Matif: Mais Januar 2016

30.01.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 19.01. - 26.01.16 um 1.156 Kontrakte , sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch die Short-Positionen um 72.169 Kontrakte. Dadurch reduzierte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 158.210 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 71.013 Lots auf 87.197 Netto-Short-Positionen Mais.
29.01.2016 Russland: Änderungen der Getreide-Export-Regularien unwahrscheinlich (A)

Russlands stellvertretender Ministerpräsident Arkady Dvorkovich sieht auch für Mais- und Gersteexporte keine Notwendigkeit, die Exportvorschriften zu verändern. Zuvor erklärte er bereits, dass keine Änderungen der Export-Regeln für Weizen vorgesehen seien, solange keine außergewöhnlichen Gründe vorliegen. Zu Beginn der Woche wurde über eine mögliche Erhöhung der Weizenexportsteuer spekuliert. Im Verlauf der Woche gab es dann Meldungen über eine Reduzierung bzw. Streichung der Exportsteuer auf Weizen. Quelle: Reuters

29.01.2016 Taiwans MFIG sucht bis zu 65.000 Tonnen Mais (T)

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 65.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Gesucht wird Ware aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika. Die Angebotsfrist endet am 2. Februar. Wenn die Ware aus der US-Golfregion, Brasilien oder Argentinien kommt, soll die Lieferung im Zeitraum vom 1. Bis 20. April erfolgen. Kommt die Lieferung von der pazifischen Nordwestküste der USA oder aus Südafrika, sol der Versand im Zeitraum 15. April bis 5. Mai erfolgen.
Bei der letzten Ausschreibung über 130.000 Tonnen Mais am 13. Januar wies MFIG alle Angebote zurück. Quelle: Reuters

28.01.2016 Iran will sich von Weizenimporten unabhängig machen (A)

Der Iran plant, sich mit Weizen aus eigener Ernte versorgen zu können. Man will die Erträge steigern. Die Versorgung mit Gerste und Mais müsse allerdings weiterhin durch Importe ergänzt werden, so der Iranische Agrarminister Mahmoud Hojjati bei einer Visite heute in Paris.
In den letzten Jahren war der Iran ein bedeutender Weizenimporteur und hat mit den Einfuhren seine Versorgung mit Lebensmitteln sichergestellt, um politische Spannungen abzuwenden. In der laufenden Saison, die noch bis März andauert, belaufen sich die Weizenimporte aber nur noch auf 1,5 Mio. Tonnen. In der kommenden Saison will man sich vollständig selber mit Weizen versorgen.
Bereits Anfang Januar teilte das staatliche Versorgungsunternehmen GTC mit, dass der Iran seine strategischen Reserven um 2 Mio. Tonnen abbauen will und nur noch mit 3 Mio. Tonnen plant. Um die Ernten zu steigern, sollen die Beregnungsanlagen effektiver genutzt werden. Ziel ist es auf 450.000 Hektar Bewässerungssysteme zu nutzen. Außerdem werde hochwertiges Saatgut eingesetzt. Dabei könne Frankreich als Lieferant in Frage kommen.

28.01.2016 EU importiert in dieser Woche 58.117 Tonnen zollfreien Weizen aus der Ukraine(A)

EU hat in dieser Woche den zollfreien Import von 58.117 Tonnen Weizen aus der Ukraine im Rahmen einer Importquote genehmigt. Von der Gesamtquote von 950.000 Tonnen können bis Jahresende noch 555.000 Tonnen importiert werden.
Das Kontingent für Mais (400.000 Tonnen) wurde bereits bei der ersten Ausschreibung ausgeschöpft. Quelle: Reuters

28.01.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais (C)

Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 209.000Tonnen Mais. Mit insgesamt 8,323 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (5,217 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 36.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 974.000 Tonnen.

28.01.2016 China will Maispreise senken, um die Nachfrage zu beleben (A)

China, der weltweit größte Maiskonsument, will seine lokalen Maispreise senken, um gegenüber internationalen Anbietern wettbewerbsfähiger zu werden und um billige Importe zu verdrängen. Das meldete heute Morgen ein Ressortleiter der chinesischen Regierung. Mit ihrer Maisintervention wollte China die Einkommen der ländlichen Bevölkerung verbessern und die Preisvolatilität eindämmen, aber die Maisreserven sind derzeit auf einem Rekordniveau. Importe sind für die Verarbeiter von Mais deutlich günstiger als die eingelagerten Maismengen aus lokaler Produktion für die staatliche Garantiepreise bezahlt wurden.
Der Importpreis von Mais und Substituten sei für die Michfutterhersteller Ende November um 20 % niedriger gewesen, als der staatliche Auszahlungspreis für Mais an chinesische Produzenten, so eine Studie eines Beratungsunternehmens, die im Auftrag der Regierung erstellt wurde.
Dennoch gibt es Widerstände gegen die Kürzung der Garantiepreise. Ein starker Preisschnitt würde nicht den Verbrauch stärken und die Verarbeiter nicht zur eigenen Lagerhaltung animieren, da sie wüssten, dass die staatlichen Reserven außerordentlich groß sein. Die Regierung überlegt jetzt, wie die Einkommen der ländlichen Bevölkerung sonst noch gefestigt werden können.
Die Silokapazitäten der Regierung seien jetzt ausgeschöpft und früher eingelagertes Getreide müsse aus Qualitätsgründen raus. Eine zu rasche Auslagerung würde den Marktpreis negativ belasten. Die Regierung plant eine Einschränkung der Maisanbaufläche für kommendes Jahr zugunsten von Sojabohnen.

28.01.2016 China ordert mehr als 1,2 Mio. Tonnen Mais (T)

Chinesische Firmen haben mehr als 1,2 Mio. Tonnen Mais, meist aus der Ukraine geordert. Die Lieferungen sollen im ersten Quartal dieses Jahres erfolgen, so ein Marktexperte heute gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das nationale Getreide- und Ölsaaten Informationscenter in Peking weist darauf hin, dass die Mengen im Rahmen der staatlich genehmigten Importquoten sind.

27.01.2016 Südafrika: Maisernte zu optimistisch geschätzt
Südafrikas größte Vereinigung der Getreideproduzenen Grain SA ist der Ausfassung, dass die von der Regierung geschätzte Prognose der Maisernte von 7,2 Mio. Tonnen in diesem Jahr zu optimistisch ist.
Südafrika leidet seit Monaten unter einer schweren Dürre, die die Maisernte stark dezimiert und die Inlandspreise auf Rekordniveau steigen lässt. Quelle: Reuters
27.01.2016 Algerien: Getreideimporte stiegen 2015 um 11,2% (C)
Algeriens Getreideimporte stiegen 2015 mengenmäßig trotz der Bemühungen, die Importe zu senken, um 11,2%. Das zeigen offizielle Zahlen. Das nordafrikanische Land leidet unter den derzeit niedrigen Einnahmen aus Rohölverkäufen, die die Staatskassen belasten.
Wertmäßig sanken die Getreideimporte allerdings aufgrund der gesunkenen Preise um 3,14% auf 3,43 Mrd. USD.
Die Weichweizenimporte stiegen um 24% auf 6,74 Mio. Tonnen. 
Weitere Daten:
Mais: 4,41 Mio. Tonnen (Plus 7,5%)
Durum: 1,76 Mio. Tonnen (Minus 10,8%)
Gerste: 0,75 Mio. tonnen (Minus 2,6%)
Durum: 1,76 Mio. Tonnen (Minus 10,8%
Algeriens Landwirte konnten die Getreideproduktion 2015 von 3,4 Mio. Tonnen auf 3,77 Mio. Tonnen steigern. Planungen zufolge soll die Produktion in diesem Jahr erneut deutlich gesteigert werden auf 6,3 Mio. Tonnen. Das soll mit qualitativ besserem Saatgut, verbesserten Anbaumethoden und Anreizen für die Landwirtschaft geschehen. Quelle: Reuters
27.01.2016 Euronext will Terminkontrakte auf Zucker auflegen (A)

Die Euronext in Paris will im Herbst dieses Jahres Terminkontrakte auf Zucker auflegen, um den Marktteilnehmern die Preissicherung in einem Markt zu ermöglichen, in dem nach 50 Jahren Zuckermarktordnung mit Produktionsquoten in die Freiheit entlassen werden soll.
Der Kontrakt wird in Euro notiert und soll physisch erfüllbar sein, so Nick Kennedy, Leiter der Abteilung Rohstoffderivate. Im letzten Jahr fiel die Milchquote und in Herbst 2017 wird die Zuckermarktordnung abgeschafft, die bereits seit 1968 galt. In beiden Märkten, dem Milchmarkt und dem Zuckermarkt werden höhere Produktionsmengen und eine hohe Volatilität der Preise erwartet. Europa benötigt also eigene Kontrakte und kann in Ergänzung zu den an der ICE gehandelten Futures, die in US-Dollar angeboten werden, den Marktteilnehmern hierzulande als Finanzinstrumente angeboten werden, weil sie besser auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Die Europäische Union ist weltweit der größte Zuckerrübenproduzent und einer den bedeutenden Importeure für Rohrzucker, der zur Produkten verarbeitet wird. Der Handel mit Milchfutures an der Euronext hat nach einem zweiten Anlauf im letzten Jahr noch nicht zu dem gewünschten Erfolg geführt, die Produktentwickler der Euronext erhoffen sich für Zucker aber mehr Erfolg, da die Marktteilnehmer meist bereits mehr Erfahrung mit dem Preissicherung an Terminbörsen hätten.
So zeigten sich auch die Hersteller von Fertigprodukten an den auf europäische Verhältnisse zugeschnittene Finanzderivate interessiert. Allerdings hat das französische Agrarberatungsunternehmen Agritel in eine Studie zum Zuckermarkt herausgefunden, dass die großen Zuckerfabriken sich noch abwartend verhalten.
Die Euronext konzentriert sich, seit der Abspaltung von der International Commodity Exchange (ICE) im Jahre 2014, auf ein Wachstum mit Agrarderivaten (Futures und Optionen). Der Weizenfuture in Paris ist derzeit das Flaggschiff unter den Europas Agrarfutures und gilt als Benchmark für unseren Getreidemarkt, gefolgt vom Rapssaatfuture und dem Maisfutures. Im Energiebereich hat man kürzlich einen Terminkontrakt auf Holzpellets aufgelegt, der genau wie drei verschiedene Terminkontrakte auf Milchprodukte (Magermilchpulver, Butter und Molkepulver) noch gar keine Umsätze verzeichnen konnte.

27.01.2016 Russland erwägt Exportzoll für Mais und Gerste (A)
Russlands Landwirtschaftsministerium erwägt die Einführung einer Exportsteuer auf Mais und Gerste. Das berichtet die Nachrichtenagentur Interfax und beruft sich dabei auf Evgenii Gromyko, einem hochrangigen Vertreter aus dem Landwirtschaftsministerium.
Man werde die Frage im Rahmen eines Meetings mit dem stellvertretenden Primierminister Arkady Dvorkovich am 29. Januar beraten. Dvorkovich ist übergeordnet verantwortlich für das Landwirtschaftsministerium.
Gegenwärtig gilt eine Exportsteuer lediglich für Weizen mit folgender Formel:
50% des Warenwertes abzüglich 6.500 Rubel (ca. $83) – jedoch nicht weniger als 10 Rubel pro Tonne. Quelle: Reuters

 

26.01.2016 Indonesien kauft 100.000 Tonnen Mais (A)

Indonesiens staatliche Versorgungsagentur Bulog hat ca. 100.000 Tonnen Mais von internationalen Handelshäusern erworben. Dies geschah im Rahmen eines neu aufgelegten Importprogramms. Ein Teil der Ware wurde für 189,50 $ pro Tonne C & F erworben.
Der Mais wird im Januar geliefert. Mögliche Lieferanten sind Südamerika, die Vereinigten Staaten und andere Länder in Südostasien.
Indonesien plant, 600.000 Tonnen Mais im ersten Quartal 2016 zu kaufen, um die wachsende Nachfrage im eigenen Land bedienen zu können. Quelle: Reuters

26.01.2016 Getreidernte in der Ukraine sinkt um 6,1 Prozent gegenüber Vorjahr (C)

Die Getreideernte in der Ukraine fiel mit 59,96 Millionen Tonnen in 2015 um 6,1 Prozent kleiner aus als im Jahr davor. Laut Aussage des Amtes für Statistik ist der Rückgang vor allem in der deutlich niedrigeren Maisernte begründet.


                       2015 (Tonnen)      2015/2014 (Prozent)
Weizen             26.490.600                 +9,9
Gerste                8.281.000                  -8,5
Mais                 23.216.900                 -18,5
Hafer                    487.200                  -20,5

Getreide ges.   59.960.300                  -6,1

Quelle:Reuters

25.01.2016 Indien kauft 225.000 Tonnen Mais (T)

Indiens staatliche Einkaufsgesellschaft hat 225.000 Tonnen Mais gekauft. Händler vermuten, dass der Mais aus der Ukraine stammt. Verkäufer ist das südkoreanische Handelshaus Daewoo. Der Preis liegt zwischen $191,99 und $193,49/Tonne c&f. Die Lieferung soll im Januar/Februar erfolgen.
Indische Beamte mutmaßten bereits am Freitag, dass das Handelshaus Daewoo den Zuschlag für die Ausschreibung über 250.000 Tonnen Mais (GMO frei) erhält.

25.01.2016 CBoT Maisnotierungen stabil / Rohöl erneut fester (V)
Die Mais-Notierungen in Chicago halten heute Morgen das in der vergangenen Woche erreichte hohe Preisniveau. Unterstützung kommt von der derzeit guten US-Nachfrage und der jüngsten Rallye am Rohölmarkt. Frostige Temperaturen in einigen Regionen auf der Nordhalbkugel führen zu einem gestiegenen Bedarf nach Rohöl und somit auch zu einem Anstieg des Bedarfes nach Biokraftstoffen, der wiederum einen höheren Maisbedarf für die Ethanol-Herstellung zur Folge hat. Die wöchentlichen US-Maisexporte für das Vermarktungsjahr 2015/16 lagen mit 1,158 Mio. Tonnen über den Erwartungen von 600.000 – 900.000 Tonnen. Weitere 189.000 Tonnen Mais wurden zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 verkauft. Rohöl handelt zur Stunde erneut mit Kursaufschlägen.
   
24.01.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais (S)
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 12.01. - 19.01.16 um 1.859 Kontrakte , sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 26.762 Kontrakte. Dadurch reduzierte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 186.831 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 28.621 Lots auf 158.210 Netto-Short-Positionen Mais.
22.01.2016 Brasilien versteigert 500.000 Tonnen Mais aus öffentlichen Lagerstätten (A)

Brasilien beabsichtigt 500.000 Tonnen Mais aus öffentlichen Lägern zu versteigern um die aktuellen hohen Preise zu senken. Aufgrund der deutlichen Abwertung des Brasilianischen Reals gegenüber dem Dollar kam es zu verstärkten Verkäufen, die zu verringerten Lagerbeständen bei den heimischen Futtermittelherstellern führten. Der Real hat bisher im Januar nahezu 5 Prozent an Wert verloren. In 2015 betrug der Wertverlust mehr als 30 Prozent. Quelle: Reuters

22.01.2016 Indiens Maistender: Den Zuschlag erhält wahrscheinlich Daewoo (T)
Indiens staatliche Getreide-Einkaufsgesellschaft PEC wird im Tenderverfahren zum Kauf und Import von 250.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) den Zuschlag wahrscheinlich dem südkoreanischen Unternehmen Daewoo International geben, das berichten 2 hochrangige Beamte.
Daewoo hat das günstigste Angebot abgegeben mit einem Durchschnittspreis von $193/Tonne.
Die PEC hat insgesamt 15 Angebote erhalten mit Preisen zwischen $192,99 und $245/Tonne. Darunter waren Handelshäuser wie Noble, Cargill und Agro Corp. Insgesamt wurden 265.000 Tonnen Mais angeboten.
Traditionell ist Indien ein wichtiger Mais Exporteur für Süd-Ost Asien. Die jüngste Dürre hat aber zu einer gestiegenen Binnennachfrage und höheren inländischen Preisen geführt.
21.01.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais (C)
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 941.000Tonnen Mais. Mit insgesamt 8,114 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (5,141 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 20.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 938.000 Tonnen.
21.01.2016 IGC schätzt Getreideendbestände 2015/16 auf höchsten Stand seit 29 Jahren (P)

Das IGC (International Grains Concil) schätzt die globalen Getreidebestände zum Ende der Saison 2015/16 auf 455 Mio. Tonnen (+ 1 Mio. Tonnen zur Vormonatsprognose). Das wäre der höchste Bestand seit 29 Jahren. Der Endbestand im vorherigen Vermarktungsjahr 2014/15 lag bei 447 Mio. Tonnen.
Die Prognose der gesamten Maisproduktion im Vermarktungsjahr 2015/16 wurde um 8 Mio. Tonnen reduziert auf 959 Mio. Tonnen. Die schlechten Ernten in Südafrika und in Indien wurden dafür als Hauptgründe genannt.
Beim Weizen erhöhte das IGC seine Prognose um 5 Mio. Tonnen auf 731 Mio. Tonnen.

21.01.2016 Die Kurse der CBoT- Maisfutures steigen auf ein Monats-Hoch (V)

Bereits seit vier Handelssitzungen steigen am CBoT die Kurse der Maisfutures. Die Stimmung wird durch eine ungewöhnliche Nachfrage aus Südafrika nach monatelanger Trockenheit gestützt und dadurch, dass die U.S. amerikanische Anbaufläche in diesem Jahr wohl eingeschränkt wird.
Südafrika hat einen Importbedarf von sechs Mio. Tonnen Mais. Dort ist Mais ein wichtiges Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerung.

20.01.2016 Mexiko kauft 243.100 Tonnen Mais (T)

US Exporteure melden den Verkauf von 243.100 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an Mexiko. Quelle: Reuters

20.01.2016 Südkoreas KOCOPIA kauft 50.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten (T)

Südkoreas KOCOPIA (Korea Corn Processing Industry Association) hat über 50.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten zur Lieferung Anfang/Mitte Mai gekauft. Da berichten europäische Händler. Der Preis lag bei $189,65/Tonne c&f.  Die Lieferung wird genetisch veränderte Organismen (GMO´s) enthalten. Quelle: Reuters

20.01.2016 US-Exporteure melden den Verkauf von 110.500 Tonnen Mais (T)

Bereits gestern meldeten private US-Exporteure den Verkauf von 110.500 Tonnen Mais zur Lieferung im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 an ein unbekannte Destination. Quelle: Reuters

19.01.2016 Informa schätz Anbaufläche für US Sojabohnen höher als im Vormonat (A)

Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US Sojabohnenanbaufläche 2016 auf 85,23 Mio. Acres erhöht. Die Prognose für Mais wurde auf 88,869 Mio. Acres reduziert. Im Dezember lagen die Erwartungen bei 84,537 Mio Acres für die Sojabohnen bzw. 88,926 Mio Acres für Mais. Quelle: Reuters

19.01.2016 Brasilien: Agroconsult reduziert Prognosen der Sojabohnen- und Maisernte (P)
Brasiliens Analyst Agroconsult hat seine Prognose der Sojabohnenernte 2015/16 von 100,6 Mio. Tonnen im Oktober auf 99,2 Mio. Tonnen reduziert. Grund dafür sind ungünstige Wetterbedingungen im Bundesstaat Mato Grosso.
Beim Mais wurde die Prognose der ersten Maissernte von 28,5 auf 27,9 Mio. Tonnen (Oktober) gesenkt. Die Prognose der zweiten Ernte wurde von 60 Mio. Tonnen auf 57,7 Mio. Tonnen gesenkt. Quelle: Reuters
18.01.2016 Frankreich: Maisnachfrage sinkt infolge Vogelgrippe um 100.000 Tonnen (A)

Die Entscheidung Frankreichs, die Aufzucht von Enten und Gänsen bis Ende Juni einzufrieren, um dem Preisverfall infolge der Vogelgrippe im Südwesten des Landes Einhalt zu gebieten, wird zu einem Rückgang der Mais-Nachfrage von rund 100.000 Tonnen führen. Das ist die Einschätzung von französischen Händlern.

18.01.2016 Futtermittelhersteller an der U.S.-Ostküste importieren argentinischen Weizen(A)

An der U.S. Ostküste werden Anfang Februar zwei Schiffe mit Weizenlieferungen aus Argentinien erwartet. Im Hafen von Wilmington North Carolina sollen zwei Lieferungen Schiffsladungen gelöscht werden. Für die Käufer ist es offensichtlich günstiger, Weizen aus Argentinien zu importieren, als von dem gnadenlos überversorgten U.S. Markt abzunehmen.
In Argentinien sanken die Weizenpreise im Dezember, nachdem die Währung der Peso abgewertet und die Exportzölle für Weizen und Mais auf „0“ gesenkt wurden. Aus diesem Grund liefert Argentinien auch Weizen nach Ägypten und steht damit in ernster Konkurrenz mit Frankreich und einigen Schwarzmeeranrainern. Die Käufer in den USA sind Futtermittelhersteller, die günstigen Futterweizen und Futtermais suchen.
Die Schiffe sollen am 5. Februar in Wilmington eintreffen.

16.01.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 05.01. - 12.01.16 um 2.538 Kontrakte , sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 22.305 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 161.988 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 24.843 Lots auf 186.831 Netto-Short-Positionen Mais.
15.01.2016 Südafrika: dringender Maisimportbedarf von 5 - 6 Mio. Tonnen
Südafrikas Landwirtschaftsminister Senzeni Zokwana sagte am heutigen Freitag, dass der dringende Importbedarf von Mais, dem Grundnahrungsmittel der südafrikanischen Bevölkerung, aufgrund der Dürre bei 5 - 6 Mio. Tonnen liegt. Den südafrikanischen Landwirten sagte er finanzielle Unterstützung zu. Etwa 1/3 der gesamten Maisernte könnten den hohen Temperaturen und den ungewöhnlich niedrigen Niederschlagsmengen zum Opfer fallen. Maisimporte sollen aufgrund der Dringlichkeit so schnell als möglich beginnen. Ökonomen haben davor gewarnt, dass Importe die Nahrungsmittelpreise in die Höhe treiben und Millionen von Südafrikanern treffen könnten, die bereits schwer unter der Wirtschaftskrise leiden. Südafrikas Landwirtschaft träge zwar lediglich mit 2,2% zur Wirtschaftsleistung bei, eine Abschwächung könnte die Wirtschaft aber in eine Rezession treiben und die Arbeitslosigkeit auf 25% steigen lassen.
15.01.2016 Argentiniens Maisanbau wird jetzt auf 3,1 Mio. Hektar geschätzt

Nach der letzten Einschätzung der Buenos Aires Grain Exchange wird Argentinien in der Saison 2015/16 mit 3,1 Mio. Hektar deutlich mehr Mais anbauen als zunächst geplant. Zuvor ging man noch von 2,85 Mio. Hektar aus.
Durch bessere politische Rahmenbedingungen und hervorragendes Wetter in den ersten Wochen des neuen Jahres wurde die Anbaufläche für Mais deutlich gesteigert. Die Nr. 4 unter den großen Maisproduzenten der Welt wird nun dank eines Agrarpolitischen Wandels wohl genauso viel Mais wie im Vorjahr erzeugen, als 26,3 Mio. Tonnen zusammen kamen. Unter dem neuen Präsidenten Mauricio Macri gibt es für Mais keine Exportbeschränkungen mehr und auch die Ausfuhrzölle wurden auf Null gesetzt.
Höhere Exportmengen dürften weiteren Druck am Weltmarkt verursachen.

14.01.2016 Muss Süd-Brasilien Mais importieren?

Ein brasilianischer Verband der Fleischerzeuger im Süden des Landes stellt fest, dass die riesigen Maisexporte zu einer Knappheit im eigenen Land führen. Die Preise für Futtermittel könnten steigen. Man fordert nun Importe aus den Nachbarländern Argentinien und Paraguay. Im Norden Brasiliens ist Mais noch reichlich verfügbar, die Transportkosten in die südlichen Landesteile sind aber sehr hoch.

14.01.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 243.000Tonnen Mais. Mit insgesamt 7,173 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (5,003 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 29.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 918.000 Tonnen.
14.01.2016 Mexiko kauft 102.100 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten

US-Exporteure melden den Verkauf von 102.100 Tonnen US-Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an Mexiko. Quelle: Reuters

14.01.2016 Südafrika: 2015 trockenstes Jahr seit Wetteraufzeichnung

Das Jahr 2015 war in Südafrika das trockenste Jahr seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1904, so der South African Weather Service. Die Dürre bedroht Südafrikas Maisernte und trifft die Wirtschaft des Landes schwer. Aufzeichnungen der Wetterdaten zeigen, dass die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge im Jahr 2015 403 mm betrug. Das ist über ein Drittel weniger, als die durchschnittliche Niederschlagsmenge der Jahre 1904 – 2015 (608 mm).

14.01.2016 Nach Anbaurückgang – U.S. Weizenmarkt am Wendepunkt?

Nach langer Zeit erreichten am Dienstag mit einen deutlichen Anbauflächenreduzierung endlich wieder positive Meldungen den Weizenmarkt. Mit 36,6 Mio. acres lagen die Schätzungen des USDA weit unter denen die der Markt erwartet hatte.
Das wirft allerdings auch die Frage auf, wie die frei gewordenen Flächen alternativ genutzt werden. Immerhin wurde zuletzt in 2010 und davor in 1913 in den USA so wenig Winterweizen angebaut. Analysten in den USA gehen davon aus, dass im Frühjahr eine übliche Anbaufläche mit Sommerweizen bestellt wird aber deutlich mehr Mais und insbesondere Sojabohnen, weil die Farmer sich hiervon eine bessere Wertschöpfung versprechen.
Man stellt sich in den USA auch die Frage, ob der Weizenmarkt bullisch bleiben kann. In den letzten 10 Jahren haben sich niedrigere Flächenschätzungen im Januar stets auch in den Folgemonaten bestätigt, genau wie auch höhere Anbauflächen bestätigt wurden. Die Staaten, in denen die Weizenanbauflächen am stärksten zurückgingen, waren Kansas, Nebraska und Oklahoma. Die nördlichen Regionen sind ohnehin schon sehr stark im Sojabohnenanbau engagiert, während die südlichen Regionen ihren Schwerpunkt im Maisanbau haben. Alleine in Kansas werden 700.000 acres von Weizen auf Mais oder Sojabohnen umgewidmet.

13.01.2016 Taiwans MFIG weist Angebote zum Maistender wg. zu hoher Preise zurück
Taiwans MFIG hat alle Angebote, die im Rahmen der internationalen Ausschreibung zum Kauf von 130.000 Tonnen Mais erteilt wurden, aufrund zu hoher Preise zurückgewiesen.
Gesucht wurde Mais aus den Vereinigten Staaten, Brasilen, Argentinien oder Südafrika.
Die Maisnotierungen in Chicago stiegen gestern nach der Veröffentlichung des USDA-Berichtes um 1,4%. Das US-Landwirtschaftsministerium reduzierte die Prognose der US-Maisernte 2015 von 13,654 Mrd Bushel auf  13,601 Mrd. Bushel, was eine Welle von Shortabdeckungen seitens der Fondsgesellschaften zur Folge hatte. Quelle: Reuters
13.01.2016 Indien wird weiteren Mais-Tender ausschreiben
Indiens staatseigene Einkaufsgesellschaft PEC wird einen weiteren Tender zum Kauf und Import von über 200.000 Tonnen Mais ausschreiben. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf eine Regierungsquelle. Gesucht wird Mais aus Osteuropa und der Schwarzmeer-Region.
Im laufenden Tenderverfahren zum Kauf von  290.000 Tonnen Mais erhielt  man 15 Angebote in einer Spanne von $192,99/Tonne und $ 249/Tonne.
Derzeit leidet Indien unter der zweiten Dürre infolge. Quelle: Reuters
13.01.2016 Indien: Ukraine erteilt günstigstes Angebot bei Maistender

Das günstigste Angebot in Indiens Tenderverfahren zum Kauf von 290.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) kam europäischen Händlern zufolge aus der Ukraine. Insgesamt wurden 15 Gebote erteilt. Die Spanne lag zwischen $192,99/Tonne und $ 245,00/Tonne.
Indiens staatliche Einkaufsgesellschaft PEC sucht per Ausschreibung vom 5. Januar Mais, der frei ist von gentechnisch veränderten Organismen. Angebote müssen eine Gültigkeit bis zum 18. Januar ausweisen. Ursprünglich wurden 320.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Nachdem der Hafen von Magdalla als Entladehafen nicht mehr Infrage kommt, wurde die ausgeschriebene Menge von 320.000 auf 290.000 Tonnen reduziert.
Ungenannten Quellen zufolge beabsichtigt Indien in naher Zukunft, insgesamt eine halbe Mio. Tonnen Mais zollfrei zu importieren. Derzeit leidet Indien unter der zweiten Dürre infolge. Quelle: Reuters

13.01.2016 Fonds kaufen 12.000 Lots Mais

12.01.2016 Brasilens Conab reduziert Prognose der Sojabohnen- und Weizenernte

Brasiliens nationale Versorgungsagentur Conab hat ihre Prognose der Sojabohnenernte 2015/16 von 102,5 Mio. Tonnen (Dezember) auf 102,1 Mio. Tonnen reduziert.
Die Prognose der gesamten Maisernte stieg von 82,3 Mio. Tonnen (Dezember) auf 82,0 Mio. Tonnen. Die Gesamtmenge besteht aus 27,76 Mio. Tonnen aus der ersten Ernte und 54,56 Mio. Tonnen aus der zweiten Ernte.
Ebenfalls reduziert von 5,6 Mio. Tonnen auf 5,5 Mio. Tonnen wurde die Prognose von Brasiliens Weizenernte

12.01.2016 Fonds verkaufen 7.000 Lots Mais und 6.000 Lots Weizen

11.01.2016 Argentiniens Farmer vertrauen ihrer neuen Regierung

Nach dem Präsidentschaftswechsel in Argentinien haben die Farmer dort weitere Flächen mit Mais bestellt. Das teilte heute der Vorsitzende des Verbandes der Mais-Verarbeiter in Buenos Aires mit. Im Vergleich mit dem Vorjahr bleibt die Anbaufläche allerdings gleich. Vor den Wahlen war man noch von einer deutlich kleineren Anbaufläche ausgegangen. Damals hatte die Buenos Aires Grains Exchange die Anbaufläche mit 2,85 Mio. Tonnen angegeben, im Jahr zuvor waren es 3,4 Mio. Hektar. Nachdem dann die Mitte-Rechts-Regierung von Mauricio Macri die Wahl gewonnen hat, wurden die Exportbeschränkungen aufgehoben und es war auch noch genügend Zeit, Maissaat für die Ernte 2016 zu legen. Aktuell schätzt die Getreidebörse die nächste Maisernte in Argentinien auf 26,3 Mio. Tonnen. Das ist soviel wie im Vorjahr.

11.01.2016 Indien´s PEC reduziert Volumen der Mais-Ausschreibung auf 290.000 Tonnen

Indiens staatliche Einkaufsgesellschaft PEC hat das Volumen der laufenden Mais-Ausschreibung von 320.000 Tonnen auf 290.000 Tonnen reduziert. Dies erfolgt, nachdem der Hafen von Magdalla als Entladehafen ausfällt. Das Tenderverfahren endet am 13. Januar. Angebote müsse eine Gültigkeit bis zum 18. Januar vorweisen. Ungenannten Quellen zufolge beabsichtigt Indien in naher Zukunft, insgesamt eine halbe Mio. Tonnen Mais zollfrei zu importieren. Derzeit leidet Indien unter der zweiten Dürre infolge. Quelle: Reuters

11.01.2016 Weitere Preissenkungen für Mais in China?

China muss seine Interventionspreise für Mais senken, damit sich die gewaltigen Vorräte in den staatlich Silos nicht noch weiter aufbauen und die Importe von Mais, Sorghum und Distiller´s dried Grains (DDGS) reduziert werden können. Dafür will sich der stellvertretende Direktor des chinesischen zentralen Leitungszentrums für Ländliche Belange Chen Xiwen einsetzen. Das Netzwerk ist der Top-Meinungsbildner für die chinesische Regierung, wenn es um Agrarpolitik geht.
Noch könne man die staatlichen Garantiepreise senken wenn Landwirte ihren Mais für die Einlagerung in die strategische Reserve andienen. Es sollten aber Kompensationsleistungen erbracht werden, die die fehlenden Einnahmen ausgleichen und damit die Getreideproduktion für eine Eigenversorgung gewährleistet bleibt. Wenn man den jetzt zehn Jahre gültigen Mechanismus nicht ändere, kämen weitere Probleme auf Chinas Agrarpolitik zu.
China, der zweit-größte Maiskonsument weltweit, hatte bereits Ende letzten Jahres die Maispreise gesenkt. Weitere Maßnahmen zur Verringerung der Vorräte seinen erforderlich, so Chen. In den nordöstlichen Provinzen des Landes würden staatliche Lagerhäuser bald überlaufen. In der wichtigsten Produktionsregion des Landes sollten Mais-Verbraucher gefördert werden.

11.01.2016 Taiwans MFIG sucht per Ausschreibung Mais

Taiwans MFIG hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 130.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Gesucht wird Ware aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika. Die Angebotsfrist endet am 13 Januar. Quelle: Reuters

11.01.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 29.12. - 05.01.16 um 2.437 Kontrakte , sie erhöhten jedoch gleichzeitig die Short-Positionen um 28.314 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 136.111 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 25.877 Lots auf 161.988 Netto-Short-Positionen Mais.
11.01.2016 Fonds kaufen 9.000 Lots Mais und 4.000 Lots Weizen

08.01.2016 CBoT-Mais auf 7-Monats-Tief

Auch wenn die Kurse des CBoT-Maisfutures heute Morgen fester notieren, so werden sie die erste Handelswoche dieses Jahres erneut mit einem Verlust beenden. Das ist bereits die fünfte Woche in Folge mit negativen Vorzeichen, weil das weltweite Angebot und eine schwache Nachfrage die Kassapreise drücken. Der Maismarkt notiert inzwischen auf einem 7-Monats-Tief.
U.S. Agrarrohstoffe stehen in scharfer Konkurrenz zu Angeboten aus Südamerika, die die Märkte überfluten. Außerdem gibt das schwache Wirtschaftswachstum in China Anlass zur Besorgnis über den Bedarf von dort. Nun warten die Marktteilnehmer auf Orientierungshilfe aus dem am Dienstag erscheinenden nächsten USDA-Report. Analysten erwarten für Mais höhere Endbestände. Schon gestern lagen die gemeldeten wöchentlichen Exporte mit 252.900 Tonnen unter den Erwartungen des Marktes, die bei 400.000 bis 600.000 lagen.
Ein Atomtest in Nord Korea hat ebenfalls zu der negativen Stimmung am Agrarmarkt beigetragen. Sind doch die Käufer in Fernost wichtig für den Abfluss der Agrarüberschüsse aus den USA und Südamerika.

07.01.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 367.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 6,93 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 1.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 889.000 Tonnen.

07.01.2016 Private Berater in Südamerika erhöhen Prognose für die Maisernte

Die Kurse des Maisfutures sinken auf den niedrigsten Kurs seit sechs Monaten. In Südamerika haben sich die Ernteaussichten für Mais und Sojabohnen verbessert. Private Beratungsunternehmen erhöhten gestern ihre Prognosen für die Maisernte in Argentinien.

06.01.2016 Informa Prognosen für Südamerika
Brasilien:
Maisproduktion 2015/16: 81,3 Mio. Tonnen (unverändert zum Vormonat)
Sojabohnenproduktion 2015/16: 101,4 Mio. Tonnen (unverändert zum Vormonat)
Argentinien:
Maisproduktion 2015/16: 22,0 Mio. Tonnen (Vormonat: 21,0 Mio. Tonnen)
Sojabohnenproduktion2015/16: 58,5 Mio. Tonnen (unverändert zum Vormonat)
06.01.2016 Südafrikas Maisimportbedarf bei 5 Mio. Tonnen

Südafrikas Maisimportbedarf liegt 2016 bei etwa 5 Mio. Tonnen, das entspricht ca. 50% des jährlichen Bedarfs, so Jannie de Villiers, Geschäftsführer des Verbandes Grain SA. Das Land leidet derzeit unter der größten Dürre seit 3 Jahrzehnten. Der Maispreis hat sich in Südafrika im letzten Jahr nahezu verdoppelt. Die März Fälligkeit des an der Johannesburg Stock Exchange gehandelten White Maize Kontraktes erreichte gestern mit 4.901 Rand ($311) ein Rekordhoch. Quelle: Reuters

06.01.2016 Brasilien baut Hafenkapazitäten für Mais und Sojabohnen aus

Brasilien wird nach Aussagen des dortigen Verbands der Getreideexporteure Anec in 2016 bis zu 57 Mio. Tonnen Sojabohnen exportieren (+4 Mio. Tonnen gegenüber dem Vorjahr). Die neue Rekordmenge wird unter anderem auch über neue Verladestandorte an der Nordküste des Landes abgewickelt.
Der größte Hafen Brasiliens Santos im Bundesstaat Sao Paulo ist ständig an seiner Kapazitätsgrenze und die Verladungen mussten in den zurückliegenden Monaten aufgrund heftiger Niederschläge mehrfach unterbrochen werden. Brasilien ist der größte Exporteur von Sojabohnen und der zweitgrößte Exporteur von Mais. China bezieht 78% der brasilianischen Sojabohnen.
Im Dezember verluden brasilianische Exporteure 465.900 Tonnen Sojabohnen und 5,8 Mio. Tonnen Mais. Die Maisverladungen stellten damit einen neuen Monatsrekord auf. Im gesamten Jahr 2015 verlud Brasilien 30,7 Mio. Tonnen Mais, so die Verbandsstatistik. Die größten Empfängerländer waren Vietnam, der Iran und Süd Korea. In 2016 werden die Maisausfuhren erneut über 30 Mio. Tonnen betragen.
Von den 53 Mio. Tonnen exportierten Sojabohnen in 2015 wurden 12,18 Mio. Tonnen über den Hafen von Santos abgewickelt. Über den südlichsten Hafen Brasiliens in Rio Grande do Sul gingen 11,6 Mio. Tonnen in den Export. Das waren 42 % mehr als im Vorjahr.
Neue Häfen im Norden Brasiliens, wie Itaqui im Staat Maranhao sowie Vila do Conde in Para verluden 9,5 Mio. Tonnen in 2015. Die Exporte von der werden in 2016 wohl deutlich steigen, teilte der Verband mit.

06.01.2016 Getreidemail

Technische Käufe bei den CBoT- Weizen-, Mais- und Sojabohnenfutures ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult hebt seine Prognose für den Weizenexport in der Vermarktungsperiode 2015/16 von 13 auf 14 Mio.to an. Die letzte Ernte wird höher geschätzt und der Endbestand wird kleiner ausfallen, als zuvor erwartet.
Die elektronische Nachtbörse in Chicago handelt die Weizenfutures zur Stunde minimal fester.
In Paris gaben die Weizenkurse auf allen Terminen etwas nach. Die EU-Kommission erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 337 Mio.to Weizen. Mit insgesamt 12,389 Mio.to bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres. Die Prämien am Hamburger Kassamarkt waren gestern etwas fester. Man rechnet sich bessere Exportchancen aus, so lange am Schwarzen Meer die Feiertage anhalten. Hilfreich wäre ein schwächerer Euro.

05.01.2016 Chinas Mais-Intervention größer als erwartet

Chinas Mais-Intervention war in der seit November laufenden Einlagerungsperiode mit 54 Mio. Tonnen sehr viel größer als erwartet. Die Menge übersteigt bereits jetzt die erwartete Menge der gesamten Einlagerungsperiode, die noch bis April anhält. Analysten gehen derzeit davon aus, dass bis Anfang Februar bereits 70 Mio. Tonnen vom Staat gekauft und eingelagert wird, obwohl der Interventionspreis um 10 % gesenkt wurde und striktere Qualitätskontrollen angewandt werden. Im Vorjahr kaufte China an seinen lokalen Märkten insgesamt 83,3 Mio. Tonnen und 62,2 Mio. Tonnen im Wirtschaftsjahr 2013/14.

05.01.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 405.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 6,563 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 79.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 888.000 Tonnen.

05.01.2016 Ukraine: Analyst hebt Exportprognose an

Das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult hebt seine Prognose für den Weizenexport in der Vermarktungsperiode 2015/16 von 13 auf 14 Mio. Tonnen an. Die letzte Ernte wird höher geschätzt und der Endbestand wird kleiner ausfallen als zuvor erwartet.
Der Export von Gerste wird nun auf 4 Mio. Tonnen geschätzt, nach 3,6 Mio. Tonnen zuvor, die Schätzung der Maisexporte blieb bei 16,5 Mio. Tonnen.
Ein Sprecher des dortigen Agrarministeriums sagte, dass in 2015 eine Getreideernte von 61 Mio. Tonnen eingefahren wurde. Davon werden 36 Mio. Tonnen exportiert.

05.01.2016 Nach Zollsenkung: Argentiniens Regierung enttäuscht über Sojabohnenexporte

Argentiniens Mitte-Rechts-Regierung äußerte sich gestern enttäuscht über die Sojabohnenexporte innerhalb der ersten drei Wochen nach ihrem Amtsantritt. Unmittelbar nach der Machtübernahme hatte die Macri-Regierung auf Bitten der Agrarbranche die Exportzölle von 35 auf 30 % gesenkt. Für Mais- und Weizenexporte sind die Zollsätze sogar auf Null gesenkt worden. Damit will die Regierung den Agrarsektor revitalisieren, der in der Vorgängerregierung unter Cristina Fernandez durch Handelsbeschränkungen gedrosselt wurde.
Gestern veröffentlichte der Verband der Getreide- und Ölsaatenhändler ihre Exportzahlen für den Monat Dezember. Danach wurden zwischen dem 28. Und 30. Dezember Agrargüter im Wert von $ 752 USD exportiert. Das waren mehr als doppelt soviel wie im ganzen November. Seit der Regierungsübernahme und nachdem die Exportbeschränkungen aufgehoben wurden, verließen Getreide- und Ölsaaten im Wert von 2 Mrd. USD das Land. Das sind rund 10 % der erwarteten Jahressumme.
Der Agrarminister Ricardo Negri hatte gehofft, dass mehr exportiert worden wäre, aber die Zahlen werden sich in den kommenden Tagen noch erhöhen. Die argentinische Sojabohnenernte 2015/16 wird auf 60 Mio. Tonnen geschätzt. Im Vorjahr waren es 61,4 Mio. Tonnen.
Die Regierung Macri rechnet mit den Dollars, die aus Agrarexporten ins Land geholt werden, denn die staatlichen Reserven in USD müssen dringend erhöht werden. Eine hohe Inflationsrate haben zu einer Währungsschwäche geführt.

05.01.2016 Indiens PEC schreibt Maistender aus
Indens staatliche Versorgungsagentur PEC hat einen internationalen Tender zum Import von 320.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) ausgeschrieben. Das berichten europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 11 Januar. 
Ungenannten Quellen zufolge beabsichtigt Indien in naher Zukunft, insgesamt eine halbe Mio. Tonnen Mais zollfrei zu importieren. Derzeit leidet Indien unter der zweiten Dürre infolge. Quelle: Reuters
05.01.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 22.12. - 29.12.15 um 912 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 54.480 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 82.543 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 53.568 Lots auf 136.111 Netto-Short-Positionen Mais.
05.01.2016 Getreidemail

Schwache Finanzmärkte sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weitzennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Abschlägen ins neue Jahr starten. Fondsgesellschaften verkauften 8.000 Lots Weizenfutures. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 348.273 to Weizen am oberen Rand der Markterwartungen von 200.000-350.000 to.
Die e-CBoT handelt heute Morgen geringfügig fester.
Am Matif gaben die Weizenkurse ebenfalls auf allen Terminen nach und sinken auf ein 4-Monats-Tief. Eine Kältewelle, die die Ukraine in der vergangenen Woche erfasst hat, wird sich wohl nicht negativ auf die Wintergetreidebestände auswirken, da diese durch eine Schneedecke geschützt werden. Im französischen Dünkirchen können drei Schiffe mit 180.000 Tonnen Weizen für Ägypten nicht abgefertigt werden, da die Käufer die Akkreditive zur Besicherung der Bezahlung nicht bereitstellen. Auch deutsche Getreideexporteure haben einen schweren Stand im Internationalen Wettbewerb.

05.01.2016 CBoT-Mais sinkt auf 4-Monats-Tief

Die Kurse der Maisfutures am CBoT sanken in der ersten Handelssitzung des Neuen Jahres auf den niedrigsten Stand seit Anfang September. Die Marktteilnehmer bezweifeln, dass das große weltweite Angebot vom Markt aufgenommen werden kann. Zum Beispiel ist in China jeder für Rohstoffe bärisch. Das einzige was die Finanzinstrumente auf Agrarrohstoffe stützt, sind zu erwartende Short-Abdeckungen der Fondsgesellschaften, die zuletzt aber noch Verkaufspositionen aufgebaut haben.
Gestern wurde der Börsenhandel mit Aktien chinesischer Unternehmen in China ausgesetzt. Das schürte bei vielen Anlegern die Überzeugung, dass das Wirtschaftswachstum mit „nur noch 5 %“ zu hoch geschätzt wird. Eine private Erhebung besagt, dass die Industrieproduktion in China seit 10 Monaten rückläufig ist.
Der Kursdruck auf Mais, Weizen und Sojabohnen kommt aber auch von vorteilhaften Wetterbedingungen. In Brasilien hat es jetzt bald genug geregnet und im Schwarzmeerraum schützt eine Schneedecke die Wintersaaten vor der Auswinterung.

05.01.2016 Fonds verkaufen 14.000 Lots Maisfutures

04.01.2016 Südafrikas Maispreise bleiben auf Rekordniveau

Die Maispreise in Südafrika bleiben auch zu Beginn des neuen Jahres auf einem Rekordniveau. Die Trockenheit hält noch weiter an während der Kurs des Rand an Wert verliert.
Die Preise für weißen Mais, dem wichtigsten Kalorienlieferanten der niedrigen Einkommensschichten, haben sich in 2015 mehr als verdoppelt. Gelber Mais, der als Viehfutter verwendet wird, wurde um 70 % teurer. In der Provinz Nordwest, dem bedeutendsten Mais-Anbaugebiet des Landes, ist es zur Aussaat zu trocken und dort, wo schon gesät wurde, ist es zudem zu heiß für die jungen Pflanzen. Wenn die Wetterlage so anhält, muss Südafrika, der größte Maisproduzent des afrikanischen Kontinents, bis Mai oder Juni Mais importieren.
Die sengende Hitze und die Trockenheit wird durch das Wetterphänomen El Nino, das alle paar Jahre im östlichen Pazifik auftritt, noch verstärkt. Es hat Auswirkungen auf das globale Wetter. In Südafrika ist inzwischen die zweite aufeinanderfolgende Maisernte betroffen. Sie schrumpft um 1/3 einer Durchschnittsernte und ist die Kleinste seit 2007.
Die Politiker des Landes sind beunruhigt und die Zentralbank in Johannesburg äußert Bedenken über steigende Lebensmittelpreise, die die Inflation in dem wirtschaftlich fortschrittlichsten afrikanischen Land antreiben.

04.01.2016 Mais: Indien wird vom Exporteur zum Importeur

Die indische Regierung hat seine staatlichen Einkäufer bevollmächtigt, 500.000 Tonnen zollfreien Mais einzukaufen. Bereits seit zwei Jahren ist es in den dortigen Maisanbauregionen zu trocken und die Erträge sinken. Seit 16 Jahren hatte Indien keine Maisimporte mehr zugelassen, meist wurde sogar Mais exportiert.
Um die steigenden Preise im Inland zu begrenzen, wird in Kürze Mais vom Weltmarkt durch das staatliche Unternehmen PEC Ltd. eingekauft. Genetisch veränderter Mais (GMO-Mais) darf nicht importiert werden.
In diesem Wirtschaftsjahr gab es bisher noch gar keine Maisimporte. Im Vorjahr wurden aus Indien 2,8 Mio. Tonnen exportiert. Zuletzt stiegen die Inlandspreise für Mais in Indien um 28 %.
Der dramatische Wandel in der indischen Handelspolitik erfreut die Konkurrenz in Brasilien, Argentinien und den USA. Allein die Abwesenheit als Exporteur im asiatischen Markt könnte die Konkurrenz dazu nutzen, in Asien besser Fuß zu fassen. Begünstigt wird deren Markteinstieg durch einen 13 %igen Preisverfall innerhalb der letzten 6 Monate. Indien könnte sich in Afrika oder in der Ukraine eindecken, da dort GMO-freie Maisbestände vorhanden sind.
Die staatlichen Einkäufer werden die Maisimporte direkt an Geflügelhalter oder Stärkefabriken verkaufen. Importmais wird dann mindestens 7 % preiswerter sein als Inlandsmais. Durch den lokalen Engpass hatten Produzenten Vorräte gehortet, was nach den Importen wohl vorbei wäre.
Die Sommerernte von indischen Mais wird von der Regierung auf 15,51 Mio. Tonnen geschätzt, Handelsexperten gehen allerdings nur von 12 bis 13 Mio. Tonnen aus. Indien konsumiert rund 19 Mio. Tonnen Mais im Jahr. Es gibt aber noch eine zweite Ernte, die rund 20 % der Gesamternte ausmacht.

04.01.2016 Großes Angebot begrenzt Marktphantasien

Die Agrarfutures am CBoT starten das Neue Jahr mit roten Vorzeichen. Obwohl heftige Niederschläge Teile der U.S. Winterweizenregionen überfluten. Händler suchen händeringend nach alternativen Transportrouten, da der Mississippi-River in Teilen für den Schiffstransport gesperrt wurde. Dennoch ist der Weltmarkt mit Weizen Mais und Sojabohnen mehr als gut v ersorgt, was mögliche Kurssteigerungen deckelt.
In Brasiliens Mato Grosso, einem Hauptanbaugebiet für Sojabohnen, fielen in den vergangenen 10 Tagen dringend benötigte Niederschläge. Die wöchentlichen Zahlen für U.S. Sojabohnenexporte enttäuschten in der Wochen bis zum 24.12. und setzten die Börsenkurse unter Druck. Schon seit drei Jahren gingen die Börsenkurse für Mais und Sojabohnen zurück. Mais verlor in 2015 9,6 % und Sojabohnen sogar 14,5 %.
Einzige bullische Meldung für Mais heute Morgen ist, dass Indien wohl in Kürze als Käufer am Weltmarkt auftreten wird. Staatliche Einkäufer sagten, dass sie ½ Mio. Tonnen zollfreien Mais importieren werden. Seit zwei Jahren verursacht eine Trockenheit in den Maisanbauregionen des Landes und begrenzt die Erträge. Das wären die ersten Mais-Importe seit 16 Jahren.

31.12.2015 Südafrikas Maispreise haben sich 2015 mehr als verdoppelt

Südafrikas Maispreise haben sich 2015 mehr als verdoppelt. Der Grund ist die durch El Nino verstärkte Dürreperiode. Der März-Kontrakt MAWc3 kletterte rund 114 Prozent auf den Rekordwert von 4661 Rand (298 $) pro Tonne. Der Preis für gelben Mais, der vor allem als Tierfutter verwendet wird, ist in diesem Jahr um 70 Prozent gestiegen. Quelle: Reuters

31.12.2015 Fonds verkaufen 5.000 Lots Maisfutures

30.12.2015 Argentinien schafft Exportquoten für Weizen und Mais ab

Die argentinische Regierung hat gestern Exportbeschränkungen für Mais und Weizen abgeschafft. Damit will die Regierung Macri den Agrarsektor des Landes revitalisieren. Die neue Mitte-Rechts-Regierung hatte bereits Anfang Dezember die Exportzölle auf Weizen und Mais abgeschafft und den Zollsatz für Sojabohnen reduziert. Damit werden Wahlversprechen eingelöst.
Exportbeschränkungen hatten in den acht Regierungsjahren von Cristina Fernandez dazu geführt, dass der Weizen- und Maisanbau zugunsten von Sojabohnen eingeschränkt wurde. Das hatte eine gesunde Fruchtfolge verhindert. Die Linksregierung von Fernandez wollte damit eine bessere Versorgung mit Nahrung im Land sicherstellen. Macri ist der Meinung, dass das die Leistungsfähigkeit der dortigen Landwirtschaft beschränkt hat.
Macri sagte, es sei nötig, alle bisherigen Beschränkungen aufzuheben und einen einfachen und transparenten Markt zuzulassen. So könne die Getreideproduktion in den kommenden vier Jahren von derzeit 100 Mio. Tonnen auf 130 Mio. Tonnen wachsen.

29.12.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 305.472 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 275.000 - 400.000 Tonnen. Bangladeschs staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf und Import von 50.000 Tonnen Mahlweizen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 10. Januar. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 Kontrakte. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
Bei geringem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen leicht nach.  Für den Süden des europäischen Russlands und der Ukraine ist ab Freitag bis in die kommende Woche hinein Frostwetter angesagt, das die dortigen Wintergetreidebestände gefährden kann, da es noch keinen Schnee gibt, der die jungen Pflanzen schützt.

29.12.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 15.12. - 22.12.15 um 15.605 Kontrakte , sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 27.832 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 39.106 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 43.437 Lots auf 82.543 Netto-Short-Positionen.
24.12.2015 El Nino sorgt Nahrungsmittelknappheit im Süden Afrikas

Der Süden Afrikas steht aufgrund einer anhaltenden Dürrephase vor eine Nahrungsmittelknappheit. Die durch das Wetterphänomen El Nino noch verstärkte Trockenheit gibt, laut eines Berichtes der FAO, Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln.
Witterungsbedingt ist 2015 die Maisproduktion, die etwa 80 Prozent der gesamten Getreideproduktion ausmacht, um 27 Prozent gesunken.
Die angespannte Situation führte zu einem erhöhten Importbedarf für die meisten Länder der Region.
Kleinbauern in Ländern wie Malawi und Sambia sind besonders gefährdet, da ihre Flächen fast vollständig von Regenfällen abhängig sind.
Die Maispreise in Südafrika, dem Top-Produzenten für Grundnahrungsmittel, sind aufgrund der Hitzeperioden annähernd auf Rekordniveau. Der Dezember-Maiskontrakt MAWc1, der am Mittwoch ausgelaufen ist, schloss bei 4160 Rand pro Tonne. Damit liegt der Preis fast doppelt so hoch wie vor einem Jahr.
Der südafrikanische Wetterdienst geht davon aus, dass die Temperaturen auch in den kommenden Monaten höher als normal und die Niederschlagsmenge unterdurchschnittlich bleiben werden. Quelle: Reuters

24.12.2015 Getreidemail

Die schwache Exportnachfrage nach US-Weizen, Verluste beim Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Drei-Wochen-Tief schließen. Ägyptens GASC kaufte im Rahmen einer Ausschreibung 120.000 Tonnen Weizen aus Argentinien zum Preis von $190,94/Tonne. Die Lieferung soll in der Zeit vom 21.-31.01.2016 erfolgen. Intituitonelle Anleger erhöhten ihren Bestand Netto-Short-Positionen beim SRW-Weizen um 3.000 Kontrakte.
Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse auf unverändertem Niveau.
An der Euronext in Paris verlebten die Weizenfutures einen vergleichsweise ruhigen Handelstag und die Kurse schlossen uneinheitlich. Heute wird in Paris bis 14:00 Uhr gehandelt.
Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 648.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 12,052 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr weiter hinter dem Ergebnis des Vorjahres.

23.12.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 578.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 6,158 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 23.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 809.000 Tonnen.
23.12.2015 Russland könnte in 2016 bis zu 1 Mio. Tonnen Weizen nach China exportieren

Russland könnte im kommenden Jahr bis zu 1 Mio. Tonnen Getreide nach China exportieren. Das teilte heute der oberste Wächter über Russlands Behörde für Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) Sergei Dankvert gegenüber der Nachrichtenagentur TASS mit.
In der letzten Woche hätten sich Moskau und Peking über die Qualitätskontrolle für Getreide geeinigt, die eine technische Voraussetzung dafür ist, dass der chinesische Markt für Agrarexporte aus Russland bereit ist.
Rosselkhoznadzor und chinesische Regierungsvertreter, die für die Lebensmittelsicherheit zuständig sind, unterzeichneten Dokumente für die Einfuhr von russischem Weizen, Mais, Rapssaat, Sojabohnen und Reis.

23.12.2015 China hat seit August keinen Mais aus der Ukraine bezogen

China, der größte Importeur von ukrainischen Mais in der Vermarktungssaison 2014/15 hat seit August keinen Mais mehr aus der Ukraine bezogen. Das stellte das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult gestern fest. China hat der Ukraine im Jahr 2012 einen Kredit gegeben, der mit Maislieferungen aus der Ukraine bedient werden soll.
In der letzten Saison kaufte China mehr als 3 Mio. Tonnen Mais aus der Ukraine, in dieser Vermarktungssaison sind es erst 330.000 Tonnen. Die ukrainischen Maisexporte reduzierten sich in dieser Saison zum Stichtag um 7 %. Das meiste ging in die EU, die 65 % aller Lieferungen empfingen.
Nach einem Kreditvertrag aus dem Jahre 2012 will Chinas Handelshaus CCEC bis zu 5 Mio. Tonnen Mais im Vermarktungsjahr abnehmen. Ein Regierungsvertreter aus Kiew sagte bereits vor Wochen, dass China in diesem Jahr deutlich weniger als 2 Mio. Tonnen Mais abnehmen werde. Darauf haben sich die Lieferanten jetzt eingestellt.
In der Zeit von Januar bis August 2015 lieferte die Ukraine 800.000 Tonnen Mais. China hat laut dem Vertrag, der eine Laufzeit von 15 Jahren hat, keine Verpflichtung, eine bestimmte Maismenge pro Jahr abzunehmen. In der Ukraine befürchtet man, dass das schwächere Wirtschaftswachstum Chinas einen negativen Einfluss auf die Vertragserfüllung hat und man möchte das Recht nachverhandeln, nicht abgenommenen Mais unter Anrechnung der Mengen an andere Länder zu exportieren.

23.12.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe am Terminmarkt, hohe weltweite Weizenvorräte sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Russland und Argentinien, zwei bedeutende Weizenexporteure, tragen maßgeblich zu dieser Stimmung am Weltmarkt bei. Die russische Regierung überlegt, ob sie den Exportzoll für Weizen senken soll. In Argentinien wurde die Währung abgewertet sodass große Lagerbestände auf den Weltmarkt drängen. Während es hierzulande viel zu warm ist, werden für die Westplains in den USA heftige Schneefälle erwartet, was die dortigen Weizenbestände schützen würde.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde fester.
Bei vergleichsweise geringen Handelsumsätzen folgten die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee, die Kurse fielen auf ein 3-Monats-Tief. Ägypten hat letzte Nacht eine Ausschreibung zum Kauf von Weizen (21.-31.Jan.´16) auf den Weg gebracht.

23.12.2015 Mais: Händler leben „von der Hand in den Mund“

Das große weltweite Angebot an Mais drückt die Kurse der CBoT-Maisfutures auf ein Wochentief. Während nahezu ideale Vegetationsbedingungen in Südamerika eine weitere gute Maisernte erwarten lassen und Argentinien mit seinen Lagervorräten aggressiv auf den Markt drängt, schwächt sich die Nachfrage ab. Ethanol-Margins sind schwach und die U.S. Rinderbestände sind kleiner als erwartet. Die Käufer leben „von der Hand in den Mund“. Auch die internationale Nachfrage ist schwach. So hat China seit August keinen Mais mehr aus der Ukraine bezogen.

23.12.2015 Fonds verkaufen 7.500 Lots Maisfutures

22.12.2015 Südafrika: Maisbestände per Ende November bei 4,709 Mio. Tonnen

Südafrikas Maisbestände erreichten per Ende November 4,709 Mio. Tonnen (Oktober: 5,408 Mio. Tonnen). Sie setzen sich u.a. zusammen aus 2,750 Mio. Tonnen White Maize und 1,96 Mio. Tonnen Yellow Maize). Die Maisexporte erreichten im November 488.401 Tonnen. Das meldet SAGIS (South African Grain Information Services). Quelle: Reuters

22.12.2015 USA: Rückgang der Wildbienenbestände besorgniserregend
Der Bestand an Wildbienen, einem wichtigen Bestäuber für viele Nutzpflanzen, hat sich in den Vereinigten Staaten in einigen Hauptanbaugebieten für Agrarrohstoffe spürbar verringert. Das geht aus einer von Wissenschaftlern erstellten nationalen Studie hervor, die vom Präsidenten Barak Obama in Auftrag gegeben wurde. 139 Gebiete wurden als besonders besorgniserregend bezeichnet. Sie beinhalten Regionen in Kalifornien, Central Valley, dem Nordwesten, den Great Plains, West-Texas und das südliche Mississippi River Tal. Betroffen sind u.a. Nutzpflanzen wie Mandeln, Kürbisse, Heidelbeeren, Wassermelonen, Pfirsiche und Äpfel. Diese Pflanzen sind stark abhängig von Bestäubern. Die genannten Gebiete repräsentieren 39% der bestäubungsabhängigen Ernte in den Vereinigten Staaten, so Taylor Ricketts, Direktor vom Institut für Ökologische Ökonomie der Universität Vermont. Weniger bestäubungsabhängige Kulturpflanzen sind Soja, Raps und Baumwolle. Mais und Weizen benötigen keine Bestäuber.
Wildbienenrückgänge können die Kosten der Landwirte erhöhen und die Pflanzenproduktion sogar destabilisieren. In der Zeit von 2008 – 2013 verringerte sich die Zahl der Wildbienen in den Vereinigten Staaten um 23%, das geht aus der Studie hervor. Faktoren für den Rückgang der Wildbienen sind die Umwandlung von natürlichen Lebensräumen in Ackerland u.a. Mais für die Produktion von Biokraftstoffen, sowie der Einsatz von Pestiziden und Krankheiten.
Den volkswirtschaftlichen Wert der Leistungen, die die Wildbienen in den Vereinigten Staaten erbringen, wird auf mehr als 3 Milliarden US-Dollar pro Jahr beziffert.
Der Rückgang der Wildbienen führt zu einer größeren Abhängigkeit der kommerziellen Bienenvölker, deren Population ebenfalls rückläufig ist.
22.12.2015 Fondsgesellschaften verkaufen 5.000 Lots CBoT-Mais

21.12.2015 Argentinische Farmer holen Devisen ins Land

In den zurückliegenden Jahren hat sich in Argentinien ein Rekordbestand an Weizen, Mais und Sojabohnen aufgebaut. Nachdem die Linksregierung von Cristina Fernandez-Kirchner letzte Woche die Regierungsgeschäfte an die rechte und wirtschaftsliberale Regierung von Mauricio Macri übergeben hat, sind dort für den Agrarmarkt zwei grundlegende Änderungen eingetreten.
Zum einen hat Macri die Exportzölle für Weizen und Mais von über 20 % auf „0“ gesenkt, für Sojabohnen wurde der Zollsatz von 35 % auf 30 % gesenkt. Außerdem wurden alle Exportquoten für diese Produkte abgeschafft.
Zum anderen wurden in der letzten Woche die Beschränkungen für den Währungshandel aufgehoben, mit der Folge, dass der argentinische Peso um 26,55 % abgewertet wurde.
Kenner des argentinischen Agrarmarktes schätzen den Bestand an Sojabohnen auf 13 Mio. Tonnen, die noch bis zum Ende der laufenden Vermarktungsperiode und vor der nächsten Ernte im April und Mai auf den Weltmarkt drängen. 8 bis 10 Mio. Tonnen könnten es bereits in den kommenden drei Monaten sein.
Außerdem stehen rund 10 Mio. Tonnen Mais in den Silos der Farmer zum unmittelbaren Verkauf an. Diese großen Bestände konnten in den letzten Jahren nicht abfließen, da die Linksregierung Kircher die Ausfuhrmengen beschränkt hatte.
Die neue Regierung hat mit den Exporteuren vereinbart, dass in den kommenden Wochen Produkte im Wert von täglich 400 Mio. USD ausgeführt werden sollen, um die erschöpften Reserven der Zentralbank in Buenos Aires aufzufüllen.

21.12.2015 Getreidemail

Obwohl es am internationalen Weizenmarkt fundamental nichts Neues gibt, ließen Shorteindeckungen der Fonds sowie Gewinne beim Soja- und Maiskomplex die Börsennotierungen am Freitag in Paris und Chicago fester schließen. Der bärische Trend seit November könnte sich durch ein größeres Angebot aus Argentinien, wo der Peso abgewertet wurde, weiter fortsetzen. Die Farmer dort hatten sich vor dem Regierungswechsel mit Verkäufen zurückgehalten und treten jetzt aggressiv am Weltmarkt auf.  
An der e-CBoT handelt der Weizen heute Morgen schwächer.
Aktuell gibt es wegen der Saatenbestände keine großen Bedenken. In den Überschussregionen auf der Nordhalbkugel stehen alle Wintersaaten gut. In der Schwarzmeerregion hatten milde Temperaturen und Regenfälle dafür gesorgt, dass sich der anfänglich in trockene Böden gesäte Weizen nun besser entwickelt. Allerdings wurden in der Ukraine 1 Mio. Hektar weniger Wintersaaten bestellt, was in 2016 die Exporte von dort stark einschränken dürfte.

20.12.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim Mais in der Woche vom 08.12. - 15.12.15 um 3.968 Kontrakte, sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch die Short-Positionen um 29.608 Kontrakte. Dadurch reduzierte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 64.746 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 25.640 Lots auf 39.106 Netto-Short-Positionen.
18.12.2015 Brasiliens Center-West fehlt saisonüblen Landregen

Der Bauernverband in Brasiliens viert-größtem Sojabohnenanbaugebiet im Bundesstaat Goias hat heute seine Ernteschätzung 2015/16 auf 9,8 Mio. Tonnen Sojabohnen, also um 5,7 %, gesenkt, da es in der Region Center-West zu wenig geregnet hat. Der Verbandsvorsitzende Faeg will auch nicht ausschließen, dass es weitere Kürzungen geben wird.
Das Center-West ist der bedeutendste Getreidegürtel in Brasilien und produziert mehr als 50 % der brasilianischen Sojabohnen- und Maisernte, dort hatte es seit Wochen nur gelegentlich geregnet, statt des benötigten üblichen Landregens.

18.12.2015 Südafrika: Trockenheit könnte bis zum Herbst anhalten
Die Trockenheit in Südafrika, die den starken Anstieg der dortigen Maispreise verursacht, wird bis in den frühen Herbst hinein weiterbestehen und die Lage weiter verschlimmern. Die Wahrscheinlichkeit überdurchschnittlicher Temperaturen in vielen Teilen Südafrikas sei hoch. Das geht aus der monatlichen Prognose des südafrikanischen Wetterdienstes hervor. Quelle: Reuters

 

18.12.2015 Europäische Kommission reduziert Prognose der Maisernte 2015
Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der diesjährigen Maisernte in der Europäischen Union von 57,5 Mio. Tonnen auf 56,6 Mio. Tonnen reduziert. Im Vorjahr wurden 77,9 Mio. Tonnen Mais geerntet.
Die Prognose der  EU Weichweizenernte 2015 wurde von der Kommission mit 149,15 Mio. Tonnen unverändert belassen. Damit wird die Annahme einer neuen Rekordernte, die leicht über dem Vorjahresergebnis von 148,7 Mio. Tonnen liegt, bestätigt.
Reduziert wurde die Schätzung der Rapssaaternte 2015 auf 21,3 Mio. Tonnen. 2014 wurde mit 24,3 Mio. Tonnen Rapssaat ein Rekordergebnis erzielt. Quelle: Reuters
18.12.2015 Südkoreas MGF und FLC kaufen gemeinsam 232.000 Tonnen Mais

Südkoreas Major Feedmill Group (MFG) und Feed Leaders Committee (FLC) kauften im Rahmen eines privatrechlichen Geschäftes 232.000 Tonnen Mais (Yellow Maize). 69.000 Tonnen in den Vereinigten Staaten oder in Südamerika, weitere 42.000 Tonnen in Südamerika. Die Herkunft der restlichen Ware ist optional. Quelle: Reuters

18.12.2015 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie gute Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit 320.00 Tonnen US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Jordaniens staatliche Getreideagentur hat im Rahmen eines Tenderverfahrens 50.000 Tonnen Weizen optionaler Herkunft gekauft. Für einen weiteren Tender zum Kauf von 100.000 Tonnen endet die Angebotsfrist am 23. Dezember. Zur Stunde handelt die e-CBoT leicht schwächer. Die Weizenfutures an der Euronext in Paris verlebten einen vergleichsweise ruhigen Tag und schlossen auf fast unverändertem Niveau. Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 1,077 Mio. Tonnen Weizen. Mit insgesamt 11,404 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 13,612 Mio. Tonnen lag. Großbritanniens Landwirtschaftsministerium hat die Prognose der dortigen Weizenernte 2015 von 16,17 Mio. Tonnen auf 16,44 Mio. Tonnen erhöht. 

17.12.2015 Informa reduziert Prognosen für US Mais- u. Sojabohnenanbauflächen 2016
Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der US Mais- und Sojabohnenernte 2016 reduziert. Die Prognose für Mais wurde auf88,926 Mio. Acres reduziert (Vormonat. 90,1 Mio. Acres).
Die Anbaufläche für Sojabohnen wurde auf 84,537 Mio. Acres reduziert (Vormonat: 85,3 Mio. Acres).
2015 wurde Mais auf 88,4 Mio. Acres angebaut und Sojabohnen auf 83,2 Mio. Acres. Quelle: Reuters
17.12.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Kommission erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 462.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 5,58 Mio. Tonnen sind die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 3,522 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 85.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 786.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,292 Mio. Tonnen).
17.12.2015 Peso-Abwertung

Argentinien hat die seit etwa 4 Jahren geltenden Devisenkontrollen weitgehend aufgehoben. Ab heute wird der Peso zum US-Dollar frei gehandelt. Der Referenzpreis wurde heute in einer Spanne zwischen 13,90 – 14,00 Peso pro US-Dollar festgestellt. Das entspricht einer Abwertung zwischen 27,2% und 32,2%. Mit der Aufhebung der Kapitalkontrollen sollen der Peso geschwächt und der Export (u.a. von Agrarprodukten) angetrieben werden. Auf dem ohnehin schon gut versorgten Weltmarkt wird das den Preisdruck für Sojabohnen, Mais und Weizen erhöhen.
Der neue argentinische Präsident hat in dieser Woche ein Dekret unterzeichnet, wonach die Exportsteuer für Mais und Weizen auf 0 gesenkt wurde und die Exportsteuer von Sojabohnen um 5% auf 30% gesenkt wurde.
Sojabohnen sind bisher die bedeutendsten Feldfrüchte, die Argentinien viele Devisen einbrachten. Maisexporte wurden zuletzt mit 20 % Zöllen belastet, während Weizenzölle bei 23 % lagen. Macri ist Befürworter eines freien Marktes und hatte im November die Stichwahlen gegen die Links-Regierung gewonnen. Am vergangenen Donnerstag hat er sein neues Amt angetreten.

17.12.2015 Südkorrea kauft 195.000 Tonnen Mais

Südkoreas NOFI (Nonghyup Feed Inc.) kauft im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens bis zu 195.000 Tonnne Mais optionaler Herkunft. Gesucht  wurde Mais (U.S No. 3 Grade oder besser) zur Ankunft im Mai oder Juni 2016. Quelle: Reuters

17.12.2015 Getreidemail

Technische Käufe, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Tunesien kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 100.000 Tonnen Mahlweizen optionaler Herkunft. Russlands Getreideernte 2016 wird vom Agrarministerium in Moskau auf 100,8 Mio. Tonnen geschätzt, darin enthalten sind 58,6 Mio.Tonnen Weizen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 SRW-Weizenkontrakte. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das USDA die wöchentlichen Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizenexporten in einer Spanne von 250.000 - 450.000 Tonnen. Die eCBoT handelt heute Morgen moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und die Kurse gaben auf allen Terminen deutlich nach. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve erhöhte gestern erwartungsgemäß den Leitzins um 0,25% auf 0,5% und leitete damit die Zinswende in den USA ein. Der Euro handelt heute morgen mit Verlusten.

17.12.2015 Argentinien: Peso vor Abwertung

Die beabsichtigte Entscheidung der neuen argentinischen Regierung, die Landeswährung, den Peso, ohne Beschränkungen frei handeln lassen, wird zu einer Abwertung des Peso führen und so die Exporte aus dem südamerikanischen Land sprunghaft ansteigen lassen. Auf dem ohnehin schon gut versorgten Weltmarkt wird das den Preisdruck für Sojabohnen, Mais und Weizen erhöhen.
Aktuell handelt man am CBoT die Sojabohnen auf einem 3,5-Wochen-Tief. Der Politikwechsel in Argentinien ist derzeit der große Treiber an den weltweiten Agrar-Terminbörsen.
Wenn heute in Argentinien die Börsen öffnen, sollen alle Währungskontrollen aufgehoben sein und eine deutliche Abwertung des Pesos wird die Folge sein. Der neue Regierungschef Mauricio Macri, Verfechter des freien Marktes, hat letzte Woche sein Amt angetreten.

16.12.2015 Indonesien: Mais-Importbedarf im ersten Quartal 2016 bei 600.000 Tonnen

Indonesien wird im ersten Quartal 2016 etwa 600.000 Tonnen Mais importieren, das sagte der Chef der staatseigenen Versorgungsagentur Bulog (The Bureau of Logistics) am heutigen Mittwoch.
Zuvor wurde aus Indonesiens Industrieministerium gemeldet, dass der Mais-Importbedarf der Futtermittelhersteller im kommenden Jahr bei 2,4 Mio. Tonnen liegt.
Indonesien, Südostasiens größte Volkswirtschaft, importiert Mais hauptsächlich aus Argentinien und Brasilien. Um die Eigenversorgung zu erhöhen, hatte die Regierung im Juli Importquoten eingeführt. Das führte allerdings zu steigenden Futtermittelpreisen im Inland, sodass nun wieder Importe in der Größenordnung der Vorjahre zugelassen werden, die ab 2016 über die Versorgungsagentur Bulog kanalisiert werden sollen. Quelle: Reuters

15.12.2015 Argentinische Agrarpolitik erhöht Angebot für Weizen, Mais und Sojabohnen

Broker in Australien sind sich sicher, dass die Preise für Weizen, Mais und Sojabohnen unter Druck bleiben, denn die argentinische Agrarpolitik wird einen Einfluss haben. Der neue argentinische Präsident Mauricio Macri hat gestern ein Dekret unterschrieben, das die Zölle für Weizen und Mais auf „0“ senkt und die Ausfuhrabgaben für Sojabohnen von 35 % auf 30 % senkt. Es wird erwartet, dass das Angebot aus Südamerika steigt und eine schwächere Nachfrage aus den USA zur Folge haben wird.
Investoren erwarten zudem, dass die Währungskontrollen für den argentinischen Peso erleichtert werden, was eine Abwertung zur Folge hätte. Exporte aus Argentinien wären dann noch günstiger am Weltmarkt.

14.12.2015 Macri unterzeichnet Dekret zur Zollsenkung noch heute

Damit die Landwirtschaft in Argentinien wieder in Schwung kommt, will der neue Präsident Mauricio Macri noch heute mit einem Dekret veranlassen, dass die Zölle auf Mais- und Weizenexporte unmittelbar aufgehoben werden. Der dortige Agrarsektor war darüber zwei Legislaturperioden lang im erbitterten Streit mit der vorherigen Links-Regierung Kirchner.
Das Dekret soll auch die Zölle für Sojabohnenausfuhren von 35 % auf 30 % absenken. Sojabohnen sind bisher die bedeutendsten Feldfrüchte, die Argentinien viele Devisen einbrachten. Maisexporte wurden zuletzt mit 20 % Zöllen belastet, während Weizenzölle bei 23 % lagen. Macri ist Befürworter eines freien Marktes und hatte im November die Stichwahlen gegen die Links-Regierung gewonnen. Am vergangenen Donnerstag hat er sein neues Amt angetreten.
Mit den Maßnahmen für den wirtschaftlich bedeutenden Agrarsektor will Macri die Möglichkeit schaffen, dass die argentinische Agrarproduktion steigt. Der Agrarbereich soll nicht länger gegen die Industrie ausgespielt werden, oder die Farmer gegen das Land, so Macri heute.
Argentiniens Farmer wollen jetzt die Maisanbaufläche um 10 % ausweiten und dann mehr Mais exportieren. Die Maisaussaat ist noch bis Mitte Januar möglich, während Weizen noch bis Mitte des Jahres gesät werden kann. Mehr als 90 % des argentinischen Mais ist genetisch verändert; seit der Präsidentschaftswahl am 22. November hat dieses Saatgut, das gegen die Unkrautbehandlung mit dem umstrittenen Glyphosat von Monsanto resistent ist, noch weitere Marktanteile erobert.

14.12.2015 Mais: Verunsicherung über Anbauausweitung in Argentinien

Argentinien wird nach Einschätzung der dortigen Getreidebörse Rosario eine Weizenernte von 9,6 Mio. Tonnen einfahren. Im Vormonat war man noch von 9,4 Mio. Tonnen ausgegangen. Begründet wird der Anstieg mit einer geringfügig höheren Anbaufläche von 3,45 Mio. Hektar gegenüber 3,4 Mio. davor.
Marktbeobachter erwarten eine signifikante Ausweitung des Getreideanbaus wenn die neue Regierung unter Mauricio Macri tatsächlich Zölle und Exportquoten senkt. Für den Maisanbau käme eine rasche Entscheidung noch gerade rechtzeitig, denn bis Mitte Januar kann die neue Maisernte noch gelegt werden. Die Fachleute der Getreidebörse beließen allerdings ihre Ernteschätzung für Mais noch bei 20,2 Mio. Tonnen, fügten aber hinzu, dass die Zahlen auch höher ausfallen können. Da eine späte Maisaussaat geringere Erträge bringen würde, gibt es allerdings eine große Verunsicherung über die tatsächliche Anbaufläche.

14.12.2015 US-Landwirte erhöhten Mais-Anbauflächen
Das US-Landwirtschaftsministerium hat am vergangenen Freitag die Anbauflächenschätzungen für das Vermarktungsjahr 2016/17 veröffentlicht. Sie lauten wie folgt:
Mais:
Maisanbaufläche: 90,5 Mio. Acres (+ 2,1 Mio. Acres zum Vermarktungsjahr 2015/16).
Maisproduktion: 13,900 Mrd. Bushel
Sojabohnen:
Sojabohnenanbaufläche: 82,0 Mio. Acres (-1,2 Mio. Acres zum Vermarktungsjahr 2015/16).
Sojabohnenproduktion: 3,785 Mrd. Bushel
Weizen:
Weizenanbaufläche: 53,0 Mio. Acres
Weizenproduktion: 2,060 Mrd. Bushel
Die Prognosen sind Teil eines langfristigen Reports für das kommende Jahrzehnt. Der vollständige Bericht für die kommenden 10 Jahre wird im Februar veröffentlicht.
14.12.2015 Isrealische Käufergruppe sucht 80.000 Tonnen Mais

Eine Käufergruppe aus Israel hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 80.000 Tonnen Mais und 20.000 Tonnen Sorghum ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 15. Dezember. Quelle: Reuters

14.12.2015 Coceral erhöht Quartalsprognose für EU Weichweizenernte 2015

Der europäische Getreideverband Coceral erhöhte am Freitag seine Quartalsprognose der diesjährigen EU Weichweizenernte von 148,2 Mio. Tonnen (September) auf 150,3 Mio. Tonnen. Im vergangenen Jahr wurden 148,5 Mio. Tonnen Weichweizen in der EU geerntet. Damit wäre das Ergebnis des Vorjahres von 148,5 Mio. Tonnen übertroffen.
Die Prognose der EU Maisernte wurde erneut reduziert von 59,5 Mio. Tonnen (September) auf 58,5 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurde das Rekordergebnis von 75 Mio. Tonnen erzielt.
Analysten erhöhten in diesem Jahr stetig ihre Prognosen für die Weizenernte aufgrund hoher Erträge. Die Trockenheit im Sommer hat dem Weizen im Gegensatz um Mais nicht geschadet.
Für die Rapsernte erhöhte Coceral seine Prognose leicht von 21,4 Mio. Tonnen auf 21,5 Mio. Tonnen. Damit läge das Ergebnis weiter hinter dem Rekordergebnis des Vorjahres von 24,4 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

14.12.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen zum Wochenende, Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex sowie schwache Rohölnotierungen ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit Abschlägen schließen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim SRW-Weizen um 3.000 Kontrakte. Die eCBoT handelt heute Morgen etwas fester. An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures ebenfalls mit Verlusten. Negative Vorgaben aus Übersee sowie der festere Euro belasteten den Markt. Die Ukraine hat in der laufenden Periode 2015/16 bereits 9,34 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Insgesamt können 16,6 Mio. Tonnen exportiert werden. Somit stehen noch 7,26 Mio. Tonnen Weizen für den Export zur Verfügung. Der europäische Getreideverband Coceral hat seine Quartalsprognose der EU Weizenernte 2015 auf nun 150,3 Mio. Tonnen erhöht. Damit wäre das Ergebnis des Vorjahres von 148,5 Mio. Tonnen übertrofffen. Im September lag die Prognose bei 148,2 Mio. Tonnen. Argentinien wird wahrscheinlich in dieser Woche die Steuer auf Weizenexporte streichen. Mit Spannung erwartet der Markt die Zinsentscheidung der US-Notenbank FED am kommenden Mittwoch.

13.12.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 01.12. - 08.12.15 um 2.600 Kontrakte , sie reduzierten jedoch gleichzeitig auch die Short-Positionen um 15.994 Kontrakte. Dadurch reduzierte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 78.140 Netto-Short-Positionen aus der Vorwoche um 13.394 Lots auf 64.746 Netto-Short-Positionen.
 
11.12.2015 Ukraine: Getreideexporte bereits bei über 18 Mio. Tonnen

Die Ukraine hat in der laufenden Vermarktungsperiode 2015/16 bereits über 18,7 Mio. Tonnen Getreide exportiert, das meldet das Landwirtschaftsministerium am heutigen Freitag. Exportiert wurden 9,34 Mio. Tonnen Weizen, 3,85 Mio. Tonnen Gerste und 5,41 Mio. Tonnen Mais.
Im vergangenen Monat wurde eine Vereinbarung zwischen dem Landwirtschaftsministerium und den großen Getreidehändlern getroffen, wonach die Weizenexporte in der laufenden Saison die Menge von 16,6 Mio. Tonnen nicht überschreiten dürfen. Die Maisexporte dürfen 16,0 Mio. Tonnen nicht überschreiten. Demnach würden noch 7,26 Mio. Tonnen Weizen und 10,59 Mio. Tonnen Mais für den Export zur Verfügung stehen.
Insgesamt sollen über 61 Mio. Tonnen Getreide in der laufenden Saison produziert werden, so die derzeitige Erwartung des Ministeriums. 36 Mio. Tonnen Getreide können exportiert werden (2014/15: 35,0 Mio. Tonnen).

11.12.2015 Brasilens Conab erhöht Prognose der Sojabohnen- und Maisernte

Brasiliens nationale Versorgungsagentur Conab hat ihre Prognose der Sojabohnenernte 2015/16 von 102,0 Mio. Tonnen (November) auf 102,5 Mio. Tonnen erhöht. 57,5 Mio. Tonnen davon würden demnach zum Export zur Verfügung stehen
Die Prognose der gesamten Maisernte wurde ebenfalls erhöht von 81,9 Mio. Tonnen (November) auf 82,0 Mio. Tonnen. Die Gesamtmenge besteht aus 27,48 Mio. Tonnen aus der ersten Ernte und 54,56 Mio. Tonnen aus der zweiten Ernte.
Conab fügte in ihrem Bericht hinzu, dass es noch Unsicherheiten hinsichtlich der Anbaufläche für die zweite Maisernte gebe, da die Sojabohnenaussaat in der Center-West Region spät erfolgt. Quelle: Reuters

11.12.2015 CBoT-Sojakurse vor größtem Wochenverlust seit vier Monaten

In Erwartung eines Angebotsdrucks aus Argentinien stehen die Kurse der CBoT-Sojabohnen unter Druck, sie könnten heute den größten Wochenverlust seit vier Monaten (-3,3%) erleiden, denn der Weltmarkt ist ohnehin schon übermäßig gut versorgt. In allen Überschussregionen wollen sich die Farmer von ihren Vorräten trennen. Nun kommen noch die drängenden Offerten aus Argentinien hinzu, weil die neune Regierung plant, die Exportzölle zu senken. Das ermuntert die Farmer dort, den Anbau von Mais, Weizen und Sojabohnen auszuweiten.

11.12.2015 Fondsgesellschaften kaufen 8000 Lots Mais

10.12.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 383.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 5,118 Mio. Tonnen sind die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 3,250 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 17.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 701.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,235 Mio. Tonnen).

10.12.2015 Mais: Selbstversorgung in Indonesien schwer umzusetzen

Indonesien wird, Regierungsangaben zufolge auch in 2016 rund 3 Mio. Tonnen Mais importieren. Das ist die Menge, die im Durchschnitt der letzten beiden Jahre importiert wurde. Um die Eigenversorgung zu erhöhen, hatte die Regierung im Juli Importquoten eigeführt. Das führte allerdings zu steigenden Futtermittelpreisen im Inland, sodass nun wieder Importe in der Größenordnung der Vorjahre zugelassen werden.

10.12.2015 Amtsantritt von Mauricio Macri bewegt Agrarmärkte

Der neue Präsident von Argentinien Mauricio Macri tritt heute sein Amt an. Die Beteiligten am Agrarmarkt werden in den kommenden Tagen und Wochen genauestens beobachten, ob er seine Wahlversprechen bezüglich der Agrarmarkt-Exporte einhält. Er hatte zugesagt, dass zum einen die Exportquoten und die -Zölle für Mais und Weizen sofort aufgehoben werden sollen und dass die Zölle für Sojabohnen und Sojaprodukte: Öl und Schrot schrittweise gesenkt werden sollen.

10.12.2015 US-Export Sales

Weizenexporte niedriger als erwartet; Mais- und Sojabohnenexporte deutlich über den Erwartungen.

10.12.2015 Algerien kauft mindestens 500.000 Tonnen Weizen

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC hat in einer Ausschreibung mindestens 500.000 Tonnen Mahlweizen in einer Spanne von $ 195 und $ 197 pro Tonne c&f gekauft. Da OAIC keine genauen Details der Ausschreibung bekanntgegeben hat, ist die Menge nur eine Schätzung und könnte laut Aussage einiger Händler sogar 600.000 Tonnen betragen. Mit diesem Kauf deckt das Land einen Teil seines Bedarfs für die Monate Februar und März. Die Herkunft der Ware war laut Ausschreibung optional. Man vermutet aber dass neben dem Hauptlieferanten Frankreich, Argentinien den Zuschlag für einen Teil der Lieferungen erhalten hat.
Argentinischer Weizen wird momentan mit sehr aggressiven Preisen am Markt angeboten, nachdem die neue Regierung versprochen hat, die Exportsteuer für Weizen und Mais abzuschaffen. Quelle: Reuters

10.12.2015 U.S. Dollar hinderlich für U.S. Maisexporte

Die Kurssteigerungen beim CBoT-Maisfuture sind begrenzt, nachdem die USDA-Zahlen von gestern weiter ein großes weltweites Angebot erkennen lassen, wobei die U.S. Exporte überschaubar bleiben. Das nationale Maisangebot in den USA wurde um 25 Mio. Buschel höher geschätzt, mehr als die Analysten im Vorfeld erwartet hatten. Der Kursverlauf des US-Dollars kann nicht ignoriert werden und wird auch im weiteren Verlauf der Vermarktungssaison einen großen Einfluss haben, so die Meinung heute Morgen aus Sydney/Australien.
Das USDA kürzte die Exporterwartungen um 50 Mio. Buschel U.S.-Mais auf 1,750 Mrd. Buschel und stellt fest, dass kanadischer und brasilianischer Maisabsatz steigt. Im letzten Wirtschaftsjahr exportierte die USA insgesamt 1,864 Mrd. Buschel. Länder mit anderen Währungen als dem USD haben jetzt ihre Vorteile im Export.

09.12.2015 Mais Endbestände in Frankreich höher als erwartet

FranceAgriMer erhöht seine Prognose für den 2015/16er Endbestand von Mais. Im Vormonat ging man noch von 2,3 Mio. Tonnen aus, nun schätzt man, dass am Ende des Wirtschaftsjahres 2,8 Mio. tonnen verbleiben. Im Vorjahr endete das Wirtschaftsjahr mit 2,957 Mio. Tonnen und im 5-Jahresmittel waren am Ende 2,5 Mio. Tonnen übrig.
Die höhere Schätzung kommt durch einen schwächeren Export innerhalb der EU sowie einem geringeren Inlandsverbrauch zustande.

09.12.2015 Paradigmenwechsel bei Chinas Maisintervention

China plant, seine hohen Maismengen aus staatlichen Beständen forciert auf den ohnehin schon übersättigten Markt zu bringen; einige Lagerhäuser sehen sich darüber hinaus gezwungen, minderwertigen Mais zur industriellen Verwertung abzugeben.
Wie groß die Mengen sein sollen, die möglicherweise noch im Dezember auf den Markt drängen, ist nicht bekannt. Dadurch werden die erzeugerfreundlichen lokalen Marktpreise unter Druck geraten und auch die Importe, meist aus den USA werden das zu spüren bekommen.
Chinas staatliches Lagerhaus Sinograin wird aber wohl erst seine alten Bestände im April verstärkt anbieten wollen, das ist aber auch vier Monate früher als üblich, so die Vermutung chinesischer Marktkenner. In der letzten Saison hatte Sinograin lediglich 4,06 Mio. Tonnen verkaufen können und die staatlichen Vorräte belaufen sich bis Ende April auf geschätzte 200 Mio. Tonnen Mais. Das entspricht dem chinesischen Konsum eines ganzen Jahres.
Bis April sollen aber wohl noch 1 Mio. Tonnen Mais für die Herstellung von Ethanol und Alkohol ausgelagert werden. Dabei handelt es sich um minderwertige Qualität, die unter dem Marktpreisen an bestimmte Verarbeiter abgegeben werden soll. Etwa etwas über 1.500 yuan (233,47 USD) /Tonne. Aktuell zahlt Peking noch einen Interventionspreis von 2.000 yuan, um die ländliche Bevölkerung zu fördern. Dieser Preis liegt rund 20 % über dem Weltmarktpreis.
Der geplante Bestandsabbau wird einen großen Einfluss auf den chinesischen und evtl. auch den Weltmarkt haben, so die Befürchtung von Marktbeobachtern.

09.12.2015 Volatilität am Agarmarkt sicher

Der CBoT-Frontmonat konnte sich gestern stabilisieren und notiert auch zur Stunde wieder etwas fester, nachdem die Kurse an den letzten beiden Handelstagen unter Druck standen. Die Vegetationsbedingungen am Schwarzen Meer haben sich verbessert. Auch das Wetter in den U.S. Weizenproduktionsgebieten wurde als vorteilhaft beschrieben. Da die Fondsgesellschaften aber immer noch viele Shortpositionen in ihrem Portfolio halten, besteht in den kommenden Tagen kein großes Risiko für fallende Kurse, analysiert die AZ-Bank in Melbourne.
Rund 83 % des in der Ukraine gesäten Weizens für die Ernte in 2016 hat jetzt gekeimt, nachdem sich die Wetterbedingungen verbessert hatten. 1/3 der Bestände befinden sich aber in einem schlechten Zustand.
Der heute um 18:00 Uhr MEZ erscheinende USDA Report wird den Erwartungen der Analysten zufolge die Weizen- und Maisbestände in den USA höher schätzen, während die Weltweizenbestände kleiner als vor einem Monat erwartet werden.
Neben dem USDA-Report wird mit Spannung beobachtet, ob nach der Amtseinführung des neuen argentinischen Präsidenten Mauricio Macri die dortigen Farmer den Markt mit Weizen, Mais und Sojabohnen fluten werden. Als drittes marktbeeinflussendes Ereignis der kommenden Tage schaut man auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve (Fed) in den USA, die den US-Dollar noch weiter stützen und die Exportchancen für US-Weizen weiter verschlechtern kann.

08.12.2015 Getreidemail

Gewinnmitnahmen, schwache Rohölnotierungen, negative Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Abschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Inspections lagen mit 225.034 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000 - 400.000 Tonnen. Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 2.000 Kontrakte. Jordaniens JSSGC (Jordan´s Silo and Supply General Company) hat einen Tender zum Kauf von 25.000 Tonnen Hartweizen zur Versendung im Januar (1-25) ausgeschrieben. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse auf nahezu unverändertem Niveau. An der Euronext in Paris zeigten sich die Weizenfutures uneinheitlich. Der auslaufende Fronttermin Dezember gab nach, während die Folgetermine leicht fester schlossen. Die von der Terminbörse Matif autorisierten französischen Lagerhäuser Senalia und Nord Cereales  nehmen ab dem 08.12. wieder Weizenlieferungen für die physische Erfüllung von Terminkontrakten in Rouen und Dünkirchen an.

08.12.2015 Lockerung der Argentinischen Währungskontrollen: Sojabohnenfutures unter Druck

In Erwartung großer Mengen Sojabohnen aus Argentinien gaben gestern die Kurse der CBoT-Futures dieser Ölsaat um 2,2 % stark nach. Damit wird ein 2-Wochen-Tief erreicht. Zur Stunde stehen die Kurse weiter leicht unter Druck.
Farmer in Argentinien, einer der bedeutendsten Sojabohnenexporteuren der Welt, wollen in naher Zukunft ihre hohen Sojabohnenbestände verkaufen, denn die neue Regierung von Mauricio Macri will gleich nach Amtsantritt am 10. Dezember damit beginnen, die Währungskontrollen abzubauen, was den argentinischen Peso abwerten und damit die argentinischen Exporte am Weltmarkt günstiger machen würde.
Dann wird erwartet, dass China einiges von dem erhöhten Angebot aufnimmt; zum Leidwesen der U.S. Exporteure. China importierte im November 7,39 Mio. Tonnen Sojabohnen. Das ist rund ein Drittel mehr als im Oktober. Am Mittwoch um 18:00 Uhr MEZ wird das USDA seinen monatlichen Angebots- und Nachfragebericht veröffentlichen. Es wird erwartet, dass die Sojaangebote kleiner als im Vormonat eingeschätzt werden, während die Angebote von Weizen und Mais größer ausfallen dürften, so das Ergebnis einer Reuters-Umfrage.

07.12.2015 Mexiko kauft 115.000 Tonnen Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 115.000 Tonnen US-Mais an Mexiko zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

06.12.2015 CBoT Corn
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais in der Woche vom 24.11. - 01.12.15 um 10.969 Kontrakte , gleichzeitig reduzierten sie die Short-Positionen um 10.699 Kontrakte. Dadurch reduzierte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 99.808 Netto-Short-Positionen (Vorwoche) um 21.668 Lots auf 78.140 Netto-Short-Positionen .
04.12.2015 Safras & Mercado erhöht Prognose für brasilianische Maisernte

Das brasilianische Analystenhaus Safras & Mercado erhöht seine Prognose für die Brasiliens Maisernte 2015/16 von 88,6 Mio. Tonnen auf 89,3 Mio. Tonnen.
Die Erwartung für die Sojabohnenernte liegt mit 100,4 Mio Tonnen leicht unter der vorigen Schätzung von 100,5 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

04.12.2015 Argentiniens Farmer fordern auch für Sojaschrot und –Öl Zollsenkungen

Die angekündigten Zollsenkungen für argentinische Sojabohnenexporte sollen auch für Sojaschrot und Sojaöl gelten, so der Vorsitzende des führenden Getreidehandelsverbands in Argentinien in einem Interview. Der am 22. November gewählte neue argentinische Präsident Mauricio Macri versprach im Wahlkampf eine jährliche Absenkung der Zölle für Sojabohnen um 5 % p.a., die zurzeit noch bei 35 % liegen. Er hatte sich aber nicht dazu geäußert, ob das auch für Exporte von auch Sojaprodukten gilt.
In einem Treffen der betroffenen Spitzenverbände wurde gestern nun diese Frage diskutiert. Man wird jetzt bei der neuen Regierung einen Antrag auf Senkung der Zollsätze für –Mehl und –Öl stellen. Dort gilt aktuell noch ein Zollsatz von 32 %. Internationale Größen wie Cargill, Bunge und Luis Dreyfus haben Ölmühlen und Anlagen in argentinischen Hafenplätzen. Der designierte Agrarminister Ricardo Buryaile wollte sich zu diesen Anträgen noch nicht öffentlich äußern.
Argentinien ist bereits jetzt der weltweit größte Exporteur für Sojaöl und Sojaschrot aber die Anlagen sind nur zu 70 % ausgelastet. Außerhalb der Erntezeiten stehen die Anlagen zeitweise komplett still. Die Verbandsvertreter äußerten deshalb die Hoffnung, dass die Macri-Regierung auch die Importbeschränkungen aus den Nachbarländern Brasilien, Uruguay und Paraguay aufgehoben werden.
Die Mühlenbetreiber würden gerne in den Ernte-fernen Monaten Sojabohnen importieren, waren sie doch von der bisherigen Regierung unter Cristina Fernandez daran gehindert. Diese marktverzerrende Politik sollte so schnell wie möglich abgeschafft werden. Die Regierung Macri sollte auch schnellstens dafür sorgen, dass die Mehrwertsteuerrückerstattung schneller abgewickelt wird, damit die nötigen Investitionen der Betriebe nicht weiter verzögert werden.
Neben den Herausforderungen im Sojabohnenmarkt hatte die Regierung versprochen, dass die Zölle für Weizen- und Maisexporte und die Exportrestriktionen für diese Früchte unmittelbar nach Regierungsantritt am 10. Dezember aufgehoben werden. In Erwartung dessen waren die Exporte aus Argentinien in den letzten Monaten stark zurückgegangen. Ohnehin hatten die Farmer ihre Getreideernten immer so lange gehortet, bis sie Geld für den Kauf von Betriebsmittel benötigten, die meist auf U.S. Dollarbasis eingekauft werden müssen. Die Inflation in Argentinien ist außerordentlich hoch.
Nach offiziellen Angaben halten argentinische Farmer 16,75 Mio. Tonnen Sojabohnen und 20 Mio. Tonnen Mais, sowie 9,5 Mio. Tonnen Weizen im Wert von 1,35 Mrd. USD zurück. Eine Abschaffung der Ausfuhrbeschränkungen sollten die Exporte aus Argentinien beflügeln. Man hofft auf transparentere Märkte und lokale Preise, die sich von den internationalen Preisen nicht stark unterscheiden. Aktuell sind die Unterschiede sehr groß.

03.12.2015 Informa Economics erhöht Prognose für Argentiniens Maisernte
Das private Analystenhaus Informa Economics hat seine Prognose der argentinischen Maisernte 2015/16 von 18,5 Mio. Tonnen auf 21 Mio. Tonnen erhöht.
Weitere Prognosen
Argentiniens Sojabohnenernte 2015/16: 58,5 Mio. Tonnen (vorher 59,0 Mio. Tonnen)
Brasiliens Maisernte 2015/16: 81,3 Mio. Tonnen (vorher: 81,8 Mio. Tonnen
Brasiliens Sojabohnenernte 2015/16: 101,4 Mio. Tonnen (vorher: 101,0 Mio. Tonnen)
03.12.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 311.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 4,735 Mio. Tonnen sind die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 3,148 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 29.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 684.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,218 Mio. Tonnen).

 

03.12.2015 AMIS Market Monitor No. 34 / Dezember 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 3. Dezember finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor

03.12.2015 CBoT-Weizen nahe seinem 5 ½ - Jahres-Tief

Bereits seit sieben Handelstagen sinken die CBoT-Weizennotierungen kontinuierlich. Wenn das so weitergeht sehen wir in dieser Woche noch ein 5 ½ - Jahres-Tief. Sowohl der feste Kurs des U.S. Dollar als auch eine gute Versorgungslage am Weltmarkt drücken die Preise.
Im gesamten Rohstoffbereich gibt der Weizen das schlechteste Bild ab, sagen Broker aus Singapur heute Morgen. Fondsgesellschaften, die mit Hebelprodukten arbeiten, waren während der letzten Monate stets die treibende Kraft und testen nun neue Kontrakttiefststände.
In diesem Jahr verloren die Weizenkurse am CBoT bereits mehr als 20 %. Auch gestern verkauften Fondsgesellschaften weitere 6.000 Lots Maisfutures.
Der Eurokurs bewegt sich gegenüber dem USD zurzeit auf seinem 7 ½ - Monatstief und heute stellen sich die Investoren darauf ein, dass die Europäische Zentralbank mit der Freigabe von weiteren Mitteln dem USD einen extra-Schub verleiht. Der U.S.Dollar-Index stieg gegenüber dem Korb von sechs großen Währungen in der letzten Nacht auf den höchsten Stand seit 2003.

03.12.2015 Fondsgesellschaften verkaufen 6.000 Lots Mais

02.12.2015 Ukraine hofft auf Weizenexporte in die Türkei

Russische Handelssanktionen gegen die Türkei geben der Ukraine die Chance, ihre frühere Marktposition zurückzuerobern. Das berichtet der ukrainische Agrarberater UkrAgroConsult heute.
Der russische Premierminister Dmitry Medvedev bestätigte heute erneut die gegen die Türkei verhängten Sanktionen wegen des Abschusses eines russischen Kampfjets. Als Gegenreaktion lehnt die Türkei Lebensmittelimporte aus Russland ab.
In der Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober hat Russland 1,4 Mio. Tonnen Weizen an die Türkei geliefert, die geplante Jahresmenge beläuft sich auf 10,1 Mio. Tonnen.
Der ukrainische Agrarminister Oleksiy Pavlenko hat bereits davon gesprochen, dass türkische Weizenimporte zukünftig aus seinem Land kämen. In den letzten fünf Jahren war der ukrainische Anteil an den Weizenimporten der Türkei um 50 % gesunken und machte zuletzt nur noch 2,7 % aus.
Eine ähnliche Situation finden wir im Maismarkt vor. Seit der Saison 2010/11 sanken die türkischen Importe aus der Ukraine um 75 %, so UkrAgroConsult.
Wegen der schlechten Getreidequalitäten in der Türkei importieren die dortigen Müller große Mengen, um daraus Mehl zu produzieren, das dann meist wieder exportiert wird.

02.12.2015 USA: Bioethanolherstellung im Oktober gestiegen

444,1 Mio. Bushel Mais wurden im Oktober in den Vereinigten Staaten zur Herstellung von Bioethanol verbraucht, ein Anstieg um 16,6 Mio. Bushel bzw. 3,9% zum Vormonat September. Das geht aus dem monatlich erscheinenden Report des USDA hervor. Dabei wurden 1,954 Mio. Tonnen DDGS (Distillers Dried Grains with Solubles = Trockenschlempe) produziert. DDGS ist ein Abfallprodukt, das bei der Herstellung von Bioethanol anfällt. Im September wurden 1,907 Mio. Tonnen DDGS produziert. Quelle: Reuters

02.12.2015 Argentiniens Maisanbau 2016 steigt um 10 %

Argentiniens Farmer werden ihren Maisanbau um mehr als 10 % ausweiten, nachdem die agrarmarktfreundliche neue Regierung am 10. Dezember ihre Arbeit aufnimmt. Als Folge daraus wird der ohnehin schon 4.-größte Maiexporteur der Welt seinen Anteil am Weltmarkt weiter erhöhen.
Der neue Regierungschef Mauricio Macri hatte im Wahlkampf versprochen, die Exportzölle von zuletzt 20 % beim Mais und 23 % beim Weizen sofort nach seinem Amtsantritt abzuschaffen.
Die Farmer haben bis zur Maisbestellung noch sechs Wochen Zeit. Mitte Januar beginnt die Aussaat im Norden des Landes und die Bestellungen von Saatgut und Düngemitteln hatten schon zugenommen, als Macris Wahlsieg sich abzeichnete. Die Anbaufläche dürfte um 300.000 bis 400.000 Hektar wachsen und wird jetzt auf 2,9 bis 3 Mio. Hektar geschätzt. Für den Fall des Wahlsieges hatten sich einige Farmer schon Geld für die zusätzlichen Kosten der Betriebsmittel zurückgelegt.
Damit man die größere Ernte am Weltmarkt gewinnbringend platzieren kann, wäre hilfreich, dass der künstlich hoch gehaltene Wechselkurs sinkt. Macri hatte auch hier Abhilfe versprochen. Am Schwarzmarkt notiert die Währung rund 55 % schwächer als der offizielle Wechselkurs.

02.12.2015 CBoT: Sojabohnenkurse lösen sich von Mehrjahrestief

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen notieren aktuell auf einem 5-Wochen-Hoch. Gestützt werden die Kurse von Short-Abdeckungen der Fonds und der Erwartung eines höheren Bedarfs.
Händler in Australien sagen, die Sojabohnen waren unterbewertet und die Fondsgesellschaften haben Short-Positionen in Rekordhöhe. Die Kurse für Sojabohnen und Sojaschrot hatten im letzten Monat ein Mehrjahrestief erreicht, weil Argentiniens Farmer nach der Amtsübergabe an die Macri-Regierung bald sehr aggressiv auf den Markt drängen könnten.
Die U.S. Umweltschutzagentur teilte am Montag mit, dass Ölkonzerne im Jahr 2016 18,1 Mrd. Gallonen erneuerbare Treibstoffe benötigen, was einen höhere Nachfrage nach Ethanol und Biodiesel als bisher nach sich zieht. Sojabohnen werden zur Herstellung von Biodiesel verwendet, während Ethanol meist aus Mais erzeugt wird.

01.12.2015 Regen beeinträchtigt Maisverladungen in Brasilien

Schwere Regenfälle im Süden Brasiliens verursacht Probleme bei den Maisverladungen in verschiedenen Häfen. Die Nr. 2 im weltweiten Maisexport ist dabei, die Rekordernte 2014/15 zu verschiffen. Niedrige Preise und ein sehr schwacher Real sorgen dafür, dass Käufer aus aller Welt brasilianischen Mais kaufen.
Im November wurden allerdings die Verladungen an 14 Tagen eingestellt. Das sind doppelt so viele Tage wie im gleichen Monat vor einem Jahr. Die Schiffe müssen inzwischen 40 Tage auf ihre Beladung warten, was außergewöhnlich lang ist. Bereits im Oktober hatten asiatische Käufer erwogen, auf ukrainischen Mais auszuweichen, wenn die Wartezeiten nicht kürzer werden.
Die höheren Kosten heben sich schon bald gegen den Preisvorteil auf.
Analysten schätzen, dass Brasiliens Maisexporte in dieser Vermarktungssaison auf 33 bis 34 Mio. Tonnen kommen und bis Februar 2016 anhalten werden. Im Jahr 2013/14 wurde der bisherige Rekord mit 26,2 Mio. Tonnen aufgestellt.
Sollten sich die Verladungen weiter in die Länge ziehen, so müssten die Terminals ab Februar 2016 ohne Pause die nächste Sojabohnenernte verladen.

01.12.2015 Ukraine: Getreideeernte ist nahezu abgeschlossen

Ukraines Landwirte haben die Getreideernte 2015 nahezu abgeschlossen. 99% der Flächen sind geräumt. Geerntet wurden etwa 60 Mio. Tonnen Getreide. Davon entfallen 27 – 28 Mio. Tonnen auf Weizen, 22-23 Mio. Tonnen auf Mais und 8 – 9 Mio. Tonnen auf Gerste. Im vergangenen Jahr 2014 wurden 63,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Quelle: Reuters

01.12.2015 Ukraine: Rückäufige Getreideexporte im November

Die Ukraine exportierte im November über 3,3 Mio. Tonnen Getreide. Exportiert wurden 1,27 Mio. Tonnen Weizen, 224.200 Tonnen Gerste und 1,76 Mio. Tonnen Mais. Im Oktober lagen die Exporte bei 3,9 Mio. Tonnen Getreide. Hauptabnehmer von ukrainischem Weizen waren Ägypten, Thailand und Bangladesch. Für die kommenden Tage erwartet UkrAgroConsult weitere Getreideexporte in einem Volumen von 1,3 Mio. Tonnen. Davon 770.000 Tonnen Mais.
Die diesjährige ukrainische Getreideernte wird auf 60 Mio. Tonnen geschätzt. 36 Mio. Tonnen Getreide können im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 (Juli – Juni) exportiert werden. Im Vermarktungsjahr 2014/15 wurden 35 Mio. Tonnen Getreide exportiert.
Das ukrainische Landwirtschaftsministerium und Getreidehändler haben im vergangenen Monat eine Vereinbarung getroffen, nach der Weizenexporte im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 die Menge von 16,6 Mio. Tonnen nicht überschreiten dürfen. In den ersten 5 Monaten des laufenden Vermarktungsjahres 2015/16 wurden nach Berechnungen von UkrAgroConsult bereits über 14 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Demnach würden lediglich 2,5 Mio. Tonnen Weizen für die restlichen 7 Monate zum Export zur Verfügung stehen. Quelle: Reuters

01.12.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 17.11. - 24.11.15 um 8.259 Kontrakte , gleichzeitig erhöhten sie die Short-Positionen um 6.886 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 84.663 Netto-Short-Positionen (Vorwoche) um 15.145 Lots auf 99.808 Netto-Short-Positionen.
01.12.2015 CBoT-Sojabohnenkurse erholen sich von Tiefstständen

Die Kurse des CBoT-Sojabohnenfutures stiegen gestern auf den höchsten Kurs seit Anfang November. Es sind technische Käufe, die die Kurse antreiben und sie wieder aus den Keller holen, wo sie auf dem tiefsten Stand seit März 2009 Unterstützung fanden.
Das U.S. Umweltbundesamt hat gestern einen Mandatsentwurf zur Beimischung von erneuerbaren Treibstoffen veröffentlicht, in dem auch Mais- und Sojabasierte Energieträger enthalten sind.

30.11.2015 Preise für lokalen russischen Weizen sinken

Die Getreidepreise am Asowschen Meer fielen letzte Woche, weil die politischen Spannungen zwischen der Türkei und Russland befürchten lassen, dass der Weizenexport aus Russland zum Erliegen kommt. Russland hat der Türkei mit Wirtschaftssanktionen gedroht, nachdem eine türkische Boden-Luftrakete einen russischen Kampfjet nahe der syrischen Grenze abgeschossen hat.
Russland ist einer der bedeutendsten Weizenexporteure der Welt und die Türkei der größte Abnehmer für russischen Weizen.
Zwar wird Weizen nicht in der Sanktionsliste aufgeführt aber Händler schließen derzeit keine neuen Geschäfte ab, so das Beratungsunternehmen IKAR. Beobachter befürchten, dass russische Behörden mit formalen Hürden den Handel ausbremsen.
Russischer Weizen am Schwarzen Meer mit 12,5 % Protein kostete Ende letzten Woche $197 USD/Tonnen fob; zwei USD mehr als in der Vorwoche. Lokaler Klasse-III-Weizen wurde im europäischen Teil Russlands um 25 Rubel billiger notiert und kommt jetzt auf 10.875 Rubel/Tonne.
Sowohl am Asowschen Meer als auch am Schwarzen Meer wurden die Handelsaktivitäten durch schlechtes Wetter beeinträchtigt. Das russische Agrarministerium teilte mit, dass seit dem 1. Juli bis 25. November 12 Mio. Tonnen Weizen, 1,2 Mio. Tonnen Mais und 2,6 Mio. Tonnen Gerste exportiert wurden.

30.11.2015 Argentiniens Pampa kann zum bedeutendsten Getreideerzeuger der Welt aufsteigen

Argentiniens Macri-Regierung will die Exportzölle auf Mais und Weizen sofort nach ihrem Amtsantritt aus „0“ senken. Exportzölle auf Sojabohnen und –Produkte sollen um 5 % auf 30 % gesenkt werden, das teilte der designierte Landwirtschaftsminister Ricardo Buryaile am Samstag gegenüber der Presse mit.
In einer Stichwahl gewann Mauricio Macri vor acht Tagen gegen die seit acht Jahren amtierende Cristina Fernandez und löst damit die Linksregierung ab. Sein wirtschaftsliberaler Kurs soll die drittgrößte Volkswirtschaft Südamerikas von den Fesseln der Intervention befreien.
Die Zölle für Weizen und Mais fallen vom ersten Tag, wie es im Wahlkampf versprochen wurde, erklärte der Minister. Die Zölle auf Sojaexporte sollen jährlich um 5 % abgesenkt werden. Seit Jahren gilt ein Zollsatz von 35 %. Zuletzt wurden 23 % Zoll auf Weizen- und 20 % auf Maisexporte erhoben.
Internationale Beobachter schätzen, dass am Ende der vierjährigen Amtszeit von Macri, sich die Weizenexporte verdoppeln werden. Die Maisexporte könnten sogar die von Russland und Brasilien übersteigen. Wenn die geplanten Maßnahmen vier Jahre lang durchgehalten werden, könnte die riesige Pampa, ein Farmgürtel um Buenos Aires, zum bedeutendsten Getreideerzeuger der Welt aufsteigen.

27.11.2015 US Export Sales: Mais weit über den Erwartungen, Weizen enttäuschend

27.11.2015 Französische Winterweizenbestände weiter in gutem Zustand
Die französischen Winterweizenbestände befinden sich weiterhin in einem ordentlichen Zustand. 98% der Pflanzen erhielten per 23. November das Rating "gut" bis "exzellent" (unverändert zur Vorwoche). Im vergangenen Jahr lag der Anteil der Pflanzen, die mit "gut" bis "exzellent" bewertet wurden, bei 93%. Das teilte das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Erntereport mit. 
Das Wintergetreide hat im Herbst von den guten Wetterbedingungen während der Aussaat und in der frühen Entwicklungsphase profitiert. Allerdings hat der Kälteeinbruch in der vergangenen Woche zu ersten Befürchtungen über Frostschäden geführt. 
Französische Landwirte haben die Winterweizenaussaat zu 99% erledigt. Auch die Maisernte ist per 23. November nahezu abgeschlossen. Quelle: Reuters
27.11.2015 Europäische Kommission reduziert Prognose der EU Weizenernte leicht
Die Europäische Kommission hat ihre Schätzung der diesjährigen Weizenernte leicht nach unten korrigiert. Von 149,2 Mio. Tonnen im Vormonat wurde die Prognose um 100.000 Tonnen auf 149,1 Mio. Tonnen reduziert. Damit liegt sie aber weiterhin über dem Rekordergebnis des Vorjahres von 148,7 Mio. Tonnen.
Die Prognose der diesjährigen Maisernte wurde um 100.000 Tonnen auf 57,5 Mio. Tonnen erhöht. Sie liegt damit  26% hinter dem Ergebnis aus dem Vorjahr, als 77,9 Mio. Tonnen Mais geerntet wurden.
Für die Rapsernte hat die Kommission die Prognose ebenfalls um 100.000 Tonnen auf 21,3 Mio. Tonnen erhöht (2014: 24,3 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
26.11.2015 EU erteilt Import-Lizenzen für 527.000 Tonnen Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 527.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 4,424 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,917 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 28.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 655.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,123 Mio. Tonnen).
26.11.2015 Subventionsabbau soll Chinas Maismarkt gesunden

Um die riesigen staatlichen Maisvorräte abzubauen, plant China einen weiteren zehnprozentigen Rückgang der Interventionspreise auf 1.800 Yuan/Tonne ($282) für die Vermarktungsperiode 2016/17. Die Regierung in Peking hofft, damit die Importe der chinesischen Verarbeiter zu reduzieren. China ist nach den USA der zweitgrößte Maiskonsument der Welt. Chinas Lieferanten sind die USA, Südamerika und die Ukraine. Mais wird zu Futtermitteln, Süßstoffe sowie Ethanol verarbeitet.
Eine Reduzierung der lokalen Maispreise würde auch Importe von Substituten reduzieren; das sind in erster Linie Sorghum, DDGS und Gerste. Diese Rohstoffe brachten es in 2014/15 auf stolze 30 Mio. Tonnen, die von chinesischen Verarbeitern importiert wurden.
Die großen Vorräte in China wären aber auch nach einem weiteren Abbau von Subventionen immer noch sehr viel teurer als Importe. Deshalb will man den Bestandsabbau zusätzlich mit subventionierten Frachten unterstützen. Die Maisproduktion findet schwerpunktmäßig in Chinas Nordosten statt, die Mischfutterhersteller und Verarbeiter sind aber im Süden lokalisiert.
Analysten und Branchenkenner schätzen, dass Importe von Mais und Substituten um mehr als 50 % im Vergleich zum Vorjahr sinken werden. Wenn die bisherige Politik zur Stützung des ländlichen Raums durch hohe Maispreise teilweise entfällt, dürften sich die für April 2016 geschätzten 200 Mio. Tonnen in staatlichen Lagerhäusern nicht weiter aufbauen. Diese Menge entspricht mehr als einer kompletten Jahresproduktion.
Die hohen Maispreise haben nicht nur die staatlichen Läger gefüllt, weil Bauern zur Produktion ermutigt wurden, die Verarbeiter waren mit ihren Produkten nicht wettbewerbsfähig, verloren Geld und mussten Kredite aufnehmen. 60 % der Verarbeitungskapazitäten lagen in den letzten drei Jahren brach. Sie konnte ebenfalls nur mit Subventionen überleben.

24.11.2015 Nach Absenkung des Interventionspreises: Chinas Mais immer noch zu teuer

In 2008 hat die chinesische Regierung ein Programm aufgelegt, um den Maisanbau zu fördern. Seither stieg die Produktion um mehr als 1/3.
China neigt dazu, große Vorräte vorzuhalten, um eine möglichst hohe Eigenversorgung zu ermöglichen und nicht allzu sehr auf Importe angewiesen zu sein.
In den letzten Jahren stieg auch das Angebot von Mais am Weltmarkt und die Preise dafür sanken stetig. Währenddessen blieben die chinesischen Maispreise – gestützt von der Regierung – hoch. Sie sind derzeit fast doppelt so hoch, wie die Maispreise in den USA.
Dadurch wurden die Importe von Futtermitteln nach China sehr wettbewerbsfähig. Importe von Gerste, Sorghum und Distillers Dried Grains with Solubles (DDGS) erreichten Ende 2013 historische Höchststände und blieben seither auch hoch.
Diese billigen Alternativen führten dazu, dass Viehzüchter billigen Mais im Futter vernachlässigten, was dazu führte, dass die chinesische Regierung immer größere Vorräte in den staatlichen Lägern aufnehmen musste, da das Förderprogramm noch galt.
Am 18. September reagierte Peking auf die Überversorgung, indem man den Interventionspreis für Mais um 10 % senkte. Aber auch damit ist lokal produzierter Mais in China immer noch viel teurer als im Rest der Welt.

24.11.2015 Nach der Wahl in Argentinien – radikaler Schwenk in der Agrarpolitik

Argentiniens nächster Präsident Mauricio Macri will sofort nach seiner Amtseinführung am 10. Dezember das Quotensystem für Getreideexporte abschaffen.
Unter der ausscheidenden Präsidentin Cristina Kirchner wurden vor acht Jahren Handelsrestriktionen in Form von Exportquoten und –Zöllen eingeführt. So müssen für Weizen 23 % Ausfuhrabgaben und 20 % für Mais geleistet werden. Für beide Grundnahrungsmittel galten zudem Exportquoten. Für Sojabohnen mussten sogar 35 % Zölle an den Fiskus entrichtet werden. Da hierfür keine Exportbeschränkungen galten, haben die Farmer 62 % der Ackerflächen mit Sojabohnen bestellt. Zum Vergleich in den USA sind es derzeit 25 %.
Macri will im Sommer 2016 damit starten, die Zollsätze jährlich in 5-Prozent-Schritten abzubauen. Experten gehen davon aus, dass mit der kommenden Anbauplanung eine bessere Fruchtfolge möglich wird. Davon dürfte in erster Linie der Anbau von Mais profitieren. Im Jahre 2019, wenn die erste Legislaturperiode Macris endet, könnte Argentinien nach den USA dann der zweitgrößte Maisexporteur der Welt sein.

24.11.2015 Mehr Sommergetreide in der Ukraine

Das ukrainische Beratungsunternehmen UkrAgroConsult schätzt, dass die dortige Maisanbaufläche stark ausgeweitet wird, weil viele Flächen im Herbst nicht mit Wintergetreide bestellt wurden. Eine ausgedehnte Trockenheit verhinderte die Aussaat von Wintergetreide. Dafür ist es jetzt zu spät und die Flächen werden im Frühjahr mit Mais und Ölsaaten bestellt.
Deshalb schätzt UkrAgroConsult, dass die nächste Maisernte in 2016 um 12 % größer ausfallen wird und dann auf 25,76 Mio. Tonnen kommt. Die Sojabohnenernte 2016 wird sogar 30 % größer erwartet und erreicht dann 4,92 Mio. Tonnen, der Anbau von Sonnenblumen dürfte um 6 % steigen und dann 12 Mio. Tonnen erreichen.

24.11.2015 Getreidemail

Technische Käufe, Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit guten Aufschlägen schließen. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 271.335 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen von 200.000-400.000 Tonnen.
Die e-CBoT Nachtbörse handelt zur Stunde schwächer.
An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren und die Kurse legten auf allen Terminen leicht zu. Frankreich liefert erstmalig seit dem Vermarktungsjahr 2008/09 wieder Weizen nach Indonesien. Private indonesische Importeure nutzen die gegenwärtig außergewöhnlich günstigen französischen Weizenpreise. Eine erste Lieferung über 50.000 Tonnen Weizen wird in dieser Woche in Rouen verladen. Im weiteren Verlauf der Vermarktungsperiode könnten weitere 400.000 bis 500.000 Tonnen folgen. Die Prämien am Kassamarkt haben sich von -5 in der letzten Woche auf -1 €/Tonne verbessert.

24.11.2015 Fonds kaufen 8.000 Lots CBoT-Mais

23.11.2015 Getreidemail

Gute Wetterbedingungen in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, ein stärkerer US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago leicht schwächer schließen. Fondsgesellschaften weiteten ihre Shortpositionen im Weizen um 14.000 Lots auf insgesamt 79.000 Lots aus. Ausreichende Bodenfeuchte in den Anbaugebieten der Ukraine und Russlands übten ebenfalls Druck aus. Jordanien hat erneut einen Tender zum Kauf von 100.000 to Weizen ausgeschrieben.
Die e-CBoT handelt zur Stunde minimal fester.
Aufgrund der negativen Vorgaben aus Übersee konnten die Weizenfutures an der Euronext in Paris ihre Anfangsgewinne nicht halten. Frankreich und die Schwarzmeerlieferanten dominieren zurzeit das Weltmarktgeschehen. Vorteilhaft für Frankreich ist der schwache Wechselkurs des Euro. Die Käufer verhalten sich eher abwartend weil die Seefrachten auf neue Tiefststände sinken.

23.11.2015 Präsidentschaftswechsel in Argentinien drückt Sojabohnenkurse

In Argentinien hat gestern der konservative Mauricio Macri die Stichwahl zur Präsidentschaftswahl gewonnen. Da er im Wahlkampf versprochen hatte, dass er als erstes die Exportzölle senken werde, sinken heute Morgen die Sojabohnenkurse am CBoT auf den tiefsten Stand seit 6 Jahren.
Große Sojabohnenvorräte in Argentinien wurden während der Amtszeit von Cristina Kirchner vom Weltmarkt mit Exportrestriktionen und hohen Zöllen ferngehalten, um die Lebensmittelversorgung des Landes sicherzustellen und die Inflationsrate in Schach zu halten. Jetzt soll der Handel liberalisiert werden, was auch zu einer Ausweitung der Sojabohnenproduktion führen wird. In den letzten beiden Jahren hatten außerordentlich gute Wetterbedingungen in Südamerika zu Rekorderträgen von Mais und Sojabohnen geführt.
Händler in Südostasien meinen heute Morgen, dass die Kurse in den kommenden 12 Monaten nicht über das heutige Kursniveau steigen werden. Macri will die argentinische Getreideproduktion bis zum Jahr 2019 um 30 % steigern.

22.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC)Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen beim Mais in der Woche vom 10.11. - 17.11.15 um 15.134 Kontrakte , gleichzeitig erhöhten sie die Short-Positionen um 11.125 Kontrakte. Dadurch erhöhte diese Anlegergruppe ihren Bestand von 58.404 Netto-Short-Positionen (Vorwoche) um 26.259 Lots auf 84.663 Netto-Short-Positionen.
20.11.2015 Frankreichs Körnermaisernte und Winterweizenaussaat fast abgeschlossen

FranceAgriMer meldet, dass die französsichen Landwirte die diesjährige Körnermaisernte und die Winterweizenaussaat fast abgeschlossen haben. 97 Prozent der Körnermaisfläche waren am 16. November abgeerntet. Eine Woche zuvor waren es 92 Prozent.
Die Winterweizenaussaat ist zum gleichen Zeitpunkt zu 98 Prozent abgeschlossen. 89 Prozent der Aussaat ist bereits aufgelaufen. Quelle: Reuters

19.11.2015 EU erteilte Importlizenzen für 314.000 Tonnen Mais

Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 314.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,897 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,763 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 38.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 627.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,074 Mio. Tonnen).

19.11.2015 Strategie Grains: Moderate Erhöhung der Prognose der EU-Weichweizenproduktion
Das französische Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der Weizenexporte 2015/16 der Europäischen Union leicht erhöht. Grund dafür ist die größere Nachfrage der Hauptimporteure aus Nordafrika. Strategie Grains schätzt das Exportvolumen aktuell auf 26,8 Mio. Tonnen (+300.000 Tonnen zum Vormonat).  Das Ergebnis läge jedoch weiterhin hinter dem Ergebnis der Saison 2014/15, als 32,5 Mio. Tonnen Weichweizen exportiert wurden.
Die Schätzung der Weichweizenproduktion 2015/16 liegt aktuell bei 149,8 Mio. Tonnen. Sie stieg damit um 300.000 Tonnen zum Vormonat und läge über dem Ergebnis des Vorjahres, als 149,1 Mio. Tonnen Weichweizen in der Europäischen Union produziert wurden.
Gesunken ist die Nachfrage nach Weizen als Futtermittel. Mit 54,5 Mio. Tonnen wird sie um 500.000 Tonnen niedriger eingeschätzt, als im Vormonat.
Die Prognose für die Körnermais-Produktion sank um 200.000 Tonnen auf 57,3 Mio. Tonnen. 2014 wurden 75,9 Mio. Tonnen Körnermais produziert.
Für Futtergerste wurde die Prognose unverändert auf 60,5 Mio. Tonnen belassen (Vorjahr: 60,4 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters
19.11.2015 Getreidemail

Technische Verkäufe, Spreadaktivitäten gegenüber Mais sowie bessere Wachstumsbedingungen im Mittleren Westen und den US-Plains ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf ein Zwei-Monat-Tief schließen. Tunesiens staatlicher Getreideeinkäufer hat einen internationalen Tender zum Kauf von 134.000 Tonnen Weichweizen, 92.000 Tonnen Durum und 25.000 Tonnen Futtergerste optionaler ausgeschrieben. Jordanien stornierte einen Tender über 100.000 Tonnen Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT leicht schwächer.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee behaupten und schlossen unverändert bis leicht fester.
Die Kombination aus dem schwachen Euro und günstigen Frachtraten führt dazu, dass Weizen europäischer Herkunft derzeit sehr wettbewerbsfähig am Weltmarkt ist. Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Weichweizenernte unverändert bei 41 Mio. Tonnen belassen und liegt damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.

19.11.2015 Israelische Importeure kaufen Mais und Futterweizen
Eine Gruppe israelischer Händler hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 80.000 Tonnen Mais, und 30.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft gekauft.
Mais (Lieferung im Zeitraum Februar - April):
30.000 Tonnen zum Preis von $179,00 c&f
50.000 Tonnen zum Preis von $178,50 c&f
Futterweizen (Lieferung im Zeitraum Ende Februar - Anfang März)
30.000 Tonnen zum Preis von $193,50 c&f
Quelle: Reuters

 

19.11.2015 Sojabohnen: USA fürchtet um sein Exportgeschäft

Die Kurse der U.S. Sojabohnen-Futures gaben gestern kräftig nach, da Exporte aus den USA schon bald von der Konkurrenz aus Südamerika verdrängt werden. Nach der Präsidentschaftswahl in Argentinien am kommenden Wochenende dürften die Exportzölle auf Weizen, Mais und Sojabohnen zur Disposition gestellt werden. Händler sehen, dass dann die großen Vorräte Argentiniens zusätzlich auf den ohnehin schon gut versorgten Weltmarkt drängen.
Die U.S. Exporte (Sojabohnen) dieser Woche enttäuschen bisher ebenfalls.

18.11.2015 Frankreichs monatliche Ernteschätzung nahezu unverändert

Frankreichs Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der französischen Maisernte auf 13,15 Mio. Tonnen (Vormonat 13,1 Mio Tonnen) angehoben. Damit liegt sie 27,2% hinter dem Rekordergebnis von 2014 (18,1 Mio. Tonnen) und 15,3% hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der französischen Weichweizenernte blieb unverändert bei 41 Mio. Tonnen und liegt damit 9,3% über dem Ergebnis 2014 und 14,2% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Quelle: Reuters

18.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 3.11. - 10.11.15 um 30.894 Kontrakte , gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 52.275 Kontrakte erhöht. Dadurch wurde der Bestand von 24.765 Netto-Long-Positionen (Vorwoche) in 58.404 Netto-Short-Positionen gedreht.
17.11.2015 US-Maisernte zu 96% abgeschlossen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 15.11.15 96% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 93%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 88%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 94%. Quelle: Reuters

16.11.2015 Mexiko kauft über 1.4 Mio. Tonnen in den Vereinigten Staaten
US-Exporteure melden den Verkauf von:
180.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an China
985.500 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an Mexiko
487.680 Tonnen Mais zur Liererung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Mexiko.
Quelle: Reuters
16.11.2015 Starker U.S.-Dollar: Weizen weitet Verluste aus

Die Weizen- und Maisfutures am CBoT weiten heute Morgen ihre Verluste aus und folgen damit den schwachen Finanzmärkten nach den tödlichen Terroranschlägen vom Freitag. Als Folge steigt der Kurs des USD, was erneut die Rohstoffpreise unter Druck setzt, die allesamt in U.S.-Dollar notieren.
Asiens Aktienkurse fallen heute Morgen auf ein sechs-Wochen-Tief und die Währungen in den Entwicklungsländern stehen unter Druck. Außerdem zeigen die schwachen Wirtschaftsdaten des Q3 in Japan, dass die Wirtschaft dort in die Rezession abgleitet.
Der starke USD wird mit Sicherheit zu weiter sinkenden Weizenpreisen beitragen, so die Einschätzung der National Australia Bank heute Morgen. Auch die fundamentale Marktanalyse zeige, dass die Welt derzeit mit Weizen sehr gut versorgt ist. In diesem Monat stieg der Kurs des USD gegenüber einem Korb von Währungen bereits um 2 %.

13.11.2015 Informa reduziert Prognose der US-Maisanbaufläche 2016
Informa Economics hat am heutigen Freitag seine Prognosen für die US-Anbauflächen für Mais, Sojabohnen und Winterweizen veröffentlicht. Sie lauten Händlern zufolge wie folgt:
US-Maisanbaufläche 2016: 90,1 Mio. Acres (90,8 Mio. Acres)
2015 wurden in den USA auf 88,4 Acres Mais angebaut

US-Sojabohnenanbaufläche 2016: 85,3 Mio. Acres (83,9 Mio. Acres)
2015 wurden in den USA auf 83,2 Mio. Acres Sojabohnen angebaut.

US-Winterweizenanbaufläche 2016: 38,7 Mio. Acres

Die in (Klammern) gesetzten Werte beziehen sich auf die vorherige Prognose. Infoma hat diese Angaben offiziell noch nicht bestätigt. Quelle: Reuters
 
13.11.2015 China will Maisanbau begrenzen

Die Regierung in Peking plant nach Angaben eines Beraters, die Maisanbaufläche des Landes in den kommenden fünf Jahren zu reduzieren, um die enormen Übermengen aus den staatlichen Lägern abzubauen. Man strebt für das Jahr 2020 eine Erntemenge von 175 Mio. Tonnen p.a. an von derzeit 225-230 Mio. Tonnen.

13.11.2015 Ukraines Getreideernte zu 97 % abgeschlossen

Das ukrainische Agrarministerium teilt heute mit, dass per 13. November 97 % der Getreideflächen des Landes abgeerntet sind. Davon sind 58,2 Mio. Tonnen geerntet worden. Der Durchschnittsertrag wurde mit 4,09 Tonnen/Hektar errechnet. In 2014 waren es 4,28 Tonnen/Hektar.
Von den 14,7 Mio. Hektar wurden als bisher 14,2 Mio. Hektar beerntet.
Die Weizen- und Gerstenernte ist komplett beendet und brachte 20,3 Mio. Tonnen. Die Maisernte ist zu 90 % eingebracht. Man rechnet mit 22 bis 23 Mio. Tonnen Mais in diesem Jahr. Im Vorjahr waren es 28,5 Mio. Tonnen.
Die Schätzung der Gesamternte liegt derzeit bei 59,2 Mio. Tonnen; im Vorjahr waren es 63,8 Mio. Tonnen.

13.11.2015 Werden Chinas Maisbestände immer noch zu niedrig eingeschätzt?

Das USDA wurde schon seit Monaten davor gewarnt, dass ihre Schätzungen zu den chinesischen Maisbeständen viel zu niedrig sind. Am letzten Dienstag platzte dann die Bombe als die Chinas Mais-Bestände um 24,08 Mio. Tonnen höher geschätzt wurden, als im Monat zuvor. Analysten waren davon ausgegangen, dass man den Bestand um 600.000 Tonnen höher schätzen würde. Jetzt sollen es 114,44 Mio. tonnen sein, statt 90,61 Mio. Tonnen in der Oktober-Schätzung.
Eine Einschätzung chinesischer Bestände ist tatsächlich sehr schwer, weil Peking dazu keine eigenen Zahlen herausgibt. Außerdem glaubte Peking lange Zeit, dass aus den hohen Sojabohnenimporten auch ein höherer Maisbedarf abzuleiten sei. Da aber die Futtermittelproduktion in China in den letzten beiden Jahren rückläufig war, haben sich riesige Maisbestände in den staatlichen Silos aufgebaut.
Inzwischen gehen einige Beobachter davon aus, dass die zuletzt genannten Bestandszahlen immer noch zu niedrig sind.

12.11.2015 EU erteilte Importlizenzen für 250.000 Tonnen Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 250.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,583 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,680 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 38.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 589.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 1,028 Mio. Tonnen).
12.11.2015 Getreidemail

Technische Käufe nach den kräftigen Verlusten der letzten Tage, Aufschläge beim Soja- und Maiskomplex sowie festere Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit leichten Gewinnen schließen. Ägyptens staatlicher Getreideeinkäufer (GASC) hat per Tender 60.000 Tonnen Weizen russischer und 60.000 Tonnen französischer Herkunft zu einem Preis von $211,77 pro Tonne und $211,50 pro Tonne c&f gekauft. U.S. Weizen wurde gar nicht erst angeboten, weil der Dollarkurs sehr hoch ist.
Die e-CBoT handelt heute Morgen leicht fester.
Durch die verbesserten Vorgaben aus Übersee konnten auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris profitieren und die Kurse verzeichneten auf allen Terminen leichte Aufschläge. Die Weizenbestände in der EU bleiben üppig. Das USDA hatte in seinem Bericht am Dienstag die EU-Weizenernte um 2 Mio. Tonnen höher geschätzt. Jetzt sind es 157,27 Mio. Tonnen.

12.11.2015 Fondsgesellschaften kaufen 10.000 Lots Mais

11.11.2015 Stichwahl in Argentinien:

Wenn Mauricio Macri in diesem Monat die Präsidentschaftswahl in Argentinien gewinnt, wird sich die Getreideproduktion des Landes bis 2019 um 30 % steigern. Er will die Exportzölle senken und die Exportbeschränkungen schrittweise aufheben.
Das bedeutet, dass statt der 100 Mio. Tonnen Getreide, die derzeit produziert werden, 130 Mio. Tonnen vermarktet werden müssen. Zweifelsohne wird das auch international die Lebensmittelpreise unter Druck setzen und auch arme Konsumenten hätten Zugang zu mehr Grundnahrungsmitteln.
Argentiniens Exportpolitik würde sich unverzüglich ändern, so der Agrarspezialist im Schattenkabinett des Präsidentschaftskandidaten. Exportquoten der Regierung Cristina Fernandez hätten acht Jahre lang die Einkommen der Farmer beschränkt. Auch die Exportzölle von derzeit 20 bis 23 % für Mais und Weizen sollen schrittweise abgesenkt werden.
Die linke Präsidentin Fernandez hatte zur Sicherung der sozialen Sicherheit erheblich die Freiheit der Märkte beschränkt. Nach zwei Legislaturperioden kann sie nun nicht wiedergewählt werden. Eine Stichwahl um das Amt des Präsidenten findet am 22. November statt.
Der Kandidat der Regierungspartei Daniel Scioli beschreibt sein Programm mit „Kontinuität und Wandel“. Er will eine Marktöffnung nur, wenn es nötig erscheint. Damit will er angestammte Wähler und Wechselwähler für sich gewinnen.
Macri will den Exportzoll auf Sojabohnenausfuhren von derzeit 35 % ab 2015 jährlich um 5 % kürzen. Das Haushaltsloch soll sich in den Folgejahren durch höhere Steuereinnahmen der Farmer wieder auffüllen. Sein Agrar-Ressortchef rechnet damit, dass die Weizenanbaufläche in 2015/16 um 50 % ausweiten wird.

11.11.2015 USDA schockt mit hohen Maisbeständen

Das USDA hat gestern die Getreidewelt mit höher als erwarteten U.S. Maiserträgen geschockt. Darüber hinaus wurden die Maisbestände in China aggressiv höher geschätzt.
Die Maiserträge in den USA werden nun auf 169,3 bu/acre geschätzt nach 168 bu/acre. Damit steigt die Schätzung für die Produktion um 99 Mio. Bushel auf 13,654 Mrd. Bushel. Zudem wird jetzt erwartet, dass sich die Exporte um 50 Mio. Bushel verringern und dass die Ethanol-Industrie 75 Mio. Bushel weniger verbraucht. Die Futtermittelindustrie wird aber 25 Mio. Bushel mehr verbrauchen. Als Ergebnis wird der Übertrag in die nächste Vermarktungssaison um 199 Mio. Bushel auf 1,760 Mrd. Bushel steigen.
Zu diesem negativen Bild kommt hinzu, dass das USDA die Maisbestände in China auf über 20 Mio. Tonnen schätzt. Der Endbestand nach der Saison 2015/16 auf der Welt wird nun von 187,8 Mio. Tonnen auf 211,9 Mio. Tonnen geschätzt.
Gestern fielen die Kurse des CBoT-Maiskontraktes um 2,1 % auf ein Kontrakt-Tief von 3,56 USD/Bushel. Heute Morgen gibt es eine kleine Gegenreaktion und die Kurse stabilisieren sich. Nach Einschätzung von Australischen Brokern sind die fundamentalen Daten aber so bärisch, dass ein Anstieg der Kurse vorerst nicht zu erwarten ist.

11.11.2015 Fonds verkaufen 20.000 Lots Mais

10.11.2015 China will staatliche Maisbestände mit Beihilfen abbauen

Die chinesische Regierung diskutiert fortwährend über den zukünftigen Umgang mit den riesigen Überhängen in den staatlichen Maissilos. Das verunsichert die Teilnehmer an der chinesischen Terminbörse Dalian zunehmend, sodass die Börsenkurse gestern um 2,3 % nachgaben.
Um die Bestände zügig abzubauen, schlägt ein Planungsgremium vor, die Erzeugerpreise im kommenden Jahr weiter abzusenken und den lokalen Verbrauchern den Kauf aus den staatlichen Vorräten zu subventionieren. Zusätzlich sollen die Frachten zu den Mühlen im Süden des Landes günstiger angeboten werden.

10.11.2015 Brasilens Conab erhöht Prognose der Sojabohnenernte und senkt Maisernte

Brasiliens nationale Versorgungsagentur Conab seine Prognose der Sojabohnenernte 2015/16 von 100,1 - 101,9 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 101,2-102,8 Mio. Tonnen erhöht.

Die Prognose der gesamten Maisernte jedoch wurde gesenkt von 82,6-83,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 81,1-82,7 Mio. Tonnen. Das meldet Conab am heutigen Dienstag in seinem zweiten Bericht des aktuellen Erntejahres. Quelle. Reuters

10.11.2015 Südafrikas Maisbestände leiden unter extremer Trockenheit

Südafrikas Maisbestände leiden derzeit unter einer Hitzewelle, die nach Prognosen des südafrikanischen Wetterdienstes noch bis Freitag oder Sonnabend anhalten wird. Extrem heißen Wetterbedingungen ist die Provinz Gauteng in der Nähe von Johannisburg ausgesetzt. Auch die Provinzen Mpumalanga im Nordosten und die Nord West Provinz, die zusammen einen großen Maisgürtel bilden, sind von der Dürre betroffen. Ebenso die Provinz Limpopo im Norden.
Südafrika erfährt gegenwärtig die schlimmste Dürre seit dem Ende der Apartheid vor zwei Jahrzehnten. Auch die letztjährige Maisernte war aufgrund der Trockenheit um ein Drittel niedriger. Quelle: Reuters

10.11.2015 US-Maisernte zu 93% abgeschlossen

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 08.11.15 93% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 85%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 78%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 88%. Quelle: Reuters

09.11.2015 US-Export-Insptektions für Mais und Sojabohnen niedriger, als erwartet.

09.11.2015 Zustand der Wintergetreidebestände in der Ukraine hat sich verschlechtert
Die Trockenheit in der Ukraine hat zu einer weiteren Verschlechterung des Zustands der Wintergetreidebestände geführt. Lediglich 29% der Bestände befinden sich per 5. November in einem guten Zustand (Vorjahr: 41%). Der Anteil der Bestände, die mit „Befriedigend“ bewertet wurden, sankt von 42% auf 40%, während der Anteil der Bestände mit der Bewertung „schwach“ von 17% auf 31% stieg. Das berichtet das Beratungsunternehmen UkrAgroConsult am heutigen Montag. Das Unternehmen rechnet im kommenden Jahr mit einem Rückgang der ukrainischen Weizenernte um 20%.
Dem ukrainischen Landwirtschaftsministerium zufolge ist die Aussaat per 6. November auf 3,8 Mio. Hektar bzw. 59% der Aussaatfläche aufgelaufen. Auf 2,7 Mio. Hektar ist die Aussaat bisher noch nicht aufgelaufen.
Aufgrund möglicher Ernteeinbußen im kommenden Jahr beobachtet das Landwirtschaftsministerium das Tempo der Getreide-Exporte sehr genau. Bisher wurden 14,5 Mio. Tonnen Getreide im laufenden Vermarktungsjahr 2015/16 exportiert – davon 7,96 Mio. Tonnen Weizen, 3,06 Mio. Tonnen Mais und 3,47 Mio. Tonnen Gerste.
Das gesamte Exportpotenzial schätzt das Ministerium in dieser Saison auf 36 Mio. Tonnen versus 34,8 Mio. Tonnen im Vermarktungsjahr 2014/15. Quelle: Reuters
09.11.2015 USDA-Bericht wird wohl Endbestände höher schätzen

Am Dienstagnachmittag um 18:00 Uhr deutscher Zeit wird das U.S. Landwirtschaftsministerium USDA seinen monatlichen Erntebericht mit einer Gegenüberstellung von Angebot- und Nachfrage veröffentlichen. Kleinere Steigerungen in der Mais- und Sojabohnenschätzung gegenüber dem Vormonat sind wahrscheinlich, während er Befürchtungen gibt, dass die Nachfrage – insbesondere am Weltmarkt – schwächelt und damit zu höheren Endbeständen führen wird. Das betrifft Mais, Weizen und Sojabohnen.
Alle Berichte dieses Jahres und auch den November-Bericht sowie unsere ersten Analysen dazu finden Sie hier.

09.11.2015 Indonesiens Mais-Importquoten kommen Schwarzmeerweizen zugute

Futtermittelhersteller in Indonesien, einer der größten Getreideimporteure Asiens, haben damit begonnen, Futterweizen aus der Schwarzmeerregion zu kaufen, um die Maisimporte aus Südamerika zu ersetzen. Rund 35.000 Tonnen Futterweizen sind schon auf dem Weg und weitere 50.000 Tonnen wurden jüngst für November-Lieferung geordert.
Indonesiens Behörden haben im Juli für die Monate November und Dezember Einfuhrquoten für Mais verordnet, um die Eigenversorgung zu fördern.
Die Mischfutterhersteller zahlen für den Weizen zirka 210 USD/Tonne c&f. CBoT-Börsenkurse für Mais werden durch die erwarteten höheren Schätzungen der Endbestände schwächer erwartet.
Indonesiens Maisimporte haben in den letzten Jahren stetig zugenommen, da die größte Volkswirtschaft Südostasiens wächst und mehr (Geflügel-) Fleisch verzehrt wird.

09.11.2015 Greenback auf 7 –Monats-Hoch

Der starke Kurs des U.S. Dollars und technische Verkäufe lasten auf den Kursen des CBoT-Weizenfutures. Auch heute Morgen bleibt der Greenback fest, nachdem er bereits am Freitag gegenüber einem Korb von Währungen ein 7-Monats-Hoch erreichte. Das senkt sogar noch die Chance auf bessere Exporte aus den USA, die angesichts hoher Lagerbestände dringend nötig wären.
Das werden wohl auch die USDA-Zahlen am Dienstag zeigen. Die Endbestände der drei großen Commodities Weizen, Sojabohnen und Mais werden von den Experten der U.S.-Regierung wahrscheinlich größer geschätzt werden.

08.11.2015 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) Mais

Institutionelle Anleger haben ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais um 7.573 Kontrakte reduziert, gleichzeitig wurden die Short-Positionen um 1.262 Kontrakte erhöht. Dadurch reduzierte sich der Bestand der Netto-Long-Positionen um 8.835 Kontrakte auf 24.765 Kontrakte.

06.11.2015 Ukraine: Getreideernte nahezu abgeschlossen
Ukraines Landwirte haben per 6. November 57,1 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Die durchschnittlichen Erträge lagen bei 4,06 Tonnen pro Hektar. Das zeigen Daten  aus dem Landwirtschaftsministerium. Geerntet wurde Getreide auf 14,1 Mio. Hektar  (96%) von insgesamt 14,7 Mio. Hektar. Vergleichszahlen zum Vorjahr wurden nicht veröffentlicht.
Die Weizen- und Gersteernte ist dem Ministerium zufolge komplett abgeschlossen. Bisher wurden 19,3 Mio. Tonnen Mais auf 3,5 Mio. Hektar (86% der Aussaatfläche) geerntet. Insgesamt liegt die Prognose der Maisernte in diesem Jahr bei 22-23 Mio. Tonnen (2014: 28,5 Mio. Tonnen). Insgesamt wird die Getreideernte auf über 59,2 Mio. Tonnen geschätzt, davon zwischen 24 und 25 Mio. Tonnen Weizen.
2014 wurden 63,8 Mio. Tonnen Getreide in der Ukraine geerntet.
Die Wintergetreideaussaat ist auf 6,5 Mio. Hektar erfolgt und damit zu 88% abgeschlossen. Insgesamt soll Wintergetreide auf 7,4 Mio. Hektar ausgesät werden, davon 6,2 Mio. Haktar Winterweizen und 1,0 Mio. Hektar 1,0 Mio. Hektar. Quelle: Reuters
06.11.2015 Getreidemail

Enttäuschende wöchentliche Exportzahlen, ein starker US-Dollar sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Verlusten schließen. Fondsgesellschaften hatten in den Tagen zuvor dafür gesorgt, dass die Kurse stiegen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen mit nur 84.600 Tonnen Weizen für die laufende Vermarktungsperiode 2015/16 deutlich hinter den Markterwartungen von 300.000 - 500.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse schwächer.
Bei erhöhtem Umsatzvolumen folgten die Weizenfutures der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben auf allen Terminen moderat nach.
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Exportlizenzen für 293.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 7,134 Mio. Tonnen bleiben die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr hinter dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 10,311 Mio. Tonnen lag.
Prämien für deutschen Standardweizen mit 12 % Protein zur Lieferung im Nov.: Geld Matif -2 / Brief: Matif -1.

06.11.2015 Institutionelle Anleger reduzieren Netto-Long-Positionsbestand beim CBoT Mais

05.11.2015 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Union erteilte in dieser Woche Importlizenzen für 442.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 3,333 Mio. Tonnen sind die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres, das zur selben Zeit bei 2,601 Mio. Tonnen lag. Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 15.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 551.000 Tonnen (Vergleichswert Vorjahr: 958.000 Tonnen).
05.11.2015 AMIS Market Monitor No. 33 / November 2015

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. November finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor
nächster Erscheinungstermin: 3. Dezember 2015

04.11.2015 Taiwan Sugar Corp. sucht Mais und Sojabohnen

Die Taiwan Sugar Corp. Hat einen internationalen Tender zum Kauf von 23.000 Tonnen US-Mais und 12.000 Tonnen US-Sojabohnen ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet heute.
Gesucht wird Ware zur Versendung von der US-Golfküste (10. - 24. Januar) oder von der US Nord-West-Küste (24. Jan - 06 Feb.). Quelle: Reuters

04.11.2015 Wie viel Mais muss die EU importieren?

Die Maisernte in der EU neigt sich dem Ende zu und die Ergebnisse bestätigen die niedrige Schätzung der Erträge, auch wenn in Frankreich die letzten Schätzungen nach oben korrigiert wurden. Die leitende Angestellte in der EU senkten ihre monatliche Schätzung zuletzt auf 57,4 Mio. Tonnen und liegen damit 20 Mio. Tonnen unter der Rekordernte des Vorjahres.
Frankreich, der größte Maisproduzent in der EU produzierte mit 13 bis 14 Mio. Tonnen 4 bis 5 Mio. weniger Mais als im Vorjahr; dort gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Anbauregionen. Der durchschnittliche Ertrag pro Hektar liegt in Frankreich bei 9,01 Tonnen. Das ist die obere Kante der Vorhersagen. Flächen, die nicht beregnet werden konnten, brachten die schwächsten Ergebnisse. Im Südwesten brachte aber auch der August-Regen eine Verbesserung.
Am 26. Oktober wurde von FranceAgriMer gemeldet, dass 75 % der französischen Maisernte eingebracht war, das warme und sonnige Wetter hat den Erntefortschritt seither begünstigt.
In Rumänien, dem Land mit der zweitgrößten Maisfläche in der EU kamen 9 Mio. Tonnen Mais zusammen (Vj.11 Mio. Tonnen), nachdem eine lang anhaltende Hitzeperiode und Trockenheit im Sommer die Erträge minderte. Von den 2,7 Mio. Hektar Mais in Rumänien waren rund 80 % abgeerntet.
In Italien wird die Maisernte auf 22 % unter der des Vorjahres veranschlagt. Neben den hitzebedingten kleineren Erträgen wurden auch weniger Flächen als im Vorjahr bestellt.
Die kleineren Ernten zwingen die Verbraucher in der EU 9 Mio. Tonnen mehr Mais zu importieren als im Vorjahr. Die Schätzung der nötigen Importe schwanken aber, da man nicht sagen kann, wie viel Weizen in die Futtermischungen kommt. Außerdem weiß man noch nicht, wie groß die Ernte in der Ukraine ausfällt, wo auch ungünstiges Wetter die Erträge geschwächt hat. Die EU Kommission schätzt die Maisimporte nur auf 11 Mio. Tonnen, obwohl die Ernte sehr klein ausfiel. Das USDA schätzt den Importbedarf der EU auf 16 Mio. Tonnen.

03.11.2015 Informa Economics erhöht Prognosen für US-Mais- und Sojabohnenernte 2015

Informa Economics hat seine Prognosen zur US-Mais- und Sojabohnenernte 2015 erhöht.
Die durchschnittliche Ertragsschätzung für die US-Maisernte liegt nun bei 170,1 Bushel/Acre (Vormonat: 168,4). Die Prognose der US-Maisproduktion wurde auf 13,718 Mrd. Bushel/Acre erhöht (Vormonat: 13,561).
Für die US-Sojabohnenernte liegt die Prognose der durchschnittlichen Erträge bei 47,9 Bushel/Acre (Vormonat: 47,2). Die Prognose für die US-Sojabohnenproduktion wurde auf 3,952 Mrd. Bushel erhöht von zuvor 3,878 Mrd. Bushel. Quelle: Reuters

03.11.2015 Europäische Kommission erwartet Weizenernte auf Rekordniveau

Die Europäische Kommission hat ihre Prognose der diesjährigen Weizenernte in der Europäischen Union von 144,6 Mio. Tonnen (Vormonat) auf 149,2 Mio. Tonnen erhöht. Damit liegt die Menge sogar über der Rekordernte von 2014, die bei 148,7 Mio. Tonnen lag. Auch die Erwartung für die EU-Gersten-Ernte wurde von 57,2 Mio Tonnen auf 59 Mio Tonnen angehoben.
Reduziert wurde nochmals die Prognose der EU Maisernte von 58,4 Mio Tonnen auf 57,4 Mio Tonnen. Quelle: Reuters

03.11.2015 Maisverbrauch zur Ethanolverstellung in den USA im September rückläufig

Der Verbrauch von Mais für die Ethanol-Produktion in den Vereinigten Staaten sank im September auf 427,5 Mio. Bushel. Das ist ein Rückgang um 19,4 Mio. Bushel zum Vormonat August (446,9 Mo. Bushel).
Die Produktion von DDGs sankt von 1,961 Mio. Tonnen auf 1,907 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

03.11.2015 Südkorea kauft über 55.000 Tonnen Mais

Südkoreas KOCOPIA (Korea Corn Processing Industry Association) kaufte im Rahmen eines Tenders über 55.000 Tonnen Mais. Die Herkunft der Ware vermuten Händler in Südamerika. Der Preis lag bei $195,05/Tonne c&f zur Ankunft am 20. Februar 2016. Quelle: Reuters

03.11.2015 FCStone erhöht Prognose der US-Maisernte 2015
Der Commodity Boker FC Stone hat in seinem monatlichen Report die Prognose der US-Maisernte 2015 von 13,541 Mrd. Bushel leicht auf 13,543 Mrd. Bushel erhöht. Die Schätzung der durchschnittlichen Erträge wurde von 167 BPA (Bushel per Acre) auf 168 BPA erhöht.
Das US-Landwirtschaftsministerium hat in seinem WASDE-Report Oktober 15 die US-Maisproduktion auf 13,555 Mrd. Bushel bei durchschnittlichen Erträgen von 168 BPA geschätzt.
Die Prognose der US-Sojabohnenernte wurde von FCStone leicht reduziert von 3,919 Mrd. Bushel auf 3,917 Mrd. Bushel und liegt unterhalb der Prognose vom USDA (3,888 Mrd. Bushel). Mit durchschnittlichen Erträgen von 47,5 BPA liegt die Schätzung über der Schätzung des Vormonats (46,9 BPA). Das USDA hat zuletzt durchschnittliche Erträge von 47,2 BPA angenommen.
FCStone´s Prognosen basieren auf eigene Umfragen, USDA-Prognosen und weiteren Faktoren.
Der nächste WASDE-Report wird am 10. November veröffentlicht. Quelle: Reuters
03.11.2015 USDA-Fortschrittsbericht US-Maisernte

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 01.11.15 85% der US-Maisbestände geerntet wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 62%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 79%. Quelle: Reuters

02.11.2015 Brasiliens: Zeitfenster für zweite Frucht wird eng

Die Aussaat von Sojabohnen in Brasilien bleibt hinter dem Fortschritt der Feldbestellungen früherer Jahre zurück. 31 % der geplanten Flächen sind aktuell bestellt, gegenüber 42 % im 5-Jahres-Durchschnitt.
Spätere Pflanzungen müssen keine schlechteren Erträge bringen, es verbleibt aber weniger Zeit für die Folgekultur, die üblicherweise Mais- oder Baumwollernte ist. Insbesondere das Bundesland mit der größten Sojaanbaufläche Mato Grosso ist mit den Pflanzungen am weitesten zurück. In der letzten Woche waren es 20 % und aktuell sind es 36 %. Das 5-Jahres-Mittel liegt bei 55 %. Da bis zum 20. Oktober kaum Regen fiel sind die Böden zu trocken. Die Reuters Wetterübersicht sagt nun aber mehr Niederschläge bis Mitte November voraus.

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