Matif: Mais August 2015

28.08.2015 EU-Kommission senkt Prognose für die Maisernte

Die Europäische Kommission hat hat ihre Schätzung für die diesjährige EU-Maisernte  auf von 65,5 Mio Tonnen auf 58,7 Mio Tonnen gesenkt.
Dagegen hat die Kommission ihre Prognose für die Weizenernte auf 140,7 Mio Tonnen angehoben. Im Vormonat lag die Erwartung noch bei 139,4 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

28.08.2015 IGC: Globale Getreideversorgung auf Rekordniveau

Das weltweite Getreideangebot wird in 2015/16 einen historischen Höchststand erreichen, so das International Grains Council (IGC) gestern gegenüber der Presse. Diese Entwicklung könnte die Lebensmittelpreise noch weiter unter Druck setzen.
Das IGC hat seine Schätzung für die russische, ukrainische und EU-Weizenernte als auch die für die U.S. Maisernte nach oben korrigiert. Diese Entwicklung sorgte dafür, dass die Kurse für Weizen an der CBoT auf ein Drei-Monats-Tief sowie die weltweiten Lebensmittelpreise im Juli auf ein Sechs-Jahres-Tief gesunken sind. Die weltweite Getreideproduktion in 2015/16 wird vom IGC jetzt mit 1,988 Mrd. Tonnen angegeben, das sind 18 Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung und nur geringfügig weniger als die Rekordernte der vorherigen Saison, die bei 2,015 Mrd. Tonnen lag.
Mit einem großen Überhang aus der letzten Saison werden am Ende der laufenden Vermarktungsperiode mehr als 10 Mio. Tonnen Restbestände geschätzt, soviel wie nie zuvor. Günstiges Wetter am Schwarzen Meer, der Kernregion des dortigen Getreideanbaus, hat in Russland zu einer Weizenernte von 59 Mio. Tonnen geführt, vier Mio. Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung. Aus der Ukraine werden jetzt 25 Mio. Tonnen erwartet, drei Mio. Tonnen mehr, als zuvor geschätzt. Auch die Ernte in der EU wird mit 151,9 Mio. Tonnen nun um 3,4 Mio. Tonnen höher erwartet. In den USA soll die Maisernte nun auf 340 Mio. Tonnen kommen, nach geschätzten 332 Mio. Tonnen zuvor. Zudem sind die Weizen-Sorghum-Ernten in den USA auch noch weiter nach oben korrigiert worden. Damit wird die schwächer als erwartete Ernte in Kanada überkompensiert. Weizen wird dort nun auf 25,5 Mio. Tonnen geschätzt, nach 28 Mio. Tonnen und Mais kommt auf 60,1 Mio. Tonnen nach 66,9 Mio. Tonnen. Weniger stark, als zu nächst befürchtet, waren die Hitze- und Trockenheitsschäden für Mais in der EU und in der Ukraine, sowie die beim Sommerweizen in Kanada.
China hat in den vergangenen Jahren seine Maisimporte und Futtermittelsubstitute wie Gerste, DDGs, Maniok und Sorghum aufgrund von subventionierten hohen lokalen Maispreisen stetig ausgeweitet. Für diese Produkte benötigen die Importeure aber ab dem 1. September Einfuhrlizenzen, was das Einkaufsverhalten ändern könnte. China wird nach Einschätzung des IGC in der Saison 2015/16 22,4 Mio. Tonnen Getreide importieren, das wären 1,3 Mio. Tonnen mehr als zuletzt geschätzt, aber 2,4 Mio. Tonnen weniger als in der vorherigen Saison. Quelle: Reuters

28.08.2015 Zustandsbericht: Französischer Mais erstmals mit besserer Bewertung

Der Zustand des Mais in Frankreich hat sich in der Woche bis zum 24. August ein wenig verbessert. Das teilte heute FranceAgriMer mit. Regen der letzten Tage hat den Pflanzen, nach der heißen und trockenen Zeit im Sommer, gut getan. In ihrem wöchentlichen Fortschrittsbericht teilt FranceAgriMer mit, dass nun 56 % der Maisbestände im Land mit „gut bis exzellent“ geratet sind. 1 % mehr als in der Vorwoche. Zuletzt hatte sich der Zustand der Pflanzen auf 55 % stabilisiert und nun zum ersten Mal seit dem Sommer sogar leicht verbessert.

27.08.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 177.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 35.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,264 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1,876 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 284.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 45.000 Tonnen).

27.08.2015 Brasilien wird Sojabohnenanbau in 2016 weiter steigern

Die größte Agrargenossenschaft in Brasilien erwartet für das kommende Jahr eine um 3 % größere Anbaufläche für Sojabohnen. Das wären dann 2,44 Mio. Hektar. Die Maisanbaufläche wird leicht eingeschränkt. Nach der großen Südamerikanischen Sojabohnenernte, die maßgeblich zu den aktuellen Überschüssen am Weltmarkt beitragen, folgt nun also eine weitere Steigerung der Anbaufläche. Schon bei durchschnittlichen Erträgen wird das die Überschusssituation weiter forcieren. Quelle: RJO´Brien

27.08.2015 Mais und Sojabohnenpreise sinken unter die Produktionskosten

Die Preise für die U.S. amerikanische Mais- und Ölsaatenernte werden nach Einschätzung von Bauernverbandsvertretern unter die Produktionskosten sinken. Man rechnet aufgrund einer rekordverdächtigen Ernte in den kommenden Monaten mit einem weiteren Preisverfall von 1 bis 2 Cent/Buschel. Die sich auftürmenden Verluste könnten zu noch höheren Erträgen führen, da die Erzeuger damit ihre Kosten aufzufangen versuchen. Das wiederum werde auch die ohnehin schon auf mehrmonatigen Tiefstständen angelangten Kurse am Terminmarkt weiter unter Druck setzten.
Auf der Getreidebörse in Seam Reap, Thailand, äußerten U.S. Verbandsvertreter die Erwartung, dass die Sojabohnenfutures unter die Marke von $8/Bushel und Maiskontrakte auf $3/Bushel notieren werden. Die Produktionskosten wurden mit $8 bis $9/Buschel bei Sojabohnen und $4 - $5/Buschel für Mais angegeben. So der Präsident des U.S. amerikanischen United Soybean Board Jim Call. Die Farmer hätten keine andere Wahl: sie müssen die Produktion steigern. 97 % der U.S. Farmer sind Familienunternehmen. In einigen Regionen der USA notieren die Kassapreise für Sojabohnen bereits 65 Cent unter dem November-Termin am CBoT.

27.08.2015 Getreidemail

Ein starker US-Dollar gegenüber dem Euro, schwache Exportaussichten für US-Weizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge schwächer schließen. Die staatliche Getreideagentur Tunesiens hat 75.000 Tonnen Weichweizen und 125.000 Tonnen Durum mittels einer Ausschreibung gekauft. Irans stellvertretender Landwirtschaftsminister meldet, dass der Iran aufgrund einer zufriedenstellenden Ernte in diesem Jahr keinen Weizen importieren wird. Irans Landwirtschaftsministerium hat bisher 7,8 Mio Tonnen inländischen Weizen aufgekauft. Diese Menge wird voraussichtlich auf mehr als 8 Mio Tonnen steigen. Ägypten schreibt den Kauf von Weizen zur Lieferung im Oktober aus. Die eCBOT handelt zur Stunde fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee. Bangladesch hat bereits zum zweiten Mal in 14 Tagen französischen Weizen beanstandet, weil angeblich die Qualität nicht passt.

26.08.2015 Argentinien: nach den Wahlen Zollsenkung und Abschaffung von Exportquoten?

Der argentinische Oppositionsführer und Präsidentschaftskandidat Mauricio Macri hat gestern gegenüber Verbandsvertretern aus der Agrarbranche geäußert, dass er, im Falle eines Wahlsieges, die Exportsteuern auf Soja schrittweise senken und die Quoten für Weizen- und Maisexporte abschaffen werde. Der Wahlkampf geht jetzt in die heiße Phase, am 25. Oktober wird ein neuer Präsident gewählt.
Farmer im südamerikanischen Kraftpaket der Getreideerzeugung haben sich stets durch eine 35 % Exportsteuer auf alle Sojaausfuhren sowie enge Exportquoten für Mais und Weizen benachteiligt gefühlt. Während die Welt immer mehr Lebensmittel nachfragt, wurde in Argentinien die Produktion begrenzt und Gewinne verhindert.
Macri plant, einen jährlichen Abbau der Exportsteuer von 5 %. Er ist derzeit Bürgermeister von Buenos Aires und ein wirtschaftsnaher Politiker und steht derzeit auf Platz zwei, wenn es nach den Umfragewerten geht. Auf Platz eins ist Daniel Scioli, der Gouverneur der Provinz Buenos Aires, wo der Getreideanbau dominiert. Er hat sich noch zu keiner eindeutigen Position in der Frage nach Zoll und Quoten geäußert. Er sei offen, die Steuer- und Exportpolitik zu überdenken. Sein Ziel ist es, Argentinien wettbewerbsfähig zu machen. Dazu gehören Investitionen in das Schienennetz und in die Wasserstraßen.
Argentinien ist weltweit der bedeutendste Exporteur von Sojaschrot und die Nr. 3 von Sojabohnen. Beide Bereiche bringen harte Devisen in das finanziell angeschlagene Land mit einer linken Regierung. Die Landeswährung, der Peso, sank am Dienstag am Schwarzmarkt auf ein Rekordtief. Scioli ist bereit, politische Entscheidungen der aktuellen Präsidentin Fernandez, die nicht so gut liefen, zu korrigieren. Er sagt aber auch, dass mit den Maßnahmen in der Getreidewirtschaft die soziale Sicherheit und ein Wohlfahrtprogramm gewährleistet waren.
In Vorwahlen am 9. August hat Macris Partei (Let´s Change-Allianz) 30 % der Stimmen errungen, gegen 38,4 % der Regierungspartei (Front For Victory). Quelle: Reuters

26.08.2015 Asiens Einkäufer decken sich früh mit Getreide und Ölsaaten ein

Asiens Getreideeinkäufer versorgen sich weit im Voraus mit billigen Forwards. Sie nutzen die derzeit niedrigen Getreidepreise für Lieferungen bis weit ins nächste Jahr. Verträge so weit im Voraus sind selten. So kaufte Thailand kürzlich 300.000 Tonnen Futterweizen aus der Schwarzmeer-Region zur Lieferung zwischen Januar und April 2016 für $208 bis $210/Tonne frachtfrei. Käufer in Indonesien haben sich bereits bis Dezember mit Mais, Sojaschrot und DDGs eingedeckt.
Der Kurs am CBoT, dem Referenzmarkt für U.S. Weizen, ist in diesem Jahr bereits um 15 % gefallen und notiert pro Bushel aktuell nahe der 5-Dollar-Marke auf einem Zwei-Monats-Tief. Das Angebot der Exporteure aus den USA, Russland, der Ukraine und Europa ist groß.
Die Kurse für Sojabohnen sind in dieser Woche auf den niedrigsten Stand seit 2009 gefallen, nachdem in den USA während der kritischen Phase der Ertragsbildung Regen gefallen war. Parallel dazu gab es Unruhen am Kapitalmarkt in China, dem größten Sojabohnenkäufer der Welt.
Fallende Preise reizen die Einkäufer in Asien oft zu frühen Buchungen; jetzt sogar ein Dreivierteljahr im Voraus. In den letzten drei Jahren stiegen die Offerten neben denen aus den USA auch aus den Überschussregionen Brasilien, Argentinien, Russland, der Ukraine sowie Frankreich. Die Ukraine hat beispielsweise in dieser Vermarktungsperiode einen Exportüberschuss von 40 Mio. Tonnen Getreide. In der Saison 2014/15 exportierte das Land die Rekordmenge von 34,8 Mio. Tonnen. Schwache Währungen verbilligen das Getreide noch zusätzlich. Der russische Rubel hat gegenüber der U.S. Dollar seit Jahresbeginn ein Viertel seines Wertes eingebüßt; der brasilianische Real gegenüber dem USD sogar um 35 %.

26.08.2015 Südkorea kauft 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 55.000 Tonnen Mais (Lebensmittelqualität) wahlweise aus den Vereinigten Staaten oder Südamerika. Der Preis liegt bei $192,69/Tonne c&f einschließlich einer Gebühr für die Entladung an einem zweiten Hafen. Gesucht wurde Mais zur Lieferung am 25. Dezember. Quelle: Reuters

25.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

25.08.2015 Argentiniens Farmer fordern liberalere Exportpolitik

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen machen Argentiniens Farmer durch einen fünf-tägigen Streik auf sich aufmerksam. Sie wollen deutlich machen, dass die scheidende Präsidentin Cristina Fernandez in ihrer Präsidentschaft die Einkommensmöglichkeiten der Farmer zerstört hat. Das Südamerikanische Land ist weltweit der größte Lieferant für Sojaschrot.
Der Streik wird wohl die Getreideverschiffungen jetzt wohl noch nicht beeinträchtigen, da die Silos in den Häfen voll sind. Die Streiks sollen aber im Oktober, zeitnah zu der Präsidentschaftswahl, ausgeweitet werden, um eine Aussage der Präsidentschaftskandidaten zur zukünftigen Exportpolitik des Landes zu erzwingen. Zurzeit gelten Mengenbeschränkungen beim Export von Mais und Weizen und ein 35%-Zollsatz auf alle Sojaexporte. Damit hätten sie große Wettbewerbsnachteile gegenüber Brasilien und Paraguay zumal auch noch der Kurs des argentinischen Pesos künstlich hoch gehalten wird. Alle diese Maßnahmen der Regierung seinen absolut negativ für die Farmer gewesen. Quelle: Reuters

25.08.2015 China ist nicht der Grund für die Preisschwäche bei Rohstoffen

Einer der Gründe, weshalb die Rohstoffpreise sinken ist die Erwartung, dass die Nachfrage aus China nachlässt. Immerhin ist China die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Diese Befürchtungen bestätigen sich allerdings nicht in der Außenhandelsstatistik vom Juli. Bei mindestens 21 Rohstoffen stiegen die Importe über 20 % zum Vorjahr.
Gewiss, es sind auch viele unbedeutende Rohstoffe dabei, aber auch die großen, angeführt von Rohöl (+29,3 %) finden sich in der Liste. Auch der Import von Ethanol ist bemerkenswert: allein im Juli wurde die halbe Menge des gesamten vorherigen 12-Moants-Zeitraums eingeführt. Im Monatsvergleich Juli 14 zu Juli 15 war die Steigerung 236.594 %.
Auch andere Agrargüter wurden in erstaunlich großer Menge eingeführt: Weizen +158 %, Gerste +67,9 %, Mais + 1.184 %, Maniok + 28,5 %, Reis +78,2 % Sojaöl + 25,8 % Palmöl +53,3%, Kautschuk +70,1 % und Zucker +72,7 %.
Es ist immer gefährlich, bei derartigen Steigerungsraten nur eines Monats zu euphorisch zu werden. Zumindest kann man aber sagen, dass der Importbedarf Chinas für die genannten Produkte gut ist. Auch bei den großen Rohstoffen sieht es nicht schlecht aus, auch wenn Rohöl der einzige Rohstoff ist, der über 20 % steigt. Eisenerz + 4,4 %, Kupfer + 7,2 % aber Kohle -7,7 %. Bei jedem Rohstoff gibt es spezifische Gründe, aber allen ist gemein, dass günstige Preise stets das Kaufinteresse aus China verbessert haben. Auch wenn die Rohstoffe vorerst eingelagert werden, China kauft gerne billig.
Günstige Einkaufsmöglichkeiten in Kombination mit einem abgewerteten Yuan könnten jetzt der exportorientierten Industrie Chinas gute Aufträge bescheren, denn Nachfrage nach günstigen Gütern gibt es überall. Möglicherweise markieren die Juli-Zahlen einen Wendepunkt in Chinas Wirtschaftswachstum und es gibt sicherlich auch andere Gründe für den bodenlosen Preisverfall einiger Rohstoffe, wie ein Überangebot oder die große Volatilität der Kapitalmärkte. Aber Chinas Importbedarf ist sicher nicht der Grund für die Preisschwäche bei Rohstoffen, auch wenn eine Bruchlandung der chinesischen Wirtschaft nicht auszuschließen ist. Die Geschichte lehrt, dass günstige Rohstoffpreise Chinas Wirtschaft immer beflügelt haben.

24.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 11.08. - 18.08. um 1.713 Kontrakte. Sie verringerten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 6.455 Kontrakte. 4.482 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 18.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 12.650 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 8.249 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 22.014 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 30.263 Kontrakte auf 70.855 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen verringerten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 17.181 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 9.752 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 26.933 Lots auf 32.420 Lots reduziert.
24.08.2015 MARS schätzt Maisernte in der EU zum zweiten Mal in Folge schwächer

Das satellitengesteuerte System der EU für die Ernteprognosen in Europa MARS reduziert die Ernteerwartungen für Mais zum zweiten Mal in Folge, da trockenes und heißes Wetter weiterhin die Pflanzen in den großen Anbauregionen stresst. Der durchschnittliche Ertrag liegt jetzt bei 6,4 Tonnen pro Hektar; im Juli wurden noch 6,71 Tonnen/Hektar geschätzt. Das sind 20,5 % weniger als im Vorjahr und 8,8 % weniger als im 5-Jahres-Mittel.
Die Weizenerträge der EU werden auf 5,81 Tonnen pro Hektar, geringfügig mehr als im Vormonat geschätzt (5,8). Das sind 5,4 % weniger als in 2014 aber 2,5 % mehr als im 5-Jahres-Mittel.
MARS hat zudem die Ernteerwartungen für die Zuckerrübenernte mit 71,35 Tonnen pro Hektar geschätzt, die Juli-Prognose lag bei 71,91 Tonnen pro Hektar. Jetzt sind es 7,5 % weniger als in 2014 aber 1,3 % über dem 5-Jahres-Mittel. Quelle: Reuters

24.08.2015 Getreidemail

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, schwache Finanzmärkte, Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben auch vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Russlands Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose für die diesjährige Getreideernte von 101,5 Millionen Tonnen auf 102,9 Millionen Tonnen erhöht. Trockenheit, Hitze und Hagel haben Kanadas Weizenernte gemindert. Laut einer Umfrage der kanadischen Statistikbehörde Statistics Canada, die in der Zeit vom 22. Juli bis 3. August durchgeführt wurde, schätzt man die Gesamtweizenernte auf 24,6 Mio Tonnen. Das sind 15,9 Prozent weniger als 2014.
Die eCBOT handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten.
Durch die schwachen Vorgaben aus Übersee und einen festeren Euro gegenüber dem US-Dollar mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Kursabschläge hinnehmen. 

21.08.2015 Prognose: Chinas Importe von Maissubstitute sinken in 2015/16 um 33 %

Chinas importierte im Juli die Rekordmenge von 1,1 Mio. Tonnen Destillers Dried Grains (DDGs), 67 % mehr als im Juli 2014. Außerdem importierte das Land der Mitte auch im Juli 1,11 Mio. Tonnen Mais, davon 938.000 Tonnen aus der Ukraine. Des Weiteren importierte China 1,1 Mio. Tonnen Sorghum und das alles obwohl China Rekordbestände an Getreide in den staatlichen Interventionslägern zu liegen hat. Die Preise dafür sind den Verarbeitern aber zu hoch. Nun will die Regierung in Peking Importe von DDGs, Sorghum, Gerste und Cassava (Maniok) nur noch gegen die Ausgabe von Lizenzen erlauben. Experten erwarten, dass Importe dieser Mais-Substitute noch während der Vermarktungssaison 2105/16 um 10 Mio. Tonnen oder 33% sinken werden.

21.08.2015 Zustand der französischen Maisbestände hat sich stabilisiert

In der Woche vor dem 17. August haben sich die Maisbestände in Frankreich nicht mehr weiter verschlechtert. Kühlere Temperaturen und Regen brachten dem Mais eine Linderung nach den heißen und trockenen Bedingungen dieses Sommers.
Ein Bericht von FranceAgrimer sieht 55 % der Maisbestände in einem „guten bis exzellenten“ Zustand; unverändert zur Vorwoche. Die Weichweizenernte war am 17. August zu 99 % durch, zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 94 %. Quelle: Reuters

21.08.2015 Getreidemail

Technische Käufe verbunden mit Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar gegenüber dem Euro, Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 314.400 to US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen von 300.000-500.000 to. Im Vergleich zum Vorjahr wurde aus der neuen U.S. Ernte bisher 8 % weniger Weizen verkauft, während das USDA zum Ende der Vermarktungssaison einen Anstieg der Exporte von 8 % erwartet.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde mit leichten Abschlägen.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten leicht zu. Nur der auslaufende September-Termin musste Verluste hinnehmen.

21.08.2015 Chinas Wirtschaftsdepression drückt Sojakomplex auf Mehrjahres-Tief

In den letzten zwei Wochen sind die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures um 6 % gefallen. Nach den jüngsten Regenfällen sind die Ertragsaussichten im Mittleren westen der USA hervorragend. Daneben drücken die Sorgen um Chinas Wirtschaft auf die Kurse inzwischen auf ein Mehrjahres-Tief.
Gestern haben institutionelle Anleger allerdings erst einmal Kasse gemacht und 10.000 Lots Sojabohnen- und 6.000 Lots Sojaschrot-Shortpositionen glattgestellt. Die November-Notierung stieg wieder über die 9-Dollar-Marke pro Bushel. Nach Einschätzung aus Fernost von heute Morgen gibt es aber wenig Potential für weiter steigende Kurse.
Die gestrigen Exportmeldungen des USDA waren bei Mais und Sojabohnen für die alte Ernte überraschend positiv, während die Verkäufe der neuen Ernte deutlich hinter dem Vermarktungsfortschritt früherer Jahre zurückbleiben. Argentiniens 2014/15-Sojaernte soll nach Einschätzung des dortigen Agrarministeriums 61,4 Mio. Tonnen bringen, 600.000 Tonnen mehr als in der vorherigen Schätzung.
Händler haben heute den Blick auf den Wochenschluss an Chinas Börsen.

20.08.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 95.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 9.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,087 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1,846 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 249.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 43.000 Tonnen).

20.08.2015 Mexiko kauft US-Mais

Private Exporteure melden den Verkauf von 193.040 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

19.08.2015 Peking reformiert staatliche Lagerhaltung für Mais

Kenner der chinesischen Agrarpolitik erwarten, dass China, der zweitgrößte Maiskonsument der Welt, seine umstrittene Subventionspolitik für Mais noch ein Jahr fortführen wird, bevor es in 2017 zu einer völligen Freigabe des Marktes kommen soll. Eine Reformkommission und der Sprecher des Ministeriums haben bereits im letzten Monat verlautbart, dass zukünftig der freie Markt eine maßgebliche Rolle spielen soll. Die staatliche Lagerhaltung soll vollständig reformiert werden.
Die Subventionierung von Maispreisen, die das Einkommen in den ländlichen Regionen stützen sollte, soll nun schon in diesem Jahr abgebaut werden. Die staatlichen Garantiepreise lagen teils 50 % über denen am Weltmarkt. Dadurch haben Futtermittelhersteller ihre Futtermittekomponenten lieber am internationalen Markt eingekauft. Mit dem Beginn der neuen Vermarktungssaison ab Oktober wird sowohl die Menge, als auch der Garantiepreis für staatliche Maiskäufe reduziert. Von 20 % Preisrückgang ist die Rede, dagegen regt sich aber Widerstand aus den großen Anbauregionen im Nordosten des Landes, wo 40 % des chinesischen Getreides wächst.
Mit der Freigabe des Marktes erhofft sich die Regierung in Peking eine wettbewerbsfähige Futtermittelindustrie, die bisher rote Zahlen schreibt. Die Annahme von Mais in die staatliche Lagerhaltung soll zudem strikteren Qualitätskontrollen unterliegen. Der Preisschnitt könnte die Importe von Mais, Sorghum, DDGs und Gerste um bis zu 30 % verringern, so die Analyse.

19.08.2015 SovEcon erwartet auch im August deutlich weniger Weizenausfuhren aus Russland

Das russische Beratungsunternehmen SovEcon erwartet, dass der russische Getreideexport im August 3,2 Mio. Tonnen nicht übersteigt, weil die Ernte später abgeschlossen wurde und der Zoll auf Weizenausfuhren hinderlich ist. Im August des Vorjahres wurden 4,7 Mio. Tonnen Getreide ausgeführt. Bereits im Juli fielen die russischen Getreideexporte auf 2,1 Mio. Tonnen (inklusive Mehl und Hülsenfrüchte), dem niedrigsten Stand der letzten vier Jahre.
Die Weizenexporte haben sich im Juli wegen dem seit 01. Juli geltenden Zoll sogar halbiert. Die Ausfuhren von Gerste und Mais dagegen waren so umfangreich wie vorher. Im August steigt die Exportmenge, da die neue Ernte zur Verfügung steht; die Verladungen bleiben aber hinter denen des Vorjahres zurück.
Der Zollsatz für Weizen berechnet sich aus 50 % des Exportpreises, abzüglich 5.500 Rubel/Tonne, aber nicht weniger als 50 Rubel/Tonne. Die Regierung überlegt derzeit eine Änderung der Berechnungsformel; am 10. September soll dazu eine Entscheidung fallen.

18.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

18.08.2015 Maispreise stabilisieren sich

Eine stabile Nachfrage nach Mais begrenzt das Abwärtspotential der CBoT-Kurse auf Maisfutures; das meint heute Morgen Kaname Gokon, Broker in Tokyo. Eine schwächere Bewertung der U.S. Maisbestände stützt heute die Kurse.
Die Kursverluste der vorherigen Sitzungen werden seit dem letzten USDA-Bericht am Mittwoch letzter Woche von Tag zu Tag kompensiert. Das USDA schätzte gestern noch 69 % der Feldbestände mit „gut bis exzellent“ ein, in der letzten Woche waren es 70 % und vor einem Jahr 72 %.

17.08.2015 Starke Nachfrage nach brasilianischen Sojabohnen und Mais

Die Anzahl der Schiffe, die in brasilianischen Häfen Sojabohnen und Mais laden wollen, übertrifft die des Vorjahres um 73 %, so die Daten der Speditionsagentur Williams. Eine Abwertung der brasilianischen Währung Real gegenüber dem U.S. Dollar um 23 % macht die Agrarrohstoffe aus Brasilien gegenüber anderen Lieferländern wie den USA zusätzlich wettbewerbsfähig.
Nach Auskunft der Speditionsagentur Williams sollen noch 80 Schiffe 4,78 Mio. Tonnen Sojabohnen und 82 Schiffe 4,53 Mio. Tonnen Mais laden. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr waren 57 Schiffe zur Beladung für 3,2 Mio. Tonnen Sojabohnen und 40 Schiffe für 2,16 Mio. Tonnen Mais angemeldet.
In 2014 hat Brasilien die USA von der weltweiten Führungsposition der Sojabohnenlieferanten verdrängt; bei den Maisexporten ist das Südamerikanische Land auf Platz 2 hinter den USA zu finden. Trotz des jüngsten Kursverlust für Sojabohnen am CBoT, kosten die Sojabohnen in der Landeswährung mehr als vorher, weil die Wechselkurse sich verändert haben. Der Preis für einen 60-kg Sack Sojabohnen im Hafen von Paranagua wird derzeit mit 79,53 Real angegeben, der höchste Kurs seit drei Jahren.
Brasilien hat seine Sojabohnenernte vor wenigen Monaten abgeschlossen und wendet sich jetzt seiner zweiten Maisernte zu. Die Ernte dafür startet in wenigen Wochen. Die Prämie für brasilianische Sojabohnen zur Lieferung im September ab dem Hafen von Santos wird derzeit mit $1,27 per Bushel angegeben, das sind 44 % mehr als zum Erntestart im Juli. Die große Getreidenachfrage hat Conab, den staatlichen Getreidehändler Brasiliens, dazu veranlasst, Anfang August seine Schätzung für den Jahresexport für Sojabohnen auf 49,1 Mio. Tonnen und für Mais auf 26,4 Mio. Tonnen anzuheben. Quelle: Reuters

17.08.2015 Taiwan sucht US-Mais und Sojabohnen

Die Taiwan Sugar Corp. hat einen internationalen Tender zum Kauf von 23.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) und 12.000 Tonnen Sojabohnen (beides US-Herkunft) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 19. August. Die Versendung der Ware soll von der US-Golfküste (12.-26. November) oder von der Pazifik Nordwest-Küste (27. Nov. - 11. Dezember) erfolgen. Quelle: Reuters

17.08.2015 Ein Lichtblick für Ethanol

Die jüngsten Meldungen aus China haben die Rohstoffanbieter deprimiert: Ein schwaches Wirtschaftswachstum, sinkende Aktienkurse und die Abwertung der Währung, lassen eine schwache Nachfrage erwarten. Es gibt allerdings eine Ausnahme, denn die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat damit begonnen, Ethanol in so großen Mengen zu importieren, und Optimisten hoffen, dass sich ein bedeutender Markt, vergleichbar mit dem Volumen von am Weltmarkt verfügbarer Gerste, entwickeln kann.
Chinas staatlicher Einkäufer für Ölsaaten und Lebensmittel COFCO hat in den vergangenen Monaten mit dem Bezug von Ethanol aus seinen jüngst erworbenen Ölmühlen in Brasilien begonnen. Das waren die ersten Ethanol-Importe aus Brasilien seit 2012. Andere chinesische Käufer, aber auch Süd Korea, haben in den USA Ethanol zur Lieferung im August geordert. Die Mengen sind zwar noch übersichtlich, aber bereits im ersten Halbjahr 2015 wurden mehr als die Gesamtmenge des Vorjahres von China importiert. Händler spekulieren aber darüber, dass diese Steigerung eine Änderung in Pekings Importpolitik signalisiert und dass sich damit die globale Ethanol-Industrie verändert.
Im letzten Jahr hatten sich die chinesische COFCO und die brasilianische Noble Group über $1,5 Mrd. Agrarbeteiligungen verständigt und damit auch Ethanol-Lieferungen vereinbart. Das kann darauf hindeuten, dass Chinas Auslandsbeteiligungen an Rohstoffquellen der Grund für die Importe darstellt, und noch kein Wandel in der Nachfrage ist. Möglicherweise ist das gesteigerte Interesse an ausländischem Ethanol auch nur mit den günstigeren Preisen für Zucker und Mais am Weltmarkt begründet. Die lokalen Bezugspreise für Mais und Weizen sind durch das chinesische Interventionssystem um 30 bis 40 % teurer als am Weltmarkt. Peking hatte aber in den letzten drei Jahren den staatlichen Ölfirmen in einer Erprobungsphase Ethanol-Käufe erlaubt. Wenn die Importe jetzt aber zunehmen, könnte es den Zorn aus Peking auf sich ziehen.
Für die Verkäufer am Weltmarkt, wie die Noble-Gruppe, Louis Dreyfus und Vitol sind die höheren Einkaufsmengen Chinas ein Segen. Wenn sich das fortsetzt, ermöglicht auch ADM und Pacific Ethanol, deren Margen durch den Verfall des Ölpreises sowie steigenden Produktionskosten für Mais gesunken sind, einen Abbau ihrer hohen Ethanol-Bestände.
Die schwächere Wirtschaft in Brasilien dürfte zu einem geringeren Inlandsbedarf für Treibstoff führen. Niedrige Einkünfte aus der Ethanol- und Zuckerproduktion bei gleichzeitig höheren Kosten für auf Dollarbasis berechnete Betriebsmittel und Finanzierungskosten belasten die Unternehmen.
Kein Wunder, dass U.S. Amerikanische und Brasilianische Ethanol-Produzenten, die für 80 % der weltweiten Ethanol-Produktion stehen, jetzt auf China setzen. In diesem Jahr wird der chinesische Zukaufbedarf auf 2,3 Mio. Tonnen geschätzt. Der Markt dürfte sich aber um ein vielfaches erweitern, wenn erst eine 10%ige Beimischung von Ethanol für das ganze Land angeordnet wird, wie es schon in einigen Provinzen der Fall ist.
China hat im Juni rund 5.000 Tonnen Ethanol aus den USA importiert. Das ist halb soviel, wie die Jahresmengen in 2013 und 2014. Ende August sollen 50.000 Tonnen an China ausgeliefert werden. Brasilien exportierte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 11.250 Tonnen Ethanol, das aus Zuckerrohr hergestellt wurde, die ersten Ethanol-Importe aus Brasilien seit 2012.
Das alles sieht nach einer Trendwende aus, es ist aber noch zu früh, um sichere Aussagen zu treffen, so ein Analyst der Rabo Bank.

17.08.2015 Israelische Käufergruppe schreibt Maistender aus

Eine israelische Käufergruppe hat einen Tender zum Kauf von über 110.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft (Schwarzmeer-Region, Vereinigte Staaten oder Südamerika) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet morgen Dienstag, den 18.08.15. Quelle: Reuters

16.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 04.08. - 11.08. um 2.157 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 765 Kontrakte. 12.650 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 11.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 14.042 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 12.242 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 50.439 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 62.681 Kontrakte auf 101.118 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.374 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.110 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 8.484 Lots auf 59.353 Lots erhöht.
14.08.2015 Studie: Lebensmittelengpässe immer häufiger

Extremes Wetter wie heftige Stürme, Trockenheit und Hitzewellen werden immer öfter ernste Lebensmittelengpässe vor dem Hintergrund des Klimawandels und einem Wandel im Versorgungssystem mit Lebensmitteln verursachen. Das ist die Aussage einer Studie von britischen und amerikanischen Experten, die heute veröffentlicht wurde.
Der Druck auf die weltweite Versorgung mit Lebensmitteln sei enorm und die Zunahme von Wetterextremen sei so rapide, dass Engpässe nicht mehr nur einmal im Jahrhundert, sondern zukünftig alle 30 Jahre eintreten werden, so Professor Tim Benton von der Universität in Leeds, der die Studie im Namen der britischen Regierung vorstellte. Die Ereignisse kommen nicht nur öfter, sondern sie nehmen auch noch an Intensität zu.
Der Bericht wurde von der UK-US Task Force für Wetterextreme und globale Lebensmittelversorgung erstellt. Die Autoren warnen auch vor nationalen Schutzreflexen auf Produktionsengpässe, wie die Einrichtung eines Im- oder Exportbanns für bestimmt Rohstoffe, die die Problemlage noch verstärken und Schwankung von Lebensmittelpreisen weiter anfeuert. Das führt zu einer Spirale von Kontrollverlust, so die Experten.
Die Wissenschaftler betrachteten die weltweit bedeutendsten Agrar-Rohstoffmärkte Mais, Sojabohnen, Weizen und Reis in Bezug auf den zukünftigen Einfluss von Trockenheit, Stürmen und Überflutungen. Da die meisten der vier genannten Rohstoffe weltweit von nur einigen wenigen Ländern wie China, den Vereinigten Staaten und Indien kommen, kommen Extremwetterlagen in diesen Regionen einer besonderen Bedeutung bei. Während eine bessere Vernetzung untereinander einerseits die Schwachstelle eines lokalen Engpasses mindern kann, können umgekehrt große Einbrüche in fernen Überschussgebieten den Schock sogar verstärken.
Der Report empfiehlt den Aufbau von Notfallplänen und fordert bessere Vorhersagemodelle, um die Auswirkungen von Versorgungsengpässen zu mindern. Außerdem soll eine Stärke-Schwäche-Analyse für den internationalen Handel mit Lebensmitteln erstellt werden. Die Landwirtschaft wird aufgefordert, sich auf den Klimawandel einzustellen und robustere Kulturen zu nutzen, die Extremwetter aushalten können. Gleichzeitig müsse die Produktivität gesteigert werden, da die Weltbevölkerung wächst und mehr Lebensmittel benötigt werden. Quelle: Reuters

14.08.2015 Mais: Short-Händler an der Dalian-Börse in Peking in Not

Spekulanten mit Short-Position in Maisfuture an der chinesischen Terminbörse in Dalian sind in eine Falle geraten. Trotz der großen weltweiten Versorgung mit Mais sind an Chinas Agrar-Terminbörse die Maiskurse gestiegen. Zwar gibt es auch in Chinas Kassamarkt Mais im Überfluss, aber die für die Andienung an der Börse geeignete Qualität gibt es dort kaum.
Einen Monat vor der September-15-Fälligkeit gibt es an der Börse einen Kontraktbestand von mehr als 400.000 Lots, das sind 20-mal mehr, als vor einem Jahr. Der Kontraktbestand entspricht einer Menge von mehr als 2 Mio. Tonnen Mais.
In den Interventionslägern Chinas lagern noch über als 80 Mio. Tonnen Mais aus der letzten Ernte. Es war lange Zeit im Gespräch, dass Peking die Interventionspreise für die neue Ernte kürzt. Ein Ergebnis dazu liegt noch nicht vor. Zu niedrige Preis würden die Einkommen der Bauern schmälern und der Landflucht Vorschub leisten. Inzwischen liegen die Maispreise in China 40 % über dem internationalen Niveau. Durch die Abwertung des Yuan und einer restriktiven Importpolitik bleibt der Marktpreis aber vorerst auf dem hohen Niveau, zumal die Regierung kurz vor der Ernte nur geringe Mengen aus der Intervention freigibt.

14.08.2015 FranceAgriMer wertet französische Maisbestände erneut ab

Die französischen Maisbestände haben sich per 10. August erneut verschlechtert. Nur noch 55% der Bestände werden von FranceAgriMer mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet. Per 3. August lag die Quote bei 58%.
Die französische Weichweizenernte ist unterdessen nahezu abgeschlossen. 99% der Bestände wurden per 10. August gedroschen versus 86% in der Vorwoche. Quelle: Reuters

14.08.2015 Getreidemail

Technische Käufe nach den deutlichen Verlusten vom Vortag, Gewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger kauften 6.000 CBoT Weizen Kontrakte. Ägyptens GASC hat per Tender 175.000 Tonnen Weizen zu einem Durchschnittspreis von 194,74 $/Tonne c&f gekauft. 115.000 Tonnen Weizen wurden in der Ukraine gekauft, weitere 60.000 Tonnen wurden in Russland gekauft Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht schwächer.
An der Euronext in Paris profitierten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen moderat zulegen. Der Deutsche Raiffeisenverband hat seine mtl. Prognose der deutschen Winterweizenernte 2015 von 25,43 Mio. Tonnen auf 25,70 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 7,5%. Die Prognose der EU-Weizenernte wurde von Strategie Grains um 3,1 Mio. Tonnen auf 144 Mio. Tonnen erhöht. Sie läge damit 4% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (149,3 Mio. Tonnen).

13.08.2015 Südkoreas KOCOPIA kauft über 60.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 60.000 Tonnen Mais (Lebendmittelqualität) wahrscheinlich in den Vereinigten Staaten oder in Südamerika. Der Preis liegt bei $193,30/Tonne c&f zzgl. einer Gebühr für die Entladung an einem zweiten Hafen. Gesucht wurde Mais zur Lieferung am 5. Dezember. Quelle: Reuters

13.08.2015 DRV reduziert Prognose der deutschen Maisernte 2015 auf 3,91 Mio. Tonnen
Der Deutsche Raiffeisenverband  hat seine Prognose der deutschen Winterweizenernte 2015 von 25,43 Mio. Tonnen (Juli-Prognose) auf 25,70 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 7,5%.
Die deutsche Maisernte prognostiziert der Verband auf 3,91 Mio. Tonnen. Die Vormonatsprognose lag bei 4,64 Mio. Tonnen. Im Vorjahresvergleich wäre das ein Rückgang um 23,9%.
Deutschlands Rapsernte wurde auf 4,91 Mio. Tonnen geschätzt (+100.000 Tonnen zum Juli). Das wäre ein Rückgang um 21,3% zum Vorjahr.
13.08.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union korrigierte in dieser Woche die Höhe der erteilten Importlizenzen für Mais aufgrund einer fehlerhaften Übertragung eines Mitgliedsstaates aus der Vorwoche auf 992.000 Tonnen. Exportlizenzen wurden für 22.000 Tonnen Mais erteilt. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 992.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1,762 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 240.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 35.000 Tonnen).
13.08.2015 Strategie Grains reduziert Prognose der EU-Maisernte 2015
Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen Maisernte in der Europäischen Union aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen um 7,1 Mio. Tonnen auf 59,6 Mio. Tonnen reduziert. Zur Vorjahresernte mit 75,7 Mio. Tonnen (Rekordjahr) wäre das ein Rückgang um 21%. Der Mangel an Niederschlag und die hohen Temperaturen hat den Pflanzen in der kritischen Wachstumsperiode geschadet.
Die Ernte-Schätzungen für Frankreich, Deutschland, Österreich und Italien wurden um insgesamt 3,6 Mio. Tonnen reduziert. Für Ungarn, Rumänien, Bulgarien Polen, der Slowakei und der Tschechischen Republik wurden die Schätzungen um insgesamt 3,3 Mio. Tonnen reduziert.
Die Prognose der EU-Weizenernte wurde von Strategie Grains um 3,1 Mio. Tonnen auf 144 Mio. Tonnen erhöht. Sie liegt damit aber weiter 4% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (149,3 Mio. Tonnen). Der Anstieg der Prognose begründet sich hauptsächlich in den höheren Schätzungen der Ernten in Frankreich, Ungarn, Polen, Bulgarien, den Baltischen Staaten, dem Vereinigten Königreich und der Tschechischen Republik, so Strategie Grains in seinem monatlichen Bericht.
Erhöht wurde auch die Prognose der EU-Gerste-Ernte. Sie stieg um 1 Mio. Tonnen auf 58,8 Mio. Tonnen. Zur Vorjahresernte wäre das ein Rückgang um 3%. Grund sind große Rückgänge Deutschland, dem Vereinigten Königreich und der Tschechischen Republik.
Mit sehr guten Testgewichten und zufriedenstellenden Proteingehalten hat sich die diesjährige Weichweizenernte in der EU im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert, so Strategie Grains
13.08.2015 Südkoreas FLC kauft 60.000 Tonnen Mais

Südkoreas FLC (Feed Leaders Committee) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 60.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist für die Ausschreibung zum Kauf von bis zu 140.000 Tonnen Mais endete am heutigen Donnerstag. Quelle: Reuters

13.08.2015 Getreidemail

Ein bärischer USDA-Report, kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Zwei-Monats-Tief schließen. Das USDA reduzierte zwar die Schätzung der US-Weizenproduktion 2015/16, jedoch wurden die Endbestände gegenüber dem Vormonat angehoben, da die Exporterwartungen zurückgenommen wurden. Die Schätzung der Welt-Weizen-Endbestände wurde auf 221,47 Mio.Tonnen erhöht und lag damit am oberen Rand der Markterwartungen. Institutionelle Anleger verkauften 10.000 CBoT Weizenkontrakte. Russlands führendes Agrar-Beratungsunternehmen SovEcon hat seine Prognose der russischen Weizenernte 2015 um 2 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen erhöht. Günstige Wetterbedingungen führten zu der Anhebung der Prognose. Die e-CBOT handelt heute Morgen fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen Verluste hinnehmen. Der Euro handelte gestern zum US-Dollar deutlich fester.

12.08.2015 Ukraine exportierte 2015 bisher 800.000 Tonnen Getreide an China

Die Ukraine, einer der größten Getreideexporteure, hat in diesem Jahr bereits über 800.000 Tonnen Getreide nach China exportiert. Das sagte der stellvertretende ukrainische Landwirtschaftsminister Yaroslav Krasnopolsky am gestrigen Dienstag. Die Exporte beinhalten Mais und Gerste für den chinesischen Markt sowie Weizen, der von einem chinesischen Unternehmen zum Export an andere Länder gekauft wurde. Die Lieferungen basieren auf eine Vereinbarung aus dem Jahre 2012 zwischen beiden Ländern, wonach die Ukraine Getreide an China liefert und dafür im Gegenzug ein Darlehen erhält. Krasnopolsky bekräftige, dass die Ukraine in der Lage sei, 3 Mio. Tonnen Getreide (hauptsächlich Mais) in diesem Jahr an China zu liefern. Die geschätzte Menge blieb damit unverändert zur vorherigen Schätzung. Quelle: Reuters

12.08.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen nach den Kurssteigerungen der letzten Tage, Positionierungen vor dem heutigen USDA-Report (18 MEZ), kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen schließen. Verunsichert reagierte der Markt zudem auf die Abwertung der chinesischen Währung Yuan. Befürchtet wird ein Nachfragerückgang und eine Abkühlung von Chinas Wirtschaft. Das USDA meldet, dass per 08.08.15 28% der US-Sommerweizenbestände geerntet wurden. Die US-Winterweizenernte ist zu 97% abgeschlossen. Institutionelle Anleger verkauften rund 8.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen mit weiteren Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse mussten auf allen Terminen deutliche Verluste hinnehmen. Die ukrainische Weizenernte ist mit 98 Prozent nahezu abgeschlossen. Geerntet wurden bisher 26,2 Millionen Tonnen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres betrug die Menge 23,3 Millionen Tonnen.

12.08.2015 Allgemeiner Druck auf Rohstoffmärkte nach Yuan-Abwertung

Das steigende Angebot von Mais und Sojabohnen ist der Treiber für den aktuellen Kursdruck an der CBoT. Sowohl in den USA, wo die Feldbestände gut aussehen, als auch am Schwarzen Meer erwartet man große Ernten. Zudem herrscht eine allgemeiner Druck auf die Rohstoffmärkte nachdem China seine Währung, den Yuan, abgewertet hat. Ein schwächerer Yuan dürfte zur Folge haben, dass der florierende Import von Sojabohnen einknickt. Das ganze Ausmaß dieser Maßnahme ist noch nicht absehbar.
China, der weltweit größte Importeur von Sojabohnen, importierte allein im Juli 9,5 Mio. Tonnen Sojabohnen. Das sind 17,4 % mehr als im Juni als 8,09 Mio. Tonnen ankamen.
Heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird in Washington der USDA-Bericht WASDE veröffentlicht. Analysten erwarten darin niedrigere Endbestände für 2014/15 und 2015/16 für Mais und Sojabohnen.
Die gestern von der brasilianischen Regierungsagentur Conab veröffentlichte Ernteschätzung für Mais lag mit 84,3 Mio. Tonnen deutlich über 81,8 Mio. Tonnen über der vorherigen Schätzung und auch über der letzten USDA-Schätzung von 82 Mio. Tonnen. Das verursachte gestern den starken Kursverlust beim Maisfuture am CBoT.

11.08.2015 Brasiliens Conab hebt Ernteprognosen für Mais erneut an

Brasiliens regierungseigene Versorgungsagentur Conab hat die Prognose seiner Mais- Gesamternte 2014/15 auf 84,3 Mio. von 81,8 Mio. Tonnen in der Juli-Schätzung angehoben. Die Prognose für die Sojabohnenernte blieb unverändert bei 96,2 Mio Tonnen. Die zweite Maisernte wird nun auf 54 Mio Mio. Tonnen geschätzt. Außerdem erwartet Conab eine Exportmenge für Sojabohnen von 49,1 Mio Tonnen und für Mais von 26,4 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

11.08.2015 Ukraines Maisernte leidet unter heißen Temperaturen

Übermäßig heißes und trockenes Wetter in den meisten Regionen der Ukraine, könnte dafür sorgen, dass die diesjährige Maisernte mit 23 Mio Tonnen um 1 Mio tonnen geringer ausfällt als geplant. Die Situation verschärft sich täglich und Händler und Meteorologen sehen die Gefahr, dass die Erntemenge noch geringer ausfallen könnte. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat sich zu den Zahlen noch nicht geäußert. Man hatte dort im vergangenen Monat die Maisernte 2015 noch auf 26 Mio Tonnen geschätzt. 2014 betrug die Erntemenge 28,5 Mio Tonnen. Händler glauben, dass die kleinere Ernte aufgrund der hohen Endbestände keine Einfluss auf die Exportmengen des Landes haben werden. Quelle: Reuters

11.08.2015 Getreidemail

Kräftige Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex, positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie der schwächere US-Dollar zum Euro ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektionen lagen mit 365.986 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 275.000-400.000 Tonnen. Saudi Arabiens Grain Silos and Flour Mills Organisation kaufte am Freitag im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 505.000 Tonnen Hard Red Wheat. Gesucht wurde Weizen mit einem Proteingehalt von 12,5%. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen Hard Milling Wheat optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 12. August. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 Kontrakte. Die e-CBOT handelt heute Morgen schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen deutliche Zugewinne verzeichnen.

11.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

11.08.2015 Mais: USDA Bericht morgen mit erster Ernteschätzung

Fondsgesellschaften kauften gestern in Chicago 30.000 Lots Maisfutures und drückten damit die Kurse der CBoT-Maiskontrakte vor dem morgigen USDA-Report auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Bullische technische Signale sowie die Erwartung von trockenen Wetterbedingungen in den nächsten 14 Tagen gaben Unterstützung. Dabei wurden gestern, entgegen den Markterwartungen, die Feldbestände vom USDA weiterhin auf 70 % gut bis exzellent eingestuft. Man war von einer Verschlechterung um 1-2 % ausgegangen. Die offizielle Einschätzung der Feldbestände kam allerdings erst nach dem Handelsschluss in Chicago, womit man den Kursrückgang von 1,3 % heute Morgen begründen kann.
Der Markt erwartet Morgen eine bessere Orientierung durch den WASDE-Report des USDA (18:00 Uhr deutscher Zeit). Dieser Bericht beinhaltet die erste Ernteschätzung für Mais und Sojabohnen für die USA, nach einer offiziellen Umfrage des Ministeriums. Analysten rechnen mit einer kleineren Ernte für beide Früchte, die mit den Starkregenereignissen im Frühjahr begründet werden.

10.08.2015 Frankreich reduziert Prognose der Maisernte 2015 auf 13,2 Mio. Tonnen
Das französiche Landwirtschaftsministerium erhöht seine Prognose der französischen Weichweizenernte von 37,9 Mio. Tonnen auf 39,3 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr ernteten französische Landwirte 37,5 Mio. Tonnen Weizen.
Die Prognsoe der französichen Maisernte wurde aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen stark reduziert auf 13,2 Mio. Tonnen (-28%). Das Ministerium legte bei einer Anbaufläche von 1,59 Mio. Hektar  durchschnittliche Erträge von 8,3 Tonnen pro Hektar zugrunde. Im Vorjahr wurden durchschnittlich 10,4 Tonnen pro Hektar bei einer Anbaufläche von 1,76 Mio. Hektar geerntet.
Weitere Prognosen:
Frankreichs Rapsernte 2015: 5,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 5,1 Mio. Tonnen)
Frankreichs Gersteernte 2015: 12,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 11,7 Mio. Tonnen)
Quelle: Reuters
10.08.2015 Israelische Händler kauften bis zu 110.000 Tonnen Mais

Eine Gruppe israelischer Händler kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 110.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Quelle: Reuters

10.08.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen, positive Vorgaben auch vom Soja- und Maiskomplex sowie der schwächere US-Dollar zum Euro ließen am Freitag die Weizennotierungen in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse zeigt heute Morgen positive Vorzeichen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den positiven Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten leicht zu. Nur der im nächsten Monat auslaufende September-Termin gab etwas nach. Frankreich hat im Juni, dem letzten Monat des Vermarktungsjahres 2014/15, 1,1 Mio. Tonnen Weichweizen außerhalb der Europäischen Union exportiert. Insgesamt belaufen sich die Exporte damit auf 11,4 Mio. Tonnen. Zum Vermarktungsjahr 2013/14 ist das ein Rückgang um 7%. Die Weichweizenernte in Frankreich nähert sich dem Ende. 86% der Weizenbestände wurden per 3. August geerntet versus 71% in der Vorwoche.

10.08.2015 Notierungen für U.S. Sojabohnen vor USDA-Report im Aufwind

Händler am CBoT stellen ihre Short-Positionen glatt und treiben damit die Bohnen-Notierung auf ein Zwei-Wochen-Hoch. Grund ist wieder einmal das Wetter: Im Mittleren Westen der USA wird es jetzt heiß und trocken. Außerdem erwarten sie, dass das USDA in ihrem Report am Mittwoch die Ernte niedriger einschätzen wird. Nach Einschätzung des Brokers Okato Shoji in Tokyo wird es aber in den USA in 2015/16 einen Bohnen-Überschuss geben. Auch eine Reuters-Umfrage zu den Durchschnittserträgen von Mais und Sojabohnen in den USA kommt zu einem Einschnitt der Ernteerwartungen. Dadurch werde das USDA auch die Endbestände kürzen müssen, so die Befragten. Außerdem hofft man auf einen steigenden Sojabohnen-Bedarf aus China. Dort wird der Schweinebestand wieder aufgebaut. Davon wird aber hauptsächlich Brasilien profitieren.

09.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 28.07. - 04.08. um 4.306 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 14.835 Kontrakte. 14.042 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 04.08.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 5.099 Netto-Long-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 19.223 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 59.779 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 79.002 Kontrakte auf 163.799 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 6.646 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 4.780 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 11.426 Lots auf 50.869 Lots reduziert.
07.08.2015 Ukraines Getreide-Exportüberschuss könnte 40 Mio. Tonnen betragen
Ukraines Getreide-Export-Überschuss könnte in der Saison 2015/16 40 Mio. Tonnen erreichen. Das teilte der ukrainische Getreideverband „Ukrainian Agrarian Association“ (UAA) am gestrigen Donnerstag mit. Die Getreideernte dürfte ein Volumen von 63 Mio. Tonnen erreichen. Darin enthalten sind 25 Mio. Tonnen Weizen, 8 Mio. Tonnen Gerste und 28,5 Mio. Tonnen Mais, so UAA Direktor Serhiy Stoyanov. Bisher hat die Ukraine im Vermarktungsjahr 2015/16 (Juli-Juni) 2,6 Mio. Tonnen Getreide exportiert.
Die gesamten Endbestände könnten in dieser Saison 74 Mio. Tonnen erreichen, während der lokale Konsum auf einem moderaten Niveau von 24 Mio. Tonnen verbleibt. Bei einem Exportvolumen von 40 Mio. Tonnen würden sich die Endbestände per Ende des Vermarktungsjahres 2015/16 um 10 Mio. Tonnen erhöhen.
Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko zufolge könnten die Getreideexporte 2015/16 auf einen Rekordwert von 36 Mio. Tonnen steigen versus 35 Mio. Tonnen 2014/15.
Per 4. August ernteten ukrainische Landwirte nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums 31,2 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters
07.08.2015 Südkoreas KFA kauft über 65.000 Tonnen Mais

Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 65.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zum Preis von $188,20/Tonne c&f zur Lieferung Anfang März. Verkäufer ist das japanische Handelshaus Marubeni. Ausgeschrieben wurde Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika oder Südafrika. Quelle: Reuters

07.08.2015 Ratings der französischen Maisbestände erneut rückläufig
Die Ratings der französischen Maisbestände haben sich in der Woche bis zum 3. August erneut verschlechtert, allerdings fällt der Rückgang geringer aus, als in den Wochen zuvor. FranceAgriMer bewertet 58% der französichen Maisbestände mit "gut" bis "exzellent". In der Vorwoche erhielten 59% der Bestände diese Bewertung.
Die Weichweizenernte in Frankreich nähert sich dem Ende. 86% der Weizenbestände wurden per 3. August geerntet versus 71% in der Vorwoche. Quelle: Reuters
07.08.2015 CBoT-Maiskurse bereits seit vier Wochen unter Druck

Die Kurse des CBoT-Maisfutures haben aufgrund von fast perfekten Wetterbedingungen in den U.S. Anbauregionen jetzt bereits vier Wochen in Folge insgesamt mehr als 15 % an Boden verloren. Man rechnet jetzt mit einer großen Ernte, die zu den ebenfalls großen Ernteerwartungen in Brasilien und der Ukraine hinzukommen. Die Wetterberichte im Getreidegürtel der USA verkünden weiterhin schönes Sommerwetter und es häufen sich die Befürchtungen, dass es in einigen Regionen bis Ende August zu trocken wird.
Das USDA teilte gestern in ihren wöchentlichen Exportinspektionen mit, dass 2.700 Tonnen Maisverkäufe aus der alten Ernte storniert wurden und dass für den neuerntigen Mais nur 277.000 Tonnen für den Export gemeldet wurden. Damit wurden die Markterwartungen enttäuscht.
Die guten Bedingungen in den USA, Südamerika und der Ukraine mäßigten die Ängste über Ertragsverluste wegen der Hitze in Europa.

06.08.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 632.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 44.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 1,409 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 1,598 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 218.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 28.000 Tonnen).
05.08.2015 Informa schätzt US- Weizenproduktion auf 2,159 Mrd. Bushel
Informa Economics schätzt die gesamte US-Weizen Produktion 2015 auf 2,159 Mrd. Bushel.
Weitere Prognosen:
US-Maisproduktion 2015:
13,412 Mrd. Bushel / Erträge 165,4 Bushel pro Acres (Vorjahr 13,564 Mrd. Bushel / 166,4 Bushel pro Acres
US-Sojabohnenproduktion 2015
3,789 Mrd. Bushel / Erträge 45,4 Bushel/Ares (Vorjahr 3,871 Mrd. Bushel / 45 Bushel pro Acres
EU-Maisproduktion 2015/16
64,6 Mio Tonnen (minus 1,2 Mio Tonnen zur vorigen Schätzung)
Maisproduktion Ukraine 2015/16
26,5 Mio Tonnen (vorige Schätzung 26,0 Mio Tonnen)
Weizenproduktion Russland 2015/16
57,5 Mio Tonnen (vorige Schätzung 57,0 Mio Tonnen)
Sojabohnenproduktion Brasilien 2015/16
97,5 Mio Tonnen (vorige Schätzung 97,0 Mio Tonnen)
Quelle: Reuters
05.08.2015 US-DDGS Exporte auf Rekordniveau

Die US-Exporte von Trockenschlempe (DDGS), ein Nebenprodukt der Ethanol Herstellung aus Mais, erreichten im Juni mit 1,307 Mio Tonnen den zweiten Monat in Folge einen neuen Rekord. Im Mai lag die Menge bei 1,172 Mio Tonnen. Der Hauptabnehmer für dieses Futtermittel ist China. Die Lieferungen dorthin beliefen sich im Mai auf 864.777 Tonnen und im Juni auf 967.529 Tonnen. Quelle: Reuters

05.08.2015 Südkorea kauft 197.000 Tonnen Mais

Südkoreas Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat in einem Tenderverfahren 197.000 Tonnen Mais gekauft. Die Lieferung soll im Februar oder März 2016 erfolgen. Quelle: Reuters

05.08.2015 Südkoreas NOFI sucht Mais

Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed Inc. (NOFI) sucht in einen internationalen Tender 207.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Die Angebotsfrist endet am 5. August. Quelle: Reuters

04.08.2015 Südkoreas MFG kauft 134.000 Tonnen Mais
Südkoreas MFG kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 134.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft (Vereinigte Staaten, Südamerika, Südafrika oder Schwarzmeerregion).
69.000 Tonnen zur Versendung Mitte/Ende Januar zum Preis von $185,99/Tonne c&f zzgl. $1,50/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen
65.00 Tonnen zur Versendung Anfang Februar zum Preis von $186,86/Tonne c&c zzgl. $1,50 für die Entladung an einem weiteren Hafen. Quelle: Reuters
04.08.2015 Ukraine exportierte 2,86 Mio. Tonnen Getreide im Juli

Die ukrainischen Getreideexporte im Juli übertrafen die offiziell gemeldeten Zahlen des Landwirtschaftsministeriums und erreichten 2,86 Mio. Tonnen, so das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult. Die Exporte setzen sich zusammen aus 1,076 Mio. Tonnen Weizen, 756.000 Tonnen Mais und 974.000 Tonnen Gerste. Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko teilte am Montag mit, dass man mit einem Anstieg der Getreieexporte 2015/16 auf 36,0 Mio. Tonnen rechnet. In der Saison 2014/15 exportierte die Ukraine 34,9 Mio. Tonnen Getreide. Die ursprüngliche Prognose der Getreideernte von 60 Mio. Tonnen in diesem Jahr bestätigte Pavlenko. Für den August rechnet der Minister mit höheren Exporten aufgrund besserer Logistikbedingungen und der gestiegenen Nachfrage. Quelle: Reuters

04.08.2015 Taiwans MFIG kauft 130.000 Tonnen Mais

Taiwans MFIG kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 130.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft. Gesucht wurde Ware aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika. Quelle: Reuters

04.08.2015 Update: Taiwans Tenderausschreibung zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais

Im laufenden Tenderverfahren zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais, das Taiwans MFIG ausgeschrieben hat, wurde Mais brasilianischer Herkunft am günstigsten angeboten. Eine Entscheidung wird heute am späten Nachmittag erwartet.

04.08.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

03.08.2015 Keine Importlizenzen an Indonesiens Futtermittelhersteller

Indonesien vergibt derzeit keine Importgenehmigungen mehr an die Futtermittelhersteller des Landes. Lediglich das staatliche Versorgungsunternehmen Bulog darf in den kommenden Monaten noch Mais importieren, so eine Mitteilung heute aus dem zuständigen Ministerium.
Seit Präsident Joko Widodo im letzten Oktober im Amt ist, hat er ehrgeizige Ziele zur Steigerung der Selbstversorgung mit verschiedenen Lebensmitteln herausgegeben. Importe werden für höhere Preise von Reis, Fleisch und Zucker verantwortlich gemacht.
Indonesiens Importbedarf für Mais ist in den vergangenen Jahren gestiegen, nachdem die Geflügelhaltung ausgeweitet wurde. Für dieses Wirtschaftsjahr wird ein Importbedarf von 3 bis 3,5 Mio. Tonnen Mais genannt, nach 3,1 Mio. Tonnen im Vorjahr. Die diesjährige Maisernte wird auf 20,67 Mio. Tonnen geschätzt – im Vorjahr waren es 19,01 Mio. Tonnen.
Indonesiens Importe kamen meist aus Brasilien und Argentinien und der Staat verlangte 5 % Importzölle. Der Rohstoffhändler Cargill hat im Frühjahr überlegt, in Indonesien eine Anlage zur Maisvermahlung zu bauen, dafür benötigt das Unternehmen aber die Möglichkeit, Mais zu importieren, da die lokalen Offerten weder der gewünschten Qualität, noch der Quantität entsprechen.
Bulog erhielt 2012, als in den USA eine Trockenheit die Maispreise antrieb, den Auftrag der Regierung Interventionsbestände zur Stabilisierung von Preisen für Grundnahrungsmittel aufzubauen und um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Regierungsvertreter haben trockenes Wetter, Hamsterkäufe und Spekulanten für steigende Lebensmittelpreise verantwortlich gemacht. Quelle: Reuters

03.08.2015 Ukraine will Getreideexport steigern

Die Ukraine will seine Getreideexporte in der Saison 2015/16 auf 36 Mio. Tonnen steigern. In der vorherigen Saison waren es 34,9 Mio. Tonnen. Im Juli stiegen die Exporte auf rund 2,5 Mio. Tonnen, im Juli vor einem Jahr exportierte die Ukraine 2,2 Mio. Tonnen. Durch die bessere Umschlagslogistik erwartet Minister Pavlenko auch im August eine Steigerung der Ausfuhren.
In den östlichen Landesteilen wird der Inlandskonsum aufgrund des Konflikts mit russischen Partisanen zurückgehen. Dadurch sind die Vorräte aus der alten Ernte im Land mit 3,5 Mio. Tonnen höher als im Vorjahr. Nach Angaben des Ministers werden in der Ukraine 10 Mio. Tonnen Weizen, 4 Mio. Tonnen Gerste und 7,8 Mio. Tonnen Mais in der laufenden Vermarktungsperiode konsumiert.
Bis heute haben die ukrainischen Farmer 30,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet, davon 22 Mio. Tonnen Weizen und 7,4 Mio. Tonnen Gerste. Damit bestätigen sich die Erwartungen auf eine Gesamternte von rund 60 Mio. Tonnen Getreide. Im Vorjahr waren es 63,8 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

03.08.2015 Nach Erntefortschritt sinken Getreidepreise in Russland

Die Getreidepreise in Russland sanken in der letzten Woche weiter, da die Ernte nach heftigen Regenfällen jetzt wieder vorankommt. Bis zum 30. Juli haben Russlands Farmer 37 Mio. Tonnen Getreide von 24 % der Anbauflächen geerntet. Der Durchschnittsertrag betrug 3,38 Tonnen pro Hektar.
Schwarzmeer-Forward Preise für russischen Weizen mit 12,5 % Protein lagen Ende der letzten Woche bei $188/Tonne fob, das waren $3/to weniger als in der Vorwoche. Weizen der Klasse III kostete 75 Rubel/Tonne weniger als eine Woche zuvor und wurde im europäischen Teil Russlands mit 9.300 Rubel ab Verladestation bezahlt.
Die Ernte wurde durch Regenfälle behindert und, zusammen mit am 01. Juli eingeführten Exportzöllen auf Weizenausfuhren, fielen die Exporte auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren. Im Juli wurden knapp über zwei Mio. Tonnen Getreide exportiert, 1,3 Mio. Tonnen davon waren Weizen. Für August erwartet man normale Exportmengen, sodass Ende August drei Mio. Tonnen ins Ausland exportiert sein können. SovEcon schätzt die russische Getreideernte auf 97 Mio. Tonnen, 1 Mio. Tonne mehr als in der letzten Schätzung. Davon entfallen 57,5 Mio. Tonnen auf Weizen; +1,5 Mio. Tonnen zur vorherigen Schätzung. Das anhaltend heiße Wetter in den südlichen Getreideanbauregionen dürfte aber die Maisernte um ca. 500.000 Tonnen auf 12-13 Mio. Tonnen verringern. Quelle: Reuters

03.08.2015 Europäische Kommission senkt Prognosen der EU- Mais-, Weizen- und Rapsernte 2015
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der EU-28 Maisernte um knapp 3 Mio. Tonnen auf 65,5 Mio. Tonnen reduziert. Im vergangenen Jahr wurden 77,8 Mio. Tonnen Mais geerntet. Trockenes und heißes Wetter während der entscheidenden Sommerwachstumsperiode hat den Pflanzen geschadet.
Die Prognose der EU-Weizenernte wurde ebenfalls reduziert von 139,95 Mio. Tonnen auf 139,45 Mio. Tonnen. Beim Raps sank die Prognose um 1 Mio. Tonnen auf 20,7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters
03.08.2015 Südkoreas KFA kaufte Mais

Südkoreas KFA (Korea Feed Association) kaufte am vergangenen Freitag über 65.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft zum Preis von $185,50/Tonne c&f und zur Lieferung am 10. Januar. Mais zur Anlieferung im Februar und März (wie ebenfalls ausgeschrieben) wurde nicht gekauft. Quelle: Reuters

03.08.2015 Freundliches Wetter drückt Mais- und Sojabohnenkurse

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen und des CBoT-Mais-Kontrakts stehen aufgrund des fast idealen Wetters im Getreidegürtel der USA weiterhin unter Druck. Die Ernten werden trotz anfänglich schwieriger Vegetationsbedingungen wohl groß ausfallen.
Der Mais hat seine kritische Bestäubungsphase im Juli sehr gut überstanden, da die Sojabohnen später reifen, ist dafür das Augustwetter entscheidend. Bei den Bohnen entsteht der Preisdruck durch Stornierungen aus China für frühere Orders. Private Exporteure berichteten am Freitag von einem gecancelten Deal über 200.000 Tonnen Sojabohnen, die im Wirtschaftsjahr 2015/16 geliefert werden sollten.

02.08.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 21.07. - 28.07. um 15.340 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 166 Kontrakte. 5.099 Netto-Long-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 28.07.15 beim SRW-Weizen.
In der Vorwoche waren es 20.605 Netto-Long-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 31.494 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 5.370 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierten sich die Netto-Long-Positionen um 36.864 Kontrakte auf 242.801 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 14.042 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 13.882 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 27.924 Lots auf 62.295 Lots reduziert.
31.07.2015 China storniert Sojabohnen, Mexiko kauft Mais, Unbek. Destination kauft Weizen
Private US Exporteure melden die Stornierung des Verkaufs von 200.000 Tonnen Sojabohnen an China zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15. Darüber hinaus wird der Verkauf von 126.900 Tonnen US Weizen an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 gemeldet (67.650 Tonnen Hard Red Winter Wheat, 37.250 Tonnen White Wheat und 22.000 Tonnen Hard Red Spring Wheat.
Außerdem wird der Verkauf von 108.204 Tonnen US-Mais an Mexiko gemeldet. 72.136 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 und 36.068 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17. Quelle: Reuters
31.07.2015 Taiwans MFIG schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Akzeptiert werden folgende Herkünfte: Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika. Die Angebotsfrist endet am 4. August.

31.07.2015 Südkoreas KFA sucht Mais

Südkoreas KFA (Korea Feed Association) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 195.000 Tonnen Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 31. Juli. Gesucht wird Ware zur Lieferung am 10. Januar, 10. Februar und am 10. März.

31.07.2015 Frankreich / Maisbestände erneut mit Abschlägen in den Ratings
Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der Woche bis zum 27.07.15 erneut verschlechtert. Aktuell liegt der Anteil der Bestände, die mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet werden, bei 59%. In der KW30 (per 20.7.) waren es noch 62% und in der KW29 (per 13.7.) 67%. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer.
Die französische Weizenernte ist per 27. Juli zu 70% abgeschlossen (Vorwoche: 60%).
75% der Sommergerste wurde per 27. Juli geerntet (Vorwoche: 47% / Vorjahr: 59%). Der Anteil der Bestände, die mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet werden, liegt bei 64%.
Die Wintergerste ist zu 100% geborgen. Quelle: Reuters
30.07.2015 IGC erhöht Prognose für die globale Maisernte

Der internationale Getreiderat (IGC) hat am Donnerstag die Prognose für die weltweite Maisproduktion aufgrund verbesserter Erntebedingungen in China erhöht. Die Erwartungen der globalen Weizenernte wurden dagegen wegen ungünstiger Wetterbedingungen in Kanada reduziert.
Die gesamte Getreideproduktion schätzt der Rat in 2015/16 auf 1,970 Milliarden Tonnen. Damit liegt der Wert zwar 4 Millionen Tonnen über der vorigen Schätzung, aber immer noch 43 Millionen Tonnen unter dem Vorjahresergebnis.
Ungünstige Wetterbedingungen haben die Ernteaussichten in einigen Regionen, vor allem der EU und Kanada reduziert. Aber dies wurde durch höhere Erträge an anderer Stelle wieder ausgeglichen. Vor allem durch Mais in China und Sorghum in den USA.
Die Globale Maisproduktion in 2015/16 liegt mit einer Erwartung von 966 Millionen Tonnen leicht über der letzten Schätzung, aber unter dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr.
Auch die Weizenproduktion wird mit 710 Millionen Tonnen niedriger erwartet als im Vorjahr, als Ergebnis bei 721 Millionen Tonnen lag. Quelle: Reuters

30.07.2015 Analyse: Latein Amerika dominiert globalen Sojabohnenmarkt

(JT) Südamerikanische Sojabohnenexporteure werden in dieser Vermarktungsperiode wohl die Lieferungen nach China dominieren. Selbst die Monate mit den größten Exportmengen sind für Nordamerikanische Exporteure in Gefahr.
Üblicherweise haben die Südamerikaner ihre Sojaexporte bis Mitte Juli, Anfang August abgeschlossen. In diesem Jahr gehen die Verladungen aber ungebremst weiter, dank einer Rekordernte in Brasilien sowie großen Lagerbeständen in Argentinien. Weil U.S. Exporteure üblicherweise ihre größten Verkäufe nach China von September bis Oktober tätigen, droht jetzt ein weiterer Druck auf die globalen Bohnenpreise und Nordamerika ein Verlust von Marktanteilen.
Exporte aus Südamerika profitieren zudem von dem Wertverlust ihrer Währungen. In brasilianischem Real gerechnet, notieren die Sojabohnen derzeit auf einem Jahres-Hoch, während in U.S. Dollar gerechnet, liegen die Preise auf dem tiefsten Stand seit mehr als einem Monat.
China hat im Durchschnitt der letzten 10 Jahre mehr Sojabohnen aus Südamerika bezogen als aus den USA. Im Süden gab es stets ein großes Angebot und niedrige Preise. Chinas Versorgungsunternehmen COFCO hat zudem Mehrheitsbeteiligungen in Handelshäusern wie Nidera und NobleAgri, die ihrerseits mehr aus Südamerika als aus den USA geprägt sind. Chinesische Sojaimporte von Januar bis Juni lagen mit 35,1 Mio. Tonnen auf Rekordhöhe.
In Brasilien müssen die Exporteure demnächst ihre Verladeterminals vornehmlich für Maisexporte freihalten. Das wäre der Zeitpunkt, an dem die USA zum Zuge kommen. In diesem Jahr ist das allerdings anders, denn Argentinien wird im Oktober und November aktiv anbieten; danach, im Dezember und Januar, können die Brasilianer schon wieder liefern. Argentinien sitzt auf einem Rekordbestand von 35 Mio. Tonnen Sojabohnen und wenn nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober möglicherweise die Zölle (35%) wegfallen oder gesenkt werden, bleiben die USA ohne Chance.
Dieser starke Wettbewerb wird die Exporteure der USA dazu zwingen, ihre Forderungen zu senken, um ihre Anteile am internationalen Sojabohnengeschäft zu halten, meinen die Einkäufer in Fernost. Üblicherweise exportiert die USA 70 % ihrer Ernte in den Monaten September bis Dezember.
Die Nachfrage aus China für Futtermittel bleibt robust. Die Ölmühlen in China erzielen die besten Margen seit 2009. Das könnte sogar dazu führen, dass Schrote anderer Rohstoffe wie Raps und Baumwolle mit Sojaschrot ersetzt werden. Quelle: Reuters

30.07.2015 Südkoreas NOFI kauft 136.000 Tonnen Mais
Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 136.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. 
In einer weiteren Ausschreibung (55.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft) wurden alle Angebote aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen. Quelle: Reuters
30.07.2015 U.S. - Sojabohne: Unsicherheit über Ertrag und Anbaufläche

Bereits in der dritten aufeinanderfolgenden Sitzung können sich die Kurse der Sojabohnen an der CBoT festigen. Die Marktteilnehmer sind immer noch unsicher über die Größe der Anbaufläche und die Erträge. Während beim Mais die Wetterprämien schwinden, kommt bei der Sojabohne die kritische Wachstumsphase erst im August. Über die Ertragserwartungen herrscht noch immer große Unsicherheit. Da die Anbaufläche zudem kleiner ausfällt, als zunächst geplant, gibt es erhebliche Unsicherheiten über die Sojabohnenernte in den USA.
An der Börse werden derzeit in großem Umfang sogenannte Bull-Spreads gehandelt. Dabei kaufen die Investoren Futures der vorderen Fälligkeiten und verkaufen die hinteren Termine. Das begründet die stabilen Kurse im August- und September-Termin.
In den nächsten 10 Tagen herrschen wüchsige Wetterbedingungen im U.S. Getreidegürtel. Außerdem können die Kurse erneut unter Druck geraten, da die Exporte nach China aus Südamerika außerordentlich lange über Offerten aus den USA zu dominieren. Das gefährdet in diesem Jahr den Absatz der Nordamerikaner in den traditionell besten Exportmonaten.

29.07.2015 Historische Charts

Wir haben heute unsere Sammlung historischer Charts um den Kursverlauf von CBoT-Weizen, -Mais, und Sojabohnen erweitert.

29.07.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, technische Käufe nach den kräftigen Verlusten der Vortage sowie Gewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 26. Juli 85% der US-Winterweizenbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 82%. Die US-Sommerweizenernte hat gerade begonnen. Per 26. Juli wurden 2% der Bestände geerntet. Tunesiens staatliche Getreideagentur hat einen internationalen Tender zum Kauf von 134.000 Tonnen Weichweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 29. Juli. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 5.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse leicht schwächer.
Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten sich auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris erholen und die Kurse legten auf allen Terminen leicht zu. In Teilen Frankreichs verzögern Niederschläge die dortige Weizenernte.

28.07.2015 Südafrikas CEC prognostiziert Maisernte 2015 auf 9,755 Mio. Tonnen

Südafrikas Crop Estimates Committee (CEC) belässt seine Prognose der Maisernte 2015 unverändert zur vorherigen Schätzung bei 9,755 Mio. Tonnen. Das wäre die kleinste Maisernte seit 2007. Sie setzt sich zusammen aus 4,65 Mio. Tonnen White Maize und 5,11 Mio. Tonnen Yellow Maize.
Damit übertrifft die Prognose des CEC eine von Reuters in Auftrag gegebene Prognose, die auf ein Ergebnis von 9,74 Mio. Tonnen kam.
Die CEC schätzt darüber hinaus die vorläufige Weizenanbaufläche 2015 auf 478.300 Hektar, das wäre die zweitniedrigste Weizenernte 2014 (478.570).
Bei den Sojabohnen wurde die Prognose auf 1,04 Mio. Tonnen leicht erhöht. Quelle: Reuters

28.07.2015 Südkoreas MFG kauft 139.000 Tonnen Mais

Südkoreas Major Feedmill Group (MFG) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 139.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft. Gesucht wurde Mais aus den Vereinigten Staaten, Südamerika, Südafrika oder Osteuropa. Quelle: Reuters

28.07.2015 Sorge um Chinas Sorghum Nachfrage

Die chinesische Nachfrage nach australischem Sorghum wird sich in dieser Saison abschwächen. Der Getreidehändler Graincorp Ltd. hat Sorgen, dass China einen Importzoll auf Sorghum verhängt, um die die steigenden Futtermittelimporte zu begrenzen. Dann könnten die Sorghum Importe in 2015/16 um 30 % sinken; auch weil China wohl seine Interventionspreise für Mais absenken will.
Mischfutterhersteller in China, dem weltweit größten Importeur von Sorghum, haben dieses Getreide als Substitut statt heimischen Mais eingesetzt, da die Mais-Intervention die Preise künstlich hoch gehalten hat.
An der Ostküste Australiens wird Sorghum exklusiv für den Marktführer GrainCorp angebaut, damit wurden die gesunkene Weizenproduktion und die daraus folgenden geringeren Exporte ersetzt. Es wird erwartet, dass China in 2015/16 483.000 Tonnen Sorghum aus Australien importiert, so die Prognose der australischen Regierung. Im Vorjahr waren es 464.000 Tonnen. In den letzten drei Jahren hat China seinen Sorghum-Verbrauch von 3,2 Mio. Tonnen auf 11,1 Mio. Tonnen gesteigert. Quelle: Reuters

28.07.2015 Getreidemail

Die zügig voranschreitende US-Winterweizenernte, kräftige Kursverluste beim Soja -und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 439.330 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 26.07.15 85% der US-Winterweizenbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 80%. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht fester.
Bei gutem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. Zusätzlicher Druck kam vom festeren Euro zum US-Dollar. Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU, Mars, hat seine Prognose der EU-Weizenerträge von 5,85 Tonnen/Hektar auf 5,80 Tonnen/Hektar reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%.

28.07.2015 Mais: U.S. Farmer noch ohne Preissicherung – sie hoffen auf bessere Zeiten

Es sieht alles nach einer weiteren Rekordernte bei Mais aus. Die brasilianische Maisernte war schon sehr gut und jetzt entwickelt sich die U.S. amerikanische Maisernte ebenfalls besser als zuvor erwartet. Die Kurse des CBoT-Maisfutures fielen auf ein Monatstief.
Die Feldbestände in den USA haben sich in der letzten Woche auf 70 % gut bis exzellent leicht verbessert. Die Vorwoche lag bei 69 %, im letzten Jahr waren sie aber bei 75 %. So der USDA-Bericht von gestern. U.S. Farmer haben von dem Kursverfall des Terminkontrakts nicht profitiert; sie warten auf die Ernte im Herbst und hoffen dann auf bessere Preise, die sie zur Preissicherung nutzen wollen.

28.07.2015 Bestandsbericht US-Mais

27.07.2015 Fondsgesellschaften investieren wieder mehr in Agrarrohstoffe

Fondsgesellschaften engagieren sich seit 2012 jetzt wieder verstärkt in Agrarrohstoffen. Sie wollen von den niedrigen Preisen und den bullischen Aussichten aufgrund drohender Gefahren durch das Wetterphänomen El Nino partizipieren.
Im April und Mai flossen jeweils $400 Mio. in Indices börsennotierter Agrar-Produkte. Noch im letzten Quartal des Vorjahres verlor dieser Bereich Investitionen im Wert von $2,4 Mrd. wird die Barclays Bank von Reuters zitiert. Die Investitionsbereitschaft wurde in den letzten vier Wochen durch fallende Preise für Mais und Sojabohnen aber wieder geweckt. Den langfristigen Trends bewertend, gehen die Manager von einem soliden jährlichen Wachstum aus. Jetzt, wo das Wetter beginnt, die Volatilität der Preise zu beeinflussen, steigt die Nachfrage nach Finanzprodukten auf Agrarrohstoffe.
Nach mehreren Jahren mit guten Ernten war das Interesse von chancenorientierten Anlegern gesunken. Inzwischen steigt aber der Bedarf, denn es gibt nach sechs Jahres des Überflusses sogar ein Angebotsdefizit beim Zucker. Das könnte ein guter Punkt für ein neues Engagement sein, so die Werbung von verschiedenen Fondsgesellschaften. Die Zuckerernten in Indien und Thailand könnten zudem vom El Nino-Effekt in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch chinesische Fondsgesellschaften überlegen ein verstärktes Engagement in Agrarrohstoffen.

27.07.2015 EU-Prognosen zur Weizen-, Mais- und Rapssaaternte 2015
Der EU-Crop-Monitoring-Service der EU, Mars, hat seine Prognose der EU-Weizenerträge von 5,85 Tonnen/Hektar auf 5,80 Tonnen/Hektar reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%.
Die Prognose der EU-Maiserträge wurde auf 6,71 Tonnen/Hektar geschätzt (Vormonat: 7,22 Tonnen/Hektar). Damit liegen die Maiserträge nun unterhalb des 5-Jahres-Durchschnitts (-4,4%)
Weitere Prognosen:
EU-Rapssaat-Erträge: 3,23 Tonnen/Hektar = -10,8% zum Vorjahr (Vormonat: 3,28 Tonnen/Hektar)
EU-Gerste-Erträge: 4,61 Tonnen/Hektar (Vormonat: 4,65 Tonnen/Hektar)
Quelle: Reuters
27.07.2015 Südkoreas MFG sucht Mais

Südkoreas MFG (Major Feedmill Group) hat einen internationalen Tender zum Kauf von 70.000 Tonnen Yellow Corn ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 28. Juli. Quelle: Reuters

27.07.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, technische Verkäufe, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie gute US-Erntewetterbedingungen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago auf einem Ein-Monats-Tief schließen. Die CWB Crop Tour im Westen Kanadas hat starke Reduzierungen bei den Ertragsschätzungen für Weizen, Durum und Canola aufgrund der heißen und trockenen Wetterbedingungen ergeben. Private US-Exporteure melden den Verkauf von 104.350 Tonnen US-Weizen an Taiwan zur Lieferung im VJ 2015/16. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 4.000 Kontrakte. Algeriens OAIC kauft über 300.000 Tonnen Durum-Weizen. Händlern zufolge stammt die Ware aus Mexiko und Frankreich.  Zur Stunde handelt die e-CBoT mit Verlusten. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und schlossen ebenfalls mit Verlusten. Frankreichs Weizenproduktion scheint größer auszufallen, als zuletzt erwartet. Eine aktuelle Schätzung liegt bei 37,5 - 38,5 Mio. Tonnen. Mitte Juli lag die Prognose bei 36,5 - 37 Mio. Tonnen.

27.07.2015 Kurssturz bei den CBoT-Maisfutures

Die Ankündigung von wachstumsförderndem Wetter in im Mittleren Westen der USA hat nun wohl alle Bedenken über einen Ertragsschwund weggefegt. Heute Morgen stürzen die Kurse des CBoT-Maisfutures bereits um 2,9 % auf ihren tiefsten Stand seit dem 25. Juni. Die Hälfte der Prämien, die durch Starkregenereignisse entstanden waren, sind jetzt aufgezehrt, so Tobin Gorey, Broker in Sydney Australien. Man ist in den USA davon überzeugt, dass man das nasseste Wetter in der gesamten Saison jetzt hinter sich gelassen hat.
Heute kurz vor Handelsschluss in Chicago (20:20 Uhr deutscher Zeit) wird das USDA seinen nächsten Bestandsbericht über die Kulturen auf den Feldern der USA veröffentlichen. Darin sollte sich bereits der verbesserte Zustand von Mais widerspiegeln. Die USA sind die größten Maisproduzenten der Welt und auch der größte Exporteur.

26.07.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 14.07. - 21.07. um 6.546 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 5.270 Kontrakte. 20.605 Netto-Long-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 21.07.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 32.421 Netto-Long-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 40.716 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 36.202 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 76.918 Kontrakte auf 279.665 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.789 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 3.326 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 5.115 Lots auf 90.219 Lots erhöht.
24.07.2015 US-Export-Meldungen
Private US-Exporteure melden den Verkauf von:
220.000 Tonnen US-Sojabohnen für das Vermarkungsjahr 2015/16 an China
231.000 Tonnen US-Mais an Mexiko (davon 168.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 sowie 63.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17.
104.350 Tonnen US-Weizen an Taiwan zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 (davon 56.550 Tonnen Hard Red Spring, 36.550 Tonnen Hard Red Winter und 11.250 Tonnen White Wheat.
116.000 Tonnen Sorgum an eine Unbekannte Destination (davon 58.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2014/15 und 58.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters
24.07.2015 Frankreich / Maisbestände mit Abschlägen in den Ratings

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich in der Woche bis zum 20.07.15 erneut verschlechtert. Aktuell liegt der Anteil der Bestände, die mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet werden, bei 62%. In der KW 29 (per 13.7.)waren es noch 67% und in der KW 28 (per 6.7.) 71%. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer.
Die französische Weizenernte ist per 20. Juli zu 60% abgeschlossen (Vorwoche: 38%).

24.07.2015 Südafrika / Maisexporte

Südafrika exportierte im laufenden Vermarktungsjahr per Ende Juni 134,447 Tonnen Mais. Das meldete der South African Grain Information Service (SAGIS). Die Maisbestände liegen per Ende Juni bei 5,989 Mio. Tonnen (Vormonat: 3,334 Mio. Tonnen). Sie setzen sich zusammen aus 3,095 Mio. Tonnen White Mais und 2,894 Mio. Tonnen Yellow Mais.

24.07.2015 Maiskurse haben noch Luft nach unten

Die Kurse des CBoT-Maisfutures werden in dieser Woche sehr wahrscheinlich den größten Wochenverlust seit einem Jahr festschreiben. In den großen Maisregionen der USA herrscht derzeit während der ertragsentscheidenden Wachstumsphase ideales Wetter und es keimen Hoffnungen auf eine weitere Rekordernte. Alle Spekulationen über Probleme für die U.S. Maisernte lösen sich nun in Luft auf. Das gleiche gilt für den Weizen. Weitere Kursrückgänge von 20 Cent beim Mais und 50 Cent beim Weizen sind für den Australischen Broker IKON durchaus vorstellbar.
Mais ist durch die kritische Bestäubungsphase weitestgehend durch. Außerdem gibt es reichlich feuchte Böden und keinen Hitzestress. Das USDA gab gestern bekannt, dass die Maisexporte der letzten Woche auf 223.400 Tonnen kommen, das ist die kleinste Menge im gesamten Vermarktungsjahr seit dem 1. September 2014.

23.07.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 534.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 95.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 979.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 891.000 Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 179.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 17.000 Tonnen).
23.07.2015 David Hightower: Ausblick auf Getreidemarkt bis 2016

Der Analyst David Hightower sieht die Lage am Getreidemarkt bis 2016 weniger bärisch als noch zu Beginn dieses Jahres. Extreme Wetterereignisse in den USA und Europa verursachten weniger große Erträge als zunächst gedacht und er sieht nun ernsthafte Einflüsse auf die Ernten in Australien und Asien durch den starken El Nino.
Auf folgende Aspekte sollten sich die Marktteilnehmer einstellen: 1.) Überraschende Einflüsse aus einer weltweit steigenden Nachfrage nach Ethanol, 2.) Rasche Erholung des weltweiten Futterbedarfs, 3.) Kleinere Ernten durch Extensivierung aufgrund gesunkener Wertschöpfung bei den Produzenten, 4.) Gesteigertes Interesse der Fondsgesellschaften aufgrund der niedrigen Kurse in 2015.
Die Preise für Mais sind seit 2012 gefallen, weil es in den USA bis vor kurzem eine enge Begrenzung der Beimischung von Ethanol im Treibstoff galt. In 2015 stieg weltweit aber die Anzahl der Fahrzeuge, die diesen Treibstoff vertragen, auf verblüffende 74 Mio. an, sodass immer mehr Ethanol Produktion nachgefragt wird. Die Produzenten dieses Biokraftstoffs profitieren also von einer gesteigerten internationalen Nachfrage. Bis Juni 2015 stieg die Produktionsmenge in den USA auf immer neue Rekorde während die Lagerbestände seit ihrem Höhepunkt im Februar um 9,5 % sanken.
Während die nationale Nachfrage nach Futtergetreide in Erwartung einer Rückkehr der Vogelgrippe in den USA im Herbst 2015 kontinuierlich kleiner geschätzt wurde, zeigt die Statistik ein ganz anders Bild. Weltweit steigt die Nachfrage nach Futtermitteln seit 2014/15 um sage und schreibe 16 Mio. Tonnen.
Der Einfluss von El Nino wird, wie schon früher, zuerst die Produzenten in Südost-Asien inklusive Indonesien und Malaysia treffen. Man muss aber damit rechnen, dass auch Indien und China bald die Nachfrage am Weltmarkt beleben werden, ähnlich wie in 1997-1998 als ein ähnlich starker El Nino auftrat wie derzeit. China und Indien versuchen sich seither von Lebensmittelimporten unabhängig zu machen, das ist ihnen aber in den letzten 16 Jahren nicht wirklich gelungen, sodass auch schon weniger starke El Nino´s einen außerordentlich starken Effekt auf die globalen Lebensmittelpreise haben werden. In 1997/98 lag der Konsum von Speiseölen in den Ländern China und Indien zusammen bei 18,3 Mio. Tonnen/p.a., in diesem Jahr liegt er bei 56,2 Mio. Tonnen.
Der Markt befindet sich laut David Hightower derzeit in einer sehr kritischen Phase. Das sehen die Fondsmanager scheinbar auch so, denn seit Anfang Juli haben sie in den Weizen-, Sojabohnen- aber insbesondere in Mais-Terminkontrakten am CBoT umfangreiche Long-Positionen aufgebaut.

23.07.2015 Südkoreas FLC kauft 69.000 Tonnen Mais

Südkoreas Feed Leaders Committee (FLC) hat 69.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft gekauft. Das Geschäft kam ohne Ausschreibung direkt zustande. Der Preis liegt liegt bei $196,90/Tonne c&f plus einem Zuschlag von $1,25/Tonne für die Entladung in einem weiteren Hafen. Quelle: Reuters

23.07.2015 Taiwan kauft 130.000 Tonnen Mais in Brasilien

Taiwans MFIG kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 130.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft. Mögliche Herkünfte waren: Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika zur Versendung im Zeitraum Oktober bis Dezember. Die erste Vereinbarung lautet über 65.000 Tonnen mit einer Prämie von 92,90 US-Cent /Bushel c&f auf den CBoT Dezember 15 Kontrakt. Lieferung: 23. Oktober bis 11. November. Die zweite Vereinbarung zum Kauf von 65.000 Tonnen sieht eine Prämie von 81,90 US-Cent/Bushel auf den CBoT März 16 vor. Lieferung: 12. November bis 1. Dezember. Brasilianische Angebote dominierten in diesem Tenderverfahren. Angebote aus Südafrika gab es nicht. Aus Argentinien gab es ein Angebot mit einer Prämie von 100,5 US-Cent/Bushel c&f auf den CBoT Dezember 15 Kontrakt. Quelle: Reuters

23.07.2015 Südkoreas MFG weist Angebote zum Maistender zurück

Südkoreas Major Feedmill Group (MFG) hat alle Offerten im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von bis zu 70.000 Tonnen Mais aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen. Das niedrigste Angebot lag bei $196,90/Tonne c&f  für 63.000 Tonnen zzgl. $1,25/Tonne zur Entladung an einem weiteren Hafen. Quelle: Reuters

23.07.2015 CBoT-Mais nahe seinem 3-Wochen-Tief

Vorteilhaftes Wetter im Maisgürtel der USA drückt die Kurse der Terminkontrakte am CBoT auf ein drei-Wochen-Tief. Nach all den Unsicherheiten durch die vielen Regenfälle der letzten Wochen glauben die Experten jetzt an eine volle Ernte. Im Mittleren Westen befinden sich die Maispflanzen jetzt in der Ertragsentscheidenden Bestäubungsphase.

22.07.2015 Für Matif Mais-Futures wird die Initialmargin erhöht

Die Euronext wird ab morgen Mittag eine Anpassung der Initial-Margin für ihre Matif Mais-Futures vornehmen.
Die aktuelle Margin beträgt 550 €/Lot, ab morgen Mittag wird sie auf 700 €/Lot also um 150 €/Lot erhöht.

22.07.2015 Südkorea kauft 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas "Korea Corn Processing Industry Association" (KOCOPIA) kauft im Rahmen eines Tenderverfahrens 55.000 Tonnen Mais mit optionaler Herkunft aus Brasilien oder Argentinien. Der Preis pro Tonne liegt bei $203,96 c&f und beinhaltet einen Zuschlag für die Entladung in einem zweiten Hafen. Liefertermin ist der 15. November. Quelle: Reuters

21.07.2015 Iran kauft 180.000 Tonnen Mais und 29.000 Tonnen Sojabohnen

Iranische Importeure haben in den vergangenen Wochen ca. 180.000 Tonnen brasilianischen Mais und 29.000 Tonnen argentinische Sojabohnen gekauft. Die Lieferungen sollen im Juli und August erfolgen. Ein Händler berichtete, dass der Iran trotz einer guten Ernte einen hohen Bedarf an Futtergetreide hat. Außerdem sorgen geringere indische Sojaschrotexporte für einen erhöhten Importbedarf an Sojabohnen. Quelle: Reuters

21.07.2015 Bestandsbericht US-Mais

21.07.2015 Taiwan sucht 130.000 Tonnen Mais am Weltmarkt

Taiwans Versorgungsunternehmen MFIG sucht in einer internationalen Ausschreibung 130.000 Tonnen Mais. Mögliche Lieferländer sind die USA, Brasilien, Argentinien und Südafrika. Der Tender wird am Donnerstag geschlossen. Quelle: Reuters

21.07.2015 Meteorologen sehen starken El Nino – Effekt bis ins Frühjahr 2016

Meteorologen in Australien erwarten, dass sich das Wetterphänomen El Nino im Pazifischen Ozean, das für steigende Temperaturen und geringere Niederschläge verantwortlich gemacht wird, bis ins kommende Jahr anhalten wird. In einer Mitteilung auf der Internetseite des Bureau of Meteorology in Australien wird darauf verwiesen, dass alle Beobachtungsgebiete während der letzten 10 Wochen mehr als 1°C über den Durchschnittswerten lagen. Dort heißt es auch, dass alle konsultierten internationalen Klimamodelle eine weitere Stärkung des El Nino bis ins Frühjahr 2016 sehen.
Die Erwärmung des Wassers hat sich durch schwäche oder gar umgedrehte Passatwinde in weiten Teilen des tropischen Teil des Pazifiks verstärkt. Üblicherweise erreicht der El Nino seinen Höhepunkt im späten Frühling bis zum Sommer der Südhalbkugel, bevor er sich dann zum Jahreswechsel wieder abschwächt.
Ein starker El Nino, der zu brütend heißen Temperaturen in Asien und im Osten Afrikas sowie starken Regefällen bis hin zu Überflutungen in Südamerika führen kann, hat einen sehr großen Einfluss auf die Landwirtschaft in diesen Regionen. Das kann dazu führen, dass die Versorgung mit Reis, Mais und Palm Öl aus den Angeln gerät.
Australien hat seine Prognose für die Weizen- und Baumwollernte sowie anderer Agrargüter für das Wirtschaftsjahr 2015/16 bereits zurückgefahren. Quelle: Reuters

21.07.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago verzeichneten gestern aufgrund von verbesserten US-Erntewetterbedingungen und einem gegenüber dem Euro festeren U.S.-Dollar kräftige Kursverluste. Auch der Soja- und Maiskomplex musste deutliche Abschläge hinnehmen. Taiwan hat gestern Morgen eine Ausschreibung über 104.350 Tonnen Weizen aus den USA aufgelegt. Das teilte die Taiwan Flour Millers´Association mit. Außerdem schreibt Ägypten heute den Kauf einer nicht genau spezifzierten Menge Weizen internationaler Herkunft zur Lieferung Anfang September aus.
Die CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde leicht schwächer.
Bei erhöhtem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. In Russland macht man sich Sorgen um die Weizenqualitäten, da es in den Exportregionen am Schwarzen Meer zuletzt viel geregnet hat.

20.07.2015 Prognose der ukrainischen Maisernte muss gesenkt werden

Der ukrainische Landwirtschaftsminister teilt soeben mit, dass die Maisernte der Ukraine durch extreme Hitze und Trockenheit in den zentralen Anbauregionen gefährdet ist. Im letzten Monat ließ es noch, dass man mit 26,4 Mio. Tonnen Mais rechnen könne, 2,1 Mio. Tonnen weniger als im 2014. Inzwischen wächst der Mais aufgrund der Trockenheit aber nicht weiter. Man werde die Prognose nach unten korrigieren müssen, so der Minister.
Die Prognose einer Getreideernte von 60 Mio. Tonnen hielt der Minister aber aufrecht. Bisher seien 13,5 Mio. Tonnen Getreide von 4,2 Mio. Hektar geerntet worden, davon 8,8 Mio. Weizen, ohne Vergleichszahlen zu nennen. Quelle: Reuters

20.07.2015 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen am Freitag auf einem 3-Wochen-Tief. Ein starker US-Dollar gegenüber dem Euro, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie die schwache Nachfrage nach US-Weizen auf dem Exportmarkt ließen die Weizennotierungen mit Kursverlusten schließen. Negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex und ebenfalls Abschläge beim Kansas-City- und Minneapolisweizen übten zudem Druck aus.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen erneut deutlich schwächer.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse schlossen auf allen Terminen im roten Bereich. Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass 38% der französischen Weichweizenbestände per 13. Juli geerntet sind. In der Vorwoche lag der Fortschritt bei 15%, im vergangenen Jahr zur selben Zeit bei 34%. 

20.07.2015 Heißes Wetter im U.S. Maisgürtel und fester Dollar drücken Mais-Kurse am CBoT

Die Kurse der CBoT-Mais-Futures stehen heute Morgen erneut unter Druck und sinken auf ein 3-Wochen-Tief. Heißes Wetter im Mittleren Westen der USA dürfte jetzt die Vegetation voran bringen. Außerdem drückt ein starker U.S. Dollar die Mais-Preise.
Nach dem vielen Regen hofft man jetzt auf heiße Temperaturen im Maisgürtel der USA. Bis zum 14. Juli hatten die großen Spekulanten allerdings ihre Netto-Long-Positionen am CBoT ausgeweitet, wie der Wochenbericht der Aufsichtsbehörden am Freitag zeigt.
Der Greenback notiert derzeit auf einem 3-Monats-Hoch, weil die U.A. amerikanische Zentralbank in den kommenden Monaten den Zinssatz anheben könnte, so die Erwartungen der Analysten. Ein starker Dollar hat einen bärischen Einfluss auf die Rohstoffpreise, die in Dollar notiert sind, da diese Produkte für Käufer teurer werden, die andere Währung halten.

17.07.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 07.07. - 14.07. um 335 Kontrakte. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.314 Kontrakte. 32.421 Netto-Long-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 14.07.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 34.400 Netto-Long-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 4.830 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 24.637 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 29.467 Kontrakte auf 202.747 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen marginal um 299 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 11.549 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 11.848 Lots auf 85.104 Lots erhöht.
17.07.2015 Französischer Mais mit Abschlägen bei den Ratings

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer meldet, dass sich 67% der französischen Maisbestände in einem guten bis exzellenten Zustand befinden. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 4%. Geschätzte 54% der Maisbestände befinden sich derzeit in der kritischen Bestäubungsphase (Vorwoche: 36%).
Weiterhin wird gemeldet, dass 38% der französischen Weichweizenbestände per 13. Juli geerntet sind. In der Vorwoche lag der Fortschritt bei 15%, im vergangenen Jahr zur selben Zeit bei 34%. Quelle: Reuters

16.07.2015 EU importiert in dieser Woche 37.800 Tonnen zollfreie Gerste aus der Ukraine

EU hat in dieser Woche den zollfreien Import von 37.800 Tonnen Gerste aus der Ukraine im Rahmen einer Importquote genehmigt. Von der Gesamtquote von 250.000 Tonnen können bis Jahresende noch 91.000 Tonnen importiert werden.
Die Kontingente für Weizen (950.000 Tonnen) und Mais (400.000 Tonnen) sind bereits ausverkauft. Quelle: Reuters

16.07.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 348.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 64.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 445.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 644.000 Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 84.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 15.000 Tonnen).
16.07.2015 CBoT-Mais : Nachfrage der Futtermittelhersteller wird drängender

Die Kurse des CBoT-Maisfutures können sich, trotz der Wettervorhersage für den Wechsel zu trocknerem Wetter in den USA, wieder leicht erholten. In einigen Wetterberichten für den Mais-Gürtel in der östlichen Hälfte des Mittleren Westens wird wieder Regen angekündigt. Dort staut sich nach den Starkregenfällen der letzten Wochen immer noch das Wasser in den Senken, sodass man mit deutlichen Ertragsverlusten rechnet. Im letzten USDA-Bericht waren die Experten noch von hohen Erträgen ausgegangen. Mittlerweile rechnen immer mehr damit, dass die nächste Ertragsschätzung kleiner ausfällt. Die Nachfrage der Futtermittelhersteller wird immer drängender.

15.07.2015 Getreidevorräte in der Ukraine steigen um 12,9 Prozent

Die Getreidevorräte in der Ukraine belaufen sich zum 1. Juli auf 7,9 Mio Tonnen und liegen damit 12,9 Prozent über dem Vorjahr. Dies gab das staatliche Amt für Statistik der Ukraine heute bekannt.
Die Bestände der großen und mittelgroßen Unternehmen aus der Landwirtschaft kommen auf 3,2 Mio Tonnen Weizen, 1,5 Mio Tonnen Gerste und 2,9 Mio Tonnen Mais. Die Zahlen von kleineren Betrieben sind in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt. Quelle: Reuters

15.07.2015 Ukraine exportiert bisher 688.000 Tonnen Getreide in 2015/16

Die Ukraine hat laut einer Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums in den ersten zwei Wochen der neuen Saison 2015/16 688.000 Tonnen Getreide exportiert. Die Menge teilt sich auf in 390.000 Tonnen Mais, 131.000 Tonnen Weizen und 166.000 Tonnen Gerste. Außerdem ist bereits eine Menge von 275.000 Tonnen auf Schiffe verladen worden, die das Land in den nächsten Tagen verlassen werden.
Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko prognostizierte im Juni eine Getreideernte von 60 Millionen Tonnen und Exporte in Höhe von 34 Millionen Tonnen. Im vergangenen Wj betrug die Erntemenge 63,8 Millionen Tonnen und die Exporte 35 Millionen Tonnen. Quelle: Reuters

15.07.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine rasch voranschreitende U.S.- Winterweizenernte, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben aus dem Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Ägyptens staatlicher Rohstoffeinkäufer, die GASC, hat 235.000 Tonnen Weizen zum Durchschnittspreis von $210,37/Tonne c&f gekauft. Die Versendung der Ware soll zwischen dem 21. August und dem 31. August erfolgen. Gekauft wurden 120.000 Tonnen Weizen aus Rumänien und 115.000 Tonnen Weizen kommen aus Russland.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen in der vierten Sitzung in Folge schwächer.
Bei vergleichsweise geringem Handelsvolumen aufgrund des französischen Nationalfeiertages folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.

14.07.2015 USDA erhöht seine Prognose für die Ukrainische Weizenernte um 1 Million Tonnen

Das US- Landwirtschaftsministerium hat seine Juli-Prognose für die Weizenernte in der Ukraine für das neue Wirtschaftsjahr gegenüber der vorigen Schätzung um 1 Million Tonnen auf 24 Millionen angehoben. Auch die Exportmengen wurden mit 12,5 Millionen Tonnen höher geschätzt als im Juni.
Die gesamte Futtergetreideernte erwartet man unverändert bei 33,125 Millionen Tonnen. Ebenso bleiben die Exporterwartungen unverändert bei 18,18 Mio Tonnen. Darin enthalten sind die Zahlen für die Maisernte mit 26 Mio Tonnen und die Exporte mit 18,18 Mio Tonnen.
Die Zahlen für das Wj 2014/15:
11,5 Mio Tonnen Weizenexporte bei einer Erntemenge von 24,75 Mio Tonnen.
20,885 Mio Tonnen Futtergetreideexporte bei einer Erntemenge von 39,345 Mio Tonnen.
Darin enthalten sind Maisexporte in Höhe von 18 Mio Tonnen bei einer Erntemenge von 28,45 Mio Tonnen. Quelle:Reuters

14.07.2015 Mais- und Sorghum-Importe: Chinesische Experten widersprechen USDA-Report

Händler erwarten in 2015/16 einen Rückgang von 30 % bei den chinesischen Importen von Sorghum. Die Regierung in Peking will ihre Interventionspreise für Mais der neuen Ernte senken, was die Handelsspannen für billige Importe von Substituten verschlechtern dürfte. Deshalb halten sich die Importeure mit Aufträgen zurück. Außerdem sollen die Kosten für den Schienentransport durch Subventionen gesenkt werden, was den Einsatz von der chinesischem Mais beflügeln soll.
China ist weltweit der größte Kunde von Sorghum, das meist aus den USA importiert wird. Sorghum ist ein billiges Substitut für Mais im Futtermittel, der in China durch Subventionen 30 % über dem Weltmarktniveau relativ hoch bewertet wird.
In seinem Bericht vom letzten Freitag war das USDA noch von einem gleich großen Mais-Import wie im Vorjahr von 9 Mio. Tonnen für China ausgegangen. Dem Bericht wird jetzt von chinesischen Beobachtern widersprochen. Gestiegene U.S. Preise bei Mais und Sorghum führten bereits dazu, dass Importeure beispielsweise auf Gerste ausweichen. Gerste aus Australien, Kanada und Frankreich kostet derzeit $240/Tonne cif, Schwarzmeer-Gerste sogar nur $210/Tonne. Sorghum der neuen Ernte wird schon mit $270/Tonne gehandelt.
China hatte im Mai die Rekordmenge von 1 Mio. Tonne Sorghum importiert und kommt in den ersten fünf Monaten auf 4,27 Mio. Tonnen, was 51 % über der Vorjahresmenge liegt. Die Verunsicherung über Chinas Import- und Subventionspolitik zwingt die Importeure in eine abwartende Haltung. Quelle: Reuters

14.07.2015 Bestandsbericht US-Mais

14.07.2015 Mais: Zustand der U.S. Feldbestände bleibt schlecht

Die Kurse des CBoT-Maiskontrakts steigen heute Morgen bereits in der fünften aufeinander folgenden Sitzung auf ein Jahres-Hoch. Der Markt erwartet ein begrenztes Angebot aufgrund unerwünschter Niederschläge in Teilen des U.S. Getreidegürtels. Zwar verkünden die Meteorologen besseres Wetter, aber so recht will es noch niemand glauben und so steigen die Kurse am Terminmarkt weiter.
In seinem wöchentlich Update über den Zustand der U.S. Feldbestände bleibt die Bewertung der Maisfelder zu 69 % in der Kategorie gut bis exzellent. Das ist deutlich weniger, als die 76 % zu gleichen Termin im Vorjahr. Allerdings hatten die Analysten im Vorfeld auf eine Absenkung um 1 % gewettet. Am Terminmarkt wirkt weiterhin der USDA-Bericht von Freitag fort, der bei Mais und Sojabohnen ein kleineres Angebot sieht, als es die Analysten erwartet hatten.

13.07.2015 Stockt Argentinien den Export von Mais um 7 Mio. Tonnen auf?

Die argentinische Regierung denkt über die Erteilung von Exportlizenzen für die Vermarktungssaison 2014/15 über weitere 7 Mio. Tonnen Mais nach. Mit den bereits im letzten Jahr freigebenen Exporten über 11,5 Mio. Tonnen käme das Land dann auf 18,5 Mio. Tonnen Maisexporte.
Das Südamerikanische Land gehört zu den weltweit größten Exporteuren von Sojaschrot und Sojabohnen und ist einer der größten Produzenten von Mais und Weizen der Welt. Die Regierung De Kirchner hat den Export von Mais beschränkt, um die inländische Versorgung sicherzustellen und einen Anstieg der Lebensmittelpreise zu verhindern. Quelle: Reuters

13.07.2015 Mexiko kauft 121.927 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 121.927 Tonnen US-Mais an Mexiko. 91.445 Tonnen zur Versendung im Vermarktungsjahr 2015/16 und 30.482 Tonnen zur Versendung im Vermarktungsjahr 2016/17. Quelle: Reuters

13.07.2015 Nach Hitzestress werden Schätzungen für EU-Maisernte gesenkt

Eine anhaltende Trockenheit mit hohen Temperaturen stressen die Maisbestände in einigen Teilen der Europäischen Union zu Beginn der Bestäubungsphase. Auch Frankreich ist davon betroffen. Neben der Sommergerste hat insbesondere der Mais unter der Hitzewelle Ende Juni gelitten. Dagegen haben die Weizen- und Wintergerstenbestände, die schon fast reif sind, weniger gelitten.
Der USDA-Bericht vom Freitag hat die Ernteaussichten für europäischen Mais um mehr als 2 Mio. Tonnen auf 65,8 Mio. Tonnen gesenkt. Damit entfernt sich die Schätzung weiter von der Rekordernte in 2015, die bei 75 Mio. Tonnen lag. Die Mais-Importe der EU werden vom USDA auf stabile 14 Mio. Tonnen geschätzt.
71 % der französischen Maisbestände wurden in der ersten Juli-Woche von FranceAgriMer als „good or excellent“ gerated, 10 % weniger als im Vormonat. 15 % der Bestände befinden sich schon in der sensiblen Bestäubungsphase. In den Regionen, wo in Frankreich keine Beregnung möglich ist, befindet sich der Mais im Stresszustand, so Strategie Grains. In den kommenden Tagen wird zudem kein Regen erwartet, sodass die Ertragsaussichten herunter geschraubt werden. Es ist aber nicht mehr ganz so heiß. Nur die Hälfte der französischen Maisflächen können beregnet werden, viel weniger als in Spanien oder Italien. In einigen Regionen Frankreichs gilt bereits ein Beregnungsverbot wegen des Wassermangels.
In Ungarn hat die Trockenheit 10 bis 20 % der Maisflächen betroffen, obwohl in dieser Woche Regen gefallen ist und niedrigere Temperaturen den Schaden begrenzen. Dort wird mit 6 bis 7 Mio. Tonnen jetzt nur noch eine durchschnittliche Maisernte erwartet, gegenüber der Rekordernte von 9,2 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Rumänien ist flächenmäßig die Nation mit der zweitgrößten Maisanbaufläche in der EU. Auch dort haben hohe Temperaturen die Bestände gestresst. Zuletzt haben aber Regenschauer den Bestände gut getan und die Bestäubungsphase in den kommenden 10 bis 15 Tage ist nach Angaben eines in Bukarest ansässigen Brokers für die Erträge entscheidend. Die Ernte 2015 wird mit 11 Mio. Tonnen nur geringfügig unter der des Vorjahres geschätzt.
In Italien entwickeln sich die Maisbestände gut, die Anbaufläche wurde aber um 8 % eingeschränkt, da in die Futterrationen mehr Sojabohnen eingesetzt werden. Außerdem sind die Bauern über die hohen Beregnungskosten besorgt.
Quelle: Reuters

13.07.2015 U.S. Maiskurse auf Jahreshoch – Endbestände niedriger geschätzt

Der USDA-Report vom vergangenen Freitag wird in Fernost für den Maismarkt in den USA bullish bewertet. Die Endbestände sind niedriger als erwartet und das nasse Wetter beschränkt die Erntemenge. Die Maiskurse am CBoT handeln nahe einem Jahres-Hoch.
Am Ende der Vermarktungssaison 2014/15 lagern noch 1,779 Mrd. Bushel alterntigen Mais. In der vorherigen Schätzung lag die Schätzung noch bei 1,876 Mrd. Bushel. Der Export und die Nachfrage der Mischfutterhersteller haben sich besser entwickelt. Auch die Analysten lagen mit ihrer Schätzung der Endbestände von 1,811 Mrd. Bushel höher.
Zudem kommen jetzt niedrige Ernteerwartungen, da es in den U.S. Maisanbauregionen fortwährend soviel regnet, sodass die Bestände Schaden nehmen. Im letzten USDA-Bericht ist davon allerdings noch nichts zu vernehmen.

12.07.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 30.06. - 07.07. um 10.924 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 9.370 Kontrakte. 34.400 Netto-Long-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 07.07.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 14.106 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 2.987 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden auch die Short-Positionen um 105.661 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 102.674 Kontrakte auf 173.280 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 2.548 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 3.112Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen um 5.660 Lots auf 67.256 Lots erhöht.
10.07.2015 EU-Mais leidet unter Trockenheit und Hitze

Die lange Trockenheit und die hohen Temperaturen in Teilen der Europäischen Union haben den Maiskulturen, die in die entscheidende Phase der Bestäubung eintreten, zugesetzt. In Frankreich fiel der Anteil der Bestände, die per 6. Juli mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet werden, um 10 Punkte auf 71%. 15% der Bestände befinden sich in der Bestäubungsphase, so das französische Analystenhaus FranceAgriMer. „Mais ist so ziemlich überall in Frankreich unter Stress, wo nicht beregnet wird“ sagte Jean-Sabastien Jacquet, Analyst bei FranceAgriMer. Die Temperaturen haben sich von den Rekordwerten der letzten Woche von rund 40° Celsius verabschiedet, doch das Gros der Anbaugebiete bleicht trocken. Signifikante Niederschläge werden in den kommenden Tagen auch nicht erwartet. Nur etwa die Hälfte der französischen Maisbestände wird beregnet, deutlich weniger als in Spanien und Italien. Restriktionen für den Wasserverbrauch in einigen lokalen Gebieten könnt den Anteil noch reduzieren. In Ungarn sind 10-20% der Maisbestände von Trockenheit betroffen, wenngleich die Niederschläge und der Rückgang der Temperaturen einen Teil der Schäden noch kompensieren können. Ungarische Landwirte haben Mais auf 1,2 Mio. Hektar gepflanzt. Damit liegt die ungarische Maisanbaufläche 2015 auf dem Niveau des Vorjahres. Ungarn erwartet nach der Rekordernte im vergangenen Jahr (9,2 Mio. Tonnen) lediglich eine durchschnittliche Maisernte von 6-7 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

10.07.2015 Steigende Kurse vor dem USDA-Bericht

Die Maisnotierungen stiegen heute weiter an und näherten sich einem Ein-Jahres Hoch. Der Markt erwartet, dass der heutige USDA-Bericht eine geringere Ernteprognose ausweisen wird. Aus dem gleichen Grund stiegen auch die Notierungen für Sojabohnen an. Man rechnet mit einer kleineren Ernte aufgrund der schweren Regenfälle im Mittleren Westen. Zusätzliche Unterstützung erhält der Markt durch die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Griechenlandkriese. Der Euro notiert deshalb gegenüber der US-Währung deutlich fester. Quelle: Reuters

10.07.2015 Getreidemail

Nach einem wechselhaften Handelstag schlossen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen. Kurssteigerungen beim Soja- und Maiskomplex unterstützten den Markt, während technische Verkäufe und die schwache Nachfrage nach US-Weizen am Weltmarkt die Kurse belasteten. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 345.900 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000-500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die e-CBoT minimal schwächer. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Long-Positionen auf nahezu unverändertem Niveau. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse schlossen leicht fester. Die Europäische Union erteilte in der ersten Woche des neuen Vermarktungsjahres 2015/16 Exportlizenzen für 467.000 Tonnen Weizen. FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2014/15 per 30 Juni auf 2,7 Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose bei 3,0 Mio. Tonnen.  Die französische Weizenernte 2015 wird auf 37,9 Mio. Tonnen geschätzt.

09.07.2015 EU-Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in der ersten Woche des neuen Vermarktungsjahres 2015/16 Exportlizenzen für 97.000 Tonnen Mais und Importlizenzen für 20.000 Tonnen Mais. Quelle: Reuters
09.07.2015 FranceAgriMer reduziert Prognose der franz. Weizenendbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer hat seine Prognose der französischen Weizenbestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2014/15 per 30 Juni auf 2,7 Mio. Tonnen reduziert. Im Vormonat lag die Prognose bei 3,0 Mio. Tonnen. Die Reduzierung reflektiert hauptsächlich den Anstieg der Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union, der nun auf 11,4 Mio. Tonnen geschätzt wird versus 11,1 Mio. Tonnen im Vormonat.
FranceAgriMer erhöhte die Prognose der französischen Gerste-Endbestände um 100.000 Tonnen zum Vormonat auf 1,1 Mio. Tonnen. Die Prognose der Mais-Endbestände wurde um 100.000 Tonnen auf 3,3 Mio. Tonnen reduziert. Quelle: Reuters

09.07.2015 AMIS Market Monitor No. 30 / Juli 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 9. Juli finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 10. September 2015

08.07.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Gewinnmitnahmen, ein festerer US-Dollar zum Euro sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den zweiten Tag in Folge schwächer schließen.
Tunesien hat einen internationalen Tender zum Kauf von 142.000 Tonnen Weichweizen ausgeschrieben.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 7.000 Kontrakte. Die e-CBoT handelt zur Stunde mit leichten Verlusten. Aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen deutliche Abschläge hinnehmen. Frankreich hat im Mai 730.000 Tonnen Weichweizen in Länder außerhalb der EU exportiert. Für das aktuelle Wirtschaftsjahr (Juli bis Juni) beträgt die Gesamtmenge 10,3 Mio Tonnen. Das sind 9% weniger als im Wj. 2013/14. Das französische Landwirtschaftsministerium hat in seiner ersten Prognose die französische Weizenernte 2015 auf 37,9 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vergleich zum Vorjahr (37,5 Mio. Tonnen) wäre das ein Anstieg um 1,0%.

 

07.07.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

06.07.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 23.06. - 30.06. um 25.372 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 41.450 Kontrakte. 14.106 Netto-Long-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 30.06.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es noch 52.716 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 45.863 Kontrakte erhöht . Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 119.265 Kontrakte reduziert. Dadurch drehten die institutionellen Anleger ihren Bestand an 94.522 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche in 70.606 Netto-Long-Positionen.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 23.121 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 42.646 Lots. In Summe wurden die Netto-Long-Positionen von 1.829 auf 67.596 Lots erhöht.
06.07.2015 Weizen, Raps- und Maisnotierungen handeln deutlich schwächer
Die Notierungen für Weizen, Raps und Mais an der Euronext in Paris handeln zum Start in die neue Woche mit kräftigen Verlusten. Bei den Weizennotierungen (vorderste Fälligkeit), die im Tagestief bei 200,50 Euro handelten, fiel der Rückgang mit 1,72% am Stärksten aus. Aber auch die Maisnotierungen (Tagestief 190,50 Euro /- 1,68%) und die Rapssaatnotierungen (Tagestief 390,25 Euro / -1,01%) mussten deutliche Verluste hinnehmen.
Der Euro sackte im Tagestief auf 1,09706 US-Dollar, konnte sich jedoch von den Tiefstständen erholen und handelt gegenwärtig auf einem Niveau von 1,10589 US-Dollar.
03.07.2015 FranceAgriMer bewertet Frankreichs Getreidebestände schlechter

Die Getreidebestände in Frankreich wurden erneut schlechter bewertet. Per 29.06. hat FranceAgriMer 78% der Getreidebestände mit „gut - exzellent“ bewertet. Das ist ein Rückgang um 3% zur Vorwoche. Die Ratings sind aber weiterhin über den Ratings vor einem Jahr. Aufgrund der gegenwärtigen Hitzewelle rechnet man jedoch mit weiteren Schäden an den Beständen, die zu weiteren Rückgängen führen könnten. Beim Mais erhielten 81% der Bestände ein „gut – exzellent“ (Vorwoche: 83%). Die Bestände der Sommergerste werden zu 73% mit „gut- exzellent“ bewertet (Vorwoche: 79%). Der Erntefortschritt bei der Gerste liegt bei 47% (+4% zur Woche / +34% zum Vorjahr zur selben Zeit). Quelle: Reuters

02.07.2015 Informa Economics Prognosen zur US-Ernte 2015
Informa Economics schätzt die US-Winterweizen Produktion 2015 auf 1,477 Mrd. Bushel. Die Prognose setzt sich im Einzelnen zusammen aus:
899 Mio. Bushel Hard Red Winter Wheat
394 Mio. Bushel Soft Red Winter Wheat
194 Mio. Bushel White Winter Wheat
Weitere Prognosen:
Maisproduktion 2015:
13,412 Mrd. Bushel / Erträge 165,4 Bushel pro Acres (Vorjahr 13,564 Mrd. Bushel / 166,4 Bushel pro Acres
Sojabohnenproduktion 2015
3,808 Mrd. Bushel / Erträge 45,1 Bushel/Ares (Vorjahr 3,871 Mrd. Bushel / 45 Bushel pro Acres
Quelle: Reuters

 

02.07.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 82.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 81.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 9,203 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 14,449 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,673 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,626 Mio. Tonnen).
02.07.2015 Südafrika / Maisimporte aus Sambia

Südafrika bereitet sich auf höhere (White)Mais-Importe vom nördlichen Nachbarn Sambia vor. Informationen des „South African Grain Information Service“ könnte die Maisernte aufgrund der dortigen Trockenheit um mehr als 1 Drittel niedriger ausfallen, als im Vorjahr. Quelle: Reuters

02.07.2015 Ukraines Getreideexporte 2014/15 auf Rekordhoch
Die Getreideexporte der Ukraine erreichten in der Vermarktungsperiode 2014/15 (1. Juli - 30. Juni) mit 34,6 Mio. Tonnen Getreide ein Allzeithoch. Die Gesamtmenge beinhaltet Weizenexporte von 10,9 Mio. Tonnen und Maisexporte von 18,9 Mio. Tonnen.
In der vorherigen Vermarktungsperiode 2013/14 exportierte die Ukraine 32,98 Mio. Tonnen Getreide. Darin enthalten waren 9,7 Mio. Tonnen Weizen und 20,2 Mio. Tonnen Mais. Quelle: Reuters
01.07.2015 Südafrika importiert Mais aus Mexiko

Südafrika wird über 50.000 Tonnen (White)Mais aus Mexiko importieren, da die Maisbestände in Mexiko unter einer starken Trockenheit leiden und eine ausreichende inländische Produktion gefährden.  Die erste von insgesamt 6 Lieferungen soll im August erfolgen, weitere Lieferungen werden zwischen September und Dezember erwaret, so eine nicht näher genannte Quelle gegenüber Reuters.

01.07.2015 CBoT Mais-Notierungen handeln auf Tagestief
Die Mais-Notierungen in Chicago erreichen heute Nachmittag Tagestiefststände aufgrund technischer Verkäufe und der schwachen Vorgaben vom Weizenkomplex. 
01.07.2015 FC Stone prognostiziert niedrigere EU-Weichweizenernte 2015
Die EU-Weichweizenproduktion 2015 wird einer Umfrage von FCStone zufolge augrund der trockenen Wetterbedingungen auf 140,7 Mio. Tonnen sinken. Das Umfrageergebnis liegt damit unter der Juni-Prognose von Strategie Grains (141,6 Mio. Tonnen) sowie 5% niedriger als das Ergebnis 2014 (149,5 Mio. Tonnen).
Weitere Prognosen:
EU-Mais-Ernte 2015:
66,6 Mio. Tonnen (Strategie Grains Juni: 67,5 Mio.Tonnen / 2014 75,7 Mio. Tonnen (-11%)
EU-Rapssaat-Ernte 2015
21,3 Mio. Tonnen (Oil World: 21,8 Mio. Tonnen
Quelle: Reuters
01.07.2015 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen für die Weizenbestände im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten, Kanada und Teilen Europas, kräftige Gewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie feste Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit kräftigen Aufschlägen schließen. Die US-Weizen-Quartalsbestände lagen mit 753 Mio. Bushel über den durchschnittlichen Markterwartungen von 718 Mio. Bushel. Kanadische Landwirte planen Weizen auf insgesamt 24,1 Mio. Acres anzubauen. 2014 lag die Weizen-Anbaufläche in Kanada bei 23,8 Mio. Acres. Das wäre ein Rückgang um 1,3%. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 17.000 Kontrakte. Die e-CBOT handelt heute Morgen deutlich schwächer. Durch die guten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen weiter zulegen und die Kurse schlossen über der 200,- Euro-Marke. Die Europäische Kommission hat ihre monatliche Prognose der EU Weichweizenernte 2015 von 141,5 Mio. Tonnen auf 140,0 Mio. Tonnen reduziert. 

01.07.2015 CBoT-Mais verbucht höchsten Tagesgewinn seit 5 Jahren

Der Maisfuture am CBoT hat gestern mit +8% seinen größten Tagesgewinn seit fünf Jahren verbucht. Das USDA hatte in seinem Bericht die Lagerbestände in den USA kleiner als erwartet geschätzt und es wird erwartet, dass die jüngsten Wetterturbulenzen Erträge begrenzen. Zu dem heftigen Kursanstieg tragen die Fondsgesellschaften maßgeblich bei, die seit Tagen ihre Short-Positionen abdecken. Gestern kauften sie 25.000 Maisfutures; außerdem noch 40.000 Lots Sojabohnen- und 17.000 Lots Weizenkontrakte.
An der Terminbörse in Chicago gibt es derzeit einen sehr aktiven Handel mit Spreads zwischen der alten und der neuen Ernte. Inzwischen ist der Dezember-15-Termin auf dem gleichen Niveau wie der Kontinuos-Chart. Am 22. Juni gab es da noch einen Unterschied von 31 Cents.
Dem USDA-Bericht zufolge lagerten am 1. Juni in den USA noch 4,447 Mrd. Bushel Mais, das sind für diesen Termin die höchsten Lagerbestände seit 1988 und der fünft-größte Bestand seit es darüber Aufzeichnungen gibt. Der Mais-Verbrauch wurde mit 3,303 Mrd. Bushel angegeben, der zweit-höchste Verbrauch seither.

30.06.2015 Peking will Maisanbau reduzieren

China will in 2016 seine Anbaufläche für Mais beschränken und auf andere Feldfrüchte ausweichen. Das sagte heute der chinesische Landwirtschaftsminister in einer Agrarministerkonferenz. Die Regierung in Peking steht wegen seiner hohen Interventionsbestände unter Druck. Bauern sollen zukünftig auf den Anbau von Bohnen oder anderes Grobgetreide ausweichen oder mehr Raufutter zur Verfütterung produzieren, sofern es passt. Auch Maissilage käme in Frage, so Minister Han Changfu.
Vier Provinzen im Nordosten des Landes, darunter Heilongjiang und Jilin, erzeugen rund 40 % der chinesischen Maisernte. Dort sollen auch die stärksten Anbaueinschränkungen erfolgen. Wegen der Verschlechterung der Bodenverhältnisse und der Wasserknappheit will China zukünftig nicht mehr auf die Steigerung der Ernten setzen, sondern will sichere Lebensmittel produzieren und gegebenenfalls mehr importieren, um die Umweltprobleme lösen.
Mit dem Anbau von Silomais will China langfristig die Viehwirtschaft fördern. Kurzfristig wird das aber nicht die großen Maisvorräte abbauen, zumal eine weitere große Maisernte in Sicht ist. Mit hohen Maispreisen hat die Regierung in Peking bisher die ländliche Bevölkerung unterstützt. Die Preise liegen bis zu 30 % über dem Weltmarkt. In der Folge wurden hohe Mengen Mais und Futtermittel Substitute importiert. Auch in diesem Jahr wurde die chinesische Mais-Anbaufläche wieder ausgeweitet. Bereits jetzt lagern in den staatlichen Lagerhäusern mehr als 120 Mio. Tonnen Mais, der den Bedarf der Bevölkerung für mehr als acht Monate decken kann. Im Oktober steht aber bereits die nächste Rekordernte an. Quelle: Reuters

30.06.2015 Europäische Kommission senkt Prognose der EU-Weizenernte 2015

Die Europäische Kommission hat ihre monatliche Prognose der EU Weichweizenernte 2015 von 141,5 Mio. Tonnen auf 140,0 Mio. Tonnen reduziert. Ebenfalls reduziert wurde die Prognose der EU-Gerste-Ernte von 59,5 Mio. Tonnen auf 58,31 Mio. Tonnen. Die Prognose der Maisproduktion wurde leicht erhöht von 68,1 Mio. Tonnen auf 68,4 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

30.06.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

30.06.2015 CBoT-Weizen mit größtem Monatsgewinn seit fünf Jahren

Der Kurs des CBoT-Weizenfutures steigt heute Morgen zum vierten Mal in Folge und erreicht damit den größten Monatsgewinn seit fünf Jahren. Starke Regenfälle im U.S. Getreidegürtel behindern die Ernte und schädigen die Qualität. Im Juni stieg der Kurs des Weizen-Terminkontrakts bereits um 23 %, auch der Maisfuture steigt um 10 %. Der beste Monatsanstieg seit Oktober 2014.
Regenfälle im östlichen und südlichen Mittleren Westen der USA hatten letzte Woche Schäden beim Mais und bei der Sojabohne angerichtet. Die Böden sind verschlämmt und die letzten Sojabohnen können nicht gelegt werden. Währenddessen war die Weizenernte am letzten Sonntag schon mindestens eine Woche im Verzug, so der Crop-Report des USDA von gestern. 38 % der Flächen waren geräumt, im Vergleich zum fünf-Jahres-Durchschnittswert für Ende Juni von 46 %.
Weitere Unterstützung für die Kursentwicklung kommt aus Kanada und Europa, wo es noch mindestens eine Woche noch viel zu trocken bleibt. Eine starke Nachfrage nach lieferbaren Qualitäten zur Erfüllung der Juli-Weizenfutures begrenzt am ersten Andienungstag die physische Börsenlieferung. Man schätzt, dass gestern lediglich 0-50 bis Weizenkontrakte den Käufern der Börsen-Futures angedient wurden.

29.06.2015 Anleger liquidieren Positionen und wollen USDA-Quartalsbericht abwarten

Die Weizenkurse an der CBoT konnten in den letzten drei Handelstagen um 10 % zulegen, weil befürchtet wird, dass die Starkregenereignisse im Mittleren Westen der USA die Erträge beschränken. Inzwischen wird das Kursniveau von vor sechs Monaten erreicht.
Der Regen kam zur Unzeit, bemerken heute Morgen Broker in Sydney. Deshalb werde man die Vegetationsbedingungen östlich von Missouri im Tal des Ohio Flusses genau beobachten. Dort werden Mais, Sojabohnen und Winterweizen (SRW) angebaut. Alle diese Produkte werden an der Terminbörse in Chicago gehandelt.
Einige Anleger sind aus ihren Kontrakten ausgestiegen und warten den morgigen USDA-Bericht zur Flächennutzung und der vierteljährigen Bestandsberichten ab.

28.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 23.06.2015 (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 16.06. - 23.06. um 7.017 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.217 Kontrakte. 52.716 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 23.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 9.234 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 1.289 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 26.938 Kontrakte reduziert. In Summe reduzierten sich damit die Netto-Short-Positionen um 25.649 Kontrakte auf 94.522 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 8.916 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 56.461 Lots. In Summe drehten damit die Institutionellen Anleger ihren Bestand von 63.548 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche in 1.829 Netto-Long-Positionen.
26.06.2015 Getreideexporte der Ukraine mit neuen Rekord

Der Getreideexport aus der Ukraine beläuft sich in den am Dienstag zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr inzwischen schon auf 34,4 Mio. Tonnen. Damit wurde die Rekord-Exportmenge in Höhe von 32,8 Mio. Tonnen übertroffen. Auch die letzte Einschätzung des Agrarministers, dass sich die Exporte auf 34 Mio. Tonnen summieren könnten, wurde übertroffen.
Es wurden 10,8 Mio. Tonnen Weizen, 18,8 Mio. Tonnen Mais und 4,5 Mio. Tonnen Gerste an ausländische Käufer abgegeben. Quelle: Reuters

26.06.2015 Ukraine / Wetterdienst prognostiziert Anstieg der Weizenproduktion

Der staatliche Wetterdienst der Ukraine hat seine Prognose der ukrainischen Weizenernte 2015 aufgrund günstiger Wetterbedingungen um 1,0 Mio. Tonnen von 23,5 Mio. Tonnen auf 24,5 Mio. Tonnen erhöht.
Die Prognose der gesamten Getreideernte liegt aktuell bei 59,6 Mio. Tonnen, davon entfallen 26,5 Mio. Tonnen auf die Maisernte (Vorjahr: 28,5 Mio. Tonnen). Der Rückgang beim Mais wird auf die kleinere Anbaufläche zurückgeführt. Quelle: Reuters

26.06.2015 Französische Weizenbestände mit Abschlägen bei den Ratings

Der Zustand der französischen Weizenbestände hat sich in der Woche bis zum 22. Juni signifikant verschlechtert. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer am heutigen Freitag. Das Analystenhaus sieht dies als Zeichen dafür, dass sich die trockenen Wetterbedingungen in Frankreich negativ auf die Entwicklung und den Zustand der Getreidebestände ausgewirkt haben.
81% der Weizenbestände in Frankreich erhielten per 22. Juni die Bewertung „gut“ bis „exzellent“. Zur Vorwoche, in der noch 85% die Spitzenbewertung erhielten, ist das ein Rückgang um 4%. Allerdings liegt dieser Wert immer noch deutlich über dem Vorjahreswert von 71%.
Bei der Wintergerste hat es keine Veränderung zur Vorwoche in der Bewertung der Bestände gegeben. 85% der Wintergestebestände werden mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet.
Der Anteil der Sommergersten-Bestände, die mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet wurden, liegt per 22. Juni bei 79% (15. Juni: 82%, 8. Juni: 86%).
Beim Mais fielen die Ratings von 85% auf 83% „gut“ bis „exzellent“. Quelle: Reuters

26.06.2015 Regenmassen fluten die Felder in den USA

Die CBoT-Maisfutures stiegen in dieser Woche bereits um 7 % und kommen so auf das größte Wochenplus seit Mai 2013. Die heftigen Regenfälle in den Hauptanbauregionen schüren Ängste für eine schwache Ernte. In Iowa, Ohio und Missouri hatte ein Sturmtief mit bis 180 Litern Regen die Felder geflutet. Das außerordentliche Wetter hält nun schon zu lange an und ist alles andere als harmlos, sagt heute Morgen der australische Broker Tobin Gorey. Man erinnert sich an 1993 als ein Drittel der Ernte wegen zu viel Regen verloren ging.

25.06.2015 IGC reduziert Prognose der globalen Weizenproduktion 2015/16
Das International Grains Council hat seine monatliche Prognose der globalen Weizenproduktion 2015/16 von 715 Mio. Tonnen auf 711 Mio. Tonnen reduziert. Damit läge der Wert hinter dem Ergebnis des Vorjahres von 721 Mio. Tonnen.
Begründet wird die Reduzierung der Prognose im Einzelnen wie folgt:
Indien: - 3 Mio. Tonnen (von 91 Mio. Tonnen auf 89 Mio. Tonnen)
Australien: -1,5 Mio. Tonnen (von 27 Mio. Tonnen auf 25,5 Mio. tonnen)
Europäische Union: -1,2 Mio. Tonnen (von 150 Mio. Tonnen auf 148,8 Mio. Tonnen)
Gestiegenen Prognosen:
Ukraine: + 1,0 Mio. Tonnen (von 21 Mio. Tonnen auf 22 Mio. Tonnen)
Die Prognose des globalen Weizenverbrauchs 2015/16 stieg von 710 Mio. tonnen auf 713 Mio. Tonnen. Damit würden die Bestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 mit 196 Mio. Tonnen leicht unterhalb des Vorjahres von 198 Mio. Tonnen liegen.

Die Prognose der globalen Maisproduktion 2015/16 wurde von 961 Mio. Tonnen auf 963 Mio. Tonnen erhöht. Das Vorjahresergebnis lag bei 999 Mio. Tonnen. Der Maisverbrauch würde demnach steigen von 974 Mio. Tonnen auf 976 Mio. Tonnen. Damit lägen die globalen Maisendbestände zum Ende der Vermarktungsperiode 2015/16 bei 188 Mio. Tonnen (Vorjahr: 201 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
25.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 210.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 74.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 9,069 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 14,363 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,609 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,626 Mio. Tonnen).
24.06.2015 Allendale prognostiziert größere US Soja- und Maisanbauflächen

Eine Umfrage des in Illinois ansässigen Brokerage Unternehmens Allendale haben US-Landwirte in diesem Jahr eine größere Anbaufläche mit Sojabohnen und Mais bestellt, als vom USDA im Quartalsbericht vom 31. März prognostiziert wurde. Demnach wurden in 26 US-Bundesstaaten in diesem Frühjahr Mais auf 91,742 Mio. Acres und Sojabohnen auf 85,105 Mio. Acres ausgebracht. Im USDA Quartalsbericht lag die Prognose beim Mais bei 89,199 Mio. Acres und bei den Sojabohnen bei 84,635 Mio. Acres. Allendale schätzt die gesamte Weizenanbaufläche in den Vereinigten Staaten auf 55,523 Mio. Acres (40,623 Mio. Acres Winterweizen, 13,108 Mio. Acres Sommerweizen und 1,792 Mio. Acres Durum-Weizen. Am kommenden Dienstag veröffentlicht das USDA seine aktualisierte Prognose der US-Anbauflächen.

24.06.2015 China storniert DDGS Importe

Die chinesischen Importe von Distillers´ Dried Grains (DDGS) fielen im Mai auf 485.668 Tonnen. Im Vergleich zum selben Monat im Vorjahr war das rund ein Viertel weniger. Händler berichten davon, dass die Käufer einige Bestellungen storniert und Lieferungen abgewiesen haben, um damit Verluste zu vermeiden.
China ist der weltweit größte Käufer von DDGS, ein Nebenprodukt der Ethanol Herstellung aus Mais, das als Futtermittel dient. Damit können Mais und oder Sojaschrot im Mischfutter ersetzt werden. Gesunkene Preise für Sojaschrot führten nun dazu, dass weniger DDGS eingesetzte wird, da die Handelsspannen dafür sinken. China kauft fast alle DDGS Importe in den USA, die weltweit die größten Exporteure sind.
Inzwischen haben chinesische Händler zwei Schiffsladungen storniert und sie könnten weitere sechs Lieferungen abbestellen, sagten Händler in den USA. In China sind die Kurse der Terminkontrakte auf Sojaschrot gestern auf den niedrigsten Stand seit August gefallen, weil die chinesischen Schweinebestände auf ein Zehn-Jahres-Tief gesunken sind. Die gesunkene Nachfrage nach Futtermitteln veranlasst einige Händler dazu, ihre Bestellungen gegen eine Ausgleichszahlung abzubestellen.
Die meisten Bestellungen sind bereits im letzten Jahr getätigt worden, als die Preise in den USA höher waren. Inzwischen bringen die Importe den Käufern einen Verlust von $80,56/Tonne ein, wenn man diese am heimischen Markt verkaufen wollte. Im Mai lagen die DDGS-Importe rund 20 % niedriger als im April, als die größte Menge seit acht Monaten importiert wurde. Peking hatte zuvor fast alle Importe aus den USA wegen genetisch veränderten Bestandteilen zurückgewiesen.
China ist zudem der zweitgrößte Importeur von Mais. Im Mai kamen 381.806 Tonnen aus der Ukraine ins Land. Inzwischen werden fast alle Mais-Lieferungen aus der Schwarzmeer-Region bezogen. Der Import von Futtermais stieg im letzten Jahr um 410 % auf 403.881 Tonnen. Die Ukraine liefert gegen eine Darlehensvereinbarung aus dem Jahr 2012. Quelle: Reuters

24.06.2015 Taiwans MFIG schreibt Maistender aus

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von 40.000 - 65.000 Tonnen Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 25. Juni. Quelle: Reuters

24.06.2015 Indonesische Importeure suchen Mais

Indonesische Importeure befinden sich am heutigen Mittwoch erneut in Verhandlungen zum Kauf von 50.000 Tonnen Mais brasilianischer Herkunft. Gesucht wird Mais zur Versendung im Oktober bis Dezember, so Marktbeteiligte. Quelle: Reuters

22.06.2015 EU-Crop-Monitor reduziert EU-Weizen-Ertragsprognose 2015
Der Crop Monitoring Service der Europäischen Union (MARS) hat seine monatliche Prognose der EU-Weichweizenerträge 2015 von 5,93 Tonnen/Hektar auf 5,85 Tonnen/Hektar aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen reduziert. Zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 4,7%. Damit liegen die Erträge allerdings weiterhin 3,3% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. In den Getreideanbauregionen in West- und Mitteleuropa ist ein großer Anteil der Böden gegenwärtig zu trocken. Dieser Zustand, sollte er anhalten, wird sich negativ auf die Ertragssituation und auf die Qualität der Winterweizenbestände auswirken.
Reduziert wurde auch die Prognose der Rapserträge. Sie sank von 3,42 Tonnen/Hektar im vergangenen Monat auf 3,28 Tonnen/Hektar. Für Gerste (Sommer- und Wintergerste) sank die Prognose von 4,75 Tonnen/Hektar auf 4,65 Tonnen/ Hektar. Die Prognose der Maiserträge wurde mit 7,22 Tonnen/Hektar unverändert  zum Vormonat belassen. Zum Vorjahr wäre das ein Rückgang um 11%. Der Wert liegt aber nach wie vor 2,6% über dem 5-Jahres-Mittel. Quelle: Reuters
22.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 16.06.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 09.06. - 16.06. um 8.143 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 4.571 Kontrakte. 43.482 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 16.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Anstieg um 12.714 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 239 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 29.837 Kontrakte erhöht. In Summe erhöhten sich damit die Netto-Short-Positionen um 29.598 Kontrakte auf 120.171 Kontrakte
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 12.273 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.119 Lots. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 19.392 Kontrakte auf 63.548 Kontrakte.
22.06.2015 Mais: Optimale Wetterbedingungen in den USA fördern die Pflanzenentwicklung

Am CBoT sinken die Kurse des Maisfutures heute Morgen auf den tiefsten Stand seit einer Woche. Optimale Wachstumsbedingungen im Mittleren Westen der USA treiben die Erwartungen für eine Rekordernte an. Die Wettervorhersage verspricht trockenes und wärmeres Wetter, dass die Pflanzenentwicklung fördern wird. Eigentlich gibt es so gut wie gar keine bärischen Faktoren für die Ernteerwartung.
Große Spekulanten haben ihre Netto-Short-Positionen am CBoT in der Woche bis zum 16. Juni ausgeweitet.

19.06.2015 Infoma Ecnonomics US-Prognosen
US-Maisanbaufläche 2015: 88,777 Mio. Acres (Mai-Prognose: 88,737 / USDA: 89,2)
US-Maisproduktion 2015: 13,564 Mrd. Bushel
US-Maiserträge 2015: 166,4 Bushel/Acres

US-Sojabohnenanbaufläche 2015: 86,760 Mio. Acres (Mai-Prognose: 87,185 / USDA: 84,635)
US-Sojabohnenproduktion 2015: 13,564 Mrd. Bushel (3,871 Mrd. Bushel)
US-Sojabohnenerträge 2015: 45,0 Bushel/Acres

US-Sommerweizenanbaufläche 2015: 13,469 Mio. Acres (Mai-Prognose: 13,219 / USDA: 12,969)
US-Durumweizenanbaufläche 2015: 1,977 Mio. Acres (Mai-Prognose: 1,977 / USDA: 1,647)
19.06.2015 Ukraine will sein hohes Getreide-Exportvolumen halten

Die Ukraine möchte sein Getreide-Exportvolumen auf mindestens dem gleich hohen Niveau halten, wie im jetzt zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr. Vorteilhaftes Wetter und eine ausgeweitete Anbaufläche, trotz der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland, schaffen dafür gute Voraussetzungen, sagte der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko heute gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.
Die Ukraine könnte 60 Mio. Tonnen Getreide ernten, wovon mindestens 34 Mio. Tonnen in den Export gehen könnten, fast soviel wie in diesem Rekordjahr. In 2014 war die ukrainische Ernte 63,8 Mio. Tonnen groß und davon wurden bisher gut 33 Mio. Tonnen exportiert. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 10,9 Mio. Tonnen Weizen, 4,5 Mio. Tonnen Gerste sowie 17,7 Mio. Mais. Die Weizen-Endbestände bleiben mit 11 Mio. Tonnen trotzdem hoch. In 2015/16 plane man einen Weizenexport in der Größenordnung von 12,7 Mio. Tonnen, 2,5 Mio. Tonnen Gerste und 18,2 Mio. Tonnen Mais.
In diesem Jahr habe man mehr Weizen, aber weniger Mais, aufgrund der hohen Endbestände werden mögliche Defizite kompensiert, sodass der Export auf gleich hohem Level verbleibt. Die Ukraine plane keine Exportrestriktionen, so der Minister. In Zusammenarbeit mit dem Handel sei eine Einschätzung der Exportmengen getroffen worden, die durch ein Memorandum eine hohe Planungssicherheit für beide Seiten gebe.
Im Rahmen eines $1,5 Mrd. Darlehens, das die Ukraine im Jahre 2012 von China erhalten hat, wolle man mindestens zwei Mio. Tonnen Mais für Zins- und Tilgung liefern. 600.000 Tonnen seien in diesem Jahr bereits durch das staatliche Handelshaus GPZKU geliefert worden. Auch private Exporteure werden zur Lieferung nach China ermutigt.

19.06.2015 Frankreich / Weizen-Bestandsbewertungen leicht rückläufig

Der Zustand der französischen Weizen- und Gerstebestände hat sich leicht verschlechtert. In der Woche bis zum 15. Juni erhielten 85% der Weichweizenbestände eine Bewertung von „gut“ bis „excellent“. Das teilte FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Crop-Progress-Report mit. In der Vorwoche erhielten 87% der Bestände die Top Bewertung.
Bei der Wintergerste erhielten ebenfalls 85% der Bestände eine Bewertung „gut“ bis „excellent“ (Vorwoche: 86%). Sommergerste musste den größten Rückgang in der Top-Bewertung hinnehmen. 82% der Bestände erhielten die Top-Bewertung „gut“ bis „excellent“ versus 86% in der Vorwoche. In Kürze wird der Erntebeginn der Wintergerste in Frankreich erwartet.
Die Mais-Bestände haben sich leicht erholt und erhielten zu 85% die Top-Bewertung versus 84% in der Vorwoche und 86% im Vorjahr zur selben Zeit. Der Südwesten Frankreichs, die Hauptanbauregion für Mais in Frankreich, hat in der vergangenen Woche signifikante Niederschläge erhalten. Quelle: Reuters

19.06.2015 Indonesien kauft unbekannte Menge Mais in Südamerika

Eine Gruppe indonesischer Importeure hat eine unbekannte Menge Mais südamerikanischer Herkunft gekauft. Der Preis dafür lag bei unter $190/Tonne c&f. Zuvor suchte man per Ausschreibung rund 50.000 Tonnen Mais zur Versendung im Zeitraum August – Oktober. Quelle: Reuters

18.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 96.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 149.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8, 859Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,957 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,535 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,578 Mio. Tonnen).
17.06.2015 DRV-prognostiziert nur noch durchschnittliche Getreideernte

Der Deutsche Raiffeisenverband geht in seiner vierten DRV-Ernteschätzung 2015 nur noch von einer durchschnittlichen Getreideernte in Höhe von 47,7 Mio. Tonnen aus. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem rund 52 Mio. Tonnen Getreide geerntet wurden, wäre das ein Rückgang um 8%. Grund für die rückläufige Entwicklung sind das zu trockene und warme Wetter und die zu geringen Niederschläge in weiten Teilen Deutschlands.
Die gesamte Weizenernte schätzt der DRV auf 25,78 Mio. Tonnen. Zum Ergebnis 2014 (27,78 Mio. Tonnen) wäre das ein Rückgang um 7,2%.
Die Maisernte wird gegenwärtig auf knapp 4,67 Mio. Tonnen geschätzt (-9,2% im Vergleich zum Vorjahr).
Beim Raps musste der DRV seine Prognose ebenfalls nach unten anpassen. Mit knapp 5 Mio. Tonnen liegt sie um etwa 20% niedriger als das Ergebnis 2014 (6,2 Mio. Tonnen)

17.06.2015 Indonesien sucht Mais

Indonesische Importeure verhandeln am heutigen Mittwoch über den Kauf von rund 50.000 Tonnen Mais südamerikanischer Herkunft zur Versendung im Zeitraum August bis Oktober. Quelle: Reuters

16.06.2015 Ukraine / Getreidebestände

Die Getreidebestände in den großen und mittelgroßen Agrarbetrieben der Ukraine belaufen sich per 1. Juni 2015 auf 10,0 Mio. Tonnen. Im Vergleich 1. Juni 2014 ist das ein Anstieg um 49%. Die Menge setzt sich zusammen aus 4,0 Mio. Tonnen Weizen, 0,8 Mio. Tonnen Gerste und 4,8 Mio. Tonnen Mais. Im vergangenen Jahr erntete die Ukraine 63,8 Mio. Tonnen Getreide. 26 Mio. Tonnen davon wurden für den inländischen Verbrauch veranschlagt. Das Exportpotenzial liegt bei 32 Mio. Tonnen Quelle: Reuters

16.06.2015 Unbekannte Destination kauft 100.000 Tonnen US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 100.000 Tonnen US-Mais an eine Unbekannte Destination zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2014/15 (1. Sept. - 31. August). Quelle: Reuters

16.06.2015 FranceAgriMer reduziert Prognose der Weizenendbestände 2014/15

Das französische Analystenhaus FranceAgriMer reduzierte am heutigen Dienstag seine Prognose der französischen Weichweizenbestände zum Ende des Vermarktungsjahres 2014/15 (Juli-Juni) von 3,60 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 3,00 Mio. Tonnen. Verglichen mit dem Vermarktungsjahr 2013/14 wäre das allerdings immer noch ein Anstieg der Endbestände um 26,9%.
Die Prognose der französischen Weizenexporte außerhalb der Europäischen Union erhöhte FranceAgriMer auf 11,1 Mio. Tonnen (Vormonat: 10,6 Mio. Tonnen). Auch die Prognose der Exporte in EU-Länder wurde erhöht von 7,5 Mio. Tonnen auf 7,7 Mio. Tonnen.
Weitere Prognosen Frankreich:
Mais Endbestände: 3,4 Mio. Tonnen /Vormonat: 3,8 Mio. Tonnen (+46,7% zum Vorjahr)
Gerste Endbestände: 960.000 Tonnen / Vormonat: 1,3 Mio. Tonnen (-7,8% zum Vorjahr)
Quelle: Reuters

16.06.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

15.06.2015 Japan kauft 120.000 Tonnen US-Sojabohnen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen US-Mais an Japan zur Lieferung in der laufenden Vermarktungsperiode 2014/15. Quelle: Reuters

15.06.2015 Gerüchte über DDGS-Stornos setzen Futtermittelpreise unter Druck

Die Preise für U.S. DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles) fielen in der letzten Woche um mehr als $15/short ton, nachdem es Gerüchte darüber gab, dass China Bestellungen gecancelt und bereits gelieferte Mengen zurück gewiesen hat. Zwei Schiffsladungen von je 55.000 Tonnen des proteinreichen Futtermittels, das ein Nebenprodukt der Mais-basierten Ethanol Herstellung ist, sollen schon zurück gewiesen worden sein, sechs weitere Bestellungen wären noch bis zum Herbst abzuwickeln, so zwei Informanten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Dagegen meinen andere Quellen, dass es sich lediglich um ein „rollen“ von Positionen handele, ein relativ bekanntes Procedere, um von günstigeren Preisen während der Ernte zu profitieren. Die Gebote für Schiffsverladungen aus U.S. Westküstenhäfen liegen jetzt bei $170/Tonne für Juni/Juli-Verladungen, das sind $27- bis $30/Tonne weniger als zu Beginn des Monats.
Eine schwächere Nachfrage aus Chinas Mischfutterindustrie, gekoppelt mit niedrigeren Preisen für Sojaschrot, veranlassen chinesische Einkäufer zur Stornierung ihren Bestellungen. Vor einem Jahr hat China wieder Importe erlaubt, die lange Zeit zum Stillstand gekommen waren, als chinesische Behörden Spuren von unerlaubten genetisch veränderten Pflanzen in dem Futtermittel gefunden hatten.

15.06.2015 CBoT-Maisfutures folgen den Weizenkursen

Die CBoT-Maisfutures folgen den Weizenfutures. In China, dem zweit-größte Maiskonsumenten der Welt, will die Regierung die Subventionsmindestpreise für die Ernte 2015/16 senken, um den Verbrauch von mehr Getreide aus der lokalen Produktion zu stimulieren. Damit sollen die Preisunterschiede zu billigen Importen reduziert werden. Quelle: Reuters

15.06.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger per 09.06.2015 (CFTC)
Weizen: Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 02.06. - 09.06. um 10.141 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 30.764 Kontrakte. 30.768 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 09.06.15. Zur Vorwoche ist das ein Rückgang um 40.905 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 3.189 Kontrakte erhöht. Gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 41.079 Kontrakte reduziert. In Summe reduzieten sich damit die Netto-Short-Positionen um 44.268 Kontrakte auf 90.573 Kontrakte
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 838 Lots und reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 11.003 Lots. In Summe kam es so zu einer Reduzierung der Netto-Short-Positionen um 11.841 Kontrakte auf 82.940 Kontrakte.
12.06.2015 Mais in der Defensive

Mais: 12.06.15
Die Maisnotierungen in Chicago befinden sich nun bereits den vierten Tag in Folge in der Defensive. Ausreichende Maisbestände sowie Aussichten auf eine gute US-Maisernte aufgrund von Vorhersagen über Regenfälle im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten belasten den Markt. Die gestern veröffentlichten wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit insgesamt 611.100 Tonnen Mais über den Markterwartungen. An der Euronext in Paris folgten die Maisfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben weiter nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 85.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 111.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,763 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,817 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,386 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,529 Mio. Tonnen).

12.06.2015 Getreidemail

Mit erneut deutlichen Verlusten schlossen gestern die Weizennotierungen ihren Handel in Chicago. Der festere US-Dollar zum Euro, die schlechte Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen auf dem Exportmarkt, Kursverluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex übten Druck aus. Mit insgesamt 943.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales über den Markterwartungen. Für die Vermarktungsperiode 2015/16 wurden allerdings keine Verkäufe gemeldet. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer GASC hat 60.000 Tonnen Weizen russischer Herkunft zum Preis von $199,49/Tonne c&f gekauft. Zur Stunde handelt die e-CBOT etwas schwächer. Bei vergleichsweise guten Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 478.000 Tonnen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Exporte für Weizen auf insgesamt 30,273 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 28,392 Mio. Tonnen).

11.06.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 85.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 111.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Importe für Mais auf insgesamt 8,763 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 13,817 Mio. Tonnen) und die Exporte auf insgesamt 3,386 Mio. Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,529 Mio. Tonnen).
11.06.2015 EU: Importquote für Weizen aus der Ukraine nahezu erfüllt

In dieser Woche hat die EU an die Ukraine Importlizenzen für 149.713 Tonnen Weizen zum zollfreien Import erteilt. Das ist die zweitgrößte Menge, die im Rahmen einer bilateralen Vereinbarung zur Einfuhr von zollfreiem Weizen, Mais und Gerste aus dem Jahr 2014 in die EU zugeteilt wurde. In der letzten Woche waren 325.254 Tonnen Weizen zur Einfuhr freigegeben worden. Inzwischen sind Lizenzen über 927.000 Tonnen Weizen von einer Gesamtmenge über 950.000 Tonnen erteilt worden. Quelle: Reuters

11.06.2015 Brasiliens Conab hebt Ernteprognosen für Mais und Sojabohnen erneut an

Brasiliens regierungseigene Versorgungsagentur Conab hat heute die Prognose seiner Mais- Gesamternte 2014/15 auf 80,21 Mio. von 78,59 Mio. Tonnen in der Mai-Schätzung angehoben. Auch die Sojabohnenernte, die derzeit eingebracht wird, wurde mit 96,04 Mio. Tonnen höher eingeschätzt, als im Mai (95,07 Mio. Tonnen). Die zweite Maisernte wird nun auf 49,38 Mio. Tonnen geschätzt, nach 47,89 Mio. Tonnen im letzten Monat. Die mengenmäßig weniger bedeutende Weizenernte wurde dagegen von 7,05 Mio. Tonnen auf 6,76 Mio. Tonnen etwas kleiner geschätzt als im Mai. Quelle: Reuters

11.06.2015 Südkoreas KFA kauft 63.000 Tonnen Mais
Südkoreas KFA kauft im Rahmen eines Tenderverfahrens über 63.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) optionaler Herkunft zum Preis von $189,70/Tonne c&f. zzgl. einer Gebühr von $1,25/Tonne für die Entladung an einem weiteren Hafen. Ankunft: 31. Dezember 15
Mögliche Herkünfte sind: Vereinigte Staaten, Europa, Südamerika oder Südafrika. Quelle: Reuters
10.06.2015 Ukraines Getreideexporte größer als erwartet

In dem laufenden Wirtschaftsjahr, das am 30. Juni endet, hat die Ukraine bisher 32,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 31,6 Mio. Tonnen, teilte soeben der ukrainische Landwirtschaftsminister mit. Die Menge beinhaltet 10,5 Mio. Tonnen Weizen, 17,5 Mio. Tonnen Mais und 4,5 Mio. Tonnen Gerste. Zuletzt hatte der Minister geschätzt, dass die Exportmenge die 32 Mio. Tonnen –Marke nicht überschreiten werde, während Analysten von 33-34 Mio. Tonnen ausgehen. Die Erntemenge belief sich in 2014 auf 63,8 Mio. Tonnen Getreide. Quelle: Reuters

10.06.2015 Japanischer Wetterdienst prognostiziert starken El Nino

Der japanische Wetterdienst teilt heute mit, dass sich die Wettermuster für El Nino verstärken und dass das Wetterphänomen so kräftig ausfallen kann, wie seit sechs Jahren nicht mehr. Im Jahr 2009 verursachte El Nino in Indien eine große Trockenheit und vernichtete in Australien und in Asien die Ernten, sodass Lebensmittelpreise stiegen. Aktuell deuten die Bedingungen in der Atmosphäre und im Oberflächenwasser des äquatorialen Pazifik viel deutlicher als noch vor einem Monat auf die Charakteristika eines starken El Nino hin.
Die Wassertemperaturen sind derzeit 1,2 °C höher als der Durchschnittswert im Mai. Im Mai lagen die Temperaturen erst 0,8°C höher als normal. Im Jahr 2009 lagen die Temperaturen nur 1,4 °C über den Normalwerten, sodass die Anzeichen derzeit sogar deutlicher sind als damals. Im Mai schätzten die Meteorologen noch, dass El Nino bis in den Herbst anhalten wird, mittlerweile geht man davon aus, dass die Auswirkungen bis in den kommenden Winter hineinreichen werden.
Ein starker El Nino wirkt sich insbesondere auf die Volkswirtschaften aus, die stark von der Landwirtschaft abhängen, wie Beispielsweise Indien, wo bereits jetzt schlechtes Wetter herrscht. Die kompletten Wertschöpfungsketten für Reis, Mais und Speiseöle werden von den Auswirkungen betroffen sein.
Die Einschätzungen des japanischen Wetteramtes werden von australischen Meteorologen geteilt.

10.06.2015 Taiwans Sugar Corp kauft Sojabohnen und Mais in den Vereinigten Staaten

Taiwans Sugar Corp. kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 23.000 Tonnen US-Mais und 12.000 Tonnen US-Sojabohnen. Die Versendung  soll entweder von der US-Golfküste im Zeitraum 2 - 16. Oktober oder von der US-Pazifik Nordwestküste im Zeitraum 17. - 31 Oktober erfolgen. Quelle: Reuters

09.06.2015 Taiwan Sugar Corp. sucht Mais und Sojabohnen

The Taiwan Sugar Corp. hat einen internationalen Tender zum Kauf von 23.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) und 12.000 Tonnen Yellow Soybeans (beides US-Herkunft) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. Juni. Gesucht wird Ware zur Versendung von der US-Golfküste (2. - 16. Oktober) oder von der US Nord-West-Küste (17. - 31 Okt.). Quelle: Reuters

09.06.2015 USDA-Bestandsbericht US-Mais

08.06.2015 Israelische Händler schreiben Mais u. Futterweizen-Tender aus

Eine Gruppe privater israelischer Händler hat einen Tender zum Kauf von bis zu 115.000 Tonnen Mais und 65.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 9. Juni. Quelle: Reuters

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