Matif: Mais März 2015

30.03.2015 Ukraine: Aussaat der frühen Sommerungen kommt gut voran

Farmer in der Ukraine haben bis zum heutigen Tage 1,35 Mio. Hektar frühes Sommergetreide (ohne Mais) für die Ernte in 2015 gesät. Das teilt heute das dortige Agrarministerium mit. Das Sind 55 % der geplanten Aussaatfläche. Darin enthalten sind 1 Mio. Hektar Sommergerste, 98.000 Hektar Sommerweizen sowie 121.000 Hektar Hafer und Erbsen. Im letzten Frühjahr hatten die ukrainischen Bauern zu gleichen Zeitpunkt 2,2 Mio. Hektar frühe Sommerungen gesät.
Inklusive Mais und Gerste wird in der Ukraine mit 7,6 Mio. Hektar ziemlich genau so viel Sommergetreide gesät, wie im Vorjahr. Analysten schätzen, dass die Getreideernte der Ukraine in 2015 auf 53 Mio. Tonnen fallen wird. Im Vorjahr hatte man eine Rekordmenge von 59,2 Mio. Tonnen eingefahren. Quelle: Reuters

30.03.2015 Unbekannte Destination kauft 131.172 Tonnen US-Mais

Privat US-Exporteure melden den Verkauf von 131.172 Tonnen Mais an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

30.03.2015 Israelische Händler suchen Mais und Futterweizen

Eine Gruppe israelischer Händler hat internationale Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais und 45.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet Händlern zufolge am 1. April. Quelle: Reuters

30.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 24.03.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 17.03. - 24.03. um 1.574 Kontrakte. Sie reduzierten aber auch ihre Short-Positionen um 3.158 Kontrakte. Mit 65.965 Netto-Short-Positionen (- 1.584) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 24.03. weiterhin bearisch gestimmt
Mais: Nachdem die institutionellen Anleger ihren Bestand im vorherigen Berichtszeitraum  (10.03. - 17.03) von 32.660 Netto-Long-Positionen in 37.030 Netto-Short-Positionen drehten, wurde die Entwicklung in dieser Woche (17.03. - 24.03.) wieder umgekehrt. Mit 751 Netto-Long-Positionen ist nun wieder eine kleine Mehrheit dieser Anlegergruppe eher bullisch gestimmt 
Sojabohnen: Wenig Veränderungen ergaben sich bei den Sojabohnen. Sowohl die Long-Positionen als auch die Short-Positionen wurden leicht erhöht. In Summe kam es zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 844 Lots auf 38.842 Lots.
27.03.2015 Safras & Mercado schätzt Brasiliens Maisernte auf 75,9 Mio. Tonnen

Das brasilianische Analystenhaus Safras & Mercado erhöhte seine Prognose für Brasiliens Maisernte 2014/15 von 74,7 Mio. Tonnen auf 75,9 Mio. Tonnen. Davon entfallen etwa 45,5 Mio. Tonnen auf die 2. Ernte, deren Aussaat gegenwärtig läuft. Quelle: Reuters

27.03.2015 Getreideexporte der Ukraine per 27. März
Die Ukraine hat per 27. März im laufenden Vermarktungsjahr  ab dem 1. Juli 26,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die Menge bei 27,5 Mio. Tonnen.
Die Exporte im Einzelnen:
Weizen: 9,7 Mio. Tonnen
Mais: 12,7 Mio. Tonnen
Gerste: 4,1 Mio. Tonnen
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine schätzt das Exportvolumen des Landes in der laufdenden Vermarktungsperiode auf bis zu 37 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 4,2 Mio. Tonnen zur vorherigen Vermarktungsperiode (32,8 Mio. Tonnen). Ukrainische Landwirte ernteten 2014 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters
27.03.2015 Taiwan schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 31. März. Quelle: Reuters

27.03.2015 Südkoreas KFA kauft 60.000 Tonnen Futtermais

Südkoreas KFA hat 60.000 Tonnen Futtermais gekauft, nachdem gestern alle Angebote, die im Rahmen eine internationalen Tenderverfahrens erteilt wurden, aufgrund zu hoher Preise zurückgewiesen wurden. Direkte Nachverhandlungen führten zu einer Einigung. Der Preis liegt Händlern zufolge bei $196,99/Tonne c&f. Quelle: Reuters

26.03.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Weichweizenernte 2015
Der europäische Verband Coceral hat heute sein Prognosen für die 2015er in der Europäischen Union veröffentlicht.
Die Prognosen im Einzelnen:
EU-Weichweizenernte 2015: 138,6 Mio. Tonnen (148,3 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte 2015: 21,6 Mio. Tonnen ( 24,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisernte 2015: 66,0 Mio. Tonnen ( 73,8 Mio. Tonnen)
EU-Gersteernte 2015: 58,4 Mio. Tonnen (60,2 Mio. Tonnen)

Die Werte in Klammern sind die Ergebnisse der 2014er Ernte
26.03.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 189.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 65.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,902 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 10,112 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,3 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,259 Mio. Tonnen).
26.03.2015 IGC senkt Prognose für die globale Weizen- und Maisproduktion

Das IGC hat seine Prognosen der Welt-Mais und Welt-Weizen Produktion 2015/16 in seinem monatlichen Report gesenkt. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2015/16 wurde auf 941 Mio. Tonnen gesenkt gegenüber 990 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Beim Weizen hat das IGC seine Prognose für das Vermarktungsjahr 2015/16 auf 709 Mio. Tonnen gesenkt (2014/15 719 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

26.03.2015 Südkoreas KFA weist Angebote für Futterweizen und Futtermais zurück.
Südkoreas KFA hat alle Angebote im Rahmen des internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Futtermais und 50.000 Futterweizen aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen.
Das niedrigste Angebot für den Futtermais (61.000 Tonnen) lag knapp über $197/Tonne c&f zzgl. einer Pauschale von $1,50/Tonne für die Entladung an einem zweiten Hafen.
Beim Futterweizen lag das niedrigste Angebot für 50.000 Tonnen bei $208,74/Tonne c&f zzgl. einer Pauschale von $1,50/Tonne für die Entladung an einem zweiten Hafen. Quelle: Reuters
26.03.2015 Agroconsult erhöht Prognose der brasilianischen Sojabohnen- u. Maisernte 2014/15
Brasiliens Analyst Agroconsult hat seine Schätzung der Sojabohnenernte 2014/15 auf 95,8 Mio. Tonnen korrigiert. Die Februar-Schätzung lag bei 94,7 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisernte 2014/15 wurde ebenfalls erhöht, von 79,0 Mio. Tonnen im Februar auf jetzt 79,4 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
26.03.2015 CBoT-Weizen: Trockenheit noch nicht komplett eingepreist

Nach drei Sitzungen mit fallen Kursen steigen heute Morgen die CBoT-Weizenkurse wieder leicht an. Gestern fielen die Kurse auf ein fünf-Tages-Tief weil die Wettervorhersage für die sehr trockenen HRW-Anbauregionen Oklahomas von mehr Regen berichtet. Phin Ziebell, Analyst der National Australia Bank, meint heute Morgen aber, dass wir heute eine Korrektur der Kursrichtung sehen werden, da die Trockenheit noch nicht komplett eingepreist sei.
Trotz der trockenen Bedingungen wurden zu Beginn dieser Woche die Weizenbestände in Oklahoma zu 40 auf 44 % als gut bis exzellent bewertet. In Texas sogar zu 55%, von 51 % in der Vorwoche. Agrarmeteorologen berichten, dass die vorhergesagten Regenfälle die von Trockenheit am meisten betroffenen HRW-Regionen von Kansas und Oklahoma nicht treffen werden.
Am kommenden Dienstag veröffentlicht das USDA einen Bericht zur Flächennutzung. Einer Meinungsumfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, wird die Maisanbaufläche zugunsten von Sojabohnen eingeschränkt.

26.03.2015 Südkorea sucht Futterweizen und Futtermais
Südkoreas KFA hat Tender zum Kauf von 50.000 Tonnen Futterweizen und 65.000 Tonnen Futtermais optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am heutigen Donnerstag.
Die 50.000 Tonnen Futterweizen sollen an die Häfen Incheon, Ulsan und Busan zum 20. Oktober gesendet werden. Die Lieferung der 65.000 Tonnen Futtermais wird zum 20. November in den Häfen Busan und Ulsan erwartet. Quelle: Reuters
25.03.2015 CBoT Weizen handelt mit Verlusten
Die Weizennotierungen in Chicago handeln heute Nachmittag aufgrund technischer Verkäufe und Wettervorhersagen von Niederschlägen in den von Trockenheit betroffenen südlichen US-Plains mit Verlusten. Kursunterstützend wirken gegenwärtig moderate Gewinne im Soja- und Maiskomplex sowie die positive Entwicklung des Euro zum US-Dollar. Ein festerer Euro zum US-Dollar führt zu einer verbesserten Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Exportmarkt.
 
25.03.2015 stabile Prognose für Südafrikas Maisernte 2015
Südafrikas Maisernte 2015 wird der März-Prognose des Crop Estimates Comitee (CEC) zufolge ein Volumen von 9,666 Mio. Tonnen erreichen. Die Prognose weicht marginal von der Februar-Prognose ab, in der ein Volumen von 9,665 Mio. Tonnen geschätzt wurde. Geerntet werden demnach 4,639 Mio. Tonnen Futtermais und 5,026 Körnermais. Die minimale Veränderung resultiert aus einem Rückgang der Anbaufläche für Futtermais und einem Anstieg der Ertragsschätzungen beim Körnermais in den Provinzen Kwazulu Natal und Mpumalanga.
25.03.2015 Kanada kauft US-Sojaschrot / Mexiko kauft US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 108.863 Tonnen Sojaschrot zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 (Okt. - Sept.) an Kanada sowie 114.000 Tonnen US-Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 (Sept. - Aug.). Quelle Reuters

25.03.2015 CWB Prognose zur Welt-Weizenernte sinkt

Die weltweite Weizenernte könnte in diesem Jahr mit 703,4 Mio. Tonnen 21,5 Mio. Tonnen niedriger ausfallen, als 2014. Das sagte der Chefanalyst des in Kanada ansässigen Getreidevermarkters CWB während eines Vortrags auf der Cereals Conference in Genf. Der 5-Jahresdurchschnitt von 689 Mio. Tonnen wäre jedoch weit übertroffen.
Auch die weltweite Maisernte 2015 fällt Prognosen des Unternehmens zufolge mit 973,5 Mio. Tonnen niedriger aus, als die Maisernte 2014 (989,7 Mio. Tonnen).
Niedriger erwartet wird auch die Welt-Sojabohnenernte. Mit 299 Mio. Tonnen läge sie 16,1 Mio. Tonnen hinter dem Ergebnis der 2014er Ernte (315,1 Mio. Tonnen)
Die Exportprognosen 2015/16 für Weizen der Europäischen Union liegen bei 32,35 Mio. Tonnen (aktuelle Saison: 31,5 Mio. Tonnen).
Für die Vereinigten Staaten liegt die Schätzung für 2015/16 bei 27,6 Mio. Tonnen Weizen. Das wäre ein deutlicher Anstieg zum Vermarktungsjahr 2014/15, bei dem man gegenwärtig von 24,5 Mio. Tonnen ausgeht. Im Vermarktungsjahr 2013/14 wurden 32 Mio. Tonnen in die Welt exportiert. Gegenwärtig ist der starke US-Dollar eine große Hürde für die US-Exporteure.
Der Anstieg der Exporte 2015/16 aus der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten geht nach Ansicht von CWB zu Lasten der kanadischen Exporte. Nach 4 Anstiegen in Folge werden sie von 23,0 Mio. Tonnen in der aktuellen Saison auf 20,75 Mio. Tonnen für das Vermarktungsjahr 2015/16 fallen, so der Chefanalyst.
Russlands Exportpotenzial im Vermarktungsjahr 2015/16 wurde auf 17,6 Mio. Tonnen geschätzt. In der laufenden Saison liegt die aktuelle Prognose bei 20 Mio. Tonnen. 2013/14 wurden 18,5 Mio. Tonnen Weizen russischer Herkunft in die Welt exportiert.
Beim russischen Rivalen Ukraine liegt die Prognose der Weizenexporte 2015/16 bei 9,7 Mio. Tonnen. 2013/14 lag das Ergebnis bei 11,0 Mio. Tonnen (+11% zur Saison 2012/13)
Auch in Kasachstan könnte das Exportpotenzial für Weizen sinken, und zwar von 37,0 Mio. Tonnen in der aktuellen Saison auf 34,1 Mio. Tonnen in der Saison 201415.

25.03.2015 Weizenkurse tendieren seitwärts

Die Kurse des CBoT-Weizenfutures erholen sich heute Morgen von der Korrektur am gestrigen Tage. In den U.S. Soft Red Winterregionen ist es immer noch zu trocken und die erwarteten Niederschlagsmengen reichen nicht aus, um das Wasserdefizit komplett aufzufüllen.
Der Tokioter Broker Okato Shoji sieht die Chicago-Mai-15-Fälligkeit zwischen $5,2 und $5,4. Die Wettermodelle für die U.S. Plains zeigen für die kommenden 11 bis 15 Tage normale Mengen an Regen. Im Mississippi Delta ist es hingegen eher zu nass, sodass die Maisaussaat ins Stocken gerät. Das könnte dazu führen, dass Farmer auf andere Kulturen wie Sojabohnen ausweichen. Damit sind auch eher Gewinne zu erzielen, da die Produktionskosten niedriger sind.
In der Ukraine werden die Weizen- und Maisernten wohl kleiner als im Vorjahr ausfallen. Ungünstige Startbedingungen im letzten Herbst und eine kleinere Anbaufläche werden vom Beratungsunternehmen UkrAgroConsult dafür verantwortlich gemacht.

25.03.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe von Fondsgesellschaften, ein zuletzt festerer US-Dollar zum Euro sowie Spreadaktivitäten gegenüber dem Mais ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Verbesserte Ratings in einigen US-Weizenanbaugebieten erhöhten den Abwärtsdruck.
„The Mosaic Company“, schätzt die US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres. Die März-Prognose des USDA lag bei 56,8 Mio. Acres. Für Russland werden in der kommenden Woche dringend benötigte Niederschläge vorhergesagt. Ein Unternehmen aus dem Oman hat in einem Tenderverfahren 60.000 Tonnen Mahlweizen russischer Herkunft zum Preis von $ 230,00/Tonne c&f gekauft.
Das ukrainische Analystenhaus UkrAgroConsult prognostiziert einen Rückgang der Weizenernte 2015 von 22,5 Mio. Tonnen (2014) auf 20,6 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat fester. Im Zuge der negativen Vorgaben aus Übersee gerieten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris unter Druck und schlossen mit deutlichen Verlusten.

24.03.2015 Mosaik prognostiziert US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres

Das amerikanische Unternehmen „The Mosaic Company“, einer der größten Düngerhersteller der Welt, schätzt die US-Weizenanbaufläche 2015 auf 56 Mio. Acres. Die Prognose des US-Landwirtschaftsministeriums im März-Report lag bei 56,8 Mio. Acres.
Weitere Prognosen:
US-Maisanbaufläche: 89 Mio. Acres (USDA-März-Report: 90,6 Mio. Acres)
US-Sojabohnenanbaufläche: 85 Mio. Acres (USDA-März-Report: 83,7 Mio. Acres.)
Entstanden ist das Unternehmen „The Mosaic Company“ aus einer Fusion des Unternehmens IMC Global mit dem Düngergeschäft von Cargill im Jahre 2004.

24.03.2015 Matif Mais Chartanalyse

Der Matif Maiskontrakt Juni 15 befindet sich nach den Preissprüngen zu Beginn des Monats in einer Konsolidierungsphase und hat nun bereits die erste Preislücke (Gap) vom 11.03. geschlossen. Der Kurs testet nun die nächste Unterstützung bei 162 Euro. Es stellt sich die Frage, wie weit Gewinnmitnahmen den Kurs nach unten drücken. Sollte der Abwärtstrend an der Unterstützungslinie zum Stillstand kommen, könnte es zu einer Gegenreaktion mit einem Anstieg in Richtung 168 Euro kommen. Fällt der Kurs weiter, besteht Abwärtspotential bis 158 Euro und damit wäre auch die zweite Preislücke vom 09.03. geschlossen.

24.03.2015 Südafrikas Maisproduktion 2015 könnte leicht steigen

Südafrika könnte seine Maisproduktion 2015 aufgrund verbesserter Wetterbedingungen auf 10,0 Mio. Tonnen leicht erhöhen. Das ergab eine von Reuters durchgeführte Umfrage unter fünf Handelshäusern. Schätzungen lagen zwischen 9,8 Mio. Tonnen bis 10,5 Mio. Tonnen.
Die Februar-Prognose des staatlichen „Crop Estimates Comittee“ (CEC) lag bei 9,66 Mio. Tonnen. Am morgigen Mittwoch wird die März-Prognose veröffentlicht. Quelle: Reuters

24.03.2015 UkrAgroConsult senkt Prognose der ukrainischen Weizen- und Maisernte 2015
Das ukrainische Analystenhaus UkrAgroConsult prognostiziert einen Rückgang der Weizenernte 2015 von 22,5 Mio. Tonnen (2014) auf 20,6 Mio. Tonnen.
Bei der Maisernte 2015 liegt die Prognose bei 23,0 Mio. Tonnen (2014: 25,9 Mio. Tonnen). 
Begründet werden die gesunkenen Prognosen mit ungünstigen Wetterbedingungen während der Aussaat im Herbst und mit einer kleineren Aussaatfläche. Quelle: Reuters
23.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Informa Economics reduzierte am Freitag in seinem Bericht die Prognose der gesamten US-Weizenanbaufläche auf 55,953 Mio. Acres (Vorjahr: 56,8 Mio.Acres). Davon entfallen 40,827 Mio. Ares auf Winterweizen (Jan.-Prognose = 40,452 Mio. Acres), 13,116 Mio. Acres auf Sommerweizen und 1,965 Mio. Acres auf Durum. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse erneut fester.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten den guten Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Begrenzt wurde der Anstieg durch den starken Anstieg des Euro zum US-Dollar. Bei dem weiterhin hohen Exporttempo von europäischem Weizen hat die Exportnachfrage nach französischem Weizen zuletzt etwas nachgelassen.

23.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 17.03.2015 (CFTC)
Weizen:
Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 10.03. - 17.03. um 2.770 Kontrakte. Sie erhöhten aber auch ihre Short-Positionen um 2.908 Kontrakte. Mit 67.549 Netto-Short-Positionen (+ 138) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 17.03. weiterhin bearisch gestimmt.
Mais:
Erstmals seit Anfang Februar 2014 ist das Gros der institutionellen Anleger mit 37.030 Netto-Short-Positionen bearisch gestimmt. Die Long-Positionen wurden dabei um 3.941 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 65.749 erhöht.
Sojabohnen:
Die Long-Positionen wurden um 6.862 Lots reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 15.410 Lots erhöht. Der Bestand der Netto-Short-Positionen wurde somit um 22.272 Lots auf 39.686 Lots erhöht.
20.03.2015 Südafrikanische Händler importieren Körnermais aus Argentinien
Südafrikanische Händler haben eine nicht näher spezifizierte Menge Körnermais zur Tierfutterherstellung in Argentinien gekauft. Die Ware wird in Kürze in Cape Town erwartet.
Die südafrikanische Maisernte war in dieser Saison von einer Trockenheit betroffen, die einen Anstieg der inländischen Preise zur Folge hatte. Viele Tierhalter mit räumlicher Nähe zur Provinz Westkap können Ihren Bedarf mit Importen aus Südamerika günstiger decken. Quelle: Reuters
19.03.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 197.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 156.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,713 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 9,612 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,235 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,254 Mio. Tonnen).
19.03.2015 Mexiko will weniger Futtermais importieren

Mexiko wird in diesem Jahr 24 Mio. Tonnen Mais produzieren; 6 % mehr als im Vorjahr. Das teilte gestern das dortige Agrarministerium mit. Damit erntet man 2 Mio. Tonnen mehr gelben Mais, der als Viehfutter verwendet wird und zum größten Teil aus den USA importiert werden muss. Nun kann die importierte Menge um 16 % oder 1,5 Mio. Tonnen kleiner ausfallen.
Fast 90 % der Gesamternte an Mais sind weißer Mais aus dem beispielsweise das Grundnahrungsmittel Tortilla hergestellt wird. 3 Mio. Tonnen sind gelber Mais. Die Regierung drängt darauf, dass die Bauern mehr gelben Mais anbauen, damit die Abhängigkeit von Importen zurückgeht.
In der letzten Saison importierte Mexiko 9,5 Mio. Tonnen gelben Mais. Die Mais Anbaufläche beträgt in Mexiko fast 7,5 Mio. Hektar. Quelle: Reuters

19.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Short-Abdeckungen sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Markt nach der Pressekonferenz der US-Fed, in der Janet Yellen, Chefin der Notenbank, über eine "behutsame Straffung" der US-Geldpolitik ggf. ab Mitte des Jahres berichtete. Viele Experten rechneten mit einer strafferen Vorgehensweise.
Das U.S. Landwirtschaftsmagazin Farm Futures hat das Ergebnis seiner Umfrage zur Flächennutzung für 2015 veröffentlicht. Danach wollen U.S. Farmer auf 55,6 Mio. Acres bzw. 22,5 Mio. Hektar Weizen anbauen (Minus 2,1% zum Vorjahr). Chinesische Käufer importierten in den vergangenen Tagen insgesamt über 400.000 Tonnen Hoch-Protein-Weizen zur Lieferung im Mai. Gekauft wurde der Weizen hauptsächlich in Australien. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit weiteren Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen nicht mehr von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und beendeten den Handel uneinheitlich.

18.03.2015 U.S. Umfrage: Mehr Sojabohne und weniger Mais geplant

Das U.S. amerikanische Landwirtschaftsmagazin Farm Futures hat das Ergebnis seiner Umfrage nach der Flächennutzung für 2015 veröffentlicht. Danach wollen die U.S. Farmer 87,25 Mio. acres (35,31 Mio. Hektar) (+4,2%) Sojabohnen säen, was einem neuen Flächenrekord entspräche. Dagegen wird die Mais Anbaufläche auf 88,34 Mio. acre (35,75 Mio. Hektar) um 2,5 % verkleinert. Das wäre die kleinste Maisanbaufläche seit 2010.
Der Sommerweizenanbau (ohne Durum) wird auf 13,4 Mio. acres (5,42 Mio. Hektar) geschätzt (Vj.13,025 Mio. acres). Der Durumanbau wird von 1,4 auf 1,6 Mio. acres (647.520 Hektar) ausgeweitet.
Die gesamte Weizenanbaufläche beläuft sich nach der Umfrage von 1.297 Farmern in 41 Staaten auf 55,6 Mio. acres (22,5 Mio. Hektar), was 2,1 % weniger als im Vorjahr entspricht. Davon waren 40,6 Mio. acres Winterweizen.
Der Sorghum Anbau beläuft sich auf 8,4 Mio. acres (3,4 Mio. Hektar). Das sind 18 % mehr als im Vorjahr. Die U.S. Exporteure verzeichneten in der zu Ende gehenden Vermarktungsperiode eine außerordentlich starke Nachfrage aus China.
Das USDA wird seine Flächennutzungsergebnisse am 31. März veröffentlichen. An der Umfrage nehmen dann 80.000 Farmer teil. Quelle: Reuters

18.03.2015 Südkorea´s KOCOPIA kaufte 54.000 Tonnen Mais

Südkorea´s KOCOPIA kaufte 54.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft per Tender, der am heutigen Mittwoch geschlossen wurde. Die Ware wird von Cargill zu einem Preis von 196,15 $ pro Tonne C & F mit einem Aufschlag zur Entladung in einem zweiten Hafen bis zum 15. Juli geliefert. Quelle: Reuters

18.03.2015 Südkoreas KFA kauft 60.000 Tonnen Mais

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Die Lieferung soll zum 25. Oktober erfolgen. Der Preis wurde mit bei $ 191,88 pro Tonne C & F plus bei $ 1,50 für die Entladung im Hafen festgelegt. Quelle: Reuters

18.03.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Gewinnmitnahmen nach den deutlichen Zugewinnen der letzten zwei Wochen, eine starke Exportkonkurrenz auf dem Weltmarkt sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen.
Südkoreas größter Futtermittelhersteller NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen von internationalen Tenderverfahren 53.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. 
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer.
Trotz der negativen Vorgaben aus Übersee zeigten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris relativ robust und die Kurse legten leicht zu. Der europäische Markt profitiert in dieser Saison von den guten Weizenexportgeschäften. Unterstützt wird die Entwicklung durch den kontinuierlichen Rückgang des Euro zum US-Dollar seit etwa einem Jahr, der zu einem deutlichen Wettbewerbsvorteil von europäischen Herkünften beiträgt.

18.03.2015 Ungünstige Wetterbedingungen für U.S.-Weizen

Chicago-Weizenfutures gaben gestern in Konzert mit Mais- und Sojabohnenfutures kräftig nach und befinden sich nun an der Unterkante einer aufsteigenden Trendlinie. Fondsgesellschaften waren die großen Verkäufer. Fortwährende Bedenken wegen ungünstiger Wetterbedingungen in den U.S. Weizenanbauregionen bieten Unterstützung.

17.03.2015 Matif Mais Chartanalyse

Der Ausbruch des Matif Maiskontrakt Juni 15 aus dem Abwärtstrend kam für viele Anleger sehr überraschend und löste einige Stop-Loss-Order aus, die für einen kurzzeitigen Kursanstieg bis 185 Euro sorgten. Auffallend ist der Kurssprung oder Gap am Tag nach dem Durchbruch. Solche Break Away Gaps sind ein Indikator für eine Trendumkehr. Die zweite Kurslücke hat dann diese Trendumkehr bestätigt. Ein solcher Measuring Gap tritt meist auf, wenn Anleger einen Trend erkannt haben und auf den fahrenden Zug aufspringen. Dieses Gap gibt, da es oft auf der Hälfte des Kursanstieges auftritt, meist einen guten Hinweis auf das nächste Kursziel. Da der Ausbruch bei 158 Euro erfolgt ist und die zweite Kurslücke etwa bei 163 Euro war, liegt das nächste Kursziel bei 168 Euro. Dort befindet sich auch die nächste Widerstandslinie. Sollte dem Kurs aufgrund des sehr schnellen Anstiegs vorher die Luft ausgehen, droht ein Kursrückgang in den Bereich der alten Unterstützung bei 155 Euro.

17.03.2015 Südkoreas NOFI kaufte Mais und Futterweizen

Südkoreas größter Futtermittelhersteller NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen von internationalen Tenderverfahren 206.000 Tonnen Mais und 53.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Gesucht wurde Körnermais zur Versendung im Oktober und Futterweizen zur Versendung im September. Quelle: Reuters

17.03.2015 Taiwan kauft US-Mais- und Sojabohnen

Die "Taiwan Sugar Corp." kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 20.000 Tonnen US-Mais und 15.000 Tonnen US-Sojabohnen. Gesucht wurde Ware zur Versendung von der US-Golfküste im Zeitraum  2. Mai bis 16. Mai oder zur Versendung von der US-Pacifik Nordwestküste im Zeitraum 17. Mai bis 31. Mai. Quelle: Reuters

17.03.2015 Chinesisches Darlehen wird von der Ukraine mit Maislieferungen getilgt

China, der weltweit größte Mais-Verbraucher hat gestern 600.000 Tonnen Mais in der Ukraine gekauft. Weitere Abschlüsse werden erwartet, da die staatlichen Reserven in China abschmelzen und die lokalen Preise steigen. Chinas Hinwendung zum Schwarzmeer-Mais unter Zuhilfenahme eines chinesischen Darlehns bringt die U.S. amerikanischen Exporteure in Bedrängnis, denn sie haben eine riesige Maisernte zu vermarkten. Prompt fielen gestern die Kurse des CBoT-Maisfutures auf ein Sechs-Wochen-Tief.
Die ersten Lieferungen aus der Ukraine auf den gestern geschlossenen Kontrakt kosten $240/Tonne c&f. Der Preis im Hafen Shenzhen liegt 60 % unter dem Preis der lokalen Ware. U.S. Mais kostet $13/Tonne weniger als die Ukrainische Ware. Einige chinesische Mühlen rechen damit, dass sie bis Ende April Importquoten einzuhalten haben. Diese werden daran bemessen, welche Mengen sie bisher aus den staatlichen Lägern abgerufen haben. In den letzten zwei Wochen waren die Maispreise in China um $16/Tonne gestiegen.
In der letzten Vermarktungsperiode hatte die Ukraine – ebenfalls auf Anrechnung eines Darlehens – fast ein Mio. Tonnen Mais an China geliefert, in diesem Jahr strebt die Ukraine an, die Liefermenge zu verdoppeln. Seit 2009/10 hat China große Mengen Mais am Weltmarkt gekauft, zunächst vorrangig aus den USA. Im letzten Jahr wendete sich China dann der Schwarzmeer-Region zu. Für die U.S. Exporteure ist China eine riskante Adresse geworden, nachdem wiederholt genetisch modifizierter Mais beanstandet wurde. Lieferanten und Produzenten sollen die Exporteure nun von diesem Risiko freistellen. Diese weigern sich allerdings, sodass nun die Ukraine in China zum Zuge kommt, obwohl U.S.-Ware billiger ist. Quelle: Reuters

17.03.2015 Nachfrage nach U.S.-Mais schwach

U.S. Mais Futures fielen gestern zum vierten Mal in Folge und notieren inzwischen auf dem tiefsten Stand seit dem 03. Februar. Der jüngste Preisdruck kam durch Verkäufe institutioneller Anleger, die ihre Long-Positionen liquidieren. China steht mit der Ukraine in Verhandlungen über einen umfangreichen Abschluss über Mais-Lieferungen gegen ein Darlehen. Gestern wurden die ersten 600.000 Tonnen bestätigt. Unterdessen schwächt sich auch die U.S.-amerikanische Inlandsnachfrage nach der letzten Rekord-Maisernte ab. Die wöchentlichen Exportinspektionen blieben mit 735.311 Tonnen gestern unter den Prognosen der Experten, die bei 900.000 bis 1,1 Mio. Tonnen lagen.

16.03.2015 Ukraine / Getreidebestände per 1. März 2015
Die Getreidebestände der Ukraine lagen per 1. März 22% über den Beständen vor einem Jahr. Das teilte die staatliche Statistikbehörde der Ukraine mit.
Die Bestände der mittleren und großen landwirtschaftlichen Unternehmen betrugen:
6,2 Mio. Tonnen Weizen
1,6 Mio. Tonnen Gerste
10,7 Mio. Tonnen Mais.
Die Bestände der kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen wurden nicht berücksichtigt.
2014 erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Der Eigenverbrauch liegt bei 26 Mio. Tonnen. Für das Vermarktungsjahr 2014/15 (Juli-Juni) liegt das Exportziel bei bis zu 37 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
16.03.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen, der starke US-Dollar gegenüber dem Euro, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago schwächer schließen.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich. Der Maitermin 2015 legte minimal zu, während die Termine der neuen Ernte leicht nachgaben. Ungewöhnlich mildes Winterwetter in Westeuropa hat hervorragende Voraussetzungen für die Getreideernte 2015 geschaffen. In Frankreich, dem größten Weizenproduzent der europäischen Gemeinschaft, werden die Weizenbestände von FranceAgriMer zu 91% als exzellent eingestuft. Auch in Deutschland, dem zweitgrößten Weizenproduzenten der EU, sind die Voraussetzungen gut. Die Pflanzen haben sich seit dem milden Herbst schon weit entwickelt. Die deutsche Winterweizenfläche wurde um 2,8% auf 3,24 Mio. Hektar ausgeweitet.

16.03.2015 CBoT-Mais fällt auf sechs-Wochen-Tief

Der CBoT-Mais-Future erreicht heute Morgen ein Sechs-Wochen-Tief. Die Erwartung einer hinreichenden globalen Ernte drückt auf die Kurse. Der starke US-Dollar fällt auf ein 12-Jahres-Tief und verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit für US-Exporte. In der Freitag-Sitzung fiel der Kurs des Mais-Futures um 2,1 %.

16.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 10.03.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 03.03. - 10.03. um 3.376 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 7.620 Kontrakte. Mit 67.411 Netto-Short-Positionen (+ 10.996) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 10.03. bearisch gestimmt.
Um 17.533 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 10.03. hielten institutionelle Anleger 32.660 Netto-Long-Positionen.
Bei den Sojabohnen wurde der Bestand von 3.777 Netto-Long-Positionen in 17.414 Netto-Short-Positionen gedreht.
12.03.2015 EU Parlament: Gesetz zur Grünen Gentechnik unterzeichnet

Gestern haben EU Politiker das Gesetz über den Anbau genetisch veränderter Organismen in der EU unterzeichnet. Damit ist eine jahrelange Blockade zu diesem Thema beendet worden. Eine der ersten Pflanzen, die nun von der EU Kommission bestätigt werden wird, ist eine Insektenresistente Maissorte 1507 von DuPont und Dow Chemical, die bereits seit 14 Jahren auf ihre Zulassung wartet.
In der EU haben die Länderparlamente allerdings unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Die Briten beispielsweise sind dafür, während Frankreich und Deutschland sich gegen einen Anbau genetisch veränderter Organismen aussprechen.
Nach einem ersten Vorstoß im Jahre 2012 scheiterte ein gemeinsames Gesetz. Jetzt hat man den Kompromiss gefunden, der den Mitgliedstaaten das Recht einräumt, selber über den Anbau auf ihrem Territorium zu entscheiden, nachdem die Pflanzen von der EU als unbedenklich genehmigt sind. Unter der alten Regelung musste ein Züchter die Unbedenklichkeit vor jedem einzelnen Parlament beweisen und genehmigen lassen. So wurden in der EU einzig in Spanien und Portugal seit einem Jahrzehnt genetisch veränderte Pflanzen angebaut.
Das gestern unterzeichnete Gesetz erlangt in 20 Tagen Gültigkeit.
Neben dem Mais 1507 werden auch die anderen Pflanzenzüchter der Welt nun ihre Futterpflanzen in der EU zur Genehmigung anmelden. Widerstand von grünen Politikern ist gewiss. Quelle: Reuters

12.03.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 396.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 33.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,516 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 9,262 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,079 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,233 Mio. Tonnen).
12.03.2015 Indonesien importiert 1 Mio. Tonnen weniger Mais

Indonesiens Maisimporte werden aufgrund einer guten eigenen Ernte auf 2,5 Mio. Tonnen zurückgehen. Im Vorjahr waren es noch 3,5 Mio. Tonnen. Die Ernte wird auf 9,7 Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 9 Mio. Tonnen im Vorjahr. Außerdem habe sich der Handel in den zurückliegenden Monaten überkauft. Das USDA war in seiner März-Prognose noch von einer Maisernte von 9,2 Mio. Tonnen ausgegangen. Quelle: Reuters

12.03.2015 FranceAgriMer erhöht Prognose der französichen Exporte außerhalb der EU
Das französische Analystenhaus FranceAgriMer erhöhte seine Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union zum fünften Mal infolge auf nun 10.4 Mio. Tonnen (Februar: 9,8 Mio. Tonnen). Zum Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das Ergebnis allerdings ein Rückgang um 15%.
Bei den Weizenexporten innerhalb der EU rechnet FranceAgriMer mit einem Rückgang um 400.000 Tonnen auf 7,5 Mio. Tonnen.
Für den inländischen Verbrauch von Weizen für die Tierverfütterung setzt FranceAgriMer aktuell einen Verbrauch von 4,4 Mio. Tonnen an. (Februar: 4,5 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Weizenendbestände zum Ende der aktuellen Vermarktungsperiode wurde mit 3,6 Mio. Tonnen unverändert zum Vormonat belassen. Damit lägen die Endbestände um 52,5% höher als zum Ende der Vermarktungsperiode 2013/14.
Die gute Exportnachfrage nach französichen Weizen führt FranceAgriMer auf den schwachen Euro zum US-Dollar, den russischen Exportbeschränkungen sowie einer ungewöhnlich starken Nachfrage nach Futterweizen aus dem asiatischen Raum zurück.
Beim Mais wurde die Prognose der Endbestände des laufenden Vermarktungsjahres aufgrund gestiegener Erwartungen von Exporten außerhalb der EU von 4,15 Mio. Tonnen im Februar auf 4,0 Mio. Tonnen reduziert.
Reduziert wurde auch die Prognose der Braugersten-Endbestände 2014/15, ebenfalls hauptsächlich aufgrund gestiegener Erwartungen der Exporte außerhalb der EU. Sie liegt mit 1,45 Mio. Tonnen um 250.000 Tonnen niedriger, als im Vormonat. Zum Vorjahr wäre das ein Anstieg der Endbestände um 39%. Quelle: Reuters
12.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie trockene Wetterbedingungen in einigen US-Weizenanbaugebieten sorgten gestern bei den Weizennotierungen in Chicago für Kurssteigerungen.
Südkoreas Daehan Flour Mill kaufte im Rahmen eines Tenderverfahrens 47.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Lieferung im August. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 126.000 Tonnen Weichweizen ausgeschrieben. Russland könnte noch 5 Mio. Tonnen Getreide bis zum Ende des Vermarktungsjahres exportieren. Das sagte ein Sprecher des russischen Agrarministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Novosti. Bisher wurden 25 Mio Tonnnen Getreide exportiert. Das Vermarktungsjahr endet am 30. Juni.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
Am Pariser Matif folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse legten auf allen Terminen zu.

11.03.2015 Allendale Prognose zur US-Ernte 2015

US-Landwirte werden ihre Anbaufläche für Sojabohnen einer Prognose des Brokerhauses Allendale zufolge in diesem Frühjahr auf ein Rekordniveau von 86,052 Acres (Vorjahr: 83,701 Mio. Acres) ausweiten.
Die Ausweitung der Anbaufläche geht demnach zulasten von Mais, dessen Anbaufläche auf 88,508 Mio. Acres (Vorjahr: 90,597 Mio. Acres) sinken könnte.
Für den Weizen prognostiziert Allendale eine leicht gesunkenen Anbaufläche von 56,678 Mio. Acres (Vorjahr: 56,822 Mio. Acres). Die Schätzungen basieren auf eine Umfrage unter Landwirten in 30 Bundesstaaten. Basierend auf Prognosen zu Anbauflächen und Erträgen schätzt Allendale die US-Erntemengen 2015 wie folgt:
13,393 Mrd. Bushel Mais
3,858 Mrd. Bushel Sojabohnen
2,210 Mio. Bushel Weizen.
Quelle: Reuters

11.03.2015 Indonesiens Maisimporte in 2015 voraussichtlich 29 Prozent unter Vorjahr

Indonesiens Maisimporte werden 2015 aufgrund einer höheren inländischen Produktion voraussichtlich auf 2,5 Millionen Tonnen sinken. 2014 lag die Importmenge bei 3,5 Millionen Tonnen. Die Erntemenge wird in diesem Jahr voraussichtlich bei 9,7 Mio Tonnen liegen. Im Vorjahr betrug die erntemenge 9 Mio Tonnen.
Das US Landwirtschaftsministerium hatte Indonesiens Maisproduktion mit 9,2 Mio Tonnen nur leicht über der Vorjahresernte geschätzt. Quelle: Reuters

10.03.2015 Sojabohnen: Begrenzte Verluste nach Fernfahrerstreik und Regenfällen

Die Verluste beim CBoT-Sojafuture bleiben vor dem unsicheren Umfeld vor dem USDA-Report begrenzt. Das USDA wird die Endbestände für 2014/15 auf 376 Mio. Bushel von 385 Mio. Bushel im Februar senken. Marktteilnehmer sind immer noch über die Auswirkungen des Fernfahrerstreiks in Brasilien besorgt. Inzwischen hat es auch in den brasilianischen Sojaanbauregionen geregnet und verzögert den Erntefortschritt sowie die Aussaat der zweiten Feldfrucht, die meistens Mais ist.

09.03.2015 China / Getreideimporte
China beabsichtigt, seine massiven staatlichen Getreidereserven zu reduzieren und sollte daher die jährlichen Getreideimporte auf 11 Mio. Tonnen beschränken. Das sagte Qian Kemin, Chefvolkswirt aus dem chinesischen Landwirtschaftsministerium. Zum Vorjahr bedeute die Reduzierung der Importe einen Rückgang um 43%.
Die staatlichen chinesischen Maisbestände erreichen in diesem Jahr ein Niveau, das den halben Jahresbedarf des Landes decken würde.
2014 importierte China 19,3 Mio. Tonnen Getreide. Mit 5,77 Mio. Tonnen stiegen die Importe von Sorgum am Stärksten (+439%).
Langfristig sollte China sich für höhere Importe öffnen. In den kommenden 5 Jahren sollte die Getreideproduktion auf 610 Mio. Tonnen begrenzt werden. Quian ist Mitglied in der politischen Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes (PKKCP), einem beratenden Gremium des chinesischen Parlaments. Eine mögliche Unterdeckung könnte mit Importen kompensiert werden.
Chinas Getreideernte wuchs zuletzt zum 11. Mal infolge. Allerdings wuchsen auch die daraus resultierenden Umweltschäden beträchtlich. 35% des weltweiten Düngemitteleinsatz entfallen auf China.
Den Getreideverbrauch im Jahre 2020 schätzt Qian auf 720 Mio. Tonnen. Bei den Sojabohnen belaufen sich die Exporte Chinas auf 71 Mio. Tonnen.
09.03.2015 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen die Weizennotierungen am Freitag ihren Handel in Chicago. Shorteindeckungen nach den deutlichen Verlusten der Vortage sowie Spreadaktivitäten gegenüber Mais konnten die vorderen Termine beflügeln, während die späten Fälligkeiten leichte Abschläge hinnehmen mussten. Russlands Getreideexporte fielen im Februar um etwa 1,2 Mio. Tonnen zum Vormonat Januar auf 1,0 Mio. Tonnen. Die Weizenexporte betrugen 350.000 – 370.000 Tonnen und lagen damit ebenfalls deutlich hinter dem Vormonatsergebnis von 2,0 Mio. Tonnen. Das teilte das russische Analystenhaus SovEcon mit. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit Gewinnen.
Nahezu unverändert schlossen am Freitag die Weizenfutures an der Euronext in Paris. Nur der auslaufende Märzkontrakt gab mit 1,75 Euro/Tonne deutlich nach.

06.03.2015 Gute Versorgungslage beim Mais

Eine gute Versorgungslage mit Mais sowie ein starker US-Dollar zum Euro setzen heute die Maisnotierungen in Chicago unter Druck. Leichte Unterstützung kommt hingegen vom festen Kassamarkt, der die Verluste in Grenzen hält. Die gestrigen wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 986.800 Tonnen Mais am oberen Rand der Markterwartungen von 700.000-1.000.000 Tonnen. An der Euronext in Paris bewegen sich die Maisfutures seit Tagen seitwärts, wobei die Kurse heute trotz der negativen Vorgaben aus Übersee leicht zulegen konnten. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 63.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 135.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,12 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 8,891 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,046 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,218 Mio. Tonnen). Quelle: HANSA Terminhandel

06.03.2015 Matif Mais Chartanalyse

Der Matif Maiskontrakt Juni 05 ist in den letzten Wochen mehrfach daran gescheitert, den Abwärtstrend zu verlassen und bewegt sich in einer immer engeren Spanne zwischen der Trendlinie und der Unterstützung bei 155 Euro. In diesem absteigenden Dreieck ist ein Kursrückgang unter die 155er Marke wahrscheinlich. Weitere technische Verkäufe wären die Folge. Sollte der Kurs den Abwärtstrend verlassen können, befindet sich der nächste Widerstand bei 162 Euro.

06.03.2015 Ukraine will neuen Darlehens- und Liefervertrag mit China

Die Ukraine wird im April eine Delegation nach China schicken, die einen neuen Abschluss unter anderem über Maislieferungen zum Ziel hat. Das sagte gestern der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gegenüber der Presse. Die Ukraine habe in dieser Saison einen im Jahre 2012 abgeschlossen Darlehensvertrag mit Getreidelieferungen erfüllt.
Die ukrainischen Maisexporte nach China beliefern sich in 2014 auf nahezu 1 Mio. Tonnen. Der Minister sieht die Möglichkeit, die Liefermenge zu verdoppeln. Daneben sollen auch Geflügelprodukte geliefert werden.
Die Ukraine wird in der Saison 2014/15 mit 16 Mio. Tonnen der viert-größte Maisexporteur der Welt sein. In der vorherigen Saison waren es laut dem IGC 19,9 Mio. Tonnen. Um die verloren gegangenen Umsätze mit Russland zu kompensieren, will die Ukraine den Handel auch mit der Europäischen Union ausweiten. Hierfür werden jetzt Gespräche über Lieferquoten in Bezug auf Weizen, Mais, Rapssaat sowie Fleisch aufgenommen.
Die Ukraine prognostiziert für 2014/15 einen Getreideexport in Höhe von 37 Mio. Tonnen, die Landwirte neigen aber dazu, ihre Getreidebestände so lange wie möglich zu halten, um sich vor der Abwertung des Hrywnja zu schützen. Deshalb könnten die Exporte auch niedriger ausfallen, da am Ende der Vermarktungsperiode durch einen Vermarktungsstau logistische Probleme wahrscheinlich sind.
Die Ukraine möchte zudem lieber höherwertige Produkte exportieren. Deshalb wurde auf Sonnenblumensaat eine Steuer erhoben, um lieber Sonnenblumen-Öl exportieren zu können. So kann im Land eine zusätzliche Wertschöpfung erfolgen, die Steuereinnahmen und Jobs ermöglichen.
Der Minister sagte, dass der Winter bisher eher mild war und dass in den letzten zwei Wochen auch genügend Regen gefallen war. Die Bodenfeuchte ist so gut wie in den letzten sieben Jahren nicht. Dadurch habe auch das Sommergetreide ein gutes Ertragspotential. Wintergetreide sei zu 82 % in guter Verfassung und nur 13 % seien gefährdet. Farmer könnten die Anbaufläche von Mais reduzieren, da die Betriebsmittel relativ hoch sind und die abgewertete Währung zu höheren Kosten führt. Dennoch geht die Regierung von einer stabilen Maisanbaufläche aus.

05.03.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 63.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 135.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,12 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 8,891 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,046 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,218 Mio. Tonnen).

05.03.2015 Südkorea kauft Futterweizen und Mais

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 40.000 Futterweizen optionaler Herkunft. Laut Händleraussagen liegt der Preis bei bei 217,65 $ pro Tonne C & F plus 1,25 Dollar pro Tonne Aufpreis für die Hafenentladung.
Außerdem hat die KOCOPIA 55.000 Tonnen Mais zu einem Preis von 199,75 $ pro Tonne C & F per Tender gekauft. Die Herkunft ist ebenfalls optional. Quelle: Reuters

05.03.2015 AMIS Market Monitor No. 26 / März 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. März finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 2. April 2015

05.03.2015 Trockenheit: Muss Südafrika Mais importieren?

Südafrika wird in diesem Jahr nach einer langen Trockenheit die kleinste Maisernte seit 2007 einbringen. Mais ist eines der bedeutendsten Grundnahrungsmittel der südafrikanischen Bevölkerung. Das Agrarministerium prüft bereits die Finanzierung für mögliche Importe.
Nun sucht die Regierung Jacob Zuma, die von National Kongress beauftragt ist, eine Landreform durchzuführen, eine Balance zwischen Landreform und Versorgungssicherheit. Die Regierung unter Jacob Zuma wüscht sich, dass auch die Farmer konstruktive Vorschläge unterbreiten.
Südafrikas Regierung hat den Vorschlag unterbreitet, die Farmgröße auf maximal 12.000 Hektar zu begrenzen. Damit will man wieder Bewegung in die Wiedergutmachungspolitik bringen, die der National Kongress nach dem Ende der Apartheidpolitik im Jahre 1994 beschlossen hat und als eine Maßnahme eine Landreform durchführt. Dazu liegt nun dieser Vorschlag vor; ein anderer besagt, dass die Farmer gezwungen werden sollen, 50 % ihrer Flächen an ihre Landarbeiter abzutreten.
Nach Expertenaussagen sind inzwischen 8,2 Mio. Hektar an die schwarze Bevölkerung, die während der Apartheidpolitik von der Administration enteignet wurden, zurück übertragen worden.
Welche Lösung auch zum Tragen kommt, der Regierung ist daran gelegen, dass Farmer ohne Probleme Land pachten können, damit die Flächen weiterhin bewirtschaftet werden können. Auf diese Weise können sie weiterhin von den Banken finanziert werden.

05.03.2015 Getreidemail

Ein fester US-Dollar zum Euro, schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsminister Nikolai Fyodorov schätzt die russische Getreideernte 2015 auf bis zu 100 Mio. Tonnen (2014: 104 Mio. Tonnen). Die letzte Prognose aus dem russischen Landwirtschaftsministerium, die am 4. Februar veröffentlicht wurde, lag bei 85,0 - 100,0 Mio. Tonnen Getreide. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Hartweizen optionaler Herkunft zum Preis von $241,50/Tonne c&f. Die Versendung erfolgt in der zweiten Junihälfte.
Die e-CBOT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund des schwachen Euro trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und die Kurse schlossen uneinheitlich.

 

04.03.2015 Argentiniens Farmer-Lobby protestiert gegen Fernandez’ Agrarpolitik

Farmer in Argentinien wollen drei Tage lang kein Getreide abliefern, um damit gegen die Exportquoten und andere bauernfeindliche Aktionen der Regierung Fernandez zu protestieren. Der Streik soll am 11. März starten und wird von den drei größten Farmerverbänden Argentiniens mitgetragen. Die Agrarpolitik der Regierung wird von der Bauernlobby abgelehnt, sagt der Vertreter des Landvolkverbandes, der den größten Teil der ländlichen Bevölkerung repräsentiert. Die Politik gefährdet die wirtschaftliche Lage der Farmer.
Die Regierung unter der Präsidentin Cristina Fernandez wurde bereits im Jahre 2008 von landesweiten Protesten der Farmlobby über Monate durchgerüttelt, was den Staatshaushalt einiges an Einnahmen kostete. Seither ist das Verhältnis zwischen Fernandez und der Agrarbranche angespannt. Fernandez kann zwar im Oktober nicht wiedergewählt werden, die Agrar-Lobbyisten wollen die drei Präsidentschaftskandidaten aber schon jetzt auf Zugeständnisse zu einer Agrar-freundlichere Politik bewegen.
Argentinien ist der weltweit drittgrößte Sojabohnenexporteur sowie der größte Exporteur von Sojaschrot. Die Regierung Fernandez erhebt einen Zollsatz von 35 % auf Soja-Exporte und beschränkt die Ausfuhrmengen von Mais und Weizen, um den Anstieg der nationalen Lebensmittelpreise zu begrenzen. Die Farmer beklagen eine Planungssicherheit für den Anbau.
Hohe Inflationsraten und ein wackliger Peso haben dazu geführt, dass Farmer immer mehr Getreide auf den Höfen horten. Das Hinterland von Buenos Aires, die Pampa, ist inzwischen mit den überdimensionierten weißen Siloschläuchen gesprenkelt. Quelle: Reuters

04.03.2015 Ukraines Getreideexporte in dieser Saison höher erwartet

Die Ukraine hat im aktuellen Wirtschaftsjahr seit dem 1. Juli 24.7 Millionen Tonnen Getreide exportiert. Das ist die gleiche Menge wie im Vorjahr in diesem Zeitraum. Laut Aussage des Landwirtschaftsministeriums beinhaltet die Menge 9,3 Mio Tonnen Weizen, 11,4 Mio Tonnen Mais und 3,9 Mio Tonnen Gerste.
Das Ministerium erklärt, dass die Getreideexporte in dieser Saison auf 37 Mio Tonnen steigen könnten. Im letzten Jahr betrug die Gesamtmenge 32,8 Mio Tonnen.

03.03.2015 Euronext will Mais- und Gerstenfuture überarbeiten

Die Euronext Paris überlegt, seine zwei kleineren Terminkontrakte auf Mais und Braugerste zu überarbeiten, um sie für die Marktteilnehmer in ganz Europa attraktiver zu machen. Im vergangenen Jahr, gleich nach der Loslösung von dem Börsenbetreiber ICE im letzten Juni, hatte Europas führende Agrar-Terminbörse bereits diverse Änderungen seiner Finanzprodukte durchgeführt; darunter im Weizenkontrakt, dem Flaggschiff der Börse.
Für den Maiskontrakt bedeutet eine Änderung der Spezifikationen in erster Linie die Ausweitung der Lieferpunkte über Südwest-Frankreich hinaus. Als der Kontrakt im Jahre 1999 aufgelegt wurde, war Frankreichs Westküste der Hauptumschlagsplatz für Mais aus der Gemeinschaft. Inzwischen hat sich die EU nach Osten erweitert und das Handelszentrum für Mais hat sich auch weiter dorthin verlagert. Das Handelspotential wäre mit dieser Maßnahme weitaus größer, so Nicholas Kennedy. Der Maisanbau findet jetzt neben dem Osten Frankreichs auch im Norden Europas statt, wo viele Futtermittelhersteller angesiedelt sind, sowie an der Donau im Osten der EU.
Die Börse steht dabei vor der Herausforderung, einen einheitlichen Markt in verschiedenen Regionen abzubilden. Möglicherweise gibt es deshalb am Ende auch zwei Maiskontrakte an der Euronext.
Der derzeitige Maiskontrakt hat ein durchschnittliches tägliches Handelsvolumen von 2.500 Lots von Futures und Optionen. Im Vergleich dazu werden täglich 40.000 Lots Weizenkontrakte sowie 8.000 Lots Rapskontrakte als Futures und Optionen umgeschlagen. Die Überarbeitung der Spezifikation soll noch in diesem Jahr stattfinden.
Der aktuelle Gerstenkontrakt ist als Braugerste (Bier- und Whiskyherstellung) spezifiziert. Seit seiner Einführung im Jahr 2010 hat er aber noch keine Liquidität aufgebaut. Jetzt denkt die Börse darüber nach, die Spezifikation in Futtergerste umzuwandeln. Bisher hatten Gerstenproduzenten sich über den Milling Wheat Nr. 2 abgesichert. Nach dessen Überarbeitung, die in den gestern eingeführten Milling Wheat Nr. 3 mündete, für den höhere Qualitätsstandards gelten, gibt es für einen Kontrakt auf Futtergerste eine größere Raum. Quelle: Reuters

03.03.2015 Infoma Economics / Ernteprognosen
Das private Analystenhaus Informa Economics erhöhte seine Prognose der indischen Weizenernte 2015/16 um 1,0 Mio. Tonnen auf 97 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
Brasilien
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 92,5 Mio. Tonnen (93,5 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion 2014/15: 72,4 Mio. Tonnen (72,85 Mio. Tonnen)
Argentinien
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 58,0 Mio. Tonnen (57,0 Mio. Tonnen)
Mais-Produktion 2014/15: 23,5 Mio. Tonnen ( 23,0 Mio. Tonnen)
(Die in Klammern gesetzten Werte beziehen sich auf die vorherige Prognose)
03.03.2015 Argentinien vor der Wahl: Vorräte auf den Farmen sollen Steuereinnahmen erhöhen

Gestern hat die argentinische Regierung den Beschluss gefasst, die Sojabohnenbestände auf den Farmen anhand von verkauften Speicher-Säcken nachzuvollziehen. Damit sollen die Steuerbehörden in die Lage versetzt werden, das Einkommen der Farmer besser einzuschätzen und Steuern einzufordern. Mit außerordentlich hohen Mais- und Sojavorräten auf den Farmen in der argentinischen Pampa schützen sich die Farmer vor der zweistelligen Inflationsrate.
Die Regierung und die Agrarlobby in Argentinien liegen sich bereits seit Jahren wegen einer restriktiven Exportpolitik in den Haaren. Um die Lebenshaltungskosten nicht ins Uferlose zu steigern, wurden die Exporte von Mais und Sojabohnen zum Leidwesen der Farmer immer öfter begrenzt. Durch das Horten auf den Höfen entgeht dem Staat aber die Einkommenssteuer. Vor der im Oktober stattfinden Präsidentschaftswahl, bei der Christina Fernandez nicht wieder gewählt werden kann, hat die Regierung aber sehr hohe Kosten.
Argentinien, der drittgrößte Sojaexporteur der Welt, hat auf Sojabohnenexporte einen Zollsatz von 35 % festgesetzt. Mit der Kontrolle der Vorräte auf den Höfen geht eine Berichtspflicht einher, der den Druck auf die Farmer zusätzlich erhöht. Die Regierung benötigt scheinbar dringend Geld. Mais und Sojabohnen haben eine große strategische Bedeutung für Argentinien.
Das dortige Landwirtschaftsministerium schätzt die aktuelle Sojabohnenernte 2014/15 auf die Rekordmenge von 58 Mio. Tonnen, gegenüber 53,4 Mio. Tonnen im Jahr zuvor. Das USDA kommt in seiner letzten Schätzung auf 56 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

03.03.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, der starke US-Dollar gegenüber dem Euro, negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Schneefälle in einigen Weizenanbauregionen im Mittleren Westen der USA minderten zudem das Risiko von Auswinterungen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 450.093 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 325.000 - 475.000 Tonnen. Australiens Weizenproduktion für das Vermarktungsjahr 2015/16 schätzt ABARES auf 24,39 Mio. Tonnen. Das wäre ein Plus von 3% zu der von Trockenheit betroffenen Ernte 2013/14 (23,61 Mio. Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fast unverändert. Am Pariser Matif folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Der neue Premium-Weizenkontrakt Nr. 3 wurde gestern erstmals gehandelt und schloss den Handel ebenfalls mit Abschlägen.

02.03.2015 GM-Mais Feldversuche in Indien erfolgreich

Die indische Tochtergesellschaft von Monsato MON India wird der Regierung in Neu Delhi einen kommerziellen Markteintritt von genetische verändertem (GM) Mais innerhalb der nächsten 12 Monate empfehlen. Bisher erlaubt das indische Gesetz keine GM Lebensmittel, lediglich ein Anbau von GM-Baumwolle ist erlaubt.
Indischer GM-Mais, der bereits aus Feldversuchen zur Verfügung steht, sollte die Erträge um 15 % bis 20 % steigern können. Zurzeit liegt der indische Durchschnittsertrag beim Mais bei 2 bis 2,25 Tonnen/Hektar. Top-Leistungen in den USA liegen bei 10 Tonnen/Hektar.
Nachdem Indien im Jahre 2002 GM-Baumwolle angebaut hat, verwandelte sich das Land von einem der größten Importeure zum weltweit größten Exporteur von Baumwollfasern.
Die Aktien von MON India sind im letzten Jahr um 150 % gestiegen. Der indische Aktienindex stieg während dieser Zeit nur um 37 %.
Die Mitglieder der Regierungspartei und Umweltschutzgruppen bezweifeln den Nutzen von GM-Mais.

02.03.2015 Indonesien / Mais- und Sojabohnenproduktion 2014

Indonesiens staatliches Statistikamt prognostiziert Indonesiens Maisproduktion 2014 auf 19,03 Mio. Tonnen (vorherige Prognose: 19,13 Mio. Tonnen). Die Prognose für die Sojabohnenproduktion 2014 wurde von 921.340 Tonnen auf 953.960 Tonnen erhöht. Quelle: Reuters

02.03.2015 Auswinterungen in der Ukraine mit Flächenplus kompensiert

Der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko gab heute Morgen gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters eine Einschätzung zur Getreideernte 2015 ab. Nach schwierigen Wetterbedingungen im letzten Herbst sowie einem mildem Winter beobachtet man zuletzt Auswinterungsschäden auf 13 % der Wintergetreideflächen. Da die Anbaufläche um 7 % ausgeweitet wurde, kompensiert das den erwarteten Ausfall. Üblicherweise verliert die Ukraine 10 % der Getreideernte durch Auswinterungen. März und Mai seien noch kritische Monate für die Pflanzen.
Die Winterweizenfläche steht für 95 % der gesamten Weizenproduktion der Ukraine. Diese stieg um 12 % auf jetzt 6,8 Mio. Hektar. Die meisten anderen Getreidekulturen in der Ukraine sind in gutem Zustand, so der Minister. Von der weiteren Entwicklung der Kulturen hängt ab, in welchem Umfang in den kommenden Monaten Getreide exportiert werden kann. Es gibt bereits eine Selbstbeschränkung der ukrainischen Exporteure. Man will nicht mehr als 1,2 Mio. Tonnen Mahlweizen in der ersten Hälfte des Jahres, wenn die Menge überschritten wird, kann die Regierung den Export einschränken.
In dieser Vermarktungssaison hat die Ukraine bereits 24,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon waren 9,2 Mio. Weizen, 11 Mio. Tonnen Mais und 3,9 Mio. Tonnen Gerste.

02.03.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, frostige Temperaturen in einigen US-Weizenanbaugebieten, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie festere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte.
Russlands Getreideexporte im Februar (1.-25.) lagen mit 322.000 Tonnen 57% niedriger als im Februar vergangenen Jahres. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Notierungen verzeichneten auf allen Terminen Gewinne.
Am heutigen Montag wird der Premium-Weizen-Kontrakt Nr. 3 der Euronext erstmals zum Handeln angeboten.

02.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 24.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 17.02. - 24.02. um 361 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 5.989 Kontrakte. Mit 32.238 Netto-Short-Positionen (+ 5.989) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 24.02. bearisch gestimmt. Um 22.578 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 24.02. hielten institutionelle Anleger 80.191 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen wurde der Bestand von 15.659 Netto-Short-Positionen in 284 Netto-Long-Positionen umgekehrt.

 

27.02.2015 Saudi Arabien kauft 140.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 140.000 Tonnen US-Mais an Saudi Arabien zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

27.02.2015 Chinas Getreide- und Futtermittelimporte stark rückläufig

Chinas Maisimporte fielen im Januar um 11 %; fast alle Lieferungen kamen aus der Ukraine. Der weltweit zweitgrößte Maiskonsument importierte im Januar 579.393 Tonnen Mais, wovon 470.047 Tonnen aus der Ukraine kamen. Im Januar 2014 lieferte die Ukraine nur 570 Tonnen nach China.
Die Importe aus den USA fielen um 97 % auf 20.383 Tonnen, nachdem China genetisch Modifizierte Maissorten geliefert hatte, die allesamt zurückgewiesen wurden. Der Import von DDGs, einem Nebenprodukt der Ethanol Herstellung, fiel um 88 % auf nun 67.475 Tonnen. Fast alle chinesischen Importe dieses Produkts kamen aus den USA. Der Handel mit diesem Futtermittelzusatz wurde im Dezember wieder aufgenommen, als die Importbeschränkungen aufgehoben wurden.
Auch die Weizenimporte Chinas fielen um 89,8 % gegenüber dem Vorjahr auf jetzt 73.979 Tonnen. Die niedrige Importmenge führte dazu, dass China derzeit kaum noch über Qualitätsweizen verfügt. Selbst die staatlichen Reserven aus früheren US-Einkäufen wurden an chinesische Bäcker verkauft.

27.02.2015 Bisher 30 % weniger US-Weizen exportiert

Die CBoT-Weizennotierungen sind jetzt die zweite Woche in Folge gefallen. US-Weizen ist am Weltmarkt schwer zu platzieren. Auch wenn die gestern veröffentlichten wöchentlichen Exporte um 23 % über der Vorwochenmenge lagen, so muss man feststellen, dass im Jahresvergleich bisher 30 % weniger US-Weizen ins Ausland verschifft wurde.
Das IGC schätzte gestern, dass die globale Maisproduktion in 2015/16 um 5 % niedriger ausfallen werde, im Vergleich zum diesjährigen Rekordwert. Die weltweite Weizenproduktion werde sich um 2 % verringern. – siehe unseren Tickerbericht von gestern 16:44

27.02.2015 Getreidemail

Technische Käufe nachdem die Weizennotierungen gestern ein Vier-Monats-Tief erreichten, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie gute wöchentliche US-Exportzahlen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Gewinnen schließen. Mit ingesamt 459.000 Tonnen US-Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen von 200.000-400.000 Tonnen. Das "International Grains Council" reduzierte seine Prognose der Welt-Weizen-Ernte für das Vermarktungsjahr 2015/16 in seinem monatlichen Report auf 705 Mio. Tonnen. Die Prognose für 2014/15 wurde um 2 Mio. Tonnen auf 719 Mio. Tonnen erhöht. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Heute morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures im Zuge der guten Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen leicht zulegen. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 912.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 20,823 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 20,196 Mio. Tonnen)

26.02.2015 Matif Mais Chartanalyse

Nachdem der Matif Maiskontrakt Juni 05 in den letzten Tagen mehrfach daran gescheitert ist, den Abwärtstrend zu verlassen, kam es zu verstärktem Verkaufsdruck. Der Kurs bewegt sich nun an der Unterstützungslinie bei 155 Euro. Die Trendlinie ergibt zusammen mit der Unterstützung ein absteigendes Dreieck und deutet damit an, dass die Möglichkeit einer weiteren deutlichen Kursschwäche sehr groß ist. Sollte nun tatsächlich die 155er Marke unterschritten werden, besteht eine kleine Unterstützung bei 153 Euro. Wahrscheinlicher ist aber, dass der Kurs durch technische Verkäufe in den Bereich von 150 Euro oder sogar darunter gedrückt wird. Wenn die Unterstützung hält und der Kurs den Abwärtstrend verlässt, besteht Aufwärtspotential bis 160 Euro.

26.02.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 190.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 35.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 6,057 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 8,545 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 1,911 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,196 Mio. Tonnen).
26.02.2015 IGC reduziert Prognosen der Welt Weizen- und Maisproduktion 2015/16
Das IGC hat seine Prognosen der Welt-Mais und Welt-Weizen Produktion 2015/16 in seinem monatlichen Report gesenkt. Die Prognose der Welt-Mais-Produktion 2015/16 wurde auf 938 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose 2014/15: 992 Mio. Tonnen). Trotz der Senkung wäre es immer noch die drittgrößte Maisernte überhaupt. 
Beim Weizen hat das IGC seine Prognose für das Vermarktungsjahr 2015/16 auf 705 Mio. Tonnen gesenkt (Prognose 2014/15 719 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.02.2015 Südkoreas KFA kauft Mais und Futterweizen

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Mais (Lieferung im September) und 25.000 Tonnen Futterweizen (Lieferung im Mai) optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

26.02.2015 Südkoreas KFA sucht Mais und Futterweizen

Südkoreas KFA hat einen internationalen Tender zum Kauf von 25.000 Tonnen Futterweizen zur Anlieferung am 20. Mai ausgeschrieben. Gesucht wird Ware aus den Vereingten Staaten, Europa, Australien oder Kanada. Darüber hinaus sucht das Unternehmen für 2 Panamax-Versendungen je 50.000-65.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zur Ankunft im Zeitraum 10. September bis 30. September. Die Angebotsfrist für beide Ausschreibungen endet am heutigen Donnerstag. Quelle: Reuters

26.02.2015 Südkoreas MFG sucht Mais
Südkoreas Major Feedmill Group hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute. Gesucht werden:
45.000 - 65.000 Tonnen zur Ankunft am 30. Juli - Häfen: Pyongtaek und Kunsan
45.000 - 65.000 Tonnen zur Ankunft am 10. Aufust- Häfen: Pyongtaek und Kunsan
Angebote mit Mais chinesischer und südamerikanischer Herkunft werden nicht berücksichtigt. Quelle: Reuters
26.02.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, hohe weltweite Weizenbestände, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen US-Weizen der Sorte "Hard Red Winter" zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 an Ägypten. Bangladeschs staatlicher Getreideeinkauf schrieb einen internationalen Tender zum Import von 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15) aus.
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Die e-CBOT handelt zur Stunde minimal fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen moderat nach. Heute um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen US-Export-Sales vom US-Landwirtschaftsministerium veröffentlicht. Analysten erwarten ein Ergebnis zwischen 200.000 - 400.000 Tonnen.

25.02.2015 Israelische Händler kaufen 90.000 Tonnen Mais und 25.000 Tonnen Futterweizen
Eine Gruppe israelische Händler kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens  über 90.000 Tonnen Mais und über 25.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. 
35.000 Tonnen Mais zum Preis von $176/Tonne c&f
55.000 Tonnen Mais zum Preis von $177/Tonne c&f
25.000 Tonnen Futterweizen zum Preis von $210/Tonne c&f
Quelle: Reuters
25.02.2015 LKW-Streik legt brasilianische Wirtschaft lahm

Die Straßen, die zum größten brasilianischen Hafen Santos führen, wurden heute Morgen von der Polizei von streikenden LKW-Fahrern geräumt. Andere Straßen im Land bleiben aber auch in der zweiten Woche in Folge blockiert. Insgesamt bleibt der Verkehrsfluss schwerfällig, da sich die langen Staus erst einmal abbauen müssen.
Brasilien ist weltweit der größte Exporteur für diverse landwirtschaftliche Produkte, wie beispielsweise Zucker, Kaffee, Orangensaft, Rindfleisch, Geflügelfleisch und Sojabohnen. Die Mais- und Sojabohnenernte ist in vollem Gange und in den Häfen warten Schiffe auf Ladung, die die Welt mit Sojabohnen versorgen soll.
Die Streiks der brasilianischen Spediteure haben schon jetzt die Wirtschaft lahm gelegt. Einige Fabriken mussten schließen, weil sie keinen Rohstoff mehr zur Verarbeitung haben. Auch die brasilianische Autoproduktion (Fiat) musste eingestellt werden, weil keine Ersatzteile da waren. Quelle: Reuters

25.02.2015 Ukrainische Getreideexporte steigen um 12,8 %

Die Ukraine hat in der laufenden Vermarktungssaison bisher 24 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das sind 0,4 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister heute Morgen gegenüber der Presse. Die Exporte beinhalten 9,1 Mio. Tonnen Weizen, 10,8 Mio. Tonnen Mais und 3,9 Mio. Tonnen Gerste.
Das Krisengeschüttelte Land am Schwarzen Meer will in dieser Saison insgesamt 37 Mio. Tonnen Getreide exportieren, das wären 4,2 Mio. Tonnen (+12,8%) mehr als im Vorjahr. Im 2014 ernteten die ukrainischen Landwirte 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters

25.02.2015 Fernfahrerstreik in Brasilien soll von Polizei beendet werden

Die Sojabohnennotierungen am CBoT verlassen heute Morgen ein sechs-Wochen-Hoch, da die brasilianischen Behörden wohl in Kürze die Straßenblockaden der Fernfahrer aufheben werden, die den Warenfluss von Mais und Sojabohnen zu den Hafenstädten unterbrochen haben. Davon profitierten US-amerikanische Anbieter und die Kurse konnten sich halten.
Brasiliens Farmer bringen zurzeit eine Rekordernte ein. Die Erntearbeiten und die Transporte zu den Häfen wurden aber durch einen landesweiten Streik von Spediteuren unterbrochen, die gegen gestiegene Dieselpreise protestieren. Die Schiffsverladungen kommen ins Stocken. Im Nordwesten Brasiliens hatte es außerdem geregnet und die Erntearbeiten kamen zum Stillstand.

24.02.2015 Trucker-Streik in Brasilien: Verzögerungen bei der Beladung von Schiffen

Aufgrund des Trucker-Streiks in Brasilien kommen heute nur noch 45 von 900 LKW-Ladungen mit Mais und Sojabohnen im Hafen von Pranagua im Süden Brasiliens an. Die Behörden befürchten, dass es bei den Schiffsbeladungen zu Verzögerungen kommt, wenn der Streik anhält.
Die Kurse für Sojabohnen am CBoT haben heute kräftig zugelegt, nachdem auch der Schiffsverkehr auf den Flüssen in den USA beeinträchtigt ist. Quelle: Reuters

24.02.2015 Südkorea sucht Mais, Futterweizen und Futtergerste

Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 197.000 Tonnen Mais (September-Lieferung), 65.000 Futterweizen (August-Lieferung) und 10.500 Tonnen Futtergerste (Juli-Liederung) optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

24.02.2015 Südafrika / Maisbestände und Exporte
Südafrikas Maisbestände erreichen nach Angaben von SAGIS (South African Grain Information Services) per Ende Januar 4,037 Mio. Tonnen (Ende Dezember: 4,824 Mio. Tonnen).
Sie teilen sich auf in 2,495 Mio. Tonnen Futtermais und 1,542 Mio. Tonnen Körnermais.
Das Exportvolumen liegt per Ende Januar bei 1,93 Mio. Tonnen (Ende Dezember: . Quelle: Reuters
23.02.2015 Indien: Mit Gentechnik zur zweiten Grünen Revolution

Genetisch veränderte Senfpflanzen könnten in Indien bereits in zwei Jahren kommerziell angebaut werden. Die Feldversuche befinden sich bereits kurz vor dem Abschluss, sagten leitendende Wissenschaftler eines GM-Projekts in Neu Delhi. In 2010 hatte Indien einen Zulassungsstopp für eine GM-Aubergine erlassen, um die Artenvielfalt und Lebensmittelsicherheit nicht zu gefährden. Andere Feldversuche wurden formal nicht gestoppt, aber seither befindet sich die Regulierung in einer Sackgasse. Angesichts einer erwarteten Bevölkerungszahl von mehr als 1,5 Mrd. Menschen in 2030 (mehr als in China) steht die Regierung Modi vor der Herausforderung, die jämmerliche Produktivität der indischen Landwirtschaft zu steigern. Der Umweltminister sagte letzte Woche gegenüber Reuters, man habe das Mandat, eine wissenschaftliche Bewertung auch wissenschaftlich weiter zu entwickeln.
Der heutige Premierminister Modi selber hatte vor 10 Jahren die Erlaubnis für GM-Baumwolle erteilt. Der Züchter, ein indisches Unternehmen, hat dafür auch die Pestizide entwickelt und es wurde für das Land ein großer Erfolg. 95 % der 11,6 Mio. Hektar aller indischen Baumwolle wird mit genetisch verändertem Saatgut bestellt. Von einem Netto-Importeur entwickelte Indien sich zum zweitgrößten Anbieter von Baumwollfasern weltweit. Die Basis der Regierungspartei war bisher aber gegen Gentechnik, die bekanntlich von Multinationalen Konzernen entwickelt wurde; man will von Monsanto, DuPont Pioneer, Dow Chemical und Syngenta unabhängig bleiben.
In den 1960er Jahren machte sich Indien weitestgehend unabhängig von Lebensmittelimporten, nachdem die erste Grüne Revolution ausgerufen wurde. Ertragreiches Saatgut, Düngemittel und Beregnungsmaßnahmen wurden eingeführt. Jetzt möchte Modi diesen Erfolg bei den Ölpflanzen, wo Indien zu 60 % von Importen im Wert von bis zu $10 Mrd. abhängig ist, wiederholen. Speiseöl ist der drittgrößte Importartikel Indiens nach Rohöl und Gold.
Die Feldversuche mit den Senfpflanzen versprechen die höchsten Ölerträge, sagt der Forschungsleiter Deepark Pental, der Delhi Universität, der die Genforschung mit Senfpflanzen während seiner Wissenschaftlichen Arbeiten in Großbritannien begründete. Die Genehmigung für Feldversuche wurde im August 2014 erteilt, obwohl es noch keine Unbedenklichkeitserklärungen vom Staat gab. Erst im vergangenen Monat wurde diese im Punjab neben Senf auch für Reis, Kichererbsen, Mais und Aubergine und weitere Baumwollzüchtungen erteilt. Die Regierung hofft nun, dass das GM-Senfsaatgut in zwei Jahren für die kommerzielle Landwirtschaft verfügbar ist. Quelle: Reuters

23.02.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Kursverluste beim Soja-und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago deutlich schwächer schließen. Die wöchentlichen US-Exportzahlen lagen mit 305.400 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Marokko kauft im Rahmen seines Einfuhrkontingents 363.500 Tonnen Weizen aus der EU zu vergünstigten Zollsätzen. Für die Ausschreibung von 45.000 Tonnen Durum erhielt die staatliche Getreideagentur in Rabat keine Offerten. Für einen zweiten Tender, der 360.000 Tonnen US-Weichweizen sowie 306.000 Tonnen Durum aus den USA zu vergünstigten Zollsätzen nachfragte, gab es überhaupt keine Offerten. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Terminen Verluste.

23.02.2015 Marokko kauft Weizen in der EU, erhält aber keine Durum – Offerten

Marokko kauft im Rahmen seines Einfuhrkontingents 363.500 Tonnen Weizen aus der EU zu vergünstigten Zollsätzen. Für die Ausschreibung von 45.000 Tonnen Durum erhielt die staatliche Getreideagentur in Rabat keine Offerten. Ebenfalls gab es keine Offerten für 8.100 Tonnen Mais, 200 Tonnen Reis, 350 Tonnen Erbsen, 150 Tonnen Bohnen sowie 3.600 Tonnen andere getrocknete Früchte aus der Europäischen Union.
Für einen zweiten Tender, der 360.000 Tonnen US-Weichweizen sowie 306.000 Tonnen Durum aus den USA zu vergünstigten Zollsätzen nachfragte, gab es überhaupt keine Offerten. Quelle: Reuters

23.02.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 17.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhtenihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 10.02. - 17.02. um 3.596 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 4.476 Kontrakte. Mit 26.249 Netto-Short-Positionen (+880) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 17.02. bearisch gestimmt. Um 6.544 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 17.02. hielten institutionelle Anleger 102.769 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen reduzierten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 23.998 Lots auf 15.659 Lots.
20.02.2015 Ein Drittel der US-Maisernte für Ethanol

Der Einsatz von Mais in der Ethanol Produktion der USA stieg im Dezember um 5 %, das zeigt ein USDA-Monatsbericht, der gestern veröffentlicht wurde. Der Einsatz von Sorghum zur Ethanol Produktion fiel im Dezember um 57 %.
Bei dem Bericht handelt es sich um einen sogenannten Grain Crushings and Co-Products Production – Report, der in diesem Jahr in regelmäßigen Abständen und mit verschiedenen Produktschwerpunkten erscheinen soll. Gestern war also Mais dran.
Ein Drittel der US-Maisernte wird für die Ethanol Produktion verwendet, der Rest wird verfüttert, exportiert oder direkt für die menschliche Ernährung eingesetzt.
Der Bericht besagt, dass im Dezember 510,1 Mio. Bushel Mais zu Ethanol und Alkohol verarbeitet wurden. Das sind mehr als die 485,1 Mio. Bushel im November und 476,5 Mio. im Oktober. Die Produktion von Distiller Dried Grains (DDGs ) und –Trockenschlempe stieg um 8 % auf 1,92 Mio. Tonnen. Aufgrund von rekordverdächtigen Exporten von Sorghum nach China stiegen die Preis dafür und die Ethanol Produktion in den USA war nicht mehr wirtschaftlich. Quelle: Reuters

19.02.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 239.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 89.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,867 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 8,138 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 1,876 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,166 Mio. Tonnen).
19.02.2015 Fernfahrerstreik in Brasilien

Fernfahrer in Brasilien behindern den Verkehr auf den Hauptstraßen, über die hauptsächlich Sojabohnen und Mais zu den großen Hafenstädten transportiert wird. Sie protestieren damit gegen den Anstieg der Treibstoffpreise. An zwei strategisch bedeutenden Knotenpunkten wurde der Verkehr lahm gelegt, sagte ein Sprecher von Odebrecht Transport, der die Konzession für die Strecken hat.
Bisher gab es noch keine Verzögerungen bei der Verladung der Schiffe, die die Welt mit der neuen Sojabohnenernte versorgen sollen. Nahezu ein Viertel der 95 Mio. Tonnen Sojabohnenernte dieses Jahres geht bis Juli über dieses Straßennetz.
Die brasilianische Regierung hatte die Steuer auf Dieselkraftstoff am 1. Februar um 1,5 Cents angehoben. Im internationalen Vergleich sind die Treibstoffpreise in Brasilien um 60 % höher. Quelle: Reuters

19.02.2015 USDA-Prognosen
US-Mais-Anbaufläche 2015: 89 Mio. Acres (2014: 90,6 Mio. Acres)
US-Soja-Anbaufläche 2015: 83,5 Mio. Acres (2014: 83,7 Mio. Acres)
US-Weizen-Anbaufläche 2015: 55,5 Mio. Acres (20147: 56,8 Mio. Acres)
∅ US-Mais-Preis 2015/16: $3,50/Bushel
∅ US-Sojabohnen-Preis 2015/16: $9,00/Bushel
∅ US-Weizen-Preis 2015/16: $5,10/Bushel
Quelle: Reuters
18.02.2015 Moskau überprüft Zölle auf Weizenexporte im März

Der russische Agrarminister Fyodorov erklärte soeben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters , dass man den Zollsatz auf Weizenexporte wohl überprüfen werde, wenn die Februar-Exportzahlen vorliegen. Gegenwärtig habe man noch keine Empfehlungen für eine Änderung der Exportpolitik. Die aktuellen Gersten- und Maisexporte bereiten den Offiziellen in Russland keine Sorgen.

18.02.2015 Matif Mais Chartanalyse

Nachdem der Matif Maiskontrakt März 05 an der Widerstandslinie bei 150 Euro abgeprallt ist, ging der Kurs in eine Seitwärtsbewegung über. Dabei wurde die Abwärtstrendlinie durchbrochen und das führte dann kurzzeitig zu technischen Käufen, die für einen Kursanstieg bis 160 Euro sorgten. Gewinnmitnahmen sorgten dann für eine Korrektur bis unter die Marke von 155 Euro. Hier bewegt sich der Kurs nun seit einigen Tagen in einer engen Spanne und versucht diesen Widerstand zu überwinden. Sollte dies kurzfristig gelingen, ist ein weiterer Anstieg bis 160 Euro wahrscheinlich. Wenn nicht, besteht Abwärtspotential bis 150 Euro.

18.02.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie frostige Wetterbedingungen in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Gewinnen schließen. Die US-Exportinspektionen lagen mit 401.937 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000-450.000 Tonnen. Marokkos ONICL hat  sich mit 171.600 Tonnen Weichweizen auf dem lokalen Markt eingedeckt. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf unverändertem Niveau. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit guten Aufschlägen. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures ihre Tagesgewinne nicht halten und schlossen mit leichten Verlusten. Ägyptens staatlicher Getreideeinkauf GASC hat einenTender zum Kauf von 55.000 - 60.000 Tonnen US-Weizen einer nicht näher spezifizierten Gesamtmenge Soft Red Winter Wheat und/oder Soft White Wheat ausgeschrieben. Lieferung: 10.- 20. April, Angebotsfrist: Heute 11:00 Uhr. Das Ergebnis der Ausschreibung wird heute bis 16:30 Uhr bekanntgegeben.

17.02.2015 UkrAgroConsult prognostiziert Rückgang der Maisanbaufläche 2015 in der Ukraine

Die ukrainische Mais-Aussaatfläche zur Ernte 2015 wird Prognosen des Analystenhauses UkrAgroConsult um bis zu 7% niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Höhere Produktionskosten und gestiegene Preise für Saatgut, Kraftstoff und Düngemittel werden dafür als Gründe genannt.
Im vergangenen Jahr bauten Landwirte in der Ukraine auf 4,6 Mio. Hektar Mais an. Die Erntemenge lag bei 28,45 Mio. Tonnen Mais. Die Ukraine ist damit der drittgrößte Maisproduzent der Welt.
Aus Kostengründen werden ukrainische Landwirte in diesem Jahr zum Teil auf im Inland produziertes günstiges Saatgut zurückgreifen und es wird auf 40 % geschätzt. Der Anteil an importiertem Saatgut lag in 2014 bei über 63%.
Als Hauptgrund für den Rückgang der Anbaufläche für Mais wird die starke Entwertung der ukrainischen Währung Griwna genannt. Sie verlor seit Anfang des Jahres über 65% zum US-Dollar, nachdem sich die ukrainische Zentralbank von der Bindung an den US-Dollar losgesagt hatte.
Als weitere Gründe werden die gestiegenen Kosten für Importe, Kraftstoff und Dünger genannt. So stiegen beispielsweise die Kosten für Ammoniumnitrat, ein Stickstoffdünger, der im Frühjahr ausgebracht wird, um 140%, so UkrAgroConsult.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium prognostizierte einen Anstieg der Kosten für die Frühjahrsaussaat um 60%, ging zuletzt aber noch von einer nahezu unveränderten Maisanbaufläche zum Vorjahr aus.

16.02.2015 Ukraine / Getreidebestände per 1. Februar
Die Getreidebestände der Ukraine lagen per 1. Februar 14% über den Beständen vor einem Jahr. Das teilte die staatliche Statistikbehörde der Ukraine mit.
Die Bestände der mittleren und großen landwirtschaftlichen Unternehmen betrugen:
6,9 Mio. Tonnen Weizen
1,7 Mio. Tonnen Gerste
12,7 Mio. Tonnen Mais.
Die Bestände der kleinen landwirtschaftlichen Unternehmen wurden nicht berücksichtigt.
2014 erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Der Eigenverbrauch liegt bei 26 Mio. Tonnen. Für das Vermarktungsjahr 2014/15 (Juli-Juni) liegt das Exportziel bei bis zu 37 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
16.02.2015 Matif Weizenkontrakt jetzt auch an der JSE

Die Euronext teilte heute Morgen der Presse mit, dass sie einen Lizenzvertrag mit der Johannesburg Stock Exchange (JSE) abgeschlossen hat, um sein Flaggschiff, den Terminkontrakt auf „Milling Wheat“ auch an der Börse in Südafrika zu handeln. Das Ziel der Pariser Börse ist es, seine internationale Präsenz zu verbreitern und das rasante Wirtschaftswachstum in Afrika zu nutzen.
Die Lizenzvereinbarung gilt auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet, dass beiden Börsen das Recht zugestanden wird, die Settlementpreise und die Markenrechte der jeweils anderen Börse zu nutzen. Mithin können auch die Terminkontrakte auf Mais und Rapssaat, sowie Rapsschrot und Rapsöl von der JSE genutzt werden.

16.02.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Kurssteigerungen beim Kansas-City- und Minneapolisweizen, festere Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie Aussichten auf leichten Frost übers Wochenende in einigen Weizenanbaugebieten der USA gaben den Weizennotierungen am Freitag in Chicago Auftrieb. Ägypten hat einen Tender zum Kauf von 10.000 Tonnen Weizen ausgeschrieben, über Ware, die sich bereits im Land befindet. Die Lieferung soll direkt an staatliche Läger erfolgen und wird in ägyptischer Währung bezahlt. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee, die Kurse konnten auf allen Terminen gute Zugewinne verzeichnen.
Am heutigen Montag findet aufgrund des US-Feiertags "Presidents Day" kein Handel von Agrar-Commodities an der CBoT statt. Erst am Dienstag um 2:00 Uhr beginnt der Handel mit der elektronischen Nachtbörse wieder.

16.02.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 10.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 03.02. - 10.02. um 3.721 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 5.721 Kontrakte. Mit 25.369 Netto-Short-Positionen (-2.000) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 10.02. bearisch gestimmt. Um 6.544 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 10.02. hielten institutionelle Anleger 109.313 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 24.305 Lots auf 39.657 Lots.
13.02.2015 Südafrika / Maisproduktion 2014
Südafrikas Maisproduktion 2014 erreichte nach Angaben des CEC (Crop Estimates Committee) mit 14,25 Mio. Tonnen den höchsten Stand seit 33 Jahren. Im Vergleich zur Maisernte 2014 ist das ein Anstieg um 20,7%. Südafrikas Landwirte ernteten 2014 7,71 Mio. Tonnen Futtermais und 6,54 Mio. Tonnen Körnermais. Der USDA-Report beließ seine Prognose unverändert zur Januar-Schätzung auf 13,5 Mio. Tonnen. Die aktuellste Erhebung der FAO prognostizierte eine Maisproduktion Südafrikas von 14,98 Mio. Tonnen aus.
 
13.02.2015 Importeur aus Taiwan kaufte über 60.000 Tonnen US-Mais

Ein taiwanesischer Importeur hat in dieser Woche über 60.000 Tonnen US-Mais gekauft. Die Lieferung ist für den Monat April terminiert. Der Preis liegt  125 - 128 Cent pro Bushel über dem CBoT Juli-Kontrakt. Quelle: Reuters

13.02.2015 Argentinien: Gute Maisernte durch hohe Hektarerträge

Die Buenos Aires Grains Exchange gab gestern ihre erste Einschätzung zur Argentinischen Maisernte heraus. Danach sind 22,5 Mio. Tonnen Mais für den kommerziellen Verbrauch herangewachsen. In der letzten Woche erhöhte die Rosario Grains Exchange ihre Schätzung für die Maisernte 2014/15 von 22,4 Mio. tonnen auf 23,5 Mio. Tonnen. Beide Börsen stimmen darin überein, dass die kurz bevorstehende Ernte von stetigem Januar- und Februar-Regen profitiert hätte. Auch spätreifende Sorten hätten das Potential für hohe Hektarerträge.
Das USDA hatte am Dienstag eine Maisernte von 23 Mio. Tonnen für Argentinien vorhergesagt.

12.02.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 270.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 48.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,628 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 7,786 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 1,787 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,133 Mio. Tonnen).
12.02.2015 Argentiniens Rosario prognostiziert höhere Maisernte 2014/15

Die Rosario Grains Exchange prognostiziert Argentiniens Maisernte 2014/15 in seinem monatlichen Bericht, der gestern veröffentlicht wurde, auf 23,5 Mio. Tonnen. Zur vorherigen Prognose wäre das ein Anstieg um 1,1 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

12.02.2015 Südkoreas KFA sucht Mais und Futterweizen

Südkoreas KFA hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Körnermais und 30.000 Tonnen Futterweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am heutigen Donnerstag. Der Mais wird gesucht zur Lieferung im August, der Futterweizen soll im Mai geliefert werden. Quelle: Reuters

12.02.2015 Südkoreas KOCOPI kaufte 60.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA (Corn Processing Industry Association) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 53.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zur Ankunft Mitte Juni. Quelle: Reuters

12.02.2015 Südkoreas KFA kaufte 60.000 Tonnen Mais

Südkoreas KFA kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 60.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. In der Ausschreibung zum Kauf von 30.000 Tonnen Futterweizen wurden alle Angebote zurückgewiesen. Quelle: Reuters

12.02.2015 Ukraines Getreidevorräte steigen um 12,9 Prozent

Die Getreidevorräte in der Ukraine betragen zum 1. Juli auf 7,9 Mio Tonnen und liegen damit 12,9 Prozent über dem Vorjahr. Dies gab das staatliche Amt für Statistik am Mittwoch bekannt.
Die Bestände der großen und mittelgroßen Unternehmen aus der Landwirtschaft beinhalten 3,2 Mio Tonnen Weizen, 1,5 Mio Tonnen Gerste und 2,9 Mio Tonnen Mais. Zahlen von vielen kleineren Betrieben sind in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt. Quelle: Reuters

11.02.2015 Historische Charts für Weizen, Raps und Mais

Unter „Fakten für Profis“ finden Sie auf unserer Homepage www.hansa-terminhandel.de historische Charts für Weizen, Raps und Mais vom Pariser Matif, sowie vergleichende Charts von Veredelungskartoffeln von der Eurex.

11.02.2015 Südkorea kauft Mais und Futterweizen

Südkorea´s NOFI kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 128,000 Tonnen Mais und 55.000 Tonnen Futterweizen. Der Mais wurde zur Ankunft im August/September gekauft, der Futterweizen zur Ankunft im Juni.

11.02.2015 Kürzungen der Endbestände für Mais und Sojabohnen machen USDA-Report bullish

Der USDA-Report von gestern schätzt das Angebot von US-Sojabohnen enger ein als bisher erwartet. Sowohl der inländische Verbrauch als auch die Exporte steigen. Auch die Maisbestände sollen in den USA kleiner sein als gedacht. Ethanol Produzenten, der Lebensmittelsektor, der Bedarf an Saatgut und der industrielle Verbrauch haben den Verbrauchsrückgang im Futtersektor überkompensiert.
Bereits zum vierten Mal in Folge hat das USDA nun die Mais-Endbestände der USA gesenkt. Auch die Sojabohnenendbestände wurden gegenüber dem Vormonat zurückgenommen. Die Exporterwartung für Sojabohnen aus der letzten Ernte wurden auf 1,79 Mrd. Bushel um 20 Mio. Bushel angehoben, worin sich die hohen Exporte im Januar widerspiegeln. Aber auch die inländische Verarbeitung stieg um 15 Mio. Bushel.
Durch den aufkeimenden Bedarf wurden die Weltendbestände der Ölsaaten von 90,87 Mio. Tonnen auf 89,26 Mio. Tonnen zurückgenommen. Da sowohl die Mais- als auch die Sojabohnenendbestände zurückgenommen wurden, wird der USDA-Report für diese beiden Commodities als bullish eingeschätzt. Das gilt ausdrücklich nicht für Weizen.

10.02.2015 Ukraine ist bereit zu handeln, sollten Getreideexporte Limits übersteigen
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium ist bereit, Maßnahmen zu verhängen, um die lokalen Getreidepreise im Falle einer weiteren starken Abwertung der ukrainischen Währung Hrywnja zu schützen. Sollte es zu einem starken Anstieg der Getreideausfuhren kommen, so werde man angemessene Maßnahmen ergreifen, so der stellvertretender Minister für Agarpolitik und Ernährung Volodymyr Lapa. Die Hrywnja verlor in seit der der letzten Woche mehr als 30% gegenüber dem US-Dollar, nachdem sich die Zentalbank von der Bindung an den US-Dollar losgesagt hatte.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium einigte sich im vergangenen Monat mit Getreidehändlern der Ukraine auf eine Begrenzung der Exporte für Mahlweizen. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen. Exporte für Futterweizen (Januar - Juni) dürfen die Schwelle von 3,4 Mio. Tonnen nicht überschreiten. Beim Mais liegt die Grenze bei 13,2 Mio. Tonnen.
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 5. Februar bei 21,9 Mio. Tonnen (nahezu unverändert zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,7 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
9,2 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen.
Quelle: Reuters
10.02.2015 Mais als billiges Futter zum Wiederaufbau der US-Rinderherde

Die Rinderherde in den USA ist im letzten Jahr auf den niedrigsten Stand seit 60 Jahren geschrumpft. Rancher zögern mit dem Wiederaufbau aus Angst vor wiederkehrende Trockenheit und der Befürchtung, dass der Konsum aufgrund hoher Fleischpreise zurückgeht.
Nach jahrelanger Trockenheit, die in 2011 ihren Höhepunkt hatte, mussten Rinderzüchter ihre Viehbestände aufgrund von Futtermangel schlachten. Nachdem in den letzten Monaten die Maispreise stark verfallen sind, hat der Wiederaufbau der Herden wieder zögerlich begonnen.
Terminkontrakte auf Mastrinder notieren aktuell 20 % höher als vor einem Jahr, während Maisfutures um 13 % tiefer notieren – siehe Grafik.
Inzwischen ist der US-Rinderbestand per 1. Januar um 1 % auf 89,8 Mio. Mastrinder gestiegen, was Prognosen von Analysten Lügen straft. Sie hatten erst 2016/17 mit einem größeren Fleischangebot gerechnet. Der Viehbestand ist zwar größer als 2013/14 aber immer noch der kleinste seit 1952.
33 % der Südstaaten in den USA (Texas, Oklahoma…) leiden immer noch unter Trockenheit, im letzten Jahr waren es noch 37 %. 8,7 % der Flächen werden sogar als extrem trocken und außerordentlich trocken ausgewiesen. Es wird bis 2018/19 dauern, bis der Viehbestand in den USA den früheren Bestand wieder erreicht hat, so ein Wissenschaftler der Oklahoma State University.
So lange werden die Preise für Rindfleisch hoch bleiben, was sich negativ auf den Konsum auswirkt. Der US-Konsument kaufte in 2014 durchschnittlich 24,6 kg Rindfleisch, gegenüber 25,5 kg in 2013. Für 2015 wird ein weiterer Rückgang auf 23,9 kg/Kopf erwartet.
Einige Schlachthöfe mussten bereits schließen oder stehen kurz davor. Andere Schlachthöfe konnten noch von erhöhten Schlachtungen von Milchkühen profitieren, deren Bestand aufgrund sinkender Milchpreise ebenfalls gesunken ist. Quelle: Reuters

10.02.2015 Gewinnmitnahmen vor USDA-Report

Mais-Futures am CBoT erreichten in den letzten Handelstagen die höchsten Kurse seit drei Wochen. Im Vorfeld des monatlichen USDA-Report, der heute Abend um 18:00 Uhr deutscher Zeit erscheint, geben die Kurse zur Stunde nach. Unter „Fakten für Profis“ finden Sie eine erste Analyse des Berichts um 18:05 Uhr.
Der Trendwird von den Analysten aus Fernost heute Morgen immer noch als fallend bezeichnet, da die weltweite Versorgungslage mit Getreide und Ölsaaten hervorragend ist. Die Kurssteigerungen in Weizen und Maisfutures führen die Analysten auf Shortabdeckungen der Investoren zurück. Im heutigen USDA-Report werden heute keine großen Veränderungen erwartet. Südamerika hat damit begonnen, seine rekordverdächtige Sojabohnenernte einzufahren und auch die letzte Mais- und Bohnenernte in den USA brachte neue Rekordwerte. In Australien, dem weltweit viert-größten Weizenexporteur, wurden heute Morgen die Ernteschätzungen für die gerade eingebrachte Weizenernte um 390.000 Tonnen nach ober korrigiert.

10.02.2015 Taiwans MFIG hat 60.000 Tonnen US-Mais gekauft
Taiwans MFIG hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen US-Mais gekauft. Versendung: 1. April - 20 April (von der US Golfküste) oder 15. April - 4. Mai (von der US Pazifik Nordwestküste) Quelle: Reuters
09.02.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 03.02.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 27.01. - 03.02. um 1.081 Kontrakte, sie erhöhten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 16.424 Kontrakte. Mit 27.369 Netto-Short-Positionen (+15.343) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 03.02. bearisch gestimmt. Um 54.060 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 03.02. hielten institutionelle Anleger 115.857 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen reduzierten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 17.669 Lots auf 15.352 Lots.
06.02.2015 China: mehr Sorghum und weniger Mais ins Viehfutter

Chinas Einkäufer haben bereits große Mengen Sorghum aus der Ernte 2015/16 in den USA gekauft, da Mischfutterhersteller das preiswerte Getreide immer häufiger als Substitut für Mais einsetzen. Bereits im laufenden Wirtschaftsjahr wurden Rekordmengen aus den USA importiert.
In China wird Sorghum traditionell zur Herstellung von Alkohol verwendet, aber neuerdings findet es sehr umfangreich auch als Tierfutter Verwendung. Die Mischfutterindustrie hat nach Alternativen für den hochsubventionierten Mais gesucht.
Alterntiges Sorghum wird in den USA bereits knapp, da China fast alles gekauft hat, was angeboten wurde. Deshalb kauft man bereits jetzt sehr umfangreich die neue US-Ernte. Alleine im Januar wurden 900.000 Tonnen US-Sorghum nach China eingeführt. Im gesamten Jahr 2014 stieg Chinas Sorghum Import um 439 % auf 5,77 Mio. Tonnen. Weit mehr als die 2,6 Mio. Tonnen Mais. Fast alles kam aus den USA.
Im Schweinefutter nimmt der Anteil von Sorghum stark zu, während Getreide im Geflügelfutter fast ausschließlich mit Sorghum erfüllt wird. Der Preis für eine Tonne Sorghum liegt derzeit bei $280 cif Chinas Ostküste und ist damit deutlich billiger als lokal produzierter Mais, der umgerechnet $384/Tonne kostet.
Die vergleichsweise hohen Maispreise führen in den Produktionsgegenden zu überlaufenden staatlichen Interventionssilos.
Das USDA schätzt, dass man aus der Ernte 2014/15 5,8 Mio. Tonnen Sorghum exportieren kann. Das entspricht mehr als die Hälfte der gesamten US-Ernte, wovon das Gros wiederum nach China verkauft wird.
Chinas Sorghum Importe für 2104/15 könnten auf 6,2 Mio. steigen, 45 % mehr als in der laufenden Saison, schätzt die chinesische Getreideverwaltung. Bisher hat China für die kommende Saison noch kein Sorghum aus Argentinien bestellt, das erst kürzlich wieder auf die Lieferantenliste der chinesischen Importeure genommen wurde, nachdem es für einige Jahre aus Quarantänegründen gesperrt war. Quelle: Reuters

06.02.2015 Sojabohnen: Argentinien vor einer Rekordernte

Die argentinische Sojabohnenernte 2014/15 wird auf 57 Mio. Tonnen geschätzt. Die Anbaufläche wurde seit der letzten Schätzung unverändert auf 20,4 Mio. Hektar belassen. Gestern veröffentlichte die Buenos Aires Exchange ihre erste Ernteschätzung für die bevorstehende Saison.
Die Ernte beginnt im März. Die bisher größte Sojabohnenernte hatte man in 2009/10 eingefahren und diese belief sich auf 55 Mio. Tonnen. Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojaschrot und auf Rang drei der Exporteure von Sojabohnen, nach den USA und Brasilien.
Während der gesamt Vegetationsperiode herrschten gute bis optimale Boden- und Witterungsverhältnisse. Deshalb sind die Ertagsschätzungen nahe einem Allzeithoch, so der Börsenbericht.
Der Sojaanbau in Argentinien boomt, da die Regierung seit Jahren eine sehr restriktive Exportpolitik für Mais und Weizen fährt. Durch Exportquoten ist es schwer, den Anbau zu planen.
Das USDA hatte die argentinische Sojabohnenernte 2014/15 zuletzt auf 55 Mio. Tonnen geschätzt.

05.02.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 141.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 75.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,358 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 7,361 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 1,739 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,121 Mio. Tonnen).
05.02.2015 AMIS Market Monitor No. 25 / Februar 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. Februar finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 2. April 2015

05.02.2015 Ukraine / Getreideexporte per 5. Februar 2015
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 5. Februar bei 21,9 Mio. Tonnen (nahezu unverändert zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,7 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
9,2 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium einigte sich im vergangenen Monat mit Getreidehändlern der Ukraine auf eine Begrenzung der Exporte für Mahlweizen. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen. Exporte für Futterweizen (Januar - Juni) dürfen die Schwelle von 3,4 Mio. Tonnen nicht überschreiten. Beim Mais liegt die Grenze bei 13,2 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
05.02.2015 Getreidemail vom 05.02.15

Technische Verkäufe, der starke US-Dollar, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen.
Südkoreas Mühlenunternehmen CJ (Cheiljedang Corp.) kaufte im Rahmen eines Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen australischer Herkunft zur Versendung im Juni.
Die kanadischen Lagerbestände für Weizen (incl. Durum) lagen per 31. Dezember 2014 mit 24,818 Mio. Tonnen 13,5% niedriger als im Vorjahr (28,676 Mio. Tonnen).
Russlands Landwirtschaftsministerium rechnet 2015 mit einer Getreideernte in einer Spanne von 68 bis 100 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen auf unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures uneinheitlich. Die Termine der alten Ernte schlossen unverändert bis minimal fester, während die Kurse der neuen Ernte 2015 mit Verlusten aus dem Handel gingen.

04.02.2015 Joint Venture: ADM und Glencore bauen Hafen in Brasiliens Norden aus

Die rivalisierenden Handelshäuser Archer Daniels Midland (ADM) und Glencore planen den gemeinsamen Ausbau eines Exportterminals im Norden Brasiliens. Von dort sollen zukünftig viel mehr Getreideverladungen innerhalb Südamerikas und Exporte nach Asien abgewickelt werden. ADM gibt dazu 50 % seines Exporthafens in Baracarena an Glencore ab. Der Hafen liegt in brasilianischen Bundesstaat Pará und gilt als erster Anlaufhafen für brasilianisches Getreide.
Die beiden Schwergewichte im Weltgetreidehandel planen die Vervierfachung der jährlichen Kapazität, die zurzeit bei 6 Mio. Tonnen liegt. Damit wird der Hafen der größte Getreideumschlagplatz des Landes.
Der Standort hat inzwischen eine günstige Hinterland Anbindung durch Straßen- und Wasserwege. Außerdem profitiert man von dem geplanten Ausbau des Panamas Kanals für die Verschiffung nach Asien. Auch für den Bundesstaat Mato Grosso, der Top-Sojabohnenregion Brasiliens, ist die Anbindung billiger und einfacher.
Derzeit werden die Exporte aus Brasilien überwiegend aus südlichen Häfen, wie Santos und Paranagua abgewickelt, die aber aufgrund steigender Transportvolumen immer häufiger verstopfen. Die Global Player im Getreidehandel wollen alle von dem Boom Brasiliens am Weltagrarmarkt profitieren. Der Kuchen ist riesig, aber für das Wachstum der Exportmengen müssen weitere Häfen erschlossen werden, um global wettbewerbsfähig zu bleiben.
Brasiliens Verkehrsminister schätzt, dass die Umschlagmengen in den nördlichen Häfen des Landes von 3 bis 4 Mio. Tonnen auf 15 Mio. Tonnen im Jahr 2020 steigen können. In dieser Vermarktungsperiode exportiert Brasilien wahrscheinlich 65 Mio. Tonnen Mais und Sojabohnen. Quelle: Reuters

04.02.2015 Kanada / Bestandssituation der wichtigsten Feldfrüchte Ende Dez. 14
Die kanadischen Lagerbestände für die wichtigsten Feldfrüchte per 31.12.14 sanken im Vergleich zum Vorjahr. Das hat eine Umfrage der Behörde Statistics Canada ergeben.
Beim Weizen (incl. Durum) lagen die Bestände per 31. Dezember 14 mit 24,818 Mio. Tonnen 13,5% niedriger als im Vorjahr (28,676 Mio. Tonnen).
Die Canola-Bestände sanken ebenfalls und lagen mit 11,103 Mio. Tonnen 10,5% niedriger, als die Bestände per 31.12.13 (12,406 Mio. Tonnen).
Auch beim Mais sanken die Bestände, und zwar um 16,6% auf 9,671 Mio. Tonnen. (Vorjahr: 11,590 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
04.02.2015 Informa – Ernteschätzung für Brasilien und Argentinien

Der weltweit agierende Agrarmarktanalyst Informa Economics hebt seine Ernteprognose für Argentiniens Sojabohnen und Mais in seiner Februar-Schätzung an. Die Brasilianische Sojabohnenernte schätzt man unverändert auf 93,5 Mio. Tonnen.
Argentiniens Maisernte soll demnach auf 23 Mio. Tonnen kommen, das sind 1 Mio. Tonnen mehr als in der Januar-Prognose. Die Sojabohnenproduktion wird auf 57 Mio. Tonnen geschätzt, 1,5 Mio. Tonnen mehr als im letzten Monat.
Brasiliens Gesamternte für Mais wird jetzt auf 72,8 Mio. Tonnen taxiert, 550.000 Tonnen mehr als zuvor. Die Gesamtmenge setzt sich zusammen aus 28,8 Mio. Tonnen aus der Haupternte und 44 Mio. Tonnen aus der Winterernte.
Die Weizenproduktion in Argentinien schätzt Informa auf 12,5 Mio. Tonnen, 500.000 Tonnen mehr als im Januar. Quelle: Reuters

04.02.2015 Getreidemail vom 04.02.2015

Käufe von Fondsgesellschaften nach den kräftigen Verlusten der letzten Tage, schlechtere Ratings der Winterweizenbestände in mehreren wichtigen Hauptanbaugebieten der Vereinigten Staaten, ein schwächerer US-Dollar, Kursaufschläge beim Rohöl sowie deutliche Gewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 120.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft und 180.000 Tonnen rumänischer Herkunft zum Versand Anfang März gekauft. Der Durchschnittspreis lag bei 236,25$ pro Tonne c&f. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten bei erhöhtem Umsatzvolumen auf allen Terminen deutlich zulegen.

03.02.2015 Nach der Zollerhöhung: Getreideexporte aus Russland kommen zum Erliegen

Seit dem 1.Februar gilt ein Zollsatz von mindestens 35 Euro/Tonne bei der Ausfuhr von russischem Weizen. Moskau möchte den Weizen im Land behalten, um einen weiteren Anstieg der Lebenshaltungskosten zu verhindern. Da der Zoll nur auf Weizenexporte erhoben wird, konzentrieren sich die Exporteure nun auf die Ausfuhr von Mais und Gerste. Durch die verschärften phytosanitären Kontrollen haben die Behörden aber auch hier die Möglichkeit, die Ausfuhren zu behindern.
Händlern zufolge ruhen inzwischen alle Exportaktivitäten, denn die Geschäfte sind unkalkulierbar geworden. Für einige Schiffe, die Weizen für Ägypten geladen haben und vor dem ersten Februar die russischen Häfen wegen fehlender Dokumente nicht verlasen konnten, werden nun auch die Zölle fällig.
Russland hat seit dem 01. Juli 2014 aus der letzten Ernte bisher 22,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon waren 17,9 Mio. Tonnen Weizen. Darin ebenfalls enthalten die Januar-Menge von insgesamt 1,7 Mio. Tonnen davon 1,5 Mio. Tonnen Weizen, berichtet das russische Agrarministerium. Quelle: Reuters

02.02.2015 Arbeitskampf an der US-Westküste führt durch hohe Maisbestände zum Preisdruck

Ein Arbeitskampf an der US-Westküste trägt zum Druck auf die Maispreise im Mittleren Westen bei. Da Container knapp werden, müssen die Spediteure ihre Aufträge immer häufiger absagen, was zum Aufbau der nationalen Getreidebestände beiträgt. Maiskäufer im Süden von Chicago, von wo die größten Mengen per Eisenbahn abtransportiert werden, können ihre Gebote nicht mehr aufrechterhalten. Es wurden sogar bestehende Aufträge aus Asien storniert. Gleichzeitig werden die Gebote für Mais um 7 Cent/Bushel zurückgenommen.
Im Arbeitskampf an der Westküste zeichnet sich zwar eine Einigung ab, bis alle Aufträge abgearbeitet sind, kann es aber noch Wochen dauern. Bis die Container aus Illinois an der Westküste auf Containerschiffe verladen werden können, vergehen normalerweise 10 Tage bis zwei Wochen. Aktuell dauert es aber bis zu zwei Monate. Käufer können jetzt die Kontrakte stornieren und neu verhandeln. Das würde den Druck auf die Notierungen der CBoT-Mais Futures noch weiter erhöhen, obwohl diese schon den tiefsten Stand seit vier Jahren haben.
Auf Containerverladungen fallen in den USA nur 5 % aller Agrarexporte der USA. Durch die Unterscheidung, ob es sich um genetisch veränderte Organismen handelt oder nicht, hat deren Popularität aber zugenommen. In Lose-Verladungen auf Schiffen, die üblicherweise 60.000 Tonnen laden, ist eine Vermischung gar nicht mehr zu vermeiden.
Die USA importieren aus Asien Elektroartikel und Kleidung, die in Containern ankommen, als Rückfracht liefern die USA Altpapier, Altmetall, Sojabohnen zur menschlichen Ernährung, Mais und Distillers Dried Grains. Käufer sind in erster Linie China, Taiwan und Indonesien.

02.02.2015 Mexiko kauft 132.600 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 132.600 Tonnen US-Mais an Mexiko. 121.550 Tonnen sind bestimmt zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15, weitere 11.050 Tonnen wurden zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 gekauft. Quelle: Reuters

02.02.2015 Düstere Aussichten: Getreidemarkt bleibt unter Druck

Der Februar startet an den Terminbörsen mit einer bärischen Note. Das weltweit reichliche Angebot an Mais und Weizen hatte schon im Januar ein düsteres Bild gezeichnet.
Niedrige Preise für Rohöl haben die Nachfrage nach Ethanol reduziert und Analysten in Australien glauben, dass noch weitere Verlust ins Haus stehen, da in den großen Überschussregionen der Welt das Angebot groß bleiben wird.
Beste Wetterbedingungen in den US-Weizenregionen hatten schon in der vergangenen Woche die Notierungen des CBoT-Weizenfutures unter Druck gesetzt. Ein Tiefdruckgebiet brachte Niederschläge, die teils als Schnee fielen und das Getreide vor Auswinterung schützen.
Die Weizenernte in 2014/15 brach neue Rekordmarken, sodass das USDA bereits im letzten Monatsbericht die Endbestände hoch setzte. Die Nachfrage nach Mais fiel, weil Ethanol, das aus Getreide hergestellt wird, unter den Rohölpreisen litten, die seit Mitte 2014 um 50 % verfallen sind.
Das Wetter in Südamerika hat sich ebenfalls verbessert, nachdem auch in den Trockengebieten Brasiliens Regen gefallen war. Fondsgesellschaften haben in der Woche zum 27. Januar ihren Bestand an Netto-Long Positionen abgebaut.

02.02.2015 Getreidemail vom 02.02.2015

Verkäufe von Fondsgesellschaften zum Monatsende, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen in Chicago am Freitag mit Abschlägen schließen. Der Frontmonat März handelte auf einem Drei-Monats-Tief und fiel zwischenzeitlich unter die $5-Marke. Tunesiens staatliche Getreideagentur kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 117.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Heute Morgen handelt die elektronische Nachtbörse etwas schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizennotierungen den schwachen Vorgaben aus Übersee. Dabei schlossen die Termine der alten Ernte mit deutlichen Verlusten. Die Termine der neuen Ernte 2015 hingegen beendeten den Handel auf unverändertem Niveau.

31.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 27.01.15
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 20.01. - 27.01. um 3.020 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 6.544 Kontrakte. Mit 12.026 Netto-Short-Positionen (-9.564) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 27.01. bearisch gestimmt. Um 27.101 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 27.01. hielten institutionelle Anleger 169.917 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 25.482 Lots auf 33.021 Lots.
30.01.2015 Safras & Mercado Prognose zu Brasiliens Soja- und Maisernte
Das brasilianische Analystenhaus Safras & Mercado reduzierte seine Prognose der brasilianischen Sojaernte auf 95 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 95,9 Mio. Tonnen).
Die Prognose der brasilianischen Maisernte wurde ebenfalls redzuziert von 75,5 Mio. Tonnen im Dezember auf nun 74,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
30.01.2015 Chartanalyse Mais
Die Märzfälligkeit des Matif-Maiskontraktes bewegt sich seit Jahresanfang in einem Abwärtstrendkanal in Richtung 150 Euro. Dabei wurden mehrere Unterstützungslinien durchbrochen. Sollte nun auch die 150er-Marke unterschritten werden, könnte dies massive technische Verkäufe auslösen. Eine leichte Unterstützung befindet sich dann bei 145 Euro. Denkbar ist aber auch eine Kursbewegung in die Nähe der Tiefstände von September 14. Sollte die 150 Euro-Marke halten, wäre das nächste Kursziel zunächst die obere Trendlinie bei 155 Euro. Ein größerer Widerstand befindet sich im Bereich von 158 bis 160 Euro.
29.01.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 76.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 89.000 Tonnen Mais . Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,217 Mio. Tonnen (Vorjahr: 7,073 Mio. Tonnen) und die Exporte auf Insgesamt 1,664 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,110 Mio. Tonnen).
29.01.2015 Chinas Maisbestände steigen deutlich

Chinas staatliche Maisvorräte werden in diesem Jahr wohl ein neues Rekordniveau erreichen. Deshalb will Peking jetzt den Export durch Zollvergünstigungen stimulieren, so eine offizielle Regierungsmitteilung von gestern.
Pekings Subventionspolitik hat die Produktion von Mais stimuliert sodass die Lagerhäuser überlaufen. Nun sollen Exporte durch Steuerrabatte für Maisstärke und andere Maisprodukte, wie Monosodium Glutamat belebt werden. Ob das gelingt, wird aber von dem chinesischen Stärkeverband in Frage gestellt. Die Hersteller seien nicht auf Exporte eingestellt und hätten zudem in den zurückliegenden Jahren Verluste geschrieben.
Chinas Eigenbedarf an Mais und Maisprodukten fiel in 2013/14 zum zweiten Mal in Folge, da die Verbraucher auf billigere Substitute wie Distiller´s Dried Grains (DDGs) zurückgreifen. In China erzeugter Mais ist am Weltmarkt nicht konkurrenzfähig, da die staatlich festgelegten Preise 40 % über dem Weltmarktniveau liegen. Im Jahre 2008 wurden diese Subventionspreise festgesetzt, um die ländliche Bevölkerung zu unterstützen.
Der Rabatt würde die Stärkepreise um ungefähr $50/Tonne auf $450/Tonne senken, das ist aber immer noch mehr als die $410-$415/Tonne für Maniokstärke die für $380-$400/Tonne angeboten wird oder indische Maisstärke, so der Verband.
Die Maisverarbeitende Industrie Chinas hatte in 2014 einen Rohstoffverbrauch von52 Mio. Tonnen, das sind 2 Mio. Tonnen mehr als im Jahr zuvor. Die Verarbeitungskapazität beträgt aber 80 Mio. Tonnen im Jahr. Chinas Export von Maisstärke fiel in 2014 um 41,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 56.400 Tonnen. Das sind deutlich weniger Exporte als im 2008 als noch 450.000 Tonnen Maisstärke ins Ausland verkauft werden konnten.
Peking war in 2014 gezwungen, die staatlichen Maisreserven um 60 Mio. Tonnen auf 120 Mio. Tonnen zu erhöhen. Die Zahlen stammen vom China National Grain and Oils Information Center (CNGOIC) Die Menge entspricht einem Eigenbedarf von acht Monaten und ist größer als bisher von privaten Schätzern erwartet. Die staatlichen Lagerhäuser haben im laufenden Vermarktungsjahr fast 40 Mio. Tonnen Mais erfasst.
Die Importe von DDGs werden mit 5,4 Mio. Tonnen ähnlich hoch liegen, wie im letzten Jahr. Der Import von Sorgum wird auf sechs Mio. Tonnen geschätzt, gegenüber 4,2 Mio. Tonnen im Vorjahr. Quelle: Reuters

29.01.2015 Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung umstritten

In den weltweit führenden Agrarnationen USA und Brasilien haben die Farmer im letzten Jahr den Anbau biotechnisch erzeugter Pflanzen schneller ausgeweitet, als in anderen Teilen der Welt. Das geht aus einem Report des International Service for the Acquisition of Agri-biotech Application (ISAAA) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde.
In den USA wurden danach auf 73,1 Mio. Hektar 4,3 % mehr biotechnisch veränderte Pflanzen angebaut, in Brasilien lag die Steigerungsrate sogar bei 4,7 % auf insgesamt 42,2 Mio. Hektar. In erster Linie handelt es sich dort um den Anbau von genetisch veränderten Mais oder Sojabohnen. Weltweit stieg der Einsatz dieser Züchtungen um 3,6 % auf einen neuen Rekordwert von 181,5 Mio. Hektar. Der ISAAA bewirbt die Biotechnologie für den Einsatz in der Landwirtschaft.
Kritiker werfen der ISAAA vor, dass die Veröffentlichung der Zahlen zum Ziel habe, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie hoch die Akzeptanz von genetisch veränderten Organismen ist. Sie warnen davor, dass Biotechnologie den Einsatz von Pestiziden erhöht und zu Umweltschäden führt.

29.01.2015 Südkorea´s KOCOPIA kaufte 55.000 Tonnen Mais

Südkorea´s KOCOPIA kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 55.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Der Preis lag bei $201,95/Tonne zzgl. einer Gebühr für die Verladung an einem weiteren Hafen. Verkäufer war Händlern zufolge Bunge. Mögliche Herkünfte sind die Vereinigten Staaten, Südamerika und die Schwarzmeer-Region. Die Ankunft der Lieferung wurde auf den 25. Mai terminiert. Quelle: Reuters

29.01.2015 Getreidemail vom 29.01.2015

Technische Verkäufe, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie Aussichten auf Regenfälle in einigen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen.
Jordanien kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Hartweizen (wahrscheinlich rumänischer Herkunft) zum Preis von $249,75/Tonne c&f zur Versendung in der ersten Julihälfte.
Taiwans Flour Millers' Association hat einen Tender zum Kauf von 86.280 Tonnen US-Weizen ausgeschrieben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 8.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen kräftige Abschläge hinnehmen. Druck entstand darüber hinaus aufgrund des festeren Euros zum US-Dollar.

28.01.2015 Wichtige Wasserstraße in Brasilien für Schiffstransporte immer noch gesperrt

In Brasilien bleibt eine zentrale Wasserstraße wegen Niedrigwassers gesperrt. Der Tiete-Parana Kanal ist seit Mai geschlossen und selbst im regenreichsten Monat Januar sind nicht genügend Niederschläge gefallen, dass es für den Transport von losen Schüttgütern wie Sojabohnen, deren Exportsaison begonnen hat, für eine Wiedereröffnung ausreicht.
Die Schließung im Mai 2014 zeigt, welchen Einfluss die Klimaveränderung für die Region hat, die für 60 % aller brasilianischen Agrarprodukte steht. Außerdem ist der Strom mit seinen Reservoirs für die Energieversorgung des Landes wichtig. Es ist bereits zur Einschränkung der Stromversorgung gekommen.
Die Behörden sind jetzt in der unbehaglichen Situation, sich zwischen Energieproduktion und den Schiffstransporten zu entscheiden. Beides ist für die Handelsbilanz des wirtschaftlich angeschlagenen Landes von großer Bedeutung. Die Bezirksregierung wartet nun auf die Genehmigung einer staatlichen Agentur für die Öffnung dreier Staudämme, um den Wasserstand anzuheben.
Die Wasserstände im Südosten Brasiliens sind die niedrigsten seit Januar 2000 als das derzeit genutzte Stromversorgungsnetzt installiert wurde. Brasilien versorgt sich seither zu einem Drittel bis Dreiviertel mit Strom aus Wasserkraftwerken. Als am Ende der letzten Vermarktungszeit für Sojabohnen die Wasserstraße geschlossen wurde, stiegen die Frachtraten um 10 bis 12 %. Brasilien war in 2014 der größte Sojabohnenexporteur der Welt.
Der Tiede-Parana Kanal transportiert im Jahr acht Mio. Tonnen Güter, davon 2,5 Mio. Tonnen Sojabohnen, Mais und andere Sojabohnenerzeugnisse. Das Meiste kommt aus Mato Grosso und Goias im Zentrum Brasiliens. Aus dem Hafen von Paranagua ist am letzten Freitag das erste Schiff mit Sojabohnen aus der diesjährigen Ernte verladen worden.

28.01.2015 Rohölschwäche beeinträchtigt Maisnachfrage

Die Mais-Notierungen am CBoT befinden sich seit einer Woche in einem Abwärtstrend. Der Preisdruck wird durch eine schwache Nachfrage der Ethanol Industrie begründet, die unter dem schwachen Rohölpreis leidet. Deren Preisverfall hat inzwischen ein Ausmaß angenommen, dass es nicht mehr wirtschaftlich ist, Ethanol einzusetzen, resümiert die National Australia Bank. Die Notierungen für Rohöl haben sich durch eine schwache Nachfrage sowie einer Angebotsüberflutung halbiert. Das reduziert die Attraktivität von erneuerbaren Energien aus Getreide und Pflanzenölen.

28.01.2015 Getreidemail vom 28.01.2015

Technische Verkäufe, die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den fünften Tag in Folge mit leichten Verlusten schließen.
Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat sich mit Getreidehändlern des Landes auf eine Begrenzung der Weizenexporte geeinigt. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal schwächer.
Die negativen Vorgaben aus Übersee sowie der Anstieg des Euros zum US-Dollar führten auch bei den Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Fälligkeiten zu Kursverlusten.

27.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 5. Februar

Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 5. Februar bei 21,9 Mio. Tonnen (nahezu unverändert zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,7 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
9,2 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen. 

Das ukrainische Landwirtschaftsministerium einigte sich im vergangenen Monat mit Getreidehändlern der Ukraine auf eine Begrenzung der Exporte für Mahlweizen. Danach sollen bis Juni noch maximal 1,2 Mio. Tonnen Weizen ins Ausland verladen werden. Darin enthalten sind 900.000 Tonnen die bis zum Ende des ersten Quartals verschifft werden dürfen. Exporte für Futterweizen (Januar - Juni) dürfen die Schwelle von 3,4 Mio. Tonnen nicht überschreiten. Beim Mais liegt die Grenze bei 13,2 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

26.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 26. Januar
Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14 - 30. Juni 15) lagen per 26. Januar bei 21,2 Mio. Tonnen (+ 1,4% zum Vermarktungsjahr 2013/14), so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,6 Mio. Tonnen Weizen
3,8 Mio. Tonnen Gerste
8,6 Mio. Tonnen Mais
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei 63,8 Mio. Tonnen. In der Vermarktungsperiode 2014/15 werden nach Angaben des Landwirtschaftsministers Oleksiy Pavlenko wahrscheinlich 33 Mio. Tonnen Getreide exportiert. (Saison 2013/14: 32,8 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.01.2015 Südafrika / Maisbestände per Ende Dezember

Das South African Grain Information Center (SAGIS) meldet heute Morgen, dass die Maisbestände Ende Dezember auf 4,835 Mio. Tonnen gesunken sind. Ende November wurden die Bestände noch mit 5,655 Mio. Tonnen angegeben.
Der Bestand setzt sich zusammen aus 2,965 Mio. Tonnen "White Maize" und 1,869 Mio. Tonnen "Yellow Maize". Bisher wurden 1,853 Mio. Tonnen Mais aus der letzten Ernte exportiert.
Quelle: Reuters

26.01.2015 Trotz politischer Großwetterlage: Iran und Russland kaufen in den USA

Politische Spannungen zwischen dem Iran und Russland stellen offensichtlich keine unüberwindlichen Hürden mehr für den Getreidehandel mit den USA dar. Exportzahlen des USDA hatten am Freitag 66.000 Tonnen Mais-Exporte, die ersten Lieferungen seit drei Jahren, an den Iran sowie 83.200 Tonnen Sojabohnen an Russland ausgewiesen. Das darf nicht als den Beginn eines Trends gewertet werden, so das US-Brokerhaus Jeffries Bache, vielmehr ist es ein Zeichen dafür, dass die üblichen Lieferketten nicht gut funktionieren. Die Feindschaft zwischen dem Iran und den USA geht zurück auf das Jahr 1979, als die islamische Revolution die Monarchie beendete.
Im November waren von den USA geleitete Verhandlungen zum Iranischen Nuklearprogramm gescheitert. Die laufende Verhandlungsrunde endet nun am 30. Juni 2015. Bereits im letzten Sommer haben europäische Händler von einer vorsichtigen Öffnung des Bankensektors zu dem islamischen Land profitiert. Dem Iran war es aber zu keiner Zeit verwehrt, im Westen Lebensmittel zu kaufen.
In der vergangenen Woche hat Russland, wegen der Ukrainekrise ebenfalls im Streit mit den USA und vielen anderen westlichen Ländern, 83.200 Tonnen Sojabohnen aus den USA gekauft. In den Monaten zuvor stand Russland auch schon auf der Liste der Empfängerländer. Russlands letzte Sojabohnenernte litt unter massiven Regenfällen. Quelle Reuters

26.01.2015 Südkoreas KFA kaufte 110.000 Tonnen Mais
Südkoeras Feed Association (KFA) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 110.000 Tonnen Mais. Mögliche Herkünfte: Vereinigte Staaten, Südamerika oder Osteuropa.
50.000 Tonnen wurden zum Preis von $207,60/Tonne c&f zzgl. 1,00 Euro/Tonne zur Entladung an einem weiteren Hafen gekauft. Lieferung: 10. Juli
Weitere 60.000 Tonnen wurden zum Preis von $208,89/Tonne c&f zzgl. 1,50 Euro/Tonne zur Entladung an einem weiteren Hafen gekauft. Lieferung: 30. Juli
Quelle: Reuters

 

26.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 20.01.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 13.01. - 20.01. um 7.706 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.186 Kontrakte. Mit 2.462 Netto-Short-Positionen ist mittlerweile eine geringe Mehrheit der institutionellen Anleger per 20.01. bearisch gestimmt. Um 7.593 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 20.01. hielten institutionelle Anleger 197.018 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen kehrten die Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen von 14.520 Lots auf 7.539 Netto-Short-Positionen um.
23.01.2015 Brasilien: Ethanol-Beimischquote soll erhöht werden

Brasilien will die Beimischung von Ethanol zum Benzin von 25 % auf maximal 27,5 % erhöhen. Das teilte gestern die neue Landwirtschaftsministerin Katia Abreu der ausländischen Presse mit. Damit soll die kränkelnde Zuckerindustrie des Landes gestützt werden. Die Regierung wird dafür im Februar eine Ankündigung veröffentlichen sodass die Maßnahme dann 90 Tage später in Kraft treten kann. Zuvor wird die Autoindustrie dazu gehört, ob der aus Zucker hergestellte Zusatz die Motorenleistung einschränkt.
Diese Maßnahme kommt drei Tage nach der Ankündigung für die Wiedereinführung einer Benzin- und Dieselsteuer zum 1.Februar, von der man sich eine bessere Wettbewerbssituation für Ethanol verspricht. Auch das ist eine Maßnahme, die die Zuckerindustrie stützt. Die Ministerin will aber noch weitere Schritte folgen lassen. Das sind bisher nur zwei von vielen Versprechen, die die Investoren beschwichtigen sollen, die in Südamerikas größter Volkswirtschaft investiert haben. Das Wirtschaftswachstum stagniert seit Jahren. Sie will beispielsweise gegen den Willen des Zuckerindustrieverbandes CNA den Landerwerb von ausländischen Investoren erleichtern.
Ein Gesetzesvorschlag im Kongress zur Einführung von Exportzöllen auf Sojabohnen lehnt die Regierung von Dilma Rousseff ab. Die Regierungschefin will im März mit ihrer Landwirtschaftsministerin nach China und Moskau reisen, um Zollsenkungen für Kaffeeimporte zu verhandeln und die Bedenken gegen genetische veränderte Organismen z.B. im Mais zu zerstreuen. Das hatte Brasiliens Maisausfuhren in den letzten Jahren begrenzt. Außerdem sollen Sicherheitsbedenken gegen andere Lebensmittel ausgeräumt werden. Russland, derzeit der wichtigste Käufer für brasilianisches Rindfleisch, soll dazu animiert werden, noch mehr Sojabohnen und andere Güter aus Brasilien zu kaufen.
Das ehrgeizige Engagement von Rousseff für den Landwirtschaftssektor verärgert den linken Flügel in der Regierung und die Umweltschützer. Quelle Reuters

23.01.2015 Einbruch chinesischer Maisimporte erwartet

China, der zweitgrößte Maiskonsument der Welt, importierte in 2014 2,6 Mio. Tonnen dieses Getreides. Das sind 20,4 % weniger als im Jahr zuvor. Pekings Zurückweisungen von genetisch verändertem Mais (GMO) hatten diesen Rückgang verursacht, wie eine heute vorgelegte Zollstatistik belegt.
Danach stiegen Importe aus der Ukraine sprunghaft an, nämlich um 785 % gegenüber 2013 auf ungefähr 1 Mio. Tonnen. Damit avancierte die Ukraine nach den USA zum zweitwichtigsten Maisexporteur der Welt. Im Dezember importierte China 607.201 Tonnen Mais, ein Minus von 26 % zum Vorjahr. Davon kam die Hälfte aus der Ukraine, das allerdings Probleme hatte, seinen Lieferverpflichtungen aus Oktober zu erfüllen.
Im Dezember hat China dann das genetisch veränderte Syngenta-Saatgut MIR 162 zum Import freigegeben, wegen dem zuvor im Jahr insgesamt 1,2 Mio. Tonnen US-Mais zurückgewiesen wurden.
Marktkenner erwarten in diesem Jahr einen Einbruch chinesischer Mais Importe, hauptsächlich weil Peking mit seinen Importquoten restriktiver umgeht und beabsichtigt, die sehr hohen Interventions-Lagerbestände abzubauen. Auch der Import des Mais-Nebenprodukts Distillers Dried Grain (DDG´s) fiel im gesamten Jahr 2014 um 95 % aufgrund der fehlenden Importzulassung für GMOs.

22.01.2015 Brasilien / Prognose der Mais- und Sojaernte 2014/15
Brasiliens Agroconsult prognostiziert für die Sojaernte 2014/15 ein Ergebnis in Höhe von 93,93 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 94,8 Mio. Tonnen).
Für die brasilianische Maisernte prognostiziert das Unternehmen ein Ergebnis in Höhe von 79,98 Mio. Tonnen. Dabei entfallen 29,96 Mio. Tonnen auf die erste Ernte und 50,02 Mio. Tonnen auf die zweite Ernte. Quelle: Reuters
22.01.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 138.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 79.000 Tonnen Mais . Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,141 Mio. Tonnen (Vorjahr: 6,715 Mio. Tonnen) und die Exporte auf Insgesamt 1,575 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,090 Mio. Tonnen).

22.01.2015 IGC belässt Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 unverändert

Das IGC (INTERNATIONAL GRAINS COUNCIL) hat seine Prognose der Welt-Weizenernte 2014/15 unverändert auf dem Rekordniveau von 717 Mio. Tonnen belassen. Die Prognose der Welt-Maisernte erhöhte das IGC um 10 Mio. Tonnen auf 992 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

21.01.2015 Indonesien in vier Jahren Selbstversorger?

Der indonesische Landwirtschaftsminister Amran Sulaiman berichtete heute dem Parlament in Jarkarta über die Versorgungslage mit Lebensmitteln. Gegenüber dem Vorjahr ist die Produktion von Reis, Kakao, Mais und Sojabohnen deutlich gesteigert worden. Der seit Oktober 2014 amtierende Staatspräsident Joko Widodo möchte, dass das Land bis 2019 in den Bereichen Zucker, Reis und Mais zum Selbstversorger wird. Quelle Reuters

Indonesien: Produktion und Verbrauch Getreide und Ölssaten

21.01.2015 Russland exportierte in der ersten Januarhälfte 588.000 Tonnen Getreide
Russlands Getreideexporte summierten sich in der ersten Januarhälfte nach Angaben des russischen Landwirtschaftsministeriums unter Berufung auf vorläufige Daten des Föderalen Zolldienstes (FCS) auf 588.000 Tonnen. Sie setzen sich wie folgt zusammen:
495.000 Tonnen Weizen 
10.000 Tonnen Gerste
72.000 Tonnen Mais
10.000 Tonnen weitere Getreidesorten.
Das russische Landwirtschaftsministerium teile am 19.01. mit, dass man im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli - 30. Juni) Weizen in einer Größenordnung von insgesamt 18,5 Mio. Tonnen exportieren kann, ohne dabei den inländischen Markt zu schaden. Bisher wurden 16,85 Mio. Tonnen Weizen exportiert.
Gestern verlautbarte ein hoher russischer Regierungsbeamter, dass man auch ein generelles Getreideexportverbot nicht ausschließt, sollten sich die gegenwärtigen Handelsbeschränkungen nicht, wie erhofft, positiv auf die russische Wirtschaft auswirken.
Um die Weizenexporte zu beschränken, entschied die russische Regierung Ende Dezember, ab dem 1. Februar bis Mitte 2015 Exportzölle in Höhe von mindestens 35 € pro Tonne zu erheben. Quelle: Reuters
21.01.2015 Euronext will diversifizieren

Der europäische Börsenbetreiber Euronext will nach der Einführung seiner überarbeiteten Milch-Futures weitere Rohstoffe wie Zucker, Biodiesel und Metalle Finanzderivate anbieten. Das sagte Nick Kennedy, Leiter der Entwicklungsabteilung der Gemeinschaftsbörse, gestern in einer Pressekonferenz.
Die Euronext-Gruppe, zu der auch die Pariser Matif gehört, ist bereits jahrelang mit seinen Terminkontrakten auf Weizen, Raps und Mais erfolgreich. Nach der Abspaltung von der Intercontinental-Exchange (ICE) im letzten Jahr ist man jetzt auf der Suche nach weiteren Betätigungsfeldern. Inzwischen hat man ein Kompetenzteam für die Bereiche Pflanzenöle, Biodiesel und Metalle rekrutiert, um den Diversifierungsprozess der Börse voranzutreiben. Der EU-Zuckermarkt wird mit dem Wegfall des Quotensystems im Jahr 2017 liberalisiert und bietet insofern ein interessantes Betätigungsfeld.
Für dieses Jahr hat aber die Wiedereinführung des Milchmarktes obere Priorität für Kennedy. Mit dem Ende des EU-Milchquotensystems wird am Ende des ersten Quartals 2015 eine Reihe von Finanzinstrumenten eingeführt, die die Preissicherung in diesem Marktumfeld ermöglichen sollen.
Bereits in 2011 hatte die Pariser Börse einen Terminkontrakt auf Milchpulver aufgelegt, der vom Markt aber nicht angenommen wurde. Nun sollen neben Magermilch Futures auch Kontrakte auf Butter und Molke Pulver sowie Optionen angeboten werden. Seit 2011 habe sich die Marktlage komplett verändert und das Interesse an Finanzinstrumenten hat deutlich zugenommen. Nach dem Ende des Quotensystems werden die Milchpreise in der EU volatiler. Einen steigenden Bedarf in Asien und Afrika sieht das Beratungsunternehmen Agritel. Gegenüber der Produktionsmenge von 2013 könnte die EU-Milchproduktion bis 2020 um 11 Mio. Tonnen steigen. Das russische Importembargo hat zwar zu fallenden Preisen geführt, an den optimistischen Aussichten ändert das aber nur wenig.

21.01.2015 Getreidemail vom 21.02.2015

Technische Käufe nach den kräftigen Verlusten der letzten Wochen, wiederaufkeimende militärische Auseinandersetzungen im Konflikt in der Ostukraine, die Exportbeschränkungen Russlands sowie Gewinne beim Mais und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 310.307 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 250.000 - 375.000 Tonnen. Russland erwägt ein generelles Getreideexportverbot, sollten sich die gegenwärtigen Handelsbeschränkungen nicht, wie erhofft, positiv auf die russische Wirtschaft auswirken. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde mit guten Gewinnen.
Aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten sich die Weizenfutures am Pariser Matif von ihren Tagesverlusten erholen und am Ende schlossen die Kurse der alten Ernte leicht fester. Die Termine der neuen Ernte gingen uneinheitlich aus dem Handel.

19.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 06.01.2015 (CFTC)

Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 06.01. - 13.01. um 10.584 Kontrakte, sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 5.872 Kontrakte. Mit 9.430 Netto-Long-Positionen (- 4.712) ist nur noch eine geringe Mehrheit der institutionellen Anleger per 13.01. bullisch gestimmt. Um 22.024 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 13.01. hielten institutionelle Anleger 204.611 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 28.083 Lots auf 14.520 Lots.

16.01.2015 Ukraine / Getreideernte 2014
Ukraines Getreideernte 2014 stieg Informationen der staatlichen Statistikbehörde um 2,4% auf 63,8 Mio. Tonnen. Die durchschnittlichen Getreideerträge 2014 erhöhten sich auf 4,36 Tonnen/Hektar (2013: 3,99).
Weitere Veröffentlichungen:
Erntemenge 2014:
Weizenernte: 24,1 Mio. Tonnen
Maisernte: 28,5 Mio. Tonnen
Gersteernte: 9,0 Mio. Tonnen
Erträge 2014:
Weizen-Erträge: 4,01 Tonnen/Hektar (+5,4%)
Mais-Erträge: 6,16 Tonnen/Hektar (-2,5%)
Gerste-Erträge 2014: 3,01 Tonnen/Hektar (+6,1%)
Quelle: Reuters
16.01.2015 USDA genehmigt Monsantos neue GMO-Sojabohnenzüchtung

Monsanto hat vom USDA nun die endgültige Genehmigung für eine weitere Herbizid-tolerante Sojabohnenzüchtung erhalten. Die Zulassung wird von Umweltschützern stark kritisiert. Die Pflanzengesundheits-Behörde APHIS hat der Züchtung den „non-regulated“-Status erteilt. Jetzt fehlt nur noch die Genehmigung der Umweltschutz-Behörde.
Monsanto hat außerdem die Importgenehmigung für China beantragt. China ist der größte Kunde für US-amerikanische Sojabohnen, war aber in den letzten Jahren sehr zögerlich bei der Erteilung von Einfuhrgenehmigungen für genetisch veränderte Organismen. Monsanto hofft darauf, dass China grünes Licht gibt, damit die neue Züchtung bereits in 2016 an den Markt gehen kann.
Die neue Züchtung ist resistent gegen eine Kombination der Herbizide Dicamba und Glyphosat, die von Monsanto im „Roundup Ready Xtend Crop System“ vertrieben wird. Das ist eine Weiterentwicklung von Roundup, welches auch Glyphosat enthält, gegen das inzwischen viele Unkräuter resistent sind. Roundup wird weltweit im Mais-, Sojabohnen- und Baumwolle-Anbau sehr intensiv eingesetzt.
Verbraucher- und Umweltverbände sowie immer mehr Landwirte beklagen, dass der intensive Einsatz von Herbiziden langfristig Resistenz en provoziert und immer mehr Chemie eingesetzt werden muss. Das zieht Gesundheits- und Umweltprobleme nach sich. Die neue Zulassung beschleunigt die Tretmühle nur zum Vorteil von Monsanto, so die Kritiker. Das neue System von Monsanto wird nach Einschätzung des USDA den Einsatz von Dicamba um das 14-fache steigern. Im Sojabohnenanbau sogar um das 500-fache.
Quelle: Reuters

16.01.2015 Türkei kauft 100.000 Tonnen Mais

Die Türkei kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Mais in einer Spanne zwischen $ 194,24 - $ 194,94/Tonne c&f zur Versendung im Februar/März. Quelle: Reuters

16.01.2015 Getreidemail vom 16.01.2015

Technische Verkäufe, die schwache Nachfrage nach US-Weizen auf dem Exportmarkt, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie der stärkere US-Dollar ließen die Weizennotierungen in Chicago den siebten Tag in Folge mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Exportzahlen für das Vermarktungsjahr 2014/15 lagen mit 284.700 Tonnen Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 250.000 - 450.000 Tonnen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat per Tender 240.000 Tonnen Weizen französischer Herkunft zum Versand zwischen dem 19. und 28. Februar zum Durchschnittspreis von $ 256,10/Tonne c&f gekauft. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester.
Am Pariser Matif konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse legten auf allen Terminen zu.Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 553.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 15,326 Mio. Tonnen (Vorjahr: 15,893 Mio. Tonnen).

15.01.2015 Informa Ernteschätzungen 2015

US-Maisproduktion 2015: 13,5 Mrd. Bushel – Ertrag: 165,9 Bushel/Acre
US-Sojabohnen-Produktion: 3,9 Mrd. Bushel - Ertrag: 44,9 Bushel/Acre
US-Weizenproduktion: 2,2 Mrd. Bushel – Ertrag: 45,7 Bushel/Acre

Quelle: Reuters

15.01.2015 Informa Prognosen Mais- Soja- und Weizenanbauflächen 2015

Das private Analystenhaus Informa Economics reduzierte seine Prognose der US-Winterweizenanbaufläche 2015 auf 40,452 Mio. Acres (Vormonat 42,278 Mio. Acres)
Weitere Prognosen:
US-Sojaanbaufläche 2015: 88,03 Mio. Acres (Vormonat: 88,78 Mio. Acres)
US Mais-Anbaufläche 2015: 88,6 Mio. Acres (Vormonat 88,01 Mio. Acres)

Quelle: Reuters

15.01.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 860.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 119.000 Tonnen Mais . Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 5,003 Mio. Tonnen (Vorjahr: 6,213 Mio. Tonnen) und die Exporte auf Insgesamt 1,496 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,085 Mio. Tonnen).

15.01.2015 Trotz guter Auftragslage: Frankreichs Weizen Endbestände auf 10-Jahres-Hoch

Der französische Marktanalyst FranceAgrimer hat gestern seine Prognose für Weizenexporte aus Frankreich in Länder außerhalb der EU nun zum dritten Mal in Folge angehoben. Eine starke Nachfrage aus Ägypten und der schwache Euro unterstützen die Exportaktivitäten aus Frankreich, dem größten Weizenproduzenten in der EU. Gestern lag die Exportprognose für Lieferungen in Länder außerhalb der Union bei 8,8 Mio. Tonnen, gegenüber 8,5 Mio. Tonnen vor einem Monat.
Damit bleibt Frankreich aber immer noch 28 % hinter dem Exportergebnis des Vorjahres zurück, aber auch deutlich über den 8 Mio. Tonnen, die noch zu Beginn der Vermarktungsperiode erwartet wurden. Der größte Käufer ist Ägypten, der bisher insgesamt 1,32 Mio. Tonnen importierte, weitere Lieferanten für das Land am Nil waren Rumänien und Russland. Die Gemeinschaftswährung steht auch heute wieder unter Druck und hat inzwischen ein 9-Jahres-Tief erreicht, was in Märkten, die meist in US-Dollar gehandelt werden, ein regelrechtes Exportprogramm darstellt.
Experten vermuten, dass mit der Erhebung von Exportzöllen in Höhe von mindestens 35 €/Tonne für russisches Getreide ab Februar, Deutschland die Exportmärkte bedienen wird. Frankreichs Weizen, der in dieser Saison für die Bedürfnisse der Käufer in Nordafrika qualitativ nicht befriedigt, könnte dann die deutsche Futterindustrie bedienen.
FranceAgrimer kürzt auch seine Prognose für Frankreichs Weizen-Endbestände auf nun 4,34 Mio. Tonnen von 4,55 Mio. Tonnen im Vormonat. Dieser Bestand wäre der höchste seit 10 Jahren. Auch der Endbestand von Mais ist so hoch wie seit 22 Jahren nicht mehr.

14.01.2015 Taiwan kauft 125.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 125.000 Tonnen US-Mais an Taiwan zur Lieferung im Vermarkungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

14.01.2015 Argentiniens Soja-, Weizen- und Maisproduktion 2014/15
Die Rosario Grains Exchange reduzierte ihre Prognose der argentinischen Sojabohnenproduktion 2014/15 von 55,0 Mio. Tonnen im Dezember auf 54,5 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen:
Mais-Produktion 2014/15: 22,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 21,5 Mio. Tonnen)
Weizen-Produktion 2014/15: 12,1 Mio. Tonnen (Vormonat: 12,0 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
14.01.2015 FranceAgriMer erhöhte Prognose der französischen Weizen Endbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am heutigen Mittwoch seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 4,55 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 4,34 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings ein Anstieg Endbestände um 84,8%.
Die Prognose der französichen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union erhöhte FranceAgriMer auf 8,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 8,5 Mio. Tonnen). Zur Saison 2013/14 wäre das ein Rückgang um 28%.
Außerdem erhöhte das Unternehmen seine Prognose der Maisernte 2014 auf einen Rekordwert von 17,4 Mio. Tonnen (Vormonat: 17,3 Mio. Tonnen). Die Prognose der Endbestände liegt bei 4,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 4,1 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

14.01.2015 Fondsgesellschaften verkaufen Mais

Die Kurse der US-Mais-Futures fielen gestern kräftig und geben auch heute in der vorbörslichen Sitzung erneut nach. Inzwischen notiert der Frontmonat (ZCH5) auf dem niedrigsten Stand seit dem 4. Dezember. Fondsgesellschaften verkauften gestern 20.000 Lots, sie reduzieren damit ihr Engagement in Agrarderivaten, da die fundamentalen Rahmenbedingungen weitestgehend bekannt sind. Der Handel wird derzeit vom Kapitalmarkt fremdbestimmt, glauben einige Analysten.
US-Maisbestände waren im letzten USDA-Report mit 11,203 Mrd. Bushel angegeben – ein Rekordwert, trotz überraschenden Einschränkungen in Produktion und Anbaufläche.

14.01.2015 Südkoreas KOCOPIA sucht 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA hat einen internationalen Tender zum Kauf von 55.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zur Lieferung im Mai ausgeschrieben. Die Anbebotsfrist endet  am heutigen Mittwoch. Der Mais soll an die Häfen Incheon und Kunsan geliefert werden. Quelle: Reuters

14.01.2015 Getreidemail vom 14.01.2015

Nachwirkungen aus dem USDA-Report vom Montag, deutliche Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex, Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie eine weltweit gute Versorgungslage ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium bittet die Exporteure seines Landes, die Getreideexporte in den Monaten Januar und Februar auf je 200.000 Tonnen zu beschränken. In den Vorjahren reichten die Februar-Exporte des Schwarzmeeranrainers von 188.000 bis 446.000 Tonnen. In Russland führen Behinderungen und Verzögerungen bei der Ausstellung von Ausfuhrpapieren zu Unmut bei den Exporteuren. Der russische Getreideverband befürchtet, dass nicht alle Aufträge, die vor der Erhöhung der Exportzölle abgeschlossen wurden, bis zum Monatsende ausgeführt werden können. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee behaupten und die Kurse legten auf allen Terminen moderat zu.

13.01.2015 Israel kauft 100.000 Tonnen Mais

Eine private israelische Käufergruppe hat in einem Tender 100.000 Tonnen Mais optionaler erworben. Die Ware wird wahrscheinlich aus der Ukraine geliefert. 50.000 Tonnen wurde für einen Preis von 192,25 $ pro Tonne C & F gekauft und eine zweite Menge von gleicher Größe zu einem Preis von 193,25 $ pro Tonne C & F. Die Lieferung erfolgt in zwei Partien. Die erste zwischen dem 15. März und dem 5. April und die zweite zwischen dem 15. April und dem5. Mai. Quelle: Reuters.

13.01.2015 Private Exporteure verkaufen 105.000 Tonnen US-Mais

Private Exporteure melden den Verkauf von 105.000 Tonnen US-Mais an eine unbekannte Destination. Die Lieferung erfolgt im laufenden Wirtschaftsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

13.01.2015 Taiwan kauft 50.000 Tonnen Mais

Taiwans MFIG kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Mais. Man vermutet, dass es sich dabei um US- Ware handelt. Laut Ausschreibung suchte man bis zu 60.000 Tonnen Mais aus den USA, Brasilien oder Argentinien zur Lieferung zwischen dem 25. Februar und dem 17. März. Quelle: Reuters

13.01.2015 Maispreise hängen an der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

Angesichts der großen globalen Nachfrage und einer kleineren US-Produktion sind die Aussichten für Mais optimistischer zu bewerten. Händler verweisen aber auf die enge Bindung der Maispreise an die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Verwendung zu Futtermitteln ist weitestgehend konstant und so sind der Export aus den USA und der Bedarf der Ethanol Hersteller von großer Bedeutung. Der US-Dollar ist derzeit sehr fest und die Energiepreise stehen seit Wochen unter Druck. Da Ethanol teurer ist, als Diesel ist die Beimischung nicht mehr so attraktiv wie vorher.

12.01.2015 Ukraine / Getreideexporte per 12. Januar

Die Getreideexporte der Ukraine im Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Juli 14- 30. Juni 15) lagen per 12. Januar bei 20,0 Mio. Tonnen, so das ukrainische Landwirtschaftsministerium.
Die Exporte setzen sich zusammen aus:
8,3 Mio. Tonnen Weizen 
3,7 Mio. Tonnen Gerste
7,8 Mio. Tonnen Mais 
Das Ergebnis der ukrainischen Getreideernte 2014 lag bei über 64 Mio. Tonnen. In der Vermarktungsperiode 2014/15 sollen nach eigenen Angaben mindestens 33 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden. In der Saison 2013/14 wurden über 32 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Quelle: Reuters

12.01.2015 Quartalszahlen können Terminbörsen durchschütteln

Kurz vor dem ersten USDA-Report des Jahres vermuten US-Analysten, dass die US-Maisbestände so hoch ausfallen, wie noch nie in einem Januarbericht. Unsicher ist man allerdings immer noch darüber, wie groß das USDA die Anbaufläche des letzten Jahres angibt und so könnte die heutige Zahl auch zu einer Überraschung werden.
Die Quartalszahlen des USDA sind das Ergebnis einer Bestandsabfrage sowohl auf den Betrieben der Farmer als auch des Erfassungshandels. Dieser Bericht hat das Zeug dazu, die Börsen kräftig durchzurütteln. Das gilt in diesem Jahr besonders für Mais. Diese Frucht stellt den größten Anteil der US-amerikanischen Getreideernte.
Reuters-Schätzungen per 1.Dezember 2014 für die US-Maisbestände liegen im Mittel bei 11,123 Mrd. Bushel in einer Bandbreite von 10,820 Mrd. Bushel bis 11,325 Mrd. Bushel. Darin enthalten ist die Ernte 2014 mit dem Anfangsbestand aus der Ernte 2013, abzüglich des Verbrauchs in den ersten drei Monaten der Vermarktungsperiode. Üblicherweise sind die Hektarerträge die ausschlaggebende Größe, außergewöhnlich ist in diesem Jahr aber die Unsicherheit über die Anbaufläche.
Die Schätzung für die US-Maisernte 2014 der von Reuters befragten Analysten beläuft sich auf 14,349 Mrd. Bushel das wäre eine Rekordernte liegt aber unter der letzten USDA-Schätzung. Die Expertenschätzung reflektiert bereits die Erwartung, dass das USDA die US-Anbaufläche für Mais um 300.000 acres absenken wird. Das könnte nach dem USDA´s Farm Service (FSA) immer noch zu viel sein, sodass am Ende eine kleinere Ernte herauskommt. Begründet wird das mit dem Flächenstilllegungsprogramm das sehr gut angenommen wird.
Zusätzlich zu den Lagerbeständen werden heute auch die endgültigen Zahlen über die US-Getreideproduktion für 2014 mit dem Monatsreport über die Weltendbestände sowie der Winterweizenanbaufläche bekannt gegeben.
Quelle: Reuters

12.01.2015 Ukraine plant keine Beschränkungen für die Ausfuhr von Getreide

Die Ukraine plant nach Aussagen des Landwirtschaftsministers des Landes Olesksiy Pavlenko keine Drosselung seiner Getreideexporte um die lokalen Preise zu stabilisieren. In einer Routinesitzung mit den Exporteuren des Landes soll aber Morgen die Lage am ukrainischen Getreidemarkt erörtert werden.
Im Dezember hatte Moskau angekündigt, dass ab dem 1. Februar auf die russischen Getreideausfuhren ein Exportzoll von mindestens 35 €/Tonne erhoben werden soll, um die nationale Versorgung mit Grundnahrungsmitteln sicher zu stellen. Russland, der viert-größte Getreideexporteur der Welt, hat schon früh in der Vermarktungssaison Rekordmengen Getreide exportieren können, da die Käufer von dem starken Verfall des Rubels profitierten. Analysten schätzen, dass jetzt die Nachfrage nach Ukrainischem Getreide nun zunehmen wird und damit zu einer nationalen Unterversorgung führt.
Die Administration in Kiew plane keine Einschränkungen oder Quoten, der Minister möchte aber mit den großen Exporteuren des Landes ein Memorandum vorbereiten, das regelt, wie man im Falle einer Unterversorgung mit Getreide verfahren will. Die Ukraine erntete in 2014 23 Mio. Tonnen Weizen, davon können 10 Mio. Tonnen ausgeführt werden, 8,5 Mio. Tonnen sind bereits verkauft und verladen. Die Aussichten für die kommende Getreideernte deuten bisher auf eine normale Erntemenge hin und könnten insgesamt 64 Mio. Tonnen erreichen.
Inzwischen seien auch Mais-Lieferungen von 1 Mio. Tonnen nach China komplett erfüllt worden, die zur Bedienung eines Darlehens bereits im Januar 2013 vereinbart worden waren. Industrievertreter hatten noch letzte Woche geäußert, dass bis zu 20 % der Menge nicht erfüllt werden könne, da es einen Versorgungsengpass gäbe. Die letzten 11 Schiffe sind unterwegs und man warte nun auf die Empfangsbestätigung auch China, so der Minister.

12.01.2015 Israel sucht Mais

Eine Gruppe privater israelischer Käufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 100.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 13. Januar. Quelle: Reuters

12.01.2015 USDA-Bericht im Fokus

Der heutige USDA-Bericht kommt um 18:00 Uhr deutscher Zeit mit folgenden Informationen: 1.) Vorhersage über Angebot- und Nachfrage in den USA und weltweit, 2.) US-Quartalszahlen über Lagerbestände sowie 3.) Erste Flächenschätzung zum US-Weizenanbau 2015.
Mit einem Weizenkurs am CBoT von $5,65/Bushel, den wir heute im elektronischen Handel sehen, sind die Prämien, die von den russischen Exportproblemen verursacht wurden, weitestgehend verschwunden.
Der Markt wird sich heute Abend auf die kritische Versorgungslage für US-Futtermittel als auf den Mais-Future konzentrieren, so die Einschätzung von Experten. Im Vorfeld wurde bekannt, dass US-Exporteure 136.000 Tonnen US-Mais an Süd-Korea und 116.000 Tonnen an einen unbekannten Empfänger verkaufen konnten.

10.01.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 06.01.2015 (CFTC)

Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 30.12. - 06.01. um 3.925 Kontrakte und erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.414 Kontrakte. Mit 14.142 Netto-Long-Positionen (- 6.339) ist eine Mehrheit der institutionellen Anleger per 06.01. bullisch gestimmt. Um 13.069 Kontrakte wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen beim Mais reduziert. Per 06.01. hielten institutionelle Anleger 226.635 Netto-Long-Positionen. Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 3.157 Lots auf 42.603 Lots.

 

09.01.2015 Matif-Mais Future Februar 15 schließt mit leichten Verlusten

Eine technische Gegenreaktion auf die deutlichen Verluste der letzten Tage sowie die Meldung, dass Südkoreas NOFI in einem internationalen Tenderverfahren 266.000 Tonnen Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika oder Südafrika kaufte, führte zu einem moderaten Anstieg der Maisnotierungen in Chicago. Brasiliens CONAB erhöhte seine Prognose der Maisernte 2014/15. Sie liegt aktuell bei 79,1 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 78,7 Mio. Tonnen) und setzt sich zusammen aus den Prognosen der ersten Ernte von 29,6 Mio. Tonnen und der zweiten Ernte von 49,4 Mio. Tonnen. Die gestrigen wöchentlichen US-Exportzahlen lagen mit nur 387.700 Tonnen Mais für das Vermarktungsjahr 2014/2015 deutlich unter den Markterwartungen. An der Euronext in Paris beendeten die Maisfutures den letzten Tag der ersten Handelswoche des neuen Jahres mit moderaten Verlusten.

 

09.01.2015 China: Neue Importregeln bremsen Importe aus

Chinas Getreideimporte könnten sich in diesem Jahr deutlich reduzieren, nachdem die Regierung in Peking staatliche Reserven abbauen will und die Vergabe von Importquoten zukünftig an Käufe aus eigenen Beständen bindet. Üblicherweise werden Importquoten im Januar vergeben und dann auch sofort als Auftrag an internationale Händler weitergegeben. In diesem Jahr könnte sich das Vergabeverfahren aber über Monate hinziehen, sagen Analysten voraus. Zwar ist die Importmenge, die China genehmigen könnte, gleich geblieben, die Firmen erhalten aber nur dann eine Einfuhrerlaubnis, wenn zuvor ein Kauf aus stattlichen Beständen erfolgt ist.
Deshalb meinen Analysten jetzt, dass zumindest Maisimporte kleiner ausfallen und die großen staatlichen Bestände abgebaut werden. Mühlen können erst dann eine Einfuhrerlaubnis ersteigern, wenn die Käufe aus den stattlichen Reserven bezahlt und abgenommen sind. Der gesamte Prozess wird mindestens zwei Monate dauern. 60 % der 7,2 Mio. Tonnen Importquoten für Mais sind staatseigenen Betrieben vorbehalten, sie sind aber nicht dazu verpflichtet, Interventionsware zu kaufen. Schwer wird es, für die verbleibenden 40 % Importquoten, die privaten Mühlen davon zu überzeugen, die oft Minderwertigen Qualitäten zu höheren Preisen zu beziehen. Die Lagerbestände in den nordöstlichen Provinzen sind derzeit durchschnittlich $39/Tonne teurer, als Importware. So sind in der ersten Auktion, die vom 6.-bis8. Januar stattfand, nur 36 % der offerierten 1,7 Mio. Tonnen Mais verkauft worden. Der Rest wird auf die nächste Auktion in der kommenden Woche vorgetragen. Außerdem wurden 83,6 % der 2 Mio. Tonnen Weizen verkauft. Von dem beteiligten Händler wurden in dieser Woche sogleich zwei Lieferungen Weizen in den USA und Australien gekauft.
Quelle: Reuters

 

09.01.2015 CONAB-Prognosen der brasilianischen Sojabohnen- und Maisernte 2014/15
Brasiliens CONAB erhöhte seine Prognose der Sojabohnenernte 2014/15 von 95,8 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose) auf 95,9 Mio. Tonnen. Ebenfalls angehoben hat CONAB seine Prognose der Maisernte 2014/15. Sie liegt aktuell bei 79,1 Mio. Tonnen (Dezember-Prognose: 78,7 Mio. Tonnen). Sie setzt sich zusammen aus den Prognosen der ersten Ernte von 29,6 Mio. Tonnen und der zweiten Ernte von 49,4 Mio. Tonnen.
Das Exportpotenzial Brasiliens für Sojabohnen bezifferte CONAB auf 49,6 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
09.01.2015 Südkoreas Nofi kaufte Mais, Futterweizen und Sojaschrot

Südkoreas NOFI hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens (siehe vorangegangene Meldung) 266.000 Tonnen Mais, 45.000 Tonnen Futterweizen und 55.000 Tonnen Sojaschrot gekauft. Marktbeteiligte gehen davon aus, dass der Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika oder Südafrika geliefert wird. Quelle: Reuters

09.01.2015 Südkoreas Nofi schreibt umfangreichen Tender aus
Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 560.000 Tonnen Mais, 55.000 Tonnen Futterweizen, 55.000 Tonnen Sojaschrot und 12.000 Tonnen Rapsschrot ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters
09.01.2015 Südkorea kauft 121.000 Tonnen Mais

Südkoreas FLC (Feed Leaders Committee) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 121.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

09.01.2015 Fallende Energiepreise drücken Weizen- und Maiskurse

Die Weizenfutures in Chicago fallen heute Morgen in der dritten aufeinander folgenden Sitzung auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen, da die Nachfrage nach US-Weizen sich abgeschwächt hat und auf die Kassapreise drückt. Mais-Futures am CBoT geben in Folge der seit Wochen fallen Energiepreise den vierten Tag in Folge nach. Das bekommen jetzt auch die Ethanol Hersteller zu spüren. Den US- Ethanol Herstellern wird es schwer möglich sein, weiterhin $4 für den Bushel Mais zu zahlen, so die Einschätzung von Marktexperten.
Ägyptens staatlicher Einkäufer hat gestern seinen gesamten letzten Tender über 180.000 Tonnen Weizen in Frankreich eingedeckt und damit ein weiteres Mal deutlich gemacht, dass US-Weizen derzeit am Weltmarkt nicht wettbewerbsfähig ist. Die Börsenkurse gerieten unter Druck, nachdem das USDA die wöchentlichen Exportzahlen bekannt gegeben hat und für die Vermarktungsperiode 2014/15 nur enttäuschende 151.000 Tonnen auswies.
US-Wetterdienste sagen vorher, dass die starken Fröste in weiten Teilen des US-Weizengürtels noch einige Tage anhalten und anschließend von einer wärmeren Wetterphase abgelöst werden. Damit ist das Risiko von Auswinterungen gemindert.
Auch die Exportzahlen für Mais enttäuschten; die Futures fielen in sieben von acht Sitzungen. Fallende Energiekosten bieten immer weniger Anreiz für den Einsatz von erneuerbaren Energien, die zum Teil aus Getreide- und Ölsaaten hergestellt werden. Der US-Energie-Informationsdienst teilte am Mittwoch mit, dass die Ethanol Bestände in der zweiten Januarwoche um 751.000 Barrel auf 18,85 Mio. Barrel auf den höchsten Stand seit zwei Jahren angestiegen sind. Rohölpreise sind seit sieben Wochen gefallen und die Förderländer zeigen keine Bereitschaft, den hohen Ausstoß zu verringern.
Quelle: Reuters

 

08.01.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 213.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 29.000 Tonnen Mais . Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 4,143 Mio. Tonnen (Vorjahr: 5,576 Mio. Tonnen) und die Exporte auf Insgesamt 1,377 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,079 Mio. Tonnen).
08.01.2015 Südkoreas MFG kaufte 322.000 Tonnen Mais

Südkoreas Feedmill Group (MFG) kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 322.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Ausgeschrieben wurden 420.000 Tonnen. Die Ankunft der Ware wird zwischen dem 15. April und dem 22. Mai erwartet. Quelle: Reuters

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