Matif: Milling Wheat Nr. 2 September 2018

28.09.2018 Ukraine: 46% der Wintergetreide-Aussaat ist erledigt

In der Ukraine ist die Wintergetreide-Aussaat per 28. September auf 3,3 Mio. Hektar bzw. 46% der geplanten Flächen (7,2 Mio. Hektar) abgeschlossen. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Winterweizen wurde bisher auf eine Fläche von 3,1 Mio. Hektar ausgesät. Zur Ernte 2018 wurde im vergangenen Herbst Wintergetreide auf einer Fläche von 7,24 Mio. Hektar ausgesät.

28.09.2018 Europäische Union: Trockenheit begünstigt größere Weizenanbaufläche

Die ausgetrockneten Böden erschweren die Rapsaussaat in der Europäischen Union. Es wird erwartet, dass die einige Flächen aus diesem Grund und aufgrund des attraktiven Preisniveaus zu Gunsten von Weizen umgewidmet werden. Auch Gerste könnte zu Lasten der Raps- und Zuckerrübenaussaat profitieren.
In Nordeuropa haben die jüngsten Niederschläge die angespannte Lage etwas gelindert.
In der ersten Prognose für die Saison 2019/20 erwartet das IGC aufgrund der gestiegenen Preise einen Anstieg der Weizenanbaufläche. Das wäre der erste Anstieg seit 4 Jahren.
In Frankreich hielt die Trockenheit in einigen Regionen auch im September an. Das hat eine kräftigen Rückgang der Rapsanbaufläche zur Folge. Terres Univia erwartet einen Rückgang der Rapsanbaufläche um 150.000 – 250.000 Hektar auf 1,5 Mio. Hektar.
In Deutschland wird ebenfalls ein Anstieg der Winterweizen-Anbaufläche auf 3,1 – 3,2 Mio. Hektar erwartet. Im Vorjahr waren es 2,9 Mio. Hektar, so ein Analyst. Die Anbaufläche für Gerste bleibt demnach stabil. Aufgrund der trockenen Wetterbedingungen wird ein Rückgang der Rapsaussaatfläche von mindestens 200.000 Hektar auf unter 1 Mio. Hektar erwartet.
Deutschland hat in den letzten Wochen mehr Regen abbekommen, so dass die Aussaat vernünftig voranschreitet. Die Trockenheit verursacht lokale Schwierigkeiten, aber das nationale Bild ist zufriedenstellend.
Auch in Polen wird ein Anstieg der Weizenanbaufläche erwartet, begünstigt durch die frühe Maisernte sowie höhere Preise, so Wojtek Sabaranski vom Analysten Sparks Polska. Die Aussaatbedingungen haben sich demnach aufgrund der jüngsten Regenfälle etwas verbessert, aber die Bodenfeuchtigkeit ist in vielen Regionen, insbesondere im Westen und Nordwesten, immer noch nicht ausreichend.
In Großbritannien konnten die gestiegenen Preise und günstiges Wetter die Winterweizenaussaat ankurbeln, aber die eingeschränkten Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung führen zu einer Verunsicherung. Rapssaat könnte aufgrund der Probleme mit der Kohlfliege an Fläche verlieren.

28.09.2018 EU-Kommission senkt Prognose der Maisproduktion 2018/19

Die EU-Kommission hat ihre Prognose der EU-Mais-Produktion im Vermarktungsjahr 2018/19 von 64,2 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 61,9 Mio. Tonnen reduziert. Im Vermarktungsjahr 2017/18 wurden 65,5 Mio. Tonnen Mais produziert.
Erhöht wurde die Prognose der EU- Rapssaat-Produktion 2018/19 von 19,2 Mio. Tonnen auf 19,7 Mio. Tonnen. Damit läge die EU-Rapssaatproduktion weit hinter dem Ergebnis der Saison 2017/18 von 21,95 Mio. Tonnen.
Nahezu unverändert blieb die Prognose der Weizenproduktion in der EU mit 128,7 Mio. Tonnen (Vormonat: 128,8 Mio. Tonnen). Die Erwartung der Weizenexporte blieb unverändert bei 20 Mio. Tonnen.

28.09.2018 Getreidemail

Positionierungen vor dem heutigen USDA-Quartalsbericht sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago den dritten Tag in Folge für Verluste. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDA die Quarterly Grain Stocks. Analysten erwarten einen Anstieg der US-Weizenbestände per 1. Sept. auf 2,343 Mrd. Tonnen (Sept. 2017: 2,266 Mrd. Tonnen). Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 657.100 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures die Tagesgewinne nicht halten und schlossen wenig verändert zum Vortag. Das International Grains Council erhöhte seine Prognose der globalen Weizenproduktion in der Saison 2018/19 um 1 Mio. Tonnen auf 717 Mio. Tonnen. SovEcon reduzierte seine Prognose der russischen Getreideexporte 2018/19 auf 42,4 Mio. Tonnen (vorher: 43,7 Mio. Tonnen). Die Prognose der Weizenexporte reduzierte das Unternehmen um 400.000 Tonnen auf 33,5 Mio. Tonnen. SovEcon erwartet, dass die russische Regierung mindestens innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate keine Exportbeschränkungen verhängt.

27.09.2018 IGC erhöht Ernteprognosen

Das IGC (International Grains Council) hat seine Prognose der globalen Maisproduktion in der Saison 2018/19 um 10 Mio. Tonnen erhöht auf 1,074 Mrd. Tonnen. Als Grund dafür wurden die guten Ernteaussichten in den Vereinigten Staaten, der EU und der Ukraine genannt. In dem monatlichen Update erhöhte das IGC die Prognose der US-Maisernte auf 376,6 Mio. Tonnen. Damit wäre die Ernte größer, als in der vorherigen Saison (371 Mio. Tonnen). Im Vormonat wurde noch mit einem Ergebnis von 370,5 Mio. Tonnen gerechnet. Das US-Landwirtschaftsministerium erhöhte die Prognose der US-Maisernte in diesem Monat aufgrund der Rekorderträge in den wichtigen Produktionsregionen in den Bundesstaaten Illinois, Iowa, Nebraska und Indiana. Die Prognose der EU-Maisernte erhöhte das IGC auf 63,1 Mio. Tonnen von vorher 60,4 Mio. Tonnen. Das geschah hauptsächlich aufgrund der größeren rumänischen Maisernte. Für die Ukraine wurde die Prognose auf 30 Mio. Tonnen erhöht (vorher: 28,8 Mio. Tonnen). Die Schätzung der globalen Weizenproduktion wurde um 1 Mio. Tonnen auf 717 Mio. Tonnen erhöht. Wobei eine Aufwärtskorrektur bei der russischen Weizenernte größtenteils durch eine Abwärtskorrektur der schwachen Weizenernte in Australien kompensiert wird. Gestiegen ist auch die Prognose der globalen Sojabohnenproduktion von 366 Mio. Tonnen auf 370 Mio. Tonnen (vorherige Saison: 339 Mio. Tonnen).

27.09.2018 Russland: SovEcon senkt Exportprognose

Das russische Agrarberatungsunternehmen SovEcon hat seine Prognose der russischen Getreideexporte reduziert. Für das Vermarktungsjahr 2018/19 rechnet SovEcon mit Getreideexporten in einem Volumen von 42,4 Mio. Tonnen. Zuvor lag die Prognose bei 43,7 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weizenexporte reduzierte SovEcon um 400.000 Tonnen auf 33,5 Mio. Tonnen. Um eine Mio. Tonnen niedriger auf 2,9 Mio. Tonnen fällt die Prognose der Maisexporte aus.
Gesenkt wurden die Prognosen aufgrund der kleineren Ernte und dem gestiegenen Inlandsverbrauchs.
Die Prognose der Gerste-Exporte stieg um 300.000 Tonnen auf 4,1 Mio. Tonnen.
SovEcon erwartet, dass die Regierung mindestens innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate keine Exportbeschränkungen verhängt.

27.09.2018 HANSA Terminhandel – Ölsaatenmail

Die trockenen Böden in Frankreich hindern Landwirtschaft daran, die Rapsaussaat abzuschließen und führen voraussichtlich dazu, dass die Aussaatfläche zur Ernte 2019 in Frankreich mit 1,5 Mio. Hektar etwa 150.000-250.000 Hektar kleiner ausfällt, als im Vorjahr.
Auf der Grundlage der Schätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums von 1,59 Mio. Hektar in diesem Jahr prognostiziert Univia für die Ernte des nächsten Jahres einen Flächenrückgang zwischen 9% und 16%.
Aussaatschwierigkeiten aufgrund der Sommertrockenheit und steigende Preise für alternative Kulturen wie Weizen dürften auch die Rapsaussaat in anderen Ländern der Europäischen Union bremsen und könnten der EU 2019 eine kleinere Ernte bescheren, nachdem Wetterprobleme bereits in diesem Jahr zu schwächeren Erträgen führten.
Frankreich erlebte in diesem Jahr den zweitheißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Bedingungen führten dazu, dass die Rapsaussaat nur auf 70-80% der geplanten Flächen abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Aussaatfläche für Raps in Frankreich stabil bleibt oder leicht unter dem Vorjahresniveau liegen würde.
Die Raps-Futures an Euronext in Paris konnten sich in dieser Woche erholen, unterstützt durch die Erwartung einer kleineren Aussaatfläche und der Rally der Ölsaatenmärkte.

27.09.2018 Trockenheit behindert Rapsaussaat in Frankreich

Die trockenen Böden in Frankreich hindern Landwirtschaft daran, die Rapsaussaat abzuschließen und führen voraussichtlich dazu, dass die Aussaatfläche zur Ernte 2019 in Frankreich mit 1,5 Mio. Hektar etwa 150.000-250.000 Hektar kleiner ausfällt, als im Vorjahr.
Auf der Grundlage der Schätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums von 1,59 Mio. Hektar in diesem Jahr prognostiziert Univia für die Ernte des nächsten Jahres einen Flächenrückgang zwischen 9% und 16%.
Aussaatschwierigkeiten aufgrund der Sommertrockenheit und steigende Preise für alternative Kulturen wie Weizen dürften auch die Rapsaussaat in anderen Ländern der Europäischen Union bremsen und könnten der EU 2019 eine kleinere Ernte bescheren, nachdem Wetterprobleme bereits in diesem Jahr zu schwächeren Erträgen führten.
Frankreich erlebte in diesem Jahr den zweitheißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Bedingungen führten dazu, dass die Rapsaussaat nur auf 70-80% der geplanten Flächen abgeschlossen werden konnten. Ursprünglich wurde erwartet, dass die Aussaatfläche für Raps in Frankreich stabil bleibt oder leicht unter dem Vorjahresniveau liegen würde.
Die Raps-Futures an Euronext in Paris konnten sich in dieser Woche erholen, unterstützt durch die Erwartung einer kleineren Aussaatfläche und der Rally der Ölsaatenmärkte.

27.09.2018 US-Export-Sales: Weizen-, Mais- und Sojaschrotexporte über den Erwartungen

27.09.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 2.750 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich zwar den negativen Vorgaben aus Übersee weitestgehend entziehen und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen, die schwache Exportnachfrage und die große Weizenernte in Argentinien belasten aber den Markt. Argentinien erwartet in diesem Jahr eine Rekord-Weizenernte von 19,7 Mio. Tonnen (Vorjahr: 17,8 Mio.Tonnen). Weizen aus Argentinien steht am Exportmarkt im Wettbewerb mit Weizen aus der EU. An den Exporthäfen in Frankreich ist die Weizennachfrage dünn. Deutschland, einer der größten Weizenexporteure der EU, könnte einem Bericht des Global Agricultural Information Network (GAIN) zufolge aufgrund der schwachen Weizenernte in diesem Jahr Weizen-Netto-Importeur werden.

26.09.2018 Irak kauft 100.000 Tonnen Weizen
Das irakische Handelsministerium hat außerhalb einer internationalen Tenderausschreibung 100.000 Tonnen Weizen gekauft. Insgesamt kaufte das Ministerium 50.000 Tonnen US-Weizen und 50.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft.
26.09.2018 Ukraine: 40% der Wintergetreide-Aussaat ist erledigt

In der Ukraine ist die Wintergetreide-Aussaat per 26. September auf 2,86 Mio. Hektar bzw. 40% der geplanten Flächen (7,2 Mi. Hektar) abgeschlossen. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Winterweizen wurde bisher auf eine Fläche von 2,7 Mio. Hektar ausgesät, außerdem Wintergerste auf einer Fläche von 872.000 Hektar und Winterroggen auf einer Fläche von 147.000 Hektar. Wintergetreide zur Ernte 2018 wurde im vergangenen Herbst auf einer Fläche von 7,24 Mio. Hektar ausgesät.

26.09.2018 Türkei kauft 252.000 Tonnen Weizen

Die türkische staatliche Getreidebörse TMO hat in einer Serie von Ausschreibungen, die am gestrigen Dienstag endeten, 252.000 Tonnen Weizen gekauft. Insgesamt wurden 42 separate Tender je 6.000 Tonnen ausgeschrieben. Der niedrigste Preis lag bei $232,90/Tonne c&f. Die Verladung muss im Zeitraum vom 2. – 22. Oktober erfolgen.

26.09.2018 Ukraine belässt Weizen-Export-Memorandum unverändert

Die Ukraine sieht derzeit keinen Grund, an dem mit Getreidehändlern geschlossenen Memorandum Änderungen vornehmen.  In dem Momorandum wurde festgelegt, dass Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 in einem Gesamtvolumen von 8 Mio. Tonnen Mahlweizen und 8 Mio. Tonnen Futterweizen getätigt werden können. "Wir haben nicht eine einzige Anfrage erhalten, das Exportvolumen zu erhöhen, daher sehen wir auch keinen Grund, am derzeitigen Stand Veränderungen vorzunehmen", so Landwirtschaftsminister Maksim Martyniuk.

26.09.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen und bessere Wetterbedingungen für die Wintergetreideaussaat in einigen Regionen in der Ukraine und in Russland setzten gestern die Weizenfutures in Chicago unter Druck.
Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Die schwache Exportnachfrage und der feste Wechselkurs des Euro belasten den Markt zusätzlich. In Frankreich ist die Stimmung aufgrund der schwachen Exporte gedrückt. Französischer Weizen ist am Exportmarkt gegenüber der Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region derzeit wenig wettbewerbsfähig. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten aufgrund der mangelnden Verkaufsbereitsschaft. Verkäufer sind nicht bereit, dem Kursrückgang in Paris zu folgen. Die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September stiegen auf 4,00 Euro über Paris Dezember 18. Für Futterweizen zur Lieferung Oktober/Dezember liegen die Offerten weiter deutlich höher bei 215 Euro.

25.09.2018 Russland: Fester Rubel und Exportkontrollen bremsen Getreideexporte

Die russischen Getreideexporte verlangsamten sich zuletzt wegen strengerer Qualitätskontrollen in Russlands Häfen aufgrund der Beschwerden von Großkunden über sinkende Qualitäten und aufgrund des gestiegenen Wechselkurses des Rubels.
Russlands Behörde für Lebensmittelsicherheit erhöhte Mitte September nach Beschwerden von Großkunden die Qualitätskontrollen für Export-Getreide. Dabei wurde betont, dass die stringenten Kontrollen nicht auf Exportbeschränkungen abzielten.
„Die Exporte sind naturgemäß schwächer aufgrund des gestiegenen Wechselkurses des Rubels“, so Arkady Zlochevsky, Vorstandsvorsitzender der „Russian Grain Union“. „Die strengeren Kontrollen, die als informelle und inoffizielle Exportbeschränkungen interpretiert werden, verstärken jedoch die Entwicklung.“
Der Rubel handelt derzeit auf dem höchsten Niveau seit sechs Wochen. Das verteuert russisches Getreide im Export, weil es in US-Dollar gehandelt wird. Die Preise am Schwarzen Meer für russischen Exportweizen stiegen in den vergangenen zwei Wochen um $5 auf $220/Tonne.
Dmitry Rylko vom Agrarberatungsunternehmen IKAR wertet die strengeren Kontrollen ebenfalls als Maßnahme, die Exporte zu behindern.
Mehrere Händler bestätigen, dass die Kontrollen am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer einen höheren Zeitaufwand von drei bis fünf Tagen zur Folge haben.
Verzögerungen wurden auch von einigen Marktteilnehmern beim Transport mit der Bahn festgestellt.
Die russischen Getreideexporte liegen im laufenden Vermarktungsjahr 23% höher, als im vergangenen Jahr zur selben Zeit. Anfang September waren sie noch um 40% höher. Die Getreideexporte könnten sich in den kommenden Wochen weiter verlangsamen, da die Erntemengen sinken, die Lagerbestände an den wichtigsten Seehäfen Russlands allmählich sinken, der Wettbewerb zwischen Exporteuren für qualitativ hochwertiges Getreide zunimmt und die Sturmsaison näher rückt, so Analysten

25.09.2018 Getreidemail

Technische Käufe ließen die Weizenfutures gestern in Chicago auf dem höchsten Niveau seit einem Monat schließen. Unterstützung kam von den zu trockenen Wetterbedingungen in einigen Weizenanbaugebieten Australiens. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 405.592 Tonnnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit moderaten Gewinnen. Die EU-Weichweizen-Exporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 sanken per 23. September um 29% auf 3,8 Mio. Tonnen. Im selben Zeitraum des Vorjahres erreichten sie 5,3 Mio. Tonnen. Die russischen Weizen-Export-Preise legten letzte Woche weiter zu. Der feste Wechselkurs des Rubels sowie die strengeren Qualitätskontrollen im Export gaben dem Markt Auftrieb. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein kostete IKAR zufolge Ende letzter Woche $220/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $3 pro Tonne zur Vorwoche. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 2,00 Euro über Paris Dezember 18. Offerten für Futterweizen zur Lieferung Oktober/Dezember liegen bei 215 Euro.

24.09.2018 Europäische Union: Weizenexporte 29% schwächer

Die Weichweizen-Exporte der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) sanken per 23. September um 29% auf 3,8 Mio. Tonnen. Im selben Zeitraum des Vorjahres erreichten die Exporte 5,3 Mio. Tonnen. Rückläufig sind auch die Gerste-Exporte. Sie sanken um 3% von 1,34 auf 1,3 Mio. Tonnen. Auch die Mais-Exporte sanken um 4% von 3,5 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr auf 3,3 Mio. Tonnen.

24.09.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 11.09. - 18.09. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 7.949 Kontrakte auf 85.009 Kontrakte und erhöhten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 11.845 Kontrakte auf 86.388 Kontrakte. Damit ist diese Anlegergruppe erstmals seit 9 Wochen mit 1.379 Netto-Short-Positionen überwiegend bärisch eingestellt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen erhöht um 77.806 Lots auf 141.276 Lots. Erhöht wurde auch der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 68.269 Kontrakten per 11. September waren es per 18. September 70.813 Kontrakte. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. September in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
24.09.2018 Russland: Fester Rubel sorgt für höhere Weizen-Export-Preise

Die russischen Weizen-Export-Preise legten zum Ende der letzten Woche weiter zu. Der feste Wechselkurs des Rubels, der auf ein mehr als 6-Wochen-Hoch zum US-Dollar stieg, sowie die strengeren Qualitätskontrollen im Export gaben dem Markt Auftrieb.
Die russische Behörde für Lebensmittelsicherheit veranlasste strengere Qualitätskontrollen beim Export-Weizen aufgrund von Beschwerden von Großkunden über rückläufige Qualitäten seit Mitte September.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Proteingehalt kostete dem russischen Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge Ende letzter Woche $220/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $3 pro Tonne zur Vorwoche. SovEcon meldet einen Anstieg um $4 auf $222/Tonne. Für Gerste meldet SovEcon einen Rückgang des Preises von $2 auf $230/Tonne.
Marktteilnehmer klagen über die lange Zeit, die notwendig ist, ein Zertifikat für die Ausfuhr von Weizen zu erhalten. Sie befürchten außerdem in Zukunft noch intensivere und zeitaufwendigere Kontrollen.
Bis zum 20. September exportierte Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 seit dem 1. Juli 2018 13,2 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr zu diesem Zeitpunkt um 23%. Weizen wurde in einem Volumen von 11,2 Mio. Tonnen exportiert (+1,0 Mio. Tonnen zur Vorwoche)
Der Preis für Weizen der Klasse-3 stieg im europäischen Teil Russlands Ende vergangener Woche um 25 Rubel auf 11.050 Rubel ($166,50/Tonne) auf Basis ex works.

24.09.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und Aussichten auf dringend benötigte Regenfälle in Russland sorgten bei den Weizenfutures am Freitag in Chicago für Verluste. Im Wochenvergleich stieg der Kurs aufgrund der weltweit schwachen Versorgungslage um 2%. Das war der größte Wochengewinn seit sieben Wochen. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen etwas nach. Der schwächere Wechselkurs des Euro begrenzte den Rückgang. Im Wochenvergleich legten die Euronext Weizenfutures ebenfalls um 2% zu. Niederschlagsprognosen für Nordfrankreich und weitere Regionen in der EU verbessern die Bedingungen für die Wintergetreideaussaat. Das Agrarberatungsunternehmen IKAR reduzierte die Prognose der russischen Weizenproduktion 2018 von 69,6 Mio. Tonnen auf 69,2 Mio. Tonnen. SovEcon reduzierte die Exportprognose für 2018/19 von 33,9 Mio. Tonnen auf 33 Mio. Tonnen. Australien meldete das erste Exportgeschäft für die neue Ernte in Höhe von 50.000 Tonnen an Thailand. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September auf 2,50 Euro über Paris Dezember 18. 

21.09.2018 Ukraine: Bisher wurden 8,8 Mio. Tonnen Weizen exportiert

Rund 8,8 Mio. Tonnen Getreide hat die Ukraine im laufenden Vermarktungsjahr exportiert bzw. für den Export vorbereitet. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 9,7 Mio. Tonnen, meldet die staatliche Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Seit dem 1. Juli wurden 5,2 Mio. Tonnen Weizen, 2 Mio. Tonnen Gerste und 1,4 Mio. Tonnen Mais exportiert. Die Weizenexporte teilen sich auf in 3 Mio. Tonnen Mahlweizen und rund 2 Mio. Tonnen Futterweizen. Die Behörde teilte mit, dass die Mahleizenexporte in diesem Jahr bisher 11% höher sind, als zur selben Zeit im Vorjahr trotz der kleinere Ernte und dem geringeren Anteil an Weizen zur zur Nahrungsmittelherstellung.
Für 2018 erwartet die Ukraine eine Getreideernte in einem Volumen von 63,1 Mio. Tonnen. 2017 waren es 61,3 Mio. Tonnen.
In der Saison 2017/18 wurden 39,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert, für 2018/19 könnte ein Volumen von 42 Mio. Tonnen erreicht werden.
Die Weizenernte in der Ukraine ist bereits abgeschlossen. 24,2 Mio. Tonnen Getreide wurden geerntet, im vergangenen Jahr wurden 26,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet.

21.09.2018 Australien meldet erstes Weizenexport-Geschäft für die neue Ernte

Australien hat das erste Weizen-Exportgeschäft im neuen Vermarktungsjahr gemeldet. Verkauft wurden nach Angaben aus ungenannten Quellen 50.000 Tonnen Weizen der Sorte Australian Premium White (APW) an Mühlen in Thailand zum Preis von rund $280/Tonne c&f zur Ankunft Dezember/Januar. Australiens Weizenexportgeschäfte verzögern sich in diesem Jahr, nachdem das Land nun schon im zweiten Jahr in Folge unter einer schweren Trockenheit leidet. Aufgrund des höheren Preisniveaus ist Weizen aus Australien der Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region und anderen Exportländern oftmals unterlegen. In einem „normalen“ Jahr hätten Exporteure zum jetzigen Zeitpunkt bereits rund drei Mio. Tonnen Weizen zur Versendung im Dezember und später verkauft.  Russland verkaufte zuletzt Weizen zum Preis von $250/Tonne c&f an Indonesien. Australien reduzierte die Prognose der Weizenernte im September um fast 13% auf 19,1 Mio. Tonnen. Die Trockenheit im Osten hat beim weltweit viertgrößten Weizenexporteur die wohl kleinste Ernte seit 10 Jahren zur Folge. Neue Exportgeschäfte sind abhängig vom weiteren Preisniveau. Frost in weiten Teilen Westaustraliens hat die Hoffnung zunichte gemacht, dass die Weizenanbaugebiete in Australiens Westen einen dringend benötigten Produktionsschub liefern könnten.
Der Preis der Weizensorte Australian Premium White zur Lieferung an Destinationen in Südostasien stieg in dieser Woche auf $295/Tonne c&f.

21.09.2018 Russland: IKAR reduziert Prognosen für Weizenernte- und exporte

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Weizenproduktion 2018 reduziert. Ende August erwartete man noch eine Erntemenge von 69,6 Mio. Tonnen, nun wurde die Prognose reduziert auf 69,2 Mio. Tonnen. Die Exportprognose 2018/19 reduzierte IKAR von 33,9 Mio. Tonnen auf 33 Mio. Tonnen

21.09.2018 Getreidemail

Technische Käufe, Gewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie der schwächere Wechselkurs des US-Dollar zum Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt verbessert, sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für moderate Gewinne. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 468.500 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten von dem späten Kursanstieg in Chicago, konnten sich von den Tagesverlusten weitestgehend erholen und beendeten den Handelstag uneinheitlich. Für Unterstützug sorgten auch die trockenen Wetterbedingungen in Westeuropa, die die Wintergetreideaussaat behindern. Analysten erwarten jedoch insgesamt eine Ausweitung der Aussaatfläche. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 18. Der Hauptfokus liegt aufgrund der hohen Preise weiterhin auf Futterweizen, allerdings ist der Markt nach dem ASF-Fall in Belgien stark verunsichert.

20.09.2018 Ukraine: 20% der Wintergetreide-Aussaat ist erledigt

In der Ukraine ist die Wintergetreide-Aussaat per 19. September auf 1,4 Mio. Hektar bzw. 20% der geplanten Flächen abgeschlossen. Das meldet das Landwirtschaftsministerium. Winterweizen wurde bisher auf eine Fläche von 1,3 Mio. Hektar ausgesät, außerdem Wintergerste auf einer Fläche von 58.000 Hektar und Winterroggen auf einer Fläche von 41.000 Hektar. Wintergetreide zur Ernte 2018 wurde im vergangenen Herbst auf einer Fläche von 7,24 Mio. Hektar ausgesät.

20.09.2018 Getreidemail

Technische Käufe und die aufkommende weltweite Exportnachfrage ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Das Handelsvolumen auf dem Frontmonat Dezember 18 war mit weniger als 57.000 Lots allerdings das niedrigste seit dem 3. August. Statistics Canada veröffentlichte gestern eine auf Satelliten- und Klimadaten basierende Erhebung, wonach Kanada in diesem Jahr 31,02 Mio. Tonnen Weizen erntet. Das USDA rechnete zuletzt mit 31,5 Mio.Tonnen, die amtliche Schätzung von Statscan vom 31. August lag bei 29 Mio. Tonnen. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen ebenfalls mit kräftigen Aufschlägen. COCERAL reduzierte seine Prognose der EU-Weizenproduktion 2018 von 138,8 Mio. Tonnen auf 129,9 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September um 1 Euro auf 3 Euro über Paris Dezember 18. Die Preise für Futterweizen liegen weitaus höher, der Markt ist aber nach dem ersten Fall von ASP in Belgien bei einem tot aufgefundenen Wildschwein stark verunsichert.

19.09.2018 Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Positonen beim Euronext Weizen

Institutionelle Anleger reduzierten in der vergangenen Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 76.180 Lots auf 70.581 Lots. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 130.290 Lots auf 121.387 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 65,25%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 14,98%.
80,23% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 81,78%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

19.09.2018 Ukraine: Getreideexporte in der Saison 2018/19 bei 7,7 Mio. Tonnen

Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2018/19 (1. Juli - 30. Juni) exportierte die Ukraine bisher 7,7 Mio. Tonnen Getreide. Das teilte heute  das Landwirtschaftsministerium mit. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 8,5 Mio. Tonnen. Es wurden 4,3 Mio. Tonnen Weizen, 1,8 Mio. Tonnen Gerste und 1,4 Mio. Tonnen Mais exportiert. Geplant sind im Kalenderjahr 2018 Getreideexporte in einem Volumen von 63,1 Mio. Tonnen versus 61,3 Mio. Tonnen im Kalenderjahr 2017. In der Vermarktungsperiode 2017/18 wurden 39,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert, in der laufenden Saison könnten es 42 Mio. Tonnen werden.

19.09.2018 Syrien kaufte vergangene Woche über 200.000 Tonnen Weizen

Syriens staatiche Getreide-Import-Agentur (Hoboob) kaufte offiziellen Stellen zufolge vergangene Woche über 200.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $224,50/Tonne c&f free out syrische Häfen. 

19.09.2018 COCERAL senkt Ernteprognosen kräftig

Der europäische Dachverband des Getreidehandels COCERAL reduziert seine Prognose der Weizenproduktion 2018 in der Europäischen Union von 138,8 Mio. Tonnen (Juni-Schätzung) auf 129,9 Mio. Tonnen.
Reduziert wurden auch die Prognosen der Maisproduktion in der EU von 60,3 Mio. Tonnen auf 58,9 Mio. Tonnen, die Gerste-Produktion von 60,8 Mio. Tonnen auf 57,4 Mio. Tonnen und die Rapssaat-Produktion von 21 Mio. Tonnen auf 19,4 Mio. Tonnen.
Teile der EU litten unter der schweren Trockenheit und der Hitzewelle.

19.09.2018 Getreidemail

Die knappe weltweite Versorgungslage und Frost in Westaustralien gaben dem Weizenmarkt gestern in Chicago Auftrieb und sorgten für moderate Kursgewinne. Außerdem überraschte eine Prognose aus dem russischen Landwirtschaftsministerium. Ein Sprecher bezifferte das Weizen-Export-Potenzial Russlands für die Saison 2018/19 auf 30 Mio. Tonnen, das USDA rechnete zuletzt mit 35 Mio. Tonnen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern insgesamt 475.000 Tonnen Weizen in Russland und der Ukraine. Für den Lieferzeitraum 1. – 10. November wurden 180.000 Tonnen Weizen zum Durchschnittspreis von $227,08 gekauft und für den Lieferzeitraum 11. – 20. November 295.000 Tonnen zum Durchschnittspreis von $227,49. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Auch heute Morgen handeln die Weizenfutures an der eCBoT mit Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen auf den Terminen der alten Ernte mit moderaten Gewinnen, während die Termine der neuen Ernte uneinheitlich schlossen. Für Deutschland sind die Exportaussichten weiter schlecht nach der schwachen Ernte. EU-weit erwarten Händler für Rumänien und Frankreich die beste Export-Performace für die kommenden Wochen und Monate.

19.09.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen

19.09.2018 Ägypten kaufte gestern 475.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte gestern insgesamt 475.000 Tonnen Weizen. Für den Lieferzeitraum 1. – 10. November wurden 180.000 Tonnen Weizen zum Durchschnittspreis von $227,08 gekauft. 120.000 Tonnen russischer Herkunft und 60.000 Tonnen ukrainischer Herkunft. Außerdem kaufte GASC 295.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 11. – 20. November zum Durchschnittspreis von $227,49.

18.09.2018 Ägypten: Günstigste Offerte auf Weizenausschreibung kommt aus Russland

Die günstigste Offerte, die Ägyptens staatlicher Getreideinkäufer GASC auf seinen gestern aufgelegten Weizentender erhielt, kam aus Russland. Angeboten wurde ein Preis von $225,95/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im Zeitraum 11. - 20. November. Für den Zeitraum 1. - 10. November lag die günstigste Offerte bei $226/Tonne FOB und bezog sich ebenfalls auf 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Ergebnisse der Ausschreibung werden ab heute Abend erwartet.

18.09.2018 Ukraine: Weizenexportmengen werden nicht noch einmal überprüft

Die Ukraine wird die mit Händlern für diese Saison vereinbarten Weizenexportmengen nicht nochmals überprüfen. Das sagte Landwirtschaftsminister Maksym Martyniuk am Dienstag gegenüber Reportern.
Beide Parteien hatten zuvor vereinbart, dass die Weizenausfuhren in der Saison 2018/19 ein Volumen von 16 Mio. Tonnen nicht überschreiten sollten, incl. 8 Mio. Tonnen Mahlweizen.
Das ungünstige Wetter im Frühjahr und im Sommer sorgte in diesem Jahr für schlechtere Qualitäten beim ukrainischen Weizen und forcierte Marktspekulationen, dass das Ministerium die Exportbeschränkungen verschärfen könnte.

18.09.2018 US-Winterweizenaussaat schreitet voran.

Die Winterweizen-Aussaat zur Ernte 2019 in den Vereinigten Staaten ist per 16. September auf 13% der geplanten Flächen abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Fortschritt noch bei 5%, im vergangenen Jahr zur selben Zeit bei 12% und im 5-Jahres-Durchschnitt bei 14%.  Die Spanne der vom Nachrichtendienst Reuters befragten Analysten reichte 8% bis 19%.
Nahezu abgeschlossen mit 97% der Flächen ist die Sommerweizenernte in den Vereinigten Staaten.  Das meldete gestern das US-Landwirtschaftsministerium. 

18.09.2018 Ukraine: Analyst erwartet Anstieg der Anbauflächen für Weizen und Gerste

In der Ukraine steigen die Anbauflächen für Weizen und Gerste für die kommende Ernte 2019. Das erwartet das ukrainische Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult.
Der Analyst sieht gute Gründe für einen Anstieg beim Weizen- und Gersteanbau. Die Gerste-Export-Preise sind die höchsten seit über viereinhalb Jahren, beim Weizen werden Exportpreise erreicht, die so Hoch sind wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren. Für Mais sind die Aussichten demnach eher bärisch.
Beim Weizen liegt die Schätzung bei einer Anbaufläche von 6,5 – 6,6 Mio. Hektar (2017:6,3 Mio. Hektar; 2018: 6,45 Mio. Hektar. Zur Ernte 2018 läge der Anstieg der Anbaufläche damit bei 1-2%.
Um 8-13% könnte die Anbaufläche für Gerste steigen. UkrAgroConsult erwartet eine Anbaufläche von 2,5 – 2,6 Mio. Hektar (2017: 2,53 Mio. Hektar; 2018: 2,3 Mio. Hektar).
Rückläufig schätzt das Unternehmen die Anbaufläche beim Mais ein. Nach 4,47 Mio. Hektar im Jahr 2017 und 4,6 Mio. Hektar im Jahr 2018 könnte die Anbaufläche 2019 auf 4,3 – 4,4 Mio. Hektar sinken.

18.09.2018 Getreidemail

Schwache Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Begrenzt war das Abwärtspotenzial durch den Kälteeinbruch in Teilen Westaustraliens, der die Hoffnung zunichte macht, dass diese Region den dringend benötigten Produktionsschub für Australien liefern könnte. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 406.004 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 500.000 Tonnen. Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO kaufte gestern 630.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $270,22/Tonne. Ob auch US-Weizen mit einer Teilmenge dabei ist, ist nicht bekannt. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee entziehen und schlossen mit moderaten Aufschlägen. Die russischen Weizenexportpreise stiegen in der vergangenen Woche aufgrund des festeren Rubels und der Risiken wegen schärferer Qualitätskontrollen an den Exporthäfen. Äyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. - 11. November und für den Lieferzeitraum 11. – 20. November ausgeschrieben. 

18.09.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 1. November - 11. November und für den Lieferzeitraum 11. November – 20. November ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 12. September 235.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 25. Oktober - 11. November.

17.09.2018 Russland: Fester Rubel und Qualitätskontrollen unterstützen Weizenpreis

Die russischen Weizenexportpreise stiegen in der vergangenen Woche aufgrund des festeren Wechselkurses des Rubels und der Risiken wegen schärferer Qualitätskontrollen an Russlands Exporthäfen.
Russlands Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit erhöht die Qualitätskontrollen für Getreideexporte, nachdem sich Großabnehmer über sinkende Qualitätsstandarts beschwerten. Händler fürchten, dass Russland auf diesem Weg beabsichtigt, Exporte zu beschränken.
Die Preise für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein stiegen vergangene Woche um $2 auf $217/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet einen Preis von $218/Tonne. Für Gerste meldet SovEcon einen Preis von $233/Tonne (unverändert).
Per 13. September exportierte Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 bisher 12,1 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Anstieg um 33% im Vergleich zum Vorjahr zum selben Zeitpunkt. Weizen wurde bisher in einem Volumen von 10,2 Mio. Tonnen exportiert.
Der Preis für Weizen der Klasse-3 stieg im europäischen Teil Russlands Ende vergangener Woche um 125 Rubel auf 11.025 Rubel ($162/Tonne) auf Basis ex works.

17.09.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 04.09. - 11.09.18 den Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen um 24.351 Lots auf 18.415 Lots. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe war per 11. September aber immer noch überwiegend bullisch gestimmt.
Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen erhöht um 6.586 Lots auf 63.470 Lots. Erhöht wurde auch der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 62.749 Kontrakten per 04. September waren es per 11. September 68.269 Kontrakte. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. September in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
17.09.2018 Frost in Westaustralien verschlechtert Export-Aussichten

Frost in weiten Teilen Westaustraliens hat die Hoffnung zunichte gemacht, dass die Weizenanbaugebiete in Australiens Westen einen dringend benötigten Produktionsschub liefern könnten. Australien, der viertgrößte Weizenexporteur weltweit, erwartet, dass die gesamte Weizenproduktion des Landes mit einem Ergebnis von 19,1 Mio. Tonnen auf ein 10-Jahres-Tief sinken könnte.
Einige Analysten erwarteten zuletzt 12 oder 13 Mio. Tonnen. Nachdem die Temperaturen am Wochenende weiter sanken und Meteorologen für diese Woche vor erneut kaltem Wetter warnen, könnten höhere Schätzungen schnell wieder zurück genommen werden. Viele private Analysten schätzten die Weizenproduktion in Westaustralien zuletzt auf über 9,6 Mio. Tonnen.
Die Erwartung einer schwachen Ernte in Australien erhöht die Sorgen um ein globales Defizit. Das führte im letzten Monat auch zu dem Preisanstieg auf ein Drei-Jahres-Hoch. Die kleinere Produktionsmenge in Westaustralien könnte die Exporte limitieren.
Australien exportiert in der Regel mehr als 2/3 seiner Produktion. Aufgrund der Trockenheit dürften aber inländische Müller und Viehzüchter den Verbrauch dominieren.
Große Kunden von australischem Weizen wie Indonesien werden gezwungen sein, nach alternativen Märkten für ihren Bedarf Ausschau zu halten. Dass dürfte vor allem die Exportaussichten der Vereinigten Staaten und Südamerika ankurbeln.
Das ungünstige Wetter im Westen und die schwere Dürre entlang der Ostküste stellen eine große Belastung für Australiens Wirtschaft dar.

17.09.2018 Saudi Arabien: Staatlicher Einkäufer SAGO kauft 630.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat eigenen Angaben zufolge 630.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $270,22/Tonne gekauft. 

17.09.2018 Getreidemail

Kaufaktivitäten von Fondsgesellschaften nach drei Tagen mit kräftigen Verlusten sorgten am vergangenen Freitag bei den Weizefutures in Chicago für Kursgewinne. Investoren werteten den Rückgang der Dezember-18 Fälligkeit unter die 5-Dollar-Marke als Kaufsignal. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt belastet jedoch den Markt. Im Wochenvergleich stieg der Dezember 18 Future um 0,1%. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizennotierungen für die Termine der alte Ernte mit moderaten Gewinnen, während die Termine der neuen Ernte 2019 uneinheitlich schlossen. Russlands Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit hat die Qualitätskontrollen für Getreideexporte erhöht. Beschwerden von Großabnehmern wegen Qualitätsproblemen wurden als Grund genant. Einige Händler vermuten, dass Russland auf diesem Weg versucht, die Exporte zu begrenzen. Tunesien meldet den Kauf von 67.000 Tonnen Mahlweizen, 75.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Gerste. Gesucht wurde Getreide optionaler Herkunft zur Lieferung im Zeitraum Oktober bis Dezember.

14.09.2018 Mais: Rekordimportbedarf 2018/19 in der EU?

Die Maisernte in der EU beginnt in diesem Jahr sehr früh und Analysten erwarten aufgrund der Trockenheit geringere Erträge. Das könnte einen Rekordimportbedarf zur Folge haben. Die Analysten vom Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains senkten gestern die Prognose der EU Maisernte um fast 5% aufgrund der Trockenheit in Frankreich, Deutschland, Polen und Mitteleuropa. Nach einer wetterbedingt schwachen Weizenernte und einem Mangel an Gras und Heu wird nun auch eine bescheidene Maisernte erwartet. Den Importbedarf für Mais im Wirtschaftsjahr 2018/19 schätzt Strategie Grains auf 21 Mio. Tonnen versus 18 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2017/18. Das USDA liegt mit seiner Schätzung vom 12.09. bei einem Importbedarf von 19,5 Mio. Tonnen.
In Frankreich, dem größten Maisproduzenten der EU, senkte das Landwirtschaftsministerium diese Woche seine Prognose für die Ernte 2018 um knapp 13 Prozent unter Vorjahresniveau.
Die meisten Händler und Analysten erwarten in Frankreich eine Maisernte von 11,0 – 11,5 Mio. Tonnen. Die Schätzung des Landwirtschaftsministeriums liegt bei 12,4 Mio. Tonnen. Außerdem könnte die stärkere Verlagerung auf Futtermais aufgrund der Futterknappheit die Bestände weiter belasten.
In Deutschland wird die Körnermaisernte Schätzungen des DRV zufolge nur noch ein Volumen von 2,3 Mio. Tonnen erreichen. Das ist ein Rückgang zum Vorjahr um 49%. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit ist die Nachfrage von viehhaltenden Betrieben und Biogasanlagen nach Mais zulasten von Körnermais stark angestiegen.
In Polen könnte die Maisernte in diesem Jahr um 2-3% auf 4,2 Mio. Tonnen sinken

14.09.2018 Tunesien kauf Weizen, Durum und Gerste
Tunesien meldet den Kauf von 67.000 Tonnen Mahlweizen, 75.000 Tonnen Durum-Weizen und 50.000 Tonnen Gerste. Gesucht wurde Getreide optionaler Herkunft zur Lieferung im Zeitraum Oktober bis Dezember. Beim Mahlweizen wurden drei Käufe getätigt.
25.000 Tonnen zum Preis von $232,85/Tonne c&f (Verkäufer Louis Dreyfus)
25.000 Tonnen zum Preis von $230,78/Tonne c&f (Verkäufer: Cofco)
17.000 Tonnen zum Preis von $234,68/Tonne c&f (Verkäufer: Casillo)
14.09.2018 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Netto-Long-Positionen

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 74.561 Lots auf 76.180 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Nach zuletzt 6 Wochen mit rückläufigem Bestand stieg er in dieser Woche erstmals wieder.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 130.864 Lots auf 130.290 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 66,62%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,16%.
81,78% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 81,15%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen    Mais   Rapssaat

14.09.2018 Russland verstärkt Qualitätskontrollen bei Weizenexporten

Russlands Aufsichtsbehörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor hat die Qualitätskontrollen für Getreideexporte aufgrund von Beschwerden von Großabnehmern wegen Qualitätsproblemen verschärft.
Händler achten genau auf Änderungen bei den Ausfuhrbestimmungen für Getreide, da sie in der Vergangenheit dazu verwendet wurden, die Exportbeschränkungen zu lockern.
In dieser Saison glauben einige Händler, dass Russland erwägen könnte, die Exporte zu beschränken, sobald sie 30 Millionen Tonnen erreicht haben.
Eine Abteilung der Überwachungsbehörde in Rostow am Don hat Exporteure, die Getreide nach Ecuador, Vietnam, Sudan, Ägypten, Venezuela und Israel exportieren, gebeten, sich bestimmten phytosanitären Kontrollen zu unterziehen, so eine Sprecherin gegenüber Reuters. Die Kontrollen seien nicht neu. Sie wurden schon immer durchgeführt. Es wurde lediglich beschlossen, den Markteilnehmern die Kontrollen wieder in Erinnerung zu rufen, so die Sprecherin Yulia Melano gegenüber Reuters.
Anfang September wies die Behörde die regionalen Büros an, die Kontrollen zu erhöhen, nachdem Indonesien und Vietnam erklärt hatten, sie hätten Stoffe in russischen Lieferungen identifiziert, die, obwohl sie in Russland erlaubt seien, bedeuteten, dass sie unter Quarantäne gestellt werden müssten.
Die Qualität des russischen Weizens ist in diesem Jahr aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen während der Ernte geringer, als im Vorjahr.
Die Stärkung der Kontrollen zielt nicht darauf ab, die Getreideexporte zu begrenzen, sagte Melano.
Bis zum 30. August hat Russland seit Beginn der Saison 2018/19 am 1. Juli 9,8 Millionen Tonnen Getreide exportiert.
Die Kontrollen, für die etwa 5 - 10 Tage benötigt werden, sollen zunächst bis Ende des Jahres andauern.
Die Hauptaufgabe der Behörde besteht darin, Zertifikate auszustellen, die für eine Fracht erforderlich sind, um das Land zu verlassen. Als Russland vor einigen Jahren informelle Beschränkungen für Getreideexporte durchsetzte, begann es mit Schwierigkeiten, Zertifikate zu erhalten.

14.09.2018 Getreidemail

Die im USDA-Report prognostizierte um 3 Mio. Tonnen gestiegene Ernteerwartung in Russland, schlechte Exportaussichten für US-Weizen und Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Abschlägen schließen. Mit 387.600 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit Gewinnen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der Anstieg des Euro (2-Wochen-Hoch), der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert, sorgte zudem für Druck. Algerien kaufte gestern 630.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Saudi Arabien sucht 595.000 Hartweizen und auch Tunesien ist mit einer Ausschreibung für Durum-Weizen und Weichweizen am Markt. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Hochproteinweizen nach der Ausschreibung Saudi Arabiens. Die Offerten für Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Oktober/März stiegen um 1 Euro auf 9 Euro über Paris Dezember 18.

14.09.2018 CBoT-Weizenfutures erholen sich heute von starken Verlusten der Vortage

Nach drei Handelstagen mit starken Verlusten steigen heute Morgen die CBoT-Weizenfutures um mehr als 1%. Trotzdem wird es heute wohl den zweiten Wochenverlust in Folge geben, der durch höhere Schätzung für die russische Weizenernte begründet wird.
Das USDA hatte am letzten Mittwoch in ihrem WASDE-Report ihre Ernteschätzung für Russland von 68 Mio. Tonnen auf 71 Mio. Tonnen angehoben. Viele Marktteilnehmer hatten die Erwartung, dass die Schätzung sinken würde und es zu Exportbeschränkungen kommen würde.
Asiatische Getreidemüller könnten in den kommenden Monaten Weizen in Argentinien kaufen, das ist ein eher seltener Vorgang. Üblicherweise kaufen sie in Australien wo eine sehr kleine Getreideernte erwartet wird.
Fondsgesellschaften, die mehrheitlich Long-Positionen in ihrem Portfolio haben, verkaufen Weizenfutures und drücken damit die Kurse. Damit tragen sie die Hauptlast des Kursrückgangs.

Grafik: Saxo-Trader

13.09.2018 Stategie Grains senkt Prognose für EU-Maisernte

Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Körnermaisproduktion in der Europäischen Union um fast 5% gekürzt. Grund dafür ist der heiße und trockene Sommer in Frankreich und Mitteleuropa.
In dem heute veröffentlichten Bericht schätzt Strategie Grains die Maisernte in der EU-28 auf 58,4 Mio. Tonnen. Im vergangenen Monat rechnete man noch mit 61,3 Mio. Tonnen und im vergangenen Jahr wurden 59,3 Mio. Tonnen Mais in der EU-28 geerntet.
Die Erträge sind in Frankreich, Deutschland, Polen und Mitteleuropa aufgrund des heißen und trockenen Wetters dieses Sommers deutlich gesunken. Die ungünstigen Bedingungen werden die Getreideernte der EU letztendlich stark belasten", so Strategie Grains in dem Bericht.
Am Dienstag reduzierte Frankreich die Prognose der Sommergetreideernte aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen um 400.000 Tonnen.
Exzellent sind hingegen die Erträge in Rumänien, Bulgarien und Italien.
Dürre und Hitzewellen seit dem späten Frühjahr sorgten für schlechte Erträge und belasten die Versorgungsbilanz. Der Weizen-Future in Paris stieg auf den höchsten Stand seit über fünf Jahren
Strategie Grains senkte seine Schätzung für die diesjährige EU-Weichweizenernte im siebten Monat in Folge auf 126,8 Millionen Tonnen, 900.000 Tonnen weniger als im Vormonat, hauptsächlich aufgrund von Rückgängen in Deutschland, Benelux, Dänemark, Irland, Österreich, Finnland und Schweden.
Die EU-Weichweizenernte 2018 liegt demnach 11 Prozent unter dem Vorjahr und die Erträge auf dem niedrigsten Stand seit 2012.
Aufgrund der kleineren Ernte und der starken Konkurrenz aus der Schwarzmeer-Region senkte das Unternehmen die Exportprognose für Weizenweizen aus der EU in der laufenden Saison um 1 Mio. Tonnen auf 18,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 20,5 Mio. Tonnen).
In Bezug auf die Qualität wurde Frankreich eine ausgezeichnete Weizenernte attestiert. In den meisten anderen Ländern wurde sie als zufriedenstellend bezeichnet. Ausnahmen sind Rumänien und Bulgarien. Die Bestände litten und den Niederschlägen während der Ernte.

13.09.2018 Tunesien sucht Durum-Weizen, Weichweizen und Futtergerste

Tunesiens staatliche Getreideagentur sucht per Tender 50.000 Tonnen Durum-Weizen, 67.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste (jeweils optionaler Herkunft) zur Lieferung je nach Herkunft zwischen August und Oktober. Die Angebotsfrist endet am 14. September.

13.09.2018 England: Anbauflächen für Weizen und Raps steigen

Die britische Weizenanbaufläche steigt in diesem Jahr um 1% auf 1,67 Mio. Hektar. Das ist der erste Anstieg seit 2014, meldet das Landwirtschaftsministerium im Rahmen der Vorstellung der Ergebnisse einer jährlich stattfindenden Umfrage.
Die Anbaufläche für Rapssaat steigt demnach zum ersten Mal seit 2002 um 7,2% auf 563.000 Hektar.
Rückläufig um 2% ist die Anbaufläche für Gerste. Sie sinkt auf 825.000 Hektar. Dabei fällt die Anbaufläche für Wintergerste um 4,9% auf 343.000 Hektar während die Anbaufläche für Sommergerste marginal um 0,1% auf 482.000 Hektar steigt.

13.09.2018 Algerien kauft 630.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte Händlern zufolge im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 630.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Gezahlt werden demnach Preise zwischen $262 und $263/Tonne c&f. Der Löwenanteil wird wohl aus Frankreich geliefert, Algeriens Haupt-Weizen-Lieferant. Gesucht wurde Weizen zur Lieferung im November.
Algerien gehört zu den größten Weizenimporteuren weltweit. Das nordafrikanische Land veröffentlicht selbst keine Details seiner Käufe.

13.09.2018 Saudi Arabien sucht 595.000 Tonnen Hartweizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 595.000 Tonnen Hartweizen (Proteingehalt von 12,5%) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet morgem.
360.000 Tonnen sind bestimmt für den Hafen in Jeddah, 180.000 Tonnen für den Hafen in Dammam und 55.000 Tonnen für den Hafen in Jizan.
Zuletzt kaufte Sago am 16. Juli 625.000 Tonnen Weizen zur Lieferung im September und im Oktober. Am Montag wurde außerdem der Kauf von 1,5 Mio. Tonnen Futtergerste gemeldet.
Aufgrund eines diplomatischen Streits zwischen Saudi Arabien und Kanada kauft Sago derzeit keinen Weizen und keine Gerste aus Kanada.

13.09.2018 Getreidemail

Die Erwartung höherer globaler Weizen-Endbestände und kräftige Verluste beim Mais belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Das USDA schätzte die Welt-Weizen-Endbestände 2018/19 gestern auf 261,29 Mio.Tonnen. Analsten erwarteten im Durchschnitt Endbestände von 257,58 Mio.Tonnen. Überraschend für viele Marktteilnehmer war die höhere Erwartung der russischen Weizenernte von 68 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 71 Mio. Tonnen. Zudem wurde die Schätzung der US-Maisproduktion kräftig erhöht. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCoT fast unverändert. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. ImTagesverlauf handelten sie noch mit kräftigen Aufschlägen. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte gestern 235.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Durchschnittspreis von $223,11/Tonne FOB. Mit Spannung warten Marktteilnehmer auf das Ergebnis der Weizenausschreibung Algeriens. Die Angebotsfrist endete gestern.

12.09.2018 Ägypten kauft 235.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC meldet den Kauf von 235.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft. Der Durchschnittspreis lag Händlern zufolge bei $223,11/Tonne FOB. GASC erhielt lediglich Offerten für Weizen aus Russland und der Ukraine. Weizen aus Rumänien, der EU oder den Vereinigten Staaten wurde nicht angeboten. Gesucht wurde Weizen für den Lieferzeitraum 25. Oktober - 4. November.

12.09.2018 Frankreich: FranceAgriMer erwartet höhere Weizenexporte außerhalb der EU
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erwartet für die laufende Saison 2018/19 einen Anstieg der Weichweizenexporte an Ziele außerhalb der Europäischen Union von 8,1 Mio. Tonnen (2017/18) auf 8,5 Mio. Tonnen. Die Exporte an Ziele in der EU könnten allerdings auf 8,1 Mio. Tonnen sinken. Im Wirtschaftsjahr 2017/18 waren es noch 9,3 Mio. Tonnen. Das geht aus dem ersten Angebots- und Nachfragereport des Unternehmens für die neue Saison hervor.
Die Prognose der Endbestände beim Weizen fällt von 2,95 Mio. Tonnen (2017/18) auf 2,5 Mio. Tonnen. Hauptgrund ist die engere Versorgung.
Kaum verändert fällt die Prognose für Mais aus. Erwartet werden Endbestände für 2018/19 von 2,5 Mio. Tonnen. Allerdings wird mit einem starken Rückgang der Inner-EU-Exporte gerechnet, der mit der kleineren Ernte begründet wird und mit einem stärkeren Futtermaisbedarf.
Die Gerste-Endbestände könnten von 1,5 Mio. Tonnen (2017/18) auf 955.000 Tonnen sinken aufgrund der hohen zu erwartenden Exporte außerhalb der EU.
12.09.2018 FranceAgriMer veröffentlicht finale Testergebnisse zur Weizenqualität

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat heute finale Ergebnisse zur Qualität der französischen Weizenernte 2018 veröffentlicht. Der durchschnittliche Proteingehalt liegt demnach bei 12% (Vorjahr: 12,3%). Bei 84% der getesteten Proben lag der Proteingehalt bei 11,5% oder darüber. Ein Proteingehalt von mindestens 12% erreichten 47% der Proben versus 65% im vergangenen Jahr. Diese Werte 11,5% und 12% gelten als Schwellenwerte bei internationalen Ausschreibungen.
Das spezifische Gewicht lag im Durchschnitt bei 77,8kg pro Hektoliter (kg/hl), im Vergleich zu 77,2 kg/hl im Jahr 2017. Etwa 86% der Proben wiesen ein spezifisches Gewicht oberhalb des Richtwerts von 76 kg/hl auf.
Die Hagberg-Fallzahl von 240 Sekunden, ein weiteres wichtiges Qualitätsmerkmal, erreichten 97% der getesteten Proben versus 85% im vergangenen Jahr.

12.09.2018 Ägypten: Günstigste Offerte kam wie erwartet aus Russland

Die günstige Offerte auf den von Ägyptens GASC ausgeschriebenen Weizentender lag Händlern zufolge bei $222,70/Tonne FOB und bezog sich auf die Menge von 55.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Der staatliche ägyptische Weizeneinkäufer sucht Weizen für den Lieferzeitraum 25. Oktober - 4. November in unbekannter Höhe.

12.09.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 25. Oktober - 4. November ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 5. September 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft für den Lieferzeitraum 21. - 30. Oktober.

12.09.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Kursgewinnen vom Vortag sowie die schwache US-Weizen-Nachfrage am Weltmarkt und Positionierungen vor dem USDA-Bericht ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die Erwartung einer größeren US-Winterweizen-Anbaufläche sowie gute Startbedingungen für die Winterweizenaussaat verstärkten den Druck. 5% der geplanten Flächen sind bereits bestellt. Heute um 18.00 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report. Analysten erwarten einen Anstieg der US-Weizen-Endbestände auf 941 Mio. Bushel (August-Prognose: 935 Mio.Bushel). Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der Frontmonat Dezember fiel im Handelsverlauf wieder unter die 200 Euro Marke, schloss jedoch höher. Ägypten hat gestern Abend einen Weizentender für den Lieferzeitraum 25. Okt. bis 4. Nov. ausgeschrieben. Analysten erwarten, dass Algerien in Kürze folgt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 4,50€ über Paris Dezember 18.

11.09.2018 Bulgariens Weizenernte 2018 sinkt um 6,3%

Bulgarien erntete in diesem Jahr aufgrund der Trockenheit im Frühjahr und der heftigen Niederschläge im Sommer nur 5,4 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 6,3% weniger, als im vergangenen Jahr, meldet das bulgarische Landwirtschaftsministerium. Die durchschnittlichen Erträge sanken um 9,9% zum Vorjahr auf 4,74 Tonnen pro Hektar. 53% des geernteten Weizen wird demnach eine gute Mahlqualität bescheinigt.

11.09.2018 Frankreich: Landwirtschaftsministeriums korrigiert Ernteschätzung

Der trockene und sehr heiße Sommer in Frankreich führt nach Einschätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums zur einen starken Rückgang der Mais- und Zuckerrübenproduktion und bestätigt das vorherrschende Bild einer kleineren Ernte in Frankreich.
In dem heute veröffentlichten Gutachten senkte das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Maisernte auf 12,4 Mio. Tonnen. Das sind 400.000 Tonnen weniger, als noch im Vormonat erwartet wurde und 12,8% unter dem Ergebnis aus 2017.
Die Prognose der Zuckerrübenproduktion wurde um 11,1% niedriger geschätzt auf 41,1 Mio. Tonnen (Vorjahr: 46,3 Mio. Tonnen).
Mais und Zuckerrüben werden derzeit geerntet.
Die Sommerernte (Mais, Sonnenblumen und Zuckerrüben) zeigen deutliche Effekte einer intensiven Hitze und Trockenheit.
Frankreich gehört zu den Ländern, die unter den schwierigen Wetterbedingungen in diesem Jahr gelitten haben, allerdings weniger, als die nördlichen Länder wie Skandinavien und Teile von Deutschland.
Für Körnermais liegt die reduzierte Ernteprognose 13,9% unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts. Das Ministerium warnte zudem, dass ein Teil der Maisernte als Futtermais auf den landwirtschaftlichen Betrieben eingesetzt wird. Die meisten Händler erwarten einen stärkeren Rückgang der französischen Körnermaisproduktion auf rund 11-11,5 Mio. Tonnen.
Die Produktionsprognose des Ministeriums basiert auf einem erwarteten nationalen Ertrag von 9,09 Tonnen pro Hektar (t / ha) gegenüber 10,37 t / ha im letzten Jahr. Bei den Zuckerrüben werde der erwartete Durchschnittsertrag von 95,16 t / ha im Jahr 2017 auf 85,07 t / ha sinken. Damit läge die Produktion immer noch 10,6% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Das spiegelt eine hohe Anbaufläche wider nach dem Ende der EU-Produktionsquoten im vergangenen Jahr.
Für Weichweizen, Frankreich Haupt-Getreideart, reduzierte das Ministerium die Produktionsschätzung von 35,1 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 34,55 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 5,5% zum Vorjahr und 3,7% im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt. National wird ein Durchschnittsertrag von 7,02 t / ha erwartet (Vormonat: 7,11 t / ha).
Das Ministerium wiederholte, dass der Weizen unter den heftigen Niederschlägen im Frühjahr gelitten hat, was auch Auswirkungen auf Gerste und Rapssaat hatte.
Die Schätzung der Gersteproduktion wurde revidiert auf 11,55 Mio. Tonnen (Vormonat: 11,8 Mio. Tonnen). Zur Vorjahresernte wäre das ein Rückgang um 4,5%. Bei der Wintergerste wird ein Rückgang um 6,7% auf 8,5 Mio. Tonnen erwartet, der durch den Anstieg der Sommergerste-Produktion um 2,2% auf 3,1 Mio. Tonnen teilweise ausgeglichen werden kann.
Bergauf geht es hingegen bei der Rapssaat-Produktion, die Schätzung steigt um 200.000 Tonnen von 4,6 Mio. Tonnen (August-Schätzung) auf 4,8 Mio. Tonnen. Das wäre allerdings immer noch ein Rückgang zum Vorjahr um 10,6% und zum 5-Jahres-Durchschnitt von 5,1%.

11.09.2018 Russlands und Australiens Getreideangebote sinken

Seit gestern steigen die Weizenkurse am CBoT wieder und erreichen aktuell ein Wochen-Hoch. Die enge Marktversorgung aus den Überschussregionen Russland und Australien wird als Grund angeführt.
In Australien, dem viert-größten Weizenexporteur der Welt, wird die Schätzung zur Weizenernte um 13 % gesenkt, weil die Trockenheit an der Ostküste die Ernte auf ein 10-Jahres-Tief reduzieren könnte. Jetzt geht das Beratungsunternehmen ABARES für 2018/19 von einer Erntemenge von 19,1 Mio. tonnen aus.
Der stellvertretende Premierminister Russlands, der auch für die Landwirtschaft zuständig ist, teilte gestern mit, dass die Ernte so groß wird, dass man in der laufenden Vermarktungssaison 30 Mio. Tonnen Getreideexporte leisten könne. Einige Händler interpretieren das so, dass ab dieser Kennzahl die Exporte beschränkt werden.
Trockene Wetterbedingungen im südwestlichen Wolga-Tal könnte eine Verzögerung beim Auflaufen des Wintergetreides für die Ernte 2019/20 verursachen, so das Beratungsunternehmen Radiant Solutions.
Nach einer Woche mit scheinbar unveränderten Preisen in Russland, wird jetzt berichtet, dass die Getreidepreise dort drastisch sinken. Das will der Direktor der Agrarabteilung in der Commonwealthbank of Australia wissen. Die Erklärung dafür könnte darin liegen, dass vorher diskutierte Exportzölle zunächst zu einer höheren Getreidenachfrage führten, die jetzt aber nachgelassen hat.

Grafik: Saxo-Trader

11.09.2018 Getreidemail

Bedenken aufgrund der kleinere weltweiten Weizenernte und technische Käufe sorgten bei den Weizenfutures in Chicago gestern für kräftige Aufschläge. Australiens ABARES senkte seine Prognose der Weizenproduktion 2018 von 21,9 Mio. Tonnen (Juni-Prognose) auf 19,1 Mio. Tonnen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 429.081 Tonnen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und erholten sich von dem jüngste 6-Wochen-Tief . Der Dezember 18-Kontrakt legte über 2,2% zu und schloss wieder über der 200 Euro-Marke. Per 9. September 2018 erreichten die EU-Weichweizenexporte im laufeden Wirtschaftsjahr 2018/19 ein Volumen von 2,7 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (gleicher Zeitraum) ist das ein Rückgang um 41%. Die Exportpreise für Weizen in Russland sind in der vergangenen Woche im Zuge des schwächeren Rubels und der sinkenden CBoT Weizenkurse gefallen. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein kostete Ende letzter Woche laut IKAR $215,00/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang um $10 zur Vorwoche.

10.09.2018 Russland: Rückläufige Weizenexportpreise

Die Exportpreise für Weizen in Russland sind in der vergangenen Woche im Zuge des schwächeren Rubels und der sinkenden Weizenkurse in Chicago gesunken. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein kostete Ende letzter Woche laut IKAR, eines der führenden russischen Agrarberatungsunternehmen, $215,00/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang um $10 zur Vorwoche. SovEcon meldet lediglich einen Rückgang um $2 auf $221/Tonne Weizen. Für Gerste sank der Preis laut SovEcon um $1 auf $232/Tonne.
Per 30. August exportierte Russland im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 Getreide in einem Volumen von 9,8 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg um 39% im Vergleich zu den Exporten im selben Zeitraum des Vorjahres. Die darin enthaltenden Weizenexporte summierten sich auf 8,2 Mio. Tonnen.
Russland erwartet eine Getreideernte von 105 Mio. Tonnen, was Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 von 30 Mio. Tonnen erlauben würde, so der stellvertretende Landwirtschaftsminister heute in einer Stellungnahme.
SovEcon reduzierte seine Prognose der Getreideernte von 109,6 Mio. Tonnen auf 108,3 Mio. Tonnen. Grund dafür ist die revidierte Schätzung für die Maisernte. Diese wird voraussichtlich mit einem Volumen von 10,6 Mio. Tonnen die kleinste seit 2012 sein. Die Prognose der Weizenernte erhöhte SovEcon um 200.000 Tonnen auf 69 Mio. Tonnen.
Die Preise für Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands stiegen um 150 Rubel auf 10.900 Rubel ($155).

10.09.2018 EU-Weichweizenexporte 41% hinter Vorjahr

Per 9. September 2018 erreichten die EU-Weichweizenexporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 ein Volumen von 2,7 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (gleicher Zeitraum) ist das ein Rückgang um 41%. Gestiegen sind hingegen die Gersteexporte von 1,0 Mio. Tonnen auf 1,3 Mio. Tonnen. Die Maisimporte sanken von 3,0 Mio. Tonnen auf 2,7 Mio. Tonnen.

10.09.2018 Australien: ABARES senkt Prognose für Weizenproduktion 2018 kräftig

Das australische Büro für Agrar- und Ressourcenökonomie und –wissenschaften (ABARES), eine Regierungsorganisation, die dem Ministerium für Landwirtschaft und Wasserressourcen unterstellt ist, hat seine Prognose der Weizenproduktion 2018 deutlich gesenkt. Im Juni rechnete man noch mit einer Menge von 21,9 Mio. Tonnen Weizen, aktuell liegt die Prognose bei 19,1 Mio. Tonnen und damit 13% niedriger, als noch im Juni.

10.09.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 28.08. - 04.09.18 den Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen um 8.414 Lots auf 42.766 Lots. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe war per 04. September überwiegend bullisch gestimmt. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen minimal reduziert auf 56.884 Lots. Erhöht hingegen wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 53.642 Kontrakten per 28. August waren es per 04. September 62.749 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 04. September in dieser Ausgabe keine Berücksichtigung.
In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
10.09.2018 Saudi Arabien kauft 1,5 Mio. Tonnen Futtergerste

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO teilte heute Vormittag den Kauf von 1,5 Mio. Tonnen Futtergerste im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens mit. Die Agentur kaufte Gerste per Sellers Option zum Durchschnittspreis von $260,79/Tonne c&f zur Lieferung im November/Dezember. Von den insgesamt 25 Schiffsladungen á 60.000 Tonnen werden 17 Schiffsladungen an Häfen am Roten Meer geliefert und weitere acht Lieferungen an Häfen am Persischen Golf.
Offeriert wurde Gerste aus der EU, Australien, Nord- und Südamerika (inkl. Kanada) und der Schwarzmeer-Region. Aufgrund eines diplomatischen Streits mit Kanada kauft SAGO derzeit weder Weizen noch Gerste aus Kanada.

10.09.2018 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sorgte am Freitag bei den Weizenfutures in Chicago den vierten Tag in Folge für Verluste. Im Wochenvergleich verlor die Dezember 18 Fälligkeit 6,3% an Wert. Mit insgesamt 379.800 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften ca. 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach. Der auslaufende Frontmonat September büßte kräftig ein. Begrenzt wurden die Verluste durch den schwächeren Euro. Im Wochenvergleich ging es um 3,5% bergab. Russlands Weizenexporte im Zeitraum Januar bis Juli 2018 erreichten ein Volumen von 23,09 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (12,8 Mio. Tonnen) ist das ein Anstieg um über 80%. Westaustralien steht in diesem Jahr aufgrund der guten Niederschläge im August vor einer Rekord-Weizenernte, während Ost-Australien im zweiten Jahr in Folge unter einer schweren Dürre leidet. Frankreich exportierte im Juli 622.000 Tonnen Weizen an Länder außerhalbder EU, ein Anstieg um 34% im Vergleich zum Juli 17.

10.09.2018 US-Handelsstreit beeinflusst Finanzmärkte und Sojabohnenpreise

US-Präsident Donald Trump droht im Handelsstreit mit China weitere Strafzölle auf Güter im Wert von 267 Mrd. USD aus dem Reich der Mitte anzuwenden.
Kurz vor dem Erntestart für Sojabohnen in den USA hielt das bis in die letzte Woche die Preise für die Ölfrucht unter Druck. Sowohl der Finanzmarkt als auch der Markt für Sojabohnen werden von der Auseinandersetzung der beiden wirtschaftlichen Großmächte beeinflusst.
China bevorzugt aus politischen Gründen immer noch Sojabohnen aus Brasilien. Pekings Importzölle verteuern US-Bohnen für die chinesischen Ölmühlen. China importierte im August 9,15 Mio. Tonnen US-Sojabohnen. Das waren 14 % mehr als im Juli. Heute Morgen steigen die Kurse der CBoT-Sojabohnen.
Am kommenden Mittwoch wird das USDA einen weiteren (WASDE-) Bericht über Angebot- und Nachfrage für Sojabohnen, Mais und Weizen veröffentlichen. Es wird erwartet, dass die Produktion der US-Sojabohnen auf 4,649 Mrd. Bushel steigt, der durchschnittliche Ertrag wird auch 52,2 Bushel per acre (bpa) geschätzt. Die Ernte könnte neue Rekorde brechen.
Grafik: Saxo-Trader

10.09.2018 CBoT-Weizen startet mit unveränderten Kursen in die neue Woche

Die Börse in Chicago startet mit einem unveränderten Weizenkurs in die neue Handelswoche. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen hatte die Preise seit Monatsbeginn unter Druck gesetzt.
Das USDA teilte am Freitag mit, dass in der Woche 379.800 tonnen Weizen für den Export verkauft wurden. Das waren auch die Erwartungen der Marktbeteiligten.
Analysten in Australien glauben nicht daran, dass sich an der schwachen Nachfrage nach US-Weizen so schnell etwas ändert, insofern ist vorerst auch nicht mit einer Kursänderung an der Terminbörse zu rechnen.
Grafik: Saxo-Trader

07.09.2018 Russland: Weizenexporte (Jan-Juli 18) summieren sich auf 23,1 Mio. Tonnen

Russlands Weizenexporte im Zeitraum Januar bis Juli 2018 erreichten ein Volumen von 23,09 Mio. Tonnen. Das zeigt die offizielle Export-Statistik. Im Vergleich zum Vorjahr (12,8 Mio. Tonnen) ist das ein Anstieg um 80,39%.

07.09.2018 West-Australien hatte im August Regen – Getreideernte überdurchschnittlich gut

West-Australien ist der Teil des Kontinents mit der größten Getreideproduktion. Dort wird in diesem Jahr knapp die Hälfte der gesamten australischen Weizenproduktion kommen. Im August hatte es dort in den Getreideanbauregionen geregnet und im Osten des Kontinents sinkt die Produktion im zweiten Jahr in Folge aufgrund einer verheerenden Trockenheit.
Die Weizenerträge sind im Westen besser als im durchschnitt früherer Jahre. Von dort wird Indonesien mit Weizen versorgt.
Im Gegensatz dazu steuert die Getreideernte im Osten Australiens auf einen historischen Tiefststand zu. Australien ist weltweit der viertgrößte Weizenexporteur. Betrachtet man den Kontinent als Ganzes, so sind die Ernteverluste in diesem Jahr besorgniserregend. Zudem sind die Getreideernten in anderen Überschussregionen der Welt, wie zum Beispiel in Russland oder der Ukraine, ebenfalls klein.
Dass Westaustralien nun doch eine ganz gute Weizenernte einfahren könnte, erhöht die Chance für Lieferungen nach Indonesien, dem größten Abnehmer für Austral-Weizen. Die Schiffe brauchen nur 5-7 Tage bis sie am Zielort sind.
Die australische Weizenernte 2018/19 wird derzeit auf gut 20 Mio. Tonnen geschätzt (Vj.:21,2). In 2016/17 waren es 31,8 Mio. Tonnen. Trotz der besseren Wachstumsbedingungen im Westen Australiens, wird man dort wohl weniger Premium-Weizen ernten. Die höheren Qualitätsstufen muss sich der Weltmarkt dann wieder aus den USA oder Kanada holen.

07.09.2018 Euronext Weizen: Dezember 18-Fälligkeit rutscht unter 198 Euro Marke

An der Euronext in Paris rutschte der Kurs der Dezember 18-Fälligkeit unter die wichtige Unterstützungsmarke von 198 Euro. Der vorläufige Tagestieg liegt bei 197 Euro, der niedrigste Kurs seit dem 24. Juli.

07.09.2018 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Russland beabsichtigt gegenwärtig nicht, einen Exportzoll auf Weizen zu erheben. Das wiederholte gestern ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, da am Markt weiterhin über Exportrestriktionen zu einem späteren Zeitpunkt spekuliert wird. Das Ministerium erwartet für die laufende Getreideernte 2018 ein Ergebnis von 105 Mio. Tonnen. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCoT minimal schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Nur der auslaufende Septembertermin zeigte positive Vorzeichen. Der gestiegene Wechselkurs des Euro belastete zudem den Markt. Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO hat einen internationalen Tender zum Kauf von 1,02 Mio. Tonnen Futtergerste für den Lieferzeitraum November/Dezember ausgeschrieben.

07.09.2018 CBoT-Weizen sinkt auf 6-Wochen-Tief

Die CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen auf ein 6-Wochen-Tief; es ist bereits der vierte Handelstag in Folge mit Verlusten. Ständige Verkäufe der Investoren sowie die schwache Nachfrage nach US-Weizen lassen die Kurse in dieser Woche bereits um 6% sinken.
Händler in Australien weisen daraufhin, dass die Futures der CBoT Merkmale des US-Markts haben und deshalb auch nur diesen Markt widerspiegeln. Eine Besonderheit ist, dass die Investoren immer noch long-Positionen verkaufen, die längst abgelaufen sind. Ein weiterer Einfluss kommt aus der Tatsache, dass der Optimismus im US-Markt schwindet, was dazu führt, dass Investoren auch spätere Fälligkeiten verkaufen.
Der US-Weizenmarkt ist also unter Druck, auch wenn am Schwarzen Meer die Produktion in diesem Jahr spürbar kleiner ist. Analysten warten heute noch auf einen USDA-Bericht, der die neuesten US-Exportzahlen dieser Woche veröffentlicht. Erwartet werden Verkäufe zwischen 200.000 und 500.000 Tonnen.
Russlands Landwirtschaftsminister teilte gestern noch einmal mit, dass man keine Pläne hat, eine Exportsteuer auf Weizen einzuführen. Dennoch bleiben Marktbeteiligte skeptisch. Die Exporte können später in der Saison auch auf andere Weise begrenzt werden. Schließlich fehlen in Russland gegenüber der letzten Ernte rund 10 Mio. Tonnen Weizen.

Grafik: Saxo-Trader

06.09.2018 Russland erwartet Getreideernte von 105 Mio. Tonnen

Russland beabsichtigt gegenwärtig nicht, einen Exportzoll auf Weizen zu erheben. Das sagte heute ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums. Das Ministerium erwartet für die laufende Getreideernte 2018 ein Ergebnis von 105 Mio. Tonnen.

06.09.2018 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie Aussichten auf Regenfälle in den von Trockenheit geplagten Winterweizenanbaugebieten Russlands ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die jüngsten Niederschläge in den US-Winterweizenanbaugebieten verbesserten die Bedingungen für die nahende Winterweizenaussaat, zudem wird eine Rekord-Maisernte in den USA erwartet, die den Weizenmarkt ebenfalls unter Druck setzt. Ägyptens GASC kaufte gestern in einer internationalen Ausschreibung 60.000 Tonnen russischen Weizen zum Preis von $217,90/Tonne FOB ($235 /Tonne c&f). US-Weizen wurde nicht einmal angeboten. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen nahezu unverändert. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit weiteren Verlusten. Die Dezember-Fälligkeit schloss zwar unter der 200€-Marke, konnte sich jedoch über dem 1-Monats-Tief von 198€ halten. Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 78.145 Lots auf 74.561 Lots.

06.09.2018 US-Weizen verkauft sich nicht gut – schwache CBoT-Kurse

Nach zwei Tagen mit deutlichen Verlusten können die Kurse des CBoT-Weizenfutures heute Morgen wieder etwas zulegen. Obwohl sich der US-Weizen weiter schlecht verkauft, kommt es an der Terminbörse zu „Schnäppchenkäufen“.
Händler in Singapur sind wegen der weltweiten Versorgungslage beim Weizen ohnehin nicht bärisch gestimmt aber der Schwarzmeerweizen verkauft sich in Asien und in anderen Regionen der Welt einfach besser. Das geht zulasten des US-Weizenabsatzes.
Ägyptens GASC kaufte gestern in einer internationalen Ausschreibung 60.000 Tonnen russischen Weizen. US-Weizen wurde nicht einmal angeboten.

Grafik: Saxo-Trader

05.09.2018 Euronext Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten Netto-Long-Positionen

Institutionelle Anleger reduzierten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 78.145 Lots auf 74.561 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Allerdings sank der Bestand der Netto-Long-Positionen zum sechsten Mal in Folge.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 134.111 Lots auf 130.864 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 65,81%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,34%.
81,15% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 83,22%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

05.09.2018 Ägypten kauft 60.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat nach eigenen Angaben im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunkt gekauft.

05.09.2018 US-Sommerweizenernte: 87% der Ernte ist eingebracht

Die US-Sommerweizenernte ist zu 87% abgeschlossen. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt bei 77% und vor einem Jahr ebenfalls bei 87%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt 12 Prozentpunkte niedriger bei 75%.

05.09.2018 Ägypten: Günstigste Offerte kam wieder einmal aus Russland

Die günstige Offerte auf den von Ägyptens GASC ausgeschriebenen Weizentender kam Händlern zufolge von Garant Logistics, lag bei $217,90/Tonne FOB und bezog sich auf die Menge von 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft.
Der staatliche ägyptische Weizeneinkäufer sucht Weizen für den Lieferzeitraum 21. – 30 Oktober in unbekannter Höhe.

05.09.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und gaben kräftig nach. Russland wird wohl vorerst keine Exportbeschränkungen verhängen. Die Risikoprämie, die vor dem Treffen zwischen dem Landwirtschaftsministerium und großen Getreidehändlern aus Angst vor Exportbeschränkungen aufgebaut wurde, wurde gestern wieder abgebaut. Zudem belastet der feste Wechselkurs des US-Dollar die US-Exporte. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 391.920 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen.
Die negativen Vorgaben aus Übersee belasteten auch den Handel an der Euronext in Paris. Zwischenzeitlich rutschten der auslaufende Frontmonat September 18 und die liquideste Fälligkeit Dezember 18 unter die 200€-Marke. Argentinien plant einen 10%-igen Zoll auf Weizenexporte, um die hohe Staatsverschuldung und den Wertverfall des Peso zu begrenzen. Ägypten hat gestern nach Handelsschluss einen Tender zum Kauf einer ungenannten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 21. - 30. Oktober ausgeschrieben.

05.09.2018 Weizen: Händler in Australien sehen Aufwärtstrend intakt

Die CBoT-Weizenfutures können heute Morgen einen Teil der gestrigen kräftigen Verluste wieder aufholen. Die Ertragsverluste in einigen Überschussregionen der Welt sind doch wohl größer als erwartet.
Russlands Landwirtschaftsminister sieht zwar keinen Grund für Exportbeschränkungen, aber die Ernte in 2018 ist wegen dem trockenen Wetter doch sehr viel kleiner als in Vorjahr. Deshalb erwarten Händler in Fernostasien auch keinen Kurseinbruch. Der Trend sei immer noch nach oben gerichtet, so Phin Ziebell der Agrarökonom der National Australian Bank.
Grafik: Saxo-Trader

05.09.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 21. - 30. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 28. August insgesamt 350.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer für den Lieferzeitraum 11. - 20. Oktober.

04.09.2018 Ukraine: Agritel erwartet Rekord-Maiserträge

Die Ukraine wird in diesem Jahr über 30 Mio. Tonnen Mais produzieren. Das meldet das französische Agrarberatungsunternehmen Agritel. Erwartet wird eine Produktionsmenge von 30,28 Mio. Tonnen. Zum Vorjahr, als 24,67 Mio. Tonnen Mais geerntet wurden, ist das ein Anstieg um 23%. Der 5-Jahres-Durchschnitt wäre damit um 12% übertroffen. Agritel´s Schätzung der Durchschnittserträge liegt bei 6,69 Tonnen pro Hektar (Vorjahr: 5,51). Die Pflanzen profitierten in der frühen Wachstumsphase von guten Wetterbedingungen. Zur Blütezeit waren sie zudem keiner übermäßigen Hitze ausgesetzt. Außerdem fielen im Sommer beträchtliche Niederschlagsmengen.
Die große Maisernte in der Ukraine und eine Rekordernte in den Vereinigten Staaten könnte dazu beitragen, die Spannungen am Getreidemarkt nach der schweren Trockenheit und den damit verbundenen Ertragsverlusten beim Weizen lindern.
Auch andere Ernteschätzer erwarten eine große ukrainische Maisernte. Das US-Landwirtschaftsministerium lag mit seiner Prognose im WASDE-Report vom 10. August bei 31 Mio. Tonnen. Allerdings warnten einige Analysten, dass das zuletzt heiße Wetter die Erträge begrenzen könnte.
Die Prognosen von Agritel beziehen sich auf die Erkenntnisse aus den Feldbegehungen in der Zeit vom 20. — 24. August.
Im Süden der Ukraine, in der der Mais in der Entwicklung schon weiter fortgeschritten ist, wird in den kommenden zwei Wochen trockenes und warmes Wetter Erntewetter erwartet.

04.09.2018 Getreidemail

In den Vereinigten Staaten blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertags "Labor Day" geschlossen. Heute Morgen handeln die Weizennotierungen an der eCBoT mit Verlusten.
An der Euronext in Paris gerieten die Weizenfutures nach Russlands Aussagen über seine Exportpolitik unter Druck und schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen. Russland sieht derzeit keine Notwendigkeit, in seine Exportpolitik einzugreifen. Gerüchte über Exportzölle oder Mengenbegrenzungen wurden somit erstmal auf Eis gelegt. Das russische Landwirtschaftsministerium berichtet von guten Erträgen in der laufenden Sommerweizenernte. Händler und Analysten bewerten die Aussagen des Ministeriums weiter skeptisch.
Die argentinische Regierung hat gestern ihre Pläne vorgestellt, wie der Staatshaushalt für nächstes Jahr wieder ins Lot kommen soll. Danach sollen die Getreideexporte wieder mit Zöllen belegt werden. Die wöchentlichen Exportdaten der EU-Kommission bestätigen einen langsamen Start in die Exportsaison. Bis zum 2. September wurden 2,1 Mio. Tonnen Weizen aus der EU exportiert. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 49%. Die französchen Exporte konnten sich aufgrund der lebhaften Verkäufe an Algerien vergleichsweise gut halten.

04.09.2018 Russland plant keine Exportbeschränkungen für Weizen

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen um 1,4%. Grund dafür ist die Aussage des russischen Landwirtschaftsministeriums, dass man keine Pläne hat, um Weizenexporte zu beschränken.
Dafür gibt es keinen Grund, so der Minister nach einem Gespräch gestern mit Exporteuren. Es sei weder eine Exportsteuer noch eine andere Weise der Ausfuhrbeschränkung geplant.
Rohstoffhändler in Asien kommentieren heute Morgen dazu: Letztes Jahr sei die russische Erne so groß gewesen und in diesem Jahr ist sie auch immer noch ordentlich ausgefallen, weshalb russischer Weizen immer noch der billigste in der ganzen Welt ist.
Außerdem laufen die Exporte aus Europa und den USA überhaupt nicht gut.
In Argentinien verzögern Landwirte allerdings den Verkauf ihrer Weizenernte und sie wollen auch weniger Mais anbauen, nachdem die Regierung dort einen 10%tigen Exportzolle erheben will, um die Staatsverschuldung und den Wertverfall des Peso zu begrenzen.

Grafik: Saxo-Trader

03.09.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 21.08. - 28.08.18 den Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen um 9.632 Lots auf 51.180 Lots. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report hervor. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe war per 28. August aber weiter bullisch gestimmt. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen um 42.133 Lots auf 56.957 Lots erhöht. Ebenfalls erhöht wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 40.022 Kontrakte per 21. August waren es per 28. August 53.642 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 28. August in dieser Ausgabe keine Berücksichtigung.
In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
03.09.2018 Russische Weizenexportpreise stabil

Die Weizenexportpreise in Russland beendeten die vergangene Woche auf unverändertem Niveau. Zu Beginn der Woche gaben sie noch nach, wurden jedoch gestützt durch Spekulationen darüber, dass Argentinien Ausfuhrbeschränkungen für Getreide erlassen könnte und dass Russland seine Weizenexporte zu einem späteren Zeitpunkt in der laufenden Saison begrenzen könnte.
Der russische Landwirtschaftsminister wird die Situation am Getreidemarkt heute in einem Routinemeeting mit Exporteuren erörtern.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein kostete dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge ende letzter Woche $225/Tonne FOB. Das ist unverändert zur Vorwoche. SovEcon meldet einen Preis von $223/Tonne Weizen (FOB) und einen Preis von $231 für eine Tonne Gerste (FOB).
Für die vergangene Woche hat das Landwirtschaftsministerium noch keine Exportdaten veröffentlicht. SovEcon meldet, dass per 29. August im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 9,3 Mio. Tonnen Getreide (inkl. 7,8 Mio. Tonnen Weizen) exportiert wurden, ein Anstieg um 35% zum Vorjahr.
SovEcon erhöhte seine Schätzung der Exporte im August um 500.000 Tonnen auf 5,0 Mio. Tonnen aufgrund der hohen Ausfuhren.
Die Inlandspreise für Weizen der Klasse III stiegen Ende letzter Woche im europäischen Teil Russlands um 200 Rubel auf 10.750 Rubel ($159).

03.09.2018 Algerien erntet 74% mehr Getreide als im Vorjahr

Algeriens Getreideernte 2018 ist mit 6 Mio. Tonnen rund 74% größer als im Vorjahr. Das teilte der Landwirtschaftsminister Abdelkader Bouazghi vorgestern mit.
Das ist die größte Ernte in Algerien seit 2012. Damals wurden 6,9 Mio. tonnen geerntet. Letztes Jahr fehlte der Niederschlag und es wurden nur 3,5 Mio. Tonnen Getreide eingebracht.
Algerien ist einer der größten Weizenimporteure der Welt und plant, den Getreideanbau im Land auf 3,5 Mio. Hektar auszuweiten; auch das Land unter Beregnung soll ausgeweitet werden.
Die Regierung in Algier beabsichtigt, die Getreideimporte einzuschränken, um Geld zu sparen. 2017 wurden Waren im Wert von 46 Mrd.US-Dollar eingeführt, 20 % davon gingen auf das Konto von Lebensmitteln.
Diese Sparmaßnahmen wurden im Jahr 2014 beschlossen, als die Einnahmen durch Gas- und Ölexporte einbrachen.

03.09.2018 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften vor dem verlängerten Wochenende sowie die kanadische Ernteschätzung sorgten bei den Weizenfutures in Chicago am Freitag für kräftige Aufschläge. Der Dezember-Kontrakt verlor im August 4,6% an Wert, im Juli stieg er um knapp 11%. Statistics Canada erwartet einen Rückgang der kanadischen Weizenproduktion um 3,3% auf 28,987 Mio. Tonnen. Analysten rechneten mit 30,6 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die Börsen in den USA bleiben heute aufgrund des Labor Day geschlossen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit deutlichen Aufschlägen. Unterstützug kam auch vom schwachen Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert. Die EU-Kommission reduzierte am Freitag die Schätzung der Weizenernte in der EU-28 von 133,5 Mio. Tonnen auf 128,8 Mio. Tonnen. Die EU-Weizenexporte schätzt die Kommission auf 20,0 Mio. Tonnen (zuvor: 25,5 Mio. Tonnen). Heute findet ein Treffen zwischen dem russischen Landwirtschaftsministerium und russischen Getreideexporteuren statt, um die Lage am Getreidemarkt zu erörtern. Marktteilnehmer warten mit Spannung auf erste Ergebnisse.

31.08.2018 EU-Kommission senkt Schätzung der EU-Weizenexporte um 5,5 Mio. Tonnen

Die EU-Kommission hat heute seine Schätzung der Weizenernte in der EU-28 reduziert von 133,5 Mio. Tonnen (Juli-Schätzung) auf 128,8 Mio. Tonnen. Die EU-Weizenexporte schätzt die Kommission auf 20,0 Mio. Tonnen (zuvor: 25,5 Mio. Tonnen).
Weitere Schätzungen:
EU-Gersteproduktion: 56,2 Mio. Tonen (zuvor: 57,6 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaatproduktion: 19,2 Mio. Tonnen (zuvor: 19,7Mio. Tonnen)
EU-Maisproduktion: 64,2 Mio. Tonnen (zuvor: 63,7 Mio. Tonnen)

31.08.2018 Statistics Canada erwartet rückäufige Weizenproduktion 2018
Statistics Canada meldet in der heute veröffentlichten Prognose mit einem Anstieg der Gerste- und Durumproduktion in Kanada für 2018. Für andere bedeutende Feldfrüchte erwartet das Unternehmen niedrigere Erträge und eine kleinere Produktionsmenge. Die gesamte Weizenproduktion könnte demnach um 3,3% von 29,984 Mio. Tonnen auf 28,987 Mio. Tonnen sinken. Beim Winterweizen rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang um 16,1% auf 2,394 Mio. Tonnen. Auch beim Sommerweizen, der in Kanada eine deutlich größere Rolle spielt, rechnet man mit einem Rückgang um 2,7% auf 21,559 Mio. Tonnen. 2017 stieg sie um 7,1%. Rückläufig ist auch die Erwartung der Canola-Ernte. Im vergangenen Jahr wurden 21,328 Mio. Tonnen geerntet, für diese Jahr liegt die Erwartung bei 19,162 Mio. Tonnen (-10,2%). Beim Körnermais liegt die Prognose aktuell bei 13,789 Mio. Tonnen. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 2,2%.

 

31.08.2018 Ukraine exportierte bisher 6 Mio. Tonnen Getreide

Rund 6 Mio. Tonnen Getreide hat die Ukraine im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 exportiert bzw. für den Export vorbereitet. Zum Vorjahr (6,6 Mio. Tonnen im selben Zeitraum) ist das ein Rückgang. Das meldet die staatliche Behörde für Nahrungsmittelsicherheit.
Das Vermarkungsjahr 2018/19 startete am 1. Juli 2018 und endet am 30. Juni 2019. Bisher wurden 3,2 Mio. Tonnen Weizen (1,9 Mio. Tonnen Mahlweizen und 1,3 Mio. Tonnen Futterweizen), 1,4 Mio. Tonnen Gerste und 1,2 Mio. Tonnen Mais exportiert.
Die Behörde teilte mit, dass das Tempo der Mahlweizenexporte um12% höher ist, als in der vorherigen Saison und trotz der kleineren Ernte und des kleineren Anteils an Mahlweizen.
Händler und Analysten teilten mit, dass deutlich weniger Mahlweizen geerntet wurde, als ursprünglich erwartet. Die Regenfälle während der Ernte hatten schlechte Qualitäten zur Folge, die letztlich zu Exportbeschränkungen führen könnten.
Es wird befürchtet, dass die hohen Exporte die Kosten für Brot in der Ukraine in die Höhe treiben könnten, insbesondere vor dem Hintergrund der schwachen Währung, der schlechten Ernte und der bereits inflationären Entwicklung der Preise für Nahrungsmittel.
Die Ukraine erwartet eine Getreideernte von 60 Mio. Tonnen im Kalenderjahr 2018, (2017: 61,3 Mio. Tonnen). Im Vermarktungsjahr 2017/18 wurden 39,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert und das Landwirtschaftsministerium erwartet in dieser Saison Getreideexporte von bis zu 40 Mio. Tonnen.
Die Weizenernte 2018 in der Ukraine ist bereits abgeschlossen. Geerntet wurden 25 Mio. Tonnen Weizen versus 26,1 Mio. Tonnen 2017.

31.08.2018 Besorgnis über russische und ukrainische Mahlweizenausfuhren

Die Ukraine und Russland haben weniger Mahlweizen geerntet als ursprünglich erwartet. Während der Ernte hatte es geregnet und die Getreidequalität verschlechtert. Möglicherweise gibt es bald Exportbeschränkungen, so die Erwartung von Marktbeobachtern.
Kiew und Moskau haben übereinstimmend gesagt, dass es keine Notwendigkeit für Exportrestriktionen gibt. Aber die Landwirtschaftsminister der beiden exportorientierten Länder beobachten die Lage am Getreidemarkt ganz genau.
Es muss damit gerechnet werden, dass hohe Weizenausfuhren, die Preise für das Grundnahrungsmittel Brot steigen lässt und die Inflation anfeuert. Die Währungen beider Länder sind aktuell sehr schwach. Der Rubel notiert auf dem niedrigsten Stand seit April 2016, die Landeswährung der Ukraine Hrywnja ist so schwach, wie seit Januar nicht mehr.
So haben beide Länder unzweifelhaft Grund genug, um ihre Getreideausfuhren zu kontrollieren. Seit Mitte August sind deshalb die Besprechungen des russischen Agrarministers mit den Exporteuren in den das öffentliche Interesse gerückt.
Für den Fall dass ab Dezember Exportzölle erhoben werden, beeilen sich die Exporteure inzwischen die Ausfuhren so früh wie möglich abzuwickeln. So könnte es kommen, dass die Ukraine noch vor dem Jahresende 6 Mio. Tonnen Mahlweizen ausführt. Da man aber im gesamten Wirtschaftsjahr bis 30.06.2019 nur mit Ausfuhren von 8 Mio. Tonnen rechnet, sollte es bald zu staatlichen Eingriffen kommen.
Russland hat bereits angekündigt, dass 25 Mio. Tonnen Weizenausfuhren zu Exportbeschränkungen führen sollen. Seit dem 1. Juli sind es bis heute 6,4 Mio. Tonnen. Die hohen Weltmarktpreise haben gute Exporte beflügelt. Die schwache russische Währung tut sein übriges. Das Angebot an Qualitätsweizen ist in diesem Jahr auch nicht so groß wie im Vorjahr. Damals hatten 65,2 % Weizen Mahlqualität, in diesem Jahr sind es in einigen Regionen nur 44 %.
Falls die Weizenpreise am Weltmarkt in den kommenden Wochen weiter steigen, dürfte es sofort zu Exportbeschränkungen in Russland kommen, so die Schlussfolgerung der Marktkenner.

31.08.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Der Kursanstieg seit Mittwoch aufgrund der Sorge, dass Russland die Weizenexporte gegen Ende des Jahres begrenzen könnte, wurde von Händlern als zu überzogen bewertet. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 414.800 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen wieder fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Zu Beginn der Sitzung startete der Markt jedoch noch mit kräftigen Aufschlägen von über 2,5%. Die hohe Volatilität spiegelt die Unsicherheit an den Märkten aufgrund drohender Exportbeschränkungen in Russland und der Ukraine wider. FranceAgriMer hat gestern seine Schätzung zur Qualität der französischen Weizenernte 2018 aktualisiert. Aktuell schätzt FranceAgriMer, dass 85% der Weizenernte in diesem Jahr einen Proteingehalt von 11,5% oder höher aufweist. Das bestätigt die ursprüngliche Erwartung einer qualitativ guten Ernte, allerdings liegt die Schätzung 6 Prozentpunkte niedriger, als in der vergangenen Woche.

30.08.2018 FranceAgriMer aktualisiert Testergebnisse zur Weizenqualität in Frankreich

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat gestern seine Schätzung zur Qualität der französischen Weizenernte 2018 aktualisiert. Aktuell schätzt FranceAgriMer, dass 85% der Weizenernte in diesem Jahr einen Proteingehalt von 11,5% oder höher aufweist. Das bestätigt die ursprüngliche Erwartung einer qualitativ guten Ernte, allerdings liegt die Schätzung 6 Prozentpunkte niedriger, als in der vergangenen Woche.
Der Anteil am Weizen mit einem Proteingehalt von 12% und höher, ein Kriterium bei internationalen Ausschreibungen, stieg von 47% auf 48%. Die Schätzungen basieren auf Untersuchungen von 90% der Proben. Bei 86% der Weizenernte liegt das Testgewicht über 76kg /hl und bei 98 % ist die Fallzahl nach Hagberg über 240 Sekunden oder höher.

30.08.2018 Australiens Käufer am lokalen Markt überbieten ausländische Getreideimporteure

Die fruchtbaren Getreideanbauregionen im Süden und Westen des Australischen Kontinents, transportieren seit Monaten schon ihre Getreidevorräte nach New South Wales, wo die nächste Getreideernte wohl nur 1/3 der üblichen Menge einbringen wird.
New South Wales ist der bevölkerungsreichste Landstrich in Australien. Dort wird auch Getreide für den Weltmarkt angebaut. In diesem Jahr ist es aber so lange trocken gewesen, dass man schon weit vor dem eigentlichen Erntetermin weiß, dass es eine Missernte geben wird und kaum etwas für den Export übrig bleibt.
Auch im Süden und Westen wird es keine große Ernte geben, es dauert auch noch einige Monate, bis die neue Ernte da ist. Solange verkaufen die Landwirte und Silobetreiber dort ihre Vorräte an Käufer in den trockenen Regionen im eigenen Land.
Da Australien der viert-größte Getreideexporteur der Welt ist, müssen sich die Käufer am internationalen Markt Weizen aus anderen Regionen besorgen. New South Wales fällt als Anbieter fast komplett aus, da dort nur 2,4 Mio. Tonnen Weizen erwartet werden können, das ist 1/3 des langjährigen Durchschnitts. Auch der Nachbarstaat Queensland senkt derzeit ständig seine Ernteprognosen.
Anstatt den Weltmarkt zu bedienen, senden die Silobetreiber im Westen Australiens jetzt ihre Vorräte in den Osten des Kontinents. 16 Schiffe mit Getreide haben die Häfen im Süden und Westen bereits verlassen, um in Brisbane entladen zu werden. In 2017 war es nur 1 Schiff.
Käufer in anderen Ländern haben so das Nachsehen. Indonesien, der größte Kunde Australischer Getreideexporteure hat in 2018 bisher nur 1,2 Mio. tonnen Weizen abbekommen, das gerade Mal die Hälfte der üblichen Menge. Stattdessen importierte Indonesien seinen Weizen in Argentinien, Kanada, der Ukraine und den USA. Aus der neuen Ernte wurden bisher nur sehr wenige Vorkontrakte für den Export geschlossen.

30.08.2018 Getreidemail

Technische Käufe sowie wieder aufkeimende Gerüchte über mögliche Exportbeschränkungen Russlands ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsministerium wird die Weizenexporte auftgrund der schwachen Ernte in diesem Jahr wöchentlich neu bewerten und beabsichtigt, bei einem Volumen von 30 Mio. Tonnen die Exporte zu beschränken. Bereits ab einem Volumen von 25 Mio. Tonnen könnten Maßnahmen ergriffen werden. Händler erwarten, dass die Exporte im Dezember diese Schwelle erreichen werden. Insgesamt ist die Situation ungewiss und die Märkte mögen keine Unsicherheit. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit deutlichen Gewinnen. Der schwächere Wechselkurs des Euro begünstigte die Entwicklung zusätzlich. Rumänien erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 10,2 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 9,9 Mio. Tonnen Weizen auf einer Fläche von 2 Mio. Hektar geerntet, ein Anstieg um 17% zur Ernte 2016.

30.08.2018 Weizenkurse steigen weiter: Sorgen um Russlands Weizenangebot

Die CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen am dritten Tag in Folge. Bereits gestern wurden wieder Befürchtungen laut, dass Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, seine Ausfuhren begrenzen könnte. Widrige Wetterverhältnisse hatten dafür gesorgt, dass die Ernte 2018 deutlich kleiner als im vorherigen Rekordjahr ausfällt und dass die Preise steigen.
Allein schon die Angst vor einer Exportsteuer auf russischen Weizen wird die Händler dazu veranlassen, sich anderen Herkünften zuzuwenden, meint der Agrarmarktanalyst Tobin Gorey von der Commonwealthbank in Australia heute Morgen in einem Rundschreiben.
Neben Russland und werden wohl schon bald auch andere Lieferländer bei den internationalen Ausschreibungen für Weizenkäufe auftauchen. Da Die Europäische Union und die Ukraine ebenfalls weniger Weizen geerntet haben, muss man den Radius möglicher Lieferanten noch weiter ziehen. So kommen die USA wieder ins Spiel.
Der Nachrichtendienst Reuters meldete gestern, dass Russlands Landwirtschaftsminister sich am kommenden Montag mit Getreideexporteuren treffen will, um die Lage am Markt zu besprechen. Zuvor hatte das Beratungsunternehmen IKAR die russische Weizenernte auf 69,6 Mio. Tonnen geschätzt, nach 70,8 Mio. Tonnen zuvor. Die Exportschätzung blieb allerdings bei 32,5 Mio. Tonnen.
Grafik: Saxo-Trader

30.08.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen

29.08.2018 Russischer Agrarminister trifft sich am 3. September mit Getreideexporteuren

Der russische Landwirtschaftsminister will sich am 3. September mit Getreideexporteuren treffen, um die Lage am Getreidemarkt zu erörtern.

Offizielle Stellungnahmen über mögliche Gesprächsinhalte sind noch nicht verfügbar. Das Gerücht reicht aber aus, um den Börsenkursen in Chicago und am Pariser Matif neue Phantasien zu verleihen.

Das Verhältnis der Getreideexporteure und dem russischen Agrarministerium steht seit dem vorherigen Treffen am 17. August unter Beobachtung der Marktteilnehmer. Damals hatte ein Sprecher des Ministeriums gesagt, man überlege, den Weizenexport zu beschränken, sobald im Vermarktungsjahr 2018/19, das am 1. Juli begann, 30 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt wurden. Danach war das Ministerium bemüht, alle Spekulationen über Exportbeschränkungen am Markt herunter zu spielen.
Der Dezember-18-Weizentermin am CBoT steigt heute um knapp 4 %. Russland ist einer der bedeutendsten Weizenexporteure der Welt. Die Getreideernte ist dort in diesem Jahr deutlich kleiner als im Vorjahr.

29.08.2018 Rumänien erwartet Weizenernte von 10,2 Mio. Tonnen

Rumänien erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 10,2 Mio. Tonnen. Das sagte die Ministerpräsidentin Viorica Danzila am heutigen Mittwoch.
Im vergangenen Jahr wurden 9,9 Mio. Tonnen Weizen auf einer Fläche von 2 Mio. Hektar geerntet, ein Anstieg um 17% zur Ernte 2016.
Der Schwarzmeeranrainer gehört zu den größten Weizenlieferanten Ägyptens. Zuletzt kaufte Ägypten am 14. August Weizen rumänischer Herkunft.

29.08.2018 Getreidemail

Auf nahezu unverändertem Niveau beendeten gesten die Weizenfutures in Chicago den Handelstag. Technische Käufe nach sechs Sitzungen in Folge mit Verlusten sorgten zunächst für Unterstützung. Negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex belasteten jedoch später die Notierungen. Ägyptens GASC meldete den Kauf von 350.000 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum 11.-20. Oktober. 290.000 Tonnen Weizen wurden in Russland gekauft und 60.000 Tonnen in der Ukraine. Für die kommende Winterweizenaussaat planen US-Landwirte einen Anstieg der Anbaufläche um 2,6% auf 33,6 Mio. Acres. Die gesamte Weizenanbaufläche 2019 könnte um 1% auf 48,3 Mio. Acres steigen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures die Anfangsgewinne nicht halten und schlossen mit Verlusten. Nur der auslaufende Frontmonat September konnte sich behaupten. Das Agrarberatungsunternehmen IKAR reduzierte seine Prognose der russischen Weizenproduktion von 70,8 Mio. Tonnen auf 69,6 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 blieb unverändert bei 32,5 Mio. Tonnen. Indiens Bauern haben 2018 mit 99,7 Mio. Tonnen Weizen eine Rekordernte eingebracht (Vj.: 98,61 Mio. Tonnen).

29.08.2018 Händler in Fernostasien glauben, dass die Weizenpreise ab jetzt wieder steigen

Seit gestern steigen die CBoT-Weizenkurse wieder. Die Händler erinnern sich wieder daran, dass die Weltendbestände schrumpfen.
Die Kurse waren in der letzten Woche unter Druck geraten, weil Russlands Exporteure ihren Weizen mit Druck anbieten, da sie später in der Vermarktungssaison Exportbeschränkungen erwarten. Daraufhin hatten Investoren stetig Long-Positionen liquidiert und damit die Kurse unter Druck gesetzt. Russland und die Ukraine betonten wiederholt, dass an den Gerüchten über Exportbeschränkungen nichts dran ist.
Händler in Fernostasien glauben, dass ab jetzt die Weizenpreise wieder steigen. Da die US-Maisernte aber bevor steht, kommt aber von dort Konkurrenz. Mais ist das günstigere Futtergetreide.
Russlands Beratungsunternehmen IKAR schätzt seine Weizenernte 2018 auf 69,6 Mio. Tonnen, vorher ging man noch von 70,8 Mio. Tonnen aus. Die Experten erwarten aber, dass die Exporte aus Russland mit 32,5 Mio. Tonnen immer noch so hoch bleiben, wie man zuvor schon geschätzt hatte.
nachdem die Preise gesunken sind, kommen auch die Importeure an den Markt zurück. Ägypten kaufte gestern 350.000 Tonnen Weizen aus Russland und der Ukraine.
Grafik: Saxo-Trader

28.08.2018 Ägypten kauft 350.000 Tonnen Weizen

Ägyptens GASC meldet den Kauf von 350.000 Tonnen Weizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zur Lieferung im Zeitraum 11.-20. Oktober. Weitere Informationen wurden bisher nicht veröffentlicht.

28.08.2018 Indiens Getreideernte 2017/18 auf Rekordniveau

Die indischen Bauern haben in 2018 eine mit 99,7 Mio. Tonnen Weizen eine Rekordernte eingebracht (Vj.: 98,61 Mio. Tonnen). Diese Zahl wurde heute vom Landwirtschaftsministerium in Neu Delhi genannt.
Indien ist weltweit nach China der zweitgrößte Weizenerzeuger. Es wurden in diesem Jahr 284,83 Mio. Tonnen Grundnahrungsmittel wie Weizen, Reis geerntet. Das ist ein neuer Rekord. Die bisherige Schätzung lag noch bei 279,51 Mio. Tonnen.
Die Reisernte wurde heute auf 112,91 Mio. Tonnen geschätzt.

28.08.2018 Niedrigste Offerte für Ägypten-Tender kommt aus Russland

Die niedrigste Offerte im ägyptischen Weizentender des staatlichen Getreideeinkäufers GASC liegt bei 221,51 FOB und kommt von Glencore. Es handelt sich dabei um russischen Weizen.
Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 11. - 20. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endete heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 14. August insgesamt 420.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer für die Lieferzeiträume 21. - 30. September und 1. - 10. Oktober.

28.08.2018 Russland: IKAR senkt Erwartung an Getreideernte

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2018 von 112,8 Mio. Tonnen auf 110 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der Getreideexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 wurde von 41 Mio. Tonnen auf 39,8 Mio. Tonnen reduziert. Unverändert mit 32,5 Mio. Tonnen blieb die Prognose der Weizenexporte.
Die Schätzung der Weizenproduktion liegt bei 69,6 Mio. Tonnen (vorher: 70,8 Mio. Tonnen). Beim Mais sank die Schätzung um 100.000 Tonnen auf 11,7 Mio. Tonnen.

28.08.2018 US-Sommerweizenernte ist zu 77% abgeschlossen

US-Sommerweizen ist per 26. August auf 77% der Flächen geerntet, meldet das US-Landwirtschaftsministerium. In der vergangenen Woche lag der Fortschritt noch bei 60%. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 73, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 61%.

28.08.2018 Getreidemail

Der Abwärtstrend setzte sich auch gestern bei den Weizenfutures in Chicago fort. Bereits den sechsten Tag in Folge schloss der Weizenmarkt mit Verlusten. Technische Verkäufe, Auflösungen von Longpositionen durch Fondsgesellschaften sowie abnehmende Sorgen über Exportbeschränkungen in der Schwarzmeer-Region belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 488.187 Tonnen Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT kaum verändert. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit deutlichen Abschlägen. Dabei rutschten die zwei Frontmonate September 18 und Dezember 18 wieder unter die 200 Euro-Marke. Auch am Schwarzen Meer sanken die Preise für russischen Exportweizen in der vergangenen Woche. Exportweizen mit 12,5 % Protein kostete am Ende der letzten Woche 225 USD/Tonne FOB. Das waren 5 USD weniger, als eine Woche zuvor. Die EU-Beobachtungsstelle Mars senkte die Ertragsprognosen für Weizen in der EU gestern von von 5,82 t/ha (Vormonat) auf 5,7 t/ha.

28.08.2018 Nach Long-Abdeckungen handelt der CBoT-Weizen zur Stunde stabil

Investoren trennen sich von ihren Long-Positionen im CBoT-Weizenfuture. Das brachte gestern die Kurse auf ein 1-Monats-Tief. Zur Stunde notiert der Future auf dem Niveau des Vortages-Schlusskurses.
In der vergangenen Woche sanken in Russland die Exportpreise für Weizen analog zu den Börsennotierungen in Chicago und Paris. Die Ukraine ist darum bemüht, Gerüchten zu widersprechen, dass man plane, die Weizenexporte auf 6 Mio. Tonnen zu begrenzen. Nach Gesprächen mit dem ukrainischen Handel sollen die Exporte nicht 6 sondern 8 Mio. Tonnen betragen dürfen.
In der Woche zuvor hieß es noch, dass unvorteilhaftes Wetter Sommer-, wie Winterweizen in Menge und Qualität gemindert hätten. Nur 45 % des Weizens ist Qualitätsweizen.
Grafik: Saxo-Trader

28.08.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 11. - 20. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 14. August insgesamt 420.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer für die Lieferzeiträume 21. - 30. September und 1. - 10. Oktober.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

27.08.2018 Instandsetzungsarbeiten in Rouen

Der französische Silobetreiber Senalia, der gleichzeitig auch Andienungsort für Weizen der Pariser Terminbörse Matif ist, stoppt für vier Monate die Annahme von Weizen in seinem 250.000 Tonnen Silo Grand Couronne im Hafen von Rouen. Rouen ist der größte Getreideumschlagsplatz Europas.
In der Anlage werden Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Nur einer der Lieferpunkte für die Abwicklung von Terminkontrakten wird offen bleiben. Der Einfluss auf den Getreideexport bleibt also vorerst begrenzt.
Die Getreideexporte aus französischen Häfen werden in dieser Saison aber ohnehin übersichtlich bleiben, weil die Ernte in anderen Teilen der Europäischen Union eine sehr kleine Getreideernte geborgen wurde und Frankreich mehr Getreide in andere EU-Länder liefern wird.
Senalia exportierte in den ersten beiden Monaten der Vermarktungssaison 2018/19 900.000 Tonnen Getreide. Der Silo, in dem die Wartungsarbeiten stattfinden, hat die Hälfte der Verladekapazität des Unternehmens in Rouen. Die Arbeiten starten am 1. September und sollen am 16. Januar 2019 abgeschlossen werden.
Senalia will die bisherigen Verladeanlagen gegen solche ersetzen, die ab Januar 2019 auch Panamax-Schiffe beladen können. Es werden 12 Mio. Euro investiert. Der Hafen von Rouen wird zudem um weitere Anlegestellen erweitert, an die größere Schiffe mit mehr Tiefgang anlegen können.
Seit dem 1. Juli bietet Senalia auch einen Umschlag im Hafen von Lecureur mit vier Verladedecks an.

27.08.2018 Preise für russischen Exportweizen sinken wegen fallen Börsenkursen

Die Preise für russischen Exportweizen sind in der vergangenen Woche zusammen mit den Terminmarktkursen gesunken, obwohl der Rubelkurs schwächelt.
An der CBoT sinken die Weizenkurse seit sechs Handelstagen, da die Nachfrage nach US-Weizen trotz einem engen Weltmarktangebot nicht befriedigt. Der Wechselkurs des Rubels notiert derzeit gegenüber dem US-Dollar auf dem schwächsten Niveau seit April 2016. Auslöser dafür sind neue US-Sanktionen gegen Russland.
Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5 % Protein kostete am Ende der letzten Woche 225 USD/Tonne fob. Das waren 5 USD weniger als eine Woche zuvor.
Seit dem 1. Juli und bis zum 22. August exportierte Russland aus der Ernte 2018/19 7,8 Mio. Tonnen Getreide; das sind 42 % mehr als in dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Darin enthalten sind 6,4 Mio. Tonnen Weizen.
Einige russische Farmer halten sich mit dem Verkauf ihres Qualitätsweizens zurück, weil die Nachfrage danach besonders hoch sein soll und der Rubelkurs unter Druck steht.
Die lokalen Preise für Weizen der Klasse III stiegen im europäischen Teil Russlands um 150 Rubel auf 10.550 Rubel/Tonne.

27.08.2018 Ukraine plant derzeit keine Überprüfung des jüngstens Export-Memorandums

Ein leitender Mitarbeiter des ukrainischen Landwirtschaftsministeriums teilte heute mit, dass aktuell nicht geplant sei, das Memorandum, das vergangene Woche zwischen Händlern und der Regierung beschlossen wurde, zu überprüfen.
Unvorteilhaftes Wetter im Frühjahr und im Sommer in Ukraine hat schlechte Weizenqualitäten zur Folge. Der Mahlweizen-Anteil liegt Händlern zufolge bei unter 45%.
Die extreme Trockenheit im Frühjahr und heftige Niederschläge während der Ernte ließen den Anteil an Futterweizen in den nördlichen Regionen auf über 70% steigen.
Insgesamt schätzen Händler den Mahlweizen-Anteil auf 40 – 45%. Im vergangenen Jahr waren es 55%.
Das ukrainische Agrarministerium hatte sich vergangene Woche mit den Getreidehändlern des Landes darauf geeinigt, dass in dieser Saison (Juli 18-Juni 19) maximal 16 Mio. Tonnen Weizen exportiert werden soll, davon 8 Mio. Tonnen Mahlweizen.
Die Ukraine erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 24 Mio. Tonnen und das Ministerium rechnet mit einem Anteil von Mahlweizen von 13 Mio. Tonnen.
In der letzten Saison exportierte die Ukraine 17,2 Mio. Tonnen Weizen, inklusive 10 Mio. Tonnen Mahlweizen.

27.08.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 14.08. - 21.08.18 den Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen um 6.136 Lots auf 60.812 Lots. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report hervor. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe war per 21. August damit trotzdem weiter bullisch gestimmt. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen um 10.138 Lots auf 14.824 Lots reduziert. Ebenfalls reduziertt wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 58.924 Kontrakte per 14. August waren es per 21. August noch 40.022 Kontrakte. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 21 August in dieser Ausgabe keine Berücksichtigung.
In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen Institutioneller Anleger.  Bei den täglichen Meldungen werden die Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
27.08.2018 China will Weizen aus staatlichen Vorräten auslagern

China will aus seinen staatlichen Vorräten Weizen auslagern, weil in diesem Jahr in den großen Anbauregionen des Landes die Ernte schlechter ausfällt. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf die örtliche Getreideverwaltung.
Von dort wird berichtet, dass die staatlichen Vorräte sehr groß seien, obwohl die diesjährige Ernte kleiner ausfällt. Die Regierung werde den Weizenmarkt sehr genau beobachten und zu einem angemessenen Zeitpunkt, fall die Nachfrage zu höherer Volatilität führen sollte, Weizen aus den Vorräten auslagern.
Windiges und regnerisches Wetter in den Hauptanbauregionen hätten die Weizenernte beeinträchtigt. Landwirte sind deshalb nicht bereit, ihre Ernte zu den aktuellen Preisen abzugeben.
Die Sommerweizenernte Chinas sinkt um 2,4% auf 128,35 Mio. Tonnen, weil in erster Linie die Anbaufläche eingeschränkt wurde und auch die Erträge unter widrigen Wetterbedingungen litten.

27.08.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und Aussichten auf Regen in einigen von Trockenheit betroffenen Weizenanbauregionen in Australien ließen die Weizefutures am Freitag in Chicago den fünften Tag in Folge mit Verlusten schließen. Der Wochenverlust summierte sich auf über 7,5%. Institutionelle Anleger verkauften ca. 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und beendeten die Handelswoche auf dem niedrigsten Stand seit vier Wochen. In der vergangenen Woche sank der Kurs um 12 Euro. Der festere Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastete zudem den Weizenmarkt, weil er die Exporte verteuert und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Das deutsche Landwirtschaftsministerium reduzierte seine Prognose der Winterweizenernte 2018 um 19,1% auf 19,4 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24 Mio. Tonnen). Die gesamte Getreideernte in Deutschland wird auf 34,5 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 41 Mio. Tonnen).  Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18.

24.08.2018 Deutsche Winterweizenernte fällt auf 19,4 Mio. Tonnen

Das deutsche Landwirtschaftsministerium schätzt die Winterweizenernte 2018 aufgrund der Verluste durch die Trockenheit und der langen Hitzeperiode auf 19,4 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 24 Mio. Tonnen Winterweizen geerntet. Die gesamte Getreideernte in Deutschland wird auf 34,5 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 41 Mio. Tonnen).
Die Pflanzen litten unter den höchsten Sommertemperaturen seit 1881 und unter einer lang anhaltenden Trockenheit, die insbesondere in den nördlichen und östlichen Regionen Deutschlands zu hohen Verlusten geführt hat.
Die deutsche Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner kündigte am Mittwoch ein Sonderhilfeprogramm im Wert von bis zu 340 Millionen Euro an, um Landwirten zu helfen, die besonders stark von der Trockenheit betroffen sind.
Die Winterweizenprognose des Ministeriums lag deutlich höher als die am Mittwoch vom DBV prognostizierten 18,6 Millionen Tonnen.
Klöckner sagte am Donnerstag, die deutsche Getreide- und Rapsernte sei enttäuschend und rechtfertige ihre Entscheidung, die Dürre zu einem Wetterereignis von nationaler Bedeutung zu erklären, was spezielle Beihilfen ermögliche.
Die deutsche Winterrapsernte wurde vom Ministerium um 14,5 Prozent auf 3,64 Millionen Tonnen prognostiziert.
Nach der Dürre ist die Versorgung mit Futtergetreide besonders angespannt. Die Wintergerste-Ernte wird laut Ministerium um 17,9 Prozent auf 7,40 Millionen Tonnen sinken. Sommergerste, die für die Bier- und Malzproduktion verwendet wird, wird voraussichtlich um 21 Prozent auf 2,2 Millionen Tonnen steigen.

24.08.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und schwache US-Weizenexporte sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago den vierten Tag in Folge für Verluste. Mit nur 239.800 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Sales deutlich unter den Markterwartungen von 450.000 - 850.000 Tonnen und so niedrig, wie zuletzt vor sechs Wochen. Das International Grains Council (IGC) reduzierte gestern seine Prognose der Welt-Weizen-Produktion für die Saison 2018/19 um 5 Mio.Tonnen auf 716 Mio. Tonnen. Hauptgründe waren die schlechten Ernten in der EU und in Australien. Institutionelle Anleger verkauften ca. 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Russlands Getreidebestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2018/19 (01.07.2018 – 30.06.2019) werden auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren sinken. So lautet die Einschätzung des russischen Agrarberatungsunternehmens SovEcon. SovEcon senkte die Prognose der Endbestände von 13,2 Mio. Tonnen auf 10,1 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18.

24.08.2018 CBoT-Weizenkurse: stärkster Wochenverlust seit 2 Jahren

Seit fünf Handelstagen sinken die Weizenkurse an der CBoT. Damit werden wir heute wohl eine Handelswoche beenden, die, entgegen allen Erwartungen, den stärksten Kursverfall seit 2 Jahren gesehen hat.
Das USDA berichtet für die Woche bis zum 16. August von Weizenexporten von 239.800 Tonnen. Das war ein 6-Wochen-Tief und deutlich weniger als vom Markt erwartet wurde.
Die aktuell stattfindende „Pro Farmer Midwest Crop-Tour“ hat in den Bundesstaaten Iowa, Illinois, Indiana, Nebraska und South Dakota überdurchschnittlich hohe Maiserträge festgestellt.
Das IGC hat daraufhin die Welt-Maisproduktion für 2018/19 um 12 Mio. Tonnen auf 1,064 Mrd. Tonnen angehoben.

23.08.2018 Tunesien sucht Weizen und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer sucht im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mahlweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft (Schwarzmeer-Region oder Europa) zur Lieferung im Oktober. Die Angebotsfrist endet am 24. August.

23.08.2018 IGC erhöht Prognose der globalen Mais-Produktion aufgrund guter US-Maisernte

Das International Grains Council (IGC) hat heute seine Prognose der Welt-Mais-Produktion für die Saison 2018/19 um 12 Mio. Tonnen auf 1,064 Mrd. Tonnen erhöht. Hauptsächlich erfolgte das aufgrund der guten Bedingungen in den Vereinigten Staaten. Die Prognose der Welt-Weizen-Produktion reduzierte das IGC um 5 Mio. Tonnen auf 716 Mio. Tonnen. Hauptgründe waren hier die schlechten Ernten in der EU und in Australien.

23.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 64.860 Lots auf 77.683 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 129.872 Lots auf 138.491 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg von 64,15% auf 67,63%.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand der von 16,44% auf 15,46% sank.
83,09% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,59%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

23.08.2018 Chinas Juli Hirse- und Maisimporte um mehr als 60 % eingebrochen

Chinas Getreideimporte fielen im Juli deutlich, nachdem Peking im Zuge des Handelskonflikts Strafzölle auf US-Agrargüter anhob. Das geht heute aus den Zahlen der dortigen Zollbehörden hervor.
Demnach kauft China im Juli 220.000 Tonnen Sorghum (-62,5 % zum Juli 2017). Es waren auch weniger als im Juni als noch 450.000 Tonnen US-Sorghum importiert wurden. China kauft fast seinen gesamten Sorghum (Hirse) – Bedarf in den USA.
Außerdem kaufte China im Juli nur 330.000 Tonnen Mais im Ausland (-63,7 % zum Vorjahr). Es wurden im Juli noch 140.000 Tonnen Weizen und 600.000 Gerste von China importiert.

23.08.2018 Getreidemail

In Chicago schlossen die Weizenfutures gestern bereits
den dritten Tag in Folge mit Verlusten und handelten zwischenzeitlich auf einem 4-Wochen-Tief. Technische Verkäufe und Verluste beim Mais belasteten den Markt. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen trotz der negativen Vorgaben aus Übersee uneinheitlich. Der französische Getreidemarktanalyst Agritel schätzt Russlands Weizenexporte in der Saison 2018/19 nur noch auf 31,5 Mio. Tonnen. Im letzten Jahr wurde die Rekordmenge von 42 Mio. Tonnen exportiert. Die deutsche Getreideernte sinkt in diesem Jahr dramatisch. Der Deutsche Bauernverband (DBV) schätzt die Ernte nach der langen Trockenheit und diversen Hitzewellen nur noch auf 35,6 Mio. Tonnen (Vj.: 45,5 Mio. Tonnen). Die Weizenernte in Deutschland wird den Experten zufolge nur noch 18,6 Mio. Tonnen groß sein (Vj.: 24,1 Mio. Tonnen). In Frankreich erreicht nahezu die komplette Weizenernte einen Proteingehalt von über 11,5%. Das ist das Zwischenergebnis der jährlichen Untersuchung des Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer. Institutionelle Anleger erhöhten den Bestand an Netto-Long-Positionen auf Weizen (Futures und Optionen) an der Euronext in Paris zum fünften Mal in Folge.

23.08.2018 Lieferengpässe: Weizenpreise haben kaum Abwärtspotential

Die Chicago-Weizenfutures können sich heute Morgen von den Kursverlusten der letzten drei Tage etwas erholen. Die trockenheitsbedingten Ertragsverluste auf der Welt geben den Ausschlag.
Der Abwärtsdruck ist offensichtlich begrenzt, weil das Weizenangebot weltweit viel kleiner ist. Die großen Exportnationen sind von der Trockenheit besonders hart betroffen.
In Europa bedürfen viele Landwirte der staatlichen Hilfe, weil sie um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen. Die EU wird in dieser Vermarktungsperiode wohl kaum durch Getreideausfuhren auffallen. Auch in Russland und Australien gibt es große exportorientierte Getreideanbauregionen wo schwierige Wetterbedingungen die Vegetation stark beschränkte.
Unvorteilhaftes Wetter im Frühjahr sowie Sommerhitze hat zudem dem Sommergetreide in der Ukraine geschadet. Der Anteil von Mahlweizen beträgt nur 45 %. Händler auf der ganzen Welt rätseln darüber, ob Russland später in der Saison seine Getreideausfuhren beschränken muss. Agritel geht derzeit von russischen Exporten in Höhe von 31,5 Mio. Tonnen aus; im letzten Jahr waren es 42 Mio. Tonnen.
Grafik: Saxo-Trader

22.08.2018 Stock-to-use-ratio ohne China: Weltweizenvorrat reicht nur für 26 Tage

Zu Beginn der aktuellen Vermarktungssaison 2018/19 werden die weltweiten Weizenbestände vom USDA auf 273 Mio. Tonnen geschätzt. Das Problem ist nur, dass die Hälfte davon in China lagern und wohl kaum an den Weltmarkt gelangt.
Die acht größten Weizenexporteure haben zusammen nur rund 20 % des Weltvorrats im Bestand. Davon kann sich die Welt gerade mal 26 Tage versorgen. Vor zehn Jahren waren es 3-mal soviel Tage.
In China werden rund 16 % der Weltweizenernte konsumiert, dort lagern aktuell 46 % der Weltweizenvorräte und am Ende der Saison 2018/19 werden es gut 50 % sein.
Wenn man berücksichtigt, dass China so gut wie nie am Weltmarkt als Verkäufer von Weizen auftritt, so muss man zum Schluss kommen, dass die Vorräte am freien Markt extrem eng sind. Experten vergleichen die aktuelle Lage mit der Saison 2007/08 als niedrige Getreidevorräte in Afrika und Asien zu politischen Aufständen führte.
Zum Glück haben die Länder im nördlichen Afrika in diesem Jahr bessere Ernte als in den letzten Jahren, deshalb greifen die Ökonomen der United Nations Food an d Agriculture Organisation (FAO) noch nicht in das Marktgeschehen ein.

22.08.2018 Ukraine: Schlechte Weizenqualitäten

Unvorteilhaftes Wetter im Frühjahr und im Sommer in Ukraine hat schlechte Weizenqualitäten zur Folge. Der Mahlweizen-Anteil liegt Händlern zufolge bei unter 45%.
Die extreme Trockenheit im Frühjahr und heftige Niederschläge während der Ernte ließen den Anteil an Futterweizen in den nördlichen Regionen auf über 70% steigen.
Insgesamt schätzen Händler den Mahlweizen-Anteil auf 40 – 45%. Im vergangenen Jahr waren es 55%.
Die diesjährige Weizenernte ist abgeschlossen. 25 Mio. Tonnen (ungereinigtes) Getreide wurden geerntet - (Vorjahr: 26,1 Mio. Tonnen (gereinigt) bzw. 26,6 Mio. Tonnen (ungereinigt).
Das Landwirtschaftsministerium meint, dass mindestens 13 Mio. Tonnen Qualitätsweizen geerntet wurden. Die Regierung und Händler einigten sich in diesem Monat darauf, dass die Weizenexporte 2018/19 ein Volumen von 16 Mio. Tonnen nicht übersteigen sollen (Mahlweizen: 8 Mio. Tonnen). In der vergangenen Saison exportierte die Ukraine 17,2 Mio. Tonnen Getreide, davon 10,5 Mio. Tonnen Mahlweizen.

22.08.2018 Frankreich kann erneut nur 8 Mio. Tonnen Weizen exportieren

Frankreichs Weizenexporte in der Saison 2018/19 werden von Agritel auf 8 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind kaum mehr als in der eher enttäuschenden Saison zuvor. Ungünstige Wetterbedingungen hatten auch in Frankreich die Ernteerträge gemindert.
Einem Expertenbericht von Agritel zufolge ist die französische Weizenernte in diesem Jahr 34,2 Mio. Tonnen groß (Vj.:36,6 Mio.to).

22.08.2018 DBV sieht deutsche Weizenernte nur noch bei 18,6 Mio. Tonnen

Die deutsche Getreideernte sinkt in diesem Jahr dramatisch. Der Deutsche Bauernverband (DBV) schätzt die Ernte nach einer langen Trockenheit und diversen Hitzewellen nur noch auf 35,6 Mio. Tonnen (Vj.: 45,5 Mio.to).
Die Weizenernte in Deutschland wird den Experten zufolge nur noch 18,6 Mio. Tonnen groß sein (Vj.: 24,1 Mio.to), so die neuste Schätzung von heute.
Die deutsche Ernte vertrocknete unter den höchsten Temperaturen seit 1881 und lang anhaltender Trockenheit. Die Weizenpreise in der Europäischen Union stiegen im August auf den höchsten Stand seit fünf Jahren, weil es Engpässe bei der Versorgung geben könnte.
Der Verband fordert von der Bundesregierung 1 Mrd. Euro um die gewaltigen Verluste zu kompensieren.

22.08.2018 Agritel schätzt, dass Russland nur 31,5 Mio. Tonnen Weizen exportiert

Der französische Getreidemarktanalyst Agritel schätzt, dass Russland in der Saison 2018/19 nur noch 31,5 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Im letzten Jahr war es mit 42 Mio. Tonnen eine Rekordmenge. In diesem Jahr waren die Wetterbedingungen längst nicht so optimal.
In einer aktuellen Marktanalyse wiederholte Agritel seine Juni-Ernteprognose für Russland in der es heißt, dass Russland in diesem Jahr 67,4 Mio. Tonnen Weizen erzeugt hat (Vj.: 85 Mio. Tonnen).
Russland ist weltweit der größte Weizenexporteur und eine kleinere Ernte führt zu steigenden Preisen und zu Spekulationen, dass es Exportbeschränkungen geben könnte.

22.08.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit Verlusten von mehr als 2%. Aussagen des russischen Landwirtschaftsministeriums dämpften die Spekulation über mögliche Exportrestiktionen. Die Prognose der russischen Getreideernte 2018 erhöhte das Landwirtschaftsministerium von ursprünglich 100 Mio. Tonnen auf 100 bis 105 Mio. Tonnen. Die Ernte deckt demnach den Inlandsbedarf vollständig und beinhaltet darüber hinaus eine signifikante Menge Getreide für den Export. Der Nachrichtenagentur RIA sagte ein Sprecher des Ministeriums, dass es derzeit keinen Grund für die Einführung einer Weizenexportsteuer gebe. Russlands Exportpolitik ist für Marktteilnehmer derzeit schwer zu bewerten. Institutionelle Anleger reagierten mit Long-Liquidationen und verkauften ca. 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls mit kräftigen Verlusten. Vorhersagen über Niederschläge in Teilen Ostaustraliens und die zu erwartende Rekord-Maisernte in den Vereinigten Staaten und in der Ukraine beruhigten die Weizenpreise. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar trübte zudem die Stimmung.

22.08.2018 CBoT-Weizenkurse stabilisieren sich wieder

Nach dem kräftigen Kursverlust der beiden letzten Handelstage kann sich der CBoT-Weizenfuture heute Morgen mit einem Plus von 0,76 % wieder befestigen. Gestern fiel der Futurekurs auf ein 4-Wochen-Tief.
Am Weizenmarkt ging letzte Woche noch das Gespenst von russischen Exportbeschränkungen um, das soll jetzt aber doch nicht eintreten, wollen Händler in Fernost wissen. Deshalb verloren die Kurse in den letzten beiden Tagen wieder und gaben den Gewinn aus der Rally am Freitag wieder ab.
Um die Vermutung, dass Russlands Getreideernte schlechter als erwartet ausfällt, zu entkräften, erhöhte der russische Landwirtschaftsminister gestern seine Ernteschätzung noch einmal auf 100 bis 105 Mio. Tonnen von 100 Mio. Tonnen zuvor.
Grafik: Saxo-Trader

21.08.2018 Russland: Landwirtschaftsministerium erhöht Prognose der Getreideernte 2018

Russlands Landwirtschaftsministerium hat die Prognose der Getreideernte 2018 von ursprünglich 100 Mio. Tonnen auf 100 bis 105 Mio. Tonnen erhöht. Die Ernte wird den Inlandsbedarf komplett decken und beinhaltet darüber hinaus eine signifikante Menge Getreide für den Export, so das Ministerium. Außerdem meldet die Nachrichtenagentur RIA, dass es nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums keinen Grund zur Einführung eine Weizenexportsteuer gibt.

21.08.2018 US-Crop-Progress-Report: Sommerweizenernte schreitet flott voran
Der Zustand der Sommerweizenbestände in den Vereinigten Staaten hat sich etwas verschlechtert.74% der Bestände erhielten vom US-Landwirtschaftsministerium das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e), in der Vorwoche waren es 75%. Analysten, die im Vorfeld von der Nachrichtenagentur Reuters befragt wurden, erwarteten diesen Rückgang. Die Sommerweizenernte hat deutliche Vorschritte gemacht. Bereits 60% der Flächen sind geerntet (Vorwoche: 35%, Vorjahr: 55%; 5-Jahres-Durchschnitt: 44%). Analysten erwarteten einen Fortschritt von 51%.

 

21.08.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago gerieten gestern unter Druck und beendeten den ersten Handelstag der neuen Woche mit kräftigen Verlusten. Händler erwarten, dass russische Exporteure in den kommenden Monaten ihre Exportaktivitäten erhöhen, weil sie befürchten, daß die Regierung gegen Ende des Jahres Exportbeschränkungen einführen wird. Außerdem sollen über zwei Mio. Tonnen Weizen aus staatlichen, russischen Beständen verkauft werden, um mit den Erlösen den Haushalt für staatliche Interventionen zu entlasten. Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Für zusätzlichen Druck sorgte der gestiegene Wechselkurs des Euro, der die Weizenexporte aus dem Euroraum erschwert. Niederschlagsprognosen für das von Dürre betroffene Ostaustralien und die langsamen Exporte der Europäischen Union kühlten den Markt nach der Rallye am Freitag ebenfalls ab. Die Weizenexporte aus der EU erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 19. August ein Volumen von 1,8 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 40%.

21.08.2018 Weizen: Händler stellen sich auf mögliche Exportbeschränkungen in Russland ein

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sinken am zweiten Tag in Folge, weil erwartet wird, dass Russland in den kommenden Monaten mehr Weizen exportieren wird als im ersten und zweiten Quartal der Vermarktungsperiode in früheren Jahren. Exporteure beschleunigen die Abwicklung ihrer Geschäfte, weil sie in der zweiten Hälfte der Saison Exportbeschränkungen befürchten.
Spekulationen über mögliche Exportbeschränkungen Russlands trieben am Freitag die Weizenkurse in die Höhe, weil es damit am Weltmarkt eng werden könnte. Europa, Russland und Australien schätzen ihre Ernte kleiner ein.
Die russische Regierung will von Exportbeschränkungen nichts wissen. …. Bisher nicht. Die Händler sind aber dennoch alarmiert.

21.08.2018 Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.500 Lots CBoT SRW-Weizen

20.08.2018 Russlands Exporteure beschleunigen Getreideexporte

Exporteure in Russland werden in den kommenden Monaten ihre Getreideausfuhren beschleunigen, weil sie ab Dezember Ausfuhrbeschränkungen befürchten müssen. Spekulationen über mögliche Exportbeschränkungen beim größten Weizenexporteur der Welt hatten am Freitag die Börsenkurse stark nach oben gepuscht. Die Furcht vor einer engeren Marktversorgung nach einer von Trockenheit begrenzten Ernten am Schwarzen Meer, in Europa und in Australien.
Die Schätzung für Russlands Weizenernte 2018 wurde vom USDA inzwischen auf 68 Mio. Tonnen reduziert. Im Vorjahr wurden dort 85 Mio. Tonnen geerntet. Im Verhältnis zum 5-Jahres-Mittel ist das immer noch eine große Ernte, aber letzte Woche baten Mischfutterhersteller in Russland ihre Regierung darum, nicht unbegrenzt viel Getreide zu exportieren, weil sie fürchten, dass die Futterkosten im Land zu sehr steigen. Deshalb gab es am Freitag Überlegungen, die Weizenexporte im Wirtschaftsjahr 2018/19, das am 1. Juli begann, auf 30 Mio. Tonnen zu beschränken.
Das führte dazu, dass russische Landwirte kein Getreide mehr für den Export anboten, um höhere Preise zu erpressen. Exporteure hingegen wollen baldmöglichst mehr Getreide ausführen. Sie erwarten ein Szenario, wo der Wechselkurs des Rubels und schlechte Getreidequalitäten nur noch bis Januar einen freien und liquiden Getreidemarkt ermöglichen. In der zweiten Saisonhälfte (Januar bis Juni 2019) werden ohnehin die Verladungen weniger und Händler werden mit Verkaufsabschlüssen vorsichtiger. Erst Recht, wenn Ausfuhrbeschränkungen drohen.
Geringere Exporte aus Russland engen den globalen Getreidemarkt weiter ein und Konkurrenten in Europa und die USA bekommen mehr Chancen zu liefern. Seit dem 1. Juli bis zum 15. August exportierte Russland 6,8 Mio. Tonnen Getreide. Das ist ein Plus von 46 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr, weil die Ernte 2018 sehr früh begann. Darin enthalten sind 5,5 Mio. Tonnen Weizen. Am Freitag schätzte das russische Agrarministerium die Weizenexporte 2018/19 noch auf 35 Mio. Tonnen.
Es steht auch noch nicht fest, welchen Mechanismus Russland für potentielle Ausfuhrbeschränkungen anwenden will. Die Ausfuhrzölle sind bis zum 1. Juli 2019 auf Null Prozent festgeschrieben. Im Jahr 2010 schockte Russland den Weltmarkt mit einem totalen Bann auf Getreideexporte weil die Ernte sehr klein ausfiel. In 2015 wendete man formlose Interventionen an, was es Händlern erschwerte, russisches Getreide anzubieten. Insofern haben es Händler derzeit leichter, ihr Geschäft auf eine Ausfuhrbeschränkung einzustellen.
Händler hoffen darauf, dass die Beschränkung auf Ausfuhren auf 30 Mio. Tonnen im weiteren Verlauf der Ernte aufgehoben wird, sofern der Rubel-Wechselkurs stabil bleiben sollte. Der Wechselkurs ist derzeit so schwach, wie seit April 2016 nicht mehr, weil die USA Sanktionen gegen Russland verhängt haben. So könnten die Pläne des Agrarministeriums durch höhere politische Interessen geleitet werden. Die russische Regierung strebt zwar mehr Lebensmittelexporte an, die Versorgung der lokalen Märkte hat aber obere Priorität.

20.08.2018 Ukraine: Heißes und trockenes Wetter belastet Mais-Erträge

Heißes und trockenes Wetter in den meisten Regionen der Ukraine belasten die Mais-Erträge und könnten sich negativ auf die Wintergetreideaussaat auswirken, meint das Agrarberatungsunternehmen UkrAgroConsult. Die Sommergetreideernte ist in der Ukraine bereits beendet und die Maisernte soll in den kommenden Wochen starten. Anfang des Monats erhöhte das Unternehmen die Prognose der Maissernte 2018 auf die Rekordmenge von 28,5 Mio. Tonnen. Zuvor ging man noch von 27,3 Mio. Tonnen aus. Die Durchschnittserträge wurden Anfang des Monats von 6,00 Tonnen/Hektar auf 6,26 Tonnen/Hektar erhöht. Mittlerweile rechnet man aber wieder mit geringeren Erträgen. Die hohen Lufttemperaturen könnten einen Rückgang der Erträge nach sich ziehen, insbesondere auf spät ausgesäten Flächen.
Die Ukraine gehört weltweit zu den größten Exporteuren von Mais, Weizen und Gerste und plant in diesem Jahr eine Ernte von mindestens 60 Mio. Tonnen Getreide.

20.08.2018 Schwedens Sommerhitze senkt Schätzungen zur Getreide- und Ölsaatenernte

Die Trockenheit des Sommers hat in Schweden zu deutlich niedrigeren Getreide- und Ölsaatenerträgen geführt. Das teilte heute das dortige Statistikamt mit.
Die Behörde berät die Regierung in Stockholm und senkt die Schätzung zur Getreideproduktion gegenüber dem Vorjahr um 29 % auf 4,2 Mio. Tonnen. Die Ölsaatenernte sinkt sogar um 44 % auf 200.000 Tonnen.
Als Gründe werden der regnerische Herbst 2017, das späte Frühjahr und hauptsächlich die Sommertrockenheit dieses Jahres angegeben. Das schlimme Wetter mit Hitze und Trockenheit führte zu ausgetrockneten Feldern in weiten Teilen Nordeuropas, so auch in Schweden.
Schweden hat in vielen Regionen den wärmsten Sommer überhaupt erlebt. Die Durchschnittlichen Temperaturen waren zwischen 3 und 5°C höher als üblich, teilte das Schwedische Meteorologische Institut mit.
Die Hitzewelle begünstigte Wald- und Flächenbrände. Umwelt und Klimawandel sind auch die größten Sorgen für Schwedens Bürger, die im September eine neue Regierung wählen.
Getreide und Getreideprodukte, die hauptsächlich aus Gerste, Hafer und Weizen hergestellt werden, sind Schwedens wichtigste Agrarexportgüter. Die Ernteschätzung spielt aber für Schwedens Wirtschaft oder Inflation keine große Rolle. Das Wirtschaftswachstum soll einer Regierungsschätzung zufolge von 2,6 auf 2,9 % steigen.

20.08.2018 Bulgarien: Nur 5,3 Mio. Tonnen Weizen aufgrund ungünstiger Witterung

Bulgarien hat per 20. August 5,3 Mio. Tonnen Weizen auf 98,3% der Aussaatfläche geerntet. Im vergangenen Jahr, als das Land eine Rekordernte einfuhr, waren es zur selben Zeit 5,7 Mio. Tonnen, so das Landwirtschaftsministerium. Ungünstige Wetterbedingungen im Juli wurden als Hauptgrund angegeben. Im Juni wurde noch auf das Ergebnis des Vorjahres gehofft, das erfüllte sich aufgrund heftiger und anhaltender Niederschläge allerdings nicht.
Geerntet wurden außerdem 500.000 Tonnen Gerste auf 99,2% der Flächen (Vorjahr: 619.000 Tonnen).

20.08.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger haben in der Woche vom 07.08. - 14.08.18 nur kleinere Veränderungen beim Positionsbestand ihrer Weizen-, Mais- und Sojabohnenfutures vorgenommen. Der Bestand der Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen wurde um 2.361 Lots auf 66.948 Kontrakte erhöht. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report hervor. Die Mehrheit der institutionellen Anleger per 14. August weiter bullisch gestimmt. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen um 4.731 Lots auf 24.972 Kontrakte reduziert.
Etwas erhöht wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 56.283 Kontrakten waren es per 14. August noch 58.924 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, sind alle Veränderungen nach dem 14. August noch nicht berücksichtigt.
In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen Institutioneller Anleger. Bei den täglichen Meldungen werden die Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
20.08.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten kräftig zu. Mögliche Exportbeschränkungen Russlands sowie die Trockenheit in Australien gaben dem Markt Unterstützung. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen ebenfalls auf allen Terminen mit kräftigen Gewinnen. Im Handelsverlauf stieg die Dezember-Fälligkeit um über 3%, die Tageshöchstkurse konnten aber nicht gehalten werden. Russlands Landwirtschaftsministerium berichtete über ein Meeting mit Getreideexporteuren zur Beratung von Exportvolumen. Händler teilten mit, dass das Ministerium erwägt, die Weizenexporte 2018/19 aufgrund der schwachen Ernte und des hohen Exporttempos auf 30 Mio. Tonnen zu beschränken. Von russischen Exportbeschränkungen könnte die EU profitieren, insbesondere Frankreich und Rumänien, glauben Marktbeteiligte. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg für September/Dezember stiegen auf über 226 Euro.

20.08.2018 Institutionelle Anleger kauften am Freitag 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen

17.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 44.705 Lots auf 64.860 Lots. Das zeigt der kürzlich von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 112.163 Lots auf 129.872 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,15% am offenen Kontraktbestand.
Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,44%.
80,59% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80,67%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais  Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

17.08.2018 Forscher entschlüsseln alle Gene des Weizens | Deutschlandfunk
Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut des Weizens nach eigenen Angaben nahezu vollständig entschlüsselt.
Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "Science" veröffentlicht. Die Wissenschaftler hoffen, dass auf dieser Grundlage ertragreichere oder besser angepasste Weizensorten gezüchtet werden können. An dem Genomprojekt waren Wissenschaftler aus 73 Forschungseinrichtungen in 20 Ländern beteiligt, darunter das Helmholtz-Zentrum München und das Leibniz-Institut für Pflanzengenetik in Gatersleben in Sachsen-Anhalt.
Die Arbeit an dem Projekt dauerte 13 Jahre. Das Genom des Brotweizens gilt als besonders komplex, es ist etwa fünfmal so umfangreich wie das Erbgut des Menschen.
Quelle: Deutschlandfunk
17.08.2018 Schränkt Russland bald Weizenexport ein?
Russlands Landwirtschaftsministerium berichtet über ein Meeting am heutigen Freitag mit Getreideexporteuren zur Beratung von Exportvolumen.
Händler, von denen einige an dem Treffen teilgenommen haben, teilten mit, dass das Ministerium aufgrund einer Anfrage aus fleisch-produzierenden Regionen erwägt, die Exporte 2018/19 auf 30 Mio. Tonnen zu beschränken. Es wurde demnach jedoch keine Entscheidung darüber getroffen, wie dies umgesetzt werden könne. Das Ministerium teilte mit, dass es bei dem Treffen nicht um die Beschränkung von Getreideexporten ging, sondern dass „Arbeitsfragen zu Exportvolumen „ diskutiert wurden.
An der Euronext in Paris und an der Chicago Board of Trade stiegen die Weizenfutures zwischenzeitlich auf €216,50/Tonne (Dez. Weizen in Paris) bzw. US-Cent 581,50/Bushel (Dez. Weizen in Chicago)
17.08.2018 Kräftiger Kursanstieg bei den Weizenfutures

Die Weizenfutures an der Euronext und an der CBoT steigen heute Vormittag kräftig. Händler berichten, dass Russland über Getreideexport-Einschränkungen beraten wird. 

17.08.2018 Getreidemail

Gute wöchentliche US-Weizenexporte ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Gewinnen schließen. Mit 803.000 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. US-Exporteure meldeten über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 200.000 Tonnen HRW-Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an den Irak. Der Weizenmarkt profitierte außerdem vom starken Aufwind der Sojabohnenfutures. Die Einrichtung eines Gesprächskreises mit Vertretern aus Washington und Peking lässt hoffen, dass die Sojabohnenlieferungen aus den USA bald wieder Fahrt aufnehmen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit guten Aufschlägen. Der jüngste Preisrückgang fiel nach Ansicht einiger Händler zu stark aus. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg für September/Dezember lagen bei 223 Euro.

16.08.2018 US-Export-Meldung

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 200.000 Tonnen HRW-Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an den Irak und 154.404 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an Mexiko.

16.08.2018 US-Export-Sales: Weizenexporte höher, als erwartet

16.08.2018 Weizenanbaufläche in England fällt um 0,6%

Die Weizenanbaufläche in England ist in diesem Jahr um 0,6% auf 1,64 Mio. Hektar gesunken. Das zeigen die Ergebnisse einer jährlichen Umfrage des Landwirtschaftsministeriums.
Die Anbaufläche für Raps steigt demnach zum ersten Mal seit 2012 um 7,9% auf 564.000 Hektar.
Um 3,1% auf 816.000 Hektar sinkt die Anbaufläche für Gerste. Wintergerste fällt um 6,2% auf 338.000 Hektar und Sommergerste um 0,8% auf 478.000 Hektar.

16.08.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago schlossen gestern mit kräftigen Verlusten. Niederschläge, die gute Bedingungen für die Winterweizenaussaat schaffen, und der feste Wechselkurs des US-Dollars, setzten die Kurse unter Druck. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Nachmittag veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Für die kommenden 5 Tage erwarten Meteorologen Niederschläge in den Northern Plains, die zu Unterberechungen bei der Sommerweizenernte führen dürften. Die eCBoT handelt heute Morgen mit deutlichen Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit moderaten Verlusten. Der schwache Wechselkurs des Euro gegenüber dem US-Dollar verhinderte höhere Verluste.Die jüngsten Ausschreibungen haben gezeigt, dass Weizen aus Europa und den Vereinigten Staaten nicht ausreichend wettbewerbsfähig ist gegenüber Weizen aus Russland und der Schwarzmeer-Region. Ägypten kaufte zuletzt 420.000 Tonnen Weizen aus Russland und Rumänien. Die einzige Offerte aus Frankreich war über $22 teurer (FOB), als die günstigste Offerte aus Russland.

15.08.2018 Ukraine: Im Juli wurden 959.960 Tonnen Weizen exportiert

Länder aus Asien und dem Mittleren Osten waren die führenden Käufer von Weizen aus der Ukraine im Monat Juli, dem ersten Monat der neuen Vermarktungsperiode 2018/19. Das meldet das Analystenhaus UkrAgroConsult. Die Ukraine gehört zu den größten Weizenexporteuren weltweit und hat in der Vermarktungsperiode 2017/18 insgesamt 17,2 Mio. Tonnen exportiert.
Im Juli 18 wurden 959.960 Tonnen Weizen exportiert. 103.973 Tonnen gingen an Israel, 90.650 Tonnen an die Philippinen, 74.957 Tonnen an Ägypten und 63.070 Tonnen an Italien. Außerdem wurde Weizen an Kunden in Korea, Thailand, Marokko und Japan verkauft.
Die diesjährige Weizenernte ist nahezu abgeschlossen. Gedroschen wurden rund 24,5 Mio. Tonnen. Zum Export stehen in der Vermarktungsperiode 2018/19 wahrscheinlich bis zu 16 Mio. Tonnen Weizen zur Verfügung, meldet das Landwirtschaftsministerium

15.08.2018 Getreidemail

Technische Käufe nach dem kräftigen Kursrückgang sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex, sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für Kursaufschläge. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen wieder etwas schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der schwache Wechselkurs des Euro gab dem Markt zusätzlichen Auftrieb. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. Die Abgabebereitschaft der Landwirte ist aber seit dem kräftigen Kursrückgang nach der Veröffentlichung des WASDE-Reports am Freitag gesunken. Viele europäische Händler sind skeptisch, ob die Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums angesichts der Verluste in Europa nicht zu optimischtisch sind. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 420.000 Tonnen Weizen. 380.000 Tonnen kommen Händlern zufolge aus Russland und 60.000 Tonnen aus Rumänien.

15.08.2018 Ägypten kaufte gestern Abend 420.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 420.000 Tonnen Weizen. 240.000 Weizen für de Lieferzeitraum 21.-30. September und 180.000 Tonnen für den Lieferzeitraum 1.-10. Oktober. Das berichteten gestern Abend europäische Händler. 380.000 Tonnen kommen demnach aus Russland und 60.000 Tonnen aus Rumänien.

15.08.2018 Ägypten kaufte gestern Abend 420.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern Abend im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 420.000 Tonnen Weizen. 240.000 Weizen für de Lieferzeitraum 21.-30. September und 180.000 Tonnen für den Lieferzeitraum 1.-10. Oktober. Das berichteten gestern Abend europäische Händler.

14.08.2018 US-Crop-Progress-Report: Ratings für Sommerweizen besser, als erwartet
Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern nach Handelsschluss in Chicago die wöchentlichen Ratings der Getreidebestände veröffentlicht. 75% der Sommerweizenbestände erhielten per 12. August das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e). In der Vorwoche lag der Anteil bei 74%. Im Vorfeld befragte Analysten erwarteten im Durchschnitt einen Anteil von 73% g/e.
Die Sommerweizenernte ist zu 35% abgeschlossen (Vorwoche: 13%; Vorjahr: 38%; 5-Jahres-Durchschnitt: 27%). Nahezu abgeschlossen mit 94% der Bestände ist die Winterweizenernte (Vorwoche: 90%; Vorjahr: 97%; 5-Jahres-Durchschnitt: 96%).
Etwas rückläufig sind die Ratings der Sojabohnenbestände. Von 67% g/e in der Vorwoche sanken sie in dieser Woche auf 66% (Erwartung: 66%). Ebenfalls rückläufig waren die Mais-Ratings. Sie sanken von 71% auf 70% g/e. (Erwartung: 70%).
14.08.2018 Getreidemail

Der bärische USDA-Report belastete auch gestern die Weizenfutures in Chicago, die auf ein 2-Wochen-Tief fielen. Viele Marktteilnehmer waren überrascht über die Höhe der erwarteten globalen Weizenendbestände. Analysten rechneten mit einer kräftigeren Rücknahme aufgrund der Trockenheit in Europa und der Schwarzmeer-Region. Mit 462.854 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 300.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoThandelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee nicht entziehen und verzeichneten auf allen Terminen kräftige Verluste. Gewinnmitnahmen und technische Effekte verstärkten den Abwärtsdruck. Die Weizenexporte der Europäischen Union summierten sich im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 auf 1,3 Mio. Tonnen (-43% zum Vorjahr). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September um 1€ auf 5€ über Paris Dezember 18 und kompensierten einen Teil des Kursrückgangs . Die Offerten für Futterweizen in Südoldenburg für September/Dezember sanken auf 226 Euro.

14.08.2018 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägyptens GASC hat gestern Abend einen Tender zum Kauf einer unbestimmten Menge Weizen für den Lieferzeitraum 21. - 30. September und für den Lieferzeitraum 1. – 10. Oktober ausgeschrieben. Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft aus den bekannten Überschussregionen. Die Angebotsfrist endet heute Mittag und Ergebnisse sollen ab dem frühen Abend veröffentlicht werden.
Zuletzt kaufte Ägypten am 2. August 240.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer für den Lieferzeitraum 11. - 20. September.
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Reuters

14.08.2018 Institutionelle Anleger verkauften gestern 8.000 Lots CBoT SRW-Weizen

14.08.2018 CBoT-Weizenfutures steigen aus 3-Wochen-Tief auf

Die Kurse der Weizenfutures sind heute in der CBoT-Nachtbörse um bis zu 1,2 % gestiegen und verlassen damit ihr drei-Wochen-Tief, das sie gestern markierten. Aktuell ist der Anstieg noch bei 0,7 %. Das USDA hatte nach Handelsschluss die Crop-Conditions schlechter eingestuft, als von Marktteilnehmern erwartet.
Der Kursanstieg erfolgte, weil nur noch 75 % der Sommerweizenbestände in den USA in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ eingestuft wurden, etwas höher als erwartet worden war. Die USDA-WASDE-Zahlen vom vergangenen Freitag hatten suggeriert, dass die globale Weizenproduktion, dass die Weizenbestände besser auskommt, als zuvor erwartet.
Grafik: Saxo-Trader

13.08.2018 US-Export-Inspections: Weizen drüber, Sojabohnen drunter

13.08.2018 Ukraine: Weizenernte ist nahezu abgeschlossen

In der Ukraine ist die Weizenernte 2018 nahezu abgeschlossen. Auf einer Fläche von 6,5 Mio. Hektar (98% der Aussaatfläche) wurden 24,4 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die durchschnittlichen Erträge lagen mit 3,77 Tonnen/Hektar unter denen des Vorjahres (4,15 Tonnen/Hektar).
Das Landwirtschaftsministerium erlaubt den Export von bis zu 16 Mio. Tonnen Weizen (inkl. 8 Mio. Tonnen Mahlweizen).

13.08.2018 Russland: Weizenrallye vorerst gestoppt?

Der dramatische Anstieg der russischen Weizenexportpreise hat sich in der vergangenen Woche verlangsamt. Analysten erwarten weitere Rückgänge, nachdem das US-Landwirtschaftsministerium die Prognose für die Saison 2018/19 für Russland am vergangenen Freitag erhöhte. Das USDA erwartet für Russland jetzt eine Erntemenge von 68 Mio. Tonnen (Vormonat: 67 Mio. Tonnen).
Die Schwarzmeerpreise für russischen Weizen mit 12,5% Eiweiß blieben Ende letzter Woche gegenüber der Vorwoche unverändert bei 234 USD pro Tonne auf Basis FOB, so das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. SovEcon meldet hingegen einen Anstieg um2 USD auf 234 USD/Tonne FOB. In der Woche davor stiegen die Preise um 15 USD. Der leichte Anstieg wurde mit dem schwächeren Wechselkurs des Rubels zum US-Dollar begründet. Der Preis für Gerste stieg um 4,50 USD auf 225,50 USD.
Traditionell geht die Verkaufsbereitschaft der Landwirtschaft zurück, wenn der Wechselkurs des Rubels sich abschwächt.
Per 8. August wurden 5,65 Mio. Tonnen Getreide in der laufenden Vermarktungsperiode 2018/19 exportiert. Das ist ein Anstieg um 51% im Vergleich zum Vorjahr zur selben Zeit. Weizen wurde in einem Volumen von 4,63 Mio. Tonnen exportiert, so das Landwirtschaftsministerium.
SovEcon reduzierte vergangene Woche die Prognose der 2018er Getreideernte in Russland auf 109,9 Mio. Tonnen. Davor rechnete das Unternehmen noch mit 113,9 Mio. Tonnen. Schwache Erträge in der Wolga-Region wurden als Grund dafür genannt. Die Prognose der Weizenernte wurde von 69,6 Mio. Tonnen auf 68,4 Mio. Tonnen reduziert.
IKAR reduzierte die Prognose der Getreideernte auf 111,8 Mio. Tonnen und die Prognose der Weizenernte auf 70,1 Mio. Tonnen.
Die Preise für Klasse-3-Weizen im europäischen Teil Russlands stiegen letzte Woche um 675 Rubel ($9,98) auf 10.350 Rubel pro Tonne auf Basis ex Works.

13.08.2018 CoT-Report: Institutionelle Anleger bauen Weizen-Long-Positionen aus
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 31.07. - 07.08.18 den Bestand an Netto-Long-Positionen beim SRW-Weizen um 11.655 Lots auf 64.587 Lots. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report hervor. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe war per 7. August bullisch gestimmt. Beim Mais wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen um 22.493 Lots auf 29.705 Lots reduziert. Ebenfalls reduziert, jedoch weniger stark, wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 58.671 Kontrakte waren es per 7. August noch 56.283 Kontrakte. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, sind alle Veränderungen nach dem 07. August (u.a. der WASDE-Report vom 10. August) nicht berücksichtigt.
In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen Institutioneller Anleger.  Bei den täglichen Meldungen werden die Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
   
13.08.2018 Ägypten verlängert Importerlaubnis für Weizen mit 13,5 % Feuchtigkeit

Ägypten, einer der wichtigsten Weizenkäufer der Welt, hat heute eine Erlaubnis aus dem Vorjahr verlängert, Weizen mit bis zu 13,5 % Feuchtigkeit zu importieren.
Durch die Entscheidung des Landwirtschaftsministers in Kairo hoffte der Importeur auf eine größere Anzahl von Anbietern; die Regelung ist rückwirkend seit dem 3. Juli in Kraft.
Im vergangenen Jahr wurden die Ägyptens Weizenimporte maßgeblich von Russland dominiert. Von der Möglichkeit, höhere Feuchtigkeitsgehalte liefern zu können, dürfte in erster Linie Frankreich profitieren, wo Weizen mit tendenziell höheren Feuchtigkeitswerten geerntet wird.

13.08.2018 Getreidemail

Mehr als 3% verloren am Freitag die Weizenfutures in Chicago, nachdem das USDA den monatlichen WASDE-Report um 18 Uhr veröffentlichte. Zwar wurde die Schätzung der weltweiten Weizen-Endbestände reduziert, allerdings lag die korrigierte Schätzung mit 258,96 Mio. Tonnen etwa 2,5 Mio. Tonnen höher, als die durchschnittliche Erwartung der im Vorfeld befragten Analysten. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag geschätzte 12.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures die Tagesgewinne aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee nicht halten und schlossen kaum verändert. Für Unterstützung sorgten der schwache Wechselkurs des Euro und die Sorgen um die Weizenernte in Europa. Deutsche Futtermittelproduzenten kauften aufgrund der kleinen Ernte in Deutschland bereits mehr als 800.000 Tonnen Weizen in der Schwarzmeer-Region. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September um 1€, auf 4€ über Paris Dezember 18. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg für September/Dezember liegen weiter deutlich höher, bei 229 Euro.

10.08.2018 Russland: IKAR reduziert Prognose der Gereideernte

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2018 von vorher 112,8 Mio. Tonnen auf nun 111,8 Mio. reduziert. Die Prognose der Weizenernte sank um 300.000 Tonnen von 70,4 Mio. Tonnen auf 70,1 Mio. Tonnen.

10.08.2018 Ukraine: Weizenernte wird Erwartung von 24 Mio. Tonnen übertreffen

In der Ukraine wurden bisher rund 23,98 Mio. Tonnen Weizen auf 96% der Gesamtflächen geerntet. Das zeigen Daten des Landwirtschaftsministeriums. Damit wird die ursprünglich erwartete Erntemenge von 24 Mio. Tonnen übertroffen. Geerntet wurde Weizen bisher auf einer Fläche von 6,37 Mio. Hektar mit Durchschnittserträgen von 3,76 Tonnen pro Hektar. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr wurden 24,7 Mio. Tonnen Weizen auf einer Fläche von 6 Mio. Hektar mit Durchschnittserträgen von 4,11 Tonnen pro Hektar geerntet.

10.08.2018 FranceAgriMer: Erneuter Rückgang der Maisratings

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen erneut verschlechtert. Das geht aus dem wöchentlichen Bericht des französischen Agrarberatungsunternehmens FranceAgriMer hervor. 62% der Maisbestände erhielten per 6. August das Top-Rating „gut bis exzellent“, in der Woche davor waren es 66% und in der Woche davor 71%.
Die Weichweizenernte und die Sommergersteernte in Frankreich sind bereits abgeschlossen.

10.08.2018 Ukraine begrenzt Weizenexporte auf 16 Mio. Tonnen

Das ukrainische Agrarministerium hat sich mit den Getreidehändlern des Landes darauf geeinigt, dass in dieser Saison (Juli 18-Juni 19) maximal 16 Mio. Tonnen Weizen exportiert werden soll, davon 8 Mio. Tonnen Mahlweizen.
Die Ukraine erwartet in diesem Jahr eine Weizenernte von 24 Mio. Tonnen und das Ministerium rechnet mit einem Anteil von Mahlweizen von 13 Mio. Tonnen.
In der letzten Saison exportierte die Ukraine 17,2 Mio. Tonnen Weizen, inklusive 10 Mio. Tonnen Mahlweizen.

10.08.2018 Jordanien legt erneut Tender zum Kauf von Gerste auf

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat eine weitere internationale Ausschreibung zum Kauf von 120.000 Tonnen Futtergerste aufgelegt. Die Tender-Deadline ist der 14. August.
In den letzten Monaten hatte Jordanien Probleme, Offerten auf Weizen- und Gerstenausschreibungen zu bekommen, weil neue Bedingungen und Zahlungsmodalitäten gefordert werden.
In den letzten Ausschreibungen hatte Jordanien den Anbietern keinen Zuschlag erteilt, weil kein internationaler Anbieter Getreide anbot. Am letzten Donnerstag war aber eine Weizenausschreibung erfolgreich. Gerstentender waren zuletzt aber nicht mehr erfolgreich.

10.08.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen vor dem heutigen USDA-Report sorgten gestern in Chicago für moderate Verluste. In dieser Woche stiegen die Weizenfutures aufgrund der schwachen Ernte in Europa, der Schwarzmeer-Region, Australien und Kanada auf ein 3-Jahres-Hoch. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 317.000 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut moderat schwächer. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures den zweiten Tag in Folge mit Verlusten. Händler warten auf neue Impulse vom USDA-Report. FranceAgriMer meldet gute Weizenqualitäten aus allen Regionen in Frankreich. Der Proteingehalt liegt im Durchschnitt bei bei über 11%, oftmals werden sogar Werte von über 12% erreicht. Die Testgewichte liegen im Durchschnitt bei 76kg/hl, oftmals über 77kg/hl. In Polen sind die Weizenpreise in der letzten Woche aufgrund der Befürchtung, dass auch polnischer Weizen aufgrund der Trockenheit schwereSchäden erlitten hat, stark gestiegen. Die Ernte in Polen ist zu 80% abgeschlossen. Nur im Norden und im Nordosten wird noch gedroschen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. 

10.08.2018 CBoT-Weizen steuert viertes Wochenplus in Folge an

Die Kurse der Chicago-Weizenfutures werden heute wohl erneut mit einem Wochenplus enden, es wäre das vierte Mal in Folge. Zur Stunde handeln sie allerdings leicht schwächer als gestern zum Handelsschluss. Ungünstige Wetterverhältnisse in Europa und am Schwarzen Meer, also zwei große Überschussregionen der Welt, werden wohl dafür sorgen dass das Angebot eng bleibt.
Der Weizenmarkt ist in bullischer Stimmung, weil das weltweite Angebot so eng ist, wie seit fünf Jahren nicht mehr. Trotzdem muss die Versorgungslage weiter als gut bezeichnet werden, da aus der vorherigen Ernte noch ein großes Angebot vorhanden ist.
Der Marktanalyst Strategie Grains senkte gestern seine Prognose für die EU-Weizenernte erneut deutlich und bezeichnete die Ernte als „katastrophal“. Die EU-Weizenproduktion wird von den Experten nun auf 127,7 Mio. Tonnen geschätzt. Ende Juli lag die Schätzung noch knapp unter 130 Mio. Tonnen.
Grafik: Saxo-Trader

09.08.2018 Euronext: Hedger bauten letzte Woche Netto-Short-Bestand beim Weizen auf

Institutionelle Anleger erhöhten vergangene Woche ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 43.300 Lots auf 44.705 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial- Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten den Bestand von Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 111.888 Lots auf 112.163 Lots. Diese Gruppe der hat einen Anteil von 64,51% am offenen Kontraktbestand.
Der Anteil der „Non-Commercial-Participants“ hingegen hält einen deutlich kleineren Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,16%.
Erwähnt sei noch, dass 80,67% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen berücksichtigt und dokumentiert sind (Vorwoche: 80,38%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
Text: HANSA Terminhandel / Quelle: Euronext

09.08.2018 Weizen: Katastrophale Erträge in Deutschland und Skandinavien

Der Agrarmarktanalyst Strategie Grains hat ein weiteres Mal seine Schätzung der EU-Weiichweizenernte gesenkt. Die Trockenheit in Nordeuropa habe in Deutschland und Skandinavien zu „katastrophalen Erträgen“ geführt.
Im Bericht von heute erwarten die Analysten jetzt nur noch eine EU-Weizenproduktion von 127,7 Mio. Tonnen. Vor einem Monat lag die Prognose noch bei 132,4 Mio. Tonnen, ein Up-date Ende Juli wies dann nur noch knapp 130 Mio. Tonnen aus.
Jetzt wird die Produktion in der EU 10 % kleiner als in Vorjahr geschätzt.
Trockenheit und Hitzewellen seit letztem Frühjahr haben die Ernten verdorrt. Furcht vor Angebotsengpässen hatte die Terminmarktkurse für Weizen am Pariser Matif auf ein 5-Jahres-Hoch getrieben.
Auch die Schätzung der EU-Gerstenernte wurde noch einmal gesenkt. Und zwar auf 57,1 Mio. Tonnen also um 2,5 Mio. Tonnen unter der Juli-Schätzung. Das sind 2 % weniger als die tatsächliche 2017er Ernte.
Die Erträge in Polen und den Baltischen Ländern sind auch sehr schlecht, man kann diese ebenfalls als katastrophal bezeichnen, genau wie die in Deutschland und Skandinavien. Außerdem enttäuschen auch die Ernten in Frankreich, Italien, Großbritannien und anderen Ländern in Zentral und Südosteuropa.
Die Getreidequalitäten seien gemischt mit ordentlichen Qualitäten bei Wintergerste aber sehr unterschiedlichen Qualitäten bei der Sommergerste, wo außerordentlich hohe Proteinwerte festgestellt werden.
In Rumänien und Bulgarien wurde viel Weizen in Futterqualität geborgen, weil es dort während der Ernte regnete. In Deutschland und Polen sind das spezifische Gewicht beim Weizen und die Hagberg-Zahlen dagegen sehr hoch. Beide Kennzahlen sind für die Mahlweizenqualität von Bedeutung.
Für die Maisernte, die meist im Herbst eingebracht wird, hob Strategie Grains seine Ernteprognose gegenüber dem Vormonat um 700.000 Tonnen auf 61,3 Mio. Tonnen an. Das ist ein Plus von 3% gegenüber der 2017er Ernte.
Höhere Erträge in Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Italien und Spanien kompensieren die von Hitze und Trockenheit geplagten Getreideernten in Deutschland, Polen, Frankreich, der Tschechischen Republik nur zum Teil.

09.08.2018 Frankreich: FranceAgriMer meldet gute Weizenqualitäten
Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet gute Weizenqualitäten in allen Regionen in Frankreich. Der durchschnittliche Protetingehalt liegt bei über 11%, oftmals werden sogar Werte von über 12% erreicht. Das durchschnittliche Testgewicht liegt in allen Regionen bei über 76kg/Hektoliter, in vielen Fällen liegt es sogar über 77kg/Hektoliter.
Gute Proteinwerte wurden auch bei der Winter- und Sommergerste erreicht.
09.08.2018 Argentiniens Weizen- und Maisernten könnten in 2018/19 neue Rekorde brechen

In Argentinien wird die nächste Weizen- und Maisernte der Saison 2018/19 sehr groß erwartet. Die Farmer bestellten mehr Flächen mit diesen beiden Früchten als in den vorherigen Jahren. Das teilte heute die Getreidebörse Rosario in Buenos Aires gestern mit.
In ihrem monatlichen Report schätzen die Experten die Weizenernte auf 21 Mio. Tonnen, die auf einer Anbaufläche von 6,32 Mio. Hektar heranwachsen. In der letzten Saison wurden 5,7 Mio. Hektar bestellt.
Die Maisproduktion wird auf 45 bis 46 Mio. Tonnen erwartet. Die Anbaufläche ist mit 6,8 Mio. Hektar um 6 % angewachsen.
Argentinien ist der größte Exporteur von Sojaschrot und Sojaöl. Außerdem ein wesentlicher Exporteur von Sojabohnen, Mais und Weizen.

09.08.2018 Getreidemail

Die geringeren Ernteaussichten in Europa, Kanada, Australien und dem Schwarzmeerraum, gaben den Weizenfutures in Chicago gestern nochmals leichte Unterstützung und sorgen für moderate Gewinne. Für den am Freitag erscheinenden USDA-Report erwarten Analysten geringere US- und Welt-Weizen-Endbestände. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Erwartet werden Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren. Kühlere Temperaturen in Nordeuropa, Gewinnmitnahmen und der festere Wechselkurs des Euro sorgten für Verluste. Der DRV erwartet aufgrund des trockenen und heißen Wetters in seiner neuesten Prognose die kleinste Getreideernte seit 24 Jahren. Die Ernte wird somit erstmals seit langer Zeit unter dem Verbrauch in Deutschland liegen. Die deutsche Winterweizenernte schätzt der DRV auf 19,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24 Mio. Tonnen). Deutsche Importeure kauften in den vergangenen Wochen aufgrund der schwachen Ernte in Deutschland weitere 400.000 Tonnen Futterweizen aus Ländern der EU und der Schwarzmeer-Region.

08.08.2018 Deutschland importiert weitere 400.000 Tonnen Futterweizen

Deutsche Importeure haben in den vergangenen Wochen aufgrund der schwachen Ernte in Deutschland weitere 400.000 Tonnen Futterweizen aus Ländern der EU und der Schwarzmeer-Region gekauft. Das melden europäische Händler heute Nachmittag. Zusammen mit 300.000 bis 400.000 Tonnen Weizen, die im Juli gekauft wurden, steigt das Volumen damit auf rund 800.000 Tonnen.
Deutschland gehört traditionell zu den führenden Weizenexporteuren. Die Trockenheit in diesem Sommer, die einen starken Rückgang der deutschen Weizenernte zur Folge hat, führt zu dieser ungewöhnlichen Situation.

08.08.2018 DRV schätzt Weizenernte auf 19,2 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband erwartet aufgrund des trockenen und heißen Wetters in seiner neuesten Prognose der deutschen Getreideernte 2018 eine Erntemenge von 36,3 Mio. Tonnen Getreide. Das wären 20,3% weniger, als die 45,5 Mio. Tonnen, die im vergangenen Jahr geerntet wurden und der niedrigste Wert seit 1994. Die Ernte wird somit erstmals seit langer Zeit unter dem Verbrauch in Deutschland liegen,so der DRV. 
Die deutsche Winterweizenernte schätzt der Verband auf 19,2 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24 Mio. Tonnen).
Beim Raps wird ein Rückgang auf 3,47 Mio. Tonnen erwartet (Vorjahr: 4,26 Mio. Tonnen).
Die Wintergerste-Ernte fällt laut DRV um 18,1% zum Vorjahr auf 7,38 Mio. Tonnen. Schlimme Folgen hat die Trockenheit für den Mai. Die Ernte wird dem Bericht zufolge um 49,4% auf 2,30 Mio. Tonnen zurückgehen. 
08.08.2018 Trockenheit in Australien hat auf Handel Auswirkungen in globaler Dimension

Die Trockenheit im Osten Australiens ist die schlimmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Das gesamte Leben im ländlichen Raum ist davon betroffen, meist hat das im Handel Auswirkungen von globalen Dimensionen.
Schon lange sind die Viehzüchter gezwungen, ihre Herden zu schlachten oder zu verkleinern, weil sie nicht genügend Futter mehr haben. Im Juni wurden in Australien 659.000 Rinder geschlachtet, die höchste Anzahl in einem Juni seit drei Jahren.
Eine gute Nachfrage aus den USA hat das zusätzliche Fleischangebot aufgenommen und die Preise dafür sind 10 % höher als im Durchschnitt der letzten acht Jahre. Inzwischen sind aber die Lagerkapazitäten in den USA weitestgehend erschöpft, was befürchten lässt, dass die Nachfrage bald sinkt. Was das für australische Anbieter bedeutet, will man sich gar nicht ausmalen.
Aber auch andere Farmer leiden. Zum Beispiel die Weizenbauern, die mit einer Ernte rechnen, die so klein ausfällt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Seit der Aussaat von Weizen hat es im Osten des Kontinents so gut wie gar nicht geregnet. Daraufhin sind die Kurse am Weltmarkt bereits auf ein Drei-Jahres-Hoch gestiegen.
Auch Milchbauern überlegen bereits, ihre Milchkühe vorzeitig schlachten zu lassen, weil sie kein Futter mehr haben. Schon in den Jahren zuvor waren ihre Einkommen sehr schlecht. Noch finanzieren die dortigen Banken die Farmer. Selbst wenn es bald zu regnen beginnt, wird es lange dauern bis die Herden wieder aufgebaut sind. Rohstoffanalysten zeigen auf, dass die Herdengröße so klein ist, wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

08.08.2018 Frachtraten für Argentiniens Flussschiffe steigen wegen Niedrigwasser

Ungewöhnlich niedrige Wasserstände gibt es derzeit auch in Argentinien. Der Parana´River führt so wenig Wasser, dass im Hafen von Rosario nur 3.200 bis 4.300 Tonnen Güter umgeschlagen werden.
Der Parana´-Fluss wird für ca. 80 % aller argentinischen Agrarexportgüter benutzt. Eine Trockenheit im Süden Brasiliens, dort wo der Fluss entspringt, hat den Flusspegel um 50 cm gesenkt.
Argentinien ist weltweit der größte Exporteur von Sojaschrot und Sojaöl sowie der drittgrößte Exporteur von Mais und darüber hinaus einer der bedeutendsten Weizenerzeuger der Welt.
Die Rosario Getreidebörse teilte gestern mit, dass die Frachtraten bald steigen, da die Schiffe nicht mehr voll ausgelastet werden können. In den kommenden Wochen soll es aber im Süden Brasiliens regnen, bis das den Wasserstand in Rosario beeinflusst, dauert es aber noch 30 Tage.

08.08.2018 Saudi Arabien stoppt Weizen- und Gerstenkäufe aus Kanada

Der größte saudische Getreidehändler (SAGO) hat erklärt, dass man in den internationalen Ausschreibungen keinen kanadischen Weizen und Gerste mehr kaufen werde. Ein diplomatischer Streit eskaliert.
Händler teilten mit, dass sie eine offizielle Note von der SAGO erhalten haben in der diese Entscheidung bekannt gegeben wird.
Schon am Sonntag hatte Saudi-Arabien den kanadischen Botschafter Dennis Horak ausgewiesen und ein neues Handels- und Investitionsabkommen zwischen beiden Staaten eingefroren. Anlass war ein Tweet der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland vom Donnerstag. Darin heißt es, Kanada sei ernsthaft besorgt wegen neuer Festnahmen von Aktivistinnen für die Zivilgesellschaft sowie Frauenrechte in Saudi-Arabien, einschließlich von Samar Badawi. "Wir bitten die saudi-arabischen Behörden dringend, sie und alle anderen friedlichen Menschenrechtsaktivisten freizulassen."
Ein europäischer Getreidehändler sagte, dass die Entscheidung, kein kanadisches Getreide mehr kaufen zu wollen auf die diplomatischen Verwerfungen zurückzuführten ist.
Der in Winnipeg ansässige Getreidehändler G3 teilte unterdessen mit, dass man die Geschäfte mit Saudi Arabien fortführen will, Bunge ist der Händler für US-Getreide. Bisher hat die SAGO seine Ausschreibungen so formuliert, das internationale Tender aus Europa, Nordamerika, Südamerika oder Australien beliefert werden dürfen.
Am 16. Juli hatte die SAGO 625.000 Tonnen Weizen gekauft und einer der möglichen Lieferländer wäre Kanada gewesen. Im vergangenen Jahr hatten Kanada oder die USA nur wenig Getreide nach Saudi Arabien geliefert, weil die Frachtkosten zu hoch waren.
In diesem Jahr hat Kanada diverse Möglichkeiten, seine Gerste zu verkaufen. Wegen der Dürre und Trockenheit in Europa und Teilen Russlands sowie in Australien, hätte Kanada aber die Chance, mehr Saudische Aufträge zu bekommen.

08.08.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago, nachdem am Montag ein neues 3-Jahres-Hoch gehandelt wurde. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen wieder mit Aufschlägen.
An der Euronext in Paris schlossen die Termine der aktuellen Ernte zwar mit Gewinnen, die Höchstkurse konntenaber nicht gehalten werden. Mit Verlusten gingen die Termine der Ernte 2019/20 aus dem Handel. FranceAgriMer reduzierte seine Ernteschätzungen für Frankreich erneut . Die Weizenernte wird im aktuellen Bericht nur noch auf 35,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind noch einmal 1 Mio. Tonnen weniger, als in der vorherigen Schätzung und 4% weniger, als 2017 geerntet wurden (36,6 Mio. Tonnen).  Die deutsche Weizenernte sehen Händler nun bei etwa 19-20 Mio. Tonnen. Der DBV erwartete zuletzt einen Rückgang der Weizenernte um 25% auf etwa 18 Mio. Tonnen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg liegen weit höher, bei 230€. Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO stoppt aufgrund eines diplomatischen Streits die Weizen- und Gersteimporte aus Kanada.

07.08.2018 FranceAgriMer reduziert Ernteschätzungen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine Ernteschätzungen für Frankreich erneut reduziert. Die Weizenernte wird im aktuellen Bericht nur noch auf 35,1 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind noch einmal 1 Mio. Tonnen weniger, als in der vorherigen Schätzung und 4 % weniger, als 2017 geerntet wurden (36,6 Mio. Tonnen).
Die erste Prognose der Maisernte in Frankreich liegt bei 12,8 Mio. Tonnen reduziert. Das wären etwa 10% weniger, als im vergangenen Jahr geerntet wurden (14,3 Mio. Tonnen).
Die Prognose der gesamten Gersteproduktion wurde reduziert. Auf 11,8 Mio. Tonnen wird sie derzeit geschätzt (Juli-Prognose: 12,1 Mio. Tonnen).
Beim Raps rechnet FranceAgriMer unverändert mit einer Ernte von 4,6 Mio. Tonnen.

07.08.2018 Getreidemail

Sinkende Ernteaussichten in Europa, der Schwarzmeer-Region, Australien und Kanada, ließen die Weizenfutures gestern in Chicago auf einem Drei-Jahres-Hoch schließen. Die sengende Hitze belastet die Bestände in Nordeuropa, in der Schwarzmeer-Region folgen nun auch noch heftige Regenfälle, die schwache Erträge und Qualitätseinbußen befürchten lassen. Mit 325.486 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000 - 450.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren kräftigen Aufschlägen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls auf allen Terminen mit kräftigen Aufschlägen. Der schwächere Euro gab dem Markt zudem Auftrieb. In Russland sind die Exportpreise für Weizen in der vergangenen Woche stark gestiegen. Russischer Weizen mit 12,5% Protein kostete Ende letzter Woche $235/Tonne FOB gegenüber $223 in der Woche zuvor. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im September unverändert bei 5€ über Paris Dezember 18. Futterweizen in Südoldenburg wird mit 226€ (Sept.-Dez.) bzw. 230€ (Jan-Juni) deutlich höher gehandelt.

07.08.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 11.500 Lots CBoT SRW-Weizen

07.08.2018 US-Crop-Progress-Report: Ratings der Sommerweizenbestände schwächer
Der Zustand der US-Sommerweizenbestände hat sich in der vergangenen Woche negativ entwickelt. 74% der Bestände erhielten in dem gestern Abend vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichten Crop Progress Report das Top-Rating „gut bis exzellent“ (g/e). In der Vorwoche lag der Anteil noch bei 78%. Analysten, die im Vorfeld vom Nachrichtendienst Reuters befragt wurden, erwarteten einen Anteil von 77%.
Die Sommerweizenernte ist per 5. August auf 13% der Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 4%; Vorjahr:22%; 5-Jahres-Durchschnitt: 14%). Analysten erwarteten einen Erntefortschritt von 16%.
Winterweizen ist zu 90% geerntet (Vorwoche: 85%; Vorjahr: 93%; 5-Jahres-Durchschnitt: 92%)
07.08.2018 Weizenpreise steigen wegen erwarteter Angebotsbeschränkungen

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen weiter. Zur Stunde handeln sie nahe ihrem Höchststand der letzten Woche, als sie ein 3-Jahres-Hoch erreichten. In den großen Exportnationen der Welt werden kleinere Ernten eingefahren.
Chicago-Weizen macht heute einen ordentlich Kurssprung nachdem in den Tagen zuvor eine kleine Verschnaufpause eingelegt wurde. Händler in Sydney Australien glauben, dass die Preise in dieser Saison hoch bleiben.
Die russischen Exportpreise für Weizen steigen derzeit rasant, weil dort am Schwarzen Meer und in Europa die Getreideernten unter der Trockenheit litten. Schwarzmeer-Exportweizen mit 12,5 % Protein kostete zum Ende letzter Woche 234 USD/Tonnen fob. Vor einer Woche waren es 223 USD/Tonne.

Grafik: Saxo-Trader

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