Matif: Milling Wheat Nr. 2 Dezember 2018

30.12.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den vorletzten Handelstag des Jahres moderat fester. Technische Käufe und Short-Abdeckungen (Short-Covering) sowie der feste Sojakomplex gaben dem Markt Unterstützung. Händler hoffen, dass nach dem Kursrückgang der vergangenen Tage US-Weizen am Weltmarkt wieder gefragter ist.
An der Euronext in Paris gingen die Weizenfutures ebenfalls kaum verändert ins Wochenende. Bei erwartungsgemäß geringem Handelsvolumen legte der Frontmonat März minimal zu. Die ukrainischen Getreideexporte und die für den Export vorbereiteten Sendungen haben ein Volumen von 23,1 Mio. Tonnen erreicht, meldet die staatliche ukrainische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Im selben Zeitraum des vergangenen Jahres wurden 21 Mio. Tonnen Getreide exportiert. 
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 21. Dezember ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 32.722 Lots auf 25.164 Lots.
Der Börsenhandel in Paris findet am Montag in einer verkürzten Sitzung bis 13:55 Uhr statt.

28.12.2018 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 23,1 Mio. Tonnen

Die ukrainischen Getreideexporte und die für den Export vorbereiteten Sendungen haben ein Volumen von 23,1 Mio. Tonnen erreicht. Das meldet die staatliche Behörde für Lebensmittelsicherheit am heutigen Freitag. Im selben Zeitraum des vergangenen Jahres wurden 21 Mio. Tonnen Getreide exportiert.
Geerntet wurden in der Ukraine in diesem Jahr 70,1 Mio. Tonnen Getreide versus 61,3 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr. Das Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass die gesamten Getreideexporte in der Saison 2018/19 auf ein Volumen von 47,2 Mio. Tonnen steigen könnten versus 39,4 Mio. Tonnen in der Saison 2017/18. Die Exporte beinhalten 10,3 Mio. Tonnen Weizen (Saison 2017/18: 11 Mio. Tonnen) und 9 Mio. Tonnen Mais (Saison 2017/18: 5,5 Mio. Tonnen).
Anfang der Woche erwartete das Landwirtschaftsministerium Getreideexporte von 21,7 Mio. Tonnen im Vergleich dazu waren es in der vorherigen Saison 19,9 Mio. Tonnen.
In der Ukraine dominieren Getreide, Speiseöl und Ölsaaten den Agrarexport.

28.12.2018 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Positionen
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche bis zum 21. Dezember ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 32.722 Lots auf 25.164 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte Bericht. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen wettet damit immer noch mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits ihren Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 28.643 Lots auf 21.844 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 67,41%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 20,39%.
87,8% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 90,2%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapeseed
28.12.2018 Fehlende Infos über US-Exporte verunsichern Börsenhändler

In Ermangelung von Neuigkeiten starten die Agrarfutures an der CBoT heute Nacht, auf ihrem Ein-Monats-Tief, mit unveränderten Kursen in den Vorletzten Handelstag des Jahres. Die Nachfrage nach US-Agrarrohstoffen ist weiterhin unbefriedigend.
Aufgrund der Haushaltssperre in den USA gibt es keine Zahlen von den US-Behörden.
Der meistgehandelte Sojabohnenfuture steigt zur Stunde um 0,3% auf 8,85 USD/Bushel.
Händler waren gestern wegen den fehlenden Informationen der Regierung über Angebot und Nachfrage verunsichert und handelten die Sojabohnen dadurch auf einem neuen Monatstief. Wann es diese Informationen von offizieller Stelle wieder gegen wird, ist auch unbekannt.
Marktanalysten und Händler schätzen, dass in der Woche zum 20. Dezember 1,05 Mio. Tonnen Mais, 1,8 bis 2,8 Mio. Tonnen Sojabohnen und 200.000 bis 600.000 Tonnen Weizen aus den USA verkauft wurden.
Inzwischen klagen Farmer in Brasilien über Ertragsverluste wegen ausbleibender Regenfälle in den großen Sojabohnenanbauregionen. Dort soll es auch bis zum 10. Januar zu trocken bleiben.

28.12.2018 Getreidemail

Unverändert bis moderat fester beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den Handel. Käufe von Fondsgesellschaften, der schwächere Wechselkurs des US-Dollar sowie positive Vorgaben vom Minneapolisweizen gaben dem Markt Unterstützung. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde moderat fester. An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen Verluste hinnehmen. Schwache Rohölnotierungen und der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus derm Euroraum verschlechtert, belasteten den Markt. Russland hat in diesem Jahr 72,068 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Zum Vorjahr (86 Mio. Tonnen) ist das ein Rückgang um 14 Mio. Tonnen. Marokko hat entschieden, den Zeitraum für die Aussetzung des Importzolls auf Weichweizen um weitere vier Monate bis zum 30. April zu verlängern. Damit soll die Preisstabilität gewährleistet werden und die regelmäßige Versorgung sichergestellt werden. Für französischen Weizen, der von einem Vorzugstarif profitiert, ist das keine gute Nachricht, weil dadurch alle Wettbewerber auf eine Stufe gestellt werden.

27.12.2018 Marokko: Importzoll auf Weichweizen wird nun bis zum 30. April ausgesetzt

Marokko hat entschieden, den Zeitraum für die Aussetzung des Importzolls auf Weichweizen um weitere vier Monate bis zum 30. April zu verlängern. Damit soll die Preisstabilität gewährleistet werden und die regelmäßige Versorgung sichergestellt werden. Das meldet heute Nachmittag der Nachrichtendienst Reuters. Die Entscheidung wurde vom Regierungsrat verabschiedet, um den Importpreis für Weichweizen bei 260 marokkanische Dirhams pro Quintal zu halten, sagte Mustapha El Khalfi im Rahmen einer wöchentlichen Pressekonferenz.

27.12.2018 Schlagzeilen
Handelskrieg: Für den 7. Januar sind Gespräche zur Lösung des Handelskonfliktes zwischen den Vereinigten Staaten und China in Peking geplant. 
US-Shutdown: Der für den 11. Januar geplante WASDE-Report sowie der Quartalsbericht (Quarterly Grain Stocks) könnten sich verzögern oder auch entfallen, wenn es zu keiner Einigung zwischen der US-Regierung und dem Senat kommt und der Shutdown weiter anhält.
Argentinien: Bis zum Jahresende werden in den Kernregionen für den Sojabohnen- und Maisanbau noch sehr hohe Niederschlagsmengen erwartet. Einige Modellberechnungen zeigen Mengen von mehr als 200 mm über Normal. Das würde jedoch in einigen Teilen Überflutungen zur Folge haben. Die Sojabohnenaussaat ist mittlerweile abgeschlossen, während die Maisernte zu 2/3 erledigt ist.
Brasilien: Die Risiken für die Mais- und Sojabohnenproduktion in Südbrasilien, insbesondere in Paraná, treten aufgrund neuester Wettermodelle wieder in den Fokus.
Europäische Union: Für die kommenden 5 Tage bestehen in der Europäischen Union aufgrund des trockenen und warmen Wetters keine Risiken für Auswinterungsschäden beim Weizen und beim Raps.
27.12.2018 Russland: Weizenernte sinkt laut Statistikbehörde um 14 Mio. Tonnen

Russland hat in diesem Jahr 72,068 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Das meldet der Nachrichtendienst Interfax und beruft sich auf die russische Statistikbehörde. Zum Vorjahr (86 Mio. Tonnen) ist das ein Rückgang um 14 Mio. Tonnen.

27.12.2018 Russland will mit Thailand mehr Handel treiben

Russland ist dazu bereit, mehr Weizen- und Fleischexporte nach Thailand zu tätigen. Das meldet heute die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Handelsminister Denis Manturov.
Er sieht ein großes Potential, mehr Agrarrohstoffe nach Thailand zu liefern und damit den gegenseitigen Warenaustausch zu steigern.

27.12.2018 Ukraines Getreideexporte bereits bei 21,7 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine erreichen in der Vermarktungssaison 2018/19 jetzt 21,7 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es zu diesem Termin 19,9 Mio. Tonnen.
Das dortige Landwirtschaftsministerium schätzt die diesjährige Ernte auf 70,1 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 61,3 Mio. Tonnen. Daraus folgert die Behörde, dass bis Juli 47,2 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden kann (Vj.: 39,4 Mio. Tonnen).
Bisher wurden bereits 8,2 Mio. Tonnen Mais exportiert, verglichen mit 5 Mio. Tonnen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Weizenausfuhren sanken dagegen auf 10 Mio. Tonnen im Vergleich zu 11 Mio. Tonnen zuvor.
Getreide, Pflanzenöle und Ölsaaten sind die wichtigsten Agrarausfuhren des Landes am Schwarzen Meer.

27.12.2018 EU-Kommission hebt Prognose für EU-Maisproduktion stark an

Die EU-Kommission hebt heute seine Prognose für die 2018/19er Maisproduktion in der EU von 62,9 auf 67,5 Mio. Tonnen an. Das geht aus den Zahlen auf der Website der EU-Kommission hervor. Einen Grund für diese starke Veränderung wird nicht genannt.
Bei der wöchentlichen Gegenüberstellung von Angebot und Nachfrage wird die Weizenproduktion in der EU von 129,2 auf jetzt 128,5 Mio. Tonnen gesenkt.
Die Exportprognose für Weichweizen bleibt unteressen bei 20 Mio. Tonnen, während die Maisimporte auf unveränderte 18,5 Mio. Tonnen taxiert werden.
Die Gerstenproduktion in der EU wird jetzt auf 55,7 Mio. Tonnen gesehen, nach 55,9 Mio. Tonnen in der Vorwoche. Die Schätzung der Rapsproduktion in der EU bleibt bei 19,8 Mio. Tonnen.

27.12.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den 2. Weihnachtstag in einer verkürzten Sitzung mit Verlusten. Anhaltende Sorgen aufgrund der schwachen Exportnachfrage nach US-Weizen sowie technische Verkäufe und Gewinnmitnahmen zum Jahresende belasteten den Markt. Der Frontmonat März schloss 6,5 US-Cent schwächer und erreichte den niedrigsten Stand seit dem 6. Dezember.
Mit 543.126 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 475.000 bis 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Aufschlägen. Der Shutdown in den Vereinigten Staaten hat auch Auswirkungen auf wichtige Veröffentlichungen für den Agrarmarkt. So wird der wöchentliche COT-Report (Commitments of Traders), der auch die Positionsveränderungen der Institutionellen Anleger dokumentiert, vorerst nicht veröffentlicht. Auch die tägliche Veröffentlichung großer Exportgeschäfte entfällt bis zu einer Einigung zwischen der US-Regierung und dem US-Kongress.
An der Euronext in Paris wurde gestern nicht gehandelt. Daher beziehen sich die Euronext-Kursinformationen erneut auf den 24.12.18.

26.12.2018 Getreidemail

Technische Käufe sorgten in der verkürzten Sitzung am Heiligabend in Chicago für moderate Kursgewinne bei den Weizenfutures.
In der Sitzung zuvor markierten sie ein 2-Wochen-Tief .
Institutionelle Anleger verkauften 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures in der ebenfalls verkürzten Sitzung, die schon um 13:55 Uhr endete, von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren. Erwartungsgemäß war das Handelsvolumen aber sehr gering.
Der Wechelkurs des Euro zum US-Dollar gab minimal nach.
Das aktuell niedrige Kursniveau ist damit begründet, dass Russland, der weltweit größte Getreideexporteur, wohl keine Exportbeschränkungen beim Weizen plant. Russlands Landwirtschaftsminister hatte am Freitag seine Schätzung für Weizenexporte von 35 auf 37 Mio. Tonnen angehoben und damit allen Spekulationen über mögliche Exportbeschränkungen den Wind aus dem Segel genommen.

24.12.2018 CBoT: Nach starken Kursverlusten am Freitag heute stabile bis feste Weizenkurse

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures können sich heute Morgen erholen, nachdem sie in den letzten Handelssitzungen strake Verluste hinnehmen mussten. Das aktuell niedrige Kursniveau ist damit begründet, dass Russland, der weltweit größte Getreideexporteur wohl keine Exportbeschränkungen beim Weizen plant.
Russlands Landwirtschaftsminister hatte am Freitag seine Schätzung für Weizenexporte von 35 auf 37 Mio. Tonnen angehoben und damit allen Spekulationen über mögliche Exportbeschränkungen den Wind aus dem Segel genommen.

22.12.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 11.12. - 18.12. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 9.170 Kontrakte auf 96.638 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 7.607 Kontrakte auf 102.263 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen sank damit um 16.777 Kontrakte auf 5.625 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit immer noch überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 15.308 Lots erhöht auf 293.035 Kontrakte, außerdem wurden die Short-Positionen um 14.252 Lots auf 164.858 Kontrakte reduziert. Damit ist die Mehrheit dieser Anlegergruppe mit 128.177 Netto-Long-Positionen weiter überwiegend bullisch gestimmt.
Gedreht von 11.068 Netto-Short-Positionen auf 350 Netto-Long-Positionen wurde der Bestand bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 18. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
22.12.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren am Freitag das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten deutliche Verluste hinnehmen. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat März drei Prozent an Wert, der stärkste Rückgang seit über drei Monaten. Institutionelle Anleger verkauften 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Nach einem Treffen zwischen Russlands Landwirtschaftsministerium und großen Exporteuren des Landes scheinen Exportbeschränkungen zunächst kein Thema mehr sein. 42 Mio. Tonnen Getreide sollen Planungen zufolge aus der Ernte 2018 aus Russland ausgeführt werden. Zwischen Januar und Juni 2019 sollen noch 14 Mio. Tonnen exportiert werden.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris fielen am Freitag auf ein 10-Tages-Tief, nachdem Russland seine Exportprognose erhöhte.
Der gesunkene Wechselkurs des Euro und die rückläufigen Exporte Russlands begrenzten allerdings die Verluste.
Tunesiens staatlicher Getreideinkäufer kaufte am Freitag 75.000 Tonnen Weichweizen sowie 50.000 Tonnen Futtergerste und 50.000 Tonnen Durumweizen optionaler Herkunft zur Lieferung Feb/Mrz. 19.
Der Börsenhandel in Paris findet am Montag in einer verkürzten Sitzung bis 13:55 Uhr statt. Nach Weihnachten startet der Handel in Paris am 27.12. In Chicago geht es schon am 2. Weihnachtstag um 15:30 Uhr weiter.

21.12.2018 Tunesien kauft 175.000 Tonnen Weizen und Gerste

Die staatliche Getreideagentur in Tunesien kaufte heute in einer Internationalen Ausschreibung 75.000 Tonnen Weichweizen und 50.000 Tonnen Futtergerste sowie 50.000 Tonnen Durum-Weizen.
Das Getreide kann in Wahl des Verkäufers aus allen Überschussregionen der Welt bezogen werden. Lieferung ist für Februar und März 2019 vorgesehen.
Der Weiichweizen wurde in drei Teilmengen mit je 25.000 Tonnen eingekauft. Der niedrigste Preis dafür liegt bei 256,95 USD/Tonnen c&f.

21.12.2018 Argentiniens Weizenernte trotz Unwetter bereits zu 68% eingebracht

Die Buenos Aires Grains Exchange berichtete gestern, dass die Weizenernte in Argentinien überwiegend in normalem bis exzellentem Zustand ist. Es wurden bereits 68% der Ernte eingebracht, obwohl es Bedenken gab, dass die jüngsten schweren Regenfälle und Hagelstürme Ernteschäden verursachen würden.
In der zurückliegenden Woche wurden 11% der Anbaufläche abgeerntet – die Börse berichtet, dass 82% der Ernte in sehr guten Zustand seien. Es wird eine Erntemenge von 19 Mio. Tonnen erwartet, die durchschnittlichen Hektarerträge liegen bei 2,8 Tonnen.
Zuletzt wurde die Ernte durch Unwetter unterbrochen, allzu viele Verluste gab es bisher aber nicht, auch die Qualität ist weiterhin sehr gut. Das USDA hatte die argentinische Weizenernte 2018/19 auf 19,5 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vorjahr waren es 18,5 Mio. Tonnen.

21.12.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern trotz minimaler Kursgewinne das stärkste Glied im Agrarkomplex und konnten leicht zulegen. Technische Käufe und Shortabdeckungen institutioneller Anleger (Short Covering) sowie der schwächere Wechselkurs des US-Dollar gaben dem Markt Unterstützung. Die wöchentlichen US-Export-Sales für Weizen enttäuschten hingegen. Sie lagen mit nur 313.600 Tonnnen Weizen hinter den Markterwartungen von 500.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften ca. 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten von den positiven Vorgaben aus Übersee und der Weizenausschreibung Ägyptens und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Ägypten kaufte gestern in einer internationalen Ausschreibung 120.000 Tonnen Weizen. 60.000 Tonnen davon werden aus der Ukraine geliefert, weitere 60.000 Tonnen kommen aus Rumänien. Es ist das erste Mal seit sechs Monaten, dass Russland nicht berücksichtigt wird. Dort waren die Weizenpreise zuletzt deutlich gestiegen. Analysten werten das als Bestätigung, dass sich die Exportnachfrage in der zweiten Hälfte der Saison langsam Richtung Westen verlagert.

20.12.2018 Ägypten kauft 120.000 Tonnen Weizen - Russland nicht dabei

Ägypten kaufte heute in einer internationalen Ausschreibung 120.000 Tonnen Weizen. 60.000 Tonnen davon werden aus der Ukraine geliefert, weitere 60.000 Tonnen kommen aus Rumänien. Es ist das erste Mal seit sechs Monaten, dass Russland nicht berücksichtigt wird. Dort waren die Weizenpreise zuletzt deutlich gestiegen.
Der Weizen aus der Ukraine kostet 246,40 USD/Tonne zuzüglich 17,3 USD/Tonne für die Fracht. Zusammen also 263,70 USD. Der Weizen aus Rumänien wurde mit 248,75 USD/Tonne angeboten zuzüglich 15,35 USD/Tonnen Fracht = 264,10 USD.
Die Preise liegen damit deutlich über denen des vorherigen Tenders der GASC in der vergangenen Woche und auch höher als die staatliche ägyptische Agentur seit fast vier Jahren nicht mehr bezahlte.
Seit dem Beginn der aktuellen Vermarktungsperiode am 1. Juli hatte Russland alle Ausschreibungen Ägyptens dominiert. Heute waren die Offerten aus Russland allerdings fast acht USD teurer als die günstigste Offerte Russlands in der letzten Woche.
Morgen treffen sich Vertreter des russischen Landwirtschaftsministeriums und große Getreideexporteure um die Lage am dortigen Getreidemarkt zu erörtern. Es gibt bereits Spekulationen darüber, dass die russische Regierung die Weizenausfuhren begrenzen will.
Das höhere Preisniveau sowie eine übersichtliche Anzahl von Anbietern aus Russland werden als Zeichen der Verunsicherung am Markt gewertet. Möglicherweise gibt es auch bereits erste logistische Probleme, die in Russland während des Winters immer wieder auftreten.
Eine Offerte aus den USA kam auch nicht zum Zuge, Anbieter mit französischem Weizen waren erst gar nicht angetreten. Frankreich und den Exporteuren aus den USA werden in den kommenden Wochen und Monaten gute Chancen eingeräumt, internationale Weizenausschreibungen zu gewinnen. Zuletzt hatte die GASC allerdings Probleme, für die Lieferungen Bankgarantien zu stellen.

20.12.2018 Ägyptentender: Großteil der günstigsten Weizenangebote aus Rumänien

Die niedrigste Offerte für Weizen in der letzten COFCO-Ausschreibung zum Kauf von Mahlweizen liegt bei 246,40 USD/Tonne fob und kommt aus der Ukraine.
Weitere Offerten, die die Chance auf einen Zuschlag haben, kommen aus Russland (2x60.000 Tonnen), sowie aus Rumänien (4x60.000 Tonnen). Dem folgt eine Offerte mit 55.000 Tonnen aus den USA.

20.12.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen und technische Verkäufe nach dem jüngsten Kursrückgang am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Heute Nachmittag um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 500.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse kann sich heute Morgen leicht erholen.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar belastet zudem die Kurse, weil er die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verschlechtert. Gestern Abend veröffentlichte Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen einer nicht näher bezifferten Menge zur Lieferung im Februar. Ergebnisse der Ausschreibung werden ab dem späten Nachmittag erwartet. Institutionelle Anleger erhöhten in der vergangenen Woche den Bestand an Netto-Long-Positionen auf Euronext Weizen auf 32.722 Lots.

20.12.2018 Ägypten sucht Weizen für Lieferung Mitte Februar

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 11. bis 20. Februar erfolgen.
Es werden wieder alle Herkunftsländer wie bisher zugelassen, Offerten abzugeben.
Das Auktionsergebnis wird ab heute Nachmittag um 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten 180.000 Tonnen Weizen aus Russland und Rumänien zur Lieferung Anfang Februar.

19.12.2018 Rosstat bestätigt: 2018er Getreideernte in Russland 16,7% kleiner als im Vorjahr

Das russische Statistikamt Rosstat teilte heute mit, dass die Getreideernte 2018 des Landes 112,8 Mio. Tonnen beträgt. 16,7% weniger als in 2017.
Außerdem wurden 41,1 Mio. Tonnen Zuckerrüben geerntet, ein Minus von 20,9% zum Vorjahr.
Die Sonnenblumensaat war mit 12,6 Mio. Tonnen 20,1% größer als im Vorjahr.
Die Behörde teilte in diesem Bericht nicht mit, wie sich die Getreideernte in Weizen, Gerste und Mais aufteilt.

19.12.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg am Montag führten gestern bei den Weizenfutures in Chicago zu moderaten Verlusten. Anzeichen global steigender Preise und die Erwartung, dass die US-Weizenexporte an Fahrt aufnehmen könnten, begrenzten das Abwärtspotenzial. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris erlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Tag mit schwachen Umsätzen und geringer Volatilität. Dabei schlossen die Termine der alten Ernte mit moderaten Verlusten, während die Termine der neuen Ernte fester schlossen. Morgen findet ein Treffen zwischen dem russischen Landwirtschaftsministerium und den großen Getreidehändlern statt. Unklar ist, ob danach eine Entscheidung zur Einschränkung der Weizenexporte getroffen wird. In Osteuropa und der Schwarzmeerregion könnte Frost die Wintergetreidebestände belasten. Der ukrainische Verband der Getreidehändler UZA erwartet für das Wirtschaftsjahr 2018/19 Weizenexporte in einem Volumen von 16 Mio. Tonnen. Für das Wirtschaftsjahr 2020/21 werden Exporte von 18 Mio. Tonnen erwartet.

18.12.2018 Ernte- und Exportprognosen aus der Ukraine

Der ukrainische Verband der Getreidehändler UZA erwartet, dass das Land am Schwarzen Meer im Wirtschaftsjahr 2018/19 27 Mio. Tonnen Mais und 16 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Der Verbandspräsident sagte, dass die Ukraine in der nächsten Saison, also in 2019/20, 27,3 Mio. Tonnen Mais und 25,4 Mio. Tonnen Weizen ernten wird. Davon werden dann 22 Mio. Tonnen Mais und 18 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt.

18.12.2018 Getreidemail

Die Hoffnung einer aufkeimenden Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sorgte gestern bei den Weizenfutures in Chicago für Kursgewinne. Mit 682.162 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Verlusten. An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures vom Preisanstieg in Russland, den Vereinigten Staaten und Argentinien und schlossen auf allen Fälligkeiten mit Gewinnen. Das 2-Monats-Hoch vom vergangenen Freitag wurde allerdings verfehlt. Das Tempo der russischen Weizenausfuhren nahm in den vergangenen Wochen stark ab. Die Exportmengen liegen nur noch 4% höher, als zum selben Termin im vergangenen Jahr. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Januar kostete am Freitagnachmittag 238 USD/Tonne fob (+10 USD/Tonne zur Vorwoche). Der Crop-Monitoring-Service der EU meldet, dass das Wintergetreide in weiten Teilen Europas wegen der verspäteten Aussaat aufgrund der zu geringen Bodenfeuchtigkeit unterentwickelt ist. Die Bestände sind dadurch weniger Tolerant gegen Frost. Einer aktuellen Prognose zufolge wird bis zum 20. Dezember aber kein starker Frost erwartet.

17.12.2018 EU erstmals seit einem Jahrzehnt Netto-Importeur von Getreide

In der laufenden Vermarktungssaison hat die Europäische Union mehr Getreide eingeführt, als exportiert. Seit dem 1. Juli und bis zum 16. Dezember importierten Händler 13,15 Mio. Tonnen Getreide, dagegen wurden in diesem Zeitraum 12,64 Mio. Tonnen ausgeführt. Das meldete die EU-Kommission heute.
Das ist das erste Mal seit der Saison 2007/08, dass die EU ein Netto-Importeur von Getreide ist.
7,5 Mio. Tonnen Weichweizen wurden exportiert. Das sind 25% weniger als die 9,9 Mio. Tonnen zu diesem Termin im Vorjahr.
Die Gerstenexporte betrugen 2,5 Mio. Tonnen und somit 1% weniger als im Referenzzeitraum in 2017.
Es wurden zudem 9,9 Mio. Tonnen Mai importiert. Ein Plus von 41% zum Vorjahr.

17.12.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 04.12. - 11.12. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 2.101 Kontrakte auf 87.468 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 3.904 Kontrakte auf 109.870 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen sank damit um 6.005 Kontrakte auf 22.402 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiterhin überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 1.754 Lots erhöht auf 277.727 Kontrakte, außerdem wurden die Short-Positionen um 43.118 Lots auf 179.110 Kontrakte reduziert. Damit ist die Mehrheit dieser Anlegergruppe mit 98.617 Netto-Long-Positionen weiter überwiegend bullisch gestimmt.
Reduziert um 6.525 Lots auf 11.068 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 11. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
17.12.2018 Russlands Preise für Exportweizen steigen deutlich

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen letzte Woche deutlich, nachdem die Börsennotierungen auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten gestiegen waren und Angebote aus der Region saisonbedingt abnehmen.
Das Tempo der russischen Weizenausfuhren hat sich in den vergangenen Wochen schon verringert. Die Exportmengen sind jetzt nur noch 4% höher als zum selben Termin im Vorjahr. Im Juli war der Vorsprung bei 40%.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Januar 2019 kostete am Freitagnachmittag 238 USD/Tonne fob. Das sind 10 USD/Tonne mehr als in der Woche zuvor.
Der Markt wird auch durch ein Treffen der Weizenexporteure im russischen Landwirtschaftsministerium beflügelt, das am Freitag, den 21. Dezember staatfinden soll. Die Regierungen in Moskau, wie auch in Kiew, beobachten die Exportaktivitäten genau, weil zumindest in Russland die Ernte knapp 10 Mio. Tonnen kleiner ausfiel, als im Vorjahr.
Händler erwarten schon seit Oktober, dass Moskau die Ausfuhren zum Ende der Vermarktungssaison beschränken könnte. SovEcon rechnet aber in dieser Woche noch nicht mit einer derartigen Entscheidung.
Seit dem 1. Juli und bis zum 13. Dezember führte Russland 25,4 Mio. Tonnen Getreide aus (+4%). Darin enthalten sind 21,6 Mio. Tonnen Weizen. Das Landwirtschaftsministerium in Moskau erwartet, dass bis zum Ende der Saison am 30.06.2019 ca. 38-39 Mio. Tonnen ausgeführt werden, 35 Mio. Tonnen davon sollen Weizen sein.

17.12.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen und technische Verkäufe nach dem 2-Monats-Hoch vom Vortag sorgten am Freitag für Kursverluste bei den Weizenfutures in Chicago. Für Unterstützung sorgten Anzeichen steigender globaler Weizenpreise und anziehende US-Weizenexporte. Institutionelle Anleger verkauften ca. 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Das USDA meldete am Donnerstag die größte Weizen-Exportmenge seit vier Monaten. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den letzten Handelstag der Woche uneinheitlich. Im Vergleich zur Vorwoche legten die Futures um 1,5% zu. Sie profitierten von den steigenden Preisen in Russland, die die Wettbewerbsfähigkeit von russischem Weizen am Weltmarkt verschlechtern. Ein geplantes Treffen zwischen Russlands Landwirtschaftsministerium und Getreideexporteuren am 21. Dezember befeuert die Spekulationen darüber, dass die Regierung möglicherweise versucht die Exporte zu drosseln, um die inländische Inflation der Lebensmittelpreise zu begrenzen. Der gesunkene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar unterstützt den Exportoptimismus in Frankreich. Strategie Grains schätzt die Weizenernte 2019 in der Europäischen Union (incl. Großbritannien) auf 147 Mio. Tonnen. Das wäre die größte Ernte seit vier Jahren.

14.12.2018 Russland: Weizenernte 2018 bei 70 Mio. Tonnen

Russlands Landwirtschaftsministerium schätzt die Weizenernte 2018 (gereinigt und getrocknet) jetzt auf 70 Mio. Tonnen. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax und nennt als Quelle den stellvertretenden Landwirtschaftsminister. Gerste wurde demnach in einem Volumen von 16,6 Mio. Tonnen geerntet und Mais in einem Volumen von 10 Mio. Tonnen.

14.12.2018 Getreidemail

Die gestiegene Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und Positions-Abdeckungen (Short Covering) sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für einen kräftigen Kursanstieg.
Mit 754.000 Tonnen US-Weizen, die größte Menge seit August, lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 500.000 - 800.000 Tonnen. Für den 21. Dezember berief das russische Landwirtschaftsministerium ein Meeting mit Getreideexporteuren ein. Nicht selten kommt es nach solchen Meetings zu staatlichen Regulierungen der Exportmengen. Institutionelle Anleger reagierten auf die Marktlage mit dem Kauf von ca. 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures erneut pofitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Nach Einschätzung des französischen Getreidemarktanalysten Strategie Grains wird die europäische Getreideernte in 2019 ein 4-Jahres-Hoch erreichen. Die Fachleute gehen von höheren Erträgen und einer um 6% größeren Anbaufläche aus. Es ist die erste Ernteschätzung für das Jahr 2019. Demnach werden in der EU(28) 147 Mio. Tonnen oder 16% mehr Weichweizen geerntet , als in 2018.

13.12.2018 EU(28)Getreide-Ernteschätzung für 2019 von Strategie Grains – 11% mehr

Nach Einschätzung des französischen Getreidemarktanalysten Strategie Grains wird die Europäische Getreideernte in 2019 ein 4-Jahres-Hoch erreichen. Die Fachleute gehen von höheren Erträgen und einer um 6% größeren Anbaufläche aus.
Es ist die erste Ernteschätzung für das Jahr 2019. Demnach werden in der EU(28) 147 Mio. Tonnen oder 16% mehr Weichweizen geerntet als in 2018. Das wäre die größte Erntemenge seit 2015 als in der Gemeinschaft 152 Mio. Tonnen geerntet wurden.
Seit dem Frühjahr 2018 herrschten in weiten Teilen der EU Trockenheit und Hitzewellen, die in Zentral- und Nordeuropa die Ernte kleiner ausfallen ließ. Deutschland, der zweitgrößte Weizenerzeuger im Block war besonders hart betroffen.
Die nächste Gerstenernte wird von Strategie Grains um 10% höher geschätzt. Das wären 61,5 Mio. Tonnen. Diese Steigerung kommt einzig aus höheren Erträgen.
Die Maisernte 2019 würde demnach 62,9 Mio. Tonnen groß ausfallen. Ein Plus von 4%, während die Roggenernte mit 8,2 Mio. Tonnen sogar um 29% größer ausfallen dürfte. Durumweizen ist das einzige Getreide mit einer kleineren Ernte von 8,1 Mio. Tonnen (-5%).
Insgesamt würde die EU-Getreideernte in 2019 um 11% größer als in 2018 ausfallen und 311 Mio. Tonnen erreichen (Vj.: 279 Mio. Tonnen).
Bei der Rapssaaternte sieht das allerdings ganz anders aus, denn das trockene Herbstwetter nach einem heißen und viel zu trockenem Sommer wird auf einer deutlich kleineren Anbaufläche heranwachsen.
Für die aktuelle Saison 2018/19 machte Strategie Grains kaum Änderungen zu seinen vorherigen Prognosen. Der Weizenexport wird allerdings nur noch bei 19 Mio. Tonnen gesehen (Vj. 20,5). Auch wenn sich derzeit die Exportpreise in Russland befestigen bleibt die EU vorerst am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig. Das kann sich erst ändern, wenn aus Russland kein Angebot mehr kommt.
Die Gerstenexporte aus der EU in 2018/19 werden mit 5,4 Mio. Tonnen ebenfalls kleiner als im Vorjahr ausfallen.

13.12.2018 Getreidemail

Technische Käufe und anziehende Kassamarktpreise am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Heute Nachmittag um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 500.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde moderat fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von der positiven Stimmung aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen zu. Die steigenden Kassamarktpreise in Russland nähren die Hoffnung, dass der Export in Westeuropa in der zweiten Hälfte der Saison an Dynamik gewinnt und verhalfen den Kursen gestern auf ein 8-Wochen-Hoch. Derzeit dominiert allerdings noch Russland den Weltmarktmarkt. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen zur Lieferung 1. - 10. Februar. 120.000 Tonnen davon kommen aus Russland und 60.000 Tonnen aus Rumänien. Nasse und milde Witterung im letzten Monat halfen den französischen Getreidebeständen, sich von den vorher zu trockenen Bedingungen zu erholen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein unverändert bei 1 Euro über Paris März 19.

12.12.2018 Französisches Wintergetreide jetzt in besserem Zustand

Nasse und milde Witterung im letzten Monat halfen den französischen Getreidebeständen sich von den vorher zu trockenen Bedingungen zu erholen. Das aktuelle Wetter begünstigt aber auch die Vegetation von Unkräutern, so der Wochenbericht von FranceAgriMer von heute.
Frankreich, Europas größter Getreideproduzent und –Exporteur erlebte im Sommer und im Frühherbst eine Trockenheit, die die Erträge der letzten Ernte gefährdete und auch die Aussaatbedingungen zur Ernte in 2019.
Derzeit gibt es aber, trotz schwieriger Voraussetzungen, keinen Hinweis mehr auf mögliche Ertragsverluste. Diese Kommentare hört man, nachdem es wieder zu regnen begann, auch von Analysten in andern Teilen Europas. Nur die Rapssaat erlitt Schäden, die noch zu Umbrüchen führen dürfte.
Das französische Landwirtschaftsministerium schätzte gestern, dass die Anbaufläche für Winterweizen und -Gerste in Frankreich um rund 3% ausgeweitet wurde. Das ging zulasten von der Rapsanbaufläche, die jetzt mindestens 24% kleiner sein dürfte.
Die Unkrautbekämpfung ist derzeit für französische Bauern eine Herausforderung. Einen neuen Zustandsbericht über die Wintersaaten konnte das Ministerium wegen technischer Probleme unterdessen heute nicht herausgeben. In der vorherigen Einschätzung lagen 82% der Weizenflächen beim Rating in der Top-Kategorie „good-to-excellent“.
Die französischen Weizenexporte sind von den sehr großen Ausfuhren nach Algerien sowie einem neuerlich lebhaftem Bedarf aus Westafrika begünstigt. Außerdem gab es zwei ungewöhnliche Aufträge zur Weizenlieferung nach China.
Die Endbestände in der Saison 2018/19 per 30. Juni 2019 werden für Frankreich jetzt auf 2,7 Mio. Tonnen geschätzt. Im letzten Monat lag die Schätzung noch bei 2,5 Mio. Tonnen. Die Ausfuhren aus Frankreich in andere EU-Länder sowie eine schwächere Nachfrage der nationalen Futtermittelhersteller werden für den höheren Endbestand als Grund angegeben.

12.12.2018 Ägypten kauft 180.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat Händlern zufolge 180.000 Tonnen Weizen zur Lieferung 1. - 10. Februar gekauft. Demnach kommen 120.000 Tonnen auf Russland und 60.000 Tonnen aus Rumänien.

12.12.2018 GASC – Tender: günstigste Offerte kommt aus Rumänien

Die günstigste Offerte in der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Mahlweizen liegt heute mit 241,26 USD/Tonne aus Rumänien vor.
Die GASC sucht heute eine nicht näher bestimmte Menge Weichweizen zur Lieferung in der Zeit vom 1.-10. Februar.
Die nächsten günstigen Offerte bieten russischen Weizen zu 242 USD/Tonnen an, gefolgt von US-Weizen.

12.12.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag mit Verlusten. Das US-Landwirtswirtschaftsministerium veröfftentlichte um 18:00 Uhr den WASDE-Report. Mit 268,1 Mio. Tonnen Weizen fiel die Schätzung der globalen Weizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 höher aus, als erwartet (266,79 Mio. Tonnen). Auch die Schätzung der US-Weizenendbestände lag mit 974 Mio. Bushel über den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 956 Mio. Bushel rechneten. Ägypten legte gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens zur Lieferung 1. bis 10. Februar auf. Die Angebotsfrist endet heute Mittag. Institutionelle Anleger verkauften ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten von den zuletzt gestiegenen Exportpreisen in Russland und Argentinien und vom schwächeren Wechselkurs des Euro. Frankreichs Landwirtschaftsministerium erwartet einen Anstieg der Weizenanbaufläche 2019 um 3,5% zum Vorjahr. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember unverändert bei €1,00 über Paris März 19. Mehr Kaufinteresse erwarten Marktteilnehmer für den Lieferzeitraum Januar - März 19.

12.12.2018 Ägypten sucht Weizen für Lieferung Ende Januar

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 1. bis 10. Februar erfolgen.
Es werden wieder alle Herkunftsländer wie bisher zugelassen, Offerten abzugeben.
Das Auktionsergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten 360.000 Tonnen Weizen aus Russland und der Ukraine zur Lieferung Ende Januar.

11.12.2018 China will Ethanolproduktion verdreifachen

China will bis zum Jahr 2020 die Kapazitäten für seine Ethanolproduktion verdreifachen. Das steht heute in einem Regierungsbericht. Die Nachfrage nach dem Energieträger wird steigen, weil man dringend saubere Treibstoffe braucht.
Dort werden deshalb neue Anlagen gebaut und Anträge für den Bau weiterer Anlagen gestellt, die bald 6,6 Mio. Tonnen Ethanol im Jahr produzieren sollen. Im Jahr 2017 gab es in China Anlagen mit einer Produktionskapazität von 2,8 Mio. Tonnen.
Im letzten Jahr hatte die Regierung in Peking bereits mitgeteilt, dass der Treibstoff im Jahr 2020 landesweit mit Bioenergieträgern angereichtet sein soll. Das würde bedeuten, dass dann 15 Mio. Tonnen Biotreibstoff benötigt werden. Das wurde international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, denn China wird diese Menge nicht selber produzieren können.
Die Produktionsanlagen sollen aber dem Bedarf angepasst werden und der Weg dahin wird als dynamisch und ambitioniert bezeichnet. Fachleute glauben aber, dass China auch große Mengen an Ethanol aus Nord- und Südamerika importieren muss. Für beide Länder wäre das eine große Chance. Chinesen fordern bereits die Absenkung von Importzöllen auf Mais und höher Importquoten.
Inzwischen sollen Anlagen mit einer Produktionskapazität von 3,38 Mio. Tonnen Ethanol in China bestehen, im Bau oder in der Zulassung sein. Die Rohstoffe dafür sind 1,45 Mio. Tonnen Mais und 1,7 Mio. Tonnen Maniok. Außerdem werden in China auch Weizen und Hirse zur Ethanolproduktion verbraucht. Zudem gibt es stillgelegte Alkoholfabriken mit einer Kapazität von 7 Mio. Tonnen, die leicht zur Ethanolherstellung umgerüstet werden können.

11.12.2018 In Frankreich mehr Weizen zulasten des Rapsanbaus

Französische Landwirte haben mehr Weichweizen für die ernte im nächsten Jahr angebaut, was zulasten der Rapsanbaufläche geht. Das teilte heute das Landwirtschaftsministerium in Paris mit.
In ihrer ersten Schätzung zur Flächennutzung für die Ernte 2019 schätzt das Ministerium die Weizenanbaufläche auf 5,03 Mio. Hektar, 3,5% mehr als für die 2018er Ernte und auch leicht mehr als im Mittel der letzten fünf Jahre.
Ein Teil der Flächenausweitung wird damit begründet, dass es für die Aussaat von Rapssaat in diesem Herbst zu trocken war. Die Winterrapsfläche wird auf 1,23 Mio. Hektar geschätzt, 23,6% weniger als letztes Mal; es ist die kleinste Rapsanbaufläche in Frankreich seit 2005.
Auch in anderen Teilen Europas konnten die Bauern ihre Anbauplanung für Raps wegen der Trockenheit nicht umsetzen. Da die Rapssaat nicht überall aufgelaufen ist, muss man davon ausgehen, dass im Frühjahr noch einige Flächen wieder umgebrochen werden müssen, sodass in Frankreich dann nur noch auf rund 1 Mio. Hektar Raps wachsen würde. Die Regenfälle der letzten Wochen waren für den Winterweizen von Vorteil, da dieser später als Raps gesät wird.
Auch der Anbau von Gerste konnte von der Misere beim Raps profitieren. Die Wintergerstenfläche in Frankreich wird heute auf 1,33 Mio. Hektar geschätzt, das sind 3,3% mehr als in der letzten Saison.
Trotz alledem wurde der Durum-Weizenanbau in Frankreich um 11,1% eingeschränkt. Die Anbaufläche wurde jetzt auf 308.000 Hektar geschätzt. Die Landwirte sind von den aktuellen Preisen enttäuscht und in 2018 war es im Süden Frankreichs dafür auch zu trocken.
Weizen und Rapssaat werden in Frankreich fast ausschließlich als Wintergetreide angebaut. Die Gerste gehört dort hauptsächlich zu den Sommerungen.
Abschließend gab das Ministerium noch eine Korrektur von 39,2 auf 39 Mio. Tonnen zur letzten Ernteschätzung für Zuckerrüben heraus. Das waren wegen der Sommertrockenheit 16% weniger als in 2017. Die Schätzung zur Maisproduktion wurde gegenüber dem letzten Monat von 12,25 auf 12,4 Mio. Tonnen angehoben. Die Maisernte in Frankreich ist damit 13% kleiner als in 2017.

11.12.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 27.11. -04.12. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 3.419 Kontrakte auf 85.367 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 6.787 Kontrakte auf 113.774 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen sank damit um 10.206 Kontrakte auf 28.407 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiterhin überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 54.612 Kontrakte erhöht auf 275.973 Lots, außerdem wurden die Short-Positionen um 21.281 Kontrakte auf 222.228 Lots reduziert. Damit ist die Mehrheit dieser Anlegergruppe mit 53.745 Netto-Long-Positionen wieder überwiegend bullisch gestimmt.
Reduziert um 46.269 Lots auf 17.593 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 4. Dezember in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.12.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen nach dem Kursanstieg am Freitag und der festere US-Dollar belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 18:00 veröffentlicht das USDA den monatlichen WASDE-Report. Analysten erwarten beim Weizen einen leichten Anstieg der US-Endbestände und der globalen Endbestände 2018/19. Die eCBoT handelt heute Morgen nochmals moderat schwächer.
An der Euronext in Paris verlief der Handel in sehr ruhigen Bahnen und die Weizenfutures schlossen uneinheitlich. Die russischen Exportpreise für Weizen stiegen letzte Woche mit den Terminmarktkursen, die um 3% zulegten, weil die US-Weizenexporte in Gang kommen. Russlands Weizenpreise profitieren von den Exportaufträgen aus Ägypten für die Lieferung von 290.000 Tonnen Ende Januar. Schwarzmeerexportpreise für russischen Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember lagen am vergangenen Freitag bei 228 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD mehr als in der Woche zuvor. Daten der EU-Kommission zeigen, dass sich die EU-Weichweizenexporte 2018/19 bisher auf 7,2 Mio. Tonnen summieren ( -23% zum Vorjahr). Die jüngsten Niederschläge haben für eine Entspannung der Lage an Rhein und Donau gesorgt.

11.12.2018 Sojabohnenkurse unter Druck – US-Exportdaten sind miserabel

Die Kurse der CBoT-Sojabohnenfutures sinken heute am zweiten Tag in Folge, da die Preise wegen der ausbleibenden Nachfrage aus China unter Druck geraten. Der Handelsstreit ist noch nicht vorbei.
Die US-Exportdaten für Sojabohnen sind miserabel und es gibt eine Menge Risiken für den Markt solange der Handelsstreit anhält, analysieren heute Morgen Agrarmarkthändler an der National Australian Bank. Es gibt keine Neuigkeiten wegen der von China versprochenen Käufe von US-Agrarrohstoffen.
Heute wollen der Vize Premier Liu He und US-Sekretär Steven Mnuchin sowie der US-Handelsminister Robert Lighthizer einen Rahmenplan das weitere Vorgehen in einer Telefonkonferenz vereinbaren.
China importierte im November 5,38 Mio. Tonnen Sojabohnen. Das war die kleinste Menge seit zwei Jahren.
Heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das USDA seinen nächsten WASDE-Report veröffentlichen. Worin Angebot und Nachfrage sowie die Vorräte für die Agrarrohstoffe Weizen, Mais und Sojabohnen aus Sicht des US-Landwirtschaftsministeriums aufgezeigt werden.
Analysten schätzten im Vorfeld des Berichts, dass es bei US-Sojabohnen kaum Veränderungen zum Vormonat geben wird. Brasilianische Sojabohnenfarmer könnten in dieser Saison aufgrund der hohen Nachfrage aus China die Rekordmenge von 82,7 Mio. Tonnen Sojabohnen exportieren, so die Erwartung des brasilianischen Ölmühlenverbands Abiove.

10.12.2018 Russlands Exportpreise für Weizen folgen den Börsennotierungen

Die russischen Exportpreise für Weizen stiegen letzte Woche mit den Terminmarktkursen, die um 3% zulegten, weil die US-Weizenexporte in Gang kommen.
Die russischen Weizenpreise profitieren von den Exportaufträgen aus Ägypten für die Lieferung von 290.000 Tonnen Ende Januar.
Schwarzmeerexportpreise für russischen Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember lagen am vergangenen Freitag bei 228 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD mehr als in der Woche zuvor.
Russische Getreideanbieter ließen sich nicht von den Unregelmäßigkeiten bezüglich ägyptischer Zahlungsgarantien beeindrucken und offerierten in der ägyptischen internationalen Ausschreibung zum Kauf von Weizen weiter wie zuvor. Man geht in Russland offensichtlich davon aus, dass die Verzögerungen bei der Zustellung von Bankbürgschaften rein technischer Natur sind.
Seit dem 1. Juli und bis zum 6. Dezember exportierte Russland 24,6Mio. Tonnen Getreide. Das waren 9% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Davon waren 20,9 Mio. Tonnen Weizen.

10.12.2018 Getreidemail

Aufkeimendes Exportinteresse an US-Weizen sowie sehr gute wöchentliche Exportzahlen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago auf ein Fünfeinhalb-Wochen-Hoch schließen. Mit 711.700 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Exportzahlen über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Private Exporteure berichten zudem von einem Verkauf von 224.000 Tonnen US-Weizen an eine unbekannte Destination zur Lieferung 2018/2019. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Hierzulande gibt es allerdings Zweifel, ob auch EU-Weizen bessere Exportchancen hat. Das muss sich erst einmal bewahrheiten. Schließlich hat Russland mehr Weizen für den Export zur Verfügung, als vorher angenommen. Der letzte Ägypten-Tender zeigt das deutlich. Dort hat Russland den Zuschlag zur Lieferung von 290.000 Tonnen erhalten. Inzwischen kauft Algerien auch Weizen aus Argentinien. Deutschland führt große Mengen Futtergetreide aus dem Schwarzmeerrraum ein.

10.12.2018 Fonds kauften am Freitag Weizen, Mais und Sojabohnen

07.12.2018 Frankreichs Getreidewirtschaft in hohem Maße vom Algerienexport abhängig

Frankreich exportierte im Oktober 1,13 Mio. Tonnen Weichweizen, ähnlich viel wie im September. Davon wurden 625.000 Tonnen in Länder außerhalb der EU verschifft. Das zeigen die Zolldaten von heute. Algerien war mit 480.000 Tonnen wieder einmal der bedeutendste Käufer außerhalb der EU.
Seit dem Saisonstart am 1. Juli und bis Ende Oktober exportierte Frankreich 5,05 Mio. Tonnen Weizen. Ein Plus von 8% gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr.
Die Verladungen in Länder außerhalb der Gemeinschaft betrugen 2,8 Mio. Tonnen oder 38% mehr als im Vorjahr. Davon gingen allein nach Algerien 2,27 Mio. Tonnen, also 81% der Drittlandexporte.
Russland bemüht sich inzwischen auch um die Möglichkeit nach Algerien liefern zu dürfen. Wegen der hohen Anforderungen in Bezug auf Bruchkorn und anderen Qualitätsparametern ist das bisher nicht möglich. Sollte sich die Einkaufspolitik in Algerien ändern, wäre das für Frankreich und für die Exporte aus der EU insgesamt eine Katastrophe.

07.12.2018 Kanadas Canola-Ernte bleibt unter den Erwartungen

Kanadas Farmer ernten weniger Canola und mehr Weizen als erwartet. Das zeigt ein Report des Statistic Canada von gestern.
Die Regierungsbehörde schätzt Kanadas 2018er Canola-Ernte auf 20,343 Mio. Tonnen. In 2017 waren es 21,3 Mio. Tonnen. Händler waren bisher von 20,8 Mio. Tonnen ausgegangen.
Das Canola-Angebot wird im kommenden Wirtschaftsjahr zwar kleiner aber immer noch auskömmlich ausfallen.
Die Weizenernte in Kanada wird der Prognose zufolge 31,769 Mio. Tonnen groß sein. Ein Plus von 6% gegenüber dem Vorjahr und auch mehr als vom Markt erwartet worden war.
Die Canola-Futures an der Terminbörse ICE profitierten von der niedrigeren Ernteschätzung sowie von einem schwächeren Wechselkurs des kanadischen Dollars. Analysten bemerkten, dass der Juli-19-Terminkontrakt gegenüber der November-19-Fälligkeit gewann. Der Juli-kontrakt hat jetzt eine 9-Dollar-Prämie, nachdem er vorher noch einen Discount gehandelt hatte. Daraus ist zu schließen, dass man zum Ende der Vermarktungssaison mit einem Versorgungsengpass rechnet.
Schwierige Wetterbedingungen hatten die Canola-Ernte in Kanada unterbrochen. Kalte Temperaturen und Schneefälle in Teilen der Prärie brachten Ertrags- und Qualitätsverluste. Das Winterwetter folgt einem heißen und trockenen Sommer, was beides Ertragsverluste verursachte.

07.12.2018 Ägypten kaufte 350.000 Tonnen Weichweizen

Der staatliche ägyptische Getreidehändler GASC kaufte gestern in einer internationalen Ausschreibung 350.000 Tonnen Weichweizen.
290.000 Tonnen werden aus Russland geliefert, 60.000 Tonnen aus der Ukraine.
Die Verladung soll in der Zeit vom 21. – 31.01.2019 stattfinden.
Es werden Preise von 252,20 – 253,35 UZSD/Tonne frachtfrei bezahlt.

07.12.2018 Getreidemail

Die Weizenmärkte standen gestern unter Druck weil bezweifelt wird, dass sich der Handelsstreit zwischen China und den USA schnell erledigt. Die Verhaftung der Huawei-Chefin auf Bestreben der USA verärgert die Regierung in Peking. Alle Rohstoff- und Aktienmärkte gaben deutlich nach. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse den Weizen in Chicago auf Vortagesniveau.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen und geringer Volatilität uneinheitlich. Auch die Weizenexporte aus der EU enttäuschen. Es hat den Anschein, das viele Getreidehändler bereits im Weihnachtsurlaub sind. Wann der russische Weizenexport austrocknet, ist ungewiss und inzwischen stehen bereits die Argentinier für Lieferungen aus der dortigen neuen Ernte bereit. Der gestrige Ägypten-Tender zum Kauf von Weizen schlug den russischen Exporteuren 290.000 Tonnen zu und 60.000 Tonnen der Ukraine. In den höheren Preisen steckt eine Risikoprämie von über 10 USD/Tonne, weil es Unsicherheiten bezüglich der Bonität Ägyptens gab.

06.12.2018 Hoher Risikozuschlag für Weizen in der heutigen Ausschreibung Ägyptens

Die niedrigste Offerte für Weizen in der Ausschreibung Ägyptens liegt bei 236,30 USD/Tonne fob für 60.000 Tonnen russischen Weizen.
In der vorherigen Ausschreibung wurden Preise von 221 USD/Tonnen bezahlt.

06.12.2018 FAO – Index auf Lebensmittelpreise sinkt auf niedrigsten Wert seit Mai 2016

Im November sanken die Preise für Lebensmittel weltweit auf das niedrigste Niveau seit mehr als zwei Jahren. Das lag an niedrigeren Preisen für Pflanzenöle, Milch und Getreide, erklärte heute die United Nations Agentur FAO in Rom.
Der Index wichtiger Grundnahrungsmittel, der monatlich von der FAO aus Preisen für Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker berechnet wird, stand im November 2018 im Mittel auf 160,8 Punkte (Vormonat: 162,9 Punkte). Das ist der niedrigste Wert seit Mai 2016.
Der Getreideindex wurde im November mit 164 Punkten berechnet, ein Minus von 1,1%. Die Preise für Speiseöle sinken bereits seit zehn Monaten und sind mit einem Minus von 7,6% auf dem niedrigsten Niveau seit 12 Jahren.
Die Getreidepreise sanken zum Teil, weil die neue Reisernte in starker Konkurrenz zur großen Maisernte steht. Die Palmölpreise stehen unter Druck weil die die führenden Exportnationen Indonesien und Malaysia hohe Vorräte haben und die Rohölpreise stark sanken.
Die Sojaöl- und Sonnenblumenölpreise schwächeln wegen dem großen Angebot aus den USA, der EU und einigen Entwicklungsländern sowie positiver Produktionsbedingungen im Schwarzmeerraum.
Die Preise für Milchprodukte sanken seit Oktober um 3,3%. Es war der sechste Preisrückgang in Folge. Die Fleischpreise gaben ebenfalls leicht nach.
Die FAO schätzt die Welt-Getreideernte 2018/19 auf 2,595 Mrd. Tonnen, etwas weniger als noch vor einem Monat und auch unter der Rekordernte im letzten Jahr. Die Weizenproduktion 2018/19 wird aktuell auf 725,1 Mio. Tonnen geschätzt. 2,8 Mio. Tonnen weniger als im Oktober. Die Ernteschätzungen in der Türkei und in Russland wurden leicht nach unten korrigiert.
Die Weltgetreidebestände am Ende der Saison in 2019 werden auf 762 Mio. Tonnen geschätzt.

06.12.2018 Verspätete Bankbürgschaften: Ägyptische Behörden widersprechen

Gestern wurde behauptet, dass Ägypten für 16 Weizenlieferungen mit der Gesamtmenge von 945.000 Tonnen keine Bankbürgschaften den Lieferanten vorgelegt hat und sich deshalb die Bezahlung verzögern würde.
Dem widersprechen jetzt die ägyptischen Behörden. Für einen Teil der Lieferungen seinen Bankgarantien erstellt worden, für andere hätte das noch Zeit und sie würden fristgerecht zugestellt.
Die Weizenlieferungen sollten vom 11.-20. November, 1.-10. Dezember sowie 11.-20. Dezember verladen werden. Für drei der Lieferungen seien definitiv die Bürgschaften zugestellt worden, für weitere fünf sind sie jetzt in Arbeit. Alle anderen acht Lieferungen sollen erst ab dem 11. Dezember verladen werden.
Akute Engpässe mit Fremdwährungen gab es in Ägypten bereits in der Vergangenheit. Ende November sollen die Fremdwährungen in Ägypten einen Wert von 44,513 Mrd. USD betragen haben. Damit könnte man neun Monate lang Importe finanzieren. In den letzten beiden Jahren haben sich die ausländischen Finanzreserven Ägyptens sogar verdoppelt.
Der Unterschied zu den vorherigen Vorfällen besteht darin, dass es sich derzeit um eine sehr große Weizenmenge handelt. Es geht um drei Ausschreibungen. Außerdem hätten die Käufer einigen Lieferanten mitgeteilt, dass die Sicherheiten erst im Januar zugestellt würden. Das lässt die Verkäufer vorsichtiger werden.
Kairo gibt jährlich 1,5 Mrd. USD für Weizenimporte aus, um sein Subventionsprogramm zur Armenspeisung zu finanzieren, auf die viele der 100 Mio. Ägypter angewiesen sind. Das Finanzministerium hatte der GASC mitgeteilt, dass es zu Verzögerungen der Bezahlungen kommen kann. Einige Verkäufer wurden darum gebeten, Lieferungen, die für den 11-20 Dezember vorgesehen waren, erst im Januar zu liefern oder fristgerecht ohne Bankgarantie zu liefern. Davon war bei der Ausschreibung nichts bekannt.

06.12.2018 Getreidemail

Die verhaltene Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sorgte bei den Weizenfutures gestern in Chicago für Verluste. Auch gestern meldete die CBoT keine Andienungen auf den SRW-Dezember-18 Kontrakt. Insgesamt war das Handelsvolumen schwach, da viele US-Märkte, darunter die Aktien- und Anleihemärkte, im Gedenken an den Tod des ehemaligen US-Präsidenten Busch sen. geschlossen waren. Marktteilnehmer warten weiter auf eine Nachfragebelebung aus China, nachdem es am Rande des G20-Gipfels in Argentinien Anzeichen einer Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China gab. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. Bei schwachen Umsätzen folgten die Weizenfutures in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben ebenfalls nach. Institutionelle Anleger an der Euronext reduzierten ihre Netto-Long-Position in der vergangenen Woche von 20.330 auf 18.880 Kontrakte. Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken, Versicherungen und dergleichen, wettet damit weiterhin mehrheitlich auf steigende Preise. Ägypten sucht per Ausschreibung Weizen zur Lieferung Ende Januar. Unterdessen wird gemeldet, daß Ägypten für 945.000 Tonnen Weizen noch keine Bankbürgschaft ausgestellt hat.

06.12.2018 Ägypten sucht Weizen für Lieferung Ende Januar

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 20. bis 31. Januar erfolgen.
Es werden wieder alle Herkunftsländer wie bisher zugelassen, Offerten abzugeben.
Das Auktionsergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten 240.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten, Russland und Rumänien zur Lieferung Anfang/Mitte Januar.
Spannend wird sein, wie groß die Beteiligung der internationalen Handelshäuser sein wird, denn gestern wurde gemeldet, dass es bei der Ausstellung der Akkreditive offenbar zu Verzögerungen kommt.

05.12.2018 Ägypten hat für 945.000 Tonnen Weizen keine Bankbürgschaft ausgestellt

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer, die GASC, hat für 16 Weizenlieferungen keine Bankbürgschaft ausgestellt, was zu Zahlung verzögern dürfte. Das meldet soeben der Nachrichtendienst Reuters unter Berufung auf Händler, die mit den Fällen vertraut sind.
Bankbürgschaften sind eine Form von Garantien, die die rechtzeitige Bezahlung an den Verkäufer versprechen.
Das Problem ist bisher bei 16 Lieferungen aufgetaucht, die 945.000 Tonnen Weizenlieferungen, die für Ende November vorgesehen waren, betreffen.

05.12.2018 Getreidemail

Zweigeteilt beendeten gestern die SRW-Weizenfutures den Handel in Chicago. Während die Termine bis Mai 19, die von Short-Abdeckungen (Short Covering) institutioneller Anleger und von Kursgewinnen beim Soja- und Maiskomplex profitierten, moderat zulegten, mussten die Folgetermine leichte Verluste hinnehmen. Präsident Trump warnte, er werde zu den Zöllen zurückkehren, sollte China seinen Zusagen nicht Taten folgen lassen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen ebenfalls uneinheitlich. Der Getreidelobbyist Coceral senkte gestern seine Prognose für die EU-Weizenernte 2018 von 129,9 Mio. Tonnen auf 128,6 Mio. Tonnen. 2017 wurden in der Gemeinschaft 141,9 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Prämien für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember auf €2,50 Euro über Paris Dezember 18. Die Nachfrage der Mühlen nach Weizen der alten Ernte ist derzeit gering. Händler hoffen, daß die Niederschläge in dieser Woche eine Entspannung der Wasserstände auf Rhein, Donau und Co. bringen.

04.12.2018 Russlands Wintergetreide in schlechtem Zustand

Russlands Wintergetreidesaaten sind in schlechterem Zustand im Vergleich zum Vorjahr und zum dem Mittel der letzten fünf Jahre. Das teilte heute das Hydrometcentre Wetterdienste mit.
Russland und die Ukraine sind beide große Weizenexporteure, die den Weltmarkt über das Schwarze Meer und das Asowsche Meer bedienen. Die Aussaat von Wintergetreide zur Ernte in 2019 fand in diesem Herbst bei trockenem Wetter statt. Regenfälle der letzten Tage haben die Lage inzwischen aber verbessert.
9% der Winterssaatenstände sind in sehr schlechtem Zustand, verglichen mit 5% zum gleichen Termin im Vorjahr und 7,7-8% im Mittel der letzten fünf Jahre.
In den russischen Getreideanbauregionen wird jetzt Schneefall vorausgesagt. Die Feldbestände in der Wolgaregion sowie dem südlichen und nördlichen Kaukasus wurden mit 5,11 und 21% als kritisch eingestuft. Warmes Wetter kann aber noch alles richten. Erst Ende Februar wird man wissen, wie das Getreide durch den Winter kommt.
Die russischen Bauern haben auf 102,5% der ursprünglich geplanten Flächen Wintergetreide angebaut, es sind insgesamt 17,6 Mio. Hektar geworden.
Das Beratungsunternehmen SovEcon hat in dieser Woche eine erste Ernteprognose für 2019 abgegeben. Demnach können es 121 Mio. Tonnen Getreide werden, wovon 77,3 Mio. Tonnen Weizen sein werden.
Das russische Landwirtschaftsministerium geht unterdessen noch von 110 Mio. Tonnen Getreide aus, wovon 70 Mio. Tonnen Weizen sind.

04.12.2018 Coceral senkt EU-Ernteprognose für Weizen und Gerste

Der Getreidelobbyist Coceral hat heute seine Prognose für die EU-Weizenernte 2018 von 129,9 Mio. Tonnen auf 128,6 Mio. Tonnen gesenkt. In 2017 waren es in der Gemeinschaft 141,9 Mio. Tonnen.
Die Prognose für die EU-Maisernte 2018 ist jetzt bei 60,5 Mio. Tonnen nach 58,9 Mio. Tonnen im September. Vj: 60,8 Mio. Tonnen.
Die Gerstenproduktion wird jetzt auf 56 Mio. Tonnen gesehen, zu vorher 57,4 Mio. Tonnen und im Vorjahr 58,7 Mio. Tonnen.
Die Rapsproduktion 2018 in der EU blieb in der Schätzung zum Vormonat nahezu unverändert bei 19,4 Mio. Tonnen. Im Vorjahr waren es 21,9 Mio. Tonnen.

04.12.2018 Weizenimport: Indonesien verlangt von der Ukraine Schädlingsbekämpfung

Indonesien, ein wichtiger Importeur von ukrainischem Weizen, hat die Ukraine aufgefordert, bei allen Weizenlieferungen eine Schädlingsbekämpfung durchzuführen. Die Maßnahme muss bereits vor der Verladung und unter Aufsicht des ukrainischen Pflanzengesundheitsamts stattfinden.
Die Begasung soll dazu beitragen, dass die Schädlinge aus den landesüblichen Getreidesilos abgetötet werden, und nicht mehr in den Export kommen. Die indonesische Quarantäneagentur beabsichtigt, alle importierten Getreidepartien, die lebende Tiere aufweisen, zurück zu weisen. Diese Maßnahme soll ab dem 1. Januar 2019 strikt angewendet werden.
Indonesien importierte in 2017/18 (Juli/Juni) 2,3 Mio. Tonnen Weizen aus der Ukraine. Die Ukraine exportierte in dieser Zeit insgesamt 17,2 Mio. Tonnen Weizen.

04.12.2018 Getreidemail

Das Abdecken von Shortpositionen (Short Covering) institutioneller Anleger sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Die CBoT meldete auch gestern keine Andienungen auf den SRW-Dezember-18 Kontrakt . Mit 472.665 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT wieder schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen moderat zulegen. Australiens ABARES senkte die Prognose der Weizenernte 2018 um11% auf 16,95 Mio. Tonnen. Das wäre die kleinste Ernte seit 2008. Indiens Weizenproduktion könnte im Jahr 2019 deutlich schwächer ausfallen, als die Rekordernte in diesem Jahr. In den Kernanbauregionen ist sehr viel weniger Regen gefallen und auch hohe Temperaturen dürften die Erträge des Wintergetreides beschränken. Die EU-Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr liegen mit 6,4 Mio. Tonnen 29% hinter dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein unverändert mit 3,50 Euro über Paris Dezember 18.

03.12.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 20.11. - 27.11. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 2.556 Kontrakte auf 81.948 Kontrakte, sie erhöhten jedoch gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 3.321 Kontrakte auf 120.561 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen stieg damit um 765 Kontrakte auf 38.613 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiterhin überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 2.081 Kontrakte erhöht auf 221.361 Lots, allerdings wurden auch die Short-Positionen um 16.384 Kontrakte erhöht auf 243.509 Lots erhöht. Damit baute diese Anlegergruppe den Bestand an Netto-Short-Positionen kräftig aus auf 22.148 Lots.
Erhöht um 3.616 Lots auf 63.862 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 27. November in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt.
03.12.2018 Irak-Tender: US-Weizen hat den niedrigsten Preis

Weizen aus den USA hat mit 320,31 USD/Tonne c&f free out den niedrigsten Preis in einer Ausschreibung des Irak, um 50.000 Tonnen Hard Red Winterweizen zu kaufen. Einen Zuschlag hat es bisher nicht gegeben.
Die Käufer suchten Weizen aus den USA, Kanada oder Australien. Russischer Weizen ist im Irak als Anbieter bislang nicht zugelassen. Im Dezember wollen die beiden Länder aber über mögliche Änderungen dieser Regelung beraten.
Am 27. September kaufte das Irakische Handelsministerium 100.000 Tonnen HR-Weizen aus den USA und aus Australien zu einem Preis von 337,86 USD/Tonne c&f.
In den letzten Wochen haben private Importeure diverse Getreideimporte getätigt, ohne dafür eine internationale Ausschreibung aufzulegen.

03.12.2018 ABARES senkt Prognose: Australische Weizenernte auf 10-Jahres-Tief

Australien hat heute seine Prognose zur Weizenernte um11% gesenkt. Es wäre damit die kleinste Ernte seit mehr als einem Jahrzehnt. Eine lähmende Trockenheit an der Australischen Ostküste dürfte dazu führen, dass der weltweit viertgrößte Getreideexporteur weniger ausführen kann.
Die Weizenproduktion 2018/19 kommt nach Einschätzung des nationalen Statistikbüros ABARES auf 16,95 Mio. Tonnen. Das ist nochmals weniger als die vorherige Schätzung aus dem September, die noch bei 19,1 Mio. Tonnen lag. Das wäre die kleinste Ernte seit 2008 als nur 13,6 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurde.
Die niedrigere Weizenproduktion in Australien reduziert das Exportpotential des Kontinents und dürfte sich auf die Entwicklung der Weizenkurse am CBoT positiv auswirken. Der Kurs ist heute bereits auf den höchsten Stand seit zwei Monaten gestiegen.
Australien exportiert üblicherweise zwei Drittel seines Weizens, aber der Bedarf der lokalen Müller drängt sich vor die Nachfrage großer Käufer wie Indonesien. Der größte Getreidehändler Australiens GrainCorp ist unterdessen in wirtschaftliche Not geraten und hat am Wochenende ein Übernahmeangebot von einem bisher wenig bekannten Vermögensverwalter erhalten.
Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Ernteschätzungen noch weiter zurück genommen werden müssen. Der staatliche Wetterdienst erwartet aber auch in den kommenden Tagen bis in die ersten Wochen in 2019 trockenes Wetter.

03.12.2018 Unzulängliche Niederschläge und Hitze in Indien gefährden Weizenernte 2019

Indiens Weizenproduktion könnte im Jahr 2019 deutlich schwächer ausfallen als die Rekordernte in diesem Jahr. In den Kernanbauregionen ist sehr viel weniger Regen gefallen und auch hohe Temperaturen dürften die Erträge des Wintergetreides beschränken. Das ist das Ergebnis einer Reuters-Umfrage unter Bauern und Analysten.
Niedrigere Getreideerträge in Indien, dem Land mit der zweitgrößten Weizenproduktion der Welt, könnten dazu führen, dass die Regierung in Delhi die Importzölle für Weizen senken muss, um eine geordnete Versorgung im Land zu erhalten. Das würde mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den Börsenkurs an der CBoT Einfluss nehmen.
Die Bundesstaaten Madhya Pradesh und Uttar Pradesh sind mit 45% der indischen Weizenfläche die mit Abstand größten Weizenproduzenten des Subkontinents. In diesen beiden Staaten regnete es während der Monsunzeit zwischen Juni und September 10%weniger als üblich. Daneben behindern hohe Temperaturen das Getreidewachstum.
Bis zum 30. November wurde in Indien auf 15,3 Mio. Hektar Winterweizen angebaut. Im Vorjahr waren es 15,7 Mio. Hektar. Schon alleine wegen der kleineren Anbaufläche dürfte die Getreideernte 2019 kleiner ausfallen.
In 2018 kamen in Indien 99,7 Mil. Tonnen Weizen zusammen. Wegen der ausbleibenden Niederschläge sind die Weizenpreise im Land bereits um 15% gestiegen. Hinzu kommt, dass der Wechselkurs der Rupie verfallen ist und Importe damit teurer.
Stattdessen wird die Regierung aber erst einmal staatliche Reserven auf den Markt geben. Die staatlichen Weizenbestände werden am 1. November 2018 auf 33,14 Mio. Tonnen geschätzt. Ein Plus von 39% gegenüber demselben Termin im Vorjahr.
Steigt der Preis um weitere 10 % auf über 2.200 Rupien/Tonne, kann die Regierung Importzölle senken. Trotz der bereits gestiegenen Preise sind die Bauern frustriert, weil Betriebsmittel wie Düngemittel und Diesel teuer geworden sind.
Indische Müller importierten in 2017/18 1,65 Mio. Tonnen Weizen, im Jahr davor sogar 5,7 Mio. Tonnen. Lieferanten waren Australien, Russland und die Ukraine.

03.12.2018 Russlands Getreideexporte dieses Jahres haben einen Wert von 26 Mrd. USD

Russlands Landwirtschaftsminister berichtet dem Kabinettschef Vladimir Putin, dass die gereinigte Getreideernte dieses Jahres 110 Mio. Tonnen groß ist, so ein Bericht heute Morgen aus dem Kreml. Demnach plant Russland Getreideexporte von 39 Mio. Tonnen, davon 34 Mio. Tonnen Weizen. Das entspricht einem Wert von 26 Mrd. USD.

03.12.2018 Getreidemail

Keine Andienungen auf den SRW-Dezember-18 Kontrakt zum First Notice Day, der festere Kassamarkt und Short-Abdeckungen ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Aufschlägen schließen. Der auslaufende Frontmonat Dezember legte um über 19 Cent/Bushel zu und schloss auf demselben Niveau wie der Folgetermin März 19. Am Kassamarkt in Kansas City stiegen die Proteinprämien auf HRW-Weizen um 3 Cent auf 25 Cent, was eine gestiegene Nachfrage der Mühlen unterstellt. Institutionelle Anleger kauften ca. 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Ausssichten auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China treiben heute Morgen die Kurse in der eCBoT nach oben. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Es herrscht insgesamt eine abwartende Stimmung. Händler beobachten intensiv die Entwicklungen nach dem G20 Gipfel in Argentinien und vor dem Treffen der OPEC-Länder Ende der Woche in Wien. Konfliktpotenzial bietet der Streit im Asowschen Meer zwischen der Ukraine und Russland. Obwohl nur begrenzte Mengen ukrainischen Getreides über das Asowsche Meer exportiert werden, könnte eine weitere militärische Eskalation die Getreidemärkte beunruhigen.

30.11.2018 Britischer Winterweizenanbau auf 5-Jahres-Hoch

Die Weizenanbaufläche in Großbritannien zur Ernte 2019 wurde um 4% ausgeweitet. Mit 1,86 Mio. Hektar wurde soviel Winterweizen angebaut, wie seit fünf Jahren nicht mehr. So das Ergebnis einer Umfrage unter Experten durch das Agriculture and Horticukture Development Board (AHDB). Diese Mitteilung kam heute rein.
Die Kombination aus optimalen Aussaatbedingungen und die vergleichbar guten Preise ermutigten die Landwirte den Anbau auszuweiten, heißt es.
Die Wintergerstenfläche wurde sogar um 13% auf 444.000 Hektar ausgeweitet. Es wird aber damit gerechnet, dass die Sommergerstenfläche um 3% auf 735.000 Hektar abnimmt.
Der Rapsanbau sinkt auf der Insel um 3% auf 582.000 Hektar. Trockene Bodenverhältnisse während der Aussaat der Ölsaat sowie ein hoher Befall der Laven des Rapserdflohs werden dafür als Begründung angegeben.

30.11.2018 Frankreich: Nur 76% der Wintergerste in Top-Verfassung

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet heute, dass 82% der Winterweizenbestände zur Ernte 2019 in Frankreich in Top-Verfassung sind. Das ist unverändert zur Vorwoche. Außerdem wird geschätzt, dass die Winterweizenaussaat mit 99% per 26. November fast abgeschlossen ist.
Erstmalig in der Saison wurden Ratings für Wintergerste veröffentlicht. 76% der Bestände erhielten das Top-Rating „gut bis exzellent“, vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 96%.

30.11.2018 Mildes und nasses Wetter belebt die EU-Winterweizenbestände

Regen in vielen Teilen der Europäischen Union hat das Wachstum der Winterweizenbestände in Frankreich wiederbelebt, aber die Trockenheit in Zentraleuropa nach einer extremen Sommertrockenheit behindert immer noch die Pflanzenentwicklung.
Der französische Marktanalyst Strategie Grains schätzt, dass die Anbaufläche für Winterweizen in der EU (28) auf 24,3 Mio. Hektar um 6% ausgeweitet wurde. Eine starke Einschränkung der Rapsanbaufläche, lässt mehr Platz für Weizen.
In Frankreich hatte die Trockenheit viele Farmer davon abgehalten ihre Wintersaaten auszusäen. Mildes Wetter mit Regen hat nun aber die Voraussetzungen verbessert. Für Raps ist es zu spät, daher wird mehr Weizen gesät. Die Feldbestände erhalten in Frankreich zurzeit ein stabil hohes Rating.
In Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, wurde der Winterweizenanbau für die Ernte 2019 auf 3,3 Mio. Hektar gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Hektar ausgeweitet. Auch hier ging das zu Lasten der Rapsanbaufläche. In einigen Teilen der Bundesrepublik ist es aber noch immer zu trocken und das Risiko für Auswinterungen bei stark sinkenden Temperaturen ist immer noch groß. Sollten noch mehr Rapsflächen umgebrochen werden müssen, ist bis Weihnachten noch Zeit für andere Wintersaaten.
In Polen sieht es bei den Wintersaaten derzeit meist gut aus aber wie in Deutschland könnten harte Fröste Schäden verursachen weil es immer noch viel zu trocken ist. Hier wurde der Winterweizenanbau um 5% auf ca. 2 Mio. Hektar ausgeweitet.
In Großbritannien klagt man bereits über ein zu viel an Niederschlägen und die Bodenstruktur habe sich verschlechtert heißt es.

30.11.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und die schwachen US-Weizen-Exporte sorgten gestern in Chicago bei den Weizenfutures für Verluste. Mit 377.100 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen uneinheitlich.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und sanken auf ein 1-Wochen-Tief. Russlands Landwirtschaftsministerium erhöhte die Prognose der diesjährigen Weizenproduktion auf 70 Mio. Tonnen. Die Prognose der gesamten Getreideernte blieb unverändert bei 110 Mio. Tonnen.
Die EU-Kommission meldet für die Zeit vom 1. Juli bis 25. November Weizenexporte in einem Volumen von 6,2 Mio. Tonnen (-29% zum Vorjahr). Wettbewerbsfähigere Preise für argentinischen und US-amerikanischen Weizen sowie die weiterhin flotten Exporte Russlands haben die Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung bei den EU-Exporten gemildert. Niedrige Wasserstände auf deutschen Flüssen und Kanälen, einschließlich Rhein und Donau, verursachen weiterhin Probleme. Für die kommenden Tage wird Regen erwartet, der etwas Erleichterung bringen könnte.

30.11.2018 Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen

29.11.2018 29% weniger Weizenexporte aus der EU

Die EU-Kommission meldet heute für die Zeit vom 1. Juli bis 25. November 6,2 Mio. Tonnen Weichweizenexporte. Da sind 29% weniger als zum gleichen Termin im Vorjahr, als 8,75 Mio. Tonnen ausgeführt waren.
Die Gerstenexporte erreichten 2,1 Mio. Tonnen, ein Minus von 10% gegenüber dem Vorjahr. Damals waren es zu diesem Termin 2,4 Mio. Tonnen.
Die EU-Maisimporte lagen bei 7,6 Mio. Tonnen. Das sind 27% mehr als im Vorjahr als 6 Mio. Tonnen eingeführt wurden.

29.11.2018 Taiwan sucht 110.000 Tonnen US-Weizen

Die Taiwan Flour Millers Association hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 110.000 Tonnen US-Weizen, grade 1, aufgelegt.
Die Offerten müssen bis zum 5. Dezember vorliegen.
Geliefert werden soll in zwei Teilmengen von je 55.000 Tonnen und zwar aus den US-Pazifik-Häfen an der Nordwestküste.
Die erste Lieferung soll zwischen dem 22. Januar und dem 5. Februar verladen werden, die zweite zwischen dem 07. Februar und dem 21. Februar 2019.
Es werden unterschiedliche Getreidetypen nachgefragt.
In der letzten Ausschreibung vom 1. November kaufte die Vereinigung 101.400 Tonnen Mahlweizen aus den USA.

29.11.2018 SovEcon erwartet für 2019 eine Getreideernte von 121 Mio. Tonnen

Das russische Beratungsunternehmen SovEcon schätzt die Getreideernte 2019 seines Landes auf 121 Mio. Tonnen. Davon sollen 77,3 Mio. Tonnen Weizen sein. Das ist die erste Prognose für die kommende russische Ernte.
In diesem Jahr liegt die Prognose für Russlands Getreideernte bei 110 Mio. Tonnen, wovon 70 Mio. Tonnen Weizen sind. Ein endgültiges Ernteergebnis gibt es Ende Dezember.
Für die nächste Ernte wurden 18,2-18,3 Mio. Hektar mit Wintergetreide bestellt. Vor einem Jahr waren es 17,8 Mio. Hektar.

29.11.2018 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar sowie Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für moderate Kursgewinne. Der Wechselkurs des US-Dollar, der noch am Vortag auf ein 2-Wochen-Hoch stieg, verlor nach einer Rede vom US-Notenbankchef Powell, der andeutete, dass die Zinsen nun doch weniger schnell steigen könnten. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Nachmittag um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 250.000 - 500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen zulegen. Am Dienstag kaufte Algerien 600.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Händler glauben, dass die Order hauptsächlich mit Weizen aus Argentinien gefüllt wird. Außerdem dürfte Weizen aus Uruguay und Frankreich die größten Chancen haben, berücksichtigt zu werden. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Dezember um 50 Cent auf 3,50 über Paris Dezember 18.

28.11.2018 Getreideernte in der Ukraine übersteigt bisherige Erwartungen

Das Agrarministerium in Kiew meldet heute Morgen, dass im Land bis zum 27. November 68,2 Mio. Tonnen Getreide geerntet worden ist. Die vorherige Schätzung lag noch bei 68 Mio. Tonnen und war bereits ein Rekord.
Von 14,5 Mio. Hektar wurde Getreide mit einem Durchschnittsertrag von 4,7 Tonnen geerntet. Die Anbaufläche war insgesamt 14,84 Mio. Hektar.
Es wurden 33 Mio. Tonnen Mais von 4,3 Mio. Hektar eingebracht, das sind bisher 94% der Anbaufläche.
Die Weizenernte ist in der Ukraine inzwischen komplett beendet. Es kamen 25,1 Mio. Tonnen zusammen, der Hektarertrag war 3,8 Tonnen.
Außerdem wurden 7,35 Mio. Tonnen Gerste mit einem Ertrag von 3,03 Tonnen/Hektar geerntet. Die Aussaatfläche wurde komplett geerntet.
Die Ukraine hatte für 2018 in früheren Prognosen mit einer Erntemenge von 68 Mio. Tonnen gerechnet. In 2017 waren es 61,3 Mio. Tonnen.

28.11.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen durch die Federal Reserve ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Der stellvertretende Vorsitzende der FED teilte gestern mit, dass weitere Zinserhöhungen notwendig seien. Daraufhin stieg der Dollar-Index auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Steigt der Wechselkurs des US-Dollar, verschlechtert sich die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Weltmarkt. Das USDA bewertet nur noch 55% der US-Winterweizenbestände mit "gut bis exzellent". In der Vorwoche lag der Anteil der Bestände in bester Verfassung bei 56%. Institutionelle Anleger verkauften ca. 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT uneinheitlich. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. SovEcon erhöhte die Prognose der russischen Getreideexporte 2018/19 von 34,2 auf 34,7 Mio. Tonnen. Die Getreideexporte über das Asowsche Meer verlaufen derzeit noch normal. Sollten sich die Spannungen zwischen der Ukraine und Russland jedoch verschlechtern, könnten auch die Exporte leiden, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium. Algerien kaufte gestern 600.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar.

28.11.2018 Haben die US-Weizenpreise jetzt ihren Boden erreicht?

Der Frontmonat beim CBoT-Weizenfuture verliert heute Morgen erneut, nachdem er gestern bereits 1,5% verlor. Umfangreiche Angebote am Weltmarkt und höhere Exporte aus Russland setzen den Markt unter Druck.
Im Gegensatz dazu erwartet der Marktanalyst Phin Ziebell von der National Austalia Bank, dass die Preise jetzt wohl seinen Boden erreicht haben und im kommenden Jahr mehr US-Weizen abgesetzt werden kann. Auch wenn Russland weiterhin den Exportmarkt dominiert.
Der russische Agrarmarktberater SovEcon hob gestern seine Weizenexportprognose für die laufende Saison 2018/2019 von 34,2 auf 34,7 Mio. Tonnen an. Damit bleibt Russland der größte Weizenexporteur der Welt.
Die nicht kommerziellen Händler in den Fondsgesellschaften erhöhten ihre netto-Short-Positionen nicht nur bei den Sojabohnen sondern auch für Weizen in der letzten Woche.

28.11.2018 Algerien kaufte gestern 600.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 600.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $250,50 und $252,50/Tonne c&f. Das melden europäische Händler. Ausgeschrieben war Weizen optionaler Herkunft. Händler glauben, dass der Weizen hauptsächlich aus Argentinien und Frankreich stammt. Die Lieferung soll in der ersten und der zweiten Januar-Hälfte erfolgen.
Der staatliche Einkäufer ONAB schrieb einen Tender zum Kauf von 400.000 Tonnen Mais aus Argentinien aus. Die Angebotsfrist endet am 28. November. 
27.11.2018 Jordanien sucht Weizen und Futtergerste am internationalen Markt

Der staatliche Getreideeinkäufer Jordaniens hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 120.000 Tonnen Weizen und 120.000 Tonnen Futtergerste aufgelegt. Die Anbieter können aus allen internationalen Überschussregionen beziehen.
Bis zum 4. Dezember sollen die Offerten für Weizen vorliegen, bis zum 5. Dezember die von Futtergerste.
Die Verladungen beider Getreidearten sind für März und April 2019 vorgesehen.

27.11.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)

Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 13.11. - 20.11. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 89 Kontrakte auf 79.392 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 11.075 Kontrakte auf 117.240 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen stieg damit um 11.164 Kontrakte auf 37.848 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiterhin überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gesterm nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 19.335 Kontrakte reduziert auf 219.280 Lots und die Short-Positionen um 6.491 Kontrakte erhöht auf 227.125 Lots. Die Mehrheit dieser Anlegergruppe ist damit wieder überwiegend bärisch eingestellt.
Erhöht um 5.221 Lots auf 60.246 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 20. November in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

27.11.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den gestrigen Handelstag aufgrund der geopolitischen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine sowie einer Runde von Short-Abdeckungen mit Gewinnen. Mit nur 252.489 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections hinter den Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. US-Exporteure meldeten gestern den Verkauf von 120.000 SRW-Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an Ägypten und bestätigten damit den von Ägyptens GASC am 22.11. gemeldeten Kauf. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal fester.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures gestern nahezu unverändert zum Vortag. Das trockene Wetter im Herbst verzögerte die Aussaat und die Entwicklung von Getreide in Zentraleuropa. In den meisten Teilen der Europäischen Union ist die Vegetation allerdings gut gestartet. Die Exportpreise für russisches Getreide blieben letzte Woche weitestgehend unverändert. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember kostete letzte Woche 225 USD/Tonne FOB. Seit dem 1. Juli und bis zum 22. November hat Russland 23,1 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Das sind 15% mehr als in der gleichen Periode im Vorjahr. Darin enthalten sind 19,8 Mio. Tonnen Weizen.

27.11.2018 US-Weizen-Exportmeldung

Private US-Exporteure meldeten gestern den Verkauf von 120.000 Tonnen Weizen (SRW) zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19. Es handelt sich dabei scheinbar um die Meldung des Geschäfts, das Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC am 22. November meldete.

26.11.2018 Russlands Wintergetreide Anbau auf Rekordfläche

Die Exportpreise für russisches Getreide waren letzte Woche weitestgehend unverändert, obwohl ein Exportsilo von den Behörden wegen Qualitätsmängeln geschlossen wurde.
Ein Regionalgericht entschied, dass das Verladesilo in Norovossiisk für einen Monat schließen muss. Das hat zur folge, dass die Getreideexporte aus Russland sich jetzt verlangsamen. Die Befürchtung, dass weitere Silos schließen müssen, hat sich bisher nicht bestätigt.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember blieb letzte Woche bei 225 USD/Tonne fob.
Seit dem 1. Juli und bis zum 22. November hat Russland 23,1 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Das sind 15% mehr als in der gleichen Periode im Vorjahr. Darin enthalten sind 19,8 Mio. Tonnen Weizen.
Russland hat die Ernte 2018 beendet und auch die Aussaat von Wintersaaten zur Ernte 2019 ist abgeschlossen. Es wurde eine Rekordanbaufläche von 18,3 Mio. Hektar mit Winterungen bestellt (Vj.: 17,8 Mio. ha).

26.11.2018 Getreidemail

Aufkeimende Exporthoffnungen sorgten bei den SRW-Weizenfutures in Chicago am Freitag für Kursgewinne auf den vorderen Terminen. Die späteren Termine schlossen moderat schwächer. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC meldete am Donerstag den Kauf von 240.000 Tonnen Weizen. 120.000 Tonnen davon kommen aus den Vereinigten Staaten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 330.000 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures auf allen Fälligkeiten mit Verlusten. Der kräftige Kursrückgang beim Rohöl wurde von Marktbeteiligten als Hauptgrund genannt. Tunesien meldete am Freitag den Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. FranceAgriMer stufte zuletzt 82% der französischen Winterweizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ ein (unverändert zur Vorwoche). Das Rating ist zu diesem Termin das schlechteste seit sechs Jahren. Händler berichten über eine mögliche weitere Verladung von französischem Weizen zum Export nach China.

26.11.2018 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat gestern einen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Januar ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 27. November. Gewöhnlich kauft Algerien deutlich größere Mengen, als ausgeschrieben. Zuletzt kaufte das nordafrikanische Land am 24. Oktober zwischen 500.000 und 600.000 Tonnen Weizen.

26.11.2018 Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen am 2. Tag in Folge

Die CBoT-Weizenfutures steigen heute am zweiten Tag in Folge mit der Begründung, dass Ägypten letzte Woche erneut US-Weizen kaufte. Es scheint so, dass Nordafrika mehr Weizen benötigt, als zuvor erwartet.
Davon profitieren aus Lieferanten aus der EU. Aber die USA als erstes, analysieren Händler aus Fernostasien heute Morgen. Die Vorräte die Vorräte am Schwarzen Meer sind bereits gut geräumt und US-Weizen wird in den kommenden Monaten mehr Aufträge vom Weltmarkt erwarten können.
In der Ausschreibung des staatlichen ägyptischen Getreidehändlers am vergangenen Donnerstag erhielten US-Exporteure den Auftrag zur Lieferung von 120.000 Tonnen Weichweizen. Außerdem kaufte die GASC 60.000 Tonnen russischen Weizen und 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien.

23.11.2018 Tunesien kauft Weizen und Futtergerste

Tunesien meldet den Kauf von 100.000 Tonnen Mahlweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste. Gesucht wurde Weizen, Futtergerste und Durumweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Zeitraum Dezember bis Februar. Die Offerten für Futterweizen wurden aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen. Beim Mahlweizen wurden 4 Käufe je 25.000 Tonnen getätigt. Der niedrigste Preis lag bei $251,09/Tonne c&f (Verkäufer: COFCO). Es folgten Preise von $251, 22, $251,85 und $252,30 (Verkäufer: div. Handelshäuser).
Bei der Gerste wurden 3 Käufe je 25.000 Tonnen getätigt. Verkäufer war ausschließlich das Handelshaus Glencore zu Preisen von $255,24, $255,74 und $256,24/Tonne c&f.

23.11.2018 Weizenzustand in Frankreich stabil

FranceAgriMer hat am 19. November 82% der Weizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ eingestuft. Das ist unverändert zur Vorwoche.
Diese Einstufung ist zu diesem Termin die schlechteste seit sechs Jahren.
Die Aussaat von Winterweizen ist in Frankreich mit 97% inzwischen fast abgeschlossen. In der Vorwoche waren es noch92%.
Auch die Maisernte ist jetzt komplett beendet. Letzte Woche meldete man noch 99%.

23.11.2018 Getreidemail

In den Vereinigten Staaten blieben die Börsen gestern aufgrund des Feiertages "Thanksgiving" geschlossen. Der verkürzte Handel an der CBoT beginnt heute um 15.30 Uhr.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stiegen gestern auf ein 1-Wochen-Hoch. Wettbewerbsfähige Angebote von US-Weizen in der Ausschreibung Ägyptens verstärkten die Hoffnung, dass sich die Nachfrage nach russischem Weizen am Weltmarkt im Laufe der Saison auch zugunsten nordeuropäischer Herkünfte abschwächt. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern insgesamt 240.000 Tonnen Weizen per Tender. Gekauft wurden 120.000 Tonnen US-Weizen; sowie jeweils 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien und Russland. Dies war das zweite Angebot in Folge, in dem US-Weizen gebucht wurde. Zum ersten Mal seit Juni wurde weniger Weizen aus Russland gekauft, als aus anderen Herkünften. Für positive Stimmung sorgte auch der Export von französichem Weizen nach China. Das ist der erste Export seit fast fünf Jahren. Am Kassamarkt in Hamurg liegen die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein bei 2 Euro über Paris Dezember 18.

23.11.2018 Ägypten kauft wieder US- und EU-Weizen

Ägypten kaufte gestern 120.000 Tonnen US-Weizen, 60.000 Tonnen Weizen aus Russland sowie 60.000 Tonnen aus Rumänien.
Händler am Getreidemarkt hatten lange darauf gewertet, dass sich die in den ersten Monaten der laufenden Vermarktungsperiode dominanten Angebote aus Russland abschwächen. Bereits in der vorherigen Ausschreibung Ägyptens kamen US-Anbieter mit 60.000 Tonnen zum Zuge.
Wegen des US-Feiertags Thanksgiving konzentrierte sich der Weizenhandel am Pariser Matif und die Kurse schlossen 1,75 €/to fester als am Tag zuvor.
Auch die Franzosen konnten einen unerwarteten Verkaufserfolg melden. Im Hafen Dünkirchen wird heute ein Schiff mit 63.000 Tonnen Weizen verladen. Das ist der erste Verkauf von französischem Weizen seit fünf Jahren.

22.11.2018 Russland sucht sich neue Absatzmärkte (Teil 3)

Während Russlands Weizenlieferungen für den Irak und Nigeria für die US-Amerikaner ein großes Risiko darstellen würde, bedroht die russische Konkurrenz die EU in den Ländern Algerien und Saudi Arabien.
Wenn Russlands Weizen einen Marktzugang für Algerien erhalten würde, wäre das wie ein Erdbeben die Anbieter in der EU, speziell für Frankreich. Bisher ist Russland aber in Algerien als Weizenlieferant nicht zugelassen, weil algerische Käufer großen Wert auf einen geringen Anteil an Bruchkorn legen. Das können die Russen bisher nicht leisten.
Eine ähnliche Katastrophe wäre, wenn Saudi Arabien für die Lieferländer Deutschland, Polen und die baltischen Staaten ausfällt. Auch hier konnten die Russen die hohen Qualitätsanforderungen der Abnehmer nicht erfüllen.
Dabei kaufen Algeriens Nachbarn Tunesien, Libyen und Marokko russischen Weizen. Auch nach Jordanien und Nigeria will Russland seine Getreidelieferungen noch steigern.
80% der französischen Drittlandexporte in Weizen gingen in diesem Jahr nach Algerien. Händler fürchten aber, dass Algerien bald seine Importspezifikationen für Weizen zugunsten von Russland ändern könnte.
Russlands Exporteure sind zudem wichtige Versorger mit Getreide für Ägypten, die Türkei, Bangladesch und Vietnam. Diese Stammkunden sollen mindestens die gleichen Mengen bekommen wie in Jahr zuvor, obwohl die russische Ernte in diesem Jahr um 10 Mio. Tonnen kleiner war als in 2017.
Jetzt schickt Russland auch Getreideproben nach Saudi Arabien. Man kann nur hoffen, dass die Analysen nicht allzu gut ausfallen.

22.11.2018 Frankreich verlädt Weizen für China

Im französischen Hafen Dünkirchen soll diese Woche ein Schiff mit Weizen beladen werden, das nach China auslaufen wird. Das ist die erste Weizenlieferung aus Frankreich für China seit fünf Jahren.
Der Panamax-sized bulk carrier Kypros Bravery wird am Freitag anlegen, 63.000 Tonnen Mahlweizen aufnehmen und in der kommenden Woche nach China auslaufen.
Die letzte Lieferung dieser Art wurde im Januar 2014 von den Zollbehörden registriert.
China ist zwar selber weltweit der größte Weizenproduzent, importiert aber auch in jedem Jahr Getreide. Frankreich ist in diesem Geschäft aber nur selten wettbewerbsfähig, weil die Frachtkosten bis China zu hoch sind.
Diese Lieferung ist in der laufenden französischen Getreide-Exportsaison eine Ausnahme, weil Russland den internationalen Markt dominiert.

22.11.2018 Russland sucht sich neue Absatzmärkte (Teil 2)

Händler in den USA beklagen, dass US-Weizen für viele Käufer im Mittleren Osten und Afrika zu teuer ist. Hohe Frachtkosten, um den Weizen an die US-Exporthäfen zu bringen, sowie der Mechanismus der CME-Terminkontrakte zu Sicherung von garantierten Lagerkosten sorgen dafür, dass das US-Getreide immer teurer ist, als russisches.
Inzwischen hat Russland auch seine Umschlagsengpässe in den Exporthäfen im Griff. Das Ziel, die Exportkapazitäten um 25 Mio. Tonnen auf 77,7 Mio. Tonnen zu erreichen, wird bis 2022 zwei Jahre früher gelingen als ursprünglich geplant.
In der Saison 2017/18 exportierte Russland 52,4 Mio. Tonnen, das waren 47% mehr als im Jahr zuvor. Davon waren 40,5 Mio. Tonnen Weizen. In dieser Saison werden es 38-39 Mio. Tonnen sein.
Ein unkalkulierbares Element ist das Wetter in Russland. Dadurch schwanken die Erntemenge hier in größerem Umfang als in den meisten anderen Regionen der Welt. Es hat Jahre gegeben, in denen die russische Regierung die Getreideausfuhren Mitten in der Exportsaison beschränken musste, um die Inlandsversorgung zu sichern. In dieser Saison waren die Preise am lokalen russischen Markt aber bisher relativ stabil.

22.11.2018 Russland sucht sich neue Absatzmärkte (Teil 1)

Russland, bereits seit Jahren der weltweit größte Exporteur von Weizen, ist dabei, sich neue Absatzmärkte zu suchen, was die Marktanteile der Europäische Union sowie der Vereinigten Staaten von Amerika in den für sie bedeutenden Zielmärkten einbrechen lassen kann.
Sollten die Marketingkampagnen der Russen im Irak, Saudi Arabien und Algerien Erfolg haben, würde das die Führungsposition Russlands am Weizenmarkt im Mittleren Osten und Nordafrika festigen.
Für Weizenhändler ist der Preis der ausschlaggebende Faktor wenn es um Abschlüsse im internationalen Geschäft geht. Vor dem Hintergrund ein er sich abschwächenden Weltmarktkonjunktur, die mit sinken Rohölpreisen einhergeht, ist der Preis besonders wichtig.
Billiges Öl ist für Russlands Getreideproduktion ein zentraler Faktor, da Treibstoff günstig ist und ein niedriger Wechselkurs des Rubels die Exporte begünstigt. Arabische Nationen würden bei niedrigen Rohölpreisen Kostenavers einkaufen. Sollten die genannten Nationen Russland als Weizenlieferant zulassen, würde dies dem Weltmarktführer noch mehr Marktanteile sichern.
Irak, der bedeutendste Getreidemarkt im Mittleren Osten, kauft traditionell in den USA. In der letzten Woche teilte der neue Handelsminister mit, dass Russland nun auch bei den internationalen Ausschreibungen zugelassen werden würde. Seit mehr als zwei Jahren buhlt Russland um diese Zusage. Nachdem sich nun eine personelle Änderung bei den Entscheidern im Irak ergeben hat, ist der Weg für Russland frei. Im Dezember soll es eine erste Probelieferung geben. Im neun Jahr könnte es dann richtig losgehen, sofern die Qualitätsanforderungen erfüllt werden können.
Russlands Weizen hatte bisher nicht genügend Gluten, um die hohen Ansprüche der Irakischen Kundschaft erfüllen zu können. Der Russische Weizen ist aber 10 bis 12 USD/Tonnen billiger als der US-Hard Red Winter-Weizen (HRW). Das könnten die USA aber durch günstige Finanzierungsangebote wieder wettmachen.
In den Verhandlungen um Getreidelieferungen sind zwar Preise und Qualität die Hauptargumente aber manchmal spielen auch politische Gründe eine Rolle. So werden Alliierte Nationen im Zweifel bevorzugt.

22.11.2018 IGC senkt Prognose für Welt-Maisernte

Eine höhere Ernteschätzung für ukrainischen Mais kompensiert im neusten IGC-Monatsbericht zum großen Teil die kleinere Ernteschätzung der USA. Die Experten senken heute ihre Maisprognose für 2018/19 nur um 1 Mio. Tonnen.
Die Regierungsunabhängige Organisation schätzte heute die Welt-Maisproduktion auf 1.073 Mrd. Tonnen.
Das Internationale Getreide Council (IGC) schätzt die US-Maisernte heute auf 371,5 Mio. Tonnen nach 375,4 Mio. Tonnen im Monat Oktober. Die Ukrainische Maisernte wird jetzt auf 33,5 Mio. Tonnen geschätzt nach 30 Mio. Tonnen zuvor.
Die IGC-Schätzung zur Weizenernte 2018/19 kommt unverändert auf 729 Mio. Tonnen.
Heute wurde zudem eine erste Schätzung zur Weizenanbaufläche 2019/20 abgegeben. Demnach soll es eine Anbauausweitung um 1% auf 220 Mio. Hektar geben. Das wäre die erste Ausweitung der Fläche seit vier Jahren. Auch wenn für die EU, Russland, die USA und Indien eine Flächenausweitung prognostiziert wird, so bestehen noch Unsicherheiten darüber, wie die Wetterbedingungen zum Aussaattermin sein werden.
Allgemein hatte der Markt eine kleinere Ernteschätzung für Mais und Weizen erwartet. Die heutige Schätzung liegt aber immer noch auf einem Vier-Jahres-Tief.
Die globale Sojabohnenproduktion 2018/19 wird vom IGC auf 367 Mio. Tonnen gesehen. Die Schätzung im Oktober lag bei 369 Mio. Tonnen. In der Saison 2017/18 wurden weltweit 340 Mio. Tonnen Sojabohnen geerntet.

22.11.2018 Ägypten-Tender: US-Weizen könnte heute das Rennen machen

Im heutigen Ägypten-Tender sind zwei Offerten mit je 60.000 Tonnen Weizen aus den USA an erster Stelle. Sie wurden mit 221 USD/Tonne fob von Cargill angeboten. Dann folgen zwei Offerten mit je 60.000 Tonnen aus Russland, sowie eine Offerte mit 55.000 Tonnen ebenfalls aus Russland gefolgt von einer Offerte aus Rumänien.
Französischer Weizen taucht in dieser Ausschreibung unter den erste 17 Angeboten gar nicht auf.

22.11.2018 Tunesien sucht Durum, Weichweizen und Futtergerste

Der staatliche Getreidehändler in Tunesien hat heute einen Tender zur Bezug von 42.000 Tonnen Durumweizen, 117.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste ausgegeben.
Die Offerten dafür müssen bis Morgen beim Käufer vorliegen und die Verkäufer haben die freie Auswahl aus allen Herkünften der Welt. Die Lieferungen werden in einer Reihe von Möglichkeiten je nach gelieferter Herkunft bestimmt.
Der Durum soll in zwei Teillieferungen von einmal 25.000 Tonnen und zum anderen von 17.000 Tonnen in Abhängigkeit der Herkunft in der Zeit vom 05. bis 25. Februar 2019 erfolgen.
Der Weichweizen soll in vier Teillieferungen mit je 25.000 und einmal 17.000 Tonnen in der Zeit vom 15. Dezember 2018 bis zum 5. Februar 2019 geliefert werden.
Die Futtergerste wird in drei Teillieferungen von je 25.000 Tonnen in der Zeit zwischen dem 25. Dezember 2018 und dem 15. Februar 2019 erwartet.
In der vorherigen Ausschreibung vom 24. Oktober kaufte Tunesien ca. 100.000 Tonnen Weichweizen, 50.000 Tonnen Durum und 100.000 Tonnen Futtergerste.

22.11.2018 Ägypten kauft Weizen per Ausschreibung

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einen nicht genau spezifizierten Menge Weich- oder Mahlweizens aufgelegt. Die Lieferung soll in der Zeit vom 10. bis 20. Januar 2019 erfolgen.
Die Offerten sollen heute Mittag Ortszeit Kairo vorliegen. Heute Nachmittag können wir dann über die Ergebnisse berichten.
In der vorherigen Ausschreibung am 26. Oktober kaufte die GASC 470.000 Tonnen russischen, ukrainischen und US-Weizen. Das war die erste US-Weizenlieferung an Ägypten seit Mai 2017.

22.11.2018 Getreidemail

Weniger Shorteindeckungen sowie die weiterhin schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Heute feiert die USA ihr Erntedankfest. An „Thanksgiving“ wird an der Börse in Chicago nicht gehandelt. Am Freitag gibt es nur eine kurze Handelssitzung am CBoT. Viele Händler in den USA werden diesen Tag als Brückentag für einen Kurzurlaub nutzen.
Die Kurse der Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee gut halten und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Das war wohl eine technische Korrektur nach einem 2-Monats-Tief . Wegen dem Feiertag in den USA können in dieser Woche von dort kaum noch Impulse für den EU-Weizenmarkt erwartet werden. In Paris gibt es derzeit keinen eindeutigen Trend. EU-Exporteure würden von nachlassenden russischen Weizenexporten profitieren. Das hat ein festerer Euro-Wechselkurs aber wieder vereitelt. Der hohe Importbedarf an Futtermitteln in Deutschland kann aus der Ukraine gedeckt werden, wo die Maisernte einen neuen Rekord ausweist. Händler berichten davon, dass bereits Ende November zwei Schiffsladungen Mais mit zusammen 65.000 to in deutschen Häfen gelöscht werden sollen.

21.11.2018 Getreidemail

Shortabdeckungen sorgten gestern bei den SRW-Weizenfutures in Chicago für moderate Kursgewinne. Kursverluste erlitten hingegen der HRW-Weizen und der Minneapolis-Sommerweizen. Der festere Wechselkurs des US-Dollar belastete den Markt und bremst weiter die lang erwartete Belebung der Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT unverändert bis minimal fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris erholten sich aufgrund der positiven Vorgaben aus Übersee und des etwas schwächeren Euros und beendeten den Handelstag mit Kursgewinnen. Am Montag geriet der Markt unter Druck, weil zunehmend Zweifel darüber aufkommen, inwieweit Westeuropa von einem reduzierten russischen Angebot profitieren kann. Mit Spannung warten Händler auf Erkenntnisse über die Weizenqualität in Argentinien nach den heftigen Niederschlägen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein unverändert. Händler berichten über eine große Lieferung Futterweizen aus Bulgarien, die im November in Norddeutschland erwartet wird.

21.11.2018 Handelsstreit belastet die Kurse der US-Sojabohnen weiter

Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking, der die US-Sojabohnenexporte beschränkt, belastet auch weiterhin den Markt. Heute geben die Sojabohnenkurse an der CBoT nach, weil die Spannungen in den Gesprächen eher zu- als abnehmen.
So könnte der Streit in eine weitere Runde gehen. Händler in Australien beobachten, dass am Sojabohnenmarkt nicht viel los ist und dass es schwer ist, die Kurse für US-Sojabohnen höher zu bewegen.
Die USA werfen China vor, seine unfairen Handelspraktiken nicht ändern zu wollen. Ob bei dem Treffen von Trump und Xi am Rande des G-20 Gipfels am Monatsende in Buenos Aires etwas Positives herauskommt, muss bezweifelt werden.
Gestern stiegen die CBoT-Sojabohnenkurse weil private Exporteure den Verkauf von 123.567 Tonnen US-Sojabohnen an einen unbekannten Empfänger meldeten. Ein fester US-Dollar belastet aber die Rohstoffpreise. Für Investoren und Vermögensverwalter ist die US-Währung bei der abschwächenden Weltkonjunktur wieder ein sicherer Hafen. Das hat aber auch zur Folge, dass alle Rohstoffe, die in US-Dollar notieren, für die Käufer teurer werden.
Rohstofffonds waren gestern netto-Käufer von Sojabohnen, Sojaschrot und Weizen.

20.11.2018 CBoT-Weizenkurse erholen sich von ihrem Vortzagestief

Händler am Weizenmarkt warten ungeduldig darauf, dass Russland weniger Weizen in den Export gibt und die Nachfrage am Weltmarkt sich auf die USA konzentriert. Dafür gibt es aber bisher noch keine Anzeichen.
Gestern und heute wurde der Frontmonat auf Weizen an der CBoT teils unter der magischen 5-Dollar-Grenze gehandelt.
Das USDA meldete gestern nach Handelsschluss, dass 93% des US-Wintergetreides inzwischen ausgesät ist. Nur 56% des bereits aufgelaufenen Getreides war in guter bis sehr guter Verfassung. Das ist etwas mehr als von Marktbeteiligten erwartet.

20.11.2018 Russlands Getreideangebot nimmt saisonüblich ab

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen letzte Woche leicht, weil das Angebot saisonüblich kleiner wird.
Der weltweit größte Weizenexporteur hat seit dem Beginn der Vermarktungsperiode 2018/19 am 1. Juli bereits 22 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Das Agrarministerium in Moskau schätzt die für den Export verfügbare Menge in dieser Saison auf 38 bis 39 Mio. Tonnen.
Am Schwarzen Meer kostete der Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Dezember 2019 am vergangenen Freitag 225 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD mehr als in der Woche zuvor.
Bis zum 15. November weist die russische Exportstatistik Getreideausfuhren von 22,6 Mio. Tonnen aus. Das waren 17% mehr als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Darin enthalten sind 19,2 Mio. Tonnen Weizen. Russland hat die Erntearbeiten 2018 und die Aussaat für Wintersaaten zur Ernte 2019 bereits abgeschlossen.
Das Ministerium hob letzte Woche seine Schätzung zur Erntemenge 2018 um 1 Mio. Tonnen auf 110 Mio. Tonnen an. Die Exportprognose blieb aber bei 38-39 Mio. Tonnen.
Die Bedingungen für die Wintergetreideaussaat sind schwieriger als in den Jahren zuvor, weil es in weiten Teilen Russlands und der Ukraine in den vergangenen Monaten zu wenig geregnet hat. Jetzt wird im europäischen Teil Russlands eine Kältewelle angekündigt. In der Wolga-Region werden für die kommenden 14 Tage Frosttemperaturen von Minus 15°C vorhergesagt. Das könnte die Neuansaat schädigen.

20.11.2018 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und technische Verkäufe ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Miit 509.118 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections allerdings knapp über den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT nochmals schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit deultichen Verlusten. Der staatliche türkische Getreideeinkäufer TMO hat gestern einen Tender zum Kauf von 240.000 Tonnen Weizen (32 x 7.500 Tonnen) ausgeschrieben. Saudi Arabiens SAGO kaufte nach eigenen Angaben 495.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. In Australien ist die Weizenernte im Süden von New South Wales und Victoria inzwischen angelaufen. In New South Wales bestätigen sich Ertragsverluste von mehr als 60%. In der Woche vom 10. bis 16.11. sanken die Getreideexporte über die Schwarzmeerhäfen der Ukraine auf 665.000 Tonnen von 1,4 Mio. Tonnen in der Woche zuvor. Das teilte APK-Inform mit. Geringere Weizen- und Gerstenexporte seien demnach die Hauptursache.

19.11.2018 Australiens Weizenernte hat begonnen

Die Weizenernte in Australien ist im Süden von New South Wales und Victoria inzwischen angelaufen. In New South Wales bestätigen sich Ertragsverluste von mehr als 60%, ähnlich schlimm wie in 2006/07.

19.11.2018 Getreide aus der Ukraine: Drastischer Exportrückgang in der KW 46

In der Woche vom 10. bis 16.11. sanken die Getreideexporte über Ukranines Schwarzmeerhäfen auf 665.000 Tonnen von 1,4 Mio. Tonnen in der Woche zuvor. Das teilte soeben das Beratungsunternehmen APK-Inform mit. Geringere Weizen- und Gerstenexporte seien die Hauptursache.
Die Weizenverschiffungen sanken sogar um 77% auf 153.000 Tonnen, während die Gerstenexporte um 88% zur Vorwoche sanken. Die Maisausfuhren sanken um 14% auf 491.000 Tonnen.
Der Großteil der Getreideausfuhren ging nach Spanien und Italien.
Im Oktober waren die Getreideexporte um 63% auf 3,5 Mio. Tonnen gegenüber den Septemberausfuhren in Höhe von 2,2 Mio. Tonnen gestiegen.
Die Ukraine erntete in diesem Jahr 68 Mio. Tonnen Getreide und kann in der Saison 2018/19 daraus 47 Mio. Tonnen exportieren. Bis zum 14. November wurden 15,5 Mio. Tonnen ausgeführt, wovon 8,4 Mio. Tonnen Weizen waren und 3,8 Mio. Tonnen Mais.

19.11.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 06.11. - 13.11. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 1.321 Kontrakte auf 79.481 Kontrakte, sie reduzierten jedoch gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 15.780 Kontrakte auf 106.165 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen sank damit um 14.459 Kontrakte auf 26.684 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiterhin überwiegend bärischgestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 9.112 Kontrakte reduziert auf 238.615 Lots und die Short-Positionen um 464 Kontrakte reduziert auf 220.634 Lots. Damit sank der Bestand der Netto-Long-Positionen auf 17.981 Lots.
Erhöht um 9.947 Lots auf 55.025 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen Es wurden zwar die Long-Positionen um 1.266 Kontrakte reduziert, die Short-Positionen wurden jedoch erhöht um 8.681 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
19.11.2018 Saudi Arabien kauft 495.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreidehändler SAGO teilt heute Morgen mit, dass man in einer Ausschreibung 495.000 Tonnen Weizen gekauft hat.
Der Durchschnittspreis wird mit 267,85 USD/Tonne c&f angegeben. Es sollen von Januar bis März 2019 acht Teillieferungen mit je 60.000 bis 65.000 Tonnen an drei verschiedene Häfen ausgeliefert werden.
Es kommen die Händler Soufflet, Cargill, Holbud Limited, Agrorodeo und Bunge zum Zuge. Diese können auch die Herkunft des Getreides bestimmen.

19.11.2018 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten am Freitag die Weizenfutures in Chicago die Handelswoche. Im Wochenvergleich stieg der Frontmonat Dezember um 0,9%. Mit 438.300 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures aufgrund des gestiegenen Wechselkurs des Euro Verluste hinnehmen. FranceAgriMer teilte am Freitag mit, dass sich 82% der französischen Winterweizenbestände per 12. November in Top-Verfassung befinden. Zur Vorwoche ist das zwar ein Anstieg um 2%, die Ratings sind aber so schwach wie zuletzt vor sechs Jahren. Im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt 97% der Bestände in Top-Verfassung. Die Weichweizenexporte in der EU liegen in dieser Saison bisher etwa ein Viertel unter dem Vorjahresniveau. Händler warten darauf, dass die lebhaften russischen Exporte nachlassen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November unverändert bei 2,50 Euro über Paris Dezember 18.

19.11.2018 Kurse der US-Sojabohnen sinken erstmals seit 4 Handelstagen

Heute sinken die Kurse der Sojabohnenfutures zum ersten Mal seit vier Handelstagen, weil man befürchten muss, dass der Handelskrieg zwischen den USA und China noch kein Ende findet.
Die Regierungschefs der Asian-Pacific-Staaten konnten sich gestern in Papua Neu Guinea zum ersten Mal in der Geschichte ihrer Konferenz nicht auf eine Abschlusserklärung einigen. Die Supermächte China und USA finden in Grundsätzlichen Handelsfragen keine gemeinsame Linie.
Am Freitag waren die Sojabohnenkurse stark gestiegen, nachdem US-Präsident Donald Trump sagte, dass seine Regierung wohl keine weiteren Strafzölle gegen China, dem größten Käufen von US-Sojabohnen, verhängen müsse.
Ein schwächerer US-Dollar sorgt außerdem dafür, dass Rohstoffe die in dem Greenback notieren, am Weltmarkt wettbewerbsfähiger werden. Das betrifft auch die Weizenexporte der USA. Wirtschaftsexperten erwarten, dass das Wirtschaftswachstum auf der Welt an Schwung verliert. Händler sehen das als Risiko für weiter steigen Zinsen in den USA. Damit wird aber auch die Wettbewerbsfähigkeit der USA insgesamt geschwächt.

16.11.2018 Ukraine: Getreideernte ist zu 96% abgeschlossen

In der Ukraine wurden bisher 68,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet mit Durchschnittserträgen von 4,63 Tonnen pro Hektar. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr wurden 56,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Von der Gesamt-Anbaufläche von 14,84 Mio. Hektar wurden mittlerweile 14,2 Mio. Hektar bzw. 96% geerntet.
Es wurden 30,7 Mio. Tonnen Mais auf einer Fläche von 4,1 Mio. Hektar (88%) geerntet mit einem Durchschnittsertrag von 7,57 Tonnen pro Hektar.
Die Weizenernte ist bereits abgeschlossen. Gedroschen wurde auf einer Fläche von 21,1 Mio. Hektar mit einem Durchschnittsertrag von 3,8 Tonnen pro Hektar. Ebenfalls abgeschlossen ist die Gersteernte mit einem Ergebnis von 7,53 Mio. Tonnen und einem Durchschnittsertrag von 3,03 Tonnen pro Hektar.

16.11.2018 Frankreich: 82% der Winterweizenbestände sind in Top-Verfassung

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer teilte in seinem wöchentlichen Update am heutigen Freitag mit, dass sich 82% der französischen Winterweizenbestände per 12. November in Top-Verfassung befinden. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 2%. Es ist die erste Veröffentlichung der Ratings für die Saison 2019/20. Die Ratings sind die schwächsen seit sechs Jahren. Im vergangenen Jahr waren zum selben Zeitpunkt 97% der Bestände in Top-Verfassung. 92% der geplanten Flächen sind mittlerweile bestellt, in der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 85%. Wintergerste zur Ernte 2019 ist zu 95% ausgesät (Vorwoche: 90%).

16.11.2018 Getreidemail

Technische Käufe nach den Verlusten der letzten zwei Tage sowie aufkeimende Exporthoffnungen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Mit einem Tag Verspätung veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium heute Nachmittag die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 400.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und gaben auf allen Terminen leicht nach. Russlands Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für die Getreideernte dieses Jahres um 1 Mio. Tonnen auf 110 Mio. Tonnen angehoben, so der Nachrichtendienst Interfax. Die Exportprognose für die Saison 2018/19 bleibt unterdessen zwischen 38 - 39 Mio. Tonnen. Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains senkte die Prognose der EU-Weizenexporte 2018/19 um 1 Mio. Tonnen auf 19,5 Mio. Tonnen. Enttäuscht zeigten sich Händler über die für Saudi Arabien relativ kleine Weizenausschreibung von 475.000 Tonnen.

15.11.2018 EU-Maisernte 2018 größer als im Vorjahr

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat heute seine Schätzung zur diesjährigen Maisernte in der Europäischen Union angehoben. Jetzt soll die Ernte größer sein, als im letzten Jahr.
Die Maisernte 2018 in der Gemeinschaft wird jetzt auf 60 Mio. tonnen gesehen. Im Oktober ging man noch von 59,4 Mio. Tonnen aus. Die größten Veränderungen zum Vormonat gab es in Rumänien, Österreich und Frankreich.
Damit wäre die Ernte 2018 1% größer als in 2017. Schwache Erträge in Frankreich und Deutschland würden durch hohe Erträge in Rumänien und Ungarn kompensiert.
Im Gegensatz dazu senkte Strategie Grains seine Schätzung zur EU-Gerstenernte um 400.000 Tonnen auf 56,1 Mio. Tonnen. Das sind 4% weniger als im Vorjahr.
Die Weizenernte 2018 der EU wird weiter auf 127 Mio. Tonnen geschätzt. Ein Minus gegenüber der Vorjahresernte von 11%, weil der Sommer extrem trocken war. Die Weizenexporte werden von den Experten auf 19,5 Mio. Tonnen geschätzt, 100.000 Tonnen mehr als im Monat Oktober erwartet.
In der zweiten Hälfte dieser Vermarktungsperiode werden die Exporte spürbar besser laufen als bisher, da die Schwarzmeeranrainer bald ausverkauft seien, so die Experten.
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich inzwischen auf die Aussaat von Wintergetreide zur Ernte in 2019. Die Bedingungen dafür sind viel besser als vor einem Jahr, da der dringend benötigte Regen in allen Anbauregionen gefallen ist. Die Anbaufläche wird deshalb spürbar ausgeweitet. Trotzdem ist es derzeit noch zu trocken.
Es wird geschätzt, dass die Anbaufläche für Weizen in der EU auf 24,3 Mio. Hektar ausgeweitet wird. Das sind 6% mehr als vor einem Jahr. Die Anbaufläche für Gerste bleibt dagegen weitestgehend auf Vorjahresniveau, die Maisanbaufläche soll dagegen um 4% ausgeweitet werden.

15.11.2018 Ukraine hat bereits 16 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt.

Die Exporte von Getreide aus der Ukraine haben mit 16 Mio. Tonnen dank großer Maisausfuhren bereits die Vorjahresmenge überschritten. Das teilte heute Morgen die Behörde für Lebensmittelsicherheit in Kiew mit.
Die Regierung schätzt die Ernte in 2018 insgesamt auf 64 Mio. Tonnen (Vj.: 61,3 Mio. Tonnen). Die Exporte könnten in der Vermarktungssaison 2018/19 auf 42,5 Mio. Tonnen steigen (Vj.: 39,4 Mio. Tonnen).
Ein Behördensprecher berichtete heute, dass bereits 4 Mio. Tonnen Mais ausgeführt seien (Vj.: 2,2 Mio. Tonnen). Die Weizenausfuhren belaufen sich bisher auf 8,7 Mio. Tonnen im Vergleich zu 9 Mio. Tonnen im selben Zeitraum des Vorjahres.
Ukraines Agrarexporte konzentrieren sich auf Pflanzenölen, Ölsaaten und Getreide.
Die Ernte in 2018 ist inzwischen fast komplett abgeschlossen. Von 96% der Anbaufläche wurden 65,4 Mio. Tonnen ungereinigtes Getreide gedroschen. Davon sind noch 5-7% abzuziehen, um auf lagerfähiges Getreide zu kommen.
Die Ernte teilt sich auf in 30,2 Mio. Tonnen Mais, 25,1 Mio. Tonnen Weizen und 7,5 Mio. Tonnen Gerste sowie 13,7 Mio. Tonnen Sonnenblumenkerne.

15.11.2018 ADM sieht für Q1+Q2/2019 38 Mio. Tonnen Weizen Exportpotential für die USA

Der führende Händler bei ADM McGuigan ist der Meinung, dass die USA in der zweiten Hälfte des Wirtschaftsjahres 2018/19 die meisten internationalen Weizengeschäfte abwickeln werden. Russland hatte einen fulminanten Start in seine Exportsaison und jetzt aber nicht mehr so viel anzubieten.
Problematisch für die US-Exporteure sind aber die Haltekosten, die durch die Spezifikationen der CBoT-Agrarfutures begünstigt werden.
Es gibt ein Exportpotential von 38 Mio. Tonnen Weizen aus den USA. Das sind 10 Mio. Tonnen mehr als das USDA zuletzt schätzte. Die Frage ist, ob dieser großen Exportmengen auch von der Logistik abgewickelt werden können.

15.11.2018 Saudi Arabien sucht 475.000 Tonnen Mahlweizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreidehändler SAGO teilte heute Morgen mit, dass es eine Ausschreibung zum Kauf von 475.000 Mahlweizen gibt.
Der Weizen sollte 12,5% Protein halten und die Lieferung ist für den Zeitraum Januar bis März 2019 vorgesehen. Die Menge wird in acht Einzellieferungen ausgeschrieben und es sollen die Häfen Jeddah, Dammam und Jizan beliefert werden.
Die Ausschreibung endet morgen am Freitag dem 16.November.
Im letzten Weizentender am 17. September kaufte die SAGO 630.000 Tonnen.

15.11.2018 Getreidemail

Der verbesserte US-Saatenzustandsbericht für Winterweizen und die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris stemmten sich gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen unverändert bis leicht fester. Nur der Fronttermin Dezember gab etwas nach. Die Optionen auf Dezember-Weizen laufen heute aus. Damit rückt die Fälligkeit März 19 in den Vordergrund. Der Euro legte gestern zu und verschlechtert damit die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum. FranceAgriMer senkte gestern die Prognose für Intra-EU-Weizenausfuhren in der Saison 2018/19 von 7,9 Mio. Tonnen auf 7,8 Mio. Tonnen. Die Prognose der Ausfuhren in Nicht-EU-Länder blieb gegenüber dem Vormonat unverändert bei 8,75 Mio. Tonnen. Schwarzmeer-Weizen dominiert weiterhin den Weltmarkt. Offerten für Exportweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November sanken am Kassamarkt in Hamburg zuletzt von 3,00 Euro auf 2,50 Euro über Paris Dezember 18.

15.11.2018 Saudi Arabien sucht 475.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer sucht im Rahmen einer internationalen Auschreibung 475.000 Tonnen Weizen. Das meldet soeben der Nachrichtendienst Reuters.

15.11.2018 Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen

14.11.2018 Frankreich: Schätzung für Intra-EU-Weizenausfuhren um 100.000 Tonnen gesenkt

Das Statistikbüro des französischen Landwirtschaftsministeriums senkt heute seine Erwartung für Intra-EU-Weizenausfuhren in der Saison 2018/19 von 7,9 Mio. Tonnen auf 7,8 Mio. Tonnen.
In ihrem monatlich Report über Angebot und Nachfrage, der heute auf der Homepage erschien, blieben die Ausfuhren in Nicht-EU-Länder gegenüber dem Vormonat auf unveränderten 8,75 Mio. Tonnen.
Die Endbestände von Weichweizen in Frankreich der Saison 2018/19 werden demnach 2,5 Mio. Tonnen sein. Im Oktober ging man noch von 2,4 Mio. Tonnen aus.
Die Maisbestände am Ende der Saison 2018/19 bleiben auch bei der Einschätzung des Vormonats, die bei 2 Mio. Tonnen lag. Ebenso die Endbestände für Gerste, die bei 1,1 Mio. Tonnen bleiben.

14.11.2018 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den Zugewinnen vom Vortag, der starke Wechselkurs des US-Dollar sowie kräftige Verluste bei den Rohölnotierungen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 342.147 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.0000 Tonnen. Der Zustand der Winterweizenaussaat hat sich zur Vorwoche verbessert. Das USDA bewertet derzeit 54% der Bestände mit dem Top-Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 51%). Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der schwachen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen unverändert bis leicht schwächer. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt verbessert, verhinderte deutlichere Verluste. Die Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 11. November 5,9 Mio. Tonnen. Im Vorjahresvergleich ist das ein Rückgang um 24%.

 

13.11.2018 Indonesien kauft 100.000 Tonnen Mais aus Südamerika

Der staatliche indonesische Getreideeinkäufer Bulog hat ca. 100.000 Tonnen Mais aus Südamerika gekauft. Das teilten heute Händler aus Europa mit.
In der letzten Woche hatte der Käufer eine internationale Ausschreibung zum Kauf dieser Menge aufgelegt, nachdem private Importeure Probleme hatten, Futterweizen zu kaufen.
Bulog hat ausgeschrieben, dass der Mais über den Seeweg noch vor Dezember angeliefert werden soll. Die Preise der offerierten Ware aus Südamerika liegen bei 215 USD/Tonne c&f.
Mais aus den USA oder der Ukraine kam nicht in Frage, da dieser mehr Wasser aus der Luft aufnimmt, sich dann aufwärmt und schwarz verfärbt. Es ist auch möglich, dass bereits in Asien lagernder Mais aus Südamerika angeboten wurde.

13.11.2018 Rosselkhoznadzor: Russland erfüllt Iraks Qualitätsanforderungen an Weizen

Russland ist in der Lage, Irak´s qualitativen Anforderungen an Getreide zu erfüllen. Eine Delegation aus dem Irak wird voraussichtlich Ende des Jahres Russland besuchen, um hierüber mit Russland zu beraten, so eine Sprecherin der russische Behörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor am Dienstag.

13.11.2018 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse legten deutlich zu. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie die Hoffnung auf steigende Weizenexporte gaben dem Markt Auftrieb. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Für Unterstützung sorgten auch der gesunkene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verbessert, sowie Niederschläge in Argentinien, die Qualitätsprobleme zur Folge haben. Davon könnte insbesondere Frankreich bei der kommenden Ausschreibung Algeriens profitieren. In der vergangenen Woche sanken die Preise für russischen Exportweizen weiter, nachdem die Kurse der CBoT-Weizenfutures auf ihr Wochen-Tief gesunken waren. Schwarzmeerpreise für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im November lagen am Freitag bei 222 USD/Tonne FOB. Das ist 1 USD/Tonne weniger, als in der Woche zuvor.

13.11.2018 CBoT-Weizen verlässt 3-Wochen-Hoch

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures verlassen heute Morgen ihr gestern erreichtes Drei-Wochen-Hoch. Aber die Befürchtungen über eine reduzierte Produktion aufgrund von schwierigen Wetterverhältnissen in diversen Überschussregionen der Welt begrenzen die Verluste.
Gestern waren die Weizenfutures am CBoT um 3,3% gestiegen, auf den höchsten Stand seit dem 20. Oktober.
Händler und Analysten sagten, dass Weizen eine starke Unterstützung erfährt, weil die Nachfrage nach US-Weizen spürbar besser wird, unter anderem weil man um die Ernte in Argentinien fürchtet. Viele von ihnen meinten aber auch, dass die Reaktion gestern an der Börse übertrieben war.
Der Markt diskutiert alle weniger idealen Bedingungen für die Ernte 2019 in verschiedenen Weizenregionen der Welt. So erklärt Tobin Gorey, der Direktor für Agrarstrategie in der Commonwealthbank in Australien, die aktuelle Lage am Weizenmarkt. Allerdings müssten noch viele Dinge schief gehen, bevor die Analysten ihre Ernteschätzungen änderten.

12.11.2018 Ertragsausfälle bei Brasiliens Weizenernte – Menge und Qualität kritisch

Es wird erwartet, dass die Weizenimporte Brasiliens in 2019 um 11% auf 7 Mio. Tonnen steigen, weil es Ertragsausfälle gibt. Das teilte ein leitender Mitarbeiter der Firma Bunge mit.
Die Ernte in dem südamerikanischen Land wird neuerdings auf 5,3 Mio. Tonnen geschätzt, bisher ging man noch von 6 Mio. Tonnen aus. Während der Erntezeit hatte es viel geregnet. Und obwohl im Nachbarland Argentinien, von wo Brasilien in der Regel mit Weizen versorgt wird, eine Rekordernte von 20 Mio. Tonnen eingefahren wird, werden die Importpreise für Brasilien steigen. Argentinien hat nämlich bereits einen Großteil seiner Ernte im Voraus verkauft. Das ist für die Händler dort sehr komfortabel.
Und schon bald können die Preise für argentinischen Weizen noch weiter steigen, denn ab Januar, wenn Russland der Weltmarkt nicht mehr so umfangreich bedienen kann, wird die Nachfrage weiter steigen. Derzeit kostet argentinischer Weizen rund 237 USD/Tonne und damit ca. 70 USD/Tonnen weniger als Weizen aus den USA.
Brasilianischer Weizen leidet zudem unter der hohen Luftfeuchtigkeit und nur 1,9 Mio. Tonnen der eigenen Ernte sind zum Brot backen geeignet. Von diesem Typ 1-Weizen braucht Brasilien 11 Mio. Tonnen p.a.. Fast die Hälfte der brasilianischen Weizenernte hat die Qualität Typ-2, woraus nur Gebäck erzeugt werden kann. 890.000 Tonnen sind in Futterqualität. Das meiste davon wird nach Asien oder Afrika exportiert.

12.11.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 30.10. - 06.11. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 1.695 Kontrakte auf 80.802 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 1.879 Kontrakte auf 121.945 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen sank damit um 3.574 Kontrakte auf 41.143 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit wie schon in den Wochen zuvor überwiegend bärischgestimmt .Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 4.630 Kontrakte erhöht auf 247.727 Lots und die Short-Positionen um 7.730 Kontrakte reduziert auf 221.098 Lots. Damit stieg der Bestand der Netto-Long-Positionen auf 26.629 Lots.
Reduziert um 26.227 Lots auf 45.078 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen Es wurden die Long-Positionen um 716 Kontrakte reduziert,die Short-Positionen wurden jedoch auch reduziert um26.943Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
12.11.2018 Russlands Weizenpreise folgen globalem Benchmark

In der vergangenen Woche sanken die Preise für russischen Exportweizen weiter, nachdem die Kurse der CBoT-Weizenfutures auf ihr Wochen-Tief gesunken waren.
Schwarzmeerpreise für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im November lagen am Freitag bei 222 USD/Tonne fob. Das ist 1 USD/Tonen weniger als in der Woche zuvor.
In der zurückliegenden Woche gab es unterschiedliche Aussagen über die Exportmenge Russlands. Ein Mitarbeiter im Moskauer Landwirtschaftsministerium senkte die Exportprognose um 3 bis 4 Mio. Tonnen, was gleich darauf vom Minister widerrufen wurde. Offiziell bleibt es derzeit also einer Exportprognose von 38-39 Mio. Tonnen Getreideausfuhren, wovon 34-35 Mio. Tonnen Weizen sein sollen. Das Beratungsunternehmen SovEcon sieht selbst diese Schätzung noch als zu konservativ an. Die Fachleute dort gehen von 42,6 Mio. Tonnen aus, davon 34,2 Mio. Tonnen Weizen.
Bis zum 8. November exportierte Russland 21,5 Mio. Tonnen in dieser Saison, die am 1. Juli begann. Ein Plus von 20% verglichen mit dem Jahr zuvor, als zu diesem Termin 18,2 Mio. Tonnen ins Ausland geliefert wurden. Die Erntearbeiten sowie die Aussaat für die nächste Ernte sind in Russland abgeschlossen.
Das Landwirtschaftsministerium schätzt die Ernte 2018 auf 109 Mio. Tonnen getrocknetes und gereinigtes Getreide, davon sind 69,3 Mio. Tonnen Weizen. In 2017 waren es 135,4 Mio. Tonnen inklusive 85,8 Mio. Tonnen Weizen.

12.11.2018 Getreidemail

Eine schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt sowie der stärkere US-Dollar ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften ca. 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Verlusten. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar kommt dem Matif-Weizen entgegen und verhindert höhere Verluste. Die Händler in Europa warten darauf, bald mehr Weizen exportieren zu können, dabei hilft der feste Dollar ein wenig. Die Weizenexporte aus der EU sind um 24 % unter dem Niveau des Vorjahres, nun hofft man, dass Russland weniger offensiv anbietet. Letzte Woche wurde ein Schiff mit 60.000 Tonnen deutschem Weizen für Saudi Arabien beladen, insgesamt waren die Ausfuhren bisher aber extrem unbefriedigend. Wenn Russland erst ausverkauft ist, sollte mehr Geschäft kommen. Das könnte im Q1/2019 der Fall sein. Standard-Weizen mit 12% Protein hat in Hamburg eine Prämie von 3 €/to über dem Matif-Dember-18-Terminkontrakt.

12.11.2018 USA übernehmen in Q1 und Q2/2019 die Regie am Weizenmarkt

Nach drei Handelstagen mit sinken Kursen steigt heute Morgen der CBoT-Weizen wieder. Es wird eine bessere Nachfrage nach US-Weizenerwartet. Der feste US-Dollar legt allerdings einen Deckel drauf.
Der Anstieg des Dollar-Wechselkurses auf ein 16-Monats-Hoch gegenüber dem Korb anderer großer Währungen wird mit der Geldmarktpolitik der Federal Reserve in den USA begründet, die ihre Zinspolitik beibehalten wollen. Für Anbieter von US-Produkten wird es deshalb nicht leichter, zu exportieren.
Deshalb standen auch die Weizenkurse am CBoT in der letzten Woche unter Druck zumal die Ausfuhren zuletzt unter den Markterwartungen lagen. Russland ist bis jetzt in internationalen Ausschreibungen immer noch dominant.
Nun erwarten Marktteilnehmer aber, dass die US-Weizenexporte mit den Exportpreisen in Russland und anderer Schwarzmeeranrainer konkurrieren können. In der ersten Hälfte des Jahres 2019 wird, ihrer Meinung nach, die USA das Heft übernehmen, weil die Vorräte und Ernten in der Schwarzmeerregion sowie in Australien kleiner sind. Das wird die Weizenkurse an der CBoT unterstützen.

09.11.2018 Ohne China sinken die Endbestände für Weizen und Mais

Im gestrigen WASDE-Report des USDA war eine Zahl besonders auffällig, nämlich die Welt-Endbestände beim Mais. Im Monat Oktober wurden noch 159,35 Mio. Tonnen Endbestand gemeldet und in diesem Monat sollen es 307,5 Mio. Tonnen sein.
Ähnlich, aber längst nicht so deutlich, verhielt es sich beim Weizen. Hier waren es im Oktober noch 260,18 Mio. Tonnen und im November 266,71 Mio. Tonnen. Und das obwohl die UN zuletzt von sinkenden Endbeständen ausging.
Der Grund dafür ist in Chinas Statistik zu suchen. Wie wir bereits gestern und vorgestern berichtetet, hat die chinesische Statistikbehörde ihre Zahlen der letzten 10 Jahre in beiden Rohstoffen überarbeitet und in diesem Zuge bei Mais 20% größere Endbestände festgestellt.
Da China mit Mais- und Weizenexporten am Weltmarkt so gut wie gar nicht in Erscheinung tritt, haben westliche Marktanalysten in Ihrem Zahlenwerken China immer ausgespart. Und durch eine solche Bereinigung sinken die Weizenbestände tatsächlich und auch der Maisvorrat auf der Welt weist ein Defizit aus.

09.11.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe und die Erwartung höherer globaler Weizenendbestände im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 belasteten gestern die Kurse der Weizenfutures in Chicago. Das USDA erhöhte die Schätzung der weltweiten Weizenendbestände auf 266,71 Mio.Tonnen (Oktober-Schätzung: 260,18 Mio.Tonnen). Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass die Schätzung der weltweiten Bestände ohne China rückläufig wären. Die Schätzung der US-Weizenendbestände wurde auf 949 Mio.Bushel reduziert. Analysten erwarteten eine Erhöhung auf 958 Mio.Bushel. Mit 661.200 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die e-CBoT mit weiteren moderaten Verlusten. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten auf den Terminen der alten Ernte 2018 den negativen Vorgaben aus Übersee. Die Termine der neuen Ernte 2019 konnten sich hingegen leicht behaupten. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November aufgrund der schwachen Nachfrage unverändert bei 3€ über Paris Dezember 18.

08.11.2018 Französischer Weizenexport unbefriedigend

Frankreich exportierte im September, dem dritten Monat in der Saison 2018/19, 1,15 Mio. Tonnen Weichweizen. Davon wurden 654.000 Tonnen in EU-Drittländer verladen.
Algerien war wieder einmal die bei weitem größte Destination für französischen Weizen mit fast 750.000 Tonnen, so die heutige Statistik auf FREXPORT/WHEAT.
Die Gesamtmenge des Monats an alle ausländischen Kunden lag unter den Ausfuhren im August. Im Oktober haben die Exporte weiter abgenommen.
Seit dem 1. Juli bis Ende September exportierte Frankreich 3,93 Mio. Tonnen Weichweizen. Das ist ein Plus von 6% gegenüber dem gleichen Zeitraum in der vorherigen Saison.
Die Drittlandexporte waren mit 2,18 Mio. Tonnen sogar 25% höher, 82% davon gingen nach Algerien.

08.11.2018 US-Export-Sales: Weizenexporte über den Erwartungen

07.11.2018 Nach midterm elections sinkt der Wechselkurs des US-Dollars

Das Ergebnis der midterm elections in den USA, das den US-Präsidenten Donald Trump in seiner Macht beschränkt, drückt den Wechselkurs des US-Dollar und lässt deshalb die Weizenkurse an der CBoT steigen.
Der Preisanstieg ist aber begrenzt, da Investoren auf den USDA-Bericht warten, der Morgen um 18:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird. Die Welt ist weiterhin gut mit Weizen versorgt.
Bereits gestern stiegen die Weizenkurse an Chicago weil der Zustand der Winterweizenbestände in den USA nur noch zu 53% das Top-Rating „good-to-excellent“ erhielt. Das Wetter zur Bestellung der US-Wintersaaten soll bald winterlich werden, sodass die Farmer sich jetzt beeilen müssen.
Dass die russische Regierung ihre Schätzung zum Getreideexport zurück nimmt, verbessert die Exportchancen für die USA und Europa.

07.11.2018 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie schwache Ratings der US-Winterweizenbestände sorgten gestern in Chicago für Kursgewinne bei den Weizenfutures, die den höchsten Stand seit mehr als einer Woche erreichten. Institutionelle Anleger kauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fast unverändert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit moderaten Aufschlägen. Das Handelsvolumen war gestern allerdings schwach. Händler verhielten sich zurückhaltend und wollten das Ergebnis der Zwischenwahlen in den USA abwarten. Morgen veröffentlicht das USDA den WASDE-Report. Am Freitag findet ein Gespräch zwischen den USA und China auf höchster Ebene statt. Im laufenden Handelskonflikt hoffen Markteilnehmer auf Lösungen, die zu einer Entspannung der Lage führen. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November aufgrund der schwachen Nachfrage unverändert bei 3€ über Paris Dezember 18.

07.11.2018 CBoT-Weizenfutures auf Wochen-Hoch

Die Furcht vor einem schlechteren Zustand der nordamerikanischen Wintergetreidebestände brachte die CBoT-Weizenkurse gestern auf ein Ein-Wochen-Hoch.
Trotz bullischer Fundamental-Daten scheuen Händler das Risiko eines Preisdrucks auf alle US-Agrarrohstoffe. Sie warten heute erst einmal das Ergebnis der US-Zwischenwahlen ab. Die Exportdaten für Getreideausfuhren, auch wenn sie nicht herausragend gut waren, tragen dazu bei, dass das Preisniveau, trotz einer generell bärischen Stimmungslage, gehalten wird.
Nur 51% der US-Winterweizenbestände erhielten am Montag die Bestnote „good-to-excellent“ (Vorwoche: 53%).

07.11.2018 Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen

06.11.2018 Ukraines Getreideexporte sind in der letzten Oktoberwoche eingebrochen

Die Getreideexporte aus der Ukraine sind in der Woche vom 27. Oktober bis zum 2. November um 40% eingebrochen. Es wurden 612.000 Tonnen Getreide ausgeführt. In der Woche zuvor waren es noch 991.000 Tonnen.
Ein Beratungsunternehmen berichtete, dass kleinere Schiffsladungen von Mais und Gerste der Hauptgrund für den auffälligen Rückgang waren. Die Ausfuhren von Weizen bleiben mit 348.000 Tonnen hoch.
Die Ukraine exportierte in der Woche 216.000 Tonnen Mais und 48.000 Tonnen Gerste. Die Lieferungen gingen nach Marokko, Spanien und Deutschland.
Die Getreideernte 2018 in der Ukraine ist fast komplett abgeschlossen. Bis zum 5. November wurden 60,7 Mio. Tonnen Getreide von 92% der Anbauflächen geerntet.
Die Regierung in Kiew geht davon aus, dass in diesem Jahr 64 Mio. Tonnen Getreide geerntet werden und die Exporte werden im Wirtschaftsjahr 2018/19 42,5 Mio. Tonnen erreichen.

06.11.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie schwache Exporte belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Mit nur 327.192 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Inspections hinter den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Der Zustand der Winterweizenaussaat hat sich entgegen den Erwartungen zur Vorwoche verschlechtert. Das USDA bewertet nur noch 51% der Bestände mit dem Top-Rating "gut bis exzellent" (Vorwoche 53%). Institutionelle Anleger verkauften gestern ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde minimal fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Der Frontmonat Dezember 18 schloss jedoch mit 200,25 Euro/Tonne oberhalb der psychologisch wichtigen 200-Euro-Marke. Die Europäische Union hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2018/19 bis zum 4. November 5,4 Mio. Tonnen Weichweizen ausgeführt. Das waren 24% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November aufgrund der schwachen Nachfrage unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 18.

05.11.2018 US-Export-Inspections: Weizenverladungen schwächer, als erwartet

05.11.2018 EU-Weichweizenexporte 24% unter Vorjahr

Die Europäische Union hat in der Vermarktungssaison 2018/19 seit dem 1. Juli und bis zum 4. November 5,4 Mio. Tonnen Weichweizen ausgeführt. Das waren 24% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs. Damals waren Anfang November bereits 7,1 Mio. Tonnen ausgeführt.
Die Gerstenexporte aus der EU kamen auf 1,9 Mio. Tonnen (Vj.: 2 Mio. Tonnen), ein Minus von 4%.
Die Maisimporte der EU kommen in diesem Zeitraum auf 5,95 Mio. Tonnen, ein Plus von 14%. Damals waren es 5,2 Mio. Tonnen, die in die EU eingeführt wurden.

05.11.2018 Marokko sucht 45.455 Tonnen EU-Durum-Weizen

Der staatliche Getreidehändler Marokkos ONICL hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 45.455 Tonnen Durum aus der Europäischen Gemeinschaft aufgelegt. Damit soll ein Zollfrei-Kontingent eingelöst werden.
Die Offerten müssen am 22. November 2018 vorliegen, die Lieferungen sollen in den marokkanischen Häfen am 31. Mai 2019 eintreffen.

05.11.2018 UN kaufte 50.000 Tonne Ukraine-Weizen für Jemen

Eine UN-Hilfsorganisation hat kürzlich 50.000 Tonnen ukrainischen Weizen für Jemen gekauft.
Das Getreide soll Mitte November bis Mitte Dezember 2018 geliefert werden.
Die Vereinten Nationen unterstützen Krisengebiete wie in Jemen mit Lebensmittelhilfen.

05.11.2018 US-Farmer planen für 2019 mehr Weizenanbau

Nach dem Debakel im Handelsstreit zwischen den USA und China sind die Sojabohnenpreise in den USA unter die Produktionskosten gesunken. Das hat jetzt Auswirkungen auf die Anbauplanung der Farmer im Mittleren Westen der USA.
In diesem Agrargürtel wollen die Farmer in der Saison 2019 wieder mehr Mais und auch Weizen anbauen um die Abhängigkeit von den Sojabohnenexporten nach China zu verringern.
Die Farmer erhalten dort Kassapreise von 7,1 USD/Bushel für Sojabohnen, die Produktionskosten liegen bei der Rekordernte in diesem Jahr bei 8,5 USD/Bushel. Sie werden mit dem Handelskonflikt zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt erwischt, hatten sie doch die Anbaufläche auf 89.145 acres um 15 Mio. acres mehr gegenüber dem Jahr 2017 ausgeweitet. Mit sehr hohen Erträgen wird eine Erntemenge erwartet, die die USA zuvor noch nicht eingebracht haben.
Da die Weizenpreise in diesem Jahr höher sind und ganz ordentliche Deckungsbeiträge bringen, wird die US-Weizenfläche zur Ernte 2019 spürbar ansteigen.

05.11.2018 Getreidemail

Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Der feste US-Dollar verhinderte allerdings höhere Gewinne. Um 0,7% im Vergleich zur Vorwoche legte der Frontmonat Dezember in der vergangenen Woche zu, das war der erste Wochengewinn seit vier Wochen. Institutionelle Anleger kauften ca. 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. Einen vergleichsweise ruhigen Handelstag verlebten die Weizenfutures an der Euronext in Paris, die auf nahezu unverändertem Nieveau schlossen. Die abgelaufene Woche zeichnete sich aus durch eine hohe Volatilität und relativ schwachen Umsätzen aufgrund diverser Feiertage in mehreren europäischen Ländern incl. Frankreich und Deutschland. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im November aufgrund der schwachen Nachfrage unverändert bei 3 Euro über Paris Dezember 18. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im November/Dezember liegen weiterhin deutlich höher bei 215 Euro. Händler spekulieren weiter darüber, wann Russlands hohes Exporttempo nachlässt und die Nachfrage zu Gunsten von Weizen aus Westeuropa anzieht.

05.11.2018 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 23.10. - 30.10. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 2.479 Kontrakte auf 79.107 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 16.133 Kontrakte auf 123.824 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen erhöhte sich damit um 18.612 Kontrakte auf 44.717 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiter überwiegend bärischgestimmt .Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 9.872 Kontrakte reduziert auf 243.097 Lots und die Short-Positionen um 1.240 Kontrakte reduziert auf 228.828 Lots. Damit sank der Bestand der Netto-Long-Positionen auf 14.269 Lots.
Erhöht um 26.883 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen Es wurden die Long-Positionen um 9.470 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 28.52 Kontrakte erhöht.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung.  In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!

02.11.2018 USDA-Prognose für 2019/20
US-Landwirte werden nach Einschätzung des Chefvolkswirts des US-Landwirtschaftsministeriums für 2019 mehr Weizen und Mais anbauen, jedoch den Sojabohnenanbau reduzieren.
Die Schätzung lautet wie folgt:

Maisanbau 2019/20:
92,0 Mio. Acres (2018/19: 89,1 Mio. Acres) / Ernte: 14,93 Mrd. Bushel
Sojabohenanbau 2019/20:
82,5 Mio. Acres (2018/19: 89,1 Mio. Acres) / Ernte: 4,090 Mrd. Bushel
Weizenanbau 2019/20:
51,0 Mio. Acres (2018/19: 47,8 Mio. Acres) / Ernte: 2,060 Mrd. Bushel
 
Zum Ende der Saison werden 1,603 Mrd. Bushel Mais, 723 Mio. Bushel Sojabohnen und 933 Mio. Bushel Weizen erwartet.
02.11.2018 Frankreich: Körnermaisernte ist fast abgeschlossen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet heute, dass per 28. Oktober etwa 96% der Körnermaisbestände in Frankreich geerntet waren, in der Woche zuvor lag der Erntefortschritt bei 91%.
Die Winterweizenaussaat ist in Frankreich zu 69% abgeschlossen (Vorwoche: 51%). Weiter fortgeschritten mit 76% der geplanten Flächen ist die Wintergerste-Aussaat (Vorwoche:61%).

02.11.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten gestern kräftig zulegen. Für die gute Stimmung sorgten die gestiegenen Exportchancen von US-Weizen am Weltmarkt und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar. Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex trugen ebenfalls zur guten Stimmung bei. Mit 582.500 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften ca. 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt den Weizen heute Morgen uneinheitlich.
An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und legten zu. Anzeichen einer Abkühlung der russischen Weizenexporte trugen ebenfalls zur guten Stimmung bei. Allerdings waren die Aktivitäten aufgrund des Feiertags in mehreren europäischen Ländern gebremst. Russlands Pflanzengesundheitsdienst hat bei Gericht beantragt, dass fünf Getreidesilos in der russischen Exportregion Rostov vorübergehend geschlossen werden. Die Prüfer haben überall in Russland Getreideumschlagsplätze überprüft, weil es von großen Kunden im Ausland Beschwerden über die Getreidequalitäten gab.

01.11.2018 Taiwan kauft erneut US-Weizen

Die taiwanesische Müller-Gruppe hat heute in einem internationalen Tender 101.400 Tonnen US-Mahlweizen gekauft.
Der Einkauf beinhaltet verschiedene Arten und Qualitäten von US-Weizen, die allesamt von der US-Nordwestküste versandt werden sollen.
Bereits der vorherige Tender vom 2. Oktober, als 110.000 Tonnen Weizen gekauft wurden, kam aus den USA.

01.11.2018 US-Export-Sales: Weizenexporte höher, als erwartet

01.11.2018 FAO-Lebensmittelindex sinkt um 0,9%

Die Lebensmittelpreise auf der Welt sanken im Oktober um 0,9%. Das ist aus der neuen Berechnung des FAO-Preisindexes der Vereinten Nationen zu schließen, der heute in Mailand veröffentlicht wurde.
Der Korb aus Getreide- Ölsaatenpreisen sowie Preisen für Milchprodukten, Fleisch und Zucker errechnet für Oktober einen Index von 163,5 Punkten gegenüber 164,9 Punkten im September.
Die FAO schätzt die Weltgetreideproduktion 2018 jetzt auf 2,601 Mrd. Tonnen; 10 Mio. Tonnen höher als in der vorherigen Prognose aber immer noch 57 Mio. Tonnen weniger als in der 2017er Rekordernte.
Die Weizenproduktion 2018 der Welt wird von den Fachleuten auf 728 Mio. Tonnen geschätzt; 4,3% weniger als im letzten Jahr.

01.11.2018 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den letzten Handelstag im Oktober uneinheitlich. Während Glattstellungen zum Monatsende beim Frontmonat Dezember 18 für moderate Gewinne sorgten, mussten die Folgetermine Verluste hinnehmen. Die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt und der festere Wechselkurs des US-Dollar belasteten den Markt. US-Exporteure stehen weiterhin in einem intensiven Wettbewerb mit Russland. Heute Nachmittag um 13:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
An der Euronext in Paris verzeichneten die Weizenfutures aufgrund des gestrigen Feiertags in Deutschland einen vergleichsweise ruhigen Tag und schlossen minimal schwächer. Die Aktivitäten auf dem französischen Kassamarkt waren ebenfalls gering, da viele Käufer ihren Bedarf bis zum Jahresende gedeckt haben und die Landwirte nur ungern Ware abgeben. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Positionen an der Euronext in Paris in der Woche bis zum 26. Oktober von 66.282 auf 52.508 Kontrakte. Das zeigen Daten, die am Mittwoch von der Euronext veröffentlicht wurden.

01.11.2018 Weizen: USA hofft auf bessere Ausfuhrzahlen

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute am zweiten Tag in Folge weil in bedeutenden Exportnationen die Getreideproduktion schwächer ausfiel, sodass jetzt die USA die Chance bekommt, am Weltmarkt mehr Weizen abzusetzen.
Das aktuelle Preisniveau in den USA ist offensichtlich konkurrenzfähig mit anderen Exportnationen. Die Europäische Union und Australien haben in diesem Jahr deutlich weniger Getreide zur Verfügung, sodass den Ausfuhren aus den USA jetzt nichts mehr im Wege steht. Das analysieren Händler in Australien heute Morgen.
Der weltweit größte Weizenexporteur Russland hat in den ersten Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres im Vergleich zum Vorjahr bereits 21% mehr Weizen ausgeführt und die Behörden dort erteilen ihre Ausfuhrgenehmigungen nicht mehr ganz so zügig.
Händler an der Börse legen ihren Fokus jetzt auf die wöchentlichen US-Agrarausfuhren, die immer montags für die zurückliegende Woche veröffentlicht werden. Es wird vermutet, dass bei der nächsten Ansage die Maiserträge niedriger geschätzt werden.

31.10.2018 EU-Weizen auf 6-Wochen-Tief

Ein fester US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Institutionelle Anleger verkauften ca. 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen geben die Kurse im elektronische Nachthandel weiter leicht nach.
Die Dezember-18-Weizenfutures an der Euronext in Paris unterschritten gestern wieder die psychologisch bedeutsame 200-Euro-Marke. Die Verluste wurden sogar noch durch den schwächeren Euro gegenüber dem US-Dollar begrenzt. Damit erreichten wir gestern ein 6-Wochen-Tief. Die Exporteure der EU hatten darauf gehofft, dass Russland bald ausverkauft sei. Das ist aber scheinbar noch nicht der Fall- vielleicht erst in zwei Monaten. Die Weizenexporte ins EU-Ausland hinken bereits um 24% hinter dem bereits bescheidenen Vorjahr zurück. Analysten gehen aber davon aus, dass bald mehr EU- und US-Weizen bei den internationalen Ausschreibungen zum Zuge kommen. In Frankreich wurde die Stimmung am Markt durch Regenfälle belastet, die von Trockenheit heimgesuchten Weizenanbauregionen erreichten. Jetzt herrschen dort beste Bedingungen für die Aussaat zur Ernte 2019.

31.10.2018 Fonds waren gestern Netto-Verkäufer von Mais, Sojabohnen und Weizen

30.10.2018 Getreidemail

Aussichten auf mögliche Exporte von US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit weiteren leichten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 392.255 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Die elektronische Nachtbörse gibt den Vortagesgewinn wieder ab. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den positiven Vorgaben aus Übersee nicht folgen und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Die Wochenendrally ist schon wieder vorbei, weil Exporte aus der EU immer noch schwierig sind. Russland macht weiterhin das Rennen. Die Hoffnung, dass sich das bald ändert, schwindet. Seit dem 1. Juli bis zum 28. Oktober exportierte die EU 5,2 Mio. Tonnen Weichweizen. Das sind 24% weniger als zu diesem Termin im Vorjahr als Ende Oktober 6,8 Mio. Tonnen ausgeführt waren. Die Gerstenexporte waren 1,75 Mio. Tonnen stark, aber auch 5% weniger als im Referenzzeitraum des Vorjahrs.
Standard-Brotweizen mit 12% Protein zur Lieferung im November in Hamburg wird mit einer Prämie von 3 €/to über dem Dezember-18-Terminkontrakt offeriert. In Südoldenburg wird Futterweizen deutlich teurer gehandelt.

29.10.2018 EU exportiert 24% weniger Weichweizen

Seit dem 1. Juli bis zum 28. Oktober exportierte die EU 5,2 Mio. Tonnen Weichweizen. Das sind 24% weniger als zu diesem Termin im Vorjahr als Ende Oktober 6,8 Mio. Tonnen ausgeführt waren.
Die Gerstenexporte waren 1,75 Mio. Tonnen stark: 5% weniger als im Referenzzeitraum des Vorjahrs.
Die Maisimporte belaufen sich in dieser Saison bisher auf 5,6 Mio. Tonnen, ein Plus von 14%. In 2917 waren es zu diesem Termin 4,9 Mio. Tonnen.

29.10.2018 Rekordanbaufläche für Wintergetreide in Russland

Russlands Exportpreise für Weizen mit 12,5% Proteingehalt sind zum Ende der letzten Woche gesunken, weil sich der Wettbewerb mit den USA um Weltmarktanteile verschärft hat. Ägypten kaufte in seiner letzten Ausschreibung zum ersten Mal seit Mait 2017 wieder US-Weizen.
Am CBoT sanken letzte Woche die Weizenkurse bis Freitag, bevor sich das Ergebnis des letzten Ägypten-Tenders abzeichnete.
Am Freitag kostete russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im November 224 USD/Tonne fob. Das waren 7 USD weniger als in der Woche zuvor. Ein Treffen von Branchenvertretern mit dem russischen Landwirtschaftsminister ergab, dass es vorerst wohl keine Exportbeschränkungen für russischen Weizen geben wird.
Ägypten kaufte am Freitag 350.000 Tonnen Weichweizen russischer Herkunft, weitere 60.000 Tonnen aus der Ukraine und 60.000 Tonnen aus den USA.
Seit dem 1. Juli und bis zum 25. Oktober hatte Russland 18,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 16,3 Mio. Tonnen Weizen. Das waren 20 % mehr als zu diesem Termin im Vorjahr.
Die Aussaat von Wintergetreide zur Ernte 2019 ist in Russland inzwischen abgeschlossen. Auf 101,8% der ursprünglich geplanten Fläche. Mit 18 Mio. Hektar wird ein neuer Anbaurekord erreicht.

29.10.2018 Weizen aus Russland: Gefahr von Exportrestriktionen sinkt

Nach einem Treffen mit großen Exporteuren und Händlern hat der russische Landwirtschaftsminister Dmitry Patrushev seine Schätzung für den Weizenexport in der Saison 2018/19 angehoben. Das wurde allgemein als Zeichen interpretiert, dass es keine Exportrestriktionen in dieser Saison geben werde.
Russlands Regierungsvertreter wie auch die der Ukraine, beides große Weizenexporteure über Schwarzmeerhäfen, beobachten die Exportaktivitäten in diesem Jahr besonders aufmerksam, weil die Ernten kleiner ausgefallen sind, als im Vorjahr.
Das wurde von Marktbeteiligten als Grund dafür interpretiert, die Exporte zu einem späteren Termin zu beschränken. Russlands Getreideernte von 109 Mio. Tonnen erlaubt Ausfuhren von 38 - 39 Mio. Tonnen, davon 33 - 34 Mio. Tonnen Weizen. So die Aussage des Ministers nach dem Meeting.
Das Ministerium ging zuvor von 30 Mio. Tonnen Weizenausfuhren aus, um den nationalen Getreidemarkt nicht zu verteuern. Seit dem 1. Juli bis Sonntag hat Russland 18 Mio. Tonnen Getreide exportiert und davon waren 15,5 Mio. Tonnen Weizen. Die Regierung ist inzwischen aber weniger über die Inlandsversorgung besorgt, als noch im September.
Die Exporte aus Russland sind bisher 17% höher als zum gleichen Termin im Vorjahr. In den letzten Wochen hatte der Pflanzengesundheitsdienst, die Ausfuhrgenehmigungen restriktiver gehandhabt. Außerdem ist der Wechselkurs des Rubels gestiegen, was die Ausfuhren etwas bremst.
Letzte Woche waren die Preise für russischen Exportweizen nicht weiter gestiegen.

29.10.2018 So hat Ägypten am Freitag seinen Weizen gekauft

55,000 tonnes of Russian wheat at $230.00 and $18.80 freight equating to $248.80 C&F

60,000 tonnes of Russian wheat at $234.99 and $16.94 freight equating to $251.93 C&F
60,000 tonnes of Russian wheat at $234.99 and $18.18 freight equating to $253.17 C&F
55,000 tonnes of Russian wheat at $234.27 and $18.83 freight equating to 253.10 C&F
60,000 tonnes of Russian wheat at $234.99 and $18.18 freight equating to $253.17 C&F
60,000 tonnes of Russian wheat at $234.99 and $18.18 freight equating to $253.17 C&F
60,000 tonnes of Ukrainian wheat at $234.58 and $18.59 freight equating to $253.17 C&F
60,000 tonnes of U.S. soft red wheat at $218.5 and $35.47 freight equating to $253.97 C&F

29.10.2018 Getreidemail

Technische Käufe von Fondsgesellschaften und die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt sorgten am Freitag bei den Weizenfutures in Chicago für kräftige Aufschläge. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Dezember jedoch 1,8% an Wert. Ägyptens staatlicher Einkäufer GASC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 470.000 Tonnen Weizen, darunter waren auch 60.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten. Institutionelle Anleger kauften ca. 12.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt zur Stunde mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen mit deutlichen Gewinnen. Die EU-Kommission senkte ihre Schätzung der EU-Weizenproduktion 2018 von 128,7 auf 127,4 Mio. Tonnen. 2017 wurden 142,1 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die Schätzung der Weizenexporte in der Saison 2018/19 blieb unverändert bei 20 Mio. Tonnen (Vorjahr: 21,3 Mio. Tonnen). Im Vergleich zu dem 20-jährigen Durchschnitt wird die australische Ernte in diesem Jahr nur die Hälfte einbringen. Der Bundesstaat New South Wales im Osten des Kontinents ist von der extremen Trockenheit am schlimmsten betroffen.

29.10.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten in der Woche vom 16.10. - 23.10. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 3.872 Kontrakte auf 81.586 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 5.440 Kontrakte auf 107.691 Kontrakte. Der Anteil der Netto-Short-Positionen erhöhte sich damit um 9.312 Kontrakte auf 26.105 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiter überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 600 Kontrakte reduziert, allerdings wurden auch die Short-Positionen um 5.827 Kontrakte reduziert auf 227.588 Lots. Damit stieg der Bestand der Netto-Long-Positionen auf 25.381 Lots.
Erhöht um 8.054 Kontrakte wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Es wurden die Long-Positionen um 263 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 7.791 Kontrakte erhöht.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
29.10.2018 Ägypten kauft wieder US-Weizen

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sind heute Morgen auf den höchsten Stand seit zehn Tagen gestiegen, weil Ägypten erstmals seit Mai 2017 wieder US-Weizen gekauft hat. Jetzt hoffen US-Exporteure auf mehr Nachfrage nach den bisher vernachlässigten Angeboten aus den USA.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Freitag in einer internationalen Ausschreibung 470.000 Weizen, davon waren 60.000 Tonnen aus den USA, 350.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine.
Als sich am Freitag abzeichnete, dass die USA am Weltmarkt wieder wettbewerbsfähig sind, waren die Kurse an der CBoT bereits angestiegen. Jetzt besteht für die USA wieder die Chance, dass die US-Vorräte aus der Ernte 2018 abgebaut werden können.
Außerdem bestätigten am Freitag Analysten in Australien, dass die bevorstehende Weizenernte dort dramatisch kleiner ausfallen wird. Die letzte Schätzung des ABARE liegt jetzt bei 16,6 Mio. Tonnen, im September ging man noch von 19,1 Mio. Tonnen aus.
Asiatische Müller haben in der vergangenen Woche damit begonnen, sich bis in den Sommer 2019 mit Importweizen einzudecken. In den letzten sechs Jahren lebte man quasi von der Hand in den Mund.

29.10.2018 Fond waren am Freitag Käufer von Mais, Weizen, Sojabohnen

26.10.2018 US-Weizen mit Frachtkosten zu teuer für Ägypten

Bei der heutigen ägyptischen Ausschreibung zum Kauf von Weichweizen war US-Weizen mit der niedrigsten Offerte von 219 USD/Tonne fob dabei. Allerding scheitert diese Offerte wohl an zu hohen Frachtkosten von 35,49 USD/Tonne. Damit wäre US-Weizen mit 254,49 USD/Tonnen im Rennen.
Die niedrigste Offerte inklusive Frachtkosten kommt aus Russland. Der Preis liegt bei 248,80 USD/Tonne c&f. Russischer Weizen. Gefolgt von drei weiteren Offerten aus Russland mit je 55.000 bis 60.000 Tonnen.
Das Ergebnis der Ausschreibung kommt heute am späten Nachmittag nach Handelsschluss in Paris.

26.10.2018 Französischer Mais zu 91% geerntet

Die Marktanalysten des französischen Landwirtschaftsministeriums teilten heute mit, dass die Maisernte 2018 am 21. Oktober zu 91% abgeschlossen wurde. In der Woche zuvor waren es 81% und vor einem Jahr zu diesem Termin 70%.
Die Aussaat von Winterweizen war zu 51% erfolgt (Vw.: 32%) und 58% zu diesem Termin im Jahr 2017.
Die Wintergerstenaussaat ist zu 61% erfolgt (Vw.: 44%) und 72% vor einem Jahr.

26.10.2018 EU Kommission senkt Weizenernte-Schätzung

Die Europäische Kommission senkte gestern ihre Schätzung zur EU-Weizenproduktion in 2018 von 128,7 auf jetzt 127,4 Mio. Tonnen.
In 2017 wurden in der EU 142,1 Mio. Tonnen Weizen geerntet.
In ihrem Monatsbericht behält die Kommission ihre Schätzung für die Weizenexporte in der Vermarktungssaison 2018/19 aus dem letzten Monat bei 20 Mio. Tonnen.
In der Saison zuvor wurden 21,3 Mio. Tonnen exportiert.
Die Maisernte 2018 in der EU wird von den Fachleuten nun auf 62,3 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 61,9 Mio. Tonnen).

26.10.2018 Ägypten sucht Weizen für Lieferung Mitte Dezember

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weiichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 11. bis 20. Dezember erfolgen.
Es werden wieder alle Herkunftsländer wie bisher zugelassen, Offerten abzugeben.
Das Auktionsergebnis wird heute Nachmittag um 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen für fob und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten 180.000 Tonnen russischen Weizen.

26.10.2018 Australien erntet nur die Hälfte im Vergleich zum 20-Jährigen Mittel

Im Vergleich zu dem 20-jährigen Durchschnitt wird die australische Ernte in diesem Jahr nur die Hälfte einbringen. Der Bundesstaat New South Wales im osten des Kontinents ist von der extremen Trockenheit am schlimmsten betroffen. Das meldet heute der australische Agrarohstoff-Schätzer Australian Bureau of Agricultural and Resource Economics.
Einige Regionen hätten in diesem Jahr die schlimmste Trockenheit überhaupt erlebt. Die betroffene Fläche ist aber kleiner als ursprünglich angenommen.
Die Wintergetreideernte in New South Wales, eines der bedeutendsten Weizenanbauregionen des Kontinents, wird 65% kleiner ausfallen als im 20-Jahres-Mittel. Im Osten Australiens sinkt die Agrarproduktion insgesamt um 53%. Betrachtet man Australien insgesamt, so werden die Ernteschäden mit 23% angegeben.
Rund die Hälfte aller Landwirtschaftlichen Flächen im Südosten Australiens litt unter der seit 20 Jahren schlimmsten Trockenheit. Im Dürrejahr 2002/03 waren es 80%.

26.10.2018 Getreidemail

Eine schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt, technische Verkäufe sowie ein starker US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago abermals mit deutlichen Verlusten schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 442.600 Tonnen US-Weizen für das Vermarktungsjahr 2018/2019 im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Fonds verkauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen kann sich die elektronische Nachtbörse stabilisieren und handelt mit Aufschlägen.
An der Euronext in Pairs folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit vergleichsweise moderaten Verlusten. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar verhinderte höhere Abschläge. Auf dem Frontmonat am Pariser Matif wurde die 200er-Marke wieder unterschritten. Der Internationale Getreiderat (IGC) hob gestern seine Schätzung zur Weltweizenernte 2018/19 um 12 Mio. Tonnen auf 729 Mio. Tonnen an. Hauptsächlich wird die höhere Zahl mit einer besseren Ernte in China begründet. Die EU senkte dagegen ihre Ernteschätzung von 128,4 auf 127,4 Mio. Tonnen Weichweizen.

26.10.2018 CBoT-Weizen: Größter Wochenverlust seit September

Die Chicago-Weizenfutures sind auf dem besten Weg zu ihrem größten Wochenverlust seit Anfang September. Die scharfe Konkurrenz mit der Schwarzmeerregion und höhere Weizenernten in China belasten den Markt.
In Russland ist die Getreideernte größer ausgefallen als erwartet, die Ernteschätzungen wurden in dieser Woche von verschiedenen Analysten nach oben korrigiert. Broker in Australien sehen das aktuell niedrige Preisniveau für Weizen aber als nicht gerechtfertigt an, weil die Produktion in Russland und Australien sinkt und der weltweite Bedarf stark bleibt.
Vorerst drängt aber russischer Weizen weiter auf den Weltmarkt, mehr als zuletzt erwartet. Von Exportbeschränkungen redet aktuell niemand mehr.
Der internationale Getreiderat (IGC) hob zudem seine Schätzung zur Weizenernte in China an. Deshalb steigt auch die weltweite Produktion von 716,7 Mio. auf 728,8 Mio. Tonnen. In der letzten Saison waren es 767,1 Mio. Tonnen.
Der starke Wechselkurs des US-Dollars erschwert den US-Exporteuren ihr Geschäft. Trotzdem haben asiatische Müller damit begonnen, sich ihren Bedarf bis zur Jahresmitte 2019 zu sichern. In den letzten sechs Jahren lebte man eher von der Hand in den Mund.
Die Weizenkurse standen gestern auch unter Druck weil die Soja- und Maiskurse kräftig in den Keller gingen. Die wöchentlichen Exporte der USA waren wieder einmal enttäuschend. Fonds verkauften gestern massiv alle Agrarrohstoffe, insbesondere Mais, Sojabohnen und Weizen.

25.10.2018 IGC erhöht Schätzung zur Weizenernte

Der Internationale Getreiderat (IGC) hob heute seine Schätzung zur Weltweizenernte 2018/19 um 12 Mio. Tonnen auf 729 Mio. Tonnen an.
Hauptsächlich wird die höhere Zahl mit einer besseren Ernte in China begründet.
Der Regierungsunabhängige Rat behielt seine Schätzung zur Welt-Maisernte 2018/19 auf 1,074 Mrd. Tonnen bei.

25.10.2018 Weizen: Angebotsengpass ab März?

Einige asiatische Müller haben damit begonnen, ihren Weizenbedarf bis weit in den Sommer 2019 einzudecken. Damit endet möglicherweise die jahrelange Gewohnheit, mit der die Käufer von der Hand in den Mund lebten. Grund dafür ist, dass zum ersten Mal seit sechs Jahren die Weltendbestände sinken.
Ab dem zweiten Quarta 2019 sinkt das Weizenangebot auf der Welt, weil die Lieferungen aus Russland, nach umfangreichen Exporten zu Beginn der Vermarktungsperiode, kleiner ausfallen werden, während Australien, weltweit eigentlich der fünft-größte Exporteur, eine historisch kleine Weizenernte erwartet. Dort war es wieder einmal viel zu trocken.
So könnten die USA und Kanada in den Monaten April bis Juni 2019 am Weltmarkt zu Zuge kommen und damit auch die Börsenkurse in die Höhe schnellen. Im März könnte es zu einem Angebotsengpass kommen.

25.10.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine nachlassende Exportnachfrage nach US-Weizen, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie ein starker US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA neue US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT nochmals schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen mit nur moderaten Verlusten. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar stützte den Markt. Die 200-Euro-Marke hielt auch gestern. Außerdem kaufte Algerien zwischen 500.000 und 600.000 Tonnen Weizen, wovon wohl die größte Menge von Frankreich geliefert wird. Auch Tunesien meldete Getreidekäufe von insgesamt 250.000 Tonnen, die wohl aus Schwarzmeerländern kommen. Der Preisunterschied beider Ausschreibungen ist nur 3 USD/Tonne, was uns zeigt, dass Frankreich auch im weiteren Verlauf gute Exportchancen hat.

25.10.2018 US-Weizen: Starker Dollar vereitelt Exportchancen

Die CBoT-Weizenfutures fielen gestern auf heute Morgen auf ein Sechs-Wochen-Tief, weil der Wechselkurs des US-Dollars Exporte aus den USA noch schwerer macht als ohnehin schon. Die Schwarzmeerregion kämpft derzeit um ihre Vorherrschaft am Weltmarkt.
Exporteure in den USA warten dringend auf mehr Marktzugang, dafür war US-Weizen aber bisher zu teuer. Anbieter aus der Schwarzmeerregion dominieren bei allen internationalen Ausschreibungen. Mit den stark gesunkenen Terminmarktkursen könnte die USA im nächsten Jahr aber auch dabei sein.
Gestern sank ein Index, der den US-Dollar ins Verhältnis zu sechs großen Währungen setzt, auf 96,35 Punkte. Damit misst man die Kaufkraft, die im Gegenzug aber auch bedeutet, dass die Exportchancen sich verschlechtern.
Russlands Landwirtschaftsministerium hob zudem seine Ernteschätzung 2018 um drei Mio. Tonnen auf 109 Mio. Tonnen Getreide an, da die Erntebedingungen in Sibirien sich verbessert hatten. Damit kann Russland auch drei Mio. Tonnen mehr exportieren.

24.10.2018 Russland: Risiko von Exportbeschränkungen überschaubar

Russische Händler und Vertreter aus dem Landwirtschaftsministerium wollen am Freitag in einer Routinesitzung über die Getreideexporte des Landes diskutieren. In den vergangenen Monaten reagierten die Kurse an der Terminbörse in Chicago wegen Spekulationen über möglichen Exportbeschränkungen.
Inzwischen wurden die Schätzungen über die russische Getreideernte mehrfach nach oben korrigiert und über Exporteinschränkungen spricht derzeit kaum noch jemand.
Russlands Getreideexporte sind um 21% höher als zu diesem Termin vor einem Jahr. Im September war der Vorsprung sogar bei 40%. Die Qualitätskontrollen wurden dann aber erhöht und so laufen die Ausfuhren inzwischen nicht mehr ganz so umfangreich.
Die Exportpreise für Russlands Weizen waren zuletzt stabil, nachdem sie fünf Wochen in Folge gestiegen waren. Nach den letzten Schätzungen stehen nun 3 bis 4 Mio. Tonnen mehr für den Export zur Verfügung. Mit 38 bis 39 Mio. Tonnen Weizenausfuhren sei das Risiko von Ausfuhrbeschränkungen jetzt überschaubar, heißt es unter Marktbeteiligten.

24.10.2018 Tunesien kauft 250.000 Tonnen Getreide

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat heute 100.000 Tonnen Mahlweizen, 50.000 Tonnen Durum-Weizen und 100.000 Tonnen Futtergerste mittels eines internationalen Tenders gekauft.
Das Getreide kann von allen internationalen Anbietern erworben werden.
Der niedrigste Preis beim Weichweizen liegt bei 252,85 USD/Tonnen c&f. Der niedrigste Preis beim Durum-Weizen liegt bei 273,69 USD/Tonne c&f.

24.10.2018 Ukraine will 42,5 Mio. Tonnen Getreide exportieren

Die Ukraine hat seit dem 1. Juli 2018 bis jetzt 12,1 Mio. Tonnen Getreide exportiert, teilt das Landwirtschaftsministerium in Kiew heute mit. Das sind 12,6% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Davon waren7,1 Mio. Tonnen Weizen, 2,5 Mio. Tonnen Gerste und 2,3 Mio. Tonnen Mais.
Man plane mit einer Erntemenge von 64 Mio. Tonnen im Vergleich zu 61,3 Mio. Tonnen in 2017.
In der Saison 2017/18 exportierte der Schwarzmeeranrainer 39,4 Mio. Tonnen Getreide; in dieser Saison könnten es 42,5 Mio. Tonnen werden.

24.10.2018 Getreidemail

Technische Käufe sowie Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Eine verzögerte Winterweizenaussaat in den USA gab zudem Auftrieb. Das USDA berichtete gestern Abend, daß 72% US-Winterweizen ausgesät sind. Analysten erwarteten jedoch eine Aussaat von 76%.
Die e-CBoT handelt den Weizen zur Stunde schwächer.
Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten auch gestern die 200 €-Marke auf dem Dezember-18-Termin halten. Man fragt sich, wie lange noch. Zumal Russlands Ernteschätzungen und damit der Exportüberschuss wieder steigen. Händler warten heute auf das Ergebnis der internationalen Ausschreibung aus Algerien. Das niedrigste Gebot lag bei ca. 260 USD/to c&f, nahe den Preisen, die von Frankreich gefordert worden waren. Der staatliche Käufer OAIC hoffte, 5 - 6 USD/to billiger kaufen zu können. Da in Argentinien die Erntearbeiten laufen, könnte von dort ein niedrigeres Angebot kommen. Russischer Weizen ist in dieser Ausschreibung nicht zugelassen. In Deutschland dominiert Futtergetreide den Markt , das teurer ist als Exportweizen. Niedrigwasser auf dem Rhein behindert weiter die Rohstofftransporte.

23.10.2018 Ukrainische Getreideernte – Winterungen für 2019 fast komplett im Boden

Die Farmer in der Ukraine haben in diesem Jahr bis heute 54,5 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Der Durchschnittsertrag liegt bei 4,19 Tonnen/Hektar. Zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 48,7 Mio. Tonnen.
Die Erntemenge kommt von einer Anbaufläche von 13 Mio. Hektar; insgesamt wurden 14,8 Mio. Hektar bestellt. Im einzelnen: 19,5 Mio. Tonnen Mais von 2,9 Mio. Hektar, das sind 62% der Anbaufläche. Der Ertrag liegt im Durchschnitt bei 6,82 Tonnen pro Hektar.
Die Weizenernte ist dort komplett abgeschlossen. Es wurden 25,1 Mio. Tonnen geerntet, der Durchschnittsertrag liegt bei 3,8 Tonnen per Hektar.
Auch die Gerstenernte ist zu 100% vom Feld. 7,53 Mio. Tonnen kamen zusammen. Damit 3,03 Tonnen per Hektar.
Das Ministerium in Kiew schätzt, dass in diesem Jahr insgesamt 64 Mio. Tonnen Getreide geerntet werden.
Auf bisher 6,8 Mio. Hektar wurden Wintersaaten für die Ernte in 2019 ausgesät. Geplant ist eine Anbaufläche von 7,2 Mio. Hektar. Bis zum 23. Oktober wurden 5,9 Mio. Hektar mit Winterweizen bestellt, 819.000 Hektar mit Wintergerste und 114.000 Hektar mit Winterroggen. In 2017 hatten die ukrainischen Farmer 7,24 Mio. Hektar mit Wintergetreide für die Ernte in diesem Jahr bestellt.

23.10.2018 Tunesien sucht Weizen am Weltmarkt

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen, 125.000 Tonnen Weichweizen und 100.000 Tonnen Futterweizen (jeweils optionaler Herkunft) ausgeschrieben, melden heute europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 24. Oktober.

23.10.2018 Getreidemail

Die weiterhin schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie ein stärkerer US-Dollar ließen die CBoT-Weizennotierungen gestern mit Verlusten schließen. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen (nominal) Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Dezember ausgeschrieben.
Die e-CBoT handelt den Weizen heute Morgen fast unverändert.
An der Euronext in Paris fielen die Weizenkurse gestern auf ein Zwei-Wochen-Tief, weil auch hier die Exporte enttäuschen. Die psychologisch wichtige 200-Euro-Marke hielt aber stand. Die Verladungen aus französischen Hafenplätzen haben sich im Oktober verlangsamt. Agritel ist sich aber sicher, dass Frankreich am internationalen Markt ab Dezember wieder wettbewerbsfähig ist. In dieser Saison liegen die Ausfuhren noch 23% hinter denen des Vorjahres zurück. Heute hofft man auf den Zuschlag bei der Algerien-Ausschreibung, wo allerdings auch Argentinien gute Chancen eringeräumt werden. Das trockene Wetter verzögert in der EU die Aussaat von Wintergetreide und behindert die Flussschifffahrt.

22.10.2018 Russland: Stabile Exportpreise nach 5-Wochen-Rally

Die Preise für russischen Exportweizen mit 12,5% Protein waren in der letzten Woche relativ stabil, nachdem sie fünf Wochen in Folge gestiegen waren.
Weizenexporte zur Lieferung Ende Oktober kosteten 231 USD/Tonne fob. Das ist 1 USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor.
Die Marktteilnehmer hatten in den Wochen zuvor befürchtet, dass es zu Exportbeschränkungen kommt, die sich jetzt aber bisher nicht bestätigt haben. Die Qualitätskontrollen in den Verladesilos wurden aber verstärkt, was die Betroffenen Unternehmen als lästig empfinden. Bis die Pflanzengesundheitszeugnisse erstellt werden dauert es jetzt länger.
Bis zum 18. Oktober hatten russische Getreideexporteure nach der letzten Ernte 17,7 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Das waren 21% mehr als zu diesem Termin vor einem Jahr und beinhalteten 15,2 Mio. Tonnen Weizen.
Die Erntearbeiten sind in Russland inzwischen komplett abgeschlossen genau wie die Aussaat für die Ernte 2019. Es wurden 99% der geplanten Flächen bestellt. Das sind 17 Mio. Hektar. In den kommenden Wochenwird im europäischen Teil Russlands Regen erwartet, was die Vegetationsbedingungen für die nächste Ernte begünstigt.

22.10.2018 Ukraine überarbeitet Weizenstandards

Die Ukraine überprüft ihre Weizenstandards und beabsichtigt, die Anzahl der Weizenklassen von derzeit 6 auf 4 zu reduzieren, das zeigt ein Entwurf, der heute veröffentlicht wurde.
Nach den Vorschlägen soll es drei Mahlweizenklassen und eine Futterweizenklasse geben.
Klasse-1-Weizen soll einen Proteingehalt von mindestens 14% aufweisen, während der Proteingehalt in der Klasse 2 nicht unterhalb 12,5% liegen soll. Bei Weizen der Klasse 3 soll der Proteingehalt bei mindestens 11% liegen.
Der gesamte andere Weizen wird als Futterweizen bestimmt.
Die Ukraine, die zu den führenden Getreideproduzenten und -exporteuren gehört, hat im Jahr 2017 26,1 Millionen Tonnen Weizen geerntet und 17,2 Millionen Tonnen Weizen im Wert von 2,83 Milliarden US-Dollar exportiert.

22.10.2018 Algerien sucht Weizen am Weltmarkt
Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen (nominal) Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Dezember ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 23. Oktober.
Händler meinen, dass es keine Änderungen in den Qualitätsspezifikationen von Algerien gebe, was bedeuten würde, dass russischer Weizen die Forderung Algeriens nach geringen Schädlingsbefall erfüllen könne.
22.10.2018 Syrien kauft 200.000 Tonnen Weizen

Syriens staatlicher Getreideeinkäufer Hoboob hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 200.000 Tonnen Weizens russischer Herkunft zum Preis von $255/Tonne c&f gekauft, so eine staatliche Quelle.

22.10.2018 Getreidemail

Einige Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie technische Käufe, nach den Verlusten der letzten Tage, ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt die CBoT-Weizenfutures zur Stunde mit Verlusten. Die Exportaktivitäten für Weizen aus den USA und Europa bleiben bescheiden, insbesondere aus Frankreich und Deutschland.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris verlebten einen sehr ruhigen Tag mit wenig Handelsumsätzen und geringen Handelsspannen. Die Kurse schlossen am Freitag dabei unverändert bis minimal fester. Es gibt kaum Nachrichten, die den Markt bewegen können. Aktuell profitieren die Russen noch vom relativ warmen Wetter für ihre Exporte. Vor Anfang 2019 werden wohl kaum mehr Exporte aus Europa oder den USA am Weltmarkt benötigt. Am Pariser Terminmarkt gerät deshalb der Dezember-18-Termin unter Druck, während die Fälligkeiten auf März-19 und Mai-19 davon profitieren könnten.

22.10.2018 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten in der Woche vom 09.10. - 16.10. den Bestand der Long-Positionen beim SRW-Weizen um 1.591 Kontrakte auf 85.458 Kontrakte, sie erhöhten jedoch gleichzeitig den Bestand der Short-Positionen um 1.499 Kontrakte auf 102.251 Kontrakte.Der Anteil der Netto-Short-Positionen reduzierte sich damit marginal um 92 Kontrakte auf 16.793 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit weiter überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem wöchentlich erscheinenden COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurden die Long-Positionen um 3.332 Kotrakte erhöht, deutlich kräftiger ins Gewicht fiel aber die Reduzierung der Short-Positionen um 50.854 Kontrakte auf 233.415 Kontrakte. Insgesamt wurde der Netto-Short-Bestand der vergangenen Woche von 34.032 Kontrakten gedeht auf 20.154 Netto-Long-Positionen. Reduziert wurde der Anteil der Netto-Short-Positionen bei den Sojabohnen. Nach 41.401 Kontrakten per 9. Oktober waren es per 16. Oktober 36.368 Kontrakte. Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. Oktober in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
19.10.2018 Frankreich: Körnermaisernte ist auf 81% der Flächen abgeschlossen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass per 15. Oktober 81% der Körnermais-Bestände geerntet sind. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt bei 65% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt bei 47%.
Die Winterweizen-Aussaat ist in Frankreich auf 32% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 15%). Bei der Wintergerste liegt der Aussaat-Fortschritt bei 44% (Vorwoche: 20%).

19.10.2018 Marokko senkt Importzoll auf Weizen auf 30%

Marokkos hat am Donnerstag angekündigt, die Zölle auf Weichweizen ab dem 1. November von 135% auf 30% zu senken und eine frühere Ankündigung, den Zoll komplett abzuschaffen, wieder rückgängig zu machen.
Die Senkung wird dazu beitragen, den Importpreis von Weichweizen bei 260 Dirham pro Quintal zu halten, sagte der Regierungsrat in einer Erklärung.
Das Landwirtschaftsministerium hatte am 1. Oktober angekündigt, dass Marokko den Zoll komplett stornieren würde, um eine regelmäßige Versorgung sicherzustellen, Preiserhöhungen auf dem Inlandsmarkt abzuwenden und den Landwirten dabei zu helfen, Reserven besser zu planen. Das Ministerium berichtet auch von dem langsamen Tempo bei Erfassung der lokalen Ernte bis Oktober.
Im Mai erhöhte Marokko den Zollsatz auf 135%, weil sich abzeichnete, dass die diesjährige Getreideernte mit 10,3 Millionen Tonnen außergewöhnlich hoch ausfallen würde. Darunter 4,91 Mio. Tonnen Weichweizen, 2,42 Mio. Tonnen Hartweizen und 2,92 Mio. Tonnen Gerste.
Die französischen Weizenexporteure schätzten Marokkos Weichweizen-Importbedarf für die Saison 2018/19 auf 3 Mio. Tonnen.
Am 1. Oktober deckten Marokkos Weizenreserven 4,3 Monate des Bedarfs der lokalen Mühlen, teilte das Landwirtschaftsministerium mit.
Die Versorgung mit Weizen ist der Schlüssel zu Marokkos Stabilität, da Brot und Grieß für die Bevölkerung von etwa 35 Millionen eine wichtige Rolle spielen.
Marokko subventioniert die Preise für Weizen, Zucker und Kochgas.

19.10.2018 Argentiniens Transportgewerkschaft kündigt Streik an

Gestern Nacht hat die Transportgewerkschaft in Buenos Aires angekündigt, dass ihre Mitglieder ab nächster Woche für höhere Transportkosten streiken werden. Das könnte auch Getreidelieferungen beschränken.
Mehr als 80% der Agrarprodukte des Südamerikanischen Landes werden per LKW zu den Hafenplätzen am Atlantik verbracht. Deshalb kann man erwarten, dass der Streik die Exportaktivitäten beeinträchtigt, auch wenn in diesen Wochen noch wenig Getreide ausgeführt wird.
Wie lange der Streik andauern soll, wurde bisher nicht bekannt.
Die Gewerksacht will erreichen, dass die Frachtsätze mit der Inflationsrate gekoppelt werden. Das Schwellenland leidet aktuell unter einer Hyperinflation.
Die letzte Anpassung der Frachtsätze wurde erst im Juli vorgenommen.
Argentinien ist Südamerikas drittgrößte Volkswirtschaft und durchleidet zurzeit wieder einmal eine Wirtschaftskrise. Die Landeswährung, der Peso, hat in den vergangenen zwölf Monaten die Hälfte seiner Kaufkraft verloren. Im August stieg die Inflation um 3,9% und im September um 6,5%, so die Statistikbehörde des Landes. In 2018 können es insgesamt 42% werden.
Argentinien ist ein bedeutender Anbieter von Weizen, der hauptsächlich nach Brasilien verkauft wird. Die Weizenernte 2018/19 beginnt in den kommenden Wochen und wird von der Rosario Grains Exchange auf 19 Mio. Tonnen geschätzt.

19.10.2018 Getreidemail

Negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie der gestiegene Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen Export-Sales lagen mit 476.000 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Der schwache Euro verhinderte jedoch einen stärkeren Kursrückgang. Die Dezember-18 Fälligkeit rutschte im Handelsverlauf auf ein 2-Monats-Tief, der psychologisch und charttechnisch wichtige Widerstand von 200 € konnte aber verteidigt werden. Analysten erwarten, dass sich das hohe Tempo der russischen Weizenexporte in den kommenden Wochen und Monaten verlangsamen wird zu Gunsten von Weizen aus Westeuropa und den USA. Bisher sind die Exportaktivitäten in der EU und den Vereinigten Staaten aber noch dünn. Die Trockenheit in Westeuropa sorgt weiter für Verzögerungen bei der Winterweizenaussaat.

18.10.2018 Getreidemail

Technische Verkäufe, der festere US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Weltmarkt verschlechtert, sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago den dritten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Weizenexporte in einer Spanne von 300.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nochmals schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beendeten den gestrigen Handelstag aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee und der derzeit schwachen weltweiten Nachfrage nach Weizen aus dem Euroraum mit Verlusten und sanken auf den niedrigsten Stand seit zwei Wochen. Der gesunkene Wechselkurs des Euro verhinderte aber einen noch stärkeren Rückgang. Am Dienstag erreichte der Frontmonat Dezember im Handelsverlauf noch den höchsten Kurs seit sechs Wochen und überwand kurzfristig den starken Widerstand von 205 Euro. Insgesamt bewerten Analysten das Abwärtspotenzial als begrenzt aufgrund der in vielen Regionen wetterbedingt schwachen Ernten und der Trockenheit, die auch die Wintergetreideaussaat in vielen Regionen in Westeuropa behindert.

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