Matif: Mais Juni 2016

29.06.2016 Coceral schätzt die diesjährige EU-Weizenernte jetzt auf 148 Mio. Tonnen

Der europäische Dachverband der Getreidehändler Coceral erhöhte heute seine Vorhersage für die 2016er Weichweizenernte der EU heute von 145,2 Mio. Tonnen auf 148 Mio. Tonnen. Die Schätzung liegt damit noch unter der tatsächlichen Ernte über 150,3 Mio. Tonnen in 2015.
Die Gerstenproduktion in der EU wurde von Coceral auf 63,2 Mio. Tonnen von 58,9 Mio. Tonnen angehoben. Damit wäre die Erntemenge höher als im Vorjahr, als 61,1 Mio. Tonnen eingefahren wurden.
Die Schätzung der EU-Maisernte für dieses Jahr liegt bei 62,4 Mio. Tonnen, im März wurden noch 63,2 Mio. Tonnen erwartet. Beides wäre aber mehr als die 58,5 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Rapsernte der EU wird vom Verband jetzt auf 22 Mio. Tonnen taxiert, im März schätzte man 21,6 Mio. Tonnen. Im Vorjahr war die Rapsernte der EU 21,7 Mio. Tonnen groß.

29.06.2016 Indonesien „kontrolliert“ seine Weizenimporte

Ein Ministeriumsmitarbeiter in Jakarta sagte heute gegenüber der Presse, dass Indonesien die Weizenimporte „kontrolliere“, um das nationale Angebot an Mais zu begünstigen. Das ist eine weitere Maßnahme der dortigen Regierung, die Eigenversorgung mit Lebensmitteln zu erhöhen.
Indonesiens Weizenimporte sind gestiegen, nachdem in diesem Frühjahr die Maisimporte gekappt wurden. Man werde die Importe nicht verbieten aber regulieren, damit die Erzeugnisse der lokalen Farmer begünstigt werden. Die gestiegenen Weizenimporte werden für die Herstellung von Mischfutter benötigt, wenn aber Mais aus der Inlandsproduktion verfügbar ist, seien keine Importe nötig. Von der Verfügbarkeit von Maisbeständen im Inland sei es abhängig, wie lange die Kontrollen anhalten sollen.
Diese Importkontrollen verhindern derzeit die Importe von 450.000 Tonnen Weizen, so der Verband der Indonesischen Müller. Derzeit hängen 250.000 Tonnen Importweizen in den Häfen fest. Sie werden nur in kleinen Mengen zur Entladung aus den Schiffen freigegeben. Es sind weitere 200.000 Tonnen Weizen auf den Seewegen nach Indonesien unterwegs.
Die Behinderungen führten bereits dazu, dass die Getreidepreise im Inland steigen. Das hat auch einen Einfluss auf den Weltmarktpreis, so ein Händler in der EU. Das könne die Regierung in Jakarta nicht ignorieren.
Indonesien hat seit Januar bereits 1,5 Mio. Tonnen Futterweizen am Weltmarkt eingekauft, nachdem die Maisimporte von der Regierung reglementiert wurden. Die Preise für Mischfutter sind seither gestiegen. Der Spread zwischen Futterweizen- und Mahlweizenpreisen ist in Indonesien jetzt nur noch vier bis fünf Dollar, üblicherweise ist er zehn Dollar hoch.

29.06.2016 Vor der Maissaison 2016/17: Argentiniens Bauern im Mais-Fieber

Für Argentiniens Farmer scheint Mais so hell wie Gold. Wenn sie im September die Saat für die Saison 2016/17 legen, beginn damit die erste volle Vermarktungssaison nachdem Mauricio Macri nach seinem Amtsantritt im Dezember 2015 seine Politik des freien Marktes ausrief.
Steuern und Exportbeschränkungen für Mais und Weizen, die die linke Vorgängerregierung unter Cristina Fernandez eingeführt hatten, wurden von Macri gleich nach seinem Amtsantritt aufgehoben. Das hat eine eindrucksvolle Dynamik ausgelöst: Derzeit ist das Saatgut knapp, es wurden bisher schon 60 bis 70 % der Saatgutbestände verkauft, in früheren Jahren wurden zum gleichen Termin bis zu 10 % verkauft. Der Maisanbau wird zu Lasten der Sojabohne um geschätzte 30 % ausgedehnt. In 2015/16 wurden 3,6 Mio. Hektar mit Mais bestellt.
Die Senkung der Zollsätze von 20 % auf „0“ kommen in vollem Umfang bei den Farmern an. Durch die Abwertung des Peso (-30 %) und den gestiegenen Weltmarktpreisen für Mais stieg der Maispreis im Land um 220 %.

29.06.2016 U.S. Maisexport leidet unter starker Konkurrenz

Eine gute Nachfrage aus Mexiko nach U.S. Mais hat zuletzt die Exportbilanz der USA wieder ins Lot gebracht und die anfängliche Ausfuhrschwäche dieser Vermarktungssaison aufgehoben. Traditionelle Käufer wie Süd Korea und Japan hatten deutlich weniger gekauft.
So wird Mexiko wohl Japan zum ersten Mal seit den 1980er Jahren vom ersten Platz der U.S.-Mais-Importeure verdrängen. Das illustriert, wie groß die Abhängigkeit der U.S. Exporteure von seinem südlichen Nachbarn geworden ist. Die einstige Supermacht im weltweiten Getreidegeschäft, die USA, haben inzwischen starke Konkurrenten in der Ukraine und in Brasilien.
Das ist auch ein Resultat aus dem mehrjährigen Rohstoffboom, der in 2007 begann und die Landwirtschaft in Südamerika und im Osten Europas stärkte. Lokale Regierungen und große Handelshäuser der Welt wie Cargill und ADM haben in großen Stil in die Infrastruktur investiert.
Nun ist die Dominanz der U.S.-Maisexporteure in Gefahr. Sie hatten im letzten Jahr immerhin ein Exportvolumen in Höhe von 8,3 Mrd. USD. Die Exporte entsprechen ein Drittel der U.S. amerikanischen Maisproduktion. Der Wettbewerb ist sehr groß geworden und der dramatische Wandel der Handelswege in so kurzer Zeit ist dynamisch. So kaufte Japan in den USA seine zweit-kleinste Maismenge seit 1999. Für Süd Korea ist es ebenfalls die zweit-kleinste Menge seit einem Jahrzehnt.
Durch den festeren Kurs des US-Dollars nach dem Brexit-Votum in der vergangenen Woche könnte die derzeit gute Nachfrage nach U.S. Mais jäh einbrechen. Der USD stieg auf ein Drei-Monats-Hoch, nachdem sich die Briten für den Ausstieg aus der EU aussprachen. Das führt dazu, dass alle US-Dollar notierten Rohstoffe in den Ländern teurer werden, die in anderen Währungen handeln. Davon profitieren Brasilien, Argentinien und die Eurozone. Für die Käufer zählt einzig der Preis. Als die Asiaten im letzten Herbst US-Mais mieden, riet die Verband der U.S. Getreideexporteure zu einer Orientierung zu Märkten in der näheren Umgebung. Als Reaktion darauf richteten die konkurrierenden Exporteure in Südamerika Brasilien und Argentinien für die Mercosur-Staaten eine Freihandelszone ein.
In Latein Amerika ist die Inlandsnachfrage nach Mais durch die wachsende Viehproduktion derzeit gut aber die Maisernte in den USA wird im kommenden Herbst wieder sehr hoch ausfallen und es kommen Fragen auf, ob diese Ernte am Weltmarkt platziert werden kann. Mexikos Importbedarf schwankt enorm und es gibt genügend Alternativen als Futtergetreide, wie Sorghum. Im letzten Monat senkte der U.S. Agrarattache in Mexiko seine Importerwartungen um eine Mio. Tonnen, gegenüber der vorherigen Schätzung. Außerdem steigt die Konkurrenz der Anbieter aus Südamerika. Brasiliens Agrarminister erhöhte den Mindestpreis für Mais, damit mehr Mais statt Sojabohnen gesät werden. In Argentinien wird die Maisanbaufläche um 20 % steigen, nachdem die Exportpolitik im letzten Jahr liberalisiert wurde.

29.06.2016 Vor der USDA-Flächenschätzung geben Mais- und Sojabohnenkurse nach

Nach zwei Handelstagen mit starken Gewinnen gibt heute Morgen der Kurs des CBoT-Sojabohnenfutures nach. Der Grund dafür wird in dem Morgen erscheinenden USDA-Bericht zur diesjährigen Flächennutzung gesehen. Man geht davon aus, dass die Sojabohnenanbaufläche in den USA zu Lasten vom Mais ausgeweitet wurde. Das ist bärisch für die Bohne und könnte die Maiskurse stützen.
Analysten gehen im Vorfeld der USDA-Schätzung von 92,9 Mio. acres Mais aus, gegenüber 93,6 Mio. in der USDA Prognose im April. Die Analysten schätzen die Sojabohnenanbaufläche in diesem Jahr jetzt auf 83,8 Mio. acres gegenüber 82,65 Mio. acres in der April-USDA-Schätzung.
Die Kurse beider Commodity wurden zuletzt durch die Aussicht auf heiße Sommertage und einer guten Nachfrage gestützt. Die Temperaturen der nächsten Woche sollen im Mittleren Westen der USA bis zu 38°C ansteigen. Dann ist auch die für den Ertrag kritische Bestäubungsphase beim Mais und die Pflanzen könnten durch die Hitze gestresst sein und Ertragseinbußen erleiden.

28.06.2016 Bisher 8,6 Mio. Tonnen aus Chinas staatlichen Maisreserven verkauft

Die Käufe in den regelmäßig stattfindenden Mais-Auktionen aus den staatlichen Beständen der chinesischen Regierung sind in der vergangenen Woche rückläufig gewesen. Von den 1,22 Mio. Tonnen Mais, die angeboten wurden, wurden lediglich 36 % zu einem Durchschnittspreis von umgerechnet 248,17 USD/Tonne oder 6,3 USD/Buschel verkauft (441.000 Tonnen).
Bis jetzt wurden in den diesjährigen Auktionen 8,6 Mio. Tonnen Mais aus staatlichen Reserven an die lokalen Märkte in China verkauft. Morgen findet die nächste Auktion statt.

28.06.2016 Mais: Gute Noten für U.S. Feldbestände

Gestern Abend bewertete das USDA die Maisbestände in den USA erneut besser als die Analysten es erwarteten. Daraufhin gaben die Kurse des CBoT-Maisfutures im Nachhandel zunächst nach, inzwischen erholen sich die Kurse wieder, denn es gibt weiter Bedenken wegen der Erwartung von trockenem Sommerwetter.
Am letzten Wochenende erhielten einige der trockensten Maisanbaugebiete im Mittleren Westen der USA Regen. Im Delta und im Südosten ist es meist trockener als in anderen Regionen, dort soll es aber heute Regen geben.
Die Mais-Feldbestände in den USA erhielten gestern wieder zu 75 % die Note „gut bis exzellent“, höher als erwartet. Am kommenden Donnerstag wird das USDA zudem ihre Schätzungen zu der diesjährigen Flächennutzung und den Lagerbeständen veröffentlichen.

28.06.2016 US-Crop Conditions: 75% der Maisbestände erhielten Rating "gut" bis "exzellent"

27.06.2016 Export-Inspections: Mais-Verladungen über den Erwartungen

27.06.2016 Getreidemail

Schwächere Rohstoffmärkte nach der Entscheidung der Briten über den Austritt aus der EU, der stark gestiegene US-Dollar sowie Kursverluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Verlusten schließen. Nur der Frontmonat Juli 16 konnte zum Ende der Sitzung leicht zulegen. Im Wochenvergleich verlor er allerdings 5,5% bzw. 26,5 US-Cent. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots. Zur Stunde handelt die elektronische Nachtbörse uneinheitlich.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures nach anfänglichen Verlusten wieder erholen und schlossen auf allen Terminen mit Aufschlägen. Der Zustand der französischen Getreidebestände hat sich in der vergangenen Woche weiter verschlechtert. 71% der Weichweizenbestände wertete FranceAgriMer per 20. Juni mit "gut" mit "exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 75% der Bestände dieses Rating. Der stark gesunkene Euro erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Exportmarkt. Prämien in Hamburg Lieferung September = 2,00 Euro/to über Dezember 2016.

25.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften am Freitag 14.000 Los CBoT Sojabohnen
Spanne der Schätzungen:
Mais: 7.000 - 10.000 Lots
Sojabohnen: 10.000 - 20.000 Lots
Weizen: 0 - 5.000 Lots
25.06.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais in der Woche vom 14.06. - 21.06. um 1.324 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 28.792 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 27.468 Lots auf 224.827 Lots.
24.06.2016 Buenos Aires Getreidebörse erhöht Ernteschätzung für Mais

Die Buenos Aires Getreidebörse erhöhte ihre Schätzung für die diesjährige Maisernte drastisch. Jetzt sollen 28 Mio. Tonnen Mais zur Verfügung stehen, zuvor war die Börse noch von 25 Mio. Tonnen ausgegangen.
Zum einen werden die Erträge höher geschätzt und zum anderen stellte sich heraus, dass die Anbaufläche größer war, als zuvor bekannt war. Die Maisernte dort ist jetzt zu 38 % abgeschlossen. Das USDA hatte die dortige Maisernte in ihrem letzten WASDE-Bericht auf 27 Mio. Tonnen geschätzt.
Die Schätzung der diesjährigen Sojabohnenernte blieb bei 56 Mio. Tonnen. Diese Ernte ist jetzt zu 95 % drin.

24.06.2016 Frankreich: FranceAgriMer senkt Ratings für Getreidebestände

Der Zustand der französischen Getreidebestände hat sich in der vergangenen Woche weiter verschlechtert. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Bericht.
71% der Weichweizenbestände wertete FranceAgriMer per 20. Juni mit "gut" mit "exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 75% der Bestände dieses Rating.
Die Wintergerste wurde zu 67% mit "gut" bis "exzellent" bewertet (Vorwoche: 73%). Sommergerste erhielt zu 76% das Rating "gut" bis "exzellent"(Vorwoche: 86%).
Beim Mais wurden 69% der Bestände mit "gut" bis "exzellent" bewertet (Vorwoche: 75%). Die Aussaat hat sich aufgrund der heftigen Niederschläge seit Ende Mai verzögert. Per 20. Juni ist sie auf 99% der Flächen erfolgt (Vorwoche: 99%).

24.06.2016 Getreidemail

Erntedruck aufgrund der voranschreitenden US-Winterweizenernte sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Abschlägen schließen. Mit 462.800 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Sales für das Vermarktungsjahr 2016/17 im Rahmen der Markterwartungen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots CBoT SRW-Weizen. Zur Stunde handelt die eCBoT mit weiteren kräftigen Verlusten. Negative Vorgaben aus Übersee und der zuletzt deutlich gestiegene Euro, der die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Exportmarkt mindert, führten auch bei den Weizennotierungen gestern in Paris zu deutlichen Verlusten. Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Exportlizenzen für 555.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 30,659 Mio. Tonnen liegen die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr nur noch 374.000 Tonnen hinter dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt (31,033 Mio. Tonnen). Prämien in Hamburg Lieferung September = 2,00 Euro/to über Dezember 2016.

24.06.2016 CBoT-Mais verbucht größten Kursverlust seit drei Jahren

Die Kurse des CBoT-Maisfutures werden in dieser Woche ihren größten Wochenverlust seit drei Jahren einfahren. Fondsgesellschaften stoßen ihre großen Long-Positionen ab, weil die Vegetationsbedingungen im Maisgürtel der USA kurz vor der für die Ernte kritischen Bestäubungsphase optimal sind. Außerdem sind die Erntebedingungen in den südlicher gelegenen Weizenanbauregionen bei trockenem Wetter ebenfalls optimal.
Zudem beobachten die Investoren der ganzen Welt auf den Ausgang des britischen Referendums, in dem sich die Brexit-Befürworter durchgesetzt haben. Das hat Auswirkungen auf die Wechselkurse bedeutender Währungen: der Eurokurs zum USD ist unter Druck aber das britische Pfund ist zur Stunde im freien Fall. Der Ölpreis ist heute Nacht um 6,5 % gesunken.

24.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 13.000 Lots Mais

23.06.2016 Europäische Kommission erteilte Importlizenzen für 170.000 Tonnen Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 170.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 13,084 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zur selben Zeit (9,121 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 57.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,842 Mio.Tonnen.
23.06.2016 Südkorea kauft 138.000 Tonnen Weizen in den Vereinigten Staaten

US-Exporteure melden den Verkauf von 138.000 Tonnen Mais an Südkorea. 69.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 und 69.000 Tonnen zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17. Quelle: Reuters

23.06.2016 US-Export-Sales: Maisexporte 2015/16 im Rahmen der Erwartungen

23.06.2016 Brasilien will Versorgungsengpass bei Grundnahrungsmitteln entgegenwirken

Brasilien unternimmt Anstrengungen, um den Engpass bei Sojabohnen und Mais entgegen zu wirken. Die Regierung will Importsteuern senken und die Importkontrollen für einige Grundnahrungsmittel verwerfen, um die Produktion zu stimulieren.
Für Mais soll ein Mindestpreis gelten und die Importbeschränkungen für Sojabohnen und Mais sollen aufgehoben werden, so der brasilianische Landwirtschaftsminister Baliro Maggi. Die Preise für Sojabohnen, das wichtigste Grundnahrungsmittel des Landes haben sich in diesem Jahr verdreifacht, weil es einen Engpass bei der Ernte gab.

23.06.2016 Taiwan: MFIG kauft 65.000 Tonnen Mais

Taiwans MFIG hat über 65.000 Tonnen Mais gekauft, das melden europäische Händler. Ausgeschrieben wurde Mais aus den Vereinigten Staaten oder Brasilien (Sellers Option) zur Lieferung im September/Oktober. Quelle. Reuters

23.06.2016 Südkorera: FLC kauft 130.000 Tonnen Mais

Südkoreas Feed Leaders Committee (FLC) hat 130.000 Tonnen Mais im Rahmen zweier privatrechlicher Verträge gekauft (non-tender deals). Ausgeschrieben wurde Mais jeglicher weltweiter Herkunft, europäische Händler glauben allerdings, dass er aus der Schwarzmeer-Region geliefert wird. Quelle: Reuters 

23.06.2016 Regen im Mittleren Westen der USA drückt weiter auf die Maiskurse

Seit nun vier Handelssitzungen in Folge geben die Kurse des CBoT-Maiskontraktes nach und sinken damit auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat. In den U.S. –Anbauregionen fiel weit verbreitet Regen und die Wachstumsbedingungen verbessern sich.
Stürmisches und regnerisches Wetter vertreibt gestern und heute den U.S. Maisgürtel die Trockenheit. Die Maispflanzen sind dort kurz vor der kritischen Befruchtungsphase, die üblicherweise im Mittleren Westen Mitte Juli eintritt. Deshalb beobachten die Marktteilnehmer das Wetter so genau und reagieren auf jeden Niederschlag und auf jede Vorhersage.
Die Niederschläge in diesen Tagen veranlassten die Halter von Long-Positionen von CBoT-Maisfutures zur Liquidation ihrer Finanzinstrumente. Und auch berichtspflichtige institutionelle Anleger stießen in Großem Maße ihre Kaufpositionen ab. Auch der Kursanstieg wurde von Fondsgesellschaften angetrieben, analysiert der Broker Ole Houe in Sydney Australien. Er glaubt, dass bei dem aktuell großen Angebot an Mais in der Welt der Preis dafür eher bei 3,5 USD/Bushel liegen sollte, zumal es eine große Konkurrenz zum Weizen gibt.

23.06.2016 US-Export-Sales: Analysten schätzen Maisexporte 2015/16 auf 0,75 - 1,0 Mio. to

23.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften 10.000 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen
Mais: 3.000 - 13.000 Lots
Sojabohnen: 4.000 - 8.000 Lots
22.06.2016 China verkauft 1,18 Mio. Tonnen Mais aus staatlichen Beständen

China hat am heutigen Mittwoch 1,18 Mio Tonnen Mais aus staatlichen Beständen verkauft. Das teilte Chinas National Grain Trade Center heute mit. Das sind 46,9% der heute verfügbaren Gesamtmenge. Der erzielte Preis lag im Durchschnitt bei 1.581 Yuan/Tonne ($240,42). Quelle: Reuters

22.06.2016 Südkoreas KOCOPIA kauft über 55.000 Tonnen Mais

Südkorea´s Korea Corn Processing Industrie Association (KOCOPIA) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens über 55.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) zum Preis von $209,50/Tonne c&f gekauft. Das melden europäische Händler. Der Mais (GMO) wurde zur Lieferung am 10. September ausgeschrieben. Am Dienstag wurden alle Angebote, die aufgrund einer Ausschreibung derselben Menge und Lieferperiode erteilt wurden, aufgrund zu hoher Preisforderungen zurückgewiesen.

22.06.2016 Getreidemail

Die zügig voranschreitende US-Winterweizenernte sowie kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Ein-Monats-Tief schließen. US-Landwirte haben bereits 25% der Winterweizenbestände geerntet (Vorwoche: 11%), das meldete das US-Landwirtschaftsministerium. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 6.500 Lots SRW-Weizen. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen moderat fester. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben weiter nach. Unterdessen steigen die Sorgen, dass das regnerische Wetter in Teilen Frankreichs und Deutschlands die Erträge und die Qualitäten beim Weizen negativ beeinflussen könnte. Auch in Russland und der Ukraine rechnet man mit Qualitätseinbußen. Das Agrarberatungsunternehmen Agritel erhöhte seine Prognose der Weizenernte 2016 in der Ukraine um 1,1 Mio. Tonnen auf 23 Mio. Tonnen (-15,4% zum Vorjahr).
Prämien in Hamburg Lieferung September = 1,50 Euro/to über Dezember 2016.

22.06.2016 CBoT-Maiskurse auf tiefstem Stand seit einem Monat

Gestern fielen die Maiskurse am CBoT auf ein Ein-Monats-Tief; die Feldbestände im Mittleren Westen der USA entwickeln sich gut.
In den meisten Regionen des U.S.-Maisgürtels fiel Regen; weiterer Regen wird für den Rest der Woche vorhergesagt. Damit verflüchtigen sich die Befürchtungen, dass es im Südwesten der Region wegen der Trockenheit geringere Erträge gibt.
Der gestrige Kursrückgang von 5,9 % im Frontmonat was der größte seit Juli 2013. Die CBoT kündigte daraufhin an, dass sie das maximale Schwankungslimit eines Börsentages von 25 Cent auf 40 Cent ab heute anheben werde.
Rohstofffonds halten große Mengen Long-Positionen an Maisfutures in ihren Büchern, weil es in Südamerika ein knappes Angebot gibt und es für die Bestandsentwicklung in den USA unsicher ist, wie die Erträge sich weiter entwickeln.
Das USDA hatte am Montag die Feldbestände in den USA zu 75 % als „gut bis exzellent“ benotet, obwohl es eine erste Hitzewelle im Mittleren Westen gab. Die Wettervorhersage kündigt jetzt aber weitere Regenfälle an, was die Ängste einschränkt. In den großen Mais-Bundesstaaten Iowa, Illinois und Missouri sinkt die Feuchtigkeit in den oberen Bodenschichten.

22.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 47.500 Lots CBoT Mais
Spanne der Schätzungen:
Mais: 30.000 - 85.000
Sojabohnen: 11.000 - 15.000
Weizen: 3.000 - 10.000
21.06.2016 Taiwan: MFIG sucht Mais

Taiwans MFIG hat einen Tender zum Kauf von 40.000 - 65.000 Tonnen Mais ausgeschrieben. Gesucht wird Mais der Herkünfte Vereinigte Staaten oder Brasilien, so europäische Händler. Die Angebotsfrist endet am 23. Juni.

21.06.2016 Südkorea: KOCOPIA weist Angebote zum Maistender als zu hoch zurück

Südkorea´s Korea Corn Processing Industrie Association (KOCOPIA) hat alle Offerten zum ausgeschriebenen Tender zum Kauf von 55.000 Tonnen Mais aufgrund zu hoher Preisvorstellungen zurückgewiesen. Gesucht wurde Mais zur Lieferung am 10. September. Quelle: Reuters

21.06.2016 Südkorea: KFA kauft 126.000 Tonnen Mais

Südkoreas Korea Feed Association (KFA) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens, dessen Angebotsfrist heute endete, über 126.000 Tonnen Mais gekauft. Das berichten europäische Händler. Der Kauf besteht aus 2 Geschäften. Eine Lieferung soll am 25. Oktober erfolgen, eine weitere Lieferung soll am 20. November erfolgen. Quelle: Reuters

21.06.2016 Brasiliens Wirtschaftskrise gefährdet Rohstoffexporte

Die härteste Vertrauenskrise in Brasiliens Wirtschaft seit zwei Jahrzehnten zwingt die kreditbelasteten Getreide-, Zucker und Kaffeeproduzenten des Landes, ihre Investitionen zurückzufahren. Das hindert Brasiliens Farmer an der Nutzung der steigenden weltweiten Rohstoffpreisen.
Banken, die von einer Welle von Kreditausfällen aufgrund der härtesten Rezession seit acht Jahren betroffen sind, sind vorsichtig mit der neuen Kreditvergabe an die Agrarwirtschaft, die seit Jahren in großem Umfang in der Kreide stehen. Finanzberater befürchten, dass die brasilianische Agrarwirtschaft jetzt zwei Jahre Wachstum verspielt.
Die Anbauflächen für Getreide inklusive Mais und Sojabohnen wurde lediglich um 0,3 % ausgeweitet. In den Vorjahren waren jährliche Steigerungsraten von 3 % in 2015 und 5 % in 2014 erreicht. Seit 2011 und 2013 sinkt die Sojabohnenproduktion Brasiliens nun zum ersten Mal obwohl die Exporte im vergangenen Jahr aufgrund des starken US-Dollars neue Rekorde verzeichneten. Jetzt erwarten Analysten, dass sich die Maisexporte aufgrund einer großen Inlandsnachfrage nicht mehr vor 2017 steigen.
Unterdessen sind die Preise für Kaffee und Mais auf den höchsten Stand seit 2015 gestiegen, die Zuckerpreise sind auf dem höchsten Stand seit drei Jahren, Sojabohnenpreise sind auf einem zwei-Jahres-Hoch. Für diese vier Agrarrohstoffe ist Brasilien unter den Top-Exporteuren der Welt. Alle vier haben aber in den letzten Monaten große Ertragsverluste durch ungünstiges Wetter erlitten, was dazu führt, dass die Farmer mehr Kredite benötigen.
Wenn Banken den Farmern keine oder weniger Kredite anbieten können, so springen jetzt immer öfter die internationalen Handelshäuser mit Vorschüssen auf die nächste Ernte ein.

21.06.2016 Getreidemail

Die flott voranschreitende US-Winterweizenernte sowie kräftige Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen auch die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Festere Rohölnotierungen und ein schwächerer US-Dollar verhinderten deutlichere Abschläge. Die US-Export-Inspections lagen mit 571.724 Tonnen Weizen über den Markterwartungen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 4.000 Lots SRW-Weizen. Saudi Arabiens Getreideagentur SAGO kaufte im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 350.000 Tonnen Hartweizen. Die e-CBoT handelt heute Morgen nahezu unverändert. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures trotz der negativen Vorgaben aus Übersee auf allen Terminen leicht zulegen. Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat seine Prognose der EU Weichweizenerträge 2016 von 6,11 to./ha auf 6,07 to./ha gesenkt. Sie liegt damit 3,4% hinter dem Ergebnis des Vorjahres jedoch 4,1% über dem 5-Jahres-Durchschnitt. Die CME hat die Einführung eines neuen EU-Weizenfutures angekündigt, der erstmals am 12. September gehandelt werden kann.

21.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 17.000 Lots CBoT Mais
Mais: Schätzungen lagen in einer Spanne von 9.000 und 25.000 Lots
Sojabohnen: Schätzungen lagen in einer Spanne von 6.000 und 10.000 Lots
Weizen: Schätzungen lagen in einer Spanne von 3.000 und 5.000 Lots
21.06.2016 CBoT-Maiskurse sinken auf den niedrigsten Stand seit 14 Tagen

Die Kurse des CBoT-Maisfutures sinken auf den niedrigsten Stand seit 14 Tagen, nachdem das USDA die Feldbestände im Mittleren Westen der USA besser bewertete, als es vom Markt erwartet wurde. Es werden weitere Regenfälle vorhergesagt und die Hitze hat den Pflanzen noch keinen Schaden zugefügt.
Das USDA bewertete den Wachstumsfortschritt mit 75 % „gut bis exzellent“ – genauso wie in der Vorwoche. Nach einer Woche mit großer Hitze hatten Analysten eine schlechtere Bewertung erwartet.

21.06.2016 US-Crop-Conditions: Zustand der Maisbestände unverändert

20.06.2016 EU-Crop Monitor senkt Ertragsprognose für Weizen und Rapssaat

Der EU-Crop-Monitoring Service MARS hat in seinem heutigen Bericht die Prognose der EU Weichweizenerträge 2016 von 6,11 Tonnen pro Hektar auf 6,07 Tonnen/Hektar gesenkt. Die neue Prognose liegt damit 3,4% hinter dem Ergebnis des Vorjahres jedoch 4,1% über dem 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Prognose der EU Wintergerste- und Sommergerste Erträge wurde leicht erhöht von 4,99 Tonnen/Hektar auf 5,01 Tonnen/Hektar. Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der EU-Mais-Erträge für die Ernte 2016 von 7,31 Tonnen/Hektar auf 7,35 Tonnen/Hektar.
Beim Raps wurde die Ertragsprognose reduziert von 3,29 Tonnen pro Hektar auf 3,24 Tonnen pro Hektar.

20.06.2016 CBoT-Getreidepreise vor heutigem USDA-Zustandsbericht unter Druck

Die Kurse der Mais- Sojabohnen am CBoT geben heute Morgen einen Teil ihrer Gewinne vom Freitag ab. Analysten meinen, dass es sich dabei um Gewinnmitnahmen handelt. Der heutige USDA-Zustandsbericht sollte neue Erkenntnisse über die Lage auf den Feldern im Mittleren Westen der USA bringen.
Die Bohnen verzeichneten am Freitag ihren ersten Wochenverlust seit 10 Wochen und die Maiskurse waren sechs Wochen in Folge gestiegen. Die Preise wurden gestützt von den Wetterbedingungen in Südamerika, wo es zuletzt einige Lieferprobleme gab. Davon konnten Exporteure der USA profitieren.
Der Zustandsbericht für Mais und Sojabohnen in den USA war bereits letzte Woche besser als erwartet ausgefallen und weitere Regenfälle in den Anbaugebieten drückten die Preise weiter. Heute Nachmittag kommt ein weiterer Bericht des USDA.
Für die weiteren Wetteraussichten ist entscheidend, ob sich das Wetterphänomen La Nina durchsetzen kann. Es könnte Hitze und Trockenheit bringen und eine Hausse auslösen. Dafür haben sich institutionelle Anleger bereits einen hohen Bestand an Long-Positionen gesichert.

20.06.2016 Fondsgesellschaften kauften am Freitag 17.500 Lots CBoT Mais

19.06.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais in der Woche vom 07.06. - 14.06. um 29.253 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 15.075 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 44.328 Lots auf 252.295 Lots.
 
17.06.2016 Argentinien will Maisanbau 2016/17 um 20 % steigern

Die argentinische Anbaufläche für Mais könnte in der Vegetationsperiode 2016/17 um 20 % steigen; damit würde die Maisproduktion des Landes um 10 bis 15 Mio. Tonnen gegenüber der Vorjahresernte ausgeweitet, sagte der argentinische Agrarminister Ricardo Buryaile. Diese Anbauausweitung ginge zu Lasten des Sojabohnenanbaus, hieß es von Fachleuten am Donnerstag am Rande des Weltwirtschaftsforums für Latein Amerika in Kolumbien.
Wenn das so kommt, würde Argentinien im kommenden Jahr noch 55 Mio. Tonnen Sojabohnen erzeugen und nicht mehr die 60 Mio. Tonnen, die geplant und auch vom USDA geschätzt waren. Die Schätzung des Ministers zur Maisernte 2015/16 liegt bei 25 Mio. Tonnen, die der Getreidebörse Rosario lag bei 27 Mio. Tonnen.
Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojaschrot, das als wichtigster Proteinlieferant auch in Europas Futtermischungen eingesetzt wird. Außerdem schätzt der Minister, dass die Weizenernte 2016/17 auf 15 bis 16 Mio. Tonnen höher als die letzte Ernte ausfallen wird, die mit 10,5 Mio. Tonnen angegeben wird. Die größeren Ernten von Mais und Weizen sind die Folge aus Investitionen über 400 USD in die argentinische Infrastruktur der Getreideindustrie.
Jetzt muss nur noch der Streit mit Monsanto über Saatgutlizenzen und Kontrollen für genetisch verändertes Saatgut beigelegt werden. Man hoffte auf ein Ergebnis in der kommenden Woche. Sollte das nicht im Sinne des Züchterhauses erfolgen, droht es damit, die Forschungsaktivitäten dort einzustellen, was alle Pläne zur Steigerung der Exporte zunichte machen würde.

17.06.2016 Chinas Handelshäuser erhöhen Konkurrenzdruck in Brasilien

Eine stärkere Präsenz von chinesischen Rohstoffhandelshäusern in Brasilien hat für mehr Wettbewerb um Agrarrohstoffe gesorgt. Damit wird auch der aktuelle Engpass beim Mais erklärt, so ein Beratungsunternehmen des südamerikanischen Landes.
Im Center-West haben die Chinesen jetzt eigenen Lagerraum, das erklärt das aktuelle Problem der engen Versorgungslage mit Mais.
Der ungewöhnlich starke Maisexport aus Brasilien, der noch durch die schwache brasilianische Währung beflügelt wurde, reduziert das Angebot im Land so sehr, dass die Futtermittel knapp wurden und die Fleischproduzenten die hohen Preise nicht mehr bezahlen konnten.
Eine Marktanalyse von Reuters hat zutage gebracht, dass unter anderem das staatliche chinesische Handelsunternehmen COFCO im letzten Jahr 45 % der brasilianischen Sojabohnen, Sojaschrot und Mais aufgekauft habe.
Der Wettbewerb sei für die Farmer von Vorteil und die Fleischproduzenten müssen sich noch auf die neue Lage einstellen. Auch die traditionellen internationalen Handelshäuser wie Bunge und ADM sind von den neuen Marktverhältnissen betroffen.

17.06.2016 Frankreich: FranceAgriMer senkt Ratings für Getreidebestände
Der Zustand der französischen Getreidebestände hat sich in der vergangenen Woche weiter verschlechtert. Das meldet das französische Analystenhaus FranceAgriMer in seinem wöchentlichen Bericht. Die heftigen Niederschläge und Stürme seit Ende Mai wurden als Grund dafür genannt.
75% der Weichweizenbestände wertete FranceAgriMer per 13. Juni mit "gut" mit "exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 79% der Bestände dieses Rating.
Die Wintergerste wurde zu 73% mit "gut" bis "exzellent" bewertet (Vorwoche: 76%). Sommergerste erhielt zu 86% das Rating "gut" bis "exzellent"(Vorwoche: 91%).
Beim Mais wurden 73% der Bestände mit "gut" bis "exzellent" bewertet (Vorwoche: 75%). Die Aussaat hat sich aufgrund der heftigen Niederschläge seit Ende Mai verzögert. Per 13. Juni ist sie auf 99% der Flächen erfolgt (Vorwoche: 98%).
17.06.2016 Getreidemail

In nun sechs aufeinander folgenden Handelssitzungen schlossen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten. Die rasch fortschreitende US-Weizenernte, schwache Finanzmärkte sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex belasteten den Markt. Die wöchentlichen US-Exportinspektionen lagen mit 762.800 to Weizen deutlich über den Markterwartungen.
Die elektronische Nachtbörse handelt zur Stunde fester.
Aufgrund der schwachen Vorgaben aus Übersee gaben auch die Weizenfutures an der Euronext in Paris weiter nach. Die EU-Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Exportlizenzen für 870.000 to Weizen. Mit insgesamt 30,1 Mio.to liegen die erteilten Weizen-Exportlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr nur noch 568.000 to hinter dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt (30,672 Mio.to). Das viel zu nasse Wetter verunsichert die Marktteilnehmer, sie befürchten Qualitätsprobleme beim Getreide, aber über die tatsächlichen Auswirkungen kann man noch nichts sagen.

16.06.2016 EU erteilte Importlizenzen für 77.000 Tonnen Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 77.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 12,914 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres zum selben Zeitpunkt (8,912 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 64.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,785 Mio.Tonnen.
16.06.2016 Südkoreas KOCOPIA kauft 55.000 Tonnen US-Mais

Südkoreas Corn Processing Industry Association (KOCOPIA) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 55.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten gekauft. Der Preis dafür lag bei $214,90 /Tonne c&f zzgl. einer Gebühr für die Entladung an einem weiteren Hafen. Der Mais wird ca. am 25. August in Südkorea erwartet. Er darf genteschnisch veränderte Organismen enthalten (GMO´s), so europäische Händler. Quelle: Reuters

16.06.2016 Stategie Grains reduziert Prognose der EU-Weizenexporte 2016/17

Das französische Analystenhaus Strategie Grains hat seine Prognose der diesjährigen EU Weizenproduktion unverändert belassen. Sie liegt aktuell bei 146,7 Mio. Tonnen. Das wäre ein Rückgang um 3% zur Rekordernte 2015, als 151 Mio. Tonnen Weichweizen geerntet wurden.
Zu Beobachten sind allerdings signifikante Verschiebungen. Während man für Deutschland und Frankreich aufgrund der heftigen Niederschläge im vergangenen Monat einen Rückgang der Weizenernte um insgesamt 1,3 Mio. Tonnen sieht, können diese Mengen durch größere Ernten in Bulgarien, Rumänien, Spanien und Italien komplett aufgefangen werden, so Strategie Grains.
Die möglichen schlechteren Qualitäten sowie größere Exporte aus Russland könnten zu einem Exportvolumen 2016/17 von 29,9 Mio. Tonnen führen (- 800.000 Tonnen). Weitere Niederschläge, die für die kommenden Tage vorhergesagt werden, könnten die Qualität der Bestände weiter schwächen.
Strategie Grains erhöhte darüber hinaus die Prognose der EU-Gersteernte 2016 um 1,1 Mio. Tonnen auf 62,6 Mio. Tonnen. Grund sind gestiegene Ertragsprognosen für Dänemark, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Spanien. Der Ausblick für Frankreich, Großbritannien und der Slowakei wurden reduziet.
Beim Mais wurde die Prognose um 500.000 Tonnen reduziert auf 62,2 Mio. Tonnen - hauptsächlich aufgrund kleinerer Anbauflächen in Spanien, Italien, Portugal, Bulgarien und der Slowakei.

16.06.2016 Argentinische Sojabohnenernte 2015/16 wird auf 55,3 Mio. Tonnen geschätzt

Argentiniens Getreidebörse Rosario korrigierte gestern ihre Ernteschätzung für die 2015/16er Sojabohnenernte leicht nach oben von 55 Mio. tonnen auf jetzt 55,3 Mio. Tonnen.
Auch die Schätzung für die dortige Maisernte wurde auf 27 Mio. Tonnen angehoben. Auf 4,7 Mio. Hektar wird in den kommenden Wochen Weizen gesät.

16.06.2016 Getreidemail

Die weltweit gute Versorgungslage mit Weizen, eine schnell voranschreitende US-Winterweizenernte sowie negative Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Verlusten schließen. Fondsgesellschaften erhöhten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen um 5.000 Lots. Heute um 14:30 Uhr veröffentlicht das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Analysten rechnen mit Weizen-Exporten in einer Spanne von 250.000 - 450.000 Tonnen. Zur Stunde handelt die eCBoT schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den negativen Vorgaben aus Übersee und gaben moderat nach. Die Termine der neuen Ernte 2017 konnten sich hingegen behaupten. Im französischen Dünkirchen wird in Kürze ein Schiff mit 55.000 Tonnen französischem Weizen für das südostasiatische Land Vietnam beladen. Der letzte Kauf einer größeren Menge Weizen Vietnams in Frankreich liegt 25 Jahre zurück. Ägypten kaufte rund 5 Mio. Tonnen lokal produzierten Weizen zur Einlagerung in staatliche Silos. Damit übersteigt die Menge deutlich die ursprünglich avisierten 4 Mio. Tonnen.

16.06.2016 Die CBoT-Maiskurse geben heute Morgen weiter nach

Die Kurse der Chicago-Maisfutures geben auch heute Morgen, am zweiten Tag in Folge, nach. Im Mittleren Westen der USA gab es endlich den lang erwarteten Regen, der für gute Erträge sorgen dürfte. Regenschauer im U.S. Maisgürtel brachten in dieser Woche auch in den Gegenden eine Entlastung, in denen die Bodenfeuchte durch die Hitze verdampfte. Weiterer Regen ist für das kommende Wochenende und bis zum Monatsende angekündigt. Es soll aber auch wieder hohe Temperaturen geben.
Rohstofffonds verkauften am CBoT gestern geschätzte 9.000 bis 14.000 Lots Maisfutures.

16.06.2016 US-Export-Sales: Analysten schätzen Maisexporte 2015/16 auf 0,9 - 1,2 Mio. to.
Vermarktungsjahr
Weizen: 1. Juni bis 31. Mai
Mais: 1. September bis 31. August
Sojabohnen 1. September bis 31. August
Sojaschrot 1. Oktober bis 30. September
Sojaöl 1. Oktober bis 30. September
16.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 11.500 Lots CBoT Mais

15.06.2016 Chinas staatliche Maisverkäufe laufen gut: 70 % der Offerten fanden Käufer

In China gehen die Mais-Versteigerungen aus der staatlichen Reserve scheinbar weiter. Insgesamt wurden in dieser Woche 3,121 Mio. Tonnen Mais verkauft. Im ersten Teil der Versteigung wurden 1,544 Mio. Tonnen abgesetzt, heute kamen noch 1,577 Mio. Tonnen hinzu. Damit wurden 70 % der für die Woche verfügbaren Mengen abgesetzt. Der Mais aus dem Erntejahr 2012 und kostete 252,61 USD/Tonne, die Ernte aus 2103 wurde mit durchschnittlich 238,7 USD/Tonnen verkauft.

15.06.2016 China: Nur geringe Steigerungen der Sojabohnenimporte zu erwarten

China, der weltweit größte Sojabohnenimporteur, wird im Wirtschaftsjahr 2016/17 wohl 85 Mio. Tonnen Sojabohnen importieren. Das sind mehr als in laufenden Periode, aber große Vorräte im Land der Mitte begrenzen die Einfuhrsteigerungen, so gestern die Aussage des Senior Official der staatlichen CNGOIC Li Xigui auf einer Getreidebörse in London.
In dieser Saison (Oktober 2015 bis September 2016) werden ca. 82 Mio. Tonnen Sojabohnen importiert. In der Saison davon waren es 78,35 Mio. Tonnen. Die Schätzung Li´s von gestern liegt deutlich unterhalb der des USDA am vergangenen Freitag, wo 87 Mio. Tonnen Importe erwartet wurden.
Der Import sei kontrollierbar, so Li. China habe seit Jahren Sojabohnenbestände aufgebaut und jetzt sollen die Reserven abgebaut werden. Der Weltmarkt war zu optimistisch, was die Importe Chinas betrifft. Man benötige aber weiterhin Importe.
Im Mai importierte China 7,66 Mio. Tonnen Sojabohnen, das waren 8,3 % mehr als die 7,07 Mio. Tonnen im April 2016.
Li schätzt Chinas Weizenernte 2016/17 (Juni/Mai) auf 130,1 Mio. Tonnen, das sind fast genauso viel wie im Vorjahr. Die Weizenimporte werden bei 3 Mio. Tonnen stabil sein.
Chinas Maisproduktion 2016 wird von Li auf 218 Mio. Tonnen geschätzt, im Vorjahr waren es 224,6 Mio. Tonnen. Der Rückgang resultiert aus einer Anbaueinschränkung um 2,6 % und einem geringeren Ertrag in Höhe von 0,5 %. Chinas Maisimporte werden auf 1 Mio. Tonnen sinken. Im Vorjahr waren es noch 2,7 Mio. Tonnen.
Chinas Vorräte sind hoch, „Wir versuchen diese zu beschränken“, sagt Li.

15.06.2016 Sojabohnenkurse halten sich Nahe ihrem 2-Jahres-Hoch

Die Kurse der Sojabohnenfutures halten sich in der Nähe ihres 2-Jahres-Hochs; Ängste über trockene Wachstumsbedingungen im Mittleren Westen der USA und Ernteverluste in Argentinien machen die Versorgung eng und lässt die Nachfrage steigen.
In der letzten Woche erreichten die Sojabohnennotierungen ein 2-Jahres-Hoch. Wetterfrösche glauben, dass das Naturphänomen La Nina dem Mittleren Westen der USA einen heißen und trockenen Sommer bringen wird, was zur Folge hätte, dass die Mais- und Sojabohnenernte kleiner ausfällt.
Das australische Büro der Meteorologie schätzt die La Nina-Wahrscheinlichkeit auf 50 %. La Nina wäre für die Ernten in Australien, Indien und anderen Teilen Südostasiens sehr gut, denn dort dürften dann mehr Niederschläge fallen. Für die USA und Teile Südamerikas birgt La Nina die Gefahr von Trockenheit und Ernteverlusten.
Zu Beginn des Jahres hatten Starkregenfälle in Argentiniens Sojabohnengürtel Ernteschäden angerichtet, während in Brasilien, dem zweitgrößten Maisexporteur der Welt, Trockenheit die aktuelle Maisernte bedroht. Brasilien hat inzwischen sogar große Mengen Mais importieren müssen.

15.06.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 16.000 Lots Mais

15.06.2016 Bis zu 4 Mio. Tonnen Verluste bei Argentiniens Sojabohnenernte

Die Wetterkatastrophe im April in Argentinien hat 3,7 – 4 Mio. Tonnen Verluste bei der dortigen Sojabohnenernte gefordert, so die Meinung des Agrarministeriums in Buenos Aires. Außerdem hat 1 Mio. Tonnen nur eine eingeschränkte Eignung wegen Qualitätsmängeln. Die Ernte dieses Jahres wird aufgrund der Regenmassen in den nördlichen Bundesstaaten jetzt auf 57,6 Mio. Tonnen geschätzt (Vj. 61,4 Mio. Tonnen).
Die qualitativ eingeschränkten Sojabohnen werden mit Bohnen höherer Qualität aufgemischt, so ein Untersekretär des Agrarministeriums auf einer Getreidekonferenz in London. Er schätzt, dass die Ernte in 2017 wieder 60 Mio. Tonnen erreichen wird, was aber vom Preis abhänge. Die Sojabohnenexporte aus der letzten Ernte beziffert er auf 11 Mio. Tonnen gegenüber 11,5 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Maisernte Argentiniens sei in diesem Jahr absolut wettbewerbsfähig, in Brasilien werde die Wintermaisernte um 3 bis 4 Mio. Tonnen ausfallen, sodass Argentiniens Maisexporte 24 Mio. Tonnen erreichen könnten, nach 19,1 Mio. Tonnen im Vorjahr.
Die Weizenaussaat wird in diesem Jahr um 23 % auf 5 Mio. Hektar gesteigert. Die Erntemenge werde 15,37 Mio. tonnen groß sein (Vj.: 11,3 Mio. Tonnen). So hätte Argentinien im kommenden Jahr 5 Mio. Tonnen mehr zu exportieren. Insgesamt rechnet er mit Weizenexporten von 9 Mio. Tonnen. Die Hälfte davon geht in der Regel nach Brasilien.

14.06.2016 Ukraine lieferte in 2015 an China 1,2 Mio. Mais

Das staatliche Getreidehandelsunternehmen der Ukraine GPZKU lieferte in 2015 1,2 Mio. Tonnen Mais an China. Grundlage war ein in 2012 abgeschlossener Kreditvertrag, der mit Maislieferungen bedient wird.
Bislang hieß es, dass in 2015 2 Mio. Tonnen Mais geliefert werden sollten, wie es im Rahmenvertrag als Mindestmenge vorgesehen war. Die tatsächlich gelieferte Menge ist außerdem weit unterhalb der Grenze, die das chinesische Handelshaus CCEC berechtigt wäre, in einem Jahr aus dem Vertrag als Maximalmenge abzurufen.
In 2014 wurden in diesem Vertrag 1 Mio. Tonnen Mais geliefert.

14.06.2016 US-Exporteure verkaufen heute Mais an Japan und Sojabohnen an „Unbekannt“

Das USDA meldet heute auf seiner Website den Verkauf von 110.000 Tonnen von U.S. Sojabohnen an einen unbekannten Empfänger. Die Lieferung wird im Vermarktungsjahr 2016/17 durchgeführt.
Darüber hinaus wurden 136.000 Tonnen Mais aus den USA an Japan verkauft. 60.000 Tonnen davon sollen noch in der laufenden Vermarktungsperiode geliefert werden, 76.000 Tonnen dann im folgenden Wirtschaftsjahr.
Für beide Rohstoffe (Mais und Sojabohnen müssen Exporte über 100.000 Tonnen Tag-genau gemeldet werden.

14.06.2016 Mais gibt Vortagesgewinne ab – gute „Crop-Conditions“

Chicago-Mais gibt heute Morgen einen Teil seiner gestrigen Gewinne wieder ab, weil ein USDA-Report anzeigt, dass die „Crop-Conditions“ gegenüber der letzten Wochen unverändert gut sind, obwohl es Befürchtungen über die Vorhersage von heißem und Wetter gibt.
75 % des U.S. Mais soll in gutem bis exzellentem Zustand sein. Gestern steigen die Kurse der Terminkontrakte, weil die Vorhersage über heißes und trockenes Wetter im Mississippi-Delta, wo der Mais zurzeit im Stadium der Bestäubung ist, die Gemüter beunruhigte.
Das Beratungsunternehmen Informa senkte seine Einschätzung zur Maisanbaufläche vom 93,4 Mio. acres auf 92,6 Mio. acres und liegt damit unter der Erwartung des letzten USDA-Reports. Das USDA gibt ihr Up-date zur Flächenschätzung am 30. Juni.

14.06.2016 US-Crop Conditions: Ratings der Maisbestände minimal besser
siehe Grafik:
14.06.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 16.000 Lots CBoT Mais
siehe Grafik:
13.06.2016 Informa reduziert Prognose der US-Maisanbaufläche auf 92,566 Mio. Acres
Das private Analystenhaus Informa Economics hat die Prognose der US-Maisanbaufläche 2016 reduziert von 93,376 Mio. Acres (Mai-Prognose) auf 92,566 Mio. Acres. Das USDA hat in seinem WASDE-Report vom 10. Juni die Anbaufläche auf 93,6 Mio. Acres geschätzt.
Die Prognose der US-Anbaufläche für Sojabohnen wurde von 83,006 Mio. Acres auf 83,761 Mio. Acres erhöht. Das USDA lag mit seiner Prognose bei 82,2 Mio. Acres.
13.06.2016 US-Export-Inspections: Mais-Verladungen über den Erwartungen
siehe Grafik:
13.06.2016 Ukraines Getreideernte könnte um 4,2% geringer ausfallen

Ukraines Getreideernte 2016 wird wahrscheinlich mit 57,6 Mio. Tonnen 4,2% geringer ausfallen, als die Vorjahresernte. Das ist die Einschätzung des Analysten APK-Inform.
Eine schwere Trockenheit im Sommer und Herbst 2015, die etwa die Hälfte der ukrainischen Getreideanbauregion betraf, führte zu einer eingeschränkten Wintergereideaussaat und zu Befürchtungen einer schlechten Ernte 2016.
Die Weizenernte könnte, verglichen mit dem Vorjahr, um 19,3% geringer ausfallen, so das Beratungsunternehmen, ohne dass konkrete Zahlen genannt wurden.
Analysten schätzen die ukrainische Weizenanbaufläche auf 6,0 Mio. Hektar versus 6,8 Mio. Hektar 2015.
Die Anbauflächen für Mais und Sonnenblumen stiegen hingegen. Beim Mais rechnet man mit einem Anstieg der Ernte um 12,4% auf 26,2 Mio. Tonnen
2015 erntete die Ukraine 60 Mio. Tonnen Getreide. Davon 26,5 Mio. tonnen Weizen und 23,2 Mio. Tonnen Mais.

13.06.2016 Kurssprung beim CBoT-Mais wegen Versorgungsängsten

Heute Morgen kommt die CBoT mit einem fulminanten Start der Mais- und Sojabohnenfutures daher. Die Maispreise werden durch die ernsthafte Trockenheit in Brasilien bergründet.
Der Kurs des Frontmonats stieg um 2,5 % und kletterte damit mühelos über die Marke von 4,3 USD/Bushel. Das ist der größte Tagesanstieg seit Mitte Mai und der höchste Kurs seit Mitte Mai 2015.
Bereits seit April berichten wir von bullischen Impulsen wegen der Trockenheit beim brasilianischen Wintermais. Die lokale Maisversorgung in Brasilien war zeitweilig so eng, dass die Futtermittel für die Fleischerzeugung zu teuer wurden. Dadurch wird erwartet, dass weniger für den Export bereitgestellt werden kann, wovon in erster Linie die USA profitieren dürfte.
In ihrem Monatsbericht WASDE hatte das USDA am Freitag sowohl die Endbestände für die alte- und auch die der neuen Ernte niedriger eingeschätzt, als es die Analysten taten. Für 2015/16 sind es jetzt 1,708 Mrd. Bushel (Mai-Schätzung: 1,803 Mrd. Bushel) und für 2016/17 wird der Endbestand auf 2,008 Mrd. Bushel geschätzt (Mai: 2,153 Mrd. Bushel).

11.06.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen beim CBoT Mais in der Woche vom 31.05. - 07.06. um 50.239 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 26.930 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 77.169 Lots auf 207.967 Lots.
10.06.2016 Ukraine: Getreideexporte erreichen 37,3 Mio. Tonnen
Die Getreideexporte 2015/16 (Juli bis Juni) der Ukraine haben bisher ein Volumen von 37,3 Mio. Tonnen erreicht. Das teilte heute das ukrainische Landwirtschaftsministerium mit. Darin enthalten sind 15,9 Mio. Tonnen Weizen, 4,3 Mio. Tonnen Gerste und 16,8 Mio. Tonnen Mais.
2015 erntete die Urkaine 60 Mio. Tonnen Getreide. Davon stehen über 38 Mio. Tonnen für den Export zur Verfügung. Im Vermarktungsjahr 2014/15 wurden 35 Mio. Tonnen exportiert. Quelle: Reuters
10.06.2016 Steigende Schweinepreise locken Investoren an die Börse

Investoren setzen an der Börse wieder auf Schweine. Die Wetten der CME-Lean-Hog-Futures erreichten in diesen Tagen den höchsten Kurs seit zwei Jahren. Der Top-Verbraucher China ist gezwungen, sich am Weltmarkt einzudecken. Außerdem sind die Futterkosten in allen Fleisch produzierenden Ländern gestiegen.
Der Juli-Kontrakt auf magere Schweine am CME erreichte seine höchsten Kurse und auch die folgenden Fälligkeiten für Liefertermin im Sommer 2017 erklimmen neue Rekorde.
Schweinepreise in den USA steigen typischerweise in diesen Monaten weil die Produktion wegen hoher Sommertemperaturen sinkt, aber der aktuelle Preisanstieg überrascht die Marktbeobachter schon sehr. Es kommt eine Menge branchenfremdes Geld in den Schweinemarkt. Ob sich die Wette aus Preissteigerungen auszahlt, muss sich noch herausstellen, aber es riecht danach….
In China sind die Preise für Schweinefleisch in diesem Jahr bereits um 40 % gestiegen. Das Land hat die größte Schweinherde der Welt und das produzierte Fleisch gehört inzwischen für jeden Haushalt zur Grundversorgung. Um den hohen Bedarf sicher zu stellen, wurden bereits Reserven aus den staatlichen Tiefkühllägern aufgelöst. Außerdem sind die Importe aus den USA, Kanada, Deutschland und anderen Ländern rasant gestiegen. Für die USA war China letzte Woche der größte Importeur mit einer Menge von 7.100 Tonnen. Experten erwarten weitere Verkäufe in das Land, wo fünfmal so viele Schweine gehalten werden, wie in den USA. Jetzt könnte China sich zum größten Abnehmer für US-Schweine entwickeln und Japan zum ersten Mal seit 1989 von der Pole-Position verdrängen.
Steigende Kurse für Sojabohnen und Mais, die Hauptzutaten Futtermittel und geringere Schlachtgewichte in den Sommermonaten verringern das Schlachtschweineangebot in den kommenden Monaten.

10.06.2016 FranceAgriMer: Maisratings rückläufig

Der Zustand der französischen Maisbestände hat sich laut FranceAgriMer in der vergangenen Woche erneut verschlechtert. 75% der Bestände wurden mit „gut“ bis „exzellent“ bewertet. Im Vergleich zur Vorwoche, als 79% dieses Rating erhielten, ist das ein Rückgang von 4%. Der Vergleichswert des Vorjahres lag bei 84%. Die Maisaussaat ist zu 98% erledigt, unverändert zur Vorwoche. Grund für die verschlechterten Ratings und die nicht abgeschlossene Maiaaussaat sind die heftigen Regenfälle Ende Mai/Anfang Juni.

10.06.2016 US-Maisexporte "brummen"

Die US-Mais-Exportgeschäfte liegen in diesem Jahr erstmals über denen des Vorjahres. US-Mais ist wieder wettbewerbsfähig am Weltmarkt, da es an verfügbaren Mengen aus Argentinien und Brasilien fehlt.
Käufer aus mindestens 31 unterschiedlichen Ländern haben in der vergangenen Woche US-Mais gekauft. Eine größere Anzahl an Käufern aus unterschiedlichen Ländern zählte man zuletzt in der Woche zum 11. Oktober 2007. Damals waren es 32 Käufer.
Zuvor orientierten sich viele Käufer aufgrund der reichen Versorgung mit billigem Mais und dem starken US-Dollar gen Südamerika und kehrten dem weltgrößten Mais-Exporteur, den Vereinigten Staaten, den Rücken.
Gestern veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium die wöchentlichen US-Export-Sales. Das sind die kumulierten Mengen Mais, die in der zurückliegenden Woche für die Vermarktungsjahre 2015/16 und 2016/17 von US-Exporteuren verkauft wurden. Für das Vermarktungsjahr 2015/16 wurde der Verkauf von 1,56 Mio. Tonnen Mais gemeldet. Analysten erwarteten eine Menge von 900.000 – 1,20 Mio. Tonnen. Die bereits verkaufte Menge Mais für das Vermarktungsjahr 2016/17 lag bei 120.400 Tonnen.

10.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 10.000 Lots CboT Mais
siehe Grafik:
09.06.2016 EU-Kommission erteilte Importlizenzen für 312.000 Tonnen Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 312.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 12,837 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (8,763 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 84.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,721 Mio.Tonnen.
09.06.2016 CONAB senkt Ernteschätzung für Brasilien

Die brasilianische CONAB senkte erneut ihre Einschätzung der dortigen Sojabohnenernte auf jetzt 95,6 Mio. Tonnen von 96,9 Mio. Tonnen im letzten Monat. Das sind auch deutlich weniger als im letzten USDA-Report, wo immerhin noch 99 Mio. Tonnen veranschlagt wurden.
Die Maisernte soll dem Beratungsunternehmen zufolge jetzt nur noch auf 76,2 Mio. Tonnen kommen, von 80 Mio. Tonnen in der letzten Monatsschätzung.

09.06.2016 Sehr gute Exportzahlen für US-Sojabohnen und Mais

Nach der Veröffentlichung von sehr guten Exporten für U.S.-Sojabohnen und -Mais befestigen sich die Kurse für diese Finanzinstrumente an der Börse in Chicago wieder. Diese Zahlen werden sicherlich auch morgen im USDA-Bericht WASDE Niederschlag finden.

Auch heute - am 4. Tag in Folge - kauft China mit 116.000 Tonnen eine taggenaue meldepflichtige Menge Sojabohnen an china sowie 240.000 Tonnen Mais an unbekannte Empfänger.

09.06.2016 US-Exporteure melden Verkäufe von Mais und Sojabohnen

US-Exporteure melden den Verkauf von 240.000 Tonnen Sojabohnen zur Lieferung an China im Vermarktungsjahr 2016/17 und 116.360 Tonnen Mais zur Lieferung an eine unbenannte Destination im Vermarktungsjahr 2015/16. Quelle: Reuters

09.06.2016 US-Export-Sales: Maisexporte 2015/16 über den Erwartungen
siehe Grafik:
09.06.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften, der schwächere US-Dollar, der die Wettbewerbsfähigkeit von US-Weizen am Exportmarkt erhöht, sowie positive Vorgaben vom Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago den sechsten Tag in Folge mit kräftigen Gewinnen schließen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen beim CBoT SRW-Weizen um 7.500 Lots. Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen leicht schwächer.
An der Euronext in Paris schlossen die Weizenfutures aufgrund der aktuellen Wetterrisiken und der positiven Vorgaben aus Übersee ebenfalls deutlich fester. Sintflutartige Regenfälle in Frankreich könnten die Weizenerträge und die Qualitäten im Land des größten EU-Weizenerzeugers begrenzen. Die jüngste Ralley und der Anstieg des Euro zum US-Dollar mindert die Chancen von europäischem Weizen am Exportmarkt. Ägyptens Quarantänebehörde hat 40.000 Tonnen Weizen aus Polen und Kanada wegen Mutterkornbesatz zurückgewiesen.
Prämien in Hamburg = 11,00 Euro/to unter Dezember 2016.

07.06.2016 Frost könnte Mais in Brasiliens Bundesstaat Parana schädigen

Eine Kaltfront mit starkem Frost wird am Mittwoch und Donnerstag im südlichen Teil des brasilianischen Bundesstaats Parana erwartet. Der Bundesstaat Parana gehört zu den Hauptanbaugebieten für Mais in Brasilien. Nun wird befürchtet, dass der Frost die Bestände schädigen könnte. Im Juni beginnt dort die Mais-Winterernte. 

07.06.2016 Brasilien: Früher Mais drückt Rekordpreise

Der erste Mais aus der neuen brasilianischen Ernte drückt die Rekordpreise der letzten Wochen, die dazu führten, dass die Fleischindustrie des Landes teilweise ihre Produktion einstellen musste.
Obwohl in Mato Grosso und Parana, die größten Maisanbauregionen Brasiliens, bisher nur kleine Mengen aus der neuen Ernte auf den Markt kommen, stehen die astronomischen Preise überall im Lande plötzlich unter Druck. Am Spotmarkt gab es zwischenzeitlich keine Ware. Für den handelsüblichen 60 kg-Sack zahlte man bis zu 50 Reais, jetzt sind es noch 32 bis 40 Reais. Der Preis normalisiert sich und das Angebot kommt wieder.
Vor einer grundlegenden Marktwende kann aber noch nicht die Rede sein, da die Ernte noch längst nicht überall beginnt. Erst Ende Juni geht es dann überall los. Einige Farmer wollen aber noch von dem hohen Preisniveau profitieren. Selbst die 32 bis 40 Reais sind noch dreimal so hoch, wie vor einem Jahr. Bis Ende letzter Woche wurden 3 % der Maisflächen abgeerntet. Jetzt weicht aber das spekulative Element aus den Preisen, hoffen die Futtermittelhersteller des Landes, denn das Angebot kommt wieder. Ab nächster Woche kommen auch wieder Angebote aus Paraguay. Die Spekulation sei jetzt vorbei!

07.06.2016 Russischer Weizenpreis steigt aufgrund von Qualitätsbefürchtungen

Die Preise für russischen Exportweizen stiegen letzte Woche aufgrund von Qualitätsbefürchtungen der neuen Ernte. Andauernder Regen und stürmisches Wetter setzen den Feldbeständen zu.
Russischer Schwarzmeerweizen der neuen Ernte mit 12,5 % Protein kostete zum Wochenschluss 180 USD/Tonnen fob; das sind 1,5 USD/Tonnen mehr als vor einer Woche. Russland exportierte in der zu Ende gehenden Vermarktungsperiode seit dem 1. Juli 2015 insgesamt 32,7 Mio. Tonnen Getreide inklusive 23,6 Mio. Tonnen Weizen. Das sind 12,5 % mehr als vor einem Jahr.
Lokale Weizenpreise der Klasse III kosteten 275 Rubel mehr als eine Woche zuvor. Umgerechnet in USD kostet der Weizen im europäischen Teil Südrusslands 179,78 die Tonne ab Verladestation.
Während es noch nicht klar ist, welche Schäden das Wetter beim Weizen in Russland und der Ukraine angerichtet hat, kommt die Aussaat von Mais und Sonnenblumen ins Stocken. 3-5 % der geplanten Flächen sind noch nicht bestellt.

07.06.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 05.06.16 98% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 94%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 99%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 97%.

07.06.2016 Zustandsbericht US-Mais: 75% erhalten Rating "gut" bis "exzellent" (+3%)
siehe Grafik:
07.06.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 15.000 Lots Mais

06.06.2016 Ukraine ist größter Weizenlieferant für die EU(28)

Die Ukraine ist in dem aktuellen Vermarktungsjahr (1.Juli 15-30.Juni 16) der bedeutendste Weizenlieferant für die EU(28) geworden. Mit 1,637 Mio. Tonnen Weizen, die 49 % der gesamten Weizenimporte der EU entsprechen, hat die Ukraine mehr Weizen in die EU geliefert, als die USA, Kanada und Russland zusammen. Von der Menge waren rund 950.000 Tonnen zollfreie Importe. Es wird über eine weitere Marktliberalisierung zwischen der Ukraine und der EU(28) verhandelt.
In dem zu Ende gehenden Vermarktungsjahr hat die Ukraine 15,5 Mio. Tonnen Weizen und 16,4 Mio. Tonnen Mais ausgeführt. Die Regierung in Kiew prognostiziert, dass die Getreideexporte im folgenden Wirtschaftsjahr auf insgesamt 37 Mio. Tonnen steigen werden.

06.06.2016 Unbekannte Destination kauft 125.000 Tonnen US-Sojabohnen für 2016/17

US-Exporteure melden den Verkauf von 125.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarkungsjahr 2016/17 an eine unbekannte Destination. Quelle. Reuters

06.06.2016 China baut Maisreserven weiter ab

China hat am vergangenen Freitag 1,79 Mio. Tonnen Mais aus seiner staatlichen Reserve versteigert, das wird auf der offiziellen Internetseite der Regierung mitgeteilt.
Von dem angebotenen Volumen wurden rund 60 % verkauft, so das National Grain Trade Center. Der Mais wurde zum Preis von umgerechnet 239,7 USD/Tonnen offeriert. 1,75 Mio. Tonnen stammte aus der lokaler Produktion und 34.745 Tonnen waren Importmais.
Diese Auktion ist die zweite nachdem die Regierung im März beschlossen hatte, die Maisintervention zu beenden und die Reserven sukzessive abzubauen.

06.06.2016 Frankreich: Landwirtschaftsministerium reduziert Prognose der Rapspernte 2016

Frankreichs Landwirtschaftsministerium schätzt die französische Winterrapssaat-Produktion 2016 auf 5,1 Mio. Tonnen. Das wäre im Vergleich zur 2015er Ernte ein Rückgang um 3,7%.
Weitere Prognosen:
Weichweizen-Anbaufläche: 5,25 Mio. Hektar (+1,4% zum Vorjahr)
Mais-Anbaufläche 2016: 1,49 Mio. Hektar (-4,5% zum Vorjahr)
Winter-Gerste-Produktion 2016: 9,5 Mio. Tonnen (-0,5% zum Vorjahr)

06.06.2016 Südkoreas NOFI kauft Mais, Weizen und Sojaschrot

Südkoeras größter Futtermittelhersteller Nonghyup Feed Inc. (NOFI) hat über 267.000 Tonnen Mais gekauft. Europäische Händler glauben, dass die Ware aus den Vereinigten Staaten oder aus Südamerika stammt. Weiterhin kaufte das Unternehmen 60.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft und 50.000 Tonnen Sojaschrot (wahrscheinlich aus China), hieß es. Quelle. Reuters

06.06.2016 Sojabohnen-Rally setzt sich heute Morgen fort – wieder Regen in Argentinien

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen steigen heute Morgen bereits um 1,6 % gegenüber dem Schlusskurs von Freitag, sie werden weiter von dem sinkenden Angebot des bedeutendsten Sojaschrotexporteurs der Welt Argentinien gestützt. Davon sollten schon bald die Sojabohnenexporteure der USA profitieren, so die Erwartung des australischen Agrarbrokers der Commonwealth Bank of Australia. Außerdem sank der Kurs des US-Dollars am Freitag und verbesserte damit die Wettbewerbsfähigkeit der US-Bohnen am Weltmarkt.
Die Sorgen über Mengen und Qualitäten der argentinischen Sojabohnenernte sind durch erneute Regenfälle in den im April betroffenen Unwetterregionen weiter gestiegen. Das USDA hatte bereits in der vergangenen Woche eine strake Nachfrage nach U.S. Bohnen der neuen Ernte festgestellt.
Auch in Brasilien, nach den USA der zweitgrößte Sojabohnenexporteur der Welt, sind die Angebote der Farmer zurückgegangen. Für Mais erhalten sie so hohe Preise, dass die Geflügelzucht und Schweinemast nicht mehr profitabel war und eingeschränkt wurde.

05.06.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 24.05. - 31.05. um 30.735 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 35.367 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 66.102 Lots auf 130.798 Lots.
03.06.2016 Hohe Maispreise senken Fleischproduktion in Brasilien

Bei anhaltend hohen Maispreisen in Brasilien haben die Viehalter dort außerordentlich hohe Futterkosten. Die Produktion von Geflügel- und Schweinefleisch des größten Exporteurs von Geflügelfleisch und dem viert-größten Exporteur von Schweinefleisch der Welt sinkt deshalb um 15 %. Das sind die stärksten Rückgänge seit 2008.

03.06.2016 US-Export-Sales: Maisexporte 2015/16 oberhalb der Erwartungen

03.06.2016 Frankreichs Ratings der Getreidebestände fielen in der vergangenen Woche
Der Zustand der Winterweizenbestände in Frankreich hat sich in der vergangenen Woche etwas verschlechtert. 81% der Pflanzen erhielten die Bewertung "gut" bis "exzellent". In der Vorwoche erhielten noch 83% dieses Rating. 
Bei der Wintergerste erhielten 78% der Bestände die Bewertung "gut" bis "exzellent" (Vorwoche 83%). Die Bewertung für Sommergerste blieb unverändert bei 84% "gut" bis "exzellent".
79% der Maisbestände  sind in Frankreich in guter bis excellenter Verfassung. Das ist ein Rückgang um 5% zur Vorwoche, als 84% der Bestände diese Bewertung erhielten.
Frankreichs Getreidebestände leiden unter den heftigen Niederschlägen seit dem vergangenen Wochenende.
02.06.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 153.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 12,525 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (8,678 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 139.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,637 Mio.Tonnen.
02.06.2016 Asiens Futtermühlen kaufen immer mehr Weizen statt Mais

Asiens Futtermittelhersteller kaufen seit zwei Jahren große Mengen Futterweizen und wenden sich vom Mais ab. In diesem Jahr wird sich dieser Trend durch die Trockenheit in Brasiliens Maisanbauregionen, einer Top-Exportregion für den Weltmarkt, noch beschleunigen.
Indonesien kaufte in diesem Jahr bereits mehr als 1 Mio. Tonnen Futterweizen, während Thailand bis zum Ende des Jahres schon 2 Mio. Tonnen vorgekauft hat. Das ist deutlich mehr als in den Vorjahren.
Das sind gute Nachrichten für die großen Weizenproduzenten wie die Schwarzmeerregion und Argentinien, wo sich der Spread zwischen Mahlweizen für die menschliche Ernährung und Futterweizen annähert.
Ukrainischer Weizen mit 10,5 % Protein kostet 170 USD/Tonnen fob für die Augustverladung, das sind nur 8 USD/Tonne weniger, als der Preis für Mahlweizen, der 12,5 % Protein haben muss. Vor Jahren war der Spread schon mal 20 USD groß.
Letzte Woche kaufte Thailand 60.000 Tonnen Schwarzmeerweizen für 187 USD/Tonnen inklusive Fracht und Kosten für August-Lieferung. Die meisten anderen Futtermittelhersteller in Asien wenden sich zuerst an Verkäufer in der Ukraine. Aber auch argentinischer Weizen und Weizen aus Frankreich sind schon nach Asien verladen worden. Argentinien lieferte seit Januar bereits 400.000 Tonnen.
Selbst Vietnam, das bisher nur Mais ins Futter mischte, interessiert sich jetzt für Futterweizen. Die Handelsbeziehungen von dort nach Europa sind sehr gut, wovon Frankreich und Bulgarien profitieren dürften.
Das Maisangebot aus Brasilien sank in den letzten Wochen wegen der dortigen Hitze und Trockenheit, man musste sogar schon Mais aus den Nachbarländern importieren. Alleine Indonesien, die wirtschaftsstärkste Volkswirtschaft in Südostasien, hat im April 1 Mio. Tonnen Weizen statt Mais erworben, auch weil die lokale Maiserzeugung nicht ausreicht.

02.06.2016 CBoT-Sojabohnen nahe einem 2-Jahres-Hoch

Die Kurse der U.S. Sojabohnenfutures steigen auf das höchste Nivea seit fast zwei Jahren. Auch die Kassapreise werden durch ein kleineres Angebot am Markt gestützt. Produktionsprobleme in Südamerika bewegen die Märkte weiterhin.
Das sollte bald dazu führen, dass es für Sojabohnen und Mais aus den USA eine stärkere Nachfrage gibt. Da in China die Schweinepreise auf einem Rekordniveau notieren, wird von dort eine anhaltend gute Nachfrage für Futtermittelkomponenten erwartet, meinen die Agrarmarktbroker aus Tokio heute Morgen.
Brasiliens Verein der Getreideexporteure teilte mit, dass sich die Mai Exporte von Sojabohnen 8,69 Mio. Tonnen belaufen. Im April waren es noch 10,3 Mio. Tonnen. Die großen Ernteverluste in Argentinien nach den April-Unwettern treffen mit der großen Nachfrage der Chinesen zusammen, die Sojaschrot und Sojaöl kaufen. Hohe Schweinepreise in China veranlassten die Regierung in Peking zu Verkäufen von gefrorenem Schweinefleisch aus der staatlichen Lagerhaltung, um die Hitze aus dem Markt zu nehmen.
Fondsgesellschaften kauften gestern 14.000 Lots Sojabohnenfutures.

02.06.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 14.000 CBoT Maiskontrakte

01.06.2016 USA: Zügiger Fortschritt bei Soja- und Maisbestellungen

Weil die Pflanzarbeiten auf den Äckern im Mittleren Westen der USA rasant vorankommen, geraten die Kurse der CBoT-Sojabohnen und der Maisfutures heute Morgen am zweiten Tag in Folge unter Druck. Das USDA teilte mit, dass die bereits aufgelaufenen Maisbestände zu 72 % in gutem bis exzellentem Zustand sind und damit besser als die Marktteilnehmer es erwartet hatten. Bis letzten Samstag mussten nur noch 6 % der geplanten Flächen mit Mais bestellt werden (Vorwoche: 14 %).
Die Aussaat von Sojabohnen ist jetzt zu 73 % abgeschlossen, in der Vorwoche waren es erst 56 % und im Durchschnitt der letzten Jahre waren es zu diesem Termin 66 %. Die Regenfälle am Wochenende waren wohl nicht so ergiebig, dass die Feldarbeiten behindert wurden.
U.S. Farmer haben bereits 14 % ihrer nächsten Sojabohnenernte verkauft, obwohl die Pflanzarbeiten nicht einmal abgeschlossen sind. Dadurch geraten auch die Gebote für die Vorverkäufe zurück und die Prämien zwischen Termin- und Kassamarkt sinken.

01.06.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 29.05.16 94% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 86%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 94%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 92%.

01.06.2016 Zustandsbericht US-Mais KW 22/2016

01.06.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 10.000 CBoT Weizenkontrakte

Fondsgesellschaften verkauften gestern 10.000 CBoT Weizenkontrakte, sie verkauften darüber hinaus 11.000 CBoT Maiskontrakte und 8.000 Sojabohnenkontrakte.

31.05.2016 Ukraine exportierte bisher 36,5 Mio. Tonnen Getreide

Die Ukraine hat in der Saison 2015/16 bisher 36,5 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Darin enthalten sind 15,5 Mio. Tonnen Weizen, 4,3 Mio. Tonnen Gerste und 16,4 Mio. Tonnen Mais. Das teilte das Landwirtschaftsministerium der Ukraine heute mit. Über 38 Mio. Tonnen Getreide stehen für den Export (Juli bis Juni) zur Verfügung. Im Vermarktungsjahr 2014/15 wurden 35 Mio. Tonnen Getreide exportiert. Die Getreideernte 2015 ergab 60 Mio. Tonnen.

31.05.2016 Maisernte in Brasiliens Mato Grosso oberhalb des Vorjahresergebnisses

Die staatliche Agraragentur in Mato Grosso senkte ihre Ernteschätzung für Mais auf 21,2 Mio. Tonnen von 23,1 Mio. Tonnen im April. Damit liegt die Ernteschätzung aber noch oberhalb der letzten CONAB-Schätzung, die 19,9 Mio. Tonnen erwarten lässt. Im letzten Jahr war die Maisernte in Mato Grosso 20,8 Mio. Tonnen groß.

30.05.2016 Rabobank ist bärisch für Sojabohnen und Mais

In den Kursen der Sojabohnen- und Maisfutures sind die Risiken der ungünstigen Wetterbedingungen in Südamerika eingepreist und jetzt dürften die Börsenkurse bald unter Druck geraten, das glaubt der Chef-Händler der Rabobank in Singapur.
Unerwartet strake Niederschläge zur Erntezeit im April in Argentinien, sowie Trockenheit in Brasiliens Maisanbauregion führten in den letzten Wochen zu einer Kursrally bei den Sojabohnen- und Maisfutures am CBoT. Händler und Anleger befürchten Ernteverluste.
Diese Entwicklungen seien nun zur Genüge eingepreist, so der Leiter des Rabobank-Handelstisches in Singapur heute gegenüber der Presse. Deshalb fällt die Prognose für die kommende Zeit eher bärisch aus, denn der Markt sei jetzt überzogen. Die Rabobank-Gruppe ist auf Finanzdienstleistungen für Agrarrohstoffe spezialisiert.
Vor zwei Monaten dachte noch jeder, dass die Agrarmärkte übermäßig gut versorgt sind und trotz der unerwarteten Wetterbedingungen der letzten Wochen, glauben wir das immer noch, so der Händler van Doremaele.
Ein weiterer Grund für die Preissteigerungen bei den Sojabohnen war eine außerordentlich gute Nachfrage aus China. Chinas Sojabohnen-Importe stiegen im April um 33 % gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr. Fondsgesellschaften haben in den letzten Wochen ihre Long-Positionen in Sojabohnenfutures ausgebaut.

30.05.2016 Maisfutures steigen auf 10-Monats-Hoch

Die Kurse der CBoT-Maisfutures stiegen am Freitag um 1 % und erreichen in der vergangenen Woche damit das höchste Kursniveau seit zehn Monaten. Begründet wird diese Rally mit einer guten Exportnachfrage und Glattstellungen von Shortpositionen vor dem langen Wochenende. Die USA feiert heute ihren „Memorail Day„ und die Börsen bleiben dort geschlossen.
Am Freitag teilte das USDA mit, dass private Verkäufer 130.000 Tonnen Mais an unbekannte Empfänger exportiert hätten. Insgesamt fielen die Exporte von U.S. Mais in der vergangenen Woche mit 383.000 Tonnen befriedigend aus. U.S. Mais ist am Weltmarkt wettbewerbsfähig, bis die Ernte aus Südamerika an den Markt kommt. Das zwingt die Exporteure zur Eile.

30.05.2016 Fondsgesellschaften kauften am Freitag 10.000 CBoT Maiskontrakte

29.05.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 17.05. - 24.05. um 10.847 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 4.871 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 15.718 Lots auf 64.696 Lots.
27.05.2016 USDA korrigiert Angaben zu Exportgeschäft

130.000 Tonnen Mais wurden an eine unbekannte Destination verkauft, nicht wie gemeldet an China. Quelle: Reuters

27.05.2016 US-Exporteure melden Verkäufe an China und weiterer Destination

US-Exporteure melden den Verkauf von:
130.000 Tonnen Mais an China zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16
110.000 Tonnen Sojabohnen an China zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17
100.000 Tonnen Sojabohnen-Kuchen und Sojaschrot an eine nicht benannte Destination zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17

27.05.2016 China verkauft 889.094 Tonnen Mais aus der staatlichen Reserve

China hat aus seiner staatlichen Getreide-Reserve heute 889.094 Tonnen Mais verkauft, so steht es auf der Regierungswebsite. Das Getreide stammt aus dem Jahr 2012 und 24.134 Tonnen kamen damals aus den USA.
Von der in einer Ausschreibung angebotenen Menge wurden 43 % verkauft.
Es ist die erste Ausschreibung dieser Art in diesem Jahr und so auch die erste, seit die Regierung im März die Entscheidung gefällt hat, das Interventionssystem für Mais aufzugeben.
Ab dem 31. Mai bis zum 2. Juni sollen zusätzlich auch Weizen- Reis- und Rapssaatölbestände aus staatlichem Besitz Chinas versteigert werden.

27.05.2016 Getreidevegetation in Frankreich hinkt im Wachstum ein wenig hinterher

In Frankreich, dem größten Getreideproduzenten in der EU, hinkt das Wachstum dem durchschnittlichen Vegetationsfortschritt hinterher. Das zeigen heute die Daten von FranceAgriMer. Begründet wird der Rückstand mit dem kalten und nassen Wetter im Frühjahr.
Bis zum 23. Mai hatten die dortigen Farmer 95 % der geplanten Maisflächen bestellt. Letzte Woche waren es 90 % und zum gleichen Termin im Vorjahr waren es 99 %.
81 % der Maispflanzen sind aufgelaufen, (Vorwoche 55%, Vorjahr 93 %). Das bedeutet, dass das Wachstum 11 Tage hinter dem durchschnittlichen Werten früherer Jahre zurück liegt. Häufige Regenfälle und kühle Temperaturen hatten die Maisaussaat verzögert; das Wachstum von Wintergetreide hatte sich zuletzt ebenfalls verzögert, nachdem es anfänglich den üblichen Entwicklungen weit voraus war.
57 % aller Weichweizenbestände sind jetzt in der Ährenbildung, was im Vergleich zum 5-Jahres-Mittel vier Tage später ist. (Vorwoche 31 %, Vorjahr 74 %). Dagegen sind alle Wintergerstenbestände in der Ährenbildungsphase, was sechs Tage hinter dem 5-Jahres-Mittel zurück liegt.
Bei der Sommergerste sind 7 % der Bestände beim Ährenschieben. Damit sind die Bestände im Durchschnitt um neun Tage zurück.
Die Winterweizenbestände sind in Frankreich meist in einem guten Zustand. 83 % wurden mit „gut bis exzellent“ eingestuft, in der Vorwoche waren es allerding 91 % und vor einem Jahr lag man bei 91 %. Bei der Wintergerste wurden 83 % als gut bis exzellent eingestuft (Vorwoche: 84 %, Vorjahr 93 %).
Das Mais-Rating liegt derzeit bei 84 % g/e.

27.05.2016 Argentiniens Farmer konzentrieren sich auf die Sojabohnenernte

Die Sojabohnenernte 2015/16 kommt in Argentinien jetzt gut voran, nachdem es in den letzten Wochen trocken war. Das meldete gestern die Buenos Aires Grains Exchange. Im April, zu Beginn der Haupternte, hatten drei Wochen lang Starkregenfälle in 50 % der Regionen die Feldarbeiten unmöglich gemacht und große Ernteschäden verursacht. Daraufhin waren die Sojabohnenpreise stark gestiegen und es gibt Befürchtungen, dass in der jetzt folgenden Vermarktungsperiode Lieferengpässe auftreten.
Argentinien ist der weltweit größte Exporteur von Sojaöl und Sojaschrot und der drittgrößte Exporteur von Sojabohnen.
Nach Aussagen der Börse haben Stürme und Starkregen in der Hälfte aller Anbauregionen den Verlust von 1,65 Mio. Hektar Sojabohnen-Anbauflächen verursacht. Trotzdem halten die Analysten der Börse eine Gesamternte von 56 Mio. Tonnen Sojabohnen, wie bereits in ihrer letzten Schätzung, für möglich. Regionen in denen der Regen keinen Schaden verursachte, wie Buenos Aires und La Pampa, brachten Rekorderträge.
Bis Donnerstag ernteten die dortigen Farmer 72,1% der 20,1 Mio. Hektar Sojabohnen. In der letzten Woche wurden also 11 % der Flächen geerntet, man ist aber noch 18,2 % hinter dem Vorjahresfortschritt zurück. Letzte Woche hieß es aus Analystenkreisen, das 25 % der Sojabohnen verloren seien.
Die aktuelle Maisernte in Argentinien kam zuletzt hingegen nur schleppend voran, da die Farmer sich auf die Sojabohnenernte konzentrieren und die nassen Böden die Arbeit beschwerlich machen.
Argentinien ist auch der viertgrößte Maisexporteur der Welt und sollte in diesem Jahr 25 Mio. Tonnen Mais ernten, so die Börse. Bisher seien 29,1 % der Maisflächen abgeerntet.
Die Aussaat von Weizen für die Saison 2016/17 hat auf 3,9 % der 4,5 Mio. Hektar geplanten Flächen gerade begonnen.

27.05.2016 Getreidemail

Technische Käufe, Spreadaktivitäten mit Mais sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit deutlichen Kursgewinnen schließen. Die wöchentlichen US-Export-Sales lagen für das Vermarktungsjahr 2016/17 mit 354.500 Tonnen Weizen im Rahmen der Markterwartungen. Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 7.000 CBoT SRW-Weizenkontrakte. Zur Stunde handelt die eCBoT moderat schwächer. An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und verzeichneten auf allen Termin Gewinne. Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Exportlizenzen für 740.000 Tonnen Weizen. Mit insgesamt 28.227 Mio. Tonnen liegt das aktuelle Ergebnis nur noch ca. 1 Mio. Tonnen hinter dem Ergebnis des Vorjahres (29,314 Mio. Tonnen). Die Europäische Kommission erhöhte darüber hinaus den Ausblick für die Weichweizenproduktion 2016 in der EU von 142,8 Mio. Tonnen auf 145,1 Mio. Tonnen. Prämien in Hamburg: 10 Euro unter Paris Dezember 16

26.05.2016 Europäische Kommission erhöht Prognose der EU-Weichweizenproduktion 2016

Die Europäische Kommission hat den Ausblick für die Weichweizenproduktion 2016 in der EU von 142,8 Mio. Tonnen auf 145,1 Mio. Tonnen erhöht.
Weitere Prognosen:
EU-Maisproduktion 2016: 65,8 Mio. Tonnen (Vormonat: 65,3 Mio. Tonnen)
EU-Gerste-Produktion 2016: 62,2 Mio. Tonnen (Vormonat: 61,7 Mio. tonnen)
EU-Rapssaat-Produktion 2016: 22,0 Mio. Tonnen (Vormonat. 22,3 Mio. Tonnen)

26.05.2016 IGC rechnet für 2016/17 mit der zweitgrößten Getreideernte aller Zeiten

Das International Grains Council (IGC) hat die Prognosen für die globale Weizen- und Maisernte in der Saison 2016/17 erhöht, weil sich die Aussichten weiter verbessert haben. Erwartet wird die zweitgrößte Getreideernte, die jemals eingefahren wurde.
Für die globale Weizenernte 2016/17 wurde die Prognose von 717 Mio. Tonnen auf 722 Mio. Tonnen erhöht. Im Vorjahr wurde die bisherige Rekordmenge von 736 Mio. Tonnen geerntet.
Die Aufwärtskorrektur wurde maßgeblich beeinflusst durch höhere Ernteprognosen für Russland, den Vereinigten Staaten und Frankreich. Die Ernteeinbußen in Marokko aufgrund der schwersten Dürre seit 30 Jahren konnte dadurch überkompensiert werden.
Beim Mais rechnet das IGC mit einer Erntemenge von 1,003 Mrd. Tonnen im Vermarktungsjahr 2016/17. Die vorherige Prognose lag bei 998 Mio. Tonnen. Im Vorjahr wurden 971 Mio. Tonnen Mais geerntet. Grund für die Aufwärtskorrektur ist eine gestiegene Erwartung an die US-Maisernte. Sie wird gegenwärtig auf 355,3 Mio. Tonnen geschätzt (Vormonat: 350,2 Mio. Tonnen).
Die Prognose der Sojabohnenproduktion 2016/17 wurde von 319 Mio. Tonnen auf 320 Mio. Tonnen erhöht. Für die Saison 2015/16 wurde die Prognose aufgrund der reduzierten Erwartungen für Argentinien und Brasilien um 6 Mio. Tonnen auf 314 Mio. Tonnen Sojabohnen gesenkt. Im Vergleich zum 5-Jahres-Durchschnitt wäre das immer noch ein Anstieg um 14%.

26.05.2016 EU erteilte Importlizenzen für 185.000 Tonnen Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 185.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 12,372 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (8,386 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 106.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,498 Mio.Tonnen.
26.05.2016 Taiwan und unbekannte Destination kaufen insgesamt 253.000 Tonnen US-Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von:

123.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an eine Unbekannte Destination

65.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2015/16 an Taiwan

65.000 Tonnen  Mais zur Lieferung im Vermarktungsjahr 2016/17 an Taiwan

26.05.2016 US-Export-Sales: Maisexporte im Vermarktungsjahr 2015/16 höher als erwartet

26.05.2016 Konkurrenz wird von der Maiskrise in Brasilien profitieren

Brasilien, im letzten Wirtschaftsjahr weltweit die Nr. 2 unter den Maisexporteuren, wird in 2016 weniger Mais ausführen als ursprünglich erwartet, da sich die Angebotskrise im südamerikanischen Land ausweitet. Das bietet der Konkurrenz aus anderen Ländern die Chance darauf, Marktanteile zurück zu erobern, so das Stimmungsbild einer Reuters-Umfrage.
Die Exporte könnten auf 26,1 bis 28,9 Mio. Tonnen sinken. Im Vorjahr waren es noch 30,2 Mio. Tonnen, was schon weniger war, als es das Agrarministerium geschätzt hatte; das wäre nämlich ein neuer Exportrekord im zweiten Jahr in Folge gewesen.
Obwohl die Expertenschätzung für Exporte immer noch über dem Durchschnitt der letzten Jahre liegt, geben die Fachleute zu bedenken, dass für die hohe Nachfrage der Futtermittelhersteller mehr Mais für die Schweine- und Geflügelmäster bereit gestellt werden muss. Der Maisexport im Mai war mit 2.000 Tonnen der schlechteste Auslandsabsatz überhaupt, während gelichzeitig die Importe aus dem Nachbarland Argentinien drastisch anstiegen.
Da die Maispreise am Weltmarkt unter Druck bleiben, was zum Ausdruck bringt, dass die weltweite Versorgungslage sehr gut ist, hoffen jetzt U.S. Exporteure mit ihrem Mais gegenüber kleineren Lieferländern wie Argentinien und der Ukraine wieder wettbewerbsfähig zu werden. Wenn Brasilien im Oktober Lieferprobleme hätte, so würde Japan beispielsweise eher in Argentinien oder der Ukraine kaufen, so ein Händler in Tokio. Käufer in Südostasien wie Vietnam und Malaysia hingegen, die sich zuletzt häufiger in Brasilien versorgt haben, würden U.S. Mais kaufen.
Im letzten Jahr stiegen die Maisexporte aus Brasilien auf ein neues Rekordhoch, weil die dortige Ernte ebenfalls neue Höchstmengen brachte und die brasilianische Währung an Wert verlor. Es wurde soviel exportiert, dass man aktuell aus den Nachbarländern importieren muss. Deshalb hat die Regierung im letzten Monat vorübergehend die Importzölle auf „0“ gesetzt, weil sonst die Fleischproduktion zu teuer geworden wäre.
Seit 2012 haben sich die Maisexporte aus Brasilien verdreifacht. Damals gab es in den USA eine ausgedehnte Trockenheit, die dazu führte, dass die Maispreise in die Höhe schossen. Seither exportiert Brasilien soviel Mais, dass es in der Weltrangliste der Exporteure an Argentinien vorbeizog und jetzt auf Platz Zwei rangiert.
Eine starke Nachfrage der brasilianischen Mischfutterindustrie treibt derzeit die Maispreise im Land an, gleichzeitig erstarkte auch der Wechselkurs der Währung wieder, was beides zusammengenommen Maisexporte aus Brasilien ausbremst.

26.05.2016 Südkoreas MFG weist Angebote für Mais aufgrund zu hoher Preise zurück

Südkoreas MFG (Major Feedmill Group) hat alle Angebote im Rahmen des internationalen Tenderverfahrens zum Kauf von bis zu 70.000 Tonnen Mais optionaler Herkunft aufgrund zu hoher Preise zurückgewiesen. Gesucht wurde Mais zur Ankunft in Südkorea um den 10. August. Quelle: Reuters

26.05.2016 Chinas Maisüberschuss wird U.S. Weizen unter Druck setzen

Chinas Anstrengungen, seine Maisbestände abzubauen führen bereits dazu, dass die Importe von Mais, Sorghum und DDGs dramatisch einbrechen. Jetzt kommen wohl auch die Weizenpreise in den USA unter Druck, da eine große Ernte ansteht.
Bereits vor zwei Monaten hatte China angekündigt, dass man die Maisintervention beenden will. Diese hatte in den letzten Jahren dazu geführt, dass dort nun die größten Maisvorräte der Welt angesammelt wurden. Die Prämien auf lokalen Mais führten dazu, dass von den großen Verbrauchern Mais und alternative Produkte importiert wurden. Davon profitierten in erster Linie Exporteure in den USA.
In Kansas, dem Top-Sorghum Produzenten in den USA, türmen sich bereits jetzt unverkaufte Vorräte, da China keine neune Verträge mehr abschließt. Am 1. März 2016 waren es so viele Vorräte, wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr. Im März exportierte die USA noch 497.335 Tonnen Sorghum nach China, im März 2015 waren es noch 1,131 Mio. Tonnen.
Die Vorräte blockieren jetzt den teuren Silo Raum und die bevorstehende große Weizenernte muss ins Flächenlager. Die Prämien für Kassaware (Weizen und Sorghum) ist in Kansas auf einem 6-Jahres-Tief angelangt. Das USDA erwartet zum Ende der kommenden Vermarktungsperiode einen Weizenendbestand von 1,029 Mrd. Buschel (=280 Mio. Tonnen), das wäre der größte Weizenvorrat in den USA seit 1987/88.

Quelle: Reuters

26.05.2016 Spekulation in Sojaschrot treibt eine Rally in Sojabohnen an

Die Kurse der CBoT-Sojabohnen erreichten gestern ein Zwei-Wochen-Hoch, angetrieben von steigenden Kursen des Sojaschrots, das einen 18-Monats-Peak erreichte. Begründet wird das Ganze von wirtschaftlichen Problemen der Sojaindustrie in Argentinien, einem maßgeblichen Exporteur dieser beiden Produkte.
Spekulativ eingenommene Long-Positionen tragen zu der Rally bei, seit es im April in Argentinien so starke Regenfälle gab, dass vier bis acht Mio. Tonnen der Erne verloren scheinen. Die Exporte könnten um 25 % zurückgehen.
Nicht kommerzielle Anleger haben ihre Long-Positionen fortwährend aufgestockt und erreichten mit ihrem Engagement in Sojaschrot ein Neun-Monats-Hoch an Long-Kontrakten. Die Rabo-Bank warnt davor, dass es zu Kursrückschlägen kommt, sobald die Anleger damit beginnen, ihre Gewinne mitzunehmen.
Gestern waren auch die institutionellen Anleger Käufer von Long-Positionen in Sojabohnen, Mais und Weizen.

26.05.2016 Getreidemail

Shortabdeckungen von Fondgesellschaften aufgrund der guten Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit Aufschlägen schließen. Regenfälle in den südlichen US-Weizenanbaugebieten, die zu einer Verzögerung beim Start der Winterweizenernte führen, gaben dem Markt zudem Unterstützung. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 1.000 CBoT Weizenkontrakte. Die eCBoT handelt heute Morgen leicht fester. An der Euronext in Paris konnten die Weizenfutures den verbesserten Vorgaben aus Übersee folgen und legten bei schwachen Umsätzen auf allen Terminen leicht zu. Das russische Landwirtschaftsministerium hat seine Prognose der Getreideernte 2016 unter der Prämisse vorteilhaften Wetters von 104 Mio. Tonnen auf 106 Mio. Tonnen erhöht. Russlands IKAR liegt mit seiner ebenfalls gestern veröffentlichen Prognose bei einer Erntemenge von 107 Mio. Tonnen. 2015 wurden 104,8 Mio. Tonnen Getreide geerntet.
Prämien in Hamburg = 10 Euro/to unter Dezember 2016.

25.05.2016 China beginnt am Freitag mit Mais-Verkäufen aus der Intervention

China wird am kommenden Freitag wieder mit seine jährlichen Versteigerungen von Mais aus der staatlichen Reserve beginnen. Man geht davon aus, dass in der ersten Auktion 2 Mio. Tonnen Mais angeboten werden. Darin enthalten sind auch 1,93 Mio. Tonnen aus der Ernte 2012. Es werden Preise von umgerechnet 198 bis 211 USD/Tonnen verlangt. An der Terminbörse in Dalian wurden letzte Nacht 254 USD/Tonne gehandelt, während U.S. Mais für prompte Lieferung rund 200 USD/Tonnen frachtfrei Chinas Häfen kostet.

25.05.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago waren gestern das stärkste Glied im Agrarkomplex und die Kurse konnten leicht zulegen. Spreadaktivitäten mit Mais sowie Shortabdeckungen von Fondsgesellschaften gaben dem Markt Unterstützung, nachdem die Kurse vier aufeinander folgende Sitzungen mit Verlusten schlossen. Jordaniens staatlicher Getreideeinkäufer hat 100.000 Tonnen Hard Red Winter Weizen optionaler Herkunft gekauft. Fondsgesellschaften reduzierten ihren Bestand an Netto-Short-Positionen um 3.000 CBoT SRW-Weizenkontrakte.
Die elektronische Nachtbörse handelt heute Morgen fester.
An der Euronext in Paris konnten sich die Weizenfutures aufgrund der verbesserten Vorgaben aus Übersee von ihren anfänglichen Abschlägen erholen und die Kurse schlossen leicht fester. Der erneut gesunkene Euro erhöht die Wettbewerbsfähigkeit von europäischem Weizen am Exportmarkt.
Prämien in Hamburg = 10,5 Euro/to unter Dezember 2016.

25.05.2016 CBoT-Weizenkurse auf Erholungskurs

Die Kurse der CBoT-Weizenfutures steigen seit gestern wieder, weil in den U.S. Plains Regenangekündigt ist, der möglicherweise die reifenden Winterweizen schädigen könnte.
Regenschauer werden im südwestlichen Getreidegürtel der U.S. Plains die bislang guten Erntebedingungen nur verzögern aber im Südosten ist es für die Ernte zu nass.
Die institutionellen Anleger decken deshalb jetzt ihre Shortpositionen ab und so erholt sich der Weizenkurs ein wenig. Es gibt Anzeichen dafür, dass die Erntemenge kleiner ausfällt und die Qualität sich verschlechtert, meinen heute Morgen Broker in Fernost.
Das USDA hatte zu Beginn dieser Woche 62 % der U.S. Hartweizenbestände noch als gut bis exzellent eingestuft. Im letzten Jahr waren es zu diesem Termin lediglich 45 %.
Aus der Ukraine werden in dieser Vermarktungsperiode 40 Mio. Tonnen Getreide exportiert, ein neuer Rekord, so die Einschätzung des dortigen Getreidehandelsverbands. Die Menge setzt sich zusammen aus rekordverdächtigen 15,6 Mio. Tonnen Weizenausfuhren und 19,5 % Maisexporten.

24.05.2016 Ukraine mit neuem Getreideexport-Rekord

Mit fortwährend starken Exporten wird die Ukraine die Vermarktungssaison für Getreide mit einem neuen Exportrekord beschließen. Das prognostiziert heute der ukrainische Getreidehandelsverband und schätzt, dass 40 Mio. Tonnen Getreide ins Ausland verfrachtet werden. Im Vorjahr waren es 35 Mio. Tonnen. Das Agrarministerium hatte zuletzt eine Exportmenge von 38 Mio. Tonnen geschätzt.
Die Maisexporte würden sich auf 19,5 Mio. Tonnen belaufen, der Weizenexport käme auf 15,6 Mio. Tonnen.

24.05.2016 Taiwans´s MFIG kauft 65.000 Tonnen Mais

Taiwan´s Maize Industrie Procurement Association (MFIG) hat im Rahmen eines internationalen Tenderverfahrens 65.000 Tonnen Mais in den Vereinigten Staaten gekauft. Gesucht wurde Mais entweder aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Argentinien oder Südafrika. Quelle: Reuters

24.05.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 22.05.16 86% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 75%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 90%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 85%.

23.05.2016 MARS belässt Prognose der EU-Weizenerträge unverändert auf 6,11 t/ha
Der Crop Monitoring Service der EU (MARS) hat seine Prognose der durchschnittlichen Weizenerträge 2016in der Europäischen Union unverändert auf 6,11 Tonnen pro Hektar belassen. Die neue Prognose liegt damit 2,6% unter dem Vorjahresergebnis , jedoch 4,8% über dem 5-jährigen-Durchschnitt.
Bei der Gerste (Sommer- und Wintergerste) wurde die Prognose leicht erhöht von 4,94 Tonnen pro Hektar auf 4,99 Tonnen pro Hektar.
Ebenfalls erhöht wurde die Prognose der Maiserträge von 7,06 Tonnen pro Hektar auf 7,31 Tonnen pro Hektar. Quelle: Reuters
23.05.2016 Ukraine: Sommergetreideaussaat nahezu abgeschlossen

Ukraines Landwirte haben die Sommergetreideaussaat 2016 nahezu abgeschlossen. Mit 7,0 Mio. Hektar wurden 96% der geplanten Flächen bestelllt. Das teilte das Landwirtschaftsministerium am heutigen Montag mit. Zunächst lag die Prognose der Aussaatfläche für Sommergetreide bei 7,5 Mio. Hektar, später wurde sie dann auf 7,3 Mio. Hektar reduziert. Eine Begründung wurde nicht genannt.
Sommerweizen wurde ausgesät auf 166.000 Hektar, beim Mais sind es 4,3 Mio. Hektar.
Das Agrar-Beratungsunternehmen UrkAgroConsult teilte im vergangenen Monat mit, dass man eine Getreideernte 2016 in der Ukraine von 54,9 Mio. Tonnen erwartet. 2015 wurden 57,9 Mio. Tonnen Getreide geerntet. Beim Weizen erwarten Analysten einen Rückgang der Ernte auf 21,5 Mio. Tonnen (Vorjahr: 24,8 Mio. Tonnen). Quelle: Reuters

23.05.2016 Israel: Käufergruppe sucht per Tender Mais, Futterweizen und Futtergerste

Eine israelische Käufergruppe hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 108.000 Tonnen Mais, 20.000 Tonnen Futterweizen und 15.000 Tonnen Futtergerste optionaler Herkunft ausgeschrieben, so europäische Händler. Die Angebotsfrist endet demnach am 25. Mai. Quelle: Reuters

23.05.2016 Argentinien sät 5,3 Mio. Hektar Weizen

Die argentinische Regierung teilte am vergangenen Donnerstag mit, dass die Weizenanbaufläche in diesem Jahr auf 5,3 Mio. Hektar für die Ernte 2016/17 ausgeweitet wird. Das wäre die größte Anbaufläche seit neun Jahren. Zu Beginn der Feldbestellungen waren die Analysten noch von 4,5 Mio. Hektar ausgegangen, weil heftige Regefälle im April die Bestellung der Ackerflächen erschwerte.
Außerdem hat das dortige Agrarministerium seine Schätzung für die Maisernte 2015/16 von 37 Mio. Tonnen auf 37,9 Mio. Tonnen angehoben.
Die Agrarproduktion und die -Exporte aus dem südamerikanischen Land sind seit dem Amtsantritt des wirtschaftsliberalen Präsidenten Mauricio Macri deutlich gestiegen, wie die erwartete Flächenausweitung für Weizen zeigt.
Argentinien gehört zu den großen Weizenexporteuren und ist der viergrößte Maisexporteur der Welt.

23.05.2016 CBoT-Weizenkurse seit Tagen unter Druck

Unter dem Eindruck weltweit wachsender Getreidebestände standen die Kurse des CBoT-Weizenfutures in den letzten Tagen wieder unter Druck. Dazu trägt auch der wieder erstarkte US-Dollar bei, der wegen einer bevorstehenden Zinserhöhung letzte Woche gegenüber einem Korb von anderen großen Währungen anstieg.
Einzig die festen Kurse im Sojabohnenkomplex sind fundamental begründet, Mais und insbesondere Weizen gibt es aber in den kommenden Monaten im Überfluss, so die heutige Tagesbotschaft der Agrarmarktanalysten in Australiens National Bank. Die Weizenkurse gaben an den letzten drei Handelstagen um 3 % nach.

23.05.2016 Fondsgesellschaften kauften am Freitag 9.000 CBoT Maiskontrakte

21.05.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger erhöhten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 10.05. - 17.05. um 3.286 Kontrakte, sie reduzierten gleichzeitig die Short-Positionen um 2.723 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen erhöht um 6.009 Lots auf 48.978 Lots.
20.05.2016 Brasilien: Safras & Mercado reduziert Prognose der zweiten Maisernte

Das Analystenhaus Safras & Mercado reduziert seine Prognose der zweiten brasilianischen Maisernte von 56 Mio. Tonnen auf 51,1 Mio. Tonnen. Quelle: Reuters

20.05.2016 Brasilien: Höhere Maisanbaufläche 2016/17 in der Region Mato Grosso?

Die hohen Maispreise in Brasilien könnten nach Ansicht eines Beamten aus dem Landwirtschaftsministerium zu einer Ausweitung der Maisaussaat für die Saison 2016/17 im Hauptanbaugebiet Mato Grosso führen. Aufgrund des besseren Zugangs zu den Hafenanlagen über neu ausgebaute Straße und einen günstigeren Zugang zum Exportmarkt versprechen sich die dortigen Farmer auch positive Effekte für den Sojabohnen, deren Anbaufläche in der Region ebenfalls ausgeweitet werden könnte. Quelle: Reuters

20.05.2016 Die Bullen setzen sich heute wieder durch

Allen Widerständen zum Trotz setzen sich heute die Bullen bei den Agrarfutures wieder durch. CBoT-Maisfutures waren vor einer halben Stunde mit 1,41 % im Plus, die Sojabohnen notieren zur Stunde 1,14 % höher als gestern und der Weizenfuture in Chicago ist mit +4 Cent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs knapp 1 % im Plus.
In Argentinien ist die Sojabohnenernte mit derzeit 65 % zwar gegenüber der Vorwoche (56%) fortgeschritten aber liegt immer noch weit hinter den 87 % am gleichen Termin im Vorjahr zurück. Die Maisernte startet in Argentinien ebenfalls sehr langsam – es sind jetzt 28 % geerntet gegenüber 46 % zum gleichen Termin im Vorjahr.
Der Weizenanbau in Argentinien wird um 21 % ausgeweitet und erreicht damit die größte Anbaufläche seit neun Jahren. Analysten waren aber von einer Flächenausweitung von 25 % ausgegangen, sodass die Plus 21 % jetzt bullisch wirken.

20.05.2016 Kolumbien kauft 125.000 Mais

US-Exporteure melden den Verkauf von 125.000 Tonnen Mais zur Lieferung im Vermarkungsjahr 2015/16 an Kolumbien. Quelle: Reuters

20.05.2016 FranceAgriMer: Maisaussaat in Frankreich zu 91% erfolgt
Frankreichs Landwirte haben per 16. Mai 91% der geplanten Flächen mit Mais bestellt. In der Vorwoche waren es 78%. Im 5-jährigem Durchschnitt liegt die Quote allerdings bei 96%. Grund dafür ist das kalte und nasse Wetter im Frühjahr. Das hat zu einer Verzögerung von 15 Tagen geführt, verglichen mit dem 5-jährigem-Durchschnitt.
Beim französichem Winterweizen werden 86% der Bestände mit "gut" bis "exzellent" bewertet. In der Vorwoche waren es noch 87%. Der Vorjahreswert betrug 91%. Quelle: Reuters
20.05.2016 Sojabohnenkurse steigen seit 6 Wochen

Die CBoT-Sojabohnen werden heute ihre sechste Woche in Folge Kurssteigerungen verbuchen. Grund dafür sind in erster Linie die Sorgen über eine kleinere Produktion in Argentinien, der feste US-Dollar begrenzt allerdings den Kursanstieg. In dieser Woche stieg der Kurs des Frontmonats bisher um 17 %.
Kurstreiber waren in erster Linie die Fondsgesellschaften. Die höheren Börsennotierungen veranlassten Farmer in den USA ihre aktuelle Anbauplanung zu überdenken. Jetzt werden mehr Sojabohnen gepflanzt, dies zu Lasten des Maisanbaus.
Inzwischen ist aber der Wechselkurs des US-Dollars gestiegen, was die Greenback-notierten Rohstoffe verteuert. Länder mit anderen Währungen profitieren davon, die Steigerungen der Börsenkurse werden aber dadurch ausgebremst.
Der US-Dollar notiert auf einem zwei-Monats-Hoch gegenüber einem Korb von großen anderen Währungen, weil sich die Hoffnung breit macht, dass die Zinsen in den USA im Juni angehoben werden.

20.05.2016 Fondsgesellschaften verkauften gestern 15.000 CBoT Maiskontrakte

19.05.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 293.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 12,187 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (8,193 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 14.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,392 Mio.Tonnen.

19.05.2016 Strategie Grains erhöht Prognose der EU-Weizenernte

Das Agrar-Beratungsunternehmen Strategie Grains hat seine Prognose der EU Weichweizenproduktion 2016/17 um 2 Mio. Tonnen (zur April-Prognose) erhöht. Aktuell rechnet das Unternehmen von einer Produktionsmenge von 144,7 Mio. Tonnen. Begründet wird die Anhebung mit verbesserten Ertragsaussichten in Zentral- und Südeuropa. Im Vergleich zum Rekordjahr 2015/16 wäre das ein Rückgang um 3%.
Die Prognose der EU Gerste-Produktion 2016/17 erhöhte Strategie Grains um 1 Mio. Tonnen auf 61,5 Mio. Tonnen. Hauptsächlich aufgrund einer ausgeweiteten Produktion in Spanien, Ungarn, Bulgarien und Rumänien sowie aufgrund gestiegener Ertragsprognosen. Damit wäre die EU Gersteernte jedoch weiterhin um 1% höher als die Ernte 2015/16.
Per 13. Mai ist das Wintergetreide in Zentral- und Südosteuropa in guter Verfassung und die Ertragserwartungen sind hoch. In Teilen Frankreichs und dem Vereinigten Königreich bestehen gewisse Unsicherheiten wegen der sehr hohen Inzidenz in Bezug auf Parasitenbefall. In Polen, Norddeutschland und Skandinavien waren die Bedingungen während der Aussaat im Herbst und im Winter nicht optimal.
Die Maisaussaat in der EU ist mittlerweile weit fortgeschritten nach dem langsamen Start aufgrund nasser und kalter Wetterbedingungen in Frankreich, Spanien und Italien. Auf 62,7 Mio. Tonnen wird die Maisernte geschätzt. Das wären 700.000 Tonnen weniger, als in der April Prognose. Grund dafür sind Anbauflächenreduzierungen hauptsächlich in Frankreich und in Ungarn. Zur Ernte 2015/16 (57,3 Mio. Tonnen), die unter einer Hitzewelle und unter Trockenheit litt, wäre das allerdings ein Anstieg um 9%. Im Jahr davor wurden 75,7 Mio. Tonnen Mais geerntet.

19.05.2016 CBoT-Mais gibt nach Monatshoch heute Morgen Gewinne ab

Die CBoT-Maisfutures geben heute Morgen ein wenig vom Gewinn der letzten Tage ab. Der feste Kurs des US-Dollars verleitet einige Investoren dazu, ihre Ergebnisse aus spekulativen Long-positionen mitzunehmen. Gestern war der Kurs des Frontmonats auf ein Monats-Hoch gestiegen.
Der US-Dollar notiert aktuell mit 0,89 zum Euro auf einem Mehrwochen-Hoch, weil ein Protokoll der Federal Reserve (FED), das gestern bekannt wurde, die Erwartungen wiederbelebt, dass im Juni die Zinsen in den USA steigen. Das ist für die Mais-, Soja- und Weizenexporte aus den USA schlecht.
Allzu tief dürften die Maiskurse aber nicht sinken, da sich die Maisaussaat im Mittleren Westen der USA aufgrund von kaltem und nassem Wetter verzögert. Gestern wurden die Maiskurse noch durch die Erwartung gestützt, dass die USA für kommendes Jahr eine höhere Treibstoff-Beimischung von auf Mais basierendem Ethanol beschließen will. Die US-Umweltschutzbehörde schlug gestern vor, diese Ethanol Menge von 18,11 Mrd. Gallonen auf 18,8 M rd. Gallonen zu erhöhen.

19.05.2016 Fondsgesellschaften kauften gestern 11.000 CBoT Maiskontrakte

18.05.2016 Außergewöhnlicher Maisexport aus Frankreich

In den kommenden Tagen wird eine Schiffsladung mit 40.000 Tonnen französischem Mais sich auf den Weg nach Ägypten machen. Das ist gleich in zweierlei Hinsicht bemerkenswert: Zum einen war die letzte französische Maisernte sehr klein weshalb großen Mengen Mais in die EU importiert wurden. Und zum anderen ist es die erste Maislieferung aus Frankreich für Ägypten seit mindestens 16 Jahren.
Die Verladeliste des Hafens in Bordeaux weist die Verladung für diese Woche aus.
Frankreich ist der größte Maisproduzent in der EU. Die Ernte wird aber in der Regel in der EU verbraucht. Frankreich kann mit den anderen Anbietern am Weltmarkt, wie der Ukraine, Brasilien oder den USA nicht im Wettbewerb mithalten.
Die letzte Maislieferung in dieser Größenordnung aus Frankreich für Ägypten wurde im Jahr 2000 getätigt, das bestätigen die Dokumentationen der Zollbehörden.

18.05.2016 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex sowie positive Vorgaben vom Kansas-City- und Minneapolisweizen ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago auf einem Zwei-Wochen-Hoch schließen.
In Teilen des Mittleren Westens und den US-Plains befürchtet man aufgrund hoher Niederschläge Qualitätsprobleme. Der Zustand der US-Winterweizenbestände hat sich im Vergleich zur Vorwoche aber kaum verändert. 62% der Bestände befinden sich in einem guten bis exzellenten Zustand (unverändert zur Vorwoche). Mit 367.881 Tonnen Weizen lagen die wöchentlichen US-Export-Inspectionen am unteren Rand der Markterwartungen.
Zur Stunde handelt die eCBoT leicht fester.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den guten Vorgaben aus Übersee und konnten auf allen Terminen weiter zulegen. Der Deutsche Raiffeisenverband prognostiziert für die deutsche Weizenernte 2016 einen Rückgang um 3,7% auf 25,57 Mio. Tonnen. Mitte April rechnete man mit einer Weizenernte von 26,1 Mio. Tonnen.

18.05.2016 Südkorea: MFG sucht bis zu 140.000 Tonnen Mais für den August

Südkoreas MFG (Major Feedmill Group) hat einen internationalen Tender zum Kauf von bis zu 140.000 Tonnen Mais (Yellow Corn) ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 18. Mai. Gesucht werden jeweils 70.000 Tonnen zur Lieferung um den 10. August und um den 26. August. Quelle: Reuters

17.05.2016 Brasiliens Ertragsverluste beim Mais zwingt zu Nachverhandlungen

Produzenten von Wintermais in Brasilien müssen ihre vorab verkauften Mengen nachverhandeln, was die zu erwartende Exportmenge begrenzt. Trockenes Wetter hatte zu ernsthaften Ertragsverlusten geführt.
Die Winterernte von Mais beginnt in Brasilien in den kommenden Wochen. In den Bundesstaaten Mato Grosso und Goias, die fast die Hälfte der brasilianischen Erntemenge beisteuern, waren die größten Ertragsverluste eingetreten. Aber auch die anderen Bundesländer werden weniger als erwartet ernten, sagen die Agrarberater des südamerikanischen Landes. Deshalb ist heute an der Terminbörse in Chicago der Kurs der Maisfutures weiter angestiegen.
Da die Käufer in der Regel große internationale Handelshäuser sind, die Lieferanten auf die schwarze Liste setzten, die ihre Kontrakte nicht erfüllen, geht man davon aus, dass die meisten Farmer sich bemühen werden, die vorverkauften Mengen bereit zu stellen. Anderenfalls einigt man sich auf Ausgleichszahlungen und Strafgebühren. Wenn es für die Farmer gut läuft, dürfen sie die Mengen mit der nächsten Ernte bereitstellen.
Berücksichtigt man die Verluste, dürfte die vorab verkaufte Menge nun bereits 80 % der gesamten Erntemenge entsprechen. Vorher war von 63 % die Rede.

17.05.2016 Informa schätzt U.S. – Maisanbau kleiner als USDA ein

Der private Agrarmarktanalyst Informa Economics schätzt die U.S. Anbaufläche für Mais auf 93,4 Mio. acre und liegt damit unter der Schätzung des USDA, das die Fläche mit 93,601 Mio. acre angab.
Die Sojabohnenanbaufläche in den USA wird von Informa auf 83 Mio. acre eingeschätzt, also über der USDA-Schätzung vom 82,2 Mio. acre.

17.05.2016 Argentinien könnte 30 % mehr Weizen anbauen

Schon Wochen vor dem Aussaattermin diskutieren verschiedene Verbände und Fachleute in Argentinien die dortige Flächennutzung in diesem Jahr. Der allgemeine Tenor ist, dass der Weizenanbau in dem südamerikanischen Land um rund 30 % zunimmt.
Argentinien ist der 10. größte Weizenexporteur der Welt und hat in den ersten drei Monates dieses Jahres 3,13 Mio. Tonnen Weizen exportiert. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 1,53 Mio. Tonnen. Als im Dezember 2015 der wirtschaftsliberale Mauricio Macri das Amt des Staatpräsidenten übernommen hat, hat er alle Exportrestriktionen für Weizen und Mais abgeschafft und so flossen die in den Lagerhäusern schlummernden Vorräte der Vorjahre in großen Mengen an den ohnehin schon überversorgten Weltmarkt. Die Preise gaben daraufhin stark nach.
Nun sollen die Weizenflächen in Argentinien auf 4,7 Mio. Hektar ausgeweitet werden, dort können dann 14 Mio. Tonnen produziert werden, so die Schätzung von Wirtschaftsfachleuten. 8,5 Mio. Tonnen davon dürften in den Export gehen, schätzt das USDA.

17.05.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 15.05.16 75% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 64%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 82%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 70%.

17.05.2016 CBoT-Mais heute Morgen bärisch gestimmt

Die Kurse des CBoT-Maisfutures steht in der Nachtsitzung des elektronischen Handels in Chicago unter Druck, nachdem gestern, ebenfalls nach anfänglicher Kursschwäche, ein Zwei-Wochen-Hoch erreicht wurde. Die Aussaat von Mais im Mittleren Westen der USA gibt den Preisen eine Bodenhaftung.
Das U.S. Department of Agriculture schätzt den Fortschritt der Maispflanzungen in den USA auf 75 %, das sind 11 % mehr als vor einer Woche und auch 5 % mehr als im 5-Jahres-Durchschnitt.
Die Wetterbedingungen scheinen hervorragend zu sein. Deshalb ist Markt ein wenig bärisch gestimmt.

16.05.2016 Maiskurse am CBoT geben heute Morgen nach

Nach einer längeren Periode von Kurssteigerungen geben die Kurse der CBoT-Maisfutures heute Morgen nach, weil sich die Wetterbedingungen in Südamerika in Teilen Brasiliens und den USA verbessert haben.
Bedenken, dass die Maiserträge wegen der Trockenheit im Center-West Brasiliens leiden, gehen zurück. Das haben Händler in Australiens Commonwealth Bank heute Morgen ihren Kunden mitgeteilt. Allerdings bleibe der Handel unter dem Eindruck von La Nina-Wetterrisiken, die in diesem Sommer eintreten könnten; der Markt werde davon auch zukünftig weiter gestützt.
In den USA sind es eher zu nasse Bedingungen, die die Maisaussaat erschweren.

15.05.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 03.05. - 10.05. um 20.698 Kontrakte, sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 7.365 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 28.063 Lots auf 42.969 Lots.
13.05.2016 Maisaussaat in Frankreich kurz vor dem Abschluss

Französische Farmer hatten bis zum 9. Mai 78 % der geplanten Maisaussaat für dieses Jahr abgeschlossen. In der Vorwoche waren es 44 %; vor einem Jahr war man mit 89 % aber sogar noch weiter. Quelle: FranceAgriMer.
Das Beratungsunternehmen teilte außerdem mit, dass am Montag 87 % der französischen Weizenbestände in gutem bis sehr gutem Zustand seien. Vorwoche: u.v. Vorjahr: 91 %.

13.05.2016 U.S. Händler importieren Bio-Mais aus Rumänien

U.S. Importeure kauften kürzlich 44.900 Tonnen Bio-Mais aus Rumänien. Ende April erfolgten zwei Teillieferungen mit 23.900 Tonnen und 21.000 Tonnen.
Der Bio-Mais enthält auch keine genetisch veränderten Organismen, so ein europäischer Händler, der vermutet, dass weitere derartige Lieferungen in die USA erfolgen werden.

12.05.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais

Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 218.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 11,894 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (8,027 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 30.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,378 Mio.Tonnen.

12.05.2016 Saudi Arabien kauft 210.000 Tonnen U.S.-Mais

Das USDA teilte heute auf seiner Homepage mit, dass Saudi Arabien 210.000 Tonnen Mais zur Lieferung noch in dieser Vermarktungsperiode gekauft hat.

12.05.2016 Indonesien kauft 90.000 Tonnen Futterweizen

Indonesien kaufte heute rund 90.000 Tonnen Futterweizen optionaler Herkunft. Man geht davon aus, dass das Getreide aus der Ukraine kommt. Die Lieferung soll in zwei Teillieferungen im Juni stattfinden. Der Preis wurde mit 208 USD/Tonne c&f zur Entladung in kleinen Häfen vereinbart.
Ein Händler sagte gegenüber Reuters, dass in der vergangenen Woche große Mengen Futterweizen aus dem Schwarzmeerraum für Südost Asien verladen wurden. Indonesien wird wohl in diesem Jahr deutlich mehr Futterweizen importieren, weil es Importbeschränkungen für Mais gibt.

12.05.2016 Simbabwe importierte seit Jahresbeginn 350.000 Tonnen Mais

Simbabwe hat seit Jahresbeginn bis April 350.000 Tonnen Mais importiert, um trockenheitsbedingten Versorgungsengpässen entgegenzuwirken. Das teilte das UN-Food-Programme (WFP) gestern mit.
Agrarjournalisten in Johannesburg zufolge muss Simbabwe in diesem Jahr 1,3 Mio. Tonnen Mais importieren, um den nationalen Bedarf von 1,8 Mio. Tonnen decken zu können.

12.05.2016 Getreidemail

Eine weltweit gute Versorgungslage mit Weizen sowie rote Vorzeichen im Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago mit moderaten Abschlägen schließen. Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer OAIC kaufte 500.000 to Mahlweizen optionaler Herkunft zu einem Preis von 187 und 188 USD/to inklusive Kosten und Fracht. Die Lieferung soll im Juli erfolgen und kommt wahrscheinlich aus Frankreich.
Der e-CBoT-Weizen handelt heute Morgen leicht fester.
In einem eher lustlosen Handel konnten sich die Weizenfutures an der Euronext in Paris den negativen Vorgaben aus Übersee entziehen. Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer erhöht seine Schätzung für 2015/16er Weizenexporte an Länder außerhalb der EU von 11,5 auf jetzt 12 Mio.to. Die Endbestände von Weichweizen in Frankreich sollen dem Unternehmen zufolge am 30.06.2016 auf 3,9 Mio.to sinken, im Vormonat schätzte man noch 1 Mio.to mehr.

12.05.2016 Sojabohnenkurse jetzt auf 21-Monats-Hoch

CBoT Sojabohnen nahmen gestern ihren Aufwärtstrend wieder auf, sie handeln zurzeit auf einem 21-Monats-Hoch in der Erwartung, dass die weltweiten Bestände wegen Chinas starkem Bedarf enger werden. So hatte es zumindest das USDA am Dienstag gesehen und der Markt folgt der für viele überraschenden Analyse. Allerdings bleibt die Welt weiterhin mit Weizen und Mais gut versorgt.
Die Endbestände der Saison 2015/16 wurden vom USDA für Sojabohnen auf 74,25 Mio. Tonnen geschätzt, am Ende der folgenden Saison 2016/17 sollen es dann nur noch 68,21 Mio. Tonnen sein. Alle Analystenschätzungen lagen zuvor höher.

11.05.2016 FranceAgriMer erwartet mehr französische Weizenexporte an Drittländer

Das französische Beratungsunternehmen FranceAgriMer erhöht seine Schätzung zur 2015/16er Weizenexporte an Länder außerhalb der EU von 11,5 auf jetzt 12 Mio. Tonnen.
Die Endbestände von Weichweizen in Frankreich sollen dem Unternehmen zufolge am 30.06.2016 auf 3,9 Mio. Tonnen sinken, im Vormonat schätzte man noch 1 Mio. Tonnen mehr.
Die Endbestände von Gerste der Saison 2015/16 werden jetzt auf 937.000 Tonnen geschätzt, nach vorherigen 1,1 Mio. Tonnen.
Die Mais-Endbestände in Frankreich sollen bei 2,4 Mio. Tonnen und damit unverändert zur vorherigen Schätzung bleiben.

11.05.2016 Argentiniens Farmer leiden unter gestiegenen Transportkosten

Argentiniens Farmer leiden unter den hohen Energiekosten, die in den letzten Monaten auch die Transportkosten in die Höhe trieben. Die Farmer-Lobby steht den Reformplänen der Macri-Regierung jetzt nicht mehr so positiv gegenüber.
Mauricio Macri hatte gleich nach seinem Amtsantritt Ende letzten Jahres Handelsbarrieren für Mais, Weizen und Sojabohnen abgebaut und die Währung floaten lassen, was zur Abwertung des Peso führte. Dadurch stiegen aber dort die Energiekosten seit Jahresbeginn um 31 %.
Höhere Transportkosten neutralisieren bereits den Vorteil der gesenkten Zollsätze für Exporte von Agrargütern, so Verbandsvertreter der Farmer. Trotz der wohlwollenden Unterstützung von der Wall Street haben die radikalen Reformen vielen Argentiniern einiges abverlangt. Macris Gunst in seiner Wählerschaft sinkt.
Die hohen Transportkosten betreffen insbesondere Farmer in den nördlichen Provinzen. Das Getreide von dort muss teilweise 1.200 Kilometer per Truck transportiert werden, um den Hafen von Rosario zu erreichen, wo rund 80 % der argentinischen Agrarexporte verschifft werden. 11 % des Argentinischen Sojaanbaus und 19 % des Maisanbaus konzentrieren sich im Norden des Landes. Transportkosten von dort fressen rund die Hälfte der Erlöse rechnen Ökonomen vor.
Argentinien ist der größte Exporteur von Sojaschrot und der drittgrößte Sojabohnenexporteur der Welt.

11.05.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago konnten gestern von der Rally im Soja- und Maiskomplex profitieren. Ein ansonsten bärischer USDA-Report begrenzte die Gewinne beim Mais und beim Weizen. Die US-Bestände 2016/2017 wurden auf 1.029 Mio.bu beziffert. Sie lagen damit über den durchnittlichen Erwartungen der Analysten von 997 Mio.bu. Auch die weltweiten Weizenendbestände für 2016/2017 lagen mit 257,3 Mio.Tonnen über den Erwartungen.
Die e-CBoT handelt Weizen heute Morgen leicht fester.
Am Matif schlossen die Weizenkurse trotz positiver Vorzeichen am CBoT auf unverändertem Niveau zum Vortag.
Zum Ende der vergangenen Woche stiegen die Weizenpreise für Exporte aus dem südlichen Russland. Die Nachfrage am dortigen Markt ist gut, weil früher abgeschlossene Kontrakte jetzt zur Abwicklung kommen. Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein kostet 192,50 USD/to fob; das waren 1,5 % USD mehr als in der Woche zuvor, so die Info vom Marktanalysten IKAR.

10.05.2016 Russischer Weizen erneut teurer – Angebot schwach

Zum Ende der vergangenen Woche stiegen die Weizenpreise für Exporte aus dem südlichen Russland. Die Nachfrage am dortigen Markt ist gut, weil früher abgeschlossenen Kontrakte jetzt zur Abwicklung kommen.
Schwarzmeer-Weizen mit 12,5 % Protein kostet 192,50 USD/Tonne fob; das waren 1,5 % USD mehr als in der Woche zuvor, so die Info vom Marktanalysten IKAR.
Russland exportierte seit dem 1. Juli 2015 bis 4. Mai insgesamt 30,7 Mio. Tonnen Getreide, wovon 22,3 Mio. Tonnen Weizen waren. Damit liegen die Exporte 10 % über denen des Vorjahres. Russlands Weizen-, Mais- und Hülsenfrüchte-Exporte laufen auf Volltouren nachdem die Ernte in 2015 riesig ausfiel und der russische Rubel an Wert einbüßte.
Preise für lokalen Weizen der Klasse III kostete 100 Rubel/Tonne mehr als in der Vorwoche und kommt jetzt auf umgerechnet 163 USD/Tonne ab Hof. Aufgrund der Feiertage am 2. und 3. Mai und dem 9. Mai fehlte das Angebot aus der Landwirtschaft.

10.05.2016 Conab senkt brasilianische Mais- und Sojabohnenschätzungen

Die staatliche Ernteagentur in Brasilien Conab schätzt die Maisernte 2015/16 jetzt auf 79,96 Mio. Tonnen gegenüber 84,66 Mio. Tonnen im April.
Die Sojabohnenernte im dortigen Winter wird jetzt auf 52,91 Mio. Tonnen geschätzt, nach 57,13 Mio. Tonnen im April. Die Gesamternte von Sojabohnen der Ernteperiode 2015/16 wird jetzt auf 96,91 Mio. Tonnen veranschlagt, gegenüber der vorherigen Schätzung im April von 98,98 Mio. Tonnen.
Die Weizenernte 2016 in Brasilien wird mit 5,83 Mio. Tonnen veranschlagt, gegenüber 5,53 Mio. Tonnen im April.

10.05.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Das US-Landwirtschaftsministerium meldet, dass per 08.05.16 64% der Flächen, die für die Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 45%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 69%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 50%.

10.05.2016 Die Hälfte der ländlichen Bevölkerung in Simbawe hungert

Das United Nations Development Programme (UNDP) teilte am Montag mit, dass bis zu 4,5 Mio. Menschen, die Hälfte der ländlichen Bevölkerung in Simbabwe, bis März 2017 Lebensmittehilfen im Wert von 290 USD benötigen.
Eine vom Wetterphänomen El Nino begünstigte Trockenheit im Süden Afrikas schränkt die Ernte des Grundnahrungsmittels Mais ein. Im März teilte die Regierung von Simbabwe mit, dass 30 % der gesamten Bevölkerung auf Lebensmittelhilfen angewiesen sind. Dafür hatte die Regierung von Robert Mugabe im Haushalt 70 Mio. USD bereitgestellt. Um die Notzeiten zu überstehen, fehlen aber noch immer 290 USD.
Die 2016er Maisernte wird in Simbabwe 60 % kleiner ausfallen als das 5-Jahres-Mittel. Das Mittel lag zwischen 700.000 Tonnen und einer Mio. Tonnen, während der jährliche Konsum zwischen 1,6 und 1,8 Mio. Tonnen beträgt.
Der internationale Fond vom UNDP teilte letzte Woche mit, dass Simbabwes Wirtschaftsprobleme zunehmen, nachdem Trockenheit die Agrarproduktion schmälert und die Energieversorgung unterbricht.

10.05.2016 CBoT-Mais: Heute leichte Erholung nach Monats-Tief

Gestern sanken die Kurse des CBoT-Maisfutures auf ein Monats-Tief, Händler bereiteten sich auf den heute um 18:00 Uhr deutscher Zeit erscheinenden USDA-Report vor. Es wird erwartet, dass die Lagerbestände auf einem 29-Jahre-Hoch geschätzt werden.
Marktteilnehmer erwarten also einen bärischen Report und haben gestern dem entsprechend gehandelt; heute Morgen gibt es ein technische Reaktion auf die großen Verluste von gestern. Die einzige Unsicherheit, die es heute zu beobachten gilt, ist die Maisernte in Südamerika.
Der heutige USDA-Report beinhaltet die erste Angebots- und Nachfrage-Tabelle der U.S.-Regierung für das Vermarktungsjahr nach der Ernte 2016/17. Reuters-Expertenschätzungen zufolge werden die Maisbestände zum Ende der 2016/17-Saison über 2,2 Mrd. Buschel betragen, was die größte Menge seit 1987/88 wäre.

09.05.2016 Zügiger Fortschritt bei der Feldbestellung in den USA

Bis heute Vormittag werden aus den USA 55-65 % der Maisflächen als bestellt gemeldet. In der letzten Woche lag der Wert noch bei 45 %, der Durchschnitt der letzten Jahre lag zu diesem Termin bei 48 %.
Die Sojabohnenfelder in den USA sind aktuell zu 30-40 % bestellt, in der Vorwoche waren es erst 8 %, und vor einem Jahr am gleichen Termin waren es 14 %. Bei feuchten Wetterbedingungen in den kommenden Tagen wird es wohl nicht mehr ganz so zügig vorangehen.
80 % der geplanten Sommerweizenfelder sind fertig, in der Vorwoche waren es erst 54 %.

09.05.2016 Maisexporte aus den USA laufen heute sehr gut

Noch im laufenden Vermarktungsjahr gehen weiter 170.000 Tonnen Mais aus den USA nach Japan. Außerdem verkauften U.S.-Exporteure 120.000 Tonnen Mais an eine unbekannte Adresse.
Das meldete soeben das USDA. U.S. Exporte ab 100.000 Tonnen Mais müssen Tag-genau gemeldet und veröffentlicht werden.

09.05.2016 Ministerium: Weniger Mais- und mehr Weizenanbau in Frankreich

Das französische Landwirtschaftsministerium schätzt die dortige Maisanbaufläche 2016 auf 1,49 Mio. Hektar, das sind 4,7 % weniger als im Vorjahr. Die Rapsanbaufläche bleibt demnach bei 1,5 Mio. Hektar fast unverändert (+1,3 %), während die Zuckerrübenfläche mit 397.000 Hektar ein Plus von 3,8 % ausweist.
Der Weichweizenanbau 2016 wird jetzt in Frankreich auf 5,25 Mio. Hektar geschätzt, im März lag die Prognose bei 5,24 Mio. Tonnen. Jetzt sind es 1,4 % mehr als in 2015.

09.05.2016 Chinas Maisernte um 2,9 % kleiner als im Vorjahr

Es wird erwartet, dass die chinesische Maisernte in diesem Jahr mit 218 Mio. Tonnen um 2,9 % kleiner ausfällt, da die Landwirte im Nordosten des Landes auf andere Feldfrüchte ausgewichen sind. Das China National Grain and Oils Information Center (CNGOIC) erwartet, dass durch eine Änderung der Pekinger Subventionspolitik in diesem Jahr 6,58 Mio. Tonnen weniger Mais geerntet wird.
Im Wirtschaftsjahr 2015/16 war die Futtermittelnachfrage um 10,4 % auf 110,4 Mio. Tonnen gesunken. Der Gesamtverbrauch für Mais erreicht für das zu Ende gehende Wirtschaftsjahr 185,54 Mio. Tonnen. So wurden noch einmal die staatlichen Vorräte um 41,85 Mio. Tonnen ausgebaut.
Aufgrund dessen waren die Maispreise in China seit Jahresbeginn gesunken und die Importe gingen ebenfalls zurück. Das werde sich auch im weiteren Verlauf des Jahres fortsetzen; es werden 2,7 Mio. Tonnen weniger Mais importiert und auch vom DDGs werden 3,5 Mio. Tonnen (-60%) weniger importiert, so das Informationscentrum.
In 2015 importierte China die Rekordmenge von 6,82 Mio. Tonnen DDGs und auch der Import von Sorghum sprang um 85 % auf die Rekordmenge von 10,69 Mio. Tonnen.

09.05.2016 Getreidemail

Shorteindeckungen von Fondsgesellschaften, steigende Rohölnotierungen sowie Kursgewinne beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen am Freitag in Chicago mit leichten Aufschlägen schließen. Eine weltweit gute Versorgungslage und eine schlechte Nachfrage nach US-Weizen begrenzten die Gewinne. Die Lagerbestände der großen Feldfrüchte in Kanada sind 23,8 % kleiner als vor einem Jahr. Das Statistikamt in Kanada legte am Freitag ihre Bestandsschätzungen vor. Die elektronische Nachtbörse handelt den CBoT-Weizen heute Morgen leicht fester.
Am Pariser Matif erholten sich die Weizenkurse nach einem charttechnischen Widerstand von ihren Tiefstständen. In der EU laufen die Weizenexporte derzeit auf Hochtouren und auch wenn die Überhänge in diesem Jahr groß sein sollten, bleiben viele Landwirte mit dem Verkauf ihrer letzten Getreidebestände zurückhaltend. Schließlich ist es bis zur Ernte noch weit und es kann noch einiges passieren. Prämien in Hamburg = 8,5 Euro/to unter dem EBMZ6.

08.05.2016 AMIS Market Monitor No. 38 / Mai 2016

Der monatliche AMIS – Marktreport ist ein Produkt des „Agricultural Market Information System“ (AMIS).
Es liefert internationale Berichte für Weizen, Mais, Reis und Ölsaaten und eine Zusammenfassung wesentlicher Marktentwicklungen, der Politik sowie die Beweggründe dahinter.
Diese Analyse von zehn internationalen Organisationen *, die das AMIS Sekretariat bilden, ist eine gemeinschaftliche Beurteilung der Marktlage mit einem Ausblick.
Der Bericht hat eine größere Markttransparenz zum Ziel und will mögliche Probleme benennen und die politischen Entscheidungsträger frühzeitig darauf aufmerksam machen.
*= FAO, UNO, IFAD IFPRI, IGC, OECD, UNCTAD, Weltbank, WFP und WTO
Den aktuellen Bericht vom 5. Mai finden Sie auf unserer Homepage unter:
Fakten für Profis/AMIS Market Monitor

08.05.2016 Netto-Positionen institutioneller Anleger (CFTC) / Mais
Institutionelle Anleger reduzierten ihren Bestand an Long-Positionen in der Woche vom 26.04. - 03.05. um 7.798 Kontrakte , sie erhöhten gleichzeitig die Short-Positionen um 951 Kontrakte. Damit wurde der Bestand der Netto-Long-Positionen reduziert um 8.749 Lots auf 71.032 Lots.
06.05.2016 Was passiert mit Chinas großen staatlichen Maisbeständen?

In diesem Jahr werden Chinas Bauern zum ersten Mal seit 13 Jahren ihre Maisanbaufläche reduzieren. Die größten Umstrukturierungen in der chinesischen Agrarpolitik seit fast einem Jahrzehnt führen dazu, dass im Land der Mitte gut 1 Mio. Hektar weniger Mais angebaut werden.
Das Interventionssystem für Mais endet bereits im März; es hatte für außerordentlich hohe Inlandspreise gesorgt und dazu geführt, dass billiger Mais und Substitute wie DDGs und Sorghum massenweise importiert wurden.
Jetzt sitzen die chinesischen staatlichen Lagerhäuser auf einem Maisvorrat von 250.000 Tonnen und die Marktbeteiligten fragen sich, was damit passieren soll.
Vorerst sorgt die Einschränkung der Maissubvention dafür, dass nur noch knapp 36 Mio. Hektar in China mit Mais bebaut werden. Im Jahr 2001 waren es 23 Mio. Hektar und im letzten Jahr 37 Mio. Hektar. Die Landwirte werden jetzt wohl andere Feldfrüchte, wie Sojabohnen kultivieren. Im Jahr 2016 wird China rund 82,28 Mio. Tonnen Sojabohnen am Weltmarkt kaufen, schätzt das Ministerium, eine Menge wie im Vorjahr. Sie entspricht rund 80 % des chinesischen Konsums. Die Sojabohnenanbaufläche in China wird jetzt um 400.000 Hektar ausgeweitet wird.
Um nicht auch beim Mais eine Abhängigkeit vom Weltmarkt entstehen zu lassen, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass China seine staatlichen Maisvorräte exportiert. In den letzten zwölf Jahren war die Maisproduktion Chinas um 108 Mio. Tonnen angewachsen und die Regierung hatte eine Importquote von 7,2 Mio. Tonnen verhängt. Die 2016er Ernte wird jetzt gegenüber der 2015er Ernte (215,7 Mio. Tonnen) um 4,2 % sinken, wenn keine besonderen Wetterbedingungen eintreten.
Bis zum Jahr 2020 werde die jährliche Produktion auf 205,67 Mio. Tonnen sinken. Dem gegenüber steht ein prognostizierter Verbrauch von 221,92 Mio. Tonnen p.a.. Die Lücke könnte durch staatliche Vorräten geschlossen werden, weniger wahrscheinlich sind höhere Importe.

06.05.2016 FranceAgriMer gibt up-date für Frankreichs Feldbestände

Bis zum 2. Mai hatten französische Farmer 44 % der gelplanten Maisflächen gedrillt, in der Vorwoche waren es erst 27 %; das meldet das Beratungsunternehmen FranceAgriMer soeben.
97 % der Weichweizenbestände sind jetzt im Wachstumsstadium 7, in der Vorwoche waren es 86 %.
87 % der Weizenbestände erhieten am 2. Mai die Note „gut bis exzellent“ gegenüber 88 % in der Vorwoche.

06.05.2016 FOA-Lebensmittel-Index steigt im April um 0,7 %

Die Lebensmittelpreise der Welt sind im April – jetzt schon zum dritten Mal in Folge – leicht gestiegen. Aber sie bleiben rund 10 % unter dem Niveau von vor einem Jahr. Das ist das Ergebnis der Food and Agricultural Organisation (FAO) in Rom. Der FAO-Index stieg auf 151,8 Punkte, das sind 0,7 % mehr als im Vormonat.
Der Index wird berechnet aus einem Korb mit den Lebensmitteln Getreide, Ölsaaten, Milchprodukten, Fleisch und Zucker.
Der Index war jetzt vier Jahre in Folge auf ein Sieben-Jahres-Tief gesunken, weil die Weltwirtschaft nur langsam wächst. Im April stiegen die Preise für Pflanzenöle und Getreide so stark, dass die Preisrückgänge bei Milch und Zucker überkompensiert wurden.
Palmöl notiert auf einem 17-Monate-Hoch und treibt damit den Anstieg des FAO-Index an. Eine kleinere Produktion gepaart mit einer steigenden weltweiten Nachfrage begründet den Preisanstieg. Der Getreidepreisanstieg trägt nur wenig zum steigenden Index bei. Seit einem Monat sind die Preise um 1,5 % gestiegen. Einflussfaktoren waren hier das Wetter, ein schwächer Kurs des US-Dollars, feste Maispreise und Unterstützung aus dem Ölsaatensegment.
Der Rindfleischpreis in Australien stieg aufgrund einer guten Nachfrage aus den USA und steigerte im FAO-Index den Fleischpreisanteil um 0,8 %.
Die weltweite Weizenproduktion 2016/17 wird von der FAO auf 716,9 Mio. Tonnen geschätzt. Die vorherige Prognose wurde damit leicht angehoben.

06.05.2016 Getreidemail

Gute Ernteaussichten beim US-Weizen, ein stärkerer US-Dollar sowie Verluste beim Soja- und Maiskomplex ließen die Weizennotierungen gestern in Chicago schwächer schließen. Die wöchentlichen Exportzahlen lagen für 2015/2016 mit 178.900 to US-Weizen im Rahmen der Markterwartungen aber nur halb so hoch, wie in der Vorwoche. Für das Jahr 2016/2017 wurden die Erwartungen mit Verkäufen von 140.000 to US-Weizen jedoch nicht erfüllt.
Die e-CBoT handelt den Weizen zur Stunde fast unverändert.
An der Euronext in Paris folgten die Weizenfutures den schwachen Vorgaben aus Übersee. Der Septembertermin fiel auf ein 2-Wochen-Tief. Die sehr guten Ernteerwartungen in Kansas, dem Top-Weizenproduzenten in den USA, treiben die Preise in den Keller. Der Handel am Pariser Matif war gestern wegen Christi Himmelfahrt, der in Deutschland und Frankreich ein gesetzlicher Feiertag ist, sehr überschaubar. Der Getreidemarkt in Europa wird durch sehr gute Exporte gestützt.

04.05.2016 FC-Stone senkt Schätzung für zweite Maisernte in Brasilien um 12 %

Das Beratungs- und Brokerunternehmen FC-Stone teilte soeben mit, dass man die brasilianische Wintermaisernte nach ausbleibendem Regen jetzt 12 % kleiner schätzt.
Die zweite Maisernte des Landes war im letzten Monat noch auf 56,6 Mio. Tonnen geschätzt worden, jetzt liegt die Expertenschätzung bei 49,8 Mio. Tonnen. Im letzten Monat hatte es auf den meisten Feldern keine Niederschläge gegeben, die Maisbestände sind in einer kritischen Wachstumsphase.
Im März und April war es in Brasilien zu Engpässen bei der Futtermittelversorgung der Schweine- und Geflügelmäster gekommen und die Maispreise stiegen so stark, dass aus den Nachbarländern Argentinien und Paraguay dieses Getreide importiert werden musste. Jetzt sind alle Augen auf die Wetterentwicklung im Mai gerichtet, mögliche Regenfälle könnten den Schaden noch begrenzen.
FC-Stone senkte auch seine Schätzung zur Sojabohnenernte in Brasilien um 1 Mio. Tonnen auf jetzt 96,5 Mio. Tonnen.

04.05.2016 Südafrika musste 1,96 Mio. Tonnen Mais importieren

Südafrika importierte in der am 30. April beendeten Vermarktungssaison 1,96 Mio. Tonnen Mais. Im Vorjahr wurden gerade mal 65.000 Tonnen importiert.
Südafrika, das Land mit der größten Maisproduktion auf dem Afrikanischen Kontinent ist üblicherweise Netto-Exporteur von Mais. In diesem Jahr war aber die Ernte durch Hitze und Trockenheit ruiniert, sodass es bereits zu Engpässen kam.
Im Vermarktungsjahr zuvor exportierte das Land 683.000 Tonnen Mais, im Jahr davor sogar 1,95 Mio. Tonnen. Private Schätzer vor Ort gehen davon aus, dass in dem jetzt folgenden Wirtschaftsjahr 3,8 Mio. Tonnen des bedeutendsten Grundnahrungsmittels des Landes importiert werden müssen.
Alleine die Erwartung über Engpässe hat die Lebensmittelpreise im Süden Afrikas in die Höhe getrieben. Haushalte mit niedrigem Einkommen sind davon besonders hart betroffen. Politische Partien fürchten den Unmut der Bevölkerung bei den anstehenden lokalen Wahlen im August.

04.05.2016 EU Im- und Exportlizenzen für Mais
Die Europäische Kommission erteilte im letzten Berichtszeitraum Importlizenzen für 286.000 Tonnen Mais. Mit insgesamt 11,676 Mio. Tonnen liegen die erteilten Mais-Importlizenzen im aktuellen Vermarktungsjahr über dem Ergebnis des Vorjahres (7,952 Mio. Tonnen). Die erteilten Lizenzen für Mais-Exporte lagen bei 18.000 Tonnen und belaufen sich im laufenden Vermarktungsjahr auf insgesamt 1,348 Mio.Tonnen.
04.05.2016 EU-Exportlizenzen bleiben auf hohem Niveau

Die EU vergab in dieser Woche Exportlizenzen für 848.000 Tonnen Weichweizen. Damit wurden seit Beginn der Saison am 1. Juli 2015 25,9 Mio. Tonnen Weizen für den Drittlandexporte aus Brüssel freigegeben.
Außerdem wurden für 286.000 Tonnen Importlizenzen für Mais erteilt. Die Maisimporte kommen in dieser Saison somit auf 11,7 Mio. Tonnen.

04.05.2016 Exporteure melden großen Verkauf von U.S. Mais an Japan

Das USDA meldet einen Verkauf von 107.500 Tonnen Mais aus den USA an Japan. Die Lieferung wird noch in der laufen Vermarktungsperiode erfolgen.

Exporte über 100.000 Tonnen Mais sind sofort Berichtspflichtig.

04.05.2016 USDA-Fortschrittsbericht US-Mais-Aussaat

Maisaussaat geplant sind, bestellt wurden. In der Vorwoche waren es 30%. Im vergangenen Jahr lag die Quote zum selben Zeitpunkt bei 30%. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt bei 30%.

04.05.2016 Argentiniens Agrarexporte im Q1 stiegen um 68 %

Die argentinischen Agrarexporte lagen im ersten Quartal 2016 um 68 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Reform der Exportpolitik durch die Macri-Regierung ermöglichte den Farmern, sich von ihren aufgestauten Weizen- und Maisvorräten zu trennen.
Das führte am Weltmarkt zu einem zusätzlichen Preisdruck, sodass die Preise daraufhin auf ein sieben-Jahres-Tief sanken. Diese anhaltende Preisschwäche wird durch das schwächere Wirtschaftswachstum vieler Schwellenländer begünstigt.
Argentinien exportierte in den ersten drei Monaten des Jahres 19,97 Mio. Tonnen Agrarprodukte; im Vergleichszeitraum 2015 waren es 11,91 Mio. Tonnen, so die Regierung in Buenos Aires. Die Weizenexporte erhöhten sich zum Vorjahr um 105 %, Maisexporte steigerten sich um 84 %.
Argentinien eroberte sich Märkte in Ägypten, Marokko, Indonesien und Vietnam zurück; in diese Länder gingen in den ersten drei Monaten in 2016 alleine mehr als drei Mio. Tonnen und damit die doppelte Menge, wie in 2015. Der Export von Sojaschrot stieg im ersten Quartal 2016 um 73 %. In diesem Jahr wird aber die Sojabohnenernte aufgrund von Starkregenfällen im April kleiner ausfallen.
Seit Macris Regierungsantritt sind Agrargüter im Wert von 9,9 Mrd. USD aus Argentinien exportiert worden, schätzen Bauernverbände vor Ort. Das sind 60 % mehr als unter der Vorgängerregierung.
Argentiniens Handelskammer teilt mit, dass es sich in diesem Jahr um untypische Einmal-Effekte handelt. Derart große Exportsteigerungen werde es so bald nicht wieder geben.

04.05.2016 Informa korrigiert Ernteschätzung für Südamerika nach unten

Das private Analyseunternehmen Informa Economics hat gestern ihre Prognose für Ernte 2015/16 in Argentinien und Brasilien gesenkt. In ihrem Monatsreport kommt das Unternehmen jetzt für Argentinien auf eine Sojabohnenernte von 55 Mio. Tonnen, zuvor wurden noch 59,5 Mio. Tonnen erwartet. Brasiliens Sojabohnenernte wird jetzt auf 100,1 Mio. Tonnen geschätzt gegenüber vorher 100,5 Mio. Tonnen.
Die Schätzung von Argentiniens Maisernte blieb mit 27,5 Mio. Tonnen gleich, während Brasiliens Gesamternte für beide Maisernten des Jahres nur noch 81 Mio. Tonnen beträgt, nach vorheriger Schätzung von 83,7 Mio. Tonnen. Die zweite Ernte leidet unter regionaler Trockenheit.
Außerdem aktualisierte Informa seine Schätzung für die 2016/17er Winterweizenernte der USA auf jetzt 1,405 Mrd. Buschel (vorher: 1,377 Mrd. Buschel). Am 10. Mai wird das USDA in dem monatlichen Report von Angebot- und Nachfrage auch seine erste offizielle Ernteschätzung für die USA liefern.

04.05.2016 Getreidemail

Die Weizennotierungen in Chicago schlossen gestern mit kräftigen Verlusten. Sie folgten damit den deutlichen Abschlägen beim Soja- und Maiskomplex. Technische Verkäufe der Fondsgesellschaften sowie gute Wetterbedingungen in den US-Weizenanbaugebieten belasteten den Markt.
Die e-CBoT handelt den Weizen heute Morgen leicht fester.
Die Kursverluste des Pariser Matifweizens blieben dagegen überschaubar, da der Euro gegenüber dem USD nachgab. Hervorragende Vegetationsbedingungen in der EU lassen eine gute Getreideernte erwarten. Die Nachfrage nach Weizen aus der EU bleibt derzeit sehr gut. Fachleute rechnen sich gute Chancen für den Saudi-Tender vom Monatg aus, sowie bei anderen Anfragen, die demnächst noch bedient werden wollen. Die Prämien für Standardweizen ab Hamburg haben sich deshalb nochmals erhöht. Weizen mit 12 % Protein für Mai-Lieferungen wird mit 7,5 bis 8,5 Euro/Tonne gehandelt. Offerten aus der Landwirtschaft sind wegen der Arbeitsspitzen knapp.

04.05.2016 Fonds gehen wieder short

Gestern sanken die Kurse der CBoT-Agrarfutures aufgrund von massiven Verkäufen der Fondsgesellschaften. Sojabohnen verlassen ihr hohes Kursniveau gestern und heute Morgen, die Maiskurse fallen auf ein Wochentief und Weizenkurse sinken auf ein Zwei-Wochen-Tief.
Die Weizenbestände in den USA werden auf den Crop-Touren als überdurchschnittlich gut vorgefunden. Befürchtungen über den Ernteverlust bei Sojabohnen in Argentinien haben aber immer noch Bestand, immerhin sollen rund neun Mio. Tonnen weniger Bohnen geerntet werden. Aber für Mais und Weizen gibt es am Weltmarkt ein viel zu großes Angebot und die Ernteaussichten sind ebenfalls sehr gut.
Gestern waren die Rohstofffonds die großen Verkäufer an der Chicagoer Terminbörse. Händlerschätzungen für Sojabohnenverkäufe sind in der Spanne von 12.000 bis 18.000 Lots, die alleine gestern verkauft wurden. Außerdem wurden 9.000 bis 12.000 Weizenkontrakte verkauft, sowie netto 20.000 bis 26.000 Lots Mais.

03.05.2016 ADM-Aktien unter Druck

Juan Luciano, CEO von Archer-Daniels-Midland (ADM) erwartet noch im gesamten ersten Halbjahr 2016 herausfordernde Rahmenbedingungen im Markt für Agrargüter. Die reduzierte Sojabohnen- und Maisernte in Südamerika könnte aber die Schlaglöhne bei der Sojabohnenverarbeitung erhöhen und weitere Handelsmöglichkeiten in der zweiten Jahreshälfte bieten.
Der Aktienkurs von ADM geriet heute unter Druck, nachdem die ersten Quartalszahlen dieses Jahres veröffentlicht wurden. Sie enttäuschten die Analysten, weil der Gewinn und die Umsätze unter den Erwartungen blieben.

03.05.2016 Algerien kauft US-Mais

Algeriens staatlicher Getreideeinkäufer ONAB hat mindestens 30.000 Tonnen Mais in einem Tenderverfahren erworben. Der Lieferant ist frei in der Wahl der Herkunft und Analysten schätzen, dass die Exporteure in den USA wohl liefern dürfen.
Der Preis wird mit 195 USD/Tonne c&f angegeben, die Lieferung soll in der Zeit vom 1. bis 15. Juni erfolgen.

zurück zur Übersicht

Auf der rechten Seite Ihrer Homepage können sie z.b. News anzeigen oder Ihre Besucher anderweitig informieren.