Verlauf  Veredelungskartoffeln April 2018 - 2020

29.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Ruhiger Markt beim Verarbeitungsrohstoff
Bei geringem Angebot aufgrund der niedrigen Preise ist die Nachfrage nach Frittenrohstoff in Holland und Belgien kaum vorhanden. Auch die Exporteure hatten zuletzt nur …
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23.03.2021 Für Kartoffelpflanzungen ist es noch zu kalt

Bisher gibt es in Mittel- und Westeuropa nur wenige Auspflanzungen von Frühkartoffeln, es war bisher noch zu kalt. In größerem Umfang kommen die Feldarbeiten wohl erst in den kommenden Tagen voran. Und dann werden nennenswerte Flächen mit frühem Frittenrohstoff bestellt.
Unterdessen ist das Angebot von Konsumkartoffeln aus Frankreich und auch aus Niedersachsen besonders groß. Aus Frankreich wird berichtet, dass sich viele Partien nicht länger halten und deshalb jetzt auf den Markt drängen. Aus der deutschen Überschussregion Niedersachsen fließt das größere Angebot in einen aufnahmefähigen Markt mit stabilen Preisen. Unsere Supermärkte werden in diesen Tagen zusätzlich mit Importen aus Ägypten und Israel versorgt.
Die Preise für Frittenrohstoff stehen in Holland und Deutschland leicht unter Druck, in Belgien wurde die Belgapom-Notierung letzte Woche aber deutlich und 2,5 €/dt auf 5 €/dt zurückgenommen. Auch in Frankreich notiert man die Frittensorten jetzt 1 €/dt schwächer als in der Vorwoche. Der EEX-Kartoffelindex sank letzten Donnerstag ebenfalls um 1 €/dt auf 6,8 €/dt.

22.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - EEX-Kartoffelindex verliert 1 €/dt

Der Marktzeiger für Veredelungskartoffeln der Derivatebörse in Leipzig gab gestern 1€/dt ab und steht nun auf 6,8 €/dt. Die stärksten Rückgänge sind bei den Meldungen aus Frankreich und …

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16.03.2021 Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff vorerst vorbei

Die Nachfrage nach freien Verarbeitungskartoffeln ist vorerst vorbei. Wer jetzt noch Frittenrohstoff verkaufen muss, muss wohl noch einen langen Atem haben. Die Fabriken sind für die kommenden Wochen gut eingedeckt und haben scheinbar auch schon für April und Mai ihre Lücken geschlossen. Bei ruhigem Tagesgeschäft tendieren die Preise schwächer. Das dürfte sich am Donnerstag auch im EEX-Index für Veredelungskartoffeln zeigen. Der Marktzeiger und die Kurse im Frontmonat April-21 gleichen sich immer mehr an. In der letzten Woche war die April-Basis sogar negativ, was eher selten ist. Die Börsianer erwarten scheinbar in den kommenden fünf Wochen keine besseren Kartoffelpreise.

02.03.2021 Lücken bei der Versorgung mit Frittenrohstoff geschlossen –

In den ersten Wochen dieses Jahres hatten die Frittenfabriken durch Zukäufe am freien Markt ihre Lücken bei der Rohstoffversorgung geschlossen und damit für steigende Preise und bei den Bauern für gute Stimmung gesorgt. Scheinbar sind die Käufer nun für die nächsten Wochen, oder gar für den Rest der Saison mit Verträgen versorgt. Da es aber immer noch freie Vorräte bei den Bauern gibt, stagnieren nun die Preise am Kassamarkt oder gehen sogar leicht zurück. Da auch der Export noch nicht für die nötige Marktentlastung sorgt und niemand weiß, ob die kleineren Schälbetriebe bald wieder mehr Konsumkartoffeln nachfragen, sind die Erzeugerpreise in den letzten Tagen wieder unter Druck geraten. Das spiegeln auch die Kurse für Veredelungskartoffel an der Derivatebörse in Leipzig wider. Die Basis zwischen dem Börsenkurs und dem letzten Kartoffelindex, der die Marktphantasie für die kommenden Wochen in Zahlen ausrückt, schrumpft heute auf 1,1 €/dt.

01.03.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Kasse und Börse nähern sich an

In den Scheunen Mittel- und Westeuropas beginnen die Lagerkartoffeln nun zu keimen. Wo das Regime mit den neuen Keimhemmmitteln nicht optimal geklappt hat, gerät die Situation jetzt außer Kontrolle und ...

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23.02.2021 Preise für Frittenrohstoff ziehen weiter an

Seit Januar werden in Holland wieder mehr Kartoffeln zu Produkten verarbeitet. Seither ziehen die Preise für Kartoffeln zur Herstellung von Pommes frites wieder an. Am Kassamarkt in Holland und Belgien zahlt man für freien Frittenrohstoff für die sofortige Lieferung zwischen 7 und 8 €/dt, vereinzelt sogar 10 €/dt. Lieferungen im Zeitraum April bis Juni sollen mit 9-13 €/dt vergütet werden. Das Angebot von Verarbeitungsrohstoff ist kleiner als die Nachfrage. Die unerwartet gute Nachfrage der Fabriken sorgt für einen 100%ige Auslastung der Produktionslinien.
Da die Kartoffelexporte noch nicht wieder so gut laufen wie in früheren Jahren stagnieren die Preise für Speisekartoffeln.
Nach Einschätzung von VTA sind bisher weniger Anbau- und Lieferverträge zwischen Landwirten und Frittenfabriken abgeschlossen worden. Vermutlich wird die Anbaufläche in den vier bedeutendsten Kartoffeln produzierenden EU-Ländern schrumpfen.

22.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Mühsame Verhandlungen über Lieferverträge
Der Preis für Frittenrohstoff steigt fast überall in Europa weiter. Zwar halten sich die Einkäufer der Fabriken mit höheren Geboten zurück, Preistreiber sind nämlich Landwirte, die im Herbst einen zu großen Anteil ihrer Ernte verfüttert haben und nun …

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18.02.2021 USDA veröffentlicht am Wochenende Flächennutzungspläne

Es ist drei Jahre her, seit US-amerikanische Landwirte eine normale Frühlingspflanzsaison erlebten, da extreme Überschwemmungen im Jahr 2019 und eine Pandemie im Jahr 2020 die ursprünglichen Pläne zunichtemachten und zu einem dramatisch geringeren Versorgungsniveau als ursprünglich prognostiziert führten.
Die außergewöhnliche Knappheit von Mais und Sojabohnen in den letzten beiden Saisons hat dazu beigetragen, dass in Chicago gehandelte Futures mehrjährige Höchststände erreichten und damit die prognostizierte Rentabilität für die Ernte 2021 erhöht. Mais und Sojabohnen sind in den Augen der Landwirte keine "heißen Kartoffeln" mehr wie in den letzten Niedrigpreisjahren.
Die Erzeuger werden dem US-Landwirtschaftsministerium Anfang März ihre Flächennutzungspläne melden. Diese Zahlen werden Ende März veröffentlicht und so lange in den Bilanzen und Statistiken berücksichtigt, bis die Ergebnisse der nächsten Flächenerhebung Ende Juni bekannt gegeben werden.
Das USDA wird jedoch bereits morgen inoffizielle Angebots- und Nachfrageschätzungen für 2021-22 veröffentlichen. Dazu gehören die ersten Flächenprojektionen des Jahres.
Analysten, die vor den Zahlen dieser Woche befragt wurden, bezifferten Mais und Sojabohnen auf 92,9 Mio. bzw. 89,4 Mio. acres. Wenn dies so kommt, wäre dies die größte jemals gesäte Ackerfläche mit Mais und Soja, dass sogar die Anbaufläche des Jahres 2017 um 2 Mio. acres übertrifft.
USDA hatte im Oktober vorläufig 2021 US-Mais- und Sojabohnenanbau auf 90 Mio. bzw. 89 Mio. veranschlagt. Diese Prognosen dienten Haushaltszwecken und sind nicht unbedingt dazu geeignet, die nächste Ernte vorherzusagen.

16.02.2021 Der Kartoffelpreis strebt weiter nordwärts

Nachdem in den letzten Wochen, im Widerspruch zu den Bestanderhebungen und zur Überraschung vieler Marktteilnehmer, die Preise für freien Frittenrohstoff kräftig anzogen, bewegen sich nun auch die Preise für Speisekartoffeln mach oben. Nach Ende der Frostperiode steigt die Nachfrage nach guten Qualitätskartoffeln was die Lagerhalter mit Kisten- und Kühllagerung zu nutzen wissen. Das immer noch günstige Kartoffelangebot aus den Überschussregionen kann nach der Wiedereröffnung von Kitas und Schulen bei Schälbetrieben untergebracht werden und stört den Absatz zum LEH nicht mehr. Dort verlangt man die besten Qualitäten und muss dafür demnächst mehr zahlen.
In Westeuropa wundert man sich darüber, dass das Angebot von frei verfügbarem Frittenrohstoff so gering ausfällt. Angebot- und Nachfrage sind aktuell ausgeglichen und höhere Forderungen lassen sich nun auch in Holland dursetzen.

16.02.2021 Corona-Krise drückt Preise der Bauern

Schweinebauern in Deutschland mussten zum Ende des Corona-Jahrs 2020 einen massiven Preisverfall wegstecken. Im Dezember lagen die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 9,1% unter dem Vorjahresmonat und sanken damit etwa so stark wie seit Mitte 2015 nicht mehr, teilte das Statistische Bundesamt heute mit.
Die Preise für tierische Produkte gingen um 15,5% zurück, da die seit Monaten sinkenden Preise für Schlachtschweine allein im Dezember um 39,9 Prozent purzelten.
Der Hauptgrund liegt in den reduzierten Schlachtkapazitäten wegen der Corona-Auflagen in den Schlachthöfen. Dadurch konnte das erhöhte Angebot an schlachtreifen Schweinen nicht vollständig abgenommen werden, erklären Analysten und sprechen in diesem Zusammenhang vom sog. „Schweinestau".
Auch der Wegfall von Absatzmöglichkeiten durch geschlossene Restaurants und fehlende Großereignisse habe die Nachfrage gedämpft. Zudem stocke aufgrund der Afrikanischen Schweinepest der deutsche Export in Drittstaaten.
Im Gegensatz zu tierischen Erzeugnissen stiegen die Preise für pflanzliche Produkte Ende 2020 um 2,2%, allein beim Gemüse um zehn Prozent.
Für Kartoffeln hingegen sinken die Preise bereits seit einigen Monaten. Im Dezember 2020 waren sie rund 51% billiger als vor Jahresfrist. "Hierfür dürften vor allem die große Erntemenge und die fehlende Nachfrage von Gastronomie und Großküchen ausschlaggebend sein." Zudem gebe es kaum Exporte.

15.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln
Kaum noch ein Preisunterschied zwischen Speise- und Verarbeitungskartoffeln
In Holland und Belgien wurden bis Ende letzten Jahres möglicherweise schon zu viele Kartoffeln in alternativen Absatzkanälen gegeben. Jetzt meldet Fiwap/PCA, dass viele Landwirte Probleme damit haben, ihren …
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09.02.2021 Zwischenhandel auf der Suche nach frei verfügbarem Frittenrohstoff

Laut der Einschätzung des holländischen Anbauverbands VTA hat sich der Markt für Pommes frites Rohstoff bereinigt. Überschüsse und schwache Qualitäten wurden frühzeitig alternativen Verwertungen zugeführt, heißt es. Inzwischen suchen Zwischenhändler in Holland, Belgien und Deutschland größere Mengen und bieten dafür feste Preise. Liefertermine im März sollen mit 7 € und im Juni mit 12 €/dt vergütet werden.
Da sich aber die Verkäufe ins Ausland nicht beleben, haben Exporteure Probleme zu Preisen an der Unterkante Kartoffeln einkaufen zu können. Packstation zahlen weiterhin stabile Preise, wobei bei den Landwirten auch nur maximal 6,5 €/dt ankommt. Für Kartoffeln aus Kisten- und Kühllagerung wurden im Westen Deutschlands aber schon höhere Preise durchgesetzt. Das winterliche Wetter mit Nachttemperaturen weit unter dem Gefrierpunkt könnte das Angebot in den kommenden Tagen begrenzen.

02.02.2021 Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff zieht an

Produzenten von Pommes frites bereiten sich offenbar auf baldige Lockerungen bei den Kontaktbeschränkungen vor. Sie orderten zuletzt wieder freien Verarbeitungsrohstoff. Es scheint, dass die Produktläger nicht mehr so voll sind, wie noch im letzten Herbst. Und weil man nicht weiß, wie Lagerkartoffeln durch den Winter gekommen sind, produzieren die Fabriken jetzt soviel wie möglich ins Tiefkühllager. Außerdem hatte sich die Konsumnachfrage während des Lockdowns auf den LEH verlagert, wo die Verkaufszahlen für Kartoffelprodukte teils deutliche Zuwächse verzeichnen. Auch deshalb waren in Holland die Produktionsmengen im Januar erfreulich hoch.
Während in den Niederlanden und in Belgien die Rohstoffvorräte im Vergleich zu den Vorjahren normal sind, sollen in Frankreich noch riesige Mengen Pommes frites Rohstoff lagern. Das einzige was knapp wird, ist Chips-Rohstoff, weil die Verbraucher mehr Knabber-Artikel kaufen.

01.02.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Speisekartoffelabsatz läuft gut
Die Bewegungseinschränkungen zur Begrenzung der Corona-Pandemie ermöglichen dem Frischkartoffelmarkt Absatzmöglichkeiten, die vor einem Jahr noch undenkbar schienen. Das begann im März 2020 mit Hamsterkäufen und hielt ...
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25.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln - Stimmung am Kartoffelmarkt hellt sich auf
Der Preisanstieg bei Veredelungskartoffeln hat sich in Westeuropa bestätigt. Unter dem Einfluss einer besseren Nachfrage hellt sich die Stimmung unter den Marktbeteiligten auf. In den ersten Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres waren Angebot und Nachfrage ausgesprochen ruhig. Große Mengen an Verarbeitungsrohstoff wurden zu fast …
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19.01.2021 Einkäufer von Frittenrohstoff werben für Kartoffelanbau

Das festere Preisniveau für Verarbeitungskartoffeln, das seit Jahresbeginn gilt und zumindest in Holland auch angewandt wird, soll dazu beitragen, dass nicht mehr Vorräte als dringend nötig in alternative Verwertungsrichtungen abfließen. Inzwischen kostet freier Rohstoff ein- bis zwei Euro/dt mehr als Futterkartoffeln. Die Pommes frites Produzenten hoffen auf eine bessere Nachfrage ihrer Produkte sobald es Lockerungen in der Pandemiebekämpfung gibt und Gaststätten und Restaurants wieder öffnen dürfen. Sie werben auch dafür, den Kartoffelanbau nicht mehr als nötig einzuschränken. Trotzdem bietet man für Rohstofflieferungen im Frühjahr 2022 weniger als in dieser Saison. Die Nachfrage nach Pflanzkartoffeln ist allerdings auf einem erschreckend niedrigen Niveau.

18.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln - EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt
EEX-Index für Veredelungskartoffeln steigt um 2€ auf 5,1€/dt Festpreisverträge nicht attraktiv genug. In der ersten Berechnung des Marktzeigers für Veredelungskartoffeln der Derivatebörse EEX in Leipzig stieg der Index seit Ende Dezember um 2 €/dt auf 5,1 €/dt an. Grund dafür sind ...
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11.01.2021 Marktkommentar Kartoffeln

Seit dem 01.01.2021, mit den endgültigen Austritt Großbritanniens aus der EU, verlieren Schottische Pflanzkartoffelerzeuger wichtige Absatzmärkte. Kunden mit Sitz in Nordirland und der gesamten EU dürfen nicht mehr …

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29.12.2020 Kartoffeln: Keimfreudige Lagerbestände

Die Umstände während der Kartoffelernte in 2020 waren in vielen Teilen Westeuropas ungünstig. Es war oft zu nass und das Erntegut musste viel gelüftet werden, um es abzutrocknen. Für die Maßnahmen gegen die Keimhemmung war das kontraproduktiv. Einige neue Mittel müssen vor Beginn der Keimung angewendet werden, sodass 2-3 Wochen nach der ersten Behandlung schon wieder andere Mittel eingesetzt werden mussten. Danach waren aber die Außentemperaturen zu hoch, sodass erst in diesen Tagen die Lagertemperaturen nahe ihrem Optimum kommen. Experten rechnen damit, dass der Qualitätserhalt der Lagerbestände nicht nur teurer als bisher kommt, sondern der Auslagerungsdruck im ersten Quartal 2021 hoch bleibt. Die Preise für freien Frittenrohstoff können sich unter diesen Umständen vorerst nicht verbessern. Der Juni-21-Terminkontrakt hingegen verbesserte sich wieder auf das Niveau von Anfang Oktober.

22.12.2020 Nur eine Anbaueinschränkung kann Krise am Kartoffelmarkt beenden

Während das Geschäft mit Speisekartoffeln zum Weihnachtsfest sehr gut lief und sich die geforderten Preise durchsetzen ließen, bleibt dieser Bereich des Kartoffelmarktes ausgeglichen. Ganz anders sieht es beim Verarbeitungsrohstoff aus. Seit Beginn der Coronakrise im März dieses Jahres kann man am freien Markt kaum noch Kartoffeln für diesen Verwendungszweck absetzen. Das niederländische Potato Info Centre teilte heute mit, dass die Kartoffelverarbeiter dort in den vergangenen 12 Monaten 400.000 Tonnen weniger Rohstoff verarbeitet haben. Die Fabriken haben aktuell eine Auslastung von nur 70-80%, wobei selbst jetzt noch ein Teil der Kartoffelprodukte immer noch ins Lager produziert wird, weil die Gastronomie Europaweit geschlossen ist. Lagerhalter setzen ihre unverkauften Vorräte seit Monaten vorrangig in „alternativen Absatzkanälen“ ab. Sie verkaufen an Futterbauern, Biogasbetreibern oder Stärkeproduzenten. Die Anbaufläche muss im kommenden Jahr um 15-20% verkleinert werden, um aus dieser Misere wieder herauszukommen. Das fordern nicht nur die Erzeugerverbände, sondern auch die Einkäufer der Frittenfabriken.

21.12.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Besorgnisrregende Lage am Kartoffelmarkt

In ihrem Monatsbericht vom 16.12. hat der Verband der Kartoffelerzeuger in Westeuropa (NEPG) noch einmal auf die dramatische Lage am Kartoffelmarkt hingewiesen. Die Kartoffelverarbeiter in den fünf führenden Kartoffelanbaunationen in der EU wollen die unverkauften Kartoffeln noch nicht ...

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15.12.2020 Mehr Schatten als Licht am Kartoffelmarkt

Die zu den Festtagen steigende Nachfrage nach Speisekartoffeln ist eine gute Nachricht, dennoch überwiegen die Schattenseiten der diesjährigen schwierigen Lage am europäischen Kartoffelmarkt. Speisekartoffelnotierungen von 12 €/dt klingen zunächst einmal gut, die schwierige Qualitätslage zwingt die Aufkäufer und Packstationen aber zu hohen Absortierungen, sodass die Erlössituation für den Landwirt schon jetzt schlechter ist, als sie scheint.
Die jüngste Pressemitteilung der NEPG zeigt uns aber auf, welche Unsicherheiten die Kartoffelbranche in den kommenden Monaten noch zu überstehen hat. Da ist zunächst die schlechte Nachfrage nach Verarbeitungsrohstoff aufgrund der Covid-19-Pandemie, dann die mangelnde Keimruhe bei Lagerkartoffeln in allen fünf Mitgliedsländern des Verbandes. Außerdem wollen die meisten Verarbeiter für das kommende Jahr nur noch 80% der bisher üblichen Vertragsmengen zu günstigen Preisen einkaufen. Und zu guter Letzt sind da die Forderungen der Gesellschaft nach einer nachhaltigen Produktion und Lagerung von Kartoffeln, die zusätzliche Kosten verursachen.
Die technischen und wirtschaftlichen Risiken für den Produzenten von Kartoffeln sind also enorm.

08.12.2020 Nachfrage nach freien Veredelungskartoffeln geht gegen Null

Es gibt fast keine Nachfrage nach Veredelungskartoffeln vom freien Markt. Die Fabriken verarbeiten nahezu exklusiv Kontraktkartoffeln. Die sogenannten „alternativen Absatzmärkte“ Tierfutter, Energie und Stärke zahlen vergleichbare Preise zu den Notierungen für überschüssige Mengen. Es gibt außerdem ein Angebot von Partien, die zu keimen und sogar einige wenige Partien, die zu rotten beginnen. Diese werden umgehend von den Käufern zurückgewiesen.
In Belgien arbeiten die Kartoffeln verarbeitenden Fabriken durchschnittlich zu 75-85% ihrer Kapazitäten. Typische Sorten, die zu Produkten in Fast-Food-Restaurants verarbeitet werden, werden noch deutlicher vernachlässigt, als andere Sorten. Es gibt aber auch Verarbeiter, die absolut fehlerfreie Partien suchen. Einige belgische Fabriken wollen vom 18. Dezember bis 4. Januar ihre Produktion einstellen. Das hat es bisher noch nicht gegeben, da Weihnachten bisher immer einen guten Absatz mit Nachbestellungen bescherte.
Die Sorten Fontane, Challenger und Bintje werden mit 2-2,5 €/dt notiert. Der Schwerpunkt liegt bei 2 €/dt.

07.12.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Iren fürchten Verlust britischer Kartoffeln
Viele der in Irland konsumierten Kartoffeln stammen aus Großbritannien, und einige Iren befürchten, dass diese Lieferkette durch den Brexit beeinträchtigt wird. Diese Befürchtung wird auch durch die Warnung des irischen Landwirtschaftsministeriums bekräftigt, wonach alle ...
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01.12.2020 Belgien kann sich dieses Saison lange mit eigenem Frittenrohstoff versorgen

Die Stimmung am Markt für Frittenrohstoff bleibt gedrückt. Bei einer gleich großen belgischen Ernte wie im Vorjahr war der Lagervorrat am 15. November mit 3,25 Mio. Tonnen 4% größer als im 5-Jahres-Schnitt. 26% oder 800.000 Tonnen davon wären noch frei verkäuflich. Da die Fabriken im Zentrum der europäischen Frittenproduktion wegen den Folgen der Corona-Krise nur eine Auslastung von 70-75% haben, reicht ihnen die Menge der vorab gekauften Kartoffeln aus. Belgien wird aber im Laufe der Saison wohl die freien Kartoffeln seiner inländischen Stammlieferanten abnehmen. Dafür wird man aber weniger aus dem benachbarten Ausland einführen. Das betrifft dann französische, holländische und deutsche Lieferanten. Die Fabriken werden wohl auch keine Fritten mehr auf Halde produzieren, wie sie es nach dem ersten Lock-Down gemacht haben, da nicht absehbar ist, wann Weltmarktnachfrage nach Kartoffelprodukten wieder anspringt. Eine längere Lagerung von TK-Produkten ist wegen dem hohen Energieaufwand zu teuer.

30.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Kann ein Brexit-Chaos noch vermieden werden?

Auf die Kartoffelbranche in Großbritannien (GB) dürfte dann erhebliche Schwierigkeiten zukommen. Schottland exportiert große Mengen Pflanzkartoffeln nach ...

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24.11.2020 Großes Angebot von Konsumkartoffeln bleibt

Der Markt mit Konsumkartoffeln bleibt vorerst so gut versorgt, sodass es unmöglich scheint, Lageraufschläge durchzusetzen. Nach anfänglichen Befürchtungen ist die Kartoffelernte nun auch in Holland und in Großbritannien fast abgeschlossen. Zuletzt geborgenen Partien mussten sofort verarbeitet werden, weil Lagerdruckstellen und andere Beschädigungen eine längere Lagerung verbietet. In Großbritannien ist die Kartoffelernte größer als im Vorjahr obwohl die Anbaufläche kleiner war. Da der Preisunterscheid zwischen freiem Verarbeitungsrohstoff und Futterkartoffeln gering ist, fließen immer noch große Mengen Kartoffeln, insbesondere solche, die Qualitätsmängel aufweisen, in alternative Verwendungsrichtungen. Diese Absatzmöglichkeiten wie der Futtertrog, Biogasanlagen sowie Stärkefabriken wird es in diesem Umfang aber nicht mehr lange geben. Deshalb steigt der Wettbewerb um den Absatz zu den verbleibenden Verwertungsrichtungen.

23.11.2020 Stabiler Frischkartoffelmarkt
Der Absatz von Frischkartoffeln über den Lebensmitteleinzelhandel, die Discounter und die Wochenmärkte bleibt gut. Zwar konnten sich die Verkäufe nicht weiter steigern, wie es beim ersten Lock-Down im Frühjahr war, denn die Furcht vor …

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17.11.2020 Einige Frittenfabriken können ihren Abnahmeverpflichtungen nicht mehr nachkommen

Bei einer Lock-Down-bedingten Auslastung von 70 - 80% der Verarbeitungsmengen im Vorjahresvergleich können die meisten Frittenhersteller in West- und Mitteleuropa aktuell kaum ihre vorab gekauften Rohstoffmengen abnehmen. Im Schnitt sind die Fabriken in Holland nämlich zu 80% ihres üblichen Bedarfs mit Vertragsware eingedeckt. Jetzt kommen die Fabriken also mit ihrer Abnahmeverpflichtung in Verzug und die Aussicht, in absehbarer Zeit noch freien Rohstoff in den Fabriken abladen zu dürfen, schwindet immer weiter. Auch die Exporte von Kartoffeln der verschiedenen Verwertungsrichtungen bleiben hinter den Erwartungen zurück. So wundert es nicht, dass die Kartoffelpreise weiter unter Druck geraten. Man kann wohl davon ausgehen, dass der zweite EEX-Kartoffelindex dieser Saison Übermorgen niedriger ausfällt, als die 3,2 €/dt aus der Vorwoche. Am Donnerstag in der kommenden Woche wird dann schon der November-20-Terminkontrakt mit dem Index abgerechnet.

16.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / EEX-Kartoffelindex startet mit 3,2 €/dt

Gestern wurde von der Leipziger Derivatebörse EEX der erste Kartoffelindex dieser Saison veröffentlicht. Dieser Durchschnittspreis für Veredelungskartoffeln in den Ländern Belgien, Holland, Frankreich und Deutschland ist seit …
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10.11.2020 Kein Ende der schwierigen Lage am Kartoffelmarkt in Sicht

Das Preisniveau am Markt für Frittenrohstoff hat sich in der letzten Woche nicht verändert. Kartoffel, die über den Gastrobereich verbraucht würden, werden derzeit kaum gebraucht. Während die Produktion von Tiefkühl-Pommes weitgehend aufrechterhalten wird, stehen Frischelinien still. Grund dafür sind die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ein guter Absatz von Frischkartoffeln über den LEH kann den Rückgang der Nachfrage in Großküchen nicht kompensieren. Rohstoff, der nicht aus dem Vertragsanbau kommt, findet seinen Absatz nur selten in den Fabriken und landet fortwährend in Biogasanlagen oder in Futtertrögen. Da die Aussichten auf baldige Änderung der schwierigen Lage schlecht sind und Keimhemmmittel teurer und nicht so wirksam sind als zuvor, trennen sich immer mehr Landwirte von ihren überschüssigen Kartoffeln in alternativen Verwendungsmöglichkeiten.

09.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Kartoffelmarkt phantasie- und ratlos

Freie Verarbeitungskartoffeln werden weiter nur von Futterbauern und Biogas-Anlagenbetreibern sowie der Flockenindustrie nachgefragt. Gleichzeitig fahren die Fritten-Hersteller ihre Produktionslinien runter, solange im Lock-Down die Großküchen geschlossen bleiben. Selbst die Preise für ...

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03.11.2020 Stimmung am Markt für Frittenrohstoff verschlechtert sich

Die Stimmung am Markt für Frittenrohstoff hat sich mit der Ankündigung von erneuten Lock-Downs deutlich verschlechtert. Das zeigt auch die Kursentwicklung für Veredelungskartoffeln an der EEX in Leipzig. In den letzten Wochen wurden die Terminkontrakte auf den Monat Apri-21 auf ihrem bisherigen Tiefststand von 4,8 €/dt gehandelt, der heutige Handelstag endet mit einem Kurs von 5,7 €/dt. Die Nachfrage nach Verarbeitungsrohstoff sei um 25% eingebrochen meldet den holländische Anbauverband VTA. In fast allen Ländern in Europa wurden Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung beschlossen. Davon sind in erster Linie Restaurants und Kantinen betroffen, in denen mehr Kartoffelprodukte gegessen werden, als in privaten Haushalten. Zwar ist die Nachfrage nach frischen Speisekartoffeln wieder spürbar angezogen, das kompensiert aber nicht den Absatzverlust von Kartoffelprodukten.

02.11.2020 Marktkommentar Kartoffeln / NEPG: Kartoffelanbau soll um 15% abnehmen

Die NEPG (North-Western European Potato Growers) schätzt, dass die Gesamternte in dieser Saison 27,9 Mio. Tonnen betragen wird, wenn tatsächlich alle Kartoffeln die noch im Boden sind geerntet werden. Die
Ernte erfolgt in Teilen Europas später alsgewöhnlich, mit allen damit verbundenenRisiken. So stehen immer noch …

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27.10.2020 Genügend Vertragskartoffeln verfügbar 

Wegen guten Erntebedingungen in Holland geben die Kurse für Veredelungskartoffeln an der EEX nach. Der meistgehandelte Kontrakt mit der Fälligkeit April-21 hatte sich in den letzten Wochen bei geringen Umsätzen an der 7-Euro-Marke festgebissen, heute endete der Börsenhandel mit einem Kurs von 6 €/dt. Nun, da die Ernte in Holland kurz vor dem Abschluss steht, muss man nicht mehr mit dem Ausfall von größeren Mengen rechnen. 80% der Kartoffelflächen sind in Holland jetzt geräumt. Das Kartoffelangebot wäre in Europa ohnehin groß genug gewesen, jetzt können aber wohl alle Bauern ihre eingegangenen Lieferverpflichtungen erfüllen. Somit spricht vieles dafür, dass vorerst kein freier Frittenrohstoff benötigt wird und weiter in alternativen Absatzwegen verschwinden müssen. Vertragslandwirte werden mit ihren Übermengen aber von den Frittenfabriken bevorzugt. Man hört, dass Übermengen aus dem Vertragsanbau zu den von PotatoNL notierten Konditionen übernommen werden.

26.10.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Grünes Licht für temporären Rückstandshöchstgehalt
Das Keimhemmmittel Chlorpropham (CIPC) wurde im Sommer 2019 EU-weit verboten. Die Zulassung endete damit im Juli 2019. Das Mittel durfte nur noch bis ...

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21.10.2020 Brexit: Irische Farmer sollen Saatkartoffelimporte vor dem 1. Januar abwickeln

Das irische Landwirtschaftsministerium hat in dieser Woche an die Kartoffelhändler seines Landes appelliert, die geplanten Saatkartoffelimporte aus Großbritannien bis zum 31.12. 2020 abzuwickeln. Danach werde es ein Importverbot geben, weil Großbritannien die EU verlässt.
In der Meldung heißt es, dass alle Saatkartoffelimporte vor dem 1. Januar erfolgt sein müssen.
Irland pflanzt im Frühjahr 8.500 Hektar Kartoffeln, die durchschnittliche Erntemenge wird auf 350.000 – 400.000 Tonnen geschätzt.
Für den Anbau importiert das Land jährlich 5.500 – 6.000 Tonnen zertifiziertes Saatgut aus Großbritannien. Außerdem 80.000 bis 100.000 Tonnen Konsumkartoffeln hauptsächlich für die Herstellung von Pommes frites. Einige Mengen sind auch für den Frischkartoffelkonsum und geschälte Kartoffeln für Großküchen.
Schottland lieferte rund 60% der Saatkartoffeln, 18% kamen aus Nordirland und weitere 10% aus England. Der Rest kommt vom Europäischen Festland.
Weitere 4.000 – 4.500 Tonnen Saatkartoffeln produzieren irische Farmer für den Eigenverbrauch.

20.10.2020 Erfreulich gute Kartoffelexporte

Hollands Export von Frischkartoffeln läuft auf erfreulich hohem Niveau. Sowohl Speisekartoffeln als auch Verarbeitungsrohstoff gehen wegen den niedrigen Preisen in ganz ordentlichen Mengen nach Afrika. Auch Deutschlands Kartoffelexporteure äußern sich über eine gute Auftragslage zufrieden. Das zeigen auch die Zahlen unserer Ausfuhrstatistik. Im August gingen 240.000 Tonnen aus den deutschen Hauptanbaugebieten in die Niederlande und nach Belgien. Dabei handelt es sich allerdings um vorab gekaufte Mengen für die Kartoffeln verarbeitenden Industrie. Aber auch Drittlänger in Asien nahmen verhältnismäßig viele Kartoffeln von uns auf. Zudem konnten deutsche Fritten-Hersteller mehr Pommes frites im August nach Italien, Osteuropa und Großbritannien so viel exportieren wie noch niemals zuvor. Insgesamt waren es 25.300 Tonnen. Auch der Export von Kartoffelstärke nahm mit 7% gegenüber 2019 gut zu. Die Kartoffelprodukte sind in diesem Jahr sehr viel billiger, als in den beiden Vorjahren. Der Weltmarkt für Kartoffelprodukte verzeichnete in den letzten Jahren durchschnittliche Wachstumsraten von 3,9%.

19.10.2020 Marktkommentar Kartoffeln / Covid-19 - wie geht es im Gastrobereich weiter?
Kartoffelverarbeiter in Mittel- und Westeuropa versorgen sich seit dem Ausbruch der Corona-Krise im März dieses Jahres fast ausschließlich mit Verarbeitungsrohstoff, den sie vorab vertraglich gesichert hatten. Am freien Markt wird seither nur ...
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13.10.2020 Kartoffelernte im Westen Europas verzögert sich

Während die Kartoffelernte hierzulande bereits fast abgeschlossen ist, dauert es im Westen Europas noch eine Weile, bis alle Kartoffeln aus dem Boden geholt sind. Die vielen Regenschauer der letzten Wochen bereiten der Ernte auf den bindigen Böden Probleme. In Hollands Küstenregionen war in den vergangenen Wochen rund 150 Liter Regen gefallen. Die Einlagerung von Kartoffeln ist gegenüber den Vorjahren weit zurück. In Belgien ist die Lage noch dramatischer. Dort waren bis zum 09. Oktober erst 10% der Haupternte geerntet, so die FIWAP. Der Verband warnt vor einer Ernte, die Qualitätsprobleme verursachen würde. Schließlich steht jetzt das Keimhemmmittel CIPC nicht mehr zur Verfügung und Kartoffeln in minderer Qualität müssten wahrscheinlich ohnehin entsorgt werden, da die diesjährige Ernte in Europa den Bedarf überschreitet. Sollten in Holland und Belgien die Kartoffeln allerdings nicht alle aus dem Boden kommen, könnte sich die Lage am Ende doch noch entspannen. Schwankende Kurse an der Terminbörse spiegeln die Gemütslage der Bauern wider.

29.09.2020 Kartoffelernte startet nun auch auf schweren Böden

Nun ist auch in den Kartoffelanbauregionen Mittel- und Westeuropas endlich Regen gefallen und es soll in den kommenden zwei Wochen unbeständig bleiben. Das ermöglicht jetzt in den trockenen Regionen im Südosten Hollands und in Belgien ein aufweichen der Böden. Die Kartoffelernte kann auch dort endlich fortschreiten.
Das hat zwar noch keinen Einfluss auf die Kartoffelpreise und die Marktlage wird sich auch vorerst nicht ändern. Kartoffeln, die nicht in Vorverträgen verkauft wurden, werden weiterhin in alternativen Verwertungsmöglichkeiten „entsorgt“. Das bestimmt den Preis für Verarbeitungsrohstoff.
Speisekartoffeln werden inzwischen in sehr vielen Werbekampagnen beworben, was den Absatz beflügelt. Daneben fließen auch erste Lieferungen ins EU-Ausland, insbesondere nach Afrika.

28.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - AMI-Schätzung wurde bestätigt

Gestern hat das Bundeslandwirtschaftsministerium seine vorläufige Schätzung zur diesjährigen deutschen Kartoffelernte abgegeben. Die Experten erwarten eine Erntemenge von …

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25.09.2020 Zwei neue Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Zwei weitere Fälle der Afrikanischen Schweinepest wurden bei Wildschweinen im Bundesland Brandenburg bestätigt, meldet die Landesregierung am heutigen Freitag. Damit steig die Anzahl der bestätigten Fälle bei Wildschweinen seit dem ersten Fund am 10. September auf 34. Alle Tiere wurden in der Region der ersten Entdeckung in Brandenburg gefunden. Das deutsche Friedrich-Loeffler-Institut habe bestätigt, dass die Tiere ASF hätten, teilte die brandenburgische Landesregierung mit. China und eine Reihe anderer Schweinefleischkäufer haben diesen Monat die Einfuhr von deutschem Schweinefleisch verboten, nachdem der erste Fall bestätigt worden war, was zu einem Anstieg der chinesischen Schweinefleischpreise führte. Die Krankheit ist nicht gefährlich für den Menschen, aber für Schweine tödlich. Ein massiver Ausbruch in China, dem weltweit größten Schweinefleischproduzenten, hat dazu geführt, dass Hunderte Millionen Schweine gekeult wurden. Die Bundesregierung erwägt finanzielle Hilfe für Landwirte, nachdem die Preise nach der Entdeckung der Afrikanischen Schweinepest gefallen waren, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kloeckner am Freitag. Die brandenburgische Landesregierung sagte auch, dass sie einige Beschränkungen in dem betroffenen Gebiet lockere, vorausgesetzt, die Felder seien auf tote Wildschweine untersucht worden. Dies beinhaltete die Ernte von Zuckerrüben, Kartoffeln und Obst sowie die Aussaat von Wintergetreide. Die Ernte war gestoppt worden, weil befürchtet wurde, dass Wildschweine, die sich auf Feldern verstecken, vor landwirtschaftlichen Fahrzeugen davonlaufen und die Krankheit schneller verbreiten würden.

22.09.2020 Deutschland und Frankreich auf Kartoffelexporte angewiesen

Unter Zugrundelegung aller bisher verfügbaren Ernteschätzungen wird die diesjährige Kartoffelernte in der Europäischen Union 54,8 Mio. Tonnen groß werden. Das wären fast 3,5 Mio. Tonnen mehr als im Vorjahr und 7,4 Mio. Tonnen mehr als in 2018. Auffällig bei der Zusammenstellung verschiedener Quellen, zu denen auch der Beobachtungsdienst der EU „MARS“ sowie erste nationale Ernteschätzungen gehören, weist Frankreich eine besonders große Kartoffelernte gegenüber den Vorjahren aus. Dort wird in diesem Jahr mit 8,9 Mio. Tonnen herangewachsen, weil die Anbaufläche deutlich ausgeweitet wurde. 6,9 Mio. Tonnen davon sind Konsumkartoffeln. Vor zehn Jahren wurden in Frankreich zwei Mio. Tonnen Konsumkartoffeln weniger geerntet. Für Deutschland wird bis zum Vorliegen der offiziellen Ernteschätzung des BMVEL noch eine Schätzung der AMI verwendet, die von 11,8 Mio. Tonnen ausgeht und damit rund zwei Mio. Tonnen mehr als üblicherweise benötigt wird. Frankreich und Deutschland profitierten in den zurückliegenden Jahren von Exporten in andere EU-Länder. Kartoffelexporte dürften in dieser Saison nur mit Preiszugeständnissen funktionieren.

21.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Belgapom sagt: Die Saison wird katastrophal

Letzte Woche gab der Verband der nordwesteuropäischen Kartoffelerzeuger (NEPG) seine Ernteschätzung für die Saison 2020/2021 bekannt. Die Experte rechnen in den fünf wichtigsten Kartoffelanbauländer in Nordwesteuropa („Big 5“) mit einer Kartoffelernte zwischen …

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15.09.2020 Trockener Altweibersommer behindert Kartoffelernte

Das trockene und heiße Herbstwetter behindert hierzulande die Kartoffelernte. Trotzdem ist das Angebot groß genug, um die ruhige Nachfrage für Frischkartoffeln bedienen zu können. Für die Einlagerung in Winterläger ist es nachts nicht mehr kalt genug. Wer jetzt von schweren Böden Kartoffeln ernten will, muss vorher beregnen, um Beschädigungen zu vermeiden. In den kommenden Wochen will der LEH wieder Werbeaktionen mit Kartoffeln starten. Das könnte den Absatz beleben.
Im Westen Europas sind die Kartoffelerträge bei Speiseware nur durchschnittlich, bei Stärkekartoffeln in Frankreich sogar schlecht. Deshalb nehmen die Stärkefabriken dort inzwischen auch Speisekartoffeln mit genügend hohen Stärkegehalten auf. Das könnte dort den Überschuss an Konsumkartoffeln lindern.

14.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - NEPG drängt Mitglieder zur Anbaueinschränkung

Um wieder die Kontrolle über ihren Markt zu bekommen, müssen Kartoffelbauern in Europa unbedingt die Anbaufläche einschränken. Dazu fordert der Verband der Kartoffelerzeuger in Europa (NEPG) in seinem Rundschreiben vom 07.09. auf. Es mache keinen Sinn, Kartoffeln anzubauen, die dann ...

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08.09.2020 In „Big-5“ 1 Mio. Tonnen Kartoffeln mehr als im Vorjahr

Nach Schätzungen des europäischen Verbands der Kartoffelerzeuger ist die diesjährige deutsche Kartoffelernte 7% größer als im Vorjahr. In den Mitgliedsländern des Verbands (D,F,B,NL+GB) wird die Ernte in den „Big-5“ in diesem Jahr mit 27,9 Mio. Tonnen um eine Mio. Tonnen größer als im Vorjahr. Das Rekordergebnis aus dem Jahre 2017, als 29,6 Mio. Tonnen geerntet wurden, wird damit weit verfehlt.
Dennoch herrscht ein großes Ungleichgewicht am Markt für Kartoffelprodukte. Die großen Kartoffel-Verarbeiter sind immer noch nicht zu ihrer Vor-Corona-Verarbeitungsmenge zurück. Es wird seit März 2020 kaum noch frei verfügbarer Frittenrohstoff ihrem eigentlichen Verwendungszweck gemäß eingesetzt. Stattdessen hat sich ein Sekundärmarkt entwickelt, der den überschüssigen Rohstoff in Futtertröge, Biogasanlagen oder der Trocken-Industrie lenkt. An dieser für Kartoffelbauern unbefriedigenden Situation wird sich wohl vorerst auch nichts ändern.

04.09.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Überschüsse müssen weg
Während die großen Frittenfabriken weiterhin fast ausschließlich ihre vorab gekauften Kartoffeln verarbeiten, müssen überschüssige Mengen andere Verwertungen suchen. Dafür gibt es ein großes Interesse von Futterbauern oder Betreibern von Biogasanlagen. Das wird …
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01.09.2020 Marktgleichgewicht am Kartoffelmarkt lange nicht in Sicht

Kühlere Nachttemperaturen ermöglichen nun die Verbringung von Kartoffeln in Langzeitläger. Bei sinkenden Preisen für Speisekartoffeln und der nicht vorhandenen Nachfrage nach freiem Frittenrohstoff nutzen viele Landwirte das günstige Wetter zur Ernte und füllen ihre Läger. Vor dem Ende der diesjährigen Kartoffelernte wird das Kartoffelangebot aber wohl die Nachfrage übersteigen. Um den Mengenüberschuss in Holland abzubauen, wird freier Frittenrohstoff fast ausschließlich in den Sekundärmarkt (Futter, Flocken, Stärke) geliefert. Diese „neuen Kunden“ können noch eine lange Zeit mit umfangreichen Lieferungen rechnen. Die Frittenfabriken haben seit dem Ende des Lockdowns zwar die Auslastung ihrer Kapazitäten wieder sukzessive gesteigert, ein Marktgleichgewicht ist aber bis zum Ende der Ernte nicht in Sicht. Die weitere Marktentwicklung dürfte dann davon abhängen, wie sich die Pandemie weiter entwickelt.

31.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln - Analyse und Empfehlung der UNPT

Wäre die Covid-19 Krise in diesem Jahr nicht gekommen, wäre die Saison 2020/21, was Angebot- und Nachfrage betrifft, ausgeglichen gewesen. Das ist die nüchterne Feststellung der National Union of French Potato Producers UNPT in einer Presseerklärung aus dieser Woche. Aber in der aktuellen Lage leidet insbesondere ...

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27.08.2020 Niedersächsische Getreideanbaufläche auf historischem Tiefststand
HANNOVER. Die geringe Getreidefläche ist das auffälligste Merkmal des diesjährigen Getreidejahres. Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, hat die Getreideanbaufläche (ohne Körner-Mais) in Niedersachsen im Jahr 2020 mit 744.000 Hektar den geringsten Umfang seit 1948 erreicht. Auch der Hektarertrag des Getreides ist 2020 in vielen Regionen des Landes geringer ausgefallen.
In einem typischen Jahr mit Frühjahrstrockenheit sind die Erträge auf den guten Böden der Marsch in Niedersachsen in den früheren Jahren immer sehr gut gewesen, aber die Marschen haben dieses Jahr die Getreidebilanz des Landes nicht aufbessern können. In diesen Regionen war es ausgerechnet der nasse Herbst 2019, der die Weizenbestellung auf einigen Marschböden erschwerte oder gar unmöglich machte. Als Folge wurde in manchen Marschgebieten auf die weniger ertragreichen Sommergetreidearten ausgewichen oder es wurden lückige Winterweizenbestände mit Sommerweizen oder Sommergerste ausgebessert. Die geringeren Flächen mit frischen Saaten zogen Wildgänse an, was ebenfalls Ertrag kostete und Mehrarbeit verursachte.
Auf den guten Lehmböden im südlichen Niedersachsen war auch im Jahr 2020 der Ertrag meist erfreulich. Gegenüber dem Durchschnitt von sechs 'Normaljahren' (2012 bis 2017) mit 81 bis 90 dt/ha wurden in Salzgitter, Goslar, Northeim, Hameln-Pyrmont und Holzminden sogar Zuwächse bei den Hektarerträgen verzeichnet.
Der breite 'Sandgürtel' zwischen Marschen und Bördeböden konnte hingegen nur über die Getreideberegnung gute Erträge erzielen. Die Landwirte beregnen bei knapper Beregnungskapazität aber bevorzugt die 'Cash-Crops', also Kartoffeln, Braugerste und Rüben. Das Jahr 2020 ist nun das dritte Jahr in Folge mit sehr geringen Erträgen speziell auf den Sandböden. Auf diesen schwachen Böden dürfte es bei dem sich abzeichnenden Klimawandel und neuen Düngerestriktionen immer schwieriger werden auskömmliche Erträge zu ernten.
 
Herausgeber:
© 2020 Landesamt für Statistik Niedersachsen
Pressestelle, Göttinger Chaussee 76, 30453 Hannover
25.08.2020 Deutsche Kartoffelernte übersteigt den Bedarf deutlich

Die Kartoffelernte in Deutschland steuert auf eine Rekordmenge zu. Die AMI rechnete heute vor, dass aufgrund einer Flächenausweitung und gut Durchschnittlichen Erträgen in Deutschland in diesem Jahr 11,8 Mio. Tonnen Kartoffeln herangewachsen sind. Außerdem belasten derzeit Überhänge von Frühkartoffeln die Preise und Frittenfabriken sollen ihre Produktläger voll haben. Der Absatz von Speisekartoffeln an private deutsche Haushalte ist seit Januar im Durchschnitt um 16% gestiegen. Die Ernte von Stärkekartoffeln soll, entgegen der Ernte von Konsumkartoffeln, eher unterdurchschnittlich ausfallen. Nun hofft man, dass der riesige Kartoffelberg in der Saison 2020/21 zum Teil auch in den Stärkefabriken Verwendung finden könnte. Dagegen sperren sich aber bisher die Mitglieder im Stärkekartoffelverband; schließlich würde man sich über einen längeren Zeitraum den Markt für Kartoffelstärke oder Kartoffelproteine kaputtmachen. Angesichts der trostlosen Aussichten für Kartoffelbauern mit unverkauften Übermengen wundert es nicht, dass mit der Verwendung im Futtertrog und Biogasanlagen eine weit verbreitete Absatzmöglichkeit genutzt wird.

21.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln
In Belgien registrieren die Ernte-Scouts bei den Proberodungen auf den Kartoffeläckern meist nur einen niedrigen Knollenansatz. Bei der Sorte Fontane sollen es im Durchschnitt aller Proben nur zwölf
Knollen pro Pflanze sein. Im Durchschnitt der letzten vier Jahre waren es ...
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19.08.2020 EFSA bewertet Risiken durch Glycoalkaloide – Kartoffelkonsum im Fokus

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Glycoalkaloiden in Lebensmitteln und Futtermitteln, insbesondere in Kartoffeln und Kartoffelprodukten, bewertet.
Glycoalkaloide sind natürlich vorkommende Verbindungen aus der Pflanzenfamilie der Solanaceae, zu denen Kartoffeln, Tomaten und Auberginen gehören.
Experten identifizierten ein Gesundheitsproblem für Säuglinge und Kleinkinder, wobei sowohl auch Verbraucher mittleren Alters und Ältere berücksichtigt wurden. Bei Erwachsenen besteht ein gesundheitliches Problem nur für ältere Menschen. Eine Vergiftung mit Glycoalkaloiden kann akute gastrointestinale Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall verursachen.
Basierend auf den neuesten verfügbaren Erkenntnissen hat die EFSA einen niedrigsten beobachteten Nebenwirkungsgrad von 1 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag ermittelt. Dies entspricht der niedrigsten Dosis, bei der unerwünschte Wirkungen beobachtet werden.
Durch Schälen, Kochen und Braten kann der Gehalt an Glycoalkaloiden in Lebensmitteln verringert werden. Zum Beispiel kann das Schälen von Kartoffeln ihren Gehalt um 25 bis 75% reduzieren, in Wasser zwischen 5 und 65% kochen und in Öl zwischen 20 und 90% braten.

11.08.2020 Nachfrage nach Kartoffeln am Boden

Sowohl im Speise- als auch im Verarbeitungskartoffelmarkt gibt es derzeit kaum eine Nachfrage. Bei den tropischen Temperaturen reifen viele Partien frühzeitig ab. Nach dem Ende der Getreideernte drängen mehr Kartoffeln auf den Markt. Gleichzeitig bremst die Hitze den Hunger auf Frischkartoffeln. Verarbeitungsrohstoff wird nur im Rahmen von Vorverträgen verarbeitet. Selbst hier werden immer noch keine Übermengen abgenommen.
Das Wetter schürte aber in den letzten Tagen die Spekulation an der Terminbörse. Am Donnerstag der letzten Woche wurden Terminkontrakte mit der Fälligkeit April-21 mit neun Euro/100 kg gehandelt. Das war doppelt soviel wie in den letzten Juli-Tagen. Bis heute sind die Terminmarktpreise wieder um 2,5 €/dt gesunken. Ob die Kartoffeln der Haupternte noch hohe Erträge bringen können, die man vor einem Monat erwartet hatte, ist unsicher. Das hochsommerliche extrem trockene Wetter in den großen Kartoffelbauregionen West- und Mitteleuropas hat die Grundwasserreserven weiter gesenkt. Es gibt in einigen Regionen schon wieder Beregnungsverbote. Ertragszuwächse sind bei den Proberodungen aktuell kaum noch festzustellen.

10.08.2020 Marktkommentar Kartoffeln

Proberodungen mit begrenzter Aussagekraft
Das Wetter im August ist für die Ertragsbildung von Verarbeitungsrohstoff von
entscheidender Bedeutung. Diese Binsenweisheit also eine allgemein bekannte Information, die laut Wikipedia-Definition keinen Wissenszuwachs bringt sorgte seit Ende Juli für eine Trendwende zumindest bei der Stimmung unter den Kartoffelleuten in Mittel- und Westeuropa. Die Ankündigung einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 33°C in Europas Kartoffelgürtel ließ die Börsenkurse ...

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04.08.2020 Kartoffelkurse steigen im Wettermarkt

Die Börsenkurse der Veredelungskartoffel-Futures sind seit Freitag letzter Woche kräftig gestiegen. Das Handelsvolumen an der Derivatebörse in Leipzig war mit über 450 Lots auf dem April-21-Teminkontrakt gestern besonders hoch. Nachdem Ende Juli die vorerst niedrigsten Kurse in dieser Fälligkeit unter 5 €/dt gehandelt wurden, stiegen die Kurse gestern und heute wieder auf bis zu 8,7 €/dt.
Als Grund dafür muss vermutlich die angekündigte Hitzewelle her halten, die ab Morgen auch den Norden West- und Mitteleuropas erreichen soll. Die Monate Juli und August sind im Kartoffelfuture typische Monate mit starken Wettermärkten. Tatsächlich sind die Niederschläge oder Temperaturen im Monat August maßgeblich für die Erträge von Lagerkartoffeln.

28.07.2020 Frittenbuden in Holland nicht an neuem Verarbeitungsrohstoff interessiert

Weil in Holland aus der alten Ernte noch relativ viele Kartoffeln für die Verarbeitung zu Pommes frites verfügbar sind, haben dort die großen Kartoffelverarbeiter kaum Bedarf an neuem Verarbeitungsrohstoff. Nun werden die Lagerkartoffeln auch noch billiger. Die Preise hatten sich nach dem Corona-bedingten Lockdown mit geschlossenen Imbissbuden und Restaurants lange Zeit zwischen 2 und 3 €/dt bewegt. Nun geben sie noch um 50 Cent/dt weiter nach. Auch wenn in Belgien, Frankreich und Deutschland schon die neue Ernte verarbeitet wird, so bevorzugen holländische Frittenbuden noch die alte Ernte. Das hat nun zur Folge, dass Kartoffeln der neuen Ernte inzwischen optimale Erträge hervorbringen, was den Angebotsdruck weiter erhöht. In Belgien notiert die Sorte Premiere mit 3 €/dt fast so niedrig wie die alte Ernte obwohl die Ausbeute der „neuen“ besser ist. Viele Fabriken machen entweder noch Werksferien oder haben nur eine Auslastung von 70-80% ihrer Vor-Corona-Mengen.

21.07.2020 Seit Anfang März wurden knapp 25% weniger Kartoffeln zu Fritten verarbeitet

Ein steigendes Angebot an neuerntigem Frittenrohstoff stößt auf ein nur geringes Interesse der Kartoffeln verarbeitenden Industrie. Einige Mengen an Verarbeitungsrohstoff aus der Vorjahresernte könnnen noch zu Kartoffelprodukten veredelt werden und die Einkäufer suchen sich die besten Partien aus. Viele Kartoffeln aus der Ernte 2019 mussten schon und werden noch anderen Verwertungsrichtigen zugeführt. Die großen Fabriken werden wohl noch lange alte und neue Ernte parallel verarbeiten. Inzwischen sind aber wohl die meisten Werksferien der Frittenbuden abgeschlossen, sodass fast alle Anlagen wieder laufen. Nach Beginn der Coronakrise im März haben holländische Frittenfabriken fast ein Viertel weniger Kartoffeln verarbeitet.
Das enttäuschende Ende der Saison 2019/20 und eine verhaltene Nachfrage nach neuerntigem Frittenrohstoff drückt die Erwartungen für das gesamte Vermarktungsjahr 2020/21. Das signalisieren zumindest die Kurse von Futures auf Veredelungskartoffeln an der Derivatebörse in Leipzig, wo heute im April-21-Terminkontrakt mit 5,7 €/dt ein neues Kurstief gehandelt wurde. Vor der Coronakrise notierte dieser Kontrakt noch über 15 €/dt.

17.07.2020 Marktkommentar Kartoffeln - McCain Foods plant Fritten-Fabrik in Russland
Einem Bericht in der russischen Tageszeitung Kommersant zufolge, soll 180 km südlich von Moskau eine riesige Frittenfabrik gebaut werden. Investor ist das Kanadische Unternehmen McCain Foods. Im
Industriegebiet der Tula-Region ist bereits die erste ...
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16.07.2020 McCain Foods plant Frittenfabrik in Russland

Einem Bericht in der russischen Tageszeitung Kommersant zufolge, soll 180 km südlich von Moskau eine riesige Frittenfabrik gebaut werden. Investor ist das Kanadische Unternehmen McCain Foods. Im Industriegebiet der Tula-Region ist bereits eine Fabrikhalle in Planung.

Eine lokale Pommes frites Produktion scheint finanziell lohnenswert, weil man in dieser Region Russlands auf billigen Rohstoff zurückgreifen kann und hohe Transportkosten entfallen. Dass McCain der Bauherr der Anlage ist, geht aus einem Eintrag im Unternehmensregister der Russi-schen Föderation hervor. Im Juni gründeten McCain Foods Holland B.V. und McCain Europa BV das Unternehmen McCain Foods RUS LLC in der Stadt Uzlovaya, die in der Bezirk Tula liegt. Das Unternehmen will lauft Firmeneintrag Lebensmittelfertigprodukte und verarbeitete Kartoffeln anbieten.
Marktteilnehmer bestätigten, dass McCain an einer großen neuen Anlage zur Pommes frites Produktion arbeitet, die in der SEZ Uzlovaya angesiedelt werden soll. Die Investoren erhalten von der Regionalregierung langfristig Vorzüge. Zum Beispiel zollfreie Importe und einen Mehrwertsteu-ersatz von 0% bis zum Jahr 2026. In der ersten zehn Jahren werden nur 2% Einkommenssteuer erhoben. Das europäische Büro von McCain Foods regiert aktuell auf Anfragen zu diesem Projekt nicht.

14.07.2020 Ertragsschätzungen 2020 für Lagerkartoffeln noch spekulativ

Trockenheit im Frühjahr, gepaart mit einigen Frostnächten hatte zwar die Erträge von Speise-Frühkartoffeln eingeschränkt, aber die Erträge der Haupternte hat das wohl kaum noch Auswirkungen. Immer mehr Analysten wagen sich an Hochrechnungen zur Kartoffelernte 2020 heran. Ertragsschätzungen sind zwar noch höchst spekulativ, aber die Regenfälle der letzten Wochen lassen erwarten, dass zumindest Durchschnittserträge, die in Holland bei 450 dt/Hektar liegen, erwartet werden können. Diese unterstellt, würde die Ernte 2020 in der „Big-5“-Ländern (B, F, GB,NL,D) 5% größer ausfallen als im Vorjahr, rechnet heute die AMI in Bonn vor. Von einer Rekordernte kann man deshalb aber noch nicht sprechen, heißt es dort. An der Terminbörse gaben die Kurse der Apri-21-Futures auf Veredelungskartoffeln heute erneut nach und beendeten den Handelstag auf dem vorläufig niedrigsten Kursniveau in dieser Laufzeit bei 6,4 €/dt. Vor der Coronakrise Anfang März wurde dieser Terminkontrakt noch mit 15 €/dt gehandelt.

13.07.2020 Marktkommentar Kartoffeln

In Holland arbeiten die Frittenfabriken noch weiter ihre Vorkontrakte aus der alten Ernte ab. Das Angebot von freier Ware geht jetzt wohl vollständig in die Verfütterung oder in die Flockenherstellung. Alterntige Kartoffeln kosten über alle Verwertungsrichtungen in Holland aktuell zwischen 2 und 4 €/dt. In Belgien machen bereits die ersten Frittenbuden vorübergehend dicht und ...

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07.07.2020 Früher Frittenrohstoff kommt in Belgien später zum Einsatz

Bei niedrigeren Erträgen kommt die neue Frühkartoffelernte in Belgien in diesem Jahr später zum Einsatz. Die Feldbestände sind nach der Trockenheit im Frühjahr oftmals noch nicht weit genug entwickelt. Nur beregnete Äcker bringen genügend Übergrößen hervor. Früher Frittenrohstoff wird bisher lediglich von wenigen Fabriken und Schälern aufgenommen, die dafür auch nur knapp 10 €/dt bezahlen. Normal wären um diese Jahreszeit 18-20 €/dt. Der niedrigere Preis ist dem Umstand geschuldet, dass alterntige Kartoffeln noch bis weit in den August verfügbar sind. Die großen Frittenfabriken rufen inzwischen aber ihre Vertragskartoffeln zügiger ab. In Holland sollen die Anlagen wieder eine Auslastung von 80% haben. Vereinzelt kauft man wieder mehr vertragsfreie Kartoffeln.

06.07.2020 Marktkommentar Kartoffeln
In den fünf bedeutendsten Kartoffelbaunationen Europas Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien und die Niederlande, Big-5 genannt, wurden in diesem Jahr schätzungsweise 662.000 Hektar mit Konsumkartoffeln bestellt. Das sind 7.000 Hektar mehr als in 2019 und …
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19.06.2020 Marktkommentar Kartoffeln
Neueste Schätzungen zeigen, dass die Rohstoffvorräte für die Herstellung von Kartoffelprodukten viel besser unter Kontrolle sind, als bisher die meisten Beobachter zu Beginn der Coronakrise für möglich gehalten haben. Inzwischen wird berichtet, dass ...
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16.06.2020 Überschuss von Frittenrohstoff wird zügig abgebaut

Im Westen Europas werden nun die großen Überschüsse an Frittenrohstoff zügig abgebaut. Die überleidigen Kartoffeln werden verfüttert oder es werden daraus Flocken hergestellt. Auch Biogasanlagen nutzen die Gelegenheit, billiges „Futter“ einzukaufen. Die Käufer hatten nach dem trockenen Frühjahr schon Angst, dass die Biomasse knapp werden könnte. Der Absatz von Kartoffeln wird in Holland und Belgien mit staatlichen Mitteln gefördert. Auch der BAOGK fordert für deutsche Kartoffeln und die Kartoffelverarbeiter nun ein Hilfsprogramm.
Nachdem die Restaurants und Fast-Food-Ketten fast alle wieder geöffnet haben, nimmt auch der Absatz von Pommes frites wieder zu. Die Produktion wird wieder hoch gefahren und man hört schon, dass freie Ware wieder gesucht wird. Die Preise dafür sind aber noch sehr niedrig.

15.06.2020 Marktkommentar Kartoffeln: Früher Frittenrohstoff könnte knapp werden
Es zeichnet sich ab, dass das Angebot an frühem Frittenrohstoff in Belgien in einigen
Wochen kleiner ausfallen wird als üblich. Das könnte den vorherrschenden festeren
Trend ...
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09.06.2020 Blick auf die neue Kartoffelsaison

Nachdem letzte Woche der Handel mit Futures auf Veredelungskartoffeln der Ernte 2019 an der Börse EEX in Leipzig beendet wurde, wollen wir uns jetzt auf die nächste Ernte konzentrieren, auch wenn in Westeuropa (NL, B, F) immer noch alterntiger Frittenrohstoff auf Abnehmer wartet. Der Verband der Kartoffelhändler in Holland VTA berichtet davon, dass jetzt immer mehr Kartoffeln in die Futtertröge abwandern. Zudem wird der Verarbeitungsrohstoff für 3-5€/dt ab Verladestation nach Osteuropa, vor allem in die Ukraine, exportiert. Für noch weniger Geld wollen die Bauern aber nicht mehr abgeben. Unterdessen beginnt in Norddeutschland in der kommenden Woche der Verkauf von Chips- und Frittenrohstoff der neuen Ernte. Die Fabriken signalisieren Abnahmetermine wie geplant. Hierzulande wurde die alte Ernte schließlich fast komplett ihrem geplanten Verwendungszweck zugeführt. Wenn auch im Westen der EU alterntiger Frittenrohstoff auch noch kontrolliert in andere Kanäle als der Frittenproduktion umgeleitet werden kann, dann kann die neue Saison ohne belastenden Rohstoffvortrag beginnen. Lediglich die TK-Läger der Fabriken liegen noch voll mit Pommes frites.

05.06.2020 Marktkommentar Kartoffeln
Der Export von Frischkartoffeln der Ernte 2019 aus Belgien und Holland endet nun allmählich. Die Qualität verschlechtert sich zusehends. Lagerdruckstellen und weiche Knollen machen die Kartoffeln aus Westund Mitteleuropa für Käufer im ...
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05.06.2020 EEX-Kartoffelindex: Alte Ernte endet an der Börse mit 3,1 €/dt

02.06.2020 Frittenrohstoff für den Futtertrog

Im Zentrum des europäischen Kartoffelanbaus in den Ländern Holland, Belgien, dem Pariser Becken sowie im Nordwesten Deutschlands ist es aktuell so trocken wie im Jahr 1976. Milchbauern kaufen den Kartoffelüberschuss, den die Frittenfabriken nicht abnehmen oder verarbeiten wollen, denn der erste Grasschnitt ist längst nicht so ertragreich, wie üblich. Da es in den letzten zwei Jahren auch schon extrem trocken war, gibt es auch kaum Futterreserven.
Der Verband der Kartoffelbauern NEPG schätzt, dass in Europa rund 2 Mio. Tonnen Kartoffeln, nicht wie geplant, zu Kartoffelprodukten verarbeitet werden.
Trotz der Trockenheit geben die Kurse für Veredelungskartoffeln auf dem Terminkontrakt April 2021 heute kräftig nach. Frittenfabriken produzieren so viele Fritten in Tiefkühlläger, dass ein Anstieg der Rohstoffpreise vorerst nicht erwartet wird. Regen, der ab Mittwoch hierzulande fallen soll, könnte Ängste um Kartoffelerträge zudem beschwichtigen.

01.06.2020 Marktkommentar Kartoffeln
Wohin steuert der Kartoffelmarkt in 2020/21?
Eine ernste Trockenheit bedroht erneut die Ernten in Ost- und Zentraleuropa sowie in Nordeuropa. Spanien, Portugal, Westfrankreich, Irland und Cornwall klagen über zu wenig Niederschlag. Sie hatten aber in den letzten beiden Monaten Perioden mit wechselhaftem Wetter.
In Holland, Belgien, Deutschland und der nördlichen französischen Tiefebene ist die Lage ...
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26.05.2020 Unser Kartoffelmarkt bleibt zweigeteilt

Während die Lagerhalter in Holland, dem Nordosten Frankreichs und in Belgien nun ihren überschüssigen Frittenrohstoff im Futtertrog und Biogasanlagen entsorgen, sind am Markt für Speisekartoffeln kaum noch heimische Kartoffeln aus der alten Ernte im Angebot. Der Kartoffelmarkt bleibt hierzulande also weiter zweigeteilt. Weil die Übermengen vom alten Frittenrohstoff nun zügig abfließen, hofft man jetzt, dass die nächste Saison doch nicht so stark vorbelastet wird, wie zunächst befürchtet. Die Erträge der ersten Speise-Frühkartoffeln sind kleiner als im Vorjahr. Teils war es ein später Frosteinbruch, teils die Trockenheit, die erwarten lassen, dass die Erträge in 2020 nicht besonders groß werden. Allerdings haben die Frittenfabriken in den letzten Wochen so viel Fritten in Tiefkühlläger eingelagert, dass sich eine Marktphantasie nicht durchsetzen kann.

26.05.2020 In Nordamerika werden 30% Frittenrohstoff nicht abgenommen

Der Kartoffelverarbeiter Lamb Weston hat einen Teil der Kartoffelernte aus dem Jahr 2019 jetzt wieder an seine Lieferanten zurückgeschickt. Das berichtet die Zeitung Capital Press. Zur Begründung heißt es, dass die Firma nicht die Möglichkeit habe, alle Verarbeitungskartoffeln zu lagern.
Lamb Weston selber äußerte sich nicht zu diesem außergewöhnlichen Vorgang. Nicht nur Lamb Weston, sondern alle Fritten Produzenten in Amerika und in Europa leiden unter der schlechten Nachfrage nach Pommes frites oder anderen Kartoffelprodukten, weil Caterer und Fast-Food-Restaurants während der Coronakrise teils geschlossen waren oder immer noch sind.
Das börsennotierte Unternehmen Lamb Weston hat seine Gewinnerwartung für das aktuelle Wirtschaftsjahr bereits zurückgezogen.
Rund 30% der Kartoffeln, die noch in den Scheunen der Landwirte liegen, werden jetzt nicht mehr abgerufen. Im US-Bundesstaat Washington wurden rund 4 Mio. Zentner (hundredweight) nicht mehr abgenommen, in Idaho sind es 1 Mio. Zentner und im kanadischen Alberta 300.000 Zentner. In diesen drei Überschussregionen sind es umgerechnet 265.000 Tonnen.
Die drei größten Frittenhersteller in Amerika sind J.R. Simplot, McCain Foods und Cavendish Farms. Sie werden diesem Beispiel von Lamb Weston wohl nicht folgen. Sie werden aber den Überhang an Verarbeitungsrohstoff aber auch nicht zu Pommes frites verarbeiten können.
Lamb Weston ist im Pacific Northwest der stärkste Kartoffelverarbeiter. Wenn dieser Marktführer schon nicht alle Kartoffeln verarbeiten kann, dann kann es niemand, schreibt die Capital Press.

22.05.2020 Marktkommentar Kartoffeln
Die Kurse der EEX-Veredelungskartoffeln mit dem Fälligkeitstermin April 2021 konnten sich in den letzten Tagen wieder stabilisieren. In vielen Teilen Europas ist es extrem trocken aber die COVID-19 Pandemie schwebt als dunkler Schatten über dem Kartoffelmarkt und verhindert jegliche Marktphantasie. Aus Holland wird berichtet, dass ...
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19.05.2020 Hollands staatlichen Beihilfen entfalten ihre Wirkung

Staatliche Beihilfen in Holland zum Abbau von unverkäuflichem Frittenrohstoff erfüllen ihren Zweck. Inzwischen räumen die Kartoffelläger flott. Abnehmer sind Futterbauern, Biogasbetreiber und Flockenhersteller. Es werden Preise von 1,5 – 2,5 €/dt bezahlt. Etwas bessere Qualitäten finden ihren Weg nach Osteuropa und erzielen Erzeugerpreise von 3-4 €/dt. In diesen Export gelangt sogar schon der Hauptteil der holländischen Lagerkartoffeln. Auch wenn viele Lokale nun wieder öffnen durften, so ist das beim besseren Absatz von Pommes frites noch kaum spürbar. Die Kartoffelverarbeiter setzten im April nur 192.000 Tonnen Rohstoff ein, im März waren es noch 258.000 Tonnen, womit in diesen beiden Corona-Monaten rund 300.000 Tonnen Kartoffeln weniger als üblich verarbeitet wurden. Da der Produktabsatz aber noch stärker eingebrochen ist, mussten die Fritten-Hersteller alle verfügbaren Kühlkapazitäten nutzen. Das könnte uns noch lange nachhängen.

18.05.2020 Marktkommentar Kartoffeln

5% mehr Kartoffelanbau in Niedersachsen


Haltbare Grundnahrungsmittel, die über Supermärkte angeboten werden, profitieren bekanntlich von der Coronakrise. Dazu gehören auch Speisekartoffeln. Kartoffelprodukte, die zu einem großen Teil in Restaurants, also außer Haus, verzehrt werden, sind die ...

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12.05.2020 Nach Beihilfen in Holland kein freier Markt für Frittenrohstoff mehr

Die EU-Kommission hat die niederländische Beihilfe für Kartoffelbauern genehmigt. Nun erhalten sie 6€/dt für Frittenrohstoff, der wegen der Coronakrise nicht mehr verarbeitet wird. Das führt jetzt dazu, dass die Lagerhalter ihre freien Kartoffeln nicht mehr den Fabriken anbieten. Außerdem kündigen viele Frittenfabriken ihre Abnahmeverträge im Einvernehmen mit den Landwirten. Weil bei unseren Nachbarn mit Frittenrohstoff kein freier Markt mehr stattfindet, gibt es auch in dieser Woche keine Notierung. Große Mengen fließen jetzt in den Futtertrog oder in die Flockenproduktion. Für Exporte nach Osteuropa sind die Erzeugerpreise nun mindestens 8€/dt. Speisekartoffeln sind ohnehin teurer und kosten in Holland bis zu 20€/dt. Der Frittenabsatz erholt sich inzwischen auch wieder etwas.

11.05.2020 Marktkommentar Kartoffeln

Die aktuelle Misere am Markt für Frittenrohstoff, ausgelöst von der Coronakrise, wirft bereits dunkle Schatten auf die nächste Saison. Die Verarbeitung von Kartoffeln der alten Ernte wird einen, vielleicht sogar zwei Monate länger in Anspruch nehmen als üblich. Das hängt von der Qualität der Lagerkartoffeln ab. Außerdem wurden viel größere Mengen von Kartoffelprodukten in Tiefkühllägern eingelagert, die auch erst ...

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05.05.2020 Viel Frittenrohstoff unter Vertrag – Verarbeitung bis September möglich

Während sich die Lage am Speisekartoffelmarkt zuletzt deutlich verbessert hat, sind die Vorräte am Frittenrohstoff in Westeuropa noch beängstigend hoch. Ein Großteil der Mengen sind allerdings vertraglich gebunden. Sollten sich die Kartoffeln im Lager gut halten, werden die Fabriken diesen Rohstoff noch bis weit in den September verarbeiten. Das bedeutet, dass früher Frittenrohstoff in diesem Jahr kaum Beachtung finden wird.
Dass in vielen Teilen Deutschlands ab nächster Woche Restaurants wieder öffnen dürfen, lässt darauf hoffen, dass der Frittenkonsum bald wieder in Gang kommt. Am britischen Kartoffelmarkt war das schon seit 10 Tagen der Fall. Nun drängen die Landwirte dort aber darauf, dass vorrangig ihr heimischer Rohstoff verarbeitet wird und nicht so viele Kartoffelprodukte vom EU-Festland importiert werden sollen.

30.04.2020 Belgapom drängt Belgier, mehr Fritten zu essen

Kartoffelbauern und Frittenfabriken in Belgien leiden besonders unter den Folgen der Corona Pandemie.
Unser kleines Nachbarland ist der weltweit größte Exporteur von Pommes frites und anderen Kartoffelprodukten. Aus jährlich 5,3 Mio. Tonnen Kartoffeln werden Pommes frites, Kartoffelstampf und Chips hergestellt, die in mehr als 160 Länder exportiert werden.
Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, haben in vielen Ländern Imbissbuden, Cafés und Restaurants geschlossen. Das sind die größten Vertreiber von Kartoffelprodukten. Dieser Absatz ist im Inland zu 80% versiegt.
Das Frittieren von Lebensmittel ist Belgiens immaterielles Kulturerbe, erklärt Romain Cools, Generalsekretär des Verbands der belgischen Frittenfabriken dem Nachrichtendienst Reuters. Und er fordert über diesen Weg seine Landsleute dazu auf, mindestens eine Portion Pommes frites in der Woche zusätzlich zu verzehren, damit nicht so viel Rohstoff vernichtet werden muss.
Belgiens Fritten-Export ist um 40% eingebrochen, die Fitten-Industrie in den Nachbarländern Frankreich, Holland und Deutschland haben ähnliche Probleme. Alleine in Belgien müssen wohl 750.000 Tonnen Frittenrohstoff als Futtermitteln oder Biomasse vernichtet werden, da die Knollen nur für die Herstellung von Kartoffelprodukten geeignet sind.

27.04.2020 Doppelt so viele Lagerkartoffeln in Holland als im 5-Jahres-Mittel

Die holländische Bauernorganisation VTA macht 3x pro Wirtschaftsjahr eine Bestandsaufnahme bei seinen Mitgliedern. Die dritte der Saison findet eigentlich am 15. April statt, da der Markt in diesem Jahr aber zusammenbrach, zog man diese Aufnahme auf den 1. April vor.
Am 1. April waren 44% der letztjährigen Kartoffelernte verbraucht. Das sind weniger als am 15. April im Vorjahr; damals waren es 57%. Sandbodenware wurde zu 85-89% verbraucht, Kleybodenkartoffeln nur zu 30-35%.
74% der Ernte waren verkauft, eigentlich sind es 85% bei dieser Erhebung. Bauern, die an der Erhebung teilnahmen, lieferten 22,6% weniger ab als im langjährigen Mittel. Der Kartoffelvorrat in Holland war am 1. April 37% größer als im 5-Jahres-Mittel.
Von den Lagerkartoffeln waren aber nur 53% verkauft – im Durchschnitt der Vorjahre waren es 65-70%. Der Vorrat war also doppelt so hoch wie üblich.

27.04.2020 Marktkommentar Kartoffeln

Die COVID-19 Pandemie hat einen verheerenden Einfluss auf den Markt für den Verarbeitungsrohstoff Kartoffeln und wird auch auf andere Marktsegmente wie Erzeugerorganisationen, Handel und Genossenschaften sowie der Stärkeverarbeitung
negative Auswirkungen haben. Die Copa und Cogeca schlägt in einem Brief an die
EU-Kommission verschiedene Problemlösungen vor, unter anderem ...

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21.04.2020 Frittenrohstoff unverkäuflich, trotzdem weitet Frankreich die Anbaufläche aus

Während der Konsum von Frischkartoffeln in privaten Haushalten um 28% gestiegen ist, werden seit Beginn der Corona-Krise kaum noch Kartoffeln zu Produkten veredelt. In Deutschland sind die Vorräte an Speisekartoffeln aus der alten Ernte fast aufgebraucht und die Packstation importieren zügig Lagerkartoffeln aus Frankreich sowie Frühkartoffeln aus dem Mittelmeerraum. Kartoffelpreise für die alte Ernte in den Supermärkten konnten sich auf dem erreichten Niveau halten, aber trotz der schwinden Vorräte nicht verbessern.
Verarbeitungsrohstoff bleibt in West- und Mitteleuropa unterdessen nahezu unverkäuflich, was auch dazu führt, dass der Kartoffelanbau für die Ernte in 2020 allgemein eingeschränkt wird. Heute ließ allerdings eine Meldung aus Frankreich aufmerken, nach der dort die Anbaufläche für Konsumkartoffeln um 3,8% wächst.

14.04.2020 Belgien meldet Frittenrohstoff-Überschüsse wie nach Rekordernten

Die Marktlage bei Pommes frites-Kartoffeln bleibt schwierig. Im Zentrum der europäischen Frittenindustrie gibt es noch so viele unverkaufte Rohstoffvorräte wie sonst nur nach Jahren mit einer Rekordernte. Am 1. April waren in Belgien beispielsweise 1,7 Mio. Tonnen Kartoffeln im Lager, ähnlich viel wie in den Jahren 2014/15 und 2017/18. Auch Hollands und Frankreichs Vorräte an freiem Frittenrohstoff sind aktuell quasi unverkäuflich. Landwirte schränken deshalb die Anbaufläche für die nächste Ernte ein. Der Anbauverband VTA schätzt, dass für die Haupternte 2020 in Europa 5-10% weniger Kartoffeln angebaut werden.

07.04.2020 Auf absehbare Zeit zu viel Kartoffeln am Markt

Die aktuelle Corona-Krise stellt die Frittenindustrie in Europa vor große Herausforderungen. Riesige Mengen Frittenrohstoff suchen bislang noch vergeblich nach alternativen Absatzwegen, weil Imbissbuden und Restaurants noch auf absehbare Zeit geschlossen bleiben. Für einige Hersteller von Kartoffelprodukten bricht 80% des Absatzes weg. Frittenrohstoff erfüllt nur selten die hohen Anforderungen des LEH. Mengen die dort untergebracht werden können, sind überschaubar. Im Export nach Osteuropa und zu den Schälbetrieben könnte dagegen etwas mehr gehen. In jedem Fall haben wir in Westeuropa auf absehbare Zeit genug Kartoffeln. Bislang lehnen die Stärkefabriken die Entsorgung von Frittenrohstoff ab, weil sie fürchten, dass der Stärkemarkt dann zusammenbricht. Die Krise kam zudem für die die Anbauplanung in 2020 zu spät, denn die Anbauflächen und das Saatgut waren bereits für den Kartoffelanbau vorbereitet. Inzwischen bieten Pommes-Fabriken Landwirten schon Prämien, wenn Lieferverträge storniert werden.

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