auf $212/Tonne FOB. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein um 0,50 Cent auf 3,50 Euro über Paris Mai 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg stiegen um 1 Euro auf 179 Euro.

17.04.2018 US-Crop-Conditions: Zustand der Winterweizenbestände stabil
Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche nicht signifikant verändert. 31% der Bestände erhielten das Top-Rating "gut bis exzellent". Analystenschätzungen rangierten in einer Spanne von 28-31% - durchschnittliche Erwartung: 30%; Vorwoche: 30%.
Die Sommerweizen-Aussaat in den Vereinigten Staaten ist auf 5% der geplanten Flächen erfolgt (Vorwoche: 2%). Schätzungen rangierten in einer Spanne von 4-6% (5-Jahres-Durchschnitt 15%).
Mais ist ebenfalls auf 5% der geplanten Flächen ausgesät (Vorwoche: 2%). Erwartet wurde ein Fortschritt von 4-12%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 5%.
Ein Wintereinbruch mit heftigen Schneefällen von 20-40 Zentimertern in den nördlichen Regionen der Central Plains und im Nordwesten des Mittleren Westen führte zu einer Unterbrechung der Sommerweizen- und Maisaussaat.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

 

17.04.2018 Etwas bessere Ratings für US-Winterweizen

Nach vier Handelstagen mit Verlusten steigen die Kurse des CBoT-Weizenfutures heute Morgen leicht an. Das USDA hatte gestern mitgeteilt, dass sich die Zustände der Feldbestände verbessert hätten.
Nach dem Durchzug eines Tiefdruckgebietes in den US-Anbauregionen mit Schnee und Regen, verflüchtigt sich Furcht vor noch größeren Ertragsausfällen beim Wintergetreide.
Den Regierungsexperten zufolge sind jetzt 31 % der Winterweizen-Feldbestände in gutem bis sehr gutem Zustand. Vor einer Woche waren es 30 %. Marktteilnehmer hatten weniger gute Bedingungen erwartet.
Winterweizen musste in den US-Plains eine langen Trockenheit und späte Fröste ertragen. Beobachter hatten schon erwartet, dass jetzt mehr Sommergetreide angebaut wird, um die Nachfrage bedienen zu können. Die Aussaat von Sommergetreide hat begonnen und ist jetzt erst zu 3 % erledigt.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

16.04.2018 Europäische Union - Nasskalter Start ins Frühjahr sorgt für Verzögerungen

Der nasskalte Start ins Frühjahr in Europa sorgt für Verzögerungen bei der Sommergetreideaussaat in der EU. Die Verzögerungen sind allerdings noch nicht so fortgeschritten, dass sich Verluste seriös beziffern ließen. Frost und starke Niederschläge im März führten auch beim Wintergetreide für ein verzögertes Wachstum. Beim Weizen werden aber nur geringe Schäden erwartet. An den Rapssaatbeständen in Polen könnten möglicherweise etwas größere Schäden entstanden sein.
Im monatlichen Bericht der EU-Kommission weisen die Verfasser auch auf die wärmeren Temperaturen in dieser Woche in Europa hin, die die Aussaat und die Pflanzenentwicklung begünstigen können.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten der Europäischen Union, lag die Aussaat von Sommergerste und Zuckerrüben aufgrund der feuchten Wetterbedingungen rund zwei Wochen hinter dem Zeitplan zurück und könnte sich negativ auf die Erträge auswirken. Das Ertragspotenzial für die Winterkulturen in Frankreich scheint jedoch nicht wesentlich durch die kühlen Temperaturen, wenig Sonnenschein und häufigen Regen beeinflusst worden zu sein.
Auch in Deutschland haben die feuchten Bedingungen zu einem verzögerten Beginn der Frühjahrsaussaat geführt. Seit Anfang April hat das wärmere Wetter die Feldarbeit forciert. Die Entwicklung der Wintergetreidebestände im Norden Deutschlands hinkt dem Zeitplan aber weiter hinterher.
In Spanien und in Portugal konnten die Niederschläge in der ersten Märzhälfte die Wasserreserven im Boden nach dem trockenen Winter wieder aufbauen und die Bedingungen für die Sommergetreidebestände verbessern.
Die durchschnittliche Ertragsprognose für die EU-Weichweizenerträge wurde von 6,20 t/ha im letzten Monat auf 6,23 Tonnen pro Hektar (t / ha) angehoben, ein Plus von 1,9 Prozent gegenüber 2017.
Die Prognose für die Gerstenerträge in der EU wurde von 5,02 t/ha auf 5,03 t/ha angehoben. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein geringfügiger Anstieg um 2,8%. Die neueste Schätzung spiegelt einen leichten Anstieg des Wintergerstenausblicks und eine unveränderte Sommergerstenprojektion wider.
Bei den Ölsaaten wurde der durchschnittliche EU-Rapsertrag von 3,28 t/ha auf 3,33 t/ha erhöht, was gegenüber 2017 einem Anstieg von 2,6% entspricht.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.04.2018 Russland: Weizenpreise stiegen in der vergangenen Woche

Die Preise für Weizen aus Russland sind vergangene Woche gestiegen, da sich die Landwirtschaft nach der starken Abschwächung des Rubels mit Verkäufen zurückhielt und zuvor vereinbarte Verträge zurückzog.
In der vergangenen Woche verlor der Rubel wertmäßig 6% zum US-Dollar. Eine neue Runde von US-Sanktionen gegenüber Russland sorgte für massive Verkäufe auf dem russischen Währungs- und Aktienmarkt.
Russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April kostete vergangene Woche $212 auf Basis FOB, das ist ein Anstieg um $2 zur Vorwoche, berichtet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preis von $211,00/Tonne FOB (+$3,00), während Gerste stabil blieb bei $217/Tonne. Mais stieg um $2 auf $202/Tonne.
Die starke Abwertung des Rubels in der vergangenen Woche führte zu einem kurzfristigen Anstieg der Profitabilität Exporte, so SovEcon. Weitere Folgen waren Stornos bereits abgeschlossener Vereinbarungen.
Per 11. April exportierte Russland 40,8 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18, davon 31,8 Mio. Tonnen Weizen. Die Getreideexporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit um 39,4%.
Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stieg sprunghaft um 275 Rubel auf 9.050 Rubel ($145) auf Basis ex works.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.04.2018 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste
Tunesiens staatliche Getreideagentur hat heute einen Tender zum Kauf von 125.000 Tonnen Weichweizen und 25.000 Tonnen Futtergerste ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet morgen.
Gesucht werden 5 x 25.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Zeitraum 15. Mai bis 15. Juli und 25.000 Tonnen Futtergerste zur Lieferung im Zeitraum 5. Juni bis 25. Juni.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
16.04.2018 Äthiopien: Günstigste Weizen-Offerte entsprach nicht den Bedingungen

Äthiopiens staatliche Getreideagentur hat darum gebeten, die Offerten für die internationale Ausschreibung zum Kauf von 400.000 Tonnen Weizen für einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Ursprünglich endete die Angebotsfrist am 13. März und die Lieferung sollte zwei Monate später erfolgen. Es stellte sich nämlich heraus, dass die ursprünglich günstigste Offerte nicht den Ausschreibungsbedingungen entsprach. Sie lag bei $250,15/Tonne c&f für die Anlieferung an einen Äthiopischen Hafen. Die Preise sollten auch den Transport im Inland beinhalten. Das niedrigste Angebot, das die Ausschreibungsbedingungen erfüllte, lag bei $269,00 /Tonne c&f.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

16.04.2018 CFTC-Report für Weizen, Mais und Sojabohnen

   

   

16.04.2018 Bahnstreik in Frankreich behindert Getreideexporte und -Verarbeiter

Die Bahnstreiks in Frankreich stören am Ende der laufenden Vermarktungsperiode die Getreideverladungen beim größten Produzenten der EU. Exporteure befürchten, dass verhinderte Verladungen nicht nachgeholt werden können, wenn der Bahnstreik anhält.
Gewerkschaften haben letzte Woche mit ab-und-zu-Streiks begonnen, um damit gegen die geplanten Reformen im staatlichen Bahnkonzern SNCF zu protestieren.
Die Bahn wird von der französischen Getreidewirtschaft sehr unterschiedlich in Anspruch genommen. Einige Firmen, wie die Ölsaatengruppe Avril sagt, dass der Bahntransport für sie eine untergeordnete Rolle spielt. Andere Firmen hingegen nutzen eigens dafür vorgehaltene Bahnstrecken und die Unterbrechungen führen zu einer verschärften Konkurrenz um LKW oder Frachtkähne.
Getreidehändler betonen, dass die Bahnstreiks die sich erholende Exportaktivität nach einer bisher schwachen Saison ausbremst, zumal die Schifffahrt auch nur bedingt entlastet, das die Flüsse Hochwasser führen oder in den Kanäle Wartungsarbeiten durchgeführt werden.
Das erhöht das Risiko für Schiffsverladungen in den Exporthäfen, möglicherweise werden deshalb die Exportaufträge an andere EU-Länder übertragen. Das Unternehmen Senalia, das zu 15-20 % auf Bahnfrachten angewiesen ist und nördlich des Getreidehotspots Rouen operiert, hatte seit der vergangenen Woche nur die Hälfte der bestellten Waggons zur Verfügung. Die Firma hat aber noch Vorräte in den Silos im Hafen, um damit den Verlust auszugleichen. Den Rest versucht man durch LKW oder Binnenschiffen zu kompensieren.
In Hafen von Dünkirchen greift der Silobetreiber Nord Cereales ebenfalls auf LKW und Schuten zurück und versucht damit die 120.000 Tonnen Gerste für den Export von zwei Schiffen, die Ende April auf den Weg nach Saudi-Arabien gebracht werden sollen, zusammen zu bekommen.
Soufflet, einer der größten französischen Getreidehändler und –Exporteure, sagte dass man in der ersten April-Woche nur einen von vier Ganzzügen gestellt bekommen hat.
Unternehmen, die in Frankreich Getreide verarbeiten, waren ebenfalls betroffen. In der Bretagne, hängt die Versorgung der dortigen Futtermittelhersteller besonders stark vom Bahntransport ab. Die Prämien für prompte Getreidelieferungen stiegen aber nicht nur dort.
Am stärksten sind wohl die Stärkefabriken betroffen. Das Unternehmen Tereos spricht von einer zusätzlichen Frachtkostenbelastung in Höhe von 1 Mio. Euro pro Monat, da 200.000 LKW die fehlenden Waggons ersetzen müssen. Der Zuckerhandel des Unternehmens war allerdings gar nicht betroffen.
Französische Stärkeproduzenten, die Weizen und Mais verarbeiten, beziehen die Hälfte ihrer Rohstoffe per Bahn. Da die Fabriken im 24-Stunden-Betrieb arbeiten, könnten ab Mitte Mai einige Werke wegen Rohstoffmangel geschlossen werden.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters

16.04.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe vor dem Wochenende und Aussichten auf dringend benötigte Niederschläge in den südlichen US-Plains, die Wetterdienste für diese Woche erwarten, sorgten am vergangenen Freitag in Chicago den dritten Tag in Folge für Verluste. Der Frontmonat Mai beendete die Woche jedoch nahezu unverändert mit einem Anstieg von 25 US-Cent. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen abermals mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag mit Verlusten. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Mai 2,25 Euro. FranceAgriMer beließ die Ratings der französischen Winterweizenbestände unverändert. 78% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, vor einem Jahr waren es 89%. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR erhöhte die Prognose der russischen Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 um eine Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein um 0,50 Cent auf 3 Euro über Paris Mai 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg blieben unverändert bei 178 Euro.

16.04.2018 CBoT-Weizenkurse sinken auf 10-Tages-Tief

In Chicago handelt der Weizenfuture heute Morgen auf einem 10 Tage-Tief. Die Vorhersage für dringend benötigte Regenfälle in den US-Winterweizenregionen lassen darauf hoffen, dass die Erträge trotz der bisherigen Trockenheit besser ausfallen als befürchtet. Der Frontmonat Mai-18 verliert in der Nachtbörse zur Stunde ca. 1 %.
Zu dem Kursrückgang trägt auch bei, dass die Nachfrage nach US-Weizen enttäuscht. Am vergangenen Donnerstag berichtete das USDA, dass in den Sieben Tagen zuvor nur 188.700 Tonnen Weizen ausgeführt wurden. Das ist weit weniger als die Marktbeobachter erwartet hatten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

13.04.2018 Russland: IKAR erhöht Weizen-Export-Prognose

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 um eine Mio. Tonnen von 38,5 Mio. Tonnen auf 39,5 Mio. Tonnen erhöht. Ein Grund dafür wurde nicht genannt.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

13.04.2018 Winterweizen-Ratings in Frankreich stabil
FranceAgriMer hat in seinem heute veröffentlichten wöchentlichen Bericht zum Zustand der Getreidebestände und zum Fortschritt der Sommergetreideaussaat das Rating der Winterweizenbestände unverändert belassen. 78% der Bestände erhielten damit erneut das Rating „gut bis exzellent“. Vor einem Jahr waren es 89%.
Die Sommergerste-Aussaat in Frankreich ist auf 96% der geplanten Flächen erfolgt. In der Vorwoche lag der Fortschritt bei 78% und im vergangenen Jahr war sie zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen. 81% der Sommergerste-Bestände wurden mit „gut bis exzellent“ bewertet (Vorjahr: 86%).
Bei der Maisaussaat, die kürzlich begann, wurde per 9. April 1% der geplanten Flächen bestellt. Vor einem Jahr waren es bereits 23%.
Text und Grafik: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
13.04.2018 Getreidemail

An der Chicago Board of Trade rückte gestern erneut die weltweit gute Versorgungslage in den Vordergrund und belastete die Weizenfutures. Außerdem sorgten die starke Konkurrenz am Exportmarkt und Aussichten auf Regenfälle in der kommenden Woche in den US-Plains für Abwärtsdruck. Die wöchentlichen US-Export-Sales blieben mit nur 188.700 Tonnen US-Weizen deutlich hinter den Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT abermals schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Abschlägen, der Eisenbahnstreik in Frankreich begrenzte jedoch das Abwärtspotenzial. Die Weizenexporte der EU-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 bis zum 10. April ein Volumen von 15,25 Mio. Tonnen (- 24% zum Vorjahr). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Standardweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April unverändert bei 3€ über Paris Mai 18. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg liegen bei 178€. Käufer aus Spanien und Großbritannien unterstützten die Nachfrage nach deutschem Futterweizen. Die verzögerte Sommerweizenaussaat in einigen Regionen in Deutschland könnte noch zu Umwidmungen einiger Flächen zu Gunsten von Mais führen.

13.04.2018 Trotz drei Kursverlusten in Folge schreibt der Weizenfuture noch ein Wochenplus

Heute Morgen sinken die Kurse des CBoT-Weizenfutures um 1 % und weiten damit die Verluste der letzten drei Tage auf 3 % aus. Der weltweite Weizenvorrat ist einfach zu groß. Trotzdem weist diese Woche noch ein Kursplus auf, sowie bereits die Woche zuvor. Grund dafür sind die schlechten Vegetationsbedingungen in den US-Anbauregionen.
Das Wochenplus des CBoT-Weizenfutures ist zur Stunde noch 1 %.
Das USDA hatte für Weizen am vergangenen Dienstag mit 271,2 Mio. Tonnen für die Saison 2017/18 ein Allzeit-Hoch bei den Weltendbeständen geschätzt und stellte eine träge Nachfrage fest.
In der Vorwoche exportierten die USA nur 188.700 Tonnen (alte und neue Ernte) und damit weniger als es von den Marktteilnehmern erwartet worden war.


Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

12.04.2018 EU-Weizenexporte 24% hinter Vorjahr
In der Woche bis zum 10. April erreichten die Weizenexporte der Europäischen Union im laufenden Vermarktungsjahr 2017/18 ein Volumen von 15,25 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 24%, verglichen mit den Exporten zur selben Zeit im vergangenen Jahr.
Gerste wurde per 10. April in einem Volumen von 4,6 Mio. Tonnen exportiert (Vorjahr: 4,2 Mio. Tonnen), ein Plus von 8%.
Die Maisimporte liegen aktuell bei 13,4 Mio. Tonnen und damit 47% höher, als im vergangenen Jahr, als zur selben Zeit 9,1 Mio. Tonnen Mais importiert wurden.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
12.04.2018 Ägypten schätzt Importbedarf 2018/19 für Weizen auf 6 Mio. Tonnen

Ägypten plant im Fiskaljahr 2018/19 (Juli 18 – Juni 19) den Import von 6 Mio. Tonnen Weizen, um die Versorgungslücke zwischen Produktion und Verbrauch zu schließen. Das sagte Handelsminister Ali Meselhy gestern vor Reportern. Im laufenden Fiskaljahr 2017/18 wurden bisher über 7 Mio. Tonnen Weizen importiert. Der Weizen wird insbesondere zur Herstellung von Brot für die Armenspeisung benötigt.
Gestern wurde außerdem der Preis bekanntgegeben, zu dem der ägyptische Staat lokal produzierten Weizen kauft. Er liegt zwischen 570 – 600 ägyptische Pfund pro Ardeb (150 kg). Der Preis ist für die Bauern offenbar wenig interessant und könnte sie ermutigen, andere profitablere Feldfrüchte anzubauen, so Hussein Abou Saddam, Vorstand des Farmers Syndicate.
Grundlage für den Auszahlungspreis für lokal produzierten Weizen ist der Preis, den Ägypten im Durchschnitt für ausländischen Weizen gezahlt hat.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

12.04.2018 Ukraine: Sommergetreide-Aussaat ist zu 23% komplett

In der Ukraine hat die Aussaat von Sommergetreide in begonnen. Bisher sind 551.000 Hektar bzw. 23% der geplanten Flächen bestellt. Das meldet das US-Landwirtschaftsministerium. Auf einer Fläche von 362.000 Hektar wurde Sommergerste ausgesät, darüber hinaus auf 142.000 Hektar Erbsen, auf 21.000 Hektar Hafer und auf 27.000 Hektar Sommerweizen.
Begonnen hat auch die Aussaat von Zuckerrüben. Sie ist auf den ersten 13.000 Hektar bzw. 4% der geplanten Aussaatfläche von insgesamt 302.000 Hektar erfolgt.
Geplant ist die Aussaat von Sommergetreide in diesem Jahr auf einer Fläche von 7,4 Mio. Hektar. Davon 4,6 Mio. Hektar Mais, 1,6 Mio. Hektar Gerste, 412.000 Hektar Erbsen, 200.000 Hektar Hafer und 182.000 Hektar Weizen.
Analysten glauben jedoch, dass der späte Start der Aussaat noch Einfluss auf die Wahl der Kultur haben könnte.
Die Ukraine ist der weltweit drittgrößte Getreideexporteur und die Anbaufläche für Sommer- und Wintergetreide könnte in dieser Saison 14 Mio. Hektar übertreffen. Im vergangenen Jahr wurde Sommergetreide auf 7,3 Mio. Hektar angebaut und die Erntemenge erreichte ein Volumen von 61,3 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

12.04.2018 Weizen: Frankreichs Intra-EU-Handel boomt

Die lebhafte Nachfrage nach französischem Weizen durch andere EU-Staaten, sollte dazu beitragen, die sinkenden Umsätze mit Drittländern zu kompensieren, obwohl der Bahnstreik in Frankreich wohl bis zum Saisonende die Exporte behindert. Das teilte heute FranceAgriMer mit.
Frankreich, Europas größter Getreideproduzent, erfährt in dieser Saison besonders heftige Konkurrenz, hauptsächlich durch Russland. Dagegen ist die Nachfrage aus den EU-Nachbarländern sehr stark; insbesondere aus Spanien, wo es im Vorjahr eine schlechte Getreideernte gab.
Der Preisvorteil von Weizen gegenüber Gerste oder Mais beim Einsatz in den Futterrationen trägt zu der besseren Weizennachfrage in der EU bei. FranceAgriMer hob seine Schätzung für französische Weizenexporte an Länder innerhalb der EU um 400.000 Tonnen auf 8,9 Mio. Tonnen an. Das ist mehr als die Exporte in Drittländer, die jetzt bei 8,3 Mio. Tonnen erwartet werden.
Der Intra-EU-Handel ist damit auf einem historisch hohen Niveau. Zu diesen Exporten kommen noch weitere 150.000 Tonnen, die inländische Futtermittelhersteller zusätzlich einsetzen. Deshalb hat FranceAgriMer seine Endbestandsschätzung per 30.06.2018 auf 2,7 Mio. Tonnen gesenkt. Im März lag die Schätzung dafür noch bei 3,2 Mio. Tonnen.
Eine starke Nachfrage aus Algerien und Marokko sorgt, trotz Behinderung durch einen nationalen Bahnstreik, dafür, dass das seit einem halben Jahr stetig nach unten korrigierte Exportziel erreicht wird. Logistischen Probleme aufgrund des Streiks haben in einigen Regionen die Prämien steigen lassen.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters - FranceAgriMer

12.04.2018 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage und technische Verkäufe ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. In den US-Plains könnten kommende Woche Niederschläge für bessere Wachstumsbedingungen beim Weizen sorgen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen für die laufende Vermarktungsperiode 2017/18 mit Exporten in einer Spanne von 250.000 -650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der stark gefallene Wechselkurs des Rubel zum US-Dollar verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus Russland. Für die ohnehin schwachen Weizenexporte aus dem Euroraum ist das ein weiteres Hemmnis. FrancAgriMer hat seine Prognose der französischen Weichweizenexporte außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2017/18 zum sechsen Mal in Folge auf nun 8,3 Mio. Tonnen reduziert. In Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein unverändert bei 3 € über Paris Mai 18. Beim Weizen mit 12,5% Protein haben Offerten aus den baltischen Staaten (7 € über Paris FOB) die Nase vorn, vor Polen (8 € ) und Deutschland (9 €).

12.04.2018 CBoT-Weizenkurse sinken aufgrund hoher globaler Vorräte

CBoT-Weizenfutures verlieren heute Morgen, weil die weltweite Versorgungslage gut ist. Die Kurse notieren zur Stunde auf einem Drei-Tages-Tief.
Die Kurse sind unter Druck, nachdem das USDA am Dienstag die Endbestände von Weizen auf der Welt auf ein Rekordhoch von 271,2 Mio. Tonnen geschätzt hat.
Verkaufsdruck kommt auch dadurch, dass Russlands Währung massiv unter Druck steht. Dadurch werden die Angebote aus dem russischen Schwarzmeerraum günstiger und die Chancen, dass Weizen aus der EU oder den USA in internationalen Ausschreibungen zum Zuge kommen, sinken.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

11.04.2018 Ägypten: Auszahlungspreis für lokal produzierten Weizen zu niedrig?

Ägypten hat am heutigen Mittwoch den Preis bekanntgegeben, zu dem der ägyptische Staat den Bauern lokal produzierten Weizen abkauft. Er liegt zwischen 570 – 600 ägyptische Pfund pro Ardeb (150 kg). Der Preis ist für die Bauern offenbar wenig interessant und könnte sie ermutigen, andere profitablere Feldfrüchte anzubauen, so Hussein Abou Saddam, Vorstand des Farmers Syndicate. Gefordert werden 700 ägyptische Pfund pro Ardeb.
Ägypten ist der größte Weizenimporteur. Der Einkaufspreis für lokal produzierten Weizen basiert auf den Durchschnittspreis, den Ägypten für ausländischen Weizen gezahlt hat.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

11.04.2018 Frankreich: FranceAgriMer senkt Prognose der Weizenexporte in Nicht-EU-Staaten
FranceAgriMer hat in seinem monatlichen Angebots- und Nachfragebericht für Getreide die Prognose der französischen Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2017/18 zum sechsen Mal in Folge reduziert. Aktuell erwarten die Analysen Exporte außerhalb der EU von 8,5 Mio. Tonnen. Zuvor lag die Prognose bei 8,3 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weizenexporte 2017/18 in EU-Mitgliedsländer wurde auf 8,9 Mio. Tonnen erhöht (Vormonat: 8,5 Mio. Tonnen).
FrancAgriMer reduzierte die Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2017/18 von 3,2 Mio. Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen aufgrund der gestiegenen Exporte innerhalb der EU und des zum Vormonat leicht gesunkenen verfügbaren Angebots. An Einfluss zunehmen auf die Weizenbilanz könnte noch der Streik der französischen Eisenbahner gegen die Eisenbahnreform, der zu Störungen bei der Logistik führt.
Gesenkt wurde auch die Schätzung der französischen Gerste-Endbestände bei für 2017/18 von 1,1 Mio. Tonnen auf 1,0 Mio. Tonnen.
FranceAgriMer erhöhte hingegen die Schätzung der Mais-Endbestände 2017/18 von 2,7 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 2,8 Mio. Tonnen.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
11.04.2018 Getreidemail

Technische Käufe und der schlechte Zustand der Winterweizenbestände in den US-Plains sorgten gestern in Chicago für einen moderaten Anstieg der Weizenfutures. Der WASDE-Report überraschte mit hohen Schätzungen für die US- und die Welt-Weizen-Endbestände. Die US-Bestandsschätzung zum Ende der Saison 2017/18 lag mit 1,064 Mrd. Bushel oberhalb der Erwartungen von 0,989 bis 1,060 Mrd. Bushel. Ebenso die Schätzung der globalen Weizenbestände zum Ende der Saison 2017/18, die das USDA auf nun 271,22 Mio.Tonnen schätzt. Analysten erwarteten die globalen Endbestände in einer Spanne von 266,50 bis 271,00 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. In Frankreich sorgt der Streik der Eisenbahner für logistische Probleme und stützt die Kassamarktpreise. Gewerkschaften riefen zu einem bis zu dreimonatigen Streik auf, um gegen die Eisenbahn-Reform der Regierung Macron zu protestieren. Am Kassamarkt in Hamburg laufen die Exporte zwar kontinuierlich, jedoch auf zu niedrigem Niveau für diese Jahreszeit. Die Offerten für Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im April sanken auf 3 Euro über Paris Mai 18.

10.04.2018 Frankreich: Weizen-Anbaufläche zur Ernte 2018 nahezu unverändert zum Vorjahr

Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die Zuckerrüben- Anbaufläche zur Ernte 2018 auf 483.000 Hektar. Das wäre unwesentlich weniger als im Jahr 2017, als die Anbaufläche bei 486.000 Hektar lag.
Die Weizen-Anbaufläche 2018, einschließlich einer kleinen Menge Sommerweizen, wird auf 4,98 Millionen Hektar geschätzt, ebenfalls wenig verändert gegenüber 2017 (4,96 Millionen Hektar).
Bei der Gerste wird die Anbaufläche auf 1,85 Millionen Hektar geschätzt, verglichen mit 1,91 Millionen Hektar im letzten Jahr. Darin enthalten waren 502.000 Hektar Sommergerste (Vorjahr: 508.000 Hektar.
Die Zuckerrübenproduktion 2017 wurde auf einen neuen Rekordwert von 46,3 Millionen Tonnen nach oben korrigiert, verglichen mit 45,8 Millionen (Februar-Schätzung).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

10.04.2018 Weizen: Zunehmende Anbieterprobleme in Russland

Die russischen Weizenpreise stiegen letzte Woche aufgrund wachsender Anbieterprobleme. Die Produktionskosten steigen in einem generell festeren globalen Markt.
Schwarzmeerweizen mit 12,5 % Protein zur Lieferung im April kostete Ende letzter Woche 210 USD/Tonne fob. Das waren 2 USD mehr als in der Vorwoche.
Seit dem 1. Juli 2017 und bis zum 4. April exportierte Russland 39,99 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten sind 31,19 Mio. Tonnen Weizen. Damit waren die Getreideexporte Russlands im Vergleich zur vorherigen Saison 39,3 % höher.
Die lokalen Preise für Weizen der Klasse III stiegen im europäischen Teil Russlands um 100 Rubel/Tonne auf 8.775 Rubel (145,99 USD) ab Verladestation.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: IKAR

10.04.2018 Getreidemail

Frostige und trockene Wetterbedingungen in den US-Plains sowie Positionierungen vor dem heutigen WASDE-Report, sorgten gestern erneut für kräftige Kurssteigerungen bei den Weizenfutures in Chicago. Der Frontmonat Mai erreichte im Tagesverlauf den höchsten Stand seit Mitte März. Mit 430.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 225.000 - 400.000 Tonnen. Das USDA meldete nach Handelsschluss, dass nur noch 30% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten in Top-Verfassung sind. In der Vorwoche waren es 32% und zur selben Zeit im vergangenen Jahr 53%. Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 18 Uhr wird der monatliche WASDE-Report veröffentlicht. Die eCBoT handelt heute Morgen nach vier Sitzungen mit Gewinnen erstmals mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der Anstieg des Euro zum US-Dollar verhinderte deutlichere Aufschläge. In Frankreich sorgen der Eisenbahn-Streik und ein Hafenarbeiter-Streik in Rouen für logistische Probleme und Störungen bei den Verladungen. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein auf 3,50 Euro über Paris Mai 18.

10.04.2018 USDA sieht weitere Ertragsrisiken beim US-Weizen

Obwohl das USDA gestern Abend weitere Ertragsschäden beim US-Wintergetreide feststellte, verliert der CBoT-Weizenfuture heute Morgen leicht und verlässt damit sein Monats-Hoch.
Analysten sagen, die Bestätigung des USDA für weitere Schäden am Getreide durch Kälte und Trockenheit in mehreren Produktionsgegenden war bereits im gestrigen Handel mit hohen Kurssteigerungen eingepreist.
Die Temperaturen in der Hard-Red-Winter-Anbauregion waren niedrig genug, um Ertragsschäden zu verursachen. Dabei waren die Ertragsschätzungen zuvor schon sehr niedrig. Der zusätzliche Schaden dürfte daher nur gering ausfallen. Allerdings ist auch in Regionen sehr kalt, die zuvor nicht unter der Trockenheit litten.
Das USDA bewertete gestern nur noch 30 % des US-Wintergetreides in einem sehr guten bis guten Zustand. In der Vorwoche waren es 32 % und zu gleichen Termin im Vorjahr waren es 53 %.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

10.04.2018 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen über den Erwartungen

10.04.2018 US-Crop-Conditions: Nur noch 30% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass nur noch 30% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten in Top-Verfassung sind. In der Vorwoche waren es 32% und zur selben Zeit im vergangenen Jahr 53%. 3% der Bestände sind aufgelaufen (Vorjahr: 8%). Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 4%. Analysten, die im Vorfeld der Veröffentlichung befragt wurden, erwarteten einen Anteil von 30-34%, der in Top-Verfassung ist.

Die Maisaussaat hat begonnen und 2% der geplanten Flächen sind bestellt (Vorjahr: 3%; 5-Jahres-Durchschnitt: 2%).
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters
09.04.2018 MÄRKTE-Moskauer Börse bricht nach neuen US-Sanktionen ein
Frankfurt, 09. Apr (Reuters) - Die Anleger in Moskau sind nach der Verhängung neuer Sanktionen gegen Russland in Scharen aus russischen Aktien und dem Rubel geflohen. Der Index für die in Dollar gelisteten Standardwerte IRTS stürzte am Montag um fast zwölf Prozent ab. Der Rubel wertete um fast drei Prozent zum Dollar ab. Ein Dollar kostete mit 59 Rubel so viel wie seit November vorigen Jahres nicht mehr. Am Freitagnachmittag hatten die USA wegen Einmischung in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 Sanktionen gegen Russland verhängt.
Ein schwacher Rubel stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der russischen Weizenexporteure.
Quelle: Reuters News / Grafik: SaxoTrader
09.04.2018 China senkt den Preis für Weizen aus staatlichen Beständen

China wird den Preis der staatlichen Weizenbestände vom 18. April beginnend senken, teilte das National Grain Trade Centre letzte Woche mit. Die Senkung des Mindestverkaufspreises erfolgt das erste Mal, seit zehn Jahren.
Die Preisspanne für Weizen, der von 2014 bis 2016 geerntet wurde, wird auf 2.350 Yuan (372,22 USD) pro Tonne festgesetzt, im Vergleich zu derzeit 2.410 Yuan. Die Bekanntmachung erfolgte letzten Mittwoch vor einem zweitägigen Feiertag und ist ein weiteres Signal, dass Peking den Abbau seiner riesigen Getreidelagerbestände beschleunigen wolle.
Der Preis ist etwas niedriger als die 2.360 Yuan pro Tonne, die Peking in den drei Jahren von 2014 bis 2016 für den Weizen bezahlte, was den Wunsch der Regierung unterstreicht, Bestände abzubauen, sagte Rosa Wang, Analyst bei Shanghai JC Intelligence.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

09.04.2018 Getreidemail

Kursgewinne beim Kansas-City und Minneapolisweizen ließen auch die SRW-Weizenfutures am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. In den südlichen US-Plains belastet die Trockenheit die Winterweizenbestände und schmälert die Ertragsaussichten. Außerdem führt Frost in den Sommerweizenanbauregionen zu Verzögerungen bei der Aussaat. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Gewinnen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen nahezu unverändert. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer vergibt per 2. April für 78% der französischen Winterweizenbestände das Top-Rating „gut bis exzellent“ (unverändert zur Vorwoche). Vor einem Jahr erhielten 90% der Bestände die Top-Bewertung. Der Bahnstreik in Frankreich könnte sich noch bis Ende Juni hinziehen und damit bis zum Ende der laufenden Getreidesaison. Für die französischen Weizenexporte wäre das eine weitere schwere Belastung.
Am Kassamarkt in Hamburg ist die Nachfrage nach Mahlweizen aufgrund der schwachen Exporte rückläufig. Die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im April lagen bei 4 Euro über Paris Mai 18.

09.04.2018 Rally beim CBoT-Weizenfuture

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures stiegen heute Morgen um mehr als 1 % auf ein Drei-Wochen-Hoch, da Kälte in den US-Anbauregionen weiteren Stress für das Wintergetreide bedeutet. Zuvor war es dort monatelang viel zu trocken.
Es soll vereinzelt sogar Frostschäden geben. Bereits in der letzten Woche hatte das USDA von Schäden bei den Feldbeständen berichtet. Der Hard-Red-Winterweizen ist wohl am stärksten betroffen. Die schwierigen Wetterbedingungen verzögern zudem die Aussaat von Sommergetreide.
Obwohl sich die Weizen- und Sojabohnenkurse wieder verbessert haben, verunsichert der Handelskrieg zwischen den USA und China die Marktbeteiligten.
Text: HANSA Terminhandel GmbH / Quelle: Reuters / Grafik: Saxo-Trader

09.04.2018 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen

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