Matif: Mais Juni 2015

29.06.2015 Anleger liquidieren Positionen und wollen USDA-Quartalsbericht abwarten

Die Weizenkurse an der CBoT konnten in den letzten drei Handelstagen um 10 % zulegen, weil befürchtet wird, dass die Starkregenereignisse im Mittleren Westen der USA die Erträge beschränken. Inzwischen wird das Kursniveau von vor sechs Monaten erreicht.
Der Regen kam zur Unzeit, bemerken heute Morgen Broker in Sydney. Deshalb werde man die Vegetationsbedingungen östlich von Missouri im Tal des Ohio Flusses genau beobachten. Dort werden Mais, Sojabohnen und Winterweizen (SRW) angebaut. Alle diese Produkte werden an der Terminbörse in Chicago gehandelt.
Einige Anleger sind aus ihren Kontrakten ausgestiegen und warten den morgigen USDA-Bericht zur Flächennutzung und der vierteljährigen Bestandsberichten ab.

28.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 23.06.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 16.06. - 23.06. um 7.017 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.217 Kontrakte. 52.716 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 23.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 9.234 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 1.289 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 26.938 Kontrakte reduziert. In Summe reduzierten sich damit die Netto-Short-Positionen um 25.649 Kontrakte auf 94.522 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 8.916 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 56.461 Lots. In Summe drehten damit die Institutionellen Anleger ihren Bestand von 63.548 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche in 1.829 Netto-Long-Positionen.
26.06.2015 Getreideexporte der Ukraine mit neuen Rekord

Der Getreideexport aus der Ukraine beläuft sich in den am Dienstag zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr inzwischen schon auf 34,4 Mio. Tonnen. Damit wurde die Rekord-Exportmenge in Höhe von 32,8 Mio. Tonnen übertroffen. Auch die letzte Einschätzung des Agrarministers, dass sich die Exporte auf 34 Mio. Tonnen summieren könnten, wurde übertroffen.
Es wurden 10,8 Mio. Tonnen Weizen, 18,8 Mio. Tonnen Mais und 4,5 Mio. Tonnen Gerste an ausländische Käufer abgegeben. Quelle: Reuters

26.06.2015 Ukraine / Wetterdienst prognostiziert Anstieg der Weizenproduktion

Der staatliche Wetterdienst der Ukraine hat seine Prognose der ukrainischen Weizenernte 2015 aufgrund günstiger Wetterbedingungen um 1,0 Mio. Tonnen von 23,5 Mio. Tonnen auf 24,5 Mio. Tonnen erhöht.
Die Prognose der gesamten Getreideernte liegt aktuell bei 59,6 Mio. Tonnen, davon entfallen 26,5 Mio. Tonnen auf die Maisernte (Vorjahr: 28,5 Mio. Tonnen). Der Rückgang beim Mais wird auf die kleinere Anbaufläche zurückgeführt. Quelle: Reuters

26.06.2015 Französische Weizenbestände mit Abschlägen bei den Ratings

Der Zustand der französischen Weizenbestände hat sich in der Woche bis zum 22. Juni signifikant verschlechtert. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer am heutigen Freitag. Das Analystenhaus sieht dies als Zeichen dafür, dass sich die trockenen Wetterbedingungen in Frankreich negativ auf die Entwicklung und den Zustand der Getreidebestände ausgewirkt haben.
81% der Weizenbestände in Frankreich erhielten per 22. Juni die Bewertung „gut“ bis „exzellent“. Zur Vorwoche, in der noch 85% die Spitzenbewertung erhielten, ist das ein Rückgang um 4%. Allerdings liegt dieser Wert immer noch deutlich über dem Vorjahreswert von 71%.
Bei der Wintergerste hat es keine Veränderung zur Vorwoche in der Bewertung der Bestände gegeben. 85% der Wintergestebestände werden mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet.
Der Anteil der Sommergersten-Bestände, die mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet wurden, liegt per 22. Juni bei 79% (15. Juni: 82%, 8. Juni: 86%).
Beim Mais fielen die Ratings von 85% auf 83% „gut“ bis „exzellent“. Quelle: Reuters

26.06.2015 Regenmassen fluten die Felder in den USA

Die CBoT-Maisfutures stiegen in dieser Woche bereits um 7 % und kommen so auf das größte Wochenplus seit Mai 2013. Die heftigen Regenfälle in den Hauptanbauregionen schüren Ängste für eine schwache Ernte. In Iowa, Ohio und Missouri hatte ein Sturmtief mit bis 180 Litern Regen die Felder geflutet. Das außerordentliche Wetter hält nun schon zu lange an und ist alles andere als harmlos, sagt heute Morgen der australische Broker Tobin Gorey. Man erinnert sich an 1993 als ein Drittel der Ernte wegen zu viel Regen verloren ging.

25.06.2015 IGC reduziert Prognose der globalen Weizenproduktion 2015/16
Das International Grains Council hat seine monatliche Prognose der globalen Weizenproduktion 2015/16 von 715 Mio. Tonnen auf 711 Mio. Tonnen reduziert. Damit läge der Wert hinter dem Ergebnis des Vorjahres von 721 Mio. Tonnen.
Begründet wird die Reduzierung der Prognose im Einzelnen wie folgt:
Indien: - 3 Mio. Tonnen (von 91 Mio. Tonnen auf 89 Mio. Tonnen)
Australien: -1,5 Mio. Tonnen (von 27 Mio. Tonnen auf 25,5 Mio. tonnen)
Europäische Union: -1,2 Mio. Tonnen (von 150 Mio. Tonnen auf 148,8 Mio. Tonnen)
Gestiegenen Prognosen:
Ukraine: + 1,0 Mio. Tonnen (von 21 Mio. Tonnen auf 22 Mio. Tonnen)
Die Prognose des globalen Weizenverbrauchs 2015/16 stieg von 710 Mio. tonnen auf 713 Mio. Tonnen. Damit würden die Bestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 mit 196 Mio. Tonnen leicht unterhalb des Vorjahres von 198 Mio. Tonnen liegen.

Die Prognose der globalen Maisproduktion 2015/16 wurde von 961 Mio. Tonnen auf 963 Mio. Tonnen erhöht. Das Vorjahresergebnis lag bei 999 Mio. Tonnen. Der Maisverbrauch würde demnach steigen von 974 Mio. Tonnen auf 976 Mio. Tonnen. Damit lägen die globalen Maisendbestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 bei 188 Mio. Tonnen (Vorjahr: 201 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
25.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 210.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 74.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 9,069 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 14,363 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,609 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,626 Mio. Tonnen).
24.06.2015 Allendale prognostiziert größere US Soja- und Maisanbauflächen

Eine Umfrage des in Illinois ansässigen Brokerage Unternehmens Allendale haben US-Landwirte in diesem Jahr eine größere Anbaufläche mit Sojabohnen und Mais bestellt, als vom USDA im Quartalsbericht vom 31. März prognostiziert wurde. Demnach wurden in 26 US-Bundesstaaten in diesem Frühjahr Mais auf 91,742 Mio. Acres und Sojabohnen auf 85,105 Mio. Acres ausgebracht. Im USDA Quartalsbericht lag die Prognose beim Mais bei 89,199 Mio. Acres und bei den Sojabohnen bei 84,635 Mio. Acres. Allendale schätzt die gesamte Weizenanbaufläche in den Vereinigten Staaten auf 55,523 Mio. Acres (40,623 Mio. Acres Winterweizen, 13,108 Mio. Acres Sommerweizen und 1,792 Mio. Acres Durum-Weizen. Am kommenden Dienstag veröffentlicht das USDA seine aktualisierte Prognose der US-Anbauflächen.

24.06.2015 China storniert DDGS Importe

Die chinesischen Importe von Distillers´ Dried Grains (DDGS) fielen im Mai auf 485.668 Tonnen. Im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr war das rund ein Viertel weniger. Händler berichten davon, dass die Käufer einige Bestellungen storniert und Lieferungen abgewiesen haben, um damit Verluste zu vermeiden.
China ist der weltweit größte Käufer von DDGS, ein Nebenprodukt der Ethanol Herstellung aus Mais, das als Futtermittel dient. Damit können Mais und oder Sojaschrot im Mischfutter ersetzt werden. Gesunkene Preise für Sojaschrot führten nun dazu, dass weniger DDGS eingesetzte wird, da die Handelsspannen dafür sinken. China kauft fast alle DDGS Importe in den USA, die weltweit die größten Exporteure sind.
Inzwischen haben chinesische Händler zwei Schiffsladungen storniert und sie könnten weitere sechs Lieferungen abbestellen, sagten Händler in den USA. In China sind die Kurse der Terminkontrakte auf Sojaschrot gestern auf den niedrigsten Stand seit August gefallen, weil die chinesischen Schweinebestände auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken sind. Die gesunkene Nachfrage nach Futtermitteln veranlasst einige Händler dazu, ihre Bestellungen gegen eine Ausgleichszahlung abzubestellen.
Die meisten Bestellungen sind bereits im letzten Jahr getätigt worden, als die Preise in den USA höher waren. Inzwischen bringen die Importe den Käufern einen Verlust von $80,56/Tonne ein, wenn man diese am heimischen Markt verkaufen wollte. Im Mai lagen die DDGS-Importe rund 20 % niedriger als im April, als die größte Menge seit acht Monaten importiert wurde. Peking hatte zuvor fast alle Importe aus den USA wegen genetisch veränderten Bestandteilen zurückgewiesen.
China ist zudem der zweitgrößte Importeur von Mais. Im Mai kamen 381.806 Tonnen aus der Ukraine ins Land. Inzwischen werden fast alle Mais-Lieferungen aus der Schwarzmeer-Region bezogen. Der Import von Futtermais stieg im letzten Jahr um 410 % auf 403.881 Tonnen. Die Ukraine liefert gegen eine Darlehensvereinbarung aus dem Jahr 2012. Quelle: Reuters

24.06.2015 Taiwans MFIG schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von 40.000 - 65.000 Tonnen Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 25. Juni. Quelle: Reuters

24.06.2015 Indonesische Importeure suchen Mais

Indonesische Importeure befinden sich am heutigen Mittwoch erneut in Verhandlungen zum Kauf von 50.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft. Gesucht wird Mais zur Versendung im Oktober bis Dezember, so Marktbeteiligte. Quelle: Reuters

22.06.2015 EU-Crop-Monitor reduziert EU-Weizen-Ertragsprognose 2015
Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) hat seine monatliche Prognose der EU-Weichweizenerträge 2015 von 5,93 Tonnen/Hektar auf 5,85 Tonnen/Hektar aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 4,7%. Damit liegen die Erträge allerdings weiterhin 3,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. In den Getreideanbauregionen in West- und Mitteleuropa ist ein großer Anteil der Böden gegenwärtig zu trocken. Dieser Zustand, sollte er anhalten, wird sich negativ auf die Ertragssituation und auf die Qualität der Winterweizenbestände auswirken.
Reduziert wurde auch die Prognose der Rapserträge. Sie sank von 3,42 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 3,28 Tonnen/Hektar. Für Gerste (Sommer- und Wintergerste) sank die Prognose von 4,75 Tonnen/Hektar auf 4,65 Tonnen/ Hektar. Die Prognose der Maiserträge wurde mit 7,22 Tonnen/Hektar unverändert  zum Vormonat belassen. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 11%. Der Wert liegt aber nach wie vor 2,6% über dem 5-Jahres-Mittel. Quelle: Reuters
22.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 16.06.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 09.06. - 16.06. um 8.143 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.571 Kontrakte. 43.482 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 16.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 12.714 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 239 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 29.837 Kontrakte erhöht. In Summe erhöhten sich damit die Netto-Short-Positionen um 29.598 Kontrakte auf 120.171 Kontrakte
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 12.273 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.119 Lots. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 19.392 Kontrakte auf 63.548 Kontrakte.
22.06.2015 Mais: Optimale Wetterbedingungen in den USA fördern die Pflanzenentwicklung

Am CBoT sinken die Kurse des Maisfutures heute Morgen auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Optimale Wachstumsbedingungen im Mittleren Westen der USA treiben die Erwartungen für eine Rekordernte an. Die Wettervorhersage verspricht trockenes und wärmeres Wetter, dass die Pflanzenentwicklung fördern wird. Eigentlich gibt es so gut wie gar keine bärischen Faktoren für die Ernteerwartung.
Große Spekulanten haben ihre Netto-Short-Positionen am CBoT in der Woche bis zum 16. Juni ausgeweitet.

19.06.2015 Infoma Ecnonomics US-Prognosen
US-Maisanbaufläche 2015: 88,777 Mio. Acres (Mai-Prognose: 88,737 / USDA: 89,2)
US-Maisproduktion 2015: 13,564 Mrd. Bushel
US-Maiserträge 2015: 166,4 Bushel/Acres

US-Sojabohnenanbaufläche 2015: 86,760 Mio. Acres (Mai-Prognose: 87,185 / USDA: 84,635)
US-Sojabohnenproduktion 2015: 13,564 Mrd. Bushel (3,871 Mrd. Bushel)
US-Sojabohnenerträge 2015: 45,0 Bushel/Acres

US-Sommerweizenanbaufläche 2015: 13,469 Mio. Acres (Mai-Prognose: 13,219 / USDA: 12,969)
US-Durumweizenanbaufläche 2015: 1,977 Mio. Acres (Mai-Prognose: 1,977 / USDA: 1,647)
19.06.2015 Ukraine will sein hohes Getreide-Exportvolumen halten

Die Ukraine möchte sein Getreide-Exportvolumen auf mindestens dem gleich hohen Niveau halten, wie im jetzt zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr. Vorteilhaftes Wetter und eine ausgeweitete Anbaufläche, trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland, schaffen dafür gute Voraussetzungen, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko heute gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.
Die Ukraine könnte 60 Mio. Tonnen Getreide ernten, wovon mindestens 34 Mio. Tonnen in den Export gehen könnten, fast soviel wie in diesem Rekordjahr. In 2014 war die ukrainische Ernte 63,8 Mio. Tonnen groß und davon wurden bisher gut 33 Mio. Tonnen exportiert. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 10,9 Mio. Tonnen Weizen, 4,5 Mio. Tonnen Gerste sowie 17,7 Mio. Mais. Die Weizen-Endbestände bleiben mit 11 Mio. Tonnen trotzdem hoch. In 2015/16 plane man einen Weizenexport in der Größenordnung von 12,7 Mio. Tonnen, 2,5 Mio. Tonnen Gerste und 18,2 Mio. Tonnen Mais.
In diesem Jahr habe man mehr Weizen, aber weniger Mais, aufgrund der hohen Endbestände werden mögliche Defizite kompensiert, sodass der Export auf gleich hohem Level verbleibt. Die Ukraine plane keine Exportrestriktionen, so der Minister. In Zusammenarbeit mit dem Handel sei eine Einschätzung der Exportmengen getroffen worden, die durch ein Memorandum eine hohe Planungssicherheit für beide Seiten gebe.
Im Rahmen eines $1,5 Mrd. Darlehens, das die Ukraine im Jahre 2012 von China erhalten hat, wolle man mindestens zwei Mio. Tonnen Mais für Zins- und Tilgung liefern. 600.000 Tonnen seien in diesem Jahr bereits durch das staatliche Handelshaus GPZKU geliefert worden. Auch private Exporteure werden zur Lieferung nach China ermutigt.

19.06.2015 Frankreich / Weizen-Bestandsbewertungen leicht rückläufig

Der Zustand der französischen Weizen- und Gerstebestände hat sich leicht verschlechtert. In der Woche bis zum 15. Juni erhielten 85% der Weichweizenbestände eine Bewertung von „gut“ bis „excellent“. Das teilte FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Crop-Progress-Report mit. In der Vorwoche erhielten 87% der Bestände die Top Bewertung.
Bei der Wintergerste erhielten ebenfalls 85% der Bestände eine Bewertung „gut“ bis „excellent“ (Vorwoche: 86%). Sommergerste musste den größten Rückgang in der Top-Bewertung hinnehmen. 82% der Bestände erhielten die Top-Bewertung „gut“ bis „excellent“ versus 86% in der Vorwoche. In Kürze wird der Erntebeginn der Wintergerste in Frankreich erwartet.
Die Mais-Bestände haben sich leicht erholt und erhielten zu 85% die Top-Bewertung versus 84% in der Vorwoche und 86% im Vorjahr zur selben Zeit. Der Südwesten Frankreichs, die Hauptanbauregion für Mais in Frankreich, hat in der vergangenen Woche signifikante Niederschläge erhalten. Quelle: Reuters

19.06.2015 Indonesien kauft unbekannte Menge Mais in Südamerika

Eine Gruppe indonesischer Importeure hat eine unbekannte Menge Mais südamerikanischer Herkunft gekauft. Der Preis dafür lag bei unter $190/Tonne c&f. Zuvor suchte man per Ausschreibung rund 50.000 Tonnen Mais zur Versendung im Zeitraum August – Oktober. Quelle: Reuters

18.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 96.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 149.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8, 859Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,957 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,535 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,578 Mio. Tonnen).
17.06.2015 DRV-prognostiziert nur noch durchschnittliche Getreideernte

Der Deutsche Raiffeisenverband geht in seiner vierten DRV-Ernteschätzung 2015 nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 47,7 Mio. Tonnen aus. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem rund 52 Mio. Tonnen Getreide geerntet wurden, wäre das ein Rückgang um 8%. Grund für die rückläufige Entwicklung sind das zu trockene und warme Wetter und die zu geringen Niederschläge in weiten Teilen Deutschlands.
Die gesamte Weizenernte schätzt der DRV auf 25,78 Mio. Tonnen. Zum Ergebnis 2014 (27,78 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um 7,2%.
Die Maisernte wird gegenwärtig auf knapp 4,67 Mio. Tonnen geschätzt (-9,2% im Vergleich zum Vorjahr).
Beim Raps musste der DRV seine Prognose ebenfalls nach unten anpassen. Mit knapp 5 Mio. Tonnen liegt sie um etwa 20% niedriger als das Ergebnis 2014 (6,2 Mio. Tonnen)

17.06.2015 Indonesien sucht Mais

Indonesische Importeure verhandeln am heutigen Mittwoch über den Kauf von rund 50.000 Tonnen Mais südamerikanischer Herkunft zur Versendung im Zeitraum August bis Oktober. Quelle: Reuters

16.06.2015 Ukraine / Getreidebestände

Die Getreidebestände in den großen und mittelgroßen Agrarbetrieben der Ukraine belaufen sich per 1. Juni 2015 auf 10,0 Mio. Tonnen. Im Vergleich 1. Juni 2014 ist das ein Anstieg um 49%. Die Menge setzt sich zusammen aus 4,0 Mio. Tonnen Weizen, 0,8 Mio. Tonnen Gerste und 4,8 Mio. Tonnen Mais. Im vergangenen Jahr erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. 26 Mio. Tonnen davon wurden für den inländischen Verbrauch veranschlagt. Das Exportpotenzial liegt bei 32 Mio. Tonnen Quelle: Reuters

16.06.2015 Unbekannte Destination kauft 100.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 100.000 Tonnen US-Mais an eine Unbekannte Destination zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Sept. - 31. August). Quelle: Reuters

16.06.2015 FranceAgriMer reduziert Prognose der Weizenendbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am heutigen Dienstag seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 3,60 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 3,00 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings immer noch ein Anstieg der Endbestände um 26,9%.
Die Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union erhöhte FranceAgriMer auf 11,1 Mio. Tonnen (Vormonat: 10,6 Mio. Tonnen). Auch die Prognose der Exporte in EU-Länder wurde erhöht von 7,5 Mio. Tonnen auf 7,7 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen Frankreich:
Mais Endbestände: 3,4 Mio. Tonnen /Vormonat: 3,8 Mio. Tonnen (+46,7% zum Vorjahr)
Gerste Endbestände: 960.000 Tonnen / Vormonat: 1,3 Mio. Tonnen (-7,8% zum Vorjahr)
Quelle: Reuters

16.06.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

15.06.2015 Japan kauft 120.000 Tonnen US-Sojabohnen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen US-Mais an Japan zur Lieferung in der laufenden Vermarktungsperiode 2014/15. Quelle: Reuters

15.06.2015 Gerüchte über DDGS-Stornos setzen Futtermittelpreise unter Druck

Die Preise für U.S. DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) fielen in der letzten Woche um mehr als $15/short ton, nachdem es Gerüchte darüber gab, dass China Bestellungen gecancelt und bereits gelieferte Mengen zurück gewiesen hat. Zwei Schiffsladungen von je 55.000 Tonnen des proteinreichen Futtermittels, das ein Nebenprodukt der Mais-basierten Ethanol Herstellung ist, sollen schon zurück gewiesen worden sein, sechs weitere Bestellungen wären noch bis zum Herbst abzuwickeln, so zwei Informanten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Dagegen meinen andere Quellen, dass es sich lediglich um ein „rollen“ von Positionen handele, ein relativ bekanntes Procedere, um von günstigeren Preisen während der Ernte zu profitieren. Die Gebote für Schiffsverladungen aus U.S. Westküstenhäfen liegen jetzt bei $170/Tonne für Juni/Juli-Verladungen, das sind $27- bis $30/Tonne weniger als zu Beginn des Monats.
Eine schwächere Nachfrage aus Chinas Mischfutterindustrie, gekoppelt mit niedrigeren Preisen für Sojaschrot, veranlassen chinesische Einkäufer zur Stornierung ihren Bestellungen. Vor einem Jahr hat China wieder Importe erlaubt, die lange Zeit zum Stillstand gekommen waren, als chinesische Behörden Spuren von unerlaubten genetisch veränderten Pflanzen in dem Futtermittel gefunden hatten.

15.06.2015 CBoT-Maisfutures folgen den Weizenkursen

Die CBoT-Maisfutures folgen den Weizenfutures. In China, dem zweit-größte Maiskonsumenten der Welt, will die Regierung die Subventionsmindestpreise für die Ernte 2015/16 senken, um den Verbrauch von mehr Getreide aus der lokalen Produktion zu stimulieren. Damit sollen die Preisunterschiede zu billigen Importen reduziert werden. Quelle: Reuters

15.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 09.06.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 02.06. - 09.06. um 10.141 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 30.764 Kontrakte. 30.768 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 09.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 40.905 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 3.189 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 41.079 Kontrakte reduziert. In Summe reduzieten sich damit die Netto-Short-Positionen um 44.268 Kontrakte auf 90.573 Kontrakte
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 838 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 11.003 Lots. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 11.841 Kontrakte auf 82.940 Kontrakte.
12.06.2015 Mais in der Defensive

Mais: 12.06.15
Die Maisnotierungen in Chicago befinden sich nun bereits den vierten Tag in Folge in der Defensive. Ausreichende Maisbestände sowie Aussichten auf eine gute US-Maisernte aufgrund von Vorhersagen über Regenfälle im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten belasten den Markt. Die gestern veröffentlichten wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 611.100 Tonnen Mais über den Markterwartungen. An der Euronext in Paris folgten die Maisfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben weiter nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 85.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 111.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,763 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,817 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,386 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,529 Mio. Tonnen).

12.06.2015 Getreidemail

Mit erneut deutlichen Verlusten schlossen gestern die Weizennotierungen ihren Handel in Chicago. Der festere US-Dollar zum Euro, die schlechte Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Exportmarkt, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex übten Druck aus. Mit insgesamt 943.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen. Für die Vermarktungsperiode 2015/16 wurden allerdings keine Verkäufe gemeldet. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $199,49/Tonne c&f gekauft. Zur Stunde handelt die e-CBOT etwas schwächer. Bei vergleichsweise guten Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 478.000 Tonnen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 30,273 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 28,392 Mio. Tonnen).

11.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 85.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 111.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,763 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,817 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,386 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,529 Mio. Tonnen).
11.06.2015 EU: Importquote für Weizen aus der Ukraine nahezu erfüllt

In dieser Woche hat die EU an die Ukraine Importlizenzen für 149.713 Tonnen Weizen zum zollfreien Import erteilt. Das ist die zweitgrößte Menge, die im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zur Einfuhr von zollfreiem Weizen, Mais und Gerste aus dem Jahr 2014 in die EU zugeteilt wurde. In der letzten Woche waren 325.254 Tonnen Weizen zur Einfuhr freigegeben worden. Inzwischen sind Lizenzen über 927.000 Tonnen Weizen von einer Gesamtmenge über 950.000 Tonnen erteilt worden. Quelle: Reuters

11.06.2015 Brasiliens Conab hebt Ernteprognosen für Mais und Sojabohnen erneut an

Brasiliens regierungseigene Versorgungsagentur Conab hat heute die Prognose seiner Mais- Gesamternte 2014/15 auf 80,21 Mio. von 78,59 Mio. Tonnen in der Mai-Schätzung angehoben. Auch die Sojabohnenernte, die derzeit eingebracht wird, wurde mit 96,04 Mio. Tonnen höher eingeschätzt, als im Mai (95,07 Mio. Tonnen). Die zweite Maisernte wird nun auf 49,38 Mio. Tonnen geschätzt, nach 47,89 Mio. Tonnen im letzten Monat. Die mengenmäßig weniger bedeutende Weizenernte wurde dagegen von 7,05 Mio. Tonnen auf 6,76 Mio. Tonnen etwas kleiner geschätzt als im Mai. Quelle: Reuters

11.06.2015 Südkoreas KFA kauft 63.000 Tonnen Mais
Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines Tenderverfahrens über 63.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) optionaler Herkunft zum Preis von $189,70/Tonne c&f. zzgl. einer Gebühr von $1,25/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Ankunft: 31. Dezember 15
Mögliche Herkünfte sind: Vereinigte Staaten, Europa, Südamerika oder Südafrika. Quelle: Reuters
10.06.2015 Ukraines Getreideexporte größer als erwartet

In dem laufenden Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni endet, hat die Ukraine bisher 32,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 31,6 Mio. Tonnen, teilte soeben der ukrainische Landwirtschaftsminister mit. Die Menge beinhaltet 10,5 Mio. Tonnen Weizen, 17,5 Mio. Tonnen Mais und 4,5 Mio. Tonnen Gerste. Zuletzt hatte der Minister geschätzt, dass die Exportmenge die 32 Mio. Tonnen –Marke nicht überschreiten werde, während Analysten von 33-34 Mio. Tonnen ausgehen. Die Erntemenge belief sich in 2014 auf 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters

10.06.2015 Japanischer Wetterdienst prognostiziert starken El Nino

Der japanische Wetterdienst teilt heute mit, dass sich die Wettermuster für El Nino verstärken und dass das Wetterphänomen so kräftig ausfallen kann, wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Jahr 2009 verursachte El Nino in Indien eine große Trockenheit und vernichtete in Australien und in Asien die Ernten, sodass Lebensmittelpreise stiegen. Aktuell deuten die Bedingungen in der Atmosphäre und im Oberflächenwasser des äquatorialen Pazifik viel deutlicher als noch vor einem Monat auf die Charakteristika eines starken El Nino hin.
Die Wassertemperaturen sind derzeit 1,2 °C höher als der Durchschnittswert im Mai. Im Mai lagen die Temperaturen erst 0,8°C höher als normal. Im Jahr 2009 lagen die Temperaturen nur 1,4 °C über den Normalwerten, sodass die Anzeichen derzeit sogar deutlicher sind als damals. Im Mai schätzten die Meteorologen noch, dass El Nino bis in den Herbst anhalten wird, mittlerweile geht man davon aus, dass die Auswirkungen bis in den kommenden Winter hineinreichen werden.
Ein starker El Nino wirkt sich insbesondere auf die Volkswirtschaften aus, die stark von der Landwirtschaft abhängen, wie Beispielsweise Indien, wo bereits jetzt schlechtes Wetter herrscht. Die kompletten Wertschöpfungsketten für Reis, Mais und Speiseöle werden von den Auswirkungen betroffen sein.
Die Einschätzungen des japanischen Wetteramtes werden von australischen Meteorologen geteilt.

10.06.2015 Taiwans Sugar Corp kauft Sojabohnen und Mais in den Vereinigten Staaten

Taiwans Sugar Corp. kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 23.000 Tonnen US-Mais und 12.000 Tonnen US-Sojabohnen. Die Versendung  soll entweder von der US-Golfküste im Zeitraum 2 - 16. Oktober oder von der US-Pazifik Nordwestküste im Zeitraum 17. - 31 Oktober erfolgen. Quelle: Reuters

09.06.2015 Taiwan Sugar Corp. sucht Mais und Sojabohnen

The Taiwan Sugar Corp. hat einen internationalen Tender zum Kauf von 23.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) und 12.000 Tonnen Yellow Soybeans (beides US-Herkunft) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. Juni. Gesucht wird Ware zur Versendung von der US-Golfküste (2. - 16. Oktober) oder von der US Nord-West-Küste (17. - 31 Okt.). Quelle: Reuters

09.06.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

08.06.2015 Israelische Händler schreiben Mais u. Futterweizen-Tender aus

Eine Gruppe privater israelischer Händler hat einen Tender zum Kauf von bis zu 115.000 Tonnen Mais und 65.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 9. Juni. Quelle: Reuters

08.06.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen sowie technische Verkäufe nach den guten Zugewinnen der letzten Tage ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex übten zudem Druck aus. Äthiopiens Regierung hat einen Tender zum Kauf von 400.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die e-CBoT handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse konnten auf allen Terminen moderat zulegen. Frankreich exportierte im April 1,4 Mio. Tonnen Weichweizen in Nicht-EU-Länder. Damit belaufen sich die Weizenexporte Frankreichs außerhalb der EU im laufenden Vermarktungsjahr 2014/15 auf 9,5 Mio. Tonnen Weichweizen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das zwar ein Rückgang um 9%, allerdings hat sich der Abstand zu früheren Erhebungen in der aktuellen Saison deutlich reduziert.

07.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 02.06.2015 (CFTC)
Weizen:Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 26.05. - 02.06. um 2.817 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 8.845 Kontrakte. 71.673 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 02.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 11.662 Netto-Short-Positionen.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 6.939 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 1.337 Kontrakte erhöht. In Summe reduzieten sich damit die Netto-Short-Positionen um 5.602 Kontrakte auf 134.841 Kontrakte
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 3.407 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 5.775 Lots. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 9.182 Kontrakte auf 94.781 Kontrakte.
05.06.2015 CBoT-Weizenfutures mit Chance auf beste Wochenperformance seit 2012

Falls die Kurse der CBoT-Weizenfutures den heutigen Handelstag wiederum mit höheren Notierungen beendet, kommt diese Woche auf die höchste Kurssteigerung seit Mitte 2012. – siehe Chart. Bisher sind die Kurse seit Montag um fast 9 % angestiegen, die beste Performance seit letzten November. Wenn die Ernte in den südlichen Plains der USA startet, wissen wir mehr über mögliche Verluste und Qualitätseinbußen. Heute Morgen notieren die Weizen-Terminkontrakte in Chicago mit roten Vorzeichen.
Das Auf- und Ab wird mit der Nervosität der Marktbeteiligten über die Qualität der Ernte begründet. Betrachtet man die weltweite Versorgungslage, erscheint die Weizenrally in dieser Woche als übertrieben, zumal die generelle Überversorgung ein niedriges Preisniveau erwarten lässt – unabhängig davon, wie es in den USA aussieht.
Eine Reuters-Umfrage vor dem monatlichen USDA-Bericht am 10. Juni lässt erwarten, dass das USDA seine Ernteschätzung für die Getreideproduktion 2015/16 der USA anheben wird. Die Kurse der CBoT Sojabohnenfutures sowie der Maisfutures bewegen sich in den letzten Tagen analog zu den Weizenkursen.

04.06.2015 Ukraine erfüllt zollfreie Importquote für Weizen zügig

Die EU erteilt der Ukraine Einfuhrgenehmigungen für 325.254 Tonnen zollfreien Weizen. Das ist die größte Menge bisher, die unter der jährlichen zollfreien Importquote geliefert wurde. Aus der Gesamtmenge von 950.000 Tonnen zollfreien Weizen für 2015 wurden somit 777.516 Tonnen geliefert. Die Importquote wurde im letzten Jahr zwischen der EU und der Ukraine zusammen mit ähnlichen Importquoten für Mais und Gerste vereinbart. Quelle: Reuters

04.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 292.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 55.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,678 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,608 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,275 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,505 Mio. Tonnen).

04.06.2015 AMIS Market Monitor No. 29 / Juni 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 9. Juli finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 9. Juli 2015

04.06.2015 Taiwans MFIG kauft 130.000 Tonnen Mais in Brasilien

Taiwans MFIG hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 130.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft gekauft. Das Geschäft besteht aus 2 Vereinbarungen zum Kauf von jeweils 65.000 Tonnen. Quelle: Reuters

03.06.2015 Informa reduziert Prognose der U.S. Winterweizen-Produktion 2015
Das private Analystenhaus Informa Economics schätzt die gesamte U.S. Weizenproduktion 2015/16 in seiner aktuellen Prognose auf 2,143 Mrd. Bushel. Die Prognose der gesamten U.S. Winterweizenproduktion reduziert Informa auf 1,481 Mrd. Bushel (Vormonat: 1,486 Mrd. Bushel).
Weitere Prognosen zum U.S. Weizen:
U.S. Hard Red Winter Wheat Produktion 2015: 867 Mio. Bushel
U.S. Soft Red Winter Wheat Produktion 2015: 411 Mio. Bushel
U.S. White Winter-Wheat Produktion 2015: 202 Mio. Bushel
Argentinien:
Mais-Produktion 2014/15: 25,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 24,0 Mio. Tonnen)
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 60,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 59,0 Mio. Tonnen
Brasilien:
Sojabohnen-Produktion 2014/15: 95,5 Mio. Tonnen (Vormonat: 94,50 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
03.06.2015 Brasilien /Analyst FCStone beläßt Prognose der Sojaproduktion auf 94 Mio. Tonnen
Der Marktanalyst FCStone International belässt die Prognose der brasilianische Sojabohnen-Produktion 2014/15 unverändert zum Vormonat Mai auf 94 Mio. Tonnen. 
Die Prognose der Maisernte 2014/15 liegt bei 80,19 Mio. Tonnen (Vormonat: 78,04 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
03.06.2015 Taiwans MFIG schreibt Mais-Tender aus
Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais folgender optionaler Herkünfte ausgeschrieben:
Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika
Die Angebotsfrist endet am 4. Juni. Quelle: Reuters
03.06.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen, ein schwächerer US-Dollar zum Euro sowie positive Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge mit deutlichen Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim Weizen um 9.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen Gewinne verzeichnen.
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose  der EU-Weichweizenernte 2015 von 141,6 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 141,5 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der Weichweizenendbestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 wurde von 15,0 Mio. Tonnen auf 14,8 Mio. Tonnen reduziert.

03.06.2015 Schwächerer US-Dollar und Furcht vor Qualitätsverlust treiben Weizenkurse an

Mit dem Kursanstieg von mehr als 7% in den letzten drei Sitzungen erreicht der CBoT-Weizenfuture den höchsten Kurs seit acht Tagen. Die Furcht vor Wetterschäden treibt die Fondsgesellschaften aus ihren Short-Positionen. Ein schwächerer U.S. Dollar verbessert zudem die Wettbewerbsfähigkeit von U.S. Weizen, sofern der Hard Red Winterweizen in Texas und Oklahoma nach den Starkregenereignissen im letzten Monat nicht die Qualität verschlechtert.
Obwohl der Weltmarkt insgesamt sehr gut versorgt sei und auch keinen Defizite zu erwarten sind, setzen Broker in Singapur heute Morgen auf weitere Kurssteigerungen. Bei dieser Nachrichtenlage wollen die Investoren nicht Short bleiben und durch Glattstellungen entstehen die Wetterprämien.
Inzwischen spekulieren die Analysten schon auf den nächsten USDA Report am 10. Juni, wo es wohl auch erste Hinweise auf die Wetterereignisse auf die Weizen-, Mais- und Sojabohnen-Ernte geben wird. Im Mai-Bericht wurden die Weizen U.S. Endbestände 2015/16 vom USDA mit 793 Mio. Bushel noch deutlich höher eingeschätzt, als es die Markterwartung war.

02.06.2015 Südkorea kauft 138.000 Tonnen Mais

Südkoreas Nonghyup Feed Inc. (Nofi) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 138.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) optionaler Herkunft zur Ankunft im Dezember. Quelle: Reuters

02.06.2015 Europäische Kommission reduziert Prognose der EU Weichweizenernte 2015
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose  der EU-Weichweizenernte 2015 von 141,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 141,5 Mio. Tonnen reduziert. Die Prognose der Weichweizenendbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2015/16 wurde von 15,0 Mio. Tonnen auf 14,8 Mio. Tonnen reduziert.
Weitere Prognosen:
EU Gerste-Ernte 2015: 59,5 Mio. Tonnen (Vormonat: 58,6 Mio. Tonnen)
EU Maisernte 2015: 68,1 Mio. Tonnen (Vormonat: 66,3 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
02.06.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 31.05.15 95% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 92%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 94%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 94% Quelle: Reuters

01.06.2015 Südkoreas NOFI schreibt Maistender aus

Südkoreas Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 138.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 2. Juni. Quelle: Reuters

01.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 26.05.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 19.05. - 26.05. um 22Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 10.314 Kontrakte. 83.335 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 26.05.15. Zur Vorwoche ist das eine Erhöhung um 10.336 Kontrakte.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 5.596 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 11.299 Kontrakte erhöht. In Summe erhöhten sich damit die Netto-Short-Positionen um 5.703 Kontrakte auf 140.443 Kontrakte
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 859 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 12.833 Lots. In Summe kam es so zu einer Erhöhung der Netto-Short-Positionen um 13.692 Kontrakte auf 103.963 Kontrakte.
01.06.2015 Mais: Fundamentale Rahmenbedingungen bleiben bärisch

Beim Mais bleiben die fundamentalen Rahmenbedingungen bärisch. Das Wetter in den U.S. Anbauregionen ist derzeit hervorragend während sich die internationale Nachfrage dahin schleppt. In den letzten zwei Sitzungen fielen die Kurse des CBoT-Mais Futures um 1 % und der Frontmonat Juli kommt seinem Kontrakttief von Oktober letzten Jahres sehr nahe.
Händlern zufolge lastet das ausbleibende Interesse an U.S. Mais der nächsten Ernte auf die Preise. Stornos aus China verursachen bei den wöchentlichen Exportzahlen vom Freitag sogar eine negative Zahl. Außerdem lastet ein starker U.S. Dollar auf alle Exporte aus den USA.

29.05.2015 El Nino bringt in China Regen und Trockenheit

Das chinesische Wetteramt erwartet durch das Wetterphänomen El Nino in diesem Jahr heftige Regenfälle im Süden des Landes sowie Trockenheit im Norden. Die Auswirkungen sollen aber nicht so stark sein, wie in 1997/98, als China den stärksten El Nino seiner Geschichte erlebte. Das Ereignis wird bis in den nächsten Herbst anhalten und soll eine mittlere Stärke ausweisen, so die Meteorologen in einem heute veröffentlichten Bericht.
1997/98 gab es entlang des Jangtse Flusses die schlimmsten Überflutungen der letzten 50 Jahre. Tausende Menschen starben in den Fluten und die Ernte wurde zerstört. In diesem Jahr solle s wieder sehr hohe Wasserstände im Jangtse Fluss geben, an dem die großen Reis- und Baumwollanbauregionen des Landes liegen, sowie am Songhuajiang Fluss im nordosten des Landes, wo ebenfalls Reis aber auch Mais angebaut wird. Dagegen soll der Großteil des nördlichen und nordwestlichen China von einer Sommertrockenheit heimgesucht werden. Dort sollen auch die Temperaturen im Sommer höher als normal ausfallen, die extreme Hitze wird aber nicht lange anhalten.
Das aktuelle El Nino Event hat sich seit Mai 2014entwickelt und im letzten Jahr bereits die Anzahl der Taifune (Hagelstürme) reduziert und zu einem warmen Winter geführt. Seit diesem Frühling ist es in den Provinzen Guangdong und Guangxi, den Top-Zuckeranbauregionen, bereits zu einer Trockenheit gekommen. Quelle: Reuters

29.05.2015 Peking bleibt auf hohen Maisbeständen sitzen

Die Mais Verkäufe aus Chinas staatlichen Lagerhäusern kommen nicht so richtig in Gang und Experten aus der Wirtschaft zufolge wird das vorerst auch so bleiben, sodass die Regierung in Peking auf ihren hohen Vorräten sitzen bleibt. Dennoch sollen die Preise, die in den Auktionen gefordert werden, nicht gesenkt werden. Mit hohen Preisen will man die Einkommen im ländlichen China unterstützen. Am internationalen Markt sind die Preise für Mais und Substitute um 40 % günstiger. Es ist also damit zu rechnen, dass Mais- und Sorghum-Importe anhalten werden.
Neben großen Sorghum-Importen sind auch diverse Mais-Lieferungen aus der Ukraine nach China unterwegs. Die Versteigerungen von Mais heimischer Produktion aus staatlichen Lägen werden deshalb in den Monaten Juni bis September begrenzt bleiben. Aus der Ukraine kommen im dritten Quartal dieses Jahres mindestens zwei Mio. Tonnen Mais. Noch preiswerter ist Sorghum aus den USA, das im Futtermittel als günstige Alternative eingesetzt wird und deren Importe als robust bezeichnet werden. Alleine im April wurden eine Mio. Tonnen Sorghum und eine Mio. Tonnen Gerste importiert. Außerdem hat sich der Zukauf von Distillers Dried Grains´s (DDGs) wieder ganz gut entwickelt und erreicht wieder das hohe Niveau von September 2014.
Bereits im April – also einen Monat früher als üblich – hatte China mit den Versteigerungen aus staatlichen Beständen begonnen und wöchentlich 300.000 Tonnen Mais in den großen Konsumregionen des Landes offeriert. Aber für die meisten Offerten gab es noch nicht einmal ein Gebot. Im Mai wurden lediglich 12 % des offerierten Volumens verkauft, obwohl den Mais Verarbeitern Subventionen angeboten wurden. In diesem Jahr könnten weniger als 30 Mio. Tonnen Mais oder ein Viertel des staatlichen Bestands aus der Ernte 2014 (120 Mio. Tonnen) verkauft werden. Vorstellbar ist, dass die Regierung in Peking ihrem Mais zu niedrigeren Preisen an Ethanol Hersteller verkaufen wird, um vor der nächsten Ernte Platz in den Interventionslägern zu schaffen. Möglicherweise wird auch die Interventionsmenge für die kommende Ernte reduziert. Quelle: Reuters

28.05.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 193.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 151.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,386 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,302 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,22 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,477 Mio. Tonnen).
28.05.2015 IGC erhöht Prognosen der globalen Mais- und Weizenproduktion 2015/16
Das International Grains Council (IGC) hat seine Prognose der globalen Mais- und Weizenernte trotz der jüngsten Marktunsicherheiten erhöht, blieb mit den Prognosen jedoch unter dem Vorjahresniveau.
Die Schätzung der globalen Weizenproduktion 2015/16 wurde von 705 Mio. Tonnen auf 715 Mio. Tonnen erhöht (Vorjahr: 721 Mio. Tonnen). Die globalen Endbestände zum Ende der Saison 2015/6 wurden auf 200 Mio. Tonnen geschätzt (unverändert zum Vorjahr).
Bedeutende Veränderungen:
China: + 9 Mio. Tonnen von 118 Mio. Tonnen auf 127 Mio. Tonnen
Russland: + 3 Mio. Tonnen von 52 Mio. Tonnen auf 55 Mio. Tonnen
Ukraine: + 1 Mio. Tonnen von 20 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen
Indien: - 3 Mio. Tonnen von 94 Mio. Tonnen auf 91 Mio. Tonnen
Vereinigte Staaten: -0,8 Mio. Tonnen von 59 Mio. Tonnen auf 58,2 Mio. Tonnen
Bei der globalen Maisproduktion liegt die Prognose mit 961 Mio. Tonnen um 10 Mio. Tonnen über der vorherigen Prognose. In der vorherigen Periode wurden insgesamt 997 Mio. Tonnen Mais geerntet. Die globalen Mais-Endbestände wurden auf 187 Mio. Tonnen geschätzt (Vorjahr: 201 Mio. Tonnen.
Bedeutende Veränderungen:
Brasilien: + 3 Mio. Tonnen von 75 Mio. Tonnen auf 78 Mio. Tonnen
Vereinigte Staaten: + 1 Mio. Tonnen von 331 Mio. Tonnen auf 332 Mio. Tonnen
China: + 1 Mio. Tonnen von 219 Mio. Tonnen auf 220 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
27.05.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 24.05.15 92% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 85%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 86%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 88% Quelle: Reuters

26.05.2015 Ukraine will in diesem Jahr 4 Mio. Tonnen Mais nach China verschiffen

Das ukrainische staatliche Getreidehandelsunternehmen GPZKU plant, in 2015 vier Mio. Tonnen Mais nach China zu liefern. Im letzten Monat war noch von 3,5 Mio. Tonnen die Rede. Im Jahr 2012 hatte China der Ukraine ein Darlehen gegeben, das mit Getreidelieferungen bedient werden soll.
In diesem Jahr wurden bisher 500.000 Tonnen Getreide nach China verschifft. Mehr als 3,75 bis 4 Mio. Tonnen sind unrealistisch, so Borys Prykhodko, Chef der GPZKU. Die Ukraine erntete in 2014 28,5 Mio. Tonnen Mais, in diesem Jahr wird die Erntemenge aber kleiner eingeschätzt, da die Anbaufläche kleiner ausfällt.

25.05.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 19.05.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 12.05. - 19.05. um 10.229 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 21.461 Kontrakte. 72.999 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 19.05.15. Zur Vorwoche ist das eine Reduzierung um 31.690 Kontrakte.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 8.672 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 26.832 Kontrakte erhöht. In Summe erhöhten sich damit die Netto-Short-Positionen um 18.160 Kontrakte auf 134.740 Kontrakte .
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 15.277 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 24.543 Lots. In Summe kam es so zu einer Erhöhung der Netto-Short-Positionen um 39.820 Kontrakte auf 90.271 Kontrakte.
25.05.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen vor dem verlängerten Wochenende, der starke US-Dollar zum Euro sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Sorgen aufgrund übermäßig starker Niederschläge in wichtigen US-Weizenanbaugebieten begrenzten das Abwärtspotenzial. Private Exporteure aus den Vereinigten Staaten verkauften am Freitag 101.950 Tonnen Weizen für den Lieferzeitraum 2015/16 an Taiwan. Algerien kauft Händlern zufolge über 450.000 Tonnen Mahlweizen zum Preis von $213-214/Tonne c&f zur Versendung im August. Die Ware könnte demnach aus Frankreich stammen. OAIC veröffentlicht weder Menge noch Herkunft der gekauften Ware. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 Kontrakte. Die Börsen in den USA bleiben heute aufgrund des US-Feiertages Memorial Day geschlossen.Nach den kräftigen Kursgewinnen der letzten Tage folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris am Freitag den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen Abschläge hinnehmen.

22.05.2015 Großes Getreideangebot überschattet EU-Weizenexporterfolge

Die Erwartung auf ein weiteres Jahr mit einem großen Getreideangebot und erneuter Konkurrenz aus Russland trübt die Stimmung am europäischen Weizenmarkt ein, obwohl die EU wohl zum zweiten Mal in Folge Rekordexporte verzeichnet. Die EU-28 wird wohl aus der Ernte 2014 mehr als 30 Mio. Tonnen Weizen exportieren und hat damit die USA von der Spitzenposition am Weltmarkt für Getreideexporte verdrängt.
Flotte Exporte, ein schwacher Euro sowie Frankreichs Lieferungen nach Asien haben mehr Getreide aus der Rekordernte des letzten Jahres abfließen lassen, als zunächst vermutet. Die Aufhebung von hohen russischen Zollsätzen für Weizenexporte erhöht jetzt aber den Konkurrenzdruck, zumal das globale Angebot angesichts meist idealer Wetterbedingungen vorerst groß bleiben wird. Auch in Nordafrika gab es gute Getreideernten.
Die Weizenendbestände Frankreichs werden, einer Schätzung von FranceAgriMer zufolge 53 % höher als im Vorjahr ausfallen und am Ende 3,6 Mio. Tonnen betragen. Das sind zwar deutlich weniger als die 4,55 Mio. Tonnen, von denen man noch zu Beginn der Vermarktungsperiode ausgegangen war, gleichzeitig werden aber auch die Maisendbestände höher ausfallen. Dagegen verkauft sich Gerste der neuen Ernte besser als Weizen. Weizen konkurriert als Futtermittel auch mit Mais. Die hohen Maisbestände könnten sich für den Weizenpreis als problematisch erweisen. Vieles hängt auch an den Wechselkursen.

21.05.2015 Agroconsult erhöht Prognose der brasilianischen Soja- und Maisernte

Das brasilianische Beratungsunternehmen Agroconsult hat seine Prognose der Sojaernte 2014/15 von 95,8 Mio. Tonnen im März auf 96,1 Mio. Tonnen erhöht. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der gesamten Maisernte Brasiliens. Sie liegt bei 30,7 Mio. Tonnen für die erste Ernte und 51,4 Mio. Tonnen für die jüngst bestellten Flächen der zweiten Ernte. Quelle: Reuters

21.05.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 166.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 126.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,193 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,048 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,069 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,409 Mio. Tonnen).
21.05.2015 Unbekannte Destination kauft 203.200 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 203.200 Tonnen Mais an eine Unbekannte Destination. 152.400 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 und 50.800 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

21.05.2015 Die Ukraine hat in 2014/15 bisher 30,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert

Die Ukraine hat in der laufenden Vermarktungssaison 2014/15 30,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert, vergleichbar mit 31,1 Mio. Tonnen im gleichen Zeitraum der Vorjährigen Saison. Das teilte heute das ukrainische Ministerium mit. Die Menge beinhaltet 10,3 Mio. Tonnen Weizen, 19,5 Mio. Tonnen Mais sowie 4,4 Mio. Tonnen Gerste.
Nach Angaben des Ministeriums werden in der gesamten Saison insgesamt 32 Mio. Tonnen Getreide exportiert, im Vorjahr waren es 32,8 Mio. Tonnen. Analysten gehen bisher von einer Menge von 33-34 Mio. Tonnen aus. In 2014 hat die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Quelle: Reuters

20.05.2015 Südkoreas KOCOPIA kauft 55.000 Tonnen Mais
Südkoreas "Korea Corn Processing Industry Association" (KOCOPIA) kauft im Rahmen eines Tenderverfahrens über 55.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Gesucht wurde Ware zur Ankunft am 5. Oktober. Der Preis pro Tonne lag bei rund $197,70 c&f.
Die Versendung soll von der US Pazifik Nordwest Küste im Zeitraum 1.-20. September erfolgen, von der US-Golfküste im Zeitraum 10.-30. August oder Südamerika im Zeitraum 5.-25. August. Quelle: Reuters
20.05.2015 Südkoreas KOCOPIA sucht Mais

Südkoreas Korea Corn Processing Industry Association (KOCOPIA) hat zwei Spot Tender zum Kauf von 55.000 Tonnen Mais aus den Vereinigten Staaten und 55.000 Mais europäischer Herkunft usgeschrieben. Die Ankunft der Ware wird am 5. Oktober in den Häfen von Incheon und Kunsan erwartet. Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters

19.05.2015 Winterweizen-Anbaufläche steigt in Deutschland um 3,0% zum Vorjahr

Deutschlands Winterweizen-Anbaufläche für die Ernte 2015 übersteigt die Anbaufläche des Vorjahres um 3,0% und wird vom Statistischen Bundesamt auf 3,25 Mio. Hektar geschätzt (Dezember-Prognose: + 2,8%). Die Anbaufläche für Wintergerste zur Viehverfütterung wurde um 3,2% auf 1,26 Mio. Hektar ausgeweitet, so das Statistische Bundesamt.
Beim Sommergetreide (incl. Sommerweizen, Sommergerste, Hafer) stieg die Anbaufläche um 3,9% auf 547.000 Hektar, beim Mais um 0,2% auf 482.000 Hektar.
Um 6,4% auf 1,30 Mio. Hektar wurde in Deutschland die Anbaufläche für Raps reduziert.
Deutschland ist in der Europäischen Union der zweitgrößte Produzent und Exporteur von Weizen und der größte Produzent von Rapssaat.

19.05.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 17.05.15 85% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 71%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 75% Quelle: Reuters

18.05.2015 Chinas Ölsaatenimporte steigen weiter

Chinas Sojabohnen-Importe werden nach der heutigen Einschätzung einer offiziellen Expertenkommission (CNGOIC) in der Saison Oktober 2015 bis September 2016 die Rekordmenge von 77 Mio. Tonnen erreichen. Das wären 5,5 % mehr, als im Vorjahr. Das USDA hatte die Importmenge in ihrem letzten Report auf 77,5 Mio. Tonnen geschätzt.
Die eigene Sojabohnenernte Chinas wird um 9,5 % kleiner ausfallen, als im Vorjahr und auf 11 Mio. Tonnen geschätzt. Die Bauern haben ihren Mais- und Reisanbau zu Lasten des Sojabohnenanbaus ausgeweitet, da sie sich davon bessere Einkünfte versprechen. Die Anbaufläche fällt um 10,3 %.
China importiert mehr als 60 % der global angebotenen Sojabohnen aus Brasilien, den USA und Argentinien. Ein steigender Fleischkonsum treibt die Nachfrage der Eiweißhaltigen Ölfrucht, aus der man Sojaschrot als Futtermittel sowie Speiseöl für die menschliche Ernährung herstellt.
Chinas Rapsimporte sind in der letzten Saison (Juni-Mai) von 4,8 auf 4,5 Mio. Tonnen gefallen. Importe kamen aus Kanada und Australien. In der kommenden Saison erwarten die Experten einen Anstieg der Importe auf 5,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

18.05.2015 Peking muss vor den nächsten Ernte Mais auslagern

China wird in dieser Woche 5,32 Mio. Tonnen Mais aus staatlichen Reserven anbieten. Das sind 39 % mehr als in der letzten Woche, als 429.500 Tonnen ausgelagert wurden. Das war geringfügig mehr als in der Woche zuvor. Die meisten Verkäufe fanden in der Provinz Jilin statt; das ist das zweitgrößte Maisanbaugebiet im Land. Der niedrigere Subventionspreis führt offensichtlich zu einer kleineren Anbaufläche.
Bereits im April wurde mit den Verkäufen aus den Interventionslägen begonnen, einen Monat früher als üblich, denn die staatlichen Läger sind übervoll und zur nächsten Ernte soll Platz geschaffen werden. Allerdings waren auch die Offerten in der vergangenen Woche teurer als Importgetreide am internationalen Markt. Peking hat in der Vermarktungssaison 2014/15 82 Mio. Tonnen Mais zu subventionierten Preisen aufgenommen. Seit dem 1. Mai gelten nun neue Annahmebedingungen zu niedrigen Preisen.

18.05.2015 U.S. Mais sucht neue Absatzmärkte

U.S. Maisexporte erfahren derzeit eine erfreulich gute Nachfrage aus Südamerika. Damit können die in Asien und insbesondere in China verloren gegangenen Marktanteile kompensiert werden. In der Vermarktungssaison 2015/16 werden die Exporte aus den USA durch das gesteigerte Kaufinteresse aus Kolumbien und Peru um 2 Mio. Tonnen höher auf 48,26 Mio. Tonnen eingeschätzt. Niedrige Preise sind die Ursache für die bessere Nachfrage aus ganz Südamerika. Derzeit notieren die Mais-Futures am CBoT nahe einem 5-Jahres-Tief aufgrund der sehr großen weltweiten Produktion.
Die U.S. Verkäufer befinden sich allerdings in einem Preiskampf mit Anbietern aus anderen Überschussregionen. Während die U.S. Mais Exporte im Zeitraum September 2014 bis 7. Mai 2015 um 5% gefallen waren, sind die Verladungen nach Peru im gleichen Zeitraum um 80 % gestiegen. Das USDA schätzt, dass die Verladungen nach Peru bis weit in die kommende Vermarktungssaison, die am 1. September 2015 beginnt, anhalten werden und mehr als 2 Mio. Tonnen erreichen können.
Üblicherweise kauft Peru seinen Importmais in Argentinien, aber die Exportzölle aus dem Nachbarland begünstigen Lieferungen aus den USA. U.S. Verladungen nach Kolumbien, wo die Geflügelmast stetig zunimmt, könnten auf eine Rekordmenge von 4,5 Mio. Tonnen kommen. Die Bevölkerung ernährt sich zudem immer mehr von Schweinefleisch zulasten von Reis und Bohnen.
Billige Mais Offerten am Weltmarkt aus Argentinien und Brasilien sowie der Ukraine bedrohen die U.S. Dominanz in den angestammten asiatischen Absatzregionen wie Korea und Taiwan. Taiwan bezog kürzlich 130.000 Tonnen Mais aus Brasilien zu einem Preis, der $10/Tonne unter den U.S. Offerten lag. Chinas Einkäufer - China wurde bisher als größter Wachstumsmarkt gesehen - werden in der kommenden Saison wohl nur noch 500.000 Tonnen Mais aus den USA beziehen. In 2013/14 waren es noch 3 Mio. Tonnen. Eine große chinesische Ernte kann den Inlandsbedarf fast decken. Der Absatz aus den USA nach China ist nahezu dicht.

18.05.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 12.05.2015 (CFTC)
Weizen:
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 05.05. - 12.05. um 1.077 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 5.643 Kontrakte. 104.689 Netto-Short-Positionen (- 6.720) hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 12.05. und ist weiterhin sehr bearisch gestimmt.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 17.175 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 16.770 Kontrakte erhöht. In Summe reduzierten sich damit die Netto-Short-Positionen um 405 Kontrakte auf 116.580 Kontrakte
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 988 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 20.283 Lots. In Summe kam es so zu einer Erhöhung der Netto-Short-Positionen um 21.271 Kontrakte auf 50.451 Kontrakte.
15.05.2015 Südkorea kauft 63.000 Tonnen Mais
Ein südkoreanischer Käufer hat am Dienstag dieser Woche in einem direkten Geschäft 63.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft gekauft.
Der Mais (Yellow Corn) wurde zum Preis von $187,39/Tonne c&f zzgl. $1,50/Tonne (für die Verladung an einem zweiten Hafen) gekauft. Die Lieferung soll im Dezember erfolgen. Je nach Herkunft soll die Versendung vom 6 - 25 November (US Pazifik Nord-West Küste), vom 17 Oktober - 5. November (US-Golfküste oder EU) oder vom 13. Oktober - 31. Oktober erfolgen. 
Sollte der Ursprung der Ware die Europäische Union sein, kann die Gesamtmenge auf 53.000 Tonnen reduziert werden. Quelle: Reuters
15.05.2015 Taiwan kauft 130.000 Tonnen Mais
Taiwans MFIG kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 130.000 Tonnen (2 x 65.000 Tonnen) Mais brasilianischer Herkunft. Quelle: Reuters
15.05.2015 Israelische Händler kaufen Mais, Futterweizen und Futtergerste

Eine Gruppe israelischer Händler hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens eine unbekannte Menge an Mais, Futterweizen und Futtergerste gekauft. Ausgeschrieben wurden 85.000 Tonnen Mais, 65.000 Tonnen Futterweizen und 65.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

15.05.2015 Informa prognostiziert US-Sojabohnenanbaufläche auf Rekordniveau
Das private Analystenhaus Informa Economics beziffert in seiner Prognose die US-Sojabohnen-Anbaufläche 2015 auf 87,185 Mio. Acres. Damit liegt Infoma mit seiner Prognose mehr als 2,5 Mio. Acres über der Prognose des USDA, die zuletzt im März veröffentlicht wurde.
Die Prognose der US-Maisanbaufläche liegt mit 88,737 Mio. Acres leicht unter der März-Prognose des USDA (89,199 Mio. Acres)
Beim Weizen wurden folgende Prognosen abgegeben:
US-Weizenanbaufläche gesamt: 55,947 Mio. Acres (USDA-März: 55,367 Mio. Acres)
US-Sommerweizen-Anbaufläche: 13,219 Mio. Acres (USDA-März: 12,969 Mio. Acres)
US-Durum-Weizen-Anbaufläche: 1,977 Mio. Acres (USDA-März: 1,647 Mio. Acres)
Die nächste Anbauflächen-Prognose des USDA wird am 30. Juni veröffentlicht.
14.05.2015 Strategie Grains erhöht seine Ernteschätzung für Weizen und Gerste

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains erhöhe heute in seiner monatlichen Vorhersage seine Schätzung für die diesjährige Weichweizenernte der EU-28 um 1,2 Mio. Tonnen auf jetzt 142,6 Mio. Tonnen, da die Vegetationsbedingungen in Europa zuletzt hervorragend waren.
Damit bleibt die diesjährige Ernte aber immer noch 4 % unter der Rekordernte des letzten Jahres zurück, die mit 149,3 Mio. Tonnen geschätzt wurde. Der Regen Ende April kam gerade noch rechtzeitig, um Schäden nach der Frühjahrstrockenheit zu verhindern. In Spanien, Ungarn und Kroatien sei die Trockenheit aber noch sehr verbreitet. In den Ländern Deutschland, Dänemark, Frankreich, Polen, Schweden und der Tschechischen Republik wurden die Erträge höher geschätzt.
Der Ausblick für die EU-Gerstenernte wurde ebenfalls nach oben korrigiert. Mit 58,6 Mio. Tonnen soll nun 0,5 Mio. Tonnen mehr Gerste als im Vormonat geschätzt zusammen kommen. Das wären 3 % weniger als im Jahr 2014.
Die EU- Maisernte wurde von den Analysten dagegen um 0,6 Mio. Tonnen nach unten revidiert. In vielen Ländern wurde der Anbau reduziert. Die Gesamte Maisernte der EU wird jetzt auf 75,5 Mio. Tonnen geschätzt, 11 % weniger als im Vorjahr.

13.05.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 75.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 91.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,027 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 12,706 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,943 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,402 Mio. Tonnen).
13.05.2015 20.000 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine für die EU

Die EU hat in dieser Woche den zollfreien Import von 20.004 Tonnen Weizen aus der Ukraine im Rahmen einer Importquote genehmigt.
Aus dem Gesamtvolumen von 950.000 Tonnen ukrainischen Weizen wurden damit inzwischen 434.595 Tonnen zur zollfreien Einfuhr in die EU freigegeben. Die Quote wurde im letzten Jahr zusammen mit ähnlichen Einfuhrquoten für Mais und Gerste zwischen Brüssel und Kiew vereinbart. Quelle: Reuters

12.05.2015 Brasilien prognostiziert Weizenernte 2015 auf 7,05 Mio. Tonnen
Brasiliens CONAB schätzt die brasilianische Weizenernte 2015 auf 7,05 Tonnen (2014: 5,97 Mio. Tonnen).
Außerdem erhöhte CONAB die Schätzung der Sojabohnenernte 2014/15 auf 95,07 Mio. Tonnen (April-Schätzung: 94,28 Mio. Tonnen).
Die Prognose für die gesamte Maisernte wurde von 78,99 Mio. Tonnen (April-Schätzung) auf 78,59 Mio. Tonnen leicht reduziert. Davon fallen 30,70 Mio. Tonnen auf die erste Ernte und 47,89 Mio. Tonnen auf die zweite Ernte. Quelle: Reuters
12.05.2015 Taiwans Great Wall Group kauft Mais

Die taiwanesische Great Wall Group hat im Rahmen eines Tenderverfahrens rund 65.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft gekauft. Gesucht wurden bis zu 130.000 Tonnen, aufgeteilt in 2 Lieferungen zur Versendung im Juni/Juli und im Juli/August. Quelle: Reuters

12.05.2015 Frankreichs Maisanbaufläche 2015 rückläufig

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die französische Maisanbaufläche 2015 auf 1,63 Mio. Hektar. Das wäre ein Rückgang um 6,9% zur Maisanbaufläche 2014 und 1,2% unter dem 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters

12.05.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den Aufschlägen der letzten Tage, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 Uhr MEZ) ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Algeriens staatliche Getreideagentur OAIC kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 200.000 Tonnen Durum-Weizen aus Kanada und Mexiko. 
Die wöchentlichen US-Export-Inspektionen lagen mit 378.407 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000 - 400.000 Tonnen. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf nahezu unverändertem Niveau. Im Vorfeld befragte Analysten erwarten für den USDA-Report eine Reduzierung der Welt-Weizen-Endbestände 2015/16 auf durchschnittlich 193,53 Mio. Tonnen (April: 197,21 Mio. Tonnen). Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse moderat schwächer. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen und die Kurse schlossen bei geringem Umsatzvolumen unverändert bis minimal fester.

12.05.2015 In den USA breitet sich die Vogelgrippe aus – Maiskurse sinken weiter

Der rasche Fortschritt bei der Feldbestellung im Mittleren Westen der USA treibt die Maiskurse am CBoT auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Außerdem grassiert immer noch die Vogelgrippe und hat einen negativen Einfluss auf den Bedarf von Futtermitteln.
Mais- und Sojabohnenfelder werden bei idealen Wetterbedingungen zügig bestellt. Die Maissaat ist zu 75 % im Boden und Sojabohnen zu 31 %. Damit ist man weit vor früheren Jahren voraus. Inzwischen spüren die Futtermittelhersteller eine Nachfrageflaute der Putenzüchter, deren Bestände durch Keulungen aufgrund der Vogelgrippe in mehreren U.S. Staaten dezimiert wurden. Die Futtermittel bestehen maßgeblich aus Mais und Sojaschrot.

12.05.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 10.05.15 75% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 55%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 55%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 57% Quelle: Reuters

11.05.2015 Taiwans Great Wall Group sucht Mais

Die taiwanesische Great Wall Group hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Gesucht wird Ware aus den Vereinigten Staaten, Brasilien oder Argentinien. Am 12. Mai endet die Angebotsfrist.  Die Versendung in Einheiten zu 50.000 - 65.000 Tonnen  soll im Zeitraum Juli bis August erfolgen. Quelle: Reuters

11.05.2015 Israel schreibt Tender aus.

Eine Gruppe israelischer Händler haben einen Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais, 65.000 Tonnen Futterweizen und 15.000 Tonnen Futtergerste (jeweils optionaler Herkunft). Die Angebotsfrist endet am 13. Mai. Quelle: Reuters

11.05.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 05.05.2015 (CFTC)
Weizen:Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 28.04. - 05.05. um 578 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 3.918 Kontrakte. 111.409 Netto-Short-Positionen (+ 4.496) hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 05.05.. und ist weiterhin sehr bearisch gestimmt.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 14.799 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 39.401 Kontrakte krätig erhöht. Damit stiegen die Netto-Short-Positionen um 24.602 Kontrakte auf 116.985 Netto-Short-Positionen.
Sojabohnen: Erneut etwas positiver war die Entwicklung bei den Sojabohnen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen um 4.079 Lots, bauten aber gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 1.226 Lots auf. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 2.853 Kontrakte auf 29.180 Netto-Short-Positionen.
11.05.2015 Mais bleibt bärisch gestimmt

Der U.S. Mais-Markt bleibt sehr schwach gestimmt. Fast ideale Vegetationsbedingungen im Mittleren Westen der USA bringen die Feldbestellungen sowie das Auflaufen der Saat gut voran. Der bärische Trend bleibt an der CBoT auch heute Morgen erhalten.
Heute Nachmittag wird das USDA ein Update ihres Crop Progress Report herausgeben. Vor einer Woche hatten in den18 bedeutendsten Mais-Staaten der USA bereits 55 % ihre Felder bestellt und waren damit 36 % weiter als in der Woche davor. Das 5-Jahres-Mittel lag bisher bei 38 %.

08.05.2015 Argentiniens große Sojabohnen Ernte drückt Lebensmittelpreise auf 5-Jahres-Tief

Die Argentinische Sojabohnenernte kommt mit großen Schritten voran. In dieser Woche wurden 12 % der dortigen Anbaufläche abgeerntet, sodass inzwischen 74 % der Bohnen eingefahren sind. Der weltweit größte Exporteur von Sojaschrot erwartet eine Bohnenernte von 59 Mio. Tonnen, das sind 5,6 Mio. Tonnen mehr als die letztjährige Rekordernte. Diese Ernteschätzung trieb die weltweiten Lebensmittelpreise im April auf ein fünf-Jahres-Tief. Der Sojabohnenanbau in Argentinien hat sich in den letzten 20 Jahren zu Lasten vom Mais- und Weizenanbau extrem gut entwickelt, sodass die Bevölkerung schon befürchtet, dass die Monokultur langfristig die fruchtbaren Böden der Pampa zerstört. Sojabohnen unterliegen in Argentinien keinem Quotensystem der Regierung.

08.05.2015 Süd Korea kauft ohne Ausschreibung 63.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft

Süd Koreas Feed Leaders Committee (FLC) kaufte gestern 63.000 Mais direkt vom Handelshaus CHS. Es handelt sich um gelben Mais, der zu einem Preis von $189,82/Tonnen c&f inklusive einem Zuschlag für die Entladung an einem zweiten Hafen gekauft wurde.
Die Lieferung soll am 5. Dezember in Süd Korte eintreffen. Die Verladung wird entweder in der Zeit vom 11-30 November von der U.S. Westküste erfolgen, oder in der Zeit vom 12-31 Oktober aus der Schwarz Meer Region oder in der Zeit vom 7-26 Oktober in Süd Amerika. Quelle: Reuters

08.05.2015 CBoT-Mais Futures weiter im Abwärtstrend

Die Kurse der CBoT Mais Futures werden heute wohl den größten Drei-Wochen-Verlust seit Ende Januar bestätigen. Sehr gute Vegetationsbedingungen im Mittleren Westen der USA und die Ankündigung einer großen chinesischen Maisernte üben Druck aus. Der Kursrückgang konnte gestern auch nicht von besser als erwarteten Exportzahlen der U.S. Regierung gestoppt werden.
Marktteilnehmer preisen hohe chinesische Maisbestände in die Terminkurse ein und Händler erwarten nur geringe chinesische Importe aus den USA. Die chinesische Maisernte 2015 wird derzeit auf 232 Mio. Tonnen geschätzt. Das sind 7,6 % mehr als im Vorjahr. Angeregt durch die Interventionspolitik Pekings wurde die Anbaufläche ausgeweitet.

07.05.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 170.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 100.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,952 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 12,258 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,852 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,371 Mio. Tonnen).
07.05.2015 AMIS Market Monitor No. 28 / Mai 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. März finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 4. Juni 2015

07.05.2015 CBoT-Weizen: Größter Tagesanstieg seit mehr als einem Monat

Die Kurse des CBoT-Weizen Futures verzeichneten gestern den größten Tagesanstieg in mehr als einem Monat. Mit einem Plus von 2,7 % stieg der Juli-Termin auf den höchsten Stand seit einer Woche. Enttäuschende Ergebnisse auch am zweiten Tag der dreitätigen Feldbesichtigungen in den U.S. Weizenanbauregionen unterstützen den Markt.
Tobin Gorey, der Direktor der Agrarabteilung in der Commonwealth Bank von Australien, schreibt heute Morgen an seine Klienten, dass die USA am Weltmarkt zwar wenig exportieren, Weizen werde aber weiter umfangreich gehandelt, sodass die Preise nicht mehr viel fallen werden.
Die Teilnehmer der dreitägigen Erntetour in den USA fanden im Westen von Kansas Bestände vor, die schlechter aussahen, als nach der Trockenheit im Vorjahr. Im Norden von Kansas werden die Erträge auf nur 34,3 Bushel pro Hektar geschätzt, so wenig wie zuletzt vor 14 Jahren.
Fondsgesellschaften kauften gestern 7.000 Lots Weizen-und 7.000 Lots Mais-Futures.

06.05.2015 Europäische Kommission erhöht Prognose der EU-Weichweizenernte
Die Euroäische Kommision hat ihre Prognose der EU-Weichweizenernte 2015 von 141,1 Mio. Tonnen im vergangenen Monat auf 141,6 Mio. Tonnen erhöht. 2014 wurden in der EU-28 148,2 Mio. Tonnen Weichweizen geerntet.
Die Bestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 wurde von 16,2 Mio. Tonnen auf 15,0 Mio. Tonnen reduziert. Hauptsächlich aufgrund des Anstiegs des Verbrauchs beim Futterweizen um 1,5 Mio. Tonnen.
Beim Mais reduzierte die Kommission die Prognose der Endbestände um 3 Mio. Tonnen auf 16,3 Mio. Tonnen. Gründe dafür sind die gesunkenen Ernteerwartungen sowie die gestiegene Nachfrage für Futtermais. Quelle: Reuters
05.05.2015 Taiwans Great Wall Group kauft über 65.000 Tonnen US-Mais

Taiwans Great Wall Group hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens rund 65.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten zur Versendung zwischen dem 1. - 20 Juni gekauft. Der Preis entspricht der CBoT September Notierung zzgl. eines Aufschlags in Höhe von 130,5 Cent/Bushel c&f. Gebote zur Versendung zwischen dem 21. Juni und dem 10 Juli wurden zurückgewiesen. Quelle: Reuters

05.05.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 03.05.15 55% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 19%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 28%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 38% Quelle: Reuters

05.05.2015 Ideales Wetter im Mittleren Westen drückt die CBoT Mais Kurse auf 7-Monats-Tief

Die Kurse der CBoT-Mais Futures stehen auch heute Morgen – die vierte Sitzung in Folge - weiter unter Druck. Der zügige Fortschritt der Feldbestellungen und fast ideales Wetter in den Getreideanbauregionen des Mittleren Westens in den USA drücken die Mais Kurse auf ein sieben-Monats-Tief. Die gestern vom USDA veröffentlichten Zahlen zur Feldbestellung in den Top-18 Staaten belegen, dass Anfang Mai bereits 55 % der Flächen bestellt sind, im 5-Jahres-Mittel waren es lediglich 38 %. Fondsgesellschaften verkauften gestern 4.000 Lots Mais Futures und setzen damit auf weiter fallende Kurse.

04.05.2015 Taiwans Great Wall Group schreibt Mais-Tender aus

Taiwans Great Wall Group hat einen internationalen Tender zum Kauf von 50.000 - 65.000 Tonnen Mais aus den Vereinigten Staaten, Brasilien oder Argentinien ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 5. Mai.  Gesucht wird Mais (2 Versendungen) zur Lieferung im Zeitraum 1 - 20 Juni sowie 21. Juni - 10. Juli. Quelle: Reuters

04.05.2015 USDA: Ethanol- und DDGs-Produktion im März deutlich gestiegen

Das USDA teilt am vergangenen Freitag mit, dass U.S. Produzenten im März 439,7 Mio. Bushel Mais für die Ethanol Produktion verwendet wurden. Im Februar waren es mit 395,8 Mio. Bushel deutlich weniger. Bei der Herstellung fielen 1,81 Mio. Tonnen Distillers Dried Grains (DDGs) als Trockenschlampe an. Im Vormonat waren es 1,650 Mio. Tonnen.

04.05.2015 Neues Subventionssystem in China führt zunächst zu einer kleineren Sojafläche

Unsicherheiten wegen der Subventionen für Sojabohnen sowie eine relativ niedrige Förderung von 54 yuan/mu könnten in China die Anbaufläche um 20 % reduzieren. Der weltweit größte Importeur hatte im letzten Jahr probeweise in drei Provinzen direkte Subventionen zur Förderung des Sojabohnenanbaus gezahlt. Damit wurde ein Interventionsprogramm ersetzt, das staatliche Abnahmegarantien zu Preisen oberhalb des Weltmarktpreises gewährte. Das führte zu höheren Importen. Nach dem neuen System zahlt der Staat nur noch die Differenz zwischen den lokalen Preisen und dem Weltmarktpreis. Ende Mai soll in der Provinz Jilin erstmals eine erste Auszahlung auf dieser Basis erfolgen.
54 yuan/mu sind deutlich weniger, als die Bauern in dem Zeitraum 2006 bis 2013 erhalten haben und Beobachter erwarten deshalb auf lange Sicht bei Sojabohnen eine Flächeneinschränkung von bis zu 20 %. Der Zielpreis für Sojabohnen wird für 2015 mit 4.800 yuan/Tonne festgestellt. Die Flächenprognose für 2015 liegt aktuell auf 6,13 Mio. Hektar und damit 10 % weniger als im Vorjahr.
Das neue Subventionssystem soll auch auf andere Produkte wie Mais und Zucker angewandt werden, wenn die Anfangsprobleme bei den Sojabohnen und bei der Baumwolle behoben sind. Das könnte zwei bis drei Jahre dauern. Zukünftig werden auch für die kleinstrukturierte chinesische Landwirtschaft die Preise also vom Markt diktiert.

04.05.2015 Getreidemail

Uneinheitlich schlossen die Weizennotierungen am Freitag ihren Handel in Chicago. Technische Käufe konnten die zwei Frontmonate unterstützen. Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex belasteten jedoch die späteren Termine. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen am Donnerstag um 5.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen minimal schwächer. Aufgrund des Maifeiertags blieb die Euronext in Paris am Freitag geschlossen.
Die Europäische Union erteilte in der vergangenen Woche Exportlizenzen für 587.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 27,689 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 25,111 Mio. Tonnen). ADM Germany prognostiziert die deutsche Weizenernte 2015 auf 25,6 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 2,1 Mio. Tonnen. Für die EU-Weizenernte liegt die Prognose bei 139,1 Mio. Tonnen (2014: 148,5 Mio. Tonnen).

04.05.2015 Argentinien erntet noch mehr als bisher geschätzt

Die Buenos Aires Getreidebörse schätzte am vergangenen Donnerstag die argentinische Sojabohnenernte auf jetzt 60 Mio. Tonnen. Hohe Erträge und bestes Erntewetter veranlassen die Schätzer ihre vorherige Prognose von 58,5 Mio. Tonnen nach oben zu korrigieren. Bis Donnerstag waren knapp 62 % der Flächen geräumt.
Die Börse korrigierte auch die Maisernte um 2 Mio. Tonnen, von 23 auf 25 Mio. Tonnen, nach oben. Davon waren bis zum zurückliegenden Wochenende ca. 29 % eingebracht. Quelle: Reuters

04.05.2015 U.S. Mais auf sechs-Monats-Tief

Auch heute Morgen stehen die Terminkontrakte auf U.S. Mais wieder unter Druck und erreichen damit ein sechs-Monats-Tief. Ideale Aussaatbedingungen im Mittleren Westen bringt die Saat schnell in die Erde und die Vegetation zügig in Gang. Heute Nachmittag wird das USDA seinen Wochenbericht zum Pflanzfortschritt veröffentlichen. Analysten schätzen im Vorfeld, dass die Hälfte der Fläche bestellt ist, was einem durchschnittlichen Fortschritt entspricht.
Das weltweite Angebot ist riesig und der Wettbewerb leidenschaftlich. Sowohl in den USA als auch in Europa und am Schwarzen Meer sind die Wetterbedingungen zurzeit sehr gut. Die extrem günstigen Preise könnten dazu führen, dass chinesische Importeure ihre Einkäufe in den USA wieder aufnehmen. Der zweitgrößte Konsument von Mais erhebt zwar Importzölle, die Preisdifferenz zum subventionierten lokalen chinesischen Mais ist inzwischen aber so groß, dass auch ein voller Einfuhrzoll damit überbrückt werden kann.
Die Commodity Futures Trading Commission CFTC zeigt in seinem wöchentlichen Bericht, dass große Spekulanten, zu denen auch Hedge Funds gezählt werden, in der letzten April-Woche ihre Short-Positionen ausgeweitet haben.

04.05.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 28.04.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 21.04. - 28.04. um 1.468 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig ihre Short-Positionen um 11.757 Kontrakte. 106.913 Netto-Short-Positionen (+ 10.289) hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 28.04. und bekräftigt damit die bearische Grundstimmung.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 16.537 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 43.622 Kontrakte deutlich erhöht. Damit stiegen die Netto-Short-Positionen um 27.085 Kontrakte auf 92.383 Netto-Short-Positionen.
Sojabohnen: Etwas positiver war die Entwicklung bei den Sojabohnen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen um 8.344 Lots und bauten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.128 Lots ab. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 15.472 Kontrakte auf 32.033 Netto-Short-Positionen.
30.04.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 114.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 102.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,782 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 11,957 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,752 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,371 Mio. Tonnen).
29.04.2015 U.S. Mais Aussaat optimal – ausweichen auf Sojabohnen eher unwahrscheinlich

In sieben von acht Sitzungen standen die Maisfutures am CBoT unter Druck und notieren heute Morgen nahe seinem 6-Monats-Tief. Trockenes Wetter in den U.S. Anbaugebieten bringt die Aussaat unter optimalen Bedingungen rasch voran. Damit wird es eher unwahrscheinlich, dass Farmer ihre Flächen alternativ für Sojabohnen nutzen, die als Ausweichfrucht gewählt wird, wenn es beim Mais mit der Zeit zu knapp wird. Sojabohnen haben eine kürzere Vegetationszeit. Die Nachfrage nach Mais als auch nach Sojabohnen könnte unter der grassierenden Vogelgrippe in 18 U.S. Staaten leiden.

28.04.2015 Südkoreas MFG kauft 132.000 Tonnen Mais
Südkoreas MFG hat bis zu 132.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) gekauft. Eine Ausschreibung per Tenderverfahren erfolgte dabei nicht. 
63.000 Tonnen Mais aus den Vereingten Staaten oder Südamerika wurden zum Preis von $188,65/Tonne c&f zzgl. $1,50/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen zur Lieferung zum 18. November gekauft.
Weitere 63.000 Tonnen optionaler Herkunft kaufte MFG zum Preis von $189,40/Tonne zzgl. $1,50/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen zur Lieferung am 28. November. Quelle: Reuters
28.04.2015 Südafrika / Maisbestände und Exportvolumen

Südafrikas Maisbestände erreichten nach Angaben von SAGIS (South African Grain Information Services) per Ende März 2,582 Mio. Tonnen (Ende Februar: 3,327 Mio. Tonnen).
Sie teilen sich auf in 1,597 Mio. Tonnen White Maize und 984.500 Tonnen Yellow Maize.
Das Exportvolumen liegt per Ende März bei 2,078 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

28.04.2015 Taiwans MFIG kauft 120.000 Tonnen Mais

Taiwans MFIG hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 120.000 Tonnen Mais in den Vereinigsten Staaten gekauft. Gesucht wurde Ware zur Versendung im Juni und Juli. Quelle: Reuters

28.04.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisaussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 26.04.15 19% der Flächen, die für die US-Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 9%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 17%. Quelle: Reuters

28.04.2015 Fonds verkaufen Mais

Institutionelle Anleger in den USA haben sich gestern in großem Umfang weitere 10.000 Lots Shortpositionen ins Portfolio genommen. Der rasche Fortschritt bei den Feldarbeiten sowie die Erwartung, dass die Vogelgrippe in den USA die Nachfrage der Geflügelmäster nach Futtermitteln beeinträchtigen wird, drücken die Kurse der CBoT Mais-Futures auf ein sechs-Monats-Tief.
Am Sonntag waren 19 % der Maisflächen bestellt, 9 % waren es eine Woche zuvor. Analysten hatten den Stand der Pflanzungen auf 21 % geschätzt, das fünf-Jahres-Mittel liegt für diesen Termin auf 25 %.
In Iowa gab es weitere fünf Funde des tödlichen H5N2-Virus in einer Putenfarm. Sechs Mio. Tiere wurden auf kommerziellen Farmen getötet, um die Verbreitung des Virus einzudämmen.

27.04.2015 Farmer-freundliche Agrarpolitik in Argentinien muss sich erst noch bestätigen

Argentiniens Farmer werden den Weizenanbau wohl nicht ausweiten, obwohl alle Präsidentschaftskandidaten, die im Oktober zur Wahl stehen, ein Ende des Export-Quotensystems versprechen, das in den Vorjahren eine Anbauausweitung verhinderte. Die noch amtierende Präsidentin Cristina Fernandez kann aufgrund der Verfassung für eine weitere Amtsperiode nicht mehr antreten. Während ihrer gesamten Amtszeit lag sie sich mit der Farmer Lobby in den Haaren. Alle neuen Kandidaten wollen die umstrittenen Export-Regulierungen lockern.
Die Winter-Weizenaussaat in Argentinien beginnt im Mai, die daraus erwachsene Ernte wird also unter einer anderen – möglicherweise agrarfreundlicheren - Administration vermarktet. Trotzdem schätzen Analysten und Bauernverbände, dass die Anbaufläche über die bisherigen 4,4 Mio. Hektar nicht hinauskommt. Man glaubt nicht an die Versprechen der Politiker, sondern will abwarten, wie eine agrarfreundlichere Politik tatsächlich umgesetzt wird.
Das bisherige Regime für Agrarexporte schätzt die Ernte und zieht davon den Inlandsbedarf ab. Die Inlandspreise werden so gedeckelt und die Farmer können von steigenden Preisen am Weltmarkt nicht profitieren. Exportmengen sind nicht vorhersehbar und die Farmer wissen nicht, welche Menge sie anbauen dürfen, um einen Wettbewerb unter den Käufern zu erzeugen.
Das System findet auch beim Mais, aber nicht bei der Sojabohne Anwendung. Das Land ist so zum weltweit größten Sojamehl Exporteur und zum drittgrößten Sojabohnen Exporteur geworden. Die beiden Präsidentschaftskandidaten mit den größten Erfolgsaussichten, eine Regierung zu bilden, wollen sowohl das Quotensystem abbauen, als auch die 23 % Exportsteuern auf Weizen abschaffen. Ein weiterer Kandidat verspricht eine Senkung der Exportzölle, will aber das Quotensystem erhalten. Die nächste Weizenernte wird eingefahren, kurz nachdem die Wahlen stattgefunden haben. Dann bekommen die Farmer mehr Sicherheit über die neue Agrarpolitik in Argentinien.

27.04.2015 Taiwans MFIG schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Mais aus den Vereinigten Staate, Brasilien, Argentinien oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 28. April. Quelle: Reuters

27.04.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Niederschlagsvorhersagen für die südlichen US-Plains, die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskompex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Der internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose der globalen Weizenernte 2015/16 in seinem monatlich erscheinenden Update um 4 Mio. Tonnen (zum Vormonat) auf 705 Mio. Tonnen gesenkt. Das Vorjahresergebnis lag bei 721 Mio. Tonnen. Ausschlaggebend für die Senkung waren geringere Aussichten der Ernten in Argentinien, China und Indien. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.500 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizennotierungen den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Gute Wachstumsbedingungen in Westeuropa sowie die leichte Erholung des Euro zum US-Dollar erhöhten den Druck.

27.04.2015 Mais mit weiterem Abwärtspotential

Der rasche Fortschritt der Pflanzarbeiten sowie die Vogelgrippe in den USA drücken die Kurse der Futures auf U.S. Mais auf den tiefsten Stand seit Oktober 2014. Broker in Fernost schätzen heute Morgen, dass die Kurse deswegen noch weiteres Abwärtspotential haben.
Die Vogelgrippe ist sowohl für Mais als auch für die Sojabohnen bärisch. In vielen U.S. Staaten hat der Ausbruch von H5N2 zu umfangreichen Keulungsaktionen geführt, um die Ausbreitung des Virus zu unterbinden.
Heute Nachmittag wird das USDA einen neuen Bericht über den Stand der Feldbestellungen und Der Erntekonditionen herausgeben. Trockenen Wetterbedingungen erlauben reinen zügigen Fortschritt der Pflanzarbeiten.

26.04.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 21.04.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 14.04. - 21.04. um 4.044 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 10.458 Kontrakte. 93.624 Netto-Short-Positionen (+ 14.502) hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 21.04. und bestätigt damit ein weiteres Mal die bearische Grundstimmung.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 8.749 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 8.237 Kontrakte erhöht. Damit stiegen die Netto-Short-Positionen um16.986 Kontrakte auf 65.298 Netto-Short-Positionen.
Sojabohnen: Etwas positiver war die Entwicklung bei den Sojabohnen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen um 7.327 Lots und bauten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 29.884 Lots ab. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 37.211Kontrakte auf 47.505 Netto-Short-Positionen.
24.04.2015 Unbekannte Destination kauft 121.400 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 121.400 Tonnen US-Mais an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

24.04.2015 IGC senkt Prognose der globalen Maisproduktion 2015/16
Der internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognose der globalen Maisernte 2015/16 in dem monatlich erscheinenden Update um 10 Mio. Tonnen (zum Vormonat) auf 951 Mio. Tonnen erhöht. Damit liegt die Prognose 43 Mio. Tonnen hinter dem Ergebnis des Vorjahres von 994 Mio. Tonnen.
Der Maisverbrauch für die Vermarktungsperiode 2015/16 wurde vom IGC auf 969 Mio. Tonnen geschätzt. Die Prognose der Endbestände zum Ende 2015/16 liegt bei 181 Mio. Tonnen gegenüber 198 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die neueste Prognose beinhaltet Aufwärtskorrekturen für China (von 216 Mio. Tonnen auf 219 Mio. Tonnen) sowie für Serbien (von 5,2 Mio. Tonnen auf 7,2 Mio. Tonnen) und für Mexiko (von 21,4 Mio. Tonnen auf 23,0 Mio. Tonnen.
Einen Rückgang prognostiziert das IGC bei der globalen Weizenproduktion. Sie wurde für die Vermarktungsperiode 2015/16 um 4 Mio. Tonnen (zum Vormonat)auf 705 Mio. Tonnen gesenkt. Das Vorjahresergebnis lag bei 721 Mio. Tonnen. Ausschlaggebend für die Senkung waren geringere Aussichten der Ernten in Argentinien, China und Indien. Quelle: Reuters
24.04.2015 Update für Ukraines Getreideexporte

Seit Juli 2014 hat die Ukraine 28,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert, im Vorjahr waren es zum gleichen Termin 29,1 Mio. Tonnen teilte das dortige Agrarministerium gestern mit. In der Gesamtmenge waren 9,9 Mio. Tonnen Weizen, 14,1 Mio. Tonnen Mais sowie 4,3 Mio. Tonnen Gerste enthalten. Bis zum Ende der diesjährigen Vermarktungssaison sollen insgesamt 37 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden. Im Vorjahr waren es 32,8 Mio. Tonnen. Unabhängige Analysten schätzen die Exporte in dieser Saison allerdings nur auf 33-34 Mio. Tonnen. Ukraine hat in 2014 eine Rekordernte von 63,8 Mio. Tonnen eingefahren.

24.04.2015 CBoT Mais-Futures mit größtem Wochenverlust seit Ende Januar

Ein rascher Fortschritt der Pflanzarbeiten sowie die Angst vor einem Einbruch der Futtermittelnachfrage der Geflügelzüchter in den USA setzen den Kursen der Mais-Futures am CBoT auch heute Morgen zu. In den letzten fünf Handelstagen haben die Notierungen den größten Wochenverlust seit Ende Januar einstecken müssen.
In Iowa war zu Beginn der Woche eine besonders aggressive Form der Vogelgrippe entdeckt worden, die sich inzwischen rasch ausbreitet. Auch in Minnesota wurde gestern der Notstand ausgerufen und 7,3 Mio. Vögel wurden dort bereits gekeult. In den Tagen zuvor hatte Wisconsin die gleichen Maßnahmen ergriffen.
Das IGC hat gestern seine Schätzung zur globalen Maisproduktion 2015/16 leicht angehoben; die Endbestände sollen allerdings weiterhin leicht abnehmen.

23.04.2015 Ukraines Getreideexporte auf 28,5 Mio. Tonnen gestiegen

Seit Beginn der Vermarktungsperiode 2014/15 hat die Ukraine insgesamt 28,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Die Gesamtmenge beinhaltet 9,9 Mio. Tonnen Weizen, 14,1 Mio. Tonnen Mais und 4,3 Mio. Tonnen Gerste. Das Landwirtschaftsministerium schätzt das Exportpotenzial für die laufende Vermarktungsperiode auf bis zu 37 Mio. Tonnen (Vorjahr: 32,8 Mio. Tonnen). Analysten sind mit ihrer Prognose von rund 33 - 34 Mio. Tonnen etwas zurückhaltender. Quelle: Reuters

23.04.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 319.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 69.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,668 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 11,537 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,650 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,360 Mio. Tonnen).
23.04.2015 Chinas Sojabohnennbaufläche könnte um bis zu 15% sinken
Chinesische Landwirte könnten die Anbaufläche für Sojabohnen 2015/16 aufgrund unsicherer Förderbedingungen um bis zu 15% reduzieren. Die chinesische Regierung hat ein Förderprogramm für den Anbau von Sojabohnen im letzten Jahr auslaufen lassen und stattdessen Subventionen in Aussicht gestellt, sollte der Inlandspreis ein Niveau von 4800 Yuan/Tonne unterschreiten. Allerdings steht die Höhe der in Aussicht gestellten Subvention zu Beginn der Aussaat in diesem Monat noch immer nicht fest. Gegenwärtig liegt das Preisniveau bei 3.600 Yuan/Tonne. Chinas Anbaufläche für Sojabohnen ist das sechste Jahr infolge zurückgegangen. Der Anteil der Importe Chinas am weltweiten Handelsvolumen beträgt inzwischen 65%. Vom möglichen Rückgang der Anbaufläche für Sojabohnen könnte der Mais profitieren, dessen Erlösmöglichkeiten von chinesischen Landwirten höher eingeschätzt werden, als die der Sojabohnen. Quelle: Reuters
23.04.2015 China importiert jetzt wieder mehr DDGs – Mais ist zu teuer

China importierte im März 243.000 Tonnen Distilliers Dried Grains (DDGs). Das sind zwar 44 % weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, aber dreimal soviel wie im Februar. Im letzten Jahr waren die Importe zusammengebrochen, als China noch ein Importverbot für bestimmte genetisch modifizierte Maissorten hatte. Die Verladungen dieses Getreide-Nebenprodukts aus der Mais basierten Ethanol Produktion konnten zuletzt aber wieder deutlich zunehmen, nachdem China in der zweiten Jahreshälfte 2014 eine Einfuhrgenehmigung für Gen-Mais erteilte.
Die April DDGs-Importmenge Chinas wird von Marktanalysten auf 400.000 bis 500.000 Tonnen geschätzt. Im ersten Quartal 2015 lag der monatliche Durchschnitt bei 391.084 Tonnen, was einem Minus gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr von 72 % entspricht.
China ist weltweit der größte Importeur dieses Futtermittels und kauft die größten Mengen in den USA, die der größte Exporteur ist. Die Futtermittelhersteller setzen Proteinreiches DDGs als preiswerten Ersatz zu Mais und Sojabohnen ein. Aufgrund Chinas Subventionen für die lokale Landwirtschaft ist chinesischer Mais ohnehin um 30 % teurer als am Weltmarkt. Im März importierte China, am Weltmarkt die Nr. 2 unter den Importeuren, deshalb auch mit 50.562 Tonnen 5 % mehr Mais als im März des Vorjahres aber nur einen Bruchteil der 602.947 Tonnen, die im Februar importiert wurden. Die Importquoten aus 2014 sind inzwischen alle angelandet, während die Importquoten für 2015 erst im kommenden Monat empfangen werden können. Chinas Maisimporte aus der Ukraine belaufen sich inzwischen auf über 2 Mio. Tonnen.

23.04.2015 Südkorea kauft 53.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 53.000 Tonnen Mais, wahrscheinlich europäischer Herkunft. Händlern zufolge liegt der Preis liegt bei $201,44/c&f. Der Mais wird zum 20. August in den Häfen von Incheon und Kunsan erwartet. Quelle: Reuters 

23.04.2015 Streik brasilianischer Spediteure könnte Nachfrage nach U.S. Sojabohnen beleben


Die Kurse der U.S. Sojabohnen mach heute Morgen die Verluste der beiden Vortage wieder wett. Der Streik der Spediteure in Brasilien könnte den U.S. Exporteuren unerwarteter Weise wieder mehr Aufträge aus Fernost ermöglichen. Das zumindest meinen Terminmarktbroker in Tokyo. Die internationale Nachfrage käme zu einer Zeit, in der die Farmer im Mittleren Westen mit der Aussaat von Mais und Sojabohnen beschäftigt sind und deshalb nichts anbieten.
Selbstständige Spediteure in Brasilien planen einen weiteren Streik, der in den kommenden Stunden beginnen soll. Sie fordern, dass der Staat feste Frachtraten festsetzt und die Dieselpreise senkt.
Die Kurse der CBoT-Sojabohnen waren wegen dem Ausbruch der Vogelgrippe im Mittleren Westen der USA unter Druck geraten. Die Futternachfrage könnte den Verbrauch von Mais und Sojabohnen senken. In Iowa, dem Top-Produzenten für Eier, war eine besonders schwere Variante der Vogelgrippe ausgebrochen. Der Nachbarstaat Wisconsin hat sich inzwischen sogar zum Notstandsgebiet erklärt.

22.04.2015 Südkoreas KOCOPIA weist Angebote für Maistender zurück

Südkoreas KOCOPIA (Korea Corn Processing Association)  hat alle Offerten, die im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von 55.000 Tonnen Mais angeboten wurden, zurückgewiesen. Ein Händler mutmaßte, dass es sich um eine auf einige Handelshäuser begrenzte Ausschreibung mit neuen Handelsbedingungen handelt, um das Preisniveau zu testen. Gesucht wurde Mais zur Ankunft zum 20. August. Quelle: Reuters

22.04.2015 Vogelgrippe in den USA drückt Mais und Sojabohnenkurse

Die Kurse des CBoT-Mais-Futures stehen auch heute Morgen wieder unter Druck und erreichen damit ein neues Wochentief. Auch bei den Sojabohnen fallen die Kurse aufgrund des Ausbruchs einer tödlichen Vogelgrippe die derzeit in den USA grassiert. Man befürchtet einen Nachfrageeinbruch der Futtermittelindustrie. Mais und Sojabohnen sind die hauptsächlichen Zutaten der Futtermischungen. 60 % der U.S. Sojamehlproduktion wird von Geflügelhaltern gekauft. Mexiko, der größte Abnehmer von U.S. amerikanischen Geflügelprodukten hat bereits den Import von Vögeln und Eiern aus Iowa eingestellt, wo der letzte und bisher schwerste Ausbruch in den USA festgestellt wurde. Insgesamt sind 12 U.S. Staaten betroffen.
Die Maispreise fielen auch, weil in den USA die Aussaat für die diesjährige Ernte zügig vorankommt. Darüber hinaus teilte Argentinien bereits am Montag mit, dass weiter 3,5 Mio. Tonnen Mais aus der Ernte 2014/15 für den Export freigegeben wurden. Bereits im letzten Jahr wurden acht Mio. Tonnen für den Export freigegeben.

21.04.2015 Ukraine / Getreideexporte per 20. April

Die Ukraine hat seit Beginn der laufenden Vermarktungsperiode 2014/15 per 20. April insgesamt 27,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Die Exporte beinhalteten 9,83 Mio. Tonnen Weizen, 12,42 Mio. Tonnen Mais und 4,26 Mio. Tonnen Gerste.
2014 erreichte die ukrainische Getreideernte (inkl. Krim)ein Rekordergebnis von 63,8 Mio. Tonnen. Quelle: Interfax

21.04.2015 US-Sommerweizenpflanzungen kommen zügig voran
Der aktuelle Fortschrittsbericht (U.S. weekly crop progess) des US-Landwirtschaftsministeriums besagt, dass per 19.04.15 36% der geplanten Flächen mit Sommerweizen bestellt wurden. In der Vorwoche lag dieser Wert bei 17%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 19%.
Beim Mais wurden 9% der geplanten Flächen per 19.04. bestellt (Vorwoche: 2%). Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt 13% Quelle: Reuters
21.04.2015 Mais Futures am CBoT bei gutem Fortschritt der Feldbestellung unter Druck

Gestern und heute Morgen fallen die Kurse der CBoT-Mais Futures, nachdem ein USDA-Report von sehr gutem Fortschritt bei der Feldbestellung im Mittleren Westen der USA berichtet. Die Wetterberichte verheißen auch in den kommenden Tagen bessere Bedingungen für die Feldarbeiten. Trockenes Wetter in den meisten nördlichen Plains und dem Mittleren Westen ermöglicht den Farmern einen großen Fortschritt beim Legen der Mais Saat und der Aussaat von Sommergetreide.
Im letzten Crop-Progress-Report des USDA wurde noch davon berichtet, dass bis Sonntag in den Top-18 Staaten lediglich 9 % der Flächen bestellt waren (+2% zur Vorwoche). Im 5-Jahres-Mittel waren es zum gleichen Termin 13 %.

20.04.2015 Brasiliens Maisernte könnte erstmals 50 Mio. Tonnen überschreiten

Die Wetterbedingungen für die brasilianische Maisernte 2015 könnten kaum besser sein. Somar, ein agrarmeteorologisches Institut in Brasilien, teilte heute Morgen mit, dass die Wetterbedingungen für die zweite Ernte, die nach der Sojabohnenernte meist Mais ist, hervorragend seien. Der Regen kam in allen Anbauregionen gerade rechtzeitig, nachdem man zuvor vielerorts unter Trockenheit gelitten hatte. Die ungewöhnlichen Regenfälle werden mit dem El Niño-Effekt begründet.
Wegen den besonders guten Bedingungen schätzte das Beratungsunternehmen Celeres am vergangenen Freitag, dass Brasilien nun zum ersten Mal mehr als 50 Mio. Tonnen Mais ernten wird.

20.04.2015 Getreidebestände in der Ukraine

In der Ukraine waren die Getreidebestände laut dem dortigen Statistikamt am 1. April bei 16,2 Mio. Tonnen. Die Menge setzt sich zusammen aus 5,3 Mio. Tonnen Weizen, 1,2 Mio. Tonnen Gerste und 8,9 Mio. Tonnen Mais. Die Bestände in hunderten von kleinen landwirtschaftlichen Betrieben wurden nicht erfasst.
Die Ukraine erntete in 2014 63,8 Mio. Getreide und der Inlandsbedarf wird mit 26 Mio. Tonnen angegeben. Es sollen 32 bis 37 Mio. Tonnen Getreide exportiert werden.

20.04.2015 Importeure aus Vereinigten Arabischen Emiraten schreiben Weizentender aus
Importeure aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben zweit internationale Tender ausgeschrieben:
Im ersten Tender werden 45.000 Tonnen Hartweizen, 110.000 Tonnen Mahlweizen und 20.000 Tonnen Futtergerste gesucht.
In einem weiteren Tenderverfahren werden 130.000 Tonnen Mais (Yellow Corn), 15.000 Tonnen Futtergerste australischer Herkunft, 6.000 Tonnen Weizen (White Wheat) australischer Herkunft, sowie 42.000 Tonnen Sojaschrot gesucht. Die Angebotsfrist endet am 23. April. Quelle: Reuters
20.04.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 14.04.2015 (CFTC)

Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 07.04. - 14.04. um 158 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 11.077 Kontrakte. Mit 82.122 Netto-Short-Positionen (+ 11.235) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 14.04. weiterhin sehr bearisch gestimmt. 
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 10.188 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 47.215 Kontrakte erhöht. Damit drehten institutionelle Anleger ihren Bestand von 9.091 Netto-Long-Positionen in 48.312 Netto-Short-Positionen.
Sojabohnen: Weiter bearisch war auch die Entwicklung bei den Sojabohnen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen um 9.016 Lots und bauten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 27.108 Lots aus. In Summe kam es so zu einem Anstieg der Netto-Short-Positionen um 36.124 Kontrakte auf 84.716 Netto-Short-Positionen.
17.04.2015 Frankreich: 27% der geplanten Flächen für die Maisernte sind bestellt

Französische Landwirte haben per 13. April 27% der geplanten Flächen für die Maisaussaat bestellt. Das ist ein Fortschritt von 2% zur Vorwoche. Die trockenen und warmen Wetterbedingungen verhalfen zu dem Fortschritt der Feldarbeiten, jedoch liegt das Tempo der Maisaussaat deutlich hinter dem des Vorjahres, als zum selben Zeitpunkt bereits 35% der geplanten Flächen bestellt waren. Analysten erwarten einen leichten Rückgang der Aussaatfläche beim Mais zugunsten von Weizen.
Beim Weizen wird der Zustand der Pflanzen zu 92% mit „gut“ bis „sehr gut“ bewertet. Das ist ein Anstieg um 1% zur Vorwoche. Analysten wiesen allerdings darauf hin, dass sich die vorhergesagten trockenen Wetterbedingungen für die nächsten Tage negativ auf den Zustand der Pflanzen auswirken könnten. Einer Schätzung zufolge befinden sich 25% der Weichweizenbestände im 2-Knoten-Stadium. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit 59%.

17.04.2015 Ukraine liefert in 2015 3,5 Mio. Tonnen Getreide nach China

Das staatliche ukrainische Unternehmen GPZKU plant in 2015 die Rekordmenge von 3,5 Mio. Tonnen Getreide nach China zu liefern. Damit will das Land am Schwarzen Meer Darlehen bedienen, die bereits im Jahr 2012 vergeben wurden. Der Vertrag ermöglicht sogar Lieferungen von bis zu fünf Mio. Tonnen p.a. Es wurde nicht erwähnt welche Getreideart geliefert werden soll.
Im vergangenen Monat hatten zwei Industrievertreter gesagt dass China, der zweitgrößte Maiskonsument der Welt, in diesem Jahr bereits zwei Mio. Tonnen Mais geordert hat. Das sind deutlich mehr als die 600.000 Tonnen, die von Beobachtern geschätzt wurden. Die Hälfte der Ukrainischen Lieferungen soll in den Monaten von Juni bis August eintreffen.

17.04.2015 Sambia Maisernte 2014/15 sinkt um 18%

Die Maisernte 2014/15 Sambia´s fällt nach aktuellen Schätzungen von 3,3 Mio Tonnen im vergangenen Jahr auf 2,7 Mio. Tonnen. Das zeigte eine Umfrage, die am heutigen Freitag veröffentlicht wurde. Der Präsident der "Zambia National Farmers Union (ZNFU) Evelyn Nguleka teilte kürzlich mit, dass die Produktion von Grundnahrungsmitteln infolge einer längeren Trockenheit und eines Mangels an finanziellen Mitteln zum Kauf von Düngern sinken wird. Quelle: Reuters

16.04.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 206.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 66.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,349 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 11,347 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,581 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,346 Mio. Tonnen).
16.04.2015 Regen verzögert in den USA die Maisaussaat

Die Maiskurse am CBoT steigen schon seit drei Sitzungen, da man aufgrund von Regenfällen in den USA möglicherweise später pflanzen kann. Im Südosten der USA hat es ergiebig geregnet. Das USDA teilte zu Beginn dieser Woche mit, dass erst 2 % der geplanten Maisflächen bestellt seien. Im 5-Jahres-Mittel waren es zu diesem Zeitpunkt 5 %.

15.04.2015 Rosario Grains Exchange erhöht Prognose für Argentiniens Sojabohnen Ernte

Argentinien’s „Rosario Grains Exchange“ erhöhte am Mittwoch ihre Prognose der Sojabohnen Ernte 2014/15 auf 59 Mio.Tonnen, vorherige Prognose 58 Mio. Tonnen.
Die Prognose der Mais Ernte wurde auf 25.7 Mio Tonnen erhöht, vorher 23.5 Mio Tonnen. Quelle Reuters

15.04.2015 Ukraine: 80 % der Sommergetreideflächen bestellt

Die jüngsten lang anhaltenden und ergiebigen Regefälle in der Ukraine bieten nun beste Vegetationsbedingungen für Sommergetreide. Das teilte gestern das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult mit. Inzwischen sind 1,8 Mio. Hektar mit Sommergetreide bestellt. Das sind rund 80 % der geplanten Anbaufläche. Aus dem dortigen Bauernverband ist zu hören, dass kaltes Wetter die Aussaat nicht auf allen Flächen ermöglicht. Diese Flächen werden dann später mit Mais oder Ölsaaten bestellt.
Der gesamte Getreideanbau in der Ukraine umfasst in diesem Jahr 15,1 Mio. Hektar (Vj. 15 Mio. Hektar), davon sind 7,9 Mio. Hektar Wintergetreide. Letzte Woche teilte ein Regierungsvertreter mit, dass die diesjährige Getreideernte wohl 14 % kleiner ausfallen wird, als die im letzten Jahr. Das wären 55-57 Mio. Tonnen. Die Bedingungen in letzten Herbst waren suboptimal sodass die Erträge kleiner erwartet werden.

15.04.2015 China baut mehr Getreide an und produziert weniger Fleisch

Chinesische Bauern werden in diesem Jahr 1,9 % mehr Mais anbauen und den Anbau von Baumwolle um 11,2 % einschränken. Außerdem wird der Reis-Anbau um 1,2 % ausgeweitet und der Weizenanbau um 0,7 %. Das geht aus einer Umfrage unter 110.000 Landwirten hervor, die vom chinesischen Statistikamt befragt wurden. Das Ergebnis wurde heute auf der Regierungswebsite veröffentlicht.
Im Jahr 2014 hatte China zum elften Mal in Folge seine Getreideernte steigern können, weil die Lokalen Preise hoch waren und zusätzlich durch ein Interventionsprogramm gestützt wurden.
China produzierte zudem gegenüber dem Vorjahr mit 23,15 Mio. Tonnen 1,4 % weniger Fleisch. Die Zahl beinhaltet die Produktion von 15,57 Mio. Tonnen Schweinefleisch (-3,1%). Quelle: Reuters

14.04.2015 Neue Regeln für Biokraftstoffe

Der Umweltausschuss im Europaparlament stimmte am Dienstag dafür, bis zum Jahr 2020 den Anteil von Ökokraftstoffen aus Nahrungspflanzen wie Raps, Mais oder Soja auf sieben Prozent des Energieverbrauchs im Verkehrssektor zu begrenzen. Die Antriebsstoffe dürfen zwar auch in größerer Menge verwendet werden, doch nur bis zu dieser Grenze können sich die Länder diesen Biosprit auf die Erreichung der Klimaziele angerechnet werden. Mit dem Limit soll der Kampf Tank gegen Teller entschärft werden. Mit dieser Entscheidung haben sich die Befürworter einer „sanften“ Lösung durchgesetzt. Das Europaparlament hatte eine Einbeziehung von indirekten Landnutzungsänderungen (iluc) gefordert, was wohl das Aus für Biodiesel bedeutet hätte.

13.04.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Spreadaktivitäten gegenüber Mais ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Gewinnen schließen. Die ukrainische Getreideernte 2015 könnte Regierungsquellen zufolge aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen im Herbst 2014, einer gesunkenen Aussaatfläche sowie einem Mangel an finanziellen Mitteln für den Kauf von qualitativ hochwertigem Saatgut und Düngern um bis zu 14% auf 55 - 57 Mio. Tonnen sinken. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse deutlich schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen zu. Exporte aus dem Raum der Gemeinschaftswährung profitieren vom schwachen Euro sowie der geschwundenen Konkurrenz aus Russland, wo seit dem 1. Februar Exportzölle für Weizen erhoben werden. Die Anbieter der EU berichten aber von einer schwächeren Nachfrage, insbesondere aus Nordafrika und dem Mittleren Osten, die für diese Saison bereits gut eingedeckt sein sollen.

13.04.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 07.04.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 31.03. - 07.04. um 866 Kontrakte. Sie erhöhten auch ihre Short-Positionen um 1.262 Kontrakte. Mit 70.887 Netto-Short-Positionen (+ 396) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 07.04. weiterhin bearisch gestimmt. 
Mais: Beim Mais wurden zwar die Long-Positionen um 4.458 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 4.996 Kontrakte reduziert. In Summe kam es so zu einem leichten Anstieg der Netto-Long-Positionen um 538 Kontrakte auf 9.091 Netto-Long-Positionen.
Sojabohnen: Weiter bearisch war die Entwicklung bei den Sojabohnen. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen um 4.863 Lots. Sie reduzierten aber auch ihren Bestand an Short-Positionen um 2.472 Kontrakte. Insgesamt bedeutet das einen Ausbau der Netto-Short-Positionen um 2.391 Kontrakte.
10.04.2015 CONAB-Prognosen der brasilianischen Sojabohnen- und Maisernte 2014/15
Brasiliens CONAB erhöhte seine Prognose der Sojabohnenernte 2014/15 von 93,26 Mio. Tonnen (März-Prognose) auf 94,28 Mio. Tonnen.
Ebenfalls angehoben hat CONAB seine Prognose der Maisernte 2014/15. Sie liegt aktuell bei 78,99 Mio. Tonnen (März-Prognose: 78,21 Mio. Tonnen). Sie setzt sich zusammen aus den Prognosen der ersten Ernte von 29,6 Mio. Tonnen und der zweiten Ernte von 49,4 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
10.04.2015 China orderte 2015 bisher 2 Mio. Tonnen Mais in der Ukraine

China hat in diesem Jahr bisher über 2 Mio. Tonnen Mais in der Ukraine bestellt. Bisher lag die Schätzung bei lediglich 600.000 Tonnen. Den Geschäften liegt ein Rahmenvertrag zugrunde, der im Jahre 2012 zwischen beiden Ländern geschlossen wurde. Danach wird ein Darlehen mit Getreidelieferungen getilgt. Quelle: Reuters

10.04.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, die schwache weltweite Nachfrage nach US-Weizen, Aussichten auf Regenfälle in einigen US-Weizenanbaugebieten, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 356.700 Tonnen Weizen etwas oberhalb der Markterwartungen. Beim gestrigen USDA-Report wurde die Schätzung der US-Weizenendbestände 2014/15 auf 684 Mio.Bushel reduziert. Die durchschnittlichen Analystenerwartungen im Vorfeld lagen bei 692 Mio.Bushel. Für die Welt-Weizen-Endbestände 2014/15 reduzierte das USDA die Schätzung von 197,71 Mio. Tonnen auf 197,21 Mio. Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse minimal fester. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee größtenteils entziehen und schlossen uneinheitlich. Der schwache Euro gegenüber dem US-Dollar unterstützte den europäischen Markt.

09.04.2015 Südkoreas NOFI kauft 194.000 Tonnen Mais

Südkoreas größter Futtermittelhersteller Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat in einen internationalen Tenderverfahren 194.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zur Lieferung im November gekauft. Quelle: Reuters

09.04.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 79.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 50.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,143 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 10,85 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,515 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,312 Mio. Tonnen).
09.04.2015 Ukraine / Getreideernte 2015
Die ukrainische Getreideernte 2015 könnte mit einer Gesamtmenge von 57,36 Mio. Tonnen etwas niedriger ausfallen, als die Getreideernte 2014, so Rodion Rybchinsky, Vorstand von APK-Inform gegenüber Interfax-Ukraine.
Zwar liegen die Anbauflächen mit 14,825 Mio. Hektar auf nahezu unverändertem Niveau zum Vorjahr (14,8 Mio. Hektar), allerdings sinken die Ertragserwartungen von durchschnittlich 4,37 Tonnen/Hektar auf 3,97 Tonnen/Hektar.
Die ukrainische Weizenernte könnte dank des guten Zustands der Bestände nach der Winterruhe eine Produktionsmenge von 23,6 Mio. Tonnen erreichen (Vorjahr: 22,27 Mio. Tonnen). Bei der Maisernte sinkt die Prognose der Produktionsmenge von 28,5 Mio. Tonnen auf 24,3 Mio. Tonnen; hauptsächlich aufgrund gesunkener Ertragserwartungen.
Gestiegen ist die Erwartung der ukrainischen Sojabohnanbaufläche, und zwar um 19% auf 2,15 Mio. Hektar, die zu einer Produktionsmenge von 4,036 Mio. Tonnen führen könnte.
Weitere Prognosen:
Sonnenblumenernte 2015: 9,574 Mio. Tonnen
Rapsernte 2015: 1,491 Mio. Tonnen
Quelle: Interfax
09.04.2015 China baut staatliche Maisbestände aus

China wird seine staatlichen Maisbestände in diesem Jahr nach Angaben eines hochrangigen Händlers des staatlichen Getreidehändlers COFCO um die Rekordmenge von 80 Mio. Tonnen ausbauen. 2014 wurden die Bestände um 69 Mio. Tonnen erhöht. Zum Ende der Vermarktungsperiode 2014/15 wird China dann mehr als 150 Mio. Tonnen Mais in den staatlichen Lagerhäusern lagern.

09.04.2015 FranceAgriMer schätzt Frankreichs Getreideexporte zum 6. Mal in Folge höher

Das französische Nationale Institut für landwirtschaftliche Erzeugnisse FranceAgriMer hat gestern seine Prognose für den Export von französischem Weichweizen und Gerste nach Staaten außerhalb der EU bereits zu sechsten Mal in Folge angehoben. Dazu trägt maßgeblich eine lebhafte Nachfrage aus Asien bei.
Französischer Weizen und Gerste sind für asiatische Futtermittelhersteller interessant geworden, nachdem der Euro an Wert verlor sowie niedrige Frachtraten und die Unterbrechung der Maislieferungen aus den USA nach China die Warenflüsse am Weltmarkt beeinflussen.
FranceAgriMer erhöhte seine Drittlands-Exportschätzung für das laufende Vermarktungsjahr Juli 2014 bis Juni 2015 von 10,4 Mio. Tonnen Weizen auf 10.6 Mio. Tonnen. Das sind zwar 13,3 % weniger als in der Vermarktungssaison 2013/14 aber 8 Mio. Tonnen mehr als die erste Schätzung nach Beginn der letzten Ernte, die durch zu viel Regen meist nur Futterqualitäten hervorbrachte.
Das Büro schätzt, dass Frankreich bis zum 1. April 8,3 Mio. Tonnen Weichweizen an Drittländer verladen hat, davon sind 700.000 Tonnen an asiatische Länder geliefert worden, angeführt von Thailand (400.000 Tonnen) gefolgt von Bangladesch (200.000 Tonnen). Die Gerstenexporte aus der EU nach Asien wurden von China dominiert. Sie steigen auf ein 16-Jahres-Hoch auf 3,1 Mio. Tonnen. Das sind 200.000 Tonnen mehr als im letzten Monat geschätzt sowie 91,2 % mehr als im gesamten Vorjahr. Allein im April wurden mehr als 2 Mio. tonnen verschifft. Innerhalb der EU führt Frankreich die Liste der Gestenexporteure an, was unüblich ist.
Trotz der sehr aktiven Exporte wird Frankreich am Ende der Saison mit 3,6 Mio. Tonnen 52,7 % mehr Weizen vorhalten als im Vorjahr. Auch die Gerstenendbestände werden mit 1,4 Mio. Tonnen um 33,5 % höher ausfallen als in 2013/14.

09.04.2015 Südkoreas NOFI schreibt Maistender aus

Südkoreas größter Futtermittelhersteller Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 207.000 Tonnen (3 x bis zu 69.000 Tonnen) Mais optionaler Herkunft zur Lieferung im November ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am heutigen Donnerstag. Quelle: Reuters

08.04.2015 Getreideexporte der Ukraine

Die Ukraine hat im laufenden Vermarktungsjahr ab dem 1. Juli 27,3 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die Menge bei 28,3 Mio. Tonnen.
Die Exporte im Einzelnen:
Weizen: 9,7 Mio. Tonnen
Mais: 13,1 Mio. Tonnen
Gerste: 4,3 Mio. Tonnen
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine schätzt das Exportvolumen des Landes in der laufenden Vermarktungsperiode auf bis zu 37 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 4,2 Mio. Tonnen zur vorherigen Vermarktungsperiode (32,8 Mio. Tonnen). Analystenschätzungen liegen in einer Spanne von 33 – 34 Mio. Tonnen. Ukrainische Landwirte ernteten 2014 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters

08.04.2015 FranceAgriMer erhöht Prognose der Weizenexporte außerhalb der EU
Frankreichs Beratungsinstitut FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weichweizenexporte 2014/15 außerhalb der Europäischen Union von 10,4 Mio. Tonnen (März-Prognose) auf 10,6 Mio. Tonnen erhöht. Mit 3,6 Mio. Tonnen liegt die Prognose der Weizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 unverändert zum Vorjahr, jedoch 52,7% über den Beständen des Vermarktungsjahres 2013/14.
Die Exportnachfrage nach französichem Weizen ist infolge des schwachen Euros und der ungewöhnlich starken Nachfrage nach Futterweizen aus Asien gestiegen.
Für den Mais wurde die Prognose der Bestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2014/15 von 4,0 Mio. Tonnen auf 3,8 Mio. Tonnen reduziert. Das wäre ein Anstieg um 64,5% zum Vorjahres-Endbestand.
Die Prognose der Gerste-Endbestände wurde um 50.000 Tonnen auf 1,4 Mio. Tonnen reduziert. Grund sind die auf 3,1 Mio. Tonnen gestiegenen Umsätze außerhalb der EU. Quelle: Reuters
08.04.2015 Mais ist zu teuer: Chinas Futtermittelhersteller kaufen preiswerte Substitute

China importiert immer mehr Mais Substitute, wie Distillers Dried Grains (DDGs), Gerste und Sorghum, da die Käufer nach billigen Alternativen zu dem heimischen Mais Ausschau halten, der durch die staatliche Intervention den Futtermittelherstellern zu teuer ist. Die Preise für chinesischen Mais liegen ca. 30 % über dem Weltmarktniveau.
Die Gerstenimporte in der Saison Okt/Sept 2014/15 werden gegenüber dem Vorjahr um 40 % auf 7 Mio. Tonnen steigen und Sorghum Importe werden sich auf 8,1 Mio. Tonnen verdoppeln, so das chinesische Getreide-Informationscentrum (CNGOIC). Bisher wurde lediglich Braugerste zur Herstellung von Bier importiert, in 2014 aber auch erstmals zur Herstellung von Futtermitteln. Auch Sorghum wird traditionell zur Herstellung von Alkohol eingesetzt, seit 2013 aber auch als Futterzusatz.
In den zentralen Regionen der chinesischen Futtermittelindustrie setzen einige Mühlen bis zu 2/3 dieser preiswerten Substitute statt Mais ein. Sie ersetzen damit rund 20 Mio. Tonnen Mais. Das sind 17,6 % mehr Substitute als im Vorjahr. DDGs Importe werden wieder im zweiten Quartal dieser Vermarktungsperiode zum Einsatz kommen, nachdem China entschieden hat, auch genetisch modifizierte Maissorten zum Import zuzulassen.
China hat in dieser Woche damit begonnen, Mais aus den staatlichen Interventionslägern zu verkaufen, um die Rekordbestände abzubauen.

08.04.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Aussichten auf leichte Regenfälle in einigen südlichen US-Weizenanbaugebieten, negative Vorgaben vom Kansas City- und Minneapolisweizen sowie vom Soja- und Maiskomplex, ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago nach einem volatilen Handelstag mit leichten Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsminister sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, dass eine vorzeitige Aufhebung des Zolls auf Weizenexporte aus Russland nicht erfolgen wird. Eine Entscheidung über die Aufrechterhaltung des Export-Zolls über den 30. Juni 2015 hinaus soll im Mai/Juni erfolgen. Institutionelle Anleger beließen gestern ihren Bestand an Netto-Short-Positionen auf unverändertem Niveau.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die gesamte Weizenanbaufläche des Landes für die Ernte 2015 auf 5,3 Mio. Hektar. Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um 3,4%.

08.04.2015 Gutes Erntewetter in Argentinien

FCStone-Analysten in Australien erwarten, dass der morgen erscheinende USDA-Report noch höhere Hektarerträge für Argentinien bescheinigen wird. Darüber hinaus werden die Endbestände für U.S. Sojabohnen zwar unter der März-Prognose liegen, mit 370 Mio. Bushel sind es aber immer noch die höchsten Bestände seit acht Jahren.
Trockenes Wetter sorgt in Argentinien für einen zügigen Fortschritt der Ernte. In den Kernregionen des Sojabohnenanbaus Entre Rios, Santa Fe, Cordoba, La Pampa und Buenos Aires sind sehr hohe Erträge herangewachsen, die jetzt zur Ernte anstehen. Diese Provinzen erzeugen 80 % der argentinischen Sojabohnen- und Maisernte.

07.04.2015 Matif Mais Chartanalyse

Der Matif Maiskontrakt Juni 15 hat sich in den letzten Tagen an der 18- Tage-GD-Linie in Richtung Widerstandslinie bewegt. Dabei ist der Versuch, die 166 Euro-Marke zu überwinden, zunächst wieder gescheitert. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, ob der Kurs seinen Aufwärtstrend fortsetzen kann oder wieder zur Schwäche neigt und damit unter die kurze GD-Linie fällt. Damit wäre dann wieder ein Rückgang in Richtung 160 Euro möglich. Da sich der Kontrakt zurzeit laut RSI im neutralen Bereich befindet, ist es durchaus denkbar, dass sich der Kurs in nächster Zeit weiter in dem Bereich zwischen 160 und 166 Euro bewegt.

07.04.2015 Feuer im Hafen von Santos

Ein Feuer in dem Treibstofflager der Ultracaraga am brasilianischen Hafen Santos hält inzwischen über sechs Tage den Hafenbetreiber in Atem. LKW mit Getreidelieferung können den größten Hafen des Landes nur bedingt anlaufen. Durch die große Hitzeentwicklung entzünden sich die Flammen immer wieder neu, so das brasilianische Fernsehen.
Die Polizei und Autobahnbetreiber haben die meisten Straßen zum Hafen gesperrt; der Hafenmeister hat alle Schiffsbewegungen an dem betroffen Liegeplatz Alemoa Dock untersagt. Aus diesem Grunde können sich Schiffe nicht mit Treibstoff versorgen.
Die Behinderungen betreffen zunächst nicht die Verladungen mit Sojabohnen oder andere Agrargüter obwohl Santos ein Drittel der brasilianischen Sojaexporte sowie die Hälfte der Mais-, Zucker- und Kaffeeexporte umschlägt. In den Hafensilos lagern bereits große Mengen der diesjährigen Ernte. Wie lange die Exporte noch aufrecht erhalten bleiben, ist im Angesicht beschränkter LKW-Zufuhren aber nicht vorhersehbar.

07.04.2015 China verkauft Mais aus staatlichen Reserven um Preisanstieg zu dämpfen

China wird in dieser Woche mit dem Verkauf seiner staatlichen Mais-Bestände beginnen. Eine Woche früher als im Vorjahr. In vier Provinzen im Süden sollen 317.500 Tonnen Mais in Auktionen angeboten werden, andere Provinzen sollen folgen. Der V erkauf beginnt bereits vor dem Ende der staatlichen Aufkäufe, die offiziell Ende April im Nordosten des Landes enden. Aus der letzten Ernte wurden bisher 76 Mio. Tonnen in staatliche Läger aufgenommen. Das sind 35 % der letzten Ernte. Seit Oktober sind die Maispreise in China kontinuierlich angestiegen. Im Hafen von Shenzhen im Süden des Landes stiegen die Maispreise in den letzten zwei Wochen um 2 % auf 2.530 yuan/Tonne.

07.04.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Spreadaktivitäten mit Mais sowie die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, ließen die Weizennotierungen in Chicago gestern mit Verlusten schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 370.086 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US-Weizenproduktion 2015 von 2,166 Mrd. Bushel (Prognose vom 20.3.15) auf 2,144 Mrd. Bushel gesenkt. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse mit moderaten Aufschlägen.
An der Euronext in Paris beendeten die Weizennotierungen den Handel am vergangenen Donnerstag infolge positiver Vorgaben aus Übersee mit Gewinnen. Der russische Premierminister Arkady Dvorkovich sagte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, dass er eine Aufrechterhaltung des Exportzolls auf russischen Weizen über den 30. Juni 2015 hinaus für wahrscheinlicher hält als eine Beendigung. In dieser Woche will die russische Regierung über den weiteren Kurs beraten.

07.04.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 31.03.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 24.03. - 31.03. um 1.738 Kontrakte. Sie bauten gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 2.788 Kontrakte aus. Mit 70.491 Netto-Short-Positionen (+ 4.526) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 31.03. weiterhin bearisch gestimmt. 
Mais: Deutlich ausgebaut wurden die Netto-Long-Positionen beim Mais. Mit 8.553 Kontrakten (+ 7.802) hat sich die Stimmung der institutionellen Anleger weiter aufgehellt.
Sojabohnen:  Eine bearischeEntwicklung war bei den Sojabohnen zu beobachten. Die Fondsgesellschaften bauten zwar ihren Bestand an Long-Positionen um 2.537 Lots aus. Sie erhöhten jedoch umso deutlicher ihren Bestand an Short-Positionen um 9.896 Lots. In Summe kam es so zu einem Ausbau der Netto-Short-Positionen um 7.359 Kontrakte.
02.04.2015 Kompromiss: EU Kommission empfiehlt Deckelung von Bioenergie

Die EU empfiehlt eine vorläufige Deckelung der Beimischung von aus Pflanzen hergestellter Bioenergie auf 7 %. Ein entsprechender Gesetzentwurf der EU-Kommission wird jetzt dem EU Parlament und den Mitgliedsstaaten als Beschlussempfehlung vorgelegt. Bisher galten Biopflanzen als umweltfreundliche Alternative zu fossilen Brennstoffen, inzwischen werden Bedenken darüber geäußert, dass mehr Gefahren als Vorteile davon ausgehen.
Der gestern gefundene Kompromiss markiert den Anfang einer neuen EU-Gesetzgebung, obwohl noch weitere Zustimmungen eingeholt werden müssen. Das Umweltkomitee des EU-Parlaments wird am 14. April über den Vorschlag beraten, bevor das Europaparlament darüber abstimmen kann.
Die aktuelle Beschlusslage der EU-Mitgliedsstaaten besagt, dass bis 2020 10 % des Energieeinsatzes für Transporte aus erneuerbaren Energien kommen sollen. Neuere Untersuchungen haben ergeben, dass pflanzenbasierte Bioenergie, beispielsweise aus Mais und Rapssaat, mehr Schaden als Gutes tun. Abgesehen von steigenden Lebensmittelpreisen, führt ein größerer Flächenbedarf weltweit zur Abholzung von Waldflächen, was die Emissionen von Klimagasen fördert.
Befürworter neuer Energien der neueren Generation, die aus Meeresalgen und Abfall Bioenergie gewinnen wollen, hatten auf noch engere Grenzen durch den Gesetzgeber gehofft. Auch das EU-Parlament plädiert für ein 6 % - Limit. Die EU-Kommission hat sich nun aber für 7 % ausgesprochen, um die Investoren in der Biodiesel-Branche zu schützen und um dort keine Arbeitsplätze zu gefährden.

02.04.2015 Südkoreas KOCOPIA kauft 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA hat über 55.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Preis von $203,99/Tonne c&f zzgl. $1,50/Tonne (für die Entlaudung an einem zweiten Hafen) gekauft. Die Ankunft der Ware wird zum 5. August an den Häfen Incheon und Kunsan erwartet. Quelle: Reuters

02.04.2015 AMIS Market Monitor No. 27 / April 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. März finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 7. Mai 2015

02.04.2015 Südkoreas KOCOPIA schreibt Maistender aus

Südkoreas KOCOPIA hat einen Tender zum Kauf von 55.000 Tonnen Mais (US oder weltweiter Herkunft) zur Lieferung im August ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am heutigen Donnerstag. Quelle: Reuters

02.04.2015 U.S. Mais mit größtem Wochenverlust seit zwei Monaten

Die U.S. Mais-Notierungen werden heute wohl den größten Wochenverlust seit zwei Monaten verbuchen, da ein reichliches Angebot und die Erwartung einer großen Anbaufläche die Preise drücken. Die Exportnachfrage sei zudem sehr schwach, sagt der Tokioter Broker Okato Shoji und prognostiziert bald die $3,75/Bushel am Terminmarkt. Der Frontmonat am CBoT verlor bisher ca. 3 % in dieser Woche.
Der Maisanbau in den USA wird gegenüber 2014 nach Einschätzung des USDA wohl weniger stark eingeschränkt, während es am Markt die Angebote die größten seit 1987 gibt. In diesem Jahr werden in den USA auf 89,1 Mio. acres Mais angebaut gegenüber 90.5 Mio. acres im Vorjahr. Analysten hatten zuvor eine Anbaufläche von 88,7 Mio. acres erwartet.

01.04.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 162.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 165.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 7,064 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 10,503 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 2,465 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,268 Mio. Tonnen).
01.04.2015 Israel kauft Mais und Futterweizen

Eine private Gruppe israelischer Käufer kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 85.000 Tonnen Mais und 25.000 Tonnen Futterweizen. Vereinbart wurde die Sellers-Option. Marktbeteiligte vermuten, dass die Ware aus der Schwarzmeer-Region stammt. Quelle: Reuters

01.04.2015 Südkorea´s MFG kauft 134.000 Tonnen Mais

Südkorea´s MFG hat 134.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zum Preis von $190,90/Tonne zzgl. $1,25/Tonne (für die Entladung an einem zweiten Hafen) gekauft. Gesucht wurden jeweils 55.000 - 70.000 Tonnen zur Lieferung Mitte Oktober und Ende Oktober. Quelle: Reuters

01.04.2015 Südkoreas MFG schreibt Maistender aus

Südkoreas Major Feedmill Group (MFG) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 140.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft ausgeschrieben. Gesucht werden 55.000 - 70.000 Tonnen Mais zur Lieferiung Mitte Oktober und 55.000 - 70.000 Tonnen Mais zur Lieferung Ende Oktober. Die Angebotsfrist endet am heutigen 1. April. Quelle: Reuters

01.04.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe sowie negative Vorgaben vom Mais ließen die Weizennotierungen in Chicago nach der Veröffentlichung der US- Flächen- und Bestandsschätzungen des USDA mit kräftigen Verlusten schließen. Mit 1,124 Mrd. Bushel lag die Schätzung der US-Quartalsbestände beim Weizen im Rahmen der Erwartungen, jedoch unterhalb der durchschnittlichen Analystenschätzungen. Gleiches gilt für die Weizenanbauflächen, die auf 55,367 Mio. Acres geschätzt wurden. Analystenbefragungen ergaben eine durchschnittliche Erwartung von 55,796 Mio. Acres. Im Bundesstaat Nebraska befanden sich Ende März 34% der Winterweizenbestände in einem "guten" bis "sehr guten" Zustand. Ende Februar lag der Anteil noch bei 62%. In Montana verbesserten sich die Bewertungen. Dort liegt der Anteil der Bestände, die mit "gut" bis "sehr gut" bewertet wurden, bei 58% (+14%). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 9.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT mit Kursgewinnen. An der Euronext in Paris konnten sich die Weizennotierungen nicht dem Abwärtsdruck aus Übersee entziehen und schlossen ebenfalls mit deutlichen Kursverlusten.

01.04.2015 CBoT-Maisfutures verloren gestern 4,5 % an Wert

Die Kurse der CBoT-Maisfutures verloren gestern 4,5 % an Wert, nachdem sowohl die USDA-Flächenschätzung und die Vorräte höher als erwartet ausfallen. Die Kurse fielen auf den tiefsten Stand seit dem 20. März.
Die USDA-Flächenschätzung kommt für Mais auf 89,199 Mio. acres, was einem 5-Jahres-Tief entspricht. Im Vorjahr hatten U.S. Farmer noch auf 90,597 Mio. acres Mais gelegt. Die Analysten erwarteten laut einer Reuters-Umfrage im Mittel 88,731 Mio. acres.
Am 1. März sollen die Maisbestände in den USA noch 7,745 Mrd. Bushel betragen haben. Das ist der zweithöchste Wert für diese Datum und 136 Mio. Bushel über der Analystenschätzung. Vor einem Jahr wurde der Bestand zum 1. März auf 7,008 Mrd. Bushel geschätzt.

31.03.2015 Matif Mais Chartanalyse

Der Matif Maiskontrakt Juni 15 bewegt sich zurzeit in einer engen Spanne seitwärts zwischen 160 und 166 Euro. An der Unterstützungslinie bei 160 Euro verläuft momentan auch die 50-Tage-GD-Linie, die vor einigen Tagen von der 18-Tage-GD-Linie von unten nach oben durchbrochen wurde. Diese Konstellation wird von Anlegern häufig als Kaufsignal gewertet, so wie im Oktober 14. Das könnte bedeuten, dass kurzfristig die 166er Line getestet und überwunden wird. Sollte der Kurs erneut am Widerstand abprallen, ist das Kursziel wieder 160 Euro.

31.03.2015 USA und Frankreich positionieren sich für den Weltmarkt

Der Weltmarkt für Getreide ist für den Erfolg der Farmer in den USA und Frankreich gleichermaßen von großer Bedeutung. Während die USA im letzten Jahr erheblich an Marktanteilen verlor, sucht der französische Genossenschaftsverbund In Vivo seinen Erfolg der letzten Jahre zu verstetigen. In beiden Ländern positionieren sich Interessengruppen, um in den kommenden Jahren für den Wettbewerb gut gerüstet zu sein.
In den USA hat sich eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Vorteile von U.S. Anbietern herausstellen soll. Das sind in erster Linie Zuverlässigkeit und Flexibilität, sagt Thomas Sleight, Präsident des amerikanischen Getreideverbands in einem Interview gegenüber Reuters.
Im Jahr 2012 fiel die Maisproduktion auf 10,8 Mrd. Bushel aufgrund einer großen Trockenheit. In dem Jahr verloren die Exporteure einen großen Teil ihrer Käufer im Ausland. Inzwischen ist die Produktion auf eine Rekordmenge von 14,2 Mrd. Bushel Mais angewachsen, nun sind es der starke U.S. Dollar, der gefallen Ölpreis sowie die Problematik um genetisch Veränderte Organismen, die die Exporte erschweren. Maisexporte fielen im aktuellen Vermarktungsjahr um 117 Mio. Bushel auf 1,8 Mrd. Bushel. Damit werden nur noch 39,1 % der Ernte ins Ausland verkauft, gegenüber 67 % vor 10 Jahren.
Der Getreideverband in den USA bewirbt Mais, Weizen, Gerste, Sorghum und andere Feldfrüchte in importierenden Ländern. Die Infrastruktur in den Verladehäfen und im Hinterland ist modern und Leistungsfähig. Darin heben sich die USA von Ländern in Südamerika oder am Schwarzen Meer ab. Neben traditionellen Empfängerländern wie Ägypten, wo der U.S. Getreideverband ein Büro unterhält, zielt man auch auf neue Käufer, wie Kuba, wo man gerne den Löwenanteil des Bedarfs bedienen möchte.
Frankreichs Genossenschaftsgruppe InVivo (200 Genossenschaften) blickt hingegen auf sehr erfolgreiche Jahre zurück. Man will in den kommenden 10 Jahren den derzeitigen Umsatz von 6 Mrd. Euros mit Agrarprodukten verdoppeln. Das soll durch strategische Partnerschaften, beispielsweise mit der U.S. Gruppe ADM, geschehen. Außerdem richtet man im Fernen Osten Büros in Singapur und Indonesien ein, die u.a. Exporte nach China organisieren sollen. Das Unternehmen stellt seine Gesellschafterstruktur zudem auf ein finanzstarkes und breiteres Fundament: Zu ihnen gehören die staatseigene Bank CDC oder die Credit Agricol, die das InVivo mit genügend Eigenkapital ausstatten.

31.03.2015 Taiwan kauft 65.000 Tonnen US-Mais

Taiwans Maize Industry Procurement Association (MFIG) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 65.000 Tonnen US-Mais gekauft. In der Ausschreibung wurden Herkünfte aus den Vereinigten Staaten, Brasilien und Argentinien berücksichtigt. Die Versendung soll je nach Herkunft der Ware zwischen dem 4. Mai und dem 7. Juni erfolgen. Quelle: Reuters

31.03.2015 Sojabohnenfläche expandiert

Die Sojabohnenfutures am CBoT stehen unter Verkaufsdruck, da erwartet wird, dass in den USA die Sojabohnen Anbaufläche ausgeweitet wird. Die Marktbeteiligten erwarten heute Nachmittag die Veröffentlichung des USDA-Berichts zur Flächennutzung in den USA. Analysten schätzen, dass der Anbau von Soja, Sorghum und andere Feldfrüchte auf Kosten der Mais ausgeweitet werden. Bei den Sojabohnen erhöht das den Angebotsdruck nachdem in Südamerika in diesen Wochen eine Rekordente eingebracht wird.

30.03.2015 Ukraine: Aussaat der frühen Sommerungen kommt gut voran

Farmer in der Ukraine haben bis zum heutigen Tage 1,35 Mio. Hektar frühes Sommergetreide (ohne Mais) für die Ernte in 2015 gesät. Das teilt heute das dortige Agrarministerium mit. Das Sind 55 % der geplanten Aussaatfläche. Darin enthalten sind 1 Mio. Hektar Sommergerste, 98.000 Hektar Sommerweizen sowie 121.000 Hektar Hafer und Erbsen. Im letzten Frühjahr hatten die ukrainischen Bauern zu gleichen Zeitpunkt 2,2 Mio. Hektar frühe Sommerungen gesät.
Inklusive Mais und Gerste wird in der Ukraine mit 7,6 Mio. Hektar ziemlich genau so viel Sommergetreide gesät, wie im Vorjahr. Analysten schätzen, dass die Getreideernte der Ukraine in 2015 auf 53 Mio. Tonnen fallen wird. Im Vorjahr hatte man eine Rekordmenge von 59,2 Mio. Tonnen eingefahren. Quelle: Reuters

30.03.2015 Unbekannte Destination kauft 131.172 Tonnen US-Mais

Privat US-Exporteure melden den Verkauf von 131.172 Tonnen Mais an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters

30.03.2015 Israelische Händler suchen Mais und Futterweizen

Eine Gruppe israelischer Händler hat internationale Tender zum Kauf von bis zu 85.000 Tonnen Mais und 45.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet Händlern zufolge am 1. April. Quelle: Reuters

30.03.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 24.03.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihre Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 17.03. - 24.03. um 1.574 Kontrakte. Sie reduzierten aber auch ihre Short-Positionen um 3.158 Kontrakte. Mit 65.965 Netto-Short-Positionen (- 1.584) ist die Mehrheit der institutionellen Anleger per 24.03. weiterhin bearisch gestimmt
Mais: Nachdem die institutionellen Anleger ihren Bestand im vorherigen Berichtszeitraum  (10.03. - 17.03) von 32.660 Netto-Long-Positionen in 37.030 Netto-Short-Positionen drehten, wurde die Entwicklung in dieser Woche (17.03. - 24.03.) wieder umgekehrt. Mit 751 Netto-Long-Positionen ist nun wieder eine kleine Mehrheit dieser Anlegergruppe eher bullisch gestimmt 
Sojabohnen: Wenig Veränderungen ergaben sich bei den Sojabohnen. Sowohl die Long-Positionen als auch die Short-Positionen wurden leicht erhöht. In Summe kam es zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 844 Lots auf 38.842 Lots.
27.03.2015 Safras & Mercado schätzt Brasiliens Maisernte auf 75,9 Mio. Tonnen

Das brasilianische Analystenhaus Safras & Mercado erhöhte seine Prognose für Brasiliens Maisernte 2014/15 von 74,7 Mio. Tonnen auf 75,9 Mio. Tonnen. Davon entfallen etwa 45,5 Mio. Tonnen auf die 2. Ernte, deren Aussaat gegenwärtig läuft. Quelle: Reuters

27.03.2015 Getreideexporte der Ukraine per 27. März
Die Ukraine hat per 27. März im laufenden Vermarktungsjahr  ab dem 1. Juli 26,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Zur selben Zeit im vergangenen Jahr lag die Menge bei 27,5 Mio. Tonnen.
Die Exporte im Einzelnen:
Weizen: 9,7 Mio. Tonnen
Mais: 12,7 Mio. Tonnen
Gerste: 4,1 Mio. Tonnen
Das Landwirtschaftsministerium der Ukraine schätzt das Exportvolumen des Landes in der laufdenden Vermarktungsperiode auf bis zu 37 Mio. Tonnen. Das wäre ein Anstieg um 4,2 Mio. Tonnen zur vorherigen Vermarktungsperiode (32,8 Mio. Tonnen). Ukrainische Landwirte ernteten 2014 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters
27.03.2015 Taiwan schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 31. März. Quelle: Reuters

27.03.2015 Südkoreas KFA kauft 60.000 Tonnen Futtermais

Südkoreas KFA hat 60.000 Tonnen Futtermais gekauft, nachdem gestern alle Angebote, die im Rahmen eine internationalen Tenderverfahrens erteilt wurden, aufgrund zu hoher Preise zurückgewiesen wurden. Direkte Nachverhandlungen führten zu einer Einigung. Der Preis liegt Händlern zufolge bei $196,99/Tonne c&f. Quelle: Reuters

26.03.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Weichweizenernte 2015
Der europäische Verband Coceral hat heute sein Prognosen für die 2015er in der Europäischen Union veröffentlicht.
Die Prognosen im Einzelnen:
EU-Weichweizenernte 2015: 138,6 Mio. Tonnen (148,3 Mio. Tonnen)
EU-Rapssaaternte 2015: 21,6 Mio. Tonnen ( 24,1 Mio. Tonnen)
EU-Maisernte 2015: 66,0 Mio. Tonnen ( 73,8 Mio. Tonnen)
EU-Gersteernte 2015: 58,4 Mio. Tonnen (60,2 Mio. Tonnen)

Die Werte in Klammern sind die Ergebnisse der 2014er Ernte

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