Matif: Milling Wheat Nr. 2 März 2019

29.03.2019 Frankreich: Schwächere Ratings beim Winterweizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt den Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich in seinem wöchentlichen Report per 25. März etwas schwächer ein, als noch in der Woche zuvor. 82% der Winterweizenbestände erhielten die Top Bewertung „gut bis exzellent“. In der Vorwoche erhielten noch 85% der Bestände die Top-Bewertung. Der Zustand wird aber weiterhin besser bewertet, als im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt (78%).
Rückläufig entwickelte sich auch die Bewertung der Wintergerste-Bestände. 78% erhielten die Top-Bewertung, in der Vorwoche waren es 81%.
Die Sommergerste-Aussaat stockte zuletzt. 97% der Aussaat ist erledigt, das ist unverändert zur Vorwoche (Vorjahr: 67%).

29.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen sowie Positionierungen vor dem heutigen USDA-Quartalsreport (17 Uhr) ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 511.100 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 650.000 Tonnen. Der Irak kaufte gestern 150.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen in den USA zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 und 2019/20. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nochmals moderat schwächer. Bei schwachen Umsätzen beendeten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den gestrigen Handelstag unverändert bis moderat schwächer. Der schwache Wechselkurs des Euro verhinderte dabei höhere Verluste. Die Getreideexporte der Ukraine erreichten in der laufenden Saison 2018/19 bisher ein Volumen von 37 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 30,8 Mio. Tonnen. Der schwächere Wechselkurs der argentinischen Währung Peso verbessert die Chancen Argentiniens, beim kürzlich erfolgten Kauf Algeriens stärker berücksichtigt zu werden als erwartet. Für Frankreich wäre das keine gute Entwicklung. In Deutschland stützt die rege Exporttätigkeit die Prämien.

28.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 37 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine (inkl. die für den Export vorbereiteten Lieferungen) haben in der laufenden Saison 2018/19 ein Volumen von 37 Mio. Tonnen erreicht. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 30,8 Mio. Tonnen, meldet die ukrainische Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen), erwartet das Landwirtschaftsministerium. Darin enthalten sind 13 Mio. Tonnen Weizen inkl. 8,4 Mio. Tonnen Mahlweizen verglichen mit 14 Mio. Tonnen im Vergleichszeitraum der Saison 2017/18. Mais wurde bisher in einem Gesamtvolumen von 20 Mio. Tonnen exportiert (Vorjahr: 12 Mio. Tonnen).

28.03.2019 Irak kauft 150.000 Tonnen US-Weizen

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 50.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 und 100.000 Tonnen im Vermarktungsjahr 2019/20 an den Irak.

28.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 20.837 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 15. März wurde allerdings in der Woche bis zum 22. März auf 19.413 Netto-Short-Positionen reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen. Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 22. März auf 19.307 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 24.099). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand sankt auf 59,3% (Vorwoche: 71,1%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 28,3% (Vorwoche: 16,6%). 88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (unverändert zur Vorwoche).

Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

28.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago schlossen gestern auf nahezu unverändertem Niveau zum Vortag. Negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex standen Exporthoffnungen gegenüber. Händler hoffen weiter auf Impulse im Weizenexport, nachdem US-Weizen zuletzt den Zuschlag im Ägypten-Tender erhielt und Exporte aus Russland sich verlangsamen. Außerdem zeichnen sich weiterhin Verzögerungen bei der US-Sommerweizenaussaat in den US-Plains ab. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 650.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Der Frontmonat Mai sank gestern auf ein 2-Wochen-Tief. Die Stimmung auf dem Export-Markt war gedrückt, weil Weizen aus Frankreich im Ägypten-Tender in dieser Woche keinen Zuschlag erhielt. Der schwächere Wechselkurs des Euro stützte den Markt. Für zusätzliche Unterstützung trug die Besorgnis über aufkommende Wetterrisiken in Europa bei. Derzeit sind die Bestände in guter Verfassung, allerdings befürchten Marktteilnehmer trockene Wetterbedingungen in den kommenden Wochen.

27.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist auf 50% der geplanten Anbaufläche erfolgt

Sommergetreide in der Ukraine ist bisher auf 1,1 Mio. Hektar bzw. auf 50% der geplanten Flächen ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Insgesamt wird eine Aussaatfläche für Sommergetreide von 2,284 Mio. Hektar erwartet. Darin enthalten sind 175.000 Hektar Sommerweizen und 1,571 Mio. Hektar Sommergerste.

27.03.2019 Rekordergebnis bei der Getreideernte 2018 in der Ukraine

Die Getreideernte in der Ukraine hat im vergangenen Jahr dank höherer Maiserträge ein Rekordvolumen von 70,1 Mio. Tonnen erreicht, teilte heute das Ministerium für die Bereiche Agrar und Lebendmittel mit.
Laut einem Bericht, der auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde, haben ukrainische Landwirte 2018 rund 35,8 Mio. Tonnen Mais, 24,6 Mio. Tonnen Weizen und 7,3 Mio. Tonnen Gerste geerntet.
Die Rekorderträge ermöglichen es der Ukraine, die Inlandsnachfrage vollständig zu decken und die Getreideexporte auf ausländische Märkte auszudehnen, so das Ministerium.
Im letzten Geschäftsjahr hat die Ukraine 39,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert, wobei China mit einem Anteil von 16,4 % der größte Importeur von Mais ist.
Im Jahr 2017 wurde die Getreideernte in der Ukraine auf 61,3 Mio. Tonnen geschätzt.

27.03.2019 Japan sucht Futterweizen- und Gerste

Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischwirtschaft (MAFF) teilte heute mit, dass es 120.000 Tonnen Futterweizen und 200.000 Tonnen Futtergerste zur Verladung am 31. Juli und zur Ankunft in Japan am 26. September sucht. Am 3. April wird dafür eine simultane Buy and Sell Auktion (SBS) abgehalten. Solche Ausschreibungen erfolgen gewöhnlich wöchentlich, das Ministerium hat diese Ausschreibung allerdings aufgrund des endenden Fiskaljahres um einige Tage nach hinten verschoben.
Japan kauft gewöhnlich kleine Mengen Futterweizen und -gerste über so genannte SBS-Auktionen, in denen Endverbraucher und Importeure Herkunft, Preis und Menge des Getreides vorgeben, und die Mühlen dadurch ihren unterschiedlichen Bedarf an Futtergetreide decken können.

27.03.2019 Getreidemail

Späte Gewinnmitnahmen sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Verbesserte Wachstumsbedingungen der Winterweizenbestände u.a. im Top-Produktionsstaat Kansas drückten zudem die Kurse. Das reduzierte Weizenangebot aus Russland hat die Exportaussichten für US-Weizen verbessert und die Kurse gestützt. Im Handelsverlauf erreichte der Frontmonat Mai das höchste Kursniveau seit Ende Februar. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 120.000 Tonnen US-Soft Red Wheat für den Lieferzeitraum 25. April bis 5. Mai. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten ihre Tagesgewinne nicht halten. Nach der Veröffentlichung der Offerten im Ägypten-Tender erhöhte sich der Druck auf die Notierungen und nur die Termine der neuen Ernte 2020 konnten letztlich zulegen. Weizen aus Rumänien lag in der Reihe der günstigen Offerten im Ägypten-Tender auf Basis c&f auf Platz 2 und übertrumpfte damit Weizen aus Frankreich, der auf Basis FOB ca. $3,50 günstiger war. Die günstigeren Frachtkosten sorgten jedoch für den Preisvorteil für Weizen aus Rumänien.

27.03.2019 Weizen: Bessere Nachfrage und Aussaat-Verzögerungen begrenzen Verlustpotenzial
Die Weizenfutures in den Vereinigten Staaten handeln heute Morgen mit Verlusten, trotz einiger Anzeichen einer verbesserten Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und potenziellen Verzögerungen bei der Sommerweizen-Aussaat in den Northern Plains.
Ägyptens staatlicher Getreideinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten. Weizen aus Frankreich oder Deutschland schafften es nicht, unter die günstigen Offerten.
In den US-Anbauregionen für Sommergetreide sind weite Flächen mit einer schweren Schneedecke bedeckt, die die Aussaat von Sommerweizen verzögern wird. In den Bundesstaaten Missouri und North Dakota sind aufgrund der Schneeschmelze Mais- und Sojabohnenfelder überflutet.
Händler erwarten weitere Details aus den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Eine US-Handelsdelegation wird ab Donnerstag in China eine Verhandlungsrunde beginnen.
26.03.2019 Ägypten kauft 120.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GACS hat europäischen Händlern zufolge soeben 120.000 Tonnen US-Soft Red Wheat für den Lieferzeitraum 25. April - 5. Mai gekauft.

26.03.2019 Äthiopien sucht 600.000 Tonnen Weizen

Die Regierung Äthiopiens hat einen internationalen Tender zum Kauf von 600.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 30. April.
Die Angebotsfrist einer weiteren Ausschreibung zum Kauf von 400.000 Tonnen Mahlweizen endet am 19. April.

26.03.2019 Ägypten: Günstigste Offerte aus den USA
Die günstigste Offerte in der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Weizen in unbekanntem Volumen lag bei $221/Tonne und bezog sich auf 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Wheat. Verkäufer ist das Handelshaus Cargill. Ein Kaufabschluss wurde bisher nicht gemeldet.
Offerten:
Cargill: 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Winter zu $221,00 und $27,29 Fracht = $248,29
Cargill: 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Winter zu $221,00 und $27,58 Fracht = $248,58
Ameropa: 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $238,26 und $11,80 = $250,06
Cerealcom: 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $238,79 und $11,80 Fracht = $251,10
Cargill: 55.000 Tonnen Weizen aus Russland zu $237,50 und $13.60 = $251,75
Louis-Dreyfus: 60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zu $238,00 und $13.75 Fracht  = $251.75
CHS: 60,000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $239,37 und $11.80 Fracht = $251.17
26.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie schlechte Wetterbedingungen in bedeutenden Weizenanbaugebieten in den Vereinigten Staaten ließen die Weizenfutures gestern in Chicago zum dritten Mal in Folge mit Aufschlägen schließen. Die Sorge vor Überschwemmungen und zu nassen Bedingungen in den US-Plains und im Mittleren Westen stützte die Preise. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Wetterdienste erwarten in Zentral- und Westeuropa in den kommenden Wochen trockenes Wetter, das die Getreidebestände belasten könnte. Saudi Arabien kaufte gestern 730.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $211,86 zur Lieferung im Mai/Juni. Der Preis lag $55 unter dem Preis, der im November gezahlt wurde. Händler glauben aufgrund des niedrigen Preises nicht, dass Gerste aus Deutschland und Frankreich im größeren Maße berücksichtigt wird. Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche aufgrund der global gestiegenen Weizenpreise und des gestiegenen Wechselkurses des russischen Rubels. Am Schwarzen Meer kostete russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April $227/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $5 zur Vorwoche, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR.

26.03.2019 Ägypten sucht Weizen für den Lieferzeitraum 25. April bis 5. Mai

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 25. April bis 5. Mai erfolgen.
Das Auktionsergebnis wird ab heute Nachmittag 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten am 20. Februar 360.000 Tonnen Winterweizen französischer, rumänischer, russischer und ukrainischer Herkunft zur Lieferung in der Zeit vom 5.-15. April.

26.03.2019 Weizen: Verzögerungen bei der Sommerweizenaussaat führt zu Kursgewinnen
Die Weizenfutures in Chicago steigen heute Morgen auf ein 1-Monats-Hoch. Ungünstige Wetterbedingungen in den Anbauregionen für Sommerweizen in den Vereinigten Staaten lassen befürchten, dass es bei der Sommerweizenaussaat zu Verzögerungen kommt. Gestern schlossen die Weizenfutures moderaten Kursgewinnen. In der vergangenen Woche hat ein "Bomben-Zyklon" im Getreidegürtel Überschwemmungen ausgelöst. Analysten zufolge ist zudem der größte Teil der Flächen im Bundesstaat Nord Dakota mit einer nassen schweren Schneedecke bedeckt, die die Aussaat von Sommerweizen verzögern wird. Die wöchentlichen US-Export-Inspections blieben mit 340.398 Tonnen Weizen hinter den Erwartungen der Analysten von 400.000 – 600.000 Tonnen zurück.
25.03.2019 EU-Weichweizenexporte 10% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 (1. Juli bis 30. Juni) erreichten offiziellen Meldungen der EU-Kommission zufolge per 24. März ein Volumen von 13,4 Mio. Tonnen und liegen damit 10% hinter den Exporten im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gerste wurde bisher in einem Volumen von 3,2 Mio. Tonnen exportiert, ein Rückgang zum Vorjahr von 29%. Die Maisimporte hingegen übertreffen mit 17,9 Mio. Tonnen den Vergleichswert des Vorjahres (12,8 Mio. Tonnen) um 40%.

25.03.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen unterhalb der Erwartungen

25.03.2019 Russland: Anstieg der Weizen-Exportpreise

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche. Analysten begründeten das mit den global gestiegenen Weizenpreisen, die auch die CBoT Weizenfutures unterstützten sowie mit dem gestiegenen Wechselkurs des russischen Rubels.
Der Wechselkurs des Rubels erreichte letzte Woche das höchste Niveau seit August und die Weizenfutures handelten in Chicago auf einem 3-Wochen-Hoch.
Am Schwarzen Meer kostete russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April $227/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $5 zur Vorwoche, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Anstieg um $3 auf $226/Tonne. In der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 vom 1 Juli bis zum 21. März exportierte Russland 35,7 Mio. Tonnen Getreide (-5% zur Vorjahresperiode). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 30,1 Mio. Tonnen (+5% zur Vorjahresperiode). SovEcon reduzierte die jüngste Prognose der Getreideexporte aufgrund des starken Rubels und der relativ hohen Inlandspreise auf aktuell 44,8 Mio. Tonnen.
Der Inlandspreis für Klasse-3-Weizen blieb im europäischen Teil Russlands unverändert bei 12.000 Rubel bzw. $186 pro Tonne ex-works.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte in der vergengenen Woche 34.000 Tonnen Weizen aus Interventionsbeständen auf dem heimischen Markt. Insgesamt wurden 1,7 Mio. Tonnen Getreide (inkl. 1,4 Mio. Tonnen Weizen) seit dem Start der Interventionsverkäufe auf dem Inlandsmarkt verkauft.
Die Sommergetreideaussaat in Russland ist per 21. März auf 1,5% der geplanten Flächen bzw. 454.000 Hektar erfolgt. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 97.000 Hektar.

25.03.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten zwischen dem 12.03.19 und dem 19.03.19 das Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 1.358 Kontrakte auf 73.506 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen erneut unter Beweis gestellt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung sehr kräftig fort. Von 257.965 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestand auf das neue Allzeit-Tief von 261.326 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde allerdings redziert um 26.205 Lots auf 63.992 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
25.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen zum Wochenende und der festere Wechselkurs des US-Dollar führten bei den Weizenfutures am Freitag in Chicago zu leichten Verlusten. Im Handelsverlauf wurde allerdings ein 3 1/2 -Wochen Hoch gehandelt . Die Handelswoche beendete der Frontmonat Mai mit einem Gewinn von 0,8%. Das war der zweite wöchentliche Kursanstieg in Folge nach zuvor 5 Wochen mit Verlusten. Die Taiwan Flour Miller´s Association kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 110.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten vom schwachen Wechselkurs des Euro profitieren und auf allen Terminen moderat zulegen. Der zwischenzeitliche Anstieg beim Mai-Future auf über 190 Euro/Tonne konnte aber nicht gehalten werden. FranceAgriMer teilte mit, dass sich 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 18. März in guter bis exzellenter Verfassung befinden (unverändert zur Vorwoche). Im vergangenen Jahr lag der Anteil zur selben Zeit bei 79%. Marktteilnehmer lenken den Fokus aktuell auf die Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 720.000 Tonnen Gerste. Erwartet wird, dass Gerste aus der Schwarzmeer-Region und der EU profitieren werden.

22.03.2019 Südkorea: NOFI kauft 203.000 Tonnen Mais

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) kauft 60.000 Tonnen Futterweizen, melden europäische Händler. Der gezahlte Preis liegt demzufolge bei $214,20/Tonne c&f zur Anlieferung rund um den 25. September nach Südkorea. Verkäufer war dem Vernehmen nach das Handelshaus CHS.

22.03.2019 Taiwan kauft 110.000 Tonnen Weizen
The Taiwan Flour Miller´s Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfarhens 110.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten gekauft, melden europäische Händler.
Gesucht wurden eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen aus den Vereinigten Staaten. 55.000 Tonnen zur Versendung von der Pazifik Nordwestküste sollen geliefert werden im Zeitraum 10.-24. Mai und weitere 55.000 Tonnen im Zeitraum 24. Mai-7. Juni.
Zuletzt kaufte der Verband am 26. Februar 110.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten.
22.03.2019 Winterweizen-Ratings in Frankreich stabil

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt in seinem wöchentlichen Bericht über den Zustand der Getreidebestände und den Fortschritt der Sommergetreideaussaat in Frankreich per 18. März, dass sich analog zur Vorwoche 85% der Winterweizenbestände in guter bis exzellenter Verfassung befinden. Damit ist der Zustand der Weizenbestände besser, als zur selben Zeit im vergangenen Jahr (79%).
Der Zustand der Wintergerste ist ebenfalls stabil im Vergleich zur Vorwoche. 81% der Bestände erhielten das Top-Rating gut bis exzellent.
Die Sommergerste-Aussaat ist per 18. März auf 98% abgeschlossen (Vorwoche: 97%). Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt gerade einmal 38%.

22.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften zum Ende der Sitzung sowie Kurssteigerungen beim Kansas-City-Weizen und beim Mais ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Im Tagesverlauf handelten sie allerdings die meiste Zeit mit leichten Verlusten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 437.300 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert. Bei schwachen Umsätzen beendeten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den gestrigen Handelstag uneinheitlich. Der Anstieg der französischen Weizenexporte in diesem Monat trug dazu bei, dass sich die Weizenfutures von dem 9-Monats-Tief erholten. Nun sucht der Markt nach neuen Impulsen. Belastend wirkt der zuletzt gestiegene Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Saudi Arabien hat einen Tender zum Kauf von 720.000 Tonnen Futtergerste zur Lieferung im Mai/Juni ausgeschrieben. Die letzte Ausschreibung erfolgte Anfang November. Institutionelle Anleger wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Die Netto-Short-Positionen wurden per 15. März auf 20.837 Lots ausgebaut (Vorwoche: 15.702).

21.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten weiter auf fallende Kurse

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 15.702 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 8. März wurde in der Woche bis zum 15. März auf 20.837 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakte per 15. März von 22.719 auf 24.099 Netto-Long-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,1% (Vorwoche: 72,1%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,6% (Vorwoche: 15,3%).
88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (unverändert zur Vorwoche).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

21.03.2019 Russland sendet Weizenprobe nach Algerien

Russland hat eine Weizenprobe von 21,88 Tonnen nach Algerien gesendet, meldet die russische Behörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor.
Russland ist bestrebt, seine Präsenz als Weizenexporteur auszubauen und Märkte zu erschließen, die traditionell von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union dominiert werden.
Algerien ist ein Schlüsselmarkt für EU-Weizen, insbesondere Weizen aus Frankreich. Im Januar war Algerien mit 271.000 Tonnen der größte Weizenkäufer Frankreichs. Rosselkhoznadzor teilte heute mit, dass Algerien eine Laboruntersuchung des Weizens durchführen werde und eine Erleichterung für russische Weizenimporte in Betracht ziehen werde.

21.03.2019 Ukraine: Getreidebestände 1,8 Mio. Tonnen höher, als vor einem Jahr

Die ukrainischen Getreidebestände per 1. März erreichten ein Volumen von 20,8 Mio. Tonnen versus 19,0 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und bezieht sich dabei auf Daten des Statistikamtes.
Die Weizenbestände mittlerer und großer Unternehmen lagen bei 5,4 Mio. Tonnen. Nicht berücksichtigt sind in diesen Angaben die Bestände der vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Handelsunternehmen.
2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide. Exporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 könnten sich auf insgesamt 49 Mio. Tonnen summieren, so das Landwirtschaftsministerium.

21.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und verzeichneten auf allen Terminen Kursgewinne. Ungünstige Wetterbedingungen in einigen SRW-Weizenanbauregionen im Mittleren Westen und in den Sommerweizen-Anbaugebieten in den Nothern Plains sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Auftrieb. In North Dakota behindern starke Schneefälle den pünktlichen Start der Sommerweizenaussaat. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 675.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen uneinheitlich. Der gestiegene Wechselkurs des US-Dollar belastete den Markt zudem. Das Exporttempo in Frankreich ist fest und es wird erwartet, dass es sich auch im April fortsetzt. Die deutschen Weizenexporte sind konstant, aber insgesamt zu schwach. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €6,00 über Paris Mai 19.

21.03.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen

20.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 35,6 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 35,6 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium. In der letzten Saison 2017/18 waren es zum selben Zeitpunkt 29,5 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 20. März in einem Gesamtvolumen von 18,7 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,95 Mio. Tonnen.

20.03.2019 Taiwan sucht 110.000 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 110.000 Tonnen Mahlweizen (Herkunft: Vereinigte Staaten) ausgeschrieben, melden heute Vormittag europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am Freitag, dem 22. März.
Gesucht wird eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen. 55.000 Tonnen zur Versendung von der Pazifik Nordwestküste sollen geliefert werden im Zeitraum 10.-24. Mai und weitere 55.000 Tonnen im Zeitraum 24. Mai-7. Juni.
Zuletzt kaufte der Verband am 26. Februar 110.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten.

20.03.2019 Getreidemail

In einer wechselhaften Sitzung schlossen die Weizenfutures in Chicago gestern mit moderaten Verlusten. Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage und die schwache globale Nachfrage nach US-Weizen belasteten den Markt. In den nördlichen US-Plains sorgt hingegen winterliches Wetter für Verzögerungen bei der Schiene-Logistik und stützt den Kassamarkt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Die lebhaften französischen Weizenexporte sorgten für Auftrieb, der seine Grenzen im festeren Euro-Wechselkurs fand. Im Handelsverlauf stieg der Frontmonat Mai 19 auf den höchsten Kurs seit Ende Februar. Der Chartwiderstand von 190 Euro konnte aber nicht überwunden werden. Frankreichs monatliche Weizenexporte an Ziele außerhalb der EU sind auf Kurs, das bisherige Hoch im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 von 900.000 Tonnen zu übertreffen. Die Ukraine meldete gestern, dass sich insgesamt 90% der Wintergetreidebestände in guter bis befriedigender Verfassung befinden (Vorwoche: 87%). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €6,00 über Paris Mai 19.

19.03.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie technische Verkäufe ließen die Weizenfuturesgestern in Chicago mit Verlusten schließen. Minneapolis Sommerweizen legte hingegen zu, weil Schnee in den Northern Plains für Verzögerungen bei der Frühjahrsaussaat sorgt. Mit 353.727 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections hinter den Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Kursaufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Die Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen aus Russland fielen in der vergangenen Woche erneut aufgrund der Erwartung einer großen Ernte 2019 und des festeren Wechselkurses des Rubels. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April sank um $4 auf $222/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Die lebhaften französischen Weizenexporte begrenzten hingegen die Verluste. Der Crop Monitoring Dienst der EU MARS schätzt in seiner ersten Prognose für die neue Ernte 2019 die durchschnittlichen Weichweizenerträge auf 6,04 Tonnen pro Hektar. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 7,4%.

19.03.2019 Weizenkurse in Chicago erholen sich heute Morgen
Heute Morgen handeln die Weizenfutures in Chicago mit moderaten Kursgewinnen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgen für den Auftrieb. Begrenzt wird der Anstieg durch die derzeit schwache Nachfrage am Weltmarkt nach Weizen aus den Vereinigten Staaten. Gestern stieg der Kurs des Frontmonats Mai im Tagesverlauf auf den höchsten Stand seit dem 6. März, beendete die Sitzung jedoch mit einem Verlust von rund einem Prozent.
Die wöchentlichen US-Export-Inspections enttäuschten mit 353.727 Tonnen. Sie lagen damit hinter den Markterwartungen von 400.000 bis 700.000 Tonnen.
Nasses Wetter und Überschwemmungen im Maisgürtel des Mittleren Westens verhindern vielerorts die Maisaussaat und führen dazu, dass einige für die Maisaussaat geplante Flächen nun umgewidmet werden auf Sojabohnen, die später in der Saison ausgesät werden.
18.03.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen hinter den Erwartungen

18.03.2019 EU: MARS erwartet kräftigen Anstieg der Erträge

Die Getreidebestände in der Europäischen Union sind nach dem milden Winter in generell guter Verfassung. In Südeuropa sind allerdings noch mehr Niederschläge von Nöten.
Im Winter litten die Bestände nur minimal unter Frostschäden und profitierten zudem von ungewöhnlich hohen Temperaturen, die für eine fortgeschrittene Entwicklung der Pflanzen nach der Winterruhe sorgten.
Die niedrigen Niederschlagsmengen im vergangenen Jahr begleitet von heißen Temperaturen in Südeuropa und in Teilen Mitteleuropas hatten eine schwere Trockenheit zur Folge. In Spanien, Portugal und Italien sind die Wasserreserven weiterhin gering und könnten eine Bewässerung im Sommer verhindern.
Der Crop Monitoring Dienst der EU MARS teilte mit, dass Rapssaat mehr als Getreide unter den trockenen Bodenverhältnissen litt. Landwirte haben die Aussaat für Rapssaat eingeschränkt. Einige Flächen mit schlecht entwickelnden Beständen werden zudem umgebrochen und es wird stattdessen wahrscheinlich Sommergerste dafür ausgesät.
MARS schätzt in seiner ersten Prognose für die neue Ernte 2019 die durchschnittlichen Weichweizenerträge auf 6,04 Tonnen pro Hektar. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr von 7,4%. Die Wintergerste-Erträge schätzt MARS auf 6,02 Tonnen pro Hektar (+9,6%) und die Rapssaaterträge auf 3,19 Tonnen pro Hektar (+12%).

18.03.2019 Erneut rückläufige Weizen-Export-Preise in Russland

Die Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen aus Russland fielen in der vergangenen Woche erneut aufgrund der Erwartung einer großen Ernte 2019 und des festeren Wechselkurses des Rubels. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April sank u um $4 auf $222/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. IKAR Analyst Dmitry Rylko kann sich demnach einen noch deutlicheren Rückgang vorstellen. Das Agrarberatungsunternehmen SovEcon meldet einen Preisrückgang von $2,50 auf 223/Tonne, verglichen mit einem Rückgang von $10 in der vergangenen Woche.  Der gestiegene Wechselkurs des Rubels belastet den Export. Seit dem 1. Juli bis zum 14. März exportierte Russland 35,4 Mio. Tonnen Getreide (unverändert zur Vorjahresperiode). Darunter waren 29,7 Mio. Tonnen Weizen (+5%). Der Inlandspreis für Weizen der Klasse-III blieb Ende vergangener Woche unverändert bei 12.000 Rubel ($187,04)/Tonne ex works.

18.03.2019 Ukraine: Getreideexporte sind vergangene Woche gestiegen

Die Exporte ukrainischen Getreides über Seehäfen erreichten in der Woche vom 8. – 15. März ein Volumen von 987.000 Tonnen. Das ist ein Anstieg zur Vorwoche, als 881.000 Tonnen Getreide versendet wurden.
Die Mais-Exporte stiegen von 681.000 Tonnen in der Vorwoche auf 899.000 Tonnen, während sich die Weizenexporte rückläufig entwickelten von 200.000 Tonnen auf nur noch 88.000 Tonnen.
Hauptsächlich exportiert die Ukraine ihr Getreide nach China, Ägypten und Deutschland.
Bisher wurden nach Angaben von APK-Inform insgesamt 30,4 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) exportiert. Das ist ein Anstieg zur vorherigen Periode 2018/18, als 24,9 Mio. Tonnen im selben Zeitraum exportiert wurden.
Die aktuellen Exporte beinhalten 16,8 Mio. Tonnen Mais, 10,9 Mio. Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste.
Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet und die Exporte erreichten ein Volumen von über 49 Mio. Tonnen.

18.03.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten zwischen dem 05.03.19 und dem 12.03.19 das Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen minimal um 418 Kontrakte auf 72.148 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen bestätigt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung sehr kräftig fort. Von 176.777 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestand auf das Allzeit-Tief von 257.965 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde ausgebaut um 81.188 Lots von 50.302 auf 90.197 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag am Freitag mit deutlichen Gewinnen. Shortabdeckungen (Short Covering) zum Ende der Woche gaben dem Markt Unterstützung. In der vergangenen Woche stieg der Kurs um 4,7%. Die Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten befinden sich zum Ende der Winterruhe in einer kritischen, anfälligen Phase. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnte nur der Frontmonat Mai 19 den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und schloss auf einem 2-Wochen-Hoch. Die Termine der neuen Ernte gaben hingegen alle nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar und die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen belasten hierzulande den Markt. In Frankreich treibt die Exportnachfrage den Markt an und Händler haben zum Teil Schwierigkeiten, angesichts der begrenzten Abgabebereitschaft, Getreide zu beschaffen. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer attestierte am Freitag in seinem wöchentlichen Update 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. März eine gute bis exzellente Verfassung (Vorwoche: 86%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 80% der Winterweizenbestände das höchste Rating. 

18.03.2019 Weizenfutures handeln aufgrund guter Versorgungslage mit Verlusten
Die Weizenfutures in Chicago handeln heute Morgen aufgrund der guten Versorgungslage am Weltmarkt mit Verlusten. Die vorherigen drei Sitzungen beendeten sie hingegen mit Kursgewinnen. Short-Abdeckungen (Short Covering) stützten den Preis. Der Markt wird zwar hauptsächlich getrieben durch technische Faktoren, das große Weltmarktangebot begrenzte aber einen stärkeren Anstieg. In der Ukraine sind die Export-Quoten für Mahlweizen (insgesamt 8 Mio. Tonnen) mit 7,7 Mio. Tonnen nahezu ausgeschöpft. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
15.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist auf 11% der geplanten Anbaufläche erfolgt

Ukraines Landwirte haben bisher Sommergetreide auf einer Fläche von 258.000 Hektar bzw. auf 11% der geplanten Flächen ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Insgesamt wird eine Aussaatfläche für Sommergetreide von 2,284 Mio. Hektar erwartet. Darin enthalten sind 175.000 Hektar Sommerweizen und 1,572 Mio. Hektar Sommergerste.

15.03.2019 FranceAgriMer: Zustand der Wintergetreidebestände wenig verändert

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem wöchentlichen Update 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. März eine gute bis exzellente Verfassung attestiert (Vorwoche: 86%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 80% der Winterweizenbestände das höchste Rating.
Bei der Wintergerste befinden sich demnach 81% der Bestände in Top-Verfassung. Das ist ein Anstieg um einen Prozentpunkt zur Vorwoche.
FranceAgriMer schätzt zudem, dass die Sommergerste-Aussaat auf 97% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der vergangenen Woche waren es 96%.

15.03.2019 Getreidemail

Weitere Shortabdeckungen (Short Covering) sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für Kursgewinne. In dieser Woche stieg der CBoT-SRW Frontmonat Mai bisher um 2,7%, das ist der größte Anstieg seit Anfang Dezember. Schwache US-Weizenexporte und das weltweit große Angebot belasteten hingegen den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt nur 346.000 Tonnen US-Weizen deutlich hinter den Markterwartungen von 450.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Gewinnen. FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 um 7% von 8,85 Mio. Tonnen auf 9,5 Mio. Tonnen. Deutschlands Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV um 19,4% zum Vorjahr auf 24,2 Mio. Tonnen steigen. In der Ukraine befinden sich 87% der Wintergetreidebestände in guter bis befriedigender Verfassung. Algerien kaufte gestern 450.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $231,50 und $234/Tonne c&f. Händler glauben, dass hauptsächlich Weizen aus Frankreich gekauft wurde.

15.03.2019 US-Weizenexporte bleiben hinter den Erwartungen zurück

Auch wenn die CBoT-Weizenfutures zur Stunde geringfügig schwächer handeln, werden sie heute wohl ihren größten Wochengewinn seit drei Monaten verbuchen.
Händler deckten ihre Short-Position ein und stützten damit die Kurse obwohl es am Weltmarkt ein reichliches Weizenangebot gibt.
US-Exporteure meldeten für die zurückliegende Woche die Ausfuhr von 346.000 Tonnen Weizen und damit weniger, als die 450.000 Tonnen, die vom Markt erwartet worden waren.

14.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten weiter auf fallende Kurse

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 9.476 Netto-Short-Positionen per 1. März wurde in der Woche bis zum 8. März auf 15.702 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihren Bestand. Nach 23.044 Netto-Short-Kontrakten per 1. März waren es per 8. März 22.719 Netto-Long-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 72,7% (Vorwoche: 60,6%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,3% (Vorwoche: 19,2%).
88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80%).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

14.03.2019 Weizenanbau in Argentinien wird seit vier Jahren ausgeweitet

Landwirtschaftsexperten in Argentinien gehen davon aus, dass die Weizenanbaufläche des südamerikanischen Landes für die Ernte 2019/20 ausgeweitet wird. Das könnte dazu führen, dass von dort eine weitere große Ernte an den Markt kommt.
Die Anbaufläche wird von Farmern und Analysten jetzt auf 6,9 Mio. Hektar geschätzt. Es wäre die vierte Ausweitung der Anbaufläche in Folge. Im letzten Jahr war die Anbaufläche noch 6,3 Mio. Hektar groß und es kam eine Ernte von 19,5 Mio. Tonnen zusammen.
Argentinien ist einer der Top-10 Weizenexporteure der Welt. Der Löwenanteil der Exporte geht ins Nachbarland Brasilien. Zuletzt waren es Ausfuhren im Wert von 3,2 Mrd. USD. Die Farmer im Großraum von Buenos Aires jubeln bereits, denn sie gehen davon aus, dass die nächste Saison eine sehr gute sein wird. Während der Weizenanbau steigt, werden weniger Sojabohnen angebaut.
Der Weizenpreis in Argentinien wird heute mit 180 USD/Tonnen genannt, ungefähr auf Vorjahresniveau, vor einem Monat waren es sogar noch 205 USD/Tonne. So ist der Weizenanbau in Argentinien eine gute Alternative zur Sojabohne und zum Mais. Zumal die diesjährige Ernte und deren Qualität spektakulär gut ausfielen.
Ergiebige Regenfälle in den vergangenen Wochen in den zentralen Anbauregionen für Weizen sorgen für eine gut ausreichende Bodenfeuchte.

14.03.2019 DRV erwartet kräftigen Anstieg der Weizenernte in Deutschland

Deutschlands Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV (Deutscher Raiffeisenverband e.V.) um 19,4% zum Vorjahr auf 24,2 Mio. Tonnen steigen. Das teilte der Verband heute in seiner ersten Prognose zur neuen Ernte 2019 mit.
Die Ernte 2018 litt unter einer lang anhaltenden Hitzewelle und einer schweren Trockenheit. Der ungewöhnlich milde Winter hat allerdings dazu geführt, dass die Anbaufläche für Winterweizen ausgeweitet wurde, so der DRV.
Deutschland ist der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union hinter Frankreich.
Auch bei der Rapssaat, Europas Hauptölsaat zur Speiseöl- und Biodieselproduktion, steht Deutschland mit Frankreich in starkem Wettbewerb um die Position des größten Rapssaatproduzenten in der Europäischen Union. Der DRV erwartet einen Rückgang der Rapssaaternte um 13% auf 3,19 Mio. Tonnen. Rapssaat litt unter der Trockenheit im Herbst, die zu geringeren Anbauflächen führte. Die Anbaufläche sinkt um 25,1% auf 917.000 Hektar.
Das Getreide kam gut durch den Winter ohne signifikante Schäden. Erste Anzeichen lassen eine solide Entwicklung der Weizenernte in diesem Jahr erwarten. Alle Getreidearten werden Erträge liefern, die voraussichtlich im 5-Jahres-Durchschnitt liegen werden, insbesondere vor dem Hintergrund der schwachen Ernte im vergangenen Jahr.
Die Sommergetreide-Aussaat hat aufgrund des milden Winters in diesem Jahr früh begonnen. In Teilen von West- und Südwest-Deutschland ist sie nahezu abgeschlossen. Damit ist die Aussaat über drei Wochen früher dran, als in „normalen Jahren“. Niederschläge in den vergangenen Tagen haben die Aussaat in Nord- und Ostdeutschland allerdings zum Erliegen gebracht.
Die Anbaufläche für Wintergerste, hauptsächlich verwandt zur Herstellung von Tierfutter, steigt um 33,9% zum Vorjahr auf 9,87 Mio. Tonnen. Für Sommergerste, die hauptsächlich für die Malz und Bierproduktion genutzt wird, fällt die erwartete Anbaufläche um 6,8% zum Vorjahr auf 2,05 Mio. Tonnen.
Der Maisanbau wird nach Schätzungen des DRV um 27,2% auf 4,25 Mio. Tonnen steigen.

 

14.03.2019 US-Export-Sales: Schwache Weizenexporte

14.03.2019 Algerien kauft 450.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat über 450.000 Tonnen Weizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zu Preisen zwischen $231,50 und $234/Tonne c&f gekauft, berichten europäische Händler.
Ausgeschrieben war Weizen optionaler Herkunft und Händler glauben, dass hauptsächlich Weizen aus Frankreich gekauft wurde.
Algerien ist ein Schlüsselmarkt für Weizen aus der Europäischen Union und Frankreich der Hauptlieferant. Im Januar war Frankreich der größte Weizenlieferant für Algerien. Französiche Exporteure hoffen, von der aktuellen Ausschreibung zu profitieren.
Gesucht wurden nominal 50.000 Tonnen Weizen für die Lieferzeiträume 16.-30. April und 1. - 15. Mai.
Algerien veröffentlicht die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht, es handelt sich jeweils um Schätzungen von Analysten.
Zuletzt kaufte Algerien im Rahmen eines Weizentenders am 14. Februar rund 600.000 Tonnen Weizen, gesucht wurde wie gewohnt die Standartmenge von 50.000 Tonnen.
In einer separaten Ausschreibung kaufte OAIC am 8. März 300.000 Tonnen Durum-Weizen.
14.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Begrenzt war der Rückgang aufgrund der Befürchtung, dass Fondsgesellschaften in den kommenden Wochen einen Teil ihres massiven Bestands an Short-Positionen schließen könnten (Short-Covering). Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 450.000 - 750.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Gewinnen. FranceAgriMer erhöhte die Prognose für Frankreichs Weizenexporte in Drittländer in der Saison 2018/19 auf 9,5 Mio. Tonnen an (vorher: 8,85 Mio. Tonnen). Die Weichweizen-Endbestände in Frankreich sollen demnach zum 30. Juni 2019 auf 2,4 Mio. Tonnen sinken (Vormonats-Prognose: 3 Mio. Tonnen). Tunesien kaufte gestern 92.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft. Die geschätzten Preise ($230 - $235/Tonne c&f) deuten darauf hin, dass der Weizen aus Westeuropa geliefert wird. Händler erwarten am späten Nachmittag die Ergebnisse des Algerien-Tenders.

14.03.2019 Weizenkurse steigen aufgrund von Short-Abdeckungen

In der aktuellen Nachtbörse am CBoT steigen die Weizenkurse weiter; vermutlich weil die Fondsgesellschaften ihre Short-Positionen liquidieren obwohl das weltweite Weizenangebot weiterhin sehr groß ist.
Die Investmentfonds halten für diese Jahreszeit außergewöhnlich viele Short-Positionen in Agrarfutures. Die wollte man glattstellen, wenn die Feldarbeiten in Gang kommen. Nun ist es aber in den USA auf den Feldern nass und die Bodentemperaturen sind recht niedrig.
Für Händler in Fernostasien ist es klar, dass der Kursanstieg beim Weizen ausschließlich von Fondskäufen verursacht wird. Sie wissen aber, dass die weltweite Versorgungslage sehr komfortabel ist. Die nächste Ernte in Europa und am Schwarzen Meer sieht sehr gut aus. Deshalb hatten die Fonds in den letzten Monaten viele Short-Positionen in ihre Bücher genommen.
Die Hoffnung auf bessere Weizenexporte aus den USA hat sich aber noch nicht erfüllt, da aus dem Schwarzmeerraum und Westeuropa der Wettbewerb sehr groß ist. Schwarzmeerweizen hat inzwischen viele Käufer in Asien gefunden, wo eigentlich die USA Stammlieferant sind.

13.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaatfläche 2019 bei 2,3 Mio. Hektar

In der Ukraine wird in diesem Jahr Sommergetreide auf einer Fläche von 2,284 Mio. Hektar ausgesät.
Darin enthalten sind u.a. Anbauflächen von 175.000 Hektar Sommerweizen, 1,571 Mio. Hektar Sommergerste und 357.000 Hektar Erbsen.

13.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 34,3 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 34,3 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium. In der letzten Saison 2017/18 waren es zum selben Zeitpunkt 27,9 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 13. März in einem Gesamtvolumen von 17,6 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen.

13.03.2019 Südkorea sucht Weizen aus den USA und Australien

Eine Gruppe südkoreanischer Mühlen hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten (Lieferung: 16. Juli bis 15. August) und 30.800 Tonnen Weizen aus Australien (Lieferung: 19. Juni und 19. Juli) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 14. März.

13.03.2019 Schwarzmeerweizen in Asien erfolgreich – Konkurrenz für US-Weizenexporte
Die Exporteure von Schwarzmeerweizen konnten ihre Verkäufe aus der letzten Ernte nach Asien erneut steigern, was zulasten des Angebots aus den USA und Argentinien geht. Beide Länder hatten damit gerechnet, im zweiten Quartal 2019 mehr Weizen am Weltmarkt absetzen zu können.
In diesem Jahr sanken die Weizenkurse am CBoT um mehr als 10% und damit verlieren sie mehr als die Hälfte der Kurssteigerungen nach der letztjährigen Ernte. US-Exporteure machten sich Hoffnungen auf eine starke weltweite Nachfrage nach US-Weizen ab Q2/19.
Nach einer kurzen Schwächephase beim Export konnten die Exporteure am Schwarzmeer wieder mehr Weizen nach Asien verkaufen. Die Offerten aus der Ukraine und Russland sind in Asien zurzeit sehr günstig.
Müller in Asien hatten damit gerechnet, dass die Exporte aus dem Schwarzmeerraum, also aus Russland und der Ukraine, im ersten Quartal 2019 auslaufen würden, da nach der Ernte in 2018 von dort ein hektisches Exportgeschäft gemeldet wurde. Im Anschluss daran könnte US-Weizen und Weizen aus Argentinien zum Zuge kommen.
Tatsächlich stiegen die Weizenexporte aus Argentinien Anfang Januar an, weil Australiens Getreideernte nach eine Trockenheit enttäuschte. Nun sind aber die Russen und die Ukrainer wieder am Zug. Asien ist weltweit der bedeutendste Konsument und Importeur von Weizen.
Für russischen alterntigen Weizen mit 11,5% Protein sind die Preise c&f Indonesien auf jetzt auf 250 von 270 im Januar USD/Tonnen gesunken. Russland hatte Ende Februar noch exportfähige Weizenüberschüsse von 4-5 Mio. Tonnen alterntigen Weizen.
In der letzten Woche hob das USDA seine Schätzung für die US-Weizenendbestände auf 28,72 Mio. Tonnen von 27,5 Mio. Tonnen an. Die Schätzung der US-Weizenexporte sank von 27,22 Mio. Tonnen auf 26,26 Mio. Tonnen.
Getreidekäufer in Asien interessieren sich auch bereits für Schwarzmeerweizen der nächsten Ernte. Es wird von einem Abschluss zur Weizenlieferung im August nach Indonesien über 200.000 Tonnen für 215 USD/Tonnen c&f berichtet. Mit diesen Käufen können die Müller in Asien gute Margen erzielen und sind an weiteren Offerten interessiert.
13.03.2019 FranceAgriMer hebt Prognose für Frankreichs Weizenexporte an

FranceAgriMer hebt seine Prognose die Frankreichs Weizenexporte der Saison 2018/19 in Drittländer auf 9,5 Mio. Tonnen an (Vormonat: 8,85 Mio. Tonnen). Die Endbestände von Weichweizen in Frankreich am 30.06.2019 sollen demnach auf 2,4 Mio. Tonnen sinken (Vormonatsprognose: 3 Mio. Tonnen).
Die französischen Maisexporte in andere EU-Länder kommen auf 4 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,2 Mio. Tonnen), sodass die Endbestände von 2,2 im Vormonat auf jetzt 2,4 Mio. Tonnen geschätzt werden.
Frankreichs Gerstenexporte der Vermarktungssaison 2018/19 in Drittländer sollen jetzt 2,6 Mio. Tonnen betragen, nach der Prognose vom Februar, als man noch von 2,9 Mio. Tonnen ausging. Die Endbestände kommen dann auf 1,8 Mio. Tonnen nach 1,5 Mio. Tonnen im Februar geschätzt.

13.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der Chicago Board of Trade waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und konnten um 5,5% zulegen. HRW-Weizen und Minneapolis-Sommerweizen legten ebenfalls kräftig zu. Technische Käufe und Shortabdeckungen (Short-Covering) gaben dem Markt Auftrieb. Das USDA meldete Steigerungen bei den wöchentlichen Ratings für Winterweizen in den Bundesstaaten Kansas (+2%) und Oklahoma (+3%). Im Bundesstaat Texas sank der Anteil der Bestände mit Top-Bewertung hingegen um 8%. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures gestern von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen deutlich zu. Für Auftrieb sorgten auch Weizen-Ausschreibungen aus Tunesien und Algerien, deren Angebotsfristen heute enden. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März auf €6,00 über Paris Mai 19. Heute veröffentlicht das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer den monatlichen Angebots- und Nachfrage-Bericht für Frankreich. Händler warten mit Spannung auf die Export-Prognose für französischen Weizen.

13.03.2019 Chicago-Weizenfutures sinken nach größter Tages-Rally seit 7 Monaten wieder

Heute Morgen geben die CBoT-Weizenkurse einen Teil ihrer gestrigen Gewinne wieder ab. Es ist wohl eine kleine Verschnaufpause nach dem höchsten Tagesgewinn seit sieben Monaten. Grund dafür waren Short-Abdeckungen der Investmentfonds sowie ein technischer Handel.
Händler in Sydney kommentieren heute Morgen, dass der Weizenkurs in den letzten Wochen wohl zu sehr in den Keller gerutscht ist und dass nun gestern eine Rally auslöste, als Fonds sich von ihren Wetten auf fallende Preise trennten. Der Angebotsdruck am Kassamarkt dürfte aber viel höhere Kurse verhindern aber es sei wichtig, dass der Abwärtstrend erst einmal beendet ist.
Ein Reuters Marktanalyst sieht den Frontmonat allerdings bis auf 4,64 USD/Bushel weiter steigen.
Das USDA bewertete die Winterweizenbestände in Kansas um 2%-punkte besser als vor einer Woche. 53% der Weizenbestände seien in einem Top-Zustand (good-to-excellent).

12.03.2019 Tunesien sucht Durum, Weichweizen und Futtergerste
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 42.000 Tonnen Durum-Weizen (1 x 25.000 Tonnen + 1 x 17.000 Tonnen zur Lieferung 15. April bis 15. Mai), 92.000 Tonnen Weichweizen (3 x 25.000 Tonnen und 1 x 17.000 Tonnen zur Lieferung 15. April bis 25. Mai) und 75.000 Tonnen Futtergerste (3 x 25.000 Tonnen zur Lieferung 15. August bis 5. November) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13. März.
Zuletzt kaufte Tunesien am 25. Februar 75.000 Tonnen Futtergerste.
Gestern fielen die Weizenpreise in Paris auf ein Neun-Monats-Tief aufgrund der Sorgen über die schwache Nachfrage nach Weizen aus Westeuropa.
12.03.2019 Getreidemail

Die US-Weizenfutures mussten gestern erneut kräftige Verluste hinnehmen, schlossen über alle Fälligkeiten mit Verlusten und erreichten neue Tiefststände. Der neue Frontmonat Mai verlor 2,5% an Wert und schloss auf dem niedrigsten Stand seit dem 24. Januar. Importeuren bietet sich derzeit eine Fülle günstiger Optionen. Mit 592.001 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 450.000 bis 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures der negativen Stimmung aus Übersee nicht entziehen und schlossen ebenfalls auf breiter Front mit Verlusten. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Ausschreibung Algeriens zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Es wird zudem genau beobachet, ob Algier sein monatliches Volumen von 500.000 Tonnen kauft oder ob es sich angesichts der politischen Spannungen um zusätzliche Sicherheitskäufe handelt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €7,00 über Paris Mai 19.

12.03.2019 Stabile Weizenkurse am CBoT nach heftigen Verlusten

In der aktuellen Nachtbörse am CBoT können sich die Kurse der Weizenfutures befestigen, aber die Börse handelt nicht weit entfernt von ihrem 14-Monats-Tief, das sie gestern erreicht hatte. Das große Angebot am Weltmarkt sowie Verkäufer der Fonds belasten die Preise.
Rohstofffonds waren an der CBoT wieder einmal die großen Verkäufer von Terminkontrakten auf Weizen, Sojabohnen und Sojaschrot. Die weltweite Nachfrage nach Weizen bleibt hinter den Erwartungen zurück und der Wettbewerb unter den Überschussregionen drückt die Preise. Außerdem wird in Europa und am Schwarzen Meer eine gute Ernte erwartet.
Das USDA berichtete gestern, dass in der Woche bis zum 7. März 592.001 Tonnen US-Weizen ausgeführt wurden, das wurde vom Markt auch so erwartet. Die Sprecherin des Weißen Hauses in Washington Sarah Sanders sagt gestern, dass es noch keinen Termin für ein Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping gibt; die Verhandlungen über ein bilaterales Handelsabkommen halten noch an.

11.03.2019 Russland: Preise für Exportweizen stabilisieren sich

Die mangelnde Abgabebereitschaft für Exportweizen am lokalen Markt in Russland hat den jüngsten Preisrückgang gestoppt und stützt die Preise gegenwärtig, meldet der russische Analyst IKAR.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung Ende März kostete Ende letzter Woche laut IKAR etwa $226/Tonne FOB. Das ist unverändert zur Vorwoche.
Die Verkäufe sind bei 226 US-Dollar fast zum Erliegen gekommen, so IKAR-Chef Dmitry Rylko. Er fügte hinzu, dass die Landwirte nicht bereit wären, den Weizen der alten Ernte so billig zu verkaufen.
Russland exportierte seit dem Start der Vermarktungsperiode 2018/19 (Juli bis Juni) per 7. März 34,8 Mio. Tonnen Getreide, darunter 29,3 Mio. Tonnen Weizen (+5% zum Vorjahr).
Der Preis für Klasse-3-Weizen auf dem lokalen russischen Markt im europäischen Teil Russlands gab um 75 Rubel auf 12.000 Rubel /Tonne nach ($182).

11.03.2019 EU-Weizenexporte 11% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 10. März ein Volumen von 12,5 Mio. Tonnen versus 14,0 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Das meldet die EU-Kommission. Gerste wurde in einem Volumen von 3,2 Mio. Tonnen exportiert (-23% zum Vorjahr). Die Maisimporte hingegen stiegen an auf 17,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um +42%.

11.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat auf bisher 159.000 Hektar abgeschlossen.

In der Ukraine wurde bisher Sommergetreide auf einer Fläche von 159.000 Hektar ausgesät. Das sind 7% der geplanten Gesamtfläche. Gerste wurde auf eine Fläche von 103.000 Hektar ausgesät, außerdem Erbsen auf 48.000 Hektar und Weizen auf 6.000 Hektar.

11.03.2019 Weizenimporte: Ägypten will seine Liste der Lieferländer erweitern

Ägyptens Versorgungsminister Ali Moselhy möchte mehr Länder zur Weizenlieferung zulassen und damit die Herkunftsländer erweitern.
Das nordafrikanische Land ist mit 7 Mio. Tonnen der größte Weizenimporteur weltweit. Das bevölkerungsreiche Land konsumiert 16-18 Mio. Tonnen Weizen im Jahr.
Auf einer Getreidekonferenz in Kairo sagte Moselhy, dass man zukünftig mehr mit den weltweit operierenden Getreidehändlern zusammen arbeiten wolle um „realistische“ Spezifikationen für seine Importe zu definieren. In diesem Zusammenhang wolle man auch eine größere Anzahl von Lieferländern zulassen.
Am Weizenmarkt seien Angebot und Nachfrage derzeit ausgeglichen, so die Meinung des Ministers.

11.03.2019 Ausstieg der EU aus Palmölimporten verletzt internationale Handelsabkommen

Die Pläne der Europäischen Union, ihre Palmölimporte aus Umweltschutzgründen zu begrenzen, entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und brechen zudem das internationale Handelsrecht. So ein Statement der malaysischen staatlichen Marketing Agentur am Freitag.
Malaysia ist weltweit der zweitgrößte Palmölproduzent und hat 40% Marktanteile und zusammen mit der Nr. 1 Indonesien sowie weiteren Palmölproduzierenden Ländern verlangt man von der EU, ihre Pläne aufzugeben.
Die EU-Kommission will die Produktion von Biodiesel aus Palmöl auslaufen lassen, weil man glaubt, dass die Palmölproduktion die Abholzung von Tropenwäldern fördert. Damit will die EU ihre Klimaschutzziele erreichen.
Auf die Gesetzesinitiative der Brüsseler Kommission können bis Freitag dieser Woche Einwendungen vorgelegt werden. Die Anhörung soll bis zum 14. März abgeschlossen werden und dann folgen zwei Monate der Revision, um möglicherweise die Pläne zu überarbeiten.
Die Kommission hat in ihrem Gesetzentwurf nicht die Auswirkungen auf den Handel berücksichtigt und ihre Entscheidung mit einer willkürlich selektierten Datengrundlage begründet. Das wendet das malaysische Palm Oil Council (MPOC) bei der EU-Kommission ein.
Der Vorschlag basiert nicht auf eine vernünftige, genaue und umfassende wissenschaftliche Grundlage, dabei gefährdet der methodische Ansatz die Schlussfolgerung. Die Einwendungen kritisieren den Referenzzeitraum 2008-2016, mit dem die EU-Kommission ihre wissenschaftliche Modellrechnung erstellt hat. Der willkürlich festgelegte Zeitraum weist auf eine, im Vergleich zu Weizen, Mais und Sojabohnen, unverhältnismäßig hohen Palmölproduktion hin. Die Gesamtanbaufläche der Welt sei viel kleiner als die der drei genannten Feldfrüchte.
Die EU verletzt die WTO Verpflichtungen mach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, sowie einige Elemente des Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen GATT.

11.03.2019 COT-Bericht: Bärische Stimmung an der CBOT setzt sich fort
Institutionelle Anleger erhöhten zwischen dem 26.02.19 und dem 05.03.19 den Bestand der Short-Positionen beim SRW-Weizen um 13.882 Kontrakte auf 72.449 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen unterstrichen. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung ebenfalls fort. Von 104.459 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestnad auf 176.777 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde ausgebaut um 14.320 Lots auf 50.302 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 5. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.03.2019 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von (nominal) 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April/Mai ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13 März. Gewöhnlich kauft Algerien letztendlich größere Mengen, als ursprünglich ausgeschrieben werden.

11.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen (Short-Covering) stoppten am Freitag in Chicago den tagelangen Abwärtstrend. Die komfortable Versorgungslage sowohl in den Vereinigten Staaten als auch weltweit belastet hingegen den Markt. Das US-Landwirtswirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichte am Freitag den monatlichen WASDE-Report. Mit 270,53 Mio. Tonnen Weizen fiel die Schätzung der globalen Weizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 höher aus, als erwartet (267,47 Mio. Tonnen). Auch die Schätzung der US-Endbestände lag mit 1,055 Mrd. Bushel Weizen über den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt 1,020 Mrd. Bushel erwarteten. Das USDA senkte die Prognose der US-Weizenexporte 2018/19 von 1,0 Mrd. Bushel (Februar-Schätzung) auf 0,965 Mrd. Bushel. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT etwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen auf den Terminen der neuen Ernte uneinheitlich, während die Termine der alten Ernte erneut Verluste hinnehmen mussten. Der Getreidelobbyist Coceral erwartet einen deutlichen Anstieg der Weizenernte 2019 auf 139,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 127,4 Mio. Tonnen). 86% der Winterweizenbestände in Frankreich befanden sich per 4. März in Top-Verfassung meldet FranceAgriMer(Vorwoche: 85% / Vorjahr: 81%). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €7,00 über Paris Mai 19.

08.03.2019 Algerien kaufte über 300.000 Tonnen Durum Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 300.000 Tonnen Durum Weizen zum Preis von rund $282 - $283/Tonne c&f gekauft, melden europäische Händler.
Die Ausschreibung lautet auf Durum-Weizen optionaler Herkunft, wahrscheinlich wird die Ware hauptsächlich aus Kanada und eine Teilmenge möglicherweise aus den Vereinigten Staaten geliefert.
Einige Händler schätzten die gekaufte Menge sogar auf 400.000 Tonnen und den Preis auf rund $285/Tonne c&f.
Die Angebotsfrist endete am Dienstag und die Offerten mussten eine Gültigkeit bis Mittwoch aufweisen. Gesucht wurde Durum-Weizen zur Lieferung im April.
Algerien veröffentlicht grundsätzlich keine Ausschreibungsergebnisse, Meldungen über Mengen und Preise basieren auf Schätzungen von Marktteilnehmern.

08.03.2019 Beste Startbedingungen für eine gute EU-Weizenernte

Die ungewöhnlich warmen Temperaturen in Europa sorgen für beste Startbedingungen für die nächste Getreideernte. Frostschäden hat es kaum irgendwo gegeben. Außerdem konnten bereits die ersten Düngergaben gestreut werden, die dem Weizen einen frühen Schub verleihen.
Obwohl die Gefahr von Wechselfrösten noch nicht vorbei ist, steigt die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte, vieles hängt aber noch von dem Wetter im Frühling und im Sommer ab.
Eine größere Ernte in diesem Sommer könnte dazu beitragen, dass die Vorräte nach einer kleinen Ernte in 2018 wieder aufgefüllt werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten eines nahenden Brexits.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten der EU, ist der Weizen meist in guter Verfassung. Es werden gute Erträge erwartet und die Anbaufläche wurde ausgeweitet. Es war der wärmste Februar überhaupt und der Regen der letzten Tage ist sehr willkommen. Aktuell geht man also noch von ordentlichen Erträgen für Weizen und Gerste aus. Ein plötzlicher Kälteeinbruch gleich nach dem ersten Wachstumsschub könnte sich aber negativ auswirken. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Bauern dort für die Ernte 2019 fünf Mio. Hektar mit Winterweizen bestellt haben. Das sind 2,9% mehr als in der letzten Saison.
In Deutschland, wo Europas zweitgrößte Weizenernte erwartet wird, hat sich der Weizen nach der Winterruhe zwei bis vier Wochen früher entwickelt und zeigt bereits ein starkes Wachstum. In einigen Regionen klagen die Bauern noch über zu trockene Böden und dort ist das Getreide auch noch für Frostschäden anfällig. Insgesamt ist das Wintergetreide hierzulande aber in bestem Zustand. Die deutsche Winterweizenfläche wurde um 4,6% auf 3 Mio. Hektar ausgeweitet.
Die Nr. 3 der Weizenproduzenten in Europa ist Großbritannien, wo der Weizen auch sehr gut steht. Die ersten Düngegaben konnten die Farmer frühzeitig verteilen und der Regen dieser Tage war ebenfalls sehr hilfreich für eine gute Pflanzenentwicklung. Die Anbaufläche wurde um 4% auf ein 5-Jahres-Hoch gesteigert und damit auf 1,86 Mio. Hektar ausgeweitet.
Nun folgt Polen, wo der Winterweizen ebenfalls ein gutes Bild abgibt, weil es auch dort keine extremen Fröste gab. Es gibt nur wenige Meldungen über Auswinterungen und es wurden dort 2 % mehr Ackerflächen mit Winterweizen auf rund 2 Mio. Hektar bestellt. Die wenigen Auswinterungen sind so harmlos, dass man keine Flächen umbrechen musste, um Sommergetreide zu säen.

08.03.2019 FranceAgriMer: Zustand der Wintergetreidebestände verbessert sich

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem wöchentlichen Update 86% der Winterweizenbestände in Frankreich per 4. März eine gute bis exzellente Verfassung attestiert (Vorwoche: 85%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 81% der Winterweizenbestände das höchste Rating.
Bei der Wintergerste befinden sich demnach 80% der Bestände in Top-Verfassung. Das ist unverändert zur Vorwoche.
FranceAgriMer schätzt zudem, dass die Sommergerste-Aussaat auf 93% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der vergangenen Woche waren es 73% und im vergangenen Jahr gerade einmal 28%.

08.03.2019 Coceral erwartet kräftigen Anstieg der EU-Weizenernte

Der Getreidelobbyist Coceral hat seine Prognose für das Erntejahr 2019 veröffentlicht. Coceral erwartet einen deutlichen Anstieg der Weizenernte auf 139,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 127,4 Mio. Tonnen).
Die Schätzung liegt aber unterhalb der am Montag veröffentlichten Schätzung der EU-Kommission, die eine Weizenernte in einem Volumen von 140,8 Mio. Tonnen erwartet.
Ein Anstieg wird auch bei der Gerste-Ernte erwartet. Nach 56,1 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr, könnte die Ernte in diesem Jahr 59,4 Mio. Tonnen Gerste ergeben. Auch die Maisernte könnte demnach steigen, allerdings in einem etwas kleineren Rahmen. Im vergangenen Jahr wurden 60,1 Mio. Tonnen Mais geerntet, in diesem Jahr können es 61 Mio. Tonnen sein.
Einen Rückgang erwartet Coceral bei der Rapssaaternte von 19,7 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 18,5 Mio. Tonnen. Als Hauptgrund die kleinere Aussaatfläche genannt.

08.03.2019 Getreidemail

Mit abermals deutlichen Verlusten beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den vorletzten Handelstag der Woche. Die Sorge über die zukünftige Entwicklung der US-Weizenexporte und der kräftig gestiegene US-Dollar belasteten den Markt. In den kommenden Wochen müssten Rekordmengen von US-Weizen exportiert werden, um die Prognosen des USDA noch zu erfüllen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 826.700 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDA den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Die liquideste Fälligkeit Mai 19 schloss auf einem 8-1/2-Monats-Tief. Der schwache Wechselkurs des Euro verhinderte zumindest für die Termine der neuen Ernte noch deutlichere Abschläge. In Westeuropa sind die Wintergetreidebestände nach dem milden Winter in guter Verfassung. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €1,00 auf €7,00 über Paris Mai19. Auf dem Exportmarkt kommen nach wie vor große Offerten für Schwarzmeer-Weizen.

08.03.2019 CBoT-Weizen auf 14-Monate-Tief

Gestern erreichten die Kurse des CBoT-Weizenfutures (c1) ein 14-Monate-Tief. In dieser Woche gaben die Kurse bisher um 4% nach, da US-Weizen am Weltmarkt schwer Zugang findet. Seit Ende Januar sind die Kurse Woche für Woche schwächer gewesen, seither sind die Kurse um 16% verfallen.
In den ersten Januartagen stiegen die Kurse leicht, die Rally konnte sich aber nicht durchsetzen, weil schon damals klar war, dass das weltweite Angebot an Weizen zu groß ist.

07.03.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte über den Erwartungen

07.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten auf fallende Kurse
Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand von 2.520 Netto-Short-Positionen per 22. Februar wurde in der Woche bis zum 1. März auf 9.476 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihren Bestand. Nach 6.375 Netto-Long-Kontrakten waren es per 1. März 23.044 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 60,6% (Vorwoche: 75,2%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,2% (Vorwoche: 13,8%). 
80% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 89%).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
07.03.2019 FAO: Welt-Getreideproduktion 2019 sinkt

Die Food and Agriculture Organization (FAO), eine Behörde der Vereinigten Nationen, veröffentlichte heute ihren Lebensmittelindex für den Monat Februar.
Aus einem Korb von Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker werden monatlich die Preise gemittelt. Für den Februar 2019 errechneten die Fachleute einen Index von 167,5 Punkten. Das waren 1,7 Punkte mehr als im Januar aber 2,3% weniger als im Februar 2018.
Der FAO Milchpreis-Index stieg um 5,6% gegenüber dem Januar an. Die Nachfrage nach Magermilchpulver, Milchpulver, Vollmilchpulver sowie Käse war am Weltmarkt spürbar höher.
Der FAO Pflanzenölpreis-Index stieg gegenüber dem Vormonat um 1,8%, der Zuckerindex stieg um 1,2%, der Fleischpreis-Index war geringfügig fester und der Getreidepreis-Index stieg fast gar nicht.
Die FAO senkten in ihrem Bericht von heute ihre Prognose für die Getreideproduktion für 2018 auf 2,609 Mrd. Tonnen, im Januar lag die Schätzung noch bei 2,611 Mrd. Tonnen.
Die bereits im Januar getätigte Schätzung für eine kleinere Maisproduktion in 2019 erhielten die Fachleute der FAO aufrecht und bekräftigen, dass die Welt-Getreideproduktion insgesamt sinken wird. In ihrer ersten Schätzung zur Weltweizenproduktion 2019 kommen die Fachleute auf 757 Mio. Tonnen und damit 4% höher als in 2018 aber weniger als im Rekordjahr 2017.

07.03.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert.
Bei vergleichsweise geringen Umsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit moderaten Verlusten. Der auslaufende März-Termin konnte hingegen etwas zulegen. Russland könnte nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums mindestens 75 Mio. Tonnen Weizen ernten. Das wäre ein Anstieg um 4% zum Vorjahr. Die Ukraine erwartet aufgrund der bisher guten Wachstumsbedingungen ebenfalls eine gute Ernte 2019. Die Anbaufläche für Wintergetreide ist mit 7,6 Mio. Hektar eine der größten seit Jahren. Winterweizen wurde auf einer Fläche von 6,5 Mio. Hektar ausgesät. In deutschen Häfen nehmen die Weizenexporte langsam Fahrt auf. Händler erwarten aufgrund der aktuellen Preissschwäche eine erneute Weizenausschreibung Ägyptens.

07.03.2019 CBoT-Weizenkurse auf 11-Monats-Tief

In den letzten drei Wochen sind die CBoT-Weizenkurse um fast 14% gefallen und sie stehen immer noch unter Druck, weil die Nachfrage nach US-Weizen dünn ist. Die Preise sind auf einem 11-Monats-Tief angelangt.
Die US-Marktanteile gehen an Lieferanten aus dem Schwarzmeerraum verloren. In der Ukraine wird zudem eine weitere gute Ernte erwartet. Die Wetter- und Bodenbedingungen sind dort hervorragend.

06.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 33,4 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 33,4 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 6. März in einem Gesamtvolumen von 16,8 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,7 Mio. Tonnen.

06.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat hat begonnen

In der Ukraine haben Landwirte bisher auf 32.000 Hektar Sommergetreide ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium. Die Aussaat von Sommergerste und Sommerweizen startete damit einen Monat früher, als im vergangenen Jahr.

06.03.2019 Ukraine erwartet gute Ernte

Die Ukraine erwartet aufgrund der hervorragenden Wachstumsbedingungen zum Frühjahrsbeginn eine gute Ernte 2019, meldet das Landwirtschaftsministerium. Die Anbaufläche für Wintergetreide ist mit 7,6 Mio. Hektar eine der größten seit Jahren. Winterweizen wurde auf einer Fläche von 6,5 Mio. Hektar ausgesät. 2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen. Die Exporte erreichten mit 49 Mio. Tonnen ein Allzeithoch.

06.03.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten zwischen dem 18.12.18 (lezte Meldung des COT-Berichts vor dem partiellen Shut-Down) bis zum - 26.02.19 den Bestand der Short-Positionen beim SRW-Weizen um 52.942 Kontrakte auf 58.567 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" ist damit überwiegend bärisch gestimmt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der gestern nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand gedreht von 128.177 Netto-Long-Positionen auf 104.459 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der Institutionellen Anleger verkaufte damit im Betrachtungszeitraum 232.636 Kontrakte CBoT Mais.
Gedreht von 350 Netto-Long-Positionen auf 35.982 Netto-Short-Positionen wurde auch der Bestand bei den Sojabohnen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 26. Februar in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
06.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizenkurse gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Fonds kauften 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT handelt zur Stunde schwächer.
Weizenfutures an der Euronext in Paris profitierten gestern, nach deutlichen Verlusten in der Vorwoche, von den positiven Vorgaben aus Übersee sowie der Chance europäischer Exporteure, in den Saudi-Weizentender liefern zu können. Nur der auslaufende Märztermin verzeichnete Verluste. Ägypten hat eine Lieferung Weizen aus Rumänien wegen Fallzahlproblemen zurückgewiesen. Das russische Landwirtschaftsministerium erwartet in diesem Jahr einen Anstieg ihrer Weizenernte um 4%, auf 80 Millionen Tonnen. Die gesamte russische Getreideernte 2019 wird vom Landwirtschaftsministerium in Moskau aktuell auf 118 Mio.to geschätzt. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 5%.
Französische Getreidemakler berichten von relativ geringen Offerten aus dem Markt sowie einer gesunden Nachfrage. Die Prämien am Hamburger Kassamarkt sind trotz des Auftrags aus Saudi Arabien nicht gestiegen.

06.03.2019 Fonds kauften gestern CBoT-Mais und Weizen

05.03.2019 Russland: Landwirtschaftsministerium erwartet große Getreideernte

Das russische Landwirtschaftsministerium erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der Weizenernte um vier Prozent auf 75 bis 78 Mio. Tonnen. Bei optimalen Bedingungen könnte auch eine Ernte von 80 Mio. Tonnen Weizen eingefahren werden.
Die gesamte Getreideernte schätzt das Landwirtschaftsministerium aktuell auf 118 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um fünf Prozent.

05.03.2019 ABARES Prognose: 38% mehr Getreide in Australien, falls es regnet

Australiens Weizenproduktion 2019/20 könnte gegenüber der letzten Ernte um 38% steigen. In diesem Jahr war die Ernte von Hitze und Trockenheit stark dezimiert. Nun muss nur noch der dringend erwartete Regen fallen, so die Hoffnung des Rohstoffmarktanalysten der Regierung.
In seiner ersten offiziellen Prognose zur nächsten Weizenernte in Australien schätzt das Australian Agricultural and Resource Economics and Sciences – Büro (ABARES) auf 23,9 Mio. Tonnen. Das wären ungefähr soviel wie im 10-Jahres-Mittel, das bei 24,4 Mio. Tonnen liegt. Und deutlich mehr als die 17,3 Mio. Tonnen in 2018/19, als die Ernte auf den Feldern vertrocknete.
Die Analysten warnen aber davor, dass der viert-größte Weizenexporteur der Welt erneut eine Trockenheit erleiden könnte und damit diese erste Schätzung Lügen straft.
Die Wintersaaten werden in Australien üblicherweise Anfang April gelegt und sind die Grundlage für 25% der australischen landwirtschaftlichen Produktionsmenge. Sie benötigen allerdings genügend fristgerechte Niederschläge.
Die Behörde schätzt, dass die Weizenanbaufläche um 20% gegenüber dem Vorjahr steigt. Zur Ernte 2018/19 wurde die kleinste Weizenfläche seit 20 Jahren bestellt. An der australischen Ostküste trockneten die Böden im letzten Jahr so sehr aus, dass Farmer zum Teil gar nicht aussäten, um Verluste zu vermeiden. Andere Farmer säten Futtergetreide aus, weil zertifiziertes Saatgut zu teuer gewesen wäre.
Sollte es in den kommenden drei Monaten keinen Regen geben, gehen Analysten davon aus, dass die 2019/20er Ernte noch kleiner ausfällt als im Vorjahr. Die Aussaat beginnt im April, wenn es dort typischerweise regnet. Die trockenen Bedingungen hatten bereits dazu geführt, dass eine Rekordmenge an Tieren geschlachtet werden mussten, da es an Futter fehlt. Das hatte die Fleischpreise am Weltmarkt unter Druck gesetzt. Die Herdegröße in Australien ist inzwischen auf ein Allzeittief gesunken, die Fleischproduktion erreichte im letzten Jahr dagegen in Australien einen neuen Rekord.

05.03.2019 Ägypten lehnt Weizenlieferung aus Rumänien ab

Ägypten hat eine Lieferung Weizen aus Rumänien wegen Qualitätsproblemen zurückgewiesen, meldet der Nachrichtendienst Reuters.
Eine Handelsquelle mit Kenntnis in der Angelegenheit teilte mit, dass die Sendung aufgrund eines Problems mit der Fallzahl (eine Methode zur Bestimmung der Weizenqualität) abgelehnt wurde.
GASC war noch nicht für einen Kommentar verfügbar.

05.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und mussten den sechsten Tag in Folge Verluste hinnehmen. Technische Verkäufe und eine schwache Nachfrage nach US-Weizen am Exportmarkt belasten weiterhin den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 440.314 Tonnen Weizen unterhalb der Markterwartungen von 600.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde moderat fester. Nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Tage stemmten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris gegen den negativen Trend aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche im Zuge stark rückläufiger globaler Preise. Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lag IKAR zufolge Ende letzter Woche bei $226/Tonne FOB, das ist ein Rückgang um $8 zur Vorwoche. Saudi Arabiens staatlicher Getreidehändler SAGO kaufte gestern 625.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $248,16/Tonne c&f und zur Lieferung April bis Juni. Händler glauben, daß der Weizen hauptsächlich aus Nordeuropa incl. Deutschland stammt.

04.03.2019 US-Export-Inspektions: Weizen- und Sojabohnenverladungen niedriger, als erwartet

04.03.2019 Russland: Weizenpreise weiter rückläufig

Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche im Zuge stark rückläufiger globaler Weizenpreise. Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lag dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge Ende letzter Woche bei $226/Tonne FOB, das ist ein Rückgang um $8 zur Vorwoche.
SovEcon, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, schätzte den Rückgang der FOB-Preise um $5 auf $235,50/Tonne. Gerste fiel demnach um $6 auf $220/Tonne.
Es gibt keine schwerwiegenden Gründe, die einen solch starken Rückgang erklären, so die Analysten von SovEcon in einer Mitteilung. Möglicherweise wurden auf der Nordhalbkugel Wetterprobleme für Winterweizen erwartet, die aber bisher nicht eintraten. Erwartet wurde auch, dass russischer Weizen vollständig vom Exportmarkt abgezogen wird, was auch nicht der Fall war", so SovEcon.
Vergangene Woche erhöhte SovEcon die Prognose der russischen Weizenexporte 2018/19 aufgrund des hohen Tempos der Weizenexporte von 35,6 Mio. Tonnen auf 35,9 Mio. Tonnen.
Russlands staatliche Statistikbehörde erhöhte die Prognose der russischen Getreideernte 2018 von 112,9 auf 113,2 Mio. Tonnen, meldete die Nachrichtenagentur RIA.
Seit dem Start der Vermarktungsperiode 2018/19 (Juli – Juni) exportierte Russland bis zum 28. Februar 34,0 Mio. Tonnen Getreide (unverändert zum Vorjahr). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 28,8 Mio. Tonnen, ein Anstieg um 6,5%.

04.03.2019 Saudi Arabien kauft 625.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabien staatlicher Getreidehändler SAGO teilte heute Vormittag mit, dass man 625.000 Tonnen Weizen in einer internationalen Ausschreibung gekauft hat.
Der Durchschnittspreis die Lieferung im April bis Juni wird mit 248,16 USD/Tonnen angegeben.

04.03.2019 Algerien sucht Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 5. März. Gewöhnlich liegt die gekaufte Menge deutlich über der ausgeschriebenen Menge.

04.03.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt belasteten am Freitag die Weizenfutures in Chicago. Der Frontmonat März büßte im Wochenvergleich 7% an Wert ein, der stärkste Wochenverlust seit Ende August. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf dem niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Der Wochenverlust lag bei 4,6%, im vergangenen Monat verlor der Weizen in Paris sogar 10% an Wert. Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR erhöhte seine jüngste Prognose der russischen Weizenernte 2019 von 77,6 Mio. Tonnen auf 78,5 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden in Russland einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA zufolge 72,136 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die gesamte Getreideernte belief sich demnach auf 113,2 Mio. Tonnen. Marktteilnehmer erwarten mit Spannung das Ergebnis der Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 595.000 Tonnen Weizen. Die Prämien am Kassamarkt in Hamburg für Weizen mit 12,5% Protein stiegen auf 9 - 10 Euro über Paris Mai 19 gebenüber 8 Euro vor der Ausschreibung am Donnerstag. Saudi Arabien ist traditionell Käufer von deutschem Weizen.

01.03.2019 Russland: IKAR hebt Prognose der Weizenernte 2019 an

Das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine jüngste Prognose der russischen Weizenernte von 77,6 Mio. Tonnen auf 78,5 Mio. Tonnen erhöht. Im vergangenen Jahr wurden in Russland einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA zufolge 72,136 Mio. Tonnen Weizen geerntet. Die gesamte Getreideernte belief sich demnach auf 113,2 Mio. Tonnen.

01.03.2019 Russland unterstützt Venezuela mit Weizen

Russlands Außenminister Sergej Lawrow teilte heute auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem venezolanischen Vizepräsidenten Delcy Rodriguez in Moskau mit, dass Russland Venezuela mit der Lieferung von Weizen unterstützt.
Russland hat in der Vermarktungssaison 2018/19 bisher 64.100 Tonnen Weizen nach Venezuela geliefert. Das geht aus Daten des russischen Agrarberatungsunternehmens SovEcon vom 18. Februar hervor.

01.03.2019 Getreidemail

Die starke Exportkonkurrenz am Weltmarkt, technische Verkäufe sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 537.300 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT nahezu unverändert.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich den negativen Vorgaben aus Übersee nicht entziehen und schlossen auf allen Terminen mit Abschlägen. Am Dienstag fiel die Mai-Fälligkeit auf 187,50 Euro/Tonne und damit auf den niedrigsten Kurs seit dem 12. Juli. Gestern wurde dieser Kurs nicht weiter unterschritten. Russland erntete im vergangenen Jahr 113,2 Mio. Tonnen Getreide und damit noch einmal 300.000 Tonnen mehr, als das zuletzt erwartet wurde. Die Weizenernte ergab ein Volumen von 72,136 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger wetten beim Matif Weizen wieder auf fallende Kurse. Der Bestand von 19.033 Netto-Long-Positionen per 15. Februar wurde in der Woche bis zum 22. Februar auf 2.520 Netto-Short-Positionen gedreht. Saudi Arabien sucht per Ausschreibung 595.000 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum April bis Juni.

01.03.2019 CBoT-Weizenkurse verharren auf 11-Monats-Tief

Die Kurse des Chicago-Weizenfutures können ihren Vortagesstand zwar halten, werden diese Woche aber ihren größten Wochenverlust der letzten sechs Monate verbuchen. Sie handeln nahe ihrem 11-Monats-Tief weil das weltweite Angebot groß ist und auf die Preise drückt.
US-Weizen findet am Weltmarkt nur schwer Zugang. Bisher ging man davon aus, dass ab März die Offerten aus dem Schwarzmeerraum abnehmen und dann für US-Weizen Platz macht. Russland hat aber immer noch 4-5 Mio. Tonnen Vorräte aus der letzten Ernte die auf den Exportmarkt drängen.

28.02.2019 Australiens Weizenproduktion in Gefahr

Australiens Meteorologisches Institut prognostiziert für die Ostküste des Kontinents in den kommenden drei Monaten heißes und trockenes Wetter. Das gefährdet die Weizenproduktion beim weltweit viertgrößten Weizenexporteur.
Das Bureau of Meteorology in Sydney sieht die Chance auf durchschnittlich gute Regenfälle zwischen März und Ende Mai gerade mal bei 20%. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80% werden in ganz Australien die Temperaturen überdurchschnittlich hoch ausfallen.
Diese Wetterprognose verdüstert die Aussicht auf die kommende Weizenernte, da die Farmer in den beiden nächsten Monaten Weizen säen müssen. Entweder müssen sie ihre Anbauentscheidung überdenken oder in ausgetrocknete Böden säen. Wenn der März trocken bleibt, könnte man das noch verkraften, ab April wird das Zeitfenster zur Aussaat aber zu klein für eine gute Ernte.
In den vergangenen Jahren hatte die Trockenheit in Australien vielerorts die Felder vertrocknen lassen, was bereits zu Betriebsaufgaben führte. In 2018/19 sank die Weizenproduktion auf ein 11-Jahres-Tief. Weizen ist mit einem Wert von 3,9 Mrd. USD im letzten Jahr der wichtigste Exportartikel des ländlichen Raums in Down-under.

28.02.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten auf fallende Kurse

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen wieder auf fallende Kurse. Der Bestand von 19.033 Netto-Long-Positionen per 15. Februar wurde in der Woche bis zum 22. Februar auf 2.520 Netto-Short-Positionen gewandelt. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihren Bestand ebenfalls. Nach 15.178 Netto-Short-Kontrakten waren es per 22. Februar 6.375 Netto-Long-Kontrakte.
Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 75,2%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 13,8%. 89% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert. Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

28.02.2019 Russland erntete 2018 113,2 Mio. Tonnen Getreide

Russland hat im vergangenen Jahr 113,2 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Das ist etwas mehr, als die letzte Schätzung von 112,9 Mio. Tonnen, berichtet die Nachrichtenagentur RIA und bezieht sich auf Meldungen der Statistikbehörde Rosstat. Die Weizenernte ergab demnach ein Volumen von 72,136 Mio. Tonnen.

28.02.2019 Indien erwartet Anstieg der Weizenproduktion um 2%

Indiens Farmer könnten 2019 Weizen in einem Volumen von 99,12 Mio. Tonnen ernten, teilte die Regierung heute mit. Das wäre ein Anstieg der Weizenproduktion zum Vorjahr (97,11 Mio. Tonnen) von knapp über 2 Mio. Tonnen. Die gesamte Getreideproduktion im Erntejahr 2019 (bis Juni) wird auf 281,37 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 277,49 Mio. Tonnen).

28.02.2019 Saudi Arabien sucht Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO sucht per Tenderausschreibung 595.000 Tonnen Weizen, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA. Der Weizen ist bestimmt für Lieferungen von April bis Juni.

28.02.2019 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen und die nach wie vor starke Konkurrenz am Weltmarkt belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Zwischenzeitlich zogen die Kurse zwar kräftig an, die Tageshöchststände konnten aber nicht gehalten werden und der Markt schloss mit Ausnahme des Frontmonats März sogar mit Kursverlusten. Das russische Landwirtschaftsministerium bestätigte gestern, dass es keine Exportbeschränkungen für russisches Getreide geben wird. Es widersprach damit anders lautenden Meldungen aus dem Markt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde moderat fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den Anfangsgewinnen aus Übersee und konnten sich nach den kräftigen Verlusten der letzten Tage auf allen Terminen vom jüngsten 7-Monats-Tief erholen. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €2,00 auf €7,00 über Paris Mai19. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Berechnungsgrundlage vom März-Kontrakt auf den Mai-Kontrakt wechselte. In Südoldenburg sanken die Offerten für Futterweizen für die Lieferung ab März um €1,00 auf €201/Tonne.

27.02.2019 110.000 Tonnen Futterweizen der neuen Ernte für Thailand

Importeure aus Thailand kauften heute 110.000 Tonnen Futterweizen aus der Schwarzmeerregion.
Händler berichten, dass man dafür 212,75 USD/Tonnen c&f liner out bezahlt. Es wird im September geliefert und daraus ist zu schließen, dass es sich dabei um die neue Ernte handelt. Die Lauslieferung wird mit zwei Schiffen durchgeführt.
Die Herkunft ist für den Verkäufer optional, aber Beobachter rechnen damit, dass das Getreide aus dem Schwarzmeerraum bezogen wird.
Dieses Geschäft belegt erneut, wie billig die neue Ernte angeboten wird.

27.02.2019 Bangladesch sucht 50.000 Tonnen Weizen

Bangladeschs staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf und Import von 50.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Ein Beamter teilte mit, dass der Weizen dazu bestimmt sei, die staatlichen Reserven zu erhöhen.
Die Angebotsfrist endet am 13. März und die Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 27. März aufweisen.
Gesucht wird Weizen optionaler Herkunft (außer Israel) mit einem Proteingehalt von 12,5%. Die Lieferung soll 40 Tage nach Vertragsabschluss erfolgen.
Europäische Händler glauben, dass die Nachfrage aus Bangladesch auch in den kommenden Monaten anhalten wird. Insgesamt ist die Lage für Käufer derzeit günstig aufgrund des zuletzt stark gesunkenen Weizenpreises. Der Kurs der Weizenfutures in Chicago fiel gestern auf ein 10-Monats-Tief.
Einem Bericht der FAO (aus Dezember) zufolge steigt der Importbedarf Bangladeschs in der Saison 2018/19 auf rund 6 Mio. Tonnen. Er liegt damit 34% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die starke Nachfrage nach Weizen spiegelt eine Verschiebung der Verbraucherpräferenzen in Richtung Brot sowie die zunehmende Verwendung von Weizen als Ersatz für teureren Reis wider, so die FAO.

27.02.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 32,3 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 32,3 Mio. Tonnen versus 26,9 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 27. Februar in einem Gesamtvolumen von 15,8 Mio. Tonnen exportiert, zur selben Zeit im Vorjahr waren es 9,6 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte sanken von 13,2 Mio. Tonnen auf 12,5 Mio. Tonnen.
Im vergangenen Jahr haben Regierung und Händler ein Abkommen geschlossen, wonach nicht mehr als 16 Mio. Tonnen Weizen in der laufenden Saison 2018/19 exportiert werden sollen. Darin enthalten sind 8 Mio. Tonnen Mahlweizen.

27.02.2019 6 weitere Monate Trockenheit in Ost-Australien

Der US-Wetterdienst Radiant Solutions erwartet für die Australische Ostküste weitere sechs Monate lang eine Trockenheit, die die Weizenerträge dort einschränken werden.
Bereits in den letzten drei Jahren litt Australien unter einer Trockenheit, die die Ernten vertrocknen ließ und viele Farmer zur Aufgabe ihrer Höfe zwang.
Kommt es in Australien, dem weltweit viert-größten Weizenexporteur, auch in der Saison 2019/20 wiederum zu einer kleinen Getreideernte, so würde das die Weizenpreise am Weltmarkt stützen. Die Kurse an der CBoT sind gestern auf ein 10-Monats-tief gesunken.
Für die Bundesstaaten Queensland und New South Wales erwartet der Meteorologe in den kommenden sechs Monaten trockeneres Wetter als üblich. Dort ist es ohnehin schon zu trocken. Die Australische Weizenproduktion sank in 2018/19 mit 17,3 Mio. Tonnen auf ein 11-Jahres-Tief. Im Jahr zuvor wurden 21,24 Mio. Tonnen eingefahren.
Die Aussaat des Winterweizens für die nächste Ernte beginnt in Australien im April.

27.02.2019 Indonesiens Weizenimporte schwanken

Die Weizenimporte Indonesiens könnten sich in 2019 beschränken, da die Nachfrage nach dem Rohstoff als Futtergetreide sinkt.
Das Südasiatische Land hatte sich in den vergangenen Jahren zum zweitgrößten Weizenimporteur der Welt entwickelt, da die Menschen dort weniger Reis und mehr Nudelgerichte sowie Backwaren konsumieren. Die Weizenimporte wurden auch durch eine höhere Nachfrage nach Getreide als Futtermittel gestützt, während gleichzeitig der Import von Mais als Futtermittel eingeschränkt wurde, um die lokalen Landwirte vor den niedrigen Weltmarktpreisen zu schützen.
Getreidemühlen wurden durch Importquoten für Weizen reglementiert. In 2017 importierte Indonesien 11,4 Mio. Tonnen Weizen, davon verbrauchten Futtermischer 3 Mio. Tonnen. Im letzten Jahr sanken die Importe auf rund 10 Mio. Tonnen, davon wurden 1,5 Mio. Tonnen verfüttert.
In 2019 rechnen Analysten damit, dass wiederum 10 Mio. Tonnen Weizen eingeführt werden müssen, je nachdem wie hoch die Nachfrage nach Futtergetreide ist. Immer mehr Weizen wird von Indonesien aus dem Schwarzmeerraum eingeführt, das geht zu Lasten der Anbieter aus Australien. Niedrigere Preise in Russland und der Ukraine sowie bessere Qualitäten als zuvor, machten das Schwarzmeergetreide attraktiver.
In den vergangenen Wochen hatte Indonesien fast 1 Mio. Tonnen Weizen in Argentinien gekauft. Die Lieferungen sollen von Februar bis April eintreffen.

27.02.2019 Russland könnte noch 4-5 Mio. Tonnen Weizen aus der letzten Ernte exportieren

Ein führender Getreideexporteur im Schwarzmeerraum berichtet heute Morgen, dass Russland immer noch 4 bis 5 Mio. Tonnen Getreide aus der letzten Ernte für den Export zur Verfügung hat.
Marktteilnehmer haben schon seit Monaten darüber spekuliert, dass das Getreideangebot aus dem Schwarzmeerraum, in erster Linie aus Russland und der Ukraine, zum Ende der Vermarktungsperiode ausläuft und damit am Weltmarkt Platz schafft für Lieferungen aus den USA, wo es noch große Vorräte gibt.
Zwei Händler, die nicht namentlich genannt werden wollen, behaupten, dass Russland nicht nur bis April, sondern auch noch im Juli Getreide aus der letzten Ernte exportieren wird. Die meisten Exporte aus Russland kommen aus dem Süden, viele Überschüsse liegen aber anderswo im Land und die weiteren Exporte hängen davon ab, wie hoch die Preise sind und wie man die Menge in die Hafenplätze bekommt.
Die Kurse des CBoT-Weizenfutures sind in diesem Jahr um 7% gesunken, nachdem sie in 2018 um 20% gestiegen waren. Im Februar fielen die Börsenkurse um fast 10%. Schwarzmeer Exportpreise für Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im März kostete am Ende der letzten Woche 234 USD/Tonne. Das waren 6 USD/Tonnenweniger als in der Woche zuvor.

27.02.2019 Moskau widerspricht Gerüchten über Exportbeschränkungen von Getreide

Russland plant keine Exportbeschränkungen für Weizen. Das meldet heute Morgen das russische Landwirtschaftsministerium. Damit widerspricht man anders lautenden Meldungen aus dem Markt.
Die Exportprognose für russisches Getreide in der Saison 2018/19 bleibt bei 42 Mio. Tonnen.
Die russische Tageszeitung Vedomosti berichtete unter Berufung auf Handel und offiziellen Stellen, dass Russland kurz davor wäre, für seine Getreideausfuhren Exportquoten einzuführen, weil Händler mehr Getreide verkauft hätten, als vom Ministerium prognostiziert.
Solche Spekulationen sind seit letztem September immer wieder lanciert worden und haben die Kurse an den Terminbörsen unterstützt. Exporteure wurden in regelmäßigen Meetings vom Landwirtschaftsministerium in Moskau über die Exportziele der Regierung unterrichtet. Jetzt soll es zu mehr Kontrollen kommen.
Seit September fanden in regelmäßigen Abständen solche Treffen des Ministeriums mit dem Handel statt und man diskutierte die Angebotslage und die Pläne der Regierung und errechnete eine Exportmenge. Das Ministerium sieht derzeit keine Notwendigkeit, seine Exportprognosen zu ändern und diskutiert auch keine Exportbeschränkungen, heißt es heute Morgen.

27.02.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie weltweit fallende Kassamarktpreise ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf ein 10-Monats-Tief fallen. Der Zustand der US-Winterweizenbestände entwickelte sich seit Ende November bis Ende Februar in weiten Teilen der US-Plains negativ. Die Gründe waren vielfältig von zu nassen Bedingungen in Oklahoma, Trockenheit in Colorado sowie Frost und Windschäden in Montana. Im Bundesstaat Kansas entwickelten sich die Bestände hingegen positiv. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen kann sich die eCBoT stabilisieren und handelt mit moderaten Aufschlägen. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen nach. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium erhöhte die Prognose der Getreideexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 von zuletzt 47,2 Mio. Tonnen auf den Rekordwert von 49 Mio. Tonnen. 2018 wurde die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet und im laufenden Vermarktungsjahr wurden bisher mehr als 31 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €0,50 auf €5,00 über Paris März 19.

27.02.2019 Stabile CBoT-Weizenkurse nach 10-Monats-Tief

Nach ihrem 10-Monats-Tief am gestrigen Handelstag können sich die Kurse der CBoT-Weizenfutures heute Morgen stabilisieren. Zu dem starken Kursverfall seit Mitte Februar kam es, weil das Angebot von US-Weizen am Weltmarkt gemieden wird.
Analysten sehen die Weizenkurse weiter unter Druck. Die Exportzahlen des USDA bestätigen die schwachen Abverkäufe. Wenn jetzt allerdings in den USA die staatlichen Vorräte aufgestockt werden, könnte auch die internationale Nachfrage nach US-Weizen wieder anspringen, meinen Händler und Marktanalysten in Australien.
Da sich der Zustand der Winterweizen-Feldbestände in den US-Plains seit November bis Ende Februar verschlechtert hat, kommt auch von dort eine leichte Unterstützung für die Terminmarktnotierungen.

26.02.2019 Jordanien kauft 60.000 Tonnen Mahlweizen

Jordanien hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von bis zu 120.000 Tonnen Weizen 60.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung in der ersten Augusthälfte und zum Preis von $226/Tonne c&f gekauft. Verkäufer ist Händlern zufolge das Handelshaus Ameropa.

26.02.2019 Taiwan kauft 110.000 Tonnen Weizen in den USA

Die Taiwan Flour Millers Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 110.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten gekauft, melden europäische Händler. Der Kauf beinhaltet eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen und besteht aus zwei separaten Vereinbarungen.
In der ersten Vereinbarung wurden 29.585 Tonnen US-Dark Northern Spring Wheat mit einem Proteingehalt von 14,5% zum Preis von $251,10/Tonne FOB US Pazifik Nordwestküste gekauft. Darüber hinaus 19.850 Tonnen Hard Red Winter Wheat mit 12,5% Protein zum Preis von $237,69/Tonne FOB und 5.565 Tonnen Western White Wheat mit 9% Protein zum Preis von $237,86/Tonne FOB. Die Lieferung soll im Zeitraum 13. - 27. April erfolgen, Verkäufer ist das Handelshaus ADM. Vereinbart wurde eine zusätzlich Frachtrate von $26,98/Tonne für den Schiffstransport von der US-Küste nach Taiwan.
In der zweiten Vereinbarung wurden 29.300 Tonnen US-Dark Northern Spring Wheat mit einem Proteingehalt von 14,5% zum Preis von $248,96/Tonne FOB US Pazifik Nordwestküste gekauft. Außerdem 19.025 Tonnen Hard Red Winter Wheat mit 12,5% Protein zum Preis von $236,10/Tonne FOB und 6.675 Tonnen Soft White Wheat mit 9% Protein zum Preis von 235,64/Tonne FOB. Die Lieferung soll im Zeitraum zwischen dem 27. April und dem 11. Mai erfolgen. Verkäufer ist das Handelshaus Columbia Grain International. Vereinbart wurde eine zusätzlich Frachtrate von $27,68/Tonne für den Schiffstransport von der US-Küste nach Taiwan.
Zuletzt kaufte Taiwan am 29. Januar 55.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten.

26.02.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, die bislang schwachen US-Weizenexporte und der starke Wettbewerb von Billiganbietern wie der Ukraine und Russland sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für heftige Kursverluste. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen zwar mit 693.964 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 -550.000 Tonnen. Das laufende Vermarktungsjahr 2018/19 weist allerdings einen Rückstand zum Vermarktungsjahr 2017/18 von über 1,4 Mio. Tonnen aus. Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas schwächer.
Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris deutliche Kursverluste hinnehmen. In den vergangenen zwei Wochen verlor der Mai-Kontrakt mehr als 6% an Wert. Offizielle Daten der Europäischen Union zeigen eine Beschleunigung der Weizenexporte. Im Zeitraum 27. Januar und 24. Februar wurden 1,3 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Der Rückstand zum Vorjahr reduzierte sich von 26% im Vormonat auf nun 17%. Die Preise für Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lagen dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge Ende letzter Woche bei $234/Tonne FOB, das ist ein Rückgang um $6 zur Vorwoche.

26.02.2019 CBoT-Weizenfutures: Verkaufsdruck hält an

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen auf den niedrigsten Stand seit zehn Monaten. Am Weltmarkt gibt es ein zu großes Angebot. Bereits gestern sanken die Kurse auf dem Frontmonat um 4%.
Zu dem Angebotsdruck im Kassamarkt kommen noch technische Verkäufe hinzu. Am Weltmarkt gibt es derzeit einen großen Konkurrenzkampf unter den Anbietern. Das US-Landwirtschaftsministerium berichtete gestern, dass man in der aktuellen Saison zu diesem Termin 1,4 Mio. Tonnen weniger Weizen ausgeführt habe als im letzten Jahr.

25.02.2019 US-Export-Inspections: Weizen- und Sojabohnenverladungen über den Erwartungen

25.02.2019 Russland: Weizenpreise weiter rückläufig

Die Preise für russischen Exportweizen fielen in der vergangenen Woche weiter und zogen damit auch die US-Weizenfutures mit nach unten. US-Weizen steht unter Druck, weil das Kaufinteresses der großen Importeure nach Weizen aus Nordamerika gering ist. Russischer Weizen verlor auch, weil er im letzten Tender Ägyptens als zu teuer im Vergleich zu den Wettbewerbern bewertet wurde, nachdem der Preis in den vergangenen Wochen stieg.
Die Preise für Exportweizen am Schwarzen Meer mit 12,5% Protein zur Lieferung im März lag dem Agrarberatungsunternehmen IKAR zufolge Ende letzter Woche bei $234/Tonne FOB, das ist ein Rückgang um $6 zur Vorwoche.
SovEcon, ein weiteres Agrarberatungsunternehmen mit Sitz in Moskau, schätzte den Rückgang der FOB-Preise um $3 auf $240,50/Tonne. Gerste fiel demnach um $3 auf $226/Tonne.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte vergangene Woche 180.000 Tonnen Weizen aus Frankreich zum Preis von $234,50/Tonne FOB, sowie 60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine ($237,50), Rumänien ($238,20) und Russland ($238). SovEcon glaubt, dass der Kauf der 60.000 Tonnen aus Russland eine einmalige Angelegenheit war, weil russischer Weizen für Ägypten derzeit noch zu teuer ist.
Seit dem Start der Vermarktungsperiode 2018/19 (Juli – Juni) exportierte Russland 33,4 Mio. Tonnen Getreide (unverändert zum Vorjahr). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 28,3 Mio. Tonnen.
Weizen der Klasse 3 fiel im Inland im europäischen Teil Russlands Ende letzter Woche um 150 Rubel auf 12.125 Rubel ($186)/Tonne auf Basis ex Works.
Das Angebot der Landwirte sei gestiegen, teilte SovEcon mit und fügte hinzu, dass die Inlandspreise in den kommenden Wochen aufgrund der steigenden Angebote der Landwirte wohl weiter allmählich sinken würden.
Russlands Landwirtschaftsministerium setzte die Verkäufe aus Interventionsbeständen in der vergangenen Woche fort und verkaufte 52.400 Tonnen Weizen. Sie erreichten seit dem Start in diesem Vermarktungsjahr ein Volumen von 1,6 Mio. Tonnen Getreide inkl. 1,36 Mio. Tonnen Weizen.

25.02.2019 Ukraine: Weizenbestände 2,2 Mio. Tonnen höher, als vor einem Jahr

Die ukrainischen Getreidebestände per 1. Februar liegen mit 24,4 Mio. Tonnen um 2,2 Mio. Tonnen höher, als zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und bezieht sich dabei auf Daten des Statistikamtes. Die Weizenbestände mittlerer und großer Unternehmen lagen bei 6,1 Mio. Tonnen. Nicht berücksichtigt sind in diesen Angaben die Bestände der vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Handelsunternehmen.
2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide. Exporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 könnten sich auf insgesamt 47 Mio. Tonnen summieren, so das Landwirtschaftsministerium.

25.02.2019 Ukraine: Weizenpreise sanken in den letzen 2 Wochen um 3%
Die Preise für Exportweizen in der Ukranie sind in den vergangenen zwei Wochen um über 3% auf $210-218/Tonne CPT Schwarzes Meer gesunken, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK Inform. Kursstützend wirkten die zurückhaltenden Verkäufe der Landwirte und der große Wettbewerb zwischen Exporteuren und Bäckereien, so das Unternehmen weiter.
Im vergangenen Jahr haben Regierung und Händler ein Abkommen geschlossen, wonach nicht mehr als 16 Mio. Tonnen Weizen in der laufenden Saison 2018/19 exportiert werden sollen. Darin enthalten sind 8 Mio. Tonnen Mahlweizen. Bisher wurden  10,3 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
25.02.2019 Getreidemail

Mit moderaten Aufschlägen beendeten am Freitag die Weizenfutures in Chicago den letzten Handelstag der Woche. Gute US-Exporte und der bisher positive Verlauf der Gespräche im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China gaben dem Markt Unterstützung. Die US-Weizenexporte in den zurückliegenden sechs Wochen lagen mit 3,82 Mio. Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 2,0 - 3,0 Mio. Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium erwartet für das Vermarktungsjahr 2019/20 eine US-Weizenernte von 1,902 Mrd.Bushel. Das wären zwar 1% mehr, als im Vermarktungsjahr 2018/19, jedoch wird erwartet, dass die Weizenendbestände 2019/20 um 7% auf 944 Mio.Bushel sinken. Zur Stunde handelt eCBoT etwas schwächer.
An der Euronext in Paris legte nur der Frontmonat März moderat zu. Die späteren Termine schlossen unverändert bis moderat schwächer. Händler warten schon seit längerem auf eine Belebung der Nachfrage nach Weizen aus Westeuropa und den USA, die sich in dem Maße bisher noch nicht einstellte. Das führte zuletzt zusammen mit der positiven Entwicklung der Wintergetreidebestände und den guten Bedingungen für die Sommergetreideaussaat zu dem starken Kursrückgang, der die Preise in Chicago und Paris auf ein 7-Monats-Tief drückte.

22.02.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte höher als erwartet
Berichtszeitraum: 4. Januar bis 14. Februar
22.02.2019 Getreidemail

Voranschreitende Gespräche im Handelsstreit zwischen den USA und China, technische Käufe sowie Shortabdeckungen (Short Covering) von Fondsgesellschaften nach vier Sitzungen in Folge mit Verlusten ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Das US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte gestern die Anbauflächenschätzungen 2019. Danach reduziert sich die US-Weizenanbaufläche von 47,8 Mio. Acres in 2018 auf 47 Mio. Acres. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die US-Export-Sales für den Zeitraum 4. Januar bis 14. Februar. Analysten erwarten für diesen Zeitraum Weizenexporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 in einem Volumen von 2-3 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT erneut fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee folgen und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Der Kauf von 180.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft am Mittwoch durch Ägyptens GASC wirkte positiv nach. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €8,00 über Paris März 19. Offerten für Futterweizen in Südoldenburg zur Lieferung im Februar/März liegen mit € 201 wieder niedriger als Mahlweizen.

22.02.2019 Chance auf Handelsabkommen gestiegen – Wochenplus bei Sojabohnen

So wie es zur Stunde aussieht, werden die Sojabohnenfutures diese Woche wohl mit einem Plus beenden. Es wäre das erste Mal seit einem Monat. Die Hoffnung auf ein bilaterales Handelsabkommen zwischen China und den USA steigt.
Wenige Tage vor der Frist, die Donald Trump auf den 1. März gesetzt hat, besprechen die Unterhändler Details zu den Vereinbarungen. Sollte das nicht zum Erfolg führen, drohen weitere empfindliche Strafzölle auf chinesische Importe in die USA.
Gestern hatte China angeboten, zusätzlich US-Waren im Wert von 30 Mrd. USD einführen zu wollen, darunter auch Sojabohnen, Weizen und Mais. Händler in Singapur erwarten einen scharfen Wettbewerb zwischen Südamerika und den USA bei Sojabohnen und Mais.
In Argentinien sind die meisten Sojabohnenbestände inzwischen wieder in gutem Zustand. Nachhaltig hohe Temperaturen und Trockenheit helfen den vorher von Starkregen überfluteten Flächen abzutrocknen. Die letzte Ernteschätzung liegt jetzt bei 53 Mio. Tonnen Sojabohnen.
US-Farmer planen eine Sojabohnenanbaufläche von 85 Mio. acres zu bestellen, in 2018 waren es 89,2 Mio. acres, so das USDA gestern.

21.02.2019 IGC erhöht Prognose der globalen Maisproduktion 2018/19

Das International Grains Council (IGC) hat seine Prognose der globalen Maisproduktion für das Vermarktungsjahr 2018/19 kräftig erhöht um 33 Mio. Tonnen auf 1,109 Mrd. Tonnen. Grund dafür ist die Schätzung der chinesischen Maisproduktion, die von 220 Mio. Tonnen auf 257 Mio. Tonnen erhöht wurde. Die Prognose der globalen Weizenproduktion wurde um 2 Mio. Tonnen auf 735 Mio. Tonnen reduziert.

21.02.2019 USDA Anbauflächenschätzungen 2019 und Durchschnittspreise
Das US-Landwirtschaftsministerium hat heute die Anbauflächenschätzungen 2019 für Agrarprodukte veröffentlicht:
US-Maisanbau: 92 Mio. Acres (2018: 89,1) - Durchschnittspreis 2019/20: $3,65 pro Bushel
US-Sojabohnenanbau: 85 Mio. Acres (2018: 89,2) - Durchschnittspreis 2019/20: $8,80 pro Bushel
US-Weizenanbau: 47 Mio. Acres (2018: 47,8) – Durchschnittspreis 2019/20: $5,20 pro Bushel
21.02.2019 Handelsstreit-Gespräche treiben die CBoT-Kurse in die Höhe

China schlägt in den derzeitigen Gesprächen mit den USA vor, für 30 Mrd. USD zusätzliche Agrarexporte zu übernehmen. Das berichtet soeben Bloomberg TV.
Die Kurse für Weizen, Mais und Sojabohnen sind daraufhin an der Terminbörse in Chicago um bis zu 2% gestiegen.

China und die USA arbeiten an einer 10-Punkte-Liste, wie das große Handelsdefizit beider Länder verkleinert werden kann. Darunter befinden sich auch Agrargüter, Energie und andere Produkte aus den USA.
Die Kommission aus Vertretern beider Länder versucht noch vor dem 1. März den Handelskonflikt beizulegen und die gegenseitigen Strafzölle wieder zurückzufahren.
Die Trump-Regierung sagte, man komme in den Gesprächen gut voran, gegebenenfalls soll die Frist noch über den 1. März verlängert werden.

21.02.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Netto-Long-Bestand

Institutionelle Anleger reduzierten in der vergangenen Woche bis zum 15. Februar ihren Netto-Long-Bestand an Futures und Optionen auf Euronext Weizen von 31.144 Lots auf 19.033 Lots. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Die Gruppe der „Non-Commercial-Participants“, also Investmentfonds, Banken und Versicherungen wetten damit weiter mehrheitlich auf steigende Preise.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihrerseits den Bestand der Netto-Short-Positionen im Vergleich zur Vorwoche von 21.498 Lots auf 15.178 Lots. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 73,3%. Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,6%. 89% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%). Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais Rapssaat

21.02.2019 Thailand: Importeure kaufen 100.000 Tonnen Futterweizen

Importeure in Thailand haben etwa 100.000 Tonnen Futterweizen aus der Schwarzmeer-Region/Osteuropa gekauft, melden europäische Händler. Es handelt sich demnach um Weizen der neuen Ernte zur Lieferung im Juli/August  und zum Preis von $214,90/Tonne c&f liner out. Dies scheint ein aggressiv günstiger Verkauf der neuen Ernte aus der Schwarzmeerregion zu sein", so ein Händler.

21.02.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und gaben deutlich nach. Technische Verkäufe sowie pessimistische Exportaussichten für US-Weizen übten Druck aus. Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Von den Tagestiefstkursen konnten sich die Futures jedoch gegen Ende der Handelssitzung erholen. Zwischenzeitlich fiel der Frontmonat März auf 190 Euro/Tonne, der niedrigste Kurs seit 7 Monaten. Ägyptens staatlicher Getreidehändler GASC kaufte gestern 360.000 Tonnen Weizen in einer internationalen Ausschreibung. Es werden 180.000 Tonnen aus Frankreich geliefert, 60.000 Tonnen aus Rumänien, 60.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine. Dass erneut Weizen aus dem Schwarzmeerraum zur Auslieferung kommt, ist für Händler aus Europa eine Enttäuschung. Die Preise für französischen Weizen wurden drastisch gesenkt, was sich auch in den Pariser Börsenkursen widerspiegelt. Aufgrund des "freien Falls" der Pariser Preise zogen sich die Käufer am Kassamarkt in Hamburg gestern nahezu vollständig vom Markt zurück.

21.02.2019 Schwindende Weizenvorräte verhindern weitere Kursverluste

Nach vier Handelstagen mit insgesamt 8% Kursverlusten können sich die CBoT-Weizenfutures heute Morgen wieder befestigen. US-Exporteure klagen über den Mangel an Interesse für ihren Weizen.
US-Weizen ist am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig. Immer noch warten die Exporteure in Übersee auf Aufträge vom Weltmarkt, während die Vorräte in Europa inzwischen abgebaut werden, weil die Preise am Kassamarkt und die Börsenkurse hierzulande gesunken sind.
Ägyptens staatlicher Getreidekäufer GASC kaufte gestern 180.000 Tonnen Weizen aus Frankreich, 60.000 Tonnen aus Rumänien, 60.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine.
Die schwinden Vorräte in diesen Überschussregionen verhindern weiteren Kursverluste an dem Chicago-Benchmark. Der Marktanalyst Ole Houe in Sydney stellt fest, dass die Weizenvorräte auf der Welt nach vier fetten Jahren nun spürbar schrumpfen. Der aktuelle Kursverlust steht nicht mit dem verfügbaren Angebot und der stetige Nachfrage im Einklang.

21.02.2019 Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen

20.02.2019 Ägypten kaufte heute 360.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreidehändler GASC kaufte heute 360.000 Tonnen Weizen in einer internationalen Ausschreibung.
Es werden 180.000 Tonnen aus Frankreich geliefert, 60.000 Tonnen aus Rumänien, 60.000 Tonnen aus Russland und 60.000 Tonnen aus der Ukraine.
Dass erneut Weizen aus dem Schwarzmeerraum zur Auslieferung kommt, ist für Händler aus Europa eine Enttäuschung. Die Preise für französischen Weizen wurden drastisch gesenkt, was sich auch in den Pariser Börsenkursen wiederspiegelt.
Die Lieferungen sollen in der Zeit vom 5.-15. April erfolgen.

20.02.2019 Weizen in Chicago und Paris unter Druck
Der starke Wettbewerb bei der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Weizen in ungenannter Höhe und der heftige Kursrückgang in Chicago führt heute auch an der Euronext in Paris zu kräftigen Verlusten. Der Frontmonat März viel im vorläufigen Tagestief auf 190 Euro/Tonne. Das ist der niedrigste Kurs seit sieben Monaten.
20.02.2019 Ägypten: Niedrigste Offerte kommt aus Frankreich
Die niedrigste Offerte auf die Ausschreibung Ägyptens zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizens optionaler Herkunft zur Lieferung Anfang/Mitte April kam von Soufflet und lag bei $235,93/Tonne FOB für 60.000 Tonnen Weizen.
Weizen aus den Vereinigten Staaten wurde gar nicht angeboten, genauso Weizen aus Serbien (neu in der Liste der möglichen Herkünfte). 
Es folgen die Offerten in USD/Tonne auf Basis FOB:
Soufflet: 60.000 Tonnen französischer Weizen zu 235,93 USD pro Tonne
Lecureur: 60.000 Tonnen französischer Weizen zu 236,27 USD pro Tonne
Glencore: 60.000 Tonnen französischer Weizen zu 236,86 US-Dollar pro Tonne
Casillo: 60.000 Tonnen französischer Weizen zu 237,49 USD pro Tonne
Louis-Dreyfus: 60.000 Tonnen ukrainischer Weizen zu 237,70 USD
ADM: 60.000 Tonnen russischer Weizen zu 238,00 USD pro Tonne
ADM: 60.000 Tonnen rumänischer Weizen zu 238,26 US-Dollar pro Tonne
Daewoo: 60.000 Tonnen russischer Weizen zu 241,99 USD pro Tonne
Daewoo: 55.000 Tonnen russischer Weizen zu 241,99 USD pro Tonne
Hakan: 55.000 Tonnen russischer Weizen zu 243,76 US-Dollar pro Tonne
GTCS: 60.000 Tonnen russischer Weizen zu 244,00 USD pro Tonne
Cerealcom: 60.000 Tonnen rumänischer Weizen zu 244,40 USD pro Tonne
CHS: 60.000 Tonnen rumänischen Weizens für 244,80 USD pro Tonne
Aston: 60.000 Tonnen russischer Weizen zu 245,50 USD pro Tonne
Casillo: 55.000 Tonnen russischer Weizen zu 247,35 USD pro Tonne
Ameropa: 60.000 Tonnen rumänischer Weizen zu 247,97 US-Dollar pro Tonne
20.02.2019 Irak hat Weizenimporte aus Russland noch nicht genehmigt

Der Irak wird noch keine Entscheidung darüber treffen, ob Import-Weizen aus Russland für das Land infrage kommt. Das teilte der irakische Handelsminister heute mit und begründete das mit Qualitätsbedenken. Traditionell ist der Irak Käufer von US-Weizen und gehört damit zu einer Minderheit im Mittleren Osten, die nicht dominiert wird von Weizenlieferanten aus Russland und der Schwarzmeer-Region. Im Dezember wurde eine Delegation aus dem Irak nach Russland entsendet, um Möglichkeiten zu diskutieren. Bisher sind lediglich Weizen aus den Vereinigten Staaten, Kanada und Australien geprüfte und akzeptierte Herkünfte, so Handelsminister Hashim al-Aani. Probleme mit russischen Weizen bestehen im geringen Gluten-Gehalt. Die Prüfung erfolgt, weil die Preise russischen Weizens preislich attraktiver sind, als konkurrierende Herkünfte. Der Irakverbraucht jährlich zwischen 4,5 und 5 Mio. Tonnen Weizen und importiert dafür über 2 Mio. Tonnen Weizen. Aani bestätigte einen Kauf von 120.000 Tonnen Reis vietnamesischer Herkunft außerhalb einer Tenderausschreibung. Tender-Ausschreibungen für Weizen uns Reis sollen zudem in den nächsten Tagen erfolgen. Die strategischen Weizenbestände des Landes haben noch eine Reichweite von 3 Monaten. Iraks Handelsministerium beaufsichtigt die staatliche Getreidebörse, die verantwortlich ist für die Importe von Weizen und Reis für das staatliche Programm zur Lebensmittelrationierung.

20.02.2019 Asiens Müller kaufen argentinischen Weizen

Asiatische Müller beschaffen sich ihren Weizen zurzeit aus Argentinien. In dem ersten Halbjahr liefert üblicherweise Australien, das in dieser Saison aber unter einer Missernte leidet.
Die Australische Dominanz bei asiatischen Mühlen wurde bereits in der letzten Jahren von Anbietern aus dem Schwarzmeerraum in Frage gestellt. Indonesien, der weltweit zweitgrößte Weizenimporteur hat fast 1 Mio. Tonnen Argentinischen Weizen gebucht, der zwischen Februar und April geliefert wird. Malaysia und Vietnam haben ebenfalls Lieferungen beordert, wird von Händlern in Singapur berichtet.
Das liegt nur daran, dass aus Australien weniger angeboten wird. Argentiens Weizen mit 12% Protein wird in Asien zu Preisen von ca. 255-265 USD/Tonnen c&f gehandelt. Austral-Weizen kostet ca. 300 USD/Tonnen. Asien ist der größte Weizenkonsument und – Importeur der Welt.
Die Australische Weizenproduktion in 2018/19 sank auf ein 11-Jahres-Tief, nachdem die Ernte an der Ostküste vertrocknete. Der Kontinent ist weltweit der viert-größte Weizenexporteur. Die letzte Ernteschätzung kommt insgesamt auf 17,3 Mio. Tonnen gegenüber 21,24 Mio. Tonnen im Vorjahr, so das australische Statistikamt in dieser Woche.
Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen heute Morgen wieder nachdem sie drei Handelstage in Folge auf den niedrigsten Stand seit Ende Oktober gefallen waren.
Händler gehen davon aus, dass Weizen aus Argentinien auch die Absatzmärkte in Asien, die sonst aus den USA bedient werden, bis April oder Mai dominiert.
Argentinien produzierte zuletzt 19,2 Mio. Tonnen Weizen (Vj.: 18,5 Mio. to). In 2015/16 war die Weizenernte dort aber nur 11,3 Mio. Tonnen groß.

20.02.2019 Ukraine: Getreidebestände per 1. Januar 5 Mio. Tonnen höher

Die Getreidebestände der mittleren und großen Getreidehändler in der Ukraine lagen am 1. Januar 2019 bei 29,9 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 24,9 Mio. Tonnen, meldet die staatliche Statistikbehörde. Beim Weizen lagen die Bestände bei 7,3 Mio. Tonnen. Nicht berücksichtigt sind in diesen Angaben die Bestände der vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Handelsunternehmen.
2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide. Exporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 könnten sich auf insgesamt 47 Mio. Tonnen summieren, so das Landwirtschaftsministerium.

20.02.2019 Getreidemail

Fallende Kassamarktpreise sowie enttäuschende Exporte von US-Weizen am Weltmarkt belasteten die Weizennotierungen gestern in Chicago und sorgten erneut für kräftige Verluste. In den letzten drei Sitzungen verlor der Weizen in Chicago mehr als sechs Prozent an Wert. Händler warten weiterhin ungeduldig auf Neuigkeiten aus den jüngsten Gesprächen im Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit nur 357.131 Tonnen Weizen unter den Markterwartungen von 425.000 - 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 11.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Die unsicheren Exportaussichten in Westeuropa belasten zudem die Stimmung. Für ein wenig Klarheit könnte die Ausschreibung Ägyptens sorgen. Der staatliche Getreideeinkäufer GASC legte gestern einen Tender zum Kauf von Weizen in ungenanntem Volumen zur Lieferung Anfang April auf. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €7,00 über Paris März 19.

20.02.2019 Nach 6% Kursverlusten steigen die CBoT-Weizenkurse heute Morgen wieder

Nach drei Handelstagen mit Kursverlusten geht es heute Morgen beim CBoT-Weizenfuture wieder aufwärts. Gestern wurde der tiefste Stand seit Ende Oktober gehandelt. Die Nachfrage nach US-Weizen ist sehr schlecht.
Die Weizenkurse gaben in den letzten Tagen um mehr als 6% nach. Die schwache Nachfrage nach US-Weizen wurde noch einmal durch den letzten Syrien-Tender verdeutlicht. Anstatt US-Weizen zu kaufen, der üblicherweise in Syrien zum Einsatz kommt, kaufte das staatliche Getreidehandelsunternehmen 200.000 Tonnen Schwarzmeer-Weizen.
Auch eine Ausschreibung zur Lieferung von 50.000 Tonnen Weizen für Bangladesch wird wohl aus Russland bedient. An den schlechten Zahlen der US-Exportinspektion gibt es nichts zu deuten. Sie sind für Weizen schwach und ohne Impulse. Es sei denn, die US-Behörden beginnen damit ihre staatlichen Bestände aufzustocken.
Heute richtet sich das Interesse der Marktteilnehmer wieder auf eine Ausschreibung aus Ägypten, die für den Zeitraum 5.-15. April eine nicht näher genannte Weizenmenge am Weltmarkt zu kaufen sucht.

20.02.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 05. bis 15. April erfolgen.
Das Auktionsergebnis wird ab heute Nachmittag 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten am 8. Februar 120.000 Tonnen Soft-Red-Winterweizen in den USA, 120.000 Tonnen Weizen in Frankreich und 60.000 Tonnen Weizen der Ukraine zur Lieferung in der Zeit vom 21.-31. März.

19.02.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen niedriger, als erwartet

19.02.2019 400.000 Tonnen Weizen für Äthiopien

Eine äthiopische Getreideagentur hat in seiner Ausschreibung, die am 31. Januar endet, vorläufig 400.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Lieferanten sind drei internationale Getreidehandelshäuser.
Im Ausschreibungsverfahren gibt es aktuell noch einige Unstimmigkeiten, da ein kleineres regionales Handelshaus mit 270 USD/Tonnen c&f die niedrigsten Preise nennt, die aber aus Sicht der Käufer nicht plausibel sind. Internationale Händler verlangen 305 – 312 USD/Tonnen c&f. Nun sollen die lokalen Händler von der Ausschreibung ausgeschlossen werden.
Äthiopien betreibt derzeit ein großes Importprogramm mit Weizen, um eine Hausse am lokalen Markt abzukühlen. Das ostafrikanische Land steht immer noch unter dem Eindruck einer Trockenheit, die die Farmen in einigen Regionen des Landes verwüstete.
In Äthiopien leben mehr als 900.000 Flüchtlinge aus den Nachbarländern Süd Sudan, Sudan, Somalia und Eritrea die wegen politischen Konflikten, Trockenheit und Verfolgung ihr Land verlassen mussten.
An der Ausschreibung zu den Getreideimporten beteiligten sich insgesamt acht Handelshäuser. Die Lieferungen sollen zwei Monate nach dem Zuschlag der Ausschreibung beginnen.

19.02.2019 Getreidemail

Die Börsen  in den USA blieben gestern aufgrund des Presidents-Day geschlossen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse uneinheitlich. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures gestern im Tagesverlauf von ihren deutlichen Anfangsverlusten erholen und schlossen uneinheitlich. Händler sind insgesamt überrascht vom Ausmaß des Preisrückgangs der vergangenen Tage. FranceAgriMer hat in seinem ersten Bericht nach der Winterpause 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. Februar eine gute bis exzellente Verfassung attestiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 84% der Bestände das höchste Rating. Per 17. Februar erreichten die Weichweizenexporte der Europäischen Union in der Saison 2018/19 ein Volumen von 10,65 Mio. Tonnen versus 13,2 Mio. Tonnen im Vergleich zum Vorjahr (-19%). Die Preise des russischen Exportweizens sanken letzte Woche analog zu den Kursen am CBoT und der Pariser Matif. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein für den Export im Februar kostete am vergangenen Freitag 240 USD/Tonne fob (-3 USD/Tonne zur Vorwoche). Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €8,00 über Paris März 19. Die deutschen Winterweizenbestände befinden sich in guter Verfassung und das milde Wetter in Westeuropa sorgt für gute Bedingungen bei der Frühjahrsaussaat.

19.02.2019 Algerien sucht Weizen

Algeriens staatlicher Getreideinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Zeitraum 16. - 31. März ausgeschrieben, melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 20. Februar und die Offerten sollen eine Gültigkeit bis zum 21. Februar aufweisen. Gewöhnlich kauft das Unternehmen größere Mengen, als es initial ausschreibt.

18.02.2019 EU-Weizenexporte 19% hinter Vorjahr

Die Weichweizenexporte der Europäischen Union in der Saison 2018/19 haben per 17. Februar ein Volumen von 10,65 Mio. Tonnen erreicht. Das zeigen Zahlen, die die EU-Kommission heute veröffentlichte. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 13,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 19% zum Vorjahr.
Die Gerste-Exporte erreichten ein Volumen von 3,0 Mio. Tonnen, was einen Rückgang zum Vorjahr (3,8 Mio. Tonnen) von 20% bedeutet.
Gestiegen sind die Mais-Importe um 44% von 10,8 Mio. Tonnen auf 15,5 Mio. Tonnen.

18.02.2019 Weizenproduktion 2017/18 in Australien auf 11-Jahres-Tief

Australiens Weizenproduktion im Vermarktungsjahr 2017/18 fällt nach Schätzung führender Analysten des Landes auf ein 11-Jahres-Tief. Grund dafür ist die Dürre an der Ostküste. Australien ist der weltweit viertgrößte Exporteur von Weizen. Im Vergleich zum Vorjahr, als 21,24 Mio. Tonnen Weizen geerntet wurden, fällt die Weizenproduktion in diesem Jahr nach finaler Schätzung des Analysten ABARES auf 17,3 Mio. Tonnen. Die Zahl liegt zwar leicht über der Schätzung aus Dezember 18, als man noch von 16,95 Mio. Tonnen ausging, sie markiert jedoch die kleinste Ernte seit der Saison 2007/08. Damals sankt die Produktion auf 13,6 Mio. Tonnen. Die geringere Weizenproduktion in Australien war einer der Hauptgründe, warum der Weizen an der Chicago Board of Trade in 2018 um über 18% stieg.

18.02.2019 Ukraines Getreideexporte sanken letzte Woche erneut

Die Getreideexporte aus der Ukraine sanken in der Woche vom 9.-15. Februar auf 877.000 Tonnen. In der Woche zuvor waren es noch 1,31 Mio. Tonnen.
Der Maisexport sank von 1,04 Mio. Tonnen auf 715.000 Tonnen und die Weizenausfuhren von 260.000 Tonnen auf 162.000 Tonnen. Der Großteil der Lieferungen ging nach Spanien, die Niederlande und Ägypten.
APK-Inform teilte heute mit, dass die Ukraine in dieser Saison bisher 26,07 Mio. Tonnen Mais, Gerste und Weizen ausgeführt hat. Im Referenzzeitraum der vorherigen Saison waren die Exporte noch bei 22 Mio. Tonnen.
Die Exporte in dieser Saison setzen sich zusammen aus 13,3 Mio. Tonnen Mais, 10 Mio. Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste.

Die Ukraine erntete in 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide; davon sollen ca. 47 Mio. Tonnen exportiert werden.

18.02.2019 Frankreich: Stabile Winterweizen-Ratings

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem ersten Bericht nach der Winterpause 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. Februar eine gute bis exzellente Verfassung attestiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 84% der Winterweizenbestände das höchste Rating. Bei der Wintergerste befinden sich demnach 79% der Bestände in Top-Verfassung versus 83% vor einem Jahr. Das Unternehmen schätzt zudem, dass auf 12% der Flächen, auf denen Sommergerste in Frankreich ausgesät werden soll, die Aussaat abgeschlossen ist. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 5%.

18.02.2019 Preise für russischen Exportweizen sinken analog zu den Börsenkursen

Die Preise des russischen Exportweizens sanken letzte Woche analog zu den Kursen am CBoT und der Pariser Matif.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein für den Export im Februar kostete am vergangenen Freitag 240 USD/Tonne fob. Das waren 3 USD/Tonnen weniger als in der Woche zuvor. Letzte Woche hob das Beratungsunternehmen seine Schätzung zur russischen Getreideernte auf 126,1 Mio. Tonnen an, da die Vegetationsbedingungen für Wintersaaten bisher hervorragend waren. Das russische Landwirtschaftsministerium ging zuletzt noch von 118 Mio. Tonnen aus. Nun werden im europäischen Teil Russlands Niederschläge erwartet, die die Bedingungen noch weiter verbessern könnten.
Das Land exportierte in dieser Saison (1.07.2018-30.06.2019) bisher 32,8 Mio. Tonnen Getreide. Das entspricht der Menge, die im Vorjahr ausgeführt wurde. Das beinhaltete 27,8 Mio. Tonnen Weizen (+9% y/y).

18.02.2019 Getreidemail

Nachgebende Kassamarktpreise am Weltmarkt, technische Verkäufe vor dem verlängerten Wochenende sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Über die ganze Woche verlor der Frontmonat März 2,7% an Wert. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Am heutigen Montag wird in den Vereinigten Staaten der Presidents-Day gefeiert. Der Handel mit Agrar-Commodities beginnt in Chicago erst wieder am Diestag um 2:00 Uhr deutscher Zeit. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten am Freitag den schwächeren Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen erneut deutlich nach. Der Frontmonat März rutschte auf den tiefsten Stand seit Juli 2018. Die Fälligkeit der Optionen auf den März-Weizenfuture und der Kursrückgang unter die psychologisch wichtige 200 Euro-Marke sorgten für technische Verkäufe. Händler waren überrascht von dem schnellen Kursrückgang der letzten Sitzungen. Die sinkenden russischen Weizenverkaufspreise lassen Zweifel aufkommen, ob Russlands Weizenvorräte tatsächlich so niedrig sind, wie Marktteilnehmer das zuletzt erwarteten. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €2,00 auf €9,00 über Paris März 19.

18.02.2019 Weizenkurse auf Mehrmonatstief – globaler Weizenpreis unter Druck

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sanken am Freitag auf ein Mehrmonatstief, obwohl andere Rohstoffwerte sowie Aktienmärkte fester notieren. Händler reagieren auf technische Signale, da die Kassapreise für Weizen am Weltmarkt sinken.
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte 600.000 Tonnen Mahlweizen zu Preisen zwischen 246 und 247,5 USD/Tonne c&f. Das waren 15 USD/Tonne weniger als für die vorherige Ausschreibung Anfang Januar gezahlt wurde. Da der Weltmarktpreis für Weizen unter Druck steht, mussten französische Exporteure mitziehen, um den Auftrag zu bekommen.
In den USA beklagen die Händler nur ein lauwarmes Interesse an Weizen. Die Exportzahlen im Januar, die das USDA wegen der Haushaltssperre erst verzögert veröffentlichten, lagen weit unter den Erwartungen des Marktes.
Am Pariser Matif ging es beim Weizenfuture ebenfalls bergab. Der Mai-19-Termin handelte am Freitag den niedrigsten Kurs seit Juli 2018. Technische Verkäufe und die Auslaufenden Optionen auf den März-19-Termin waren die Auslöser für die Schwäche.

15.02.2019 Getreidemail

Enttäuschende US-Weizenexporte und technische Verkäufe sorgten gestern für kräftige Verluste bei den Weizenfuturs in Chicago und drückten die Notierungen auf ein 6-Wochen-Tief. Die US-Weizenexporte, die das US-Landwirtschaftsministerium für die Woche bis zum 3. Januar veröffentlichte, lagen bei nur 161.400 Tonnen. Erwartet wurden Exporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen. Das private Analystenhaus IEG Vantage (vormals Informa Economics) reduzierte die Prognose der US-Weizenanbaufläche zur Ernte 2019 von 47,163 Mio. Acres (Januar-Prognose) auf jetzt 46,782 Mio. Acres. Algeriens Getreideeinkäufer OAIC kaufte gestern 600.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $247,00 und $247,50/Tonne c&f. Den Preis bewerten Händler als sehr agressiv. In der Ausschreibung Anfang Januar zahlte Algerien noch Preise zwischen $261,50 und $262,00/Tonne c&f. Prognosen für Schneefall in den Great Plains belasten die Weizenkurse zudem, weil die Gefahr von Frostschäden am Wintergetreide sinkt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 12.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gerieten aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee kräftig unter Druck. Der Frontmonat März rutschte dabei unter die 200 Euro-Marke. Heute ist der letzte Handelstag der Optionen auf März-Weizenfutures. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €7,00 über Paris März 19.

14.02.2019 Moskau sucht Kontrolle über den russischen Getreideexport

Russlands zweitgrößte Bank VTB kauft 100% Anteile eines der größten Getreideexport-Terminals des Landes im Schwarzmeerhafen von Novorossiisk. Der unerwartete Deal gibt dem staatlich kontrollierten Geldinstitut mehr Kontrolle über den bedeutendsten Tiefsee-Getreideexportplatz Russlands.
VTB besitzt bereits Anteile in einem anderen Getreide-Terminal in diesem Hafen. Der Verkäufer der Anteile ist die ebenfalls wirtschaftlich starke NSCP-Gruppe, die ein Pipeline-Monopol in der Transneft besitzt.
Einige Rohstoffhändler interpretieren den VTB-Deal als weitere Maßnahme, um mehr Einfluss der Regierung auf diesen Wachstumssektor zu erlangen. Russland ist seit zwei Jahren der weltweit größte Weizenexporteur und der Löwenanteil seiner Ausfuhren geht über die beiden Terminals im Hafen von Novorossiisk. Die Vertragsparteien vereinbarten, dass die NSCP kein Getreide mehr handeln wird.
Russlands Regierung beobachtet den Fortschritt der Getreideausfuhren in dieser Saison genau, da die Ernte 2018 kleiner ausfiel. Im Markt wird seit Monaten darüber spekuliert, dass Moskau die Getreideausfuhren zum Ende der Saison beschränkt.
Händler sind auch verwundert über die Entscheidung Moskaus, dass im April ein neuer Getreideverband gegründet werden soll. Angeblich, damit dass die Regierung den Markt besser versteht. Erst die Gründung eines neuen Verbands und nun die Kontrolle über den wichtigsten Exporthafen. Dahinter könnte ein Muster stecken, um über den Sektor die staatliche Kontrolle zu erlangen.

14.02.2019 Algerien kauft 600.000 Tonnen Mahlweizen

Aus Händlerkreisen wird soeben gemeldet, dass Algerien 600.000 Tonnen Mahlweizen zum Preis von ca. $247 - $247,50/Tonne gekauft hat.

14.02.2019 Gerstenpreise unter Druck

Eine sinkende Nachfrage aus China und Saudi Arabien hat in den letzten Wochen die Gerstenpreise in den Keller geschickt. Und das obwohl das weltweite Angebot dafür klein ist. Der Preisdruck könnte noch anhalten, da die Aussicht auf eine gute Ernte in 2019 immer besser wird. Das analysiert heute Strategie Grains.
Zu Beginn der Vermarktungssaison 2018/19 stiegen die Gestenpreise aufgrund des trockenen und heißen Sommers in Europa sowie einer Missernte in Australien. Die Vorräte auf der Welt werden vom USDA auf ein 35-Jahres-Tief geschätzt.
Nun aber wirkt sich die Konkurrenz von billigerem Mais aus, der statt Gerste in die Futtermischungen gelangt. Die Importe aus China und Saudi Arabien gingen zurück, auch weil China Australien mit einem Anti-Dumpingverfahren vor der WTO verklagt.
Die sehr hohen Gerstenpreise in der ersten Hälfte des laufenden Vermarktungsjahres führten zu einer schwächeren Nachfrage am Weltmarkt. Inzwischen konkurrieren die Gerstenexporteure so sehr, dass die Preise unter Druck stehen.
Chinas Anti-Dumping-Verfahren gegen Australien, dem Hautversorger Chinas mit Gerste, war der Auslöser. Hinzu kam, dass Regenfälle in Saudi Arabien dort die Rauhfutter-Versorgung verbesserten.
Im Monat Januar gaben die Gerstenpreise um 15 bis 20 USD/Tonnen nach.
Strategie Grains senkte seine Schätzung zu den EU-Gerstenexporten in 2018/19 von 5,8 auf 5 Mio. Tonnen. Der Preisdruck könnte anhalten, wenn China Australiens Agrarrohstoffe weiter meidet. Hervorragende Witterungsbedingungen in der EU sowie am Schwarzen Meer könnten ebenfalls zu einem Angebotsdruck in der kommenden Saison führen.
Strategie Grains hebt gleichzeitig die Exportprognose für Weizen aus der EU an, da der Angebotsdruck aus dem Schwarzmeerraum und aus Argentinien nachgelassen hat. Die Exportschätzung lautet für 2018/19 jetzt 18,5 Mio. Tonnen statt vorher 18,7 Mio. Tonnen.
Die Weizennachfrage hat sich ähnlich wie die Gerstennachfrage durch billigen Mais eingeengt und dieser Trend könnte sich in der nächsten Saison noch fortsetzen. Auch wenn die Weizenernte wieder größer ausfallen sollte.
Die 2019er Weizenernte in der EU wird von Strategie Grains auf 146,4 Mio. Tonnen geschätzt. Das wären 15% mehr als im letzten Jahr. Die Gerstenernte könnte auf 62 Mio. Tonnen kommen, das wären 11% mehr als in 2018.

14.02.2019 Euronext-Weizen: Frontmonat fällt unter 200 Euro Marke

14.02.2019 Südkoreanische Mühlen kauften 85.000 Tonnen US-Weizen

Zwei südkoreanische Mühlenunternehmen haben in dieser Woche insgesamt über 85.000 Tonnen Mahlweizen in den Vereinigten Staaten gekauft, melden europäische Händler. 50.000 Tonnen wurden zur Lieferung zwischen dem 16. Mai und dem 15. Juni gekauft und 35.000 Tonnen zur Lieferung zwischen dem 10. Mai und dem 10. Juni. Der Kauf beinhaltet eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen.

14.02.2019 Philippinen kaufen 55.000 Tonnen Futterweizen

Importeure der Philippinen haben in dieser Woche nach Meldungen europäischer Händler über 55.000 Tonnen Futterweizen gekauft. Der Preis für den Weizen (australischer Herkunft), der in der zweiten Aprilhälfte oder in der ersten Maihälfte von der Westküste Australiens auf die Reise geschickt werden soll, liegt demnach bei rund $275/Tonne c&f.

14.02.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago stiegen gestern in der vierten Sitzung in Folge aufgrund der verbesserten Exporte, des festeren Kassamarktes und Käufe von Fondsgesellschaften. Institutionelle Anleger rollten gestern Positionen vom Frontmonat März in die nächste Fälligkeit Mai. Heute veröffentlicht das USDA die US-Exporte für die Woche bis zum 3. Januar. Wegen des partiellen Shut Down wurden die Berichte mehrere Wochen nicht veröffentlicht. Am 22. Februar erscheint dann der letzte verzögerte Bericht, bei dem die Exporte von sechs Wochen (4. Januar bis 14. Februar) in einem Bericht zusammengefasst werden. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positven Vorgaben aus Übersee profitieren. Gefangen zwischen verbesserten Exportaussichten und günstigen Aussichten für die diesjährige europäische Weizenernte schlossen sie mehrheitlich moderat schwächer. Tunesien kaufte gestern 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. Weizen aus Frankreich könnte davon profitieren. Insgesamt ist die Stimmung aber gedämpft, weil die Nachfrage sich zu langsam aufbaut und es gute Aussichten auf eine große europäische Ernte 2019 gibt. Das Landwirtschaftsministerium in Frankreich beließ die Schätzung der Winterweizenanbaufläche für die Ernte 2019 unverändert bei 5,0 Mio. Hektar (+3% zum Vorjahr).

13.02.2019 Tunesien kauft Weizen, Durum und Futtergerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 100.000 Tonnen Mahlweizen, 92.000 Tonnen Durum-Weizen und 75.000 Tonnen Futtergerste jeweils optionaler Herkunft gekauft, melden europäische Händler. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Die günstigste Offerte lag bei $253,47/Tonne c&f.

13.02.2019 Bangladesch sucht 50.000 Tonnen Weizen

Bangladesch´s staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Import von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft (Ausnahme: Israel) ausgeschrieben. Am 28. Februar endet die Angebotsfrist für die Ausschreibung.

13.02.2019 Frankreich erhöht die Schätzung der Rapsanbaufläche für 2019

Das französische Landwirtschaftsministerium hat heute seine Schätzung der Winterrapsanbaufläche 2019 von 1,2 Mio. Hektar (Dezember-Prognose) auf 1,3 Mio. Hektar angehoben. Das wäre ein Rückgang von 16,8% gegenüber der Anbaufläche 2018.
Das Landwirtschaftsministerium ließ seine Schätzung der Winterweizenanbaufläche für 2019 wenig verändert bei 5,0 Mio. Hektar. Im Vergleich zu 2018 wäre das ein Anstieg 2,9%. Ebenfalls um 2,9% erhöhte das Landwirtschaftsministerium die Schätzung der Anbaufläche für Wintergerste und erwartet jetzt eine Ausweitung auf 1,3 Mio. Hektar.
Die Schätzung der Winter-Durum-Fläche 2019 wurde von 308.000 ha auf 318.000 ha, was einem Rückgang von 8,5% gegenüber 2018 entspräche.

13.02.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag gestern uneinheitlich. Auf den vorderen Terminen schlossen sie mit moderaten Kursaufschlägen. Für Unterstützung sorgten die festen Soja- und Maiskurse und frostige Temperaturen, die in den kommenden zwei Wochen in den Winterweizen-Anbauregionen im Mittleren Westen und in den Great Plains erwartet werden und die Winterweizenbestände schädigen könnten. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT uneinheitlich.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures der alten Ernte auf dem niedrigsten Stand seit fast drei Monaten, die Termine der neuen Ernte konnten moderat zulegen. Der große Preisunterschied zwischen der alten Ernte und der neuen Ernte belastete die vorderen Termine. Händler sind weiterhin besorgt, weil die internationale Nachfrage dereit nicht ausreicht, um die Exporte aus Westeuropa signifikant zu steigern. Zuletzt konnte Weizen aus Frankreich jedoch zweimal in Folge bei internationalen Ausschreibungen des staatlichen ägyptischen Getreideeinkäufers GASC punkten. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €6,00 über Paris März 19.

12.02.2019 Russland, Kasachstan und Iran beabsichtigen Schaffung einer Freihandelszone

Russland, Kasachstan und der Iran unterzeichneten am Dienstag in Moskau eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit beim Weizenhandel, teilte die Eurasische Wirtschaftskommission mit.
Die Unterzeichnung des Memorandums sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Schaffung einer Freihandelszone zwischen dem Iran und der Eurasischen Wirtschaftsunion, einer Freihandelszone, die Russland mit seinen Nachbarn teilt.

12.02.2019 Algerien sucht Weizen

Algeriens staatlicher Getreideinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben, melden europäische Händler heute Vormittag. Die Angebotsfrist endet am 14. Februar. Gewöhnlich kauft das Unternehmen größere Mengen, als es initial ausschreibt.

12.02.2019 Tunesien sucht Weizen und Gerste

Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer sucht per Tender 92.000 Tonnen Durum-Weizen, 100.000 Tonnen Weichweizen und 75.000 Tonnen Futtergerste, melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 13. Februar.

12.02.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago konnten den gestrigen Handelstag mit moderaten Kursgewinnen beschließen. Technische Käufe, Short-Abdeckungen (Short-Covering) institutioneller Anleger und Anzeichen einer gestiegenen Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt gaben dem Markt Unterstützung. Private US-Exporteure meldeten den Verkauf von 120.000 Tonnen Weizen an Nigeria und 120.000 Tonnen Weizen an Ägypten zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19. Das zweitgenannte Geschäft bezieht sich wohl auf die jüngste Ausschreibung durch Ägyptens staatlichen Getreideeinkäufer GASC Ende letzter Woche. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 562.307 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT kaum verändert zum Vortag. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris fielen gestern auf ein neues 2-Monats-Tief aufgrund der anhaltenden Bedenken hinsichtlich der schwachen Exportnachfrage. Die russischen Weizen-Exportpreise sanken vergangene Woche $2 zur Vorwoche. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um €1,00 auf €7,00 über Paris März 19.

11.02.2019 Nigeria kauft 128.000 Tonnen US-Weizen

US-Exporteure melden den Verkauf von 128.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 an Nigeria.

11.02.2019 Russlands Weizenpreise bei schwacher Nachfrage unter Druck

In der letzten Woche gaben die Russischen Exportpreise für Weizen von ihrem stolzen Niveau der letzten Wochen nach, da die Nachfrage schwächelt. Bereits in der zweiten internationalen ägyptischen Ausschreibung in Folge, zum Kauf von Weizen, ging Russland leer aus.
Das ägyptische Staatsunternehmen GASC kaufte in der letzten Woche 300.000 Tonnen Weizen aus den USA, Frankreich und der Ukraine. Russischer Weizen war zum zweiten Mal in Folge zu teuer.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Februar kostete ab Russlands Exporthäfen am Schwarzen Meer 243 USD/Tonne fob. Das waren 2 USD/Tonnen weniger als in der Vorwoche.
Das Land exportierte seit dem 1. Juli 2018 und bis zum 7. Februar 2019 32,1 Mio. Tonnen Getreide. Ein Plus von 3% gegenüber demselben Termin im Vorjahr. Davon waren 27,3 Mio. Tonnen Weizen, was einem Plus von 11% entspricht.
Der rasante Anstieg von Weizenpreisen im Inland hat sich deutlich verlangsamt. Weizen der Klasse III stieg noch einmal um 150 Rubel/Tonnen auf 12.500 Rubel an Verladestation im europäischen Teil Russlands.
Das russische Landwirtschaftsministerium hatte letzte Woche aus den staatlichen Vorräten erneut Getreide freigegeben. Darunter waren 130.000 Tonnen Weizen. Seit dem Beginn der Vermarktungssaison wurden aus den Staatslägern schon 1,48 Mio. Tonnen Getreide verkauft, darunter 1,25 Mio. Tonnen Weizen.

11.02.2019 Neuer Verband für den russischen Getreideexport in Gründung

Nach einem Meeting mit Vertretern des Verbands russischer Getreideexporteure, meldet das russische Landwirtschaftsministerium, dass man im April einen neunen Export-Verband ins Leben rufen will.
Außerdem wurde heute mitgeteilt, dass man vorerst keine Exportrestriktionen für Getreide plane. Die Exportprognose in der Saison 2018/19 für Getreide bleibt bei 42 Mio. Tonnen. Davon werden 37 Mio. Tonnen Weizen sein.
Mit dem neuen Verband will man im April Pläne für die Exportsaison 2019/20 diskutieren.

11.02.2019 Indonesien kauft 60.000 Tonnen Weizen

Indonesische Importeure haben in der vergangenen Woche 60.000 Tonnen Weizen gekauft. Europäische Händler glauben, dass es sich dabei um Weizen aus den Vereinigten Staaten handelt. Der Preis lag demnach bei rund $265/Tonne c&f indonesische Häfen. Der Versendetermin ist unklar.

11.02.2019 Ukraines Getreideexporte in der letzten Woche erneut rückläufig

Die Getreideexporte aus der Ukraine sanken in der Woche vom 2.-8. Februar von 932.000 Tonnen in der Vorwoche auf 886.000 Tonnen. Das teilte soeben die APK-Inform aus Kiew mit.
Die Maisexporte nahmen von 693.000 Tonnen auf 702.000 zu, während die Weizenausfuhren von 238.000 Tonnen auf 179.000 Tonnen sanken.
Die größten Abnehmerländer waren Spanien, die Niederlande und Ägypten.
APK-Inform teilte mit, dass die Ukraine in dieser Vermarktungsperiode bisher 24,8 Mio. Tonnen Weizen (9,8 Mio.to), Mais (12,2 Mio. to) und Gerste (2,7 Mio. to) ausführte. Zu diesem Termin im Vorjahr waren es 21,4 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erntete in 2018 mit 70 Mio. Tonnen eine Rekordmenge Getreide und erwartet, dass in dieser Vermarktungsperiode davon 47,2 Mio. Tonnen exportiert werden können.

11.02.2019 Getreidemail

Die kleinste Winterweizen-Aussaatfläche in den USA seit 1909 und gestiegene Exportchancen für US-Weizen sorgten am Freitag in Chicago für Kursgewinne. Im Wochenvergleich verloren die Weizenfutures 1,3% an Wert. Das USDA veröffentlichte am Freitag den WASDE-Report und den US-Quartalsbericht "Quarterly Grain Stocks". Die meisten Schätzungen und Prognosen lagen im Rahmen der Erwartungen der zuvor befragten Analysten. Mit 31,29 Mio. Acres war die US-Winterweizen-Aussaatfläche so klein, wie zuletzt 1909. Die US-Lagerbestände per 1. Dezember waren mit 1,999 Mrd. Bushel höher, als im vergangenen Jahr (1,873) und ebenfalls höher, als Analysten das erwarteten (1,957). Institutionelle Anleger kauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat schwächer. An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee. Ägyptens GASC kaufte am Freitag 300.000 Tonnen Weichweizen zur Lieferung in der Zeit vom 21.-31. März. 120.000 Tonnen Soft-Red-Winterweizen kommen aus den USA, 120.000 Tonnen liefern Verkäufer aus Frankreich und 60.000 Tonnen kommen aus der Ukraine. US-Weizen profitierte dabei u.a. von den gesunkenen Frachtraten. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar unverändert bei €6,00 über Paris März 19.

11.02.2019 Weizenkurse wegen großen Vorräten unter Druck

Hohe Getreidevorräte auf der Welt verhindern einen Anstieg der CBoT-Weizenkurse obwohl eine kleinere Anbaufläche in den USA die Kurse stützt.
Das USDA hatte am Freitag die Aussaatfläche von Winterweizen in den USA mit 31.290 acres auf den niedrigsten Stand seit 1909 geschätzt. Das ist die Folge von einem weltweit hohen Angebot, das in den letzten Jahren den US-Weizen weniger wettbewerbsfähig macht. In den letzten fünf Jahren ging die US-Anbaufläche beim Weizen um mehr als 25% zurück.
Das lässt eine kleinere US-Weizenernte erwarten; allerdings lagern in den USA noch außerordentlich hohe Vorräte, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben. Diese müssen erst einmal abgebaut werden, bevor der Markt höhere Preise zahlen kann, meinen Analysten in Fernostasien heute Morgen.
Auch in dieser Woche werden die Beteiligten am Agrarmarkt die Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung ihres Handelskonflikts verfolgen. Die Verhandler auf der US-Seite drängen China zu mehr Agrareinfuhren aus den USA, außerdem sollen chinesische Unternehmen den Schutz des geistigen Eigentums anerkennen und Produktpiraterie unterlassen.

08.02.2019 Ägypten kauft 300.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte heute 300.000 Tonnen Weichweizen zur Lieferung in der Zeit vom 21.-31. März.
120.000 Tonnen Soft-Red-Winterweizen kommen aus den USA, 120.000 Tonnen liefern die Verkäufer aus Frankreich und 60.000 Tonnen kommen aus der Ukraine.

08.02.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe, Auflösungen von Longpositionen sowie der ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Das USDA meldete für diese Woche Weizenexporte in einem Volumen von 593.000 Tonnen US-Weizen. Heute um 18 Uhr wird der monatliche WASDE-Report und der Quartalsbericht "Quarterly Grain Stocks" veröffentlicht. Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit moderaten Aufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten ebenfalls auf allen Fälligkeiten Verluste. Frankreich exportierte im Dezember 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen. 882.000 Tonnen davon gingen in Länder außerhalb der Europäischen Union. FranceAgriMer erhöhte gestern seine Prognose für die Weichweizenexporte in Drittländer von 8,7 Mio. Tonnen auf 8,85 Mio. Tonnen. Der Verkauf von 180.000 Tonnen Weizen an Ägypten letzte Woche kam für viele Marktteilnehmer überraschend. Ägytens staatlicher Getreideeinkäufer veröffentlichte gestern Abend einen Tender zum Kauf von Weizen in ungenannter Höhe zur Lieferung Ende März. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar auf €6,00 über Paris März 19.

08.02.2019 Ägypten sucht Weizen am Weltmarkt
Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 20. bis 31. März erfolgen.
Es werden wieder alle Herkunftsländer wie bisher zugelassen, Offerten abzugeben.
Das Auktionsergebnis wird ab heute Nachmittag 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten am 31. Januar 360.000 Tonnen Weizen aus Frankreich und Rumänien zur Lieferung Mitte März.
Die Zahlung soll per Akkreditiv auf Sicht erfolgen. Es wird vor dem Versand ausgestellt und garantiert eine Zahlung innerhalb von 180 Tagen. Das wird voraussichtlich niedrigere Preise zur Folge haben, aufgrund geringerer Risikoprämien.
07.02.2019 Frankreich exportierte im Dezember 1,4 Mio. Tonnen Weizen

Frankreich exportierte im Dezember 2018 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen. 882.000 Tonnen davon gingen in Länder außerhalb der Europäischen Union. Das geht aus heute veröffentlichten Zolldaten hervor.
Die Menge war die zweitgrößte in der laufenden Vermarktungsperiode und lag knapp hinter dem August-Ergebnis von 1,48 Mio. Tonnen.
Algerien war erneut und mit großem Abstand der wichtigste Käufer von französischem Weizen. 500.000 Tonnen gingen im Dezember dorthin. Enthalten im Dezember-Ergebnis war auch eine Lieferung von 131.000 Tonnen an China, ein eher seltenes Ereignis. Erstmalig in dieser Saison wurden 65.000 Tonnen an Marokko verkauft.
Insgesamt exportierte Frankreich in dieser Saison, die am 1.Juli 2018 startete, 7,71 Mio. Tonnen und damit 3% mehr als zu diesem Termin im Vorjahr. Die Lieferungen in Drittländer stiegen um 23% auf 4,37 Mio. Tonnen. Lieferungen innerhalb der EU sanken hingegen um 16% auf 3,34 Mio. Tonnen.

07.02.2019 FranceAgriMer hebt Exportprognose für Frankreich an

Der französische Marktanalyst des Landwirtschaftsministeriums FranceAgriMer hob heute seine Prognose für die Weichweizenexporte in Drittländer an, nachdem man in der letzten Woche ein eher seltener Exportauftrag aus Ägypten kam. Die Marktteilnehmer hatten zuvor Probleme, ihren Marktanteil in afrikanischen Ländern zu halten.
Jetzt könnte Europas größter Weichweizenexporteur in dieser Saison, die am 30. Juni 2019 endet, 8,85 Mio. Tonnen Weichweizen in Drittländer verkaufen. Zuletzt ging man noch von 8,7 Mio. Tonnen Drittlandexporte aus, das wären 9% mehr als in der vorherigen Vermarktungssaison.
Der Verkauf von 180.000 Tonnen an Ägypten letzte Woche kam für viele überraschend. Die Lieferungen an Nicht-EU-Länder liegen zu Beginn dieser Woche bereits 15% höher als im letzten Wirtschaftsjahr.
Eine sehr hohe Abhängigkeit beim Weizenexport von Algerien und die aggressiven Verkäufe aus dem Schwarzmeerraum besorgten Frankreichs Exporteure. Wegen der kleinen französischen Getreideernte in 2016 haben sich viele Stammkunden andere Lieferanten gesucht, die ebenfalls ihre Erwartungen befriedigen konnten. Seither wird Franzosen-Weizen auch nur noch gekauft, wenn er am billigten ist. Frankreich sucht jetzt nach einer neuen Vermarktungs- und Exportstrategie. In die Länder der Sub-Sahara-Region wurden aus Frankreich in dieser Saison bisher 28% weniger Weizen verkauft.
An Länder innerhalb der EU erwartet FranceAgriMer nun Ausfuhren von 7,56 Mio. Tonnen. Das sind 170.000 Tonnen weniger als im Januar geschätzt. Zudem werden französische Landwirte 100.000 Tonnen weniger Futtergetreide verfüttern, als noch vor einem Monat erwartet. Das alles zusammen führt Ende Juni zu einem Endbestand von 2,9 Mio. Tonnen Weichweizen.
Auch die Gerstenendbestände werden von 1,3 auf 1,5 Mio. Tonnen höher erwartet, weil weniger exportiert und auch weniger verfüttert wird. Die Maisendbestände steigen gegenüber der letzten Schätzung von 2 Mio. Tonnen auf jetzt 2,2 Mio. Tonnen, weil die Ernteschätzung 2018 angehoben wurde, sowie die Ausfuhren nach anderen EU-Ländern kleiner ausfallen.

07.02.2019 FAO-Index steigt im Januar

Die globalen Lebensmittelpreise stiegen im Januar aufgrund höherer Milch-, Speiseöl- und Zuckerpreise, teilte heute die FAO mit. Im Januar stieg der FAO-Index auf 164,8 Punkte (Dezember: 161,8 Punkte). Trotz des Anstiegs liegt der Index 2,2% unter dem Level aus Januar 2018.
Die FAO ist eine Behörde der Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in Rom. Der FAO-Index fasst Preise für Grundnahrungsmittel wie Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker zusammen.
Nach sieben monatlichen Rückgängen stieg der FAO-Milchpreis-Index im Januar um 7,2%. Grund dafür waren die eingeschränkten Exporte aus Europa aufgrund der starken innereuropäischen Nachfrage.
Der Speiseöl-Index stieg um 4,3% zum Vormonat, während der Zuckerpreis-Index um 1,3% anzog. Außerdem legte der Getreidepreis-Index marginal zu. Der Fleischpreis-Index blieb unverändert.
Die Schätzung der globalen Getreideproduktion erhöhte die FAO moderat zur Dezember-Schätzung auf 2,611 Mrd. Tonnen, ausgelöst durch höhere Prognosen bei Mais, Weizen und Reis.
Der prognostizierte Anstieg begründet sich mit positiven Wetterbedinungen in Europa, das gute Erträge erwarten lässt. Aber auch die gestiegene Aussaatfläche aufgrund attraktiver Preise trug dazu bei, so die FAO.

07.02.2019 Getreidemail

Gestern beendeten die Weizenfutures den Handelstag in Chicago erneut uneinheitlich. Positionierungen vor dem WADSE-Report am morgigen Freitag, von dem Marktteilnehmer eine klarere Richtung für die zukünftige Entwicklung erwarten, sorgten über weite Strecken für einen lustlosen Handelstag. Institutionelle Anleger kauften gestern 500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten. An der Euronext in Paris hielt der negative Trend weiter an und die Weizenfutures verzeichneten auf allen Terminen Verluste. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer erhöhte seine monatliche Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 von 8,7 Mio. Tonnen auf 8,85 Mio. Tonnen. Die Prognose der Weizenbestände zum Ende der Saison steigt dennoch von 2,8 Mio. Tonnen auf 2,9 Mio. Tonnen, weil FranceAGriMer mit geringeren Weizenexporten an Länder innerhalb der EU rechnet und mit einer sinkenden Futtermittelnachfrage. Russlands Landwirtschaftsministerium erwartet kurzfristig eine Verlangsamung der Getreideexporte, weil es für Exporteure immer schwieriger wird, aufgrund der hohen Inlandspreise, wettbewerbsfähige Offerten abzugeben. Ein Getreidedefizit auf dem Inlandsmarkt wird aber nicht erwartet und die Lage könnte sich auch in den kommenden 1 bis 3 Monaten wieder entspannen, so das Ministerium.

06.02.2019 Russland exportierte in 2018 44 Mio. Tonnen Weizen

Offizielle Zahlen der russischen Statistikbehörde zeigen, dass in 2018 44 Mio. Tonnen Weizen exportiert wurden. 2017 wurden 33 Mio. Tonnen Weizen exportiert.

06.02.2019 FranceAgriMer erhöht Exporterwartung für französischen Weizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat seine monatliche Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 von 8,7 Mio. Tonnen auf 8,85 Mio. Tonnen erhöht. Die Prognose der Weizenbestände zum Ende der Saison steigt laut FranceAgriMer dennoch von 2,8 Mio. Tonnen auf 2,9 Mio. Tonnen, weil das Unternehmen mit geringeren Weizenexporten an Länder innerhalb der EU rechnet und die Futtermittelnachfrage ebenfalls sinken wird.
Die Endbestände bei der Gerste könnten laut FranceAgriMer zum Ende der Saison 1,5 Mio. Tonnen betragen. Im Vormonat rechnete man noch mit 1,3 Mio. Tonnen. Grund sind reduzierte Exporterwartungen und ein geringerer Verbrauch als Futtermittel.
Auch die Maisbestände steigen von 2,0 Mio. Tonnen auf 2,2 Mio. Tonnen infolge einer erhöhten Ernteerwartung sowie geringere Exporte innerhalb der EU aufgrund der schwächeren Futtermittelnachfrage.

06.02.2019 Getreideexporte der Ukraine steigen auf 28,6 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine haben in dieser Saison, die am 1. Juli 2018 begann, bisher ein Volumen von 28,6 Mio. Tonnen erreicht. Zum selben Termin im Vorjahr wurden 25,0 Mio. Tonnen ausgeführt.
Das Schwarzmeerland hatte in 2018 einen Rekordernte von 70,0 Mio. Tonnen Getreide eingefahren (Vj.: 61,3 Mio. Tonnen). Die Exporte können dem Landwirtschaftsministerium zufolge auf 47,2 Mio. Tonnen steigen. (Vj.:39,4).
Inzwischen wurden 13,3 Mio. Tonnen Mais ausgeführt (Vj.: 8,2), die Weizenausfuhren werden mit 11,5 Mio. Tonnen (davon 7,1 Mio. Tonnen Mahlweizen) beziffert (Vj.:12,3).
Getreide, Pflanzenöle und Ölsaaten sind die wichtigsten Agrarrohstoffe, die die Ukraine ausführt.

06.02.2019 Getreidemail

Der anstehende USDA-Report sorgte gestern bei den Weizenfutures in Chicago für einen impulsschwachen Handel. Lediglich der Frontmonat März legte minimal zu, die Folgetermine schlossen mit Verlusten. Marktteilnehmer hoffen, dass eine positive Entwicklung der Handelsgespräche zwischen den USA und China auch Käufe von US-Weizen auslösen könnte. Gestern meldeten US-Exporteure den Verkauf von 2,6 Mio. Tonnen Sojabohnen an China. Institutionelle Anleger kauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Am Freitag um 18:00 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den ersten WASDE-Report des Jahres nach dem vorläufigen Ende des Shut-Down. Außerdem wird der Quartalsbericht "Quarterly Grain Stocks" mit 4-wöchiger Verzögerung veröffentlicht. Das kanadische Statistikamt senkte die Schätzung der Weizenbestände moderat von 23,3 Mio. Tonnen auf 23,2 Mio.Tonnen. Zur Stunde handeln die Weizenfutures an der eCBoT unverändert. Uneinheitlich schlossen gestern auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Das Handelsvolumen war erneut gering und der Handel erfolgte in engen Spannen. Der Wechselkurs des Euro gab moderat nach und verbessert so die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar unverändert bei 6 Euro über Paris März 19.

06.02.2019 Sojabohnen: Früher Erntestart in Südamerika

Die Chicago-Sojabohnenfutures kommen in diesen Tagen nicht von der Stelle. Gestern kaufte China wieder ein Charge US-Sojabohnen, was die Kurse stützte. Bärisch wirken die Meldungen aus Südamerika über den viel versprechenden Erntebeginn der Ölsaat.
In dem brasilianischen Bundesstaat Paraná, wo es die zweitgrößte Anbaufläche von Sojabohnen des Landes gibt, ist die Ernte deutlich früher gestartet, als im letzten Jahr. Dort sind die Ernteschäden durch die Trockenheit der letzten Wochen auch nicht so groß.
¼ der dortigen Anbaufläche ist bereits abgeerntet. Im Gegensatz dazu war die Ernte in 2018 zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gestartet.
Das USDA meldete gestern den Verkauf von 2,603 Mio. Tonnen US-Sojabohnen an China. Das ist die zweite offizielle Verkaufsbestätigung, nachdem China in den aktuellen Verhandlungen zur Beilegung des Handelsstreits einen Kauf von 5 Mio. Tonnen angekündigt hatte. Händler hoffen auf weitere Fortschritte bei den Gesprächen, damit die Strafzölle am Ende aufgehoben werden und der Handel wieder in normale Bahnen kommen kann.
In Singapur glauben die Analysten an vorerst stabile bis leicht steigende Sojabohnenkurse. Das gilt auch für die Weizenfutures am CBoT.

05.02.2019 Jordanien kauft 60.000 Tonnen Weizen

Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $239/Tonne c&f zur Lieferung in der ersten Augusthälfte gekauft. Verkäufer ist das Handelshaus CHS. Zwei weitere Unternehmen haben Offerten abgegeben. Carealcom Dolj hat zum Preis von $245/Tonne c&f angeboten und Ameropa zum Preis von $240,69/Tonne c&f.
In den vergangenen Monaten hatte Jordanien immer wieder Probleme, Offerten zu erhalten. Internationale Handelshäuser hielten sich beim Abgeben von Offerten zurück, aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen und der ungünstigen Zahlungsbedingungen.
Die letzte Weizenausschreibung am 29. Januar über 60.000 Tonnen war allerdings erfolgreich, ebenso wie die jüngste Futtergerste-Ausschreibung über 120.000 tonnen.

05.02.2019 Getreidemail

Mit moderaten Gewinnen beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den ersten Handelstag der Woche. Die Hoffnung auf eine anziehende Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sorgte für Unterstützung. US-Marktteilnehmer hoffen weiter, dass bei einem rückläufigen russischen Weizenangebot, US-Weizen am Weltmarkt wettbewerbsfähiger wird. Mit 440.031 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris konnten nur die Termine der alten Ernte von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und leichte Kursaufschläge verzeichnen. Die Notierungen der neuen Ernte 2019 schlossen bei schwachen Umsätzen auf unverändertem Niveau. Für Unterstützung sorgte auch der schwächere Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum unterstützt. Der Anstieg der russischen Weizen-Exportpreise ist nach drei Wochen Wachstum vergangene Woche ins Stocken geraten. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Februar lag Ende letzter Woche bei $245/Tonne aus Basis FOB und damit unverändert zur Vorwoche, meldet SovEcon.

04.02.2019 EU Weichweizenexporte 26% hinter Vorjahr

Die Weizenexporte im der EU-28-Mitgliedsländer erreichten im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 per 3. Februar ein Volumen von 9,4 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 12,8 Mio. Tonnen. Das ist ein Rückgang um 26%. Gerste wurde in einem Volumen von 2,9 Mio. Tonnen exportiert (Vorjahr: 3,4 Mio. Tonnen). Die Mais-Importe stiegen um 45% von 10,1 Mio. Tonnen auf 14,6 Mio. Tonnen.

04.02.2019 Russischen Weizen-Exportpreise waren vergangene Woche stabil

Der Anstieg der russischen Weizen-Exportpreise ist nach drei Wochen Wachstum vergangene Woche ins Stocken geraten, nachdem russischer Weizen in der jüngsten Ausschreibung Ägyptens nicht berücksichtigt wurde.
Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte vergangene Woche im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens jeweils 180.000 Tonnen Weizen französischer und rumänischer Herkunft. Offerten für russischen Weizen waren zu teuer und damit nicht wettbewerbsfähig.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im Februar lag Ende letzter Woche bei $245/Tonne aus Basis FOB, meldet SovEcon. Das ist unverändert zur Vorwoche. Der saisonal bedingte Rückgang der russischen Getreidevorräte verlief bislang langsamer, als ursprünglich erwartet. Im laufenden Vermarktungsjahr vom 1.Juli 18 bis zum 31. Januar 19 exportierte Russland laut SovEcon bisher 31,4 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten waren 26,7 Mio. Tonnen Weizen. Ein Anstieg um 13% im Vergleich zum Vorjahr. Im Februar werden russische Getreideexporte (Weizen, Gerste und Mais) in einem Volumen von 2,45 Mio. Tonnen erwartet. Das wäre ein Rückgang von 450.000 Tonnen im Vergleich zum Januar, als 2,9 Mio. Tonnen Getreide exportiert wurden.
Russlands Inlandsweizenpreise stützen sich weiterhin auf die hohe Nachfrage von Exporteuren, die nach Getreide für zuvor vereinbarte Verträge suchen. Außerdem verleitet das geringere Angebot einige Landwirte dazu, sich mit dem Verkauf zurückzuhalten, um von möglichen Preissteigerungen in den kommenden Wochen profitieren zu können.
Die Inlandspreise für Klasse-3-Weizen stiegen Ende letzter Woche im europäischen Teil Russlands um 375 Rubel auf 12.350 Rubel pro Tonne auf Basis ex Works.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte vergangene Woche 154.000 Tonnen Weizen aus staatlichen Beständen. Seit Beginn der Verkäufe aus staatlichen Beständen in diesem Wirtschaftsjahr wurden 1,4 Mio. Tonnen Getreide verkauft, darunter 1,1 Mio. Tonnen Weizen.

04.02.2019 Getreideexport aus der Ukraine verliert an Schwung

In der Woche vom 26.01. bis 1. Februar exportierte die Ukraine aus seinen Seehäfen 758.000 Tonnen Getreide. In der Woche zuvor waren es noch 858.000 Tonnen.
Die Maisexporte sanken auf 586.000 Tonnen von 708.000 Tonnen in der Woche zuvor.
Die größten Kunden kamen letzte Woche aus Israel, Ägypten und den Niederlanden.
Seit Beginn der laufenden Vermarktungssaison am 1. Juli 2018 exportierte die Ukraine 23,7 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste. Zu diesem Termin vor einem Jahr waren wir bei 20,9 Mio. Tonnen.
In dieser Saison wurden 11,4 Mio. Tonnen Mais, 9,6 Mio. Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste aus der Ukraine ausgeführt.
Im letzten Jahr erntete das Schwarzmeerland 70,1 Mio. Tonnen Getreide und davon sollen bis Ende Juni 2019 47,2 Mio. Tonnen ausgeführt werden.

04.02.2019 Pakistan plant Export von 250.000 Tonnen Weizen

Eine staatliche pakistanische Agentur hat einen internationalen Tender zum Verkauf und Export von 250.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben. Die Frist der Ausschreibung, die von der Punjab-Regionalregierung verantwortet wird, endet voraussichtlich am 18. Februar. Im November 2018 genehmigte die Regierung die Ausfuhr von insgesamt 500.000 Tonnen Weizen, um das starke lokale Angebot zu reduzieren. Die letzte Ausschreibung zum Export von 100.000 Tonnen Weizen durch die Pakistan Agricultural Storage an Services (PASSCO) wurde im Januar abgeschlossen. Die Nachfrage war so groß, dass die angebotenen Preise über dem Niveau lagen, zu dem Exportsubventionen erforderlich wären, sagte ein europäischer Händler der vermutet, das das auch bei der neuen Ausschreibung passieren könnte. Angeboten wird der Weizen zur auf dem Seeweg, so dass der Verkauf an Nachbarländer wie Afghanistan ausgeschlossen ist. Importeure wie Sri Lanka, Bangladesch, der Nahe Osten oder andere asiatische Länder dürften Exportziele sein.

04.02.2019 Getreidemail

Der festere Kassamarkt und neue Exporthoffnungen für US-Weizen am Weltmarkt sorgten am Freitag bei den Weizenfutures in Chicago für kräftige Kursgewinne. Anzeichen einer Entspannung im Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China unterstützten die positive Stimmung, nachdem bekannt wurde, dass ein chinesisches Staatsunternehmen am Freitag eine Mio. Tonnen US-Sojabohnen kaufte. Institutionelle Anleger kauften am Freitag ca. 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Überseee nicht folgen und gaben auf allen Terminen moderat nach. Das russische Beratungsunternehmen SovEcon erhöhte seine Prognose der russischen Weizenernte 2019 aufgrund vorteilhafter Wetterbedingungen um 2,7 Mio. Tonnen auf 80 Mio. Tonnen. Für Optimismus sorgte hingegen Frankreichs erstes Weizen-Exportgeschäft seit 18 Monaten mit Ägypten am vergangenen Dienstag. Hierzulande wird nun befürchtet, dass hauptsächlich rumänischer Weizen, der ebenfalls im Ägypten-Tender berücksichtig wurde, den Nahen Osten mit Weizen bedienen wird, wenn Russlands Dominanz nachlässt. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im Februar um 1 Euro auf 6 Euro über Paris März 19.

01.02.2019 Äthiopien: Niedrigste Offerte auf Weizenausschreibung lag bei $270/Tonne c&f

Die niedrigste Offerte im Rahmen der Ausschreibung Äthiopiens zum Kauf von bis zu 400.000 Tonnen Weizen lag Händlern zufolge bei $270/Tonne c&f. Das melden europäische Händler. Die Angebotsfrist endete gestern. Bisher wurde noch kein Kaufabschluss gemeldet.

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