Matif: Mais November 2015

27.11.2015 US Export Sales: Mais weit über den Erwartungen, Weizen enttäuschend

27.11.2015 Französische Winterweizenbestände weiter in gutem Zustand
Die französischen Winterweizenbestände befinden sich weiterhin in einem ordentlichen Zustand. 98% der Pflanzen erhielten per 23. November das Rating "gut" bis "exzellent" (unverändert zur Vorwoche). Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Pflanzen, die mit "gut" bis "exzellent" bewertet wurden, bei 93%. Das teilte das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Erntereport mit. 
Das Wintergetreide hat im Herbst von den guten Wetterbedingungen während der Aussaat und in der frühen Entwicklungsphase profitiert. Allerdings hat der Kälteeinbruch in der vergangenen Woche zu ersten Befürchtungen über Frostschäden geführt. 
Französische Landwirte haben die Winterweizenaussaat zu 99% erledigt. Auch die Maisernte ist per 23. November nahezu abgeschlossen. Quelle: Reuters
27.11.2015 Europäische Kommission reduziert Prognose der EU Weizenernte leicht
Die Europäische Kommission hat ihre Schätzung der diesjährigen Weizenernte leicht nach unten korrigiert. Von 149,2 Mio. Tonnen im Vormonat wurde die Prognose um 100.000 Tonnen auf 149,1 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt sie aber weiterhin über dem Rekordergebnis des Vorjahres von 148,7 Mio. Tonnen.
Die Prognose der diesjährigen Maisernte wurde um 100.000 Tonnen auf 57,5 Mio. Tonnen erhöht. Sie liegt damit  26% hinter dem Ergebnis aus dem Vorjahr, als 77,9 Mio. Tonnen Mais geerntet wurden.
Für die Rapsernte hat die Kommission die Prognose ebenfalls um 100.000 Tonnen auf 21,3 Mio. Tonnen erhöht (2014: 24,3 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.11.2015 EU erteilt Import-Lizenzen für 527.000 Tonnen Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 527.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 4,424 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,917 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 28.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 655.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,123 Mio. Tonnen).
26.11.2015 Subventionsabbau soll Chinas Maismarkt gesunden

Um die riesigen staatlichen Maisvorräte abzubauen, plant China einen weiteren zehnprozentigen Rückgang der Interventionspreise auf 1.800 Yuan/Tonne ($282) für die Vermarktungsperiode 2016/17. Die Regierung in Peking hofft, damit die Importe der chinesischen Verarbeiter zu reduzieren. China ist nach den USA der zweitgrößte Maiskonsument der Welt. Chinas Lieferanten sind die USA, Südamerika und die Ukraine. Mais wird zu Futtermitteln, Süßstoffe sowie Ethanol verarbeitet.
Eine Reduzierung der lokalen Maispreise würde auch Importe von Substituten reduzieren; das sind in erster Linie Sorghum, DDGS und Gerste. Diese Rohstoffe brachten es in 2014/15 auf stolze 30 Mio. Tonnen, die von chinesischen Verarbeitern importiert wurden.
Die großen Vorräte in China wären aber auch nach einem weiteren Abbau von Subventionen immer noch sehr viel teurer als Importe. Deshalb will man den Bestandsabbau zusätzlich mit subventionierten Frachten unterstützen. Die Maisproduktion findet schwerpunktmäßig in Chinas Nordosten statt, die Mischfutterhersteller und Verarbeiter sind aber im Süden lokalisiert.
Analysten und Branchenkenner schätzen, dass Importe von Mais und Substituten um mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr sinken werden. Wenn die bisherige Politik zur Stützung des ländlichen Raums durch hohe Maispreise teilweise entfällt, dürften sich die für April 2016 geschätzten 200 Mio. Tonnen in staatlichen Lagerhäusern nicht weiter aufbauen. Diese Menge entspricht mehr als einer kompletten Jahresproduktion.
Die hohen Maispreise haben nicht nur die staatlichen Läger gefüllt, weil Bauern zur Produktion ermutigt wurden, die Verarbeiter waren mit ihren Produkten nicht wettbewerbsfähig, verloren Geld und mussten Kredite aufnehmen. 60 % der Verarbeitungskapazitäten lagen in den letzten drei Jahren brach. Sie konnte ebenfalls nur mit Subventionen überleben.

24.11.2015 Nach Absenkung des Interventionspreises: Chinas Mais immer noch zu teuer

In 2008 hat die chinesische Regierung ein Programm aufgelegt, um den Maisanbau zu fördern. Seither stieg die Produktion um mehr als 1/3.
China neigt dazu, große Vorräte vorzuhalten, um eine möglichst hohe Eigenversorgung zu ermöglichen und nicht allzu sehr auf Importe angewiesen zu sein.
In den letzten Jahren stieg auch das Angebot von Mais am Weltmarkt und die Preise dafür sanken stetig. Währenddessen blieben die chinesischen Maispreise – gestützt von der Regierung – hoch. Sie sind derzeit fast doppelt so hoch, wie die Maispreise in den USA.
Dadurch wurden die Importe von Futtermitteln nach China sehr wettbewerbsfähig. Importe von Gerste, Sorghum und Distillers Dried Grains with Solubles (DDGS) erreichten Ende 2013 historische Höchststände und blieben seither auch hoch.
Diese billigen Alternativen führten dazu, dass Viehzüchter billigen Mais im Futter vernachlässigten, was dazu führte, dass die chinesische Regierung immer größere Vorräte in den staatlichen Lägern aufnehmen musste, da das Förderprogramm noch galt.
Am 18. September reagierte Peking auf die Überversorgung, indem man den Interventionspreis für Mais um 10 % senkte. Aber auch damit ist lokal produzierter Mais in China immer noch viel teurer als im Rest der Welt.

24.11.2015 Nach der Wahl in Argentinien – radikaler Schwenk in der Agrarpolitik

Argentiniens nächster Präsident Mauricio Macri will sofort nach seiner Amtseinführung am 10. Dezember das Quotensystem für Getreideexporte abschaffen.
Unter der ausscheidenden Präsidentin Cristina Kirchner wurden vor acht Jahren Handelsrestriktionen in Form von Exportquoten und –Zöllen eingeführt. So müssen für Weizen 23 % Ausfuhrabgaben und 20 % für Mais geleistet werden. Für beide Grundnahrungsmittel galten zudem Exportquoten. Für Sojabohnen mussten sogar 35 % Zölle an den Fiskus entrichtet werden. Da hierfür keine Exportbeschränkungen galten, haben die Farmer 62 % der Ackerflächen mit Sojabohnen bestellt. Zum Vergleich in den USA sind es derzeit 25 %.
Macri will im Sommer 2016 damit starten, die Zollsätze jährlich in 5-Prozent-Schritten abzubauen. Experten gehen davon aus, dass mit der kommenden Anbauplanung eine bessere Fruchtfolge möglich wird. Davon dürfte in erster Linie der Anbau von Mais profitieren. Im Jahre 2019, wenn die erste Legislaturperiode Macris endet, könnte Argentinien nach den USA dann der zweitgrößte Maisexporteur der Welt sein.

24.11.2015 Mehr Sommergetreide in der Ukraine

Das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult schätzt, dass die dortige Maisanbaufläche stark ausgeweitet wird, weil viele Flächen im Herbst nicht mit Wintergetreide bestellt wurden. Eine ausgedehnte Trockenheit verhinderte die Aussaat von Wintergetreide. Dafür ist es jetzt zu spät und die Flächen werden im Frühjahr mit Mais und Ölsaaten bestellt.
Deshalb schätzt UkrAgroConsult, dass die nächste Maisernte in 2016 um 12 % größer ausfallen wird und dann auf 25,76 Mio. Tonnen kommt. Die Sojabohnenernte 2016 wird sogar 30 % größer erwartet und erreicht dann 4,92 Mio. Tonnen, der Anbau von Sonnenblumen dürfte um 6 % steigen und dann 12 Mio. Tonnen erreichen.

24.11.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 271.335 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000-400.000 Tonnen.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen leicht zu. Frankreich liefert erstmalig seit dem Vermarktungsjahr 2008/09 wieder Weizen nach Indonesien. Private indonesische Importeure nutzen die gegenwärtig außergewöhnlich günstigen französischen Weizenpreise. Eine erste Lieferung über 50.000 Tonnen Weizen wird in dieser Woche in Rouen verladen. Im weiteren Verlauf der Vermarktungsperiode könnten weitere 400.000 bis 500.000 Tonnen folgen. Die Prämien am Kassamarkt haben sich von -5 in der letzten Woche auf -1 €/Tonne verbessert.

24.11.2015 Fonds kaufen 8.000 Lots CBoT-Mais

23.11.2015 Getreidemail

Gute Wetterbedingungen in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, ein stärkerer US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago leicht schwächer schließen. Fondsgesellschaften weiteten ihre Shortpositionen im Weizen um 14.000 Lots auf insgesamt 79.000 Lots aus. Ausreichende Bodenfeuchte in den Anbaugebieten der Ukraine und Russlands übten ebenfalls Druck aus. Jordanien hat erneut einen Tender zum Kauf von 100.000 to Weizen ausgeschrieben.
Die e-CBoT handelt zur Stunde minimal fester.
Aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris ihre Anfangsgewinne nicht halten. Frankreich und die Schwarzmeerlieferanten dominieren zurzeit das Weltmarktgeschehen. Vorteilhaft für Frankreich ist der schwache Wechselkurs des Euro. Die Käufer verhalten sich eher abwartend weil die Seefrachten auf neue Tiefststände sinken.

23.11.2015 Präsidentschaftswechsel in Argentinien drückt Sojabohnenkurse

In Argentinien hat gestern der konservative Mauricio Macri die Stichwahl zur Präsidentschaftswahl gewonnen. Da er im Wahlkampf versprochen hatte, dass er als erstes die Exportzölle senken werde, sinken heute Morgen die Sojabohnenkurse am CBoT auf den tiefsten Stand seit 6 Jahren.
Große Sojabohnenvorräte in Argentinien wurden während der Amtszeit von Cristina Kirchner vom Weltmarkt mit Exportrestriktionen und hohen Zöllen ferngehalten, um die Lebensmittelversorgung des Landes sicherzustellen und die Inflationsrate in Schach zu halten. Jetzt soll der Handel liberalisiert werden, was auch zu einer Ausweitung der Sojabohnenproduktion führen wird. In den letzten beiden Jahren hatten außerordentlich gute Wetterbedingungen in Südamerika zu Rekorderträgen von Mais und Sojabohnen geführt.
Händler in Südostasien meinen heute Morgen, dass die Kurse in den kommenden 12 Monaten nicht über das heutige Kursniveau steigen werden. Macri will die argentinische Getreideproduktion bis zum Jahr 2019 um 30 % steigern.

22.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim Mais in der Woche vom 10.11. - 17.11.15 um 15.134 Kontrakte , gleichzeitig erhöhten sie die Short-Positionen um 11.125 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 58.404 Netto-Short-Positionen (Vorwoche) um 26.259 Lots auf 84.663 Netto-Short-Positionen.
20.11.2015 Frankreichs Körnermaisernte und Winterweizenaussaat fast abgeschlossen

FranceAgriMer meldet, dass die französsichen Landwirte die diesjährige Körnermaisernte und die Winterweizenaussaat fast abgeschlossen haben. 97 Prozent der Körnermaisfläche waren am 16. November abgeerntet. Eine Woche zuvor waren es 92 Prozent.
Die Winterweizenaussaat ist zum gleichen Zeitpunkt zu 98 Prozent abgeschlossen. 89 Prozent der Aussaat ist bereits aufgelaufen. Quelle: Reuters

19.11.2015 EU erteilte Importlizenzen für 314.000 Tonnen Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 314.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,897 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,763 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 38.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 627.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,074 Mio. Tonnen).

19.11.2015 Strategie Grains: Moderate Erhöhung der Prognose der EU-Weichweizenproduktion
Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weizenexporte 2015/16 der Europäischen Union leicht erhöht. Grund dafür ist die größere Nachfrage der Hauptimporteure aus Nordafrika. Strategie Grains schätzt das Exportvolumen aktuell auf 26,8 Mio. Tonnen (+300.000 Tonnen zum Vormonat).  Das Ergebnis läge jedoch weiterhin hinter dem Ergebnis der Saison 2014/15, als 32,5 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert wurden.
Die Schätzung der Weichweizenproduktion 2015/16 liegt aktuell bei 149,8 Mio. Tonnen. Sie stieg damit um 300.000 Tonnen zum Vormonat und läge über dem Ergebnis des Vorjahres, als 149,1 Mio. Tonnen Weichweizen in der Europäischen Union produziert wurden.
Gesunken ist die Nachfrage nach Weizen als Futtermittel. Mit 54,5 Mio. Tonnen wird sie um 500.000 Tonnen niedriger eingeschätzt, als im Vormonat.
Die Prognose für die Körnermais-Produktion sank um 200.000 Tonnen auf 57,3 Mio. Tonnen. 2014 wurden 75,9 Mio. Tonnen Körnermais produziert.
Für Futtergerste wurde die Prognose unverändert auf 60,5 Mio. Tonnen belassen (Vorjahr: 60,4 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
19.11.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Spreadaktivitäten gegenüber Mais sowie bessere Wachstumsbedingungen im Mittleren Westen und den US-Plains ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf ein Zwei-Monat-Tief schließen. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 134.000 Tonnen Weichweizen, 92.000 Tonnen Durum und 25.000 Tonnen Futtergerste optionaler ausgeschrieben. Jordanien stornierte einen Tender über 100.000 Tonnen Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht schwächer.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee behaupten und schlossen unverändert bis leicht fester.
Die Kombination aus dem schwachen Euro und günstigen Frachtraten führt dazu, dass Weizen europäischer Herkunft derzeit sehr wettbewerbsfähig am Weltmarkt ist. Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Weichweizenernte unverändert bei 41 Mio. Tonnen belassen und liegt damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.

19.11.2015 Israelische Importeure kaufen Mais und Futterweizen
Eine Gruppe israelischer Händler hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 80.000 Tonnen Mais, und 30.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft gekauft.
Mais (Lieferung im Zeitraum Februar - April):
30.000 Tonnen zum Preis von $179,00 c&f
50.000 Tonnen zum Preis von $178,50 c&f
Futterweizen (Lieferung im Zeitraum Ende Februar - Anfang März)
30.000 Tonnen zum Preis von $193,50 c&f
Quelle: Reuters

 

19.11.2015 Sojabohnen: USA fürchtet um sein Exportgeschäft

Die Kurse der U.S. Sojabohnen-Futures gaben gestern kräftig nach, da Exporte aus den USA schon bald von der Konkurrenz aus Südamerika verdrängt werden. Nach der Präsidentschaftswahl in Argentinien am kommenden Wochenende dürften die Exportzölle auf Weizen, Mais und Sojabohnen zur Disposition gestellt werden. Händler sehen, dass dann die großen Vorräte Argentiniens zusätzlich auf den ohnehin schon gut versorgten Weltmarkt drängen.
Die U.S. Exporte (Sojabohnen) dieser Woche enttäuschen bisher ebenfalls.

18.11.2015 Frankreichs monatliche Ernteschätzung nahezu unverändert

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Maisernte auf 13,15 Mio. Tonnen (Vormonat 13,1 Mio Tonnen) angehoben. Damit liegt sie 27,2% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (18,1 Mio. Tonnen) und 15,3% hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der französischen Weichweizenernte blieb unverändert bei 41 Mio. Tonnen und liegt damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters

18.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 3.11. - 10.11.15 um 30.894 Kontrakte , gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 52.275 Kontrakte erhöht. Dadurch wurde der Bestand von 24.765 Netto-Long-Positionen (Vorwoche) in 58.404 Netto-Short-Positionen gedreht.
17.11.2015 US-Maisernte zu 96% abgeschlossen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 15.11.15 96% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 93%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 88%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 94%. Quelle: Reuters

16.11.2015 Mexiko kauft über 1.4 Mio. Tonnen in den Vereinigten Staaten
US-Exporteure melden den Verkauf von:
180.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an China
985.500 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an Mexiko
487.680 Tonnen Mais zur Liererung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Mexiko.
Quelle: Reuters
16.11.2015 Starker U.S.-Dollar: Weizen weitet Verluste aus

Die Weizen- und Maisfutures am CBoT weiten heute Morgen ihre Verluste aus und folgen damit den schwachen Finanzmärkten nach den tödlichen Terroranschlägen vom Freitag. Als Folge steigt der Kurs des USD, was erneut die Rohstoffpreise unter Druck setzt, die allesamt in U.S.-Dollar notieren.
Asiens Aktienkurse fallen heute Morgen auf ein sechs-Wochen-Tief und die Währungen in den Entwicklungsländern stehen unter Druck. Außerdem zeigen die schwachen Wirtschaftsdaten des Q3 in Japan, dass die Wirtschaft dort in die Rezession abgleitet.
Der starke USD wird mit Sicherheit zu weiter sinkenden Weizenpreisen beitragen, so die Einschätzung der National Australia Bank heute Morgen. Auch die fundamentale Marktanalyse zeige, dass die Welt derzeit mit Weizen sehr gut versorgt ist. In diesem Monat stieg der Kurs des USD gegenüber einem Korb von Währungen bereits um 2 %.

13.11.2015 Informa reduziert Prognose der US-Maisanbaufläche 2016
Informa Economics hat am heutigen Freitag seine Prognosen für die US-Anbauflächen für Mais, Sojabohnen und Winterweizen veröffentlicht. Sie lauten Händlern zufolge wie folgt:
US-Maisanbaufläche 2016: 90,1 Mio. Acres (90,8 Mio. Acres)
2015 wurden in den USA auf 88,4 Acres Mais angebaut

US-Sojabohnenanbaufläche 2016: 85,3 Mio. Acres (83,9 Mio. Acres)
2015 wurden in den USA auf 83,2 Mio. Acres Sojabohnen angebaut.

US-Winterweizenanbaufläche 2016: 38,7 Mio. Acres

Die in (Klammern) gesetzten Werte beziehen sich auf die vorherige Prognose. Infoma hat diese Angaben offiziell noch nicht bestätigt. Quelle: Reuters
 
13.11.2015 China will Maisanbau begrenzen

Die Regierung in Peking plant nach Angaben eines Beraters, die Maisanbaufläche des Landes in den kommenden fünf Jahren zu reduzieren, um die enormen Übermengen aus den staatlichen Lägern abzubauen. Man strebt für das Jahr 2020 eine Erntemenge von 175 Mio. Tonnen p.a. an von derzeit 225-230 Mio. Tonnen.

13.11.2015 Ukraines Getreideernte zu 97 % abgeschlossen

Das ukrainische Agrarministerium teilt heute mit, dass per 13. November 97 % der Getreideflächen des Landes abgeerntet sind. Davon sind 58,2 Mio. Tonnen geerntet worden. Der Durchschnittsertrag wurde mit 4,09 Tonnen/Hektar errechnet. In 2014 waren es 4,28 Tonnen/Hektar.
Von den 14,7 Mio. Hektar wurden als bisher 14,2 Mio. Hektar beerntet.
Die Weizen- und Gerstenernte ist komplett beendet und brachte 20,3 Mio. Tonnen. Die Maisernte ist zu 90 % eingebracht. Man rechnet mit 22 bis 23 Mio. Tonnen Mais in diesem Jahr. Im Vorjahr waren es 28,5 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der Gesamternte liegt derzeit bei 59,2 Mio. Tonnen; im Vorjahr waren es 63,8 Mio. Tonnen.

13.11.2015 Werden Chinas Maisbestände immer noch zu niedrig eingeschätzt?

Das USDA wurde schon seit Monaten davor gewarnt, dass ihre Schätzungen zu den chinesischen Maisbeständen viel zu niedrig sind. Am letzten Dienstag platzte dann die Bombe als die Chinas Mais-Bestände um 24,08 Mio. Tonnen höher geschätzt wurden, als im Monat zuvor. Analysten waren davon ausgegangen, dass man den Bestand um 600.000 Tonnen höher schätzen würde. Jetzt sollen es 114,44 Mio. tonnen sein, statt 90,61 Mio. Tonnen in der Oktober-Schätzung.
Eine Einschätzung chinesischer Bestände ist tatsächlich sehr schwer, weil Peking dazu keine eigenen Zahlen herausgibt. Außerdem glaubte Peking lange Zeit, dass aus den hohen Sojabohnenimporten auch ein höherer Maisbedarf abzuleiten sei. Da aber die Futtermittelproduktion in China in den letzten beiden Jahren rückläufig war, haben sich riesige Maisbestände in den staatlichen Silos aufgebaut.
Inzwischen gehen einige Beobachter davon aus, dass die zuletzt genannten Bestandszahlen immer noch zu niedrig sind.

12.11.2015 EU erteilte Importlizenzen für 250.000 Tonnen Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 250.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,583 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,680 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 38.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 589.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,028 Mio. Tonnen).
12.11.2015 Getreidemail

Technische Käufe nach den kräftigen Verlusten der letzten Tage, Aufschläge beim Soja- und Maiskomplex sowie festere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Gewinnen schließen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 60.000 Tonnen Weizen russischer und 60.000 Tonnen französischer Herkunft zu einem Preis von $211,77 pro Tonne und $211,50 pro Tonne c&f gekauft. U.S. Weizen wurde gar nicht erst angeboten, weil der Dollarkurs sehr hoch ist.
Die e-CBoT handelt heute Morgen leicht fester.
Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitieren und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen leichte Aufschläge. Die Weizenbestände in der EU bleiben üppig. Das USDA hatte in seinem Bericht am Dienstag die EU-Weizenernte um 2 Mio. Tonnen höher geschätzt. Jetzt sind es 157,27 Mio. Tonnen.

12.11.2015 Fondsgesellschaften kaufen 10.000 Lots Mais

11.11.2015 Stichwahl in Argentinien:

Wenn Mauricio Macri in diesem Monat die Präsidentschaftswahl in Argentinien gewinnt, wird sich die Getreideproduktion des Landes bis 2019 um 30 % steigern. Er will die Exportzölle senken und die Exportbeschränkungen schrittweise aufheben.
Das bedeutet, dass statt der 100 Mio. Tonnen Getreide, die derzeit produziert werden, 130 Mio. Tonnen vermarktet werden müssen. Zweifelsohne wird das auch international die Lebensmittelpreise unter Druck setzen und auch arme Konsumenten hätten Zugang zu mehr Grundnahrungsmitteln.
Argentiniens Exportpolitik würde sich unverzüglich ändern, so der Agrarspezialist im Schattenkabinett des Präsidentschaftskandidaten. Exportquoten der Regierung Cristina Fernandez hätten acht Jahre lang die Einkommen der Farmer beschränkt. Auch die Exportzölle von derzeit 20 bis 23 % für Mais und Weizen sollen schrittweise abgesenkt werden.
Die linke Präsidentin Fernandez hatte zur Sicherung der sozialen Sicherheit erheblich die Freiheit der Märkte beschränkt. Nach zwei Legislaturperioden kann sie nun nicht wiedergewählt werden. Eine Stichwahl um das Amt des Präsidenten findet am 22. November statt.
Der Kandidat der Regierungspartei Daniel Scioli beschreibt sein Programm mit „Kontinuität und Wandel“. Er will eine Marktöffnung nur, wenn es nötig erscheint. Damit will er angestammte Wähler und Wechselwähler für sich gewinnen.
Macri will den Exportzoll auf Sojabohnenausfuhren von derzeit 35 % ab 2015 jährlich um 5 % kürzen. Das Haushaltsloch soll sich in den Folgejahren durch höhere Steuereinnahmen der Farmer wieder auffüllen. Sein Agrar-Ressortchef rechnet damit, dass die Weizenanbaufläche in 2015/16 um 50 % ausweiten wird.

11.11.2015 USDA schockt mit hohen Maisbeständen

Das USDA hat gestern die Getreidewelt mit höher als erwarteten U.S. Maiserträgen geschockt. Darüber hinaus wurden die Maisbestände in China aggressiv höher geschätzt.
Die Maiserträge in den USA werden nun auf 169,3 bu/acre geschätzt nach 168 bu/acre. Damit steigt die Schätzung für die Produktion um 99 Mio. Bushel auf 13,654 Mrd. Bushel. Zudem wird jetzt erwartet, dass sich die Exporte um 50 Mio. Bushel verringern und dass die Ethanol-Industrie 75 Mio. Bushel weniger verbraucht. Die Futtermittelindustrie wird aber 25 Mio. Bushel mehr verbrauchen. Als Ergebnis wird der Übertrag in die nächste Vermarktungssaison um 199 Mio. Bushel auf 1,760 Mrd. Bushel steigen.
Zu diesem negativen Bild kommt hinzu, dass das USDA die Maisbestände in China auf über 20 Mio. Tonnen schätzt. Der Endbestand nach der Saison 2015/16 auf der Welt wird nun von 187,8 Mio. Tonnen auf 211,9 Mio. Tonnen geschätzt.
Gestern fielen die Kurse des CBoT-Maiskontraktes um 2,1 % auf ein Kontrakt-Tief von 3,56 USD/Bushel. Heute Morgen gibt es eine kleine Gegenreaktion und die Kurse stabilisieren sich. Nach Einschätzung von Australischen Brokern sind die fundamentalen Daten aber so bärisch, dass ein Anstieg der Kurse vorerst nicht zu erwarten ist.

11.11.2015 Fonds verkaufen 20.000 Lots Mais

10.11.2015 China will staatliche Maisbestände mit Beihilfen abbauen

Die chinesische Regierung diskutiert fortwährend über den zukünftigen Umgang mit den riesigen Überhängen in den staatlichen Maissilos. Das verunsichert die Teilnehmer an der chinesischen Terminbörse Dalian zunehmend, sodass die Börsenkurse gestern um 2,3 % nachgaben.
Um die Bestände zügig abzubauen, schlägt ein Planungsgremium vor, die Erzeugerpreise im kommenden Jahr weiter abzusenken und den lokalen Verbrauchern den Kauf aus den staatlichen Vorräten zu subventionieren. Zusätzlich sollen die Frachten zu den Mühlen im Süden des Landes günstiger angeboten werden.

10.11.2015 Brasilens Conab erhöht Prognose der Sojabohnenernte und senkt Maisernte

Brasiliens nationale Versorgungsagentur Conab seine Prognose der Sojabohnenernte 2015/16 von 100,1 - 101,9 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 101,2-102,8 Mio. Tonnen erhöht.

Die Prognose der gesamten Maisernte jedoch wurde gesenkt von 82,6-83,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 81,1-82,7 Mio. Tonnen. Das meldet Conab am heutigen Dienstag in seinem zweiten Bericht des aktuellen Erntejahres. Quelle. Reuters

10.11.2015 Südafrikas Maisbestände leiden unter extremer Trockenheit

Südafrikas Maisbestände leiden derzeit unter einer Hitzewelle, die nach Prognosen des südafrikanischen Wetterdienstes noch bis Freitag oder Sonnabend anhalten wird. Extrem heißen Wetterbedingungen ist die Provinz Gauteng in der Nähe von Johannisburg ausgesetzt. Auch die Provinzen Mpumalanga im Nordosten und die Nord West Provinz, die zusammen einen großen Maisgürtel bilden, sind von der Dürre betroffen. Ebenso die Provinz Limpopo im Norden.
Südafrika erfährt gegenwärtig die schlimmste Dürre seit dem Ende der Apartheid vor zwei Jahrzehnten. Auch die letztjährige Maisernte war aufgrund der Trockenheit um ein Drittel niedriger. Quelle: Reuters

10.11.2015 US-Maisernte zu 93% abgeschlossen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 08.11.15 93% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 85%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 78%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 88%. Quelle: Reuters

09.11.2015 US-Export-Insptektions für Mais und Sojabohnen niedriger, als erwartet.

09.11.2015 Zustand der Wintergetreidebestände in der Ukraine hat sich verschlechtert
Die Trockenheit in der Ukraine hat zu einer weiteren Verschlechterung des Zustands der Wintergetreidebestände geführt. Lediglich 29% der Bestände befinden sich per 5. November in einem guten Zustand (Vorjahr: 41%). Der Anteil der Bestände, die mit „Befriedigend“ bewertet wurden, sankt von 42% auf 40%, während der Anteil der Bestände mit der Bewertung „schwach“ von 17% auf 31% stieg. Das berichtet das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult am heutigen Montag. Das Unternehmen rechnet im kommenden Jahr mit einem Rückgang der ukrainischen Weizenernte um 20%.
Dem ukrainischen Landwirtschaftsministerium zufolge ist die Aussaat per 6. November auf 3,8 Mio. Hektar bzw. 59% der Aussaatfläche aufgelaufen. Auf 2,7 Mio. Hektar ist die Aussaat bisher noch nicht aufgelaufen.
Aufgrund möglicher Ernteeinbußen im kommenden Jahr beobachtet das Landwirtschaftsministerium das Tempo der Getreide-Exporte sehr genau. Bisher wurden 14,5 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 exportiert – davon 7,96 Mio. Tonnen Weizen, 3,06 Mio. Tonnen Mais und 3,47 Mio. Tonnen Gerste.
Das gesamte Exportpotenzial schätzt das Ministerium in dieser Saison auf 36 Mio. Tonnen versus 34,8 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters
09.11.2015 USDA-Bericht wird wohl Endbestände höher schätzen

Am Dienstagnachmittag um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das U.S. Landwirtschaftsministerium USDA seinen monatlichen Erntebericht mit einer Gegenüberstellung von Angebot- und Nachfrage veröffentlichen. Kleinere Steigerungen in der Mais- und Sojabohnenschätzung gegenüber dem Vormonat sind wahrscheinlich, während er Befürchtungen gibt, dass die Nachfrage – insbesondere am Weltmarkt – schwächelt und damit zu höheren Endbeständen führen wird. Das betrifft Mais, Weizen und Sojabohnen.
Alle Berichte dieses Jahres und auch den November-Bericht sowie unsere ersten Analysen dazu finden Sie hier.

09.11.2015 Indonesiens Mais-Importquoten kommen Schwarzmeerweizen zugute

Futtermittelhersteller in Indonesien, einer der größten Getreideimporteure Asiens, haben damit begonnen, Futterweizen aus der Schwarzmeerregion zu kaufen, um die Maisimporte aus Südamerika zu ersetzen. Rund 35.000 Tonnen Futterweizen sind schon auf dem Weg und weitere 50.000 Tonnen wurden jüngst für November-Lieferung geordert.
Indonesiens Behörden haben im Juli für die Monate November und Dezember Einfuhrquoten für Mais verordnet, um die Eigenversorgung zu fördern.
Die Mischfutterhersteller zahlen für den Weizen zirka 210 USD/Tonne c&f. CBoT-Börsenkurse für Mais werden durch die erwarteten höheren Schätzungen der Endbestände schwächer erwartet.
Indonesiens Maisimporte haben in den letzten Jahren stetig zugenommen, da die größte Volkswirtschaft Südostasiens wächst und mehr (Geflügel-) Fleisch verzehrt wird.

09.11.2015 Greenback auf 7 –Monats-Hoch

Der starke Kurs des U.S. Dollars und technische Verkäufe lasten auf den Kursen des CBoT-Weizenfutures. Auch heute Morgen bleibt der Greenback fest, nachdem er bereits am Freitag gegenüber einem Korb von Währungen ein 7-Monats-Hoch erreichte. Das senkt sogar noch die Chance auf bessere Exporte aus den USA, die angesichts hoher Lagerbestände dringend nötig wären.
Das werden wohl auch die USDA-Zahlen am Dienstag zeigen. Die Endbestände der drei großen Commodities Weizen, Sojabohnen und Mais werden von den Experten der U.S.-Regierung wahrscheinlich größer geschätzt werden.

08.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais

Institutionelle Anleger haben ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais um 7.573 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 1.262 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 8.835 Kontrakte auf 24.765 Kontrakte.

06.11.2015 Ukraine: Getreideernte nahezu abgeschlossen
Ukraines Landwirte haben per 6. November 57,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Die durchschnittlichen Erträge lagen bei 4,06 Tonnen pro Hektar. Das zeigen Daten  aus dem Landwirtschaftsministerium. Geerntet wurde Getreide auf 14,1 Mio. Hektar  (96%) von insgesamt 14,7 Mio. Hektar. Vergleichszahlen zum Vorjahr wurden nicht veröffentlicht.
Die Weizen- und Gersteernte ist dem Ministerium zufolge komplett abgeschlossen. Bisher wurden 19,3 Mio. Tonnen Mais auf 3,5 Mio. Hektar (86% der Aussaatfläche) geerntet. Insgesamt liegt die Prognose der Maisernte in diesem Jahr bei 22-23 Mio. Tonnen (2014: 28,5 Mio. Tonnen). Insgesamt wird die Getreideernte auf über 59,2 Mio. Tonnen geschätzt, davon zwischen 24 und 25 Mio. Tonnen Weizen.
2014 wurden 63,8 Mio. Tonnen Getreide in der Ukraine geerntet.
Die Wintergetreideaussaat ist auf 6,5 Mio. Hektar erfolgt und damit zu 88% abgeschlossen. Insgesamt soll Wintergetreide auf 7,4 Mio. Hektar ausgesät werden, davon 6,2 Mio. Haktar Winterweizen und 1,0 Mio. Hektar 1,0 Mio. Hektar. Quelle: Reuters
06.11.2015 Getreidemail

Enttäuschende wöchentliche Exportzahlen, ein starker US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Fondsgesellschaften hatten in den Tagen zuvor dafür gesorgt, dass die Kurse stiegen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 84.600 Tonnen Weizen für die laufende Vermarktungsperiode 2015/16 deutlich hinter den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse schwächer.
Bei erhöhtem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach.
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 293.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 7,134 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 10,311 Mio. Tonnen lag.
Prämien für deutschen Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im Nov.: Geld Matif -2 / Brief: Matif -1.

06.11.2015 Institutionelle Anleger reduzieren Netto-Long-Positionsbestand beim CBoT Mais

05.11.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 442.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,333 Mio. Tonnen sind die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,601 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 15.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 551.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 958.000 Tonnen).
05.11.2015 AMIS Market Monitor No. 33 / November 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. November finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 3. Dezember 2015

04.11.2015 Taiwan Sugar Corp. sucht Mais und Sojabohnen

Die Taiwan Sugar Corp. Hat einen internationalen Tender zum Kauf von 23.000 Tonnen US-Mais und 12.000 Tonnen US-Sojabohnen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute.
Gesucht wird Ware zur Versendung von der US-Golfküste (10. - 24. Januar) oder von der US Nord-West-Küste (24. Jan - 06 Feb.). Quelle: Reuters

04.11.2015 Wie viel Mais muss die EU importieren?

Die Maisernte in der EU neigt sich dem Ende zu und die Ergebnisse bestätigen die niedrige Schätzung der Erträge, auch wenn in Frankreich die letzten Schätzungen nach oben korrigiert wurden. Die leitende Angestellte in der EU senkten ihre monatliche Schätzung zuletzt auf 57,4 Mio. Tonnen und liegen damit 20 Mio. Tonnen unter der Rekordernte des Vorjahres.
Frankreich, der größte Maisproduzent in der EU produzierte mit 13 bis 14 Mio. Tonnen 4 bis 5 Mio. weniger Mais als im Vorjahr; dort gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbauregionen. Der durchschnittliche Ertrag pro Hektar liegt in Frankreich bei 9,01 Tonnen. Das ist die obere Kante der Vorhersagen. Flächen, die nicht beregnet werden konnten, brachten die schwächsten Ergebnisse. Im Südwesten brachte aber auch der August-Regen eine Verbesserung.
Am 26. Oktober wurde von FranceAgriMer gemeldet, dass 75 % der französischen Maisernte eingebracht war, das warme und sonnige Wetter hat den Erntefortschritt seither begünstigt.
In Rumänien, dem Land mit der zweitgrößten Maisfläche in der EU kamen 9 Mio. Tonnen Mais zusammen (Vj.11 Mio. Tonnen), nachdem eine lang anhaltende Hitzeperiode und Trockenheit im Sommer die Erträge minderte. Von den 2,7 Mio. Hektar Mais in Rumänien waren rund 80 % abgeerntet.
In Italien wird die Maisernte auf 22 % unter der des Vorjahres veranschlagt. Neben den hitzebedingten kleineren Erträgen wurden auch weniger Flächen als im Vorjahr bestellt.
Die kleineren Ernten zwingen die Verbraucher in der EU 9 Mio. Tonnen mehr Mais zu importieren als im Vorjahr. Die Schätzung der nötigen Importe schwanken aber, da man nicht sagen kann, wie viel Weizen in die Futtermischungen kommt. Außerdem weiß man noch nicht, wie groß die Ernte in der Ukraine ausfällt, wo auch ungünstiges Wetter die Erträge geschwächt hat. Die EU Kommission schätzt die Maisimporte nur auf 11 Mio. Tonnen, obwohl die Ernte sehr klein ausfiel. Das USDA schätzt den Importbedarf der EU auf 16 Mio. Tonnen.

03.11.2015 Informa Economics erhöht Prognosen für US-Mais- und Sojabohnenernte 2015

Informa Economics hat seine Prognosen zur US-Mais- und Sojabohnenernte 2015 erhöht.
Die durchschnittliche Ertragsschätzung für die US-Maisernte liegt nun bei 170,1 Bushel/Acre (Vormonat: 168,4). Die Prognose der US-Maisproduktion wurde auf 13,718 Mrd. Bushel/Acre erhöht (Vormonat: 13,561).
Für die US-Sojabohnenernte liegt die Prognose der durchschnittlichen Erträge bei 47,9 Bushel/Acre (Vormonat: 47,2). Die Prognose für die US-Sojabohnenproduktion wurde auf 3,952 Mrd. Bushel erhöht von zuvor 3,878 Mrd. Bushel. Quelle: Reuters

03.11.2015 Europäische Kommission erwartet Weizenernte auf Rekordniveau

Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der diesjährigen Weizenernte in der Europäischen Union von 144,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 149,2 Mio. Tonnen erhöht. Damit liegt die Menge sogar über der Rekordernte von 2014, die bei 148,7 Mio. Tonnen lag. Auch die Erwartung für die EU-Gersten-Ernte wurde von 57,2 Mio Tonnen auf 59 Mio Tonnen angehoben.
Reduziert wurde nochmals die Prognose der EU Maisernte von 58,4 Mio Tonnen auf 57,4 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

03.11.2015 Maisverbrauch zur Ethanolverstellung in den USA im September rückläufig

Der Verbrauch von Mais für die Ethanol-Produktion in den Vereinigten Staaten sank im September auf 427,5 Mio. Bushel. Das ist ein Rückgang um 19,4 Mio. Bushel zum Vormonat August (446,9 Mo. Bushel).
Die Produktion von DDGs sankt von 1,961 Mio. Tonnen auf 1,907 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

03.11.2015 Südkorea kauft über 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA (Korea Corn Processing Industry Association) kaufte im Rahmen eines Tenders über 55.000 Tonnen Mais. Die Herkunft der Ware vermuten Händler in Südamerika. Der Preis lag bei $195,05/Tonne c&f zur Ankunft am 20. Februar 2016. Quelle: Reuters

03.11.2015 FCStone erhöht Prognose der US-Maisernte 2015
Der Commodity Boker FC Stone hat in seinem monatlichen Report die Prognose der US-Maisernte 2015 von 13,541 Mrd. Bushel leicht auf 13,543 Mrd. Bushel erhöht. Die Schätzung der durchschnittlichen Erträge wurde von 167 BPA (Bushel per Acre) auf 168 BPA erhöht.
Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem WASDE-Report Oktober 15 die US-Maisproduktion auf 13,555 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 168 BPA geschätzt.
Die Prognose der US-Sojabohnenernte wurde von FCStone leicht reduziert von 3,919 Mrd. Bushel auf 3,917 Mrd. Bushel und liegt unterhalb der Prognose vom USDA (3,888 Mrd. Bushel). Mit durchschnittlichen Erträgen von 47,5 BPA liegt die Schätzung über der Schätzung des Vormonats (46,9 BPA). Das USDA hat zuletzt durchschnittliche Erträge von 47,2 BPA angenommen.
FCStone´s Prognosen basieren auf eigene Umfragen, USDA-Prognosen und weiteren Faktoren.
Der nächste WASDE-Report wird am 10. November veröffentlicht. Quelle: Reuters
03.11.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 01.11.15 85% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 62%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 79%. Quelle: Reuters

02.11.2015 Brasiliens: Zeitfenster für zweite Frucht wird eng

Die Aussaat von Sojabohnen in Brasilien bleibt hinter dem Fortschritt der Feldbestellungen früherer Jahre zurück. 31 % der geplanten Flächen sind aktuell bestellt, gegenüber 42 % im 5-Jahres-Durchschnitt.
Spätere Pflanzungen müssen keine schlechteren Erträge bringen, es verbleibt aber weniger Zeit für die Folgekultur, die üblicherweise Mais- oder Baumwollernte ist. Insbesondere das Bundesland mit der größten Sojaanbaufläche Mato Grosso ist mit den Pflanzungen am weitesten zurück. In der letzten Woche waren es 20 % und aktuell sind es 36 %. Das 5-Jahres-Mittel liegt bei 55 %. Da bis zum 20. Oktober kaum Regen fiel sind die Böden zu trocken. Die Reuters Wetterübersicht sagt nun aber mehr Niederschläge bis Mitte November voraus.

01.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 20.10. - 27.10. um 9.397 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 10.042 Kontrakte. 33.264 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 27.10.15. In der Vorwoche waren es 52.703 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 8.184 Kontrakte erhöht, gleichzeitig wurden aber auch die Short-Positionen um 4.613 Kontrakte erhöht. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 3.571 Kontrakte auf 33.600 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 2.066 Lots. Sie erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.487 Lots. In Summe haben Fondsgesellschaften ihren Bestand an Netto-Long-Positionen um 9.553 Lots auf 2.376 Netto-Long-Positionen reduziert.

 

30.10.2015 Chinas Sojabohnenimporte im Q4 steigen

Chinas Sojabohnenimporte werden im vierten Quartal 2015 wohl auf 22 Mio. Tonnen kommen. Das sind 18 % mehr als vor einem Jahr, so ein chinesischer Marktanalyst heute Morgen. Damit bleibt die Nachfrage nach der proteinreichen Ölfrucht auf hohem Niveau.
Der größte Lieferant wird die USA sein. Für das 4. Quartal sind aber bislang 24,54 Mio. Tonnen weniger als im 3. Quartal bestellt worden, so der Branchenverband CNGOIC. Der hohe Bedarf an Sojaöl in den kommenden Monaten sorgt für auskömmliche Schlaglöhne, da auch der Vorrat an Speiseölen eng ist. Chinas Ölmühlen haben im 3. Quartal 7 bis 7,5 Mio. Tonnen Öl im Monat produziert. Durch die große Menge ist das Angebot an Sojaschrot groß und die Kurse geraten unter Druck, weil dafür die Nachfrage schwach ist.
Chinas Importe von Sojabohnen im Wirtschaftsjahr Okt.15 bis Sept.16 wird auf gleich hohem Niveau wie in den Vorjahren bleiben; eine Steigerung wird durch die skeptische Haltung der Bevölkerung gegenüber genetisch veränderten Organismen (GMO) in Lebensmitteln verhindert. Illegale Importe von Lebensmitteln, die aus GMO hergestellt wurden von den Behörden unterbunden.
Der Einsatz von Sojaschrot in den Futtermischungen geht zurück, da die Maispreise und die Preise anderer Substitute am lokalen Markt gesunken sind.

30.10.2015 Frankreichs Maisernte kommt zügig voran

Die französische Maisernte war bis zum 26. Oktober zu 75 % abgeschlossen. Außerdem sind 78 % der geplanten Winterweizenflächen für nächstes Jahr bestellt, so FranceAgriMer heute Morgen in seinem wöchentlichen Erntefortschrittsbericht.
In der letzten Woche wurden noch 58 % für den Erntefortschritt beim Mais gemeldet. Im Vorjahr war man zum heutigen Termin auch erst bei 52 %.
Die Aussaat von Weichweizen ging ebenfalls rasant voran. In der Vorwoche war man bei 58 % und nun ist man bereits bei 78 %, etwas weiter sogar als im Vorjahr zu diesem Termin als 70 % vermeldet wurden.

29.10.2015 Rekordernte beim Weizen um 1 Mio. Tonnen kleiner als bei der letzten Schätzung

Der internationale Getreiderat (IGC) hat heute seine Prognose für die Weltweizenernte um 1 Mio. Tonnen auf 726 Mio. Tonnen reduziert. Die Weizenernte 2015 stellt damit immer noch einen neuen Rekord auf wird aber geringfügig niedriger gesehen, als im Vormonat. Dafür ist hauptsächlich eine kleinere Ernte in Australien verantwortlich, wo Trockenheit die Erträge schmäler.
Der regierungsunabhängige Verband erhöhte seine Welt-Maisernteschätzung für 2015/16 um 3 Mio. Tonnen auf 970 Mio. Tonnen.

29.10.2015 Argentinien: Beim Regierungswechsel mehr Maisanbau

Seit acht Jahren hat die Argentinische Links-Regierung unter Cristina Fernandez die Getreideexporte des Landes unter andauerndem Protest der Farmer-Lobby stark reglementiert. Jetzt könnte sich Argentiniens Exportpolitik ändern, denn bei der Präsidentschaftswahl am vergangenen Wochenende errang der Kandidat der Regierungspartei Scioli im ersten Wahlgang nicht die nötige Mehrheit und so gibt es am 22. November eine Stichwahl mit seinem Rivalen Mauricio Macri. Sollte Macri dabei als Sieger hervorgehen, dürfte sich auch die Agrar-Exportpolitik Argentiniens ändern.
Nachdem der Weizen für die nächste Ernte aber schon gesät ist, können die Farmer aber noch mehr Flächen mit Mais bestellen, das geht dort noch bis Anfang Januar. Bisher ging man noch davon aus, dass die Maisanbaufläche von 3,4 auf 2,7 Mio. Hektar sinken wird. Wenn die politischen Signale stimmen, dann wird kein Flächenrückgang mehr erwartet und die aktuelle Ernteschätzung muss um 25 % erhöht werden. Die Umnutzung ginge zu Lasten des Sojabohnenanbaus.
Bisher hat Argentinien in 2015 12,9 Mio. Tonnen Mais exportiert. Die Rangliste der größten Maisexporteure der Welt sieht derzeit so aus: 1.) USA, 2.) Brasilien, 3.) Ukraine und 4.) Argentinien.
U.S. Offerten für Lieferung im Frühling 2016 liegen bei $182/Tonne, Argentiniens Preise liegen mit $140-143/Tonne für April-Lieferungen deutlich darunter.

29.10.2015 Getreidemail

Regenfälle in weiten Teilen der US-Weizenanbaugebiete sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC sucht 50.000 to Durum-Weizen optionaler Herkunft zur Lieferung im Dezember und Januar. In diesem Jahr hat Algerien bereits 21% mehr Weichweizen importiert als vor einem Jahr. Die Philippinen haben 55.000 to Futterweizen gekauft und Jordanien weist alle Offerten als zu teuer zurück. Australiens Agrarattaché hat seine Ernteprognose für Weizen auf 24 Mio. to gesenkt, das USDA war zuletzt noch von 27 Mio. to ausgegangen.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde leicht fester.
Durch die schwachen Vorgaben aus Übersee mussten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen Abschläge hinnehmen. Am Markt gehen Gerüchte darüber um, dass Franzosenweizen im Januar nach Mexiko geliefert wird. Günstige Schiffsfrachten machen den Deal plausibel.

28.10.2015 Algerien füllt Getreidevorräte auf

Die Getreideimporte von Algerien beliefen sich in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 9,92 Mio. Tonnen. Das sind 7,6 % mehr als ein Jahr zuvor. Die höchsten Steigerungen wurden für Weichweizen und Gerste verzeichnet, so die Zahlen der dortigen Zollbehörde.
Weichweizenimporte stiegen um 21 % auf 4,95 Mio. Tonnen, aber Durum-Käufe fielen um 20,8 % auf 1,22 Mio. Tonnen. Es wurde 25,8 % mehr Gerste eingeführt (611.922 Tonnen) und 3,14 Mio. Tonnen Mais (+1,6%).
Der Warenwert des importierten Getreides im Zeitraum Januar bis September stieg um 6,05 % auf 2,56 Mrd. USD. Da die Preise relativ niedrig waren, hat Algerien seine Vorräte aufgefüllt.

28.10.2015 Chinas Futtermittelhersteller stoppen DDGS-Importe

Chinesische Futtermitteleinkäufer haben vorübergehend ihre DDGS-Einkäufe aus den USA gestoppt, da sie befürchten, dass Peking eine weitere Anti-Dumping Untersuchung gegen Importe dieses Futtermittels auf den Weg bringt. Das wird heute Morgen aus Kreisen chinesischer Futtermittelhersteller berichtet.
China ist weltweit der größte Käufer von DDGS (Distillers Dried Grains and Solubles), einem Nebenprodukt der Ethanol Herstellung aus Mais, das den Einsatz von Mais und Sojaschrot im Futtermittelmixtur ersetzen kann. Nahezu alle chinesischen Importe dieses DDGS kommen aus den USA, die der größte Anbieter am Weltmarkt sind. Der Wert chinesischer DDGS-Import hat in diesem Jahr bereits 1,6 Mrd. USD überschritten.
Nun sind also erst einmal alle neuen Lieferungen gestoppt und die Importeure warten auf die Ergebnisse der Nachforschungen ihrer Regierung. Entsprechende Untersuchungen werden von Ethanol-Herstellern in China bestätigt. Bereits in 2010 und 2012 untersuchte China den Einfluss der DDGS-Importe auf den heimischen Markt, was zur Verringerung der Importe führte.
Billige DDGS-Importe aus den USA schaden der lokalen Ethanol-Industrie in China, die seit Juni 2013 Verluste schreibt, so die chinesische Agrarpresse Farmers Daily. Außerdem würden die 5,41 Mio. Tonnen DDGS, die China im letzten Jahr importierte, einem Äquivalent von 18 Mio. Tonnen Mais entsprechen, die zu den ohnehin schon hohen staatlichen Vorräten kämen.
Diese werden zurzeit mit 180 Mio. Tonnen angegeben, was dem Verbrauch in acht Monaten entspricht. Bis zum Ende des Wirtschaftsjahres steigen die Vorräte voraussichtlich noch auf einen kompletten Jahresbedarf.

27.10.2015 Südafrika im kommenden Jahr mit deutlich kleinere Maisanbaufläche?

Südafrikas Landwirte planen, laut Aussage des Crop Estimates Committee (CEC), im nächsten Jahr auf einer Fläche von 2,55 Millionen Hektar Mais anzupflanzen. Das wäre die kleinste Fläche seit 2011 und 3,8 Prozent weniger als in diesem Jahr. Marda Scheepers von CEC meint, dass der Rückgang auf die Trockenheit in den wichtigsten Anbaugebieten oder einem Wechsel hin zu den Ölsaaten zurückzuführen sei.
Eine Umfrage von Reuters bei sieben Handelshäusern hatte dagegen ergeben, dass die Anbaufläche nur geringfügig auf 2,63 Millionen Hektar fallen würde. Quelle: Reuters

27.10.2015 Brasilianischer Mais für U.S. Südstaaten

Ein brasilianischer Schiffagent bestätigte heute, dass 54.000 Tonnen Mais, die derzeit in Itacoatiara in der Beladung sind, in Kürze im Zielhafen Wilmington North Carolina USA gelöscht werden sollen. Der starke US-Dollar und aggressive Offerten haben dazu geführt, dass bereits im Juli dieser Mais von Futtermittelherstellern zur Produktion von Schweine- und Hühnerfutter gekauft wurde. In den USA herrscht derzeit ein großes Überangebot von Mais und Sojabohnen, das nicht komplett in festen Silos untergebracht werden kann.

27.10.2015 Rekordernte: Provisorische Läger für U.S. Mais und Sojabohnen

Die Getreidelagerhäuser in den USA stoßen in diesen Tagen an ihre Kapazitätsgrenzen, weil die Ernte sehr schnell voranschreitet und die Erträge größer waren als zuerst vermutet. Inzwischen müssen schon provisorische Läger im Freien eingerichtet werden, weil Farmer ohne Lieferverträge keinen Mais oder Sojabohnen mehr bei ihren Händlern loswerden.
Im dritten Jahr in Folge mit einer Rekordernte bleiben die Exportmöglichkeiten aus den USA hinter denen früherer Jahre zurück und erwischen damit die Farmer auf dem falschen Fuß. Die Einkommen der Farmer werden mit sinkenden Erzeugerpreisen noch schlechter ausfallen, so eine offizielle Schätzung. Die Erlöse für Mais und Sojabohnen beispielsweise liegen in Minnesota derzeit 15 % unter denen in anderen Überschussregionen, wo noch Lagerkapazitäten vorhanden sind.
U.S. Anbieter leiden unter dem massiven Angebotsdruck aus Südamerikas letzter Mais- und Bohnenernte, der noch dadurch verstärkt wird, dass dort eine weitere Rekordernte heranwächst. Außerdem lastet ein sehr fester USD auf der Kalkulation für Exporte aus den USA. Die Preise für U.S.-Mais haben sich seit ihrem Peak in 2012 inzwischen halbiert. Die Einkommen der Farmer werden wohl 36 % unter denen des Vorjahres liegen.
Die schlechten Einkommen werden wohl dazu führen, dass Grenzstandorte nicht mehr bestellt werden und nach Alternativen ausgeschaut wird, wie Sorghum, das weniger Betriebsmittelkosten verursacht. Man wird wohl auch weniger Düngemittel einsetzen oder auf zertifiziertes Saatgut zugunsten von Nachbau verzichten.

26.10.2015 Matif-Weizen steigt heute auf drei-Wochen-Hoch

Motiviert durch Kurssteigerungen am CBoT-Weizen stiegen heute die Weizenkurse am Pariser Matif ebenfalls. Dazu trägt auch der seit einigen Tagen schwache euro-Wechselkurs zum USD bei. Das macht den Weizen aus der Eurozone am Weltmarkt attraktiver.
Zur Stunde notiert der Milling-Wheat am Matif auf 180,75 €/to also 1,75 € höher als am Freitag. Am CBoT stiegen die Weizenkurse heute um 4 % aufgrund von Short-Abdeckungen. Bereits am Freitag hatte der Matif-Weizen ein Wochenhoch erreicht. Die EZB hatte bekannt gemacht, dass man die Geldpolitik weiter lockern will und damit den Euro auf Talfahrt geschickt.
Exporteure berichteten heute, dass ein Teil eines Marokko-Tenders, der ursprünglich aus der Schwarzmeer-Region und aus dem Baltikum bedient werden sollte, nun aus Frankreich beliefert wird. Nun rechnet man damit, dass Franzosen-Weizen auch für den Algerien-Tender passt.
In Russland waren die Weizenpreise leicht gestiegen und die Logistik wird von Mais-Lieferungen beansprucht.

26.10.2015 Israelische Gruppe möchte Mais, Futterweizen und Gerste kaufen

Eine Gruppe privater israelischer Käufer hat eine internationale Ausschreibung für den Kauf von 125.000 Tonnen Mais, 35.000 Tonnen Futterweizen und 15.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft veröffentlicht, teilten Europäische Händler am Montag mit.

Die Ausschreibung endet am Mittwoch, den 28. Oktober.
Quelle: Reuters

26.10.2015 EU: MARS hebt Ertragsschätzungen für Mais und Weizen an

MARS, der Erntebeobachter der EU, hob heute seine Schätzung der Mais- und Weizenernte für dieses Jahr leicht an. Bereits im letzten Monat wurde die Schätzung für die EU-Maisernte angehoben.
Heute wurde der Hektarertrag mit 6,47 Tonnen/Hektar angegeben, im Vormonat wurden noch 6,43/Tonnen je Hektar geschätzt. Das waren 20,7 % unter den 8,07 Tonnen/Hektar im Vorjahr und 8 % unter dem 5-Jahres-Mittel.
MARS hat auch die Schätzung für die EU-Weichweizenernte auf 5,86 Tonne/Hektar angehoben, nach 5,81 Tonne/Hektar. Jetzt sind es 4,6 % unter der Vorjahresernte und 3,4 % über dem 5-Jahres-Mittel.
Die Gerstenerträge (Winter- und Sommergerste) werden jetzt auf 4,65 Tonne/Hektar geschätzt, nach 4,63 Tonnen /Hektar im September und 5,1 % unter dem Vorjahresergebnis.
Die Schätzung für Ölsaaten in der EU blieb mit 3,25 Tonnen/Hektar zum Vormonat gleich und 10,3 % unter dem Vorjahresergebnis.

26.10.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 13.10. - 20.10. um 9.404 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 26.773 Kontrakte. 52.703 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 20.10.15. In der Vorwoche waren es 16.526 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 25.137 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen marginal um 37.058 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 62.195 Kontrakte auf 30.029 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 5.530 Lots. Sie reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 15.352 Lots. In Summe drehten die Fondsgesellschaften ihren Bestand von 11.929 Netto-Short Positionen aus der Vorwoche in 2.107 Netto-Long-Positionen.
23.10.2015 Argentinien schränkt Mais- und Weizenanbau stark ein

Die argentinische Mais-Anbaufläche wird in diesem Jahr vom dortigen Landwirtschaftsministerium auf 5,3 Mio. Hektar geschätzt, das sind deutlich weniger als die 6 Mio. Hektar des Vorjahres. Die Weizen-Anbaufläche wird ebenfalls stark eingeschränkt 5,26 Mio. auf 4,1 Mio. Hektar.

23.10.2015 US-Exporteure verkaufen 130.000 Tonnen Mais und 208.000 Tonnen Sojabohnen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 130.000 Tonnen US-Mais und 208.000 Tonnen US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination. Die Lieferung soll im Vermarktungsjahr 2015/16 erfolgen.
Außerdem wurde das Ziel für eine Lieferung von 236.000 Tonnen US-Sojabohnen im gleichen Vermarktungsjahr von Unbekannt auf China geändert. Quelle: Reuters

23.10.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, ein deutlicher Kursanstieg beim US-Dollar, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit 357.500 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 300.000-500.000 to. Äthiopien hat einen Tender zum Kauf von 1 Mio.to Mahlweizen optionaler Herkunft ausgeschrieben. Lieferungen sollen innerhalb von 4 Monaten nach Vertragsabschluss versendet werden.
Die e-CBoT handelt zur Stunde minimal schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris konnten sich trotz der negativen Vorgaben aus Übersee befestigen. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 277.000 to Weizen. Mit insgesamt 6,47 Mio.to bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 9,065 Mio.to lag.

22.10.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 328.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 2,318 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,456 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 18.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 527.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 819.000 Tonnen).
22.10.2015 Getreidemail

Die trockenen Wetterbedingungen in den südlichen US-Plains und in Teilen der Schwarzmeer-Region, technische Käufe sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Tunesien kauft im Rahmen eines Tenders 167.000 Tonnen Durum-Weizen optionaler Herkunft zum Preis von $325,99 c&f. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 CBoT-Weizenkontrakte. Heute um 14:30 veröffentlicht das USDA die US-Export-Sales für die vergangene Woche. Analysten erwarten Verkäufe in einer Spanne von 300.000 - 500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die e-CBoT fester. Bei vergleichsweise geringem Handelsvolumen konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und auf allen Terminen leicht zulegen. Bangladesch hat einen 20.000 Tonnen Cargo Weizen aus Frankreich abgelehnt, da die Tenderspezifikationen nicht erfüllt wurden. In den vergangenen Wochen und Monaten hat Bangladesch mehrfach Lieferungen zurückgewiesen, da geforderte Qualitätsspezifikationen nicht erreicht wurden.

21.10.2015 Chinas DDGS Importe stiegen im September um 73,3 Prozent

Chinas DDGS Importe stiegen im September im Vergleich zum Vorjahr um 73,3 Prozent auf 933.537 Tonnen. Der Anstieg betrug im Vergleich zum Vormonat 18 Prozent.
China ist weltweit der größte Käufer von DDGS (Distillers Grains), einem Nebenprodukt bei der auf Mais basierenden Ethanolherstellung. Quelle: Reuters

20.10.2015 CBoT Mais: Erntefortschritt drückt auf CBoT Notierungen
Die Maisnotierungen in Chicago handelten am frühen Morgen auf dem tiefsten Stand seit 5 Wochen. In den Vereinigten Staaten schreitet die Maisernte zügig voran. Per 18.10. wurden 59% der US-Maisbestände geerntet. In der Vorwoche lag der Erntefortschritt noch bei 42%.

 

20.10.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Aussichten auf dringend benötigte Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten und Russland, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie ein festerer US-Dollar ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 205.458 Tonnen Weizen unter den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Das Beratungsunternehmen ABARES hat seine Prognose für die australische Weizenernte auf 24,3 Mio. Tonnen nach unten korrigiert. Im September war man noch von einer Gesamtmenge von 25,28 Mio. Tonnen ausgegangen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 CBoT Weizenkontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT minimal schwächer.
Die Weizenfutures an der Euronext in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach. Indien hat den Importzoll auf Weizen von 15% auf 25% erhöht. Damit beabsichtigt man, günstigere Importe aus Australien und Frankreich zu begrenzen.

20.10.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 18.10.15 59% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 42%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 30%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 54%.

20.10.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

19.10.2015 Neuer Rekord: Serbien exportiert in 2015 drei Mio. Tonnen Mais

Serbien exportierte in 2015 bisher eine Rekordmenge von 3 Mio. Tonnen Mais. Auch die Verladungen von Sojabohnen und Sonnenblumen erreichen ein Allzeithoch bei den Ausfuhren, so der serbische Getreideverband. Auch wenn die Mais- und Sojabohnenexporte derzeit florieren, so behindert die Erhebungsmethode der Mehrwertsteuer die Exporteure an ihrem Geschäft, meldete am Freitag die Nachrichtenagentur Tanjug unter Berufung auf den Verbandspräsidenten Vukosav Sakovic.
Die Serbische Finanzbehörde erhebt Mehrwertsteuer für Güter, die exportiert wurden, bereits 15 Tage nach dem Grenzübertritt. Da dieses meist zu Liquiditätsengpässen bei den Exporteuren führt, werden bis zu 20 % weniger Abschlüsse getätigt, als möglich wären. Die Steuer- und Abgabenlast auf Agrargüter für den Export sei ohnehin so hoch, dass es Serbiens Exporteure im internationalen Geschäft schwer hätten. Außerdem ist Serbien von Lieferungen in diverse Länder ausgeschlossen, so zum Beispiel nach China, wofür phytosanitäre Anforderungen aufgrund von fehlenden Zertifikaten nicht erfüllt werden können.
Diverse ernsthafte Behinderungen bei der Verschiffung über die Donau sind unkoordiniert; deshalb sucht Serbien nach alternativen Exportrouten. Rund 80 % der Exportgüter aus Serbien werden über die Donau verschifft, es gibt aber immer wieder Probleme mit der Navigation. Im Winter friert der Wasserweg teilweise zu und im Sommer fällt der Wasserspiegel und die Frachtraten steigen. Mehr Bahnverladungen sollen Abhilfe schaffen.
Serbien hat beim Export von Weizen im Vergleich zum Maisexport eine bescheidene Position, da man die Lagerbestände immer noch nicht nach Qualitäten sortiert. Im September meldete das Serbische Statistikamt eine Weizenernte von 2,43 Mio. Tonnen (+1,7 % zum Vj.) und eine Maisproduktion von 5,46 Mio. Tonnen (-31,4 % zum Vj.). Quelle: Reuters

19.10.2015 Maisernte in der Ukraine sinkt auf 22,9 Mio. Tonnen

Das ukrainische Agrarministerium schätzt heute die diesjährige Maisernte des Landes auf 22,9 Mio. Tonnen; im Vorjahr erntete die Ukraine 28,5 Mio. Tonnen. Im Sommer und Herbst waren die Witterungsbedingungen für den Mais unvorteilhaft.
Bis zum 16. Oktober hatten die Farmer in der Ukraine 12 Mio. Tonnen Mais von 56 % der Anbaufläche geerntet.

18.10.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 06.10. - 13.10. um 3.042 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 1.535 Kontrakte. 16.526 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 13.10.15. In der Vorwoche waren es 11.949 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 25.787 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden auch die Short-Positionen marginal um 282 Kontrakte reduziert. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 25.505 Kontrakte auf 92.224 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 15.082 Lots. Sie reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 6.181 Lots. In Summe drehten die Fondsgesellschaften ihren Bestand von 19.156 Netto-Short Positionen aus der Vorwoche in 2.107 Netto-Long-Positionen.
16.10.2015 Informa reduziert Prognose der Weizenanbaufläche 2016
Das private Beratungsunternehmen Informa Economics hat seine Prognose der Weizen-Aussaatfläche 2016 (alle Weizensorten) von 54,744 Mio. Acres auf 54,000 Mio. Acres reduziert. 2015 wurde auf 54,6 Mio. Acres Weizen in den Vereinigten Staaten angebaut.
Weitere Prognosen:
Sojabohnen-Aussaatfläche 2016: 83,900 Acres (vorherige Prognose: 84,242)
Mais-Aussaatfläche 2016: 90,800 Acres (vorherige Prognose: 90,735)
16.10.2015 Getreideernte in der Ukraine vor dem Abschluss

Landwirte in der Ukraine haben bis zum heutigen Tage 49,6 Mio. Tonnen Getreide von 88 % der Getreideanbaufläche geerntet. Der durchschnittliche Hektarertrag liegt bei 3,87 Tonnen, so das Ministerium in Kiew heute gegenüber der Presse. Die Anbaufläche wird insgesamt mit 14,6 Mio. Hektar angegeben.
Außerdem wurden 11,8 Mio. Tonnen Mais von 2,3 Mio. Hektar geerntet. Das sind 56 % der Maisanbaufläche des Landes. Die ukrainische Maisernte in diesem Jahr wird insgesamt auf 22 bis 23 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vorjahr waren es 28,5 Mio. Tonnen.
Die Getreideernte soll auf 59,5 Mio. Tonnen kommen, 24 Mio. Tonnen davon sind Weizen. Zum Vergleich: im Vorjahr kam die Ukraine auf 63,8 Mio. Tonnen.
Bisher wurden 76 % der geplanten Getreideflächen oder 5,6 Mio. Hektar mit Wintergetreide bestellt. In Planung sind 7,4 Mio. Hektar auf 6,2 Mio. davon soll Winterweizen stehen und 1 Mio. Hektar werden mit Wintergerste bestellt. Ob diese Anbauplanung beibehalten wird, ist unsicher, weil es vielerorts viel zu trocken ist und eine ordentliche Pflanzenentwicklung vor dem Winter nicht mehr sicher ist.

16.10.2015 Peking will den Bau von Ethanol Anlagen wieder genehmigen

China, weltweit der zweitgrößte Maiskonsument, beginnt wieder mit dem Bau von Ethanol Anlagen, die mit Mais betrieben werden. Fast ein Jahrzehnt gab es für den Anlagenbau keine Genehmigung mehr. Jetzt sollen die neuen Anlagen die Rekordbestände an Mais verarbeiten, die in großem Umfang schon nicht mehr für die Verfütterung geeignet sind.
Im Jahre 2006 hatte Peking die Verarbeitung von Mais zur Energiegewinnung geblockt, um die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln zu sichern. Seither werden die bestehenden Anlagen mit Sorghum, Maniok, und andere Nicht-Getreide-Rohstoffe betrieben. Diese Rohstoffe sind aber nur begrenzt verfügbar.
China ist der drittgrößte Ethanol Produzent der Welt nach den USA und Brasilien, mit einem Output von 2,27 Mio. Tonnen im Jahr. Man schätzt, dass bereits ein Fünftel des gesamten Benzins in China mit Ethanol versetzt wird. Vertreter von Bezirksregierungen im Nordosten des Landes wollen, dass Ethanol Kapazitäten für mehr als eine Mio. Tonnen p.a. entstehen. Man wartet nur noch auf die Genehmigung von der National Developement and Reform Commission (NDRC). Unter den Antragsstellern befinden sich die staatliche COFCO Ltd. und die Provinz Heilongjiang, wo der meiste Mais angebaut wird. Diese beiden Anlagen sollen je 300.000 Tonnen Ethanol im Jahr produzieren.
Da die Rohölpreise auf dem niedrigsten Stand seit 2009 notieren, benötigen die Anlagenbetreiber aber umfangreiche Subventionen, um profitabel zu werden. Dennoch erachten Politiker und Bürgermeister der großen Städte den Einsatz von Ethanol als sinnvoll, da sie unbedingt etwas gegen die Luftverpestung durch die Verbrennung von Mineralölen tun müssen. Die Anlagen sollen aber zunächst Maisbestände aus der staatlichen Intervention verbrauchen, wovon 20 bis 30 Mio. Tonnen bereits schimmeln und nicht mehr für die Herstellung von Futtermitteln geeignet sind.
Chinas staatliche Maisvorräte werden auch in dem laufenden Wirtschaftsjahr 2015/16 weiter steigen. Derzeit sind mehr als 150 Mio. Tonnen Mais im Lager.

16.10.2015 Südkoreas Koreas KOCOPIA kauft 55.000 Tonnen Mais
Südkoreas Korea Corn Processing Industry Association hat via Tender 55.000 Tonnen Mais südamerikanischer Herkunft gekauft.
Der Preis auf c&f Basis liegt bei $189,98. Lieferant ist Concordia. Ankunft der Ware: 2. Februar 2016
Quelle: Reuters
16.10.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, ein stärkerer US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Ägyptens GASC kauft 240.000 Tonnen Weizen russischer und rumänischer Herkunft zum Durchschnittspreis von $212,16/Tonne c&f. US-Weizen kam nicht zum Zuge. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an CBoT Netto-Short-Positionen um 5.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat schwächer.
Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den schwachen Vorgaben aus Übersee und schlossen mit negativen Vorzeichen. Lediglich der Dezembertermin beendete den Handel auf unverändertem Niveau zum Vortag. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 416.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 6,193 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 8,419 Mio. Tonnen lag.

15.10.2015 Händler und Regierung in Kiew uneins über Getreideexporte

Händler und Regierung in Kiew konnten sich heute nicht über eine Exportmenge von Getreide aus der Ernte 2015/16 einigen. Es gibt wohl noch zu viele Unwägbarkeiten für die kommenden Monate.
Ein Vorschlag der Regierung plant die Ausfuhr von 36 Mio. Tonnen, davon 16,5 Mio. Tonnen Weizen. Dem Vorschlag müssen die Händler zustimmen, so eine Absprache beider Partien aus dem Vorjahr.
Einige Händler befürchten Probleme bei den gerade ausgesäten Wintergetreidebeständen, da es in den meisten Regionen zu trocken ist. Bereits in der letzten Woche wurde berichtet, dass die Anbaufläche für Wintergetreide um 30 % kleiner ausfallen dürfte.
In diesem Jahr hatte die Ukraine eine Getreideernte von 59,5 Mio. Tonnen eingefahren, davon sollen 36 Mio. Tonnen exportiert werden. Die Vermarktungssaison reicht von Juli bis Juni. Bis zum 9. Oktober hatte die Ukraine 10,6 Mio. Tonnen Getreide exportiert, davon 6,1 Mio. Tonnen Weizen und 2,9 Mio. Tonnen Gerste, sowie 1,5 Mio. Tonnen Mais.

15.10.2015 Russland: Konkurrenz beim Aufkauf von Getreide für Intervention erwartet

Nach Einschätzung des Agrarberatungsunternehmens SovEcon wird die staatliche Getreideintervention Moskaus langsamer vonstatten gehen, als gedacht. Die lokalen Marktpreise für Weizen sind teils höher als die Gebote der Regierung. Dabei hatte das Agrarministerium den Aufkaufpreis gerade gestern um 1.000 Rubel/Tonne angehoben. Es besteht die Hoffnung, dass dadurch mindestens 1,5 Mio. Tonnen Weizen von lokalen Anbietern gekauft werden. In der letzten Woche waren im Westen Sibiriens die Getreidepreise gestiegen; von dort wurden die größten Offerten erwartet.
Nach Angaben des Ministeriums sind die staatlichen Getreidebestände zurzeit bei 1,9 Mio. Tonnen und sollen mindestens auf 3,5 Mio. Tonnen aufgestockt werden.
SovEcon geht zurzeit davon aus, dass der exportfähige Getreideüberschuss auf 30 Mio. Tonnen sinkt, von 31 Mio. Tonnen. Davon sind 22 Mio. Tonnen Weizen, 4,1 Mio. Tonnen Gerste und 3,5 Mio. Tonnen Mais.

15.10.2015 Maisverladungen: 40 Tage Line-up Dauerregen in Brasilien

Asiens Futtermittelhersteller werden wohl ukrainischen Mais importieren, wenn die heftigen Regenfälle in Brasilien weiterhin die Maisverladungen im Hafen von Paranagua verzögern. Derzeit müssen die Schiffe schon 40 Tage auf die Beladung warten. Schon bei der Sojabohnenverladung gab es Wartezeiten von bis zu 60 Tagen, aber zu dieser Jahreszeit sind so lange Liegezeiten für Schiffe ungewöhnlich.
Sollte die Maisnachfrage aus Asien ans Schwarze Meer oder die USA wechseln, hätte das wohl unmittelbar einen Einfluss auf die Preise. Für Oktober bis Dezember wurden umfangreiche Mengen Mais bei der Nr. 2 unter den Anbietern der Welt in Brasilien gekauft.
Die Terminals in Paranagua sind nicht überdacht, obwohl Regenfälle die Verladungen immer wieder unterbrechen. Seit 7 Tagen regnet es dort ununterbrochen und bereits im September gab es 10 Regentage, die bereits 20 Schiffsbeladungen behinderten. Eine riesige Maisernte, sowie ein starker Dollarkurs verursachten lange Warteschlagen auch für die LKW-Anlieferungen. Mit 84,7 Mio. Tonnen markierte die Maisernte 2014/15 ein Allzeit-Hoch; gleichzeitig sank der Kurs der brasilianischen Währung Real auf den niedrigsten Stand gegenüber dem USD. Dadurch wurden die Maispreise am Weltmarkt noch günstiger. Das nutzten die Futtermittelhersteller in Asien umfangreich aus. Alleine Vietnam, die in Asien am schnellsten wachsenden Futtermittelindustrie, hatte im letzten Quartal 500.000 Tonnen gekauft.
Üblicherweise weichen die Käufer zuerst auf Indien aus, wenn es in Südamerika Verzögerungen gibt. Indien ist derzeit aber nicht am Markt, da El Nino die Maisernten durch Trockenheit beschränkt. Auch Bangladesch hatte 150.000 Tonnen Mais in Südamerika gekauft, sonst kauft man in Indien.
Noch gibt es unter den Käufern keine Panik; gegebenenfalls muss man in der Ukraine ein paar Container kaufen, bevor es in Brasilien weitergeht. In Paranagua haben die Wetterdienste für die kommenden Tage Sonnenschein vorhergesagt.

15.10.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais hinter Vorjahresniveau
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 185.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 1,99 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,413 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 26.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 509.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 669.000 Tonnen).
15.10.2015 Frankreich: Körnermaisernte zu 38 Prozent abgeschlossen

Das Beratungsunternehmen FranceAgriMer berichtet, dass die französischen Landwirte bis zum 12. Oktober bereits 38 Prozent der Körnermaisernte abgeschlossen haben. Im vergangenen Jahr waren zum gleichen Zeitpunkt erst 15 Prozent der Ernte abgeschlossen.
Beim Wintergetreide sind bis zum 12. Oktober 39 Prozent der geplanten Weichweizenfläche und 61 Prozent der Wintergerstenfläche ausgesät worden. Im Vorjahr lagen die Werte bei 31 Prozent (Weizen) und 50 Prozent (Gerste).
Die Hartweizen-Aussaat hat gerade erst begonnen. Quelle: Reuters

15.10.2015 Strategie Grains erhöht Prognose der EU-Weizenernte

Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen Weichweizenernte in der Europäischen Union aufgrund höherer Ernten in den Baltischen Staaten, Frankreich, Großbritannien und Deutschland um 2 Mio. Tonnen auf 149,5 Mio. Tonnen erhöht.
Die Weichweizenbestände zum Ende der Saison 2015/16 wurden um 2 Mio. Tonnen auf 18,4 Mio. Tonnen erhöht. Das wären 4,9 Mio. Tonnen mehr, als in der vorherigen Vermarktungsperiode 2014/15. Der Bedarf an Weizen für die Futtermittelherstellung wurde zugunsten von Mais um 500.000 Tonnen reduziert.
Die Exportprognose für Weichweizen reduzierte Strategie Grains auf 26,5 Mio. Tonnen. Sie ist hauptsächlich dem starken Wettbewerb um Nordafrika mit den Schwarzmeer-Herkünften geschuldet. Zusätzlich erhöhte Strategie Grains die Schätzung der Drittlandsimporte um 500.000 Tonnen auf 3,6 Mio. Tonnen aufgrund der in den letzten Wochen gestiegenen Wettbewerbsfähigkeit von Weizen ukrainischer Herkunft. Quelle: Reuters

15.10.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe und Aussichten auf Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Verlusten schließen. Auch die von trockenem Wetter betroffenen Gebiete in der Ukraine und Russland erwarten in den nächsten Tagen dringend benötigte Niederschläge. Verluste beim Soja- und Maiskomplex übten zudem Druck aus. Kursstützend wirkte sich der Anstieg des Euro zum US-Dollar aus, der zu einer etwas besseren Wettbewerbsfähigkeit beim US-Weizen am Weltmarkt führt. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 5.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde minimal fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen nach. Ägyptens GASC schrieb gestern nach Handelsschluss einen Tender zum Kauf einer unspezifizierten Menge Weizen diverser optionaler Herkünfte aus.

15.10.2015 Südkoreas KOCOPIA sucht Mais
Südkoreas Korea Corn Processing Industry Association(KOCOPIA) hat einen internationalen Tender zum Kauf von 165.000 Tonnen Mais ausgeschrieben:
Tonnen / Herkunft / Ankunftshafen
55,000 Tonnen /U.S No. 2 / Feb. 1, 2016 /Incheon/Kunsan
55,000 Tonnen /Argentina oder Brazil / Feb. 1, 2016 /Incheon/Kunsan
55,000 Tonnen /Worldwide /Feb. 1, 2016 /Incheon/Kunsan
Quelle: Reuters
14.10.2015 Trockenheit in der Ukraine:

Die Farmer in der Ukraine befinden sich derzeit in einer ähnlichen Situation, wie im Vorjahr. Die Böden sind zu trocken. Das ist noch kein allzu großes Problem für die Erträge, in einigen Regionen werden aber weniger Flächen mit Wintergetreide bestellt, sodass die ukrainische Getreideernte 2016 kleiner ausfallen dürfte. Die Trockenheit ist im Vergleich zum ebenfalls trockenen Herbst 2014 jetzt schlimmer.
Bis zum April 2015 waren die Böden wieder mit durchschnittlichen Niederschlägen versorgt, sodass dann das Sommergetreide unter optimalen Bedingungen gesät werden konnte. Jetzt im Oktober registriert man in der Ukraine die trockensten Böden seit 30 Jahren. Die Bodenfeuchte in der Ukraine soll 20 % unter dem 20-Jahres-Mittel liegen, nachdem der August Knochentrocken war.
Die derzeitigen Bedingungen erinnern an die Jahre 2010 bis 2012. In 2012 war die ukrainische Weizenernte 10 % schwächer als im Durchschnitt der Jahre. Vorteilhaft war das Wetter im September. Die Temperaturen waren hoch und die Böden befahrbar, sodass die Feldbestellung zügig vorankam. Die Saat entwickelt sich vor der Winterruhe gut.
Die Rapssaat wurde aber zum ersten Opfer der Trockenheit. Es wurde 40 % weniger Winterraps bestellt. Mit 500.000 Hektar wäre das die kleinste Anbaufläche seit zehn Jahren. Weizen- und Gerstenaussaat liegt ebenfalls hinter den der vorherigen Jahre zurück. Rund 1 Mio. Hektar weniger Weizen wurden bestellt.
Es ist also sehr unwahrscheinlich, dass die Ukraine die Ernteergebnisse dieses Jahres auch in 2016 erreichen, denn die Zeit spielt gegen die Anbaupläne. Der staatliche ukrainische Wetterdienst warnte bereits vor einem Flächenrückgang für den Getreideanbau von 30 %. Je nachdem wie das Wetter im Frühjahr mitspielt werden die Flächen dann mit Mais bestellt. Sommergerste und Sommerweizen haben in der Regel ein zu geringes Ertragspotential in der Ukraine.

14.10.2015 Getreidemail

Trockene Wetterbedingungen in einigen Teilen der Schwarzmeer-Region und in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, ein schwächerer US-Dollar zum Euro, technische Käufe sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit nur 290.717 Tonnen Weizen unter den Markterwartungen von 500.000-625.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde minimal schwächer. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nur bedingt von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse der alten Ernte legten leicht zu. Die Termine der neuen Ernte schlossen jedoch mit roten Vorzeichen. Marokko, traditioneller Käufer von französischem Weizen, hat seine Importsteuer auf Weizen zum 1. November von 75% auf 50% reduziert, um eine ausreichende Versorgung für den Binnenmarkt zu gewährleisten.

 

14.10.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 11.10.15 42% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 27%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 23%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 43%. Quelle: Reuters

14.10.2015 Mais gibt Gewinne ab

Die Kurse des CBoT-Maisfutures geben heute Morgen wieder einiges von den kräftigen Gewinnen von gestern ab, weil die Ernte in den USA zügig voranschreiet. Zuvor hatten sich die Analysten Sorgen über zu trockenen Bedingungen im Schwarzmeerraum gemacht, die auch noch die laufende Maisernte betreffen. Die Vegetationsperiode muss aber weltweit als sehr gut bezeichnet werden.
In den USA ist die Maisernte zu 42 % eingefahren, ähnlich weit, wie im fünf-Jahres-Mittel (43%); letzte Woche waren es erst 27 %., so das USDA gestern.

14.10.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

13.10.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie Verluste beim Mais ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen.
Saudi Arabien hat 740.000 Tonnen Hartweizen im Rahmen einer internationalen Tenderausschreibung gekauft. Gesucht wurde Weizen diverser optionaler Herkünfte (Sellers Option) mit einem Proteingehalt von 12,5%. Händler glauben, dass Weizen europäischer Herkunft die besten Chancen hat. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT-Weizen auf nahezu unverändertem Niveau. Zur Stunde handelt die eCBoT minimal schwächer. An der Euronext in Paris erlebten die Weizenfutures einen relativ ruhigen Tag und schlossen uneinheitlich. Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Weizenernte um 200.000 Tonnen auf ein Rekordvolumen von 41 Mio. Tonnen erhöht und läge damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. China belässt den Auszahlungspreis beim Kauf von Weizen für die staatlichen Reserven für das kommende Jahr 2016 auf unverändertem Niveau zum Vorjahr.

13.10.2015 Südkorea sucht 207.000 Tonnen Mais
Südkoreas größter Futtermittelproduzent Nonghyup Feed. Inc. hat einen Tender zum Kauf von insgesamt 207.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft (US No. 3 oder besser)ausgeschrieben:
50.000 - 69.000 Tonnen zur Ankunft am 25. März 16
50.000 - 69.000 Tonnen zur Ankunft am 10. April 16
50.000 - 69.000 Tonnen zur Ankunft am 20. April 16
Die Angebotsfrist endet heute. Quelle: Reuters
12.10.2015 Frankreich reduziert Prognose der französischen Maisernte
Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Maisernte um 400.000 Tonnen auf 13,1 Mo. Tonnen reduziert. Damit liegt sie 27,6% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (18,1 Mio. Tonnen) und 15,8% hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der französischen Weichweizenernte wurde um 200.000 Tonnen auf ein Rekordvolumen von 41 Mio. Tonnen erhöht und liegt damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters
12.10.2015 Trockenes Wetter führt zu Rückgang der Maiseernte 2015 im Schwarzmeer-Raum

Die Maisernte in der Schwarzmeer-Region könnte in diesem Jahr aufgrund der heißen und trockenen Wetterbedingungen, die während der Bestäubungsphase und der Fruchtbildung eintrat, um 9% auf 47 Mio. Tonnen sinken. So eine Einschätzung von Analysten und Funktionären.
Das Analystenhaus UkrAgroConsult schätzt, dass die kleinere Maisernte zu einem Rückgang der Exportkapazitäten 2015/16 in der Region auf 26 Mio. Tonnen führen wird. Im Vergleich dazu wurden im Vermarktungsjahr 2014/15 29,6 Mio. Tonnen Mais exportiert.
Für die Ernte 2016 rechnet die Ukraine aufgrund der gegenwärtig sehr trockenen Wetterbedingungen mit einem Rückgang der Wintergetreideanbaufläche von bis zu 30%.
Die trockenen Wetterbedingungen wirken sich auch negativ auf die Maisproduktion 2015 in Rumänien und Bulgarien aus.
Inoffiziellen Daten des rumänischen Getreidehandelsverbandes wurden in Rumänien bisher über 60% der 2,7 Mio. Hektar Mais geräumt. Die Schätzung der Erntemenge liegt bei rund 9 Mio. Tonnen. 2014 lag die Maisernte bei 11,4 Mio. Tonnen.
Bulgarien hat per Anfang Oktober ca. 50% der Maisflächen geräumt und 1,1 Mio. Tonnen geerntet. Die durchschnittlichen Erträge waren dem bulgarischen Landwirtschaftsministerium zufolge über 30% niedriger, als im Vorjahr. Bulgarien hat 2014 3,14 Mio. Tonnen Mais geerntet.
Russland rechnet mit einer Rekord-Maisernte von 12 Mio. Tonnen aufgrund einer größeren Aussaatfläche und höherer Erträge in den zentralen Ernteregionen. Bisher wurden 5,9 Mio. Tonnen Mais auf 43% der Flächen mit durchschnittlichen Erträgen von 5,04 Tonnen/Hektar geerntet. Im vergangenen Jahr wurden zur selben Zeit 5,8 Mio. Tonnen Mais geerntet mit durchschnittlichen Erträgen von 4,61 Tonnen/Hektar. Die gesamte Maisernte 2014 belief sich auf 11,3 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

11.10.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
 
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 29.09. - 06.10. um 7.555 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 7.144 Kontrakte. 11.949 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält damit die Gruppe der institutionellen Anleger per 06.10.15. In der Vorwoche waren es 26.648 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 16.891 Kontrakte erhöht, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 33.425 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 50.316 Kontrakte auf 117.729 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 3.255 Lots. Sie reduzierten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 8.086 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 11.341 Lots auf 19.156 Lots reduziert.
09.10.2015 Israelische Käufergruppe kaufte 102.000 Tonnen Mais & 40.000 Tonnen Futterweizen
Eine israelische Käufergruppe kaufte gestern 102.000 Tonnen Mais  und 40.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens. Das meldeten Händler am heutigen Freitag. Das Getreide stammt wahrscheinlich aus der Schwarmeer-Region. Der Käufer hat allerdings die Möglichkeit der Wahl der Herkunft, so Händler.
Der Mais Kauf besteht aus:
27.000 Tonnen zur Versendung zwischen dem 25. November und dem 15. Dezember. Preis: $177,10/Tonne c&f.
45.000 Tonnen zur Versendung zwischen dem 20. Dezember und dem 15. Januar. Preis: $177,90/Tonne c&f.
30.000 Tonnen zur Versendung zwischen dem 20. Januar und dem 10. Februar. Preis: $181,95/Tonne c&f.
Der Weizenkauf besteht aus:
15.000 Tonnen zur Versendung zwischen dem 20. November und dem 10. Dezember. Preis: $187,89/Tonne c&f.
25.000 Tonnen zur Versendung zwischen dem 20. Dezember und dem 10. Januar. Preis: $190,25/Tonne c&f. Quelle: Reuters
09.10.2015 Brasiliens Conab prognostiziert Rekord-Sojaernte

Brasiliens regierungseigene Versorgungsagentur Conab prognostiziert aufgrund der Ausweitung der brasilianischen Sojaanbaufläche eine Rekord-Sojaernte 2015/16 zwischen 100,1 und 101,9 Mio. Tonnen. Das Vorjahresergebnis lag bei 96,2 Mio. Tonnen.
Die gesamte Maisernte wird in einer Spanne von 82,6 Mio. Tonnen – 86,6 Mio. Tonnen geschätzt und läge damit niedriger, als die Vorjahresernte (85,5 Mio. Tonnen). Die erste der zwei Maisernten 2015 wird von Conab auf 28-29 Mio. Tonnen taxiert. Quelle: Reuters

09.10.2015 Ukraine: Wintergetreideanbaufläche aufgrund der Trockenheit bis zu 30% geringer

Die Anbaufläche für Wintergetreide in der Ukraine könnte in diesem Jahr aufgrund der sehr trockenenen Wetterbedingungen bis zu 30% geringer ausfallen. Der Mangel an Regen im August bis Oktober könnte dazu führen, dass Landwirte einige Flächen erst im kommenden Frühjahr mit Mais und Sonnenblumen bestellen, statt mit Wintergetreide, so Tetyana Adamenko, Leiterin der Landwirtschaftsabteilung des staatlichen ukrainischen Wetterdienstes. Quelle: Reuters

09.10.2015 Frankreich: 22% der Maisbestände sind geräumt
Frankreichs Landwirte haben per 5. Oktober 22% der Maisbestände geerntet (Vorwoche: 9%). Im vergangenen Jahr zur selben Zeit lag der Erntefortschritt bei 6%.
In dem wöchentlich erscheinenden Erntefortschritts-Bericht wurde außerdem gemeldet, dass 23% der für die Winterweizenaussaat geplanten Flächen bestellt sind (Vorwoche: 3%). Im vergangenen Jahr lag der Wert zur selben Zeit bei 20%.
Wintergerste wurde per 5. Oktober auf 37% der dafür geplanten Flächen gesät (Vorwoche: 3%; Vergleichswert Vorjahr: 36%). Quelle: Reuters
08.10.2015 Ukraine: Spürbar weniger Maisexporte nach China

Die ukrainischen Maisexporte nach China unter einem in 2012 geschlossen Rahmenvertrag (Kredit gegen Ware – Laufzeit 15 Jahre) dürften in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen, weil in China die Eigenversorgung mit Mais höher ausfällt. Im Vertrag ist geregelt, dass die staatliche ukrainische Firma GPZKU 5 Mio. Tonnen Mais an das chinesische Handelshaus CCEC liefern soll.
In 2014 wurden 2 Mio. Tonnen Mais abgerufen, in 2015 sollte es die gleiche Menge werden. Bis August hatte die Ukraine in 2015 rund 800.000 Tonnen auf diesen Vertrag geliefert. Wie viel im September und bisher im Oktober verladen wurden, wurde noch nicht bekannt gemacht. Bis zum Jahresende sollen wohl noch 150.000 Tonnen abgerufen werden.
Die Ukraine hat bereits im September darum gebeten, den Vertrag zu ändern damit man mehr Flexibilität hätte. Peking hat nämlich die Wahl, die gesamte Jahresmenge abzurufen. Die Ukraine fürchtet, dass Chinas Wirtschafprobleme den Vertrag beeinträchtigen. Deshalb möchte die Ukraine die nicht abgerufene Menge an andere Kunden – wohl in Nordafrika oder dem Mittleren Osten - umdirigieren.
Die Ukraine erwartet in diesem Jahr eine Maisernte von 22-23 Mio. Tonnen, davon sollen 16 Mio. Tonnen in der Vermarktungsperiode 2015/16 exportiert werden. Quelle: Reuters

08.10.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 185.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 1,805 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,387 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 32.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 483.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 598.000 Tonnen).
08.10.2015 AMIS Market Monitor No. 32 / Oktober 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 8. Oktober finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 5. November 2015

08.10.2015 U.S. Maisernte nun doch größer als erwartet?

Nach dem stetigen Kursanstieg seit Anfang September kam es in der Haupthandelszeit gestern an der CBoT zu Gewinnmitnahmen. Eine beinahe-Rekordernte beim Mais überflutet den U.S. Markt obwohl es zuvor noch hieß, dass das USDA am Freitag seine Ertragsschätzung von September reduzieren werde. Diese Erwartungen haben auch die Experten, die von Reuters befragt wurden aber die Spekulation hebt sich durch die rasch voranschreitende große Ernte auf, die Grund dafür bietet, dass die Erträge doch besser als erwartet sind.

07.10.2015 Ukraine erlaubt den Export von 16,5 Mio. Tonnen Weizen in 2015/16

Die Ukraine, einer der größten Getreideproduzenten und –Exporteure der Welt, erlaubt den Händlern den Export von 16,5 Mio. Tonnen Weizen in der laufenden Vermarktungssaison. Darin enthalten sind 7,8 Mio. Tonnen Futterweizen. Darauf hatten sich Branchenvertreter mit der Regierung in dieser Woche geeinigt.

Darüber hinaus werde den Händlern erlaubt, 16 Mio. Tonnen Mais und 3,8 Mio. Tonnen Gerste zu exportieren. Quelle: Reuters

07.10.2015 Getreidemail

Technische Käufe, ein schwächerer US-Dollar gegenüber dem Euro, Kursgewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie positive Vorgaben vom Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Händler beobachten genauestens die Niederschläge in den maßgeblichen Weizenanbauregionen der Welt. Am Schwarzen Meer und in den USA ist es für die junge Saat zu trocken. Ost-Australien erwartet wegen dem Wetterphänomen El Nino bis zum Jahresende eine große Trockenheit und Hitze. Die staatliche Getreideagentur Algeriens OAIC hat eine Ausschreibung zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft zur Lieferung im November und Dezember aufgelegt. Frankreich gehört zum engeren Kreis der möglichen Lieferanten.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde unverändert.
Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen gut zulegen.

07.10.2015 Kurse der Weizen- und Maisfutures streben weiter nach oben

Die Kurse des CBoT-Maisfutures steigen nun bereits zum fünften Mal in Folge und erreichen damit ein 8-Wochen-Hoch. Die Börsenhändler gehen mehrheitlich davon aus, dass der USDA-Report am Freitag kleinere Maiserträge schätzen wird.
Auch die Kurse der CBoT-Weizenfutures haben sich seit Anfang September kontinuierlich befestigt. Sie werden unterstützt durch Meldungen über Trockenheit in den USA und der Schwarzmeer-Region. Die Wetteraussichten geben auch noch keine Entwarnung. Für eine gute Ernte in 2016 sind das keine guten Voraussetzungen. In der Schwarzmeer-Region kann es auch bald zu kalt werden und die junge Saat geht dann geschwächt in die Winterruhe.
In Australien erwarten die Experten, dass die Getreide- und Milchproduktion im Osten des Kontinents unter den Auswirkungen des El Nino leiden werden. Die Schätzungen für Weizen werden bereits zurück genommen. Niederschläge werden bis zum Jahresende drastisch unter den jährlich üblichem Umfang bleiben, sagen die Meteorologen.

06.10.2015 Ukraine: 16,5 Mio. Tonnen Weizen im Vermarktungsjahr 2015/16 für den Export

Die Ukraine erlaubt den Export von 16,5 Mio. Tonnen Weizen im Vermarktungsjahr 2015/16. 7,8 Mio. Tonnen entfallen dabei auf Futterweizen. Weiterhin können 16 Mio. Tonnen Mais und 3,8 Mio. Tonnen Gerste exportiert werden. Quelle: Reuters

06.10.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 04.10.15 27% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 18%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 16%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 32%. Quelle: Reuters

06.10.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

06.10.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 557.109 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 450.000-650.000 Tonnen. Der Irak hat einen internationalen Tender zum Kauf von mindestens 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft (USA, Kanada, Australien oder Russland) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 18. Oktober. Russlands führendes Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2015 um 1 Mio. Tonnen auf 103 Mio. Tonnen reduziert.
Die e-CBoT handelt zur Stunde minimal fester.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den positiven Vorgaben aus Übersee folgen und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen Gewinne.

05.10.2015 Russlands IKAR reduziert Prognose der Getreideernte um 1 Mio. Tonnen
Russlands führendes Agrarberatungsunternehmen IKAR hat seine Prognose der russischen Getreideernte 2015 um 1 Mio. Tonnen auf 103 Mio. Tonnen reduziert.
Die Prognose der Weizenernte wurde von 60,8 Mio. Tonnen auf 60,0 Mio. Tonnen reduziert. Ebenfalls reduziert wurden die Prognosen der russischen Gerste-Ernte (von 17,1 Mio. Tonnen auf 16,8 Mio. Tonnen) und der russischen Maisernte (von 13,2 Mio. Tonnen auf 13,1 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
05.10.2015 Mehrheit der EU-Mitglieder wollen keinen GMO-Anbau

19 EU-Mitgliedsstaaten haben bei der EU-Kommission die opt-out-Regel für GMO-Pflanzen beantragt. Sie erlauben auf ihrem Territorium keinen Anbau von genetisch veränderten Organismen. Ein EU-Gesetz, das im März diesen Jahres verabschiedet wurde, erlaubt generell den GMO-Anbau in der EU, die 28 Mitgliedsstaaten konnten sich aber bis zum 3. Oktober ihre Territorium von dieser Regelung ausnehmen (opt-out).
Obwohl GMO-Pflanzen in Amerika und Asien bereits weit verbreitet sind, lehnen große Teile der Bevölkerung in der EU genetisch veränderte Pflanzen ab, da sie einen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt befürchten.
Zurzeit hat die EU-Kommission lediglich den GMO-Mais MON 810 von Monsanto zum kommerziellen Anbau in der EU freigegeben. Für acht weitere Sorten ist ein Antrag auf Zulassung gestellt aber noch nicht entschieden. Die Entscheidung der 19 Mitgliedsländer für ihr opt-out wurde den Züchterhäusern mitgeteilt und diese haben nun einen Monat Zeit, darauf zu reagieren. Die EU-kommission ist für die Zulassung verantwortlich, die Züchterhäuser müssen aber über die Ausnahmen informiert werden. Monsanto hat den ersten Ländern bereits eine Bestätigung geschickt.
Das EU Gesetz wird von beiden Seiten kritisiert. Die Industrie beklagt, dass der freie Warenverkehr, den sich die EU auf die Fahnen geschrieben hat, unterlaufen wird. Umweltorganisationen sagen, dass opt-out ein fauler Kompromiss sei, der den Züchtern noch eine Chance auf dem Klageweg ermöglicht.
Ein Kommissionsprecher sagte, dass die hohe Anzahl der opt-out Anträge zeige, dass das Gesetz den nötigen Rahmen für ein komplexes Problem bietet. Die 19 Länder sind: Österreich, Belgien (für Wallonien), Großbritannien (für Schottland, Wales und Nordirland), Bulgarien, Kroatien, Zypern, Dänemark, Frankreich, Deutschland (mit Ausnahme für die Forschung), Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Lettland, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen und Slowenien.

04.10.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 22.09. - 29.09. um 1.793 Kontrakte. Sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch ihre Short-Positionen um 10.510 Kontrakte. 26.648 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 29.09.15. In der Vorwoche waren es 35.365 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 2.204 Kontrakte erhöht, aber auch die Short-Positionen wurden um 1.416 Kontrakte erhöht. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 788 Kontrakte auf 67.413 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 2.025 Lots. Sie reduzierten jedoch gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 17.828 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 15.803 Lots auf 30.497 Lots reduziert.
02.10.2015 Informa erhöht Prognose der US-Maisernte 2015
Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US-Maisernte 2015 und der US-Sojabohnenernte 2015 erhöht. Das melden nicht näher benannte Quellen.  Informa schätzt die US-Maisproduktion auf 13,561 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 168,4 Bushel per Acre (BPA). Sie liegt damit oberhalb der Prognose aus September 15, die bei 13,487 Mrd. Bushel und durchschnittlichen Erträgen von 167,5 BPA lag.
Die Prognose der US-Sojabohnenernte liegt bei 3,878 Mrd. Bushel mit durchschnittlichen Erträgen von 47,2 BPA (September: 3,870 Mrd. Bushel, 47,1 BPA). Informa selbst hat diese Zahlen noch nicht bestätigt.
Das US-Landwirtschaftsministerium liegt mit seiner letzten Prognose bei einer US-Maisernte von 13,585 Mrd. Bushel (167,5 BPA) und bei einer US-Sojabohnenernte von 3,935 Mrd. Bushel (47,1 BPA) Quelle: Reuters
02.10.2015 El Nino: Afrikas Ernten und Volkswirtschaften in Gefahr

Südafrikas Farmer befürchten, dass das Wetterphänomen El Nino ein weiteres Jahr mit Trockenheit bringt und eine weitere Missernte beim Mais zur Folge hat. Sie haben bereits jetzt ein großes Problem mit den niedrigen Preisen, die durch eine schwächere chinesische Nachfrage unter Druck geraten sind. Im Osten des schwarzen Kontinents in Kenia könnte El Nino allerdings zu viel Regen mit Überflutungen bringen.
Weltweit leiden 10 Mio. Menschen Hunger, die meisten davon leben in Afrika. Das knappe Nahrungsangebot dort wird verursacht durch Trockenheit und ungewöhnlich ergiebige Regenfälle. El Nino hat seinen Namen dadurch, dass peruanische Fischer alle paar Jahre, immer um die Weihnachtszeit, feststellen, dass sich die Wasseroberfläche im Pazifik außerordentlich stark erwärmt. Das hat zur Folge, dass es in einigen Teilen auf der Welt zu heiß und zu trocken wird, während es in anderen Teilen zu viel regnet.
Für Südafrika, dem Maisproduzenten des bedeutendsten Grundnahrungsmittels der Armen, bedeutet das im dortigen Sommer ein zweites Jahr mit großer Trockenheit. Wegen hoher Preise für weißen Mais, der für die menschliche Ernährung wichtig ist, stieg die Inflationsrate im Juli bereits auf 5 %. Ein weiteres Jahr mit einer knappen Versorgung dürfte die Lebensmittelpreise weiter steigen lassen. Auch die Zuckerproduktion soll nach Angaben des Verbands der Zuckerbauern von 17,7 Mio. Tonnen in 2014/15 auf 14,9 Mio. Tonnen in 2015/16 sinken. Die Zitrus-Produzenten in der nördlichen Limpopo-Region, weltweit die größten Zitrusexporteure, dürfen ein Drittel der Flächen aufgrund von Wasserknappheit nicht mehr beregnen.
Im Nachbarland Simbabwe reduzierte die Trockenheit in diesem Jahr die Maisernte um 50 % auf 742.000 Tonnen, so eine UN-Hilfsorganisation. 1,5 Mio. Menschen in Simbabwe sind ab kommenden März auf internationale Lebensmittelhilfen angewiesen. In den Stauseen ist der Wasserspiegel so sehr gesunken, dass der Energielieferant statt 750 MW nur noch 475 MW abgibt, sodass in der Kupfermine in Sambia die Erzförderung reduziert werden muss. Es handelt sich um den zweitgrößten Anbieter von Kupfer Afrikas.
In Afrikas größter Volkswirtschaft Kenia sieht es anders aus. Im Osten des Kontinents bringt ein El Nino mehr Regen als üblich. Dort könnte die Folge sein, dass der Krankheitsdruck auf die Pflanzen zunimmt und deshalb Ernteverluste auftreten. Bei den letzten großen El Ninos der Jahre 1997/98 und 2006/07 starben viele Menschen, Ernten und Vieh und wurden vernichtet und eine Hunger- und Krankheitskrise brach aus.

02.10.2015 Statistics Canada: Weizenproduktion 2015 um 11,4% niedriger als im Vorjahr
Die heute veröffentliche Schätzung von Statistik Canada, die auf eine Umfrage unter 9.300 kanadischen Landwirten basiert, ergab folgende Erkenntnisse:

Produktionsmengen 2015
Gesamte Weizenproduktion: 26,061 Mio. Tonnen (-11,4% zum Vorjahr)
Sommerweizen: 19,054 Mio. Tonnen (-10,5% zum Vorjahr)
Winterweizen: 2,263 Mio. Tonnen (-22,7% zum Vorjahr)
Durumweizen: 4,744 Mio. Tonnen (-8,6% zum Vorjahr)
Gerste: 7,610 Mio. Tonnen (+6,9% zum Vorjahr)
Canola: 14,297 Mio. Tonnen (-12,9% zum Vorjahr)
Mais: 12,204 Mio. Tonnen (+6,2% zum Vorjahr)
Hafer: 3,292 Mio. Tonnen (+10,5% zum Vorjahr)
Sojabohnen: 5,928 Mio. Tonnen (-2% zum Vorjahr)
Quelle: Reuters
02.10.2015 Ukraine: Per 30. September wurden 41,3 Mio. Tonnen Getreide gedroschen
In der Ukraine wurden per 30. September 41,3 Mio. Tonnen Getreide auf 11 Mio. Hektar geerntet, mit Durchschnittserträgen von 36,6 Zentner/Hektar, so Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko. Die Progoose der gesamten ukrainischen Getreideanbaufläche liegt bei 14,6 Mio. Hektar. Angaben des Ministers zufolge wurden bisher 3,7 Mio. Tonnen Mais auf 20% der geschätzten Anbaufläche geerntet. Die Erträge des Vorjahres (45 Zentner/Hektar) werden wohl nicht erreicht, denn einige Anbauregionen waren im Sommer von Trockenheit betroffen. Die Verluste durch Trockenheit könnten 10%-25% betragen, so Pavlenko.
Das Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der ukrainischen Getreideernte 2015/16 auf 58-60 Mio. Tonnen belassen. Seit Beginn des Vermarktungsjahres wurden 9,868 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Quelle: Reuters 
02.10.2015 Frankreichs Maisernte läuft an

Die französische Maisernte war am 28. September zu 9 % abgeschlossen, in der Vorwoche waren es 4 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist man 2 % weiter.
In einem wöchentlichen Erntefortschrittsbericht wird zudem mitgeteilt, dass bis letzten Montag 3 % der geplanten Winterweizenfläche bestellt war. Auch die Wintergerstenaussaat ist bei 3 %.

01.10.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 80.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 28.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,62 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,362 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 451.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 531.000 Tonnen).
01.10.2015 Ukraine exportierte bereits 9,8 Mio. Tonnen Getreide

Die Ukraine hat in den ersten 3 Monaten des Vermarktungsjahres 2015/16 9,8 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Die Menge beinhaltet Exporte von 1,4 Mio. Tonnen Mais, 5,5 Mio. Tonnen Weizen und 2,9 Mio. Tonnen Gerste. Weitere 427.000 Tonnen wurden bereits verladen, jedoch noch nicht versendet. Landwirtschaftsminister Oleksiy  Pavlenko sagte, die Ukraine könnte in diesem Jahr 59,5 Mio. Tonnen Getreide ernten und über 36 Mio. Tonnen Getreide exportieren. 2014 wurde die Rekordmenge von 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet und über 35 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Quelle: Reuters

01.10.2015 Russland: Erhöhung der Getreidepreise für Interventionskäufe vorgeschlagen
Russlands Landwirtschaftsminister Alexander Tkachev hat seiner Regierung vorgeschlagen, den durchschnittlichen Preis für Getreide, das zur Aufstockung der staatlichen Reserven gekauft wird, auf durchschnittlich 1.000 Rubel zu erhöhen.
Die aktuellen Preise in Rubel lauten wie folgt:
Europäischer Teil Russlands:
Weizen Klasse 3: 9.700
Weizen Klasse 4:8.900
Weizen Klasse 5:8.600
Mahlroggen: 6.400
Futtergerste: 6.500
Mais Klasse 3: 6.900
Asiatischer Teil Russlands:
Weizen Klasse 3: 9.500
Weizen Klasse 4:8.700
Weizen Klasse 5:8.400
Mahlroggen: 6.400
Futtergerste: 6.500
Mais Klasse 3: 6.900
$1 = 65,224 Rubel
Quelle: Reuters
01.10.2015 U.S. Mais: größter September-Bestand seit 9 Jahren

Die Kurse der CBoT-Maisfutures stehen seit zwei Tagen unter Druck, da direkt aus einer beinahe Rekordernte in den USA ein großes Angebot auf den Markt drängt. In ihrem gestrigen Quartalsbericht hatte das USDA zwar ihre Hochrechnung der Endbestände geringfügig verringert, das Angebot bleibt aber groß. Während die Nachfrage aus dem Ausland als sehr gut bezeichnet wird, bleibt die Inlandsnachfrage schwach.
Die Maisbestände der USA am 1. September wurden auf 1,731 Mrd. Buschel geschätzt, das ist der größte September-Bestand seit neun Jahren und 41 % größer als vor einem Jahr. Fondsgesellschaften verkauften gestern 8.000 Lots Maisfutures.
Die wöchentlichen Ethanol-Zahlen in den USA wurden durch den Maismarkt gestützt. Die Ethanolproduktion stieg in der letzten Woche um 7 % auf 277 Mio. Gallonen. Die Ethanolbestände in den großen Verbraucherregionen im Osten und im Westen der USA fielen. Der Preis stieg um 0,1 Cent leicht an.

30.09.2015 China bestätigt feste Importquoten

Die chinesische Regierung hat für 2016 feste Importquoten für Weizen, Mais, Reis und Baumwolle festgelegt, die auf  Niveau des laufenden Jahres liegen. Die Quote für Weizen liegt bei 9,636 Mio. Tonnen, für Mais liegt sie bei 7,2 Mio. Tonnen, für Reis liegt sie bei 5,32 Mio. Tonnen und für Baumwolle sind es 894.000 Tonnen. Darüber informierte die National Development an Reform Commission (NDRC) am heutigen Mittwoch.

30.09.2015 Europäische Kommission erhöht Prognose der EU-Weizenernte

Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der diesjährigen Weizenernte in der Europäischen Union von 140,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 144,6 Mio. Tonnen erhöht. Damit nähert sie sich der Rekordernte 2014 an, die bei 148,7 Mio. Tonnen lag. Reduziert wurde die Prognose der EU Maisernte von 58,7 Mio. Tonnen auf 58,4 Tonnen Mio. Tonnen sowie die Prognose der EU-Gersten-Ernte von 57,2 Mio. Tonnen auf 59 Mio. Tonnen. Bei den Ölsaaten wurde die Prognose der Rapssaat-Ernte von 20,8 Mio. Tonnen auf 21,1 Mio. Tonnen erhöht. Sie läge damit weiter hinter Ergebnis 2014 von 24,3 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

30.09.2015 China: Senkung der Maispreise soll Verarbeiter unterstützen

China plant, den Auszahlungspreis von Mais zum Aufbau staatlicher Reserven im Wirtschaftsjahr 2015/16 ab November um bis zu 10% senken. Die Regierung beabsichtigt so, verlustschreibende chinesische Verarbeitungsunternehmen zu unterstützten um Produktionskapazitäten zu erhalten und auszubauen. Aufgrund der in den letzten Jahren hohen Weltmarktpreise für Mais und der lahmenden chinesischen Wirtschaft wurden einige große Unternehmen wie u.a. der größte asiatische Mais-Verarbeiter Global Bio-Chem hart getroffen. Quelle: Reuters

29.09.2015 Getreidemail

Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex, schwache Finanzmärkte sowie technische Verkäufe nach dem Erreichen eines 1-Monats-Hoch ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Export-Inspektions lagen mit 604.918 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 350.000 - 550.000 Tonnen. Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 27.09.15 31% der geplanten Flächen für die US-Winterweizenaussaat zur Ernte 2016 bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 19%. Instititutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 CBoT Weizenkontrakte.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen auf nahezu unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris mussten die Weizenfutures ihre Anfangsgewinne wieder abgegen und folgten den schwachen Vorgaben aus Übersee in den negativen Bereich. Gute Aussaatbedingungen in Teilen Frankreichs ermöglichen den Start der dortigen Winterweizenaussaat.

29.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 27.09.15 18% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 10%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 11%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 23%. Quelle: Reuters

29.09.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

28.09.2015 Mais: Chinas Interventionsverkäufe erreichen Tiefpunkt

In der letzten wöchentlichen Versteigerung von Mais aus den Chinas staatlichen Lägern wurden lediglich 53.861 Tonnen oder 0,7 % der offerierten 5,4 Mio. Tonnen Mais zu einem Preis von 2.271 Yuan/Tonnen verkauft. Grund dafür ist die angekündigte Absenkung des Interventions-Mindestpreises, der ab dem 1. Oktober gelten soll.
In der Vorwoche wurden noch 119.301 Tonnen zu einem Durchschnittspreis von 2.302 Yuan/Tonne verladen. Die chinesischen Terminmarktpreise für Mais fielen auf den tiefsten Stand seit fünf Jahren, weil man davon ausgeht, dass das Angebot am Markt reichlich bleiben werde, da der staatliche Aufkauf kleiner ausfallen dürfte. Der Interventionspreis für die Ernte 2015/16 wird zum ersten Mal seit 2008 um 10 % gekürzt.
In der nun zu Ende gehenden Vermarktungsperiode hat China bisher insgesamt 4,03 Mio. Tonnen Mais aus dem staatseigenen Vorräten verkaufen können. Das sind lediglich 3,9 % der offerierten Menge. Bereits seit April waren die Verkäufe stark rückläufig, da die Futtermittelhersteller sich aus preisgünstigeren internationalen Herkünften Mais und Substitute wie DDGs, Gerste und Maniok bedient hatten. Diese Importe erreichten in den ersten acht Monates des Jahres neue Rekordhöhen.

28.09.2015 Südafrika: Mais Bestände und Exporte

Südafrikas Mais Exporte lagen per Ende August bei 270.858 Tonnen. Die Maisbestände erreichten per Ende August 6,798 Mio. Tonnen versus 7,181 Mio. Tonnen per Ende Juli. Sie setzen sich zusammen aus 3,678 Mio. Tonnen White Maize und 3,120 Mio. Tonnen Yellow Maize. Quelle: Reuters

28.09.2015 Ukraine: Getreideexporte erreichen bisher 8,9 Mio. Tonnen
Die Ukranine hat im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 (Juli-Juni) 8,86 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Das teilte das Landwirtschaftsministerium mit. Die Menge teilt sich auf in 1,4 Mio. Tonnen Mais, 4,8 Mio Tonnen Weizen und 2,7 Mio. Tonnen Gerste. Zusätzliche 344.000 Tonnen Getreide wurden bereits in Schiffe verladen, befinden sich jedoch noch in ukrainischen Häfen und sollen in den nächsten Tagen versendet werden.
Vergleichszahlen wurden nicht mitgeteilt.
Landwirtschachtsminister Oleksiy Pavlenko teilte mit, dass die Ukraine in diesem Jahr 59,5 Mio. Tonnen Getreide ernten könnte. Über 36 Mio. Tonnen Getreide könnten exportiert werden. Quelle: Reuters
28.09.2015 Getreidemail

Trockene Wetterbedingungen in Russland, der Ukraine und Australien, charttechnische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Südkoreas Flour Mills Corp. (KFMC) hat 23.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten gekauft.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde mit weiteren Aufschlägen.
An der Euronext in Paris konnten die Weizennotierungen am Freitag vom schwächeren Euro und den guten Vorgaben aus Übersee profitieren. Dabei erreichte der Frontmonat Dezember im Handelsverlauf mit über 176 Euro/Tonne ein neues 1-Monats-Hoch. Der europäische Getreidehandelsverband Coceral  hat seine Quartalsprognose der EU Weichweizenernte 2015 aufgrund sehr guter Erträge von 140,6 Mio. Tonnen auf 148,2 Mio. Tonnen erhöht.

27.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger(CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 15.09. - 22.09. um 1.521 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 2.496 Kontrakte. 35.365 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 22.09.15. In der Vorwoche waren es 39.635 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 177 Kontrakte reduziert und die Short-Positionen um 2.944 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 3.171 Kontrakte auf 66.625 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen reduzierten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.995 Lots. Sie erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 19.283 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 21.278 Lots auf 46.300 Lots erhöht.

 

25.09.2015 IGC prognostiziert zweithöchsten Getreidekonsum aller Zeiten

Die globale Getreideversorgung inklusive der Getreidebestände wird nach einer Einschätzung des International Grain Council (IGC) von gestern zum Ende dieses Jahres auf ein 29-Jahres-Hoch ansteigen. Die Bestände sollen demnach am Ende der Saison um 9 Mio. Tonnen höher ausfallen und dann auf 456 Mio. Tonnen auskommen. Grund dafür sind die guten weltweiten Weizenernten.
Auch die Gerstenernten sind auf einem Rekordniveau; Sorghum- und Haferernten werden ebenfalls hoch eingeschätzt, so die Analyse im monatlichen Update des IGC.
Die weltweite Weizenproduktion in 2015/16 wird mit 727 Mio. Tonnen angegeben, im Vormonat waren 720 Mio. Tonnen geschätzt worden. Die Steigerung kam maßgeblich von der besseren Getreideernte der EU, die nun mit 155,5 Mio. Tonnen einfließen, nach vorher 151,9 Mio. Tonnen.
Chinas Weizenproduktion wurde ebenfalls von 127,5 Mio. Tonnen auf jetzt 129 Mio. Tonnen angehoben. In Russland werden jetzt 60 Mio. Tonnen Weizen erwartet, nach 59 Mio. Tonnen im Vormonat.
Die Schätzung der weltweiten Maisproduktion in 2015/16 wird gegenüber dem Vormonat leicht gesenkt, auf nun 967 Mio. Tonnen und liegt damit deutlich unter der vorherigen Rekordmenge von 1.005 Mio. Tonnen.
Eine Steigerung beim Verbrauch von Mais und Weizen führt nun zu einer Endbestandsteigerung auf 199 Mio. Tonnen, 1 Mio. Tonnen mehr als im Vormonat geschätzt aber immer noch 4 Mio. Tonnen unter der Menge vor einem Jahr. Der geringere Maisbestand wird laut dem IGC dazu führen, dass die Verbraucher zu Alternativen greifen werden, davon wird insbesondere der Weizenverbrauch profitieren, der auf das zweithöchste Niveau aller Zeiten anschwellen wird.
Die Maisernte in der EU wurde auf 57,6 Mio. Tonnen geschätzt, das sind immerhin 18 Mio. Tonnen weniger als im Vorjahr. Hitze und trockenes Wetter hatte hier die Erträge beschränkt.

25.09.2015 Coceral senkt Prognose der EU-Maiserträge 2015

Der europäische Getreidehandelsverband Coceral  hat seine Quartals-Prognose der EU Maisernte 2015 aufgrund der trockenen und heißen Wetterbedingungen, unter denen die Maisbestände in Teilen Europas im Sommer litten, von 65,7 Mio. Tonnen (Juni) auf 59,5 Mio. Tonnen reduziert.  Die Prognose der EU Weichweizenernte wurde aufgrund sehr guter Erträge von 140,6 Mio. Tonnen auf 148,2 Mio. Tonnen erhöht. 

25.09.2015 Frankreich: Heftige Regenfälle bremsen die Maisernte

Der Zustand der Maisbestände in Frankreich hat sich in der Woche bis zum 21. September leicht verbessert. In ihrem wöchentlichen Bericht teilt FranceAgriMer mit, dass nun 56 Prozent der Maisbestände im Land mit „gut bis exzellent“ bewertet sind. 1 Prozent mehr als in der Vorwoche. Aufgrund der starken Regenfälle hat sich der Erntefortschritt jedoch verlangsamt. 4% der Flächen sind geräumt (Vorwoche: 1%). Quelle: Reuters

24.09.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 113.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 66.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,54 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,266 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 423.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 385.000 Tonnen).

24.09.2015 IGC schätzt Welt-Weizenernte höher und Maisernte kleiner

Der International Grain Council IGC hat heute seine Schätzung zur globalen Weizenernte 2015/16 um 7 Mio. Tonnen auf 727 Mio. Tonnen angehoben. Maßgeblich dafür waren höhere Ernteschätzungen für die EU und Russland.
Die Maisproduktion der Welt für 2105/16 wurde hingegen um 1 Mio. Tonnen kleiner geschätzt, da in der EU eine kleinere Ernte erwartet wird. Die Prognose für die Welt-Maisernte liegt jetzt bei 967 Mio. Tonnen.

24.09.2015 China: Mais-Preise auf 5-Jahres-Tief
Heftige Verkaufsaktivitäten bei den Dalian Mais Futures in China führen zu einem deutlichen Kursrückgang bei den dortigen Future-Kontrakten.
Chinas Maisernte, die in diesen Tagen begonnen hat, wird auf Rekordniveau geschätzt. Außerdem plant die chinesische Regierung, den Auszahlungspreis von Mais für die staatlichen Reserven im Wirtschaftsjahr 2015/16 um bis zu 10% senken.
Der Frontmonat der neuen Ernte, Januar 16, fiel auf ein 5-Jahres-Tief von 1.929 Yuan ($302,30) pro Tonne. Der Mai 16 Future erreichte 1.837 Yuan ($287,85). Fondsgesellschaften erwarten, dass die chinesische Regierung in diesem Jahr keine größeren Maisbestände aufbaut. Ein chinesischer Analyst sagte, er halte es für möglich, dass der Mai-Kontrakt auf internationales Preisniveau fällt, sollte sich Chinas Regierung vom aktuelle Maisbeschaffungs-System, das am 30. April 2016 endet, abwenden. Fondsgesellschaften halten eine beachtliche Menge an Short-Positionen auf der Mai-Fälligkeit. Mit 1,83 Mio. Mais-Kontrakten über alle Laufzeiten stieg das Open Interest seit Mitte September um 50%. Der internationale Marktpreis für Mais liegt 500 Yuan (27%) niedriger als der Mai-Future-Kontrakt. Im Vermarktungsjahr 2014/15 hat sich die chinesische Regierung mit 83 Mio. Tonnen Mais bevorratet. Die Lagervorräte belaufen sich kurz vor Beginn der neuen Ernte auf geschätzte 150 Mio. Tonnen.  Quelle: Reuters
24.09.2015 Analystenschätzungen wöchentliche US-Export-Sales
Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Die folgende Grafik zeigt Ihnen, in welcher Spanne Analysten die Verkäufe von US-Weizen, Mais, Sojabohnen, Sojaschrot und Sojaöl einschätzen:
23.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, ein stärkerer US-Dollar gegenüber dem Euro, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Russlands Wirtschaftsministerium hat sich gegen eine mögliche Verringerung der Weizen-Exportsteuer ausgesprochen. Seit Anfang September warten Industrie und Handel darauf, dass es zu einer Reduzierung der Steuer kommt, um den Vorteil des schwachen Rubels nutzen zu können. Das ukrainische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der Getreideernte 2015 um ca. 1% von 60 Mio. Tonnen auf 59,5 Mio. Tonnen reduziert. Institutionelle Anleger beließen ihren Bestand an Netto-Short-Positionen nahezu unverändert.
Die e-CBoT handelt zur Stunde etwas fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures gegen die negativen Vorgaben aus Übersee stellen und auf allen Terminen zulegen. Der Iran hat seine im Juli eingeführten Import-Zölle auf Weizen und Gerste aufgehoben. Für Weizen endete der Importzoll am 6. September, für Gerste am 22. August.

22.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Gewinne beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 604.918 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 400.000 - 600.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 CBoT Weizenkontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen zulegen. Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat in seinem aktuellen Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge 2015 unverändert auf 5,81 Tonnen pro Hektar belassen. Im Vergleich zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%. In Russland stiegen die Weizenpreise in der vergangenen Woche aufgrund der Erwartung, dass die russische Regierung den Zollsatz für Weizenexporte senkt und höhere Preise für die staatlichen Interventionsbestände zahlt.

22.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 20.09.15 10% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 5%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 7%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 15%.

22.09.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

21.09.2015 EU-Crop Monitor erhöht Prognose der EU-Maiserträge 2015 leicht

Der EU-Crop-Monitoring Service EU MARS hat in seinem Bericht vom 21.9. die Prognose der EU Weichweizenernte 2015 unverändert auf 5,81 Tonnen pro Hektar belassen. Im Vergleich zur Ernte 2014 wäre das ein Rückgang um 5,4%. Die Prognose der EU-Mais-Erträge für die Ernte 2015 wurde auf 6,43 Tonnen pro Hektar erhöht (Vormonat: 6,40 Tonnen/Hektar). Zur EU-Maisernte 2014 wäre das ein Rückgang um 20,4%.  Beim Raps wurde die Prognose unverändert auf 3,25 Tonnen/Hektar belassen (-10,2% zum Vorjahr).

21.09.2015 China kauft US-Sojabohnen - Unbekannte Destination kauft US-Mais

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 240.000 Tonnen US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 sowie 487.680 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

21.09.2015 China: DDGS Importe insgesamt rückläufig
Chinas DDGS Importe stiegen im August um 26% im Vergleich zum August 2014. Sie betrugen insgesamt 793.524 Tonnen. Im Vergleich zum Vormonat Juli (1,1 Mio. Tonnen) sanken sie jedoch um 28%. Das belegen Zolldaten.
DDGS (Distillers Grains) ist ein Nebenprodukt bei der auf Mais basierenden Ethanolherstellung. Die chinesischen Importe stammen hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten und dienen der Produktion von Tierfutte.
Die gesamten DDGS-Importe Chinas 2015 liegen bei 3,55 Mio. Tonnen. Im Vergleich zur Vorjahresperiode ist das ein Rückgang um 9,2%. DDGS-Importe entwickeln sich in den kommenden Monaten rückläufig, da chinesische Käufer aufgrund der gefallenen inländischen Sojaschrotpreise derzeit Verluste in Höhe von 200-500 Yuan/Tonne ($31,70 - $78,50) erleiden. Chinas Maisimporte erreichten im August 607.582 Tonnen Quelle: Reuters 
20.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger(CFTC)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 08.09. - 15.09. um 6.779 Kontrakte. Sie reduzierten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 1.299 Kontrakte. 39.382 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 15.09.15. In der Vorwoche waren es 47.460 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 7.253 Kontrakte erhöht und die Short-Positionen um 15.282 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 22.535 Kontrakte auf 69.796 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 1.261 Lots. Sie erhöhten jedoch gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 7.767 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 6.506 Lots auf 25.022 Lots erhöht.
18.09.2015 Brasiliens Sojabohnenernte könnte erstmals über 100 Mio. Tonnen liegen
Brasiliens Sojaernte 2015/16 könnte erstmals die Marke von 100 Mio. Tonnen übertreffen. So lautet die Prognose des Beratungsunternehmens Safras & Mercado. Gegenwärtig liegt sie bei 100,54 Mio. Tonnen versus 99,8 Mio. Tonnen (Juli-Prognose). Begründet wird die Anhebung mit einer Ausweitung der Anbaufläche in einigen Bundesstaaten. 2014/15 wurden in Brasilien 95,5 Mio. Tonnen Soja angebaut.
Die Prognose der brasilianischen Maisernte 2015/16 liegt bei 88,6 Mio. Tonnen versus 86,2 Mio. Tonnen 2014/15.
18.09.2015 China senkt Auszahlungspreis für Mais um 10%

China wird den Preis zum Kauf von Mais für die staatlichen Reserven im Wirtschaftsjahr 2015/16 um bis zu 10% senken. Der Vorschlag, den Preis auf rund 2.000 Yuan ($314) pro Tonne zu senken, muss noch vom Staatsrat genehmigt werden. Das sagte ein Regierungssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Preissenkung könnte nach der Sitzung des Staatsrates, der am heutigen Freitag tagt, bekanntgemacht werden.
China bezahlt seinen Landwirten für die staatliche Bevorratung einen Preis, der über dem Marktpreis liegt, um die ländlichen Einkommen zu stärken. Allerdings fällt es dem Land zunehmen schwer, seine prall gefüllten Bestände aus staatlichen Reserven zu verkaufen. Außerdem wurde so die Einfuhr von Substituten wie Sorgum ungewollt gefördert. Quelle: Reuters

18.09.2015 Zustandsbericht: Französischer Mais leicht verschlechtert gegenüber Vorwoche

Der Zustand der Maispflanzen in Frankreich hat sich in der Woche bis zum 14. September leicht verschlechtert. In ihrem wöchentlichen Fortschrittsbericht teilt FranceAgriMer mit, dass nun 55 Prozent der Maisbestände im Land mit „gut bis exzellent“ bewertet sind. 1 Prozent weniger als in der Vorwoche. Der Wert liegt aber weiter deutlich unter dem Vorjahreswert von 86 Prozent. Allerdings hat sich die Lage im letzten Monat stabilisiert, was darauf hindeutet, dass die Niederschläge im August für eine gewisse Entspannung gesorgt haben.
Die französische Maisernte hat mittlerweile begonnen. 1% der Flächen sind geräumt. Quelle: Reuters

18.09.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, weltweit hohe Weizenbestände, Verluste beim Soja- und Maiskomplex sowie negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den dritten Tag in Folge schwächer schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 377.500 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Das Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weichweizenernte 2015 in der EU im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Mio. Tonnen auf 147,5 Mio. Tonnen erhöht (Vorjahr: 149,3 Mio. Tonnen). Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an CBoT Netto-Short-Positionen beim Weizen um 3.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee recht gut halten und schlossen uneinheitlich. Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 525.000 Tonnen Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte auf insgesamt 4,216 Mio. Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 5,814 Mio. Tonnen).

17.09.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 34.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 29.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,427 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,195 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 357.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 196.000 Tonnen).
17.09.2015 Strategie Grains reduziert Prognose der EU-Maisproduktion 2015

Das französische Agrarberatungsunternehmen Strategie Grains hat erneut und zum dritten Mal infolge seine Prognose der EU-Maisernte 2015 reduziert. Das heiße trockene Wetter im Sommer hat zu Ertragseinbußen in einigen Hauptanbaugebieten geführt. Besonders betroffen waren Länder in Mittel- und Südosteuropa. Die aktuelle Prognose liegt nun bei 57,4 Mio. Tonnen. Das sind 2,3 Mio. Tonnen weniger, als im August geschätzt wurde und 24% unter der Rekordernte 2014, die bei 75,7 Mio. Tonnen lag.
Die Prognose der Weichweizenernte 2015 in der EU hat das Beratungsunternehmen im Vergleich zum Vormonat um 3,5 Mio. Tonnen auf 147,5 Mio. Tonnen erhöht (Vorjahr. 149,3 Mio. Tonnen). Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Weizenexporte 2015/16 von 26,8 Mio. Tonnen (August) auf 27,0 Mio. Tonnen (2014/15: 32,5 Mio. Tonnen).
Deutlich höher als im Vorjahr wird die Mahlweizenproduktion in der EU ausfallen. Sie wird auf 105,5 Mio. Tonnen geschätzt. Das wäre der höchste Wert seit 2007.
Bei der Braugerste wurde die Prognose um 1,6 Mio. Tonnen auf 60,4 Mio. Tonnen erhöht (nahezu unverändert zum Vorjahr). Quelle: Reuters

16.09.2015 Ukraines Getreidernte 2015 aktuell bei 38,3 Mio. Tonnen
Ukrainische Landwirte haben per 15. September 38,3 Mio. Tonnen Getreide auf 10,6 Mio. Hektar (72%) geerntet. Der durchschnittliche Ertrag liegt bei 3,61 Tonnen pro Hektar. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am heutigen Mittwoch mit.
Im vergangenen Jahr wurden zur selben Zeit 37,6 Mio. Tonnen Getreide auf 10,3 Mio. Hektar geerntet. Die Weizen- und Gerste-Ernte ist abgeschlossen. Beim Mais wurden bereits 174.000 Hektar (4%) bzw. 737.000 Tonnen geerntet. Insgesamt liegt die Prognose für die Maisernte 2015 bei 24,5 Mio. Tonnen (2014: 28,5).
Die gesamte Getreideernte 2015 wird vom Landwirtschaftsminister Oleksy Pavlenko auf rund 60 Mio. Tonnen geschätzt. Davon entfallen 24 Mio. Tonnen auf Weizen. 2014 wurden 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Wintergetreide für die Ernte 2016 wurde bisher auf 746.000 Hektar ausgesät. Das sind 10% der geplanten Aussaatfläche. Die gesamte Aussaatfläche für Wintergetreide liegt bei 7,4 Mio. Hektar. Davon entfallen 6,2 Mio. Hektar auf Winterweizen und 1,05 Mio. Hektar auf Wintergerste.
Analysten befürchten jedoch, dass bei weiterhin trockenen Wetterbedingungen die Aussaatfläche für Wintergetreide kleiner ausfallen könnte. Quelle: Reuters
15.09.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Soja-und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Aufschlägen schließen.
Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 647.551 Tonnen Weizen über den Markterwartungen von 325.000 - 475.000 Tonnen.
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.500 CBoT Weizenkontrakte. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den positven Vorgaben aus Übersee und die Kurse konnten auf allen Terminen gut zulegen.
In dieser Woche will die Regierung in Moskau eine Entscheidung darüber treffen, ob der Exportzoll für Weizen reduziert wird. Australiens Statistikamt ABARES schätzt Australiens Weizenexport nun auf 17,53 Mio., 6,5 % mehr als im Juni, nachdem die Ernteschätzung letzte Woche angehoben wurde.

15.09.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 13.09.15 5% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 0%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 4%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 9%. Quelle: Reuters

15.09.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

15.09.2015 CBoT-Mais baut Kurse zum siebten Mal in Folge aus

Nun sind es bereits sieben Handelssitzungen in Folge, in denen die CBoT-Maisfutures fester notieren. Inzwischen ist ein fünf-Wochen-Hoch erreicht, weil das USDA die Ernteprognose der kommenden Wochen verringert hat.
Die Feldbestände werden unverändert zur Vorwoche mit 68 % als „gut bis exzellent“ eingestuft. Damit wird es immer wahrscheinlicher, dass im Oktober-WASDE-Report die Ernte in den USA erneut kleiner einschätzen wird.
In Indien wird die Sommer-Maisernte wegen geringer Monsun-Regenfällen 15 % kleiner ausfallen, sodass anzunehmen ist, dass die Länder in Asien, die ihren Mais bisher aus Indien bezogen haben, nur am üppig versorgten Weltmarkt kaufen werden. In dieser Woche wird eine Delegation aus Taiwan in Washington D.C. erwartet, die die Absicht hat, 5 Mio. Tonnen U.S. Mais und 500.000 Tonnen Mais-Nebenprodukte im Wert von $1,23 Mrd. USD bis 2017 zu kaufen.

14.09.2015 Mais: Indiens kleinere Sommerernte stützt Börsenkurse

Indien erwartet für seinen Sommermais eine um 15 % kleinere Ernte, da eine anhaltende Trockenheit die Pflanzen stresst und einige Landwirte ihre Äcker gar nicht mehr bestellen. Die daraus resultierenden Ertragsausfälle beim bedeutendsten südasiatischen Maisexporteur stützen die Maiskurse an der CBoT, die aufgrund einer weltweit großen Maisernte kürzlich auf ein 10-Monats-Tief gefallen waren. Die indische Maisernte konnte nicht mehr von den Regenfällen der letzten Tage profitieren, so ein Verbandssprecher gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters.
Da noch nicht einmal die Hälfte des indischen Ackerlands bewässert werden kann, ist man besonders auf die Monsun-Regenfälle angewiesen. In diesem Jahr blieben die Niederschläge während der Monsunzeit (Anfang Juni bis Ende September) um 16 % hinter den Durchschnittswerten zurück. Deshalb konnten die Bauern in einigen Regionen ihr Land nicht bearbeiten. In drei südlichen Provinzen, wo üblicherweise 6,5 Mio. Tonnen Mais geerntet werden, kommen jetzt nur 3,2 bis 4,2 Mio. Tonnen zusammen. Bessere Ernten in der Mitte und im Norden können den Ausfall im Süden nicht ersetzen. Im Durchschnitt wird der diesjährige Hektarertrag in Indien auf 1,9 Tonnen geschätzt, was in der Hochrechnung 13,8 Mio. Tonnen bringen sollte. In 2014 waren es 16,5 Mio. Tonnen.
Indien hat zwei Maisernten im Jahr. Die Sommerernte bringt rund 80 % der Gesamternte. Diese wird von Juni bis Juli gelegt und im Oktober geerntet. Die Winterernte wird im Oktober bis November gelegt und im März bis April geerntet.
Wegen der geringeren Ernte im Frühling, konnte Indien in der Ende September endenden Vermarktungsperiode bisher 70 % weniger Mais exportieren. Mais aus anderen Herkunftsländern ist unterdessen wesentlich billiger am Weltmarkt verfügbar. Deshalb bleiben die Getreidebestände auch in Indien komfortabel. Sei dem Jahr 2000 hat sich der inländische Maiskonsum um 60 % auf 19 Mio. Tonnen hauptsächlich wegen steigendem Futtermittelbedarf erhöht. Die Ernten wurden währenddessen nur verdoppelt.

14.09.2015 Getreidemail

An der Chicago Board of Trade konnten sich die Weizennotierungen am Freitag trotz des bärischen USDA-Reports behaupten und die Kurse schlossen mit Gewinnen. Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, ein schwächerer US-Dollar zum Euro sowie deutliche Kursaufschläge beim Mais gaben dem Markt Unterstützung. Die US-Weizenendbestände wurden auf 875 Mio. Bushel beziffert. Analysten erwarteten im Vorfeld durschnittlich 865 Mio.Bushel. Die Schätzung der Weltweizenendbestände wurden von 221,47 Mio.Tonnen (Vormonat) auf 226,56 Mio.Tonnen erhöht und lag damit deutlich über den Marktwartungen von durchschnittlich 221,90 Mio. Tonnen. Mit 290.400 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Exportzahlen am unteren Rand der Erwartungen von 250.000 - 500.000 Tonnen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen bei CBoT SRW-Weizen um 4.000 Kontrakte. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures nicht mehr von den späten Kursaufschlägen in Chicago profitieren und die Kurse gaben auf allen Terminen nach.

14.09.2015 CBoT-Mais auf Monatshoch – U.S. Ernte kleiner als erwartet

Bereits seit sechs Sitzungen steigen die Kurse der CBoT-Maisfutures und erreichen damit ein Monatshoch. Die U.S.-amerikanische Maisernte soll, zur Überraschung der Marktteilnehmer, doch nicht so hoch ausfallen, wie bisher erwartet. Das zeigt auch der USDA-Report am vergangenen Freitag, als in der Folge daraus die Kurse 3,4 % zulegten. Der Tagesgewinn war der stärkste seit Anfang August.
Die Maisernte wird nun auf 13,585 Mrd. Bushel veranschlagt, im August-Bericht hatte das USDA noch 13,686 Mrd. Bushel vorhergesagt. Begründet wird der Rückgang mit dem Ertrag pro acre, der jetzt mit durchschnittlich 167,5 Bushel angegeben wird, nach 168,8 im August-Bericht. Analysten hatten mit einer Erntemenge von 13,599 Mrd. Bushel und 167,6 Bushel/acre gerechnet.

13.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Die Commodity Futures Trading Commission (Abkürzung: CFTC) mit Sitz in Washington, D.C. ist eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten und reguliert die Future- und Optionsmärkte in den USA. Nachfolgend finden Sie die aktuellen Veränderungen institutioneller Anleger per 08.09.15.
Weizen (SRW): Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 01.09. - 08.09. um 7.394 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 13.063 Kontrakte. 47.460 Netto-Short-Positionen SRW-Weizen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 08.09.15. In der Vorwoche waren es 27.003 Netto-Short-Positionen.
Mais: Beim Mais wurden die Long-Positionen um 1.053 Kontrakte erhöht. Ebenfalls erhöht um 30.777 Kontrakte wurden die Short-Positionen. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 29.724 Kontrakte auf 47.261 Kontrakte.
Sojabohnen: Bei den Sojabohnen erhöhten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 2.036 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 3.250 Lots. In Summe wurde der Bestand der Netto-Short Positionen um 1.214 Lots auf 18.516 Lots erhöht.
11.09.2015 FAO-Lebensmittelindex im August auf 7-Jahres-Tief

Die Lebensmittelpreise sind weltweit unter Druck. Eine großzügige Versorgung mit Agrarrohstoffen im Zusammenspiel mit gesunkenen Energiepreisen und die Abkühlung der Wirtschaft in China lassen den Index der FAO auf das tiefste Niveau seit Dezember 2008 sinken. Dieser Index der Food and Agriculture Organization wird jeden Monat aus einem Korb von Getreide- Ölsaaten-, Milch- Fleisch- und Zuckerpreisen ermittelt. Im August wurde ein Index von 155,7 ermittelt, der 8,5 Punkte oder 5,2 % gegenüber dem Juli-Wert gesunken ist.
Die meisten Rohstoffpreise stand maßgeblich wegen einer schwächeren Nachfrage aus China und einem starken U.S. Dollar unter Druck. Hinzu kommen große Ernten in den großen Überschussregionen der Welt. Eine baldige Änderung der Lage wird von der FAO nicht gesehen.
Am Beispiel von Sojabohnen wird die Lage besonders deutlich: China ist die zweit-größte Volkswirtschaft der Welt und gleichzeitig der größte Importeur dieser Ölsaat, die zudem noch proteinreiches Futtermittel ist. Wenn ein Land mit einer derart großen Bevölkerung schwächelt, sind alle Bereiche betroffen, auch die Landwirtschaft.
Die Preise fielen im Monatsvergleich bei allen Rohstoffen, außer bei Fleisch. Im Vergleich zu seinem historischen Höchststand im August 2014 gaben die Fleischpreise um 18 % nach. Die FAO gibt die weltweite Getreideproduktion für 2015 mit 2,54 Mrd. Tonnen an, leicht höher als im Vormonat, aber etwas weniger als die Rekordernte im Vorjahr. Die Weizen- und Reisproduktion wurde wegen besserer Ernten in Argentinien, Brasilien und den USA zuletzt nach oben korrigiert. Die Mehrmenge an Mais in den USA kompensiert die Ertragsdepression für Mais in Europa.

11.09.2015 Brasilien schätzt seine 2014/15er Maisernte auf 84,7 Mio. Tonnen

Brasiliens Verkaufsagentur Conab erhöhte ihre 2014/15er Ernteschätzung für Mais auf 84,7 Mio. Tonnen leicht gegenüber der August-Schätzung, die mit 84,3 Mio. Tonnen angegeben wurde. Die Schätzung der aktuellen Sojabohnenernte bleibt endgültig auf 96,2 Mio. Tonnen.
Die zweite Maisernte dieses Jahres wird von Conab auf 54,5 Mio. Tonnen von 54,0 Mio. Tonnen im letzten Monat ebenfalls leicht angehoben.
Brasilien ist eines der weniger Länder der Welt, in dem noch weitere Ackerflächen erschlossen werden. Deshalb konnten in diesem Jahr 11,8 % mehr Sojabohnen und 5,8 % mehr Mais geerntet werden, als im Vermarktungszeitraum 2013/14.
Conab will aus der Ernte 2014/15 50 Mio. Tonnen Sojabohnen und 26,4 Mio. Tonnen Mais exportieren. Die Agentur schätzt die Weizenernte in 2015 auf 7,1 Mio. Tonnen, geringfügig mehr als die 7 Mio. Tonnen, die noch im August geschätzt wurden.

11.09.2015 Zustandsbericht: Französischer Mais leicht verbessert gegenüber Vorwoche

Der Zustand der Maispflanzrn in Frankreich hat sich in der Woche bis zum 7. September leicht verbessert. In ihrem wöchentlichen Fortschrittsbericht teilt FranceAgriMer mit, dass nun 56 Prozent der Maisbestände im Land mit „gut bis exzellent“ bewertet sind. 1 Prozent mehr als in der Vorwoche. Der Wert liegt aber weiter deutlich unter dem Vorjahreswert von 86 Prozent. Allerdings hat sich die Lage in den vergangenen zwei Wochen stabilisiert, was darauf hindeutet, dass die Niederschläge im August für eine gewisse Entspannung gesorgt haben.
Die Auswertungen von FranceAgriMer deuten darauf hin, dass die Ernte in der kommenden Woche beginnen wird. Händler berichten allerdings, dass bereits in dieser Woche die ersten Felder geräumt wurden. Quelle: Reuters

11.09.2015 Sojabohnen: Analysten rechnen im USDA-Report mit Korrekturen bei den Erträgen

Die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures zogen gestern und heute Morgen einen Nutzen aus den Erwartungen, und notieren deshalb mit grünem Vorzeichen, weil die Analysten meinen, dass beim heutigen USDA-Report die U.S.-Ernteschätzung geringer ausfällt als im August-Bericht. Wenn das eintrifft, werden die Kurse zum ersten Mal seit dem 10. August mit einem Wochenplus enden.
Der Markt ist heute auf das Ergebnis des USDA-Reports fokussiert und so darf bis 18:00 Uhr kaum mit nennenswerten Kursbewegungen an der Terminbörse gerechnet werden. Analysten erwarten, dass die Erträge für Mais und Sojabohnen, und damit auch die Ernteschätzung, niedriger ausfallen werden, als im August-Report. Im Teilen des Mittleren Westen der USA war es zu trocken und zu heiß. So dürfte auch der Endbestand im Report der Regierung niedriger ausfallen als vor einem Monat geschätzt.

10.09.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 21.000 Tonnen Mais und Exportlizenzen für 38.000 Tonnen Mais. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Maisimporte auf insgesamt 1,393 Mio Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 2,095 Mio. Tonnen) und die Maisexporte auf insgesamt 328.000 Tonnen (Vergleichszeitraum Vorjahr: 100.000 Tonnen).
10.09.2015 Getreide-Deal mit China: Ukraine fordert mehr Flexibilität

Die Ukraine fürchtet offensichtlich, dass die aktuelle Wirtschaftsprobleme Chinas einen negativen Einfluss auf den 1,5 Mrd.-Getreide-für-Kredit-Deal aus dem Jahr 2012 haben könnte und fordert eine größere Flexibilität bei der Erfüllung dieses Kontrakts. Darin hat sich das staatliche Getreidehandelshaus der Ukraine (GPZKU) dazu verpflichtet, jährlich 5 Mio. Tonnen Getreide an das chinesische Staatsunternehmen CCE zu liefern. Für China gibt es in diesem 15-Jahre dauernden Abkommen aber keine klare Verpflichtung, diese Getreidemenge abzunehmen.
In diesem Jahr hat die Ukraine bisher 800.000 Tonnen geliefert. Nun bitten die Verkäufer um eine Vertragsänderung in der Form, dass die Ukraine das Getreide auch an eine dritte Partei verkaufen darf, sollte China nicht abrufen. Das Verfahren, nach dem China eine Vermittlungsprovision in Höhe von $5/Tonne erhält, solle im Fall der Belieferung an eine dritte Partei entfallen, fordert das Ukrainische Landwirtschaftsministerium heute.
Die Ukraine hatte Ende 2014 Probleme, aufgrund finanzieller Engpässe wegen den Unruhen im Land und konnte nur mit Mühe liefern. Das Ministerium in Kiew teilte heute mit, dass GPZKU die bestehende exklusive Lieferverpflichtung an die CCEC überdenke. Sollte CCEC eine Lieferung nicht akzeptieren, so glaubt GPZKU, dass man das Recht habe, an andere Parteien zu liefern, so die Geschäftsleitung der GPZKU.
Die Ukraine ist ein weltweit führendes Land bei der Getreideproduktion und die Nummer drei im Maisexport. In diesem Jahr werden mindestens 60 Mio. Tonnen Getreide geerntet und davon werden in der Zeit vom 1. Juli 2015 bis 30. Juli 2016 zirka 36 Mio. Tonnen exportiert. Bisher sind in dieser Vermarktungsperiode rund 6 Mio. Tonnen Getreide aus der Ukraine ins Ausland verladen worden. Quelle: Reuters

10.09.2015 AMIS Market Monitor No. 31 / September 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 9. Juli finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 10. Oktober 2015

10.09.2015 Argentinien erntet mehr Mais und will Anbau einschränken

Die argentinische Getreidebörse Rosario erhöhte ihre Schätzung für die Maisproduktion im fast beendeten Vermarktungszeitraum 2014/15 von 25,8 Mio. Tonnen auf 27,3 Mio. Tonnen. In der Region Cordoba sei mehr Mais angebaut worden, so die Begründung für den Anstieg.
In der Saison 2015/16 wird die Mais-Anbaufläche in Argentinien auf 3,3 Mio. Tonnen geschätzt,, das wären dann 23 % weniger als in der vorherigen Saison.

10.09.2015 Kurse der CBoT-Sojabohnen ringen um 6-Jahre-Tief

Die Kurse für Getreide- und Ölsaaten blieben an den Terminbörsen kurz vor einer weiteren Rekordernte von Mais- und Sojabohnen in den USA unter Druck. Außerdem gibt es Befürchtungen, dass Chinas Nachfrage schwindet.
Die Kurse für die CBoT-Sojabohnen kämpfen seit Tagen um ein 6-Jahres-Tief. Die Kassamärkte für Mais und Sojabohnen sind ruhig und werden nach Expertenmeinungen auch vorerst ruhig bleiben und die Erzeugerpreise sind nicht mehr kostendeckend.
Die Kurse für Sojabohnen könnten zudem aus Brasilien weiteren Druck erfahren, weil auch die Ernte 2015/16, deren Saat in den kommenden Tagen gelegt wird, erneut Rekorderträge bringen soll. Erste Schätzungen von Celeres, einem brasilianischen Beratungsunternehmen, gehen von 97,1 Mio. Tonnen aus. Die Anbaufläche wird demnach um 2,3 % auf 32,2 Mio. Hektar erneut ausgeweitet.
China hat im August 7,78 Mio. Tonnen dieser Ölsaat importiert, das waren 29 % mehr als im August 2104 aber 18,1 % weniger als im Juli, als ein neuer Monatsrekord aufgestellt wurde.

09.09.2015 USDA Bestandsbericht US-Mais

09.09.2015 Getreidemail

Spekulative Käufe nach den Tiefstständen von letzter Woche, positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie der schwächere US-Dollar zum Euro ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 371.343 Tonnen Weizen hinter den Erwartungen von 375.000 - 525.000 Tonnen. Irak hat in einem Tenderverfahren 100.000 Tonnen Weizen aus Kanada zu einem Preis von $247,20/Tonne c&f gekauft. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Kontrakte. Die eCBoT handelt zur Stunde minimal fester. Aufgrund der guten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris auf allen Terminen zulegen. Frankreich hat im Juli 684.000 Tonnen Weichweizen in Drittländer exportiert. Algeriens staatliche Getreideagentur kaufte vergangene Woche 550.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Das ist deutlich mehr, als zunächst von Händlern gemeldet wurde. In einer ersten Meldung wurde die Menge von mindestens 400.000 Tonnen genannt.

09.09.2015 Fondsgesellschaften stützen die Maiskurse am CBoT

In dem gestrigen Bestandsbericht des USDA erhielten die Maisbestände in den USA mit 68 % „gut bis exzellent“ die gleiche Note wie in der Vorwoche. Marktteilnehmer hatten erwartet, dass die Erträge schwächer bewertet werden. Agraranalysten in Fernost bleiben für Mais aber weiter bärisch gestimmt. Auch wenn die Erträge etwas kleiner ausfallen sollten, werden die Endbestände höher sein, weil die Nachfrage ziemlich schwach ist.
Die wöchentlichen Exportinspektionen waren gestern mit 35,2 Mio. Buschel wie vom Markt erwartet. Für diese Woche wurden bereits ein 120.000 Tonnen- Export nach Mexiko gemeldet. Bei gutem Erntefortschritt in der Ukraine sind dort die Kassapreise in der letzten Woche gesunken.
Seit vergangenem Freitag waren die Kurse für Mais am CBoT aufgrund stabiler Kapitalmärkte fester, heute Morgen werden die Gewinne zum Teil wieder aufgezehrt. Fondsgesellschaften haben in den letzten beiden Sitzungen 10.000 Lots Maisfutures gekauft.

08.09.2015 US-Exporteure verkaufen 120.000 Tonnen Mais und 120.000 Tonnen Sojabohnen

Private US-Exporteure melden den Verkauf von 120.000 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 sowie 120.000 Tonnen US-Sojabohnen an eine unbekannte Destination (ebenfalls zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

08.09.2015 Chinas Regierung senkt Prognose der Maisproduktion 2015/16

Chinas Regierung hat ihre Prognose der Maisproduktion 2015/16 nach der Trockenheit in Teilen im Nordosten Chinas um 3 Mio. Tonnen auf 229 Mio. Tonnen gesenkt. Die Menge markiert aber weiterhin einen Rekordwert.
Um Importe von Maisersatz zu regulieren, hat die chinesische Regierung ein neues Genehmigungssystem eingeführt. Daher rechnet das CNGOIC (China National Grain and Oils Information Center) mit sinkenden Einfuhren von Sorgum und Gerste.
Die Sorgum-Einfuhren für das Vermarktungsjahr 2015/16 (Okt.- Sept.) werden aktuell auf 7 Mio. Tonnen geschätzt. Für das laufende Vermarktungsjahr wird eine Menge von 10 Mio. Tonnen erwartet. Auch die Gersteimporte für die Saison 2015/16 werden mit 6,5 Mio. Tonnen niedriger erwartet, als die Einfuhren im laufenden Vermarktungsjahr (9 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

08.09.2015 Handel bereitet sich auf USDA-Report am Freitag vor

Nach einem langen Wochenende in den USA startet die neue Woche an der CBoT mit festen Weizenkursen. Nach dem Abprallen am 5-Jahres-Tief am vergangenen Freitag stützt eine gute Inlandsnachfrage trotz üppiger Weltmarktversorgung den Markt.
Händler bereiten sich auf den USDA-Report am kommenden Freitag vor. Heute Morgen kommentiert der Chefanalyst der ANZ-Bank in Singapur, dass die Bestätigung von hohen Maiserträgen einen weiteren Abbau der Kontraktbestände bei den Fondsgesellschaften nach sich ziehen würde. Das sollte dann auch Druck auf die Weizenkurse ausüben, denn die Ernten in den Kernregionen des Weizenanbaus waren einfach zu gut.
Auch Australiens Weizenernte 2015/16 soll höher als bisher erwartet ausfallen. Das teilte gestern das Analystenhaus ABARES mit. Einen negativen Einfluss des El Nino-Wetterphänomens habe der Winterweizen in Australien nicht gehabt. In Russland hoffen die Marktbeteiligten auf eine Überarbeitung des Zollsatzes für Weizenausfuhren und offerieren ihren Weizen nun wieder offensiv in den internationalen Ausschreibungen. In Frankreich ist die diesjährige Ernte mit 40,8 Mio. Tonnen auf einem Rekord angelangt. Das alles dürfte am Freitag im USDA-Report Berücksichtigung finden.

07.09.2015 El Nino zwingt Argentiniens Farmer zum Anbau von Sojabohnen

Argentiniens Farmer rechnen damit, dass in den kommenden Monaten aufgrund des Wetterphänomens El Nino sintflutartige Regenfälle das Land heimsuchen werden. Sie bestellen ihre Felder deshalb lieber mit Sojabohnen, weil die Kosten dafür niedriger sind als bei Mais. Kritiker beklagen den einseitigen Anbau. Genau zur Zeit der Feldbestellung werden extreme Auswirkungen des El Nino erwartet.
Die Provinz Buenos Aires, der Getreidegürtel des südamerikanischen Landes, war bereits im August von schweren Regenfällen heimgesucht worden. Das bereitet den Farmern genauso Kopfschmerzen wie die strengen Exportrestriktionen und eine hohe Inflationsrate. In den letzten zehn Jahren wurde die Pampa in Argentinien - die eigentliche Kornkammer Südamerikas – zu Lasten von Weizen und Mais von der Sojabohne im Sturm erobert.
Jüngst gesäter Weizen, der eigentlich im Dezember und Januar geerntet werden sollte, wurde bereits von Starkregenfällen überflutet. Wetterexperten der ganzen Welt zählen den El Nino in diesem Jahr zu den stärksten der letzten Jahrzehnte. Das führt in Argentinien zu Überflutungen, während es in Australien und der indonesischen Inselwelt sowie im Südwesten Asiens zu trocken wird.
Nur 40 % der Flächen im Getreidegürtel liegen hoch genug, um dem El Nino-Zyklus ab Oktober zu trotzen. Dort können sehr hohe Ernten heranwachsen. Argentinische Farmer werden 2,72 Mio. Hektar Mais anbauen, das sind 20 % weniger als im Vorjahr, so die Schätzung der Buenos Aires Getreidebörse im letzten Monat. Gründe für die starke Einschränkung ist der niedrige Weltmarktpreis sowie hohe Kosten für Saatgut und Düngemittel. Diese Betriebsmittel werden in USD berechnet und die Inflationsrate liegt bei 27 %.

07.09.2015 Ukraine plant höhere Weizenexporte 2015/16

Die ukrainischen Weizenexporte werden in der Saison 2015/16 aufgrund der großen Ernte und hohen Lagerbeständen auf 15,9 Mio. Tonnen ansteigen, so der ukrainische Landwirtschaftsminister Oleksiy Pavlenko am heutigen Montag. In der Saison 2014/15 lagen sie bei 11,2 Mio. Tonnen.
Die Maisausfuhren könnten auf 16,9 Mio. Tonnen sinken. Vorjahr: 18,8 Mio. Tonnen. Eine Dürre in einigen relevanten Anbauregionen der Ukraine führt zu einer kleineren Maisernte. Quelle: Reuters

06.09.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT-SRW-Weizen in der Woche vom 25.08. - 01.09. um 10.716 Kontrakte. Sie erhöhten gleichzeitig ihre Short-Positionen um 9.070 Kontrakte. 27.003 Netto-Short-Positionen hält die Gruppe der institutionellen Anleger per 01.09.15 beim SRW-Weizen. In der Vorwoche waren es 7.217 Netto-Short-Positionen.
Beim Mais wurden die Long-Positionen um 2.512 Kontrakte reduziert. Auch wurden die Short-Positionen um 5.960 Kontrakte reduziert. Dadurch erhöhten sich die Netto-Long-Positionen um 3.448 Kontrakte auf 76.985 Kontrakte.
Bei den Sojabohnen verringerten Fondsgesellschaften ihren Bestand an Long-Positionen um 3.337 Lots und erhöhten gleichzeitig den Bestand an Short-Positionen um 14.740 Lots. In Summe wurde der Bestand von 775 Netto-Long-Positionen (Vorwoche) auf 17.302 Netto-Short Positionen reduziert.
04.09.2015 Frankreich erhöht Weizen und Maisschätzungen

Der französische Landwirtschaftsminister erhöht seine Prognose für die Maisernte von 13,2 Mio. Tonnen auf 13,5 Mio. Tonnen. Zum Vorjahr ist das 26,4 % weniger.
Die Weizenernte in Frankreich wird von dem Minister nun auf 40,8 Mio. Tonnen geschätzt, nach 39,3 Mio. Tonnen und Die Rapssaaternte soll jetzt auf 5,3 Mio. Tonnen kommen, nach 5,0 Mio. Tonnen zuvor geschätzt.
Die erste Schätzung für die Zuckerrübenernte 2015 in Frankreich ist 31,9 Mio. Tonnen, 15,8 Mio. Tonnen 15,8 % weniger als im Vorjahr.

04.09.2015 Südkoreas KFA kauft 61.000 Tonnen Mais

Südkoreas KFA hat in einem Tenderverfahren 61.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) gekauft. Die Ware kommt voraussichtlich aus der US-Golfregion oder Südamerika.
Die Ausschreibung galt ursprünglich für Ware aus den Vereinigten Staaten, Südamerika, Osteuropa oder Südafrika. Die Lieferung soll am 5. März erfolgen. Quelle: Reuters

04.09.2015 Zustandsbericht: Französischer Mais leicht verschlechtert gegenüber Vorwoche

Der Zustand der Maispflanzrn in Frankreich hat sich in der Woche bis zum 31. August leicht verschlechtert. In ihrem wöchentlichen Fortschrittsbericht teilt FranceAgriMer mit, dass nun 55 Prozent der Maisbestände im Land mit „gut bis exzellent“ bewertet sind. 1 Prozent weniger als in der Vorwoche. Der Wert liegt deutlich unter dem Vorjahreswert von 87 Prozent. Allerdings hat sich die Lage in den vergangenen zwei Wochen stabilisiert, was darauf hindeutet, dass die Niederschläge im August für eine gewisse Entspannung gesorgt haben. Quelle: Reuters

04.09.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen bei weltweit guter Versorgungslage, negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex sowie ein festerer US-Dollar ließen die Weizenkurse gestern in Chicago auf ein 5-Jahres-Tief schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen mit nur 277.500 to US-Weizen am unteren Rand der Markterwartungen. Statistics Canada hat gestern seine Schätzung für den Saison-Endbestand per 01.07.2015 für Weizen zwar niedriger als im Vorjahr aber höher als erwartet bekannt gegeben. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer hat 170.000 to Weizen russischer Herkunft für $188,02 pro to c&f gekauft. Die Lieferung soll vom 11. bis 20. Oktober erfolgen.
Die e-CBOT handelt heute Morgen schwächer.
Die Weizenfutures in Paris folgten den negativen Vorgaben aus Übersee. Die EU erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für nur 190.000 to Weizen. Im aktuellen Vermarktungsjahr belaufen sich die Weizenexporte der EU auf insgesamt 3,337 Mio. to (Vorjahr: 4,648 Mio. to).

03.09.2015 Informa Economics erhöht Prognosen für US-Mais- und Sojabohnenerträge
Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US-Maiserträge 2015 von 165,4 auf 168,8 Bushel pro Acre (BPA) erhöht. Die Prognose der US-Maisproduktion liegt nun bei 13,688 Mrd. Bushel. Im Vormonat lag sie noch bei 13,412 Mrd. Bushel.
Ebenfalls erhöht hat Informa die Prognose der Sojabohnen-Produktion 2015. Sie liegt nun bei 3,924 Mrd. Bushel (Vormonat: 3,789 Mrd. Bushel) bei durchschnittlichen Erträgen von 47 BPA (Vormonat: 45,4 BPA).
Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem August-Report für den US-Mais eine Produktionsmenge von 13,686 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 168,6 BPA sowie eine Sojabohnen-Produktionsmenge von 3,916 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 46,9 BPA geschätzt. Quelle: Reuters

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