Matif: Milling Wheat Nr. 2 Mai 2019

08.05.2019 Moskaus Agrarministerium will weiter auf Exportzölle für Weizen verzichten

Seit 2016 verzichtet Russland auf einen Zoll auf Weizenausfuhren. Diese Regelung endet am 01. Juli 2019.
Nun schlägt das Landwirtschaftsministerium in Moskau vor, vorerst auf die Erhebung eines Exportzolls zu verzichten.

08.05.2019 SovEcon bestätigt seine Ernteprognose für Weizen

Das russische Agrarmarkt-Beratungsunternehmen SovEcon bestätigt heute seine Schätzung für die diesjährige Weizenernte. Demnach sollen 83,4 Mio. Tonnen zusammen kommen.

08.05.2019 Getreidemail

Technische Käufe sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Eine wetterbedingt verzögerte Sommergetreideaussaat in den USA stützte die Kurse. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die e-CBoT kann sich auch heute Morgen weiter behaupten.
Nach den deutlichen Kursverlusten der letzten Tage mit einem Kontakttief am Montag im Septemer-19-Terminkontrakt von unter 170 €/to konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris in einem dünnen Handel von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren. Außerdem kann man noch nicht sicher davon ausgehen, dass die russische Getreideernte in diesem Jahr so groß wird, wie jetzt prognostiziert. Frankreich exportierte in dieser Saison 2,15 Mio. Tonnen Weichweizen. Die Weizenexporte aus Frankreich und Deutschland laufen derzeit auf Hochtouren. Exporteure suchen wohl immer noch Ware für den Saudi-Arabien-Tender, der Ende April zugeschlagen wurde. Bei der neuen Ernte sind Länder wie Polen, die baltischen Staaten und Russland billiger als deutsches Getreide

08.05.2019 Fonds kaufen wieder Mais, Sojabohnen und Weizen

07.05.2019 März war bester Monat für französische Weizenexporte

Frankreich exportierte mit 2,15 Mio. Tonnen im März soviel Weizen wie zu keinem anderen Monat in der laufenden Saison.
Im Februar wurden 1,4 Mio. Tonnen Weizen ausgeführt, seit Beginn der Vermarktungssaison am 1. Juli 2018 sind es jetzt 12,4 Mio. Tonnen die ausländische Kunden kauften; in der Saison 2017/18 waren es zu diesem Termin 12 Mio. Tonnen.
Algerien ist weiterhin Frankreichs größte Kunde im EU-Ausland. Dorthin gingen 4,2 Mio. Tonnen Weizen in dieser Saison. Im März kaufte Algerien 446.000 Tonnen französischen Weizen. Im Februar waren es nur 121.000 Tonnen.
Marokko war ein weiterer große EU-Drittlandkunde für Frankreich und kaufte im März 386.000 Tonnen.

07.05.2019 Getreidemail

Politische Spannungen zwischen den USA und China belasteten gestern die Weizennotierungen in Chicago. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 630.402 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Heute Morgen handelt die eCBoT erneut schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris gaben nur geringfügig nach. Späte Fröste in Frankreich und anderen Teilen Westeuropas konnten bisher die Kurse der Futures nicht beflügeln. Es ist wohl noch zu früh, Schäden zu benennen. Der Kursverfall an der CBoT drückte den Matifweizenkurs auf dem September-19-Termin zuvor aber auf sein bisheriges Kontrakttief. In einigen Teilen Frankreichs fielen die Nachttemperaturen so sehr wie selten im Mai. Geopolitische Meldungen beherrschen die Nachrichten am Agrarmarkt, sodass die Reaktion an der Börse auf das Wetter ausbleibt. Exporteure hoffen auf weiter sinkende Kurse, um sich für die vielen Auslandsaufträge noch günstiger eindecken zu können. Die Weichweizenexporte aus der EU (28) für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli/Juni) kommen per 5. Mai auf 17,1 Mio. Minus 5% gegenüber letzer Saison.

06.05.2019 EU-Weizenexporte jetzt bei 17,1 Mio. Tonnen

Die Weichweizenexporte aus der EU (28) für das Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli/Juni) kommen per 5. Mai auf 17,1 Mio. Tonnen. Das sind 5% weniger als zu diesem Termin vor einem Jahr. Das teilte heute die EU-Kommission mit.
Die Gerstenexporte sind in dieser Saison um 24% zurück auf 3,8 Mio. Tonnen.
Außerdem wurden 20,5 Mio. Tonnen Mais importiert, das entspricht 38% mehr als vor einem Jahr.

06.05.2019 Wie reagiert China auf Trumps Drohungen?

Nach der Eskalation im Handelsstreit wird in China gerätselt, ob die Regierung nun den für diese Woche geplanten Besuch ihres Chefverhandlers im Handelsstreit in Washington absagt. Eigentlich hatte Liu He, der einer der engsten Berater von Präsident Xi Jinping ist und dessen offizieller Titel „Stellvertretender Ministerpräsident“ lautet, am Mittwoch mit einer 100 Köpfe starken Delegation nach Amerika fliegen wollen, um den Vertrag fertigzustellen, den Xi und Trump dann später in einer großen Zeremonie unterschreiben sollten.
Offiziell teilte das Außenministerium in Peking am Montagnachmittag bei einer routinemäßigen Pressekonferenz mit, dass die Reise der Delegation weiter “vorbereitet” werde. Der Sprecher sagte allerdings weder, wann die Reise stattfinden solle, noch, ob Liu He die Delegation anführen werde oder ein niederrangigeres Regierungsmitglied.
In China wurde am Montag spekuliert, dass die Reise verschoben werden könnte oder ganz abgesagt, um das Gesicht gegenüber der eigenen Bevölkerung nach Trumps Drohung zu wahren. Im Handelsministerium sei man angesichts der neuerlichen Volte “sauer”, hieß es in Regierungskreisen. Man sei von dieser kalt erwischt worden.

Zunächst hatte Verwirrung um die chinesische Reaktion geherrscht. Während die „South China Morning Post“ berichtete, der Besuch von Vize-Ministerpräsident und Verhandlungsführer Liu He in Washington diese Woche werde nur verkürzt, hieß es in amerikanischen Medien wie dem „Wall Street Journal“ und dem Fernsehsender „CNBC“, China erwäge sogar einen Abbruch der Gespräche. China wolle nicht unter Drohungen weiterverhandeln und sei von Trumps Verhalten überrascht worden.

Trumps Kehrtwende in den Verhandlungen kommt für viele überraschend. Erst am Freitag hatte er erklärt, die Handelsgespräche wurden „ziemlich gut“ laufen. Zudem hatte sein Stabschef betont, der Handelskonflikt werde in den kommenden zwei Wochen beigelegt. „Die Handelsgespräche mit China gehen weiter, aber zu langsam, da sie versuchen, neu zu verhandeln. Nein!“, twitterte Trump.

An der Derivatebörse CBoT in Chicago sinken die Kurse der Agarfutures auf Mais, Sojabohnen und Weizen um bis zu 3%.

06.05.2019 Äthiopien wertet Offerten für zwei Weizenausschreibungen aus

Die günstigste Offerte auf eine Ausschreibung der äthiopischen Regierung zum Kauf von 600.000 Tonnen Weizen, die am 30. April endete, lag bei 225,4 USD/Tonnen c&f.
Eine andere Ausschreibung über den Kauf von 400.000 Tonnen Weizen, die am 19. April endete, brachte eine Offerte der Firma Gem Crop über 244,34 USD/Tonne c&f.
Bisher wurde noch kein Zuschlag erteilt, die Fachleute werten die Offerten noch aus. Äthiopien leidet immer noch unter den Einfluss einer Trockenheit, die die Ernte in einigen Regionen des Landes zerstörte. Danach wurde ein großes Importprogramm für Weizen aufgelegt, um die Preise im Land zu drücken. Das Programm konnte aber bisher nicht umgesetzt werden, weil die Ausschreibungsbedingungen widersprüchlich sind.
In der ersten Ausschreibung über 600.000 Tonnen offerierte das Handelshaus Agrocrop 100.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft. In den Preisen sind auch Finanzierungskosten berücksichtigt, weil die Zahlung erst 180 Tagen nach Auslieferung erfolgen soll. Die Offerte berücksichtigt aber nicht die Kosten für Liner-out-Bedingungen. Danach trägt der Reeder die Kosten für das Löschen des Schiffes.
Inklusive dieser Kosten kommt von Ameropa für die 100.000 Tonnen eine Offerte von 239,27 USD/Tonnen zustande. Der fob-Preis liegt demnach bei 193,27 USD/Tonne.
Insgesamt haben sich elf Handelshäuser an der Ausschreibung beteiligt. An der 400.000 Tonnen-Ausschreibung beteiligten sich zehn Handelshäuser. Äthiopien erwartet für beide Ausschreibungen jeweils 100.000 Tonnen die Auslieferung zwei Monate nach dem Zuschlag. Die letzten internationalen Weizenlieferungen nach Äthiopien kamen im Februar ins Land.

06.05.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen im Hinblick auf eine wahrscheinlich große US-Weizenernte sowie die weltweit gute Vorsorgungslage mit Weizen belasteten am Freitag die Weizennotierungen in Chicago. Institutionelle Anleger verkauften am Freiatg 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit deutlichen Verlusten.
Die Matif Weizenfutures der neuen Ernte folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen bereits ihren dritten Handelstag in Folge schwächer. Das weltweit hohe Weizenangebot drückt die Börsenkurse. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche blieben die Ratings damit unverändert. Im Vergleich dazu vergab FranceAgriMer vor einem Jahr für 78% der Winterweizenbestände das Top-Rating. Das kalte Wetter in weiten Teilen Europas mit Nachttemperaturen nahe dem Gefrierpunkt , auch in Frankreich, ist im Fokus der Marktbeobachter. Die Vegetationsbedingungen im Schwarzmeerraum sind wesentlich besser. Die Ukraine hat in der Saison 2018/19 inzwischen schon 42,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Vj.: 33,9 Mio.to).

06.05.2019 US-Fonds kaufte am Freitag Mais und verkauften Sojabohnen und Weizen

03.05.2019 Frankreich: Unveränderte Weizen-Ratings

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche blieben die Ratings damit unverändert. Im Vergleich dazu vergab FranceAgriMer vor einem Jahr für 78% der Winterweizenbestände das Top-Rating.
Unverändert mit 75% „gut bis exzellent“ blieben auch die Ratings für Wintergerste und für Sommergerste in Frankreich.
Die Mais-Aussaat in Frankreich schreitet weiter voran. 68% der geplanten Flächen sind per 29. April ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 56%.

03.05.2019 Milchproduktion in Neuseeland und Australien sinkt – Exporte boomen

Die Milchproduktion in Neuseeland sank im März um 8% gegenüber dem Referenzmonat im Jahr zuvor. Die Exporte nach Asien stiegen aber weiter und sind robust.
Im Februar exportierte Neuseeland 27% mehr Milch und Milchprodukte. Die Ausfuhren nach China stiegen um 11%. Festland-China ist auch Fonterras größter Absatzmarkt. Die Chinesen bevorzugen importierte Milchprodukte für die Babynahrung gegenüber den lokalen Erzeugnissen.
In Australien sank die Milchproduktion im Februar um 13%, da eine nachhaltige Trockenheit die Kosten für die Fütterung der Rinder in die Höhe trieb. In den beiden Ländern Australien und Neuseeland sank die abgelieferte Milchmenge wegen der Trockenheit.
Im Osten Australiens waren die Rinderfarmer besonders von der Trockenheit betroffen und auch die Weizenproduktion sank dramatisch. In Neuseeland wurde im März 9% weniger Milch abgeliefert und in Australien 27%.

03.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und technische Käufe nach neuen Kontrakt-Tiefstständen in dieser Woche ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die große Anzahl an Short-Positionen, die Fondsgesellschaften derzeit halten, macht den Markt anfällig für Gegenbewegungen. Verzögerungen bei der Sommerweizenaussaat sorgen zudem für Aufwärtspotenzial. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 419.400 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 850.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Bestimmt wurde der Handel hauptsächlich durch den auslaufenden Mai-Kontrakt, dem letzten Kontrakt der "alten Ernte". Der schwache Wechselkurs des Euro verbessert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt und sorgt für Auswärtspotenzial. Das kühle Wetter dieser Tage stellt für die Weizenbestände in Teilen Westeuropas eine zusätzliche Belastung neben der Trockenheit dar.

02.05.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen (Short Covering) nach mehreren Tagen mit Kursverlusten sowie Gewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Kaltes und regnerisches Wetter in den Sommerweizen-Anbauregionen in den Vereinigten Staaten, das zu Verzögerungen bei der Sommerweizen-Aussaat führen könnte, erhöhte das Aufwärtspotenzial. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 250.000 - 850.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde erneut mit Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutures den Handel am Dienstag mit Verlusten. Sie folgten damit den schwächeren Vorgaben aus Übersee. Der gestiegene Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert, belastete darüber hinaus die Kurse. Der Dezember-19 Kontrakt fiel auf ein neues Kontrakttief von 175 Euro/Tonne. Im April verlor der Kontrakt 3,7% an Wert. Gestern fand in Paris aufgrund des Maifeiertags kein Handel statt.

30.04.2019 US Crop-Conditions

Das US-Landwirtschaftsministerium hat gestern Abend den wöchentlichen Bericht über den Zustand der US-Saatenstände veröffentlicht. Demnach befinden sich 64% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung. In der Vorwoche waren es noch 62% und vor einem Jahr zum selben Zeitpunkt 33%. Analysten, die zuvor vom Nachrichtendienst Reuters nach ihrer Einschätzung gefragt wurden, erwarteten einen zur Vorwoche unveränderten Zustand.
Die Sommerweizen-Aussaat auf 13% der geplanten Flächen abgeschlossen (Vorwoche: 5%; 5-Jahres-Durchschnitt: 33%). Analysten erwarteten 12%
Der Mais ist in den Vereinigten Staaten auf 15% der geplanten Flächen ausgesät und liegt damit weit hinter dem Vorschritt in den Vorjahren (Vorwoche: 6%; 5-Jahres-Durchschnitt: 27%).
Bei den Sojabohnen liegt der Aussaatfortschritt bei 3% (Vorwoche: 1%; 5-Jahres-Durchschnitt: 6%).

30.04.2019 Getreidemail

Niederschläge in den US-Plains und gute Wetterbedingungen in den maßgeblichen Weizenanbauregionen weltweit sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für neue Kontrakttiefststände. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 630.402 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 850.000 Tonnen. Gestern veröffentlichte das USDA den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Demnach befinden sich 64% der US-Winterweizenbestände in Top-Verfassung (Analystenschätzung 62%; Vorjahr: 33%). Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris beendeten den Handelstag trotz der negativen Vorgaben aus Übersee uneinheitlich. Der schwache Wechselkurs des Euro begrenzte das Abwärtspotenzial. Die russischen Weizen-Export-Preise sanken in der vergangenen Woche aufgrund guter Aussichten für die Ernte 2019 und der geringen Handelsaktivitäten wegen der russischen Mai-Ferien (1. – 9. Mai). Schwarzmeerweizen aus Russland mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Mai lag Ende letzter Woche bei einem Preis von $211 /Tonne FOB. Zur vergangenen Woche ist das ein Rückgang um $10. Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 28. April ein Volumen 16,9 Mio. Tonnen (-2% zum Vorjahr).

30.04.2019 Beste Wachstumsbedingungen für Weizen drücken Börsenkurse

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures handeln auf dem niedrigsten Niveau seit Januar 2018. Zum dritten Mal in Folge bewertet das USDA die Winterweizenbestände besser als der Markt.
Händler in Asien stellen heute Morgen fest, dass das Wetter für die nächste Weizenernte überall sehr gut ist. Deshalb warten die Käufer auch darauf, dass die Preise sich noch weiter verbilligen. Gute Bedingungen in den südlichen US-Plains, wo der Hard-Red-Winterweizen wächst und auch in anderen Überschussregionen auf der ganzen Welt, inklusive Russland lassen hohe Erträge erwarten.
Das USDA bewertete gestern 64% der US-Winterweizenbestände mit dem Top-Rating „good-to-excellent“. Im letzten Jahr waren es zu dieser Zeit 33%.

29.04.2019 Russland: Preise für Exportweizen erneut rückläufig

Die russischen Weizen-Export-Preise sind in der vergangenen Woche aufgrund guter Aussichten für die Ernte 2019 und der geringen Handelsaktivitäten wegen der russischen Mai-Ferien (1. – 9. Mai) weiter gesunken.
Gute Wetter- und Bodenbedingungen während der Frühjahrsaussaat bei den großen Schwarzmeer-Produzenten Russland und der Ukraine erhöhen die Chance auf eine große Ernte.
Schwarzmeerweizen aus Russland mit einem Proteingehalt 12,5% zur Lieferung im Mai lag Ende letzter Woche bei einem Preis von $211 /Tonne FOB. Zur vergangenen Woche ist das ein Rückgang um $10, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Preis von $219/Tonne (-$5).
Russland exportierte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 (ab 1. Juli) bis zum 25. April 38,5 Mio. Tonnen Getreide. Zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 10%. Darin enthalten sind 32,3 Mio. Tonnen Weizen (-4% zum Vorjahr).
Die Preise am inländischen Markt für Weizen der Klasse 3 im europäischen Teil Russlands sank um 25 Rubel auf 12.125 Rubel/Tonne ($188) auf Basis ex works.
Bis zum 26. April wurde Sommergetreide in Russland auf 19,7% bzw. 5,7 Mio. Hektar der geplanten Flächen ausgesät. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr waren es 3,2 Mio. Hektar. Im vergangenen Jahr war die Sommergetreideaussaat verzögert, aufgrund des späten Frühjahrs.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte im Vermarktungsjahr 2018/19 kontinuierlich Getreide aus Interventionsbeständen. In der vergangenen Woche waren es 11.340 Tonnen. Seit Beginn der Vermarktungsperiode verkaufte Russland 1,77 Mio. Tonnen aus staatlichen Beständen, davon 1,49 Mio. Tonnen Weizen.

 

29.04.2019 Algerien kaufte mindestens 200.000 Tonnen Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte mindestens 200.000 Tonnen Durum-Weizen zur Lieferung im Juni. Die internationale Ausschreibung zu diesem Kauf endete am vergangenen Mittwoch.
Der Weizen kostet, Marktberichten zufolge, 268 bis 270 USD/Tonne c&f.
Händler und Beobachter meinen, dass kanadischer Weizen zur Lieferung kommen wird. Kanadas Durum ist aktuell die günstigste Offerte unter den großen Durum-Überschussregionen der Welt.
Die Ausschreibung endete bereits am Mittwoch letzter Woche und die Verladungen sollen in der Zeit vom 1.-15.Juni und vom 16.-30. Juni erfolgen.
Algerien selber gibt keine Details zu seinen Getreideausschreibungen bekannt.

29.04.2019 EU: Weichweizenexporte 2% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 28. April ein Volumen 16,9 Mio. Tonnen, meldet die die EU-Kommission heute. Im Vergleich zur Vermarktungsperiode 2017/18 (selber Zeitraum) ist das ein Rückgang um 2%.
Um 20% rückläufig zum Vorjahr mit 3,8 Mio. Tonnen sind die Gerste-Exporte.
Die Maisimporte erreichten mit 20,1 Mio. Tonnen einen Anstieg um 39%.

29.04.2019 CBOT: COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 16.04.19 bis 23.04.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 4.916 Kontrakte auf 67.992 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen erneut erhöht um 14.686 Kontrakte auf die neue Rekordmenge von 322.215 Netto-Short-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 38.166 Lots auf 129.566 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 23. April in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
29.04.2019 Indien erhöht Importzoll für Weizen auf 40%

Indien hat die Importzölle für Weizen von 30 auf 40% angehoben. Das teilte am Freitag der weltweit zweitgrößte Weizenproduzent mit, der damit die Produktion der lokalen Bauern fördern will.
In Indien findet seit dem 11. April bis zum 19. Mai die Wahl für das Präsidialamt statt, für das sich der amtierenden Narendra Modi bewirbt. Seit Jahresbeginn sind die Weizenpreise in Indien um 11% gesunken.
Mit höheren Importzöllen wird Weizen aus dem Ausland, beispielsweise für die Getreidemühlen, weniger attraktiv. Am Weltmarkt waren die Preise dafür aber zuletzt unter Druck geraten. Die lokalen Weizenernten in Indien sind in diesem Jahr gut und die Regierung tut alles dafür, dass die Preise über dem Interventionsniveau bleiben. Die Regierung hatte die Interventionspreise für 2019 um 6% angehoben. Üblicherweise kauft der indische Staat dafür Weizen für das nationale Wohlfahrtprogramm.
Indiens Weizenproduktion 2019 wird 2% höher geschätzt als im Vorjahr und kommt damit auf 99,12 Mio. Tonnen. Das ist die aktuelle Prognose des dortigen Landwirtschaftsministeriums. Es wird nur eine Weizenernte im Jahr produziert. Im Oktober wird gesät und im März geerntet.
Die staatlichen Weizenvorräte Indiens waren Anfang April bei 17 Mio. Tonnen und damit 30% höher als zum gleichen Termin im Vorjahr. Indien importierte im Wirtschaftsjahr 2017/18 1,65 Mio. Tonnen Weizen und im Jahr davor 5,7Mio. Tonnen. Die Lieferungen kamen hauptsächlich von Australien, Russland und der Ukraine.

29.04.2019 Regenschauer helfen zwar, Analysten befürchten aber erneut Trockenstress

Die Regenschauer der letzten Tage brachten dem durstigen Weizen in der EU eine kleine Verschnaufpause, aber es muss noch mehr kommen, um eine weitere Dürreernte zu verhindern.
Nachdem die Bauern ihre Anbaufläche für Winterweizen ausgeweitet haben, folgte ein milder Winter, was dazu führen könnte, dass die Ertragsverluste des trockenen Vorjahres sich nicht wiederholen.
Am Freitag hob die EU Kommission ihre Prognose für die EU-Weizenproduktion in 2019 um 10% auf 141,3 Mio. Tonnen an. Im Vormonat ging man noch von 140,2 Mio. Tonnen aus. Regenfälle in Rumänien und Spanien konnten nach einen langen Trockenzeit weitere Ertragsverluste vermeiden. Inzwischen zogen die Niederschläge weiter in Richtung Norden, wo der Regen dringend erwartet wurde. Sollte der Mai aber wieder trocken werden, ist das noch nicht genug.
FranceAgriMer senkte seine Ratings für Winterweizen in der letzten Woche bereits von 81% auf 79% in der Top-Kategorie „good-to-excellent“. Nun ist das Wetter hier unbeständig und so soll es in dieser Woche auch noch bleiben.
In Deutschland, wo die Trockenheit zuletzt mehr Aufmerksam erfuhr, weil die Bodenfeuchte nach dem Dürresommer 2018 noch nicht wieder aufgefüllt ist, sind die Marktteilnehmer aber in Sorge. Zwar sieht es auf den Feldern auf den ersten Blick gut aus, aber die Trockenheit im Norden und Teilen Ostdeutschlands könnte wieder Erträge kosten. Der Deutsche Bauernverband (DBV) schätzt die nächste Weizenernte hier auf 24,44 Mio. Tonnen, Das wären 20,6% mehr als in 2018.
Auch in Polen ist es zu trocken, bleibt der Mai zu trocken gibt es auch dort Ertragsausfälle. Man geht dort von einer 2019er Weizenernte von 10,9-11 Mio. Tonnen aus im Dürrejahr 2018 waren es 9,7 Mio. Tonnen.
In Großbritannien wartet man zwar auch auf Regen, aber die Lage ist dort weniger dramatisch als anderswo in Europa. Die Ernteschätzung liegt dort bei 15,1 Mio. Tonnen Weizen nach 14 Mio. Tonnen in 2018.

29.04.2019 SAGO kauft 620.000 Tonnen Weizen

Saudi Arabiens staatlicher Getreideeinkäufer SAGO teilte heute Morgen mit, dass sie in der letzten internationalen Ausschreibung am Freitag 620.000 Tonnen Weizen gekauft hat.
Der Preis dafür wird in Durchschnitt mit 233,72 USD/Tonne c&f angegeben. Die Lieferung erfolgt zwischen Juli und September.

29.04.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kursaufschläge beim Mais sorgten bei den Weizenfutures in Chicago am Freitag für moderate Gewinne. Die komfortable Versorgungslage beim Weizen und Aussichten auf eine gute Entwicklung der neuen Ernte auf der Nordhalbkugel begrenzten den Anstieg. Im Wochenvergleich verlor die Juli-Fälligkeit 1,3% an Wert. Das war der dritte Wochenverlust in Folge. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den verbesserten Vorgaben aus Übersee und vom schwachen Wechselkurs des Euro profitieren und schlossen auf allen Fälligkeiten mit Gewinnen. Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose der Weizenexporte für das Vermarktungsjahr 2018/19 um 2 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen . Für die Saison 2019/20 hob die Kommission die Ernteschätzung von 140,2 Mio. Tonnen auf 141,3 Mio. Tonnen Weizen an. FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 2%. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 77%. In Westeuropa haben die Niederschläge der vergangenen Tage für Entlastung nach der Trockenheit gesorgt, weitere Niederschläge in den kommenden Wochen sind aber dringend notwendig.

26.04.2019 Marokko: Schwache Getreideernte in 2019

Marokko rechnet für die Getreideernte 2019 mit sehr geringen Erträgen. Erwartet wird eine Getreideproduktion von 6,1 Mio. Tonnen (-40,7% zum Vorjahr). Grund für die schwachen Erträge sind die geringen Niederschlagsmengen, so das Landwirtschaftsministerium. Erwartet werden eine Weichweizenernte von 3,5 Mio. Tonnen, eine Hartweizenernte von 1,35 Mio. Tonnen und eine Gersteernte von 1,25 Mio. Tonnen. Die Niederschläge sind um 23% zum Vorjahr gesunken.

26.04.2019 EU erhöht Prognose der EU-Weizenexporte 2018/19

Die EU-Kommission hat in ihrer monatlich erscheinenden Prognose die Schätzung der Weizenexporte für das Vermarktungsjahr 2018/19 um 2 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen erhöht. In dem monatlichen Report über Angebot und Nachfrage wurde darüber hinaus die Schätzung der Maisimporte 2018/19 von 21 Mio. Tonnen auf 21,5 Mio. Tonnen erhöht.
Für die kommende Saison 2019/20 beließ die Kommission die Schätzung der Weizenexporte und der Maisimporte unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen respektive 15,5 Mio. Tonnen. Erwartet werden eine Weizenernte 2019 von 141,3 Mio. Tonnen (Vormonat: 140,2 Mio. Tonnen) sowie eine Gersteernte 2019 von 61 Mio. Tonnen (Vormonat: 60,3 Mio. Tonnen), eine Maisernte von 68,3 Mio. Tonnen (unverändert) und eine Rapssaaternte von 19,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 19,9 Mio. Tonnen).

26.04.2019 Gute Wettervorhersage für Westaustralien

Australiens Westküste wird in den kommenden drei Monaten überdurchschnittlich viel Regen bekommen, so die Vorhersage des Weather Bureau heute in einer Pressemeldung. Damit könnte die Weizenproduktion des Landes in eine gute Vegetationsphase starten.
Die Chance auf überdurchschnittliche Regenfälle im Zeitraum 1. Mai bis 31. Juli liegt bei 70%. Westaustralien produziert mehr als ein Drittel der Australischen Weizenernte.
Die Vorhersage könnte die Nerven der Farmer beruhigen, die ihre Saat in knochentrockenen Boden gelegt hatte und Analysten haben schon ihren Ernteprognosen zurückgefahren. Der Regen muss nun auch in den kommenden Wochen kommen.
Im Jahr 2018/19 sank Australiens Weizenproduktion auf ein 11-Jahres-Tief. In der Saison wurde dennoch Weizen im Wert von 3,89 Mrd. USD exportiert.

26.04.2019 Frankreich: Rückläufige Getreide-Ratings

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer bewertet 79% der französischen Winterweizenbestände mit dem Rating „gut bis exzellent“. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 2%. Vor einem Jahr erhielten 77% der Winterweizenbestände das Top-Rating.
Rückläufig sind auch die Ratings für Wintergerste in Frankreich. 75% der Bestände sind in Top-Verfassung, in der Vorwoche waren es 77%. Etwas stärker rückläufig sind die Sommergerste-Ratings. Sie sanken von 89% auf 86%.
Die Mais-Aussaat in Frankreich schreitet voran. 56% der geplanten Flächen sind per 22. April ausgesät. In der Vorwoche lag der Aussaatfortschritt bei 29%.

26.04.2019 Getreidemail

Kaufaktivitäten nach neuen Tiefstständen sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für moderate Kursaufschläge. Trotzdem steht der Weizen an der CBoT vor dem dritten Wochenverlust in Folge. Begrenzt wird das Aufwärtspotenzial durch hohe Ertragserwartungen auf der Nordhalbkugel. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 651.500 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas schwächer.
Bei sehr geringen Handelsumsätzen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den verbesserten Vorgaben aus Übersee folgen und moderat zulegen. Für Unterstützung sorgte auch der schwache Wechselkurs des Euro, der auf ein 2-Jahres-Tief sank. Der internationale Getreiderat (IGC) hob gestern seine Prognose zur Weltweizenernte 2019/20 an, weil die russischen Feldbestände sich gut entwickeln. Die globale Weizenproduktion schätzt das IGC in seinem Monatsbericht auf 762 Mio. Tonnen (Vorjahr: 735 Mio. Tonnen). Russlands Weizenproduktion wird auf 79,5 Mio. Tonnen geschätzt (+2,4 Mio. Tonnen zur März-Schätzung). Die Endbestände könnten auf 274 Mio. Tonnen steigen (Vorjahr: 264 Mio. Tonnen).

26.04.2019 CBoT-Weizen steuert auf dritten Wochenverlust zu

Heute wird der CBoT-Weizenfuture wohl zum dritten Mal in Folge eine Handelswoche mit Verlusten beenden, nachdem gestern der internationale Getreiderat (IGC) seine Prognose für die Weizenernte anhob und die Versorgung der Welt weiterhin maßgeblich durch die Schwarzmeerregion sicher gestellt ist.
Händler in Fernost berichten ihren Klienten heute Morgen, dass es weiterhin auf der Welt viel Getreide gibt und dass nach dem Erntestart im Juli aus der Schwarzmeerregion auch für Asien der billigste Weizen kommt.
Der IGC schätzte in seinem monatlichen Update die Weizenernte drei Mio. Tonnen höher als im März und kommt nun auf 762 Mio. Tonnen. Russland trägt dazu 79,5 Mio. Tonnen bei. Die vorherige Schätzung für Russland lag noch bei 77,1 Mio. Tonnen. Rohstofffunds kauften gestern Weizenfutures und sorgten für feste Kurse an den Terminbörsen.

25.04.2019 Tunesien kauft 92.000 Tonnen Weichweizen

Tunesien hat heute 92.000 Tonnen Weichweizen in einem internationalen Tender erworben.
Händler geben dafür folgende Details bekannt:
25.000 Tonnen von Cofco zu $226,14/to
17.000 Tonnen von Cargill zu $228,22/to
25.000 Tonnen von Cargill zu $222,97/to
25.000 Tonnen von Cargill zu $210,98/to
Der Verkäufer wählt die Herkunft des Weizens. Die Lieferung soll Ende Mai bis Anfang Juli erfolgen.

25.04.2019 IGC hebt Prognose zur Welt-Weizenernte an

Der internationale Getreiderat (IGC) hebt heute seine Prognose zur Weltweizenernte 2019/20 an, weil die russischen Feldbestände sich gut entwickeln.
Das regierungsunabhängige Expertengremium sieht die Welt-Weizenproduktion in seinem Monatsbericht heute auf 762 Mio. Tonnen, die russische Produktion wird auf 79,5 Mio. Tonnen gesehen. Das wären 2,4 Mio. Tonnen mehr als im letzten Monat.
Günstige Wetterbedingungen im Süden Russlands sollten dafür sorgen, dass dort eine weitere Rekordernte geborgen werden kann. Bereits zu Beginn dieser Woche hatten russische Analysten die Weizenernte dort auf 80,1 Mio. Tonnen geschätzt.
Mit der heutigen Prognose (762) wird die Weltweizenproduktion deutlich höher ausfallen als im Vorjahr (735). Die Endbestände werden jetzt auf 274 Mio. Tonnen gesehen nach 264 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Getreidebestände am Ende der Saison 2019/20 werden vom IGC jetzt auf 588 Mio. Tonnen geschätzt; in der letzten Schätzung waren es noch 575 Mio. Tonnen. Am Ende der letzten Saison waren es mit 611 Mio. Tonnen aber immer noch mehr.
Das IGC schätzt die Maisernte 2019/20 nun auf 1,125 Mrd. Tonnen und damit 1 Mio. Tonnen mehr als im März. Die letztjährige Ernte wurde auf 1,118 Mrd. Tonnen geschätzt. Die Bestände von Mais am Ende der Saison 2019/20 werden auf 275 Mio. Tonnen gesehen, in der letzten Schätzung im März ging man noch von 266 Mio. Tonnen aus. In der Saison 2018/19 war der Endbestand bei 311 Mio. Tonnen.
Die weltweite Sojabohnenproduktion 2019/20 wird vom IGC auf 361 Mio. Tonnen geschätzt, nur etwas weniger als die 362 Mio. Tonnen im Vorjahr, die Endbestände steigen aber um 1 Mio. Tonnen auf 56 Mio. Tonnen, das sind 10 Mio. Tonnen mehr als am Ende der Saison 2018/19.

25.04.2019 Saudi Arabien sucht 600.000 Tonnen Weizen

Der staatliche Getreideeinkäufer Saudi Arabiens SAGO hat heute eine internationale Ausschreibung zu Kauf von 600.000 Tonnen Weizen aufgelegt.
Die Lieferung soll zwischen Juli und September erfolgen.

25.04.2019 In Australien beginnt die Winterweizenaussaat unter schwierigen Bedingungen

Heute beginnen die Australier üblicherweise mit der Aussaat ihres Winterweizens. Die Böden dort sind bereits in der dritten Saison in Folge knochentrocken.
Eine weitere Saison in Australien mit kleinen Getreideerträgen träfe zusammen mit besten Vegetationsbedingungen auf der Nordhalbkugel, die die Weltendbestände in die Höhe und die Preise in den Keller treiben.
Im letzten Jahr traf es die Farmer in Australiens Osten besonders hart. Und auch jetzt wartet man dringend auf Regen, sonst müssen einige Farmer ihren Betrieb aufgeben. Die Saat kommt jetzt erst einmal in den ausgetrockneten Boden und man hofft.
Die Farmer dort unten haben für die Aussaat des Winterweizens ein Zeitfenster von vier bis sechs Wochen. Australien ist eigentlich der viert-größte Weizenexporteur der Welt und Weizen die bedeutendste Feldfrucht mit einem Exportvolumen 3,86 Mrd. USD m letzten Jahr.
Die Meteorologen berichten, dass fast der gesamte Kontinent in den letzten drei Monaten nur die Hälfte der Niederschläge gesehen hat. In den Bundesstaaten New South Wales, Victoria, Süd Australien und West-Australien ist die Bodenfeuchte auf einem historisch niedrigen Stand.
Die Feldbestellung mit Düngung und anderen Betriebsmitteln hat sich bereits verzögert, weil die Aussichten auf eine gute Ernte schlecht sind. Noch im letzten Monat gab es Ernteprognosen für 2019 von 23,9 Mio. Tonnen, was 38% mehr sein würden als m Vorjahr, als Trockenheit die Erträge begrenzte. Inzwischen schätzen andere Analysten die Ernte nur noch auf 17-18 Mio. Tonnen. Der langjährige Erntedurchschnitt liegt bei 24-25 Mio. Tonnen.
Traditionelle Kunden von Austral-Weizen kaufen inzwischen viel mehr in der Schwarzmeerregion. Dazu gehört Indonesien, der weltweit zweitgrößte Weizenimporteur, der nun in Russland und/oder in der Ukraine Rekordmengen an Weizen einkauft.

25.04.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen und der feste Wechselkurs des US-Dollar drückten die Weizennotierungen gestern in Chicago auf ein Sechs-Wochen-Tief . Statistic Kanada bezifferte gestern die Anbaufläche für Winter- und Sommerweizen auf 25,7 Mio. Acres. Zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 4%. Gute Wetterbedingungen in der Schwarzmeer-Region erhöhen die Chancen auf eine weitere große Ernte in Russland und der Ukraine. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 500.000 - 750.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Verlusten. Der schwächere Euro und die Trockenheit in weiten Teilen Europas stützten hingegen den Markt. Tunesiens staatliche Getreideagentur legte gestern eine Ausschreibung zum Kauf von 92.000 Tonnen Weichweizen auf. Institutionelle Anleger an der Euronext erhöhten in der Woche bis zum 19. April die Netto-Short-Positionen von 18.110 auf 23.446 Kontrakte.

24.04.2019 7% weniger Canola in Kanada

Kanadas Farmer werden in diesem Jahr wohl 7% weniger Canola als in2018 anbauen, wie ein Report der Regierung heute berichtet. Das ist sogar weniger als Analysten und Händler erwartet haben.
China und Kanada befinden sich in einer diplomatischen Krise, die auf der Handelsebene ausgetragen wird. Zwei kanadische Unternehmen wurden bereits von China für Canola-Lieferungen ausgeschlossen. Die Frontmonate der Canola-Futures an der Terminbörse ICE sanken gestern auf ihr vier-Jahres-Tief.
Der Canola-Anbau in Kanada wird dem Bericht zufolge um 1,5 Mio. acres auf 21,3 Mio. acres sinken, das ist die kleinste Anbaufläche seit drei Jahren.
Die Kurse des November-19-Terminkontrakts, der bereits die neue Ernte repräsentiert, stiegen heute wieder nachdem der Bericht vom Markt wahrgenommen wurde. Zuvor waren die Kurse sechs Handelstage in Folge gesunken. Händler gehen jetzt davon aus, dass Kanada nur eine durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Canolaernte einfahren wird, weil man mit dem Anbau zu diesen Kursen kein Geld mehr verdienen kann.
Kanada ist am Weltmarkt der größte Anbieter von Canola (Rapssaat), das meist zur Produktion von Speiseöl verwendet wird. Eine schwächere Nachfrage aus China und niedrige Preise für Sojabohnen drücken auch den Wert von Canola.
Auf den frei gebliebenen Feldern wird jetzt wohl Sommerweizen angebaut. Dieser Anbau könnte mit 19,4 Mio. acres auf der größten Fläche seit 18 Jahren stattfinden. Die Futures dafür sanken um 1%. Die Anbaufläche für Winter- und Sommerweizen kommt dann auf 25,7 Mio. acres oder eine Ausweitung um 4%. Das ist mehr als vom Markt erwartet.
Weil es in Saskatchewan und Alberta trocken ist, könnte der Canola-Anbau noch kleiner ausfallen. Einige Farmer werden statt auf Weizen auch auf Gerste oder Hafer ausweichen.

24.04.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 18.110 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 12. April wurde in der Woche bis zum 19. April auf 23.446 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 19. April auf 7.048 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 21.420). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg auf 81,7% während Non Commercials 13,8% am Open Interest repräsentieren. 95% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert.
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

24.04.2019 Tunesien sucht 92.000 Tonnen Weichweizen

Tunesiens staatliche Getreideagentur hat heute eine Ausschreibung zum Kauf von 92.000 Tonnen Weichweizen aufgelegt.
Die Offerten dafür müssen bis Morgen, dem 25.04.2019 vorliegen.
Der Weizen soll in drei Teilmengen von 25.000 Tonnen und einer Teilmenge von 17.000 Tonnen geliefert werden. Je nachdem von wo geliefert wird, soll die Lieferung Ende Mai und bis Anfang Juli erfolgen.

24.04.2019 Gute Bedingungen in der Schwarzmeer-Region

Hervorragende Wetterbedingungen für die Sommergetreideaussaat und gut gefüllte Wasserreserven im Boden bei den Schwarzmeer-Produzenten Ukraine und Russland verbessern die Chancen auf eine weitere große Getreideernte.
Russland, das zu den größten Weizen-Exporteuren für Nordafrika und dem Mittleren Osten gehört, ist weiter auf Kurs einer großen Getreideernte in einem Volumen von 118-129 Mio. Tonnen (2018: 113 Mio. Tonnen).
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine erwartet erneut eine Ernte von rund 70 Mio. Tonnen.
Kasachstan, ein weiterer großer Weizenexporteur via Schwarzes Meer, beabsichtigt einen Anstieg der Getreideernte um 100.000 Tonnen zum Vorjahr auf 20,3 Mio. Tonnen, berichtet ein beim Staat angestellter Händler.
Die Sommergetreideaussaat in Russland und der Ukraine ist weiter fortgeschritten als im vergangenen Jahr zur selben Zeit aufgrund des späten Frühjahrs. Per 23. April wurde in Russland Getreide auf einer Fläche von 4,3 Mio. Hektar bzw. 14,7% der geplanten Flächen ausgesät. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 2,5 Mio. Hektar.
Landwirte in der Ukraine haben per 23. April Sommergetreide auf 93% der Flächen (2,1 Mio. Hektar) ausgesät (Vorjahr: 1,9 Mio. Hektar).
Die Wintergetreidebestände in Russland und der Ukraine sind in relativ guter Verfassung. Lediglich 4-6% bzw. 7% der Bestände erhielten eine schlechte Bewertung.
In Russland sind die Wetterbedingungen für die heranwachsende Ernte durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich gut, meldet das Agrarberatungsunternehmen SovEcon. Dem russischen Wetterdienst Hydrometcentre zufolge ist der Feuchtigkeitsgehalt im Boden in den Hauptanbauregionen für Getreide gut.
Analysten vom ukrainischen Agrarberatungsunternehmen APK-Inform sagten, der Regenmangel und der starke Wind haben zu Risiken für das junge Sommergetreide im März und Anfang April geführt. Aber Niederschläge Mitte April und Anfang März haben die Bedingungen verbessert und die Aussaat erfolgte nicht unter schlechten Voraussetzungen.

24.04.2019 Getreidemail

Technische Käufe nach den Verlusten der vergangenen Tage und positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sorgten bei den Weizenfutures gestern in Chicago für moderate Aufschläge. Die wöchentlichen US-Export-Inspections erreichten mit 811.130 Tonnen Weizen ein Jahreshoch. Institutionelle Anleger kauften 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Händler beklagen das fundamentale Problem optimaler Wachstumsbedingungen in den Vereinigten Staaten bei gleichzeitig schwacher Exportnachfrage nach US-Weizen. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures trotz der besseren Vorgaben aus Übersee und dem schwachen Wechselkurs des Euro mit Verlusten. Die Termine der neuen Ernte erreichten auch aufgrund der Verluste vom Vortag neue Tiefststände. Die Stimmung ist insgesamt bärisch, auch wenn in Europa eine Trockenheit droht. In Russland sind die Bedingungen gut und und das ist derzeit einer der wichtigsten Markttreiber. Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 21. April ein Volumen von 16,5 Mio. Tonnen (-2% im Vergleich zum Vorjahr). Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um € 2,00 auf €11,00 über Paris Mai 19.

23.04.2019 Russlands Regierung verstärkt ihren Einfluss auf Getreidehandel

Bedeutende Getreidehändler in Russland haben sich dazu entschlossen, eine neue Exportvereinigung zu gründen, die von einem staatlich kontrollierten Unternehmen geleitet wird. Damit nimmt Moskaus Einfluss über das russische Getreideangebot am Weltweizenmarkt zu.
Seit letzten September hatte das russische Landwirtschaftsministerium große Getreideexporteure dazu eingeladen, an regelmäßigen Treffen teilzunehmen, da die Ernte 2018 ca. 10 Mio. Tonnen kleiner ausfiel, als in 2017. In einem solchem Meeting wurde bereits angekündigt, einen „neuen Getreidehandelsverband“ zu gründen, um den Markt besser zu verstehen.
Eduard Zernin, der stellvertretende Geschäftsführer, des russischen Verbands der Getreidehändler UGC soll der CEO der neuen Gesellschaft werden. Eine Mitgliedschaft am neuen Verbund, der den Namen „Union Of Grain Exporters“ tragen wird, stellt sicher, dass man weiter an vom Ministerium einberufene Meetings teilnehmen kann, wo über Russlands Getreideangebote beraten wird. Zu Beginn der Saison 2019/20 am 1. Juli soll über die russischen Exportziele verhandelt werden.
Russlands Getreideexporte könnten in Putins Wirtschaftsplan eine wichtige Rolle spielen. Vor einem Jahr kündigte er an, dass sein Land bis 2024 Agrargüter im Wert von $45 Mrd. ausführen will. Derzeit sind es $26 Mrd., wovon $10 Mrd. aus Getreideausfuhren generiert werden.
Händler äußern sich über die Unternehmensgründung besorgt, denn die Unabhängigkeit der Getreidekaufleute könnte sich verschlechtern und das Ministerium könnte an der tatsächlichen Marktlage vorbei entscheiden.
Zu den Gesellschaftern gehören die russische Firma RIF sowie der lokale Handelsverbund aber auch der Getreidehandelsgigant Glencore und Aston, eine Tochtergesellschaft der UGC. Diese Zusammensetzung soll dafür garantieren, dass der Getreidehandel untereinander harmonisiert wird und auch die staatliche Getreideverwaltung über die Marktverhältnisse besser im Bilde ist.
Das Landwirtschaftsministerium in Moskau begrüßte die Gründung der Gesellschaft und hofft auf eine gute Zusammenarbeit.

23.04.2019 COT-Bericht: Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger"
Institutionelle Anleger erhöhten im Zeitraum 09.04.19 bis 16.04.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 8.807 Kontrakte auf 63.076 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen weiter erhöht um 35.783 Kontrakte auf die neue Rekordmenge von 307.529 Netto-Short-Positionen.
Außerden erhöhten "Institutionelle Anleger" den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 20.086 Lots auf 91.400 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 16. April in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
23.04.2019 Algerien sucht Durum-Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Durum-Weizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 24. April. Gewöhnlich liegt die gekaufte Menge deutlich über der ausgeschriebenen Menge.

23.04.2019 Russland: Gute Ernteaussichten und schwache Nachfrage drücken Weizenpreise

Die Weizenexportpreise in Russland sanken vergangene Woche aufgrund der verbesserten Aussichten für die Ernte 2019, während sich die Nachfrage abschwächte.
Schwarzmeerweizen mit einem Proteingehalt von 12,5% zur Lieferung im Mai kostete laut IKAR Ende vergangener Woche $221/Tonne FOB. Das ist ein Rückgang zur Vorwoche um $4. Das Agrarberatungsunternehmen SovEcon meldet einen Preisrückgang um $3 auf $224/Tonne.
SovEcon erhöhte vergangene Woche die Prognose der russischen Weizenernte 2019 um 3,4 Mio. Tonnen auf 83,4 Mio. Tonnen. Russlands Getreideexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 seit dem 01. Juli bis zum 18. April erreichten ein Volumen von 38,2 Mio. Tonnen (-9% zum Vorjahr). Darin enthalten sind 32 Mio. Tonnen Weizen (-3% zum Vorjahr).
Die Preise für inländischen Weizen der Klasse 3 in Russland fielen Ende vergangener Woche um 50 Rubel auf 12.150 Rubel ($190,50) auf Basis ex works.
Per 19. April haben Russlands Landwirte die Sommergetreideaussaat auf 3,2 Mio. Hektar bzw. 10,7% der geplanten Flächen abgeschlossen. Vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 1,9 Mio. Hektar. Im vergangenen Jahr verzögerte sich die Sommergetreideaussaat aufgrund des späten Frühjahrs.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte vergangene Woche weitere 7.500 Tonnen Weizen aus staatlichen Beständen. Im laufenden Vermarktungsjahr wurden insgesamt 1,76 Mio. Tonnen Getreide aus staatlichen Beständen verkauft incl. 1,48 Mio. Tonnen Weizen.

23.04.2019 Getreidemail

Hervorragende Wetterbedingungen in den US-Winterweizenanbaugebieten und die weltweit gute Versorgungslage belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Die wöchentlichen US-Export-Sales am vergangenen Donnerstag lagen mit insgesamt 811.130 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 600.000 Tonnen. Gestern veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Demnach befinden sich rund 62% der Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten in Top-Verfassung (Vorwoche 60%). Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr erhielten nur 31% das Rating "gut bis exzellent". Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas schwächer. An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures am vergangenen Donnerstag uneinheitlich. Der in Kürze auslaufende Frontmonat Mai 2019 musste erneut Verluste hinnehmen, während die Termine der neuen Ernte moderat zulegen konnten. Das trockene Wetter in weiten Teilen der EU und die niedrigen Wasserreserven im Boden besorgen viele Marktteilnehmer. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um € 2,00 auf €9,00 über Paris Mai 19.

23.04.2019 Gute Vegetationsbedingungen in Überschussregionen drücken Weizenkurse

Gestern und heute Nacht sinken die CBoT-Weizenkurse auf ein Sechs-Wochen-Tief. Die Kondition der US-Winterweizenbestände hat sich bei guten Vegetationsbedingungen verbessert und auch in anderen Überschussregionen sind die Aussichten auf eine gute Erntemenge in 2019 gut.
Händler in Fernostasien berichten heute Morgen, dass sich die US-Crop-Ratings erneut verbessert haben und dass in der Ukraine und Russland vegetationsfreundliches Wetter vorherrscht.
Das USDA hatte gestern nach Börsenschluss in Chicago 62% der US-Winterweizenbestände in das Top-Rating „good-to-excellent“ eingestuft. Letzte Woche waren es 60% und vor einem Jahr zu diesem Termin waren es gerade einmal 31%.
Die Preise für russischen Exportweizen sind letzte Woche leicht gesunken, da die nächste Weizenernte hohe Erträge verspricht. Außerdem sinkt die Nachfrage. Exportweizen mit 12,5% Protein aus Russland zur Lieferung im Mai kostete am Freitag 221 USD/Tonne fob. Das waren vier USD/Tonne weniger als in der Woche zuvor. In der Ukraine waren bis zum Wochenende 2,1 Mio. Hektar Sommergetreide für die Ernte in 2019 gesät. Das entspricht 93% der geplanten Anbaufläche.

23.04.2019 US-Export-Inspections: Weizen- und Maisverladungen höher, als erwartet

18.04.2019 USA hoffen auf mehr Weizenabsatz nach Brasilien

Der Verband der Weizenhändler in den USA (U.S. Wheat Associates) hofft darauf, in diesem Jahr 80% der zollfreien Weizenimportquote Brasiliens (750.000 to) bedienen zu können.
Derzeit müssen die Käufer 10% Importzoll abgeben, während Argentinien, der Hauptlieferant für Brasiliens Weizenimporte, mit Brasilien in der Mercosur-Freihandelszone verbunden ist und gar keine Importzölle abzuführen sind. Der Unterschied sind dann ca. 25 USD/to.
Bis in die 1970er Jahre waren die USA Brasiliens Weizenlieferant Nr.1, zuletzt lieferten sie nur 300.000 bis 400.000 Tonnen p.a., je nachdem wie gute die brasilianische oder argentinische Ernte ist. In 2013 konnten die USA sogar 4 Mio. Tonnen Weizen liefern.
Brasilien ist zwar einer der größten Exporteure für Agrarrohstoffe der Welt, Weizen wächst dort aber wegen den tropischen Temperaturen nicht gut. Brasilien will seinen Markt aber auch für Russland öffnen. Brasilien importiert pro Jahr durchschnittlich sechs Mio. Tonnen Weizen und deckt damit rund die Hälfte des Konsumbedarfs ab.

18.04.2019 Stühlerücken bei InVivo

Der Chefhändler der französischen Getreidehandelsgenossenschaft Stephane Bernhard verlässt das Unternehmen. Damit bestätigen sich die Gerüchte der letzten Tage.
Bernhard ist vor fünf Jahren zur InVivo-Gruppe gestoßen, nachdem er zuvor bei Louis Dreyfus als Investment Fundmanager gearbeitet hatte.
Er hat in seiner Zeit InVivo durch eine schwierige Zeit im Getreidehandel geführt in der Frankreichs Weizenexporte durch billigen Schwarzmeerweizen Konkurrenz bekamen.
Während der Umstrukturierung des Handelshauses musste er Personal entlassen und hat in Singapur und Brasilien Niederlassungen gegründet. Außerdem entwickelte er eine digitale Handelsplattform, um Offerten für Getreide aus den Mitgliedsunternehmen besser bündeln zu können und den Wettbewerb zu steigern.
InVivos CEO Thierry Blandinieres hatte im Januar angekündigt, an diese Handelsplattform auch externe Unternehmen anschließen zu wollen. Eine offizielle Begründung für den Fortgang Bernhards hat das Unternehmen nicht mitgeteilt, man sei aber auf der Suche nach einem anderen Chef-Getreidehändler.
InVivo hat 200 Genossenschaften als Mitglieder. Es ist Frankreichs größtes Getreideexportunternehmen und betreibt außerdem auch den Großhandel mit Wein.
Ein weiterer Händler im früheren Team von Bernhard verlässt ebenfalls das Unternehmen.

18.04.2019 Getreidemail

Die Weizefutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten moderat zu. Gelegeheitseinkäufe nach den kräftigen Verlusten vom Vortag sowie Shortabdeckungen (Short Covering) stützten den Markt. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 350.000 - 700.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde etwas schwächer. An der Euronext in Paris bewegten sich die Weizenfutures in einer engen Handelsspanne und schlossen uneinheitlich. Der Frontmonat Mai beendete den Tag mit Verlusten aufgrund technischer Verkäufe und Positionierungen vor dem Auslaufen der Optionen auf den Mai-Future, während die Termine der neuen Ernte von den positiven Vorgaben aus Übersee profitierten und moderat zulegten. Die Stimmung ist insgesamt gemischt. In Frankreich sind die Exportverladungen rege, es besteht aber Unsicherheit über die letzten Wochen bis zum Ende der Vermarktungsperiode 2018/19. Am Kassamarkt in Hamburg stiegen die Offerten für Exportweizen zur Lieferung im April auf 7 Euro über Paris Mai 19. In vielen Regionen in Deutschland und Europa ist es schon wieder sehr trocken.

 

18.04.2019 US-Export-Sales: Analysten erwarten Weizenexporte von 350.000 - 700.000 Tonnen

17.04.2019 Getreidemail

Der positive Saatenzustandsbericht und ein großes weltweites Angebot ließen die Weizenfutures gestern in Chicago auf ein Ein-Monats-Tief fallen. Am Montag veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlichen Crop-Progress-Report. Per 14. April befinden sich rund 60% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung. Zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr erhielten nur 31% das Rating "gut bis exzellent". Institutionelle Anleger verkauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und beendeten den Handelstag ebenfalls mit kräftigen Kursverlusten. Die guten Wachstumsbedingungen auf der Nordhalbkugel und technische Verkäufe sorgten für Abwärtsdynamik. Positionierungen für die in Kürze auslaufenden Optionen auf dem Mai-Future begrenzten das Abwärtspotenzial auf dem Frontmonat, der zwischenzeitlich um 3 Euro sank. Die deutsche Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV um 20,6% zum Vorjahr ansteigen auf 24,44 Mio. Tonnen. Trockenheit in Spanien und Südosteuropa schürt die Gefahr von sinkenden Getreideerträgen. Auf EU-Ebene zeigt der Ertragsmonitor für 2019 einen durchschnittlichen Weizenertrag von 6,01 Tonnen/Hektar. Im März lag die Prognose noch bei 6,04 Tonnen/Hektar.

17.04.2019 Wintergetreide: Gute Feldbestände auf der Nordhalbkugel

Nachdem die Kurse der CBoT-Weizenfutures gestern auf ein Monats-Tief gesunken waren, handelt die Nachbörse dort zur Stunde fester. Das könnten Gewinnmitnahmen von Investoren sein, die damit einen günstigen Ausstieg aus ihren Short-Positionen nutzen. Der Druck kam durch diverse Meldungen über den guten Zustand von Feldbeständen auf der Nordhalbkugel.
Mit Ausnahmen in Teilen Europas herrscht auf der nördlichen Hemisphäre vegetationsfreundliches Wetter. Das USDA hatte bereits am Montag in seinem wöchentlichen Crop-Report 60% der US-Winterweizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ eingestuft. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 31%.
Das Beratungsunternehmen SovEcon hob seine Schätzung zu Russlands Weizenernten von 80 auf 83,4 Mio. Tonnen an. Damit könnte Russland mehr Weizen exportieren als in dieser Vermarktungsperiode.
In Deutschland erwartet der Raiffeisenverband DRV eine, gegenüber dem trockenen Vorjahr, um 20,6% größere Weizenernte und damit 24,44 Mio. Tonnen.

16.04.2019 Marokko sucht Weizen

Marokko´s staatliche Getreideagentur ONICL hat heute einen internationalen Tender zum Kauf von 363.636 Tonnen EU-Weichweizen zu vergünstigten Zollsätzen im Rahmen eines Handelsabkommens mit der Europäischen Union ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 25. April und die Lieferung soll bis spätestens 31. Mai erfolgen.

16.04.2019 Deutschland: DRV erwartet Anstieg der Weizenernte um 20,6% zum Vorjahr

Die deutsche Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV um 20,6% zum Vorjahr ansteigen auf 24,44 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr litten die Bestände in Deutschland und vielen Teilen Westeuropas unter einer schweren Trockenheit.
Die deutsche Rapsernte wird um 11,6% zum Vorjahr sinken auf 3,24 Mio. Tonnen, schätzt der DRV. Grund dafür ist die geringere Aussaatfläche.

16.04.2019 U.S. Crop Progress Report: Sommerweizenaussaat mit Verzögerungen
Gestern Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium den wöchentlichen Crop-Progress-Report.
Danach befinden sich per 14. April rund 60% der Winterweizenbestände in Top-Verfassung (Rating: "gut bis exzellent". Analysten rechneten mit diesem Ergebnis. Die Spanne der Analystenschätzungen rangierte zwischen 59% und 63%.
Die Sommerweizenaussaat ist auf 2% der geplanten Flächen abgeschlossen. Analysten rechneten im Durchschnitt mit 4%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 13%.
Beim Mais ist der Rückstand weniger groß. 3% der geplanten Flächen sind bestellt. Analysten rechneten mit 5%, der 5-Jahres-Durchschnitt liegt ebenfalls bei 5%.
16.04.2019 Taiwan sucht Weizen

Die Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 109.175 Tonnen US-Mahlweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 23. April.

16.04.2019 US-Delegation eruiert die Chancen für mehr Weizenexporte nach Brasilien

Eine Abordnung des US-Weizenhandelsverbands hat in dieser Woche Brasilien besucht und Gespräche mit Mühlen und Lebensmittelhändlern geführt. Man möchte herausfinden, welche Auswirkungen mehr zollfreie Weizenimporte auf die Nachfrage hätten.
Brasilien ist auch zukünftig ein bedeutender Importeur von Weizen und die Anbieter aus den USA wollen ihren Marktanteil vergrößern.
Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro sprach bei seinem Besuch letzten Monat in den USA die Zollfrei-Quote an. Darüber wolle er aber auch mit anderen Weizenanbietern wie Russland sprechen. Die brasilianischen Getreideverbände wünschen sich ein größeres Angebot zu niedrigen Preisen. Die Regierung arbeitet an der Umsetzung.
Aktuell liefern die USA rund 8% der brasilianischen Weizenimporte. Insgesamt kauft Brasilien 6 Mio. Tonnen Weizen p.a.. Die Menge schwankt je nachdem wie die lokale Ernte ausfällt. Der Löwenanteil von den Importen kommt aus Argentinien, wo durch die gemeinsame Mitgliedschaft in der Mercosur-Freihandelszone keine Zölle anfallen.

16.04.2019 MARS: Trockenheit in Spanien und der südlichen EU drückt Getreideerträge

Trockenheit in Spanien und Südosteuropa schürt die Gefahr von sinkenden Getreideerträgen. Das ist das Ergebnis einer MARS – Studie, die gestern veröffentlicht wurde.
Nachdem die Trockenheit im Süden Europas im März zu Ende zu gehen schien, erwarten die Fachleute beim MARS, Europas Crop Monitoring Service, in den Ländern Spanien, Kroatien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland niedrigere Getreideerträge. Im Gegensatz dazu sind die Feldbestände in den anderen EU-Ländern in ganz ordentlichem Zustand, weil mildes Wetter der Pflanzenentwicklung zugute kam.
Auf EU-Ebene zeigt der Ertragsmonitor für 2019 einen durchschnittlichen Weizenertrag von 6,01 Tonnen/Hektar. Im März lag die Prognose noch bei 6,04 Tonnen/Hektar. Das wären 6,8%, mehr als die Erträge im von Trockenheit gebeutelten Jahr 2018 und 1,2% über dem Durchschnittsertrag der letzten fünf Jahre.
Die Gerstenerträge für 2019 werden auf 4,95 Tonnen/Hektar geschätzt. 7,4% mehr als im letzten Jahr. Darin enthalten sind 6,0 Tonnen/Hektar für Wintergerste. Im März ging man noch von 6,02 Tonnen /Hektar aus. Sommergerstenerträge werden auf 4,16 Tonnen/Hektar geschätzt.
MARS blieb bei seiner März-Prognose für die EU Rapsernte mit einem Durchschnittsertrag von 3,19 Tonen/Hektar. Das sind 12% mehr als in 2018 aber auch 1,3% weniger als der 5-Jahres-Durchsnittsertrag.
Das milde Frühlingswetter begünstigte die Aussaat von Sommerungen wie Sommergerste und Mais. Zudem sind für den Süden Europas für diese Woche ergiebige Regenfälle vorhergesagt, die dafür sorgen dürften, dass die jungen Pflanzen gut gedeihen.
Dieser Regen ist aber wohl nicht ausreichend, um die Defizite beim Wintergetreide beispielsweise dem Weizen in Rumänien aufzuheben. In Spanien hatte die Rückkehr des Regens den ausgetrockneten Feldern gut getan auch wenn die Bodenfeuchte und die Reservoirs für den Sommer nicht ausreichen dürften.
In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten Europas, hatte März-Regen den Wintergetreidebeständen einen Schub gegeben. In tiefer gelegenen Regionen z.B. im Burgund bleiben die Bedingungen aber fragil. Die Erträge von Raps in Frankreich wurden bereits durch die Trockenheit und hohem Insektendruck negativ beeinflusst. Die Aussaat von Mais in der südwestlichen Region Frankreich, wo nach dem Regen im April eine Phase mit kalten Temperaturen folgte, verzögert sich.

16.04.2019 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen und die große Exportkonkurrenz am Weltmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Mit 511.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Der Marktanalyst SovEcon hob seine Ernteschätzung für Russlands Getreideernte 2019 auf 129,1 Mio. Tonnen an. Darin enthalten wären 83,4 Mio. Tonnen Weizen. Das russische Landwirtschaftsministerium erwartete zuletzt eine Ernte in einem Volumen 118 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas schwächer. An der Euronext in Paris beendeten die Weizenfutrures den Handelstag uneinheitlich. Der feste Wechselkurs des Euro verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Weltmarkt. Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 14. April ein Volumen von 16,1 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 1%. Mitte März lag der Rückstand noch bei 11%. Ein bereits beanstandetes Schiff mit Weizen aus Frankreich, das die ägyptische GASC letzte Woche wegen Mutterkornbesatz nicht entladen wollte, wurde am Samstag erneut bemustert und nun für gut befunden.

16.04.2019 CBoT-Weizen am zweiten Tag in Folge unter Druck

Weil in den USA und Russland in diesem Jahr hohe Weizenerträge erwartet werden, sinken die Kurse der CBoT-Weizenfutures heute Morgen am zweiten Tag in Folge.
Die Feldbestände des US-Winterweizens werden vom USDA auch in dieser Woche besser eingestuft, als vom Markt erwartet. Händler in Australien erwarten heute Morgen, dass die Vorräte in den USA wohl auch in der nächsten Saison nicht abgebaut werden und der Markt deshalb bärisch bleiben wird.
Das US-Landwirtschaftsministerium teilte gestern mit, dass 60% der Winterweizen-Feldbestände in guter bis exzellenter Verfassung sind, im letzten Jahr waren es zu diesem Termin 31%.
Russlands Beratungsunternehmen SovEcon hob gestern seine Ernteschätzung für Weizen in 2019 von 80 auf 83,4 Mio. Tonnen an. Der Großteil der Feldbestände sei dort in gutem Zustand. Die gesamte russische Getreideernte wird auf 129,1 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vormonat lag die Prognose noch bei 126,1 Mio. Tonnen.

15.04.2019 EU Weizenexporte: Defizit zum Vorjahr schmilzt weiter

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 14. April ein Volumen von 16,1 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um nur noch 1%, vor 10 Wochen lag der Rückstand noch bei 25%. Die Gersteexporte erreichten ein Volumen von 3,6 Mio. Tonnen (-22% zum Vorjahr). Mais wurde in einem Volumen von 19,3 Mio. Tonnen importiert, ein Anstieg um 35% zum Vorjahr(13,9 Mio. Tonnen).

15.04.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 02.04.19 bis 09.04.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 2.170 Kontrakte auf 54.269 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde.
Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen weiter erhöht um 25.011 Kontrakte auf die Rekordmenge von 271.746 Netto-Short-Positionen.
Außerden reduzierten Institutionelle Anleger den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 2.855 Lots auf 71.314 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 09. April in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
15.04.2019 Russlands Weizenpreise stabil – fester Rubelkurs erschwert Exportgeschäfte

Die russischen Weizenexportpreise waren letzte Woche stabil, während der Wechselkurs des Rubels sich befestigte. Höhere Rohölkurse und ein saisonüblich begrenztes Angebot begrenzten das Getreideangebot.
Weizen aus Russland kam bei der letzten Ausschreibung des ägyptischen Getreideeinkäufers GASC nicht zum Zuge. Rumänischer und ukrainischer Weizen war billiger. In der bisherigen Saison war Russland Ägyptens größter Weizenlieferant.
Schwarzmeerweizen aus Russland mit 12,5% Protein zur Lieferung im April kostete Ende letzter Woche 225 USD/to fob. Das ist ein unveränderter Preis zur Vorwoche.
Die Wetterbedingungen sollen im europäischen Süden Russlands in den kommenden zwei Wochen für das Getreidewachstum hervorragend werden. Man rechnet hier und in der Ukraine mit überdurchschnittlichen Niederschlägen.
Der Marktanalyst SovEcon wird deshalb seine Ernteschätzung für 2019 auf 126,1 Mio.to anheben. Darin enthalten wären 80 Mio. Tonnen Weizen. Das Landwirtschaftsministerium in Moskau ging zuletzt noch von 118 Mio.to aus.
Bis zum 12. April haben russische Farmer 6,6% ihrer geplanten Sommergetreidefläche bestellt. Das waren 1,9 Mio. Hektar, verglichen mit 741.100 Hektar zum selben Termin im Vorjahr. Die Wintergetreideflächen sollen in einem etwas besseren Zustand sein, als in der Woche zuvor.
Seit dem 1. Juli 2018 und bis zum 11. April exportierte Russland 37,8 Mio. Tonnen Getreide. Das sind 7% weniger als in der Saison 2017/18. Darin enthalten sind 31,7 Mio. Tonnen Weizen, was der Exportmenge der vorjährigen Saison entspricht.
Am lokalen Markt stiegen die Preise für Weizen der Klasse III um 125 Rubel/to zur Vorwoche auf 12.200 Rubel/to ab Hof.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte weiterhin Getreide aus seinen staatlichen Vorräten. In der letzten Woche waren es 15.000 Tonnen. In dieser Saison waren es insgesamt 1,47 Mio. Tonnen.

15.04.2019 Ukraine: Getreideexporte über Seehäfen sanken letze Woche um über 20%

Ukrainische Getreideexporte über Seehäfen in der Woche vom 6. – 12. April erreichten ein Volumen von nur noch 777.000 Tonnen. In der Vorwoche waren es noch 968.000 Tonnen. Das meldet der Analyst APK-Inform heute Vormittag.
Mit 26% betraf der größte Rückgang die Maisexporte (592.000 Tonnen), während die Weizenexporte um 9% auf 156.000 Tonnen sanken.
Die Ukraine exportierte das Getreide hauptsächlich an den Iran, China und Ägypten.
Im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) exportierte die Ukraine bisher 34,9 Mio. Tonnen Getreide. Weizen (11,7 Mio. Tonnen), Mais (20,4 Mio. Tonnen) und Gerste (2,8 Mio. Tonnen). In der Vermarktungsperiode 2017/18 waren es 28,5 Mio. Tonnen.
Im vergangenen Jahr erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen. Die Exporterwartung liegt im laufenden Marketingjahr bei 49 Mio. Tonnen.

15.04.2019 Franzosen-Weizen in Safaga wird jetzt doch entladen

Ein bereits beanstandetes Schiff mit Weizen, das die ägyptische GASC letzte Woche wegen Mutterkornbesatz nicht entladen wollte, wurde am Samstag erneut bemustert und nun für gut befunden.
In der zweiten Probe wurden 0,01% Mutterkorn gefunden, erlaubt sind aktuell 0,05%. Die erste Probenahme hatte 0,1% Mutterkorn ausgewiesen.
Die Entladung wurde jetzt in Auftrag gegeben.

15.04.2019 Ägypten kauft 240.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatliche Getreidehändler GASC kaufte am Freitag 240.000 Tonnen Weizen aus Rumänien (180.000 to) und der Ukraine (60.000 to).
Die Lieferung soll vom 20.05. bis 05.06. erfolgen.
Vom Käufer wurden keine Preise genannt. Händler hatten dafür vorher folgen Offerten gemeldet:
60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien für $228,17/to fob + Fracht $11,7 = $239,78/to
60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien für $228,17/to fob + Fracht $11,7 = $239,78/to
60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien für $228,57/to fob + Fracht $10,47 = $239,97/to
60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine für $226,60/to fob + Fracht $13,40 = $240,00/to

15.04.2019 Getreidemail

Technische Käufe am Ende der Sitzung, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften und der schwächere Wechselkurs des US-Dollar ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Mai 0,7% an Wert, in der Woche zuvor lag der Wochenverlust bei 2%. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Verlusten. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures bei schwachen Umsätzen auf den hinteren Fälligkeiten mit moderaten Kursaufschlägen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte am Freitag 240.000 Tonnen Weizen mit der Herkunft Rumänien (180.000 to) und Ukraine (60.000 to). Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer senkte in seinem Wochenbericht die Bewertung der französischen Weizenbestände für die Top-Kategorie good-to-excellent von 84% auf 83%. Im letzten Jahr zu diesem Termin waren es 78%. In Teilen Westeuropas vergrößern sich die Sorgen um die weitere Entwicklung der Getreidebestände aufgrund des anhaltend trockenen Wetters. Für die neue Woche werden allerdings Niederschäge in Frankreich und in Teilen West- und Mitteleuropas erwartet. In Nordeuropa hingegen wird in der kommenden Woche erneut trockenes Wetter erwartet.

12.04.2019 GASC-Ausschreibung: Weizen aus Rumänien könnte das Rennen machen

Die niedrigste Offerte im Tender der ägyptischen GASC liegt bei 220,5 USD/Tonne fob für Weizen aus den USA.
Die niedrigste Offerte unter Berücksichtigung der Frachtkosten liegt bei 238,57 USD/Tonne c&f und kommt aus Rumänien. Dazwischen kommen noch weitere Offerten aus Rumänien, der Ukraine und Russland, sodass die Offerte aus den USA wohl keinen Zuschlag erhält.
Bisher gibt es noch kein Ergebnis für die Ausschreibung zur Lieferung in der Zeit vom 20. Mai bis 5. Juni.

12.04.2019 Weizen- und Gerstenratings in Frankreich etwas schwächer

FranceAgriMer, der Marktanalyst des französischen Landwirtschaftsministers, senkt heute in dem Wochenbericht seine Bewertung der französischen Weizenbestände von 84% auf 83% für die Top-Kategorie good-to-excellent. Im letzten Jahr zu diesem Termin waren es 78%.
79% der Wintergerstenbestände hatten auch dieses Rating, ebenfalls 1% weniger als in der Vorwoche. Die Sommergerstenratings sanken von 94% in der Vorwoche auf jetzt 91%.
In Frankreich sind inzwischen 16% der geplanten Maisflächen bestellt, letzte Woche waren es noch 8% und vor einem Jahr zu diesem Termin 1%.

12.04.2019 Algerien kaufte tatsächlich 540.000 Tonnen Weizen

Algerien staatliche Getreideagentur OAIC kaufte in seiner letzten Ausschreibung 540.000 Tonnen Mahlweizen. Die Lieferung soll im Juni erfolgen.
Zunächst hieß es gestern, dass mindestens 330.000 Tonnen gekauft wurden.
Das nordafrikanische Land gehört zu den Ländern mit den größten Getreideimporten, der Käufer veröffentlicht aber keine Details über seine Geschäfte. Stammlieferant ist Frankreich; US-Weizen hat aber diesmal auch ein Chance. Händler im Markt berichten, dass die OAIC 238,25 bis 239 USD/to c&f bezahlen.

12.04.2019 Ägypten sucht wieder Weizen - Zahlung erst nach 180 Tagen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat gestern einen weiteren Tender zum Kauf einer nicht genau bezifferten Weizenmenge aufgelegt. Die Lieferung soll in der Zeit vom 20. Mai bis 5. Juni erfolgen.
Das Ergebnis der Ausschreibung soll heute im Laufe des Nachmittags veröffentlicht werden. Die Bezahlung soll mit einem Akkreditiv auf Sicht erfolgen. Das ist ein „Akkreditiv mit hinausgeschobener Zahlung“), dass die Zahlung erst nach Ablauf einer bestimmten Frist – in diesem Fall in 180 Tagen - ausgeführt wird.
In der vorherigen Ausschreibung am 26. März kaufte die GASC 120.000 Tonnen US-Weizen.

12.04.2019 Getreidemail

Schneestürme in den nördlichen US-Weizenanbaugebieten ließen die CBoT-Weizennotierungen gestern mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit insgesamt 474.400 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen.
Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas fester.
An der Euronext in Paris stützen emsige Exporte aus Frankreich und Deutschland die Weizenkurse. In einem Tender kaufte Algerien mindestens 300.000 to Weizen, der wohl hauptsächlich aus Frankreich bedient werden dürfte. Strategie Grains senkt ihre Prognose für die diesjährige Winterweizen- und Gerstenernte in der EU, weil es zu trocken ist. In ihrem monatlichen Getreidereport geht das französische Analyseinstitut davon aus, dass die EU-Weichweizenernte 2019/20 auf 144,8 Mio.to kommt. Das wären trotzdem noch 14% mehr als in der von Trockenheit dezimierten EU-Ernte im letzten Jahr. In Norddeutschland wartet man dringend auf Regen, noch ist das aber nicht kritisch. Da die Ernte hierzulande wohl größer ausfallen wird als im Dürrejahr 2018, sinkt die Prämie für Verträge auf die neue Ernte auf 1 €/to unter Dezember-Paris.In den norddeutschen Seehäfen werden die Schiffe für Saudi Arabien und der Sub-Sahara-Region emsing beladen.

11.04.2019 Strategie Grains senkt Ernteprognosen für Weizen und Gerste

Strategie Grains senkt ihre Prognose für die diesjährige Winterweizen- und Gerstenernte in der EU weil es zu trocken ist.
In ihrem monatlichen Getreidereport von heute geht das französische Analyseinstitut davon aus, dass die EU-Weichweizenernte 2019/20 auf 144,8 Mio. Tonnen kommt. Die vorherige Prognose im März lag noch bei 146,1 Mio. Tonnen.
Das wären trotzdem noch 14% mehr als in der von Trockenheit dezimierten EU-Ernte im letzten Jahr.
Die Gerstenernte 2019 wird auf 9% größer geschätzt als im Vorjahr und kommt nach der heutigen Prognose auf 61 Mio. Tonnen, die März-Schätzung war 61,8 Mio. Tonnen.
Das trockene Wetter im März senkt die Prognose, im April hatte es dann aber in Spanien und Südosteuropa wieder geregnet. Die Ernteschätzung ist aber immer noch deutlich besser als die tatsächliche Ernte in 2018.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU, fielen bisher unterdurchschnittliche Regenmengen. Noch sind die Ratings der Feldbestände mit 84% in der Top-Kategorie good-to-excellent befriedigend. Diese Bewertung war im März aber noch etwas besser.
Eine mögliche größere Weizen- und Gerstenproduktion führt dazu, dass in der EU mehr Getreide im Futtermittel eingesetzt wird. Damit wird Importmais aus den Mischungen verdrängt.
Die Schätzung zur französischen Maisproduktion 2019 bleibt gegenüber dem Vormonat bei 63,1 Mio. Tonnen unverändert, ein Anstieg gegenüber 2018 von 2%. Die Importe werden dann wohl von die Rekordmenge in dieser Saison nicht mehr erreichen.

11.04.2019 Argentiniens Getreide- und Ölsaatenerträge profitieren von günstigem Wetter

Argentiniens Sojabohnenernte wird nach Einschätzung der Rosario Grains Exchange aus der Vegetationsperiode 2018/19 56 Mio. Tonnen erreichen. Das sind zwei Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Prognose. Die durch Trockenheit und Handelsstreit angeschlagene Branche ist darüber erleichtert.
Argentinien ist weltweit einer der größten Getreideexporteure. Die Wetterbedingungen in dieser Vegetationsperiode waren für Mais, Weizen und Sojabohnen gut, sodass in diesen wichtigsten Exportrohstoffen gute Erträge erwartet werden können.
Die Maisproduktion wird inzwischen auf 48 Mio. Tonnen geschätzt, damit ist sie größer als im Vorjahr.
Für den argentinischen Regierungspräsidenten Mauricio Macri sind das gute Nachrichten, denn sein Land wird von einer Rezession bedroht und der Wechselkurs des Peso steht unter Druck. Im nächsten Jahr stehen die nächsten Präsidentschaftswahlen an.

11.04.2019 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und gaben den fünften Tag in Folge nach. Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen und hohe Bestände in den USA belasteten den Markt. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 400.000 - 700.000 Tonnen Weizen (alte und neue Ernte gesamt). Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Chicago. Das französische Landwirtschaftsministerium hob seine Prognose für die Weizenexporte in der Saison 2018/19 in EU-Drittstaaten von 9,5 auf 9,7 Mio. Tonnen an. Händler warten heute auf das Ergebnis eines Weizentenders von Algerien. Die Trockenheit in Frankreich und anderen Teilen der EU wird immer offensichtlicher und ist in den Börsenkursen aber kaum eingepreist. Käufer am Kassamarkt verweisen auf die großen Vorräte auf der Welt, die im letzten USDA-Report noch einmal bestätigt wurden, die Bauern sorgen sich um ihre Ernte 2019.

10.04.2019 Ukraine mit der Aussaat von Sommerungen im Plan

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium teilte heute mit, dass die Farmer im Land bisher 1,96 Mio. Hektar Sommergetreide zur Ernte in diesem Jahr gesät haben, das sind 87% der geplanten Fläche.
Für Sommerungen sind in der Ukraine insgesamt 2,289 Mio. Hektar eingeplant, die mit 175.000 Hektar Sommerweizen, 1,571 Mio. Hektar Sommergerste, 196.000 Hektar Hafer sowie 347.000 Hektar Erbsen bestellt werden sollen.
Die Bauern dort haben auch bereits mit der Mais Aussaat begonnen, die ersten 58.000 Hektar sind bereits im Boden, das entspricht 1% der geplanten Anbaufläche.

10.04.2019 Französischer Weizen soll in Ägypten erneut beprobt werden

Die beanstandete Schiffsladung mit französischem Weizen soll in Ägypten erneut beprobt werden. In einem ersten Test wurde ein Besatz mit 0,1% Mutterkorn festgestellt. Seither liegt das Schiff mit 63.000 Tonnen Weizen liegt seit dem vergangenen Wochenende im Hafen von Safaga fest.
Das neue Testergebnis soll Morgen vorliegen.
Der Anbieter hatte darum gebeten, einen neuen Test durchzuführen.

10.04.2019 Update im Monatsbericht: Frankreich exportiert mehr Weizen in EU-Drittstaaten

Der Marktanalyst des französischen Landwirtschaftsministeriums FranceAgriMer hob heute seine Prognose für die Weizenexporte in der Saison 2018/19 in EU-Drittstaaten von 9,5 auf 9,7 Mio. Tonnen an.
Da sich allerdings die Inlandsnachfrage nach Futtermitteln sowie die Ausfuhren in andere EU-Länder abschwächen, bleibt die Prognose für die Weizenendbestände der Saison 2018/19 mit 2,4 Mio. Tonnen gegenüber dem Vormonat unverändert.
Die Maisendbestände der Saison 2918/19 wurden heute von 2,4 im letzten Monatsbericht auf 2,6 Mio. Tonnen angehoben. Grund dafür sind geringere französische Exporte in andere EU-Länder.
Frankreichs Gerstenendbestände in 2018/19 werden jetzt bei 1,7 Mio. Tonnen gesehen, nach 1,8 Mio. Tonnen im Vormonat. Andere EU-Länder kaufen mehr als zuvor erwartet und es wird mehr Gerste in Futtermischungen verbraucht.

10.04.2019 Ägyptens GASC macht Deckungskauf für beanstandeten rumänischen Weizen

Der ägyptische Getreideeinkäufer GASC (General Authority for Supply Commodities) kaufte in einem direkten Geschäft 60.000 Tonnen Rumänischen Weizen. Das ist ein Deckungskauf für eine Anfang des Jahres beanstandete Weizenlieferung ebenfalls aus Rumänien.
Damals wurde eine zu niedrige Fallzahl beim Weizen gerügt.
Händler berichteten, dass der Verkäufer, die Ameropa, für den Weizen 235 USD/Tonne zuzüglich 10,45 USD/Tonne für Frachtkosten erhält.

10.04.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report ließ die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Das USDA schätzte in seinem monatlichen WASDE-Report den Welt-Weizenbestand am Ende der Saison 2018/19 auf 275,61 Mio.to und damit höher als erwartet . Heute Morgen handelt die eCBoT leicht schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit Abschlägen.
Lebhafte Weizenexporte aus Frankreich veranlassten das dortige Landwirtschaftsministerium dazu, ihre Prognose für die Exporte dieser Saison anzuheben. Eine weitere Ausschreibung zum Kauf von Weizen der algerischen Regierung lässt zudem darauf hoffen, dass Frankreich einen weiteren Großauftrag an Land ziehen kann.Sorgen bereitet eine Reklamation französischen Weizens in Ägypten, wo der Mutterkornbesatz zu hoch sein soll. Außerdem ist es in Frankreich und Deutschland trocken und die Ernteschätzungen werden bereits zurückgenommen. Aus deutscher Sicht ist eine Ladung in Hamburg, die wohl für Südafrika bestimmt ist, von Interesse. Damit ist deutscher Weizen gegenüber Schwarzmeerweizen bzw. aus dem Baltikum wettbewerbsfähig.

10.04.2019 CBoT-Weizenkurse seit fünf Tagen auf Talfahrt

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures sinken heute Morgen am fünften Handelstag in Folge, das ist die negativste Handelsstrecke seit Februar. Im gestrigen USDA-Report hob die Behörde ihre Schätzung zu den US- und weltweiten Weizenbeständen an.
Der Weizenvorrat am Ende der Vermarktungsperiode 2018/19 für die Welt wurde mit 275,61 Mio. Tonnen geschätzt. Damit liegt die Prognose höher als es die Marktteilnehmer erwartet hatten. Auch die US-Vorräte werden höher angenommen, weil die Exporte aus den USA enttäuschten.
Am Montag hatte man zudem in einem Crop-Report die US-Feldbestände für Winterweizen mit 60% g/e in einem besseren Zustand gesehen, wie vom Markt erwartet.

09.04.2019 Algerien sucht 50.000 Tonnen Weizen

Der staatliche Getreideeinkäufer Algeriens, die OAIC, hat heute eine weitere Ausschreibung zum Kauf von nominell 50.000 Tonnen Weizen aufgelegt.
Meist kauft die Gesellschaft dann aber deutlich mehr.
Offerten müssen bis zum 11. April vorliegen, die Verladung soll im Juni erfolgen.
Neben Frankreich rechnen sich Argentinien und die USA gute Chancen aus, liefern zu dürfen.

09.04.2019 In Frankreich weniger Zuckerrüben und Raps und mehr Getreide im Anbau

Es wird erwartet, dass der französische Zuckerrübenanbau in diesem Jahr deutlich eingeschränkt wird. Auch die Rapsanbaufläche bleibt deutlich hinter der Vorjahresfläche zurück; davon profitieren dann der Weizen- und der Gerstenanbau.
In ihrer ersten Flächennutzungsschätzung des französischen Landwirtschaftsministeriums für die Ernte 2019 gehen die Experten davon aus, dass 455.000 Hektar Zuckerrüben angebaut werden; ein Minus von 6,3% gegenüber dem Vorjahr.
Das ist auch nicht verwunderlich, denn mit der Anbaueinschränkung reagieren die französischen Bauern, wie auch ihre Kollegen in anderen EU-Ländern auf den Preisverfall für Zucker nach dem Ende der EU-Quotenregelung vor 18 Monaten.
Trotz der Anbaueinschränkung wäre der Zuckerrübenanbau in diesem Jahr 4,8% größer als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, heißt es im heutigen Report aus Paris von heute.
Die Rapsanbaufläche (Winter- und Sommerraps) in Frankreich wird auf 1,32 Mio. Hektar geschätzt; 18,5% weniger als in 2018 und 13,1% weniger als im Fünf-Jahres-Mittel. Damit fällt die Schätzung noch kleiner aus als im Februar. Damals ging man noch 1,34 Mio. Hektar aus.
Im Gegenzug dazu steigt die Anbaufläche für Getreide. Weichweizen wird auf 5,01 Mio. Hektar angebaut; ein Plus von 2,8% zum Vorjahr und in Linie mit der Fünf-Jahresmittel-Anbaufläche.
Die Gerstenfläche in 2019 wird für Frankreich auf 1,9 Mio. Hektar geschätzt; das entspricht einem Plus von 7,7% in 2018 und 3,4% mehr als in Fünf-Jahres-Mittel. Darin enthalten sind 569.000 Hektar Sommergerste (+17,4% zum Vorjahr). Die Wintergerstenfläche wird auf 1,32 Mio. Hektar geschätzt (+4%).
Die Anbaufläche 2019 für Durum-Weizen sinkt in Frankreich um 9,7% auf 319.000 Hektar.

09.04.2019 Französischer Weizen in Ägypten beanstandet

Ägypten hat eine 63.000 Tonnen Weizenlieferung aus Frankreich zurück gewiesen. Angeblich soll darin mehr Mutterkorn vorgefunden worden sein, als erlaubt.
Seit letzter Woche liegt das Schiff mit dem französischen Weizen im Hafen von Safaga am Roten Meer. Seither wird über die Entladung verhandelt.
Man hat 0,1% Mutterkornbesatz vorgefunden, akzeptiert wird 0,05%.
Der Weizen wurde mittels einer internationalen Ausschreibung von der ägyptischen GASC gekauft. Ägypten ist weltweit der größte Weizenimporteur und hatte in 2016 ein Importverbot für Weizen erlassen, das auch nur Spuren von Mutterkorn aufweist. Auf internationalen Druck wurde später eine Toleranzgrenze von 0,05% eingerichtet, die es am Weltmarkt auch üblich ist.
Händler wissen nichts über eine eventuelle Rückkehr zu einer strikteren Importpolitik.
Ägypten beanstandete zu Beginn dieses Jahres bereits eine Schiffladung Weizen aus Rumänien wegen „Qualitätsmängeln“, die mit einer zu niedrigen Fallzahl begründet wurden.
In 2017 wurde schon mal eine französische Weizenlieferung von Ägypten zurückgewiesen. Damals wurde der Besatz von Mohnsamen gerügt.

09.04.2019 Stabile Weizenpreise in Russland

Letzte Woche haben sich die russischen Preise für Exportweizen stabilisiert. Die gute Nachfrage der Exporteure hält die Preise im Land bei einem stabilen Wechselkurs des Rubels und hervorragenden Feldbeständen auf dem erreichten Niveau stabil.
Die Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April lagen am vergangenen Freitag bei 225 USD/Tonne fob. Das gleiche Niveau wie in der Woche zuvor.
Die Feldbestände des Winterweizens für die nächste Ernte entwickeln sich im europäischen Teil Russlands bisher hervorragend. Regen und Schnee, der in den kommenden zwei Wochen dort und in der Ukraine erwartet wird, wird die Situation noch verbessern.
Nur 4 bis 6% der Feldbestände sind in schlechten Zustand. Bis zum 5. April waren schon 3,3% der geplanten Fläche oder 968.000 Hektar mit Sommergetreide bestellt. Zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 391.000 Hektar.
Russland exportierte in dieser Saison seit dem 1. Juli 2018 und bis zum 4. April 2019 37,2 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 6% weniger als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Davon waren 31,3 Mio. Tonnen Weizen – genau die Vorjahresmenge.
Die lokalen Preise für Weizen der Klasse III waren ebenfalls bei 12.075 Rubel/Tonne ex Verladestation stabil. Aus den russischen staatlichen Beständen wurde weitere 14.000 Tonnen Weizen verkauft. Seit Saisonbeginn wurden in Russland inzwischen 1,47 Mio. Tonnen staatliches Getreide ausgelagert.

09.04.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie Positionierungen vor dem heutigen monatlichen USDA-Report um 18 Uhr deutscher Zeit ließen die Weizennotierungen für die Frontmonate mit leichten Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 538.808 to Weizen im Rahmen der Markterwatungen. Die e-CBoT handelt zur Stunde 1% schwächer.
Der jüngste Run auf Weizen aus der EU stützte die Kurse am Pariser Matif. Die Weizenfutures dort stemmten sich gegen die negativen Vorgaben aus Übersee. Weichweizenexporte aus der EU in der laufenden Saison erreichten per 7. April ein Volumen von 15,0 Mio.to. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um nur noch 4%. In der vergangenen Woche lag der Rückstand noch bei 7% und vor 9 Wochen bei 25%. Die Gersteexporte erreichten ein Volumen von 3,5 Mio.to (-23% zum Vorjahr). Mais wurde in einem Volumen von 18,9 Mio. Tonnen importiert (+ 40% zum Vorjahr).
Die Matif-Kurse für Weizen der neuen Ernte waren ebenfalls fest. Bei ordentlichen Feldbeständen fürchten Marktbeobachter das Risiko einer weiteren Trockenheit in Europa. Anbieter in der EU sind nicht bereit, dem negativen Kurstrend am Weltmarkt zu folgen.

09.04.2019 Weizen-Feldbestände entwickeln sich auf der Nordhalbkugel bestens

Die CBoT-Weizenkurse sinken heute Morgen auf ihren tiefsten Stand seit dem 2. April. US-Feldbestände von Winterweizen entwickeln sich besser als erwartet und am Weltmarkt gibt es ein großes Angebot aus allen Überschussregionen.
Die neue Weizenernte entwickelt sich auf der Nordhalbkugel bestens. Auch die US-Crop-Ratings des Landwirtschaftsministeriums waren gestern besser als erwartet. In den USA sinken deshalb die Weizenpreise aber der Exportweizen am Schwarzen Meer ist für Käufer in Asien immer noch billiger. Die Preise für russischen Weizen sind in Asien rund 20 USD/Tonnen niedriger als der des US-Weizens.
Das USDA bewertete gestern 60% der US-Winterweizen-Feldbestände als good-to-excellent. Letzte Wochen waren es 56%, was schon über den Markterwartungen lag.

09.04.2019 Fonds waren gestern netto-Verkäufer von Mais und Weizen

08.04.2019 EU-Weizenexporte holen Rückstand zum Vorjahr stetig auf

Die Weichweizenexporte der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 7. April ein Volumen von 15,0 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um nur noch 4%. In der vergangenen Woche lag der Rückstand noch bei 7% und vor 9 Wochen bei 25%. Die Gersteexporte erreichten ein Volumen von 3,5 Mio. Tonnen (-23% zum Vorjahr). Mais wurde in einem Volumen von 18,9 Mio. Tonnen importiert (+ 40% zum Vorjahr).

08.04.2019 Asiatische Futtermittelimporteure kauften erneut Schwarzmeer-Getreide
Asiatische Futtermittelimporteure kauften in der vergangenen Woche erneut Getreide aus der Schwarzmeer-Region. Über die einzelnen Mengen wurden keine Angaben gemacht.
Neuerntiger Futterweizen aus der Schwarzmeer-Region wurde zu Preisen zwischen $206 und $207/Tonne c&f Südost-Asien zur Lieferung im Juli, August und September gekauft. Die Versendung erfolgt mit Panamax Massengutfrachtern. Die Preise für alterntige Ware aus der Schwarzmeer-Region liegen rund $10/Tonne und mehr darüber.
Mais aus der Schwarzmeer-Region wurde zu Preisen zwischen $191 und $193/Tonne c&f zur Lieferung im Oktober/November an Häfen in Ost- und Südostasien gekauft.
Anfang April wurde schon einmal von umfassenden Schwarzmeer-Importen asiatischer Händler berichtet.
08.04.2019 Iran sucht 900.000 Tonnen Futtergetreide

Der staatseigene iranische Futtermittelimporteur SLAL hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 300.000 Tonnen Futterweizen, 300.000 Tonnen Futtermais und 300.000 Tonnen Sojaschrot ausgeschrieben, melden heute Vormittag europäische Händler. Die Angebotsfrist endet morgen, am 9. April. Gesucht wird das Getreide zur Lieferung im April, Mai und Juni.
Im Rahmen der letzten Ausschreibung am 13. März wurden jeweils 200.000 Tonnen Mais, Gerste und Sojaschrot gekauft. Die relativ großen Mengen haben gezeigt, dass der Iran trotz internationaler Sanktionen zu großen Ausschreibungen und entsprechenden Finanzierungen in der Lage ist, so ein Händler. Aufgrund des iranischen Atomprogramms hat Washington Sanktionen verhängt, die die Islamische Republik vom globalen Finanzsystem ausschließen. Ausgenommen davon sind Nahrungsmittel, Medikamente und andere humanitäre Vorräte einschließlich Tierfutter. Die Sanktionen erschweren allerdings, die Finanzierungen für Getreideimporte auf die Beine zu stellen. Einige große Handelshäuser beteiligten sich bei den letzten SLAL-Ausschreibungen nicht.

08.04.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten im Zeitraum 26.03.19 bis 02.04.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 7.314 Kontrakte auf 56.439 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, ist beim Weizen damit weiterhin bärisch positioniert. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen wieder erhöht um 43.321 Kontrakte auf 246.735 Netto-Short-Positionen.
Außerden erhöhten Institutionelle Anleger den Netto-Short-Bestand bei den Sojabohnen um 22.775 Lots auf 74.169 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 02. April in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
08.04.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen zum Wochenende, technische Verkäufe, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen auch die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Im Wochenvergleich legte der Frontmonat Mai allerdings um 2,2% an Wert zu. Morgen veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium den monatlichen WASDE-Report. Analysten erwarten Weizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 von 1,072 Mrd. Bushel (März-Schätzung: 1,055 Mrd. Bushel). Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris legten die Weizenfutures nach der 4-Tages-Rallye am Freitag eine Pause ein und schlossen bei schwachen Umsätzen unverändert bis minimal schwächer. In der vergangenen Woche stieg der Frontmonat Mai um €3,75. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt den Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich in seinem wöchentlichen Report per 1. April 1% schwächer ein, als noch in der Woche zuvor. 84% der Winterweizenbestände erhielten die Top Bewertung „gut bis exzellent“. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 78%.

08.04.2019 Crop-Conditions: US-Winterweizenbestände unter Beobachtung

Da sich die US-Winterweizenbestände hervorragend entwickeln, geben die Kurse am CBoT in Chicago seit drei Handelstagen nach. Der Weltmarkt ist ohnehin gut mit Getreide versorgt.
Insofern stehen die Preise am Kassamarkt unter Druck, denn das Angebot ist weltweit gut. Die Investoren an der Börse interessieren sich sehr für den wöchentlichen Crop-Report des USDA, der wieder heute nach Börsenschluss veröffentlicht wird.
Der erste Bericht für diese Saison in der vergangenen Woche stufte 56% der US-Winterweizenbestände in die Top-Kategorie „good-to-excellent“ ein. Vor einem Jahr waren im ersten Bericht nur 32% so gut bewertet.

05.04.2019 Frankreich: Erneut schwächere Ratings beim Winterweizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt den Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich in seinem wöchentlichen Report per 1. April etwas schwächer ein, als noch in der Woche zuvor. 84% der Winterweizenbestände erhielten die Top Bewertung „gut bis exzellent“. In der Vorwoche erhielten noch 85% der Bestände die Top-Bewertung. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 78%.
Rückläufig von 81% auf 80% „gut bis exzellent“ entwickelte sich auch die Bewertung der Wintergerste-Bestände in Frankreich.
Im ersten Rating für Sommergerste lag der Anteil der Pflanzen in Top-Verfassung bei 94%, vor einem Jahr waren es zur selben Zeit 82%.
Die Maisaussaat in Frankreich ist per 1. April auf 8% der geplanten Flächen abgeschlossen.
FranceAgriMer korrigierte die Winterweizen- und Wintergerste-Ratings der vergangenen Woche nachträglich. Zunächst wurde beim Weizen ein Anteil „gut bis exzellent“ mit 82% angegeben und bei der Wintergerste mit 78%.

05.04.2019 Frankreich exportierte im Februar 1,4 Mio. Tonnen Weizen

Heutigen Zollinformationen zufolge exportierte Frankreich im Februar 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen.
In der Saison 2018/19 führte Frankreich demnach vom Juli 2018 bis Februar 2019 10,1 Mio. Tonnen Weichweizen aus. In der Saison davor waren es zu diesem Termin 9 Mio. Tonnen.
Damit steigerte Frankreich seine Exporte im Februar auch noch über der schon imposanten Menge von 1,2 Mio. Tonnen im Januar.
Die Ausfuhren nach Algerien sanken im Februar allerdings auf ein Saison-Tief von 121.000 Tonnen. Trotzdem blieb das nordafrikanische Land bei weitem der bedeutendste Abnehmer für französischen Weizen. In dieser Saison flossen bis Februar 3,7 Mio. Tonnen dorthin.

05.04.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das schwächste Glied im Agrarkomplex und die Kurse gaben leicht nach. Technische Verkäufe belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 1.017.600 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 300.000 - 800.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt zur Stunde mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben etwas nach. Nur der Frontmonat Mai 2019 konnte sich u.a. aufgrund logistischer Engpässe in Rouen, Frankreichs größtem Getreidehafen, behaupten. Insgesamt blieben die gehandelten Volumina an der Euronext aber gering. Die derzeit laufenden und möglicherweise bald vor dem Abschluss stehenden Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China sorgten zudem für eine abwartende Haltung der Händler. In Deutschland befinden sich die Winterweizenbestände in guter Verfassung. Allerdings sind weitere Niederschläge von Nöten, um den Grundwasserspiegel nach der Trockenheit im vergangenen Jahr wieder aufzufüllen. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im April um € 2,00 auf € 6,00 über Paris Mai 19.

04.04.2019 US-Export-Sales: Weizen- und Sojabohnenexporte überraschen

04.04.2019 Maisernte-Prognosen für Brasilien und Argentinien steigen

Der private Marktbeobachter IEG Vantage, vormals Informa Economics IEG, schätzt die US-Winterweizenernte 2019 auf 1,276 Mrd. Bushel.
Brasiliens Maisernte 2018/19 wird nun auf 94,5 Mio. Tonnen geschätzt, 500.000 Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung, die brasilianische Sojabohnenernte wird von den Fachleuten auf 114,5 Mio. Tonnen geschätzt.
Argentiniens Maisernte 2018/19 kommt demnach auf 46,5 Mio. Tonnen (+1 Mio. Tonnen zur vorherigen Schätzung) und die dortige Sojabohnenernte auf 55 Mio. Tonnen.

04.04.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren erhöhten Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 19.413 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 22. März wurde in der Woche bis zum 29. März auf 22.808 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 29. März auf 26.855 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 19.307). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand stieg auf 61,3% (Vorwoche: 59,3%), während Non Commercials 28,1% (Vorwoche: 28,3%) am Open Interest repräsentieren. 89,45% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 88%).

Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat

04.04.2019 IEG Vangage erwartet 1,276 Mrd. Bushel

Der private Analyst IEG Vantage (ehemals Informa Economics) schätzt die US-Winterweizenernte für das Vermarktungsjahr 2019/20 auf 1,276 Mrd. Bushel.
Die Schätzung der brasilianischen Maisernte für das Vermarktungsjahr 2018/19 erhöhte IEG Vantage um 500.000 Tonnen auf 94,5 Mio. Tonnen. Für die Sojabohnenernte Brasiliens liegt die Prognose bei 114,5 Mio. Tonnen.
Um 1 Mio. Tonnen auf 46,5 Mio. Tonnen erhöhte IEA Vantage die Prognose der Maisernte 2018/19 in Argentinien. Außerdem erwartet man eine Sojabohnenernte Argentiniens für 2018/19 von 55 Mio. Tonnen.

04.04.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der CBoT waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und legten kräftig zu. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Unterstützung. Das private Analystenhaus IEG Vantage (ehemals Informa Economics) schätzt die US-Winterweizenproduktion 2019 auf 1,276 Mrd. Bushel, melden Marktkenner. Heute um 14.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 8000.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Der Frontmonat Mai konnte gestern zulegen, während die Folgemonate etwas nachgaben. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zum Preis von rund $235,50/Tonne c&f. Unklar bleibt, woher der Weizen stammt. Marktteilnehmer erwarteten im Vorfeld, dass Frankreich zu den Hauptlieferländern gehört. Gerüchten zufolge könnte eine Teilmenge aber auch aus den USA geliefert werden. Niederschläge in Teilen Europas incl. Frankreich sorgen für etwas Entspannung in der Sorge um zu trockene Bodenverhältnisse.

03.04.2019 Algerien kauft mindestens 120.000 Tonnen Mahlweizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von nominal 50.000 Tonnen Mahlweizen mindestens eine Menge von 120.000 Tonnen Mahlweizen zum Preis von rund $235,50/Tonne c&f gekauft, melden europäische Händler.
Das Gesamtvolumen ist unklar und könnte größer sein, als initiale Meldungen. Die Herkunft des Getreides ist optional und die Versendung soll im Zeitraum 16. – 31. Mai erfolgen. OAIC veröffentlicht grundsätzlich keine Details seiner Ausschreibungen. Es handelt sich immer um Schätzungen von Marktteilnehmern.

03.04.2019 Getreidemail

Uneinheitlich beendeten gestern die Weizenfutures den Handelstag in Chicago. Die längste Zeit des Tages handelten sie allerdings mit moderaten Verlusten. Gegen Ende der Sitzung sorgten Short-Abdeckungen und charttechnische Käufe für Kursauftrieb. Der am Montag vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlichte erste Saatenzustandsbericht in diesem Jahr fiel besser aus, als Marktbeteiligte das erwarteten. 56% der US-Winterweizenbestände erhielten die Top-Bewertung "gut bis exzellent", Marktbeteiligte erwarteten im Durchschnitt einen Anteil in dieser Kategorie von 55%. Institutionelle Anleger kauften gestern 2.500 Lots CBoT SRW-Weizen.
Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. Bei erneut geringen Handelsumsätzen gaben die Weizenfutures an der Euronext in Paris keine eindeutige Richtung vor und schlossen uneinheitlich. Der Wechselkurs des Euro sank gestern auf ein 3-Wochen-Tief und verbessert damit die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum auf dem Exportmarkt. Davon könnte aktuell insbesondere französischer Weizen im Rahmen der Weizen-Ausschreibung Algeriens profitieren. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im April unverändert bei €8,00 über Paris Mai 19.

02.04.2019 Getreidemail

Shortabdeckungen institutioneller Anleger und Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 418.424 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Das USDA veröffentlichte gestern den ersten Crop-Progress-Report für die Ernte 2019. Demnach befinden sich 55% der US-Winterweizenbestände in Top-Verfassung. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt nur 32%. Institutionelle Anleger kauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert. Bei schwachen Umsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den guten Vorgaben aus Übersee und konnten leicht zulegen. Die russischen Getreidepreise folgten letzte Woche den Kursen der internationalen Terminbörsen und gaben nach. Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein für den Export im April kostete am vergangenen Freitag 225 USD/Tonne FOB (-2 USD/Tonne zur Vorwoche). Die wöchentlichen Daten der EU-Kommission zeigen, dass die Weichweizenexporte 2018/19 der EU nur noch 7% hinter dem Vorjahresniveau liegen. Vor zwei Monaten waren es noch 25%. Mit Spannung warten Marktteilnehmer auf die Ergebnisse der Weizen-Ausschreibung Algeriens . Die Angebotsfrist endet heute.

01.04.2019 Russlands Getreidepreise folgen den Kursen an internationalen Terminbörsen

Die russischen Getreidepreise folgten letzte Woche den Kursen der internationalen Terminbörsen und gaben nach. In Chicago erreichten die Kurse ihren niedrigsten Stand seit zwei Wochen, weil die US-Farmer noch große Vorräte an Mais und Weizen in ihren Silos haben.
Schwarzmeerweizen mit 12,5% Protein für den Export im April kostete am vergangenen Freitag 225 USD/Tonne fob. Das sind 2 USD/Tonnen weniger als in der Woche zuvor.
Russland exportierte seit dem 1. Juli 2018 bis zum 28. März 2019 36,3 Mio. Tonnen Getreide. Das waren 7% weniger als vor einem Jahr. Darin enthalten waren 30,5 Mio. Tonnen Weizen; eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Menge.
Die lokalen Preise für Weizen der Klasse III stiegen um 75 Rubel/Tonnen auf 12.075 Rubel/Tonne ($184/to) ab Verladestation.
Russland verkaufte bis letzter Woche 35.000 Tonnen Getreide aus den staatlichen Vorräten. In dieser Vermarktungsperiode seit dem 1. Juli 2018 verkaufte der russische Staat 1,72 Mio. Tonnen eigene Vorräte, davon waren 1,47 Mio. Tonnen Weizen.
Bis zum 29. März haben russische Farmer 2,2% ihrer geplanten Sommergetreideflächen bestellt. Das waren 660.300 Hektar im Vergleich zum Vorjahr zu diesem Termin als 177.100 Hektar bestellt waren.

01.04.2019 Raus aus dem Plastikchaos?

Wir ertrinken im Plastikmüll, der Jahrhunderte überdauert. So ist es an der Zeit, über Alternativen nachzudenken und gleichzeitig nationale Wertschöpfungsketten zu verbessern. Gemeinsam mit dem VDL war die Landesgruppe Niedersachsen/Sachsen-Anhalt den Antworten auf diese Fragen auf der Spur.
Am Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe (IfBB) der Hochschule Hannover ist man schnell mitten im Thema. Derzeit liegt der Anteil der Produktionskapazitäten von Biokunststoffen am Gesamtkunststoffmarkt von ca. 311 Mio. Tonnen weltweit bei etwa zwei Mio. t.
Am häufigsten werden Bio-Polyethylenterephthalat (Bio-PET), Bio-Polyethylen (Bio-PE), Polylactid (PLA), PLA-Blends, Stärkeblends und Cellosehydrat, eingesetzt. Die Rohstoffe für Biokunststoffe, deren Basis Zucker, Stärke, Holz und Pflanzenöl ist, werden derzeit überwiegend aus Asien sowie Mittel- und Südamerika bezogen. Es drängt sich die Frage auf, inwiefern auch regionale Produkte der norddeutschen Landwirtschaft eingesetzt werden können.
Im Einzelnen geht es dabei um Stärke aus Mais, Weizen oder Kartoffeln und Öl aus Raps anstatt aus Sojapflanzen sowie Zucker aus der Zuckerrübe anstatt aus Zuckerrohr und Cellulose aus Holz. Erst die stoffliche Nutzung von Rohstoffen in Kunststoffprodukten und deren anschließender energetischen Verwertung, ob in der Verbrennung, der Umwandlung zum Kraftstoff oder als Substrat in der Biogasanlage, könnte geschlossene Kreisläufe schaffen. Die Rohstoffe würden dann effizient, nachhaltig und ressourcenschonend eingesetzt.
An der Hochschule Hannover beschäftigt man sich seit vielen Jahren intensiv und erfolgreich mit der Erforschung von Biokunststoffen. Das IfBB habe wesentliche Kompetenzen in den Bereichen Materialentwicklung und –modifizierung, Verarbeitung von Biokunststoffen, Nachhaltigkeitsbewertungen und Technologietransfer, erklärte uns die Instituts-Leiterin Prof. Andrea Siebert- Raths. Am IfBB ist man davon überzeugt, dass Biokunststoffe heute bereits viele technische Anwendungsbereiche konventioneller Kunststoffe abdecken können. Es besteht jedoch noch ein großer Forschungs- und Entwicklungsbedarf. Zudem fehlt häufig die Akzeptanz gegenüber Biokunststoffen, was die verarbeitende Industrie gleichermaßen betrifft wie den Verbraucher. Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer vom Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe Niedersachsen erläuterte, in welchen Bereichen bereits Biokunststoffe aus
landwirtschaftlichen Erzeugnissen eingesetzt werden. So gibt es bereits einige Beispiele und Perspektiven, wo die Kunststoffindustrie sinnvoll mit der Land- und Forstwirtschaft zusammenarbeitet, um Kreisläufe zu schließen und Wertschöpfungsketten auszubauen. So werden seit geraumer Zeit beispielsweise Dämmstoffe durch Holzfasern und Cellulose ersetzt, 5 bis 7 Prozent der verbauten Dämmstoffe bestehen heute aus nachwachsenden Rohstoffen. Komplexer sind da z.B. sog. Compoundierungsverfahren die es ermöglichen, lange Naturfasern (Hanf, Flachs) zu Naturfaserverbundwerkstoffen mit biologisch abbaubaren Kunststoffen (PLA) zu verarbeiten. So wird der Eintrag von nicht abbaubaren Kunststoffen in die Umwelt reduziert.
Carsten Brüggemann VDAJ Intern 1-2019

01.04.2019 Asiatische Käufer kauften Futterweizen und Mais

Eine Serie von Futterweizen- und Maiskäufen, die Importeure aus Asien in der Schwarzmeer-Region tätigten, meldeten europäische Händler heute Vormittag. Mengen wurden nicht bekanntgegeben. Käufer kamen u.a. aus Thailand, Taiwan, Südkorea und den Philippinen. Gekauft wurde Weizen aus der Schwarzmeer-Region zu Preisen zwischen $212 und $214/Tonne c&f Südostasien zur Lieferung August/September. Mais (ebenfalls aus der Schwarzmeer-Region) wurde zu Preisen zwischen $192 und $193/Tonne c&f Ostasien/Südostasien zur Lieferung August/Septembergekauft.

01.04.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger verringerten zwischen dem 19.03.19 und dem 26.03.19 ihr Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 9.753 Kontrakte auf 63.753 Kontrakte. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger", zu der Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften etc. gehören, hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen bestätigt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais wurde der Bestand der Netto-Short-Positionen kräftig reduziert von 261.326 Kontrakte in der vergangenen Woche auf 203.414 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen wurde der Netto-Short-Bestand reduziert, allerdings weniger stark als beim Mais um 12.598 Lots auf 51.394 Kontrakte.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 26. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
01.04.2019 EU erhöht Prognose der Weizenexporte und Maisimporte für 2018/19

Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose der EU-Weizenexporte 2018/19 von 18 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 19 Mio. Tonnen. In der monatlichen Übersicht über Angebot und Nachfrage, die am Freitag veröffentlicht wurde, wurde zudem die Prognose der EU-Mais-Importe im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 von 20 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen erhöht.
Für die kommende Saison 2019/20 werden Weizenexporte von 25,5 Mio. Tonnen (unverändert zum Vormonat) und Maisimporte von 15,5 Mio. Tonnen erwartet. Die Prognose der Weizenproduktion in der EU im Vermarktungsjahr 2019/20 reduzierte die EU-Kommission von 140,8 Mio. Tonnen auf 140,2 Mio. Tonnen. Stabil zum Vormonat blieben hingegen die Prognosen der Gerste-, Mais- und Rapssaatproduktion.

01.04.2019 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von (nominal) 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 2. April. Gewöhnlich kauft Algerien letztendlich größere Mengen, als ursprünglich ausgeschrieben werden.

01.04.2019 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Quartalsreport sowie kräftige Verluste beim Mais ließen die Weizenfutures am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Im Wochenvergleich verlor der Frontmonat Mai 1,8% an Wert. Der Monatsverlust lag bei 11% und der Quartalsverlust bei 8,7%. Die US-Weizen-Quartalsbestände per 1. März lagen mit 1,591 Mrd. Bushel über den Markterwartungen von 1,555 Mrd. Bushel. Das ist der zweitgrößte Bestand zu diesem Zeitpunkt seit 31 Jahren. Ebenfalls über den Erwartungen mit 47,339 Mio. Acres liegt die voraussichtliche Weizenanbaufläche in den Vereinigten Staaten. Analysten erwarteten im Durchschnitt 46,915 Mio. Acres. In den vergangenen zwei Tagen kaufte der Irak insgesamt 300.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten. Institutionelle Anleger verkauften am Freitag 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen minimal schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen bei schwachen Umsätzen mit Verlusten. Der schwächere Wechselkurs des Euro verhinderte allerdings deutlichere Abschläge. Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose der EU-Weizenexporte für die Saison 2018/19 von 18 Mio. Tonnen auf 19 Mio. Tonnen. Für die Saison 2019/20 blieb die Prognose unverändert bei 25,5 Mio. Tonnen.

29.03.2019 Frankreich: Schwächere Ratings beim Winterweizen

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt den Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich in seinem wöchentlichen Report per 25. März etwas schwächer ein, als noch in der Woche zuvor. 82% der Winterweizenbestände erhielten die Top Bewertung „gut bis exzellent“. In der Vorwoche erhielten noch 85% der Bestände die Top-Bewertung. Der Zustand wird aber weiterhin besser bewertet, als im vergangenen Jahr zum selben Zeitpunkt (78%).
Rückläufig entwickelte sich auch die Bewertung der Wintergerste-Bestände. 78% erhielten die Top-Bewertung, in der Vorwoche waren es 81%.
Die Sommergerste-Aussaat stockte zuletzt. 97% der Aussaat ist erledigt, das ist unverändert zur Vorwoche (Vorjahr: 67%).

29.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen sowie Positionierungen vor dem heutigen USDA-Quartalsreport (17 Uhr) ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 511.100 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 650.000 Tonnen. Der Irak kaufte gestern 150.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen in den USA zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 und 2019/20. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nochmals moderat schwächer. Bei schwachen Umsätzen beendeten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den gestrigen Handelstag unverändert bis moderat schwächer. Der schwache Wechselkurs des Euro verhinderte dabei höhere Verluste. Die Getreideexporte der Ukraine erreichten in der laufenden Saison 2018/19 bisher ein Volumen von 37 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 30,8 Mio. Tonnen. Der schwächere Wechselkurs der argentinischen Währung Peso verbessert die Chancen Argentiniens, beim kürzlich erfolgten Kauf Algeriens stärker berücksichtigt zu werden als erwartet. Für Frankreich wäre das keine gute Entwicklung. In Deutschland stützt die rege Exporttätigkeit die Prämien.

28.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 37 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte der Ukraine (inkl. die für den Export vorbereiteten Lieferungen) haben in der laufenden Saison 2018/19 ein Volumen von 37 Mio. Tonnen erreicht. Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt 30,8 Mio. Tonnen, meldet die ukrainische Behörde für Lebensmittelsicherheit.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen), erwartet das Landwirtschaftsministerium. Darin enthalten sind 13 Mio. Tonnen Weizen inkl. 8,4 Mio. Tonnen Mahlweizen verglichen mit 14 Mio. Tonnen im Vergleichszeitraum der Saison 2017/18. Mais wurde bisher in einem Gesamtvolumen von 20 Mio. Tonnen exportiert (Vorjahr: 12 Mio. Tonnen).

28.03.2019 Irak kauft 150.000 Tonnen US-Weizen

US-Exporteure melden über das tägliche Reporting-System des US-Landwirtschaftsministeriums den Verkauf von 50.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2018/19 und 100.000 Tonnen im Vermarktungsjahr 2019/20 an den Irak.

28.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren reduzierten Short-Positionen

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 20.837 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 15. März wurde allerdings in der Woche bis zum 22. März auf 19.413 Netto-Short-Positionen reduziert. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen. Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, reduzierten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakten per 22. März auf 19.307 Netto-Long-Positionen (Vorwoche: 24.099). Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand sankt auf 59,3% (Vorwoche: 71,1%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 28,3% (Vorwoche: 16,6%). 88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (unverändert zur Vorwoche).

Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

28.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago schlossen gestern auf nahezu unverändertem Niveau zum Vortag. Negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex standen Exporthoffnungen gegenüber. Händler hoffen weiter auf Impulse im Weizenexport, nachdem US-Weizen zuletzt den Zuschlag im Ägypten-Tender erhielt und Exporte aus Russland sich verlangsamen. Außerdem zeichnen sich weiterhin Verzögerungen bei der US-Sommerweizenaussaat in den US-Plains ab. Institutionelle Anleger verkauften gestern 1.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 650.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen schwächer. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures uneinheitlich. Der Frontmonat Mai sank gestern auf ein 2-Wochen-Tief. Die Stimmung auf dem Export-Markt war gedrückt, weil Weizen aus Frankreich im Ägypten-Tender in dieser Woche keinen Zuschlag erhielt. Der schwächere Wechselkurs des Euro stützte den Markt. Für zusätzliche Unterstützung trug die Besorgnis über aufkommende Wetterrisiken in Europa bei. Derzeit sind die Bestände in guter Verfassung, allerdings befürchten Marktteilnehmer trockene Wetterbedingungen in den kommenden Wochen.

27.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist auf 50% der geplanten Anbaufläche erfolgt

Sommergetreide in der Ukraine ist bisher auf 1,1 Mio. Hektar bzw. auf 50% der geplanten Flächen ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Insgesamt wird eine Aussaatfläche für Sommergetreide von 2,284 Mio. Hektar erwartet. Darin enthalten sind 175.000 Hektar Sommerweizen und 1,571 Mio. Hektar Sommergerste.

27.03.2019 Rekordergebnis bei der Getreideernte 2018 in der Ukraine

Die Getreideernte in der Ukraine hat im vergangenen Jahr dank höherer Maiserträge ein Rekordvolumen von 70,1 Mio. Tonnen erreicht, teilte heute das Ministerium für die Bereiche Agrar und Lebendmittel mit.
Laut einem Bericht, der auf der Website des Ministeriums veröffentlicht wurde, haben ukrainische Landwirte 2018 rund 35,8 Mio. Tonnen Mais, 24,6 Mio. Tonnen Weizen und 7,3 Mio. Tonnen Gerste geerntet.
Die Rekorderträge ermöglichen es der Ukraine, die Inlandsnachfrage vollständig zu decken und die Getreideexporte auf ausländische Märkte auszudehnen, so das Ministerium.
Im letzten Geschäftsjahr hat die Ukraine 39,4 Mio. Tonnen Getreide exportiert, wobei China mit einem Anteil von 16,4 % der größte Importeur von Mais ist.
Im Jahr 2017 wurde die Getreideernte in der Ukraine auf 61,3 Mio. Tonnen geschätzt.

27.03.2019 Japan sucht Futterweizen- und Gerste

Das japanische Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischwirtschaft (MAFF) teilte heute mit, dass es 120.000 Tonnen Futterweizen und 200.000 Tonnen Futtergerste zur Verladung am 31. Juli und zur Ankunft in Japan am 26. September sucht. Am 3. April wird dafür eine simultane Buy and Sell Auktion (SBS) abgehalten. Solche Ausschreibungen erfolgen gewöhnlich wöchentlich, das Ministerium hat diese Ausschreibung allerdings aufgrund des endenden Fiskaljahres um einige Tage nach hinten verschoben.
Japan kauft gewöhnlich kleine Mengen Futterweizen und -gerste über so genannte SBS-Auktionen, in denen Endverbraucher und Importeure Herkunft, Preis und Menge des Getreides vorgeben, und die Mühlen dadurch ihren unterschiedlichen Bedarf an Futtergetreide decken können.

27.03.2019 Getreidemail

Späte Gewinnmitnahmen sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Verbesserte Wachstumsbedingungen der Winterweizenbestände u.a. im Top-Produktionsstaat Kansas drückten zudem die Kurse. Das reduzierte Weizenangebot aus Russland hat die Exportaussichten für US-Weizen verbessert und die Kurse gestützt. Im Handelsverlauf erreichte der Frontmonat Mai das höchste Kursniveau seit Ende Februar. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC kaufte gestern 120.000 Tonnen US-Soft Red Wheat für den Lieferzeitraum 25. April bis 5. Mai. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten ihre Tagesgewinne nicht halten. Nach der Veröffentlichung der Offerten im Ägypten-Tender erhöhte sich der Druck auf die Notierungen und nur die Termine der neuen Ernte 2020 konnten letztlich zulegen. Weizen aus Rumänien lag in der Reihe der günstigen Offerten im Ägypten-Tender auf Basis c&f auf Platz 2 und übertrumpfte damit Weizen aus Frankreich, der auf Basis FOB ca. $3,50 günstiger war. Die günstigeren Frachtkosten sorgten jedoch für den Preisvorteil für Weizen aus Rumänien.

27.03.2019 Weizen: Bessere Nachfrage und Aussaat-Verzögerungen begrenzen Verlustpotenzial
Die Weizenfutures in den Vereinigten Staaten handeln heute Morgen mit Verlusten, trotz einiger Anzeichen einer verbesserten Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt und potenziellen Verzögerungen bei der Sommerweizen-Aussaat in den Northern Plains.
Ägyptens staatlicher Getreideinkäufer GASC kaufte gestern im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Tonnen Weizen aus den Vereinigten Staaten. Weizen aus Frankreich oder Deutschland schafften es nicht, unter die günstigen Offerten.
In den US-Anbauregionen für Sommergetreide sind weite Flächen mit einer schweren Schneedecke bedeckt, die die Aussaat von Sommerweizen verzögern wird. In den Bundesstaaten Missouri und North Dakota sind aufgrund der Schneeschmelze Mais- und Sojabohnenfelder überflutet.
Händler erwarten weitere Details aus den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Eine US-Handelsdelegation wird ab Donnerstag in China eine Verhandlungsrunde beginnen.
26.03.2019 Ägypten kauft 120.000 Tonnen Weizen

Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GACS hat europäischen Händlern zufolge soeben 120.000 Tonnen US-Soft Red Wheat für den Lieferzeitraum 25. April - 5. Mai gekauft.

26.03.2019 Äthiopien sucht 600.000 Tonnen Weizen

Die Regierung Äthiopiens hat einen internationalen Tender zum Kauf von 600.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 30. April.
Die Angebotsfrist einer weiteren Ausschreibung zum Kauf von 400.000 Tonnen Mahlweizen endet am 19. April.

26.03.2019 Ägypten: Günstigste Offerte aus den USA
Die günstigste Offerte in der Ausschreibung Ägyptens zum Kauf von Weizen in unbekanntem Volumen lag bei $221/Tonne und bezog sich auf 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Wheat. Verkäufer ist das Handelshaus Cargill. Ein Kaufabschluss wurde bisher nicht gemeldet.
Offerten:
Cargill: 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Winter zu $221,00 und $27,29 Fracht = $248,29
Cargill: 60.000 Tonnen U.S. Soft Red Winter zu $221,00 und $27,58 Fracht = $248,58
Ameropa: 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $238,26 und $11,80 = $250,06
Cerealcom: 60.000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $238,79 und $11,80 Fracht = $251,10
Cargill: 55.000 Tonnen Weizen aus Russland zu $237,50 und $13.60 = $251,75
Louis-Dreyfus: 60.000 Tonnen Weizen aus der Ukraine zu $238,00 und $13.75 Fracht  = $251.75
CHS: 60,000 Tonnen Weizen aus Rumänien zu $239,37 und $11.80 Fracht = $251.17
26.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sowie schlechte Wetterbedingungen in bedeutenden Weizenanbaugebieten in den Vereinigten Staaten ließen die Weizenfutures gestern in Chicago zum dritten Mal in Folge mit Aufschlägen schließen. Die Sorge vor Überschwemmungen und zu nassen Bedingungen in den US-Plains und im Mittleren Westen stützte die Preise. Heute Morgen handelt die eCBoT erneut fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Gewinnen. Wetterdienste erwarten in Zentral- und Westeuropa in den kommenden Wochen trockenes Wetter, das die Getreidebestände belasten könnte. Saudi Arabien kaufte gestern 730.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft zum Durchschnittspreis von $211,86 zur Lieferung im Mai/Juni. Der Preis lag $55 unter dem Preis, der im November gezahlt wurde. Händler glauben aufgrund des niedrigen Preises nicht, dass Gerste aus Deutschland und Frankreich im größeren Maße berücksichtigt wird. Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche aufgrund der global gestiegenen Weizenpreise und des gestiegenen Wechselkurses des russischen Rubels. Am Schwarzen Meer kostete russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April $227/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $5 zur Vorwoche, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR.

26.03.2019 Ägypten sucht Weizen für den Lieferzeitraum 25. April bis 5. Mai

Ägypten hat gestern Abend eine Ausschreibung zum Kauf einer nicht näher bezifferten Menge Weichweizens aufgelegt. Die Lieferung soll von 25. April bis 5. Mai erfolgen.
Das Auktionsergebnis wird ab heute Nachmittag 15:30 Uhr Kairo-Ortszeit veröffentlicht. Die Preise sollen auf Basis FOB und zusätzlich mit separater Fracht ausgewiesen werden.
In der vorherigen Ausschreibung kaufte Ägypten am 20. Februar 360.000 Tonnen Winterweizen französischer, rumänischer, russischer und ukrainischer Herkunft zur Lieferung in der Zeit vom 5.-15. April.

26.03.2019 Weizen: Verzögerungen bei der Sommerweizenaussaat führt zu Kursgewinnen
Die Weizenfutures in Chicago steigen heute Morgen auf ein 1-Monats-Hoch. Ungünstige Wetterbedingungen in den Anbauregionen für Sommerweizen in den Vereinigten Staaten lassen befürchten, dass es bei der Sommerweizenaussaat zu Verzögerungen kommt. Gestern schlossen die Weizenfutures moderaten Kursgewinnen. In der vergangenen Woche hat ein "Bomben-Zyklon" im Getreidegürtel Überschwemmungen ausgelöst. Analysten zufolge ist zudem der größte Teil der Flächen im Bundesstaat Nord Dakota mit einer nassen schweren Schneedecke bedeckt, die die Aussaat von Sommerweizen verzögern wird. Die wöchentlichen US-Export-Inspections blieben mit 340.398 Tonnen Weizen hinter den Erwartungen der Analysten von 400.000 – 600.000 Tonnen zurück.
25.03.2019 EU-Weichweizenexporte 10% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im Vermarktungsjahr 2018/19 (1. Juli bis 30. Juni) erreichten offiziellen Meldungen der EU-Kommission zufolge per 24. März ein Volumen von 13,4 Mio. Tonnen und liegen damit 10% hinter den Exporten im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gerste wurde bisher in einem Volumen von 3,2 Mio. Tonnen exportiert, ein Rückgang zum Vorjahr von 29%. Die Maisimporte hingegen übertreffen mit 17,9 Mio. Tonnen den Vergleichswert des Vorjahres (12,8 Mio. Tonnen) um 40%.

25.03.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen unterhalb der Erwartungen

25.03.2019 Russland: Anstieg der Weizen-Exportpreise

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen in der vergangenen Woche. Analysten begründeten das mit den global gestiegenen Weizenpreisen, die auch die CBoT Weizenfutures unterstützten sowie mit dem gestiegenen Wechselkurs des russischen Rubels.
Der Wechselkurs des Rubels erreichte letzte Woche das höchste Niveau seit August und die Weizenfutures handelten in Chicago auf einem 3-Wochen-Hoch.
Am Schwarzen Meer kostete russischer Exportweizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April $227/Tonne FOB. Das ist ein Anstieg um $5 zur Vorwoche, meldet das Agrarberatungsunternehmen IKAR.
SovEcon meldet einen Anstieg um $3 auf $226/Tonne. In der laufenden Vermarktungsperiode 2017/18 vom 1 Juli bis zum 21. März exportierte Russland 35,7 Mio. Tonnen Getreide (-5% zur Vorjahresperiode). Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 30,1 Mio. Tonnen (+5% zur Vorjahresperiode). SovEcon reduzierte die jüngste Prognose der Getreideexporte aufgrund des starken Rubels und der relativ hohen Inlandspreise auf aktuell 44,8 Mio. Tonnen.
Der Inlandspreis für Klasse-3-Weizen blieb im europäischen Teil Russlands unverändert bei 12.000 Rubel bzw. $186 pro Tonne ex-works.
Das russische Landwirtschaftsministerium verkaufte in der vergengenen Woche 34.000 Tonnen Weizen aus Interventionsbeständen auf dem heimischen Markt. Insgesamt wurden 1,7 Mio. Tonnen Getreide (inkl. 1,4 Mio. Tonnen Weizen) seit dem Start der Interventionsverkäufe auf dem Inlandsmarkt verkauft.
Die Sommergetreideaussaat in Russland ist per 21. März auf 1,5% der geplanten Flächen bzw. 454.000 Hektar erfolgt. Im vergangenen Jahr waren es zur selben Zeit 97.000 Hektar.

25.03.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger erhöhten zwischen dem 12.03.19 und dem 19.03.19 das Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen um 1.358 Kontrakte auf 73.506 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen erneut unter Beweis gestellt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung sehr kräftig fort. Von 257.965 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestand auf das neue Allzeit-Tief von 261.326 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde allerdings redziert um 26.205 Lots auf 63.992 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 19. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
25.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen zum Wochenende und der festere Wechselkurs des US-Dollar führten bei den Weizenfutures am Freitag in Chicago zu leichten Verlusten. Im Handelsverlauf wurde allerdings ein 3 1/2 -Wochen Hoch gehandelt . Die Handelswoche beendete der Frontmonat Mai mit einem Gewinn von 0,8%. Das war der zweite wöchentliche Kursanstieg in Folge nach zuvor 5 Wochen mit Verlusten. Die Taiwan Flour Miller´s Association kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 110.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten vom schwachen Wechselkurs des Euro profitieren und auf allen Terminen moderat zulegen. Der zwischenzeitliche Anstieg beim Mai-Future auf über 190 Euro/Tonne konnte aber nicht gehalten werden. FranceAgriMer teilte mit, dass sich 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 18. März in guter bis exzellenter Verfassung befinden (unverändert zur Vorwoche). Im vergangenen Jahr lag der Anteil zur selben Zeit bei 79%. Marktteilnehmer lenken den Fokus aktuell auf die Ausschreibung Saudi Arabiens zum Kauf von 720.000 Tonnen Gerste. Erwartet wird, dass Gerste aus der Schwarzmeer-Region und der EU profitieren werden.

22.03.2019 Südkorea: NOFI kauft 203.000 Tonnen Mais

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) kauft 60.000 Tonnen Futterweizen, melden europäische Händler. Der gezahlte Preis liegt demzufolge bei $214,20/Tonne c&f zur Anlieferung rund um den 25. September nach Südkorea. Verkäufer war dem Vernehmen nach das Handelshaus CHS.

22.03.2019 Taiwan kauft 110.000 Tonnen Weizen
The Taiwan Flour Miller´s Association hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfarhens 110.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten gekauft, melden europäische Händler.
Gesucht wurden eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen aus den Vereinigten Staaten. 55.000 Tonnen zur Versendung von der Pazifik Nordwestküste sollen geliefert werden im Zeitraum 10.-24. Mai und weitere 55.000 Tonnen im Zeitraum 24. Mai-7. Juni.
Zuletzt kaufte der Verband am 26. Februar 110.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten.
22.03.2019 Winterweizen-Ratings in Frankreich stabil

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer schätzt in seinem wöchentlichen Bericht über den Zustand der Getreidebestände und den Fortschritt der Sommergetreideaussaat in Frankreich per 18. März, dass sich analog zur Vorwoche 85% der Winterweizenbestände in guter bis exzellenter Verfassung befinden. Damit ist der Zustand der Weizenbestände besser, als zur selben Zeit im vergangenen Jahr (79%).
Der Zustand der Wintergerste ist ebenfalls stabil im Vergleich zur Vorwoche. 81% der Bestände erhielten das Top-Rating gut bis exzellent.
Die Sommergerste-Aussaat ist per 18. März auf 98% abgeschlossen (Vorwoche: 97%). Im vergangenen Jahr waren es zum selben Zeitpunkt gerade einmal 38%.

22.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften zum Ende der Sitzung sowie Kurssteigerungen beim Kansas-City-Weizen und beim Mais ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Im Tagesverlauf handelten sie allerdings die meiste Zeit mit leichten Verlusten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 437.300 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger kauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT nahezu unverändert. Bei schwachen Umsätzen beendeten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den gestrigen Handelstag uneinheitlich. Der Anstieg der französischen Weizenexporte in diesem Monat trug dazu bei, dass sich die Weizenfutures von dem 9-Monats-Tief erholten. Nun sucht der Markt nach neuen Impulsen. Belastend wirkt der zuletzt gestiegene Wechselkurs des Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von Weizen aus dem Euroraum verschlechtert. Saudi Arabien hat einen Tender zum Kauf von 720.000 Tonnen Futtergerste zur Lieferung im Mai/Juni ausgeschrieben. Die letzte Ausschreibung erfolgte Anfang November. Institutionelle Anleger wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Die Netto-Short-Positionen wurden per 15. März auf 20.837 Lots ausgebaut (Vorwoche: 15.702).

21.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten weiter auf fallende Kurse

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 15.702 Netto-Short-Positionen auf Futures und Optionen per 8. März wurde in der Woche bis zum 15. März auf 20.837 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der heute von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, erhöhten ihren Bestand der Netto-Long-Kontrakte per 15. März von 22.719 auf 24.099 Netto-Long-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 71,1% (Vorwoche: 72,1%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 16,6% (Vorwoche: 15,3%).
88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (unverändert zur Vorwoche).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

21.03.2019 Russland sendet Weizenprobe nach Algerien

Russland hat eine Weizenprobe von 21,88 Tonnen nach Algerien gesendet, meldet die russische Behörde für Lebensmittelsicherheit Rosselkhoznadzor.
Russland ist bestrebt, seine Präsenz als Weizenexporteur auszubauen und Märkte zu erschließen, die traditionell von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union dominiert werden.
Algerien ist ein Schlüsselmarkt für EU-Weizen, insbesondere Weizen aus Frankreich. Im Januar war Algerien mit 271.000 Tonnen der größte Weizenkäufer Frankreichs. Rosselkhoznadzor teilte heute mit, dass Algerien eine Laboruntersuchung des Weizens durchführen werde und eine Erleichterung für russische Weizenimporte in Betracht ziehen werde.

21.03.2019 Ukraine: Getreidebestände 1,8 Mio. Tonnen höher, als vor einem Jahr

Die ukrainischen Getreidebestände per 1. März erreichten ein Volumen von 20,8 Mio. Tonnen versus 19,0 Mio. Tonnen zur selben Zeit im vergangenen Jahr, meldet das Agrarberatungsunternehmen APK-Inform und bezieht sich dabei auf Daten des Statistikamtes.
Die Weizenbestände mittlerer und großer Unternehmen lagen bei 5,4 Mio. Tonnen. Nicht berücksichtigt sind in diesen Angaben die Bestände der vielen kleinen landwirtschaftlichen Betriebe und Handelsunternehmen.
2018 erntete die Ukraine die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide. Exporte im Wirtschaftsjahr 2018/19 könnten sich auf insgesamt 49 Mio. Tonnen summieren, so das Landwirtschaftsministerium.

21.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und verzeichneten auf allen Terminen Kursgewinne. Ungünstige Wetterbedingungen in einigen SRW-Weizenanbauregionen im Mittleren Westen und in den Sommerweizen-Anbaugebieten in den Nothern Plains sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Auftrieb. In North Dakota behindern starke Schneefälle den pünktlichen Start der Sommerweizenaussaat. Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 300.000 - 675.000 Tonnen Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und schlossen uneinheitlich. Der gestiegene Wechselkurs des US-Dollar belastete den Markt zudem. Das Exporttempo in Frankreich ist fest und es wird erwartet, dass es sich auch im April fortsetzt. Die deutschen Weizenexporte sind konstant, aber insgesamt zu schwach. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €6,00 über Paris Mai 19.

21.03.2019 Institutionelle Anleger kauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen

20.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 35,6 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 35,6 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium. In der letzten Saison 2017/18 waren es zum selben Zeitpunkt 29,5 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 20. März in einem Gesamtvolumen von 18,7 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,95 Mio. Tonnen.

20.03.2019 Taiwan sucht 110.000 Tonnen US-Weizen

The Taiwan Flour Millers Association hat einen internationalen Tender zum Kauf von 110.000 Tonnen Mahlweizen (Herkunft: Vereinigte Staaten) ausgeschrieben, melden heute Vormittag europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am Freitag, dem 22. März.
Gesucht wird eine Reihe unterschiedlicher Weizentypen. 55.000 Tonnen zur Versendung von der Pazifik Nordwestküste sollen geliefert werden im Zeitraum 10.-24. Mai und weitere 55.000 Tonnen im Zeitraum 24. Mai-7. Juni.
Zuletzt kaufte der Verband am 26. Februar 110.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten.

20.03.2019 Getreidemail

In einer wechselhaften Sitzung schlossen die Weizenfutures in Chicago gestern mit moderaten Verlusten. Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage und die schwache globale Nachfrage nach US-Weizen belasteten den Markt. In den nördlichen US-Plains sorgt hingegen winterliches Wetter für Verzögerungen bei der Schiene-Logistik und stützt den Kassamarkt. Institutionelle Anleger verkauften gestern 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Aufschlägen. Die lebhaften französischen Weizenexporte sorgten für Auftrieb, der seine Grenzen im festeren Euro-Wechselkurs fand. Im Handelsverlauf stieg der Frontmonat Mai 19 auf den höchsten Kurs seit Ende Februar. Der Chartwiderstand von 190 Euro konnte aber nicht überwunden werden. Frankreichs monatliche Weizenexporte an Ziele außerhalb der EU sind auf Kurs, das bisherige Hoch im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 von 900.000 Tonnen zu übertreffen. Die Ukraine meldete gestern, dass sich insgesamt 90% der Wintergetreidebestände in guter bis befriedigender Verfassung befinden (Vorwoche: 87%). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €6,00 über Paris Mai 19.

19.03.2019 Getreidemail

Die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt sowie technische Verkäufe ließen die Weizenfuturesgestern in Chicago mit Verlusten schließen. Minneapolis Sommerweizen legte hingegen zu, weil Schnee in den Northern Plains für Verzögerungen bei der Frühjahrsaussaat sorgt. Mit 353.727 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections hinter den Markterwartungen von 400.000 - 700.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 4.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit moderaten Kursaufschlägen. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures auf allen Terminen den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Die Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen aus Russland fielen in der vergangenen Woche erneut aufgrund der Erwartung einer großen Ernte 2019 und des festeren Wechselkurses des Rubels. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April sank um $4 auf $222/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. Die lebhaften französischen Weizenexporte begrenzten hingegen die Verluste. Der Crop Monitoring Dienst der EU MARS schätzt in seiner ersten Prognose für die neue Ernte 2019 die durchschnittlichen Weichweizenerträge auf 6,04 Tonnen pro Hektar. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr um 7,4%.

19.03.2019 Weizenkurse in Chicago erholen sich heute Morgen
Heute Morgen handeln die Weizenfutures in Chicago mit moderaten Kursgewinnen. Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften sorgen für den Auftrieb. Begrenzt wird der Anstieg durch die derzeit schwache Nachfrage am Weltmarkt nach Weizen aus den Vereinigten Staaten. Gestern stieg der Kurs des Frontmonats Mai im Tagesverlauf auf den höchsten Stand seit dem 6. März, beendete die Sitzung jedoch mit einem Verlust von rund einem Prozent.
Die wöchentlichen US-Export-Inspections enttäuschten mit 353.727 Tonnen. Sie lagen damit hinter den Markterwartungen von 400.000 bis 700.000 Tonnen.
Nasses Wetter und Überschwemmungen im Maisgürtel des Mittleren Westens verhindern vielerorts die Maisaussaat und führen dazu, dass einige für die Maisaussaat geplante Flächen nun umgewidmet werden auf Sojabohnen, die später in der Saison ausgesät werden.
18.03.2019 US-Export-Inspections: Weizen-Verladungen hinter den Erwartungen

18.03.2019 EU: MARS erwartet kräftigen Anstieg der Erträge

Die Getreidebestände in der Europäischen Union sind nach dem milden Winter in generell guter Verfassung. In Südeuropa sind allerdings noch mehr Niederschläge von Nöten.
Im Winter litten die Bestände nur minimal unter Frostschäden und profitierten zudem von ungewöhnlich hohen Temperaturen, die für eine fortgeschrittene Entwicklung der Pflanzen nach der Winterruhe sorgten.
Die niedrigen Niederschlagsmengen im vergangenen Jahr begleitet von heißen Temperaturen in Südeuropa und in Teilen Mitteleuropas hatten eine schwere Trockenheit zur Folge. In Spanien, Portugal und Italien sind die Wasserreserven weiterhin gering und könnten eine Bewässerung im Sommer verhindern.
Der Crop Monitoring Dienst der EU MARS teilte mit, dass Rapssaat mehr als Getreide unter den trockenen Bodenverhältnissen litt. Landwirte haben die Aussaat für Rapssaat eingeschränkt. Einige Flächen mit schlecht entwickelnden Beständen werden zudem umgebrochen und es wird stattdessen wahrscheinlich Sommergerste dafür ausgesät.
MARS schätzt in seiner ersten Prognose für die neue Ernte 2019 die durchschnittlichen Weichweizenerträge auf 6,04 Tonnen pro Hektar. Das wäre ein Anstieg zum Vorjahr von 7,4%. Die Wintergerste-Erträge schätzt MARS auf 6,02 Tonnen pro Hektar (+9,6%) und die Rapssaaterträge auf 3,19 Tonnen pro Hektar (+12%).

18.03.2019 Erneut rückläufige Weizen-Export-Preise in Russland

Die Exportpreise für Schwarzmeer-Weizen aus Russland fielen in der vergangenen Woche erneut aufgrund der Erwartung einer großen Ernte 2019 und des festeren Wechselkurses des Rubels. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung im April sank u um $4 auf $222/Tonne FOB, meldet das russische Agrarberatungsunternehmen IKAR. IKAR Analyst Dmitry Rylko kann sich demnach einen noch deutlicheren Rückgang vorstellen. Das Agrarberatungsunternehmen SovEcon meldet einen Preisrückgang von $2,50 auf 223/Tonne, verglichen mit einem Rückgang von $10 in der vergangenen Woche.  Der gestiegene Wechselkurs des Rubels belastet den Export. Seit dem 1. Juli bis zum 14. März exportierte Russland 35,4 Mio. Tonnen Getreide (unverändert zur Vorjahresperiode). Darunter waren 29,7 Mio. Tonnen Weizen (+5%). Der Inlandspreis für Weizen der Klasse-III blieb Ende vergangener Woche unverändert bei 12.000 Rubel ($187,04)/Tonne ex works.

18.03.2019 Ukraine: Getreideexporte sind vergangene Woche gestiegen

Die Exporte ukrainischen Getreides über Seehäfen erreichten in der Woche vom 8. – 15. März ein Volumen von 987.000 Tonnen. Das ist ein Anstieg zur Vorwoche, als 881.000 Tonnen Getreide versendet wurden.
Die Mais-Exporte stiegen von 681.000 Tonnen in der Vorwoche auf 899.000 Tonnen, während sich die Weizenexporte rückläufig entwickelten von 200.000 Tonnen auf nur noch 88.000 Tonnen.
Hauptsächlich exportiert die Ukraine ihr Getreide nach China, Ägypten und Deutschland.
Bisher wurden nach Angaben von APK-Inform insgesamt 30,4 Mio. Tonnen Weizen, Mais und Gerste im laufenden Wirtschaftsjahr 2018/19 (Juli bis Juni) exportiert. Das ist ein Anstieg zur vorherigen Periode 2018/18, als 24,9 Mio. Tonnen im selben Zeitraum exportiert wurden.
Die aktuellen Exporte beinhalten 16,8 Mio. Tonnen Mais, 10,9 Mio. Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste.
Im vergangenen Jahr wurde die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide geerntet und die Exporte erreichten ein Volumen von über 49 Mio. Tonnen.

18.03.2019 COT-Bericht (Commitments of Traders)
Institutionelle Anleger reduzierten zwischen dem 05.03.19 und dem 12.03.19 das Netto-Short-Engagement beim SRW-Weizen minimal um 418 Kontrakte auf 72.148 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen bestätigt. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung sehr kräftig fort. Von 176.777 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestand auf das Allzeit-Tief von 257.965 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde ausgebaut um 81.188 Lots von 50.302 auf 90.197 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 12. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
18.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures in Chicago beendeten den Handelstag am Freitag mit deutlichen Gewinnen. Shortabdeckungen (Short Covering) zum Ende der Woche gaben dem Markt Unterstützung. In der vergangenen Woche stieg der Kurs um 4,7%. Die Winterweizenbestände in den Vereinigten Staaten befinden sich zum Ende der Winterruhe in einer kritischen, anfälligen Phase. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT mit Verlusten. An der Euronext in Paris konnte nur der Frontmonat Mai 19 den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und schloss auf einem 2-Wochen-Hoch. Die Termine der neuen Ernte gaben hingegen alle nach. Der gestiegene Wechselkurs des Euro zum US-Dollar und die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen belasten hierzulande den Markt. In Frankreich treibt die Exportnachfrage den Markt an und Händler haben zum Teil Schwierigkeiten, angesichts der begrenzten Abgabebereitschaft, Getreide zu beschaffen. Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer attestierte am Freitag in seinem wöchentlichen Update 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. März eine gute bis exzellente Verfassung (Vorwoche: 86%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 80% der Winterweizenbestände das höchste Rating. 

18.03.2019 Weizenfutures handeln aufgrund guter Versorgungslage mit Verlusten
Die Weizenfutures in Chicago handeln heute Morgen aufgrund der guten Versorgungslage am Weltmarkt mit Verlusten. Die vorherigen drei Sitzungen beendeten sie hingegen mit Kursgewinnen. Short-Abdeckungen (Short Covering) stützten den Preis. Der Markt wird zwar hauptsächlich getrieben durch technische Faktoren, das große Weltmarktangebot begrenzte aber einen stärkeren Anstieg. In der Ukraine sind die Export-Quoten für Mahlweizen (insgesamt 8 Mio. Tonnen) mit 7,7 Mio. Tonnen nahezu ausgeschöpft. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 7.000 Lots CBoT SRW-Weizen.
15.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat ist auf 11% der geplanten Anbaufläche erfolgt

Ukraines Landwirte haben bisher Sommergetreide auf einer Fläche von 258.000 Hektar bzw. auf 11% der geplanten Flächen ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium.
Insgesamt wird eine Aussaatfläche für Sommergetreide von 2,284 Mio. Hektar erwartet. Darin enthalten sind 175.000 Hektar Sommerweizen und 1,572 Mio. Hektar Sommergerste.

15.03.2019 FranceAgriMer: Zustand der Wintergetreidebestände wenig verändert

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem wöchentlichen Update 85% der Winterweizenbestände in Frankreich per 11. März eine gute bis exzellente Verfassung attestiert (Vorwoche: 86%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 80% der Winterweizenbestände das höchste Rating.
Bei der Wintergerste befinden sich demnach 81% der Bestände in Top-Verfassung. Das ist ein Anstieg um einen Prozentpunkt zur Vorwoche.
FranceAgriMer schätzt zudem, dass die Sommergerste-Aussaat auf 97% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der vergangenen Woche waren es 96%.

15.03.2019 Getreidemail

Weitere Shortabdeckungen (Short Covering) sorgten gestern bei den Weizenfutures in Chicago für Kursgewinne. In dieser Woche stieg der CBoT-SRW Frontmonat Mai bisher um 2,7%, das ist der größte Anstieg seit Anfang Dezember. Schwache US-Weizenexporte und das weltweit große Angebot belasteten hingegen den Markt. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt nur 346.000 Tonnen US-Weizen deutlich hinter den Markterwartungen von 450.000 - 750.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und beendeten den Handelstag ebenfalls mit Gewinnen. FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der EU im Vermarktungsjahr 2018/19 um 7% von 8,85 Mio. Tonnen auf 9,5 Mio. Tonnen. Deutschlands Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV um 19,4% zum Vorjahr auf 24,2 Mio. Tonnen steigen. In der Ukraine befinden sich 87% der Wintergetreidebestände in guter bis befriedigender Verfassung. Algerien kaufte gestern 450.000 Tonnen Weizen zu Preisen zwischen $231,50 und $234/Tonne c&f. Händler glauben, dass hauptsächlich Weizen aus Frankreich gekauft wurde.

15.03.2019 US-Weizenexporte bleiben hinter den Erwartungen zurück

Auch wenn die CBoT-Weizenfutures zur Stunde geringfügig schwächer handeln, werden sie heute wohl ihren größten Wochengewinn seit drei Monaten verbuchen.
Händler deckten ihre Short-Position ein und stützten damit die Kurse obwohl es am Weltmarkt ein reichliches Weizenangebot gibt.
US-Exporteure meldeten für die zurückliegende Woche die Ausfuhr von 346.000 Tonnen Weizen und damit weniger, als die 450.000 Tonnen, die vom Markt erwartet worden waren.

14.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten weiter auf fallende Kurse

Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse. Der Bestand von 9.476 Netto-Short-Positionen per 1. März wurde in der Woche bis zum 8. März auf 15.702 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report. Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihren Bestand. Nach 23.044 Netto-Short-Kontrakten per 1. März waren es per 8. März 22.719 Netto-Long-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 72,7% (Vorwoche: 60,6%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 15,3% (Vorwoche: 19,2%).
88% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 80%).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen Mais Rapssaat

14.03.2019 Weizenanbau in Argentinien wird seit vier Jahren ausgeweitet

Landwirtschaftsexperten in Argentinien gehen davon aus, dass die Weizenanbaufläche des südamerikanischen Landes für die Ernte 2019/20 ausgeweitet wird. Das könnte dazu führen, dass von dort eine weitere große Ernte an den Markt kommt.
Die Anbaufläche wird von Farmern und Analysten jetzt auf 6,9 Mio. Hektar geschätzt. Es wäre die vierte Ausweitung der Anbaufläche in Folge. Im letzten Jahr war die Anbaufläche noch 6,3 Mio. Hektar groß und es kam eine Ernte von 19,5 Mio. Tonnen zusammen.
Argentinien ist einer der Top-10 Weizenexporteure der Welt. Der Löwenanteil der Exporte geht ins Nachbarland Brasilien. Zuletzt waren es Ausfuhren im Wert von 3,2 Mrd. USD. Die Farmer im Großraum von Buenos Aires jubeln bereits, denn sie gehen davon aus, dass die nächste Saison eine sehr gute sein wird. Während der Weizenanbau steigt, werden weniger Sojabohnen angebaut.
Der Weizenpreis in Argentinien wird heute mit 180 USD/Tonnen genannt, ungefähr auf Vorjahresniveau, vor einem Monat waren es sogar noch 205 USD/Tonne. So ist der Weizenanbau in Argentinien eine gute Alternative zur Sojabohne und zum Mais. Zumal die diesjährige Ernte und deren Qualität spektakulär gut ausfielen.
Ergiebige Regenfälle in den vergangenen Wochen in den zentralen Anbauregionen für Weizen sorgen für eine gut ausreichende Bodenfeuchte.

14.03.2019 DRV erwartet kräftigen Anstieg der Weizenernte in Deutschland

Deutschlands Weizenernte 2019 wird nach Schätzungen des DRV (Deutscher Raiffeisenverband e.V.) um 19,4% zum Vorjahr auf 24,2 Mio. Tonnen steigen. Das teilte der Verband heute in seiner ersten Prognose zur neuen Ernte 2019 mit.
Die Ernte 2018 litt unter einer lang anhaltenden Hitzewelle und einer schweren Trockenheit. Der ungewöhnlich milde Winter hat allerdings dazu geführt, dass die Anbaufläche für Winterweizen ausgeweitet wurde, so der DRV.
Deutschland ist der zweitgrößte Weizenproduzent in der Europäischen Union hinter Frankreich.
Auch bei der Rapssaat, Europas Hauptölsaat zur Speiseöl- und Biodieselproduktion, steht Deutschland mit Frankreich in starkem Wettbewerb um die Position des größten Rapssaatproduzenten in der Europäischen Union. Der DRV erwartet einen Rückgang der Rapssaaternte um 13% auf 3,19 Mio. Tonnen. Rapssaat litt unter der Trockenheit im Herbst, die zu geringeren Anbauflächen führte. Die Anbaufläche sinkt um 25,1% auf 917.000 Hektar.
Das Getreide kam gut durch den Winter ohne signifikante Schäden. Erste Anzeichen lassen eine solide Entwicklung der Weizenernte in diesem Jahr erwarten. Alle Getreidearten werden Erträge liefern, die voraussichtlich im 5-Jahres-Durchschnitt liegen werden, insbesondere vor dem Hintergrund der schwachen Ernte im vergangenen Jahr.
Die Sommergetreide-Aussaat hat aufgrund des milden Winters in diesem Jahr früh begonnen. In Teilen von West- und Südwest-Deutschland ist sie nahezu abgeschlossen. Damit ist die Aussaat über drei Wochen früher dran, als in „normalen Jahren“. Niederschläge in den vergangenen Tagen haben die Aussaat in Nord- und Ostdeutschland allerdings zum Erliegen gebracht.
Die Anbaufläche für Wintergerste, hauptsächlich verwandt zur Herstellung von Tierfutter, steigt um 33,9% zum Vorjahr auf 9,87 Mio. Tonnen. Für Sommergerste, die hauptsächlich für die Malz und Bierproduktion genutzt wird, fällt die erwartete Anbaufläche um 6,8% zum Vorjahr auf 2,05 Mio. Tonnen.
Der Maisanbau wird nach Schätzungen des DRV um 27,2% auf 4,25 Mio. Tonnen steigen.

 

14.03.2019 US-Export-Sales: Schwache Weizenexporte

14.03.2019 Algerien kauft 450.000 Tonnen Weizen
Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat über 450.000 Tonnen Weizen im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zu Preisen zwischen $231,50 und $234/Tonne c&f gekauft, berichten europäische Händler.
Ausgeschrieben war Weizen optionaler Herkunft und Händler glauben, dass hauptsächlich Weizen aus Frankreich gekauft wurde.
Algerien ist ein Schlüsselmarkt für Weizen aus der Europäischen Union und Frankreich der Hauptlieferant. Im Januar war Frankreich der größte Weizenlieferant für Algerien. Französiche Exporteure hoffen, von der aktuellen Ausschreibung zu profitieren.
Gesucht wurden nominal 50.000 Tonnen Weizen für die Lieferzeiträume 16.-30. April und 1. - 15. Mai.
Algerien veröffentlicht die Ergebnisse seiner Ausschreibungen nicht, es handelt sich jeweils um Schätzungen von Analysten.
Zuletzt kaufte Algerien im Rahmen eines Weizentenders am 14. Februar rund 600.000 Tonnen Weizen, gesucht wurde wie gewohnt die Standartmenge von 50.000 Tonnen.
In einer separaten Ausschreibung kaufte OAIC am 8. März 300.000 Tonnen Durum-Weizen.
14.03.2019 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Gewinnen vom Vortag belasteten gestern die Weizenfutures in Chicago. Begrenzt war der Rückgang aufgrund der Befürchtung, dass Fondsgesellschaften in den kommenden Wochen einen Teil ihres massiven Bestands an Short-Positionen schließen könnten (Short-Covering). Heute um 13.30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 450.000 - 750.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 5.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen mit Aufschlägen. An der Euronext in Paris stemmten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit leichten Gewinnen. FranceAgriMer erhöhte die Prognose für Frankreichs Weizenexporte in Drittländer in der Saison 2018/19 auf 9,5 Mio. Tonnen an (vorher: 8,85 Mio. Tonnen). Die Weichweizen-Endbestände in Frankreich sollen demnach zum 30. Juni 2019 auf 2,4 Mio. Tonnen sinken (Vormonats-Prognose: 3 Mio. Tonnen). Tunesien kaufte gestern 92.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft. Die geschätzten Preise ($230 - $235/Tonne c&f) deuten darauf hin, dass der Weizen aus Westeuropa geliefert wird. Händler erwarten am späten Nachmittag die Ergebnisse des Algerien-Tenders.

14.03.2019 Weizenkurse steigen aufgrund von Short-Abdeckungen

In der aktuellen Nachtbörse am CBoT steigen die Weizenkurse weiter; vermutlich weil die Fondsgesellschaften ihre Short-Positionen liquidieren obwohl das weltweite Weizenangebot weiterhin sehr groß ist.
Die Investmentfonds halten für diese Jahreszeit außergewöhnlich viele Short-Positionen in Agrarfutures. Die wollte man glattstellen, wenn die Feldarbeiten in Gang kommen. Nun ist es aber in den USA auf den Feldern nass und die Bodentemperaturen sind recht niedrig.
Für Händler in Fernostasien ist es klar, dass der Kursanstieg beim Weizen ausschließlich von Fondskäufen verursacht wird. Sie wissen aber, dass die weltweite Versorgungslage sehr komfortabel ist. Die nächste Ernte in Europa und am Schwarzen Meer sieht sehr gut aus. Deshalb hatten die Fonds in den letzten Monaten viele Short-Positionen in ihre Bücher genommen.
Die Hoffnung auf bessere Weizenexporte aus den USA hat sich aber noch nicht erfüllt, da aus dem Schwarzmeerraum und Westeuropa der Wettbewerb sehr groß ist. Schwarzmeerweizen hat inzwischen viele Käufer in Asien gefunden, wo eigentlich die USA Stammlieferant sind.

13.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaatfläche 2019 bei 2,3 Mio. Hektar

In der Ukraine wird in diesem Jahr Sommergetreide auf einer Fläche von 2,284 Mio. Hektar ausgesät.
Darin enthalten sind u.a. Anbauflächen von 175.000 Hektar Sommerweizen, 1,571 Mio. Hektar Sommergerste und 357.000 Hektar Erbsen.

13.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 34,3 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 34,3 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium. In der letzten Saison 2017/18 waren es zum selben Zeitpunkt 27,9 Mio. Tonnen.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 13. März in einem Gesamtvolumen von 17,6 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,8 Mio. Tonnen.

13.03.2019 Südkorea sucht Weizen aus den USA und Australien

Eine Gruppe südkoreanischer Mühlen hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen aus den Vereinigten Staaten (Lieferung: 16. Juli bis 15. August) und 30.800 Tonnen Weizen aus Australien (Lieferung: 19. Juni und 19. Juli) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 14. März.

13.03.2019 Schwarzmeerweizen in Asien erfolgreich – Konkurrenz für US-Weizenexporte
Die Exporteure von Schwarzmeerweizen konnten ihre Verkäufe aus der letzten Ernte nach Asien erneut steigern, was zulasten des Angebots aus den USA und Argentinien geht. Beide Länder hatten damit gerechnet, im zweiten Quartal 2019 mehr Weizen am Weltmarkt absetzen zu können.
In diesem Jahr sanken die Weizenkurse am CBoT um mehr als 10% und damit verlieren sie mehr als die Hälfte der Kurssteigerungen nach der letztjährigen Ernte. US-Exporteure machten sich Hoffnungen auf eine starke weltweite Nachfrage nach US-Weizen ab Q2/19.
Nach einer kurzen Schwächephase beim Export konnten die Exporteure am Schwarzmeer wieder mehr Weizen nach Asien verkaufen. Die Offerten aus der Ukraine und Russland sind in Asien zurzeit sehr günstig.
Müller in Asien hatten damit gerechnet, dass die Exporte aus dem Schwarzmeerraum, also aus Russland und der Ukraine, im ersten Quartal 2019 auslaufen würden, da nach der Ernte in 2018 von dort ein hektisches Exportgeschäft gemeldet wurde. Im Anschluss daran könnte US-Weizen und Weizen aus Argentinien zum Zuge kommen.
Tatsächlich stiegen die Weizenexporte aus Argentinien Anfang Januar an, weil Australiens Getreideernte nach eine Trockenheit enttäuschte. Nun sind aber die Russen und die Ukrainer wieder am Zug. Asien ist weltweit der bedeutendste Konsument und Importeur von Weizen.
Für russischen alterntigen Weizen mit 11,5% Protein sind die Preise c&f Indonesien auf jetzt auf 250 von 270 im Januar USD/Tonnen gesunken. Russland hatte Ende Februar noch exportfähige Weizenüberschüsse von 4-5 Mio. Tonnen alterntigen Weizen.
In der letzten Woche hob das USDA seine Schätzung für die US-Weizenendbestände auf 28,72 Mio. Tonnen von 27,5 Mio. Tonnen an. Die Schätzung der US-Weizenexporte sank von 27,22 Mio. Tonnen auf 26,26 Mio. Tonnen.
Getreidekäufer in Asien interessieren sich auch bereits für Schwarzmeerweizen der nächsten Ernte. Es wird von einem Abschluss zur Weizenlieferung im August nach Indonesien über 200.000 Tonnen für 215 USD/Tonnen c&f berichtet. Mit diesen Käufen können die Müller in Asien gute Margen erzielen und sind an weiteren Offerten interessiert.
13.03.2019 FranceAgriMer hebt Prognose für Frankreichs Weizenexporte an

FranceAgriMer hebt seine Prognose die Frankreichs Weizenexporte der Saison 2018/19 in Drittländer auf 9,5 Mio. Tonnen an (Vormonat: 8,85 Mio. Tonnen). Die Endbestände von Weichweizen in Frankreich am 30.06.2019 sollen demnach auf 2,4 Mio. Tonnen sinken (Vormonatsprognose: 3 Mio. Tonnen).
Die französischen Maisexporte in andere EU-Länder kommen auf 4 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,2 Mio. Tonnen), sodass die Endbestände von 2,2 im Vormonat auf jetzt 2,4 Mio. Tonnen geschätzt werden.
Frankreichs Gerstenexporte der Vermarktungssaison 2018/19 in Drittländer sollen jetzt 2,6 Mio. Tonnen betragen, nach der Prognose vom Februar, als man noch von 2,9 Mio. Tonnen ausging. Die Endbestände kommen dann auf 1,8 Mio. Tonnen nach 1,5 Mio. Tonnen im Februar geschätzt.

13.03.2019 Getreidemail

Die Weizenfutures an der Chicago Board of Trade waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und konnten um 5,5% zulegen. HRW-Weizen und Minneapolis-Sommerweizen legten ebenfalls kräftig zu. Technische Käufe und Shortabdeckungen (Short-Covering) gaben dem Markt Auftrieb. Das USDA meldete Steigerungen bei den wöchentlichen Ratings für Winterweizen in den Bundesstaaten Kansas (+2%) und Oklahoma (+3%). Im Bundesstaat Texas sank der Anteil der Bestände mit Top-Bewertung hingegen um 8%. Institutionelle Anleger kauften gestern 10.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures gestern von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und legten auf allen Terminen deutlich zu. Für Auftrieb sorgten auch Weizen-Ausschreibungen aus Tunesien und Algerien, deren Angebotsfristen heute enden. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März auf €6,00 über Paris Mai 19. Heute veröffentlicht das Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer den monatlichen Angebots- und Nachfrage-Bericht für Frankreich. Händler warten mit Spannung auf die Export-Prognose für französischen Weizen.

13.03.2019 Chicago-Weizenfutures sinken nach größter Tages-Rally seit 7 Monaten wieder

Heute Morgen geben die CBoT-Weizenkurse einen Teil ihrer gestrigen Gewinne wieder ab. Es ist wohl eine kleine Verschnaufpause nach dem höchsten Tagesgewinn seit sieben Monaten. Grund dafür waren Short-Abdeckungen der Investmentfonds sowie ein technischer Handel.
Händler in Sydney kommentieren heute Morgen, dass der Weizenkurs in den letzten Wochen wohl zu sehr in den Keller gerutscht ist und dass nun gestern eine Rally auslöste, als Fonds sich von ihren Wetten auf fallende Preise trennten. Der Angebotsdruck am Kassamarkt dürfte aber viel höhere Kurse verhindern aber es sei wichtig, dass der Abwärtstrend erst einmal beendet ist.
Ein Reuters Marktanalyst sieht den Frontmonat allerdings bis auf 4,64 USD/Bushel weiter steigen.
Das USDA bewertete die Winterweizenbestände in Kansas um 2%-punkte besser als vor einer Woche. 53% der Weizenbestände seien in einem Top-Zustand (good-to-excellent).

12.03.2019 Tunesien sucht Durum, Weichweizen und Futtergerste
Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 42.000 Tonnen Durum-Weizen (1 x 25.000 Tonnen + 1 x 17.000 Tonnen zur Lieferung 15. April bis 15. Mai), 92.000 Tonnen Weichweizen (3 x 25.000 Tonnen und 1 x 17.000 Tonnen zur Lieferung 15. April bis 25. Mai) und 75.000 Tonnen Futtergerste (3 x 25.000 Tonnen zur Lieferung 15. August bis 5. November) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13. März.
Zuletzt kaufte Tunesien am 25. Februar 75.000 Tonnen Futtergerste.
Gestern fielen die Weizenpreise in Paris auf ein Neun-Monats-Tief aufgrund der Sorgen über die schwache Nachfrage nach Weizen aus Westeuropa.
12.03.2019 Getreidemail

Die US-Weizenfutures mussten gestern erneut kräftige Verluste hinnehmen, schlossen über alle Fälligkeiten mit Verlusten und erreichten neue Tiefststände. Der neue Frontmonat Mai verlor 2,5% an Wert und schloss auf dem niedrigsten Stand seit dem 24. Januar. Importeuren bietet sich derzeit eine Fülle günstiger Optionen. Mit 592.001 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspections im Rahmen der Markterwartungen von 450.000 bis 650.000 Tonnen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 6.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Kursaufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures der negativen Stimmung aus Übersee nicht entziehen und schlossen ebenfalls auf breiter Front mit Verlusten. Händler warten mit Spannung auf das Ergebnis der Ausschreibung Algeriens zum Kauf von 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Es wird zudem genau beobachet, ob Algier sein monatliches Volumen von 500.000 Tonnen kauft oder ob es sich angesichts der politischen Spannungen um zusätzliche Sicherheitskäufe handelt. Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €7,00 über Paris Mai 19.

12.03.2019 Stabile Weizenkurse am CBoT nach heftigen Verlusten

In der aktuellen Nachtbörse am CBoT können sich die Kurse der Weizenfutures befestigen, aber die Börse handelt nicht weit entfernt von ihrem 14-Monats-Tief, das sie gestern erreicht hatte. Das große Angebot am Weltmarkt sowie Verkäufer der Fonds belasten die Preise.
Rohstofffonds waren an der CBoT wieder einmal die großen Verkäufer von Terminkontrakten auf Weizen, Sojabohnen und Sojaschrot. Die weltweite Nachfrage nach Weizen bleibt hinter den Erwartungen zurück und der Wettbewerb unter den Überschussregionen drückt die Preise. Außerdem wird in Europa und am Schwarzen Meer eine gute Ernte erwartet.
Das USDA berichtete gestern, dass in der Woche bis zum 7. März 592.001 Tonnen US-Weizen ausgeführt wurden, das wurde vom Markt auch so erwartet. Die Sprecherin des Weißen Hauses in Washington Sarah Sanders sagt gestern, dass es noch keinen Termin für ein Treffen zwischen Donald Trump und Xi Jinping gibt; die Verhandlungen über ein bilaterales Handelsabkommen halten noch an.

11.03.2019 Russland: Preise für Exportweizen stabilisieren sich

Die mangelnde Abgabebereitschaft für Exportweizen am lokalen Markt in Russland hat den jüngsten Preisrückgang gestoppt und stützt die Preise gegenwärtig, meldet der russische Analyst IKAR.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5% Protein zur Lieferung Ende März kostete Ende letzter Woche laut IKAR etwa $226/Tonne FOB. Das ist unverändert zur Vorwoche.
Die Verkäufe sind bei 226 US-Dollar fast zum Erliegen gekommen, so IKAR-Chef Dmitry Rylko. Er fügte hinzu, dass die Landwirte nicht bereit wären, den Weizen der alten Ernte so billig zu verkaufen.
Russland exportierte seit dem Start der Vermarktungsperiode 2018/19 (Juli bis Juni) per 7. März 34,8 Mio. Tonnen Getreide, darunter 29,3 Mio. Tonnen Weizen (+5% zum Vorjahr).
Der Preis für Klasse-3-Weizen auf dem lokalen russischen Markt im europäischen Teil Russlands gab um 75 Rubel auf 12.000 Rubel /Tonne nach ($182).

11.03.2019 EU-Weizenexporte 11% hinter Vorjahr

Die EU-Weichweizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2018/19 erreichten per 10. März ein Volumen von 12,5 Mio. Tonnen versus 14,0 Mio. Tonnen zum selben Zeitpunkt im vergangenen Jahr. Das meldet die EU-Kommission. Gerste wurde in einem Volumen von 3,2 Mio. Tonnen exportiert (-23% zum Vorjahr). Die Maisimporte hingegen stiegen an auf 17,2 Mio. Tonnen. Das ist ein Anstieg zum Vorjahr um +42%.

11.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat auf bisher 159.000 Hektar abgeschlossen.

In der Ukraine wurde bisher Sommergetreide auf einer Fläche von 159.000 Hektar ausgesät. Das sind 7% der geplanten Gesamtfläche. Gerste wurde auf eine Fläche von 103.000 Hektar ausgesät, außerdem Erbsen auf 48.000 Hektar und Weizen auf 6.000 Hektar.

11.03.2019 Weizenimporte: Ägypten will seine Liste der Lieferländer erweitern

Ägyptens Versorgungsminister Ali Moselhy möchte mehr Länder zur Weizenlieferung zulassen und damit die Herkunftsländer erweitern.
Das nordafrikanische Land ist mit 7 Mio. Tonnen der größte Weizenimporteur weltweit. Das bevölkerungsreiche Land konsumiert 16-18 Mio. Tonnen Weizen im Jahr.
Auf einer Getreidekonferenz in Kairo sagte Moselhy, dass man zukünftig mehr mit den weltweit operierenden Getreidehändlern zusammen arbeiten wolle um „realistische“ Spezifikationen für seine Importe zu definieren. In diesem Zusammenhang wolle man auch eine größere Anzahl von Lieferländern zulassen.
Am Weizenmarkt seien Angebot und Nachfrage derzeit ausgeglichen, so die Meinung des Ministers.

11.03.2019 Ausstieg der EU aus Palmölimporten verletzt internationale Handelsabkommen

Die Pläne der Europäischen Union, ihre Palmölimporte aus Umweltschutzgründen zu begrenzen, entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage und brechen zudem das internationale Handelsrecht. So ein Statement der malaysischen staatlichen Marketing Agentur am Freitag.
Malaysia ist weltweit der zweitgrößte Palmölproduzent und hat 40% Marktanteile und zusammen mit der Nr. 1 Indonesien sowie weiteren Palmölproduzierenden Ländern verlangt man von der EU, ihre Pläne aufzugeben.
Die EU-Kommission will die Produktion von Biodiesel aus Palmöl auslaufen lassen, weil man glaubt, dass die Palmölproduktion die Abholzung von Tropenwäldern fördert. Damit will die EU ihre Klimaschutzziele erreichen.
Auf die Gesetzesinitiative der Brüsseler Kommission können bis Freitag dieser Woche Einwendungen vorgelegt werden. Die Anhörung soll bis zum 14. März abgeschlossen werden und dann folgen zwei Monate der Revision, um möglicherweise die Pläne zu überarbeiten.
Die Kommission hat in ihrem Gesetzentwurf nicht die Auswirkungen auf den Handel berücksichtigt und ihre Entscheidung mit einer willkürlich selektierten Datengrundlage begründet. Das wendet das malaysische Palm Oil Council (MPOC) bei der EU-Kommission ein.
Der Vorschlag basiert nicht auf eine vernünftige, genaue und umfassende wissenschaftliche Grundlage, dabei gefährdet der methodische Ansatz die Schlussfolgerung. Die Einwendungen kritisieren den Referenzzeitraum 2008-2016, mit dem die EU-Kommission ihre wissenschaftliche Modellrechnung erstellt hat. Der willkürlich festgelegte Zeitraum weist auf eine, im Vergleich zu Weizen, Mais und Sojabohnen, unverhältnismäßig hohen Palmölproduktion hin. Die Gesamtanbaufläche der Welt sei viel kleiner als die der drei genannten Feldfrüchte.
Die EU verletzt die WTO Verpflichtungen mach dem allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, sowie einige Elemente des Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen GATT.

11.03.2019 COT-Bericht: Bärische Stimmung an der CBOT setzt sich fort
Institutionelle Anleger erhöhten zwischen dem 26.02.19 und dem 05.03.19 den Bestand der Short-Positionen beim SRW-Weizen um 13.882 Kontrakte auf 72.449 Netto-Short-Positionen. Die Anlegergruppe der "Institutionellen Anleger" hat damit ihre überwiegend bärische Stimmung beim Weizen unterstrichen. Das geht aus dem COT-Report des US-Landwirtschaftsministeriums hervor, der Freitag Abend nach Handelsschluss in Chicago veröffentlicht wurde. Beim Mais setzte sich die negative Stimmung ebenfalls fort. Von 104.459 Netto-Short-Positionen in der vergangenen Woche erhöhte diese Anlegergruppe den Bestnad auf 176.777 Netto-Short-Positionen.
Auch bei den Sojabohnen ist die Stimmung bärisch. Der Bestand wurde ausgebaut um 14.320 Lots auf 50.302 Netto-Short-Positionen.
Da der Bericht immer mit einer Verzögerung von fast einer Woche von der CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht wird, finden alle Veränderungen nach dem 5. März in diesem Update keine Berücksichtigung. In unserem Nachrichtenticker veröffentlichen wir aus diesem Grund täglich die Schätzungen der Positionsveränderungen "Institutioneller Anleger".  Bei den täglichen Schätzungen werden Optionen allerdings nicht berücksichtigt!
11.03.2019 Algerien sucht Mahlweizen am Weltmarkt

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat einen internationalen Tender zum Kauf von (nominal) 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im April/Mai ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13 März. Gewöhnlich kauft Algerien letztendlich größere Mengen, als ursprünglich ausgeschrieben werden.

11.03.2019 Getreidemail

Technische Käufe und Shortabdeckungen (Short-Covering) stoppten am Freitag in Chicago den tagelangen Abwärtstrend. Die komfortable Versorgungslage sowohl in den Vereinigten Staaten als auch weltweit belastet hingegen den Markt. Das US-Landwirtswirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichte am Freitag den monatlichen WASDE-Report. Mit 270,53 Mio. Tonnen Weizen fiel die Schätzung der globalen Weizenbestände zum Ende der Saison 2018/19 höher aus, als erwartet (267,47 Mio. Tonnen). Auch die Schätzung der US-Endbestände lag mit 1,055 Mrd. Bushel Weizen über den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt 1,020 Mrd. Bushel erwarteten. Das USDA senkte die Prognose der US-Weizenexporte 2018/19 von 1,0 Mrd. Bushel (Februar-Schätzung) auf 0,965 Mrd. Bushel. Institutionelle Anleger kauften am Freitag 2.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Heute Morgen handelt die eCBoT etwas fester. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris schlossen auf den Terminen der neuen Ernte uneinheitlich, während die Termine der alten Ernte erneut Verluste hinnehmen mussten. Der Getreidelobbyist Coceral erwartet einen deutlichen Anstieg der Weizenernte 2019 auf 139,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 127,4 Mio. Tonnen). 86% der Winterweizenbestände in Frankreich befanden sich per 4. März in Top-Verfassung meldet FranceAgriMer(Vorwoche: 85% / Vorjahr: 81%). Am Kassamarkt in Hamburg blieben die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März unverändert bei €7,00 über Paris Mai 19.

08.03.2019 Algerien kaufte über 300.000 Tonnen Durum Weizen

Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 300.000 Tonnen Durum Weizen zum Preis von rund $282 - $283/Tonne c&f gekauft, melden europäische Händler.
Die Ausschreibung lautet auf Durum-Weizen optionaler Herkunft, wahrscheinlich wird die Ware hauptsächlich aus Kanada und eine Teilmenge möglicherweise aus den Vereinigten Staaten geliefert.
Einige Händler schätzten die gekaufte Menge sogar auf 400.000 Tonnen und den Preis auf rund $285/Tonne c&f.
Die Angebotsfrist endete am Dienstag und die Offerten mussten eine Gültigkeit bis Mittwoch aufweisen. Gesucht wurde Durum-Weizen zur Lieferung im April.
Algerien veröffentlicht grundsätzlich keine Ausschreibungsergebnisse, Meldungen über Mengen und Preise basieren auf Schätzungen von Marktteilnehmern.

08.03.2019 Beste Startbedingungen für eine gute EU-Weizenernte

Die ungewöhnlich warmen Temperaturen in Europa sorgen für beste Startbedingungen für die nächste Getreideernte. Frostschäden hat es kaum irgendwo gegeben. Außerdem konnten bereits die ersten Düngergaben gestreut werden, die dem Weizen einen frühen Schub verleihen.
Obwohl die Gefahr von Wechselfrösten noch nicht vorbei ist, steigt die Wahrscheinlichkeit einer guten Ernte, vieles hängt aber noch von dem Wetter im Frühling und im Sommer ab.
Eine größere Ernte in diesem Sommer könnte dazu beitragen, dass die Vorräte nach einer kleinen Ernte in 2018 wieder aufgefüllt werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der Unwägbarkeiten eines nahenden Brexits.
In Frankreich, dem größten Weizenproduzenten der EU, ist der Weizen meist in guter Verfassung. Es werden gute Erträge erwartet und die Anbaufläche wurde ausgeweitet. Es war der wärmste Februar überhaupt und der Regen der letzten Tage ist sehr willkommen. Aktuell geht man also noch von ordentlichen Erträgen für Weizen und Gerste aus. Ein plötzlicher Kälteeinbruch gleich nach dem ersten Wachstumsschub könnte sich aber negativ auswirken. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die Bauern dort für die Ernte 2019 fünf Mio. Hektar mit Winterweizen bestellt haben. Das sind 2,9% mehr als in der letzten Saison.
In Deutschland, wo Europas zweitgrößte Weizenernte erwartet wird, hat sich der Weizen nach der Winterruhe zwei bis vier Wochen früher entwickelt und zeigt bereits ein starkes Wachstum. In einigen Regionen klagen die Bauern noch über zu trockene Böden und dort ist das Getreide auch noch für Frostschäden anfällig. Insgesamt ist das Wintergetreide hierzulande aber in bestem Zustand. Die deutsche Winterweizenfläche wurde um 4,6% auf 3 Mio. Hektar ausgeweitet.
Die Nr. 3 der Weizenproduzenten in Europa ist Großbritannien, wo der Weizen auch sehr gut steht. Die ersten Düngegaben konnten die Farmer frühzeitig verteilen und der Regen dieser Tage war ebenfalls sehr hilfreich für eine gute Pflanzenentwicklung. Die Anbaufläche wurde um 4% auf ein 5-Jahres-Hoch gesteigert und damit auf 1,86 Mio. Hektar ausgeweitet.
Nun folgt Polen, wo der Winterweizen ebenfalls ein gutes Bild abgibt, weil es auch dort keine extremen Fröste gab. Es gibt nur wenige Meldungen über Auswinterungen und es wurden dort 2 % mehr Ackerflächen mit Winterweizen auf rund 2 Mio. Hektar bestellt. Die wenigen Auswinterungen sind so harmlos, dass man keine Flächen umbrechen musste, um Sommergetreide zu säen.

08.03.2019 FranceAgriMer: Zustand der Wintergetreidebestände verbessert sich

Das französische Agrarberatungsunternehmen FranceAgriMer hat in seinem wöchentlichen Update 86% der Winterweizenbestände in Frankreich per 4. März eine gute bis exzellente Verfassung attestiert (Vorwoche: 85%). Zur selben Zeit im vergangenen Jahr erhielten 81% der Winterweizenbestände das höchste Rating.
Bei der Wintergerste befinden sich demnach 80% der Bestände in Top-Verfassung. Das ist unverändert zur Vorwoche.
FranceAgriMer schätzt zudem, dass die Sommergerste-Aussaat auf 93% der geplanten Flächen abgeschlossen ist. In der vergangenen Woche waren es 73% und im vergangenen Jahr gerade einmal 28%.

08.03.2019 Coceral erwartet kräftigen Anstieg der EU-Weizenernte

Der Getreidelobbyist Coceral hat seine Prognose für das Erntejahr 2019 veröffentlicht. Coceral erwartet einen deutlichen Anstieg der Weizenernte auf 139,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 127,4 Mio. Tonnen).
Die Schätzung liegt aber unterhalb der am Montag veröffentlichten Schätzung der EU-Kommission, die eine Weizenernte in einem Volumen von 140,8 Mio. Tonnen erwartet.
Ein Anstieg wird auch bei der Gerste-Ernte erwartet. Nach 56,1 Mio. Tonnen im vergangenen Jahr, könnte die Ernte in diesem Jahr 59,4 Mio. Tonnen Gerste ergeben. Auch die Maisernte könnte demnach steigen, allerdings in einem etwas kleineren Rahmen. Im vergangenen Jahr wurden 60,1 Mio. Tonnen Mais geerntet, in diesem Jahr können es 61 Mio. Tonnen sein.
Einen Rückgang erwartet Coceral bei der Rapssaaternte von 19,7 Mio. Tonnen im Vorjahr auf 18,5 Mio. Tonnen. Als Hauptgrund die kleinere Aussaatfläche genannt.

08.03.2019 Getreidemail

Mit abermals deutlichen Verlusten beendeten gestern die Weizenfutures in Chicago den vorletzten Handelstag der Woche. Die Sorge über die zukünftige Entwicklung der US-Weizenexporte und der kräftig gestiegene US-Dollar belasteten den Markt. In den kommenden Wochen müssten Rekordmengen von US-Weizen exportiert werden, um die Prognosen des USDA noch zu erfüllen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 826.700 Tonnen US-Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 500.000 Tonnen. Heute um 18 Uhr veröffentlicht das USDA den monatlichen WASDE-Report. Institutionelle Anleger verkauften gestern 3.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT etwas fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen auf allen Terminen mit Verlusten. Die liquideste Fälligkeit Mai 19 schloss auf einem 8-1/2-Monats-Tief. Der schwache Wechselkurs des Euro verhinderte zumindest für die Termine der neuen Ernte noch deutlichere Abschläge. In Westeuropa sind die Wintergetreidebestände nach dem milden Winter in guter Verfassung. Am Kassamarkt in Hamburg sanken die Offerten für Weizen mit 12% Protein zur Lieferung im März um €1,00 auf €7,00 über Paris Mai19. Auf dem Exportmarkt kommen nach wie vor große Offerten für Schwarzmeer-Weizen.

08.03.2019 CBoT-Weizen auf 14-Monate-Tief

Gestern erreichten die Kurse des CBoT-Weizenfutures (c1) ein 14-Monate-Tief. In dieser Woche gaben die Kurse bisher um 4% nach, da US-Weizen am Weltmarkt schwer Zugang findet. Seit Ende Januar sind die Kurse Woche für Woche schwächer gewesen, seither sind die Kurse um 16% verfallen.
In den ersten Januartagen stiegen die Kurse leicht, die Rally konnte sich aber nicht durchsetzen, weil schon damals klar war, dass das weltweite Angebot an Weizen zu groß ist.

07.03.2019 US-Export-Sales: Weizenexporte über den Erwartungen

07.03.2019 Euronext Weizen: Finanz-Investoren wetten auf fallende Kurse
Institutionelle Anleger "Non Commercial-Participants" wetten beim Matif Weizen weiter auf fallende Kurse.
Der Bestand von 2.520 Netto-Short-Positionen per 22. Februar wurde in der Woche bis zum 1. März auf 9.476 Netto-Short-Positionen erhöht. Das zeigt der gestern von der Euronext veröffentlichte COT-Report.
Zur Gruppe der „Non-Commercial-Participants“ gehören Investmentfonds, Banken und Versicherungen.
Die Gruppe der „Commercial-Participants“, das sind u.a. Hedger, drehten ihren Bestand. Nach 6.375 Netto-Long-Kontrakten waren es per 1. März 23.044 Netto-Short-Kontrakte. Der Anteil dieser Gruppe am offenen Kontraktbestand liegt bei 60,6% (Vorwoche: 75,2%). Die „Non-Commercial-Participants“ hingegen halten einen Anteil am offenen Kontraktbestand von 19,2% (Vorwoche: 13,8%). 
80% des offenen Kontraktbestands beim Euronext Weizen wurde hierbei berücksichtigt und dokumentiert (Vorwoche: 89%).
Um die Original-Berichte anzusehen, wählen sie bitte den Link der entsprechenden Kategorie: Weizen   Mais   Rapssaat
07.03.2019 FAO: Welt-Getreideproduktion 2019 sinkt

Die Food and Agriculture Organization (FAO), eine Behörde der Vereinigten Nationen, veröffentlichte heute ihren Lebensmittelindex für den Monat Februar.
Aus einem Korb von Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker werden monatlich die Preise gemittelt. Für den Februar 2019 errechneten die Fachleute einen Index von 167,5 Punkten. Das waren 1,7 Punkte mehr als im Januar aber 2,3% weniger als im Februar 2018.
Der FAO Milchpreis-Index stieg um 5,6% gegenüber dem Januar an. Die Nachfrage nach Magermilchpulver, Milchpulver, Vollmilchpulver sowie Käse war am Weltmarkt spürbar höher.
Der FAO Pflanzenölpreis-Index stieg gegenüber dem Vormonat um 1,8%, der Zuckerindex stieg um 1,2%, der Fleischpreis-Index war geringfügig fester und der Getreidepreis-Index stieg fast gar nicht.
Die FAO senkten in ihrem Bericht von heute ihre Prognose für die Getreideproduktion für 2018 auf 2,609 Mrd. Tonnen, im Januar lag die Schätzung noch bei 2,611 Mrd. Tonnen.
Die bereits im Januar getätigte Schätzung für eine kleinere Maisproduktion in 2019 erhielten die Fachleute der FAO aufrecht und bekräftigen, dass die Welt-Getreideproduktion insgesamt sinken wird. In ihrer ersten Schätzung zur Weltweizenproduktion 2019 kommen die Fachleute auf 757 Mio. Tonnen und damit 4% höher als in 2018 aber weniger als im Rekordjahr 2017.

07.03.2019 Getreidemail

Technische Verkäufe und die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt ließen die Weizenfutures gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten erwarten Exporte in einer Spanne von 200.000 - 500.000 Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger verkauften gestern 7.500 Lots CBoT SRW-Weizen. Die eCBoT handelt heute Morgen fast unverändert.
Bei vergleichsweise geringen Umsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris gestern den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit moderaten Verlusten. Der auslaufende März-Termin konnte hingegen etwas zulegen. Russland könnte nach Schätzungen des Landwirtschaftsministeriums mindestens 75 Mio. Tonnen Weizen ernten. Das wäre ein Anstieg um 4% zum Vorjahr. Die Ukraine erwartet aufgrund der bisher guten Wachstumsbedingungen ebenfalls eine gute Ernte 2019. Die Anbaufläche für Wintergetreide ist mit 7,6 Mio. Hektar eine der größten seit Jahren. Winterweizen wurde auf einer Fläche von 6,5 Mio. Hektar ausgesät. In deutschen Häfen nehmen die Weizenexporte langsam Fahrt auf. Händler erwarten aufgrund der aktuellen Preissschwäche eine erneute Weizenausschreibung Ägyptens.

07.03.2019 CBoT-Weizenkurse auf 11-Monats-Tief

In den letzten drei Wochen sind die CBoT-Weizenkurse um fast 14% gefallen und sie stehen immer noch unter Druck, weil die Nachfrage nach US-Weizen dünn ist. Die Preise sind auf einem 11-Monats-Tief angelangt.
Die US-Marktanteile gehen an Lieferanten aus dem Schwarzmeerraum verloren. In der Ukraine wird zudem eine weitere gute Ernte erwartet. Die Wetter- und Bodenbedingungen sind dort hervorragend.

06.03.2019 Ukraine: Getreideexporte steigen auf 33,4 Mio. Tonnen

Die Getreideexporte aus der Ukraine in der Saison 2018/19 erreichten bisher ein Volumen von 33,4 Mio. Tonnen, meldet das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Ukraine erntete 2018 die Rekordmenge von 70 Mio. Tonnen Getreide, 2017 wurden 61,3 Mio. Tonnen Getreide geerntet. In der laufenden Saison 2018/19 könnten die Getreideexporte auf rund 49 Mio. Tonnen steigen (2017/18: 39,4 Mio. Tonnen).
Mais wurde per 6. März in einem Gesamtvolumen von 16,8 Mio. Tonnen exportiert. Die Weizenexporte erreichten ein Volumen von 12,7 Mio. Tonnen.

06.03.2019 Ukraine: Sommergetreideaussaat hat begonnen

In der Ukraine haben Landwirte bisher auf 32.000 Hektar Sommergetreide ausgesät, meldet das Landwirtschaftsministerium. Die Aussaat von Sommergerste und Sommerweizen startete damit einen Monat früher, als im vergangenen Jahr.

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